n. Steingoetter Juli 1910 116t en- Vorstellung Nauheimer 218. Novitat Cbristl Aften bon ar.10. haffen wiegen er Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mr. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Leschalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 102. Bekanntmachung. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amfes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Samstag, 30. Juli 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. n, Hotels, ge In dem festgestellten Bebauungsplan für die Schwarzjebem Plaß lichen Ministeriums Geschäfte jeb lach und das Gartfeld find mit Genehmigung Großherzogdie des Innern Straße E- D- E vorgesehenen Vorgärten gestrichen worden. Der Verlange Bebauungsplan liegt aus unserem Tiefbauamt offen. bireler Refle juch. Bernie cale, Frant berfiraße 22 aft hat ben, fann täg er, Dresdene ule" nachweis bie einzigh Des Innern un tion genehmig eich Sachlen. De t. Sofort nat nlofen Stellen lange Brojpet rtoffel gibt ab per Nad Sad ab Berita Mt. Utphe, 6. Jacobi 8 Hungen. gerung. 29. Jult, nach tabt. Pfandlota ahier verschieden nbe wie Sofa fow's, Spiege ne neue Email ere bestimmt ve Pfandmeifter. bant. 6 morgen 45 Pfg. fe befter und einbergslagen ffern von 25 b. 12 Fl. an chter EIM a. Rh. weine. pf hntal. ung bei billi eister. erg ekamp em der Firm BRECHT Königs Within am Niederrhoid 6. O tterlikör enj Boonekan Gießen, den 26. Juli 1910. an der Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Das 28. Jugendfest in Gießen. Endlich war am Donnerstag das von den Kinder so heiß ersehnte Jugendfest gekommen. Seit Wochen schon wußten unsere Kleinen fein lieberes Thema als dasselbe zu erörtern. Aber wie wie würde das Wetter werden? Oft wurde das Wetterglas studiert, dessen Nadel gerade in der letzten Zeit recht beunruhigende Witterungsschwankungen anzeigte. Aber der Himmel hatte am Donnerstag ein Ginsehen. Schon am Morgen lachte die Sonne auf die Erde herab, während sich am Nachmittag das Wetter völlig aufklärte und der Himmel seine blaue Decke über den erwartungsvollen Köpfen der Kinder ausspannte. Wer war froher als die Jugend! Jetzt wurde in den Häusern mit doppelter Begeisterung für das Fest gerüstet. Wollte doch jeder teilnehmen, welcher sich gesunder Glieder erfreute! Gegen 1/2 1hr begannen sich die Kinder in der Ostund Südanlage bei ihren Klassenfahnen und Lehrern zu sammeln. Die Abteilungen waren rasch geordnet, fo Daß der Zug nach 2 Uhr nach dem Festplatz, dem Philosophenwald, in Bewegung setzen fonnte. Ihn eröffnete eine Musifabteilung, an welche sich der Festausschuß, aus Oberbürgermeister Mecum und den Mitgliedern des Schulvorstandes bestehend, anschloß. Es folgten die Schülerinnen der höheren Mädchenschule und die Besucher der unteren Klassen des Gymnasiums, Realgymnasiums und der Oberrealschule. Mit einer zweiten Kapelle schlossen sich die Schülerinnen der Stadtmädchenschule an, während den Schluß des Zuges gleich fans unter Vorantritt der Musik die Besncher der Stadtknabenschule bildeten. Einen reizenden Anblick gewährten in ihren weißen Kleidern und bekränzten Haaren die Mädchen, während bei den Knaben wiederum der frische und urwüchsige Schritt nach dem Rhytmus der Musik gefiel. Aus den Augen aller Teilnehmer aber blickte den 3nschauern die Freude an der Veran ftaltung entgegen, welche auch durch ein weniger schönes Wetter hätte nicht getrübt werden können. Im Philosophenwald angekommen, nahm der Zug seinen Weg nach dem größeren freien Platz im Westen des Haines, wo sich die Rednertribüne befand. Doch wurden die dort zuerst eintreffenden Scharen, welche der Feftrede zuhören wollten, auf eine gewisse Gedulds. probe gestellt, da ungefähr eine Stunde verfloß, bis die letzten Kinder eingetroffen waren. Hierauf hielt Hauptlehrer Knauß nachdem von den Kindern gesungenen Lied Tretet in die Runde" mit recht bernehmbarer Stimme folgende Ansprache: " Jugendfest!" so hat es schon seit Wochen geflungen bei Alt und Jung; denn unsere Kinder haben fich schon längst auf dieses so sehr beliebte Jugendfest gefreut. Aber auch die Aelteren und Alten, die es wissen, wie innig das Jugendfest mit unserer lieben Stadt Gießen verwachsen ist, werden im Geiste wieder jung, wenn sie die muntere Kinderschar heute spielen, turnen und tummeln und jauchzen und frohlocken hören. Allen, denen ein jugendfreundliches Herz einerlei ob's unterm leinenen Kittel oder der seidenen Blouse- im Busen schlägt, sind heute hierhergekommen, um in ihrer Begeisterung für die Jugendfröhlichkeit mitzufeiern und teilzunehmen an ver edlen greuve, wie sie das Jugendfest bietet. Und wahrlich, Ihr Eltern, Lehrer und Lehrerinnen wer heute fieht, wie fie, unsere Hoffnung und Zukunft, fich freuen und ihrer Freude Ausdruck geben durch Singen, Turnen und Spielen, der muß einsehen, wie gut es ist, wenn unsere Jugend förperlich, fittlich nnd geistig ausgebildet wird, damit sie allen schädlichen Einflüssen bon innen und von außen fräftig Widerstand leisten kann. Unsere Auf gabe muß es darum sein, die materielle nnd geistige Not unseres Volkes zu erkennen und mit Hand an's Wert zu legen, unter Einsehung aller unserer Kräfte, durch Unterricht und Erziehung unsere Jugend so Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten wird die Katharinengasse und die Hammstraße, zwischen den Unterführungen an der Westanlage und der Neustadt, von heute an bis auf Weiteres für jeglichen Fuhrwerts- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 29. Juli 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. heranzubilden, daß sie im stande ist, den Wettkampf im Kulturleben der Völker bestehen zu können. Wir müssen dem Körper und dem Geiste der Kinder die zur Erfülung der Lebensbedürfnisse notwendigen Kräfte beibringen, damit sie zur Ueberzeugung gelangen, daß fie Glieder im vielverzweigten Orga nismus des Lebens sind und durch Erfüllung ihrer Pflichten ihre Daseinsberechtigung und Existenz ermöglichen. Das alles, hochgeehrte Festversammlung, fann aber nur errreicht werden, wenn dieselben Fattoren, die durch einmüiges und tatkräftiges Zusammenwirken das Jugendfest ermöglichen, auch mit Hand ans Werk zu legen unsere Jugend zu bilden, zu belehren und zu erziehen, und das sind: Eltern haus, Schule und Stadt. Aber auch ihr lieben Kinder vergeßt es nicht, daß eure Eltern, eure Lehrer und Lehrerinnen und eure Vaterstadt alle zusammen gewirkt und gearbeitet und große Opfer gebracht haben, um euch diesen Festtag, diesen Freuden und Ehrentag zu beretten. Und das für sollt ihr von Herzen dankbar sein. Und diesen Dant fönnt und sollt ihr beweisen durch Gehorsam, Fleiß und gutes Betragen. Gehorsam, freiwilligen Gehorsam, gegen alle Menschen, denen ihr es schuldig seid. Fleißig sollt ihr sein schon in der Jugend, denn Arbeit ist die Aufgabe des Lebens und wer diese in rechter Weise erfüllt, der ist ein Meister, gleich viel an welcher Stelle er sein Werk erfüllt, ob in geistiger oder förperlicher Tätigkeit, immer muß der Gedanke in euch lebendig bleiben, daß ihr auch schon Pflichten zu erfüllen habt und jedes von euch muß sprechen: ,, Auf diesen Plaz hat mich mein Gott gestellt und den muß ich suchen auszufüllen." End lich drittens sollt ihr eueren Dank beweisen durch gutes Betragen. Ihr sollt anständig und brav setn im Elternhaus, in der Schule und in der Stadt. Und heute auch sollt ihr zeigen, daß an euch gearbeitet wird und Turnen und Spielen veredelnd wir fen und euch zum Gehorsam, zur Verträglichkeit, zum Fleiß und anständigen Betragen erziehen. Wenn ihr lieben Kinder so eure Pflichten erfüllt und immer gehorsam, brav und fleißig seid, dann werden aus euch gute brauchbare Menschen und nützliche Glieder der menschlichen Gesellschaft. Diejenigen, welche aber diese Mahnungen nicht beachten, sondern ungehorsam, träge sind und sich schlecht betragen, aus denen werden arme, unbrauchbare, verachtete Menschen, die im Strome des Lebens untergehen. Darum faßt heute wieder von neuem den Entschluß, das ihr gute Menschen sein und werden wollt. Dann fönnt ihr sprechen: Mein Arm wird stark Und groß mein Mut Nehmt mich an Eueren Herd Verachtet nicht mein junges Blut Ich bin der Menschheit wert. Und daß aus euch brave Menschen und gute Bürger für Stadt und Staat werden mögen, das set unsere Hoffnung heute am 26. Jugendfest und in dieser Hoffnug lasset uns ausrufen: Unter Vaterland und in ihm unsere liebe Stadt Gießen sie leben hoch! hoch! hoch!" Der Gesang des ewig schönen Deutschland über alles" beschloß diesen erhebenden Aft der Feier. Nun begannen auf den abgesteckten Plägen unter Leitung der Lehrer, Lehrerinnen oder besonders dazn bestellten Personen die Spiele, für welche die Stadt in ihrer befannten entgegenkommenden Weise alle Vorbereitungen getroffen hatte. Bei den Knaben erweckten das besondere Interesse der Zuschauer das Sackhüpfen, Topf schlagen, Balkenlaufen, Wettklettern und Wetturnen, wobei den Siegern neben Spielsachen namentlich Wurst und Semmel als Belohnung winften, welche gewöhnlich mit dem besten Appetit zum Ergößen der Eltern und Lehrer verzehrt wurden. Bei den Mädchen herrsch 21. Jahrg. Bekanntmachung. Die unterm 17. Juni 1910 angeordnete Sperre Hamstraßzwischen den Unterführungen an Westanlage und Neustadt wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 27. Juli 1910. Großherzogliches Polizeiami. Gebhardt. der der ten mehr die ruhigeren Spiele wie Ringelreigen, Blinde fuh usw. vor, welche mit dem Gesang von Kinderliedern abwechselten, die mitunter recht innig zu Gehör gebracht wurden. Da der Festplatz den Eltern der Kinder leider keine Sitzgelegenheit bot, so füllten sich gar bald die Bänke der Wirtschaften, deren Inhaber somit auch auf ihre Rechnung gekommen sein werden. In den Räumlich, feiten des Restaurant Philosophenwald" suchten ebenfalls viele Leute Unterkunft, während die Kuchenbuder namentlich von den Kindern umlagert wurden. Unter den Weisen der Musik verstrich der Nachmittag zem lich schnell, viel zu rasch aber für die Schüler und Schülerinnen, welche sich um 7%, Uhr von den Spielplätzen trennen mußten, da um diese Zeit das Trompetenfignal zur Rückkehr in die Stadt aufforderte. Unter Trommelwirbel, Musik und Gesang langte der Zug wieder bet der ürgermeiste cet an, wo er sich nach Angabe der Klassenfahnen und sonstigen größeren Abzeichen auflöfte. Ebenso wie das Feft noch lange in der Erinnerung der Kinder fortleben dürfte, so werden auch die Erwachsenen auf den Verlauf des Donnerstag mit Zufriedenheit zurückblicken fönnen. .h Lokales. Gießen, 30. Juli 1910. Ernannt wurde der Regierungsassessor Walter Dicoré aus Treis a. Lda. zum Finanzassessor. * Militärisches. Versetzt wurde der Hauptmann und Komp. Chef v. Strneusee im Gren.- Regt. König Friedrich Wilhelm IV.( 1. Pomm.) Nc. 2 in das Inf.Regt. Kaiser Wilhelm. Zum Assist.- Arzt wurde der Unterarzt der Reserve Dr. Klein- Gießen befördert. * Liebig Labocatocium. Dem Ausschuß zur Erhaltung des Liebig- Laboratoriums, welcher sich bekanntlich vor kurzem in Gießen bildete, sind bereits für die Verwirklichung seines Planes zahlreiche Geldspenden zugegangen, welche zu der Hoffnung berechtigen, daß das Laboratorium demnächst wieder hergestellt werden fann. Die genannte Kommission hat sich jetzt an die Stadtverwaltung mit der Bitte um die mietweise Ueberlassung der einstigen Arbeitsstätte Liebigs gewandt und es steht mit Sicherheit zu erwarten, daß die Stadtverwaltung dem Gesuch entsprechen wird. * Ginberufung während der Erntezeit. Infolge abnormen Witterungsverhältnisse drängt sich in bielen Teilen des Großherzogtums die Gernte in die Zeit zusammen, zu der eine Reihe von Einberufungen zu einer 14tägigen militärischen Uebung seitens der Militärbehörden erfolgt. Das Generalfommando des 18. Armeekorps hat daher soeben die Bezirkskommandos angewiesen, alle Gesuche um Befreiung von den llebungen wegen der Ernteverhältnisse genau zu prüfen und ihnen soweit wie möglich stattzugeben. * Stadt und Kirchengemeinde. Die wegen der Eigentumsrechte an dem Stadtkirchturm und der alten Friedhofskapelle zwilchen der Stadt und der evangelischen Kirchengemeinde entstandene Meinungsverschiedenheit ist jetzt durch einen Vergleich beigelegt worden. Der Stadtkirchturm geht in den Besitz der Kirchengemeinde über, während als Eigentümerin der alten Friedhofstapelle die Stadt anerDas Oberkonsistorium hat dieses Abkommen fannt wird. bereits genehmigt. Wahrscheinlich werden auch die Stadt= verordneten demselben zustimmen. * Nach einer uns zugegangenen Meldung kommt der greise Turnbater Dr. Goeg, der vor wenigen Tagen den Deutschen Turntag in Straßburg erst geleitet hat, bestimmt nach Kreuznach zum Kreisturnfest Man wird Goeg überall mit Jubel empfangen. h. Ernte. Auf den Roggenfeldten in der Um. gebung von Gießen sind die Landleute nun überall mit der Ernte beschäftigt. Leider gehen die Arbeiten nicht so rasch von statten, da sich das Korn infolge der anhaltenden Feuchtigkeit an vielen Stellen gelagert hat. Auch die Kartoffeln haben teilweise durch die Regen-| Mezgerinnung bekannt, daß das Ochsen- und Rindfälle gelitten. * Selbsthilfe gegen den Obstdiebstahl empfiehlt den Obstzüchtern der Oberhessische Obstbau Verein in Friedberg, indem er u. a schreibt: Die Reife des Frühobstes, abgesehen von Kirschen, tritt jetzt ein. Die Obstzüchter müssen sich nun selbst gegen den Diebstahl thres mit großer Mühe gezogenen Obstes schützen. Wir bitten ganz dringend, jede Beobachtung von Obstdieb. stahl, und seien es auch nur einzelne Früchte gewesen, die gestohlen wurden, der Geschäftsstelle des Oberheff. Obstbauvereins in Friedberg mitzuteilen. Wir werden sofort die energischsten Schritte tun, um die Betreffenden zur Bestrafung zu bringen. Eine falsche Nachsicht führt nur dazu, die Frechheit, besonders der jugendlichen Obstdiebe, zu steigern. Jeder, der eine Anzeige unterläßt, begeht somit einen großen Fehler, der sich bitter rächt." * Die Haftpflicht des Landmannes illustriert folgendes Vorkommnis: Ein Händler besichtigte bei einem Landmann ein zum Verkauf stehendes Rind. Beim Betasten des Tieres schlug dieses aus, ohne den Händler zu treffen. Beim nochmaligen Versuch traf ihn das Tier aber derart, daß er schwer verletzt wurde. Der Händler forderte nun eine jährliche Rente von 3600 Mr. Das Reichsgericht sprach sich grundsäglich für die Hast barke' des Landwirtes aus. Da der Händler sich aber wiederholt in Gefahr begeben hatte, so Itege Selbstbecschulden vor, das die Haftpflicht aufhebe. Demnach wäre der Landwirt zum Schadenersaz berpflichtet gewesen, wenn das Tier den Hänoler beim erstmaligen Also Vorsicht! Schlagen getroffen hätte. Hus Hessen vnd Nachborgebiet. * Lauterbach. Der hiesige Volksbildungsverein plant eine Ausstellung alter Möbel 2c. als Verkäuferin für das demnächst zu eröffnende Heimatmuseum. * Hungen. Der Landwirtschaftskammer- Ausschuß für Oberhessen wird in Hungen vom 16.- 18. August einen Obst und Gemüseverwertungskursus abhalten. Neben Belehrung über die Zusammensetzung, die Ernte und Ausbe' wahrung, sowie den Versand des Obstes soll in erster Linie seine Verwertung im Haushalt gelehrt und durch Vorführung der Fruchtsaft, Gelee, Marmelade, Mus- und Latwerge- Bereitung erlernt werden. Weiterhin wird das Einmachen von Obst, das Dörren von Obst und Gemüse und die Verwertung der Gemüsearten gezeigt werden. Anmeldungen sind baldigst bei der Bürgermeisterei zu bewirken. * Ruppertenrod. Die hiesige Kirche wird in diesem Jahre 200 Jahre alt. Sie wurde im Jahre 1710 im einfachen Renaissancestil erbaut. Bei dem großen Brande des Jahres 1884 schwebte sie in höchster Gefahr und nur den Anstrengungen der Löschmannschaften gelang es, das Feuer abzuhalten. * Ruppertsburg. Nächsten Mittwoch sindet dahier Bürgermeisterwahl statt. Herr Bürgermeister Lehr befleidet sein Amt schon seit 27 Jahren. Für seine Beliebtheit zeugt es, daß er bei den beiden letzten Wahlen ein= stimmig gewählt wurde. * Münzenberg. An Stelle des geflüchteten Bürgermeisters Meßler will man den Gemeinderechner u. Ortsgerichtsvorsteher Weil bei der Neuwahl aufstellen. * Bad Nauheim. Während unsere BäckerJanung endlich mit einem Brotabschlag von 5 Pfg. für den Laib auf den Plan getreten ist, macht die 5) Gerichtet. Familienroman von Franz Wichmann. Berstehe ich recht? Du hörtest das aus dem Munde dieses neuen Heiligen, des Apostels Hellborn, wie sie ihn nennen? Du hast ihn gesprochen?" „ Zürne mir nicht, Vater," bat das Mädchen, ich habe es nicht gewollt, es geschah gegen meinen Willen!" ,, Was soll das heißen?" gvollte der Förster. Wenn die Weibsleute einen Mann begegnen, ist es niemals gegen ihren Willen!" daß „ Auch er wollte es nicht, der Zufall jedoch fügte es, Der Zufall fügt nichts," fiel der Vater ihr ins Wort,„ es war Gottes Wille, der dich in Versuchung führen wollte, dein Herz zu prüfen, und du ich fürchte bist dem Bösen ins Netz gegangen!" Klaras Augen leuchteten begeistert auf. ,, Nein, Vater, es ist das Wort Gottes, das er predigt, in neuem Gewande in junger Form, doch der ewige, alte Kern!" sagte sie. In dem alten Förster flammte es auf. „ Ich will keine Redensarten, du wirst mir sagen, was geschehen ist!" rief er aus." Augenblicklich stehst du mir Rede und Antwort! Und ohne Ausflüchte! Was ist da hinter meinem Rücken vorgegangen? Ich will- ich muß es wissen!" Die Frage und noch mehr die Art, wie der Vater sie stellte, ließ die Försterstochter keine Sekunde mit der Antwort zögern. ( Gerichtet 12 Nr. 8.) ,, Nichts Unrechtes, Vater, so wahr ich dein Kind bin!" erflärte sie offenherzig. „ Nichts Unrechtes!" brauste der Förster auf.„ Das sagt auch jeder Spitzbube, weil ihm das Schlechte gut scheint! Du bist mit ihm zusammengekommen? Gestehe es!" „ Ich konnte nicht anders!" stieß Klara jetzt hastig hervor. ,, Sein Kind-" „ Was hattest du mit dem Rangen zu tun?" fiel der Förster ein. „ Ich kam hinzu, als es spielend über einem Abgrund tändelte, dort drüben, nur wenige Schritte von unserm Hause, am Rande des Baches. Eine Minute später und die tief unten fließenden Wasser hätten es aufgenommen. Im letzten Augenblick noch vermochte ich es vom Sturz aus der Höhe zurückzuhalten!" fleisch von heute an 5 Pfg. das Pfund mehr kostet. * Bad Nauheim. Von einem Automobil totgefahren wurde hier der 32 Jahre alte ledige Heinrich Kremer aus Nieder- Mörlen. Der Chauffeur wurde in Haft genommen. * Friedberg. Auf Anordnung der Behörde wurde der hier bestehende Spiel- Automat, dessen Unternehmer auch in Offenbach, Gießen und Mainz solche Geldspiel- Automa ten aufgestellt hatte, geschlossen. Hier war er drei Wochen in Tätigkeit. Der Förster machte ein paar rasche Schritte durch das Rimmer. Er schien mit sich zu kämpfen. Aber sein Groll * Friedberg. Die Reichsbank hat pe 1. Oftbr. ein Haus in der verlängerten Bismarckstraße gemietet. * Büdesheim( Kr. Friedberg). Zum Bürgerme ist er wurde Betgeordneter Schaub mit 140 Stim men gewählt, der Gegenfundidat Wissenbach erhielt 98 Stimmen. Der seitherige Bürgermeister Otte hatte nach Dienstjahren eine Wiederwahl abgelehnt. 27 Warburg. Die ,, Arminta", die älteste Burschenschaft Maburgs, die im Jahre 1850 aus schon seit 1818 bestehenden studentischen Vereinigungen sich bildete, feierte ihr 60. Stiftungsfest und zugleich auch die Einweihung des im Arminiagarten am Werdaer Weg erbauten neuen hübschen Voheinshauses. Für Ende nächster Woche steht u. a. noch ein größeres Stiftungsfeft, das 85jährige Bestehen des Kos Tertonia", in Aussicht. Aus aller Welt. 23. Ch El " Juli 23. G 23.5 24. 25. 61 alt 26. B 26. M 28. St al இ i Am 1 * Berlin. Der Staatssekretär des Reichskolonial amis v. Lindequist wandte sich an die Handelsfammern bon Berlin, Köln, Chemnitz, Nürnberg, Bremen, Mann heim und Hamburg um de Benennung von Mitgliederu für eine ständige Kommission zur Unterstützung der Ko lonialverwaltung in wirtschaftlichen Fragen, die der Staatssekretär näher bezeichnet. Hamburg und Berlin sollen je zwet, die übrigen Handelskammern je einen Vertreter wählen. Es ist beabsichtigt, die Kommiffion von Zeit zu Zeit zu gemeinsamen Sigungen unter dem Vorsitz des Staatssekretärs einzuberufen und auch in Einzelfällen Gutachten von den Mitgliedern zu erbitten. Das 50 kilometer- Rennen hinter Mo torführung, welches am 24. d. Mts. in Gladbeck ausge fahren wurde, sah A. Stensizti vor Wilde und Wißmann als Ersten am Ziel. Der Sieger benutzte die Marke Bren nabor. )( Bremen- Hamburg Bremen, eine vom Gau 2 veranstaltete Radfernfahrt über 212,6 Stlometer, brachte der Marke Brennabor am Sonntag, den 24. Juli, den 3. Platz. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen Geborene. Juli 16. Schlossermeister Georg Guler eine Tochter. 18. Pflasterer Karl Gerhards eine Tochter, Alma. 18. Eisenbahn- Packmeister Peter Urrigshardt ein Sohn, Heinrich. " " er= " 19. Postboten Andreas Fuchs eine Tochter, Karola Katharine Elise. * Schwalheim. Bei der Gemeinderatswahl siegte zu wie durch die letzte Reichstagswahl nicht anders warten, die Liste der Sozialdemokraten. * Frankfurt a. M. Im alten Senckenbergianum wurde eine eigenartige, nur bis zum 1. August währende, Ausstellung eröffnet, eine Vorführung aller hier vorkommenden eßbaren und giftigen Pilze in natürlichen Exemplaren. Durch besseres Kennenlernen der Pilze und ihrer unter= scheidungsmerkmale soll Vergiftungsfällen vorgebeugt wer den. * Darmstadt. Der Landesverband evangelischfirchlicher Frauenvereine, dem bis jetzt gegen 60 Vereine mit 6000 Mitgliedern beigetreten sino, gedenkt seine diesjährige Jahresversammlung am 7. September hier zu halten. Den Hauptgegenstand der Verhandlungen wird die Krippelpflege bilden. Referenten sind die He, cen Dr. Heid und Inspektor Weimar in NiederRamstadt, wo schon der Anfang mit einem Krüppelheim gemacht ist. Neben dem gegenwärtigen Stand der Küppelfürsorge wird besonders auch die Frage behandelt werden:" Was kann seitens der Frauenvereine vorbeugend und helfend in der Krüppelfürsorge geschehen?" * Vom Odenwald. Auch in unserem Gebirge werden die Ernteaussichten, die dieses Jahr bet uns so vielversprechend waren, täglich trostloser. Das Heu ist teilweise sehr schlecht heimgekommen, anderes steht oder liegt noch draußen. Das Getceide lagert sich und die reich behangenen Obstbäume wurden seither durch den Wind schon sehr geschüttelt. Se't zwei Tagen cber herrscht solch sturmisches Weiter, daß die Landwirte das Obst massenweise auflesen, so daß nun auch leider die so schönen Hoffnungen auf einen diesjährigen reichen Obstiegen geschwunden sind. * Darmstadt. Die Kohlenlieferung für die sämt lichen staatlichen Behörden des Großherzogtums Hessen hat das Ministerium der Offenbacher Zweigniederlassung einer Mannheimer syndikatsfreien Firma ohne Submission übertragen. gegen den Sonderling überwog das weiche Gefühl, das sich bei der Erzählung seines Kindes einen Augenblick in seiner Brust geregt hatte. „ Das sind die Folgen seiner Torheiten," murrte er. Ohne Aufsicht läßt der Lump seinen Kleinen umherlaufen wie ein Landstreicher. Er verdient fein Kind!" Klara wagte mit sanfter Stimme zu widersprechen:„ Er fonnte ja nicht da sein, Vater! Es ist schon drei Wochen her, er war in der Stadt vor Gericht wie heute, und er hat doch niemand, dem er sein Kind anvertrauen kann, niemand als den lieben Gott. Die Menschen alle hassen, verachten und verlachen ihn!" ,, Er will es ja nicht anders!" brummte der Förster. „ Weil er seiner inneren Stimme folgt!" erklärte das Mädchen. ,, Hat er dir das aufgebunden?" stieß der Förster heraus. ,, Verstehe schon: er möchte einen Heiligen, den Propheten spielen, aber es glaubt ihm niemand!" ,, So ist es noch allen Propheten ergangen, Vater!" sagte Klara ruhig. Zornig hemmte der Förster den Schritt und blieb vor ihr stehen. ,, Um eine Antwort bist du nie verlegen! Aber ich will mich nicht mit dir in einen Streit einlassen. Mit der Zunge sind die Weiber uns Männern immer voraus. Gestehen sollst du, sonst nichts! Was geschah weiter? Was tatest du mit dem Buben?" „ Ich brachte ihn dem Vater, das heißt, ich führte ihn nach seiner Hütte; ich kannte ja das Kind, und da-, wie ich anlangte, fam er eben aus der Stadt zurück." ,, Und sprach mit dir?" fragte der Förster scharf. ,, Er dankte mir, obwohl es dessen nicht bedurfte, denn ich tat nichts, als meine Pflicht!" " Das gebe ich zu. Das Kind kann ja schließlich nichts für die Torheiten seines Vaters, und Mensch bleibt Mensch. Aber er hätte dir besser danken sollen, als daß er dir seine windigen Grillen in den Kopf setzte." Klaras Ton wurde immer wärmer: ,, Er tat es auch nicht aus sich selbst, Vater! Ich fragte ihn, wie es ihm in der Stadt ergangen sei und dann noch manches andere, wie es so tam, und aus allem erkannte ich, daß er ein edler Mensch ist!" Der Förster hatte sich ans Fenster gestellt und trommelte erregt mit den Fingern gegen die Scheiben. Genug, genug," brachte er heraus,„ ich will nichts mehr hören! Es ist ein Glend um die Weibsleute; allem Fremdartigen laufen sie nach, den Fräcken und bunten Uniformen, den Narrenkleidern, Feßen und Lumpen, wenn nur ein Mann " 20. Kaufmann Louis Mendelsohn eine Tochter, Elisabeth. W dann Garan Elega " " 20. Schuhmachermeister Heinrich Müller eine Tochter. 21. Oberpostsekretär Karl Hedrich ein Sohn. C 5 u. 6 cm " 22. Landwirtschaftslehrer Heinrich Schmalbach ein Sohn, Karl Heinrich. Preis 1,2 " 22. Taglöhner Wilhelm Ude eine Tochter, Thekla Wil helmine. " 23. Vizefeldwebel Ernst Heller ein Sohn, Karl Ernst. " 23. Schriftseter Richard Strohwig ein Sohn, Walter Franz Louis Wilhelm. Aufgebote. Juli 22. Carl Trechsler, Postbote, mit Anna Wenderoth, beide in Gießen. " " " 22. Johann Bechte, Ingenieur in Hanau, mit Elise Braun in Gießen. in Gießen. 28. Friedrich Böckel, Schneider, mit Margarete Schnei der, beide in Bermuthshain. 28. Heinrich Lenz, Profurist in Oelde, mit Elise Jung in Gießen. Eheschließungen. Juli 23. Heinrich Hinkler), Kassenbeamter, Schulmeyer, beide in Gießen. " " mit Elisabetha 23. Ernst Weller, Ziegelmeister, mit Hedwig Schrader, beide in Gießen. 23. Friedrich Meifarth, Kaufmann in Lemgo, mit Johanna Hollmann in Gießen. Darmstädter Möbel Ber 5 u. 6 cm Preis 1 K Spilzer Frei Ver trages Auf Bei k liefert Ihnen vollständig frei ins Haus unter 10jähriger Garantie das Darmstädter Möbeleinrichtungshaus Ludwig Strikinger, Darmstadt, Heinrichstraße 67. nieru Viel Freie Zusendung meines Kataloges. darin steckt, und wär's der schlechteste Gesell auf Gottes Welt. Wenn sie einmal die Witterung haben, dann zum Teufel Ver nunft, Heimatsliebe und Tugend!" Obwohl er die Worte nur zu sich selbst gesprochen, hatte Klara sie doch verstanden. Ihre schlanke Gestalt richtete sich auf, und frei sah sie ihm ins Auge. Vater, so habe ich niemals gedacht! Das sind deine Ans sichten!" sprach sie fast hoheitsvoll. Der Förster wandte sich ab. ,, Habe ich nicht recht?" grollte er. Freilich, mit dir kann man nicht darüber reden. Aber ich verbiete es dir, jemals noch ein Wort mit jenem Hanswurst von einem Menschen zu reden." ( Gerichtet 13 Nr. 8) bo Di Weicka und zw L Nuzinh rungen gräben, follen d und Be mer Ne beztebb Und sprechen Dienst pofticei in Gege „ Ich will tun, was ich kann, Vater!" sagte Klara leise. ,, Das ist keine Antwort!" erwiderte der Förster. wenn du es nicht fannst?" Dann werde ich es auch nicht tun, Vater!" Freches Ding," brauste der Förster auf, das wagst du mir zu sagen! Du wagst es, mir ins Angesicht zu trotzen?" ,, Ich will mich ja bemühen, deinen Willen zu erfüllen," antwortete das Mädchen, ,, mehr vermag ich nicht zu ver sprechen!" Drohend streckte Lorenz Reiner die Hand aus. ,, Nun denn, so geh in dein Verderben! Aber das sage ich dir: ich will keinen Teil daran! Mein Haus hat in Ehren gestanden bis heute und soll rein bleiben von allem Makel. Wenn du jenem anhängst, verläßt du deine Mutter und mich! Was willst du? Wähle!" Klara stand einen Augenblick stumm, ein heftiger Kampf durchwogte ihre Brust, in der es schluchzend wie ein ver haltener Tränenstrom heraufquoll. Und plötzlich warf sie sich laut aufweinend an die Brust des Vaters. ,, Vater, ich kann dich nicht lassen," brach es aus ihr her vor ,,, ich will tun nach deinem Willen!" Gerührt hielt der rauhe Mann das bebende Mädchen in seinen Armen; nur stoßweise kamen die Worte über seine Lippen: ,, Recht, meine Tochter, nun hast du dich wiedergefunden zu mir, zu deinen Eltern als unser Kind! Möchte auch Otto wieder werden wie du! Dann wäre alles gut!" Ein hastiges, doch leises Pochen an der Tür unterbrach ihn Wer ist da?" fuhr er ärgerlich auf. Jekt in diesem Augenblick! Kann man denn niemals Ruhe haben?" Seine Arme lösten sich von Klaras Schultern. ,, Sei ruhig, Kind, es ist ja alles wieder in Ordnung jezt! sprach er. Herein!" gebot er dann auf das Klopfen. ( Fortsetzung folgt.) Der Direktion Diens 10. a. let Gaftip Rovita Die S stolonial stammer en, Mann Mitgliederu ng der Sto die de nd Berlin je einen tommiffion unter dem d auch in zu erbitten binter Mo bed ausge Wigman Marle Bren 11, eine von Stlometer 24. Juli ot Gießen chyter. , Alma. rot ein Sohn 23. Christian Geldbach, Postassistent in Ronsdorf, mit Elisabeth Eimer in Gießen. Gestorbene. Juli 23. Georg Kiefer, Kaufmann, 32 Jahre alt. " " " 群 E " 23. Henriette Heddaeus, geb. Abee, 80 Jahre alt. 24. Friedrich Dietrich, Arbeiter, 44 Jahre alt. 25. Christian Arnold, Stellwertsweichensteller, 63. alt. 26. Barbara Pflanz, geb. Gremm, 70 Jahre alt. 26. Marie Lob, geb. Leng, 66 Jahre alt. 28. Konrad Breitstadt, Hilfswagenmeister, 77 Jahre alt. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 10. Sonntag nach Trinitatis, den 31. Juli. Gottesdienst In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. Vermittags 9% Uhr: Pfarrassistent Hanstein. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer D. Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrassistent Hanstein. In der Johannesfirche. Vermittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Adolph. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes- Gemeinde. Pfarrer Adolph. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung Johannessaal. Wollen Sie sparen? dann benutzen Sie abwaschbare Triumph- Dauerwäsche. Garantiert Leinen resp. Shirting, wasserdicht, abwaschbar präpariert. Elegant, praktisch, dauerhaft. Flirt ter, Starole Cochter, Eli Kaptain eine Tochter 5 cm hoeh, n. hint. 4 von 5 cm nalbach ein Preis 1,25 Mk. Preis 1,25 Mk. Preis 1,25 Mk. Preis 1 Mk. 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Gänzlicher Wegfall der Wasch- u. Plättkosten. Unterhalta. grösseren Wäschevorrats unnötig, da einige Stücke Dauerwäsche für den laufenden Bedarf genügen. Triumphwäsche kann wochenlang getragen werden. Wenn durch langes Tragen unansehnlich, wird dieselbe bei uns auf neu gewaschen und abwaschbar präpariert;( Stehkragen 35 Pfg. etc) Stets saubere Wäsche, da etwaiger Schmutz mittels kalten Wassers evtl. etwas Seife in wenigen Augenblicken entfernt wird und die Wäsche sofort wieder benutzt werden kann. Durchschwitzen unmöglich. Unentbehrlich für Beamte, Geschäftsreisende, Sportleute, Geschäftsleute, Komtoristen, Privatiers etc. Triumph- Dauerwäsche ist nicht zu verwechseln mit minderwergen Fabrikaten von Papier, feuergefährlichem Celluoid, wertloses Wasserglas oder dergleichen. Triumph- Dauerwäsche ist von gewöhnlicher Plättwäsche nicht zu unterscheiden. Jede Bestellung( auch einzelne Kragen. Höhe und Weite ist anzugeben) wird am Tage des Einganges ausgerührt. 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Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen- heit zur heiligen Beicht. Sonntag, den 31. Juli. 11. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags 6% Uhr: Gelegenheit zur bl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heila. Messe mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen. Freitag vormittag um 6 Uhr ist Segensmesse. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Arbeitsvergebung. Die Arbeiten u. Lieferungen für die Entwässerungsanlage der medizinischen und Frauenklinik mit Direktorwohnungen sowie der alten Veterinäranstalt zu Gießen werden hic.mit auf Grund des Ministerialerlaffes bom 16. Juni 1893 unter den hierzu berechtigten Unternehmern am Ort öffentlich ausgesch.ieben. Zur Vergebung gelangen: Los I: Aenßere Entwässerungsanlage, darunter 1600 cbm Erdaushub, 990 Ifd. m glasierte Tonrohre, 104 Ifd. m D. N. A.- Rohre, 20 Stück Hoffinkkasten, 40 cbm Mauerwerk für Schächte 2c. Los II: desgleichen, darunter 275 cbm Erdaushub, 177 Ifd. m glasierte Tonrohre, 41 Ifd. m D. N. A. Rohre, 5,5 cbm Mauerwerk für Schächte 2c. Los III: Innere Entwässerungsanlage, darunter 100 cbm Erdaushub, 375 Ifd. m D. N. A.Rohre 2c. Los IV: desgleichen, darunter 50 cbm Erdaushub, 200 Ifd. m D. N. A.Rohre 2c. Los V: Wiederherstellung d. Pflaster u.Chauffierung darunter ca. 330 qm Chaussierung, 200 qm Gartenmene, 500 qm Reihenpflaster, Kleinpflaster und neues Gossenpflaster. Die Angebotsunterlagen fönnen auf unserem Amt, Stephanstraße 18, eingesehen, Angebotsformulare, so lange der Vorrat reicht, dorther bezogen werden. Offerten mit entsprechender Ausscheist sind bis Samstag, den 13. August, vorm. 11 Uhr dem Eröffnungstermin, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 29. Juli 1910. Großh. Hochbauamt. J. V.: Heyer. Arbeitsvergebung. Vorbehaltlich der Genehmigung Großherzl. Ministeriums werden biermit auf Grund des Verdingungserlasses vom 16. Juni 1893 folgende beim Neuder Trinkkuranlage vorkommer den Arbetten öffentlich ausgeschrieben: bau 1. Erd- und Maurerarbeiten: Los I: Ostflügel, 730 cbm Erdbewegung, 680 cbm Bruchsteinmauerwerf, 920 cbm Backsteinmauerwerk, 172 qm Fachwerkswände, 435 qm Zwischendecken usw. Los II: Südflügel, von Wasserleitungsarbeiten. Wasserleiiangs- und Konalisationsarbeiten. 449 cbm Erblewegung, 475 cbm Bruchsteinmauerwerk, Bruchſteinmauerwerk, Die bei Herstellung der Wasserversorgungsanlage Sanalisationsanlage Münster vorkommenden Arbeiten Die bei Herstellung dec Wasserversorgungs. und 800 cbm Badsteinmauerwerk usw. 2. Steinhauerarbeiten: Los I: Oftflügel, 121 alt richtete sich Weichartshain vorkommenden Arbeiten und Lieferungen und Lieferungen und zwar: cbm Muschelfalfstein. Los II: Südflügel, 188 cbm L08 1: Hochbehälter im Stampfbeton mit 80 cbm Los I: Zuleitung und Ortsnez, Rohrgraben, Rohr- desgl. Los IV: 4 cbm Basaltlava und Betonarbeiten für beide Flügel. Nuzinhalt. Los II: Zuleitung, Rohrgräben, Rohrliefe. lieferungen und Verlegungsarbeiten. 3. Betonarbeiten: etwa 60 cbm Beton verrungen u. Verlegungsarbeiten. Los III: Ortsneg, RoyrLos II: Hochbehälter im Stanipfbeton mit 70 cbm schiedener Art, 26 Pergolapfeller, 1900 qm UnterlagsNuzinhalt gräben, Rohrlieferungen u. Verlegnngsarbeiten beton, 477 qm Betondecken, 1240 qm Gewölbe in Rabit follen durch schr., iliche Angebote vergeben werden. Pläne sollen durch schriftliche Angebote vergeben werden. Pläne oder Beton, 400 m Beſimſe. und Bedincunga find bei dem Urterzeichneten( 3im. und Bedingungen sind bei dem unterzeichneten( 3im4. Zimmerarbeiten: Los I: Oftflügel, 116 cbm mer Nc. 24) einzusehen. Ang botsvordrucke sind daselbst mer Nr. 24) einzusehen. Angebotsvordrucke sind daselbst Tannenholz, 4 cbm Gichenholz zu liefern und zu verbeziehbar. Angebote sind verschlossen und mit ent beziehbar. Angebote sind beschlossen und mit entzimmern, ferner Gefimse usw. Los II: Südflügel, 78 cbm Förster. Un sprechender Ausschrist versehen bis Tannenholz, 8 cbm Eichenholz zu liefern und zu berzimmern, ferner Gesimse usw. , mit dir fam es dir, jemal Menschen htet 13 Nr. 8 Klara leije Cer!" das wagft d zu troken? 113. zu erfüllen nicht zu ver Aber das fag Haus hat in ben von allen deine Mutte beftiger Ramp wie ein ve warf fie fid aus ihr ber we Mädchen in er feine Sippen: wiedergefunden Schte auch Oth unterbrach ihn jekt in diefen aben?" n. Ordnung jekt! opfen. Dienstag, den 9. August d. Is., vorm. 10 Uhr postfrei bei mir einzureichen, woselbst auch die Eröffnung in Gegenwa.t etwa erschienener Bieter stattfindet. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 21. Juli 1910. Der Gr. Kreisbaninspektor des Kreises Gießen. J. V.: KnöII. Neues Stadttheater Giessen. Export- Aepfelwein npfiehlt in Flaschen 1 Gebinden Emil Schmall sprechenter Aufschrift versehen bis Dienstag, den 9. August d. Is., vorm. 10 Uhr postfrei bei mir einzureichen, woselbst auch die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienen r Bieter stattfindet. Freie Auswahl unter den Bewerbern bleibt bor behalten. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 25. Juli 1910. 5. Eisenlieferung: 2800 kg Träger zu liefern. 6. Grobschlosserarbeiten: Los I: Oftflügel, 1200 kg Eisenzeug. Los II: Südflügel, 900 kg EisenDer Großh. Kreisbaninspektor des Kreises Gießen. Los II: Südflügel, 1230 qm Dacheindeckung mit zugeh' J. V: KnölI. Versteigerung. zeug. 7. Ziegellieferung: 72000 Stück holländische Pfannen mit Falzen nebst Grat- und Ficstziegel usw. 8 Dachdeckerarbeiten: Los I: Oftflügel 1500 qm. Grat, Firft und Kehldeckungen, Schneefanagitter usw. 9. Spenglerarbeiten: Los 1: Oftflügel, 250 m Hännefandel, 138 m Abfallrohre, 54 qm Stehlen u. WandMontag, den 1. August d Is., nachm 4 Uhr usw. Los II: Südflügel, 78 m Hängefandel, 50 m Abanschlüsse aus 3int, 60 qm Bleidichtungen, Dachknäufe, soll in dem Hofe des Gymnasiums, Ecke Südanlage fallrohre aus Kupfer, 220 m Hängefandel, 78 m AbfallBiergroßbandlung, Telephon 83. und Bismarkstraße Wiederverkäufer Raba.i. 1 Partie zweißhige Schulbänke mit eisernem rohre, 44 qm Stehlen- und Wandanschlüsse in Zink, 43 Uniergestell 1,10 m lang. tednerpulten geeignet), 10 Std Tiſche 2,20 m lang, 76 m Leitungsdraht usw. 6 Stck. Katheder( zu qm Dichtungen in Blei, Dachknäufe usw. 10. Blizableiteranlage: 2 Auffangstangen, 0,60 m breit und 1 viertüriger Schrank 2,70 m lang, 2,00 m hoch meistbietend einzeln bersteigert werden. Gießen, den 29. Juli 1910. Patentanwalt Direktion: Hermann Steingoetter. Sack- Leipzig Dienstag, d. 2. Jult 1910, abends 8 Uhr 10. a. letzte Operetten- Vorstellung Gastspiel des Bad Nauhe..ner Kurtheaters. De gi Novität! ei Novität! Bheumatisund Gicht- Leidenden ile ich aus Dankbarkeit umDie Förster Cbristl. ionit mit, was meiner lieben Operette in 3 Akten von Georg Jarno. Mutter nach jahrelangen qualbollen Gichtleiden geholfen hat. Feln. Marie Grünaner München, Pilgersheimerstraße 2/11. Großh. Hochbauamt Gießen. Biedenkopf Sommerfrische im oberen Lahntal. Prachtvolle Waldungen. Ausgezeichnete Verpflegung bei billigen Preisen. Auskunft durch den Bürgermeister. Die Unterlagen sind auf unserem Amte einzusehen. Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen und soweit möglich auch Zeichnungen werden zum Selbstfostenpreis abgegeben. Die Angebote sind unterschrieben, nach Losen geteennt mit vollständiger Aufschrift der Arbeit und des Loses, portofcet bis spätestens 9. August, vorm. 11. Uhr bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Bad Nauheim, den 19. Juli 1910. Großh. Baubehörde für die Neubauten in BadNauheim. Jo ft. 40 Pfg. 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Hus BackfischDer neue Herr. * O* Der Burggeist spuckt; wohin ist der Ritter entflohen? Die verliebte Tante. Mutter:" War die Tante recht freundlich zu Dir?" Peperl: ja, zuerst hat sie mir einen Schnurrbart angeklebt, und dann hat sie mich wohl eine halbe Stunde lang abgeküẞt." 7. Ostpreußische Köchin( ins Zimmer stürzend):„ Harr Profasser, Harr Profasser!" Nicht Harr Profasser Herr - Professor!" " Treppe!" ,, Auf der Trappe..."- der Treppe iſt mich..." ,, ist mir!" ,, ist mir een bowtiges Mannchen ,, ein reduziert aussehender Dpfui! Derselbe!" selbe hat den neien Pelz von Madamchen Pelz der gnädigen Frau!"" gestohlen!"-" Gestoh ,, Auf Der„ печен Mann!" -„ Das Das mmmmmmm. Haltet ihn auf! Haltet ihn auf!" nu is er längst über alle Barge!" 24 Facit. " Ja, Harr Profasser Wollte in der Sommerwohnung Ruhe suchen, Nervenschonung; Aber Proste Mahlzeit, Kuchen, Diese Hoffnung musste schwinden, Und ich gab sie auf mit Fluchen; Denn ich konnte vor Besuchen Nicht verbessern mein- Befinden. Stolz. 1990 Aus dem Briefe einer jungen Ehefrau an ihre Freundin: , Dente Dir, Maria, wie reizend: mein Emil ist gestern Hilfsschöffe geworden!" Grosser Betrieb. Dame: Sagen Sie mal, Herr Doktor, gehen Sie denn immer mit zur Beerdigung, wenn einer Ihrer Patienten stirbt?" Arzt: Um Himmels willen, da hätte ich viel zn tun." minul Berantwortlicher Rebatteur: Dr. Rarl Schaumburg, Berlin. Drud und Berlag von Georg G. Nagel in Berlin- Schöneberg. leins Tagebuch. Heute habe ich die ganze InsektenMetamorphose durchgemacht. Als ich auf die Eisenbahn fam, rief ein Chor von jungen Herren:„ Ei!" Kurz darauf hörte ich einen vorübergleitenden Studiofus sagen: Pikantes Lärvchen!" Eine ältere Dame fragte, nachdem sie mich lange Zeit beim Bogenfahren beobachtet hatte: ,, Wer ist denn das graziöse Püppchen?" Und schließlich bliẞte mich Referendar Schneidt mit seinen schwarzen Augenh und rainte an ( natürlich so, daß ich's hören mußte): ,, Reizender Käfer!" Splitter. Hochstehen heißt nicht immer einen weiten Gesichts. treis haben. H. K. Wirtin( leise zum Wirt):" Da sagen die Leute, der neue Bürgermeister sorgt für Ordnung und Ruhe! Ist das in der Ordnung, daß er uns feine Nacht zur Ruhe kommen läßẞt?!" Sie: Ich sehe mehr und mehr ein, daß Du mich meines Geldes wegen geheiratet hast. Deine Liebe war nur Schein, und meine Scheine waren Deine Liebe." Drachenspur. " Wo hat sich denn Kollege Weichler diese tiefe Kerbe im Nasenbein geholt?"" Femininer Einschlag!" 14 Derierbild. vora 1.50 Donn and liegen Selter nicht RE findigkeit. Kriegs- Humoreste von H. Marotte. Die Gie wengasse Wea Gie Weg Katharin Die tagswah ihren A beral part mein die letzt burg b nicht e am S Bersam den v Prof. Tun wird d anderen ten Be ihren nallibe Splitter renadier Samuel Kropatscheck hatte im Verlaufe des Feldzuges den Ruf außerordentlicher Findigkeit" erlangt. Nicht daß damit eine besondere strategische Fähigkeit gemeint ist, eine spezielle Begabung für das Auffinden feindlicher Spuren etwa. Nein, Grenadier Samuel besaß ein geradezu verblüffendes Talent im Ermitteln jener Ingredienzien, welche zur Ernährung unserer sterblichen Hälfte nun einmal erforderlich sind und welche die französische Bevölkerung mit Vorliebe in die entlegensten Schlupfwinkel zu verstecken pflegte. Auf Dinge, wie Auszeichnung, Ruhm und kriegerische Lorbeeren war Samuels Sinn weniger gerichtet. Sein ganzer Stolz gipfelte darin, jederzeit einen wohlgefüllten Brotbeutel sein eigen nennen zu dürfen. Wenn die übrigen Grenadiere einmal an nichts weiterem als an dem verpönten ,, Hungertuche" zu nagen hatten und Samuel mit pfiffiger Miene seine Gßvorräte herausholen konnte, dann schwellten wonnige Empfindungen seine Brust. Etwaige lüsterne und begehrliche Blicke der Kameraden blieben stets wirfungslos. Denn erstens war Samuel ein ausgesprochener Feind des Teilens, er vertrat die Ansicht, daß selber essen fett mache; zweitens wäre seine Freude über die eigene Findigkeit keine vollkommene gewesen, wenn inmitten der hungernden Korona außer ihm noch ein zweiter die Kinnbacken in Bewegung hätte setzen können. Daß man ihn einen Geizfnochen" nannte, fümmerte Samuel wenig; sobald ein derartiges Epitheton seinen Gehörgang passierte, hieb er nur um so herzhafter auf die infolge des nur ihm eigenen Spürsinns erbeutete Schäße ein. Einmal aber geschah doch das Ungeheuerliche, Herr Schmalhans stellte sich auch bei dem Samuel Stropatscheck als Küchenmeister ein. Der Kompagnie war zum Quartier ein vollständig verwüstetes, leerstehendes Dorf angewiesen worden. und hier bersagte selbst Samuels Findigkeit. Denn aus öden Trümmerhaufen Speise und Trank hervorzuzaubern ging selbst über das Vermögen eines Stropatscheck. So trat denn- da die Proviantwagen dem schnellen Vorrücken der Truppen wieder einmal nicht hatten folgen können auch an Samuel die unangenehme Notwendigkeit heran, das ungestüme Snurren seines Magens durch festeres Anziehen des Koppels beschwichtigen zu müssen. Dazu litt der arme Samuel noch Seelenpein. ,, Wie," sagte er sich, wenn die Kameraden merken, daß ich gleich ihnen nichts zu beißen noch zu knabbern habe, dann ist's um mein ganzes Renommee geschehen. Und Spott obenein! Dem muß vorgebeugt werden." Um die Abendbrotszeit ging Samuel in ein Nebenzimmer, legte ein paar Brotfrümel und Wurstpellen die letzten Überreste einstiger Herrlichkeit aus dem Brotbeutel vor sich auf den Tisch und lauschte auf das Knurren seines Magens. Nicht lange dauerte es, so folgte ihm Kamerad Schulze, neugierig den Hals ausreckend. Was machst Du da, Kropatscheck?" Samuel wischte die Klinge seines Taschenmessers an einem Stückchen Papier ab, wie er es nach seinen Mahlzeiten stets zu tun pflegte. Habe eben Abendbrot gegessen." Förmlich verblüfft ging Schulze zu den übrigen zurück. Dieser Kropatscheck ist doch der reine Herenmeister.. Der Kuckuck mag wissen, wo er die Wurst hergefriegt hat. Sah grade noch, wie er das Fett von seinem Messer wischte." Samuel verstand im Nebenzimmer jedes Wort, triumphierend blitte es in seinem Auge auf; das Manöver hatte die erwünschte Wirkung gehabt, der Ruf seiner Findigfeit war gerettet. ,, Na, Kinder, wie steht es denn mit dem Abendbrot?" fragte gleich darauf Unteroffizier Klößer. Allseitiges Achselzucken, melancholische Mienen. ,, Kropatscheck ist wieder der einzige, welcher-" ,, Wahrhaftig? Ja, kann denn der Mensch zaubern? Kropatscheck!" Auf die Schwelle des benachbarten Gemaches erschien der Gerufene. ,, Sie haben' was zu essen?" ,, Es war meine letzte Wurst Die letzte, natürlich die Sie selbstverständlich schleunigst allein zu Leibe legten. Schämen Sie sich, Kropatscheck, das ist nicht fameradschaftlich gehandelt." Guten Abend, Leute," sprach der hinzutretende Hauptmann von Kugler. Bleiben Sie nur siten. Wollte' mal fragen, ob's nicht noch irgendwo ein Restchen für den knurrenden Magen gibt?" ,, Leider nicht, Herr Hauptmann. Der einzige, welcher sich satt gegessen, ist Kropatscheck hat eine folossale Wurst ganz allein Ein plößliches Getöse draußen vor dem Hause ließ alle aufhorchen. Stimmengewirr = Hurrahgeschrei! Jm Nu befanden sich die Soldater vor der Tür. Triumph! Rettung! Soeben waren einige Proviant wagen doch noch angelangt. , Das Gros der Wagen kommt erst morgen nach," berichtete die Begleitmannschaft. ,, Wir wurden mit den frischesten Pferden vorausgeschickt für die dringendste Not." Hei! Wie sich da die hungernden Krieger herzudrängten, wie sich die Arme gleichsam auf Kommando ausstreckten. Allen voran aber sah man den Grenadier Samuel Kropatscheck, mit wahrhaft affenartiger Geschwindigkeit hatte er bereits zwei Würste ergriffen. ,, Grenadier Kropatscheck!" donnerte der Kompagniechef. ,, Herr Hauptmann?" ,, Kropatscheck, Sie haben schon Abendbrot gegessen?" Alle Blicke richteten sich auf den Gefragten. ,, Ja jawohl!" würgte er hervor. - ,, Gut, dann legen Sie' mal sofort die Würste wieder hin! Mit einer ganzen Wurst im Magen werden Sie es wohl bis morgen aushalten fönnen, der kleine Vorrat reicht ohnehin kaum für die übrigen, welche sich feiner so großen Findigkeit rühmen können wie Sie." Ginen langen, schmerzlichen Abschiedsblick warf Grenadier Samuel auf die Würste, dann schlich er still von dannen, um das Koppel abermals fester anzuziehen. Der Kuckuck hol' die verwünschte, Findigkeit!" Sein größtes Stannen. „ So' was zu machen is doch schwär... Die vielen scheenen Widze!! Wo nähm'n se nur das alles här, Herrjemersch, bei där hike!!" Es war gauz heef Herr Seidel sah In'n Restaurant ,, Zum Vetter". Perguiegd mid seiner Frau er las Sie alle wih'gen Blädder. Unteroffizier: eigentlich?" Kasernenhofblüte. Emil Hantsch. „ Einjähriger Schulze, was sind Sie denn Einjähriger:" Dramatischer Dichter." Unteroffizier:„ Na, wissen Sie, wenn die Personen in Ihren Stücken sich ebenso dämlich benehmen, wie Sie, dann werden Sie wohl nie ein vernünftiges Trauerspiel zusammenschreiben." Annonce. Bugeflogen ist ein bunter Papagei. Da er meinem Manne fortwährend von Tänzerinnen, Seft, Austern und dergleichen vorschwazzte, hab' ich ihm den Kragen umgedreht. Frau Rentier Würginia, Richtstraße 7. Praktische Helmzier. Himmel, mein Todfeind in rasendem Lauf! Siegfried, mein Knappe: die Segel hiß auf! Schöne Aussicht. Er: Nicht wahr, Herzensschatz, auf unserer Hochzeitsreise unterhalten wir uns in italienischer Sprache?" Sie:„ Gewiß, Geliebter, aber wenn mal' ne fleine Meinungsdifferenz eintreten sollte, rede ich deutsch mit Dir." Freundschaft. Freunde sich erwerben das ist Kinderspiel; Freunde sich erhalten das erfordert viel. " Ist das nicht eine Gemeinheit von der Leitung dieser Anstalt? Nicht mal das Diplom als Ehrenvorsitzender der organisierten Geldspindenknacker darf ich mir hier an die Wand hängen!" Guter Rat. Kellner:„ Aber wenn Sie mir nicht Ihren Namen und Ihre Adresse nennen können, kann ich doch nicht nach Hause schicken." Gast( betrunken): Wissen Sie, ich habe alles vergessen. Aber, warten Sie. Kellner, lesen Sie mir mal das Adreßbuch vor! Wenn Sie bei meinem Namen sind, werde ich es Ihnen sagen!" 14 Protest. Tourist:„ Was habe ich für meine Manfardenstube zu zahlen?" Wirt: Fünf Mark." Nun, nun ich bin in der Nacht schon genug geschröpft worden!" Ein gutes Herz. Arzt( zur Bäuerin, deren Mann erkrankt ist): Ich hoffe das Beste; gleich wird die Krisis eintreten." Bäuerin:„ Soll ich der auch' ne Tasse Kaffee anbieten? Die wird schön durchfroren sein bei der Hundekälte!" Farbenspiel. " Ich denke, Herr Schwan wollte Dich heiraten?"- ,, Ach, der hat mir nur was weiß machen wollen."- ,, Und nun gehst Du wieder mit Herrn Weiß?", Schweig mir nur von dem! Der hat mich hinterrücks angeschwärzt." Galgenhumor. Verkrachter Lebemann( der von der Höhe seiner Mansarde auf das Straßenleben in der Tiefe niederschaut):" So herunter zu kommen!" Hussa, das war ein fürtrefflicher Kniff Dieses berittene Segelschiff! H.ras würde. gung fchäftig der de noch f Meinetwegen hat sich schon ein junger O weh! ,, Glaubst Du's? Mann das Leben genommen!" ,, Du wolltest wohl nicht von ihm lassen?" Genau beobachtet. Fräulein:„ Haben Sie nicht bemerkt, wie mir der Leutnant eben zulächelte?" Dienstmädchen:„ Nein, Fräulein, da sind Sie im Irrtum; der hat rechts an Ihnen vorbeigelächelt!" Künstlerischer Wandschmuck. didate tionall lichen Schrect Landb daß d ein fich a es ho wegen Freifin berder dak ten b berg. interes Sie ale S linfari nation berpil zutre Man Zwie gentau 016 profeii tiger redme Wend über Man furai nallin