2 Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich - - ( Neueste Nachrichten) vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mr., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Ertrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 109. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Dienstag, 16. August 1910 ( Gießeuer Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pig., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Plazzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Grummetgras Versteigerung der Stadt Gießen. Samstag, 20., Montag, 22. und Dienstag, 23. August 1910 soll das Grummetgras von den städtiWiesen meistbietend versteigert werden und zwar: Samstag, 20. August: a) nachmittags 4 Uhr an Ort und Stelle von der frü her Pascoe'schen Wiese, bei der Aktienbrauerei und in der Stephansmart. Montag, 22. August: a) vormittags 9 Uhr bei dem Schlachthof von den Wiesen im Neustädterfeld und bei dem Elektrizitätswerk; b) vormittags 9½ Uhr an Ort und Stelle von den Wieseckböschungen; c) vormittags 10% Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe in der Kaiser- Allee von den Wiesen im Heegstrauch und im Rußland; d) vormittags 11½ Uhr an Ort und Stelle vom Friedhof am Nahrungsberg; e) nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen im Wiesecktal, von den Hospital- wiesen in der Gemarkung Wieseck. f) nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, 23. August: a) vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle von den Ochsenwiesen, einer Hospitalwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch; b) nachmittags 3 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; c) nachmittags 3½ Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen- Buseck; Die Zusammenkunft ist am 20. August an der Eisen bahnbrücke im Zug der Klinikstraße, am 22. August bei dem Schlachthof und am 23. August bei den Ochsenwiesen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. Giteßen, den 13. August 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Verpachtung einer städtischen Bleiche be treffend. Die bisher an Wilhelm Pimper Witwe verpachtet ge= wesene als Bleiche benüßte städtische Wiese an der Lahn nächst der Rodheimerstraße mit den darauf stehenden von der Stadt erworbenen Gebäuden soll Samstag, den 20. August d. J., nachmittags 3 Uhr, im Bürgermeistereigebäude auf die Dauer von 5 Jahren vom 1. Oftober 1910 ab anderweit verpachtet werden. Gießen, den 11. August 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In der Zeit vom 6. bis 13. August 1910 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt; verloren: 1 kleines Portemonnaie mit einer Badefarte Inhalt, 2 Schlüssel und 1 Uhr mit Kette. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Die Abholung der gefundenen Gegenstände fann an jedem Wochentag von 11-12 Uhr vormittags und 4-5 Uhr nachmittags bei unterzeichneter Behörde Zimmer Nr. 1 erfolgen. Gießen, den 13. August 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung Die unterm 9. Juli 1910 angeordnete Sperre der Brandgasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. August 1910. Großherzogliches Polizeiami. Gebhardt. Bekanntmachung. Die unterm 9. Juli 1910 anaeordnete Sperre der Schloßgasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. August 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Gottesdienst zusammen, der für die evangelischen KameraKriegsveteranen- Appell 1910 in Darmstadt den in der Stadtkirche, für die Katholiken im Ererzierhause Seit langen Jahren hat kein Feft das Bild unserer Residenz so beeinflußt, wie die Heerschau, die am letzten Sonntag über die hessischen Veteranen des deutsch- franzö fischen Kriegs in Darmstadt abgehalten wurde. Die Stadt ftrahlte im Festschmuck; wehende Fahnen, Blumenschmuck, wohin sich das Auge wandte. Dem äußeren Prunt ent= sprach die Herrlichkeit des Empfanges, den Darmstadts Bür ger den 6000 Helden bereiteten, die, dem Rufe folgend, sich um die ruhmreichen Fahnen scharten. Die Feier auf dem Ererzierplaß wie auch das Nachmittagsfest im Saalbau vollzog sich bei angenehmstem Wetter. Was den Veteranen zu Ehren geschehen konnte, war geschehen. Zur Vorfeier wurde am Samstag in sämtlichen Räumen des Städtischen Saalbaues ein Begrüßungsabend veranstaltet, an dem über 1000 Veteranen teilnahmen. Kamerad Kammermusiker Kugler brachte mit der Darmstädter„ Liedertafel" 3 Chöre zum Vortrag: An das Vaterland"" von Konrad Kreuber, Reiters Abschied von J. Kinkel und das feurige Schwertlied" von E. M. v. Weber. Als der lebhafte Beifall verrauscht war, entbot der Vorsitzende der vereinig ten Kriegervereine, Hauptmann a. D. v. Waldecker, den ersten Willkomm. Er dankte den Stadt- und Militärbehörden, ohne deren Hilfe der Ausschuß die Arbeit nicht hätte bewältigen können, und begrüßte die Veteranen, die Zeugen der großen Zeit, da in blutigen Kämpfen Wilhelm 1. das Reich errichtete." Oberbürgermeister Dr. Gläs= sing hielt die Begrüßungsansprache, die in ein Hurra auf den Landesfürsten ausflang. Nach dem gemeinsamen Gesang der Hessenhymne trug Kamerad Kammersänger Weber mit der technischen Vollendung und der Wärme des Ausbrucks zwei Gefänge vor, die der Stimmung des Abends angepaßt waren„ Der tote Kamerad" von Goltermann und " Kriegers Abschied und Heimkehr" von Kugler, der die Begleitung am Flügel ausführte. Prof. Trümpert hatte die Festrede übernommen, mit der er ein fesselndes Bild der Entstehung und Entwicklung des Reiches entwarf. Ats willkommene Versinnbildlichung der geschichtlichen Darstell ung folgte eine Reihe lebender Bilder Aus großer Zeit", die durch die formgewandte und über das Niveau eines Gelegenheitswerkes weit hinausgehende Dichtung des Ehrenmitgliedes H. Enders verknüpft wurden. Von schönen Erinnerungen und Eindrücken begleitet, verließen viele Teilnehmer das Fest, noch ehe Kamerad Bruch häuser mit einer fraftvollen Rede auf das Vaterland den offiziellen Teil geschlossen hatte. Die Feier am Sonntag. Am Sonntag morgen fanden sich die Veteranen zum auf dem Ererzierplatz stattfand. Während dieser Zeit aber brachte die Eisenbahn unablässig neue Scharen nach Darmstadt, die zum Teil in geschlossenem Zuge und mit Musik nach dem Denkmal Ludwig 4. marschierten, wo in schlich ter, herzlicher Huldigung Kränze niedergelegt wurden. Dann strömte alles nach dem Ererzierplab, wo im Westen ein großes Gebiet durch Barrieren abgesperrt war, an denen sich bereits das schaulustige Publikum drängte. Die Parade= teilnehmer nahmen in einem offenen Rechteck, die Breitſeite nach dem Walde zu, Aufstellung. Auf dem rechten Flügel standen Offiziere in Uniform und die Veteraninnen. Die Plätze für die Regimenter und die Kompagnien waren durch ausgesteckte Fahnen in den Regimentsfarben kenntlich ge macht. Die Kompagnien standen in zwei Zügen zu je zwei Gliedern, die Kameraden mit Auszeichnungen im ersten Glied. Jedes Regiment stellte drei Mann zur Fahne, die Kompagniesahne trug der rechte Flügelmann. Die Offiziere standen vor der Front. Die Parade stand unter dem Kommando des zweiten Vorsitzenden der Hassia, Major Be c. Die Aufstellung war unter Leitung des Hauptmanns d. L. Schröder bereits um 411 Uhr vollendet. Kurz nach 11 Uhr erschien von Süden her der Großherzog zu Perde, dahinter im ersten Wagen die Großherzo= gin mit dem Erbgroßherzog und dem Prinzen Ludwig, im zweiten Prinzessin Ludwig von Battenberg mit ihren Kindern, der Prinzessin Andreas von Griechenland und der Prinzessin Luise. An den Reihen der Veteranen entlang ging der Zug, um dann im Osten des abgegrenzten Gebietes Aufstellung zu nehmen, wo die geladenen Gäste, bei denen sich u. a. auch der Minister des Innern von Hom bergt zu Vach und Oberbürgermeister Dr. Glässing eingefunden hatten, sich befanden. Unter ihnen bemerkte der Großherzog eine Anzahl ordensgeschmückter ehrwürdiger Damen, Samariterinnen aus dem Kriegsjahr, die auch zum Teil der Feier im Saalbau auf dem Ballon beigewohnt hatten und entbot sie selbst zum Wagen der Geoßherzogin. Dann ritt der Großherzog gegen die Mitte des gewaltigen Vierecks und sprach mit weithin hallender klarer Stimme folgende Worte: 21. Jahrg. Bekanntmachung. der Die unterm 15. Juli 1910 angeordnete Sperre Südanlage zwischen Bleichstraße und Selterstor wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. August 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. In den Wagen der städt. Straßenbahn wurden in der Zeit vom 22. Juli bis 14. August d. J. nachstehende Sachen gefunden: 1 Paar Handschuhe, 2 Herrenschirme, 1 Damenschirm. Die Gegenstände können auf unserem Bureau, Westananlage 51, in Empfang genommen werden. Gießen, den 15. August 1910. Elektrizitätswerk und Straßenbahn der Stadt Gießen. J. V.: Sch mi B. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kabelarbeiten wird am Don nerstag, den 18. August, in der Ludwigstraße, von Bleichstraße bis Wilhelmstraße, und in der Liebigstraße, von Frankfurterstraße an; sowie am Freitag, den 19. A u- gust, in der Goethestraße, von Südanlage bis Ludwigstr. und in der Löberstraße, von morgens 8 Uhr bis nachmit tags 3 Uhr das Kabel ausgeschaltet und die Stromlieferung unterbrochen, was wir den anliegenden Konsumenten hiermit zur Kenntnis bringen. Gießen, den 15. August 1910. Elektrizitätswert und Straßenbahn der Stadt Gießen. J. V.; Sch mi b. Arbeitsvergebung. Die 3 immer bezw. Schreinerarbeit zur Herstellung einer Fahrradhalle, sowie die Weißbin= derarbeit zur Unterhaltung der höheren Mädchenschule soll Donnerstag, den 18. August d. Js., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 12. August 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. auszubringen. Se. Majestät der Kaiser, unser allerober' ster Kriegsherr, hurra, hurra, hurra! Das Hurra auf den Großherzog brachte Major Beck in folgenden Worten aus: Unser allergnädigster Kriegsherr, der erlauchte Sohn unseres glorreichen Führers im Kampfe, Se. Kgl. Hoheit Großherzog Ernst Ludwig hurra, hurra, hurra! der Die Musit spielte die Nationalhymne. Während Parade hatten der Divisionsfommandeur Generalleutnant von Strank, der Generaladjutant Generalmajor Hahn und der Hofmarschall Frhr. von Ungern- Sternberg zu Pferde links hinter dem Großherzog Aufstellung genommen. Der Vorbeimarsch dauerte etwa 1 Stunde und ging in dieser Reihenfolge vor sich: 1 Infanterie- Regiment( Leibgarde- Regiment), 2. Injanterie- Regiment( Großherzog), 3. Infanterie- Regiment ( Leib- Regiment), 4. Infanterie- Regiment( Prinz Karl), 1. Jäger- Bataillon( Garde- Jäger- Bataillon), 2. Jäger- Bataillon( Leib- Jäger- Bataillon), 1. Reiter- Regiment( Garde= Chevauleger- Regiment), 2. Reiter- Regiment( Leib- Chevauleger- Regiment), Feldartillerie( 2 schwere, 3 leichte und eine reitende Batterie), Pioniere, Train, Sanitäts- Detachement, Feld- Lazarett und Munitionsfolonne. Den Beschluß bildeten die nichthessischen Truppen. Mehrere Generäle in Uniform marschierten mit tm Zuge, u. a. Frhr. von Riedesel zu Eisenbach, v. Lyncker, v. Bernhardt, Frhr. v. Heyl, Kehrer, Hannesse, Keim und der frühere Generaladjutant Oberst von Küchler. Von den 15 000, die damals in das Feld hinauszogen, hatten sich 6000 hier eingefunden; trob der großen Kriegsverluste der hessischen Division, und trotz der vierzig langen Jahre, die verrannen, wies manche Kompagnie noch die Stärke von 100 oder 120 Mann auf. Es war erhebend und rührend zugleich, in diesen Männern, deren jüngste den Sechzig nahe standen, die auch nach den Wettern des Krieges noch manchen Sturm erlebt haben, beim Klang der alten Weisen noch einmal die alte Disziplin und den alten Jugendmut aufleben zu sehen, als sie, in Reih' und Glied marschierend, dem Sohn ihres geliebten Führers ihre Huldigung brachten. Und wohl jedem wurde klar, wie gewaltig die ethische Macht der großen Idee sein muß, der Idee des einigen, starten Vaterlandes, für die diese Männer einmütig Gut und Blut einseßten, und für die sie heute von neuem Zeugnis ablegten, sich zum Ruhme und uns zum Beispiel. In musterhafter Ordnung, wie der Vorbeimarsch, vollzog sich auch der Marsch durch die Rheinstraße, die ein solKameraden! In großer Zeit habt Ihr alle mitge holsen, unser großes Deutsches Reich, unser deutsches Volt auf seine jebige Höhe zu bringen. Eure in den glorreichen Kriegen in zahllosen Schlachten bewiesene echt deutsche Treue und Tapferkeit werden uns und allen tom menden Generationen ein ewig leuchtendes Beispiel bleiches Gewühl der Massen wohl schon lange nicht mehr geben. In diesem Zeichen deutscher Treue fordere ich Euch auf, dem Lenker des deutschen Volkes ein dreifaches Hurra sehen hat. Am Reiterstandbild Ludwigs 4. nahmen die Kapellen Aufstellung, während die Veteranen entblößten A.: - B.: Deutlich. Darf ich Ihnen nicht auch eine Zigarre anbieten?" Nein, ich danke sehr." A.: Rauchen Sie denn B.: Nein, aber nicht oder haben Sie schon geraucht?" Glosse. Mas wäre die Welt Dich nimmer im Leben betrüge! Die Wahrheit hoch in Ehren; allein holde Schein ohne Lüge! Verlange nicht, daß der Falsch aufgefasst. fängerin g'worde!" " Jessas! Jessas! schlecht's End mit dem Bärbele nehma tut!" Bata! Vata! Hast scho g'hört, des Bärbele isch a ofI han mir's scho denft, daß' s a Tourist( zum Wirt):„ Hier, wo es so viele Forellen scharf aufgepaẞt!" gibt, haben Sie feine auf der Speisekarte?" Wirt: Ja, da ist nichts zu machen Umschrieben. es wird zu des * Brüssel. Es gelang gegen 2 Uhr, das Feuer Das Ausstellungskomitee beschloß noch in einzudämmen. derselben Nacht, die Ausstellung nicht zu schließen. Hauptes und unter begeisterten Huldigungen am Denkmal| trischen Lichtes brannte. Vielleicht wird die Ursache vorbeizogen. Am Kriegerdenkmal vorbei ging der Zug, der Brandes niemals mit Sicherheit festgestellt werden können. sich dann vor 1 Uhr auflöſte, worauf die Teilnehmer in Gruppen die Säle aufsuchten, in denen das Festessen bereitstand. Im Saalbau waren die vier Leibkompagnien der Infanterie- Regimenter und der Jägerbataillone versammelt. Während des Mahles gedachte Major Beck mit martigen Worten der großen fürstlichen Heerführer und derjenigen ihrer Getreuen, die längst angetreten sind zu dem großen Appell da droben vor dem Schlachtenlenter. Dann brachte als Vertreter der Stadt Beigeordneter Mueller das Hoch auf die Lebenden aus. Auch in den anderen Sälen wurden Reden gehalten. Um 4 Uhr begann das Gartenkonzert im Saalbau, das bei herrlichem Wetter die Feier würdig abschloß. Lokales. Gießen, 16. August 1910. ** Bestätigt wurde vom Großherzog die am 21. Juli 1910 durch die Stad, verordneten- Versammlung vollzogene Wiederwahl des Kommerzienrats Ludwig Ge= orgi in Gießen zum unbesoldeten Beigeordneten der Provinzialhauptstadt Gießen. Der Brand der Brüsseler Weltausstellung schen Pfarrer Friedrich& ch m a 18 in Beuern zum AnEin ungeheuerer Brand legte in der Nacht zum Montag den größten Teil der Weltausstellung in Asche. Ueber den Verlauf der Katastrophe liegen folgende Nachrichten vor: * Brüssel. Am Sonntag bemerkten die Besucher der Ausstellung gegen 9 Uhr abends, wie aus der belgischen Abteilung, die seit 6 Uhr geschlossen war, Rauchwolken drangen. Ein wenig später züngelten schon die Flam men und 10 bereits der Teil ** Ernannt hat der Großherzog den evangelischen Pfarrer Friedrich Sch mal z in Beuern zum Anstaltsgeistlichen am Landeszuchthaus Marienschloß. Ernannt wurden durch das Ministerium der ung in Kenntnis setzte, war überall eine wirksame Ueberwachung der Pflegestellen und Pflegefinder möglich. Die Abteilung für Mietspatronat fann ebenfalls mit 3ufriedenheit auf das verflossene Jahr zurückblicken. Die Verhältnisse in den beiden Häusern der Abteilung, Kirchenplay 2 und Lindengasse 14, waren im allgemeinen in guter Ordnung. Der von dem Vereinsrechner Wilter vorgetragene Kassenbericht schließt in Einnahme und Ausgabe mit 107 666,26 Mt. ab. Unter den Ausgaben sind die Aufwendungen für die Milchküche und das Kinderheim besonders bemerkenswert, welche 40 162,47 Mr. betragen Die Krantenpflege und das Schwesternhaus verursachte dem Verein Kosten in Höhe von 33 256 Mt. Beiden angeführten Ausgabeposten standen bei dem Schwesternhaus 42 463,28 Mt. und bei dem Kinderheim 40-177,42 Mt. an Einnah men gegenüber. Im Hinblick auf den guten Zweck sei hiermit der Beitritt zu dem„ Allgemeinen Verein für Armenund Krankenpflege" aufs wärmste empfohien. !! Jeder& eftellgang ein An r von ihm ang breibsendungen, Radnahmefendunge ur Frantierung de mgen und zur B benen Beträge die Der Inhaber einer gelegten Wertjendu Aufgeber die Eint idneten Annahm wenigstens von de der den Pofthilft * Ringwe piel. Der Are baß einem Gesuchte Ballwurfspiel zu e in Glücksspiel au * Schlachthof. Die von der Schlachthofverwalt für Bolzenschießen, Justiz die Referendare Wilhelm Ben de r- Dorf- Güll und bühren beliefen sich insgesamt auf! 53 071,42 Mt. Unter diesen Entscheid be Heinrich Glo cf- Schotten zu Gerichtsassessoren. * Universität. Die schriftliche Vorprüfung in ung in dem Rechnungsjahr 1909-10 vereinnahmten Geden einzelnen Abgaben nehmen die Schlachtgelder mit Mt. 36 414,60 die 1. Stelle ein. Dieselben haben gegenüber erium hat auf R dem Forstfach beginnt am 17. Oktober. Die von der forst lichen Prüfungskommiſſion hierfür bestimmte Anmeldefrist ren, während die Beschaugebühren mit einer Einnahme von Slideſpiel zu het erlischt mit dem 12. Oftober. Der Zeitpunkt der Fachprüfung ist noch nicht näher festgelegt. * An die Stelle des in den in Flammen. Die Ausfellungsfeuerwehr, bit Feuerwehren von Brüssel und der ganzen Umgebung wurden alarmiert. Das Feuer verbreitete sich über die aus leichtem Holzfachwerk bestehenden Galerien mit fabelhafter Geschwindigkeit. Der ganze Himmel über Brüssel war in ein Flammenmeer gehüllt. Die Funken flogen über das ganze Terrain hinweg und die Feuerwehr konnte nichts tun, als die etwas abseits liegende deutsche Abteilung und die französische Kolonial- Abteilung zu schüßen. Das Publikum, das in der ungewöhnlich großen Zahl anwesend war, ergriff eine namenlose Panik und unbeschreibliche Szenen spielten sich ab. Polizei und Gendarmerie sperrten alle Zugänge ab. Die feurige Lohe leuchtete weit ins Land hinein. Das Unglück für die Stadt Brüssel ist unbeschreiblich. Unzähliche Millionen von Werten sind vernichtet. In der französischen Abteilung waren für sieben Millionen wertvolle Kunstgegenstände angesammelt, ebenso in dem schönen Alt- Brüssel. Um 11 Uhr wechselte der Wind plötzlich die Richtung und sofort war alles, was von dem Stadtviertel Alt- Brüssel noch übrig geblieben war, ein Raub der Flammen geworden. In wenigen Minuten war alles vernichtet. Das Feuer griff auch auf die Avenue des Nations über; das ist die Hauptstraße; die vom Haupteingang nach der belgischen Abteilung führt. Das gesamte Bureau der Weltausstellung vernichtet. Sämtliche Atten und Papiere, die in der Haupthalle untergebracht waren, sind verbrannt. Wenn sich die Nachrichten, die bis jetzt eingegangen sind, bestätigen, kann man daraus schließen, daß die Weltausstellung Brüssel im Jahre 1910 ihr Ende erreicht hat. Die deutsche und die holländische Abteilung, die vollständig getrennt von den übrigen liegen, sind unversehrt geblieben. Nach fundigungen ist die linke Seite der Ausstellung bis zur Treppe, die nach der deutschen Abteilung führt, vollständig vernichtet. Es sind die Ausstellungen Belgiens, Englands, sowie Frankreichs und Japans bis auf einen kleinen Teil zerstört, diejenige Italiens ist stark beschädigt. Einige Berichte besagen, das Feuer sei durch Kurzsch I u ß in der belgischen Abteilung entstanden, andere glauben nicht daran, da noch nach Ausbruch des Brandes ein Teil des elek12) Gerichtet. Familienroman von Franz Wichmann. ist so in Er= ,, Bitte, bitte!" komplimentierte dieser und einen Blick auf bas Kleid werfend, das die Försterin noch immer in der Hand hielt, fügte er hinzu:„ Ich hoffe, Sie sogleich noch schöner, glänzender wieder bewundern zu können!" „ Ei, Sie schmeicheln!" lächelte die Försterin, indem sie das Zimmer verließ von Klara gefolgt, welcher Herr von Hohlen mit glühenden Blicken nachsah. Otto war vor den Spiegel getreten und strich sich das Baar glatt. „ Sapperment, wie mein Alter sagt, sehe ich unordentlich aus!" räsonierte er.„ Heute noch nicht rasiert und frisiert! Da lauf' ich schnell hinüber, bis die Mama fertig ist. Du wartest schon einen Augenblick, nicht wahr?" wandte er sich zu dem Freunde.„ Wirst uns doch ein Stück begleiten wollen?" „ Bis zur Prinzenbrücke," versetzte dieser,„ nehme dann dort eine Droschke." „ Kannst dich ja unterdessen mit der Zeitung unterhalten," meinte Otto, fie liegt auf Klaras Nähtisch!" Und er verließ eilig das Zimmer. Robert trat, als die Schritte des sich Entfernenden auf der Treppe verhallt waren, an den bezeichneten Tisch. „ Ihr Nähtisch," sprach er vor sich hin,„ laß einmal sehen, was sie da alles drauf hat!" Er nahm die Zeitung und warf dieselbe beiseite. „ Fort damit! Papierfehen gegen warmes, volles Leben! Ein kleiner, vergoldeter Fingerhut! Reizend! Und hier, Stay etwa 8000 Mt. gegen das Vorjahr um nahezu 5000 Mt. md ganzen vom zurückblieben. von den Spielend ſtand getretenen Brof. eß ist ber Brot. Der Fort si ber * Alicescule. Für die Schülerinnen des Ses langten. Die Gro wissenschaft Dr. Weber berufen worden. * Militärisches. v. Lindequist, Oberstlt. beim Stabe des Inf.- Rgts. Kaiser Wilhelm( 2. Gr. Hess.) Nr. 116, unter Beförderung zum Obersten, zum Kommandeur des 1. Hannov. Inf.- Rgis. Nr. 74 ernannt. He u er, Oberstlt. im Inf.- Rgt. Kaiser Wilhelm( 2. Gr. Hess.) Nr. 116, unter Enthebung von der Stellung als Bat.- Kommandeur zum Stabe des Regiments übergetreten. Frhr. von Bibra, Major beim Stabe desselben Regiments, zum Bat. Kommandeur ernannt. ** Der Allgemeine Verein für Armenund Krantenpflege zu Gießen hielt vor kurzem seine Jahresversammlung ab. Nach dem von dem Vorsitz enden Pfarrer D. Schlosser erstatteten Jahresbe richt traten als Ersatz für den verzogenen Oberstaatsan walt Theobald Landgerichtsrat Sch udt und anstelle der Frau Kommerzienrat Heyligenstaedt, die sich gantz dem Säuglingsheim widmen wollte, Frau Schwan in den Vorstand ein. An Vermächtnissen wurden dem Verein u. a. zugewandt: aus dem Nachlaß des Herrn Wilhelm Wagner 2. in Gießen 400 Mt., von den Erben des jüngst verschie= denen Frl. Walther 100 Mt., von Rentner Spamer 100 m. und von Kohlenhändler Fischer Kohlen im Werte von etwa 100 Mt. Auch in dem abgelaufenen Jahr waren sämtliche 5 Abteilungen des Vereins rege für das Wohl der Allgemeinheit tätig. In der Helfer Abteilung wurden 139 Personen Unterstüßungen gewährt, wodurch 4416,07 Mart verausgabt wurden. Die Abteilung für Krankenpflege behandelte 1141 Personen. Die hohe Zahl der in der Krippe verpflegten Kinder 82 ließen die hierfür vorgesehenen Ausgaben von 2906,50 Mt. im Jahre 1908 auf 3735,50 Mt. im Jahre 1909 steigen, aus welchem Grunde hier der Verein zu den nur 1479,45 Mt. betragenden Einnahmen 2256 Mt. zuschießen mußte. In der Abteilung für mit Säuglingsfürsorge wurden 1076 Kinder Säuglingsnah Fung versorgt. Der durchschnittliche thigliche Verbrauch belief sich auf 43-58 Liter Milch. Auch in diesem Jahre wurde in der Milchküche holländische Säuglingsmilch abgegeben. In dem Säuglingsheim wurden 53 Kinder an insgesamt 6972 Tagen verpflegt. Die Abteilung für Waisenpflege hatte sich namentlich mit der Neuorganisation des Kinderschutzes besaßt. Man war der Ansicht, daß das Ziel eine größere Zentralisation der zersplitterten Kräfte sein müsse. Da das Gießener Vormundschaftsgericht sehr rasch von den in Gießen über Waisenkinder angeordneten Vormundschaften den Vorsitzenden der Abteilfreunde! War es schon ein brauchbarer Vorwand, um nicht mit der langweiligen Alten im Konzert sitzen zu müssen, so findet der Fezen jetzt noch eine besondere Verwendung!" Und er schob die aus seiner Brusttasche hervorgezogene Einladungskarte unter die Fußbank vor ihrem Sih. „ So, da wird sie es nicht gleich sehen! Halt, ich höre Tritte!" Er erhob sich rasch und lauschte. Klara, die eben wieder das Zimmer betrat, blieb betroffen stehen und machte Miene, umzukehren. " „ Sie sind noch da, Herr von Hohlen?" sagte sie. Warum so erschrocken?" fragte Robert, unbefangen tuend. Bin ich Ihnen denn so abstoßend, daß Sie sich vor mir fürchten?" " Ich glaubte, Sie seien bereits gegangen," erwiderte ste. Und Otto, wo ist er?" „ Er läßt sich sein Denkerhaupt beim Friseur mit olympischen Locken umwallen. Ich versprach, auf ihn zu warten!" So werde ich wieder gehen," sagte Klara rasch,„ die Mutter-" " Robert vertrat ihr den Weg. „ Aber so bleiben Sie doch!" hielt er sie zurück.„ Kann man denn nie einen Augenblick finden, um mit Ihnen einmal ein Wörtchen zu sprechen?" „ Worüber sollten wir reden?" antwortete das Mädchen falt. Sie wissen ja, daß wir uns nicht verstehen!" ,, Weil Sie mich nicht verstehen wollen, gnädiges Fräulein!" schnarrte er. ,, Ach, nennen Sie mich nicht mit dieser heuchlerischen Anrede!" fiel sie ein.„ Ich bin gegen niemand gnädig, kann es auch nicht ich nicht mehr bin als andere!" eine Stuber! Zenn man bent, fie ſtade fich in die rofigenije, da helbenſtecherin!" rief er.„ Aber ver- Haut Blut! Zum Teufel, was schießt mir das Blut in den Kopf! Und dort diese grüne, perlengestickte Fußbank, auf der ihre kleinen Füße ruhen! Himmel und Hölle, die Gelegenheit ist günstig, wie sie besser nicht sein kann! Sie wird allein sein, ganz allein! Der Bruder, die Mutter im Konzert, der Vater im Wirtshaus, also nichts zu fürchten, zumal die untere Etage leer steht und man im Vorderhaus nichts hören kann. Ich werde also wiederkommen, in einer halben Stunde vielleicht, unter irgendeinem Vorwand. Was habe ich denn, was ich hier zurücklassen, vergessen könnte, so daß ich darum zurücktommen müßte? Sie wird mir den Eintritt nicht verwehren, ia, sie wird nicht einmal die Tür verschließen nach der ihr gewohnt gewordenen ländlichen Sitte!" Er suchte in seiner Tasche. ,, Was nehme ich nur?" wiederholte er für sich.„ Ah, ein guter Gedanke! Die Einladuna zum Klub der Wahrheitszeihen Sie, daß ich Ihnen widerspreche, Sie sind mehr!" „ Das wäre?" „ Ein Weib, der Inbegriff des Schönsten, Höchsten, das ewige Rätsel, vor dessen himmlischer Lösung der Mann sich beugt!" rief Robert begeistert. Klara wandte ihm den Rücken. Wenn die schönen Worte es machten, möchten Sie recht haben, aber so „ Fräulein Reiner, Fräulein Klara," begann er von neuem, ,, wenn ich Sie denn nicht mehr mit der hergebrachten Anrede nennen soll,- warum quälen Sie mich so? Wissen Sie denn nicht, daß ich der aufrichtigste Freund Ihres Bruders bin? Warum dieses Mißtrauen?" 23enn ich Sie beleidigen wollte, würde ich sagen: Weil Sie es verdienen!" Robert biß sich in die Lippen, aber er lächelte.„ Doch, Sie welche äußerst befriedigend ausfiel. Es unterzogen sich ihr 6 Damen. * Vom Tage. Der 61jährige Kassierer des städtischen Gaswerks, Edmund Wetter, erlitt auf der Rück tehr von einem Ausfluge nach Heuchelheim einen Herzschlag. Er war sofort tot. In dem Verstorbenen verliert die Stadt einen treuen Beamten, der sich auch in weiteren Kreisen der Bevölkerung einer großen Beliebtheit erfreute. werbeschein zu dem letzten Jugeni eren Schulabteilung Aus He * Die Hül berzogtum Heffen l lenburg, Rheinhesse Ausgenommen find Für diese Kr * Konkurs. Ueber das Vermögen des Schneidermeisters Wilhelm karnbach- Gießen wurde das Konkursen. verfahren eröffnet. Konkursverwalter ist Kaufmann AlthoffGießen. Kontursforderungen sind bis zum 1. September 1910 bei dem Gießener Amtsgericht anzumelden. * Laubach bier nach längerer rich zu Solms- Lau * Diebstahl. In einer hiesigen Gastwirtschaft forbene, geborene wurde bekanntlich vor kurzem eine Kassette mit Wert tobe, vermählte ſi papieren entwendet. Der Dieb, welcher damals seinen m Grafen Fried Namen vor der Polizei geheimhielt, ist nunmehr er** Erledig fannt. Es ist der 20jährige Paul Margraf aus Langenargen, gegen den auch seitens der Eßlinger Polizei ein zu Grünberg. Steckbrief erlassen worden war. tember 1900. * Alsfel Blan und Kostend * Polizeihunde und Hundesteuer. Eine Sollsschule. Die S Anzahl hessischer Gendarmen hatten sich zum Vorteile des Herbstei Dienstes Polizeihunde auf eigene Kosten angeschafft. Das Ersuchen, die Hundesteuer zu erlassen oder auf die Polizei- glückes, das vor z fasse zu übernehmen, wurde abschlägig beschieden. Infolgeunferes Städchen dessen verkauften die meisten Beamten ihre Hunde wieder. Hoffentlich verschwindet die übertriebene Sparsamkeit auf rascheften wurde diesem Gebiete, denn der Polizeihund ist auch für die Land- dichtet. Zwet w gemeinden von großem Nußen. Eine Reihe rheinhessischer und das in gi Landgemeinden hat dem Feldschußpersonal mit gutem Grömmliche Geme folg Polizeihunde beigegeben und die Hundesteuer auf die geftellt und gel Kommunalfassen übernommen. gegen. !! Die Folgen der Tabaksteuer treten besonders in den kleinen westfälischen Landgemeinden zutage. So wird aus Vlotho, einem kleinen Landstädtchen an der Weser, das ganz von der Tabakindustrie gelebt hat, ge meldet, daß von 900 zur Einkommensteuer veranlagten Per sonen 300 Reklamation eingelegt haben; 200 davon sollen anerkannt sein. Zurückzuführen ist diese Häufung der Einsprüche auf das Mindereinkommen der Tabatarbeiter folge des sehr schlechten Geschäftsganges. Auch in zahlreichen anderen Gemeinden der Mindener Gegend sind starte Mindererträgnisse an Steuern zu verzeichnen. wollen es nicht, weil weil- in Vom b in den Blättern legung der gep Ernte forderten, Berlegung hinfäll borüber, das Ko Der Gerstenschnit en reif geworde das jetzt endlich ift in 14 Tagen Grummetschmitt. ber ist mithin d Borbereitungen Korpsmanöver zm Das Mädchen fiel ihm ins Wort, ehe er zu Ende sprechen sehen die Soldate fonnte: ,, Weil ich niemand beleidigen mag. Die Menschen sollen einander Gutes tun, statt sich zu kränken!" „ Ja, alle Menschen zu lieben, das ist auch mein Ideal, wie das Ihre! Und doch haben Sie nicht den kleinsten Teil dieser Liebe für mich!" ,, Ach, lassen Sie das!" wich Klara ihm aus.„ Es ist zu So dürfte der Ge ten, wieder strate * Buzbo taillon in der tan anschließend Вивбаф. der Probing Ob fomitees ftatt. rein, um mit unteinen Worten daran herumzudeuteln!" Wer des Provinzial es nicht fühlt, kann es nicht verstehen!" ,, Wenn ich Ihnen aber sage, daß ich 115 Der Wiedereintritt Ottos ließ ihn den Satz nicht vollenden mer Schwarz „ Ei, was sehe ich?" rief der Student. Ein tete- à- tête Brüderlein, Schwesterlein?" Das Mädchen errötete. trebungen der bie hmarft in 2 mit der Stadt „ Ich verbitte mir deine dummen Scherze!" ſagte fie heftig. mig zu folgend ,, Ein Scherz," meinte Robert ,,, und so böse sein, das stimmt der seitherigen nicht zusammen!" Klara öffnete rasch die Tür zum Nebenzimmer. ,, Du weißt, daß ich es nicht liebe!" sagte sie kurz. Die Försterin rauschte im größten Staat herein. foll am 15. Se und Edelschwein Eiergattungen follen in Bugbo " Pardon, daß ich Sie ein wenig habe warten lassen!" lammer, in 191 lächelte sie. „ Ich bewundere Ihre Schnelligkeit, gnädige Frau!" schmeichelte Robert. Nicht alle Damen verstehen es wie Sie! gehalten werden bon Buchttieren * Bad- N Die Kunst der Toilette ist vielleicht die größte, schwierigite Lagen die Bermi aller Künste!" Frau Adelheid war entzückt. ( Gerichtet 24 Nr. 8.) menden Sturgast ,, Ach, nicht wahr, das habe ich auch immer geglaubt!" Sie betrachtete sich wohlgefällig im Spiegel. Ich bin wirklich Jehr zufrieden!" den. Es geschieh Rontrolle anläg meldefrist gew * Bad- N 1803 Sturga ,, Aber jetzt allons, Mama," rief Otto ungeduldig, es if requenz bis jept höchste Zeit, das Konzert wird bereits begonnen haben!" 4 ,, Tut nichts," meinte die Försterin, es ist ja nur fein, ein wenig zu spät zu kommen, gerade wie im Theater!" „ Ja, ja, die gnädige Frau Mama weiß schon, was zum guten Ton gehört!" lächelte Robert Otto zu.am bend find. Schloffe find nu bird in Majjeno 200 Mann und nische Staijeria n in dem Fri Mit dem Ba bilt, der einzi werden. * Friedk ,, Ei, ich müßte mich ja schämen, wenn es anders wäre!" en hessischen G sagte diese, die seine Worte gehört hatte. Otto trat zu ihr. ,, Deinen Arm, Mama!" 310 „ Immer galant!" schmunzelte Frau Adelheid, und nahm H * Aus Na den Arm des Sohnes. Was der Vater auch sagt, du bist namentlich boch ein Herzensjunge!" Und ohne sich weiter um Klara zu kümmern, die sich noch Sam lommen fta goien Schaden a Wicheine nach iche Im Nebenzimmer zu tun machte, verließen die drei die Wohnung die von 1907 ( Fortsetzung folgt.) an nicht durch den, im Herbit Balfeldern empfin irtjame Ueber öglich. Die Ab falls mit 3 Liden. Die Ber Bestellgang ein Annahmebuch mit sich, das zur Eintragung !! Jeder Landbriefträger führt auf seinem ng, Kirchenplay einen in guter ilter borge der von ihm angenommenen Telegramme, Wert- und Einforeibsendungen, Postanweisungen, gewöhnlichen Pakete, Nachnahmesendungen und Zeitungsbestellungen, sowie der ahme und Aua zur Frantierung der Sendungen, zur Bestellung der ZeitAusgaben findungen und zur Beschaffung von Wertzeichen ihm übergeas Kinderheim Mt. betragen verursachte dem benen Beträge dient. Ein gleiches Annahmebuch führt je der Inhaber einer Posthilfsstelle für die bei dieser niedergelegten Wertsendungen 2c. Es ist zweddienlich, daß die eiden angeführ Aufgeber die Eintragung der Sendungen 2c. in die be thaus 42 463,28 eidmeten Annahmebücher eigenhändig besorgen oder sich t. an Einnah wenigstens von der Buchung durch den Landbriefträger 3wed sei bier oder den Posthilfstelleninhaber überzeugen. in für Armen lachthofverwalt * Ringwerfen auf Messen ein Glücksspiel. Der Streisausschuß Darmstadt hatte entschieden, daß einem Gesuchsteller der nachgesuchte Wandergewerbeschein für Bolzenschießen, Preisschießen, Ringwerfen und alg nnahmten Ge- Ballwurfspiel zu erteilen sei. Der Provinzialausschuß hat 42 Mt. Unter diesen Entscheid bestätigt, die das Ringwerfen nicht gelder mit Mt. ein Glücksspiel aufgefaßt werden könne. Das Hess. Miniaben gegenüber fterium hat auf Refurs nun diese Entscheidung aufgehoben, 000 Mt. erjab weil es den Standpunkt vertrat, daß das Ringwerfen als thezu 5000 Mt. amb ganzen vom Zufall abhänge, wenn auch jene Spiele Einnahme von Glüdsspiel zu hetrachten sei, weil der Gewinn im großen von den Spielenden selbst eine gewisse Geschicklichkeit vernen des Se, langten. Die Großh. Streisämter sind daher angewiesen, prüfung ftatt, jene Spiele bei Messen 2c. nicht zuzulassen, resp. den Geunterzogen fid fierer des städti itt auf der Rüd einen Herzschlag. verliert die Stadt eren Kreisen der te. des Schneider e das Konturs aufmann Althoff 1. September elden. werbeschein zu versagen. ( Dieses Ringwerfen wurde bei dem letzten Jugendfest im Philosophenwald von einer höheren Schulabteilung ebenfalls ausgeführt! D. Red.) Hus Hessen und Nachbargebiet. ab. * Die Hühnerjagd in Hessen. Im Großherzogtum Hessen läuft die Hegezeit für die Provinzen Starfenburg, Rheinhessen und Oberhessen am 21. August Ausgenommen sind die Kreise Alsfeld, Lauterbach u. Schotten. Für diese Kreise endigt die Hegezeit am 31. August. * Laubach. In der Nacht zum Samstag verschied hier nach längerem Leiden die verwitwete Gräfin Friedrich zu Solms- Laubach im Alter von 73 Jahren. Die VerGastwirtschaft storbene, geborene Gräfin Marianne zu Stolberg- Wernigefette mit Wert robe, vermählte sich am 23. Juni 1859 zu Jannowitz mit damals seinen dem Grafen Friedrich zu Solms- Laubach, gestorben 1. Sepit nunmehr er caf aus Langen ** Erledigt ist die Stelle des Bezirkskassierers ger Polizei ein zu Grünberg. tember 1900. * Atzfeld. Der Stadtvorstand genehmigte den eft euer. Eine Blan und Kostenanschlag zur Erbauung einer 12tlassigen um Vorteile bez Volksschule. Die Kosten belaufen sich auf 175 000 Mart. angeschafft. Das* Herbstein i. 2 Die Spuren des Brandun auf die Polizei glückes, das vor zwei Jahren fünfunddreißig Wohnhäuser chieden. Infolge Hunde wieder, unseres Städchens einäscherte, sind nun beseitigt. Am Sparsamkeit aus raschesten wurde das katholische Schulhaus wieder eruch für die Land richtet. Zwei weitere städtische Bauten, das Rathaus the rheinhessischer und das in größeren Plätzen des Vogelsberges hermit gutem Er fömmliche Gemeindewirtshaus, sind im Rohbau fertig gestellt und gehen demnächst ihrer Vollendung entindesteuer auf die euer treten be gegen. gemeinden zutage. Vom vorderen Vogelsberg. Wenn man städtchen an dr in den Blättern Stimmen vernehmen konnte, die die Vergelebt hat, ge legung der geplanten Manöver wegen allzu verspäteter veranlagten Ber- Ernte forderten, so sind jetzt die Gründe zu einer solchen 200 davon sollen Verlegung hinfällig geworden. Die Kornernte ist nicht nur häufung der Ein vorüber, das Korn ist auch bereits eingefahren worden. abalarbeiter in der Gerstenschnitt ist gleichfalls beendet. Nun ist der WeiAuch in zahlrei zen reif geworden, und auch der Hafer bleicht schon. Hält egend find starte das jetzt endlich gut gewordene Erntewetter weiter an, so ift in 14 Tagen die ganze Ernte beendigt. Dann folgt der Grummetschmitt. Bis zum Beginn der eigentlichen Manö ver ist mithin das Feld geräumt. Unsere Vogelsberger sehen die Soldaten gerne und man trifft eben schon überall Vorbereitungen zum Empfang der Truppen. Da sich die Korpsmanöver zwischen Grünberg und Ulrichstein hinziehen, so dürfte der Geiseberg bei Ruppertenrod, wo vor 6 Jahren, wieder strategischer Mittelpunkt werden. en. zu Ende sprechen e Menschen sollen auch mein Jdeal, den kleinsten Teil punt iss * Butzbach. Am Samstag hielt das hiesige Bataillon in der Nähe von Cleeberg Scharfschießen ab. DaTan anschließend fand ein größeres Gefecht statt. aus.„ Es ist zu Buzbach. Hier fand eine gemeinsame Sigung zudeuteln!" We des Provinzialausschusses der Landwirtschaftskammer der Provinz Oberhessen und des hiesigen Faselmarkttomitees statt. Der Sekretär der Landwirtschaftskam h nicht vollenden mer Schwarz berichtete eingehend über Ziele und Be Gin tete- à- tête ftrebungen der Landwirtschaftskammer, über den Zuchtbiehmarkt in Alsfeld, sowie über die Verhandlungen mit der Stadt Butzbach. Man gelangte sast einstim !" sagte fie heftig mig zu folgenden Beschlüssen: Der Faselmarkt wird in sein, das ſtimm der seitherigen Weise im März abgehalten. Weiter mmer. fie furz. * Weglar. Umgeben von Kindern und Enkelfindern feierten die Eheleute Jafob Kuhn und Johanette geb. Gerlach, das Fest der goldnen Hochzeit. Dem Jubelpaar wurde durch Pfarrer Günder die vom Kaiser verliehene Ghejubiläumsmedaille und eine prachtvolle Bibel mit Goldschnitt überreicht. * Marburg. Der Ballon„ Marburg" landete auf seiner letzten Nachtfahrt unter Führung des Herrn Dr. We gener mit den Insassen Führeraspirant Dr. Stuchtey und Apotheker Calließ wegen Gewittergefahr am Laachersee. * Kassel, 14. Aug. Zur feierlichen Nagelung und Weihung einer Anzahl Fahnen versam melten sich heute vormittag im Thronsaal des Residenz- Palais Kassel der Kaiser, die Kaiserin, die Prinzessin Vittoria Luise, Prinz Oskar, die Herren des Hauptquartiers u. die Damen und Herren der Umgebungen; ferner der Kriegsminister, der fommandierende General des ersten Armee- forps v. Kluck, der fommandierende General des 17. Armeekorps v. Mackensen, der kommandierende General des 2. Armeekorps von Linsingen, der Chefingenieur des Pionierforps General von Beseler und der Inspekteur der Infanterieschulen Generalmajor v. Wartenberg. Die Fahnennagelung wurde um 11 Uhr vorgenommen. Vor dem Palais war ein Feldaltar errichtet; den Friedrichplatz umgaben in einem großen Viereck die hier anwesenden Truppen der Garnison und daran anschließend die Veteranen, von denen sich über 5000 einfanden. Hinter den Truppen und Veteranen standen die Kriegervereine des Stadt- u. Landfreises Kassel mit ihren Fahnen; dahinter ein vieltausendtöpfiges Publikum. Während die Fahnen auf den Platz gebracht wurden, deren Träger sich im offenen Halbkreis an die Seiten des Altars aufstellten, erschien der Kaiser mit dem Prinzen Ostar zu Fuß; die Kaiserin wohnte dem Weiheakt mit Gefolge vom Balkon des Palais aus bei. Der evangelische Feldprobst der Armee Wölfing hielt eine Ansprache und vollzog dann in Gegenwart des katholischen Feldprobstes Dr. Vollmar die Weihe. Hiernach stieg der Kaiser zu Pferde und ritt die Front der Truppen und Veteranen ab. Die Kaiserin mit der Prinzessin Vittoria folg ten im offenen Wagen. Die Veteranen grüßten die Majestäten durch stürmische Hurrarufe. Der Kaiser zeichnete eine große Anzahl Krieger durch Ansprachen aus. Es folgte der Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie mit den neuen Feldzeichen und der übrigen Truppen in Kompagniefront, sowie der Vorbeimarsch der Veteranen. Jedermann, auch die Schußleute im Dienst, trugen Kornblumen. Kassel hatte heute den Tag der blauen Blume, an dem viele 100 festlich gekleidete junge Mädchen auf den Straßen und in den Häusern Kornblumen zum Besten des Kinderhorts feilboten. So hatte auch schon in früher Morgenstunde eine Gruppe junger Mädchen von der Wache Einlaß in das Schloß Wilhelmshöhe erhalten, und der Kaiser und die Kaiserin, denen sich die Damen und Herren des Hofes anschlossen, spendeten recht namhafte Beträge. * Kassel. Die Lokomotivfabrik von Henschel u. Sohn feierte das Jubiläum ihres hundertjährigen Bestehens und gleichzeitig das Fest der Fertigstellung der 10,000ten Lokomotive. Zu der Feier waren erschienen als Vertreter des Kaisers Generaladjutant von Plessen, ferner Vertreter des Eisenbahnministers, der Provinzialregierung und der Stadt. Die Firma stiftete aus Anlaß dieses Jubiläums gegen 800000 Mt. für wohltät ge Zwecke Der Inhaber der Firma, Kommerzienrat Karl Henschel, wurde zum Geheimen Kommerztenrat ernannt. Außerdem wurden zahlreiche Beamte und Arbeiter durch Ordensverleihungen ausgezeichnet. * Arolsen. Am Freitag nachmittag kamen die Wandervögel aus Gießen und Stegen mit der Bahn hier an, bezogen hier Freiquartiere und wanderten gestern morgen über Freienhagen und Frizlar, um von dort in ihre Heimat zurückzukehren. * Frankfurt a. M. Hier wurden im Klein handel die Fleischpreise nicht unbedeutend erhöht. * Frankfurt a. M. Als Einleitung zu der vom 15. bis 17f August hier tagenden zweiten Vertreter- Versammlung des Verbandes deutscher Versicherungsbeamten hatte dieser Verband Sonntag vormittag in den großen Saal des„ Kaufmännischen Vereins" den ersten deutschen Versicherungsbeamtentag einberufen. Die Tagung wurde von dem Vorsißenden Piezerbander- München, eröffnet und geleitet. Dr. Wilhelm Schäfer vom Lehrinstitut für Feu erversicherungstechnik zu Hannover hielt einen Vortrag über seßungen des Versicherungswesens". Der geschäftsführende „ die wirtschaftlichen und sozialen Grundlagen und VorausVorsitzende, A. Liening- München sprach über die Entwickelung des Verbandes deutscher Versicherungsbeamten". Der Verband wurde im Jahre 1908 auf Anregung des Münheute bereits über 6000 Beamte. chener Vereins mit 494 Mitgliedern gegründet und umfaßt * Frankfurt a. M. Die Vorarbeiten für die Landes- Obst- und Gartenbau- Ausstellung vom 1. bis 16. Oftober schreiten schnell vorwärts. Es liegen in allen Abfoll am 15. Septemb.r in Zuchtvichmark für 3 egenteilungen zahlreiche Anmeldungen vor, sodaß die Ausstellund Edelschweine, verbunden mit Auktion für beide Tiergattungen abgehalten werden. Für die Folge sollen in Butzbach unter Leitung der Landwirtschaftswarten lassen!" Hammer, in 1911 beginnend, Zuchtviehmärkte abgehalten werden, womit Prämiterung und Auktion gnädige Frau von Zuchttieren verbunden werden soll. herein. eben es wie Sie! ößte, schwierigste * Bad Nauheim. Die Polizei ließ in diesen Tagen die Vermieter auffordern, von jetzt ab jeden ankomden. Es geschieht das wohl im Interesse einer genaueren Anmeldefrist gewöhnlich drei Tage. richtet 24 Nr. 8) menden Kurgast innerhalb dreier Stunden anzumel immer geglaubt!" Sontrolle anläßlich des Zarenbesuches. Seither betrug die Ich bin wirklich * Bad Nauheim. In der abgelaufenen Woche nd 1803 Kurgäste angekommen und beträgt die Gesamt= geduldig, es i frequenz bis jetzt 26 176 Personen, wovon noch 7158 anen haben!" ja nur fein, ein zater!" schon, was zum wesend sind. * Friedberg. Die Hauptarbeiten an dem Gr. Schlosse sind nunmehr beendigt. Das Militärkommando wird in Massenquartieren untergebracht; man spricht von 200 Mann und 5 Offizieren. Es ist anzunehmen, daß die Tussische Kaiserfamilie in Zukunft noch häufiger als bisher mal in dem Friedberger Schlosse Wohnung nehmen wird. Mit dem Bau einer neuen staatlichen Blindenanstalt, der einzigen Hessens, wird in kürzester Zeit begonnen werden. 23 anders wäre!" dem hessischen Großherzogpaar Besuche abstatten und jedes計算 heid, und nahm ich fagt, du biff sitts, namentlich aus dem Kreise Biedenkopf und von der ern, die fich noch * Auz Nassau. Aus fast allen Teilen unseres Be Lahn kommen starke Klagen über Mäuseplagen, die schon großen Schaden an dem Getreide angerichtet haben. Dem Anscheine nach scheint die Plage, die erst im vollen Anzuge rei die Wohnung ist, die von 1907 noch zu übertreffen, und sie wird sich, wenn nicht durch Legen von Gift Gegenmaßregeln ergriffen werden, im Herbst besonders in den Kartoffel- und jungen Saatfeldern empfindlich bemerbar machen. ung nur das Beste verspricht. Vom Minister für Land= wirtschaft, Domäne und Forsten wurden bereitwilligst 13 Staatsmedaillen zur Verfügung gestellt. Ebenso stellte die Landwirtschaftskammer für den Regietungsbezirk Wiesbaden eine größere Anzahl Medaillen in Aussicht. Sämtlichen Ausstellern ist von der Eisenbahndirektion freie Rückbeförderung der Ausstellungsgüter gewährt worden. Frankfurt a. M. Hier findet in den nächsten Tagen eine außerordentliche Generalversammlung des hessi schen Oberlehrervereins statt, welche gegen die Besetzung der Hessischen Schulabte ung mit einem Juristen Verwahrung einlegen wird. zu * Mpinz. Bekanntlich wurde seither auf Grund einer Angabe des Frankfurter Patriziers von Glauburg, der den Totenschild Gutenbergs gesehen haben wollte, an genommen, daß Gutenberg in der Franziskanerkirche Mainz begraben sei. Bei den jetzigen Aufräumungsarbei ten aus Anlaß des Theaterbaues ist indes die Grabstätte nicht gefunden worden, und die höchste Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß Gutenberg seine letzte Ruhe in der Pfarrfirche zu Eltville gefunden hat. * Darmstadt. Die Meisterprüfungen für die Provinz Starkenburg haben nunmehr ihr Ende erreicht. Sie dauerten angesichts der großen Zahl der Teilnehmer 7 Monate, wobei 32 Prüfungsmeister in Tätigkeit waren. E3 beteiligten sich 152 Prüfungskandidaten, von welchen 125 die Prüfung bestanden. Apollinaris Sonnenstr. 6. NIEDERLAGE BEI: Jean Weisel Giessen Telefon 235. * Darmstadt. Da eine wünschenswerte gerechtere Regelung des Lehrerwitwengeldes bis jetzt sich noch nicht erreichen ließ, die Notlage der Lehrerwinwen auch vom Staate anerkannt wird, so finden zur Zeit im Lande eingehende Erhebungen statt zwecks Auszahlung einer außerordentlichen Zulage an die Witwen von Volksschullehrern. * Darmstadt. Der Verwaltungsbericht für 1908 wurde in der letzten Stadtverordnetensißung genehmigt. Dar nach scheint der Abschluß gegen das Vorjahr ein ungünsti gerer, doch beträgt der tatsächliche Fehlbetrag nach Abzug einiger rein rechnungsmäßiger Posten nur etwa 42 000 Mt. Das Gesamtvermägen der Stadt hat sich um 1 190 812 Mr., d. h. nach Abzug der Schulden auf 28 387,174 Mt. er höht. * Wiesbaden. Die fünfte Kompagnie des Füfilier- Regiments von Bersdorf( furhessischen Nc. 80) in Wiesbaden erwarb sich auf dem Sciesheimer Sande den Kaiserpreis des 18. Armeekorps In den letzten beiden Jahren war befanntlich die Leibkompagnie des Infanterie- Regiments Nr. 115 Trägerin des Kaiserabzeichens. * Worms. Unsere Stadt und die ganze Rheingegend steht unter einer Schmatenplage, wie in feinem Jahre zuvor. Durch die mehrfachen Ueberschwemmungen des Rheins sind hunderte von fleinen Tümpeln entstanden, die geeig netsten Brutstätten der Schnaten. Die Bürgermeisterei hat das Stadtbauamt angewiesen, alle stillstehenden und langsam fließenden Gewässer mit Petroleum zu übergießen. * Cronberg i. T. Prinzessin Friedrich Karl und die Kronprinzessin von Griechenland trafen gestern von England bezw. Vlissingen hier ein Aus aller Welt. * Berlin. Die seit langen Jahren schwebende wenig gewünschte Novelle zum Patentgesetz ist ziemlich fertig gestellt. Sie wird aber den Reichstag in seiner nächsten Sigung noch nicht beschäftigen, weil er mit der Reichsversicherungsordnung und Strafprozeßordnung schwer belastet iſt. * Koblenz. Ein hier angestellter Hotelportier erschien an patriotischen Festtagen stets mit Kriegsdenkmün zen geschmückt. Es stellte sich jetzt heraus, daß er niemals gedient hat, aber jahrelang Veteranenunterstützung erhielt. * wiunwen. In einigen Schulhäusern Münchens hat man vor einiger Zeit versuchsweise Sparmarkenautomaten aufgestellt. Die Erfahrungen, die damit gemacht wurden, waren so günstig, daß die städtischen Kollegien sich jetzt entschlossen haben, in einer weiteren Anzahl von Schulen derartige Apparate unterzubringen. * Dortmund. Der verhaftete Direktor Ohm der verkrachten Niederdeutschen Bank hat in den legten 3 Jahren an Gehalt und Tantiemen 400 000 Mark bezogen, die er zum Teil bet ausländischen Banken in Sicherheit gebracht hat. Auch wegen Steuerhinterziehung ist das Verfahren gegen den Direktor Ohm eröffnet worden. * London. Hier sind 70 deutsche Studenten eingetroffen, um die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in England zu studieren. Der Aufenthalt der Studenten ist auf mehrere Wochen berechnet. Sie werden zum Teil bei befreundeten Familien wohnen. * New York. Bürgermeister Gaynor ist jetzt in guter Stimmung und sichtlich gefräftigt. Die Lage der Ku gel wurde jeßt bestimmt festgestellt und die Aerzte sind überzeugt, daß sie leicht herausgezogen werden kann. Wahrscheinlich wird Gaynor noch einige Wochen im Hospital bleiben müssen. )( Das Brennabor- Terzett O. Peter, B. Wegener und W. Techmer sicherten sich am Sonntag im Hauptfahren in Breslau die drei ersten Pläße, im Prämienfahren war die Reihenfolge Wegener, Techmer, Peter. Im Handicap wurde Wegener Erster und Techmer Zweiter. )( Weltmeister Darragon besiegte seine beiden Landsleute Seres und Lavallade am Sonntag in Paris glänzend und gewann auf seinem flinten Brennabor- rade alle 3 Läufe des 60 Kilometer- Dauerrennens überlegen. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Sind Sie 19129110210 CigarettenFabrik- Ansicht kenner? 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Gegen diese Entscheidung ist innerhalb zweier Wochen Beschwerde an das Großherzogl. Ministerium des Inneru zulässig. Gießen, den 13. August 1910. Die Großherzogliche Handelskammer. S. Heichelheim. Bheumatis und Gicht- Leidenden wets Gießen. Afterweg 9. Nußtot Mt. 1,15 1,25 36 1 10 1,20 " 1 " !! 200 " " 17 " 1,05 1,15 über 400 " " " 1 1,00 1,10 Im Gaswerk findet nur Verkauf von über 5 3tt statt, die meisten hiesigen Kohlenhändler berabfolgen Gastots auch in Mengen unter 5 3tr. Für Anfubc an das Haus werden 10 Pfg. für den Zentner berechnet Für Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich die Preise außerdem um den Betrag de Oftroirückvergütung von 4 Pfg. für den Ztr.. Der billige Peets wird nur für den Koks gewährt der bis 1. September 1910 abgenommen wird. Vor 1. September ab treten die Winterpreise in caft. Gießen, den 6. Angust 1910. Städtisches Gas.: und Wasserwerk Gießen. Steding. 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