efon 84. schluss ranh aße) 7 Uhr. fen und Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - vorauszahlbar, vierteljährl, 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: Humoristische Blätter" und die Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Heilstätten Nr. 74. Anstedung Volt. erei gen. Pfund. ranko! jessen Strasse. squelle n ccatif n- Farben enöl - Städtische Pflichtfeuerwehr. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 26. Mai 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Montag, den 30. Mai 1910, abends 8 Uhr, auf dem Brandplatz am Turmhaus Antreten aller alten und neuen Mannschaften. Versäumnisse werden gemäß Artikel 13 der Landesfeuerlöschordnung und nach§ 368 3iffer 8 des Reichs= ftrafgesetzes geahndet. Die zur Entlassung kommenden Mannschaften haben die Armbinde abzuliefern. Traber, Branddirektor. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Hohleichweg vom Schlachthof bis zum Untermühlwehr von herte an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerks- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 24. Mai 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Der Kampf im Baugewerbe. an= Bet Staatssekretär Delbrück, haben Vorverhand. lungen niit den Arbeitgebern stattgefunden, denen sich Besprechungen mit Vertretern der Bauarbeiter schlossen. In den Verhandlungen ist von beloen Seiten die Einsetzung einer Eingangskommission in Anregung gebracht worden. Von den Arbeitgebern wurde der Dresdner Oberbürgermeister Dr. Beutler als Mitglied der Einigungskommission vorgeschlagen, und von den Arbeitnehmern wurden die Herren Geh. Rat Dr. Wiedfeldt, Magistratsrat v Schulz Berlin, sowie Gewerbe gerichtsdirektor Dr. Trenner- München präsentiert. Diese brei Herren haben bereits im Jahre 1908 die Einigungsberhandlungen geführt. Die gemeinsame Konferenz zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbertretern wird Maler 2. boraussichtlich noch in dieser Woche stattfinden, und den Borsib wird dabei voraussichtlich der Staatssekretär Delbrück selbst führen. In dieser Konferenz soll dann auch endgiltig darüber entschieden werden, ob ein Einigungsamt eingesetzt werden soll, das dann die weiteren Verhandlungen zu führen hätte. te.- ten bei att. mlage 3 ite 1. Farben Giessen 26. und die lai 1910 ilchpreise Bickes 80-88 f 80-84 80-96 " Parlamentarisches aus Hessen. Der Sonderausschuß der Zweiten Kammer für die Verwaltungsgeseze hielt am Montag unter dem Borfize des Abg. Dr. Glässing eine längere Sigung a b. Es wurde beschlossen, alsbald mit der Beratung 48) Die Fundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) Der Klopfte fie auf die Wange:„ Wettermädel, Dein Blan ist nicht schlecht," lobie er.„ Wenn er gelingt, so bin ich vollständig glücklich. Denn daß Papa troz meines Erfolges mir immer noch zürnt, hat mir manche trübe Stunde bereitet. Aber sag, Schwesterchen, wo habt Ihr denn jetzt Bapa gelassen?" O, der sitzt bei seinem Jugendfreund und leistet ihm Gesellschaft. Wir sagten ihm, wir hätten allerlei zu be= sorgen in der Stadt. Wir mußten Dich doch vorbereiten auf bas, was fommen soll, nicht wahr? Es gilt jetzt nur noch Sorge zu tragen, daß er nicht Verdacht schöpft. Wir hatten gestern, als wir durch die Stadt fuhren, eine Heidenangst, Du könntest uns irgendwo in den Weg laufen, es ging wohnt nämlich gar nicht mehr hier. Er beharrte aber da= eise in Gles aber alles ganz vortrefflich. Der Jugendfreund von Papa Stot 2 kg 62 frauf, ihn zu besuchen und da Mama auch ihrer„ Nerven" rabrot 2kg 540 enmartie toffet Bfb. 80-% b. fb. fb 72-76 60-8 ilo 5.50-00.0 5.00-6 0.10-0 00.00-000 10.00-15 0.43-0 r nachmitta πη δεν πιά Maritzelt is wegen möglichst Ruhe haben soll, so paßte alles vorzüglich. Wir sind da auf dem Lande, und doch nahe bei der Stadt. Einen stilleren Winkel konnten wir gar nicht finden als dteses einsame Nest, dieses Neunlinden!" Hermann fuhr lebhaft auf bei Nennung dieses Namens. Otti lachte so laut und übermütig, daß es auch auf die Mutter ansteckend wirkte. " In Neunlinden, sagtest Du?" rief der Bruder höchſt überrascht. „ Allerdings," nickte Otti, da wohnt doch jetzt der Jugendfreund Papas. Uebrigens ein recht grämlicher, finterer Mann, dieser Herr von Schmettwizz! Wenn Sylvia nicht wäre- Die übermütige Baronesse kam nicht weiter. Der junge Mann hatte sie stürmisch um den Hals gepackt und rief mit blizenden Augen:„ Also Sylvia von Schmettwitz gefällt Dir, Schwesterlein? Und Dir, Mama, kennst Du sie? Ach, was frage ich, sie muß Euch ja gefallen!" Herrgott, laß mich doch los,- Du erdrückst mich fa!" Otti machte fich energisch aus den sie umschlingenden Armen frei und Hermann sagte mit glücklichem Lächeln: Bekanntmachung, Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird die Nordanlage zwischen Neustadtertor und Steinstraße von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerts- und Radfahrverfehr gesperrt. Gießen, den 24. Mai 1910. Großh. Polizeiamt Gießen. Gebhardt. Lieferung und Vergebung von Wand- und Fußbodenplatten. Die Lieferung und Verlegung der Wand- und Fuß= bodenplatten für die Schlachthoferweiterung( 3 Lose) soll Dienstag, den 7. Juni d. J., vormittag 3 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Probeplatten, Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf | der Städteordnung und der Landgemeinde: ordnung zu beginnen. Die erste Sitzung findet Heute statt. Zuerst wird die Städteordnung in Angriff genommen, und es ist zu hoffen, daß der Entwurf, auch der der Landgemeindeordnung, im Oktober zur Plenarberatung in der Zweiten Kammer fertiggestellt sein wird. Das Referat über die Städteordnung hat Abg. Dr. Glässing, das Referat über die Landgemeindeordnung haben die Abgg. Stöpler u. Uebel übernommen. Der Ausschuß wird dann noch an die Beratung des Gesezentwurfs, betreffend die Verwaltungsgesetzpflege, herantreten, wenn ihm dies dem Stande der Arbeit nach möglich ist. der In der Sitzung des Finanz ausschusses Zweiten Kammer am Dienstag bemerkte Geheimrat Dr. Beder, daß in unser Gesetz die Bestimmung aufgenommen werden soll, die Arbeitgeber sollten zur Angabe des Lohnes ihrer Arbeiter verpflichtet sein. Dem stimmt Abgeordneter Brauer bei. Abg. Ulrich lehnt bei dem jetzt bestehenden Gesetz es ab, als Arbeitgeber die Löhne der Arbeiter anzugeben. So ging man zur Gemeinde steuer über, insbesondere zur Gewerbesteuer. Bekanntlich hat die Regierung für die Heranziehung zur Gewerbesteuer eine neue Stala aufgestellt. Abg. Molthan beantragt, die Zuschläge erst bei 6 Prozent Reinertrag beginnen zu lassen. Im übrigen ist er für die Skala der Regierung, die dahin geht, weniger als 500 Mark das 1fache des Mehrertrags, bot 600-1000 Mr. das 2fache, Ihr müßt nämlich wissen, daß Sylvia von Schmettwit meine " Deine Braut ist," rief Otti dazwischen,„ o, das ist uns nichts neues! Aber Du Heuchler schriebst uns davon kein Sterbenswort!" Wie. das weißt Du auch? Hat Sylvia es Dir gefagt?" " Odie, die mag sich hüten vor mir!" zürnte Ottt. „ Eine ganze Nacht schon habe ich mit ihr in demselben Zimmer zugebracht und sie ließ nicht das mindeste verlauten, daß sie Braut ist! So etwas wichtiges fönnte ich nicht eine Stunde lang verschweigen!" „ Ja, das glaube ich!" lachte Hermann.„ Aber wie erfuhrst Du es denn, wenn nicht von Sylvia?" O, mir bleibt nichts verborgen," versicherte Otti, schielte aber doch nach dem Schreibtisch, dessen Fächer eine bedenk liche Unordnung aufwiesen. Und dann sprang fie rasch auf ein anderes Thema über:„ Nun sage aber schnell, wann sollen wir mit Papa in die Oper gehen, damit er ordentlich Nespekt vor Dir bekommt?" In wenigen Tagen findet die erste Aufführung des " Prophet" statt," entgegnete Hermann,„ ich denke, da leiſte ich etwas!" " Gut," lachte die Schwester, und falls Papa geneigt ist, Dir zu verzeihen, wo soll denn die große Versöhnung stattfinden?" Am besten ist es, Ihr fahrt nach der Vorstellung hierher in meine Wohnung. Ich werde mich beeilen mit dem Umkleiden und komme sofort nach! Ich werde singen, wie ich noch nie gesungen, um das Herz des Vaters zu ermetchen. Ich hege die feste Ueberzeugung, daß es mir gelingt! Und dann, Schwesterchen, dann sollst Du auch Deine Belohnung haben!" Und worin wird dieselbe bestehen?" " Das weiß ich noch nicht, Du darfst Dir etwas von mir ausbitten!" Otti lachte übermütig. „ Wir werden sehen; vielleicht nehme ich Dich beim Wort." Unter Lachen und Scherzen nahmen sie Abschied von einander. Als die kleine Baronesse in Neunlinden antam und fich bei ihrem Papa erkundigt hatte, ob er sich während ihrer 8. Jahrg. Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen.- Zuschlagsfrist 5 Wochen. Gießen, den 24. Mai 1910. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Vergebung von Anstreicharbeiten Die Arbeiten für die Erneuerung des Anstrichs von Brücken, Geländern und Anschlagstafeln sollen Montag, den 30. d. M., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 21. Mai 1910. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. von 1000-1500 Mt. das 3fache, bon 1500-2000 Mt. das 4fache, von 2000-2500 Mt. das 5fache, bon 2500-3000 Mt. das 6fache, bon 3000-4000 Mt. das 7fache, von 4000-6000 Mt. das 8fache, von 6000-10000 Mt. das 9sache, über 10 000 Mt. das 10fache. Der Ausschuß stimmte einstimmig diesen Vorschlägen zu. Bei der Warenhaus steuer wurde den Gemeinden die Befugnis der Einführung gegeben. Als Grenzen, innerhalb deren die Gemeinden die Steuern abheben können, wurden 1-5 Prozent des Umsatzes angenommen, und zwar gegen eine Stimme. Auch hezüglich der Steuern auf Fi= ialgeschäfte wurden den Gemeinden überlassen, solche einzuführen, auch hier ist die Grenze auf 1-5 Prozent des Umsates festgestellt. Darauf kehrte man zu der Besteuerung der landwirtschaftlichen Dekonomiegebäude zurück, welche nach dem Regierungsentwurse nicht freigelassen werden sollen. Gegen 2 Stimmen wurde die Steuerfreiheit beschlos= ſen. Vom Finanz ausschuß wurde gestern die Beratung des Gesetzes über die Gemeinde steuerre= orm zu Ende geführt und sowohl die fünf verschiedenen Bersteuerungsarten des Gemeindesteuergesetzes, wie der ganze Entwurf mit allen gegen die Stimme des Abgeordneten Ulrich genehmigt. Der Ausschußpräsident wurde beauftragt, die nötigen Schritte zu tun, damit etwa anfangs Juni die Kammer zur endgültigen Erledigung der Ge= meindesteuerreform zusammentreten kann. Abwesenheit nicht allzu sehr gelangweilt habe, bat sie Sylvia, mit ihr einen fleinen Spaziergang durch den Wald zu ma= chen. Nur widerstrebend willigte diese ein. Fräulein Otti hatte den Plan schon fertig, womtt fie sich an Sylvia rächen wollte für das Verschweigen etner ,, wichtigen Sache". In ihrem Köpfchen rumorte es, aus ihren Augen blißte der Schalt. Sie war ungemein Hetter und lustig. Auch Sylvia bemerkte dies. „ Sie scheinen sich ja in der Stadt sehr gut amüsiert zu haben?" fragte sie. „ Dia," war die rasche Antwort. Kennen Sie den Opernsänger Walter, der gegenwärtig so gefeiert wird?" Sylvia sah zu Boden. Eine heiße Nöte stieg th in die zarten Wangen. „ Ich ich hörte von ihm",- sie stoďte. " Nun sehen Sie," fuhr der kleine Quälgeist fort ,,, von dem berühmten Manne komme ich eben. Ich muß Ihnen nämlich ein Geheimnis anvertrauen." Sylvia blickte erwartungsvoll auf die junge Dame. „ Ein Geheimnis, das Herrn- Walter betrifft?" „ Allerdings. Er war der eigentliche 3wed unfecer Reise. Papa darf aber vorläufig nichts ahnen. Denn wissen Sie, weil Walter Overnsänger ist, na, Ste können sich derken, daß da Vapa nichts von ihm wissen will- und da gebrauchten wir eine kleine List und hoffen nun den Papa günstig zu stimmen für Sermann, für meinen Hermann. Er ist ta nun ein berühmter Mann geworden, vielleicht, wenn Papa ihn fingen hört, läßt er sich doch bewegen, ihn als Sohn anzunehmen!" Otti schielte reritohlen nach Sylvia hin, um die Wirfung ihrer Worte zu beobachten. Sie bemerkte, wie das junge Mädchen in heißer Erregung die Hand auf das po chende Herz preßte. Sie mußte sich Mühe geben, das Lachen zu verbeißen. Die beiden jungen Damen schritten langfam auf einem schmalen Waldpfad dahin, der gerade Naum für zwei bot. Bitte, erklären Sie mir, was soll das heißen?" ſtick Sylvia erregt hervor. Sie sprechen von Ihrem" Hermann? Kennen Sie denn Herrn Walter schon länger? Otti lachte. Zapezierer: Karl Becker, Ludwig Sommerlad, Schlußfeier der Gesellenprüfung 1910. Wilhelm Weimer, start Oswald, ** Am letztvergangenen Sonntag, den 22. Mat, fand im Gewerbebause die feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe seitens des Prüfungsausschusses des Ortsgewerbevereins an die sich in diesem Frühjahr an der Prüfung teilgenommenen Junggesellen statt. Auf Einladung hatten sich die Herren Stommerzienrat Seiche I be im für die Han delskammer Gießen, Herr Syndifus& nge I ba ch für die Handwerkskammer- Darmstadt, Herr Sommerzienrat e v figenstaedt für die Großh. Bentralstelle- Darmstadt und den Ortsgewerbeverein- Gießen, sowie eine Anzahl Prüf= ungsmeister zu dieser Feier eingefunden. Herr Provinzialdirektor Dr. Il singer, Herr Gewerberat& a l'f und Herr Oberbürgermeister Wee cum waren durch anderweite Inanspruchnahme verhindert und wünschten der Feier einen guten Verlauf. Nachdem der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Baumeister Traber, die Gäste begrüßt und für ihre freundliche Teilnahme gedankt hatte, schilderte er die Rejuttate der Prüfung und fam zum Schluß auf den Hinweis, daß seitens der jungen Handwerfer neben ihrer praktischen Ausbildung auch den handwerflich- theoretischen Stenntnissen mehr Pflege zu teil werden müßte, wenn die deutsche Arbeit auch fürderhin ihren Stand an der Sonne behaupten und Lohn und Brot für die Beteiligten schaffen wolle. Er sprach nunmehr, unter Worten eindringlicher Ermahnungen an die jungen Handwerfer, diese zu gesetzlich geprüf ten Gefellen. Hierauf hielt Herr Symbiths Engelbach folgende Ansprache: " Namens der eff. Sambwerf stammer spreche ich Ihnen unseren besten Dank aus für die freundfiche Einladung zur heutigen Feier. Der Vorsivende der Kammer bedauert sehr, heute nicht hier sein zu können und läßt Ihnen seine besten Wünsche übermitteln. Wir sind der Einladung gerne gefolgt, wissen wir doch aus ben Vorjahren, daß die Prüfungen in Gießen mit gro Ber Sorgfa It abgenommen werden, daß von den Prüftingen das Maß von Kenntnissen und Fertigkeiten verlangt wird, was man von ihnen nach Vollendung der Lehrzeit auch erwarten darf. Die Zeiten sind anaers geworden. Die Welt stetit heute an den Geschäftsmann erhöhte Anforderungen und diesen Rechnung zu tragen muß schon die Zehrzeit entsprechend benutt und der ganze Ausbildungsgang dur ch Erziehung zur Lieferung nur gutte Leistungen gefördert werden. Mit Befriedigung darf ich feststellen, das im allgemeinen die Leistungen der Teilnehmer an den Gesellenprüfungen sich in den letzten Jahren in aufsteigender Linie befinden, ein Beweis, daß die durch Reichsgesetz eingerichteten Prüfungen ein Ansporn sind und immer mehr zur Vervollkomm mung beitragen. Die stattliche Zahl der Prüflinge und die durchweg guten Gesellen st i cf e legen auch heute Zeugnis davon ab." Herr Kommerzienrat Heichel beim, Herr Kommerzienrat Sevligenstaedt und der Altmeister Herr Weißbindermeister Petri 2. richteten nachdem auch noch beherzigende und ermahnende Worte an die Junggesellen; fie sollten nicht aufhören weiter zu lernen, damit sie dem Handwert und sich selbst Ehre machten. Der Junggeselle Friedrich Well of sprach hierauf namens seiner Kollegen allen Herren den Dank für ihre Wühewaltungen mit der Versicherung aus, daß alle tüchtige Handwerker werden wollten. Hierauf wurde die in recht übersichtlicher Weise angeordnete Ausstellung der Geseltenstücke besichtigt und dabei manches Lob zum Ausbruck gebracht. Von den 108 Prüflingen haben folgende 100 die Prüfung bestanden und er hielten aus der Hand des Altmeisters Stadtverordneten it bn unter Handschlag durch zwei Gießener Altmeister den Gesellenbrief: Schloffer: Start Schäfer, Heinrich Bühler, Lubw. Velten, Otto Hofmann, Karl Gering, Friv Guler, Jakob Faab, Heinrich Menges, Albert Pascher, Start Länger, Georg George, Friedrich Adolph, Christ. Brandenburger, Heinrich Unger, Start Zeller, Heinrich Stoch, Start Leib, Feron. Rinn, Otto Steinmüller, Heinrich Weller, Heinrich Jost, Heinrich Flocke, Start Bepperting, Heinrich Schäfer, Heinr. Möckel, Heinrich Hofmann, With. Lindenstruth, start Bender, Wilhelm Schupp, Karl Welter, Ferdinand Lint, Gustav Stoch, Ferdinand Gernand Wilhelm Scherer. ch mie de Otto Becker und Wilhelm Rahn. Wagner: Wilhelm Dort und Ad. Lindenstruth. Schreiner: Ludwig Häuser, Heinrich Berghöfer, Ferdinand Sommerlad, Heinrich Dapper. Glaser: Wilhelm Bergener und Heinrich Reinhardt. Schuhmacher: Wilhelm Ströck, start Hergenrother, Emil Neubert, Wilhelm Schlienbecker, Philipp Arnold, Kart Ranst, Heinrich Lub. Golbarbeiter: Andreas Böhm. Gelbgießer: Heinrich Frank. nifer: Robert Bischoff. Me ch 49) Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachbruck verboten.) „ D, schon seit meiner frühesten Jugend! Wir spielten als Kinder zusammen und ich hatte den hübschen, aufgewedten Jungen schon immer herzlich lieb, obwohl er viel älter war als ich. Ich trage auch sein Bild immer bei mir, bier, feben Sie?" Buchbinder: Luzien Seiller und Gustav Lenz. Schneider: Adolf Weniger und Franz Becker. Buch druch er: Wilhelm Schmidt, Wilhelm Jung, Ernst Rödel, Robert Hennig. Steinbruder: Robert Eisenhut und Heinr. Kehr. Graveur: Georg Albold. Weißbimder:" Start Weiß, Emil Schmitt, Otto Schäfer, Karl Vogel, Friedrich Bellof, Ludwig Hahn, Georg Wallbott, Friedrich Nebling, Ludwig Balser, Wilhelm Völpel. Maurer: Wilhelm Messeldreher. 3immerer: Ludwig Spieß. Spengler und Installateure: Friedr. Peil, Heinrich Müller, August Naumann, Georg Schmidt, Start Faber, Wilhelm Brück, Start Seipp, Heinrich Bellof, Karl Ameno, Wilhelm Haupt, Karl Walser, Wilhelm Schättler, Chr. Bepperling. Eisendre her: Paul Schreier, Ernst Steinmüller, Ludwig Balser. Maschinensch I offer: 23ilhelm Heß, und Friv Uhrmacher: Rudolf Steiber. Schnabel. Ste 30g aus der Tasche eine kleine Photographte, die fie eigens für diesen Zweck in der Wohnung Hermanns au fich gesteckt hatte und reichte sie Sylvia. Diefe nahm mit zitternden Händen das Bild in Empfang und betrachtete es lange. Ihr war als träumte fie einen schweren unheimlichen Traum, aus dem sie erwachen mußte, um wieder frei atmen zu können. Ja, das waren seine guten, treuen ehrlichen Augen, in die fie so gerne binten= geblickt, die so flar und liebevoll ihr entgegengeleuchtet, in denen sie ihr ganzes Glück gelesen. Und die sollten min auf einmal fügen? Gs fonnte,- durfte nicht sein! Und doch, dies Mädchen an ihrer Seite, es schien die Wahrheit au reden. Mit einer zornigen Geberde schleuderte Sylvia das Bild weit von sich in den Wald hinein. 011 in Lokales. 19 Gießen, 26. Mai 1910. * Streistasse Der Voranschlag der Streistasse des Kreises Gießen für 1910 sieht eine Einnahme von 64 159 901 Mr. und eine Ausgabe von 63 917 701 r. vor. Der Zuschuß zu den Ausgaben, soweit deren sämtliche 80 Gemeinden des Kreises beteiligt sind, be trägt 291 940 Mt. Im Vorjahre mußte die Stadt Gießen für diesen Zweck 151 681 Wit. aufbringen. Außerdem haben die Gemeinden des Kreises mit Ausnahme der Städte Gießen und Lich noch 14 205 r. zu leisten. Die 12. Hauptversammlung des Verbandes Hessischer Finanzbeamten wird am Samstag, den 28. und Sonntag den 29. Mai, hier abgehalten. Begrüßungsfeter und Festessen finden im Hotel Schütz, die Hauptversammlung im großen Hörsaal der Universität statt. " Oho", lachte Oilt, wenn ich aber meinem Hermann fage, wie mit Sie seinem Bild umgehen, dann wird er Mugen machen. Gr fann leider in diefen Tagen nicht berauskommen, weil er febr beschäftigt ist." „ Sprach Herr Walter davon, Sie vier befuchen au wollen?" fam es bebend von ihren Lippen. „ Aber natürlich, weshalb sollte er mich denn nicht besuchen? Ja so, Sie meinen wegen Papa? Na, das wird fich einrichten laffen." Tiefe Worte flangen so forglos beiter,- Sylvia wonte vergehen vor Zorn. Ich glaube nicht, daß Herr Walter die Frechheit so weit treiben wird, hierber zu kommen", rief fle entrüstet. Frecbeit?" Na hören Sie mal, das ist doch au viel, tch werde es Dermann sagen!" Nach den Jahresbericht der deutschen Anwaltskammern wurden im verflossenen Jahr im Großherzogtum Hessen 899 Prozesse im Armenrecht geführt, davon 80 am Oberlandesgericht und 819 bet den Landgericht. In Anbetracht dieser enorm Hohen Bahl, die sich durch die Zahl der Armensachen bet den Amtsgerichten noch verdoppelt, erscheint das Verlangen der Rechtsanwaltschaft, daß ihre Gebühren und Auslagen ebenso wie bet den Aerzten vom Staat oder den Gemeinden übernommen werden, wohl gerechtfertigt Wetnetwegen noch viel mehr!" Sylvia war außer sich. „ Sagen Sie ihm, daß er falsch und treulos an einem untt Stadttheater. Morgen Freitag findet eine einmalige Aufführung von Richard Heubergers reizender Operette" Der Opernball" statt, die zum Repertoirstück der meisten größeren Bühnen gehört und zum Beispiel auch am Darmstädter Hoftheater schon öfter gegeben wurde. Am kommenden Sonntag wird auf vielseitigen Wunsch die gefchiedene Frau" statt„ Madame Sherry" wiederholt. Die neue Fall'sche Operette hat solchen Anklang gefunden, daß Direktor Steingoetter sich entschlossen hat, für die Saisoneröffnung in Ems neue Dispositionen zu treffen, um hier das beliebte werk als Abschiedsvorstellung des Emser Kurtheaters noch einmal geben zu können. Besonderen Reiz wird diese Vorstellung durch ein eingefügtes Gastspiel des Balletes Cortini erhalten. des Am commenden Sonntag wird auf vielseitigen Wunsch lung des Verbandes bessischer Finanzbe amten in Gießen abgehalten werden. Im Festsaal Hotel Schütz findet am Samstag abend Begrüßung und Stommers zu Ehren der auch von den Brudervervänden der badischen, württembergischen und reichsländischen Finanzbeamten erscheinenden Gäste statt. Sonntag Vormittag wird dann im großen Hörsaal der Universität die eigentliche Hauptversammlung fagen, wofür eine reichhaltige Tagesordnung vorgesehen ist. Nach Schluß dieser Versammlung findet im Hotel Schüß ein gemeinsames Festmahl statt und vierauf ein für alle Teilnehmer gewiß in gutem Andenten bleibender Ausflug in die gerade in der jeßigen Maienzeit so berrliche Umgebung unserer stetig aufblühenden Musenstadt. erfahrenen Mädchen gehandelt hat, daß " Ich werde mich bitten!" " Und Sie- nehmen Sie sich in acht, - sehr schlecht er wird Sie auch betrügen, wird er auch Sie nicht!" ich ihn verachte!" er ist schlecht, und betraten „ Aber wer fagt Ihnen denn, daß ich Hermann Hetraten will?" lachte Ottt ausgelaffen, dazu sucht man sich gewöhnrich doch einen anderen als feinen Bruder aus!" Sylvia stand sprachlos vor dem lachenden Kobold, von dem sie sich hatte äffen Taffen. Otti wußte sich kaum zu faffen vor Vergnügen. " Ihr Bruder?" stammelte Sylvia endlich. Sie vermochte den raschen Wechsel kaum zu begreifen. * Städtisch e 3. Daß sich unsere Stadt muster gültiger Einrichtungen erfreut, beweist der Umstand, da fürzlich Stadtbaudirettor Stöhler- Eisenach und mehrere Stab verordnete der nämlichen Stadt hier weilten, um die Gie Bener Stfärbeckenanlage in Augenschein zu nehmen. Säm liche Besucher bezeichneten die Anlage als vollkommen vor bildlich für andere Gemeinden, ein Zeugnis, das uns Gie Bener Bürger umsomehr freuen muß, als die genannter Herren vorher schon eine Anzahl gleicher Werte in andere Städten kennen gelernt hatten. „ Greilich," jubelte Otti, mein Bruder und Du- Du wirst meine Schwester, denn Hermann liebt Dich ta so sehr, so febr!" Und ungestüm rüßte sie das noch immer ungläubig dareinblickende Mädchen auf beide Wangen. Unaufhörlich plauderte der kleine rote Wund. Doch plötzlich zuckte die Baronesse zusammen und verstummte mitten im Sat. * Bahnhofsumbau. Der Gießener Bahnho wird binnen kurzem auf seiner Nordseite einen neuen Flügel erhalten, während der alte nördliche Anbau zum Abbruch kommt. An dieser Bahnhofsseite ist ferner ein Fürstenempfangssaal borgesehen, während außerdem nod der Neubau eines Südflügels geplant ist. Die für diese Umbauten erforderlichen Arbeiten werden noch in dem laufenden Jahr aufgenommen. ich auch hingehe flabl Für den machen wünsch worden, welche Schloßeingang ler benen Ramn bas neu berma führerinnen, bie und Anna zu jüngere Linie u gufte zu Stolber benfels, anfchloff berzogin mi ju Stolberg- We mit der Fürf hard zu Solm berg- Wernigerob und die übrige mit ehrfurchtsb biele Zuschauer * Vogelsberger Höhenflub. In der Borstands. sigung des Vogelsberger Höhenflubs berichtete der Bor fißende, Oberamtsrichter Nispel- Schotten über den gegen wärtigen Mitgliederstand. Danach zählt der Berein 2700 Mitglieder, während die Mitgliederzahl in dem Bo jahre nur 2000 betrug. * Post Lehrlinge. Gine Rundfrage des Staats sekretärs des Reichspostamts an die kaiserlichen Ober pofidirektionen hat ergeben, daß eine allgemeine Net gung besteht, einen Becsuch mit Bostlehrlingen zu machen. Nach dem Vorbild der Eisenbahnverwaltung follen fortan 14jährige Knaben nach ihrer Entlassung aus der Schule als Lehrlinge für den Unterbeamtendienst von der Poft angenommen werden. Nach einem Probemonat erhalten sie bereits eine Vergütung, die sich nach den ortsüblichen Sätzen richtet. Nach und nach werden diese Burschen, die zunächst nur mit leichten Arbeiten beschäftigt werden, in alle Teile des Unterbeamtendienstes eingeweiht, bis sie schließlich Unterbeamte oder gehobene Unterbeamte werden können. Sulvia folgte der Richtung ihres Blickes und gewahrte am Waldessaum Hugo v. Trostberg. der jetst etlig näher fam und Otti wie eine alte Bekannte begrüßte. Sylvia war diese Begegnung peinlich. Ste beschleunigte ihre Schritte, machte aber die überraschende Entdeckung, daß die belden andern sich gar nicht um sie fümmerten. Noch mehr erstaunte fie, als ihr Hugo Teise zuraunte:„ Ich bitte, der Baroneffe nichts von unseren früheren Beziehungen zu verLaten." Sie netate faft unmerklich den Kopf. Ditt batte rasch ihre Unbefangenbeit wieder gewonnen. Sie neckte sich bald mit Sylvia, bald mit Sugo und lachte, fcherste wie ein Kind. Diese ungezwungene Deiterkett stand ihr allerliebst. Das schten auch Sugo zu finden; denn er ließ seine Augen oft und lange auf dem hübschen, fungen Geficht der Baroneffe ruben. Unwinfürlich wurde er mit fortgeriffen. Or stimmte herzhaft in das Lachen ein. Sylvia fab und hörte das alles mit beimlicher Freude. Ste hoffte im Stillen, daß der kleine Kobold vielleicht berufen fei, Sugo mit seinem Schicksal auszuföhnen und ihn das Beid vergeffen zu machen, da er durch fie erfabren batte. Die Vermählungsfeier in Lich. Alle von den Städten der Umgebung nach Lich am Dienstag abgehende Mittagszüge wiesen infolge der Hoch zeit in dem fürstlichen Hause eine äußerst starke Besetzung auf. Bereits um 1 Uhr zeigten die Straßen ein recht un Nady ber y Müdwünsche en an, an ber etw Gelte bes neut Prinzeffin Herm während an d bie Fürstin zu über dem Pa Fürft zu Soln flin zu Colme gewöhnliches Leben. Denn wie am vorhergehenden Tage wollte es sich die Bevölkerung von Lich sowohl wie der näheren und weiteren Umgebung nicht nehmen lassen, dem fürstlichen Hause auf dem Wege zu der Kirche ihre Hoch achtung zu bezeugen und bei dieser Gelegenheit auch den Großherzog Ernst Ludwig und seine hohe Gemahlin zu begrüßen. Gegen 1½ Uhr nahmen die Licher Volksschule und Realschule, sowie die Feuerwehr behufs Spalierbild ung in der Straße Aufstellung. Eine halbe Stunde vor Der Auffahrt wogte eine erwartungsvolle Menge durch die Unterstadt, in welcher namentlich auch viele Gießener zu bemerken waren. der Um1% Uhr begann die Auffahrt der Fürstlichkeiten zur Marienkirche in den fürstlichen und großherzoglichen Strast wagen, fünf an der Zahl. In dem als drittlepter an der Kirche angekommenen Wagen befanden sich der GroßHerzog und Fürstin von Solms, während in dem als zweitleßtes Gefährt angekommenen Wagen prinzliche Bräutigam Platz genommen hatte. Der Großherzog trug die Uniform seines Leib- Regiments, der Bräutigam hatte die Uniform des 1. Garde- Dragoner- Re giments angelegt. In dem zuletzt eintreffenden Automobil laß die Bra ut, welche ein prächtiges Diadem, ein Ge schent des Großherzogs, trug und überall auf das freu bigste begrüßt wurde. In der festlich geschmückten Kirche wurde als Eingangs gefang„ Jesu geb voran" gesungen, worauf nach der si turgie Stiftsdechant Klingelhöffer die Traurede hielt. Unter den brausenden Klängen der Orgel wurde das Brautpa von dem genannten Pfarrer eingesegnet. Die Feier beschloß der sinnige Vortrag des Liedes„ Wo du hingest, da wi XI. fints bie librig bas Mahl. Die Lich, welcher junge Paar a nigerode toaste fel, während Nr. 116 bor bie Terraffe graphen eine lepteren hatten der befindliche neuvermählte Terraffe bild ders das G bie sich übera gästen unterh Hermann und furt a. M. ci Das Ehepaar Radenz in d Hermann, ge Aus Juni ab agentur ein setzt werden mittags un und allgem into 12 bia neuen Poste Lüzellinden verkehr mit diesen beider also nach wi und Geflü wanderber ausftellun tragen. * 28 bei einem ein erhebli Sd äferhür Dieb, ein legte ein Nt behauptet das Wap des Tage 30. May, dürften he fie lautet: Gebb Wer Ob i Go Weld Die * St gemäße& Beitung d üblichen o Frühjahr Das Theater war gedrängt voll Menschen, kein Plä chen mehr zu haben. Wer sich nicht rechtzeitig mit Gintrit farten verfeben batte, mußte wieder umkehren. Ein vor nehmes Publikum füllte die Logen. Die Damen in reiche Toilette neben Herren in Zivil und Uniformen boten e glänzendes Bird. Alle blickten in gespannter Erwartu auf den Dirigenten, der, den Taftstock in der Hand, auf d lette Zeichen zum Beginn der Oper wartete. Der Na Walter war in aller Mund. Der Sänger batte es ve standen, sich die Herzen seiner Zuböre im Sturm zu winnen. Besonders die Damenwelt schwärmte fitr toMancher Blick aus schönen Augen folgte der hoben, ftar lichen Rechengestalt, went sie sich auf der Promenade zefa Walter schien freilich wenig Verständnis für zarte Aumerksamkeiten zu haben, zum großen Leidwesen all de hübschen Mädchen. Man hatte auch schon verschiedene Male versucht, den jungen Sänger in Gesellschaften zu afeben, ibr einzuladen. Gr blieb gegen diese Versuche unempfindli und lehnte fede Einladung ab. Kein Wunder, wenn als falt und herzlos verschrieen wurde, Aber gerade sele Unnahbarkeit reizte die Damenwelt noch mehr. Man fande ihm schmachtende Verse, sogar Blumen, erbieft aber ne Gewißbeit über das Schicksal solcher Geschenke. Wenn aber Walter auftrat, so fonnte man sicher seit, stets einen großen Damenflor im Theater anzutreffen. stand im Vordergrunde des Interesses. Und seit man in der Gesellschaft munfelte- vielleicht war der alte Frat nicht ganz unschuldig an dem Gericht, der beliebte St ger set der Sohn eines sehr reichen Grafen oder Fre etwas Genaues wußte man natürlich nicht, da ne gerte sich das Interesse noch ganz bedeutend. Kurz, an dem Abend, als Walter Meyerbeers Prophet" auftreten fonte konnte das Publikum kaum erwarten, bis sich der Vorband hob. ( Fortsetzung folgt.) zu größer Oberklaif Die erfte berg. * F manns berfabren Dr. Seyd, 11. Juni Der angem mittags 1 mit dem and, rere Die& en. ommen & une a gena in and inen inbou Berdem ie für ody in Boc te de ben g Der Ben l in de es Sta chen D meine zu mo ollen i Dec on der nat erb ortsüb e Bu tigt m eweiht Interb Pich Lidh e der te Bej ein redi enden wie laffen, den re Hoc auch de ablin Bollsich Spalier Stunde durd Sießener ftlichleiten lichen An lepter an er Grof während Wagen de en hatte. Der imenta, Tagoner Autom , ein 6 das f Eingangs ber 2 hielt. Untr Brautp Feier bej eft, da fein it Gintri Gin vo in reid boten rwart d, auf Der N fe es! vm e für hohen, enade zarie fen iedene u zieh Themp er, m geral Man felt of n fider ich auch hingehen" durch die Kammersängerin Fahr- Darm-| stadt. Für den Hochzeitszug, der den Rückweg zu Fuß zu machen wünschte, waren inzwischen Laufteppiche gelegt worden, welche von der Tür des Gotteshauses bis zu dem Schloßeingang führten. Den Zug eröffneten 4 Diener, hinter denen Stammerdirektor Frhr. v. Löw schritt. Es folgte bas neu vermählte Paar, dem sich die vorherigen Brautführerinnen, die Prinzessinnen Helene zu Solms- Lich, Herta und Anna zu Vsenburg- Büdingen und Regina von Reuß jüngere Linie und die Gräfinnen Anna, Jutha und Auguste zu Stolberg- Wernigerode und Magna zu Solms- Wildenfels, anschlossen. Nach denselben schritten die Großherzogin mit den Fürsten zu Solms- Lich und zu Stolberg- Wernigerode, auf welche der Großherzog mit der Fürstin von Solms- Lich, Prinz Rein= hard zu Solms- Lich mit der Gräfin Constantin zu Stol- berg- Wernigerode nebst der Fürstin aus demselben Hause und die übrigen Gäste folgten. Ueberall wurde der Zug mit ehrfurchtsvollem Schweigen empfangen, auch hatten biele Zuschauer ihre Häupter entblößt. Butreffen feit ma alle beliebte ober tur, a ftreten der Nach der Rückkehr ins Schloß nahm das junge Paar Glückwünsche entgegen. Es schloß sich eine große Festtafel an, an der etwa 80 Personen teilnahmen. Auf der rechten Seite des neuvermählten Paares neben der nunmehrigen Prinzessin Hermann saß der Fürst zu Stolberg- Wernigerode, während an der linken Seite neben dem Prinz Hermann die Fürstin zu Solms- Lich Platz genommen hatte. Gegen und der über dem Paar befand sich die Großherzogin Fürst zu Solms- Lich. Der Großherzog saß neben der Für ftin zu Solms- Lich. Daran schlossen sich nach rechts und lints die übrigen Gäste an. Verschiedene Reden würzten bas Mahl. Die erste Ansprache hielt der Fürst zu SolmsLich, welcher seine Ausführungen in ein Hoch auf das junge Paar ausklingen ließ. Der Fürst zu Stolberg- Wernigerode toastete auf das Haus Solms- Licht Nach der Tafel, während welcher die Kapelle des Kaiser- Regiments Nr. 116 vor dem Schloß spielte, begaben sich die Gäste auf die Terrasse des Fürstenbaues, wo seitens zweier Photographen eine Aufnahme der Fürstlichkeiten stattfand. Die letteren hatten sich zu diesem Zweck in mehrere über einander befindliche Reihen geordnet, in deren Mitte sich das neuvermählte Paar befand. In den sich darauf auf der Terrasse bildenden zwanglosen Gruppen fielen ganz besonders das Großherzogspaar und die Neuvermählten auf, die sich überall in der leutseligsten Weise mit den Hochzeitsgästen unterhieiten. Um 7 Uhr verabschiedeten sich Prinz Hermann und Gemahlin von den Gästen, um über Frankfurt a. M. eine längere Reise nach dem Süden anzutreten. Das Ehepaar hat zu seinem zukünftigen Wohnsitz das Gut Radenz in der Provinz Posen, das Besitztum des Prinzen Hermann, gewählt. Hus Hessen und Nachbargebiet. 1910 ** Postagentur in Klein- Linden. Vom 11 Juni ab wird in Klein- Linden( Kr. Gießen) eine Postagentur eingerichtet, deren Dienststunden, wie folgt festgesetzt werden: a) an Wochentagen: von 8 bis 11 Uhr vor= mittags und von 3 bis 6 Uhr nachmittags; b) an Sonnund allgemeinen Feiertagen: von 8 bis 9 Uhr vormittags und 12 bis 1 Uhr nachmittags. Dem Landbestellbezirk der neuen Postagentur werden die Orte Allendorf( Lahn) und Lüßellinden zugeteilt. Klein- Linden ist zum Nachbarorts= verkehr mit Gießen zugelassen, für den Postverkehr zwischen diesen beiden Orten und ihren Landbestellbezirken findet also nach wie vor die Ortstare Anwendung. Dieser Tage sah der Jagdaufseher auf der Kaisergrube im Friedberger Burgwald am Winterstein ein Rudel bon nicht weniger als 45 Hirschen. Es ist das für den Taunus eine große Seltenheit. * Alten Buseck. Der Mitteldeutsche Kaninchenund Geflügelzüchterverband hielt hier seine Frühjahrs: wanderversammlung ab und beschloß, die Verbandsausstellung für 1910 dem Verein Klein- Binden zu übertragen. * Friedberg, 22. Mai. Heute fand im Hotel Trapp der Verbandstag der hessischen Detaillisten statt. Als Regierungsvertreter war Kreisrat Schliephate, als Vertreter der Stadt Friedberg, Beigeordneter Justiz rat Windecker anwesend. Der Vorsitzende des Verbandes F. Damm- Friedberg meinte: Nicht der Uebermut hat uns zusammengeführt, sondern die Not. Es sprachen noch für die Handelskammer Darmstadt Kommerzienrat Fröhlich, Kripp, Vorsitzender des Zentral Verbands Leipzig, Noll für die Handelskammer Gießen, Jüngst für die Handelskammer Offenbach, Kröll für den Kaufmännischen Verein Darmstadt, Notar Stahl Bad Nauheim für die Handelskammer Friedberg. Handelsschuldirektor KarleFreiburg i. Br. referierte über Kaufmännisches und Fortbildungsschulwesen. Rechtsanwalt Hofmann, Darmstadt sprach über den„ Unlautern Wettbewerb", Wandergewerbelager, verschleierte Ausverkäufe, sowie deren Befämpfung. * Wißmar, 25. Mai. Ein schwerer Einbruch wurde bei einem hiesigen Kaufmann berübt. Dem Dieb fiel ein erheblicher Geldbetrag in die Hände. Mit Hilfe der Schäferhündin des Zahntechnikers Stroh wurde der Dieb, ein junger Bursche, ausfindig gemacht. Der Täter legte ein Geständnis ab. * Nidda. Inmitten des Marktplatzes zu Nidda behauptet sich ein schöner, alter Marktbrunnen, an dem das Wappen der Stadt und eine Inschrift mit Angabe des Tages der Errichtung oder Vollendung, 1650, Den 30. May, eingemeißelt ist. An der sinnigen Inschrift dürften heute Abstinenzler ihre Freude haben, sintemal fie lautet: " Ich steh allhier uuff offnem Mark GE Geb bin mein Wahr ohne Gelt Wer Luft hat trünt wenns ihm gefelt. Ob ich schon werd gering geacht So steht doch meine Kraft in Gottes Macht, Belcher seine Brünlein lest fliesen, Die der Arme sowohl als der Reide hat zu genießen." * Bad Nauheim, 22. Mat. Die vom Bezirksberein für beide Hessen und Nassau des Deutschen Fleischer Verbandes hier abgehaltene Tagung war bon zirka 350 Teilnehmern besucht. Regierungsrat Muhl vom Kreisamt Friedberg überbrachte die besten Wünsche der Regierung; Bürgermeister Dr. Kayser hieß den Verein im Namen der Stadt willkommen. Den Vorsitz führte Herr Karl Lau tz, Darmstadt. Die Tagesordnung unt faßte 29 Punkte. Als Orte für die nächsten Bezirkstage sind festgesetzt: für 1911 Gießen, 1912 Bingen. Der Verein zählt zurzeit 2400 Mitglieder, die sich auf 48 Innungen verteilen. Das Vereinsvermögen beträgt 5500 Mark. * Bad: Nauheim. Hans Winderstein, Dirigent des Zeipziger Philharmonischen Orchesters und der BadNauheimer Kurkapelle, wurde heute zum Professor der Musik vom König von Sachsen ernannt.c * Frankfurt a. M. Die hier zuletzt gezahlten Obstpreise waren folgende: Erdbeeren Mt. 1 bis 2,50, französische Erdbeeren 50 bis 70 Pfg. pro Pfund; Aepfel 20 bis 40, Spalteräpfel 80 bis 70, Kochbirnen 18 bis 20, Spalierbiruen 50 bis 70; Trauben 70, Gewächs. haustrauben 1,50; Nüsse 21 bis 25; Haselnüsse 38 bis 40; Kastanien 12; Orangen 15 bis 18 Mark pro Zentner. * Frankfurt. Die hiesige Deutsche Luftschif fahrts- Aktiengesellschaft hat bei der Zeppelin Gesellschaft ein zweites, zu Passagierfahrten bestimmtes Luftschiff in Auftrag gegeben. Das Schiff ist das a chte, das in der Werft von Manzell gebaut wird. * Oppenheim, 23. Mat. Nach einer Blätter meldung sind in der Nachlassenschaft eines hier fürzlich verstorbenen Juristen große Unregelmäßigkeiten aufge deckt worden. Die bereits eingeleitete gerichtliche Untersuchung soll bereits Unterschlagungen von etwa 100 000 Mt. festgestellt haben. gleifte ein Packwagen. Außer den Verwüstungen durch die Waffermengen hat der Hagel insbesondere bei Hatten heim in den Weinbergen die jungen Triebe zerschlagen und zerfetzt. Die schmutzigen Wassermassen drangen in die Keller und Wohnungen der tiefer gelegenen Häuser ein und setzten diese in kurzer Zeit unter Waffer. In der Rheinstraße stand das Wasser stellenweise über e nen Meter hoch. Offenbach Die von dem hiesigen Zweigverein Vogelsberger Höhenflubs zu Gunsten von Obermod stadt eingeleitete Sammlung hat einen Reinertrag von rund 3500 Mark ergeben. Beim Stiftungsfest über reichte der Vorsitzende des Vereins, Lehrer Dern, den Betrag dem Leiter der Hilfsaktion, Kreisrat Boeckmann Büdingen, der persönlich erschienen war und im Namen der Bedrückten herzlichst dankte. * Wiesbaden, 22. Mat. Durch Nachgießen von Petroleum ins Feuer erlitten gestern Mittag zwei Kinder und die Mutter schwere Brandwunden. Das zehnjährige Mädchen und das fünfjährige Söhnchen sind gestorben. Die Mutter dürfte mit dem Leben davon, kommen. * Darmstadt, 24. Mat. In dem Erbfolge streit der Grafen zu Erbach Erbach hatte in dem leg ten Termin die frühere Frau des Erbgrafen Erasmus, geborene Dora Fischer, als Ehefrau ihr Zeugnis ber weigert. Durch landgerichtliches Urteil ist selbst die Zeugnisverweigerung als unbegründet erklärt worden, da das rechtskräftige Urteil, das die Nichtigkeit der Che der Dora Fischer mit dem Grafen Erbach ausgesprochen hat, rückwirkende Kraft habe, die Ehe sonach als nicht geschlossen anzusehen sei. Die Zeugin soll darüber aussagen, ob Graf Erasmus bei Eingehung der Ehe geistig normal und sich der Tragweite seines Schrittes, der eine Verletzung des Hausgesetzes darstelle, bewußt war. * Wezlar. Auf Wunsch der Eisenbahnverwaltung find die großen Ferien für die höheren Schulen Rheinlands und Westfalens auf den 10. August bis 20. September verschoben worden. Nieder Ingelheim, 22. Mai. Durch Niedergang eines wolfenbruchartigen Regens wurden gestern Abend um 7 Uhr zwischen den Bahnhöfen Ingelheim und Heidesheim beide Hauptgleise überschwemmt. Von der Lokomotive eines D 8uges entgleisten die ersten Achsen infolge der angeschwemmten Erdmassen. * Wackernheim. Während des schweren Gewitters am Samstag Abend suchte der mit Spargelstechen beschäftigte 22jährige Landwirt Anton Esch von hier Schutz in einem Wetterhäuschen. Kaum hatte er es betreten, als er schon von einem Blitzstrahl getroffen und getötet wurde. * Büdesheim, 22. Mat. Bei dem gestrigen Unwetter schlug der Blitz in das Türmchen der hiesigen Kognakbrenneret und zündete. bem geftrigen l * Eich, 22. Mai. Bei dem gestrigen Unwetter schlug der Blitz in die Scheune des Landwirtes Adam Bittel I ein und setzte sie in Brand. Die Flammen zerstörten die Scheune mit allen Futtervorräten bis auf die Umfassungsmauern. Eine große Anzahl Geflügel und ein Schwein tamen in den Flammen um. * Dreieichenhain, 22. Mai. Das Unwetter, das sich hier zwischen 7 und 9 Uhr austobte, und bei den unaufhörlich zuckenden Blitzen es selbst recht wetterfesten Beuten bang werden konnte, war hier mit wolfenbruchartigen Regengüssen verbunden, die in der Gegend von Oberroden, Uberach bis hierher arge Verwüstungen anrichteten. Noch nach Mitternacht mußte von hier die Feuerwehr ausrücken, um den von den Wasserfluter schwer bedrohten Bewohnern einer Mühle zu Hilfe zu fommen. Aus aller Welt. * Kaiser Wilhelm hat in London die besten Sympathien hinterlassen. Der„ Observer" schreibt:„ Seine Anwesenheit in diesen Tagen und seine ritterliche Würde schufen den unverkennbaren Eindruck, daß die Garantien für den Frieden nicht nur bewahrt, sondern gesteigert sind." * Ein europäischer Staatenbund. Nach der Beisetzung König Eduards hat Katser Wilhelm in London eine Unterredung mit den französischem Minister des Aeukern gehabt. Der Kaiser soll sich sehr sympathisch für diese Idee im Interesse der Menschheit und der 3ivilisation ausgesprochen haben. Die europäischen Völker, meint der Kaiser, sollten einig bleiben, einander unterstützen und einen großen Friedensbund bilden. * Brüssel, 23. Mat. Gestern fanden zur Erneuerung der Hälfte der Size die Wahlen zur bel gischen Stammer statt. Gewählt wurden in 85 Bezirken, die bisher vertreten waren durch 50 Klerikale, 23 Liberale und 12 Sozialisten. Bis 11 Uhr abends waren folgende Wahlresultate bekannt: 40 Katholiken, 17 Liberale, 7 Sozialisten. Ministerpräsident Schollaeri wurde in Loewen wiedergewählt. Die Statholiken ver Iteren einen Sth. )( Das„ Goldene Rad vom Rhein" gewann Fr. Huybrechts auf Brennabor am Sonntag vor Walthour, Simar und A. Stellbrink, auch das Tandem- Hauptfahren in Dortmund endete mit dem Siege der Marke Brennabor. N )( In Zürich gewann E. Rohmer am 22. d. Mts. das Hauptfahren, während J. Niederau im Entschädig ungsfahren den ersten Platz belegte. Beide fahren Brennabor, wie auch J. Böschlin, der in Erquelinnes in Belgien den grand prix d'ete in einem 60 Kilometer- Rennen ge wann. Ans dem Gerichtssaal. St Strafkammer. Gießen, 24. Mai 1910. Dem Gelegenheitsarbeiter Heinrich Michel aus Haspe wurden vom Schöffengericht Butzbach wegen Bettelns fünį Wochen Haft zudiktiert, nach deren Verbüßung er an die Landespolizeibehörde zur Ueberbringung in ein Arbeitshaus verwiesen werden sollte. Da der Angeklagte nicht in das Arbeitshaus wollte, legte er Berufung ein und bat, ihn mit Rücksicht auf sein Leiden mit dem Arbeitshaus zu ver schonen. Es handelt sich um einen gewerbsmäßigen Land streicher, der schon so außerordentlich viele Vorstrafen hat, daß feine Veranlassung bestand, das Urteil zu ändern, wes halb die Berufung zurückgewiesen wurde. Marburg, 25. Mai. Das von einer besonderen Kommission ausgearbeitete Projekt zur Erbauung einer elektrischen Straßenbahn wird sich wohl noch etwas berzögern, da der Magiftrat keine diesbezügliche Vorlage zutreiben. Beide wurden unter Anklage gestellt und die zu machen gedenkt. * Lich, 25. Mai. Eine beachtungswerte und zeitgemäße Einrichtung von touristischem Interesse hat die Beitung der Präparandenanstalt getroffen. Außer den üblichen obligatorischen Schulausflügen werden seit diesem Frühjahr an Sonntagen und schulfreien Tagen ab und zu größere ein und mehrtägige Wanderfahrten mit der Oberklasse unternommen. Die Beteiligung ist freiwillig. Große Unwetter Die erste derartige Wanderung führte in den Vogels berg. * Friedberg. Ueber bas Vermögen des Kaufmanns Isidor Henas, Friedberg, wurde das Konkurs berfahren eröffnet. Stonfursverwalter ist Rechtsanwalt Dr. Seyd, Friedberg. Konkursforderungen find bis zum 11. Juni 1910 anzumelden. Der Termin zur Prüfung der angemeldeten Forderungen findet am 25. Junt, bormittags 10 Uhr durch das Amtsgericht Friedberg statt. Friedberg. Recht zufrieden sind die Jagdpächter mit dem gegenwärtigen Hirschbestand in dem Taunus. sind in Mitteldeutschland letzten Samstag Abend nieder: gegangen, die teilweise enormen Schaden angerichtet und Menschenleben vernichtet haben. Es liegen darüber folgende Hiobsmeldungen vor: * Rüdesheim, 22. Mat. Der ganze Rheingau wurde gestern Abend von einem schweren Gewitter heimgesucht. Hagelschlag und wolkenbruchartiger Regen richteten großen Schaden an. Mit Reben bepflanzte Jungfelder find teilweise ganz fortgeschwemmt. Der Bahnverkehr mußte gestern Abend eingestellt werden, heute Morgen ist die Strecke wieder passterbar. Bet Hattenheim entDie Folgen des Verkehrs mit der Dienstmagd Christin Möser aus Allendorf bei Kirchhain veranlaßte den Koch Karl Friedrich Rieser aus Würzburg, die beide in Bad Nauheim waren, dem Mädchen Pulver und Tropfen zu ver schaffen, von denen angenommen wurde, es handle sich un Sachen, die benutzt worden sind, um die Leibesfrucht ab Verhandlung fand unter Ausschluß der Deffentlichteit statt. Nach dem Urteil haben die Angeklagten zwar Mittel gebraucht, diese waren aber untauglich und hatten nicht den gewünschten Erfolg. Uebrigens fonnte das Gericht nic für festgestellt annehmen, daß die Angeklagten, die behaup teten, es habe sich nach ihrer Ansicht nur um eine bei den Mädchen vielfach aufgetretene Blutstopfung gehandelt, ge wußt haben, daß der Verkehr Folgen gehabt habe, we halb Freisprechung erfolgen mußte. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Backe mit Reeses Backwunder Kaffee- Rösterei. Erfinder Täglich frische Röstungen. :: Gebrannte Kaffee's:: per Pfund von 90 Pfg. an. 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