сл Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus.- Erscheint Dienstags, Zwei Extrabeilagen: Donnerstags und Samstags. „ Humoristische Vlätter" und die„ Neue Leschalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 44. Bekanntmachung. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amfes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 17. März 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Naum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Betreffend: Feldbereinigung in der Gemart ung Gießen links der Lahn. Mit Entschließung vom 10. März 1910 hat Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, den Zuteilungsplan für die Bau= pläße in der Stephansmart auf Grund von Artikel 36 des Feldbereinigungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Juli 1906 für vollziehbar erklärt. Ich bestimme nunmehr als Zeitpunkt der Ausführung ( Eigentumsübergang) den 21. März 1910 und überweise hiermit mit Wirkung von diesem Tage den Beteiligten die neuen Grundstücke. Friedberg, den 13. März 1910. Der Großh. Feldbereinigungskommissär: Schnittspahn, Kreisamtmann. Arbeitsvergebung. Die zur Herstellung eines neuen Daches auf dem früheren Generatorraum der vormaligen Aktienbrauerei erforderlichen 3 immer und Dachdeckerarbeiten sollen Mittwoch, den 23. März d. J., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 15. März 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. Bekanntmachung. Die Friedhöfe sind vom 16. März bis 15. Mai von morgens 6 bis abends 8 Uhr geöffnet. Gießen, den 14. März 1910. Bürgermeisterei. Mecum. Hessischer Landtag. Erste Kammer. Die Erste Kammer trat gestern zur Abhaltung einer Plenarsizung zusammen, um eine Reihe von der zweiten Stammer erledigter Geseßentwürfe, Anträge 2c. zu verabschieden. Präsident Graf Gör eröffnete die Situng. Erster Gegenstand war der Gesezentwurf über die Erhebung einer Gebühr für die Revision nicht staatlicher Rechnungen durch die Oberrechnungskammer. Staatsminister Dr. Ewald machte darauf aufmertsam, daß nicht, wie der Ausschuß der Ersten Kammer infolge der diesbezüglichen Bemerkung des Abg. Dr. Gläsfing annehme, sich die Gebühr für Darmstadt auf 10 000 bis 15 000 Mt., sondern nur auf 3390 Mt. stellen werde. Für Offenbach werde die Gebühr 2845 Mt., für Worms 2480 wt., für Nauheim 600 Mt. betragen. Domtapitular Bendix weist darauf hin, daß mit diesem Gesetzentwurf den Kirchenbehörden eine neue Last aufgebürdet würde. Frhr. v. Hey I schließt sich dem Bedenken des Vorredners an. Minister Dr. Ewald und Geheimrat Best machen diesen Bedenken gegenüber einige Ausführungen. Der letztere meint, daß die Gebührenanforderung wohl auf die Parochialumlagen abgewälzt werden könnte. Der Gesetzentwurf wird darauf nach dem Ausschußantrag angenommen. Ebenso wird der Gesezentwurf über die Abänderung der gesetzlichen Bestimmungen über das No= tariats- und Kosten wesen angenommen. Bei der Beratung des Geseßentwurfs, betreffend die Abänderung des Gesezes über den Ur= fundenstempel vom 12. August 1909, mit welcher Beratung der diesbezügliche Antrag Reh verbunden wird, beantragt der Ausschuß( Berichterstatter Justizrat Dr. Kleinschmidt) einstimmig den Beitritt zu den Beschlüssen der Zweiten Kammer. Dieser Antrag fand Annahme. Nach der Frühstückspause tam der Geseßentwurf, betreffend die Abänderung eines Gesetzes über die Ausübung und den Schuß der Fischerei vom 27. April 1881, in Verbindung mit einer Vorstellung des Hess. Anglerbundes, Ortsgruppe Mainz, zur Beratung. Der Ausschußreferent Graf Stolberg- Roßla beantragte, das Gesetz mit der Abänderung, daß es erst am 1. Oktober 1910 in Kraft treten solle, anzunehmen.- Frhr. v. Hey! beantragt, da das Gesetz doch erst am 1. Oftober 1910 in Kraft treten solle, den Entwurf an den Ausschuß zurückzuverweisen. Die Vorlage, betreffend die Abänderung des Artikels 227 des Polizeistrafgesetzes, und die Regierungsvorlage, betreffend die Besitzsteuern, wurden ohne Debatte angenommen. Ebenso die Vorlage, die Hinderung des Gemeindeumlagengeseßes vom 30. März 1901 betreffend. Eine län gere Debatte entspann sich dann über den Antrag von Mitgliedern der Ersten Kammer auf Abänderung des Gesetzes über die Vermögenssteuer. Der Ausschuß= referent Graf Solms wies auf die Mißstände hin, die sich auf dem jeßigen Modus der Schätzung des Rohver= mögens herausgestellt haben. Es fehle nicht an zulässigen Martsteinen zur Ermittelung des Verkaufswertes. Nicht nur der große, sondern gerade der fleine Grundbesitz werde erhehlich getroffen. Minister Dr. Braun verliest darauf eine längere Regierungserklärung in der betont wird, daß schon in Bekanntmachung Betr.: Die Ausführung des Reichsgesetzes der Gewerbeordnung vom 30. Juni 1900. die Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Interessenten, daß im Jahre 1910 an den nachbezeichneten Tagen Vorschriften über die Mindest ruhezeit und Mittagspausen der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter (§ 139c der Gewerbeordnung) keine Anwendung zu finden haben und die Läden, sowie die offenen Verkaufsstellen an diesen Tagen bis 10 Uhr abends offen gehalten werden dürfen. a) 3 Wochentage vor Ostern 23., 24. und 26. März. b. 1 Wochentag vor Himmelfahrt 4. Mai 1910. c) 2 Wochentage vor Pfingsten 13. und 14. Mai 1910. d) 14 Wochentage vor Weihnachten 9, 10., 12.- 17. und 19.- 24. Dezember 1910. e) 1 Wochentag vor Neujahr, 31. Dezember 1910. Eine Anzahl weiterer Tage, an denen Ausnahmen von den gesetzlichen Vorschriften gewährt werden können, bleiben für unvorhergesehene Fälle vorbehalten. Gießen, den 14. März 1910. Großherzogliches Polizeiam t. Reinhart. Bekanntmachung. Aus der Kohlermann- Stiftung sind zu vergeben: 2 Gaben von je 89,03 Mt. an einen unbescholtenen hilfsbedürftigen geborenen Gießener Bürger( Witwer) und an die Witwe eines solchen( geborene Gießenerin bevorzugt). Meldungen werden Asterweg 9( Armenamt) bis 31. März 1910 entgegengenommen. Gießen, den 11. März 1910. Die Armendeputation der Stadt Gießen. Keller. dem neuen Entwurf des Umlagengeseßes die Heranziehung der Erträgnisse mit zur Haltung gekommen seien. Die Regierung sei deshalb bereit, mit der zweiten Kammer in Unterhandlungen einzutreten. Der Antrag wurde nach längerer Debatte angenommen und hierauf die Situng geschlossen. Nächste Sibung: 22. März. Dom Hansabund. Die Vorarbeiten zwecks Schaffung einer schlagfertigen Organisation des Hansa- Bundes für die Berliner Mitglieder sind beendet. In Anbetracht der großen Einwohnerund Mitgliederzahl ist die Organisation Berlin nach folgenden Gesichtspunkten eingerichtet worden: Berlin mit seinen 2 Millionen Einwohnern und gegen 30 000 Hanja Bund Mitgliedern ist entsprechend den Wünschen der Mitglieder in 20 Bezirke eingeteilt worden. Für je 100 000 Einwohner ist ein Bezirk eingerichtet unter Berücksichtigung der bestehenden Stadtbezirke. Für jeden Bezirk wird ein Bezirksausschuß von mindestens 20 Personen mit dem Rechte der Zuwahl gewählt. Jeder Bezirksausschuß wählt sich einen Stellvertreter, welche einen Bezirksvorsitzenden und 21 Jahrg. Die noch nicht vergebenen Stände in den Marktlauben sollen Samstag, den 19. März 1910, vormittags 11% Uhr an Ort und Stelle versteigert werden. Bürgermeisterei. Mecum. Für die Zeit vom 1. April 1910 bis Ende März 1911 sollen auf dem hiesigen Wochenmarkt eine Anzahl Vertausspläbe vergeben werden. Angebote hierauf sind bis spätestens 22. ds. Mts., vormittags 12 Uhr bei der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Bedingungen und Angebotsformulare erhältlich sind. Bürgermeisterei. Bekanntmachung. Nachstehende Bekanntmachung Großh. Kreisamts Gießen bringen wir zur öffentlichen Kenntnis der InteressenGießen, den 14. März 1910. ten. Großherzogliches Polizeiamt. Reinhart. Bekanntmachung. Betr.: Gesuch der Stadt Gießen um Genehmigung zur Dampftesselanlage. Die Stadt Gießen beabsichtigt auf dem Grundstück Fl. 1 Nr. 123-10 der Gemartung Gießen einen Dampftessel zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang vom Erscheinen dieses im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet auf dem Bureau des Großh. Polizeiamts GieBen zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung des Aus. schlusses bei Großh. Polizeiamt Gießen vorzubringen. Gießen, den 9. März 1910. Großh. Kreisamt Gießen. J. V.: Welcker. * Städtisches. Da bei der Neupflasterung der Straßen ein größerer Posten von Pflastersteinen nicht zur Verwendung gelangen fonnte, so hatte sich die Stadtverwaltung entschlossen, diese Steine zum Verlauf zu stellen. Bei den Hausbesitzern jenseits der Lahn hat nun dieses Vorgehen insofern den verdienten Beifalt gefunden, als es ihren schon lange gehegten Wunsch erfüllte, die Hofraiten mit einem billigen und dauerhaften Pflaster zu versehen. *)(* Liebig Laboratorium. In den nächsten Tagen wird in Deutschland ein Aufruf erscheinen, der den Zweck verfolgt, durch Aufbringung der nötigen Mittel das alte Gebäude des Liebig- Laboratoriums in Gießen zu erhalten. Wir dürften wohl in der Ansicht nicht fehlgehen, wenn wir annehmen, daß dieser Plan in den weitesten Kreisen Anklang finden wird. Deshalb wird es auch alle Freunde der Chemie freuen, zu hören, daß Privatdozent Dr. Thomae einen Teil des Gebäudes von der Stadt gemietet hat, um denselben von neuem der chemischen Wissenschaft dienstbar zu machen und damit dem Altmeister der Chemie ein Denkmal zu sehen, wie es gar nicht besser gewünscht werden kann. Jedenfalls dürfte der Aufruf, welcher die Unterschriften zahlreicher Gelehrten trägt, im Hinblick auf seinen Zweck des gewünschten Erfolges bei dem dankbaren Gießen sowohl wie auch bei dem nicht minder dankbaren übrigen Deutschland sicher sein. * Verkehrsverein Gießen. die Leitung des Bezirks übernehmen. Die Bezirksausschüsse sind dem Charakter des Hansa- Bundes entsprechend aus Vertretern von Gewerbe, Handel und Industrie einschließlich des Handwerks und der Angestellten zusammengesetzt. Der Vorstand der Gesamtorganisation Berlin wird gebildet aus den 20 Bezirtsvorsitzenden, die unter sich die Vorstands- jährige Hauptversammlung des Verkehrsvereins statt, deren ämter durch Vereinbarung verteilen. Sämtliche 30 000 Mitglieder in Berlin erhalten in diesen Tagen schriftliche Benachrichtigung. Die Bezirksausschüsse werden in den nächsten Tagen zwecks Beratung der Einzelheiten zusammengerufen. In allen größeren Städten wird die Or ganisation tunlichst nach diesen Gesichtspunkten eingeführt werden. Lokales. 17. Gießen, März 1910. ** Der Großherzog hat am 12. März dem Pfarrer Wilhelm Röm held zu Hahn( Pfungstadt) mit Wirkung vom 1. April 1910 die evangelische Pfarrstelle zu Pfungstadt übertragen. ** Uebertragen wurden am 12. März dem Lehrer Johann Philipp Harth zu Unter- Mossau eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wörrstadt. ** Ernannt wurden am 12. März der Gefangenausseher an der Zellenstrafanstalt Buzbach Karl Mölcher zum Oberaufseher an dieser Anstalt und der Gefangenaufseher am Provinzialarresthaus in Darmstadt Johann Ludwig Schmitt zum Gefangenaufseher an der Zellenstrafan stalt Butzbach, beide mit Wirkung vom 1. April 1910 an. ** Erledigt: Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober- Wöllstadt, Kreis Friedberg. * Parlamentarisches. Der zweiten Kammer ging als Drucksache zu: Antrag des Abg. Raab, betreffend die Errichtung von Voltsbibliotheken. Es wird beantragt: Die Regierung zu ersuchen, im Staatsbudget für das Etatsjahr 1911 ein besonderes Kapitel als Kapitel 466 Volksbibliotheten" vorzusehen und dafür den Betrag von 5000 Mt. einzustellen. Am Dienstag abend fand im Hotel Kaiserhof" die diesäußerst schwacher Besuch um so mehr zu bedauern war, als doch gerade die Bestrebungen des Verkehrsvereins, von denen bereits eine unserer früheren Nummern berichtete, darauf hinauslaufen, daß Interesse für Gießen zu beleben und für den Zuzug zu sorgen. Nur wenige Städte fönnen sich bis jetzt solcher Vereine erfreuen und es wäre deshalb wohl auch sehr zu wünschen, daß die Aufgaben und Ziele des Verkehrsvereins immer mehr eine Sache der Allgemeinheit werden. Die Versammlung eröffnete eine Ansprache des Vorsitzenden, Rechtsanwalts Le un, der ein umfassendes Bild von der Tätigkeit des Vereins in dem abgelaufenen Ge schäftsjahr entwarf und damit ganz besonders die gemeinnüßigen Bestrebungen des Vereins kennzeichnete und mit dem Wunsche schloß, daß die späteren Versammlungen bei den Mitgliedern größeren Anklang finden möchten. Der hierauf von dem Geschäftsführer He I m erstattete des Jahresbericht zeigte so recht die vielseitige Tätigkeit Vereins durch Verlesung der überaus zahlreichen Anfragen auswärtiger Bürger und Studenten inbezug auf die GieBener Verhältnisse, welche sämtliche auf ausführliche Antworten rechnen durften. Hervorgehoben zu werden verdient hierbei noch, daß der Verein dem Verbande deutscher Verfehrsvereine beigetreten ist und daß er im vergangenen Jahre noch mehr als früher bemüht war, die Vorzüge unserer Stadt durch Anzeigen in auswärtigen Blättern befannt zu machen. Zu diesem Geschäftsbericht nahm Stadtv. Winn das Wort, in dem er u. a. ausführte: Ich kann auch nur den schlechten Beluch der Versammlung bedauern, ich möchte aber den Anlaß dazu in dem Umstand erblicken, daß der Verein zu wenig an die Oeffentlichkeit trete und mehr eine stille aber deshalb nicht minder anerkennenswerte Tätigkeit ausübe. Herr Helm hat in umfassender Weise jede der An fragen bis in das fleinste beantwortet und sich dadurch den Verein so verpflichtet, daß wir nicht umhin können, ihm unseren aufrichtigsten Dank für seine vielseitige Tätigkeit auszusprechen. Nach dem von dem Vereinsrechner Röhr erstatteten Kassenbericht betrugen die Einnahmen 1689,27 Mt., während die Ausgaben die Höhe von 2245,32 Wit. erreichten, so daß das in dem vorhergehenden Geschäftsjahre 2786,60 M. betragende Vereinsvermögen auf 2230,55 Mt. zusammen schmotz. Dieser auf den ersten Blick hin vielleicht ungünstig erscheinende Rechnungsabschluß findet seine Erklärung in den verhältnismäßig hohen Ausgaben für den Automat an dem Bahnhofe, der die Vereinskasse nicht wenig belastete. | Da nach den Statuten die Herren Helm, Homberger, Kaiser, Keller, Kindt, Klingspor, Leun, Petri 2., Reizel, Röhr, Schwieder und Winn aus dem Ausschuß ausscheiden, so war Neuwahl notwendig, welche die einstimmige Wiederwahl der Ausschußmitglieder ergab. Die Vorstandswahl wird demnächst vorgenommen werden. Der Vorsitzende schloß die Versammlung mit dem Ausdruck des Dantes gegen die Erschienenen, um gleichzeitig noch einmal den Wunsch auszusprechen, daß dem Verkehrsverein immer mehr Freunde und Förderer erstehen möchten. der Lich wacht, feierte vergangene Woche, reich beschenkt, seinen 79. Geburtstag. Mit seinem goldenen Wächterjubiläum hofft der rüstige Alte im nächsten Jahr seine goldene Hochzeit zu feiern. * Lich. Unter dem Vorsitze des Seminardirektors Dr. Schäfer von Friedberg fand am 7. und 8. März die Entlassungsprüfung an der hiesigen Präparandenanstalt statt. Die Schüler werden dem Lehrer- Seminar- Friedberg überwiesen. | er noch dem zweiten Garderegiment an, 1866 dem vierten Garderegiment, ohne ins Feuer zu kommen, 1870 führte er die vierte Kompagnie der Franzer und bei Sedan das erste Bataillon. Er kam dann als Major nach Schwerin zum 89. Regiment, als Oberstleutnant und Oberst nach Mainz, zum 88. und nach Darmstadt zum 115. Regiment, dann als Brigadebefehlshaber nach Kassel, wo er 1896 zur Disposition gestellt wurde. Ein Buch von ihm„ Bei Hofe und im Felde" erschien 1902 im Verlag von Jügel. * Frankfurt a. M. Wahlrechtstund geb* Lich, 14. März. Gestern morgen ertränite sich in der Wetter der in ganz Oberhessen bekannte Posamentierung. Von der sozialdemokratischen Partei waren für SonnHeinrich Schmidt. Schon seit einiger Zeit wurden bei ihm vorübergehend Spuren von Geistesstörung bemerkt, und ist als sicher anzunehmen, daß Schmidt in solch einem Anfall den traurigen Schritt beging. Mit ihm stirbt das Posamentiergewerbe sowohl hier als in der ganzen Umgegend vollständig aus. * Höhere und Erweiterte Mädchen schule. Die Höhere Mädchenschule hatte nach dem Jahresbericht für das Schuljahr 1909-10 einen Anfangsbestand von 419 Schülerinnen; während des Schuljahres troten 14 ein, 21 aus, mithin verblieben am Schlusse 412. Der Anfangsbestand der Erweiterten Mädchenschule war 337; im Laufe des Schuljahres traten 11 ein, 13 aus, so daß der Schlußbestand 335 Schülerinnen betrug. Im Höchstbestand ( 780) ist die Schule gegen das Vorjahr( 751) um 29 gewachsen. Kleinere Störungen des Unterrichts durch Erfrantungen von Lehrern oder Lehrerinnen blieben auch in diesem Jahre nicht aus. Auch der Gesundheitszustand Schülerinnen ließ zu wünschen übrig. Namentlich in den unteren Klassen waren viele Schülerinnen an Masern und Keuchhusten erfrantt. Von den Unterrichtsfächern verdient das Turnen hervorgehoben zu werden, dem die Schule in dem abgelaufenen Schuljahr größere Beachtung schenkte. Da nämlich der Körper zu einem ersprießlichen Turnen seiner völligen Bewegungsfreiheit bedarf und weil ferner das gefährlichste und schädlichste Hindernis das Korsett ist, so ging das Bestreben der Direktion dahin, alle Mädchen zum Tragen der Turnkleidung aufzufordern. An anderen höheren Schulen hat sich diese Turnkleidung sehr rasch eingebürgert. Das neue Schuljahr beginni Montag, den 4. April um 10 Uhr. * Aus dem Kreise Gießen. Zu den wenigen Gemeinden des Kreises, die noch nicht im Besitz einer neuzeitlichen Wasserleitung sind, gehörte bis jetzt auch Lang- Göns, das jedoch zur Zeit nicht allein die Wasserleitungsarbeiten, sondern auch gleichzeitig die Kanalisation des Ortes ausführen läßt. Die Kosten sind zu 118 000 Mt. veranschlagt. Mit der Ausführung der Arbeiten ist die Firma Panse in Wehlar beauftragt worden. * Lehnheim. Einer der dienstältesten Bürgermeister ist das Ortsoberhaupt Seng in Lehnheim, der fast 36 Jahre Bürgermeister ist. Da er noch sehr rüstig ist, so wird er bei der bevorstehenden Neuwahl voraussichtlich zum fünften Male gewählt. -e- Am 12. ds. Mts. hielt die Freiw. Gail'sche Feuerwehr ihre diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab. Nach Begrüßung der Erschienenen durch den ersten Hauptmann brachte die Wehr auf Se. Kgl. Hoheit Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, den Protektor der hessischen Feuerwehren ein dreifaches Hoch aus, wonach zur Erledigung der Tagesordnung geschritten wurde. Aus dem Jahresbericht ging insbesondere hervor, daß die Wehr wieder an Mitglieder zugenommen hat, daß sie in diesem Jahre drei mal alarmiert wurde und immer zur Stelle war. Auch bei dem letzten Alarm, der nur durch Telephonruf erfolgte, rückte die Wehr, obwohl auf stillen Alarm unvorbereitet sofort aus. Ausgezeichnet wurden seitens der Wehr für 30jährige Dienstzeit Jean Arnold, für 20jährige Heinrich Enders und Paul Richter, für 10jährige Heinrich Heuser, Wilhelm Fischer und Arthur Münch, für 5jährige Andreas Erhardt, Jakob Kunz, Carl Reuter, E. Borrmann, Heinrich Schmidt, Philipp Hof, Karl Lindenstruth, Karl Walter und Karl Schwengber. * Buzzbach. Das hiesige Bataillon beabsichtigt am 22. d. Mts. im Gelände Hoch- Weisel- Münster( Schußrichtung von Höhe 294 zwischen den vorgenannten beiden Orten gegen den Haus- und Brüler Berg) gefechtsmäßiges Schießen mit scharfer Munition abzuhalten. Vor dem Betreten des abgesperrten Geländes wird ge= warnt. * Büdingen. Die Gemeinde hat die Erbauung einer Gasan st alt beschlossen. Das renovierte Rat haus soll am 30. März, dem Geburtstag des Fürsten Wolfgang von Isenburg- Büdingen, eingeweiht werden. * Mainz. An Stelle Dr. Pagenstecher( nat.- lib.) wurde von den National Liberalen und Zentrums- Wahl= männern Hauptlehrer Bach zum Landtagsabgeordneten für Mainz gewählt. tag Mittag 23 öffentliche Wahlrechtsversammlungen in der Stadt und den Vororten einberufen worden, in denen Referate über das Thema„ Vor der Entscheidung im preußischen Abgeordnetenhause" erstattet wurden. Zum Schluß forderten die Referenten zur Teilnahme an einem Massenspaziergang nach dem Stadtwald auf. Unter Hochrufen auf das allgemeine Wahlrecht zogen die Massen dem Walde zu. Dort hielt Dr. Quarck eine Ansprache, in der er betonte, wie man anständige Leute behandeln müsse. Die Rückkehr die Arbeiter hätten heute der Polizei eine Lehre erteilt, erfolgte auf drei verschiedenen Wegen, ohne daß es zu zwischenfällen kam. * Mainz, 13. März. Gestern wurde die hessische Landes- Gepflügelausstellung eröffnet. Der Besuch der Ausstellung war ein außergewöhnlich starter. Aus allen Teilen des Hessenlandes sind die Züchter und Liebhaber mit ihren Tieren vertreten. Der Landesverband der hessischen Geflügelzüchter und die drei Provinzialver bände hielten ihre Vorstandssitungen ab, später fand eine Geflügelzüchterversammlung statt. Als Ort für die nächst= jährige Landesausstellung wurde Darmstadt gewählt. ** E v. Arbeiterverein. Die Baugenossen= schaft des evangelischen Arbeitervereins hatte bekanntlich zwecks Erlangung von Entwürfen für Wohnhäuser für min derbemittelte Leute einen Wettbewerb veranstaltet. Darauf sind nun 27 Entwürfe eingegangen. Die Preisrichter, unter denen sich u. a. auch Oberbürgermeister Mecum, Baucat Diehm und Stadtbaumeister Braubach befanden, zeichneten mit dem 1. Preis die Architekten Mahr und Martvort in Darmstadt aus. Der 2. Preis wurde dem Architetten Hans Meyer in Gießen zuerkannt, während der 3. Preis Kreisstraßenmeister Georg Mohr in Gießen zu= fiel. Die Baugenossenschaft faufte ferner die Pläne der Architekten Hamann- Gießen, Kugel- Darmstadt und Schmidt= Gießen an. Jedenfalls dürfte das Preisausschreiben zur genüge bewiesen haben, daß die Baugenossenschaftsleitung in jeder Hinsicht bestrebt ist, ihr ganzes Können in den Dienst der Gemeinnüßigkeit zu stellen und dem Arbeiterstande einwandsfreie Heime zu schaffen. Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, 15. März 1910. Infolge Krankheit seiner Frau wollte der Müller Heinrich Köhler die bei Willofs liegende Trockenmühle vertausen. Er besprach sich mit dem Ackersmann Medardus Weber in Dorsborn, der ihm später den Spengler Fr. Jöckel aus Frankfurt a. M. als Güteragent und gut ſituierten Geschäftsmann vorstellte. Köhler forderte 14 000 Mart und die 1500 Mark Hypothek sollte übernommen werden. Nach den Angaben Köhlers hat Jöckel bare Zahlung verspro chen. Die Sache wurde nicht perfekt und später erklärte sich Weber zum Kauf bereit und wollte das Objekt auf seine Frau überschreiben lassen, da er in getrennten Vermögensverhältnissen lebt. Als Zahlung sollte ein Anspruch auf eine Hypothek über 12 000 Mt. zediert werden, diese war aber bei einer Zwangsversteigerung ausgefallen und wertlos; das andere sollte bar oder in Wechseln bezahlt werden. Jetzt kam Jöckel wieder zu Köhler und zeigte ihm ein Schriftstück vor, nach welchem das ganze Vermögen des Weber ihm( Jöckel) überschrieben worden sei und Weber wurde von ihm als Lump bezeichnet. Jöckel kaufte nun wieder das Gut und gab Weber Nachricht, wann die Ueberschreibung statisinden sollte. Bei Gericht einigten sie sich wieder, daß Frau Weber und Jöckel das Gut kauften; Frau Weber gab an, sie habe wirklich einen Anspruch auf die Hypothet, und diese sei auch gut; eine diesbezügliche Bescheinigung wollte sie nachbringen und Jöckel ließ wertlose Gewerkschaftspapiere als Zahlung auf Köhler überschreiben und letzterer gab eine Quittung, er sei befriedigt. Nach einigen Tagen erkundigte sich Köhler bei Gericht, welchen Wert die Zahlung habe und als die Auskunft ungünstig lautete, ließ er eine Sicherungshypothef eintragen. Hätte nicht der Schlitzer Ober- Amtsrichter zur rechten Zeit Sie Situation erkannt, so wäre Köhler um seine Mühle gewesen, ohne eine Gegenleistung erhalten zu haben. Es wurde gegen Köhler ein Enimündigungsverfahren eingeleitet, um ihn vor dem Ruin zu bewahren, denn die Käufer sind alle ohne Vermögen und schlecht beleumundete, vorbe strafte Menschen. Nach 12stündiger Verhandlung, wurde die Sache auf Donnerstag mittag vertagt. * Mainz, 13. März. Der 24jährige Hausbursche Franz Selzer aus Pfeddersheim wurde am Samstag Nachmittag durch Spruch der Geschworenen schuldig ertannt, in der Nacht zum 11. November den Lehrer Krüger ermordet zu haben. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust. Der Angeslagte nahm das Urteil ziemlich gefaßt auf. Er wurde gefesselt und unter Bedeckung durch das spalierbildende Pubfitum nach dem Untersuchungsgefängnis gebracht. Es war 2½ Uhr, als der fast 3 Tage währende Prozeß zu Ende war. Das Publikum hatte sich so zahlreich eingefunden, daß schließlich das Justizgebäude gesperrt werden mußte. Viele Hunderte standen stundenlang auf der Straße. * Frankfurt a. M. Der Verband der Detaillisten Vereine im Großherzogtum Hessen hält heute Donnerstag hier eine Ausschußsizung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Bericht des Vorsitzenden, 2. Beitritt des Verbandes zum Hansa- Bund, 3. Der neue Gemeindesteuergesehentwurf, 4. Anschluß an die Interessengemeinschaft, 5. Regelung des Ausverkaufswesens im Großherzogtum Hessen, 6. Vergebung staatlicher Lieferungen unter Umgehung des Zwischenhandels, 7. Kaufmännische Fortbildungsschulen, 8. Offenhalten der Postschalter und Zollabfertigungsstellen an Großherzogs- und Kaisergeburtstag, Verbandsorgan, 10. Verbandstag 1910. - Gernhardt'scher Zither und Mandolinen cho r. Ein genußreicher Abend wurde den Besuchern des am Sonntag im„ Felsenkeller" veranstalteten musillitischen Unterhaltungsabends bereitet. Hat der Chor, der über eine große Anzahl guter Kräfte verfügt, bei seinen früheren Gelegenheiten gezeigt, daß er es mit seiner Aufgabe, etwas Gutes zu bieten, sehr ernst nimmt, so lieferte die letzte Veranstaltung den Beweis, daß die Leistungen des Chors unter Leitung seines rührigen Dirigenten immer Aus dem reichhaltigen mehr an Bedeutung gewinnen. Programm, daß sehr abwechselungsreich zusammengestellt war, seien ganz besonders erwähnt:" Konzert- Ouverture Nr. 3 C- dur" von Swoboda,„ Waldesrauschen", Reverie v. Joh. Pugh und Im Schloßpart", Idyll von Burda. Letzteres wurde auf Wunsch wiederholt. Allerliebst waren auch die beiden Tiroler Lieder mit Zitherbegleitung„ Zillertal, du bist mei Freud'" und" Schaut der Jäger in das Tal", die ebenso wie die Zugabe" Darf ich's Dirndl liabn" großen Beifall fanden. Den Schluß der Veranstaltung bildete ein gemütliches Zusammensein. Hus Hessen und Nachbargebiet. von * Lich. Der Turmwächter Johann Adam Schmidt, der jetzt 49 Jahre lang über das Wohl und Wehe Haltet das Blut rein. 9. * Frankfurt a. M. Der Finanzausschuß der " Fla" hat beschlossen, auf die Garantie- Zeichnungen eine Quote von 20 Prozent einzurufen. Die endgültige Schlußabrechnung bleibt vorbehalten. Diese kann erst in einigen Monaten erfolgen, da noch eine Reihe von Prozessen schwebt. * Bad Nauheim, 12. März. Der Badebetrieb in den staatlichen Badehäusern begann an dem heutigen Tage und es werden Thermal und Sprudelbäder vorerst im Badehaus 8 von vormittags 8 Uhr bis 1 Uhr nachmittags abgegeben. * Frankfurt a. M. In der Konferenz der höheren hessischen Polizeibeamten unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Dr. Sutor- Alzey wurde eine längere Tagesordnung erledigt, über deren Inhalt nichts verlautet. Zum Schluß wurde noch die allgemeine Einführung der Polizeihunde und die Errichtung einer Zuchtstation für Hessen befürwortet. Ferner wurde die Bewaffnung der Schußleute als ungenügend und verbesserungsbedürftig bezeichnet und beschlossen, gegen den Mißbrauch der Hypnoſe Maßnahmen zu ergreifen. Die nächste Tagung ist in Offenbach. Dieses ist die erste Grundbedingung zu guter Gesundheit. Wird das Blut korrumpiert und dadurch dessen 3irtulation beeinträchtigt, isß der Organismus unzähligen Krankheiten ausgesetzt. Es entstehen Rheumatismus, Hautausschläge, Herzstörungen, Kopfleiden und ist der Körper ernsten Krankheiten sehr leicht ausgesetzt. Als Blutreinigendes Mittel, und um Verstopfungs-, Verdauungs- und Le= berstörungen sowie alle daraus entstehenden Beschwerden zu beseitigen, besitzen wir ein einfaches aber sicheres Mittel in Dr. gener's Thee. Eine Tasse davon morgens und abends getrunken, korrigiert den Magen und die Leber, beseitigt Verstopfung und reinigt das Blut. Dr. Wegeners Thee fostet 1.50 Mt. das Packet, in Apothefen erhältlich, wenn nicht, wende man sich an die Ferromanganingesellschaft, Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 55. Medizin. und techn. Drogen, Chemikalien, Materialwaren, Chemische Spezialitäten eigener Fabrikation. Otto Schaaf, Gießen, Das Neueste vom Tag. -h Berlin, 17. März. Der Reichstag erledigte ge= stern Abend in zweiter Lesung das Reichs- Kontrollgesetz durch dessen Annahme. Donnerstag Vormittag 10 Uhr: Dritte Lesung des Glats. Schluß 9½ Uhr. = h Berlin, 17. März. Wegen der blutigen Vorfälle in Neumünster am 13. Februar ist, wie der Vorwärts" meldet, gegen 10 Personen, darunter zwei Frauen Anklage erhoben worden und den Angeklagten die Antlageschrift zu gestellt worden. Während es früher hieß, daß die Anklage auf Aufruhr und Landfriedenbruch lauten soll, ist sie nur auf Ueberschreitung des Vereinsgesetzes und Widerstands gegen die Staatsgewalt gestellt. * Frankfurt, 12. März. Im 72. Lebensjahre ist Generalleutnant v. Chap puis, eine hier bei vielen öffentlichen Anlässen hervortretende Persönlichkeit, gestorben. Hermann von Chapputs war am 26. Dezember 1838 in Wahlstatt in Schlesien geboren, wo sein Vater Kommandeur des Kadettenhauses war. Er wurde mit 17½ Jahren Leutnant im zweiten Garderegiment. Bei Düppel gehörte Gegründet 1883. Seltersweg 39. Fernspr. Nr. 45 Klein- und Großhandel. Auskunft über chem. technische Fragen Schulz KREUZ Backe mit Reeses Backwunder Marke STERN MAGGI⁹ Bouillon- Würfel 5 Pfa die besten! Ausschneiden! = h= Berlin, 17. März. Der Bundesrat ist bekanntlich der Frage näher getreten, Elsaß- Lothringen zu einem selbständigen Bundesstaat zu erheben. Darüber erfährt der Berliner Korrespondent des„ Matin" folgendes: Elsaß- Lothringen dürfte jedenfalls wie die Bundesstaaten eine Vertretung im Bundesrat erhalten und zwar in Gestalt von 3 bis 4 Bevollmächtigten, denen der Statthalter genaue Instruktionen erteilen wird. Die Gesetzgebung, welche bisher durch den Reichstag erfolgte, wird in Zukunft, wie in dem Plane vorgesehen sein soll, von den gefeßgebenden Körperschaften der Reichslande ausgeübt werden und zwar will man eine Art Oberhaus in Form eines Senats schaffen. Geschäftliches. * Panther Stiefel. Die selbst in den feinK Auch für Prospekt - Einn. Buchacker, Jakob Pemer Dany, Ramspeck. In Wetterfeld bei: Wilh. Bley. In Giessen zu haben bei: Kgl. P In Alsfeld bei: Kgl. Pr Lott.- Einn. B ſten Geschäften nur selten vorrätigen Panther- Stiefel sind nun auch in dem Schuhwarenhaus C. Waldschmidt, Friedrichstraße 3, erhältlich, dem einzig und allein in GieBen der Verkauf dieser erstklassigen Marte zusteht. Dieses bei dem Gießener Publikum äußerst beliebte Geschäft hat dadurch von neuem bewiesen, daß es seinen Kunden mur einwandsfreie Ware liefert, denn die Panther- Stiefel zeichnen sich durch große Elastizität, durch dauerhaftes Leder und nicht zum mindesten auch durch Dichtigkeit aus und werden deshalb ganz sicher dazu angetan sein, dem Geschäft viele neue Freunde zuzuführen.( Näheres siehe Inserat.) Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Knorr's Suppen Fix und fertig- 3 feller 10 Pfg. Knorr- Sos würzt famos Suppen, Saucen, Gemüse, Fleischspeisen etc. Jeder Umschlag gilt als Gutschein Jede Standflasche enthält 1 Gutschein. Zur Möbeltra K ( Schluß.) D Todd lach Die ist über ihr eingeredet und fie fönnt rechtigteit ihre aus der Welt ich der Täter gegen. Wer icheinst heißts, dem da Du Dir dem ersten n fonit erzähl i fie, die Anita, und wollte nic bat fie mich be Sie doch! Ich taufenbmal me und starrte wi Das Spiel be meine Schuld am Leben, wen zu Ende oder Derr Richter?" Trotha fchi Morgen werde Wieder?" ob es einen Sprung stürz te wild mit Der Geri Mädchen von Mang ein gel Stalienerin a Lonnte, brachi roten Blutes, hwarzen Gen Mit Anstre rotha mit Anitas ihm ni einen bribenden Sand aufleucht immer noch n fein berz gefch men in ben Stewar Sterbenben, 11, 1866 dem vierten ommen, 1870 führte und bei Sedan das Major nach Schwerin it und Oberst nach zum 115. Regiment, jjel, wo er 1896 zur von ihm„ Bei Hofe ng von Jügel. rechtstundgebartei waren für Sonn rsammlungen in der orden, in denen Re scheidung im preußi en. Zum Schluß foran einem Majsenspa Inter Hochrufen auf Nassen dem Walde zu. he, in der er betonte, i eine Lehre erteilt, müsse. Die Rückkehr , ohne daß es zu 15. März 1910. llte der Müller HeinTrockenmühle vertau Smann Medardus We Spengler Fr. Jödel t und gut fituierten erte 14 000 Mart und Ommen werden. Nach re Zahlung verspro nd später erklärte sich Is Objeft auf seine rennten Vermögens ein Anspruch auf werden, diese war usgefallen und wertBechseln bezahlt werhler und zeigte ihm ganze Vermögen des rden sei und Weber Jöckel kaufte nun icht, wann die Uebercht einigten sie sich das Gut fauften; einen Anspruch auf ; eine diesbezügliche und Jöckel ließ wertg auf Köhler über ung, er sei befriedigt. Shler bei Gericht, wel3 die Austunst un= gshypothef eintragen. chter zur rechten Zeit um seine Mühle gealten zu haben. E ngsverfahren eingelei ren, denn die Käufer beleumundete, vorbe erhandlung, wurde die Tag. Reichstag erledigte ges Reichs- Kontrollgesetz Vormittag 10 Uhr: Uhr. 1 der blutigen Vorfälle wie der„ Vorwärt3" zwei Frauen Anklage die Anllageschrift zu hieß, daß die Anklage uten soll, ist sie nur und Widerstands geBundesrat ist bekanntLothringen zu einem 1. Darüber erfährt der folgendes: Elsaß- LothBundesstaaten eine Verzwar in Gestalt von er Statthalter genaue esebgebung, welche bisird in Butunft, wie in On den gefeßgebenden eübt werden und zwar Form eines Senats 28. Die selbst in den fein en Panther- Stiefel find C. Waldschmidt, inzig und allein in GieMarte zusteht. Dieses i beliebte Geschäft hat 3 seinen Kunden mur Panther- Stiefel zeich rch dauerhaftes Leder Dichtigkeit aus und igetan sein, dem Ge( Näheres siehe Inlein, Gießen. مشهد ller 10 Pfg. Sos OS Gemüse, etc. Jede Standflasche enthält 1 Gutschein Ausschneiden! Der neueste Komet Die Sonne im Reiche der Hausfrau ist Reeses Backwunder, das Patentbackpulver, mit seinen erprobten Vorzügen. Der Backwunderkuchen gerät immer. Der Backwunderkuchen geht immer höch auf Der Backwunderkuchen ist mürbe. Der Backwunderkuchen ist leicht verdaulich, Der Backwunderkuchen bleibt auch im Anschnitt länger frisch, während ein gewöhnlicher Backpulverkuchen leicht austrocknet. 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Möbeltransport von Kessler& Merkel | befindet sich jetzt Kreuzplatz 61. Der Fall Welshofen. Kriminalroman von M. Kossak. ( Nachdruck verboten.) ( Schluß.) Todd lachte schrill auf. ,, Was fragt die Anita danach? Die ist über solche Vorurteile erhaben. Genug, daß ich ihr eingeredet, unsere Heirat würde Geheimnis bleiben und sie könnte daher ohne Furcht vor der irdischen Gerechtigkeit ihren Grafen heiraten. Als ich ihn dann aber aus der Welt geschafft hatte, witterte sie doch gleich, daß ich der Täter sei und schrie mir das Wort ,, Mörder" entgegen. Wenn ich ein Mörder bin"- erwiderte ich ihr scheinst Du mir doch auch kein weißer Engel zu sein, da Du Dir ohne viel Bedenken einen zweiten Mann zu dem ersten nehmen wolltest. Und nun, mein Schäßchen heißts, dem ersten, nämlich mir, fein treu bleiben, denn sonst erzähl ich aller Welt, was für eine Du bist." Aber sie, die Anita, hatte von Stund an ein Grausen vor mir und wollte nichts mehr von mir wissen. Wie einen Hund hat sie mich behandelt- wie einen Hund! Und ich liebte sie doch! Ich liebte das Gold, aber sie liebte ich doch tausendmal mehr. Der Clown biß die Zähne zusaminen und starrte wie ein Wahnwißiger vor sich hin. Ich hab das Spiel verloren- ich habe es verloren, noch ehe meine Schuld ans Tageslicht tam, denn was liegt mir am Leben, wenn ich sie nicht habe! Und nun ist das Spiel zu Ende oder wollen Sie noch etwas von mir wissen, Berr Richter?" Trotha schüttelte den Kopf. Für jetzt weiß ich genug. Morgen werden Sie wieder verhört werden." Wieder?" schrie Todd auf. Moren? Wissen Sie, ob es einen Morgen für mich gibt?" Und mit einem jähen Sprung stürzte er sich auf die Brusio zu und umschlang Ste wild mit seinem rechten Arm. Der Gerichtsdiener wollte rasch dazu eilen und das Mädchen von ihm befreien, aber im selben Augenblick erlang ein gelles Auffreischen und ehe noch jemand die Stalienerin aus der Umschlingung des Rasenden lösen Lonnte, brach sie in Todds Arn.en zusammen. Ein Strom roten Blutes, der sich als braunroter Flecken auf dem Schwarzen Gewand malte, rieselte langsam zur Erde. Mit Anstrengung aller Kraft rangen der Diener und Trotha mit Todd, aber sie konnten die leblose Gestalt Anitas ihm nicht entreißen. Und dann sah der Richter einen blibenden Punkt in des Clowns zusammengepreßter " band aufleuchten und eine Sekunde später sant auch er immer noch Anita baltend, zur Erde. An der Stelle, wo Sein Herz geschlagen, floß sein Blut. Sie war mein im Leben und ich hab sie mitgenommen in den Tod," hauchten die erblassenden Lippen des Sterbenden, Sie sie die weiteren Worte erstickten in Vorzuglichste Lederputz Crême Kavalier Das Beste vom Besten 70% allein steht auf der • HÖHE. der Zeit. Verlangen Sie defshalb stels KAVALIER, das beste aller Lederputzmilfel Überzeugen Sie sich, daß die Deutschland- Fahrräder die besten, daher im Gebrauch die allerbilligsten sind! Verlangen Sie Preisliste die reichhaltigste d. 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Long- Bell, der Clown, und die schöne Anita Brusic waren nicht mehr. ** Am selben Morgen wurde auch Felix Offers aus sei ner Haft befreit, Brümmel hatte Frida Sasse von der glücklichen Wendung im Schicksal ihres Geliebten benach richtigt und so stand sie vor der Tür des Gefängnisse um ihn zu empfangen. Unter heißen Tränen schloß sic den Wiedergewonnenen, der abgezehrt und bleich, nur noch ein Schatten seines früheren Selbst war, in di Arma , Kannst Du mich noch lieben, nachdem Du meine Ver gangenheit kennst?" flüsterte er ihr zu. ,, Was fümmert mich Deine Vergangenh it", entgegret sie, an seinem Halse hängend. Und wenn Du ein Mö der wärst, so würde ich Dich lieben, weil ich nicht an ders kann. Aber Du bist ja unschuldig, Felix, und ic habe es immer und immer gewußt". ,, Aber ich hätte um ein Haar zum Mörder werde können damals in den Abruzzen. Nur eine Fügung des Höchsten war's, daß er mich vor einer Blutschuld be wahrte. Wie soll ich leben", fügte er schaudernd hinzu ,, jest, da meine Vergangenheit der ganzen Welt befann ist? So schmachbeladen! Ich muß wieder einen anderen Namen annehmen, um der Verachtung zu entgehen." Doch er täuschte sich in der Annahme, daß die Wel ihn verachten würde. Es war mittlerweile im Bublifun! bekannt geworden, daß ir Offers fälschlich des an den Grafen Welshofen begangenen Verbrechens angeklagt und aus seiner Haft entlassen worden war; als die Droschke, in welcher Frida ihn bis vor die Tür seiner Wohnuna gebracht hatte, dort hielt, erwartete ihn eine große Menschenmenge, die bei seinem Anblick in stürmische Hochrufe ausbrach. Von allen Seiten drängten sich die Leute an ihn heran, um ihm die Hand zu schütteln und zu seiner Befreiung zu gratulieren faum, daß er sich vor den allgemeinen Sympathiekundgebungen zu retten vermochte. Braubach& Fischer Färberei Grösster Betrieb dieser Branche im 00000000 Grossh. Hessen::: Chem. 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Krosdorf: Apotheker Ruhl. istentum, vor dem ihm nach seinem furchtbaren Erlebnissen graute, entsagen und seine akademischen Studien vollenden. Er wie Frieda besaßen einige Ersparnisse, um währenddessen ihren Lebensunterhalt zu decken, und was noch dazu fehlte, konnte er sich durch Sprachstunden erverben. Frida aber wollte einstweilen noch beim Varietee bleiben, dabei aber im Geigenspiel Unterricht nehmen, um sich fünstlerisch für den Konzertsaal auszubilden. Es wäre ein leichtes für die beiden gewesen, die Mittel zu haben um jezt schon einzig und allein ihrer Ausbildung leben zu können, denn in Anbetracht der allgemeinen Teilnahme, deren sie sich zurzeit erfreuten. machte man ihnen von allen Seiten diesbezügliche Anerbietungen, aber Felig blieb feft er wollte seine Zukunft einzig und allein auf ¡ einer eigenen Kraft und Arbeit ausbauen, ohne fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Fida aber war alles recht, vas ihm gut schien, sie hatte fenen Willen neben dem des Geliebten. Sechs Wochen später fand Feltr und Fridas Trauing in aller Stille statt. Nur Louison, Brümmel und in Ehepaar wohnten dem feierlichen Aft bei. Das letztere aber war Paula Hardegg und ihr Gatte. Ja, die geniale, lebhafte Frau war wieder mit dem Manne verei nigt, dem allein ihr leidenschaftliches Herz gehörte! Er hatte im Auslande die Berichte über den Fall Welshofen gelesen und darin auch den Namen seiner Gattin gefun den. Alles, was Paula über ihre Erlebnisse in Neapel ausgesagt, war in den Beitungen wiedergegeben, und als er daraus ersah, daß sie dazumal bei dem Auftritt zwischen Todd und Offers in seiner nächsten Nähe gestanden, das Herz voll Sehnsucht und Eifersucht erfüllt, die ihm galten, war die heiße, nie erstorbene Liebe zu ihr mit olcher Gewalt erwacht, daß er dem Verlangen, sie wieder in seinen Armen zu halten, nicht widerstehen konnte, und Tag und Nacht gereist war, um bei ihr zu sein., Während der Geistliche Felix' und Fridas Hände vor dent Altar vereinigte, fanden sich auch die des Doktor Hardegg und Paulas; beide tauschten ein stummes Gelübde aus, einander nie mehr zu lassen und ihre beiderseitigen Fehler zu ertragen in immerwährender Geduld und Liebe. Feierlich flangen die Töne der Orgel, als elir Olfers und feine junge Frau Arm in Arm dem Ausgang der Kirche zuschritten. Ein paar Stunden darauf erschten der Direktor der ,, Kaiserhallen", um Felix zu bitten, am Abend dort aufzutreten. Er war der held des Tages und sein Erscheinen wäre sicher zu einer Sensation geworden, meinte der Direttor. Felig aber war durch kein Bureden zu betve gen, sich jest schon als Schauobjekt vor dem Publikum auszustellen, lieber wollte er eine hohe Stonventionalstrafe bezahlen. Der Direttor war jedoch entgegentommend genug, ihm diefe zu erlassen und erklärte sich damit zufrieden, daß jener in einigen Tagen er seine künstlerische Tätigkeit wieder aufnahm. Er wollte bei dem Varietee Und Frida nidte und blidte mit unter Tränen leu bleiben, so lange sein Kontraft lief, dann aber dent Artenden Augen vertrauensvoll zu ihm auf. Fortan soll dte Vergangenheit wie ein böser Traum hinter uns liegen- diese Vergangenheit, in welcher die verblendete Leidenschaft für eine nunmehr Tote mich in Schuld und Irrungen führte", flüsterte Felig seinem lieblichen, blonden Weib zu. In der Gegenwart und Bu funft habe ich nur eine Geliebte, die mein guter Engel, mein Stern ist Dich! 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Der Vorstand. Alice- Schul- Verein, Giessen. Abteilung 1. Alice- Schule für Frauenbildung u. E werb, Kirchstraße, beginnt am 4. April ihre Kurse in allen weiblichen Handarbeiten, sowie den Kursus zur Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen. Anmeldungen find zu richten au die Oberlehrerin Frl. Moeser. Abt. II. Koch- und Haushaltungsschule mit Pensionat, G Steinstraße 10. Beginn des neuen halbjährigen Haus. haltungsfurses, sowie des neuen Kochkurses am 4. April. Nähere Auskunft und Prospekte durch die Vor. fteherin Frl. A. Denisch. August Benner Giessen Fernsprecher 639 Lindenplatz Nr. 5 Tapeten Lincrusta Linoleum Wachstuche Buntglasersatz Gold- und Abschlussleisten Mitglied des Rabatt- Sparvereins Glessen. Neubau der Frrenanstalt bei Gießen. Auf Grund des Ministerialeclasses vom 16. Junt 1893 werden die nachstehenden Bauarbeiten nach Losen getrennt zur Vergebung ausgeschrieben: Los I: Drahteinfriedigungen. Herstellen von 623 Ifd. m Einfriedigung aus Etsenpfoften mit Drahtgeflecht bespannt und Liefern und Befestigen von 175 Ifd. m Drahtgeflecht. Los II: Schreinerarbeiten. Liefern und Verlegen von cirka 338 qm Fußböden aus Pitsch- Pine- und Tannenriemen. Die Zeichnungen und Verdingungsunterlagen fönnen auf unserem Baubureau Licherstraße eingesehen, woselbst auch die Angebots- Formulare, ohne Zeichnungeu, solange QGQQ0000000000000 der Vorrat reicht, gegen Erstattung der Selbstkoften ab Oster- Artikel als Schokolade, Hasen, Eier, Znckerhasen und Eier, Cartonage- und Fantasie- Artikel, Biskuit- Eier und-Hasen in grosser Auswahl empfiehlt Ludwig Döll, Telephon 528. Conditorei Marktstr. 32. Versand nach auswärts prompt. Makulatur bat billigst abzugeben die Expedition diefer Reitas g gegeben werden. Die Angebote müssen verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen porto und bestell geldfret bis spätestens am 30. März 1910, vormittags 11 Uhr an uns gelangen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, am 14. März 1910. Großh. Hochbauamt Gießen. Neubauburean Jrrenanstalt. J. V.: Schön. Nr. 4 Betr.: Die nung Wir b daß im Ja Vorschriften tagspau (§ 139c der den haben u len an dies werden dürf a) 3 b. 1 c) 2 A b) 14 und e) 1 2 Gine An will der h sehr in da sei hier die Gefeß in A Arti beschließen, ftattfindende Gesang der Art, bietungen i spiritistische Kostümbälle, fahren, We Unternehme rechnende Die nicht über Bei fann die dem Gesan entrichten i im voraus Arti men mit d jamterlöfes Hleineren 1 ftellung fe Art 1. die ftai 2. 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