berei rei awa ettfedernFressen 21. ue 17. der E. shalb stels ER, erputzmittel kstelle tgeltlich ( usfunft Mädchen. Mittwochs ceftraße 31IIL ueste Singer- Näh ine„ Krone gelt die Naht am auch vor- and irts nähend 30 Jahren Liev. Post-, Preal Freun u. ReichseisenBeamten, Lehrer-, -Vereinen, ver die deutsche rmige Singer ygienischer Fußruhe derei, 40, 46, 48, robezeit. 5 Jahre Waschmisschine.- tte billigst. Jabl kennungen gratis, schinen- Fahrrad Jacobsohn, inienstr. 136. ofe Bodendreher, fo n Haararbeiten dauerhaft an Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 f. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei.- Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Mannifripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Vr. 96. Bekanntmachung. Enthält alle amil. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberheffens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Samstag, 16. Juli 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Big.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Big., auswärts 60 Pig.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Plagvorschriften ohne Berbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Der letzte diesjährige öffentliche Impstermin für die Erstimpflinge der Stadt Gießen findet am Mittwoch, den 20. Juli d. Js. statt. Gießen, 14. Juli 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Bekanntmachung Wegen Vornahme von Straßenarbeiten wird die Südanlage zwischen Bleichstraße und Selterstor von heute an bis auf Weiteres für jeglichen Fuhrwerks- und Radfahrverfehr gesperrt. Gießen, den 15. Juli 1910. Großherzogliches Polizeiami. Gebhardt. Hessischer Landtag. Zweite Kammer. Die Kammer ist am Donnerstag vor Eintritt der Som merferien noch zur Lösung der neuen Wahlkreisein teilung übergegangen. Die von der Regierung vorgeschlagene Wahlkreiseinteilung ist bekanntlich von allen Parteien abgelehnt worden, weil sie sich einmal gar zu sehr auf die Einteilung der Amtsgerichtsbezirke stüßte, haupt sächlich aber, weil sie den Interessen der Parteien nicht entsprach und feine derselben befriedigte. Der Hauptstreit im Ausschuß drehte sich um die Einteilung der beiden Provinzen Rheinhessen und Oberhessen. In Rheinhessen hat sich das eigentümliche Schauspiel gezeigt, daß sich die Nationalliberalen selber über die Neueinteilung der Bezirfe ganz gewaltig in die Haare gegriffen haben, und daß die Mainz- Oppenheimer Parteileitung namentlich wegen der angeblich seitens der nationalliberalen Fraktion dem Zen frum gemachten Konzessionen öffentlich Protest erhob. In Oberhessen hat die Fraltion der Bauernbündler in der von ihr vorgeschlagenen Wahlkreiseinteilung die bereits in Der„ Gießener Zeitung" mitgeteilte Forderung gestellt, daß die beiden Orte Heuchelheim mit 2390 und Wiesec mit 2876 Einwohnern zu den beiden Gießener Wahltreisen geschlagen werden, andernfalls die Bauernbündler gegen die ganze Einteilung votieren wollen. Vizepräsident Korell eröffnete die Sitzung mit der Mitteilung, daß beabsichtigt sei, nur zwei Sißungstage zu halten und dann die Kammer bis zum Herbst zu vertagen. Das Haus verwies zunächst mehrere Anträge und Vorstellungen an den zuständigen Ausschuß. Bei der Vorstellung u. Haar- Geschäft der hessischen Staatsunterbeamten um Gewährung einer Ww, Gießen Teuerungszulage entspann sich eine längere Debatte, in der sich namentlich die Abgeordneten Dr. Diann, Reh, Molthan, Raab und Brauer für die Bewilligung einer Zulage aussprachen, falls nicht in aller Kürze eine Neuordnung der Besoldungsordnung erfolge. Die Vorstellung wurde schließlich einstimmig an den Ausschuß überwiesen. gaffe 2. nwalt eipzig sgeschnittenes dem Dem der Dann entspann sich bei der Beratung von Gehaltsauf besserungen über etwa 40 Vorstellungen von Beamten, Lehrern 2c. nochmals eine längere Debatte. Es wurde schließ= lich ein Antrag Raab( Soz.) in Verbindung mit Ausschußantrag angenommen, sämtliche Vorstellungen Finanzausschuß zu überweisen und die Vorstellungen unteren Beamten besonders zu berücksichtigen. Nachdem da= rauf die Wahl der Abgeordneten Ba ch= Mainz und Dr. Wols Gonsenheim für giltig erklärt und mehrere Auzschußwahlen vorgenommen worden waren, berichtete Abg. Feueranmachen lebel über die Abänderung des Fürsorgefassen 15 pro Zenta gefeßes. Der ganze Entwurf wurde nach kurzer Debatte nach den Ausschußanträgen angenommen. holz , Lollar Er sich, aden Vellcherpulver perle" Zur Regierungsvorlage betreffend die Herstellung einer Nebenbahn von Kreuznach nach Sprend Lingen( Rheinhessen) machte Abg. Pennrich( 3trm.) Einwendungen, weil sie eine Schädigung der Stadt Bingen bedinge. Nachdem Geheimrat Süffert und Abg. Er. ba ch die Annahme des ganzen Entwurfs befürwortet haiten, wurde dieser mit allen gegen drei Stimmen angenom men. Die Kammer setzte gestern ihre Beratungen fort und beschäftigte sich mit der Wahlkreiseinteilung nachdem zuvor ein Antrag Leun über die Bauordnung dem zuständigen Ausschuß überwiesen worden war. Als Abg. von Brentano als Ausschußberichterstatter auf das Wort verzichfete, sprach zuerst Abg. Reh( freis.), der einleitend bemerfte, der reaktionäre Block in Hessen habe nach dem Pluralwahlrecht ein zweites Kind geboren, das er nicht als eine Mißgeburt bezeichnen wolle. Bei dieser Wahl= freiseinteilung der Mehrheit des Hauses komme der trasseste Parteiegoismus zum Ausdruck. Die Regierungsvorlage sei verhältnismäßig objektiv gewesen, aber gegen die Winklerschen Vorschläge müsse unter allen Umständen protestiert werden. Seine Partei( die Freisinnigen) würden zunächſt für den Antrag Reh, dann für die Regierungsvorlage und eventuell für den Antrag Bach bezüglich der Wahlkreiseindeilung in Rheinhessen eintreten. Im Namen der Gerech digkeit müsse er gegen die Wahlkreiseinteilung der Mehrheit Abg. Ba ch betont, daß ihm der Entschluß zur Einbringung seines Antrages als parlasolches so schöne des Hauses protestieren. hält. Achten Sie auf genau auf den erle und Schutz- mentarischer Neuling sehr schwer geworden sei. Aber er ger. Allein. Fabr. habe sich dazu entschließen müssen. Das Bestreben sei geer, Göppingen. vesen, den Besitstand der Parteien zu erhalten, und an Berseits volle Gerechtigkeit obwalten zu lassen. Der Antrag Befenntmachung. Betrifft: Gesuch der Firma R. Sternburg zu Weilburg um Genehmigung zum Umbau der Seifenfabrik in Gießen, Marburgerstraße 44. Die nachstehende Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Gießen bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 13. Juli 1910. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Steller. Betrifft: Wie oben. Betanntmachung. auf Die Firma R. Sternburg, Weilburg, beabsichtigt dem Grundstück Flur 2 Nr. 257 und 256 9-10 der Gemarfung Gießen eine Seisenfabrik umzubauen. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieses in der Darmstädter Zeitung bezw. im Reh sei von parteipolitischen Rücksichten diktiert, ebenso der Antrag Winkler. Der Redner führt namentlich verschiedene Beispiele aus der Provinz Rheinhessen an und ersucht das Haus, für seinen Antrag einzutreten und den Mehrheitsantrag abzulehnen. Abg. Winkler polemisiert eingehend zunächst gegen das" Mainzer Tageblatt", das für die nationalliberale Partei nicht fompetent sei, sodann gegen die Abgg. Reh und Bach. Reh wirft er vor, daß er, der nur von 4600 Einwohnern, einschließlich aller Säuglinge, in Alsfeld gewählt worden sei, doch beim besten Willen nicht der kompetente Beurteiler für rheinhessische Verhältnisse sein könne. Nach einer Frühstückspause behauptete Abg. Dr. Ful da( Soz.), schon die Regierungsvorlage hätte geschadet, und es sei nicht mit gleichem Maß gemessen worden. Die Vorlage der Mehrheitsparteien verfolgte aber noch mehr als den Zweck, die Sozialdemokratie zurückzudrängen, und bedeute eine schamlose Beschränkung der Rechte des Volkes. Abg. Dr. Schmitt wandte sich scharf gegen die Ausführungen des Abg. Reh, der vielfach das Maß des parlamentarisch Erlaubten überschritten habe. Abg. Dr. Wink ler habe seine Wahlkreiseinteilung nach bester Ueberzeugung ausgearbeitet. Abg. von Brentano wies da rauf hin, daß die Sozialdemokratie es nicht einmal der Mühe wert gehalten habe, selber eine Wahlkreiseinteilung vorzuschlagen; sie habe daher auch am wenigsten ein Recht, zu fritisieren. Bei der nach 2 Uhr erfolgten Abstimmung wurde die Wahlkreiseinteilung für Startenburg nach dem Antrag Heydenreich mit 30 gegen 12 Stimmen, für Oberhessen die Wahlkreiseinteilung des Bauernbundes mit 27 gegen 15 Stimmen und für Rheinhessen nach dem Antrag Winkler mit 30 gegen 11 Stimmen angenommen und daraufhin die Kammer bis zum Herbst vertagt. Sihung der Stadtverordneten Gießens. Gießen, 14. Juli 1910. im In der heutigen Stadtverordneten- Sißung waren ganzen 22 Punkte zu beraten. U. a. tam diesmal die mangelhafte Heizung der Friedhofstapelle zur Sprache, während der Punkt„ Mitteilungen" D.-B. Mecum zu einer Darlegung der zwischen der Stadt Gießen und Lollar schwe benden Bahn- Angel genheit veranlaßte, welche die Stadt weiter verfolgen wird. Im übrigen tat der heiße Abend das seinige, die Debatten nicht allzusehr in die Länge zu ziehen, so daß die öffentliche Sigung nach Ablauf von 2 Stunden schließen fonnte. Punkt 1 wären Mitteilungen. O.-B. Mecum gab über den hinsichtlich des wegen der Verteilung der Kosten des Geländeerwerbs für die Bahn Lollar Condorf zwischen der Stadt und der Gemeinde Lollar ausgebrochenen Streites folgenden Ausschluß:„ In einer von Vertretern der Gemeinden Lollar, Mainzlar, Treis a. d. Lda. und anderen Orten besuchten Versammlung wurde im Jahre 1899 die Bildung einer Vereinigung beschlossen, welche die Anteilsumme der Stadt Gießen auf ein Zehntel der etwa 250 000 Mt. betragenden Geländeerwerbskosten also auf 25 000 Mt. festsetzte, nachdem sie das für den Bahnbau erforderliche Gelände unter der Bedingung des Rückgriffs auf die interessierten Gemeinden erworben hatte. Die Stadt war jedoch zur Zahlung dieser Summe durchaus nicht geneigt. Aus diesem Grunde lam vor dem Kreisausschuß des Kreises Friedberg, welcher sich infolge der Beschlußunfähigkeit des Kreisausschusses des Kreises Gießen mit der Sache befaßte, am 19. Dezember 1908 die Angelegenheit zur Verhandlung. Der genannte Kreisausschuß setzte den Anteil der Stadt Gießen auf 45,59 Prozent also von 25 000 Mt. auf ungefähr 113 000 mt. herauf. Da diese Summe der Stadt Gießen zu hoch erschien, hatte sich nunmehr der Provinzial- Ausschuß mit den Geländeerwerbskosten zu beschäf= tigen. Derselbe sette am 6. Juli 1910 den Anteil Gießen auf 35,85 Prozent fest, womit die Summe von 113 000 Mart auf 90 000 Mt. herabgesetzt wurde". Schließlich be= merkte der D.-B. Mecum, daß die Begründung des Urteiles des Provinzialausschusses bis jetzt ausstehe, weshalb die Stadt dazu noch nicht Stellung nehmen fann. Soviel steht aber fest, daß die Stadtverwaltung gegen die Entscheidung des Provinzial Ausschusses bei dem Ministerium des Innern Beschwerde einlegen wird.- Interessenten hatten in einer Eingabe um die Errichtung einer Haltestelle der Straßen bahn an der Braugasse gebeten, welche auf Antrag Oberbürgermeisters der Verwaltung des Elektrizitätswertes des 21. Jahrg. Streisblatt für den Kreis Gießen an geredmet, auf dem Bu reau der Gr. Bürgermeisterei Gießen zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschlusses bei Großh. Bürgermeisterei Gießen vorzubringen. Gießen, den 11. Juli 1910. Großh. Kreisamt Gießen. J. V. gez.: Langermann. Bekanntmachung. der Die unterm 25. Juni 1910 angeordnete Sperre Südanlage zwischen Goethe- und Bleichstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 15. Juli 1910. Großherzogl. Polizeia mt. Gebhardt. zur Begutachtung und etwaigen Berücksichtigung überwiesen wurde. Puntt 2 betraf Erweiterung des Bahnhosg- ebäudes. Für den augenblicklichen Umbau des BahnHofsgebäudes, welches, wie bereits gemeldet, anstelle des abgebrochenen nördlichen Anbaues einen Fürsten Empfangsraum erhalten soll, war ein Dispens von dem§ 18 See Ortsbausatzung erforderlich, welchen die Versammlung auf Befürworten des Bau- Ausschusses erteilte. Hierbei wies Stadtv. Grünewald auf die zu geringe Weite des Viadukts an der Neustadt hin, welche sehr leicht ein Un glück entstehen lassen könne. Demgegenüber bemerkte O.-B. Mecum, daß bei einer Erweiterung des Viaduktes auch die Stadt die nicht unerheblichen Umbautosten tragen müsse. Puntte 3-6 waren Baugesuche. Karl Wie= gandt hatte Löberstraße 5 ein Werkstättengebäude er= richtet. Da jedoch die benachbarte Ortstranfenfasse in der Entfernung von 3 Mtr. einen Anbau aufführte, so war für den aus diesem Anlaß notwendig gewordenen Umbau des Wiegandt'schen Gebäudes eine Befreiung von den§§ 45 und 50 der Ortsbausatzung notwendig, welche die Stadtverordneten auf Befürworten der Kommission erteilten. Die Firma Birkenstock u. Schneider gedenkt Friedrichstraße 15 ein Haus zu erbauen, welches 80 Zentimeter hinter der Baulinie zu stehen kommt und allen Vorschriften der Baupolizei entspricht. Die Versammlung erteilte die nachgesuchte Erlaubnis zur Aufführung dieses Gebäudes Die Firma Rinn gedentt ihren dreistöckigen Neubau an der Bahnhof- und Alicestraße in drei selbständige Teile zu gliedern. Sie war deshalb bei der Stadt um Genehmigung dieses Vorhabens eingekommen, welche die Versammlung unter der Bedingung erteilte, daß die nötigen Hofreiten vorgesehen werden.- Wilhelm Balthaser Büttner hatte bei der Stadt um die Erlaubnis zur Errichtung eines Neu baues an der oberen Marburgerstraße nachgesucht. Da sich jedoch das in betracht kommende Grundstück außerhalb des Ortsbauplanes befindet, so war der Ausschuß nicht in der Lage, das Gesuch zu befürworten. Stadtv. Simon: Der Beschluß der Kommission fann mich eigentlich nicht überzeugen, da auch in anderen Städten es üblich ist, außerhalb des Bebauungsplanes Neubauten zu genehmigen. Der Platz des fraglichen Grundstückes muß zweifellos ein gün stiger genannt werden, da sich dort der Endpunft der Stra ßenbahn befindet. Beig. Keller: Die Entwicklung einer Stadt ist zweifellos nur dann eine gesunde, wenn sie von innen nach außen erfolgt. Ferner steht zu erwarten, daß eine derartige Ausnahme zu üblen Folgen führt. O.-B. Mecum: Aus der Erlaubnis dieses Neubaues er gibt sich für uns auch die unbedingte Notwendigkeit, nach dem Grundstück Gas- und Wasserleitung zu legent Die Versammlung lehnte das Gesuch ab. Hierbei empfahl D.B. Mecum, in Zukunft den Grundstücsagenten bei Vervon 1 Prozent zu zahlen. Dieser Vorschlag fand im Hin mittelung von Verkäufen städt. Grundstücke eine Provision blick auf die dadurch der Stadt erwachsenden Vorteile bei unseren Stadtverordneten lebhaften Antlang und wurde sofort zum Beschluß erhoben. 7. Punft: Für die Errichtung eines Antiteln 15 und 18 der Bauordnung gewünscht worden, welche bauez Seltersweg 63 war eine Befreiung von den ArGrundstüces einer bereits früher ergangenen Aufforderung, der Ausschuß nicht befürwortete, da der Eigentümer des bei dem Anbau die in den beiden obigen Artifeln gesor derte Umfassungswand auszuführen, nicht nachgefommen war. Die Versammlung beschloß in dem Sinne des Ausschusses. Puntt 8: Für die Erbauung eines Häuschens in der Sandgrube von H. W. Rinn an der Marburgerstraße war ein Dispens von§ 5 der Bauordnung notwendig, welchen die Stadtverordneten einstimmig erteilten. 9. Puntt: Jakob Heilbronner beabsichtigt, am Haus Marktstraße 17 Schautasten anzubringen, welche 5 Zentimeter über die Hauswand hervorragen. Der in der Marttstraße herrschende Verfehr hätte dem Ausschuß nahege legt, das in dieser Sache eingereichte Gesuch nicht zu fürworten, welches die Stadtverordneten infolgedessen ablehnten. be= 10. Punit: Die Gail'fche Dampiziegelei war um Erlaubnis zur Verlegung ihrer Anschlußge= leise über städt. Wege eingefommen. Die Firma hatte dieses Vorhaben mit der Feldbereinigung begründet. Die Versammlung erflärte sich mit der Verlegung einverstanden, da sie die Berechtigung derselben anerkannte. 11. Punft: Ein Beschluß der Stadtverordneten am 6. Mai 1910 hatte die jährliche Miete für den der Häuteund Fettverwertungsgenossenschaft überlassenen Raum im Schlachthose auf 100 Mt. festgesetzt. Die Genossenschaft hatte daraufhin ein Schreiben an die Stadt gerichtet, in welchem sie um unentgeltliche Ueberlassung des Raumes bat. Auf Antrag des Oberbürgermeisters beschlos= sen die Stadtverordneten, das Gesuch nicht zu berücksichtigen, sondern nach wie vor eine Pacht von 100 Mart zu fordern. Zu dem 12. Puntt: Abgrenzung der Grüfte auf dem Friedhof am Rodtberg, empfahl das Hochbauamt, von einer Einfriedigung der Grüste Abstand zu nehmen, da dieselbe keinen besonders guten Eindruck machen und außerdem das Oeffnen der Gräber von oben sehr erschweren würde. Stadtv. Grünewald: Die von dem Hochbauamt geltend gemachten Gründe dünken mir nicht genügend stichhaltig. Das Fehlen einer jeglichen Abgrenzung zwischen den Grüsten hat sich allmählich zu einem großen Uebelstand herausgebildet. Die Leute laulen über die verschiedenen Grüfte hinweg, weil eben nicht erkennbar ist, wie sich ein des Der Einwand Grab von dem andern unterscheidet. Hochbauamtes, daß etwaige Abgrenzungen dem Oeffnen ererhebliche Hindernisse entgegenstellen könnten, läßt sich auch leicht widerlegen. Es ist nämlich nur notwendig, die Abgrenzung auf das obere oder untere Ende der Grust zu beschränken. Ich möchte daher beantragen, die Sache zurückzustellen, bis ein anderer Weg zur Beseitigung des Uebelerslärte sich standes gefunden ist. Die Versammlung diesem Vorschlage einverstanden. mit 13. Punft: Heizung der Kapelle auf dem Friedhof am Rodtberg. Verschiedene eingelaufene Beschwerden über die mangelhafte Heizung der Friedhofstapelle veranlaßten die Stadtverwaltung der Frage einer besDazu führte seren Heizung der Kapelle näher zu treten. D.-B. Mecum aus, daß es sich am besten empfehlen würde, an den Wänden eine Kortverschalung anzubringen, welche als ein schlechter Wärmeleiter die Innentemperatur der Kapelle ganz sicher bedeutend angenehmer gestaltete. Beig. Georgi: Ich möchte beantragen, die Sache an die Baudeputation zurückzuweisen, da sich doch auf diese oder Dieser jene Weise die Heizungsfrage lösen lassen müsse. Vorschlag sand Annahme. Im Anschluß daran regte StadtGrünewald die Erbauung eines verordneter Krematoriums an. O.-B. Me cum erflärte, nach dieser Richtung hin wirken zu wollen, und wies gleichzeitig darauf hin, daß der Feuerbestattungsverein seit Jahren für die Erbauung einer Einäscherungshalle sammele. Ein Herr gedente außerdem 30 000 Mt. beizusteuern, was eine Verwirklichung des Planes in absehbarer Zeit bedeuten würde. an= 14. Punft: Einbau eines Teerscheiders im Gaswert. Im Jahre 1907 beschloß die Stadtverordneten- Versammlung, 1800 Mt. für die Anschaffung eines Teerscheiders vorzusehen. Diese Vorrichtung soll nun getauft werden, sie soll 20 000 kubikmeter fassen und 2076 Mart fosten. Die Stadtverordneten erklärten sich mit der Mehrausgabe einverstanden. 15. Punft: Da sich in der Rodheimerstraße Brandgasse und Lony straße zahlreiche Anwoh= ner zur Abnahme von elektrischem Licht bereit erflärt haben, werden demnächst die elektrischen Kabel in diese Straßen eingeführt werden. Die hierfür notwendigen Kofür sten betragen für die Rodheimerstraße 4000 M. und die beiden anderen Straßenzüge je 1750 Mt. Die Stadtverordneten genehmigten diese Ausgaben. not16. Punft: Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. In den freihändigen Arbeitsvergebungen hatte die Stadt einem bereits seit langem gehegten Wunsche der Bürgerschaft und des Burgervereins entsprochen und soviel wie möglich die Einheimischen bei kleinen Unterschieden ihrer Angebote von den Mindestfordernden be vorzugt. Die zur Unterhaltung des Schlachthoses wendigen Weißbinderarbeiten fielen Gustav Belitz- Gießen für 940 Mt. zu. Die Friedhofsverwaltung hatte probeweise eine patentierte Vorrichtung zur Herab= lassung der Särge in die Grüfte benuüt, welche sich sehr gut bewährte. Für die Anschaffung dieses von einer auswärtigen Firma gelieferten Apparates waren 250 Mt. notwendig, welche die Versammlung auf Anregung des StadtDie Lieferung einer verordneten Ebel bewilligte. Gummimembran für die Pumpwerke soll im Wege der freihändigen Arbeitsvergebung erfolgen und demnächst ausgeschrieben werden. 18. Puntt: Prof. Walter hatte um Einführung von Gas und Wasserleitung in sein an der Liebigstraße befindliches Haus nachgesucht. Ungeachtet der der für die dortigen Leitungen noch nicht abgelaufenen Schußfrist beantragte da es der Bau- Ausschuß die Genehmigung des Gesuches, sich hier um einen Neubau handelte. Die Stadtverordneten entschieden im Sinne der Kommission. Theodor Puntte 19-21 waren Schant gesuche. Bäulfe war um Erlaubnis zum Schanfwirtschaftsbetrieb Die Versammlung im Hause Wolfstraße 9 eingekommen. gab dem Gesuch statt.- Karl Schmidt hatte die Stadt um Genehmigung zum Schantwirtschaftsbetriebe im Hause Neustadt 14 gebeten. Die Stadtverordneten erteilten dieselbe. Heinrich Hengst wurde schließlich die Erlaubnis zum Schantwirtschaftsbetrieb in der Licherstraße 57 gegeben. gall das 25jährige Dienstjubiläum feiern. Der Jubilar wurde aus diesem Anlaß von der Klinikleitung reich geehrt. * Maßregelung von Studenten. Am Montag hatten drei Studenten zu einer politischen Versammlung eingeladen, welche das Rektorat zu einer Bestrafung der Einberufer veranlaßte. Der eine derselben wurde auf 2 Semester relegiert, dem zweiten wurde dauernde Relega= tion angedroht, während der dritte mit einem Verweis dabontam. Der letzte Punkt der Tagesordnung betraf die Ferien der Stadtverordneten Versammlung, als deren Beginn der 4. August und als deren Ende der 22. September festgesetzt wurde. Die Stadtverordneten werden bis dahin noch je einmal in 8 Tagen und 4 Wochen zusammentreten, um alle eingelaufenen Sachen noch vor dem 4. Auguſt beraten zu können. Lokales. -h= * Diebstahl. Ein aus Kalt zugereister Bäckergeselle öffnete den Koffer eines mit ihm gemeinsam arbeitenden anderen Gehilsen gewaltsam und entwendete aus dem selben neben Kleidern einen Betrag von etwa 45 Mart. Der Dieb verschwand nach der Tat sofort und konnte bis jetzt noch nicht ergriffen werden. * Entwendet wurde in der Liebigstraße ein einem Bauarbeiter gehöriges Fahrrad. Dasselbe war von dem Eigentümer, welcher sich in eine Wirtschaft begab, auf der Straße zurückgelassen worden. * Aus Helfen und Nachbargebiet Auf ein Leihgestern b. Gießen, Juli 1910. 50jähriges Bestehen blickt im nächsten Jahre der hiesige Gesangverein„ Eintracht" zurück." In der kürzlich einbe rufenen Generalversammlung wurde beschlossen, das goldene Jubiläum im größeren Maßstabe in Verbindung mit einem nationalen Gesangwettstreite zu begehen. Als Festtage wurden der 2. und 3. Pfingstfeiertag( 5. und 6. Juni) 1911 festgelegt. De ersten Einladungsschreiben werden den Vereinen in Kürze zugehen. Leihgestern, direkt am Bahnhof Großen- Linden M.- W.- Bahn gelegen, darf wohl infolge der günstigen Zugverbindungen nach Gießen und Frankfurt auf eine recht rege Beteiligung hoffen. Gießen, 16. Juli 1910. ** Ave Großherzoglichen Herrschaf= ten, die seit 15. Juni d. I. im Seebade Filey verweilten, begaben sich gestern nach London. Die Prinzen blieben in Filey zurück. Die Abreise von England findet am 28. d. Mts. über Ostende- Brüssel statt; Ankunft in Wols= garten am 31. d. Mts. vormittags. der * Uebertragen wurde dem Lehrer Schmitt zu Hausen, Kr. Friedberg, eine Lehrerstelle an der Ge= meindeschule zu Sprendlingen, Kr. Offenbach, und Schulamtsaspirantin Anny Peter& aus Parchim( Mecklenburg) eine Lehrerstelle an der höheren Bürger-( Mädchen-) Schule zu Alsfeld. * Hungen. Der hier neugegründete Ziegenzucht= verein, mit dem auch eine Versicherungskasse verbunden ist, hat bei den Ziegenbesitzern bereits guten Anklang gesunden, so daß bei der letzter Tage vorgenommenen Einschäßung über 50 Ziegen aufgenommen werden konnten. 9 * Grünberg. Mittwoch, den 27. Juli, vormittags Uhr, findet im Rathaus zu Hungen und Samstag, den 23. Juli, vormittags 9 Uhr, im Rathaus zu Grünberg ein Amtstag des Gr. Kreisamts Gießen statt. Anliegen der Kreiseingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Lich und Nidda können am Amtstage in Hungen, Anliegen der Kreiseingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirlen Grünberg, Homberg und Laubach am Amtstage in Grünberg vorgebracht werden. für in * Ruppertsburg. Die Typhus- Epidemie Gonterstirchen, die durch Arbeiter infolge Genusses des schädlichen Wassers auch auf die Orte Villingen, Ruppertsburg und Freienseen verschleppt worden ist, hat ein weiteres Opfer gefordert. Hier ist der Arbeiter Heinrich Ester, 18 Jahr alt, gestorben. Von den in Gonterskirchen erfranften etwa 60 Personen sind 16 bedenklich frant, während bei den übdie rigen und auch bei den auswärtigen Typhuskranten Symptome leichterer Natur sind. * Laubach. Für den im März gestorbenen Bürgermeister Jochem war vorgestern Ersatzwahl anberaumt. Gewählt wurde mit 215 Stimmen Kaufmann Rudolf Ritter, während sein Gegenfandidat, Landwirt Piß, nur 96 Stimmen erhielt. Die Zahl der Wahlberechtigten betrug 392. = r= Hess. Handwerkskammer. Befanntlich macht die Gewerbeordnung feinen Unterschied im Geschlecht, so daß deren Vorschriften über das Lehrlingswesen sowohl sind. auf männliche wie weibliche Lehrlinge anzuwenden Aus den Kreisen der Beteiligten heraus sind daher an die Kammer Anträge ergangen, die Lehrzeit für weibliche Lehrlinge im Handwerk zu regeln und zwar für Weißnäherinnen, Weißstickerinnen, Pußmacherinnnen und Damenfriseuin sen 2 Jahre, den übrigen Handwerks zweigen weibliche Lehrlinge 3 Jahre Lehrzeit festzusetzen. tt Stadttheater. Die Operettenaufführung des kommenden Dienstags„ Das süße Mä de 1" dürfte dadurch besonderes Interesse gewinnen, daß neben Frl. Brill in der Tite partie als Frißi ein Gast Frl. Henny Loges auftritt. Die Dame, welcher der Ruf einer vorzüglichen, feschen Operettensoubrette vorausgeht, war früher in Dortmund engagiert, hat sich aber in letzter Zeit nur noch als Gast im Rahmen eines ersten Operettenensembles betätigt. Die Vorstellung ist die 8. im Operettenabonnement. * Silbernes Jubiläum. Gestern konnte der Institutsdiener an der Beterinärklinik Jakob Schmitt Schotten. Am 17. und 18. Juli findet dahiee die Wanderversammlung des Oberhessischen Bienenzüchter= vereins statt. Mit derselben ist eine Ausstellung verbunden, die gut beschickt ist und viel Interessantes bietet. * Homberg a. D. Im Lahn- und Ohmgebiet sind am Mittwoch schwere Gewitter niedergegangen. In der Gemarkung Wetter wurden 4 Personen vom Blizz getroffen, teils betäubt und verletzt. Brände brachen aus in Sarnau, Klein- Seelheim und Schröck. Strichweise gab es Hagelschläge. * Friedberg i. H. Nach kurzem, schwerem Leiden starb hier im 71. Lebensjahre der Großh. Geheime Baurat i. P. Konrad Schnitzel. * Nidda. Im hiesigen Amtsgericht sand eine gutbesuchte Gläubigerversammlung in Sachen der Obermock= städter Kasse statt. Der Konfursverwalter Rechtsanwalt Sandmann berichtete über den Stand der Masse, wonach an die Verteilung einer weiteren Abschlagszahlung an die Gläubiger vorerst nicht gedacht werden kann. Der Kontursverwalter teilte mit, man beabsichtige eine Hilfsaktion zu bilden, damit die Folgen des Konfurses der Kasse durch eine nicht in der Form der Wohltätigkeit gehaltene, son dern aus geschäftlicher Grundlage beruhende Hilfsaftion gemildert würden. An der Spiße seines Konsortiums, das sich zu diesem Zweck gebildet hat, steht Prof. Dr. Stein- Frankfurt a. M. Man will mit einem Nachlaß von 25 Prozent die Forderungen der Gläubiger auftaufen und das Kon= sortium will dann den Genossenschaftern erleichterte Beding ungen für die Erledigung der Forderung machen. Bedingung für das Arrangement ist allerdings daß sämtliche Gläubiger sich zu diesem Nachlaß bereit erflären. die Kriegsteilnehmer von 1870-71 und der früheren Feldzüge bis zu 1800 Mt. Jahreseinkommen im laufenden Jahre von der Gemeindeeinkommensteuer zu befreien. * Weilburg. Der 22. Verbandstag der nassauischen landwirtschaftlichen Genossenschaften wird morgen hier abgehalten. * Merzig. Bei dem Konkurse der Merziger Voltsbank haben 600 fleine Leute etwa eine halbe Million Mart verloren. Aus aller Welt. * Berlin. Die Vorarbeiten für das neue deutsche Strafgesetzbuch, die zu Beginn des Jahres ihren Anfang genommen hatten, sind soweit fortgeschritten, daß amtlich mit dem Abschluß der Verhandlungen Anfang nächsten Jahres gerechnet wird. Bereits 1912 soll der neue Entwurf für ein Strafgesetzbuch vorliegen und dem Reichstag bereits 1913 vorgelegt werden. * Berlin. Die Reichstags- Kommission für die Versicherungsordnung führte die erste Lesung der beiden ersten Bücher des Geseßentwurfs zu Ende und vertagte sich bis zum 20. September. )( Drei erste Plätze landete P. Müller am Sonntag im Colmar i. E.; er gewann das Meilenfahren, Verfolgungsfahren und Mannschaftsfahren. In Mülhausen i. E. wurde E. Rohmer im Verfolgungsfahren Erster, behauptete mit seinem Partner beim Tandemfahren den zweiten Platz und war auch im Punttefahren zweiter. Das Hauptfahren in Lüttich gewann J. Niederau, und ein Verfolg= ungsmatch in Neumünster endete mit dem Siege von R. Naumann. Alle hier genannten Preisträger benutzen die bewährte Marke Brennabor. * Darmstadt. Geheimrat Dr. Eisenhuth, der Vorstand der hessischen Schulabteilung im Ministerium, hat sich in seiner Wohnung in einem Anjall von Schwer mut die Pulsadern am Hals und an den Händen geöff= net. Er fam ins städtische Krankenhaus, wo er starb. Er war seit Jahren leidend und hatte viel mit der Zucker= francheit zu fämpfen. Der Verstorbene war im Jahre 1851 in Vöhl in Oberhessen geboren und bestand im Juni 1872 die akademische Schlußprüfung. 1873 wurde er ordentlicher Lehrer an der Realschule zu Darmstadt und 1877 Reftor der Knabenmittelschule. Von 1880 bis 1892 wirkte er als Direktor an dem Lehrerseminar zu Alzey, dann wurde er zum Direktor der Vittoriaschule und des Lehrerinnenſeminars in Darmstadt ernannt. 1895 wurde er als vortragender Rat der Schulabteilung in das Ministerium des In= nern berufen und erhielt 1897 den Charakter als Geheimer Schulrat. Im Jahre 1899 wurde ihm als Ministerialrat der Vorsitz der Schulabteilung übertragen und 1905 zum Geheimrat ernannt. )( Berlin Görlib, eine Fernfahrt von 450 Kilometern, wurde am Sonntag, den 10. Juli, von dem befannten Brennaborfahrer Franz Hauptmann gewonnen. Kirchliche Nachrichten für Gießen Evangelische Gemeinde. Am 8. Sonntag nach Trinitatis, den 17. Juli. In der Stadttire. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und heiliges Abendmahl für MatthäusMarfusgemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Bjarrer Schwabe. und bei In der Johannestir che. Vermittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. = r Frankfurt a. M. Hier fand im Faust die Generalversammlung der Zentralstelle für Obstverwertung statt. Aus dem Geschäftsbericht ging schlagend hervor, daß seit der Umgestaltung der Zentralstelle als Angliederung an den Deutschen Pomologenverein in Eisenach die Zentralstelle zu rückgegangen ist. Da sich nun schon seit längerer Zeit das Bedürfnis einer Neugestaltung oder, sagen wir besser, einer Rückgestaltung als unbedingt notwendig herausstellte, so ha= ben seitens des erweiterten Vorstandes umfangreiche Vorarbeiten stattgefunden. Es konnte die Reorganisation der Zentralstelle vorgenommen werden. Die Reorganisation wird um so leichter durchgeführt werden, als sich die Stadt Frankfurt und vor allem auch die Landwirtschaftskammern Hessens und der Provinz Nassau der Zentralstelle anneh= men und sie wesentlich unterstüßen. Eine den Frankfurter Verhältnissen angepaẞte neue Marktordnung wurde gehend beraten und angenommen. Es werden wöchentlich, und zwar Donnerstags, in einer städtischen Markthalle Obst märkte abgehalten werden. Die neue Marftordnung ist in nächster Zeit von der Zentralstelle oder der Geschäftsstelle des Oberhessischen Obstbauvereins zu beziehen. Die von früher her bekannten Angebot und Nachfragelisten werden voraussichtlich wieder erscheinen. ein= * Hanau. Die Stadtverordnetenversammlung hat aus Anlaß der 40. Wiederkehr des Sedantages beschlossen, Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags 9½ Uhr: Professor D. Schian. Die Kinderkirche für die Johannesgemeinde fällt aus. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung Johannessaal. Nächstfünftigen Sonntag, den 24. Juli, wird die alljährliche Kollefte für innere Mission erhoben werden. Bathe lische Gemeinde Darm Filiale: Frankfurt a.M Fabri Darms Ständige Wohnungse Man ver Heiraten Sie n über Mitgift, Ve nau informiert f allen Plaben be teben, das Deut Telefon 11391. Par Maniche Norddeutsche im ( Med Spreditu Unentgeltliche Ausgabe bor und ihre Ang Sonntag, den 17. Juli. Vormittags 6½ br: Gelegenheit zur bi. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Auste: lung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigi. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen Geboren e. Juli 3. Fuhrunternehmer Christian Belz ein Sohn, Heinrich Christian. " " 7. Schlosser Start Größer ein Sohn, Karl Ewald. 8. Oberarzt Dr. med. Karl August Paul Todt eine Tochter, Hildegard Elise Elfriede Johanna. 8. Wagenführer Adam Frei ein! Tochter, Ottilie Elisabeth. " 10. Elettrotechniker Karl Graf eine Tochter, Luise Eva. Johannes. Ursula 11. Bureau Assistenten Karl Peter ein Sohn, Kari Aufgebote. Juli 9. Paul Ernst Gustav Scholz, Filialleiter in Gießen, mit Luise Elise Minna Drescher in Diemarden. " 9. Johann Heinrich Helf, Zuschneider in Gießen, mit Emma Emilie Fick in Weßlar. " 9. Heinrich Keil, Eisenbahngehilfe in Lohra, mit Wilhelmine Auguste Lich in Londorf. " 9. Johann Heinrich Hermann, Maurer, mit Margarete Kehr, beide in Steinbach. " 9. Georg Wilhelm Pfeiffer, Gewertschaftssekretär Vilbel, mit Elsa Lydia Martha Gellert in GieBen. in " 11. Jakob Valentin Louis Hensel, Kaufmann in BadNauheim, mit Pauline Peil in Gießen. " 12. Heinrich Drollsbach, Buchdrucker, mit Margarete Backhaus, beide in Gießen. " " " 14. Jakob Baum, Mechaniker in Frankfurt a. M.- Sachsenhausen, mit Marie Biedentopf in Gießen. 14. Georg Jung, Großh. Verwalter der chirurgischen Klinit, mit Lina Mäser, beide in Ghießen. 14. Heinrich Beck, Glaser, mit Katharina Will, beide Gießen. Eheschließungen. Juli 9. Adolf Sundheimer, Kaufmann, mit Henriette Lenz, beide in Gießen. " " 9. Johannes Vollmäller, Kaufmann, mit Anna Neumann, beide in Gießen. 13. Heinrich Erb, Fuhrmann, mit Anna Baum, beide in Gießen. Gestorbene. Juli 11. Natanael Ngoso, Laborant, 28 Jahre alt, Waldalgesheim. 14. Antonie Cramer, geb. Briel, 71 Jahre alt. " " 14. Ferdinand Ernst Bäcklen, 4 Monate alt. " 14. Ludwig Friedrich, Monteur, 58 Jahre alt. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Darmstädter Möbel liefert Ihnen vollständig frei ins Haus unter 10jähriger Garantie das Darmstädter Möbeleinrichtungshaus Ludwig Stripinger, Darmstadt, Heinrichstraße 67. Freie Zusendung meines Kataloges. Paul Weinguts Spezia B Som Prachtvolle Wa Prei Ein g durch einen neuer welcher feit eini Christ& C Berlauf gebracht Diefes fein, weldes als tommt. Die Herit bor der Röftung ift, fodag ein re faz zu geröffeter Kornblun wie Reiche, bef Minderbemittelte Kranten Rerbösen dürfte Einem meine Loka für Vereins Zusicherun empfehle. Feld Jabre ajjaui n hier Volls Mart euifche Anjang amilto Jah twurf pereits e Ver ersten bis Sonn Ver ujen i. chaup weiten Haupt erfolg on R. n die 50 Stiem be 11. aus der und T bei meinde. abe. us der 3. g im bie allnion. ießen , Heinwald. dt eine ilie Eli Ursula Karl Gießen, rden. 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Der Schaden ist verhältnismäßig groß, er wird auf zirfa 20 000 Mr. geschätzt. der Aber auch die Not ist bedeutend, nicht nur weil größte Teil der Ernte ausbleiben wird, sondern auch weil die Mittel zur Wiederausstellung der Felder fehlen, denn nur ein ganz geringer Teil der Landwirte ist gegen Hagelschaden versichert und eine Beihilfe aus Staatsmitteln kann nicht gewährt werden. ge= Der unterzeichnete Ortsvorstand sieht sich deshalb nötigt, edle Menschenfreunde um Linderung durch freiwillige Gaben recht dringend zu bitten. Die freiwilligen Gaben wollen gütigst an die Großh. Bürgermeisterei Bezenrod eingesandt werden. Beßenrod, den 10. Juli 1910. Der Ortsvorstand: Schütz, Bürgermeister, Blei, Beigeordneter, Müller, Schütz, Lenz, Lotz 2., Enders, Repp 4., Gemeinderäte. Reinhardsquelle bei Bad Wildungen Das Nierenwasser nach ärztlicher Bestätigung das beste Wasser bei Nieren-, Blasen- und Harnleiden. Jugenheim a. d. B. 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Das Wesen dieser Unternehmen besteht darin, daß der Unternehmer einen Anteil an Serienlosen oder die Aussich: auf den Gewinn aus einer größeren oder Kleineren Anzabl solcher Lose verkauft und daß die Zählung des Kaufpreises in der Regel in Raten erfolgen kann. Der Betrieb dieser Geschäfte ist strafbar. Denn handelt es sich um den Verkauf von Gewinnaussichten, so ist dies als öffentliche Veranstaltung einer Lotterie ohne obrigkeit liche Erlaubnis anzusehen(§ 286 des R.-S.-G.-Bl.), und werden Losanteile gegen Teilzahlungen verkauft, so liegt ein Vergehen gegen§ 7 des Reichsgesetzes, betreffend die Abzahlungsgeschäfte, vom 16. Mai 1894( R. Ges. Bl. S. 450) vor. Der gewerbsmäßige Verkauf von Los- Anteilen wird aber auch in der Regel gegen das Großherzoglich Hessische Gesetz, betr. den Handel mit Anteilen und Abschnitten von Losen zu Lotterien und Ausspielungen, vom 11. April 1896( Reg.-Bl. S. 47) verstoßen. Es kommt ferner das Großh. Hess. Gesetz vom 14. Februar 1906( Reg.-Bl. S. 45) in Betracht, wonach das Spielen in außerhessischen Lotterien, die nicht mit staatl. Genehmigung im Großherzogtum Hessen zugelassen sind, bei Geldstrafe bis zu 600 Mart im Großherzogtum Hessen ver boten ist. Wenn hiernach einerseits derjenige, der einer derarti gen Serienlosgesellschaft beitritt, nicht nur hierdurch sich an dem strafbaren Tun des Unternehmers beteiligt, sondern in den meisten Fällen( sofern es sich nämlich nicht ausschließlich um im Großherzogtum Hessen zugelassene Lotterielose handelt) selbst eine mit empfindlicher Strafe be drohte Handlung begeht, so ist andererseits hiermit für ihn in den meisten Fällen auch eine erhebliche Vermögensschä digung verbunden, wie sich aus Nachstehendem ergibt. Die Serienlosgesellschaften beruhen fast alle ohne Ausnahme auf schwindelhafter Grundlage. Die Beitrittserklär ungen lassen die Natur des Geschäfts und die den Teilnehmern zustehenden Rechte nicht flar erkennen. Das Publikum wird durch die Anpreisung, daß jedes Los gewinnt und Nieten nicht eristieren, sowie durch die fettgedruckten Gesamtbeträge der Gewinne anaelockt. Dabei ist meist nicht bekannt und kann auch aus den Anfündigungen gar nicht ersehen werden, daß die Zahl der Teilnehmer an den frag lichen Gesellschaften unbeschränkt ist, die Summen der ein zelnen Beträge den von dem Unternehmer gezahlten Kau= preis der Lose um ein vielfaches übersteigen und daß des halb der aus den Teilnehmer entfallende Gewinnbetrag Swit ausnahmslos nur einen verschwindenden Teil der Gesamt summe der gezahlten Beiträge ausmachen wird. Dazu be steht nicht einmal die Gewähr, daß der Unternehmer sid im Besitze der Lose befindet, an denen die Teilnehmer einen Anteil erwerben sollen. Zweifel der letterwähnten Art sind namentlich hinsichtlich der ausländischen Unternehmer gerecht fertigt, welche das Geschäft in Deutschland betreiben oder durch Agenten betreiben lassen. die Wir sehen uns veranlaßt, auf diese Gesichtspunkte wie derholt hinzuweisen, da troß häufiger Warnungen in der Presse, trot zahlreicher Bestrafungen von Unternehmern der artiger Spielgesellschaften, trop der traurigen Erfahrungen tieler Spieler sich immer noch Leute finden, die auf verlockenden Anerbieten dieser flugen Geschäftsunternehmer hereinfallen, namentlich wenn diese unter einer hochtrabenden Firma wie„ Internationale Vereinsbant", Nationale Renten und Kreditbank“,„ Deutsch- Oesterreichisches Bank effekten und Kommerzhaus"" oder dergleichen auftreten. Gießen, den 11. Juli 1910. Großh. Polizeiamt Gießen. Gebhardt. Trockenes, furzgeschnittenes Geld- Lotterte Apfelwein, bfallholz... d. Rennvereins f. 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