Neu! eschützt. Fack ne slingen sehen Hessen 1: 128/130 nb Familie, ad 2. ge distret auf Verfügung Bell 53. essen. Telefon 165 ison: KesselRäucherFüller, er, Verimtliche WringSpirituse sämti. e. Soanke e) hr. und An eilstätten. nftedung. olt. er und olagen bon 25 Fl. an er a. Rh. e. t Gießen ug und jer Ausifterialer uftern bei bis 5 1hr erfchloffen, bis zum 1 Uhr Buschlags: genklinik. K Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mr., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Nr. 99. Telephon: Nr. 362. Jugendfeft. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Samstag, 23. Juli 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größze berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Das diesjährige Jugendse st, zu dem etwa 3900 Kinder angemeldet worden sind, soll Donnerstag, den 28. d. Mts. im Philosophenwald abgehalten werden. Der Festzug stellt sich nachmittags 2 Uhr in der Ost- und Südanlage aus, und nimmt seinen Weg durch die Kaiser- Allee nach dem Festplatz. An den Eingängen zum Festplatz wird zur Bestreitung der Kosten von allen nicht zum Zuge ge= hörenden Festteilnehmern ein Eintrittsgeld von 30 Pfennig erhoben. Im Vorverkauf, der bis zum 28. Juli, mittags 12 Uhr, dauert, werden Eintrittskarten zu 25 Pig. abgegeben. Vorverkaufsstellen sind eingerichtet E. Balser, Mäusburg 11, F. Kühn, Seltersweg 36, Klee, Marktplatz, L. Fuhr, Sonnenstraße 25 und Christian Franz, Plochstraße 8. Die vorher gelösten Karten sind den Kassenstellen im Walde vorzuzeigen. Gießen, den 21. Juli 1910. Für den Fest ausschuß: Keller, Beigeordneter. Bekanntmachung. bei W. an Das am 15. I. Mts. fällige Pachtgeld der Triebviertel usw. für 1910 fann bis Ende dieses Monats noch ohne Mahnkosten zur Stadtkasse bezahlt werden. Gießen, den 19. Juli 1910. Stadtkasse: Mäser. Sikung der Stadtverordneten. Gießen, 21. Juli 1910. Die heutige Sißung hatte sich mit 21 Punkten zu befaffen. Im Verlauf der Verhandlungen fonnte Oberbürgermeister Mecum bei dem Punkt„ Voranschlag für die Oberrealschule und das Realgymnasium für 1911" die erfreuliche Mitteilung machen, daß sich auch in diesem Jahre wieder ber von der Stadt zu leistende Zuschuß zur Unterhaltung der Anstalt vermindert habe und zwar von 48 930 Mart im Jahre 1909 auf 40 430 Mt. im Jahre 1910.- Eine größere Debatte entfesselte die Beratung der Eingabe des Verbandes deutscher Handlungsgehilfen um Herbeiführung des 9 Uhr- Ladenschlusses auch für die Abende vor den Fest tagen. Die Angelegenheit wurde schließlich der sozialpolitifchen Kommission übertragen, da sich unsere Stadtverord neten nicht den Ausführungen des Stadtverordneten Ebel verschließen fonnten, welcher darauf hinwies, daß sich das Publikum späterhin an diesen früheren Ladenschluß gewöh nen werde. Einen weiteren Anlaß zu einer regen Ausfür sprache gab das Gesuch der historischen Kommission das Großherzogtum Hessen um Beitritt der Stadt Gießen. Dasselbe wurde abgelehnt, da der Versammlung mit Recht der in diesem Falle zu zahlende Beitrag von 1000 Mark zu hoch dünkte. Falls die Kommission zur Entgegennahme geringerer Beträge geneigt sein sollte, wird die Stadt einen Zuschuß von 150 Mt. leisten. Punkte 1-2 waren Baugesuch e. An der Ede Ebel- und Wilhelmstraße gedenkt Maler- und Weißbindermeister Gustav Beliß einen 2stödigen Neubau aufzuführen. Da das Haus Erler erhalten soll, so war eine Befreiung von dem§ 2 der Ortsbausatzung notwendig. Die Bau= und Tommission beantragte, diese Dispens zu genehmigen zu bestimmen, daß die Ausladung der Erfer nicht mehr als 70 Zentimeter beträgt. Die Versammlung beschloß in dem Sinne des Ausschusses. Dagegen wurde ein zweites Gesuch des Maler und Weißbindermeisters Beliz um nachträgliche Genehmigung eines Baltons an seinem in der Roonstraße befindlichen Haus nicht berücksichtigt. dem Punkt 3: Die Stadtverwaltung beabsichtigt, auf Oswaldsgarten und dem Lindenplat je ein Bedürfnishäuschen zu errichten. Das erstgenannte Gebäude dürfte in feinem ansprechenden Stil und seinem massiven Ausbau dem dortigen Stadtteil zur Zierde gereichen. Das Häuschen am Lindenplatz verursacht einen Kostenaufwand von 2000 Mt., während sich das Häuschen am Oswaldsgarten auf 4000 Mart stellt. Mit beiden Ausgaben erklärte sich die Ver= fammlung einverstanden.- Stadtv. Ebel macht auf das gänzliche Fehlen von Bedürfnishäuschen in dem südöstlichen tadtteil aufmerksam. O.-B. Mecum stellt solche, wenn der Bebauungsplan durchgeführt ist, in Aussicht. Punkt 4: Die Festsetzung des Preises für Grundstücke des Stadterweiterungsfond soll sich nach einem Antrage der Stadtverwaltung zufünftig nach der Veranlagung zur Wertzuwachssteuer richten, gegen die Stadtverordneten nichts einzuwenden hatten. woPunkt 5: Für das der Stadt gehörige Gebäude Leihgesternerweg 13 ist ein neuer Anstrich notwen dig geworden, da das Haus gegenüber der fürzlich aufgefrischten Vorderseite des Nachbargebäudes einen üblen Eindruck auf den Beschauer ausübt. Die Kosten dieser Arbeiten belaufen sich auf 1500 Mt. und wurden von der Versammlung genehmigt. tragen. Blei 84. lass 6. Punkt: Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. Den Hessischen Steinbrüchen in Londorf wurde die Lieferung von 250 Stüd Grenzsteinen überBei den ausgeschriebenen Arbeiten für die Ausmauerung des Kessels und Aufführung des Schornsteins in dem Schlachthof Erweiterungsbau beantragte die Stadtverwaltung, den Zuschlag dem Hochbaugeschäft Becker zu GieBen zu erteilen, welches ähnliche Aufträge früher immer zur vollen Zufriedenheit ausgeführt hatte. Die für diesen Zweck vorgesehene Summe belief sich auf 9500 Mt., währ Bekanntmachung. In den Wagen der städt. Straßenbahn wurden in der Zeit vom 1. Juli bis 20. Juli d. J. nachstehende Gegenstände gesunden: 2 Paar gelbe Handschuhe, 1 gestrickter Damenbeutel m. Inhalt, 1 schwarzes Damenhandtäschchen, 1 grauer Knabenüberzieher, 1 blaues Kinderjäckchen, Badewäsche, 1 Herrenschirm und 2 Bücher. Die Sachen können auf dem Bureau der unterzeichne ten Verwaltung, Westanlage 51, abgeholt werden. Gießen, den 21. Juli 1910. Elektrizitätswert und Straßenbahn der Stadt Gießen Stolte. Bekanntmachung. Dem Adam Schaumburg ist heute die Konzes= sion als Dienstmann mit der Nummer 19 erteilt worden. Gießen, den 20. Juli 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Betreffend: Ausgießen von Abwässern in den Straßenrinn derte. stein. Bekanntmachung Nach§ 3 der Polizeiverordnung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städt. Kanalisation betreffend, vom 1. August 1904 ist das Ausgießen end das Angebot der Firma 8575 Mt. von der Stadt for-[ 7. Punkt: Genehmigung von Rechnungen. Schlachthofformulare waren gedruckt worden. Die hierfür notwendig gewordene Ausgabe von 162,70 M. fand die Genehmigung der Versammlung. Die durch die Pflasterung der Rodheimerstraße entstandenen Kosten überschritten den Voranschlag um 1262,68 Mt. Die Stadtverordneten erklärten sich mit der Mehrausgabe einverstanden. Die neuen 8. Puntt: In der höheren und erweiterten Mädchenschule finden gegenwärtig auch an den Nachmittagen je 2 Unterrichtsstunden statt. Die dadurch im Winter bedingte fünstliche Beleuchtung besißen erst zwei Schulzimmer. Aus diesem Anlaß hatte die Leitung der höheren Mädchenschule an die Stadt ein Gesuch um Einführung der in den genannten Schulräumen schon vorhandenen elet trischen Leitung in die im 1. und 2. Geschoß liegenden Klassen gerichtet. Die Stadtverordneten genehmigten die hierfür notwendige Ausgabe von 2700 Mt. dem 9. Punkt: Fortbildungsklasse an der höheren Bekanntlich war in und erweiterten Mädchenschule. Frühjahr von der Stadtverordneten- Versammlung der Beschluß gefaßt worden, dem 10jährigen Lehrgang der höheren und erweiterten Mädchenschule eine Fortbildungsklasse anzugliedern, deren Bestehen von dem Bedürfnis abhängen sollte. 3 von den 7 Mädchen, welche sich zu dem Besuch der Klasse gemeldet hatten, verlassen im Herbst die Schule. Die anderen 4 Schülerinnen haben nun die Stadt gebeten, die Klasse nicht eingehen zu lassen. O.-B. Mecum trat für die Erhaltung der Klasse ein und begründete dies mit dem Hinweis darauf, daß die aus der Fortbildungsabteilung der Stadt erwachsenden Einnahmen in der Höhe von 649 Mt. die Ausgaben im Betrage von 540 Mt. übersteiFort gen. Die Versammlung hatte daraufhin gegen das bestehen der Klasse im Winter nichts einzuwenden. 10. Puntt: Der von der Stadt zur Unterhaltung der Oberrealschule und des Realgymnasium 3 für 1911 zu leistende 3 us ch us beläuft sich nach der Mitteilung des Oberbürgermeisters auf 40 430 Mt., er bleibt also ganz bedeutend hinter dem städtischen Beitrag des Jahres 1909 mit 59 387 Mt. und demjenigen des Jahres 1910 mit 48 930 Mt. zurück. Die Stadtverordneten stimmten dem Stadtverordneter für 1911 geforderten Zuschuß zu. Eichenauer: Ich möchte mich nach dem Stande der Vorarbeiten für den Bau der Oberrealschule kundigen, von dem bis jeßt seit Bewilligung der Kosten fast gar nichts in die Oeffentlichkeit gedrungen sei. D.B. Mecum. Mit dem Bauplan beschäftigt sich noch das Hochbauamt, so daß ich gegenwärtig noch nicht in der Lage bin, eine Zeichnung des Neubaues vorzulegen. er21. Jahrg. von Abwässern in den Straßenrinnstein verboten. Diese Bestimmung, gegen die vielfach verstoßen wird, bringen wir mit dem Anfügen zur allgemeinen Kenntnis, daß die Schußmannschaft angewiesen ist, hierauf ein besonderes Augenmerk zu haben und gegebenenfalls einzuschreiten. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. sich Die am Jugendfest teilnehmenden Schülerinnen der Höhten und Erwesterten Mädchenschule versammeln Donnerstag, den 28. Juli, um 1% Uhr nachmittags auf dem Hose der Bürgermeisterei. Gießen, den 21. Juli 1910. Für den Fest ausschuß: Keller, Beigeordneter. Bekanntmachung. Gelegentlich des hiesigen Viehmarktes am 19. 1. Mts. sind drei Rinder herrenlos zurückgeblieben. Der Eigentümer wird ersucht, sich bei unterfertigter Stelle zu melden. Gießen, den 20. Juli 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. 13. Puntt: In dem abgelaufenen Jahr waren Handabgaben aus den Stadtwaldungen verabsolgt worden, welche 935 Mt. einbrachten. Die landwirtschaft= liche Kommission beantragte, hierzu die Genehmigung erteilen; die Versammlung beschloß demgemäß. 14. Puntt: Bestellung von Frauen als Armenpflegerinnen. In dem vergangenen Jahr wurden bei der Armenpflege zum ersten Mal versuchsweise Frauen als Gehilfinnen zugelassen, welche sich ausgezeich net bewährt haben. Aus diesem Grunde sollen sie vom 1. August ab als Armenpflegerinnen anerfannt werden und als solche die gleichen Rechte wie die Armenpfleger genießen. Dies fand Annahme. die 19. Anderweitige Festsetzung des Las denschlusses. Der Streisverein Gießen des Verbandes deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig hatte an Stadt eine Eingabe gerichtet, welche um die Einführung des 10 Uhr- Ladenschlusses an den Tagen vor Weihnachten, Ostern und Pfingsten nachsuchte. Das Publikum, so wurde in der Eingabe ausgeführt, wisse nicht recht, welche Tage als Ausnahmetage zu gelten haben. Auch werde es sich im Laufe der Zeit an die Neuordnung der Dinge gewöhnen. Ueberdies sei der 9 Uhr- Ladenschluß schon in vielen Städten an den betreffenden Tagen eingeführt worden. Gleichzeitig hatte der Gießener Detaillistenverband an die Stadtverwaltung ein Schreiben gerichtet, das den 10 Uhr Ladenschluß verteidigte. Es handele sich, so wurde hier gesagt, nur um einige Tage im Jahre. Die Einschränkung der Geschäftszeit würde dem Kaufmann erhebliche Verluste bringen und außerdem an den betreffenden Tagen ein Aufräumen des Geschäfts am Abend ausschließen. Da sich auch die Gießener Handelstammer in dem Sinne des Detail listenverbandes aussprach, so beantragte die Kommission, die Sache beim alten zu belassen. Stadtv. Krumm: Die Befürchtungen des Detaillistenverbandes erscheinen mir etwas übertrieben. Zweifellos sind, abgesehen von LebensGe mittelgeschäften, Einfäufe nach 9 Uhr in den anderen schäften als eine große Seltenheit zu betrachten. Doch würde es sich meiner Ansicht nach empfehlen, nicht sofort über diese Angelegenheit zu beschließen, sondern noch einmal mit dem Stadtverord Detaillistenverband Rücksprache zu nehmen. neter Ebel: Ich halte den Antrag des Stadtv. Krumm für ganz annehmbar. Die Oeffentlichkeit wird sich sehr rasch daran gewöhnen, die Einfäuse bis 9 Uhr zu besorgen. Den Detaillisten selbst wird daraus kein Nachteil erwachsen, da an einunddemselben Tage doch immer die gleichen Einnah men zu verzeichnen sind. Mich wundert aber, daß sich der Finanzausschuß mit der Angelegenheit befaßt hat, während ge= für solche Dinge doch die sozialpolitische Kommission bildet worden ist. Stadtv. Eichenauer: Man möge mit dem Detaillistenverband noch einmal Rücksprache nehmen, vielleicht läßt sich dann ein beide Teile befriedigender Ausgleich der bestehenden Meinungsverschiedenheiten herbeimit führen. Beig. Seller: Ich erfläre mich bereit, dem Detaillistenverband zweds Schlichtung der Streitigkeit Stadtv. Heichelheim: Es ist Fühlung zu nehmen. das beste, alles wie seither zu lassen. Ber einem Einschrän ten der Verfausszeit an so verkehrsreichen Tagen würden die Gießener Geschäftsinhaber sehr bald über ein Zurückgehen der Einnahmen flagen. Wenn zu einem so langen Offenhalten der Läden keine Notwendigkeit vorläge, so wür den die Kaufleute dem Verlangen der Handlungsgehilfen auch weiter feine Schwierigkeiten in den Weg gelegt haben. Die Angelegenheit wurde an die sozialpolitische Kom mission überwiesen, welche somit wieder nach einer mehr als 3jährigen Ruhepause in Tätigkeit treten wird. in 11. Punkt: Nach dem Fleischbeschaugesetz sind die Gemeinden zu Einrichtungen verpflichtet, welche eine Brauchbarmachung des bedingt tauglich erkannten Fleisches ermöglichen. Die Stadt Gießen fonnte dieser Bestimmung des Gesetzes bis jetzt nicht nachkommen, da hierfür in dem alten Schlachthof nicht die Räumlichkeiten vorhanden waren, welche der Erweiterungsbau jedoch zuläßt. Der die Brauchbarmachung des bedingt tauglichen Fleisches herbeiführende Kochapparat verursacht eine Ausgabe von 2700 Mt., welche die Versammlung genehmigte. Punkt 12: Ausführung der Trichinenschau durch ein Trichinos top. Bisher wurden die Untersuchungen des Fleisches auf Trichinen durch Mitrostope mit 30-40facher Vergrößerung ausgeführt. Dies war aber sehr umständlich, da eine einzige Untersuchung 7-8 Minuten Anspruch nimmt. Das für die Trichinenschau besonders geeine eignete Trichinoskop stellt gegenüber dem Mitrostop erhebliche Verbesserung dar. Es läßt u. a. eine 70fache Vergrößerung zu und ist außer in Preußen auch vom hess. Ministerium freigegeben worden. Der für den Apparat, welchen die Stadt bei der Firma Reiz- Weßlar zu bestellen gedenkt, notwendigen Ausgabe von 600 Mt. stimmten die Stadtverordneten zu. 1 16. Bunft: Gesuch der historischen Kom= mission für das Großherzogtum Hessen. Vor einiger Zeit hat sich in Hessen eine Vereinigung ge bildet, welche aus dem Minister des Innern und 15 vom Großherzog erwählten Mitgliedern besteht und die sich das Ziel gestedt hat, alles aus der Geschichte Hessens Interes= Diese sante zu sammeln und entsprechend auszuarbeiten. Gruppe von Geschichtsforschern hatte sich nun an die Stadt daß verwaltung mit der Bitte um den Beitritt der Stadt Gießen zu der historischen Kommission gegen einen Jahresbeitrag von 1000 Mt. und Sitz und Stimme in der Vereinig ung gewandt.- O.- B. Mecum: Die Geschichte der Stadt Gießen hängt weit mehr mit dem hessischen Hinterland als mit dem Großherzogtum Hessen zusammen. Da die histo rische Kommission für Hessen- Waldeck nur einen Jahresbei trag von 50 Mt. verlangt, so bin ich der Meinung, wir am besten tun, wenn wir das Gesuch der Darmstädter Kommission ablehnen.- Stadtv. Ebel: Der geschichtliche Ausschuß für Hessen- Waldeck hat für das Großherzogtum Hessen nichts weiter geleistet. Wenn in Darmstadt eine Kommission für unser engeres Vaterland gebildet wird, so ist es eine Ehrenpflicht der hessischen Städte, einen Beitrag zu leisten. Wenn die Darmstädter Vereinigung Zuschüsse unter 1000 Mt. annehmen sollte, was der obige Sat, daß die Stadt sozusagen erst bei einer jährlichen Unterstüßung von 1000 Mt. Mitglied werden könne, meiner Meinung nach schon andeutet, würde es sich empfehlen, vielleicht einen Zuschuß von 100 Mt. zu gewähren. Nach weiteren Bemerkungen der Stadtverordneten Troß, Wallenfels und Krum m, welche den an die Darmstädter Kommission zu entrichtenden Beitrag für zu hoch hielten, nahm.- B. Mecum nach Ablehnung der 1000 Mt. noch einmal das Wort, um folgenden Antrag zu stellen: Sollte die Kommission geneigt sein, geringere Geldsummen anzunehmen, so soll der Beitrag zu den Arbeiten der hessisch- waldeckschen und der Darmstädter Kommission je 100 Mt. betragen. Die Versammlung beschloß für die Großh. hessische Gruppe in diesem Falle 150 Mt. und für den Geschichtsausschuß des Hessischen Hinterlandes nach wie vor 50 Mt. zu bestimmen. 17. Punft: Ein Gesuch der Vereinigung für staatsbürgerliche Erziehung in Köln wurde mit der Begründung abgelehnt, daß dieser Verein nur politische Ziele verfolgt. 18. Punft: Der Gießener Fußballklub hatte die Stadt um Gewährung eines Zuschusses zur Anlage eines Spielplates gebeten. Die Versammlung sprach sich auf Antrag der Kommission gegen die Bewillig= ung der Unterstüßung aus, da die Anlage des Plates selbst nicht als eine ausreichende Begründung des Gesuches angesehen wurde. Puntte 19-21 waren Wirtschaftsgesuch e. Das Gesuch des Johannes Cüsters im Hause Ludwigstraße 55 wurde mit der Bedingung genehmigt, daß die Konzession nicht auf den an der Straße befindlichen Hof ausgedehnt wird. Ein Bedurfnis der von Heinrich Decker in dem Grundstück Crednerstraße 34 beabsichtigten Wirtschaft vermochte die Versammlung nicht anzuerkennen. Die darauf bezügliche Eingabe wurde daher abschlägig beschieden. Dem Gesuch des Karl Pfeil um Genehmigung zur Weiterführung des Wirtschaftsbetriebes in dem Metropol- Restaurant, Plockstraße 5, wurde stattgegeben. In der nichtöffentlichen Sizung beschäftigten sich die Stadtverordneten u. a. mit der vorgeschlagenen Wiederwahl des Beigeordneten Ge orgi, dessen Amtszeit im September ihr Ende erreicht. Die Versammlung stimmte der Wiederwahl auf die Dauer von 6 Jahren zu.= h₂ Lokales. Jet Gießen, 23. Juli 1910. * Nach dem Vorlesungsverzeichnis für das kommende Wintersemester der Universität, welches vor furzem erschienen ist, nehmen die Immatrikulationen am 17. Oftober ihren Anfang, während der Beginn der Vorlesun= gen auf den 24. Oktober fällt. tt Stadttheater. Als 9. Abonnementsvorstell ung geht am kommenden Dienstag Millöckers reizende Ope= rette„ Der arme Jonathan" in Szene. Die Operette ist vielleicht die musikalisch wertvollste des berühmten„ Bettelstudent"-Komponisten und wird deshalb auch auf zahlreichen Operettenbühnen gegenwärtig wieder mit großem Erfolg in den Spielplan aufgenommen. Die Eigenart unserer Künstler ermöglicht übrigens eine besonders glückliche Besehung des Wertes. B) Gerichtet. Familienroman von Franz Wichmann. Wen hast du denn da?" wandte der Förster sich an Otto und wies auf den fremden jungen Mann, der sich noch immer im Hintergrunde hielt. Ach, entschuldige, Papa, daß ich in der Freude des Wiedersehens vergaß-" Das Gesicht des alten Forstmannes verdüsterte sich wieder zusehends; er ließ den Sohn nicht aussprechen. „ Papa Papa!" ahmte er ihm nach. Seit wann bin ich denn nicht mehr dein Vater?" Aber das sagt man doch heutzutage nicht mehr, Papa!" wollte der Sohn wissen. Willst du besser sein als deine Muttersprache?" grollte der Alte. Die Försterin kam ihrem Liebling zu Hilfe. " In der Hauptstadt wäre das gewiß zu gewöhnlich!" meinte sie. Auch Klara mischte sich ein. „ Wir sind hier eben noch nicht gebildet!" sagte sie. Der Bruder warf einen raschen Seitenblick auf sie. Ah, mein schönes Schwesterlein kann auch boshaft sein?" Lachte er. Sein Begleiter fand es jetzt an der Zeit, nicht länger stumm zu bleiben; ein wenig vortretend meinte er galant: ,, Geistreich, mein Fräulein, entzückend geistreich!" Doch Klara hatte nur eine fühle Antwort. Ich bedaure, nicht zu verstehen, was Sie damit sagen wollen. Was ich äußerte, war nur meine vielleicht recht unmaßgebliche Meinung!" Der Förster wollte ungeduldig werden, und Otto, das bemerkend, stellte endlich seinen Begleiter vor, indem er sagte: „ Verzeiht! Mein Freund, Robert von Hohlen, Studiengenosse, Gelehrter und Künstler. Mein Papa, meine Mama Bardon: Vater und Mutter, und dort ma soeur, Fräulein Klara Reiner." Die Försterin reichte sogleich dem Gaste die Hand. Herzlich willkommen in unserm bescheide: en Hause!" sprach sie.„ Wenn Sie vorlieb nehmen wollen" Robert von Hohlen verneigte sich und füßte ihr galant die Hand. ( Gerichtet 5 Nr. 8.) Buviel Ehre!" näselte er. Geschäftig fuhr die Försterin fort: stock!" Aber so legen Sie doch ab, Ihren Hut, Ihren Spazier Sie nahm ihm beides dienſtfertia aus der hand. = h= Gewitter. Gestern ging gegen 11 Uhr abends über Gießen ein schweres Gewitter nieder. Gleichzeitig erhob sich ein orfanartigee Sturm, welcher vielen Dächern Schaden zufügte und von den Balkonen die Blumentöpfe herabschleuderte. Hart mitgenommen wurde auch die Umgegend von Geßen. Durch die großen Wassermassen lagerte sich das Korn von neuem, welches sich von den Regengüssen des Juni etwas erholt hatte. Auch die Kartoffeln wurden in Mitleidenschaft gezogen. * Spielautomaten. In den letzten Tagen wurde auf der Bahnhofstraße eine Ausstellung von automatischen Vorrichtungen für Glücksspiele veranstaltet, deren Inanspruchnahme allen erwachsenen Besuchern gestattet war. Da diese Automaten dazu angetan sind, den Leuten das Geld aus der Tasche zu locken, so beschlagnahmte das Gericht am Donnerstag sämtliche 10 Apparate. Gegen den Aussteller wird Anklage wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels erhoben werden. = r Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 19. und 20. ds. Mts. stattgefundenen Marte waren 1887 Stüd Rindvieh und 424 Schweine aufgetrieben. Der nächste Markt findet am 2. und 3. August d. Js. statt, am letzten Tage auch Krämermarkt. )( Das 24 Stunden- Rennen in Frankfurt gemannen am 17. Juli in Frankfurt a. D. HauptmannHeinrich auf Brennabor. Heymann, der dieselbe Marke fährt, fonnte mit seinem Partner den 2. Platz belegen. )( Straßenfahrten. Den„ Kleinen Straßen preis von Hannover", der am 17. d. Mts. in einer 209 Kilometerfernfahrt bestritten, wurde von W. Bernhardt auf Brennabor gewonnen; im Vorgabefahren sieg, e F. Althoff, der mit seinem Partner auch das Tandem- Hauptfahren gewann. Ans dem Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, 22. Juli 1910. Gegen den in Münzenberg angestellten Lehrer Friedr. Rockel aus Schlechtenwegen, der zuletzt in Lanzenhain tätig war, ist Anklage wegen Körperverlegung in Ausübung seines Amtes erhoben. Er hatte einen Jungen aus Lanzen hain, weil er ihn des öfteren belogen hatte, so gezüch= tigt, daß das Gesäß anschwoll und blutunterlaufene Striemen wahrnehmbar waren, so daß der Junge mehrere Tage die Schule nicht besuchen konnte. Der Angeklagte behauptet, er habe das Züchtigungsrecht nicht überschritten und berief sich auf den Arzt, der den Jungen gesehen hatte. Zwecks Ladung dieses Zeugen, wurde die Sache auf nächsten Dienstag vertagt. er= Der Schachtmeister Friedrich Elles aus Ober- Kassel und der Steinbrecher Hermann Hau aus Schotten stehen wegen Vergehens gegen das Sprengstoffgesetz unter Anklage. Hau hat in der Neujahrsnacht in Schotten zwei Donaritpatronen zur Explosion gebracht, wobei in einer Wirtschaft sämt= liche Fensterscheiben zersprangen und die Leute in große Aufregung gerieten. Die Patronen, welche er längere Zeit in der Tasche nachgetragen hatte, will er von Elles halten haben, was dieser aber bestreitet. Da fein Grund vorlag, daß Hau den Elles gegen besseres Wissen beschuldigen sollte, glaubte man seinen Angaben, was zur Folge hatte, daß auch dieser, der dadurch gegen die Vorschriften des Sprengstoffgeseßes verstoßen hat, für schuldig erkannt wurde. Es wurde jeder mit der Minimalstrafe von 3 Monaten Gefängnis belegt. Gegen den früher in Gießen wohnhaften Kaufmann F. Ferdinand Walter aus Düsseldorf, welcher wegen Vernichtung von Urfunden angeklagt ist, aber zum Termine nicht erschien, wurde Haftbefehl erlassen. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen Geborene. Juli 12. Kaufmann Johann Reinhardt ein Sohn, Kurt. 12. Taglöhner Heinrich Friedrich Bernhardt eine Tochter, Katharine Margareta. " 1 " 12. Privatdozenten Dr. Anton Enno Thies ein Sohn, ,, Klara, was stehst du noch da? Wo bleibt der Kaffee, der Suchen? Geschwind!" Das Mädchen eilte ins Nebenzimmer. ,, Gleich, Mutter," antwortete fie, es ist ja alles fertig!" Die Försterin suchte sich noch immer dem Freunde des Sohnes diensteifrig zu zeigen. ,, Sie sind zu liebenswürdig, wirklich gar zu liebenswürdig!" meinte der junge Mann. Ei, wir wissen nur die Ehre zu schätzen!" versetzte sie süßlich. Lorenz Reiner, der das überfreundliche Gebaren seiner Frau mit unwilligen Blicken betrachtete, fügte in fühlerem Tone hinzu: Wenn Sie ein wahrer Freund unseres Otto sind, soll Ihr Besuch uns freuen. Stehen Sie ihm zur Seite und be hüten Sie ihn vor allen Jrrwegen!" „ Gewiß, gewiß!" beeilte Herr von Hohlen sich zu erwidern. ,, Können mir glauben, daß ich nicht verfehlen werde, mein Ehrenwort darauf!" Er wollte dem Förster die Hand reichen. „ Das braucht's nicht," meinte dieser, ein Mann, ein Wort!" Robert von Hohlen wurde ein wenig verlegen. Das war ihm noch nicht vorgekommen. „ Ja so, entschuldigen Sie, Herr Förster, ich dachte nur-" Lorenz Reiner achtete nicht weiter auf sein Gefasel. Er trat ans Fenster, blickte nach dem in heißer Stille brütenden Fichtenwald hinüber und trommelte mit den Fingern an die Scheiben. Und da die Försterin noch immer mit der Anordnung des Kaffeetisches beschäftigt war, fanden die Freunde Gelegenheit, sich leise einige Bemerkungen zuzuflüstern. ,, Nun, was sagst du?" meinte Otto, indem er den Freund an das andere Fenster zog und ihm scheinbar die Gegend zeigte. 1156 Der Gefragte zuckte ein wenig die Achseln. Ländlich sittlich!" spöttelte er. ,, Das habe ich dir ja zuvor gesagt! Für deinen Geschmac ist das nichts!" versetzte der Försterssohn. ,, Warum nicht?" meinte der andere jedoch.„ Ich finde solch eine Abwechselung ganz interessant!" Er klemmte den Zwicker fester auf die Nase und musterte neugierig das Zimmer. ,, Kann dir nur versichern, daß ich mich föstlich amüsiere!" sagte er. ,, Mag sein, weil dir das alles neu ist!" erwiderte Otto. ,, Ein paar Stunden hält man's schon aus. Aber länger hol's der Teufel! Drei Jahre bin ich ausgewichen und fand immer " " " " a " " " Johann Heinrich. 13. Schlosser Karl Wadenpsuhl ein Sohn, Wilhelm. 14. Postschaffner Karl Gümbel ein Sohn, Karl Wilhelm Adolf. 14. Fuhrmann Ludwig Becker ein Sohn. 16. Artisten Heinrich Enders ein Sohn, Wilhelm Andreas. 17. Geschäftsführer Heinrich Konrad Christian Schmidt ein Sohn, Karl Heinrich. 18. Oberpostschaffner Philipp Marr eine Tochter, Johanna Anna Maria. 19. Glaser Wilhelm Wadenpfuhl ein Sohn. Aufgebote. Juli 15. Ernst Balfe, Kaufmann in Gießen, mit Klara Lydia Rudolph in Frankfurt a. M. " " " " 18. Ernst Klinterfuß, Zimmermann in Hohenlimburg, mit Anna Luise Goß in Gießen. 18. Otto Wilhelm Karl Stang, Schreinermeister Schotten, mit Mathilde Theis in Gießen. Nu um 2- wendung b Bo bester Ver Ver in franto Sau Babl Merstlich en bei mir zu A M. 20. Wilhelm Schwarz, Lehramtsassessor, mit Augufte Frech, beide in Gießen. 20. Franz Karl Entholzer, Kellner in Homberg v. d. H., mit Adelheide Münzer in Frankfurt a. M. 20. Otto Allgeyer, Schmied, mit Karoline Ganzenmüller, beide in Oberdorf. Eheschließungen. Juli 16. Justizrat Friedrich Mügel, Rechtsanwalt in Saarbrücken, mit Auguste Doering in Gießen. " 16. Ostar Anacker, Tapezier, mit Anna Kaus, beide in Gießen. Gestorbene. Juli 17. Eduard Rupp, Kaminfegermeister, 47 Jahre alt. 20. Katharine Giesler, geb. Sippel, 49 Jahre alt. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 9. Sonntag nach Trinitatis, den 24. Juli. Kollekte für die innere Mission. In der Stadtkirch e. 6111 Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. In der Johannestirche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderfirche für die Lulasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Katholische Gemeinde Sonntag, den 24. Juli. 10. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags 6% Uhr: Gelegenheit zur bl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Darmstädter Möbel liefert Ihnen vollständig frei ins Haus unter 10jähriger Garantie das Darmstädter Möbeleinrichtungshaus Ludwig Strikinger, Darmstadt, Heinrichstraße 67. 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Aber was stehen wir denn da und vergessen die Hauptsache? Die Herren werden Hunger und Durst haben, - es ist alles bereit,- Lina wird sogleich-" ,, Es pressiert nicht, Mama," unterbrach Otto fte, wir haben in der Hauptstadt vor unserer Abreise nod, bei con bei Taubmann gespeist, mein Freund hier ist Gourmand und Kenner in solchen Dingen!" ,, Schmeichle mir in der Tat," stimmte Herr von Hohlen ein superbes Diner, sage ich in seiner affettierten Art bei, Diner war wirklich genial!" Von dem gezierten Ton des jungen Menschen unangenehm berührt, wandte der Förster sich um. ,, Da wird Ihnen unsere einfache Kost freilich taum schmecken!" meinte er trocken. Frau Adelheid tat, als habe sie die Bemerkung nicht gehört. Aber so laßt uns doch wenigstens erst einmal Blaz nehmen," sagte sie. Lorenz, hörst du? Lina, Lina!" Der Förster folgte wenn auch unwillig der Aufforderung und Otto und von Hohlen setzten sich ebenfalls. Auf den Ruf der Mutter trat Klara mit Kaffee und Kuchen ein. = Da bring' ich schon alles selbst," sagte sie. Aber, Mädchen, wer wird denn selbst?" zischte die Försterin ihr entrüstet ins Ohr.„ Das paßt sich nicht in feiner Gesellschaft!" ,, Aber die Lina hatte doch im Stall zu tun und ihr solltet nicht warten!" versetzte Klara. Frau Adelheid wollte aber davon nichts hören. Still, schäme dich!" gebot sie energisch. Dann, von dem Mädchen gefolgt, an den Tisch tretend, ( Gerichtet 6 Nr. 8) fragte sie: ( Fortsetzung folgt.) Deut Frankf erl. Beol Recher Lage der führung Der Leiter Re Art kom Wilhelm. arl 28 Chelm An an Schmid Ochter, Jo it Stlara nlimburg, cifier in 1. Augufte berg b. d. a. M. Ganzen in Saar 1. 13, beide abre alt. re alt. en. uli. aus der gemeinde. 21. gemeinde. CT. t. munion. bel ins Haus Darm aus ftadt, taloges. bleiben. fer wollte eundes. Stadtmen und Büdt von ohlen ein, Waldes terin ge Jeffen die ſt baben, vir baben aubmann Freund on Bohlen nial!" angenehm hmecken!" dyt gehört. al Blak 1!" der Auf Falls. ffee und Förfferin er Gefell ihr solltet tretend, 6 Mr. 8) Nur 50 Gramm genügen um 2-3 Liter guten,' schmackhaften Kaffee herzustellen bei Ver: wendung von Boor's Kraft- Kaffee bester Ersatz und Zusatz von Bohnenkaffee. Ver Poñfolli, ca. 9 Vfund- Pafete haltend, Mt. 8.50 Per Pofttolli, ca. 5 Pfand- Pakete haltend, Mt 2.25 franto Hauß v. Nachnahme, gemahlen, gefiebt, fertig zum Gebrauch. Zahlreiche Anerfennungsschreiben aus feinsten Privatfreisen. Aerztlich empfohlen. Brobe- Vafete in 1 fd.:Padung à 10 fg. bei mir zu haben. 0 Das Möbelfabriklager und Ausstattungs- Geschäft von Peter Kronenberg Nachf ( Inhaber K. E. Buss) jetzt Kaplansgasse 5( früher Kaplansg. 18) Neubau Winn empfiehlt für Verlobte Kompl. 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Arzt: Zuerst habe ich Ihrer Frau Gemahlin mal etwas gegen die Heiserkeit verschrieben Hausherr:„ Das war nicht das wichtigste Arzt( vertraulich):„ Es hilft ja auch nichts!" Ein Weltweiser. Schwiegerpapa, so e ., Aber liebster Lassen Sie uns doch en Bären noch in diesem Jahre haraten." " Immer sachte, " lieber Schwiegersohn, die Ehe wird Ihnen noch lang genug werden." X Abschlagszahlungen. ( An der Gerichtskasse):„ Ich bin zu hundert Mark Geldstrafe verurteilt wordeu; ist es gestattet die in Raten zu bezahlen?" ,, Das könnte eventuell zugestanden werden." Ich möchte nämlich jede Woche einen Tag absigen." Daher! Bescheiden. Herr: ,, Den Rock haben Sie mir wirklich hübsch geflickt; was friegen Sie dafür?" Hauswirtin: ,, Ach, diese Kleinigfeit, dafür nehme ich nichts!" Herr: ,, Das kann ich aber unmöglich verlangen!" Hauswirtin: , Geld nehme ich auf keinen Fall. da heiraten Sie eine von meinen Töchtern!" Einfalt. Arzt( zu einem genefenen Patienten): Nun, wie fühlen Ste sich jetzt?" Patient: Meine Krankheit ist mir ganz vorzüglich betommen, Herr Doktor." AD Boshaftes Mißverständnis. Bekannter: ,, Man sieht Dich ja garnicht mehr, steckst wohl sehr in der Arbeit?" Junger Advo fat: ,, Du fannst Dir denken, jeẞt bor Quartal mit den Rechnungen. Bekannter: " ,, Armer Kerl, Du bist also noch immer so verschuldet?" ,, Wie kommt es nur, daß im Bären' jetzt so starker Verkehr ist?" Ja, der Bärenwirt hat sich einen hübschen weiblichen Hausknecht angeschafft, und von dem wollen alle herausgeworfen werden!" Doppelkopf. Nun weiß sie's. Gattin( die gefocht hat, zur Köchin): ,, Wie schmeckt's denn meinen Mann?" Frau!" ,, Es ist ergreifend, gnädige Wahrheit. Die Energie des Dummen heißt Eigensinn. * Stimmt. Richter: ,, Leugnen Sie nicht lange, sondern sagen Sie die reine Wahrheit!" Angeklagter: ..Herr Jerichtshof, Sie jlooben et mir ja doch nich, wenn idk Ihnen sage, ic bin unschuldig!" Vexierbild. Nr. 31. A.: Seifere Blätter für Gießen. 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Sommerheller Kleiderstaat Über Weg und Brücken, Durch die grüne futtersaat Trippeln junge Kücken. Und ich schwärmte flink herum, Gleich den losen Mücken, Spinnlein, hört doch mein Gesumm, Ihr müßt Netze stricken! fing mich allzugern darein, Lächelnd Eurer Tücken. Das ist der Kavallerist, Wo ist der Infanterist? Berantwortlicher Redakteur: Dr. Rarl Schaumburg, Berlin. Welche will die Spinne sein? Wo sind die Fischer im Kahn? Jeder soll es glücken... Leo Heller. Drud und Verlag bon Georg E. Nagel in Berlin Schöneberg. voraus 1,50 Donners Бито liegen Selters nicht v Nr. 2 Das di Binder ang 28. D. Ma Feftzug fiell anlage auf, hörenden F erhoben. S 12 Uhr, da geben. V E. Balser, zur Beitreit nach dem Alee, Mart Franz, Plo den Kaffen Gieß Die Gief Hobten u Donnerstag dem Hofe der Die Also doch nicht! Die junge Frau Müller musiziert, singt, komponiert, malt, dichtet. ,, Und da sagt mir der Mensch, er sei glücklich berheiratet!" Manöver. So exerziert die zarte Hand Bei Zeiten schon am Zappelband; Im Ernstfall flappt es dann brillant Ich mein', im heil'gen Ehestand! Unerwarteter Erfolg. Den jungen Doktor möchte ich Retnem als Verteidiger empfehlen!" ,, Aber er soll doch ein ganz vorzüglicher Redner sein!" ,, Gerade deshalb kürzlich hat er beim Schwurgerichte die Unschuld eines Raubmörders so glänzend geschildert, daß dieser vor lauter Erschütterung gleich nachher ein Geständnis ablegte!" Glossen. Bon Maximilian Bern. Stammtisch- Heroismus. Am Wirtshaustisch, in sich'rer Hut En Jeder Heldentaten liebt; Start regt bei vielen sich der Mut, Wenn's feinerlei Gefahren gibt. Begrenzte Klugheit. Das ist noch lang kein kluger Mann, Der nicht zuweilen Narr sein kann. Die Mode. Ein Narr bringt oft die Mode auf, Die Eiteln setzen sie in Lauf; Und hat sie erst die Welt durchzogen, Jst ihr der Weise selbst gewogen. Fremde Federn. Du magst dich wohl mit fremden Federn schmücken, Wenn es dir ankommt auf den schönen Schein, Damit zu fliegen, wird dir nimmer glücken Die eig'nen Schwingen tragen dich allein. Verrechnet. Herr Bücker strebte schon seit langem danach, sich bet dem neuen Amtsvorsteher angenehm bemerkbar zu machen; stets war er der erste im Amte, verließ es als letter, und da er wußte, daß der neue Chef seinen Abendspaziergang am Amtsgebäude vorbei zu nehmen pflegte, suchte er selbst abends noch sein Bureau auf, wobei er stets darauf acht gab, daß das Fenster an der Straße auch immer recht auffällig beleuchtet war. Aber trotz alle dem schien der Herr Vorsteher sowohl von der Person, als auch dem Amtsetfer seines Beamten nicht die geringste Notiz zu nehmen. Da tam eines Tages Herr Bücker im Gasthause neben seinen verehrten Chef zu sißen, und höher schlägt sein Herz als dieser endlich auch an ihn einige Worte richtet, ihn sogar freundlich auf die Schulter tippt und sagt: Wirklich, mein lieber Bücker, ich bewundere Sie, wie Sie ,, Aha," dachte der strahlende Beamte, ,, wie sie fleißig sind wird der Herr Vorsteher nun sagen". und sah sich bereits auf einen höheren Posten- als der Herr Chef fortfuhr wie Sie diese miserablen Zigarren nur immer rauchen können, ohne daß Ihnen übel wird!" Bosheit. „ Nu', Frau Nachbarin, Sie verreisen wohl?" " Ja, ich fahre zu meinem Schwiegersohn, tomme ganz unverhofft!" „ Na, die Freude! Ist Ihr Schwiegersohn in der Lebensversicherung?" Der Geschäftsbesuch. Melden Sie Vertreter von Meyer & Comp.!" ,, Sehr wohl; wollen der Herr gefälligst Plaz nehmen!" na also. Gast: Die Serviette ist aber unsauber!" Wirtin: ,, Soo? Die haben schon ganz andere Herrschaften umgehabt als Sie!" Im Restaurant. Herr( sich auf der automatischen Wage wiegend):" Donnerwetter, drei Pfund abgenommen, seitdem ich Rad fahre Speisekarte, Kellner!" 狂 Schonende Kritik. Schriftsteller( gefürchtet wegen seiner endlosen Schreibseligkeit): Wie gefällt Ihnen mein neuester Roman in der Abendpost'?" Professor( der Naturwissenschaft):„ Er ist mit großer Wärme geschrieben?" Schriftsteller:" Ist das wirklich Ihre Überzeugung?" Professor: Natürlich dehnt ja aus!" * C Erklärt. Wärme Fremder:„ Warum ziehen Sie denn Sonntags keine Zähne?" Dorfbader: Wissen Sie, das ist verboten. wegen Störung des Gottesdienstes." Ahnungsvoll. Hausherr ( als er seine Gattin beim Kochen singen hört):„ Na, das wird' ne schöne Bescherung werden! Nun singt sie selber schon:, Ich weiß nicht, was soll es bedeuten!"" 不 Span. Ein Weib läßt sich eher Tugenden absprechen, als Reize. Parodie. Über's Jahr, mein Schatz über's Jahr, Wenn ich mach' die erste Pleite, Wie es Sitte bei unsere Leute, Dann schmücke Dein schwarzes Haar, Über's Jahr, mein Schatz, übers Jahr. Und komm' ich nicht heim über's Jahr, Dann hab'n Sie mich am Slavittchen, Dann stecken Sie mich ins Rittchen, Dann ist Alles gelogen und nicht wahr, Über's Jahr, mein Schatz, über's Jahr. Doch komm' ich zurück über's Jahr, Und ist gelungen die Pleite, Dann eröffnen wir zwei Beide Einen fünfzig Pfennig- Bazar, Über's Jahr, mein Schatz, über's Jahr. ,, Vertreter von Meyer& Comp. wünscht vorzusprechen." Druck!" Scherz- Frage. Was ist des Weibes liebster Spruch? prada 0000 Er kennt ihn. A.:„ Du willst aufbrechen? Hast recht; mir hat der Arzt das Biertrinken verboten, und ich habe mir eben die zehnte Maß bestellt: aber es ist die letzte. Ich schäme mich vor mir selber." B.( am nächsten Tag):„ Na, wie lange hast Du Dich denn diese Nacht im Löwen noch geschämt, alter Junge?" Ein Geniesser. Gefängniswärter:" Ihre Hinrichtung muß um eine Stunde verschoben werden." Delinquent( der eben bei der Henkersmahlzeit sitzt): Dann könnten Sie mir ja noch eine Flasche kalt stellen." Komischer Stil. Zu seinen Lebzeiten wurde viel von ihm gesprochen; aber bald nach seinem Tode war er ein toter Mann. Tm Café. ,, Mir wird ganz schlimm... was mag in dem Kaffee gewesen sein?" ,, Nichts; Du hast in Gedanken das Wasser getrunken!" 豬 neu geadelt. Bantiersgattin: Hat sich die Sache nicht drehen lassen? Mußtest Du es gerade gewesen sein, der den Treiber anschoß?" Bankier: Ja, wenn ich mir nur nicht das Monogramm auf die Schrottörner hätte pressen lassen!" H. Fury Druck! Protest. Verteidigerin( zum Angeklagten):„ Ich rate Ihnen selbst: sagen Sie, ja'!" - ,, Erlauben Sie mal, ich bin doch mit Ihnen hier nicht auf dem Standesamt!" offenfichtig nis ihres nur zu ei gen. 3 Die bürste wa ftoßen. D bes Bund jer Abte ftaaten zu ung der 06 S der Entwi ung In ei borja tentafientve prochen, Beiträge ber ge