( 251) erden kann. London Deit! e ührend, well eignet, fle n Fulda muss, in Fulda. iegelei elefon 84. nschluss s! hrräd bilität u. Ele -Gesellsch eren Vertrete berhesse essen.)( 1 zu 46 Pl das Stadthlen muss sein Bro ofdorf. ( 29 fer Rabatt ellen ufes. Ver ollen in u. Beruf a. Rh. madhen e zu Verfi 6.Lehre Anlage ekann Hausfrauen wenden, weil n, dass es am önsten Glan der erhält eide in Gle ( 2 Gießener Zeitung - ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich oierteljährlich 1,50 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. Die„ Illuftr. Weltrundschau" Mittags 3 Uhr. Redaktion: liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 127. - - - Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen des Großherzoglichen Erscheint Bürgermeisterei Polizei- Amtes Behörden Oberhessens sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83. Telephon: Nr. 362. Deutschland u. der Weltfchiedsvertrag. Der deutsche Botschafter in Washington hat der Regierung der Vereinigten Staaten mitgeteilt, daß das Deutsche Reich bereit sei, sich an dem von Amerika ge= planten Weltschied svertrag zu beteiligen. Diese Nachricht findet ihre amtliche Bestätigung durch folgende, vom offiziösen Draht verbreitete Meldung der„ Nordd. Allg. 3tg.": „ Nachdem die Regierung der Unionstaaten der Deutschen Regierung zu erkennen gab, daß sie gewillt sei, ebenso wie mit England, so auch mit anderen Mächten einen Schiedsgerichtsvertrag auf breiterer Grundlage abzuschließen, sprach die kaiserliche Regierung den Wunsch aus, den von der amerikanischen Regierung ausgearbeiteten Entwurf kennen zu lernen, und erklärte ihre Bereitwilligkeit, in die Prüfung des Entwurfs einzutreten. Staatssekretär Knox teilte dem Grafen Bernstorff daraufhin den Entwurf mit, dessen Eintreffen in kurzer Zeit zu erwarten ist." Die offiziöse Notiz ist, wie man sieht, sehr unverbindlich abgefaßt: der Schritt, den Graf Bernstorff unternommen hat, verpflichtet zu nichts. Trotzdem scheint man davon in Amerika hochbefriedigt zu sein, denn das Nachrichtenbureau des Washingtoner Staatsdepartements gibt folgendes Communique aus: „ Deutschlands Haltung in der Schiedsgerichtsfrage wird von der amerikanischen Regierung mit der größten Genugtuung begrüßt. Die Washingtoner Regierungskreise glauben nun, da vier Großmächte an den Unterhandlungen über den internationalen Frieden teilnehmen, daß eine große diplomatische Errungen= schaft in Sicht sei." Man sieht daraus, daß man in Washington se hr optimistisch veranlagt ist, da man an eine große diplomatische Errungenschaft" glaubt, wenn Deutschland neben Frankreich, England und der Union einen Schieds: gerichtsvertrag unterzeichnet. Wir haben bereits kürzlich betont, daß wir über die Bedeutung der Angelegenheit wesentlich nüchterner denken. Fragen der Ehre und vitale Interessen sind ja aus den Verträgen ausgeschieden, und wenn sich ihretwegen zwischen zwei Staaten ernsthafte Differenzen entwickeln, dann wird eben das letzte Wort nach wie vor das Schwert sprechen. Vor dieser letzten Möglichkeit kann die Welt nie ein papierner Vertrag schützen. Andererseits besteht für Deutschland absolut kein Anlaß, sich dem Schiedsvertrag nicht anzuschließen; warum sollten wir uns weigern, einem Abkommen beizutreten, das uns zu nichts weiter verpflichtet, als das, was jeder vernünftige Mensch im alltäglichen Leben auch tut, nämlich, bei Streitigkeiten zweiten und. dritten Ranges nicht gleich zu den Waffen zu greifen, sondern an das ordentliche Gericht zu appellieren? Ein derartiger Vertrag wird in den internationalen Beziehungen der Staaten sicher nur von Nutzen sein, und es liegt durchaus kein Grund vor, warum Deutschland sich an ihm nicht beteiligen sollte. So wenig wie Amerifa und England daran denken, sich durch einen der= artigen Vertrag Schranken und Fesseln in ihrer imperialistischen Politik auferlegen zu lassen, so wenig braucht man bei uns zu besorgen, daß Deutschland dadurch im Ernste irgendwie in seiner politischen Bewegungsfreiheit gehindert würde. Und so wird man ein Zustandekommen eines Schiedsgerichtsvertrages zwischen den genannten vier Großmächten zwar ohne überschwengliche Begeisterung, aber doch als eine im Interesse der internationalen Beziehungen erfreuliche Erscheinung begrüßen können. Hessischer Landtag. Der vierte Ausschuß der 3 weitenkammer beschäftigte sich am Dienstag mit der Vorstellung des Hess. Landeslehrervereins, betr. die Aufhebung des Art. 50 des Volksschulgesetzes. Der Artikel bestimmt, daß die Lehrer an Volksschulen verbunden sind, die kirchlichen Funktionen als Organist, Kantor oder Vorleser in denjenigen Gemeinden gegen angemessene Vergütung zu übernehmen, in denen die Verbindung dieser Funktionen mit der betreffenden Schulstelle herkömmlich ist, vorausgesetzt, daß diese Funktionen nicht in die ordentliche Schulzeit fallen. Die Aufhebung wurde mit Stimmenmehrheit beschlossen. Der Antrag Ulrich, betr. die Trennung von Kirche und Schule, wurde abgelehnt.- Der Gesetz gebungsausschuß erledigte den Antrag Dr. Glässings, betr. die Abänderung des Enteignungsgesetzes. Der Ausschuß beschloß, zu beantragen, daß die Regie ( Haus Brüder Schmidt.) Donnerstag, den 1. Juni 1911. Revision Bauordnung vorzulegen und dabei berucht wird, dem nächsten Landtag eine allgem. fraglichen Antrag zu berücksichtigen. Der Antrag Köhler, betr. das Polizeistrafgesetz wegen des Verkehrs mit A u- tomobilen, wurde in dem Sinne für erledigt er= flärt, die Regierung zu ersuchen, eine reichsgesetzliche Regelung von Bestimmungen zu befürworten, wonach ein Ausweichen sämtlicher Fahrzeuge, auch das der Straftwagen, eine anderweitige Regelung erfährt. Der Sonder Ausschuß für die Revision der Ver= waltungsgesetzgebung beriet den Dissens der Landgemeindeordnung. Die Zweite Kammer hatte auf Antrag des Abg. Dr. Weber beschlossen, dem Höchstbesteuerten nicht mehr wie seither, Sitz und Stimme, sondern nur noch eine beratende Stimme im Gemeinderat zu erteilen. Die Erste Kammer hatte dagegen die Regierungsvorlage wieder hergestellt, wonach der Höchstbesteuerte, wie im bestehenden Recht, Sitz und Stimme im Gemeinderat haben soll. Der Ausschuß be schloß nach kurzer Beratung, dem Kammerplenum den Beitritt zu diesem Beschluß der Ersten Kammer zu empfehlen. * Aus Stadt und Land. Gießen, den 1. Juni. Das Ergebnis des hessischen Blumentages. Das Patronat der Großh. Zentrale für M. u. S. in Hessen teilt uns über das Ergebnis des Blumentags folgende Abrechnung zur Veröffentlichung mit. Die Einnahmen betragen: Kreis Darmstadt: 34 596,47 M.; dazu: Einnahme der Großh. Prinzen, Ueberschuß der Festvorstellung im Großh. Hoftheater 1142,45 Mk.; Kr. Bensheim: 6406,25 Mt.; Kreis Dieburg: 5575,83 Mt.; Kreis Erbach: 4594,34 Mt.: Kreis Groß- Gerau: 7424,81 Mark; Kreis Heppenheim: 5426,90 M.; Kreis Offenbach: 30 670,07 M.; Kreis Gießen: 10 089,38 Mark; Kreis Alsfeld: 2439,55 Mt.; Kreis Büdingen: 3397,66 Mark; Kreis Friedberg: 11 072,61 Mt.; Kreis Lauterbach: 3095,05 Mt.; Kreis Schotten: 2289,76 Mf.; Kr. Mainz: 16 638 Mt.; Kreis Alzey: 4061,86 Mk.; Kreis Bingen: 4551,94 Mt.; Kreis Oppenheim: 2191,64 M.; Kreis Worms: 10 067,76 Mt. Summe 165 732,33 Mark. In den Städten Darmstadt, Offenbach, GieEinßen, Mainz, Worms und Bingen betragen die nahmen 75 329,46 Mt.; in den übrigen Kreisstädten und in Bad- Nauheim 18 947,81 mf.; in den Landgemeinden 71 079,32 Mt. Die General- Unkosten betragen 7756,07 Mt., sodaß sich ein Reinerträgnis von Mark 157 976,26 ergibt. * Die 12. Vertreter Versammlung des Kyffhäuser= Bundes der deutschen Landeskriegerverbände wird am 9. und 10. September ds. Js. im Kaisersaale der Denkmalswirtschaft auf dem Kyffhäufer stattfinden. * 38. Gauturnfest des Gaues Hessen in Schli 3.„ Nicht weltberühmten Namen das kleine Städtlein trägt, nicht breite, stolze Straßen die Mauer dort umhegt, der Fluß trägt keine Schiffe, doch ein Dampfzug freuzt das Tal, und lieblich ist's' zu schauen im hellen Sonnenstrahl." So singen die Schlitzer in ihrem Nationalliede von ihrem Heimatstädtchen, dort in dem Nordostzipfel Hessens, in dem am 8., 9. und 10. Juli das 38. Gauturnfest gefeiert werden soll. Stolz sind seine Einwohner darauf, ein solches Fest feiern zu dürfen, und ihre Ehre sezzen sie darein, dasselbe zu einem solch schönen und der Turnsache würdigen zu gestalten, daß alle Besucher noch lange davon„ singen und sagen" werden. Wird doch schon die wunderbare Umgebung des Festortes alle Herzen erfreuen. Wie trotzig und doch wie traut blicken seine vier Burgen mit der uralten Kirche in ihrer Mitte hinunter ins Tal und hinüber zu dem Ringwall von Bergen, der sie umgibt. Wie anheimelnd sind seine schmucken Fachwerkbauten und seine engen Gäßchen. Und wie werden die Herzen der Turner und Gäste schlagen beim Anblick des Festplatzes, der anderswo faum günstiger und schöner sein kann, als hier. Die Festausschüsse sind schon wochenlang eifrig tätig und die Bürgerschaft rüstet sich zum Empfang. Die Festmusik wird von der Kapelle des Infanterie- Regiments Nr. 83 zu Kassel und den beiden Stadtkapellen ausgeführt, der Gesangverein„ Harmonisches Kränzchen" wird durch auserwählte Chöre dem Feste eine besondere Weihe ver| ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseraten zeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. vollzählig herüber ins schöne Schlitzerland, um mitzuleihen. Also auf ihr Turner und Turnfreunde, kommt feiern ein Fest, das der edlen Turnsache, aber auch dem Festorte und seinen Bewohnern zur Ehre gereichen soll. Extrazüge verkehren: Am Samstag, den 8. Juli: Gießen ab 1.30, Schlitz an 4.30 Uhr nachmittags; Sonntag, den 9. Juli: Fulda ab 11.50, Schlitz an 1.10 Uhr nachmittags; Schlitz ab 10.10, Gießen an 1 Uhr nachts; Schlitz ab 10.25 Uhr abends bis Alsfeld und Anschluß nach Grebenhain. * Ein Hess. Photographen- Bund ist am Dienstag in Darmstadt gegründet worden. Man beschloß, sich dem Zentralverband der Deutschen Photographen in Berlin anzuschließen. * Vogelschutz! Unsere Singvögel sind mit ihrer Brut und mit der Aufzucht ihrer Jungen beschäf= tigt. Da heißt es für den Vogelfreund vorsichtige Zurückhaltung üben. Die geringste Störung am Nest kann die brütenden und fütternden Alten vertreiben und die Jungen dem Hungertod preisgeben. Am allerwenigsten darf es geschehen, daß man die Eier oder die Jungen mit der Hand berührt. Will man etwas Gutes tun, dann sichere man das Nest mit Dornreisig oder Stacheldraht gegen kletternde Katzen. == Friedberg, 1. Juni. Dem hiesigen Museum wurde von Herrn R. Volk aus Hamburg ein Tischchen aus antiken Geweihstücken vermacht. Es handelt sich um Hirschgeweihe von seltener Schönheit aus der Römerzeit, die in dem Schutt auf der Westseite der Burg bei der Erbauung der Staatschaussee FriedbergBad Nauheim gefunden wurden. =)(= Rodheim a. d. Bieber, 30. Mai. Die am Sonntag bei Gastwirt Karl Schlierbach abgehaltene Generalversammlung des Gewerbevereins war besonders von auswärtigen Mitgliedern gut besucht. Nach dem Geschäftsbericht des Vorsitzenden zählt unser Lokalverein 54 Mitglieder und fanden 1 Haupt- und 3 Vorstandssitzungen statt. Die Gewerbeschule, für welche im neuen Schulhaus ein eigenes Heim geschaffen wurde, zählte 33 Zeichen und 19 Fortbildungsschüler. Nach dem neuen Lehrplan sollen im Sommerhalbjahr an einem Tage 3 Stunden und im Winterhalbjahr an zwei Abenden 5 Stunden abgehalten werden. Auch ist der Fortbildungsunterricht für die Folge in eine Hand zu legen und wurde derselbe Lehrer Cloes übertragen. Als Vertreter für die diesjährige Generalversammlung in Rüdesheim wurde Techniker Gerlach bestimmt. Die Kassenverhältnisse unseres noch ziemlich jungen Vereins sind trotz der vielen Neuanschaffungen günstig zu nennen. m Haiger, 1. Juni. Am 10. und 11. Juni findet hier die Tagung des Westerwaldklubs flubs statt. Frankfurt, 1. Juni. Der Main ist nach dem letzten Unwetter gestiegen und führt schmutziggelbes Wasser, Gras, Blätter, Zweige und sonstige durch den Hagelschlag in Wald und Flur vernichtete Pflanzenteile fort, die Zeugnis geben von den oberhalb des Mainlaufes durch das Unwetter angerichteten Verwüstungen. Frankfurt, 1. Juni. Mit der Frage: Ist der Hosenrock ein auffälliges Kleidungsstück? hatte sich gehaber einer Wirtschaft mit Damenbedienung hatte instern das hiesige Schöffengericht zu beschäftigen. Der Inseriert, daß bei ihm die Kellnerinnen im Hosenrock servierten. Er hatte deshalb- wie wir seinerzeit mitteilten einen polizeilichen Strafbefehl über 30 Mark erhalten. Der Wirt erhob gegen diesen Strasbefehl Einspruch. Zu der Verhandlung erschien er in Begleitung seiner Frau, die mit dem ominösen Kleidungsstück befleidet war. Ferner hatte er den Hosenrock mitgebracht, - den die Kellnerin getragen hatte. Der Verteidiger des Wirtes führte aus, daß es zum Schutz der guten Sitte fein praktischeres Kleidungsstück als den Hosenrock gebe. Die Polizei habe sich mit ihrem Strafbefehl einen Eingriff in das ästhetische Gebiet geleistet, das ihrer Kontrolle nicht unterstehe. Das Gericht sah die vorgelegten Hosenröde nicht als auffällig an sprach den Angeklagten frei. * Büdingen, 31. Mai. Eine Abteilung des Eisenbahnregiments Nr. 3 in Hanau, bestehend aus 3 Offizieren, 6 Unteroffizieren und 50 Mann, hat sich am Mittwoch in das durch Wolkenbruch heimgesuchte Gebiet bei Büdingen begeben, um bei den Aufräumungsarbeiten zu helfen. Deutscher Reichstag. Die dritte Lesung der Reichsversicherungsordnung, die am Dienstag beim dritten Buch„ Unfallversicherung" forts geführt wurde, nimmt einen wenig befriedigenden Verlauf, der trotz des frühen Stzungsbeginns die Einhaltung der Bisherigen Geschäftsdispositionen kaum zulassen wird. eine besonders reiche Entenzucht betrieben hat, meldet, daß der Reichskanzler von Bethmann Hollweg zum Grafen ernannt werden solle wegen seiner Verdienste für die elsaẞ- lothringische Verfassungsreform. Ausnahmsweise dürfte die Meldung dieser Korrespondenz diesmal vielleicht zutreffen. Wenigstens erzählt man sich in Regierungsfreisen, daß der Gedanke aufgetaucht sei, dem Kanzler den Titel eines Grafen zu verleihen. Unzutreffend dagegen soll das Gerücht sein, daß Staatssekretär Delbrück bei dieser Gelegenheit in den Adelsstand erhoben werden wird. Er dürfte jedoch eine hohe Auszeichnung erfahren. Hinsichtlich des Kreises der Unfallversicherungspflichttgen wurde ein nationalliberaler Antrag gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen, eine besondere Berufsgenossenschaft für die Kleinhändler zu bilden. Ebenso fand gegen den Widerspruch des Staatssekretärs ein Antrag Bassermann Annahme, daß die staatlichen Schiffahrtsbetriebe den gebildeten Berufsgenossenschaften angehören müssen. Mit 203 gegen 97 Stimmen wurde so= dann eine andere Fassung des§ 896 einem Kompromißantrage entsprechend beschlossen, der hinsichtlich der zivilrechtItchen Haftung des Unternehmers die in zwetter Lesung abgeänderte Kommissionsfassung wiederherstellt. Namentlich abgestimmt wurde auch über den Antrag Dörtsen( Rp.), dte Beiträge zu der Unfallversicherung nicht nach dem GrundSteuerreinertrag, sondern nach der Zahl der beschäftigten Arbeiter zu bemessen. Der Antrag stel, nachdem sich Mintsterialdirektor Caspar, Geheimrat Boden, namentlich mit Rücksicht auf die württembergischen Verhältnisse, der Abg. Dr. Heim mit Rücksicht auf die in Bayern dagegen ausgesprochen hatten, mit 170 gegen 126 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Beim vierten Buche„ Hinterbliebenen- und InvaIidenversicherung" wurde ein Versuch gemacht, auch für die Invalidenversicherung die Einkommensgrenze auf 2500 M zu erhöhen, und bedauert, daß für die Heimarbeiter nicht mehr erreicht sei. Der Staatssekretär legte dar, daß die Heraufsetzung der Einkommensgrenze bei der Krankenverficherung kein Anlaß sei, bei der Invalidenversicherung ebenso vorzugehen. Im übrigen verwies er auf das in der Herbstsession zu verabschiedende Heimarbeitergesetz. Die Herabsetzung der Altersgrenze vom 70. auf das 65. Jahr wurde auch jetzt wieder von Sozialdemokraten und Fortschritt beantragt; lezterer hatte einen Eventualantrag gestellt, sie für das Jahr 1917 in Aussicht zu nehmen. Staatssekretär Dr. Delbrück wiederholte in Anwesenheit des Reichskanzlers mit Nachdruck die unbedingte Unannehmbarkeit dieser Anträge, auch des letzteren wegen Mangels an Deckungsmitteln. Dementsprechend wurden die Anträge in namentlichen Abstimmungen mit erheblichen Majoritäten abgelehnt. Schließlich wurde die Reichsversicherungsord nung in namentlicher Abstimmung mit 232 gegen 58 Stimmen bei 15 Enthaltungen endgültig angenommen. Gegen das Gesetz stimmten die Sozialdemokraten, sowie ein Teil der fortschrittlichen Volkspartei, die Polen enthielten sich der Abstimmung. Dann ging man zum Einführungsgesetz über. Kaiser Franz Josephs Befinden. Deutschlands Haltung in der Schiedsgerichtsfrage wird von der amerikanischen Regierung mit der größten Genugtuung begrüßt. Die Washingtoner Beamtenkreise glauben, da vier Großmächte an den Unterhandlungen über den internationalen Frieden teilnehmen, sei eine bedeutende diplomatische Errungenschaft in Sicht. Die Ferien des Bundesrats. Wie der„ Inf." mitge= teilt wird, dürften sich die geschäftlichen Erledigungen des Bundesrats noch eine Zeitlang hinziehen. Die Ferien können daher erst Ende Juni beginnen. Als Zusammentritt der gesetzgebenden Körperschaft nach den Ferien ist ein Termin in Aussicht genommen, der einige Zeit vor Beginn der Beratungen des Reichstages in der Herbsttagung liegt. Voraussichtlich wird der Bundesrat Ende September seine Arbeiten nach den Ferien wieder aufnehmen. Das in Wien erscheinende Slawische Tagblatt", das zur tschechischen Feudalaristokratie, der auch die Herzogin von Hohenberg, die Gemahlin des Erzherzog- Thronfolgers, angehört, sehr gute Beziehungen unterhält, bringt allerlei Mitteilungen über den Gesundheitszustand des Kaisers, die erheblich von den bisher beliebten offiziösen Darstellungen abweichen. Es heißt dort u. a.:„ Nach unseren verläßlichen Informationen erscheint die Krankheit des Kaisers trotz der seit zwei Tagen erkennbaren scheinbaren Besserung als sehr ernst. Der Monarch wird gezwungen sein, sich auf dringenden ärztlichen Rat von allen Regierungsgeschäften fern zu halten." Die Viehseuchengesetzkommission des Abgeordnetenhauses hat den Gesezentwurf gestern in zweiter Lesung angenommen. Zu§ 1 wurde ein von Vertretern verschiedener Parteien gestellter Antrag angenommen, wonach den besonderen Seuchenkommissaren, denen die Leitung und Ueberwachung der Bekämpfungsmaßregeln für das ganze Staatsgebiet oder einzelne seiner Teile übertragen werden tann, polizeiliche Befugnisse nicht übertragen werden dürfen, es sei denn, daß der Auftrag einer nach dem Gesetz zuständigen Verwaltungsbehörde für Gebiete erteilt wird, die ihrem Verwaltungsbezirk benachbart sind oder in dessen Nähe liegen. 274 Chinesen in Torreon bestätigt sich. Der Anschlag, den Zug Maderos in die Luft zu sprengen, der von Mitglie dern der Organisation der sogenannten„ Wissenschaftler" angezettelt worden war, ist vereitelt worden. In Cholula ist ein Aufruhr ausgebrochen, wobei 40 Personen getötet wurden. Mehrere Kaufläden, Regierungsgebäude und Privathäuser wurden geplündert. Der Pöbel hat die Herrschaft an sich gerissen. Es besteht Gefahr, daß die ganze Stadt Cholula zerstört wird, da die Aufrührer überall Feuer angelegt haben. Die Budgetkommission des Abgeordnetenhauses hat in ihrer gestrigen Situng ausschließlich Petitionen erledigt. Ueber eine Petition der Strommeister um Einreihung in die Klasse der mittleren Beamten und Vermehrung der etatsmäßigen Stellen ging die Kommission zur Tagesordnung über. Eine Petition um etatsmäßige Anstellung der Gestütwärter mit Pensionsberechtigung wurde zur Erwägung, Petitionen um Uebernahme der Privatbeamten der Landratsämter in den Staatsdienst und um Gleichstellung der Meldeamts- Bureauassistenten mit den Polizei- Bureauassistenten wurden als Material überwiesen. Die klerikale„ Reichspost", die gleichfalls gute Bezie= hungen zum Hefe des Erzherzog- Thronfolgers unterhält, bringt eine Meldung, die diese Ausführung des„ Slawischen Tagblatt" in gewissem Sinne bestätigt. Es heißt darin, daß der Kaiser infolge seines hohen Alters nicht mehr voll fähig set, die Regierungsgeschäfte zu versehen. Man habe den Kaiser vor kurzem vor Uebermüdung bei den Akten am Schreibtische eingeschlafen gefunden. Darauf hat die Umgebung beschlossen, ihn am folgenden Tage erst um 8 Uhr morgens, statt wie gewöhnlich um 4 Uhr, zu wecken. Der Kaiser hat denn auch wirklich bis 8 Uhr geschlafen, ist aber sehr ungehalten gewesen, daß man ihn die Zeit hatte verschlafen lassen. Der Kaiser wird fortan nur die staatsrechtlich unumgänglich formaler Afte vollziehen. Damit sind auch die Abdankungsgerüchte in Verbindung zu bringen, die in den letzten Tagen in ganz ernsten Kreisen aufgetaucht sind." U. a. erzählt man sich in Wien, der Kaiser habe in Gödöllö einen Schlaganfall erlitten und fet eine Zeitlang ohnmächtig gewesen, hätte auch die Sprache verloren gehabt. Er sei zurzeit überhaupt nicht transportfähig, weshalb die Ueberführung aus Ungarn nach Dester= reich immer wieder hinausgeschoben worden set. Jedenfalls scheint so viel festzustehen, daß die offiziösen Darstellungen stark geschminkt sind, und daß in Wahrheit es sich um eine sehr ernst zu nehmende Krise handelt. Rundschau vom Cage. Politisches. Kleine Nachrichten. Das Befinden coon Preußen hat& us fhmerzvolle N haben die Schmerze heinungen find n am wird das Kran perben; auch wird ngere 3elt der Gd Fallenten liegt aud fabsarztes Dr. Wi rlieder ihren Sohn. Cine erfchlitter pielt. Der 63 Ja ba hat gestern na Ernanin vergiftet. afgefordert, ihr ein ba geftand feiner Se und auch ich ve Der Kronprinz bei der Breslaner Universitätsfeier. Wie der Kultusminister dem Rektor der Breslauer Universität anzeigte, hat der Kaiser den Kronprinzen mit seiner Vertretung bei der Jahrhundertfeier der Breslauer Universität betraut, die am 1. bis 3. August stattfindet. Der frühere preußische Kultusminister v. Zedlig wollte gestern in Berlin einem Straßenbahnwagen ausweichen. Er wurde umgestoßen und kam unter den Vorderperron vor den Schuhrahmen zu liegen. Hinzueilende Personen richteten ihn wieder auf. Er fuhr nach der Unfallstation, wo eine leichte Quetschung der Hand festgestellt wurde. Der König von England und die Arbeiterführer. König Georg hat dem parlamentarischen Komitee dre Arbeiterpartei mitteilen lassen, daß er die Anwesenheit zweier Mitglieder der Arbeiterorganisationen bei der Krönung in der Westminsterabtei wünsche. Es ist dies das erste Mal, daß eine derartige Einladung an die als TradeUnions bekannten Arbeiterorganisationen ergeht. Eine Erhebung des Reichstanzlers in den Grafenstand? Eine Preßkorrespondenz, die in der letzten Zeit ! 19) 101 3wei Kirschen an einem Stengel. Roman von A. von LtItencron. Jubelfahrt van Deutsch- Amerikanern nach Deutschland. Anläßlich des 100. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig, an welchem die Enthüllung des großen Nationaldenk mals erfolgen wird, ist für das Jahr 1913 von den Deutschen Amerikas eine große Jubelfahrt nach Deutschland vorbereitet. Der Brush Portugals mit dem Vatikan. Die Regierung hat die Behörden angewiesen, die Verlesung und Veröffentlichung der päpstlichen Enzyklika, die sich gegen die Trennung der Kirche vom Staate wendet, mit allen Mitteln zu verhindern. Die Zeitungen, die die Enzyklika wiedergeben, werden konfisziert. Die Regierung beschloß ferner die Aufhebung der Botschaft beim Vatikan, deren Letzter Beamter Rom in den nächsten Tagen verlassen wird. ( Nachdruck verboten.) Alles Blut war ihr zu Kopfe gestiegen, sie betrachtete den Brief hin und her und entdeckte, daß das Kuvert an der einen Seite nicht fest schloß, man konnte, ohne das blaue Siegel mit dem Herzen darauf zu verlegen, das Ku vert an der Seite öffnen und den Brief herausziehen. Zu den großen Pelzdiebstählen in einem Berliner Ges schäft wird gemeldet, daß jezt auch die beiden letzten Mitglieder der siebenundzwanzigköpfigen Bande festgenommen worden sind, und zwar in Leipzig. Die Witwe des Bauernkönigs als Wahlrednerin. Bet einer in Befososaka in Ungarn abgehaltenen Wählerversammlung trat auch die Witwe des erschossenen Bauern= führers Achim in Trauerkleidung als Rednerin auf. Sie hielt ein Stück des blutgetränkten Hemdes ihres Mannes hoch und forderte die Wähler auf, für den gewesenen Minister Christoffi zu stimmen, denn so habe thr verstorbener Mann es gewollt. Die Frau wurde von den Bauern in thre Wohnuna getragen. Die Franzosen in Marokko. Ueber die Marokkopolitik der Regierung herrscht noch immer Unklarheit. Soviel steht fest, daß, falls die Franzosen Fez räumen, unter dem Vorwande einer besonderen Leibgarde für den Sultan eine stärkere französische Besatzung zurückbleibt. Hier wird erwartet, daß die Algecirasmächte bei der Erneuerung des Vertrags am Schlusse des Jahres Frankreich größere Vollmachten als bisher einräumen werden. In Tanger läuft das Gerücht um, daß zwischen dem französischen Minister des Aeußern und dem marokkanischen Ministerium ein Geheimvertrag abgeschlossen worden sei, dessen Bestimmungen das französische Protektorat über Marokko aufrichten würden. Einen Augenblick zögerte sie, aber das brennende Verlangen, zu wissen, ob dies wirklich ein Brief der Rosemarie sei, siegte über ihr Bedenken. Ehe sie noch recht wußte, was sie tat, war das Schreiben in ihrer Hand, und fte las: Lieber Hans! 8 machen. Mit de tri nenden Auges, fi nahm der Mann ef bradte dann der To ftigte auf die Straß te: ftellte er fich der umgebracht habe un men auch Vergiftun brachte man ihn i fuhungsgefängnisfes Unter dem Vert haben, steht der 22jä rers des„ Schwel wi Monaten starb lich unter Vergiftun tage folgte der Vat tjeit etwa drei S and Erbrechen gelit paltschaft wurde die abnt und am näch bollen fich, laut der, ten von Vergiftung id feit gestern in S egen ihn vorliegt. Lelge der Mutter ste Neue bayerische aht fich zum 25. Brinzregenten Luitp indiefes Ereignis altung zwei besonde musgegeben werden. nitten eines von zw rierten Kranzes d Erdbeben im Rheinland. Gestern abend wurden in Aachen mehrere heftige Erdstöße verspürt, durch die die Gegenstände in den Wohnungen ins Schwanken gerieten. In einer nahegelegenen Waldschänke fielen die Gegenstände von den Wänden. Ueber das Unwetter in Baden wird noch gemeldet: Auf weite Strecken ist die Ernte vollständig vernichtet. Die in Grünsfeld ertrunkenen Personen famen beim Einsturz ih= rer Häuser um, die von den rasend dahinströmenden Wassermassen weggeschwemmt wurden. In Paimar sind auch 200 Stück Vieh den Fluten zum Opfer gefallen. In Gamburg. wurden eine Brücke und 200 Bäume weggerissen. Der türkisch- russische Zwischenfall beigelegt. Die„ Kölnische Zeitung" meldet aus Konstantinopel: Der türkischrussische Zwischenfall ist Die Beziehungen zwi fujen ver Lüftet und haben sich soweit ge= bessert, daß ein Besuch des Königs in Aussicht genommen ist. Das Nähere darüber wird nach der Rückkehr des Sultans bestimmt werden. Ich habe großes Verlangen, Dich zu sehen und mit Dir zu sprechen. Es ist so viel zu bereden, das Herz ist mir schwer, bis ich mich mit Dir ausgesprochen habe. Wenn Du da warst, wie vorige Woch, dann ist mir allemal leichter, denn Du kannst mich so schön trösten. Ich hatte Dich gebeten, Montag oder Dienstag zu mir zu fommen, und Du meintest, es könnte auch beide Tage sein, Du hättest dafür immer Zelt. Nun bitt ich Dich Schön, komm am Dienstag, dieweil ich Montag mit meiner Herrschaft weg muß. Es grüßt Dich Verseuchtes Brunnenwasser. In Groß- Soltfeld im Kreise Flensburg sind sämtliche 8 Mitglieder der Familie eines Landmanns infolge Verseuchung des Brunnens erfrankt. Zwei Kinder im Alter von sechs und acht Jahren sind gestorben. Neue Unruhen in Merito. Die Hauptstadt ist ruhig, dagegen besteht in St. Louis, Potosi und Pueblo die Gefahr einer Herrschaft des Pöbels. Die Abschlachtung von Deine dankbare Rosemarie. Langsam, als müßte sie jedes Wort studieren, hatte Kathi den Brief gelesen. Nun sah sie auf, und dabei fiel ihr Blick in den kleinen Spiegel, der ihr gegenüber an der Wand hing. War sie das denn selbst, dies kreideweiße Geficht mit den tiefumschatteten Augen und der Falte auf der Stirn? Die Folgen anonymer Briefe. Die Frau des Fabrtfanten Tröster in Gera machte ihrem Leben durch Erhängen ein Ende, nachdem sie in letzter Zeit fortwährend durch anonyme Brief bedroht worden war. Mechanisch faltete sie das Schreiben und steckte es sorgfältig wieder in das Kuvert. Man fonnte nicht entdecken, daß der Inhalt des Briefes untersucht worden war. „ Ja, nun is allens vorbi! Allens!" murmelte ste. „ Nu wet ich ju, warum er dies' Tag ntt zu mi fumme kunnt, er mußt bi sin Schatz sin!" Vom Blizz erschlagen. Hagelwetter gingen am Montag im ganzen Kreise Lebus in Brandenburg nieder. Die Ernte ist vernichtet. Der Gutsschäfer von Mirbenfelde wurde mit 10 Schafen vom Blizz erschlagen. Auf der Domäne Lebus verbrannte ein Viehstall mit 300 Schafen. Da klopfte es ans Fenster. Es war der Briefbote, der in seiner Tasche den Brief vermißt und gleich gedacht hatte, daß er wohl in das Blatt hineingerutscht wäre. Kathi gab ihm das verhängnisvolle Schreiben. Bring ihn man glir dem Ruland, fagre ste, der wird sine helle Früd daran habe, wennst er a Brief kriege dut." Selbstmord einer Krankenschwester. Eine 25 Jahre alte Krankenschwester, die in der Privatklinik eines Charlottenburger Professors beschäftigt war, wurde in der Wohnung ihres Bräutigams, eines Malers, leblos aufgefunden. Sie hatte sich mit 3yankali vergiftet. Der Beweggrund zur Tat ist Liebesgram. Sie zwang sich dabei zu einem Lächeln, aber das sah so bitter, so wunderlich aus, daß der Briefbote meinte: ,, Sie seien aberst hüt mal furios, Kathi, das kummt wohl von die Stadtluft!" Schrecklicher Selbstmord. In einem Hotel in Prag sette gestern früh der aus Budapest zugereiste Kaufmann Freidrich Deutsch sich auf das Fensterbrett eines offenen Fensters im zweiten Stockwerk und schoß sich in dieser Lage eine Kugel in den Kopf. Die Leiche stürzte auf das Straßenpflaster, wo sie von der Polizet aufgefunden wurde. Aus den Gerichtssälen. Wegen Aufforderung zum Ungehorsam gegen die Ge= setze verhandelle gestern eine Berliner Straffammer gegen den Redakteur der Zeitschrift Tribüne", Lauterbach. Lau= terbach kritisierte in einem Ariifel ein Urteil des Dresdner Kriegs gerichts, durch das zwei Interoffiziere, die einen Refruten im Winter bei großer Kälte mit eisigem: Wasser gereinigt hatten, zu drei Wochen Arrest verurteilt worden waren. Der Artikel besagte ungefähr, daß die Albanesen zu bewundern seien, die eine unberechtigte Berührung des Körpers sofort mit dem Tode rächen, während die Deutschen sich dazu hergäben, ihre Kameraden auf höheren Befehl zu mißhandeln. Der Staatsanwalt beantragte sechs Monate Gefängnis, der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu 400 M Geldstrafe. Ohne ein Wort zu sagen, wandte sie sich ins Zimmer zurück. Den Kopf auf beide Arme gestützt, blieb sie regungslos sigen, bis das Schnurren der Kaze, die den Kopf an ihrem Knie rieb, sie aus ihrer Versunkenheit weckte. Langsam strich sie die krausen Löckchen aus der Stirn und stand auf. Wie im Traume ging sie dann zum Herd und besorgte die Mahlzeit. Am Nachmittage fuhr sie nach Friedenau, das Herz voll Trotz und Bitterkeit und dabei voll tiefen Wehs. VI. Sie wurde mit wahrem Jubel von den Verwandten empfangen, das Käthchen vom Dorf, aber auch die Gäste begrüßten sie lebhaft und erklärten ihr, daß sie sie diese drei Lage schmerzlich vermißt hätten. Und keiner hat Dich mehr entbehrt als ich, Cousinchen," raunte ihr dabei der Vetter zu und sah sie mit ein paar Augen an, so heiß und verlangend, daß sie rot wurde, und das um so mehr, als er noch hinzufügte:„ Ich muß Dich so fest binden und halten, daß Du nimmermehr von mir loskommen kannst!" Am anderen Morgen erfuhr sie, daß der Patenonkel frank sei. Vetter Julius, der auf Kathis Bitte dem alten Herrn nach ihrer Abreise noch sein Sammetmühchen hatte bringen müssen, das sie ihm wieder zurecht gemacht hatte, war gerade gekommen, als der Alte, von einem Schlagan fall betroffen, bewußtlos im Stuhle vor seinem Schreib tische- zusammengefunden war. Jezt hatte er sich schon etwas erholt, aber bedenklich blieb sein Zustand noch immer. Kathi war gleich bei ihm gewesen, und ihr liebes, betuliches Wesen, das sie mit dem Alten hatte, tat dem Patenonkel sichtlich wohl. Was war das nur? Solche Sprache hate er ja nie geführt? Es wurde ihr schwül dabei zu Mute und doch tat dies Verziehen und Hätscheln ihrem wunden Herzen heute mehr wohl denn je. Zu ihrer Verwunderung und Freude hatten die Verwandten gar nichts dagegen, wenn sie vormittags und nachmittags ein Stündchen beim Onkel Leberecht zubrachte. In den ersten Wochen ihres Dortseins war es weder der Tante noch dem Vetter recht gewesen, wenn sie zu dem Alten hinüberschlüpfte, jetzt aber forderten sie sie immer von neuem zu den Besuchen auf, und die Tante gab ihr dabei auch manchen Leckerbissen für den Kranken mit. Woher diese plötzliche Umwandlung fam, begriff Kathi nicht, sie grübelte auch nicht weiter darüber, sondern freute sich nur an der Tatsache. Der Onkel war freilich sehr verwundert gewesen, als sie bei ihm eintrat, und hatte mit leisem Kopfschütteln ihre Mitteilung aufgenommen, daß sie jetzt auf ein Jahr hierbleibe. Aber er freute sich doch. ihr liebes Gesicht wiederzusehen, und vor allem daran, daß sie jetzt so oft zu ihm fam und ihn so herzig", wie er meinte, zu pflegen verstand. An einer zwischen den Schwestern abgemachten Sache war ja auch nichts mehr zu ändern, um so weniger, da es mit Kathis Wünschen übereinstimmte. So begnügte er sich damit, dem lieben Mädchen recht eindringlich zu wiederholen:„ Bleib brav, Kind, und behalte Deinen Herrgott allezeit im Herzen." Dem Mädchen waren diese Stunden bei dem Onkel Leberecht lieber noch, als sie sich dessen richtig bewußt ge wesen. ( Fortsetzung folgt.) in auf. Die Bände Interhalb des Bildes hts und links die Der falsche Ger Shrindler, der als urde durch die Krin hanfchädlich gema Otto Stanikti, arbeit didien, die in der worten hatten und ngen mehr oder we rn wurde der Schr tappt und hinter e hujung St.'s fand te er sie zu seinen Einen Teil davon ha amen Kuhn unterfd hlen hat, weiß man Schwindel fand arninzetteln, von de Das Fenster als legten Tagen die te, war der unter m s berüchtigten Einb t er aus dem Zuch ju einem besond de. Er versuchte, Teppichimporteu ein Tau um den jenster hinablaffe Fenster zwängte, of ihn am Naden, vefalle erwürgt m und der leblose Befizer morgens blid ohnmächtig. un bann einen gela Diebeswerkzeuge. von diesem fa het gewissen Genug ide hat in den lek 4 men, es find gan hun taum ein S e heute jeder Be Bett geht, wei te zu fürchten hat Die Eisenbahnta Ferbahnunglüd bei gemeldet: Die be Didigteit auf dem nn wurden durch chtelt und voll einen Haufen u End 29 Tote, di t waren, aus de d men wurden f Tm 200 000 Ma Botorny und Schwindeleien tes namens Sein rderungen zur Feungen an Wer angem fein Au allen Firmen, ben Bescheid be ndische Kontur Fgefordert eben ichte. Die Fra em in ganz Deu zeugung, daß eines ihrer 2 Me Cache nicht a den tglie tler" Cho ges äude t die Die übers Wie fität Ver. Derfis ollte chen. Tron onen tion, Cand. Beipent Deut vorGes Mit men Vet vera ern Sie ines int ener 1 in in die ten. Finde Auf e in ih= ffer= 200 Surg im milie er= ren brtigen urch ntag Srite urde Lealte ttenung Sie zur fet= reid= Feneine Ben= Ge: egen Late ner Re= ge rden it zu без schen I zu onate n zu Vermischres. Das Befinden des Prinzen Joachim. Prinz Joachim von Preußen hat dem Berl. Lot- Anz. zufolge eine überaus schmerzvolle Nacht verbracht, auch am gestrigen Tage haben die Schmerzen nicht nachgelassen. Die Krankheitsascheinungen find nicht zurückgegangen. Aller Voraussicht nach wird das Krantenlager des Prinzen recht langwierig werden; auch wird der Prinz nach seiner Genesung noch längere Zeit der Schonung bedürfen. Die Behandlung des Patienten liegt auch weiterhin in den Händen des Obertabsarztes Dr. Wiemuth. Gestern besuchte die Kaiserin wieder ihren Sohn. Eine erschütternde Ehetragödie hat sich in Prag abgespielt. Der 63 Jahre alte Pharmazeut Friedrich Swoboda hat gestern nacht seine 53jährige Gattin Marie mit Strychnin vergiftet. Seine schwerkranke Frau hatte ihn aufgefordert, ihr ein Beruhigungsmittel zu geben. Swoboda gestand seiner sterbenden Frau, daß er sie vergiftet habe und auch sich vergiften werde, um aller Not ein Ende zu machen. Mit dem Tode ringend, bat ihn die Frau tränenden Auges, sich doch nicht zu vergiften. Dennoch ahm der Mann eine erhebliche Dosis Morphium. Er brückte dann der Toten ein Kruzifir in die Hand und türzte auf die Straße, wo er lange Zeit umherirrte. Später stellte er sich der Polizei und gab an, daß er seine Frau umgebracht habe und sich auch selbst vergiftet habe. Da man auch Vergiftungserscheinungen bei ihm bemerkte, so brachte man ihn in die Krankenabteilung des Unterfuchungsgefängnisses Unter dem Verdacht, Vater und Mutter vergiftet zu haben, steht der 22jährige Sohn des ehemaligen Geschäftsführers des„ Schwelmer Tageblattes", Niede. Vor etwa zwei Monaten starb die Mutter des jungen Mannes plötzlich unter Vergiftungserscheinungen. Am Himmelfahrtstage folgte der Vater seiner Frau in den Tod, nachdem er seit etwa drei Wochen unter eigenartigen Schmerzen und Erbrechen gelitten. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft wurde die Leiche am Beerdigungstage beschlagnahmt und am nächsten Tage untersucht. In der Leiche sollen sich, laut der Rheinisch- Westfälischen Zeitung", Spu ten von Vergiftung gezeigt haben. Niede jun. befindet fich seit gestern in Haft, da schwer belastendes Material gegen ihn vorliegt. Eine Ausgrabung und Obduktion der Leiche der Mutter steht bevor. Neue bayerische Jubiläumsmarken. Am 10. Juni d. J. jährt sich zum 25. Male der Tag der Regentschaft des Prinzregenten Luitpold von Bayern. Zur Erinnerung an dieses Ereignis werden von der bayerischen Postverwaltung zwei besondere Freimarken zu 5 und 10 Pfennig ausgegeben werden. Die Erinnerungsmarken weisen inmitten eines von zwei Putten gehaltenen, mtt Bändern verzierten Kranzes das Bild des Prinzregenten in Untform auf. Die Bänder tragen die Jahreszahl 1886-1911. Unterhalb des Bildes befindet sich die Angabe ,, Bayern", rechts und links die Bezeichnung des Nennwertes in 3iffern. Der falsche Gerichtsvollzieher. Ein lange gesuchter Shwindler, der als Gerichtsvollzieher aufzutreten pflegte, wurde durch die Kriminalpolizei in Lichtenberg bei BerLin unschädlich gemacht. Der Verhaftete, ein Arbeiter Otto Stanikki, arbeitete in der Weise, daß er bei Leuten erschien, die in der Zwangsversteigerung Grundstücke erworben hatten und von ihnen auf gefälschte Kostenrechnungen mehr oder weniger hohe Beträge eintassierte. Getern wurde der Schwindler in Lichtenberg im Dienst" tappt und hinter Schloß und Riegel gebracht. In der Behausung St.'s fand man noch eine Anzahl Formulare, Die er sie zu seinen ausgedehnten Betrügereien benutzte. Einen Teil davon hatte er schon ausgefüllt und mit dem Ramen Kuhn unterschrieben. Wo er die Formulare getohlen hat, weiß man noch nicht. Alle Unterlagen für seiten Schwindel fand er in den Gerichtsgebäuden auf den Terminzetteln, von denen er sie sich abschrieb. Das Fenster als Diebesfalle. Die„ Sensation", der in en letzten Tagen die Neuyorker Presse ihre Spalten widnete, war der unter merkwürdigen Umständen erfolgte Tod es berüchtigten Einbrechers George Tanner. Vor kurzem Der er aus dem Zuchthaus entlassen, als er sich jetzt wieer zu einem besonders verwegenen Unternehmen anbidte. Er versuchte, vom Dach aus in das Haus des reihen Teppichimporteurs Elias Surut einzudringen, indem tein Tau um den Schornstein band und sich durch das Dachfenster hinablassen wollte. Gerade, als er sich durch as Fenster zwängte, fiel der schwere Rahmen herab und af ihn am Nacken, so daß er wie in den Zähnen einer Taufefalle erwürgt wurde; der Kopf saß draußen auf dem dach, und der leblose Körper baumelte im Inneren. Als er Besitzer morgens in sein Haus fam, wurde er bei dem Inblid ohnmächtig. In den Taschen des Einbrechers fand han dann einen geladenen Revolver und die verschiedenen Diebeswerkzeuge. Merkwürdig ist nun, daß die Neuozler von diesem schrecklichen Tod des Einbrechers mit einer gewissen Genugtuung sprechen. Die Zahl der Einhche hat in den lekten Jahren in Mounort flomiten; es sind ganze Stadtteile, in benen in den legten Jahren taum ein Haus verschont geblieben ist und in Benen heute jeder Bewohner mit einem geladenen Revoler zu Bett geht, weil er stets den Besuch der ungeladenen Ohäfte zu fürchten hat. ontel alten hatte Jatte, gan: reih n etmet. betuaten Ver nach achte. r der dem mmer b ihr t. Mathi Freute , als Die Eisenbahnfatastrophe in Nebraska. Ueber das Offenbahnunglück bei Burlington Road in Nebraska wird To gemeldet: Die beiden Züge rannten mit rasender GeIhwindigkeit auf demselben Gleise ineinander. Die Mahinen wurden durch den furchtbaren Anprall ineinanderschachtelt und vollständig zertrümmert. Man sah nur Th einen Haufen wüst aufgetürmter Stahlmassen. Bis 20 sind 29 Tote, die durch Brandwunden entsetzlich entet waren, aus den Trümmern geborgen worden. Personen wurden schwer verletzt nach dem Hospital geBaht. Ilche Angestellte. Daraufhin erklärten zwet langjährige Beamte, sie hätten bestimmten Verdacht auf den Buchhalter Hein, der öfters in Korrespondenzen und Dokumente Einficht nehme, die nicht seiner Bearbeitung unterlägen. Die Direktion und die Polizei begaben sich in die Privatwohnung des Hein und sagten ihm auf den Kopf den Vertrauensbruch zu. Hein machte auch gleich ein Geständnis. Er sei von der Internationalen Preßluftgesellschaft in Berlin engagiert worden und erhalte ein Honorar dafür, daß er alle von der Firma Pokorny und Wittekind eingereichten Offerten sowie die dorthin einlaufenden groBen Bestellungen sofort telegraphisch nach Berlin mitteilte. Das Bekenntnis des Mormonenführers. Der Präsident und„ Prophet" der Mormonenkirche in Utah hat sich im Tabernakel der Mormonenhauptstadt Salt Lake Cur ausdrücklich zur Vielweiberei bekannt und damit all die Werber der Sekte, die behaupten, daß Polygamie nicht mehr unter den Mormonen bestehe, Lügen gestraft. Er äußerte sich folgendermaßen:„ Es mag Ihnen seltsam erScheinen, aber i chglaube mich verpflichtet, allen meinen fünf Frauen die Treue zu halten, die liebende, loyale zufriedene und glückliche Mütter sind. Sie sind meine Frauen 27 bis 40 Jahre lang gewesen, haben mir vertraut und auf mich gebaut während all dieser Jahre, und ich habe meine Pflicht ihnen gegenüber höher als jedes andere gestellt." Trotzdem leugnet der Prophet, daß ausländische Frauen für Mormonen namentlich in England) angeworben werden, denn es gebe deren in Utah selbst mehr als genug. - Um 200 000 Mart geschädigt ist die Maschinenbau-6. Pokorny und Wittekind in Frankfurt a. M. durch Boße Schwindeleien eines ihrer Angestellten, eines Buchlters namens Hein. Der Firma wurde trotz zahlreicher ufforderungen zur Einreichung von Offerten bei großen Lieferungen an Werften und für das Kriegsministerium Jokit langem fein Auftrag mehr zuerteilt. Von ihren Veretern in ganz Deutschland wurde ihr mitgeteilt, daß sie Dan allen Firmen, bei denen sie Offerten eingereicht hättd, den Bescheid bekämen, daß einige Tage später eine asländische Konkurrenzfirma, mit dem Siz in Berlin, haufgefordert ebenfalls, und zwar niedrigere Offerten reichte. Die Frankfurter Firma kam dadura zu der berzeugung, daß es sich um einen groben Vertrauensbug eines ihrer Angestellten handele, und entließ, da fih die Sache nicht aufklären liek, gestern furzerhand sämtihre hier iederihm per chten niger, nügte ch zu einen Ontel it ge Zweihundert Heiratsanträge an einen- Mann! Colonel Edward Green, der Sohn einer schwer reichen Amerikanerin, Frau Hetty Green, sprach im vergangenen Jahre leichtsinnigerweise die Worte aus:„ Ich fühle mich einsam und möchte wohl heiraten, wenn ich das rechte Mädchen fände." Das hätte er nicht tun sollen, denn diese Bemerkung fand ihren Weg in die Neuyorker Zeitungen, und die Folgen davon sind geradezu schrecklich: seitdem ist kein Tag vergangen, an dem Colonel Edward Green nicht einen Liebesbrief erhalten hätte, in dem ein Mädchen oder eine Witwe ihm allen Ernstes ihre Hand anbietet. Der vielumworbene Mann hat jetzt bereits einen Stapel von 200 solcher Briefe mit Heiratsanträgen, aber wohlweislich hat er nicht einen davon beantwortet. Statt dessen hat er die beigelegten Photographien der New York World" übergeben, die denn auch sein eigenes Bild, von diesen Mädchenbildern eingerahmt, als abSchreckendes Beispiel für andere Millionärssöhne veröffentlicht hat, damit sie es ja nicht laut sagen, wenn sie sich einsam fühlen. Die Bewerberinnen um die Hand Edward Greens stammen aus allen Gesellschaftsschichen und aus allen Ländern der alten und neuen Welt, die Türkei, China und Japan nicht ausgeschlossen. Rumänischer Champagner. Das rumänische Domänenministerium hat bereits vor einigen Jahren in Murfatlar in der Dobrudscha, der rumänischen Schwarzmeer- Provinz, eine Rebenschule und einen kleinen Weingarten angelegt, um die wichtigsten Rebensorten für die Erzeugung von Schaumweinen zu erproben. Im vergangenen Jahre haben die Anpflanzungen zum ersten Male Früchte getragen, und es werden versuchsweise nachfolgende Gattungen von Weinen hergestellt werden: Pinot- Noir, Epinette, PinotChardonet, Malvoisie. Nach der Qualität der Trauben hofft man, daß die erzielten Weine ein sehr befriedigendes Resultat ergeben werden, um so mehr, als das Terrain start talkhaltig und infolgedessen für die Erzielung von Schaumweinen sehr geeignet ist. Der Alkoholismus in Frankreich. Der Direktor des Frrenasyls von Bicetre, Dr. Rubanowitsch, veröffentlicht eine überaus interessante Schrift über den Alkoholismus in Frankreich. Frankreich steht an der Spize der Alkohol konsumierenden Länder. Im Jahre 1907 sind in Frankreich 129 Millionen Liter Alkohol konsumiert worden. Das macht ungefähr 2,31 Liter pro Kopf. Am schrecklichsten ist die Verbreitung des Absynth. Während im Jahre 1874 faum 700.000 Liter verbraucht wurden, hat er im Jahre 1910 36 Millionen Liter erreicht. Die Bevölkerung verausgabt fährlich fast dret Milliarden für Alkohol. Der starke Alkoholgenuß macht sich besonders bei der militärpflichtigen Jugend bemerkbar. Von 175 000 Stellungspflichtigen mußten 47 000 als dienstunbrauchbar erklärt werden. Aus dem Reiche der Technik. Ein neuer Sonnenmotor. Die Versuche zur Ausnutzung des ungeheuren Kräftevorrats der Sonne sind wiederum um einen vermehrt worden. Bisher war keiner von ihnen glücklich genug, einen wirklich praktischen Erfolg zu erzielen. Dennoch wird der Menschengeist an der Lösung dieser Aufgabe unablässig metter arbeiten, da er darin fast die einzige Gewähr dafür erblicken muß, daß thm die Naturkraft dauernd und in genügender Menge dienstbar bleibt. Der durch manche geniale Erfindung befannte amerikanische Physiker Fessenden ist bestrebt gewesen, dem Problem auf eine neue Art beizukommen, die wentgstens einfacher erscheint als die riesenhaften und kostspteItgen Sonnenräder, durch die man die Sonnenkraft in Maschinenkraft zu verwandeln bemüht massif Benenden benutzt als treibende Maffe eine Flüssigkeit wie Alkohol, Gasolin oder auch nur Waffer. Sie ist in einem Gefäß aus Zement enthalten, das innen und außen mit verzinntem Eisen oder einem ähnlichen Stoff ausgekleidet ist, der die Lichtstrahlen zurückwirft. Der Behälter steht außerdem auf einer Unterlage, die ihn gegen Wärmeverlust schützt, und außerdem in einem größeren Gehäuse, das die Sonnenstrahlen nach der Flüssigkeit hinwirft. In dieser werden Eisensalze oder andere schwarze Stoffe aufgelöst, um die Wärmestrahlen aufzunehmen. Der Behäl ter hat nach oben hin zwei Oeffnungen mit einem Verschluß aus Glas, dem eine kleine Menge eines Eisensalzes beim Schmelzen zugesezt worden ist, so daß es die Wärmestrahlen einläßt, aber zurückhält. Auf diese Weise wird die Flüffigkeit allmählich bis zur Dampfbildung erhitzt und kann zum Betrieb einer Niederdruckturbine verwertet werden. Diefe setzt eine Dynamomaschine in Tätigkeit und diese wiederum eine Kondensatorpumpe. Unter der ganzen Anlage befindet sich in beträchtlicher Tiefe ein weiterer Behälter, aus dem das Kühlwasser durch eine weite Pumpe gehoben wird. Auf diese Weise wird die Energie der Sonnenstrahlen aufgespeichert, indem das Gefälle des Wassers von dem oberen Behälter bis zum unteren zum Maschinenbetrieb ausgenutzt werden kann. Ob mit dieser Erfindung nun der Weg zu einer wirklichen Umwandlung der Sonnenwärme in Maschinenkraft bereits praktisch angezeigt worden ist, da= rüber können erst weitere Versuche entscheiden. Stodwerfen eine edle kräftige Linte und einen Sandstein. schmuck, der schließlich auch für jede Villa geeignet sein würde. Ueberrascht ist man aber, wenn man hört, wie die Innenausstattung dieses Armenhauses beschaffen ist. Zu den einzelnen Zimmern, die recht geräumig gehalten sind, führt ein langer Korridor, der aus Gelungheitsrücksichten mit Linoleum ausgelegt ist. Die Treppenflure werden durch breite, stattliche Treppen miteinander verbunden. Das ganze Haus weist eine Zentralheizungsanlage auf, die alle Zim mer mit Wärme versorgt. Es gibt da kleine Rimmer für einzelne Armenhäusler und etwas größere für mehrere Personen oder für Ehepaare. Jedes Zimmer hat einen fletnen Gasofen, auf dem sich der Armenhäusler sein Effen allein fochen fann. In einer Kaffette befinden sich mehrere Töpfe, ein Eßbesteck und zwei Teller, die zur Benubung freigegeben sind. Damit sie nicht weggetragen oder verkauft werden können, tragen sie die Aufschrift:„ Armenhaus Merioneth" und sind an feinen langen Ketten an der Wand befestigt. Zur gemeinsamen Benutzung weist dieses schöne Armenhaus mehrere Räume auf, die zum Teil der Belehrung und Unterhaltung, zum Teil der Gesundheit und Sauberfeit dienen. Eine Bibliothek mit Lesezimmer ist von 7 1hr abends geöffnet und für alle Insassen des Armenhauses fret. Zugleich befindet sich hier eine große Schreibstube, in der die Insassen schriftliche Arbeiten zum Broterwerb anfertigen können. Außerdem besißt das Armenhaus noch ein recht geräumiges Badezimmer, dessen Benutzung nach deutschem Gelde 10 Pfennig fostet. Dafür bekommt aber der Badende ein Handtuch und Seife. Jeder Insasse des Armenhauses ist verpflichtet, mindestens einmal in der Woche ein Bad zit nehmen. Neben der Badeanstalt befindet sich ein Turnsaal, der zur freien Benutzung geöffnet ist. Die Insassen haben für die Wohnung im Armenhause eine kleine Entschädigung zu zahlen, die sie sich leicht durch Vermittlung der Armen Hausdirektion verdienen können, da hter täglich massenhaft Aufträge zur Arbeit einlaufen. Jeder Infasse ist verpflich= tet, eine Arbeit, die ihm von der Armenhausdirektion zuge=" wiesen wird, gegen Entgelt anzunehmen. Lehnt er die Annahme ab, ohne eine andere Arbeit zu haben, dann wird er sofort aus dem Armenhaus verwiesen und darf nie mehr aufgenommen werden. Das Armenhaus hat es sich zur Aufgabe gesetzt, Arbeitslose zu unterstützen, indem es ihnen sehr billigen Aufenthalt und Arbeitsmöglichkeit verschafft. Darum wird auch nicht streng darauf gesehen, daß die gezahl ten Löhne die ortsüblichen sind. Sie müssen nur ausreichen, um dem Insassen des Armenhauses den Lebensunterhalt zu den von dem Armenhaus festgesetzten Preisen zu ermöglichen. Die Direktion entscheidet, ob die Bezahlung genügend ist. Der Insasse des Armenhauses hat aber dann kein Recht, einen höheren Lohn zu fordern. sondern muß die Arbeit für den festgesetzten Preis ausführen, falls sie in sein Gewerbe fällt. So erzieht das Armenhaus die Leute zur Arbeit und erfüllt einen segensreichen Beruf. Für junge Leute, die sich selbst ihr Essen nicht kochen können, ist im Armen haus ein Speisesaal vorhanden, in dem sie für wenige Pfen. nige ein gutes und kräftiges Essen erhalten können. Drabtnachrichten und Deuestes. Frühjahrsparade in Potsdam. Potsdam, 31. Mat. Heute vormittag wurde bek schönem Wetter die Frühjahrsvarade über die hiesige Garnison abgehalten. An der Parade nahmen außer dem Katser der Kronprinz und die Prinzen August Wilhelm und Eitel Friedrich teil. Der Kaiser führte zweimal das Regiment Gardedukorps der Kaiserin vor. Das Befinden des Prinzen Joachim. Berlin, 31. Ma. Ueber das Befinden des Prinzen Joachim verlautet, daß die äußere Schwellung gestern zwar etwas zurückgegangen ist, daß aber der Bluterguß noch nicht wesentlich gewichen ist. Der Kaiser blieb bis gegen 5 Uhr, die Kaiserin bis 7 Uhr beim Prinzen. Landtagsschluß. Berlin, 31. Mai. Es wird erwartet. daß der preußische Landtag spätestens am 1. Juli geschlossen werden wird. Im Herbst wird er wieder zusammentreten, um den Wassergesetzentwurf zu beraten. Anfang Dezember soll er bis Februar vertagt werden. Maffenvergiftung von Landwehrleuten. Mek, 31. Mai. Die Ursache der Vergiftung, an der 115 Leute nach einer Landwehrübung erkrankten und ein Mann starb, liegt, wie jetzt festgestellt ist, im Genuß verdorbener Wurst, die teils aus der Kantine, tells aus der Küche des Truppenübungsplates stammte. In Bitsch tst auf demselben Platz zurzeit der Typbus ausgebrochen. Alle Maßnahmen sind getroffen, um eine Weiterverbreitung zu verhüten. Unfall auf dem Wettflna Baris- Rom. Rom, 31. Mai. Der Flieger Garros, der heute früh 4,54 Uhr in Pisa zum Flage nach Rom aufgestiegen war, stürzte bei Cecina, wobei sein Apparat zerstört wurde. Der Flieger, dem das Personal eines Eisenbahnzuges Hilfe letstete, blieb unverletzt. Verhängnisvoller Zusammenstoß. Paris, 31. Mai. Auf einer Sekundärbahn stieß ein Pilgerzug, in welchem sich zahlreiche Mädchen befanden, bet Combalets mit einem anderen Zuge zusammen. Drei Mädchen wurden getötet, 15 schwer verletzt. Handel und Verkebr. Frankfurt, 29. Mai. Viehmarktpreise vom 29. Mai. Preise für 1 Zentner: Rinder: A. Djen, a. poffelschide Wisemaneta, et Slawiweries, höchstens 7 Jahre alt Lebendgew.) M 51-58,( Schlachtgew.) M 93-100, die noch nicht gezogen haben( ungefocht)( Lebendgew.) M 00-00, ( Schlachtgew.) M 00-00, 6) junge fleischige nicht ausgemästete und ältere ausgemästete( Lebendgew.) M 47-50, ( Schlachtgew.) M 85-91, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere( Lebendgew.) M 42-46,( Schlachtgew.) M 77 bis 85. B. Bullen. a) vollfleischige, ausgewachsene, höchst. Schlachtwertes( Lebendgew.) M 46-48,( Schlachtgew.) M 76 bis 80. E) vollfleischige jüngere( Lebendgew.) M 43-44, ( Schlachtgew.) M 71-73. C. Färsen und Kühe. a) vollflei= schige ausgemästete Färsen, höchsten Schlachtwertes( Lebendgem.) M 46-50,( Schlachtgew.) M 83-89, 6) vollfleischige ausgemästele Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ( Lebendgew.) M 44-48,( Schlachtgew.) M 82-86, c) 1. menig gut entwickelte Färsen( Lebendg.) M 42-45,( Schlachtgew.) M 81-87, do. 2. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe( Lebendgew.) M 37-43,( Schl.Gew.) M 69-80, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Lebendgew.) M 30-35,( Schlachtgew.) M 60-70, e) gering genährte Kühe und Färsen( Lebendgew.) M 20-25,( Schlachtgew.) M 46-57. D. Kälber. a) Doppellender feinste Most ( Lebendgew.) M 00-00,( Schlachtge.) M 00-00, 6) feinste Mast( Vollmilch- Mast) und beste Saugkälber( Lebendgew.) M 60-64,( Schlachtgew.) M 100-107. c) mittlere Mast- und gute Saugfälber( Lebendgew.) M 55-59,( Schlachtgew.) M 93-100. 8) gering. Saugfälber( Rebendgew.) M 52-54, ( Schlachtgew.) M 88-92. Schafe. A. Stallmastschafe. a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel( Lebendgew.) M 42 bis 43,( Schlachtgew.) M 88-90, 6) ältere Masthämmel und Ein Armenhaus mit modernem Komfort. gut genährte Schafe( Lebendgew.) M( Schlachtgew.) Das prachtvollste Armenhaus der Welt hat, wie der " Inf." aus London geschrieben wird, die englische Grafschaft Merioneth aufzuweisen, wo vor einigen Tagen ein wahrer Palast als Armenhaus eingeweiht wurde. Schon die äußere Fassade läßt den Gedanken an Armenhäuser, wie man fie im allgemeinen zu sehen gewohnt ist, nicht aufkommen. Sie ist zwar recht schlicht aehalten, zeigt aber in ihren met M Schweine. a) vollfleischige Schweine von 80-100 Kg. Lebendgewicht( Lebendgew.) A 47-48%,( Schlachtgew.) M60-62, 6) vollfleischige Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht( Lebendgem.) M 47-48,( Schlachtgew.) M 60-61, c) vollfleischige Schweine von 100-120 g. Lebendgewicht ( Lebendgew.) M 46-48,( Schlachtgew.) M 59-61, 6) vollfleischige Schweine von 120-150 g. Lebendgewicht( Rehandram Stein's Garten:: Giessen Samstag, den 3. Juni 1911 Wohltätigkeits- Konzert zum Besten des Jnvalidendank; ausgeführt von der Regiments- Kapelle. ( 305 Günstige Gelegenheit! Brandbeschädigtes Getreide aus dem Genossensd afterornbausbrande in Filda herrührend, welches sich zur Schweine, Rindoleb: und Geflügelütterung eianet, liefert à Mt. 3.70 per Zenner mit Sack frei an die Bahn Fulda unter Nachnahme sowie Probezentrer stehen zu Diensten. M. Strauss, Johannisstraße 4 in Fulda. In grossen Dosen a 20 Pf. Globin bester Schuhputz Ueberall zu haben. Achtung! Achtung! Morgen Freitag, den 2. Juni im Garten des Hotel zum Felsenkeller in Gießen großer Verkauf in Gemüse, Salat, Gurken, Apfelsinen u. s. w. alles ausnahmsweise billig durch Klein aus Köln. ● Gasthof o Zur Krone Wetzlar. Bei Ausflügen sehr zu empfehlen. 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Den En im Leb fähigke schaft Erstaun in die kraft, zu lass des Sar nicht Wiede höchst Einzel der G zu ers fähigk bestätig daß Sa brachte nach de das in abgelau nehmen für imm 18/11 zum Ge mehr al mit ihre Seine Sanato wesentl in hervo und dar Sanatogen ist in F Eier a Betr.: Besetzung einer Schutzmannstelle bei Großher zoglichem Polizeiamt Gießen. Bei der unterzeichneten Behörde ist alsbald eine Schutzmannsstelle zu besetzen. Der Anfangsgehalt beträgt 1475 M., steigend alle 3 Jahre um 115 Mk. bis zum Höchstgehalt von 2050 Mark. Außerdem wird ein jährliches Kleidergeld von 75 Mark gewährt. Dauer der Probedienstzeit 6 Monate. Bewerber, welche während ihrer aktiven Dienstzeit beim Deutschen Reichsheere oder bei der Kaiserl. Marine mindestens 3 Jahre als Unteroffizier aktiv gedient haben, wollen sich bis zum 30. Juni 1911 spätestens bei uns melden. Dem Gesuche sind beizufügen: 1. Selbstgeschriebener Lebenslauf, 2. Militärpapiere, Führungszeugnis, 3. ärztliches Zeugnis darüber, daß Bewerber gefund und in dieser Beziehung in der Lage ist, den Dienst als Schutzmann versehen zu können. Persönliche Vorstellung ist erwünscht und kann an jo dem Vormittag von 9-12 Uhr vor uns erfolgen. Gießen, den 30. Mai 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. X12 An die San daß De irgendwie mehr wi ben, ob hält, ein land, an nötigt m denken. Bishe Franfreid Papier folgedeffe Empfehle zu Pfingsten Gelegenheitsposten in Knaben-, Burschen- u. Herren- Anzügen, Sommerloden-, Lüster- u. Wasch- Joppen, :: Knaben- Waschblusen und Anzügen:: ferner: reichhaltigste Auswahl in Kleider- und Blusenstoffen Samt- u. Seidenzeuge, Leinen u. Baumwollwaren, Anzugstoffe u. Sommerdrells. Telefon 395 die vorsch nicht day allerlei G denkt ma Heere du Sowohl d resdienst Carl Horn, Giessen Marktstrasse 28. entstande den weiß westafrita Was trifft, fo ein dopp Eigentum u. Verlag der Gießener Zeitung G. m. b. S. Berantwortlich für die Schriftleitung Otto Heinecke, für Reklame und Anzeigen Robert Roller, beide in Gießen Wenn das der Deutichla in Euro gemäß f anderer in Euro nen, so au land mindeste in der S Gedanke infolge f die den und der echt 8/11 ei Großb sbald steigend alt von 20 eld von Ueberall zu haben. Den Erfolg Sanatogen OPP im Leben sichert sich nur der, der sich auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit zu erhalten weiß. Wenn uns die fortgeschrittene Wissenschaft und hochentwickelte Technik, die auf allen Gebieten so Erstaunliches leisten, ein sicheres, bequemes und preiswertes Mittel in die Hand geben zur Stärkung unserer Nerven- und Muskelkraft, wäre es nicht unverständlich, ein solches Mittel unbenutzt zu lassen? Wer sich die segensreichen Wirkungen dieses Mittels, des Sanatogens nicht zunutze macht, verkennt die Gelegenheit, die sich zur Wiedergewinnung neuer Kraft zeigt. Die heutige Zeit stellt die höchsten Anforderungen an die Leibes- und Geisteskräfte jedes Einzelnen. Diese zu stärken und ihren durch das aufreibende Leben der Gegenwart doppelt schnellen Verbrauch immer sofort wieder zu ersetzen, ist das ganze Geheimnis der Energie, Leistungsfähigkeit und Spannkraft des modernen Menschen. Viele Tausende bestätigen daß Sanatogen ihnen die lang entbehrte Kraft und neue Lebenslust brachte. Dieses auf streng wissenschaftlicher Grundlage aufgebaute, nach den Erfahrungen modernster Hygiene zusammengesetzte Mittel, das in seiner Zusammensetzung der Natur auf das glücklichste abgelauscht ist, von dem man täglich nur einige Teelöffel voll zu nehmen braucht, hat schon dort geholfen, wo man die besten Kräfte für immer verloren glaubte. Damit wir aber mit vollem Vertrauen zum Gebrauche von Sanatogen schreiten können, sei erwähnt, daß mehr als 12000 Ärzte mit ihren übereinstimmend anerkennenden Gutachten dafür eintreten. Seine Exzellenz Professor Dr. von Tobold, Berlin, schreibt: ,, Sanatogen hat sich bei meinen Patienten, welche in der Ernährung wesentlich gelitten hatten und körperlich heruntergekommen waren, in hervorragender Weise bewährt. Der Appetit steigerte sich merklich, und darauf trat eine erfreuliche Zunahme des Körpergewichtes ein." Sanatogen ist erhältlich in jeder Apotheke und in jeder Drogerie in Packungen zu M. 1.65, 3.20, 7.70 und 15.Hier abtrennen! An die Den Dieni Raiferl. aftiv gedi 11 späte werber ge ist, den Di nd fann a s erfolgen. offe rdrell se 28 beide in Gi 700 X 12 Drucksache Sanatogen- Werke Bauer& Cie per punen e 3 Pfg.Marke BERLIN SW 48 Friedrichstr. 231. πιτυτ ναννη Jet daß Deutschlands Aufwendungen zum Heeres dienste irgendwie das Maß des Gebotenen überschreiten. Vielmehr wird man sich ernstlich die Frage vorzulegen haben, ob nicht Deutschland, solange Frankreich daran festhält, ein ebenso starkes Heer aufzustellen wie Deutschland, angesichts seiner bedrohten Lage in Europa ge= nötigt wäre, an eine Verstärkung seiner Truppen zu denken. er Beitung e amfl. Bekanntmachungen glichen sterei anderer des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens ition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) ag, den 2. Juni 1911. litischen Bündnisse wahrlich nicht nötig| üstung zu treiben wie Deutschland. r Giessener Stadtverordneten. mische Viertel war bereits längst über= die Versammlung vom Vorsitzenden, ter Mecum eröffnet wurde. Im Mittelhandlungen stand der Verkauf der it. Das Thema hatte man bereits in Versammlung angeschnitten, jedoch wurBeschlüsse damals noch nicht gefaßt. htspunkte brachte die gestrige Debatte zwar gte sie aber wieder zur Evidenz, daß urnicht kleine Interessenpolitik treiben, senhl des großen Ganzen nicht aus dem eine Erscheinung, die wir bei der Frage er Universitätsgründung bereits mit Getatieren konnten. b sich eine Stimme gegen den durchaus schlag, der vom Magistratstisch der Vernacht wurde, aber dieser Rufer im Sireit r Stadtverordnete Löberblieb mit ſei e das nackteste Utilitätsprinzip proklamierte, ter Flur. demselben Stadtverordneten vorgetragene kolportierte Meinung", daß bereits für das Gelände geboten seien, wurde der Fabel verwiesen. den Magistratsvorschlag anlangt, so geht nicht das ganze Grundstück zu verkaufen, Das zirka 5000 Quadratmeter umfassende das Vordergebäude aber als Schmuck= > t zu erhalten. aubach macht einen Vermittlungs- Vorsolle den Verkauf in zweierlei Form einmal ohne und das andere Mal mit EinVorgartens. erwähnt, wünscht der Stadtv. Löber, je Gebäude verkauft wird. Dieser Stadtit auseinander gebaut, daß auch bei einer 5 Vorgartens noch Licht und Luft übrig 3 inn ist gegen den Verkauf des Vorgetadtv. Grünewald empfiehlt, dem Beaudeputation beizutreten und sich grundjeden Gedanken auszusprechen, der das er Bebauung erschließen will.„ Es sei ein Stadt, daß sie das Gelände besäße; der plug muuten alten Bäumen müsse der Stadt erhalten bleiben."- Stadtv. Schäfer schließt sich dem Standpunkt seines Vorredners an. Das schöne Terrain dürfe nicht bebaut werden. Stadtv. Krumm erklärt sich prinzipiell gegen den Verkauf des Vorgartens. Das Schönheitsinteresse verbiete eine Bebauung. Uebrigens sei der„ ganze Rummel gegen die Bürgermeisterei", die wegen dieser Angelegenheit in Szene gesetzt worden sei, zu verurteilen.„ Es sei verkehrt, einen Stadtteil gegen den anderen auszuspielen." Bisher konnte man davon Abstand nehmen, weil Frankreich nicht mehr in der Lage war, die auf dem Papier stehenden Truppenmassen aufzubringen. Infolgedessen hatten dort eine Anzahl Regimenter nicht die vorschriftsmäßige Stärke, obwohl man in Frankreich nicht davor zurückschreckt, offenkundige Verbrecher und allerlei Gesindel in die Armee einzustellen. Gegenwärtig denkt man aber in Frankreich daran, die Lücken, die im Heere durch die andauernd zurückgehende Geburtenzahl entstanden sind, durch Kolonialtruppen auszufüllen und sowohl die Eingeborenen in Nordafrika stärker zum Hee- folle man das Gebäude für die Zwecke der Bürgermeiresdienst heranzuziehen, als auch die in Algier stehenden weißen Truppen allmählich durch Neger aus den westafrikanischen Kolonien zu ersetzen. Was die Zahl seines kriegstüchtigen Nachwuchses betrifft, so wäre Deutschland mit Leichtigkeit imstande, ein doppelt so starkes Heer aufzustellen wie Frankreich. Wenn Deutschland das bisher nicht getan hat, so ist das der beste Beweis für seine friedliche Gesinnung. Deutschland denkt nicht daran, irgend eine andere Macht in Europa zu bedrohen, will aber andererseits naturgemäß stark genug sein, um einen möglichen Angriff von anderer Seite abzuwehren. Wenn die Friedensfreunde in Europa es mit ihren Absichten wirklich ehrlich meinen, so mögen sie daher bei ihren, Ermahnungen Deutschland aus dem Spiele lassen, dessen Rüstungen nur das mindeste dessen darstellen, was Deutschland seiner Lage in der Welt schuldig ist. Viel eher könnte Frankreich den Gedanken einer Rüstungseinschränkung erwägen, da es infolge seiner geographischen Lage und noch mehr inStadtv. Eichenauer wünscht aus ästhetischen Rücksichten feine bauliche Ausnutzung des Vorgeländes. Man solle nicht den gleichen Fehler machen wie in Marburg, wo ein Platz von der Gemeinde veräußert und dann durch Bebauung„ verschandelt" sei.„ Unsere Pflicht und Schuldigkeit ist die Erhaltung des Vorgartens." Sollte sich der Verkauf zerschlagen, so sterei verwenden. Da sich die Debatte endlos auszudehnen scheint, so wird vom Stadtv. Winn Schluß der Debatte beantragt. Der Antrag der Baudeputation wird angenommen, der Antrag des Stadtv. Haubach abgelehnt. Stadtv. Grünewald teilt außerhalb der Tagesordnung einen Wunsch der Straßenbahnwagenführer mit. Die Schaffner hätten im Vorjahre 10 Tage und in diesem Jahre sogar 14 Tage Urlaub. Die Wagenführer, deren Arbeit aber weit aufreibender sei und deren Ruhezeit durch die Feiertage keine Einschränkung erhalte, wünschen einen Urlaub von 3-4 Tagen. Der Oberbürgermeister sagt wohlwollende Erledigung der einzureichenden Petition der Wagenführer zu. Auf die anderen, meist kleinen und wenig bedeutenden Vorlagen, nebst einer Reihe von Gesuchen, die keinerlei Anlaß zu Auseinandersetzungen boten, einzu gehen, erübrigt sich. == ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseraten zeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Aus Stadt und Land. Gießen, den 2. Juni. Verkaufstag der Großherzogin. Die Vorarbeiten im Steins Garten werden bis Ende der Woche außerhalb des Saales beendet sein, so daß nach den Pfingstfeiertagen mit der Ausschmückung und Einrichtung der Verkaufsstände im Innern des Gebäudes begonnen werden kann. Schon heute läßt sich er= sehen, daß die Anordnung des Ganzen den größtmöglichsten Verkehr gestattet und selbst bei starkem Menschenandrang hinreichende Sicherheit für Aufrechterhaltung der Ordnung vorhanden ist. Mit der Einrichtung der Verkaufsstände sind durchweg hiesige Firmen betraut worden, die in entgegenkommendster Weise sich bereit erklärt haben, ihre Arbeiten zum Selbstkostenpreis auszuführen. Um das Reinerträgnis durch die entstehenden Unkosten nicht zu verringern, trägt der Großherzog die Kosten für die Einrichtung und Ausschmückung der ganzen Verkaufstagsanlage. Ein wirklich hochherziges schö= nes Opfer. Die Stadt Gießen hat die Saalmiete und die Kosten für die Beleuchtung und deren Anlage übernommen. Sämtliche Mitwirkende stiften kostenlos, ent sprechend dem schönen Vorbild des Großherzogspaares und aller übrigen Fürstlichkeiten, die Verkaufsgegenstände und leisten damit einen sehr anerkennenswerten Beitrag. Es darf darum wohl erwartet werden, daß sich niemand beiseite stellt oder seine Taschen verschließt, sondern jedermann nach Kräften sein Scherflein zum Gelingen des Verkaufstages beiträgt. * Die Prinz Heinrich Fahrt, die auch durch einen Teil des Kreises Wetzlar führt, hat bis jetzt in England die gewünschte Anzahl Meldungen für die Prinz Heinrich- Fahrt 1911 noch nicht erhalten, während die deutschen Listen längst geschlossen worden sind. In englischen Zeitungen wird der gesellige Charakter der Tour hervorgehoben und das Programm eingehend geschildert, so daß man voraussichtlich die fünfzig Nennungen bald erreichen wird. * Das große deutsche Bundesschie= ßen in Frankfurt, so wird uns geschrieben, wird sich über drei Wochen erstrecken und mit besonderem Glanze gefeiert werden. Zur Verschönerung des großzügig an gelegten Festes sind u. a. ein Festspiel, Konzerte, sportliche Veranstaltungen, größere Schaustellungen 2c. in Vorbereitung. * Friedberg, 1. Juni. Die Großh. Direktion der Obstbauschule zu Friedberg hat auch in diesem Jahr wieder einen Kursus für Apfelweinproduzenten eingerichtet, der vom 19. bis 24. Juni in Friedberg stattfindet. In diesem Kursus wird eingehend die Erzeugung und Pflege eines edlen Apfelweines sowie die Behandlung fehlerhafter Aepfelweine besprochen und im Laboratorium die Untersuchung 2c. praktisch geübt. - Darmstadt, 30. Mai. Gestern tagte hier die Hauptversammlung des Verbandes der hessischen Bürgermeister. Der Vorsitzende machte eine Reihe Mitteilungen, insbesondere über die Begebung der Rentenquittungen, über die Bestrafung bei Verfehlungen gegen das Personenstandsgesetz, über die Abhaltung und die Stempelabgabe bei Versteigerungen, und erklärte, daß ein neuer Gebührentarif für die Bürgermeister in Aussicht stehe. Oberregierungsrat Graef hielt einen Vortrag über den jetzigen Stand der Fürsorgekasse für die hessischen Gemeindebeamten, wobei er ausführte, daß bis jetzt alle an die Kasse geknüpften Hoffnungen sich voll erfüllt hätten. nach )( Dorlar, 2. Juni. Von einer großen Anzahl in Gießen kaufenden Interessenten der Wetzlarer Gegend wird die Einrichtung einer Haltestelle bei Block Dorlar an der Bahnstrecke Gießen- Wetzlar gewünscht. Dorlar sei wohl eine Station der Linie Lollar- Wetzlar, doch sei der Weg über Abendstern oder Wetzlar Gießen mit großen Umständlichkeiten verknüpft. Wiewohl die seitherigen Bemühungen in dieser Richtung erfolglos geblieben sind, beschließt die Handelskammer, im Interesse des Gießener Handelsstandes nochmals bei der Eisenbahnverwaltung vorstellig zu werden. Marburg, 31. Mai 1911. Die philosophische Fakultät der hiesigen Universität hat den bekannten Großindustriellen Geheimen Kommerzienrat Wilhelm Kalle aus Biebrich zum Ehrendoktor ernannt. * Marburg, 2. Juni. Der Gastwirt Johannes Henkel aus Mellnau zog sich bei der Explosion einer Lampe so starke Brandwunden zu, daß er an den Folgen verstarb. Stein's Garten:: Giessen Samstag, den 3. Juni 1911 Günstige Gelege Brandbeschädigtes Get aus dem Genossensd aftsfornbausbrande in Filda sich zur Schweine, Rindoieb und Geflügeltütte Wohltätigkeits- Konzert à Mt. 8.70 per Zenner mit Sad fret an die zum Besten des Jnvalidendank; ausgeführt von der Nachnahme sowie Probezentrer stehen zu Dienst Sanatogen Achtung! Regiments- Kapelle. ( 305 Achtung! Morgen Freitag, den 2. Juni im Garten des Hotel zum Felsenkeller in Gießen großer Verkauf in Gemüse, Salat, Gurken, Apfelsinen u. s. w. alles ausnahmsweise billig durch Klein aus Köln. ● Gasthof o Zur Krone" Wetzlar. Bei Ausflügen sehr zu empfehlen. Ein Kinderspiel ist es, dem Kaffee Kraft und Würze zu verleihen mit einem Zusatz von ,, Kaiser- Otto", Beim Einkauf achte man auf das rot- gelb- rote Paket und die Schutzmarke Haus". Soeben erschienen; Die Kunst der Spekulation. Aus dem Inhalt: Welche Papiere gewählt werden sollten. Wie man Gewinne erzielen kann. ( 258) Kiefernadel- Dampfbad Braunfels a. d. L. empfiehlt KiefernadelDampf u. WasserBäder gegen Gicht, Rheumatismus etc., sowie verschiedene med. Bäder und Massage. A. Bier. 1 Beiköchin M. St Johannisstr das F L [ 6/3 käi ver zu Sp wird zum 1. Juli 1911 für die Provinz. Siehenanstalt Gießen gesucht. Gewährt wird ein Anfangsjahreslohn von 360 Mt. auch werden die Beiträge zur Inval. 2c. Vers. u zur Krankent. voll und ganz von der Anstalt bez. 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( 18/3 August Hebrock, Elver dissen bei Herford. eiraten vermittelt reell Frau Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 551. Strebsamer Manu als MA Blut und Nerven sind es, die durch die Anforderungen des modernen Lebens zumeit in Anspruch genommen und geschädigt werden. Dem Reko valeszenten, dem Schwächlichen, vielen Frauen namentlich fehlt es an gesundem Blut. Denen, welche der gehaltvollsten Nahrung in leichtest verdaulicher Form bedürfen, hilft Sanatoge Saft und Kraft fehlen namentlich den Nervösen. Fehlts am„ Saft", am Blut dann fehlt es auch an Kraft. Denn aus dem Blut baut sic der ganze Körper immer wieder neu auf, holen sich aud die Nerven ihre Kräfte. Die vielen Nervösen, das große Hee der Neurastheniker, die Blutarmen, die Bleichsüchtigen, die Magen- und Darmkranken, die nichts mehr vertragen" können sie alle mögen sich immer und immer wieder sagen: Sanatoge bringt uns unsere unseren oiectel Abgel ausgal Mitta liegt a Selter nicht Ve Nr. Die La De Die schwere zubringe Heer un gefeßlich jährlich um in d dem Vat ausreicher halb abe gegen den sie, daß von Euro verteidigu daß ande befinden, ihre Welt Das schränkung weil es, tracht tom eigentlich Dessen un das sowol genus mit dem die Bevöl gang begr verlorenen Kräfte, Lebensmut wieder! Und unser jugendlicher Nachwuchs, unsere Kinder, wie sehen sie heut zutage aus? Bleich, trüben Auges, ohne Lust zum Spiel, ohne Lächeln, oft auch ohne jeden rechten Appetit schleichen sie leide nur zu oft dahin, zu jeder Mahlzeit fast müssen sie gezwunge werden. Werden sie dann, oft genug gegen ihren Willen, vol gefüllt und„ nichts schlägt an", so gibts auch hier nur eins Sanatogen. Dies blendend weiße, chemisch reine Pulver aus leichtest ver daulichem Phosphor- Eiweiß ist die wahre Muskel- und Nerve nahrung, ist ein Kräftigungsmittel ohnegleichen. 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