Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich sierteljährlich 1,20 m., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabeftellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Redaktion: Dienstags, Donnerstags, Samstags. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 218. - ( 2. Blatt) Die Kandidaten der Landtagswahl. Darmstadt: Bankdirektor Reg.- Rat Bastian( natlib.), StaatsSchuldbuchhalter Henrich( fr. B.), Redakteur Knoblauch( Soz.). Mainz: Stadtverordnete Heerdt( bürgerl. Sammelkandidat); Offenbach: Handelskammersyndikus Dr. Cratz( natlib.), Arbeitersekretär Ernst Frede( 3tr.), Beigeordneter Eißnert( Soz.). Worms: Justizrat Dr. Stephan( natlib.), Buchbindermeister Schmud( Str.), Arbeitersekretär Engelmann( Soz.). Sieken: Fabrikant Klingspor( natlib.), Professor Urstadt( fr. V.), Redakteur Vetters( Soz.). In den ländlichen Wahlkreisen haben insgesamt 28 Neuwahlen stattzufinden, und zwar 11 in Starkenburg, 9 in Oberhle, beffen und 8 in Rheinhessen. Die hierfür nominierten Kandibaten find folgende:" n. ter$ sel 3654 des be ipe Id pte, sert Cineung end. St. olg and b 2.3 aber vel re ck Provinz Starkenburg: 1. Wahlkreis, Beerfelden, Hirschhorn, Wimpfen: Abg. KredelAirlenbach( natlib.), Lehrer Lang- Beerfelden( fr. V.), Parteisekretär Affenzahl- Erbach( Soz.). 3. Wahlkreis, Höchst- König: Bürgermeister Meisinger- KirchBrombach( natlib.), Straßenmeister Fleckenstein( B. d. L. und Chr- soz.), Hartmann( Soz.). 1.Wahlkreis, Fürth- Reichelsheim: Postverwalter MergellReichelsheim( natlib.), Gutsbesitzer Siefert- Frohnhofen( wirtsch. Bergg. und Chr.- soz.), Rechtsanwalt Sturmfels- Groß- UmStadt( Soz.). Wahlkreis( neugebildet), Dieburg: Privatdozent Dr. VaubelDarmstadt( fr. V.), Abg. Uebel( 3tr.). Schlossermeister AnthesSprendlingen( Soz.). 10. Wahlkreis, Heppenheim- Viernheim( früher Lasch- Zwingenberg): Postmeister Wiegand( 3tr.), Loch- Worms( Soz.). Wahlkreis, Bensheim Zwingenberg: Fabrikbesitzer Abg. Louis Auler- Bensheim( natlib.), Professor Flagler Bensheim( fr. V.), Neumann( Soz.). 12 Wahlkreis, Gernsheim- Pfungstadt( früher Darmstadt- Gernsbeim Zwingenberg): Reallehrer Böhner- Gernsheim( natlib.), Landwirt Friedrich- Groß- Rohrheim( Bbd.). Fabrikant Preß jr.Pfungstadt( fr. V.), Abg. Raab( Soz.). 13. Wahlkreis, Eberstadt- Grießheim( früher Darmstadt- Land): Bauunternehmer Sames- Darmstadt( fr. V.), Abg. Raab( Soz.)? 15. Wahlkreis, Bischofsheim- Rüsselsheim( früher Groß- Geraulangen): Bürgermeister Hauerkopf( fr. V.), Abg. Berthold( Soz.) 16. Wahlkreis, Langen- Neu- Isenburg( früher Langen- Offenhe bach: Bürgermeister Pons- Neu- Isenburg( natlib.), Lehrer Sintel- Langen( fr. V.), Abg. Dr. Fulda( Soz.). res bte men 1 n des für ste jm atz e! nal 18 Wahlkreis, Seligenstadt: Bürgermeister Singer- Seligenftadt( Str.), Rechtsanwalt Dr. Carnier( fr. V.), Parteisekretär Sint- Offenbach( Soz.). Provinz Oberhessen: Bahlkreis, Rodheim Ober: Rosbach: Rechtsanwalt Dr. v. Selmolt- Friedberg( B6d.), Redakteur Wittrisch- Offenbach( Soz.). Wichtig für Asthamatiker. Die Erfahrung des Herrn Hermann van der Berg in Wesel ein Troft für alle Afthamatiker sein, indem ihnen ein Weg wigt, wodurch dieses läftige Uebel sofort gelindert werden kann. Er schreibt: ,, mol- Asthma- Pulver hat bei mir vorzüglis wirft. Ich hatte oft schwere Anfälle von Atemnot, sobald ih ebieses Pulver gebraucht hatte, spürte ich sofort große Erleighrang und werde es jedem Asthmaleidenden empfehlen. Kitmol- Asthma- Pulver foftet die große Blechbose M. 2.50, Apotheken erhältlich. Wo nicht vorrätig wende man sich an die DORF gel- Apotheke, Frankfurt a/ M. auch Soda 9 Wochen alt, ba Schmidt Weg. འ on Wollen Sie wieder schlank werden? Wollen Sie Ihre breiten Hüften, Ihren starken Leib, Ihr oppeltinn auf eine ganz einfache und naturgemäße Art und Selje wieder loswerden? Wollen Sie Ihre Korpulenz, die Sie nur unschön macht, die Ihnen auch von Tag zu Tag lästiger id, die Ihre Kräfte doppelt verbraucht, die Sie vorzeitig alt acht, wieder beseitigen? Warum sorgen Sie dann aber nicht fir, daß die ebenso unschönen wie lästigen Fettpolſter zum endroinden kommen? Sie wissen vielleicht noch garnicht, welche Fund Fett verliert. Oder haben Sie vielleicht schon einmal einer der so zahlreich gegen die Korpulenz empfohlenen Kuren, unfehlbar" wirken sollen, trotz strengster Befolgung der er Kulturleh terung es für einen Korpulenten bedeutet, wenn er einige die Darmsserordent- t ad für ca 2.50 oder len dabei gegebenen Angaben und Verhaltungsmaßregeln gar art. mit Ann ist es natürlich kein Wunder, wenn Sie glauben, weil Sie eine Karen oder doch nur einen ganz vorübergehenden Erfolg gehabt? gen Nachnspr. noch korpulent jeien, müßten Sie es auch bleiben, und ein tlich probates Mittel gäbe es nicht. Und doch gibt es ein ches Mittel, und dasselbe hat sich durch die mit ihm erzielten radezu erstaunlichen Erfolge die Gunst der Aerzte im Sturm 7257 bert. Das Mittel unterscheidet sich allerdings grundsätzlich allen bisher dagewesenen und hat vor allen Dingen den ganz menten Vorteil, daß seine Anwendung nicht einmal etwas Fitt. Dieses Mittel ist kein Geheimmittel und keine die wissenliche Kritik scheuende Kurpfuschermedizin, enthält auch weder noch Schilddrüsen- Extrakt, noch Blasentang oder eines jener rbarisch wirkenden Abführmittel, die den Darm ruinieren und Wetzlarer g. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen des Großherzoglichen Polizei Amfes = der Großherzoglichen Bürgermeisterei Behörden Oberhessens sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Donnerstag, den 2. November 1911. 2. Wahlkreis, Echzell- Reichelsheim: Gutsbesitzer BreidenbachDorheim( Bbd.). 4. Wahlkreis, Lich: Abg. Fenchel( Bbd.), Häuser- Steinberg( Soz.). 5. Wahlkreis, Großen Linden: Heuchelsheim: Abg. Bürgermeister Leun( Bbd. und D.- soz.), Bürgermeister Kreiling ( lib.); Schneidermeister Diehl, Gießen( Soz.). 7. Wahlkreis, Homberg: Abg. Mühlenbesitzer Brauer( Bbd.), Redakteur Vetters- Gießen( Soz.). 8. Wahlkreis Alsfeld- Land: Landwirtsch. Lehrer Heck- Alsfeld ( natl.), Abg. Oekonomierat Korell( Bbd.), Sattlermeister EderAlsfeld( Soz.). 12. Wahlkreis, Nidda: Landwirt W. Dorsch Wölfersheim( B66.), Kreisfeuerwehrinspektor Vetzberger- Nidda( natl.), Krankentassen- Sekretär G. Beckmann- Gießen( Soz.). 13. Wahlkreis, Büdingen: Oekonomierat Andrae- Büdingen ( natlib.). Abg. Bähr Herrnhag( wild und Bbd.), Sekretär Schaub- Büdingen( Soz.). 14. Wahlkreis( neugebildet), Bilbel: Gemeindeeinnehmer Herling( Bbd.), Lehrer Redel( fr. V.), Abg. Busolt( Soz.) Provinz Rheinhessen: 2. Wahlkreis, Alzey: Abg. Bürgermeister Diehl( natlib.), Weingutsbesitzer Knell- Heimersheim( fr. V.), Stadtv. LinkelAlzey( Soz.). 3. Wahlkreis, Wöllstein: Bürgermeister Schott- Uffhofen( natlib. u. B. d. L.), Abg. Bürgermeister Eibach( fr. V.), Schuhmachermeister Haubach- Wöllstein( Soz.) 4. Wahlkreis, Osthofen: Abg. Gutsbesitzer Franz Best( natlib.), Bürgermeister Schreiber- Abenheim( Str.), Schreiner Lutz- Osthofen( Soz.). 5. Wahlkreis, Wörrstadt: Pfarrer Korell- Königstädten( fr. V.) Stadtv. Gruber- Alzey( Soz.). 7. Wahlkreis, Gonsenheim- Nieder- Olm: Abg. Molthan( 3tr.), Parteisekretär Seel( Soz.). 8. Wahlkreis( neugebildet), Nierstein: Gutsbesitzer SchätzelSelzen( natlib.), Abg. Landwirt Wolf- Stadecken( B. d. L.), Pfarrer Fresenius( fr. V.), Redakteur Schildbach- Mainz( Soz.). 9. Wahlkreis, Kostheim- Weisenau( früher Mainz- Nieder- Olm): Abg. Dr. Zuckmayer( 3tr.), Geschäftsführer Bauer( Soz.). 11. Wahlkreis, Bingen- Laud( früher Bingen- Ober- Ingelheim): Abg. v. Brentano- Offenbach( 3tr.), Landwirt Schmuck- Aspisheim( fr. V.), Buchdrucker Jbing- Bingen( Soz.). Bom Arbeitsmarkt in Hessen, HessenNassan und Waldeck im September 1911. Der gute Beschäftigungsgrad in der Metallindustrie hielt auch im Berichtsmonat weiter an. Die alte Klage des Mangels an Schmieden kehrt immer wieder. Die Nachfrage nach Installateuren, Elektromonteuren, Heizungsmonteuren und Kupferschmieden überftieg das Angebot. In Mainz herrschte gesteigerte Nachfrage nach Spenglern, Gürtlern und Metallarbeitern für Beleuch tungsförperfabriken. In Gießen fonnten bei Stupferschmieden nicht alle offene Stellen besetzt werden. Die Offenbacher Portefeuille- Industrie ist, wenigstens in den größeren Betrieben, gut beschäftigt. Für Sattler auf Geschirr und Treibriemen leder war in Frankfurt a. M. reichlich Arbeitsgelegenheit vorhanden. In der Industrie der Holz- und Schnizstoffe herrschte besonders nach Möbelschreinern eine sehr rege Nachfrage; in Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden und Gießen konnten nicht alle offene Stellen besetzt werden. In der Industrie der Nahrungs- und Genußmittel herrschte besonders in den Wein- und Aepfelweinkeltereien eine sehr rege Beschäftigung. In einigen 3igarrenfabriken in weit mehr Schaden als Nutzen stiften. Es bedingt auch keine kostspielige und dabei völlig zweckloje Badereise, keine qualvolle Einschränkung der Nahrung, keine Hunger-, Durst- oder Schwitzfur, feine Massage oder dergleichen. Es reguliert vielmehr auf eine ganz andere, bisher wenig bekannte Weise die gesamte Verdauung; es reinigt und desinfiziert den Darm und verbessert damit das Blut; es entlastet und stärkt das Herz und greift in keiner Weise den Eiweißbestand des Körpers an. Es bringt lediglich das überschüssige Fett zum Einschmelzen, vernichtet aber auch gleichzeitig die so überaus schädlichen Darmfäulnisbakterien, die eine Quelle zahlreicher Leiden und nicht zuletzt die Ursache der Fettleibigkeit sind. Dabei hat es nicht die allergeringste schädliche Nebenwirkung und wirkt auch nicht wie andere Entfettungsmittel( sofern sie überhaupt wirken!) schädigend auf die Haut und den Teint. Ganz im Gegenteil, die Haut, die sonst bei Entfettungskuren oft welf und gelb wird, erhält durch die gründliche blutreinigende Wirkung des Mittels eine rosige, jugendfrische Färbung und wird straff und elastisch. Der starke Leib und die breiten Hüften verschwinden bei seiner Anwendung schon bald, der früher schwerfällige Gang wird wieder leicht und elastisch, das ganze Aussehen jugendlicher. Kurz, es ist ein geradezu ideales Mittel, mit dem bei bestem Wohlbefinden ohne jede Berufsstörung und ohne strenge Diät mit Leichtigkeit Gewichtsabnahmen von 20 und mehr Pfund sich erzielen lassen. Und das Alles, wie gesagt ohne Kosten. - Die erste Anregung zur Schaffung des Mittels gab bereits vor ca. 40 Jahren der russische Leibarzt Dr. Th. Carell; vervollkommnet wurde es aber erst seit ganz guter Zeit durch die Anregungen, die der für seine wissenschaftlichen Forschungen mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Bakteriologe und Arzt, der Reiter des weltberühmten Pasteur- Instituts in Paris, Professor Dr. E. Metschnikoff, hierzu gab. Seine frappanten Wirkungen sind seither von allen Aerzten und Laien, die es anwandten, mit Worten höchster Anerkennung gepriesen worden. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. - - die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Gießen und Umgegend wurden im Berichtsmonat mehrere Tage gefetert. Der Beginn der Herbstsaison brachte im Bekleidungs- und Reinigungsgewerbe für Schneider mehr Arbeit. Die Offenbacher Schuhfabriken waren besser als im gleichen Monat des Vorjahres beschäftigt. Fast von allen Seiten des Verbandsgebietes wird über eine noch rege Tätigkeit im Baugewerbe berichtet. Hauptsächlich Bauschreiner, Bauschlosser, Gitterschlosser konnten sowohl in Groß als auch in Kleinstädten nicht genügend beschafft werden. Im graphischen Gewerbe ist eine Besserung im Beschäftigungsgrade eingetreten. Aus dem Ga st- und Schankwirts gewerbe berichten Frankfurt a. M. und Wiesbaden übereinstimmend, daß infolge der günstigen Witterung reichlich Arbeitsgelegenheit vorhanden war. Für ungelernte Arbeiter war die Arbeitsgelegenheit im Berichtsmonat gut. Auf dem weiblichen Dienstbotenmarkt konnten bessere Stellen lange nicht alle besetzt werden, dagegen war es schwer, für schulententlassene Mädchen und solchen, die noch nicht gedient hatten, Stellungen zu finden. In der Landwirtschaft hat die Beschäftigung etwas nachgelassen. Aus Stadt und Land. Gießen, 2. November 1911. * Auf eine Anfrage des Ministeriums an die Leiter der Fortbildungsschulen, wie diese über die Einführung des obligatorischen Turnunterrichts denken, ist aus den größeren Städten die Antwort erfolgt, daß die Turnvereine den Anforderungen genügen und daß die Einführung einer Turnstunde auf Kosten eines anderen Lehrfaches nicht ratsam sei. Der Mitteldeutsche Arbeits nachum eisverband gibt am 3. November zum 1. Male ein Lehrstellen- Vakanzenblatt heraus, das Name, Gewerbe, genaue Adresse des Lehrherrn bezw. der Lehrlinge und Lehrmädchen enthält. Die Liste wird, jeden Mißbrauch auszuschließen, nur den mit der Jugendpflege betrauten öffentlichen Behörden und Korporationen, den Schulen, den Arbeitsnachweisen des Verbandes, sowie gemeinnützigen Vereinen kostenlos zuge= stellt. Vor allem wird Wert darauf zu legen sein, daß die Stellen möglichst durch am Orte befindliche Lehr= linge besetzt werden und daß Lehrlinge, die in der Stadt keine Lehrstelle mit kost und Wohnung zu finden vermögen, bei tüchtigen Meistern auf dem Lande untergebracht werden. Alle Organe, die sich für die Lehrstellenvermittlung interessieren, werden gebeten, genaue Adressen von Lehrmeistern sowie Lehrlingen und Lehrmädchen dem Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverband, Frankfurt a. M., Saalhof, bis spätestens den 1. und 15. jeden Monats mitzuteilen. * Auf ministerielle Anregung haben sich die Eisenbahnvereine des preußisch- hessischen Gebiets und der Reichseisenbahnen zum Ankauf von Kartoffeln in groWollen Sie da noch zögern? Wollen Sie nicht wenigstens einen kleinen Versuch mit diesem Mittel machen? Wollen Sie sich nicht zum mindesten unsere ausführliche, hochinteressant geschriebene Broschüre Die Entfettungsfur der Zukunft", die wir nebst einer Probe des Mittels tostenlos und franko jedem einsenden, der uns für Porto usw. M. 0,20 in Briefmarken einsendet, kommen lassen? Wir sind sicher, daß schon diese kleine Probe Sie vollauf davon überzeugen wird, daß wir nicht ein Wörtchen zu viel behauptet haben, und daß Sie, wenn Sie die Broschüre aufmerksam gelesen haben, nicht eher ruhen werden, bis Sie wenigstens einen Teil Ihrer übermäßigen und gesundheitsschädigenden Körperfülle beseitigt haben werden. Yoghurt- Centrale Dr. J. Schaffner& Co., Berlin- Grunewald. Senden Sie mir eine Probe ,, Majapan" kostenlos und portofrei zu. Name: Bernf oder Stand:. Ort: Nähere Adresse: Ben Mengen entschlossen, die an die Eisenbahner zum Selbstkostenpreis abgegeben werden sollen. Die Eisenbahnverwaltung gewährt infolge der Zeuerung nicht nur Vereinen und Körperschaften bei Bezug von Kartoffeln, Möhren, Kohl und Futtermitteln Frachtermäßigungen, sondern auch Privat personen, wenn auf dem Frachtbrief der Vermerk " Zur Verwendung im Inlande" enthalten ist. Die Fracht ermäßigung beträgt bei Privaten 50 Prozent und bei Vereinen usw. 65 Prozent. Ein besonderer Antrag seitens der Privatpersonen ist nicht erforderlich. * Kgl. Preußische Klassenlotterie. Die Erneuerung der Lose zur 5. Klasse 225. Lotterie muß mit Vorlegung der Lose 4. Klasse spätestens bis zum 4. November, abends 6 Uhr, geschehen sein. Auch müssen die Freilose zur 5. Klasse gegen Rückgabe der Gewinnlose 4. Klasse bis zum vorerwähnten Termine eingefordert sein. nun alle 1 ):( Warburg. Eine auswärtige Gesellschaft projektiert die Anlage einer gleislosen elektrischen Straßen bahn zwischen dem Bahnhof und der Stadt beziehungsweise Bahnhof Altstadt. ):( Marburg. Mit dem Neubau des„ Physikalischen Instituts, das von den hiesigen Studenten dringend gefordert wird, soll im nächsten Frühjahr begon nen werden. Geh. Konsistorialrat Dr. Mirbt, Prof. für Kirchengeschichte an unserer Universität, hat den Ruf nach Göttingen als Nachfolger Tschakerts angenommen. ):( Eschwege. Der Kreisausschuß des Kreises Kreises Eschwege hat mit Rücksicht auf den großen Schaden, den die Erdratten( Wühlmäuse) im Laufe der letzten Jahre an den Obstbaumpflanzungen angerichtet haben, beschlossen, für das Einfangen und Töten dieser Schädlinge eine Prämie von 1 Mark für jedes Stück zu bezahlen. Es ist ein sehr häufig vorkommender Fall, daß Beamte zur Sicherheit von Darlehen ihr Gehalt abtre= ten oder verpfänden. In dieser Beziehung hat das Reichsgericht eine für Beamtenkreise außerordentlich interessante Entscheidung gefällt. Hiernach sind Verpfändungen und Abtretungen von Beamtengehältern im preußischen Rechtsgebiet ungiltig, da nach§ 163 Anh. zur Allgem. Preuß. Gerichtsordnung jede Verpfändung und Anweisung fester Besoldungen, Einkünfte und Pensionen ohne alle rechtliche Wirkung ist. Dies * Eine Aera für Schulreformen ist über Preußen hereingebrochen. Nach dem Fall des Extemporale wird jetzt der Erlaß des Kultusministers auf eine Verbesserung der Handschrift der Schüler hinzuwirfen, mit gleicher Genugtuung begrüßt werden. scheint u. E. nicht die Wurzel des Uebels zu treffen, weil die Schüler, besonders in den höheren Klassen, beim Nachschreiben die Vorarbeiten im„ Unreinen" aus Zeitersparnis schnell schreiben und so ihre Handschrift schlechtern. Dieser Uebelstand ließe sich aber leicht dadurch beseitigen, daß ein obligatorischer Unterricht in der Kurzschrift eingeführt wird. ver= Lügen- Förster um sich verbreitet, dem sei die überaus lustige Lektüre empfohlen. Der zweite Teil( Preis Mt. 2.-) bringt vier längere Erzählungen mit erfreulicher ):( Frankfurt a. M. Die probeweise in den Straßen des Bahnhofsviertels an den Straßenlaternen der Straßeneinmündungen und-Ecken angebrachten Emailleschilder mit Straßennamen und laufenden Nummern der Häuser, haben sich gut bewährt und werden nun allgemein bei allen Straßen eingeführt. Komit. ? Gedichte von Benjamin Körber. Pr. 2 Mt. Mit oft tiefernsten aber auch heiteren, sonnigen Farben hat der junge Dichter verschiedene Lebensgemälde ge ):( Kassel. Die zum Landkreis Kassel gehörigen Gemeinden haben beim Verkauf des Gemeindeobstes in diesem Jahre mehr eingenommen als im vergangenen Herbst. Der Erlös belief sich diesmal auf 20 036,10 Mark, während im Vorjahre 19 499 Mt. erzielt wurNachdem der südliche n Ueberlandzentrale. und der nordwestliche Teil der Provinz Oberhessen durch die Ueberlandzentrale Wölfersheim und Gießen mit elektrischem Strom versorgt werden sollen, sind nunmehr Bestrebungen im Bange, auch die beiden nordöstlichen Kreiſe Alsfeld und Lauterbach mit elektrischem Strom zu versehen. Man denkt dabei an den Anschluß der beiden Kreise an eine in Fulda projektierte Ueberlandzentrale, die in erster Linie den benachbarten preußischen Kreisen zugute kommen soll. Wegen des Anschlusses der beiden oberhessischen Kreise fand dieser Tage im Regierungs- Gebäude zu Bießen eine Vorbesprechung statt, an der u. a. die beteiligten Verwaltungsbeamten, die Bürgermeister von Alsfeld und Lauterbach, Baurat Schöberl- Darmstadt und ein Vertreter der Ueberlandzentrale Fulda teilnahmen. Bestimmte Beschlüsse wurden dabei noch nicht gefaßt. den. Literarisches. meißelt. ? Jst Hühnerhaltung gewinnbringend?" Dies ist der Titel eines, in dieser Teuerungszeit vielen Familien willkommenen nützlichen Volksbüchleins, her ausgegeben von Joh. Schilling. Preis 80 Pfg. Berlag von G. Soltau in Flensburg. Dasselbe beweist eingeh ends, daß Hühnerhaltung sehr gewinnbringend ist. ?„ Heimweh." Drama in 4 Aufzügen von Sch. Fuchs. Preis brosch. Mt. 2.-. In diesem Drama sehen wir Menschen, die Heimweh haben. Nicht jenes Heimweh, das sich nach dem Lande der Kindheit sehnt, sondern jenes andere, ungleich mächtigere, das nach der wahren Heimat unserer Seele verlangt, beherrscht ihr Tun und Lassen. ?„ Einsame Welt." Neue Verse von O. Orlishausen. Preis broschiert 2 Mt. Diese Verssammlung ist die Ernte mehrerer Jahre, aus der jemand redet, der das zu werden verspricht, was in unserer Zeit so sehr viele sein wollen und so wenige sind: Ein Dichter und eine Persönlichkeit. ? James Cook, der Märtyrer seines Forschungsbrangs der ihn wiederholt in ferne Länder und auf zuvor von Europaem nie oder nur ganz vereinzelt betretene Eilande weit unten im Süd often des Erdballs trieb, hat von jeher viel Bewunderer feines Tagebuchs Meine erste Weltreise" gefunden. Und mit Recht, denn dieses Buch zählt seit seinem ersten Erscheinen sechs Jahre vor del Verfassers Tod, also seit 138 Jahren, zu den Standard- Werken, zu den bleibenden Büchern der Gattung Reisebeschreibung, an der neuerdings wahrlich fein Mangel mehr ist. Die höchft feffelnde Darstellung, das ursprünglich- originelle Moment daran und nicht zuleßt die burch manchen späteren Reisenden bestätigte hobe Suber lässigkeit dieser Schilderung haben Cooks Buch zu einem Liebling des Lesepublikums gemacht, der das auch bleiben wird. Die Schwe bacher'sche Verlagsbuchhandlung in Stuttgart bat daher einen recht glücklichen Griff getan, als sie dieses Werk jezt unter Einreibung in ihre verdienstvolle Sammlung Kulturgeschichtliche Dokumente in trefflicher Ausstattung mit Beigabe von vorzüglichen Abbildungen nach alten seltenen Stichen jüngst zu wohlfellem Preise( brosch M. 3.60, geb. M. 4.50) herausgab, und verdient dafür den Dan! des Publikums, der sich in recht reger Kaufluft für diesen Band beftens betätigen kann. ? Kaiser Rotbarts Erlöser. Epos von Peter Zenz. Preis 2 Mt. Unsere schöne Literatur weist unserer Heroen und unseres Volkes in den Zeiten der eine stattliche Zahl von Werken auf, die die Großtaten Zusammenschweißung des Reiches schildern; dagegen fehlt es noch an einem dichterischen Werke, das die Neugestaltung von Kaiser und Reich inmitten der kriegerischen Ereignisse des Jahres 1870-71 zum Hauptgegenstande hat. Diese Lücke füllt Kaiser Rotbarts Erlöser aus. ? Bauern, Förster und andere Spikbuben geschichten, von Heinrich Gustav.( Mt. 2). Der erste Teil umfaßt sieben Erzählungen. Wer ländlichen Humor nicht abgeneigt ist, die so ein dem alter Mitbürger! Geschäftliches. )( Allgemeine Teuerung ist wieder ein mal das Losungswort des Tages! Am meisten davon betroffen ist wohl, infolge der anhaltenden Dürre dieses Sommers, die Butter. Geradezu unerschwinglich sind die Preise, die in den größeren Städten heute schon ver langt werden und die im Laufe dieses Winters aller Voraussicht nach noch weiter steigen dürften. Für die weitesten Kreise des Publikums wird es immer mehr zu einer unabwendbaren Forderung, sich nach Ersatzpro dukten umzusehen. Erfreulicherweile stehen solche in hoher Vollkommenheit zur Verfügung in Palmin( Pflan zenfett) und Palmona( Pflanzenmargarine), die sich ja seit vielen Jahren ständig steigender Beliebtheit in der besseren und bürgerlichen Küche erfreuen. Dabei fostet Palmin nur 75 Pfg., Palmona 90 Pfg. pro Pfund. Die fortschrittliche Volkspartei hat innerhalb des Landtagswahlbezirkes Gießen- Wiesek bei den letzten Reichstagswahlen über 2200 Stimmen erhalten, gege noch nicht 1000 Nationalliberalen. Sie erhebt also mit Fug und Recht Anspruch auf die Vertretung Gießens in der hessischen Kammer. Aber nicht nur auf Grund der Zahlen. Die Partet darf von sich auch behaupten, daß sie während des letzten Landtages den Kampf für Gerechtigkeit und Volksfreiheit wader gefämpft hat, und sie ist dabei von der„ auchliberalen" Bruderpartei fast in allen Fragen im Stich gelassen worden, wo es galt, die Volkskammer gegen erhöhte Machtansprüche der Herrenkammer zu verteidigen, wo es galt, die Uebergriffe des Ultramontanismus abzuwehren, wo es galt, das städte- und kulturfeindliche antisemitische Agrariertum zu bekämpfen. In dieser Tatsache, daß die Nationalliberalen im Kampf gegen rechts bersagt haben, liegt der tiefe Grund dafür, daß es zu einer Verständigung zwischen d beiden Parteien nicht gekommen ist, und nicht in persönlichen Zänkereten oder in unserer Haltung zu der Sozialdemokratie. Wir erklären wiederholt, daß wir ein Bür nis mit der Sozialdemokratie nicht eingegangen sind, und wir weisen darauf hin, daß keine Partei so schneidig wie wir den großen Prinzipienkampf mit der Sozialdem fratte geführt hat nnd führt. Aber wir halten es für unwürdig einer liberalen Partet den Gegner mit Ausnahmegesetzen zu bekämpfen und teilen mit den Nationall calen anderer deutscher Bundesstaaten die Ueberzeugung, daß eine Gesundung unserer politischen Verhältnisse nur eintreten wird, wenn es gelingt, die Sozialdemofco zur positiven Mitarbeit heranzuziehen oder dabei festzuhalten. Wir brauchen im Landtag aufrichtige tapfere Männer, die nichts für sich begehren, deren Herz dem Volf gehört. Solche Männer gibt es in jebem Beruf in jedem Stande, und wir wissen, daß auch die Gewerbetreibenden Gießens es verurteilen, wenn man, dem Vorbilde der Agrarter folgend, die einze Inen Berufskla gegeneinander ausspielt. Hat doch selbst der Ortsgewerbeverein sich unlängst einen Oberlehrer zum Vorsitzenden gewählt und ist es doch allen politisch Interessierten farnt, daß wir feine Ständewahl, sondern eine Staatsbürgerwahl vorzunehmen haben. Es handelt sich nicht um die Personen, nicht um eine Kandidatur Urstadt" oder eine Kandidatur Klingspor", sondern um eine Entscheidung über die politi Gesamtauffassung, die auf der einen Seite von Männern wie Gutfleisch und Korell, auf der anderen Seite von solchen wie Osann und v. Heyl vertreten wird. glauben gern, datz auch der Kandidat der hiesigen Nationalliberalen den ernsten Willen hat, in liberalem Sinne zu wirken, und seiner Partet wieder Itberalen Geist zuhauchen; aber was dem Abg. Pagenstecher mißlungen ist, wird auch ihm faum gelingen. Auch er wird es nicht vermeiden fönnen, wieder zurückzutreten oder auch Fällen mit seiner Partei zu stimmen, wo es seiner Parteileitung nüßlich erscheint, den antisemitischen Bauernbündlern einen Gefallen zu tun, deren Hilfe man, ach nötig hat, oder den Bundesgenossen des Herrn Dr. Becker, der mit Zentrumshilfe als hessischer Nationalliberaler in den nächsten Reichstag wieder einzuziehen h Dann heben sich die beiden Gießener Stimmen einfach auf, und es ist, als wären wir nicht vertreten. tags ten wah Gefe ferne für und Von der dem Schrit D Darm St lau He Darum betrachten Sie die Taken der Nationalliberalen im letzten Landtag ganz unbefangen, überlegen Sie die Wichtigkeit der Aufgaben des nächsten 2 tages und dann gehen Sie hin und helfen Sie, daß unsere liebe Vaterstadt den Ruhm bewahrt, daß in ihren Mauern eine gut fortschrittliche, freigesinnte Bürgerschaft wo Wählen Sie den Kandidaten der fortschrittlichen Volkspartei, den Stadtverordneten Gick it a wal Main 6804 Offen Arb nert Wor me 117 wahle heffen 1. Ai Pa Kre 3. Wa Bro und Fle 5. 23 ver Sie anive 8. Wal Dar meist 10. 230 berg Fleg 11. 23 Loui Ben zwis 12. heim 1541 brif 1981 13. 23 Bau Raa Herrn Prof. Otto Urstadt in Giesser Der Verein der fortschrittlichen Volkspartei. 15. Wa Lang ( Go 16. 20 bach Lehr Fuld 18. W stadt Parte 1. Wahlt v. Hel bad( v. Helm 2. Wahlfr Dorhein 4. Wahlt ( 503) 5. Wahlt meister ling( Leung 7. Wahlf Rebatte 8. Wahlkr ( natl.), Alsfeld 12. Wahlfr 1955, Str Strantent Dorich g 13. Wahlt B66.), 16 Bp.) 685