Lage im One aus fchattiger 000 opf p. 4 Mark enser. ท leiden, leiden, fadern die oft lgende wellung jucken den oft n unter Venenauf und Beinrössert sserige Bettruhe welche rewöhnum die BeingeAhrende kt und t durch e Beins diesen amerzen suchen leidens, erzweiprobten nocrusveifelten grosser nt schon der sich h meine zu. Der es krank inleiden. 3. amstags. tnis, dass and solche etc. unter e bestens 0 Pfg.) dorf. and die li 1910 preife teken -88 fg. -84 -96 n Siczen 2 kg 62 Pf. 2kg 54Pf. rfie lofteten 5. 80-96 3fb. 96 86-88 60-84 7.50-8.00 9.00-10.00 0.20-0.30 0.40-050 0.00-00.00 1.00-00.00 0,50-000 20 admittags der Markt Carltzeit im Beitung Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 95. Bekanntmachung. 1 der Großherzoglichen Bürgermeisterei' sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 14. Juli 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Big.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pig.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Playzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Der geänderte Bebauungsplan für die Gu tenbergstraße ist festgestellt und dazu die nachfolgende Ortsbausatzung erlassen worden. Der Bebauungsplan fann auf dem städtischen Tiefbauamt von jedermann eingesehen werden. Gießen, den 12. Juli 1910. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Ortsbausatzung. Auf Grund der Artikel 2, 29, 37 und 59 des Gesetzes vom 30. April 1881, die allgemeine Bauordnung betreffend und der§§ 3-5, 7, 9 und 78 der Verordnung vom 1. Februar 1882 die Ausführung der allgemeinen Bauordnung betreffend, wird auf Beschluß der Stadtverordnetenversammlung, nach Anhörung des Oberbürgermeisters und Begut- achtung durch den Kreisausschuß mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 20. Juni 1910 zu Nr. M. d. J. 8370 zu dem Bebauungsplan für die Gutenbergstraße folgender Nachtrag zu dem Ortsbaustatut für die Stadt Gießen erlassen, der sofort in Kraft tritt: § 1. Für die Gutenbergstraße wird offene Bauweise vorgeschrieben. Zu Artikel 59 der Allgemeinen Bauordnung. § 2. Die an dieser Straße zu errichtenden Gebäude dürfen nicht mehr als zwei Stockwerke über dem Erdgeschoß enthalten und müssen von den Nachbargrenzen mindestens 3 Meter entfernt bleiben. Treppen, Erfer, Balkone 2c. dürfen bis auf 2 Meter Abstand von der Nachbargrenze in diesen Zwischenraum vorspringen. Zu Artikel 59 der Allgemeinen Bauordnung. § 3. Für Seiten- und Hintergebäude gelten hinsichtlich der Höhe und Entfernung von der Nachbargrenze die Bestimm= ungen in§ 2. Solche Gebäude dürfen nur mit besonderer Zustimmung der Stadtverordneten- Versammlung und unter den von dieser etwa zu stellenden weiteren Bedingungen errichtet werden. Zu Artikel 37 der Allgemeinen Bauordnung. § 4. Alle von Straßen und Pläßen aus sichtbaren Außenseiten der Vorder, Hinter- und Seitengebäude müssen eine gefällige architektonische Ausbildung erhalten. Zu Artikel 59 der Allgemeinen Bauordnung. § 5. Anlagen, die unter den§ 16 der Gewerbeordnung fallen, sind unzulässig. Zu Artikel 29 der Allgemeinen Bauordnung. Gießen, den 12. Juli 1910. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Zu vergeben sind: 240 Mt. Zinsen der Stiftung der Friedrich Textor Eheleute an verschämte Arme, in Gaben nicht unter 50 Mt. Meldungen nimmt das Armenamt, Afterweg 9, bis 31. Juli 1910 entgegen. Gießen, den 8. Juli 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Keller. Bekanntmachung Der Installateur Heinrich Blum dahier ist zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gas- und Zeichen der Zeit. er= im In die stille Zeit der inneret Politik ist plötzlich eine Ueberraschung gekommen. Der zweite Vizepräsident des Reichstages Prinz Hohenlohe hat in einer Zuschrift an den Präsidenten des Reichstages Grafen Schwerin- Löwit flärt, daß er sein Amt niederlege. Der Prinz Hohenlohe begründet seinen Rücktritt damit, daß er seinerzeit deshalb dem Rufe, in das Reichstagspräsidium einzutreten, gefolgt fei, um eine Wiederannäherung derjenigen Parteien Reichstage zu fördern, die bis zur Entscheidung über die Finanzreform in wichtigen politischen Fragen zusammenge wirft hatten. Inzwischen hätten aber eine ganze Reihe von Vorgängen bei den Reichstagserfaßwahlen und auch die jüngste Erflärung der nationalliberalen Partei eine erhebliche Vertiefung der Gegensätze zwischen den alten Block= parteien gezeigt, und der früher gerechtfertigte Versuch der Möglichkeit einer Wiederannäherung der Blockparteien sei jezt gegenstandslos geworden. Der Prinz Hohenlohe tritt Wasserwert auf Grund der Bestimmungen vom 29. Dezbr. 1902 zugelassen worden. Gießen, den 9. Juli 1910. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Hausen. In der Zeit vom 14. bis einschließlich 27. Juli 1910 liegt auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürger= meisterei Hausen das Projekt über Ausführung der Drainagen in den Fluren 2, 3, 4 und 5 nebst Beschluß der Vollzugskommission vom 5. Juli 1910 zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses innerhalb der oben angegebenen Offenlegungsfrist bei Großh. Bürgermeisterei Hausen schriftlich einzureichen und zu begründen. Friedberg den 10. Juli 1910. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: Schnittspahn, Großherzogl. Kreisamtmann. Bekanntmachung. Die Lieferung des zu 6400 Zentner veranschlagten Bedarfs an Nu ßfohlen 2. Größe für die städtischen Anstalten für dvs Rechnungsjahr 1910 ist zu vergeben. Die Bedingungen liegen auf unserem Sekretariat Zimmer Nr. 15 zur Einsicht offen. Mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis 16. d. Mts., vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Gießen, den 8. Juli 1910. Großherzogliche Bürgermeisterei. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Gebührentarif der Gesindevermieterinnen und Stellenvermittler. Bestehender Bestimmung gemäß bringen wir nachstehenden Gebührentarif der hiesigen Gesindevermieterinnen und Stellenvermittler zum Abdruck. Für Vermittelung eines Dienstboten; Gesindevermieterinnen: Bärrn, Kirchenplatz 11 Dülfer, Neustadt 50 nach nach Gießen: auswärts: Mark Mart 5 für Vermittlung einer Köchin mit einem Gehalt über 40 Mt. für Vermittlung eines Servierfräuleins Herr, Sonnenstraße 6 8 7 107 11 1005 80 für Vermittlung einer Köchin mit einem Gehalt über 40 Mt. 10 für Vermittlung eines Servierfräuleins ( welche von demselben zu zahlen sind) Heyer, Marktplatz 17 10 10 5 7 für Vermittlung einer Köchin mit einem Gehalt über 40 Mt. 10 für Vermittlung eines Servierfräuleins Hüttenberger, Seltersweg 67 10 10 7 Dertel, Dammstraße 43 47 für Vermittlung von Köchinnen in Wirt10 Lorenz, Dammstraße 25 Pißer, Seltersweg 3 schaften und Hotels Schmidt, Weserstraße 5 Stoll, Schloßgasse 17 Vaupel, Bahnhofstraße 30 805555 8558 177778 0777 Weißenbach, Kreuzplatz 6 Zimmermann, Neuenweg 29 21. Jahrg. 5 7 4 6 Von den Gebühren hat der Dienstbote jeweils 2 Mart zu entrichten. Vermieterinnen Bärrn und Hetzger erheben von Dienstboten 1 Mart Gebühr, die Vermieterinnen Herr, Dülfer, Pizzer, Schmidt, Dertel, Stoll, Weißenbach und Zimmermann erheben von denselben feine Gebühr. Gesindevermieterinnen Herr und Pizzer erheben von den Köchinnen feine Gebühr. Die Vermieterin Schmidt( Teulelslustgärtchen) hat ihren Gewerbebetrieb vorläufig eingestellt. Stellen vermittler. Germann, Wolfengasse: für einen 1. Gesellen 3 Mt. für einen 2. Gesellen 2 Mt. für einen 3. Gesellen 1,50 Mt. von welchen Gebühren Meister und Geselle je die Hälfte zu entrichten haben. Gießen, den 7. Juli 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. die Wegen Vornahme von Befestigungsarbeiten wird Brand- und die Schloßgasse von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerts- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 9. Juli 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. In der Zeit vom 20. Juni bis 9. Juli 1910 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 Kinderportemonnaie mit Inhalt, 1 Pferdedecke, 5 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Brosche, 1 Uhr, 1 Tasche, 1 Regenschirm, 1 Brille, 1 Damengummigürtel, 1 Zwicker und 1 Werkzeuglasten; berloren: 1 Portemonnaie mit goldenem Kettchen, 1 fleine schwarze Damenuhr mit weißem Zifferblatt, 1 Brille, 1 schwarzer Damenregenschirm, 1 silberne Remontoiruhr mit Weinzipfel, 1 Regenschirm, 1 ledernes Zigarrenetui mit 2 Urlaubspässen auf den Namen„ Wolf" lautend, 1 längliches gelbes Portemonnaie mit ungefähr 400 Mart Inhalt, 1 schwarzer Sammetbeutel mit 1 Portemonnaie und 10-12 Mt. Inhalt, 1 Damenportemonnaie mit 3 bis 4 Mt. Inhalt, 1 Panamahut mit schwarzem Band, 1 Spazierstock mit Silbergriff und 1 goldene Damenuhr mit goldener Kette, im innern des Deckels„ E. M." eingraviert. Entflogen: 1 Kanarienvogel. an Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Die Abholung der gesundenen Gegenstände tann jedem Wochentag von 11-12 Uhr vormittags und 4-5 Uhr nachmittags bei unterzeichneter Behörde Zimmer Nr. 1 erfolgen. Gießen, den 9. Juli 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. Die unterm 6. Juni 1910 angeordnete Sperre der Südanlage, von Bismarck bis Goethestraße, wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 6. Juli 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. also deshalb aus dem Reichstagspräsidium aus, weil er an| mus und die Sozialdemokratie zeigen in ihrer Wesensart der erhofften Wiederannäherung der Parteien des alten Blocks, verzweifelt. Damit sagt der Prinz der politischen Welt ja durchaus nichts Neues, aber nicht diese Kundgeb ung und der Rücktritt des Prinzen aus dem Reichstags= präsidium sind das bedeutsame an dem ganzen Vorgange, sondern alle nationalen Kreise Deutschlands ersehen daraus mit Bedauern, daß die inneren Gegensätze und Zwistigteiten im Deutschen Reiche seit der in Szene gefeßten Finanzreform immer schlimmer werden. Dabei ist aber auch vom parlamentarischen Standpunkte aus gar nicht abzusehen, wie einer großen Parteibildung eine andere wirklich große Par teibildung entgegengesetzt werden soll. Zwar wird in freisinnigen Kreisen nach den Vorgängen im Großherzogtum Baden energisch an dem Plane gearbeitet, alle liberalen Parteien mit Hilfe der Sozialdemokratie zu einem liberalen Großblocke zu vereinigen, aber dieser Plan dürfte feine rechte Verwirklichung erleben, da er allen liberalen Männern keine rechte Freude bereiten kann, denn der Liberalisdie schärfsten Gegensäße, und eine aus liberalen und so= zialdemokratischen Abgeordneten gebildete Reichstagsmehrheit wäre für eine positive Arbeit wohl ganz unfähig. Ferner ist bei einem Zusammengehen der Liberalen mit den Sozialdemokraten doch auch mit dem Umstande zu rechnen, daß die Liberalen in dieser Gemeinschaft nur die Geschäfte der Sozialdemokratie besorgen würden, daß aber dte So= zialdemokratie niemals eine Stüße für eine liberale Politif abgeben würde. Vereinigungen nur auf Grund gemein= samer Opposition versprechen überhaupt feine Dauer, δα ihnen die innere Gemeinsamkeit fehlt. So ist es denn da hin gekommen, daß seit der Begründung des Deutschen Reiches noch niemals eine solche Verärgerung und Zersplitterung der politischen Parteien in Deutschland vorhanden gewesen ist, als jeßt. Es ist auch ungemein schwer, in dieser fritischen Lage einen Ausweg zu finden, denn die Wiederannäherungsversuche an die Konservativen fönnen nach der Lage der Dinge jetzt gar nicht von den liberalen Parteien unternommen werden, und von der anderen Seite finden sie auch nicht statt. So muß man denn hoffen, daß aus den trübseligen Verhältnissen heraus selbst eine neue Ertenntnis für die politischen Parteien Deutschlands erwachsen möge, die ihnen den Weg zeigt, wie eine brauchbare und dem ganzen Volte imponierende Reichstagsmehrheit zu bilden sei. Von den nächsten Reichstagswahlen tann ja auch schon eine so ernste Mahnung herausklingen, daß man die Fehler, die in politischer Hinsicht in Deutschland gemacht worden sind, viel deutlicher als jetzt sieht. Man fürchtet allgemein, daß bei den nächsten Reichstagswahlen eine starke Vermehrung der sozialistischen Abgeordneten eintreten werde. Im vorigen Reichstage hatten die Sozialdemokraten bereits 78 Size inne, man sieht daraus, welche Chancen die Sozialdemokratie in politisch unzufriedenen und verärgerten Zeiten hat. Sollte aber die Soziaidemokratie im Deutschen Reichstage es bei den nächsten Wahlen gar aus hundert Size bringen, so fönnte die ganze parlamentarische Arbeit im Deutschen Reiche leicht eine unfruchtbare werden, und neue und verschärfte politische Kämpfe fönnten dann das Reich aus der parlamentarischen Wüste wieder herausführen. Sparsamkeit in der Justizverwaltung. nur Seit den großen Finanznöten ist das Wörtchen„ sparen" zum Schlagwort geworden. Leider aber hat man sich bis zum heutigen Tage trotz der sich stets ungünstiger gestaltenden Finanzverhältnisse zu nennenswerten Ersparnissen nicht aufschwingen fönnen. Wohl wurde verschiedentlich von einzelnen V! rwaltungen ein Anlauf zum Sparen gemacht, der jedoch in der Regel nur von furzer Dauer war. Auch in unserem Großherzogtum hat sich schon seit längerer Zeit der gute Wille zur Sparsamkeit gezeigt, der bis jetzt aber noch nicht in der wünschenswerten Weise in die Tat umgesetzt wurde. Jetzt hat nun das Ministerium der Justiz einen be= merkenswerten Erla ß an die ihm unterstellten Gerichtsbehörden gerichtet, der nicht nur eine wesentliche Ersparnis im Justizdienste, sondern auch eine zu begrüßende Vereinfachung des gesamten schriftlichen Verkehrs innerhalb der Gerichtsbarkeit bezweckt. Der Erlaß, der sich über die allen Form der Berichte eingehend ausläßt, sordert vor Dingen auf, die Berichte furz und bündig zu fassen. Einleitungen und Schlußsäße formeller Natur sind in Zukunft vollständig zu unterlassen. Die Berichte sollen vielmehr direft auf die Sache eingehen und von nun an tunlichst in Urschrift mit einer Umschrift weitergehen. Durch möglichst furze Aeußerungen der Ausschrift soll den oberen Behörden größeres Aftenstudium erspart werden. Tabellen, Verzeichnisse von Tagegeldern und gleichartige Schriftstücke sind ohne jedes Begleitschreiben für die Zukunft einzusenden. In einem weiteren Ausschreiben des Justizministeriums wird im Interesse der Sparsamkeit strengste Genauigkeit beim Bezuge von Formularen empfohlen. Um zu vermeiden, daß unnötig viel Formulare bestellt werden, soll am Ende eines jeden Jahres der Gesamtformularbedarf überschlagen und hiernach jedem Lieferanten nur eine einmalige Bestellung zur Vermeidung unnötiger Portokosten gemacht werden. Insbesondere wird den Vorständen der Kanzleien große Sorgfalt bei der Bestellung und dem Verbrauch von Formularen und anderer Verbrauchsobjekte anempfohlen. Bei dem ausgedehnten Schriftverkehr der einzelnen Ge= richte und der Justizverwaltung werden auf diese Weise Es bleibt erhebliche Ersparnisse gemacht werden können. daher zu wünschen, daß sich die anderen Verwaltungszweige dem Beispiele der Justizverwaltung anschließen und auch die städtischen Verwaltungen eine Vereinfachung des gesamten schriftlichen Verkehrs im Interesse einer schnellen Erledigung und aus Sparsamkeitsrücksichten anstreben. Lokales. Gießen, 12. Juli 1910. * Universität. Das Pharmakologische Institut der Universität wird binnen furzem von seinem bisherigen Heim Lonystraße 2 nach der alten veterinär- medizinischen Klinik in der Frankfurterstraße übersiedeln, da sich der Staat des gegenwärtigen Anstaltsgebäudes zu entäußern gedenkt. * Städtisch e s. Die Stadtverordneten werden sich demnächst mit der Frage der Verlegung der städtischen Aemter nach der Klinik an der Liebigstraße zu deschäftigen haben, welche zu diesem Zweck verschiedene bauliche Abänderungen erhalten soll. * Straßenbahnunfall. Am Dienstag führte das Entgleisen eines Wagens auf dem Marktplatz zu einer Betriebsstörung, welche jedoch ziemlich rasch beseitigt wer den konnte. -h Ferien. Die letzten schönen Tage haben den bedeutend anschwellen lassen. Ferienverkehr wieder ganz Die Durchgangs- und Schnellzüge, welche gestern auf der Fahrt von Berlin- Frankfurt a. M. Gießen passierten, wieStadttheater Gießen. Dienstag, den 12. Juli 1910. Wiener Blut Operette in 3 Atten von V. Leon und Leo Stein, Musik von Johann Strauß. Das Wert des Komponisten mag seinen Namen mit Recht tragen; ob die heutige Aufführung den Begriff„ Wiener Blut" erfaßte oder nur annähernd erschöpfte, stelle ich sehr, sehr in Frage. Wo wirfte Wiener Gemütlichkeit, Herzlichkeit, Lust? Wo tam das Wien von 1815 zur Geltung, wo Fiafertutscher eine Macht bildeten, wo Fürsten und Grafen sich in anmutige, fesche Probiermamsells verliebten? Wo tanzte, lachte, glühte, scherzte„ Wiener Blut"? Die hiesige Aufführung gab davon nur ein Surrogat, und Surrogate munden dem wenig Verwöhnten nicht oder trinken Sie Zichorienbrühe lieber als Kaffee?- erst recht dem Feinschmecker nicht. In jedem anderen Krähwinfel, zu jeder anderen Zeit hätte das Stück spielen können, nur nicht in Wien zur Zeit des Kongresses! Alles was äußerlich an den Kongreß erinnert hätte, war gestrichen; von der ganzen Diplomatie feine Spur zu sehen. Nur die Kostüme erinnerten dann und wann, troß ihrer geringen Einheitlichkeit denn mit der historischen Treue nahmen sie's nicht gar so genau!- an die Biedermaierzeit; doch dieser Begriff ist räumlich sehr dehnbar. Man sagt zwar, Kleider machen Leute, aber das Kostüm allein macht nicht den Geist der Zeit, das Wesen eines Völckchens, wie es die Wiener nun mal sind. Es gibt eben nur eine Kaiserstadt, nur ein Wien. Ausgelassenheit ohne Anmut, Wit ohne augenzwinkernde Natürlichkeit, Lachen ohne Herzlichkeit, steife Noblesse und würdeloses Sich- gehen- lassen sah ich hier, sah ein Leben, nur wie einen schwachen Refler der lieben, lustigen, heiteren, falschen, gemütlichen, ewig lachenden, nichtssen daher mitunter eine recht bedeutende Länge auf. Der Fremdenverkehr hat auch in Gießen rege eingesetzt. Schade nur, daß unsere Schulkinder diese schönste Zeit des Jahres immer noch auf den Schulgänken verbringen müssen, da das Ministerium des Innern bekanntlich das Gesuch des Bürgervereins um die Verlegung der Schulferien abgelehnt Vielleicht würde es sich unter den obwaltenden Umständen für den Bürgerverein empfehlen, in dieser Angelegenheit mit dem Bund hessischer Schulreformer gemeinsam vorzugehen. hat. ** Der Evang. Arbeiterverein Gießen veranstaltet am Sonntag auf der Liebigshöhe ein Garten= fest, das nach den getroffenen Vorbereitungen sehr schön zu werden verspricht. Außer Konzert, Gesangsvorträgen, Damenreigen, Kinderspielen 2c., sind eine Reihe von Ueberraschungen in Aussicht genommen, u. a. soll den Festteilnehmern der Besuch eines zoologischen Gartens auf Festplatz ermöglicht werden. Aus Hessen und Nachbargebiet dem an= * Butzbach. Der anläßlich des vom 16. bis 18. Juli hier stattfindenden 28. Lahntalsängerbundesfestes und geldenen Jubiläums des Bundes am 17. Juli also am nächsten Sonntag nachmittags 3 Uhr veranstaltete Festzug soll eine Versinnbildlichung des deutschen Volksliedes wer den und weist deshalb mehrere Wagen mit ihnen folgenden Gruppen auf. Auf dem einen führt die Königin Luise der Germania das zum Freiheitstampf aufgestandene Volk zu, Freiheitskämpfer und Turner unter Jahn folgen. Der dere zeigt die Handwerksburschen auf dem Marsche und in der Zunftherberge. Der dritte führt uns in die Spinnstube, sind, in die Mägdlein aus verschiedenen Gauen gefommen singende Schnitterinnen schließen sich an. Eine folgende Gruppe huldigt Sangesmeister Erf und die letzte der Göt' tin des Gesanges, die dem Volkslied den Ehrenfranz reicht. Jubelnde, singende Kinderschar mit bunter Blumenzier im und Haar und die Bundesvereine mit wallenden Fahnen Freunde des Liedes folgen. * Nachflänge zu Friedberg Büdingen. Aus einer Feststellung des Offenbacher Zentrumsorgans geht hervor, daß bei der Stichwahl in Friedberg- Büdingen auch sonst recht konservativ gesinnte Kreise durch Wahlenthaltung den Sozialdemokraten unterstützt haben. Das Blatt verzeichnet die Tatsache, daß in der Stadt Bü dingen der Fürst von Isenburg- Büdingen und seine Beamten und Bediensteten alle bei der Stichwahl zu Hause ge= blieben sind. * Hünfeld. Der Kaufmann Michael Weinberg ist seit furzem verschwunden. Er soll für 25 000 mt. Wechsel gefälscht haben. * Wetzlar. Die Fortschrittliche Volkspartei des Wahlkreises Wetzlar- Altenkirchen hat ein Parteibureau mit dem Size in Weylar errichtet. Mit demselben ist eine so ziale Auskunftsstelle verbunden. Geschäftsführer ist Herr Jakobs. * Nidda. Ihre diamantene Hochzeit konnten Aug. Karl Karl 1r. und seine Ehefrau Karoline, geb. Bolz, in Bellmuth feiern. Beide sind trotz ihrer mehr als 80 Jahre noch recht rüstig. * Marburg. Der Direktor der medizinischen Universitäts- und Poliklinik Professor Dr. Ludo f Brauer hat einen Ruf als Direktor des Hamburg Eppendorfer Krankenhauses erhalten. In diesem Sommersemester fommt hier zum erstenmale das von der Stadt anläß lich der Ankunft des 2000. Studenten bewilligte Stipendiat an underschuldet in Not geratene Studenten zur Auszahlung. * Langsdorf. Obstbaulehrer Wiesner sprach hier vor zahlreichen Interessenten über„ Obstmärkte und Obstverkauf." Die gegebenen Anregungen haiter den Zweck für eine bessere Verwertung des gebrochenen Obstes zu sorgen durch Verkaufseinrichtungen direkt vom Züchter an die Konsumenten, ohne Zwischenhandel. In allen Gegenden, wo der Obstbau floriert, hat nur ein ge regelter faufmännischer Obsthandel die Fortschritte gebracht. Ein geregelter Obsthandel ist notwendig, kann doch in manchen Johren der Ueberfluß an gutem Tafelund Koch Brechobst nur schlecht bermendet werden. In einer weiteren Zusammenkunft im August soll über die Durchführung der gegebenen, no! tuenden Anregungen weiter beraten werden. * Darmstadt. In der Sache Erbach gegen Erbach hat bekanntlich die geschiedene Dora Fischer die Aussage verweigert, worauf das Landgericht Entscheidung dahin fällte, daß sie hierzn nicht berechttat set, da die an Das Einzige, was tuenden, rätselhaften Wienerstadt. Wien erinnern sollte, war der Dialekt, das bißerl Weanerisch. Betrachtet man das Wert des Komponisten, in dessen Melodien Wiener Blut hämmert, und schlägt, dessen Walvoll zer sprühen von Wiener Reiz, Lust, Sinnlichkeit be= Leben, Schwung, Rhythmus und Fantasie!- dann dauert man das Fehlen dieser notwendigen Wesensbestand= teile um so mehr bei der heutigen Aufführung. Das Orchester unter Alfons Mourots Leitung tat seine Schuldigkeit ebenso wie die Sänger in ihrer Ar ,, nach ihrer Auffassung, die aber kaum das gab, was dem Kom' ponisten im„ Wiener Blut" vorschwebte. Man sah auf der Bühne nicht etwa den Fürsten Ypsheim- Gindelbach, Premierminister von Reuß- Schleiß- Greiz, wohl aber den Komifer Hermann Norden, der sich seine Späßchen ausgeflügelt hatte und seine Wirkungen auf die oberen Regionen nicht verfehlte, Effekthascheeeien, die auch das Parkett willig aufgriff und dankbar durch Klatschen quittierte. Daß sich der Minister bewogen fühlte, der Frau Gräfin sein Taschentuch anzubieten, ist ein ganz un verzeihlicher Mißgriff, der sich mit der strengen" Etiquette eines Duodesstaates noch weniger vereinigen läßt, als mit den Gewohnheiten eines Ministers. Wenn man die Fürsten, Grafen, furz Repräsentanten der höchsten Gesellschaftskreise, auf der Bühne beobachtet, möchte man manchesmal glauben Ungebundensein an den „ guten Ton", Sich- gehen- lassen mache ihr Wesen aus, 10 sehr sind sie Verzerrungen, Unmöglichkeiten, Uebertreibungen von der Posse- Gnaden. Karl Volts Graf Bitowski wollte„ Wiener" sein - die Maske war sehr gut gewählt!- aber ihm fehlte vor allem die Noblesse ohme Steifheit, die Gemütlichkeit, Herablassung, die den Adel nicht verleugnen! Ghe nicht als giltig anzusehen set. Gegen diese Entscheidung hat die Fischer Beschwerde verfolgt, diese indes jetzt wieder zurückgezogen, soda thre zeugeneidliche Vernehmung demnächst vor dem Amtsgericht Michelstadt erfolgt. * Darmstadt. Oberst z. v. Freiherr August Röder zu Diersburg, einer der ältesten und hervorragendsten Offiziere der hessischen Truppen, bollendete in voller geistiger und körperlicher Frische sein 80. Lebensjahr. Frhr. v. Röder entstammt einer alten, seit vielen Jahren hier angesessenen Adelsfamilie. Er machte bereits als junger Kadett im Jahre 1849 den Feldzug gegen Baden mit und war auch am 13. Juli 1866 bei dem für die Hessischen Truppen so verhängnisvollen blutigen Gefecht bet Laubach- Fronhofen mit im Feuer. Im Krieg gegen Frankreich 1870/71 war er Hauptmann im InfanterieRegiment Nr. 115, das damals in Worms stand und führte die Leibtompagnie dieses Regiments, an deren Spitze jetzt, nachdem das Regiment nach Darmstadt berlegt und zum Leibgarde- Regiment ernannt worden ist, der Sohn des Gefeierten steht. Der Großherzog hat dem hochverdienten alten Soldaten zu seinem Geburtstage das Kommandeurf. euz 2. Klasse des Ludewigsordens verliehen. * Kreuznach. Ein von dem Kreise Kreuznach bet Sarmsheim erbautes Kreiswasserwerk, das 12 Orte des borderen Hundstück mit Wasser versorgt, wurde hier eingeweiht. Zu dem Festakt traf der neue Oberpräftdent der Rheinprovinz Freiherr v. Rheinbaben aus Coblenz ein. * Niederwalluf. Zur 40jährigen Erinnerung an den Feldzua 1870/71 wird hier eine allgemeine Feter mit einer Ehrung der Veteranen veranstaltet. Wiesbaden. Die Stadtverordneten in Wiesbaden haben in einer ordentlichen Sigung 1000 Mark für einen Ueberlandpflug Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Mannheim bewilligt, den der Deutsche Fliegerbund Frankfurt a. M. unter dem Protektorat des Prinzen Albert zu Schleswig Holstein im Auguft ds. Js. anläßlich der Anwesenyeit des Katiers in Mainz zu unternehmen gedenkt. * * Homburg v. d. H. Zwischen Wehrheim und Ufingen erreignete sich ein schwerer Automobilunfall. Ein 60pferdiger Wagen überschlug sich. Der Chauffeur wurde gegen einen Baum geschleudert und war sofort tot. Die dret Insassen erlikien Rippen- und Schädelbrüche und fanden Aufnahme im Homburger Krankenhaus. Stadt und bes findet. Intereff stelle für den ftraße 21. * Orte verunglückte au wert dadurch, Kurve umfiel fonnte nur mi Nähe weilte, und hatte bed hier verbracht Auch sein Pfe Das Eifer genannten La wird den Bet aue tag und Mont Wetterau, ver feftgebenden B haben ihr Gri Wetturner am lom kämpfen. * Ber die Zuläffiglei laffen des Re Verträge mit die Bestimmu Sabung das ber bis 31. herabjeßen lo Juli die Kra tember mit de * Opl stern morgen um 9% Uhr Höhe geplaßt find tot. E Ingenieure Mit der veru ginnen, welch sellschaft, nach folgreiche Auf fellschaft vera lürzlich vorge halt, wurde fonnte jechs * Blu raschten das ches die Lan fes Feuer a anderen Seit Gefecht. Eth wurden getöt diese wurde schließ deres Regier )( Auz * Reise der Mainzer nach der Wasserfante. Wir machen unsere Leser nochmals auf vom 20. bis 26. Juli d. Js. zum Preise von Mt. 100.stattfindende beliebte Fahrt nach Bremen, Bremerhaven, Helgoland, Hamburg und Kiel aufmerksam. Dieselbe findet bestimmt statt und dürfen, um sich die Beteiligung an derselben noch zu sichern, Anmeldungen, welche nur an das Reisebureau 2. Lyssen hop u. Co., G. m. b. H., Mainz zu richten sind, jetzt nicht mehr zurückgehalten werden. * Darmstadt. Eine eigentümliche Szene ereignete sich in einem hiesigen Hotel. Die Polizei war benachrich tigt worden, daß sich daselbst eine verdächtige Persönlich feit einlogiert hatte, die durch ihr Benehmen aufgefallen war. Ein Schußmann erschien, und auf dessen Veranlass ung wurde noch ein Kriminalschußmann herbeigerufen. Az man endlich dem Verdächtigen auf sein Zimmer rückte und seine Legitimation verlangte, die nach Zögern zum Vorals ein schein fam, entpuppte sich der Verbrecher Schußmann aus einer benachbarten Großstadt, der sich mit seiner Frau auf einer kurzen Vergnügungstour hier einlogiert hatte. Seine Verlegenheit soll groß gewesen sein, als er sich seinem Kollegen zu erkennen geben mußte. * Wiesbaden. Am 3. und 4. September findet in Wiesbaden der 24. Bundestag des Mittelwestdeutschen Stenographenbundes Stolze- Schrey statt. Mit dieser Tagung wird ein Wettschreiben verbunden sein. Die geschäftlichen Verhandlungen beginnen am Samstag den 3. September im großen Saale der Wartburg. Sonntagvormittags findet die Eröffnung der stenographischen Ausstellung, sowie Wettschreiben und Festvortrag statt, wofür ein hervorragender Redner in Aussicht genommen ist. Hieran schließen sich das Festessen sowie die Vergnügungsveran- staltungen und die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Am besten hatte den Wiener Ton Frib Seybold mit seinem Kammerdiener Josef getroffen, darstellerisch ( wenn auch nicht ohne fleine Entgleisungen) sowohl wie gesanglich. Hans Weenert gab zu sehr sich selbst als den Grafen, sang aber vortrefflich das Duett( im 1. Aft) mit Fri Seybold" Du süßes Zuckertäuberl mein." Elsa Rosarita( Gräfin Zedlau) und Grete Brill( Tänzerin Cagliari) standen ihren früheren Leistungen nicht nach, schufen aber keine scharf gezeichneten Gestalten. Auch A l m à Walle, von Beginn der Sommer- Saison her noch in bester Erinnerung, erschöpfte ihre Gastrolle, Probiermamsel Pepi, keineswegs. Wild, ausgelassen, toll, heiter, nicht ohne ein Gran Natürlichteit, ungezwungener Herzlichkeit, hielt sie doch die Grenze nicht ein, die, einmal überschritten, die weiche, zarte Linie anmutiger Grazie, selbst in der wildesten Bewegung, entbehrt. Ihre Vortragsweise, gewandt, teck und frisch, fand reichen, herzlichen Beifall, der auch den anderen Darstellern in gleicher Weise, trotz den mancherlei Mängeln zuteil wurde. Die Gesang- Ensembles, in denen nur die größeren Rol len beschäftigt waren, flappten recht gut und flott; hier verdient auch Otto Conradi( Kagler) Erwähnung, der leider über ein wenig flangreiches und startes Organ ver fügt. Hermann Norden, der im übrigen dem Konven tionellen entsprechende Bühnenbilder aufgebaut hatte, schilte sehr häufig nach dem Tattstock. Aeußerst störend finde ich die langen Pausen, besonders heute wieder zwischen dem 1. und 2. Afte; die Verwandlung kann doch unmöglich soviel Zeit in Anspruch nehmen. Lieber die Pausen auf 7-10 Minuten einschränken und im Stücke weniger Striche anbringen! Das Publikum unterhielt sich sehr gut und zeigte sich in seiner Spenderlaune äußerst beifallsfreudig. H. F. O. Austu eingerichtet Ver erteilt foste Auch erfolg Verfügung Prospefte Kurdireftic werden. Prachtvolle So P Pa Weing pe Som Moderne Zim Telephon 42 ſe Ent efe in meidliche Michel Juft Noragend boller nsjahr. Jahren its als Baden für die Gefecht gegen anterie and und n deren armstadt worden Bberzog em Ge dewigs mach bei Orte des de hier berpräft Den aus rung an me Feter Wies 30 Mart Mainz, gerbund Prinzen Js. an u unter im und bilunfall. 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Bürstenhändler Wagner von hier verunglückte auf der Straße bei Selters mit seinem Fuhrwert dadurch, daß der mit Waren beladene Wagen bei einer Surve umfiel und Wagner darunter zu liegen tam. tonnte nur mit Mühe von seiner Frau, die allein in der Nähe weilte, aus seiner schlimmen Lage befreit werden, und hatte bedeutende Verletzungen erhalten, so daß er nach hier verbracht und sich einer Operation unterziehen mußte. Auch sein Pferd erhielt beim Sturze erhebliche Verletzungen. der so Das Eisensteinbergwert„ Elisenburg" auf genannten Landwehr, das seit etwa 2 Jahren still stand, wird den Betrieb demnächst wieder aufnehmen. des * Fauerbach v. d. H. Nächsten Samstag, Sonntag und Montag findet hier das 17. Gauturnfest des Gaues Wetterau, verbunden mit dem 25jährigen Jubiläum sestgebenden Vereins statt. Fast sämtliche Vereine des Gaues haben ihr Erscheinen zugesagt und es werden nahezu 300 Wetturner am Sonntag morgen um Eichenkranz und DipIom tämpfen. Aus aller Welt. eine * Berlin. Die Reichsversicherungsfommission lehnte die Zulässigkeit von Ausnahmen für die Betriebskranken= der fassen des Reiches und der Bundesstaaten hinsichtlich Verträge mit Aerzten und Apothekern ab. Gestrichen wurde die Bestimmung, daß die Landeskrankenkassen durch Satzung das Krankengeld während der Zeit vom 1. Oftober bis 31. März auf ein Viertel des Ortslohnes sollten bis zum 15. herabseßen Gönnen. Die Kommission wird Juli die Krankenversicherung erledigen und am 20. September mit der Unfallversicherung wieder beginnen. die ge= * Opladen. Das Luftschiff„ Erbslöh", das stern morgen von Leichlingen mit 5 Personen aufstieg, ist um 9% Uhr über dem Orte Neuentamp in beträchtlicher Höhe geplaßt und zur Erde gefallen. Sämtliche Insassen sind tot. Es sind dies der Führer Oskar Erbslöh, Ingenieure Kranz, Tölle, Höpp und der Monteur Spiecks. Mit der verunglückten Fahrt sollten die Passagierfahrten beginnen, welche die Rheinisch- Westfälische Motorluftschiff- Gesellschaft, nachdem sie mit dem Luftschiff am Sonntag folgreiche Aufstiege gemacht hat, für die Mitglieder der Gesellschaft veranstalten wollte. Der Ballon hatte nach fürzlich vorgenommenen Aenderungen 3200 Rubikmeter Inhalt, wurde von einem einzylindrigen Motor betrieben und fonnte sechs Personen tragen. er= den * Bluefield 3.( Nicaragua.) Revolutionäre überraschten das Regierungs- Kanonenboot„ San Jacinto", welches die Landung von Pearl bombardierte, durch ein scharder ses Feuer aus Geschüßen, die sie unbemerkt am Ufer anderen Seite aufgestellt hatten und setzten es bald außer Gefecht. Etwa 20 Mann der Besaßung des Kanonenboots wurden getötet, 40 bis 50 verwundet. Der„ San Jacinto" wurde schließlich durch ein ihm zur Hilfe kommendes deres Regierungsschiff nach Bluefields eingeschleppt. an= )( Auz Köln wird der Sieg des Brennaborfahrers Auskunftsstelle für Reiseverkehr, Städte und Bäderwesen, eingerichtet vom Verkehrsverein Gießen, in G. 3eisler gemeldet, der am Sonntag beim 10 und 25 Kilometer- Rennen um den Preis vom Siebengebirge beiden Läufen als Erster über das Zielband ging. am )( Der große Preis vom Rhein fiel Sonntag in Düsseldorf dem Brennaborfahrer Hermann Przyrembel zu, der u. a. Stol und Goor in einem 100 Kilometer- Rennen besiegte. Ans dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 12. Juli 1910. Einen nächtlichen Raubzug unternahm der Schmied N. Georg in Od stadt mit seiner Schwägerin Margarethe Gröninger in den Keller des Schulhauses, wo der Bürgermeister Kartoffeln liegen hatte. Nachdem sie einige Säcke gefüllt hatten, wurden sie durch einen Buchdrucker entdeckt, den Georg mit Holzstücken bewarf. Da er auch falsche waren, Schlüssel angewandt hatte und sie übergestiegen Unter Berücksichtig= lagen straferschwerende Momente vor. ung der Notlage der Angeklagten tam die Gröninger mit einem Monat durch, während Georg zu drei Monaten und 20 Mart Geldstrafe verurteilt wurde. Ein schwerer Gegner des Bürgermeisters Röhl von Kö d= dingen ist der Zimmermann Kaspar Schneider 7. dorten. Er ist bereits wegen Beleidigung des Bürgermeisters bestraft, weil er gesagt hatte, der Bürgermeister tut was Gott verboten hat. Nunmehr hat der Bürgermeister in einem Fall, in dem Schneider wegen Nichtbeseitigung von Holz von einem Gemeindeplatz angezeigt war, einen Eid geleistet, von dem es sich herausstellte, daß er sich geirrt hatte. Ez hatte sich nämlich um Holz gehandelt, daß der Angeklagte für einen anderen bearbeitete, während der Bürgermeister beschwor, es habe sich um Holz, das dem Angeklagten gehört, gehandelt. Dieses gab Schneider Anlaß zu einer Meineidsanzeige, das Verfahren wurde aber eingestellt, da es sich um einen Irrtum handelte. Ferner hatte der Angeflagte wiederholt behauptet, daß der Bürgermeister Meineid geleistet habe. Das Schöffengericht verurteilte ihn wegen Beleidigung zu 2 Wochen Gefängnis. Hiergegen legte der Angeklagte Berufung ein, der sich die Staatsanwalt= schaft anschloß. Das Urteil der Berufungsinstanz lautete auf 4 Wochen Gefängnis. Vielleicht gibts jetzt Ruhe, wie dies von dem Straffammervorsitzenden gewünscht wurde. Bürgermeister Schneider in Herbstein hatte ein in Ge= Lauterbach wohnhaftes Brautpaar getraut, ohne dte nehmigung des zuständigen Standesbeamten zu haben. Er wurde wegen Vergehens gegen das Personenstandsgesetz zu 5 Mark Geldstrafe verurteilt. einen Der bei einem Gießener Steinhauer beschäftigte Karl Bauer aus Nassau hatte einem Mitarbeiter eine Tabatspfeife und eine Jacke entwendet. Urteil: 6 Monate Gefängnis. Wegen Vergehens der widernatürlichen Unzucht, begangen an verschiedenen Tieren seines Dienstherrn, wurde der Windhof. Einem verehrl. Publikum zur gefl. Kenntnis, dass meine Lokalitäten neu hergerichtet und solche für Vereinszwecke, Geslleschaften etc. etc. unter erteilt fostenlos Auskunft über alle einschlägigen Fragen. Zusicherung guter Speisen u. Getränke bestens Auch erfolgt die fosten ose Ausgabe des dem Verein zur empfehle. Verfügung gestellten rucksachen- Materials( Führer, Prospekte zc., soweit solche von den Verkehrsvereinen, Ausschank Mainzer- Aktienbier( Glas 10 Pfg.) Kurdirektioner, Lustkurorten, Pensionaten etc. abgegeben werden. A. Allendorf. Biedenkopf Fürsorgestelle f. Lungenkranke Sommerfrische im oberen Lahntal. ( Medizinische Klinik, Klinikstraße) Prachtvolle Waldungen. Ausgezeichnete Verpflegung bei billigen Sprechstunde: Jeden Mittwoch Abend 5–7, Uhr. Preisen. Auskunft durch den Bürgermeister. 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Der Gärtner Ludwig Ziegler aus Steinfurth war geständig, einem Kutscher zu Bad Nauheim 20 Mart abgeschwindelt zu haben, indem er angab, er habe Heu zu verlaufen, das er ihm liefern wolle. Urteil 8 Monate Gefängnis, abzüglich 1 Monat Untersuchungshaft und 5 Jahr Ehrverlust: Literarisches. - Griebens Reiseführer. Band 36. Der Schwarzwald.( 2,50 Mt.) Kleine Ausgabe. Bd. 37. ( 1 Mt.) Verlag von Algert Goldschmidt, Berlin W. Man cherlei hat gegen die frühere Auflage eme neue Anordnung erhalten. So hat speziell das Hornisgrindegebiet eine gründliche Umarbeitung erfahren und auch im südlichen Schwarzwald sind einzelne Routen zweckmäßiger angeordnet worden. Die neu geschaffenen Wege und die neu mar tierten Zugangswege haben selbstverständlich Aufnahme ge funden. Auch das Kartenmaterial wurde genau revidiert und eine neugestbchene spezielle Karte des nördlichen Schwarzwaldes den bisherigen Karten beigefügt. 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