30 Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pig. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 M., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 100. Jugendfest. der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Dienstag, 26. Juli 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Das diesjährige Jugendfe st, zu dem etwa 3900 stinder angemeldet worden sind, soll Donnerstag, den 28. d. Mts. im Philosophenwald abgehalten werden. Der Festzug stellt sich nachmittags 2 Uhr in der Ost- und Südanlage aus, und nimmt seinen Weg durch die Kaiser- Allee nach dem Festplatz. An den Eingängen zum Festplatz wird zur Bestreitung der Kosten von allen nicht zum Zuge gehörenden Festteilnehmern ein Eintrittsgeld von 30 Pfennig erhoben. Im Vorverkauf, der bis zum 28. Juli, mittags 12 Uhr, dauert, werden Eintrittskarten zu 25 Pig. abgebei geben. Vorverkaufsstellen sind eingerichtet E. Balser, Mäusburg 11, F. Kühn, Seltersweg 36, W. Klee, Marktplatz, L. Fuhr, Sonnenstraße 25 und Christian Franz, Plockstraße 8. Die vorher gelösten Karten sind den Stassenstellen im Walde vorzuzeigen. Gießen, den 21. Juli 1910. Für den Fest ausschuß: Keller, Beigeordneter. Bekanntmachung. an Die am Jugendfest teilnehmenden Schülerinnen der Höhten und Erwesterten Mädchenschule versammeln sich Donnerstag, den 28. Juli, um 1% Uhr nachmittags auf dem Hofe der Bürgermeisterei. Gießen, den 21. Juli 1910. Für den Fest ausschuß: Keller, Beigeordneter. Der gegenwärtige Stand der Reichs- Versicherungs- Ordnung. Die Kommission hat, wie bereits gemeldet, ihre Beratungen mit der Erledigung des zweiten Buches der Vorlage, das die Krankenversicherung behandelt, vorläufig ab= geschlossen. Es ist eine nicht unerhebliche Anzahl von Beschlüssen gefaßt worden, deren Abänderung ins Auge gefaßt werden muß, soll die Zustimmung des Bundesrats erfolgen. Daneben sind aber auch geradezu Lücken entstanden, deren Ausfüllung seitens der Kommission sehr große der Schwierigkeiten bereiten wird, gar nicht zu gedenken offensichtigen Lückenbüßer, die man troß allseitiger Erkenntnis ihres provisorischen Charakters aufgenommen hat, um nur zu einem Ende der ersten Lesung überhaupt zu gelangen. Die Ablehnung der selbständigen Versicherungsämter bürste wahrscheinlich nicht bei der Regierung auf Widerstand stoßen. Dagegen wird eine entschieden ablehnende Haltung des Bundesrats in Sachen der Abschiebung der Kosten diefer Abteilungen für Arbeiterversicherung" an die Einzel= flaaten zu erwarten sein, vielleicht auch gegen die Ablehnung der Landesversicherungsämter. Ob die Heraussetzung der Einkommen 3- grenze für die Versicherungspflicht von 2000 auf 2500 Mark angesichts der lebhaften Klagen aus Aerztekreisen und der rechnerisch noch festzulegenden Verwaltungsmehrkosten von der Reichsregierung angenommen werden wird, ist zum mindesten unsicher. Widersprechen wird diese unzweifel haft der Bestätigung der Beschlüsse der Kommission auf Einführung einer obligatorischen Gewährung von Hebammenbiensten, ärztlicher Geburtshilfe und Stillgeld auch an verficherungsfreie Frauen der Versicherten, da hieraus etwa 30 Millionen Mark Mehrkosten zu erwarten sind. Und es ift nicht einmal sicher, ob sie der gesetzlichen Zubilligung der= felben Leistungen an versicherungspflichtige Frauen, für die der Entwurf nur die Möglichkeit saßungsgemäßer Gewähr ung vorsah, ihre Zustimmung geben wird. In einer der Kardinalfragen, der Neuordnung des Krantentassenwesens, hat man dem Regierungswillen nicht entsprochen, indem man statt der geforderten Hälftelung der Beiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei der bis= her geltenden Verteilung der Beiträge stehen geblieben ist und natürlich auch alle aus ihr entspringenden Vorrechte der Arbeiter bei der Wahl zu den Krankenlaffenvorständen beibehalten hat. Die im wesentlichen erfolgte Annahme der Regierungsvorschläge für die Wahl des Borsitzenden fann einen ausreichenden Ersatz für die Verschlechterung des Gesetzes nicht bieten. Die gefährliche Lücke hinsichtlich der Betriebsfrantentassen, die durch Ablehnung des§ 257 entflanden ist, wird äußerst schwierig auszufüllen sein. Die hier vorgeschriebene Mindestzahl der Versicherungspflichtigen, bile zur Gründung einer solchen Kasse ausreichen sollen, Bekanntmachung. Das 2. Ziel Gemeindesteuern und Kanalgebühren, die Beiträge zur Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsgenos= senschaft, sowie die Beiträge zur Landwirtschaftskammer, fönnen innerhalb der nächsten 10 Tage noch ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 25. Juli 1910. Stadtkasse Gießen. Mäser. Bekanntmachung. Dem Adam Schaumburg ist heute die Konzession als Dienstmann mit der Nummer 19 erteilt worden. Gießen, den 20. Juli 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Betreffend: Ausgießen von Abwässern in den Straßenrinnstein. Bekanntmachung Nach§ 3 der Polizeiverordnung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städt. Kanalisation betreffend, vom 1. August 1904 ist das Ausgießen von Abwässern in den Straßenrinnstein verboten. Diese Bestimmung, gegen die vielfach verstoßen wird, bringen wir mit dem Anfügen zur allgemeinen Kenntnis, daß die Schuhmannschaft angewiesen ist, hieraus ein besonderes Augenmerk zu haben und gegebenenfalls einzuschreiten. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. wurde durch die Mehrheit aus Zentrum und Konservativen auf 100 festgesetzt( Regierungsvorlage 500 mit der ErmäBigung auf 250 in besonderen Fällen). Dann aber fanden sich Zentrum, Polen, Fortschrittliche Volkspartei und 50= zialdemokratie zusammen, um jede Einrichtung einer Be= triebsfrankenkasse von der Zustimmung der Arbeitnehmer in geheimer Abstimmung abhängig zu machen. Und als nun der ganze Paragraph mit diesen Abänderungen zur Beschlußfassung gestellt wurde, lehnten ihn Freisinn und Sozialdemokratie wegen der geringen Mindestzahl, die sie auf 1000 hatten festsetzen wollen, die Rechte und die Na tionaliiberalen wegen der geheimen Abstimmung ab; nur das Zentrum fand an ihm noch Wohlgefallen. Aber ohne die Betriebskrankenkasse ist das Gesetz für die Regierung unannehmbar, eine Einigung der Parteien andererseits ist borderhand nicht in Aussicht, da diese auch heute noch auf ihren eben bezeichneten Standpunkten stehen. VerFast ganz offen geblieben ist die Regelung des hältnisses der Aerzte zu den Krankenkassen. Alle Beschlüsse zu diesem Kapitel sind mit vollem Bewußtsein der Kommission nur als vorläufig gefaßt, da sich eine gänzliche Umarbeitung des betreffenden Abschnittes des Entwurfs als notwendig erwiesen hat. Was dabei herauskommen wird, muß abgewartet werden. Obenfalls als noch nicht endgültig erledigt möchten wir die Apothekerfrage ansehen, da der mit einer Stimme Mehrheit angenommene Antrag der Konservativen eine allen Beteiligten gerecht werdende Lösung unseres Erachtens wenigstens nicht gebracht hat. Die bevorstehende Militärvorlage. ( Nachdruck verboten.) In einer Erörterung über die zu erwartende Militärvorlage hebt die" Deutsche Tageszeitung" an zwei Stellen an einer davon mit fettem Druck hervor, daß diese Forderung zweifellos auf das sich beschränken würde, was unbedingt notwendig wäre. Auch werde die beanspruchte Verstärkung der Armee wohl nicht mit einem Male durchgeführt werden, sondern, wie bei dem letzten Quinquennat, auf 5 Jahre verteilt werden. Sollte eine sol che maßvolle Heeresforderung nicht bewilligt werden, dann könnte die Regierung mit gutem Gewissen an das Volf appellieren. Auch wir sind überzeugt, daß die neue Heeresforderung sich auf das unbedingt notwendige beschränken wird. Dafür sprechen persönliche und sachliche Momente. Der gegenwärtige Reichskanzler und ebenso der gegenwärtige Staatssekretär des Reichsschaamtes sind Männer, die zu großen Anforderungen eines Ressorts nachdrücklichsten Widerstand entgegenseßen. Sie haben schon bei der Aufstellung des vorjährigen Reichshaushalts ihren ernsten Willen bewiesen, einen Einklang zwischen Einnahmen und Aus= gaben herzustellen. Sie werden deshalb nicht für Forder= ungen zu haben sein, die das Gleichgewicht des Etats zu zerstären geeignet wären. In sachlicher Hinsicht ist ein wei21. Jahrg. Bekanntmachung. In den Wagen der städt. Straßenbahn wurden in der Zeit vom 1. Juli bis 20. Juli d. J. nachstehende Gegenstände gefunden: 2 Paar gelbe Handschuhe, 1 gestrickter Damenbeutel m. Inhalt, 1 schwarzes Damenhandtäschchen, 1 grauer Knabenüberzieher, 1 blaues Kinderjäckchen, Badewäsche, 1 Herrenschirm und 2 Bücher. Die Sachen können auf dem Bureau der unterzeichne= ten Verwaltung, Westanlage 51, abgeholt werden. Gießen, den 21. Juli 1910. Elektrizitätswert und Straßenbahn der Stadt Gießen Stolte. Bekanntmachung. Die Eindeckung des Wasserturmes für die Schlachthoferweiterung soll Samstag, den 30. Juli d. I s., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Muster, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 23. Juli 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. ses Maßhalten bei der neuen Heeresforderung aus militärtechnischen Gründen möglich aus finanzpolitischen schlechthin notwendig. Wir sind also überzeugt, daß die Heeresvermehrung der Kopfzahl nach auch nicht annähernd 1 Proz. der Bevölkerungsvermehrung ausmachen wird. Die Aussichten der Bewilligung einer solchen maßvollen Vorlage durch den Reichstag sind so günstig, wie sie faum je gewesen sind. Die Konservativen haben sich Forderungen für die Stärkung unserer Wehrkraft noch nie versagt und sie stehen solchen Ansprüchen, die sich auf die Wehrkraft zu Lande beziehen, innerlich ganz besonders wohlwollend gegenüber, während sie für die Flotte lange nicht so viel Sympathieen übrig haben. Sie werden sich also für die bevorstehende Heeresvermehrung mit sehr viel mehr Energie einseßen, als etwa für eine neue Flottenforderung im Jahre 1912. Die Mittelparteien, Reichspartei und Nationalliberale, betrachten zwar nicht die Armee als bevorzugtes Schoßfind gegenüber der Marine eher umgelehrt-, aber ihre Zustimmung zu einer maßvollen Heeresvermehrung ist also unbedingt sicher anzunehmen. - In der Geschichte des Zentrums finden wir wiederholt eine ablehnende Haltung gegenüber Heeresforderungen; wir erinnern an die beiden kritischen Tage, den 14. Januar 1887 und den 6. Mai 1893. Diesmal aber erscheint die Zustimmung des Zentrums aus zwei Gründen sicher: einmal dürfte das Zentrum sich an dem 13. Dezember 1906 eine Lehre genommen haben, denn wenn ihm die damalige Reichstagsauflösung auch nicht direkt geschadet hat, so wurde doch die klerikal- sozialistische Abwehrmehrheit" zerstört. Zweitens aber ist das Zentrum jetzt eifrig bemüht, sich„ oben" beliebt zu machen man dente nur an die Hervorhebung von Thron und Altar in der Einladung zum diesjährigen Katholikentage und„ oben" macht man sich nicht durch die Verweigerung militärischer Forderungen be liebt. Auch die Fortschrittliche Voltspartei wird sich gegenüber einer bescheidenen Heeresforderung faum ablehnend verhalten. Sie hat im letzten Jahrzehnt zu Forderungen der Wehrkraft eine ganz andere Haltung eingenommen, als im ersten Menschenalter nach der Reichsgründung und sie wird sich von dieser sachlichen und positiven Haltung auch nicht durch die Artikel des Herrn Gädte abbringen lassen. Sie wird voraussichtlich den Kriegsminister als einen besseren Sachverständigen ansehen und sie wird auch um so eher zur Bewilligung bereit sein, als ein erheblicher Teil der Forderung auf die technischen Truppen sich beziehen dürften. Nach alledem fann man gewiß sein, daß die Herresforderung nicht nur bewilligt werden wird, sondern sogar von einer Mehrheit, wie sie so groß im Reichstage noch faum je vorhanden gewesen ist. An eine Auflösung des Reichstages aus Anlaß der Militärvorlage ist also schlechthin nicht zu denken. Auch sonst dürfte diese Frage faum irgendwelchen Einfluß auf, die nächsten Reichstagswahlen pou sa ma aga ajo sv Also doch nicht! Die junge Frau Müller mufiziert, singt, fomponiert, malt, bichtet Fremde Federn. Wenn es pir ankommt auf den schönen Schein Du magst dich wohl mit fremden Federn schmüden, Der Geschäftsbesuch. ( als er seine Ahnungsvoll. ausherr Parodie. Über's Jahr, mein Schatz über's Jahr, Wenn ich mach die erste pleite, irdendein unvorhergesehener Zufall eintritt, unter ganz anderem Schlachtruf ausgefochten werden. Lokales. Gießen, 26. Juli 1910. * Das Großherzogliche Ministerium des Innern hat den Kreisämtern empfohlen, dem Zustande der nicht lediglich technischen Zwecken dienenden Wasserleitungen besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden und da, wo die Revision der Leitungen längere Zeit nicht stattgefunden hat, und wo hygienische Bedenken gegen den Zustand der Leitung und des Wassers nicht ausgeschlossen sind, eine Revision baldigst zu veranlassen. Ferner soll auf den Gesundheitszustand der aus Rußland zuziehenden Saisonarbeiter sorgfältigst geachtet und die Nachimpfungen durch die amteten Aerzte ausgeführt werden. be= * Universität. Dr. phil. Hepding, Hilfsbibliothefar an der Universitätsbibliothek, habilitierte sich an der Landeshochschule zum Privatdozenten der klassischen Philologie. * Universität. Im Wintersemester wird Prof. Schian eine Vorlesung über das religiöse Moment in dem modernen Roman halten, welche in weiteren Kreisen Interesse zu erwecken geeignet ist. * Zur Rechtsanwaltschaft zugelassen wurde der Gerichtsassessor Dr. Robert Wenzel zu Gießen bei dem Amtsgericht Langen. * Rechtsanwalt klarena ar erhielt gerichtlicherseits für die bekanntlich vor den letzten Schwurgerichtssitzungen unschuldig verbüßte Untersuchungshaft eine Entschädigung zuerkannt. Dieses -tt- Stadttheater. Die neunte Operettenabonnementsvorstellung bringt heute Dienstag, den 26. Juli, Millöckers Operette„ Der arme Jonathan". Wert gilt als eines der musikalisch wertvollsten des be= rühmten Komponisten des„ Bettelstudenten" und wird deshalb gegenwärtig wieder in den Spielplan vieler Bühnen aufgenommen. Es kommt hinzu, daß sich nach der Individualität unserer Künstler eine vorzügliche Besetzung lichen läßt, so daß der heutige Abend sehr genußreich zu werden verspricht. Da die Operettenvorstellungen sich зи einer sommerlichen Attraktion für Gießen entwickelt haben, so werden auswärtige Reflektanten gut tun, sich zeitig Plätze zu bestellen; doch bittet man diese Bestellungen nur die Kasse des Stadttheaters zu richten. Hus Hessen und Nachbargebiet. * Launsb a ch. Für die Ueberschwemmten im Ahrtal wurden in der Bürgermeisterei Azbach- Launsbach durch die Gemeinde- Ortsdiener 1029,24 Mt. gesammelt, nämlich: Aybach 62,40 Mt., Dorlar 54, Dutenhofen 172, Garben= heim 82,44, Kinzenbach 103, Krofdorf 251,50, Gleiberg 32, Vezberg 20, Launsbach 45, Odenhausen 16, Salzbö den 54,40 und Wißmar 137,50 Mt. * Ruppertenrod. Bei der Bürgermeisterwahl wurde Heinrich Westrupp einstimmig mit 138 Stimmen wiedergewählt. Es ist dies die fünfte Amtsperiode, die Bürgermeister Westrupp antritt. * Schotten. Die Hoherods- Familien- Konferenz der evangelischen Geistlichen des Defanats Schotten findet am Montag, den 1. August, mittags 12 Uhr, aus dem Hoherodskopf statt. Herr Superintendent D. Petersen hat einen Vortrag über„ Englische Reiseerinnerungen" zugesagt und Herr Pfarrer Kalbhenn- Obermockstadt wird einen Vortrag über" Zehn Jahre Posaunenchor, Ernstes und Heiteres" halten. * Stockhausen. Ihr Jahresfest veranstalteten hier die in dem oberhessischen Posaunenchorverband vereinig= ten Posaunenchöre. Zum ersten Mal fand im Vogelsberg ein derartiges Fest statt; es war start besucht. Aus den 13 Verbandsvereinen waren etwa 200 Bläser erschienen, die unter Leitung des Posaunengenerals Kuhlo die Lieder begleiteten. Ansprachen hielten auf dem Posaunen- und Missionsfest Pfarrer Lenz, der Verbandsvorsitzende und Posaunengeneral Kuhlo. * Ortenberg. In den letzten Tagen trat der langjährige Postbriefbote Hirzel hier in den wohlverdienten Ruhestand. In Uniform, geschmückt mit verschiedenen Kriegsmedaillen, wollte Hirzel seinen in Paris wohnenden Sohn besuchen. An der französischen Grenze angekommen, wurde der Reisende von den Grenzwächtern festgehalten, bis aus der Heimat Zivilkleider verschrieben waren, in denen er die Reise fortseßen konnte. Bad Nauheim. Hier wurde ein dem Andenfen des Ehrenbürgers von Bad- Nauheim Professor Dr. Beneke gewidmeter Denkmalsbrunnen in Gegenwart von den Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden, Vereinen und Korporationen, sowie einer großen Anzahl Kurgäste und Einwohner unserer Stadt in feierlicherweise eingeweiht und enthüllt. * Friedberg. Ueber das Vermögen des durch Selbstmord geendeten Bantattentäters Wingeß, wurde der Konturs eröffnet. ermög Ingenieur Haentsch- Leipzig hat eine Forderung von 8100 Mt. mit Aussonderungsrecht zur Masse angemeldet. Er begründete die verlangte Vorabbefriedigung damit, daß die bei dem Selbstmörder gefundene Barsumme aus einer Unterschlagung herrührt, die der Verbrecher, der kurz vor der Tat in seinen Diensten war, zum Nachteil des Arbeitgebers begangen hatte. an * Bezüglich der Beschädigung des Liebig- Dent mals haben die polizeilichen Nachforschungen leider noch nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Auch die gerichtlicherseits vorgenommene photographische Abnahme der an den von den Unholden beschmußten Stellen des Dentmals sich zeigenden Fingerabdrücke hat bis jetzt nicht zur Aufklärung der böswiliigen Tat führen können. im * Die Obsternte im Großherzogtum Hessen. Nach den amtlichen Mitteilungen wurden Jahre 1909 im Großherzogtum Hessen 384 959 Doppelzent ner Obst aller Art zum Werte von 4 578 438 Mark geerntet, gegen 522 493 Doppelzentner zum Werte von 4 818 966 Mart im Jahre 1908. Trotz der bedeutend geringeren Menge ist demnach ein fast gleich hoher Ertrag erzielt wor den. 4) Gerichtet. Familienroman von Franz Wichmann. , Darf ich Ihnen einschenten?" Otto und Robert warfen sich wie vorhin unbemerkt sonderbare Blicke zu. Der letztere schob der Fragenden seine Tasse hin. ,, Sehr liebenswürdig, gnädige Frau!" schnarrte er. Otto dagegen wehrte ab: Mir bitte nur ein halbes Täßchen, Mama," fagte er. Endlich setzte sich auch die besorgte Wirtin. ,, Aber bitte, essen Sie doch auch, Herr von Hohlen! Sie nehmen ja gar nichts! Haben Sie denn keinen Appetit? Bedienen Sie sich doch ganz, als ob Sie hier zu Hause wären!" " Dante sehr, es ist mir wirklich unmöglich), Ihrer vorzüglichen Küche mehr Ehre anzutun, als es bereits geschehen ist!" Frau Adelheid blickte verwundert auf. Wo gehst du hin, Lorenz?" fragte sie, als sie den Förster plöglich aufstehen sah, diesen. „ Die Hunde haben noch nichts gefressen," antwortete er mürrisch, und Cäsar und Peter sind mit mir in der Stadt gewesen, sie haben seit dem Morgen nichts gehabt!" Aber es wäre doch nicht nötig, gerade jetzt, wo wir Besuch haben, nach den Tieren zu sehen! Die Lina fann ja-" Er ließ sie nicht ausreden. Wen hungert, dem soll man geben, ob Mensch oder Tier!" sagte er und verließ dröhnenden Schrittes das Zimmer. Der Vater hat recht," meinte Klara,„ die armen Tiere müssen haben, was ihnen zukommt!" Gnädiges Fräulein besitzen die höchste Tugend des Weibes," lächelte Robert von Hohlen, ein weiches Herz!" ,, Und ein sentimentales Gemüt!" fügte Otto hinzu. Aber die Försterin hatte schon wieder zu tadeln. Wer wird denn jetzt wohl an die unvernünftigen Tiere denken, wenn wir das seltene Glück haben uns so geistreich unterhalten zu können!" sagte sie hochtrabend. ,, Davon werden die Tiere nicht satt!" ließ Klara sich indes nicht beirren. Die Antwort empörte die Mutter nur noch mehr. „ Du bist ein naseweises Ding," verwies sie die Tochter, ,, und hast gar kein Verständnis für feinere Bildung! Ach ja," wandte sie sich zu Herrn von Hohlen, das ist eine Unterhaltung, wie ich sie gar zu lange habe entbehren müssen. Sie begreifen, wie entsetzlich es hier draußen in der Einsamkeit ist. Einst fonnte ich es ja auch täglich hören, wie die feine Welt sich * Frankfurt a. M. Nachdem ein aus vier Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer zusammengesettes Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Stadtrat Dr. Luppe dieser Tage alle noch streitigen Punkte zur Erledigung gebracht hat, ist nunmehr der Friede im Bauge= werbe des Bezirks Frankfurt endgültig gesichert. arm st a d t. Im hess. Ministeriuß des Innern, Abteilung für Schulsachen, scheint eine wichtige Veränder ung bevorzustehen. Das von dem jüngst verstorbenen Geheimen Rat Dr. Eisenhuth geleitete Dezernat soll aus Sparsamkeitsrücksichten nicht mehr besetzt werden, vielmehr soll der Dezernent für die allgemeine Abteilung des Ministeriums des Innern, Ministerialrat Wilhelm Best, in Zukunft auch die Schulangelegenheiten bearbeiten. Eine offizielle Bestätigung dieser Nachricht steht noch aus. * Darmstadt. An die hess. Handelskammern ist worin ausge= ein ministerielles Rundschreiben ergangen, führt wird, daß zur Vermeidung eines Fehlbetrages int Hauptstaatsvoranschlag für 1911 an einen Wegfall, event. eine Kürzung der den Handelskammern, den Landwirt= unterhält. Sie müssen nämlich wissen, ich war in der Residena bei Frau von Bezau, da vernahm man nur die Sprache der Eleganz, der Noblesse!" - ,, Sie würden noch mehr staunen, gnädige Frau," entgegnete Robert von Hohlen, wenn Sie sie heute hörten. Wir bes finden uns à la fin du siècle. Da ist alles schärfer, zugespitzter. Geist und Laune sprühen wie Raketen und der Wit wirft seine Leuchtkugeln dazwischen." Die Augen der Försterin leuchteten vor Vergnügen. ,, Nein, wie Sie sprechen können!" rief sie. Nicht wahr, Sie nehmen sich unseres Otto ein wenig an? Seine Kinds heit hier auf dem Lande, die ersten Jahre in der Einsamkeit, das haftet ihm noch immer etwas an!" ,, Das ist begreiflich, aber unbesorgt, gnädige Frau, ich vers fichere Sie, er ist schon auf dem besten Wege!" versetzte der Freund des Sohnes. " Will es hoffen," meinte die Försterin mit einem ers munternden Seitenblick auf ihren Liebling. Im gleichen Augenblick kam ihr Gatte wieder zurück, und den Tisch mit den Blicken überfliegend, meinte er: Jetzt ist's aber genug geschwatzt, nun denkt auch einmal ans Essen und Trinken!" Er setzte sich wieder und langte selber zu. Offenbar schmeckte es ihm jetzt viel besser, nun er die Hunde gesättigt wußte. ( Gerichtet 7 Nr. 8.) Otto nahm sich ein Stück Topfkuchen. „ Der Papa hat recht," sagte er, ehrliche Hausmannskost ist nicht zu verachten, so etwas sucht man in der Stadt vers gebens!" Er versuchte den Bissen, legte ihn aber, sobald es unbes merkt geschehen konnte, wieder beiseite. „ Ja, ja," griff der Vater seine Bemerkung auf ,,, wenn wir erst in der Stadt sind, wird es uns nimmer so schmecken wie hier! Darum greift nur tüchtig zu!" Klara legte die Hand auf seinen Arm. ,, Denke doch nicht immer daran, Vater!" bat sie. Geduld findet man sich auch in das Widerwärtigste!" „ Mit ,, Hast recht, Kind," knurrte der Alte, man soll nicht unzufrieden sein mit seinem Los; hab' dich das selbst gelehrt! Aber schwer ist's doch! Sapperment!" Otto nahm eine wichtige Miene an. Die Philosophie, Papa, hat Trost für alles," sprach er. „ Das habe ich auf der Hochschule gelernt. Ein Weiser wird sich in jede Lage zu finden wissen!" Lorenz Reiners Stirn legte sich in leichte Falten. ,, Die Philosophie?" wiederholte er. ,, Früher sagte man: her Glaube, die Religion. Aber jetzt hat man für alles neue Damen!" schaftskammern u. a. gewährten Staatszuschüsse gedacht sei. In einer Vertreterkonferenz der hessischen Handelskammern, die sich eingehend mit dem Rundschreiben befaßte, wurde eine Verringerung der Staatszuschüsse, sowohl für die allgemeinen Zwecke der Handelskammern, wie für das kauf männische Unterrichtswesen als unangängig bezeichnet. Die Leistungen des Staates für die Handelskammern seien in Anbetracht der großen wirtschaftlichen Aufgaben, denen sich die Handelskammern unterziehen, geradezu minimal. Eine Herabsetzung der Zuschüsse würde das Arbeitsfeld der Han delskammern beschränken und bei einzelnen sogar die Eri stenz in Frage stellen. == Sonderfahrten nach Paris und London, jede mit Einschluß Brüssels und der Weltausstellung, veranstaltet auch im Monat August das bekannte Reisebu reau L. Lyssenhop u. Co., Mainz, worauf wir unsere Leser aufmerksam machen. Näheres ist aus dem In serat im heutigen Blatt ersichtlich. dem Au feiner J deutschKonjula Conventi 26. Dez Eweri Verhand Japan * König feine ga Fridjofft im Sog Grab fü Haalon Aufmert Ausführ * gen die Acopapa berte vo Eftradas in Nürn torführu Großen Peter, )( am Gon den Gro nem fchn auch der meter Re Lebe * We ßlar. Infolge eines Blutsturzes verschied da hier der Polizeikommissar Oskar Blady im Alter von 43 Jahren. Er stand über 10 Jahre im Dienste der Stadt Weylar. Der Verstorbene hatte bei der Marine gedient u. der Besatzung jener 3 Schiffe angehört, welche im Dezem ber 1888 die verlustreichen Kämpfe gegen die aufrührerischen Samoaner und dann am 16. März 1889 im Hafen von Apia jenen furchtbaren Organ zu bestehen hatten, dem der „ Adler" und der„ Eber" mit 4 Offizieren und 100 Seeleuten zum Opfer fielen. * Dorndiel. Der Raubmord, dem im Frühjahr der 37 Jahre alte Kaufmann Wilhelm Bachmann zum Opfer fiel, dürfte nun doch noch in nächster Zeit die Gerichtsbehörde beschäftigen. Wie nämlich bestimmt verlautet, hat ein Dorndieler Bürger gegen die Witwe des ermordeten Bachmann Beleidigungsklage erhoben, weil diese ihn auf der Straße einen Mörder geheißen habe. Der Verdacht der Täterschaft richtete sich bekanntlich auch schon von Anfang an gegen einen Dorndieler Bürger, doch ergaben die von der Behörde nach dieser Seite hin unternommenen Untersuchungen die Schuldlosigkeit des inbetracht kommenden Man nes. Vielleicht bringt der Prozeß nun Klarheit in die noch immer dunkle Sache. * Rodheim v. dl H. Während ein Landwirt sein Pferd im Walde furze Zeit unbeaufsichtigt ließ, wurde das Tier durch Messerschnitte verleßt. Der Wagen mußte mit einem anderen Pferde fortgeschafft werden. Wird der Täter erwischt, wird ihn hoffentlich eine exemplarische Strafe treffen. * Oppenheim. Hier starb der frühere Landtagsabgeordnete Karl Heinrich Koch, welcher in den Jahren 1899 bis 1902 den Wahlkreis Oppenheim in der Zweiten Kammer der Stände vertrat. Der Großherzog verlieh ihm 1899 das Ritterkreuz 1., Klasse des Ordens Philipps des Großmütigen. * Mühlheim a. M. Bei der Ergänzungswahl zum Gemeinderat wurden von den bürgerlichen Parteien Line Kandidaten aufgestellt. Die sozialdemokratische Liste erhielt 555 Stimmen. Sämtliche 15 Mitglieder des Ge Mühlmeinderats sind jeßt Sozialdemokraten. heim hat belanntlich von der hessischen Regierung auf drei Jahre einen Beigeordneten gestellt bekommen, nachdem wie derholt ein Sozialdemokrat gewählt, nicht bestätigt aber doch wieder gewählt worden war. Aus aller Welt..... * Berlin. Die Militärverwaltung beabsichtigt, auch noch weiterhin wie bisher für die inaktiven Offiziere eine Erleichterung ihrer Versorgung dadurch zu schaffen daß weitere neue Stellungen innerhalb der Heeresverwaltung, die sich für die inaktiven Offiziere besonders eignen, diesen auch vorbehalten bleiben und durch sie besetzt werden. hat geleg heim a. Rede ge bekannt ist ge auch Auger Gie von gen i Spite freu 3 น ค Stü ert Mitte underge man Dien ſen hind natio läche mir fd nichts auf de ,, Aber, Kind, wer wird so etwas Ungebildetes fagen!" rief die Försterin entsetzt. Anita 1 Lorenz Reiner, der seine Pfeife wieder angezündet hatte, stand auf. regten K Leute Herr von Hohlen zuckte die Achseln. ,, Die Religion ist ein überwundener Standpunkt!" sagte er überlegen. ,, Das war er für die Gottlosen immer!" antwortete Klara schlagfertig. „ Herr von Hohlen, was Sie da sagen,"- er nahm, was nur im Augenblick heftigster Erregung geschah, die Pfeife aus dem Munde ,,, was Sie da soeben sagten, das ist verzeihen Sie, daß ich's nicht so fein ausdrücken kann wie Sie aber das ist eine Frechheit, wie sie noch nicht über die Schwelle dieses Hauses gedrungen ist und in seinen Räumen auch nicht geduldet wird, verstehen Sie mich, Herr von Hohlen?" Dieser wurde bei den rauben Worten des Försters ver Legen. ,, Es tut mir wirklich leid, Herr Förster, aber Sie haben mich mißverstanden," suchte er einzulenken. Das ist ja auch gar nicht meine Ansicht, ich sagte im Gegenteil nur, was die Welt heutzutage denkt!" Der entrüstete Alte setzte sich wieder. „ Wenn's so ist, mag's meinetwegen hingehen," murrte er. " Ja, die Klara hat recht, sie hat nur zu sehr recht! Der Stand punkt der Gottlosen ist's, worauf die jetzige Welt steht! Und darum auch sind wir alle miteinander so armselig und un glücklich!" Abermals stand er auf und trat an den kleinen Tisch im entgegengesetzten Winkel des Zimmers, um seine Pfeife frisch zu ſtopfen. Frau Adelheid eilte ihm nach. " Warte," eiferte sie, ich werde dir frischen Tabak einfüllen, es ist nicht mehr genug darin!" Während Klara mit der Kanne hinausging, um noch Kaffee nachzuholen, benutzte Otto die Gelegenheit, den Freund anzustoßen und ihm leise zuzuflüstern: „ Zum Teufel, sei doch vorsichtig! Wenn du den Alten wild machst, geht alles schief!" Robert lachte nur. Ist ja schon wieder gut, dein Alter! Habe mich brillant aus der Affäre gezogen, sollte man meinen. Er bält mich für einen halben Engel!" Auch Frau Adelheid sprach leise auf den Förster ein. „ Lorenz, bedenke doch, der fremde, feine Herr- Er ließ sie nicht ausreden und entgegnete halblaut: " Ich habe ihn nicht hergerufen! Meinst du, ich werde mir don so einem den Mund schließen lassen? Den Otto bat er jo tan " fatt! Ich meine 23 wenn nichts mur 3 91 immer lag man Mann " S bier, r m leute B ingri " 22. " Da be nehme m der dürfen R E Dorig werde lomm gedacht jei Stammern, c, wur ür die all das tauj dmet. Die jeien in denen fi al. 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Der Berliner japanische Botschafter hat dem Auswärtigen Amt des Deutschen Reichs im Auftrage seiner Regierung eine Note übermittelt, durch welchen der deutsch- japanische Handels- und Schiffahrtsvertrag und der Konsularvertrag vom 4. April 1896 sowie die Nachtragsfonvention nebst dem Tarif zu dem ersteren Vertrage vom 26. Dezember 1898, zum 17. Juli 1911 gekündigt werden. Es werden deshalb von der Reichsregierung binnen furzem Verhandlungen behuss eines Abschlusses neuer Verträge mit Japan eingeleitet werden. für * Kristiania. Der Kaiser erbot sich durch den König Haaton, dem norwegischen Volte als Dant seine gastfreie Aufnahme während seiner Nordlandreisen eine Fridjofstatue zu schenken. Der Kaiser nahm eine Anhöhe im Sogne- Fjord bei Framnes in der Nähe von Fridjofs Grab für die Aufstellung der Statue in Aussicht. König Haakon dankte namens des norwegischen Volkes für diese Aufmerksamkeit. Professor Unger- Steglitz wurde mit der Ausführung dieser Statue beauftragt. * Nigara gua. Die Anhänger Estradas schlugen die Truppen des Präsidenten Madriz am 21. Juli bei Acoyapa. Die Truppen von Madriz flohen und ließen hunberte von Toten und Verwunderten zurück. Die Anhänger Estradas rücken nunmehr gegen Managua vor. )( Weltmeister F. Ryser schlug am Sonntag in Nürnberg in einem 100 Kilometer- Rennen hinter Mo torführung u. a. Guignard und Stellbrint und gewann den D. Großen Preis von Nürnberg; im Hauptfahren siegte Peter, der, wie Ryser, seine Rennen auf Brennabor fährt. um )( Der kleine Engländer Tommy Hall ging am Sonntag in Dortmund beim 30 Kilometer- Rennen den Großen Sommerpreis vor Pongs und Hoppe auf seinem schnellen Brennabor- Rade als Erster über das Zielband; auch der Franzose C. Simar, der in Paris das 15 Kilometer- Rennen am gleichen Tage gewann, fährt Brennabor. Ueber die Bedeutung des Männer- Gesanges eine hat gelegentlich eines großen Sängerfestes zu Nieder- Ingelheim a. Rh., der dortige evang. Pfarrer Hartmann Rede gehalten, die verdient, weitesten Kreisen im Auszug bekannt zu geben. Der Festredner sagte u. a.: „ Ein reiches Fest ist gerüstet, mit vollen Händen ist gegeben worden; daß nun der reichen äußeren Form auch ein reicher innerer Gehalt entsprochen! Augenblicksfreude, sondern bleibender Gewinn! feine Lassen Sie mich darum die Frage aufwerfen: Was wollen wir von diesen Festtagen mitnehmen als nachwirkenden Segen in das Alltagsleben? Ich stelle die Antwort an die Spize:„ Wir wollen mitnehmen erneute, freudige Hingabe, unser deutsches Lied zu pflegen, weil wir darin ein heiliges Voltsguteg Stück deutsch nationalen ertennen!" = Wir schauen zurück in die Vergangenheit! In der Mitte te be3 vorigen Jahrhunderts war dem deutschen Mänergefang eine Bite angebrochen. Allenthalben feierte man Sängerfeste; die besten Namen standen in ihrem Dienst: Ludwig Erf, Friedrich Silcher. Aber bei all diesen Veranstaltungen flang immer noch ein anderer Ton hindurch, das war die Sehnsucht der deutschen Seele nach nationaler Einheit! Man hat später wohl darüber gelächelt, daß man meinte, die deutsche Einheit gleichsam mir schon verdorben! Blut und Hagel! Wenn man weiter nichts lernt auf der Universität! Aber ich muß den Dingen auf den Grund sehen!" Was willst du tun? Bedenke doch die Sitten, den Anstand!" Und leise und eindringlich sprach sie weiter auf den Erregten ein. Klara war, zurückkommend, wieder an den Tisch getreten. " Darf ich noch einschenken?" fragte sie, aber die jungen Leute wehrten ab. ,, Wenn die Herren nichts mehr nehmen, so tann ich wohl abräumen?" sprach sie darauf. „ Gewiß, Schwesterlein," rief Otto, wir sind vollkommen satt! Laß dich durchaus nicht in deiner Hausarbeit stören. Ich werde Robert mein Briefmarkenalbum zeigen, das aus meiner Schulzeit stammt. Er interessiert sich sehr dafür!" Von Robert gefolgt, trat er an die altmodische Kommode. Es liegt noch immer an seinem früheren Platz; ich glaube, wenn meine Alten hundert Jahre lebten, in dem Hause würde nichts geändert," raunte er dem Freunde zu. „ Las sehen!" Robert griff nach dem Buche. Doch die beiden blätterten nur zum Schein darin und führten eine leise Unterhaltung. Am andern Ende des Zimmers sprach der Förster noch immer erregt mit seiner Gattin. „ Ach was, feiner Ton, Rücksichtnahme," räfonierte er, ,, laß mich damit zufrieden! Das sind Redensarten, mit denen man der Ehrlichkeit den Mund verbieten will! Ein rechter Mann redet gerade heraus, wie ihm ums Herz ist!" „ Aber ich bitte dich," beschwor ihn die Försterin,„ nicht hier, nicht jetzt!" zusammen singen zu können; und gewiß: um unser Volf zusammenzuschmieden, bedurfte es festeren Gefüges als leichtbeschwingter Lieder und Melodien und doch haben jene Sängertage eine große Bedeutung gehabt: sie trugen das Feuer der Sehnsucht nach nationaler Einheit in deutschen Landen hin und her; sie waren die Gelegenheiten, bei denen das zum Ausdruck fam, was ungezählte Herzen erfüllte. So hat schon damals der deutsche Männergesang im Dienste des nationalen Gedankens gestanden; und in diesem Dienste steht das deutsche Lied wenn auch in anderer Weise- bis auf diese Stunde. Was die Eigenart unseres Wesens ausmacht, das ist im tiefsten Grund der Gehalt unserer Lieder. Deutsches Wesen mit all seiner Zartheit und Innigkeit, aber auch mit seiner Kraft und Energie. Wie kommt dasselbe wunderbar im deutschen Liede zum Ausdruck! Was die deutsche Seele empfindet in Freud' und Leid', wie sie sein kann himmelhoch jauchzend"," zum Tode betrübt", was sie bewegt in den kleinen Dingen des täglichen Lebens oder an den Höhepunkten nationaler Begeisterung: wie klingt das alles wieder unsagbar mit Worten, mit der Seele aber wohl zu spüren in den Melodien und Worten un serer Lieder. Das deutsche Lied ist der Spie gel der deutschen Seele! das Was aber so aus dem tiefsten Wesen des Volkes stammt, ist auch von unberechenbarem Segen für das Volt selbst; wie viel Freudigkeit u. Mut ist unserem Volle zu allen Zeiten aus seinen Liedern geflossen. Von jenen Tagen an, wo hier am Rhein unsere deutsch! n Ahnen gegen die Angriffe römischer Feldherren sich zu wehren hatten bis zu der Zeit vor 40 Jahren, da hunderttausende deutscher Soldaten hier über den Rhein zogen, ist's immer wieder das Lied gewesen, das die Seelen mit Begeisterung erfüllte und die Tapferen hineinbegleitete bis in den Tod. Und was vom großen Kampf der Völfer gilt, gilt's nicht ebenso auch vom fleinen Kampf Lebens? unseres eigenen täglichen In wie mancher schweren Stunde der Sorge und des Leides ist's Lied gewesen- ich denke dabei vor allem an das geist= liche Lied, das ja auch nichts anderes ist als Volkslied - das uns eine Quelle der Kraft und des Friedens ward. Wie wichtig ist aber darum auch die Arbeit derer, die das deutsche Lied unter uns pflegen. Sie wissen es selbst am besten, daß auch unserem Liede manche Gefahren dro= hen, namentlich durch jene sinn und geistlosen Reimereien, die unser Volk- zwar nicht sehr hübsch, aber tressGassenhauer nennt und durch die so leicht der Sinn für das echte Lied verdorben werden kann. Da haben unsere Gesängvereine eine hohe erzieherische Aufgabe, indem sie dem Gemeinen das Edle, dem Unschönen das Schöne gegenüber zu stellen haben. Wenn Sie da rum, geehrte Festgenossen, an ihre Arbeit herantreten, sei es, daß sie zur Gesangsstunde kommen, sei es, daß sie Ihre Gemeinden zu Ihren Festen einladen, dann denfen Sie jedesmal hoch von der Arbeit, die Sie tun; dann haben Sie jedesmal zu wirken an der Bildung und Erziehung unseres Volkes. end So aber wird dies Fest unwillkürlich zu einem Tag des Gelöbnisses. Dazu fordert ja schon die Stätte auf, an der wir stehen: hier in Ingelheim rufen die Nuinen „ Das ist dann jedenfalls besser," flüsterte Robert zurück, ,, denn diese Komödie hier fängt an, langweilig zu werden. Ich wollte, ich wäre erst wieder bei der schneidigen Bepi!" - menn auch ohne Champagner „ Die sitzt mit Röschen beim Ochsenwirt in Fernau und werden schon bis zum Abend warten müssen. Bis dahin bin ich mit dem Alten fertig!" - " Bis zum Abend?" wiederholte der andere.„ Das ist ja verdammt lange! Da muß ich mich schon unterdessen ein wenig mit deinem Schwesterlein zu unterhalten suchen! Eigentlich ein hübsches Ding! Schade, daß sie hier so versauert!" Wird bald anders werden, wenn sie erst in der Stadt ist! Kommt Zeit, kommt Rat-" Er schwieg, da Klara wieder ins Zimmer kam und an den Tisch trat. Die Försterin wischte sich beiseite die Augen und sah den Gatten mit vorwurfsvollen Blicken an. „ Ich muß es ja dulden, so behandelt zu werden, bin's nicht anders gewohnt, aber unser Kind, unser Otto-" Lorenz Reiner suchte sie zu begütigen: „ Na, n, so war's nicht gemeint, sei gut, magst ja recht haben, die Weiber machen sich ein anderes Bild von der Welt als wir. Und der Otto ist einmal unser Sohn, es ist wahr! Aber was ich heute von ihm hörte, hat mir gar nicht gefallen!" Sie faßte ihn am Arm. 1 ,, Komm, laß dir nichts mehr merken, die anderen schauen Ichon auf uns,- der fremde Herr-" „ Der Geck!" brummte der Förster. „ Still doch," wehrte die Frau, ,, er fönnte es hören!" „ Blut und Hagel," wetterte der Alte unterdrückt, wenn man in seinem eigenen Hause nicht mehr reden soll, wie einem Schnabel gewachsen ist!" Ich will es, basta!" lautete seine kurze Antwort.„ Weibs- der Gon, als beide sich den andern wieder näherten, sagte leute haben nur zu gehorchen!" „ Wie lange bleiben wir denn noch?" wandte Robert sich inzwischen an Otto. Der Gefragte beugte sich über das Album. 11910 „ Ich muß warten, bis der Alte mit mir allein ist," sagte er. Er wird mich ausforschen wollen über meine Studien. Da heißt es flug sein. überdies möchte ich noch einiges mitnehmen, was sich verwerten läßt. Dieses Album zum Beispiel, in der Stadt läßt es sich leicht zu Gelde machen. Aber sie dürfen nichts davon merken." Klara: Da fann ich Ihnen nicht recht geben, Herr von Hohlen!" ,, Wie, Sie zweifeln?" erwiderte Robert von Hohlen lebhaft. Ich sage Ihnen, das ganze Städtchen hat über ihn gelacht, als er heute aus der Gerichtsverhandlung zurückkam. In allen Straßen blieb man stehen und lachte über ihn. Sie würden das sicher auch tun, wenn Sie ihn sprechen hören lönnten, den famosen Apostel!" fügte er spöttisch hinzu. Die Försterin, die diese Worte auffing, horchte auf. „ Von wem sprechen Sie?" forschte sie. Von Hellborn, unserm Heiligen vom Steinbruch? Sie fennen ihn auch, Herr Don Hohlen?" tu te me so:: Robert begann wieder eifrig zu blättern. Höchste Zeit, daß du Geld erhältst! Rupf sie nur gehörig!" sagte er. „ Das will ich!" versetzte Otto. Und noch besser soll es werden, wenn ich sie erst in der Hauptstadt habe. Dann lommt mir die Alte nicht aus. Sie aibt mir alles!" „ Ganz Fernau hat heute nur von ihm gesprochen!" antwortete Otto statt des Freundes. " Ja, der Narr bildete dort ein wahres Ereignis!" fügte Robert von Hohlen hinzu. 2C. aus Kaiser Karls des Großen Palast das Gedächtnis an die Herrlichkeit des ersten deutschen Reiches herauf; hier grüßt uns die Germania vom Niederwald als Denkstein der Herrlichkeit des zweiten Reiches. Wohlan! So geloben wir Treue allem, was uns am deutschen Wesen und am deutschen Vaterland gegeben ist, insbesondere aber auch Treue in der Pflege des deutschen Liedes als eines heiligen Stücks deutsch- nationalen Volksgutes! Der größte Tonkünstler unseres deutschen Volkes, R. Wagner, hat uns ein Werk hinterlassen, das das hohe Lied deutscher Kunst und Art genannt werden darf:„ Die Meistersinger von Nürnberg". Dort ruft Hans Sachs seinen Freunden am Schlusse zu:„ Ehrt eure deut schen Meister, dann bannt ihr gute Geister!" Diese Worte möchten wir jedem Vereine, jedem Sänger in's Gewissen schreiben:„ Ehrt eure deutschen Meister, dann bannt ihr gute Geister!" Pflegen Sie alles was unsere großen Künstler aus der Seele des Volkes heraus geschaffen haben und dann bauen Sie mit jenem unsichtbaren Tempel in unserem Volke, in dem die Geister alles Guten, Wahren und Schönen segenbringend unter uns wohnen! unter uns wohnen!" Literarisches. an Griebens Reiseführer. Band 61. Em z und das Lahntal.( 1 Mt.) Verlag von Albert Goldung des Bades, seiner Quellen, Bäder und sonstigen Kurmittel, ferner alle für den Kurgast wichtigen Angaben über Wohnungsverhältnisse, Verpflegung, Kur- und Bädertaren Den zahlreichen Ausflügen in die herrliche Umgebung sowie den weiteren Touren lahnauf- und abwärts ist be= sondere Aufmerksamkeit gewidmet. Auch der Forscher und Gelehrte findet genaue Angaben über den Zug der römischen Limes und seine Befestigungsanlagen im Gebiet von Ems und Umgebung. Zwei gute Karten von Ems u. Umgebung vervollständigen das hiermit empfohlene Bändchen aufs beste. Band 76. Wiesbaden, Schlangenbad und Langenschwalbach( 1 Mt.). Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin W. Erschöpfend ist auf alles aufmerksam gemacht, was für den Kurgast inbezug auf die Badeeinrichtungen in Wiesbaden und ihre Sehenswürdigkiten wissenswert ist. Auch die Ausflüge in den Taunus und an den Rhein erfreuen sich einer ausführlichen Darstell' ung. Der Führer enthält ferner über die Nachbarbäder Langenschwalbach und Schlangenbad genaue und erschöpfende Angaben. Die dem Buch beigegebenen vorzüglichen Pläne und Karten sind einer gründlichen Revision unterworfen worden. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Bestbewährte gesunde und magendarmkranke -Kindermehl Kuteke -Krankenkost Nahrung für: sowie schwächliche, In der Entwicklung zurückgebliebene Kinder. Die Fernauer haben wohl nichts anderes zu tun, als sich über andere zu unterhalten!" meinte Klara mit einigem Spott, Die Försterin blickte sie tadelnd an. ,, Das sieht ja fast so aus, als wolltest du ihn in Schuh nehmen!" versetzte sie „ Ich habe mit dem verrückten Menschen heute mun allges mach genug zu tun gehabt," murrte der Förster. Seinetwegen mußte ich aufs Gericht in Fernau!" „ Wir hörten davon im Wirtshaus!" bemerkte Otto. Robert von Hohlen fiel rasch ein: „ Ja, wir mußten dort längere Zeit warten, bis wir des Löwenwirts Wagen haben konnten. Da haben wir uns denn einen Jur gemacht." „ Mit dem Hellborn?" fragte die Försterin.„ Da bin ich aber doch neugierig!" Die Neugier beherrschte sie so vollständig, daß sie ebenso wie die anderen gar nicht auf Klara acht gab, deren Stirn sich mehr und mehr gefurcht hatte und die jetzt mit nicht geringerer Spannung als die Mutter auf die beiden jungen Männer blickte und auf das wartete, was dieselben zum besten zu geben haben würden. Otto nahm das Wort, indem er au erzählen begann: „ Wir mochten nicht immer Stat spielen und wußten daher nicht, was wir tun sollten, die Langeweile zu vertreiben. Robert verlangte, ich sollte ihm die Sehenswürdigkeiten von Fernau zeigen. Ich kannte keine, aber die Kellnerin meinte, das Sehenswerteste im Dorfe sei der Apostel Hellborn, der gegenüber im Engel eingekehrt sei." „ Das war etwas für uns," fiel Robert lachend ein, wir gingen sogleich hinüber, sahen ihn im Gastzimmer und setzten uns ohne Zögern an seinen Tisch." Ja, und das Komischste war," fuhr Otto fort,„ daß er sehr erfreut darüber schien. Wahrscheinlich hielt er uns für zufünftige Jünger, trotzdem wir uns nicht entschließen konnten, statt Bier Limonade zu trinken, wie er." Die Försterin amüsierte sich sichtlich. hr fragtet ihn aus? Kann mir's denfen!" „ Natürlich," entgegnete Robert ,,, wir spielten die andächtigen Gläubigen. Er erklärte uns seine ganze Weltanschauung, eiferte gegen die Vergiftung der Menschheit durch den Alkohol und predigte das Evangelium der Arbeit, wie er es nannte." " Ja," setzte Otto hinzu, er trägt sich mit großen Plänen, will demnächst sogar in die Hauptstadt kommen, um Vorträge zu halten. Da wird man ibn schön auslachen!" n ibn ich ( Fortsetzung folgt.) Jugenheim a. d. B. Hotel und Pension 3am kühlen Grand" bei anerkannt enter Verpflegung schönster Sommeraufenthalt der Bergstenze u. Odenwald.- Prospekt gratis. Telefon 43. Georg Sörisch. Kakenelnbogen amaterials, Hotel Bremser, Commet t. Raff., am Eingana des wildromant. frische. Tel. Nr. 1. Gute Pension, neu einger. Fremdenz. Buder i. Hause. Jaad- u. Fischereigelegenb. Schöne Waldungen. Achtung! Achtung! Ein Posten zurückgesetzter Apparate Spottbillig. Spottbillig. 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Kreisbaninspektor des Kreises Gießen. J. V.: KnöII. Marktberichte Gießen, den 26. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkte kofteten Butter per Pfd. Hühnereier per Stüd Käse ver Stüd Kasematte 2 Stück Tauben per Baar Hühner per Stüd Hahnen per Stüd Enten per Stüd Gänse per Pfd. Ochsenfleisch per Pfd. Rindfleisch per Pfd. Die C erweiterun öffentlich Zeichn ungen lie brud, der min an u Zuschlagsi Gie ** und Lei den Cho * Gefeßzes gen ist einen An Stochol berechtig pflichtet, gerodeter 8-9 6-8 1.20-1.25 Schweinefleisch per Pfd. Schweinefleisch gef. p. Pfd. 80-96 96 Die 0.80-1.00 1.00-1.60 0.80-1.80 1.80-2.20 Kalbfleisch per Pfd. Kartoffeln p. 100 kilo 5-6 Sammelfleisch der Pfd Rwiebeln per Ctr. Wetskraut per Stď. 86-88 60-84 Ro 7.00-8 00 Kirschen, per Pfund Aepfel per 3tr. 00 80-88 Birnen per 3tr. 80-84 Nüsse 100 Stüd 8.00 0.0-0.30 0 00 00.00-00.00 00.00-00.00 0.50-000 amüsier Neues Milch per Liter 20 Langen felbstge auf der Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmitta s Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marit zeit überhaupt nicht und während breter Stunden der Maritzeit im Umberzteben fellgeboten werden. Die Marktpreise für Vich und Frucht und die Gießener Fleisch- u. Brotpreise am 25. Juli 1910 Ochsen Kälber Schweine Höchfte Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. 50 kg Schlachtgewicht 87-92 m. 1½d at 92-100 f. bo. 70-71, " ons Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen 100 kg Wer ihn probiert hat In Fleischpreise in teken es, die 1½ kg 80-88 fg. do. 86-88 Schwe do. 80-96 Brotpreise in Stegea 21.75. Weißbrot 2 kg 62 Pf. 16,50 M. Schwarzbrot 2kg 54ẞi verlangt ihn immer wieder den besten und gesündesten aller Kaffeezusätze, den ächten Kaifer- Otto duine uraldock o mit Schußmarte ,, Dans". uns erzoge Dreift beißen feiner man ON か bie 20 bob alleir