beiten. izum Bau Elektrizi en werden. taformulace Beftanlage 6 Selbfifoften ren Architekt br berfchloffent zusenden.geben: me aus der me aus der 1. terweg 9, 5, hat die lten. 1, hat die alten. Diefer. lephon 95. ng. Dienstmäd und Polsterer, Kernmacher, 1 Spengler, Bagner, dret her, 6 Hausaushälterin, Pfs. ssen Be.) er= iel DOOD sttätigen höchster Wischt rbeit und orf. 0000 iefer Beitung. Nr. 13. scheint täglich außer Sonntags. Bezugspreis: vierteljährlich durch die Träger frei Ins aus 1.35 Mt., durch die Post bezogen 150 Mr. * Expebition: Gichen, Seltersweg 82. Montag, den 17 Januar 1910 Gießener 20. Jahrgang Juferate: die 44 mm breite Betitzelle soft, Reklame: 90 Beilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet " " 50 " Telephon- Anschluß: Gieken, Nr. 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen Bur hessischen Finanzkrisis. Das Reich nimmt nicht nur bei jeder Reichsfinanzreform den Einzelstaaten die eine oder andere Steuerquelle weg, es verteuert auch durch seine Zoll- und Wirtschaftspolitik die Lebenshaltung, sodaß die Erhöhung der Gehälter und Löhne für die staatlichen Angestellten und Arbeiter zur Notwendigkeit wird. Nun sollen natürlich auch in den Einzelstaaten neue Steuern oder Steuererhöhungen aus der Not helfen. au= Eine wesentliche Grundlage der staatlichen Finanzwirt schaft Hessens bildet nämlich sein Anteil an den preußischhessischen Eisenbahnüberschüssen. Nun sind aber diese Ueberschüsse, der allgemeinen hessischen Lage entsprechend, genblicklich geringer als in den Zeiten der Hochkonjunktur. Die Folge ist eine so starte Erschütterung der hessischen Finanzlage, daß jetzt zu außergewöhnlichen Steuererhöhungen gegriffen werden soll. Diese mißliche Finanzlage ist in erster Linie dem Ausfall am Anteil des Reinertrages aus der preußisch- hessischen Eisenbahngemeinschaft, zuzuschreiben, der gegenüber den Einnahmen des Jahres 1906 rund 38 Mill. Mark beträgt, während gleichzeitig die Eisenbahnschuld gestiegen ist, also ebenfalls höhere Aufwendungen an Zinsen und Amortisation erfordert. Vielfach wird behauptet, daß der preußisch- hessische Eisenbahngemeinschaftsvertrag schon an und für sich finan ziell ungünstig für Hessen sei. Wir wollen diese Streit- frage hier nicht erörtern, zumal sie sehr schwer richtig zu beantworten sein wird. Andrerseits aber darf nicht außer acht gelassen werden, daß die Eisenbahnüberschüsse der an deren deutschen Mittelstaaten, soweit man überhaupt von solchen reden kann, noch geringer sind als die Hessen von Preußen überwiesenen. Auch muß man berücksichtigen, daß mit Hessen bei dem Abschluß des Gemeinschaftsvertrags Preußen unter dem Druck der drohenden Umgehungspolitik stand. Nun haben ja allerdings die süddeutschen Staaten den Fehler begangen, daß sie sich nicht bei Zeiten zu einer süddeutschen Elsenbahngemeinschaft zusammengeschlossen ha= ben. Aber daraus und aus der augenblicklichen finanziellen Notlage Hessens fann man faum, wie es jetzt von einigen Seiten geschieht, dem derzeitigen hessischen Finanzminister Gnauth einen Vorwurf machen. Er hat die Sachlage schon so vorgefunden, wie sie jetzt ist. Und wenn in der Zeit der guten Jahre nicht sparsam genug gewirtschaftet wurde, dann trifft den hessischen Landtag, dem ja die Finanzkontrolle zusteht, dieselbe Schuld wie den Finanzminister. Aber es ist vielleicht gar nicht angebracht, einen Sündenbock zu suchen. Es treten eben bei Hessen die unange= nehmen wirtschaftlichen Folgen der politischen Dezentralisation mit einer gewissen Selbstverständlich. eit in die Erscheinung. Ein fleiner Staat wie Hessen, dessen finanzielle Hilfsqueilen nicht allzu reichlich fließen, hat unter den vielen Anforderungen, die ein selbständiges Staatswesen stellt, einen schweren Kampf um seine finanzielle Existenz zu führen. Das tritt jetzt in einer Zeit wirtschaftlichen Nieder= gangs besonders hervor und diese Tatsache wird vielleicht die Veranlassung sein, in Zufunst während der besseren Zei ten für größere Reserven zu sorgen. Lokales und Provinzielles. ** Der Großherzog empfing am Samstag u. a. den Sanitätsrat Dr. Gittermann von Bad Nauheim, den Postdirettor Dörge von Alsfeld und den Staatsminister Dr. Ewald. ** Der Finanz ausschuß der zweiten Kammer hat, wie wir schon kurz berichteten, am Donnerstag und Freitag gemeinsam mit der Regierung seine Etatsberatungen fortgesetzt. Das Referat über die Kapitel des Ministeriums des Innern( 23-29) hatte Abg. Dr. Osann, der zu den einzelnen Positionen eine Reihe von Wünschen des Ausschusses vorbrachte, darunter die, daß eine Anzahl Beamtenstellen nur auf den Inhaber bewilligt werden sollte und die Regierung nicht erst bis Ende nächsten Jahres, sondern binnen möglichst furzer Frist geeignete Vorschläge zur Vereinfachung der Staatsverwaltung vorlegen möge. Staatsminister Ewald erflärte sich bereit, den Anregungen des Referenten so bald als möglich zu entsprechen. Gestrichen wurden vom Ausschuß der Posten eines neu angeforderten Hilfsarbeiters im Ministerium, der die Zentralstelle für Säuglingspflege und Mutterschuß verwalten sollte, dann 3000 Mt. an den Kanzleitosten und 11 000 Mt. an der Position„ Tagegelder, Reisekosten 2c.", für welche 86 000 Mt. angefordert worden waren. Weiter referierte Abg. Dr. Osann über die Kapitel: Bergbau, Verkehr, Handel und Gewerbe( Kap. 76 bis 87). Er wies dabei besonders auf die Notwendigkeit einer einfacheren Organisation der Baubehörden hin, der Ausschuß gab seiner Zustimmung zu dieser Forderung dadurch Ausdruck, daß er sich dahin verständigte, für die acht vorhandenen Hochbauinspektionen acht Bauinspektorstellen nur auf den Inhaber zu bewilligen. Abg. Mol= than referierte darauf über das höhere Schulwe= sen und betonte, daß der Ausschuß in seiner Mehrheit glaube, die Erhöhung des Schulgeldes leider nicht umgehen zu können; sei aber auch auf diesem Gebiete eine Ver einfachung sehr geboten, z. B. durch Vereinigung der beiden Gymnasien in Darmstadt, deren Schülerzahl nicht im Steigen begriffen sei; auch die Umwandlung des Gymnasiums zu a uba ch in eine Realschule sei zu erwägen. Die angeforderte Stellenvermehrung fönne ebenfalls nicht ohne weiteres genehmigt werden. Geheimerat Dr. Eisenhuth erläuterte die Anforderungen der Regierung für das höhere Schulwesen und trat besonders für das Gymnasium zu Laubach ein. Auch Minister des Innern Braun und die Abgg. Dr. Weber und Dr. Osann sprachen sich für dessen Beibehaltung aus; der letztere regte die Frage an, ob nicht seminaristisch gebildete Lehrer in den unteren und Klassen der höheren Lehranstalten in weiterem Umfange verwendet werden könnten. Finanzminister Erz. Gnauth bemerkte jedoch dagegen, daß durch diese Maßnahme Er= sparnisse nicht erzielt werden könnten. Damit wurde die Beratung abgebrochen. Die nächste Sibung findet morgen Dienstag statt. ** Der Finanz ausschuß der Ersten Kammer tritt morgen Dienstag ebenfalls zu einer Sißung zusammen, Nachmittags findet eine gemeinschaftliche Sizung der Finanzausschüsse beider Kammern zur Beratung der Fininzlage des Landes statt. -p- Nahrungsmitteltontrolle. Es wurden 103 Nahrungs- und Genußmittelproben, sowie Verbrauchsgegenstände entnommen und dem chemischen Untersuchungsamt, sowie dem Großh. Kreisgesundheitsamt übergeben. In zwei Fällen ergaben sich Beanstandungen. Desglei chen wurden 111 Milchrevisionen vorgenommen, in 3 Fäl len ergaben sich Beanstandungen. * Jungen Leuten, welche beabsichtigen, bei dem Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 in diesem Herbst als Freiwillige einzutreten, wird dringend geraten, sich den Meldeschein vor der Musterung zu besorgen, weil ihnen nachher Schwierigkeiten entstehen. Die Meldung auf dem Regimentsgeschäftszimmer tann an jedem Dienstag vormittag erfolgen. !! Der im November 1909 vereinbarte Reichsta rif für das Malergewerbe enthält keine Be stimmungen über Lohnhöhe und Arbeitszeit. Vom 4. big 8. Januar fanden hierüber in Berlin erneute Verhandlun gen unter dem Vorsitze des unparteiischen Kollegiums statt. Da die viertägigen Verhandlungen teine Einigung brachten, mußten die Unparteiischen Schiedssprüche abgeben; danach soll eine allgemeine Lohnerhöhung von Pfennig pro Stunde erfolgen. Bis zum 15. Januar mußten die Parteien( Arbeitgeberverbände, sozialdemokr. Hirsch Dunterscher und christlicher Gehilfenbändand) sich über Annahme oder Ablehnung der Schiedssprüche erflären. 3 ** Giltigkeit der alten Frachtbriefe. Mit dem 31. März 1910 verlieren die noch im Gebrauch befindlichen alten Frachtbriefe ihre Giltigkeit. Es liegt daher im Interesse der Versender, den Sendungen nach dem 31. März neue Frachtbriefe beizugeben, da sonst eine Annahme der Güter seitens der Güterabfertigungen nicht erfolgt. *)(* Gießen, 17. Jan. Wir berichteten vor einigen Tagen, daß die hiesigen organisierten Handwerksmeister einen allgemeinen handwerkerausschuß gebildet haben, der sich mit vielen Berufsfragen, den Schäden im Handwerk 2c. beschäftigen wird. Die letzte zahlreich besucht gewesene Versammlung im Gewerbehause hat dem vorbereitenden Ausschuß auch die fernere Leitung übertragen und dieser tagte gestern zu seiner 1. konstituierenden Situng. Nach einigen notwendigen Geschäftsformalitäten und Entgegennahme von weiteren Beitrittsmeldungen wurde der Vorstand gewählt. Die Wahl des 1. Vorsitzenden fiel auf Baumeister Traber; man ging hierbei von dem sehr wichtigen Standpunkt aus, daß ein ganz unparteiischer an der Spitze dieses Ausschusses stehen müsse. Der( stellvertr.) 2. Vorsitz wurde Herrn Stadtv. Win'n übertragen; das Schriftführeramt liegt in den Händen des Gewerbeschul lehrers und Architekten Garnond. Der 2. Vorsitzende des Ortsgewerbevereins, Stadtv. Petri 2. gehört dem Ausschuß als sogen. Aufsichtsmitglied an, weil der Aus schuß dem Vorstand des Gewerbeverein quasi unterstellt ist, mehr als eine technische Arbeitsstelle gilt und sein Ziel, seine Unternehmungen durch Vermittelung des Gewerbevereins der Handwerkskammer in Darmstadt unterbreitet resp. auch Unterstüßung von dort verlangt. In der danach solgenden allgemeinen Aussprache wurden bereits einige für das Handwerk nicht unwichtigen Mitteilungen gemacht, wo nach dem Handwerk Schaden droht. Für Abhilfe soll gesorgt werden. Möge, da alle Handwerkerorganisationen angegliedert werden sollen, aus dem Beginnen ein gutes Werk entstehen. *)(* Gießen, 16. Jan. Das Hinscheiden der Frau Adolf Klingspor hat in der ganzen Stadt allgemeines Bedauern hervorgerufen. Die heute Mittag erfolgte Beerdigung auf dem neuen Friedhof zeigte, wie hoch man oie viel zu früh abgerufene Frau, eine Mutter im wahrsten Sinne des Wortes, in den weitesten Kreisen schätzt. Gern hat sie edle Wohltätigkeitsbestrebungen unterstüßt, gern ging sie mit Rat und Tat bei, galt es eine gute Sache vorzubereiten. Immer wird sie von den Ihrigen, lange noch von denen, die sie kannten, vermißt werden. * Frankfurt. Das Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen gab am Freitag abend in sämtlichen Restauranträumlichkeiten des Hotels Frankfurter Hof ein Sou per, dem sich im großen Festsaale der Hofball anschloß. Es waren zirka 350 Personen geladen, darunter u. a. Kronprinz und Kronprinzessin von Griechenland, Prinzessin Adolf von Schaumburg- Lippe, Prinz Adolf von Schaumburg- Lippe, Erbprinz von Schaumburg- Lippe, Prinz Albert von Schles wig- Holstein- Sonderburg- Glücksburg, Freifrau von Vincke ( Prinzessin Sybille von Hessen), Freiherr von Vincke. = * Frankfurt. Zur Abhaltung des Jubilä um 3 Bundesschießens 1912, das bekanntlich in Frankfurt stattfindet, hat das Komitee die Festhalle vom 24. Juni bis Ende Juli gepachtet. Die Schießstände und Vergnügungsbauten werden auf dem die Halle umgebenden Terrain und auf dem ehemaligen Fluggelände der Ila errichtet, das auf drei Monate von der Eisen= bahndirektion gemietet ist. Kinzenbach, 16. Jan. Wir haben s. 3t. berichtet, daß die vor Jahresfrist in der hiesigen alten Schule begründete Bigarrenfabrik wieder eingegangen sei. Ganz Unberufene versuchen nun sich die vorhandenen Ta bat- und Zigarrenbestände anzueignen. Anfangs Dezember fuhr ein Rollwagen vor und man holte aus den jeßt un ใน ธ bewohnten Räumen Tabat und Zigarren hervor und dieselben auf. Zum Glück erschienen einige beherzte Bauern und rissen den Raub wieder vom Wagen herunter. Um nun ganz sicher zu gehen, fuhr gestern ein Gießener Möbelwagen vor und versuchten etwa 12 gedungene Arbeiter die letzten Vorräte und Inventarstücke der Fabrik einzu- heimsen. Wer beschreibt aber das Bild, das sich nun vor unserer alten Schule abwickelte. Als dieselben mit Gewalt die Türe zu öffnen versuchten, war sogleich das ganze Dörfchen auf den Beinen; es setzte derbe Fausthiebe ab und während einige der Eindringlinge von ihrem Vorha ben abließen, bedrohten andere die erschienenen Bauern so gar mit 3 geladenen Revolvern. Da brach aber der Sturm der Bauern. los, sie griffen ernsthaft zu und im Augenblick saß der Rädelsführer mit dreien seiner Helfershelfer auf dem Gemeindebackhaus in der Arrestzelle. Inzwischen wurde die Polizei beordert und unter deren Obhut wurden diese 4 Männlein unter dem Jubel der Schuljugend zur Bahn verbracht, um der Gerichtsbehörde zu Wetzlar vorgeführt zu werden. Ein gerichtliches Nachspiel wird nun in dieser Sache folgen. * Marburg. Die medizinische Fakultät der Universität erneuerte dem Sanitätsrat Dr. Scheffer in Homberg, der am 14. Januar sein 50jähriges Doktorjubiläum beging, sein Doktor- Diplom. * Friedberg, 17. Jan. Auf Veranlassung des Vereins für ländliche Heimatpflege, Wohlfahrts- und Kunstpflege wird Pfarrer Vogel- Reichelsheim i. d. W., eine Reihe von Vorträgen in diesem Winter halten und zwar heute abend in Reichelsheim i. d. W., zu Beienheim am 20. Januar, zu Ossenheim am 23. Januar und voraus- sichtlich zu Södel am 19. Januar über„ Deutschlands Erhebung 1813-15". Sämtliche Vorträge finden mit Licht= bildern statt. * Hungen. Der älteste Einwohner unserer Stadt, der Drechslermeister Schäfer, wurde am Dienstag zur letzten Ruhe gebettet. Der Verstorbene erreichte ein Alter von über 87 Jahren und war bis vor kurzem noch recht rüstig. * Hungen, 17. Jan. Am Sonntag, den 16. Jan. nachm. 3% Uhr, hat in der„ Traube" dahier eine öffentliche Versammlung stattgefunden, in welcher Rechtsanwalt Staufmann aus Gießen für die nationalliberale Partei über„ die Reichsfinanzreform und die politische Lage" sprach. * Mainz. Der Meineidsprozeß gegen den Sanitätsrat Dr. Rolly aus Osthofen stand vor kurzem zur Verhandlung vor der zweiten Straffammer in Mainz. Der Verteidiger des Mitangeklagten Großfortenhaus, Justizrat Dr. Zuckmayer, beantragte Vertagung der Verhandlung, welcher der Staatsanwalt Dr. Schneider widersprach. Run trat eine Ueberraschung ein, die Verteidiger des Sanitätsrats Dr. Rolly, die Justizräte Dr. Cause und Dr. Löb erklärten, daß sie ebenfalls die Vertagung beantragten, da sie aus sachlichen Gründen beide im Einverständnis mit Dr. Rolly dessen Verteidigung niederlegten und der Angeflagte in einer für ihn so wichtigen Sache nicht ohne Verteidigung sein könne. Es trat hierauf die Vertagung ein. Dr. Rolly hatte 100 000 Mt. Kaution für seine Haftentlassung stellen wollen. Sie wurde aber abgelehnt. * Mainz. Der Ausschuß der demokratischen Partei hat sich in seiner jüngsten Sizung mit der Frage der Einigung der Linten befaßt und eine Kommission ge wählt, die mit einer solchen der freisinnigen Partei.in Unterhandlung treten wird, um die Unterlagen für eine Verständigung festzulegen. * Mainz. Der jungliberale Verein sprach sich in seiner lehten Sißung gegen die Einführung des Pluralwahlrechts aus. Ferner forderte er die sofortige Veröffentlichung der bisher hinter verschlossenen Türen verhan delten neuen Wahlkreiseinteilung, damit die Oeffentlichkeit zu derselben Stellung nehmen kann. * Büdingen. Hier ist beabsichtigt, einen besonderen Obst- und Gartenbauverein zu gründen und aus dem oberhessischen Obstbauverein mit dem Siz in Friedberg auszuscheiden. * Michelst a d t. Der älteste Holzbau Hessens, das altehrwürdige Rathaus von Michelstadt, war bisher nur mit 8000 Mt. gegen Feuerschaden versichert. Auf Beschiuß des Stadtvorstandes soll nunmehr eine be deutende Erhöhung dieser Versicherungssumme eintreten, wie sie diesem wertvollen Bau- Kleinod der Vorzeit wenigstens annähernd entspricht. * Pfungstadt. Seit drei Wochen hat die größte hiesige 3igarrenfabrik( Firma M. Freund) ihren Betrieb völlig eingestellt. Der Filialbetrieb der Fabrit zu Griesheim wurde ebenfalls geschlossen. Im ganzen beschäftigte die Fabrik 220 Arbeiter. * Hanau, 14. Jan. Der Provinziallandtag für die Provinz Hessen- Nassau tritt am 27. April d. Js. in Wiesbaden zusammen. * Schönberg, 17. Jan. Zu den Hochzeits= festlich feiten im Fürstlichen Schlosse sind u. a. auh heute der Fürst, die Fürstin und der Erbprinz zu SolmsHohensolms- Lich eingetroffen, während die Anfunft des Großherzogs und der Großherzogin morgen erfolgen soll. Das Großherzogliche Paar tehrt am Abend nach Darmstadt zurück und trifft am Vormittag des 19. Ja nuar zu den Trauungsfeierlichkeiten wieder ein. Redaktion, Druck und Verlag von Albin lein. Gießen. Laboda Dragées haben sich seit Jahren bewährt bei allen Krankheiten der Atmungsorgane wie Heiserkeit, Husten, Katarrh, Luftröhrenentzündung und Influenza. Preis Mf. 1.50, in Apotheken zu haben, wenn nicht, wende man sich an die Ferromanganingesellchaft, Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 55. Wie in England gewählt wird. Das Bild einer englischen Wahl unterscheidet sich wesentlich von einer deutschen. Während bei uns sich die Hauptsächlichste Erregung erst am Tage der Wahl zeigt und die Kampagne vorher sich auf Zeitungsartikel und Versanint= lungen in geschlossenen Räumen beschränkt, pulsiert in England eine aufgeregte Stimmung schon wochenlang vorher in allen Straßen der englischen Städte. Auch die Versammlungen zeigen ein anderes Bild wie in Deutschland, Eine Diskussion, wie wir sie im Anschluß an eine Wahlrede kennen, gibt es in England nicht, an deren Stelle tritt der sogenannte ,, Heckler", ein Zwischenruser, ein Fragesteller und jede Frage muß von dem Kandidaten beantwortet werden. Die Zeitungen zeigen ein ähnliches Bild zur Wahlzeit wie die deutschen, nur daß mit Verminderung der Parteien, von denen in England ia eigentlich nur zwei in Frage kommen, eine Vergrößerung der Einseitigkeit des Standpunktes und der Unwahrhaftigkeit der Argumente Hand in Hand geht, so daß es dem einfachen Manne ungemein schwer gemacht werd, einen richtigen Ueberblick zu gewinnen. Den größten Unterschied zeigt jedoch das Leben auf der Straße. Während in Deutschland alles seinen ruhigen Gang geht, ganz wie gewöhnlich, hat in England die Wahlerregung das ganze öffentliche Straßenbild infiziert. Die Agenten des Kan didaten, und unter ihnen viele Frauen, vor allem die Frauen, Mütter und Schwestern der Bewerber um einen Sitz im Unterhause, gehen von Haus zu Haus und werben um Stimmen; so mag es denn geschehen, daß eine vornehme Baronin an die Türen der ärmsten Bevölkerung klopft, mit ihnen über Politik tiefsinnige Gespräche führt und wohl auch häufig zum Tee eingeladen wird, den sie im Interesse der guten Sache runterschlucken muß. Dem Kandidaten geht es nicht im geringsten besser. Auch er hat dieses Geschäft zu besorgen und außerdem zahllose Reden zu halten, solange es noch hell ist, unter freiem Himmel und abends in geschlossenen Räumen. Dabei ist er nicht nur den Zwischenrufen der Heckler" ausgesetzt, sondern auch sehr oft recht tumultuarischen Szenen. Eine besondere Spezialität der diesjährigen Wahlkampagne sind die sogenannten ,, Dumping Shops", Läden, in benen die vom Auslande importierten Waren ausgestellt sind. Recht lustig wirkt ein solcher Laden in einer Straße in London. Ueber dem Schaufenster hängt ein langgestrecktes schmales Schild, das den Wähler auffordert, Freihandel und Zolltarifpreise der Artikel mit einander zu vergleichen, darüber aber, in gleicher Länge, aber riesenhoch ein Schild mit der Aufschrift ,, Radikales Geschwäb! Seht Euchs an und lacht!" Die Erklärung für diese seltsame Dissonanz ist, daß das Parterre von der Freihandels- Union, die erste Etage aber von den Tarif- Reformern gemietet worden ist. Denselben Trick wenden übrigens auch die Liberalen an. Welch drollige Szenen sich zuweilen bei der Propaganda von Haus zu Haus ereignen, zeigt der folgende Vorfall. Die Tochter eines radikalen Kandidaten klopft an der Tür eines Hauses in Hampstead an, die aber nur halb geöffnet wurde. Als sie den Zweck ihres Besuches mitteilte, erhielt sie die Antwort, daß die Bewohner einer religiösen Sette angehörten und nichts mit der Wahl zu tun haben wollten. Die Dame war klug genug, sofort einige Bibelstellen zu zitieren, woraufhin sie zum Tee eingeladen wurde und von dem Manne das Versprechen erhielt, für ihren Kandidaten zu stimmen. Holland abermals in Hoffnung? Die junge Königin Wilhelmine der Niederlande hat, wie man aus dem Haag berichtet, das Schloß Loo verlassen und bringt, wie alljährlich, die Wintermonate in der Hauptstadt ihres Landes zu. Dort fand vor einigen Tagen ein glänzender Hofball statt, an welchem die Königin teilnahm. Die Königin beteiligte sich indessen nicht am Tanzen und hielt auch nicht Cercle, sondern sah ihren Gästen während des ganzen Abends in einem Lehnstuhle fißend zu. Man nimmt diese Tatsache allgemein für eine Bestätigung des bereits seit mehreren Wochen verbreiteten Gerüchtes, daß die Königin sich von neuem in gesegneten Umständen befindet. Der Geburt eines zweiten Kindes der Königin würde man in dem ganzen Königreiche mit nicht viel geringerer Spannung entgegensehen als der des ersten. Denn wenn dieses zweite Kind ein Sohn ist, so wird es Kronprinz der Niederlande, und sein älteres Schwesterchen, die kleine, im vorigen Jahre geborene Kronprinzessin Juliane, verliert den Titel einer Kronprinzessin und das unmittelbare Recht auf die Thronfolge. Rundschau vom Cage. Politismes. Die Budgetfommission des Reichstages genehmigte dte Nachtragsforderungen für Deutsch- Südwestafrika und vertagte die Fortsetzung ihrer Beratungen auf den Dienstag der neuen Woche. In der Debatte trat Staatssekretär Dernburg einem Zentrumsantrage entgegen, wonach BergwerksSonderberechtigungen und Landkonzessionen vor der Verleihung dem Bundesrat und Reichstag zur Genehmigung vorzulegen sind. Der Antrag sei praktisch unausführbar und staatsrechtlich bedenklich. Weiter widerspricht der 12) Der Fall Welshofen. Kriminalroman von M Kossat. ( Nachdruck verboten.) Nun, so antworten Sie doch, Brümmel", sagte der Richter jett ärgerlich, erklären Sie mir, was Sie sich dabei dachten, als Sie die Sasse mit Ihren Reden von bornherein darauf aufmerksam machten, daß es sich um ein Verhör handelte?" ,, Herr Doktor entschuldigen", erwiderte Brümmel bescheiden ,,, aber Herr Doktor irren sich. Ich habe die Sasse nicht von vornherein darauf aufmerksam gemacht, daß es sich um ein Verhör handelte, sondern ganz im Gegenteil hätte ich das getan, wenn ich sofort mit dem Brief her= ausgerückt wäre. Dann hätte sie doch gleich gewußt, was Tos war und wäre auf ihrer Hut gewesen. Ich würde dann nichts von ihr erfahren haben." Ja, was haben Sie denn erfahren?" erkundigte sich Heilmann mürrisch. Daß sie nichts, aber auch buchstäblich nichts von der Mordsache weiß und daß es daher ganz verschwendete Mühe wäre, wenn wir in dieser Hinsicht weiter in sie dringen würden und zweitens, daß fie furchtbar eifersüchtig auf die Brusio ist. Alles, was sie sagte, legte von dieser Eifersucht Zeugnis ab. Sie wurde blaß und rot, als ich tat, als wäre ich mir nicht ganz klar darüber, ob sie oder die Brusio mit dem Olfers verlobt sei. Dagegen keine Spur von Besorgnis, daß man den Offers mit der Mordsache in Verbindung bringen könnte. Diese Möglichkeit war thr offenbar noch gar nicht in den Sinn gekommen. Nachdem ich diese Gewißheit gewonnen, kam ich mit dem Brief hervor, denn etwas anderes wollte ich jeßt nicht mehr von ihr erfahren, als die Tatsache, daß er ihn geschrieben." Der Untersuchungsrichter biß sich in die Lippen, denn Brümmels Ausführungen waren unanfechtbar. Er, er selbst Doktor Heilmann, hatte falsch geurteilt. Da aber kein Vorgesetzter seinem Untergebenen leicht verzeiht, wann lezterer ihm gegenüber recht gehabt hat, so steigerte diese Erfenntnis nur den Groll, den er gegen Brümmel hegte. Wiederholt hatte der scheinbar so demütige Detektiv ihn seine Ueberlegenheit fühlen lassen., Staatssekretär dem Antrage, der Kolonialgesellschaft für Deutsch- Südwest bet Verleihung der Abbaurechte größere Lasten aufzuerlegen. Der Gesellschaft kann ihr Bergrecht bet der Erteilung einer Sonderberechtigung zugunsten Dritter nicht genommen werden. Der Zentrumsantrag wurde zurückgezogen, die südwestafrikanischen Einnahmeposten und der Nachtragsetat mit zusammen 5,3 Millionen M wurden genehmigt. Der Konflikt zwischen den Bischöfen von Mezz und Straßburg und der reichsländischen Regierung besteht unverändert fort. Das zunächst geheim gehaltene, dann aber der Oeffentlichkeit übergebene Schreiben des Statthalters Grafen von Wedel hält lediglich den Einspruch der reichsländischen Regierung gegen das Verhalten der Bischöfe in Sachen des Beitritts katholischer Lehrer zu dem Allgemetnen Deutschen Lehrerverein aufrecht. In ihrer Antwort auf das Schreiben des Statthalters betonen die Bischöfe, daß sie den von ihnen eingenommenen Standpunkt nicht verlaffen könnten. Pachtsteigerungen auf den preußischen Domänen. Der preußische Landwirtschaftsminister hat dem Landtag eine Uebersicht über die neuen Verpachtungen von preußischen Domänenvorwerfen übersandt. Für 26 Vorwerke, die tm Jahre 1909 pachtfret wurden, ist der Wachtzins von 447,580 auf 491,734 M erhöht worden; für 27 Vorwerke, deren Pacht im Jahre 1910 abläuft, ist der Pachtzins von 531.693 auf 596.462 M gestiegen. Auf den Hektar berechnet, beträgt nunmehr der Pachtzins bet der ersten Serte 50,6 M gegen 44,1 in der letzten Pachtperiode, bei der zweiten Serie 48,9 M negen 43,8 im Durchschnitt der vorigen Pachtzeit und 40,9 bei deren Beginn. Einen Bericht über die Graebnisse des Betriebes der preußisch- hessischen Staatseisenbahnen im Rechnungsjahre 1908 ist dem Abgeordnetenhause angegangen. Darin wird berichtet. daß die Fahrkartensteuer feinen Einfluß mehr auszuüben scheint denn die 2. Klaffe wird wieder mehr benutzt und die Abwanderung aus der 3. in die 4. Klasse hat aufgehört. Die Reichsversicherungsordnung ist, wie die„ Neue vol. Korr." hört het der Beratung in den Bundesratsantsimit fen Hinsichtlich des Verfahrens bei der Feststellung der Renten erheblich umgestaltet worden. Diese Feststelluna wurde dem Träger der Versicheruna, d. t. für die Infallversicherung den Berufsgenossenschaften. für die Invalidenversicherung den Landesversicherungsanstalten übertragen. Die Vorbereitung der Entscheidung ist für die Versicherunasameige verschieden geregelt. In der Aratfrage ist eine endgültige Entschließuna des Bundesrats noch nicht gefaßt. Ein Nachspiel aum Gieler Werftnrozek. Der Erfte Staatsanwalt in Kiel, Greffrath, ist nach dem„ Berl. L.-A." zum 1. April nach Neumted( Oberlandesgerichtsbezirf Frankfurt a. M.) verfekt worden. Muker ihm find seine Vertreter, d H sämtliche dret Staatsanmälte, die in dem befannten Werftprozek die Anklane vertraten, von Kiel verfekt worden. Die Verfekung ist wohl auf den unerwarteten Ausgang des Merftnrozesses zurückzuführen. Itzeipräsidenten zu ersuchen, oorbehaltitch einer späteren gesetzlichen Regelung der Angelegenheit den Grlaß einer Polizeiverordnung zu erwägen, durch welche das Führen von Handfeuerwaffen ohne polizeiliche Erlaubnis verboten wird. Ein ungetreuer Bankbeamter. Das Verschwinden des Bankbeamten Kurt 8teß aus Charlottenburg, der seit ei nigen Wochen seine Wohnung verlassen hat, wird mit großen Veruntreuungen des Verschwundenen in Verbindung gebracht, die er in einem Zeitraum von 5 Jahren begangen haben soll. Die Höhe der veruntreuten Gelder soll sich auf 500 000 M belaufen. Eine Arbeiterdenkmüsze wurde auf Veranlassung des französischen Ministers des Auswärtigen für die französischen Arbeiter hergestellt, die am Bau und der Renovierung der Botschafterpaläste in Wien und Berlin be= teiligt waren. Die eine Seite der Medaille trägt das Bild der Wiener Botschaft, resp. etn Porträt des Präsidenten Fallieres, die Gesenseite die Widmung des Ministers Pichon. Venedigs Kanäle ohne Waffer. Venedig ist seit Freitag in dichten Nebel gehüllt. Gleichzeitig sind die Fluten des Adriatischen Meeres zurückgetreten, so daß eine große Anzahl der Kanäle Venedigs trocken daliegt. Die Dampfer nach Triest konnten nicht auslaufen. Mehrere Kriegsschiffe und transatlantische Dampfer blieben infolge des gesunfenen Wasserspiegels fest liegen. Ein eigentümliches Säbelduell hat gestern in Genua zwischen einem Professor und einem Doktor stattgefunden. Der Zweif pnpf dauerte zwei Stunden und machte im gauzen 54 Gänge notwendig. Die Gegner mußten, völlig erschöpft, den Kampf aufgeben, und wurden schließlich ohn mächtig. Ausstand der Pariser Sargträger. Ein neuer Ausstand, der die Pariser bedroht, ist der der Sargträger. In einem Maueranschlag fündigt diese Berufsgruppe an, sie werde, wenn ihre Forderungen nicht bewilligt würden, die teuersten Gefühle der Leidtragenden verleben, da sie keinen anderen Weg hätten, um ihre Forderungen geltend zu machen. Eine Todeskarawane. Aus Kamtschatka wird gemeldet: Infolge Ausbleibens des Dampfers, der den Verkehr nach dem Süden vermittelt, war ein Trupp von 34 Personen an der Nordküste der Halbinsel lange Zeit dem Frost und Hunger ausgesetzt. Schließlich versuchten die Unglücklicht Petropawlowsk auf dem Landwege zu erreichen. Nur ein Teil von ihnen gelangte jedoch mit erfrorenen Gliedmaßen nach Osernoje. Elf Personen waren unterwegs den Strapazen erlegen. Vergifteter Apfelkuchen. In Mülhausen im Elsaß wurde die Witwe Raith verhaftet unter dem Verdacht, einer Haushälterin vergifteten Apfelkuchen gegeben zu haben. Die Verhaftete legte ein Geständnis ab. Sie wird auch beschuldigt, ihren vor einigen Jahren plötzlich verstorbenen Mann vergiftet zu haben. Im Irrsinn versuchte in Berlin in der Nacht zum Freitag der Arbeiter Gericke in der Prinzenallee seinen, 22jährigen Sohn zu ermorden. Er richtete ihn durch Messerstiche fibel zu, wurde aber an der Vollendung seines Vorhabens gehindert. Der alte Gericke war bereits zweimal in der Irrenanstalt Dalldorf. Ein vierfaches Todesurteil wurde im serbischen Orte Zajetschar vollstreckt. Der Bürgermeister Race in Bodgorina war von seinen Brüdern, in Gesellschaft zweier anderer Genossen ermordet worden. Gestern wurden die 4 Mörder erschossen. der Franzöfifche Orden für Mitalieder des ReichsfnTonial: amts. Anläklich des Zustandekommen3 der deutsch- franzö fischen Grenzvermessung zwischen Kamerun und FranzöfifchKonov haben Unterstaatssekretär Dr. v. Lindeaufft das Grokoffizierskreuz der französischen Ehrenfeaton. der vortracende Rat und Referent für Kamerun im Reichsfotonialamt, Geheimer Herregierungsrat Dr. Trhr. n. Dant= felmann, das Offiziersfreuz und vler Hauptlente das Ritterfreuz des gleichen franzöfifchen Ordens erhalten. Amerikas Lebensmittelanafuhr. Der Präfident Mennorfer Rentralhahn, Brown, sprach in einem Mortrane die Ansicht aus. daß die Lebensmittelauefuhr merifas nach drei Jahren aufhören werde. da die Produktion hinter dem Der enormen Wachstum der Bevölkerung zurückbleibt. Grund der fekinen gemaltinen Verteuerung der LebensBedürfnisse fet nicht das Anwachsen der Goldproduktion. Wers alaubt. Die Gärung in Indien. Die Ausdehnuna des Aufstandsaesekes, das bisher nur in einigen Provinsen zur Anwenduna kam auf aanz Indien Hemeist den Ernst der Page Infolae der letzten polttischen Verbrechen befinden fich Hauptpunkte der revolutionären Bemeauna in Bomban und im Gebiete der Mahoratten. Di Brahminen werden aukerordentlicher revolutionärer Tätiafeit befchurafat. Ge= rüchte besagen, daß der Rizekönig fortaefekt Drohbriefe er= hält und deshalb nur menin in der Deffentlichkeit erscheint. Kleine Nachrichten. Gine 200 Berfonen starke Muswandererfamilie. Gestern traf in Fiume eine aus zweihundert Personen bestehende rumänische Auswandererfamilie ein, die sich auf dem Wege nach Vern befindet. Vom Urgroßvater bis zum Säugling waren alle Lebensalter vertreten. Der Urgroßvater ist trok feiner neunzig Jahre der Leiter der seltsamen Karawane, die an ein Familienbild aus biblischer Zeit erinnert. Bewegung im deutschen Malerverbande. Die Mitglie der der Berliner Zahlstelle des deutschen Malerverbandes haben am Donnerstag in vier aroken Versammlungen mit 1265 ggen 789 Stimmen den Reichstarts abgelehnt. Nun haben die anderen Rahlstellen das Wort. Gegen die Revolverhelden. Die auffallend vielen blutigen Grzeffe der letzten Tage haben dem preußischen Minister des Innern Beranlassung geschen, den Berliner Bo,, Und in welcher Richtung gedenken Sie ießt weiter Ihre Nachforschungen zu richten?" fragte Heilmann. Brümmel überlegte. Er wollte dem Richter nicht deutlich sagen, was er dachte, um besser freien Spielraum für seine Handlungsweise zu behalten. Ich meine, daß es doch gut wäre, sich mit Offers Kollegen in Verbindung zu setzen", äußerte er dann. ,, Wozu? Wollen Sie Leumundszeugnisse über Olfers haben? Damit hat es vorläufig noch Zeit, fürs erste handelt es sich darum, den Spuren zu folgen, die wir haben." Und die sind nach der Meinung des Herrn Doktor?" ,, Nun, wir wissen, daß der Graf mit Morphium vergiftet ist, also wäre es festzustellen, ob und wo der Olfers das Morphium gekauft hat." ,, Sind der Herr Doktor denn wirklich sicher, daß der Graf an Morphium gestorben ist?" warf Brümmel gleichmütig ein. Heismann sah überrascht auf. ,, Was? Darüber besteht doch kein Zweifel." ,, Herr Doktor verzeihen, aber die Seftion hat ergeben, daß die Morphiumdosis eine verhältnismäßig kleine war. Der Arzt sagt, laß er kaum begreife, wie diese geringe Menge des Gifts den Tod eines Menschen zur Folge haben konnte. Er meint, es müßten da Komplikationen hinzugetreten sein, die Herzschlag herbeiführten-" ,, Nun also?" unterbrach der Richter den Detektiv. ,, Gewiß ia, aber dennoch meine, ich" Brümmel stockte und sprach nicht aus, was er dachte. ,, Wenn der Herr Doktor wünschen, will ich also wegen des Morphiums nachforschen", fügte er hinzu. Also aus dem Dlfers war nichts herauszubekommen?" fragte er nach einer Weile, während deren Heilmann sich Notizen macht. Nichts", bestätigte dieser. Ich habe den Grafen nicht ermordet und weiß von nichts", ist alles, was er auf meine Fragen antwortete. Wollte ich wissen, warum er dem Grafen an dem Mordabend nachgefahren ist oder welcher Art die Beziehungen zu der Brusio sind, so verweigerte er die Aussage. Das ist einer von den Menschen, mit denen absolut nichts anzufangen ist ich kenne Neue Mordtat der Pariser Apachen. Auf Schloß Roussillon bei Chalons sur Saone ist das Ehepaar Morot von drei Burschen im Alter von 18, 20 und 21 Jahren erschlagen worden. Die Mörder wurden verhaftet. Es sind Bariser Apachen. Wissenschaft, Kunst und Citeratur. Die Auffindung von Minneliedern in Münster. Zu dem literarischen Fund im Staatsarchiv zu Münster wird noch gemeldet, daß man jetzt damit beschäftigt ist, die mittelelterlichen Noten zu den aufgefundenen Terten der drei Lieder von Walther von der Vogelweide ins Moderne zu übersetzen, so daß bald Gelegenheit gegeben sein wird, diese Lieder des aroken Sängers in der Originalmelodie erklingen zu hören. Gine türkische Akademie der Wissenschaften. Ein in Baris lebender, über ein sehr grokes Vermögen gebietender Türke stiftete 2% Millionen Franken zur Gründung einer türkischen Akademie der Wissenschaften deren 72 Mitglieder vornehmlich der Pflege der türkischen, arabischen und serbischen Sprache obliegen sollen. Der Stifter der vorläufig noch ungenannt bleiben will, wird sich nach Vollenduna feiner vorbereitenden Arbeiten in Paris demnächst nach Berlin begeben. Er mill Hei den hervorragendsten Orientalen anfragen, ob sie die Ernennung zu forreivon dierenden Mitaliedern annehmen und bei Organisation der foñemie wittäin fein molen. Flus den Gerichissälen. Der Riesendiebstahl auf dem Möllerschacht in Gladbed gelangte gestern vor der Straffammer des Landgerichts Effen zur Verhandlung Angeklagt find: der 43iährige diese Menschen und kann mich auf meinen Scharfblick verlassen." Wieder flog unter Brümmels gesenkten Vidern einer seiner raschen, scharfen Blicke zu dem großen Menschenkenner Heilmann empor. ,, Haben Herr Doktor noch einen Auftrag für mich?" fragte der Detektiv. ,, Augenblicklich nicht. Statten Sie mir morgen Rapport ab, ob Sie etwas über das Morphium erfahren haben." Damit war Brümmel entlassen. Als er auf der Straße stand, veränderte sich der Ausdruck seines Gesichts. Verachtung und Haß leuchteten aus seinen Zügen. Wie oft hatte dieser Richter, über dessen Kurzsichtigkeit in allen kriminellen Fragen der Detektiv nur mitleidig die Achseln zucken konnte, nicht schon seine besten Pläne durchkreuzt Surch seine törichten Anordnungen, wie oft ihn, Brümmel, nicht um den Preis seiner Mühen gebracht! Ging die Sache dann schief, so hieß es, des Detektivs Ungeschick trüge die Schuld daran. Aber war er nicht zum Teil vielleicht auch verantwortlich an diesem bösen Ausgang? Warum mußte er Heilmann denn immer seine Vermutungen und Absichten auseinandersetzen? Konnte er nicht scheinbar seinen Weisungen nachkommen und zu gleicher Zeit ganz still auf der gefundenen Fährte der Spur nachgehen, um, wenn er an seinem Ziel angelangt war mit fertigen Resultaten hervorzutreten? Nun, diesmal wollte er nicht wieder so dumm sein, diesmal wollte er seinen Vorteil wahren. Er war es müde, sich Heilmanns törichten Weisungen unterzuordnen. Der Mann verdarb ihm seine Karriere. Eine Stunde später promenierte vor der Wohnung der Anita Brusio ein Mann vom Ansehen eines Kommis oder fleineren Buchhalters. Seine Kleidung war schon ein wenig abgenußt, aber peinlich sauber und ein wenig stuberhaft. Der Hut saß ihm keck auf der Seite und in der Rechten schwang er unternehmend ein Spazierstöckchen. Niemand würde in diesem feschen Handlungsbeflissenen, dem man es ansah, welche Mühe er sich gab, fich das AeuBere eines Kavaliers zu verschaffen, den bescheidenen, unterwürfiaen Detektiv Brümmel erkannt haben.( Forts. folgt.) Ma Fri der Di D A ri de Be die бав Pa 5. gro fen nu daf mi ter 11 Ie ย 11 g 11 je ha be de 仙 ба It e 9 te 0= Pr on R δ น rd el= rei 311 fe = 11ng it11 r t I d 3 id er 10 = p= ent Be et oft en ( n st BANNER gt en ne er ci t er er ig SEA HAENA et m ห t.) 1 n FREE S 28 0= t A n g E er fe 8 3 m e. FEUSEE L コ n It it n D= Maschinensteiger Heinrich Neuß. oer 42jährige Schichtmeister Fritz Opel, der 49jährige Kesselmeister Friedrich Neuß und der 38fährige Lampenmeister Hermann Neuß aus Buer. Die Anklage lautet gegen Heinrich und Opel auf schweren Diebstahl, gegen die anderen auf Beihilfe dazu. Die zur Anklage stehende Straftat erfolgte, wie wir wiederholt berichteten, in der Nacht zum 5. November v. J. im Gebäude der Königlichen Berginspektion II in Gladbeck. Als die Beamten am Morgen das Zimmer betraten, von wo aus die Lohnzahlung an die Bergarbeiter erfolgt, saben sie, daß ein Betrag von insgesamt 279 500 M in Gold und Papiergeld fehlte. Einem Berliner Kriminalkommissar gelang es in verhältnismäßig furzer Zeit, die Diebe in 5. Neuß und Opel zu ermitteln. Es gelang auch, den größten Teil des gestohlenen Geldes wieder herbeizuschaf= fen. An der ganzen veruntreuten Summe fehlen bisher nur noch 22 000 M. Bet seiner Vernehmung gab Opel an, daß er von Neuß zu der Tat veranlaßt worden sei. Neuß will auf den Gedanken zu dem Diebstahl durch den schlechten Wachdienst auf der Zeche gekommen sein. Die Hauptursache sei aber gewesen, daß sie beide gesehen hätten, wie leichtfertig in der Zeche mit Geld umgegangen wurde. Das Urteil lautete gegen den Schichtmeister Friedrich Opel und den Maschinensteiger Heinr. Neuß auf je 4 Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Der Kesselmetster Friedrich Neuß und der Lampenmeister Hermann Neuß erhielten je ein Jahr drei Monate Gefängnis. Mit anonymen Drohbriefen eines Fünfzehnjährigen hatte sich gestern der Jugendgerichtshof in Bamberg zu beschäftigen. Ein 15jähriger Fortbildungsschüler war wegen Zeugnisfälschung um eine Klasse zurückversetzt worden, und nun hatte das Bürschchen dem Kultusminister mit dem Aufmarsch von 4600 Arbeitern gedroht, die nach russischer Art alles vor sich niedermeßeln würden, wenn der barbarische Klassenlehrer nicht binnen drei Tagen entlassen würde. Auch an den Prinzregenten hatte der junge Bursche einen anonymen Brief gerichtet; in dem Schlußpaffus des Briefes hieß es: Ihre Majestät wird dringend um Abhilfe gebeten durch sofortige Entlassung des betreffenden Lehrers, nachdem ein Schreiben an den Kultusminister erfolglos geblieben ist. Mit vielen Grüßen 4634 Arbeiter." Das Urteil lautete auf drei Wochen Gefängnis. Vermischtes Milde Winter. Die auffallend milde Witterung, deren wir uns im heurigen Winter erfreuen, gibt Anlaß, auf ähnlich milde Winter in früheren Zetten hinzuweisen. Aus dem Jahre 1182 wird berichtet, daß die Bäume damals infalge der warmen Witterung bereits im Februar Früchte getragen hätten.(?) 1186 gab es im Januar Baumblüte und Anno 1387 war dies bereits um Weihnachten der Fall. Eine alte Konstanzer Chronik erzählt, daß die Mägdelein mit frischen Blumen geschmückt umhergegangen seien und die Knaben im Bodensee gebadet hätten. Ein gleiches wird im Jahre 1287 aus dem Elsaß gemeldet. Die Vegetation war da zu Anfang Januar bereits so weit vorgeschritten, wte im Monat Mai, der Wein blühte und überall herrschte sommerliches Treiben. Auch die Winter der Jahre 1290 und 1801 hatten abnorm milde Temperaturen aufzuweisen, die pärmste Witterung aber scheint Anno 1420 geherrscht zu ha= ben. Die Bäume trugen in jenem Jahr zweimal Früchte, Flur und Hain prangten während des Dezembermonats Im Schmuck des Frühlings und Anfang April konnte bereits der Schnitt des Getreides stattfinden. In den Jahren 1416, 1478 und 1497 erfreute man sich zur Adventszeit der Baumblüte, und auch 1586 standen Baum und Strauch um das Christfest in frühlingsfrischem Blütenschmuck. Aus dem 19. Jahrhundert werden gleichfalls verschiedentlich besonders milde Winter gemeldet. So soll die Temperatur in den Jahren 1811, 1815 und 1822 während der Monate Dezember und Januar eine außergewöhnlich hohe gewesen sein. Bogenlampen in Eisenbahnwagen. Seit einiger Zett hat, wie die Deutsche Verkehrs- Zeitung" mitteilt, eine amerikanische Eisenbahngesellschaft auf der Linie ChicagoWanhegan eine Anzahl von Wagen mit elektrischen Bogenlompen versehen lassen. Sie haben eine Lichtstärke von 200 Kerzen. Die Batterien sind unter den einzelnen Wagen an= gebracht. Statt der zahlreichen Glühlampen, die sonst die Pullman- Wagen erleuchten, benötigt man nur drei Bogenlampen und hat dadurch ein weit helleres, besonders dem Beitung lesenden Publikum angenehmes Licht, dessen ruhiges Brennen durch die federnde Aufhängung der Bogenlampen gesichert ist. Einer der Kronzengen im Prozeß Eulenburg, der Milchhändler Georg Niedl, sollte gestern vor dem Münchener Schöffengericht wegen groben Unfugs und Schutzmannsbeleidigung sich verantworten. Riedl hatte sich im Septem= ber vorigen Jahres in einem Restaurant in München setner Beziehungen zum Fürsten Eulenburg in einer derart ungebührlichen Weise gerühmt, daß das Publikum Nergernis daran nahm und Riedl gewaltsam aus dem Lokal entfernte. Riedt begab sich hierauf zur Polizeidirektion und erstattete wegen der ihm widerfahrenen Mißhandlung Anzeige, wobei er obenein einen Schuhmann beleidigte. Riedl war zur Verhandlung nicht erschienen, weshalb zwangs= weise Vorführung angeordnet wurde. Da er abe in seiner Wohnung nicht angetroffen wurde, mußte die Verhand lung bis auf weiteres vertagt werden. Chinesische Barbarci. Aus Schanghai wird gemeldet, baß die Konsuln gestern den deutschen, englischen und amerttanischen Assessor des gemischten Gerichtshofes beauftragten, sich zu dem Richter in der Chinesenstadt zu begeben und von biesem die Herausgabe eines widerrechtlich verhafteten chinesischen Bewohners der europäischen Niederlassung zu verlangen. Der Mann war infolge eines unbedeutenden Landstreites von den chinesischen Behörden festgenommen und nach der ummauerten( Chinesen-) Stadt verschleppt worden. Als sich seine Verwandten be dem gemischten Gerichtshof beklagten, verurteilte der chinesische Richter den Gefangenen zu 4000 Stockhieben. Nachdem er 2900 Hiebe ausgehalten hatte, mußte die Bestrafung jedoch eingestellt werden, da das Fleisch in Feßen abfiel, und die Knochen bloßgelegt waren. Die drei europäischen Beamten verlangten nun die sofortige Auslieferung des Gefangenen, der Richter aber weigerte sich, diesem Verlangen nachzukommen, meil er vorerst Instruktion vom Taoti( Statthalter) einholen müsse. Daraufhin erklärten die Europäer, sie würden das Haus des Richters nicht eher verlassen, als bis ihnen der Gefangene ausgeliefert sei. Nachdem sie sieben Stunden gewartet hatten, gab endlich der Taott, auf den die Festigkeit der europäischen Beamten einen tiefen Eindruck gemacht hatte, nach und ordnete die Auslieferung des Gefangenen gegen Bürgschaft an. In der europäischen Stadt ist man aufs höchste über die unmenschliche Bestrafung des Gefangenen entrüstet. „ Lieber tot als arm." Der 18jährige Kurt Beyer aus der Schönholzer Straße in Berlin besuchte eine Technikerschule und nebenbei beschäftigte er sich als Photograph. Er glaubte, daß er Talent zum Maler habe und wollte eine Kunstreise nach Italien unternehmen. Hierzu fehlte ihm aber das Geld. Vergeblich klopfte er bei Verwandten an. Dann spielte er ein Viertellos der Preußischen Klassenlotterie. Das Glück wollte aber nicht eintreten; er gewann nichts. Nun war B. verzweifelt. Gestern wurde er in feiner Dunkelfammer vergiftet aufgefunden. Das Viertellos hatte er photographisch vergrößert und darauf die Worte gemalt:„ Lieber tot als arm." Darüber stand ein Totenkopf. Auch dieser Selbstmord ist ein trauriges Zeichen der Zeit. Wahnsinnstat zweier Griechinuen. Unter dieser Spizmarke erzählt eine Berliner Zeitung folgendes: In der vergangenen Nacht sind zwei Damen, die in der Uhlandstraße in Berlin wohnen, vom Verfolgungswahn befallen worden und haben auf die ihnen zu Hilfe eilenden Beamten geschossen. Die beiden Damen sind Griechinnen. Gegen 12 Uhr riefen sie aus dem Fenster um Hilfe. Eine Schußmannspatrouille hörte die Rufe und eilte herbet. Daraufhin schoß eine der Damen mit einem Revolver auf die Beamten. Nun drangen diese in die Wohnung ein und fanden die beiden fremden Damen nur ganz notdürftig bekleidet vor. Die eine hielt ihnen den Revolver entgegen und schoß zum zweiten Male, wiederum, ohne zu treffen. Die andere ging auf die Schuhleute mit erhobenem Dolch los. Bei dem Versuch, thnen die Waffen zu entwinden, verletzte sich der eine Beamte an der Hand. Die beiden Kranken wurden dann ins Krankenhaus überführt. Eine eigenartige Wette, die im Laufe dieses Jahres noch ihre Erledigung finden wird, wird zurzeit in Paris viel besprochen. Als die Weltausstellung von 1900 ge= schlossen wurde, Iteß man die große Uhr des sogenannten " Petit Palais" an der Alexanderbrücke stehen und seither zog man sie nicht wieder auf, vermutlich, weil kein Funktionär als uhraufzieher im Budget der Stadt Paris stand. Ein Amerikaner, der Paris gut fannte, wettete damals mehrere tausend Dollar, daß die Uhr wenigstens zehn Jahre lang unaufgezogen stehen bleiben werde. Jetzt sind mehr als neun Jahre um, und die Uhr zeigt noch immer wie beim Schluffe der Weltausstellung sechs 1thr zehn Minuten. Pouvard, der Architekt der Stadt Parts, stellt nun aber den Antrag, gewisse Reparaturen am Petit Palais auszufüh= ren, unter denen auch das Wiederausziehen der 1hr figu= riert. Es fragt sich nun, ob diese schwere Arbeit bis zum November dieses Jahres getan sein wird oder nicht. Im letzteren Falle hätte der Amerikaner seine Wette gewonnen. Automobilismus und Vegetarier. Daß der Vegetaris= mus auf die Automobilindustrie einen schädigenden Einfluß ausübt, diese Entdeckung zu machen, blieb dem Präsidenten der Stiefel- und Schuhfabrikantenvereine Nordamerikas, Mr. Hanau, vorbehalten. Präsident Hanau teilte dem Vorstand der Automobilfonvention mit, das ständige Anwachsen der vegetarischen Bewegung würde auch dte Automobilfabrikanten zwingen, höhere Preise zu verlangen. Zur Industrie der Automobile mürden heitte in den Vereinigten Staaten jährlich 500 000 Felle gebraucht. Die Schuhfabrikanten zahlen jebt zehn Prozent mehr für die Rohmaterialien als vor einem Jahr. Und warum? Weil- so folaert Mr. Hanau die Vegetarier einen Rückgang in der Zahl der getöteten Rinder verursachen. Ein merkwürdiner Fall von religiösem Wahnsinn in Verbindung mit hysterischer Anästhesie erregt in Turin grokes Aufsehen. Die zwanzigjährige Dienstmaad Olumnia Jeangros wurde gestern in ihrem Bett bewußtlos aufge= funden. Sie hatte die Kreuzigung erleiden wollen, stch Nägel durch Hände und Füke aetrieben, und Kopf und Brust durch zahlreiche Stiche und Stöße verletzt. Der Grund, der das aus dem Aosta- Tale stammende Mädchen veranlakt hatte, sich selbst zu martern, war gering genug; sie war am Nachmittage bei ihrer Schwester gewesen und diese hatte thr vorgeworfen, sie hätte von ihrer letzten Dienstherrschaft schlecht gesprochen. Das unglückliche Mädchen beschloß zu sterben, und dabei die Qualen thres Erlösers zit erleiden. Betm schwachen Scheine einer Kerze vollbrachte sie in ihrer Kammer ihr Werk: fie trieb sich mit vieler Mühe zwei verrostete Nägel von fünf Zentimeter Länge durch die Fikke und dann zwei andere durch die Hände. Sie vollbrachte diese stotsche Tat mit einer überraschenden Genauigkeit: sämtliche Nägel gehen genau durch die Mitte der Handund Fußflächen. die Wunden haben keinen Bluterguß verursacht, und vernarben, ohne daß der Rost Veralstung hervorgerufen hat. Als am Morgen nach langstündiger. Gr= wartung der Tod nicht eintrat, Holte das Mädchen ein Taschenmesser, brachte sich damit zahlreiche Stiche an Kopf und Brust bet und stieß sich mit dem Heft viele Beulen. Wenn das Mädchen infolge des nun entstandenen Bintverluftes nicht ohnmächtig geworden wäre, so hätte es wahrscheinlich mit sich ein Ende gemacht. Wenige Stunden darauf wurde die freiwillige Märtyrin von ihrer Herrschaft gefunden und in ein Hospital geschafft, wo sie jetzt unter großen Schmerzen darniederliegt. Die Sefte der Faullenzer. Im Kaukafus hat sich eine neue Sekte gebildet. deren Grundsätze geeignet sind, ihr in der ganzen Welt zahllose begeisterte Anhänger zu verschaf= fen. Schon ihr Name klingt äußerst snmpathisch. Sie nennt fich die Sekte der Faullenzer. Ihr Stammgebiet ist Grusien. Dort tauchte vor kurzem ein Prophet auf, der von der herrlichen Faulheit zu predigen begann. Er erzählte den Leuten, die von allen Seiten herbeiströmten, um die neue Heilsbotschaft zu vernehmen, daß man blok 3½ Tage in der Woche arbeiten dürfe, die anderen 3½ Tage aber dem köstlichen Nichtstun weihen müsse. Diese angenehme Weisheit fiel sofort auf fruchtbaren Boden. Zu Hunderten bekehrten sich die Hörer zu der neuen Lehre. Sie arbeiten fortan nur am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Die anderen Tage bleiben„ blau". Wer sich eines Ungehorsams gegen die Sabung zu schulden komemn läßt, muß Strale zahlen. Die Geldstrafen schwanken zwischen 25 und 50 Rubel. Von Grusien aus verbrettet sich die neue Lehre auch auf andere Gebiete des Kaukasus. Man darf annehmen, daß sich bald noch eine radikalere Gruppe bildet, die sich gegen die noch übrig geblichenen 8½ Arbeitstage wendet. Ein Kinderstreit im Theater. Donnerstag nachmittag hat sich im Kieler Stadttheater bei der Wiederholung des Weihnachtsmärchens Aschenbrödel" eine regelrechte Streifzene abaespielt. Die Kieler N. N. berichten darüber: Die kleinsten Mitwirkenden, ungefähr 30 Kinder, die feit Anfang Dezember in allen Aufführungen des Märchens als Statisten und Tänzer beschäftigt sind, haben bisher aus unerklärlichen Gründen troß wiederholter Bitten ihr verdientes Spielhonorar noch nicht erhalten und weigerten sich plötzlich einmütig, ferner mitzuwirken, wenn nicht vorher die Auszahlung erfolgte. Frei nach Muster benußten die Kinder den für sie günstigsten Moment zur Erreichung ihrer Forderung, denn sie wußten, daß durch ihre Weigerung die Vorstellung in Frage gestellt wurde. Der für die Honorarbewilligung dige Stadtrat M. Möller wurde schleunigst antelephoniert und versprach auch, die Honorare bis Freitag auszuzahlen. Doch dieses Mittel half nicht viel, denn die Kinder erklärten einmütig, derartige Versprechungen wären ihnen schon oft gemacht, und statt dessen wären sogar immer Abzüge durch Stadtrat Möller erfolgt. Zu Weihnachten hätten sie bestimmt auf ihren sauer erworbenen kleinen Verdienst gerechnet, um dafür allerhand Einkäufe machen zu können und sie wären immer wieder vertröstet worden. Erst als von verschiedenen Seiten durch eindringliches Zureden auf die Kleinen gewirkt und ihnen für das Ankleiden zur Vorstellung Schokolade versprochen wurde, konnte die Mißstimmung einstweilen beseitigt und die Aufführung ermöglicht werden. berühmtem Aus dem Leben der Eskimos. zustän= Ueber die Eskimos, die bei den Nordpolerforschungen seit ieher unentbehrlich waren, veröffentlicht Stefansson auf Grund eigener Beobachtungen im Bulletin der amerikanischen Geographischen Gesellschaft interessante Beiträge. Seitdem in den achtziger Jahren des vorigen JahrhunBerts die Walfischfänger die Nordküste Alaskas zu Fangzwecken aufsuchen u. sich gleichzeitig die Missionare der Eingeborenen angenommen haben, haben sich die Verhältnisse ber Estimos sehr verschlechtert, und ihre Bahl ist bedeutend zurückgegangen. Bis dahin lebten die Eskimos in elenden Hütten mit außerordentlich dicken und undurchlässigen Wänden, die es ermöglichten, daß vter oder fünf brennende Tranlampen og genügender Ventilation eine fonstante Temperatur von 20-30 Gr. Celsius in der Hütte schafften. Tran liefern im Ueberfluß die Seehunde, Walrosse und Walfische des Meeres, und so vermochten sich die Estimos gut gegen die extremen Wintertemperaturen zu schützen. Als die Missionare kamen, lehrten sie die Es timos Häuser bauen, wozu ein großer Teil der an der Küste angeschwemmten Treibhölzer verwendet wurden; mit dem Resie des Treibholzes wurden die Desen in den neuen Wohnungen geheizt, da Tranlampen hier nicht zu verwenden waren. In kurzer Zeit war die ganze Küste, soweit sie bewohnt ist, vom Treibholz entblößt, und der reiche Eskimo muß sich nun Kohlen von Seattle herkom. men lassen, während der arme zu langen Schlittenreisen zwecks Erlangung von Feuerungsmaterial gezwungen ist. Troß alledem ist es nicht möglich, in den neuen Wohnungen auch nur annähernd so hohe Temperatur zu erzeu gen wie in den alten Hütten; die' skimos können infolgedessen den niedrigen Wintertemperaturen nicht mehr widerstehen und fallen schnell der Lungenschwindsucht zum Opfer. Außer dem Treibholz ist noch ein anderes wichtiges Subsistenzmittel der Eskimos in den letzten Jahren sehr selten geworden: das Renntier. Die Verproviantierung der jährlich an der Küste erscheinenden Weffängerflotten ,. die gegenwärtig eine der Haupteinnahmequel en der Es. fimos bildet, erforderte eine große Menge Estimofleisches, und in wenigen Jahren waren die ansehnlichen Renn tterbestände des Landes fast völlig aufgebraucht. Dadurch wurde den im Innern des Landes lebenden Eskimos ihre Hauptnahrungsquelle entzogen, und sie wurden gezwungen, sich nach der Küste oder an die Flußläuse zurückzuziehen, wo sie von Fischen und Trantieren leben können. Eine größere Zahl von Eskimos hat sich auch bei den Walfängerstationen niedergelassen und tre: bt bier einen lebhaften Handel mit den Walfängern. Die Zahl der sich überhaupt im nördlichen Alaska aufhaltenden Estimos hat Stefansson auf tausend Köpfe festgestellt. Indessen, ihre Gesamtzahl im arktischen Amerika und an den Küsten der benachbarten Inseln und Grönlands dürfte sich auf etwa 40 000 Köpfe belaufen. Sie schließen ihre Ghen meist sehr früh und leben meist in Monogamie, obwohl Polygamie erlaubt ist. Auch Polyandrie hat man bei ihnen beobachtet. Sie sind nicht ohne geistige Begabung, was sich schon darin zeigt, daß sie die außerordentlichen Schwierigkeiten ihrer durch den Wohnsiz in so unwirtlichen Gegenden hervorgerufenen Lage zu überwinden wis sen. In der Anfertigung ihrer Geräte bekunden sie einen tünstlerischen Sinn. Auch haben sie sich als gelehrige Schüler der Missionare erwiesen. Schon in alten Zeiten haben sie den Seefahrern wesentliche Dienste geleistet und sind dieser Kulturarbeit bis in die neueſte Zeit treu geblieben. Drabtnachrichten und Deuestes. Parlamentarische Nachrichten. Berlin, 15. Januar. Das preußische Abgeordneten haus nahm heute die Wahl des Präsidiums vor. Abgeord: neter Kröcher( fons.) wurde zum Präsidenten, der Abge ordnete Porsch( Zentrum) zum ersten und der Abg. Krause ( natl.) zum zweiten Vizepräsidenten wiedergewählt. Eben so wurden die Schriftführer durch Zuruf wiedergewählt Darauf trat das Haus in die Beratung des Etats ein. Passagierfahrten im Ruftichiff. München, 15. Januar. In einem Vortrag, den Maior v. Parseval hier in Gegenwart der Prinzen Ludwig, Nupprecht und Leopold sowie des Kriegsministers Freiherrn b. Horn hielt, teilte er mit, daß für Anfang Mai dieses Jahres die Eröffnung des Betriebes der von der Münchener Parseval- Luftfahrzeug- Gesellschaft mit Unterstützung der Stadt München geplanten Fahrten mit einem. Parsevalballon von München aus gesichert sei. Ein verunglückter Flugversuch. Chemnitz, 15. Januar. Bei einem Aufstieg mit dem von ihm selbst konstruierten Flugapparat stürzte gestern der junge Flugtechniker Schüler zu Boden, wurde aber nur leicht verletzt. In einer Höhe von acht Metern war der Apparat plötzlich von einem starken Windstoß erfaßt wor den. Die Propeller brachen beim Ueberschlagen und wur den 40 Meter weit fortgeschleudert. Von einem Torpedo getötet. Wilhelmshaven, 15. Januar. Beim Einsetzen eines Torpedos auf dem Kreuzer Dresden wurde ein Oberheizer durch den Torpedo so unglücklich im Nacken getroffen, daß er sofort tot war. Aus der Klasse heraus verhaftet. Völklingen, 15. Januar. Ein 17jähriger Gymna siast, Sohn einer angesehenen Familie, wurde aus der Klasse heraus verhaftet, weil er sich an seiner 11jährigen Schwester schwer vergangen hatte. Ein Lehrer von seinen Schülern mißhandelt. Breslau, 15. Januar. In der ländlichen Forthildungsschule in Mikultschütz( Oberscht.) haben die Schüler einer Klasse ihren Lehrer wegen Maßregelung eines Mitschülers in schwerster Weise mikhandelt. Die vergeßlichen Berliner. Berlin, 15. Januar. Im vorigen Jahre sind in den Straßenbahnwagen 29 000 Regenschirme verloren gegangen; nur etwa 16 000 wurden abgeholt, Ferner wurden 4000 Portemonnaies und Damentaschen mit mehr oder weniger wertvollem Inhalt, 2400 Bücher, zum größten Teil Schund literatur, und 985 Operngläser gefunden. Selbstmord megen eines Geldverlustes. Dessau, 15. Januar. Vor einiger Zeit verlor ein Rentier auf einem Spaziergang seine Brieftasche mit 4500 Mt. Untröstlich über den Verlust erhängte er sich an einem Baume des Weges, auf dem er sein Eigentum berloren hatte. Der Hamburger Raubmörder entdeckt. Samburg, 15. Januar. Der Mörder der fandleihe rin Merkli ist gestern abend im Cafe Opera verhaftet wor den. Es ist der 19jährige Handlungsfommis Holfte, angeblich aus Hannover gebürtig. Der Verhaftete legte das Geständnis ab, die Merkli im Laufe einer Unterredung durch mehrere Hammerschläge niedergestreckt und ihr dann mit einem Rasiermesser die Kehle durchschnitten zu haben. Der Verdacht lenfte sich auf Holste dadurch, daß er das bei der Mordtat mit Blut besprißte Jakett zur chemischen Reinigung, übergeben hatte. Dem Morde an der Bjandleiherin Luise Merkli muß ein erbitterter Stampf zwischen dem Verbrecher und seinem Opfer vorangegangen sein. Der erstere hat sich nach der Tat mit aller Ruhe gereinigt, zwei blutbefleckte Handtücher deuten darauf hin. Was geraubt ist, konnte noch nicht mit Sicherheit festgestellt werden; es fehlen an barem Gelde etwa 1300 Mart, außerdem Ringe, Medaillons, Ohrringe usw., alles in Etuis verpackt. Die Merkli war unverheiratet. Streit in Pariser Varietees. Paris, 15. Januar. In den Varietees Moulin Rouge" und Parisiana" sind die Maschinisten und ein Teil der Musiker in den Ausstand getreten. Die Vorstellungen konnten trotzdem zu Ende geführt werden. Verhaftete Kirchenräuber. Paris, 15. Januar. Die Polizei verhaftete gestern eine aus drei Italienern und einem Russen bestehende Diebesbande, die u. a. vor zwei Monaten in einer Kirche zu Rouen mehrere kostbare Tapisserien und andere wertvolle Gegenstände geraubt hatten N Walltorstr. 36-38 Koloffeum Giessen. Telephon Dir.: Albert Rappmann. 644. Heute Montag, 17. Januar abends 8 Uhr Gastspiel des Frankfurter Intimen Theaters Dir. Wallé. Zur Aufführung gelangen: Der Geldbriefträger Französischer Schwank bother: Biedermeier und Frau In Wieu, München, Frankfurt über 100 mal gegeben. sowie die anderen Künstler u. Künstlerinnen fenfatione Apachen- Tanz fenfationell Vorverkaufskarten in den bekannten Zigarrengeschäften. Passepartouts feine Gültigkeit. Morgen Diens tag eintägiges Gastspiel des Intimen Theaters in Weßlar( Göths Garten) In den vorderen Restaurationsräumen täglich ab 7½ Uhr Eintritt fret. Konzert des Damen- Orchesters, Sturm". Es labet ergebenst ein Albert Rappmann. Vergebung von Bauarbeiten. Die für die Erbaunng eines 2 flafftgen Schulhauses mit Lehrerwohnungen in Reiskirchen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen wie: Friedberger Frühjahrs- Pferdemarkt findet Dienstag, den 8. u. Mittwoch, den 9. Febr. 1910 statt. Dienstag, den 8. Februar findet Prämiierung selbstgezüchteter Fohlen seitens des Landw. Kammer Ausschusses flatt und werden hierzu ansehnliche Beiträge bewilligt. Mittwoch, den 9. Februar Dieh- und Krämer- Markt. Zur Benutzung unserer Pferdeftälle wolle man sich rechtzeitig an das unterzeichnete Komite wenden. Futter und Streu wird zu ermäkigten Preisen abgegeben. Am 9. Februar, nachmittags 4 Uhr, Verlosung von 6 schönen Arbeits- Pferden ( auf dem Markte angekauft) fowie von sonstigen Haus und landw. Gegenständen, im gangen 200 Gewinne. Das Pferdemarkt- Komité. Versteigerung von Pappelstämmen. Geld Mittwoch, den 19. Januar d. Js., vormittags erhalten reelle Leute jeden Standes bei ratenweiser Rückzahlung ge= 9 Uhr fommen an der Straße Gießen- Reiskirchen liehen durch W. Wulfert, Braun25 Pappelstämme von 35-80 cm Durchmesser mit 33 cbm Inhalt, zur Versteigerung. Gleichzeitig werden versteigert: 10 Rm. Knüppel- and 51 Haufen Aftholz. Zusammenkunft am Abhang der Straße nach Großen- Buseck nächst dem Bahnübergang der Gießen Erd- und Maurerarbeiten, Steinmezarbeiten, Lung und Sandsteine, Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Spenglerarbeiten, Schlosserarbeiten, Weißbinderarbeiten, Tapezierarbeiten und Eisenlieferung sollen im Wege Fuldaer- Bahn. des öffentlichen Angebots vergeben werden. Gießen, den 12. Januar 1910. Die Angebotsunterlagen Itegen auf dem Bureau Bletchstraße 11, II. Stod zur Einsicht der Interessenten Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind verschlossen und portofrei bis spätestens am Dienstag, den 1. Februar 1910, nachm. 2 Nhr J. V. Knöll. Steinkohlen- Bezugs- Gesellschaft Giessen. Stottern, Lispeln, schwere Bunge heilt Dir. F. Baum, Darmstadt, Bismarckstraße 48. Empfohlen durd die oberste Schulbehörde, da ich den Kursus der Schulen in Darmstadt leitete. Kursus in Giessen, Weftanlage 5 III. An ähnlich Leidende! Schon 4 Jahre litt ich an Nervenschwäche, die sich im letzten Jahre noch verschlimmerte. Es plagt. mich Kopfschmerzen, Schwin delanfälle, Herzklopfen, Verdauungsschwäche, Aufstoßen, Appetitlosigkeit, Herzschwäche, Gedankenschwere, Vergeßlichkeit, überhaupt große Schwäche im Kopfe, theumatische Schmerzen, besonders Strchen in Armen, Beinen, Achseln und Rücken, Bittern im ganzen Körper, Blutarmut, stets große Müdigkeit und Mattigkeit. Ich hatte alle Mittel angewandt laber vergebens, da wurde ich von einem Beamten aus Steinbuch auf Herrn A. Pfister in Dresden, Ostraallee 2, aufmerksam gemacht und durch dessen einfache leicht durchführbare schriftliche Anordnungen fand ich die ersebnte Hülfe wofür meinen besten Dant ausspreche. schweig. Empfehle mich den geehrten Fran Anna Barbara Walther, Damen zur in Unter- Moffan. Post: Erbach( Odenwald). Anfertigung von Kostümen in und außer dem Hause. K. Hübner, Schneider, Gießen, Steinstraße 75. Wärter 0 Geld- Darlehen 5% evtl. ohne Bürg, an jed. auf Wechsel, Schuldschein ,, Wertpapiere, auch Ratenabzahlung gibt Central- Büro, Berlin N. 24. Rückp. für den Operationsfaat Ankauf- Derkauf zum 1. Febr. 1910 gesucht. bort Chirurgische Klinik, Giessen attelfen, Lumper, Knochen, auf Großh. Bürgermeiſteret Reiskirchen einzureichen, wo Ordentliche Hauptversammlung Möbl. Zimmer, Gol Gilberjagen, selbst die Deffnung in Gegenwart etwa erschienener Be werber erfolgt. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Gießen, den 13. Januar 1910. Der Großh. Kreisbaninspettor des Kreises Sießen. gez.: Diehm. Belgische Fabrik von Prima Portland Cement, welche in Deutschland gut eingeführt ist und unter Garantie der deutschen Normen liefert, sucht Vertreter. Off. unter BCD 25, an die Expedition d. Blattes. Bürgerverein Giessen. Donnerstag, den 20. d. Mts., abends 8½½ Uhr im Hotel„ Einhorn" Allgem. Bürgerversammlung. Tagesordnung: Unsere Schulferien. Berichterstatter: Herr Professor Urstadt. 2 Städtische Verkehrsinteressen( Verkehrstage. Wünsche bezügl. der elektrischen Straßenbahn usw.) Wir laden die gesamte Bürgerschaft, insbesondere unsere Mitglieder zu recht zahlreicher Beteiligung ein. Damen sehr willkommen. Der Vorstand. Vergebung von Bauarbeiten. Auf Grund des Ministerialeclasses vom 16. Junt 1893 werden hiermit folgende beim Bau einer medizin. Beterinärklinik n Gießen erforderlichen Arbeiten öffentlich ausgeschrieben: Los I Schreinerarbeiten: 37 qm Blasabschlüsse; 15 Außen- und Innentüren; 12 qm Treppenverschläge. Los Il desgleicher: 15 qm Glasabschlüsse; 33 Innentüren; 18 qm Treppenverschläge; 240 m Fußsockel. Los III desgleichen Fußböden: 16 qm Buchenparkett in Asphalt; 380 qm rauhen Fußboden; 30 qm Riemenfußboden. Los IV Glaserarbeiten: 70 qm Holzfenster; 35 qm Verglasung. Los V d.sgleichen 70 qm Holzfenster; 20 qm Verglasung. 208 VI Treppenarbeiten: 103 Holztreppenstufen mit Geländer. Los VII Maurerarbeiten: 100 cbm Erdaushub; 23 cbm Badsteinmauerwerk; 75 qm Betonsohle und decke für Heizkanal. Angebotsunterlagen fönnen auf unserem Bureau, Wilhelmstraße 21, eingesehen, Angebotsformulare( feine Zeichnungen) von dort bezogen werden. Angebote find, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Eröff nungstermin, dem 2. Febrnar, vormittags 11 Uhr einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 15. Januar 1910. Gr. Baubehörde für die Univ.- Neubauten Becker. Montag, den 24. Jennar 1910 abends 8½ Uhr bei Wirth Arnold( 3um Schiplapak") Tagesordnung: 1. Berichterstattung. 2. Rechnungsablage. 3. Ersatzwahl des Vorstandes. 4. Wahl des Rechnungs- Prüfungs- Ausschusses. 5. Verschiedenes. Gießen, den 8. Januar 1910. Der Vorstand. Die Rechnung liegt bei dem Vorsitzenden, Herrn A. Dikore, Schanzenstraße 8, vom 15. d8. Mts. 8 Tage zur geft. Einsicht der Mitglieder offen Goldene KlaffikerBibliothek Sempels Klassiker- Ausgaben in vollständig neuer Bearbeitung und Ausstattung Vorzüge: Neueste Bearbeitung Umfangreiche Einleitungen Ausführliche Biographien Erklärende Anmerkungen Absolute Korrektheit* Holzfreies, unvergilbbares Papier Großer, deutlicher Druck Porträts in Kupfergravüre* Dichterhandschriften Gediegene Einbände. Chamisso, 1 Band Chamisso, 2 Bände. Arnim, 2 Bände. Bürger, 1 Band M. 4.Jean Paul, 8 Bände. M. 6.2." Kleift, 2 Bände 3.50 " 1.75 Körner, 1 Band. 1.75 # 3.50 Lenau, 1 Band 2.Eichendorff, 2 Bände. Fouqué 1 Band 3.50 Leffing, 3 Bände TO 6." 2.50 Ludwig, 2 Bände DO 3.50 Freiligrath, 2 Bände. Goethe, 4 Bände. Goethe, 8 Bände. 4.2 Mörife, 2 Bände 4.6.и Nestroy, 1 Band. 2.50 80 " 14.Novalis, 1 Band 2." Grillparzer, 6 Bände. Grün, 3 Bände 12.Raimund, 1 Band. 1.75 6." Reuter, 4 Bände 6.Guzzkow, 4 Bände 8." Schiller, 4 Bände 10 6.3.50 " Schiller, 8 Bände 14.Hebbel, 5 Bände. " 6." 6." Stifter, 3 Bände. " 6.1 6.Tieck, 2 Bände 4.50 " Herwegh, 1 Band 2.Uhland, 2 Bände 3.50 Hölderlin, 1 Band W 2.50 Wieland, 3 Bände. " 6.Immermann, 1 Band 2.11 3fchoffe, 4 Bände 8." Hauff, 2 Vände Heine, 4 Bände Herder, 3 Bände. 7.50 Shakespeare, 4 Bände 員 Bei Ankauf von Klassikern bitten wir, sich stets die ,, Goldene Klassiker- Biliothek" vorlegen zu lassen. Berlin.57 Deutsches Verlagshaus Bong& Co. zu haben in allen Buchhandlungen. Empfehle als Spezialität sehr billig Fracks und Gesellschaftsanzüge auch lethweise. Mein reichhaltiges Lager in Krawatten, Kragen Lager, halte ich bestens empfohlen zu bermieten. Walltorfte. 67 II. Alte Bücher ( auf den Dachböden nachsehen) kauft Max Krahmer, Glessen, Ludwigstrasse 6. 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Manschetten, Hosenträgern 2c., schr preiswert und stets das Neueste am Die W. Karubach, Sießen, Bahnhofstr. 27. ( Im Hause der Firma Berdur.) Zu recht zahlreichen Besuch ladet ein Vereinigung der Bauhandwerker Gießens. 2. Petri III. R. Rödiger Schriftführer. Vorsitzender. ert wa δακ erfte erbl Se Gin zum ten Nach weje Sch nach tatt Fla Ten no gan ner ter ben Let Sa loj ter ber St te ita