goetter. .1910. t! 1.Preise! Ober Batof 1. D'dens) then. Uhr + or d. lvern Venn Sie endrken hilfe xtra i u. Vers. strie 10. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mf., durch die Post 1,50 Mk. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 36. - Erstes Blatt. Arbeitsvergebung. der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amfes = Behörden Oberhessens sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Samstag, 26. Februar 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis: 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pig.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklame teil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Die Ausführung von Erdarbeiten und die Stellung von Hilfsarbeitern für die im Betriebe des Gas- und Wasserwertes vorkommenden Arbeiten im Be triebsjahre 1910 sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Der diesem Ausschreiben zugrunde gelegte Vertragsentwurf liegt während der Dienststunden auf unserem technischen Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Angebote sind unter Benutzung der bei uns erhältlichen Bordrucke bis zum Montag, den 7. März d. J., vormittags 11 Uhr verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzureichen. Gießen, den 24. Februar 1910. Städt. Gas- und Wasserwerk Gießen. Steding. Bekanntmachung. 4. Der Heberollen- Auszug über die für's Vierteljahr 1909 an die Versicherungsanstalt der Hessen- Nassauischen Baugewerts- Berufsgenossenschaft zu zahlenden Prämien liegt während 2 Wochen von heute ab zur Einficht der Beteiligten im Zimmer Nr. 2 offen. Gießen, den 21. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Die Lifte über die vom 1. April 1910-11 zur Pflichtfeuerwehr Heranzuziehenden liegt von heute ab 8 Tage lang bei uns Zimmer 2- zur öffentlichen Einsicht aus. Einwendungen dagegen, sowie Befreiungsanträge auf Grund der Ortsfeuerlöschordnung können während dieser Frist vorgebracht werden. Gießen, den 21. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Mit dem 1. März beginnt ein einmonatiges Probe- Abonnement auf die ,, Giessener Zeitung". Abonnementspreis 40 Pfg. - Bekanntmachung. Montag, 7. März, vorm. 9 Uhr beginnend, wird eine größere Anzahl von Grundstücken der Stadt und des städtischen Hospitals insbesondere auf dem Nahrungsberg, am Schiffenbergerweg, in der Stephansmart, in der Nähe der Heyligenstädtschen Fabrit, auf dem Seltersberg und in der Nähe der Margaretenhütte, sodann nach mittags 3 Uhr beginnend auf dem Hamm, im Neustädterfeld und an der Marburgerstraße verpachtet. Zusammenkunft vormittags auf der Licherstraße beim Lärchenwäldchen und nachmittags bei dem Elektrizitätswerk. Gießen, den 25. Februar 1010. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die unterzeichnete Verwaltung hat größere Quantitäten Kupferabfälle, Affumulatorenblei, Blei- Abfälle, altes Eisen und leere Delfässer abzugeben. Schriftliche Angebote bis zum 1. März 1910 erbeten. Gießen, 22. Februar 1910. Elektrizitätswert und Straßenbahn der Stadt Gießen. Stolte. Frühjahrs- Pferdemarkt verbunden mit der Feier des 10jährigen Bestehens der Gießener Pferdemärkte Mittwoch, den 6. April 1910. Um 8½ Uhr beginnt die Pferde- Prämiierung, für welche mit den Jubiläumspreisen über 3000 Mt. zur Verfügung stehen, darunter 300 Mt. aus Mitteln des Landwirtschaftskammer- Ausschusses für die Provinz Oberhessen. Mit dem Pferdemarkt verbunden ist eine Ausstellung von Wagen, Geschirren, Stallutensilien und landw. Geräten 2c. einen absolut ablehnenden Standpunkt gestellt hat. Der Verlauf der Beratungen am Donnerstag hat offenbar die seit längerer Zeit schon latente Krise beschleunigt und den letzten Anstoß zum Rücktritt Dr Gnauths gegeben. Die Finanzausschüsse beider Kammern sind bereits gestern von dem Entlassungsgesuch des Finanzministers durch den Staatsminiffer Ewald unterrichtet worden. Damit dürfte die Lage eine weitere Klärung erfahren haben. Denn dadurch, daß die übrige Regierung sich nicht dem Schritte Dr. Gnauths angeschlossen hat obroohl letterer die Anregungen des Finanzausschusses der Ersten Kammer am letzten Freitag im Namen der Regierung" abgab bekundet sie, daß sie gewillt ist, über die Ordnung unKammern weiter zu verhandeln. Zur hessischen Finanzkrisis Finanz serer Staatsfinanzen auf der Basis der Anträge der beiden minister Gnauth demissioniert! Die gemeinsamen Beratungen der Finanz ausschüsse beider Ständekammern haben am Donnerstag von 10 Uhr morgens mit zweistündiger Mittagspause bis abends 8 Uhr angedauert. In der Vormittagsjigung er= stattete Frhr. Heyl zu Herrnsheim ein ausführliches Referat zu den Ausführungen des Finanzministers gegen die Ersparnisvorschläge des Ausschusses der Ersten Kammer und später gab Herr Bankdirektor Partus ein längeres Korreferat. Es soll in der Sibung allgemein frappiert haben, daß die beiden doch vollständig von einander unabhängigen Referenten zu ganz denselben Schlüssen gekommen sind und die Ausführungen des Finanzministers Punkt für Punkt widerlegen. Zu Beginn der Nachmittagssößung rechtfertigte Finanzminister G na uth in einer einstündigen Rede die Ausführungen des gegen die Stellungnahme des Fi= nanzausschusses Erster Kammer gerichteten Erposees, worauf nach Verlesung der beiden Referate der Herren Frhr. von Heyl und. Bankdirektor Partus eine ausgedehnte Debatte ftattfand. An derselben beteiligten sich außer den beiden letterwähnten Herren noch der Prinz zu Solms- Braunfels von der Ersten Kammer die Herren Dr. Osann, Mol= than und Dr. Gutfleisch von der zweiten Kammer und außer dem Finanzminister noch die Herren Geh. Dr. Becker und Ministerialrat Süffert. Als das Ergebnis der Beratung fann festgestellt werden, daß die Gesezesvorlage über die Schuldentilgung gefallen ist, da die Erste Kammer sie strike ablehnt. Dagegen zeigten die Mitglieder derselben ihre Bereitwilligkeit, einer mäßigen ErHöhung der Vermögenssteuer zuzustimmen, vorausgesetzt, daß später durch Heranziehung des Ertrags ein gerechter Modus für die Festsetzung der Steuer eingeführt wird. Geh. Rat Dr. Becker erklärte hierzu, daß ja auch schon bei der Gemeindesteuerreform das Prinzip der Heranziehung des Ertrages mit aufgenommen worden sei; da liege es nahe, auch für die Vermögenssteuer ähnliche Bestimmungen zu treffen. Ueber das Ergebnis der gemeinsamen Sizung wird im übrigen von allen Teilnehmern strengstes Stillschweigen bewahrt. Man darf indes als sicher annehmen, daß zwischen den beiden Finanzausschüssen eine Verständigung auf der mittleren Linie zustande kommen wird. Die Einigung, die hier zwischen den beiden Kammern angebahnt ist, stellt eine Des avoierung des Fimanzministers dar, der sich bekanntlich gegenüber den Anregungen des Finanzausschusses der Ersten Kammer auf * Kurz vor Redaktionsschluß ging uns noch folgende Drahtnachricht aus Darmstadt zu: Gestern Abend empfing der Großherzog den Staatsminister Dr. Ewald und den Minister des Innern Dr. Braun zur Besprechung über den Rücktritt des Finanzminnsters Dr. Gnauth. Wie verlautet, wird das Entlassungsgesuch des Finanzministers noch heute erledigt werden. Auch über die Person des Nachfolgers sind bereits Entscheidungen getroffen. Dem Minister des Innern Dr. Braun wird, wie be= stimmt verlautet, demnächst die Leitung des Finanzministeriums vom Großherzog übertragen werden. Das Neueste vom Tag. Die preußische Wahlrechtsvorlage - hält weiter die weitesten Kreise der Wählerschaft in heftigfter Erregung. Ueberall werden Wahlrechtsdemonstrationen veranstaltet. == Frankfurt, 25. Febr. Heute früh hatten die Vertreter der demokratischen Partei, der neuen demokratischen Vereinigung, der national- sozialen und sozialdemokratischen Partei eine Partei eine Besprechung mit dem Polizeipräsidenten, in der eine definitive Aussprache über die Wahlrechts- Demonstration am Sonntag stattfand. Die Vereinbarungen gingen dahin, daß die Polizei eine große ge meinsame Protestversammlung unter freiem Himmel auf der Hundswiese genehmigt, daß die Demonstranten dagegen von einem gemeinsamen Zuge vor oder nach der Versammlung absehen. In fleineren Trupps werden sie allerdings hin und zurück durch die Stadt ziehen, wogegen die Polizei nichts einzuwenden haben wird. ah Frankfurt a. M., 26. Febr. In einer von allen Parteien stark besuchten Versammlung, die vom na= tionalliberalen Verein in den Kaufmännischen Vereinssaal einberufen war, gab es gestern eine lebhafte, teilweise erregte Auseinanderseßung über die Wahlrechts= frage. Es gelangte folgende Resolution zur Annahme. Eine von Tausenden besuchte öffentliche Versammlung der natio= nalliberalen Partei in Frankfurt a. M. erklärt zur preußischen Wahlrechtsvorlage: Die Forderung der direkten und geheimen Stimmenabgabe, sowie eine Neueinteilung der 2 Jahrg. Für hervorragende Leistungen bei der Ausstellung wird Diplom erteilt. Von 10 Uhr ab: Konzert. Restauration. Nachmittags 2 Uhr finden auf dem Radrennplaß auf Bichlers Hardt zur Feier des 10jährigen Bestehens der Gießener Pferdemärkte sportliche Veranstaltungen mit folgendem Programm statt: 1. Vorführung der auf dem Pferdemarkt prämiierten Pferde. 2. Preisreiten. Offen für Offiziere, Mitglieder des Gießener und Wetterauer Reitervereins und deren Damen. 3. Spring- Konkurrenz. Offen wie bei Ord.-Nr. 2. 4. Vorfahren von Herrschaftswagen im Privatbesitz. 5. Vorfahren von Geschäfts- und landwirtschaftlichen Wagen. 6. Jagdreiten mit Auslauf über ausgeflaggtes Gelände. Offen wie bei Ord.-Nr. 2. 7. Landwirtschaftliches Rennen, Trabreiten und GaToppreiten( ie 3 Geldpreise). In allen Abteilungen werden Ehren- Preise gegeben. Konzert der gesamten Kapelle des Inf.- Regiments" Kaiser Wilhelm. Am 7. April, nachmittags 2 Uhr, findet in der Stadtknabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landw. Maschinen und Gerätschaften, Fahrrädern, Nähmaschinen, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Vertrieb der Lose a 1 Mt. ist dem Herrn Richard Buchader Gießen übertragen. Die städt. Pferdemarktkommissiou Gießen. Gg. Bichler. Bekanntmachung. Das 4. Quartal Schulgeld für die Realschule, Höhere Mädchenschule und Gymnasialvorschule, ist innerhalb 8 Tagen bei Meidung der Beitreibung zu bezahlen. Gießen, den 23. Februar 1910. Stadttasse Gießen. Peter. Der heutigen Ausgabe der„ Gießener Zeitung", die 8 Seiten umfaßt, ist die dritte Nummer der Humoristischen Blätter beigegeben. Die gesch. Leser bitten wir höft. durch Aufgabe von weiteren zahleichen Abonnements unser Bemühen immer mehr Lesestoff zu bringen, belohnen zu wollen. Der Verlag. Wahlkreise sind Mindestforderungen. Sie bittet die nationalliberale Landtagsfraktion dringend, hieran festzuhalten. Während die Resolutisn angenommen wurde, zogen die Sozialdemokraten unter dem Gesang der Arbeiter- Marsaillaise ab. Die Nationalliberalen antworteten mit Deutschland, Deutschland über alles. -h Berlin, 25. Febr. In der großen WahlrechtsDemonstration im Zirkus Busch am kommenden Sonntag werden die Abg. Wiemer, Naumann und Maurer, sowie andere Führer Ansprachen halten. Der Zutritt ist für Jedermann frei. Karten werden nicht ausgegeben. * Holland in großer Wassergefahr. -h= Rotterdam, 26. Febr. Ein wegen der Wassernot nach Friesland entsandter Berichterstatter meldet, daß mehr als ein Fünftel der Provinz unter Wasser steht. In mehreren Orten können die Deiche dem Wasserdruck nicht mehr widerstehen leisten. Falls der Regen anhält, befürchtet man eine Katastrophe. * Aufruhr in Philadelphia. == New- Yort, 25. Febr. In Philadelphia ereig= neten sich blutige Zusammenstöße zwischen Polizei und streifenden Straßenbahnern. Im Laufe des Tages machte die Der Polizei zweimal von der blanken Waffe Gebrauch. erste Zusammenstoß erfolgte an der Straßenkreuzung Germantown und Lehighstraße. Die Polizei ging mit dem Bajonett vor und zerstreute die Masse von etwa 25 000 Personen. In der Nähe des Postamts sammelten sich die Massen abermals und bombardierten die Straßenbahnwa gen mit Steinen. Die Polizei gab hier zunächst 20 blinde Schüsse ab, schließlich aber ging sie zu einem ernsten Angriff über und verwundete zahlreiche Personen. Da die Aufrechterhaltung des Friedens in der ganzen Stadt gefährdet erschien, wurde gestern das Kriegsrecht proklamiert. Der Präsident der Zentral- Arbeiter- Vereinigung setzte zum Beichen der Sympathie für die Straßenbahner einen allge= meinen Streif der organisierten Arbeiterschaft an. Man glaubt, daß heute 100 000 Arbeiter die Arbeit niederlegen werden. Die Streifenden und ihre Parteigänger machten gestern Abend einen erbitterten Angriff auf die Depots der Straßenbahn- Gesellschaft und brannten über 100 Wagen nieder. 3000 Miliz- Soldaten werden zur Unterstüßung der Persisen betet gehation. Ser Capenteluce gestern lange vor Mitternacht eingestellt werden. e = h- Paris, 25. Februar. Wie ein Telegramm des New- Yort Herald aus Philadelphia meldet, wurde ein Depot der Straßenbahn- Gesellschaft gestern Abend durch Dynamit vollständig zerstört. Dabei sind 750 bis 800 Wagen vollständig vernichtet worden. 2 Personen wurden getötet, 9 tötlich, 91 schwer verletzt. Unter den Verwundeten be= finden sich 40 Polizeiagenten. 1000 Personen sind leichter verletzt. 1500 Verhaftungen wurden vorgenommen. Handel ist vollständig lahm gelegt. Von 3000 Straßenbahnwagen verkehren in Philadelphia nur noch 100. Der bereits vorbereitete Generalstreit ist vorläufig vertagt worden. Parlamentarisches aus Hessen. Der Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer hielt letzten Mittwoch noch eine sehr eingehende und lebhafte Aussprache üb! r die allgemeine finanzielle Situation und besonders über die Stellungnahme des Finanzausschusses der Ersten Kammer ab. Ueber das Ergebnis dieser Besprechung wird wieder strengstes Stillschweigen beobachtet. Nur soviel verlautet, daß der Ausschuß eine soeben erst infolge der früheren Anregungen des Finanzausschusses eingebrachte Regierungsvorlage annahm, wonach die Gemeinden für die von der zweiten Instifikatur der Oberrechnungstammer zu vollziehenden Rechnungsrevisionen der nichtstaatlichen Sachen eine entsprechende Entschädigung an die Staatskasse zahlen sollen. Die Gebühren für die Revisionen sollen so be= messen werden, daß sie eine Gesamteinnahme von 150 000 Marf ergeben, d. i. dieselbe Summe, die im Staatsvoranschlag in Ausgabe für die Instifikaturabteilung eingestellt ist. Weiter nahm der Ausschuß noch eine Regierungsvorlage an, die Abänderung des Steuergesetzes vom Jahre 1899 betreffend, worin bestimmt wird, daß den Zuschlägen der Gemeinden zu den Staatssteuern nicht der jetzt zu erhöhende Sab der Einkommensteuer, sondern wie die Man, C., Capat 21. 2. Comarjum waten es 24 Prüflinge, die auch alle bestanden; am Realgymna= sium siel von 11 Prüflingen- darunter 2 junge Damen 1 durch und an der Oberrealschule siel von 17 Prüflingen 1 durch. Ein Teil der Kandidaten war auf Grund der Klassenieistungen und schriftlichen Prüfungsarbeiten von der mündlichen Prüfung befreit worden. Die meisten der jungen Leute wollen sich dem Universitätsstudium widmen, einige aber auch in das Forstfach, den Militärberuf, den Kaufmannsstand, das Bantfach und andere in praktische Lebensstellungen übergehen. tt Stadttheater. Damit Theaterfreunden nicht etwa durch Eingehung von anderwertigen Verpflichtungen oder Veranstaltungen der Genuß des theatralischen Hauptereignisses im März entgeht, sei heute nochmals an das einmalige Gastspiel von Frau Frene Trisch am Samstag, den 12. März in Brieur wirksamem Schauspiel„ Die rote Robe" erinnert. *)(*„ Biograp h". Mignon hat sich die Lichtbild' Bühne erobert und wird, hierfür entsprechend umgearbeitet, in großartiger Ausstattung im Biograph von heute Samstag ab, vorgeführt. Aber nicht nur Mignon als Bio- Schauspiel, sondern auch ein Auszug aus der Oper wird gegeben und zwar der Auftritt der Zigeuner. Mit diesen Nummern setzt das Programm ein, um uns folgend die weiteren Attraktionen bekannt zu machen.„ Die Neuvermählten im 300", eine amerikanische Burleste, etwas nicht alltägliches,„ Die Schluchten der Aude in Süd- Frankreich", ein farbenreicher Natur- Kunstfilm," Pneumatif Michelin"," Herrn Unbedachts Revanche" und das Tonbild:„ Ein fideler Hochzeitsgast" sind die letzten Neuheiten des Biograph, deren Wirtung nicht auf sich warten lassen wird. Eine besonders interessante und spannende Nummer ist jedoch ein 345 Meter langer Kunstfum„ Lancelot u. Elaine" genommen aus der Ritterzeit. Alles zulammengenommen, fann man sagen, daß im Biograph wieder mal ein Apfel abgeschossen und ein mit gutem Geschmack gewähltes inhaltvolles Programm both Gefechtgelegten yormalige won 1899, zu geben)( Kinematograph. Das neue Programm grunde gelegt werden. Die bevorstehende Steuererhöhung wird also keine Wirkung auf die Steuerzuschläge der Gemeinden haben. Der Gesetzgebungsausschuß der Zweiten Kammer beschäftigte sich in seinen Sizungen am Mittwoch und Donnerstag unter Vorsitz des Abg. v. Brentano mit dem Urkunden stempelgeset, das nach den Vorschlägen der Regierung angenommen wurde. Der I a g t- P a ch t- ungsstempel soll außerhalb dieser Vorlage in ein! r besonderen Vorlage erledigt werden. Auch ist die Erhebung eines Stempels für die Ausstellung von Anstellung 3- Dekreten für Beamte aller Art in Höhe von 1 Proz des Höchstgehaltes angeregt. Weiter sollen ev. noch die Titulaturen resp. Charaktererteilungen, wie Justiz- und Medizinalräte 2c. als geeignete Stempelobjekte gewürdigt werden. Das ganze Gesetz soll ebenso, wie die Notariatsgebührenordnung, schon am 1. April in Kraft treten wird deshalb schon sofort dem nächste Woche zusammentretenden Plenum der Kammer vorgelegt werden. und be Der Wahlprüfungsausschuß der Zweiten Kammer faßte sich am Donnerstag zunächst mit dem Bericht des Abg. Breiden ba ch über die Wahl des Abg. Frenay. Danach hält der Ausschuß seine früheren Anträge auf ungültigkeitserklärung der Wahl des Abgeordneten Frenay aufrecht, unter Erweiterung des Antrags auf Vornahme der neuen Wahl in Mombach auf Grund der nach den neuen Ermittelungen aufgestellten Listen. Es wird dementsprechend beschlossen, und dann die Wahl des Abg. Bürgermeister Eibach- Plaffen- Schwabenheim gutgeheißen, da feinerlei Reklamationen vorliegen. Lokales. Gießen, den 26. Februar. eine „ Der ** Der Hansa- Bund entfaltet in allen Gegenden rege Tätigkeit; seine objektive Stellungnahme zu den verschiedensten sozialen und wirtschaftlichen Fragen ist hinreichend bekannt. Die Ortsgruppe Gießen hält öffentliche Versammlung in Steins Garten fommenden Montag abends 8½ Uhr ab, in welcher Handelskammersyndikus Dr. Moll a t- Siegen sprechen wird. Sein Thema: Hanja- Bund in seiner Bedeutung für Deutschlands Ge= werbe, Handel und Industrie" muß ein äußerst interessantes genannt werden, denn nichts steht gegenwärtig so im Vordergrund des innerpolitischen Lebens wie der Hansa- Bund, dessen Gründung gerade dem Handel und Gewerbe den schon seit langem ersehnten machtvollen Zusammenschluß gegeben hat. *)(* Gewerbebant. Wir möchten unsere Leser auf die am nächsten Dienstag um 8½ Uhr im„ Hotel Einhorn" stattfindende Generalversammlung der Gewerbebant aufmerksam machen, deren Tagesordnung sich u. a. mit dem Geschäftsbericht für 1909 und den Ersatzwahlen für den ausscheidenden Teil des Aufsichtsrates befassen wird. -he Vom Regiment. Recht undankbar gegen ihre Vorgesetzten und sehr rücksichtslos gegen ihre Kameraden und auch ihre späteren Nachfolger hat sich eine Anzahl Refruten unseres Regiments benommen. Bekanntlich fand vor einiger Zeit die Besichtigung der im Oktober eingetretenen Mannschaften durch den Brigadefommandeur statt, wobei auch der kommandierende General zugegen war. Da diese Besichtigung sehr gut ausfiel, erhielten die jungen Krieger vor ihrem Eintritt in die Kompagnie einige Tage Urlaub in die Heimat. Aus diesem Urlaub nun kehrten verschiedene mit kleinerer und größerer Verspätung zurück; einige sollen, wie man hört, bis heute noch fehlen. Die Folge davon ist, daß der jüngste Jahrgang einstweilen überhaupt keinen Urlaub mehr erhält, und in den nächsten Jahren wird man von Seiten der betreffenden Vorgesetzten jedenfalls sich die Sache erst noch einmal überlegen, ehe man nach derartigen Besichtigungen wieder Urlaub gewährt. *)(* Von den Schlachthofs diebstählen. Die von uns fürzlich mitgeteilte Entwendung von Häuten aus dem Schlachthof hat nun ihre Aufklärung durch die Verhaftung eines hiesigen Metzgerburschen, sowie mehrerer anderer junger Burschen aus Frankfurt a. M. gesunden, welch letztere bei der Ausführung der Diebstähle die Rolle der Hehler spielten, während der Metzgerbursche durch vermöge seines fortwährenden Aufenthalts auf dem Schlachthofe die Häute entwenden konnte. -t Rauban fail. Zwei Unbekannte, angeblich Handwerksburschen, überfielen am Nachmittag des 24. Februar auf der Landstraße zwischen Daubringen und Alten- Buseck einen Holzfuhrmann und suchten ihn zu berauben. Dieselben werden beschrieben: Der eine: 24-25 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, fräftige Statur, bartlos, trug hellen Anzug, grünen Hut; der andere: 24-25 Jahre alt, schlank, bartlos, trug dunklen Anzug, hellen Hut. Letzteren hat der Angegriffene mit einem Taschenmesser in den Unterleib gestochen, daß er stark blutete. Sachdienliche Mitteilungen sind an die Gr. Staatsanwaltschaft Gießen zu richten. : h: Von den höheren Schulen. In dieser Woche fanden die Reiseprüfungen an den hiesigen 3 höheren Schulen statt: am Mittwoch am Gymnasium, Donnerstag am Realgymnasium und Freitag an der Oberrealschule. An den beiden ersten Anstalten führte Geh. Oberschulrat Nodnagel den Vorsitz, an der Ober- Realschule der Direktor der * des„ Kinematographen" führt diesmal den Besucher in die australische Zauberwelt ein, welche bekanntlich eine Fülle von seltsamen Vertretern der Fauna besitzt, während das Treiben der noch in der Steinzeit lebenden wilden Völker nicht minder von allgemeinem Interesse sein dürfte. Dem Humor hat das Programm auch diesmal wieder einen größeren Platz eingeräumt und es sind namentlich die origi= nellen Szenen aus„ Prahlhansens Heldentaten" und dem aus dem humoristischen Schlager Mißgeschick eines Kurzsichtigen Jägers", welche stürmische Heiterfeit entfesseln werden. Die Kinematographen- Direktion hat mit diesem Pro gramm von neuem bewiesen, daß ihr Bestreben darauf gerichtet gewesen ist, dem Publitum möglichst genußreiche Stunden zu bereiten. Wir können den Besuch der Darbietungen im Hinblick auf die Reichhaltigkeit des Programms nur empfehlen. * Zu dem Verschwinden des Einjährigen vom hiesigen Regiment erfahren wir noch, daß sein Hauptmann gar teine Differenzen mit ihm gehabt hat. Es liegt ein selbstverschuldetes Vergehen vor, das ihn bestimmt hat, das Weite zu suchen. er die Männer der Polger darauf aufmerijam macht, daß sie keine andere Aufgabe hätten, als er selbst, nämlich die Achtung und Wahrung der Gesetze. Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 25. Februar 1910. Dem in Regensburg wohnhaften Kommis Karl Neumaier aus München ist zur Last gelegt, in Bad- Nauheim, wo er als Verkäufer tätig war, einige Mark Geld unterschlagen zu haben. Das Schöffengericht erkannte auf 15 Mark Geldstrafe. Der Angeklagte bestritt die Tat und legte Berufung ein. Da das erstinstanzliche Urteil das rich tige getroffen hat, wurde die Berufung zurückgewiesen. In der Zellenstrafanstalt Bubbach hat der Gefangene Valentin Held von Bürgel, das Kontrollbuch, in das seine Arbeitsleistungen eingetragen werden, durch Beifügen und Abändern von Ziffern verfälscht, um sich, da. er nicht genug gearbeitet hat, vor einer Disziplinarstrafe zu schüßen. In einem Fall wurde er zu einer Woche Gefängnis verurteilt, während im übrigen Freisprechung erging. Das Schöffengericht Altan stadt hat den Arbeiter Joh. Käuper von Langenborgheim wegen Körperverlegung zu einer Gefängnisstrafe von 3 Wochen verurteilt. Er ver jolgte Berufung, indem er angab, die Angaben des Verletzten seien unwahr. Er schien auch dem Gericht unglaubwürdig, da er nicht den besten Ruf genießt und auf der Trinkerliste steht. Es war auch kein Strafantrag gestellt, so daß das Urteil aufgehoben wurde und die Verfahrenseinstellung erfolgte. Unter der Anklage des Vergehens gegen die Sittlich keit, das er an einem Rind( Vieh) verübt haben soll, hatte sich der Schuhmacher Heinrich Kuhl 2. von NiederSeemen zu verantworten. Die Verhandlung fand unter Ausschluß dee Oeffentlichkeit statt und endigte mit Freisprechung des Angeklagten, weil das Zeugnis trop Be eidigung nicht zur Verurteilung ausreichte. Literarismes. Polit. Jahresübersicht für 1909. Von Gottlob Egelhaaf. Geheftet Mt. 2., in Leinen gebunden Mt. 2.75. Carl Krabbe Verlag Erich Gußmann in Stuttgart. Schon bald nach Erscheinen von Egelhaafs Geschichte der neuesten Zeit vom Frankfurter Frieden bis zur Gegenwart, die jeßt in zweiter, verbesserter Auflage vorliegt, ist dem Verfasser aus dem Kreise seiner Leser wiederholt der Wunsch nahegelegt worden, daß er ein Jahrbuch, das jeweils sofort über die politischen Ereignisse eines Jahres berichte, herausgeben möge. Der erste Jahrgang hat nun soviel Beifall gefunden, daß die geplante Fortseßung wirtlich erscheinen konnte. Geschajriches Brauereien und Brennereien brauchen eine mehlreiche Malzgerste. Damit die Gerste nicht zu eiweißreich wird, ist es nötig, dem Stickstoffvorrat im Boden durch eine starke Thomasmehl- und Kainit- Düngung das Gleichgewicht zu halten. * In Amerika verstorbene Hessen. Rosa Odenheimer geb. Strauß, 37 Jahre alt, in New- Yort, Heinrich Maywald, Mechaniker aus Eberstadt, in Brooklyn, R. Strube in Brooklyn, F. J. Horn, 60 Jahre alt, in Ro- Standesamt- Nachrichten der siuvt Gießen. chester, H. 2. Kir, aus Altenheim, 60 Jahre alt in Cincinnati. -ü Vermißt! Seit Donnerstag wird eine Vertäuferin, die bis dahin in einem hiesigen größeren Meßgergeschäft tätig war, vermißt. Da nach dem Inhalt eines zurückgelassenen Zettels das Mädchen aus Schwermut Selbstmordgedanten gehabt hat, ist zu vermuten, daß es seinen Entschluß, ins Wasser zu gehen, ausgeführt hat. Die Angehörigen haben auf Mitteilungen über den Verbleib der Vermißten oder über Beobachtungen, die zur Auffindung der= selben führen können, eine Belohnung ausgeseßt. Ueber den Fall haben wir noch folgendes in Erfahr= ung gebracht: Wohin sich das Mädchen nach ihrem Weg= gang gewendet, hatte man keine Ahnung; der Zettel, den sie zurückgelassen, lautete:„ Verzeih mir Vater, ich kann nicht anders!" Schuhmann Klees wurde daraufhin mit seiner Polizeihündin Zilla" beordert und nach kurzer Information hatte das Tier die Spur sehr bald; sie führte durch die Wolkengasse, Schanzenstraße über die Westanlage nach dem Lahnufer am Elektrizitätswert. Dort sprang die Hündin die Böschung auf und ab, scharrte am Ufer und ein mitgenommener Schuh des Mädchen paßte in dort vorgefundene Fußtritte ganz genau. Es war also außer Zweifel, daß die Vermißte an dieser Stelle ins Wasser gegangen ist. Die Verfolgung ist mit dem Hund dann einge= stellt worden. * Wiedergefunden. Die in vorstehender Notiz als vermißt angegebene Verfäuferin ist gestern Freitag ganz durchnäßt in der Wiesecker Gemarfung lebend wieder aufgefunden worden. Sie hat ausgesagt, daß sie bereits in der Lahn gewesen sei, an einer anderen Stelle aber wieder aufs Land ist. Der Polizeihund hätte, wenn die Vermutung einesteils durch den Zettel, andernteils durch die Spur in die Lahn eine unselige Tat nicht außer Frage stellte und dadurch die Suche nach der Vermißten ergebnislos scheinen ließ, nicht aufgegeben worden wäre, wohl auch die Spur von der Lahn nach Wieseck noch ausgemacht; das Mädchen wäre dann früher aufgefunden worden. Hus Helfen und Nachbargebiet. == Krofdorf. Morgen Sonntag findet hier eine öffentliche Versammlung statt, in der der ElektrizitätswerksDirektor Stolte- Gießen über den Anschluß der elektrischen Straßenbahn und elektrischen Beleuchtung für Krosdorf und Umgebung sprechen wird. * Alsfeld, 25. Febr. Das 50jährige Bestehen unserer Realschule, jetzt Ober- Realschule, soll 1911 gefeiert werden. Die Bildung eines Festkommitees ist im Gang. Aus aller Welt. In Oldenburg hat am Montag der 20jährige Hilfsarbeiter Adolf Denter seine Eltern und seinen älteren Bruder mit einem Küchenbeil ermordet. Bei seiner Ver= nehmung vor dem Untersuchungsrichter am Mittwoch ge= stand der Mörder ein, daß er den Mord an seinen Eltern und dem Bruder mit Vorsatz ausgeführt habe. Zu der Tat habe ihn lediglich das Verlangen getrieben, in den Besitz von Geld zu gelangen. = h= New York, 23. Febr. = Präsident Taft hielt auf einem Diner der Polizeioffiziere eine Ansprache, in der Die beste Tasse Thee wird zubereitet von Dr. Wegener's Thee, und vor dem Schla= fengehen getrunken. Dadurch erhält man gute Verdauung und guten Stuhlgang, das Blut wird gereinigt und der Schlaf wird ein gesunder sein. Preis Mart 1.50 das Pacet, in allen Apotheken zu haben, wo nicht, wende man sich an die Ferromangamingesellschaft, Frankfurt a. M., Kron prinzenstraße 55. Geboren e. Febr. 15. Schlosser Julius Stohr eine Tochter, Marie Wilhelmine Dorothea Anna. " Martin. 16. Eisenbahnschlosser Adam Erhardt ein Sohn, Ernst " 16. Stuffateur Karl Kallenbach ein Sohn, Otto Alfred. K Bahn Szenen a Prah Liebe un Immer 8 Im Schat Mis spese Geschiede Ein Schö fich ein Ne zu berschaff Ausnügung fannt pr heit geeig paffend. G Off. unt. auf fom felb nünf mitta 20 " 17. Schuhmachermeister Peter Bachmann eine Tochter, Anna Christina Elisabeth Katharina. für " 17. Kaufmann Mar Grünebaum ein Sohn, Ernst. lof " 17. Schuhmacher Christian Weeg eine Tochter. " 18. Kaupmann Georg Heinrich Emil Rißel ein Sohn, Friedrich Wilhelm. " 18. Feldwebel Heinrich Karl Görnert ein Sohn, Richard May Rudolf. " 18. Steiger Ludwig Schmidt ein Sohn, Karl Heinrich. " 20. Gerichtsschreiber- Aspiranten Heinrich Ludwig Magsaam ein Sohn. " 21. Bäcker Karl Hilgardt eine Tochter Luise. " 21. Schneider Konrad Rodamer eine Tochter, Anna Katharine. " 21. Pflasterer Johannes Gehringer eine Tochter, Luise Elise. Tee " 21. Kellner Philipp Lehrmund eine Tochter, Maria Henriette. und " 22. Sergeanten Albin Pilling ein Sohn, Albin Arthur. anl tur " 23. Arbeiter Karl Schäfer eine Tochter, Gertrud Regina. Aufgebote. Febr. 19. Karl Ziegler, Vizefeldwebel, mit Antonie Unverzagt, beide in Gießen " " 21. Friedrich Becker, Stellmacher in Frankfurt a. M., mit Luise Schneucker in Gießen. 22. Konrad Karl Krämer, Mezgermeister in Gießen, VOD D Sta mit Katharine Velten in Göbelnrod. " 23. Johannes Nicolai, Telegraphenarbeiter in Großenbuseck, mit Anna Herzberger in Echzell. u Re " " 24. Eduard Karl Heinrich Sack, Metzgermeister in Gießen, mit Eva Maria Freund in Schlüchtern. 24. Robert Stuhl, Kaufmann, mit Luise Berger, beide in Gießen. Eheschließungen. Febr. 19. Bernhard Karl Westbrock, Schlosser, mit Christine Bambey, beide in Gießen. Gestorbene. Febr. 18. Sandor Weinstock, 9 Mte. alt. " " 1 19. Juliane Elisabethe Kehl, geb. Nassauer, 37° Jahre alt. 25. Marie Schmidt, geb. Deibel, 74 Jahre alt. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Medizin. und techu. Drogen, Chemikalien, Materialwaren, Chemische Spezialitäten eigener Fabrikation. Otto Schaaf, Gießen, Gegründet 1883. Seltersweg 39. Fernspr. Nr. 45 Klein- und Großhandel. Auskunft über chem. technische Fragen Darmstädter Möbel die eben bei feineren Ausstatingen fast durchgängig gekauft merden erhalten Sie direkt v. d. Fabrik v. Ludwig Strikinger, Möbelfabrik, Darmstadt, Heinrichstr. 67. 150 Zimmer- Einrichtungen. 10jähr. Garantie. Fernruf 1441 Katalog gratis. Kein Kaufzwang. Die Deutsche Ammoniak- Verkaufs- Vereinigung in Bochum hat der heutigen Ausgabe einen Prospett beilegen lassen, der für Landwirte besonders von großem Interesse ist. Ve gi , daß lich die 910. NeuNa U= Geld te auf at unb σας τιά ent. 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Der eine rühmt sein gutes Herz, der andere seine weise Regierung, und so geht es weiter in allen Tonarten. Beglückt von dem Erlauschten, erhebt sich Sere. nissimus endlich und schreitet zum Ausgang. Als er sich, seiner Weinung nach unerkannt, an der Tür mit einem furzen:„ Gute Nacht, allerseits!" verabschieden will, springt plößlich alles vom Size auf, und wie aus einem Munde rufen sämtliche Anwesenden:„ Wir wünschen gehorsamst eine gute Nacht, Guer Durchlaucht!" Kathederblüten. Professor( in seinem Geschichtsvortrage über Philipp von Makedonien): Ja, nun war es klar, worauf er sein Augenmerk richtete, was ihm Tag und Nacht keine Ruhe ließ: Die Insel Chalkidike stak ihm in der Nase." „ Muhameds Vater starb bald nach seiner Geburt, und deshalb wurde er bei einem Dheim erzogen." *** Verierbild. -, Gießen, ar- Geschäft erhaft anaararbeiten dreher, so tgarter th Auswahl, : Parti. ämme Frislor Zahn- u. Goethestr. Humoristische Blätter ( Alle Rechte für sämtliche Bilder und Texte vorbehalten Nachdrud verboten.) sumoto Liebenswürdigkeiten. bisl Im Leben oft der Satz sich uns beweist: Das Fleisch ist schwach, doch willig ist der Geist." Bei manchem Dichterling ist aber, ach, Das Fleisch oft willig und der Geist gar schwach! ' s ist Menschenart, der, der ins Unglück kam, Möcht' anderen das Dasein auch vergiften; Drum wollen die, die schon vereh'licht sind So gerne stets auch neue Ehen stiften! Widerspruch. ,, Wer ist denn die Frau im ersten Stock, die ihren Mann täglich solche Skandale macht?" ,, Das ist die Stilllebenmalerin Sänftig!" In Sicherheit. Kannibale( der einen Europäer fing):" Haben Sie nur keine Angst vor dem Gefressenwerden wir brauchen ja einen dritten Mann zum Stat!" Reisender: Ich möchte gern den Wirt sprechen!" Ja, der ist leider nicht zu Haus!" Reisender:„ Ich wollte nämlich mit ihm wegen der Bigarrenlieferung unterhandeln, wollen Sie mich bitte empfehlen!" „ Na, ich werde tun, was in meinen Kräften steht!" Netter Gruß. ,, Guten Tag, lieber Emil! Ich freue mich jedesmal, wenn ich Dich sehe; freuſt Du Dich nicht auch, wenn Du siehst, daß ich mich freue, wenn ich Dich sehe?" 1 Druckfehler. Der Vorschuß, welchen der Dichter Schmirle von seinem Verleger erhielt, wurde eingetragen auf Konto pro die Verse( pro Diverse). 25 R. Wo ist der Enkel, nach dem die Großmutter ruft? In der Hitze. Tourist: Na, sagen Sie, ich hab' grad dreimal Juchhu gerufen, hab' aber gar kein Echo gehört, wo ist denn das Hingekommen, Herr Wirt?" ,, Dem rabiaten Ding hab' ich eben den Laufpaß gegeben." Berantwortlicher Redakteur: Dr. Rarl Schaumburg, Berlin. Seufzer. A.: Wie schön wäre doch das Leben, wenn die verflirten Schulden nicht da sein würden. Man darf gar nicht daran denken." B.: Ich denke auch gar nicht daran, aber meine Gläubiger um so mehr." Selbstkritik. Kommis:„ Ich kann den Brief nicht lesen, Herr Prinzipal. Die Handschrift ist zu schlecht." Chef: Ach Unsinn! Das kann jeder Esel lesen! Zeigen Sie' mal her!" Drud und Berlag von Georg E. Nagel in Berlin- Schöneberg. John Regnier. Mißglücktes Kompliment. - Shini " Ich verstehe ja nichts davon... aber Ihr Bild finde ich ganz einfach ausgezeichnet!" “ u2q224 22 30310479215 42p pun Souq น วน THOSOW Sap 4215121/ ( шшелвоЈА Ш! БӘЛӘН! S) - as a pun- -0474] g дәр иәриәләр! OS and un- nean inoz -- -2 Liebesproben. Sapa Strauſe ging erregt im Gßzimmer auf und ab. Mama Krause folgte mit ängstlichem Gesicht jedem seine Schritte, als hätte sie diese zu zählen, und Else, des Hauses Töchterlein saß am Tisch und schaute verschämt zur Erde. Eine feine Suppe, die Du da eingebrockt!" ließ sich der Vater endlich vernehmen. Feine Suppe," wiederholte die Mutter leise. ,, Ausgerechnet ihm mußte solche Mahlzeit vorgesezt werden. Die Suppe verfalzen, der Hummersalat versauert, der Braten angebrannt!" brummte er weiter. ,, Ausgerechnet ihm," repetierte Mutter wieder. Na, und mir auch. Um mir nichts merken zu lassen, habe ich mit Todesverachtung doch auch all dies Zeug hinunterwürgen müssen. Der ganze Schlund ist mir wund." Auf diesen Reim setzte der Herr des Hauses ein Gläschen Rognat. Darnach schien er sich etwas zu beruhigen. Sofort übernahm seine Gattin seine Vertretung und fing nun ihrerseits an, dem immer noch schweigsamen Töchterlein Vorwürfe zu machen. Und da hat man nun vorher dem Herrn Henze immer Deine Kochkunst gelobt. Jetzt friegt er solch Essen vorgefekt!" Der Herr, der das mißlungene Mahl hatte verarbeiten müssen, war der Sohn eines Krauseschen Geschäftsfreundes. Er schien sich seit längerer Zeit für Elſe zu interessieren, und da man eine eventuelle Verbindung der jungen Leute bei Krauses nicht ungern gesehen hätte, hatte man sich entschlossen, ihn heute zum ersten Mal zu Tisch zu laden. Mit dem Experiment, durch Elses Kochkunst die Herzensfäden zwischen den beiden fester zu spinnen, hatte man nun so kläglich Fiasko gemacht. ,, Wie hast Du das nur fertig gebracht?" fing Papa wieder an. Fertig gebracht," klang es mütterlicherseits noch nach. Nun konnte Else sich nicht mehr halten; sie wurde rot bis unter die Haarwurzeln und begann jämmerlich zu weinen. In dem salzigen Tränennaß schien das Herz der Mutter weich zu werden, denn sie winkte ihrem Gatten, sie mit der fleinen Unglücksföchin allein zu lassen. Nachdem diese durch einiges Zureden sich besänftigt hatte, gestand sie ,,... daß sie die Speisen alle absichtlich verdorben hatte. Auf einen Mann, dessen Liebe nur durch den Magen geht, verzichte sie; wenn der Herr Henze wiederkomme, solle ihr das ein Beweis dafür sein, daß er sie wirklich gern habe. Die Mutter, die nicht das rechte Zutrauen zur Stondhaftigkeit der Männer bei einer derartigen Liebesprobe hatte, fragte zweifelnd:„ Na, und wenn er nun nicht wieder fommt?" ,, Dann nicht! Und ist denn übrigens an ihm nichts auszusetzen? Ihr wißt doch, wie ich, daß er stottert." Aber doch nur, wenn er spricht." meinte Mania entschuldigend, ohne in ihrer Sorge um das Nichtzustandekommen der erhofften Che daran zu denken, daß dies von ihr zugegebene Auftreten des kleinen Gebrechens immerhin genügte. Der unfreiwillige Witz Mamas ließ Else ihre gute Laune bald wiederfinden, und so schnitt sie alle weiteren unangenehme Auseinandersetzungen ab, indem fie die Zimmertür von außen zumachte. Einige Tage später meldete sich Herr Henze wieder. Sind die Herrschaften zu ge.. gen?" hörte Else ihn das Dienstmädchen fragen. Wieder fiel ihr zuerst sein Sprachfehler auf, aber sonst war sein ganzes Benehmen und Sichgeben dazu angetan denselben fast völlig vergessen zu lassen. Papa Krause, der etwas gut zu machen hatte, lud ihn wieber zum Essen ein, und er.... nahm die Einladung ohne weiteres an. Und wie war das Mahl heute zubereitet! Dafür gab es kein glänzenderes Zeugnis als des Hausherrn Zugreifen; trop der entsetzten Blicke seiner besseren Ehehälfte aß er für vier. Auch der Gast ließ den Speisen alle Ehre angedeihen, und Komplimente für Else gab es gerade genug. Des Töchterleins Abwesenheit, das für den Nachtisch zu forgen hatte, benutte Herr Henze, um sich die Hand Elses bei deren Eltern zu erbitten. Sein„ Gesuch" fand bei ,, allen maßgebenden Faktoren" geneigtestes„ Gehör", und als, fie" wieder eintrat, ging ihr der junge Herr freudestrahlend entgegen und begann:„ Vereh.. eh... rtes F.. Fräulein.. ich.. habe.. soe.. eben Ihre lieben E.. Eltern um Ihre Ha.. Hand ge.. gebeten. Sie.. sagten nicht.. n.. nein. W.. welche.. Antwort habe ich von Ihnen zu e.. er.. .. warten?" u,. Hatte er sonst schon gestottert, so hatte er sich diesmal förmlich selbst überboten. Das wußte Else wohl- was sich ja bei dem für eine junge Dame sehr interessanten Inhalt der Frage erklären läßt- überhört haben, vielleicht machte auch sein liebes, ehrliches Gesicht und sein Wesen es ihr so leicht, daß sie ohne jede Überlegung freudig" Ja" rief und die dargebotene Rechte mit Herzlichkeit ergriff. Er füßte ihr darauf zärtlich das kleine Händchen und begann zu schwärmen von kommenden schönen Tagen, wie gut sie es neben ihm haben sollte, wie sehr er sie liebe, und vieles andere für derartige Gelegenheiten passende mehr. Sein Mund floß förmlich über von Zärtlichkeiten, die er nur so hervorsprudelte ohne jede Schwierigkeit. Else sah ihn ganz erstaunt an. Er lachte schelmisch:" Du wunderst Dich, daß ich nicht stottere?" Sie nickte. Darauf sagte er:„ Ich habe gar keinen Sprachfehler. Aber ich hatte mir vorgenommen: Wenn Du dem Mädchen begegnest, was Du Dir für's Leben gewinnen möchtest, dann stotterst Du. Nimmt Sie Dich troßdem, dann ist es ein Beweis, daß sie nicht auf äußerlichkeiten, sondern auf's Herz sieht. Und somit hast Du meinen Sprachfehler geheilt, mein guter Engel." Und während er ihr jetzt einen veritablen Kuß auf die blühenden Lippen drückte, brumimte Vater Krause vergnüglich:„ Das ist nicht schlecht!" ,, Das ist nicht schlecht!" echote Mama Krause ebenso. Wem dieser Schluß der Geschichte nicht versöhnlich genug, kann seiner Phantasie das hübsche Bild zweier einander zärtlich zugeneigter Menschenfinder und ebensoviel darüber schwebender, segnender Händepaare vorgaufeln, und er wird damit nicht um Haaresbreite von der Wirklichkeit abweichen. Doppelte Beredsamkeit. So stark des Weibes Zunge Auch imme dar im Schwunge, Die Augen noch zu Hilfe nimmt Beim Reden jede Frau bestimmt. Diederträchtig! Erster Dichterling:„ Herz, mein Herz, warum so traurig?" Zweiter Dichterling: Man soll die Perlen nicht vor die Säue werfen. Schicke da neulich Gedichte ein. ,, Nun abgelehnt." ,, Nein, angenommen und unter, Humor gebracht." Ein Mitfühlender. Schuster: Ach, Herr Baron, wenn Sie mir heute nur 60 Mt. a conto geben könnten, meine Schwiegermutter will ein Darlehen von mir, und sie fährt nicht eher fort. bis sie das bekommen hat!" Baron( 60 Mart auf den Tisch legend):„ Da haben Sie das Geld!" 6 Schwer zu machen! Professor der Geschichte, den Krieg Alexanders des Großen gegen die Perser vortragend: Küche?" nie verlegen. ,, Minna, was macht denn der Chauffeur in der Madam, der hat mir ein bissert Benzin zum Handschuhputzen bracht!" Der Försterssobn. . Wie sich der kleine Hans den angekündigten Hauslehrer, Herrn Kandidaten Hirsch, vorstellt. .. Schon erhob ein Perser drohend den Arm mit dem Schwerte gegen Klitus. Doch Klitus kam ihm zuvor und schlug dem Perser Arm und Schwert aus der Hand." 66000000 Derbe Abfuhr. Kennzeichen. Alte Jungfer( in einem Gartenrestaurant zur andern): ,, Laß Dich mit dem Herrn am Nebentisch, der immer so rüber lächelt, ja nicht ein, der ist sicher verheiratet!" -„ Wieso?" Alte Jungfer:„ Na, siehst Du nicht, daß ihm zwei Knöpfe fehlen?!" 粉 Eine gute Seele. - Hier, Männchen, hast Du Geld für zwei Schnitt Bier, weil Heute Dein Geburtstag ist; solst Dich mal austoben!" Se Mißverstanden. Diener: Herr Kommerzienrat, soeben bringt der Bote diesen Strafbefehl, Sie haben schon wieder die Polizei- Ordnung übertreten!" ,, Gibt's nicht, gibt's nicht, ich fahr' ja nur mit Equipage aus." X Echt. Diener( zu einem andern, welcher erst vor einigen Tagen bei einem Baron eingetreten ist):„ Du. Dein Herr gefällt mir gar nicht, ich denke immer, der ist gar kein richtiger Baron, an dem kommt mir vieles verdächtig vor!" Der Andere:„ D, der ist schon a echter Baron, ich hab' mich auch hin und her erkundigt..... er hat seine 12000 Mart Schulden!" Der gute Vater. H I J H H H B Ham Ordy Dann freilich. Lehrer: Ja, sag' mir, Junge, wieso riechst Du so start nach Benzin?"„ Mein Vater ist eben Chauffeur und Mutter Handschuhpußerin!" 0000000 Aus einem Coast. Meine Damen und Herren! Sie. glauben nicht, mit welcher Freude ich hier das Wort ergreife, mit Freude und Stolz, denn ich kenne unseren verehrten Gastgeber seit 70 Jahren. Durchs Leben habe ich ihn begleitet. Sein Vater kannte mich noch; ich war als Kind bei seiner Taufe; ich war bei seiner Konfirmation; bei seiner Hochzeit; überall Geliebte, für Dich könnt ich mir war ich dabei, und ich hoffe, es wird mir auch noch vergönnt sein, seinem Sarge folgen zu dürfen. Individuelle Opferbereitschaft. Millionär: die Austern vom Munde absparen!" Aufrichtig. Alte Jungfer( zum Vermittler):„ Der Herr, welchem Sie mich eben vorstellen wollen hat ja dunkle Augengläser, wird er die denn nicht herunternehmen?" Vermittler:„ Nein! Ich glaube, es ist sogar so besser." Splitter. Wir mögen uns noch so sehr bemühen, die Eigenliebe ist stets der mehr oder weniger verborgene Beweggrund unserer Handlungen; sie ist der Wind, der die Segel schwellt und ohne die das Fahrzeug nicht vom Flecke käme. ( 5 J „ Sie müssen doch selbst zugeben, daß Ihre Ohren für einen Menschen viel zu groß sind!" „ Das ist möglich, die Ihrigen sind aber jedenfalls für einen Esel zu klein!" 3 Red can bind Gefängnisdirektor: Nun gehen Sie nach Hause zu Ihrer Familie und bemühen Sie sich ein braver Mensch und guter Vater zu sein!" Entlassener: Jawohl, Herr Direktor, ick jeh' direktemang heem- unterwegs will ich mal sehen, ob ick wat jreifen kann, damit die Kinder cene Freide Ham'!" de. Er ließ Beigte fich auf Entgegnete er -quv une up the" me a" ne pou uзбш ' suas ab p อ! C อน utlaqu! ' qv ququn n v vv eine 16. Elektro- Ingenieur- u. Maschinen- IngenieurZeugnis. Zeugnis für Bureau- und Betriebstechniker sowie Werkmeister. Die Studierenden der ElektroIngenieur- und der Maschinen- Ingenieur- Abteilung, welche mindestens einjährige Praxis nachweisen können, die theoretischen und konstruktiven Fächer ihres Studienplans vollständig und mit Erfolg absolviert haben und sich während ihrer Studienzeit keine groben Verstöße gegen die Anstaltsgesetze zu schulden kommen ließen, können sich auf Grund einer besonderen Prüfung das Elektro- Ingenieur- Zeugnis bezw. Maschinen- IngenieurZeugnis erwerben. Unter ähnlichen Bedingungen und Nachweis einer mindestens zweijährigen Praxis können sich die Studierenden des III. Studienplans das Zeugnis für Bureau- und Betriebstechniker sowie Werkmeister des Maschinenbaues und der Elektrotechnik erwerben.( Siehe Näheres im Programm.) 17. Ferien. Ferien finden statt: zu Pfingsten 1 Woche, zu Weihnachten, Ostern und im Oktober ungefähr 2 Wochen, im Sommer 4 Wochen. 18. Abgang und Stellenvermittelung. Solchen Absolventen, die sich gute Prüfungs- Zeugnisse erworben haben, ist die Direktion des Technikums sowohl bei ihrem Abgang als auch später zur Erlangung, von Stellen behilflich. 19. Frequenz. Die bisher höchste Jahresfrequenz des Technikums betrug 3610( laut offiziellem Bericht an die Oberaufsichtsbehörde, Königliches Ministerium des Innern), hiervon entfielen auf das Sommersemester 1769, das Wintersemester 1841. Den Geburtsländern nach waren aus: Europa: Preußen 1164| Schwarzb.- Rudolst. 2| Fürstent. Liechtenst. 2| Griechenland Königr. Sachsen 407| Schwarzb.- Sondersh.6 Schweiz Bayern Württemberg Baden 272 Waldeck 64 Anhalt 74 Reuß Mecklenburg 15 Lippe Hessen 13 Hamburg 31 Bremen 14 Lübeck 29 2 Niederlande Großbritannien 18 Luxemburg 52| Belgien 57 Portugal 17 Bulgarien 11 Italien. Australien: Karolinen- Inseln Afrika: Agypten. 4 Kapland 2514075. 5 Dänemark 72 Frankreich 18 Schweden 23 Spanien 1 Norwegen 86 Asien: 475 China 12 3 Ost- Indien 4 298 Türkei 69 Rumänien 2| Serbien 28 Japan 18 Java 426 9 Sumatra 2 Rußland Braunschweig Oldenburg Sachsen- Weimar 9 Elsaß- Lothringen 59 Finnland Sachsen- Meiningen 10 Österreich Sachs.- Kob.- Gotha 28 Ungarn. Sachsen- Altenburg 8 Bosnien Dem Alter nach waren: . Tunis Amerika: Verein. St. 2382 v. Nordamerika 16 Vereinigte St. von Brasilien Argentinien Guatemala 1 Peru Mexiko 6 1 2 2 3610 Technikum Mittweida Höheres technisches Institut zur Ausbildung in der Elektrotechnik und im gesamten Maschinenbau. 43. Studienjahr. Direktor: Professor A. Holzt. " 221 249 " 48 Jahre alt 2| 43 Jahre alt 2| 38 Jahre alt 4| 35 Jahre alt 6| 32 Jahre alt 9| 29 Jahre alt 40| 26 Jahre alt 134 47 1 41 1 37 3 34 9 31 15 28 47 25 17 13 " " " " " ㄕ ˋ " 46 2 39 2 36 4 33 - 10 30 24 27 83 24 " " " " " " " " 23 Jahre alt 299 22 330 21 Jahre alt 504 20 571 " " " 19 Jahre alt 542 18 „ 340 16 17 Jahre alt 120 " Verheiratet waren 57. 36 3610 zeigte sich auf der Höhe jeder Situation. Olfers firierend, de. Er ließ sich nicht aus seiner Fassung bringen und entgegnete er lächelnd: zur Faust und schüttelte sie drohend in der Luft Ach, dieser Hund, dieser Hund Offers ballte die Hände ich ihm gewesen, der Kanaille, da er mir das Geld borgte! Dem Religionsbekenntnis nach waren vertreten: Evangel.- luth.: 2322, Evang.- reformierte: 78, Römischkath.: 868, Griechisch- katholische: 79, Mosaische: 238, Freireligiöse: 15, Baptisten: 6, Mennoniten: 4. Von den Eltern waren dem Stande nach: Fabrikanten 255 Landwirte, Gärtner etc. 351 Pastoren 29 Fabrikdirektoren 57 Kaufleute 523 Lehrer .141 Ingenieure, Werkmeister etc. 808 Rentner 206 Berg- und Hüttenbeamte 33 Mühlenbesitzer, Mühlenbauer 54 Arzte, Apotheker 60 Baugewerken 65 Brauerei- und Brennerei- Besitzer 58 Schlosser, Schmiede, Kupferschm. 118 Tischler und Holzwarenfabrikant. 34 Rechtsanwälte, Justizbeamte Staats- und Kommunalbeamte 226 59 Mechaniker, Uhrmacher etc. 40 45 Post-, Telegr.- u. Eisenbahnbeamte 166 Offiziere, Schiffskapitäne Gewerbetreibende aller Art Restaurateure, Gastwirte .601 125 56 3610 Maler, Musiker etc. Es besuchten vorher eine Bürgerschule, Realschule, ein Realgymnasium, Gymnasium: 3148, eine andere technische Fach- od. Gewerbeschule: 435, eine Universität 4, eine technische o. a. Hochschule: 22, Kadettenschule 1. Vor dem Eintritt in die Anstalt hatten bereits praktisch gearbeitet: 3361. HYDER AVILE PREIS Auf allen bisher beschickten Ausstellungen erhielten das Technikum Mittweida bezw. seine Präzisions- und Lehr- Werkstätten hervorragende Auszeichnungen. Industrie-. Gewerbe- Ausstellung Planen: die Ausstellungsmedaille der Stadt Plauen ,, für hervorragende Leistungen". Industrie- u. Gewerbe- Ausstellung Leipzig: die Königl. Staatsmedaille ,, für hervorragende Leistungen im technischen Unterrichtswesen". Industrieausstellung Zwickau: die goldene Medaille. Internationale Weltausstellung Lüttich: den Prix d'honneur. Bemerkungen über die Stadt Mittweida. Mittwelda, an der sächs. Staatsbahn( Strecke ChemnitzRiesa- Berlin) gelegen, ist eine Stadt von ca. 19000 Einwohnern und hat außer dem Technikum eine Realschule, Bürgerschule, Mädchenschule, Amtsgericht, Maschinenfabriken, Gießereien, Tonwarenfabriken, Kratzenfabrik, Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerk, Möbel- und Stuhlfabriken, Zigarrenfabriken, Spinnereien, Webereien, Färberelen und noch andere industrielle Etablissements, ferner ein städisches Krankenhaus, Badeanstalten für warme und Flußbäder, eine Turnhalle. Fur Evangelische findet Gottesdienst in der Stadtkirche, für Katholiken in der neuerbauten katholischen Kirche statt, während Israeliten den Gottesdienst In dem in 1 Stunde zu erPROVIDENTIAE MEMOR reichenden Chemnitz besuchen können. In Krankheitsfällen stehen 8 Ärzte zur Verfügung. Die Stadt grenzt unmittelbar an das seiner Naturschönheit wegen bekannte Zschopautal( von der auf dem Fichteloerge entspringenden Zschopau durchströmt); sie besitzt Infolge Ihrer Lage in den Ausläufern des niederen Erzgebirges eine äußerst gesunde Luft und prächtige Umgebung und ist als Mittelstadt, ohne Veranlassung zu kostspieligen Vergnügungen zu bieten, am besten für ein ernstes und fleißiges Studium geeignet. Von Mittwelda aus sind Chemnitz in einer halben Stunde, Dresden und Leipzig in je 24, Berlin in 3 Stunden mit der Eisenbahn zu erreichen. Technikum Mittweida.. ( Königr. Sachsen.) Ausführiches Programm, Jahresbericht, sowie jede sonstige Auskunft und Ratschläge über zweckmäßigste Einrichtung des Studiums, Kosten des Aufenthaltes usf. erhält man unentgeltlich. Man adressiere nicht an die Privatadresse des Direktors, sondern ohne jeden weiteren Zusatz: Zum Selbststudium oder auch als Vorbereitung für das Studium an einer Fachschule empfehlen wir: Die Schule des Aufgaben nebst Lösungen aus dem Gebiete Maschinentechnikers. Lehrhefte für den Maschinenbau und die nötigen Hilfswissenschaften. 3. vollig neue Bearbeitung, herausgegeben von Professor A. Holzt, Direktor des Technikum Mittweida. Verlag: Moritz Schäfer, Leipzig. In allen Buchhandlungen vorrätig, pro Heft 50 Plg. der Gleich- und Wechselstromtechnik. Ein Übungsbuch für den Unterricht in der Elektrotechnik an technischen Hoch- und Fachschulen, sowie zum Selbststudium. 2. vermehrte und verbesserte Auflage. Herausgegeben von H. Vieweger, Ingenieur u Dozent für Elektrotechnik am Technikum Mittweida. Verlag: Polytechnische Buchhandlung( R.Schulze) Mittweida. frei. Die Schule des Elektrotechnikers. Lehrhefte für die angewandte Elektrizitätslehre. Herausgegeben von Professor A. Helzt, Direktor des Technikum Mittwelda. Verlag: Moritz Schäfer, Leipzig. In allen Buchhandlungen vorrätig, pro Heft 75 Plg. Den Herren Fabrikanten weisen wir beim Semesterschluß( Ende März undEnde September), wie auch zu anderen Zeiten tüchtig geschulte Kräfte aus dem Kreis unserer jetzigen und früheren Studierenden- soweit uns solche zur Verfügung stehen unentgeltlich nach. Getrennte Abteilungen für Elektro- und Maschinen- Ingenieure( Studienplan I und II), sowie für Bureau- und Betriebstechniker, Werkmeister etc.( Studienplan III). .. 1. Auszug aus dem Verfassungstatut. 1. Das Technikum Mittweida ist ein höheres technisches Institut, das den Zweck verfolgt, für die weiter unten angegebenen technischen Berufsarten eine fachwissenschaftliche Ausbildung zu geben, die insbesondere den praktischen Bedürfnissen und Anforderungen der Industrie angepaẞt ist. 2. Die einzelnen Studienzweige sind: a) Maschinenbaukunde, einschließlich Technologie, Eisenhüttenkunde, Eisenbetonbau, Dampfturbinen-, Automobil- und Flugtechnik, b) Elektrotechnik, einschließlich Elektrochemie, c) Allgemein bildende Fächer. 3. Zur speziellen Fachausbildung sind folgende Studienpläne) eingerichtet: a) Abteilung für Elektro- Ingenieure. Studienplan I E. Studiendauer 5 Semester. Zum Eintritt in den Studienplan I ist der Nachweis der Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Militärdienst oder einer dementsprechenden Vorbildung erforderlich. Studienplan II E. Studiendauer 6 Semester. Für den Studienplan II werden die Vorkenntnisse verlangt, die durch den Besuch einer guten Bürgerschule oder einer ähnlichen Anstalt erworben werden. Angabe der Unterrichtsgegenstände findet man unter Nr. 5. b) Abteilung für Maschinen- Ingenieure. Studienplan IM. Studiendauer 5 Semester. Zum Eintritt in den Studienplan I ist der Nachweis der Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Militärdienst oder einer dementsprechenden Vorbildung erforderlich. Studienplan II M. Studiendauer 6 Semester. Für den Studienplan II werden die Vorkenntnisse verlangt, die durch den Besuch einer guten Bürgerschule oder einer ähnlichen Anstalt erworben werden. c) Abteilung für Bureau- und Betriebstechniker sowie Werkmeister der Elektrotechnik( Studienplan IIIE) und des Maschinenbaues( Studienplan III M). Studiendauer bei beiden Plänen 3 Semester. Für den Studienplan III werden die Vorkenntnisse verlangt, die durch den vollständigen Besuch einer Volkschule erworben werden. Vor der Aufnahme in den Studienplan III ist eine mindestens zweijährige praktische Tätigkeit nachzuweisen. 4. Der Unterricht wird in Form von Vorträgen und Repetitorien behandelt und unterstützt durch graphische und konstruktive Übungen in den Zeichensälen, durch Übungen, Experimente und Unterweisungen in den Laboratorien und Sammlungen sowie durch Exkursionen in die technischen Anlagen und Lehrwerkstätten des Technikums. mehr! Sie nicht Ihren Kopf in der Schlinge lassen Ihrer Mutter Schande und Kummer zu ersparen, würden ( Forts. folgt.) V. ( S 22 22 Aban Der he der neuen neue Wah Man vern Beratung Lommen lä Man Der A Die neue jeden Ged Wahlkreise freise mit bietes ver Wenn jebigen Ei Eigenart lung des bat, jo gilt worte. We die Aufmac Wort sich zutage ift r lebt sich au nicht unger fie historis fie als or Man zu ertenner dorf zujami die beiden ihrer Bevöl man also b Rücksicht ni noch lange aus nicht jammenha ja doch nu Zwergwahl Wir fa jere gegenn gleichen". einjeitige Selbstverstä bes Jahrh ften der gehabte en ficht nehme dies wieder Zahl der deuten. Da Teiles feine lich in Nad man es bol die städtisch im Abgeor gerechte V An der Anstalt werden ausgebildet: 1. In der Elektro- und Maschinen- Ingenieur- Abteilung: 1. Ingenieure und Konstrukteure für Elektrotechnik und Maschinenbau; 2. Maschinenfabrikanten, welche der Ausbildung in der Elektrotechnik bezw. in der Maschinentechnik deshalb im weitesten Umfange bedürfen, weil sie mindestens dieselben Kenntnisse besitzen müssen, wie die ihnen untergebenen Ingenieure und Techniker; 3. Industrielle, bezw. Besitzer von Fabriken und industriellen Anlagen, welche bei Herstellung ihrer Fabrikate sich einzelner Maschinen oder ganzer maschineller Einrichtungen bedienen müssen, wie das z. B. der Fall ist: bei der Fabrikation von Dampfmaschinen, Gaskraftmaschinen, Wasserkraftmaschinen, Pumpen, Werkzeugmaschinen und Werkzeugen, ferner von elektrischen Apparaten und Maschinen, insbesondere von Dynamomaschinen und Motoren, ferner von Signal- und Weichenstellapparaten, Fahrstühlen, Aufzügen, Ventilatoren, Wagen, Gas- u. Wasserleitungsgegenständen, Maschinenmodellen, Draht und Drahtwaren, Röhren, Armaturen und allen anderen Maschinenteilen; ferner im Betrieb von Papier- und HolzstoffFabriken, Dampf- und Wassermühlen, Spinnereien, Webereien, Tonwaren-, Porzellan- und Glasfabriken, Stärkefabriken, Zuckerfabriken, Stahlwarenfabriken, chem. Fabriken, größeren Brauereien, Gasanstalten usf.; 4. Fabrikdirektoren und Betriebsleiter der oben genannten Fabrikationszweige; b. Inhaber von technischen und Patentbureaus; 6. technisch gebildete Kaufleute, Reisende der oben genannten Fabrikationszweige; II. In der Abteilung für Bureau- und Betriebstechniker sowie Werkmeister des Maschinenbaues und der Elektrotechnik finden entsprechende Ausbildung: 1. Maschinenbauer und Mechaniker, welche später als Bureau- und Betriebstechniker, Werkmeister, Zeichner, Monteure, Elektromechaniker, Installateure u. dgl. sowohl für Elektrotechnik als auch für allgemeinen Maschinenbau in Elektrizitätswerken, elektrotechnischen Fabriken, Zentralen für elektrische Beleuchtung, Maschinenfabriken, mechan. Werkstätten, größeren Schlossereien, größeren Mühlen, Spinnereien, mechanischen Webereien, Papierfabriken, Tonwarenfabriken etc. Anstellung suchen; 2. Besitzer kleinerer mechanischer Werkstätten, Bauschlossereien, kleinerer Mühlen u. dergl. Besonders vorteilhaft ist der Besuch der Abteilung für Bureau- und Betriebstechniker sowie Werkmeister für solche künftige Gewerbetreibende( Mechaniker, Installateure, Schlosser, Schmiede, Kupferschmiede, Former, Metallarbeiter jeder Art, Werkzeugmacher, Modelltischler, Mühlenbauer usf.), welche sich eine allgemeine technisch- wissenschaftliche Bildung erwerben wollen, um sich mit Leichtigkeit und Sicherheit in verschiedene Geschäftszweige einzuarbeiten und den Fortschritten in dem erwählten Fache mit Verständnis folgen zu können. Ausbildung in der Elektrotechnik, elektrotechnisches Praktikum. Die großen Fortschritte, welche die Elektrotechnik In den letzten Jahren aufzuweisen hat, machten nach und nach eine wesentliche Erweiterung in der Organisation der Anstalt notwendig, die schließlich zur Trennung der Studienpläne für Elektrotechnik und für Maschinenbau führte. Insbesondere erschien es vorteilhaft, die Vorlesungen in der Elektrotechnik schon von den ersten Semestern an zu erteilen und sie später durch Konstruktionsübungen und praktische Übungen in den elektrotechnischen Laboratorien( Praktikum) zu unterstützen. Für die elektrotechnischen Unterrichtszwecke wurde im Jahre 1893 ein besonderes„ Elektrotechnisches Institut" erbaut, welches 20 Hörsäle, Laboratorien, Sammlungs-, Werkstatt- und Maschinenräume enthält. Die elektrotechnischen Laboratorien, in denen die praktischen Übungen stattfinden, sind mit den neuesten elektrotechnischen Normal- Instrumenten, Meßapparaten, ferner mit Dynamomaschinen, Elektromotoren und Akkumulatorenbatterien etc. ausgestattet. Zum Betrieb ist eine elektrische Anlage vorhanden, welche insgesamt ca. 20 000 Watt Gleich-, Wechsel- und Drehstrom liefert. Außerdem ist eine größere Akkumulatorenbatterie aufgestellt; auch sind alle Betriebsräume und Laboratorien etc. an das städtische Elektrizitätswerk angeschlossen. 2. Unterricht. Da das Technikum hauptsächlich für das praktische Leben vorbereiten soll, so ist es selbstverständlich, daß beim Unterricht jede mögliche Rücksicht auf die Praxis genommen wird. Häufig wiederkehrende Repetitionen in allen Fächern, sowie häusliche Arbeiten bilden wesentliche Hilfsmittel zur Unterstützung des Unterrichts. Ein weiteres Hilfsmittel bieten die Konstruktionsübungen( Maschinenzeichnen, Maschinenentwerfen, Bauzeichnen usf.). Diese Übungen sollen den Studierenden vor allem fähig machen, Aufgaben aus dem Maschinenwesen usf. selbständig zu berechnen und auf Grund dieser Berechnungen die Zeichnungen dazu anzufertigen. Um diesen Zweck zu erreichen, wird schon von Anfang an beim Konstruieren zu möglichst selbständigem Arbeiten angeleitet. Die Ausführung der Zeichnungen erfolgt ganz nach den in Fabriken üblichen Methoden; besonders wird auf großen Maßstab, möglichste Detaillierung, kräftigen Strich, Anfertigung der Gewichtspläne, Kostenberechnungen usf. gesehen. Nicht minder wichtig sind die praktischen Übungen im Maschinenbau- Laboratorium. Hier soll sich der Maschinen- Ingenieur( ähnlich wie der Elektro- Ingenieur im elektrotechnischen Laboratorium) diejenigen Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, welche er braucht, um die in der Technik verwendeten Materialien( Baustoffe, Brennstofte usw.) auf ihre Eigenschaften, sowie Maschinen und Maschinenanlagen auf ihre Leistungsfähigkeit hin beurteilen zu können. An Maschinen stehen in den Räumen des Laboratoriums hierfür zur Verfügung: Festigkeitsprüfungsmaschinen bis 30000 kg, verschiedene Dampfpumpen und elektrisch betriebene Pumpen bis zu 10 PS, 2 Dampfmaschinen bis 15 PS, 2 Compound- Dampfmaschinen von 100 PS, 2 Dampfkessel, 1 Gasmotoren- Anlage, verschiedene Dynamomaschinen und Elektromotoren, 1 Wasserkraftanlage, verschiedene Bremsdynamometer, Indikatoren, Kalorimeter zur Bestimmung des Heizwertes, Pyrometer und Orsatsche Apparate zur Untersuchung der Rauchgase und dergl. mehr. 3. Lehrkörper und Beamte. An der Anstalt( einschließlich Laboratorien und Lehrwerkstätten) wirken z. Z. ca. 100 Dozenten und Beamte. 4. Lehrmittel. 1. Die Sammlung von Modellen für Maschinenbaukunde, Elektrotechnik, Technologie, Baukonstruktionslehre und dergl.; 2. die Modellsammlung für Stereometrie und Projektionslehre, sowie für Freihandzeichnen; 3. die Apparate und Instrumente für Chemie, Physik, für Feldmessen und Nivellieren; 4. die Apparate, Instrumente und Maschinen für Elektrotechnik; 5. die Laboratorien und Maschinenanlagen des elektrotechnischen Institutes und des Maschinenbau- Laboratoriums; 6. die für die Ausbildung von Volontären und Lehrlingen bestimmten Lehr- Fabrikwerkstätten; 7. die Bibliothek; 8. die Sammlung von Vorlagewerken( gegen 10 000 Nummern) aus sämtlichen Zweigen der Technik; 9. der Lesesaal, in welchem täglich die bedeutenderen technischen und gewerblichen Zeitschriften, ferner die vom kaiserlichen Patentamt herausgegebenen Auszüge aus den Patentschriften, verschiedene Nachschlagewerke( Konversationslexika u. dergl.), sowie gegen 100 der größeren Tagesblätter Deutschlands, Österreichs, Ungarns, der Schweiz, Hollands, Rußlands, Frankreichs usw. ausliegen. 5. Unterrichtsgegenstände. Niedere und höhere Mathematik. Arithmetik, Algebra, Planimetrie, Stereometrie, Trigonometrie, algebraische Analysis und höhere Gleichungen, Differential- und Integral- Rechnung, analytische Geometrie der Ebene, analytische Geometrie des Raumes. Naturwissenschaften. Physik, Chemie. Mechanik. Elementar- Mechanik, technische Mechanik, analytische Mechanik, Festigkeitslehre, graphische Statik, Hydraulik, mechanische Wärmetheorie, Kinematik. Maschinenbau. Maschinenelemente, Heb- und Transportmaschinen, Dampfmaschinen, Schieberdiagramme, Steuerungen, Dampfkessel, Dampfturbinen, Wasserräder, Turbinen, Pumpen Lokomotiven, Kleinmotoren, theoretische Regulatoren, WerkzeugMaschinenlehre, maschinen, Automobiltechnik, Flugtechnik, Übungen im Entwerfen von Maschinenelementen, von Heb- und Transportmaschinen, von Kraftmaschinen und ganzen Anlagen. Maschinenbau- Laboratorium. Untersuchung der Baustoffe auf Festigkeit, Formänderung und Elastizität. Heizwertbestimmungen. Dampfkessel- Untersuchungen. Bremsversuche an verschiedenen Motoren. Dynamometrische Messungen. Effektmessungen auf elektrischem Wege. Aufnahme von Kolbendruck- u Ventilerhebungsdiagrammen mit dem Indikator. Untersuchung an Pumpen. Leistungsmessungen an Dampfmaschinen, Gasmotoren und Wassermotoren mit Aufstellung vollständigerEnergiebilanz. Elektrochemie. Elektrolyse, Polarisation usw., Bewegung und Wanderung der Jonen, Elektrometallurgie, Galvanostegie und Galvanoplastik, elektrische Bieichund Gerbverfahren und dergl Elektrotechnik Allgemeine Elektrotechnik, elektrotechnische Meẞkunde, elektrische Leitungsanlagen und Stroz verteilungsysteme, Gleichstromtechnik, elektrische Licht und Kraftanlagen, Wechselstromtechnik, Entwerfen von elektrischen Anlagen, von Dynamomaschinen und Elektromotoren. Elektrotechnisches Praktikum. Meßmethoden, Eichung von Meẞinstrumenten, photometrische Übungen, Messungen an Glüh- und Bogenlampen, Aufsuchung von Isolationsfehlern und Bestimmung von Isolationswiderständen, Messungen an Dynamomaschinen, Lichtleitungen, Elektromotoren, Bremsversuche. Bestimmung des Wirkungsgrades von Maschinen und Anlagen und dergl. mehr. Technologie. Eisenhüttenkunde, Technologie der Metalle, Eisengießerei etc Bau- und Ingenieurwissenschaft. Baukonstruktionslehre. Heizung und Lüftung, Brückenbau, Eisenbetonbau, Übungen im Entwerfen, Kostenanschläge, Feldmessen und Nivellieren. Zeichnen. Preihandzeichnen, Linear- und geomemetrisches Zeichnen, Projektionslehre, Schattenlehre, Perspektive, Skizzierübungen, Maschinenzeichnen. Handelswissenschaften. Einfache und doppelte Buchführung. Sprachen und allgemein bildende Fächer. Deutsche, französische und englische Sprache, Rundschriftübungen. 6. Lehr- Fabrikwerkstätten. Für die Ausbildung von Volontären und Lehrlingen sind Lehrfabrikwerkstätten vorhanden, welche zu wissenschaftlichen Versuchen aller Art, sowie zur Herstellung von Werkzeugmaschinen, Dynamomaschinen, physikalischen und elektrotechnischen Apparaten etc. dienen. Dieselben besitzen eine bebaute Grundfläche von über 3000 qm und enthalten alle für einen modernen größeren Fabrik betrieb nötigen Räume als: Dampfkessel- und DampfmaschinenRäume, Modelltischlerei, Modellager, Schmiede, Formerei, Gießerei, Werkzeugmaschinenräume mit Drehbänken, Bohr-, Hobel- und Fräs maschinen verschiedenster Größe bis zu 15 000 kg Einzelgewicht, Räume für Kollektorbau, Dynamoanker- und Spulenwickelei, Material- und Lagerräume etc. Im ganzen sind z. Z. ca. 270 Werkzeugmaschinen für Metall und Holzbearbeitung, Dampfkessel, Dampfmaschinen, Pumpen, Dynamomaschinen, Elektromotoren und Apparate in Betrieb, welcher überall durch elektrische Kraftübertragung teils in Einzel-, teils in Gruppenantrieb erfolgt. Das praktische Arbeiten als Volontär oder Lehrling muß entweder vor dem Eintritt in das Technikum erfolgen, oder es ist später das Studium auf 1 Jahr zu diesem Zweck zu unterbrechen. Gleichzeitiger Besuch der Vorlesungen im Technikum und praktisches Arbeiten in den Lehr- Pabrikwerkstätten ist nicht möglich. 7. Versicherung gegen Unfälle. Die Studierenden des Technikums sind auf Kosten der Anstalt gegen alle Unfälle versichert, welche ihnen auf Exkursionen in Fabriken zustoßen sollten.( Das Nähere hierüber befindet sich im Programm.) 8. Aufnahmezeit. Aufnahmen in das Technikum finden jedes Jahr zweimal und zwar Mitte April und Mitte Oktober statt, und es ist gleich, zu welchem von diesen beiden Terminen der Eintritt erfolgt. Aufnahme in den unentgeltlichen Vorkursus betr. siehe unter 9. 9. Unentgeltlicher Vorkursus. Der Vorkursus ist für diejenigen eingerichtet, welche die zur Aufnahme in die unterste Abteilung des gewählten Studienplans nötigen Kenntnisse ergänzen wollen oder überhaupt Zeit haben, schon früher einzutreten, um sich bis zum Beginn des eigentlichen Semesters zweckentsprechend zu beschäftigen. Der Vorkursus beginnt ungefähr Mitte März bezw. Mitte September; die Termine werden jedesmal bekannt gegeben. 10. Dauer der Ausbildung. Zur vollständigen Ausbildung sind in der Ingenieur- Abteilung 21/2 oder 3 Jahre nötig, je nachdem der 1. oder der II. Studienplan besucht wird, in der Abteilung für Bureau- und Betriebstechniker, Werkmeister etc. 1 Jahr. 11. Militärdienst. Die Zurückstellung vom Militärdienst während des Studiums am Technikum wird in fast allen Fällen gewährt. 12. Aufnahmebedingungen. 1. Nötige Vorkenntnisse. Wer Maschinen- oder Elektro- Ingenieur werden will, wähle den I. Studienplan, wenn er die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Dienst oder dementsprechende Vorbildung schon besitzt; wer dagegen nur im Besitz einer Bürgerschulbildung ist oder nur die unteren Klassen einer Realschule, eines Gymnasiums oder einer ähnlichen Anstalt besucht hat, wähle den II. Studienplan. Beide Studienpläne führen zum gleichen Ziel. Für künftige Bureau- und Betriebstechniker, Werkmeister etc. des Maschinenbaues und der Elektrotechnik usf. ist der III. Studienplan eingerichtet, welcher nur Volkschulbildung, aber mindestens zweijährige ( Siehe praktische Tätigkeit voraussetzt. Näheres über die Studienpläne im Programm.) 2. Praktische Vorbildung. Für die praktische Vorbildung eignen sich am besten Maschinenfabriken mittlerer Größe oder die Lehr- Fabrikwerkstätten des Technikums ( vergl. Nr. 6 auf dieser Seite). 3 Alter. Der in das Technikum Aufzunehmende muß das 16. Lebensjahr vollendet haben. 4. Studienhonorar. Endgültige Einschreibungen zum Besuch der Vorlesungen und Übungen finden nur nach vollständiger Zahlung des Studienhonorars statt. Dieses beträgt für jedes Halbjahr 140 Mark in der Ingenieurabteilung, 130 Mark in der Techniker- und Werkmeisterabteilung. Außer dem Studienhonorar sind beim Eintritt als einmalige Taxe für die ganze Studienzeit noch zu entrichten a) für die Aufnahme 5 M, b) für Benutzung des Lesesaals und der Bibliothek 10 M. 13. Wohnung und Unterhalt. Wohnungen sind in hiesiger Stadt bei achtbaren Familien teils mit, teils ohne Kost zu haben, und zwar werden solche durch die Direktion unentgeltlich nachgewiesen. Die Wohnungen sind vollständig möbliert, das Mitbringen eines Bettes u. dergl. ist also zwecklos. Die Preise sind je nach Lage, Größe, Ausstattung des Logis verschieden und richten sich nach den Ansprüchen, die gemacht werden. Ein sogen. Internat ist mit der Anstalt nicht verbunden, dagegen sind volle Pensionen auch bei einigen Dozenten des Technikums vorhanden, wofür die Bedingungen auf Anfrage übersandt werden. 14. Die Gesamtkosten. Für ein halbes Jahr betragen diese ungefährt wie folgt: a) Studienhonorar 140 bezw. 130 Mark; b) Wohnung und Kost je nach Ansprüchen von 300 Mark ab; c) Unterrichtsmaterialien( Bücher, Hefte usf.) durchschnittlich 35 bis 40 Mark anfangs etwas mehr; d) Kleidung, Taschengeld und Nebenausgaben richten sich nach den Verhältnissen der Angehörigen, können also vorher nicht genau bestimmt werden. - Die für Unterhalt und sonstige Ausgaben nötigen Gelder nimmt auf Wunsch der Studierenden oder ihrer Angehörigen die Kassenverwaltung des Technikums in Verwahrung und besorgt die regelmäßige Auszahlung und Kontrolle der Rechnungen. Die Vergütung hierfür beträgt monatlich 1 Mark. Die Abrechnung erfolgt vierteljährlich. 15. Repetitorien u. Prüfungen, Semestralzeugnisse. Außer den von Zeit zu Zeit in den Hauptfächern stattfindenden Repetitorien werden am Schluß eines Halbjahres achttägige unentgeltliche Prüfungen abgehalten und über deren Ausfall Semestralzeugnisse ausgestellt. Die Angehörigen können auf Wunsch zu jeder Zeit von der Direktion einen Bericht über Fleiß und Fortschritte ihrer Söhne und Pfleglinge erhalten. lichen Inter Um nu wir vor, abzustuf aus, wie h ichen Land ben, jo t bequem b den. Bis Voltszahlu zählung v reich Breuß gemacht m etwa 44 M 443 Abgeor geordneter z die landwirt werden, när wiegend lar 3u lajien, tens reinito Städten best Darnad belommen, je etwa 12 schon auf 3ember 191 84) Bom Ber Staft Brim Long Brümmel Sun, end wie wegges entgegen. Was, in Abruzzen?" Aber Br bon seinen V de. Er liek Beigte fich auf entgegnete er Zweites Blatt № 36, Gießener Zeitung Abänderung der preuß. Wahlkreise. Der hessische Landtag steht auch bald vor der Beratung der neuen Wahlrechtsvorlage, wobei auch die beabsichtigte neue Wahlkreiseinteilung wieder eine große Rolle spielt. Man vernehme darum, wie in Preußen jetzt bei der Beratung um Einführung des direkten Wahlrechtes auch dort die neue Wahltreiseinteuung Stimmen für und gegen aufkommen läßt. Man schreibt uns aus Berlin darüber folgendes: Der Abgeordnete Diederich Hahn hat in der Versammlung des Bundes der Landwirte der Provinz Hannover jeden Gedanten einer Abänderung der preußischen Wahl- kreise mit der Begründung verworfen, daß die bestehenden Wahltreise organisch mit der Geschichte des betreffenden Gebietes verwachsen seien und daß diese Wahlkreise in ihrer Eigenart zur Geltung fommen sollten, was nur bei der jeßigen Einteilung möglich sei. Wenn Gedanken fehlen, so stellt zur rechten Zeit ein Wort sich ein. Wenn dieser Dichterspruch jemals gegolten hat, so gilt er jetzt, denn wir leben in einer Zeit der Schlagworte. Wenn ein Wort nur recht hübsch flingt, dann deckt die Aufmachung des Wortes den schlechten Inhalt. Heutzutage ist man tein liederlicher Mensch mehr, sondern man lebt sich aus. Die gegenwärtige Kahlkreiseinteilung ist nicht ungerecht, sondern Herr Herold vom Zentrum nennt sie historisch geworden und Herr Diedrich Hahn betrachtet sie als organisch mit der Bevölkerung verwachsen. Man braucht sich bloß in Groß- Berlin umzusehen, um zu erkennen, wie wertlos dieses Schlagwort ist. Es wählen die beiden großen Berliner Vororte Schöneberg und Rirdorf zusammen, zwei Orte, die nach Art und Beschäftigung ihrer Bevölkerung grundverschieden von einander sind. Sann man also von der gegenwärtigen Wahlkreiseinteilung durchaus nicht sagen, daß sie auf organische Verbindung streng Rücksicht nimmt, so ist auch von einer fünftigen Einteilung noch lange nicht gesagt, daß sie auf solche organischen Zu sammenhänge feine Rücksicht zu nehmen braucht. Es kommt ja doch nur darauf an, den flaffenden Gegensatz zwischen Zwergwahlkreisen und Riesenwahlkreisen zu vermindern. Wir sagen zu vermindern", wir sagen nicht auszu= gleichen". Denn wir wollen keine absolute Nivellierung. Unfere gegenwärtige Wahlkreiseinteilung bedingt eine ganz einseitige Bevorzugung der ländlichen Wahlkreise auf Kosten der städtischen, besonders der großstädtischen. Das ist selbstverständlich, denn da die Wahlkreiseinteilung ein halbes Jahrhundert alt ist, so hat sie auf die inzwischen stattgehabte enorme Verschiebung der Bevölkerung feine Rüdsicht nehmen können. Wollte man aber die Wahlkreise der Zahl der Wahlberechtigten völlig gleich machen, so würde dies wieder eine Lahmlegung der ländlichen Interessen bedeuten. Das platte Land ist durch den Abzug eines großen Teiles seiner Bevölkerung an sich ja doch schon wirtschaftlich in Nachteil versetzt. Es wäre deshalb ungerecht, wenn man es politisch dadurch nahezu rechtlos machen wollte, daß die städtische und vor allem die großstädtische Bevölkerung im Abgeordnetenhause ein völliges Uebergewicht hätte. Die gerechte Vertretung und Wahrnehmung der landwirtschaftlichen Interessen würde darunter schwer leiden. den. Um nun einen gerechten Ausgleich zu schaffen, schlagen wir vor, die Wahlkreise in ihrem Bevölkerungsumfange abzustufen. Wir führen im Folgenden des Näheren aus, wie wir uns dies denten. Da die nächsten preußischen Landtagswahlen im Frühjahr 1913 stattzufinden haben, so könnte mit der Abgrenzung der neuen Wahlkreise bequem bis Ende 1911 oder Anfang 1912 gewartet werBis dahin werden die genauen Ergebnisse der Volfszählung vom 1. Dezember 1910 feststehen, so daß also diese Volkszählung zur Grundlage der neuen Wahlkreiseinteilung gemacht werden kann. Nimmt man an, daß das König= reich Preußen bei der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 etwa 44 Millionen Einwohner haben dürfte, so würde bei 443 Abgeordneten auf je etwa 100 000 Einwohner ein Abgeordneter zu wählen sein. Um nun das platte Land und die landwirtschaftlichen Interessen zu ihrem Rechte kommen zu lassen, könnten drei Arten von Wahlkreisen geschaffen werden, nämlich erstens reinländliche oder wenigstens überwiegend ländliche, zweitens überwiegend städtische und drittens reinstädtische, also solche Wahlkreise, die aus Großstädten bestehen. Die erste Kategorie von Wahlkreisen könnte schon auf je 30 000 Seelen einen Abgeordneten bewilligt bekommen, die zweite auf je 100 000 und die dritte auf je etwa 120 000. Darnach würde also die Stadt Berlin, die am 1. Dezember 1910 etwa 2 150 000 Einwohner zählen dürfte, in 84) Der Fall Welshofen. Kriminalroman von M.& osfat. Nachdruck verboten.) Vom Gericht oder von der Polizei?" erkundigte fich Der Italiener kurz. Brümmel trat näher. Ich bin Detektiv", erwiderte er ,,, und niemand bat mich geschickt. Ich komme in meinem eigenen Auftrag, weil ich Ihnen helfen möchte, Herr Olfers." Dieser machte eine abwehrende Bewegung, als ob er lagen wollte: Mir helfen? Das kenne ich." Dann pies et ftumm auf einen zweiten Stuhl, auf dem Kleidungsstücke und Bücher lagen, die Brümmel entfernte, um sich dann darauf zn feßen. ,, Herr Olfers" begann der Detektiv ,, zuvörberst bringe ich Ihnen Nachrichten von Ihrem Jugendfreund James Todd, genannt Long- Bell." Der junge Mann war bei Nennung des Namens zusammengezuckt und seine dunklen Augen stierten Brümmel entseßt und überrascht an, dann aber faßte er sich und fragte mit schlecht gespielter Gleichgültigkeit: ,, Long- Bell 2 Was fümmert mich der 2 Brümmel zuckte die Achseln. ,, Nun, ich dächte doch, daß er Sie recht viel angeht, denn wenn wir auch alles andere beiseite lassen, womit er in Ihr Leben eingegriffen bat, so find doch allein die Ereig nisse in den Abruzzen Er endete nicht, denn Offers war bei dem Worte Abruzzen" von seinem Stuhl aufgesprungen und stand feßt, vor Aufregung am ganzen Körper zitternd, dem Detettiv gegenüber. Der Schleier war von seinen Augen wie weggezogen, Flammen lyderten daraus Brummel entgegen. ,, Was, in aller Heiligen Namen, wissen Sie von den Abruzzen?" Aber Brümmel war ein Detektiv, dessen Gewandtheif von seinen Vorgesetzten gemeiniglich weit unterschätzt wur de. Er ließ sich nicht aus seiner Fassung bringen und zeigte sich auf der Höhe jeder Situation. Olfers firierend, entgegnete er lächelnd: Expedition: Seltersweg 83. 18 Wahlkreisen mit je einem Abgeordneten einzuteilen sein, Breslau mit einer halben Million Bevölkerung in vier Wahlkreise mit je einem Abgeordneten 2c. Berlin würde also zwar sechs Abgeordnete gewinnen, aber es würde drei oder vier Abgeordnete weniger erhalten, als bei einer völ lig gleichen Einteilung der Wahlireise. Das platte Land würde zwar im Verhältnis zu der gegenwärtigen Einteilung der Wahlkreise Abgeordnete an die großen Städte abgeben müssen, aber es würde doch noch immer wesentlich mehr Abgeordnete zugebilligt erhalten, als ihm bei einer völlig gleichen Einteilung nach der Bevölkerungsziffer zu tommen würde. Denn bei 80 000 Einwohnern für einen Abgeordneten des platten Landes und 120 000 für einen Abgeordneten der Großstädte ist das platte Land um die Hälfte besser daran als die Großstädte. Wir meinen, daß eine auf dieser Grundlage herzustel= lende Einteilung der Wahlkceise der Gerechtigkeit am besten entsprechen würde. Es würde der grobe Unfug aufhören, daß die induſtrielle Vertretung im Preußischen Landtage von einer agrarischen Majorität an die Wand gedrückt wird, obwohl doch die Industriegebiete den Hauptteil der Steuern aufbringen, über deren zweckmäßige Verteilung der Landtag zu beschließen hat. Es würden aber andererseits die ländlichen Bezirke doch soviel Abgeordnete in das Parlament entsenden können, daß ihre Stimmen erheblich ins Ge-| wicht fallen würden, so daß auch ein nach der neuen Wahlfreiseinteilung gewählter Landtag sicherlich die agrarischen Interessen nicht vernachlässigen würde. Damit könnte und müßte die Landwirtschaft sich umso eher zufrieden geben, als obendrein doch das Herrenhaus infolge seiner Zusammensetzung an sich schon die agrarischen Interessen sehr stark vertritt. Wir meinen, daß die Regierung, wenn sie wirklich über den Parteien steht, einem Vorschlage, wie er hier gemacht ist, ihre Zustimmung geben müßte. Denn die gegenwärtige Wahltreiseinteilung ist ausschließlich auf eine Partei zugeschnitten und das kann doch unmöglich einer Regierung genehm sein, die jede Gelegenheit benußt, ihre Unparteilich keit zu verkünden. Sache einer auf den Frieden zwischen den erwerbstätigen Ständen und Berufen bedachten Regierung muß es immer sein, einen gerechten Ausgleich der Interessen der wichtigsten Stände zu schaffen und zu einem solchen Ausgleich bietet, wie wir glauben, eine Handhabe. Hessische Landesstatistik. Die Zahl der gegen Brand versicherten Hofrei ten hat sich im Jahre 1908 nach den Feststellungen der Zentrale für die Landesstatistik um 11 443 vermehrt und betrug am Ende des Jahres 1908 187 771. Brände waren im ganzen 703 zu verzeichnen und u. a. entstand der Backsteinbrennerei: Alzey durch ein solches Feuer ein Schaden von 22 716 Mt. Die Brandversicherungssumme sämtlicher Gebäude in Hessen erreichte am Ende des Jahres die Höhe von 2 177 139 110 Mr. Die festgesetzten Brand= entschädigungen betrugen im Jahre 1908 556 238 Mt. und zwar auf je 1000 Mt. Umlagefapital gerechnet in Ober= hessen 0,28 Mt. und in Gießen 0,02 Mt. Als Brandsteuer wurden 1 293 202 Mt. erhoben. Die Zahl der Todesfälle in Hessen betrug im September 1909 1490, im Ottober 1909 nur 1478. Davon entfallen 699 auf Startenburg, 457 auf Rheinhessen und 334 auf Oberhessen. In Gießen selbst forderte der Tod 120 Opfer, von denen u. a. dem Scharlach 2, den Majern und Röteln 1, dem Keuchhusten 2, der Rose 1, der Lungenschwindsucht 13, Erkrankungen der Kreislauforgane 15, dem Krebs 13 erlagen, während sich in Gießen die Zahl der tötlichen Unfälle auf 1 beschränkte. Die Todesfälle in dem Monat Oftober 1909 haben sich gegen den Vormonat etwas vermindert und betrugen nur 1478, von denen auf Startenburg 678, Rheinhessen 471 und Oberhessen 329 kommen. Von diesen 329 Todesfällen in Oberhessen entfallen auf Gießen 115 als 5 weniger als im Vormonat und zwar waren Scharlach bei 1, Keuchhusten bei 4, Lungenschwindsucht bei 13, Krankheiten der Kreislausorgane bei 8, Krebs bei 10 und Verunglückung bei 4 als Todesursache angegeben. In dem Krantentassenwesen betrug die Zahl der Kassen im Jahre 1908 1003, welche im ganzen einen Bestand von 292 165 Mitgliedern aufwiesen. Die evang. Kirche in Hessen hatte 1908 6245 Ehen zu verzeichnen, wovon auf Startenburg 2789, auf Rheinhessen 1242 und auf Oberhessen 2214 entfallen; von diesen 2214 Eheschließungen in Oberhessen kommen auf Gießen ,, Wozu die Dinge erklären, die uns beiden bekannt find, Herr Olfers? Sie haben jedenfalls einen großen Fehler begangen, indem Sie sich vor Long- Bell fürchteten wie Sies taten, und mehr noch, indem Sie ihm das zeigten. Er wußte das und vertraute darauf. Hätten Sie ihm offen getroßt es wäre alles anders ge fommen. Der Italiener war auf feinen Stuhl zurückgesunken und saß ießt, die Hände ineinander krampfend, da. ,, Wie konnte ich das!" murmelte er. Da er mich doch in der Hand batte Jebt gilts vorsichtig sein. Er darf unter keinen Umftänden merken, daß ich von nichts weiß", dachte Brümmel. Laut aber sagte er: batte er das denn wirklich? Bilden Sie sich vielleicht das nicht bloß ein?" Aber wie sollte ich! Da ich doch überzeugt war, ben Menschen erstochen zu haben? Brümmel, der glaubte, daß Olfers auf iene Szene in Neapel anspielte, bon ber ihr Baula Bardegg erzählt, ftuzte. Wie fonnte Olfers der Ueberzeugung fein, LongBell getötet zu haben, da er ihn doch täglich lebend vor fich sah? Da mußte noch etwas anderes vorliegen. Um nicht seine Unkenntnis der Vorgänge zu verraten, machte er eine abwehrende Handbewegung und murmelte: ,, Sich von solch einem Menschen abhängig zu machen!" Ja, aber wie konnte ich anders!" versicherte D- fers. Sollte ich auf die Gefahr, der Gendarmerie in die Hände zu fallen, Erfundigungen einziehen? Und ich batte den Patrouillenführer fallen sehen, mit meinem Stilett in der Brust!" wiederholte der junge Mensch, indes Brimmet gespannt aufhorchte und da der Long- Bell, ber Todd, mich fliehen hieß und alles für mich zu ordnen versprach, so wars doch nur selbstverständlich, daß ich ihm gehorchte. Hätt' ich mich von den Gendarmen fangen lassen sollen? Und als er mir dann später jagte, daß der Patrouillenführer nicht gestorben, aber Beit feines Lebens frant und arbeitsunfähig sei und daß er mich nur retten fönne, wenn ich ihm ein Schweigegeld gebe- mußt ich ihm da nicht auch glauben? Noch dazu dankbar bin ich ihm gewesen, der Kanaille, da er mir das Geld borgte! Ach, dieser Hund, dieser Hund Offers ballte die Hände zur Faust und schüttelte sie drohend in der Luft s Samstag, Den 26. Februar 1910. 163. Die Zahl der Tausen erreichte 23 220 und beirugen dieselben in Startenburg 11 206, in Rheinhessen 4865 und in Oberhessen 7149, wovon auf Gießen 860 Tausen entfallen. Ferner stehen 200 Aus.rute aus der Stirche 177 Uebertritten gegenüber und zwar waren in Gießen 13 Austritte und 3 Uebertritte zu verzeichnen. Uever die Berufszweige sind folgende festgestellt: Zahlen ( die In der Landwirtschaft waren in Hessen einge lammerten Zahlen betreffen die Gießener Berhältnisse) im Jahre 1907 327 654( 532) Personen tätig. Ferner war die Zahl der Kunst- und Handelsgärtner 6256( 232), der Steinmeßen und Steinhauer 18 082( 90), der Angestellten der Ziegeleien 10 194( 215), der Grobschmiede 10 186 ( 150), der Schlosser 22 325( 731), der Maschinenarbeiter 20 618( 676), der Wagner 8813( 57), der Arbeiter der chemischen Fabriken 11 296( 48), der Arbeiter der Papierfabriten 6712( 7), der Gerber 19 762( 37), der Sattler 16 982( 85), der Tischler 31 183( 557), der Bäcker 15 264 ( 411), der Fleischer 13 559( 421), der Mälzer und Brauer 7667( 318), der Tabalarbeiter 14 003( 594), der Schneider und Schneiderinnen 22 634( 773), der Schuhmacher 23 419( 432), der Arbeiter und Angestellten der Bauunternehmung 34 299( 1193), der Maurer 54 530( 210), der Zimmerer 12 099( 32), der Stubenmaler und Stuttateure 22 381( 312), der Angestellten der Waren und Produktenbranche 65 185( 2764), der Post und Telegraphenbeamten 10 265( 707) und der Eisenbahnbeamten 39 990( 2119), der Angestellten der Gast- und Schantwirtschaft 24 260( 960). Es gehörten an der Armee- und Kriegsflotte 23 933( 1985), dem Staats- und Gemeindedienst 22 377( 1258). Tätig waren in dem Unterrichtswesen 16 916( 964), als Rentner und Pensionäre lebten 66 440( 2629). Die Mittelpreise für den Doppelzentner der gewöhnlichsten Verbrauchs- Gegenstände waren im Dezember 1909 in Hessen folgende: Weizen 22,18 Mt.( in Gießen 23,25 M.), Roggen 16,58 Mt.( in Gießen 17,25 Mt.), Gerste 16,71 Mt.( in Gießen 16,25 Mt.), Kartoffeln 5,36 Mt.( in Gießen 5,50 Mr.). Per Kilogramm stellte sich das Ochsenfleisch in Hessen auf 1,61 Mt.( in Gießen auf 1,52 Mark.), das Rindfleisch auf 1,43 Mt.( in Gießen auf 1,20 Mark), das Kalbfleisch auf 1,61 Mr.( in Gießen auf 1,44 Mart) und das Schweinefleisch auf 1,70 Mr.( in Gießen auf 1,60 Mk.). Lokales. ** Der Großherzog hat am 19. Februar dem ständigen Referenten bei der Akademischen Administrationskommission der Landesuniversität Gießen, Regierungsrat Karl Bähr den Charakter als Geheimer Finanzrat erteilt. = a Konzertverein. Die gestern zum 8. Konzert des Konzertvereins im Stadttheater Erschienenen hatten Herrn Professor Trautmann einen großen Genuß zu verdanten! Das Programm umfaßte Johannes Brahms zweite Symphonie in D- dur und Beethovens neunte Symphonie in D- moll, die beiden unter der feinsinnigen Leitung Herrn Professor Trautmanns zur ausgezeichneten Wirkung gelangten. Der Dirigent, die Mitglieder des akademischen Gesangvereins und das verstärkte Palmengarten- Orchester, dem sich noch einige hiesige Kunstfreunde angeschlossen hatten, leisteten Vorzügliches! Das gleiche taten auch die Solisten des Abends Frl. Hedwig Kaufmann aus Berlin, Frl. Alice Aschaffenburg aus Frankfurt a. M., der für den erkrankten Herrn Gollanin eingesprungene Herr Kohmann und Herr Alfred Stephani, der durch seinen trefflichen Baß zu erwärmen und interessieren wußte. -i Im E v. Arbeiterverein wird am Sonntag Prof. Valke über das Thema:„ Aus dem Wirtschaftlichen und sozialen Leben der römischen Kaiserzeit" sprechen. *)(* Unsere Meger und die Fleisch preise. Die fürzlich von der Provinzial- Siechenanstalt ausgeschriebenen Fleischlieferungen haben ein außergewöhnliches Ergebnis gezeitigt. Es wurden für die Anstalt u. a. ein Angebot auf die Lieferung von Schweinefleisch gegen einen Kilopreis von 1,42 Mt. und auf die Lieferung von Ochsenfleisch gegen einen Kilopreis von 1,28 Mt. Aber es dünkt uns fraglich, ob die hiesigen Meßger von dem 1. April ab noch in der Lage sein werden, so billiges Fleisch zu liefern, was bei der gegenwärtigen Teuerung ganz besonders in die Wagschale fallen dürfte. Die letzte Versammlung unserer Meßger scheint wenigstens das Gegenteil zu beweisen, denn in derselben hat man sich einstimmig gegen die Geam wie eine förmliche Raserei über ihn und seine Blicke juchten mit haßerfülltem Ausdrud in der Luft, um sich dann auf Brümmel zu beften, gleichwie, als ob dieser sein Todfeind wäre. Da fommen dann die Klugen Leute und predigen unsereinem allerhand Unsinn vor, daß man sich unklug und unvorsichtig benommen, daß man den Leuten hätte mißtrauen sollen und was dergleichen noch mehr ist! Benehme fich mal einer flug und vorsichtig venn ihm das Messer an der Meble sibt. Ich weiß, daß ich ein unglücklicher, verlorener Mensch bin ein Verbrecher, wenn Sie wollen, aber wer fann über solche Dinge reden, die er nicht selbst erlebt hat! Was wissem Sie von so etwas!" ,, Aber, Herr Offers, fo beruhigen Sie sich doch." redete der Detektiv ihm zu. Mit dieser Heftigkeit Lassen Sie mich mit Ihren Ermahnungen in Ruhe," schrie der junge Mann. Was nüßen die mir? Ich sage Ihnen ja, ich weiß, daß ich ein elender Mensch bin niemand fann härter über mich urteilen, als ich felbft ed tue, aber ach, es ist ja alles gleich ießt. Wozu noch darüber reden! Daß ich verloren bin, hab ich längst ge wußt, das wußt'ich von dem Augenblick an, da man mich verhaftete, aber ich hatte gehofft, daß wenigstens diese alten Geschichten begraben sein würden ich hoffte es um meiner Mutter, meiner unglücklichen Mutter willen und nun hat mich auch diefe Hoffnung betrogen! Alle verloren alles alles!" Aufstöhnend barg ber Unglückliche den Kopf in Se Sänden. So faß er stumm und regungslos und nur ab und zu trat ein feuchender Laut aus seiner Brust Saben sie sich wirklich für verloren gehalten, Herr Offers?" fragte Brümmel. Ist das wahr? Ich vermag es offen gestanden, nicht zu glauben. Justizmorde kom men ja zuweilen vor, aber gar so häufig sind ste denn doch nicht und am Ende ist das Belastungsmaterial bezüglich Welshofens Tode nicht so groß, daß Sie darum verzweifeln müßten. Mir scheint, Ihre Hoffnungslosigfeit ist nur ein Ausfluß Ihrer verzweifelten Stimmung fofern Sie nämlich wirklich so hoffnungslos sind. Un Ihrer Mutter Schande und Kummer zu ersparen, würden nimmets Ste nicht Ihren Kopf in der Schlinge lassen mehr! ( Forts. folgt.) and An der Anstalt werden ausgebildet: Inglektro- od Konstrukten- ngor Bibeleni 2. Ingenieure der nen/ abriken, welche der Ausbildung in . in der Maschinentechnik desKonstrukteure für Elektrotechnik 2. Unterricht. Technikum hauptsächlich für das praktische Leben vorberenen soll, so ist es selbstverständlich, daß Rücksicht auf die Praxis genommen wird. Da das beim jede mögliche wie ufig wiederkehrende Repetitionen in allen Pächern, tliche Hilfsmittel bilden tische Maschinenlehre, Regulatoren, Entwerfen von Maschinenelementen, von Heb- 1 maschinen, Automobiltechnik, Flugtechnik, Werkzeugim schinenbau- Laboratorium. Untersuchen BauDampfkessel- Unters von Kraftmaschinen und ganz und Trans Formänderung und Elastizität. Anlagen. Heizwertbestimmungen stoffe auf Pestigkeit, дер zum März bezw. mal bekannt gegeben. zu beschaft mitte September; die Termine werden jedesBeginn des eigentlichen Semesters zweckentsprechend Der Vorkursus beginnt ungefähr Mitte Zur vollständigen Ausbildung sind in der Ingenieur3 Jahre 10. Dauer der Ausbildung teilung 2¹lz oder tige nachdem der 1 oder der 11. Studienplan bührenordnung für den neuen Schlachthof mit der Begründung erklärt, daß die Einzelsäte derselben zu hoch seien. Zur Vornahme weiterer Maßnahmen und Schritte bei dem Ministerium wurde ein Ausschuß von 6 Mitgliedern gebil=; det, dessen Ausgabe es auch sein soll, bei der Stadtverwaltung dahin zu wirken, daß namentlich die Gebühr für die Nachuntersuchung des von außerhalb gekommenen Fleisches vom 1. April wesentlich erhöht wird. Diese scharfe Stellungnahme rechtfertigt die Ansicht, daß bei einem ablehnenden Verhalten der Stadtverwaltung eine Erhöhung der Fleischpreise eintritt und es wäre gerade im Hinblick auf die allgemeine Lebensmittelteuerung wünschenswert, daß die Parteien zu einer Einigung gelangen. *)(* Französischer Vortrag. Der Vortrag von Berryer, Professeur de francais, fann leider erst heute abend um 6 Uhr stattfinden und dürfte einen beson deren Reiz durch die Vorführungen von Lichtbildern und durch den Umstand gewinnen, daß der Redner in seinen Ausführungen auch dem nicht französisch sprechenden Teil der Zuhörer gerecht werden wird. Von den durch ihn be- j handelten Themen ist namentlich sein Vortrag über Belgien interessant, das bekanntlich in dem Schoß seiner Städte eine Fülle von Denkmälern der gotischen Bautunst birgt. -ft Vorsicht am Fernsprecher! Durch zu schnelles und häufiges Drehen der Kurbel am Fernsprech apparat werden so starke elektrische Ströme erzeugt, daß die Beamten des Vermittlungsamts förperliche Beschädigungen erleiden können. Ein solcher Fall ist kürzlich in Teutschen thal bei Merseburg vorgekommen. Die Ober- Postdirektion in Halle( Saale) hat gegen den Schuldigen, einen Inge nieur aus Leipzig, Strasantrag wegen fahrlässiger Körperverlegung gestellt; der Angeklagte ist zu einer Geldstrafe von 60 Mart verurteilt worden. Also nochmals Vorsicht am Fern, precher! Aus Hessen und Nagbargevict. Hungen, 23. Febr. 91 Jahre alt geworden ist der Förster Emmel aus Obornhosen. Beim Kartenspiel erlitt er einen tödlichen Schlaganfall. * Mörlenbach, 23. Febr. Im Steinbruch der Firma Hartsteinwert Ober- Mengelbach ereignete sich ein erschütternder Unglücksfall. Die Mutter des im Bruche beschäftigten Arbeiters Johannes von Steht hatte diesem das Mittagessen in den Steinbruch gebracht. Der 20jährige Bursche schickte sich gerade zum Essen an, als ein von der Felswand abstürzender Stein herabsauste und dem jungen Mann vor den Augen seiner entsetzten Mutter den Kops zertrümmerte, so daß der Tod augenblicklich eintrat. * Aus dem Nistertal. Der Bau der Talsperre, mit dem im Frühjahr begonnen werden sollte, scheint wieder aufgeschoben zu sein, denn es sind neue umfangreiche Vorarbeiten und Erhebungen geplant, wozu staatliche Beihilfe bereits bewilligt ist. Wie das„ Herborner Tagblatt" hört, tommt ein neues Hindernis dazu. Das Brauntohlenwerb Caaden bei Westerburg will die wegen Ueberproduktion unverfäuflichen Braunkohlen und Rückstände zur Erzeugung elektrischer Kraft verwerten und die Kilo wattstunde für 15 Pfennige abgeben. Für den Kreis Altenfirchen ist das Unternehmen vorläufig nicht zugelassen wor= den, aber so billig könnte die Nistertalsperre die Elektrizität nicht abgeben. * Frankfurt. Obstpreise: Aepfel 2. Qualität 14 bis 16 M., Aep el 1. Qualität 18 bis 28; Tafeläpfel 30 bis 50, Birnen 2. Qualität 12 bis 16, Birnen 1. Qualität 18 bis 30, Tafelbirnen 30 bis 50, Trauben 60 bis 70, Nüsse 20 bis 25, Haselnüsse 33 bis 35, Kastanien 10 bis 14, Orangen 12 bis 14 pro Zentner. * Offenbach, 25. Febr. Der verheiratete Schuß mann Groh, Vater zweier Kinder, ist unter Mitnahme einer fürzlich gemachten Erbschaft in Höhe von zirka 4000 Mart mit der Frau eines hiesigen Glasermeisters durchgegangen. Der leichtsinnige Mensch, dem von seiner vorgesezten Behörde in dienstlicher Hinsicht das beste Zeugnis ausgestellt wird, war früher in einem Bankgeschäft als Auslaufer tätig. e Homberg a. O., 24. Febr. Der Ortsge= werbeverein beginnt am Sonntag einen weiteren Buchführungstursus, zu dem sich 11 Teilnehmer gemeldet haben. Außer der Traber'schen Buchführung wird in Arbeiterversicherung, Gewerberecht, Kaltulation 2c. unterrichtet werden. Literarisches, „ Die Schaubühne", Wochenschrift für die gesamten Interessen des Theaters, herausgegeben von Siegfried Jacobsohn, enthält in der achten Kummer ihres sechsten Jahrgangs u. a. auch den Regieplan zu Hermann Bahrs Konzert", das demnächst in Gießen aufgeführt wird. Die„ Schaubühne" erscheint wöchentlich im Umfang von 32 Seiten und kostet: 40 Pfg. die Nummer, 3,50 M. vier35) Der Sall Welshofen. Kriminalroman von Wi. Kossat ( Nachdruck verboten.) Im Grunde Ihres Herzens glauben. Sie, daß man Sie freisprechen wird und darum haben Sie bis jetzt bei aller Verhoren die Aussage verweigert- weil Sie überzeugt sind, auch ohnedies nicht verurteilt Zu werden." Offers hob den Kopf ein wenig und sah Brümmel mißtrauisch an. ,, Was Sie alles wissen, Sie fluger Mann!" spottete er. Nicht nur meine Vergangenheit haben Sie ausgeforscht, sondern auch meine geheimsten Gedanken. Aber das ist ja jetzt alles gleichgültig!" murmelte er wieder in seinem verzweifelten, trostlosen Ton. Mir hilft niemand mehr, und wenn ein Engel vom Himmel käme, mich zu retten es wäre vergebens Also lassen Sie mich was wollen Sie noch von mir?" teljährlich, 12 Mark jährlich. Probenummern gratis durch alle Buchhandlungen, Postanstalten, sowie durch den Verlag Erich Reiß, Berlin- Westend, Kaiserdamm 26. Landwirtschaftliches. Die Kopfdüngung der Wintersaaten soll frühzeitig ausgeführt werden, weil dann bei Beginn des Wachstums den jungen Saaten sofort genügende Nahrung, besonders Stichstoff zur Verfügung steht, sodaß sie sogleich kräftig emporwachsen können. Solche Pflanzen widerstehen dann besser dem Befall und neigen auch weniger zum Lagern als Saaten, die erst spät im Frühjahr eine Kopfdüngung erhalten. Für die frühe Kopfdüngung, die etwa Februar März aus geführt wird, wendet man schwefels. Ammoniat an und gibt 50-100 Pfund auf den Morgen in einer Gabe. Irgendwelche Verluste an Stichstoff sind auch bei dem frühesten Ausstreuen des Ammoniats, das vom Boden festgehalten wird, nicht zu befürchten. Oeffentlicher Sprechlaal. chentlich erscheinenden Im Interesse unserer Leser werden wir dem jetzt wöSprechsaal, der allen Abonnenten unentgeltlich zur Verfügung steht, besondere Beachtung schenfen. Gleichzeitig bitten wir von dieser Einrichtung, besonders in Kranten, Unfall-, Invalidenversicherung, Gesinde- und Gewerbegerichts- Angelegenheiten, Steuersachen, sowie Fragen des bürgerlichen Rechts ausgiebig Gebrauch zu machen. Die Redaktion. H. B. Lollar. Personen, die wohl zur Zeit, aber noch nicht dauernd invalide sind, haben nach 26wöchentl., mit Erwerbsunfähigkeit verbundener Krankheitsdauer Anspruch auf Krantenrente. Wenden Sie sich an die dortige Bürgermeisterei. 2. Die Unfallversicherung hat vom Beginne der 14. Woche ab Entschädigung zu leisten; außerdem hat der Unfallverletzte vom Beginn der 5. Woche ab Anspruch auf erhöhtes Krankengeld( mindestens zwei Drittel des Arbeitsverdienstes). 2. W. hier. Räumt der Mieter die innegehabte Wohnung nicht nach Beendigung des Mietverhältnisses, so fann der Vermieter für die Dauer der Verzögerung als Entschädigung den vereinbarten Mietzins fordern. Die Geltend machung eines weiteren Schadens ist nach§ 557 des B. G. B. nicht ausgeschlossen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 27. Februar, Oculi. Gottesdienst. Wei Di Alinif i Be tätig wa Die Berfoflig Me eines Leb bet uns e Ste Großh. In der Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Marfusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. Montag, den 28. Februar, abends 8 Uhr: Versammlung Mittwoch, den 2. März, abends 6 Uhr: 4. PassionsPfarrer Schwabe. andacht. In der Johanneskirche. Vormittags 9½ Uhr: Professor D. Eck. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes= Gemeinde. Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 8 Uhr im Johannessa a l: Versammlung u. Bibelbesprechung. Mittwoch, den 2. März, abends 8 Uhr, wird Pfarrer 3öckler aus Stanislau über„ evangelische Rettungsarbeit im österreichischen Karpathenlande" reden. Freitag, den 4. März, abends 5½ Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukas- und Johannesgemeinde. Bath lische Gemeinde Samstag, den 26. Februar. Nachmittags 5 Uhr und Abends 8 Uhr: Gelegenheit zur Hl. Beicht. Sonntag, den 27. Februar. 3. Fastensonntag. | Vormittags 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vormittags 6½ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Für follen auf geben wi a) die 100 b) die 3. 7. Sd tüd 16. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Nachmittags 5½ Uhr: Christenlehre; darauf Passions- Andacht. c) die für die d) die gru Di dem Ver bon 3-5 Ange schrift ber Sama einzureid Pro neten Ge Bufa öffnungste Nach Altenbuse ck. Die von fremder Hand eingeworfene Fensterscheibe hat, wenn vertraglich keine gegen= teiligen Vereinbarungen getroffen sind, der Vermieter einsetzen zu lassen. „ Auf Ihre Rechnung und Gefahr", ſo schreiben fast alle Fabrikanten und Großkaufleute auf ihre Rechnungen und wollen damit sagen, daß sie für Schaden der Ware, der während der Versendung entsteht, nicht aufkommen. Wie gerichtlich festgestellt ist, hat aber dieser Vermerk nur dann Giltigkeit, wenn vor dem endgültigen Abschluß des Kauss ausdrücklich vereinbart ist, daß die Ware | ,, auf Rechnung und Gefahr" des Käufers gesandt wird. An| dernfalls fann der Käufer mit Recht die Annahme der wäh rend des Transportes beschädigten Waren verweigern. H. Ihnen helfen," sagte der Detektiv, der mit Staunen beobachtete, wie dieser junge Mensch sich ganz widersinniger Weise von seinen Stimmungen hin- und hera werfen ließ. Ich bin zwar kein Engel vom Himmel, aber ein, wie ich mir einbilde, ganz tüchtiger Detektiv. Wenn Sie sich bemühen wollten, ein wenig vernüftig und besonnen zu sein und offen mit mir zu sprechen, so bin ich überzeugt, daß ich Ihnen recht gut nüßlich sein fönnte." Mir kann niemand nützlich sein, ich bin verloren," beharrte der Italiener eigensinnig. ,, Wie kann man sich verloren geben, wenn man das Bewußtsein hat, unschuldig zu sein?" Unschuldig? Halten Sie mich denn wirklich für unschuldig?" fuhr Olfers auf." Mein Wort darauf, daß ich es tue. So sicher, wie ich weiß, daß ich hier vor Ihnen stehe, so fest bin ich überzeugt, daß Sie an Graf Welshofens Tod unschuldig sind," sagte der Detektiv fest. Offers betrachtete ihn mit unsäglichem Erstaunen, ungefähr so, als ob er ein fremdländisches Tier wäre. Troßdem Sie meine Vergangenheit kennen, von meiner Eingesand t. Der Genuß an den gesanglichen Leistungen im gestrigen Konzert des Konzertvereins ist den in den ersten Reihen sitzenden Zuhörern durch das Orchester zum Teil verloren wesen, daß die Orchestermitglieder ein wenig nach den Scigegangen. Wäre denn nicht leicht dadurch abzuhelfen geten gerückt, so daß wenigstens die Solisten etwas freier gewesen und mehr in den Vordergrund gelangt wären? Schutz KREUZ Marke STERN Pfa MAGGIS Bouillon- Würfel 5 die besten! = h= Schmugglergeschichte wissen, und vielleicht noch mehr?" Das letztere war sehr zögernd gesprochen. Noch mehr das heißt von jener Geschichte in Neapel- damals, als Sie aus Eifersucht auf Anita Brusio den Long- Bell niederstachen." „ Er weiß auch das!" murmelte der Unglückliche. ,, Auch das! Ja, Mensch, sind Sie denn allwissend?" Brümmel vermochte sich in diesem Augenblick einer Regung geschmeichelter Eitelkeit nicht zu erwehren. „ Ich bin Detektiv und, wie ich bereits bemerkte, ein, wie ich mir einbilde, ganz tüchtiger," äußerte er mit stolzer Bescheidenheit. Eine Pause entstand. Offers schien wieder in sein dumpfes Brüten verfallen zu sein und Brümmel beobachtete ihn nachdenklich. Dann begann der lettere: ,, Da Sie nun doch sehen, Herr Olfers, daß ich über alles, was Sie betrifft, orientiert bin, so sollten Sie wirklich nicht zögern, eine ganz rückhaltlose Beichte mir gegenüber abzulegen. Denn manche Zusammenhänge sind mir doch nicht ganz klar, und wenn ich Sie retten soll, muß ich auch die kennen." Ja, aber inwiefern haben Sie denn ein Interesse daran, mich zu retten?" erfundigte sich Olfers. ,, Eben weil ich Detektiv bin das ist doch sehr einfach. Ich will Ruhm ernten. Also nochmals- erzählen Sie mir alles. Es hat ja doch keinen Zweck weiter mir etwas verbergen zu wollen. Da ich die Hauptsachen alle kenne wahrscheinlich auch noch einiges, das selbst Ihnen verborgen ist." In Olfers Brust ging ein heftiger Kampf vor. So lange hatte er sich Schweigen zum Geseß gemacht, daß es ihm jezt schwer wurde, es zu brechen, troßdem er eigent lich feinen Grund mehr dafür sah. Er stand von seinem Stuhl auf und ging unruhig im Zimmer auf und ab, um dann vor Brümmel stehen zu bleiben. ,, Was wollen Sie denn eigentlich wissen?" fragte er müde. Sie sollen mir Ihr ganzes Leben erzählen, soweit der" Clown Long- Bell und Anita Brusio darin verwickelt find", entgegnete Brümmel. Da jener schwieg, sagte er: Sie kennen den Long- Bell seit Ihrer Kindheit Sie kannten ihn damals schon, als Ihre Eltern noch nicht Freitag um 7 Uhr ist Segensmesse. Dienstag und Freitag, abends um 6½ Uhr ist FastenAndacht. Methodisten- Gemeinde. Dienstag, den 1. März 1910: Singstunde 9 Uhr abends. Mittwoch, den 2. März 1910: Jugendbund ½ 9 Uhr abends. Donnerstag, den 3. März 1910: abends 9 Uhr: Bibelund Gebetsstunde. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Nach Spiel und Tanz bereitet köstlichen Genuss die Cigarette des Feinschmeckers: ..Salem Aleikum". Keine Ausstattung, nur Qualität. Echt mit Firma: Orientalische Tabak- und Cigarettenfabrik ,.Yenidze" Inh. Hugo Zietz. Dresden. Salem Aleikum- Cigaretten sind ausser zu 32, 4, 5 Pfg. das Stück auch in Luxusqualitäten zu 6, 8 u. 10 Pfg. erhältlich. Diese Cigarette wird nur ohne Kork, ohne Goldmundstück verkauft. Bei diesem Fabrikate sind Sie sicher, dass Sie Qualität. nicht Konfektion. bezahlen. geschieden waren und Sie noch mit ihnen in Neaser lebten?" Offers nickte. Dann sette er sich auf den Stuhl, den er vorhin verlassen und sprach träumerisch: Der James Todd und die Anita waren meine Spielgefährten, trotzdem Todd acht Jahre mehr zählte als ich. Anitas Vater, der Seile und Nebe fabrizierte, hatte sich, nachdem sein Vater bei seinen Gymnastikervorstellungen das Genick gebrochen, seiner angenommen. Er war unser Nachbar und wir Kinder schienen unzertrennlich. Aber der James war immer schon ein hinterlistiger, falscher Bursche und ich so wahnsinnig eifersüchtig auf ihn, daß es, wie man sich leicht denken kann, fortwährend Schlägereien zwischen dem James und mir gab. Einmal bin ich sogar mit dem Messer auf ihn losgegangen und wer weiß, ob ich ihn nicht getötet hätte, wenn die Anita sich nicht zwischen uns geworfen hätte. Einen Kuß und eine Locke von ihrem Haar versprach sie mir, wenn ich von dem James abfieß, und da freilich- Ach, es weiß ja teiner, wie schön sie damals schon war! Ihre Augen glänzten wie Sterne und ihr kleiner Mund war rot wie Die Granatblüten die sie sich so gern ins Haar steckte, und wenn sie tanzte, sie tanzte die Tarantella so schön dann dann Offers Augen verloren sich ins weite und minutenlang träumte er vor sich hin. Dann fuhr er auf und sprach mit bedeckter Stimme weiter: ,, Es war eine Zeit voll Süßigkeit und Bitternis mein Kinderparadies, in dem giftige Schlangen wohnten, die sich mir um den Hals ringelten. Aber ein Paradies doch! Und noch schöner wurde es, als plöblich eines Tages eine indische Gauklerin erschien, die sich für die Mutter des James ausgab und ihn mit sich fortführte. Er ging, sagte er, um Geld zu verdienen und dann die Anita als seine Frau holen zu können. Ich glaubte aber, daß er nie wiederkehren würde und war glückselig, weil ich mein findliches Lieb jetzt allein für mich hatte. Aber nicht lange, dann nahm mein Vater mich von der Mutter fort und zog mit mir nach Deutschland. ( Fortsetzung solgt.) Gie Gr. Am fchäftszimn die Beding Wurfiwar Ende Ju Bedingu dem ober bot auf Die fehen im macht, da vom 1. Fleischwa Korporati Nordde P Wein eken. Eusgemeinde, Schwabe. Berjammlung iusgemeinde 4. PassionsSchwabe. hannes: Geammlung u. ird Pfarrer Rettungsar Bersammlung und Jo genheit zur inion. Jassions- Anist FastenUhr abends. Uhr abends. Ihr: Bibeln. nz 5 Pfg. 0 Pig. ohne sind hlen. Weißzeugbeschließerin gesucht. Die Stelle der Weißzeugbeschließerin unferer Alinif ist zum 1. April 1. Js, neu zu besetzen. Bewerberinnen, die bereits in größeren Betrieben tätig waren, erhalten den Vorzug. Die Vergütung beträgt neben freier Wohnung und Berköftigung jährlich 600 ME. Meldungen unter Anschluß von Zeugnissen und eines Lebenslaufes find bis zum bei uns einzureichen. 10. März Gießen, den 19. Februar 1910. Großh. Verwaltung der chirurgischen Univ. Klinit. Jung. Vergebung. Für die Gr. chirurgische Univ. Klinik in Gießen sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung bergeben widen: für das Rechnungsjahr 1910 a) die Lieferung von ca. 500 3tr. Nußkohlen und 10 000-12 000 3tr. Hüttenkofs; b) die Lieferung von 1. Badwaren, 2. Fleischwaren, 3. Spezereimaren, 4. Kaffee, 5. Milch, 6. Butter, 7. Gier, 8. Bier, 9. Verbrauchsgegenständen, 10. Schreibmaterialien, 11. Bürstenwaren, 12 Scheuertücher, 13. Seife, 14. Soda, 15. Bohnerwichse, 16. Porzellan- und Glaswaren und 17. Gis; c) die Abgabe von Knochen, Lumpen und Gespül; für die Rechnungsjahre 1910, 1911 und 1912. d) die Fensterreinigung und das Entleecen der Müngruben. Die Bedingungen liegen vom 24. d. Mts. ab auf dem Verwaltungsbureau an den Wochentagen nachm. bon 3-5 Uhr offen. Angebote sind berschlossen, mit entsprechender Aufschrift bersehen bis zum Eröffnungstermine Samstag, den 12. März 1910, vorm. 11 Uhr einzureichen. Proben der unter a und b 3, 4, 8 bis 16 bezeichneten Gegenständen sind den Angeboten beizufügen. Zuschlag erfolgt innerhalb 14 Tagen nach dem Gr öffnungstermine. Gießen, den 21. Februar 1910. Gr. Direktion der chirurgischen Univ. Klinik. Poppert. Fleischverdingung. Am 2. März 1910, borm. 10 Uhr wird im Ge= schäftszimmer der Verwaltung- Kaserne 1 wo auch die Bedingungen ausliegen, der Bedarf. an Fleisch- und Wurstwaren für die hiesigen Truppen vom 1. April bis Ende Juni 1910 berdungen. Die nach Ziffer 17 der Bedingungen auszustellenden Angebote sind spätestens zu dem obengenannten Zeitpunkte mit der Aufschrift ,, Ange bot auf Lieferung von Fleisch- und Wurstwaren" bersehen im Geschäftszimmer bersiegelt abzugeben. Die Unternehmer werden darauf aufmerksam ge macht, daß gemäß§ 13 des Zolltarifgesetzes v. 25. 12. 1902 vom 1. April 1910 ob Abgaben auf Vieh, Fleisch, Fleischwaren und Fett für Rechnung der Gemeinden und Korporationen nicht mehr erhoben werden. Sarnison- Verwaltung, ießen. Persil Damenfrisieren Kopfwaschen mit Trockenapparat in und außer dem Hause Helene Reitz, Schiffenberger Weg 10 III. Heinr. Krevert Plockstrasse 11 Telephon 323 Feine Mass- Schneiderei Engl. Damen- Kostüme Sport- Kostüme Loden- Anzüge Reichhaltiges Lager in deutschen und englischen Stoffen. Stets Eingang von Neuheiten. Grosse Ersparnis!! Feinste Molkerei- Butter kostet Mt. 1,50 Sanitas Pflanzen- Butter foftet Mt.-.88 bester Molkerei- Butter- Ersatz. Sie ersparen also an 1 Pfund Mt.-. 62 zu haben: Reformhaus Neuenweg Nähe Kreuzplatz Johns Schornsteinu. Ventilationsaufsatz ist das beste.Mittel gegen das Rauchen der Öfen und Dunsten der Aborte. Unbedingte Garantie für dauernd gute Wirkungsweise, 10 jährige Garantie für Haltbarkeit laut Prospekt. Vorzüglicher Ventilator. Wilhelm Dürbeck, Neuenweg 18. 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