healer goette Quar 1.Preise tigkeit. tät des e elle des „ Kaiser Leiturg elftes gen on Cail 10 Ufr MM ung pald. orftwart 1910 werdrie Stab Wh bertus: olg 1,09 fin sithols elholz ippelholz elholz holz ola ben eifi auf der Happels 910. fteret. allput: chen i Erhältlich Wiefed. vor d ulvern Wenn br. Sie usendstarken uenhilfe' to extra frei u. kr. Vers. ndustrie en 10. Ex appel cake 12 achen, emgung bon arationen, nden, Auf zeichn 20. de elgen in fle neten rgung en an bon ben. scher er Betrieb ranche im essen:: stalt el. 627 , 553 eschäft. 7 werden In n. 000001 Nr. 23. Erscheint täglich außer Sonntags. Bezugspreis: vierteljährlich durch die Träger frei las Haus 1.35 M., durch die Post bezogen 150 Mt. Expebition: Gießen, Seltersweg 82 Freitag, den 28 Januar 1910 Gießener 20. Jahrgang Juferate: dte 44 mm breite Petitselle 20 fenarig, Reklame:" 90 Beilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet 11 " " 50 " Telephon- Anschluß: Sicken, Nr. 369. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen Lokales rr) Provinzielles. eingehend erwägen. Der Antrag Ulrich erscheine ihm aber zu weitgehend. Geheimer at Wilbrand vertritt nochmals die Auffassung, daß die beschlossene Vermehrung der Oberförsterstellen und die Verkleinerung der Forstbezirke eine gute Sache war, die dem Lande zum Vorteil gereichte. Der Ertrag der Forstwirschaft fet seitdem erheblich größer geworden und habe die Richtigkeit dieses Vorgehens bestätigt. Jetzt hier an der Organisation zu sparen, set nicht der richtige Oct. Abg. Brauer regt die Verkürzung resp. die Streichung der Tagegelder für die Oberförster an, sofern sie sich in ihrem Dienstbezirk bewegen. Gegen diesen Vorschlag spricht sich der Negterungsvertreter aus. Mit den Tage: geldern werde ein gewisser Ansporn zur Beaufsichtigung des Waldes gegeben; zudem betrügen diese nur durchschnittlich 378 Mark pro Person. Abg. Ulrich beantragt darauf die Streichung von 3675 Mark für Tage: gelder, wogegen sich Finanzminister Dr. Gnauth ausspricht, der auch vor dem Vorschlag warnt, nur den wirklichen Aufwand statt der Tagegelder zu bewilligen. Gine längere Debatte entspinnt sich dann noch über die Holzhauerlöhne und namentlich über die Höhe der auf 404 000 Mk. veranschlagten Kulturkosten. Der bom Ausschuß gemachten Anregung, an dieser Summe 50000 Mr. zu streichen, widersprechen der Finanzminister und Geheimerat Wilbrand, die den Vorschlag für bedenklich halten, der keinen Kulturbocschritt bedeute. Abg. Dr. Weber meint, daß namentlich an Stoffen für Pflanzgartenanlagen Ersparniffe erztelt werden könnten. Die Beratung wird darauf abgebrochen. ** Die Sitzung des Finanzausschusses am Dienstag fand gemeinschaftlich mit der Regierung statt. die durch die Herren Staatsminister Dr. Ewald, Finanzminister Dr. Gnauth, Geheimeräte Wilbrand und Fehen. v. Biegel ben und Ministerialcat Süffert vertreten war. Zunächst gab Abg. Molthan eine Erklärung ab, in der er feststellte, daß eine in den Blättern erschienene Mitteilung über seine Stellung zur Landwirtschaft unrichtig aufgefaßt worden set. Er habe keineswegs einem Abstrich an dem Zuschuß des Staates für die Landwirtschaft das Wort reden wollen. Auf Vorschlag des Abg. Dr. Weber soll in der nächsten Sizung über diese Erklärung weiter gesprochen werden. Zur Beratung stand dann der Etat der Kamera l- und Forst domänen und in Verbindung damit die von der Regierung herausgegebene Denkschrift über die Entwickelung der hessischen Staatsforstwirtschaft seit dem Jahre 1900. Beim Kapitel„ Lokalverwaltungskosten" werden im allgemeinen für Gehalte usw. 686 795 Mr. angefordert, darunter für 85 Oberförster an Gehalt und Wohnungsgeldzuschuß 429 599 Mr., für 10 Forstassistenten 26 956 Mt.. für Oberförstereiverwalter und Gehilfen 28000 Mt. Der Ausschuß schlägt vor, 7 Oberförfterund 5 Forstassistentenstellen nur auf den Inhaber zu bewilligen. Abg. Ulrich beantragt dagegen, 10 Oberförster und 7 Forstaffiftentenstellen nur auf den Inhaber zu bewilligen. Geheimerat Wilbrand legt das man habe bei der früheren Organisation des Forfiweserot- qeglaubt, durch selbständige Oberförfiereien eine tru nellere und intensivere Waldwirtschaft erzielen zu können, und das set auch geschehen, was die um rund eine Million höheren Ginnahmen bewiesen. Abg. Molthan stellt als früherer Berichterstatter über die Organisation des Forstwesens fest, daß die Vermehrung der Ober förstereien damals anders beurteilt wurde. Es sei jetzt in Fachkreisen ein Umschwung in der Anschauuug eingetreten und es empfehle sich daher, die Frage einer Reorganisation des Forstwesens zugleich mit der geplanten Reform der ganzen Staatsverwaltung in Betracht zu ziehen. Geheimerat Wilbrand weist darauf hin, daß fürzlich in der Versammlung der deutschen Forftmänner in Düsseldorf festgestellt worden sei, daß sich das Prinzip der erfolgten Reorganisation in Hessen durchaus bewährt habe. Abg. Dr. Gutsletsch erklärt, er halte die jetzige Organisation nach wie vor für zweckmäßig; er werde aber im übrigen dem Antrag Ulrich auf neue Prüfung der ganzen Frage zustimmen. Abg. Dr. Weber erklärt, daß eine völlige Reorganisation notwendig set und weist u. a. auf die Kleinheit des Wormser Oberförsteretbezirks hin. Es werde aber vielleicht genügen, nur 7 Oberförsterftellen auf den In- Stück wird im Abonnement nicht wiederholt. Lebhaftes haber zu beschränken und an den Assistentenstellen nicht zu rütteln. Finanzminister Dr. Gnauth erklärt, daß die Regierung zu einer Prüfung der gemachten Vorschläge bereit set; die Regierung sei sich ihrer Verantwortung voll bewußt und werde die Reformvorschläge Stadttheater Gießen. ,, Mignon". Oper in 3 Aften. Musik von Ambroise Thomas. Kennst du das Land, wo die Citronen blüh'n, Im dunklen Laub die Goldorangen glüh'n, Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrthe still und hoch der Lorbeer steht? Kennst du es wohl?." Dieses wunderbare, tieferfaßte, in seiner Einfachheit großartige Lied und einige Momente der Mignon und Harfner Episode sind das Ganze, was die Verfasser des Series Michel Carre und Jules Barbier von Goethes Meisterwerk„ Wilhelm Meisters Lehrjahre" zu retten wußten. Mit Mignon und dem Harfner hatte Goethe die geheimnisrollen, dem menschlichen Erkennen und Bestimmen entrückten Mächte, die in unser Schicksal bedeutungsvoll eingrei fen, in seinen Roman gefügt. Die eine Macht steigt aus uns selbst herauf, sie liegt in den unergründlichen Tiefen unserer eignen Seele sie ist in Mignon verkörpert; die andere liegt außerhalb, in dem Einwirken gottbegnadeter Geister, als deren echtester, höchster Repräsentant der Dichter: der Harsner erscheint. Denn der Harfner ist zugleich Dichter seiner Lieder," Sänger" im uralten Sinne." Was haben daraus die Tertdichter gemacht? Die ergreifende, dichterisch so wunderbar gestalte Geschichte Mignons verzerrt in ein romantisches, sentimentales, märchenhastes Liebesspiel; im poetischen Sinne oft nicht ohne Trivialität der Gedanken und Verse. Was der Oper über die Grenzen Frankreichs hinaus so große Bedeutung verliehen hat, ist das Wert des Komponisten Ambroise Thomas. Die einschmeichelnde Musit, die sorgfältige, reiche und feine Behandlung der Arien, überhaupt der Einzelstimmen haben " Mignon" Heimatrecht auf unserer Bühne verliehen. Mig* Gießen, 28. Jan. Bei der von uns schon kurz erwähnten gestrigen Para de des Infanterie- Regiments ( Kaiser Wilhelm) hielt der Regimentsbefehlshaber Oberst von Müller eine Ansprache, in welcher er die Soldaten zur Treue gegen Kaiser und Reich mahnte und auf die Bedeutung des 27. Januar hinwies. Nach der Paroleaus gabe kehrte die Fahnenkompagnie mit den Feldzeichen unter den Klängen der Regimentsmusik nach dem Hause des Regimentsbbersten zurück. Das militärische Schauspiel hatte den Andrang einer großen Zuschauermenge zur Folge. Am Abend veranstalteten die Kompagnien in verschiedenen Lokalen ihre üblichen Kaisergeburtstagsbälle. * Gießen, 28. Jan. Im Saale des Gesellschaftsvereins fand gestern ein Fest essen statt, bei welchem der Rektor der Universität Prof. Dr. Strahl das Kaiserhoch ausbrachte. -tt- Gießen.( Stadttheater.) Die beiden Sonntag- Aufführungen finden wiederum bei kleinen Preisen statt. Bemerkt sei, daß die Aufführung" Der fidele Bauer" am Nachmittag eine der letzten des beliebten Stü des sein wird. Die Sonntag- Abendvorstellung bringt als Wiederholung Karl Niemanns wirkungsvolles historisches der Lustspiel„ Wie die Alten sungen", das bei Festvorstellung am Donnerstag durch Inhalt, Darstellung und Ausstattung gleicherweise starten Antlang fand. Dieses Interesse gibt sich auch für das Frankfurter Ensemblegast ſpiel am Dienstag fund. Es kommt mit Frau Warrnes Gewerbe" zum ersten Male in unserer Stadt zu Wort, zu dem interpretiert durch 6 erste Kräfte des Frankfurter Schauspielhauses. Es gilt zu dieser Vorstellung der fünfte Abschnitt des Ermäßigungstupons für Abonnenten. nons Romanze„ Kennst du das Land", das steyerische Liedchen im Afte, und ebenda das herrliche Finale„ Titania ist herabgestiegen" und das Terzett am Schlusse des 3. Attes werden nie ihre Wirkung einbüßen und mit ihren lockenden, weichen, sehnenden Tönen in uns wiederklingen, zu mal wenn man sie so vollendet schön hören konnte wie heute abend. Darum gebührt dem„ Theaterverein" ganz besonderer Dank, daß er auch in dieser Saison troß der hohen Untosten wieder drei Gastspiele des Darmstädter Hoftheaters und der Hofmusik ermöglichte. Unter Kapellmeister Kittels musikalischer Leitung fügte sich das Ganze zu einer einheitlichen, abgerundeten, in den Uebergängen und im Wechsel der Tempi fein abgestuften Wiedergabe, die vollstes Lob und uneingeschränkte Bewunderung verdient, Bleinere und wohl kaum bemerkte Unreinheiten im Orchester übergehe ich. Im Mittelpunkte der Aufführung standen„ Mignon" ( Frl. 3eiller) und Philine"( Frl. Such a nek), die wohl beide in gleicher Weise für ihre gesanglich wie darſtellerisch prächtige Leistung wohl verdienten, begeisterten und ehrlichen Beifall ernteten. Den Höhepunkt erreichte Frl. Such an ek in dem schon oben erwähnten Gesang Titanias; mit bewundernswerter Sicherheit beherrscht die Künst lerin die weite Scala tlangschöner und reiner Töne auch in den obersten Lagen, ohne dabei ein dem Charakter der Rolle angepaẞtes, gewandtes Spiel zu vergessen. Gleich schön und groß in ihrer dunkeln, heißen Sehnsucht nach Italien, der erwachten, verzehrenden Liebe zu Wilhelm Meister, der Weichheit zarter, edler Weiblichkeit, der Wildheit ausbrechender Zigeunerlust sang und spielte Frl. 3 eiller. Das besonders Hervorragende in gesanglicher Hinsicht habe ich schon oben erwähnt. Ihr Partner, Herr Hans Hacker( als Wilhelm Meister) war gesanglich nicht immer von der nötigen Gleich= mäßigkeit, Erattheit des Tones, wenn ich auch nicht leugnen Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 25. Jan. 1910. Dem St. in Wieseck ist die Keleidigung eines Richters zur Laft gelegt. Als er dem Anwalt die Ko= sten zu einer Prozeßsache einschickte, bemerkte er auf dem Poftabschnitt, daß außer dem genannten Richter fein anderer des Amtsgerichts Gießen die fragliche Verfügung erlassen hätte. Der Richter fühlte sich dadurch beleidigt, weshalb Strafantrag erfolgte. St. wurde zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Taglöhner Wilhelm Keiling in Büdesheim wurde vom Feldschütz Post beim Acpfelstehlen betroffen; seine Frau bot dem Schüßen 20 Marf an, wenn er die Anzeige unterlasse und Stelling schrieb an das KreisFrauen. Die Sache wurde zwecks weiterer Ermittelamt, der Feldschütz hätte unsittliche Beziehungen zu nngen über ein diesbezügliches Ortsgespräch ausgefeßt. Der in Büdingen wohnhafte Karl Merzinger aus Wien hat um Weihnachten 1908 zu Eichelsdorf Als Aufträge auf Bilderrahmen entgegengenommen. Wirtschaft zwei Brautfränze, die ihm zum Einrahmen er nach Höchst a. d. Nidder kam, versezte er in einer übergeben worden waren, für seine Zeche. Später wurde von den Auftraggebern die Schuld- bezahlt und ihn wegen Unterschlagung zu zwei Wochen Gefänguts. die Kränze ausgelöst. Das Schöffengericht berurteilte Er berfolgte Berufung und behauptete, die Kränze seten thm gewaltsam zurückbehalten worden. Die als Zeugin bernommene Wirtin bestritt dies, was zur Folge hatte, daß seine Berufung verworfen wurde. In Effolderbach spielte die Bartelleidenschaft eine große Rolle. Die Gegner des jetzt wieder gewähl ten Bürgermeisters Wolf suchten dessen Bestätigung zu bereiteln, indem sie recht alte Sachen hervorkehrten. So hat der Landwirt Heinrich Jakob Spignagel in einer Eingabe an das Kreisamt behauptet, der Bürgermeister habe vor 6 Jahren einen Meineid geschworen. Trotzdem eine diesbezügliche Anzeige mit Ginstellung des Berfahrens endigte, wollte Spitznagel, der wegen Be leidigung unter Anklage gestellt wurde, den Nachweis erbringen. Es gelang ihm dieses nicht; trotzdem sprach ihn das Schöffengericht frei, da er in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt habe. Der Bürger meister echob als Nebenkläger Berufung, doch die Straftammer hielt Wahrnehmung berechtigter Interessen für vorliegend und bestätigte das Urteil. Extrabeilage. Der Gesamtauflage heutiger Nummer liegt ein Prospekt der Tuchfabrit Otto Schwetasch Görlitz bei und machen wir unsere Leser auf diese gute und billige Bezugsquelle aufmerksam. Dr. Wegener's Blutreinigungsthee reinigt und verbessert den Blutzustand, befördert die Verdauung und beseitigt Verstopfung und Hartleibigkeit; be steht aus edlen Kräutern und ist sehr angenehm zu trinken. Preis Mt. 1.50, in den Apotheken erhältlich, wo nicht, wende man sich an die Ferromanganingesellschaft, Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 55. kann, daß eine vornehme, schwebende Weichheit und ange nehme Fülle des Tones und Festigkeit im Einsatz nicht zu verkennen war. Der Gesamteindruck verdient gewiß fünst lerisch befriedigend genannt zu werden. Offen gestanden, ich habe den Sänger in Darmstadt besser und schöner singen hören. Die Gestalt des Lothario ist in der dichterischen Conception schon falsch und wenig flar gezeichnet; die wenigen bedeutenden musikalischen Momente des verzeichneten Harfners gelangen Herrn Drams ch recht gut; am besten gefiel mir das Duett im 2. Afte mit Mignon. zu erwähnen wäre noch der Laertes des Herrn Schwarze, in Spiel wie in Gesang eine einheitliche, auf einen frischen, munteren Ton gestimmte Leistung. Ist dagegen im 3. Atte, wo er Wilhelm Meister die Kunde von Philinens Nähe bringt und ihn warnt, beim Abschied die Bewegung des Kopfes nach dem Zimmer, in dem Mignon ruht, berechtigt? Vergessen seien nicht Herr de Leeuwe als Friedrich und Herr Ungibauer als Jarno. Ausgezeichnet war auch der Zigeunertanz im ersten Afte ausgeführt. Die Regie unter Leitung von Herrn Oberregisseur Valdeck bemühte sich passende und möglichst geschmackvolle Bühnenbilder mit Hülfe des vorhandenen Fun dus erstehen zu lassen; doch schien mir die mit Statuen geschmückte, italienische Galerie im letzten Afie nicht gerade allzu prächtig. Die grandioseste Leistung dieser Regie habe ich jedenfalls in Darmstadt bei der Aufführung von E. Manns Bonifazius"( vielleicht komme ich hierauf noch ausführlicher zurück) bewundern können. Das ausverkaufte Haus spendete bei offener Szene, be sonders aber nach den Aktschlüssen, reichen und lauten Beifall, der sich gegen Ende enthusiastisch steigerte. Im ganzen betrachtet, war es ein genußreicher, künstlerischer Abend, für den wir den ausübenden Künstlern des Darmstädter Hoftheaters, ebenso wie dem Gießener Theaterverein herzlich dankbar bleiben. H. J. O. Rundschau oom Cage Politisches. Zur angeblichen Kanzlerkrisis. Zu den Meldungen von einer bevorstehenden Kanzlerkrisis erklärt die„ Köln. 3tg." In einem Berliner Telegramm: Wie der Kaiser über Herrn v. Bethmann Hollweg denkt, ist eine sehr persönliche Sache, und man kann annehmen, daß er feinem gegenüber genaue Auskunft gegeben haben wird. Man muß also, wenn man nicht in das Gebiet des reinen Ratens hineingeraten will, feine Schlüffe aus äußeren Vorkommnissen ziehen, und diese widersprechen der Angabe der Minderung des katferlichen Wohlwollens auf das bestimmteste. Noch in letter Zeit hat Herr v. Bethmann Hollweg Beweise des kaiserlichen Vertranens echalten, und wenn es wirklich politische Kreise gibt die Herrn v. Bethmann Hollweg stürzen wollen, so würden sie sich mit ihren Wünschen noch etwas gedulden müssen. Die Budgetkommission des Reichstages erledigte gestern das Extraordinarium des Etats für Südwestafrika. Im Ordinarium wurde gemäß den Vorschlägen der Subkommission eine Verkleinerung des Verwaltungsapparates beschlossen durch Streichung von 1 Zahlmetster und 8 UnterBahlmeistern. Im weiteren Teile ihrer Sigung verhandelte die Budgetkommission vertraulich über den neuen Vertrag des Fiskus mit der Deutschen Kolonialgesellschaft. Bei der gestrigen Beratung des Justizetats in der Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses erflärte der Justizminister zum Kieler Werftprozeß, die AnKlage sei erhoben auf Grund einer teilweise verschwommenen Beweisaufnahme. Vieles set verwickelt und unklar gewesen. Dies treffe besonders für die Sachen zu, welche die Kompetenz des Schwurgerichts begründet hätten. Die Staatsanwaltschaft wäre in der Lage gewesen, die hierauf gerichteten Anklagen fallen zu lassen, weil sie hätte einsehen müssen, daß es sehr schwer gewesen wäre, einen Beweis zu führen, der den Geschworenen genügen konnte. Die Staatsanwaltschaft hätte sich beschränken können auf die Anklagen, die zur Kompetenz der Straffammer gehören. Im Hinblick auf diese Erwägungen seien der Staatsanwaltschaft vom Minister ernste Vorwürfe gemacht worden. daß dort einrichtungen getroffen werden müssen, die für den Staatsbetrieb sehr große Schwierigketten machen würden. Feste Gestalt haben die Verhandlungen noch nicht angenom= men, aber es ist möglich und wahrscheinlich, daß sie zu einem Resultat führen werden. Ueber die Schiffahrtsabgaben hielt der bayrische Thronfolger Prinz Ludwig vor dem bayrischen Verein zur Hebung der Fluß- und Kanalschiffahrt in München einen Vortrag, in dem er den Wunsch aussprach, daß der Ausbau des Wasserstraßennebes ohne Uneinigkeit zwischen den deut schen Staaten sich vollziehen möchte. Der Prinz trat nicht ausdrücklich für die Einführung von Schiffahrtsabgaben ein, billigte sie aber indirekt dadurch, daß er die großen wirt= schaftlichen Vorteile hervorhob, die auch Baden, Sachsen und Hessen aus der Regulierung ihrer Ströme ziehen würden. Die Versammlung billigte auf Grund des prinzlichen Vortrages den preußischen Antrag auf Einführung von Schifffahrtsabgaben, wünschte aber Bestimmungen, durch welche dte gegen die Abgaben erhobenen Bedenken beseitigt würden. Gin Schächtverbot? Die Justizkommission des Reichslags begann gestern die Beratung der kleinen Novelle zum Strafgesetzbuch und verhandelte auch über ein eventuelles Schächtverbot. Die Forderungen der Berliner Brauer. In eine neue Lohnbewegung sind die vorzüglich organisierten Brauarbetter Berlins eingetreten. Sie verlangen u. a. für Faßfahrer einen Mindestlohn von 4000 M, ferner für alle einen jährlichen Urlaub unter Zahlung des doppelten Lohnes bei Einrechnung aller Nebengefälle, wie Freibter usw. Ueberdies soll der 1. Mat tarifmäßiger Feiertag werden. Der braunschweigische Landtag wurde gestern mittag durch den Staatsminister Dr. v. Otto im Auftrage des Herzog- Regenten mit Verlesung einer Thronrede eröffnet, dann aber nach Wahl des Präsidiums auf 4 Wochen vertagt. Das Herzogregentenpaar befindet sich zurzeit zu Besuch am Hofe des Königs von Siam. Großer Gutsverkauf in Oberschlesien. Fürst Christian Ernst zu Stolberg- Wernigerode verkaufte seine Herrschaft Ottowald, bestehend aus 5 Rittergütern im Kreise GroßStreliz, 7 im Kreise Lublinib, 26 517 Heftare mit 51 369 Mark Grundsteuer- Reinertrag, größtenteils Waldbesitz, an den Grafen von Tiele- Winckler, wodurch der oberschlesische Magnat seinen schleffschen Waldbesitz auf mehr als 85 000 Hektar vergrößert hat. Cook doch in Heidelberg gewesen. Allen Dementis zum Troz kann nach der Franks. 3tg. auf Grund persönlicher Information an behördlicher Stelle festgestellt werden, daß fich Dr. Cook bestimmt während der letzten Wochen einige Tage in Heidelberg aufgehalten hat; ob unter seinem richtigen oder angenommenen Namen, ist nicht in Erfahrung zu bringen. Zeppelin und Parseval. Die Zeppelin- LuftschiffbauGesellschaft hat eine Herausforderung des bekannten Führers der Parseval- Luftschiffe, Oberleutnant a. D. Stelling, zu einer Wettfahrt zwischen Zeppelin- und Parseval- Luftschiff unter dem Hinweis auf die großen Aufgaben, die ihrer im Sommer harren, abgelehnt. Zwischen Oesterreich- lingarn und Rußland sind wieder Annäherungsversuche im Gange, nachdem infolge der Annerton Bosniens und der Herzegowina eine Entfremdung eingetreten war. Die Gerüchte, daß sich im Zusammenhange htermit eine Spannung zwischen dem deutschen Botschafter in Wien, Herrn von Tschirschky, und dem österreichischungarischen Minister des Auswärtigen, Grafen Aehrenthal, eingestellt haben, beruhen natürlich auf Erfindung. Niemand nimmt ein größeres Interesse an der Wiederher= stellung der guten Beziehungen zwischen Rußland und Desterreich- Ungarn, als das Deutsche Reich und seine berufenen Vertreter. Kleine Nachrichten. Die Festlegung des Ostertermins. Die anhaltische Synode nahm die Regierungsvorlage an, welche im Interesse von Handel und Verkehr die Festlegung des Ostertermins befürwortet. Die Anschläge auf Eisenbahnzüge im Ruhrbezirk mehren sich. Bei dem Dorfe Lütgendortmund wurde gestern wieder auf einen Zug geschossen. Die Kugel zertrümmerte ein Fenster, glücklicherweise, ohne jemand zu verletzen. Die Fernsprechverbindung Berlin- Köln soll verbessert werden. Man will die Leitungen auf verschiedene Wege legen, da anzunehmen ist, daß ein störendes Unwetter nicht alle Leitungen auf einmal trifft, wie es bisher der Fall war, wo sie sämtlich an einem Leitungspfahl angebracht waren. Wie man auf österreichischen Bahnen spart. Offiziös wird aus Wien mitgeteilt, daß wegen der ungünstigen staatsfinanziellen Verhältnisse und der dadurch notwendtgen Ersparnisse das Eisenbahnministerium die Auslassung der minder rentablen Schnell- und Personenzüge auf den Staatsbahnen erwäge. In Petersburg herrscht eine furchtbare Kälte, so daß Wölfe, wilde und andere Tiere, vom Hunger getrieben, in die Vororte und selbst in die Straßen von Petersburg kom= men, wo sie von den Bewohnern mit Keulen totgeschlagen werden. In den Straßen der Stadt sieht man überall Glühöfen stehen, an denen sich die Passanten die erstarrten Glieder wärmen. Der Etat der Stadt Charlottenburg für 1910 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 66 666 410.55 M ab. Daran ist der Hauptetat in Höhe von 37 231 000 Mbeteiligt, wovon auf das Ordinarium 22 931 700 M( gegen das Vorjahr mehr 2 249 000 M) und auf das Extraordinarium 7 914 000 M( mehr 1056 200 M) entfallen. Eine Verpachtung von Norderney ist jetzt in Aussicht genommen. Es ist dies sachlich wesentlich dadurch begründet, 22) Der Fall Welshofen. Kriminalroman von M. Kossak. der Sette, iff er als Weltmann aufgeraßt. Die scharent Büge, der hohe Wuchs kommen prächtig zur Geltung. Ein ausgezeichnetes Stüd der schwarzen Kunst, zugleich das ausdrucksvollste und lebendigste Bildnis Schillers in dieser Manier, vereinigt es, wie der Kunstwart richtig bemerkt, alle Vorzüge eines technisch sollendeten und lebenswahren Por= träts in sich und gibt ein getreues und vornehmes Zeugnis von der Erscheinung des großen Dichters. Die bestohlene Regimentskasse. Die Kaffe des in Devonport( England) garnisonierenden Leicester Regimentes ist um 14 000 Mark in Silbergeld beraubt worden. Der Kassenschrank war mit einem in der Offiziersmesse aufbewahrten Schlüssel geöffnet worden. Es ist ein Rätsel, wie die Einbrecher die Tag und Nacht bewachte Kaserne mit threr schwerwiegenden Beute verlassen konnten, ohne be= merkt zu werden. Erland Freiherr v. Nordenskjöld, der Sohn Erik Adolf v. Nordenskjölds, des Entdeckers der Nordostpassage, ist, wie aus Stockholm telegraphiert wird, nach zweijähriger Reise durch den größtenteils noch unerforschten Teil Südamerifas zurückgekehrt. Mit 32 Begleitern hat er eine überaus kühne und abenteuerliche Forschungsreise hinter sich. Er hat etwa 10 000 Kilometer auf dem Rücken des Pferdes und gegen 5000 Kilometer im Ruderboot zurückgelegt. Er bringt etwa 11 000 archäologische und ethnographische Funde und Sammelstücke mit. Auf Grund der Ausgrabungen in Mounds hat er festgestellt, daß zu einer gewissen Zeit dieselbe Hochentwickelte Kultur sich von Meriko über Zentralamerika bis nach Bolivia ausgedehnt hat. Die wissenschaftliche Bearbeitung der Resultate dürfte von großer Bedeutung werden. Eine Aenderung in der Bahn des neuen Kometen. Sir Robert Ball und der Staß der Astronomen des Obfervatoriums von Cambridge haben eine plötzliche Wenderung des Kurses des Kometen von Johannesburg festgestellt. Der Schweif des Kometen wird dort auf eine Länge von 9 000 000 Meilen geschätzt. Direktor Archenhold in Berlin teilte mit, daß eine Kursänderung des Kometen möalich und wahrscheinlich sei, denn auf jede Veränderung des elef= trischen Zustandes der Sonne reagiere die Kometenmaterie. Die angegebene Länae des Schweifes von neun Millionen Meilen dürfte zu niedria geschäßt sein. Sie werde ungefähr 18 Millionen enaltiche Meilen betragen. Entgleisung eines Expreßzuges. Der amerikanische Expreßzug zwischen Chikago und Neuyork entgleiste ge= stern morgen in der Nähe von Lonsville im Staate Neuyork und wurde vollständig zertrümmert. Glücklicherweise wurden nur zwei Personen getötet. Die Passagiere in den sechs Schlafwagen wurden durch den Unfall stark hin und her geworfen, niemand iedoch schwer verletzt. ( Nachdruck verboten.) Denn war das nicht ein Tier, dieser Mensch mit dem Kreideweißen Gesicht, auf dessen hohlen Wangen ziegelrote Flecken leuchteten und dessen fuchsrote Perücke auf der Stirn eine Schnebbenspite umschrieb, wie man sie auch bei den Teufelsmasten sieht? Ein Tier, eine wilde Bestie, die kaltblütig Menschenleben vernichtet und hinterher alberne Pos' sen treibt wie ein Affe? Brandkatastrophe in Rumänien. Wie telegraphisch aus Bukarest gemeldet wird, ist infolge einer Gasexplosion in etner Petroleumgrube der rumänischen Petroleumgesellschaft ein Brand ausgebrochen, wobet zahlreiche Personen den Tod in den Flammen gefunden haben. Nachrichten über die Einzelheiten stehen noch aus. Dem Bruder in den Tod gefolgt. Ein Doppelfelbstmord hat sich gestern nachmittag in Groß- Lichterfelde bei Berlin ereignet. Dort fand man das etwa 50jährige Fräulein Klara Schulte und ihren Bruder, einen Eisenbahnbetriebssekretär a. D., der um zwei Jahre älter war, in ihrem gemeinschaftlichen Wohnzimmer erhängt vor. Eine schwere Krankheit des Schulte war offenbar die Ursache seinesSelbstmordes. Die Schwester, die 25 Jahre zusammen mit ihm gelebt hatte, folgte ihm in den Tod. Jeßt fing die anmutige Frida zu singen an, heitere und traurige Liedchen, die aber, die einen wie die andern, traurig und klagend flangen. Ihre Lippen versuchten wohl zu lächeln, aber es blieb nur bei dem Versuch und es sah ein paar Mal aus, als wollten ihr die Tränen aus den Augen stürzen. Dabei machte sie mit den fleinen Händchen die vorgeschriebenen, ihr einstudierten Bewegungen, die seltsam hilflos aussahen, gleich als ob ein geängstigtes Kind sie aufhebt, um die Mutter um Erbarmen für irgend eine von ihr begangene Unart zu bitten. Der Mensch da hinter ihr aber parodierte sie, gleich viel ob sie lächelte oder ob ihr Mund weinte. Das Publikum applaudierte wie rasend man wußte nicht, wem sein Beifall galt, ob der Sängerin oder ihrem Schatten, doch wahrscheinlich beiden. ,, Sehen die Menschen denn gar nicht, wie herzzerreißend das alles ist? denkt Brümmel. Alles genossen! In einem Cafee am Steindamm in Hamburg erschoß sich ein 24jähriger Kaufmann aus Wien während der Konzertmusik vor den Augen der Cafeebesucher. Er war sofort tot. In einem zurückgelassenen Briefe gab er an, er habe alles im Leben genossen, was er habe genießen können; da er jetzt mittellos set, wolle er freiwillig aus dem Leben scheiden. Frida verbeugte sich jedesmal mechanisch, wenn der Beifallssturm erklingt, und der Clown verbeugt sich natürlich auch. Dabei will es Brümmel vorkommen, als ob er die Entfernung zwischen ihr und sich nicht richtig abmißt, denn seine lange spiße Nase berührt ihre Schulter. Kann der Mensch wirklich so schlecht sehen, daß er ohne Kneifer nicht einmal die weiße, schlanke Gestalt des Mädchens anders, als in unbestimmten Umrissen vor sich fieht? Wissenschaft, Kunst und Literatur. Aus den Gerichtssalen. Der Pseudo- Schuhmann. Der Tagelöhner Gottfried Klinker in Köln verspürte jüngst die Lust, den Hauptmann von Köpenick" zu kopieren. Er fand auf dem Polizeibüro Bionstal- Köln den Schußmann schlafend vor. nahm dessen Uniform und Säbel und spielte sich in der Stadt als Schutzmann auf, wobei er eine Razzia vornahm. Ein Gendarm stellte ihn schließlich und brachte ihn in Haft. Klinker machte gestern vor Gericht geltend, daß er sich nur einen UIk habe machen wollen. Das Gericht trat auf die Seite des Angeklag= ten und erkannte auf Freisprechung, während der Staatsanwalt drei Monate Gefängnis beantragt hatte. Haftpflicht des Eisenbahnfiskus. Eine Schauspielerin geriet, als sie gelegentlich einer Hafenbesichtigung in Bremerhaven ein Rangiergleis überschreiten wollte, zwischen zwei rangierende Güterwagen und wurde von deren Buffern stark gequetscht. In dem Fehlen von Barrieren und einer Warnungstafel erblickte sie ein Verschulden des Eisenbahnfiskus, den sie auf Zahlung einer lebenslänglichen Nente von 3000 M und eines Schmerzensgeldes von von 4000 M beim Landgericht Hannover verklagte. Sie habe das Gleis, das zudem von Unkraut and Gras so überwachsen war, daß es nicht bemerkt werden konnte, überschritten, weil sie gesehen habe, daß dies von zahlreichen Menschen, ohne daß die Bahnbeamten es verhinderten, geschehe. Vom Landgericht Hannover wurde jedoch ausschließlich eigenes Verschulden der Klägerin als vorliegend er= achtet und ihre Klage abgewiesen. Möge auch das Verbot, die Gleise zu überschreiten, nicht streng gehandhabt worden sein, so liege doch ein Verschulden der Klägerin darin, daß sie ein Eisenbahngleis außerhalb eines Bahnüberganges überschritt, ohne sich vorher zu vergewissern, ob dies ohne Gefahr sehen könnte.- Das Oberlandesgericht Celle fand a end von diesen Ausführungen, daß auf beiden Seiten An gleiches Verschulden in Frage komme, und erfaunte infolgedessen die Hälfte des flägerischen Anspruches als gerechtfertigt an. Das Verschulden der Klägerin bestehe darin, daß sie beim Ueberschreiten des Gleises nicht die nötige Vorsicht anwandte; das Verschulden des Fisfus darin, daß er die Ueberschreitung des Gleises durch das Publikum duldete und dieses auf etwaige Wagenbewegun= gen nicht durch Pfeifen oder Läuten aufmerksam machte. Die Anbringung von Warnungstafeln genüge zu diesem 3mecke nicht. Ein Original- Schattenriß Friedrich Schillers. In einec großen Autographen- und Bildnisversteigerung, die die Ftrma Karl Ernst Henrici in Berlin in diesen Tagen veranstaltet, kommt unter anderen Seltenheiten aus einer Sammlung zur Geschichte der klassischen Periode in Weimar auch eine fostbare Original- Silhouette Schillers auf den Markt. Der herrliche Schattenriß stellt Schiller als etwa 30jährigen Hofrat und Universitätsprofessor dar. Mit gekreuzten Armen vor der gewölbten Brust, in Hoftracht, den Degen an Auf Fridas Nummer folgen andere, aber Brümmel gibt wenig acht auf sie, denn seine Gedanken weilen bei bem zuvor Gefehenen. Die große Bause ist vorüber, ein japanischer Jongleur tritt auf und dann kommt abermals Frida, ießt mit ihrer Geige. Long- Bell folgt ihr abermals, statt einer Geige hält er eine Schlummerrolle im Arm, auf der er mit einem Spazierstock herumstreicht. Sie trägt ein fast fußfreies Kleid aus mattblauer Seide und um der Uebereinstimmung willen hat er sich auch einen blauen Feßen um den Hals gebunden. Wieder fällt es Brümmel auf, wie schlecht seine Augen sein müssen, denn mit seinem Stock stößt er das Mädchen wiederholt in den Rücken. Der Detektiv hat dabei ein Gefühl als müßte er den widrigen Gesellen von der holden Gestalt fortreißen. Anitas Nummer ist die vorletzte. Sie führt wie allabendlich auch heute der Lotosblume Tanz aus und auch als ihr Schatten erscheint Long- Bell. Brümmel kann nicht umhin, sich zuzugestehen, daß es kaum etwas Graziöseres, Eigenartigeres und Berauschenderes geben kann, als die Jtalienerin mit ihrem Rabenhaar und ihren schlangenhaften Bewegungen, aber merkwürdigerweise erregt das zotenhafte Gebaren des Clowns, mit dem er ihren Tanz parodiert, diesmal nicht seine Entrüstung Diese schöne Gestalt, deren Antlig so fühl und ruhig ist, vermag in seinem Herzen kein Mitleid wachzurufen, wie das junge, hilflose Kind mit der um den Geliebten trauernden Seele. Wunderlich ist Anitas Benehmen gegen den Clown; ungleich Frida, die seine Gegenwart gar nicht beachtet, wift sie ihm jedesmal, wenn er ihr zu nahe kommt, einen Blick unsäglichster Verachtung zu. Vermischtes Die Geretteten von Wattenscheid als Gäste des Kaisers, Die Geretteten der Beche ,, Holland" trafen gestern abend, begrüßt von jubelnden Zurufen, in Wattenscheid ein. In einem kleinen Gesellschaftsraum des Hotels Rheingold" war mit Blattpflanzen und Girlanden ein lauschiges Pläßchen hergerichtet, die weißgedeckte Tafel mit Blumen geschmückt. Vor dem Tische standen die vom Hofmarschallamt gesandten Kisten, enthaltend 18 Flaschen edelsten Weines aus den königlichen Kellern, die als Geschenk für die Geretteten bestimmt waren. Bergrat Reimann, vom königlichen Bergrevier Wattenscheid, begrüßte die Gereiteten in der herzlichsten Weise. Er gab seiner Freude über den ihm gewordenen sowie darAuftrag Ausdruck, über, die Geretteten wohl und kräftig zur Stelle zu finden. Zum Schluß sprach Bergrat Reimann noch die herzlichsten Glückwünsche im Namen des Kaisers aus, der auch hier Der Clown weicht dann wie erschrocken von ihr zurück und für eine Weile erscheinen seine Bewegungen dann mechanisch wie gelähmt. Als die Lotusblume auf das Wasser zu schwebt und darin untertaucht, tut Long- Bell das gleiche, aber wie schon öfters verfehlt er die Richtung. Andere bemerkten es nicht, aber Brümmel, der von seiner außerordentlichen Kurzsichtigkeit gehört hat, entgeht es nicht. Einmal will es scheinen, als ob die Italienerin dem Menschen etwas zuruft, irgend ein zorniges, gehässiges Wort, denn jener zuckt zusammen und bleibt einen Augenblick wie erstarrt stehen. Nachdem diese Nummer vorüber ist, verläßt der Detektiv das Lokal und promeniert draußen daran vorüber, um zu sehen, wenn Anita und Lona- Bell berouskommen. Er hat eine Ahnung, daß es dabei für ihn noch etwas zu beobachten geben wird. Und richtig, er hat sich nicht getäuscht. Als Anita, von ihrer Gesellschafterin gefolgt, aus dem Portal schritt, erscheint dicht hinter ihr die dürre Gestalt in dem Hechtgrauen Paletot. Der Clown eilt dann ihr voraus, auf den Fiaker zu, der schon ihrer harrt, und reißt den Wagenschlag auf, um alsdann in demütiger Stellung, wie ein Lakei, daneben stehen zu bleiben. Als sie sich dem Fiafer nähert, vernimmt Brümmel ganz deutlich, wie sie ihm zuzischt; Vada- mostro!" ,, Geh', Ungeheuer!" heißt das auf deutsch. Dann ziehen die Pferde an, der Wagen verschwindet gleich darauf um die Ecke nach dem Stephansplab zu, aber der Clown steht noch immer auf seinem Platz und starrt dem Gefährte nach, bis er sich endlich aufrafft, um sich langsam zu entfernen. Jeßt hatte sein Gesicht nicht mehr den Ausdruck einer Teufelsmaske, sondern den eines todunglücklichen, verzweifelten Menschen. Er ist der Mörderer und kein anderer!" sagt sich Brümmet. Aber wie hat er den Grafen ermordet wie?" Daß er die Tat aus Eifersucht vollbracht, deuchte ihn wahrscheinlich, aber keineswegs gewiß. Denn wenn er die schöne Kollegin auch liebte, so hätte er doch wissen müssen, daß sie niemals seine Liebe crwidern würde. Das schöne, verführerische Weib konnte sich unmöglich einen Menschen gleich diesem widerlichen Gesellen als Gatten oder Liebhaber aussuchen. Außerdem war der alternde Graf auch keine Person, auf die man hätte eifersüchtig sein können, und Anita hatte sicher früher schon andern ihre Liebe geschenkt, so vor allem, wenn das Gerücht nicht trog, dem hübschen und interessanten Olfers, den sie dann freilich später abgeschüttelt hatte. Warum war der Clown auf den nicht eifersüchtig gewesen? Nein je mehr Brümmel die Sache überdachte, desto mehr gelangte er zu der Ueberzeugung daß da andere Beweggründe mitgespielt hatten, als Liebe und Eifersucht. ( Fortseßung folgt wieber fe für brab bas God retteten Im Ver im Name Retter. amten un ftaltet we Schro furchtbare Städtchen tommener feiner S des Posto Francs g bergeudet er mehre da sie n Sals du zwfichen ihnen d Kom treten a auerit in Süditalle Man für glücks, vie Portici, Städten eines Un Italien Sternen erwähnt. Eine Tagen Bamberg München baben. 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Ein furchtbares Blutbad richtete gestern in dem französischen Städtchen Diezat im Departement Puy de Dome ein vertommener Mensch namens Felix Clabac an. Dieser hatte seiner Schwester, einer 32jährigen Witwe, die Vorsteherin des Poſtamtes der Ortschaft war, einen Betrag von 350 Francs gestohlen, die er mit verrufenen Frauenspersonen bergeudete. Als ihm die Schwester Vorwürfe machte, gab er mehrere Revolverschüsse auf sie ab und schnitt ihr dann, da sie noch nicht tot war, mit einem Küchenmesser den Hals durch. Nun wandte sich der Unhold gegen die inzwsichen herbeigeeilten Nachbarn und verleßte einige von ihnen durch Revolverschüsse. Kometen und Aberglauben. Das fast gleichzeitige Auftreten zweier Kometen des Hallenschen und des neuen, zuerst in Südafrika gesichteten hat unter der Bevölkerung Süditaltens eine große und tiefe Erregung hervorgerufen. Man fürchtet, daß beide die Vorzeichen eines großen Unglücks, vielleicht gar eines neuen Erdbebens sind. In Neapel, Portici, Catanta, Salerno und den anderen süditalienischen Städten werden daher öffentliche Gebete zur Verhinderung eines Unglücks abgehalten. Sterndeuter aller Art, an denen Italien ja reich ist, sind der Ansicht. daß in diesen beiden Sternen das silberne Feuer liege, das der Prophet Maleacht erwähnt. Eine unaufgeklärte Seminaristentragödie. Seit drei Tagen wurden drei Seminaristen des Lehrerseminars in Bamberg vermißt. Zwei von ihnen wurden inzwischen in München ergriffen. Sie aaben an, nach Genua gewollt zu haben. Der dritte verständigte seine Eltern in Bamberg von München aus, daß er sich erschießen werde. Er wurde denn auch in dem Schnellzuge Nürnberg- München mit einer Kugel im Kopf tödlich verletzt aufgefunden und ins Krankenhaus Bamberg eingeliefert. Ueber die Motive des Selbstmordversuchs und die Vorgänge im Seminar ist noch nichts näheres bekannt geworden. Eine harmlose„ Bombe". Vor einiger Zeit hatte, wie damals gemeldet, der in der Friedrich Wilhelmstraße zu Braunschweig wohnende Kaufmann Ries von einem unbefannt gebliebenen Erpresser einen Drohbrief erhalten mit der Aufforderung, 300 M an einem bestimmten Platz niederzulegen, andernfalls seinen Kindern Unheil widerfahren und seine Wohnung in Brand gesteckt werden würde. Gestern fand man im Keller des genannten Kaufmanns eine in einen Leinensack gesteckte Bombe" vor. Man alarmierte die Polizei voller Furcht, daß der anonyme Brief= schreiber seine Drohung wahr machen wolle. Bald stellte fich aber heraus, daß die angebliche Bombe recht harmloser Natur war. Ste bestand, wie die Braunschweig. Neuesten Nachr. melden, aus einem Leinwandbeutel, der mit pulverisierten Kohlenstiften, wie man sie für elektrische Bogenlampen braucht. gefüllt war. In dem Beutel befand sich auch noch ein zehn bis zwölf Zentimeter langer Glühstift. Diese Masse konnte selbstverständlich überhaupt nicht er= plodieren. Die Apachensenche in Brest. Ganz Brest wird durch die in die Marine eingereihten Apachen förmlich terrorisiert. Eine Polizeistatistik ergibt, daß die Brester Polizei im letz= ten Jahre 53 Matrosen der Kriegsmarine festgenommen hat, die mit Revolvern, katalonischen Messern und Totschlägern ausgerüstet waren. Die Klingen der Messer trugen die Worte eingraviert:„ Vendetta Corsa". Man befchlagnahmte eine an einen Matrosen gerichtete Sendung von Totschlägern. Die Tageschronik der Stadt ist voll von nächtlichen Ueberfällen, Bifinderungen und Schlägereien uniformierter Strolche, die organisierte Banden bilden und tätowierte Abzeichen tragen. Die Marineoffiziere führen bittere Klagen über den Einfluß dieser zügellosen Gesellen. Der gebildete Kammerdiener. Der Prinz de Ligny in Paris war vor zwei Monaten von seinem Kammerdiener bestohlen worden. Der diebische Domestik nahm Schmuckfachen seines Herrn von bedeutendem Wert und verschwand. Gestern wurde der unredliche Diener in Holland verhaftet. Dieser Kammerdiener war keine gewöhnliche Figur. Als der Prinz eines Tages unerwartet sein Arbeitszimmer betrat, fand er Monsieur Joseph- so der Name des Dievers im Fauteuil gemütlich eine Zigarre aus dem Kästchen seines Herrn rauchend.„ Sonderbares Betragen!" sprach der gutmütige Prinz. Der Kammerdiener erwiderte: Was wollen Sie, Durchlaucht, ich stamme aus einer guten Familie, habe mein Abiturientenexamen gemacht, aber auch viel Unglück gehabt Mitunter überkommt mich die Erinnerung an die früheren guten Tage und ich kann nicht widerstehen. Der Prinz verzich. Ein anderesmal, als der Prinz wieder nach Hause fam, vernahm er aus seinem Salon Klavierklänge. Wer mag wohl bei mir Musik spielen?" dachte er und betrat den Salon. Der Kammerdiener war es, der am Klavier saß und Wagner spielte!„ Berzeihung, Durchlaucht," entschuldigte sich der Diener, ich habe ehemals das Konservatorium besucht. Es ist wieder die Vergangenheit, die sich herandrängt"... Der Prinz fühlte Mitleid und Ergriffenheit und unterließ jede Bemerkung. Als aber der gebildete Kammerdiener mit den Schmucksachen durchbrannte, verschwand auch die Nachsicht des Prinzen und er erstattete Anzeige. In einigen Tagen wird der Verhaftete an Frankreich ausgeliefert. Ein italienischer Fakir. Einen bemerkenswerten Fall von Anästhesie hat der Turiner Universitätprofessor Negro in der Klinik für nervöse Krankheiten vorgeführt. Es handelt sich um einen 24jährigen Heizer namens Pietro Gatti, einen stattlichen und kräftigen Menschen. In seiner Heimat wurde er dadurch bekannt, daß er einmal bet einem Sprung von einem Eisenbahnzug zehn Meter weit davon flog, ohne daß er irgend einen Schmerz verspürte. Seit je= her ist er ganz unempfindlich gegen Hiße und Kälte. gegen Hunger und Durst und wird überhaupt kaum je müde. Als thm einmal sein Vater, ein Bahnwärter, eine Freikarte auf den italienischen Bahnen erwirkt hatte, fuhr er zehn Tage umher und schlief in der Zeit nur drei Stunden. Er sticht fich Dußende von Nadeln durchs Fleisch, ohne irgend einen Schmerz zu verspüren, und vor kurzem zerfleischte er sich die rechte Wade, ohne daß ihm seine Absicht gelungen wäre, eine Empfindung davon zu erzeugen. Schließlich schickte ihn der Arzt seines Heimatsortes zum Professor Negro, damit dieser sich mit der außergewöhnlichen Erscheinung befaiſe. In der Klinik erwies der junge Heizer wiederum seine Unempfindlichkeit. Professor Negro durchstach ihn mit einer Nadel einen Armmuskel, dann die Zunge, darauf klopfte er ihm mit einem Hammer auf dem Schädel herum, schließ= lich brachte er seinen Körper mit kochendem Wasser in Berührung, ohne daß Gatti ein Zeichen des Schmerzes gegeben hätte. Der Gelehrte hält diese unempfindlichkeit für eine feltene Erscheinung hysterischer Natur. Der unempfindliche Hetzer aber will seinen Dampfkessel verlassen, um sich auf Jahrmärkten zur Schau zu stellen und so bequemer und reichlicher sein tägliches Brot zu verdienen. Was ein Mensch im Leben verrichtet und verbraucht. Wie lang ist der Lebensweg eines Menschen? 146 000 Meilen, das hat ein Engländer ausgerechnet, der im„ LondonMagazine" eine hübsche Plauderei über die Wundertaten des Menschen" veröffentlicht. Diese 146 000 englische Meilen aber bilden einen Weg, der beinahe sechsmal um den Erdball herumreicht. Ebenso erstaunlich ist die Leistung Zwischen des Durchschnittsmenschen im Treppensteigen. 100 und 200 Stufen am Tage beträgt der Durchschnitt. Das macht für das ganze Leben eine Treppe von 8 Millionen Stufen, die jeden, der ste im ganzen vor sich sähe, wohl mutlos machen würde. Rechnet man auf jede Stufe 20 Zentimeter Höhe, so würde diese Treppe auf einen Berg von 600 Kilometer Höhe führen, der alle Berge der Erde beinahe um das 75fache überträfe. Um solche Kraftleistungen zu verrichten, muß der Mensch natürlich wader einheizen, d. h. effen und trinken, und das tut er auch! An Brot verzehrt der Durchschnittsmensch im ganzen Leben etwa 16 Tonen; das macht zusammen einen Laib Brot, den der schwerste Rollwagen nicht befördern könnte. Außer dem täglichen Brot aber ist der Mensch eine ganze Herde von Tieren, nämlich etwa achtzehn Ochsen, sechs Schweine und ein Dutzend Schafe, wenn man noch nicht ein ganzes Pfund Fletsch auf den Tag rechnet. Hierzu kommen noch gewaltige Felder, die mit Gemüse aller Art bewachsen sind. Der Mensch ist aber nicht nur, sondern er trinkt auch, und zwar führt er an Flüssigkeiten etwa 45 000 Liter seinem Körper während seines Lebens zu. Das gäbe bereits ein prächtiges Schwimmbad. Aehnlich erstaunliche Zahlen betommt man, wenn man an die Kleidungsstücke denkt, die ein Mensch im Leben braucht. Seht man alle Hüte zusammen, die ein Mensch während seines Lebens trägt, so bekäme man ein Riesenkleidungsstück, in dem ein ausgewachsener Elefant Plaz hätte, versteht sich, wenn man an Herrenhüte denkt, während man, wenn es sich um Damenhüte handelt, wahrscheinlich zwei ausgewachsene Glefanten in dem Riesenhut unterbringen könnte. Aehnlich würde das Schuhzeug, das ein Mensch im Leben zerreißt, zu einem Riesenstiefel von etwa 5 Meter Höhe vereinigt werden können. Unter den Lurusartikeln hat unser Engländer den Tabak ausgewählt und glaubt, den Rauchern einen Riesenschreck einjagen zu können, wenn er ihnen sagt, daß der Durchschnittsraucher im Leben über 3000 M in blauen Dunst verwandelt. Für diese Summe, so meint er, könne man bereits ein kleines Häuschen kaufen. Wir müssen jedoch gestehen, daß uns bisher fein Nichtraucher vorgekommen ist, den wir im Besitze eines solchen Hauses gefunden haben, das aus dem Gelde für nicht gerauchten Tabak erbaut worden ist. Wie die Kinder sich den lieben Gott vorstellen. Die interessante Frage, welche Vorstellung die Kinder vom lieben Gott haben und wie sie sich darüber äußern, hat Karl Röttger in dem jüngst erschienenen Buche„ Kind und GottesIdee", dem zweiten Bändchen der von Wilhelmine Mohr herausgegebenen Reihe ,, Führer ins Leben" beantwortet. Von den Mitteilungen sind wohl am anregendsten die Aussprüche ganz naiver Kinder über ihre Vorstellung von Gott. Gretchen, ein Kind von drei bis vier Jahren, fragt ihren Bruder Hans:„ Kann der liebe Gott wirklich alles sehen?" Hans: „ Ja, das kann er." Gretchen:„ Kann er durch die Haustür und durch die Stubentür, kann er durch dicke Mauern und Steine gucken?" Ja, er kann überall durchgucken." Gretchen: Kann er auch in meinen kleinen Puppenkleiderschrank sehen und was da für Kleider drin sind?" Hans: Ja, das kann er." Gretchen: Hans, ich glaube, am besten fann der liebe Gott aber doch durch Glas sehen."- Alz der Lehrer die Kleinen in der Schule aufforderte, die Bitte ,, Vergib uns unsere Schuld" mit anderen Worten auszudrücken, antwortete jemand:„ Verzeihe uns unsere Sünde!" Ernst( sechsfährig) aber sagte:„ Ich weiß es noch anders: Lieber Gott, nimm es nicht." Werner( siebenjährig): ,, Mama, es ist doch gut, daß wir den lieben Gott nicht sehen fönnen." Warum?"" Sonst könnten wir nicht Verstecken stielen."„ Warum denn nicht?"" Dann sähe der immer dahin, wo man sitzt, und dann wüßte man's gleich."- K. V. denkt: Gott ist verheiratet und hat auch eine Frau und Kinder! Aehnlich denkt 3.: Gott wäre zuweilen gerade nicht da und wäre ausgegangen. Und wenn da eirme am Hause vorbeiging, wäre es Gott. K. R. hatte die den. itellung: Wenn ein Mann vorbeiging mit einem Ma über den Aermeln( Pelerine), das set Gott. Eine Mutter überhört dem Kide( acht Jahre) die Eigenschaften Gottes. Ernsthaft zählt das Kind auf: Gott ist allwissend. Gott ist allgütig. Gott ist allgegenwärtig. Gott ist menschenscheu."„ Menschenschen?" Ja, menschenschen. Zeige mic einen Menschen, mit dem Gott Verkehr hat, der Gott ge= sehen hat!" Mundhygiene zur Verhütung von Tuberkulose. Auf den Zusammenhang von Mundhygiene und Lungentuberkulose weist Prof. Dr. A. Moeller in Berlin in der Münchener Medizinischen Wochenschrift mit beachtenswerten Ausführungen hin. Er stellt fest, daß der fariöse Zahn eine Eingangspforte für die Tuberkelbazillen bildet. Noch häutfiger aber geschieht, wie aus Prof. Moellers Untersuchungen in der Charlottenburger Schulzahnklinik hervorgeht. die Infektion bei Kindern durch die Weichteile des Mundes, durch Verletzungen der Schleimhäute und stammt von dem Belage her, der im ungepflegten Munde vielfach Tuberkelbazillen beherbergt. Alle Entstehungsursachen der Tuberfulose kommen bei schlechter Mund- und Zahnpflege der Kinder in Betracht. Eine erhöhte Mundpflege ist bei Lungenfranken von wesentlicher Bedeutung, und zur erfolg= reichen Durchführung der diätetischen Therapie ist ein gutes Gebiß die Vorbedingung. Darum weist Prof. Möller wie zuerst der Begründer und Organisator der Schulzahnfliniken, Prof. Jessen in Straßburg im Elsaß. auf den Wert einer regelmäßigen Munduntersuchung hin. Denn was nüßen alle Sanatorien usw., wenn der ungepflegte Mund eine ständige Infektionsquelle der Tuberkelbazillen für den kindlichen Oraanismus bildet. Der versiegende Euphrat. Oft wird die Frage aufgeworfen, auf welche Weise denn eigentlich ganze Städte im Laufe der Jahrhunderte so völlig in den Erdboden versinken, daß man bei Ausgrabungen wie z. B. bei Karthago oder Babylon erst in einer Tiefe von 3, 4 oder 5 Metern auf die ersten Spuren stößt. Einigermaßen erklärlich erscheint diese Tatsache bei Städten, die in der Nähe des Meeres oder an einem großen Flusse gelegen waren; hier war die zunehmende Versandung der langsam, aber unerbittlich fortschreitende und schließlich siegende Feind. Der Fluß oder Strom, der ursprünglich der Anlaß zur Städtegründung und der Nährer der gegründe ten Stadt und werdenden Kultur war, wurde so auch zu ihrem Verderber und Todbringer. Der Euphrat, nächst dem Nil und dem Ganges der ,, heiligste" Strom der Menschheit von Urzeiten her, hat die ältesten menschlichen Kulturen an feinen Wassern gehegt, aber auch untergehen lassen. Aber die Versandung, die den alten Städten der Bibel, Babylon, Ninive, Nippur zum Untergange wurde, droht jett allmählich auch dem Strome selbst. Die Sandmassen, die der Euphrat alljährlich in immer gesteigertem Maße ablagert, ersticken ihn allmählich, und so scheint die Zeit nicht mehr zu fern zu sein, da aus dem Fluß, an dem die Wiege der Menschheit stand, ein unbedeutender Wasserlauf geworden sein wird. Die alten Völker, Chaldäer und Babylonier, hatten durch große Regulierungsarbeiten den Fluß aus einem verderbenbringenden zu einem segenspendenden gemacht, in Erkenntnis der Gefahr, die nach Jahrtausenden eintreten sollte. Das verkannte Hörrohr. Bei Geheimrats fommt eine alte schwerhörige Dame zu Besuch. Als der sechsjährige Friz ins Zimmer springt, wird er herangewinft, die„ Tante" zu begrüßen. Diese seht ihr langes Hörrohr and Ohr und fragt:„ Wie heißt Du denn, mein Junge?" Mit einem Sat eilt der Knabe herbei, ergreift eilig das telephonartige Instrument und ruft hinein: Hier Friz, wer dort?" Ein Gemütsmensch. Herr: Ich habe Ihrem Vater gesagt, daß ich ohne Sie nicht leben könne, teures Fräulein Herr: Altce." Dame:„ Und was hat er geantwortet?" „ Er hat sich erboten, die Beerdigungskosten zu bezahlen." Hochwasser und Unwetter. Berlin, 27. Januar. Während hier ruhiges und kaltes Frostwetter eingetreten ist, laufen aus einzelnen Gegenden Deutschlands Sturmnachrichten ein. In Essen brach gestern abend ein furchtbarer Sturm los, der von Schneegestöber begleitet war. Die Straßenbahn stellte den Betrieb ein. In der Eifel dauert der Schneefall an. Hunderte von Arbeitern sind beschäftigt, die Bergstraßen freizulegen. Der Schnee liegt mehrfach drei Meter hoch. In NorddeutschYand kam es zu vielen Unglücksfällen. In der Nordsee famen zahlreiche Schiffstatastrophen vor. In Haag wütete gestern abend ein Schneesturm, der große Verkehrsstörun gen verursachte. Im nördlichen England herrscht starter Schneesturm. In London herrschen 10 Grad Kälte. In Italien wütet seit mehreren Tagen ein furchtbares Unwetter. Paris, 27. Januar. Dem Temps" zufolge ist die Lage der östlichen Vororte von Paris sehr ernst geworden. Das Waffer erreicht fast überall das zweite Stockwerk der WohnHäuser. 16 000 Personen sind obdachlos geworden. Paris, 27. Januar. Das Hochwasser ist im Laufe der Nacht noch gestiegen. Der Ministerpräsident hat den Betroffenen die Gebäude der Kongregation zur Verfügung gestellt. Nötigenfalls wird die Regierung auch die Husarenkaserne und das Lyzeum für die Opfer der Ueberschwemmung bereit halten. Das Wasser ist bereits in die Druckerei des Nathauses eingedrungen. Das Gewölbe der Untergrundbahn ist schwer beschädigt. Es macht sich bereits Mangel an Lebensmitteln bemerkbar. Madrid, 27. Januar. In Corunna ist während eines heftigen Sturmes ein Fischerboot untergegangen. Elf Personen der Besatzung sind ertrunken. In dem be kannten Seebade San Sebastian ist das Wasser bereits so hoch gestiegen, daß eine Anzahl Häufer eingestürzt sind. Drabtnachrichten und Deaestes. Kaisersgeburtstagsfeier am Hofe. Berlin, 27 Januar. Der Kaiser nahm heute vormittag die Glückwünsche der kaiserlichen Familie entgegen und empfing dann die Glückwünsche der Herren und Damen des engeren Hofes sowie der fürstlichen Gäste. Um 8,45 Uhr empfing der Kaiser den Reichskanzler, dem er den Schwarzen Adlerorden verlieh. Später begab sich der Hof nach der Schloßkirche, wo sich die Botschafter, die Bundesratsmitglieder, die Generalität, die Admiralität und die Präfidten des Reichstages und des Landtages bereits eingefunden hatten. Oberhofprediger Dryander hielt die Festpredigt. Der Kaiser und die Retter auf Zeche Holland. Berlin, 27. Januar. Der Kaiser hat an seinem Geburtstage auch der Retter der Verschütteten auf der Zeche Holland gedacht. Heute wurden den an der Rettung beteiligten Mannschaften vier Rettungsmedaillen am Bande, das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens und vier Allgemeine Ehrenzeichen überreicht. Der Reichskanzler beim König von Sachsen. Dresden, 27. Januar. Der König von Sachsen empfing gestern abend im Königlichen Schloß den deutschen Reichsfanzler von Bethmann Hollweg. Wahlzechtsdemonstrationen. Brannschweig, 27. Januar. Gestern abend fanden hier sozialdemokratische Wahlrechtsdemonstrationen statt. Die Polizei mußte infolge der Ausschreitungen der Menge von der blanken Waffe Gebrauch machen, wobei 15 Personen verwundet wurden. Zwei von ihnen erlitten so erhebliche Verletzungen, daß sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mußten. Ein Oberwachtmeister wurde vom Publifum zu Bode geworfen und durch Fußtritte schwer verlegt. Ein japanischer Prinz in Berlin. London, 27. Januar. Am 1. Februar wird von hier Prinz Fushini von Japan nach Berlin abreisen, um dem Prinzen Adalbert von Preußen einen hohen japanischen Orden zu überbringen. Prinz Fushimi ist in Deutschland wohlbekannt, da er in den 90er Jahren längere Zeit zu fei= ner Ausbildung zur deutschen Marine kommandiert war. Der Prinz, der jetzt in der japanischen Marine Dienst tut, nannte sich damals Prinz Katchio. Den Namen Fushimi hat er erst später angenommen. Er wird einige Beit in Berlin bleiben. Bulgarisch- türkischer Grenzzwischenfall. Saloniki, 27. Januar. In Nestime Bezirk Castoria überfielen Bulgaren eine Kirche und demolierten einen Teil der Einrichtung. Sie wurden durch Militär vertrie ben. 11 von ihnen wurden verhaftet. An der türkischbulgarischen Grenze ist es wieder zu Plänkeleien gekommen, wobei es auf beiden Seiten Tote und Verwundete gab. Die englischen Wahlen. London, 27. Januar. Bis gestern nachmittag 3 Uhr waren gewählt: 255 Unionisten, 230 Liberale, 38 Arbeiterpartei und 72 irische Nationalisten. Der Gewinn der Unionisten beträgt 117 Sitze. Ju den anderen Zahlen hat sich nichts geändert. Die beiden Minister Asquith und Haldane wurden mit großer Majorität gewählt. Aufgedeckter Schwindel. Berlin, 27. Januar. In Geschäftskreisen, namentlich der Lebensmittelbranche, erregt die Verhaftung einer zehntöpfigen Schwindlerbande Aufsehen, die seit zehn Jahren die Geschäftsleute in raffinierter Weise schädigte. Typhus im 6. Feldartillerieregiment. Breslau, 27. Januar. In der Kaserne des hiesigen 6. Feldartillerieregiments ist der Typhus ausgebrochen. Bisher sind 9 Leute schwer erfranft. Ein Kanonier ist bereits gestorben. Wegen der Ansteckungsgefahr sind die Mannschaftfeste des Regiments zu Kaisers Geburtstag abgesagt worden Das Erbe König Leopolds. Briffel, 27. Januar. Es wird gemeldet, daß die bel= gische Regierung auf die 23 Millionen Kongo- Obligationen, welche König Leopold dem Kongounternehmen als Vermögen überwiesen hat, Anspruch erhebt, weil diese aus der Kongo- Krondomäne herrühren. Die Prinzessinnen wollen diesen Anspruch der belgischen Regierung, wie verlautet, bestreiten. Handel und Verkehr. Der internationale Boftichedverkehr wird am 1. Fe ruar eröffnet. Er umfaßt das Deutsche Reich, DesterreichUngarn und die Schweiz. Es handelt sich nicht um einen eigentlichen Scheckverkehr, sondern um einen Ueberweisungsoder Postgiroverkehr. Aufträge zu Barauszahlungen werden im Verkehr mit dem Auslande nicht ausgeführt. Jeder Inhaber eines Scheckfontos bei einem deutschen Postscheckamt fann aber von seinem Konto Beträge auf ein Scheckfonto bei dem Postsparkassenamt in Wien oder der Postsparkasse in Ofen- Pest oder den schweizerischen Bostschecks bureaus überweisen und umgekehrt. Der internationale Verkehr wird ausschließlich von den Scheckämtern wahr genommen. Eine Mitwirfung der Postanstalten findet nicht statt. Den Verkehr mit dem Auslande werden die Aemter Berlin, Leipzig und Karlsruhe, mit Wien und Ofen- Best außerdem noch das Scheckamt Breslau wahrnehmen. Nene Pariere an der Berliner Börse. Die Zulassungsstelle der Berliner Börse genehmigte die Zulassung folgender Wertpapiere: von 10,000,000 t. 4prozentigen Sypotheken- Pfandbriefen Reihe 6 der Mitteldeutschen Bo den- Credit- Anstalt in Greiz und von 5,000,000 Mark 412 prozentiger hypothekarischer Anleihe von 1909 der Stets ttner Maschinenbau- Act. Bef. Vulcan" zv. Stettin. Nr TEE neuester Ernte eigener Einfuhr erprobter Qualitäten lose und in Paketen. Gute bis hochfeine Mischungen 1.60, 22.50, 3.-, 3.50, 4.- u. 5.- Mk. das Pfund. Ceylon- Tee L60, 2.20 u. 2.40 Mk. das Pfund. Kaiser's Kaffee- Geschäft G. m. b. H. Europas grösster Kaffee- Rösterel- Betrieb. Ueber 1000 Filialen. Filiale in Sießen, Nicchenplatz 12. Niederlage bei Herrn Ferd. Zimmer, Lich t. Hessen. Giessener Konzert- Verein Sonntag, den 30. Januar 1910, abends 51/4 Uhr in der NEUEN AULA Sechstes Konzert Dritter Solisten- Abend Ausführende: Frl. SUSAN METCALFE aus New- York( Gesang) Frl. ELISABETH BOKEMEYER aus Berlin( Klavier) Herr PAUL FRANZEN aus Frankfurt a. M.( Klavierbegleitung). 1. Gesänge am Klavier: PROGRAMM: a) Air d'Iphigenie en Tauride: ,, O toi, qui prolongeas mes jours" b) Se Florindo e fedele c) Deh più a me non v'ascondete d) Chanson du papillon e) Amaryllis f) Shepherd, thy demeanour vary 2. Solostücke für Klavier: a) Sarabande b) Des Abends c) Aufschwung Rondo 3. Gesänge am Klavier: Wie Melodien zieht es b) Schwalbe sag mir an c) Immer leiser wird mein Schlummer d) Am Sonntag Morgen, zierlich angetan e) Botschaft: Wehe Lüftchen, lind und lieblich 4. Solostücke für Klavier: a) Gavotte b) Auf Flügeln des Gesanges c) Jagdetude 5. Gesänge am Klavier: a) Air de Marguerite( Damnation de Faust) b) Fête nocturne c) Le secret d) Rencontre e) Toujours f) Fantoches Chr. W. von Gluck. A. Scarlatti. G. M. Bononcini. A. Campra. Louis XIII. J. Brown. J. S. Bach. R. Schumann. Jos. Brahms. E. d'Albert. Mendelsohn- Liszt Paganini- Liszt H. Berlioz. R. Chansarel · G. Fa urê. C. Debussy. Eintrittskarten: I. Platz Mk. 5,-, II. Platz Mk. 4,-, Il. Platz Mk. 3,-, IV. Platz Mk. 2,50 Studentenkarten Mk. 1,-. sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst' Challier( Rudolphs Nachf.), Telephon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. Oeffnung des Saales nachmittags 4, Ubr. Bekanntmachung. Die Gemeinde Gladenbach beabsichtigt das alte Amtsgerichtsgebäude mit Nebengebäude in Gladenbach im Wege der Submission an den Meistbietenden auf Abbruch zu verkaufen. Angebote sind bis zum 15 Februar ac. 1000000000000 冰 Braubach& Fischer Wallto. ator. Roloffeum Giessen. Telephon 36-38 Dir.: Albert Rappmann. 644. Gastspiel von Vallés Frankfurter Intimen Theaters Heute Freitag abends 8½ Uhr Nach dem Maskenballe 1 Dialog nach dem berühmten Bilde: Die G'schamige des Rezniczek, bearbeitet von Neidhard. Die keusche Toinette Französischer Schwank Hans Fredy mit neuen Repertoir sowie die übrigen Künstler u. Künstlerinnen. 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Gitter für Türfüllungen und Oberlichte aus Sproffer: Wie die Alten fungen eisen und ca. 240 lfb. m schmiedeeiserne Treppenge: Altensungen länder p. p. Ba fl mer ha meinjan Ewal der un der Fo Regieru ften für genomm verwalt Lustspiel in 4 Aften von Carl Niemann. stereibez chen. mänen, eifenba tammer Molt tümlich Staats nehmen der M feinen Die Arbeiten fönnen zusammen oder auch getrennt angeboten und vergeben werden. Zeichnungen und Ver- Anfang 7½ Uhr. Ende g. 10 Uhr. dingungsunterlagen fönnen auf unserem Baubüro, Licherstraße eingesehen, woselbst auch die Angebotsformulare ohne Zeichnungen, solange der Vorrat reicht, gegen Erstattung der Selbstkosten, abgegeben werden. Die Ange bote müssen verschlossen in besonderen Umschlägen nach Losen getrennt und mit entsprechender Aufschrift versehen, porto- und bestellgeldfrei bis spätestens zum Eröffnungs termin am 14. Februar 1910, vormittags 11 Uhr an uns gelangen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, am 27. Januar 1910. Großh. Sochbauamt Giehen. Neubaubüro Jrrenanstalt. J. V.: Schön. als fte Man abonniert jederzeit auf das schönste und billigste Familien- Witblatt Meggendorfer- Blätter München Zeitschrift für Humor und Kunst Vierteljährlich 13 Nummern nur M. 3. Abonnement bei allen Buchhandlungen und Poftanstalten. Verlangen Sie eine Gratis- Probenummer vom Verlag, München, Theatinerstr. 47 Kein Befucher der Stadt München follte es verfäumen, die in den Räumen der Redaktion, Theatinerstraße 47III befindliche, äußerst intereffante Ausftellung von Originalzeichnungen der Meggendorfer- Blätter zu besichtigen. Täglich geöffnet. Eintritt für jedermann frei! An der Volksschule ist die Stelle einer Handarbeitslehrerin Holzversteigerung im Stekener Stadtwald. ( Forstwaiiet Gießen 1; Forſtwart Brück) Montag, 31. Januar 1910. vorm 9 Uhr beginnend werden in den Waldungen der Stadt Gießen in den Distrikten Mühlberg, Alter Tisch u. Hubertus: brunnen versteigert: 13 Fichten derbstang. m. 1,09 fm 278,5 Rm. 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Bewerberinnen wollen ssch unter Vorlage anH. Scholten, Coblenz. Färberei Grösster Betrieb eines Lebenslaufes und ihrer Prüfungszeugnisse bis zum dieser Branche im 1. Februar 1910 bei der Bürgermeisterei zu melden. Städt. Wohnungsnach 00000000 Grossh. Hessen::: an den Unterzeichneten einzureichen. Der Zuschlag erfolgt Chem. Waschanstalt bis zum 20. Februar und find die Gebäude bis zum 1. April ac. zu beseitigen. Näheres beim Bürgermeister. Gladenbach, den 17. Januar 1910. Der Bürgermeister: Köhler. Fürsorgestelle f. Lungenkranke ( Medizinische Klinif, Klinifstraße) Sprechstunde: Jeden Mittwoch Abend 6-7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenfiarken. Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke Gegründet 1848 Seltersweg 79 a Neuenweg 4 Tel. 627 553 "" 15 elgene Läden. Färberei- Versandt- Geschäft. Post- und Bahnsendungen werden 排 nach der Zentrale in Butzbach erbeten. 3-20 Mk. tägl. tönn. Person jed. Stand. verdien. 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