Theater eingoetter. Mar 1910 Uhr. eine Preise! Rapelle des egiments. Bügen von Solf. bon Weber. e g. 6 Uhr. hr. ne Preise! I ten bon ma. nde 98 Uhr. 3, 4, 5% Sch., Wechsel, auch Raten P. Bleier, tüdporto. ag bietet figh r. u. Damen eres durch F. de- Berlin. walt ipzig efigen Ge. es Kiefernng. 10 Uhr beim 1910. nden. fer Beitung. eßen. äusgemeinde. loffer. Tun. en männlichen Uhr im Mat hr: VerfammMartus- Ge10% Uhr: r Feier des Schwabe. Uhr im Mateben der Apoutasgemeinde. echtholsheimer. mierten männ r: Bibelstunde ner. Belegenheit zur ie. icht. mmunion. igt. Feftandacht Airche apologeurtstage Seiner ärgottesdienst. Nr. 19. Grscheint täglich außer Sonntags. Bezugspreis: vierteljährlich durch die Träger frei tas Saus 1.35 Mt., durch die Post bezogen 1350 M. Expebition: Sicken, Geltersweg 83Montag, den 24. Januar 1910 Gießener 9: 0 20. Jahrgang Juferate: die 44 mm breite Bettgelte estig Reklame: Beilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet " " 1 50 " Telephon- Anschluß: Sicken, Nr. 368. Nenelle Nachrichten 748: ( Gießener Tageblatt Anabhängige Tageszettung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen Lokales und Provinzielles. ** Der Großherzog empfing am 22. Januar u. a. den Finanzrat Schreiner von Zwingenberg a. d. B., den Geh. Justizrat Köhler von Osthosen, den Geh. Baurat Stahl, den Sanitätsrat Dr. Stopp von Ober- Ramstadt, den Aftuar Stein, den Kreisamtsgehilfen Mahr und den Betriebsleiter Müller von Friedberg, den Geh. Justizrat Leist, den Prosessor Geppert und den Stadtverordneten Winn von Gießen. ** Der Finanz ausschuß der 3 weiten Kammer setzte am Freitag die Beratung des Just i z- etats fort. Es kam dabei die Frage des Pauschale für Porto zur Besprechung, die für sämtliche Ressorts von Bedeutung ist. Nach dem mit der Reichspostverwaltung abgeschlossenen Vertrage erhöht sich das Pauschale jährlich mechanisch um 4,9 Proz., das macht für den laufenden Etat ein Mehr von 7000 Mt. aus. Avg. Dr. Weber regte an, dieser Frage im Zusammenhang mit der Verwaltungsreform näherzutreten, was um so eher geschehen könnte, da die Reorganisation unter dem Gesichtspunkte der Dezentralisation zu erfolgen hat, durch die sicherlich auch Portotosten erspart werden. Im übrigen besteht im Ausschuß Geneigtheit, eine Reihe von etatsmäßigen Stellen im Ju stizetat nur auf den Inhaber zu bewilligen. Da in diesem Falle häufiger Stellvertretungen notwendig werden, muß man davon absehen, an den bei den einzelnen Ressorts vorgesehenen Posten für Aushilfe Streichungen vorzunehmen. Der Neubau eines neuen Gerichtsgebäudes in Friedberg wurde vorläufig zurückgestellt. Man denkt daran, das bisherige Gebäude in der Weise zu erhalten, daß die Wohnung des Oberamtsrichters in Wegjall kommt. Beim Kapitel Kreditübertragungen wur den sodann prinzipielle Erörterungen gepflogen. Der Fi nanzminister wies darauf hin, daß den Beamten der Bauabteilung der Grundsay eingeschärft sei, daß keine Nachforderungen kommen dürfen. Daraus ergibt sich die Neigung, die Bausumme bei den Voranschlägen möglichst hoch anzugeben. Ersparnisse, die dann später gemacht werden, geben den Anlaß zu Kreditübertragungen, die zu genehmigen der Landtag teinen Anstand nehmien tann, insofern sie für Zwecke verwandt werden, die im Rahmen der ursprünglichen Anforderung liegen. Unter diese Rubrik fällt der Ausbau des alten Gefängnisses in Mainz zu Beamtenwohnun gen. Die darauf sich beziehenden Anträge des Abg. Best wurden als schädlich wirkend abgelehnt. Die Beratung wird morgen Dienstag fortgesetzt. Dr. ** In der am 20. Januar stattgehabten Sitzung des Finanz ausschusses der Zweiten Kammer wurde mit der Beratung des Just iz etats fortgefahren. Abg. Brauer wies darauf hin, daß an einzelnen Gerichten die Amtsrichter allzuviel freie Zeit haben und fragt an, ob es sich deshalb nicht empfehle, einige der kleineren Gerichte aufzuheben und die Zahl der Richter zu beschränten. Staatsund Justizminister Dr. Ewald entgegnete, die Vermehrung der Amtsgerichte in Hessen sei nicht auf Vorschlag der Regierung, sondern auf Drängen der Kammer erfolgt. Jetzt könne eine Reduzierung nicht ohne weiteres erfolgen. Dem Vorschlag des Abg. Dr. Weber, für kleinere Amtsgerichte nur einen Richter zu verwenden, widersprach Abg. Gutfleisch, der auch die Frage auswarf, ob es bei dem großen Ueberflußß an der Anstellung harrenden Juristen nicht empfehlenswert sei, nur einmal im Jahre Eramina abzuhalten. Geheimerat Dr. Be st erwiderte, eine nur einmalige Staatsprüfung im Jahre würde viele Nachteile im Gefolge haben, weil zirka 60 Prüflinge in Betracht kämen. Abg. Dr. Osann gibt zur Erwägung, ob man nicht unter den anzustellenden Juristen auf Grund ihrer Examina eine Auswahl treffen könne, wie dies zum Beispiel auch in Baden und in anderen Bundesstaaten geschehe; in diesem Falle würde man jedoch den Kandidaten durch eine Nachprüfung die Möglichkeit geben müssen, ihre Note noch zu verbessern. Abg. Molthan weist dagegen darauf hin, daß in Bayern durch die Auswahl der Juristen nach den besseren Noten im Eramen viele Klagen laut geworden seien. Finanzminister Dr. Gn auth bemerkt, daß in den ihm unterstellten Ressorts, wie der Forst und Bauverwalt ung, nur solche Herren zugelassen würden, die bessere Gramensnoten besiben. Abg. Dr. Osann weist noch auf die Notwendigkeit hin, bei den Schreibgehilfen und Aspiranten an den Gerichten die Kenntnis der Stenographie obliga torisch zu verlangen. Bei den sachlichen Ausgaben für die Gerichte wurde von verschiedenen Rednern betont, daß den Angestellten unbedingt größte Sparsamkeit streng anbefohlen werden müßte. Staats- und Justizminister Dr. Ewald erklärte, er habe bereits allen Beamten die Befolgung strengster Sparsamkeit eingeschärft, werden aber seinen diesbezüglichen Erlaß noch einmal nachdrücklich wiederholen. In der letzten Hauptversammlung der hess Landwirtschaftskammer sind für die Prämiierung der Buchführung kleinbäuerlicher Wirtschaften ohne Debatte 1000 Mt. bewilligt worden. Für die Preisnotierungsstelle werden 2810 Mark bewilligt. Die Preisnotierungsstelle ist eine mit der Landwirtschaftstammer Wiesbaden gemeinsam getroffene Einricht ung an der Frankfurter Börse. Für Maschinenprüfung" wurden 1500 Mark und für" Förderung der allgemeinen Landeskultur, der Bodenkultur und sonstiger Zweige der Landwirtschaft" 20 800 Mart bewilligt. Hierbei gab es eine sehr erregte Debatte, in der Prof. Gise vius- Gießen mit verschiedenen Rednern zusammenstößt. Bei Förderung des landwirtschaftlichen Bauwesens werden 10 000 Mt. bewilligt. Ohne Debatte werden für Rechtsausfunstsdienst 2600 Mt., für Arbeiternachweisdienst 1000 Mt. und für den landwirtschaftlichen Wetterdienst bei der Universität Gießen 550 Mart bewilligt. ** Postalisches. Im Interesse möglichst früh zeitiger Inangriffnahme der Arbeiten zum weiteren Aus= bau der Fernsprechanlagen ist es erforderlich, daß die Anmeldungen neuer Fernsprechanschlüsse spätestens bis zum 1. März den Kaiserlichen Telegraphen Anstalten vorliegen. Verspätet angemeldete Anschlüsse, die = injolgedessen außerhalb des Bauplans nur mit Mehrauf Gedenket der hungernden Vögel! wendungen( z. B. durch besondere Entsendung einer Bautolonne 2c.) herzustellen sind, werden in dem laufenden Bauabschnitt nur dann ausgeführt, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Wart leisten oder, wenn diese Mehrkosten den Betrag von 50 Mt. übersteigen, den wirklich aufgewendeten Kostenbetrag er> statten. * Gießen. Der Winter und mit ihm der Schnee scheint nun doch allen Ernstes seinen Einzug zu halten. Vorbei ist es mit all den jungen Trieben, welche die außergewöhnliche Witterung gezeitigt hatte. Der Sturm, der durch die Bäume segt, wirbelt die Flogen so wild durcheinander, daß an einzelnen Stellen eine ziemlich dicke Schneemasse bereits liegt. Die Freude der Kinder, jetzt endlich den Schlitten hervorholen zu können, um Schlittenfahrten zu machen und toll zu rodeln, ist groß. Wenn man aber einen Gang durch die Straßen unternimmt, so muß in erster Linie der armen Vögel gedacht werden, die schußlos den Unbilden der Witterung preisgegeben sind. Der Aufforderung: streut den Vögeln Futter, sollte in weitestem Maße Rechnung getragen werden. Dann sind es aber auch noch die Pflanzen, welche unsere Aufmertsamteit verdienen; denn der Sturm hat so manchen Trieb getnickt, der nun in der kalten Lust erfrieren muß. Die Gärtner, Gartenbesißer und Naturfreunde sollten es darum an schützenden Hüllen für empfindliche Bäume und Sträucher nicht fehlen lassen. * Gießen, 24. Jan. Zu dem am letzten Samstag anberaumten Kaiserkommers hatten die hiesigen Burschenschaften die Marburger Burschenschaften eingeladen, welche um 4½ Uhr in Gießen eintrafen. Hier wurden sie bereits von den hiesigen Studenten am Bahnhof im Wichs erwartet und bald darauf setzte sich auch schon der Zug, in dem mehrere Musittapellen eingereiht waren, durch die Stadt nach der Liebigshöhe in Bewegung. Dort entwickelte sich bald ein fröhliches Treiben, das die Festteilnehmer noch lange zusammenhielt. ** Gießen, 24. Jan. Das gestern in der neuen Aula stattgefundene Voltstonzert hat bei allen, die ihm zuhören fonnten, größten Beifall gefunden. Es war dem Ganzen das Thema:" Kindheit und Heima t" zugrunde gelegt, danach die Männerchöre( Heiterkeit Gießen und Germania- Zollar), die Sologesänge der Frau Landgerichtsrat Schudt Gießen, am Klavier begleitet von Flr. Elisabeth Felch ne r- Gießen und die Rezita- tionen des Frl. Meline Müller Wezlar gewählt. Wir werden über die Bedeutung und den Verlauf des Konzertes eingehender berichten. Alle Mitwirkenden haben sehr gutes geleistet, es gebührt ihnen öffentlicher Dant. Der Reinertrag ist für Wohltätigkeitszwecke bestimmt. ** Gießen, 22. Jan. Aus Anlaß des Reichstommerses waren heute viele Marburger Studenten( Burschenschaften in corpore) nach hier gekommen, um mit den hiesigen auf der Liebigshöhe" den Festkommers zu feiern. Man wollte gern die Straßenbahn benutzen, aber in Ermangelung genügender Wagen und nachdem die Marbur ger Studenten auf dem Marktplaz längere Zeit gewartet, wurde der Weg nach den Festräumen doch zu Fuß ange= treten. Das geschah etwa nicht in gedrückter Stimmung ob der entgangenen Straßenbahnfahrt, sondern unter den Klängen der Musik und dem Gesang fröhlicher Studentenlieder. Vielleicht achtet die Straßenbahndirektion mehr auf festliche Begebenheiten innerhalb der Stadt, damit Wagen stets bereit stehen und außer dem regulären Betrieb noch solche schnell eingeschoben werden können. * Gießen. Nach dem Nachweis des Gr. Mini- sterium des Innern zählt unsere Stadt 31 800 Einwohner. Sie ist die fünftgrößte Stadt Hessens. Mainz hat mit Kastel und Mombach 114 300, Darmstadt 93 000, Offenbach mit Bürgel 74 800 und Worms 46 700 Einwohner. * Gießen, 14. Jan. Vor kurzem beraubten hier zwei 13 bis 14 Jahre alte Knaben in der Wilhelmstraße einen 8jährigen Knaben des Portemonnaies. Glücklicherweise wurden die beiden jugendlichen Verbrecher bald da= rauf von einem Schußmann in dem Kinematographen fest genommen. * Wieseck. Vor kurzem erhängte sich hier der 61 Jahre alte Bauer Kern. Der Selbstmord erscheint unbe greiflich, da Kerns Verhältnisse nichts zu wünschen übrig ließen. == Heuchelheim. Vor furzem stattete ein Dieb dem Fabrikanten Sack einen unliebsamen Besuch ab, indem er demselben 20 Paar Strümpfe mitnahm. Die von der Tat benachrichtigte Gendarmerie erschien mit einem Spürhund, welcher auf der Spur dem Täter nach dem Bahnhof Abendstern zu nachsehen sollte. Sehr enttäuscht war man aber, als der Hund„ Lora" ohne den Täter aufzufinden, dem zurückkam. Der Hund hatte es vorgezogen, anstatt Täter einen Hasen zu verfolgen. * Hattenrod b. Lich. Eine Backes Gedent tafel soll auf Anregung von Lehrern am hiesigen Schulhause, dem Geburtshause des verstorbenen Rektors Karl Backes angebracht werden. Er war 1836 hier als Sohn des Lehrers Backes geboren. Von 1879 bis 1905 war er Leiter des Landes- Lehrervereins, dann dessen Ehrenob= mann. * Lardenbach. Schon seit einiger Zeit war das Gruppenwasserleitungsprojekt der Orte Groß- Eichen, Sellnrod, Lardenbach, Klein- Eichen und Weiang galibus aging up erstgenannten Orte gegen eine solche Gruppenversorgung veranlaßt, als gescheitert zu betrachten. Groß- Eichen und Sellnrod wollen eine gemeinsame Leitung erbauen, wozu die Quellschürfungs- und-fassungsarbeiten schon ausgeschrieben sind. Lardenbach, Klein- Eichen und Weickartshain werden dagegen die Erbauung einer Wasserleitung gemeinsam aufnehmen. Die zu dieser Gruppe vorgesehenen Quellen liegen in der Nähe einer Mühle zwischen Wohnfeld und Schmit ten. * Alsfeld. Nach 54jähriger Dienstzeit trat der Bureauvorsteher Kanzleirat Wurstius vom Kreisamt Alsfeld in den wohlverdienten Ruhestand.— In Brei. tenbach geriet ein Arbeiter in das Sägewerk der Schneid maschine. Daumen und Zeigefinger der linken Hand wurden abgeschnitten. * Lauterbach. Der Gemeinderat genehmigte den Voranschlag der Stadt, der in Einnahme und Ausgabe 265 328 Mt. beträgt. * Rosbach v. d. H. Um den Bahnhof Friedberg zu entlasten, soll die hiesige Station beträchtlich vergrößert werden. Es sind 99 000 M.. dazu vorgesehen. * Mainz, 18. Jan. Da 3 Lösch papier wurde zum Verräter. In der vorigen Woche hatte sich unter dem Namen Albert Steiner in Krefeld bei einer Familie ein junger Mann einlogiert unter der Behauptung, er sei in Stellung bei der Firma Siemens u. Schuckert eingetreten. Da er seinen Koffer an der Bahn auslösen müsse, bedürfe er 10 Mt., welcher Betrag ihm von seinem Logis geber gegeben wurde. Mit dem Gelde verschwand der Be trüger. Da er in dem gemieteten Zimmer vorher einen Brief geschrieben und die Adresse mit Löschpapier getrocknet hatte, entzifferten die Logisgeber die Adresse durch einen Spiegel. Der Brief war nach Mainz gerichtet. Die hiesige Polizei wurde darauf unterrichtet. Am Samstag Abend nam der Schwindler hierher und wurde schon im Bahnhof von der Kriminalpolizei in Empfang genommen. Er heißt Albert Weiner, er hat in vielen deutschen Städten unter verschiedenen falschen Namen, besonders auf den Namen Arnold Fried, die gleichen Betrügereien verübt. Von zahllosen Behörden wurde der Verhaftete steckbrieflich gesucht. * Gambach. Hier wurde eine Bezugs- und Absaßgenossenschaft mit 27 Mitgliedern gegründet und dem Verband der hessischen landw. Genossenschaften zu Darmstadt bezw. der Landw. Hauptgenossenschaft für Oberhessen in Friedberg angeschlossen. ** Steinberg. Hier kamen vor kurzem z wei Selbstmorde vor und zwar erhängte sich ein Staufmann aus Nahrungssorgen, während der gleiche freiwillige Tod des Werkmeisters Heinrich Hof dem übermäßigen Genuß von Alkohol zuzuschreiben ist. * Aus Nassau. Die Regierung in Wiesbaden hat die Errichtung von zwei neuen hauptamtlichen Kreisschulinspektionen in Nassau, einer kathotholischen für den Rheingaukreis und einer evangelischen für den Dillkreis, beantragt. a Krofdorf, 23. Jan. Die Preise bei den gegenwärtig stattfindenden ersten Holzversteigerungen in Staats- und Gemeindewaldungen haben gegen das Vorjahr feine wesentliche Veränderung erfahren. Üeben doch die ungeheuren Holzmassen aus dem Krosdorfer Forst von Jahr zu Jahr eine größere Anziehungskraft aus. Nicht allein aus den benachbarten Orten, sondern auch aus dem Biebertal und von der Lahn decken die Bewohner mit Vorliebe ihren Bedarf an Brennholz. So war bei der Versteigerung am Freitag der Freundsche Saal tatsächlich überfüllt und galt Buchenscheitholz aus älterem Bestand( Kreuzschläge) durchschnittlich 8,50 bis 9 Mart. Das Knüppelholz fostete 6-7 Mart und Reiser 70-80 Pfg. pro Raummeter. Etwas geringer waren die Preise bei der ersten Gemeindeversteigerung. * Wetzlar, 20. Jan. Zum Nachfolger des in den Ruhestand verseßten Rektors Luerssen wurde Lehrer Richard vom Gymnasium als Leiter der hiesigen Volksschule ge= wählt. * Rodheim a. d. Bieber. Auch hier hatte die diesjährige Treibjagd- Jagdpächter Hauptmann van der Hoop- Offenbach insofern ein günstiges Resultat, als 93 Hasen erlegt wurden. Leider trug sich nach Schluß der fröhlichen Jagd ein Unfall zu. Konrad Bender( Post fonrad), welcher als Treiber behilflich gewesen, wurde von einem Gastwirt beauftragt, für die Jagdgesellschaft 1 Faß Bier zu überbringen. Er fam dabei zu Fall und das Faß zerschlug ihm ein Bein, sodaß er in die Gießener Klinik verbracht wurde. * Frankfurt, 19. Jan. Der heute früh furz vor 5 Uhr hier eingetroffene Nachtzug Kassel- Frant furt wurde zwischen Vilbel und Dortelweil gestellt, weil ein Passagier plötzlich geist es gestört wurde und den Versuch machte, aus dem Zug zu springen; sein Geld hatte er zum Fenster hinausgeworfen. Der Geistesgestörte wurde im Hauptbahnhof der Bahnhofswache übergeben, die seine Verbringung in die Frrenanstalt veranlaßte. * Marburg. Bei dem in der chirurgischen Klinik abgehaltenen Ausbildungstursus der Genossen schaft freiw. Krantenpfleger im Ariege bestan den 52 Studenten die Prüfung. Redaktion, Drud und Verlag von Albin Klein. Gießen. Dr. Wegener's Blutreinigungsthee reinigt und verbessert den Blutzustand, befördert die Ver dauung und beseitigt Verstopfung und Hartleibigkeit; be steht aus edlen Kräutern und ist sehr angenehm zu trinken. Preis Mt. 1.50, in den Apothefen erhältlich, wo nicht, wende man sich an die Ferromanganingesellschaft, Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 55. 3ur Verlobung des Prinzen Napoleon. Nun wird also auch die dritte Tochter des Königs Leopold II. der Belgier einen Liebesbund schließen, von dem ihr Vater nichts wissen wollte. Die Prinzessin Klementine wird die Gemahlin des Prinzen Viktor Napode leon, des Oberhauptes der Familie Imperiale France". Die Nachricht ruft mancherlei Ueberraschung hervor und besißt ohne Zweifel, allen Ableugungen zum Troße, auch eine gewisse politische Bedeutung. Die Ueberraschung besteht darin, daß man erstens einmal diesen Herzensroman für längst abgetan hielt, ist doch die Prinzessin Klementine 37 und der Prinz Viktor Napoleon, der sich übrigens nur ,, Napoleon" nennt, 47 Jahre alt. Beide find also über die Tage holder Jugendtorheit längst hinaus. Und dann ist es fein Geheimnis, daß der Prinz Napoleon Trost in dem weder vom Staate noch von der Kirche anerkannten Zusammenleben mit einer jungen Dame gefunden hatte, die früher dem Ballett angehört haben soll. Was nun die politische Seite anbetrifft, so wird zwar bereits von Brüssel aus verbreitet, die Prinzessin Klementine interessiere sich für das Prätendententum ihres zukünftigen Gatten in feiner Weise, ja sie werde ihn sogar veranlassen, in Bukunft noch weniger als bisher von seiner Prätendentenrolle Gebrauch zu machen. Man darf aber nicht vergessen, daß die Familie Bonaparte ihrem Aussterben entgegenzugehen schien und man bisher annehmen tonnte, daß es eine Generation nach uns in Frankreich feine Bonapartisten mehr geben würde, weil dann kein Bonaparte mehr vorhanden wäre. In der sogenannten kaiserlichen Linie, die gegenwärtig aus der Erfaiserin Eugenie und dem Prinzen Napoleon, seinem Bruder, dem Prinzen Louis, seiner Schwester, der verwitweten Herzogin Laetitia von Aosta, und seiner Mutter, der Prinzessin Clothilde, geborenenen Prinzessin von Italien, besteht, schwand Die Hoffnung auf einen Nachwuchs von Jahr zu Jahr, da beide Brinzen ledig blieben. Und in der jüngeren, von Lucien Bonaparte abstammenden Linie ist der Prinz Roland Bonaparte, der Vater der Prinzessin Marie von Griechenland, der einzige und der letzte Mann. Wenn also aus der Che des Prinzen Napoleon und der Prinzessin Klementine von Belgien ein Sohn hervorgeht, ist zunächst die Zukunft des Bonapartismus gesichert, und die französische Republik wird dann, aller Wahrscheinlichkeit nach, früher oder später mit einem neuen Aufleben der napoleonischen Idee zu rechnen haben, die, namentlich im französischen Heere und unter der Landbevölkerung, viel mehr Anhänger besibt, als man im allgemeinen zu glauben geneigt ist. Rundschau vom Cage. Politisches. Die Budgetkommission des Reichstages erörterte bei der Beratung des Etats für Deutsch- Südwestafrifa die Frage ber Selbstverwaltung und des Besteuerungsrechts der Gemeinden in der Kolonie, wobei alle Redner der Auffassung des Staatssekretärs Dernburg über die Selbstverwaltung und deren Vorbereitung zustimmten. Es wurde ein Bentrumsantrag angenommen, wonach unverzüglich Anordnun= gen getroffen werden sollen, durch die den Gemeinden in Deutsch- Südwestafrika genügend Land auch für ihre zu= fünftige Entwicklung vorbehalten bleibt, ferner soll ein Kommunalsteuergeset erlassen werden über die Grundsätze, nach denen von den Gemeinden der Kolonie die Asgaben 31 erheben find. Am Dienstag werden die Verhandlungen fortgesetzt. Majestätsbeleidigungen. In den letzten zehn Jahren haben, so schreibt die N. G. C.", sich die Verurteilungen wegen Majestätsbeleidigung erheblich verringert. Von über 400 im Jahre 1899 ist die Zahl auf 120 im Jahre 1907 herabgegangen. Das Gesetz vom 17. Februar 1908 hat sodann den Erfolg gehabt, daß im Jahre 1908, wie jetzt feststeht, nur 39 Fälle zur Verurteilung gelangt sind. Das beträgt noch nicht ganz eine Person auf eine Million strafmündige Personen ber Zivilbevölkerung. Eine plumpe Erfindung. Wieder einmal liegt ein Versuch vor, die deutsch- französischen Beziehungen durch Verbreitung einer unwahren Meldung zu trüben. Die Pariser Zeitung Gil Blas meldet, daß Fallieres durch den Botschafter Cambon ein Schreiben an Kaiser Wilhelm gelangen ließ, in dem der französische Staatschef die Ursache seines Fernbleibens von der Einweihung des ozeanographischen Museums in Monaco darlegt. Das Schreiben set, so erfährt das Blatt in den liebenswürdigsten Ausdrücken abgefaßt. Von der Berliner französischen Botschaft wird der L.- Anz. ermächtigt, zu erklären, daß ein Schreiben des Präsidenten der französischen Republik an den Deutschen Kaiser nicht abgeschickt worden ist, und daß somit die ganze Meldung des Parifer Blattes auf Erfindung beruht. Die Die Zeppelinschen Luftschiffe und die Marine. Württembergische Automobil- und Luftschiffahrt- Korrespondenz meldet: Am Freitag ist der Marineschiffsbaumeister Pizzaer in Friedrichshafen eingetroffen. Er will betnt„ Luftschiffbaut Zeppelin" Studien über die Konstruktion des starren Systems machen, und zwar im Hinblick auf die künftige Verwendung Zeppelinscher Luftschiffe für die kaiserliche Marine. Bitger fommt im Auftrage des Reichsmarineamts. 18) Der Fall Welshofen. Kriminalroman von M. Kossat. ( Nachdruck verboten.) ,, Aus einem Monokel kann es nicht stammen?" erfunbigte sich der Detektiv, der an Welshofen dachte, welcher ein Monofel getragen. ,, Ausgeschlossen, mein geehrter Herr, gänzlich ausge schlossen. Ein Monokel ist nie so schmal; aus der leicht abgeriebenen Stelle hier" dabei wies er auf einen bestimmten Punkt auf dem Rande des Glases, an der sich eine kaum wahrnehmbare Abplattung bemerklich machte erkennt man deutlich in welcher Art es gefaßt gewesen ist. Eine solche Fassung ist nur für ein doppeltes Augenglas üblich." ,, Warum ist das Glas aber nicht ringsum am Rande abgerieben?" inquirierte der Detektiv. Die metallene Fassung, muß überall die gleiche Reibung hervorrufen ,, Nein, der Kneifer, aus dem das Glas herausgefallen ist, war eben nicht ringsum in Metall gefaßt. Es war ein Kneifer mit ungefaßten Gläsern, die nur auf der Innenseite durch kurze Schienen verbunden waren, welche dazu dienten, ihn auf der Nase festzuhalten. Nie hat dies Glas einen Rahmen gehabt." Sat es einen besonderen Zweck, einen derartigen ungefaßten Kneifer zu tragen?" ,, Aber keineswegs, verehrter Herr. Viele Versonen bevorzugen ihn aus Giteffeit, weil er weniger auffällt. Sie meinen, daß es sie nicht kleidet, wenn jedes Auge aus einem Metallrand vorschaut. Diese ungefaßten neifer sind übrigens durchaus nichts Seltenes und gegenwärtig direkt in der Mode, Sie können sie allenthalben schen. Leute mit guten Augen, welche den Kneifer im Grunde nur tragen um interessanter zu erscheinen, benußen sie selbstverständlich nie-" Desto mehr aber solche, deren Augen sehr schwach find," fiel Brümmel ein. Denn einen körperlichen Defekt mag am Ende jeder möglichst verbergen, auch wenn er an sich nicht entstellend ist. Es liegt das in der menschTichen Natur begründet und man tönnte demnach aus der Vorliebe für ungefaßte Gläser allein schon darauf schließen, Die badische Regterung hat den Gedanken, eine eigene Klassenlotterie einzuführen, aufgegeben. Mit Rücksicht auf die Kleinheit des Landes wäre eine solche Loterte nicht einträglich genug. Dagegen soll die Frage eines Anschlusses an die Preußische Klaffenlotterte in nächster Zett erwogen werden; der finanzielle Ertrag einer solchen Gemeinschaft wird auf etwa 500 000 M geschäßt. Eine internationale Friedensfeier in Bad Ems abzuhalten, hatte ein bekannter Emser Arzt, der im Winter in Nizza praktiziert, vorgeschlagen. Stadt und Kurverwaltung glaubten, daß sich eine Feier in solch großem Rahmen nicht ermöglichen lasse, baten aber den Regierungspräsidenten, die Abhaltung eines Kongresses des Deutsch- französischen Annäherungskomitees in Ems zu vermitteln. Sie erboten fich, hierzu einen Kostenbeitrag von 15 000 M zu leisten. In der Stadtverordnetensißung in Ems wurde nun der ablehnende Bescheid des Regierungspräsidenten bekannt gegeben. Er verspreche sich keinen Erfolg von einem Schritte, Ems als Ausgangspunkt für eine deutsch- französische Annäherung in Aussicht zu nehmen. Dentiche Lehrkräfte für eine japanische Waffenfabrikationsschule. Die japanische Heeresverwaltung beabsichtigt, nach einer der„ N. G. C." zugehenden Meldung, eine Waffenfabrikations- und Konstruktionsschule nach deutschem Muster zu errichten. Die für die japanischen Truppen hergestellten Waffen waren bisher vielfach nach veralteten Modellen gearbeitet, da es den Fabrikanten an genauer Kenntnis der modernen Errungenschaften und Fortschritte auf diesem Gebiete fehlte. Dem soll diese Schule nunmehr abhelfen. Als Lehrkräfte wird die japanische Heeresverwaltung sich bemühen, deutsche Offiziere und Ingenieure zu gewinnen. Zum Kampf gegen den Alkohol. Der deutsche Verein gegen den Mißbrauch alkoholischer Getränke hat an den Reichstag die Bitte gerichtet, den Krankenkassen die Ermächtigung zu einer aufflärenden und vorbeugenden Tätigkeit hinsichtlich der Wirkungen des Alkoholmißbrauches zu erteilen, sämtliche Versicherungsträger zu verpflichten, dte Renten oder Krankengelder von Trinfern durch Letstung von Gegenständen des Lebensbedarfs zu ersetzen oder sie an Ehegatten oder eine andere geeignete Person zu zahlen. Verjüngung des österreichischen Offizierkorps. Eine Anzahl der ältesten Generale hat ein Schreiben erhalten, worin dargelegt wird es set allerhöchster Wunsch, auch die oberen Chargen der Generale zu verjüngen. Allerdings foll es den alten Offizieren überlassen bleiben, den ZeitEs soll in unkt ihres Rücktritts selber zu bestimmen. Desterreich Grundsatz werden, daß die höheren Offiziere nicht länger als 40 Diensttahre auf ihrem Posten bleiben. Viktor Emanuel, gegen die Dreadnoughts. Ein römisches Blatt veröffentlicht eine Information, aus welcher hervorgeht, daß König Viktor Emanuel ein entschlossener Gegner übertriebener Rüstungen ist. Das Blatt behauptet, daß während der Flottenmanöver der König auf die finanziellen Folgen hingewiesen habe, welche durch die Ausgaben für die Typs der Dreadnoughts verursacht werden. Der König drückte den Wunsch aus, es möge eine internationale Konferenz einberufen werden, um die Dimensionen der Schlachtschiffe zu beschränken. Weitere Erfolge der Konservativen in England. Nach dem Ergebnis der gestrigen Parlamentswahlen in England stellt sich der augenblickliche Besitzstand der Parteten so, daß die Unionisten 163 Mandate zählen, die Liberalen 137, die Arbeiterpartet 29 und die Irländer 53. Die konservative Presse triumphiert über die letten Wahlresultate, die entschieden zuungunsten der liberalen Partei lauten. Die Gesamtresultate der Wahlen ergaben bis gestern morgen 219 Sitze für die Regierungsparteien und 163 für die Opposttion, somit erst eine Anttschutzoll- Mehrheit von 56. Jm Jahre der liberalen Hochflut 1906 verteilten sich dieselben Site wie folgt: Regierungspartelen 280, Unionisten 101. Somit haben die Regierungsparteten bereits 61 Sitze verloren. Vom Prinzen Georg. Der serbische Ministerrat, der fich, wie gemeldet, am Donnerstag tit den jüngsten Affären des Prinzen Georg befaßt hat, beschloß nach längerer erregter Debatte, vom König zu verlangen, daß der Prinz aller Rechte als Mitalied des königlichen Hauses verlustig erklärt werde, da dies die einzige Möglichkeit set, ihn unschädlich zu machen. Anscheinend hat der Ministerrat beim König feinen Erfolg gehabt, denn eine spätere Meldung be= sagt: Nach längerem Widerstreben hat König Peter in die strafweise Versetzung des Prinzen Georg in eine kleine Garnison eingewilligt, wo er zum Truppendienst herange= zogen wird. Kleine Nachrichten. Reiche Spende. Ein Münchener Bürger, der ungenannt bleiben will, hat den bürgerlichen Kollegien zur Erbauung eines Bürgerheims 500 000 M zur Verfügung und noch einen gleichen Betrag in Aussicht gestellt. Die Stadtge= meinde hat bereits ein Grundstück in der Nähe des Schlosses Nymphenburg abgetreten. Die Suspendierung eines weiteren Korps in Boun. Das Korps Palatia" in Bonn ist für dieses und das Sommersemester suspendiert worden wegen Ausschreitun= gen, die nach einem Bierfest am 4. Dezember begangen daß ihr Besitzer nicht nur sehr kurzsichtige, sondern auch sehr schlechte Augen an und für sich hat." ,, Sehr fein bemerkt, mein Herr", stimmte der Ladenbesizer zu. Sie haben Menschenkenntnis, mein verehrter Herr." ,, Gewährt dies Augenglas keinen Anhaltspunkt darüber, wo es gekauft ist?" fragte Brümmel. Der Optiker überlegte. ,, Hm, es war ein sogenanter orthozentrischer Kneifer, das heißt ein solcher mit elastischen Schienen. Unſereins erkennt das aus verschiedenen Anzeichen, unter anderem daraus, daß die Schienen sehr wenig über das Glas gegriffen haben. Weil die Nasenbrücke elastisch ist, braucht sie nicht so fest am Glase zu sitzen sie hält infolge ihrer Dehnbarkeit leichter. Das heißt, so urteilt man im allgemeinen, denn in Wahrheit fallen die Gläser, wie ja auch dies Beispiel lehrt, meist aus den Schienen. Ich halte nicht viel von orthozentrischen Kneifern, denen man auch nachrühmt, daß sie die Augen schonen sollen, weil sie angeblich nicht unter den Gläsern vorbeischielen können. Sie siben ich wiederhole immer, so sagt man stets richtig, so daß das Auge in natürlicher Stellung hindurchsehen kann. Alles Theorie, Verehrtester, Theorie! Graui st alle Theorie und grün des Lebens goldener Baum, wie schon Altmeister Goethe so schön sagt. Die orthozentrischen Gläser haben nur ihrem Erfinder genüßt sonst niemand." Das meinſt Du natürlich, weil Du sie nicht vorrätig hast mein Lieber," sagte sich Brümmel im stillen.. Laut aber sagte er: Also nochmals, Herr Werkenthien haben Sie keine Vermutung, wo der betreffende Kneifer gekauft sein könnte? Wer führt hier orthozentrische Gläser?" Je nun, Sekules in der Kärtnerstraße gewiß. Wahrscheinlich auch Riedner in der Mariehilferstraße und Gruber an der Freiung. Ich habe sie natürlich auch geführt, aber da sie gar keinen Anklang sanden, schaffte ich sie ab. Uebrigens was mir einfällt kann der Knetfer auch aus der Habsburgerstraße sein von Imbusch der hält lauter französische Fabrikate." ,, Woraus schließen Sie, daß dies französisches Fabrikat ist? forschte der Detektiv aespannt. wurden. Es handelte sich damals um die Gefährdung eines Eisenbahntransportes. Der Titel Frau. Der Verein katholischer Lehrerinnen in München hat sich eine Forderung der Frauenrechtlerinnen angeeignet und auf dem Instanzenweg fiber die geistliche Lokalschulinspektion an die Regierung und die Krone die Bitte gestellt, den Lehrerinnen die Führung des Titels Frau zu gestatten. Cook doch in Deutschland? Der Polarforscher Dr. Cook soll von Heidelberg am Donnerstag in Baden- Baden zu längerem Aufenthalt eingetroffen sein. Soeben hieß es noch, daß Cook in einem Sanatorium in der Nähe Heidelbergs, wo er sein sollte, nicht zu finden set. Museumsdiebstahl. Im Berliner Kunstgewerbemuseum ist wieder einmal ein Diebstahl ausgeführt worden, und zwar wurde ein Bronzerelief gestohlen, das Friedrich den Großen zu Pferde darstellt. Es ist von Schadow modelliert, 39 Zentimeter hoch, 30 Zentimeter breit und seitlich mit vergoldetem Kupfer gefaßt. Relegierte Abiturienten. Am Gymnasium in Gnesen diangen kürzlich, wie berichtet, drei Abiturienten in das Zimmer des Direktors ein, um sich in den Besitz der vom Provinzialschulkollegium eingegangenen Prüfungsthemata zu setzen. Sie wurden bei dem Betrugsversuch ertappt und sind jetzt relegiert worden. Die Gemaßregelten sind Polen und haben, wie die Untersuchung ergeben hat, ihren Plan von langer Hand vorbereitet. Niederkunst am silbernen Hochzeitstage. Im Dorfe Lepince an der polnisch- ungarischen Grenze feierte das Ehevaar Stelna die filberne Hochzeit. Während des Festmahles fühlte sich die Frau unwohl, aber ehe noch ein Arzt erschien, schenkte sie einem gefunden Mädchen das Leben. Die schwarzen Bocken in Dänemark. In Odense sind die schwarzen Bocken ausgebrochen. Die Seuche hat bereits eine so große Ausbreitung gewonnen. daß fie den Charakter einer Epidemie anzunehmen scheint Alle Theater. Varietees und Vergnügungslokale find geschlossen. Der Schulunterricht ist eingestellt. Alle öffentlichen Verfammlungen und Gottesdienste sind verboten. Die Apachenseuche in Frankreich. In Poitiers wurde ein Bürger ohne irgendwelche Veranlassung von dem Soldaten Fournier des dritten Kolonialregiments in Rochefort auf offener Straße angefallen und mit einem amerikanischen Borinstrument schwer mißhandelt. Der Angreifer wurde festgenommen. Er gab aut, sein Opfer aus bloßem Vergnügen malträtiert zu haben. 77issenschaft, Runst und Citoratut. Bom neuen Kometen. Aus Wilhelmshaven wird ges meldet, daß der vor kurzem in Südafrika neuentdeckte Komet am Donnerstag abend zwischen 5 und 6 Uhr am südwestlichen Abendhimmel mit dem bloßen Auge ganz deutlich beobachtet worden ist. Er stand ziemlich tief am Horizont, links von dem Lichtpunkt, bei dem die Sonne untergeht. Die Länge des Schweifs beträgt 5 bis 6 Grad. Auch im südlichen Frankreich ist der Komet nach einer Meldung aus Marseille als hellstrahlender Stern kurz vor Sonnenuntergang gesehen worden. Er stand sehr tief am Horizont und war etwa zehn Minuten mit bloßem Auge sichtbar. Nach einer Aeußerung des Direktors der Treptower Sternwarte Dr. Archenhold handelt es sich in der Tat um einen ganz neuen Kometen. Daß der Himmelstörper so plötzlich am Firmament aufgetaucht sei, ohne daß man vorher die geringste Ahnung davon gehabt hätte, sei nicht verwunderlich. Bei den Kometen sei das sogar meist der Fall. Die periodischen Kometen, zu denen der Hallehsche Komet gehört, bildeten die Ausnahme; diese hätte man stets vorher erwartet, da man ihre Bahn und ihre Umlaufszeit annähernd habe berechnen können. Die mei sten Kometen laufen aber in einer parabolischen Bahn, kommen nur einmal in die Nähe der Sonne und verschwinden dann wieder in das Weltall, um nie wieder zurückzukehren. Aus den Gerichtssälen. Fahrlässige Tötung. Das Landgericht in Altona verurteilte gestern den Chauffeur Linke, der am 25. September durch zu schnelles Fahren ein achtzehnjähriges Fräulein getötet hatte, wegen fahrlässiger Tötung zu drei Monaten Gefängnis. Noch ein gerichtliches Nachspiel zum Mansfelder Streik. Dieser Tage standen wiederum 13 Personen, unter ihnen zwei Frauen, wegen Nötigung, Beleidigung, Drohung, Widerstands, Gewalttätigkeiten usw, bet Gelegenheit des Mansfelder Bergarbeiterstreits vor der Strafkammer zu Eisleben. Ein Arbeiter, der einen Leutnant dummer Offizier" und einen Füsilier dreckiger Hammel" tituliert sowie bei seiner Festnahme heftigen Widerstand geleistet hatte, wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Andere Arbeiter erhielten vier und drei Monate, fünf Tage Gefängnis und Geldstrafen. Die Sache zweier Angeklagten wurde dem Schwurgericht überwiesen. Die beiden Frauen wurden freigesprochen, trotzdem einer der als Zeugen vernommenen Gendarmen aussagte, die Weiber seien die schlimmsten geweſent. ,, Aber ich bitte Sie, das sieht unsereiner ja auf den ersten Blick. Das Glas"- Herr Werkenthien betrachtete es durch die Lupe ist in den Zeiß- Werken in Jena fabriziert, hier in dieser Ecke befindet sich der Fabrikstempel, natürlich ist es nur durch das Vergrößerungsglas bemerkbar, aber für den Sachkundigen immerhin herauszufinden. Gerade dieses Glas in dieser Härte lassen sich die französischen Optiker ausnahmslos in Jena fabrizieren, da man sich bis jetzt nirgendwo anders auf seine Herstellung versteht es ist Geheimnis der Schottschen Glaswerke, die mit den Zeiß- Werken in engster Verbindung stehen. In Frankreich wird das Glas dann noch geschliffen und weiter verarbeitet. Sie können mir glauben, bester Herr, daß die Sache sich so verhält," schloß der Optiker in überredendem Ton, gleich als ob Brümmel ihm widersprochen hätte. Der Detektiv notierte sich die Namen der von Herrn Werkenthien genannten Optiker und entfernte sich mit höf lichem Dank für die erhaltenen freundlichen Auskünfte. Der Optiker aber schüttelte, allein geblieben, verwundert den Kopf über diesen seltsamen Menschen, der durchaus wissen wollte, was für Besonderheiten ein Augenglas besaß, das aus einer Fassung gefallen war und woher dasfelbe stamnite. ,, Wie ihn das nur interessieren kann!" dachte er. Brümmels Urteil über Herrn Werfenthien war noch weniger schmeichelhaft. Der Mann mochte sehr tüchtig in seinem Fach sein, aber Kombinationsgabe und Scharfsinn besaß er nicht, denn sonst hätte er seine, Brümmels, Fragen von Anfang an mehr in ihrem Zusammenhange erfaßt, statt sich auf jeden einzelnen Punkt mit der Nase stoßen zu lassen. Er lenkte nun seine Schritte nach der Habsburgerstraße zum Jumbischschen Laden. Unterwegs trat er noch in eine Trafik ein, fieß sich hier das Adreßbuch geben und schlug den Namen Rochus" nach. Es gab verschiedene Leute, die so hießen, aber ein Kunst- oder Antiquitätenhändler war nicht darunter natürlich nicht. ( Fortsetzung folat.) Ein bat fich fchäftigen Adelsnar ein Dop Commer Penfiond aðligen hältnis. ten thre den Ver Ungar, gar an rechtmä die fir den. neuen Witw es, th er fri verftar an der fchriebe zu hei baren 34 die zw Berlin der S ftähle dem den beitet 19 bi gefter Die betrie Friz lange Einbr wiefe Aögli Jahr von Buri von 2 thre 9 20 8tg. Auge Feue eine eifrig mal fie wi reft d Ginig men genes fange und Fell Nonn der" awisd berfi fpter etm ter fa fta Sta Abt Silf war feue getö die wefe 81 1 Coo Dr. um fitr den Auf Coo Reid jäte Gri ba B be fita Itch des Ma der Sch hau fet Im mta fta ti 11 ein ift br dar Die Die gan tun Jeto Der Co fra Tet neg men itle dte Ste des oof zu och, 98, unt und den ert, mit ejett das vom nata und Lent an orfe She Bles er find reits fter tees ter und rde Solfort hen rde Ber ges met Jefttlich Bont, geht. im aus ter ont bar. wer der els daß e, jei neift Salätte ihre meiihn, ver Bieder vernber ge= aten reif. hnen WiRangEisfizier" Die bei wurde beiter sund dem freinenen 11 ge= uf den achtete Jena npel; be= Caus fich eren, Her= Glasdung liffen befter ptifer viderDerrn höf infte. ndert cchaus as be r dasnod tig in rffinn Fraer= Stoßen Straße schlug Leute, n eine Händler Vermischtes. Ein Heirats- Hochstapler. Mit einer Hochstaplergeschichte hat sich die Hamburger Kriminalpolizet gegenwärtig zu befchäftigen. Es handelt sich um einen Ungar, der sich einen Adelsnamen beigelegt hatte und höchst romanhafter Weise ein Doppeleheleben zu verbringen vermochte. Im vorigen Sommer machte etne Frau Pohl, die in Hamburg ein Pensionat betreibt, die Bekanntschaft mit dem angeblich adligen Ungarn. Es entspann sich bald ein vertrautes Verhältnis. Die Frau erzählte, sie wolle vor ihren Verwandten thre Ehetrennung verheimlichen und, da ihr Mann von den Verwandten noch nie gesehen worden war, erbot sich der Ungar, den Gatten zu spielen. Das Paar wandte sich sogar an einen Geistlichen, dem sie die Heiratsurkunde des rechtmäßigen Gatten vorlegten. Der Geistliche erwirkte auch die kirchliche Trauung, worauf die Verwandten besucht wurden. Schließlich sah sich der Pseudokavalter nach einem neuen Verhältnis um, das er sehr schnell in einer reichen Witwe fand. Mit ihr verlobte er sich sehr bald und verstand es, thr über 10 000 Mark zu entlocken. Seiner Braut stellte er frine kirchlich angetraute Frau als Stiefschwester vor und verstand es so, eine geraume Zeit in raffinierter Weise beide an der Nase herumzuführen. Als die Wechsel, die er unterfchrieben hatte, abltefen, wurde dem Don Juan der Boden zu heiß, und er verschwand unter Mitnahme aller erreichbaren Wertobjekte. Zwei Einbrecherbanden, von denen die eine aus vier, die zweite gar aus sieben Mitgliedern bestand, sind von der Berliner Kriminalpolizei unschädlich gemacht worden. An der Spitze der ersten Bande. deren Spezialität Messingdiebstähle waren, stand ein gewisser Paul Jockisch, der unter dem Namen„ Peter Krielow" als Meisterschaftsringer auf den Rummelplätzen im Norden Verlins auftrat. Er ar= beitete im Ringkampf sowohl wie beim Einbruch mit dret 19 bis 25 Jahre alten Burschen, die mit ihrem Meister gestern kurz vor Beginn der Vorstellung verhaftet wurden. Die„ bösen Sieben", die vor allem den Schaufasteneinbruch betrieben, standen unter der Leitung eines Hausdieners Fritz Ebert, der in seinen Kreisen den Spitznamen„ der lange Frib" führt. Der Gesellschaft konnten bereits 32 Einbrüche, die sie binnen zwei Monaten verübt hat, nachgewiesen werden. Nur" 14 Einbrüche führten zwei Fürsorgezöglinge Frizz E. und Max N. aus, die im Jult vorigen Jahres aus der Anstalt in Lichtenberg entwichen und jetzt von der Kriminalpolizet wieder festgenommen wurden. Die Burschen hatten sich in einer verlassenen Laube in der Nähe von Weikensee häuslich niedergelassen und von hier aus thre Raubzüge in die Umgegend unternommen. Mutterliebe einer Kage. Aus Stockholm wird der Frff. 8tg. geschrieben: Bei einem Brande in Ljusne wurden wir Augenzeugen einer rührenden Begebenheit. Während das Feuer in einer Mietsfaserne am wildesten raste, bemerkte eine Famille, die dieses Haus bewohnte. daß ihre Kaze eifrig versuchte, in das brennende Haus zu gelangen. Fünfmal wurde sie vom Brandplate verjagt. aber immer kam fie wieder. Als sie das sechstemal zurückkam, rannte sie dt= reft auf das Haus los und stürzte sich in die Flammen. Einige Augenblicke später kam sie wieder durch die Flammen zurück im Maul ihr Kabenjunges. Sowohl ihr etgenes Fell wie auch das des Jungen hatten aber Feuer ge= fangen. Kaum auf dem Boden angelangt, wälzte sie sich und das Junge so lange im Schnee, bis dieser das brennende Fell gelöscht hatte. Tapfere Klosterfrauen. Ueber einen Kampf zwischen Nonnen und einer Räuberbande wird dem Morning Lea= der" aus Lissabon berichtet:„ Ein bemerkenswerter Kampf zwischen den Nonnen des Klosters in Bocairente und einer berüchtigten Bande von Räubern soll sich kürzlich abgefptelt haben. Die Briganten versuchten, das Kloster, welches etwa fünf Metlen von der Stadt entfernt liegt, zu stürmen, um die wertvollen Kunstschäße zu rauben. Die Nonnen hatten aber noch rechtzeitig eine Warnung erhalten, verbarrikadierten die Türen und Fenster, bewaffneten sich mit alten Jagdflinten und leisteten den Räubern erfolgreichen Widerstand. Inzwischen waren die Behörden in der benachbarten Stadt von dem Ueberfall benachrichtigt worden und eine Abteilung Gendarmen eilte den bedrängten Nonnen zu Hilfe. Sie traf gerade ein, als es den Räubern gelungen war, eine der Hintertüren einzuschlagen. Die Gendarmen feuerten eine Salve auf die Räuber ab, durch die zwet getötet und drei verwundet wurden. Die übrigen ergriffen die Flucht in die Berge, wo eine Verfolgung nußlos ge= wesen wäre. Drei der Nonnen trugen Verletzungen davon. Ein dänischer Verteidiger Cooks. Gs verdient erwähnt zu werden, daß in dieser Zeit, da sich alles und alle gegen Cook wenden, ein Professor an der Universität Kopenhagen Dr. Scharling, der einen angesehenen Namen hat, in vier umfangreichen Artikeln der Nationaltidende" eine Lanze fitr Cook gebrochen hat. Professor Scharling stellt sich auf den Standpunkt, man müsse Cook darin glauben, daß seine Aufzeichnungen noch in der Felsenhöhle bei Etah Itegen. Cook habe nun von Anfang an gesagt, daß diejenigen Aufzeichnungen, die er selbst mitgebracht habe, keinen Wert hätten ohne die Aufzeichnungen und Instrumente in Gtah. Erst während des heftigen Kampfes in Amerika mit Peary habe er wohl verstanden, daß die Welt, und besonders die Universität Kopenhagen, schleunigst von ihm wissenschaftliche Beweise verlange; solche habe er, wie er selbst wiederholt betont habe, zurzeit nicht senden können; er habe aber dem Druck nachgeben zu müssen geglaubt und also der Univerfität einen vorläufigen Bericht gesandt, in dem ausdrückItch erklärt worden set, daß es nicht möglich sei, auf Grund desselben ein Urteil zu fallen; man müsse warten, bis das Material aus Etah komme. Man dürfe ihn aber auf Grund der jetzt vorliegenden Tatsachen allein nicht als einen Schwindler bezeichnen und behandeln. Man dürfe überhaupt noch keineswegs einen Punkt hinter den Fall Cook setzen; vorläufig befinde man sich mitten im Cook- Roman, im Kapitel„ Cooks Verschwinden". Frau Cook läßt sich scheiden! Die New Yorker World macht Mitteilungen über die Stellung, die Frau Dr. Cook zu ihrem Manne einzunehmen gedenkt. Die Mitteilungen stammen von einer Dame, die über Frau Cook Bescheid wissen fann, nämlich von Frau R. O. Stebbins, der Gemahlin eines der hervorragendsten Mitglieder des arktischen Klubs. Vor allemt ist es unzutreffend, daß Frau Cook ihren Mann auf seiner Flucht nach Europa begleitet habe. Sie ist vielmehr in Wirklichkeit über das plötzliche Verschwinden ihres Mannes tief empört und sie erklärt, sie tönne sich in Zukunft kein Zusammenleben mit ihm als möglich vorstellen, ausgenommen, er kehre nach Amerika zurück und trete der an ihm ausgeübten Kritif offen und ehrlich entgegen. Seit dem Verschwinden Cooks am 24. November 1909 hat sich Frau Cook ununterbrochen in oder bei Neuvork aufgehalten. Sie hat ihren Mädchennamen Marie Hunt wieder angenommen und sich vollständig der Erzie hung ihrer beiden Töchter gewidmet. Wenn es ihr gelingt, eine vollständige Scheidung von Dr. Cook durchzusehen, so ist Frau Cook entschlossen, nicht einen Gent zu ihrem und Ihrer Kinder Unterhalte von ihm anzunehmen. Sie fann darauf um so cher verzichten, als sie durch die Erbschaft, Die thr erster Mann ihr hinterließ, Vermögen hat. UeberDies ist Cook ihr noch erheblich verschuldet. Während der ganzen Dauer der Ehe hat Frau Cook nach ihrer Behaup Jung ihren Mann mit Geld versehen, damit er seiner Jagdletdenschaft nachzugehen imstande war, und seit der Geburt ber fett 5 Jahre alten jüngeren Tochter Helen, soll Dr. Cook nicht einen Dollar zu den Haushaltungskosten beigetragen haben. Ein Wegelagerer im Unterrock. In der Nähe von Loiret wurde der Arzt Dr. Roche bei einer Automobilfahrt von einer Bäuerin im kurzen Rock angerufen, die ihn bat, fle bis zum nächsten Dorf mitzunehmen. Der Doktor willigte ein, nahm der Frau eine kleine Tasche ab, die sie beim Einsteigen behinderte und bot thr die Hand zur Hilfe. Dabei bemerkte er zu seiner Ueberraschung, daß die Hand der vermeintlichen Bäuerin groß und hart war und ein Blick unter das in die Stirne gezogene Kopftuch überzeugte ihn davon, daß er es mit einem verkleideten Mann zu tun hatte. Der Doktor entledigte sich des unheimlichen Gesellschafters mit einem fräftigen Stoß. der die falsche Bäuerin in den Graben warf. In der zurückgebliebenen Tasche fand er später zwei Revolver und einen Dolch. Die Gendarmerie suchte bisher nach dem Wegelagerer im Unterrock vergeblich. Millionenlegate eines Sonderlings. In Zombor in Ungarn starb vor einigen Tagen im Alter von 82 Jahren der ungarische Freiheitskämpfer Stefan Komjovits, der als Sonderling in bescheidenen Verhältnissen sein langes Leben verbracht hat. Nun fand man, so wird aus Budapest telegraphiert, ein Testament vor, aus dem hervorgeht, daß dieser einfache Mensch der reichste Mann des Banats war und seine Reichtümer nur gehütet hat, um sie nach seinem Tode zum großen Teil zugunsten seiner Mitbürger ver= teilen zu laffen. Er stiftete 80 Morgen Land und 60 000 Kronen für ein Blinden institut, 200 Morgen und 400 000 Kronen für eine Schule, 1200 Morgen und 30 000 kronen für eine Kadettenschule und 250 000 kronen für eine Kirche. Sein Hauspfarrer erhält 250 000, feine Dienstboten und Wirtschaftsbeamten bekommen 200 000 und 120 andere Perfonen je 3000 Kronen. Die restlichen Millionen, zwei Fabrifen und rtefiqe Herden, erbt ein fünffähriger Enkel. Alter schützt vor Torheit nicht. In Felföszilvagy in Ungarn lebte der 75jährige Bauer Guzmics schon seit 22 Fahren mit der 60jährigen Lina Nemeth friedlich in einem gemeinsamen Haushalt. Kürzlich machte das Paar die Befanntschaft des 80jährigen Ladislaus Horvath, der nun mit der Nemeth ein Verhältnis anknüpfte. Als Guzmics dies bemerkte, faufte er einen Revolver und schoß auf seinen Nebenbuhler. Die Nemeth mischte sich in den Kampf, der schließlich damit endete, daß alle drei verliebten greifen Leute schwer vermundet auf dem Blake blieben. Gesundheitspflege. Die verbreitetste Volkskrankheit ist nicht, wie meistens geglaubt wird, die Tuberkulose, sondern die Zahnkaries, die Bahnfäule: von 200 000 untersuchten Personen in Deutschland und seinen Nachbarländern litten 97 Prozent an ihr, und bei vielen darunter betrug sogar die Menge der erfrankten Zähne über 50 Prozent. In Deutschland gibt es zwar ein Deutsches Zentralfomitee für Zahnpflege in den Schulen", das durch Belehrung und Behandlung die Zahnpflege in der Bevölkerung zu heben sucht. Dieser Weg genügt jedoch nicht, wie ein Aufsatz der Zeitschrift für Schulgesundheitspflege ausführt. Es handelt sich vielmehr auch darum, das Uebel an der Wurzel zu fassen, daß man der Entstehung der Karies entgegenarbettet. Das muß möglich sein, denn vor wenigen Generationen, wo kaum von Zahn= pflege oder Zahnreinigung die Rede war, hatten unsere Vorfahren harte, gelbe Zähne, die fret von Karies waren, während die Zähne der heutigen Jugend ganz weich sind und darum leicht der Kartes zum Opfer fallen. Die Ursache dieser Erscheinung ist die ungenügende Aufnahme von Kochsalzen. die die ungenügende Verkalkung der Zähne bedingt, und für sie sind wieder dret Umstände verantwort= lich zu machen: erstens, wie Dr. Rose in Dresden mehrfach ausführt, die zunehmende Unfähigkeit der Mütter, ihre Kinder zu stillen. Die Muttermilch, die besonders retch an Kalksalzen und anderen Salzen ist, kann auch in dieser Beziehung weder durch Kuhmilch noch durch ein anderes Surrogat ersetzt werden. Durchschnittlich haben die nicht gestillten Kinder 25 Prozent mehr franke Zähne als die über 10 Monate gestillten, und 28 Prozent mehr als die über ein Jahr gestillten. In zweiter Linte ist die unzweckmäßige Zubereitung vieler Nahrungsmittel zu nennen. Kartoffeln und Gemüse werden heute hauptsächlich in ausgelaugiem Zustande genossen, und das Wasser, das die wertvollen Salze enthält, wird meistens weggegossen. Man sollte statt dessen die Kartoffeln in der Schale kochen und das Wasser, in dem Gemüse gefocht ist, stets in irgend welcher Form, etwa als Suppe, dem Körper zuführen. Einige Ernährungshygieniker verlangen sogar, man solle auch die Salze der Knochen dem Körper dienstbar machen, indem man etwa die Knochen mehrfach unter Dampfdruck kocht, und weisen zum Vergleich auf die Raubtiere hin, die Knochen verzehren und kaum iemals an Rahnkaries leiden. Ein versinkendes Dorf. Am Weihnachtstage hat, wie berichtet, in Scopolo in Oberitalien ein großer Erdrutsch begonnen, der noch nicht zum Stehen gekommen ist und die ganze Ortschaft verwüstet. Ein Mitarbeiter des Corriere della Sera" hat dieser Tage die untergehende Ortschaft aufgesucht und berichtet darüber ausführlich. Das Dorf Scopolo macht heute einen ganz merkwürdigen Eindruck: die Häuser scheinen zu tanzen und durcheinander zu wandern, hier Klappt bei einem plöblich das Dach zusammen, dort bricht plößlich eins ohne sichtbaren Grund in sich selbst zusammen, und alle miteinander sind in Bewegung. Menschen sind in ihm natürlich nicht mehr vorhanden, denn die find längst geflüchtet, und nur einige gadernde Hühner scharren sorglos unter den Trümmern umher. Der italienische Journalist hat auch den Bauern getroffen, der zuerst das drohende Unglück bemerkt hat und hat aus dessen Munde die Geschichte dieser ersten Wahrnehmung vernommen. Der Bauer, der auf den Bergen( es handelt sich um den Monte Pelti und den Monte Campassi) ein Stück Buchenwald besibt, war am Weihnachtsmorgen dort hinaufgestiegen und wollte gerade wieder umkehren, als er etwas ganz Erstaunliches sah. Da, wo er stand, sah er plößlich, wie die Buchenstämme in heftige Bewegung gerieten und sich einige bogen wie unter einem heftigen Sturm, dessen Rauschen er auch zu vernehmen glaubte. Die Luft war dabei aber völlig still und nicht der leiseste Windzug war zu spüren. Gleichzeitig fühlte er selbst etwas ganz Unerklärliches; es war ihm, als sei er berauscht und mit ihm die Bäume, die ihn umgaben. Zu seiner Seite sah er plöblich, wie zwei Buchen sich zu umarmen schienen, als ob sie miteinander kämpfen wollten, bis die eine von ihnen schwankend ihren Weg fortsette; sie war aber dabei in rascher Bewegung. Im selben Augenblick fing der Bauer auch an, samt dem Boden, auf dem er stand, sich zu wegen. Da sah er, worum es sich handelte und rannte so schnell wie möglich ins Dorf, um das drohende Unheil zu verkünden. Am Nachmittag brach die Katastrophe schon herein und es stellte sich heraus, daß der Berg in einer Länge von 2 Kilometern bei einer Breite von 650 Metern ins Rutschen geraten war. Die beiden Brunnen des Dorfes versiegten, dafür aber zeigte sich an anderen Stellen Wasser, das aus dem Boden hervorbrach und zu beiden Seiten des rutschenden Berges zu Strönten wurde. Wo sich in dem Boden ein Spalt öffnete, hörte man das Wasser rauschen, und man hörte das Plätschern, wenn man einen Stein hineinwarf. Jezt erst wurde man darauf aufmerksam, daß man schon vorher merkwürdige Anzeichen im Verhalten des Wassers beobachtet sie aber nicht richtig gedeutet hatte. Jeßt ist der Bergrutsch schon so weit, daß selbst in den tiefsten Stellen des Tales sich große Verschiebungen bemerkbar machen und der Boden mit allem, was darauf steht, sich hin und herschiebt. Aus der Ferne sieht man nicht viel davon. Aber in der Nähe sieht man bereits alle Gebäude, besonders den Kirchturm schwanken. Die beiden benachbarten Orte Majanti, das in der Richtung nach Bedonia zu liegt, und Bilati, u entgegengesetzter Richtung, sind nicht bedroht, denn unter ihnen liegt feſter Boden, wahrscheinlich Gestein. In diese beiden Dörfer haben sich die Einwohner des untergehendes Dorfes geflüchtet, die alle mit dem Leben davonge. kommen sind. Die Verschütteten auf 3eche Holland. Die Rettungsarbeiten zur Bergung der auf der Seche Holland bei Gelsenkirchen verschütteten sechs Beraleuten sind von Erfolg begleitet gewesen. Gestern mittag ist, wie schon berichtet erneut eine Verständigung mit den Verschütteten erzielt worden. Mit freudiger Ueberraschung konnten die unermüdlichen Retter feststellen, daß fünf von den Verschütteten bestimmt noch am Leben sind. Ueber den sechsten sind die Berichte noch zweifelhaft. Die Rettungsfolonne arbeitet jeẞt in unmittelbarer Nähe der Stelle, an der die sechs Knappen ihre Zuflucht gefunden haben. Die Verschütteten waren ohne Zweifel ohnmächtig, denn alle Rufe, mit denen die Rettungskolonne sich über das Schicksal der Kameraden Gewißheit verschaffen wollte, blieben lange unbeantwortet. Durch einen Sprengschuß, den die Rettungsmannschaft abfeuerte, wurden aber dann die Verschütteten aus ihrer Lethargie aufgeschreckt. Sie machten sich durch schwache Rufe verständlich. Diese Lebenszeichen wurden von den Rettern im Schacht mit freudigem Hurrah beantwortet. In höchster Erregung und mit verdoppeltem Eifer wurde das Werk der Befreiung fortgesetzt. Wegen der Enge des Raumes können nur immer wenige Mann gleichzeitig arbeiten. Sie werden dann von einer anderen Kameradschaft abgelöst. Der Bechenplaz des Luftschachtes, in dessen Tiefe die Katastrophe sich zugetragen hat, ist von allen Seiten abgesperrt. Selbst die Angehörigen der Verschütteten erhalten keinen Zutritt. Die Mutter und die Schwester des Schachthauers Bayer harren unermüdlich vor dem Gittertore aus. In der Steinhalde des Schachtes 5-6 stehen zahlreiche Neugierige, meist Bergleute aus der Nachbarschaft, die mit größter Spannung die Vorgänge am Fördergerüst beobachten. Wenn die Leute lebend befreit werden, werden sie durch den Luftschacht zu Tage gebracht. In einem Nebengebäude sind bereits Stärfungs- und Heilmittel bereitgestellt. Auch für die rechtzeitige Anwesenheit von Aerzten ist gesorgt. Spät abends kam die Meldung aus dem Schacht, daß alle 6 Verschütteten am Leben sind. Die Rettungsarbeiten wurden mit doppelter Energie fortgesetzt. Gelsenkirchen, 22. Januar. Wie die Zechenverwal tung mitteilt, gehen die Rettungsarbeiten immer langsamer vonstatten, da fortwährend neue Einbrüche erfolgen. Nach den bisherigen Resultaten läßt sich nicht mit Sicherheit feststellen, ob die Bergung der Verschütteten noch heute abend erfolgen kann. Wetterkatastrophen in Frankreich. Wiederum, schon zum dritten Male in diesem sonder baren Winter, sind furchtbare Stürme durch Europa gebraust. Ihre Bahn ist durch zerstörte Wohnstätten gezeichnet; an der Küste des Atlantischen Ozeans sind abermals zahlreiche Schiffe zerschellt, und viele brave Seeleute haben den Tod in den Wellen gefunden. Im Binnenlande aber hat sich zum Sturm der Regen gesellt, der insbesondere in Frankreich schwere Ueberschwemmungen hervorgerufen hat. Telegramme melden uns heute über die Wetterfatastrophen: Paris, 22. Januar. Von allen Seiten werden noch immer Ueberschwemmungen gemeldet. In Tennerre mußte der Verkehr in einem Teile der Stadt mit Kähnen aufrechi erhalten werden. Im Arrondissement Auxerre sind Hunderte von Häusern eingestürzt. Die Rettungsarbeiten ge= stalten sich schwierig. Aus Reims, Chalons sur Saone, Lyon, Dijon und anderen Orten wird gemeldet, daß die Flüsse über die Ufer getreten sind, die Eisenbahnlinien teilweise zerstört, mehrere Züge entgleist und die telegraphischen und telephonischen Verbindungen unterbrochen sind. Fontaineblean, 22. Januar. In dem zur Gemeinde Chateau Landon gehörigen Weiler Leron. der auf Kreidefelsen steht, find infolge eines durch Ueberschwemmungen hervorgerufenen Wassereinbruches unterirdische Aushöhlungen eingefunken und dadurch mehrere Häuser eingestürzt. Rahlreiche Personen wurden mit in den Abgrund gerissen. Fünf Leichen sind bereits geborgen und zehn Schwerverletzte nach dem Krankenhaus gebracht worden. Man befürchtet, daß noch weitere Personen verunglückt sind. 0 Paris, 22. Januar, 123 Uhr nachts. Lm Laufe des gestrigen Abends überflutete das Hochwasser der Seine die tm Bau begriffene Strecke der Untergrundbahn Place de la Concorde- Trinitee. Der Schaden ist so groß, daß die Wiederherstellungsarbeiten mehrere Monate dauern werden. Drabtnachrichten und Deaestes. Geschenk des Sultans an von der Golz. Konstantinopel, 22. Januar. Freiherr von der Goltz erhielt in der Abschiedsaudienz vom Sultan eine kostbare Zigarettendose mit Brillanten zur Erinnerung an die gutten Dienste, die er der Türkei geleistet. Der Petersburger Prozeß Karkow. Petersburg, 22. Januar. Der Prozeß wegen der Grmordung des Chefs der Geheimpolizei, des Obersten Karkow, hat heute begonnen. Die Verhandlung findet unter Ausschluß der Oeffentlichkeit in der Peter Pauls- Festung statt. Verhafteter Falschmünzer. Lübeck, 22. Januar. Die Kriminalpolizei verhaftete gestern den aus Berlin zugereisten Schlosser Schröder wegen Falschmünzerei. Er hatte nach seinem eigenen Geständnis in Berlin 800 falsche 3weimarkstücke abgesetzt. Lawinenstürze. Innsbruck, 22. Januar. Im Setztal sind ganze Waldteile durch Lawinen fortgerissen worden. Bilderfälschung. London, 22. Januar. Ein falscher Velasquez ist hier entdeckt worden. Die Nationalgalerie hat das Bild vor zwei Jahren für 900 000 Mark erworben. Der Kunstforscher William Richmond behauptet, daß sich in den Far ben Preußischblau befinde, das erst vor 150 Jahren entdeckt wurde. Der Chemifer Church fagte aus, daß seine chemischen Untersuchungen die Fälschung des Bildes er geben haben. Der Fleischboyfott in Amerifa. Cleveland,( Ohio), 22. Januar. Der von den Arbei fervereinigungen ins Werk gefeßte Fleischboykott hat auch hier begonnen. Er ist in den größeren Städten mit Begeisterung aufgenommen worden und verspricht, einen groBen Umfang anzunehmen. Auch in Cleveland haben weit über 30 000 Personen die Verpflichtung unterzeichnet, sich 40 Tage lang jeden Fleischgenusses zu enthalten. Die Regierung beabsichtigt, gegen den Beeftrust in Chicago auf Grund des Antitrustgeseßes flagbar zu werden. Furchtbares Eisenbahnunglück in Nordamerika. Renyort, 22. Januar. Bei North Bay in Ontario entgleisten vier Wagen eines Personenzuges der KanadaPazifikbahn und stürzten die steile Böschung hinab in einen Fluß Ein fünfter Wagen geriet in Brand. 48 Personen ertranken oder verbrannten, 93 wurden verletzt. Revolution in Uruguay. Montevideo, 22. Januar. Bei den Aufständen, die in mehreren Provinzen von Uruguay ausgebrochen sind, handelt es sich um eine weitverzweigte Verschwörung. Unter der Bevölkerung herrscht große Erregung. Die Regierung hat eine strenge Zensur angeordnet. Verein der Hausbesitzer, Giessen Stottern, Generalversammlung: Montag, 31. Januar 1910, abends 8 Uhr im Lispela, schwere Bunge heilt Saal des Hotel Schütz. Lagesordnung: 1. Geschäftsbericht über das Vereinsjahr 1909. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Nendrud der Mietverträge. 5. Stellung des Vereins zu Stadtverordneten und Landtagswahlen. 6. Besprechung über Haushaftpflicht( Referent: Herr Rechtsanwalt Saab. Sie erstehlen Der Borstand. höhere Milchpreise - und erwerben neue Kundschaft, wenn Sie Ruchler's hygienische Milch- Andschaut- pparate benügen. Feinste Katalog Ausführung, billigste Preise.. und Referenzen gerne gratis durch G. Kuchler, München 47, Marsstraße 39. Dr. Schäffers Monatspulver ist tausend+ Frauen!+ fach anerkannt und bewährt bei StöDir. F. Baum, Darmstadt, Bismarckstraße 48. Empfohlen durch die oberste Schulbehörde, da ich den Kursus der Schulen in Darmstadt leitete. Kursus in Giessen, Wefanlage 51 III. Hansbeschäftigung bietet sich dauernd für Herr. u. Damen in Freiftunden. Näheres durch F. Stephan, Lichtenrade- Berlin. 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III " 417, 591, 598, 601, 660, 668, 771, 779 zu 1000 " III " " 812, 822, 824, 868, 991, 992, 1143, 1160, 1161 zu 500 " III 1252, 1253, 1481, 1502, 1525, " " 1544 zu 200 " III " " 1618, 1619, 1679 zu 100 " Kenntnis Es wird dies unter dem Anfügen zur der Befter der Schuldverschreibungen gebracht, daß die Ginlösung der gezogenen Stücke Bei der Stadtlaffe Gießen, bet der Mitteldeutschen Kreditbank in Frank. furt a. M. und Berlin, Bei der Dresdener Bant in Frankfurt a. M. und Salin erfolgen fann, fonte daß die Berzinsung am 1. Mai 1910 hört. 1 Pferd versteigert werden.. Gemmeder, Pfandmeister. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. ( Forfiwartet Gießen I; Forstwart Brück) Donnerstag, den 27.Jan.1910 vormittag8 9½ Uhr werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Distrikt Hochwarte versteigert: 293 rm Buchenscheitholz Eichenscheitholz Buchenknüppelholz Gichenknüppelholz 13 H 182,5 6 " 75,5" 4,4 Buchenstockhol " Elchenstockholz 3530 Well. Buchenreisig 170 " Eichenreisig. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße an der 8.Schneise. Gießen, 20. Jan. 1910. Großh. Bürgermeißeret. J. B.: Keller. Steinstraße 75. Bettfedern werden gereinigt u. desinfiziert in und außer dem Hause. Bestellung durch Postkarte genügt. Franz Nees, Friedberg( Hessen), Haagstraße 39. Alleinft. älterer Bitwer sucht ältere Witwe als Stüße des Haushaltes. Näheres Hammficaße Nr. 2. Birta 80 Ferkel u. Läuferschweine abzugeben. Empfehle als Spezialität sehr billig of Fortbach Bon ben in früheren Jahren ausgeloften Schuld verfchreibungen find news nicht zur Rückzahlung Frack- und Gesellschaftsanzüge borgelegt werden: III " " Nethe III Nr. 331 zu 2000 Mt. 962" 500" Gießen, den 21. Januar 1910. Bürgermeisterei. Mecum. Holzversteigerung. Dienstag, den 25. Januar, wird im hiesigen Ge meindewald, Dist: ikt Schwarzwald, folgendes KiefernHolz versteigert: A. Nuz holz: 8 Stämme 6-12 Mtr. lang 15 mtr. Schetter Anüppel 2 und 3 Mtr. lang. 37 " B. Brennholz: 186 mtr. Scheiter 183 11 83 2800 Wellen. Knüppel Stöcke Die Zusammenkunft ist vormittags 10 Uhr beim Lindenbaum am Nuhberg. Großen Linden, am 17. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Großen Linden. Leun. Visitkarten von den einfachen Mustern bis zu den reizendsten Neuheiten, schon zu 1.- Mk. das Hundert, werden schnell angefertigt von der Buchdruckerei Albin Klein, Giessen, Seltersweg 83. auch lethweise. Mein reichhaltiges Lager in Krawatten, Kragen Manschetten, Hosenträgern 2c., schr preiswert und stets das Neueste am Lager, halte ich bestens empfohlen W. Karubach, Gießen, Bahnhofstr. 27. ( Im Hause der Firma Berdur.) Nuk- und Brennholzversteigerung der Gräflichen Oberförsterei Arusburg bei Lich ( Oberheffent.) Mittwoch, den 26. Januar 1910 wird das Nugholz in Distrikt Hain 18 c, sowie das Nutz: und Brennholz in den Distrikten Wetterberg und Hard 8 c, versteigert und zwa: - A. Nuhholz: Stämme: Giche 43 St.( 3-17 m lang und 25-57 cm Durchm.)= 29,96 fm; Buche 25 Stück( 3-8 m lang und 32-57 cm Durchm.)= 1,17 fm; Hainbuche 13 Städ= 3,02 fm; Binde 1 Stk.= 0,57 fm; Elsbeere 1 Stück= 0,32 fm; Fichte 14 Std.= 7,78 fm; Kiefer 4 Stück= 2,62 fm; - Stangen: 61 St. Fichtenderbstangen= 3,44 fm; Nuzscheit: Etche= 5 rm. Mit IVO PUHONNY Polmona giebt's das schäfte Butterbrot! „ Pflanzen Butter- Margarine" on H- Schlinck& Cie A.G Hamburg und Mannheim Belgische Fabrik von Prima Portland Cement, welche in Deutschland gut eingeführt ist und unter Garantie der deutschen Normen liefert, sucht Vertreter. Off. unter BCD 25, an die Expedition d. Blattes. Fürsorgestelle f. Lungenkranke ( Medizinische Klinit, Klinifstraße) Sprechstunde: Jeden Mittwoch Abend 6-7 Uhr. unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. B. Brennholz: Scheiter: rm 251 Buche, 10 Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke Eiche, 2 Weichholz; Knüppel rm: 104 Buche, 34,5 Eiche, 4,7 Nadelholz, 5 Weichholz; Stöde: rm 56 Buche, und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. 32,1 Eiche, 2 Weichholz; Reiser rm: 357 Buche, 114 Eiche, 10 Weichholz. Das Nutzholz im Distrikt Hain wird zuerst verfteigert. Blau unterstrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot. Zusammenkunft 10 Uhr borm. Chaussee Buzzbach- 2tch am Jägerpfad. Auskunft erteilt Forstwart Melchior zu Kloster Arnsburg, Poft Lich. Zabliafcben für grössere Firmen liefert billig Buchdruckerei Albin Klein, Gießen, Seltersweg 83. Rheinweine Volt. Eigene Gewächse bester und allerbester Weinbergslagen versendet in Fässern von 25 Ltr. u. in Kisten v. 12 Fl. an Paul Christian Saalwächter Weingutsbesitzer, NIEDER- INGELHEIM a. Rh. 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