wan" Elektr. Betrieb eine wie inen Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mk., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. - Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter“ und die Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. isen. rt blütenhell Nr. 83. wein annt. Vergebung von Bauarbeiten. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amtes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 16. Juni 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Aquarium gebäude und Einfriedigung zu Die für die Erbauung eines Schulhauses nebst AbortIterei ns Haus. Wirte: Minerva, Firtl. System, Komet abt, wenig geGarbenteich erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, wie: Erd, Maurer-, Steinmeß( Lungstein), Zimmer-, Dachdecker-, Spengler, Schloffer, Glaser-, Schreiner, Weißbinder- und Tapezierarbeiten, Blizableiteranlage, Träger, Eisen, Röhren- und Zementlieferung, Pflaster= arbeiten und Basaltgruslieferung, sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während der Dienst ftunden zur Einsicht offen. Angebote mit entsprechender Aufsicht versehen, sind verfchloffen und postfrei bis spätestens Freitog, den 24. uni d. Js., vormittags 8% Uhr, bei Gr. Bürgermeisterei tionierend, spot Garbenteich einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. fen durch Kiefer ieb, Heidelberg. hukstelle entgeltlich Auskunft Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Gießen, den 14. Juni 1910. Diehm. Bekanntmachung In der Zeit vom 4. bis 11. Juni 1910 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Ring, 1 Armband, 1 Sack Kohlen u. vler loren: 1 silberne Damenuhr, 1 Kneifer mit Rette, 1 goldener Kneifer, 1 Damenportemonnaie mit fünf Mart Inhalt und 1 Faß Bier( 28 Liter) Nr. 18 931 M. A. B. Mainz. nd Mädchen, eine Arbeiterschippe; ben Mittwochs Alicestraße 31 IL in Hand Küche und Zub, Scheune, in der ist zu vermieten erlaufen. non, Wiefed. hneider genehme Stellung er nach Auswärts 6 in der Erp. d. 83. OMK ( 500,300,200M) e und gewinnbringende dungen gratis and Frankan Berlin 246 SW. 48 ne Narben ungen gegen Rüdp. m hr, Dresden AL aft feta Hans o Befiplum, glei d Play. fördert unter Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Die Abholung der gefundenen Gegenstände kann jedem Wochentag von 11-12 Uhr vormittags und 4-5 Uhr nachmittags bei unterzeichneter Behörde Zimmer Nr. 1 erfolgen. Gießen, den 11. Juni 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. an Die unterm 29. April 1910 angeordnete Sperre der Hammstraße, zwischen Unterführung an der Westanlage und der Wieseck, wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. Juni 1910. Großherzogliches Polizeiam t. Gebhardt. Bekanntmachung. Die unterm 19. Mai 1910 angeordnete Sperre der Liebigstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 10. Juni 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Arbeitsvergebung. Die Weißbinderarbeiten zur Unterhaltung der Marktlauben und der Gebäude der städt. Kaserne sollen Samstag, den 18. Juni d. J., vormittag 3 10 Uhr, nitein& Bogle öffentlich vergeben werden. Gleßen. ald. che Waffeln Kaffee, Te nd frische Eie äume ung. Tel. 251. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhäitlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureigen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 14. Juni 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. Stadttheater Gießen. Dienstag, den 14. Juni 1910. Frühlingsluft. Operette in 3 Atten von K. Lindau und J. Wilhelm. Musit nach Motiven von J. Strauß. Trop Festestrubel, trot vieler Konzerte, man freut sich doch immer wieder, wenn das Theater seine Pforten öffnet, freut sich um so mehr, je heiterer und frischer die Ope= rette war. Alle Walzer- Klänge, Melodien, Motive, die sich bom der Komponisten- Familie Strauß, sei's Vater oder Bergebung von Entwässerungsarbeiten. Die Arbeiten und Lieferungen für die Entwäs= serungs- Anlage des Bezirtstasse gebäu des zu Gießen werden hiermit auf Grund des Minibe= sterialerlasses vom 16. Juni 1893 unter den hierzu rechtigten Unternehmern am Ort öffentlich ausgeschrieben. Angebotsunterlagen fönnen auf unserem Amt, Stephanstraße 18, eingesehen, Angebotsformulare dorther bezogen werden. Die Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Eröffnungstermin, Mittwoch, den 29. Juni ds. Js., vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 14. Juni 1910. Großh. Hochbauamt Gießen. J. V.: Heyer. Bekanntmachung. Die Inhaber der Lederhandlungen mit offenen Verfaufsstellen haben bei Gr. Kreisamt Einführung des 8 UhrLadenschlusses beantragt. Ausgenommen sollen sein alle Samstage, der Monat Dezember und die nach§ 139e der Gewerbeordnung jeweils bestimmten Tage. Zur Feststellung der Zahl der beteiligten Geschäftsinhaber liegt eine Liste vom 18. d. Mts. bis 2. Juli d. J. bei der Bürgermeisterei- Zimmer 2- zur öffentlichen Einsicht aus. Einsprüche gegen die Richtigkeit und vollstän digkeit der Liste können von den beteiligten GeschäftsinhaSpäter vorgebrachte Einsprüche bleiben unberücksichtigt. bern innerhalb der Offenlegungsfrist vorgebracht werden. Beteiligt sind alle diejenigen Inhaber offener Verkaufsstellen, welche Waren der bezeichneten Art feil halten, auch dann, wenn sie diese Waren nur nebenbei führen. Gießen, den 11. Juni 1910. Der Kommissar: Keller. Arbeitsvergebung. Die Maurer- und Pflasterarbeiten für die Neubefestigung der Licherstraße sollen Mittwoch, den 22. Juni ds. Js., vormittags 9½ Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenann ten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Ausschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 14. Juni 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Arbeitsvergebung. Die Maurer- und Pflasterarbeiten für die Neubefestig= ung des Großen Steinweges und des Eichweges sollen Mittwoch, den 22. Juni ds. J., vormittag 3 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststumden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenann ten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Ausschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 14. Juni 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Arbeitsvergebung. Die Maurer- und Pflasterarbeiten für die Neubefestig= ung der Senkenbergstraße sollen Mittwoch, den 22. Juni ds. Js., vormittags 10 Uhr, Die Musit ist lustig und frisch und verlangt ein flottes Tempo, das auch der heutigen Aufführung unter der musifalischen Leitung von Alfons Mourot nicht fehlte; das Orchester stellte wie immer die Kapelle des hiesigen Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm". " Zum erstenmal in dieser Sommer- Saison gastierte das Bad Nauheimer- Ensemble, die Mehrzahl der Kräfte ist schon vom Winter her bekannt, darunter unser gern gesehener Komiter Hermann Norden, der mit unwiderstehlicher Komit den alten Rentier Knickebein, der wieder jung wird, wenn die Schwalben kommen, gab und sich in Kosenamen von„ Rattenschwänzchen" bis„ Elefantenfüdchen" gar nicht erschöpfen konnte. Den lebhafteften Beifall erzielte er in ochenmartie foffe Sohn herleiten, durften und dürfen beim Publikum auf seinem Duett( im 2. Afte) mit Grete Brill, deren ber Bfb. 80-96 gef. p. Pfd. Bfb. bet fb 80-84 60-84 0 Stilo 6.00-00,00 Str. 9.00-100 Std. 0.20-0 03.00-0000 09.00-00.00 0.50-0.00 20 Uhr nachmittage Beginn ber Marit ber Maritzeit im i williges Ohr zählen. Ernst Reiterer hat die Mufit nach den bekannten Josef Strauß'schen Weisen zusammengestellt und dabei einige prächtige Sing- und Tanzstücke vege gebracht. Die Handlung der Operette ist herzlich schwach. Natürlich, wie immer, erwischt sie ihren Mann, der fe hintergeht, in flagranti; der luftige Ehemann, redet sich heraus und sie verzeiht großmütig. Daneben geht das Verfest- und Verstellungsspiel des Schwiegerpapas, wie überhaupt verschiedene Einzelepisödchen im 1. und 2. Aft nicht umgeschickt neben und in einandergestellt sind. Im 3. Atte weerden natürlich die Personen wieder auf einen Platz zufarmmengeführt, Fa Versöhnung, Lösung, Verlobung, miilienfeft. - Dienstmädchen Hanni, einfach eine Prachtleistung, laut und stürmisch beflatscht wurde. Schon in ihrem Eingangstouplet, als Mädel vom Land, das für die Stadtleut schwärmt, fand sie so reichen Beifall, daß sie es wiederholen mußte, wie sie sich denn im Laufe des Abends auch bei ihren übrigen, vortrefflich ausgeführten Tanzduetten mit Frih Seybold( Schreiber Hildebrandt bei Dr. Landmann) im 2. und 3. Atte jedesmal zu einem Dacapo verstehen mußte. Derb bis auf die Dessous spielte sie im 1. Atte die Rolle, die es ihr weiterhin gestattete, gesanglich, darstellerisch, besonders in der Kunst des Tanzens zu glänzen; ein Bufett roter Rosen ward der Darstellerin nach dem 2. Aft als wohlverdiente Anerkennung auf die Bühne gereicht. öffentlich vergeben werden. 21. Jahrg. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenann ten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 14. Juni 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Arbeitsvergebung. Die Erd-, Maurer und Asphaltarbeiten für die Neubefestigung der Schloßgasse sollen Mittwoch, den 22. Juni ds. Is., vormittags 11½ Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenann ten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 14. Juni 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Bekanntmachung. Die unterm 26. Mai 1910 angeordnete Sperre der Liebigstraße am Uebergang über die Oberh. Bahn wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. Juni 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Vergebung von Pflasterarbeiten. Die Erd-, Maurer und Asphaltarbeiten für die Neubefestigung der Brandgasse sollen Mittwoch, den 22. Juni ds. Is., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenann ten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Ausschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 14. Juni 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Revisionsarbeiten im Maschinenhaus des Elektrizitätswertes wird am Sonntag, den 19. Juni d. Js., von 3½ bis 6 Uhr morgens das ge= samte Kabelneß ausgeschaltet und die Stromlieferung unterbrochen, was wir den Konsumenten hiermit zur Kenntnis bringen. Gießen, den 16. Juni 1910. Elektrizitätswert u. Straßenbahn der Stadt Gießen. J. V.: Dipl.- Ing. Schmit. Vergebung von Maurer- u Pflasterarbeiten. Die Maurer- und Pflasterarbeiten für die Neubefestigung der Bürgersteige in der Ludwigstraße zwischen Riegelpfad und Liebigstraße sollen Mittwoch, den 22. Juni ds. Js., vormittags 9 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenann ten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 14. Juni 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. A Hüten möge sie sich aber vor dem zuvielen ins Publitumspielen und sprechen; als wirksamem Mittel der Komit möchte ich ihm trotzdem seine Berechtigung auf der Schaubühne abstreiten. Ist es immerhin leicht begreiflich, wenn sich bei bestimmten Handlungen bestimmte Gesten wieder holen, so tann diese Wiederholung leicht zur Schablone, zur Manier erstarren; ihre Art, Briefe zu überreichen, erinnerte mich sofort an dieselben Bewegungen bei derselben Gelegenheit im„ Opernball", wo sie das Kammermädchen Hortene darzustellen hatte. Das sind nur Kleinigkeiten, die aber unbeachtet zur bleibenden Gewohnheit werden; und das wäre doch wirklich schade! Den Rechtsanwalt Dr. Landtmann spielte und sang Hans Wernert recht flott, und Elsa Rosarita ( Emilie, seine Frau) war mehr Sängerin als Schauspielerin; das will nichts anderes besagen, als daß sie in den rein gesanglichen Partien besser gefiel. Am wirkungsvollften tam wohl ihr volles Organ im Eingangs- Quartett des 2. Aftes zur Geltung. Curt Gühne gab den ausgedörrten Lebegreis so alt und lebemännisch als ihm möglich; die Maste schien mir für einen 60jährigen Herrn, der sein Leben genossen hat, nicht alt genug. Fränzi Koch als Frau Baronin entzüdte wie immer, heute besonders durch ausgewählte Toiletten. Von den Schreibern Dr. Landtmanns nenne ich vor allen Hildebrandt, der durch Friß Seybold eine an genehme und flotte Verkörperung fand; vortrefflich war er in seinen Tanzduetten mit Grete Brill, die sich auch den lebhaftesten Beifall errängen. Eine gute Figur schuf Rolf Gunolt als Maier, nicht minder gut gab Karl Volck den Restaurateur Dannhauser; auch der Kellner Otto Konradi's mit seinem Nervenschock war nicht schlecht. Auch Lore Scholz als Frau Knickebein und„ jugendliche" Schwiegermutter will ich zu erwähnen nicht vergessen. Die anderen Darsteller der Nebenrollen mögen sich mit einem Allgemeinlob begnügen, das ganz besonders den Chorund Tanz- Szenen gilt, die sehr gut klappten. Die Aufführung nahm einen äußerst befriedigenden VerH. F. O. lich ist. Bei dem Kapitel über das Wahlrecht zur Landgemeinde wurde die Regierungsvorlage angenommen, in welcher als Vorausseßung für die Wahlberechtigung vorgesehen ist 1. das vollendete 25. Lebensjahr, 2. die Reichsange- hörigkeit, 3. ein dreijähriges Wohnen in der Gemeinde und 4. die Gemeindesteuerpflicht. Diese vier Voraussetzungen wurden vom Ausschuß genehmigt; ein Antrag, der dahingeht, daß auch diejenigen ihr Wahlrecht zur Gemeinde ausüben können, die durch Beschluß der Gemeinde von Steuerleistung befreit sind, wurde abgelehnt. der schließt, angeben. Die Verfrachter sind hierbei vielfach b Meinung, daß ihnen ein frachtfreies Gutgewicht bis t Prozent der Frachtbriefangabe rechtlich zusteht. Diese fassung ist falsch; maßgebend für die Frachtberechnung stets das wirkliche Gewicht. Nur da es wegen der mo immer ganz übereinstimmend arbeitenden Wagen zweifelt iſt, ob der Unterschied bis zu 2 v. H. nicht hierin feire Grund hat, greift die Ausnahme Play. Wo aber feststeh daß das Gewicht absichtlich zu niedrig angegeben ist, mu Mehrfracht und Zuschlag erhoben werden, unter Umständ auch gerichtliche Verfolgung eintreten. Wir würden es fre dig begrüßen, wenn Sie in diesem Sinne aufklärend 10 lauf, und das gut beſetzte Haus ließ es an Beifall nicht 5. Sikung der Groth. Handelskammer belehrend auf die Verfrachter einzuwirken versuchten." fehlen. Reichstag ersatzwahl in Friedberg- Büdingen. Das endgültige Ergebnis des am Dienstag stattgefundenen Wahlganges ist folgendes: Prof. van Calker ( natl.) 4397 Stimmen, Rechtsanwalt Dr. von Helmolt( Bund der Landwirte) 6387 Stimmen und Bu= fold( Soz.) 9444 Stimmen. Es ist also, wie bereits bekannt gegeben, eine Stich wahl zwischen dem bündlerischen und dem sozialdemokratischen Kandidaten notwendig, während der nationalliberale Kandidat ausscheidet. Hier wieder dieselbe Erscheinung wie bei allen Nachwahlen der letzten Zeit das rapide Anwachsen der Sozialdemokratie, die ihre Stimmenzahl von 7234 im Jahre 1907 auf 9444 bringen konnte. Der„ Ruck nach links" kommt auch hier zum Ausdruck und zwar selbst in den rein ländlichen Wahlorten ein Zeichen, wie sehr die famose Finanzreform und andere Ereignisse die Hasen der Mitläufer in die rote Garküche jagen. Dieses Anwachsen der sozialdemokratischen Ziffern soll aber zugleich eine ernste Warnung für die bürgerlichen Parteien sein. Deshalb ist es selbstverständlich, daß die Nationalliberalen in Friedberg- Büdingen in der Stichwahl mit aller Entschiedenheit für Helmolt gegen Busold eintreten. Dr. v. Calfer war selbst der erste, der diese Parole ausgegeben hat- der Mann, der von gewisser Seite als„ Schrittmacher der Sozialdemokratie" verleumdet worden war. Parlamentarisches aus Hessen. Gießen. 1. Geschäftsbericht. Die Handelskammer hatte unterm 16. November 1909 beim Großh. Ministerium in Anregung gebracht, daß für das Großherzogtum Hessen ein einheitlicher Gebühren tarif für Weinuntersuchungen aufgestellt werde, welcher entsprechend niedrige Säße vorsieht. Wie nun das Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe unterm 23. April 1910 mitgeteilt hat, sei nach einer Note des Herrn Reichsfanzlers( Reichsamt des Innern) die einheitliche Regelung der Untersuchungsgebühren für das Reich beabsichtigt. sei deshalb für das Großherzogtum Hessen von besonderen Maßnahmen abzusehen. Gemeinsam mit den HandelsE2 Bergkammern Wetzlar, Limburg, Dillenburg und dem und hüttenmännischen Verein für die Lahn, Dill- und benachbarten Reviere sind von der Kammer bei dem Herrn preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten folgende Anträge gestellt worden: Ausdehnung der Säße des Brenn stofftarifs vom 15. Januar 1905 auf alle Stationen des Lahn- und Dillgebiets, Ausdehnung dieses Tarifs auf die Gruben und Eisengießereien, Ausdehnung des Erz ausnahmetarifs vom 10. August 1902 auf die Bezüge im Binnenverkehr, Ermäßigung des jeßigen Tariffazes für Steinkohlen und Koks von der Ruhr nach Sieg, Lahn und Diil auf den Erzsatz und Ermäßigung des Tarifs für Roheisen. Die Handelskammer hatte einen von der Handelskammee Altena bei der Kgl. Eilenbahndirektion von Elberfeld gestellten Antrag wegen Einlegung - Be z= neuen Gilzügen auf den Strecken Hagendorf Gießen und Siegen- Bezdorf Köln bei der Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. unterstützt. Nach einer Mitteilung der lettgenannten Behörde hat sich diese mit der beteiligten Eisenbahnverwal, ung zwecks AnDie stellung von Erhebungen ins Benehmen gesetzt.- | Handelskammer war dem Wunsche von Interessenten entsprechend bei der Kgl. Eisenbahn- Direktion dahin vorstellig geworden, daß seitens der Eisenbahnverwaltung Bestimmungen getroffen werden, wonach bei Probewiegungen so wohl der beladene als auch nach dessen Entladung der leere Wagen gewogen wird und eventuelle Frachtzuschläge nur unter Berücksichtigung des festgestellten Gewichts bei doppelter Verwiegung erhoben werden. Daraufhin erteilte die genannte Behörde einen ausführlichen Bescheid, aus dem folgende Stellen von allgemeiner Bedeutung hervorzuheben sind:„ Um die Interessen der Verfrachter so weitgehend als möglich zu wahren, haben wir bereits Ende 1909 ange ordnet, in denjenigen Fällen tunlichst auch das Leergewicht des Wagens festzustellen, in denen die Erhebung des Frachtzuschlages in Frage kommt, das ermittelte Mehrgewicht die zulässige Abweichung von 2 Prozent jedoch nur unerheblich überschreitet; im besonderen soll der Wagen auch dann möglichst leer gewogen werden, wenn infolge von Witterungseinflüssen zu vermuten ist, daß das wirkliche Eigengewicht z. 3. höher ist, als das am Wagen angeschriebene Gewicht. Bei dieser Gelegenheit möchten wir noch auf einen Punkt besonders aufmerksam machen. In neuerer Zeit ist festgestellt worden, daß viele Verfrachter gewohnheitsmäßig bei verpackten Gütern, die nach dem Reingewicht behandelt werden, im Frachtbriefe nur dieses Reingewicht, nicht aber das frachtpflichtige Rohgewicht, das die Verpackung in sich Der Sonderausschuß für die Verwaltungsgesetreform begann am Dienstag mit der Beratung des Gesezentwurfs, die Landgemein deordnung betreffend, für welche die Abgg. Korell und Uebel das Referat übernommen haben. Diese zweite der sechs Vorlagen zur Verwaltungsgeseßrevision umfaßt noch einige Artikel mehr, als die Vorlage über die Städteordnung, nämlich 225 und ist ebenfalls bereits auf dem vorigen Landtag vom Ausschuß nahezu fertig gestellt gewesen, so daß deren jetzige Ausschußberatung nicht mehr allzu große Arbeit verursachen dürfte. Der Ausschuß beschäftigte sich mit den Artikeln 1-50 der Vorlage, wobei die Abschnitte über die Einrichtung der Gemeindeverwaltung, die Gemeindeverfassung, die Bildung, Umgestaltung und Auflösung der Gemeinden, die Ortssagungen, das Ortsbürgerrecht und das Wahlrecht der Gemeinden durchberaten| und durch Abstimmung erledigt wurden. Bei dem Abschnitt über die Bildung und Auflösung von Gemeinden sind neue Vorschriften erlassen worden. So ist vom Ausschuß statt der Genehmigung durch den Landesherrn die Bewilligung der Staatsregierung bei der Trennung und Neubildung von Gemeinden in Antrag gebracht worden. In der Landgees meindeordnung soll nach dem Vorschlage des Ausschusses in Zukunft auch die Bildung von Ausschüssen möglich sein. Bei dem Ortsbürgerrecht ist das besondere Wahlrecht zur Gemeinde, das bisher mit dem Ortsbürgerrecht verbunden war, gestrichen worden. Es soll auch über die gänzliche Aufhebung des Ortsbürgernußens ein besonderes Gesetz in Anregung gebracht werden, in welchem bestimmt wird, unter welchen Voraussetzungen die Ablösung des Nußens mög| gin b großher und ne ( York). * in Offe Krieger Mebe bern die K der A tenidaft fabienen fem Jo denten = h Linden Bursche lingt e habhaft Der Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. ist der rege mäßige Halbjahrsbericht über die Lage des Eisen erzbergbaues im Kammerbezirk erstattet worden Hiernach ist im Erzgeschäft während der Zeit vom 1. tober 1909 bis 31. März 1910 eine Besserung nicht einge treten. Gegen Ende des Jahres 1909 hatte sich wohl ein lebhaftere Nachfrage nach Eisenstein geltend gemacht, abe bessere Preise waren nicht zu erzielen; zu Beginn des Jah res 1910 war ein Stillstand zu konstatieren. Beschwer - den über die Ueberlastung der Telephonleitungen GießenFrankfurt a. M. und dadurch verursachte Verspätungen der Vermittlung von Gesprächen zwischen beiden Städter hatten der Handelskammer Veranlassung gegeben, entspre ende Erhebungen anzustellen und sich bei dieser Gelegenhei überhaupt über Wünsche bezüglich den Fernspreg. verhältnissen im Kammerbezirke zu unterrichten. Ergebnis ihrer Erhebungen hat die Handelskammer be der Kaiserl. Ober- Postdirektion Darmstadt folgende Anträg gestellt: Herstellung einer weiteren Leitung Gießen- Fran furt a. M., Herstellung von direkten Leitungen GießenBerlin und Gießen- Limburg, Zulassung des Fernspres verkehrs zwischen Lauterbach einerseits und Alfeld( Leine) Herzberg( Harz), Münden( Hannover), Wasungen( Werma) Rheydt, Magdeburg und Rathenow andererseits. Wegen Stellung eines Antrages auf Herstellung einer direkten Fer s rechleitung Gleßen- Erfurt schweben zurzeit Verhandlun gen mit der Handelskammer Erfurt. Die Abhaltung de halben Nachtdienste 3 bei der Fernsprech- Vermitt lungsstelle Gießen entspricht einem offenbaren Bedürf nisse; im abgelaufenen Jahre war nur ein Fehlbetrag vo 16,80 Mt. zu decken. Die Einrichtung ist auf ein weitere Jahr verlängert worden, nachdem die Handelskammer wie derum die Gewährleistung einer Mindesteinnahme von 651 Mart für das Jahr übernommen hat. 2. Arzneimittelversorgung an Kranten tassenmitglieder. (§§ 404-406 des Entwurfs einer Reichsversicherungs ordnung). Die außerordentliche Apotheker- Versammlung am 18 April 1910 in Berlin hat beschlossen, den§ 405 wie fol zu fassen:„ Die Apotheken haben den Krankenkassen näherer Bestimmung der obersten Verwaltungsbehörde eine Abschlag von den Preisen der deutschen Arzneitare zu g währen, falls die Krankenkassen alle Arzneimittel aus de Apotheken beziehen." Es wird also damit die Forderu aufgestellt, daß die dem freien Handel durch die Kai Verordnung vom Jahre 1901 freigegebenen Arzneim der Lieferungsmöglichkeit an die Krankentassenmitgliede entzogen werden sollen. Hiergegen wenden sich nun Drogisten mit aller Entschiedenheit in Eingaben Reichstag und erbitten hierzu die Unterstützung der Ha delskammern. So hat sich auch der Bezirksverein Hesse des deutschen Drogistenverbandes mit der Bitte an die Ha delskammer gewendet, zu befürworten, daß, soweit freig gebene Arzneimittel in Betracht kommen, Drogisten z Lieferung an Krankenkassen bezw. Krankenkassenmitglied zugelassen werden und die§§ 404-406 der Reichsver sicherungsordnung eine entsprechende Abänderung erfahre an de Die Handelskammer beschloß in einer Eingabe an Reichstagskommission, welcher der Entwurf einer Reichste sicherungsordnung zur Vorberatung überwiesen worden i die Wünsche der Drogisten, da sie dieselben als durcha berechtigt anerkennt, zu befürworten. Drucksachen jeder Art in Schwarz- und Buntdruck. Skizzen und Kalkulationen hostenlos liefe t preiswert Giessener Verlagsdrucker ( Albin Kiein) * Benehn Derfelb ber her ten we der D fortge bäudes ten, b folge f Beifall men e wurde einen fentlich auf de bon Gieße entitet von 30. mittag schen übe nau alle fteb Die Freundinnen. 19f@ red du907 19 Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Schluß.) Sidood( Nachdruck verboten.) Es wollte den Bemühungen der Behörden durchaus nicht gelingen, Licht in die Sache zu bringen, da Hermann Walter nach seiner bestimmten Aussage nicht den mindesten Verdacht hatte, auch den Räuber" nicht von Angesicht zu Angesicht gesehen haben wollte. Man fand nicht den geringsten Anhaltspunkt. So blieb der Vorfall unaufgeklärt, denn die wenigen Personen, die hätten reden fönnen, schwiegen hartnäckig darüber. Glücklicherweise erwies sich bei genauer Untersuchung die Verwundung nicht so gefährlich als es anfangs schien. Jani Sylvias Vater hatte, als Hermann sich nur einigermaßen besser fühlte, eine lange Unterredung mit dem Verwundeten. Was die beiden mit einander verhandelten, erfuhr niemand. Als der alte Herr sich anschickte, das Zimmer zu verlassen, da drückte er dem Genesenden innig und herzlich die Hand, indem er tiefbewegt sagte: Ich bewundere Ihre Großmut, Hermann!- Sie sind ein Ehrenmann. Mein ganzes Leben lang will ich Ihnen dankbar sein! Möge Gott Sie segnen für das, was Sie an mir getan! Werden Sie mir verzeihen können, daß ich so blind war, Ihr edles Herz nicht erkennen zu wollen? Daß ich mich auch jetzt noch weigerte, zu Ihnen zu kommen? Nur Sylvias angstvolles Flehen bewog mich dazu. Das Mädchen wird Mühe haben, zu sühnen, was ich an Ihnen fündigte. Sie bewahrten meine Familie vor Schande, metnen Sohn vor dem allerschlimmsten. Ich zittere bei dem Gedanken, was ohne Ihre edle Handlungsweise aus uns geworden wäre!" Man Hermann Walter zog die Hand des tiefgebeugten Mannes an seine Lippen. Mein Vater. so darf tch Sie ja wohl jetzt nennen, werden Sie unser Slück poffemmen machen und forta bei uns wohnen? Sylvia und ich, wir wollen tun, was in unseren Sträften steht, um Ihnen das Unglück Ihres Lebens vergessen zu machen." Die Augen des alten Mannes schimmerten feucht Mein lieber, lieber Sohn!" stammelte er, dann wankte er hinaus. sidik Daß zwei Tage später Leon von Schmettwitz nach Amerifa abreiste, darin fand niemand etwas besonderes. Der junge Mann suchte eben drüben sein Glück zu machen. Er war ein Leben in Freiheit gewohnt von Jugend auf und vermochte sich in die engen Verhältnisse nicht zu fügen. Daß aber Hermann Walter einen großen Teil der Reisefosten freimütig vorgestreckt hatte, erfuhr kein Mensch. Als der beliebte Sänger wieder völlig hergestellt war bereiteten ihm seine vielen Freunde einen großartigen Empfang. Bei seinem ersten Auftreten wurde er mit Blumen und Kränzen förmlich überschüttet. Man bemerkte sogar in einer der Logen Herrn von Schmettwitz, der, wie es hief der zukünftige Schwiegervater des jungen Künstlers sei. Aber noch mehr Bekannte nahmen teil an der Freude den Sänger hergestellt zu sehen. Das Publikum wußte nun bereits, daß Hermann Walter der Sohn des Barons von Albersleben war; verschiedene Operngläser richteten sich nach der Loge, wo derselbe mit seiner Gattin saß. Hinter den Eltern bemerkte man ein junges reizendes Mädchen neben einem vornehm aussehenden Herrn. Das sollte die Schwester des Sängers mit ihrem Bräutigam sein. Sylvia saß neben Maja. Die beiden sprachen flüsternd miteinander. Ein Tropfen Wermuth fiel doch in all das junge, süße Glück der Freundinnen. Denn sie, dte bisher unzertrennlich gewesen, sie wußten es, daß das Schicksal fte nun bald auseinanderreißen würde. Denn im Frühfahr, wenn die Theatersaison vorüber war, wollte Hermann Walter seine junge Braut zum Altar führen, und dann mit ihr, die noch gar nichts von der Welt gesehen, eine größere Reise antreten. Im Herbst führte ihn in sein ruf nach der Residenz. imod Arnold v. Brandt aber trat bei seinem zukünft Schwiegervater in das Geschäft. Er sollte später die tung der Fabrik übernehmen. Freilich gab es für ihn vi zu lernen, aber er betrat den neuen Wirkungsfreis Lust und Eifer, galt es doch, dem gütigen Vater sein leinen Maja eine tüchtige Stüße zu werden. Das kleine Häuschen am Waldesrand wurde von M ias Vater gekauft und in seinem bisherigen Zustand lassen. Dort das gelobten die Freundinnen sich feit wollten sie in späteren Jahren jeden Sommer einige chen zusammen verbringen in stiller, traulicher Zurüc sogenheit, um ihre Erlebnisse auszutauschen und alte G innerungen aufzufrischen. Als nach beendigter Vorstellung sich die ganze Gei schaft zu einem gemütlichen Plauderſtündchen zusamm fand, wurde auch die Verlobung Ottis mit Herrn 5 von Trostberg unter allgemeinem Jubel bekannt gegel „ Es ist doch seltsam," flüsterte Hermann der lächelnde Sylvia ins Ohr, daß mein ehemaliger Nebenbuhler mein Schwager werden soll. Doch ich bin sehr froh rüber, daß Herr von Trostberg sich nun endgiltig tröstet hat." Es entstand ein fröhliches Händeschütteln, Gratulie Küssen, wie es bei Verlobungen üblich ist, und Ba von Albersdorf brachte einen launigen Toast ans auf beiden Freundinnen. hunted Sylvia litt furchtbar. Ein schrecklicher Verdacht, der Täter sei, drängte sich ihr auf. Sie vermochte sich de nicht zu erwehren. Sie bemerkte, daß Leon schen und drückt herumschlich, und daß er förmlich aufatmete, al bekannt wurde, daß Hermann Walter den Täter nicht nannt habe. Ende mydss A W et bielfad picht bis Diefe berechnung gen ber agen zweife bierin o aber gegeben unter Umf würden c auftlarend berjuchten. 922. if ber re Sea Gif erftattet mo Beit vom 1 ung ni te fich b gemad Beginn ent. itungen G Verspätun beiden gegeben, ent Dieser Gelege Fernfpr unterrichten Delstammer folgende g Gießeneitungen Gi des Fermi nd Alfeld( Bafangen( S ererseits. ner diretter rzeit Berba Die Abbalt Fernsprech offenbaren ein Fehlbet auf ein andelstamma einnahme ba an Krank eichsversicherun ammlung am § 405 wie f antentaffen ungsbehörde e Arzneitare zu aneimittel and mit die Forder burch die Sai enen tyneim intentaffenmitgl den sich nun Eingaben an rftübung der Bezirksverein Bitte an die Daß, soweit fre en, Drogiften ntentaffenmitglie 6 der Reichs derung erfo Eingabe rf einer Heid twiesen worde elben als d gsdrucke in) rie ihn in fein elnem antinftic Ite pater die ab es für ihn Birkungsfreis gen Vater den. wurde von rigen Zuitan dinnen fich f ommer einige raulicher Bu fchen und al h die ganze findchen zufor 3 mit Seren el befannt ge mann der fäl Nebenbuhler bin febr fro un endgiltig ütteln, Grafal ich fit- and Toaft ans licher Verdadt vermodhte fi 3 Leon fen un ich aufatmete, al Ben Täter nid mdur Lokales. Gießen, 16. Juni 1910. ** Der Großherzog und die Großherzo= gin begaben sich am Dienstag nachmittag mit dem Erbgroßherzog und dem Prinzen Ludwig nach England, und nehmen einen längeren Aufenthalt in dem Seebad Filey ( York). ** Auszeichnung. Auf der letzten Sonntag in Offenbach a. M. stattgefundenen Landesversammlung des Kriegerverbandes„ Hassia". wurde dem Postsekretär a. D. Meyer Gießen die selten zur Ausgabe kommende si l- berne Planchette für Verdienste um den Verband wie um die Kriegervereinssache selbst vom Präsidium mit Worten der Anerkennung überreicht. er= * Studentisches. Seitens der Freien Studentenschaft ist jetzt wieder ein studentisches Taschenbuch schienen, das durch seinen gediegenen Inhalt auch in diesem Jahre sich viele Freunde unter den ankommenden Studenten erwerben wird. -h Achtung vor Taschendieben! Auf dem Lindenplatz wurde einem hiesigen Bürger von 2 jungen Burschen die Uhr aus der Tasche gestohlen. Hoffentlich gelingt es unserer Polizei recht bald, der beiden Verbrecher habhaft zu werden. * Verhaftung. In der Bleichstraße erregte das Benehmen eines angetrunkenen Mannes großes Aufsehen. Derselbe belästigte alle Vorübergehenden so, daß seitens der herbeigerufenen Polizei zu seiner Verhaftung geschrit ten werden mußte. -h- Straßenpflasterung. Die Arbeiten auf der Ost- Anlage sind in den letzten Tagen ganz erheblich fortgeschritten. Auch die Bürgersteige haben auf der Gebäudeseite der Straße bereits ein Zementgußpflaster erhalin= ten, daß bei den Bewohnern des dortigen Stadtteils folge seiner mannigfachen Vorzüge zweifellos den größten Beifall finden wird. Die Arbeiten auf der Westanlage nehmen ebenfalls guten Fortgang. * Vom Tag e. Einem Anwohner der Kaiserallee wurde in der Nacht zum Dienstag ein Firmenschild durch einen Unbekannten in böswilliger Absicht zertrümmert. Hoffentlich gelingt es unserer Polizei, den Unhold zu entdecken, auf den zweifellos die bereits gemeldeten Beschädigungen von Firmenschildern zurückzuführen sind. * Fröbel- Seminar. Binnen kurzem wird in Gießen unter dem Namen„ Fröbel- Seminar" eine Anstalt entstehen, welche als ihren Hauptzweck die Heranbildung von Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen betrachten soll. ** Die vom Hess. Krankenkassenverband veranstaltete 30. Instruktionsstunde findet am nächsten Sonntag, vor= mittags 10 Uhr in Bingen a. Rh. im Hotel zum„ Englischen Hof" und die 31. Instruktionsstunde Sonntag, den 26. Juni, vormittags 10 Uhr, zu Auerbach a. B. im Saale des Herrn Bürgermeisters Weigold„ Gasthaus zur Berg= straße" statt. Es werden besprochen: 1. Die Reichsversicher ungsordnung; 2. Praktische Verwaltungsfragen. Hus Hellen und Nachbargebiet. * Lübellinden. Beim Baden in dem durch die letten Gewitterregen hochangeschwollenen Gleebache ertrant der 11jährige Sohn der Witwe Engel von hier. * Weilburg. Oberhalb des Forsthauses„ Johan nisburg" wurde der 26jährige Richard Fey, ein Sohn des Besitzers der Eifelsmühle bei Obershausen, mit verschiedenen Wunden tot aufgefunden. Von Wetzlar wurde der städ tische Polizeihund gesandt, der die Spur nach Renderoth nahm. Es wurden schon einige Verhaftungen vorgenom men; doch liegen sichere Indizien noch nicht vor. * Homberg( Ohm). Vom eigenen Fuhrwerk überfahren und getötet wurde der junge Fuhrmann Lenz. Er war unter seinem mit Bauholz beladenen Wagen beschästigt. Plötzlich zogen die Pferde an und das Hinterrad ging dem jungen Manne über die Brust. Er war sofort tot. )( Auf der Hardauin Zürich ging R. Scheuermann am 12. Juni aus einem 10 und 20 Kilometerrennen als Erster hervor. Zweiter im 20 Kilometer- Rennen wurde H. Przyrembel, der wiederum ein 30 Kilometerrennen gewann, in dem sich Scheuermann den zweiten Platz sicherte. Beide fahren Brennabor. ) Die Fernfahrt Berlin- Altona am 12. Juni führte über 310 Kilometer und endete auf der Rennbahn Bahrenfeld. Erster bezw. Zweiter wurden A. Hauptmann und R. Heinrich, welche beide Brennabor fahren. Unwetter. Während bisher vor allem der Osten und Westen un seres Vaterlandes bös vom Unwetter heimgesucht wurde, tommen jetzt auch Nachrichten aus Süddeutschland, hauptsächlich aus Oberbayern, wo ungeheuere Wollenbrüche niedergegangen sind. Viele oberbayrische Flüsse führen deshalb Hochwasser. In Mittenwald stehen die Mühlen unter Wasser. In Garmisch- Partenkirchen ist der Bahnhof und das Schlachthaus überschwemmt, das Elektrizitätswerk ge fährdet. Der Verkehr Garmisch- Murnau und Weilheim- Peißenberg ist unterbrochen. Oberammergau ist zum großen Teil überschwemmt. Frauen und Kinder mußten durch die Feuerwehr gerettet werden. Die Gegend südlich von Hohenschwangau gleicht einem ungeheuren See. Der Lech ist gleichfalls außerordentlich gestiegen. Man befürchtet eine Katastrophe, da es andauernd regnet. Die Hochwasserflut aus dem Gebirge füllte in wenigen Stunden die ganze Flut= mulde der Isar in der Gegend von München bis zum äußersten Uferrand. Infolge erneuter Regengüsse im Gebirge steigt das Wasser noch. Aus Murnau und Garmisch wird gemeldet, daß die dortigen Wassermassen das Hochwasser von 1899 überstiegen. Die Straßen an dem stark geftiegenen Kochelsee stehen unter Wasser. In Farchant beträgt die Wassertiefe teilweise zwei Meter. Infolge des anhaltenden wollenbruchartigen Regens ist auch die Pöllat über ihre Ufer getreten. Die Feuerwehren von Schwangau und Füssen sind zur Hilfeleistung ausgerückt. Auch Desterreich wurde teilweise schwer heimgesucht. In ganz Steiermark spielte sich eine furchtbare Wetterfatastrophe ab. Etwa 20 Herzleidenden sowie Kranken aller Art Kalk- u. Marmor- Werke u. Dampfziegelei Telefon 84. Aug. Gabriel jr. Giessen, Telefon 84. la. 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Der Bahnverkehr über den Semmering und nach Ungarn ist unterbrochen. Zahlreiche Telephonverbindungen sind gestört. In dem Mürz- und Raabtal sind 6 Personen ertrunken. Das Hochwasser im Ahrtal. Erst jetzt läßt sich erkennen, welches Unglück die Hochflut über das Ahrtal gebracht hat. Einzelne Dörfer sind völlig verwüstet. Von den Häusern stehen nur noch die Umfassungsmauern. Im Orte Fuchshofen sind alle Bewohner bis auf 6 ertrunten. Fortgesetzt landet man nur teilweise bekleidete Leichen. Zahlreiche Tote liegen zwischen dem Geröll versteckt, so daß die Bergung nur schwierig zu bewältigen ist. Das ganze Ahrtal bildet ein einziges Steingeröll. Im oberen Ahrtal sind die Straßen mit Betten, Möbeln und Kleidern bedeckt. Ein ganger Eisenbahnzug liegt im Wasser. Der Schaden ist unberechenbar. Zahlreiche Städte sind ohne Beleuchtung, wodurch die Gefahr entsteht, daß die auswärtigen froatischen Arbeiter Ausschreitungen verüben, weshalb Infanteriesoldaten zur Aufrechterhaltung der Ordnung in den einzelnen Städten einquartiert wurden. Zahlreiches anderes Militär ist zur Hilfeleistung herangezogen worden. Bisher sind, wenn man die einzelnen Meldungen zusammenfaßt, über 70 Leichen gebor gen worden. Die Zahl der Umgekommenen wird jetzt sogar auf 160 geschätzt. Ein Augenzeuge berichtet aus dem Dorfe Schuld an der Ahr, daß das lintsseitige Dorf völlig zerstört ist. In einem Hause sind 18 Leichen aufgebahrt. Aus anderen Ortschaften an der Oberahr lauten die Meldwasser verursacht wurde, wird auf etwa drei Millionen geungen ebenso troftlos. Der Schaden, der durch das Hochschäßt. Zahlreiche Blätter veröffentlichen Aufrufe für die Geschädigten. Die Aufräumungsarbeiten dürften Monate in Anspruch nehmen. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Die vorliegende Zeitung, unabhängig in jeder Bezichun, mit vielen amtlichen Bekanntinachungen und guten Lokal- Nachrichten, kostet senio monatlich 30 Pfg. und 10 Pfennig Trägerlohn. Die Berichterstattung ist zuverlässig. Abonnementsbestellungen nehmen zu jeder Zeit entgegen alle unsere Agenten, Träger und Die Expedition Gießen, Seltersweg 83 das nach besonders vervollkommentem ist als Kaffee- Ersatz- Marke Kornblume", Verfahren hergestellt ist, bestens zu mittel ,, Geröstetes Korn" 93 empfehlen. Zu haben in den Kolonialwarenhandlungen nur in 1 Pfund- Paketen in gesetzlich geschützter Packung mit Firma- Aufdruck NB. Niederlagen an allen Plätzen gesucht. Wilhelm Christ& Co., Mainz. Biedenkopf Vorteilhafteste Bezugsquelle Sommerfrische im oberen Lahntal. Prachtvolle Waldungen. Ausgezeichnete Verpflegung bei billigen Preisen. Auskunft durch den Bürgermeister. Badenburg. 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