cater better. 1910 reife! chail n von 0 Uhr uar Preise! tigkeit. tät des elle des „ Kaiser Leitung ifters ngen n Carl 10 Uhr. de Stadt en, die nd ohne n. BeOfferten blenz. erin toht. Giessen then ucht. Giessen L. Pfg. 54 Pig. scher er Betrieb ranche im Hessen:: nstalt Tel. 627 " en. 553 Geschäft en werden e in en. 0000001 züge n, Kragen Neueste am ffr. 27. lern. ren Gent, die ung von erbieten, der Dar vinn darlehensge Auslagen ner Aus en 2c. abrung ge arlehensein umund Dar die meist berechtigt twährend g zu emutere Ge gefommen gegenüber Nr. 21. Erscheint täglich außer Sonntags. Bezug& preis: vierteljährlich durch die Träger frei ins Saus 1.35 Mt., durch die Post bezogen 1.50 Mr. * Expebision: Bienen, Seltersweg 83. Mittwoch, den 26. Januar 1910 Gießener 20. Jahrgang Juferate: die 44 mm breite Bettigette 20 feci, Reklame: 90 Beilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet 17 W "! 50 " Telephon- Anschluß: Sichen, Rr. 368. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen Zum Geburtstage des Kaisers. ( Nachdruck verboten.) Der Geburtstag des Kaisers wird im ganzen Deutschen Reiche in diesem Jahre in herzlicherer und freudigerer Weise gefeiert werden als im vergangenen Jahre. Damals schwebten voch die düsteren Schatten der unerfreulichen Novembertage über die Feier, und wenn man auch wohl hoffte, daß der Kaiser selbst die Wiederkehr jener Tage verhindern werde, so war doch eben eine zu furze Zeit verstrichen, als daß die Hoffnung eine Gewißheit hätte sein können. Jetzt ist ein ganzes Jahr vergangen, und man darf nunmehr freudigen und dankbaren Herzens anerkennen, daß der Kaiser jene Zusage, die er am 17. November gegeben hatte, getreulich innegehalten hat. Bei seinem lebhaften Temperament und seinem regsamen Geiste, der an allem Anteil nimmt, fällt es ihm sicherlich nicht leicht, mit seinem Urteile in so viel höherem Maße zurückzuhalten, als er es früher getan hat. Was bei einem Phlegmatiker eine Selbstverständlichkeit und kein Verdienst ist, ist bei einem Manne von dem heißblütigen Temperament des Kaisers eine Tu gend. Um so größer darf die Freude darüber sein, daß er diese Tugend im letzten Jahre getreulich geübt hat. Dabei ist in diesem vergangenen Jahre der Versucher an den Kaiser herangetreten. Es hat, als die Entscheidung über die Reichsfinanzreform auf des Messers Schneide stand, nicht an Leuten gefehlt, die von dem Kaiser ein " Machtwort" erhofften und erbaten. Diese Leute handelten zweifellos in der besten Meinung, aber ihr Verlangen stand in striftem Gegensaße zu dem von ihnen selbst im vergangenen Jahre geäußerten Wunsche der politischen Zurückhaltung des Monarchen. Der Kaiser hat diesen Wünschen und Bitten nicht nachgegeben, sondern er hat auch in dieser die Nation so lebhaft bewegenden und erregenden Frage vollständige Objektivität und große Zurückhaltung gewahrt. Die Belohnung dafür ist nicht ausgeblieben. Vor jener Entscheidung über die Reichsfinanzreform und auch noch nachher, ja bis zum heutigen Tage hat der Streit der Parteien über diese Frage so leidenschaftlich getobt, wie faum je zuvor bei anderen politischen Angelegenheiten. Früher befreundete Parteien sind miteinander zerfallen und haben sich gegenseitig in der schärfsten Weise angegriffen. Aber die Person des Kaisers ist glücklicherweise aus dem ganzen Streite ausgeblieben. Gegen ihn sind keine Angriffe gerich tet worden, und sie konnten es nicht, weil er eben nicht Partei genommen, sondern eine streng verfassungsmäßige Zurückhaltung gewahrt hatte. Wenn man bedenkt, wie gerade in der letzten Zeit die den Monarchismus bekämpfende sozialistische Partei Erfolg auf Erfolg erzielt hat, so muß man sich doppelt darüber freuen, daß der Träger der Krone ihr keine Möglichkeit gegeben hat, ihre giftigen Pfeile auf ihn zu richten und dadurch das Ansehen seiner Person und der monarchischen Institution überhaupt zu untergraben. Die Sozialdemokratie hat nur auf die Gelegenheit gelauert, den Kaiser auch bei dieser die Nation so errenden Angele genheit herunterreißen zu können, der Monarch aber hat ihr diese Gelegenheit nicht geboten. Auch im Auslande sind die Angriffe gegen den Kaiser seltener geworden. Auch dies dürfte in Verbindung mit der von ihm jeßt geübten Zurückhaltung stehen. Wenn er früher immer wieder zu allen Fragen Stellung nahm, und zwar manchmal in sehr prononcierter Weise, so entstand dadurch im Auslande von ihm die Vorstellung von einer erplosiven Natur, die sich unter allen Umständen betätigen muß, und man nahm an, daß diese Betätigung sich nicht nur auf die deutschen Grenzen beschränken, sondern unter Umständen auch darüber hinausgreifen werde. So entstand die total verkehrte Auffassung, daß der Kaiser aus Ehrgeiz und Tatendrang eine Gefahr für den Frieden bedeute. Diesev Auffassung begegnet man jezt ungleich seltener als früher, und diese Berichtigung der früheren Anschauung ist zweifellos ein Gewinn für den Weltfrieden. Dieser Erfolg muß dem Kaiser auch persönlich erfreulich sein, weil er eben ein Monarch ist, der die Erhaltung des Friedens aufrichtig wünscht, weil er weiß, daß das Deutsche Reich in ernster Friedensarbeit so große Entwickelungsmöglichkeiten besitzt, daß es tief bedauerlich wäre, wenn diese Möglichkeiten durch friegerische Ereignisse gefährdet werden. Auf der anderen Seite aber geht das Friedensbedürfnis des Kaisers glücklicherweise nicht so weit, daß er durch unwürdige Mittel den Frieden erfaufen möchte. Er will, wie mit aller Welt, so auch mit England in Frie den leben und mit diesem Lande schon ganz besonders deshalb, weii er mit dem Englischen Herrscherhause durch nahe Bande der Verwandtschaft verknüpft ist. Aber er läßt sich auf die Forderung vieler englischer Politiker nicht ein, freundliche Gesinnung der Engländer durch den Verzicht auf den Ausbau der deutschen Flotte zu erfaufen. Vielmehr hält der Kaiser im Einvernehmen mit seinen Ratgebern und der überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes daran fest, daß das Flyttenbauprogramm zur Durchführung gelangt, damit Deutschland in den Besit einer Flotte kommt, die sich jeden Angriffs mit Ehren erwehren kann. In diesem eben abgelaufenen Lebensjahre hat der Kaiser, in dessen Geschichte ja einst die Entwickelung der deutschen Flotte das schimmernste Ruhmesblatt sein wird, die Freude gehabt, die beiden ersten deutschen großen Schlachtschiffe in den Dienst einge= reiht zu sehen. Hoffentlich wird die Weiterentwickelung unserer Flotte in Sicherheit und in ungestörtem Frieden vor sich gehen ennen, zur Freude ihres Schöpfers. Lokales und Provinzielles. ** Der Großherzog und die Großherzogin werden on der Feier des Geburtstages des Kaifers in Berlin teilnehm n. Die Rückkehr c. folgt voraussichtlich am 28 Januar. ** Gießen, 26. Jan. Die Kaisergeburts. tags- Festlichkeiten werden heute abend durch einen großen Zapfenstreich eingeleitet. Derselbe wird seinen Ausgang von den neuen Kasernen nehmen und sich durch die Licherstraße, Oftanlage, Walltorstraße, Marktstraße und den Seltersweg nach dem Hause des Regiments fommandeurs bewegen, um von da durch die Neuen Bäue nach der Zeughaustaserne zurückzukehren. An dem folgenden Tage findet morge& ein Weden statt, worauf um 11.30 Uhr die Truppen auf Oswaldsgarten Aufstellung zur Parade nehmen. Viele Vereine veranstalten aus Anlaß des Geburtstages des Kaisers Festlichkeiten. Das Stadttheater hat für den 27. Januar eine Fest borstellung angemeldet. ** Gießen, 24. Jan. Heute mittag ereignete sich auf der Biebertalbahn ein Unfall, der an einer anderen Stelle leicht hätte verhängnisvoll werden kön nen. Es entgleiste nämlich der sogenaunte Schülerzug, welcher den Bahnhof Gießen furz nach 1 Uhr verläßt, bei der Station Heuchelheim Die Entgleisung hat nur Materialschaden zur Folge gehabt. Der Verkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erhalten. * Klein Linden, 26. Jan. Der Franzenwald soll am Montag der Schauplag eines Pistolenduells gewesen sein, das zwischen zwei Gießener Aerzten statt: gefunden habe, aber glücklicherweise unblutig verlief. Der Zweikampf soll dem Umstand zuzuschreiben sein, daß sich der eine der Gegner abfällig über die Frau des andern äußerte und daß der zweite deshalb denselben auf einer Festlichkeit tätlich beleidigte. - * Marburg, 24. Jan. Hier starb, 70 Jahre alt, der frühere langjährige Universitätssekretär Röntg. Gestern wurden dret verunglückte todler in die Alinif eingeliefert. Kindheit und Heimat. Ein Volkskonzert in der neuen Universitätsaula. Gießen, 23. Jan. 1910. In diesen beiden Wörtern: Kindheit und Heimat, ist nicht die ganze Welt darinnen vereinigt? Denkt nicht ein jeder, und wenn er der ärmste ist, gern zurück, da er als Kind in die treuen Augen seiner Mutter und seines Vaters blicken konnte, beneidet von denen, die das größte Glück treuer Elternliebe entbehren mußten. Welche Wahrheit, welch unbeschreibliches Empfinden in dem Liede: Ja selig, ein Kind noch zu sein! Und Heimat, verehrter Leser, ist sie uns nicht gleichwert, denn ohne Kindheit keine Heimat. Alle Völker der Erde lieben ihre Heimat, ihre Scholle, da sie in Eintracht lebten und lehrten seit Jahrtausenden ganz nach ihren Sitten und Gebräuchen. Wehe, wenn fremde unberufene Eindringlinge sie darinnen störten, sie gar von dem liebgewordenen Boden vertreiben wollten! Und all die großen Kriege und Schlachten, ist es nicht am End ein Kampf um Haus und Familie, um die Heimat gewesen. in Leider ist in unserer hastenden Zeit, da mehr denn je der Kampf um das Leben in den Vordergrund tritt, breiten Massen des Volkes der Sinn für Kindheit und Heimat im Schwinden. Auch andere Elemente tragen dazu bei, alle Ideale weniger wertvoll einzuschätzen; die Klassenunterschiede sind leider statt weniger immer mehr geworden. Umso erfreulicher und höchst beachtenswert ist es darum, daß seit einigen Jahren besonders im Großherzogtum Hef= sen, in Hessen- Nassau und angrenzenden Gebieten zahlreiche Männer und Frauen der verschiedensten Stände sich gefunden haben, das Volk unter sich näher zu bringen, es zu befreien von den Vorurteilen der Besißenden und der weniger oder wenig bemittelten Klassen, durch eine sogenanni Voltsbildung. Das Sprichwort: Wissen macht frei, tann nicht bessere Früchte bringen als auf dem Gebiete der Volksbildung. Frei zu etwas höherem soll sich auch der Arbeiter, der fleine Mann aufschwingen, wenn er nach des Tages Arbeit den Hammer, den Hobel, den Pflug zur Seite gestellt hat. An geistigen Freuden soll er sich dann mit erfreuen und die Freude auf seine Familie, auf seine Nächsten, auf Freund und Verwandten übertragen, dann trägt auch er reichlich bei zur besseren Ausgestaltung der Volksbildung. Immer größer und größer wird Kreis derer, die ihre Gaben in den Dienst der Volksbildung stellen. Lehrer, Aerzte, Richter, Pfarrer, Rechtsanwälte, Techniker, Professoren, Schriftsteller, nicht zu vergessen be sonders begabte Leute aus dem werktätigen Volt, Männer und Frauen treten ein in die Reihen derer, die die Pflichten der„ Bildung" gegen die„ Unbildung" erkannt haben, die sich nicht damit begnügen, die Nase zu rümpfen oder zu schimp en über die„ Unbildung der Masse", sondern die mulig die Hand ans Wert legen, um auch andere, an den wertvollen Gütern der Bildung teilnehmen zu lassen. Auch die Künstler wollen nicht zurückbleiben bei solch edlem Werk sozialer Hülfe. Schauspieler, Maler, Bildhauer, Sänger und Sängerinnen, Tonfünstler aller Art stellen sich mit ihren Kräften in dankenswerter Weise uneigennüßig der Volksbildung zur Verfügung. Hierher gehören nicht nur der die Veranstaltungen wie Volkskonzerte, Voltsvorstellungen, Loftsvorträge, in den großen Städten, nein, auf die kleinsten Dörfer gehen diese Künstler, um auch für den hohen erzieherischen Wert der Bildung die Augen zu öffnen. All diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich vom alten Herrn Challier eine Einladung gestern Abend zu dem heute angemeldeten Voltskonzert erhalten hatte. Auf dem mitempfangenem Programm lese ich: Mitwirkende: Frau Landgerichtsrat Sch u d t= Gie ßen( Alt), Frl. Elisabeth Fe I ch ne r- Gießen( Klavier), Frl. Meline Müller Weßlar( Rezitation) und die Män nergesangvereine" eiterfeit"-Gießen und„ Ger= mania"-Lollar, beide unter Leitung des Herrn Lehrer Ludwig Becker Gießen. sonen der verschiedensten Stände aus Gießen und der Um Welch glücklicher Gedante, daß Stadt und Land, Pergebung an diesem Volkskonzert Teil zu nehmen, mitzuwir ten sich herbeigelassen haben, denen allen schon im Voraus Dant und Anerkennung gebühre. Dem Lehrer Valentin Müller, der eifrige Schriftführer des Mitteldeutschen Sängerverbandes und seinem Freund und Kollegen Becker, die beide die Vorarbeiten erledigt haben, so sagte man mir, gebührt nicht minder Dank für die au ßerordentlich feinsinnige Zusammenstellung der Vortragsfolge. Da vielleicht auch anderwärts ein gleiches oder ähn liches Voltskonzert aufgeführt werden möchte, sei die Vortragsfolge hier abgedruckt. Sie lautet: 1. Zwei Männerchöre: a) Erinnerung an die Kindheit 2. Lieder für Alt: a) wüßt ich doch den Weg zurück( J. ( J. W. Immler), b) Des Kindes Sehnen( E. Groschoff); Brahms), b) Vor meiner Wiege( Fr. Schubert), c) Wie genlied( P. Cornelius); 3. Rezitation: a) Ein Lied von den Kindern( E. Handel- Mazetti), b) Gute Nacht( J. Lö wenberg), c) Das alte Haus( F. Hebbel), d) Abschied( Th. Storm); 4. 3wei Männerchöre: a) Wenn ich den Wand rer frage( J. Schwartz), b) Im schönsten Wiesengrunde( N. v. Wilm); 5. Rezitation: Das Orakel( Erzählung v. Wildenbruch); 6. Lieder für Alt: a) Frühlingsfahrt( R. Schu mann), b) Im Lenz( Haym), c) Fußreise( H. Wolf); 7. Rezitation: a) Die Maus( V. Blüthgen), b) Der Peter in der Fremde( Eberhard); 8. Männerchor: Grüße an die Heimat ( K. Kromer). Und nun zum Verlauf des Konzertes selbst. Ueber 100 Sänger betreten( zwar etwas geräuschvoll) die Bühne; prüfend überblickt Lehrer Be der seine Gesangsfreunde und im Saal ist's still geworden. Da, aus den Kehlen dieser Männer, die des Werttags über zumeist in dumpfer Werkstatt ihren Lebensunterhalt erschaffen müssen, lösen sich die Töne und überfluten in mächtigen Afforden den gut be seßten Saal.„ Erinnerungen an die Kindheit" hallen in die sen derbeu aber gutgeschulten Männerstimmen wieder, ich sah es allen an, daß sie mit Herz und Gemüt einig bei der Sache waren, unbefümmert darum, daß dieser Massen chor aus zwei verschiedenen Vereinen, aus zwei verschiedenen Sängerbünden zusammengesetzt war. Und dann„ Des Kin des Sehnen". Wer hat es nicht schon gehört und möchte es doch immer wieder hören, zumal wenn es so eindrucksvoll wie hier gesungen wird. Der eifrige, befähigte Dirigent hatte seine Mannen ganz in der Gewalt und darum flapple es so samos. Die Sänger treten ab und eine sehr vorteilhafte Abwechselung boten die nächsten 3 Sologesänge der Frau Landgerichtsrat Sch u d t. Wir hatten das Vergnü gen sie das erste Mal zu hören. Ruhig, sicher im Ansatz und wohlflingend ist ihre prächtige Altstimme, nichts Getünsteltes in ihrem seinen Vortrag, so daß man nicht müde wird, ihr zuzuhören. wüßt ich doch den Weg zurück" und Vor meiner Wiege" sind zwei Lieder, die mir noch lange nachklingen. Nur die Klavierbegleitung hätte bei dem 1. Lied etwas gedämpfter sein können; bei den spä teren Stücken fiel es weniger anf. Immerhin verdient Fräulein Felchner Dant für die geschickte Erledigung. Den nun folgenden Rezitationen des Frl. Müller lauschten ebenfalls alle sehr andächtig. Großen Eindruck hinterließen alle 3 Nummern:„ Gute Nacht Mutter, gute Nacht Kind", „ das alte Haus" und" Abschied". Das letztere, von dem echt deutschen Dichter Theodor Storm, schildert' dessen un freiwilligen Wegzug aus seiner schlesischen Heimat. Welche Wendung seit jener Zeit! Wie glücklich können wir uns preisen die Segnungen des Friedens genießen zu können. Waren die Sänger, die jetzt wieder auftreten mußten, auch derselben Stimmung wie ich, daß ihnen der Chor„ Wenn ich den Wand'rer frage", nicht so rein von den Lippen tam? Die Strophe".. hab teine Heimat mehr" war mehr za gend statt klagend. Recht gut hörte sich dagegen m schönsten Wiesengrunde" an; die Bässe legten sich geschicht in's Zeug. Daß„ Das Oratel" als Rezitation nun folgte, wurde von manchem Zuhörer seines Umfanges wegen nicht so beifällig aufgenommen. Der tiefe Sinn dieser Erzählung wurde aber durch die gemütvolle lebenswahre Vortragsweise des Frl. Müller so herausgehoben, daß die Länge des Stückes doch gern mit in Kauf genommen wurde. Die sich anschließenden Sologesänge Frühlingsfahrt"," Im Lenz" und" Fußreise" atmen freie Luft Natur! und so hat sie auch Frau Landgerichtsrat Schudt, funstvoll und doch ungefünftelt, natürlich aufgefaßt, es hallten die Töne nur so aufmunternd den Zuhörern entgegen. Recht frisch und gut gegeben und inhaltlich ganz anpassend waren die bei den Rezitationen„ Die Maus" und" Peter in der Fremde". Man hätte mögen mitfangen die kleine Maus oder den Peter am Kreuzweg stehen sehen, wie er, das Muttersöhn chen so schnell vom Heimweh ergriffen, umkehrt und auf Umwegen in das Elternhaus sich wieder einschleicht, er, der so mutig in die weite Welt wollte. Als würdigen Schluß dieses Voltskonzertes haben die Sänger- aus dem Volk die„ Grüße an die Heimat" erschallen und so sein ausklingen lassen, daß ich ihn mit den Worten: Ende gut alles gut, und damit auch die Leistungen aller Mitwirkenden A. K. beurteilen möchte. Rebaltion, Druck und Verlag von Ibin Klein. Gießen. Dr. Wegener's Blutreinigungsthee reinigt und verbessert den Blutzustand, befördert die Verdauung und beseitigt Verstopfung und Hartleibigkeit; be steht aus edlen Kräutern und ist sehr angenehm zu trinken. 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Dazu treten noch die Aufwendungen, die die zahlreichen Industrie- und Handelsorganisationen auf eigene Hand machen, um dieser oder jener Partei zum Siege zu verhelfen, und die nach den sorgfältigen Schäßungen Eingeweihter die Summe von 20 000 000 M überschreiten. Der Kandidat, der in den Wahlkampf tritt, darf vor persönlichen Geldopfern nicht zurückscheuen, wenngleich er selbst Ausgaben nicht machen darf. Von dem Tage an, da er die Kandidatur annimmt, steht er gewissermaßen unter der finanziellen Oberhoheit seines Wahlagenten, der alles wettere besorgt. Er eröffnet bei einer Bank ein Konto und ertell dem Agenten alle Vollmacht. Wenn der ausgesetzte Betrag nicht von vornherein eine ansehnliche Höhe hat, merden bald neue Zuschüsse nöttg. Die Oberhoheit des Wahl' agenten erstreckt sich während der Wahlzeit selbst auf die persönlichen Ausgaben des Kandidaten; während der Kandidatur des Oberst North ging der Agent sogar so weit, alltäglich das Portemonnate seines Kandidaten zu eraminieren, in der Befürchtung, der Oberst könne durch irgend eine Anwandlung von Freigebigkeit später des Stimmenfaufes bezichtigt werden. Der Wahlagent muß vom Kandidaten selbstverständlich bezahlt werden, und zwar wurden bei der letzten Wahlkampagne durchschnittlich 3080 Mark pro Agenten bezahlt. Rundschau vom Cage. Politisches. Ein Wechsel in der Kommandantur zu Berlin wird zum Geburtstag des Kaisers eintreten, und zwar ist zum Nachfolger des Generals v. Boehn der General v. Plüskow vorgesehen. Zum Kommandanten von Potsdamt dürfte Oberst Freiherr von Willisen, der Kommandeur des 1. Garderegiments, ernannt werden. Zur Reichstagsersatzwahl in Eisenach. Die Wahlbewegung ist gegenwärtig auf dem Höhepunkt angelangt. In zahlreichen Versammlungen bemühen sich Nationalliberale, Deutschsoziale und Sozialdemokraten, Stimmung für ihre Partei und ihren Kandidaten zu machen. Sie schicken zu diesem Zwecke thre glänzendsten Redner ins Treffen. Mit Gifer betreiben auch die vereinigten Liberalen die Vorbereitungen zur Wahl. Von nationalliberalen Rednern, die zugunsten der Kandidatur des Justizrats Dr. Appelius sprechen und schon gesprochen haben, seien nur erwähnt die Abgeordneten Weber, Hieber, Bassermann, Heinze. Die Generalversammlung des Bundes der Industriellen, die in Berlin tagt, nahm nach Erstattung des Jahresberichts durch den Generalsekretär Dr. Wendlandt eine Resolution gegen die Einführung von Schiffahrtsabgaben auf natürlichen Wasserstraßen an, die von Preußen bekanntlich gefor= dert werden. Im Namen des Reichsamts des Innern be= grüßte Geheimrat Wiedtfeld die Versammlung. Er teilte mit, daß die Bedenken der Industrie gegen den Entwurf einer Reichsversicherungsordnung von der Regierung im wesentlichen anerkannt worden sind. Bei der Krankenversicherung sind es die Wünsche wegen der Betriebskrankenfassen und deren Aufrechterhaltung, bei der Unfallversiche= rung die wegen der Rentenfestsetzung und des ausschließent= den Streitverfahrens. Diese Mitteilungen wurden von der Versammlug mit großem Beifall aufgenommen. Auch der Staatssekretär des Reichsschaamtes ließ Grüße und Wünsche überbringen. In seinem Namen wies Geheimrat Hofmann darauf hin, daß ohne Kampf kein Vorwärtskommen ' möglich sei, daß aber der wirtschaftliche Kampf unseres Volfes so ausgefochten werden möge, daß wir seiner froh werden. Der neue Direktor des Hansabundes Knobloch, der darauf das Wort nahm, erntete stürmischen Beifall aus der Versicherung: Wir wollen den Wünschen und Bedürfnissen der Industrie auf parlamentarischem und gesetzgeberischent Gebiete sowie auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens mehr Geltung verschaffen und hoffen, daß die gemeinsame Arbeit die Einigung der Industrie und die Durchsetzung ihrer Wünsche herbeiführen wird. Der Wirtschaftliche Ausschuß trat gestern vormittag im Reichsamt des Junern zusammen. Den Gegenstand seiner Beratungen bildet die Zukunft unserer Hand Asbeziehun= gen zu Frankreich und zu Nordamerika. In einem Artikel der Newyork Times, der die Handelsbeziehungen zum Deutschen Reich erörtert, heißt es:„ Die Lage inbezug auf den Bolltarif ist jetzt so, daß der Präsident mit gutem Gewissen erklären kann, daß seine unbillige Differenzierung besteht; nur wenige Interessenten, abgesehen von dem Fleischtrust, werden hierin anderer Meinung sein." Zum Schluß wird ' die Frage aufgeworfen, ob es sich versohne, das Land in 20) Der Fall Welshofen. Kriminalroman von M. Kossak. ( Nachdruck verboten.) 7. Kapitel. Ueber seinen Nachforschungen nach dem Großkarierten", wie Brümmet den Mann mit dem Seneiser bet sich nannte, hatte er völlig verabsäumt, wegen des Morphiums nachzufragen, wie Doktor Heilmann ihm aufgetragen. Hätte er nur das mindeste Gewicht auf denselben gelegt, so würde er dessenungeachtet Zeit gefunden haben, es zu tun, aber er war völlig überzeugt von der Nußlosigkeit solcher Erkundigungen, daß er sie für überflüssig hielt. Weishofen war ja nicht an Morphium gestorben. Als denn die Stunde herangekommen war, in der er dem Untersuchungsrichter Rapport ablegen sollte, ging er der Form wegen in mehrere Apotheken und fragte. ob man sich dort vielleicht erinnerte, daß etwa acht Tage zuvor ein junger Mann vom Aussehen eines Südländers Morphiumpulver gekauft hätte. Natürlich wußte nimand davon und Brümmel ging ebenso flug in dieser Hinsicht, wie er es zuvor gewesen, nach dem Bureau Feines Chefs. ,, Nun, Brümmel" emfing ihn dieser mit einer ei-. gentümlich pfiffigen Miene, die ihm nichts Gutes weisfagte was haben Sie mir zu melden?" Ich habe nichts bezüglich des Morphiums ausgekund= schaftet," entgegnete Brümmel. So! So! Also nichts! Hätt' mir's denken können. Aber ich desto mehr, lieber Brümmel, ich desto mehr. Da ich mir dachte, daß Sie die Sache tässig betreiben würden hab' ich sie selbst in die Hand genommen. Ja, ja, ich! Und ich hab was ausgefundschaftet, nämlich, daß am 25. Oktober in der Bärenapotheke ein junger Mann Morphiumpulver gekauft hat auf ein Rezept, das auf den Apotheker gleich den Eindruck machte, als ob es von keinem Arzt geschrieben wäre. Da der Name des Arztes sich aber unter dem Aerzteverzeichnis fand, das in allen Apotheken liegt, so hatte der Provisor am Ende keinen Grund, das Rezept nicht zu machen. Die Beschreibung des jungen Mannes einen Zollfrieg zu stürzen, nur den Herren vom Fleischtrust zu Gefallen, die die Regierung am liebsten ins Gefängnis schicken möchte. Die Arbeitslosenfrage vor dem Städtetage. Der Vorstand des deutschen Städtetages hat beschlossen, die Arbeitslosenfrage in einer besonderen Vorstandssitzung eingehend zu behandeln. Die Referate haben die Oberbürgermeister Koerte- Königsberg, Wallraf- Köln und Bürgermeister Dr. Schwander- Straßburg übernommen. Die alljährliche Denkschrift über die Entwicklung des Kiantschougebietes ist dem Reichstage zugegangen. Der Gesamtwert des Handels ist vont 49 704 985 Doll. im Jahre 1907/08 auf 65 019 877 Doll, im Berichtsjahr gestiegen. Hieran ist besonders die Ausfuhr beteiligt. Der Schiffsverkehr des Tsingtauer Hafens ist von 432 Schiffen mit 519 292 Tonneninhalt auf 511 Schiffe mit 670 085 Tonnen gestiegen. Der Gesamtbetrag der eigenen Einnahmen der Kolonie beItef fich auf 2 399 000 M. Die gestrige Sigung des ungarischen Abgeordneten: hanses, in welcher das Kabinett Khuen- Hedervary setn Programm entwickeln sollte, nahm infolge der Haltung der Unabhängigkettspartet einen derart stürmischen Verlauf, daß die Situng zeitwetse unterbrochen werden mußte. In den Wandelgängen zirkulierte das Gerücht, daß, falls die Oppositionspartei eine Debatte auch weiterhin unmöglich machen sollte, Graf Khuen- Hedervary das Haus mittels königlichen Handschreibens vertagen werde. Der französische Anarchist und Antimilitarist Hervee, der wegen eines Artikels„ Das Beispiel des Apachen" in Untersuchungshaft genommen worden war, ist von dem Untersuchungsrichter dem Schwurgericht überwiesen worden, yor dem er sich wegen Aufreizung zum Mord und Verbrechen zu verantworten haben wird. Hervee hatte in dem fraglichen Artikel aus Anlaß der Ermordung des Gendar= men Deray durch den Apachen Liabenf den Beamtenmord verherrlicht. Das neue China. Wie der Draht aus Peking meldet, drängen Deputationen, die aus den Provinzen dort einge= troffen sind, auf schleunige Einberufung eines Reichstages zur Ausarbeitung einer Verfassung. Kleine Nachrichten. Die neue Millionenanleihe der Stadt Berlin, die der Berliner Magistrat in nächster Zeit aufzunehmen beabsich= tigt, wird sich zwischen 400 und 500 Millionen Mark bewegen. Der erste deutsche Abflugturm. Der Westdeutsche Verein für Flieger, dessen Siz Oberhausen ist, begann bei Sterkrade den Bau eines Abflugturmes, des ersten für Deutschland. Die Eröffnungsfeter, der mehrere Flugtechniker mit ihren Apparaten beiwohnen werden, soll zu Ostern dieses Jahres stattfinden. Das Bittgesuch der Krankenpflegerin. Als der Kaiser am Sonntag vormittag nach dem Gottesdienst die Garnisonkirche verließ, wurde ihm bei der Abfahrt von einer Frau, dte dicht an den Wagen getreten war, eine Bittschrift überreicht. Die Frau ist eine frühere Krankenpflegerin Dittrich, die, wie sie bei ihrer Vernehmung erklärte, in dem Kaiser ihre„ lette Hoffnung" sieht. Fener auf einem deutschen Kriegsschiffe. Auf dem deutschen Kriegsschiffe„ Uranus" fant ein Feuer zum Ausbruch. Zwei Offizierskabinen wurden vollständig eingeäschert. Die Ursache des Feuers hat sich nicht ermitteln lassen. Die Offiziere waren zur Zeit des Brandes nicht an Bord anwesend. Die Bonner Studenten. Wegen Ausschreitung nach dem Bierhock am 4. Dezember in Rüngsdorf( Gefährdung eines Eisenbahntransports) hat die Staatsanwaltschaft ge= gen 56 Studenten gerichtliche Untersuchung eingeleitet. Begnadigung eines Zuchthäuslers. Aus dem ZuchtHause in Siegburg wurde nach 24jähriger Internierung ein Mann entlassen, der wegen Mordes zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilt worden war. Die gute Führung und sein Fleiß waren die Veranlassung, daß man für den Mann ein Begnadigungsgesuch einreichte, das die Geneh= migung des Königs fand. Drohender Einsturz einer Kirche. An der katholischen Marienkirche in Hohensalza( Provinz Posen), die im vergangenen Jahre durch Bodenfenfungen teilweise eingestürzt war und bisher dem Publikum noch nicht zugänglich ge= macht wurde, haben sich von neuem Erdsenkungen gezeigt. In der Stadt herrscht große Aufregung. Nach amtlicher Meldung soll die Kirche indessen nicht gefährdet sein. Ein gesunkenes Fort. Das Fort Tilust, eines der wichtigsten Befestigungswerke Frankreichs, das in der Nähe von Toul gelegen ist, hat sich plötzlich um drei Meter ge= senkt. Der Bau dieses Forts ist erst seit einigen Monaten fertiggestellt und hat vier Jahre beansprucht. Die Kosten des Baues betrugen mehrere Millionen Franken. Attentat auf einen Briefträger. Bei dem Bahnhof Plastowo an der Strecke Graetz- Kosten wurde am Sonnabend abend auf den Briefträger Hartmann geschossen, der 400 M Postgelder bei sich hatte. 3wei Schüsse. trafen ihn in die rechte Seite und verwundeten ihn ziemlich schwer. Auf seine Hilferufe entfloh der Attentäter. Ueber den traurigen Ausgang eines Scherzes ist aus Aham( Rottal) zu berichten. Dort war eine 26 Jahre alte verheiratete Näherin bei der Kundschaft mit Nähen beschäf= tigt. Eine Dienstmagd wollte sich mit der Frau einen Scherz machen, schlüpfte in Männerkleider und schwärzte sich das aber paẞt genau auf Olfers. Er war schlank, über Mittelgröße, brünett und elegant gekleidet. Der Provisor sagt, daß er recht gut ein Italiener oder Spanier hätte sein können. Der 25. Oktober war der Tag, an dem Graf Welshofen durch Morphium vergiftet wurde. Nun- was sagen Sie nun, Brümmel?" Der Gefragte sagte gar nichts und wenn sein Chef nicht durch die Befriedigung über seinen angeblichen Triumph so vollauf in Anspruch genommen worden wäre, so hätte er gesehen, wie um des Detektivs Lippen ein verächtliches Lächeln zuckte. ,, Natürlich" fuhr Heilmann fort- ,, habe ich bei dem betreffenden Arzt Bittner heißt er sofort angefragt, ob er einen jungen Mann, der sich Leugnigg nennt dies war der Name, der auf dem Rezept gestanden hat Morphium verschrieben hat. Selbstverständlich wußte der Arzt nichts von diesem Rezept, troßdem er über alle Rezepte mit genauer Datumsangabe Buch führt. Eine wichtige Entdeckung ein höchst wichtiger neuer Indizienbeweis, der uns die Untersuchung in dieser Affäre wesentlich erleichtern wird!" sagte Heilmann, sich bergnügt die Hände reibend. Wenn Sie so lässig meine Weisungen befolgen, Brümmet." sprach der Untersuchungsrichter ,,, so kann ich Sie bei dieser Sache gar nicht weiter verwenden, denn da werden Leute gebraucht, die findig und eifrig sind, nicht träge Menschen, die nicht weiter sehen, als ihre Nase reicht-" ,, Es wird sich noch zeigen, Herr Doktor, wer hier weiter sieht, Sie oder ich," fuhr es Brümmel heraus. Was unterstehen Sie sich was?" brüllte der Richter ihn an. So sprechen Sie mit Ihrem Vorgeschten? Erst dumm und faul und dann noch unverschämt? Ich werde Sie in dieser Sache nicht weiter verwenden- hören Sie? Viel zu lange habe ich mit ihrer verstockten Borniertheit Geduld gehabt, aber jetzt ist meine Geduld zu Ende. Von jetzt ab werden Sie nur benußt, um na, Sie werden schon sehen, wozu Sie benutzt werden. Helbusch wird an Ihrer Stelle mit den Ermittelungen im Fall Welshofen betraut werden, denn Sie Sie- danken Sie Gott," schrie er, im Zorn sich wie eine bissige Bullduage gebärdend daß ich nicht Anzeige wegen Ihres Gesicht. Als die Frau sich auf den Nachhauseweg begab, stand plöblich die Magd vor thr. Die Frau erschrak der= art, daß sie zu Boden sank und eine Leiche war. Drama in einem Mädchenpensionat. Wie aus Arbon in der Schweiz gemeldet wird, gab in einem Mädchenpensionat der 15jährige Sohn der Verwalterin auf ein 20jähriges Mädchen einen Schuß ab, weil dieses ihm einen Kuß verweigert hatte. Stercuf erfoß er sich selbst. Das Mädchen ist lebensgefährlich mest. Vom Vergnügen in den Tod. Auf dem schwachen Eise des Brückentorsumpfes in Barby an der Elbe vergnügten sich die beiden 12 und 5 Jahre alten Söhne eines Kutschers und ein sechsjähriger Knabe eines Schiffers. Plöblich brach das Eis, die drei Kinder verschwanden in den eisigen Fluten und ertranken trob sofortiger Hilfeleistung. Während des Tanzes vom Tode ereilt. In den Restdenz- Festsälen in Berlin brach in der Sonniagnacht eine 36 Jahre alte Frau Marie Gaidzik plötzlich während eines Tanzes bewußtlos zusammen. Ein herbeigerufener Arzt konnte nur noch den infolge Herzschlages eingetretenen Tod feststellen. Der Raubmörder von Boguslawice. Aus gefundenen Uniformstücken ist mit voller Sicherheit festgestellt, daß als der Boguslawicer Massenmörder oder jedenfalls Miltoter der Deserteur Michall Koczinski altas Ausziesti in Be tracht kommt. Es ist auch festgestellt worden, daß der Gesuchte vom 29. November bis 17. Januar in Galizien war, dann nach Preußen abreiste. Er nennt sich Michall Malek. Geständnis eines vierfachen Mörders. Der Raubmörder Kosziol, der, wie berichtet, in Lissa viermal zum Tode und zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, hat das Geständnis abgelegt, daß er die ihm zur Last gelegten Verbrechen begangen habe. Der Mordprozeß hat über 40 000 Mark gekostet. Wissenschaft, Kunst und Literatur. Seltene Briefe. Bei einer am Montag in Berlin statt gehabten Versteigerung von Briefen von Staatsmännern und Gelehrten, Herrschern und Künstlern gab es auch einen eigenhändigen Brief Friedrichs des Großen, der aber nur 90 Merzielte, während ein Brief Melanchthons 125 M brachte. Ein Klingerbrief wurde mit 29 M und ein Brief des kürzlich verstorbenen Königs von Belgien mit 23 M bezahlt. Auch Goethe- und Schillerautographen standen zur Versteigerung. Die europäischen Universitäten. Eine interessante Zusammenstellung über die Zahl der Universitäten und der Studierenden in den Staaten Europas veröffentlichen die Blätter für die gesamten Sozialwissenschaften. Danach be= sitzt unser Erdteil 125 Universitäten, die im Jahre 1908 von insgesamt 228,732 Studierenden besucht worden sind. Die größte Besucherzahl hatte die Berliner Hochschule mit 13,884 Studierenden, die demnach die Pariser mit 12,985 zum ersten Male überflügelt hat. An dritter Stelle folgte in großem Abstande Budapest mit 6551, dann Wien mit 6205 Studierenden. Deutschland hat die meisten Universitäten, nämlich 21, und den stärksten Besuch, rund 49,000 Studierende; dann folgt in weitem Abstande Frankreich mit 32,000 Studenten auf 16 Hochschulen, dann Desterreich- Ungarn mit 11 Universitäten und 30,000 Studenten, England mit 25,000 Studenten auf 15 Hochschulen, Italien 21 und 24.000, Rußland 9 und 23,000, Spanien 9 und 12,000. Schweiz 7 und 6500, Belgien 4 und 5000. Schweden 3 und 5000, Rumänien 2 und 5000, Holland 5 Universitäten und 4000 Studenten. Aus den Gerichtssalen. Für Handwerker wichtig ist das Ergebnis einer Klage, die ein Meister, dem der Lehrling entlaufen war, gegen diesen auf Zahlung der Vertragsbruch- Entschädigung angestrengt hatte auf Grund eines schriftlichen Lehrvertrages, der zwischen seinem Vorgänger und dem Lehrling abgeschlossen war. Das Gericht wies die Klage ab mit der Begründung, daß beim Wechsel in der Person des Geschäftsinhabers entweder ein völlig neuer Lehrvertrag oder aber auf dem alten Lehrvertrag ein entsprechender Vermert erforderlich gewesen sei, der die Unterschrift des Meisters und des Lehrlings enthalte. Verurteilung eines Husaren wegen Totschlags. Das Kriegsgericht in Bonn verurteilte den Husaren Fritz aus Saargemünd, der in der Nacht zum 2. Januar den Husaren Gromzik aus Altstade nach einem kurzen Streit in der Kaserne erstach, wegen Totschlags zu drei Jahren Gefängnis. Aus dem Reiche der Technik. Eine neue Erfindung Edisons. Edisons lang versproche ner Akkumulator, der leichter als alle bisherigen Akkumulatoren werden sollte, ist fürzlich zum ersten Male in NeuJersey öffentlich vorgeführt worden. Der Akkumulator soll vor allem zum Treiben der Motore von Omnibussen und anderen Fahrzeugen dienen. Die Akkumulatoren- Batterie, die vorgeführt wurde, bestand aus 210 einzelnen Zellen, die unter den Sitzpläßen eines Autos angebracht werden. 200 der Zellen dienen zur Erzeugung der Kraft für die Fortbewegung des 24 Personen fassenden Wagens, während die 10 übrigen Beffent zur Erzeugung des Lichtes für den AnioBetragens erstatte. Das ist ja Insubordination, Beleidi gung eines Vorgesezten, darauf folgt Entlassung. Danken Sie es meiner Milde, daß Sie nicht entlassen werden. Und jezt raus packen Sie sich." Damit war Brümmet entlassen. Noch am selben Vormittag wurde Helbusch, ein gänzlich unfähiger Mensch, der es aber verstand, Heilmanns Schwächen zu schmeicheln, mit den Ermittelungen im Fall Welshofen betraut. Brümmel verwandte man dagegen zu den unwichtigsten Dingen, die seiner Begabung gänzlich unwert waren. Er ärgerte sich indessen weniger über den Verlauf der Dinge, als man es hätte erwarten sollen, denn erstens war der Vorgesetzte, mit dem er fortan zu tun hatte, ein scharfsinniger Mann, der Brümmels Genie erkannte und gegen Heilmann seit jeher einen stillen Groll hegte, und zweitens fiel, seitdem er seine Weisungen nicht mehr von Heilmann erhielt, jede Rücksicht gegen diesen für ihn fort. Er schwor sich zu, Rache an ihm zu nehmen, für sich selbst aber diese Sache als Staffel zu seinem Emporkommen zu benußen. Zuvörderst bat er seinen neuen Vorgesetzten, ihn so weit es tunlich sei, von dienstlichen Verpflichtungen zu entbinden. Jener, ein junger, ehrgeiziger Mann, dachte sich sein Teil und bewilligte seine Bitte. ,, Haben Sie eine Spur, Brümmel?" fragte er. Mir können Sie's sagen, ich halte reinen Mund." Brümmel nickte. Nun, so arbeiten Sie fleißig, meinen Segen haben Sie sagte der Richter. Brümmer durchschaute ihn. Er hoffte wohl im stillen, daß Heilmann sich unsterblich blamieren möchte, sofern es Brümmel wirklich gelang, Licht in diese Sache zu brin gen, und daß er selbst dann an Heilmanns Stelle treten fönnte. ( Fortseßung folgt.) Биз frei Ber neh bem auf Dra ben bahr mer Str tend führ Find im Ni in 62 Боб nar fiber Nich der Wit foda Deff die fich Gic Kö Gn ten ftatt lang δα fung weg bei bei ht fche Hol Und in her da gu Al die Ra den me Fre mei der jell ler in lier Leb er the Mi 11 lä 23 der Aut fei mü för Me Lai in K 10 δα 11 6 io ge du fat hal in No die 101 G gab, Bera nin onat iges ver hen Gife gten berg rach FluReff eine nes Arzt Доб enen als ter Be Bepar, lef. rder und bas Bere 000 atts ern nen tur M ein mit nden Bu der die be 1908 ind. mit 2,985 late 6205 fen, Sie 600 un mit 030, und mien 11. age, egen nge nges, abgeder its= ber Cl= ers Das us ven der Ge= ochemlaNeufoll und rie, die 200 tbedie Intoelei ifen Ind or der eln; Lintgen, erte man rgeiger eil eng inn vor 1614 men fo chte Niv ben en, es ins ten - bus dienen. Der Motor, der durch die Akkumulatoren ge= freist wurde, entwickelte bis zu 50 Pferdekräften. Mit groBer Leichtigkeit konnte der vollbesetzte Wagen Steigungen nehmen. Sollte sich diese langerwartete Erfindung Edisons bewähren, dann ist sie dazu berufen, eine große Umwälzung auf dem Gebiete des Verkehrswesens vorzunehmen. Die Drähte der elektrischen Bahnen- so glaubt man wür= ben bald aus den Städten verschwinden, wenn die Straßenbahnwagen mit den leichten neuen Affumulatoren versehen werden können. Edison behauptet, daß die Herstellung einer Straßenbahnlinie mit seinen neuen Affumulatoren bedeutend billiger set, als eine Anlage mit ständiger Stromzuführung. Man wird weitere Nachrichten über diese Erfindung abwarten müssen. Vermischtes Ueber das Befinden des Königs Otto von Bayern ist im„ Fränk. Kur." zu lesen: Das seinerzeit aufgetretene Nierenleiden ist durch sorgsame Pflege längst beseitigt, und in ärztlichen Kreisen ist man der Ansicht, daß der jetzt im 62. Lebensjahre stehende König möglicherweise noch ein hohes Alter erreichen kann. Das traurige Dasein des Monarchen, der seine Zeit seit Jahren meistens am Boden sitzend verbringt, wickelt sich in größter Eintönigkeit ab. Nicht genug können die Bediensteten die aufopfernde Pflege der Umgebung des Königs rühmen. Ihnen selbst ist jede Mitteilung nach außen bei Strafe der Entlassung verboten, sodaß selbst geringfügige Einzelheiten nur schwer in die Deffentlichkeit gelangen. Die militärischen Persönlichkeiten, die zum Dienst im Schloß Fürstenried beordert find, müssen sich selbstverständlich ebenfalls zum Schweigen verpflichten. Sie sind übrigens von jeder Ehrenbezeigung dem franken Könia gegenüber entbunden. tst recht unerwartet, denn wir sind ja gewöhnt, daß infolge der sich gegenseitig überholenden Neuerfindungen die groBen Kriegs- und Handelsschiffe schon nach zwanzigjähriger Tätigkeit zum alten Eisen gehören. Es gibt aber tatsächlich eine Reihe von Schiffen, die weit über ein Jahrhundert im Gebrauch find. Das älteste davon ist ein dänisches Segelschiff, das zurzeit 186 Lenze zählt und seit 1723 ununterbrochen seinen Dienst tut. Kein so hohes Alter wie dieser Methusalem der Schiffe, aber immer noch ein respektables haben zehn kleine Segler der dänischen Handelsmarine. Das älteste wurde 1735, das jüngste 1810 gebaut, sechs davon gehören noch dem 18. Jahrhundert an. Der Tonnengehalt dieser Schiffe schwankt zwischen 14 und 68. Alle diese Segler find noch im Baltischen Meer und in der Nordsee zu sehen. Sie werden zur Beförderung von Granit und sonstigen schweren Lasten verwendet und sind aus Holz konstruiert. Böse Folgen eines Schütlerstreifs. Die Vorgänge im Gnesener Gymnasium, wo, wie erinnerlich, drei Abiturienten dem Direktorenzimmer einen nächtlichen Besuch abstatteten, um in den Besitz der Prüfungsthemen zu ge= langen, ziehen weitere Kreise. Die Staatsanwaltschaft will, da bei den betreffenden Gymnasiasten auch entwendete Prüfungsformulare vorgefunden wurden, gegen sie Anklage wegen nächtlichen Einbruchdiebstahls erheben. Auch wurden bei den Betreffenden Briefe von Gymnasiasten aus Schrimm beschlagnahmt, in denen Ratschläge erteilt wurden, wie man sich die Prüfungsthemen leicht und unbemerkt verfchaffen könne. Die Unglückszeche Holland. Auf Schacht 3/4 der Zeche Holland ist ein Brand ausgebrochen. Er entstand durch die Unachtsamkeit eines Schießmeisters, der eine Zündschnuc in einen alten Bau warf, der eine Dynamitkammer be= herbergt. Die Dynamitkammer geriet in Flammen, und das Feuer griff auf das Kohlengebirge über. Bei der Bergung der Dynamitvorräte explodierte eine Dynamitpatrone, glücklicherweise ohne Schaden anzurichten. Gestern mußten die Mannschaften der Reviere 4 und 7 wegen der starken Rauchentwicklung feiern. Die Versuche, durch Abdämmung den Brand zu lokalisieren, waren bisher vergeblich; fie werden fortgesetzt. Die verkannte Notbremse. Ein ulkiges„ Eisenbahnidyll" wird aus Mecklenburg mitgeteilt. Ein älterer Arbeiter von Mirow reiste mit seiner franken Frau nach Rostock, um sie dort untersuchen zu lassen. Hinter Lalendorf hält plötzlich der Zug auf freiem Felde. Die Fahrgäste reißen erschrocken die Fenster auf, und der Schaffner eilt von einem Wagen zum andern, bis er schließlich vor un= serm Landmann steht und ihn verwundert fragt, warum er denn die Notbremse gezogen hat. Wat Notbrems?" entgegnet dieser,„ ick künn hier ken Haken finnen vör min Rock; dunn hew ick em hter uphängt. De dünn Band funnt dat awer nicht utholl'n, he ret!" Bet seiner Ankunft in R. wurde der Mifsetäter einem Verhör unterzogen, bei dem sich bald zeigte daß der Mann wirklich aus Unkenntnis den Hebel der Notbremse zum Kleiderhaken gewählt hatte. Von einer Bestrafung wurde deshalb abgesehen; jedoch die Protokollgebühren im Betrage von 7 Mark mußte er begleichen. „ 11n vör so'n Puppenspill heww ich sieben Mark betahlen müßt." schloß der Mann nach seiner Rückkehr entrüftet seinen Bericht. Die Sintflut in Frankreich. Die Hochwasserkatastrophe in Frankreich übertrifft selbst die große Ueberschwemmung vom Jahre 1876. Der durch sie allein in Paris angerichtete Schaden beträgt viele Millionen. Das Hochwasser der Seine ist in Paris im Steigen begriffen. Der Tunnel der Orleansbahn ist unter Wasser; die Kais und die ihnen benachbarten Straßen sind überschwemmt. Der Verkehr auf der Untergrundbahn und zahlreichen Straßenbahnen ist unterbrochen. In der Nähe des Justizpalastes ist gestern vormittag ein Erdrutsch eingetreten. Die Kellerräume des Balais Bourbon, in denen sich die Maschinen für die Beleuchtungsanlage befinden, stehen ebenfalls unter Wasser. Die Ueberschwemmungen in der Provinz dauern an einem Dorse in der Nähe von Reims sind 10 Häuser eingestürzt. Ganz Chalons sur Saone steht unter Wasser. Zwei Bersonen find bei den Rettungsarbeiten ertrunten. Viele Leute haben sich auf die Dächer der Häuser geflüchtet und rufen verzweifelt um Hilfe. Dampfboote sind zur Hilfeleistung abgesandt worden. Ein niedliches Polizeistückchen hat sich in einer Hannoverschen Provinzialstadt ereignet. Das Haupt der dortigen Polizeiverwaltung, ein wegen seiner Gerechtigkeit und Menschenfreundlichkeit Belichter Herr. wandert eines Tages durch die Straßen der Stadt und sieht da vor einem Wirtshause ein Gefnann stehen. deffen Pferd nicht abresträngt ist. Der Besitzer hatte dies unterfaffen, weil er weiß, daß sein Pferd. das auf beiden Augen blind ist, einen Senfrücken und den Hahnentritt hat, ohne Beitsche nicht von der Stelle geht. Jedoch, es liegt eine lebertretung vor, der Polizeigewaltige zitiert den Besitzer und läßt sich auch durch den Einwand, daß es aus den angeführten Gründen mit dem Durchbrennen des edlen Gaules feine Not habe, nicht von einer Anzeige abbringen. Da es sich aber um einen armen Teufel handelt. zieht er gleichzeitig das Vortemonnaie und drückt dem Manne 3 M zur Deckung der Strafe in die Hand. Dann wird ein Strafbefehl ausgefertigt. Als das PolizeiHannt nach 14 Tagen frant. ob die Andelenenheit erledigt ist, erhält er von seinem Beamten prompt die Antwort: Ja= wohl, 3. hat einen Tag Saft abgeseffen!" Eine Folge der Ueberschwemmung in Frankreich dürfte die sein, daß es in Paris an Trinkwasserfehlt. Der Betrieb der Wasserwerke ist vollständig eingestellt worden, da das Wasser in den Maschinenraum eingedrungen ist; anderseits enthalten die Wasserreservoirs nur sehr geringe Vorräte an Trinkwasser. Die Behörden haben umfassende Maßregeln getroffen, damit die Straßenreinigung mit Was serspülung bis auf weiteres eingestellt wird. Alle Hydranten in den Straßen sind geschlossen worden. Ferner sind Anordnungen ergangen, mit dem Wasser sparsam umzugehen. Man glaubt, trotz alledem, daß die Wasservorräte nicht mehr sehr lange anhalten werden. Von den geretteten Bergleuten. Anschaulich und ergreifend hat der Fahrhauer Schüvp sein Erleben im Schacht geschildert. Er erzählte: Wir maren fräftig bei der Arbeit. Es ging aufs Ende der Schicht zu. Plößlich gabs im Gestein ein verdächtiges Knistern und Rollen, dem ein furchtbarer donnerähnlicher Senall folgte. Im selben Augenblick erloschen unsere Grubenlichter. Instinktiv sprangen meine Kameraden und ich zur Seite. Wir duckten uns an die nur 75 Zentimeter hohe südliche Mauer. Das war unser Glück, denn wie wir nach dem ersten Schrecken durch Tasten feststellen konnten, war das Gebirge über uns hereingebrochen und nur eine etwa ein Zentimeter dicke Eisenplatte bildete über uns ein schüßendes Dach. Zu unser aller Freude wir keiner von uns unter den Bruch geraten. Wir lebten! Aber diese Freude wurde bald verdränat durch die bange Sorge über unser ferneres Schicksal. Unsere Kameraden würden gewiß mit aller Kraft an unserer Befreiung arbeiten. Aber kamen sie nicht vielleicht zu spät? Wer konnte es missen! Der erste Gedanke, den wir bei ruhigerem Ueberlegen hatten, cilte zu unseren Angehörigen, zu Frau und Kind. Und bei diesen Gedanken überfam uns eine große Verzweiflung. Anfangs haben wir unaufhörlich Das Lächeln des Wahlkandidaten. Von den Leiden und Freuden des englischen Wahlkandidaten gibt ein Eingeweihter in einem englischen Blatte folgende launige Schilderung:„ Abends um 11 Uhr kam der Kandidat in die Gejellschaft, auf seinen Mienen wie immer ein seliges Lächeln. " Ich bin tot," sagte er müde, mit heiserer Stimme und strahlendem Lächeln,„ vollkommen tot"; er sank dabei kraftlos in den weichsten Sessel und gähnte, ohne sein Lächeln zu verlieren. Wir taten unser Bestes, thn mit Erfrischungen zum Leben zurückzurufen. Lächelnd trank er und lächelnd begann er seine zwanzigste Rede des Tages. Sie müssen das Lächeln entschuldigen," sagte er, immer lächelnd, aber ich wage nicht, es abzulegen. Ich schlafe mit ihm, ich fämme mich lächelnd, lächelnd schreibe ich Schecks. Der fürchterlichste Anfall von Rheumatismus kann nicht den strahlenden Ausdruck meiner Mienen zerstören, und als ich heute zum Zahnarzt ging, lächelte ich ohne Pause unter den furchtbarsten Schmerzen der Bohrmaschine. Er hat mir seine Stimme versprochen. Viermal bin ich heute rasiert worden, immer lächelnd. Ich lege Wert darauf, von jedem Friseur meines Wahlkreises rasiert zu werden. Als ich heute, lächelnd, aus dem Laden meines Freundes trat, stand der Konkurrent auf der anderen Straßenseite vor seinem Laden, schwang sein Rasiermesser und rief allen Vorübergehenden zu, er würde nicht für mich wählen, wenn er mich nicht rasieren könnte. Der Mann war verrückt oder betrunken. Die Menge gröhlte und jubelte. Aber ich ging lächelnd in seinen Laden. Alles bewunderte meine Kühnheit. Und ich lächelte, indes der Wahnsinnige mich rasierte, mit dem Messer meine Kehle kitelte und seinen Konkurrenten verfluchte. Ich hoffte nur, daß er mir mein Lächeln nicht für ewig wegrasieren würde. Als ich herauskam, jubelte die Menge. Es scheint, daß der Barbier kein Stimmrecht hat. Da setzte ich mein Extralächeln auf, eine Verstärkung, die ich stets bereit halte und die sehr wirksam ist. Wenn ich durch die Straßen gehe, streue ich Fröhlichkeit rings um mich her. Mit meinem Lächeln ziele ich auf die Herzen der Mütter, die an den Türen stehe, ich begeistere die Kinder, die im Straßenschlamm Kanäle bauen, sogar kämpfende Hunde werden inspiriert und verdoppeln ihre Wut. Wenn mein Automobil stecken bleibt, nachdem gerade ein gefährlicher Zusammenstoß abgewandt ist, begegne ich den Pfiffigen der Menge mit meinem Extralächeln, das immer bereit ist, unbewegt einen Schauer weicher Tomaten oder fauler Eier hinzunehmen. Es ist sehr anstrengend, einen Monat lang zu lächeln. Meine Kiefer hören nicht auf zu schmerzen. Jeden Tag wird es schlimmer. Ich schaudere bei dem Gedanken, wie die Wahlen werden mögen- das heißt natürlich, ich lächele dabei. Aber ob ich durchkomme oder durchfalle," so schloß der Kandidat lächelnd, gleichviel wenn erst das Resultat bekannt ist, so ist das mein letztes Lächeln für den nächsten Monat gewesen." Eine besondere Zeitung für die Kruppschen Arbeiter. Das Kruppsche Werk, zu dem acht Kolonien mit rund 5000 Wohnungen gehören, in denen 24 000 Personen wohnen, hat seit dem 1. Januar d. I. auch eine eigene Wochenschrift, nämlich die„ Kruppschen Mitteilungen", die ausschließlich für das Arbeiterheer der Kruppschen Werke erscheint. Die Zeitschrift, die jeder Arbeiter allwöchentlich erhält. faßt alle für die Angestellten wichtigen Mitteilungen zusammen, die bisher nur durch Plakate bekannt gemacht wurden. Neben dem sachlichen Teil enthält sie auch eine Unterhaltungsbeilage„ Nach der Schicht", die schon längere Zeit erscheint. Schließlich werden auch die lokalen Angelegenheiten der Kruppschen Werke und der Arbeiterschaft darin ausführlich behandelt. Die Kruppschen Anlagen bilden überhaupt vollkommene Gemeinden für sich. Sie haben eigene Krankenhäuser, eigene Badeanstalten, Konsumanstalten, Speisehäuser, Erholungshäuser, Witwenhäuser; ja sogar eigene Fortbildungsschulen sind hier zu finden, eigene Industrieschulen, Bibliotheken, Lesezimmer und anderes. geweint und gebetet. Heute übermittelt der Draht noch folgende Hiobsposten: Baris, 25. Januar. In der Rue de blanc ſteht das Wasser 80 Zentimeter hoch. 200 Personen sind dort von jedem Verkehr abgeschnitten. Aus sechs am Seineuser liegender Häusern wurden die Bewohner mit Hilfe von Booten gerettet. Ebenso sind viele andere Straßen überflutet. Ungefähr 2000 Personen in den östlichen Vororten haben ihre Häuser verlassen und sind in Paris eingetroffen. In Jvryport soll ein fünfstöckiges Haus eingestürzt sein. Dort sollen Verluste an Menschenleben zu beklagen sein. In Bordeaux ist ein heftiges Gewitter niedergegangen und hat großen Schaden angerichtet. Ein im dortigen Telegraphenamt ausgebrochenes Feuer konnte glücklicherweise sofort gelöscht werden. Paris, 25. Januar. Da die Kellerräume der Kammer überschwemmt sind, brannte während der gestrigen Sißung der Kammer das elektrische Licht nicht. Die Tribünen wurden mit Lampen und der Saal mit Gasflammen beleuchtet. Der städtische Telephonverkehr ist durch die Ueberschwemmung an vielen Stellen zerstört. Die telegraphische Verbindung mit Desterreich- Ungarn, Spanien und Portugal ist unterbrochen. Aber schließlich kam doch die Hoffnung in uns zurück und mit der Hoffnung unser gesunder Bergmannsmut. Um meine Kameraden und mich selbst aufzurichten, sagte ich: ,, Es ist doch ein reines Wunder, das der liebe Gott an uns getan hat. Er hat nicht gewollt, daß wir verunglücken, sonst hätte er nicht das schöne Gewölbe geschaffen, das uns schützt. Gott wird uns auch weiter schüßen und für unsere Rettung sorgen!" Das schöne Gewölbe, von dem ich sprach, war allerdings, wenn mans bet Lichte besieht, alles andere als schön. Wir saßen in dem engen Loch eng aneinander gepreßt in zusammengefauerter Stellung. Aber es bot uns doch Schutz und Obdach. Es dauerte nicht lange, da hörten wir, daß man an unserer Rettung arbeitete. Unser Mut hob sich. Um die Zeit zu kürzen, unterhielten wir uns. Der eine und andere machte auch wohl einen Scherz. Galgenhumor, setzte Schüpp lächelnd hinzu. Während der ganzen Zeit unserer Gefangenschaft haben wir deutlich hören können, daß unsere Kameraden am Werk waren. Ab und zu hörten wir sogar ihre Stimmen; besonders die Stimme Bes Schachtsteigers, der unermüdlich tätig war, konnten wir deutlich erkennen. Die türkischen Nachtwächter. Aus Konstantinopel wird berichtet: Nach der Zersprengung der Zunft der Lastträger folgt jetzt die Umgestaltung der Nachtwächtergilde. Der oberste Rat der Sicherheitsverwaltung hat beschlossen, alle gegenwärtig diensttuenden Nachtwächter zu entlassen und durch ausgediente Soldaten zu ersetzen. Die neue Organisation wird ganz militärisch sein und die Nachtwächter erhalten eine Uniform. Die Aufhebung der Bekdschizunft wird in Konstantinopel namentlich die Fremden freuen, da diese Nachtwächter mit den Dieben unter einer Decke zu stecken pflegten und berüchtigt waren, als Entführer von Kindern, die sie dann gegen eine gute Belohnung wieder zu„ finden" wußten. Langlebige Schiffe. Wie alt find die ältesten noch im Gebrauch befindlichen Schiffe? Die Antwort auf diese Frage Erneute Todesangst o Paris, 25. Januar, 9 Uhr morgens. Die Seine ist die ganze Nacht hindurch weiter gestiegen. In zehn Stadtbezirken sind die Kellerräume überschwemmt. Am Orleansbahnhof und in den angrenzenden Straßen wurde das Pflaster durch eingedrungene Wassermassen gespreigt. Die Straße, in der sich die deutsche Botschaft und das deutsche Konsulat befinden, steht ebenfalls unter Wasser. Infolge der verminderten Zufuhr steigen die Preise für Lebensmittel gewaltig. befiel uns, als der zweite Schachteinbruch erfolgte. Wir glaubten uns endgültig verloren und sagten: Jest ist es mit uns vorbei! Denn wir fürchteten, daß der Druck des Gebirges die Eisenplatte zerbrechen würde. Aber dann hörten wir wieder, wie die Befreiungsarbeit fortgesetzt wurde, und wir schöpften neue Zuversicht. Wir konnten ganz deutlich hören, wenn Steine in den Schacht fielen oder wenn Holz zum Verhauen heruntergelassen wurde. Bös wurde unsere Lage dadurch, daß wir fein Brot Drabtnachrichten und Deaestes. Die englischen Wahlen. Om London, 25. Januar. Bis heute früh 3 1hr waren gewählt: 221 Unionisten, 201 Liberale, 34 Arbeiterparteiler, 61 Nationalisten. Der Gewinn der Unionisten beträgt so= mit 103 Stimmen. Die Gärung in Indien. Kalkutta, 25. Januar. In einem Verschwörerprozeß gab während des Verhörs vor dem Gerichtshof ein junger Bengale einen Pistolenschuß auf einen Polizeibeamten ab. Der tödlich Getroffene war an der Untersuchung der Verschwörung hervorragend beteiligt. Der Mörder entzog sich seiner Feststellung durch die Flucht. Auf der Straße warf er gegen einen ihn verfolgenden berittenen Polizeibeamten eine Bombe, die jedoch nicht explodierte. Das Attentat erfolgte im Gebäude des Obergerichtshofes. Der erschossene Polizeibeamte war ein mohammedanischer Geheimpolizist, der sich in der Untersuchung gegen die Verschwörer besonders hervorgetan hatte. Der Täter, ein geborener Hindu, wurde später verhaftet. bei uns hatten. Auch an Trinkbarem fehlte es. Gine mitgebrachte und angetrunkene Flasche Wasser war uns, als das Unglück geschah, entfallen und lag unten im Sumpf. Ach, wie oft haben wir in den vier Tagen sehnsüchtig an diese Flasche Wasser gedacht; denn der Durst ist ein schlimmer Geselle. Wir versuchten, ihn zu verscheuchen, indem wir an dem nassen Gestein leckten. Leider fanden wir bald, daß das Sickerwasser kalkhaltig und salzig, also wenig geeignet war, den Durst zu vertreiben. Wir mußten deshalb auch auf diese einzige Labung verzichten. So haben wir denn zwischen Furcht und Hoffnung, stets schlaflos, die Zeit des Wartens in unserem Verließ zugebracht. Endlich, endlich drang der erite Lichtschimmer Der neue Komet. Berlin, 25. Januar. Nach der in der Astronomie üblichen Methode wird der neue Komet zunächst die Bezeichnung. 1910 A. erhalten. Ueber seine endgültige Bezeichnung wird man sich später einigen. Gewöhnlich führen die Kometen den Namen desjenigen Astronomen, der zuerst die Bahnelemente berechnet. Eine vorläufige Bahnbestimmung liegt auch bereits vor. Darnach wird der Komet im Laufe dieses Monats noch erheblich an Helligkeit gewinnen und Ende Januar die doppelte Lichtstärke wie jetzt zeigen. Es bestätigt sich also die Annahme, daß der fremde Weltenbummler noch eine astronomische Sehenswürdigkeit ersten Ranges werden wird, dessen Glanz sich binnen furzem weithin über den Abendhimmel erstrecken wird. denn seine Bewegung ist ungemein schnell und nach Norden gerichtet, sodaß er also aus dem Abenddunkel heraustreten wird. zu uns herein. Jezt wußten wir, daß unsere Rettung nahe war. Wir fielen uns vor Freude um den Hals und weinten. Die Deffnung, die uns jetzt mit unseren Rettern verband, wurde größer und größer. Schließlich war sie groß genug, um einen Menschen zur Not durchzulassen. Die Zeit, die bis dahin verstrich, hst uns nicht mehr lang geworden, wußten wir doch, daß es nun bald. zu Tage ging, dem schönen hellen Sonnenlicht entgegen. Der ergreifendste Eindruck, schloß Schitpp seine Darstellung, war für uns der, als wir den Kübeln entstiegen waren, festen Boden unter uns fühlten und das Tageslicht sahen. Es war ein wunderbares Gefühl. Wir hätten vor Freude zusammenbrechen mögen Weitere Unwettermeldungen. Kiel, 25. Januar. Seit gestern mittag sind in ganz Schleswig- Holstein gewaltige Schneemassen niedergegangen.) Der Eisenbahn- und sonstige Verkehr erleidet große Stö rungen und zumteil Unterbrechungen. Die Schneefälle und das Sturmwetter dauern an. Mord in der Nähe von Berlin. Berlin, 25. Januar. Der Heizer Emil Leonhard wurde in einem Graben bei dem Dorfe Hohenbruch ermordet aufgefunden. Unter dem Verdacht der Täterschaft wurde ein, Arbeitskollege des Ermordeten festgenommen, Brand eines Garbidlagers. Duisburg, 25. Januar. Infolge Hochwassers geriet das Carbidlager der Firma Zietschmann im Kaiserhafen in Brand und entzündete große Holzstapel. Der Schaden wird auf 100 000 M geschätzt. Elektrisch betriebene Bahnen. Dessau, 25. Januar. Die Arbeiten zur Behandlung des Projektes einer Elektrisierung der Bahnstrecke MagdeburgZerbst- Leipzig- Halle sollen im Frühjahr begonnen werden. Raubmord. Hagen, 25. Januar. Im Walde bei Wengern( Kreis Hagen) wurde die Leiche eines 26-28jährigen unbekannten Mannes gefunden, dem die rechte Schläfe eingeschlagen war. Nach der„ Hagener Zeitung" liegt mutmaßlich Raubmord vor. Ausschreitungen galizischer Studenten. Lemberg, 25. Januar. Vor der Filiale einer Berliner Schuhfabrik veranstalteten Studenten eine stürmische Demonstration. Sie schlugen unter den Rufen: Weg mit den preußischen Lakeien" die großen Spiegelscheiben ein und erzwangen die Sperrung des Lokales. Die Demonstranten, die unausgeseßt in Schmährufe gegen das preu Bische Enteignungsgesetz und Hochrufe auf den Boykott preußischer Waren ausbrachen, wurden schließlich von der Polizei zerstreut. Die Eisenbahnkatastrophe in Amerika. Montreal, 25 Januar. Nach den lebten Feststellungen sind bei der Eisenbahnkatastrophe unweit Spanisch River über 60 Personen actötet und 80 verletzt worden. Das echte MAGGI Achtung vor Nachahmungen! hilft sparen! 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Konzert des Damen- Orchesters ,, Sturm". Eintritt frei Donnerstag( Kaisergeburtstag) Frühschoppen- Konzert. Es ladet ergebenst ein Albert Roppmon. Das 4. Ziel Gemeinde steuern u. Kanal gebühren ist binnen 8 Tagen bei Meidung der Beitreibung zu bezahlen. Gießen, den 24. Januar 1910. Stadtkasse Gießen. In Erl.: Peter. Bekanntmachung. Betr.: Reinigung der Fußsteige von Schnee und Eis. Die Eigentümer von an die Straße grenzenden Grundstücken machen wir auf die ihnen obliegende Pflicht der Reinigung der Fußsteige von Schnee und Eis und des Bestreuens derselben bei Eisglätte aufmerksam. Der frischgefallene Schnee ist alsbald nach Beendigung des Schneefalls und, wenn derselbe während der Nacht stattgefunden hat, bis längstens 7½ Uhr vormittags mit Schauund feln und Kehrbesen von dem Fußsteig zu entfernen, zwar ist auf diese Weise der Fußsteig in seiner ganzen Breite bis zur Fahrbahn Schneefrei zu machen. Bei fortdauerndem Schneefall ist diese Reinigung so oft als nötig zu wiederholen. Der festgetretene und festgefrorene Schnee auf den Fußsteigen ist, solange der Frost andauerd, mindestens auf die Breite von 1 Meter mit Sand zu bestreuen und nach dem Auftauen unter sorgfältiger Vermeidung von Beschädigun= gen des Fußsteiges gründlich zu beseitigen. Die Verwendung von Abfällen 2c. zum Bestreuen der Fußsteige ist unzulässig. Die Schußmannschaft ist angewiesen, den Befolg genau zu kontrollieren und geeignetenfalls Strafanzeige zu erheben. Gießen, den 21. Januar 1910. Großh. Polizeiamt if r. Reinhart. Giessener Konzert- Verein Sonntag, den 30. Januar 1910, abends 54 Uhr in der NEUEN AULA Sechstes Konzert Dritter Solisten- Abend Ausführende: Frl. SUSAN METCALFE aus New- York( Gesang) Frl. ELISABETH BOKEMEYER aus Berlin( Klavier) Herr PAUL FRANZEN aus Frankfurt a. M.( Klavierbegleitung). 1. Gesänge am Klavier: PROGRAMM: a) Air d'Iphigenie en Tauride: ,, O toi, qui prolongeas mes jours" b) Se Florindo e fedele c) Deh più a me non v'ascondete d) Chanson du papillon e) Amaryllis f) Shepherd, thy demeanour vary 2. Solostücke für Klavier: a) Sarabande b) Des Abends c) Aufschwung = Rondo 3. Gesänge am Klavier: a) Wie Melodien zieht es b) Schwalbe sag mir an Immer leiser wird mein Schlummer d) Am Sonntag Morgen, zierlich angetan e) Botschaft: Wehe Lüftchen, lind und lieblich 4. Solostücke für Klavier: a) Gavotte b) Auf Flügeln des Gesanges c) Jagdetude • 5. Gesänge am Klavier: a) Air de Marguerite( Damnation de Faust) b) Fête nocturne c) Le secret d) Rencontre e) Toujours f) Fantoches Chr. W. von Gluck. A. Scarlatti. G. M. Bononcini. Neues Stadt- Theater Giessen. Direktion: Hermann Steingoetter. Donnerstag, 27. Januar Abends 72 Uhr. Gewöhnl. Prelse! Gewöhnl. Preise Gutscheine haben Gültigkeit.. Festvorstellung zum Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers. Fest- Ouverture ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Inf. Regiments ,, Kaiser Wilhelm"( No. 116) unter Leitung des Herrn Obermusikmeistes Loeber. A. Campra. Wie die Altenfungen Louis XIII. J. Brown. Lustspiel in 4 Aften von Ea il Niemann. J. S. Bach. Anfang 7½ Uhr. Ende 10 Uhr R. Schumann. Jos. Brahms. Stationsmädchen zum 1 Februar gesucht. Chirurgische Klinik, Giessen E. d'Albert. Für jedes Dorf, für jede Stadt Mendelsohn- Liszt. suchen wir Personen, die Paganini- Liszt. abends 5 Mark reell und ohne BeMühe verdienen wollen. Offerten schäftigung angeben. an H. Scholten, Coblenz. H. Berlioz R. Chansarel. G. Faurê. C. Debussy. Eintrittskarten: I. Platz Mk. 5,-, II. Platz Mk. 4 ,, III. Platz Mk. 3,-, IV. Platz Mk. 2,50, Studentenkarten Mk. 1,-. sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier( Rudolphs Nachf.), Telephon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. Oeffnung des Saales nachmittags 41, Uhr. 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