Sanalogen T Lebens zu Dem Re namentlich gehaltvoll hilit Sanato Saft", am à Blut baut holen sich das große H chsüchtigen, tragen" köm agen: Sanat I wieder! e sehen sieh zum Spiel, leichen sie le en sie gezwu ren Willen, hier nur aus leichtest kel- und Ne einer vorzügli schen die sch d Geistesfri nd, Dr. Ferd dblutarm ist ch geholfen. entlichungen ke stkarte eistigen II, invem anifchen Auf Kraft er Neubelebung 15, eine be Leistungen fühlen, wenn mit Sanato auf den der Ganatogen Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - otertelfährlich 1,50 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. Mittags 3 Uhr. Die„ Illuftr. Weltrundschau" Redaktion: liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 102. - Telephon: Nr. 362. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei- Amtes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Dienstag, den 2. Mai 1911. Wiederzusammentritt des Reichstages. feit, ein solches Pensum auch nur annähernd zu bewäl Mit besonderer Spannung sieht man diesmal dem heute erfolgenden Zusammentritt des Reichs= tags entgegen, den die einen bereits als den sterbenden bezeichnen, während die anderen sein Leben sogar bis in das nächste Jahr hinein prolongieren möchten. Auf der heutigen Tagesordnung steht die erste Beratung des Einführungsgesetzes zur Reichsversicherungsordnung und gegebenenfalls des damit zu= sammenhängenden Entwurfes betreffend die Aufhebung des Hilfskassengesetzes. Nach dem im Seniorenkonvent und zwar im Einvernehmen mit den Verbündeten Regierungen vereinbarten Plan, der allerdings nur vor= läufiger Natur ist und noch manchem Programmwech sel unterliegen könnte, soll der Reichstag bis zu den am 2. Juni beginnenden Pfingstferien außer der Reichsversicherungsordnung noch den elsaß- lothringischen Verfassungsentwurf und das Schiffahrtsgesetz erledigen, die sämtlich noch der zweiten und dritten Lesung im Plenum harren, wozu dann noch zwei Handelsvertrags= vorlagen kommen würden, da der Vertrag mit Japan bereits Mitte Juli und der mit Schweden am 30. November d. Js. abläuft. - und es = Angesichts dieser Leporelloliste und der Unmöglichtigen, konnte der Plan, diesem Reichstag nach den Etat für 1912 aufzuhalsen, nur als ein schlechter Witz erscheinen, und es handelt sich ja in der Tat bereits um einen Witz von vorgestern. Ueberhaupt wird man gut tun, die angeblich bereits feststehenden Pläne über das weitere Schicksal des Reichstages mit Vorsicht zu genießen, denn fürs erste ist noch alles in der Schwebe, und der leitende Staatsmann, der sich nicht bloß der Opposition der Linken, sondern in entscheidenden Fragen, wie es die reichsländische Verfassungsreform iſt, auch der gegenwärtigen Reichstagsmehrheit gegenüber sieht, ist angesichts der verworrenen Situation noch gar nicht in der Lage, Feldzugspläne zu schmieden. Ob der Reichstag eines natürlichen Todes sterund ben, ob er aufgelöst werden wird, das wann die Neuwahlen stattfinden, alles sind Fragen an das Schicksal, die man stellen, aber nicht beantworten kann. Sitzung des Provinzial- Husfcbusses der Provinz Oberbessen. Gießen, den 29. April. 1. Refurs gegen einen Polizeibefehl Gr. Kreisamts Gießen bezüglich des Hof= gutes Utphe. Das Kreisamt Gießen erließ durch Beschwerden der Ortseinwohner von Utphe veranlaẞt - ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellengesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Aus Stadt und Land. Gießen, den 2. Mai 1911. * Hessischer Blumentag. Schlechtes Wetter würde die Erträge des allgemeinen hessischen Blumentags natürlich außerordentlich beeinflussen. Da jedoch sich nunmehr die Veranstaltungen über das ganze Land erstrecken, und sich sogar die kleinen und kleinsten Gemeinden freudig in den Dienst der guten Sache stellen, wird es kaum möglich sein, auf eine allgemeine Losung hin den Blumentag zu verlegen. Es soll deshalb im Falle ausgesprochen schlechten Wetters den örtlichen Komitees überlassen bleiben, den Blumentag um eine Woche, also auf Samstag oder Sonntag, den 13. oder 14. Mai, zu verschieben. Um Irrtümer zu vermeiden, sei noch einmal betont, daß nach dem Blumentag die gefüllten Sammelbüchsen nicht etwa uneröffnet nach Darmstadt gesandt werden sollen, sondern daß das Deffnen und Zählen Sache der Kreiskomitees ist. Diese haben in vielen Kreisen das Deffnen und Zählen den örtlichen Komitees der einzelnen Gemeinden übertragen. - Revierförster Adolph- Schlitz vor dem Reichsgericht. Gegen den Revierförster A.Schlitz war Klage beim Landgericht Gießen wegen gewerbsmäßiger Wilderei und Unterschlagung von Wild erhoben worden. A. sollte trotz ausdrücklichen Verbotes von höherer Stelle Rehböcke und Hasen geschossen und Wild für sich behalten oder verschenkt haben, das er der gräflichen Verwaltung hätte abliefern müssen. Es mußte indessen Freisprechung von der Anklage der Wilderei erfolgen, weil der Angeklagte das Jagdverbot irrtümlicherweise lediglich für einen ausgesprochenen Wunsch gehalten hatte. Was die Unterschlagung anbelange, so wurde ausgeführt, könnten ihm diese auch nicht nachgewiesen werden; denn er habe nach pflichtgemäßem Ermessen Wild, daß nicht genießbar sei, ausscheiden dürfen, und dies sei dann entweder verscharrt, den Hunden überlassen oder verschenkt worden. Das Gericht sei nun nicht in der Lage, festzustellen, daß das Wild, welches er nicht verbucht habe, verwendbar sei. Soweit er genießbares Wild für sich behalten habe, sei eine Unterschlagung nicht als vorliegend zu erachten, solange dem Angeklagten nicht nachgewiesen werden könne, daß er bei der Aneignung die Absicht gehabt habe, das Wild nicht zu bezahlen. Das von ihm für seine eigenen Bedürfnisse behaltene Wild sei auf Grund von Lieferscheinen erst nachträglich von der Verwaltung auf sein Gehalt verrechnet worden. Gegen dieses freisprechende Urteil legte die örtliche Staatsanwaltschaft Revision beim Reichsgericht ein, die vom höchsten Gerichtshof indessen als unbegründet verworfen wurde. gegen den Pächter Jakobi daselbst einen Polizeibefehl, in dem gesagt war, daß J. öfter aus dem Hofgut Jauche 2c. in größeren Mengen in den Orts= fanal ablaufen lasse. Da der aus dem Ortskanal durch die Einfallschächte aufsteigende Geruch erheblich belästige und besonders die Schulkinder beim Unterricht gesundheitlich gefährdet würden, werde ihm bei Meidung einer Strafe von 50 Mark für jeden Tag und Fall der Zuwiderhandlung verboten, wenn er den Uebelstand nicht beseitige. Der Beklagte erhob gegen diesen Bolizeibefehl Rekurs an den Provinzial- Ausschuß. Die erste Verhandlung vor dem Provinzialausschuß fand am 14. Januar d. Js. statt, es wurde aber beschlossen, zunächst eine Lokalbesichtigung vorzunehmen. In dem heutigen Termin wurde neben mehreren Zeugen auch als Sachverständiger Medizinalrat Haberkorn von Gießen vernommen. Er bestätigt, daß tatsächlich ein unhygienischer Zustand vorgelegen habe, der ein Einschreiten im öffentlichen Interesse erfordert hätte. Der Provinzialausschuß wies auf Grund gemachter Feststellungen den Rekurs gegen den Polizeibefehl zurück und verurteilte J. zur Tragung der Kosten des Verfahrens sowie zur Zahlung einer Verhandlungsgebühr von 20 Mark. Schon von diesem Programm gilt das Wort: Harte Bissen gibt es zu kauen! Allein die Reichsver= sicherungsordnung mit ihren 1754 Paragraphen dürfte noch außerordentliche Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Volksvertretung stellen, wenn hier auch zum Schluß eine Einigung erzielt werden dürfte und die Alarmmeldungen von der angeblich geplanten Obstruktion auf der einen und einer neuen Einschnürung der Geschäftsordnung auf der anderen Seite wohl nicht allzu ernst zu nehmen sind. Schlimmer noch sieht mit der reich sländischen Verfassungsre form aus, die für's erste auf den toten Strang geraten zu sein scheint, da die Konservativen sich gegen die Gewährung von drei Bundesstimmen sträuben und das Zentrum aus parteipolitischen Erwägungen die von der Regierung vorgeschlagene Wahlkreiseinteilung bekämpft. Wenn möglich noch schlechter sind was man freilich zu bedauern keinen Anlaß hat die Aussichten des Schiffahrts abgabengesetzes oder, wie es in der euphemistischen Regierungssprache heißt, des Gesetzentwurfes betreffend den Ausbau der Wasserstraßen. Einmal ist zwischen der Kommissionsmehrheit und der Regierung ein Konflikt entstanden, weil die erstere die Bestimmung gestrichen hat, wonach auch alle bisher gebauten Anstalten aus den Mitteln der Stromverbände unterhalten werden sollen, und zweitens sind die diplomatischen Schwierigkeiten unterdessen so gewachsen, daß eine Einigung über diese Frage mit Desterreich Holland als ausgeschlossen gelten kann. Keineswegs günstiger ist das Horoskop, welches man der geplanten Herbsttagung stellen kann, von der die Regierung oder die Reichstagsmehrheit oder auch beide die Verabschiedung der Justizgesetze, der Gewerbegesetze und der Privatbeamtenversicherung erhoffen oder zu erhoffen behaupten. Hoffen und Harren macht aber nach dem alten Sprichwort manchen zum Narren. Trotz aller Beweisführungen, welche die Notwendigkeit der Herbsttagung dartun wollen, bleibt es nach wie vor ein schwieriges Rechen- Exempel, wie der doch eben im Zei chen der Neuwahlen stehende Reichstag, dessen Mitglie der dann schon lebhaft von der Wahlagitation in Anspruch genommen sein werden, ein solches Riesenpensum auch nur annähernd bewältigen soll. Zwar die Novelle 3. Klage des Ortsarmenverbandes zum Strafgesetzbuch dürfte, nachdem sie bereits Gießen gegen den Ortsarmenverband die zweite Lesung passiert hat, und nachdem die BeseiGriedel wegen Unterstützung des A. S. tigung der sogenannten lex Wagner als sicher gelten kann, A. S. mußte zuletzt vom 20. März bis 16. April 1909 auch in der 3. Lesung keine unüberwindlichen Schwieim hiesigen städtischen Hospital verpflegt werden und rigkeiten mehr bereiten. Desto schlechter sieht es mit der trat nach viertägiger Abwesenheit am 20. April 1909 Strafprozeßreform aus, denn abgesehen davon, daß sowieder in dieses ein. Am 19. Mai verließ er das Howohl das Gerichtsverfassungsgesetz, spital wieder, wurde am 29. September in die Klinik dem gegen 100 Paragraphen erledigt sind, und und am 22. Dezember 1909 in das Johann Friedrichnoch nicht in Angriff genommene Strafprozeß= ordnung noch die zweite und dritte Lesung zu pas- Stift in Laubach aufgenommen. Der Ortsarmenverband sieren haben, ist bisher noch keinerlei Einigung zwischen Gießen begehrte nun Ersatz seiner Vorlagen für S. vom Reichstag und Regierung über die heißumstrittene Frage 20. April 1909 ab mit 444,42 Mt. von dem Ortsar menverband Griedel, weil er dort vom 14. September der Organisation des Strafgerichts in Aussicht. 1906 bis 28. Februar 1908 und vom 16. Juni bis Arbeitskammergesetz hat zwar die zweite Le5. November 1908 gearbeitet und nach der Novelle zum sung bereits durchgemacht, aber da die verbündeten Regierungen weder der Einbeziehung der Eisenbahnarbei- Unterstützungswohnsitzgesetz vom 30. Mai 1908 seinen ter noch der Wählbarkeit der Arbeitersekretäre in die Unterstützungswohnsitz erworben habe. Da S. am 16. April 1909, als er das städtische Hospital verließ, noch Kammern zustemmen wollen, wäre die Vorlage durch ein völliges Einschwenken der Reichstagsmehrheit im Besitz ausreichender Geldmittel gewesen sei und sich bis zum 20. April 1909 habe selbst ernähren können, zu retten, und auch auf eine Einigung über das Heimso stelle die Erkrankung am 20. April einen neuen Pflearbeitsgesetz ist kaum noch zu rechnen. Mehr Neigefall dar, so sei Griedel zahlungspflichtig. Griedel weigung besteht bei den Parteien, die dringliche Privat beamtenversicherung unter Dach und Fach zu gerte sich und es kam zur Klage. Der Provinzial- Ausbringen, während Kurpfuschergesetz und Fernsprechgeschuß war im Gegensatz zu der Klägerin der Ansicht, bührenordnung schon jetzt auf die Verlustliste gestellt werden können. von die Das nur Das 2. Gemeinderatswahl zu Ober- Erlen ba ch. Aus der Gemeinderatswahl zu Ober- Erlenbach am 7. Januar d. Js. gingen Franz Veith, J. Schaub 2. und Johannes Schmitt als gewählt hervor. Kreisamt Friedberg beanstandete aber die Wahl, weil zwei Vertreter des höchstbesteuerten Drittels zu wählen gewesen seien, aber nur ein solcher ge= wählt worden wäre. Der Kreisausschuß entschied des halb, daß Neuwahl stattzufinden habe. Dagegen wurde Rekurs erhoben, der jedoch vom Provinzial- Ausschuß heute kostenfällig verworfen wurde. daß es sich um die Fortsetzung der früher bestandenen Hilfsbedürftigkeit handele und wies die Klage ab. Limburg, 30. April. Die Frau des Mühlenbesitzers Schmidt auf der Lindenholzhäusermühle geriet in das Räderwerk der Mühle. Es wurde ihr der linke Arm ausgerissen und das linke Bein gebrochen. Die bedauernswerte Frau ist den schweren Verletzungen erlegen. -n= Marburg, 2. Mai. Die hiesige Studenten= schaft ließ es sich nicht nehmen, den Wonnemonat Mai in hergebrachter Weise zu begrüßen. In den vielen studentischen Vereinshäusern und Ausflugsorten ging's in den Abendstunden bei Musik und Gesang lustig zu, und zwischen 11 und 12 Uhr bemerkte man wieder rings an den Höhen die schlangenartig sich langsam hinwindenden Lampionzüge. Als die Mitternachtsstunde anbrach, flammten rings um die Stadt Feuerwerkskörper zum Nachthimmel empor und überall hörte man das Mailied singen. Um 12 Uhr spielte sich auf dem Marktplaze die traditionelle Maifeier der„ Nassauer" ab, die mit gefüllten Gläsern und brennenden Lichtern antamen und mit Musikbegleitung das Mailied sangen. * Marburg. Der bei der Baufirma Weishaupt beschäftigte Bautechniker M auß wollte am Samstag nachmittags zirka 350 Mt. Arbeitslohn nach den Steinbrüchen bei Niederweimar bringen. Auf dem Wege trat ihm plötzlich ein junger Bursche entgegen und schoß ihm eine Kugel in den Leib. M. stürzte zu Boden, und als er die Augen aufschlug, feuerte der Räuber einen zweiten Schuß auf ihn ab, der ihm den vor das Gesicht gehaltenen linken Arm zerschmetterte. Um sein Leben zu retten, warf Mauß jetzt das Geld hin, welches der Räuber dann an sich nahm und in dem nahen Wald verschwand. Der Ueberfallene war dann, nachdem er längere Zeit bewußtlos gelegen, noch im Stande, sich in die Nähe des Steinbruches zu schleppen und um Hilfe zu rufen. Man brachte den Verletzten in die Marburger Klinik. Die sofort benachrichtigte Gendarmerie verhaftete im nahen Dorf Wehrshausen einen kaum 17 Jahre alten übel berüchtigten Burschen, der der Tat dringend verdächtig ist. Rundschau vom Cage. Politisches. Das deutsche Kronprinzenpaar wird Mitte Mai nach Petersburg reisen und dem 3aren zu seinem Geburtstag die Glückwünsche des Kaisers überbringen. Das Kronprinzenpaar wird im großen Schlosse 3arskoje Sselo absteigen. Die Vorbereitungen hierzu sind bereits getroffen. Der Besuch soll vier bis fünf Tage andauern. Ein detailliertes Programm liegt noch nicht vor. Politische Kreise erblicken in dem Besuch nicht nur einen verwandtschaftlichen Aft, legen ihm vielmehr große politische Bedeutung bei. Der Besuch, der auf eine frühere Einladung des Zaren zurückzuführen ist, beweist aufs neue die Herzlichkeit der Beziehungen zwischen den beiden Kaiserfamilien. Da der Kronprinz in Petersburg zugleich seinen Dank für die geplant gewesenen sibirischen Aufmerksamkeiten abstatten will, dürfte die Petersburger Reise noch weitere im Gefolge haben. An den Frühjahrsmanövern in der deutschen Flotte, die am 1. Mai mit der Ausfahrt der beiden Linienschiffs= geschwader und der Kreuzeraufklärungsflottille von Kiel ihren Anfang nehmen, nehmen insgesamt 16 Linienschiffe, darunter zum ersten Male eine volle Division Dreadnoughts, vier große Kreuzer, darunter der erste Turbinenlinienschiffskreuzer„ Von der Tann" und sechs kleine Kreuzer teil. Den Oberbefehl führt als Flottenchef der Admiral v. Holzzendorff. - - Eine deutsche offiziöse Auslassung zu den Vorgängen in Marotto. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt zu dem französischen Vorgehen in Marokko: Es ist zu hoffen, daß die Ereignisse der französischen Regierung die Innehaltung ihres Programms gestatten werden. Ein Hinausgehen über dasselbe würde deshalb nicht mit der Algecirasafte im Einklang stehen, weil ein wesentlicher Bestandteil der Akte ein unabhängiger marokkanischer Herrscher ist. Ein Durchbrechen wesentlicher Bestimmungen der Algecirasatte, selbst wenn es durch zwingende äußere Umstände und durch den Willen der handelnden Macht herbeigeführt würde, würde sämtlichen Mächten ihre Aktionsfreiheit wiedergeben und könnte damit zu Konsequenzen führen, die sich zurzeit nicht übersehen lassen. Wir können aber nur wiederholen, daß vorläufig kein Anlaß vorliegt, bei der bisherigen beobachtenden Haltung der französischen Regierung eine so weit gehende Entwidelung der derzeitigen Verhältnisse vorauszusagen. Der Vorentwurf des Privatbeamtenversicherungsge= seges ist in den Bestimmungen über die Ersatzkassen inzwischen einer Umarbeitung unterzogen worden. Es werden nämlich in der dem Reichstag Anfang nächster Woche zugehenden Vorlage bestehende Kasseneinrichtungen Werk Densionskassen und andere unter folgenden Voraussetzungen als Ersatzeinrichtungen zugelassen: Die Kassenleistun= gen sollen den gesetzlichen Leistungen mindestens gleichwertig und ihre Erfüllbarkeit dauernd gewährleistet sein. Die Beiträge der Arbeitgeber müssen mindestens den gesetzlichen Arbeitgeberbeiträgen gleichkommen, und die Kassen müssen sämtliche versicherungspflichtige Angestellte eines Arbeitgebers ohne Auswahl aufnehmen. Den Kassenmitgliedern ist ferner ein Rechtsspruch auf die Kassenleistun gen und eine Mitwirkung bei der Verwaltung und Entscheidung über die Gewährung der Kassenleistungen einzuräumen. Bei einem Stellenwechsel muß eine den ge= schlichen Vorschriften und der Mitgliedsdauer entsprechende Anwartschaft aufrecht erhalten werden; das Deckungskapital der während der Mitgliedschaft bei der Kasse erworbenen gesetzlichen Ansprüche wird beim Eintritt des Verficherungsfalls an die Reichsanstalt überwiesen. Die Regierung der Republit Portugal beschloß, der Agitation der Geistlichkeit gegen die Trennung von Kirche und Staat so lange passiv zuzusehen, wie sie innerhalb der gesetzlichen Grenzen bleibt, jede Aufhebung von der Kanzel herab jedoch auf das strengste zu ahnden. Am Kirchentrennungsgesetz wird nichts geändert werden. Ueber die Unruhen in Südchina meldet die„ Köln. 3tg." aus Schanghai: Die Revolutionspartei in Kanton versuchte Freitag abend den Palast des Generalgouvernements in die Luft zu sprengen. Beteiligt ist die„ Gesellschaft vom Großen Messer". Ueber die Verluste ist noch nichts bekannt. Augenscheinlich sind jedoch höhere Beamte nicht umgekommen. Die Lage ist noch nicht geklärt. Deutsche Reichsangehörige und deutsche Interessen sind bisher nicht gefährdet, zumal der Aufstand keine fremdenfeindliche Tendenz zeigt. Das deutsche KanonenbootJltis", das zurzeit in Hongkong stationiert ist, hat Befehl erhalten, nach Kanton zu gehen. Nach einer amtlichen Statistik über die Arbeit der preußischen Ansiedlungskommission für Westpreußen und Posen, die am 26. April das Jubiläum ihres 25jährigen Bestehens feiern konnte, sind 295 Dörfer neu begründet, bavon in der Provinz Posen 218, in Westpreußen 77, in 300 alten Gemeinden und 40 Städten sind Ansiedlungen geschaffen und die deutschen Grundbesitze vermehrt worden. Ben den 19 000 Familien, die bisher angesiedelt wurden, entfallen rund 13 000 auf Posen, 6000 auf Westpreußen. Der Zuwachs hat in den letzten 10 Jahren durchschnittlich 1500 Familien betragen; genug, um 40 Dörfer zu bevölfern. Rund 80 000 Morgen Land sind vergeben worden. Da etwa der Ansiedler von außerhalb kamen, ist der Reinzuwachs von insgesamt mehr als 14 000 für die Provinz Posen allein auf 10 000 Familien mit 60 000 Köpfen zu veranschlagen. Gering gerechnet, hat jede dieser Familien ein Vermögen von 5000 Mark mitgebracht. Es sind also etwa 50 Millionen Mark allein der Provinz Posen zugeführt worden, abgesehen von dem Anteil an den 400 Millionen Mart, die der eigentliche Ansiedlungsfonds bisher verausgabt hat. Kleine Nachrichten. Die Ausgrabungen auf Korfu haben einen neuen Erfolg gehabt. Am Sonnabend wurde ein Teil einer gepfla= sterten Straße aufgedeckt, die vermutlich zum Altar führte, von dem Säulenstücke gefunden wurden. Eine Versammlung zur Propagierung der deutsch- englischen Verständigung hat soeben in London stattgefunden. Sie war von der internationalen Schiedsgerichtsliga und dem englisch- deutschen Freundschaftskomitee einberufen worden. Professor Sieper von der Münchener Universität sprach über das Problem einer deutsch- englischen Verstän= digung und erklärte u. a.:„ Ich weiß aus offizieller Quelle, daß ein freundschaftlicher Meinungsaustausch der beiden Regierungen über das Flottenproblem stattgefunden hat. Der Staatsmann, der mir das mitteilte, fügte hinzu, dies möge zu weiterem führen." Der den Vorsitz führende Lordtanzler Lorcourn erklärte, er sei überzeugt, daß die Zeit nahe sei, wo auch zwischen England und Deutschland herzliche Freundschaft bestehen werde. Balfour hatte ein Te legramm gesandt, worin er der Versammlung allen Erfolg wünschte und seine Sympathie für die Bestrebungen, die beiden Nationen einander näher zu bringen, aussprach. 28) Des Rätsels Lösung. Roman von Ludwig Blüm c c. ( Nachdruck verboten.) Die Hamburger Fernsprechzentrale, die größte der Welt, wird im Juli d. J. noch bedeutend erweitert. Seit März d. J. werden durchschnittlich täglich über 400 000 Gespräche vermittelt. Ueber den Rückgang des Branntweinkonsums werden amtlich folgende Zahlen mitgeteilt: Jm Betriebsjahr 1909/10 sind im deutschen Branntweinsteuergebiet 867 595 Heftoliter Branntwein weniger verbraucht worden als im Jahr zuvor. Auf den Kopf der Bevölkerung kommt dabei ein Rückgang von 4,2 auf 2,8 Liter, also um ein genaues Drittel. „ Herr Gott, das ist ja Hardis Ring! Derselbe, den seine verstorbene Mutter getragen, den ich so oft bewunbert!" ruft sie aus.„ Den Namenszug, das Wappen, alles erfenne ich ganz genau. Nur der kleine Diamant ist ausgebrochen. Was soll das nur?" Ein nenes Mesencafee wird in Berlin Unter den Linden erstehen. Der Neubau, mit dem im Herbst d. J. begonnen wird, soll 2000 Personen fassen. Im ersten Stockwerk werden 50 Billards Aufstellung finden. In höchster Spannung durchflog sie den Inhalt der Zeilen. Sie war noch nicht zu Ende, als der Brief ihren bebenden Fingern entglitt. Entsetzen malte sich in ihren eben noch so selig glänzenden Zügen, Entsetzen, Entrüstung, Zorn. zwei Kinder im Alter von 2 und 4 Jahren durch Deffnen des Gashahns zu töten. Die Kinder konnten jedoch rechtzeitig gerettet werden. Die Frau ertränkte sich im Rhein. In einer Waschanstalt tödlich verunglückt ist in Magdeburg ein dreijähriges Mädchen. Es geriet unter eine ro= tierende elektrische Welle, die das Kind völlig skalpierte und tödlich verlebte. Millionenstiftung für weibliches Aerztestudium. Wie aus Petersburg gemeldet wird, hat der verstorbene Millionär Rotoreff dem Petersburger medizinischen Institut für Frauen 1 Mill. M Hinterlassen. ,, Elende Lügnerin!" teuchte sie, den Brief wieder aufhebend, um ihn noch einmal in Ruhe zu lesen. Er lautete also: Schandtaten eines Dienstknechtes. In Burg bet Frets burg( Breisgau) zündete ein Knecht nachts eine Scheuer an und schlug die Besitzerin des Hofes nteder, die man blutüberströmt auffand. Der Knecht flüchtete. Der Besitzer des Hofes befindet sich auf einer Wallfahrt in der Schweiz. Fingierter Postkassenraub. Die seinerzeit gemeldete mysteriöse Beraubung der Postkasse in Breinig( Rheinland) ist vom Postverwalter Müller fingiert, der jetzt das Ge= ständnis ablegte, 6000 M unterschlagen zu haben. Müller wurde verhaftet. Eine folgenschwere Brandkatastrophe wird aus Myslo witz gemeldet. Bei Rozwadow an der Grenze brannten in der vorigen Nacht über 40 Häuser nieder. Drei Erwachsene und zwei Kinder fanden bet dem Schadenfeuer den Tod in den Flammen. Von erregten Bauern erschossen. In Gejatsch( Serbien) ist ein Polizeikommissar von Bauern, die durch Feldstreitig= feiten erregt waren, erschossen worden. Außerdem ist ein Gendarm schwer verwundet worden. Die Ursache der Vergiftungen im Crefelder Kinderhort ist, wie jetzt amtlich ermittelt wurde, der Genuß von Fleischwaren. Vier Kinder sind noch bedenklich frank. Volkswirtschaftliches. Die Kron Besuch der Kr Nachdem die K fuhr. 3oppot benugte, mit i äußerte fie den einen furzen Chauffeur vor Her blieb der Jeine beiden J bame feien, et meinte der Po Pfennig pro flärte, fie woll länger aufhalt fäume und lief Schlighting tinopel ermor der Nacht vom Samos" in 5 des Amerikaf wurde eine ein abgehalten, der Garnisoner gegend, sowie Deutschen Leve Unter den Kr vom türkischen dem abends a führt, wo sie langte. Bon Elifabeth- Gard wo fie bis zu gung wird Mo end stattfinden. Der Papit bene Privatie Papst Pius X Vermögens ei Papst auf Ser Rechtsstreit vor ner Abfindungs worden. Die a mung des Pap Oberndorf( Nic Freiwillige lauer Millionä tod gestorben. feblerleben, ber eigenen großen Türen und Fen drohte, sie wür Mann ihre Tür ftarrend, in L Füße waren mi mer füllte ein Tod durch Hera Bom Laufij starb türzlich G großen Handlun Die deutschen Gewerkschaften im Jahre 1910. Die„ Sozialpolitische Chronik" bringt eine eingehende Darstellung der deutschen Gewerkschaftsbewegung im verflossenen Jahr, aus der hervorgeht, daß die politische Erregung des vers gangenen Jahres zu einer weiteren Stärkung der Gewerkschaften geführt hat. Wenn auch für die freien Ge werkschaften die Zahl der Mitglieder Ende 1910 noch nicht genau feststeht, so kann man doch aus dem bisher vorliegenden Material mit Sicherheit annehmen, daß die Mitgliederzahl die zweite Million überschritten hat. Das bedeutet eine Verdoppelung der Mitgliederzahl inerhalb der letzten sechs Jahre. Dabei hatten den Hauptzuwachs die großen Gewerkschaften zu verzeichnen, die Metallarbeiter, Transportarbeiter und Vergarbeiter. Die Gestal= tung des Vermögens der freien Gewerkschaften läßt sich für 1910 noch nicht übersehen. Troßdem erhebliche Ausgaben für Lohnbewegungen zu leisten waren, nimmt man an, daß infolge der erhobenen Extrabeiträge eine Minderung des Vermögens nicht eingetreten ist. Dieses belief sich Ende 1909 auf 43,5 Millionen Mark. Die christlichen Gewerkschaften haben im vergangenen Jahre keine wesentliche Zunahme an Mitgliedern zu verzeichnen. Mon nimmt an, daß die Zahl von 280 000, die Ende 1909 vo handen war, um etwa 5000 Mitglieder gestiegen ist. Ihr Vermögen dürfte sich zurzeit auf 5,5-6 Millionen Mark belaufen. Den geringsten Zuwachs im Jahre 1910 haben jedenfalls die Hirsch Dunkerschen Gewerkschaf= ten zu verzeichnen, deren Mitgliederzahl von 108 000 im Jahre 1909 nur eine Steigerung von 2400 erfahren hat. Ihr Vermögen dürfte sich gegenwärtig auf 4,5 Millionen Mark belaufen. Ueber die gelben Gewerkschaften lassen sich zuverlässige Zahlen einstweilen nicht angeben. Ein tödlich verlaufener Streit um die Miete hat sich in Königshütte( Oberschlesien) abgespielt. Dort bemerkte ein Hausbesitzer. daß ein in seinem Hause wohnender Grubenhäuer, der schon seit mehreren Monaten feine Miete be= zahlt hat, Möbel aus der Wohnung schaffte. Er untersagte es ihm, worauf ihn dieser mit mehreren Brettern so hef= tig vor Brust und Magen stieß, daß er tot zusammenbrach. Eine sehr kostspielige Autofahrt machte ein Kaufmann Richter aus Schöneberg bei Berlin. Er hatte eine Handtasche, die für 16 000 Mark Schmucksachen und Wertpapiere enthielt, während der Fahrt neben sich in den Wagen gelegt. Beim Aussteigen vergaß er, das wertvolle Paket zu sich zu nehmen. Erst später bemerkte er den Verlust. Bisher sind alle Nachforschungen nach dem Schatz vergeblich gewesen. ,, Mein liebes Fräulein! Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf, wer die Schreiberin dieser Zeilen sein könnte, wenn Sie die Namensunterschrift vermissen. Die Versicherung möge Ihnen genügen, daß es eine Freundin ist, die Ihnen einen Dienst erweisen möchte, wie Ihnen noch kein Mensch einen ähnlichen erwiesen hat. Ich will Sie vor einem Schritt bewahren, der Sie und die Ihrigen Zeit Ihres Lebens unglücklich machen würde. Zufällig erfuhr ich, daß ein gewisser Herr v. Eschenholdt, Leutnant im Leibkürasfier- Regiment, gesonnen ist, sich mit Ihnen zu verloben und Ihnen bereits treue Liebe geschworen hat. Ein Herr, der dieser Tage auf seiner Reise Ihren Heimatsort besuchte, hat mir alles erzählt. Da ich nun auch zu den vicien gehöre, benen jener saubere Edelmann ewige Treue gelobt und ihmi geglaubt, so fühle ich mich, nachdem ich seinen gemeinen, falschen Charakter tennen gelernt, verpflichtet, ein armes Menschenkind zu warnen, dem ähnliche Enttäuschungen, wie ich sie durchkostet, zweifellos bevorstehen. Der Leutnant ist nämlich nicht nur ein gemeiner Lügner, sondern auch ein Spitzbube. Würde die Erinnerung an meines Ein furchtbarer Unglücksfall hat sich am Sonnabend in der Nähe von Müllrose im Kreise Lebus zugetragen. Ein junger Bootsmann aus Fürstenwalde geriet zwischen einen Dampfer und einen Kahn. Es wurde ihm der Kopf vollständig zermalmt. Er war auf der Stelle tot. Infolge ehelicher Zerwürfnisse versuchte am Sonnabend die Ehefrau eines Kaufmanns in Düsseldorf ihre Aus den Gerichtssälen. Spionageprozeß in Kiel. Das Kriegsgericht des ersten Geschwaders verurteilte in nichtöffentlicher Sitzung den Torpedomatrosen Nikolaus vom Linienschiff„ Nassau" wegen versuchten Verrats militärischer Geheimnisse sowie Fahnenflucht und Diebstahls zu 1½ Jahren Gefängnis. Der Angeklagte hatte geheim zu haltende Zeichnungn entwendet und versucht, sie an eine fremde Macht zu verkaufen. Bei dem Urteil wurde mildernd berücksichtigt, daß dem Reich durch die Tat des Angeklagten kein Schaden zugefügt wor den ist. Der Erfinder im Zuchthause. Der seit einer Reihe von Jahren im Zuchthause zu Werden( Ruhr) eine längere Strafe verbüßende Schlosser Flöthe hat im Buchthause einige aussichtsreiche Erfindungen gemacht und sie durch den in der Strafanstalt angestellten Gefangenenaufseher Kugel zur Verwertung weiter befördern lassen. Flöthe stand sogar mit dem englischen Kriegsministerium wegen der Erfindung eines lenkbaren Luftschiffes in Unterhandlungen. Später versuchte der Aufseher dann, den Sträfling zu hintergehen und die Erfindung als sein eigenes geistiges Produkt zum Patent anzumelden. Die Straffammer in Essen verurteilte nun am Sonnabend den Sträfling Flöthe, der einen Teil der aus der Verwertung zu erwartenden Gewinne dem Aufseher zugesprochen hatte, wegen Bestechung zu zwei Wochen Gefängnis und den Aufseher wegen Verletzung der Dienstpflicht zu drei Monaten Gefängnis. Vermischtes. Der Diebstahl beim Reichskanzler. Unter dem Bera dacht, vor einigen Wochen den Diebstahl im Reichstanzlerpalais begangen zu haben es wurde, wie erinnerlich sein wird, dem Reichskanzler eine Brillantnadel im Werte von etwa 1800 Mark entwendet, steht der vor einigen Tagen in Spandau wegen mehrerer Einbrüche in Wohnungen verhaftete Händler Starrost aus Königsberg i. Pr. Er hat zahlreiche Einbrüche in Potsdam ausgeführt. Bisher leugnet er, den Diebstahl beim Reichskanzler ausgeführt zu haben. Es wird vermutet, daß er der alleinige Täter ist. Man hat in verschiedenen Leihhäusern Gegenstände gefunden, die auf den Namen Starrost versetzt worden Darunter soll sich auch die gestohlene Juwelennadel des Reichskanzlers befinden. Lebens schönsten Traum, mich nicht davon abhalten, so hätte ich den Erbärmlichen längst bei seinem Obersten angezeigt. Ich bin der festen Ueberzeugung, daß er seinen Vater besinhlen und Ihrer Familie all das Leid zugefügt, das sie erlitten haben und noch erleiden unter dem schrecklichen Verdacht. Als ich nämlich erfuhr, daß er sich mit der Kontesse verloben wollte, schrieb ich an ihn, daß ich alles, was ich über ihn wüßte, der Oeffentlichkeit preisgeben würde, wenn er auch dieses Mädchen unglücklich machen wollte. Darauf sandte er mir, gerade einen Tag nach dem DiebStahl auf Schloß Wedelstein, weit über 1000 Mark Schweigegeld, das ich natürlich abwies. Nun, die Komtesse war flug genug, auch ohne meine Mitteilungen noch rechtzeitig in Erfahrung zu bringen, wes Geistes Kind der„ schöne Hardi" ist. Sie fand ja schnell Trost und Ersay.- Mein liebes, armes Fräuleinchen, Sie sind gewiß in den ritterlichen Offizier dermaßen verliebt, daß Sie alle meine Worte für elende Verleumdungen einer Eifersüchtigen nehmen werden. Damit Ihnen aber fein 3weifel an der Wahrhaftigkeit meiner Mitteilungen bleibt, füge ich diesen Ring bei, den der Leutnant mir einmal geschenkt hat, trotzdem er ihm als ein Andenken an seine verstorbene Mutter sehr wertvoll war. Es fehlt der kostbare Diamant. Ein spitbübisches Dienstmädchen hat ihn mir entwendet. Zum Schluß möchte ich Sie bitten, meine Mitteilungen geheim zu halten und Ihre eigene Vernunft allein raten zu lassen. Würden Sie diesen Brief jemand zeigen, vielleicht dem Leutnant selber, so dürfte die Notwendigkeit einer Anzeige von meiner Seite gar zu leicht an mich herantreten. Es würde einen Skandal geben, wie wir ihn large nicht erlebt. Genug, ich tat meine Pflicht.- Sollte ich mit diesen Zeilen nicht erreicht haben, was ich erreichen wollte, so werden Sie bald weiteres von mir hören, auch meinen Namen. In schwesterlicher Liebe eine Betrogene." - Das war der Brief. Mit den Füßen zertrat ihn Erna, denn in der ersten Erregung hielt sie ihn für ein ganz abscheuliches Teufelswerk. ibaren. „ Gerade soll er ihn sehen, mein lieber, guter Hardi! Alles soll daran gesetzt werden, daß diese Schlange, die mir ihn entreißen will, unschädlich gemacht wird!" De nahm sie wieder das Ringlein in die Hand- das mußte echt sein, trotz des fehlenden Diamanten. Nur zu oft hatte sie es an der Generalin Finger bewundert. Wie konnte diese Person nur in seinen Besitz gelangt sein? Natürlich, in einem Leihhause wäre ja leicht etwas Wertvolles zu kaufen, was jemand in der Not verpfändet. Aber solite Sardi den Ring seiner Mutter verpfändet und nicht wieder eingelöst haben? Undenkbar! Mehrmals schon hatte die Mutter an Ernas Tür gepocht, und sie daran erinnert, daß es höchste Zeit wäre, das Essen zu bereiten. Ein kurzes:„ Ja, ja, im Augenblic bin ich in der Küche!" war dreimal die Antwort gewesen. Jetzt aber, wie die Frau Rentmeister etwas ärgerlich rief: ,, Der Liebesbrief hat Dich wohl ganz und gar in den siebenten Himmel versetzt, so daß Du Deine Eltern vergessen hast. Das ist nicht recht, mein Kind!" jezt tönte es müde und kläglich aus dem Kämmerlein an der überraschten Mutter Ohr: ,, Mütterchen, sei mir nicht böse. Ich habe mich auf mein Bett gelegt, habe furchtbare Kopfschmerzen. Viel leicht geht es ohne mich. Sei mir nicht böse. Es wird bale vorüber sein, hoffe ich." Ach, Erna war ein harmloses Kind. Damit sollte die Mutter, wo sie doch den Brief von Hardi mit dem goldenen Monogramm auf dem Kuvert gesehen, sich zufrieden geben? In höchster Erregung begehrte sie Einlaß, denn sie mußte etwas Schlimmes vermuten. " Was ist geschehen? Hat Hardi Dich gekränkt? Was schreibt er?" Auf diese nervösen Fragen findet Erna lange feine Antwort. Sie weiß ja nicht, was sie tun soll, ob es ratsam, der Mutter den Brief zu zeigen oder nicht. Doch da steht diese den Ring auf dem Tische liegen, der auch ihr nicht unbefannt ist. ( Fortsetzung folgt.) 58 000 Pfund, Laufbahn dieses er Bote in ein hier von Stufe Unternehmens fehen hatte. A war finderlos, Insgesamt in d nun in sein Ve Revolverla Hamburg tam es tei eines Betru fehenerregenden fidh morgens fin felte er in seine er sich seinen R tronen zu fich f von Wohnung a er würde jeden würde. Schlief fich ein und beg zu fchießen, ohne Jebt rüdte ein redeten sie dem doch keine Mie bie Schuyleute fiel ein letzter den vom Deli hatte seinem& Radieschen frifd) und appet aus Paris beri eleganter Fraue aus. Bisher w buntelroten, der lenfalls auch der ten, unseren Da ist im Grunde nung nicht auch lichen Farben be dings behaupten ahmad sehr schätz haften befizt. Schule macht, nüzliche Gemüſse fcheidenen Erdw zur Verzierung finden werden! Gin feltjame wie aus Part alte Dame ohne gemeinde ein flet gung, bag thr G hres Vermögens Jolt nämlich unte De te sur legten Deshalb bei ber Aberreicht, auf ber ganzen haben 140 genommen und Debeutenbe Summ Belipiel biefer Bonnten fe jeben rechnen. Im Eifer. Burgermeister ein Und was uns di ach Deffnen edoch rechts im Rhein. in Magde er eine ro Ipierte und bet Fret Scheuer an man blut Befiber des Schwetz. us Myslo rannten in Erwachsene en Tod in Die„ So Darstellung enen Jahr, des verer Gewerk ien Ge= 1910 noch em bisher n, daß die hat. Das inerhalb iptzuwachs MetallarDie Gestal 1 läßt sich liche Ausimmt man e Minde. efes belief istlichen ahre feine men. Mon 1909 vo tist. Ihr men Mart 910 haben rkschaf= 108 000 im ahren hat. Millionen schaften angeben. des ersten ung den jau" we Effe sowie Befängnis. ungu, entverkaufen. dem Reich efügt wor Reihe von e längere ause cinich den in Sugel zur and sogar Erfindung 1. Später intergehen odukt zum verurteilte einen Teil inne dem zwei Wobung der dem Ver Reichstanz erinnerlich im Werte or einigen Wohnun i. Pr. Er t. Bisher ausgeführt rige Täter egenstände zt worden Juwelen er Hardi! Je, die mir Hand- ten. Nur ndert. Wie sein? Navas Wertndet. Aber und nicht s Tür ge Zeit wäre, Augenblid t gewesen. erlich rief: in den fie 1 vergessen e es müde berraschten mich auf en. Viel Es wird sollte die ngoldenen Den geben? benn sie ft? Was Erna lange atfam, ber fieht biefe nicht unbe folgt) Die Kronprinzessin und der mißtrauische Portier. Zum Besuch der Kronprinzessin in Danzig wird noch berichtet: Nachdem die Kronprinzessin, die zu ihrer Fahrt nach Langfuhr. 3oppot und Oliva eine einfache Automobildroschke benutte, mit ihrer Hofdame von Oliva zurückgekehrt war, äußerte sie den Wunsch, der kaiserlichen Werft in Danzig einen kurzen Besuch abzustatten. Kurz darauf hielt der Chauffeur vor dem Hauptportal der Werft, aber der PorHier blieb der Bemerkung des Chauffeurs gegenüber, dah seine beiden Insassinnen die Kronprinzessin und ihre Hofbame seien, etwas zugeknöpft.„ Das könne jeder sagen, meinte der Portier, zunächst einmal kostet die Sache 50 Pfennig pro Person." Die Kronprinzessin lachte und er flärte, sie wolle sich jetzt mit dem Besuch der Werft nicht länger aufhalten, damit sie den Zug nach Berlin nicht versäume und ließ das Automobil direkt zum Bahnhof fahren. Schlichtings letzte Fahrt. Die Leiche des in Konstantinopel ermordeten Oberstleutnants v. Schlichting traf in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend mit dem Dampfer Samos" in Hamburg ein. Sie wurde in einem Schuppen des Amerikafais aufbewahrt. Sonnabend nachmittag wurde eine einfache Trauerfeier militärischen Charakters abgehalten. An dieser nahmen die dienstfreien Offiziere der Garnisonen Hamburg, Altona, Wandsbek und Umgegend, sowie Vertreter des Senats, der Direktion der Deutschen Levantelinie und kaufmännische Firmen tell. Unter den Kränzen befanden sich solche vom Senat und vom türkischen Generalkonsulat. Die Leiche wurde mit dem abends abgehenden Schnellzuge nach Berlin übergeführt, wo sie um Mitternacht am Lehrter Bahnhof anlangte. Von dort wurde sie nach der Kaserne des Königin Elisabeth- Garde- Grenadier- Regiments Nr. 3 gebracht, wo sie bis zum Montag aufgebahrt wird. Die Beerdi= gung wird Montag auf dem alten Luisenkirchhof zu Westend stattfinden. Der Papst als Erbe. Die in Würzburg 1910 verstor= bene Privatiere Endres hatte, wie schon gemeldet, den Papst Pius X. zum Erben ihres 80 000 M betragenden Bermögens eingesetzt. Die Erben Endre's hatten den Papst auf Herausgabe des Erbes verklagt. Jetzt ist der Rechtsstreit vom Landgericht Würzburg durch Zahlung els ner Abfindungssumme von 40 000 M an die Erben beendet worden. Die andere Hälfte der Erbschaft soll nach Bestimmung des Papstes zum Bau einer katholischen Kirche in Oberndorf( Niederbayern) verwendet werden. Freiwilliger Hungertod einer Millionärin. Die Mosfauer Millionärin Fürstin Schachowskaja ist am Hungertod gestorben. Sie führte seit zwanzig Jahren ein EinHedlerleben, bewohnte das kleinste Zimmerchen in ihrem eigenen großen Palais und verweigerte jedem den Zutritt. Türen und Fenster wurden niemals geöffnet. Die Fürstin drohte, sie würde Selbstmord verüben, falls jemals ein Mann ihre Türschwelle übertrete. Sie wurde von Schmutz tarrend, in Lumpen gehüllt aufgefunden. Die wunden Füße waren mit schwarzen Lappen umbunden. Das Zim mer füllte ein penetranter Gestant. Die Obduktion ergab Tod durch Herzschlag und völlige Magenleere. Bom Laufjungen zum Millionär. In Hull( England) starb fürzlich George Thomas Appleyard, Direktor eines großen Handlungshauses und hinterließ ein Vermögen von 58 000 Pfund, also mehr als eine Million Mark, Die Laufbahn dieses Mannes ist interessant. Als Knabe war er Bote in einer großen Eisenwarenhandlung und stieg Hier von Stufe zu Stufe, bis er es zum Leiter desselben Unternehmens brachte, das seine bescheidenen Anfänge geJehen hatte. Appleyard starb im Alter von 80 Jahren. Er war finderlos, und sechs Neffen und Nichten, die bisher Insgesamt in ärmlichen Verhältnissen lebten, teilen sich nun in sein Vermögen. Revolverkampf eines Betrunkenen mit der Polizei. In Hamburg kam es am Sonnabend durch die Revolverschieße= rei eines Betrunkenen, der sich zuletzt selbst tötete, zu aufSehenerregenden Vorgängen. Der Kutscher Westfal hatte fich morgens finnlos betrunken. In diesem Zustande tortelte er in seine in der Deichstraße gelegene Wohnung, wo er sich seinen Revolver holte und eine große Anzahl Patronen zu sich steckte. So bewaffnet zog er in dem Hause von Wohnung zu Wohnung, indem er unaufhörlich schrie, er würde jeden erschießen, der sich auf der Treppe zeigen würde. Schließlich auf dem Boden angelangt, schloß er sich ein und begann, durch das Dachfenster auf Passanten zu schießen, ohne jedoch glücklicherweise jemanden zu treffen. Jetzt rüdte eine Anzahl von Schuyleuten heran. Zuerst redeten sie dem Betrunkenen gütlich zu, dieser machte jedoch keine Miene, die Tür zu öffnen. Darauf begannen die Schutzleute zu stürmen. Als die Tür gesprengt wurde, fiel ein letzter Schuß, und in die Schläfe getroffen sah man den vom Delirium ereilten Mann zusammenbrechen. Er hatte seinem Leben mit eigener Hand ein Ende gemacht. Radieschen als Hutschmud. Täuschend nachgeahmte, frisch und appetitlich aussehende Radieschen sind, wie man aus Paris berichtet, in diesem Frühjahr als Hutschmud eleganter Frauen zu sehen und nehmen sich gar nicht übel aus. Bisher waren nur einigen edlen Obstsorten, der dunkelroten, der gelblichen und der schwarzen Kirsche, al lenfalls auch der blauen Pflaume die hohe Ehre vorbehalten, unseren Damen als Hutgarnitur zu dienen. Aber es ist im Grunde garnicht einzusehen, warum diese Auszeich nung nicht auch dem Radieschen zufallen soll, dieser be scheidenen Erdwurzel, die von der Natur mit so freund= lichen Farben bedacht worden ist und, wie die Aerzte neuerdings behaupten, außer ihrem pikanten, anregenden GeSchmad sehr schäzenswerte, die Gesundheit fördernde Eigenschaften besitzt. Und wenn das Radieschen auf dem Hute Schule macht, wer weiß, ob nicht nächstens noch andere nüzliche Gemüse, Wetßkohl, Spargel oder Salatblätter, zur Verzierung des modernen Damenhutes Verwendung finden werden! - eine Ein seltsames Testament. Vor einigen Tagen starb, wie aus Paris gemeldet wird, in Lassay alte Dame ohne Nachkommenschaft. Sie hat ihrer Heimatgemeinde ein fleines Landgut vermacht unter der Bedingung, daß ihr Grab unterhalten werde. Ueber den Rest hres Vermögens aber verfügte sie in folgender Weise: es Joll nämlich unter alle die gleichmäßig verteilt werden, ble fte zur letzten Ruhe begleitet haben. Ein Notar hat Deshalb bei der Beerdigung jedem Anwesenden eine Karte Aberreicht, auf der er seinen Namen eintragen mußte. Im ganzen haben 140 Personen an dem Leichenbegängnis tellgenommen und jeder Teilnehmer wird nun eine ziemlich bedeutende Summe erben. Wenn alle Leute nach dem Beispiel diefer seltsamen Frau verfahren würden, dann önnten te jedenfalls auf ein„ anständiges" Begräbnis technen. Im Eifer. Bet einem städtischen Festmahl hält der Bürgermeister eine Rede an die anwesenden örperschaften. Und was uns dieses Jest noch besonders wert macht, das " ist die Anwesenheit der Feuerwehr unserer Nachbargemeinde, die mit seltener Pünktlichkeit auf dem Plane war." „ Graf de Passy" und seine Abenteuer. Der berüchtigte Hochstapler und Urkundenfälscher Max Schiemangt, der unter dem Namen eines„ Grafen de Passy" zahlreiche Schwindeleien verübte und erst fürzlich aus dem Untersuchungsgefängins in Heilbronn ausbrach, ist, wie gemeldet, in dem idyllischen Spreewalddorf Lehde unweit Lübbenau wieder verhaftet worden. Schtemangt hielt sich bereits seit etwa einer Woche im Spreewalde auf; er Iogierte bei einem Spreewälder Bauern und hatte sich als Ingenteur Wendt aus Berlin ausgeben. Er lebte im Spreewald sehr lustig und unternahm alle Tage mit einem gemieteten Kahnfahrer Ausflüge in den Spreewald. Wo etwas los" war, war auch Ingenieur Wendt zu finden. Er hätte sich noch lange im blühenden Spreewald amüsieren können, wenn nicht aufällig ein Stadtsekretär von Lübbenau den Ingenieur Wendt" nach dem Steckbrtefe, den die Berliner Kriminalpolizei erlaffen hatte, erkannt hätte. Der Sekretär erstattete det der Lübbenauer Polizeiverwaltung sofort Anzeige. Da der Behörde bekannt war, daß sie es mit einem gefährlichen Verbrecher zu tun hatte, ging fie bei der Verhaftung überaus vorsichtig zu Werke. Die Gewohnheiten des Verbrechers waren den Spreewäldern bekannt, und es wurde beschlossen, ihn während seines gewohnten Mittagsschlafes zu verhaften. Gegen mittag begaben sich der Stadtsekretär, ein Gendarm und ein Polizeibeamter aus Rübbenau mit Revolvern bewaffnet nach Lehde. Sie ließen Schiemangt in aller Ruhe sein Mittagbrot verzehren und sich zur Ruhe begeben. Als er fest eingeschlafen war, fuhren die drei Beamten mit einem Kahn zur Wohnung Schiemangfs beim Kahnbauer. Dort wurde er ties schlafend angetroffen. Der Polizist weckte ihn und sagte ihm auf den Kopf zu, daß er der steckbrieflich verfolgte Schiemangt sei. Der plößlich aus dem Schlaf geweckte Verbrecher gab dies in seiner Verwirrung sofort zu. Er wurde gefesselt in den Kahn getragen, und der Bootsmann, der ihn sonst in den grünen Wald gefahren, ruderte ihn kopfschüt telnd nach dem Polizeigefängnis in Lübbenau. Wie noch erinnerlich, hatte der„ Graf", der in der Untform eines amerikanischen Generals auftrat, sich auch in den besten Familien Berlins Eingang zu verschaffen gewußt. Seine Erzählungen von seinen großen Reichtümern fanden allenthalben Glauben. In Wirklichkeit war er fast mittellos und lebte ausschließlich vom Heiratsschwindel. Er wurde schließlich zu drei Jahren Gefägnis verurteilt, die er im August vorigen Jahres verbüßt hatte. Kaum hatte er seine Freiheit wiedererlangt, so begab er sich von neuem auf den Weg des Schwindels. Seinen letzten Betrug versuchte er bei dem Anfauf des Schlosses Stettenheim bei Heilbronn zu verüben. Er wurde aber rechtzeitig entlarvt und verhaftet. In der Zwischenzeit scheint er bereits wieder erfolgreich gearbeitet" zu haben. Jedenfalls ist bei ihm ein großer Geldbetrag gefunden worden, und es steht fest, daß er bei seinem Ausbruche aus dem Untersuchungsgefängnis in Heilbronn, feinen Pfennig besaß. Bei seiner Internierung im Amtsgefängnis zu Lübbenau äußerte er zynisch: „ Wenn Sie mich auch verhaftet haben, das Vergnügen wird nicht lange dauern." Es wurden infolgedessen die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln getroffen, um ein neues Entwelchen zu verhindern. Er legte keinerlei Widerstand an den Tag und gestand alles. Bei seiner Ankunft in Lübbenau gab ihm eine ganze Schar junger Spreewälderinnen, die den splendiden Ingenieur Wendt" aus Berlin anschetnend nur ungern in dieser Verfassung sahen, bis an die Tore des rotfarbigen Gefängnisses das Geleit. Trauer in Schaumburg- Lippe. Das Fürstlich Schaumburg- Lippische Ministerium in Bückeburg teilt dem Wolfffchen Telegraphenbureau mit: Sonnabend abend 9½ Uhr ist Seine Hochfürstliche Durchlaucht Fürst Georg zu Schaumburg- Lippe im 65. Lebensjahre nach einer achtzehnjährigen gesegneten Regierung fanft entschlafen. Die Trauer über das Hinscheiden des in allen Kreisen der Bevölkerung geliebten Fürsten ist tief. Die Gemahlin des Entschlafenen, Fürstin Maria Anna, ist eine Schwester des Herzogs von SachsenAltenburg. Der Erbprinz, der bisher bei dem HusarenRegiment König Wilhelm I.( 1. Rheinisches Nr. 7) in Bonn Dienst tat, hat die Regierung als Fürst Adolf angetreten. Ueber das Ableben des Fürsten wird weiter gemeldet: Fürst Georg wurde Sonnabend mittag von einer plötzlichen Herzschwäche befallen. Die Anfälle von Herzschwäche wiederholten sich trotz aller angewendeten Gegenmittel. Gegen abend trat Bewußtlosigkeit ein, und ohne schweren Todeskampf ist der Fürst um 9½ Uhr abends gestorben. Der Tod erfolgte in Anwesenheit der Fürstin, des Staatsministers Freiherrn von Feilißsch und des Hofstaates, während die Prinzen erst nach dem Ableben eintrafen. Kurz vor dem Tode sprach der Hofprediger ein Gebet. Die Beiseßung findet wahrscheinlich am nächsten Sonnabend statt, und zwar vorläufig in der lutherischen Kirche in Bückeburg, später in dem neu zu erbauenden Mausoleum. Fürst Georg war als Sohn des Fürsten Adolf von Schaumburg- Lippe und seiner Gemahlin Hermine, geb. Prinzessin zu Waldeck, am 10. Oktober 1846 zu Bückeburg geboren, vermählte sich 1882 mit Prinzessin Marie Anna von Sachsen- Altenburg und folgte seinem Vater nach dessen am 8. Mai 1893 erfolgten Tode in der Regierung. Er war preußischer General der Kavallerte und Chef des westfälischen Jäger- Bataillons Nr. 7. Der verstorbene Fürst ist unter den regierenden Häuptern nie besonders hervorge= treten. Er begnügte sich damit, als treuer Landesvater für die Entwicklung und das Wohl seines Fürstentums zu wirken, und er hat dafür in reichlichem Maße den Dank und die Liebe seiner Landeskinder geerntet, die jetzt voll tiefer Trauer an der Bahre des so plötzlich aus dem Leben Geschiedenen stehen. Auch damals, als der Name des Fürstenhauses Schaumburg- Lippe in aller Munde war, als der unerquickliche Streit um die Erbfolge im Fürstentum LippeDetmold ausgefochten wurde, blieb sein Name im Hintergrunde. Es mag ihm auch damals gewiß schmerzlich gewesen sein, daß sein Bruder Prinz Adolf, der Schwager des Kaisers, nachdem er einige Zeit die Regentschaft von Lippe- Detmold geführt hatte, dem Grafen Ernst zur LippeBiesterfeld weichen mußte, zu dessen Gunsten das Schiedsgericht unter dem Vorsitz des Königs Albert von Sachsen entschied. Aber Fürst Georg war verständig genug, sich dem Schiedsgerichtsspruch uneingeschränkt zu unterwerfen, und wechselseitige Besuche des Fürsten Georg und des neuen Fürsten Ernst zu Lippe- Detmold bewiesen bald, daß er auch etne persönliche Verstimmung dem Hause Lippe- Biesterfeld gegenüber nicht hegte. Es lag eben in seiner ganzen Natur, daß er Kämpfen und Differenzen abhold war, und das prägte sich auch in der Art aus, wie er die Regierung seines Landes führte. Stets darauf bedacht, das Wohl seines Bandes zu fördern und auch den Wünschen der Geringften setner Untertanen gerecht zu werden, hat er ein arbettsretches, aber auch ein an glücklichen Erfolgen reiches Leben geführt, dem auch das Glück im Kreise seiner Familie nicht fehlte. Drahtnachrichten und neuestes. Allgemeiner Krankenkassentag in Berlin. Berlin, 1. Mat. Der sechste allgemeine Krankentaffentag trat gestern mittag zusammen. Der Kongreß war von über 2000 Delegierten aus allen Tetlen Deutschlands besucht. Die vorgeschlagene Resolution, die eine wesentliche Aenderung der Fassung der Reichsversicherungsordnung oder die Ablehnung des ganzen Gesetzes fordert, wurde angenommen. Schülerselbstmord. Berlin, 1. Mai. Aus unüberwindlicher Abneigung gegen die Schule hat der 13 Jahre alte Knabe Klusch aus Rigdorf Selbstmord begangen. Der Knabe war seit Don nerstag verschwunden. Am Sonnabend entdeckte ihn seine Pflegemutter in einer Ecke des Bodens hinter einem Vers schlag. Der Knabe hatte sich an einem Haken in knieender Stellung erhängt. Mordtat in einem Berliner Vorort. Berlin, 1. Mai. Im Vorort Lichtenberg wurde die Schlachtersfrau Mickel heute früh ermordet aufgefunden. Ueber die Tat schwebt noch völliges Dunkel. Parteitag der fortschrittlichen Volkspartei der Provinz Sachsen. Nordhausen, 1. Mai. Der Parteitag der fortschrittlichen Volkspartei der Provinz Sachsen sprach sein Bedauern da riber aus, daß entgegen den Vereinbarungen über ein taktisches Zusammengehen der fortschrittlichen Volkspartei und den Nationalliberalen bei den kommenden Reichstagswahlen im Wahlkreise Nordhausen- Grafschaft Hohenstein die nationalliberale Kandidatur aufrecht erhalten werde. Damit werde die unabweisliche Voraussetzung für die Durchführung des Abkommens hinfällig. In der Notwehr erschossen. Düsseldorf, 1. Mai. Ein Schuhmann, der von etwa 20 jungen Burschen angegriffen wurde, feuerte mehrere Schreckschüsse ab und, als diese nichts nüßten, schoß er in der Notwehr scharf. Ein Fleischergeselle wurde auf der Stelle getötet. Der Schutzmann war durch verschiedene Messerstiche schwer verletzt. Selbstmordversuch eines Veteranen. Meuselwitz, 1. Mai. Der Veteran und Invalide Louis Häußner von hier übergoß sich nach einem Streite mit sei-ner Ehefrau mit Petroleum und zündete sich an. Der alte Mann stand im Nu in Flammen. Das Feuer konnte aber noch durch Nachbarn rasch gelöscht werden. Lebensgefährlich verletzt wurde er ins Krankenhaus nach Altenburg geschafft. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Von einem Geisteskranken ermordet. 0 Wien, 1. Mat. In der vorigen Woche wurde die Bauunternehmerin Marie Weber von hier auf der Rax tot aufgefunden. Die Verstorbene hat ihr 2 Millionen Kronen betragendes Vermögen einer zu errichtenden Stiftung für arme Wiener Studenten vermacht. Gestern erschien in Reichenau ein Tagelöhner namens Schröckel bei der Gendarmerte und machte die Anzeige, daß er die Frau Weber ermordet und beraubt habe. Im Besitz des Tagelöhners fand man ein Portemonnaie mit mehreren Ringen, die der Frau Weber gehört haben. Weiteren Mitteilungen des Tagelöhners, der den Eindruck eines geistig nicht ganz normalen Menschen machte, war zu entnehmen, daß er die Frau Weber auf einem Spaziergange angetroffen habe, mit ihr in einen Wortwechsel geriet und sie gewürgt habe, bis fie von einem Herzkrampf befallen wurde und starb. Schaffung einer russischen Militärfliegertruppe. Petersburg, 1. Mai. Der erste allrussische Luftschiffer= Kongreß hat beschlossen, einen allrussischen Luftschiffer- Berband zu organisieren, dessen Haupttätigkeit in der Heranbildung eines Stammes von Fliegern für Kriegszwecke bestehen soll. Hungersnot in Tibet. Petersburg, 1. Mai. In der chinesischen Provinz Setschuan in Tibet ist infolge Hungersnot eine Revolte ausgebrochen. 10 000 hungrige Männer und Weiber beginnen die wohlhabende Bevölkerung auszurauben. Sie befreiten die Gefangenen in den Gefängnissen und zerstörten diese. Die zur Unterwerfung des Aufstandes ausgesandten Truppen gingen zum Volk über. Die Aufständischen wollten die Stadt Tscheambo ausplündern, wurden jedoch vor Ausführung der Tat von regulären Truppen zurückgeschlagen. Mehrere Jührer der Aufständischen wurden gefangen und grausam hingerichtet. Grubenkatastrophe in Belgien. Mons( Belgien), 1. Mai. Auf der Grube Escouffiaux find 17 Bergarbetter im Förderkorb verunglückt. Zwei sind tot, die übrigen verletzt. Die Maifeier in Paris. Paris, 1. Mai. Die Arbeiterverbände wollen bei der heutigen Maifeier das Militär und die Polizei nicht provozieren, aber mit allen Mitteln jeden Versuch, den Zug zu sprengen, entgegentreten. Blutige Familientragödic. Marseille, 1. Mai. Der Schiffsleutnant Maurin drang in das Haus seiner geschiedenen Frau ein. Als diese sich mit ihrem Kinde und einer Tante in das Schlafzimmer flüchtete, eilte er ihr nach und gab mehrere Revolverschüsse auf sie ab. Die Frau und das Kind wurden schwer, die Tante tödlich verletzt. Hierauf tötete sich der Mann selbst durch einen Schuß in den Kopf. Die Winzerunruhen in Frankreich. Bar sur Aube, 1. Mai. Nach einer Versammlung der Winzer kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Militär und Winzern, bei dem ein Dragoneroberst verwundet wur de. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. 0 Bar fur Aube, 1. Mai. Der Zusammenstoß zwischen den Soldaten und den Winzern wiederholte sich zweimal. Oberst Dimitry wurde beim Sturz seines Pferdes aus dem Sattel geworfen und verletzt. Bei den Zusammenstößen wurden mehrere Soldaten und Demonstranten verletzt. Englische Riesenkreuzer. London, 1. Mai. Der am Sonnabend vom Stapel gelaufene Panzerfreuzer Prinzeß Royal wird der schnellste und größte der englischen Flotte sein. Das Schiff verdrängt 26 350 Tonnen. Die Kosten betragen über 2 Mill Pfund. Heute wird ein Schwesterschiff der Prinzeß Royal, der Krenzer Conqueror, vom Stapel laufen. Schweres Eisenbahnunglück in Amerika. Neuyork, 1. Mai. Ein Sonderzug mit 250 Lehrern, die nach Washington zu einem Besuch beim Präsidenten Taft fahren wollten, ist nahe der Station Easton im Staate Pennsylvania entgleist, als er mit einer Geschwindigkeit von 50 Meilen die Stunde fuhr. Er stürzte die Böschung hinunter, die Trümmer gerieten in Brand. Nach den letzten Nachrichten sind 25 Passagiere tot und 35 bis 40 verlegt, unter diesen mehrere lebensgefährlich. Easton( Pennsylvania), 1. Mai. Nach neueren Meldun= gen sind bei dem vorgestrigen Eisenbahnunglück elf Berfonen getötet worden. Eine zweite Meldung stellt das Unglück in seinen Folgen weniger schwer dar: Easton( Pennsylvania), 1. Mai. Die ersten Angaben über das Eisenbahnunglück scheinen sich als übertrieben herauszustellen. Die Beamten des verunglückten Sonderzuges berichten, daß sich Leichen unter den Trümmern nicht gefunden hätten, doch sei der Zug vollständig verbrannt und die Hälfte der Passagiere verletzt. Drei Personen werden vermißt. Riesenbrand in Amerifa. Nenyork, 1. Mai. In Bangor im Staate Maine brach gestern abend ein Brand aus, der das ganze Geschäftsviertel und einen großen Teil des Wohnviertels zerstörte. Der Schaden wird auf sechs Millionen Dollars geschätzt. Bandel und Gerkebr. Cassel, 29. April. Weizen( 100 Kilogramm) 19,00 bis 10,75 M. Roggen( 100 Kilogramm) 16,00 bis 16,75 M. Gerste ( 100 Kilogramm) 16,00 bis 17,50 M. Safer( 100 Kilogramm) 17,50 bis 19.50 M. Heu( Bentner) 2.70 bis 3,50 M. Sie gewinnen Vertrauen, wenn Sie einen Versuch mit meinen konkurrenzlosen Marken gemacht haben, welche unter steter Kontrolle eines beeidigten Chemikers stehen. Anerkannte Fachleute können meine Margarine von feinster Meiereibutter nicht unterscheiden. Ich versende franko gegen Nachnahme: 1 Postpaket ,, Exquisita", allerfeinste Pflanzenbutter( Margarine) 9/1, netto Mk. 6,65 1 Postpaket„ Regina" aus besten Rohhergestellte materialien Margarine 9/1, netto Mk. 6,45. Garantie Bereitwilligste Zurücknahme, selbst wenn schon in Anbruch genommen. Verlangen Sie sofort Gratisprobe! ( Vertreter überall gesucht.) Hanseatische NahrungsmittelIndustrie und Versandhaus Herm. P. Schulz, Hamburg 6. Beim Bezuge von Chomasmebl im April werden durchschnittlich Mk. 26,- per Doppelwagen = 10 000 kg erspart. Bedingung hierfür ist, dass die Abrufe bis zum 25. April bei uns eingehen. Wir garantieren für reines und voliwertiges Thomasmehl und liefern ausschliesslich in plombierten Säcken, mit Schutzmarke und mit Gehaltsangabe versehen. Stern Mark Thomasphosphatfabriken G. m. b. H Berlin W. 35. Stern Marke Wegen Offerte wende man sich an die durch Sternmarkenplakate kenntlichen Verkaufsstellen oder direkt an unsere Firma. ( 174) Kalk- u. Marmor- Werke u. Dampfziegelei Telefon 84. Aug. Gabriel jr. Giessen, Telefon 84. la. Qualitäten Massenfabrikationen- Bahnanschluss Collisy& Bingel Möbel- und Dekorations- Geschäft Kaplansgasse 18 Telephon 828 Spezialität: komplette Wohnungs- Einrichtungen. Reichhaltiges Lager in Einzelmöbeln- einfache lack. Möbel, Personalbetten, Polstermöbelu.Matratzen Uebernehmen, Aufarbeiten und Modernisieren alter Polstermöbel und Dekorationen unter Zusicherung streng reeller fachmännischer Bedienung. Spezial- Werkstätte für feinere Polstermöbel und Dekoration. Schots Kathreinert Marke Kneip? Ma The Bold, wenn das Daket und Vers Souls Karners Matale Febril.m Das billigste Getränk! Kathreiners Malzkaffee. Seit 20 Jahren bewährt. = Aerztlich empfohlen.= Der Gehalt macht's!" Wissenschaftliche Selbst- Unterrichts- Werke verbunden Methode Rustin brief. Fernunterricht. Der wissenschaftlich gebildete Mann. Das Gymnasium. Das Realgymnasium. Die Oberrealschule. DasAbiturientenexamen Die Höh.Mädohenschule. Die Studienanstalt. Das Lyzeum Die Handelsschule. Einjährig- Freiwillige Prüfung. De Präparand. Mittelschullehrer- Prüf Der gebildeteKaufmann. Der Militäranwärter. Der Bankbeamte. Das Lehrerinn.- Seminar Bas Konservatorium. Diese ausgezeichneten Werke bezwecken: 1. den Besuch wissenschaftl. Lehranstalten vollständig zu ersetzen; 2. eine umfassende gediegen Bildung zu vermitteln. 3. auf Examen vorzubereiten. De Zweck wird erreicht: a) dass der Unterricht wissenschaftlicher Lehranstalten auf das Sorgfältigste nachgeahmt wird; b) dass der Unterricht in so einfacher und gründlicher Weise erteilt wird, dass jeder den Lehrstoff verstehen muss, c) dass durch dauernde Selbstprüfung, Kortgesetzte Wiederholungen und ständige Uebungen das Erlernte dauernd befestig wird; d) dass bei dem Fernunterricht auf die Veranlagung jedes Schülers besondere Rücksicht genommen wird. Grosse Sammlung von Dank und Anerkennungsschreiben kostenlos. Kleine Teilzahlungen. Ansichtssendungen bereitwilligst. BONNESS& HACHFELD, POTSDAM. SO. -- Dervenleiden- + Gemütsverftimmung, Epilepsie, Lähmung, Schlaflosigkeit, Schwindelanfälle, Zichyas, Rheumatismus, Gicht, Magenund Darmleiden, auch alte und schwere Fälle behandelt durch Naturbeilverfabren Heilmagnetismus- B A. Plath giftfreies Pflanzenbeilverfahren u. Elektrotherapie. Giessen P Giessen 7 Hofmannstrasse 7 Sprechstunden täglich( auch Sonn- und Feiertags) von 9 bis 1 Uhr. Fünfzehnjährige erfolgreiche Praxis. Vollständig schmerzloses Heilverfahren. Rheinweine Eigene Gewächse bester und allerbester Weinbergslagen bersendet in Fässern von 25 Str. u. in Kiften b. 12 Fl. an Paul Christian Saalwächter Weingutsbesitzer, NIEDER- INGELHEIM a. Rh. Spezialität: Ingelheimer Rotweine. Hessischer Blumentag zum Besten der Mutter- und Säuglingsfürforge. Mit dem Erwachen der Frühlingsblumen wollen wir der aufblühenden Menschlein gedenken, deren Kraft und Gesundheit die kommende Generation bedeuten. Wir sind glücklich über das werdende Leben und die lachenden Kinder. - Aber nicht alle schauen fröhlich ins Leben. Tausende von Kindern müssen kaum zum Leben erblüht wieder scheiden. Wir wissen, daß es oft die kräftigsten Kinder sind, die verloren gehen, denn die Ernährungskrankheiten, denen die Mehrzahl der im ersten Lebensjahre sterbenden Kinder erliegt, treffen wahllos Gesunde und Schwächliche. Dieselben Umstände, die den Tod herbeiführen, le= gen in tausenden von Kindern den Keim späterer Krankheit, sodaß sie herangewachsen der Allgemeinheit zur Last fallen, der sie durch eine wohlbedachte Fürsorge als wertvolle Glieder der Volksgemeinschaft hätten er- halten werden können. So erscheint diese Fürsorge als eine Pflicht der Allgemeinheit. Dieser Gedanke hat in Hessen zur Organisation der Mutter und Säuglingsfürsorge geführt, die in allen Kreisen des Landes in Angriff genommen worden ist. Ihr soll der Ertrag des Blumentages dienen, den unsere Landesfürstin zum Besten der Mütter und Kinder Ueber vollständige Heilung 2 Läd.u.hübsch.4 Zimmerwohnung in den Städten und den Landgemeinden des Hessenelnes seit 16 Jahren bestehendem skroph. Ekzema's durch Ihre bekannte Rino- Salbe, Rino- Tee, Rine Seife kann ich Ihnen berichten. Ich sage nicht zuviel, wenn ich behaupte, daß es gegen Ekzema keine bessere Heilsalbe geben kann, als RinoSalbe. Mit dieser Versicherung empfehle ich mich bestens dankend. M., 6. 4. 09. C. St. Diese Rino- Salbe wird mit Erfolg gegen Beinleiden, Flechten d Hautlelden angewandt und ist Dosen à Mk. 1.15 und Mk. 2.25 In den Apotheken vorrätig; aber nur echt in Originalpackung wellgrün- rot und Firma Schubert& Co., Weinböhla- Dresden. Fälschungen weise man zurück. mit 2 Mansardenzimmern im ( 229) 3. Stod.( Bahnhofstraße 14) ber fofort zu vermieten. Fröhlich, Nordanlage 31. landes veranstalten will. An alle Kreise der Bevölkerung ergeht daher der Ruf, selbstlos der guten Sache zu dienen und zu ihrem Gelingen nach Kräften mitzuhelfen. 10 schädelechte Hirschgeweihe Das Comitee für den Kreis Giessen: mit 8 Ender zu verf., zuf. 20 Mr. Nachn. M. Penkert, Wohlhausen bei Markneukirchen.( 31) Dekan Bayer, Pfarrer Bernbeck und Frau- Wieseck, Geh. Justizrat Prof. Dr. Biermann und Frau, Pfarrer Böchner und Frau- Treis a. d. Lda., Prof. Dr. Bötti500-1000 mark cher und Frau, Lehrer Boßler und Frau- Klein- Linden, monatlich verdient Jeder, auch Damen, durch häusliche schrift Patentanwaltlich ebeiten.- Vorkennt Sack- Leipzig pett gratis durch Fr. Fischer, Abt. niffe nicht erforderlich. - -Pro44., Hannover, Kirchwenderstr. 11A. Persil Zwei Frauen wissen immer mehr wie Eine! Von Persil aber wissen Millionen, daß es für die Hauswäsche nichts praktischeres gibt, als Persil, das unübertroffene, selbsttätige, unschädliche Waschmittel! Unerreicht in Waschu. Bleichkraft, einfach in der Anwendung u. billigst im Gebrauch. Garantiert unschädlich. Erhältlich nur in Original- Paketen. HENKEL& Co., DÜSSELDORF. Alleinige Fabrikanten auch der weltberühmten Henkel's Bleich Soda Gutsbesitzer Clemm und Frau- Winnerod, August Dicore und Frau, Bürgermeister Dömer und Frau- Lich, Kommerzienrat L. Emmelius und Frau, Bürgermeister Fendt Hungen, Pfarrer Fischer und Frau- Alten- Buseck, Heinrich Fourier und Frau, Geh. Kommerzienrat Gail und Frau, Geh. Justizrat Gebhardt und Frau, Regierungsrat Gebhardt und Frau, Dr. Gengnagel und Frau- Großen- Buseck, Gewerberat Dr. Gebhard u. Frau, Chefredakteur Aug. Göz, Landgerichtspräsident Dr. Güngerich und Frau, Pfarrer Gußmann und Frau- Lollar, Medizinalrat Dr. Haberkorn und Frau, Dekan Hainer und Frau- Hungen, Geh. Kommerzienrat Heichelheim u. Frau, Bankdirektor Alb. Heichelheim und Frau, Friedr. Helm und Frau, Geh. Schulrat Dr. Hensell, Rabbiner Dr. Hirschfeld und Frau, Max Jaskowsky und Frau, Oberleutnant Jebens und Frau, Beigeordneter Keller, Albin Klein und Frau, Stifts dechant Klingelhöffer und Frau- Lich, Adolf Klingspor, Bürgermeister Kreiling und Frau- Heuchelheim, Eduard Krumm und Frau, Regierungsrat Langermann und Frau, Bürgermeister Leun und Frau- Großen- Linden, Oberbürgermeister Mecum u. Frau, Architekt Hans Meyer und Frau, Kommerzienrat Müller und Frau, Bankdirektor Gustav Müller und Frau, Lehrer Valentin Müller und Frau, Lehrer Nanz und Frau- Steinbach, Oberstleutnant a. D. Naumann und Frau, Wilhelm Neuert und Frau, Adolf Noll und Frau, Louis Petri 3. und Frau, Landgerichts direktor Prätorius und Frau, Otto Ratschlag und Frau, Geh. Schulrat Dr. Rausch, Dr. Jos. Reiff und Frau- LangGöns, Frau Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Riegel, Frau Ludwig Rinn 19.- Heuchelheim, Karl Röhr und Frau, Rabbiner Dr. Sander und Frau, Postdirektor Schäfer und Frau, Lehrer Schmidt und Frau- Heuchelheim, Bürgermeister Schomber und Frau- Wieseck, Hauptmann Schröder und Frau, Georg Schuchard, August Schwan und Frau, Fürstin zu Solms- Hohensolms- Lich Durchlaucht, Pfarrer Sommerlad und Frau- Watzenborn, Frau Oberamtsrichter Steinberger- Hungen, Dekan Strack und Frau- Leihgestern, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Strahl und Frau, Provinzialdirektor Dr. Usinger und Frau, Pfarrer Wagner und Frau- Beuern, Direktor Weber und Frau- Lollar, Lehrer Weyl und Frau- Wieseck, Eisenbahndirektor Zimmermann und Frau, Sanitätsrat Dr. Zinßer und Frau. Eigentum u. Verlag der Gießener Zeitung 6. m. b. S.- Verantwortlich: Robert Roller, Gießen. Bez diertel jährli Abgeholt ausgabestell Mittage 3 liegt alle 14 Selterswe nicht ver Verlag Nr. 1 Ei Eines der foziale Fried und ohne W Einrichtungen mentlich zwi Berftandigung ermöglicht. müßte an u lung irre we fommen wü zu diesem 3 berzeugung i Arbeitern m meln getriebe fampfgerüstet zeugung richt die Tatsache, noch im Jah Deutschland arbeiterausspe Schaden brad Diese gen durch die St und Aussperr lichen Ausgl vorjährige A Richtung ger werden beide große Kämp messen hat Wunden blie den friedliche man leichter erfüllbaren Schroffen He befferung ih zu betonen. Sozialen Ent den Unterne Nachteile zuz auch von die her heute vie richtern mit in legter 3 geschah, so beiter, bei d dem Streif Gewerbegeri vielen Fälle wie den un von Untern ämtern fehl reichen Wi vor diesen vor ihnen der beste M daß viele C herein verm oft monatel Es beste parlamentari ternehmern lich- rechtlicher gleichung de vertrag ist. hervorragend und weitem fter Freiherr im Berliner gelegt, wie danach, wie mittlungsstell die von Un meinschaftlich Recht besitzt, pfen ohne A die gefeßliche teien zum E und Zeugen Schiedsspruch führt werden erfolgen. Do tigen Vorgän Arbeitsvertra benshaltung, terrichten. G gefekte Behö das Reichsei feit und Und Die Reid Einrichtung