ern Bunge heilt Darmstadt, Re 48. berfte SchulRurfus der bt leitete. Giessen, 5 III. Leidende! e litt ich an fich im legten immerte. Es erzen, Schwin pfen, Verdau toßen, Appetit: che, Gedanken felt, überhaupt m Kopfe, theu en, besonders Beinen, Achseln tern im ganzen ut, ftets große Mattigkeit. Ich ngewandt laber e ich von einem buch auf Herrn den, Ostraallee hacht und durch t durchführbare ungen fand ich wofür meinen breche. bara Walther er- Moffax. ach( Odenwald). -500 evtl. ohne ürg, an jed. auf schein, Wertpanabzahlung gibt rlin N. 24. Rückp. Int Verkauf ber, Knochen, g, Blei, Zink, In, Betten, Weißnd Silbersachen, tiquitäten. berger, Gießen Telephon 35. & Fischer Grösster Betrieb dieser Branche im Frossh. Hessen:: schanstalt det 1848 9 a Tel. 627 553 e Läden. andt- Geschäft. endungen werden Zentrale in ch erbeten. Denische Ings- Gesellschaft ucht und Umgegend Derireter Bergütungen. Das caffo wird überfub. F.H. E, 273 fie, Frankfurt a. 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Die„ Darmstädter 3tg." beleuchtet die hessische Finanzlage in einem längeren Arti.el, den wir seiner interessan ten Angaben halber hier im Wortlaut wiedergeben: In der Tagespresse ist gegen den hessischen Finanz= minister" neuerdings wieder der Vorwurf erhoben worden, er habe das Staatsbudget in erster Linie auf die schwanfenden Einnahmen der Eisenbahnen aufgebaut, ohne mit der Möglichkeit zu rechnen, daß in Zeiten rückläufiger Konjunktur diese Einnahmequelle bedentlich verstopft werden kann und damit der Ausgleichung des Budgets große Schwie= rigkeiten entstehen." Es mag dahingestellt bleiben, inwieweit dieser Vor= wurf an sich berechtigt und zahlenmäßig begründet ist. Dagegen darf aber das folgende hervorgehoben werden: Während vom Jahre 1897- dem Infrafttreten des hessisch- preußischen Eisenbahngemeinschaft ab die Rein überschüsse der Staatseisenbahnen in ihren vollen Beträgen, von 1900 ab nach Abzug eines Teilbetrages zur Schuldentilgung, für die Zwecke der allgemeinen Staatsverwaltung herangezogen wurden, hat der derzeitige Leiter des hessischen Finanzwesens den Augenblick des Rückganges jener Ueberschüsse benutzt, um die Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt nach Möglichkeit von ihren Schwank= ungen unabhängig zu machen. Das mit Wirkung vom Rechnungsjahre 1903 in Kraft getretene Gesetz über den Ausgleichsfonds hatte daher neben anderem insbesondere neben der Aufgabe, eine stärfere Schuldkutilgung zu ermöglichen den doppelten Zweck: einmal die Verwendung der Eisenbahnüberschüsse für die laufende Verwaltung auf einen festen Betrag zu begrenzen und damit zu verhüten, daß weiterhin auf schwanfende Einnahmen feste Ausgaben gegründet wurden; dann aber durch Ansammlung der der Verwaltung in guten Jahren zu entziehenden Teile der Eisenbahnüberschüsse einen Fonds zu bilden, aus dem ihr auch in schlechten Jahren jener feste Betrag zur Verfügung gestellt werden könnte. Der Ausgleichsfonds war bekanntlich Ende des Rech nungsjahres 1906 auf den Betrag von rund 6 Millionen angewachsen. Er hat dazu beigetragen, daß man über die Jahre 1907 und 1908 noch ohne weitere Inanspruchnahme der Steuerkraft des Landes hinausgekommen ist, wie daraus ferner auch ein erheblicher Teil des Fehlbetrages für 1909 gedeckt werden kann. Aus der Erkenntnis, daß die Entwickelung der Rein überschüsse Hessens aus der Eisenbahngemeinschaft es nicht ermöglicht, dem Ausgleichsfonds dauernd die Mittel zuzuführen, die zu einer angemessenen Schuldentilgung ausreichen und zudem der lausenden Verwaltung einen festen Betrag gewährleisten, ist von der Regierung nunmehr vorgeschlagen, die Eisenbahneinnahmen in erster Linie zu einer angemessenen Tilgung der bedenklich angewachsenen Staatsschuld zu verwenden und das Gleichgewicht im Staatshaushalt ohne Rücksicht auf die Eisenbahneinnahmen herzustellen. Das müßte jedenfalls den Beifall aller derer finden, welche gegen den Finanzminister den Vorwurf erheben,„ er habe das Staatsbudget auf die schwankenden Eisenbahneinnah men aufgebaut". Der Gesetzentwurf über die Schuldentilgung stellt sich hiernach aber auch als eine folgerichtige Fortführung der dem Gesetz über die Bildung eines Ausgleichsfonds zu grunde liegenden Gedanken dar. Auf dieses Gesetz hatte auch keineswegs, wie ein Blatt in diesen Tagen schrieb, ,, die Regierung die stolzesten Hoffnungen gesetzt". Nach der Begründung des Geseßentwurfs dürfte vielmehr„ keineswegs erwartet werden, daß nach Inkrafttreten dieses Gesetzes et wa alle finanziellen Schwierigkeiten des hessischen Staates dauernd beseitigt sein werden"; es konnte„ darin nur der erste Schritt in den Bestrebungen zur Erreichung dieses Ziels erblickt werden". Lokales und Provinzielles. ** Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herrschaften folgten am Samstag abend 8 Uhr einer Einladung des Preußischen Gesandten Freiherrn v. Jenisch zum Ball im Ausstellungsgebäude auf der Mathildenhöhe. Sonntag vormittag besuchten die Allerhöchsten Herrschaften den Gottesdienst in der Hofkirche. !! Vom Voltsschulwesen in Hessen. Nach der neuesten Statistik über den Stand des Volksschulwesens im Großherzogtum Hessen gab es zu beginn des Schuljahres 1909-10 980 einfache Volksschulen, und zwar nach dem Bekenntnis 902 gemeinſame, 38 evangelische, 40 fatholische, nach den Schul.lassen 416 einklassige, 259 zweiflassige, 305 drei und Mehrklassige. An 963 dieser Schu len wurde kein Schulgeld mehr erhoben, während an 17 noch solches zu zahlen ist. !! Die Sterblichkeitsziffer hat im vergangenen Jahre in Gießen mit 20,6 auf 1000 Einwoh .ner und das Jahr gerechnet den weitaus höchsten Stand un ter den hessischen größeren Städten erreicht. Insgesamt starben hier im Jahre 1909 641 Personen, davon 91 im ersten Lebensjahre. Groß ist, mit 18 Opfern, die Zahl der am Scharlach Gestorbenen, desgleichen der Opfer der Tuberku lose: 176 Personen mußten dieser tückischen Krankheit un terliegen. Von denen, die eines gewaltsamen Todes starben, hat Gießen 34 zu verzeichnen. Von den Ziffern der Stadt Gießen ist indes zu berücksichtigen, daß in den Universitätskliniken eine große Anzahl( 32) von auswärts stammenden Personen starben, sodaß sich die Todesfälle der Einheimischen, für das Jahr und 1000 Einwohner gerechnet, nur auf 10,3 berechnen. Die günstigsten Sterblichkeitsverhält nisse der hessischen„ Großstädte" hat unstreitig Worms. Bei 643 Gestorbenen stellt sich die Sterblichkeitsziffer, auf 1000 Einwohner und das Jahr gerechnet, auf 13,0. Darmstadt hat 1308 im Jahre 1909 durch den Tod verlorene Bürger zu beklagen, die, auf das Jahr und 1000 Einwohner gerechnet, eine Sterblichkeitsziffer von 14,4 ergeben. In Mainz erforderte der unerbittliche Sensenmann als Tribut 1679 Bürger. Dies entspricht einer Sterblichkeitsziffer von 14,9 auf 1000 Einwohner und das Jahr gerechnet. * p Folgende gewerbepolizeiliche Revisionen wurden in der Stadt Gießen im 4. Quartal 1909 vorgenommen. Es wurden revidiert: 1. zirka 50 Fabriken und Betriebe hinsichtlich der Einhaltung der Vorschriften unter§§ 163 ff. und§ 167 der Ausführungsanweise zur Gewerbeordnung, sowie der Führung von Arbeitsbüchern, Anmeldung der jugendlichen Arbeiter, Arbeitszeit, Plakate und Listen der jugendlichen Arbeiter. In einigen Fällen fehlten die auf Grund des §107 der G.-. zu führende Arbeitsbücher minderjähriger Personen, sowie die Angabe jugendlicher Arbeiter, auf dem nach den Vorschriften des§ 138 der G.-O. zu führenden Verzeichnissen. 2. 36 Bädereien in Bezug auf Einhaltung der Polizeiverordnung vom 27. Ottober 1907 betreffend die Reinhaltung der Bäckereien. In 15 Betrieben ergaben sich Beanstandungen, wegen Instandhaltung der Arbeitsräume in Bezug auf Anstrich und dergleichen. 3. 36 Konfektionswertstätten, in welchen jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt werden, in Bezug auf Einhaltung der Kaiserlichen Verordnung vom 4. Juli 1909. Auf einigen Werkstätten fehlten die auf Grund des§ 107 der G.-Q. zu führenden Arbeitsbücher minderjähriger Personen. 4. 17 Verkaufsstellen, in denen Carbid gelagert und verkauft wird; auf Grund der Verordnung vom 20. Ottober 1905. In einem Falle ergab sich eine Beanstandung. 5. 36 Barbierstuben auf Einhaltung der Polizeiverordnung; den Gewerbebetrieb der Barbiere betr. vom 8. August 1909. Beanstandungen ergaben sich keine. 6. Ferner wurde revidiert: Die Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen im Handelsgewerbean Sorntagen auf Grund des Ortsstatuts vom 19. März 1909. In zwei Fällen mußten wegen Uebertretung dieses Statuts Anzeigen erhoben werden. 7. Die Beschäftigung schulpflichtiger Kin der in gewerblichen Betrieben auf Grund des Kinderschutzgesetzes vom 30. März 1903; sowie die gewerbliche Nebenbeschäftigung schulpflichtiger Kinder, die verbietet auch eigene Kinder zum Austragen von Backwaren, Milch, Zeitungen und dergleichen vor 8 Uhr morgens und nach 8 Uhr abends zu verwenden. In einigen Fällen mußte wegen Verstoß gegen die Verordnung Strafanzeige erhoben werden. 8. Auf Grund des§ 139e der G.-O. nach 9 Uhr verbotenen a wsierhandel mit Waren, Südfrüchten w. dergleichen; wegen Uebertretung dieser Bestimmungen wurde in einem Falle Anzeige erhoben. 9. 53 Verkaufsstellen die Margarine und Margarine ähnliche Fabrikate und Kunstspeisefette verkaufen in Bezug auf Einhaltung des Gesetzes vom 15. Juni 1897 über den Verkehr mit Margarine, Kunstspeisefette u. dergl. In einer Anzahl Verkaufsstellen, woselbst Margarine ähn liche Fabrikate in neuester Zeit geführt werden, ergaben sich Beanstandungen. In einem Falle mußte wegen wieder= holten Verstoßes gegen das betreffende Gesetz Anzeige er= hoben werden. -p Gießen, 17. Jan. Gestern wurde hier ein junger Mann verhaftet, der verschiedene Einbruchs die b- stähle verübt hatte. In dem Arrestloval versuchte sich der Verbrecher durch Aufschneiden der Pulsadern zu töten, was aber bemerkt wurde. > p Gießen, 17. Jan. Gestern erfolgte hier ein 3 u sammenstoß der Straßenbahn mit einem angetrunkenen Mann, der hierbei an verschiedenen Körperstellen Hautabschürfungen davontrug. p- Gießen. In der Nacht zum Montag wurde in einem Kontor eingebrochen, wobei den Dieben ein größerer Geldbetrag in die Hände fiel. * Gießen, 18. Jan. Im Kolosseum spielt zur Zeit das Intime Theater aus Frankfurt, dessen Aufführungen sehr großen Anklang finden. Am Sonntag war der Besuch sehr gut, gestern am Montag sogar noch besser. * Buzzbach. Die Bezirkssparkasse Mathildenstift hat einen Reingewinn von 13 111 Mt. erzielt. Davon wurden zahlreiche Dienstboten prämiiert. * Friedberg. Am Mittwoch, 19. Januar, veranstalten die Handelskammer, der Gewerbeverein, der Detaillistenverein und der Bürgerverein in dem Saal der„ Drei Schwerter" eine öffentliche Versammlung. Der Syndikus der Handelskammer, Herr Rechtsanwalt Sa h I, wird über die Gemeindesteuer in Hessen referieren. Im preußischen Etat für das Jahr 1910 werden für den Bahnhofsumbau Friedberg 300 000 Mt. gefordert als zweite Rate, die erste Rate für das Jahr 1909 betrug 100 000 mt. * Nieder- Mörlen, 16. Jan. Aus Australien tommt eine Millionener bschaft hierher. Ein in den 1860er Jahren ausgewanderter hiesiger Bürger ist mit der Hinterlassung eines mehrere Millionen betragenden Vermögens in Melbourne gestorben. Der deutsche Gesandte in Australien läßt durch Kreisamt und Bürgermeisterei die hie sigen Verwandten feststellen. * Schlib, 14. Jan. Am Samstag abend sind die Petroleumlampen, die so manches Jahr unsere Wege beleuchteten, außer Benutzung gestellt, und mit Anbruch der Nacht leuchteten in den Straßen die elektrischen Flammen zum erstenmal auf. * Mainz. Da sich die zur Hebung des Fremden verkehrs seit lettem Jahre getroffene Einrichtung bewährt hat, wird auch in diesem Jahre wieder an 50 Mainzer Schuhleute in der hiesigen Berlitz School of Languages", Wallaustraße, Unterricht in französischer und englischer Sprache erteilt. * Mainz, 14. Jan. Vorgestern Abend erschien auf der Wachtstube des ersten Polizeibezirks ein Mann, der den Herrn Wachtmeister gütigst bat, ihm doch auszurechnen, wieviel 500 Mt. Kapital Zinsen zu 3½ Prozent im Jahre ausmache. Als der Wachtmeister das Erempel gelöst, fragte er den Betreffenden, warum er dies wissen wolle. Ja, sagte dieser, ich habe 500 Mt. auf der städtischen Sparkasse stehen und weil ich jetzt die Jahreszinsen auf mein Buch eintragen lassen will, muß ich dies wissen, damit ich auf der Kasse nicht bemogelt werde. Damit ging er in seiner Unschuld von dannen. * Offenbach. In der am Sonntag abgehaltenen außerordentl. Landeskonferenz der Sozialdemokratie im Großherzogtum Hessen wurde nach einem Referat von Busold- Friedberg ein neues Organisationsstatut angenommen. Landtagsabg. Dr. Fulda erstattete dann ein eingehendes Referat über die Landtagswahlreform, in dem er sich besonders gegen das Pluralwahlrecht erklärte. In der sich anschließenden Debatte sprachen zahlreiche Redner. Zum Schluß wurde einstimmig eine Sympathiekundgebung für die preußischen Genossen und deren Bestrebungen zum preußischen Wahlrecht angenommen. * Wezlar, 16. Jan. Die Handelstammer für den Kreis Wetzlar wählte in ihrer gestrigen Sißung Generaldirektor Kaiser zum Vorsitzenden, Fabrikant Ne u mann zum stellvertretenden Vorsitzenden und Bankier Kellner zum Schatzmeister. Die Buderusschen Eisenwerte haben aus ihrer Kraftzentrale der Stadt für ihre Einwohner elektrischen Strom sowohl für Licht- als auch für Kraftzwecke angeboten. Die nächste Stadt verordnetensizung wird über dieses Angebot Beschluß fassen. Um die erledigte Kreis baumeister stelle haben sich fünfhundert Bewerber gemeldet. * Dillenburg, 14. Jan. Am 12. und 13. Jan. hielt der Nassauer Raiffeisenverband unter Leit ung von Verbandssekretär Grisar- Frankfurt hier den zweiten Kursus für die Verwaltungsorgane seiner Vereine ab. - Frankfurt. Der über 9000 Mitglieder zähl ende Nassauische Landes- Obst- und Gartenbau- Verein plant eine Obst und Gartenbau- Ausstellung, die vom 7. bis 16. Oftober 1910 in Frankfurt abgehalten werden soll. Es werden vertreten sein, die häusliche und industrielle Obstverwertung, wobei insbesondere die weit über die Grenzen bekannte Obst- und Beerenweinfelterei von Frankfurt und Umgegend in den Vordergrund treten wird, ferner der Gemüsebau, die Topfpflanzen- kultur, Binderei und Dekoration. Die Seftion Hessen= Nassau des Bundes deutscher Baumschulbesiber wird durch Musterpflanzungen vor der Halle Anregung und Belehrung geben. Die Vorführungen der Lehranstalt für Wein, Obst und Gartenbau werden allgemeines Interesse finden. Eine Kosthalle für Konserven wird eingerichtet, ebenso soll Ob st wein ausge= schänkt werden. * Marburg. Der oberhessische Touristen- Verein hat jetzt in seinem Gebiete einschließlich der Stadt Marburg Schüler Herbergen eingerichtet. Die durchwanaernden Schüler erhalten in einer Reihe von Gasthäusern Nachtlager und Morgenkaffee zum Preise von 60 bis 100 Pfg. * Kirchha in. Die Verwaltung des hiesigen Landratsamts ist bis auf weiteres dem Regierungsreferendar v. Gossel übertragen worden. * Vom Westerwald. Die Aktiengesellschaft Vulan plant die Errichtung eines großen Elettrizitätswertes in Kaden. Ein großer Teil des Westerwaldes, ein Teil vom Lahngebiet und Taunus sollen hierdurch mit elektrischem Licht versorgt werden. Auch soll die elettrische Straft für Motorbetrieb Verwendung finden. * Wiesbaden. Alter Voraussicht nach wird auch in diesem Jahre das deutsche Kaiserpaar zu mehrtägigem Aufenthalt nach Wiesbaden kommen und im Schloß Wohnung nehmen. Nach den bis jetzt getroffenen vorläufigen Reisedispositionen werden der Kaiser und die Kaiserin höchstwahrscheinlich schon in den ersten Tagen des Mai in Wiesbaden eintreffen. Während des Aufenthalts des Kaiserpaares werden im Kgl. Theater Festvorstellungen gege ben werden. Voraussichtlich werden, wie in früheren Jahren, zirka 4-5 Festvorstellungen angesetzt werden. * Dettingen, 16. Jan. Vorige Woche wurde die Hofraite des Landwirts Wurster ein Raub der Flammen. Der Hofhund wurde nach dem Brande vermißt und man befürchtete, der treue Wächter habe den Feuertod gefunden. Nach 3 Tagen, nach den Aufräumungsarbeiten, sprang der Hund bellend aus dem Schutt. Er war zwischen dem Mauerwerk und dem Gebälf eingeflemmt gewesen. * Frizlar, 15. Jan. In einem Orte in der Nähe von Jesberg hat eine arme, alte Frau sich zirka 28 TaIer gespart, die nun vollständig wertlos geworden sind. Herr Forstrendant Hoos hier hat sich bereit erklärt, alles zu tun, was in seinen Kräften liegt, um der armen Frau zu ihrem Gelde zu verhelfen, und hat bereits 2 Taler vertauft. 26 Taler lagern noch bei demselben und warten auf einen mildtätigen Käufer. * Aus dem Sauerland. Ein auf der soge nannten Hohen Heide bei Fröndenberg stehendes einzelnes Gehöfte wurde in einer der letzten Nächte von allen Seiten umstellt und regelrecht beschossen. Die Insassen, ein Dreschmaschinenbesitzer mit seiner Familie, sich in den Keller flüchten und am anderen Morgen das total demolierte Haus verlassen. Es soll sich um einen Racheaft handeln. Einige der nächtlichen Schüßen sind bereits festgenommen. * Aus der Rhön. In den letzten Tagen herrschte starter Schneefall, stellenweise verbunden mit heftigen Sturm. Rebaltion, Druck und Verlag von Albin Klein, Gießen. Das Krönungs- und Ordensfeft wurde am gestrigen Sonntag in Berlin in der üblichen Weise begangen. Zu der Feier hatten sich die in Berlin anwesenden Personen, denen der Katser aus Anlaß des Festes Orden und Ehrenzeichen verliehen hat, im Königlichen Schloß versammelt. Im Auftrage des Kaisers bebändigte der Präses derGeneralordenskommission, Generalleutnant von Jacobi die Auszeichnungen, worauf die neu ernannten Ritter in die Schloßkapelle geführt wurden. Das Kaiserpaar ließ sich vorher im Rittersaal die neuernannten Ritter einzeln vorstellen. Dann fand Gottesdienst in der Kapelle statt, an dem außer dem Kaiserpaar der gesamte Hof und die anwesenden Ritter teilnahmen. Hofvnd Dymprediger Ohly htelt die Liturgie und die der Feier des Tages gewidmete Predigt. Nach dem Gottesdienst begaben sich das Kaiserpaar und die übrigen Fürstlichkeiten in den Marinesaal und darauf zur Tafel, nachdem die Geladenen im Weißen Saale und den angrenzenden Gemächern ihre Pläte eingenommen hatten. Der Katser brachte den Toast auf das Wohl der neuen und älteren Ritter aus. Nach Aufhebung der Tafel unterhielten sich der Katser und die Kaiserin mit einer Reihe von geladenen Persönlichkeiten im Rittersaal. Auch in diesem Jahre sind wieder zahlreiche Orden verItehen worden, hauptsächlich an Beamte und Offiziere. Unter anderem erhielten: Das Großkreuz des Roten Adlerordens mit Eichenlaub der Gouverneur von Mainz, von Goßler, der Chef des Ingenieur- und Pionierkorps, von Beseler, der Chef des Admiralstabes der Marine, Admiral von Fischel und die kommandierenden Generäle des 5. und 9. Armeekorps, Graf v. Kirchbach und Freiherr von Vie tinghoff. Den Roten Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub erhielten: der kommandierende General des 10. Armeeforps, Ermich, der Gesandte in Bukarest von Kiderlen= Wächter und der Präsident des Reichsgerichts, Freiherr von Seckenderff; den Roten Adlerorden 1. Klasse: Staatssekretär Dernburg; den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub Graf von Hutten- Czapski, Unterstaatssekretär von Lindeautst, Bezirkspräsident Graf von Zeppelin in Meß; den Roten Adlerorden 2. Klasse der Gesandte in Tanger, Dr. Rosen, der hessische Geheime Oberregierungsrat Welder, vortragender Rat im Ministerium der öffentlichen Arbetten, der württembergische Generalmajor Rampacher, Kommandeur der 31. Brigade; den Roten Adlerorden 8. Klasse: die Abgeordneten Dr. Heckscher und Itschert; den Kronenorden 1. Klaffe: Freiherr Mumm von Schwarzenstein, Bots schafter in Tokio und der Staatssekretär des Reichsschatzamtes, Wermuth; den Kronenorden 2. Klasse: Professor Ehrlich in Frankfurt a. M., Dr. v. Meister, Regierungspräsident von Wiesbaden, die Abgeordneten Gyßling, Pachnicke und Rimpau und der Geheime Kommerzienrat Karl Röchling in Saarbrücken. Die englischen Wahlen. Das Resultat des ersten Wahltages( Sonnabend) ist folgendes: Gewählt wurden 43 Unionisten, 37 Liberale, 6 Mitglieder der Arbeiterpartei und 5 Nationalisten, zusam men also 91 Siße. Die Unionisten gewannen 18, die Liberalen 3 Size. In London gewannen die Unionisten 3 Mandate, Die bisher gewählten Liberalen erhielten bedeutend geringere Mehrheiten als bei den letzten Wahlen. Durch den Zwischenfall in Grimsby, wo Lloyd George von der Menge verhöhnt und als Burenfreund beschimpft wurde war dieser gezwungen, seine Rede abzubrechen und fluchtartig durch eine Hintertür den Saal verlassen, von wo er durch mehrere Gärten nach dem Bahnhofe gelangte. Für die Wahlen waren am Sonnabend von den Konservativen 15 000 Automobile, von den Liberalen 12 000 für ihre Sache zur Verfügung gestellt worden. Hervorzuheben ist, daß diese Automobile ihren Kandidaten unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden mußten, weil das Wahlgeset nicht gestattet, für derartige Zwecke Geld auszugeben. Wegen der großen Anzahl von Wahlautomobilen haben die diesmaligen Wahlen vom Publikum bereits den Spottnamen Motorcooch"-Wahlen erhalten. Sämtliche Blätter kommentieren das Ergebnis des vorgestrigen Wahltages. Die Mehrzahl stellt fest, daß wie erwartet, die Liberalen ziemlich ihre Stellung behauptet haben, wenn auch unter Einbuße zahlreicher Stimmen in mehreren Bezirken. Die Unionisten gewanner mment, während die aberaien nur eine Zunahme von 400 Stimmen zu verzeichnen haben. Das Blatt Observer weist darauf hin, baß die Unionisten die absolute Mehrheit nicht erlangt haben können, weil die sozialistische Strömung noch zu heftig ist. Den Grundton der zahlreichen Wahlreden bildete wieder das Thema von der deutschen Flotte. 1 Rundschau vom Cage. Politisches. Der Kaiser wohnte Sonnabend abend in der Villa des Staatssekretärs Dernburg einem Vortrage bei, den der englische Forscher Shackleton über seine Südpolarexpedition hielt. Außer dem Kaiser waren der englische Botschafter, einige hohe Militärs sowie Herren des Auswärtigen Amtes und des Kolonialamtes anwesend. 13) Der Fall Welshofen. Kriminalroman von M. Kossak. ( Nachdruck verboten.) Einmal warf er einen flüchtigen Blick auf die Photographie des Briefes, den Frida Sasse als von ihrem VerTobten herrührend erkannt hatte. Es fehlten ihm, wie gesagt worden, Datum, Anrede und Unterschrift sowie Anfang und Ende, das ganze Schriftstück bestand aber, streng genommen nur aus einigen Zeilen, die völlig aus dem Busammenhang gerissen waren. Die lauteten: und so sage ich Dir noch einmal, hüte Dich! Mein Blut ist heißer, als Deines, das nur träg' und dick in Deinen Adern fließt. Ich bin nicht zum Dulden geschaffen ich nicht! Alles habe ich Dir geopfert alles! Nicht viel hat gefehlt, daß ich Deinetwegen zum Schuft wurde das vergesse ich nie und auch Du darfst es nicht vergessen. Dafür will ich sorgen. Führst Du Dein Vorhaben aus, so wird meine Nache Dich treffen! Magst Du noch so vorsichtig sein, Dich mit Wällen von Schußmaßregeln umgeben umsonst, ich werde Dich doch zu treffen wissen. Mir und meiner Rache entrinnst Du nicht! Ich will den Preis meiner Qualen, meiner Opfer! D'rum noch einmal hüte Dich!" Denn- An dieser Stelle brach das Schriftstück ab. Unbegreiflich, daß niemand aufgefallen ist, wie sinnlos dieser Brief erscheint, sofern man annimmt, daß Olfers ihn an den Grafen Welshofen geschrieben haben soll!" bachte Brümmel, indes er das Papier wieder zusammenfaltete und in die Tasche steckte. ,, Freilch wundern sich alle, daß Olfers, den Grafen mit Du" anredete, aber das ist auch alles, was ihnen auffällt. Als ob das der Brief eines jungen, heißblütigen Menschen an einen alten Mann wäre! Lächerlich! Ein Liebhaber hat ihn geschrieben ein Liebhaber an seine ungetreue Liebste und diese Liebste ist die Anita Brusio! Für die Anita war dieser Brief bestimmt für niemand sonst! Aber warum? Was bezweckte sie damit? Wollte sie seinen Schuß gegen die ihr angedrohte Rache ihres Landsmannes anrufen?" Brümmel ging in tiefen Gedanken hin und her. Daß Olfers der Mörder des Grafen war, schien auch ihm zwei Auftreten und Absichten des Kanzlers. Die Nordd. Allg. 3tg." schreibt in Anknüpfung an die furzen Ansprachen des Ministerpräsidenten v. Bethmann Hollweg in bet den Häusern des Landtages: Daß der leitende Staatsmann fürs erste ausdrücklich von der Erörterung politischer Angelegenheiten absah, diente wiederum einigen Blättern dazu, sich so befremdet wie möglich zu gebärden. Indeß wird man sich endlich daran gewöhnen müssen, den Reichsfanzler und Ministerpräsidenten nach seinen Worten auch handeln zu sehen. Die Sachlichkeit und die Dekonomte in der parlamentarischen Debatte, wie er sie sogleich im Reichstag als zurzeit dringendes Gebot bezeichnete und anstrebt, erfordert durchaus keine Erkurse, über die dann zu berichten und Betrachtungen anzustellen, dem Zeitungspolitiker fa eine gewohnte und als solche angenehme Beschäftigung sein mag. Das Notwendige im gegebenen Augenblicke vom Regierungstisch aus zu erfahren, können fowohl die Häuser des preußischen Landtags wie des Reichstags sicher sein. Es ist aber selbstverständlich, daß gerade die Regierungsvertreter sich in dieser knappen Tätigkeitsfrist nicht beetfern, den Rahmen der Diskussion ausdehnen zu helfen." Sozialdemokratische Rundgebungen gegen das prenßische Wahlrecht. Die Sozialdemokraten hatten gestern mittag, in Berlin 62 Voltsversammlungen einberufen, um gegen das preußische Wahlrecht zu protestieren. Sämtliche Versammfungen waren gut besucht, einzelne überfüllt. Die Polizei Hatte keinen Anlaß, einzuschreiten, war jedoch auf etwaige Ueberraschungen vorbereitet und hatte größere Schuhmannsaufgebote nach verschiedenen Straßen in der Nähe der Versammlungslokale beordert. In allen Versammlungen wurde eine gleichlautende scharfe Resolution gegen das jetzige Landtagswahlrecht angenommen. Das Arbeitskammergesez wird, wie verlautet, voraussichtlich Anfang Februar dem Reichstage zugehen. Der neue Entwurf hat eine Umarbeitung erfahren, die sich zum großen Teil an die Wünsche der Reichstagskommission anlehnt. Als Aufgaben der Arbeitskammern bezeichnet der neue Entwurf Pflege des wirtschaftlichen Friedens zwischen Arbeitgebern und Arbeitern, Mitwirkung beim Abschluß von Tarifverträgen, Erstattung von Gutachten bet Fragen über gewerbliche und wirtschaftliche Interessen der Beteiligten, ferner das Recht, selbständige Enqueten über an der solche Fragen herbetzuführen und Anteilnahme Förderung paritätischer Arbeitsnachweise. Das Gesetz soll Betriebsbeamte, Werkmeister und Techniker ausnehmen, so daß diese nicht unter das Gesetz fallen. Die preußischen Mittelschullehrer beim Kultusminister. Bet dem Empfang der Abordnung des preußischen Mittelschullehrervereins durch den Kultusminister, den wir beretts erwähnten, erklärte dieser, daß er der Entwickelung des Mittelschulwesens seine besondere Aufmerksamett zuwende. Die von den Mittelschullehrern schon lange sehnlichst er= wartete gesetzliche Regelung ihres Besoldungswesens wird allerdings wegen der entgegenstehenden Hindernisse vorläufig noch nicht erfolgen; dagegen stellte der Minister das baldige Erscheinen der neuen Lehrpläne in Aussicht. Die Fusion der Liberalen. In der gestrigen Versammlung des Zentralausschusses der freisinnigen Parteien ergab sich, daß die Fusion sicher zustande kommen wird. Die große Partet der Liberalen wird fünftig den Namen„ Deutsche Fortschrittspartet" führen. Für die Bezeichnung ,, Volks= partei" war wenig Stimmung vorhanden, da, wie Rektor Kopsch äußerte, die Sozialdemokraten nicht zögern würden, eine solche Bezeichnung in ihrem Sinne gegenüber den Freifinnigen zu verwerten. Ein Korb des Sultans an König Ferdinand? Eine Kostantinopeler Meldung besagt: Der Pforte nahestehende Kreise wissen zu melden, daß König Ferdinand von Bulgarten dem türkischen Ministerium gegenüber den Wunsch geäußert hat, dem Sultan einen Besuch abzustatten. Die Pforte soll jedoch erwidert haben, daß die Beziehungen zwischen Bulgarien und der Türkei derartige seien, daß die Verwirklichung dieses Wunsches unmöglich set. Das wäre allerdings eine etwas schroffe Absage. Eine letzte Warnung an Kreta. Die vier Kretaschutzmächte verständigten die Pforte dahin, daß sie eventuelle weitere Schritte der Kretenser, welche sich gegen die türktsche Souveränität richteten, keinesfalls dulden und im Wiederholungsfalle internationale Truppen auf Kreta landen würden TYPI Kleine Nachrichten 30 Millionen für Armenpflege. Die Kosten für die gefamte Berliner Armenpflege im letzten Rechnungsjahr beliefen sich auf fast 30 Millionen Mark, und nach Abzug der Einnahmen auf rund 25 Millionen Mark, gegen 22% Min. Mark im Vorjahre. Es mußten also rund 2 Millionen Mark mehr aufgebracht werden. Zwei neue Parsevalballons. In Bitterfeld wurde der Bau zweter Parsevalballons 6" und" 7" begonnen. Beide sind von Auftraggebern, deren Namen nicht genannt wer= den, in Bestellung gegeben. Schwere Wohnungskrisis in Berlin. In Berlin stehen zurzeit über 25 000 Wohnungen aller Art und tausende von Läden und Gewerberäumen leer. Selbst die Beamtenwohnungsvereinsgenossenschaft usw. werden von dieser Fülle unvermieteter Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen. fellos, aber diese Ueberzeugung nüßte ihm nicht, sofern er sie nicht zu beweisen vermochte. Man hatte die Italienerin natürlich einem Verhör unterworfen, aber sie hatte so fühl und sicher ausgesagt, daß sie nichts über den Mord wüßte, und alle ihre Worte trugen derart den Stempel der Wahrheit, daß niemand an ihnen zweifelte. Auf die Frage, wie ihre Beziehungen zu Olfers gewesen, hatte sie zur Antwort gegeben, daß sie bis vor einem Jahr ein Freundschaftsverhältnis mit ihm verknüpft, daß ihre Beziehungen aber nie über die Grenzen desselben hinausgegangen seien. Sie wären an verschiedenen Varietees zusammen engagiert gewesen und hätten sich auf Grund der Tatsache, daß sie beide italiener Abkunft waren, einander genähert; Dlfers hätte zwar, wie sie bald erkannt, eine Leidenschaft für fie gefaßt, da sie dieselbe jedoch nicht erwidert, so hätte er sie, wie sie fest angenommen, bald unterdrückt. Aber unter Ihren Kollegen herrschte doch allgemein die Annahme, daß Sie verlobt gewesen wären?" fragte der Untersuchungsrichter. ,, Das ist eitles Geschwäß gewesen," entgegnete Anita. Wo entstehen nicht derartige Gerüchte, wenn zwei junge Menschen beiderlei Geschlechts freundschaftlich miteinander verkehren? Zudem waren unsere Beziehungen längst abgebrochen, als wir nach Wien kamen. Olfers verlobte sich mit Frida Sasse und ich mit dem Grafen Welshofen." Und wie lange sind Sie mit Graf Welshofen verlobt gewesen?" " Ungefähr acht Monate. Veröffentlicht haben wir unsere Verlobung allerdings erst unmittelbar vor des Grafen Tode." ,, Glauben Sie, daß Olfers des Grafen Mörder ist?" Nein, ich glaube es nicht. Ich wüßte nicht den mindesten Grund, warum Olfers den Grafen ermordet haben soll." Halten Sie es für möglich, daß der Graf selbst seinem Leben ein Ende gemacht hat?" Ich kann nicht die geringste Vermutung in dieser Richtung hin hegen, denn wenn ich auch des Grafen Braut Der Beamtenwohnungsverein verzeichnet gegenwärtig et. nen Mietausfall von rund 120 000 M. August Bebel, der bis jetzt in Zurückgezogenheit an seinen Lebenserinnerungen" gearbeitet hat, ist so weit damit gekommen, daß zum 1. Februar der erste Tell fetner Aufzeichnungen erscheinen soll; aber nicht im Verlage von Paul Singer, sondern bet der süddeutschen sozialdemokra= tischen Firma Diez, Stuttgart. Dreißigmal verheiratet. Ein Deutscher in Neuvork namens von Müller, der sich des besten Rufes erfreute, ist in San Francisko verhaftet worden. Er wird angeklagt, fich fünfmal in Neuvork und 25 mal in den verschiedenen anderen. Städten von Nordamerika verheiratet zu haben. Außerdem ist man großen Unterschlagungen auf die Spur gekommen, mit denen er in Verbindung gebracht wird. Gewissensbisse. Vor sechs Jahren wurde im Walde be Brzezkowitz in Oberschlesien der Förster Stegmund bei et nem Zusammenstoß mit Wilddieben erschossen. Unter dem Verdacht der Täterschaft war bald darauf der Ziegelei arbeiter Urbanet verhaftet worden. Er mußte aber mangels genügender Beweise wieder auf freien Fuß gefeßt werden. Jetzt hat Urbanek, von Gewissensbiffen geplagt, selbst Anzeige erstattet, daß er den Förster erschossen habe. Er wurde verhaftet. Ein iugendlicher Attentäter, Am Obergymnasium in Budapest verstümmelte ein Schüler der 7. Klasse ein Delgemälde des Königs. Dies wurde von einem Diener gesehen, der es sofort meldete. Es wurde sofort ein Verhör angestellt. Die Schüler der Klasse wollten aber den Täter nicht verraten. Die Direktion des Gymnasiums beschloß, das Gymnasium zu schließen und den Unterricht solange auszusetzen, bis der Täter ermittelt ist. Lloyd George von der Menge bedroht. Nach einer Wahlrede in Grimsby wurde der englische Minister Lloyd George, als er den Saal verließ, von der draußen ver= sammelten Menge feindlich empfangen, so daß er durch eine Hintertür über die Eisenbahngleise hinweg in das Gebäude einer Feuerwache flüchten mußte. Duellwütige Studentinnen. Infolge des beängstigenden Gedränges im Zuschauerraum des Schwurgerichts saales in Krakau kam es zwischen zwet Studentinnen der Medizin zu einem überaus heftigen Wortwechsel, in dessen Verlauf die beiden thre Karten wechselten, um ihren„ Ehrenhandel" mit der Waffe auszutragen. Ein wütender Familienvater. Im Leipziger Vorort Stötterit geriet der Bauarbeiter Horanek mit seiner Frau in Streit und drohte, sie zu erstechen. Der hinzuellenden 17jährigen Tochter biß der Mann in seiner Wut ein Stück der Nafe meg; die Frau erlitt schwere Verlegungen. Die Gheleute lebten schon lange in Unfrieden. Wissenschaft, Kunst und Literatur. München und Oberammergau. In diesen beiden Namen sind die hervorragendsten bayerischen Ereignisse des Jahres 1910 auf kulturellem Gebiet verkörpert. Nach zehn= jähriger Pause gelangen die Passionsspiele in dem berühmten Bergdorfe wieder zur Aufführung. München tritt mit der Ausstellung von Meisterwerken muhamedanischer Kunst und seinen Musikfesten, bet denen u. a. die Urauf= führung der S. Symphonie des Wiener Komponisten Mahler stattfindet, in den Vordergrund, Im Münchener Künstlertheater veranstaltet das Deutsche Theater zu BerIin unter Reinhardts Leitung Festspiele vom Mai bis Oftober. Richard Wagner- Festspiele finden im Prinzregententheater, Mozart- Festspiele im Kgl. Residenztheater statt. Ein Minister als Opernkomponist, das ist selbst in unserem vielgestaltigen Theaterleben eine Seltenheit. Am 25. d. M. wird im Hamburger Stadttheater die Oper„ Liebe und Verderben", die den früheren portugiesischen Minister Arroyo zum Komponisten hat, zum ersten Mal in deutscher Sprache aufgeführt werden. Diphtheriegift und Röntgenstrahlen. An der Berliner Universitäts- Poliklinik werden gegenwärtig Versuche an= gestellt, um den Einfluß der Röntgenstrahlen auf das Diphtheriegift zu untersuchen. Es handelt sich bei der Röntgenbehandlung in der Hauptsache um vorgeschrittene Fälle, bei denen das Heilserum, welches das Gift nur solange neutralisieren kann, als es noch nicht in die Gemake überz gegangen in uns in der Blutbahn zirkuliert, nicht mehr heilwirkend eingreifen kann. Die giftzerstörende Eigenschaft der Röntgenstrahlen beruht eben auf ihrer groBen Tiefwirkung. Verschiedene Experimente mit Kaninchen haben gute Resultate gezeitigt. Soviel erscheint schon heute festzustehen, daß die Röntgenstrahlen die Giftigkeit des Diphtherietorin wesentlich abzuschwächen vermögen. Uus dem Reiche der Technik. Eine nene automatische Kanone, die von dem Amerkfaner Mac Clean- Lissat erfunden worden und angeblich die größte ihrer Art in der Welt ist, hat die ersten Proben ihres Könnens abgelegt. Diese fanden über dem Erie- See in der Nähe von Cleveland statt. Das Geschüß ist auf einem Automobil montiert, das angeblich imstande ist, außer der Kanone eine genügende Munition und eine Besaßung von zehy Mann auf gewöhnlichen Wegen mit einer Geschwindigkeit von 40 Kilometer in der Stunde zu befördern. Diese Leistung würde geradezu eine Umwar, so hat er mir nie einen Einblick in seine persön lichen Verhältnisse gewährt. Unsere Beziehungen waren nie derartig intime oder vertrauliche." ,, Aber Sie waren doch seine Braut-" ,,, Gewiß ich gefiel ihm, er huldigte mir, warb unt meine Hand und ich gab ihm mein Jawort. Dann verfehrten wir streng formell unter der Wahrung der in der guten Gesellschaft üblichen Formen mit einander. Graf Welshofen besuchte mich am Vormittag auf ein bis zwei Stunden, doch waren wir selten allein meine Gesell schafterin Mariette Verdi war stets bei uns. Außerdent haben wir zusammen zuweilen Spazierfahrten unternommen oder in Restaurants zusammen gespeist. Darauf beschränkte sich unser Verkehr. Graf Welshofen wünschte denselben so zu gestalten, damit niemand den Namen seiner fünftigen Gemahlin wagen durfte zu verunglimpfen und ich ich war durchaus seiner Meinung." Anderes war aus der Italienerin nicht herauszubefommen. Sie machte im großen und ganzen den Eindruck einer fühlen, berechnenden und ehrgeizigen Person, in deren Herzen wenig Bedürfnis nach Liebe und hingebung herrschte. Sie wollte Gräfin Welshofen werden, eine angesehene gesellschaftliche Stellung einnehmen, im Reichtum leben und sich die Aufregungen des Daseins möglichst fernhalten das war die Ansicht, welche der Untersuchungsrichter von ihr gewann. Troß ihrer feurigen Augen und ihres südlichen Aussehens schlummerte wenig von südlicher Glut in ihr. Schließlich zeigte man ihr noch den Brief, den man in der Nachttischschublade des Grafen gefunden und fragte Sie sie, ob sie die Handschrift als die Offers erkenne. berneinte, da sie, wie sie behauptete, nie einen Brief von Olfers empfangen habe und seine Schriftzüge t fenne. Diese Dinge gingen Brümmel durch den Kopf, wäh rend er vor dem Hause, in dem die Brusio wohnte, auf. und ab schritt. ( Fortsetzuna folgt, mäla Schlie und Art wu hen efn Lon Ran Ing burd Fletr fann Hinu tortf men fchir geft Ma Ba etn faf de wil Stu δεν fper den Fü Loh bri ge N plo ftor Bü dav gal för Fr m B fch tag die Die 0 re Mi fla Pr M lid dief dur Co gen Ali bal Br ge $ 1 AI δα 11 fü re δε 10 a b 110 g fö da vo ttg et elt an welt feiner ge von motra uyort reute, flagt, denen haben. Spur d. de bei bet ets r dem egeleiangels verden. it Anwurde im in Del er ge= Berhör Täter eschloß, Solange einer Lloyd en ver: durch Das Ge ſtigenerichts en der deffen „ EhVorort r Frau ellenden n Stüd n. Die en Na isse des ch zehnberühm ritt mit anische: Urauf= ponisten inchener Su Berbis Ofegenten= statt. t in unit, Am „ Liebe Minister Deutscher Berliner che an= 8 Diph RöntgenFälle, bei ige neuthan F4VGER t, nicht störende rer groninchen on heute eit des n Amert angeblich Proben Grie- See iſt auf ande ist, nd eine gen mit Stunde ine Ume persön waren nie varb um ann berr in der Graf bis zwei Gesellußerdem nternomarauf beschte denen feiner pfen und rauszube den EinPerson; und Hin n werden, ehmen, im feins mög er feurigen terte wenig Je der Un den man und fragte enne. Sie en Brief tzüge m Ropf, wäh wohnte, auf wälzung im Artilleriewesen bedeuten, weil die neuen Geschüße auf diese Weise in Stellung gebracht werden könnten und zum Schießen bereit wären, bevor die gewöhnliche Artillerie in Tätigkeit treten kann. Bei den Versuchen wurden Geschosse von drei Pfund Gewicht mit der ungeheuren Geschwindigkeit von 250 Stück in der Minute auf eine Entfernung von 5% Kilometer geschleudert. Nach einer Londoner Meldung hat sich die englische Regierung solche Kanonen verschrieben. Eine neue Erfindung auf elektrischem Gebiete. Dem Ingenieur Stefan Bentoe in Budapest ist es gelungen, durch eine Erfindung elektrische Energie in einem winzig fleinen Raume unterzubringen. Sein Kraftstromelement kann durch bloße Vereinigung von Wasser und Zink kon= tinuierliche Elektrizitätsmengen zur Speisung großer mo= torischer Bedürfnisse Itefern. Durch das Benkoesche Element wird Beleuchtung in eigener kleiner Regie ohne Maschine und Motor gefahrlos und billig, fast umsonst, hergestellt. Die Erfindung ist für die Fabrikation fertig, die Manipulationen mit dem Element sind gefahrlos. Eine Batterie in Größe von drei Zigarrenkisten genügte, um ein vierpferdiges Kraftautomobil, in dem vier Personen faßen, mit einer Geschwindigkeit von 18 Kilometern in der Stunde in Bewegung zu halten. Als das Auto hielt, wurde eine Bogenlampe eingeschaltet, die noch mehrere Stunden im Hellsten Lichte erstrahlte. Ueber Nacht fann der Hahn des Wasserreservoirs abgestellt werden, dennoch spendet das Element ohne weiteren Wafferzufluß 4 Stunden Strom. Vermischtes Schwere Explosionskatastrophen. In Cadolzburg bei Fürth sollten ein 17jähriges Dienstmädchen und eine TageLöhnerswitwe einen Glasballon mit Gasolin in einen Keller bringen. Beim Transport stießen sie an. Der Ballon zerbrach, und das Gasolin entzündete sich an einem in der Nähe stehenden Ofen. Beide Frauen erlitten durch die Explosion so schwere Brandwunden, daß sie in der Nacht ge= storben sind. Der zur Hülfe herbeigeeilte Hausbesizer, Bürgermeister Brandstetter, trug erhebliche Brandwunden davon. In dem Dorfe Aldeias bei Gouveias in Portugal wurde das Haus eines Fabrikanten von FeuerwerksFörpern durch eine Explosion zerstört. Der Fabrikant, seine Frau und seine beiden Kinder wurden unter den Trümmern als Leichen gefunden. Verschiedene Personen erlitten Verlegungen. Die Häuser sind in weitem Umkreise beschädigt worden. Die Erbschaft König Leooplds. Am Sonnabend vormittag sollte die erste Rate des Nachlasses König Leopolds an die Erben in Höhe von 18 Millionen ausgezahlt werden. Die Schulden der Prinzessin Luise betragen angeblich drei Millionen Mark. Die Bank von Brüssel hat sich bereit erklärt, auf die zu erwartende erste Rate der Erbschaft der Prinzessin 5 Millionen zu zahlen. Davon sollen ihr zwei Millionen sofort ausgezahlt werden. Nun hat aber plötz=- lich der geschiedene Gemahl der Prinzessin, Prinz Philipp von Koburg durch seinen Brüsseler Advokaten Beschlag auf diese restlichen 2 Millionen legen lassen, da er bei der Schetdung 2 Millionen Schulden für die Prinzessin gezahlt habe. Somit ist die Prinzessin jeßt wieder völlig mittellos. allzugewaltigen Tick zu haben, doch den Durchschnitt um efliche Kilometer überragt. Muß schöpferische Kraft haben oder doch befähigt sein, sich in das geistige Schaffen eines Federknechtes hineinzuleben und hineinzulieben. Bin humoristischer Schriftsteller von ernster Grundstimmung, warmem Verständnis für alles Menschliche und sonniger Versöhnlichkeit, nebenbei auch noch der Sicherheit halber festangestellter höherer akademischer Staatsbeamter, jang, groß, stattlich und fernfest, was mir aber persönlich gegenüber meinen vorzüglichen inneren Werten als nebensächlich erscheint. Ich verlange Briefe, woran ein Feßen Gemüt hängt, von allen, die dazu berufen sind, unter... an die Expedition dieses Blattes. Antwort erst in 14 Tagen möglich." Wenn sich auch der Federknecht 14 Tage Zeit nimmt, um die Antwort mit ihrem Feßen Gemüt zu prüfen, kann es doch sein, daß er eine Frau bekommt, die zwar den Durchschnitt um etliche Kilometer überragt, aber trotzdem garniertes Filet und Fasan zu ihren Leibspeisen zählt. Das wäre Pech, aber die ernste Grundstimmung des zufünftigen Eheherrn würde dadurch nur vertieft werden. Das Elend in London. Einen Fall äußerster Armuk und geradezu erschütternden Elends, der leider durchaus lein Ausnahmefall ist, berichten die Londoner Blätter. Einer Mrs. Harriet Bartlett war ihr 17 Monate altes Kind ge= storben, und bei der gerichtlichen Leichenschau, die in England bei außergewöhnlichen Fällen üblich ist, sagte die Frau, daß sie seit dret Jahren obdachlos jei. ,, Keine Wohnung seit drei Jahren!" rief der Vorsißende aus ,,, wo schlafen Sie denn?" In der lebten Nacht gelang es mir im Crispin Street- Asyl unterzukommen," antwortete die Frau mit müdem, hoffnungslosem Ausdruck ,,, und einmal war ich in Dr. Barnardos Asyl, sonst laufe ich des Nachts in den Straßen herum!" Und was tut Ihr Mann?" Wenn ich ein Ashl finde, läuft er allein herum, finde ich feins, so gehe ich mit ihm. Aber Sie müssen doch irgend wann und irgendwo schlafen? Wir schlafen auf den Bänken in Parts oder irgendwo, wo wir nicht gestört werden. Ich habe noch vier Kinder. Zwei davon sind in Handwerkerschulen und zwei auf einem Trainingschiff. Eines Nachts, als wir alle zusammen herumwanderten, wurden wir arretiert und der Magistrat sandte die Kinder fort, so daß mir nur das füngste blieb." E8 ist eine traurige Geschichte, die wir leider nur zu oft hören," meinte der Vorsißende ,,, wie geht es zu, daß Ihr Mann keine Arbeit finden kann?" Er ist in der ganzen Stadt herumgelaufen, kann aber keine Arbeit finden. Er macht Toastgabeln und es scheint, als wenn wenig Nachfrage darnach ist." und seit wann hat er keine regelrechte Arbeit mehr? Seit etwa zwölf Monaten." Es ist eine entseßliche Geschichte. Haben Sie denn keine Verwandten, die Ihnen helfen können?" ,, Verwandte schon, aber die sind auch sehr arm, sie haben genug zu tun, sich selbst durchzubringen. Die Untersuchungskommission gab das Verdikt: Tod von natürlichen Ursachen" ab, womit in England sehr oft der Hungertod bezeichnet wird. Die Mutter ging mit demselben hoffnungslosen Ausdruck in den müden Zügen wieder ins Elend hinaus. Der unerzogene Brink is. Die swischen dem Prin- nicht enmutigen lich, das bier word dadurch zen Georg von Serbien und dem Stadtpräfeften inBelgrad, Alimpitsch, bestehenden Differenzen führten bei einem Hofball zu einem neuerlichen Konflikte. Als der Prinz des Präfekten ansichtig wurde, rief er mit dem Finger auf ihn zeigend zum russischen Dragoman: Sehen Sie sich diesen Sund an Der Prinz sprach die Worte so laut, daß es Alimpitsch hörte. Er suchte sofort den Ministerpräsidenten Paschitsch auf, wobei er vom Prinzen, mit dem er nochmals zusammentraf, beschimpft wurde. Er beschwerte sich über das Verhalten des Prinzen, verließ den Ball und reichte setnen Abschied ein. Das letzte Refontre mit dem Prinzen hatte Alimpitsch gleichfalls im Palais gelegentlich des Patronatsfestes des Königs. Auch damals suchte er um seine Enthebung nach, doch ließ er sich nachher von der Regierung bestimmen, das Gesuch zurückzuziehen. Selbstmordversuch eines Zwölfiähriaen. Durch einen aus dem venster versuchte sich ein 12jahriger Schü ler in Weißensee bei Berlin das Leben zu nehmen. Der Kleine hat die Tat aus Furcht vor Strafe verübt. Er hatte mehrere Male die Schule geschwänzt, bfürchtete da= für bestraft zu werden und sprang aus der im zweiten Stock liegenden elterlichen Wohnung auf den Hof hinab. Während des Sturzes schlug er auf das Dach eines angrenzen= den Holzschuppens auf. Mit schweren inneren Verletzungen wurde der Junge nach dem Krankenhause gebracht. Drahtlose Konzerte. Aus Neuyork wird berichtet: Die Saison der drahtlosen Oper" beginnt; von Mittwoch den 12. ds. ab wird jeder, der in feiner Wohnung einen Empfangsapparat für drahtlose Telephonie besitzt, bei sich zu Hause die musikalischen Genüsse großer Opernaufführungen haben können. Am Samstag legte Dr. Lee de Forest die lette Hand an das große, weittragende Radiophon, das er auf der Spitze des Gebäudes der Metropolitan- Oper ge= baut hat. Nach der Aussage des Erfinders ist es nur noch etne Frage der Zeit, wann Musik, Theateraufführungen, Vorträge und Predigten allen Menschen in ihrem eigenen Heime oder auf Reisen zugänglich sein werden. Auf der Bühne der Metropolitan- Oper sind die Aufnahme- Apparate schon aufgestellt, die durch Draht mit dem großen Radiophon auf der Kuppel des Baues verbunden sind. Von hier aus werden dann Schallwellen weitergegeben und überall aufgefangen, wo Aufnahme- Apparate aufgestellt und abgestimmt sind. Alle, die Empfangsapparate haben", so versichert Dr. De Forest, werden die Musik hören. Es ist leicht, die Uebertragung so zu gestalten, daß nur die Abonnenten, die ihre Apparate mit dem geheimen System des großen Radiophons abgestimmt haben, die Musik aufnehmen fönnen. In allen großen Hotels wird man den ersten Vorführungen folgen können, denn überall sind Aufnahmeapparate angebracht worden." Der Erfinder ist überzeugt, daß von der Höhe des Daches der Metropolitan- Lebensversicherung, des höchsten Hauses der Erde, die Stimme Carusos in einem Umkreis von 200 englischen Meilen drahtlos übermittelt werden könnte. Das elektrifierte Bad. Ein eigenartiges Vorkommnis hat sich in der städtischen Badeanstalt Solingen ereignet. Durch Erdschluß der elektrischen Leitung wurden plötzlich das Schwimmbassin und die Wannenbäder elektrisch. Die Badegäste, die sich im Wasser befanden, verspürten plötzlich ein Prickeln auf dem ganzen Körper und diejenigen, welche die Treppen betraten und Metallteile, wie Wasserhähne usw. berührten, erhielten leichte elektrische Schläge. Betrieb der Badeanstalt wurde soft geschlossen und ein Ingenieur des städtischen Elektrizitätswerkes benachrichtigt, der die schadhafte Stelle der Leitung entdeckte und sofort ausbessern ließ. Mit diesem Augenblick war auch die Erscheinung, die etwa eine halbe Stunde gedauert hatte, verschwunden. Der Ein Heiratsinserat wie es sein soll. Ein originelles Heiratsgesuch war dieser Tage in einem Berliner Blatte zu lesen. Um die Aufmerksamkeit der Leser zu erregen, war am Kopf der Anztige in kräftigen Linien die Silhouette reines Stuhles gezeichnet und daneben stand in großen TyIpen die Worte" Set Dich!" Dann kam der eigentliche Text der Annonce:" Sind Sie ein Weib, gescheit und gut zugleich, das diese Bezeichnung im Hochbegriff verdient, so hören Sie: Habe den Kram jetzt definitiv fatt, als da sind garniertes Filet und Fasan und immer dieselben Gesichter, Stefelben Gewänder, dieselben Gespräche. Möchte derohalben( zwecks Heirat!) eine wirklich gebildete geniale Dame( feine Drahtpuppe) kennen lernen, die, ohne einen Eine unerwartete Begrüßung wurde einem schmachtenden Jüngling zuteil, der eine englische Schauspielerin mit liebeglühenden Briefen bombardierte und sich auch dadurch steln erhielt. Als es aber schließlich der Schauspielerin zu bunt wurde, gab sie ihrem unerwünschten Verehrer nach Schluß des Theaters ein Rendezvous am Eingang des Theaters und begrüßte ihn mit drei schallenden Ohrfeigen. Ehe der aus den Wolfen gefallene Verehrer sich von seiner Verblüffung erholt hatte, war sie bereits verschwun den. Naiv. Fräulein( zum Arbeiter, der ihr den entlaufenen Mops wiederbringt): Wie ich Ihnen danke, edler Mann! Hier haben Sie die versprochenen zehn Mark Finderlohn, und dann kriegen Sie natürlich ertra noch etwas für die Verpflegung... Wie viel Biskuit haben Sie ihm gegeben?" Grube aber flang nicht einmal ein Stonnen, fein Seufzer war zu hören; man sah nur, wie über dem Körper die Steine sich häuften und ihn schließlich ganz verdeckten. Kaum eine Minute hatte das gedauert. Zögernd und langsam löste sich die Menge, alle tommentierten die erlebte Sensation des Tages... Erst am Abend entfernte man den Steinhausen, der den Körper der Gerichteten verdeckte. Und wie der Koran es verlangt, so verscharrte man die Leiche dicht neben der Richtstätte. Englische Gesellschaftssitten. Mag man damit zufrieden sein oder nicht, das englische Gesellschaftsleben ist zurzeit das höchstentwickelte in Europa und die englischen Gesellschaftsfitten werden, wie in anderen Ländern, so auch bei uns rielfach als vorbildlich angesehen. So konservativ diese Sitten nun im allgemeinen sind, so ist doch auch an ihnen die Zeit nicht ganz spurlos vorübergegangen. Es macht sich auch in den englischen Gesellschaftsfitten von heute, besonders in London, der Geist einer Zeit geltend, die wenig Zeit hat. Dies wird vor allen Dingen an der Art erkennbar, wie eine Dame der Londoner Gesellschaft heute ihre Gäste einladet. Der artige und zierliche Einladungsbrief von früher ist dahin. Heute ist das Verfahren sehr modernisiert; in der von der Londoner Gesellschaft zu diesem Zweck gewählten Zeitung macht die Gastgeberin rechtzeitig den Termin ihrer Veranstaltung bekannt, und dann sendet sie einfach Visitenkarten herum, auf denen in der Ecke lakonisch Mufit" oder„ Tanz" vermerkt ist. Ja, die ganz modernen Damen vollziehen thre Einladungen einfach per Fernsprecher. Natürlich wird aber bei großen Gelegenheiten auch heute noch eine strengere Form der Einladung gewählt; man pflegt in solchen Fällen sechs Wochen vorher einzuladen, und wenn der Besuch etnes Mitgliedes der Königsfamilie bei der Gesellschaft zu erwarten steht, so findet sich in der Ecke über der Einladung der Vermerk:„ Man trifft Se. Königl. Hoheit." Ein anderer moderner Zug ist die Schwierigkeit, genug Tänzer zu finden. Sie ist gegenwärtig so groß, daß selbst die wählerischsten Damen nicht selten zu dem alten Hilfsmittel greifen müssen, die Herren zu bitten, Tänzer and ihrer Bekanntschaft einzuführen. Man muß die Exllusivi tät der englischen Gesellschaft kennen, um zu verstehen, wie viel leberwindung es die englische Lady kostet, Herren in ihr Haus einzuführen, die sie selbst noch nicht kennt. Einen sehr beifällig aufgenommenen Gedanken hat der Präsident des Junggesellénklubs verwirklicht; er veranstaltet nämlich Nachmittagsempfänge, wo die Damen zwanglos die Befanntschaft tanzfähiger und tanzlustiger Herren machen und sie, wenn sie ihnen gefielen, zu ihren Gesellschaften einladen können. Natürlich muß dieser mündlichen Einladung die schriftliche, folgen. Die Beantwortung solcher Einladungen durch die Eingeladenen erfolgt nur sehr selten. Die Dinerstunde ist jetzt in London bis gegen 9 ihr hinaufgerückt, und dann selbst treffen manche Gäste noch um eine halbe Stunde verspätet ein. Nur bei Gesellschaften formellen Stils führen die Herren die Damen zu Tische, sonst geht einfach die Dame vom Haus den Damen voran und überläßt es den Herren, zu folgen. Das Mahl wird heute grundsäßlich und allgemein kurz gestaltet, Wein wird erstaunlich wenig getrunken, Wasser und Mineralwasser sind an der Tagesordnung. Eine kleine Neuheit: in manchen Häusern wird jedem Gaste zu seinem Gedecke ein eigenes Miniaturfläschchen mit Whisky auf den Tisch gestellt. Auch in London und in England überhaupt ist die Klage über die verdorbenen Mägen und Nerven der heutigen Welt allgemein; der Gast, der nur von einem einzigen Gerich nimmt oder sich gar mit etwas Zwieback begnüat. ist eine nicht gar so seltene Erscheinung geworden. Drabtnachrichten and Deaestes. Das Befinden des Prinzregenten. München, 17. Januar. Der Prinzregent, der sich gegen wärtig im Berchtesgadener Jaadrenier aufhält, ist äri un Bröfitis erkrankt. Sein Leibarzt, Hofrat Professor AnEin Huituröiio aus Persien. gerer, ist zu ihm berufen worden. Ein erschütterndes Bild von dem grausamen Wesen der persischen Volksjustiz entrollt der französische Reisende Claude Auet in einem interessanten Aufsaße, den er in der Illustration" veröffentlicht. Er befand sich auf einer Reise durch das nördliche Persien und besuchte dabei auch die alte Stadt Kutschan, die vor einigen Jahren durch ein furchtbares Erdbeben schwer heimgesucht wurde. Doch über Schutt und Trümmer erhoben sich bereits wieder die neuen, hellen, niedrigen Häuser, buntes Treiben herrschte in den Straßen, und über dem ganzen Bilde lag eine friedliche Geschäftigkeit, die nichts verriet von den grausamen Verirrungen des Gefühls, die jeẞt sorglos dahinschlendernden, in Liebenswürdigkeit und Freundlichfeit sich überbietenden Perser mit einem Schlage in einen Taumel blutgieriger Grausamfeiten stürzen können. Eine unglückliche Frau wurde das Opfer der jählings in ihren Tiefen entfesselten dunklen Instinkte, eine arme Bäuerin, die zwei Jahre lang mit ihrem Gatten, einem leichtferitgen Säufer, zusammen gelebt hatte, mit ihrer Arbeit ihn ernährt, bis der Gemahl eines Tages aus Kutschan verschwand und nicht mehr gesehen ward. Vier Jahre verstrichen, keine Nachricht, feine Zeile traf ein. Die Frau lebte allein, ein anderer Bauer näherte sich ihr, sie hielt ihren verschollenen Gatten für tot und heiratete ein zweites Mal. Ein Jahr später tauchte der erste Gatte unerwartet wieder auf. Man schleppte die Frau vor den Oberpriester von Kutschan, der schlug den Koran auf und ver las das Gebot Allahs, wonach die Schuldigen gesteinigt werden mußte. Das Urteil war gesprochen. Die Menge zeigte sich aufs höchste befriedigt. Man bemächtigte sich der Sünderin, und in lärmendem Aufzuge ward sie durch die ganze Stadt geführt. Barfuß, kaum bekleidet, das Gesicht entschleiert was für die Perserin schon eine höchste Marter bedeutet, so schleppte man die Unglückliche stundenlang durch alle Straßen und Basare, umgeben von einer neugierigen, schwaßenden Menge, die ungeduldig auf die Gelegenheit wartete, das Urteil selbst vollstrecken zu dürfen. Wo die Aermste vorüberschritt, war fröhliche Erwartung. Sie sprach kein Wort, sie weinte nicht, sie schritt dahin, als sei sie unempfindlich; im Volfe aber wuchs die frohe Erregung mit jeder Minute, und in allen Mienen siegelte sich die grausige und barbarische Freude, binnen furzem einen Menschen töten zu dürfen. Der Oberpriester selbst führte die Prozession, wie der Koran es verlangt. Endlich erreichte man die Richtstätte am Kirchhof. Eifrige Hände hatten bereits ein etwa einen Meter tiefes Loch in den Boden gegraben. Es bedurfte feiner Aufforderung, feiner Ermahnung, feines Stoßes, feiner Gewalt: Wortlos, wehrlos, legte sie sich selbst in die Grube. Keine Klage kam von ihren Lippen, sie legte sich hin, als gälte es, im Sande zu schlafen. Dann näherte sich der Oberpriester Das Opfer blieb stumm und regungslos, aber ringsum erschollen die leidenschaftlichen Rufe der wilden Menge, die ungestüm herandrängte, um nichts von dem gräßlichen Schauspiel zu verlieren. Da erhob der Oberpriester die Hand, man fah, wie er einen großen Stein umflammert hielt, und mit aller Wucht schleuderte er ihn auf den Körper der Verurteilten. Der Aufschlag des Steines auf den Menschenkörper ging im fröhlichen Tumulte der Zuschauer verloren. Der Geistliche hatte das Beispiel gegeben. Ein Hagel von Steinen prasselte auf das Opfer nieder. Jeder, der seinen Stein schleuderte, begleitete den Wurf mit einem wilden Fluche Aus der Die Reichsbank und die Türkei. Berlin, 17 Januar. Wie die N. Ges.- Korr. meldet, hat die türkische Regierung nunmehr eine aerichtliche Klage gegen die Reichsbank auf Herausgabe des Millionendepots des früheren Sultans Abdul Hamid eingeleitet. Die Klage schrift ist der Bank zugestellt worden. Sozialdemokratische Wahlrechtskundgebungen. Berlin, 17. Januar. Die sozialdemokratischen Demon strationsversammlungen für eine preußische Wahlrechtsänderung, welche in den Provinzstädten mit stark sozialdemokratischer Bevölkerung abgehalten wurden, faßten dieselben Beschlüsse, wie diejenigen von Berlin, nur daß einige Resolutionen noch ins einzelne gehende Forderungen über eine gleichmäßige Abgrenzung der Wahlkreise und deren Revision in fünfjährigem Turnus nach dem Ergebnis der Volkszählung aufstellten. Im Wahlkreis HanauGelnhausen fanden 125 Versammlungen statt. Tod eines Abgeordneten. Bielefeld, 17. Januar. Der Landtagsabgeordnete Lorenz, der als Hospitant der freisinnigen Volkspartei angehörte und den Wahlkreis Minden 2 vertrat, ist in der vorigen Nacht in San Remo gestorben. Georg der Unartige. Belgrad, 17. Januar. In der Affäre des Prinzen Georg, der, wie heute an anderer Stelle gemeldet, den Belgrader Stadtpräfekten schwer beleidigt hat, ist die Regierung entschlossen, die Partei des Stadtpräfekten zu ergreifen. Ste lehnte dessen Entlassungsgesuch ab und wird bei dem König beantragen, den Prinzen auf längere Zeit ins Ausland zu schicken. Die serbische Presse begrüßt diese Maßregelung des Prinzen durchweg mit Genugtuung. Von den dem Prinzen nahestehenden Kreisen wird versichert, der Prinz sei zu dem Ausfall dadurch veranlaßt worden, daß ihn der Präfekt auf Schritt und Tritt durch Detektivs bewachen lasse, wodurch er sich in seiner Bewegungsfreiheit behindert fühle. Ein neues französisches Maschinengewehr. Paris, 17. Januar. In der staatlichen Waffenfabrik zu St. Etienne sind soeben mehrere Exemplare eines neuen Maschinengewehres fertiggestellt worden, das große Vorzüge aufweisen soll. Zur Bedienung sei nur ein einziger Soldat nötig, der damit 200 bis 300 Schiffe in der Minute abgeben könne. Eine Riesendemonstration. Barcelona, 17. Januar. Gestern vormittag bewegte sich cin Demonstrationszug von etwa 30 000 Personen durch die Stadt nach dem Palast des Gouverneurs. Hier wurde eine Adresse überreicht, in der um eine Amnestie für die wegen der Vorgänge im Juli vorigen Jahres Verhafteten ge= beten wird. Die Ordnung wurde nirgends gestört. Erdbeben. Haparanda, 17. Januar. Gestern vormittag 9% Uhr wurde in mehreren Dörfern ein ziemlich starkes Erdbeben verspürt, das 30 Sekunden anhielt und von unterirdischem Getöse begleitet war. Am Altar ermordet. Mailand, 17. Januar. Als der Pfarrer von Giacino bei Brescia die Frühmesse beginnen wollte, stürzte plöt lich ein Mann hervor und streckte den Priester mit Res bolberschüssen nieder. In der Kirche entstand eine furcht bare Panik. Der Täter wurde verhaftet und als geistesgestört in das Irrenhaus gebracht. Nicht รา Rabenschwarz glänzend feuer: gelshillo und wallerdicht macht Kavalier Erhau das Lede Jedes Schuhwerk weld und gefchmeldig Voll Itandig gelahrlos. Enthält nur feinfte Wachle und felnes Terpentinöl. Anerkannt bester und bewähr tester Lederputz der Welt! Grösste Ersparnis für jede Familie! No. 121. 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Januar 1910, vorm. 11 Uhr dem offiziellen Eröffnungstermin, postfret, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bersehen, einzusenden.. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 12. Januar 1910. Großh. Bürgerm ifterei Gießen. Mecum. Belgische Fabrik von Prima Portland Cement, welche in Deutschland gut eingeführt ist und unter Garantie der deutschen Normen liefert, sucht Vertreter. Off. unter BCD 25, an die Expedition d. Blattes. 11 " Aspen" Die Zuſammenkunft ist auf der Straße nach Daubringen am Hangelfteiner Steinbruch. Gießen, den 17. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Vorzüglichste Lederputz Crème Kavalier Das Besh vom Besten 70% allein steht auf der HÖHE. der Zeit. Verlangen Sie defshalb stels KAVALIER, das beste aller Lederputzmittel. Bildhübsch Neues Stadt- Theater Giessen. Direttion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 18. Jan. 1910. Anfang 8 Uhr. 13. Dienstag- Abonnements Vorstellung Gaftspiel von Herrn Sand Baumeister bom Großh. Hoftheater Darmstadt. 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Die für die Erbaunng cines 2 flafftgen Schulhauses mit Lehrerwohnungen in Reiskirchen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen wie: Erd- und Maurerarbeiten, Steinmezarbeiten, Lungund Sandsteine, Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Spenglerarbeiten, Schlosserarbeiten, Weißbinderarbeiten, Tapezierarbeiten und Eisenlieferung sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau Bletchstraße 11, II. Stock zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind berschlossen und portofrei bis spätestens am Dienstag, den 1. Februar 1910, nachm. 2 Uhr auf Großh. Bürgermeisteret Reiskirchen einzureichen, woselbst die Deffnung in Gegenwart etwa erschienener Be. werber erfolgt. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Gießen, den 13. Januar 1910. thrazit, namentlich für engere Dfenschächte geeignet. 1,35 Mr. Der Großh. Kreisbaninspektor des Kreises Gießen. Ju Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: Stückkoks Nukkoks Nr. 1 Nukkoks Nr. 2 1,15 Mr. 1,30 1,30 " " gez. Diehm. Geld erhalten reelle Leute jeden Standes Bet Entnahme von mindestens 200 3entnern: bei ratenweiser Rückzahlung geliehen durch W. Wulfert, Braun: schweig. Stückote Nußkoks Nr. 1 Nukkoks Nr. 2 1,10 Mr. 1,25 1,25" 11 Für Kotsabnehmer, welche zwei und mehr Doppelwaggon Patentanwalt beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. für den Zentner. Für Aufuhr an das Haus werden 10 Pfennig für dea Sack- Leipzig Beutner berechnet. NB. Ausnahmsweise tönn en kleinere Koksmengen ohne besondere Vergütung auch an die betr. Lagerpläße( Keller, Stall usw.) verbracht werden, sofern die Bufuhr durch das Gaswerk erfolgt. Geld- Darlehen Bürg, an jed. auf 4-5% evtl. ohne Wechsel, Schuldschein, Wertpapiere, auch Ratenabzahlung gibt Central- Büro, Berlin N. 24. Rückp. Bettfedern werden gereinigt u. desinfiziert in und außer dem Hause. Bestellung Maskenanzüge ng burch Poſtfarte genügt. 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Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und An- machen. gehörigen von Lungenkranken. der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke Oftroirückvergütung von 4 Pfg. für den Zentner. Gießen, den 16. Dezember 1909. Städtisches Gas- und Wasserwert Gießen. und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. Steding. Volt. Die Zu recht zahlreichen Besuch ladet ein Vereinigung der Bauhandwerker Gießens. R. Rödiger Schriftführer. L. Petri III. Vorsitzender. 1