amentem tens zu etzlich Mainz. tzin der beste flüssige Metalla putz reinigtapub Metalle verblüffend schnell. Iz br ulzjun. Akt: Ges.Leipzig Gießener Seifung - ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 m., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die Neue Leschalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 87. - Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amfes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Samstag, 25. Juni 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pig.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50%. Aufschlag. Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommit bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Bergebung von Wasserleitungsarbeiten. Die zur Wasserversorgung der Gemeinden Göbeln & Fischer rod und Rabertshausen erforderlichen Quellschürf= arbeiten sollen durch schriftliches Angebot vergeben werden. Die näheren Bedingungen sind bei dem Unterzeichneten, Grösster Betrie Zimmer Nr. 24, einzusehen, woselbst Angebotsvordrucke gedieser Branche in Grossh. Hessen gen Erstattung der Herstellungskosten abgegeben werden. Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen bis aschanstalt spätestens Dienstag, den 5. Juli d. Js., vorm. 10 Uhr, auf meinem Geschäftszimmer einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart der erschienenen Bewerber stattfindet. Undet 1848 A 79 a Tel. 627 gene Läden. " 553 sandt- Geschäft nsendungen werde er Zentrale in ach erbeten. seren welche sich gut münschen, wenden svoll au Frau anffurt a. Main, landstr. 71 I. Gratis beri Katalog i. wirft gute Zugt, Lege und Russe hühner. M. Bete, 7, Steg. Lauf Murt V. Trunksucht! Anweisung nad pprobierter Methode igen radikalen Be auch ohne Vorwiffer fine Berpis er Garantie. 0 Bi. in Briefmarten Man abrejjiere: Bfy@pezialit ex, Baden. cibani. und morgen Leijd 60 f4 M. hren in en kann. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. Zuschlagsfrist drei Wochen. Gießen, den 21. Juni 1910. Der Großherzogliche Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. J. V.: Knö l l. Bekanntmachung Die Erhebung des Ottrois und der Schlacht und Fleischbeschaugebühren betreffend. Vom 1. Juli 1910 ab findet die Erhebung: 1. des Ottro is von eingeführten oftroipflichtigen Gegenständen nur noch am Selterstor; 2. der Sch I a cht- und Fleisch beschaugebühren sowie der sonstigen Einnahmen des Schlachthoses nur noch im Verwaltungsgebäude des Schlachthofes statt. Gießen, den 23. Juni 1910. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Die Schulgelder für das Realgymnasium und die Oberrealschule, die höhere und erweiterte Mädchenschule u. die Vorschule des Gymnasiums für das 1. Vierteljahr 1910 Rj. tönnen in den nächsten 8 Tagen noch ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 21. Juni 1910. Stadtkasse Gießen. Mäser. Arbeitsvergebung. 21. Jahrg. entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit stens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 21. Juni 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Arbeitsvergebung. Die Erd-, Maurer- und Asphaltarbeiten für die Neubefestigung der Katharinengasse sollen Mittwoch, den 29. Juni ds. Is., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 21. Juni 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Arbeitsvergebung. Die Pflasterarbeiten für die Herstellung eines befestig ten Bürgersteigs in der Rodheimerstraße, von der Krofdorferstraße bis zur Hardt- Allee, sollen Mittwoch, den 29. Juni ds. Js., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 21. Juni 1910. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Arbeitsvergebung. Die Maurer- und Pflasterarbeiten für die Neubefestig= Die Erd-, Maurer- und Asphaltarbeiten für die Neu- ung der Bürgersteige in der Stephanstraße zwische Goetheund Bleichstraße sollen befestigung der Wolkengasse sollen Mittwoch, den 29. Juni ds. Is., vormittags 10% Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Bur Stichwahl in Friedberg- Büdingen. Bei der heutigen Stich wahl wurden für Bu= sold( Soz.) 11 766 und für v. Hel molt( B. d. L.) 9565 Stimmen abgegeben. Busold ist somit gewählt. Bei der Hauptwahl entfielen auf: Busold 9551, von Helmolt 6395 und van Calfer( fortschr.- nat. Kandidat) 4397 Stimmen. Im ganzen waren 20 351 Stimmen abgegeben. Die Wahlbeteiligung war demnach heute um 1000 Stimmen stärker. Die Freisinnigen sind der Wahlparole, für Busold zu stimmen, durchweg gefolgt, da nicht anzunehmen ist, daß die Sozialdemokraten über erhebliche Reserven verfügt haben. Wie uns gemeldet wird, sind in Friedberg, Nauheim, Butzbach und Büdingen viele weiße Zettel abgegeben worden. Der Ausgang der Wahl wird vielen eine Ueberrasch ung bereitet haben. Das Zuhausebleiben so vieler bürgerlicher nicht fortschrittlicher Wähler läßt aber das Ergebnis der Abstimmung begreiflich erscheinen. Die Reichstagsstichwahl hat den ganzen Tag über ungewohntes Leben und Treiben in die sonst so stille Gegend gebracht, das sich natürlich noch in den Abendstunden verstärkte. Schon die ersten Teilresultate ergaben eine Mehrheit für den sozialdemokratischen Kandidaten die mit jeder neuen Meldung wuchs. Gegen 9 Uhr wurde das Gesamtresultat bekannt das natürlich auf sozialdemokratischer Seite mit großem Jubel aufgenommen wurde. Die bürgerliche Zwietracht. Berlin, 24. Juni 1910. In dem Augenblicke, in dem diese Zeilen zur Poſt gehen, wird der Wahlaft in Friedberg- Büdingen geschlossen. Es besteht leider fum ein Zweifel daran, daß der Sozialdemokrat siegreich aus dem Kampfe hervorgegan gen sein dürfte. So wird binnen zehn Tagen die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages um zwei Mandate verstärkt worden sein: Friedberg- Budingen und UeckermündeUsedom- Wollin. In Cannstadt- Ludwigsburg, Frankfurt a. Mittwoch, den 29. Juni ds. Js., vormittags 11½ Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind späteO. und Zschopau- Marienberg sind die sozialistischen Aussichten auch recht günstig, so daß bei Wiederbeginn der Reichstagstagung im Herbste die Sozialdemokratie mehr als 50 Mandate innehaben wird. Wir haben gegenüber der Auffassung, daß eine Mehrzahl bürgerlicher Kandidaturen im ersten Wahlgange mehr nüßlich als schädlich sei, immer wieder dargetan, daß der Kampf zwischen den bürgerlichen Parteien vor dem ersten Wahlgange die Aussichten auf ein Zusammengehen in der Stichwahl verschlechtert. FriedbergBüdingen ist ein Schulbeispiel für die Richtigkeit unserer Auffassung. Troß der Spannung, die gegenwärtig zwischen Liberalen und Konservativen besteht, wäre der Sieg des bürgerlichen Kandidaten in der Stichwahl möglich gewesen, wenn nicht der Wahlkampf vor dem ersten Wahlgange in der gehässigsten Weise geführt worden wäre, insbesondere von bündlerischer Seite. Wenn ein bündlerischer Agitator gesagt hat:" Das sind die Herren Beamten, arbeiten wollen sie nicht, immerzu Ferien wollen sie haben und Koteletts so groß wie Abtrittsdeckel fressen und die Bauern müssen alles bezahlen“ und wenn ein bündlerisches Flugblatt erklärt hat:" Das( gemeint sind die Liberalen) sind die Herren, die in ihren Autos die Landstraßen unsicher machen und die Gegend verstäntern und in Frankfurt auf ihrer Villa sißen", so hätten solche pöbelhaften Beschimpf ungen des Gegners ohne ein Wort der Aenderung ebenso gut in dem berüchtigsten sozialistischen Hezblatte stehen- nen. Selbst die„ Berl. Neuesten Nachr.", wohl die Zeitung, die am leidenschaftlichsten für die Einigung des Bürgertums gegen die Sozialdemokratie eintritt, sahen sich ge nötigt, gegenüber diesen Aeußerungen zu erklären, daß dadurch der Zusammenhalt der bürgerlichen Parteien stellenweise fast unmöglich gemacht werde. Troßdem haben die Konservativen recht, wenn sie den Linksliberalen Vorwürfe wegen ihrer der Sozialdemokratie geleisteten Wahlhilfe machen. Freilich hätten sie im vergangenen Jahre, als wenige Meilen von Friedberg- Budin gen entfernt in dem pfälzischen Wahltreise Landau das Zenfrum den Sozialdemokraten in der Stichwahl mehrere tau send Stimmen zukommen ließ und ihnen dadurch zum Siege verhalf, dieser ihnen befreundeten Partei nicht minder heftige Vorwürfe machen müssen. Auch sollten sie immerhin daran denken, daß sie, was Wahlhilfe für die Sozialdemo tratie anbelangt, auch nicht ganz stubenrein sind. Es sind ihnen in dieser Hinsicht in den letzten Wochen verschiedene Fälle vorgehalten worden, das drastischste Beispiel ist aber Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 21. Juni 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Bekanntmachung. Aus der Ebel stiftung ist zur Bekleidung armer Kinder zu vergeben die Lieferung von: 1. etwa 20 Anzügen aus fräftigem Stoff( Joppe und Hose), 2. 60-80 Meter Stoff zu Winterkleidern für Mädchen, 3. 70-80 Meter Baumwollflanell zu Hemden, 4. 50-60 Meter wollene Lama zu Unterröcken und die Anfertigung der Mädchenkleider, Knaben- u. Mädchenhemden und Unterröcke. Angebote, mit der Aufschrift„ Ebelstiftung", die die Firma nicht erkennen lassen dürfen, sind bis 30. Juni ds. Js. bei dem städt. Armenamt, Asterweg 9, einzureichen, wo auch Stoffmuster eingesehen werden können. Gießen, den 13. Juni 1910. Die Armendeputation der Stadt Gießen. Keller. Bekanntmachung. Aus der Plock'schen Stiftung ist eine lebenzlängliche Pfründe zu vergeben, die zur Bestreitung der Kosten der Verpflegung eines geborenen Gießeners oder einer geborenen Gießenerin als Pfründner in der ProvinzialSiechenanstalt zu verwenden ist. Meldungen nimmt das Städt. Armenamt bis 1. Juli 1910 entgegen. Gießen, den 10. Juni 1910. Die Armendeputation der Stadt Gießen. Keller. Arbeits- Vergebung. Das Liefern und Legen von Linoleum, sowie die Schreiner, Schlosser- und Weißbinderarbeiten zur Unterhaltung der Gebäude des Realgymnasiums und der Oberrealschule sollen Freitag, den 1. Juli d. J., vorm. 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 24. Juni 1910. - Städtische Hochbauamt. Gerbel. vergessen worden. Wir möchten es nachholen, da es gewissermaßen ein Doppelbeispiel ist. In Breslau tamen in Jahre 1881 die Fortschrittler in beiden Wahltreisen( Breslau- Ost und Breslau- West) mit den Sozialdemokraten in die Stichwahl. Die Aussichten schienen für die beiden bürgerlichen Kandidaten recht günstig, denn in Breslau- Ost standen sie nur um 900 Stimmen hinter der Sozialdemofratie zurück, in Breslau- West hatten sie sogar einen Vorsprung von 1100 Stimmen. Dazu tam, daß damals in Breslau wie in ganz Schlesien enge Freundschaft zwischen Fortschrittlern und Zentrum bestand was sich erst ge ändert hat, seitdem Herr Kopp Fürstbischof geworden ist- so daß die 2000 Zentrummsstimmen in Breslau Ost und die 1500 in Breslau- West fast restlos den freisinnigen Bewerbern zufielen. Da hierzu noch die je 600 nationalliberalen Stimmen traten, so schien der Sieg der Fortschrittler in beiden Kreisen gesichert. Troßdem siegten in beiden Wahlkreisen die Sozialdemokraten, weil der weitaus größte Teil der tonservativen Stimmen auf sie überging. Also geschehen in der königlichen Resi| denzstadt Breslau drei Jahre nach den Attentaten auf den alten Kaiser! Also frei von Schuld und Fehle ist kaum eine bürgerliche Partei. Der gegenseitige Haß treibt eben die absonderlichsten und übelduftesten Blüten. Das Beispiel von Breslau ist deshalb besonders interessant, weil gerade in dieser Stadt, nachdem die Sozialdemokratie lange Jahre beide Mandate beseffen hatten, bei den Wahlen von 1907 durch das Zusammengehen der bürgerlichen Parteien beide Mandate den Sozialisten wieder entrissen wurden, ein bürgerlicher Sieg, den selbst Kenner der Verhältnisse taum für möglich gehalten hatten. Die Nubanwendung aus diesem Vergleiche ergibt sich von selbst: bürgerlicher Haß und gegenseitige Beschimpfungen liefern der Sozialdemofrie die Mandate aus, wie 1881 in Breslau und leben jetzt in Use= dom- Wollin und in Friedberg- Büdingen, bürgerliche Verträglichkeit gewinnt die Mandate wieder zurück, wie 1907 in Breslau und in zahlreichen anderen Orten. Statt also jeßt mit zornigen Worten über das gewiß bedauerliche Verhalten der Freisinnigen herzuziehen, sollten die Konservativen erstens daran denten, daß sie selbst schon mehr als einmal Missetaten derselben Art begangen haben und zweitens sollten sie ehrliche Selbstprüfung abhalten, ob nicht auch sie ein gerüttelt Maß der Schuld an der gegenwärtigen Verbitterung im bürgerlichen Lager tragen. Hessischer Landlag. Der Landtag setzte am Donnerstag seine Beratungen fort. Der Ausschußreferent Abg. Moithan begründete die Ausschußbeschlüsse in längerer Rede und betonte, daß sich der Ausschuß fast einstimmig auf dem Boden der abgeänderten Regierungsvorlage gestellt habe und bemerkte, daß die Entscheidung über die Annahme des Entwurfs in der Ersten Kammer liege, die auch für die eventuelle Ablehnung die Verantwortung tragen werde. Der Ausschuß sei darauf bedacht gewesen, nicht nur das Interesse einzel= ner Berufstlassen, sondern aller Berufsstände gleichmäßig zu wahren. Zum Schluß forderte der Redner zur einmütigen Annahme der Vorlage auf. Abg. Reinhart dankte dem Finanzminister für seinen am Mittwoch dargelegten aus führlichen Bericht und drückte die Hoffnung aus, daß die Vorlage in beiden Kammern zur Verabschiedung kommen werde. Nach einer Frühstückspaule nahm Abg. Ulrich das Wort. Er führte aus, daß sich das Prinzip der Leist ung und Gegenleistung bei der Gemeindesteuer nicht einfach durchführen lasse. Der jetzt vorliegende Entwurf verfolge den Zweck, die Besitzenden zu entlasten und die Minderbemittelten zu belasten. Die Generaldebatte über den Gemeindesteuer- Geseßentwurf wurde gestern zu Ende geführt. Der Abg. Brauer verwies auf die Schwierigkeiten der ganzen Steuervorlage. Die von den Sozialdemokraten so start betonte Abziehung der Schulden und die stärkere Heranziehung des Kapitalis mus seien wohl sehr schöne Agitationsmittel, in der Praris aber nicht durchführbar. Er warnte vor einer zu starfen Heranziehung des Kapitalismus, da sonst sehr leicht eine Abwanderung der kapitalkräftigen Einwohner erfolgen könnte. Die neue Vorlage bringe wesentliche Verbesserungen. Ministerialdirektor Dr. Beder hat die feste Ueberzeugung, daß die jetzige Vorlage eine große Mehrheit finden wird. Die Die Ausgaben der Gemeinden seien von Jahr zu Jahr ge= stiegen, und so könne es nicht weitergehen. Eine jahrzehnte länge Arbeit liege der jetzigen Vorlage zu Grunde. Nach Wiederaufnahme der Situng gab Abgeordneter Dr. Osann noch den Empfindungen aller Parteien, außer der Sozialdemokratie, dahin Ausdruck, daß durch die Rede des Geheimrats Dr. Becker dem Abg. Ulrich eine Niederlage bereitet worden sei, wie noch nie. Die Besitzenden würden durch die Vorlage in erhöhtem Maße herangezosoll Ausfall decken, der Tierschutzverein Gießen. Am Donnerstag fand abends in der Restauration Spud in der Nordanlage die diesjährige Generalversammlung des Gießener Tierschutzvereins statt. Rechnungsablage, Jahresbericht, Vorstandswahl und ein Vortrag standen auf der Tagesordnung. Dieselbe bot mithin genug des Schönen und Belehrenden namentlich in anbetracht des Umstandes, daß der Vortrag sich mit den Vorkommnissen d. h. Unzu träglichkeiten befaßte, welche seinerzeit sich in einem be freundeten Verein zugetragen hatten und dem hiesigen Verein als Warnung dementsprechend auch dienen konnten. die Der von ge= Der Vorsitzende, Hauptlehrer Knauß eröffnete recht gut besuchte Versammlung, indem er die Erschienenen im Namen des Vorstandes willkommen hieß.- dem Schriftführer Lehrer Straub erstattete Jahres= bericht bewies, daß der Verein auch in dem abgelaufenen Jahr für die Sache des Tierschutzes rege tätig wesen war. U. a. bezog er in dem genannten Zeitabschnitt 4500 Tierschußtalender, während als Prämien für beson ders gute Behandlung von Tieren 355 Mt. bewilligt wurden. Strafanträge wegen Tierquälereien wurden im gan zen 57 gestellt. Dem Berliner Tierschutzverein überwies der Verein 10 Mt. als Beihilfe. Andererseits wurden dem Verein seitens der Bürgerschaft auch in diesem Jahre wieder besondere Liebesgaben zugedacht. So bewilligte die Bezirkssparkasse für die Förderung des Tierschußes 100 Mr. Der Mitgliederstand des Vereins betrug am 1. April 1909 im ganzen 425 Personen, von denen im Laufe des Jahres 22 durch Krankheit, Tod 2c. ausschieden, während 60 neu hinzutraten, so daß augenblicklich 463 Tierfreunde dem Verein angehören. Die von dem Vereinsrechner Prokurist L. Wolff erstattete Rechnungsablage ergab in dem Rechnungsjahr eine Einnahme von 2000,20 Mt. und eine Ausgabe vpn 1996,23 Mt. Das Vereinsvermögen betrug am 1. April 1910 2399,24 mt. Diese Rechnung war von dem Kassenrevisor geprüft und richtig befunden worden. Es wurde dem Rechner deshalb Entlastung erteilt. Da aus dem Vorstand alljährlich ein Drittel der Mitglieder ausscheidet, so war in diesem Jahre Ne u wa h I folgender Herren notwendig: Rentner Heil, Prof. Koch, Ober bürgermeister Mecum. Gleichzeitig mußte für den nach Alzey versetzten Polizeiamtmann Reinhart eine Ersatzwahl stattfinden. Sämtliche neu zu wählenden Personen wurden Rein= gen. Die Warenhausſteuer le feinen Geschäfte infolge der durch Buruf wiedergewähltür Bolizeiammagi ungünstigen Geschäftslage weniger konkurrenzfähig seien. Der Redner trat zum Schluß warm für die Vorlage ein und empfiehlt deren Annahme. Abg. Wolf erklärte, nach gründlichem Studium der Vorlage sei er zu der Ueberzeug ung gekommen, daß sie besser und gerechter sei, als die frühere. Abg. Gutfleisch teilt die Freude mit, die andere empfunden. Auch der alte Entwurf habe große Vorzüge gehabt. Nächste Sitzung ist Dienstag vormittag 10 ühr. Lokales. Gießen, 25. Juni 1910. rat Gebhardt vor, der hierauf auch gewählt wurde. Ueber die abgeänderten Satzungen erstattete recht aus= führlich der Vorsißende Bericht, welcher darauf hinwies, daß deshalb eine Neugestaltung der Sabungen notwendig geworden sei, weil die von dem Verein bekanntlich angenommenen Saßungen des Tierschutzvereins für das Großherzogtum Hessen für die hiesigen Verhältnisse einer Er= gänzung bedürfen. Die Abänderung wurde bereits in der Ausschußsizung durchberaten, aus welchem Grunde sich die Versammlung einstimmig mit der Neugestaltung einverstanden erklärte. Besonderes Interesse erweckte ferner die Mitteilung des Vorsitzenden, daß die Firma Armin Hirt in Württemberg dem Verein mehrere Dosen einer Salbe übersandt habe, welche als Heilmittel für Insektenstiche bei Tieren nach der Angabe der Firma sich ganz gut bewährt ha ben soll.. Von den übrigen Angaben des Vorsitzenden verdient besondere Erwähnung, daß der Verein in dem abgelaufenen Jahr mehreren Metzgerburschen für die besonders milde Behandlung von Tieren bei der Schlachtung Belohnder Vorstand, sondern auch die Mitglieder ihr ganzes Können in den Dienst des Tierschutzes stellen, bewies die Bemertung eines Mitgliedes, daß in den städtischen Anlagen die Vogelnester nicht wenig durch das Besprißen der Baumtronen leiden, was wohl nur einem scharfen Beobachter auffallen tann. An die Verhandlungen schloß sich ein Vorüber die Verhältnisse in einem befreundeten Verein, dem trag an, den Lehrer Karl Müller, wie schon erwähnt, Wiesbadener Tierschutzverein, hielt, welche infolge des Auftretens einer Gegenpartei den dortigen Vorstand schließlich zur Abdankung nötigten. ** Provinzial- Ausschuß. Kommenden Mittwoch, vormittags 9 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial Ausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tages Ordnung ftatt: 1. Beschwerde des Stadtbaumeisters i P. Zörb zu Friedberg wegen Heranziehungen von 3-6 Mt. zuerkannte. Daß aber nicht nur ung zu den Straßenreinigungskosten. 2. Rekurs des Herm. Fischer zu Bad Nauheim gegen einen Polizeibefehl Großh. Kreisamts Friedberg. 3. Heranziehung des Pachters Jakobi zu Utphe zu den Kreisstraßen- Unterhaltungskosten 4. Hilfsbedürftigkeit des Heinrich Kaiser bon Orleshausen. 5. Klage des Ditearmenverbands Darmstadt gegen den Landarmenverband Friedberg wegen Unterstützung des Joh. Baptist Ochs von Böttingen. * Städtisches. Auf die kürzlich von der Stadt ausgeschriebene Weißbinderarbeiten an den Marktlauben liefen im ganzes 10 Angebote ein, unter denen Weißbindermeister Eduard Kohlermann mit 201,77 Mark Mindestfordernder blieb. * 75. Geburtstag. Am Donnerstag vollendete der ordentliche Professor der Universität, Geheimrat Heß, welcher sich bekanntlich am 1. Oktober in das Privat leben zurückzieht, das 74. Lebensjahr. * Häute und Fett verwertungs Genossen schaft. Das Jahr 1909 brachte der Häutes und Fettverwertungs Genossenschalt eine Gesamtetunahme von 25 000 Mr., von der ein Reingewinn von 2000 Mark verblieb. * Viehmarkt. Bei dem am 21. und 22. Juni stattgefundenen Markte waren aufgetrieben: 1760 St. Rindvich und 241 Schweine. Der nächste Markt findet am 5. und 6. Juli d. Is. statt., am letzteren Tage auch Krämermarkt. Aus Hessen und Nachbargebiet. * Grünberg. Der Johannismarkt" nahm troß des Gewitterwetters, das ihn begleitete, einen guten Verlauf. Der Schweinemarkt zeigte sehr gute Auffahrt. Dieser entsprach die Nachfrage nicht, und so herrschte eine gedrückte Handelsstimmung. Die Preise wiesen nicht mehr den seitherigen abnorm hohen Stand auf, waren aber immerhin noch hoch genug. Man bezahlte für das Paar Ferkel geringster Socte 40 bis 50 Mark. * Schliß. Ein Unfall, der leicht schlimme Folgen haben konnte, ereignete sich an dem Bahnübergang an der Staatsstraße nach Pfort. Der Landwirt Hühn aus Hemmen wollte die Schienen mit dem Milchwagen überfahren, hatte aber den herannahenden Zug trotz vieler Signale übersehen. Die Maschine traf den Wagen gerade in der Mitte und zertrümmerte ihn vollständig. Der Fuhrmann wurde vom Bock geschleudert und erlitt einige unbedeutende Verlegungen; auch die durchgehenden Pferde haben wenig Schaden genommen. nur der * Wächtersbach. Hier fand die Trauung Prinzessin Marie von Isenburg- Büdingen mit Dom Domingo Aloisi in der Marienkapelle durch den Bischof Joseph aus Fulda statt. Die ganze Stadt hatte Festschmuck angelegt. Die hiesige Bürgerschaft ehrte das Brautpaar durch einen Fackelzwg. )( Lutterbach- Sulzbach, ein Straßen- Rennen über 40 Kilometer, endete am Sonntag, den 19. Juni, mit dem Siege von E. Ingold, der auf seinem leichtlan fenden Brennaborrade als Erster durchs Ziel ging. )( In Elberfeld wurde J. Niederau am 19. dl Mts. im Verfolgungsrennen Erster. Niederau destreitet seine sämtlichen Rennen auf Brennabor. In seinem Schlußwort warf der Vorsitzende noch einmal einen Rückblick auf die Vereinstätigkeit in dem verflossenen Geschäftsjahr, wobei er den Mitgliedern für die rege Anteilnahme an den Bestrebungen des Tierschutzes dankte. Jedenfalls zeigt der Verlauf der Versammlung, daß in dem Verein warme Herzen für die besonders in dem Winter notleidende Tierwelt schlagen, was uns Anlaß gibt, alle unsere Leser auf den hiesigen Tierschutzverein aufmertsam zu machen, der nur einen Jahresbeitrag von 1 Mt. verlangt, also auch minderbemittelten Tierfreunden zugäng= h= lich ist. Ans dem Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, 24. Juni 1910. Die am Dienstag unterbrochene Verhandlung über den Einsturz des Neubau es an der Veterinäranstalt wurde fortgesetzt. Einige Zeugen, die unwesentliches aussagen konnten, wurden gehört, worauf die Vernehmung der Sachverständigen begann. Revisionsbeamter Grünig war der Ansicht, der Bau hätte gehalten, wenn die Witterung nicht zu schlecht gewesen wäre und die Arbeiten nicht so rasch erfolgt wären. Der Frost habe sehr viel Schaden an gerichtet. Die Einziehung eines Trägers, der an Stelle eines Pfeilers, der zerdrückt worden ist, weil er nicht sachgemäß ausgeführt war, habe Gefahr für den ganzen Bau gebracht, da dadurch das Mauerwerk gelockert worden sei. Aus seinen Angaben muß entnommen werden, daß er alle für verantwortlich hält. Der städtische Bautechniker Grote glaubte, daß es dem Angeklagten Stern an Kenntnissen mangelt. Es haben alle Momente mitgewirkt. Der Bauleiter hätte sich über die Gefahr klar sein müssen. Sachver ständiger Winn war der Ansicht, daß die Katastrophe vermieden worden wäre, wenn die Sache nicht so rasch vor sich gegangen worden wäre und das Mauerwerk hätte austrocknen fännen, doch seien die ganzen Grundmauern schlecht ausgeführt worden. Architekt Hamann hielt es für zulässig, daß sich der Bauleiter durch einen Techniker veetreten läßt, während Architekt Rocker beck angibt, es sei einer auf die Gewissenhaftigkeit des andern angewiesen. Es hätte vor Bestellung eines anderen Bauleiters nicht weitergearbeitet werden dürfen. Architekt Huhn sagt, daß bei solchem Wetter nur bestes Material verwendet werden darf und eine gute Behandlung erforderlich ist. Baurat Becker gibt an, es habe dem Bau der Zusammenhang gefehlt. Bei guter Ausführung hätte beim Einziehen des Trägers nicht der ganze Bau nachfallen fönnen. Seuling hätte energischer vorgehen müssen und Pfaff hätte sich die Sache mehr angelegen lassen sein müssen. Der Staatsanwalt führte aus, daß insbesondere bei dem ungünstigen Wetter alle darauf hätten bedacht sein müssen, daß die be= stehenden Regeln befolgt worden wären. Er hielt alle 3 Angeklagte für schuldig. Gegen Pfaff beantragte er 200, gegen Seuling 150 Wit. Geldstrafe und gegen Stein vier Wochen Gefängnis. Das Urteil wird Freitag, den 1. Juli vormittags 8 Uhr verkündigt. Der Bombenanschlag in Friedberr. Der Polizei- Präsident von Frankfurt a. M. Hat unter Verweisung auf das Frankfurter Bomben- Attentat am 15. Juni bezüglich des Friedberger Anschlags ein Ausschreiben erlassen, in dem u. a. folgendes gesagt wird: Der Unbe kannte, welcher sich nach dem Einbruch in die Reichsbank selbst tötete, ist ungefähr 25 Jahre alt, 1,80 Meter groß, und trug einen auf den Namen Anton Burkenstein lautenden Befähigungsnachweis bei sich. Das Ausschreiben bringt gleichzeitig in der Annahme, daß das obige Ausweispapier gefälscht ist, vier Photographien der Leiche, um die Personalien des Unbekannten festzustellen. Als weiteren mutmaßlichen Täter bezeichnet das Schreiben einen etwa 20-23 Jahre alten, 1,60 Meter großen, blassen und bartlosen Mann, der einen dunkelblauen oder grauen modernen Sadanzug trug, sich in dem Burghotel Reisender Schmidt aus Darmstadt nannte und nach der Tat die Flucht ergriff. Besonders interessiert die Behörde der Verbleib eines schwarzen Muster- Handkoffers, wie ihn Reisende bei sich führen, der im Besitze der beiden Täter gesehen wurde. Für etwaige Ermittelungen in der Angelegenheit sind 300 Mt. als Belohnung ausgesetzt. Das Friedberger Bombenattentat hält noch immer das allgemeine Interesse gefangen. Die beiden Bomben, welche die Friedberger Attentäter zurückgelassen hatten, warden durch den Frankfurter Kriminalkommissar Dr. Neuber in Begleitung des Gerichtschemifers Dr. Popp von Friedberg nach der Hanauer fgl. Pulverfabrik gebracht, wo sie auf maschinellem Wege geöffnet wurden. Der Inhalt ist eine Nitro- Glyzerin- Lösung, also das stärkste Sprengmaterial. Die eine Bombe wurde auch auf ihre explosive Wirkung untersucht. Mit derselben wurde ein schweres Artilleriegeschoß von etwa 40 Zentimeter Länge mit einer 2½ Zenti meter dicken Wand glatt in zwei Teile gesprengt. Die Friedberger Polizei hat im hiesigen Bahnhof ein Paket beschlagnahmt, das einem der Attentäter gehört. Es enthält Kleidungsstücke und als wichtigstes Beweisstück mehrere Larven. Noch etwas wurde vorgefunden: mehrere in fremden Sprachen abgefaßte Briefe, welche die Vermutung nahelegen, daß die Friedberger Attentate von Ausländern ausgeführt worden sindl Die Bomben, welche die Attentäter verwendet haben, sollen angeblich in einer Pulverfabrik in Dortmund gestohlen worden sein. Standesamt- Magrieten der Stadt Gießen. Geborene. Juni 15. Fuhrmann Karl Becker eine Tochter, Luise. 15. Schneider Karl Synofzit eine Tochter, Gertrud Marie. " " " 16. Obermaschinenpuzer Heinrich Günther eine Tochter, Margarete Anna Katharine. 17. Lokomotivführer Rudolf Potyka Martha Emilie. eine Tochter, " 18. Kaufmann Robert Siegel ein Sohn, Bruno. 18. Lokomotivheizer Friedrich Martin ein Sohn, Friedrich. " " " " 20. Fuhrmann Wilhelm Jakob eine Tochter, Karoline. 18. Arbeiter Karl Schmidt ein Sohn, Albert Hermann. 18. Wagenführer Heinrich Völpel ein Sohn. " 20. Hilfsbremser Johann Kaspar Mahr ein Sohn. 20. Schlosser Peter Schmidt eine Tochter, Elisabethe Jalobine Berta. Aufgebote. Juni 18. Ferdinand Graiff, Maschinist in Gießen, mit Luise " " Falt in Ranstadt. 22. Georg Wilhelm Weidmann, Schlosser, mit Maria Bott, beide in Offenbach a. M. 23. Georg Wilhelm Lerch, Gr. Geometer in Gießen, mit Maria Minna Hach in Weitershain. Eheschließungen. Juni 18. Heinrich Sach, Buchbinder, mit Emma Ullrich, beide in Gießen. „ 18. Wilhelm Wagner, Steinmeß, mit Elise Ubrich, " beide in Gießen. 21. Wilhelm Fendt, Landwirt in Frankfurt a. M.- Niederrad mit Marie Lenhardt in Gießen. Gestorbene. Juni 18. Konrad Junker, Privatier, 69 Jahre alt. 20. Anna Schneider, 14 Jahre alt. " " " 20. Johannes Braun, Lehrer i. P., 76 Jahre alt. 22. Margarete Henn, geb. Kämmerer, 39 Jahre alt. meine für Ve " " 23. Georg Deibel, 7 Monate alt. 23. Lina Schleuning, 14 Jahre alt. Zusic 23. Marie 3inßer, geb. Weck, 67 Jahre alt. " empfehl " Ausse 08 24. Heinrich Schäfer, Schuhmacher, 65 Jahre alt. Mirchliche Piedrimien jur Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 4. Sonntag nach Trinitatis, den 25. Juni. Kollekte für die ev. Gemeinde in Rinderbügen. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Adolph. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Adolph. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vermittags 9% Uhr: Pfarrassistent Hanstein. Vormittags 11 Uhr: spinderfirche für die Lukasgemeinde Pfarrer Bechtolsheimer. Hatholische Gemeinde Samstag, den 25. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beicht. Sonntag, den 26. Juni. 6. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags 6% Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Montag abend um 8½ Uhr ist apologetischer Vortrag des Herrn Professor Schwarz über„ Glaubensgnade u. Glaubensgefahren". Donnerstag abend ist Beichtgelegenheit. Freitag um 6 Uhr ist Segensmesse. Darmstädter Möbel. r die eben bei feineren Ausstattungen fast durchgängig gekauft werden erhalten Sie direkt v. d. Fabrik v. Ludwig Strikinger, öbelfabrik, Darmstadt, Heinrichstr. 67. 50 Zimmer- Einrichtungen. 10fähr. Garantie. Fernruf 1441 Rein Kaufzwang. Katalog gratis. Kap S Reich Möb Ueber möbel Spez Detc. hat unter tam 15. usichreiben Der Unbe Reichsbant Reter groß, tein lauten Ausschreiben obige Aus Leiche, um a weiteren einen etwa und bart ent modernen Der Schmidt Flucht ergriff. eines jcpar ich führen, e. 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Der gel glättet ruhig die Stacheln, Sobald ein Strauß vorüber Der Mensch aber ärgert sich Tage und Wochen Nach jedem Nasenstüber. Im Bilde geblieben. ,, Guädige Frau sehen heute aus wie eine Blume ,, Die sofort verduften wird." Beschämend. Goldwaaren Vater( das Schulzeugnis seines Sohnes durchsehend):„ Lateinisch: schlecht Pfui, nanschluss Telefon 84. riegelei schäme Dich! Du willst ein Försterssohn sein?" Befürchtung. Mann( seine junge Gattin in der Küche überraschend):„ Aber Amalie, was machst Du denn da Du kochst doch nicht etwa?" - Selbsterkenntnis. Schußmann:„ Ein unverbesserlicher Rettenhund, dieser Klau- Ede! Gestern haben sie ihm die eisernen abgenommen, heute möchte er sich schon wieder' ne goldene umhängen. Ein unheimlicher Brief. Dem Moritz war die Orthographie, Ein böhmisch Dorf, begriff fie nie, Und wie der Lehrer sich auch plagt, Er hat es doch nicht weit gebracht! Sein etwas ältrer Bruder May, Hat hierin auch' nen kleinen Knag, Und beide sprangen deckenhoch, Als aus der Schule Marterjoch. Max trat als Stift beim Metzger ein, Der Morik ward ein Schneiderlein. Schon läng're Zeit war'n beide fort Und beide an dem gleichen Ort, Als Moritz einst das Heimweh treibt Und er an seine Eltern schreibt: Ihr liepen Ältern! uns gehts kud. Der Meester manjmal hauen dhut. Schickt bald' ne Wurscht, ich flicke euch Derfür auch sbäter was am Zeug. Dem Max geht's kud, in vorger Wochen Hat er schon einen abgestochen. Ich hab es auch schon weid gebracht Und einen bale tot*) gemacht!" Boshafte Kritik. *) bale tot= aletot. Nr. 27. juchende 球 am cschienener Be nzureichen, wo .9, Uhr In borbehalt n eises Gießen. Seifere Blätter für Gießen. für Abonnenten der Gießener Zeitung" fostenlose Lieferung. Expedition: Seltersweg 83. Verlag: Abin Klein. 1910. ( Alle Rechte für sämtliche Bilder und Texte vorbehalten. Nachdrud verboten.) Wahrheit. Es ist mancher Ehrenmann in Not, Ohn' jeden Bissen Fleisch sein Brot, And mancher Ballunke, Hat Mayonnaisetunke. Einem Schriftsteller. Du darfst die Menschheit schimpfen und schmähen, Doch wird sie gerne Dein Berk verstehen, Benn Du nur geistreich in jeder Zeile Vertreibst uns Mißmut und Langeweile. Hochgefühl. „ Fräulein Altmann kauft nie fertiges Schuhwerk, sondern läßt es sich stets vermessen." „ Na, es soll ihr doch auch mal einer z11 Füßen liegen." ह Kathederblüte. TIROL UND DIE SCHWEIZ) Ich erinnere Sie nur an den hochherzigen Arnold von Winkelried aus Unterwalden, der seinen Landsleuten eine Gasse in die Reihen der geharnischten Ritter bahnte, indem er eine Menge Lanzen erfaßte und in seine Brust grub Wenn Sie mir das nachher nicht wiederholen können, Müller II, dann sollen Sie mal seh'n!" Übertrumpft. ,, Meine Tochter ist schon mit neunzehn Jahren verlobt." ,, Meine ist schon mit achtzehn Jahren geschieden!" Protektion. Beim Kaffeeklatsch. Und haben Sie die Meier schon beobachtet, wie fein die sich gibt? . Früher, da hatte sie nur Sonntags Zähne; jetzt trägt sie sie schon alle Tage!" 狂 Boshaft. Dichterling: ,, D, glauben Sic mir, ich bin sicher ein geborener Dichter!" Kritiker: ,, Also quasi ein Geburtsfehler soll das bei Ihnen sein? ,, Woher hast Du denn die Freifarten zum Panoptifum?" ,, Nu', mein Bruder ist doch in der Schreckenstammer!" ,, Das Treffendste in dem ganzen Blatte ist ein Druckfehler, nämlich das Wort Witz, das am Kopfe steht." Heimgeleuchtet. A.:„ Sie gaben ge stern Fest? Man sagt zwar: ell Narren geben Feste, und Gendarm( einen soeben empfangenen Steckbrief durchlesend): Säufernase, unheiliger Bimgepflegter, schwarzer Schnurrbart, Doppelkinn, Fettnacken, Schmerbauch bam,' s ist' n wahrer Segen, daß ich' ne Uniform hab'!" fluge Leute besuchen sie."— B.:„ Hm dabei gefehlt." darum also haben Sie Von der Lokalbahn. Bahnwärter( als auf der neuen Strecke die Telegraphenleitung gebaut wird): Machen Sie' s nur net z'hoch, daß meine Frau d' Wäsch aufhängen kann!" 00000000 Milderungsgrund. Student( ein Zimmer besichtigend):„ Das wird gehen. Sind Kinder im Hause?" Wirtin( zögernd):" Ja cins Wochen alt." Lakonisch. - ist aber erst bie A.:„ Sie sind ja wohl jetzt glücklicher Ehemann?" B.:,,Bitte nur Ehemann." Berantwortlicher Redakteur: Dr. Karl Schaumburg, Berlin. Drud und Verlag ben Georg E. Nagel in Berlin- Schöneberg. Vom Kasernenhof. Unteroffizier: Grampelhuber, machen Sie nicht so ein dummes Gesicht wie ein Blinder, der auf die Brautschau fährt!" H- S B vorauszahl 1.50 Mt. Donnerst Humori liegen mi Seltersw nicht ver Nr. 8 Bergebu Die zur Tod und Ro arbeiten folle Die nähe Bimmer Nr. gen Erftattung Angebote fin Spätestens D Uhr, auf me Gröffnung in Freie Au Bochen. findet. 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Und gleich einem Falter auch erschien mir Das entzückend- liebliche Geschöpfchen, Einem Falter nämlich, der soeben Erst zur Tageshelle sich entwunden: Noch ein bißchen feucht sind ihm die Schwingen, Und noch weiß nicht recht er sie zu regen, Doch in wundervollster Farbenschöne Strahlen sie, wie just aus Schöpfershänden, So die Kleine, deren süß Gesichtchen Weiches, etwas feuchtes Haar umwallte, Und die reizend- ungelenk vorbeischritt.. Unwillkürlich wich ich auf die Seite, Ihr den Flügelstaub nicht abzustreifen, Stand noch lange dann, ihr nach zublicken. Georg Bötticher. DA Passender Vergleich. Zu einem Herrn, dessen Frau einen großen Aufwand an Putz zu machen pflegte, sagte einst ein schalfSymptom. ,, Der arme Hund muß wahrhaftig krank sein." ,, Aber wieso denn, er sieht doch ganz fidel aus." ,, Na, wenn er nicht mal mehr bellt, wenn meine Frau Klavier spielt?!" Vexierbild. ,, Gretl, Gretl, wo bist Du?" hafter Kollege: Ich finde, geehrter Herr Kollege, große Ähnlichkeit zwischen Ihnen und dem Minister von Stein." Wieso?" versette jener geschmeichelt. Nun, Sie beide haben dem Staate große Opfer bringen müssen!" 00000000 Offenbar. ,, Sag' mal, wie kommt Dir mein dicker, reicher Onkel vor?"" Sehr angebampft und angepumpt!" Haarsträubend. D Von der Schmiere. Heute: Nathan der Weise von Lessing, mit vollständig renovierten Kostümen. Nach Schluß der Vorstellung: Große Gratis- Verlosung der drei Ringe. NB. Die Nummern der festen Pläge werden als Lose in die Urne getan. Aus der Schule. Lehrer:„ Warum stieg wohl Zachäus auf einen Maulbeerbaum?" Schüler:„ Weil er dachte, da fäme ein Automobil." Ein Kulturträger. Barbier u. Frisier- Sahan. Ein Kunstverständiger. ,, Dies", sagte der Führer in der Dresdener Gemäldegallerie ,,, ist die berühmte, Sirtinische Madonna', die einen Wert von zwei Millionen hat." „ Mit Rahmen?" fragte der Besucher aus Chicago." Der Elefant von Kordofan Bricht eifrig der Kultur die Bahn. Druckfehler. ,, Lassen wir Angelika dieses kindliche Berußtsein, bis sie die nötige Seife erlangt hat", sprach der väterliche Freund zu der Gräfin. 3. Splitter. Der Dichter, dessen Verse am leichtesten von den Kindern behalten werden, hat die größte Aussicht, unsterblich zu werden. Auf verbotenen Wegen. rbier v. Frisier- Saten evrilidazer „ Es ist haarsträubend, aus welchen nichtigen Ursachen heutzutage Selbstmorde verübt werden! Ich bin zwar immer gegen die Einführung der Prügelstrafe gewesen; aber für solche Früchtchen wäre sie wirklich am Plaze." Und ihn in kunstgerechter Schlinge Zu pflanzen vor des Meisters Klinge. Mitleid. Zuchthaussträfling( für sich):„ Gerade an dem Tage, als ich eingespunnt wurde, hatte mein Bruder Hochzeit jetzt ist der Ärmste also schon zwölf Jahre verheiratet!" stecken. 80 folgt find. Das fle einigerma daß im Experimen Schlaue Rechnung. Frau:„ Denke Dir, von dem Kleid habe ich zwanzig Mark abgehandelt; da legte ich denn noch zehn Mark zu und kaufte mir gleich einen neuen Hut. Nicht wahr, das Geld gibst Du niir wieder, Männchen?" - Du hast aber doch noch zehn Mark da!" " Ja, die habe ich wieder von dem Hut abgehandelt!" Glosse. Von hundert wirst Du eher bewundert, Als daß Dir Dein Können zweie gönnen. :: Je nachdem. Fremder: Was kostet denn das Rasieren bei Ihnen?" Lehrling:„ Das kommt drauf an, wie's ausfällt!" 2. U. Barbier v. Frisier- Soon. Jhn lockt's, den Nigger zu ergreifen, Das Stoppelfeld ihn einzuseifen. Lebensweisheit. Der Bauer ging mit Holzschuhen über das Moor. ,, Wie gewöhnlich!" sagte der Großstädter und blieb Jetzt kommst Du zuni Mittagessen?" Huge. „ Aber Schatz, wir haben doch zweimal in der Woche englische Dienstzeit!" Die kommt mir schon längst spanisch vor!" Seltsam. Es gilt von vielem, was wir so lesen, Der Ausspruch:„ Alles schon dagewesen!" Denn schließlich kocht jeder mit Wasser; Insonderheit ist mancher Witz, Jst mancher erhab'ne Gedankenblitz Viel älter als sein Verfasser! Höchste Zerstreutheit. Ist Träumel immer noch so zerstreut?" Furchtbar! Neulich nachts legte er seine Kleider ins Bett und sich selbst über die Stuhllehne und entdeckte seinen Irrtum erst am Morgen, als er erwachte." Schon äugelt nach dem nächsten Mann Der Elefant von Kordofan. Dankend abgelehnt. Hausfrau( zum Bettler): Hier haben Sie einen anständigen Anzug, damit Cie wieder einem Menschen ähnlich fehen."" Ich danke vielmals gnädige Frau, aber das ist für mich kein Geschäftsanzug." 4. B Frisier- San die Mehr freis zu alen Füh nationali leiten laff gen und Laufender