alten. nehmer fucht Tiefban vor eiten zu über Off. unter 19437 on des Blattes. Sirschgeweihe, der, bertauje zu me Nachnahme ohlhausen, b ma Zwiebel t. ab Station berfende folange nahn.e. endheimer, Landau( Pfalz). e und liegende Motoren für alle Brennstoffe. Billigste Preise Geringe Tourenzahl. Sehr günstige Zahlungsbedingungen. e Garantie. h kostenlos! nkfurt a. M. str. 28. erall gesucht. zen, Reneinrichtung on Geschäfts gern. Heidlinger, chmauergaffe 3, n 1178. bursche er 1910 gefudit. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mr. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. - Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Nr. 113. Telephon: Nr. 362. Bekanntmachung. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amfes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 25. August 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Wegen Vornahme von Kabelarbeiten wird am kommenden Mittwoch, den 24. If. Mts., von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 3 Uhr, in der Steinstraße von Marburger- bis Schillerstraße und an der Schottstraße das Kabel ausgeschaltet und die Stromlieferung unterbrochen, was wir den anliegenden Konsumenten hiermit zur Kenntnis bringen. Gießen, den 22. August 1910. Elektrizitätswert und Straßenbahn der Stadt Gießen. J. V.: Sch mi b. Das Kaiserpaar in Königsberg die Der Kaiser, die Kaiserin, das Kronprinzenpaar, Prinzeffin Vittoria Luise und Prinz Ostar sind am Dienstag auf dem Ostbahnhofe in Königsberg eingetroffen. Bei ihrer Ankunft fand auf dem Bahnhofe großer Empfang statt. Nach herzlicher Begrüßung der Anwesenden und nachdem der Kaiser die Front der Ehrentompagnie abgeschritten u. einen Vorbeimarsch entgegengenommen hatte, begaben sich die Herrschaften durch das Fürstenzimmer auf den Bahnhofsplatz, wo sie von einem vieltausendköpfigen Publikum mit stürmischen Zurufen begrüßt wurden. Die Kaiserin, die Kronprinzessin, Prinzessin Eitel Friedrich und Prinzessin Vittoria Luise bestiegen hier einen a la Daumont gefahrenen Wagen mit Spißreitern. Der Kaiser, der die Uniform des 3. Grenadier- Regiments trug und die Prinzen, die gleichfalls die Uniformen ihrer Königsberger Regimenter angelegt hatten, stiegen zu Pferde. Eine Schwadron linik, Giessen be straffsier- Regiments Nr. 3 gab den Majestäten das Ge1910 ise. ots Nußtots , 15 1,25 10 1,20 1,05 1,15 1,00 1,10 über 5 3tr. berabfolgen ir Anfuhr an ner berechnet. tc. cfung Gießen n Betrag der Pots gewährt, wird. Bom Araft. Gießen. erhessen Vorratsholz handlung in D. Exp. d. Bl. nmartie fofteten fb. 80-96 p.fb. 196 Bfd 86-88 60-84 ilo 7.00-8.00 6.00-8.00 d. 0.20-0.30 76 0.00 03.10-00.15 00.15-00.30 0,50-000 20 2.50-3.00 hr nachmittags nn ber Markt Maritzeit im leit. Unter dem Geläute der Glocken setzte sich der Zug in Bewegung. Auf dem Bahnhofsplaße und in den Eingangsstraßen bis zum Schlosse bildeten die Truppen Spalier. Den Glanzpunkt des Tages bildete die feierliche In= veftitur des Kronprinzen zum Rektor Magnifizentissimus der Universität. Zu dem feierlichen Atte war eine glänzende Versammlung von Eh= rengästen erschienen. Im Senatszimmer erwarteten der Senat, der gesamte Lehrkörper und Beamten den Kronprinzen. Nach der Vorstellung hielt der Prorektor Dr. Manigt eine Begrüßungsansprache und sprach dem Kronprinzen seinen Dank dafür aus, daß er die Gnade gehabt habe, das Amt eines Rektor Magnifizentissimus Perpetus zu übernehmen. Der Kronprinz habe damit eine alte Tradition wieder lebendig werden lassen, die die Universität enge u. unmittelbar mit dem Herrscherhause verknüpfe. Nunmehr betrat der Kronprinz, geschmückt mit den Insignien der neuen Würde, den Katheder. Er hielt eine von allen Anwesenden stehend angehörte Rede, in der er ausführte: Vergebung von Weißbinderarbeiten. Die Herstellung des äußeren Verpußes am Verwaltungsgebäude der vormaligen Aktienbrauerei soll Montag, den 29. August ds. Js., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. - Gießen, den 22. August 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. dient, die Schwächen und Mängel unseres Landes zu kennen, denn diese Erkenntnis führt leicht zu Verdrossenheit und unfruchtbarer Kritik, vielmehr sehnen wir uns nach der Betonung unseres deutsch nationa= len Volkstums im Gegensatz zu internatio nalisierenden Bestrebungen, welche unsere gesunde völkische Eigenart zu verwischen drohen. Seien Sie versichert, daß ich jederzeit die Entwicklung der Universität mit größtem Interesse verfolgen und gern Anteil nehmen werde an ihrem Gedeihen, dessen sie sich, so hoffe 21. Jahrg. Gebäude- Abbruch. Die Gebäude Neustadt Nr. 5 und Tiefenweg Nr. 18 sollen Montag, den 29. August d. Is., vormittags 10 Uhr, im Wege öffentlicher Verdingung auf den Abbruch verkauft werden. Die Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Die Besichtigung der Gebäude ist Interessenten gestattet. Angebote sind schriftlich, verschlossen und mit entsprech ender Aufschrift versehen bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Gießen, den 24. August 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. er bei einem Spaziergang im Park in Gesellschaft des Großherzogs von Gendarmerie angehalten wurde, welche die beiden Herren nicht kannten. Um den Zaren nicht wieder einer solchen Eventualität auszusetzen, wurde seine neueste Pho tographie allen zum Sicherheitsdienste befohlenen Polizeibeamten ausgehändigt. An der Ausschmückung des Teiles der Kaiserstraße zwischen der Burg und der Usagasse und der Straße an der Burg zu Friedberg wird emsig gearbeitet. und wünsche ich in Zuversicht, zum Segen des Vaterlan 6. Sikung der des insbesondere seiner Ostmark bis in ferne Zeiten erfreuen möge. Diesem Wunsche, bitte ich Sie, mit mir Ausdruck zu geben, indem Sie sich mit mir in dem dreifachen Rufe vereinigen: Alma mater Albertina, diese Zierde im Kranze deutscher Universitäten, sie lebe Hoch, hoch, hoch!" Nachdem das Hoch, in das die Anwesenden begeistert einstimmten, verklungen war und Sänger das Hohenzollernlied von Zöllner wirkungsvoll zum Vortrag gebracht hatten, verließen der Kronprinz, der Senat und das Generalkonzil in feierlichem Zuge die Aula. Abends war die Stadt illuminiert. - Das jüngste Königreich. In Cettinje, der Hauptstadt des Fürsten, ums Montenegro, geht es hoch her: Nikita Petrowitsch Njegos, der Fürst der schwarzen Berge, feiert sein 50jähriges Regier= ungsjubiläum in Gegenwart des königlichen Schwiegersohns aus Italien und des vor nicht allzulanger Zeit zum König „ avancierten" Beherrschers von Bulgarien. Die Feier aber soll noch eine weitere Bedeutung haben, als nur die, das Gedächtnis an die vor 50 Jahren erfolgte Thronbesteigung des Fürsten wachzurufen: der Fürst der schwarzen Berge schickt sich an, ein König der schwarzen Berge zu werden; das unabhängige Balkanfürstentum Montenegro, oder sla= visch„ Czrnagora", das zwischen Albanien, Altſerbien, Bosnien und der Herzegowina und Süddalmatien eingeschachtelt ist, aber immerhin mit einer furzen Strecke den Zugang zum Adriatischen Meere hat, soll bei dieser Gelegenheit zum Königreich erhoben werden! Am nächsten Sonntag wird die Proklamation Montenegros zum Königreich erfolgen, unmittelbar darauf wird sie den fremden Vertretern mitgeteilt. Es findet ein Tedeum und im Anschluß daran Gratulationscour statt, bei der als Doyen des diplomatischen Korps der italienische Gesandte namens seiner Kollegen den neuen König beglückwünschen wird. Barenbesuch in Friedberg. Den militärischen Sicherheitsdienst führen 200 hessische Infanteristen, aus den 5 hessischen Regimentern je 32 Mann, unter dem Kommando von Hauptmann Schmiß- Offenbach aus. Das Militär wird hauptsächlich den äußeren Patrou illendienst übernehmen. Das ganze Wachtkommando wird heute formiert. Voraussichtlich werden einige Berliner und Pariser Professoren in Bad Nauheim eintreffen, die von der Zarin konsultiert werden sollen. Bischof Wladimir, „ Eurer Magnifizenz danke ich verbindlich für die gütigen Worte, die Sie namens der Albertus- Universität an mich gerichtet haben. Wie ich es als besondere Ehrung angesehen habe, als mir Rektor und Konzile vor zwei Jahren die Würde eines immerwährenden Rektors Magnifizentissimus an der ältesten, von den Hohenzollern in preußischen Landen gegründeten Hochschule antrugen, so erfüllt es mich heute mit Stolz und Freude, nunmehr auch persönlich in Ihren Kreis eintreten und meine Zugehörigkeit zu dieser altehrwürdigen Pflegeftätte de ut= scher Wissenschaft und Kultur in ihren Räumen befunden zu dürfen. Dabei schweifen meine Gedanfen mit Ihnen zurück zu meinen Vorfahren, die vor mir diese Würde bekleidet und die an ihrem Teil bemüht gewesen sind, der treuen Arbeit der Albertina ein Förderer zu sein. Sie sollen auch mir als Rettor Magnifizentissi mus zum Vorbilde dienen. Diese festliche Stunde führt mir wieder die schönen beiden Jahre vor Augen, die ich als Student im lieben alten Bonn verleben durfte, eine Zeit, an die ich mit Freuden denke und der ich die Er- der griechisch- katholische Bischof des westlichen Europas mit fenntnis verdanke, welche Summe von Geist und Schaf= dem Sitz in Rom, wird in den nächsten Tagen in Bad= fensfreudigkeit an der deutschen Hochschule zum Heile für Nauheim eintreffen, um den Gottesdienst während der Andie deutsche Jugend geleistet wird. In diesen Jahren wesenheit der russischen Herrschaften zu leiten. Der Hofglaube ich auch durchgefühlt zu haben, was wir, die Ju- zug mit dem 3arenpaar trifft nach dem russischen Hofgend, aus gelehrtem Munde vor allem hören möchten. bericht am Montag, 29. August, nachmittags gegen 5 Meine neue Würde gibt mir die willkommene Gelegen- Uhr in Friedberg ein. Die ganze Strecke, die der Hofzug heit, der Dolmetsch dieser Gedanken zu sein. Weisen passiert, wird von Polizei, Gendarmerie und sonstigen SiSie uns Wege, auf denen unser Deut= cherheitsbeamten überwacht. In unterrichteten Petersbur sches Volf wandern soll, um eine Stell ger Hoftreisen spricht man von einem neuen Briefe Kaiser ung unter den Völkern einnehmen zu Wilhelms an den Zaren, der eine Einladung zu den deutkönnen, die ihm, seinen geistigen und schen Manövern enthält. Es wird erwartet, daß der Zar physischen Kräften entsprechend, z u dieser Einladung Folge leisten wird. Beim letzten AusentRecht zukommt. Dabei ist uns nicht allein ge= halt in Wolfsgarten passierte dem Zaren das Malheur, daß - 6. Sikung der Handelskammer Gießen. 1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes hervorzuheben: a) Abfertigung von Wagenladungen auf dem Hauptsteueramt Gießen. Da die vor dem jeweiligen Ersten eines Monats abgefertigten Waren einen Monat früher zollpflichtig sind, ist es hier üblich geworden, die Verzollung von Waren zur Ausnüßung des Zollkredits auf den Anfang des Monats zu verlegen. Diese Praxis führt nun regelmäßig im ersten Monatsdrittel zu einem starken Andrang bei dem hiesigen Hauptsteueramt, der als recht störend empfunden wird. Zur Beseitigung des Uebelstandes hat die Kammer in einem ausführlichen Bericht an das Gr. Ministerium der Finanzen den Vorschlag gemacht, den einzelnen Firmen auf entsprechenden Antrag zu gestatten, bereits mehrere Tage vor Monatsschluß die Verzollung der im Nachmonat be= nötigten Waren vornehmen und die Abfertigung als am nächsten Ersten geschehen gelten zu lassen. Die Kammer hat weiter diesen Anlaß benutzt, von neuem auf die unzulänglichen Verhältnisse beim hiesigen Hauptsteueramte hincuweisen und um Abhilfe zu bitten. b) Staatszuschuß zu den Kosten der hessischen Handelskammern und der kaufmännischen Fortbildungsschulen. Im Hinblick auf die ungünstige Finanzlage hatte das Großh. Ministerium des Innern in einem Rundschreiben die hessischen Handelstammern ersucht, sich darüber eingehend zu äußern, welche der seither für die Handelskammern sowohl als auch für den kaufmännischen Unterricht bewilligten Staatszuschüsse fünftig in Wegfall kommen fönnten. In einer Vertreterkonferenz haben sich die hessischen Handelskammern mit dieser Frage eingehend befaßt und als Ergebnis dieser Verhandlungen in einer gemeinsamen Eingabe zum Ausdruck gebracht, daß jede Kürzung an den Staatszuschüssen angesichts des Mißverhältnisses zwischen den gesamten Aufwendungen für die Landwirtschaft und das Gewerbe( 1 104 633 Mark) einerseits und Handel und Industrie( 39 630 Mart) anderseits in den Kreisen der Kaufmannschaft geradezu Erbitterung hervorrufen müßte. c) Anträge zwecks Verbesserung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage des Lahn und Dillgebietes. Gemeinsam mit den Handelskammern Weylar, Limburg, Dillenburg, und dem Berg- und hüttenmännischen Verein für die Lahn-, Dill- und benachbarte Reviere sind von der Kammer bei dem preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten folgende Anträge gestellt worden: Ausdehnung der Säße des Brennstofftarifs vom 15. Januar 1905 auf alle Stationen des Lahn und Dillgebietes, Ausdehnung dieses Tarifes auf die Gruben und Eisengießereien, Ausdehnung des Erzausnahmetarifes vom 10. August 1902 auf die Bezüge im Binnenverkehr, Ermäßigung des jeßigen Tariffaßes für Steinfohlen und Kots von der Ruhr nach Sieg, Lahn und Dill auf den Erzsaß und Ermäßigung des Tarifs für Roheisen. In seiner Sigung vom 30. Juni 1. Js. hat der PreuBische Landeseisenbahnrat zu diesen Anträgen Stellung genommen und hierzu beschlossen, die völlige tarifliche Gleichstellung des Lahn- und Dillgebietes mit dem Siegerlande, d. h. u. a. die Durchrechnung des Brennstoffausnahmetarifs ( 1,4 Pfg. für den tkm. und 6 Pfg. Abfertigungsgebühr) bis zur Bestimmungsstation zu befürworten. Ebenso wurde die Ausdehnung des Erzausnahmetarifs für die Bezüge des Ruhrreviers aus dem Lahn- und Dillgebiet und dem Siegerland auf den Binnenverkehr zwischen den lettgenannten und die Anwendung des Brennstoffausnahmetarifes auf die Bezüge der Eisensteingruben befürwortet. d) Schwedischer Eingangszoll für Zigarren. Der gegenwärtige schwedische Eingangszoll für Zigarren von 4 Kronen pro 1 Kg.( etwa 27-28 Ma pro Mille Zigarren) läßt eben die Ausfuhr deutscher Zigarren nach Schweden noch nun lohnend erscheinen. Die Handelskammer Hanau hat angeregt, darauf hinzuwirken, daß dieser Zollsat in einem tünftigen Handelsvertrag mit Schweden sichergestellt oder ge= gebenenfalls noch ermäßigt wird. Die Handelskammer hat sich bereit erklärt, sich einem Vorgehen der interessierten Handelskammern anzuschließen. e) Wiederherstellung der Verladerampe auf Station des Abendstern. Im Interesse der erwerbstätigen Kreise Biebertales ist die Handelskammer bei der Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. dahin vorstellig geworden, daß die Verladerampe auf Station Abendstern, die im Jahre 1908 nach Erweiterung des dortigen Bahnhofs abgebrochen worden war, baldigst wiederhergestellt wird. f) zu der Frage betreffend die Konkurrenzklausel, sieht die Handelskammer mit Rücksicht darauf, daß die hessischen Handelskammern zu dieser wichtigen Frage gemeinsam Stellung nehmen werden, davon ab, bindende Beschlüsse zu fassen. 2. Eingänge. anftaltungen ve man Voltsbild nehmer mehrer bildungseinrich * Vom Tage. Am Dienstag stahl auf der Stein schiedenen Zeitungen, zuleßt in der„ Hungener Landpost, Ausflug nach bacher Straße ein Radfahrer von einem Milchwagen einen Korb mit Brötchen. Der Dieb war von einem Straßen= wart, welcher den Vorgang bemerkt hatte, zwar angehalten, entschlüpfte aber unter Zurücklassung des Fahrrades, das, wie später die Untersuchung ergab, einem Wiesecker Bürger entwendet worden war. * Die 4 Verschollenen, die auf ihrer Reise in die Vogesen nichts von sich hören ließen, haben nunmehr nach Gießen eine Karte gesandt und ihren Eltern den Aufenthaltsort angegeben. Der Verband und an andere Gewerlichaften, das Erfuchen, Alademie zu e nahmebedingun M., Stiftsstra * Mai entfielen. Die Umgegend lieh aus der Bibliothek 74 Bü| gehandelt habe, war mir nicht bekannt, als ich meinen Archer. tikel gegen den Automobilunsug schrieb. Ich hatte in verdiese„ 10 Gebote" bemerkt, und daran Aergernis genommen. Denn wer gibt diesen Leuten das Recht, uns Bauern und den Fuhrleuten Vorschriften zu machen? Oder bilden sie sich schon ein, darum, weil die deutschen Fürsten auch Auto mobil fahren, darum stelle der Automobilklub schon eine staatliche Einrichtung und Autorität dar? Nur gemach: Quod licet Jovi, von licet bovi- und dann die Revolver stelle! Welcher Esel hat denn nicht längst schon gemerkt, daß das einzig und allein nichts weiter sein sollte, als eine Persiflage, eine Verspottung der„ 10 Gebote für Fuhrleute?" Wer kann so dumm und voreingenommen sein, an zunehmen, ich hätte im Ernst empfohlen:„ Gehe aufs Kreis amt, erwirb dir einen Waffenpaß"( der doch erst nach Fest stellung der Personalien und des Zweckes verlieren wird), Buchbinder- un ,, und hernach einen tüchtigen Revolver-"; und dann der Ult„ daß du dich wehren kannst, wenn das moderne Un geziefer dich überfällt“. Die ältesten Kühe lachen darüber, wenn sie hören, das hätte ich alles in tatsicherem Ernste durch opferwil ausgesagt. Nun, derselbe Staatsanwalt, der den Automo bilmord zu Dießenbach zu untersuchen hat, soll ja auf An trag des Darmstädter Automobillabs auch den„ Ernst die ser Sache prüfen. Interessant ist mir noch, daß der * Verlauft wurde für 57 000 Mart das Grundstück Hillebrandstraße 2 von dem bisherigen Eigentümer Pfaff an Rentier Spit. * Verhaftung. Der Gießener Polizei gelang am Montag auf der Post die Festnahme eines Erpressers, der von Gießen aus an wohlhabende Leute in Maar und Lauterbach Briefe gesandt hatte, in denen er sich als Kriminalkommissar bezeichnete und weiter angab, daß gegen den Adressaten ein Strafverfahren eingeleitet worden sei, das aber gegen die Zahlung einer Summe unterpostlagernder Sendung nach Gießen von im 300 m. in drückt würde. a) Berdingungswesen: Da ſehr vielfach in den Sub- Festnahme. Bekanntlich brach vor mehreren Monaten der Arbeiter Schuhmacher, der wegen Sittlichkeit der missionsbedingungen Vorschriften enthalten sind, die ganz unzweckmäßig sind und oft auch seitens der Lieferanten in dem geforderten Umfange gar nicht eingehalten werden können, hat es sich der deutsche Handelstag zur Aufgabe ge= macht, die in Betracht kommenden Behörden unter Mitteilung von Beispielen unzweckmäßiger Bedingungen auf diesen von B Mißstand aufmerksam zu machen und um Abhilfe zu er= suchen. Zur Unterstüßung dieses Vorgehens ersucht die Handelskammer die Interessenten ihres Kammerbezirks, ihr Beispiele solcher unzweckmäßigen Submissionsbedingungen möglichst im Original einzureichen und dabei deren Unzweck= mäßigkeit zu erläutern. Lokales. Gießen, 25. August 1910. ** Empfangen wurde vom Großherzog am 24. August u. a. der Oberst von Lindequist, Kommandeur des 1. Hannoverschen Infanterie- Regiments Nr. 74. wurde * Militärisches. Zum Oberleutnant befördert der Leutnant der Reserve Haasen( Crefeld) des Inf. Rgts. Katser Wilhelm( 2. Gr. Hess.) Nr. 116. Der Abschied bewilligt: Cramer( Gießen), Ltn. der LandwehrInf. 2. Aufgebotes. ** Aus Anlaß des heutigen Ludwig stages haben zahlreiche öffentliche Gebäude geflaggt. * Straßenpflasterung. Nachdem vor kurzem ist, die Löwengasse mit Vulkanolpflaster versehen worden hat den gleichen Belag mun auch die Wolkengasse erhalten. Die Pflasterarbeiten auf der Licherstraße haben begonnen. Das in den Straßen von Gießen vorhandene Kleinpflaster bedeckt nunmehr 43 000 Quadratmeter. * Die Lese halle des Lesehalle- Vereins gab im Juni 2153 Werke aus, von denen 1184 auf Erzählungen 16) 110 Gerichtet. Familienroman von Franz Wichmann. - Bu ihm?" murmelten ihre Zippen. ,, Nein, ich kann nicht, niemals! Ins Elend denn!- Vater," wandte sie sich in der Tür noch einmal um ,,, dieses Wort hat einen Abgrund zwischen uns geöffnet, den die Liebe nicht mehr überbrücken kann! Jetzt muß ich gehen!" Mit abgewandtem Gesicht und ausgestrecktem Arm stand der Unbeugsame da. Geh!" war alles, was über seine Lippen den Weg fand, und noch einmal: Geh!" 7. Kapitel. In Aurichs Gartenrestaurant, dem größten und beliebtesten Etablissement der Hauptstadt, herrschte auch heute wieder das bewegte Leben und Treiben, das sich an schönen Sonntagnach mittagen hier stets zu entwickeln pflegte. brechens in Gießen verhaftet wurde, aus dem Gießener Po lizeigefängnis aus. Dieser Tage ist nun seine Festnahme in Frankfurt a. M. geglückt. Aus Hessen und Nachbargebiet. * Wieseck. Auf dem Kirchweihfest führte ein zwischen Militär und Zivilisten ausgebrochener Wortwechsel zu Tätlichkeiten, in deren Verlauf beide Parteien Verletzungen davontrugen. * Laubach. Hier wurde Fräulein Thekla Köhler, die Schwester des vor mehreren Jahren verstorbenen Medizinalrats K. in Gießen, zu Grabe gebracht. Für ihre aufopfernde Krankenpflege in den Jahren 1870-71 wurde ihr das Verdienstkreuz verliehen. Es war in der Tat ein prächtiger Aufenthalt unter den großen, schattigen Bäumen, zwischen denen sich üppige grüne Anlagen mit anmutigen Bosketts und lauschigen Lauben hinBogen. ( Gerichtet 30 Nr. 8.) Überall, wo sich ein freier Platz bot, waren Tische, Stühle und Bänke aufgestellt, und doch schienen sie dem immer neuen Andrang von Vergnügungslustigen kaum zu genügen. * Hersfel d. Zwei hiesige Handwerksmeister haben eine Flugmaschine konstruiert und ein Modell dieser Maschine nahezu fertiggestellt, sodaß hier in nächster Zeit Flugversuche unternommen werden können. * Grünberg. Die mit Recht so gefürchtete Schweineseuche ist hier ausgebrochen. * Hein ß b. Alsfeld. Auf der Besitzung des Gutspächters Hillebrecht brach ein großes Feuer aus, das mehrere Stallgebäude vernichtete, in denen 100 Pferde der 10. und 11. Eskadron des bei Alsfeld manövrierenden Jä ger- Regiments zu Pferde Nr. 2 aus Langensalza eingestallt waren. Bei dem Brande sind 9 Pferde umgekommen; eine große Anzahl Pferde wurde verleßt und wird wahrschein lich getötet werden müssen. Bei den Rettungsarbeiten ist der Jäger zu Pferde Helm verbrannt. Als die Musikkapelle im Hintergrunde des Gartens ihre feierlichen Weisen begonnen hatte, strömten von aller Seiten auf den verschlungenen, vielfach sich freuzenden, mit feinstem Kies bestreuten Fußwegen immer neue Scharen heran, und die Kellner, die mit fliegenden Fräcken und weißen Servietten in nervöser Hast ab und zu sprangen, vermochten nur allmählich alle Wünsche der Hungrigen und Durstigen zu befriedigen. * Muschenheim b. Lich. Unser Dorf steht zur Zeit im Zeichen der in Kürze stattfindenden Bürgermeisterwahl. Es sind zwei Kandidaten aufgestellt: der seitherige Bürgermeister Herr Becker und Herr Karl Roth. Von beiden Seiten wird eine rege Agitation entfaltet. Auf den breiten Stufen, die von dem langen, einstöckigen Wirtschaftsgebäude in den Garten hinabführten, blieb eine schlanke junge Dame stehen und wandte das blondlockige Haupt nach einer älteren Frau zurück. Beide waren sauber und neit, doch im Gegensatz zu den übrigen Besuchern des Gartens nur schlicht und einfach, beinahe ländlich gekleidet. ** Der Abg. Köhler- Langsdorf veröffentlicht folgendes„ Eingesandt": Die Jüngere ließ eine Weile ihre hellen Augen suchend über das Menschengewimmel zu ihren Füßen hingleiten. ,, Sie sind nirgends zu sehen, Tante," sagte sie dann. Werden sie denn auch wirklich kommen?" Daß es gerade der Darmstädter Automobilklub gewesen sei, der die bekannten„, 10 ebote für Fuhrleute" veröffentlichte, und daß dieser dabei mit Polizeiunterstübung „ Meiner Seel'," erwiderte ihre kleine, lebhafte und trot ihrer grauen Haare jugendlich bewegliche Begleiterin ,,, du wirst doch nicht zweifeln, Klara, wenn ich dir's sage? Deine Mutter hat mir's im Vertrauen mitgeteilt, daß sie bei schönem Wetter sicher herauskommen." Das junge Mädchen mußte diesen Worten wohl oder übel Glauben schenken. ,, Freilich," sagte sie, indem sie begann, die steinerne Treppe weiter hinabzuschreiten. Ottos Geburtstag wurde ja daheim in Grünwald iminer mit einem Ausflug gefeiert. Und hier in der Stadt werden sie auch nicht zu Hause bleiben mögen, wenn auch der Bruder fern ist. Ach Gott, es muß ja schrecklich sein, wenn es so aussieht, wie du sagst!" fügte sie schmerzlich hinzu. - Heilig- Kreuz u fauischen Pion militärischen G Heimat des Be zu werden. D Stadtkommanda * Offe Gymnasiums i wurden, ist ge noch ein dritt beiten eingeri ge * Dart zur Besichtigun heimer Ererzie Darm gemeldet, der Spanien, in Darmstädter Automobilklub überhaupt sich der Sache ange nommen hat. Wen habe ich denn in Wirklichkeit angegrif ihm von dem sen? Die anständigen Automobilisten? Wo steht das schrieben? Von einer übermütigen Faulenzerbande", die im Auto daherrast, habe ich gesprochen. Der Darmstädter Automobilklub wird doch diese Leute nicht mit seinem blan ten Schilde decken wollen? Wäre es der Fall, er würde Frau Baumert, die Witwe des früh verstorbenen Bruders der Försterin Reiner, eines kleinen Beamten, die sich des armen, verstoßenen Mädchens, dessen einzige Zuflucht sie gewesen war, seit Monaten liebevoll angenommen hatte, folgte Klara mit ihren fleinen, trippelnden Schritten und ließ dabei ihren Mund keinen Augenblick still stehen. - feine Lorbeeren dabei ernten. Ich möchte noch bemerken, daß es sonderbar anmutet, wenn man hört, die Polizei habe an Autofahrten teilgenom men, um einen Ueberblick über die Verhältnisse des Fuhrverkehrs auf den Straßen zu gewinnen. Warum setzt sich denn der Herr Polizeikommissar nicht auch einmal auf einen Bauern, Mist- oder Frachtwagen, um auch einmal die Sache von der anderen Seite aus zu betrachten? U. A. w. g. Köhler- Langsdorf. Goldenen Vlie ren zum Emp nifter Ewald, Strant, die o Großherzogs, a ler, sowie der bollmächtigte M fretär der Ge spanischen Offiz ber beiderseitig Infanten in o felbft der Inf Residenzschloß Ueberreichung Prinzen Ferdin um 1 Uhr ein faß der Infan Botschafter Po den Nachmittag in die Umgeb um 11.25 Uhr Großherzog be wigsordens un des Philippsor * Wor Worms- Hochhe ziemlich weit gebäude, das Inhalt fast vo des um diese bruch gefomm stehungsursache * Ruppertsburg. Der Schneidermeister Wag ner von hier verunglückte bei der Rückkehr von einem Ausflug nach dem Jägershaus bei Schotten dadurch, daß er über die Horloffbrücke bei der Friedrichshütte stürzte. Er o einen Schädelbruch. ,, So schlimm ist es ja nicht," mei te sie. ,, Einfachheit ist gottlob ja noch keine Schande! Vielleicht wird es jetzt, da sie alles verkaufen müssen, sogar wieder wohnlicher bei ihnen. Die gute alte Zeit kannte auch keinen Luyus bei unsereinem!" Klaras Brust hob ein quälender Seufzer. Wie ein schwerer Druck lag es auf ihr, wie der Alpdruck kommenden Unglücks. Das junge Mädchen und ihre grauhaarige Begleiterin hatten die unterste Stufe der Treppe überschritten und wurden sogleich in den Menschenstrom mit hineingerissen, der unter den breitblättrigen Kastanien auf dem freien, runden Platz auf und niederwogte. Um einen geeigneten Platz zu finden, ließen sie sich von der bunten Woge weitertreiben. an der Tante letzte Worte an: erberg. Bei der Bürgermeisterwahl da Klara knüpe Zeit! Ach, ja, davon sprichst du so oft, ,, Die gute Tante! Ist sie denn wirklich einmal gewesen und wird sie jemals wiederkommen?" 100 hier wurde Herr Beigeordneter Web mit 146 Stimmen ge wählt. Herr Otto Enders erhielt 42 Stimmen. Sie entdeckte plötzlich nahe einem Seitenweg zwischen zwei entfernteren, von dichtem Grün verhangenen Lauben noch einen freien, runden Tisch mit einigen Stühlen. ** We z l a r. Zum dritten Mal seit seinem Bestehen veranstaltet der Rhein- Mainische Verband für Volts bildung in Frankfurt a. M. eine„ Voltsakademie". Vom 25. September bis 5. Oktober wird, wie bereits am 11. August turz gemeldet, in Weßlar eine fleine Schar ideal gesinnter Männer und Frauen aus allen Voltsschichten und aus den verschiedensten politischen und religiösen Parteilagern in Form einer Hausgemeinschaft zusammenleben, um sich in eingehenden Diskussionen über die Probleme der Voltserziehungsarbeit flar zu werden. Die einleitenden Vorträge zu den Diskussionen liegen in den Händen be= währter Volkspädagogen. So hat u. a. Herr Professor Dr. Natorp aus Marburg fünf Vorträge über„ Pestalozzis Ge danken zur Voltserziehung" übernommen. Die ständigen Mitarbeiter des Rhein- Mainischen Verbandes werden bon ihren Erfahrungen aus der Praris berichten 2c. Mit der Boltsakademie sind außerdem eine Reihe von Beispiel- Ver,, Das trifft sich gut, setzen wir uns rasch, Tante," sagte fte, hier können sie uns nicht entgehen, von diesem Platz übersteht man alles!" Frau Baumert war es zufrieden und griff nach dem nächsten Stuhl, ohne deswegen ihrer Zunge Stillstand zu ges bieten. ,, Ei, gewiß," antwortete sie auf Klaras vorhergehende letzte Außerung ,,, ich habe sie noch gekannt, Kind, die gute alte Zeit! In meiner Jugend war alles anders. Da lief man nicht bloß dem Vergnügen nach, es gab auch noch keine Pessimisten und Anarchisten und wie die Bösewichter heutzutage alle heißen. Damals war es noch eine Freude und eine Ehre, zu arbeiten!" Der Kellner, der mit einer erwartungsvollen Miene an den Tisch trat, schnitt ihren Redeſtrom für einen Augenblick ab. ,, Bringen Sie Kaffee, aber mit recht viel Bucker!" befahl Frau Baumert und wandte sich dann von neuem an ihre Nichte. Ja, ja, damals fiel es noch niemand von uns ein, unehrbare Getränke zu trinken, aber heutzutage ist es ja modern, daß die Damen in öffentlichen Lokalen Bier trinken wie die Mannsbilder." Klara benutzte die Pause, die die Tante machen mußte, um Atem zu schöpfen, auch ihrerseits zu einer Bemerkung. ,, Ach, Tante, alle Sehnsucht nach der guten alten Zeit ver mag doch nichts daran zu ändern, daß wir in einer neuen leben!" sagte sie.„ Wenn es nur möglich wäre, daß der Vater mir verziehe! Vielleicht gäbe es dann noch eine Rettung! Denn er ist gut und schwach, so rauh er auch tut; die Mutter aber hat ja nur Gedanken für Otto. So wird auch das letzte dahingehen!" ,, Freilich, freilich," mußte Frau Baumert zugeben, aber es wird schon noch wieder gut werden, wenn sie nichts mehr haben. Armut ist eine dieses Lebens!" Du bist eine unverbesserliche Optimiſtin, Tante!" meinte ( Gerichtet 31 Nr. 8.) „ Und du mußt nicht alles glauben, was die bösen Menschen sagen, Kind!" gab die Tante ihr zurück. on noch wieder gut werden, wen für die ältesten stinder Klara. ,,, davon kann nicht die Rede sein!" entgegnete Klara. Seitdem du mich so liebevoll bei dir aufgenommen hast, lebe ich ja so still und einsam, daß ich fast nichts mehr von der Welt höre und sehe. Aber hast du nicht selbst gesagt, daß alle Verwandten und Bekannten darüber reden?" Aber, Mädchen," wich die Alte dieser Frage aus ,,, wer wird denn gleich ein jedes Wort so auf die Goldwage legen?" ,, Nein, nein," sagte Klara dringender, es gelingt dir nicht, mich zu täuschen. Ich weiß, ich fühle es, daß es so ist, wie du mir, vielleicht ungewollt, verraten hast. Seine Kollegen ver achten ihn, man weist mit Fingern auf ihn, die Vorgesetzten betrachten ihn mit Mißtrauen oder mit Mitleid, und er et fühlt das alles und ist zu schwach, sich aufzuraffen. O, mein armer, unglücklicher Vater!" Frau Baumert gab sich alle Mühe, das schmerzlich erregte Mädchen zu beruhigen. ,, Du lieber Himmel, wer wird denn wegen der paat Schulden ein solches Aufheben machen!" suchte sie zu begütigen „ Es sind ja nur kleine Geschäfte, in denen man ihnen feinen Kredit mehr geben will. Und überdies hat Otto nur noch ein halbes Jahr zu dienen. Dann hören die großen Ausgaben von selber auf, der Bruder wird eine Stellung finden und der Vater kann für sich und die Mutter allein sorgen Da werden die kleinen Schulden, die dann noch da sind, sich schon leicht tilgen lassen!" Klava schüttelte ernst das Haupt. * Dre Januar n. Ja zutreten, um Reise dürfte * Par die berühmte feld von Sed genannt: Mo Ich fann Haus, dessen oder lang. U dürfen!" In dem g ben schmerzlic Worten wahr was sie foeber andern Trost. „ Nur Mu werden! Wer Ginnes werde bir ja verzeih Klara ich rasch fiel fie Ich fan ich bin mir fe Willst d ärgerlich. U gefekt!" Das Mäd Ich will ich fann! A6 nicht länger dann in der zu arbeiten!" Frau Bau Damit if als du dentist, zu finden!" Klara erh Wer will Ja, wenn Die bedeut genannten Mar rötete und ih erwiderte: Du weiß Der Kelln the fehr gelege Gie habe wart So, hier Darf ich Bur Hand nehm Dante, da gefchlagenen Th nicht abbringen Allio du 13 ich meinen Ich hatte in br ngener Landpo gernis genomm uns Bauern u Oder bilden Fürsten auch Ams Dilflub schon ein ? Nur gemac Dann die Revolve git schon gemert ein sollte, als ein Sebote für Fubr enommen sein, a „ Gehe aufs Krei och erst nach Fej berlieren wird "; und dann de Das moderne U ge lachen darübe tatficherem Ernf der den Autom t, soll ja auf A den„ Ernst di ir noch, daß d der Sache ang tlichkeit angegri Bo steht das lenzerbande", d Der Darmstädt mit seinem bla = Fall, er wür onderbar anmute fahrten teilgenon hältniffe des Fub Warum jetzt s einmal auf eine heinmal die Sad ? U. A. w. angsdorf. neidermeister Way r von einem Au dadurch, daß hütte stürzte. E germeisterwahl d 146 Stimmen g mmen. seit seinem Be erband für Voll sakademie". Vo ie bereits am 11 leine Schar ide Volksschichten un religiösen Parteilo usammenleben, m Die Probleme de Die einleitende den Händen be Herr Professor Dr r„ Pestalozzis Ge en. Die ständige ndez werden vo chten 2c. Mit de von Beispiel- Ver viel Zucker!" befal on neuem an ibu and von uns cin utzutage ist es i ofalen Bier trinta ante machen mußt ner Bemerkung. guten alten Zeit ver vir in einer neue vare, daß der Vate noch eine Rettung! uch tut; die Mutter wird auch das left ert zugeben, aber es ie nichts mehr haben die ältesten Kinder tin, Tante!" meint ( Gerichtet 31 Nr. 8 die bösen Menfcher !" entgegnete Klan genommen haft, le nichts mehr von de felbft gefagt, daß all n?" Ter Frage aus, we Die Goldwage legen? es gelingt dir nicht daß es fo ift, wie d Seine Kollegen ve ihn, die Vorgesetzte Mitleid, und er- d ufzuraffen. O, me as schmerzlich erregt enn wegen der pad fuchte sie zu begütiger en man ihnen feine at Otto nur noch ci die großen Ausgabe llung finden und de forgen" Da werde find, sich schon leid anstaltungen verbunden, an denen gezeigt werden soll, wie man Voltsbildung betreiben kann. Endlich werden die Teilnehmer mehrere heimattundliche Führungen, sowie je einen Ausflug nach Gießen und Braunfels machen, um die Volksbildungseinrichtungen dieser beiden Orte fennen zu lernen. Der Verband richtet an alle Volfsbildungsorganisationen und an andere Vereine, die verwandte Ziele verfolgen, an Gewerkschaften, Fabritbetriebe, Gemeinden und Behörden das Ersuchen, geeignete Personen zur Teilnahme an der Alademie zu entsenden. Genaue Programme und die Aufnahmebedingungen sind bei der Geschäftsstelle, Frankfurt a. M., Stiftsstraße 32, zu erhalten. * Mainz. Die Leiche des beim Unglück am Fort Heilig- Kreuz ums Leben gefommenen Gefreiten des 2. Nasfauischen Pionier- Bat. Nr. 25 Michelmann wurde mit militärischen Ehren zum Hauptbahnhof gebracht, um in die Heimat des Verstorbenen Ueberruhr im Ruhrgebiet überführt zu werden. Dem Sarge folgten u. a. der Gouverneur, der Stadtkommandant und zahlreiche Offiziere unserer Garnison. * Offenbach. Eine interessante Ausstellung von Buchbinder- und Schreinerarbeiten, die von Schülern des Gymnasiums in verschiedenen Handfertigkeitskursen gefertigt wurden, ist gegenwärtig im Gymnasium zu sehen. Es soll noch ein dritter Kursus für Schlosser und verwandte Arbeiten eingerichtet werden, falls die erforderlichen Mittel durch opferwillige Freunde der Anstalt sich beschaffen lassen. * Darmstadt. Der Großherzog von Baden traf zur Besichtigung der 25. Kavalleriebrigade auf dem Griesheimer Ererzierplay im Automobil ein. * Darmstadt. Am Montag traf, wie bereits furz gemeldet, der Prinz Ferdinand von Bayern, Infant von Spanien, in Darmstadt ein, um dem Großherzog den ihm von dem König von Spanien verliehenen Orden vom Goldenen Vließ zu überbringen. Auf dem Bahnhofe waren zum Empfange anwesend der Großherzog, Staatsminister Ewald, der Divisionstommandeur Generalleutnant v. Strank, die obersten Hofchargen und die Adjutanten des Großherzogs, als Vertreter der Stadt Beigeordneter Mueller, sowie der spanische außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister Luis Polo de Bernabe mi, dem Setretär der Gesandtschaft Jose de Landecho und mehreren spanischen Offizieren. Nach der Begrüßung und Vorstellung der beiderseitigen Gefolge fuhren der Großherzog mit dem Infanten in offenem Zweispänner zum Residenzschloß, woselbst der Infant Wohnung nahm. Im Großherzoglichen Residenzschloß fand am Dienstag 12,30 Uhr die feierliche Ueberreichung des Ordens vom Goldenen Vließ durch den Prinzen Ferdinand an den Großherzog statt. Daran schloß um 1 Uhr eine Galatafel zu 40 Gedecken sich an. Hierbei saß der Infant rechts von der Großherzogin, der spanische Botschafter Polo de Bernabe links vom Großherzog. Für den Nachmittag war ein Ausflug mit den spanischen Gästen in die Umgebung von Darmstadt vorgesehen, deren Abreise um 11.25 Uhr abends vom Ludwigsbahnhof erfolgte. Der Großherzog verlieh dem Infanten das Großfreuz des Ludewigsordens und dem spanischen Botschafter das Großkreuz des Philippsordens. mit Worm 3. In der„ Rieſenmühle" im Stadtteil Worms Hochheim brach Großfeuer aus. Von dem ziemlich weit ausgedehnten Anwesen wurden das Mühlengebäude, das Maschinenhaus und der Lagerſchuppen Inhalt fast vollständig eingeäschert. Der Brand ist während des um diese Zeit herrschenden starten Gewitters zum Ausbruch gekommen, und man vermutet Blitzschlag als Entstehungsursache. dale Aus aller Welt. * Dresden. Der König von Sachsen gedenkt Ende Januar n. Is. eine Reise nach Egypten und Nubien an zutreten, um dort namentlich der Jagd obzuliegen. Reise dürfte voraussichtlich 2 Monate dauern. Die * Paris. Die Einweihung des zum Andenken an die berühmte französische Kavallerieattacke auf dem Schlachtfeld von Sedan bei dem Orte Ploing errichteten Dentmals, genannt:„ Monuments des braves gents" wird am 1. SepIch kann nicht so denken wie du!" entgegnete sie. ,, Das Haus, dessen Grund erschüttert ist, stürzt zusammen über kurz oder lang. Und ich soll nicht einmal seinen Untergang teilen dürfen!" In dem gutmütigen Gesicht der Tante zuckte es, als sie ben schmerzlichen Ausdruck in den Zügen Klaras bei diesen Worten wahrnahm. Sie mochte wohl selbst nicht alles glauben, was sie soeben gesagt hatte, und suchte schon wieder nach einem andern Trost. ,, Nur Mut, Kind," sprach sie ,,, noch heute wird alles besser werden! Wenn der Vater dich wiedersieht, wird er schon andern Sinnes werden! Er kann dir doch nicht ewig zürnen, er muß dir ja verzeihen, wenn auch du-" Klara schien zu wissen, was die Tante sagen wollte, denn rasch fiel sie ihr ins Wort: ,, Ich kann ihn nicht um Verzeihung bitten, Tante, denn ich bin mir feiner Schuld bewußt!" ,, Willst du eigensinnig sein?" meinte die Tante, ein wenig ärgerlich. Und wir haben doch alle Hoffnung auf diesen Tag gefekt!" Das Mädchen suchte sich zu bezwingen. Ich will ia stark sein," erwiderte sie ,,, ich will ja tun, was ich kann! Aber wenn es mißlingt, dann kann ich deine Güte nicht länger in Anspruch nehmen; auf eigene Hand muß ich dann in der Welt mein Glück suchen. Ich habe es ja gelernt, zu arbeiten!" slaT Frau Baumert wollte davon nun erst gar nichts wissen. ,, Damit ist es allein nicht getan," eiferte sie ,,, es ist schwerer, als du denkst, für ein alleinstehendes junges Mädchen, Arbeit zu finden!" - Klara erhob mutvoll und zuversichtlich den Kopf. ,, Wer will, der kann, hat der Vater mich gelehrt!" Ja, wenn man ein Mann ist wie der Herr Hellborn!" Die bedeutsame Betonung, welche die Tante auf den soeben genannten Namen gelegt, konnte Klara nicht entgehen. Sie ers rötete und ihre Stimme flang sehr leise und unsicher, als fie erwiderte: ,, Du weißt, daß ich seinen Namen nicht mehr hören will!" Namen nicht m hören wid!" Der Kellner, der eben, mit Geschirr beladen, herantrat, kam ihr sehr gelegen. ,, So, hier ist der Kaffee," sagte er ,,, verzeihen Sie, daß ich Sie habe warten laffen, aber es gibt gar so viel zu tun." zur Hand nehmend. warf ich eir einſchenten, Lante?" fragte Plaza, Die Kanne ,, Danke, danke," erwiderte die Gefragte, aber von dem angeschlagenen Thema ließ sie sich auch durch ihr Lieblingsgetränk nicht abbringen. ,, Also du willst nichts mehr vor ihm wissen," fing fie | tember stattfinden. König Wilhelm hat jenen verzweifelten Ausfall der französischen Truppen mit den Worten:„ Ah, diese braven Leute" charakterisiert. Das Denkmal wird diese Worte des Königs als Inschrift tragen. Die Gedenkrede hält der ehemalige kommandierende General des 20. Ar= meetorps Bailloud, der eigens zu diesem Anlaß aus Algerien eintrifft. * Christiania. Wie der Korrespondent der„ Af ton Post" von Spitzbergen berichtet, hat Graf Zeppe Iin bei der Kings Bei Land offupiert und es ZeppelinHafen genannt. Es ist deshalb ein Konflikt mit dem norwegischen Spekulanten Anter zu erwarten, der ältere Besitzrechte auf jene Landstrecke behauptet. = )( Die 100 kilometer Vereins- Meisterschaft in Bochum wurde am Sonntag auf Brennabor gewonnen. In Colmar siegte P. Müller im Haupt fahren und in Chemnitz ging W. Techmer im Prämien fahren als Erster durchs Ziel. Müller und Techmer bestreiten ihre Rennen auf der Marke Brennabor. schrieben, er sei der Vater ihres Kindes und hat dieses auch weiter erzählt. Auf Privatklage des Wißner verurteilte sie das Schöffengericht Grünberg wegen Beleidigung zu 20 Mark Geldstrafe. Sie blieb bei ihrer Behauptung und legte Berufung ein. Das Gericht konnte weder die Richtigkeit noch die Unwahrheit der Behauptung feststellen; ez liegt Be aber eine nicht erweisliche Behauptung vor, weshalb strafung erfolgen mußte. Das Urteil fand seine Bestätigung. Der im Armenhaus wohnhafte, vielfach bestrafte Dachdecker Kaspar Christian Meier in Grünberg hat der Ehefrau des Korbflechters Eduard Rieb dorten den Vorwurf des Meineides gemacht. Die Frau flagte wegen Be leidigung und Meier erhob Widerklage, weil die Frau ihn einen" Dachratz" genannt hatte. Das Schöffengericht erkannte gegen Meier auf 3 Monate Gefängnis und ließ die Frau straffrei ausgehen, da der Schimpfname nicht als erwiesen galt. Meier legte Berufung ein zum Zweck der Herabsetzung der Strafe. Er erreichte damit, daß die Strafe auf einen Monat ermäßigt wurde. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. )( In Hannover gewann P. Echterhoff am 21. August das Stundenrennen und das kleine Hauptfahren auf Brennabor. E. Moriß, der dieselbe Marke fährt, siegte im Eröffnungsfahren und mit Echterhoff als Partner 10-= wohl im Tandem- Hauptfahren, wie im Tandem- Vorgabe- Y fahren. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, 23. August 1910. Bei verschlossenen Türen wurde gegen die Witwe Wigand Wagner in Gießen wegen Suppelei verhandelt. Die Angeklagte hat es geduldet, daß ihre eigene Tochter sich jungen Herren gegenüber unsittlich verhielt; auch sie selbst hat sich der gewerbsmäßigen Unzucht hingegeben. Nach dem Urteil wurde der Angeklagte der Kuppelei für schuldig erachtet und zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt. Wegen der gewerbsmäßigen Unzucht erfolgte die Einstellung des Verfahrens wegen Verjährung. Der Landwirt Johann Georg Becker in Schwarz ist 3äpfer in dem Lotal des Vereins der Bürger. Das Lofal befindet sich in seinem Hause. Er wurde aufgefordert, ein Pissoir anzubringen und erhielt einen Strafbefehl; ein zweiter folgte noch, ehe der erste rechtskräftig war, weil das Pissoir nicht mit Teer gestrichen war. Infolge Einspruchs sprach ihn das Schöffengericht frei, da der Bürgermeister Inhaber des Lokals ist, und dieser angezeigt hätte werden müssen; auch konnte feine Verurteilung erfolgen, weil der Angeklagte zum zweiten Mal angezeigt worden ist, ehe er den ersten Strafbefehl hatte. Die von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung wurde zurückgewiesen. Durch das Schöffengericht Büdingen wurde der Landwirt Heinrich Bär von Kalbach wegen Jagdvergehens zu 60 Mt. Geldstrafe verurteilt. Er hat von seinem Jagdgebiet aus einen Bock über der Grenze geschossen und die= sen auf sein Gebiet gebracht und ihn dorten ausgeweidet. Bär focht das Urteil an und behauptete, den Bock auf ſeinem Gebiet geschossen zu haben, er sei aber noch einige Schritte über die Grenze gelaufen, wo er ihn abgestochen habe. Trotzdem hat er auf Anfordern den Bock dem Nachbar herausgegeben. Seine Berufung wurde mit der Maßgabe verworfen, daß das zur Straftat verwendete Gewehr zu beschlagnahmen sei. Die Frau des Friedrich Schnabel in Geishau= sen hat dem Luis Kaspar Wißner dorten einen Brief geApollinaris Sonnenstr. 6. NIEDERLAGE BEI: Jean Weisel Giessen Telefon 235. wieder an ,,, weil ein schlechter Mensch ihn bei dir verleumdet hat?" Ich habe dir gesagt, Tante, daß er es in meiner Gegenwart selber zugestanden hat" ,, Und daß du ihn nicht aussprechen ließest!" fiel die von Klara Unterbrochene ein. ,, Weil es für derartiges keine Entschuldigung gibt!" entgegnete Klara schroff. Frau Baumert gab dennoch nicht nach. ,, Wenn nun aber Herr Hellborn wirklich ehrliche Absichten gehabt hätte, du glaubtest es doch, aus seinen Worten entnommen zu haben, daß er dich besonders hochschätzte Klaras Ton wurde noch um eine Nüance schroffer, als fie einfiel: Ich will von den ehrlichen Absichten eines unehrlichen Menschen nichts wissen! Es scheint fast, Tante, du rätst mir, mich einem Nichtswürdigen hinzuwerfen, nur um einen Unterschlupf zu haben, nachdem ich mein elterliches Hein verloren habe!" ,, Kind," sagte Frau Baumert, die erregte Sprecherin liebevoll anblickend ,,, irotz all deiner Klugheit kennst du dich selber nicht! Wenn nicht etwas in deinem Herzen wäre, das ihn verteidigte, du würdest ihn nicht so lebhaft anklagen!" Klara wurde verlegen, doch erwiderte sie scheinbar falt: ,, Er ist mir gleichgültig! Was kann ich mehr sagen? Aber es scheint, daß du dich für ihn interessierst!" ,, Nun, ja," gab die Tante zu, warum soll ich es leugnen? Gr it is gunz anders als alle ſonſtigen Männer von heute!" ,, Und er gefällt dir, willst du sagen?" forschte Klara. Frau Baumert suchte nach den rechten Worten:„ Ja, er - er gefällt mir, weil er mich so an die gute alte Zeit erinnert!" - Das junge Mädchen mußte unwillkürlich lächeln. ,, Wenn das alles ist!" meinte sie. Doch dann ist es freilich begreiflich!" Sie horchte auf, da sie auf dem fnirschenden Kies in ihrer Nähe Schritte zu vernehmen glaubte. ,, Es kommen neue Gäste!" sagte sie. ,,, wenn sie es doch wären, der Vater, die Mutter! Wie mir das Herz schlägt! Ich wage es nicht, hinzublicken! Tante, sage du mir, sind fie es?" ( Gerichtet 32 Nr. 8.) Die Gefragten waren es nun zwar nicht, dafür aber war es Hellborn, der, seinen kleinen Knaben an der Hand führend, sich vom Hause her näherte. Frau Baumert hatte ihn schon erkannt, ehe noch Klara sie bat, ihr zu sagen, wer da komme. ,, Es sind andere," antwortete sie jetzt ,,, ein Vater mit seinem ein Zufall muß sie gerade jest bierber führen!" Kinde, Wichtig für bl CigarettenRaucher! Schützen Sie sich vor wertlosen Nachahmungen, indem Sie ausdrücklich Salem Aleikum Fabrik- Ansicht Cigaretten verlangen und genau die Firma auf jeder Cigarette beachten. Orient. Tab.& Cigart.- Fabr. Yenidze, Inh. Hugo Zietz Dresden Preise Nr. 4 5 6 8 568 10 10 Pfg. d. St. ,, Wen meinst du? Du kennst ste?" fragte das Mädchen fragte das neugierig. ,, So gut wie du! Es ist der, von dem wir soeben sprachen, mit seinem Knaben!" ,, Hellborn?" fuhr Klara auf. Dann kann ich keine Minute länger hier bleiben! Er darf und soll mich nicht sehen!" Sie wollte aufstehen, aber die Tante hielt sie zurück: ,, Es ist zu spät, er hat uns bereits bemerkt, aber sie setzen fich an einen andern Tisch!" Hellborn war in der Tat einen Augenblick stehen geblieben, um seine Augen über die Nächstsitzenden schweifen zu lassen. Dann war er zusammengezuckt und hatte das Kind schnell an einen etwas abseits stehenden Tisch gezogen. ,, Dann müssen wir bleiben!" entschloß Klara sich. ,, Er soll nicht glauben, daß ich ihm ausweiche!" Und sie wandte den Kopf nach der andern Seite, um seinen Anblick zu meiden. ,, Er tut auch gar nicht, als ob er dich beachtet," sagte Frau Baumert ,,, nur das Kind blickt herüber, sagt etwas und jetzt pflückt es Blumen am Rasen!" ,, Das Kind, der fleine Hellmut? Wie es mich iammert!" begann Klara nach einer Pause. Es ist ja unschuldig und weiß von nichts! Und er erzieht es, verdirbt es vielleicht! Mein Gott, wenn ich das arme Kind doch retten könnte?" Frau Baumert blickte noch immer so unauffällig als möglich nach dem Tische hinüber. Vielleicht versteht es deine Gedanken!" sagte sie plötzlich. ,, Es kommt hierher- zu dir!" Wirklich hatte der Knabe sich mit einem Strauß Blumen genähert und war hinter den Stuhl des Mädchens getreten. Die dir- mill " Cantebinter mit dem Fuße an. ist da, Klara blickte sich rasch um. willst du nicht" Was soll das?" stieß sie aus. 10 - ,, Fräulein Reiner," begann das Kind mit schüchterner Stimme, diese Blumen sind für dich. Magst du sie nicht?" ,, Blumen von dir für mich?" stieß das Mädchen hastig hervor. Ach, mein Kind, wenn du wüßtest, wie mich das freut! auf der Welt, der mir Blumen pflückt!" Sie streckte die Hand aus, um die duftige Gabe in Empfang zu nehmen. Ich habe ſonſt niemand der ,, Das Kind hat dich gern, es wollte dir eine Freude machen," meinte Frau Baumert. Indem Klara sich umblickte, fiel ihr Blick auch unwillfürlich auf Hellborn, der eben herübersah. Rasch zog sie die Hand zurück. ( Fortsetzung folgt.) Seben Sie, meine Damen! 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