Sofia, mit Anna eipzig. öhner in Wiesed, Elisabethe Best, mit Emma Mül ifant in Gießen, Alinger i Frant in Klein- Linden, nann in Gießen, Dunningen. in Herford, mit the 71 Jahre alt. Jahre alt. 8 Jahre alt. 3,90 Jahre alt. Stefen. en 25. Sep. evangelischen Ge Neulonfirmierten Matthäus und dung vorher bei Tat. ter firmierten aus der of 50 and ie Johannes- Ge Ausfeld Versammlung u. berd 8 Uhr: Gelegen mpfang des Hoch irche. et. zur hl. Beicht. effe. Kommunion der gen Rommunion. darauf Firmung. Andacht mit Segen. it in Steins Garten ide. ber. digsten Herrn Vi Gewächse better und er Weinbergslagen tin Faffern von 25 Riften v. 12 FL. an wächter ELHEIM a. Rh. Rotweine. tetool vs Bin su... tadt Gießen. werden: rer Tapezier, 1 beiter, 1 Waschfrau, macher, 2 Schreine , 1 Sattler und Ta Eisendreher, 2 An necht, 6 Arbeiter, 2 fen, 2 Baufmädchen, au, 2 Handlungsges gen Wochenmarkte foftetm 96 fleisch per Bfb80-96 fleisch gef. b. Bib. ber Bfb. ficifch per fo 86-88 60-84 6.00-8.00 In p. 100 Rello 7.00-8.00 a per Ctr. ut per Std. 0.10-0.30 Der Bfb 00.06-001 per fb. 00.08-00,18 00 Stüd 0.50-000 Der Liter 20 100 Std. 0.00 1 f. 10-15 bie 2 Uhr na smittad bie. Beginn der Math Stunden ber Marktjeit im Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - - vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 M., durch die Post 1,50 M. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 127. Bekanntmachung. - des Großherzoglichen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Polizei Amtes Behörden Oberhessens sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Dienstag, 27. September 1910 Amtliche Bekanntmachungen. Die unterm 25. August 1910 angeordnete Sperre des Hohleichwegs vom Schlachthof bis zum Untermühlwehr wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 26. September 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. Betr.: Die Bildung der Schöffen und Schwurgerichte. Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt von Mittwoch, den 28. September bis Mittwoch, den 5. Oftober 1910 auf der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 9 zu jedermanns Einsicht offen. Innerhalb der Offenlegungsfrist fann gegen die Richtig eit oder Vollständigkeit der Ürliste Einspruch erhoben werden. Gießen, den 26. September 1910. Bürgermeisteret. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Frau Georg Mary Witwe ist zur Ausführung von Entwässerungs- Anlagen gemäß§ 16 der Polizeiverordnung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städt. Kanalisation in der Provinzialhauptstadt Gießen betreffend vom 1. August 1904, zugelassen worden. Nach§ 16 der genannten Polizeiverordnung dürfen Entwässerungsanlagen im Anschluß an die städtische Kanalisation nur durch die hierfür zugelassenen Unternehmer ausgeführt werden. Gießen, den 23. September 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Künstlicher Dünger. Die Lieferung von: 250 Zentner Kainit und 250 Bentner Thomasmehl( etwa 16proz.) ist zu vergeben. Die Anlieferung hat bis 1. November zu erfolgen. Angebote sind bis 28. September, vormittags 11 Uhr, bei der Bürgermeisterei einzureichen. Gießen, den 17. September 1910. and Großherzogliche Bürgermeisterei. J. V.: Keller. 25 Jahre Berufsgenossenschaften. Hod Am 1. Oktober sind es 25 Jahre, seitdem die große Mehrzahl der gewerblichen Berufsgenossenschaften ihre Tätigkeit aufgenommen hat. Zur Erinnerung an diesen Tag und überhaupt zur Erinnerung an die Anfänge der sozialen Versicherung im Reiche wird eine Gedenkfeier abgehalten werden, zu welcher sich sämtliche Berufsgenossenschaften mit den Landes- Versicherungsanstalten zusammengetan haben. Einige Worte über das innere Wesen der Berufsgenossenschaften dürften daher am Plaße sein. Herr T. Könen in Köln hat eine fleine Dentschrift zusammengestellt, welcher man sich leicht über die Frage unterrichten kann. in Bekanntmachung. Auf Grund des Artikels 23 des Volksschulgesetzes und der Bestimmung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, vom 26. November 1901 bringen wir zur allgemeinen Kenntnis, daß die Fortbildungsschule der Montag, den 3. Oktober d. s., im Schulhause Stadt Knabenschule an der Nordanlage beginnt und von genanntem Tage an wöchentlich zweimal abgehalten wird. Zum Besuche der Fortbildungsschule sind alle Knaben verpflichtet, die während der letzten drei Jahre aus der Volksschule entlassen wurden, sowie die Schüler der Gymnafien, Realgymnasien, Oberrealschulen, Realschulen und häheren Bürgerschulen, die nach Ablauf des achten Schuljahres austreten, ohne mindestens ein Jahr der Obertertia angehört zu haben. Es haben zu erscheinen: Montag, den 3. Oktober, nachmittags 2 Uhr: 1. Gruppe. Alle schulpflichtigen Kaufleute, die nicht die kaufmännische Fachschule( Nordanlage 15) besuchen, Schreiber, Buchhändler, Buchbinder, Schriftseßer, Telegraphisten, Geometer, Photographen, Lithographen, Optiker, Techniker, Graveure. 2. Gruppe. Alle schulpflichtigen Schreiner, Zimmerleute, Wagner, Drechsler, Küfer, Maurer, Steinhauer, Weißbinder, Lackierer, Maler, Glaser, Tapezierer, Dachdecker, Kaminfeger, Holzbildhauer, Gärtner. 4. Gruppe. Alle schulpflichtigen Bäcker, Konditoren, Meßger, Müller, Kellner, Köche, Schneider, Schuhmacher, Sattler, Friseure. Montag, den 3. Oktober, nachmittags 5 Uhr: 2. Gruppe. Alle schulpflichtigen Schlosser, Former, Metalldreher, Grob, Huf, Messer, Kupferschmiede, Spengler, Elektromonteure, Installateure, Mechaniker, Goldarbeiter, Uhrmacher. 5. Gruppe. Alle schulpflichtigen Taglöhner, Fabritarbeiter, Hausburschen, Auslaufer, Erdarbeiter, Fuhrleute, Korbmacher, ohne Beruf. Gießen, den 20. September 1910. Der Schulvorstand: Mecum, Oberbürgermeister. Bekanntmachung. Samstag, den 1. Oktober d. Js., beginnen in dem Schulhause am Asterweg( alte Handwerkerschule) zwei Unterrichtsturse für erziehliche Handar1881 eingeleitet wurde, wollte diesen Verhältnissen ein Ende machen. Nach mehrjährigem Kampfe wurde dann auch erreicht, daß im Jahre 1884 das erste Gesetz über die UnfallVersicherung erlassen werden konnte. Diese Gesetzgebung baute sich auf völlig neuen Grundlagen auf. Es wurde da mit der Grundsatz des privatrechtlichen Schadensersatzes aufgegeben und eine Fürsorge geschaffen, welche sich auf öf= fentlich rechtlicher Grundlage der im Betriebe verunglückten Arbeiter und ihrer Hinterbliebenen annahm. Jetzt wurde der Grundsatz ausgesprochen, daß alle Betriebsunfälle ent schädigungspflichtig seien, auch wenn sie durch Zufall oder durch Verschulden der Mitarbeiter verursacht worden seien Der Verunglückte bekam einen gesetzlichen Anspruch auf Ent schädigung und war nicht mehr auf Almosen angewiesen. Die Kosten der Versicherung wurden als Teil der Betriebsloften aufgefaßt und den Unternehmern auferlegt; die Arbeiter hatten feine Beiträge zu der Versicherung zu zahlen. Die Unternehmer selbst wurden nach der Gleichartigkeit der Betriebe und Berufe zu Berufsgenossenschaften zusammengefaßt. Die ganze Versicherung stand unter gesetzlichem Zwange, d. h. die Arbeiter mußten gegen Unfall versichert werden. Als Entschädigung für den scharfen Zwang, welcher in der ganzen Einrichtung lag, wurde den Berufsge= ge= nossenschaften ein weitgehendes Selbstverwaltungsrecht währt. ed Auf diesen Grundlagen hat sich die Unfall- Versicherung weiter entwickelt und die Berufsgenossenschaften bilden heute eine der mächtigsten Organisationen im Reiche. Es bestehen heute 66 gewerbliche und 48 land und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaften neben 540 Ausführungsbehörden. Die Unfall Versicherung umfaßt über 6,13 Millionen Betriebe und 27 Millionen Versicherte. Beinahe 40 000 Personen sind im Ehrenamte tätig. Außerdem haben die Berufsge nossenschaften über 4300 Angestellte und über 3000 technische Aufsichtsbeamte. Es ist also ein riesengroßer Apparat, der sich da herausgebildet hat. den Die Berufsgenossenschaften sind die Organe zur Durch' führung der Unfall- Versicherungsgeseße, wie sie durch die Reichsgesetzgebung seit den achtziger Jahren geschaffen worden sind. Mit der Unfall- Versicherung wurde die Aera der sozialen Versicherungsgeseße eingeleitet. Allerdings war der verunglückte Arbeiter auch vorher nicht vällig schußlos. Als mit der industriellen Entwickelung auch die Zahl der gewerblichen Unfälle stieg, erkannte man, daß auch eine verschärfte Haftung für den Unfall geschaffen werden müßte; und so wurde das sogenannte Haft- Pflicht- Gesetz von 1871 erlassen. Das Gesetz brachte dem Arbeiter auf der einen Seite also eine Wohltat, aber auf der anderen Seite wurde ste ihm wieder entzogen. Das Gesetz legte nämlich dem Verunglückten bezw. seinen Hinterbliebenen die Beweislast ein auf, d. h. sie mußten beweisen, daß der Unfall auf Verschulden des Unternehmers bezw. seiner Betriebsbeamten zurückzuführen sei. Durch diese Vorschrift schieden schon die zahlreichen Unfälle, welche durch Zufall oder durch Verschulden der Mitarbeiter verursacht wurden, völlig aus; dafür gab es überhaupt keine Entschädigung. In den sonstigen Unfällen war es für den Verunglückten bezw. seinen Hinterbliebenen meist unmöglich, zu ihrem Rechte zu tommen. Sie mußten nämlich prozessieren. Hatten sie Prozeß wirklich gewonnen, dann konnte es vorkommen, daß der Unternehmer überhaupt nicht zahlen konnte oder, wenn es ein kleiner Unternehmer war, dann konnte er durch die Entschädigung selbst ruiniert werden. Viele Unternehmer hatten sich gegen das Risiko des Haftpflicht- Gesezes bei privaten Unfallversicherungs- Gesellschaften gedeckt, welche jedoch nur zahlten, wenn der Entschädigungs- Anspruch durch gerichtliche Entscheidung unzweifelhaft rechtsträftig festgestellt war. Aber das war gerade schwierig und für den Arbeiter oft unerreichbar. Der Verunglückte prozessierte im Armenrecht und die Prozesse zogen sich Monate, ja Jahre lang hin. In dieser Zeit bekam weder der Verunglückte noch seine diese Familie irgend etwas. Es leuchtet ein, daß durch Mißstände die Beziehungen zwischen Unternehmern und Arbeitern ernstlich gefährdet wurden. Die soziale Versicherungs- Gesetzgebung, wie sie insbe sondere durch die berühmte Kaiserliche Botschaft vom Nov. Leicht haben es die Berufsgenossenschaften natürlich nicht. Sie umfassen auch viele tausende mittlerer, kleiner und fleinster Unternehmer, denen es oft sehr schwer wird, die Beiträge für die Unfall- Versicherung aufzubringen. Es heißt also, mit den aufgebrachten Geldern vorsichtig wirt Aber die Berufsgenossenschaften haben es verschaften. standen, stets am rechten Orte Sparsamkeit zu entwickeln. Im ganzen geht durch ihre Tätigkeit ein Hauch wahrhaft humaner Gesinnung und, was sie geleistet haben, ist eine imponierende Bestätigung modernen sozialen Geistes. Beinah zwei Millionen Mark haben sie seit Bestehen der Unfall= Versicherung für Entschädigungen und Renten aufgewendet. Was sie in vorbeugender Tätigkeit, nämlich zur Verhütung von Unfällen und zur Verringerung der Unfall- Gefahren, getan haben, ist nicht weniger bedeutungsvoll. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. 21. Jahrg. beit mit je 3stündiger wöchentlicher Unterrichtszeit. In dem einen derselben werden die Schüler mit Pappar beiten, in dem anderen mit Holzarbeiten be= schäftigt. Zur Beteiligung an dem Unterricht können ältere Schüler der Volksschule und auch der höheren Lehranstalten ( lettere vom 11. Lebensjahre ab) zugelassen werden. Für Werkzeuge und Materialien, welche den Schülern während der Unterrichtszeit gestellt werden, sind von jedem derselben 2 Mark zu entrichten; die Schüler der höheren Lehranstalten haben außerdem noch ein Schulgeld von 4 Mart zu bezahlen. Anmeldungen zum Unterricht werden Samstag, den 1. Oftober, nachmittags 3 Uhr, in obengenanntem Schulhause entgegengenommen. Gießen, den 21. September 1910. Der Schulvorstand: Mecum, Oberbürgermeister. Arbeitsvergebung. Die zur Erweiterung der Schlachthofanlage erforder= lichen Schreinerarbeiten( 5 Lose) sollen Montag, den 10. Oktober d. I., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 22. September 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. Bekanntmachung. Der Hohleichweg vom Untermühlwehr bis zu Bichlerz Graben ist wegen Kanalisationsarbeiten vom 24. d. Mts. ab bis auf weiteres gesperrt. Gießen, den 22. September 1910. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Ein jüngerer intelligenter Schreibgehilfe wird zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften sind unter Angabe der Gehaltsansprüche alsbald hierher einzureichen. Gießen, den 21. September 1910. Bürgermeisterei. Mecum. Zur Fleischnot. Die Stadt Solingen erwägt, Schweine zucht in eigener Regie zu betreiben, um so der Fleisch= not abzuhelfen. Der Weg, den hier eine Stadtgemeinde einschlagen will, ist tatsächlich von einer unserer gräßten Bergwerts Unternehmungen bereits mit Erfolg beschritten worden. Es ist dies die Harpener Bergwerts- Gesellschaft, die in ihrem leßtjährigen Geschäftsbericht darüber folgendes mitteilt: von Für die Arbeiterernährung ist die billige Fleischbe schaffung eine Frage von Bedeutung. Mit der Anlage des Gutes Geeste haben wir einen Versuch eingeleitet, um für unsere Arbeiter gutes Fleisch zu möglichst gleichbleibenden billigen Preisen zu beschaffen. Eigene Schlachthäuser und Fleisch verkaufsstellen schalten den selb= ständigen Fleischermeister in unerwünschter Weise aus und sind dabei in ihren Verkaufspreisen immer abhängig den Viehmarktspreisen. Wir wollen daher versuchen, durch eigene Produktion einen gewissen Einfluß auf die Viehpreise in den für uns in Frage kommenden Orten zu gewinnen. Wir beabsichtigen, den Fleischern auf denjenigen unserer Kolonien, welche den größeren Ortschaften entfernt liegen, die benötigten Schweine zu liefern und sie durch Vertrag zu verpflichten, zu entsprechenden Preisen das Fleisch abzugeben. Wir haben im Oktober 1907 in der Nähe von Meppen, in Geeste, ein Heidegelände erworben, das durch seine Lage am Dortmund- Ems- Kanal und an der Bahn Münster- Emden für den Bezug von Futtermitteln sowohl wie für den Versand von Vieh besonders günstige Bedingungen bot, und das durch Zutauf inzwischen auf etwa 2500 Morgen angewachsen ist. Von diesen zunächst völlig ertraglosen sumpfigen Flächen sind bis jetzt etwa 1000 Mor gen durch sachgemäße Entwässerung und Bearbeitung durch Gründüngung und künstlichen Dünger teils in Wiesen und Weiden, teils in fruchtbares Ackerland verwandelt. Die ausgedehnten Weideflächen geben in Verbindung mit angrenzenden kleinen Waldbeständen die günstigste Gelegenheit, die Mutterschweine Sommer und Winter im Freien zu halten nur unter Zuhilfenahme einfacher Stallungen. Es werden mit dieser rawhen Haltung seit über einem Jahre sehr gute Erfolge erzielt. Nur die letzte Vollmast erhalten die Tiere in modern eingerichteten, für etwa 1000 Schweine berechneten Stallungen, die in der Nähe der für die Futterbereitung errichteten Dampfmühle angelegt sind. Da die Tiere hier nur sechs bis acht Wochen bleiben sollen, werden bei der jetzigen Einrichtung jährlich etwa 6 bis 8000 Schweine geliefert werden können. Das sind gewiß interessante Experimente, die zu ferneren Versuchen ermutigen. Auch die Ausbildung landw. Viehverwertungsgenossenschaften und deren Zusammenwirken mit vorhandenen oder neu zu schaffenden städtischen Deganisationen wäre ein Mittel zur besseren Fleischversorgung der städtischen Bevölkerung. Bum Barenbesuch in Friedberg. Am Samstag besuchten der 3ar, das Großherzogspaar, die Prinzessin Heinrich von Preußen und die Großfürstin Olga den Tennisplatz in Bad Nauheim, wo sie sich eifrig dem Spiele widmeten. Im Verlauf des Nachmittags hatte der Tenniswart Lang die hohe Ehre, von dem Zaren als Partner in einem Herren- Doppelspiel gegen den Großherzog und einen Herren des Gefolges gewählt zu werden. Große Freude machte es dem Zaren, als er das Spiel gegen seinen Schwager, unseren Großherzog, gewinnen konnte. Am Sonntag, vormittags, besuchten der Zar und die drei Großfürstinnen den Gottesdienst in der russischen Kirche zu Bad Nauheim. Am Nachmittag machten die Herrschaf= ten einen Ausflug nach dem Winterstein. Am Montag, vormittags 11 Uhr, trafen der Zar mit den vier Großfürstinnen, der Großherzog von Hessen, Prinz Waldemar von Preußen, die Fürstin Lich und eine württembergische Prinzessin in Automobilen in Frankfurt ein und begaben sich in den 3oologischen Gar= ten. Ein offizieller Empfang und ein ebenso offizieller Rundgang waren abgesagt worden. Die Herrschaften hielten sich besonders lange vor den Affenkäfigen auf, wo ein Wärter zum Vergnügen der kleinen Prinzessinnen die Affen ibre- Runststücke zeigen ließ, an denen die kleinen Damen viel Vergnügen zu haben schienen der Großherzog, der wiederholt in lautes Gelächter ausbrach. Dann wurden das Aquarium und das Dickhäuterhaus besichtigt. Das Aquarium war während dieser Zeit für das Publikum geschlossen, um in den engen Räumen Belästigungen in der Passage zu vermeiden. Nach etwa zweistündigem Aufenthalt verließen die Herrschaften den Zoologischen Garten u. nahmen das Frühstück im„ Englischen Hof" ein. Lokales. mane Lokales. 910 Gießeu, 27. September 1910. ** Der Großherzog ernannte nachstehende Beamte zu Mitgliedern der Prüfungskommission für den höheren Finanzdienst im Nebenamt: Geheimerat Dr. Becker ( Vorsitzender), Professor Bier mbr, Hauptstaatskasse- Di rektor Derheimer und die Oberfinanzräte Weißenbruch und Frenz. ** Empfangen wurden am Samstag vom Großherzog der Generalmajor v. Derßen, Kommandeur der 25. Kavallerie- Brigade( Gr. Hess.) und der Oberlehrer Dr. Frhr. von Gall- Gießen. * Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen befaßte sich am Samstag u. a. mit der Bürgermeisterwahl zu Wohnbach, Kreis Friedberg, bei der Hermann Krab mit 74 Stimmen gewählt wurde. Sein Gegenfandidat& i chelmann vereinigte auf sich 65 Stimmen. Der letztere legte gegen die Wahl Berufung ein, wo bei er behauptete, daß der Bürger Emmel ein Fäßchen Bier kurz vor dem Wahltage zum Besten gegeben habe und daß alles dafür spreche, daß diese Spende von Kraz stamme. Auf Antrag des Kreisrats von Friedberg erklärte der Kreisausschuß hierauf die Wahl für ungiltig. Auf Beschwerde des Kratz gelangte die Angelegenheit nunmehr vor dem Provinzial- Ausschuß zur Verhandlung. Diese endete damit, daß die Gültigkeit der Wahl des Krah von neuem ausge= sprochen wurde mit der Begründung, daß die Zeugenver nehmung feine Spur von Beeinflussung der Wähler durch Krab ergeben habe. * Aus der Schule. Die hessischen Kreisschulkommissionen haben angeordnet daß der vom November bis Ende Februar in allen Gemeinden des Großherzogtums stattfindende Unterricht der obligatorischen Fortbildungs= schule spätestens bis abends 7 Uhr beendet sein muß. Die Eingabe des Bundes der Landwirte" und der hessischen Landwirtschaftskammer um Verlegung des Unterrichts auf die Spätabendstunden ist von der Regierung abschlägig be schieden worden. * Die jungen Rekruten, die demnächst beim Militär eintreten, tun gut, wenn sie späteren Unannehmaylor 51 10sadisio Gerichtet. • 1929# 13 Jouppi Ini rapid del mug 24) dngn Familienroman von Franz Wichmann. id dlade a 1983 t me „ Und für die Bösen, daß ste erleuchtet und gut werden," setzte Klara hinzu. Langsam glitt von des Försters Wange die Büchse herab. ,, Und vergib uns unsere Schuld!" sprach er leise, gesenkten Hauptes vor sich hin und dem Kinde nach. Hellborn legte die Gartenschere beiseite. „ Feierabend!" sprach er. Nun wollen wir ruhen von unseren Werken!" Hellmut erhob sich von seinen Knien und sprach zu ſeinem Bater: ind „ Ein Förster möcht' ich auch werden, im Walde mit der Büchse „ Ein Förster möchte er werden!" wiederholte Lorenz Reiner hinter seinem Baume. Welch ein herziges Kind!" Förster," sprach Hellborn, es ist wohl auch ein gutes Leben, aber nicht wie das unsere. Der Mutter Erde im Schweiße unseres Angesichts das tägliche Brot abringen, das ist das natürlichste und beste." 190 ( ,, Warum, Vater?" erfundigte der Kleine sich. mon Weil es uns zu unserm eigenen Herrn macht!" belehrte ihn der Vater. Trägheit und Lurus machen die Menschen zu Sklaven; nur die Arbeit macht sie frei!" ,,, ich fühle mich so frei und wohl bei dieser Arbeit!" rief Klara, sich glücklich an den Gatten schmiegend. Der Förster vermochte sich vor Staunen nicht zu fassen. „ Sie beten und arbeiten! Klara, Klara," murmelte er mie betäubt, wenn sie sehend gewesen wäre und ich blind! D, es wird Licht vor meinen Augen!" Hellborn, der gern seinem übervollen Herzen in Worten Luft machte, fuhr fort: Saben wir nicht auch alles, was das höchste, einzige Glück auf Erden ausmacht: Arbeit und Liebe?" „ Ja, alles!" antwortete Klara und doch hob ein leiser Seufzer ihre Brust. Wenn nicht eins fehlte!" „ Du denkst an deinen Vater?" fragte Hellbron. „ Kann ich denn anders?" erwiderte sie traurig. Immer und immer muß ich an ihn denken und an das einzige, was uns zur vollen Glückseligkeit fehlt: den Segen des Vaters, den wir für immer entbehren müssen!", Das ist nicht wahr!" klang da plötzlich hinter ihnen eine Stimme, daß sie erschrocken nach der Pforte, der sie den Rücken gewandt hatten, herumfuhren. Das sollst du von deinem Vater nicht sagen müssen!" 045 lichkeiten entgehen wollen, auf folgendes zu achten: Alle Steuern( Staats- und Gemeindesteuern) sind vor dem Uebertritt zum Militär zu entrichten. Nicht bezahlte Steuern werden beim Militär eingezogen, und von der ohnehin schon knappen Löhnung in Abzug gebracht. Ferner muß darauf geachtet werden, daß das Krantenkassenbuch richtig quittiert und mit dem genauen Datum des Arbeitsaustrittes versehen ist. Die Invalidenkarte sprechend Marken geklebt worden sind. Befindet sich die ist zu kontrollieren, ob genau den geleisteten Beiträgen entInvalidenkarte in Ordnung, so ist sie der zuständigen amtlichen Stelle zur Aufrechnung vorzulegen und die dafür er haltene Bescheinigung gut aufzubewahren. * Kaffee wird teurer! Infolge teilweiser Mißernten sind Rohkaffeepreise seit der letzten Zollerhöhung, also seit einem Jahr um zirka 18 Pfg. pro Pfund gestiegen, was für gerösteten Kaffee pro Pfund zirka 23 Bfg. ausmacht. Infolgedessen wollen die Detailleure, so wird uns geschrieben, diesen Mehrpreis von den Konsumenten nehmen, was umso bedauerlicher ist, als Kaffee ein Genußmittel besonders für die ärmere Bevölkerung ist, die ohnehin heute unter den allgemein hohen Lebensmittelprei sen schon sehr zu leiden hat. ** Die Obsternte in der Gemartung Gießen beträgt: Tafeläpfel 900 Doppelzentner, Wirtschaftsäpfel 30, Tafelbirnen 80, Wirtschaftsbirnen 6, Zwetschen und Pflaumen 3 Doppelzentner; in der Gemarkung Schiffenberg: Tafeläpfel 200, Wirtschaftsäpfel 25, Tafelbirnen Doppelztr. Der Durchschnittspreis für den Doppelzentner beträgt für Tafeläpfel 15 Mt., Wirtschaftsäpfel 8 Mt., Tafelbirnen 12 Mark, Wirtschaftsbirnen 8 Mt., sowie für Zwetschen und Pflaumen 15 Mart. * 4 Blumenpflege. Im Monat März wurden an eine größere Anzahl von Schülerinnen der Stadt- Mädchenschule Blumen zur Aufzucht verabfolgt. Vor kurzem fonnten nun gegen 100 Mädchen für ihre hierbei erzielten Erfolge mit Auszeichnungen bedacht werden. * Stadttheater. Die Abonnementskarten sind von nun a ab täglich von 10-1 Uhr an der Kasse des Stadttheaters zu haben. Die sogenannten Abonnementsscheine, welche als Ausweis der bestellten Abonnements dienen, sind hierbei vorzulegen. 2* Das Museum des Oberh. Geschichtsvereinsist soeben wieder durch mehrere Sehenswürdigkeiten bereichert worden. Es sind dies bei Eberstadt gefundene Kunstgegenstände aus der römischen Zeit. * Zur Lahnkanalisierung. Bekanntlich fand vor kurzem eine Besprechung zwischen Vertretern der preu ßischen und hessischen Regierung statt, welche damit endete, daß die preußischen Abgesandten erklärten, ein fanalmäßi ger Ausbau der oberen Lahn würde sich nicht verzinsen und müsse dementsprechend bis auf weiteres aufgeschoben werden. Der nach Pantanalverein hat deshalb eine Hauptversammlung einberufen, um seine Mitglieder über die genannten Verhandlungen zu unterrichten und gegebenen= falls zu der Angelegenheit Stellung zu nehmen. * In dem Konkursvefahren über den Nachlaß des verstorbenen Sattlermeisters Kuhne in Gießen ist seitens des Gr. Amtsgerichts zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen und zur Abnahme der Schlußrechnung der Schlußtermin auf Mittwoch, den 19. Oftober 1910, 9 Uhr, anberaumt worden. vorm. * Gestohlen wurde in der Nacht zum Sonntag aus einer Wirtschaft und Metzgerei an der Kaiser- Allee der Inhalt der Ladentasse im Betrage von 5-6 Mark. * Der Bombenattentäter Werner wurde vor kurzem durch den Oberstaatsanwalt Lang in Anwesenheit des Gerichtschemikers Dr. Pop p- Frankfurt a. M. verhört. Den Gegenstand der Vernehmung bildete namentlich die Herſtellungsweise der Bomben, über welche das Gericht neue Anhaltspunkte gewann. Das Verfahren gegen Werner konnte bis jetzt noch nicht eröffnet werden, weil die Untersuchung des Amtsgerichts Zweibrücken bezüglich des Diebstahls in der Pulverfabrit St. Ingbert noch nicht zum Abschluß gelangt ist. stasiu ,, Vater, water!" jubelte Klara auf. Ist es denn möglich, - du kommst her? Du kommst zu uns? Endlich, endlich!" Hellborn trat dem Förster entgegen. „ Ich wußte es, daß die Stunde noch schlagen würde!" fagte er einfach. 90 ,, D, willkommen, tausendmal willkommen!" brach Klara von neuem aus.„ Du kommst in Liebe, nicht im Haß zu uns?" Hellborn streckte dem Förster die Hand hin. ,, Liebe heißt die Losung, die jedem Menschen unsere Tür öffnet!" sprach er.„ Unser Haus soll ein offenes Menschenheim sein! Verweigern Sie uns Ihre Hand nicht mehr?" Nein," sprach Lorenz Reiner ergriffen, ich nehme sie an, um mit diesem Druck meiner Rechten um Verzeihung zu bitten für das Unrecht, das ich Ihnen getan habe! In dieser Stunde habe ich gesehen, daß das Glück dort ist, wo die Menschen sich nicht fürchten, glücklich zu sein. Mut haben ist alles!" Vor Freude zitternd, hielt er Hellborns und Klaras Hände in den seinen. bun „ Gesegnet diese Stunde!" rief Klara.„ Wenn doch auch Otto, aus dem Kerker entlassen, einst dieses Weges käme und mit uns ein Mensch würde" rod 177 Sie brach ab und blickte voll Schrecken den alten Mann an. „ Was iſt dir, Vater?" fragte fie angſtvoll.„ Du wirst bleich? Du zitterst?" Der Förster löste seine Hand aus der ihren. „ Es ist zu spät," entgegnete er, er fann nicht mehr fommen!" ded Seine Antwort machte Klara noch bestürzter. „ Mein Gott, Vater," stammelte sie, wie du das fagft,- und wie du dabei aussiehst!" „ Es ist doch fein Unglück geschehen?" fragte Hellborn besorgt. ( Gerichtet 51 Nr. 8.) Der Förster vermied die Blicke beider. Er schien einen Augenblick zu schwanken, ob er die Wahrheit bekennen sollte. Dann aber mit einem raschen Entschluß erwiderte er: ,, Glaubt ihr, ich wäre sonst hierher gekommen? Es sollte mein erster und mein letzter Weg zu euch sein! Ehe ich Abschied von allem nahm, wollte ich mit eigenen Augen sehen, wie es hier stand, und wenn ich es anders gefunden hätte Er stockte, da er Klaras Augen fragend auf sich ges richtet sah. Vater, du erschreckst mich!" entbebte es ihr. " Ja, ich kam mit finsteren Gedanken hierher!" stieß er heraus. GILIA „ Ich weiß, daß Sie mich haßten!" fiel Hellborn ein. Aber Haß ist oft nur verkannte Liebe!" Der Förster neigte das Haupt, wie von schwerer Schuld erdrückt. id: * Festgenommen wurde in Gießen ein stellen loser Arbeiter wegen Drohungen. Da sich später jedo bei dem Verhafteten Spuren von geistiger Störung zeigten, wird der Mann wahrscheinlich einer Frren- Anstalt überwi sen werden. Hus Hessen und Nachbargebiet. beutfchen Bant fielle gefchaffen, foliden Bantgen belämpfen foll. * Chem neralversammlun Koelpich Dresde tan fich Begrif lirchlichen Beho der Führer der Oberhaupt ber bie Ziele des Brüf gannen geftern Underberg berrhein erhielt berg- Boonetam Auszeichnung rechtem Stolze die Jury durch borragende, lei der deutschen& ebrenvoller We * Auz * Großen- Buseck. Am Sonntag fand hier das Jahresfest des Gießener Zweigvereins der Gustav Adolf Stiftung statt, wobei Pfarrer Groth- Rödgen die Festpredigt hielt. Nach dem Festgottesdienst fand im Saale des Her Brück eine Nachversammlung statt, wobei Ansprachen über die Gustav Adolf- Vereinssache von Pfarrer Bechtolsheimer Gießen und Böchner- Trais gehalten wurden. hier statt. tato 13 heim. Die Gemeinderatswahl findet heute * Strebendorf. Ein schweres Unglück trug sig hier zu. Mit seinem schwerbeladenen Müllerwagen fuhr Hch. List die steile Kreisstraße bei Romrod herunter, die Pferde scheuten und gingen durch, der Fuhrmann stürzte vom Wagen und wurde von dem schweren Fuhrwert auf der Stelle getötet. * Kaichen. Bei der Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Karl Roth mit 116 Stimmen wie dergewählt. in a suns * Lauterbach. Der Stadtvorstand beschloß die Ausführung des von der Kulturinspektion Gießen aufge stellten Kanalisationsprojektes für die gesamte Stadt. Die Baukosten sind von obiger Behörde, welcher auch die Bau leitung übertragen wurde, auf rund ¼ Million Mark ver anschlagt. * Alsfeld. Die projektierte Nebenbahn AlsfeldNieder- Aula, deren Bau im nächsten Jahre in Angriff ge nommen werden soll, wird eine Abzweigung nach Schli erhalten. Nach dem Plan der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. soll diese Seitenlinie von dem projektierten Bahnhof Nieder Jossa abzweigen und durch die hessischen Gemartum gen Unter- Wegfurth, Ober- Wegfurth, Rimbach, Queck, Sand lofs, Hußdorf und Schlik, sämtlich im Kreis Lauterbach, 19000! führen. 170 Perjen im bind den Fel ift bollendet Quellwasser. Jahres ausge aus Frankfurt tit bezeichnet den ist vorzüg bietet daber Ben, nicht min Teichen umlieg machen. Alz * Friedberg. Im großen Saale des Prediger seminars fand die Herbstentlassung statt. Direktor D. Eger richtete herzliche Abschiedsworte an die Scheidenden. Vertreter der obersten Kirchenbehörde war Herr Konsistorialrat D. Petersen bei die Feier schloß sich ein Festessen im Hotel Trapp. du med * Friedberg. Werner wurde zur Konfron tation mit den Studenten, mit denen er im Burghotel ver tehrt hatte, hierher transportiert. eine Anſpräche hielt. der Feier anwesend, der ebenfallz * Ockstadt. Am 18. Oftober findet hier die Ein weihung der größten fatholischen Kirche Oberhessens statt. Der Bischof von Mainz wird am Vorabend eintreffen, am Kinder firmen. 18. die Weihe vollziehen und am 19 alliberalen Vertrau * Darmstadt. ensmänner- Versammlung wurde auf Vorschlag der Jungliberalen Dr. Osann einstimmig zum Reichstagskandida ten proklamiert. 2 Die Gröff erfolgte mit Wilhelm Mü zuchtsversuchs. bei dem Lan tenhausen im und zuverlässi macht dann dem Birklarer er verirrte fid der nach Birt den Heimweg, und Schnaps er in Gefellio Mittag verlief geben, wo er über die Fra Frau leiftete 20 ihr außer Ar laffen mußte, Er wurde be Seugnen geft * Ostheim. Dieser Tage wurde dahier eine Schä ferei- Genossenschaft gegründet, welcher bis jetzt zirka Mitglieder angehören. * sind bei dem diesjährigen Ma nöder die außerordentlich zahlreichen Beschre/ ungen der Mannschaften wegen Urlaubsüberschreitung und ähnlichen Vergehen. Das hiesige Garnisongefängnis ist z. B. über füllt, so daß laut Gouvernementsbefehl vorerst nur die " alten Mannschaften", die den Hauptteil können. len, im Gefängnis untergebracht werdener Bestraften stelAus aller Welt. * Berlin. Bankdirektor Otto Sattler wurde auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft von der Berliner Kriminalpolizei wegen Betrugs verhaftet. Um ähnliche Schwindeleien in Zukunft zu verhüten, hat der Zentralverband des " Jetzt weiß ich, daß Sie die Wahrheit sprachen," sagte er. „ Was Sie auszusprechen wagten, war ia im Grunde in mir jelbst: der Kampf mit der Verderbtheit der Zeit! Aber Sie fleideten es in eine neue Form, die ich nicht verstand und die meinen Troß erregte. Ich kämpfte wider mich selbst, ohne es zu wissen, denn im Herzen waren wir eins. Und nun haben Sie mich bezioungen!" Aber Klara beruhigte feine Antwort nicht. " Du verschweigst noch es was," sprach sie ,,, fage alles! Was hatteſt du vor, Bater?" as alum Der Förster sah mit bedeutungsvollem Blick auf die Büchse in seiner Hand. „ Rechenschaft wollte ich verlangen von dem da, der mir mein Kind genommen hat!" sprach er schwer.n ,, Das stand bei einer höheren Macht!" versetzte Klara mil einem Blick nach oben.bilitat zocblour# „ Und wenn es anders gewesen wäre?" fuhr der Förster fort. Mir hätte nichts daran gelegen, auch hier Gericht zu halten, ich es dort getan habe!" de Frau blickte ihn befremdet an. " Dort?"( prach sie ihm nach Was sollen deine dunklen Worte bedeuten? Du ängstigst mich! Ist der Mutter etwas geschehen?" ( Gerichtet 52 Nr. 8.) Eine schwüle Stille entstand.j Die Stimme Lorenz Reiners rang nach Festigkeit, als er endlich antwortete: 01/ Ja, ein großes Herzeleid! Das größte für ein Mutter herz! Es weint und klagt daheim!" and ,, So laß uns zu ihr eilen, Klara!" rief Hellborn. ,, Nein, bleibt!" wehrte der Förster ihnen jedoch.„ Meine Beit ist kurz, und ihr könnt doch nicht helfen. Der Anblick ist nicht für euch!" ,, Welcher Anblick, Vater?" and Der eines Toten!" tam es dumpf von des Försters Lippen. ,, Allmächtiger Gott, welch ein Gedanke!" schrie Klara auf. „ Otto?" Mit gepreßtem Atem stieß der Förster schwer und abge brochen die Worte heraus: wie er gelebt im Augen In Schmach und Schande blick, da er die Hand erhob- wider Mutter und Vater Eine furchtbare Vermutung durchzuckte Klaras Hirn. s Gott im Himmel, verstehe ich recht? Du hast „ Sie haben sich verteidigt?" fiel Hellborn ein. haben-" Gie Die junge Frau schauderte, wie von einer eisigen Hand berührt, zusammen. ( Fortsetzung folgt.) fand unter A renen bejahter bezüglich mil angetrunken, Grund des S auf eine Gefe berlust, unter haft. Heute be Schmidt un beide von R 3. den Kon Verstorbene i der Onkel d war früher lebter Zeit b gen Truntfuc gaben seines Tage betrunt fich die Fami ftummen Ang und drohte c fen wollte e an der Hand er ihn die Treppe, word ihn einschlug. the Mißhand feinen inzwis Sein Zimmer halten des V feinem Stoc die Scheuert sehr dicken Scheuertüre meinschaft mi der am Bod handlungen Mann liegen lebten lobte Sohn bezwei Vernehmung gere Zeit in mit Hilfe ein Sikung 1. Aus famen Einga Handwerkstan getretenen F fuhr von Sch borzuheben: waren gefchaf gen für das famen, mit Dillgebietes beiten gericht Handelstamm feit vom 1. Eisenerz und gebiet 2c. na Gebiete und auf 1,25 Big Der Frachtia ungen, welche Durch eine g Hagen herbeig gleichen Zeith Stols 2c. 3um Färberei Gebr. Röver, Frankfurt a. M.- Giessen Giessen, Marktplatz 18. Friedberger Fohlen- u. PferdeMarkt 110 Dienstag, den 25. u. Mittwoch, den 26. Oktober 1910 Verlosung am 26. Oktober d. Js. von 14 Fohlen, welche auf dem Markt angekauft werden, einigen Pferde- Geschirren, landwirtschaftl. Geräten und sonstigen nüklichen GegenStänden( im ganzen 200 Gewinne). Lose à 1 Mark sind zu beziehen durch die Herren: J. Hirsch und W. Trapp. Zur Benußung unserer Pferde= ställe wolle man sich rechtzeitig an das Unterzeichnete wenden. GGGO Das Pferdemarkt- Komite. O Am 26. Oktober findet Vich- und Krämermarkt, sowie Faselmarkt statt. 00000000000000000000 Wollständiger Ersatz für den Unterricht an wissen Schaftlichen Lehranstalten durch die Methode Rustin verbunden m eingehendem Fernunterricht in 1. Deutsch, 2. Französisch. 3. Englisch. 4. Lateinisch. 5. Griechisch. 6. Mathematik. 7. Geographie. 8. Geschichte. 9. Literaturgeschichte. 10. Handelskorrespondenz. 11. Handelslehre. 12. Bankwesen. 13. Kontokorrentlehre. 14. Buchführung. 15. Kunstgeschichte. 16. Philosophie. 17. Physik. 18. Chemie. 19 Naturgeschichte. 20. Evangelische u. Katholische Religion. 21. 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Geheimer Kirchenrat Dr. Meyer der Führer der Los von Rom- Bewegung und das geistliche Oberhaupt der evangelischen Bewegung Sachsens, schilderte die Ziele des Bundes. Die eigentlichen Beratungen gannen gestern. be eres Unglüd trug f Auszeichnung wird die gesamte deutsche Industrie mit ge Müllerwagen ju omrod herunter, d C Der Fuhrmann für veren Fuhrwert Meisterwahl wurde de it 116 Stimmen wie vorstand beschloß di effion Gießen aufge Brüssel. Die deutsche weltbekannte Firma H. NieUnderberg Albrecht in Rheinberg a. derrhein erhielt auf der Weltausstellung für ihren„ Underberg- Boonetamp" den" Grand Prix". Dese höchste rechtem Stolze und lebhafter Befriedigung erfüllen, die Jury durch Verleihung des höchsten Preises die vorragende, feinen Wettbewerb scheuende Leistungsfähigkeit der deutschen Liförfabrikation in ebenso schmeichelhafter, wie ehrenvoller Weise anerkannt hat. weil her* Aus Tirol. Die Quellwasser- Leitung der Burg Persen im Suganertal, die mit größten Schwierigkeiten durch den Fels des Burgberges gesprengt werden mußte, ist vollendet und versorgt die Burg mit herrlichem Gebirge Quellwasser. Verschiedene prächtige Säle sind im Laufe des insofern, als die für das Siegerland bestehenden Einheitsjäze 1,4 plus 6 auch nach Stationen des Lahn- und Dillgebietes durchgerechnet werden bis zur Eröffnung der Neubaulinie Weidenau- Dillenburg vorbehaltlich einer anderen Regelung für die Folgezeit, und 2. eine Ergänzung insofern, als der Tarif auf die Steinkohlen- und Koksbezüge der Eisenerz- Bergwerke ausgedehnt wird. 2. Neuregelung der gesetzlichen Bestimmungen über die Konkurrenzklausel. Die Handelskammer fann die auf eine allmähliche gänzliche Beseitigung der Konkurrenzklausel hinzielenden Bestrebungen, wie sie in den Vorschlägen und Grundsätzen des preuß. Ministers für Handel und Gewerbe flar zum Ausdruck fommen, nicht gutheißen. Sie ist der Ansicht, daß ein großer Teil der Geschäftswelt die Konkurrenzflausel nicht entbehren kann und daß ein Verzicht auf eine solche vertragliche Vereinbarung für sie eine schwere Schädigung bedeuten würde. Unter Ablehnung des Vorschlages des Ministers, worin für die über die Dauer des Dienstverhältnisses hinausgehende Beschränkung in der Betätigung des Angestellten ganz allgemein die Entschädig ungspflicht des Prinzipals ausgesprochen wird, glaubt die Handelskammer in Uebereinstimmung mit den übrigen hess. machen Handelskammern folgenden Vermittlungsvorschlag zu sollen: Die geltenden Bestimmungen sind dahin zu ergänzen, daß 1. als Regel die Geltung der Konkurrenzklausel über diese Zeit gestattet wird unter der Voraussetzung, daß der Unternehmer dem Angestellten für die Dauer der Geltung eine Entschädigung nach den Grundsäßen des Hanfurrenzverbots gegenüber Lehrlingen konnte sich die Handelskammer nicht einverstanden erklären. gesamte Stadt. Die Jahres ausgebaut worden; der Saal von Direktor Pfeifer delsministers zu zahlen hat. Mit der Forderung des Konwelcher auch die Bau Million Mart ve Nebenbahn AlsfeldJahre in Angriff ge weigung nach Schli ahndirettion Frankfur projektierten Bahnho hessischen Gemartim Timbach, Qued, Sand m Kreis Lauterba Saale des Predige att. Direktor D. Egn ie Scheidenden. Al = war Herr Konfifto vesend, der ebenfall hloß sich ein Festesse wurde zur Konfron er im Burghotel ver findet hier die Ein je Oberhessens statt orabend eintreffen, an -die Kinder firmen. ionalliberalen Vertrau Vorschlag der Jung m Reichstagskandida de dahier eine Schä bis jetzt zirka 20 dem diesjährigen Ma n Bestrbungen der itung und ähnlichen gnis ist z. B. über hl vorerst mir die eil der Bestraften stel en können. elt. Sattler wurde auj on der Berliner Stri Um ähnliche Schwin er Zentralverband de Seit fprachen," fagte er ja im Grunde in mi der Zeit! Aber Si nicht verstand und die er mich felbft, ohne e ins. Und nun haber t nicht. fie,„ fage alles! Wa em Blick auf die Bücht Don dem da, der mit chwer. t!" verfekte Klara mil re?" fuhr der Förster auch hier Gericht zu et an an S sollen deine dunklen Ift der Mutter etwas ( Gerichtet 52 Nr. 8) nach Festigkeit, als er größte für ein Mutter and saw a di rief Hellborn. ihnen jedoch.„ Meine helfen. Der Anblick ift on des Förfters Lippen. ante!" schrie Klara auf. aus Frankfurt muß als ein wahres Meisterstück edelster Gofit bezeichnet werden. Für die Unterkunft von Durchreisenden ist vorzüglich gesorgt. Ein Aufenthalt auf der Burg bietet daher Gelegenheit, die herrlichste Gegend zu genießen, nicht minder aber interessante Voltsstudien in den zahlreichen umliegenden uralten deutschen Gemeinden. machen. Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht. อน Gießen, 26. September 1910. Die Eröffnung der diesmaligen Schwurgerichtsperiode erfolgte mit der Sache gegen den 30jährigen Dienstknecht Wilhelm Müller von Ruppertsburg wegen Not= zuchtsversuchs. Der Angeklagte steht seit dem Herbst 1906 bei dem Landwirt und Schmied Georg Müller 2 zu Bettenhausen im Dienst. Er ist zwar in seiner Arbeit tüchtig und zuverlässig, doch trinkt er Sonntags mehr als gut und auf macht dann Montags gern blau. Im Juli blieb er dem Birklarer Kriegerfest bis morgens und trank sehr viel; er berirrte sich unterwegs und fam, statt nach Hause, wieder nach Birklar. Er machte sich gegen 9 Uhr wieder auf den Heimweg, sehrte in Muschenheim ein und trant Bier und Schnaps; auch holte er sich noch 4 Flaschen Bier, die er in Gesellschaft Bekannter in der Molkerei leerte. Gegen Mittag verließ er Muschenheim, um nach Bettenhausen zu gehen, wo er auf dem Weg eine alte Witwe traf. Er fiel Die über die Frau her und suchte sie zu vergewaltigen. Frau leistete Widerstand und schrie um Hilfe, so daß er ihr außer Straßwunden, nichts zufügen konnte, da er ab' lassen mußte, als Leute auf das Hilfegeschrei herbeikamen. Er wurde verfolgt und festgenommen; nach anfänglichem Leugnen gestand er sein Vorhaben zu. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die Geschworenen bejahten sowohl die Frage der Schuld als auch die bezüglich mildernder Umstände, da der Angeklagte zwar angetrunken, aber doch für sein Tun verantwortlich ist. Auf Grund des Spruchs der Geschworenen erkannte das Gericht auf eine Gefängnisstrafe von 2 Jahren und 5jährigem Ehrverlust, unter Anrechnung von 10 Wochen Untersuchungs haft. * * * V Gießen, 27. September 1910. Heute begann die Verhandlung gegen den Maurer Karl Schmidt und den Schuhmachergesellen Wilhelm Schmidt, beide von Rodheim v. d. H., die am 29. August ds. Js. den Konrad Schmidt 2 dorten totgeschlagen haben. Der Verstorbene ist der Vater des 22jährigen Karl Schmidt und der Onkel des taubstummen Wilhelm Schmidt. Der Vater war früher fleißig und tüchtig, geachtet und beliebt. In letzter Zeit verfiel er aber derart dem Alkohol, daß er we gen Trunksucht entmündigt werden mußte. Nach den Angaben seines angeklagten Sohnes fam er an dem fraglichen Tage betrunken nach Hause und kam auf ein Zimmer, wo sich die Familie mit dem Ontel seiner Frau und dem taubfummen Angeklagten befand. Er zog sofort ſeinen strider und drohte alle abzuschlachten; an seinem taubstummen Neffen wollte er den Anfang machen. Dieser faßte ihn aber an der Hand und während er das Messer einsteckte, stieß er ihn die Treppe hinunter. Unten setzte er sich auf die Treppe, worauf der Taubstumme mit einem Knotenstock auf ihn einschlug. Der Mann bat um Schonung und fragte seinen inzwischen dazu gekommenen Sohn, ob er denn solche Mißhandlungen mitansehen könne. Er troch dann in sein Zimmer und, da die Frau des Verstorbenen das Verhalten des Angeklagten billigte, schlug der Taubstumme mit seinem Stock weiter auf den Mann, während der Sohn an die Scheuertür eilte, einen anderthalb Meter langen und sehr dicken Birkenfnüppel holte, den man zum Zustellen der Scheuertüre benutzte. Mit diesem Knüppel schlug er in Gemeinschaft mit dem anderen Angeklagten auf den Mann ein, der am Boden liegend noch röchelnd bat, von den Mißhandlungen abzulassen. So ließen die Angeklagten den Mann liegen und alles ging zu Bett. Die Frau des Verlebten lobte das Verhalten der Angeklagten noch und ihr Sohn bezweifelte, daß der Vater die Nacht überlebe. Die Vernehmung des anderen Angeklagten, dessen Vernehmung mit Hilfe eines Taubstummenlehrers stattfindet, nimmt län gere Zeit in Anspruch.( Fortsetzung folgt.) Sihung der Handelskammer Gießen am 12. September 1910. 1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes herborzuheben: a) Fleischteuerung. In einer gemeinsamen Eingabe an die Gr. Regierung haben die hessischen Handwerkskammern gebeten, daß zur Beseitigung der eingetretenen Fleischteuerung Erleichterungen durch die Einfuhr von Schlachtvieh und ausländischem Fleisch- u. Fleischwaren geschaffen werden. b) Frachtermäßigun- gen für das Lahn, Dill- und Sieggebiet. Auf die gemeinDillgebietes an den preußischen Minister der öffentlichen Arfter fchwer und abge ſamen, mit den übrigen Handelsvertretungen des Lahn- u. 3. Sicherungsüber eignung. Einer Anreg ung der Handelstammer Leipzig, Folge gebend, hat der Deutsche Handelstag die amtlichen Handelsvertretungen ersucht, sich darüber zu äußern, ob die Einführung einer Eintragspflicht für Sicherungsübereignungen ohne Besitzüber tragung zu empfehlen ist. Die Ueberhandnahme von Sicherungsübereigningen d. h. Verträge, in denen der Schuldner einem Gläubiger, bisweilen auch einem angeblichen Gläubiger, zur Sicherung der dem Gläubiger zustehenden Forderung sein Warenlager, sein Handwerks, Gewerf, Gewerbe-, Haus- und Wirtschaftsgerät verschreibt, d. h. zu eigen überträgt, aber selbst im Besitz behält, habe zu einer Die erheblichen Gefährdung des Kreditverkehrs geführt. Handelskammer befürwortete die Eintragungspflicht. - 4. Die deutsche Eisenbahnfrage. Um in den weitesten Kreisen der Bevölkerung Aufklärung darüber zu schaffen, welche großen Vorteile in nationaler, volks wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht ein Zusammenschluß der deutschen Eisenbahnen auf föderativer Grundlage im Gefolge haben wird, beschließt die Handelskammer, im tommenden Winterhalbjahr in den größeren Städten des Kammerbezirks Vorträge zu veranstalten. Die erforderlichen Mittel hierzu werden bereit gestellt. = 5. Einführung von Wieh Expreßzügen. Die Handelstammer Friedberg hat mitgeteilt, daß von einem Interessenten ihres Bezirks darauf hingewiesen worden sei, daß die Viehbeförderung auf der Strecke Hamburg- RasselFrankfurt a. M. im Laufe der Jahre immer schlechter ge= worden sei. Die Eilgüterzüge brauchten heute etwa fünf Stunden mehr als zur Zeit ihrer Einführung. Nachdem fest gestellt worden ist, daß auch in Viehhändlerkreisen des Kam merbezirts über die langsame Viehbeförderung geflagt wird, beschließt die Handelskammer gemeinsam mit der Handelskammer Friedberg, wegen Einführung von Vieh- Expreßzü gen auf der Strecke Hamburg- Rassel- Frankfurt a. M. und Berlin- Kassel- Frankfurt a. M., welche auch die Viehwagen der Strecke Fulda- Gießen in Gießen aufzunehmen hätte, zuständigen Orts vorstellig zu werden. Geschäftliches. Der Bruch feste Metallfadenlampen. Vorzug der Metallfadenglühlampe besteht in ihrem außerordentlich geringen Stromverbrauch, wodurch das elektrische Licht erfolgreich mit dem billigen Gasglühlicht konkurrieren lampe hat, besteht in ihrer übertriebenen Empfindlichkeit gegen Stöße und ihre geringe Haltbarkeit im Betriebe. Die neue Jota- Metallfadenlampe der Regina- Bogenlampen- Fabrit hilft diesem Uebelstande durch eine besondere Präparation ihrer Fäden ab. Die Jota- Metallfäden sind außer ordentlich widerstandsfähig gegen Stoß und besonders haltbar im Betriebe. Die mittlere Brenndauer einer Jota- Metallfadenlampe lann ruhig auf 2000 Stunden angenommen werden. Auf der Weltausstellung in Brüssel wurde ein mechanisches Klopfwerk ausgestellt, ein kleiner Elektromotor betätigte einen kleinen Hammer, der alle 20 Sekunden gegen eine pendelnd aufgehängte Jota- Metallfadenlampe schlug, um die außerordentliche Haltbarkeit dieser Fäden in der einfachsten Weise zu zeigen. Inst Ein Schaufenster- Einbruch wurde vergangene Nacht in einem Bäckerladen verübt. Die Diebe ha ben sonderbarer Weise die mit der ganzen Tageseinnahme den gefüllte Kasse unberührt gelassen, dafür aber unter reichlichen Kuchenvorräten umso gründlicher aufgeräumt. Anscheinend haben sie auf irgend eine Weise zu erfahren ge= wußt, daß alles mit" Hansa"-Backpulver gebacken war und dann im Wohlgefühl des Genusses all' der herrlichen Hansa Kuchen die Mitnahme der Kasse ganz darüber vergessen. Literarisches. Von der Steinzeit zur Metallzeit! Wir heutigen Menschen können rückschauend leicht feststellen, daß das Tempo des Fortschritts auf fast allen Gebieten stets in gewissem Grade abhängig war von demjenigen der Vervollfommnung und Erweiterung bei der Nubbarmachung der Metalle. In den jetzt zur Ausgabe gelangten Lieferungen 106-110 von Hans Krämers reich illustriertem populärwissentschaftlichem Prachtwert" Der Mensch und die Erde"( Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, Lieferung 60 Pfg.) beginnt Dipl. Ingenieur H. du Bois, Assistent an der Kgl. Vergatademie zu BerDar lin, in fesselnder, auch für den Laien leichtfaßlicher stellung seine Abhandlung über die Verarbeitung und Verwertung der Metalle. Seine historische Einführung in diese Materie eröffnet uns einen interessanten Blid die Kulturverhältnisse der alten Völker Asiens, Süd- Europas und Amerikas, und wir sehen mit Staunen, wie hochentwickelt, trop verhältnismäßig primitiver Werkzeuge, das Verständnis für die zweckmäßige und funstvolle Verarbeitung der Metalle schon in frühen Zeiten war. Wie überin er gelebt- im Augen beiten gerichteten Eingaben vom 9. und 10. April ist der haupt in diesem groß angelegten Werke, sind es auch hier Sutter und Vater dte Klaras Hirn 20 Hellborn ein. Sie Gebiete und des Ruhrgebiets der Streckensab von 1,5 Pfg. t? Du hast von einer eifigen Hand Handelskammer folgender Bescheid zugegangen: Mit Gültig= feit vom 1. Oktober d. Is. wird der Ausnahmetarif für Eisenerz und Manganerz aus dem Lahn, Dill und Sieggebiet 2c. nach den im Tarif genannten Stationen dieser auf 1,25 Pfg. ermäßigt, vorbehaltlich jedoch einer Revision ungen, welche durch die Bahn Weidenau- Dillenburg und durch eine geplante Verbindung Creuzhagen- Olpe- Meinerz bagen herbeigeführt werden würden. Ferner erfährt zum gleichen Zeitpunkte der Ausnahmetarif für Steinfohlen und Rots 2c. zum Betriebe von Eisenwerken 1. eine Aenderung 8.09.0% ale wieder die prachtvollen Illustrationen, die mit großer Sorgfalt ausgewählt, für deren vollendete fünstlerische Wiedergabe weder Mühe noch Koſten geſpart ſind, und die ganz wesentlich dazu beitragen, das Studium zu einem Vergnü gen zu machen. tö Frauenfant heiten, deren naturgemäße förperliche und seelische Behandlung arzneilos und ohne Extrabellage. Der Gesammt- Auflage heutiger Nummer tegt ein Prospekt der Tuchfabrik Otto Schwetasch, Görlig bei und machen wir unsere Leser auf di ſe gute und billige Bezugsquelle aufmerksam. zum Operation. Nebst einem Anhange über die zur Erlangung schmerzloser Geburten zu ergreifenden Maßregeln. Von Dr. med. A. Kühner, Arzt und Herzogl. Kreisphysitus 3. D. ( 0,80 M.) Hofverlagsbuchhandlung Edmund Demme, Leipzig. Welche Verschiedenartigkeit der richtigen Wege Ziele der Heilung finden wir auf dem Gebiete der Be handlung von Frauenkrankheiten!„ Wenn wir", sagt der Autor, die Arzneibehandlung von dem physikalisch- diätetischen oder biologischen Heilverfahren, welches wir dieser Be sprechung von Frauenkrankheiten zu Grunde legen, unterscheiden, so ist nicht zu vergessen, daß dieser Unterschied von Natur und Medizin ein künstlicher ist. Die Natur fennt feine Einteilung, sondern nur Uebergänge." Der Verfasser sucht nun nachzuweisen, daß die Frauenleiden in vielen Fällen ohne Arznei und ohne Operation mit dem besten Erfolge zu behandeln sind und er bespricht in ausführlicher und gemeinverständlicher Weise die Behandlungsverfahren. Die fleine Schrift dürfte deshalb unseren Frauen, die ja leider so oft von besonderen Leiden befallen werden, ein wichtiger und guter Ratgeber sein. -„ Die Modenwelt"( F. Bruckmann A.-G., in Berlin. 35), das, wie fein anderes Blatt, die Pflege der Hausschneiderei mit dem Ziele vertritt, unserer Damenwelt Sie Selbstherstellung gleich eleganter und schicker Kleidung, wie sie sonst nur von ersten Modenhäusern erhältlich ist, zu ermöglichen, sorgt dabei in gleich hervorragender Weise für Kindergarderobe, Handarbeiten und Wäsche, ohne sür Mußestunden eine fesselnde Lektüre und wertvolle Winke für die Hauswirtschaft zu vergessen. Abonnements überneh men alle Buchhandlungen und Postämter zum Preise von Mr. 1.25 vierteljährlich. Das Lahntal von der Lahnquelle bis zur Mündung nebst den Seitentälern in ihren unteren und mittTeren Stufen. 4. Aufl., bearbeitet von Heinrich Luerssen. Mit etwa 100 Illustrationen und 6 Plänen, 4 Stärtchen und einer großen Uebersichtskarte. Verlag von Emil Roth in Gießen. Preis 25 Pfg. Dieser gedie gene Roth'sche Führer durch das Lahntal, der nun schon in vierter Auflage vorliegt, ist gegen die früheren Auflagen wesentlich ergänzt und erweitert worden. Neue Wanderungen sind aufgenommen und die alten durchgesehen und wo es notwendig war, berichtigt worden. Das Buch dient vorzüglich dem praktischen Gebrauch Die Martierungsarbeit unserer Touristenvereine ist hervor ragendem Maße berücksichtigt, so daß sie auch dem Nichteinheimischen richtig nubbar gemacht ist. Die beigegebenen Karten zeichnen sich durchweg durch große Deutlichkeit aus und auch die zahlreichen in den Tert eingestreuten Illustra tionen sind sauber und deutlich, wozu die hinsichtlich der Farbe mit dem Tert übereinstimmende Druckart wesentlich beiträgt. Ludwig van Beethoven, Sämtliche Briefe. Herausgegeben von Emerich Kastner. In Leinenband Mr. 4.-. In Geschenkband Mr. 5.-. Leipzig, Mar Hesses Verlag. Nirgends, bei keinem anderen Mu siter, tritt uns der Mensch näher; weder bei Mendelsohn noch bei Schumann und Wagner finden wir die täglichen Miseren des Lebens in größerer Aufrichtigkeit geschildert, wie in diesen Briefen. Während die genannten sogenannte interessante Briese schrieben, beschränkte sich Beethoven mit wenigen Ausnahmen darauf, uns einen Blick in seine trau rige Lebenslage werfen zu lassen. Ein kurzgefaßtes sorgfältiges Register gibt Aufschluß über Personen, die mit Beethoven im Briefverkehr gestanden haben. Es ist zu wünschen, daß kein Musifer sich die Gelegenheit entgehen ließe, auch die schriftstellerische Tätigkeit des Meisters tennen zu lernen, wozu die vorliegende billige und dabei vollständigste 900 Seiten starte Ausgabe( über 1450 Briefe!) die beste Gelegenheit bietet. 0000000ullstein- Bücher. " 000000 Der 6. Band: Pauí Salar Höder entwickelt in seinem prächtigen Roman Die Sonne von St. Morit" ein farbenprächtiges Bild von der internationalen Gesell schaft, die sich im Grand- Hotel von St. Moriß zusammenfindet. Ein junger Arzt, der Mitschuldiger einer genußsucht bei tüchtigem Sport 8 geffen seiner Schuld put in her sonnigen Alpenwelt VerSchon beginnt er zu ge sunden, die heilende Sonne wird ihm da oben in St. Morib un rechten Bled n spannender Steigerung weiß der schönes tapferes, junges Mädchen, dem das Herz Verfasser die Handlung vorwärts zu treiben bis zur erschüt ternden Katastrophe und dem seelischen Wiederaufleben des schwergeprüften sich in Liebe findenden Paares. Der 7. Band bringt eine der besten Novellen Ernst v. Wolzogens: Mein erstes Abenteuer". Sie be handelt die Erlebnisse eines jungen deutschen Barons in London, der durch allerlei zwechfellerschütternde Ereignisse in den Verdacht kommt, der schlimmste Abenteurer zu sein. Er wird schließlich sogar verhaftet, als er mit seinen Schut befohlenen, der Frau seines Musiklehrers und ihrem Kinde, nach Hamburg tommt, bis ihn sein telegraphisch herbeigeholter Bater aus seinen Nöten errettet. Jeder Band der Ullstein- Bücher" ist zum Preise von 1 Mark in allen Buchhandlungen erhältlich. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Wissen Sie eine feine Cigarette zu schätzen? Dann verlangen Sie die Marke ,, Salem Aleikum". Durch die Tatsache, dass sich Fabrikant und Händler bei dieser Cigarette mit einem äusserst bescheidenen Nutzen begnügen, wird dem Raucher ein edeles und bekömmliches Fabrikat zu einem sehr mässigen Preise geboten. 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