A tter und Kun 3.9 und obe 47 chen Redaktion, Tante Aus rfer- Blätter frei! Wan ektr. Betrieb ine vie en en. blütenhe tz eipzig Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 69. - - Erstes Blatt. Bekanntmachung. der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Samstag, 14. Mai 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Ausschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Die Friedhöfe sind vom 16. Mai bis 15. Auguſt bost morgens 6 bis abends 9 Uhr geöffnet. Gießen, den 11. Mai 1910. Bürgermeisterei. J. V.: Keller. Kleinschlaglieferung. Betr.: Kleinschlaglieferung zur Straßenunterhaltung im Kreise Gießen. Die Lieferung des zur Unterhaltung der Kreisstraßen im Kreise Gießen erforderlich werdenden Basalttleinschlags ift auf weitere drei Jahre zu vergeben. Schriftliche Angebote sind vom 15. Mai bis 1. Juni 1. Js. und zwar jeweils bei dem betreffenden Kreisstraßenmeister einzureichen, woselbst jede weitere Auskunft erteilt wird. Gießen, den 9. Mai 1910. Der Großherzogliche Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. J. B.: Knöl I. Bekanntmachung. Betr.: Straßenverkehr. Nachstehende Bestimmungen der Polizeiverordnung vom 2. März 1901 bringen wir zur öffentlichen Kenntnis unter Pfingstgedanken. Pfingsten, das dritte hohe Feft im christlichen Kirchenjahre, gilt dem Andenken an die Ausgießung des heiligen Weistes; es ist das Stiftungsfest der christlichen Kirche, da sich die erste christliche Gemeinde an dem jüdischen Wochenfefte, aus dem Pfingsten entstanden ist, gebildet hat. Wenn die Pfingstglocken das Fest einläuten, so erinnern sie uns an den Werdegang der christlichen Kirche und an die dadurch hervorgerufene Umwandlung oder Erneuerung in dem Gebiete des Glaubens, aber sie mahnen uns auch daran, daß wir selbst unser Herz erneuern sollen, um es Gott und unserem Heiland im festen, treuen Glauben zuzuführen. Das ist die christliche Bedeutung des Pfingstfestes, die fich aber auch auf unser ganzes Leben, ja, die wir auch unbedingt darauf übertragen müssen. Wie die Liebe zu Gott und Christus seit jenem ersten Pfingsttage nicht nur in einzelnen Menschen gewachsen ist, sondern ganze Völker ergriffen hat, so soll und muß auch in uns allen die Liebe zu unserem Vaterlande immer mehr wachsen und zunehmen, so muß die Liebe und Hingabe an unseren LandesHerrn immer mehr Blüten und herrliche Früchte treiben. Ja, so sollte, so muß es sein; aber wie weit sind wir davon noch entfernt! Viele Männer jagen blindlings dem Irrlicht oder auch dem völlig entstellten Bilde von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nach; sie suchen ihr Glück nicht in dem sicheren Schoße des Vaterlandes, sondern da, wo sie ez nimmer finden, in sich selbst und in einem unnatürlichen 27) Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) Er hatte bittend ihre Hand ergriffen, doch die Schwester machte sich mit einer raschen, ungeduldigen Bewegung fret. " Nein," rief fie fest und bestimmt, auf meine Beihilfe rechne nicht!" „ Na, da siehst Du, wie liebenswürdig meine Schwester ift!" rief Leon, fich an die entrüstet dreinblickende Tante wendend. Er lachte laut und hart aufwährend aus seinen Augen ein Blitz des Haffes auf das Mädchen schoß, das hoch aufgerichtet vor ihm stand, ohne mit der Wimper zu zucken. Und weshalb willst Du nicht?" fragte Frau v. Schmettwiß mit gerunzelter Stirn. ,, Weil ich es für kein Glück halte, nur des Geldes wegen geheiratet zu werden. Maja ist viel zu gut dazu. Sie ist mir auch viel zu lieb, als daß ich ihr nur mit einem einzigen Worte zureden möchte, Dich zu wählen- Dich, von dem man nicht einmal weiß- Sie brach jäh ab. Leon pflanzte sich drohend vor dem Mädchen auf. Was weiß man nicht?" zischte er.„ Mädchen, ich rate Dir, halte Deine Zunge im Baum oder es könnte Dir #bel bekommen! Rede mir nicht gegen meinen Plan fonst-" Willst Du mich vielleicht schlagen?" - Er besann sich und entgegnete um vieles milder: „ Du reizest mich aber auch in unverantwortlicher Weise. Versprich mir wenistens, nichts nachteiliges bei Maja über mich zu sagen. Es ist ohnehin schlimm genug, daß Dir die Freundin lieber ist als der eigene Bruder. Sieh, es wäre ja ein großes Glück für uns alle, wenn Maja mich nähme. Wir nagen ja hier am Hungertuch. Unser Geld ist einmal hin, da muß man sehen, wieder neues Kapital in die Familie zu bringen. Das ist doch nichts Schlechtes! Andere tun es auch! Aber Ihr mit Euren veralteten Begriffen von Ehre und Rechtlichkeit! Dabei kann man verhungern. Freilich ist man dann keinen Finger breit von dem vorgezeichneten Wege abgewichen, aber was hilft das? Heutzutage gilt nur der etwas, der dem Hinweis darauf, daß die Schußmannschaft angewiesen! ist, Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 11. Mai 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Reinhart. § 1. Die Bürgersteige sollen für den Fußgängerverfehr frei gehalten werden. § 2. Es ist deshalb verboten, auf den Bürgersteigen Wagen jeder Art, Karren, Schlitten und Fahrräder zu fahren. Ausgenommen von diesem Verbot ist das Fahren mit durch Menschen fortbewegten Kranken- oder Kinder= wagen, sofern darin Kranke oder Kinder gefahren werden; solche Wagen dürfen jedoch nicht nebeneinander gefahren oder aufgestellt werden. § 3. Das Ueberfahren der Bürgersteige zwecks Einund Ausfahrt zu und von Hofraiten und Grundstücken ist gestattet, sofern dies im Schritt, auf dem kürzesten Wege und ohne Aufenthalt geschieht. § 4. Es ist verboten, den Verkehr durch ungerechtfertigtes Stehenbleiben, durch gewerbliche Verrichtungen, durch Feilbieten von Gegenständen, durch das Tragen von Stöcken oder Schirmen in einer andere Personen gefähr= denden Weise zu hindern. Hange zur Genußsucht oder zum Wohlleben und in der Jagd nach Gewinn zu eigenem Vorteil. Aber nicht diese allein sind es, die der Erneuerung im Pfingstsinne bedürfen. Ein Blick in unser Volt, ein Blick in den Reichstag sowie in die Landtagshäuser, ein Blick auf die Straße in die zahllosen Kundgebungszüge hinein oder in diese oder jene Versammlung zeigt nur zu deutlich, wie weltenfern wir im inneren Leben der Einigkeit sind. Und doch wissen wir, daß die Kraft eines Volkes allein in der Einigkeit liegt, daß nur diese stark macht. Nicht zu häufig stoßen wir auf die Liebe zu dem Vaterland, die Sie eigenen persönlichen Vorteile hinter die hohen und heigen Güter unseres Lebens zurückstellt; nein, jede Partei will recht haben und behalten, jede Partei will herrschen und regieren, und der Partei werden Opfer gebracht, ja ost auch das Opfer der eigenen Ueberzeugung. Da drängt sich mit Allgewalt die Frage auf: Wann men? Draußen in der Natur ist alles neu geworden; wird unserem Volte ein Pfingsten der Erneuerung fomdas weiße Tuch, das der Schnee über die Erde gedeckt hatte, ist der wärmenden Sonne gewichen, und frischer, grüner Rasen, blühende Auen bedecken den Boden. Alles sprießt, grünt, blüht und gedeiht, so daß wir reiche Frucht erwar ten. So soll und muß es auch in uns werden! Unter den verschiedenen Lebensführungen und harten Prüfungen darf das Herz nicht verhärten, sondern es muß in der Liebe zum Vaterlande wie in der Treue zum Landesherrn weich bleiben und empfänglich für Sonnenschein und erfrischenden Tau oder erquickenden Regen. Dann gleicht unser Herz nicht dem starren Felsen, auf dem tein Leben gedeiht, Geld hat. Die andern werden unterdrückt und niedergeworfen. Ich aber, ich will auf der Höhe stehen." „ So sieh zu, daß Du hinaufkommst, aber ich helfe Dir nicht dabei. Meine geliebte Maja soll Dir nicht zum Opfer fallen!" „ Was das wieder für eine Redensart ist," brauste Leon auf.„ Ich will doch Deine geliebte Maja" nicht fressen. Auf den Händen würde ich sie tragen. Und habe ich denn gar nichts in die Wagschale zu werfen? Gilt mein alt= adeliger Name nichts?" Sylvia lachte spöttisch auf. " Dein altadeliger Name! Wer kann sagen, ob Du ihn da draußen nicht besudelt hast?" Mädchen," schrie er wild, bringe mich nicht zum äußersten. Ich habe mich schlecht und recht durchgeschlagen, habe oft Hunger gelitten, während hier mein ganzes Erbteil verIrren ging." Er lenkte wieder ein, immer noch in der Hoffnung, Sylvia umstimmen zu können. Bedenke dnch, Schwester, daß ich nichts unrechtes tue, wenn ich Maja zu gewinnen suche. Das ist nun einmal das Los der reichen Mädchen, daß sie des Geldes wegen geheiratet werden. Ob Maja nun einen anderen nimmt oder mich, bleibt sich gleich. Nur daß dabei Dir und dem Vater etwas zu gute käme. Und als Deine Schwägerin oder Schwester stände sie Dir doch näher wie als Freundin. Sie würde sicher auch für Dich sorgen, denn wenn Du feinen Pfennig Mitgift bekommst, wird sich schwerlich ein Mann für Dich finden." Ueber Sylvias schönes Gesicht Huschte flüchtig ein glückliches Lächeln. Doch sprach sie kein Wort und wandte sich zum Gehen. Als sich die Tür hinter der schlanken Gestalt geschlossen hatte, fragte Leon mit lauerndem Blick: " Was meintest Du denn vorhin, Tante, als Du bemerktest, daß hinter Sylvias Benehmen etwas stecke? Weshalb wies sie Hugo von Trostberg ab? Weißt Du es?" Frau von Schmettwit nickte eifrig. Ja gewiß weiß ich es. Und wenn Du noch ein wenig Geduld hast, so fannst Du vielelicht den sehen, den Sylvia liebt. Er ist ein berühmter Sänger, und wenn er im Theater auftritt, soll jedesmal das Haus ausverkauft sein. 21. Jahrg. § 5. Es ist verboten, außerhalb der Frühstunden von 6 bis 7 Uhr Gegenstände, die durch Form, Größe oder Beschaffenheit geeignet sind, die Vorübergehenden zu be= schädigen, zu belästigen oder zu beschmußen( wie Metzger= bollen, Bäcker- und Marktförbe, Kaminfegerutensilien, landwirtschaftliche Geräte und dergleichen) auf den Bürgerstei= gen der von der Ost, Süd-, West und Nordanlage ein= geschlossenen inneren Stadt zu befördern. Bekanntmachung. an Wegen Vornahme von Straßenarbeiten wird die Steinstraße zwischen Schiller- und Dammstraße von heute bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 6. Mai 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Reinhart. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird die Ostanlage von der Wiesenstraße bis zum Walltor, von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radfahrverfehr gesperrt. Gießen, den 11. Mai 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Reinhart. in fein Wachstum möglich ist, nicht dem dürren Lande, dem die Saat verkommt, sondern dem fruchtbaren Boden, durch den das Samentorn zu tausendfältiger Frucht gedeiht. Erneuern wir unser Herz, so bleibt auch der Pfingstsegen für uns und unser Volt nicht aus. Wer am Pfingstfeste bittet:„ Schaff in mir, Gott, ein neues Herz", der bete auch um ein neues Herz voll Liebe zum Vaterlande. In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern ein gesegnetes fröhliches Pfingstfest. Zum Tode König Eduards. * London, 13. Mai. Die bevorstehenden Beisetzungsfeierlichkeiten haben bereits eine große Menge Neu= gieriger herbeigelockt. Der Verkehr auf den Bahnhöfen schwillt immer mehr an. Jeder Zug bringt neue Scharen, die Zeuge sein wollen von den Feierlichkeiten bei der Beisetzung des verstorbenen Königs. Ein gutes Geschäft machen dabei die Hausbesitzer und Wohnungsinhaber der Straßen, durch welche der Trauerzug sich bewegen wird. Für Fensterpläge werden enorme Summen bezahlt. Für ein einziges Haus wurden 100 000 Mt. bezahlt. * London, 13. Mai. König Eduard wird vom Dienstag bis Donnerstag der nächsten Woche für das Publifum sichtbar sein. Zur Beerdigung zieht das Kriegsamt 30 000 Mann nach London, sodaß ein erheblicher Teil der englischen Armee herberufen wird. Da in der Stadt keine Unterkunft für eine solche Truppenmenge geschafft werden Die Leute sind wie toll, und feber ist nur fcob, wenn er für sein gutes Geld einen Platz bekommt. Aber trotz seiner Berühmtheit ist er doch keine standesgemäße Partte für die Tochter des Hauptmanns von Schmettwiß.- Ein Komödiant! Ich habe Deinen Vater schon des öfteren ge= warnt; er hütet Sylvia ja auch, aber ob er es auf Ste Dauer tann, ist fraglich. Das Mädchen ist schlau, sie entwischt, so oft sie kann, und ihre geliebte Maja" unterstützt fie nach Kräften. Ich tue fa mein möglichstes, aber schließlich kann ich Sylvia doch nicht nachlaufen. Ich hatte mir schon vorgenommen, mit Dir über die Sache zu sprechen, aber Du hast den Kopf voll von Deinen eigenen Angelegenheiten." „ Na, da war es ja gut, daß ich tam", lachte Leon, wir werden dem Herrn Sänger seine Bewerbungen schon versalzen." In diesem Augenblick bemerkte Frau v. Schmettwit, wie ihr Neffe leicht zusammenzuckte und wie seine Wangen eine fahle Blässe überzog. Sie folgte dem Blick der dunklen Augen. Draußen ging eben Walter vorüber. " Das ist er", sagte sie, das ist Walter, von dem ich Tir sprach. Sahst Du ihn noch nicht vorübergehen? Das wundert mich. Gelegenheit dazu hättest Du oft haben können, denn er streicht immer um das Haus herum. Aber was starrst Du so hinaus? Kennst Du ihn vielTeicht?" Leon fuhr herum. ? Nein! Woher sollte ich ihn kennen? Mir fiel eine flüchtige Aehnlichkeit auf an dem Menschen, weiter nichts." Er sprach seltsam hastig. Frau v. Schmettwit betrachtete Leon genau. Er saß noch immer unbeweglich, den haßerfüllten Blick auf einen Punkt gerichtet, obgleich draußen schon lange fein Mensch mehr zu sehen war. „ Also der ist es, der?" fragte er endlich. Ja, aber was ist Dir?" „ Es ist nichts, Tante! Aber ich habe Dich nun wirklich lange genug aufgehalten." ( Fortseßung folgt.) kann, so treffen die Soldaten erst am frühen Morgen des 20. Mai ein. * Kiel, 14. Mai. Die„ Hohenzollern" geht heute Abend durch den Kanal nach Vlissingen, wo das Schiff Kaiser Wilhelm zur Fahrt nach London aufnehmen wird. Auf der Ueberfahrt nach England wird das Schnellboot „ Sleipner" die Hohenzollern begleiten. * London. Die für den deutschen Kaiser bestimm ten Zimmer im Schlosse Windsor sind die, welche er bei seinem letzten Besuche innehatte. Die französische Mission wird nicht von Herrn Loubet geführt, sondern umfaßt außer dem Minister des Auswärtigen Pichon einen General und einen Admiral. Ob Roosevelt neben dem amerikanischen Botschafter den Auftrag zur Vertretung der Vereinigten Staaten erhält, scheint noch unbestimmt. Parlamentarisches aus Hessen. Der Finanz ausschuß der 3 weiten Kam= mer beschäftigte sich am Donnerstag zunächst mit einer Vorstellung der Zündholzfabrikanten um Steuerkreditierung. Auf Antrag des Ausschußberichterstatters Abg. Dr. Osann, wurde beschlossen, die Regierung zunächst um nähere Ausfunft darüber zu ersuchen, welche Grundsäße in anderen deutschen Bundesstaaten inbetreff der Kreditierung u. Steuge= erfreiheit für die ersten drei Monate in Anwendung bracht würden. Den Antrag Pennrich u. Genossen, betreff end die Errichtung einer Rheinbrücke bei Bin= gen, beantragt der Ausschuß für erledigt zu erklären. Es soll aber an die Regierung das Ersuchen gerichtet werden, bei den Behörden, Gemeinden und sonstigen Interessenten Ermittelungen darüber anzustellen, in welcher Weise sie sich zu eventuellen Beitragsleistungen bereit erklären würden. Zu der Vorstellung, betreffend die Erbauung einer Bahnlinie Bensheim- Lindenfels, wurde mitgeteilt, daß der Kreisausschuß das bezügliche Angebot der Firma Lenz u. Co. in Berlin abgelehnt hat. Der Kreisausschuß wird versuchen, mit anderen Unternehmern zwecks Erzielung eines günstigeren Angebotes in Verbindung zu treten. Inbetreff verschiedener Anträge und Vorstellungen über Gehaltsverbesserungen 2c.( Berichterstatter Dr. Osann) beschloß der Ausschuß, sämtliche diesbezüglichen Eingaben der Regierung zur Berücksichtigung bei der bevorstehenden Revision der Besoldungsordnung zu überweisen. Der Gesehgebungsausschuß der zweiten Kammer hielt an demselben Tage ebenfalls eine Sihung ab. Zunächst wurde der von dem Abg. Fulda verfaßte Bericht über den Antrag Pagenstecher betr. Artikel 74 des B. G.-B. und den Antrag Schmitt hierzu verlesen und ge= nehmigt. Zur Vorstellung des Hess. Landesvereins betr. die Toteneinäscherung wurde beschlossen, die Regierung um Vorlegung der Eingaben zu ersuchen, die die Antragsteller eingereicht haben, in denen die Rechtszustände der übrigen Staaten dargelegt sind. Der Antrag Noack betreffend die Einführung zweijähriger Butgedperioden, der Antrag Glässing betr. die Kosten für Eigentumsveränderung aus Gründen des öffentlichen Wohles, sowie die Vorstellung des liberalen Vereins Nidda betr. die Wahl freiseinteil ung, wurden zurückgestellt. Das Großh. Staatsministerium hat an die von der Ersten und zweiten Kammer gewählten Mitglieder und die Ersatzmänner für die gemeinsam mit Regierungsvertretern zu bildenden Kommission zur Reorganisation der Staatsverwaltung die Einladung zu einer Beratung ergehen lassen, die am Dienstag, den 31. Mai, im Sigungssaale der Ersten Kammer stattfinden soll. Der Kampf im Baugewerbe. Der Kampf im deutschen Baugewerbe dauert in unverminderter Schärfe fort. Die Arbeitgeberverbände von Berlin und Hamburg, die ihrerseits mit den Arbeitern Frieden gehalten haben, unterstützen nicht nur die allgemeine Aussperrung durch Beiträge, sondern sorgen auch dafür, daß bei ihnen kein ausgesperrter Arbeiter Beschäftigung fin det. Die Arbeitgeber, welche die Zahl der Ausgesperrten auf 200 000 beziffern, während die Arbeiter nur von etwa 130 000 Ausgesperrten wissen, rechnen bereits damit, daß die Bautätigkeit in diesem Jahre überhaupt nicht mehr aufgenommen wird. Die Arbeiter- Organisationen sind bemüht, die Zahl der zu unterstützenden Ausgesperrten möglichst zu verringern; sie suchen darum die beschäftigungslosen Bauarbeiter in anderen Berufen, namentlich auch in der Landwirtschaft, unterzubringen. Außerdem sollen die Arbeitslosen veranlaßt werden, sich Armen- Unterstüßung zu verschaffen und damit die Gemeindeverwaltung vor die Not wendigkeit zu stellen, den arbeitslos Gewordenen Beschäf= tigung nachzuweisen. München, 13. Mai. Der Kgl. Gewerbedirektor Dr. Brenner hat an das Staatsministerium des Aeußern das Ersuchen gerichtet, bei der Reichsregierung unverzüglich da hin wirken zu wollen, daß das Reichsamt des Innern in fürzester Frist den beteiligten Zentralorganisationen seine Vermittelung zur Beilegung des Kampfes im Baugewerbe anbietet. Die Eingabe ist ausführlich begründet. Wie man hört, wird das Ministerium sofort im Sinne der Eingabe bei der Reichsregierung vorstellig werden. Auf unsere Preisaufgabe in Nr. 62 ist eine Anzahl von Lösungen eingelaufen, doch konnte ein Teil von vornherein bei der Bewertung nicht in Betracht kommen, weil die vorgeschriebenen Bedingun gen nicht erfüllt waren, andere Lösungen waren nicht vollkommen richtig und andere schließlich ganz falsch. Vollfemmen richtig war nur eine einzige Lösung, nämlich die des Herrn cand. phil. Otto Arnold. Die Redaktion hat daher dieser Lösung den Preis zuerkannt. Die richtigen Lösungen waren 1. des Buchstabenrätsels: Teufels lust gärtchen, 2. des Rösselsprungs: Lahn, du bestrickende Tochter des Rheins, Wie bist du so herrlich vor allen! Dir flingen die Becher des duftenden Weins In Hütten und fürstlichen Hallen. Dich preisen die Lieder mit Jubelgetön Im fröhlichen Wechsel der Tage. Dat sonnige Lahn, o wie bist du so schön Umwoben von Märchen und Sage! *** Wir beabsichtigen, in nächster Zeit ein neues, größeres Preisausschreiben mit zahlrei= chen Prämien zu erlassen und verträsten die diesmal leer ausgegangenen Bewerber auf diese Gelegenheit. Die Redaktion der ,, Gießener Zeitung". warm. Lokales. Gießen, 14. Mai 1910. (:) Wetterbericht: Fortdauernd heiter, trocken u. ** Der Großherzog tritt am 17. Mai seine Reise nach England zu den Beiseßungsfeierlichkeiten des Königs Eduard an. == Vom Regiment. Am Donnerstag nahm der von den Soidaten unseres Kaiser- Regiments freudig begrüßte bis zum Mittwoch währende Pfingsturlaub seinen Anfang, der diesmal in besonders großem Umfange infolge des schönen Wetters zu Ausflügen in die Heimat benußt wurde. ** Ernannt wurde am 11. Mai der Schreibgehilfe Johannes Ernst Gebauer- Alsfeld zum Registrator bei dem Amtsgericht daselbst. ** Verseßt wurde am 11. Mai der Lehrer Karl Benner- Butzbach an die Ernst- Ludwigs- Schule zu Bad= Nauheim mit Wirkung vom 1. Juli 1910. Vortrag. In der oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde hielt Prof. Dr. Martert einen Vortrag über Kometen, der infolge des Erscheinens des Halieyschen Kometen natürlich recht zahlreiche Wißbegierige in der Neuen Aula versammelte. Der Redner wußte seinen зи Zuhörern das Wesen der Kometen äußerst eingehend schildern und namentlich über den Halleyschen Kometen wertvolle Aufschlüsse zu erteilen, welche denn auch Schluß den lebhaftesten Beifall ernteten. am -ke- Die den Veteranen der Feldzüge 1870-71 zum Besuch der deutsch- französischen S- ch I a chtfelder für können dieses Jahr zugebilligten Fahrpreisermäßigungen auch Frauen, die im Besitze der Erinnerungsmedaille für Nichtkombattanten sind und die zur Erlangung der Fahrpreisermäßigung vorgeschriebenen Bedingungen erfüllen, gewährt werden. Verschwunden ist seit einigen Tagen ein älterer in Gießen wohnender Tagelöhner. Das in den letzten Tagen sich zeigende schwermütige Wesen des Vermißten berechtigt zu glauben, daß er einen freiwilligen Tod gesucht habe. * Heu und Strohmarkt. Auf dem Heu- und Strohmarkt auf Oswaldsgarten wurden folgende Preise gezahlt: 1 Zentner Heu 4,30-4,45 mf., 1 Zentner Stroh bis 2,80 Mt. Handdrusch 3,20 Mt. und 1 Zentner Maschinenstroh 2,50 Hus Hessen und Nachbargebiet. * Nidda. Eine Versammlung von Gläubigern des in Konkurs befindlichen Vorschuß- und Kreditvereins zu Ober- Mockstadt, die unter Vorsiz des Lehrers Schäfer von Reichelsheim in Nidda stattfand, war der Ansicht, daß die Beitreibung der Ausstände des Vereins und die Auszahlung einer weiteren Abschlagsrate etwas schneller hätte er= folgen können. Es wurde beschlossen, beim Konkursgericht um Einberufung einer Gläubigerversammlung zu bitten, in der der Gläubigerausschuß Bericht über seine bisherige Tätigkeit erstatten soll. * Friedberg, 13. Mai. Im vorigen Jahre fand an unserer Obstbauschule zum ersten Male ein Gartenbautursus statt. Er hat so viel Anklang gefunden und war so gut besucht, daß sich die Direktion entschlossen hat, auch in diesem Jahre vom 23. bis 28. Mai wieder einen derartigen Kursus abzuhalten. * Frankfurt a. M., 14. Mai. Die Eröffnung der Ausstellung für Sport und Spiel erfolgte heute mittag durch einen feierlichen Akt. * Darmstadt. Zu der Verhandlung in Sachen Erbach- Erbach vor der 1. Zivilkammer war auch die frühere Gattin des Grafen Erasmus geladen. Sie verweigerte aber die Aussage. Die Sache wurde vertagt, da noch weitere Zeugen vernommen werden sollen. * Darmstadt, 13. Mai. In dem kleinen Dörf= chen Dorndiel bei Groß- Umstadt wurde ein Raubmord verübt. Der 36 Jahre alte Spezereihändler Wilh. Bachmann wurde um ½ 3 Uhr von einem unbekannten Täter durch einen Schuß in die Brust getötet. Der Täter, der die Ladenkasse ausraubte sie enthielt den Betrag von 10 Mark, da die größere Kasse sich im oberen Stock befand entiam. Es handelt sich anscheinend um einen mit den lokalen Verhältnissen vertrauten Menschen. Bachmann hinterläßt Frau und 2 Kinder. * Darmstadt, 13. Mai. Die Zentralgenossen- schaft der hess. landw. Konsumvereine hielt unter dem Vorsitz des Defonomierat Schmitt- Guntershausen seine 20. ordentliche Generalversammlung ab, an der sich 60 Vertreter beteiligten. Auch die Regierung hatte einen Vertreter gesandt. Nach dem Jahresbericht wurde ein Umsatz von Mk. 1 675 000 erzielt, der einen Reingewinn von zirka 60 000 Mark eraab. Die Mitgliederzahl beträgt zurzeit 140. Ma in 3, 13. Mai. Die Landes- Versammlung der hess. Bürgermeister tagte hier unter dem Vorsitz von Bürgermeister Meger- Langen. Es waren 200 hess. Orte vertreten. Nach der von Schäfer erstatteten Rechnungsablage betrugen die Einnahmen 432 Mt., die Ausgaben 350 Mt., das Vereinsvermögen 681 Mt. Es wurde beschlossen, die nächste Hauptversammlung in Darmstadt abzuhalten. Bei der Vorstandswahl wurden die bisherigen Mitglieder wiedergewählt. Neu fam in den Vorstand für Jochem Laubach Bürgermeister Krom me- Schotten, für den zurückgetretenen Bürgermeister Kleisinger: Saal wäch= ter Nieder Ingelheim. Es wurde dann über den Antrag des Kreises Oppenheim verhandelt, nach welchem die Beglaubigung der Bürgermeister bei der Unterschrift der Rentenempfänger der Invalidenversicherung wegfallen soll. Die Versicherungsanstalt hat erklärt, daß sie von dieser Beglaubigung nicht absehen könne. Es wird ein Antrag Saalwächter angenommen, der dahin geht, eine neue Eingabe zu machen, in der gefordert wird, daß der Bürgermeister nur zu bestätigen hat, daß der Rentenempfänger noch am Leben sei. Ein weiterer Antrag des Kreisverbandes Oppenheim betraf die Auf= hebung der Kolportage für Waisenhäu ser in den Gemeinden. Es wurde vorgeschlagen, daß die Gemeinden einen festen Betrag hierfür an den Kreis abführen. Der von Christ- Wörrstadt und Ha u ck- Gensingen unterstützte Antrag wurde angenommen. * Worm 3, 13. Mai. Für den vom Mainzer Schwurgericht wegen Ermordung des Lehrers Kruger zum Tode verurteilten Hausdiener Selzer von hier hat jetzt ein dessen Verteidiger, Rechtsanwalt Phil. Meininger, Begnadigungsgesuch beim Großherzog eingereicht. Die Revision Selzers gegen das Ürteil hat das Reichsgericht bekanntlich vor einigen Tagen verworfen. * Worms, 13. Mai. Der Kreistag des Kreises Worms stellte die Wohnungsinspektorin Fräulein Dr. Kröhne unwiderruflich an, nachdem bezeichnender Weise von ländlichen Vertretern erklärt worden war,„ neun Zehntel der Landbevölkerung seien über die Anstellung einer Kreiswohnungsinspektorin durchaus nicht erfreut". * Marburg. Ein Hessendentmal in Gestalt eines mächtigen Felsblocks ziert jetzt die städtischen Anlagen unweit des Schlosses. Alte und junge Marburger stifteten dasselbe zur Erinnerung an die aus Marburg und der Umgegend stammende Männer, welche 1809 zu Kassel durch französische Kugeln starben. Das Unwetter am Mittwoch. Pai 6. Dr. Will mit Gertr 7. Otto Kö beide in 7. Wilhelm beide in Heinrich S Anna 9. Karl M Haberme 9. Julius beide in 10. Philipp mit Ma 11. Mar P beide in 12. Peter M mit Ling 12. Jatob in Wies in Gieß Mai 7. Wilhelm Die uns nachträglich zugegangenen Mitteilungen zeigen, daß das Unwetter am Mittwoch einen weit größeren Scho Day den angerichtet hat. Durch den Sturm wurde das eines Schuppens auf dem Rangierbahnhof abgedeckt. Auch die Straßenbahn hatte unter dem Wetter zu leiden. Auf der Wieseckbrücke fiel ein Ast auf die elektrische Leit ung, es entstand Kurzschluß, der von 9-10 Uhr den Be trieb ſtillegte. Unter dem Sturm löste sich ein an dem Hotel Viktoria befindliches Schild, das einen an dieser Stelle gerade vorbeigehenden Briefträger traf und erheb lich verletzte. Er wurde in die Klinik gebracht. Auf der Marburgerstraße fiel ein Dienstmädchen infolge des Un wetters in Krämpfe. Die Kranke wurde in die Klinik gebracht. Ganz besonders hatte auch der Stadtwald unter dem Unwetter zu leiden. Viele Bäume wurden entwur zelt, so daß die Alleen ein trauriges Bild der Zerstörung zeigten.- Auch in der Hohl an der Wilhelmstraße wurden Bäume entwurzelt und der Gartenzaun umgeworfen. In der Umgegend richtete das Gewitter ebenfalls großen Schaden an. Es liegen darüber folgende Meldungen vor: * Großen Linden. Hier wurde an der Maschinenhalle des Zimmermeisters Wat das Dach abgehoben, ja die ganze Halle zerstört, es blieb nichts stehen als die Maschine. * Klein- Linden. Das Wohnhaus des Schrei ners Kehl wurde zum Teil abgedeckt. Die Straße nach Lüßellinden war durch mehrere gestürzte Obstbäume gesperrt. Bei Heuchelheim und Kinzenbach wurden viele wertvolle Aepfelbäume abgebrochen. An der Margaretenhütte bei Gie ßen wurde ein Fabritschuppen vollständig abgedeckt, zum Teil zerstört. An der Straße nach Klein- Linden wurden 5 und mehrere Schornsteine an den Kliniken zerstört. Mächwendung von tige Obst- und Waldbäume wurden bei Schiffenberg ent wurzelt. Hofman 7. Jatob mit Se 7. Erich Wi Nur 5 Telegraphenmasten umgebogen, zahlreiche Dächer beschädigt um 2-3 Liter g * Frankfurt a. M., 13. Mai. Infolge des vorgestern Abend niedergegangenen Gewitters mit starkem Re gen ist der Main hier um einen Viertelmeter gestiegen. Da der wolkenbruchartige Regen auch in Bayern, in der Rhön und im Odenwald geherrscht hat, sind die von der Obermaingegend kommenden Nebenslisse des Mains start angeschwollen und bringen große Wassermengen. Aus aller Welt. * Köln. Das Mülheimer Eisenbahn- Unglück hat jetzt sein 23. Opfer gefordert. Der Schaffner Schmidt aus Dort mund, der bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen er litten hatte, sodaß ihm ein Bein amputiert werden mußte, starb in einem Kölner Hospital. * Bonn, 13. Mai. Das am 9. April gegen die Mitglieder des Korps Borussia, Konrad Graf Find zu Finckenstein und Hans Werner v. Quistorp, gefällte Schöffengerichtsurteil, das wegen gemeinschaftlichen, gegen den Einjährigen- Unteroffizier Feith begangenen Hausfriedensbruchs auf 14 Tage Gefängnis lautete, wurde auf Antrag des Staatsanwalts von der Straffammer in eine ein wöchige Gefängnisstrafe umgewandelt. )( St. Tönis Goch St. Tönis, ein Straßenrennen über 100 Kilometer endete am 8. Mai mit dem Siege eines Brennaborfahrers, der den ersten Preis davontrug. Einen weiteren Erfolg hatte Brennabor in Pfastatt zu ver zeichnen, wo die drei ersten Preisträger im Prämienfahren, 2. Klingelschmidt, A. Tschumperly und A. Müller, diese Marte benutten. Ans dem Gerichtssaal. Strafkammer. Von der Straffammer ist am Dienstag ein Toter freigesprochen worden. Das Schwurgericht hatte am 16. Juni 1906 bekanntlich den Dachdeckermeister 6 ar le Bald nach seiner Einlieferung verschied der Gefangene an wegen Brandstiftung zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. den Folgen einer schweren Gehirnerweichung. Aus diesem Grunde beantragte die Witwe die Wiederaufnahme des Verfahrens, dem das Gericht in anbetracht der so geschaffenen veränderten Sachlage stattgab. Da infolgedessen eine Ünzu rechnungsfähigkeit des Carle bei Begehung der Tat anzu nehmen war, erkannte der Gerichtshof auf Freisprechung. Die Kosten des Verfahrens fallen der Staatstaffe zur Last. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geborene. Mai 6. Wagenführer Ernst Noll ein Sohn, Heinrich Ernst. 6. Fuhrmann Peter Trechsler eine Tochter, Elisabethe. " и 6. Gendarmerie- Wachtmeister Eduard Wulff eine Toch ter, Herta. " 7. Lehrer Otto Grünebaum ein Sohn, Kurt. " 8. Hilfsbremser Heinrich Herbert ein Sohn, Heinrich Ernst. " 8. Hausburschen Johann Weiershäuser eine Tochter, Marie. " " 1 9. Betriebsleiter Anton Wenzel ein Sohn, Albert Richard. 11. Telegraphenarbeiter Heinrich Reinhard Rockel ein Sohn, Georg. Die Welt im Pfingstschmuck lacht uns entgegen. Mit fröhlichem Sinn nehmen wir teil an der schönen Feier und erhöhen uns den Festgenuss durch den Duft der feinen Cigarrette: Salem Aleikum"! Salem Aleikum- Cigaretten sind ausser zu 31/2, 4, 5 Pfg. das Stück auch in Luxusqualitäten zu 6, 8 u 10 Pfg. erhältlich. Diese Cigarette wird nur ohne Kork, ohne Goldmundstück in einfachster Verpackung verkauft. Bei diesem Fabrikat sind Sie sicher, dass Sie Qualität, nicht Konfektion bezahlen Echt mit Firma: Orientalische Tabak- und Cigarettenfabrik 33 Yenidze" Inh. Hugo Zietz, Dresden. Boor' bester Ersat Ver Pofifoll Per Pofifollt franto Hans p. Nach Zahlreiche Merztlich empfohle bei mir zu haben. M. Sch General- Bericted Auf Wunsch we d S Mehrabn. billig. 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Bei der hiernach gebotenen äußerst sparsamen Ausführung des Voranschlags müssen sich sämtliche Stellen gewärtig halten, daß die ihnen Verfügung gestellten persönlichen und sachlichen Aus gabe kredite nicht nur nicht überschritten werden dürfen, daß vielmehr ihr Streben dahin gehen muß, die Kredite nicht völlig aufzubrauchen. Nur dann wird es möglich sein, die Rechnung des laufenden Jahres demnächst ohne Fehl betrag abzuschließen. Im einzelnen sollen folgende Grundjäße gelten: 1. Gesuchen um Aushilfe bei den on Joh. Seb üblichen Beurlaubungen und aus ähnlichem Anlaß wird e. Drama. on Fried ag. ame. ürmische Heiterk eit für die Folge nur noch ausnahmsweise und bei dem Vorliegen besonderer Gründe entsprochen werden. 2. Die Dienstreisen müssen auf das notwendigste beschränkt und mit möglichster Sparsamkeit ausgeführt werden. Hierbei tommt insbesondere das Zusammenlegen mehrerer Geschäfte auf einen Tag und das Vermeiden teurer Wagen fahrten in Betracht. 3. Die im Hauptvoranschlag vorge= on Friedrich ebenen Bauzulagen und besonderen Vergütungen werden nur noch an diejenigen Beamten ausbezahlt, die sich bereits in deren Bezug befinden. 4. Die uebertagung von Krediten wird fünftig nur noch oristischer auf Ben Nachweis der dafür sprechenden besonderen Umchlager fände zugelassen werden; im übrigen werden aber für nicht geniigend begründete Ueberschreitungen der Kredite die anweisenden Beamten haftbar gemacht werden. me. und Der„ Sparerlaß" des Ministeriums ist sicher nur zu begrüßen, und dabei zu wünschen, daß er nicht nur auf n von Job beim Papier bleibt, sondern auch zur Durchführung fommt. Es gibt in der Staatsverwaltung Gelegenheiten genug, an benen Einsparungen erfolgen fännen, und der obige Erlaß berührt nur einige der wichtigsten, die auch bei den Kammerdebatten angeschnitten wurden, wie insbesondere die Aushilfen. Wir hätten es gerne gesehen, wenn auch noch auf eine allgemeine Vereinfachung und Verbilligung des Verwaltungsbetriebes hingewiesen worden wäre. Hier müßte rtschaft nach den Grundsäßen eines modernen Geschäftsbetriebes gearbeitet werden und manches unnüße Schreibwerk Untonbrane manche Arbeit könnte da gespart werden. Es ist manchmal e Sandmach tatsächlich unglaublich, über welche Nebensächlichkeiten oft zur Verfügun noch Attenstücke vollgeschrieben werden, obwohl sich mit cinem telephonischen Gespräch die ganze Angelegenheit im J. Dall Handumdrehen erledigen ließe. Auch gedruckte Formulare ließen sich in viel ausgedehnterem Maße verwenden, ganz ück, 7. hä: abgesehen von sonstigen Vereinfachungen. Wer hätte z. B. nicht schon den Kopf darüber geschüttelt, daß er, als er u Steuererklärung aufgefordert wurde, mit gleicher Post drei verschiedene Anschreiben- jedes eigens adressiert und verschlossen erhielt, durch die er je mit einem besonderen, aber gleichlautenden Briefe aufgefordert wird, jeime steuerbaren Einfünfte aus Gehalt, Vermögen, Grundbesitz 2c zu deklarieren. Das ließe sich doch alles in einem einzigen Brief erledigen mit einem Drittel von Arbeit und Kosten! Das ist ein Beispiel von vielen, das wir nur erwähnen, weil es jedem Steuerzahler bekannt ist, und um zu zeigen, daß es auch noch andere Gelegenheiten zum Sparen gibt als die in dem oben erwähnten Ministerialerlal genannten. Wer suchet, der findet heißt es auch hier, und in Interesse der hessischen Staatsfinanzen ist es dringend geboten, daß man in Darmstadt weiter„ sucht". t en xe felwein hen u. Ge Small 3, Telephon ufer Rabait reinen vein, Expedition: Gießen, Seltersweg 83. abhebt. Die Zahl der hessischen Bauvereine, die Schönes in obigem Sinne geschaffen haben, ist damit noch nicht erschöpft. Es wären hier noch zu nennen Homberg a. d. O. und Nidda, aber auch von den meisten anderen Bauge nossenschaften gilt dasselbe, und jedenfalls ist sicher, daß feine unter ihnen ist, die der Führung des Zentralwohn ungsvereins, feinem Bestreben, neben den gesundheitlichen, sozialen, sittlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch die ethische Seite, die Schönheit, nicht zu vergessen, nicht willig gefolgt wäre. Daß eine Baugenssenschaft auch in fleinen Landstädten Tüchtiges leisten kann gute und tatfräftige Leitung vorausgesetzt beweisen diejenigen in Nidda und Homberg a. Ohm. Beide verfügen über eine verhältnismäßig große Mitgliederzahl, sie haben bereits eine umfangreiche Bautätigkeit entfaltet und nach jeder Richtung hin gemeinnüßig und mustergiltig gewirkt. Auch einige großindustrielle Firmen haben wiederum Wohnungsfürsorge für ihre Arbeiter betrieben. Die Geld mittel für den gemeinnüßigen Wohnungsbau sind fast ausschließlich von der Landesversicherungsanstalt Großherzogtum Hessen bereitgestellt worden, Die Summe beläuft sich auf 371 470 Mark. Die Landestreditkasse hat Darlehen nicht bewilligt, dagegen wurden von ihr aus Bewilligungen früherer Jahre 34 000 Mart ausgezahlt. Der Bericht gibt dem Wunsche Ausdruck, das Wohnungsfürsorgegesetz möchte in einer Weise ausgestaltet werden, daß eine stärkere Inanspruchnahme der Landes treditkasse für den gemeinnüßigen Wohnungsbau ermöglicht würde. Die Landes- Hypothekenbant hat 1909 zu klein= wohnungsbauten 594 388 Mart an Darlehen bewilligt. Lokales. Gießen, 14. Mai 1910. p- Fußsteige frei! Wir verweisen auf die Bestimmungen über den Straßenverkehr ins Gedächtnis zu heutige Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts, die einige rückruft, gegen welche gar oft gefehlt wird. Es ist näm lich im Interesse der Ermöglichung des ungehinderten Fußsteige mit Fuhrwerken jeder Art( auch Handwagen und gängerverkehrs auf den Fußsteigen das Befahren der FußFahrräder) ausgenommen, soweit hierdurch der Fußgängerberfehr nicht gehindert wird, die Beförderung von Kindern und Krantenwagen bei Strafe verboten. Außerdem ist untersagt das Stehenbleiben, wodurch der freie Verkehr gehemmt, sowie das Tragen von Gegenständen, die geeignet sind, andere zu belästigen( z. B. Mezgerbol len, Marktkörben 2c.). Gerade diese Rücksichtslosigkeiten sollten ebenso wie das lästige Ausschütteln von Teppichen 2c. auf die Straße nicht erst durch Strafanzeigen verhindert zu werden brauchen. !!! Der Halleysche Komet ist jetzt mit einem guten Feldstecher( achtfache Vergrößerung) morgens um 3 Ühr am nordöstlichen Himmel nahe dem Horizont gut zu erkennen; er erscheint als Nebelfleck mit hellem Kern. Er steht jetzt etwa 4 Grad unter dem Stern, der am Morgenhimmel die untere linke Ecke des großen Stern Rechtecks des Pegasus bildet. Bei stärkerer Vergrößerung ist auch der allerdings kurze Schweif des Kometen zu sehen, der sich nach den Rechnungen des Wiener Astronomen Holetschef um den 17. bis 21. Mai nicht nur schmal und gerade, sondern auch in besonderer Länge zeigt. Am 19. Mai findet der Durchgang der Erde durch die Ebene der Kometenbahn statt, und um die Zeit des Durchgangs ist natürlich Schweif als solcher nicht sichtbar. Nach dem Vorübergang vor der Sonne wird der Komet sich mit großer schein= barer Geschwindigkeit von dieser entfernen und am Abendhimmel zu sehen sein. Er wird den größten Glanz vermu.lich um den 21. bis 25. Mai entwickeln, soweit nicht das Mondlicht stört, da am 24. Mai Vollmond ist. der h Kreisziegenzuchtverein. Nach dem in der letzten Generalversammlung des Vereins erstatteten Kas Wohnungspflege in Hessen im Jahre 1909. fenbericht betrugen die Jahreseinnahmen im Jahre 1909 Soeben ist der Jahresbericht des Großh. Landeswohn ungsinspektors für 1909 erschienen. Der Bericht enthält wiederum eine Fülle von Material über die Entwickelung des Wohnungswesens in Hessen und ist deshalb für die Frage der Wohnungsreform nicht nur für Hessen, sondern allgemein von Interesse. Die Ermittelungen über die Zahl der leerstehenden Wohnungen in den größeren Gemeinden haben ergeben, daß bei 14 von diesen sich die Zahl der leerstehenden Wohnungen vermehrt hat, während bei 18 eine Abnahme zu verzeichnen ist. Besonders bemerkenswert ist die Abnahme der leerstehenden Wohnungen in Darmstadt, dagegen hat sich das Wohnungsangebot in Mainz und Offenbach wesentlich erhöht, während in Worms und Gießen die Erhöhung eine geringe ist. Stellt man das Wohncbladen, li ungsangebot von 1909 in Vergleich zu dem von 1908, so ist im allgemeinen eine weitere, wenn auch nur fleine Ver ringerung gegen das Vorjahr festzustellen. Es ist jedoch zu bemerken, daß bereits von 1907 auf 1908 eine Verringerung von erheblicherem Umfange stattgefunden hat.- In einer Anzahl Gemeinden sind 1909 Steigerungen der Miet preise eingetreten, sie betragen 5-20 Prozent. Aus vier Orten wird ein Sinten der Mieten berichtet. 1 Preifen gflex, Telephor Scher elainet, auf e Fled, auf ber Was die Beschaffenheit der KleinwohnFentlaufen, ingen und die Wohnungsverhältnisse in diesen anbelangt, Dem derselben so darf gesagt werden, daß die Verbesserung der WohnRückgabe gengsverhältnisse allmählich Falle der schreitet. Die Wohnungsaufsicht fördert diese Bewegung in wenn auch langsam- fort476 Mt., denen aus Ausgaben 311,60 Mt. gegenüberstanden; das Vermögen belief sich auf 636 Mt. Der Voranschlag für 1910 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 725,40 Mt. ab. Der Verein gliedert sich in 13 Ortsgrup Rodheim, Langd und Trais- Horloff neue Ortsgruppen gepen mit 727 Mitgliedern. Demnächst werden in Steinheim, gründet werden. In diesem Jahre soll wieder in Gießen ein Ziegenmarkt mit Prämiierung stattfinden, da der im gebnis hatte. vorigen Jahre abgehaltene Markt ein äußerst günstiges ErAus aller Welt. * Berlin. Der Deutsche Reichstag hat sich bis zum 8. November vertagt. !! Schwerin. In Mecklenburg geht folgende Geschichte um: Die Gadebuscher wollten in dem Ausdruck der Freude ihres Herzens über die glückliche Geburt des Erbgroßherzogs hinter der Residenz Schwerin nicht zurückstehen und auch ihre 101 Kanonenschüsse zum Salut des aller= höchsten Stammhalters verfeuern. Der Königschußmörser wurde also hervorgeholt, und Schuß auf Schuß donnerte über Gadebusch dahin. Allein die Bedienungsmannschaft hatte die Ladungen wohl etwas fräftig bemessen 93. Schuß war ihr plößlich das Pulver ausgegangen, und nun war Gadebusch in Not. Kein Körnchen Pulver war in der ganzen Stadt aufzutreiben. Der findige Stadtmusi fus fand endlich einen Ausweg. Er eilte mit der großen beim otro, erhält di ganz offensichtlicher Belle Dietrichen Fällen pant que sin marfilat, und mit acht mächtigen Schlägen ute Belohnun wer ben bu at! Bor nn, Giessen tr. 1. niere chen) elektrischen oft fehlt fid fen Aufsichtsbehörde bar begrüßt, um so mehr, als ihnen dadurch selbst unangenehme Auseinandersetzungen mit den Vermietern er spart blieben, wie denn lettere auch nicht selten erst durch die Wohnungsinspektoren zu Verbesserungen bewogen werden konnten, die sie den Mietern verweigert hatten. Auch Die Kreisärzte bestätigen das Fortschreiten in der Besserung der Wohnungsverhältnisse. Von belonderem Interesse sind die Ermittelungen über die Verteuerung der Bau= to sten. Dieselben haben in den letzten Jahren eine Erhöhung von durchschnittlich 30 Proz. erfahren. Die gemeinnüßige Bautätigkeit ist im Berichtsjahre in der Hauptsache von den Bauvereinen be arieben worden. Sie haben bis Ende 1909 insgesamt hergestellt 658 Wohnhäuser mit 1425 Wohnungen im Herstellangswert von 7,1 Millionen Mart. Hiervon entfallen auf 1909 62 Häuser für 78 Familien im Herstellungswerte von aund ½ Million Mark. Von der Bubbacher Baugenossenschaft ist nur gutes zu sagen. Ihre am Fuße der Ausläufer des Taunus errichtete Wohnungsko onie bildet in ihrer Gesamtheit eine trauliche Stätte mag man auch mit der Ark Ww ditektur des einen oder anderen Hauses nicht genset noen sein-, die sich lieblich von der sanst ansteigenden Höhe Haar- Geschi e 2. auf das Kalbsfell wurden die vorschriftsmäßigen 101 nonenschläge vollzählig gemacht. * Hamburg, 13. Mai. Die Aerzte, in deren Behandlung sich der ehemalige Reichstagsabgeordnete Sch a c befindet, haben jetzt ein psychiatrisches Gutachten fertigge stellt. Die Begutachter kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, daß die Schack s. 3t. zur Last gelegten Schreibereien in einem Zustand vorübergehender frankhafter Stör ungen der Bewußtseinstätigteit begangen sind und daß Schack für den Inhalt der Briefe weder rechtlich noch moralisch berantwortlich gemacht werden kann. * Allenstein. In dem Prozeß gegen Frau von Schoenebeck, die jetzige Schriftstellersgattin Weber ( Charlottenburg), ist der Verhandlungstermin vor dem Allensteiner Schwurgericht nunmehr definitiv auf den 6. Juni festgesetzt worden. Die Verhandlungen werden voraussichtlich unter völligem Ausschluß der Oeffentlichkeit vor sich gehen. Man rechnet damit, daß der Prozeß etwa 10 Tage in Anspruch nehmen wird. * Lemberg, 11. Mai. Auf dem hiesigen Bahn= Statthalter von Galizien, Dr. Bobrzynski wollte sich nach hofe ereignete sich ein Aussehen erregender Diebstahl. Der Wien begeben und gab auf dem Bahnhoſe ſeinem Diener seine Reisetasche mit dem Auftrage, sie streng zu bewachen. Samstag, den 14. Mai 1910. Auf bisher unaufgeflärte Weise wurde dem Diener die Tasche gestohlen, welche hochwichtige politische Schriststücke und Urkunden enthielt. * Madrid. Die Gebrüder Mannesmann sind im Begriff, die Bergwerksarbeiten in den Bergwerksbezir fen bei Melilla in größerem Maßstabe wieder aufzuneh men. Otto Mannesmann findet bei der einheimischen Be völkerung das größte Entgegenkommen. Die Ausbeutung wird sich auf die Mannesmannsche Erzgerechtsame Halbinsel Tresforcas erstrecken, wo eine holländische Firma, wie es heißt, ohne Rechtstitel hierfür zu besitzen, in letter Zeit Abbau betrieb. der * Paris. Das kennzeichnende Merkmal der jetzt stattgefundenen Stichwahlen zu der Deputiertenkammer sind die Erfolge der Geeinigten Sozialisten, die im ganzen 20 Mandate gewannen, und zwar zumeist auf Kosten der Ra dikalen. Nach der letzten Feststellung verloren die Radika len und die Sozialradikalen im ganzen 28 Mandate; die Republikaner der Linken gewannen 8, die gemäßigten Republikaner 3, die Konservativen und Nationallisten 1 Man dat, die Unabhängigen Sozialisten verloren 1 Mandat. Die newe Kammer, die 597 Deputierte zählt, wird 264 Radithle und Sozial- Radikale, 70 Republikaner der Linken, 25 Unabhängige Sozialisten, 77 Geeinigte Sozialisten, 66 Gemäßigte Republikaner( Progressisten), 69 Konservative und 16 Nationallisten zählen. )( Rennsiege auf Brennabor erstritten am Sonntag in Straßburg i. Els. A. Schulze und E. Rohmer. Ersterer gewann das 25 Kilometer- Rennen um den Münsterpreis, letzterer das Prämienfahren, das Verfolgungs fahren und und mit seinem Partner das Tandemrennen. In Jumet in Holland belegte J. Böschlin im 10, 20 und 30 Kilometer- Rennen den ersten Platz und in Chemnitz siegte H. Przyrembel als Erster in beiden Läufen von je 50 Kilometer um den großen Saronia Preis über Bruni, Humann und Samson. )( Vor Schipke und Salzmann gewann N. Scheuermann am 8. d. Mts. den Großen Frühlingspreis von Magdeburg in beiden Läufen( 75 Km.) auf Brenna bor. D. Peter, der vor Stabe und Kudela den ersten Preis im Hauptfahren davontrug und Bruno Wegener, der vor Schürmann und Carapezzi den Preis von Crakau eroberte, fahren gleichfalls Brennabor und besiegten als erstes Paar im Tandemfahren u. a. Schwab- Schürmann und SaldowGroßmann auf dieser Marke. In Treptow versuchte sich W. Hamann auf Brennabor als Steher und gewann das 15 Kilometer- Rennen glänzend. Vermischtes. Vom Turnen im Alter. Gelegentlich einer Zusammenkunft der Altersriegen vom Niederrhein in Düsseldorf hielt der dortige Kreisarzt Dr. Hofacker einen Vortrag über den Wert des Turnens im höheren Lebensalter. Der Redner betonte unter Zugrunde legung des Wortes:„ Wer rastet, der rostet", daß das, was der Jugend nötig sei, das Alter in noch viel höherem Maße gebrauche. Alt wird jeder, jung bleiben kann jeder, wenn er nur die turnerischen Leibesübungen mitmacht. Die durch das Turnen hervorgerufene Muskeltätigkeit und die durch Acbeit der Atmungsorgane bedingte Erhöhung der Ver= mehrung des Stoffwechsels fördern naturgemäß die Ge sundheit und Bewirken die Verhütung von Krankheitserscheinungen. Wenn für einen vierzigjährigen Mann die Teilnahme am Rudersport und Fußballspielen wegen der außerordentlich großen Inanspruchnahme der Herzmuskel ausgeschlossen ist, so innen Turnübungen ruhig selbst dann aufgenommen werden, wenn sie in der Jugend nicht betrieben wurden. Jede Uebermüdung muß indessen dabei vermieden werden, wogegen eine gesunde Ermüdung durchaus nichts schadet. Freilich muß man dabei auf die Herztätigkeit achten. In jedem Beruf und bei der Arbeit werden nur gewisse Muskelpartien ausgebildet, andere dagegen verkümmern auf Kosten der Gesundheit. Einen richtigen Ausgleich führt hier das Turnen herbei; daneben aber soll man auch das Wandern und Schwimmen beibehalten. Geschäftliches. Arbeitslo 3, d. h. ohne jede Mühe und ArPersil. Dieses ideale, vollkommen selbsttätige Wasch= beit vollzieht sich der Waschprozeß bei Anwendung von mittel in höchster Vollendung ist von geradezu wunder= Bürsten der Wäschestücke, die durch derartige rauhe Behand barer Wasch- und Bleichkraft. Kein mühsames Reiben und lung in der Faser geschwächt werden, ist erforderlich, sondern es genügt ein einmaliges, etwa halbstündiges Stochen in Persillauge( ohne Zusatz von Seife und Soda), um die Wäsche blütenweiß, frisch und duftig zu machen, sie erscheint dann wie auf dem Rasen gebleicht. Die Ersparnis an Zeit und Arbeit ist somit enorm, abgesehen von den verringerten Kosten durch Fortfall aller sonstigen Zutaten, Mindergebrauch an Feuerung 2c. Dabei muß ausdrücklich erwähnt werden, daß Perfil absolut unschädlich für die Wäsche uno völlig gefahrlos im Gebrauch ist, weil darin feine scharfen oder giftigen Stoffe, wie Chlor 2c. enthalten sind. Hierfür leisten die Fabrikanten( Henkel u. Co., Düs seldorf) weitgehendste Garantie! Böden, die von Natur nicht zu tro= den sind, können auch jetzt noch zu Futterrüben, Wru fen 2c. mit gutem Erfolg eine Thomasmehldüngung er: halten. Für Thomasmehlabruse im Mai wird bekanntlich eine Extravergütung von 7,50 mt. pro 10 000 Kilogramm eingelaufen ist. gewährt, wenn die Bestellung spätestens bis zum 25. Mai Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Darmstädter Möbel bie eben bei feineren Ausstattungen faft durchgängig gekauft werden erhalten Sie direkt v. d. Fabrik v. 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