ד. nd mehr. nnt vorzüglicher er Beschäftigung en die Arbeit.e, Coblenz a. Rh. fabrik aiser Wilhelm Passage. shaus tr.129. argültigen achster bis dungen. fon und Familie itszustand 2c. ge und diskret auf zur Verfügung üro Neue Zeil 53. ziegelei Telefon 84. anschluss cht an wissep ethode Rustin richt sch. 4. La tik. 7. Georgeschichte. Helslehre. 12. 14. BuchPhilosophie. urgeschichte. gion. 21. Päographie. 24 25. AnthropoGlänz. Erfolge gratis u. franko, otsdam.so stellung erfelder rt. Thomasmehl und mit Schutzmarke 5. Stem Marks kannten Verkaufste Firma. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mr. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Nr. 115. - Telephon: Nr. 362. Bekanntmachung. der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Dienstag, 30. August 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Bei der Stadt Gießen ist die Stelle des Polizei- Setretärs alsbald anderweit zu besetzen. Bewerber müssen die Prüfung für Polizei- Kommissäre bestanden haben und bei einer Polizeibehörde mit Erfolg prattisch tätig gewesen sein. Mit der Stelle ist ein Anfangsgehalt von 2340 Mart, steigend alle drei Jahre um 260 Mt. bis zum Höchstgehalt bon 3900 Mr., sowie Ruhegehaltsberechtigung und Hinterbliebenenversorgung verbunden. Bewerber wollen ihre Meldungen unter Anschluß von Lebenslauf und Zeugnissen bis zum 1. Oftober 1910 an uns gelangen lassen. Die Stelle ist zur Hälfte den Militäranwärtern vorbehalten und jetzt mit einem solchen zu besetzen. Umzugskosten werden nicht gewährt. Frühere Dienstjahre können nur dann angerechnet werden, wenn das schon in der Meldung gewünscht wird. Gießen, den 25. August 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Befanntmachung. Betr.: Schweineseuche unter den Schweinen des Gastwirts Georg Kraft dahier, Frankfurterstraße 83. Unter dem Schweinebestand des Wirts und Metzgers Georg Kraft, Frankfurterstraße 83, ist die Schweinefeuche festgestellt worden. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 29. August 1910. Großherzogliches Polizeiam t. Gebhardt. Bekanntmachung. Betr.: Die Besetzung einer Schußmannsstelle bei Großh. Polizeiamt Gießen. Bei der unterzeichneten Behörde ist alsbald eine Schutzmannsstelle zu besetzen. Der Anfangsgehalt beträgt 1475 Mart steigend alle 3 Jahre um 115 bis zum Höchstbetrage von 2050 Mart. Außerdem wird ein jährliches Kleidergeld von 75 Mt. gewährt. Bewerber, welche während ihrer aktiven Dienstzeit beim beutschen Reichsheere oder bei der Kaiserlichen Marine mindestens drei Jahre als Unteroffizier gedient haben, wollen fich bis zum 15. September 1910 spätestens bei uns melden. Dem Gesuche sind beizufügen: 1. Selbstgeschriebener Lebenslauf, 2. Militärpapiere, Führungszeugnis, 3. ärztliches Attest darüber, daß Bewerber gesund und in dieser Beziehung in der Lage ist, den Dienst als Schutzmann versehen zu können. Persönliche Vorstellung ist erwünscht und kann an jedem Vormittage zwischen 9 und 12 Uhr bei dem unterzeich neten Amtsvorstande erfolgen. Gießen, den 26. August 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Eine Programm- Bede des Kaisers. Bei der Abendtafel für die Provinz Ostpreußen in Königsberg brachte der Kaiser am Donnerstag abend einen Trinkspruch aus, der folgenden Wortlaut hatte: „ Es liegt mir am Herzen, den Herren der Provinz der Freude Ihrer Majestät und meiner Ausdruck zu geben, daß wir wiederum in den Grenzen dieses schönen Landes uns befinden, und daß wir von seiten der Bürgerschaft unserer treuen Königsstadt und der Provinz in so begeisterter Weise empfangen worden sind. Die Stimmung, die in diesen Tagen zum Ausdruck kommt, ist der Beweis dafür, daß ganz besonders innige Bande Stadt und Provinz mit unserem hause verbinden, und in der Tat, wenn man zurückblickt, auf die Geschichte des Landes und des Hauses, so ergibt sich daraus, daß große und bedeutende Abschnitte beiden gemeinsam sind. Hier war es, wo der Große Kurfürst aus eigenem Recht sich zum souveränen Herzog in Preußen machte, hier setzte sich sein Sohn die Königstrone aufs haupt, und das souveräne Haus Brandenburg trat damit in die Reihe der europäischen Mächte ein. Friedrich Wilhelm 1. stabilierte hier seine Autorität wie einen„ rocher de bronze", unter Friedrich dem Großen hat die Provinz Freude und Leid seiner Regierung geteilt, dann kam schwere Zeit der Prüfung. Der große Soldatenkaiser Franzosen residierte hier im Schloß und ließ, nachdem Preusens Macht zusammengebrochen war, seine erbarmungslose Hand Stadt und Land fühlen. Hier wurde aber auch der Gedanke der Erhebung und der Befreiung des Vaterlandes am ersten zur Tat. Auf Tauroggen folgte der begeisterte Beschluß des preußischen Provinziallandtages, als der alte eiserne York die Herren mit Flammender Rede begeisterte, das Werk der Befreiung zu beginnen, und hier setzte fich die der Bekanntmachung Wegen vorzunehmender Kanalisationsarbeiten wird der vom Hohleichweg längs der Lahn bis zum Abflußgraben der Unionbrauerei führende Feldweg( Leinpfad) bis auf Weiteres gesperrt. Gießen, den 25. August 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Lindenholz- Liefernng. Die Lieferung des Holzbedarfes für den Handfertig- keitsunterricht der hiesigen Knabenschule für das Winter halbjahr 1910-11 soll öffentlich vergeben werden. Es ist zu liefern reines astfreies Lindenholz in der Stärke von 5, 6, 7, 8, 10, 12, 14, 15 und 18 Millimeter, nach Größen angabe rechiwintelig bestoßen und beiderseitig sauber ge= hobelt. Angebote mit Angabe der Forderung für den Quadratmeter jeder angegebenen Holzarten sind mit der Aufschrift„ Holzlieferung" verschlossen bis spätestens Samstag, den 3. September bei uns einzureichen. Gießen, den 25. August 1910. Bürgermeisterei. Bekanntmachung. be= Betr.: Ausführung des Gesetzes, die polizeiliche Beaufsichtigung von Mietwohnungen und Schlafstellen treffend, vom 1. Juli 1893. Die durch die nachgenannten Bestimmungen des GeseBes vom 1. Juli 1893 vorgeschriebene Anmeldung von Mietwohnungen, Schlafräumen und Schlafstellen oder von Aenderungen in der Person des Mieters oder Vermieters wird in vielen Fällen unterlassen. Anzeigeformulare sind auf unserem Meldebureau hältlich. erGleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß Bestrafung erfolgt, falls bei den demnächst stattfindenden Revisionen der Mietwohnungen 2c. die Unterlassung von Anmeldungen festgestellt wird. Gießen, den 20. August 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Artikel 4. Anzeigepflicht der Vermieter. Derjenige, für dessen Rechnung eine Wohnung erstmals vermietet wird, oder dessen Vertreter ist verpflichtet, hiervon vor dem Einzuge des Mieter der Ortspolizeibehörde Anzeige zu machen, wenn entweder 1. die Mietwohnung( einschließlich der Küche und ausschließlich solcher Räume, die in Aftermiete gegeben oder von anderen Personen regelmäßig mitbenutzt werden) aus drei oder weniger Räumen besteht, oder 2. Kellergeschosse oder nicht unterkellerte Räume, deren Fußboden nicht mindestens 0,25 Meter über Erde gelegen ist, oder 3. unmittelbar unter Dach( ohne Zwischendecke) befindliche Räume zum Wohnen vermietet werden sollen. mein Großvater wiederum aus eigenem Recht die preußische Königstrone aufs Haupt, noch einmal bestimmt hervorhebend, daß sie von Gottes Gnaden allein ihm verliehen sei und nicht von Parlamen= ten, Volksversammlungen und Volksbe schlüssen, und daß er sich so als auserwähltes Instru ment des Himmels ansehe und als solches seine Regentenund Herrscherpflichten versehe. Und mit dieser Krone ge= schmückt zog er vor 40 Jahren ins Feld, um zu ihr noch die Kaiserkrone zu erringen. Fürwahr, was für ein Weg bis zu dem berühmten Telegramm des Kaisers an meine selige Großmutter:" Welche Wendung durch Gottes Füg= ung!" Dieses Bild würde jedoch unvollkommen sein, wenn ich nicht einer Figur gedächte, die besonders in diesem Jahre das preußische und ich kann wohl sagen, das deutsche Volk beschäftigt und von neuem gepackt hat. Es ist die Zeit unseres Zusammenbruchs und unserer Erhebung gar nicht denkbar ohne die Gestalt der Königin Luise! Auch die Stadt Königsberg und die Provinz Ostpreußen hat diesen Engel in Menschengestalt unter sich wandeln sehen, ist von ihr beeinflußt worden und hat auch mit ihr so schweres Leid getragen. Die hohe Königin ist von vielen Seiten eingehend geschildert worden, und unser Volt hat sich in dank= barer Erinnerung mit ihr beschäftigt. Aber ich meine, das eine kann nicht genug hervorgehoben werden, daß in dem allgemeinen Zusammenbruch unseres Vaterlandes, wo selbst Staatsmänner und Heerführer alles für verloren gaben, die Königin die einzige gewesen ist, die nie einen Augenblid an der Zukunft des Vaterlandes gezweifelt hat. Sie hat durch ihr Beispiel, durch ihre Briefe, durch ihr zureden und durch die Erziehung ihrer Kinder dem Volke den Weg gewiesen, auf dem es sich wiederfinden konnte. Sie hat die Umkehr zur Religion und damit die Umkehr zur Selbsterkenntnis 21. Jahrg. Die Anzeige muß Auskunft geben über: a) den Eigentümer, sowie die Lage des Hauses nach Straße und Nummer, b) die Lage der Wohnung( ob im Haupt- oder Nebengebäude und in welchem Stockwerk), c) die Anzahl und Bestimmung der Räume, d) den Beruf des Mieters, sein Verhältnis zu den in seiner Hausgemeinschaft befindlichen Personen, sowie Namen und Alter derselben. Die Vermieter sogenannter möblierter Wohnungen sind von dieser Anzeigepflicht befreit, wenn und solange der Mietpreis für das Zimmer den Betrag von monatlich acht Mark überschreitet. Artikel 5. Der Ortspolizeibehörde ist ferner binnen einer Woche Anzeige zu machen, wenn in der Person des Vermieters oder Mieters einer Wohnung der im Artikel 4 bezeichneten Art eine Aenderung eintritt, oder wenn durch Verminderung der Zahl der Mieträume oder durch Aftervermietung die Wohnung nachträglich anzeigepflichtig wird. Die Anzeigepflicht trifft bei Aenderungen in der Person des Vermieters den neuen Vermieter. Bei Aenderungen in der Person des Mieters sind zugleich die im vorigen Artikel unter d vorgeschriebenen Angaben zu machen. Artikel 6. Wer dritten, nicht zu seiner Familie gehörigen Perso nen Schlafstellen, mit oder ohne Berechtigung zum Aufenthalt über Tag, vermietet, hat hiervon vor Beginn der Mietbenutzung der Ortspolizeibehärde Anzeige zu machen. Die Anzeige muß Auskunft geben über a) Lage des Hauses nach Straße und Nummer, sowie über den Vermieter, b) Lage, Länge, Breite und Höhe der zu Schlafstellen bestimmten Räume, c) die Anzahl der in jedem einzelnen Raume vorhandenen Schlafstellen. Von jedem Wechsel in der Person des Vermieters der Schlafstellen hat der neue Vermieter der Polizeibehörde binnen einer Woche Anzeige zu machen. Artikel 11. Mit Geldstrafe bis zu 30 Mark wird bestraft, wer die nach Artikel 4-6 vorgeschriebenen Anzeigen zu machen un terläßt oder in diesen Anzeigen wissentlich unrichtige Angaben macht. Arbeitsvergebung. Die 3 immer bezw. Schreinerarbeit zur Herstellung einer Fahrradhalle im Hofe des Realgymnasiums soll Donnerstag, den 1. September d. J., vormittags 10 Uhr, öffent ich vergeben werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Gießen, den 26. August 1910. - Städt. Hochbauamt. Gerbel. und zum Selbstvertrauen gewiesen. Sie hat unser Volt angefeuert zu dem Gedanken, sich wieder um den König zu scharen und die Freiheit zurückzugewinnen. Und als ste eine hohe Märtyrerin verblichen war, und die Begeisterung im Lande auflammte und alt und jung zu den Waffen griff, um die Unterdrücker aus dem Lande zu treiben, da ist sie im Geiste vor den Fahnen hergeschritten und hat den Mut der Krieger belebt, daß das große Wert vollbracht werden konnte. Was lehrt uns die hohe Figur der Königin Luise? Sie lehrt uns, daß, wie sie einst ihre Söhne vor allem mit dem einen Gedanken erfüllt hat, die Ehre wiederherzustellen, das Vaterland zu verteidigen, wir Männer alle triegerischen Tugenden pflegen sollen; wie in der Zeit der Erhebung jung und alt herbeiströmte und das letzte hergab, wie selbst Frauen und Mädchen ihr Haar nicht schonten, so sollen auch wir stets bereit sein, um vor allem unsere Rüstung lückenlos zu erhalten, im Hinblick darauf, daß unsere Nachbarmächte so gewaltige Fortschritte gemacht haben. Denn nur auf unserer Rüstung beruht unser Friede. Und was sollen unsere Frauen von der Königin lernen? Sie sollen lernen, daß die Hauptaufgabe der deutschen Frauen nicht auf dem Gebiete des Versammlungs- u. Vereinswesens liegt, nicht in dem Erreichen von vermeintlichen Rechten, in denen sie es den Männern gleichtun tönnen, sondern in der stillen Arbeit im Hause und in der Familie. Sie sollen die junge Generation erziehen, bor allem zum Gehorsam und zum Respekt vor dem Alter! Sie sollen Kindern und Kindestindern flar machen, daß es heute nicht darauf ankommt, sich auszuleben auf Kosten anderer, seine Ziele zu erreichen auf Kosten des Vaterlandes, sondern einzig und allein das Vaterland im Auge zu haben, einzig und allein alle Kräfte und Sinne für das Wohl des Vaterlandes einzusehen. Das ist die Lehre, die die hohe Gestalt uns überliefert hat, die unser Vaterland und die Bürgerschaft dieser Stadt auf ihrem schlichten Denkmal so schön„ den guten Genius Preußens" genannt hat. Ich hege die feste Hoffnung, daß alle hier versammelten Ost= preußen mich verstehen, und daß, wenn sie wieder heimgehen zu ihrem Werk und ihrer Hantierung, sie sich von diesem Gedanken erfüllen lassen. Alles soll mitarbeiten am Wohl Und des Vaterlandes, gleichgültig wer und wo er ſei. ebenso wird für mich der Weg dieser hohen Verblichenen vorbildlich sein, wie er meinem Großvater vorbildlich war. Als Instrument des Herrn mich betrachtend, ohne Rücksicht auf Tagesansichten und-Meinungen, gehe ich meinen Weg, der einzig und allein der Wohlfahrt und friedlichen Entwicklung unseres Vaterlandes gewidmet ist. Aber ich bedarf hierbei der Mitarbeit eines jeden im Lande, und zu dieser Mitarbeit möchte ich auch Sie jetzt aufgefordert haben. Daß diese Gesinnung in der Provinz Ostpreußen stets herrsche und mir ihre Hilfe in meinem Streben zu teil werden möge, darauf leere ich mein Glas. Es lebe die Provinz OstpreuBen! Hoch, hoch, hoch! * Preßstimmen über die Kaiserrede. Die gesamte Presse steht unter dem nachhaltigen Eindruck der Kaiserrede. Die Urteile verschärfen sich in der Richtung von rechts nach links. Bezeichnend ist, daß das fonservative Hauptorgan, die„ Kreuzztg." bis heute noch schweigt. Dagegen äußerte der„ Reichsbote", der die Richtung der orthodoren tonservativen Kreise vertritt, sich zustimmend zu der Rede, ebenso wie die Zentrumspresse davon befriedigt ist, daß die Wurzeln der kaiserlichen Anschauungen im Boden der Religion ruhen. In der gesamten nationalen liberalen Presse klingt dagegen ein Ton ernster Bedenken durch, weil, wie sich die " Deutsche Zeitung" ausspricht, der Inhalt der Rede einen Streit um Worte entfachen werde. Die„ National- Zeitung" schreibt:„ Vor allem müssen wir sagen, daß wir über die Opportunität der kaiserlichen Kundgebung für das Gottesgnadentum, das in bewußtem Gegensatz zu den Parlamenten gestellt wird, in Anbetracht der jeßigen Zeitläufte und der politischen Lage im Reiche Bedenken hegen, die zweifellos von vielen anderen geteilt werden. Der moderne Herrscher ist nicht unabhängig von Tagesansichten und Tagesmeinungen, noch viel weniger von der Mitarbeit der Parlamente und des Volkes, das seinen Willen durch Wahlen und Voltsversammlungen oft recht deutlich und nachdrücklich zu äußern vermag." Die linksliberale Preſſe verlangt mit Entschiedenheit eine Aeußerung des Reichstages über die Rede und fündigt spätestens für die parlamentarischen Verhandlungen eine Diskussion über die angeschnittenen Fragen an. Die„ Vossische Zeitung" schließt eine längere Betrachtung mit den Worten:„ Der Trinkspruch im Moskowitersaal des Schlosses zu Königsberg entfremdete dem Träger der Krone auch, reue Anhänger der Monarchie. Das ist tief bedauerlich, besonders in heutiger Zeit." Das„ Tageblatt" hält eine prinzipielle Auseinandersetzung mit dem Absolutismus und Konstitutionalismus für nötig: Jetzt hat sich herausgestellt, daß es bei den Novemberdebatten nicht sein Bewenden haben kann. Die Notwendigkeit, die verfassungsmäßigen Rechte des deutschen Volkes über jeden Zweifel sicher zu stellen, läßt sich nicht mehr bestreiten. Wir hoffen, daß der Reichstag sich dieser Aufgabe gewachsen zeigt." Paris. In einem längeren Kommentar geht der „ Matin" auf die Königsberger Kaiserrede ein, nachdem er diese im Wortlaut gebracht hat. Er würdigt zunächst die Rede als solche für das deutsche Volk und als Rede für das Ausland und schreibt:„ Ganz wahrscheinlich wird Kaiser Wilhelm schon heute seine Königsberger Worte bedauern, Kaiserworte, die sein ganzes großes deutsches Volf mißbilligt und die sein Kanzler sicherlich beklagt. E cho 17) Gerichtet. Familienroman von Franz Wichmann. de Paris" schreibt über die Rede des Kaisers, daß diese das schärfste Dementi der Friedensbewegung ist. London. Die„ Times" schreibt: Jeder muß die Redegabe des Kaisers und die Ueberzeugung anerkennen, womit er die Rechte und Pflichten seiner Untertanen gegen den Staat auseinandersetzt. Frau Baumert machte ein ungläubiges Gesicht. Wollte er sie zum besten haben?" ,, Um einen Milchdiebstahl?" wiederholte sie. * Die Antwort der Regierung zur Kaiserrede. Dazu wird uns aus Berlin vom gestrigen Tage schrieben: ge= Es ist gefordert und erwartet worden, daß der Reichskanzler zu der Kaiserrede und den Kritiken, die diese Rede in einem großen Teile der Presse gefunden hat, Stellung nehmen wird. Diese Stellungnahme ist nunmehr erfolgt. Sie kann und wird nicht überraschen, mag man über die Rede denken, wie man will. Der Reichskanzler stellt sich gegen entschieden auf die Seite des Kaisers und nimmt die Ausbeutung seiner Rede energisch Stellung. Er stellt fest, daß der Wortlaut der Rede alles das, was in ihn hineingelegt worden ist, nicht enthält. Es war nicht zu erwarten, daß die Regierung in diesem Falle andere Stellung nehmen würde. Selbst wenn man behauptet, daß die Rede, zwar nicht in ihrem Wortlaut, aber hinter den Zeilen, ein dem Parlament und dem konstitutionellen Gedanfen überhaupt nicht günstiggesinnte Geistesrichtung erraten die läßt, so berührt sie doch mit keinem einzigen Worte verfassungsmäßigen Rechte des Volkes. Die Wirkung, die die Rede getan hat und die der Reichskanzler selbst gewiß am tiefsten beklagt, lag, wie auch die Erklärung der„ Norddeutschen Allgem. Zeitung" erraten läßt, nicht in der Absicht des Kaisers. Sie bietet also der Regierung keine brauchbare Handhabe, um in Gegensatz zu dem Monarchen zu treten. Es ist gefordert worden, daß der Reichskanzler seinen Abschied einreichen solle. Dies ist auf Grund dieser Rede undenkbar. Er würde sich damit auf den Boden der offenkundigen Entstellung dieser Rede durch die sozialistische und ihr verwandte Presse stellen und der Agitation nur Vorschub leisten. Diese Möglichkeit kann ernsthaft nicht diskutiert werden. Infolgedessen mußte die Regierung, wie sie es auch getan hat, den Kaiser verteidigen und gegen das Unrecht, das ihm offenbar geschieht, Stellung nehmen. Diese Haltung ist der Regierung leicht gemacht durch die unsinnigen Uebertreibungen der Kritik und die Blößen, sich die antimonarchische Opposition durch diese Entstellungen gegeben hat. Die Erklärung der Regierung bringt insofern eine Klärung, als sie jeden Zweifel an ihrer Haltung ausschließt und die Möglichkeit, daß man sich bei dieser Rede auf die Novemberereignisse berufen könne, ablehnt. „ Um Ihnen alles zu erklären, gestatten Sie mir, auf meine Vergangenheit zurückzugreifen." Klara konnte eine Frage nicht unterdrücken. ,, Sie waren Offizier?" Ihr Gewährsmann hat Sie richtig unterrichtet," erwiderte Hellborn, vielleicht aber doch nicht so ganz, denn er hätte hin zufügen müssen, daß ich ein schlechter Offizier war, kein Soldat, wie der strenge Dienst des Königs ihn verlangt „ Und darum quittierten Sie den Dienst?" warf Frau Baumert ein. Nein, im Gegenteil, man zwang mich dazu," versetzte er bitter ,,, weil die, welche ich liebte und zu meinem Weib machte eine arme Nähterin unter meinem Stande war!" Seine beiden Zuhörerinnen zeigten das lebhafteste Interesse. ,, Wir zogen nach Paris," fuhr er fort. Der Husaren leutnant wurde ein bescheidener Angestellter in einem großen Kaufgeschäft. Meine Tätigkeit brachte mir einhundertundfünfzig Franken im Monat ein. So lebten wir einige Jahre. Hellmut ward geboren. Und dann erkrankte meine Frau. Lange hatte sie es verheimlicht. Sie wollte mir den Kummer ersparen. Doch eines Tages, als wir uns soeben zu unserer schlichten Abendmahlzeit niedergesetzt hatten, sank sie plößlich vor Schwäche vom Stuhle. Damit begann das Elend!" - die Demokratie en dem Bürger wenn eine threr zahlre Mitläufer be Und dann nu Begen geltend gem als Persönli teinen entmündigten Monarchen, aus dessen Munde auch bei persönlichen und unpolitischen Kundgebungen kein Charat ter, sondern nur Opportunismus der Minister sprechen kann Die Ankunft des Großherzogspaares erfolgte am Sams tag in 3 Kraftwagen mit 4 stündiger Verspätung erst 11% Uhr. Der Großherzog lenkte selbst den Wagen, in dem die Großherzogin mit mehreren Damen, ganz in Schwar gekleidet, saß. Wenn der Großherzog nicht von Zeit 32 Zeit die Hand zum Gruße vom Steuer erhoben hätte, so wäre er wohl von vielen seiner Landeskinder unerfannt in Schloß gekommen, da er zu seinem Zivilanzug nur eine Sportmüße trug. Im zweiten Wagen befanden sich die kleinen Prinzen, die mit den Taschentüchern der jubelnden Menge Grüße zuwinkten. Der dritte Wagen war für da Gefolge reserviert. Empfangen wurden die Großherzoglicher Herrschaften im Schloßhose vom Hofmarschall Freiherrn v Ungern- Sternberg, Natürlich ändert die Regierung durch ihre Erilärung sehr wenig an der bedauerlichen Wirkung der Kaiserlichen und Kundgebung. Die Rede war trotz aller Begeisterung trotz allem Ideālismus, der aus ihr spricht, inopportun Daran läßt sich hinterher nichts ändern. Der Reichskanzler wird wohl in den nächsten Tagen Gelegenheit haben, mit dem Kaiser die Wirkung seiner Kundgebung ausführlich zu im besprechen. Wir wissen nicht, was der Reichskanzler Einzelnen dem Kaiser sagen wird, aber wir wünschen, er möchte die Worte finden, um den Kaiser zu überzeugen, daß eine solche den Antimonarchisten Angriffsflächen bietende Kundgebung nicht im Interesse der Monarchie liegen kann. Das ist alles, was wir wünschen können. Eine Aktion gegen den Kaiser, zu der ein Anlaß nicht vorliegt, wollen wollen wir nicht und können wir nicht wünschen. Wir ,, Sie litt an einer schlimmen Krankheit?" forschte Klara. „ Der schlimmsten, die es gibt: Entbehrung!" versetzte Hellborn bitter.„ Erst an ihrem Leidenslager erfuhr ich es,- der Schmerz erpreßte ihr das Geständnis, sie hatte ges hungert und gedarbt, um dem Kinde nur nichts abgehen, um es fräftig und gesund werden zu lassen. Und die Entbehrung hatte ihre Gesundheit untergraben, langsam stechte sie dahin' Arzt und Apotheke verschlangen bald alles. Um das Unglück boll zu machen, verlor ich auch noch meine Stellung. Der Zu stand meiner armen jungen Frau ward immer bedenklicher. Das einzige Mittel, ihre Schwäche zeitweilig zu besiegen, war Milch. Und die kaufte ich denn für die Arme, bis wir keinen Sou mehr besaßen!" Klara erschauerte bei der Vorstellung, welche diese Worte ihr vor die Augen führten. „ Entseguy!" flüsterte sie.„ D, nun glaube ich alles bereits zu verstehen!" etwas wah manchen W auch Wahl find, weil n öffnen. We lifeit bei e Feld führt, und außerdem vom Gendarmeriekommandeur Oberstleutnan den erften vom Flügeladjutanten General Hah schwer ist, d Schmidt Gießen. Das Großherzogspaar stattete am zweiten wie Samstag nachmittag Bad Nauheim einen längeren Besud im ersten 2 ab. Die hohen Herrschaften beehrten verschiedene Geschäfts häuser und machten bedeutende Einkäufe. Das Zarenpaar trifft erst heute zwischen 2-4 Uh nachmittags in Friedberg ein. Der russische Sonderzug ver ließ Peterhof am Sonntag gegen 8 Uhr abends. „ Milch war nur noch die einzige Nahrung der Leidenden," erzählte Hellborn weiter, sic fonnte nichts anderes mehr zu sich nehmen. Ich stand an ihrem Lager und sah, wie sie vers schmachtete. Sie mußte sterben im nächsten Augenblick, wenn ihr die Labung versagt blieb. Da hörte ich eben draußen, wie jeden Morgen, das Klingeln des Wagens, der Milch vom Lande in die Stadt brachte. Ich sah aus dem Fenster. Drunten stand das leichte Fuhrwerk voll großer, blecherner Kannen gerade vor der Haustür; der Wagenlenter war eben ins Nachbarhaus gegangen. Und hinter mir hörte ich das qualvolle Stöhnen meines armen Weibes. Da kam ich von Sinnen und die Verzweiflung packte mich. Es zog mich die Treppen hinab, unwiderstehlich, von Stufe zu Stufe und mich ängstlich umschauend wie ein Dieb, trat ich aus der Tür. Niemand schien mich zu bemerken. Im nächsten Augenblick war eine der Kannen in meiner Hand. Schon wollte ich damit wieder ins Haus stürzer, da faßte mich eine rauhe Faust. Ein Polizist, der mein Tun beobachtet hatte, ſtand hinter mir. Im gleichen Moment trat auch der Führer des Wagens aus dem Nachbarhause. Ich war verloren." Bschopau- Marienberg. Berlin, 25. Aug. 1910. Der Ausfall der Wahl in 3ichopau- Marienberg bekannt. Die Sozialdemokraten haben, wie zu erwarten war, einen weiteren Sig erhalten und gegen 1907 einer Stimmenzuwachs von über 3000 zu verzeichnen. De Antisemitismus ist gänzlich zusammengebrochen; die bereinigten Liberalen, die allerdings in diesem Wah freise seit 1881 nicht mehr selbständig aufgetreten find brachten es auf insgesamt 4600 Stimmen. „ Nein, nein, das ist nicht möglich!" schrie Klara auf.„ So hart kann die Welt nicht sein, so grausam sind die Menschen nicht!" ( Gerichtet 34 Nr. 8.) ,, Sie konnten deshalb verurteilt werden?" fragte auch Frau Baumert in tiefer Erregung. vid „ Von den Menschen, ja. Aber auch von einem höheren Richter. Der Himmel verurteilte mich zu der schwersten Strafe. Er ließ mein Weib, ohne daß ich ihr Linderung verschaffen konnte, sterben!" Wie ein leises Schluchzen kam es aus seiner Brust; er vers grub das Gesicht in den Händen und zu der wehevollen ErInnerung tönte in gzellem Gegensatz die lustige Tanzweise der eben eine flotte Polfa spielenden Musikanten herüber. ,, In jener Stunde starb sie?" fragte Klara nach einer Bause mit von Mitgefühl erschütterter Stimme. tommende zu machen. feiten des e Der St daß Nachw für fie find Saftik zugut zu sammeln licher und i besonderes G auch seit ein leumbung f seindlich un hinzustellen. demokraten Kolb diesem Daß der Pa milde behan große die bi der Soziald meiden, ent Die Wahl bestätigt die Aufschlüsse, die die bie herigen Nachwahlen über die allgemeine Volksstimmung gegeben haben. Das ist gewiß eine ernste Tatsache mit der gerechnet werden muß. Indessen können wi darin noch keinen Anlaß sehen, die Bedeutung diese sozialdemokratischen Sieges zu übertreiben. Der Wah freis war bereits im Jahre 1878, dann 1898 und 1908 in sozialdemokratischen Händen. Er war nie feste Besiz einer bestimmten bürgerlichen Partei. nacheinander in den Händen fast aller Parteien ge wesen. 1867 entsandte der Wahlkreis zwei Abgeordnet in den Norddeutschen Reichstag, einen freisinnigen und einen konserbatiben; 1871 bis 1877 war er national liberal vertreten, 1881 ein Vertreter der Liberalen Ver etnigung. 1884 bis 1893 besaß die Reichspartet da Mandat, 1893 wurde wieder ein Konservativer gewählt bis 1898 die Sozialdemokratte das Mandat für zwe Legislaturperioden für sich zurückeroberte. 1907 wurde dann zur Abwechselung ein Antisemit gewählt. Da die Sozialdemokratie den Wahlkreis 1907 nicht be haupten konnte, war einzig und allein der nationalen Bewegung zuzuschreiben und der Antizentrumsstimmung dieses rein protestantischen Wahlkreises, die die da maltaen Bundesgenossen des Zentrums, die Sozial ,, D, nein, es war ein langer, schwerer, qualvoller Tod, doppelt lang und qualvoll vielleicht, weil ich nicht zu ihr zurücktehrte. Ich ward in Untersuchungshaft geführt, und es dauerte lange, bis ich zum Verhör kam." „ Und da wurden Sie verurteilt?" forschte Frau Baumert. „ Nein, so grausam war man denn doch nicht!" erwiderte Hellborn mit unsäglicher Bitterfeit in seiner Stimme. Man glaubte mir endlich, der Kommissar setzte mich vorläufig in Freiheit, und ich durfte zu meiner Frau zurückkehren, während Anzeige beim Gericht erstattet wurde." „ Und Sie fanden die Unglückliche- " Ich fand sie im Sterben!" vollendete er dumpf. A ihrem Lager brach ich zusammen; mit letzter Kraft drückte id ihr die Augen zu, als sie den letzten Seufzer aushauchte. Und dann stellte ich mich wieder den Richtern und diese bestimmten meine Strafe. Als die Tore des Gefängnisses sich mir nac furzer Haft wieder öffneten, war ich ein anderer Mensch ge worden." ,, Der, der Sie jetzt sind?" fiel Klara ein. Hellborn bejahte. „ Ich kannte hinfort nur noch eins," sprach er weiter, di Pflicht, aus meinem Kinde einen freien Menschen zu erziehen Damals lernte ich arbeiten, wie ich es bis dahin doch noc nicht gefannt hatte. Ich ward Tagelöhner, um mein und meines Kindes Leben zu erhalten. Und als ich mir nach ei paar Jahren etwas zusammengespart hatte, kehrte ich nad Deutschland zurück. Der liebgewordenen Gewohnheit täglicher förperlicher Arbeit konnte ich nicht mehr entsagen; ich erkannt die Quelle des Glücks, der Gesundheit darin. Um aber selbst ständig und unabhängig zu sein, ward ich, was ich jetzt bin ein freier Arbeiter, der mit dem geringen Ertrag eines fauren doch beglückenden Tagwerks zufrieden ist!" a Klara streckte Hellborn die Hand über den Tisch entgegen ,, Können Sie mir verzeihen?" fragte sie ohne alle Scha Hellborn ergriff ihre dargebotene Rechte und hielt sie mi leuchtendem Blick in der seinen. * „ Von Herzen gern!" antwortete er, ihre feine, schlank Hand, die warm und zitternd in der seinen lag, fest um schließend. Doch plötzlich fuhr ste in bebendem Schrecken zurück. ,, Vater," rief gleichzeitig der kleine Hellmut, er tommter kommt der grüne Mann!" 210 Hellborn blickte in die Richtung, die der Knabe andeutete Die Stufen vom Wirtshaus herab schritt ein hoher, leicht ge beugter, grauhaariger Mann, am Arme eine aufgeputzte klein Frau führend. „ Der Förster!" murmelte Hellborn unwillkürlich. Und i diesem Augenblick!" has„ D, Gott, mein Vater!" stieß Klara hervor. Und s kommen hierher! O, nun ist es aus mit jeder Hoffnung a Versöhnung!" 8. 99 add a Die Ankommenden waren beim Anblick der Gesellschaft a cunden Tisch plötzlich betroffen stehen geblieben. vie ( Fostseßung folgt.) tischer Nat Taftit durd Kandidaten proteftantifa Stöders, da bon Bebel bürgerlicher ften Rebol Das a bürgerlicher nung entne fraten gefd zu laffen. Der Libe Das üb tionalliberal nigen bei besonders ften Wahlve bei den im nalerfatwal gehen. In gen, bündle selbst solche Die soziald Seiten der waltungen daß bei de große Meh hörigen Na ultramontan Sozialdemok den der all * ① September handen. * 12 den Infant 4wöchentlich Mannschafter * Ge welcher sich nannten 10 mobilkluba Klub nun gestellt. * Gin einem Bäcke fich der das nach länger treiben. Gi mehrere mit ben fielen Hände. Aus * Au fich mit der laffen, frih eingehen zu die Bezirks zirtstassen Sonnenstr en Munde auch ngen tein Cha nifter sprechen ta erfolgte am Sa erspätung erst 11 Wagen, in d ganz in Schw demokratie empfinden mußte. Der Wahlkreis kann von dem Bürgertum nur bet Anspannung aller träfte und wenn eine nationale Frage, die die Sozialdemokratie ihrer zahlreichen trotz allem national empfindenden Mitläufer beraubt, auf dem Spiele steht, erobert werden. Und dann nur mit vereinten Kräften. Licht von Zeit erhoben hätte, inder unerfannt in ibilanzug nur ein befanden sich d hern der jubelnd agen war für de ie Großherzoglich schall Freiherm en General Haj Deur Oberfileutna Spaar stattete C n längeren Beju rschiedene Geschäft zwischen 2-4 U sche Sonderzug v abends. erg. 25. Aug. 1910. ou- Marienberg wie zu erwart gegen 1907 ein berzeichnen. mengebrochen; in diesem Wat aufgetreten fu mmen. üffe, die die bi ne Boltsstimmu e ernste Tatsac Deffen fönnen n Bedeutung die reiben. Der Wal nn 1898 und 19 c war nie feft Partei. Er aller Parteien zwet Abgeordn en freifinnigen u war er nation der Liberalen B Reichspartet d servativer gewäh Mandat für zw berte. 1907 muri it gewählt. D & 1907 nicht b ein der national zentrumsftimmu reises, die die d rums, die Sozie dete er dumpf. ester Kraft drückte fzer aushauchte. I und diese bestimm igniffes fich mir n n anderer Mensch ein. sprach er weiter, Menschen zu erzie bis dahin doch öhner, um mein d als ich mir nach hatte, fehrte ich na Gewohnheit täglich entfagen; ich erfam arin. Um aber fel ich, was ich jetzt b Ertrag eines fau !" Der den Tisch entge e fie ohne alle G Rechte und hielt fie r, ihre feine, schla feinen lag, feft Schreden zurüd. Hellmut, er kommt ie der Knabe anden itt ein hoher, leicht eine aufgeputzte f 7} unwillkürlich.„ Un lara hervor. Und mit jeder Hoffnung blick der Gesellschaft geblieben. el olgt.) zig Prozent gewährt. hessen die Bezirkskassen von Altenstadt und Schlitz. Außer- sie gemeinsam besichtigen, eine Preisermäßigung von fünfdem soll die Bezirkslasse zu Bad Nauheim mit dem dortigen„ Salinen- Amt" verschmolzen werden. Die Neuerungen erfolgen lediglich aus Sparsamkeitsrüdsichten. und mar= die * Wiesbaden. Die Fleischerinnung hat beschlos= sen, den Preis für Rind- und Kalbfleisch abermals heraufzusetzen. Das ist die zweite Erhöhung innerhalb weniger Wochen. * Wiesbaden. Der in München verstorbene Arzt Dr. Gärtner hat seiner Vaterstadt Wiesbaden sein Vermö gen im Betrage von 500 000 bis 600 000 m. vermacht. Die Zinsen sollen zur Ausstattung unehelicher Kinder bei deren Verheiratung verwendet werden. * Wiesbaden. In einer bekannten Pension im * Vom Manöver des 18. Armeekorps. In allen Teilen Oberhessens sind die Manövergäste im bunten Rock eingetroffen. Die 27er waren in Butzbach Umgegend einquartiert, dagegen mußten die 63er bis EichelsGegen die sogenannte Sammelpolitik wird oft dorf, Ruppertenrod, Groß- Felda und Ober- Ohmen geltend gemacht, daß die Sammelfandidaten zumeist schieren. Der Stab der 21. Feldartillerie- Brigade liegt biz als Persönlichkeiten nicht zugkräftig sind. Da ist gewiß 6. September in Laubach. Die hessische Feldartillerie- Brigade( 25er und 63er) ist durchs Seemental über den Voetwas wahres daran. Und auf die Verhältnisse in gelsberg gerüdt und bei Lauterbach eingetroffen. Die In manchen Wahlkreisen mag das zutreffen. Es gibt aber fanterie- Regimenter 117 und 118 üben bei Alsfeld, 117er liegen in Eudorf, Hopfgarten, Liederbach, Elbenrod auch Wahlkreise, wo nur Sammelkandidaten zugkräftig und Alsfeld( Stab), die 118er in Angenrod, Leusel, Vofind, weil nur solche die Aussicht auf einen Sieg erdenrod, Schwabenrod und Alsfeld( Stab). Der fommanin öffnen. Wenn man gegen die Auffassung, die Mög: dierende General des 18. Armeekorps ist gegenwärtig lichkeit bei einer Stichwahl gemeinsam aufzutreten ins Fulda. * Muschenheim. Bei der Bürgermeisterwahl erFeld führt, so übersehe man nicht, daß es oft sehr schwer ist, die bürgerlichen Wähler, nachdem sie durch hielt der seitherige Bürgermeister Becker 79, sein Gegen genblicken kam die Frau, welche die Unterhaltung angehört tandidat Roth 49 Stimmen. Herr Becker ist somit wiederden ersten Wahlgang berhezt worden sind, in einem gewählt. * Aus der Wetterau. Nicht weniger als 34 zweiten wieder zusammenzufassen und alles das, was im ersten Wahlgange gegen die nicht in die Stichwahl Kandidaten waren bei der Gemeinderatswahl zu Oppers tommende Partei gesagt worden ist, wieder vergessenhofen aufgestellt, und nur 3 durften gewählt werden. In dem heißen Wahlkampf waren die Erforenen Franz Bell, zu machen. Dabei zeigt sich eine der vielen Schatten: G. Hildebrand und P. Baier. Seiten des Stichwahlsystems. Der Sozialdemokratie kommt außer der Tatsache, daß Nachwahlen als Sommerwahlen immer günstig für sie sind, die seit einiger Zeit verfolgte geschickte Taktik zugute. Ste geht bewußt darauf aus, Mitläufer zu sammeln und gebärdet sich zu diesem Zweck ungefährficher und weniger revolutionär wie sonst. Sie legt auch seit einiger Zeit in Broschüren und Flugblättern besonderes Gewicht auf den Nachweis daß es eine Verleumdung sei, die Sozioldemokraten als baterlandsfeindlich und die Sozialdemokratie als international hinzustellen. Das Verhalten der badischen Sozial demokraten und die Rechtsfertigung, die der Abgeordnete Kolb diesem Verhalten gegeben hat, sprechen Bände. Daß der Parteivorstand den Badener Disziplinbruch so milde behandelt und alles tut, um in Magdeburg eine große die bürgerliche Welt über den wahren Charakter der Sozialdemokratie aufklärende Diskussion zu vermeiden, entspringt ebenfalls den gleichen Gründen taktischer Natur. In Zschopau Marienberg wurde diese Taktik durch die Persönlichkeit des sozialdemokratischen Kandidaten Paul Göhre erleichtert. Göhre war früher protestantischer Pfarrer, christlich sozial und Anhänger Stöckers, dann national sozial und Freund Naumanns, bon Bebel gemaßregelt wegen seiner Mitarbeit an bürgerlichen Blättern, also gerade keiner von den wildeften Revolutionären. Das alles muß in Betracht gezogen worden. Die bürgerlichen Parteten sollen aus der Wahl eine Mah nung entnehmen, der geschickten Taktik der Sozialdemofraten geschickt zu begegnen, aber nicht den Mut sinken zu lassen. Der Liberalismus bei den Kommunalwahlen. Das überaus gehässige Vorgehen der bündlerischen Nationalliberalen und der Ultramontanen gegen die Freisin nigen bei der letzten Reichstagswahl hat in Rheinhessen, besonders im Reichstagswahlkreise Alzey- Bingen, die mei sten Wahlvereine der Fortschrittlichen Volkspartei veranlaßt, bei den im Laufe dieses Sommers stattfindenden Kommu nalersazwahlen überall mit eigenen Kandidaten vorzugehen. In einer stattlichen Reihe von Fällen ist es gelun gen, bündlerische und ultramontane Gemeinderatsmitglieder, selbst solche mit langer Dienstzeit, aus den Gemeinde- Verwaltungen zu entfernen und durch Linksliberale zu ersetzen. auf Die sozialdemokratischen Wähler sind dabei überall Seiten der Linksliberalen zu finden. Ebenso ist interessant, daß bei den bis jetzt stattgefundenen Kommunalwahlen die große Mehrzahl der nicht zum Bunde der Landwirte ge= hörigen Nationalliberalen weder die bündlerischen noch die ultramontanen, sondern die freisinnigen, teilweise sogar die sozialdemokratischen Kandidaten wählten und zwar aus Gründen der allgemeinen Politik. Lokales. Gießen, 30. August 1910. * Der Herbst Pferde markt wird am 28. September abgehalten. Als Geldpreise sind 2000 Mt. vorhanden. * 120 Reservisten wurden am Samstag bei den Infanterie- Regimentern 116, 118 und 168 zu einer 4wöchentlichen Uebung eingezogen. Die Musterung Mannschaften erfolgte auf dem Hof der Zeughaustaserne. der * Gegen den Abg. Köhler- Langsdorf, welcher sich fürzlich in einem Eingesandt gegen die sogenannten 10 Gebote für Fuhrleute des Darmstädter Auto mobilflubs wandte, hat außer dem genannten Darmstädter Klub nun auch der Frankfurter Automobilklub Strafantrag gestellt. zu und Erst * Ein Bienenschwarm hatte sich fürzlich einem Bäckerladen in der Neustadt Zugang gefunden sich der daselbst aufgespeicherten Vorräte bemächtigt. nach längeren Bemühungen gelang es, die Bienen zu vertreiben. * Eingebrochen wurde in den letzten Tagen in mehrere mit Metzgereten verbundene Wirtschaften. Den Dieben fielen glücklicherweise nur fleinere Geldbeträge in die Hände. Aus Hessen und Nachbargebiet. * Aus Hessen. Die Hess. Staatsregierung trägt sich mit der Absicht, demnächst nicht weniger als 5 Bezirkstassen, früher Distrikts- oder Steuereinnehmereien genannt, eingehen zu lassen. Es werden aufgehoben: in Startenburg die Bezirkskasse zu Wald- Michelbach, in Rheinhessen die Bezirtstassen Pfeddersheim und Wällstein, sowie in OberApollinaris Sonnenstr. 6. NIEDERLAGE BEI: Jean Weisel Giessen Telefon 235. * Aus der Wetterau. In Groß- Karben starb Bürgermeister a. D. Lanz. Er war 26 Jahre in der Gemeinde als Beigeordneter und Bürgermeister tätig. * Simmersbach. Am 11. September soll der nächste Woche zur Aufstellung gelangende„ Landgraf Philippstein" eingeweiht werden. * Bad Nauheim. Im nächsten Monat wird das Bad der Sitz einer Anzahl bedeutungsvoller Versammlun gen und Besuche sein. Vom 3. bis 8. September findet ber 51. Genossenschaftstag der deutschen Erwerbs- u. Wirtschaftsgenossenschaften im Konzertsaale statt; dann folgt der deutsche Flottenverein( Sektion Hessen), und ebenso werden die deutschen Architekten, welche in Frankfurt a. M. Versammlung abhalten, zur Besichtigung der architektonisch bekanntlich hochinteressanten, prachtvoll ausgestatteten neuen Badehäuser und Badeanlagen dem Bade einen Besuch abstatten. eine * Friedberg. Im Saale des Hotel Trapp fand statt. die sog. Frankfurter Konferenz hessischer Geistlichen Sie tagt jährlich zweimal; im Winter regelmäßig in Frant furt, im Sommer abwechselnd in eineren Städten der Provinzen des Großherzogtums. Pfarrer Gombel- Reiskir chen sprach über:" Die Stellung und die Aussicht des reformatorischen Christentums in der Kulturbewegung der Gegenwart!" * Waldmichelbach. Hier fand die diesjährige Konferenz der hessischen Bergwerksbetriebsleiter statt, bei der zunächst Herr Berges die Ergebnisse der bergbaulichen Lohnstatistik im 2. Kalendervierteljahr 1910 mitteilte. Die Zahlen lassen erkennen, daß im Vergleich mit außerhessiab= schen Revieren die Löhne in Hessen nicht wesentlich weichen. Bergassessor Kobbe berichtete sodann über die Resultate der hessischen Knappschaftsstatistik für das Jahr 1909. Die nächste Konferenz soll am 8. Oktober in Gießen stattfinden. * Gernsheim. Hier wurden durch einen Blitzschlag drei junge Mädchen im Alter von 8-17 Jahren getötet. Die Verunglückten hatten in einem Kornhausen Schutz gesucht. * Wetlar. Auf dem Viehmarkte waren 175 Stück Rindvich und 592 Schweine angetrieben. Mit dem Viehmarkte war ein Bullenmarkt mit Prämiierung verbunden. * Dillenburg. Für den Kreis Dillenburg wird ein großes elektrisches Werk in Oberscheld errichtet. * Offenbach. Der Vorstand des hiesigen nationalliberalen Vereins beschloß bezüglich der Stadtverordnetenwahlen nach eingehender Aussprache einstimmig, an der seit langen Jahren vertretenen Stellung festzuhalten, daß die Nominierung von Stadtverordneten- Kandidaten nicht nach parteipolitischen Gesichtspunkten erfolgen solle. Die nathonalliberale Partei als solche wird sich deshalb auch diesmal nicht am Wahlkampfe beteiligen, sondern dessen Führung dem„ Verein zur Wahrung städtischer Interessen" überlassen. * Offenbach. Auf dem hiesigen Güterbahnhof ist man Unterschlagungen auf die Spur gekommen; als der Tat verdächtig wurde der Bahnassistent K. vorläufig seines Amtes enthoben. * Aus Rheinhessen. Die rheinhessischen Märkte sind stark mit den verschiedenen gegenwärtig zum Verkauf stehenden Obstsorten befahren. Die Nachfrage ist recht bedeutend und der Absatz flott. Für den Zentner Reineflauden wurden zuletzt 17-18 Mt., Pfirsiche 35-45 Mart, stellenweise bis 50 Mart, Mirabellen 18-21 M., Frühbirnen 10-13 Mt.. bessere bis 20 Mt., Aepfel 6-10 Mt., Zwetschen 10-12 Mt. bezahlt. Die rheinhessischen Gemüsemärkte sind mit großen Mengen Gurten befahren. Für die 100 Stück wurden in den letzten Tagen 0,70-1.10 Mt. erlöst. Bei den in Tomaten getätigten Umsäßen wurden für den Zentner 12-15 Mt. bezahlt. Der Zentner Stangen- bohnen stellte sich auf 8-12 Mr. Wachsbohnen auf 10-12 Mart. Die Bohnenernte ist sehr reich ausgefallen. * Mainz. Der hess. Landesverband selbständiger Konditoreien beschloß, eine Eingabe an die hessischen Reichstagsabgeordneten zu richten, in der verlangt wird, doß die jetzige, schon start gefürzte Verkaufszeit an den K'eine Sonntagen für die Zukunft bestehen bleibe. Eristenzen seien gefährdet. * Aus Nassau. Auf Verordnung der Regierung sind im Regierungsbezirk in 75 Orten Spiele für die der Schule entlassene Jugend eingeführt worden. Spieltage sind die Sonntage. Die Leiter erhalten 100 Mart, wovon die Gemeinde 30 Mark zahlt. * Frankfurt a. M. Das große Los der Sportund Spiel- Ausstellung im Preise von 25 000 Mart fiel auf die Nr. 180 356. * Frankfurt a. M. Zum Besuch der LandesObst und Gartenbau- Ausstellung wird allen Vereinen, die Ein Stück Hansa- Kuchen stets bereit Erhöht des Hauses traute Gastlichkeit! Gratis HansaBackpulver Puddingpulver überall zu haben 1 Dose ff. Cakes für 50 Hansa- Bons Närmittelfabrik ,, Hansa" Hamburg. Taunus wurden einer dort zur Kur weilenden Dame etwa 90 Mark gestohlen. Die bestohlene Dame flagte nun einem Gendarm ihr Leid, wobei eine andere Kurdame die beiden fortwährend umkreiste, anscheinend um zu hören, was sie verhandelten. Der letztere sagte nun etwas laut, er wäre im Begriff, einen Polizeihund zu holen, und wenn die Dame es wünsche, könne man den Hund ja einmal auf die Spur seßen und entfernte sich alsdann. Nach einigen Au hatte, zu der bestohlenen Dame und brachte ihr eigenhän dig unter vielen Entschuldigungen den gestohlenen Betrag zurück, packte dann ihre Siebensachen und reiste schleunigst ab. Das alles hat die Angst vor dem Polizeihund getan! * Marienberg( Westerwald). Die Arbeiten an der Bahnstrecke Marienberg- Erbach sind soweit gediehen, daß die Eröffnung für nächstes Frühjahr festgesetzt werden konnte. Durch die Bahn wird eine bequeme Verbindung non Limburg, Wiesbaden und Frankfurt nach dem oberen Westerwald geschaffen. Für die Bahn mußte das Nistertal überbrückt werden, die in Beton ausgeführte Brücke ist die größte ihrer Art in Deutschland. Aus eller Welt. * Berlin. n. Der deutsche Kronprinz tritt im November eine Reise nach Indien und Ostasien an. * Berlin. Der Wiederzusammentritt des Reichs- tages wird für den 29. November zu erwarten sein. * Berlin. Fünfzig der größten amerikanischen Konfektionsgeschäfte haben, um sich gegen die Verluste, die ihnen aus dem Streit von 50 000 amerikanischen Mantelnäherinnen drohen, zu schützen, sich zusammengeschlossen, um gemeinsam ihren Bedarf in Wintermänteln in Deutschland zu decken. Ihre Vertreter befinden sich bereits nach Deutsch= land unterwegs. * Königsberg. Die diesjährigen Kaisermanover finden in der Zeit vom 8. bis 10. September zwischen dem 1.( Ostpreußischen) und 17.( Westpreußischen) Armee- die forps statt. Eingeleitet werden die Uebungen durch großen Paraden, die der Kaiser am 24. August bei Königsberg über das 1. und am 27. August bei Danzig über das 17. Armeekorps abhält. Der mehrtägige Hauptkampf des Manövers soll sich an der unteren Passage in der Gegend von Braunsberg um eine befestigte Feldstellung abspielen. Sie wird vom 17. Korps ausgebaut und verteidigt, während das 1. Korps den Angriff gegen die Stellung Tag und Nacht durchführen wird. Der Kaiser wird einen oder mehrere Tage in Schlobitten wohnen und nach Beendigung der Uebungen wahrscheinlich Allenstein besuchen. Die Truppen sollen in Felduniform mit Kriegsbelastung ausrücken. Je des der beiden Armeekorps erhält einen lentbaren Militärballon. * Hamburg. In einer von 280 Personen besuchten Versammlung beschlossen die Arbeiter der Reparatur= Werkstätte der Wörrmann- Linie sich dem Streit der Werftarbeiter anzuschließen. Das Reichsamt des Innern hat mit den beiden Parteien Fühlung genommen. Es lehnt aber jede Verantwortung ab, falls es nicht zu einer Einigung tommt. )( Der Große Preis von Europa wurde am Sonntag in Köln in einem 100 Kilometer- Rennen von F. Theile vor Walthour, Guignard und Günther auf Brennabor gewonnen; der Sieger verbesserte die Bahnrekords von 30 und 40 Kilometer. Im Tandem- Vorgabefahren siegten Niederau- Höchler auf derselben Marke. )( Die Meisterschaft von Zürich eroberte Fr. Huybrechts am Sonntag in 2 Läufen über 20 und 50 Kilometer, während E. Rohmer auf der Hardau das Hauptfahren und das Prämienfahren gewann. Huybrechts und Rohmer benußen die Marke Brennabor. Geschäftliches. Sachgemäße Bodenbereicherung muß unter den heutigen Verhältnissen das Bestreben eines je den Landwirts sein, um größere Gewinne herauszuwirtschaften. Gerade die Wintersaaten wollen bei der Phos- phorsäureaufnahme aus dem Vollen schöpfen. Auf Böden in schlechtem Düngungszustande zeigt eine schwache Düngung häufig noch keine nennenswerte Wirkung, während fräftige Gaben von etwa 6-800 Kg. Thomasmehl pro Het tar neben entsprechender Kali- und Stichstoffdüngung sich ganz auffallend verlohnen. An die verehrlichen Salem Aleikum- Raucher! tutite vitoste asistus Teilweise durch Verbilligung der Verpackung, sowie durch gegenseitiges Entgegenkommen zwischen Fabrikanten und Händlern, betreffend Tragung der Rohtabakv ersteuerung, ist es möglich geworden, die alte feine Qualität der Salem Aleikum- Cigaretten dem Raucher zum Preise von 312 Pfg. zu erhalten. 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