healer goetter. .1910. rfellung er." nt naap r. 9 Uhr A er ht! eralten gratis. 04000 f.Knaben u.Herren fertigt fir, 6 II. nsjaal gesucht. Giessen Züge Sachen, bei Ben, Laden. -ung diwald. Sam. 1910, the dungen der Ft Hangel: m. 3,54 fm „, 0,44, 8., 1,29", eitholz " 1 tüppelholz Stodbols " R ifig" ist auf der en am Han muar 1910. eifteret Iler Optiker P. Goerz au b. Berlin 78 in 44/46. mmer torfte. 6711 fder HE eit. shalb stels IER, derputzmitte Nr. 16. erscheint 1 glich außer Sonntags. Bezugspreis: vierteljährlich durch die Träger fret las aus 1.35 Mt., durch die Post bezogen 1.50 MH. Expebition: Gießen, Geltersweg 83. Donnerstag, den 20. Januar 1910 Gießener 90 H 17 20. Jahrgang Juferate: die 44 mm breite Petitzelle 20 Pfennig, Reklame: 50 Beilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet "! Telephon- Anschluß: Cichen, Nr. 368. 11 Neuelle Nachrichten ( Gießener Tagesfaft) Anabhängige Tageszettung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weßlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen Lokales und Provinzielles. ** Die Großherzoglichen Herschaften begaben sich am Dienstag und Mittwoch im Auto nach Schönberg zur Teilnahme an der Vermählungsfeier der Prinzessin Edda zu Erbach- Schönberg mit dem Prinzen Wilhelm zu Stolberg- Wernigerode und kehrten später wieder ins Neue Palais zurück. ** Uebertragen wurde am 18. Januar dem Lehrer August Bender zu Münzenberg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Vilbel. ** Der Finanz ausschuß der zweiten Stammer hielt am Dienstag vormittag zunächst allein eine Beratung über den Haushaltsetat ab, in der Abgeord. Best seine Streichungsanträge zum Etat ausführlich be= gründete. Abg. Dr. Osann machte seine Bedenten gegen den ersten Antrag, alle Beamtenstellen fortan nur auf den Inhaber zu bewilligen, geltend, und er.lärte, daß durch eine derartige generelle Bestimmung die ganze Fortführung der Staatsgeschäfte in Frage gestellt werden konnte; da= gegen ließe sich den Wünschen des Antragstellers insofern näherkommen, als man die Regierung dringend ersuchen könnte, die Notwendigkeit der Beamtenstellen bei der Neubesetzung im Hinblick auf die bevorstehende Neuorganisation gründlich zu prüfen. Abg. Ulrich beantragte, zu beschließen, daß für das Jahr 1910 keine neuen Beamtenstellen bejetzt werden dürfen. Abg. Molthan schlug eine Resolution an die Regierung vor und ver.angte, daß die von derselben zu veranstaltenden Erhebungen zwecks Vereinfachung der Staatsverwaltung ohne besondere Kosten ausge= sührt werden. Dieser Forderung schloß sich Abg. Reinhart an, während sich Abg. Be st mit dem Vorschlag ein verstanden erklärte, die Konsequenzen seines Antrages auf die Zeit bis zur Durchführung der Verwaltungsreorganisa= tion zu beschränten. Der Redner machte des weiteren verschiedene Vorschläge zu Ersparnissen und mente, daß man 3. B. etwa 300 000 Mt. erübrigen könnte, wenn man die Zahl der wöchentlichen Lehrstunden der Oberlehrer von 21 auf 24 pro Woche erhöhen würde. Die weitere For derung des Abg Best, daß jorian statt der Diäten und Reise pesen der Beamten nur die wirklichen Auslagen setzt werden sollten, wurde vom Abg. Brauer stützt. Abg. Dr. Gutfleisch dagegen hob hervor, daß die Diäten in Hessen im Vergleich zu denen des Reiches und anderer Bundesstaaten sehr niedrig seien.- Dem Ausschuß ist inzwischen eine Ausstellung der Regierung zuge= gangen, nach der im Falle eines 3 uschlags von 10 Prozent für Gehälter bis zu 2000 Mt. und von 5 Prozent für höhere Gehälter eine Gesamtsumme von Mart 2.195 000 erforderlich sein würde. Wenn nur die Gehälter bis zu 2000 Mt. in der vorerwähnten Weise erhöht würden, so würde dies rund 750 000 Mt. erfordern. Ueber diese Vorschläge soll in der nächsten am Mittwoch stattfindenden Sibung beraten werden. er= unter= ** Die gemeinschaftliche Sibung der Finanz ausschüsse beider Kammern, in der die Financlage des Landes zur Beratung stand, begann Dienstag nachmittag 3 Uhr im Sißungszimmer der Ersten Kammer unter dem Vorsitz des Grafen Erbach- Für stenau. Von der Regierung nahmen Staatsminister Dr. Ewald, Finanzminister Dr. Gnauth, Minister aes Innern Dr. Braun, Geh. Staatsrat Krug von Nidda, Geheimerat Dr. Becker und Ministerialrat Süffert teil. Die Sibung war streng vertraulich. Abg. Reinhart, der Vorsitzende des Ausschusses Zweiter Kammer, erstattete ein Referat über die Vorschläge dieses Ausschusses. Der Ausschuß der Ersten Kammer dürfte diese Vorschläge zuerst einmal mit eingehend unter sich erörtern und alsdann nochmals dem Ausschuß der zweiten Kammer zur Beratung zusammentreten. ** Hess. Landwirtschaftskammer. Die 7. Hauptversammlung der Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Hessen wurde um 10% Uhr in dem Siz ungssaal der zweiten Kammer durch den stellvertretenden Vorsitzenden, Abg. Bähr eröffnet. Die Jahresrechnung für 1908, die in Einnahme 647 520 M. und in Ausgabe tadttheater Gießen. Tantris der Narr. Drama in 5 Aufzügen von Ernst Hardt. ( Schluß) Im Mittelpunkte des Stückes stand die durch Frau Baumeister- Felsegg verkörperte Gestalt der Isolde; dieses zu höchster Leidenschaft gesteigerte Spiel sehnender Liebe entbehrte nicht des Adels und der Würde und brachte in einer Stala von den weichesten zu den herbsten, den tältesten zu den leidenschaftlichsten Tönen auch die Pracht der Tyrischen und epischen Stellen zu starkem Ausdruck. Nur im ersten Aft, wo die Darstellerin übrigens überzeugend und meisterhaft die Wirkung des Wortes" Arund" im Spiel zu erkennen gab, sprach sie zu rasch; auch wenn der Dichter in steigender Haft" bemerkt, muß das gesprochene Wort dem Ohre immer noch verständlich bleiben. Herrlich gesprochen war auch der Schwur am Ende des 2. Attes; wie flang jedes Wort so tief, so rein, so wahr; wahr sind wohl die Worte dem Wortlaut nach, nach dem Sinn schwört Isolde einen falschen Eid. Hier sand Frau Baumeister- Felsegg den Ton, in dem die Wahrheit heiligster Liebe und die Lüge heroischen Troßes fast ineinander flossen. Einen Menschen voll heißer Sehnsucht, im Drang ungestillter Leidenschaft, versteckt in ein Narrenkleid, ließ Herr Baumeister( vom Hoftheater zu Darmstadt) vor uns aufleben. Narrheit, Liebe, Ritterkraft blißten in diesen Worten von wechselndem Tonfall, diesen Mienen; wie umfaßte im letzten Afte sein Spiel diese Spanne zwischen sehnendem Hoffen seines geängsteten Herzens, seiner Not und dem entsagenden Verzweifeln, schweren, entsagenden Verzichten und Scheiden. = 522 307 Mt. beträgt, wurde ohne Debatte genehmigt. Daran schloß sich die Aufstellung des Hauptvoranschlages der Landwirtschaftskammer für 1910, welcher in Einnahmen und Ausgaben mit 571 112 Mt. abschließt. ** Zum Darmstädter Regiments- Jubiläum hat das Kommando des 2. Großh. Hessischen Leibdragoner- Regiments Nr. 24 eine künstlerische Gedent münze von dauerndem Werte prägen lassen, deren Herstellung der Münz- und Prägeanstalt Karl Poelleth in Schrobenhausen( vor Augsburg) übertragen wurde. e Gießen. Zur Feier des Geburtstages des Kaisers findet am tommenden Donnerstag, nachmittags 1½ Uhr, im großen Saale des Gesellschaftsvereins ein Fest essen statt. Wir machen darauf aufmerksam, daß bei dem Hausverwalter des Gesellschaftsvereins eine Liste zum Einzeichnen offen liegt. *)(* Gießen, 19. Jan. Junge Burschen versuchten gestern einen Automaten auf der Friedrichstraße zu er= brechen, wurden aber glücklicherweise von einem Schußmann ertappt. * Gießen. Daß die Eisenbahnverwaltung sich der Ausgabe wohl bewußt ist, welche Zug- Zusammenstößen an die Oberleitung stellen, fonnte vor kurzem eine Probe alarmierung beweisen, durch welche von Gießen aus ein Hilfszug nach Bad- Nauheim beordert wurde, der schon 34 Min. nach Einlaufen der Order den Bahnhof Gießen verließ und auf dem sich die erforderliche Ausräumungs= mannschaft, sowie die zum Sanitätsdienst ausgebildeten Leute befanden, letztere unter Führung des Bahnarztes Dr. Zinßer. In Bad Nauheim wurde der Hilfszug von einigen Mitgliedern der Eisenbahnbirettion Frankfurt a. M. erwartet. Diese ließen einige Uebungen im Ein- u. Ausladen, sowie im Verbinden von Verletzten vornehmen und sprachen zum Schlusse ihre Befriedigung über das rasche Eintressen des Hilsszuges, sowie die gute Ausführung der Uebungen aus. *)(* Gießen, 20. Jan. Vor einem überaus zahlreichen Publikum begann gestern Frl. Marie Basser= mann ihre Vorlesungen über Dantes größtes Werk „ Die göttliche Komödie" mit der Wiedergabe einer Reihe von Gesängen aus der„ Hölle" und erntete mit ihrer anfangs zwar etwas schüchternen, später und namentlich am Schluß aber ungemein lebenswahren Darstellung den ungeteilten Beifall der Zuhörer. Die Vorlesungen werden morgen Freitag mit der Wiedergabe von Gesängen des zweiten Teiles der„ Göttlichen Komödie", des" Fegeberges", fortgesetzt werden, um am Samstag mit Rezitationen von Stellen aus dem„ Paradies" zu schließen. == Gießen. Valles Frankfurter Intimes Theater sett im Kolosseum sein erfolgreiches Gastspiel fort und allabendlich ist der Beifall ein großer. Das reizende Ziehrer'sche Wiener Singspiel:" Biedermeier u. Frau" verbleibt, ebenso der pikante französische Schwank:" Der Geldbriefträger" nur noch heute und morgen die auf dem Repertoier. Es sollte niemand versäumen, hübsche Ziehrer'sche Musit, wie auch den musikalisch bunten Teil des Intimen Theaters kennen zu lernen. Für die näch sten 3 Tage wird das neue Programm im Inseratenteil veröffentlicht werden. -d Gießen. Der im Herbst in unserer Stadt abgehaltene Obst markt hat gezeigt, daß Gießen eine Stadt ist, welche viel Obst konsumiert. Die Obstausstellung hat aber auch den Beweis erbracht, daß in unserer Stadt, wie in ihrer nächsten Umgebung vorzügliches Obst gezogen wird. Wer hätte nicht das herrliche Obst aus Wieseck, Klein Linden und aus Gießen selbst bewundert. Der Oberhessische Obstbauverein hat bereits seit über 20 Jahren in des unserem Kreise und in unserer Stadt die Förderung Obstbaues mit dem besten Erfolg durchgeführt. Am kom- menden Sonntag wird in einer im Cafe Ebel stattfindenden Versammlung des Oberh. Obstbauvereins Herr Dr. Hoffmann aus Friedberg einen Vortrag über„ Die Förderungsmaßnahmen im Obstbau durch den Oberh. Obstbauverein und sein Zusammenarbeiten mit der Landwichschaftskammer" halten. Anschließend findet eine Gratisverlosung von VerObstbäumen und Sträuchern für die Mitglieder des Die Gestalt, die fast am schwersten zu spielen, soll sie nicht ein unklarer Schatten bleiben, ist die König Martes; Hermann Ba of lich ihr die ganze Wucht, die Größe und Erhabenheit, die uns sein Schicksal, sein Leiden faßbar machen tönnen. Er leidet unter einer Schuld, die nicht seine Schuld; er ist machtlos in seinem Zorn, in seiner Liebe, seinem Schmerz, machtlos gegen eine Liebe, gegen die selbst Gott lügt. An manchen Stellen nur schlug Batof leider in den Ton des biedern, manchmal polternden Alten um! Wenn ich die anderen Rollen betrachte, so habe ich noch die gute Leistung E.ly Neys als Page Paranis zu er wähnen; an einigen wenigen Stellen überwog das Spiel eine gewisse Scheu zarter, zu zarter Zurückhaltung. Warum? Der vierzehnjährige, der fühn den Handelsmännern den Dolch auf den Rücken seßen will, daß sie vor Angst her= fliegen sollen wie Störche,- der Page, der von seiner Herrin in ritterlicher Liebe träumt, muß schwärmen, schwärmen; darum gefiel mir auch der Vortrag der Darstellerin im Ausdruck und Tonfall sehr gut. Curt Gühne, als Herzog Denovalin, in Maste und Spiel gut, sollte den fast verklungenen Ton eines weichen Erinnerns weniger start im ersten Aft hervortreten lassen; der Herzog bleibt im Grunde doch der„ Theaterbösewicht". zu nennen wären noch Elly Gühne( Brangäre), Rudolf Goll( Dinas von Lidan) und unter den Sie chen von Lubin die eine prächtige Figur Edgar Paul y 3. Das ziemlich literarisch gestimmte Publikum, das heute eifriger als sonst über ein Stück diskutierte, spendete der Aufführung, die als solche unumwunden Lob verdient, reichen Beifall. H. F. Ottavio. eins aus Gießen und Wieseck statt. Alle Freunde des Obstbaues, Gönner und Mitglieder des Oberh. Obstbauvereins sind freundlichst eingeladen. Im Interesse der guten Sache wäre ein recht zahlreicher Besuch erwünscht. -d- Heuchelheim b. Gießen. Am kommenden Samstag findet hier abends 7 Uhr eine Versammlung des Oberhess. Obstbauvereins statt, in welcher Herr Dr. Hoffmann aus Friedberg einen Vortrag:" Spalierobst im ländlichen Hausgarten" halten wird. Im Anschluß sindet eine Gratisverlosung von Obstbäumen und Obstgehälzen für die Mitglieder des Oberhessischen Obstbauvereins statt. Da gerade Heuchelheim durch die Gunst seiner Lage für Obst, speziell auch für Spalierobst geeignet ist, so wäre ein zahlreicher Besuch sehr erwünscht. Auch Nichtmitglieder des Oberhessischen Obstbauvereins sind herzlich eingeladen. * Friedberg. Gegenüber dem Abfall der Obstzüchter des Kreises Büdingen vom Oberh. Obstbauverein, gedenkt der Ausschuß des Obstbauvereins für Oberhessen in einer demnächst hier beabsichtigten Ausschußsißung Schritte zu tun. Für den Kreis Büdingen ist bekanntlich ein besonderer Obstbauverein gegründet worden, wodurch der Provinzverein in seiner Stärke sehr geschädigt wurde. * Friedberg. Blühende Hyazinthen hat das milde Wetter in dem Garten der Obstbauschule gezeitigt. Beerensträucher sieht man nicht selten mit aufbrechenden Knospen. Als gestern * Ober Ingelheim, 14. Jan. Vormittag der Glöckner Krämer in der evangelischen Pfarrfirche läutete, flog der Klöppel der großen Glocke heraus und durchschlug den Boden. Krämer tam mit dem Schrecken davon. * Frankfurt.( Wertvolle Makulatur.) Ein Althändler entnahm am Donnerstag von der hiesigen Reichsbank mehrere Säcke mit Makulaturpapier. Am Samstag vormittag erschienen Angestellte der betreffenden Bank in Begleitung eines Schußmannes und verlangten die Durchsicht der mit der Matulatur gefüllten und noch nicht ge öffneten Säcke. Da fand sich ein Patet mit 70000 Mart in 70 Tausendmarkscheinen vor, die vermißt waren. Der Althändler erhielt 50 Mt. und die Ermächtigung, demnächst von der Reichsbant einen ganzen Wagen Matulatur gratis abzuholen. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. auf Gießen, 18. Januar 1910. Dem Direktor der Ohmtalbasaltwerke Franz Joseph Kanißer in Marburg und dem Betriebsleiter Johann Adolf Hagedorn in Ortenberg ist zur Last gelegt, den Tod des Arbeiters Otto Ganß aus Selters durch Fahrlässigkeit herbeigeführt zu haben. An der Kreisstraße Eckartsborn- Orien berg befindet sich das Steinklopfwerk, von wo aus einem Schienengeleise, das sich auf 1½- 2 Meter hohen Pseilern befindet, das Material nach der Bahn gebracht wird und zwar mittelst Kippwagen. Als nun zwei Arbeiter einen geladenen Wagen fortbrachten, brach ein Querholz; einer der Arbeiter konnte sich durch Abspringen retten, dagegen wurde der andere zu Boden geschleudert, der Wagen fiel auf ihn, zerdrückte ihm mehrere Rippen, die in die Lunge drangen, auch trug er einen Genickbruch davon, der seinen Tod nach einigen Minuten herbeiführte. Die Untersuchung ergab, daß der Bruch des Querholzes auf das schlechte Holz zurückzuführen war; dieses war so morsch, daß man es mit den Händen abbröckeln konnte, wie auch ein anderer Pfeiler durchgefault war. So lange das zerkleinerte Material unter den Schienen lagerte, waren sowohl die Längsbalken als auch die Querhölzer gestützt, doch faulten sie darin, wurden aber, wenn der Grus weggebracht wurde, nicht durch bessere ersetzt. Kanißer als Teilhaber und Di refter des Werkes, hat die technische Leitung und die Sache im Großen zu überwachen. Die einzelnen Anordnungen und Maßnahmen im Kleinen hatte Hagedorn kontraktlich übernommen. Die Zeugen schwächten ihre belastenden Aussagen, die sie in der Voruntersuchung gemacht hatten, sehr ab, auch die sachverständigen Gutachten lauteten günstig für die Angeklagten, sodaß die Staatsanwaltschaft nicht in der Lage war, Bestrafung der Angeklagten zu beantragen und stellte die Entscheidung in das Ermessen des Gerichts. Dieses sprach beide frei. Kanißer wegen Unschuld und Hagedorn mangels Beweises. Redaktion, Drud und Verlag von Albin klein. Gießen. Jeder Knorr's Suppen Fix und fertig- 3 Teller 10 Pfg. Knorr- Sos würzt famos Suppen, Saucen, Gemüse, Fleischspeisen etc. Umschlag gilt als Gutschein Jede Standflasche enthält 1 Gutschein. Interessantes aus dem preußischen Etat. Der preußische Riesenetat operiert mit ganz gewaltigen Summen. Millionen häufen sich auf Millionen, und lange Zahlenreihen marschieren in Reih und Glied recht gewichtig daher. Darunter verschwindet fast mancher Posten, der, für sich betrachtet, besondere Ausblicke gestattet. Da tst z. B. der Lotterieverwaltungs- Etat. Man hört so häufig über die geringen Gewinnmöglichkeiten der preußischen Klassenlotterte schelten. Und doch bucht die preußische Lotterieverwaltung als Einnahme 20 000 M für nicht abgehobene Gewinne, sogar 5000 M mehr als im Vorjahre. Und aus dem Verkaufe verlassener und abgelehnter Freilose nimmt ste gar 140 000 M ein. Die Generalordenskommission, die uns Insgesamt 330 000 M toftet, steckt für zurückgegebene alte Drdensinsignien 15 900 M in die Tasche, für die Anschaffung neuer muß sie aber das hübsche Sümmchen von 220 000 M opfern. Das Geheime Zivilkabinett des Königs kostet PreuBen mehr als 200 000 M. Aber auch das Deutsche Reich muß 10 000 M dazu beisteuern. Eine nette Einnahme bringt der " Deutsche Reichs- und Preußische Staatsanzeiger", der etwa 130 000 MUeberschuß liefert. Allein für Anzeigen laufen bei ihm fast 900 000 Mein. Das preußische Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten hat ans Reich als Abfindung für die Besorgung rein preußischer Angelegenheiten 120 000 M zu zahlen. Im ganzen belastete es den Etat mit fait 600 000 M. Verhältnismäßig gering sind die Aufwendungen für die Instandhaltung der besonderen preußischen Gesandtschaftsgebäude in München, Karlsruhe und Rom. Sie belaufen sich nur auf 5700 M. Das preußische Kriegsministerium kommt uns billig. Nicht einmal den Kriegsminister bezahlt Preußen. Der ganze Etat, der keine 200 000 M beträgt, bezieht sich nur auf die Aufwendungen für das Berliner Zeughaus. Die erste preußische Kammer, das Her renhaus, kostet den Staat etwa 300 000 M. Davon entfallen auf das stenographische Bureau etwa 70 000 M. Für die Geschäftsbedürfnisse des Hauses selbst werden 150 000 M veranschlagt. Die zweite Kammer, das Abgeordnetenhaus, ist erheblich kostspieliger. Sie erfordert nahezu 1800 000 M. Davon sind allerdings 1 120 000 M Tages- und Reisegelder für die Volksvertreter. Die Geschäftsbedürfnisse dieses Haufes beziffern sich auf 350 000 M, die Kosten für das stenographische Bureau auf 120 000 M. Rundschau vom Cage. Politisches. Dem preußischen Finanzminister Freiherrn von Rheinbaben, der schon beim Jubiläum des 1. brandenburgischen Ulanenregiments Nr. 3 dessen Uniform erhielt, ist nach der„ Tgl. Ndsch." der Charakter als Major verliehen worden, mit dessen Abzeichen er auf dem Krönungsfeste erschten. In der Budgetkommission des Reichstages wurde gestern die Beratung über die Nachtragsforderungen für Südwestafrika fortgesetzt. Staatssekretär Dernburg machte ausführItche Angaben über die Bahnvorlagen, insbesondere über den Ankauf der Otavibahn. Das Geschäft sei für das Reich sehr günstig, das Reich bekomme eine brauchbare und gute Bahn, schaffe ein Tarifmonopol aus der Welt, das gefähr=- Itch set, und erhalte einen Ueberschuß, der den weiteren Ausbau des Bahnnetes ermögliche, welcher im Interesse der wirtschaftlichen Entwickelung wie der Sicherheit des Landes gleich notwendig set. Bezüglich des Ovambolandes stehe die Verwaltung auf dem Standpunkt, daß zunächst unsere Grenze gegen das portugiesische Gebiet festgestellt werden müsse. Hinsichtlich künftiger Bahnbauten bemerkte er, daß, solange nicht weitere Einnahmen erschlossen würden, feine weiteren Bahnen gebaut werden sollten, als sich aus dem vorliegenden Bahnprogramm ergebe. Eine Anzahl Anferstationen für Militärluftschiffe sind, der„ Voss. 3tg." zufolge, auf Anordnung des preußischen Kriegsministeriums im Gebiet des Königreichs Preußen zu eirichten. In Betracht kommen vor allem Garnisonen, die über einen größeren Truppenübungs- oder Ererzierplatz verfügen und eventuell auch Ortschaften, in deren Nähe ein langgestrecktes ödes Gelände liegt. Die Anferstationen haben den Zweck, den Militärluftschiffen beim Manövrieren und bei Fernfahrten Zwischenlandungen und vor allem eine unvorhergesehene Reparatur oder ein Nachfüllen des BalIons zu ermöglichen. Die Errichtung dieser Ankerplätze erfolgt im Frühjahr. Der Wert des auswärtigen Handels Deutschlands belief sich im Jahre 1909 im Spezialhandel( ohne Edelmetalle) in der Einfuhr auf 8.2 Milliarden gegen 7.7 Milliarden Mark im Vorjahre, in der Ausfuhr auf 6.7 gegen 6.4 Milliarden im Vorjahre. Der Edelmetallverkehr erreichte in der Einfuhr 0.3 gegen 0.1 Milliarden. Trotz dieser Zit= nahme gegen das Vorjahr sind Ein- und Ausfuhr gegen 1907 erheblich zurückgeblieben, und zwar die Einfuhr mehr als die Ausfuhr. Der Geschäftsbericht des Reichsverbandes gegen die Cozialdemokratie für das vergangene Jahr ist veröffentlicht worden. Der Zuwachs an neuen Mitgliedern betrug im letzten Jahre genau doppelt so viel wie im Jahre 1908, nämlich 33 492 gegenüber 16 600 im Vorjahre. 66 neue Ortsgruppen wurden gegründet. Die Gesamtzahl der Mitglieder des Reichsverbandes beträgt 211 000, die Gesamtzahl der Ortsgruppen 702. Der Fall Welshofen. Kriminalroman von M. Kossat. ( Nachdruck verboten.) . 15) Nun, Fräulein Lina war so freundlich. Sie nötigte den galanten Herrn Camillo Smetana in die Wohnung der Signora Brusio und schickte sich an, deren Schränke und Kommoden zu öffnen, um ihren Inhalt den Blicken des Herren preiszugeben. ,, Eine schöne, elegante Wohnung!" äußerte Brümmel, in den prunthaft eingerichteten, aber nicht übermäßig vrdentlich ausschauenden Räumen scharf umherspähend. Man erkannte sofort, daß ihre Besizerin nicht zur Gattung der staubwischenden Hausmütterchen gehörte. Auf Stühlen und Tischen lagen im bunten Durcheinander Kleidungsstücke, Photographien und welke Blumensträuße, 3igarettenstummel waren über den Teppich verstreut und die Ueberbleibsel der in Wien üblichen ,, Jause"- einer zwischen Nachmittagskaffee und Abendessen fallenden Mahlzeit standen auf dem Salontisch. Eine schöne Wohnung!" wiederholte Brümmel. Die Signora ist wohl sehr reich, weil sie eine so hohe Miete zahlen kann?" Ach, na gerade reich, das kann man nicht sagen," erwiderte Lina. Sie hat ja eine hohe Gage, aber Vermögen besißt sie nicht. Ja, wenn der Graf Welshofen am Leben geblieben wäre, dann hätte das freilich anders sein können. Aber so- Sie haben doch natürlich auch von der Geschichte gehört, Herr Smetana?" ,, Wie sollte ich nicht! Ganz Wien spricht ia von nichts anderem. Aber sagen Sie, Fräulein Lina ob die Signora wirklich nicht weiß, wer ihren Bräutigam umgebracht hat?" Die Köchin zuckte die drallen Schultern. Aus der Signora ist nicht flug zu werden. So verschlossen wie die ist! Nicht ein Wort spricht sie mit unsereinem. Und man hat doch auch seine Bildung" ,, Natürlich, natürlich!" ergänzte der Pseudokommis. Sie wären doch so' ne angenehme Gesellschaft für die Signora, Fräulein Lina. Aber um auf die Mordsache haben Sie denn gar keine Vermutzurückzukommen ungen darüber, was? Sie sind doch immer um die Signora und sehen so manches. Ich meine immer" Herr Einen industriellen Wahlschatz zu gründen hatte der Ausschuß des Zentralverbandes Deutscher Industrieller beschlossen. Zu diesem Zwecke wurde ein Ausschuß eingesetzt, der vor einigen Tagen zusammengetreten ist. Dieser richtet nun an alle Mitglieder des Zentralverbandes die Aufforderung, von der in ihren Betrieben im Jahre 1909 verausgabten Lohnfumme 0,5 vom Tausend an ihn abzuführen und sich zu verpflichten, den gleichen Satz im Jahre 1911 von der im Jahre 1910, und im Jahre 1912 von der im Jahre 1911 verausgabten Lohnfumme als weitere Beiträge zu leisten. Die Wahlen in England. Bis gestern nachmittag 5 Uhr waren 99 Unionisten, 79 Liberale, 17 Mitglieder der Arbeiterpartei und 27 Nationalisten gewählt. Die Unionisten gewannen bisher 39 und die Liberalen 9 Mandate. Ein unehrlicher dänischer Minister. Der gegenwärtige dänische Minister des Innern, Münch, hat festgestellt, daß der Generaldirektor der dänischen Posten, der seit 1904 dieses Amt bekleidet, jedes Jahr die ihm zustehende Freikarte zur Benutzung der Eisenbahn veräußert habe. Er überließ alljährlich seine Freikarte dem früheren Minister des Innern und ließ sich hierfür jedesmal 900 Kronen zahlen. Eine genaue Untersuchung ist eingeleitet. Spanische Sozialpolitik. Im gestrigen spanischen Ministerrate wurde die Beschaffung von Mitteln für den Bau von Arbeiterhäusern und die Erhebung einer Grundsteuer beschlossen. Ferner beriet der Ministerrat über das Budget, mit dem die Regierung den von der liberalen Partet gemachten Versprechungen bezüglich des Fiskalsystems Rechnung tragen wird, indem sie das unproduktive Vermögen zugunsten der Arbeiter besteuert. Rüstungen Japans und Chinas. Neuerdings laufen in Petersburg wieder Meldungen über fortdauernde Rüstun= gen Japans und Chinas ein. Die chinesische Regierung soll beschlossen haben, außer in der Mandschurei auch in der Mongolet den Truppenbestand auf Kriegsstärke zu bringen und insbesondere die Grenztruppen zu verdoppeln. Kleine Nachrichten. Moltkes Büste in der Walhalla. Am 10. Mai dieses Jahres, dem Tag der Unterzeichnung des deutsch- franzö= sischen Friedensvertrages vom Jahre 1871, findet die Enthüllung der Moltke- Büste in der Walhalla statt. Es sind größere militärische Feierlichkeiten bei dieser Feier in der Walhalla geplant. Graf Zeppelin empfing dieser Tage in seiner Villa in Stuttgart die Besuche des Geheimrats Lewald und des Professors Hergesell. Die Herren unterhielten sich eingehend über die Vorbereitungen für die in Aussicht stehende Erpedition zur Erforschung der Polargegenden. Eine Hundertvierjährige. In Zittau lebt ein altes Mütterchen als Klosterversorgte, welches am 28. Januar 1910 ihr 104. Lebensjahr vollendet. Es ist dies Frau Eleonore Geŋer, geb. Beckert, geboren am 28. Januar 1806. Die gute Alte ist noch ziemlich rüstig, erzählt gern aus vergangenen Zeiten und deklamiert auch noch sehr nett von der Nachwelt längst vergessene Gedichte. Kurze Seitengewehre für die Kavallerie. Nachdem die Ausrüstung der deutschen Kavallerte mit dem neuen Karabiner nahezu beendet ist, soll nach der„ N. pol. Korr." in nächster Zeit mit der Ausgabe des neueingeführten kurzen Seitengewehres an die Kavallerieregimenter begonnen werden. Einweihung der Posener Akademie. In Posen wurde gestern mittag in Gegenwart von Vertretern der staatlichen, Militär- und Kommunalbehörden sowie der Staatsregterung das neue Gebäude der königlichen Akademie seiner Bestimmung übergeben. Die Festrede hielt der Rektor der Akademie Prof. Dr. Spieß. Ein Gewehrdiebstahl wird aus München gemeldet. Aus der Kaserne des 1. Infanterieregiments wurde ein Gewehr Modell 98 mit neuer Ladevorrichtung gestohlen. Ob es sich um einen gewöhnlichen Diebstahl oder um eine Tat mit politischem Hintergrund handelt, ist noch nicht ermittelt. Fran von Schönebeck, dte Heldin der Allenfteiner Offizierstragödie, soll sich gestern in London nach der Meldung eines Berliner Blattes mit einem Berliner Schriftstellec haben trauen lassen. Einen schrecklichen Tod fand in Königshütte eine Arbeiterin, die auf der Kohlenhalde der Königsgrube Kohlenreste sammelte. Grubenarbeiter, die von der Anwesenhett der Frau nichts wußten, schütteten von oben Wagen mit brennender Kohlenschlacke aus. Die Schlacken begruben die Frau, die elend verbrannte. Die Leichenteile fand man unter den Schlacken. Mord in Oberbayern. In Rosenheim in Oberbayern lauerte ein Korbmacher einem Zementarbeiter, mit dem er seit längerer Zeit verfeindet war, in der Nacht nach einem Wirtshausstreit auf, warf ihn nieder und schlachtete ihn förmlich ab, indem er ihm mit einer Sichel den Kopf abschnitt. Der Mörder, Vater einer siebenköpfigen Familie, wurde bald nach der Tat verhaftet. Ueberfallen und erstochen. Der Bergmann Johann Pöhler in Schmidthorst bet Duisburg, der sich mit Frau und Tochter des Bergmanns Demmel auf dem Heimwege befand, wurde von zwei Männern überfallen. Er erhielt einen Stich in die Halsschlagader, der ihn sofort tötete. Frau Demmel wurde durch einen Stich in die Brust schwer verleßt. Die Täter sind noch nicht ermittelt. Brümmel sagte dieses, bereits auf einem der moosgrünen Damastfauteuils in Anitas Salon fizend, auf dem Fräufein Lina ihn genötigt hatte Plaß zu nehmen- ,, daß einer den Grafen aus Eifersucht umgebracht hat und die Herren vom Gericht scheinen auch derselben Ansicht zu sein, da sie den Olfers verhaftet haben. Aber warum lachen Sie, Fräulein Lina?" unterbrach er sich, da die Köchin spöttisch auflachte. Ja nun, ich finde es ganz verdreht, daß sie auf den Olfers einen Verdacht geworfen haben, denn die Signora verkehrt ja gar nicht mit ihm. Nicht ein einziges mal ist er in ihrer Wohnung gewesen, so lange sie in Wien ist!" ,, Empfängt die Signora viel Herrenbesuch?" erkun digte sich Brümmel. ,, Ach nun, so lange der Herr Graf noch lebte, kam er jeden Tag um die Mittagszeit, aber der Herr Graf war auch ihr Bräutigam. Sonst kommt niemand, die Signora ist ja viel zu ängstlich auf ihren Ruf bedacht. Es ist wie im Kloster"- äußerte Lina verächtlich- ,, außer Ihnen, Herr Smetana, und dem Kunsthändler, dem Herrn Rochus, ist noch kein Herr dagewesen bloß so Leute, wie der Mischmann und lauter so was, was doch keine Bildung hat. ,, Der Herr Rochus?" fragte der Pseudokommis. ,, Wer ist das?" Ja, das ist ein Kaufmann, der mit Kunstsachen handelt Ringen und Porzellan und so die kleinen Bilder aus Elfenbein- aber lauter altes Zeug ists, wofür unsereins nicht' n Heller geben möchte und was doch sehr teuer ist." ,, Ach so, ein Antiquitätenhändler ists? Und der kommt oft zu der Signora?" ,, Na, oft grad' nicht, aber die Lina stockte und schlug sittig die Augen nieder. ,, Na, davon kann ich doch nicht reden", meinte sie geziert. ,, Sprechen Sie nur ungescheut, Fräulein Lina, mir können Sie alles sagen", redete Brümmel ihr zu. ,, Landsleute dürfen sich alles sagen" Landsleute?" fiel das Mädchen ein.., Wirklich? Ich bin Sie nämlich aus Ostpreußen ja, aus Ostpreußen, denken Sie und nun kam eine lange Geschichte, in Von Wölfen überfallen. Wie aus Budapest gemeldet wird, wurde der 70jährige Baron Otto Orban während eines Spazterrittes im Walde von Wölfen überfallen. Als das Pferd die Wölfe gewahrte, scheute es und warf den Retter ab. Baron Orban gab zwar mehrere Schüiffe auf die in mehreren Rudeln über ihn herfallenden Wölfe ab, doch gelang es ihm nicht, fich zu retten. Er wurde gräßlich zerfleischt aufgefunden. Furchtbares Straßenbahnunglück. In Tiflis entgleiste ein vollbesetzter Straßenbahnwagen infolge Versagens der Bremse und stürzte an einer steilen Böschung um. Bis abends wurden 7 Tote und 11 Schwerverlette geborgen. Ein schweres Unglück hat sich gestern auf dem Martinswerk der Firma Krupp in Effen ereignet. Dort wurde bei Reparaturarbeiten an der elektrischen Leitung der Schlosser Wallrich getötet. Als die zur Untersuchung des Unfalls herbeigeholte Polizeibehörde beim Herabsteigen eine Betondecke betreten wollte, brach diese ein. Drei Personen, darunter ein Schußmann und ein Heilgehilfe, stürzten etwa 4½ Meter in die Tiefe und wurden schwer verletzt. Ans dem Gefängnis ausgebrochen. Der Maler Grimm, der vor acht Jahren wegen Mordes zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden ist, ist gestern nacht aus der Strafanstalt Oslebshausen bet Bremen entflohen. Er hatte das Fenstergitter seiner Zelle durchsägt und sich dann am Bettuch herabgelaffen. Dann hatte er mit einer Leiter die Mauer des Gefängnisses überklettert. Wissenschaft, Kunst und Literatur. Die Spende für Liliencron. Die Liliencron- Nationalspende ergab die Summe von 36 000 M. Der Erreger der akuten Kinderlähmung, iener unheimlichen Erkrankung. die im vorigen Jahre in einigen Gegenden Deutschlands viele Opfer gefordert hat, ist bisher noch nicht gefunden worden. Es ist aber, wie einige amerikanische Forscher in der Münch. Med. Wochenschrift mitteilen, gelungen, wenigstens einige vorbereitende Fragen zu lösen. Durch Einspritzung von gertebenen Stücken des Rückenmarks von Kindern, die der Erkrankung erlegen sind. gelingt es, bei Affen ein ähnliches Krankheitsbild wie beim Menschen hervorzurufen. Die weiteren Versuche ergaben, daß es sich um ein sehr widerstandsfähiges Gift handeln muß, daß der Erreger sich sogar durch ein Kieselgurfilter filtrieren läßt und daß er ausgesprochen auf die nervsse Substanz wirkt und zwar in erster Linie auf die des Rüffenmarks, in geringerem Grade auf Klein- und Großhirn. Für unser Verständnis dieser Infektionskrankheit ist damit immerhin schon ein großer Schritt vorwärts getan; mit der Einsicht in das Wesen der Krankheit steigt auch die Hoffnung, bald zu einer Möglichkeit zu gelangen, die Krank, heit zu heilen und zu verhüten. Aus den Gerichtssalen. Eine Brandstifterin. Das Schwurgericht in Düsseldorf verurteilte die 66jährige Ehefrau des Ackerers Johann Cromen aus Hilden wegen vorfäßlicher Brandstiftung zu drei Jahren Zuchthaus. Die alte Frau hatte ihr Wohnhaus angezündet, um das Versicherungsgeld mit 4700 M zu erlangen. Verurteilung eines jugendlichen Verbrechers. Das Schwurgericht in Bochum verurteilte gestern den jugendlichen Bergmann Josef Schulte aus Recklinghausen, der am 27. November v. J. den 40 Jahre alten Schuhmacher Eich aus Solingen auf eine Zechenhalde geschleppt und in bestialischer Weise zu Tode gequält hatte, zu fünfzehn Jahren Zuchthaus. Auch ein„ Opfer" der Schundliteratur. Die Kottbuser Lehrerschaft hatte vor einiger Zeit die ihr anvertrauten Kinder vor dem Lesen und dem Ankauf von Schundlektüre ge= warnt, auch einen Aufruf an die Kottbuser Bürger im dortigen Anzeiger erscheinen lassen. Dies erbitterte den Agenten Reinhold N., dessen Tochter in der Taubenstraße in Kottbus einen Buchhandel betreibt, dermaßen, daß er in dem Schaufenster der genannten Buchhandlung eine den Lehrerstand beleidigende Druckschrift auslegte. Mit Blaustift und roter Tinte hatte Reinhold N. dazu noch verschtedene beleidigende Randbemerkungen gemacht. Die betref fende Druckschrift war so ausgelegt, daß sie jedem Vorübergehenden in die Augen fallen mußte. Auf die Frage eines Polizeibeamten, was N. damit bezwecke, erklärte dieser, die Lehrer verdürben ihm das Geschäft, weshalb er den Leuten über die Lehrerschaft die Augen öffnen wolle. Schließ lich nahm sich die Königliche Regierung der Sache an und stellte gegen den Agenten Strafantrag wegen Beleidigung der Kottbuser Lehrer. Im Termin bestritt zwar der Ange= flagte, eine Beleidigung der Lehrerschaft beabsichtigt zu haben, doch war das Gericht anderer Meinung und verurteilte ihn zu der wohlverdienten Strafe von 100 Mark Geldstrafe eventuell 20 Tagen Gefängnis. Aus dem Reiche der Technit. Europäische und amerikanische Eisenbahnsignale. Ga ist in letzter Zeit gar nicht selten vorgekommen, daß die Amerikaner, die den technischen Fortschritt auf manchen Gebieten beinahe gepachtet zu haben glaubten, nicht nur eigentliche Erfindungen, sondern auch andere technische Einrichtungen von Europa übernommen haben. Jetzt ist auch der der sie ihrem neuen Freund auseinanderseßte, durch welche Fügung sie hierher nach Wien verschlagen war. Gigentlich war sie nicht aus Ostpreußen, sondern von der pol nischen Grenze, woher die Sprache denn auch kein richtiges Ostpreußisch, sondern ein Gemisch von verschiedenen Dialekten war, aus denen der ursprüngliche sich schmer herauskennen ließ. Brümmel hörte diese Auseinandersetungen mit innerlicher Ungeduld an, aber er bezwang sich und heuchelte tiefes Interesse, denn er durfte die Maid nicht zürnen. Also Landsleute!" schloß die leßtere. Das hätte ich nun wirklich nicht gedacht, daß Sie auch ein Ostpreuße sind, Smetana- nein, das hätte ich nicht gedacht." Nun, ein Ostpreuße bin ich nun auch gerade nicht", entgegnete Brümmel, sondern ein Böhme von Geburt. Die Böhmen und die Polen sind Brüder und ihre Sprache ist sich sehr ähnlich und daher sind wir so gut wie LandsYeute. Aber nun, Fräulein Lna, müssen Sie mir auch die Geschichte von dem Herrn Rochus erzählen, der manch mal zu der Signora kommt. Es ist gewiß eine sehr kuriose Geschichte, was?" Das Mädchen zögerte immer noch, aber ihr Drang nach Mitteilung überwand doch ihre Bedenken.„ Ja, stellen Sie sich nur vor, Herr Smetana"- begann sie ,, vor ungefähr acht Wochen, also in den ersten Tagen, nachdem die Signora hierher nach Wien gekommen war, flingelte es eines Vormittags und als ich öffne, steht ein Herr da ein ganz komisch aussehender Herr mit einem Gesicht wie Leder, und so dürr, der Mensch wie eine Bohnenstange und fragt nach der Signora. Ich will wissen, wie er heißt, damit ich ihn doch melden kann, aber er sagte mir nicht seinen Namen, sondern verlangt immer bloß zu der Signora geführt zu werden. Während ich noch mit ihm streite, geht die Stubentür auf und die Signora tritt heraus, blaß, mit funkelnden Augen, wie ich sie nie gesehen habe. Und sie und der Freund schauten sich an, bis er dann endlich, immer noch ohne ein Wort zu sagen, an ihr vorbei in den Salon geht und sie ihm folgt. Da haben sie denn woh eine Stunde zusammen geredet was, weiß ich nicht, aber daß es nicht friedbelich zwischen ihnen hergegangen ist, das kann ich schwören=" ( Fortseßung folgt.) erfte bab ben fte Eau Bid tom auf Ste und dem lich Wel Ber La de ho m na Je me fch gr ein gr St 11 al meldet hrend .A18 f den je auf fe ab, äßlich gleiste & der Biz orgen. rtingwurde der I des 1 eine onen, etwa rimm, lichem 8 der hatte 1 am r die 1. tionals heim 11 Gebisher ameri mitragen 1 des sind. beim aben, ndeln rfilter ernije Rüf Ahirn. it da= ; mit h die rant, Heldorf Grodrei 18 an= angen. Das igender am r Eich bestiaJahren ttbuser Kinre ge er im e den astraße daß er ine den Blaus richieGetref rüber eines dieser, n LeuSchließ 1 und igung Angeigt zu verur Mark c. G daß die hen Geeigent Einrichmuch der ich welGigentDer pol in richjiedenen schmer inderfrtang fid e Maid e. Das uch ein ch nicht nicht", Geburt. 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Allmählich ist auch bei den amerikanischen Eisenbahnleuten die Ueberzeugung durchgedrungen, daß diesem Umstand ein großer Teil der Verantwortung für die erschreckend große Zahl von Eisenbahnunfällen in den Vereinigten Staaten zur Last zu legen ist. In der Tat scheint es für unsere an andere Verhältnisse gewöhnte Anschauung kaum begreiflich, wie man ein weißes Licht zur Bezeichnung für freie Fahrt hat wählen können, da dann durch jede einfache Laterne eine Täuschung hervorgerufen werden kann. Solche Verwechslungen fommen nach den Berichten in jedem Monat mehrmals vor, wobei nur die Fälle berücksichtigt sind, in denen die Täuschung der Lokomotivführer durch Lichter in benachbarten Häusern zu wirklichen Unfällen geführt hat. Jebt will die Newyork Central Railway als erste das weiße Licht abschaffen, und schon haben auch andere Gesellschaften die Absicht, diesem Beispiel zu folgen. Dennoch scheint man sich nicht entschließen zu wollen, die europäische grüne Laterne einzuführen, sondern man wird statt ihrer eine gelbe Laterne wählen, was nicht gerade als eine gründliche Verbesserung betrachtet werden kann, weil dabei die Gefahr von Verwechselungen immer bleiben wird. Durchbohrung des kleinen St. Bernhard. Eine große Versammlung von Interessenten in Annecy prüfte fämtliche neue Alpenbahnprojekte und sprach sich endlich nahezu einstimmig für die Durchbohrung des Kleinen St. Bernhard qus Vermischtes Eine gefährliche Ballonlandung. Der Zivilingenieur Krüger aus Elberfeld landete mit seinem Privatballon in Lippstadt so unglücklich, daß er erheblich verletzt wurde. Nach dem Ziehen der Reißleine blähte ein Windstoß den bereits bis auf fünf Meter über der Erde gesunkenen Ballon plötzlich auf, so daß er sich wieder in eine bedeutende Höhe erhob. Bei dem nun folgenden raschen Niedergehen wurde die Gondel auf den Rand eines mit Wasser gefüllten Grabens gestoßen, und die Insassen flogen mit gewaltigem Schwung heraus. Während zwei von ihnen mit dem Schrekfen davonkamen, wurde Ingenieur Krüger bewußtlos unter dem Korb aus dem Graben herausgezogen. Er war mit dem Kopf nach unten bis zur Hälfte des Körpers im Schlamm versunken. Der Besitzer des nahegelegenen Schlosses Schwarzraben nahm den Verletzten in lebenswürdigster Weise auf. Menschenpflicht über Polizeistunde. Ein Gastwirt in Wilhelmsburg bei Hamburg hatte während des großen Brandes einer Möbelfabrik sein Lokal noch über die Poltzeistunde hinaus offen gehalten, um den Feuerwehrleuten die Möglichkeit zu gewähren, nunmehr den eigenen Brand zu löschen. Allein für dieses Entgegenkommen des Wirtes hatte die Polizei kein Verständnis, sie sandte ihm einen Strafbefehl wegen Ueberschreitung der Polizeistunde zu. Allein der also Bedachte beantragte gerichtliche Entschei= dung. Mit Erfolg. Das Schöffengericht Harburg sprach ihn fret mit der Begründung, daß der Wirt durch sein Verfahren eine Menschen- und Bürgerpflicht erfüllt habe, in= dem er den Feuerwehrleuten Gelegenheit gab, sich nach threr anstrengenden Tätigkeit in der falten Nacht zu stärfen. Der Aberglaube. Folgende Geschichte hat sich, wie das Meißner Tagebl." berichtet, in dem unweit Meißen ge= legenen Dorfe. zugetragen. Zu Beginn des Winters hatte sich ein dort beheimateter Schiffer eine ausländische gelbe Katze mit nach Hause gebracht. Das Tier war zutraulich und harmlos. Nun begab es sich, daß in dem Orte- furz hintereinander drei weibliche Personen starben, eine Hochbetagte Frau, eine Frau, in den mittleren Jahren und ein dreijähriges Mädchen. Durch den Ausspruch einer soge= nannten„ weisen Frau" entstand nun das Gerücht, daß an diesen drei Todesfällen die fremde Katze schuld sei, die über das Dorf schweres Unglück bringe. Die Folge war, daß das Verhalten der abergläubischen Leute den Besitzer der Kaze nötigte, sie von einem Jagdberechtigten erschießen zu lassen, um endlich die aufgeregten Gemüter wieder zu beruhigen. Schreckenstat eines Jersinnigen. Aus Klagenfurt wird gemeldet: Am Sonntag nachmittag gingen zwei Knaben an der hiesigen Irrenanstalt vorbei. Ein Geistesfranfer rief ihnen zu, in den Hof zu kommen. Ein dreizehnjähriger Knabe stieg über den Zaun. Der Irre führte ihn in den Keller, zog ihn aus, band ihm die Füße zusammen und Sängte ihn mit dem Kopf nach unten auf. Dann nahm er, als der Knabe um Hilfe wimmerte, den Hilflosen und warf ihn in den Kamin. Gestern gelang es, den Knaben halb erfroren aufzufinden. Der Irre, der die Tat begangen hat, galt als so harmlos, daß er als Hausdiener Verwendung fand. Kolonialgrenel an der Elfenbeinküste. Eine Erhebung der Cingeborenen macht an der Elfenbeinküste eine Strafexpedition ins Innere notwendig. Die Ursache der Erhebung soll das Willfürregiment des in Sassandra residierenden Verwalters Joulia sein, der von weißen Kaufleuten in einer an das Kolonialministerium gerichteten Beschwerdeschrift des Raubes mit bewaffneter Hand und des Verfaufs von Kriegsgefangenen bezichtigt wird. Unter den zahlreichen Anklagen gegen ihn befindet sich auch die Au-= schuldigung, er habe zwet eingeborene Weiber gewaltsam aus ihrem Dorfe entführt und später, um sich ihrer wieder zu entledigen, fie des Umganas mit eingeborenen Bons beschuldigt. Darauf habe er beide von Soldaten auspeitschen und die eine Frau töten lassen. Ebenso sei ein eingeborener Boy tagekang gefoltert worden, bis er alles das sagte, was Joulia hören wollte. Der Häuptling Moun drohte hierauf Joulia mit einem Aufstande, morauf dieser ihm die Fran für 375 Frank verkaufte. Die Beschwerdeschrift enthält noch eine ganze Reihe weiterer schwerer Anklagen gegen den Verwalter. König Leopolds verborgene Reichstümer. Noch in Wien vorliegenden Nachrichten haben die jüngsten Nachforschun gen über den Nachlaß des Königs Leopold zur Auffindung neuer Werte geführt. Den Informationen einer Wiener Stelle zufolge Handelt es sich um ziemlich bedeutende Werte In Kongoaftien, ferner um belgische Staatspapiere und um fostbare Schmuckgegenstände, die König Leopold der von Ihm geplanten Koburger Stiftung überantwortete. Durch eine Einziehung dieser neuen Werte würde sich nach cor= läufigen Berechnungen die Erbschaft der drei Prinzessinnen auf zirka neunzig Millionen Francs erhöhen, so daß auf fede Erbin dreißig Millionen entfielen. Ein ergögliches Geständnis hat ein der Berliner Krtminalpolizei als Stellenschwindler bekannter Theatergarberobier Stanislaus Weyreuther im Justizgefängnis zu Stettin abgelegt. Der Verhaftete hatte folgendes SelbstSekenntnis niedergeschrieben: Ich habe im Januar 1906 in Sorau in der Niederlausit mit einem unpatentierten Pappkarton und einem schwarzen Lappen eine Unmenge Geld unredlich verdient. Die Sorauer Polizei wird sich mit Hilfe der Polizeiaften erinnern, daß in den ersten Januartagen 1906 in dem Eckhotel auf dem Markte ein Künstler wohnte, der mit seinem Apparate in der Stadt und Umgegend Aufnahmen machte, meist Geschäftsleute, Hotelwirte, Aletscher usw. besuchte, dieselbigen, nachdem ihm 10 bis 20 Mark Vorschuß angezahlt waren, in Pofitur stellte und, nachdem er seinen Riesenapparat mit einem großen, schwar zen Lappen bedeckt( unter welchem er sein Lachen verbeißen mußte, was oft nicht leicht war) zu photographieren vorgab. Die vor mir Aufgenommenen" bekamen ihr Bild nie zu sehen, nur ich ihr Geld, den Vorschuß. Nachdem die Zeitungen mir mein Arbeiten durch ihr Zetergeschrei unmög lich gemacht, suchte ich anderswo Kundschaft. Der Riesenapparat war nichts anderes als ein Pappkarton, der durch geschickte Hände das Aussehen eines photographischen Apparates erhatlen hatte. Bevor ich die Stadt verließ, bezahlte ich meine Hotelrechnung. Wegen eines Diebstahls, den ich zu gleicher Beit bei einem Sorauer Malermeister verübte, bin ich in Posen abgeurteilt. Die Sache habe ich immer be= ftritten, mich auf mein verändertes Aussehen stützend, und habe dann nichts weiter gehört. Daß ich auch einen Konfurrenten hatte, der später auch alle" wurde, ist mir be= kannt. Derselbe war mir nicht so ganz fremd, denn ich wohnte oft mit ihm in demselben Hotel. Bitte um weitere Anzeige an die Staatsanwaltschaft. Stanislaus Weŋrenther, zurzeit Stettin, Justizgefängnis, ab Januar 1910 in Atel im Justizgefängnis zu finden." Ein Aerztestreik ist in Oldesloe ausgebrochen. Die Oldesloer Aerzte beschlossen im Einverständnis mit der Aerztetammer, den in den Dörfern Rolfshagen und Pölizz wohnenden Mitgliedern der Ortsfrankenkasse Bargteheide nur tm Notfalle ärztliche Hilfe zu leisten und sofort die Kran= fenhausbehandlung anzuordnen, weil der Vorstand der Kaffe ohne Angabe des Grundes einem Arzt das Vertragsverhältnis gekündigt habe. TeleDer moderne Turm von Babel. Die Erzählung der Bibel vom Sprachgewirr bei dem Turmbau zu Babel erscheint bescheiden und gewissermaßen veraltet gegenüber der aus allen möglichen Sprachen zusammengefeßten Sinfonte, die jetzt bei Tag und Nacht von der Station für draht= lofe Telegraphie auf dem Eiffelturm in Paris aufgefangen wird. Die Herzschen Wellen treffen hier von allen Stationen für Radiotelegraphie zusammen, von Schiffen auf dem Meere, von Stationen an den Küsten, von den großen radiotelegraphischen Posten der Hauptstädte. Es ist, wie der Nancher Professor Maurice Gueritot im ,, Electricien" ausführt, als ob vom Sturm aufgescheuchte Nachtvögel durch das blendende Feuer eines Leuchtturmes unwiderstehlich angezogen würden. Unaufhörlich und zu gleicher Zeit langen Meldungen aus aller Herren Ländern an: gramme, die den großen transatlantischen Dampfern auf hohem Meere nachgesandt werden, wechseln mit solchen, die von den amerikanischen Stationen nach dem Kontinent ergehen; eben kommt ein von Spanien nach Holland bestimmtes Telegramm an und fast im selben Augenblick eins, das den Weg von der russischen Küste gemacht hat. Die diensttuenden sprachkundigen Beamten der Station wissen fast jedesmal, mit wem sie es zu tun haben. Ein leises langsames Geräusch verkündet als Absender die deutsche Station in Nauen bei Berlin, ein sehr rasches scharfes den englischen Posten von Boldhu, während ein langgedehntes, aber durch die große Entfernung schwach gewor denes die amerikanische Station von Glace Bay meldet. Wie wird sich dieses Sprachengewirr zu einem Stimmengewirr erst steigern, wenn die Telegraphie ohne Draht durch das drahtlose Telephon ersetzt ist? Dann wird auf dem Eiffelturm ein Konzert aus allen Weltteilen ertönen, das sich noch vor 10 Jahren fein Mensch hätte träumen Iassen. Millionenlegat eines Negers. Ein Eingeborener von Sierra Leone in Oberguinea hat der dortigen Schulbe hörde die Summe von 1 200 000 Mart hinterlassen mit der Bestimmung, daß das Geld für Erziehungszwecke verwendet werde. Es ist dies, wie die Koloniale Rdsch." mitteilt, eines der ersten Beispiele dafür, daß ein Neger eine größere Geldsumme für öffentliche Zwecke testamentarisch vermacht, zugleich ein Zeichen von dem Wohlstande der Bevölkerung, wenn er sich in diesem Maße natürlich auch nur ganz vereinzelt finden wird. Nach dem Willen des Erblassers soll das Kapital von solchen Eingeborenen verwaltet werden, die überzeugt sind, daß die Zukunft Sierra Leones vor allem in der Entwickelung einer gesunden Landwirtschaft liegt, doch sollen auch zwei Beamte des Gouvernements, unter ihnen der Oberste Richter, im Verwaltungsrat sein. Mit dem Gelde soll eine Art landwirtschaftliche Hochschule für Eingeborene gegründet werden, in der der Direktor des Landwirtschafts- Departements ei nen Lehrstuhl inne hat. Einen guten Magen scheint ein Bergmann zu haben, der dieser Tage im Knappschaftslazarett in Selzbach operiert wurde. Der 23jährige Berginvalide Thiel klagte längere Zeit über Magenschmerzen. Er ließ sich in der Klinik zu Straßburg untersuchen, konnte sich aber nicht entschließen, die ihm als notwendig vorgeschlagene Operation ausführen zu lassen. Im Knappschaftslazarett wurde er fängere Zeit beobachtet; vor einigen Tagen stellte sich bei dem Kranten Erbrechen ein, wobei ein Drahtnagel zum Vorschein kam. Jetzt ließ er sich operieren. Im Magen fand man 3 Stück 10 Zentimeter lange, 6 Stück 8 Bentimeter lange, 43 Stück 6 Zentimeter lange und 32 Stück 4 Zentimeter lange Drahtnägel. Außerdem enthielt der Magen noch 7 Haarnadeln, eine Nähnadel, eine abgebrochene Hutnadel und Reste von Holz- und Eisenteilen. Weitere in den Därmen ruhende Fremdkörper konnten noch nicht entfernt werden. Die Aerzte stehen vor einem Rätsel.( Vielleicht erfolgt die Lösung am 1. April? D. Red.) Vom Mauleseltreiber zum Botschafter. Zu der Ernennung des St. Louiser Millionärs Richard E. Kerkens zum Botschafter in Wien wird der Vossischen Zeitung" geschrieben: In den Vereinigten Staaten hat die Ernennung Kerfens nicht geringes Aufsehen erregt, weil sein Lebenslauf etwas ungewöhnlich ist. Wie aus Leavenworth in Kansas gemeldet wird, ist Kerkens ehemals im dortigen Fort als Mauleseltreiber beschäftigt gewesen. Später rückte er zum Hilfswagenaufseher auf. Von Leavenworth siedelte er nach Arkansas über und von dort nach St. Louis, wo er in Eisenbahnspekulationen den Grundstein zu seinem heutigen Vermögen legte. Kerfens ist immer ein eifriger Politiker gewesen und hat lange dem republifanischen Nationalfomitee angehört. Auf der Weltausstellung in Chicago war er Kommissar des Staates Missouri. Auch war er von 1892 bis 1900 einer der drei Vertreter der Vereinigten Staaten in der interkontinentalen Eisenbahnkommission. Er ist geborener Irländer und steht im 68. Lebensjahre. Abgebrannte Residenzen. Der verheerende Brand im Residenzschlosse zu Athen hat nicht wegen der Höhe des entstandenen Schadens, sondern deshalb besonderes Aufsehen erregt, weil er in eine politisch bewegte Zeit fällt, in der bei der ersten Meldung die übrigens entschieden bestrittene Vermutung Plaz greifen mußte, daß es sich um vorsätzliche Brandstiftung handle. Ganz ähnlich liegt, wie man weiß, der Fall bei dem Brande im Palais des Großfürsten Nikolaus von Rußland. Königspaläste sind nächst den Theatern diejenigen Gebäude von monumentaler Bedeutung, die bei dem Wüten auswärwärtiger oder einheimischer Feinde, durch private Racheafte, durch Nachlässigkeit oder durch verfehlte Bauart, am häufigsten ein Raub der Flammen werden. Auch wenn man über die mit Mord und Brand gefüllten Zeiten des Mittelalters hinweggeht, zeigt es sich, daß kaum ein einziges Königsschloß ohne große Brandschäden über die Jahrhunderte hinweggekommen ist. Ein eigentümliches Verhängnis hat von jeher über den skandinavischen Königsburgen gewaltet. An der Stelle des heutigen Schlosses zu Stockholm stand bis zum Jahre 1697 die in einer Sturmnacht abgebrannte Königsburg Tre Kronor". An der nach dem Urteil der damaligen Zeit prächtigen, aber doch nur aus Holz erbauten Burg, der Königsburg Olaf Trygvason in Drontheim und den bescheidenen Siben späterer norwegischer Könige, die in dieser Stadt bei den nicht weniger als 15 großen Feuersbrünsten der letzten Jahrhunderte zerstört wurden, sind weder seltene Kunstschätze noch große materielle Werte zugrunde gegangen. Um so furchtbarer hat dagegen das Feuer in den dänischen Königsschlössern gewütet. Die von Christian VI. in den Jahren von 1733 bis 1740 erbaute Christiansborg, wurde 1794 durch Feuer gänzlich zerstört. Im Anfang des 19. Jahrhunderts neu erbaut, wurde sie am 3. Oktober 1884 wiederum durch Feuersbrunst bis auf die Umfassungsmauern bernichtet. Die herrlichen Ruinen inmitten der volkreichen Stadt sind bei Abendbeleuchtung oder Vollmondschein in ihrer Art ein würdiges Seitenstück zu den Ruinen des Heidelberger Schlosses, das von den Franzosen angezün det, 1689 und 1693 als schaurige Brandfackel gen Himmel loderte. Von den Bränden deutscher Fürstenschlösser im 19. Jahrhundert ist derjenige des Braunschweiger Schlosses am 7. September 1830 hervorzuheben. Als am Morgen dieses Tages die Flucht des ,, Diamantenherzogs" bekannt wurde, drang der Pöbel durch eine Seitentür in den linken Flügel ein und während es dort schon lichterloh brannte, benutzte die Volksmenge die Löschgeräte, um ihren Durst an den edlen Weinen des herzoglichen Kellers zu stillen. Von Aussehen erregenden Bränden ist aus neuerer Zeit noch derjenige des Prunkschlosses Napoleons III. bei SaintCloud zu erwähnen, das die Franzosen, um die deutschen Vorposten vor Paris zu vertreiben, am 13. Oftober 1870 vom Fort Mont Valerien aus so lange mit einem Hagel schwerster Geschosse überschütteten, bis das vrunkvolle, von einem Bruder Ludwigs XIV. erbaute Schloß troß aller Bemühungen der deutschen Truppen gänzlich niederbrannte. Wenige Monate später, als im Mai 1871 die Kommune zu Ende ging, fiel auch die Pariser Residenz des Franzosenfaisers, die glänzenden, von Katharina von Medici 1564 im Bau begonnenen Tuilerien dem Beschlusse, durch Anzündung aller öffentlichen Gebäude ,, der Freiheit ein wür diges Leichenfest" zu bereiten, zum Opfer. Was die Höhe des angerichteten Schadens betrifft, so steht an der Spitze aller Balastbrände aus neuerer Zeit weitaus an erster Stelle die von den vereinigten englischen und französischen Truppenführern zur Bestrafung der von den Chinesen an den wehrlosen europäischen Gefangenen begangenen Untaten verfügte Zerstörung des kaiserlichen Sommerpalastes bei Peking durch Feuer am 10. Oft. 1860. Bei der vorangegangenen dreitägigen Plünderung sollen Kunstwerke und Kostbarkeiten im Werte von nicht weniger als 90 Mill. Franken erbeutet worden sein. Drabtnachrichten und Deaestes. Die Herzogin von Hohenberg auf dem Hofball. Wien, 19, Januar. Ein überaus start besuchter Hof ball, dessen Sensation das Erscheinen der Herzogin von Hohenberg bildete, wurde gestern abgehalten. Die Herzogin erschien als letzte Dame des Hofes zusammen mit der Erzherzogin Iſabella. Die Herzogin nahm auf die Aufforderung der obersten Hofmeisterin des Kaisers am äußersten linken Flügel Platz. Welches Gewicht der Erzherzog- Thronfolger darauf legt, daß seine Gemahlin einen Platz am Hofe einnimmt, beweist der Umstand, daß er den bekannten Malern Krauß und Eichhorn den Auftrag erteilte, ein Bild des Hofballes mit dem Einzug der Herzogin zu malen. Die englischen Wahlen. London, 19. Januar. Der gestrige Wahltag mit 46 Kämpfen verlief ungünstiger für die Regierung als die beiden ersten. Die Konservativen eroberten vier Londoner Wahlkreise, wogegen die Liberalen einen kürzlich verlorenen Londoner Bezirk zurückgewannen. Im Lande nahmen die Konservativen den Liberalen einen Sitz in Liverpool ab, beide Mandate des Seebades Brighton, ferner einige kleinere Städte. Die Opposition hat gestern 11 Mandate gewonnen, ihr gesamter Zuwachs ist nunmehr 39. Besizwechsel der Täglichen Rundschau. Berlin, 19. Januar. Die Tägliche Rundschau veröffentlicht eine Erklärung des Bibliographischen Instituts in Leips zig und der Firma Hempel& Co. in Berlin, wonach das Blatt von der letzteren durch Kauf erworben bezw. zurück erworben worden ist. Ein Riesenbetrug. Berlin, 19. Januar. In Schöneberg wurde gestern der Kaufmann Vinh unter der Beschuldigung verhaftet, eine Hamburger Großfirma um 1½ Millionen Mark betrogen zu haben. Die Pulvererulosion bei Weimar. Weimar, 19. Januar. Ueber die Explosionstata strophe in Hentschburg ist noch zu berichten, daß die Seuthe sche Fabrik für Sprengmittel seit 1906 am Orte ist. Das in die Luft geflogene Gebäude steht 100 Schritt vonr Hauptgebäude entfernt direkt an der Ilm. In ihm wurden die Sprengkapseln von Arbeiterinnen gefüllt und verschlossen. Eine der Arbeiterinnen hatte die Gewohnheit, beim Schließen der Kapseln häufig Gewalt anzuwenden, was gefährlich ist. Erst gestern wurde sie dringend gewarnt, scheint es aber wieder getan und damit die Er plosion herbeigeführt zu haben, die nicht nur das Gebäude dem Erdboden gleich machte, sondern auch drei blühende Menschenleben forderte. Die Leiche der 19jährigen Stolle war vollständig zerrissen und nicht mehr kenntlich; der Leiche der sechzehnjährigen Chriar fehlt der Kopf, während die Ueberreste der Frau Valet aus Wien unter den Trümmern lagen. Im nahen( Sementwerk ist infolge des furchtbaren Krachs ein Mann von einer Maschine gestürzt und dabei ums Leben gekommen. Fast sämtliche Fenster der Seutheschen Fabrik und vieler Dorshäuser sind zerschlagen. Der Materialschaden ist bedeutend. Opfer der letzten Stürme. Kopenhagen, 19. Januar. Täglich werden an der Westfüste von Jütland Leichen und Schiffstrümmer ange= schwemmt. Die Küstenbewohner erklärten, daß sich seit etnem Menschenalter nicht so viele Unglücksfälle ereignet hätten als beim jüngsten Sturm. Zum Tode Andrees. Stockholm, 19. Januar. Der Minister des Auswärtigen erhielt vom schwedischen Konsul in Montreal einen Bericht über Gerüchte unter den Eskimos, wonach Andree und seine Begleiter wahrscheinlich auf eine Renntierjagd gegangen und von den hierüber erbitterten Estimos getötet worden sind. Der Konsul hat Vorbereitungen getroffen zu einer Untersuchung auf einem Plate, der 750 englische Meiler nördlich von Alterta liegt. Seltene Jagdbente. Paris, 19. Januar. Einem Juwelier gelang es in der Nähe von Reims, wo er eine Jagd gepachtet hatte, einen jungen aus einer Menagerie entsprungenen Tiger zu er legen, der die ganze Umgegend in großen Schrecken ver setzt hatte. Massenverhaftung von Anarchisten. Madrid, 19. Januar. 30 Anarchisten, die infolge der Ermordung des Sekretärs des Polizeipräfekten aus Argentinien ausgewiesen waren, sind bei ihrer Ankunft in Vigo verhaftet worden. Feuer im türkischen Parlamentsgebäude. Konstantinopel, 19. Januar. Heute vormittag ist im Parlamentsgebände Feuer ausgebrochen. Weitere Nachrichten fehlen noch. Batori Roloffeum Giessen. Telephon 36-38 Dir.: Albert Rappmann. 644. Heute Donnerstag, 20. Jaunar abends 8 Uhe Gastspiel des Frankfurter Intimen Theaters Dir. Vallé. Zur Aufführung gelangen: Biedermeier und Frau Operette von Ziehrer, aus der Biedermeierzeit. Der Geldbriefträger Französischer Schwant. sowie die anderen Künstler u. Künstlerinnen Samstag vollständig neues Repertois Zum erstenmale Nach dem Maskenballe Dialog nach dem berühmten Bilde des Rezniczek. Vorverkaufskarten in den bekannten Zigarrengeschäften. Passepartouts feine Gültigkeit." In den vorderen Restaurationsräumen täglich ab 7% Uhr Konzert des Damen- Orchesters ,, Sturm". Es labet ergebenst ein Eintritt frei. Albert Rappmann. Verkauf. Die durch Erneuerung der Kocheinrichtung in der Küche der mediz. und Frauenklinik dahier entbehrlich gewordenen kupfernen Kochkessel sollen auf dem Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebots unterlagen fönnen auf unserem Amt, Stephanstraße 18 eingesehen, Angebotsformulare von dort bezogen werden. Angebote find bis zum Eröffnungstermin Mittwoch, den 26. d. Mts., vorm. 11 Uhr Volks- Konzert ( Wohltätigkeits- Konzert) am Sonntag, den 23. Januar 1910, abends 5 Ubr in der Neuen Aula der Universität Thema: Kindheit und Heimat Mitwirkende: Frau Landgerichtsrat Schudt- Gießen( Alt), Fräulein Elisabeth Felchner- Gießen( Klavier), Fräulein Meline Müller- Weglar( Rezitation), die Gesangvereine Heiterkeit- Giczen und Germania- Lollar unter Leitung des Herrn Lehrer Ludwig Becker. Zum Vortrag kommen Lieder von Brahms, Schubert, Cornelius, Sch mann, Haym, Woll usw. und Dichiungen von Handel- Marzetti, Löwenberg, Hebbel, Storm, Wildenbruch, Blüthgen, Eberhard. Eintrittskarten: I. Plaz 1.- Mt., II. Blag 0,50 Mr., III. Plaz 0,30 Mr., im Vorverkauf bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Bekanntmachnug. In der Zeit vom 8. bis 17. Januar 1910 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 rotes Portemonnaies mit Inhalt, ein goldenes Armband, 1 schwarzer Herren Belzkragen, 1 goldener Zwicker. berloren: 1 weißleinener Beutel mit 20 Mt. Inhalt, Underberg Boangkomp Maag Bille H.Undan Air Ente Unentbehrlich für jede Familie! 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Reinhart. mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns einzureichen. An ähnlich Leidende! Zuschlagsfcist 14 Tage. Großh. Hochbauamt Gießen. Belgische Fabrik von Prima Portland Cement, welche in Deutschland gut eingeführt ist und unter Garantie der deutschen Normen liefert, sucht Vertreter. Off. unter BCD 25, an die Expedition d. Blattes Betanntmachung. Mit der Schrafen vertilgung wird in den nächsten Tagen durch Ausbrennen der Keller begonnen werden. Gießen, den 18. Januar 1910. Grckh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Der Tag wird gut, wenn man frühmorgens ein unschädliches und wohlschmekkendes Getränk geniesst. Deshalb ist Kathreiners Malzkaffee das empfehlenswerteste Morgengetränk, er beeinträchtigt nicht das Wohlbefinden und die Arbeitskraft, sondern bekommt jedermann vorzüglich. Die Marktpreise für Bieh und Frucht nud die Gießener Fleisch- u. Brotpreise am 17. Januar. Höchste Schlachtvtehpreise in Frankfurt a. M. Fleischpreise in Steken Ochsen 50 kg Schlach jewicht 42-45 m 1 kg 76-84 Bfg 1/3 H do. Kälber Schweine Getreidepreise tin Masuhetm Weizen 100 kg Roggen 100 kg 育 52-56 f. 58,50-60" " 23.50-23.75 M. 17.00-17.40 M. bo 72-76 do. 80-96 Brotpreise in Gießes Weißbrot 2 kg 62 f Schwarzbrot 2 kg 54 Bf. B Schon 4 Jahre litt ich on Nivenschwäche, die sich im letzten Jahre noch verschlimmerte. Es plagt. mich Kopfschmerzen, Schwin belanfälle, Herzklopfen, Verdau ungsschwäche, Aufstoßen, Appetitlosigkeit, Herzschmäche, Gedanken schwere, Vergeßlichkeit, überhaupt große Schwäche im Kopfe, thumatische Schmerzen, besonders Stechen in Aim n, Beinen, Achseln uud Rücken, Bittern im ganzen Körper, Blutarmut, stets große Müdigkeit und Matigkeit. Ich hatte alle Mittel angewandt aber vergebens, da wurde ich von einem Beamten aus Steinbuch auf Herrn A. Pfister in Dresden, Ostraallee 2, aufmerksam gemacht und durch deffen einfache leicht durchführbare schriftliche Anordnungen fand ich die ersehnte Hülfe wofür meinen besten Dank ausspreche. Vorzüglichste Lederputz Crème Kavalier Das Beste vom Besten 70 allein steht auf der HÖHE. der Zeit. Verlangen Sie defshalb stels KAVALIER, Fren Anna Barbara Walther, das beste aller Lederputzmittel. in Unter- Mossan. Post: Erbach( Odenwald). Möbl. Zimmer zu vermieten. Walltorftr. 67 II. ansbeschäftigung bietet sich dauernd für Herr. u. Damen in Freistunden. Näheres durch F. Stephan, Lichtenrade- Berlin. Goldene KlaffikerBibliothek Sempels Klassiker- Ausgaben in vollständig neuer Bearbeitung und Ausstattung Vorzüge: Neueste Bearbeitung* Umfangreiche Einleitungen Ausführliche Biographien Erklärende Anmerkungen Absolute Korrektheit Holzfreies, unvergilbbares Papier Großer, deutlicher Druck* Porträts in Kupfergravüre* Dichterhandschriften Gediegene Einbände. Jean Paul, 3 Bände. 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