it 1910 reise. üdtots ug .1,15 1,2 110 1,2 1,05 1,1 1,00 1,1 bon über 5 bler berabfol Für Anfuhe Bentner bered martung Gir den Betrag 3tc. en Stofs gewä men wird. B fe in caft. verk Gießen Oberheiie und Vorratsh alienhandlung an d. Exp. d. rzustellen ke Kornblume bandlung Wilhel arenhandlungen ite neueite Brob mittel im Handel enfte Röstart, nachb gereinigt und geldi ffen wird im Gege len, voller Sprea ein Getränk für An ähnliches Getränt Magenleidenden, fo Liebling werden. ngel Geschäft Telephon 828 Einrichtungen. - einfache lack. öbelu.Matratze eren alter Polster streng reeller fach - Polstermöbel adt Gießen werden: hreiner, 1 Bl und Stallbu t, 1 Glaser. rer, 2 Buchbi teure, 1 Sattle enmacher, 8 W fchinist, 3 Schlo fchen u. Auslau 6 Bug- und Lau chen, 1 Bügleri in. en Wochenmartie fo eisch per Pfd. 80 isch gef. p. Bfb. per Pfb. elich ber Bfb 8660 p.100 Silo 7.00per Ctr. 6.00per Std. 0.20Der Pfund Bfb. 03.12-0 Bfb. 00.15-0 Stud 0.50Liter 0 Std. 2.00 bis 1 Uhr nachmi bie Beginn der M unden der Marktjeit Gießen, Selterswes Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mr., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 110. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 18. August 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Grummetgras- Versteigerung der Stadt| Gieken. Samstag, 20., Montag, 22. und Dienstag, 23. August 1910 soll das Grummetgras von den städtiWiesen meistbietend versteigert werden und zwar: Samstag, 20. August: a) nachmittags 4 Uhr an Ort und Stelle von der früher Pascoe'schen Wiese, bei der Aktienbrauerei und in der Stephansmark. Montag, 22. August: a) vormittags 9 Uhr bei dem Schlachthof von den Wiesen im Neustädterfeld und bei dem Elektrizitätswert; b) vormittags 9½ Uhr an Ort und Stelle von den Wieseckböschungen; c) vormittags 10% Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe in der Kaiser- Allee von den Wiesen im Heegstrauch und im Rußland; d) vormittags 11% Uhr an Ort und Stelle vom Friedhof am Nahrungsberg; e) nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen im Wiesecktal, von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck. f) nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, 23. August: a) vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle von den Ochsenwiesen, einer Hospitalwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch; b) nachmittags 3 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; c) nachmittags 3½ Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen- Buseck; Dionville- Mars- la- Tour. Ein Gang über das Schlachtfeld vom 16. August 1870 von Albrecht Wilhe I m. In sonniger Morgenfrühe eines Augusttages durch das prangende Meßer Land Rasch eilt der Eisenbahnzug, den wir in Metz bestiegen haben, nach Südwesten der Mosel zu. Von stolzer Höhe grüßt aus weiter Ferne über das Moseltal die starke Veste Friedrich Karl, der ehemalige St. Quentin, an seinen Fuß geschmiegt die freundlichen weißen Häuser des Weinortes Sch, bekannt durch den guten Tropfen, den seine Rebenhänge liefern. Bald ist Noveant, das Ziel unserer Bahnfahrt erreicht, und in leichtem Gespann geht es weiter nach dem Städtchen Gorze, das wir zum Ausgangspunkt einer Wanderung über die Schlachtfelder von Vionville- Mars- la- Tour wählt haben. Von hier ge= August 3. Wisitat am Morgen jenes denkwürdigen 16. 30 unArmeekorps ihren behenden Vormarsch gegen die französische Uebermacht an, um ter schweren Verlusten aus ihren hartnäckig verteidigten Stellungen im Bois de St. Arnould und bei Flavigny auf Rezonville zurückzudrängen. Auf der Höhe vor Flavigny gemahnt das adlergekrönte Monument der 5. Division an die Heldentaten der Brandenburgischen Regimenter, an das viele Blut, das diese Fluren getrunken. Weit fliegt der Blick über die heute so lachenden Gefilde, die fich zu unseren Füßen breiten. Dort zur Linken das stattliche Dorf Vionville, die niedrigen Häuser eng zusammengedrängt, dicht vor uns Flavigny und rechts dahin ter Rezonville. Namen stolzester Erinnerung für unser Heer, für unser ganzes deutsches Volk! Im Geiste sehen wir die Felder ringsum zerstampft von der entfesselten Kriegsfurie, ſehen grauweiße Feßen Pulverdampfes in dichten Schwaden die Landschaft verhüllen, unaufhörlich durchzuckt von grellen Blitzen... Wie eine Vision hebt sich das grandiose Bild der männermordenden Schlacht aus dem weitgespannden Rahmen der von dunklen Waldrändern umsäumten Hügellandſchaft. alte Unten in der Senkung das weiße Band ist die Heerstraße von Meß nach Verdun. Diesen Weg der fran aße von zösischen Rheinarmee zu verlegen, ihr den Rückzug zur Maas abzuschneiden, die Vereinigung Bazaines mit Mac Mahon um jeden Preis zu verhindern, war die schwere Aufgabe der Truppen des Prinzen Friedrich Karl. Hart westlich der Allee, die von der Höhe hinunter= führt nach Vionville, bezeichnet ein Denkstein die Stelle, von wo aus der ritterliche Prinz die Schlacht am Nach= mittag geleitet hat. Die Zusammenkunft ist am 20. August an der Eisen! bahnbrücke im Zug der Klinikstraße, am 22. August bei dem Schlachthof und am 23. August bei den Ochsenwiesen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. Gite ßen, den 13. August 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Verpachtung einer städtischen Bleiche be treffend. Die bisher an Wilhelm Pimper Witwe verpachtet ge= wesene als Bleiche benützte städtische Wiese an der Lahn nächst der Rodheimerstraße mit den darauf stehenden von der Stadt erworbenen Gebäuden soll Samstag, den 20. August d. J., nachmittags 3 Uhr, im Bürgermeistereigebäude auf die Dauer von 5 Jahren vom 1. Oktober 1910 ab anderweit verpachtet werden. Gießen, den 11. August 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die unterm 15. Juli 1910 angeordnete Sperre Der Südanlage zwischen Bleichstraße und Selterstor wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. August 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. In der Nähe treffen wir auf die Denkmäler der Trup-, penteile, die diesen Teil des Gefechtsfeldes mit ihrem Blut gedüngt haben. Ueber die weite Fläche verstreut steht Kreuz an Kreuz. Hier schlummern die Helden, Freund und Feind im Grabe vereint, wie sie der furchtbare Eisen und Bleihagel niedergemäht: Brandenburger, Niedersachsen, Ostfriesen, Westfalen und Franzosen. Die den Fernblick begrenzenden Gehölze zu unserer Rechten, die Bois de Vionville, de St. Arnould, und des Ognons haben gegen Abend des Schlachttages die opfer vollen Kämpfe hessischer Infanterie, schlesischer Grenadiere, Hohenzollern- Füsiliere, Thüringer und Westfalen gegen die Garden Bourbakis gesehen, nachdem sie vorher stundenlang größter Bravour verteidigt worden waren. von den brandenburgischen Leibgrenadieren und Jägern mit Am Grunde der Talmulde, durch welche die große Heerstraße Mez- Verdun streicht, werden wir an die herrlichsten Waffentaten schneidigen, preußischen Reitergeistes erinnert: die Attacken der Brigaden Bredow und Redern. Nördlich Rezonville, hart an einer altrömischen Kunststraße, die wohl auch schon anderthalb Jahrtausende früher Zeuge von fräf= tigen deutschen Hieben gewesen sein wird, haben einige der beteiligten Regimenter, Zietenhusaren, Schleswig- Holsteinsche Husaren, Bismarckfürassiere und Altmärker Ulanen, ihren Gefallenen Ehrenmonumente errichtet. Wir lenken jetzt die Schritte Vionville zu, dem Ort, auf dessen Namen die Schlacht getauft ist. Halben Weges, südlich der Chaussee Rezonville- Vionville, liegt Flavigny. Alle diese Ortschaften, in denen sich während der 40 Jahre seit dem Kriege nicht viel verändert hat, sind charakteristisch durch ihre feste Bauart. Mauer drängt sich an Mauer, Haus an Haus. ge So waren sie wesentliche Stüßpunkte der französischen Ausstellung, und stundenlang ist um ihren Besiz heiß stritten worden, wobei die Regimenter der 6. Division des 3. Armeekorps sich unvergänglichen Lorbeer gepflückt haben. Zu beiden Seiten der Straße reihen sich die Denkmäler der beteiligten Truppenteile, dazwischen zahlreiche Einzel- und Massengräber. In den Ruhm, hier am linken Flügel der preußischen Schlachtstellung die Durchschnittsversuche der Divisionen Canroberts und Leboeufs vereitelt zu haben, teilen sich mit den Brandenburgern die Oldenburger und Oftsriesen, deren heldenmütige Verteidigung der Büsche von Trouville, nordwestlich Vionville, unvergessen bleiben wird. Das Olden= burger Denkmal hat seinen Platz an der Südostecke dez Wäldchens gefunden. 21. Jahrg. Bekanntmachung. Die unterm 9. Juli 1910 angeordnete Sperre der Schloßgasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. August 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Betanntmachung Die unterm 9. Juli 1910 angeordnete Sperre der Brandgasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. August 1910. Großherzogliches Polizeiam t. Gebhardt. Bekanntmachung. In den Wagen der städt. Straßenbahn wurden in der chen gefunden: 1 Paar Handschuhe, 2 Herrenschirme, 1 DaZeit vom 22. Juli bis 14. August d. J. nachstehende Sa menschirm. Die Gegenstände können auf unserem Bureau, Westananlage 51, in Empfang genommen werden. Gießen, den 15. August 1910. Elektrizitätswert und Straßenbahn der Stadt Gießen. J. V.: Sch mi zz. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kabelarbeiten wird am Don nerstag, den 18. August, in der Ludwigstraße, von Bleichstraße bis Wilhelmstraße, und in der Liebigstraße, von Frankfurterstraße an; sowie am Freitag, den 19. A u- gust, in der Goethestraße, von Südanlage bis Ludwigstr. und in der Löberstraße, von morgens 8 Uhr bis nachmit tags 3 Uhr das Kabel ausgeschaltet und die Stromlieferung unterbrochen, was wir den anliegenden Konsumenten hiermit zur Kenntnis bringen. Gießen, den 15. August 1910. Elektrizitätswerk und Straßenbahn der Stadt Gießen. J. V.: Sch mi b. noveraner, Braunschweiger und Thüringer an diesen Kämdiesen Kämpfen glorreichen Anteil genommen. Unsere Wanderung nach Westen fortseßend, überschreiten wir die heutige französische Grenze und sehen nach furzem Marsch die Häuser von Mars- la- Tour vor uns austauchen. Eine wehmütige Erinnerung ist es, die sich an diesen Ort knüpft: Das Drama der Brigade Wedell. 2600 wadere Söhne Westfalens wurden Blutzeugen des heroischen Sturmangriffs dieser Brigade; fünf preußische ge= gen fünfundzwanzig französische Bataillone! Eine steilab= fallende Schlucht brachte den Angriff dicht am Feinde zum Scheitern, und nur die opfermutige Attacke der Gardedragoner vermochte die zerschossenen Regimenter vor der völligen Vernichtung durch die fünffache Uebermacht zu retten. Aber diese Scharte ist noch am Abend der Schlacht gründlich ausgeweßt worden, durch den, bei Bruville unweit von Mars- la- Tour erfochtenen, glänzenden Sieg der Kavallerie- Brigade Barby über fünf französische Reiter- Regimenter. Das war der größte und schönste Reiterkampf im ganzen Kriege, als die hannoverschen Königsulanen und Dragoner zusammen mit den westfälischen Kürassieren und den Oldenburger Dragonern die stolze Gardelavallerie des dritten Bonaparte zu Paaren trieben. Mars- la- Tour birgt übrigens in seinen Mauern eine sehenswerte Sammlung von Schlachtreliquien, und ein schönes Dentmal, das die Trauer Frankreichs um seine in den Kämpfen am 16. August gefallenen Söhne ergreifend zum Ausdruck bringt. Auf dem Kirchhof des Ortes sind damals viele wackere Krieger zur letzten Ruhe bestattet worden. Mit diesem ernsten Eindruck wollen wir von den er= innerungsreichen Stätten einer großen Zeit Abschied nehmen. 11150 Heute, am 40. Gedenktage der Schlacht, werden Tausende deutscher Veteranen ihre Schritte nach den SchaupläBen der ewig denkwürdigen Kämpfe von Vionville- Marsla- Tour lenten, um an den Kriegergräbern und Dentmälern die heilige Pflicht tameradschaftlicher Pietät zu üben. Lebend oder tot sie alle haben es wahrlich verdient, daß das Vaterland ihrer ehrend und in steter Dantbarkeit gedenkft. aus dins but string of Veteranen- Appell bei Meh. Mehr als 12 000 Kriegerveteranen hatten ihre Teilnahme zugesagt zu den am Sonntag begonnenen und bis heute währenden Gedenkfeierlichkeiten aus Anlaß der 40. Wiederkehr des Jahrestages der Schlachten um Mez. In den Kasernen fanden Tausende Unterkunft und Verpflegung. Im späteren Verlauf der Schlacht haben auch noch Teile Mehrere Sonderzüge waren auf den nach den Schlachtfeldern führenden Eisenbahnlinien eingelegt worden zur BeI der 20. Division des 10. Armeekorps, Westfalen, Südhan- wältigung des Massenandranges. In aller Frühe begann am Sonntag die Schmückung der Massengräber und Dent mäler auf der Ostseite von Met. Der Vertreter des Kaisers, Feldmarschall Graf häseler ergriff das Wort. In furzen Säßen, denen man die Ergriffenheit anmerkte, hieß der greise Heerführer die Veteranen willkommen und überbrachte die Grüße des Kaisers. Die Inhaber des Eifernen Kreuzes, wohl hunderte an der Zahl, traten darauf in die Umfriedigung des Denkmals, um den Gräbern der hier gefallenen Kameraden ihre Huldigung zu erweisen. Dann ordneten sich die Veteranen nach den Armeekorps, bei denen sie dereinst standen und zogen gemeinschaftlich auf die Hähe La Plancette, wo die berühmte Totenallee ihrem Anfang nimmt, in der die erbittersten Kämpfe dieses Schlachttages stattgefunden haben. Hier hielt ein Generalstabsoffizier einen Vortrag über die Schlacht von ColombeyNeuilly. Um 3 Uhr nachmittags vereinigten sich die Veteranen zu einer weiteren, nicht weniger eindrucksvollen Feier am Denkmal des ersten Armeekorps bei Noisseville. Professor Lückstedt hielt die Festrede, in der er auf die Bedeutung jener großen Zeit hinwies. Graf Häfeler unter hielt sich mit jeder Veteranengruppe und wurde von der zahlreichen Menge stürmisch begrüßt. Montag mittag um 3 Uhr eröffnete Bürgermeister Böhmer die Gedenkfeier am Denkmai des 42. Regiments in Gravelotte. Er führte in seiner Rede u. a. aus, daß sie, die sie berufen seien, des Reiches blutdurchtränkten Grenzen Landesgeschäfte verwalten, durch nichts sich beeinflussen ließen, und nur im Sinne der nationalen dee wirten würden.„ Fort mit der Schwäche und Weichheit, vorwärts für Kaiser und Reich!" so schloß der Redner. Es sprachen noch ein Angehöriger des 42. Regiments und ein Veteran. Anwesend waren u. a. der Bezirkspräsident, der Bürgermeister, der Kreisdirektor, der Kriegsminister, und der kommandierende General. An die Feier schloß sich wie alljährlich ein großes Volksfest, dem tausende beiwohnten. an zu und geschlossen, bis die Justizbehörde die Ursache des Brandunglücks durch die Untersuchung klar gestellt hat. - ge= Die Archive der englischen Ausstellung sind gerettet, dagegen sind die kostbaren Antiquitäten des Kensington- Museums und viele Schäße aus Privatbesitz verloren. Die englische Abteilung beabsichtigt, eine Schadenersazklagege gen den belgischen Ausstellungsausschuß anzustrengen. Zwei Angestellte der Menagerie Bostock, die in Alt- Brüssel untergebracht war, werden vermißt. Nach dem offiziellen Bericht des Kommissars der französischen Abteilung, Capsal, sind von der französischen Ausstellung nur die Galerie für Nahrungsmittel und der Pavillon der Stadt Paris zerstört worden. Der gesamte Versicherungsschäden in der Brüsseler Weltausstellung wird von den Londoner Versich erungsgesellschaften auf nicht mehr als 10 Millionen schäßt. Eine genaue Angabe der Versicherungssumme iſt schwer zu ermitteln, da fast alle Firmen ihre Schaustücke besonders bei verschiedenen Gesellschaften versichert haben. Die deutsche Abteilung ist, wie der Reichskommissar mit= teilt, entgegen irrig verbreiteten Nachrichten in vollem Umfange unversehrt geblieben. Der Sicherheitsdienst der deutschen Abteilung hat durchaus funktioniert. Im übrigen ist das Feuerrisiko der gesamten Baulichkeiten von dem Syndikat der deutschen Feuerversicherungsgesellschaften gedeckt. In gleicher Weise haben die deutschen Feuerversicherungsgesellschaften, sowie eine Reihe englischer Gesellschaften das Feuerrisiko der sämtlichen deutschen Ausstellungsgegenstände übernommen. In wenigen Tagen werden die Trümmer, die zurzeit die Avenue Solgosch bedecken, beseitigt sein, so daß die Hauptzugangsstraße zur deutschen Abteilung bald wieder dem Verkehr geöffnet sein wird. Während die meisten Veteranen am Dienstag in aller Frühe mit Ertrazügen, in Wagen und Autos von Meß nach Mars- la- Tour fuhren, hatten andere besonders Interessierte sich auf dem Schlachtfelde bei Gorze, Vionville und Rezon ville bersammelt. Es fanden nacheinander am Weißen Hause, am Denkmal der 5. Division, am Prinz Friedrich Karl- Stein, am Denkmal der 12. Infanterie- Brigade am Denkmal der Bredow- Brigade kurze Gedenkseiern statt, denen Graf Häseler, der Bürgermeister, der Bezirkspräsident und der Kriegsminister von Heeringen beiwohnten. Weit stärkere Beteiligung als diese Feier fand diejenige jenseits der Grenze bei Mars- la- Tour. Punkt 12 Uhr eröffnete der Präsident der Souvenir francais mit einer Ansprache die Feier. Nach ihm sprach ein ehemaliger Minister über das Historische des Denkmals. Ganz besonders stark war das Militär aus Nanch und Verdun vertreten. Mittwoch um 8 Uhr morgens hatten sich einige Tausende Veteranen und Nichtkombattanten auf der Esplanade am Kaiser WilhelmsDenfmal in Metz versammelt, wo ein furzer Festgottesdienst abgehalten wurde. Nach der Feier begaben sich viele Veteranen auf die Schlachtfelder, andere benutzten den Nachmittag zu einem Ausflug nach Nancy und dem anderen östlichen Frankreich. - Brüssel, 17. Aug. Das Militär verließ gestern die Ausstellung, deren sämtliche Abteilungen von heute ab wieder besichtigt werden konnten. Belgien will seine Ausstellung rekonstruieren und die neue Ausstellung im Pavillon für zeitliche Ausstellungen unterbringen, wo 6000 Quadrat meter zur Verfügung stehen. Die Kaiserparade in Mainz. Mainz, 16. Aug. 1910. der und das übrige Gefolge an der Spitze der Fahnenkompagnie vom Mombacher Tore aus nach dem Großherzoglichen Palais. Im Vestibül wurde der Kaiser vom Oberbürgermeister Dr. Göttelmann namens der Stadt begrüßt, Kaiser dankte lebhaft. Dann wurde im großen Saale das Festmahl eingenommen. Nach dem Diner reiste der Kaiser nebst Gefolge per Automobil nach Cronberg. Der Brand der Brüsseler Weltausstellung. erfahren hatte, unter dem Salut der Geſchüße ein. Die BeBrüssel, 16. Aug. Der gestrige Zudrang zur Ausstellung war noch viel größer als bisher. Die französischen Pavillons blieben zum Zeichen der Trauergeschlossen. Von den verbrannten Dokumenten der Jury befanden sich Duplikate in den Händen des Generaldirektors, sodaß die Aussteller die ihnen zuerkannten Diplome und Aus= zeichnungen dennoch erhalten werden.- Ueber 30 Diebe wurden gestern verhaftet. Aus verschiedenen Abteilungen werden dreiste Diebstähle gemeldet, und zwar sind meist die wertvollsten Gegenstände gestohlen worden. Aus Frankreich und Süddeutschland sind zahlreiche Kondolenztelegramme Gestern abend 6 beim Ausstellungskomitee eingetroffen. Uhr wurde die Ausstellung auf behördlichen Befehl solange 13) Gerichtet. Familienroman von Franz Wichmann. 6. Kapitel. Als Klara das Wohnzimmer wieder betrat, warf sie sich auf das Sofa und stützte den Kopf in die Hände. ,, Sie gehen alle," sprach sie vor sich hin, ohne mir Adieu zu sagen, und lassen mich allein! Es ist wahr, ich will es so. Es ist auch das beste!" Entschlossen die Anwandlung sentimentaler Schwäche von sich abschüttelnd, sprang sie auf und trat an das Fenster. Drunten auf der Straße sah sie eben noch die Ihren vorübergehen. Ein wehmütig- bitteres Lächeln umspielte ihren Mund. Lokales. Gießen, 18. August 1910. * Für die Gießener Ferienkolonie wurden bereits 15 Mädchen von dem Schularzt ausgewählt. Auch diesmal wieder ist Homberg a. D. zum Ferienaufenthalt bestimmt worden. Die Schülerinnen stehen unter Leit ung der Lehrerinnen Korell und Decker. * Die Frau in der Klinit. In der KinderPoliklinik des Prof. Dr. Köppe ist nun auch eine Dame, nämlich Frl. Dr. med. Ruth Plöger aus Berlin gebür tig, als Assistenzärztin tätig. * Vom Tage. Einem hiesigen Burschen wurden seitens eines Offiziers 120 Mt. mit dem Auftrag einge= händigt, diese Summe zwei Haferlieferanten in Kleinlinden zuzustellen. Der Bursche beglich aber nur die Forderung eines der beiden Lieferanten, den Rest des Geldes behielt er für sich zurück, um sich dafür einen vergnügten Tag zu machen. Das hierdurch bedingte außergewöhnlich lange Ausbleiben des Boten veranlaßte den Offizier, nach ihm suchen zu lassen. Erst am anderen Tage wurde der Bursche einem Nachbardorse entdeckt, wo er in einer Gastwirtschaft das Geld bis auf den letzten Pfennig ausgegeben hatte. Neue Züg Nachtschnellzüge beteiligter Seite onellzug von über Eisenach m ein. Insbeson noch einen spätere abgeht. Man f nod beffer als bi men zu fönnen. zuges ift wegen allen Richtungen denen zugegeben niche gemacht habe !!! Warnung Genuffe unreifen lle aus den verschi benen Perfonen inf rantien, sogar ihr beim ertranften in ger als 7 Person päter auch noch mußten teilweise me finden. !!! Vorsicht! then Presse auf d nijchen Schabfchwi rden ist, häufen fic mer wieder Leute m Opfer fallen. A zelner Schwindlerb nt, in den meisten en Untersuchungen brer der Bande f fälligkeiten eine F glich machen. G Eingehen auf fo mt werden. Die Dieb in letzter Zeit brend ihres Aufen en des D- Zugwag in 100 400 MeDistus- Meister3. * Der Gießener Sportverein erzielte auf dem Verbandsfest des Westdeutschen Spielverbandes in München- Gladbach einen schönen Erfolg. Durch sein Mitglied No Il fonnte der Verein einen 1., zwei 2. und einen 3. Preis erobern. Die einzelnen Wettkämpfe verliefen folgendermaßen: 100 Meter- Rennen: 1. No II 11.8, 2. Richards ( Dortm. F.C.), 3. Junter( F. C. M.- Gladbach). Meter- Meisterschaft: 1. Weifer 11.2 Sef. schaft: Rheindorf( Duisb. Spielv.) 35.5 Mtr. ter- Rennen: 1. Richards( Dortm. F. C.) 55.8 Sefunden. 400 Meter- Meisterschaft: 1. Dr. Trieloff 53.2 Set.Hochsprung: 1. Kuse( Union- Düss.) 1.60, 2. Noll 1.55, 400 Meter Stafette Leitter( Union- Düss.) 1.55 Meter. ( Silberkranz des Oberpräsidenten der Rheinprovinz): PreuBen- Duisburg 46.8 Sef.- Hürdenlauf: 1. Spuck( Duisb. Spielv.) 17 Set. Dreifampf( Silberkranz des Oberpräs. von Westfalen): 1. Weicker 10, 2. Noll 7½, 3. Jugendorn 6½ Punkte. 1500 Meter- Meisterschaft: 1. Sanß( Dortm. F. C.) 4: 21.4. 3000 Meter- Stafette: 1. Dortmunder F. C. 8: 59.2. 800 Meter- Junioren: 1. Silva( Kölner B. Stabhochsprung: 1. Fedde( Elberf. T. G.) 3.15 Mtr., 2. Jahn Viktoria Gladbach 3.10 Metr., 3. Noll 2,98 Mtr. 1600 Meter- Stafette: Dortmunder F. C. 3:52. 1000 Meter- Stafette: Preußen Duisburg 2:02. im Mannschaftslaufen: 1. Gladbach F. C. 35 Punkte. Beste Gesamtleistung in den Meisterschaften( Preis des Kultusministeriums): Preußen- Duisburg 22 Puntte. C.) 2:08. 1000 * Der Bau der Kleebachtalbahn, der seit längerer Zeit geplant ist, scheint nun nicht mehr allzulange auf sich warten zu lassen, da die Vorarbeiten in der letzten Zeit rüstig fortgeschritten sind. Wie bereits mitgeteilt, wird die Stadt zu dem Bau einen entsprechenden Zuschuß leisten, dern vielmehr in Gießen mündet, was vorläufig noch fragFußlich erscheint. Hoffentlich gelingt es den Bemühungen der Gießener Stadtverwaltung, die Angelegenheit zu einem für Gießen gedeihlichen Abschluß zu bringen. * Unfall. Gestern vormittag um die 9. Stunde fam ein Mann namens Georg Nesseldreher, gebürtig aus Heuchelheim, am Lindenplatz durch eigenes Verschulden un ter die elektrische Straßenbahn. Außer einem Bruch des rechten Armes trug der Verletzte noch erhebliche Hautab schürfungen am Kopfe davon. Mitglieder der Sanitätskolonne brachten den Bedauernswerten mittelst Krantenwagen nach der Klinik. Die Mehrzahl der Gebäude tragen festlichen Flaggenund Blumenschmuck. Reich geschmückt sind die Feststraßen. Der Großherzog und die Großherzogin trafen gestern Nachmittag von Schloß Wolfsgarten kommend, hier ein. Heute herrschte von früh an ein gewaltiger Zuzug von Fremden. Besonders die Wiesbadener Kurgäste fanden sich zahlreich ein, ebenso viele Landbewohner. Kurz vor 8 Uhr lief der kaiserliche Sonderzug am Bahnwärterhäuschen 39, das mit Blumen und Teppichen eine hübsche Ausschmückung grüßung zwischen Kaiser, Großherzog und Großherzogin war eine herzliche. Der Kaiser bestieg nach der Ankunft sein Pferd und ritt im Galopp nach dem großen Sande. Zur Truppenschau waren eingetroffen: die Infanterie- Regi-| falls die Bahn nicht nach Dutenhofen eingeführt wird, sonmenter 80, 81, 87, 88, 115, 116, 117, Dragoner- Regimenter 6 und 24, Feldartillerie- Regimenter 27 und 63, artillerieregiment 3, Pionierbataillon 21 und 25, Unter= offizierschule Biebrich, sowie sämtliche Divisions- und Brigadestäbe des Korps. Es fand sofort ein Ererzieren des Dragonerregiments 24 statt, an das sich gegen 9 Uhr eine Gefechtsübung anschloß. Die Kritik des Kaisers war eingehend und gründlich und dauerte lange genug, um den Truppen die Aufstellung zur Parade vor dem Kaiser zu er möglichen. Der Parademarsch aller Truppen fand unter dem Kommando des Kommandeurs Generalleutnant v. S ch of t statt. Kurz nach 1 Uhr riften der Kaiser, der Großherzog der Gardine, um heimlich seine weiteren Schritte zu beobachten. Ihre Schrecken, ihre Bestürzung wuchsen mit jeder Sekunde. Der Gefürchtete und doch Ersehnte fam quer über die Straße auf das Vorderhaus zu. Jetzt trat er in den Hof und ( Gerichtet 25 Nr. 8.) „ Jesus Maria," schrie Klara auf ,,, er öffnet die Tür!" Was wollte er nur? Es wohnte da unten ja niemand. Jetzt kam er die Treppe herauf. Sie verging fast vor Angst. Den Vater fonnte er doch nicht suchen, seinen Feind. Kam er zu ihr? Aber nein, das durfte nicht sein! Sie wollte das Zimmer verriegeln, doch es war schon zu spät. Nur an die Tür eilte sie noch, um sie wenigstens zuzuhalten. Sie hatte es ja dem Vater versprochen, nicht wieder mit Hellborn zu sprechen, und wenn er nun erführe, daß sie ihn doch wieder gesprochen hatte- Es ist Heuchelei von ihm, ich weiß es," fuhr sie fort, laut zu denken, nicht ihr zulieb, des Geldes wegen tut er's! D, Gott, daß es so weit mit ihm kommen mußte! Aber dieser Herr von Hohlen und die anderen, es sind die bösen Geister, die ihn verführen! Wenn er einen andern Umgang hätte, mit einem wahren Mann wie Hellborn, aber nein," unterbrach sie ihr Selbstgespräch, ich will gar nicht daran denken, es ist ein Unglück dabei. An jenem Tage, da ich mit ihm sprach, habe ich das goldene Herz verloren. Wenn der Vater es bemerkte! Er glaubt, es hänge noch an der Schnur, die ich um den Hals trage!" Sie öffnete das Fenster und lehnte sich ein wenig hinaus. „ Rönnte ich ihn nicht auch sehen?" fuhr es ihr durch den Sinn. In der Union findet sein Vortrag statt, nicht sechs Häuser von hier, das große Gebäude mit dem Säuleneingang, das man von hier aus sehen kann." Sie blickte nach der Uhr. Es war noch viel zu früh. ,, Ach, wenn ich hinüberfliegen könnte, ein paar Minuten," sann sie weiter, eine Viertelstunde nur, niemand würde mich vermissen und ich könnte ihn hören, seine Stimme!" Jäh stockte ihr Gedankengang. „ Mein Gott, was ist denn das?" flüsterte sie.„ Steht dort vor dem Hause"- sie beugte sich rasch aus dem Fenster, zog sich aber ebenso rasch mit ganz roten Wangen wieder zurück, ,, die Gestalter ist es, Hellborn! Er blickt hierher, und jetzt- jetzt geht er, o, wie schade, geht! Nein, Herr im Himmel, er kommt hierher, ja, er ist es wirklich, und, mein Gott, er grüßt mich!" Sie konnte nicht anders. An allen Gliedern bebend, mußte sie seinen Gruß vom Fenster herab erwidern. Dann aber wich sie verschüchtert vom Fenster hinweg und verbara sich binter Allein, alle Kraft, mit der sie sich wappnete, erlahmte, als sie von draußen eine tiefe Stimme ihren Namen sprechen hörte: „ Fräulein Reiner!" Ihre Hände sanken herab. ,, Herein!" kam es zitternd, unwillkürlich über ihre Lippen. Die Tür wurde langsam geöffnet und, in einen langen, grauen Mantel gehüllt, das bärtige Gesicht von einem breiten Strohhut überschattet, trat Hellborn, einen derben Stock in der Hand, über die Schwelle. „ Glauben Sie nicht, Fräulein Reiner," begann er,„ daß ich Ihr Alleinsein Wie, Sie wissen?" unterbrach das Mädchen ihn, noch mehr erschrocken,„ Sie wußten- und konnten dennoch hier „ Eindringen, wollen Sie sagen!" fiel er ihr ins Wort. ,, Eben darum, weil ich anders nicht konnte! Und ich habe lange auf diesen Augenblick gewartet, ich wollte-" Da er noch immer an der Tür stehen geblieben war, suchte Klara ihm den Weg in das Zimmer zu verwehren. ,, Aber, mein Gott," sagte sie, so bedenken Sie doch- Hellborn ließ sie nicht aussprechen: „ Ich wollte nichts Unrechtes, gewiß nicht. Vertrauen Sie mir so wenig? Nur zu Ihrem Eigentum wollte ich Ihnen wieder verhelfen!" ,, Zu meinem Eigentum?" fragte sie verwundert. „ Ja, haben Sie nichts vermißt," fragte Hellborn dagegen, ,, seit jenem Tage, im Steinbruch bei Grünwald?" „ Mein goldenes Herz?" „ Ich fand es unlängst erst, durch Zufall, bei einer Reparatur einer vermorschten Stelle, unter dem Boden meiner baufälligen Hütte. Es konnte nur Ihnen gehören!" Klara vergaß es, ihm noch länger den Weg ins Zimmer zu verwehren; in lebhafter Erregung trat sie Hellborn näher. Und Sie bringen es mir? D, tausend, tausend Dank! Ich hatte keine Ahnung, wo ich es verloren haben konnte. Nur, daß es an jenem Tage geschah, wußte ich, und lebte in steter Angst, daß mein Vater es vermissen und mich danach fragen würde. Er schenkte es mir, als ich noch ein Kind war." Hellborn suchte in seinem Gewande: ,, So bin ich noch zu rechter Zeit gekommen!" „ Ich hatte schon lange die Hoffnung aufgegeben, es wiederzuerhalten," fuhr Klara fort, nachdem so lange Zeit darüber verflossen war!" ,, Machen Sie mir deshalb keinen Vorwurf!" bat er mil seiner tiefen, ruhigen Stimme. Wie sollte ich es Ihnen zu tommen lassen, ohne daß es Ihr Verräter geworden wäre? Ich weiß ia, Ihr Vater haßt mich! Und ich sah Sie nie mehr allein!" „ Und dennoch, heute, hier in der Stadt wagten Sie es- „ Weil ich wußte, daß Sie allein feien!" entgegnete er einfach. ,, Sie sahen meine Mutter, meinen Bruder fortgehen und da, nicht wahr, vermuteten Sie, daß-" Hellborn neigte bejahend das von langem, frei herab hängendem Blondhaar umwallte Haupt. fenbahndireffionen anlaßt und empfe de durch Anschließe Diebstahl zu sich ihrend der Zeit de ten. Kleineres H hachteln und dergle jigjien in eigener „ Ich hatte auch zuvor im Vorübergehen Ihren Vater im Wirtshaus fizen sehen!" ergänzte er. ,, D, wie danke ich Ihnen!" sagte Klara von neuem im herzlichen Tone. Ich hatte Mut und Vertrauen verloren, seit mir das goldene Andenken fehlte. Es war mir wie ein Talisman!" Inzwischen hatte Hellborn das Gesuchte hervorgezogen und hielt es, den kleinen, blizenden Gegenstand eine Weile be trachtend, in der Hand. lieren, Wie können Sie so sprechen? Mut und Vertrauen vers 1 - ein Menschenleben so jung und gesund wie Sie!" „ D, das genügt nicht allein zum Dasein, es braucht noch vieles," seufzte das Mädchen. ,, Licht und Luft und Freiheit!" ergänzte er. Nicht wahr, das sind auch Ihre Gedanken?" ,, Und Arbeit, Bewegung," fiel sie ein, alles, was einem hier abgeht in der Stadt!" ,, Sie werden mir glauben, daß ich Sie begreife," sagte er freundlich. Aus Helle * Aus Heis frde erteilten Ausfu Pächtern der am affer überschwemmt ijen a cht na d vollständiger V reiviertelvernichtun brespachtverträge Taration des S Grasernte( Gru Schäßung zu C ird bemerkt, daß iderstattung der P lischen Wiejenver atauf hingewiefen hider nicht haftet. wasser dieses ajung, eines Br * Kirch- G nerent Mission na ge Sommerwetter, alten, hatte viele „ Ja, ja, Sie freilich!" Sie wurde über ihre eigenen Worte verlegen.„ Aber nehmen Sie doch Plah, Herr Hellborn!" fagte sie rasch. Hellborn machte keine Miene, der Aufforderung Folge zu leisten. „ Ich will wieder gehen, ich möchte Sie nicht weiter stören Sie sind allein ( Fortsetzung folgt.) ogen Büding Calbacher Hofg zwei Revolver nach Gießen ver ulesungen erlegen Alsfeld ilitärischen Uebun ll ist jetzt Besche Sitterung und au Sten mußte von erzierens abgeseh auf Anordnun er Würdigung Quartiergeber it es ohne Beei Nieder gen 8 Uhr über Mit. Blitz in die S dete. Die gefü Bad- Na hlberg, ist hier geschäftliche Au ag fich ein Berm den. * Hersfel shaben beschlo ranen, sowei DO Mt. bejizen, Sedantages b reien für das la ingeren Ginfomn he Gabe von 25 adt den Beteran Weblar nächste Reichst * Weblar. Frankfu im Taunus a neten wurde ein Swede der Ert hmigung zu Ser die Vormittage len erteilt, für genen Halbjahr e auch an eini terrichts- Zusamm Erfolge. ut vom 30. G talle abgehalte lebten Ausstel tionalen Verb einichaft mit d tnpaltet. Frantf eMailerparade in age ungünstiger früh ftieg 5,54 mit Herrn von in Ser Richtu mentompag herzoglichen Oberbürger grüßt, der Saale das der Kaiser uguit 1910. onie wur ausgewählt. Ferienaufent unter Leit der Kindereine Dame, Berlin gebür Neue Züge Berlin- Frankfurt a. M.?| Nachtschnellzüge von Berlin nach Frankfurt werden beteiligter Seite gewünscht. Zur Zeit geht der letzte ichnellzug von Berlin um 10 Uhr abends ab. Er über Eisenach morgens 6 Uhr 50 Min. in Frankfurt N. ein. Insbesondere Berliner Handelskreise wünschen noch einen späteren Zug, der etwa erst um ½ 12 Uhr ts abgeht. Man hat den Wunsch, den Abend in Ber noch besser als bisher vor der Abreise nach Frankfurt nußen zu können. Eine Späterlegung des jeßigen letzten uges ist wegen der Anschlüsse, die er in Frankfurt allen Richtungen findet, nicht möglich, wie dies auch denen zugegeben wird, die sich zum Sprachrohr dieser niche gemacht haben. !!! Warnung. Troß wiederholter Warnung vor Genusse unreisen Obstes sind in letzter Zeit wiederholt le aus den verschiedensten Gegenden bekannt geworden, benen Personen infolge Genusses noch nicht reifen Obstes antien, sogar ihr Leben lassen mußten. Auch in Badheim ertranften in einem größeren Pensionshaus nicht iger als 7 Personen, die unreifes Obst verzehrt hatten chen wurden später auch noch Wasser darauf tranten. Die Patien ftrag einge= e Forderung Kleinlinden me finden. mußten teilweise in dem dortigen Krankenhaus Aufeldes behielt tichen Presse auf das betrügerische Treiben der sogenann !!! Vorsicht! Obwohl in den letzten Jahren in der mischen Schatzschwindler wiederholt aufmerksam gemacht hihm suchen mer wieder Leute den äußerst plumpen Betrugsversuchen lange Aus den ist, häusen sich in letzter Zeit die Fälle, in denen gten Tag zu Bursche in Gastwirtschaft ben hatte. n Opfer fallen. Ab und zu wird zwar die Festnahme gelner Schwindlerbanden durch die spanische Polizei bemt, in den meisten Fällen jedoch verlaufen die eingeleider erzielte auf an Untersuchungen völlig ergebnislos, da entweder indes in Mün- hrer der Bande spurlos verschwunden ist oder sonstige fein Mitglied fälligkeiten eine Fortführung des Gerichtsverfahrens unind einen 3. glich machen. Es tann daher nicht dringend genug vor liefen folgen- a Gingehen auf solche schwindelhaste Anpreisungen ch). 100 Die Diebstähle in den D- 3ügen. Sefunden.- ge E3 , 2. Richards rnt werden. istus- Meisterin letzter Zeit mehrfach vorgekommen, daß Reisenden 400 Me- brend ihres Aufenthaites im Speisewagen aus den Ablen des D- Zugwagens Handgepäck gestohlen wurde. Die Set.Hochsenbahndirektionen sehen sich dadurch zu einer Warnung II 1.55, 3. ranlaßt und empfehlen den Reisenden, größere Gepäck= Meter- Stafette de durch Anschließen an die Stangen der Gepäcknetze gerobinz): Preu: Diebstahl zu sichern, oder die Mitreisenden zu ersuchen, Spuck( Duisb. ihrend der Zeit der Abwesenheit auf das Handgepäck zu des Oberpräs. ten. Kleineres Handgepäck, wie Handtaschen, Mappen, 3. Jugendorn hachteln und dergleichen behalten die Reisenden am zweck Sank( Dortm. figsten in eigener Verwahrung. Dortmunder F. a( Kölner B. Elberf. T. G.) Metr., 3. Noll er F. C. 3:52. 2:02. 1000 5 Punkte. Preis des Stul tte. ahn, der seit nehr allzulange n in der letzten mitgeteilt, wird Zuschuß leisten, ührt wird, soniufig noch fragmühungen der t einem für Hus Hessen und Nachbargebiet. * Aus Hessen. Nach einer von der Staatsbe= rde erteilten Auskunft beabsichtigt die hessische Regierung n Pächtern der am Rhein, Main und Neckar durch Hochasser überschwemmten fishalischen Wiesen einen teiltisen a cht na chlaß in der Weise zu gewähren, daß vollständiger Vernichtung der ersten Grasernte; bei reiviertelvernichtung ½; beil halber Vernichtung der ihrespachtverträge im Gnadenwege erlassen werden soll. e Laration des Schadens erfolgt jedoch erst nach der zweiGrasernte( Grummeternte), da der Ertrag derselben bei Schäßung zu Grund gelegt werden soll. Ausdrücklich ird bemerkt, daß den Geschädigten ein Recht auf teilweise erstattung der Pachtbeträge nicht zusteht, da bei den fislischen Wiesenverpachtungen an den Flüssen ausdrücklich rauf hingewiesen wird, daß der Staat für Hochwasser ie 9. Stunde äden nicht haftet. Nur das abnorme, langandauernde " gebürtig aus ochwasser dieses Jahres veranlaßt die Regierung( ohne Verschulden un haffung eines Präzedenzfalles) eine Ausnahme zu machen. * Stirch- Gön 3. Das hier abgehaltene Fest der em Bruch des ebliche Hautab neren Mission nahm den allerbesten Verlauf. Das präch der Sanitätsto e Sommerwetter, das nun endgültig seinen Einzug geKrantenwagen ten, hatte viele Teilnehmer von Nah und fern herbeigezu haben konnte ich, und lebte in and mich danach ein Kind war." n!" geben, es wieder: ige Beit darüber urf!" bat er mil ich es Ihnen zu geworden wäre? gen. * Büdingen. Der 24jährige Schweizer Gg. May Calbacher Hofgutes brachte sich in dem Wald bei Calich zwei Revolverschüsse bei. Noch am selben Tag wurde nach Gießen verbracht; dort ist er in der Klinik seinen erlegungen erlegen. * Alsfeld. Auf die dringliche Anfrage betreffs der ilitärischen Uebungen in Oberhessen des Abgeordneten KoI ist jetzt Bescheid ergangen. Durch den Ümschwung der Bitterung und aus den verschiedensten militärischen Rück= ten mußte von einem Ausfall des vorgesehenen Brigadeerzierenz abgesehen werden. Dahingegen sind die Trupn auf Anordnung des General- Kommandos angewiesen, ater Würdigung der vorgetragenen besonderen Umstände, e Quartiergeber bei den Erntearbeiten zu unterstüßen, soeit es ohne Beeinträchtigung des Dienstes möglich ist. * Nieder- Wessingen. Bei dem Montagabend ich sah Sie nie gen 8 Uhr über unsere Gegend gezogenen Gewitter schlua vagten Sie es- !" entgegnete er cuder fortgehengem, frei herab er Blitz in die Scheuer der Georg Stein Witwe dahier u. indete. Die gefüllte Scheuer wurde ein Raub der Flamen. * Bad Nassau. Der Erfinder des Saccharin, Dr. ablberg, ist hier im Alter von 59 Jahren gestorben. Durch ie geschäftliche Ausbeutung von Saccharin hat Dr. Fahl= erg sich ein Vermögen von mehreren Millionen Mark erorden. * Hersfeld. Die städtischen Körperschaften Hers6 haben beschlossen, die in Hersfeld wohnenden Ve= Ihren Vater im eranen, soweit sie nur ein Einfommen von 420 bis 200 Mt. besitzen, aus Anlaß der 40jährigen Wiederkehr Sedantages von der Zahlung der Gemeindesteuer zu ertrauen verloren, cringeren Einkommen als 420 Mt. versehenen Veteranen a von neuem im Freien für das laufende Rechnungsjahr und den mit einem war mir wie ein ne Gabe von 25 Mt. zu überreichen. Außerdem gibt die und hervorgezogen u Stadt den Veteranen am Sedantage ein Festessen. * Weblar. Die fortschrittliche Volkspartei hat für e nächste Reichstagswahl den Pfarrer Erwin Gros aus d eine Weile be so im Taunus als Kandidaten aufgestellt. and Vertrauen ver efund wie Sie!" * Weblar. In der jüngsten Sibung der Stadtverdneten wurde einer Anleihe von 2 Millionen Mark ir Zwecke der Erbauung der Unteroffizierschule zugestimmt. Frankfurt a. M. Die Regierung hat die Ge- es braucht noch ehmigung zu der Zusammenlegung des Schulunterrichts er. Nicht wahr, die Vormittage für die Frankfurter höheren Knabenbulen erteilt, für Mädchenschulen jedoch versagt. Im ver angenen Halbjahre waren sowohl an höheren Knaben-, ie auch an einigen Mädchenschulen versuchsweise solche m Erfolge. Die Kochkunstausstellung wird nunmehr beimmt vom 30. September bis 11. Oftober 1911 in der festhalle abgehalten, und zwar wird sie wie auch die beien letzten Ausstellungen 1900 und 1905 wieder vom In„ alles, was einem nterrichts- Zusammenlegungen erfolgt, und zwar mit e begreife," fagte er gu ihre eigenen Worte emationalen Verband der Köche, Siz Frankfurt a. M. in err Hellborn!" fagte emeinschaft mit dem Frankfurter Gastwirteverein( Innung) Forderung Folge zu eranstaltet. * Frankfurt a. M. Der Ueberlandflug, der für Kaiserparade in Mainz von hier aus geplant war, thum folge ungünstiger Windverhältnisse nicht zustande. Ge nicht weiter ftören em früh stieg 5,54 Uhr der Flieger Thelen( Wrightappa.) amit Herrn von Gorrissen als Passagier, um in sicheren Flug in der Richtung nach Mainz zu fahren. Automobile, Monteure und Sanitätspersonal wurden sofort nachgesandt.| feit alles Menschlichen erfuhr. Möge dem greisen Kaiser ein Thelen mußte jedoch um 7,10 Uhr wegen Motordefekte( 3y schöner Lebensabend beschieden sein! linderbruchs) in Weisenau bei Mainz niedergehen. Er fuhr im Auto nach Frankfurt zurück, um Ersatzteile zu holen, um sodann im Flug hierher zurückzukehren. Er will die Fahrt zum zweiten Male antreten. * Frankfurt a. M. Der Landesvorstand des hess. Hauptvereins des Evang. Bundes hielt hier eine Vorstandsfibung ab, in der u. a. mitgeteilt wurde, daß die nächst= jährige Landesversammlung in Bubba ch veranstaltet werden soll. Zu der vom 25.- 28. September in Chemnitz stattfindenden Generalversammlung des Evangelischen Bundes wurden die Vorstandsmitglieder Pfarrer Berd- Mombach, Pfarrer Bickelhaupt- Groß- Umstadt, Rat Ronne- Darmstadt, Pfarrer D. Waiß- Darmstadt und Pfarrer Dr. Weitbrecht- Wimpfen delegiert. * Hammerfest. Der Dampfer Mainz ist mit der Zeppelin- Expedition an Bord hier eingetroffen. Die Erpedition ist bei günstigem Wetter verlaufen. Es wurde ein Aufstieg mit Fesselballon vorgenommen und dabei Stellen gefunden, die als Ausgangspunkte für spätere Aufstiege dienen tönnen. Die„ Mainz" trifft in Kiel voraussichtlich am 25. August ein. * Darmstadt. Gerüchtweise verlautet, daß die hessische Regierung beabsichtige, den Kreis Schotten aus Sparsamkeitsrücksichten aufzuheben. Ob etwas Wahres an diesem Gerücht ist, bleibt abzuwarten; es wäre aber auch bedauerlich im höchsten Grad. Der Bevölkerung des hohen Vogelsberges wäre wahrlich nicht gedient, zu mal die Verkehrsverhältnisse teilweise noch recht primitive sind. * Kassel. Der Generaldirektor der Hamburg- Ame rika Linie Ballin hatte in Kassel eine längere Audienz mit dem Kaiser und wurde später zur Frühstückstafel zugezogen. * Kassel. Einen schönen Beweis seiner treuen Vaterlandsliebe hat der 68jährige Veteran H. Grenzebach gegeben, der schon über 39 Jahre in Amerika lebt. Als er von einem hier wohnenden Neffen Kenntnis von dem Veteranen- Appell erhielt, faßte er trotz seines hohen Alters den Entschluß, die Beschwerden der weiten Reise auf sich zu nehmen, um sein Vaterland und seine noch hier lebenden alten Kriegskameraden wiederzusehen. Grenzebach hat vom Jahre 1862-1865 bei dem hiesigen Artillerie- Regiment ge= dient und die Feldzüge von 1866 und 1870-71 mitgemacht. * Wiesbaden. Die Verhandlung gegen den Direktor der„ Central- Verkauls- Genossenschaft Rheingauer Winzervereine in Eltville", bezw. der Central- Verkaufsgenossenschaft deutscher Winzervereine m. b. H., Werner, wird vor der hiesigen Straffammer erst gegen Ende des laufenden Jahres stattfinden. Seitens der Staatsbehörde ist die Ladung von 27 Zeugen und Sachverständigen angeordnet. Aus aller Welt. * Berlin. Als Vertreter der kirchlichen Behörden bei den bevorstehenden Festlichkeiten anläßlich der EinweihLikowski und der Domkapitular Wanjura Einladungen er= ung des Posener Kaiserschlosses, haben der Weihbischof Dr. halten. Der polnische" Posener Kurier" gibt den Befehl aus, daß den in offizieller Stellung befindlichen Polen die Teilnahme an den Festlichkeiten freigegeben werden möge, daß aber für die Masse des Volkes die Parole lauten müsse: Passives Fernbleiben von preußischen Festlichkeiten. * Dresden. Der Allgemeine deutsche Sprachverein, der sich die Pflege der Muttersprache und ihre Reinig ung von entbehrlichen Fremdwörtern zum Ziele gesetzt hat, feiert vom 10. bis 12. September sein 25jähriges Bestehen. Er zählt gegenwärtig über 30 000 Mitglieder. Das Jubelfest soll in Dresden gefeiert werden. Die Festrede hält der befannte Germanist Geh. Hofrat Professor Dr. Behaghel Gießen. * Barmen. Der deutsche Zentralverband für Han del und Gewerbe beschäftigte sich auf seiner reich besuchten Jahresversammlung in Barmen mit dem Schuße des Kleinhandels sowie mit Schußmaßregeln gegen den unlauteren Wettbewerb, insonderheit das Ausverkaufsvesen. Die viel gehörten Klagen über mangelnde Vertretung des Kleinhandels in den Handelskammern, in denen Industrie und Großhandel dominieren, wurden scharf beleuchtet, und es wurde in einer Resolution die Forderung aufgestellt, daß mindestens ein Drittel der Handwerkskammer- Mitglieder aus Vertretern des so überaus wichtigen Kleinhandels zu bestehen habe. Gegen den unlauteren Wettbewerb, der trot des Gesetzes zu seiner Bekämpfung noch immer besteht, wurde eine scharfe Kontrolle als wirksames Abwehrmittel empfohlen. Mit den Ergebnissen des neuen Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs war man zumteil zufrieden. nur * Alexanderruh i. Pos. Einen großen Erfolg erzielte hier ein Polizeihund. Ein hiesiger Händler wurde vor kurzem ermordet und beraubt aufgefunden. Mit Hilfe eines Polizeihundes wurden sorgfältige Nachforschungen angestellt und nachdem bereits Tage vergangen waren, stellte der Hund zwei Besitzerssöhne aus der dortigen Gegend. Bei Beiden wurden Haussuchungen vorgenommen und richtig fand man auch bei dem einen Gegenstände, die dem Ermordeten gehört hatten. * Wien. Kaiser Franz Josef 1., der edle Herrscher des uns befreundeten und verbündeten Nachbarreiches Desterreich- Ungarn und treue Freund unseres Kaisers, begeht heute seinen 80. Geburtstag. Wohl kein anderer unter den Herrschern der Welt hat ein so an Erfahrungen und Prüfungen reiches Leben hinter sich wie Franz Josef 1., der seit 62 Jahren das Zepter in Händen hält, Reiche entstehen, Reiche zusammenstürzen sah und an sich selbst, an seinem eigenen Schicksale die Veränderlichkeit und die VergänglichNew- Yort. Im Befinden des New- Yorker Bürgermeisters Gaynor schreitet die Besserung so erfreulich fort, daß die Aerzte jetzt auf die völlige Wiederherstellung des hochverdienten Beamten rechnen. Das bubische Attentat auf Gaynor hat eine Bewegung in Fluß gebracht, die auf die Einführung der Todesstrafe im Staate New York für solche Hallunken abzielt, die Anschläge gegen das Leben von Staats- und städtischen Beamten ausführen. )( Den Preis der Hubertusburg gewann J. Böschlin am Sonntag in Essen in einem 10 und 15 Kilometer- Rennen. Ad. Schulze ging in Würzburg an demselben Tage aus dem 40 und 15 Stilometer- Rennen um den Preis von Gutenberg als erster Preisträger hervor und den Kleinen Festungspreis erstritt K. Riesner in einem 10 Rilometer- Rennen. Sämtliche Fahrer benutzen die Marke Brennabor. )( Vor Bruni und Gruber gewann Tommy Hall am 14. d. Mts. den Eröffnungspreis in Mülhausen i. Es. Hall benutzt zur Bestreitung seiner Rennen die Marte Brennabor. Literarisches. Griebens Reiseführer. Band 28. Mosel und Vulkanische Eifel. 9. neu bearbeitete Auflage. Mit 3 Karten.( 1.50 Mt.) Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin W. Ueberall ist darauf Bedacht genommen, daß nichts bemerkenswertes in geographischer, naturkundlicher und geschichtlicher Hinsicht übersehen und alles mit dem heutigen Stande in Einklang gebracht wurde. Ein sorgfältig bearbeitetes Register erleichtert sehr den Gebrauch; die beigegebenen vorzüglichen Pläne und Karten orientie= ren durch praktische Anlage schnell und sicher. von Band 32. Bad Neuenahr und das Ahrtal. Mit 2 Karten.( 1 Mr.) Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin W. Diese 6. neu bearbeitete Auflage wurde offizieller Seite, die sehr vertraut ist mit den Verhältnissen des Bades und des Ahrtales, durchgesehen. Ausführlich ist auch der beliebte Ausflug in das Brohltal und an den Laacher See behandelt. Die beigegebenen Karten sind neu ergänzt. -Buch für Alle. Der neue( 46.) Jahrgang, von dem soeben das erste Heft erschienen ist, wird eröffnet mit dem Roman aus den Kreisen der hohen Diplomatie„ Das wogende Licht" von E. von Adlersfeld- Ballestrem und einem äußerst effektvollen Kriminalroman„ Das Buch des Paracelsus" von Friedrich Jacobsen. Es ist ein Genuß, schon die beiden ersten Fortsetzungen zu lesen, die darauf schließen lassen, in welche Spannung der weitere Verlauf den Leser versetzen wird. Viele weitere Beiträge folgen in interessantester Abwechselung. Besonders hinweisen möchten wir noch auf das wertvolle Kunstblatt" Schön Rohtraut", das für den billigen Preis von 1 Mt. 50 Pfg. jedem Abonnenten wie überhaupt jedem Kunstfreund zur Verfügung steht. Ein neues wilstein- Buch. Fedor von Zobeltit veröffentlicht in der Serie der Ullstein- Bücher seinen reizvollen Roman„ Das Gasthaus zur Ehe". Ein prächtiges Buch des trefflichen Kenners der deutschen Aristokratie. Ort der Handlung ist ein Hotel in Rom, dessen geschäftige Besitzerin mit Vorliebe Heiraten unter ihren Gästen stiftet. Kein Wunder, daß das Hotel in der elegan ten Reisewelt einen guten Ruf hat, und daß Mütter heiratsfähiger Töchter, ehelustige Witwen, ihres Junggesellenaller tums müde Kavaliere, Mitgiftjäger, Goldfischangler Nationen hier mit Vorliebe absteigen. Ein urwüchsiger deutscher Baron und seine prächtige Schwester stehen mit ihren Herzenstrisen im Mittelpunkte der wechselnden und spannenden Handlung. 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