Gießener Seifung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 m frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 73. - Städtische Pflichtfeuerwehr. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Dienstag, 24. Mai 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Montag, den 30. Mai 1910, abends 8 Uhr, auf dem Brandplaß am Turmhaus Antreten aller alten und neuen Mannschaften. Versäumnisse werden gemäß Artikel 13 der Landes= feuerlöschordnung und nach§ 368 3iffer 8 des Reichs= ftrafgeseßes geahndet. Die zur Entlassung tommenden Mannschaften haben die Armbinde abzuliefern. Traber, Branddirektor. Vergebung von Bauarbeiten. Die für die Erbauung einer höheren Bürgerschule zu Grünberg erforderlichen Arbeiten und Lieferungen wie: Erd- und Maurer-, Steinmetz( Lungstein), Zimmer, Dachdecker, Spengler, Schlosser, Glaser- Schreiner-, Weißbinder und Tapezierarbeiten, die Eisenbetontreppen, Blitzableiteranlage, Träger-, Eisen- und Zement- Lieferung, sollen im Wege äffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Amtszimmer bes Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind verschlossen und postfrei bis spätestens Mittwoch, den 1. Juni 1910, nachmittags 1½ Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Grünberg einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Gießen, den 19. Mai 1910. Betauntmachung Die Grasnuzung von den Schneisen und Wegen im Gießener Stadtwald werden Mittwoch, 25. Mai, nach m. 2 Uhr, in der Restauration der Melchior Schäfer Witwe dahier, Kaiserallee 4, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 20. Mat 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Grasversteigerung der Stadt Gießen. Die Stadt Gießen läßt Mittwoch, den 25. Mai 1910 folgende Grasnuzungen öffentlich meistbietend versteigern: 1. vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle die Grasnuzung von den städt. Grundstücken bei der Kläranlage in der Nähe der Margaretenhütte; 2. vormittags 9½ Uhr an Ort und Stelle die Klee= nußung von 4 Morgen Gelände bei der Eisenbahnbrücke an der Klinikstraße für das ganze Jahr; 3. vormittags 10 Uhr an Ort und Stelle die einmalige Aberntung der Wieseckböschungen. Zusammenkunft in der Hammstraße am Eisenbahnübergang; 4. vormittags 11 Uhr an Ort und Stelle die Gras= nußung vom Friedhof am Nahrungsberg, wovon der obere Teil für das ganze Jahr, der untere Teil zur einmaligen Aberntung vergeben wird; 5. nachmittags 2 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe, Kaiser- Allee 4, die Grasnutzung von sämtlichen Feldwegen für das ganze Jahr; 6. nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle die Gras= nutzung vom Friedhof am Rodtberg für das ganze Jahr. Gießen, den 20. Mai 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Arbeitsvergebung. Der Großh.Kreisbaninspektor des Kreises Gießen haltung der städtischen Gebäude für das laufende RechDiehm, Gr. Baurat. Arbeitsvergebung. Die erforderlichen Chaussierungsarbeiten und Steinlieferungen zum freisstraßenmäßigen Ausbau des Holzweges zu Steinbach sollen öffentlich vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf meinem Amtszimmer( Nr. 20) offen. Angebote sizzd verschlossen und postfrei mit entsprechender Aufschrift versehen öis Dien 3- tag, den 31. d. Mts., vormittags 10 Uhr, einzureichen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 18. Mai 1910. Der Großh. Kreisbauiuspektor des Kreises 46) Gießen. J. V.: Knö I I. Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) Zufällig traf er wieder mit seinem alten Freund Frizz zusammen. Das war ihm sehr angenehm, denn während fein Herr sich in der Probe befand, hatte er nichts zu tun und daher Zeit, ein halbes Stündchen zu verplandern. Du, tomm mal her," rief er deshalb schon von wettem, „ ich hätte so allerlei mit Dir zu reden!" " Hab teine Zeit" entgegnete Frib, unser Fräulein ist heute so schon ungeduldig und schlechter Laune, ich muß nur schnell etwas besorgen und darf nicht so lange ausbleiben. Herrgott, man hat doch seine Not mit den jungen Leuten, alle Augenblicke wechselt ihre Stimmung- einmal Regen, dann wieder Sonnenschein." „ Also, das wollt ich sagen," begann Franz die Unterhaltung, und die Kathrine, von der Du neulich erzähltest die habe ich dieser Tage mal besucht. Die freute sich doch wie närrisch, als fie mich nach so vielen Jahren wiedersah." " So, fo," machte Friz gedehnt, hast ihr wohl ordentlich den Hof gemacht?" Franz tat ganz beleidigt. „ Wo denkst Du hin? Ich werde so einer alten Schraube den Hof machen! Da gäbe es in der Stadt noch ganz andere ganz andere! So alt und so häßlich habe ich mir das ehemals so frische Mädel nicht vorgestellt. Und gut scheint sie es auch nicht zu haben. Ich saß bei ihr in der kleinen Küche. Was wahr ist, muß man sagen: fauber wars ja bei ihr, blizsauber und nett, aber nicht die kleinste Kleinigkeit hat fie mir vorgefeßt, wo fie doch früher immer irgend etwas Feines auftischte. Ich glaube, jetzt ist Schmalhans Küchenmeister bei ihr!" „ Ja," meinte Fritz mit bedauerlichem Schselzucken.„ Kahrine erzählte mir neulich ein Stück von der unglücklichen She ihres Herrn, der hat halt ech gehabt, wie es so vortommt im menschlichen Leben. Herr von Brandt ist ja ein Ehrenmann vom Scheitel bis zur Sohle, weißt Du, aber tolz und vornehm tut er, trotzdem er kaum das nötigste bebt. Und die alte Wirtschafterin darbt mit ihm, wenn es Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zur Unter' nungsjahr sollen Samstag, den 28. Mai d. Js., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. 1. Weiß binderarbeiten: Schlachthaus, Rathaus, Volkslesehalle, Stadtknabenschule, Bezirksschule, Aliceschule, Schule Neustadt, Stadtmädchenschule. Schreinerarbeiten: Rathaus, Stadtknabenschule, Höhere und Erweiterte Mädchenschule. 2. 3. 3 immer bezw. Schreinerarbeit: Stadtmädchenschule. 4. Spenglerarbeiten: Rathaus. 5. Dachdeckerarbeiten: Rathaus. 6. Pflasterarbeiten: Stadtknabenschule. 7. Liefern von Lungsteinrahmen: Neuer Friedhof. Die Unterlagen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 20. Mai 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. ſein muß. Ich glaube, die iſt imstande, heimlich ihr Gets dabei zuzusetzen. Denn wissen darf der gnädige Herr das nicht, das gäbe einen Höllenskandal!" „ Aber warum sucht sich denn die Kathrine nicht einen andern Platz, wo sie es besser hätte?" „ Aus alter Anhänglichkeit. Sie diente schon bei der Eltern ihres Herrn und folgte dann diesem, als er sich ver heiratete. Nun will sie ihn natürlich in der Not nicht ver lassen." Die beiden Alten wurden hier unterbrochen. Ein Wage: fuhr langsam vorbei und eine jugendliche Stimme rief di bei ihnen in anscheinend freudiger Ueberraschung:„ Aber sie nur, Mama, da ist ja- das ist doch unser alter Frang! Ja wirklich Franz,- nun werden wir gleich haben, was wir suchen!" Der Angerufene drehte sich hastig um und sein Geficht glänzte ordentlich vor Freude. ,, Alle guten Geister!" schrie er überlaut, die gnädige Frau Baronin und das grädige Fräulein OH! ind so was! Wie ich mich freue, Frau Baronin! Und wie das gnädige Fräulein gewachsen ist in den paar Jahren! Nein, was wird mein Herr sagen, wenn er erfährt, daß die Frau Mama gekommen ist!" Der Alte schlug die Hände zusammen. Das altmodische, bäuerische Gefährt, in dem die beiden Damen saßen, hielt mit jähem Rud. Fräulein Otti sprang leichtfüßig auf die Erde und half dann der älteren Dame beim Aussteigen. ,, Gott sei Dant," lachte das junge Mädchen fröhlich, daß wir aus diesem vorsintflutlichen Rumpelfasten endlich herauskommen! Aber etwas anderes war ja in dem Nest da draußen absolut nicht aufzutreiben. Na, hoffentlich ist unsere Mission bald beendet!"- Franz, der seinen alten Freund Frizz mit kurzem Gruße verabschiedet hatte, wandte sich voll Eifer an die ältere Dame: Vor allen Dingen, Frau Baronin, darf ich mir die Frage erlauben:„ Kommen Sie von zu Hause? Bleiben Sie länger hter? Wie geht es dem Herrn Baron? Noch immer feindlich gesinnt? Hat der gnädige Herr gehört, wie berühmt wir ge= worden sind?" oud) munne 21. Jahrg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird die Liebigstraße zwischen Frankfurterstraße und Bahnübergang vom 20. bis 23. Mai 1. Js. für den Fuhrwerks- und Rad= fahrverkehr gesperrt. Gießen, den 19. Mai 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Straßenarbeiten wird die Frankfurterstraße zwischen Liebig und Wilhelmstraße für die Zeit vom 23. bis 28. Mai 1. Js. für den Fuhrwerts- und fahrverkehr gesperrt. Gießen, den 18. Mai 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. In der Zeit vom 4. bis 20. Mai 1910 wurde in hiefiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Medaillion, 1 Kapselverschluß, 1 Brille, 1 Schirm, 1 Hutnadel, 1 Armband und 1 karrierter Herrenanzug; verloren: 1 schwarzer Regenschirm, 1 Buch orga= nische Chemie, 1 Regenschirm, 1 Brille, 1 goldene Halsfotte, 1 braune Handtasche mit Wäschestücke, 1 Brillant- brosche, 1 braune Ledertasche, 1 Korallenhalskette, 1 Brille mit Futteral und 1 brauner Seidengürtel. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Die Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentag von 11 bis 12 Uhr vormittags und 4-5 Uhr nachmittags bei unterzeichneter Behörde, Zimmer 1, erfolgen. Gießen, den 20. Mai 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Vergebung von Anstreicharbeiten. Die Arbeiten für die Erneuerung des Anstrichs von Brücken, Geländern und Anschlagstafeln sollen Montag, den 30. d. M., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Ausschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 21. Mai 1910. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Ein bischen viel fragit Du auf einmal, Franz," lächelte Sie Barouin beluftigt. Du sollst alles erfahren, doch nicht hier. Jit es weit bis zur Wohnung meines Sohnes?" Nein, gnädige Frau, nur die Straße hinauf, man ist gleich da." „ So laß uns gehen, doch zuvor müssen wir das Fuhrvert unterbringen." Franz bezeichnete dem Lenker des Wagens ein in der Tähe gelegenes Gasthaus, wo er einstweilen warten sollte. Dann geleitete er die Damen nach der Wohnung seines Berry. Wo ist denn mein Bruder?" fragte Otti lebhaft. In der Prshe, gnädiges fräulein." „ Dauer: es lange, bis er fommt?" Manchmal sogar sehr lange!" Das war nun nichts für die Ungeduld der jungen Dame. Warten, ein schreckliches Wort" sagte sie. In der Wohnung des Bruders angekommen, suchte sie fich einstweilen die Zeit damit zu vertreiben, daß sie sämtliche Schubfächer, die nicht verschlossen waren, einer genauen Musterung unterwarf. Dem alten Diener wurde es ganz unheimlich dabei zu Mute. Er empörte sich im Stillen über Ste Unordnung, welche die fleinen Hände der Baronesse anrichteten, doch wagte er nichts zu sagen. 16 Fräulein Ott mit der Kommode fertig war, die nur Wäsche und sonst ellerlei uninteressante Dinge enthielt, fand fie zu ihrer Freude, daß auch am Schreibtisch der Schlüssel steckte. Dort gab es hoffentlich etwas, das sie besser befriedigte. Sie fab sich nicht getäuscht. Nachdem sie allerlei Rech= nungen und Papiere herausgeframt, fiel ihr ein kleines Rästchen in die Hände, dessen Deckel fich leicht öffnen ließ. Die Baronesse stieß einen leisen Schrei aus, als sie das Bild gewahrte, das obenauf lag. „ Was hast Du, Diti?" fragte die ältere Dame. Mama, fomm einmal her, das ist furchtbar interessant!" „ Aber Kind, Du sollst nicht immer alles durchstöbern. Was wird Hermann sagen, wenn er erfährt, daß Du in setnen Sachen herumgewühlt haft. Das schickt sich nicht." - viel begehrlicer mi törichter als früher für B B X X XXX Nein, Frau Anna, etwas ganz Rechtes und Die Beisehung König Eduards. London, 21. Mai. Unter Entfaltung sehr großen Pompes fand gestern Vormittag die Beisetzung den König Eduards statt Um 9 Uhr 40 Min. wurde der Sarg von einem Offizier und 12 Mann der fönigliches Garde von dem Katafalk gehoben und auf eine Zaffette gesetzt. Auf dem Sarg legte man die Krone und die übrigen Zeichen der königlichen Würde, worauf sich um 9 Uhr 50 Minuten der Leichenzug in Bewegung setzte. Hinter der von 8 Rappen gezogenen Laffette mit dem Sarge des Königs, schritt als Erster Prinz Ludwig von Battenberg. Dann folgten die befehlshabenden Offiziere der Begleitmannschaften, se ner der Generaladjutant des Königs, General Hamilton, neben dem die fönigliche Standarte getragen wurde. Die nächste Stelle im Zuge nahm der größte Teil der erschienenen Fürstlichkeiten ein, welche zu dritt ritten. Zur König Georgs Rechten ritt der deutsche Kaiser, links der Herzog von Connaught, Prinz Heinrich ritt mit dem Großherzog von Hessen und bon Mecklenburg Strelitz. J:: mitten einer lebendigen Mauer von Neugierigen passierte der Zug in langsamen Tempo die Straßen, während von Minute zu Minute Geschützsalven vom Hyde Park ertönten. Knrz vor 12 Uhr Mittags traf der Leichen Kondukt am Padington- Bahnhofe ein, hier wurde der Sarg von der Laffette genommen und nach dem Hofzuge gebracht, der sich sofort mit dem Trauergefolge nach Windsor in Bewegung ſetzte. Windsor, 21. Mai. Der Bottesdienst in der St. Georgs- Kapelle war äußerst ergreifend. Der Zeichen zug wurde von den Eczbifchöfen von Canterbury und York empfangen und bewegte sich dann unter den Klängen der Trauermusik durch das Schiff der Kirche, dem Altar zu. Der König nahm zu Häupten des Sarges Aufstellung, dicht hinter ihm standen der deutsche Kaiser und der Herzog von Connaught. Französische Zollschikanen. Bekanntlich hatte Fank eich, ohne daß eine Minderung der harten französischen Zollerhöhungen für Deutschland erlangt werden fonnte, diese ohne Uebergangsfrist zwei Tage nach Beschlußfassung der Kammern in Kraft treten lassen, so daß es der deutschen Exportindustrie unmöglich war, sich auf die veränderte 30Upolitische Lage einzurichten. Im Anschluß an dieses Vorgehen hatten der Hansabund und zahlreiche seiner Ortsgruppen in den Industriegebieten sowie maßgebende industrielle Verbände den Wunsch geäußert, die deutsche Regterung möge der Frage näher treten, inwieweit im Rahmen des geltenden Zollrechts wirkungsvolle Zollrepressalien am Plazze wären. Die Angelegenheit ist dann im Parlament zur Sprache gekommen, ohne daß auf Frankreich irgendwelcher Eindruck erzielt worden wäre. Vielmehr bemühen sich sogar die französischen Zollbehörden der deutschen Ausfuhr ungeheuere Schwie- 1 rigkeiten zu machen. In zahlreichen Fällen hat deshalb das Vorgehen der französischen Zollbehörde dahin geführt, daß der Handelsverkehr nach Frankreich aufgegeben werden mußte. Unter diesen Umständen muß eine energische und unsere nationale produktive Arbeit schützende Vertretung der deutschen Interessenten mit aller Dringlichfeit gefordert werden. Wenn besonders optimistische 300politifer auf die Möglichkeit der Erzielung eines Handelsabkommens mit Frankreich in nicht zu ferner Zeit rechnen, so würde ein solches gewiß mit Freuden begrüßt werden können, weil es zeigen würde, daß man sich auch in Frankreich der Bedeutung loyaler wirt. schaftlicher Beziehungen zum Deutschen Reich bewußt ist. Solange dies aber nicht der Fall ist, müssen wir uns in geeigneter Weise zur Wehr sehen. Es werden auch sicherem Vernehmen nach wirtsame Gegenmaßnah men nicht ausbleiben. In diesem Zusammenhange muß 47) Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) „ So sieh doch nur, Mama, das ist ja Sylvia,- Sylvia von Schmettwitwie wunderbar! Und ein Brief liegt dabei, Mama, ein richtiger Liebesbrief! Darf ich ihn Dir vorlesen? Ach, wie lieb muß sie Hermann haben! O, das ist reizend, ganz köstlich. Was sie für Augen machen wird, wenn sie erfährt, daß ich Hermanns Schwester bin. Aber büßen soll sie, die Duckmäuserin, weil sie mir nichts sagte. Gestern beim Schlafengehen, da redeten wir so allerlei und ich fragte sie, ob sie einen Geliebten, Verlobten oder Bräutigam habe. Sie tat sehr verlegen und wollte nicht mit der Sprache heraus. Ich merkte ja wohl, daß etwas los set, aber sie verschwieg mir den Namen. Na, warte, Dich kaufe ich mir, Ich habe ihr doch auch gleich mein kleines Abenteuer erzählt." Die Baronin war aufmerksam geworden. „ Welches Abenteuer?" forschte sie. Die junge Dame biß sich auf die Lipper. " D, es war wirklich nichts, Mama, nicht der Rede mert." Ich möchte es aber doch erfahren!" na „ Na, wenn es sein muß;- ich machte, wie Du weißt, gestern gegen Abend noch einen fleinen Spaziergang. Da ich ja fremd in der Gegend bin, habe ich mich natürlich verirrt, ― und da begegnete mir ein Herr, der, turz, der mir den rechten Weg zeigte, das ist alles!" Es kam seltsam stockend und verlegen heraus. „ Das ist doch weiter kein Abenteuer, albernes Kind," meinte die Mutter achselzuckend. „ Ich habe es Dir doch vorausgesagt." " Ich fürchte nur, Du verschweigst mir noch etwas." Fräulein Otti lächelte schalkhaft. „ Nichts als den Namen, Mama. Er war ein sehr hübscher Mann und hat sich mir vorgestellt." „ Na, und-?" Hugo " Damit Du auch das noch weißt, er nannte sich von Trostberg. Ein schöner Name, nicht Mama? Ich finde ihn wenigstens sehr schön." aber auch betont werden, daß die staatserhaltende Arbeit des Kaufmanns und Industriellen und deren An erkennung und Würdigung im In- und Ausland mit von der Energie und dem Selbstbewußtsein abhängt, mit der seine Stellung im Wirtschaftsverkehr gewahrt wird. Die Interessengemeinschaft des Mittelstandes in Stadt und Land. Bekanntlich ist der Bund der Landwirte auf das lebhafteſte bemüht, die verschiedenen gewerblichen Kreise zu zersplittern, gegeneinander aufzuheben und den Jrctum zu erhalten, es bestünden wesentliche und tiefgehende Intereffengegensäge, und zwar nur Interessengegensätze zwischen den einzelnen Zweigen von Gewerbe, Handel und Industrie, zwischen den Großbetrieben einerseits und den Kleinbetrieben andererseits, den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern. Demgegenüber ist es von An fang an das Bestreben des Hansa- Bundes gewesen, aus allen diesen Richtungen eine einige geschlossene wirt schaftspolitische Macht zusammenzuschweißen, welche die zahlreichen, allen Kreisen gemeinsamen Interessen auch gemeinsam verfechten soll. In diesem Zusammenhang dürfte ein Brief Miquels vom Jahre 1877 bon Interesse sein, welcher zeigt, wie schon damals dieser bedeutende Staatsmann die Interessengemeinschaft zwischen dem städtischen und ländlichen Mittelstand und den wirtschaftlichen Gegensatz zwischen den Bauern und dem Grosgrundbesitz klar erkannt hat. Er schrieb näm lich: Wie „ Während heutzutage die Reaktion auf die Trenn ung von Stadt und Land spekuliert und die in unserer Provinz übrigens viel zu klugen und erfahrenen Landleute gern wieder in ihr Schlepptau brächte, müßten die Liberalen in Stadt und Land zusammenhalten und würden dadurch, wie in der Vergangenheit, so auch in Zukunft, jede Reaktion auf Kosten von Bürgern und Bauern unmöglich machen. früher die vereinigten Bürger und Bauern die Befretung des Bauernstandes, die fretere Gemeindeverfassung in Stadt und Land, die Beseitigung der Steuerfreiheit des Adels und der Privilegien dersel ben erkämpften, so erstritten wir vereint heute die besseren preußischen Ablösungsgesetze, den Provinzialfond, die Einführung der Selbstverwaltung, und wären Träger unserer großen nationalen Entwicklung, welche allein durch die Mittelklassen möglich geworden ist. Bürger und Bauern haben, wohlverstanden, dieselben materiellen und moralischen Interessen und Ziele; mögen beide von den Vätern lernen, daß sie nur bereinigt stark sind." Aus der Sozialgesetzgebung. | | zwar der Eintritt der dauernden Erwerbsunfähig sofort, der Eintritt der borübergehenden mit dem 2 laufe der Karrenzzeit, die Fortdauer der Versicherun unmöglich macht Der Regel, daß nach dem Ginta der Erwerbsunfähigkeit in obigem Sinne die Nas bringung freiwilliger Beiträge, sowie die Höherberfide rung für die frühere Zeit ausgeschlossen ist, liegt ie Gedanke zugrunde, daß es den Versicherten nicht ge stattet sein dürfe, das Risiko nach Eintritt des Veri cherungsfalles zu ungunsten der Versicherungsanstalt ju verschieben und dadurch alle bei der Versicherung beti ligten Personen zu benachteiligen. Die Vollendung des 70. Lebensjahres hat aber auf den Lauf der Versiche cung an sich feinen Einfluß. Die für die spätere Bett entrichteten Beiträge sind für den Anspruch auf Inva lidenrente anzurechnen. Was die Arrechnung solcher Beiträge für die Alterscente anlangt, so nötigt der Ge fichtspunkt, daß der Versicherungsnehmer nach Eintritt des Versicherungsfalles sein Risiko nicht solle verbessert dürfen, allerdings zur Ausschließung derjenigen freiwil ligen Beiträge, die für die frühere Zeit nachträglich entrichtet werden sollen. Er schließt aber die Anrech nung von Beiträgen für die spätere Zeit nicht schlecht hin aus. Reichstagserfahwahl in Friedberg- Büdingen. * Am Sonntag ging es im Wah freise schon ziem lich lebhaft her. Der liberale Kandidat Professor ban Calfer sprach in mehreren, gut besuchten Versamm lungen mit großem Erfolg. In Friedberg hatte die Zent umspartei im Saalbau etne Versammlung, in der der Reichstagsabgeordnete Erzberger sprach. Wenn er schon nicht im Wuhlkreis kandidieren darf, will er doch wenigstens agitieren helfen. In der Hauptsache aber redete Erzberger gegen Dernburg. Parlamentarisches aus Hessen. Der Sonderausschuß der Zweiten Kammer für die Revision der Verwaltungsgeseze war Freitag bor mittag unter Vorsitz des Ab1. Dr. Glässing zu einer Beratung beisammen, um sich über die weitere Be Handlung der dem Ausschuß überwiesenen Gesezent würfe schlüssig zu machen. Es wurde namentlich die Frage erörtert, ob mit Rücksicht auf die Geschäftsführung des Landtages und angesichts der gleichzeitigen Beratung des Gemeindeumlagengesetzes, dessen Fertigstellung nog vor der Sommerpause vom Finanzausschutz erfolgen soll, auch noch die Tagung des Sonderausschusses durch führbar set. Des weiteren galt es, die Frage zu prüfen, ob nicht die bevorstehende Eröffnung der Arbeiten der Kommission für die Vereinfachung der Staatsverwaltung von Einfluß auf den Gesezentwurf über die Städte ordnung sein könnte, dessen Fertigstellung im Sonder ausschuß wohl zunächst in Betracht käme. Der Aus schuß wird die Regierung um Auskunft darüber ersuchen, ob sie im Hinblick auf diese Beratungen überhaupt nod jetzt vorliegenden Form, oder ob der Entwurf nicht zwecks eventueller Umarbeitung einfiweilen zurückgezogen werden dürfte. Die Entscheidung über diese gestern im Sonderausschuß angeregten Fragen soll in einer für nächsten Montag anberaumten weiteren Sitzung er folgen. Nach einer Entscheidung des Reichsversicherungsamts sind einem Altersrentenbewerber auch solche Bei träge anzurechnen, die er für die Zeit nach der Vollendung des 70. Lebensjahres und über die zur Erfüll- Wert legt auf die Erledigung der Städteordnung in der ung der Wartezeit erforderliche Mackenzahl hinaus bis zum Beginn der Rente geleistet hat. Das Invaliden bersicherungsgesetz, so heißt es in dem Bescheide, befaßt sich mit der Einwirkung des Eintritts des Versicherungsfalles auf die Anrechnung von Beiträgen, abgesehen vom Paragraph 5 Abs. 4, wo die Versicherungspflicht für erwerbsunfähige Personen ausgeschlossen wird, lediglich in Paragraph 146 des Invalidengesetzes, und zwar nur für den Fall der Erwerbsunfähigkeit. Hier wird bestimmt, daß freiwillige Beiträge und Betträge einer höheren als der maßgebenden Lohnklasse nach eingetretener Erwerbsunfähigkeit nicht mehr entrichtet werden dürfen. Diese Vorschrift geht einmal ebenso wie Paragraph 5 Abs. 4 von der Erwägung aus, daß der Eintritt der Erwerbsunfähigkeit, und Die Baronin betrachtet aufmerksam ihr Töchterchen. dessen Wangen eine rosige Glut überzog. Du „ Du, Sie drohte dem Mädchen lächelnd mit dem Finger. Dieses suchte abzulenken. " Was sagst Du nur zu dieser Entdeckung, Mama?" Si zeigte auf das Bild, das die Mutter zur Hand nahm un sinnend betrachtete. " Ich freue mich, Otti! Das junge Mädchen hat auf mid den allerbesten Eindruck gemacht. Ich denke, Hermann tras da eine ausgezeichnete Wahl. Aber wie sonderbar doch hier der Zufall spielt! Aber still, ich glaube, da kommt Her mann!" Bild und Brief flogen in den Kasten zurück. Da wurde auch schon die Türe aufgerissen. Hermann Walter stand auf der Schwelle. Ist es möglich!- Mama! Diese Ueberraschung Wi ich mich freue!" flang es jubelnd. Im selben Augenblick lag die Baronin von Albersdor an der Brust ihres Sohnes. „ Wir haben uns lange nicht gesehen, Mama," begann er, nachdem er auch Otti lebhaft begrüßt hatte. Sie saßen nebeneinander auf dem bequemen Sofa und Hermann drängte: „ Nun erzählt, wie kommt Ihr mitten im Winter hierher? Wie geht es Pava? Ist er noch immer unversöhnlich?" Eine kleine Wolke flog über die heitere Stirn des jungen Mannes. „ Der arme Papa!" seufzte Otti mit drolligem Ernst. „ Du mußt nämlich wissen, wir haben ihn mitgeschleppt. Freiwillig ging er natürlich nicht, da mußten wir eine fletne Komödie aufführen. Das Ganze habe ich ausgedacht und Du sollst sehen, mein Plan gelingt!" Sie schaute triumphierend den Bruder an, dieser jedoch schien wenig Respekt vor dem Genie seiner Schwester zu haben, denn er bemerkte in scheinbar geringschäßigem Ton: " Du wirst Dir was rechtes ausgedacht haben, Du kleiner Kindstopf! Bist Du denn noch immer so schrecklich übermütig?" Die Baronin stieß einen kleinen Seufzer aus und Otti, ohne sich beirren zu lassen, fuhr eifrig fort:„ Also höre! Wir kannten doch durch Franz Deinen Aufenthaltsort. Das war Der Zweiten Kammer gingen als Drucksachen u. a. zu die Berichte des Ersten Ausschusses über: Die An träge der Abgg. Ulrich und Gen. betr. die Volksschule, Einreihung der Volksschullehrer in die Kategorie der Staatsbeamten, befähigte Kinder unbemittelter Eltern, die Vorstellung der Bürgermeisterei Arheilgen, betr die Uebernahme sämtlicher Volksschullaften auf den Staat Der Ausschuß beantragt geyen eine Stimme Ablehnung. unächst das Wichtigste. Ich fragte Papa so zufällig, ob et chon mal hier gewesen wäre, ob die Gegend schön sei und o weiter. Gr, ohne den geringsten Argwohn, erzählte mit dann, daß hier ein Jugendfreund von ihm wohne. Darauf baute ich meinen Plan. Bisher ist alles gut gegangen Mama litt doch sehr unter Papas verstocktem Sinn. Gr wollte absolut nichts von Dir wissen, wenn auch verschie dene Anzeichen darauf hinweisen, daß es bloß Eigensin von ihm ist. Er will nur nicht nachgeben. Neulich traf ich ihn sogar mit Deinem Bilde in der Hand. Er legte es zwar hastig weg, als ich eintrat, aber ich hatte es doch gesehen und sagte mir: Die Zeit ist günstig. Also steckte ich mich hinter unseren alten Hausarzt. Der mußte Mama für leidend erklären und ihr eine Reise verordnen. Du veißt, ich war immer der besondere Liebling des Doktors Er ging auf mein Ansinnen ein. Ich muß sagen, er spielte sie Rolle, die ich ihm zugeteilt, ganz außerordentlich gut Aber auch mit Mama bin ich sehr zufrieden. Sie bewi in Talent, das mich in Erstaunen sebte." „ Ich bin aber herzlich froh", unterbrach die Baronin Sen Redeſtrom der Tochter. wenn meine Rolle ausgespiel ist, sie wird mir manchmal recht sauer. Hoffentlich ist e nicht umsonst gewesen. Papa sorgt sich sehr um mich, et tut mir leid." " Papa wird uns später dankbar sein," erklärte Frau lein Otti.„ Also nun paß auf! Er reiste ohne den gering sten Argwohn mit uns hierher zu seinem Jugendfreund Da ihm von unserem guten Doktor dringend ans Herz ge legt wurde, der Mama ja nicht zu widersprechen, so wird er sich auch ihrem Wunsche fügen und ins Theater mit uns gehen. Ich hoffe, wenn er Dich erst ſingen gehört hat dann wird er Dir leichter verzeihen, und daß Du schön singen kannst, wissen wir; denn etwas von Deinem Ruhm ist ja auch schon zu uns gedrungen. Natürlich weiß Papa nicht, daß der berühmte Walter sein Sohn ist. Er darf vor her auch nichts erfahren, sonst geht er nicht mit. Er muß vollständig überrumpelt werden. Hoffentlich machst Du mit feine Schande und singst anständig!" Sie sah den Bruder schelmisch lächelnd an. ( Fortsetzung folgt.) * Wett windig. * Behe zum erften der Zweiten Verhandlung Rebifion der Präsidenten * Von de femefter 191 unferer Lande Fuliert; eine 3 ift. Sie wird nächster Woche höher würde länder abgew Beftimmunger bon Inländer * Sta Die Tagesord ordneten Verfa nachmittags 4 gefuch Herman gleichen Alber Ferdinand A Oberreal haus Hochwa Befestigung i 9. Desgl. der ung des Fußr Wiejed böjchua beiten und am Rödger fteingaffe; 1 in der Gen 1911; 17. Witwe um Wappen der ungsinspektor zum Betrie 39; 22. 31; 23. 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Der rüber erjud überhaupt ordnung in Entwurf nit zurüdge eje geen in einer f Sigung ffachen er: Die e Volksfd Tategorie telter Gler Heilgen, bett ten auf b eine Stimm Bufällig, ob d fchön fei und erzählte mit: bne. Daran it gegangen Ginn. Gr veridie Figenfinn enlidh traf Er legtes te es dodg Ilfo sted Bte Mam dnen. 8 Dottor n, er fpiel Sentlich Sie ben Die Baro ausgei entlich in um mid lärte St den geri ugendfren ns Herz en, fo wit ter mit gehört be Du i einem Rub weiß Pa Fr darf vo Er m hit Dum Lokales. Gießen, 24. Mai 1910. * Wetterbericht. Heiter und trocken, warm und windig. * Geheimerat Haas besuchte gestern Montag zum ersten Male seit Jahresfrist wieder die Räume der Zweiten Stammer und beteiligte sich auch an den Berhandlungen des tagenden Sonderausschusses für die Revision der Verwaltungsgesetze. Die Begrüßung des Bräsidenten durch die Mitglieder war äußerst herzlich. * Von der Landesuniversität. Im Sommei Semester 1910 sind nach vorläufiger Feststellung an unserer Landesuniversität 1326 Studierende immatrituliett; eine Zahl, die bis jetzt noch nicht erreicht wordin ist. Sie wird sich noch erhöhen durch die am Mittwoch nächster Woche stattfindende letzte Immatrikulation. Noch höher würde sich die Zahl stellen, wenn nicht viele Aus: länder abgewiesen worden wären, weil nach neueren Bestimmungen von ihnen die gleiche Vorbildung wie bon Inländern verlangt wird. * Stadtverordneten Versammlung. Die Tagesordnung für die nächste Sitzung der Stadtverordneten Versammlung am Donnerstag, den 26. Mai 1910, nachmittags 4 Uhr, ist folgende: 1. Mitteilungen; 2. Baugesuch Hermann Hofmann bei der Veterinärklinik; 3. Desgleichen Albert Rahnefeld für Schanzenstraße 2; 4. Desgl. Ferdinand Aff für die Licherstraße; 5. Neubau der Oberrealschule; 6. Verlegung der Waschküche im ForstHaus Hochwart; 7. Errichtung von Bedürfnishäuschen; 8. Befestigung der Wollengasse, Löwengasse und Braugasse; 9. Desgl. der Wetzsteingasse und Schloßgasse; 10. Befestigung des Fußwegs am Rampenabschlußbau; 11. Anlage der Wieseckböschung in der Alicestraße; 12. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen; 13. Verpachtung der Sandgrube am Rödger Weg; 14. Verpachtung von Gelände an der WetzSteingasse; 15. Ausführung der Katastervermessungsarbeiten in der Gemartung Gießen; 16. Waldwirtschaftsplan für 1911; 17. Jugendfest 1910. 18. Gesuch der Luise Deichert Witwe um Gaszuleitung für Liebigstraße 69; 19. Das Wappen der Stadt Gießen; 20. Bestellung eines Wohnungsinspeltors; 21. Gesuch des Karl Rühl um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft im Hause Riegelpfad 39; 22. Desgl. des Heinrich Koch im Hause Bahnhofstr. 31; 23. Desgl. des Hermann Uhl im Hause Schloßgasse 9. * In den Ruhestand versetzt wurde am 14. Mai der Lehrer an der Gemeindeschule zu Michelau, Karl Keiser auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Mat 1910 an. Ein Lehrerappell. Die Veteranen des hefftschen Lehrerstandes, die 1858 und 1859 vom Sentinar Friedberg abgingen, hielten am Pfingstdienstag einen Appell im Börsenrestaurant Wolf in Frenkfurt a. M. ab. Von den 10 noch lebenden Lehrern des Jahrganges 58 waren 3 erschienen, von denen einer noch attiv in Homburg wirft; bon den 17 unter den Lebenden weilenden des Jahrganges 59 hatten sich 10 eingefunden, alle noch geistig und förperlich frisch, 3 im Amt tätig und auch nicht gewillt, den Stab niederzulegen. Ergreifend war es, als Rentamtmann Schäfer( Gießen), ein ehemaliger 59er Schulfandidat, den Verles abhielt und beim Namensaufruf 73mal der Ruf tot erflang; tragisch, als der erste Seminarist aufgerufen wurde, und die Mitteilung verkündete:" Als berühmter Arzt in Newyork einen Lungenleiden erlegen" und beim Namensaufruf des letzten: Von derselben Krankheit dahingerafft auf der Straße in Bad Homburg." * Der Halley'sche Komet war am Sonntag von dem hinter dem Bahnhof aus führenden befindItchen Gelände aus gegen 10 Uhr abends auch mit bloßem Auge erkennbar. Der Komet befand sich etwas westlich von dem Dünsberg und stand etwas unterhalb der Zwillinge, doch nahm nach Ablauf einer halben Stunde seine Helligkeit rasch ab, bis er um 11 Uhr auch mittels eines Opernglases nicht mehr zu erkennen war. Auch erschwerte der Vollmond die Beobachtung sehr. Jedenfalls dürfte der Komet in den nächsten Tagen noch bedeutend an Helligkeit gewinnen, da sein Schweif, welcher bekanntlich von der Sonne abgekehrt ist, sichtbarer werden wird. Der Komet wird in den nächsten Tagen am Südosthimmel zu folgenden Abendstunden aufgehen: 11,20 Uhr abends 11,27 Mai 24. Mai 25. " Mat 26. Mai 27. Mai 28. Viai 29. Mai 30. 11,33 11,37 11,37 11,38 " " H " " " " 11,38 11 " !! Sonderfahrt nach London. Auf diese vom Reisebureau L. Lyssen hop u. Co., G. m. b. H. Mainz, vom 12. bis 21. Juni d. Js. veranstaltete, alle Kosten einschließende Reise machen wir unsere Leser besonders aufmerksam; da auch ein 2½ tägiger Besuch Brüssels nebst Weltausstellung vorgesehen ist, so wird mit dieser Veranstaltung bei mäßigem Preise sehr viel geboten. Näheres siehe heutiges Inserat. Die Vermählungsfeier in Lich. Das altehrwürdige und beliebte Fürstenhaus SolmsHohensolms- Lich konnte gestern am Montag und an dem Lich mit dem Prinzen Hermann zu Stolberg Wernigerode. Prinzessin Dorothea erblickte im Jahre 1883 das Licht der Welt. Sie ist die jüngste Schwester des Fürsten Karl und hat sich gleich diesem durch ihr Herz für die Not der Armen namentlich die Wertschätzung der minderbemittelten Liebenswürdigkeit im Verkehr mit Boltsschichten errungen. jedermann und ein offener Charakter haben die Prinzessin in ihrem engeren Bekanntenkreise zu einer äußerst beliebten Person gemacht. Ihr Gemahl, Prinz Hermann zu Stolberg- Wernigerode, wurde im Jahre 1867 geboren und ist der älteste Bruder des Fürsten Christian Ernst zu StolbergWernigerode. Die Stadt hat Festschmuck angelegt; von der Marienfirche zog sich durch die Unterstadt eine ununterbrochene Reihe von Tannenbäumchen bis zu dem Haupteingang des fürstlichen Schlosses hin. Denselben flantierten Flaggen in den hessischen, preußischen, österreichischen und Reichsfarben, zu denen sich die blau- gelbe Flagge des fürstlichen Hauses gesellte. Seit dem letzten Samstag grüßte auch die Standarte des Großherzogs von den Zinnen des Fürstensißes, ein Zeichen, daß der Großherzog bereits an dem genannten Tage in Lich eingetroffen war. Die Großherzogin weilte seit dem Mittwoch in dem fürstlichen Hause, während an dem vorhergehenden Tage der Graf zu DohnaSchlobitten nebst Gemahlin eingetroffen waren. Im Laufe des gestrigen Tages erfolgte u. a. die Ankunft folgender Fürstlichkeiten: Fürstin von Reuß- Köstrib, Landgraf Chlod= wig von Hessen nebst Gemahlin, Fürst und Fürstin zu Stolberg- Wernigerode, Graf zu Solms- Laubach nebst Gemahlin, Prinz von Reuß jüngere Linie, Erbprinz zu Stolberg- Wer nigerode, Prinz Viktor zu Erbach- Schönberg nebst Gemahlin und die Prinzessinnen Herta und Anna zu YsenburgBüdingen. Zu dem Empfang der mittelst der Eisenbahn eingetroffenen Gäste hatte auch der Bahnhof ein Festgewand angelegt. Ganz besonders würdig nahmen sich hier die an der Vorderseite des Empfangsgebäudes befindlichen Laubgewinde aus, während ein an der Seite sich erhebendes Zeit den Gästen ein bequemes Besteigen der fürstlichen Kraftwagen ermöglichte. Von den Häusern der Straßen grüßten ebenfalls Flaggen in den hessischen, deutschen und fürstlichen Farben. Die Vermählungsfeierlichkeiten nahmen am Montag um 1½ Uhr mit einer größeren Tafel ihren Anfang, an der etwa 80 Personen teilnahmen. Um 6 Uhr folgten Aufführungen im Schloßpart, welche von Mitgliedern des fürst lichen Hauses veranstaltet wurden und den Spielern den lebhaftesten Beifall eintrugen. Hieran schloß sich um 8 Uhr ein Abendessen, zu dem auch Provinzialdirektor Dr. Usinger, Oberst v. Müller und die Stabsoffiziere des Kaiser- Regiments geladen waren. Den Tag beschloß ein Fackelzug sämtlicher Vereine der Stadt Lich, welcher von der Schule seinen Ausgang nahm und sich durch die Unterstadt und den vorderen Schloßeingang bis zu der Terrasse des Schlosses bewegte. Zu diesem Zweck war der Schloßpark durch zahllose Lampions erleuchtet, welche sich vor der Fassade in drei Lichterreihen hinzogen, außerdem waren zahllose buntfarbige Lampen bei den verschiedenen Baumgruppen des Partes recht vorteilhaft eingeführt. Die ganze Illumination gab dem Fürstensiz einen majestätischen Anblick. Nachdem die Vereine vor ben auf der Terrasse hielt Bürgermeister Dörmer an das prinzliche Braut- befindlichen Fürstlichkeiten Aufstellung genommen hatten, paar eine Ansprache, die in ein Hoch auf dasselbe ausklang, in das die Vereine lebhaft einstimmten. Hierauf trug das gruß“ von Henkell und den Chor„ Möchte wandern" vor, Licher Männer- Quartett recht stimmungsvoll den„ Hochzeitswährend die„ GCäcilia“ vorzüglich den„ Frühlingsherold" von Wiesner und„ Wie ich dich so lieb hab'" von Wilhelm Geis zu Gehör gab. Sämtliche Gesänge ernteten bei den fürstlichen Gästen ungeteilten Beifall. In einer kurzen, aber recht marfigen Ansprache führte der prinzliche Bräutigam folgendes aus: Wenn heute Abend die Einwohner der Stadt Lich meiner lieben Braut und mir eine derartige Ehrung zugedacht haben, so entsprang dies wohl in erster Linie der Liebe und Wertschäßung, deren sich das fürstliche Haus bei den Bewohnern von Lich erfreut. Die Beziehungen zwischen ihm und der Stadt sind ja auch schon von jeher recht innige gewesen und sie haben auch in dieser Stunde wiederum einen schönen Beweis für ihre Unwandelbarkeit abgelegt. Daher drängt es mich der Bevölkerung der Stadt Lich meinen innigen Dank dafür auszusprechen, daß diese Zuneigung auch auf mich übertragen worden ist. In diesem Gefühl bitte ich die geehrten Anwesenden, mit mir einzustimmen in den Ruf: die Stadt Lich lebe hoch! Hiermit hatten die Festlichkeiten des 1. Tages ihren Abschluß gefunden und man kann wohl sagen, daß der Verlauf der= selben sich zu einem würdigen Ehrentag für das Brautpaar gestaltet hatte. Der heutige 2. Festtag wurde um 9 Uhr durch ein Gabelfrühstück eingeleitet, bei dem die Kapelle des KaiserRegiments verschiedene Weisen zu Gehör brachte. Um 1½ Uhr erfolgte im Schloß die standesamtliche Trauung des jungen Paares, welche der Standesbeamte Forcht 8. vollzog. Um 2 Uhr fand die firchliche Trauung statt, über welche in der nächsten Nummer berichtet wird. Hus Hessen und Nachbargebiet. = h= | Die Zahl der Mitglieder ist leider von 60 auf 58 zurüdgegangen. Sehr günstig gestaltet sich die Finanz lage des Vereins, schliekt doch die Jahresrechnung mit einem Ueberschuß von 689,54 Mark ab. Bäckermeister Deuter wurde als Vertreter für die am 30. und 31. Mai zu Ems tagende Hauptversammlung der Gewerbe. vereine Nassaus gewählt Er wird daselbst den Antrag stellen, daß die Gemeinde Rodheim die Einrichtung zweier Schweinemärkte wünscht. s. Odenhausen, 22. Mai. Groß sind die Vorbereitungen, welche unser Turnverein für das am 19. und 20. Juni zu feiernde 5. Bundesfest des LahnDünsberg- Turnbundes trifft. Gilt es doch auch gleichzeitig das Fahnenweibfest des jungen Vereins mit zu feiern. Bet günstiger Witterung haben wic sicherlich auf großen Zuspruch aus der weiten Umgegend zu rechnen Das Fest wird am Vorabend durch einen Kommers cingeleitet Darmstadt, 21. Mai. Oberst Hahn wurde zum Generalmajor befördert unter Ernennung zum Generaladjutanten des Großherzogs. Aus aller Welt. * Berlin, 23. Mai. Der Halleysche Komet ist gestern auf der Berliner Sternwarte beobachtet worden. Er zeigte sich als rundliche nebelige Masse mit Verdich tung in der Mitte. * Göttingen Professor Pland, einer der verdientesten Mitarbeiter an der Schaffung des Bürgerlichen Gesetzbuchs, ist gestorben. * Trier, 23. Mai. Der Bahnarbeiter Brizz schoß im Streite auf seine Frau und be letzte sie tödtlich. Dann versteckte er sich in dem Schornstein, wo er nach längerem Suchen verhaftet wurde. Heidelberg, 23. Mai. Der Halleysche Komet fonnte gestern hier mit bloßem Auge wahrgenommen werden. Er stand direkt im Westen. Ein Schweif war auffallenderweise nicht zu erkennen. Der Komet erschien wie ein Nebelfleck, dessen Kern bald heller, bald berschleiert erschien. Die Helligkeitsmasse um den Stern schien bald mehr bald weniger aufzufladkern. * Kaiserslautern, 22. Mat. Das 22. In: fanterieregimeut wurde in Viehwagen nach dem Truppenübungsplatz zu Hammelburg verbracht. Jetzt fommen Privatmeldungen und sonstige Mitteilungen aus Hammelburg, wonach ein Reservist der zweiten Kompanie gestorben ist, fünf Soldaten schwer und mehrere leicht erkrankt sind. * Madrid, 21. Mai. Die Königin wurde heute früh 2 Uhr von einem toten naben entbunden. Das Befinden der Königin ist durchaus befriedigend. * Venedig. ver hier vor den Geschworenen abgehandelte Prozeß gegen Gräfin Tarnowska, die Mörderin thres Gatten, ist nun endlich zum Beschluß gefommen. Sie erhielt 8 Jahre Zuchthaus. ** Süd- Amerika. Im Staate Nicaragua ist der Rebellen- Krieg ausgebrochen. General Mena, der Führer der Aufständischen umzingelte die Regierungstruppen in der Nähe von Nama und schnitt ihnen vollständig die Zufuhr von Munition und Lebensmitteln ab. Das Kanonenboot Venus", das der Regierung in Nicaragua gehört, bohrte das Kanonenboot Omo tepe" der Rebellen in Grund. Hundert ertranfen. Die ,, Venus" hatte 400 Mann und war gut ausgerüstet. Die„ Omotepe" suchte zu entkommen, wurde aber bei Punta Gorda eingeholt. )( Rund um das Stettiner Haff, eine klassische Radfernfahrt über 227,5 Kilometer wurde am Sonntag auf Brennabor gewonnen; bei der Fernfahrt„ Rund um Schwaben" belegte ein Brennaborfahrer den 4. Platz. Bei der Sechsstunden- Kontrollfahrt des Gau Braunschweig des D. R.-B. wurde die beste Leistung mit 120 Kilometer auf Brennabor erzielt und im 30 Kilometer- Straßenrennen Rirheim gingen 2. Klingelschmidt und R. Tschumperly als Erster bezw. Dritter auf dieser Marte durchs Ziel. )( Im Sportpart Steglitz belegten O. Peter und Br. Wegener auf Brennabor am Sonntag im Hauptfahren die beiden ersten Plätze und gingen auch aus dem Tandem Hauptfahren als Erste hervor, während das Bren nabor- Tandempaar Sterba- Schmittchen das Tandem- Prä mienfahren gewann. kirchliche Nachrichten für Gießen. Katholische Gemeinde Mittwoch, den 25. Mai. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhei zur heiligen Beicht. Donnerstag, den 26. Mai. Frohnleichnamsfest. Vormittags 6½ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Militär gottesdienst. Nachmittags 2 Uhr: Festandacht mit Segen. av: Am Mittwoch, den 25. Mai, nachmittags und Nieder- Gemünden. Unser beliebter Bürgers Frohnleichnamsfeste, 26. Mai, vormittags und nachmittags meister Heederich ist gestorben. wird ein polnischer Priester Beicht hören. a. Rodheim a. d. Bieber, 23. Mai. Der Ge werbeverein für Rodheim und Umgegend hielt am astrigen Sonntag seine Generalversammlung ab. Vorsitzender Schreinermeister K. Schlierbach gab borerst die wohnte Jahresübersicht. Während der Zeichenunterricht von 32 Schülern besucht wurde, zählte die Forts teren Umgebung von Lich sowohl wie auch unſer Großbildungsschule deren 25. Der Verein erhielt folgende herzogliches Haus regen Anteil nahm: Die Vermählung der Zuwendungen: Zentralvorstand 300 Mart, Gemeinde Prinzessin Dorothea zu Solms- Hohensolm 3 Rodheim und der hiesigen Sparkasse je 100 Mark. heutigen Dienstag ein recht freudiges Ereignis begehen, an dem auch die ganze Bevölkerung der nahen und weiVerantwortlich: Albin Klein, Gießen. 3ur Verhütung der Brech durchfälle Ernährung der Säuglinge mit„ Stufe be", die darin en und Sommerdiarrhoen eignet sich am besten d haltenen Eiweißstoffe bilden für die Krankheitserreger einen sehr ungünstigen Nährboden, wodurch das Auftreten von macht es dieselbe leichter verdaulich und steigert deren Nähr Brechdurchfällen hintangehalten wird. Der Milch zugesetz gehalt in hohem Maße. Dem Wohle Ihrer Kinder sehr zuträglich ist und bleibt Reeses Puddingpulver. Jede Hausfrau sollte Ihren Kindern regelmässig, mindestens einige Male in der Woche, Reeses Pudding bereiten. 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Auf dem heutigen Wochenmarkte fofteten Butter per Pfd. Hühnereier per Stüd Käte per Stud Rasematte 2 Stüd Tauben der Paar Hühner per Stüd Haynen per Stüd Enten per Stüd Gänse per Pfd. Ochsenfleisch per Pfd. Rindfleisch per Pfd. 1.15-1.20 Schweinefleisch per Pfd. 80-96 9-10 Schweinefleisch gef. p. Pfd. 6-8 Kalbfleisch per Pfd. 5-6 Hammelfleisch per Pfd. 0.80-1.00 Kartoffeln p. 100 Kilo 5.50-00.00 1.00-1.60 3wiebeln per Ctr. 0.80-1.80 Weißtraut per Std. 1.80-0.00 epfel per Str. 96 72-76 60-80 5.00-6.00 00.00-0000 00 Birnen per 3tr. 60 Nüsse 100 Stüd 70-74 Mich pcr Liter 0.10-0.6 10.00-15.00 0.40-060 Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarttverkehrs dürfen bis Beginn der Mit seit überhaupt nicht und während dreier Stunden der Maritzeit in Umberstehen feilgeboten werden. Tauf, ihn a wegen mög Einen stille diefes einfa Herman Otti lachte ter ansteder In N überrascht. 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