a.d. bei anerfann it der Bergfte Georg G inifitraße) end 5-7 Uhr. entranten und anfen. me in Seilfi fe no bon United Volt. ampiziegelei sen, Telefon 84. Bahnanschluss Frauen Sternwol einste Sternwollen hochfeine Sternwo beste Konsum- Sternwolle ocken aus Sternwo igsten, weil ragen unübertroffe te auf Wunsch grati erel, Altona- Bahront erzustellen ke Kornblum Bhandlung Wilhe warenhandlungen enfte neueste B 3mittel im Handel menfte Röstart, not gereinigt und ge affen wird im aslen, voller Spre ein Getränk für ähnliches Geträn! Magenleidenden, Liebling werden. elfabri Kaiser- Wilhelm Passage ungshaus erstr.129 ustergültigen Gießener Zeitung - ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mr. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 111. Bekanntmachung. - Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens Erpedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Sonnabend, 20. August 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pig.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Nachdem die unter dem Schweinebestand des Gg. Lich zu Gießen, Leihgesternerweg Nr. 24 ausgebrochene Rotlauffeuche erloschen ist, wird die unter dem 27. Juli 1910 an geordnete Sperre aufgeboben. Gießen, den 16. August 1910. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. Gelegentlich des hiesigen Viehmarktes am 16. d. Mts. ist ein Rind herrenlos zurückgeblieben. Der Eigentümer wird ersucht, sich bei unterfertigter Stelle zu melden. Gießen, 17. August 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Die Reichstagsnachwahlen nach Annahme der Finanzreform. die Die Presse beschäftigt sich z. 3. wiederum in außerordentlichem Maße mit den Ergebnissen der letzten Nach= wahlen. Je nach der Parteirichtung wird versucht, Wahlen als möglichst unvorteilhaft für den Gegner hinzustellen. Die„ Kreuz- 3tg." rechnet aus dem Ergebnis der 14 Rachwahlen z. B. noch einen zahlenmäßigen Gewinn für die Konservativen heraus. Von den Ausführungen der „ Kreuz- 3tg." ist indessen nur die eine Tatsache richtig: Zwei sellos haben die bürgerlichen Gegner der Finanzreform bei den Nachwahlen mehr Size verloren als diejenigen Parteien, die die Finanzreform zustande brachten. Es wird auch niemand daran zweifeln wollen, daß sowohl Polen wie Zentrum nach der ganzen Lage der Dinge und den Er: fahrungen langer Jahrzehnte faum erhebliche Veränderun gen in ihrem Besitzstand zu befürchten haben. Von den 14 Nachwahlen entfielen 2 Siße auf das Zentrum, die behaup tet wurden, einer auf die Polen und einer auf die Sozialdemokraten, die ebenfalls behauptet wurden. Es ist dieses alles weiter nicht wunderbar. Dagegen flärt sich der größere Mandatsverlust bei den bürgerlichen Gegnern der Finanzreform sofort auf, wenn man sich vor Augen hält, daß die tonservativen Parteien des Reichstages mit einer Gesamtziffer von 113 Abgeordneten nur drei Nachwahlen zu verzeichnen hatten, während die mittelparteilichen Gegner der Finanzreform, die Nationalliberalen und Freisinnigen, mit einer Gesamtziffer von 106 bereits sieben Nachwahlen erfahren mußten. Die konservativen Parteien hatten das Glück, daß wenige von ihren Abgeordneten starben. Der Gewinn, den nun die" Kreuz- 3tg." für die Konservativen feststellen kann, kommt nun dadurch zustande, daß die Konservativen sich auch diejenigen Stimmen zurechnen, die in den Kreisen Neustadt- Landau, Friedberg- Büdingen, und Cannstatt- Ludwigsburg auf fonservativ- bündlerische Kandidaten entfallen sind. In diesen Kreisen waren türlich auch 1907 bündlerisch konservative Stimmen handen, die aber damals sogleich im ersten Wahlgang auf nationalliberale Kandidaten fielen, weil kein besonderer Kandidat des Bundes der Landwirte aufgestellt war. Für die Beurteilung der konservativen Wahlaussichten müssen beshalb diese Kreise, für die mit 1907 gar fein Vergleich mögnavor= infachsterblich ist, ausscheiden. Ebenso scheiden aus die Kreise: Stollrung Abbildungen Fracht and 5. August 19 Fletchpreife in Gießen kg 80-88 bo. 86-88, bo. 80-96, Brotpreffe in Gle Weißbrot 2 kg 621 Schwarzbrot 2kg 5 Siegen, Gelters! Bekanntmachung. Aus der Kommerzienrat Heichelheim- Stiftung sind am 1. November 1910 1108 Mt. zu verteilen. Nach§ 3 der Stiftungsurkunde können zur Bewerbung nur zugelassen werden: a) Personen, die während des Feldzuges 1870-71 im Militärverhältnis gestanden haben und b) Frauen und Kinder solcher Personen, vorausgesetzt, daß sie einer derartigen Unterstüßung würdig und bedürftig sind und vom Tage der Bewerbung ab rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre ununterbrochen in Gießen gewohnt haben. Bewerbungen sind bis zum 30. September d. Js. im Bürgermeistereigebäude Zimmer Nr. 15 schriftlich oder mündlich einzureichen unter Vorlage der die Erfüllung - Hier haben die Konservativen bezw. die Wirtschaftliche Vereinigung in den Kreisen, in denen ein Vergleich mög= lich ist, d. h. in denen sowohl 1907 wie jetzt bei den Nachwahlen konservativ- bündlerische Kandidaten aufgestellt a ren, also Verluste an Stimmen gehabt. Niemand wird bestreiten wollen, daß auch die Gegner der Finanzreform der heutigen Gestalt Verluste gehabt ha= habt haben. Zum Teil ist der Stimmenrückgang aber nur deshalb erfolgt, weil der Bund der Landwirte, der 1907 bereits im ersten Wahlgang für den Kandidaten der mittleren Parteien stimmte, diesmal eigene Kandidaten aufstellte. Es gibt außerdem Kreise, in denen sich die Stimmenziffer bei den Gegnern der Finanzreform doch wenig= stens annähernd gehalten hat; es gibt Kreise, bei denen sie zugenommen hat. In Landsberg- Soldin erhöhte sich die Ziffer der Linksliberalen von 6167 auf 6376. In EisenachDermbach hatten die Nationalliberalen nur einen Verlust von 300 Stimmen, ihre Stimmenzahl fiel von 6086 auf 5786. In Jauer- Boltenhain stieg die Stimmenzahl der Linksliberalen von 5728 auf 6429, also um 700 Stimmen. In Oletko Lyck erhielten die Nationalliberalen 10 161 Stimmen, während 1907 überhaupt nur 833 liberale Stimmen abgegeben waren. In Posen erhielten 1907 die Nationalliberalen 12 065, 1910 12 579 Stimmen. Demnach haben bei den 14 Nachwahlen in nicht weniger als 5 Kreisen die bürgerlichen Gegner der Finanzreform sich ebenfalls nahezu gehalten oder zum Teil sogar recht erheblich ihre Stimmenzahl vermehrt. Zum Zarenbesuch in Friedberg. vom man Der Großherzog wird am 22. August in Fried berg eintreffen und sämtliche getroffene Anordnungen prü fen. Am 23. August reist er wieder nach Darmstadt( Wolfgarten) zurück, wo am gleichen Tage die Zarenfamilie ein treffen wird. Am 25. August werden dann die Großherzogliche, sowie die Zarenfamilie nach hier abreisen, zwei Tage später wird der König von Griechenland und das Griechische Kronprinzenpaar eintreffen. Da bisher Schlosse nach dem Postamt nur eine Telefonleitung bestand, und sie bei weitem nicht ausreichen würde, so hat 5 weitere Leitungen für das Schloß, sowie für die Nebengebäude angelegt. Die Beleuchtungsanlagen für den Schloß plab, sowie für den Hof, welche auf Kosten der Stadt durch einstimmigen Stadtratsbeschluß vorgenommen wurden, sind nahezu vollendet. Es kommen fast täglich Möbelsendungen für die inneren Einrichtungen hier an. Das Eindringen vom Hirschgraben aus ist durch große Stacheldrahtgitter unmöglich gemacht. Das Kreisamt Friedberg erläßt folgendes Ausschreiben: Vom 20. August 1. Js. an ist bis auf weiteres das Betreten der Anlagen um die Burg Fried= berg und der nördlichen Auffahrt zu der Burg von der Straße Friedberg- Bad- Nauheim bis zu dem Tore an dem Adolfsturm, sowie das Einfahren von Fahrzeugen aller Art ( Kraftwagen, Krafträder, Droschten und sonstige Personenwagen, Lastwagen 2c. in die Burg ohne Erlaubnis des Großh. Kreisamts Friedberg oder des Großh. Hofmarschallgegebenen Zeitpuntte ab nur gegen Vorzeigen einer von dem Gr. Kreisamt Friedberg, oder von dem Großh. Hofmarschallamte ausgestellten Erlaubniskarte, die auf den Namen lautet, nicht übertragbar und demnächst auf Aufforder= ung zurückzugeben ist, gestattet. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnungen werden mit Geldstrafen bis zu 90 Mt. geahndet. berg- Schneeberg, Koblenz- St. Goar, Koburg, Halle an d. Saale, Mülheim- Wipperfürth und Posen. In diesen Kreifen sind sowohl 1909 wie 1907 feine fonservativ- bündlerischen Kandidaten aufgestellt worden. Ein wirklicher Vergleich für Stimmenwachstum bezw. Stimmenabnahme bei konservativen oder anderen Kandidaten der Rechten ist nur möglich in Landsberg- Soldin, Eisenach- Dermbach, Jaueramtes untersagt. Das Betreten der Burg ist von dem anBollenhain, Usedom- Wollin und Oletko Lyt- Johannisburg. Das Ergebnis für die Konservativen bezw. für die Wirtsch. Vereinigung war in diesen Kreisen nach dem Verhältnis der Stimmenzahl bei den Reichstagswahlen im Jahre 1907 und 1909 bezw. 1910 folgendes: LandsbergSoldin für den konservativen Kandidaten 13 828 Stimmen ( 1907), 9470 Stimmen( 1909). Eisenach- Dermbach für Wirtschaftliche Vereinigung 6985 Stimmen( 1907), Stimmen( 1909). Jauer- Bolkenhain für den Konservativen 5050 Stimmen( 1907), 3879 Stimmen( 1910). Usedom- Wollin für den Konservativen 8156 Stimmen( 1907), 6055 Stimmen( 1910). Oletko- Lyd- Johannisburg für den Konservativen 20 343 Stimmen( 1907), 10 161 Stim( 1910). - 4356 Veteranen- Appell in Meh. Der fünfte und lehte Veteranentag am Donnerstag galt dem Andenken der waderen Krieger, die bei Gravelotte und St. Privat für das Vaterland ihr Leben ließen. Die Zahl derer, die sich eingefunden hatten, übertraf die bei allen vorhergegangenen Gedenkfeiern. Außer dem Grafen Häſeler und den Spißen der Zivil- und Militärbehärden waren auch der Generaladjutant des Kaisers, Erzellenz v. Plessen, und der Vorsitzende des Kriegerlandesverbandes, General= 21. Jahrg. | der Bedingungen nachweisenden Papiere und ärztlicher Be' scheinigungen über etwa behauptete Krankheiten. Gießen, den 15. August 1910. Großherzogliche Bürgermeisterei. Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kabelarbeiten wird am kom- menden Dienstag, den 23. d. Mts., von vormittags 6 Uhr bis nachmittags 5 Uhr in der Nordanlage, von Neustadt bis Steinstraße, in der Westanlage, bis Bahnhofstraße, so= sowie in der Neustadt und Hammstraße das Kabel ausge schaltet und die Stromlieferung unterbrochen, was wir den anliegenden Konsumenten hiermit zur Kenntnis bringen. Gießen, den 18. August 1910. Elektrizitätswert und Straßenbahn der Stadt Gießen. J. V.: S ch mi zz. major a. D. Deurer aus Straßburg, anwesend. Die Feiern begannen um 9 Uhr vormittags mit einer kurzen Feier am Jägerdenkmal in der Schlucht von Gravelotte, dann schloß sich eine imposante Gedenkfeier in der Gedenkhalle zu Gravelotte an, wo Graf Häfeler der Korpsführer und einzelner hervorragender Persönlichkeiten besonders gedachte. Bezirkspräsident Graf Zeppelin- Aschhausen hielt eine Ansprache und Graf Häfeler dankte zum Schluß der Regierung im Namen der Veteranen. Es folgten dann Feiern am König Wilhelm- Stein bei Mogador, am Denkmal der 18. Division bei Verneville, des Alexander- Regiments bei Ammanweiler, des Garde- du- Korps bei St. Privat, des 1. Garde- Regiments und am Sachsen- Denkmal bei St. Privat. Nach achtstündiger Wanderung war damit die Feier auf den Schlachtfeldern zu Ende. An den einzelnen Denkmälern waren orientierende Vorträge über den Verlauf der Schlacht, u. a. auch vom Grafen Häseler, gehalten worden. Köhler- Langsdorf der Reichstagsabgeordnete, schreibt unterm 18. August 1910: Die Nachricht, daß ich zur nächsten Reichstagswahl wieder kandidiere, ist falsch. Erstens habe ich niemandem mitgeteilt, daß ich endgültig entschlossen wäre, auch demnächst wieder zum Reichstag zu kandidieren; zweitens könnte von einer solchen Kandidatur nur alsdann die Rede sein, wenn sie als eine gemeinsame des Bundes der Landwirte, der christlich sozialen, der deutsch- sozialen und der Reformpartei proflamiert würde. Welches übrigens meinen Wiedereintritt in die Frattion der Wirtschaftlichen Vereinigung im Reichstag in sich einschließen würde und die Annäherung, vielleicht sogar den völligen Anschluß auch der übrigen Mitalieder der Reformpartei an diese gesinnungsverwandte politische Gruppierung veranlassen könnte, drittens aber will ich feststellen, daß mein Gesundheitszustand sich nicht„ erheblich gebessert", sondern eher verschlechtert hat; und ich darum einer mir anzutragenden Kandidatur eine feste zusage noch nicht zu geben vermag; doch sollten meine polieinrichten, es könnte zuletzt doch sehr viel anders kommen, tischen Gegner sich nicht zu sehr auf mein baldiges Ableben als sie jetzt hoffen und wünschen mögen. Lokales. Gießen, 20. August 1910. ** Staatsminister Ewald hat seine Dienstgeschäfte wieder übernommen. * Städtische 3. Das Tiefbauamt hat nunmehr die Pläne für 4 neue Straßenzüge fertiggestellt. Es sind dies die Sandgasse, die Große Mühlgasse, der als Ringstraße geplante, von der Wiesenstraße nach dem Philosophenwald führende Straßenzug und eine Verlängerung der Die Landgrafenstraße bis zu der genannten Ringstraße. Sandgasse weist eine Breite von 9 Meter auf und verbindet die Neustadt mit der Kirchstraße. Die Große Mühlgasse führt in derselben Breite als Verlängerung der Löwen= gasse nach der Westanlage, während die Ringstraße 16 Mtr. und die Verlängerung der Landgrafenstraße 15 Meter breit ift. * Das städt. Wasserwerk in Queckborn wird binnen kurzem in der Stunde 324 Kubikmeter Wasser mehr liefern können, da die von der Stadtverwaltung bestellte neue Pumpanlage bereits eingetroffen ist. * Der Anschluß von Wieseck an das Elet trizitätswert ist nunmehr in die nahe Wirklichkeit gerückt. Im September wird in Wieseckt deshalb zur näheren Aufklärung der Wiesecker Bürger ein Vortrag eines Fachmannes über„ Die Vorteile des Bezuges elektrischer Kraft" stattfinden. Die zur Abschätzung der für die Ge= meinde notwendigen Strommenge dienenden Anmeldebogen sind von der Bürgermeisterei bereits ausgearbeitet worden. * Einen Ausflug nach Dillenburg unternahm am Mittwoch die Gießener Bäckerinnung im Verein mit den gleichartigen Berufsgenossenschaften von Marburg und Wetlar. Zu Ehren der Ausflügler veranstalteten die Dillen= burger Bäcker ein Festessen, welchem sich ein Ausflug nach der Adolfshöhe anschloß, wo in ausreichendem für Zerstreuung gesorgt war. Als Ausflugsort für das nächste Jahr wurde Marburg a. 2. gewählt. * Diebstahl. Vorgestern wurde durch einen Handwerksburschen aus einer Wohnung in der Ludwigstraße eine goldene Uhrkette sowie 5 Mark entwendet. * Zur Cholera gefahr. Aus Anlaß der russischen Cholera haben unsere Landwirte aus dem§ 78 der Kreisordnung folgendes zu beachten: Der Zuzug fremdländischer Arbeiter ist vor ihrer Ankunft von dem Arbeitgeber der Bürgermeisterei des Beschäftigungsortes anzuzeigen; sofern dies nicht möglich gewesen ist, ist die Ankunft sofort, spätestens aber binnen 24 Stunden nach deren Eintreffen in ihrem Bestimmungsort der Bürgermeisterei anzuzeigen. Letztere ist zur sofortigen Mitteilung an das Kreisgesund- heitsamt verpflichtet, bei Krankheitsverdacht eventuell tele graphisch. Der Arbeitgeber oder dessen Vertreter hat zu veranlassen, daß die fremdländischen Arbeiter nach vorher gegangener Weisung zur Untersuchung durch den Großh. Kreisarzt erscheinen. !! Handwerkslehrlinge. Diejenigen Meister fönnen mit 150 Mart Geldstrafe und im Wiederholungsfalle mit Entziehung der Meisterbefugnisse bestraft werden, die es unterlassen, die von ihnen ausgebildeten Lehrlinge zur Ablegung der Gesellenprüfung anzuhalten, oder sie auf die Vorteile aufmerksam zu machen, die ihnen aus der Ablegung dieser Prüfung erwachsen. Die Anordnung verdient gerade jetzt, da wieder zahlreiche Lehrlinge daran sind, ihre Lehrzeit zu beenden, genaue Beachtung. Aus Hessen und Nachbargebiet. * Klein Linden. Der Bau eines Etablissements an der Staatsstraße zwischen Klein- Linden und GroßenLinden ist nahezu vollendet. Im Herbst soll das Gebäude seiner Bestimmung übergeben werden. * Wetzlar. Der Kreis Wetzlar hat in 82 Gemeinden Wanderbibliotheken eingerichtet, die von den Lehrern verwaltet werden. Im letzten Jahr waren 50 000 Bücher im Umlauf. Bücher wissenschaftlichen Inhalts waren wenig begehrt, solche historischen und beschreibenden Inhalts, besonders über Kolonien und Marine wurden dagegen start gelesen. * Grünberg. Unser Wasserwert wird jetzt erweitert, nachdem der Gemeinderat die Stadtmühle erworben hat. * Ruppertenrod. Bei der Wahl des Beigeordneten wurde der Kaufmann Adam Reiber von 109 Abstimmenden mit 104 Stimmen zum 5. Male wiedergewählt. * Laubach. Der verstorbenen Gräfin Friedrich zu Solms- Laubach gab ein sehr großer Leichenzug das letzte Geleite. Voran schritt die Kapelle der Marburger Jäger, Trauermärsche und Choräle abwechselnd spielend. Dann folaten der Kirchenchor, die Schüler des Gymnasiums Fridericianum mit dem Lehrer- Kollegium, die Geistlichen des Patronats, der Leichenwagen, begleitet von dem Gemeinderat, dem Kirchenvorstand und den Forstwarten, dann die hohen Leidtragenden, unter denen man auch als Vertreter des Großherzogs den Geh. Kabinettsrat Römheld bemerkte und die Vereine der Stadt. * Bom Bogelzberg. Nachdem das Heer der Mäuse und Hamsterratten im Kornfelde gehaust, hat es sich nun nach dem Wegfahren des Korns in die anderen Getreidefelder gezogen und richtet hierin großen Schaden an. Auch in den Kartoffelfeldern beginnt das Nagerheer seine Zerstörungsarbeit. * Trais- Horloff. Auf der Grube„ Friedrich" entstand im Brifett Preßhaus eine Kohlenstauberplosion, wobei einige Personen leicht verletzt wurden. * Schwalheim. Auf der Feldeisenbahn bei der Neuanlage des Güterbahnhofs in der Gemarkung Schwal heim erlitt der Maschinenführer Eckstein bei einem Zusammenstoß von Wagen mit seiner Maschine schwere Verletz= ungen an Arm und Beinen. * Schotten. Zu Gemeinderatsmitgliedern wurden gewählt: Konrad Schlörb 8. mit 251, Georg Konrad Hosmann 2. mit 249, Karl Weiß mit 225, August Schlitt mit 173, Karl Schlörb 5. mit 172 Stimmen. Die von Frau Lehrer Clarius- Langen angeregte Sammlung„ Frauendant an Vater Backes" zum Besten des Lehrerheims„ Vogels= berg" hat den Betrag von 1445 Mark ergeben. *& ch z e I I. In dem benachbarten Bisses gewann ein Landwirt in der Weimarer Geldlotterie 15 000 Mark. 14) Gerichtet. Familienvoman von Franz Wichmann. Di Nolten, durch zwei Kriminalbeamte in seiner Wohnun verhaftet und an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Verhaftung steht mit dem Konkurs der Niederdeutschen Ban in Verbindung. Det des * Darmstadt. Gestern früh ist die 25.( Großh Hess.) Artilleriebrigade, bestehend aus dem Großherzoglicher Artillerieforps, 1. Gr. Hess. Feldartillerie- Regiment Nr. 2 und dem 2. Gr. Hess. Feldartillerie- Regiment Nr. 61, in der Richtung auf Hanau zum Manöver ausgerückt. stellvertretende Direktor der Darmstädter Bant, Pfarrius, ist in Marienbad an einem Schlaganfall gestorben. Er war 58 Jahre alt. Auf Veranlassung des Vorstandes hiesigen Polizeiamts, Regierungsrates Dr. Kranzbühler, fand eine große Prüfung von Polizeihunden statt. * Oberurse l. Unter dem Vorsitz des hiesigen Bür germeisters Füller fand hier eine Versammlung sämtlicher Bürgermeister des Obertaunuskreises statt, in der Landrat Ritter v. Marr seine Pläne wegen der Heranziehung steuerfräftiger Ansiedler nach den Taunusorten entwickelte. Ohne die bisher mit Unterstübung des Kreisausschusses herbeigeführte Errichtung guter Arbeiterwohnungen dadurch zu unterbinden, will Landrat v. Marr durch geeignete Grund: schaffung zweiter Hypotheken unter Garantie der Gemeinde und des Kreises, sowie durch Uebertragung der kaufmännischen Organisation und der technischen Durchführung an die in Frankfurt bestehende Eigenheim- Baugesellschaft m. b. H. dem Mittelstande die Errichtung eigener Häuser an schänen Taunuspläßen erleichtern. * Holzheim. Welch ungeheuere Verbreitung der Hamster in unserer Gemarkung genommen, geht aus der Zahl der seit vier Wochen aesungenen Tiere hervor, sie beträgt 2300. Die Gemeinde zahlt für jedes ausgewachsene Tier 15 Pfg., für die Jungen 10 Pfg.- Eine hiesige Frau stach sich bei den Erntearbeiten eine Distel in die Hand. Die Verlegung, anfangs gering erscheinend, zog Blutverſtücks zusammenlegungen durch die Gemeinden und durch Begiftung nach sich und die noch junge Frau verstarb in der Klinit zu Gießen. Hungen. Bei den bevorstehenden Manövern wird unsere S, adt voraussichtlich vom 26. August ab auf etwa 12 Tage mit über 500 Mann belegt werden. „ Wohl," fiel sie ein, als ängstige es ste, daran erinnert zu werden,„ aber muß es denn stets gleich wieder gegangen sein? Gibt es denn nicht so manches zu fragen, zu antworten? Ich weiß ja gar nichts von Grünwald, meiner wahren Heimat! Wohnen Sie noch dort in Ihrem- Ihrem" Hellborn mußte lächeln, daß sie das Wort, das sie suchte, nicht finden konnte. „ Menschenheim," half er ihr, ich weiß, es wird den Menschen von heute schwer, den Namen auszusprechen!" * Herborn. Die Genehmigung zur Inbetrieb- nahme der elektrischen Ueberlandzentrale in Oberscheld nach dem oberen Lahntale ist erteilt worden, sodaß diese in den nächsten Tagen in Benußung genommen wird. * Aus der Wetterau. Die Gemeinde Dornassenheim beschloß einstimmig den Anschluß an das projek- tierte Elektrizitätswerk Lißberg. * Butzbach. Am morgigen Sonntag, nachmittags 2.38 Uhr, wird eine Anzahl Spielmannschaften des mittelrheinischen Spielverbandes hier eintreffen, um auf dem Ererzierplatz im Lustgarten Musterspiele in Schlagball, Faust ball, Fußball 2c. zu zeigen. Um dem Turnspiel eine weitere Verbreitung zu verschaffen, wäre es sehr erwünscht, wenn auch die in der Umgegend befindlichen Turnvereine Vertreter senden würden. „ D, nein, es ist nicht das," meinte Klara,„ der Name klingt so hoch und hehr, daß es mir fast wie eine Entweihung vortommt, ihn zu gebrauchen. 2 Aber glauben Sie mir, die harten Holzbänke in Ihrer Hütte sind mir lieber, als die weiche üppigfeit dieses Zimmers, in dem meine Mutter und mein Bruder sich wohl fühlen." Hellborn sah sie mit leuchtenden Blicken an. ,, Sie wären wert, die Tochter einer kommenden, besseren Beit zu sein!" sprach er. * Friedberg. Schärfere Maßnahmen inbezug auf Anmeldung der Fremden in hiesigen Logierhäusern werden wohl auch hier während des Zarenbesuches zu erwarten sein. Sämtliche hiesigen Gastwirte erhielten eine Ladung zur Polizeibehörde, deren Motiv augenscheinlich Verhaltungsmaßregeln zur obigen Angelegenheit ist. „ Sie glauben wirklich daran?" fragte das Mädchen zaghaft. Seine Stimme nahm den begeisterten Ton des Propheten an, indem er antwortete: ,, So wahr, als die heutige Anschauung mein Tun als einen groben Unfug betrachtet und die Menschen mich für einen Narren halten!" * Münzenberg. Die Neuwahl eines Bürgermeisters ist für heute festgesetzt. Als Kandidaten kommen in Betracht der seitherige Beigeordnete Herr Wetz und der Vorsitzende des hiesigen Turnvereins, Herr Otto Enders 2r. * Lich. Die Bibliothek des hiesigen Vereins für Volksbildung wird am nächsten Montag der Benüßung erschlossen. „ Und Sie haben den Mut, das alles zu erdulden?" fragte Klara verwundert. „ Haben nicht andere vor mir weit mehr gelitten um der Wahrheit willen?" entgegnete er.„ Der Mut nur ist es, der den meisten fehlt! Viele denken wie ich, aber sie leben in einem Jahrhundert der Feigheit, darum sind sie schwach!" Wissen Sie, daß ich Sie bewundere?" rief Klara unwillfürlich aus. raton Aus dem Kreise Alsfeld. Zahlreiche Schulhausneubauten werden jetzt in unserem Kreise ausgeführt. Vollendet werden in diesem Sommer bezw. Herbst die Bauten zu Ilsdorf, Storndorf, Udenhausen und Hainbach; begonnen wurde das Gebäude zu Ohmes, beschlossen ist ein großes Volksschulgebäude zu Alsfeld. * Frankfurt a. M. Vom 15. bis 17. August tagte hier, wie bereits gemeldet, die zweite Vertreter- Versammlung des Verbandes der deutschen Versicherungsbeamten. Den Kernpunkt der Beratungen bildete die Umbearbeitung der Verbandssaßungen. Zum Ort für die nächste Vertreterversammlung wurde Erfurt gewählt. In der Schlußsißung am Mittwoch Abend sprach zunächst A. Schröder= München über„ Moderne Berufs- Organisationen". Generalsekretär A. Liening- München behandelte das Thema„ Unsere sozialpolitischen Forderungen". ,, Nein," erwiderte Hellborn ernst, das würde unserer Sache nur schaden; ich will keine Bewunderung; wir sind ja nur Jünger eines Meisters. Im fernen Rußland lebt ein Mann, der Ihrer Bewunderung würdig ist, Graf Tolstoi, der Aristokrat des Volkes, der nichts als Mensch sein will und arbeitet wie der schlichteste Bauer!" 19 gm ,, Ach, meinen Vater und viele viele andere würde solches Beispiel niemals überzeugen!" wandte Klara ein. * Frankfurt a. M. Auf Antrag des Untersuchungsrichters in Dortmund wurde der 42jährige Direktor der Frankfurter Gummiwerke in Niedervad, Dr. jur. August bei mir eins ift?" ,, Heute noch nicht, ich weiß es wohl, wer aber fennt das Morgen? Wer fann sagen, ob nicht im Grunde des Herzens Ihr Vater und ich auf denselben Gedankenwegen wandeln, ob nicht das Alte und Neue im innersten Kerne bei ihm wie sid is „ Mein Vater?" entbebte es Klara, und heftig schüttelte es sie bei dem Gedanken an denselben. „ Mein Vater?" wiederholte Klara bitter.„ Unmöglich! Er spricht von Ihnen, wie von einem Verworfenen, er hat mir verboten, jemals mit Ihnen" Ihre Wangen entfärbten sich unter plötzlichem Erschrecken:„ Mein Gott, daran dachte ich ja gar nicht und stehe hier und unterhalte mich mit Ihnen!" Spellborn begriff und ehrte ihr Gefühl. * Kassel. Der Kaiser traf am Mittwoch, von Cronberg kommend, in Schloß Wilhelmshöhe ein. Am Donnerstag wurde dort der 80. Geburtstag des Kaisers Franz Joseph besonders feierlich begangen. Zu der Feier erschienen auch der Reichskanzler von Bethmann Hollweg, sowie der Staatssekretär des auswärtigen Amtes, v. Kiderlen- Wächter, im Hoflager. Der Aufenthalt auf Schloß Wilhelmshöhe nahm gestern sein Ende. Heute nachmittag treffen die Herrschaften in Posen zur Einweihung des Residenzschlosses ein. Am Dienstag verläßt das Kaiserpaar Posen wieder und begibt sich nach Königsberg. Daran schließt sich Besuch in Danzig. Das große Flottenmanöver am 29. d3. Mts. wird durch eine Parade sämtlicher Kriegsschiffe über 100 in der Danziger Bucht vor dem Kaiserpaar auf der„ Hohenzollern" eingeleitet. Auch an einem größeren Manöver der Flotte wird der Kaiser teilnehmen. „ Sie haben recht, Fräulein Reiner, mich daran zu erinnern," sagte er.„ Sie sollen um meinetwegen nicht Ihrem Vater ungehorsam sein. Verzeihen Sie, daß das Interesse für meine Sache mich hinriß, hier länger zu verweilen, als nötig war." Er wollte gehen, doch mit bittendem Tone hielt das Mädchen ihn zurück. ,, Nein, so nicht, Sie dürfen mir nicht zürnen 〃 Wie können Sie das glauben!" versetzte er.„ Nein, ich gehe in dem Bewußtsein, eine verwandte Seele gefunden zu haben, und werde Ihrer immer in Liebe gedenken." „ Aber so bleiben Sie doch noch einen Augenblick," bat Klara,„ der Vater kommt noch nicht heim, vtr sind ungestört, und Sie haben vergessen das HerzHellborn blickte betroffen auf seine Hand,' n der er, ohne es zu wissen, immer noch den goldenen Schmuck hielt. " Wahrhaftig," sagte er, ich habe Ihr Herz noch immer!" Er reichte es ihr und Klara hatte schon die Hand danach ausgestreckt, als sie plötzlich, ohne es zu berühren, mit allen Zeichen des Schreckens zurückfuhr. - der Grasmus zu grafen bei Landgericht flärt, da no der Mißhei wußt gewe so nicht in den Agnate hängig gema Grbgraf zur Sollte das diefer Ansich Grbgraf in nicht fucced Grundlage urteil des schiedenen G nahmeverfah Ehefrau aud We Großfeuer fd 3 Ställe uni * 90 der Niederd Groß- Banter fannt gegebe Reichsbant Hilfsaltion bis 100 Mar bon 500-30 25 Prozent f Verteilung e Prozentfäße der Ausfall * Lei pius haben e * Aus Nassau. Die Fleischpreise ziehen nun auch in den kleineren Orten Nassaus bemerkenswert an. So ha ben zum Beispiel die Metzger in Sindlingen den Preis für Rindfleisch von 72 auf 76 Pfg. erhöht. Der Stand der Rindviehzucht in Nassau ist eben besonders durch den vorjährigen Futtermangel nicht günstig, mit Ausnahme des Koblenzer Bezirks ist die Abnahme des Rindviehbestandes im Regierungsbezirk Wiesbaden die größte in der preußischen Monarchie, sie betrug im verflossenen Jahre 17 694, das sind rund 7,15 Prozent. Dieser Verlust wird in seiner Größe besonders deutlich, wenn sich bei genauerem Studium ergibt, daß der Rückgang an Rindvieh in einzelnen Kreisen bis zu 3500 Stück beträgt. * Friedrichsdorf i. T. Nicht weniger als 171 Bewerber haben sich um die hiesige Burgermeisterstelle gemeldet. Auch ein Oberst befindet sich darunter. * Kie rich'schen Che chen Hulda G Roppius ein, den Geldbrief Frau Wagne Kieler Bucht boot, 76" fabungen wu schulschiffen a boot beim 3 pedoboote lie möglich ist. Nordischen B holt gejunter * Aug morgen in Brü men und ha gehend besich schlossen, die Trümmerhau ausgestattete für 14 Tagen t nicht durch * Worm 3. Der hessische Zentrumsparteitag, den in diesem Jahre Worms in Aussicht genommen war, wird voraussichtlich im November stattfinden. ,, Gott im Himmel, was ist das?" kam es über ihre Lippen. ,, Hören Sie nicht den Schritt? Es ist mein Vater, der doch schon hein kommt! Wenn er Ihnen begegnete auf der Stiege, er wüßte, daß Sie von mir fämen! Was tue ich? D, er darf Sie mich sehen, es wäre mein Tod! Gehen Sie da hinein," sie stieß hastig die Tür des Nebenzimmers auf und wies mit flebender Gebärde in den dunklen Raum,- ,, es ist noch früh und er wird noch wieder fortgehen, solange aber, um des Himmels willen, verbergen Sie sich!" 10 Hellborn konnte ihrem angstvollen Fleben nicht widerstehen. „ Um Ihretwillen, nicht meinetwegen will ich es tun," sagte er und fühlte sich, ehe er selber noch einen Schritt machen konnte, von dem Mädchen bereits in das kleine Gemach hineingeschoben. - * Oberstein. Medizinalrat Dr. Schmidt aus Jdar, der die ärztliche Leitung der hiesigen Tuberkulose- Fürsorgestelle übernommen, hat die Schüler einer Klasse der hiesigen Volksschule einer Untersuchung unterzogen. Wenn man die struphulös veranlagten Kinder als tuberkulos bezeichnet, was im gewissen Sinne berechtigt ist, so ergibt die Untersuchung, daß 56 zwei Drittel Prozent der Schüler mit Tuberkulose behaftet sind. Kaum hatte die Tür sich hinter ihm geschlossen, als sich draußen auch schon eine Hand auf den Drücker legte. The Bater, bist du es?" fragte Klara mit vor Erregung noch zitternder Stimme. 910 Aber jeder Laut erstarb ihr auf den Lippen, als statt der * Michel stadt i. O. Am Amtsgericht Michelstadt i. D. findet 3. 3. die Vernehmung der Dora Fischer aus Erbach i.. statt, die frühere Gattin des Erbgrafen Antisort die Tür von draußen her rasch geöffnet wurde und eine Gestalt, welche alles andere, denn die des Vaters war, blitzschnell über die Schwelle und ins Zimmer trat. Mit grenzenlosem Erstaunen erkannte das junge Mädchen in dem unerwarteten Anfömmling den Freund ihres Bruders, Herrn von Hohlen. ..Tausendmal Pardon, Fraulein Klara, daß ich hier so eindringe, aber ich glaube, Sie haben mein Klopfen überhört!" sagte er mit seinem liebenswürdigsten Lächeln. „ Sie, Herr von Hohlen?" rief Klara, doch erleichtert anfatmend, daß sie nicht den erwarteten Vater erblickte.„ Was wollen Sie hier? Sie wissen doch, daß Otto mit der Mutter zu Pauli gegangen ist! Sie haben ja beide begleitet! Und Sie selbst sagten Sie nicht, daß Sie den Klub der Wahrheitsfreunde besuchen wollten?" Herr von Hohlen machte einen raschen Schritt auf das junge Mädchen zu. Allerdings," antwortete er, und darum eben bin ich ja hier!" Klara wich unwillkürlich einen Schritt vor ihm zurück. „ Das verstehe ich nicht!" erklärte sie.„ Sie müssen mir schon deutlicher sagen, was Sie wollen." Ihre ungeduldigen Worte brachten ihn nicht aus seiner selbstbewußten Ruhe. „ Gleich, einen Augenblick!" versetzte er.„ Erlauben Sie vielleicht, daß ich mir ein Glas Wasser einschenke? Die Luft draußen ist schwül und mir ist sehr heiß!" Er trat ohne weiteres an den Sofatisch und goß sich aus der Karaffe ein Glas Wasser ein. Klara sah ihm erstaunt zu. Wenn ich meinem Bruder bei seiner Heimkehr etwas ausrichten kann," meinte sie dann, so sagen Sie es mir bitte!" Robert leerte das Glas auf einen Zug. „ Otto denke ich später noch im Restaurant zu treffen," ers widerte er,„ gegenwärtig handelt es sich um mich selbst. Also warum ich eigentlich gekommen bin „ Herr von Hohlen," unterbrach Klara ihn energisch ,,, ich muß Sie wirklich bitten, sich kurz zu fassen. Wenn mein Vater käme und Sie hier fände, allein bei mir, was sollte er denken?" Robert lächelte nur. „ Ihr Herr Papa? Ach, das hat gar keine Gefahr, der sitzt im Adler und denkt nicht ans Heimgehen. Gilt es Ihuen denn gar so sehr, mich wieder aus dem Hause zu schaffen?" Er nahm die Zeitung auf und blickte hinein. Ah, der saubere Apostel, dieser Hellborn, treibt auch hier sein Unwesen,- hält heute abend Vortrag in der Union," er legte die Zeitung auf den Tisch zurück,„ ein ehemaliger Offizier, es ist unglaublich!" ( Gerichtet 27 Nr. 8.) Klara horchte auf. ftiftung ausg men. So so des schwerwi ler ergeben febene belg nachgewiesen Stücke ihrer turen aus de gerichtliche U ftiftung als * Au teien in Nic hington abge Was ja cin ehemalige Wie ich „ ich habe es weislich gehei mehr von ih hat abziehen genug, ihnen Das jun ihr in alle Gl regung zu ver Mit Sch wahr!" rief vermag nie et Herr vor Mädchen geg „ Aber, li Was ich weiß und meiner Wir erzählten über das när in Paris, der es inzwischen mir also, da in Paris mid „ Lüge, Seil er nich leumden fie il Robert a Glauber „ Die Rid Tagen? Er h Nur hat bandelt, und Ich fann immer dagegen Es macht Folter zu ipa Stüd näher „ Ei, ei, quälen! Neu muß fie beizei Das Mäd Aber es nennen Sie es Robert icho Vielleicht Ich bin es nic feiner Wohn abgegeben. ederdeutschen B Die 25.( Gro Großherzoglic Regiment Nr. ment Nr. 61, ausgerüdt.- 2 Bant, Pfarri gestorben. Er h Borstandes Dr. Kranzbüble en ftatt. des hiesigen mlung familia in der Landr ranziehung ftene entwidelte. O Sichuffes herbeig dadurch zu geeignete Grun en und durch ie der Gemein gder laufmän urchführung an d fellschaft m. b. user an fchäne ittwoch, von Gro n. Am Donner isers Franz J Feier erschiene weg, sowie de . Kiderlen- Bad Schloß Wilhelms mittag treffen Residenzschloffe r Posen wiede schließt sich de over am 29. d Kriegsschiffe dem Kaiserpaa einem größere ehmen. e ziehen nun aud Swert an. So be en den Preis fü Stand der Rind Tch den vorjäht ahme des Kob dbiehbestandes in der preußischen hre 17 694, da t wird in seiner auerem Studium einzelnen Kreisen weniger als 171 germeisterstelle ge inter. nsparteitag, fin genommen war, en. Schmidt aus Jdat, werfulose Fürsorge Classe der hiesigen Wenn man die fatlos bezeichne ergibt die Unter Schüler mit Tu Jericht Michelstadt Dora Fischer in des Erbgrafen Sffnet wurde und des Vaters war, er trat. Sjunge Mädchen nd ihres Bruders, Daß ich hier so ein lopfen überhört!" n. och erleichtert aufr erblickte. Was o mit der Mutter De begleitet! Und Klub der Wahr Schritt auf das te er,„ und darum Dor ihm zurück. „ Sie müssen mir nicht aus seiner „ Erlauben Sie chente? Die Luft und goß sich aus h ihm erstaunt zu. imkehr etwas ause es mir bitte!" ant zu treffen," ers mich selbst. Alfo ihn energifch, ich Wenn mein Vater jollte er denken?" feine Gefahr, der n. Gilt es Ihnen aufe zu schaffen?" Ah, der saubere Unwesen,- balt rlegte die Zeitung Offizier, es ift un Berichtet 27 Nr. 8) mails and w anErasmus zu Erbach- Erbach, über den Geisteszustand des Erb grafen bei Eingehung seiner Ehe mit der Zeugin. Das Landgericht Frankfurt hat seinerzeit die Ehe für nichtig erflärt, da nachgewiesen sei, daß der Erbgraf bei Eingehung der Mißheirat geistesgestört gewesen, also ihm nicht be wußt gewesen, daß er gegen die Hausgesete verstoße und so nicht in das Fideicommis succediere. In der jetzt von den Agnaten des gräflichen Hauses am Landgericht hängig gemachten Feststellungsklage wurde betont, daß der Erbgraf zur gegebenen Zeit nicht geistesgestört gewesen. Sollte das Landgericht aus den Zeugenvernehmungen dieser Ansicht gelangen und demgemäß erkennen, daß der Erbgraf in die Fideigüter des gräflichen Hauses Erbach nicht succedieren tann, so würde natürlich die tatsächliche Grundlage des Urteils im Gegensatz zu dem Nichtigkeitsurteil des Landgerichts Frankfurt a. M. stehen und der gezu hat die amerikanische Regierung feinen von diesen Gesandten offiziell anerkannt. Staatssekretär Knor hofft, die feindlichen Parteien zu versöhnen. )( Dresden Jüterbog- Dresden, eine Radfernfahrt über 268 Kilometer wurde am 14. August von J. Sedelmaier auf Brennabor gewonnen und auch bei dem 120 Kilometer langen Straßenrennen Landsberg- Arns= walde- Landsberg trug am gleichen Tage ein Brennaborfahrer den Sieg davon. )( Iserlohn Langschede Hemer, eine Straßenfahrt am 14. d. Mts., sah J. Stübecke auf Brennabor als Ersten durchs Ziel gehen, während E. Ingold in Thann i. Els. ein 60 Kilometer- Straßenrennen auf derselben Marke gewann. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 19. August 1910. Zwischen dem Flaschenbierhändler Heinrich Zinn und der Frau des Mineralwasserhändlers Josef Schneider in Gießen, fam es im Frankfurter Hof, wo beide wohnen, zu einem Streit. Während Zinn mit einer Mistqabel auf die Frau losging, war letztere mit Schlüsseln in der Hand bewaffnet. Die Frau trug einen Stich in den Unterarm da von und behauptete, Zinn habe auf sie eingestochen, doch Zinn gab an, die Frau sei angreifend auf ihn eingedrun gen, er habe die Mistgabel vor sich gehalten und die Frau sei hineingelaufen. Das Schöffengericht sprach Zinn frei, indem es der Frau die Schuld zumaß. Staatsanwaltschaft und die Frau als Nebenklägerin legten Berufung ein. Die schiedenen Ehefrau Dora Fischer im Wege des Wiederauf- Die deutschen Lebensversicherungs- Gesellschaften Verhandlung endigte mit Urteilsbestätigung. nahmeverfahrens auf ihren Antrag hin die Stellung einer Ehefrau auch wieder eingeräumt werden. * Weil münste r. Unser Ort wurde von einem Großjeuer schwer heimgesucht. Abgebrannt sind 3 Scheunen, 3 Ställe und ein Holzschuppen. Aus aller Welt. * Dortmund. Die Hilfsaktion für die Gläubiger der Niederdeutschen Bank ist nunmehr seitens der Berliner Groß- Banten in die Wege geleitet worden. Wie offiziös befannt gegeben wird, wurde in einer am Samstag in der Reichsbant zu Berlin abgehaltenen Sibung der an der Hilfsaktion beteiligten Banten beschlossen, den Gläubigern bis 100 Mart 75 Prozent, von 100-500 Mt. 50 Prozent. von 500-3000 M. 30 Prozent, von 3000-10 000 Mart 25 Prozent sofort auszuzahlen. Sollte die Konkursmasse die Verteilung einer höheren Quote gestatten, so würden die Prozentsäße später eventuell erhöht werden, dagegen wird der Ausfall von der Hilfsaftion getragen. * Leipzig. Die Brüder Karl und Friedrich Koppius haben eingestanden, gemeinsam den Mord an dem Fridrich'schen Ehepaar und den Raubanfall auf das Dienstmädchen Hulda Seifert verübt zu haben. Ferner gestand Karl Koppius ein, im Dezember 1906 den Raubmordversuch auf den Geldbriefträger Hübner und den Raubmordversuch Frau Wagner allein begangen zu haben. an * Kiel. In der Nacht zum Donnerstag wurde in der Kieler Bucht das Torpedoboot S. 32" von dem Torpedoboot, 76" gerammt. Beide Boote sind gesunken. Die Besatzungen wurden gerettet.„ S. 32" diente den Artillerie= schulschiffen als Tender;„ S. 76" wird z. 3. als Depeschenboot beim 3. Geschwader verwendet. Die gesunkenen Torpedoboote liegen so, daß eine Hebung der Schiffe sehr wohl möglich ist. Die Marine unterhandelt bereits mit dem Nordischen Bergungsverein in Hamburg, der schon wiederholt gesunkene Torpedoboote gehoben hat. * Augsburg. Der deutsche Katholikentag tritt morgen in Augsburg zu seinen Beratungen zusammen. * Brüssel. König Albert ist aus Tirol angekom men und hat sofort die Brandstätte der Ausstellung eingehend besichtigt. Das Erefutivlomitee hat endgültig be= schlossen, die belgische Abteilung wiederherzustellen und den Trümmerhausen am Haupteingang durch eine künstlerisch ausgestattete Wand zu mastieren. Die Arbeiten sollen in 14 Tagen vollendet sein. Die Gerüchte, daß der Brand nicht durch Kurzschluß, sondern durch verbrecherische Brandstiftung ausgebrochen ist, wollen nicht zum Schweigen fom= men. So soll die Untersuchung nach der Ursache des Brandes schwerwiegende Verdachtsmomente gegen einige AusstelIer ergeben haben. Es handelt sich zunächst um drei ange= febene belgische Aussteller. Die Verdächtigen haben, wie nachgewiesen ist, am Tage vor dem Brande die kostbarsten Stücke ihrer versicherten Ausstellung angeblich zu Repara= turen aus dem Weltausstellungsterrain bringen lassen. Die gerichtliche Untersuchung nimmt bereits betrügerische Brandstiftung als möglich an. * Auz Nicaragua. Die beiden kämpfenden Parteien in Nicaragua haben je 2 Sondergesandte nach Washington abgeschickt, die dort schon eingetroffen sind. Bisher was sagen Sie?" fragte sie gespannt.„ Herr Hellborn ist cin ehemaliger Offizier?" ,, Wie ich sagte," meinte Robert mit überlegener Miene, „ ich habe es selber erst vor kurzem erfahren. Er hält es wohl= weislich geheim. Hilft ihm aber nichts! Ich weiß sogar noch mehr von ihm. Seit er in Paris mit Schimpf und Schande bat abziehen müssen, hält er die guten Deutschen für dumm geng, ihnen sein Brimborium vorzumachen." Das junge Mädchen mußte sich setzen, der Schrecken war ihr in alle Glieder gefahren, doch gewaltsam suchte sie ihre Era regung zu verbergen. „ Mit Schimpf und Schande- Hellborn? Das ist nicht wahr!" rief sie. Was die Verleumdung auch sagen mag, er vermag nie etwas Schimpfliches zu tun!" Herr von Hohlen setzte sich breit auf einen Stuhl dem Mädchen gegenüber. eit auf ei ,, Aber, liebes Fräulein, echauffieren Sie sich doch nicht so! Was ich weiß, das weiß ich! Erinnern Ste sich nicht Ottos und meiner Begegnung mit dem sauberen Apostel in Fernau? Wir erzählten Ihnen damals in Grünwald davon. Ich schrieb über das närrische Abenteuer auch an einen meiner Freunde in Paris, der mir vor einigen Tagen antwortete. Ich habe es inzwischen nur ur wieder gana perger ganz vergessen! Mein Freund schrieb mir also, daß der saubere Herr und seine Vergangenheit auch in Paris nicht unbekannt sei!" „ Lüge, Verleumdung!" rief Klara in flammendem Zorn Weil er nicht ist wie die anderen, nur darum hassen und ver leumden sie ihn!" Robert antwortete mit falter Ruhe: ,, Glauben Sie, daß die Richter jemand verleumden?" „ Die Richter?" wiederholte Klara.„ Aber was will das fagen? Er hatte ja auch hier mit dem Gerichte zu tun!" „ Nur hat es sich in Paris um ganz andere Dinge ge handelt, und er wurde verurteilt!" betonte Herr von Hohlen. „ Ich kann es nicht glauben!" sträubte Klara sich noch immer dagegen.„ Sagen Sie doch, um was es sich handelte?" Es machte Herrn von Hohlen offenbar Freude, sie auf die Folter zu spannen. Indem er ihr mit seinem Stuhle um ein Stück näher rückte, meinte er: „ Ei, ei, Sie sind neugierig! Da muß ich Sie ein wenig quälen! Neugier ist die größte Sünde der Frauen! Man muß sie beizeiten austreiben!" Das Mädchen wurde verlegen. „ Aber es ist ja keine Neugierde, es ist Interesse, oder nennen Sie es, wie Sie wollen, nur sagen Sie mir, was Robert schob seinen Stuhl noch weiter vor. Vielleicht verrate ich Ihnen später einmal mehr," sagte er. Ich bin es nicht gewohnt, mir auf solche Weise etwas abverim Jahre 1909. Von 43 deutschen Gesellschaften wurden im Jahre 1909 insgesamt 212 529 eigentliche Lebensversicherungen über 1 078 612 672 Mart neu abgeschlossen. In Abgang tamen dagegen 96 801 Versicherungen über 452 742 773 Mt., darunter 27 296 über 122 906 278 Mt. durch den Tod und 12 187 über 65 267 928 Mark durch Zahlbarwerden bei Leb= zeiten der Versicherten. Der Gesamtbestand eigentlicher Lebensversicherungen am Schlusse des letzten Jahres erhöhte sich um 115 728 Polizen und 625 869 899 Mt. Summe auf 2 177 889 Versicher= ungen über 10 328 723 357 Mart. Hieran waren beteiligt die 4 bedeutendsten Gegenseitigkeitsanstalten: Gothaer mit Stuttgarter mit Leipziger mit Karlsruher mit Viktoria mit Germania mit Nordstern mit Concordia mit 1 009 165 586 Marn 889 213 446 Mark 868 478 710 Mark 668 617 368 Mark 3 435 475 110 Mark Atiengesellschaften: 1 018 153 424 Mark 772 605 808 Mart 487 646 529 Mart 330 490 092 Mark 2 608 895 853 Mart Auf diese acht Anstalten entfielen demnach mit 6 044 370 963 Mart fast drei Fünftel( 58% Proz.) des gesamten Lebensversicherungsbestandes der 43 Gesellschaften. Von letteren betreiben 31- darunter besonders Vittoria und Friedrich Wilhelm außerdem die kleine( Volks- und Sterbekasse-) Versicherung mit geringen Summen, zumeist ohne ärztliche Untersuchung und mit wöchentlicher Prämienzahlung: hierin wurden 1223 344 Versicherungen über 275 475 303 Mr. neu abgeschlossen, und am Schlusse des Berichtsjahres bestanden 7 767 070 Versicherungen über 1 403 873 244 Mart ( durchschnittlich 181 Mart). Bon den 43 Gesellschaften vetreiben sodann 39 auch die Versicherung nur auf den Lebensfall( Alters-, Aussteuer, Militärdienstversicherung): hierin wurden 37 288 Versicherungen über 65 359 906 Mt. abgeschlossen, und Ende 1909 bestanden 531 488 Versicher= ungen über 866 100 535 Mart. Der Gesamtbestand an Kapitalversicherungen bezifferte sich somit bei den 43 deutschen Lebensversicherungsanstalten Ende 1909 auf 12 598 697 136 Mart Summe. Apollinaris NIEDERLAGE BEI: allo Jean Weise! Sonnenstr. 6. langen zu lassen!" Giessen Telefon 235. Klara machte Miene, sich zu erheben. „ Ich soll Sie darum bitten?" fragte sie. ,, Warum nicht?" entgegnete er. Schönen Frauen steht nichts reizender, als den Mann zu bitten!" ,, Ach, lassen Sie Ihre faden Redensarten!" sagte sie ärgerlich. Ich will nichts von Ihnen wissen! Meinen Glauben nehmen Sie mir doch nicht! Meinetwegen behalten Sie Ihr Geheimnis für sich! Dagegen muß ich Sie ernstlich bitten Robert stand gleich ihr auf. " Bu gehen!" ergänzte er. Nicht wahr, das wollten Sie doch sagen?" ,, Ja, das wollte ich!" bestätigte sie. Gleichzeitig wich sie einen Schritt vor ihm zurück. Aber was wollen Sie denn noch?" ( Gerichtet 28 Nr. 8.) Robert ließ sich nicht aus der Fassung bringen. Ich will nur, was ich brauche, um in den Klub der Wahrheitsfreunde gehen zu können: meine Einladungskarte, bie ich hier verloren haben muß!" Er begann mit den Blicken umherzusuchen. Ich war nirgends anderswo Ihre Eintrittskarte?" wiederholte Klara. Es ist unmöglich, daß Sie dieselbe hier verloren haben sollten, ich hätte sie follten, sonst gefunden Herr von Hohlen näherte sich dem Nähtisch und bückte sich plötzlich. ,, Ah, da ist ja schon, was ich suche!" rief er. Klaras Augen waren befremdet und betroffen seinen Bewegungen gefolgt. - ,, Die Karte Ihre Karte bei meinem Nähtisch und gar unter der Fußbant?" sprach sie langsam. Wie ist das möglich? Wie fonnte sie dorthin fommen?" Roberts nur mühsam beherrschte Leidenschaft brach sich plötzlich Bahn. ,, Wie es möglich ist?" rief er. Sie fragen noch? Begreifen Sie denn nicht, was mich dorthin zog, an diesen Ihren Tisch, an dem Sie täglich ſizen?" In Klara empörte sich jede Fiber. ,, Herr von Hohlen, welchen Ton erlauben Sie sich gegen miherr von Goblen, welchen To Robert trat dicht vor sie hin und seine Stimme sank zum Flüstern herab, indem er ihr zuraunte: Totebertinat, fobale es „ Der Ton, von dem mein Herz wiederklingt, sobald es Ihre Nähe fühlt, Klara!" ,, Sind Sie von Sinnen!" stieß sie hervor. Kein Wort mehr, oder ich rufe um Hilfe!" Geben Sie sich feine Mühe," gab er ihr zurück,„ Sie selber wissen am besten, daß Sie allein sind!" ( Fortsetzung folgt.) Trotzdem der Bräutigam in Bad Nauheim und die Braut in Friedberg wohnhaft war, hat der frühere Stan desbeamte Hermann Schudt zu Dorheim die Eheschließ ung vorgenommen und zwar in der Annahme, die Braut, die ihr Elternhaus in Dorheim hat, habe ihren Wohnsitz dorten nicht aufgegeben. Das Gericht erkannte auf die ge ringste Strafe von 3 Mart. Schudt hätte das Aufgebot auch in Dorheim aushängen müssen. Als die Frau eines Taglöhners zu Friedberg kurze Zeit ihre Wohnung, die sie vorher verschlossen hatte, verlassen hatte und zueückkam, war die Frau des Maurers H. Wagner in der Wohnung und es fehlten 3 Mart Geld, ebenso einer bei ihr wohnhaften Arbeiterin 2 Mart. Die Angeklagte bestreitet den Diebstahl, trotzdem ein solcher ihr nach ihrem Vorleben zuzutrauen ist, da sie dreimal vorbe straft ist. Das Urteil lautete auf 5 Monate Gefängnis. In einer Wirtschaft zu Langsdorf schlug der Knecht Johannes Schröder einem Gast eine Flasche auf den Kopf, weil er seinen Sohn angriff. Der Verletzte trug eine große Wunde an der Stirn davon und blieb ohnmächtig liegen. Das Schäffengericht erkannte wegen Körperverletzung auf 6 Wochen Gefängnis. Der Angeklagte focht das Urteil an, indem er sich auf Notwehr berief. Der Berufung wurde teilweise stattgegeben und die Strafe auf 3 Wochen Gefängnis ermäßigt, da tatsächlich Notwehr vorlag, diese aber überschritten ist. Geschäftliches. Ein schönes Bilderbuch gratis versendet die bekannte Tuchfabrit von Otto Schwetasch in Görlitz an jede Familie, die es per Postkarte verlangt. Es han delt sich allerdings" nur" um ein Reflamewerf(„ Die Ewigkeitshose, ein Sang zum Preise der deutschen Industrie, verübt von C. von Sazenhofen und I. Iversen, illustriert von Georg Achtelstetter"), dasselbe ist aber in Wort und Bild so voll packenden, zündenden Humors, daß nicht nur Kinder, sondern auch besonders Erwachsene ihre helle Freude daran haben werden. Die drolligen Bilder können hier ja leiter nicht wiedergegeben werden, wohl aber einige der lustigen Verse: oder: Schreckliches ist noch zu melden, Doch die Feder sträubt sich start, Karlchens Hosen- Missetaten Sind für Dichtkunst viel zu arg. Dynamit und Dampffraft fonnten Diese Hose nicht vernichten, Widerstand des Kaltes Wirkung, Widerstand selbst unserm Dichten! Also sprach zum Sohn der Vater, Doch der Junge schwieg und suchte Einen neugetauften Schleifstein Seßt sich drauf, o der Verruchte! Um die Hose durchzuwezzen! Feuer sprüht und Funken fliegen, Doch sie wußt auch hier zu siegen, Wußte, hört es voll Entsetzen, Selbst den Schleifstein fleinzufriegen!! Das Buch ist schön ausgeführt, daß es sich ohne weiteres als hochwillkommenes Geschent eignet. Literarisches. Mein Junge und ich von Meta Schoepp. ( Concordia Deutsche Verlags- Anstalt G. m. b. H. in Berlin W. 30). Preis geheftet Mt. 2.-, geb. Mt. 3.-. 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Stückfoks Nußkoks Mf. 1,15 1,25 36 " " " " " 1,10 1,20 der Lehrer von 200 " " Н " " 1 1,05 1,15 der Schule sich über 400 19 " " " 1,00 1,10 Im Gaswerk findet nur Verkauf von über 5 3tr. statt, die meisten hiesigen Kohlenhändler verabfolgen Gastots auch in Mengen unter 5 3tc. Für Anfuhr an das Haus werden 10 Pfg. für den Zentner berechnet. Für Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich die Preise außerdem um den Betrag der Oftroirückvergütung von 4 Pfg. für den Ztr. Der billige Preis wird nur für den Koks gewährt, der bis 1. September 1910 abgenommen wird. Vom 1. September ab treten die Winterpreise in Kraft. Gießen, den 6. Angust 1910. Tüchtige Maurer, Zementierer, Einschaler u. Betonarbeiter Städtisches Gas.- und Wasserwerk Gießen. Steding. Collisy& Bingel Möbel- und Dekorations- Geschäft Kaplansgasse 18 Telephon 828 Spezialität: komplette Wohnungs- Einrichtungen. Reichhaltiges Lager in Einzelmöbeln- einfache lack. 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Zu erwäh chinenfabrid in bor Sem zirka 1 dejen Beendigun 1.20-1.25 Schweinefleisch per Pfd. 80-96 der Lede 96 86-88 60-84 8-9 6-8 5-6 Schweinefleisch gef. p. Pfd. Kalbfleisch per Pfd. Hammelfleisch der Pfd 7.00-8.00 6.00-8.00 0.20-0.30 00.10-00.15 0.00 0.80-1.00 artoffeln p. 100 Kilo Zwiebeln per Ctr. Wetskraut per Std. Kirschen, per Pfund Aepfel per Bfd. 57 1.00-1.60 0.80-1.80 1.80-2.20 00 84-92 80-84 0.10-0.15 Birnen per Pfd. Nüsse 100 Stüd Mulch per Liter | Gurten 100 Std. 00.15-00.30 ( Bortefeuille don faft das ga elbe Zeit im B Ennliche Arbeits wer beschafft we men. Die Bau Industrie w 0.50-000 merkbar, da di 20 hitten find, da 2.50-2.00 Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der MarktUmbersleben felgeboten werden. für hiesige nnd auswärtige Baustellen sofort gesucht. eit überhaupt nicht und während dreier Stunden der Marktzeit im Welches Sägewerk in Oberhessen für hiesige nnd auswärtige Baustellen sofort gesucht. liefert gutes Tannenbauholz nach Lifte und Vorratshols Belonbaugeschäft Franz Schlüter, Dortmund, Märkischestr. 59 an ein Baugeschäft und Baumaterialienhandlung in Westfalen. Angebote u. Nr. 19431 erbeten an d. Exp. d. 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Von den übri ſten Bande immerhin ein Bild von Speidels vielseitiger Gemehr gelernt als heute? gen Branchen des Bekleidungsgewerbe 3 waren die Schneider schlecht beschäftigt und dürfte dieser stille Geschäftsgang auch noch einige Wochen anhalten. Ebenfalls im graphischen Gewerbe war der Geschäftsgang ein schlechter, höchstens bei den Schriftgießern war der Arbeitsmarkt ein besserer. Die Schriftsetzer und Buchdrucker hatten Beispiel zahlte der Bezirk Frankfurt a. M. des Verbandes der Deutschen Buchdrucker zirka 1000 Mt. Arbeitslosenunterſtüßung mehr als im Vorjahre im selben Monat. Es gibt nicht wenig Leute, die dem Lehrer von heute vorwerfen, daß er zwar viel mehr gelernt habe als sein Amtsgenosse von früher, daß aber die Leistungen der Schule nicht besser geworden seien, sondern die Leistungen der früheren Schule nicht einmal erreichen.besonders unter dem schlechten Geschäftsgang zu leiden; zum Was ist denn nun Wahres an dieser Behauptung? Die „ Korrespondenz" des Deutschen Lehrervereins beantwortet diese Frage in folgender Weise: Vor einem Menschenalter und etwas darüber hatte der Landlehrer überall und der Stadtlehrer wenigstens ftellenweiſe beſſeres Schülermaterial als heute, wo es mittlere und höhere Schulen fast in jeder Stadt, Vorbereitungsanstalten auf höhere Schulen und Pribatbollsschulen mit höheren Zielen auch auf dem Lande gibt, und wo man meint, daß jeder etwas mehr als normal begabte notwendig aus der Vollsschule hinaus und in eine höhere Schule hinein muß. Daß diese aus günstigen Berhältnissen stammenden Schüler manchmal mehr gelernt haben als heute der Durchschnittsschuler, mag schon richtig fein. p 8012: III 609,51 erfeits wa Andererseits waren die äußeren Bedingungen für die Schularbeit damals doch auch viel ungünstiger. Auf dem Lande gab es die Dispensierschüler, die im Sommerhalbjahr oft nur zwei halbe Tage in der Woche zur Schule oft nur per Woche lamen, und auch in der Stadt waren unentschuldigte Ver fäumnisse viel häufiger als jetzt. Für die Beurteilung einer Schule galten indes auch andere Gesichtspunkte als heute. Daß die große Masse der Schüler nicht viel wußte und fonnte, war in der Lagesordnung, und niemand nahm bas besonders übel. Wenn bei den Prüfungen einige wenige Helden sich tüchtig meldeten und die Ehre des Tages retteten, waren sowohl die Eltern wie zumeist auch die geist lichen Revisoren zufrieden. Ja, der Laie beurteilte den Stand der Schule oft genug nur nach den Leistungen eben dieser Examenrosse. Ein zweites Charakteristikum der Schule von damals war die Bevorzugung einiger und die entsprechende Vernachlässigung anderer Unterrichtsgegenstände. Für die Lieblingsfächer des Lehrers stand immer ausreichend Zeit zur Verfügung und ihm schlug keine Ader danach, wenn er für ein solches Fach einmal eine Stunde nahm, die eigentlich einem anderen Fach gehörte. Daß dann in diesem Gegen flande die Kinder ganz besonders glänzten, ist selbstver ständlich. In anderen Unterrichtsfächern wiesen sie dafür aber auch flaffende Lücken oder eine vollkommene Leere auf. aber Ohne sich der Selbstüberhebung schuldig zu machen, darf der Lehrer von heute behaupten, daß der allgemeine Stand der Schule sich gehoben hat. Mögen früher einzelne be= gabte Schüler mehr gelernt haben als heute, weil der Leh rer sich mehr mit ihnen speziell abgab, heute lernt das Gros der Kinder mehr. Mag früher in einzelnen Lieb= lingsfächern des Lehrers mehr geleistet worden sein, heute wird eine gleichmäßige Leistung in allen Fächern erreicht. Diejenigen, welche behaupten, daß früher die Schule mehr leistete, find, sofern sie überhaupt die Volksschule besucht ha= ben, in den Reihen jener Beſſeren zu finden gewesen, die noch in dankbarer Erinnerung haben, was der ſchule verdanken, aber vergeſſen, baß viele andere eine ſehr mangelhafte Vorbildung erhielten, und diese die Vorzüge überschätzende, die Mängel übersehende Erinnerung trübt ihr Urteil über den Wert der früheren und macht sie un gerecht gegenüber den Leistungen der heutigen Schule. Der Arbeitsmarkt in Heffen und Nachbargebiet. Im Metallgewerbe war eine langsame Besserung des Arbeitsmarktes zu beobachten, allerdings immer noch nicht für alle 3hweige des Gewerbes. Ein Mangel an Arbeitskräften hat sich bis jetzt nur für die Metallgießereien bemerkbar gemacht. In der Heizungsbranche und auch bei den Bauschlossern war es möglich, die vorhandenen Beute unterzubringen. Dagegen wurden Dreher wenig verlangt und meistens Leute von auswärts bevorzugt. Auch bei den Mechanikern und Maschinenschlossern macht sich noch ein Ueberfluß an Arbeitskräften bemerkbar, der aber leicht zu erklären ist, da bei diesen Berufen die bessere Konjunktur felten vor dem Herbst einsetzt. Im allgemeinen fann gesagt werden, daß die Nachwehen der Aussperrungen im Baugewerbe jetzt von dem Metallgewerbe so ziemlich überwunden find. Zu erwähnen wäre ſhinenfabris in Frankfurt noch ein in einer größeren Maa. M. ausgebrochener Streit, von von dem zirka 150-160 Mann betroffen sein sollen und zu deffen Beendigung wohl noch keine Aussicht vorhanden ist. de( Portefeuilleindustrie) hält der gute Geschäftsgang nun fchon fast das ganze Jahr an, und ist besser, wie um dieper fb. 80-96 In der Lederwaren und Reiseartitelbran gef. p. fb. Bfb. per Pfd 96 86-88 60-84 00 to 7.00-8.00 be 3eit im Vorjahre und auch besser als im Vormonat. Ctr. 6.00-8.00 Männliche Arbeitskräfte konnten allerdings bis jetzt noch imStd. 0.20-0.3 mer beschafft werden, dagegen fehlte es sehr an Arbeiter0.00 00.10-00.15 00.15-00.30 Pfund fb. 3fb. Stüd ter Std. immen. Die Bauarbeiteraussperrung macht sich in der Holzindustrie wenigstens bei den Bautischlern immer noch 0.50-00) bemerkbar, da die meisten Bauten noch nicht so weit vorge2.50-2.00 20 schritten sind, daß die Schreiner Arbeit hätten. Die Möbelbranche war gut beschäftigt. Von Streits im Baugewerbe ift nur noch derjenige der Dachdeckergehilfen in Mainz zu 31 Uhr nachmittags Beginn der Markt melden, es handelt sich um eine geforderte Lohnerhöhung en ber Marktzeit im on 10 Pfg. pro Stunde. In der Schuhfabrika Den Die Non biefer Beitung tion fonnte gegen Ende des Monats die Produktion lang= Sam wieder etwas erhöht werden, da besonders die Herbst Im Gastwirts gewerbe war die Lage des Arbeitsmarktes, wie das ja durch die Reiſeſaiſon trop des verhältnismäßig ungünstigen Wetters erklärlich ist, eine gute zu nennen. Es macht sich allerdings schon seit einiger Zeit der Mißstand bemerkbar, daß immer mehr junge Leute von 16-18 Jahren verlangt werden, während es für ältere Leute immer schwieriger wird, feste Stellen zu erhalten. Für die ungelernten Arbeiter war der Arbeitsmarkt gegen den Vormonat und auch gegen das Vorjahr genommen, besser, obwohl die Vermittlungstätigkeit durch die Ferienzeit und durch das fortgesette schlechte Wetter beeinträchtigt wurde. In der Landwirtschaft war natürlich, wie jedes ahr, die Vermittlungstätigkeit im Juli eine rege zu nennen und konnten lange nicht alle Stellen besetzt werden. Frankfurt a. M. berichtet z. B. hierüber:" Daß 113 offene Stellen nicht besetzt werden konnten, liegt darin, daß die vorhandenen Arbeiter teils nicht mähen konnten, teila hatten sie eine seleider; sie gandwirte ſehen in jüngster Zeit immer mehr gutgekleidete Leute, aber leider sind viele Arbeiter in dieser Beziehung schlecht bestellt." Auch die Weinbergsbesitzer flagen, daß nicht genügend Arbeits= fräfte zu erlangen sind. Von den Organen des Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverbandes wurden, soweit Meldungen von den kommunalen, bezw. Kreisarbeitsnachweisen und Herbergen zur Heimat vorlagen, 10 096 Stellen vermittelt( gegen 9386 im Vormonat), darunter: Darmstadt( H. z. H.) 17, Wezlar 25, Gießen( H. 3. H.) 44, Gießen 100, Frankfurt a. M.( H. 3. H.) 128, Friedberg i. H. 171, Darmstadt 221, u. Frankfurt a. M. 4431. manilaude Lokales. mamiblomladost Gießen, 20. Auguſt 1910. = * Der Kriegertag des Hassia Bezirks Gießen wird am nächsten Sonntag in unserer Stadt abgehalten werden. Zur Teilnahme haben sich gegen 38 Ver= eine gemeldet. * Viehmarkt. Bei dem am 16. und 17. Aug. stattgefundenen Martte waren aufgetrieben: 1745 St. Rindvieh und 354 Schweine. Der nächste Markt findet am 30. und 31. August statt, am letzteren Tage auch Krämermartt. * Fleischpreise. Die Gießener Meßger hielten vor kurzem Besprechungen ab, welche sich mit der Frage einer Erhöhung der Ladenpreise des Rind- und Ochsen= Preissteigerung auf den Fleischverbrauch ohne Einfluß sein wird, vielmehr steht dann sicher auch ein Rückgang im Verfauf zu erwarten; wenigstens ist eine solche Abnahme des Konsums auch in anderen Städten nicht ausgeblieben. Literarisches.bounts o Der„ Landkalender für das Großher zogtum Hessen", Ausgabe 1911, ist soeben im Großh. Staatsverlag zu Darmstadt erschienen und durch die in allen Städten und Gemeinden des Großherzogtums befindlichen Verkaufsstellen zum Preise von 25 Pfg. zu beziehen. Dieser Land- Kalender" ist einer der ältesten, wenn nicht überhaupt" der älteste aller in Deutschland erschei nenden Kalender, denn er steht im 201. Jahrgang. Die Ausgabe 1911 ist noch stattlicher und reichhaltiger als die vorjährige Jubiläumsausgabe, enthält sie doch 80 Seiten in Quartformat und so zahlreiche große und fleine Illustra tionen wie noch nie zuvor. Außer dem amtlichen stalenda rium für 1911 und dem amtlichen Verzeichnis aller im Jahre 1911 stattfindenden Messen und Märkten bringt der " Land Kalender" noch zahlreiche jedermann nüßliche Mitteilungen, Ratschläge und Tabellen, sowie erstklassige Originalauffäße belehrenden und unterhaltenden Inhalts, da„ Die Kämpfe der Großh. Hess. Division im Kriege 187-71". runter an erster Stelle eine illustrierte Schilderung über Als Kunstbeilagen erscheinen diesmal die Porträts des Prin zen und der Prinzessin Heinrich, und ferner eine 18 mal 32 Zentimeter große Reproduktion des Hüntenschen Gemäl des:„ Die Hessen in der Schlacht bei St. Privat- Gravelotte." Auch eine Eisenbahntarte ist dem Land- Kalender 1911 beigegeben, der alles in allem soviel des Schönen und Nüblichen bringt, daß teine hessische Familie seine baldige Anschaffung versäumen sollte. Die Ausgabe 1911 ist unstreitig die hervorragendfte, die der Land- Kalender seinen 201 Jahren erlebt hat. jamttätigkeit gewinnen lann, die alle Gebiete des Literaturund Kunstgebietes umspannte. Am 1. April wird niemand geboren. Der„ Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens" entnehmen wir folgende hübsche Anekdote. Als die Zeit der Geburt des späteren Herzogs von M. nahe war man erwartete sie im März 1826 ward Professor Siebold von Göttingen befohlen, bei der Niederkunft der Herzogin an wesend zu sein. Er reiste mit seinem ersten Assistenten ab, aber sie famen einige Tage zu früh und vertrieben sich die Langweile so gut es ging. So hatten sie auch in der Nacht zum 1. April eine lustige Gesellschaft ins Hotel, in dem sie wohnten, eingeladen und tüchtig poluliert. Da fam, es war schon nach Mitternacht, ein Diener mit der Meldung, sie sollten sogleich zur Herzogin fommen." Herr Kollege", sagte Professor Siebold zu seinem Assistenten, gehen Sie. Ich bin nicht imstande, jetzt ärztliche Hilfe zu leisten."„ Herr weniger als Sie." Was war zu tun? Da dämmerte in Geheimrat", antwortete der Assistent, ich fann's noch viel seinem Weindunste eine Idee im Professor auf, und er sagte dem Diener:" Gehen Sie zu den Hoheiten und melden Sie, daß man ruhig noch weiter warten könne, denn am 1. April wird fein Mensch geboren". Und richtig ward der Junge Prinz erst am 2. April geboren, wobei Professor Siebold hilfreich tätig war. Da nahm der Herzog den Professor beiseite und sagte lachend zu ihm:„ Ist es also wirflich erwiesen, daß am 1. April feine Geburt stattfindet?" Siebold antwortete ebenfalls lachend:„ Hoheit haben's ja gesehen!" Er hat aber damals noch nicht gewußt, daß der größte Staatsmann Deutschlands, Fürst Bismarck, dcch am 1. April das Licht der Welt erblickte. elessl Landwirtschaftliches. Dünner säen! tönnte man auch in diesem Jahr wieder manchem Landwirt raten, dessen Weizen schon nach den ersten starken Gewittergüssen des Sommers sich gelagert hatte. Gerade auf den besseren und besten Böden fommt Weizen häufig in die mit Stallmist gedüngte Kleestoppel zu stehen. Er erhält also eine starte Stickstoffdüngung. Bei zu dichter Saat ist hier Lagerfrucht die natür- liche Folge. Man säe daher den Weizen möglichst dünn, gebe aber, um eine starte Bestockung hervorzurufen, neben dem Stallmist noch 2 bis 3 Zentner Thomasmehl pro Mor gen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 8. Sonntag nach Trinitatis, den 21. August. Gottesdienst In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Gehrich- Lollar. sormittags 9½ Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Nächstlünstigen Sonntag, den 28. August, wird Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Martus- Ge- meinde gemeinsam gehalten werden. Anmeldungen dazu werden im Pfarrhause Kirchstraße 1 erbeten. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Ausfeld. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Adolph. Havas neb Batholische Gemeinde Samstag, den 20. August. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen heit zur heiligen Beicht. Sonntag, den 21. Auguſt. Ce 14. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags 6% Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: fatramentalische Bruderschaftsandacht. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. " inlangivingedGeborene. Aug. 9. Kaufmann August Peter Christophersen ein Sohn. 11. Gärtner Wilhelm Menge eine Tochter, Elisabeth Friederike. " " " 11. Photograph Karl Borst ein Sohn, Walter Wilhelm. Karl Bo 12. Dreher August Müller ein Sohn, Ernst August. 12. Wagenwärter Martin Schepp ein Sohn, Johannes Martin. " 13. Diensttnecht August Hahn ein Sohn. " 14. Lokomotivheizer Wilhelm Pezold ein Sohn, Friedrich. " 15. Briefteäger Ludwig Beck ein Sohn, Erwin Karl Johann. 15. Schlosser Gerhard Schepers eine Tochter, Gertrud. 15. Schreiner August Gäbisch ein Sohn. " " " in " " 16. Arbeiter Johann Medynsti eine Tochter, Marie. 13. Installateur Heinrich Deeg ein Sohn. in " 13. Stutscher Johannes Nicolai ein Sohn, Hans Heinrich Ludwig. Ludwig Speidels Schriften beginnen dem neubegründeten Verlage von Meyer und Jessen, Berlin SW. 11 soeben zu erscheinen. In weiteren Kreisen ist Speidel, der am 11. April 1830 in Ulm geboren und am 3. Februar 1906 in Wien gestorben ist, allerdings fast noch gar nicht bekannt, da er zu Lebzeiten nie zu bewegen war, eine Sammlung seiner Feuilletons zu veranstalten. Es ist darum aufs freudigste zu begrüßen, daß diese verborgenen Schäße nun endlich gehoben werden.„ Persönlichfeiten" ist der erste Band betitelt, der eben zur Aus gabe gelangt. Er enthält eine Reihe von Charalterbildern. Jedes dieser Stücke spricht von einem anderen Manne und schildert ihn, wie Ludwig Speidel, dieser Meister des deutschen Wortes, zu schildern verstand. Und es ist eine Ge sellschaft von erlauchten Geistern, die sich da zusammenfindet, Luther, Zwingli, Spinoza, Voltaire, Rousseau, Jatob Grimm, Uhland, Heinrich Heine, Döllinger, Börne, Gustav Freytag, um nur diese zu nennen. Michael Etienne, Nestroy, Daniel Spiter vertreten Wien, Laube und Dingel- stedt das Theater, Kaulbach, Leibl, Böcklin, Feuerbach, Natter, Meunier die bildende Kunst, Franz Schubert die Tonkunst, und auch Gustav Nottebohm läßt bescheiden ein paar 17. Fabritarbeiter Georg Zehner ein Sohn, Jean Karl. Aufgebote, Aug. 13. Karl Aßmann, Briefträger in Gießen, mit Berta Schnell in Hergersdorf. " 13. Heinrich Wagner, Telegraphenleitungsaufseher, mit Elisabeth Gebauer, beide in Gießen. " " " 16. Wilhelm Heil, Sergeant in Gießen, mit Frieda Lisette Zey in Utphe. 15. Ferdinand Lenz, Brauereibefizer in Herford, mit Elly Haubach in Gießen. " " 17. Friedrich Karl Mooh, Hilfsheizer in Gießen, mit Berta Luz in Betzdorf. 16. Karl Schneider, Schneider, mit Lina Ferber, beide in Gießen. 17. Dr. Karl Klein, Spezialarzt in Gießen, mit Hermance Marie Gazert in Marseille. Marie Ga Gestorbene. Aug. 13. Marie Geiler, geb. Kern, 37 Jahre alt. " 16. Marie Bräuning, 3 Jahre alt. " 18. Elisabethe Becker, geb. Oppermann, 58 Jahre alt. Wollen Sie sparen? dann benutzen Sie abwaschbare Triumph- Dauerwäsche. Garantiert Leinen resp. Shirting, wasserdicht, Elegant, praktisch, dauerhaft. Chic Flirt 5 u. 6 cm hoch, 41/2 u. 51/2 cm hoch, America Oberkragen Kaptain 5 cm hoeh, hint. 42 vorn 5 cm Preis 1,25 Mk. Preis 1,25 Mk. Preis 1,25 Mk. Preis 1 Mk. Berlin 5 u. 6 cm hoch, Preis 1 Mk. Karola Spitzen ca. 7 cm, Preis 1 Mk. G Diplomat 5, 6 u. 7 cm hoch, Preis 1 Mk. Serviteur Elan 5, 6 u. 7 cm hoch, Preis 1 Mk. Manschetten ca. 30 cm lang, 11 cm hoch, Preis 1,50 Mk. Paar 1,50 Mk. Solid 42 cm hoch, Preis 1 Mk. NB. Serviteurs und Manschetten werden auch in bunt mit Aufschlag von 10% geliefert. 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Dienftftunden 11 Uhr hen. 1910. auten in Bad Setzerteufel. Redner( in einer Radfahrerversammlung, zum Schlusse): „ Alles in allem genommen, heißt es also auch beim Radfahrer, wie sonst im ganzen menschlichen Leben: Arbeit macht das Leben micß( süß)-." Protest. Schulze( als der Polizist zum nagelneuen Arresthaus einen Vagabunden geschleppt bringt):„ Du wirst doch nicht den feinen Arrest mit so einem fremden, hergelaufenen Kerl einweihen wollen dös müßt a Ortsfind sein!" Kühnes Bild. ,, Wie ist denn die finanzielle Lage des Bankiers Gründinger?" ,, Ach, ich bitt' Sie, der steht schon mit einem Fuß in Amerika!" Lakonisch. Gläubiger( wütend): Immer noch kein Geld? Neulich sagten Sie mir doc), Sie friegten welches am ersten'?" Schuldner: ch... ja; aber Sie nicht!" Die Kritik der Freundin. Sie weiß Bescheid. ,, Dente Dir: mein Mann ist unter heftigen Vergiftungserscheinungen frankt." er,, Wie ist das möglich? Hast Du jezt feine Köchin?" Gut gesagt. ,, Dem neuen Doktor ist schon wieder ein Patient gestorben!" „ Ja, der macht einen Asculapsus nach dem andern!" Komischer Stil. ( Aus einem Bericht): „ Der Beifall war großartig; man trampelte und tiatschte mit den Händen." " Ich finde das Porträt meiner Freundin wenig natürlich. Das soll keineswegs ein Vorwurf für Sie sein; denn wenn keine Natur da ist, können Sie selbstredend keine malen. Zeitbild. ,, Na, Du hast wohl Deln Frauchen gehörig abgeführ auf der Hochzeitsreise?" ,, War ja gar nicht möglich; fortwährend stedie ihr Kopf unter dem Einstelltuch ihres photographischen Apparates!" Kindlicher Zweifel. " Hat Adam, da ihn der liebe Herrgott erschaffen, erst Wilchzähne gehabt, oder hat er gleich die richtigen großen Zähne mit auf die Welt gebracht?" Vexierbild. Schlau. Zeitungsnotiz. Verschiedene Bürger sind im Laufe der Woche von tollwutverdächtigen Hunden angefallen worden, sie müssen deshalb alle an die Kette gelegt werden. ,, Wie könnt Ihr denn quer über die Straße einen Graben zieh'n?" " Ja, wissen S', wann's brennt die in Niedetümpelhausen da drüben, die Lumpen, hab'n a Feuerspritzen!" Exprellung. ++ Splitter. Erreichst Du nicht, was sie Alle wollen, so tröste Dich es ist gewiß nicht das Beste! ++ Nr. 35. Seifere Blätter für Gießen. für Abonnenten der Gießener Zeitung" kostenlose Lieferung. Expedition: Seltersweg 83. Verlag: Albin Klein. - 1910. ( Alle Rechte für sämtliche Bilder und Texte vorbehalten. Nachdrud verboten.) Eine Tierfreundin. Herr: Ist es nicht ein schreiendes Unrecht, ein so prächtigen Vogel im Stäfig zu halten?" Dame: Das sage ich ja immer! Wie schön würde das Tier sich auf meinem Hute ausnehmen!" Günstiger moment. Dienstmädchen( vertraulich zu der töcherreichen Hausfrau): Gnädige Frau, gehen Sie doch mal in den Garten; ich glaube, da gibt's was zu ſegnen!" 0000 6000 Der Blitzableiter. ODOL ไ MUROMASSU Ihr Maßstab. Erklärt. Ehemann:„ Die Kriminalpolizei erweist, daß die bei weitem gende überwieMehrheit aller Zuchthäusler Unverheiratete sind." Junggeselle: " Ja, die Verheirateten haben eben schon ihre Häuslichfeit." H. Fickaje. Studiosus Pump:„ Du bringst mir die Rech nung? Wo bleiben denn die Stiefel?" ,, Die bleiben vorläufig noch draußen stehen? Berantwortlicher Redakteur: Dr. Karl Schaumburg, Berlin. Drud und Verlag von Georg E. Nagel in Berlin- Schöneberg. Wo ist der Bademeister? Meister( der einen Kunden geschnitten hat):" So, ich wollte Dir, Bengel, bloß mal zeigen, wie das aussieht, und was es dafür gibt!" Braut: Weißt Du, Edgar, nach dem Benehmen meiner Freundinnen zu urteilen, muß ich ganz enorm glücklich sein!" Lim Bez vorauszahlb 1.50 M. fr Donnerstags „ Sumoriftif liegen wöcher Seltersweg 8 nicht verlan Nr. 11 Aus der ung sind am Nach§ 3 der mur zugelaffen h a) Personen, Militärver b) Frauen vorausgeseßt, da und bedürftig fi wärts gerechnet Gießen gewohnt Bewerbungen Bürgermeistereige oder mündlich ei Die Als stolzes deutscher Kulturk liche Entschließun gelände Pojens des bekannten 2 1905 wurde der der Rohbau des Sorge. Wirt:„ Ich will morgen meinen Jüngsten tommen Sie auch ein wenig, Herr Süflich?" taufen.. Süflich: Ja. wenn Sie das Kind nicht mit Ihrem Weine verwechseln." 1. A.: Sehen Sie Ein Pessimist. diese reizende Winterlandschaft! Die B.:„ Ach was! Das würde die Natur auch nicht fertig bringen, wenn jetzt nicht gerade Winter wäre. ,, Natur ist doch die größte Künstlerin!" Leben, Streben und Sterben eines Poeten. 3. Ein Glück jedoch blieb ihm verlagt: Zwar hatte öfters er's gewagt, Die Redaktionen zu beehren, Die derlei Dinge gern begehren; Doch diese hatten, ganz und gar Jedweden Feingefühles bar, Jn des Papierkorbs graufen Rachen Gefchleudert die gedieg'nen Sachen. 5. Hilft alles nichts. Vehmann( zu seiner Frau):„ Daß wir unsere Gulalia absolut nicht anbringen können! Was haben wir nicht alles versucht! Jns Seebad haben wir sie geschickt, jeden Ball hat sie mitmachen müssen, dreimal ist sie vergeblich ins Wasser gefallen, Konkurs hab' ich gemacht sie siẞt immer noch!" Gemütlich. Kellner( zum Gast, der sich das Beschwerdebuch bringen läßt): Wollen Sie sich vielleicht über die Suppe beschweren?" ,, Allerdings; warum?" ,, Es steht nämlich schon eine Beschwerde darüber drin, da brauchen Sie nur Ihren Namen hinzusehen." Doppelsinnig. wa 2½ Jahren lenge bat der d. J. im wes insgesamt 5 350 it nicht überschr wie im Inneren find in schlesisch südwestlichen Ec bon 74 Meter bild beherrscht unbegrenzten Au ebener Erde e Außerdem wird ebenfalls ftattlich Man gelang geräumigen Ren neren großen Galerien, welche mitteln. Von d eine geräumige, welche fich eine breite Freitrepper Die Feiträu einen Innenhof, und Feftfaal li tonischer Charat prägt, hat eine aljo etwa 100 im Königlichen Meter. Auch die nich. Bände un Es war einmal ein junger Herr, Der litt an einem Fehler sehr: Er glaubte Drang in fich zu spüren Zum Dichten und zum Fabulieren. Und diese Herzensüberzeugung Cät sich bekunden in der Neigung, Papier in Maffen zu vernichten Jn stunden-, tagelangem Dichten. M 2. 4. Da endlich einmal acceptierten Die ,, Lyrischen" und bonorierten Von unserm Sänger ein Gedicht. Und wo er ging und wo er ſtand, War ihm ein Exemplar zur Band Er faßte schier die Wonne nit Von jenem weltberühmten Blatte, Das seine Verſe intus hatte. Es folgte ihm auf Schritt und TrittSogar ins Bette nahm er's mit. Als einſt am Meeresftrand er saẞ Und ſtill beglückt es wieder las, Da ward er plötzlich wie die Wand Ein Druckfehler darinnen stand!! Es gingen ihm die Augen über, Die Sinne schwanden ihm darüber, Das Blatt entfchwebte seinen Händen, Er wollte noch danach sich wenden 6. P. Schlipf Ein Plumps! da war's um ihn gefcheh'n Der Dichter ward nicht mehr gefeh'n. - Zum Dichten war ihm alles recht nicht Alter schützte noch Gefchlecht. Sobald ihm die Begeiff'rung kam, Zur hand er schnell sein Büchlein nahm, Und bannte mittelit Poelie Sofort die ganze Scenerie. Kein Versmaß konnte ihm entgehen, Er schrieb in Jamben und Trochäen; Sogar Hexameter er baute, ( Wenn auch dem Kenner davor graute.) Druckfehler. Ludwig Riecker. Es war ein Genuß, dem jungen Doktor zu lauschen. Auf dem Gebiete der schönen Literatur hatte er eine geradezu fibelhafte Belesenheit. nicht abergläubisch. Suff:„ Bei Eurem leztem Kommers saßen dreizehn bei Tisch." Buff: Ja, aber nicht lange!" * th ,, Sie dürfen doch nicht glauben, Herr Doktor, daß Ihre Diagnosen unfehlbar sind!" Jch nicht; aber meine Patienten müssen d'ran glauben!" Abfertigung. Kaufmann:„ Sie wollen mir diesen Artikel doch nicht etwa nach machen?" Konfurrent:„ Bilden Sie sich doch nicht ein, daß ich anir von Ihnen etwas vormachen lasse!" ,, Sie sind doch auch verschwiegen?" ,, Herr Baron, ich war zehn Jahre bei einem EngrosWurstfabrikanten in Chikago; das dürfte wohl genügen." 13 Zweifel. Schuldner:„ Lieber Herr Müller, Sie müssen sich schon gedulden, ich hatte nämlich unglaubliches Pech. Gestern abend rechne ich zusammen, was ich Ihnen schuldig bin, lege die Banknoten auf den Tisch da auf einmal fällt die Lampe um, das Petroleum läuft auf den Tisch, und das ganze Geld verbrennt!" Gläubiger:" Hm, hm- möglich ist's ja; aber Herr Borger, Sie entschuldigen: das muß doch ein sehr- raffiniertes Petroleum gewesen sein!" Kurmittel. Junggeselle:„ Das Kneipenleben hab' ich jetzt gründlich satt." Ehemann:„ Heiraten Sie nur, dann werden Sie's bald wieder lieb gewinnen!" Der Schmerz. Der Schmerz führt alle uns durchs Leben, Nur ist sein Druck verschiedener Art: Sanft, wenn wir willig uns ergeben; Doch wenn wir widerstreben, hart. Druckfehler. Auf die Frage, wie es denn jetzt mit seinem Beinleiden stehe, antwortete der Patient tieftraurig:„ Schlecht, ich habe noch immer keine krauchbaren Beine." Drei Spareinlagen. Bäuerin( die frisch gewonnene Milch mit drei kräftigen Wasserstrahlen taufend):" Dös is für'n Franzel beim Militär! Dös is für die Zenzi ihre Aussteuer, und dös is zu mein'm seidnen Kirchweihkleid!" ' aauunha • faultlad co wala Heidet. Dem G gelegt, von der Zu diesen beider Fftfäle und die Biftiaal umgeber In dem zwe Togen. fentlich in dersel Bohn- und Re Brejchaften eing ungen für Fürft Der neue Diener.