immer mit ob. zu vermieten. anlage 7. ermieten 8, möbl. Zimmer Lage. Afterweg 601. es, ebangel Dienft: Land( event. Witwe , das gut melken fang November ge ohen Lohn. Gefl Ibigft zu richten an 6. Silberfiepe, t. Poft Zurstraße, en( Westfalen). Gießener Morgen- Zeitung ( Gießener Zeitung) Verantwortlich: Freie Preffe für Stadt und Land. Für den redaktionellen Teil: Wilhelm Neuert. Für Inserate: Günther Heckert, beide in Gießen. Sprechstunden der Redaktion: 5-6 Uhr nachm. Redaktion und Geschäftsstelle: Seltersweg 58 ( Eingang Volksbad). Nr. 138. Erscheint wöchentlich 6 mal. Ausgabe des Blattes: vormittags 11 Uhr. Redaktionsschluß: 9 Uhr vormittags. Bezugspreis: Durch die Geschäftsstelle oder die Stadtboten bezogen vierteljährlich 1.80 M., monatlich 60 Pfg. inkl. Bringerlohn; durch die Post bezogen 1.50 M. jährlich ausschl. Bestellgeld. In der Geschäftsstelle oder bei unseren Agenturen abgeholt monatlich 50 Pfennig. Reklamezeile 50 Pfg. Insertionspreis: die 6 gespaltene Petitzeile 15 Pfg.; auswärts 20 Pfg. Für Aufbewahrung unverlangt eingesandter Manuskripte wird keine Verantwortung übernommen. Telephon Nr. 607. Zweites Blatt. Lokal- Nachrichten. Gießen, 22. Oktober 1910. Sonntagsgedanken. Der Sinn des Lebens liegt in der Freude. Gesundes Leben ist Freude. Wer sich seines Lebens nicht mehr freuen kann, der ist schon auf dem Wege zum Tode. Denn alle Trauer ist ein Vorspiel zum Sterben. Es ist nicht immer leicht, sich zu freuen. Denn das Leben blüht nur aus dem Kampf hervor, aus dem steten Kampf mit dem Tode und mit seinen Vorläufern, Krankheit und Trauer. Deshalb liegt aber der Sinn des Lebens doch nicht im Tod und in der Trauer, sondern in dem steten Ringen mit ihnen, und in dem steten Triumphieren über sie. Lebensfreude ist nichts Billiges und nichts Selbstverständliches. Sie ist eine Aufgabe. Die große Aufgabe für das menschliche Dasein. Erarbeite die Freude! Verbreite Freude um dich her! Das gilt es. Das ist nicht leicht. Es gehören gewisse äußere Mittel dazu, die manchen fehlen. Es gehört auch in nere Arbeit dazu. Es genügt nicht, daß einer Geld hat. Er muß es auch so vernünftig gebrauchen, daß er reine, dauernde, Befriedigung damit gewinnt. Nicht jeder hat das Verständnis dafür. Und es gibt viel falsche Freude, mehr noch wie falsches Geld. Es gibt so manchen Rausch, dem der schrecklichste Jammer folgt. Darin liegt gewiß nicht der Sinn des Lebens. Es gibt aber auch so viel Not und Elend, Krankheit und Unglück. Soviel, daß der Pessimist nur nach dieser Seite hin sieht und hier den Sinn des Lebens sucht. Uns aber sagt das alles nur: das sind Aufgaben! Da ist nicht Sinn, sondern Unsinn. Der Mensch soll aber aus dem Unsinn allmählich den Sinn schaffen. Dazu hat er seine Vernunft. Krankheiten sollen wir heilen lernen. An Stelle der Not soll soziale Gerechtigkeit Versunkene Millionen. Kriminal- Roman nach dem Französischen von Burghard Aßmus. I. Teil. - Prolog. ( Nachdruck verboten.) An einem prächtigen Augustmorgen verrichteten zwei Zollbeamte ihren Wachtdienst an dem felsigen Gestade, welches die Einfahrt zum Golfe von Sanft Tropez begrenzt. Die Mittagsstunde war nahe und die Hize unerträglich. Zum Schuhe gegen die Sonnenstrahlen hatten sie sich im Schatten eines Mastigstrauches niedergelassen, der sie vollkommen verdeckte und in dessen unmittelbarer Nähe eine Quelle, Erfrischung spendend, munter hervorsprudelte. Zu ihren Füßen breitete sich der ruhige Spiegel des Mittelländischen Meeres aus. Ein derartiges Wetter ist zum Schmuggeln nicht geeignet und es war wenig Hoffnung vorhanden, einen Fang zu thun. Auch war nirgends ein Segel in Sicht. Nur fern am lieblich blauen Horizont erschien ein kleiner schwarzer Punkt, der ebensowohl eine Wolke, als ein Felsblock sein konnte. Nach kurzer Zeit trat derselbe deutlicher hervor, und eine Stunde später lag kein Zweifel mehr ob, daß es eine Barke war, welche gerade auf das Gestade zusteuerte. Darin lag nichts außergewöhnliches. Nach Verlauf von zwei Stunden war dieselbe bis auf Flintenschußweite herangekommen und man vermochte einen Mann darin zu unterscheiden. Derselbe ruderte aus vollen Kräften und hielt nur zeitweise inne, um sich zu orientieren. Bald schien der Ruderer den gesuchten Punkt gefunden zu haben, denn er landete und zog sein Boot zur Hälfte auf den Sand, damit das Wasser es nicht fortspülte. Als er darauf spähenden Blickes die Ueberzeugung gewonnen hatte, daß niemand ihn belauschte, begann er in aller Eile das Felsgestade zu erklimmen, auf dem die Zollaufseher verborgen waren. Dieselben verhielten sich ruhig, da ihnen das Gebahren des Mannes sehr sonderbar erschien. Ohne Zögern schlug der Unbekannte einen engen Fußpfad ein, der in gerader Richtung auf die Quelle zuführte; er schien also mit der Dertlichkeit vertraut zu sein, obwohl er augenscheinlich nicht zu den Fischern des Umkreises gehörte, die den Zollbeamten sämtlich bekannt waren. Sobald er die Quelle erreicht hatte, warf er sich platt auf die Erde und begann in vollen Zügen zu trinken, wie wenn er dem Verdursten nahe wäre. Er wusch sich den Kopf, besprengte sich und plätscherte, gleich einer Ente, eine Viertelstunde lang im Wasser herum. Darauf erhob er sich, spähete noch einmal ringsum aus und schickte sich an, nach feinem Boot zurückzukehren. Gießen, den 22. Oftober 1910. ( Neueste Nachrichten) Eigentum und Verlag von Wilhelm Neuert in Gießen. Druck der Gießener Verlags- Druckerei Klein& Fischer in Gießen. Redaktion und Geschäftsstelle: Telephon Nr. 607. Seltersweg 58 ( Eingang Volksbad). 22. Jahrg. treten. Selbst mit der Dummheit ist der Kampf unsere Sikung der Stadtverordneten Gießens. Aufgabe und ist nicht vergeblich. Und auch in ihr liegt| nur der Unsinn, aber nicht der Sinn des Lebens. Aus all den Arbeiten und Kämpfen wächst uns Freude. Keine leichte, vergnügliche Sonntagsnachmittagsfreude, sondern eine ernste, heilige Freude: die Freude des Teilhabens an dem Siege des ewigen Lebens. Denn das Leben siegt über alles. Selbst über den Tod. Denn auch der Tod kann unsere Kräfte aus der Kette der unendlichen Wirksamkeiten nicht mehr herausnehmen. Es bleiben unsere Kinder, unsere Werke, ja selbst die Atome unseres zerfallenden Körpers. Wer aber an all dieser Freude keinen Anteil hätte? Was soll er für Trost finden in dem allgemeinen Sinn des Lebens? Jst ihm nicht doch alles Unsinn? Ja, ihm ist alles Unsinn. Er lebt nicht mehr. Er ist schon mehr ein Toter. Er wirkt und kämpft nicht mehr. Er läßt sich nur müde zwecklos treiben bis zum Stranden. Gibt es solche Naturen, die so lebendig tot sind? Die so gar keinen Trost und Sinn mehr im Leben finden? Der Gedanke ist schrecklich. Vor solchen Seelenabgründen müssen wir schaudern. Und weshalb schaudern wir vor ihnen? Weil wir in ihnen den Tod sehen, vor dem das Leben sich fürch= tet. Weil in uns allen die Sehnsucht nach Leben ist und die Furcht vor dem Tode. Nicht vor dem äußerlichen Sterben, das kein wahrer, endgültiger Tod ist, sondern vor diesem innerlichen Totsein, dem kein Wirken und Schaffen und Kämpfen mehr gegeben ist. = h= Gießen, 20. Oftober 1910. Anwesend waren: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Keller und Heyligenstaedt, die Stadtverordneten Petri, Gutfleisch, Brück, Emmelius, Los, Wallenfels, Jughardt, Helfrich, Faber, Leib, Jann, Gabriel, Schaffstaedt, Eichenauer, Helm, Biermer, Habenicht, Ebel, Simon, Troß, Winn, Plank und Grünewald. Entschuldigt waren Beigeordneter Georgi und die Stadtverordneten Haubach, Schäfer, Haberkorn und Wimmenauer. Punkt 1 der Tagesdordnung betraf Mitteilungen. Stadtv. Biermer hatte an die Stadtverwaltung ein Schreiben gerichtet, in welchem er mitteilte, daß er sein Amt als Stadtverordneter mit dem 1. Januar 1911 wegen Ueberlastung sonstiger Ehrenämter niederlege. Oberbürgermeister Mecum nahm mit Bedauern von dem Entschluß Kenntnis, und betonte, daß die Stadtverordneten- Versammlung in Prof. Dr. Biermer ein Mitglied verliere, das jederzeit die Interessen der Kommune mit allem Pflichteifer vertreten hatte.- Bei der letzten Tagung war von den Stadtverordneten ein Ausschuß gewählt worden, der sich infolge Kündigung des Kliniksvertrages zum 1. April 1911 mit der an| derweiten Unterbringung der kranken Ar= men befassen sollte. Der Ausschuß schlug als geeignetes Gebäude für obigen Zweck die ehemalige chirurgische Klinik in der Liebigstraße vor, welche für insgesamt 40 Betten eingerichtet werden wird, von denen 6-8 das Sehn- bergeschoß aufnehmen soll. Auf diese Weise wird es Dieser Schauder ist der schärfste Ansporn der sucht nach Leben. Irgendwo sucht der Traurigste noch und der bitterste Pessimist Trost, Hoffnung und Freude. Denn auch er fühlt im Grunde: eigentlich leben kann nur„ Sich freuen" heißen. Darum ringen wir nach Freude in uns! Verbreiten wir Freude um uns! Darin liegt der Sinn des Lebens. Reinhard Strecker. In diesem Augenblick fanden es die Beamten für gut, einzuschreiten. Wenngleich sie auch eigentlich keinen Grund hatten, gegen den Unbekannten vorzugehen, so schien es ihnen doch sonderbar, daß jemand auf dem offenen Meere angesegelt kam, um sich an einer augenscheinlich bekannten Quelle zu erquicken. Sie sprangen daher auf und versuchten des Verdächtigen habhaft zu werden. Das war jedoch keine kleine Arbeit, denn derselbe machte sich, in der Richtung nach seinem Boote, aus dem Staube. Gleich einer Gemse lief er quer durch das Felsgeftrüpp von dannen. Ein flüchtender Mensch erscheint immer verdächtig und setzt sich der Verfolgung aus. Auch die Beamten huldigten diesem Brauche und machten ihn dingfest, als er fast bei seiner Barke angelangt war. Alles Sträuben half ihn nichts und in wenigen Augenblicken war er regelrecht gebunden. Gleich einem Tier, das in die Falle gegangen, blickte er ängstlich um sich. Seine Stirn trug eine frische Wunde und seine Bekleidung bestand nur aus einer Leinwandhose und einem durchlöcherten Strohhut; Rock, Hemd und Schuhe fehlten ihm. Die Seeleute des Südens bedürfen zwar nicht einer solchen Kleidung wie die unserigen, aber sie kleiden sich doch wenigstens, während der Fremdling des Nötigsten ermangelte. Auch bei der Untersuchung des Bootes fand man nichts weiter als die beiden Ruderstangen; feinen Mast, kein Segel, teine Steuerschraube, nicht den geringsten Mundvorrat, ja nicht einmal einen Krug Wasser, selbst Nummer und Name fehlten am Hinterteil des Fahrzeuges. Die Aufseher versuchten den unbetannten zu befragen, erhielten aber keine Antwort. Sie führten ihn deshalb nach dem nächsten Flecken, wo es einen Friedensrichter und ein Gefängnis gab. Er leistete keinen Widerstand und äußerte auf dem ganzen Wege keine Silbe. Nur bei seiner Ankunft daselbst stieß er die Worte hervor:„ Ich habe Hunger!" Man reichte ihm ein Weißbrot und führte ihn vor den Richter, der ebenfalls keine Antwort zu erhalten vermochte. Derselbe sah sich deshalb veranlaßt, ihn unter Bedeckung von zwei Gendarmen, bei dem zuständigen Amtsgerichte wegen Vagabundierens einzuliefern.„ Ein Vagabund zur See!" Der Untersuchungsrichter seinerseits versuchte nun die sonderbare Persönlichkeit zu einem Geständnis zu bewegen, doch alle entfaltete Geschicklichkeit scheiterte an einer sehr einfachen Verteidigungsart: Der Unbekannte log nicht, sondern schwieg. Dieses hartnäckige Schweigen erhob das geringe Vergehen des Vagabundierens zu einer wichtigen Kriminalangelegenheit. Ein Mensch, welcher jede Auskunft verweigert, wer er ist, was er treibt, woher er kommt, muß gewichtige Gründe zum Schweigen haben, zumal seine Haft dadurch nur verlängert möglich sein, Kranke mit besonderen Leiden getrennt von den übrigen Siechen behandeln zu lassen. Hierbei ist vorgesehen, daß diejenigen Teile des Gebäudes, welche von der Stadt nicht in Anspruch genommen werden, in ihrer Benutzbarkeit nicht behindert werden, da nach dem Plan der Stadtverwaltung das Gebäude einen weiteren Eingang erhalten soll, so daß der gegenwärtig vorhandene Zugang nach wie vor den Besuchern der Klinik werden kann. Auch segelt man nicht ohne weiteres nach einer entlegenen Küste, nur um sich zu erfrischen, halb nackt, ohne den nötigsten Mundvorrat und in einem unbemannten Boote. Höchst wahrscheinlich steckte hinter diesem Geheimnis ein Verbrechen, aber welches? Zunächst dachte man an ein mörderisches Blutbad, von irgend einer Schiffsmannschaft auf offener See begangen; wie tam jener Unbekannte aber dann in dieses mangelhafte Boot? Dann zog man den Umstand in Rechnung, daß er von dem Vorhandensein der verborgenen Quelle Kenntnis hatte, also mit der Dertlichkeit vertraut sein mußte. Seine Persönlichkeit selbst bot nicht den geringsten Anhaltspunkt. Er war weder alt, noch jung, weder schön, noch häßlich, weder fett, noch mager. Es war weder ein Weltmann, noch ein Bauer oder Matrose, sondern nur ein gewöhnlicher Durchschnittsmensch. Man sah sehr wohl, was er nicht war, vermochte aber nicht zu unterscheiden, was er war. Der Richter befand sich hinsichtlich dieses Rätsels in großer Verlegenheit; er war ein noch junger, eifriger Beamter und beschloß alle Mittel in Anwendung zu bringen, welche die Strafrechtspflege in so reichem Maße zu seiner Verfügung stellte. Er begann damit, Kriminalagenten aus Toulon kommen zu lassen, da man es möglicherweise mit einem entflohenen Zuchthaussträfling zu thun haben konnte. Dieselben erklärten, daß der Fremdling ihnen niemals zu Gesicht gekommen wäre. Er wandte sich unter Beifügung des Signalements an alle Kriminalgerichtshöfe von Frankreich und Italien, erhielt aber nur verneinende Antworten. Er fragte bei allen benachbarten Hafenverwaltungen an, ob eine Barte entwendet worden sei, konnte jedoch nichts zweckdienliches erfahren. Schließlich gab man dem armen Teufel in seine Zelle zwei Mitgefangene, sogenannte Spione, welche den Auftrag hatten, ihn auszuspionieren und zum Sprechen zu bringen. Auch dies war vergebliche Mühe, denn der Fremdling berfiel bei der geringsten Anspielung auf seine Abenteuer in unbedingtes Schweigen, obwohl er sonst ziemlich gesprächig war. Schließlich griff man zu einem außergewöhnlichen Mittel. Man forschte nach den Namen der entwichenen Verbrecher oder der steckbrieflich Verfolgten, deren Signalement auf den Unbekannten annähernd paßte, und rief ihn, während man ihn aus dem Schlafe rüttelte, bei einem jener Namen. Man hoffte, daß er sich verraten würde, sobald man auf den seinigen stieße. Doch niemals gab er die geringste Veranlassung zu einem Argwohn. Da man den Fremdling, gegen den keine direkte Anklage wegen irgend eines Verbrechens vorlag, nicht endlos in Untersuchungshaft halten konnte, so stellte ihn der Richter, von den fruchtlosen Versuchen ermüdet, wegen Vagabundierens vor das Buchtpolizeigericht. vorbehalten bleibt. Auf Ersuchen des Oberbürgermeisters| Ausgabe von 1359 Mt., gegen welche die Versammlung erklärte sich die Versammlung damit einverstanden, so- nichts einzuwenden hatte. daß nunmehr zur Ausführung des Planes die Genehmigung des Kreisausschusses eingeholt werden kann. er= 3u Punkte 2-6 waren Baugesuche zu ledigen. Die Firma Schäfer& Lindenstruth beabsichtigt, an der Lahnstraße einen Neubau zu errich ten. Auf Antrag des Bauausschusses hatte die Versammlung gegen den Bau nichts einzuwenden, doch soll die Fluchtlinie des Hauses um ein geringes hinter die vorgesehene Straßenflucht zurücktreten. A. Deibel hatte auf seinem Grundstück am Neuenweg den Hofraum überbaut, so daß letzterer nicht mehr die vorschriftsmäßige Größe aufwies. Die deshalb erforderliche Befreiung von dem§ 16 der Ortsbausatzung fand auf Befürworten des Ausschusses die Zustimmung der Stadtverordneten. H. Mühlich will auf seinem Anwesen in der Dammstraße ein aus Holz gefertigtes Hoftor anbringen. Aus diesem Grund war eine Befreiung von dem§ 1 der Polizeiverordnung des Jahres 1897 notwendig, mit welcher die Versammlung einverstanden war. Georg Haubach gedenkt gleichfalls auf seinem Grundstück ein Tor anzulegen. Sein Gesuch um Erlaubnis dazu wurde jedoch zurückgestellt, da das AeuBere des Tores sich dem Nachbargebäude nicht anpaẞt. Edmund Richter war bei der Stadtverwaltung um die Erlaubnis zur Belassung eines Firmenschildes am Hause Friedrichstraße 7 eingekommen, das gegenüber der zulässigen Ausladung von 0,80 Mtr. 0,50 Meter vorspringt. Das Gesuch wurde widerruflich ge= nehmigt. 7. Punkt: Ausladung der Erker und Balkone. Es ist in letzter Zeit wiederholt vorgekom men, daß Erker und Balkone dort, wo keine Vorgärten vorhanden sind, in die Luftlinie der städtischen Straßen hinausragen. Die Stadtverwaltung hat nun beschlossen, in Zukunft von dem nach einer Entscheidung des Reichsgerichts den Städten zustehenden Rechte Gebrauch zu ma11. Neue Straßennamen. Die Straßen in dem Gebiet zwischen Mittelweg und Veterinärklinik waren bisher nur mit Nummern versehen. Auf Vorschlag des Stadtv. Ebel wurde beschlossen, den bei den Verbindungswegen zwischen Wetzlarer Weg und Frankfurterstraße die früheren Flurnamen„ Am Steeg" und„ Am Weiher" zu geben. Der eine Teil der Straße zwischen Mittelweg und der Veterinärklinik soll ferner „ Glaubrechtstraße" heißen, während der andere den Namen„ Buchnerstraße" führen soll. = 12. Liebig Laboratorium. Der Eigen tümer des Liebig- Laboratoriums hatte bei der Stadt um die Gas- und Wasserleitung nachgesucht. Da seit dem letzten Aufbrechen der Liebigstraße noch nicht zwei Jahre verflossen sind, so war die besondere Genehmig ung der Versammlung zur Ausführung der Arbeiten notwendig, welche auch erteilt wurde. 13. Das übliche Gesuch des Eisvereins um Ueberlassung der Eiswiesen für den kommenden Winter für den bisherigen Pachtzins, fand die Zustimmung der Versammlung. 14. Lazarett. Die Stadt hatte sich bereit erklärt, dem Militärfiskus zu den Kosten der Einfriedigung des Lazarettgrundstückes einen Zuschuß von 600 Mark zu gewähren. Die Kosten der Ausführung der Umzäunung erschienen dem preußischen Kriegsministerium jedoch zu hoch. Nach dem neuen Plan der Militärbehörde soll nun die Einfriedigung auf Betonfundamenten ruhen, wodurch eine Herabsetzung der Baukosten erzielt wird. Auf Antrag des Oberbürgermeisters wurde beschlossen, den Militärfiskus zu ersuchen, die schönste Seite der Einfriedigung der Ostanlage zuzukehren, welche mit ihrem Strauchwerk einen guten Schutz der Mauer gegen entwaige Beschädigungen bilden würde. 15. Das Jugendfest 1910 schloß mit einem chen, die Beseitigung der betreffenden Anlagen zu for Fehlbetrag von 1564,27 Mk. ab, welcher sich gegenüber dem Defizit der vorletzten gleichartigen Veranstaltung um 100 Mark niedriger stellt. Die Versammlung nahm hiervon Kenntnis. dern. Im Interesse der Sicherheit der Fußgänger bei Unwetter ist diese Neuordnung, mit der sich die Stadtverordneten einstimmig einverstanden erklärten, nur zu begrüßen. 8. Punkt: Karl Wehrum besitzt in der Straße bei den Veterinärkliniken ein Eckgrundstück, mit dem eine Straße mit und eine Straße ohne Vorgärten zusammenstoßen. Des schlechten Eindruckes wegen schlug W. der Stadtverwaltung vor, die Baufluchtlinie entsprechend abzuändern. Die Versammlung beschloß im Sinne des Antragstellers. 9. Punkt: Dr. Ritgen- Berlin hatte an die Stadtverwaltung eine Eingabe gerichtet, in welcher dem Wunsche Ausdruck gegeben wird, die Bebauung der Frankfurterstraße durch eine Ortsbausatzung zu regeln und die offene Bauweise vorzuschreiben, um diesem Stadtviertel für die kommende Zeit ein schöneres Aussehen zu geben. Die Versammlung lehnte das Gesuch, das der Oberbürgermeister nicht befürwortet hatte, ab. 10. Punkt: Straßenpflasterung. Bei der Straße In Löbers Hof" ist der chaussierte Fahrweg einer Ausbesserung bedürftig geworden. Von einer Einwalzung würde der zu geringen Dauerhaftigkeit wegen Abstand genommen und dafür die Belegung der Straße mit Kleinpflaster beschlossen. Die Arbeit verursacht eine Nicht nur die gesamte Bevölkerung der Kleinen Stadt, sondern auch einige Auswärtige, welche sich vorübergehend in der Provence aufhielten, fanden sich am Verhandlungstage im Sizungssaale ein. Einer der letzteren, der Vicomte Heinrich von Servon, ein Schulkamerad des Untersuchungsrichters, bei dem er seit einigen Wochen zum Besuch war, interessierte sich mit der allen unbeschäftigten Parisern eigenen Neugierde, lebhaft für diese geheimnisvolle Angelegenheit. Er hatte den Unbekannten bereits im Gefängnis aufgesucht und saß nun in der ersten Reihe des zuhörenden Publikums. Der Angeklagte trug nicht das etwas zu spärliche Gewand, in dem man ihn verhaftet, sondern Sträflingskleidung aus grober Wolle. Er mochte etwa 40-50 Jahre zählen und war von mittelgroßem Wuchse. Das Haupthaar und der Vollbart glänzten noch in tiefem Schwarz. Die wenig regel. mäßigen Züge stießen nicht ab und die braunen Augen hatten einen sanften und intelligenten Ausdruck. Seine von der Sonne gebräunte Haut ließ auf eine Beschäftigung an freier Buft schließen, wie diejenige eines Seemanns oder eines Jägers. Die Hände waren ziemlich ausgearbeitet, seine Sprache richtig und dialektlos. Diejenigen, welche auf eine dramatische Sigung gerechnet hatten, wurden sehr enttäuscht. Der Angeklagte verhielt sich ruhig, stumm, unempfindlich. Man bestürmte ihn mit Fragen, stellte ihm Fallen, hielt ihm die Folgen seines Starrsinns vor, doch ohne jeden Erfolg. Selbst als man ihm das Urteil verkündete, welches das höchste Strafmaß für Vagabundierens ein Jahr und einen Tag Gefängnis aussprach, ließ er sich nicht hinreißen, sondern ertrug sein Schicksal in Ergebung. - Da man der Persönlichkeit doch irgend einen Namen verleihen mußte, so nannte man ihn kurzweg Jaques, wie es die Gefängniswärter in ihrer Verlegenheit bereits gethan hatten. Wenige Tage darauf wurde der Verurteilte nach der Zentralstelle eingeliefert, wo er seine Strafe zu verbüßen hatte, und das Drama schien seinen Abschluß erreicht zu haben. Heinrich v. Servon hatte an dem namenlosen Rätsel Interesse genommen und kam auf den Gedanken, fünfhundert Franken zu deponieren, welche dem Gefangenen bei seiner Entlassung aus der Haft eingehändigt werden sollten. Er gab sich dabei der stillen Hoffnung hin, daß der Unbekannte durch den Bericht seiner Abenteuer ihm später seinen Dant beweisen würde. Doch dem war nicht so. Der Vicomte erfuhr etwa ein Jahr später, daß der Fremdling während der Strafzeit sein Incognito in teiner Weise verraten hatte und nun in Marseille unter Polizeiauf sicht ansässig war. 16. Punkt: Jm vorigen Jahre wurde von der fürsorge ins Leben gerufen, die in der kurzen Zeit ihres Großherzogin eine Zentrale für Mutter- und SäuglingsBestehens eine segensreiche Tätigkeit im ganzen Groß herzogtum Hessen entfaltet hat. Die Stadtverordneten ſtimmten dem Antrage der Stadtverwaltung zu, dieſer Zentrale mit einem Jahresbeitrag von 20 Mark beizutreten. 17. Punkt: Der Ratsbote Schneider hat des öfteren sein Fahrrad im Interesse der Stadt bei Botengängen benutzt. Aus diesem Grunde hat er an die Stadt eine Eingabe gerichtet, die darauf hinausläuft, die Unterhaltungskosten seines Rades auf die Stadtkasse zu übernehmen. Dem Gesuch wurde entsprochen. 18. Punkt: An- und Verkauf von Grund= stücke n. Juwelier Reusch hat seinen Neubau in die Fluchtlinie zurückgerückt und hierbei 2½ Quadratmeter von seinem Anwesen an die Stadtverwaltung zwecks Verbreiterung des Seltersweges abgetreten. Der hierfür von der Stadt zu zahlende Preis beträgt 150 Mark, welcher die Zustimmung der Versammlung fand. Punkt 19 der Tagesordnung betraf die Dies war aber auch alles und der Namentose gab fein Bebenszeichen von sich. Er schrieb nicht einmal eine Zeile des Dantes, obwohl das Geld ihm bei seiner Entlassung regelrecht eingehändigt worden war. Kurze Zeit darauf brach die Februar- Revolution herein, und Heinrich v. Servon hatte diese merkwürdige Angelegenheit bereits vergessen, als er sich, gegen Ende des Jahres 1848, in bei weitem sonderbarere Abenteuer verwickelt sah. 1. Rapitel. Die politischen Ereignisse, welche die ersten sechs Monate von 1848 erfüllten, drängten alles Uebrige in den Hintergrund. Die Anziehungskraft, welche die gerichtlichen Vorfälle auszuüben pflegen, hatte sich gänzlich auf die Straßenkämpfe und auf die Vorgänge im Abgeordnetenhause übertragen, und merkwürdige Einzelfälle in den hohen Pariser Gesellschaftstreisen gingen zu jener Zeit unbeachtet vorüber. Nach der Februar- Revolution blieben die vornehmen Klubs längere Zeit verlassen, und erst gegen Ende des Sommers begannen die Verehrer des Sports und des Spieles ihre gewohnte Lebensweise wieder aufzunehmen. Restaurants und Theater füllten sich von neuem, besonders aber versammelte man sich wieder um den grünen Tisch. Man schien das Versäumte nachholen zu wollen und unternahm gewagte Partien mit einem Eifer, der vielleicht auch in der Unsicherheit der Zukunft seine Begründung fand. Hauptsächlich in einem der bekanntesten Klubs von Paris tannte man allmählich beim Baccarat, im großen, roten Spielsalon, fabelhafte Summen verlieren und gewinnen sehen. Beim Anblick des Goldes und der Banknoten, die sich dort anhäuften, hätte man wirklich nicht glauben sollen, daß die Industriepapiere täglich sanken und die Pachtsummen und Mieten nicht einzutreiben waren. Das Geld, welches man überall verbarg und den Ge schäften entzog, zeigte sich verwegen beim Spiel und wanderte zwischen ein und fünf Uhr nachts mit unglaublicher Schnelligteit von Hand zu Hand. Eines Tages gegen Ausgang des Monats Oktober, als das Fieber seinen Höhepunkt erreicht hatte, stellte eins der eifrigsten Mitglieder des Klubs plötzlich seine Besuche ein. Es war ein junger, sehr reicher Edelmann, aus Languedoc gebürtig, der den Winter in Paris verbringen wollte und seit einem Monat bedeutende Summen gewonnen hatte. Zuerst fümmerte man sich wenig um seine Abwesenheit, da die Vertraulichkeit zwischen Spielern kaum die Grenzen des grünen Tisches überschreitet, doch bald vernahm man, daß er auch in seiner Wohnung nicht wieder erschienen war. Seine Familienangehörigen wurden unruhig und stellten Nachforschungen an. Straßenbahn. - auch 17 benutzt St einem dert, jedesm ficht, ganz Verm auer Nachn erflär Viert viele fahre zurüd fich v die m quem G fehr raten, sind. Kajer braud Die r So we es da nächst 2 a) Die Stadtverordneten- Versammlung hatte am 4. August mit einer schwachen Mehrheit die Aufhebung der bisherigen Haltestellen der Straßenbahn am Lindenplaz und am Asterweg beschlossen, an deren Stelle ein neuer Haltepunkt in der Nähe der 30zelsgasse treten, während eine zweite neue Haltestelle an der Braugasse eingeführt werden sollte. Auf eine Beschwerde des Nord- Ost- Vereins beschäftigte die Angelegenheit noch einmal den Ausschuß für das Elektrizitätswerk, welcher, wie D.-B. Mecum unter allgemeinem Beifall mitteilte, eine Aufhebung des früheren Stadtverordneten- Beschlusses mit der Maßgabe befürwortete, daß die Haltestelle an der Braugasse, die sich einer recht regen Inanspruchnahme erfreut, beibehalten werden möge. Die Versammlung entschied im Sinne der Kommission. Stadtv. Gabriel: Ich möchte diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne auf den nicht vorteilhaften Platz des Haltestellenschildes auf dem Lindenplatz hinzuweisen. Meiner Ansicht nach würde es sich empfehlen, das Schild an dem Maste der elektrischen Lampe anzubringen.- D.-B. Mecum: Das Haltestellenschild fällt sowohl dem vom Kirchplak kommenden als auch dem aus dem Walltorviertel nach dem Stadtinnern sich begebenden Fußgänger sofort in Bezüglich der Dauerkarten habe ich eine Reihe von die Augen. Es erfüllt somit seinen Zweck vortrefflich. Straßenbahnverwaltungen um Gutachten bezüglich ihres Doch liegen bis jetzt noch nicht sämtliche eingeforderten Einflusses auf die Einkünfte der Straßenbahnen gebeten. Meinungsäußerungen vor, so daß ich über die Brauchbarkeit der Dauerkarten noch keine Auskunft geben kann. b) Der Plan, den 7½ Minuten- Verkehr bis Schüßenhauſe durchzuführen, hatte schon mehrmals die Stadtverordneten- Versammlung beschäftigt. In der letzten Sitzung fam nun ein Beschluß zustande, demzufolge die Stadtverwaltung den Stadtverordneten eine Vorlage dem Schützenhause bei der nächsten Tagung, also heute, über die Durchführung des 7½ Minuten- Verkehrs nach machen sollte. Zu diesem Gegenstand führte D.-B. Mecum u. a. folgendes aus: Der 7½ Minuten- Verkehr würde nach dem von der Verwaltung des Elektrizitätswertes ausgearbeiteten Voranschlag durch die höh eren Stromkosten, die Anstellung eines neuen Schaffverlangen. Der Finanzausschuß, dem ich gelegentlich ners 2c. eine jährliche Ausgabe von etwa 7000 Mark seiner letzten Tagung die obige Begutachtung vorlegte, war gleich mir der Ansicht, daß es besser wäre, alles beim Alten zu belassen, weil die Einnahme der Stra ßenbahn zu dem Ausgabeposten in feinem Verhältnis zum stehen würde. Ich möchte Sie deshalb bitten, vorläufig eine abwartende Haltung einzunehmen, bis sichere Be triebsergebnisse vorliegen. Voraussichtlich wird die Stra ßenbahn für das erste Betriebsjahr noch einen Zuschuß von über 7000 Mt. erfordern, so daß die gesamte Beihilfe der Stadt bei Einführung des 7½ Minutenverkehrs sich auf mehr als 14 000 Mt. belaufen würde.- Stadtverordneter Biermer: Die Durchführung des Minuten- Verkehrs entspricht einem schon lange gehegten Wunsch des Stadtteils an den Kasernen. Da die Stadt Gießen einen Zuschuß von 11 000 Mt. der Omnibuslinie gewähren konnte, wird ihr wohl eine Beihilfe von 14 000 Mt. zur Unterhaltung der doch viel schöneren 7½ Straßenbahn nicht zu schwer fallen. Ich stehe aus dem Standpunkt, daß heute unbedingt über die Durchführ ung abgestimmt werden muß. Die Bahn wird dann Herr v. Sieurac, dies war sein Name, hatte den Klub eines Morgens um vier Uhr verlassen und seitdem kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Man vermutete, daß er seiner Gewohnheit gemäß, einen Wagen genommen hätte, um sich nach seinem Heim, in dem Foubourg Saint- Germain zu begeben, doch die Kutscher der umliegenden Haltestellen vermochten keine Auskunft zu erteilen. Nur einer versicherte, daß er in jener Nacht einen Reisen den, dessen Signalement auf den verschwundenen jungen Mann angefähr paßte, nach dem Westbahnhof gefahren hätte. Es ließ sich jedoch kaum annehmen, daß Herr v. Sieurac sich ohne Gepäck und im Ballanzuge nach einem unbekannten Bestimmungsorte auf den Weg gemacht hätte. Man dachte an Selbstmord, eine Hypothese, die bei einem Spieler gerechtfertigt erscheint, bei Herrn v. Sieurac aber unwahrscheinlich klang, da derselbe sehr reich war und selbst in der Nacht seines Verschwindens eine große Summe gewonnen hatte. Auch wußte man, daß ihn kein anderer Kummer drückte. Es wäre demnach thöricht gewesen, anzunehmen, daß ein Mensch in dieser Geistesverfassung und Vermögenslage sich nach einer fröhlichen und gewinnbringenden Nacht in die Seine geworfen hätte. Man durfte vielmehr an ein Verbrechen glauben, zumal man wußte, daß der junge Mann eine wohlgefüllte Brieftasche bei sich führte. Doch seit zwei Jahren waren die Räuberbanden, welche in der letzten Zeit der Regierung Louis- Philipps die Straßen von Paris unsicher machten, gänzlich aufgehoben. Man hatte die Ueberbleibsel jener furchtbaren Genossenschaften von Verbrechern im Jahre 1846 verurteilt und unschädlich gemacht und seitdem unter keiner Art von nächtlichen Angriffen mehr zu leiden gehabt. Die Nachforschungen, welche von der Polizei in dieser Beziehung angestellt wurden, hatten nicht den geringsten Erfolg. Das einzige Anzeichen, dessen man habhaft wurde, war die Brieftasche des Herrn v. Sieurac, welche man zerfetzt und mit Kot beschmutzt in den öden Ländereien, nahe bei der Barrière du Route, auffand. Wir brauchen nicht hinzuzufügen, daß sie leer war. Hierauf beschränkte sich alles. Man durchstöberte den Fluß und den Kanal, doch ohne den Körper des Gesuchten aufzufinden. Eine Woche lang beschäftigte dieses sonderbare Verschwinden ganz Paris, doch nach Verlauf derselben war es bereits vergessen. Wenngleich auch Herr v. Sieurac in seinem Klub ein sehr bekanntes und beliebtes Mitglied war, so verursachte sein vermutlicher Tod doch nicht während einer einzigen Nacht eine Unterbrechung im Baccarat. Schuß die T Meine Resta Voll täten. Famili Speise Täglich Für Ve zimme zeit en kettfus Neuer Kr Wirkun franko. eine K Schnier Ank Alteif Rubje Bian Jeug, Münze Louis liefert Ausste Private jährl. Wunsc Offer die Ex liebt e lik un nen T Stede b. Ber Preis Lili ein gute gegen 50 f und G Kro Ziehur 8337 Ge Mark Groot Gewinn ovtl. eine Prim Naup gowla Los auc mlung hatte am 4 Die Aufhebung da n am Lindenpla en Stelle ein neue e treten, während raugajje eingeführ Des Nord- Ost- Ber einmal den Aus et, wie D.-B. Me e, eine Aufhebung es mit der Maß an der Braugaffe nahme erfreut, bei lung entschied im Gabriel: J gehen lassen, ohne Haltestellenjchildes Teiner Ansicht nad an dem Maste der D.B. Mecum m vom Kirchplat Walltorviertel nad Bgänger fofort in 3wed vortrefflich ich eine Reihe von ten bezüglich ihres enbahnen gebeten fiche eingeforderten über die Brauch stunft geben tann Verkehr bis zum on mehrmals die igt. In der letz tande, demzufolge meten eine Vorlage ten- Verkehrs nad agung, also heute nd führte D.-B. 7% Minuten- Ver Itung des Elektri ag durch die höh es neuen Schaff etwa 7000 Mar m ich gelegentlic tachtung vorlegte, effer wäre, alles nahme der Stra feinem Verhältnis bitten, vorläufig n, bis sichere Be ich wird die Stra ch einen Zuschu die gesamte Bei Minutenverkehrs nwürde.- Stadt hrung des 7% n lange gehegter en. Da die Stad f. der Omnibus eine Beihilfe vor och viel schönerer Ich stehe aus dem er die Durchführ Bahn wird dann ne, hatte den Klub seitdem kein Lebens hnheit gemäß, einen inem Heim, in dem ch die Kutscher der lustunft zu erteilen. Nacht einen Reifen denen jungen Mann fahren hätte. daß Herr v. Sieurar einem unbekannten itte. othese, die bei einem n v. Sieurac aber reich war und selbst Be Summe gewonnen erer Kummer drück anzunehmen, daß ein Vermögenslage fid n Nacht in die Sein Verbrechen glauben nn eine wohlgefüllt täuberbanden, weld Philipps die Straße gehoben. Man hatt enfchaften von Ver unschädlich gemac ichen Angriffen meh er Polizei in diefa en geringsten Erfolg Jaft wurde, war di man zerfekt und mi ahe bei der Barrièr Sinzuzufügen, daß f an burchstöberte de Pörper des Gesuchte derbare Verschwinde war es bereits bev in seinem Rlub eis so verursachte fei einzigen Nacht ei - auch noch weit mehr als bisher von den Ausflüglern benutzt werden, welche den Wald aufzusuchen wünschen. Stadtv. Krum m: Mich hat die Straßenbahn an einem Nachmittage viermal auf der roten Linie befördert, wobei ich in den oberen Haltepunkten der Bahn jedesmal der einzige Fahrgast war. Ich bin der Anficht, daß die Stellungnahme des Finanzausschusses nicht ganz unberechtigt war, da die Stadt doch auch mit ihrer Vermögenslage rechnen muß. Stadtv. Eichen auer: Wenn Herr Krumm sich an dem betreffenden Nachmittage viermal in dem Wagen allein befand, so erklärt sich dies wohl daraus, daß die Wagen nur jede Viertelstunde bis zu dem Schützenhause verkehren, was viele Leute, die nicht Zeit zum Warten auf den durchfahrenden Wagen haben, veranlaßt, den Weg zu Fuß Stadtv. Petri: Meine Ansicht deckt zurückzulegen. sich vollkommen mit derjenigen des Herrn Krumm, da die mit der Durchführung der Wagen geschaffene Bequemlichkeit eine Ausgabe von 7000 Mt. nicht wert ist. Stadtv. Gabriel: Von einem 7½ Minuten- Verfehr bis zum Schützenhause möchte ich vorläufig ab= raten, da schließlich doch die Ausgaben ziemlich sind. Weit eher lassen sich jedoch die Wagen bis zu den Kasernen durchführen, was nur etwas mehr Stromverbrauch erfordern würde. Stadtv. Grünewald: Die rote Linie wird deshalb von der Moltkestraße aus so wenig benutzt, weil nicht alle Wagen durchfahren und es dann den Leuten zu lange währt, wenn sie auf den nächsten Wagen nach dem Schützenhause warten sollen. - hoch Beig. Heyligenstaedt: Jch habe im Ausschuß dagegen gestimmt, weil ich ein Bedürfnis für die Durchführung der Wagen nicht anerkennen konnte. Meiner Meinung nach können die Leute, welche die Restaurant ,, Café Leib" Telefon 645. Vollständig renovierte Lokalitäten. Allbekanntes, beliebtes Familienlokal. Gute, preiswerte Speisen u. Getränke. Täglich hum. Tamburitza- Konzerte Für Vereine usw. hübsches Kneipzimmer, sowie Gr. Saal der Neuzeit entsprechend mit neuem ParNeuer Inhaber: Th. Rösch. kettfussboden. Bahn nach dem Schützenhause benutzen wollen, ganz gut mit dem 15 Minuten- Verkehr auskommen. Wir müßten erst eine abwartende Stellung einnehmen, bis sichere Betriebsergebnisse vorliegen. Stadtv. Winn: Jch möchte den Antrag Gabriel unterstützen, die Wagen bis zu den Kasernen zu leiten. Viele Leute fahren vom Bahnhof aus nicht, weil die Wagen nicht sämtlich auf der roten Linie durchlaufen. Stadtv. Troß: Eine Verkehrsverbesserung bringt gewöhnlich feinen Rückschlag. Je mehr Gelegenheit zum Fahren vorhanden sein wird, um so größer wird auch die Inanspruchnahme der Bahn seitens der Bürger fein. - Die von dem D.-B. Mecum hierauf vorgenom mene namentliche Abstimmung ergab mit 16 ge= gen 15 Stimmen die Ablehnung der Durchführung des 7 Minuten- Verkehrs bis zum Schützenhause. 20. Punkt: Genehmigung von Rechnungen. Den Londorfer Steinbrüchen war die Lieferung von Wetzsteinen übertragen worden. Dies verursachte eine Ausgabe von 570 Mt., welche die Genehmigung der Versammlung fand. Für den Schlachthof waren Lurfer- Prismen notwendig, welche die Stadtverwaltung von dem Lurfer- Syndikat in Berlin bezogen hatte. Dem hierfür gezahlten Preis von 844 Mt. stimmte die Versammlung ebenfalls zu. Die Lieferung von Fensterbausteinen zum Preise von 570 Mt. wurde dem Fabrifanten Horst in Gießen zugesprochen, wogegen Stadtverordneten gleichfalls nichts einzuwenden hatten. - die 21. Punkt. Verkauf von Speiseeis. Auf den Straßen der Stadt Gießen wurde in den letzten Jahren in steigendem Maße Speiseeis verabfolgt, das nach ärztlichem Gutachten namentlich bei Kindern Verdauungsstörungen hervorruft. Diese nachteiligen Folgen Mobiliar Ausverkauf Seltersweg 83. Nachm. 3-5 Uhr freihändig zu herabgesetzten Preisen noch 2 Tage. Am Samstag 22. Oktober, nachm. 3 Uhr Versteigerung der Restbestände im Laden( Seltersweg 83. des Genusses von Speiseeis hatte die Stadtverwaltung veranlaßt, von der Polizei eine Verordnung ausarbeiten zu lassen, welche Beig. Keller zur Verlesung brachte und die den Verkauf des genannten Genußmittels auf die Erwachsenen beschränkt. Sie lautet auf Beschluß der Stadtverordneten § 1: Speiseeis darf an Kinder unter 14 Jahren auf öffentlichen Straßen und Plätzen nicht verkauft werden; § 2: Verkäufer von Speiseeis dürfen sich den Spielplätzen nur bis auf 200 Meter nähern; § 3: Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis 3u 30 Mark gesühnt. Die Punkte 22-28 betrafen Schankgesuch e. Es waren um die Erlaubnis zum Betriebe von Schankwirtschaften bei der Stadtverwaltung eingekommen: W. Weber für Steinstraße 76, Anna Strodel für Brandgasse 3, Johann Wamser für Brandgasse 7, Fr. Georg für Frankfurterstraße 165, A. Lamm für Westanlage 7, Karl Wagner für Neuenweg 31 und Philipp Meininger für Neustadt 31. Das Gesuch der Anna Strodel fand keine Berücksichtigung, da ein Bedürfnis für diese Schankwirtschaft nicht anerkannt werden konnte. Gegen die übrigen Gesuchsteller hatte die Versammlung nichts einzuwenden. Überall zu haben. Echte N° 3½ 31/ 2PF Salem- Aleikum Cigaretten Ein Hochgenuss! 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