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Bekanntmachungen - vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mk., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Leschalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 56. - - der Großherzoglichen Bürgermeisterei) des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 14. April 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Ausschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Betr.: Anwesenheit Sr. Majestät des Deutschen Kaisers in Gießen. Bekanntmachung. A. Freitag, 15. April 1910, werden aus Anlaß der Anwesenheit Sr. Majestät des Deutschen Kaisers folgende Straßenzüge zu den nachstehend angegebenen Zeiten für den Verkehr mit Fuhrwerfen, Automobilen, Fahrrädern, sowie für Reiter und Viehtransporte gesperrt. 1. Von 10 Uhr vormittags bis 11½ Uhr vormittags: Frankfurterstraße, Südanlage, Gartenstraße, Kaiser- Allee bis zum Schüßenhaus. 2. Von 12 Uhr nachmittags bis 1½ Uhr nachmittags: Kaiser- Allee, Gartenstraße, Oftanlage, Landgrafenstraße, Landgrafphilippsplay. 3. Von 2 Uhr nachmittags bis nach erfolgter Abreise Sr. Majestät: Landgrafenstraße, Oftanlage, Südanlage, Frankfurterstraße, B. Wagenverkehr, Richtung Kaiserallee- Schüßenhaus Chaussee Rodgen. Wagen, Automobile und Reiter, die die Straße Kaiserallee- Schüßenhaus- Rödgen nach 9 Uhr vormittags benußen wollen, müssen im Besiße eines Passierscheines sein. Der Passagierschein ist sichtbar zu tragen und den an der Gabelung Kaiserallee, Licherstraße stehenden Sicherheitsbeamten vorzuzeigen. Der Passierschein ist sichtbar zu tra= à mt ausgestellt und sind daselbst in den Dienststunden ( vormittags 812 Uhr, nachmittags 2-6 Uhr) abzuholen. Anfahrende Wagen, Automobile, Fahrräder, sowie Reiter müssen vor 10 Uhr 30 Min. die Gabelung Licherstraße Kaiserallee passiert haben, widrigenfalls sie unter feinen Umständen mehr durchgelassen werden. Die von den Behörden und Mitgliedern der Stadtvertretung benutzten Wagen stellen sich auf den freien Play zwischen Schützenhaus und Kaserne rechts der Straße Kaijerallee- Schüßenhaus auf. Die übrigen Wagen haben ihre Standorte auf der rechten Seite der Straße Schüßenhaus- Rödgen einzunehmen, letzter Wagen jenseits des Haupteinganges zum Trieb direkt neben der Kirschenallee. Wagen, die nach Beendigung der Besichtigung wegfahren, dürfen die Fahnentompagnie nicht überholen. Zuwiderhandlungen werden auf Grund des Artikels 56 Abs. 2 Nr. 2 der Städteordnung bestraft. Gießen, den 12. April 1910. Großherzogliches Polizeiam t. Reinhart. Bekanntmachung. Aus Anlaß der morgigen Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers dahier, sind die städtischen Amtsräume von 10% Uhr vormittags an geschlossen. Gießen, den 14. April 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Zum Besuch des Katsers in Gießen. Die Vorbereitungen für den morgigen Empfang des Kaisers sind, gleich wie in den früheren Jahren, geradezu glänzend zu nennen. So zieht sich auf der Frankfurterstraße von dem Bahnübergang bei der Liebigstraße bis zu dem Eingang des Seltersweges eine ununterbrochene Reihe von Fahnenmasten hin, deren unterer Teil sich hinter pracht= vollen Tannenbäumchen verbirgt. Außerdem ranken sich in einer Höhe von ungefähr vier Metern Tannengewinde von einem Fahnenmast zu dem andern, bei denen nach alter Gewohnheit die deutschen und hessischen Farben abwech seln. Auch der Fahrweg auf der Südanlage erfreute sich gestern der Fürsorge der städtischen Verwaltung, welche durch die Dampfstraßenwalze die nätigen Regulierungen des Weges vornehmen ließ. In einem besonders schönen Schmuck prangt die Bürgermeisterei, unter deren Fenstern sich Kränze mit den Reichs- und Landesfarben befinden. Ein nicht minder herrliches Festgewand hat der LandgrafPhilipp- Platz angelegt, dessen Rasenbeete eine Reihe von jungen Tannenbäumchen einfaßt, aus denen wie bei der Frankfurterstraße die Fahnenmasten ragen, von denen heute früh bereits die Fahnen grüßten. Unter den an diesem Platz befindlichen Gebäuden verdienen die Zeughausfaserne und das Regierungsgebäude durch ihren mannigfaltigen Schmuck besondere Beachtung, während unter den übrigen Betr.: Anwesenheit Sr. Majestät des Deutschen Kaisers in Gießen. Bekanntmachung. Freitag, den 15. April If. Is., bleibt der Trieb für jeglichen Verkehr( Fußgänger, Wagen, Automobile, Reiter, Radfahrer) gesperrt. Die Absperrung wird begrenzt im Süden durch die Straße nach Rödgen, nach Osten durch den Rand des Ererzierplazes, nach Norden durch den Rand der Waldkulisse südlich Wieseck, nach Westen durch die Kirschenallee. Im Interesse der Aufrechterhaltung der Ordnung und 21. Jahrg. Bekanntmachung. Betr.: Fahrplan der städt. Straßenbahn. Am Freitag, den 15. ds. Mts., beginnt der 7½ | Minutenverkehr auf der Linie Bahnhof- Friedhof um 2 Uhr nachmittags. Die Wagen der Linie Bahnhof- Schüßenhaus verfehren von 9 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags nur bis zur Haltestelle„ Teutonenhaus" an der KaiserAllee. Gießen, den 14. April 1910. Elektrizitätswert und Straßenbahn der Stadt Gießen Stolte. der öffentlichen Sicherheit, ersuchen wir das Publikum auf Vergebung von Maurer- u. Pflasterarbeiten. das nachdrücklichste sich streng an die Absperrungsgrenzen zu halten und weisen gleichzeitig darauf hin, daß zuwiderhandlungen auf Grund der Polizeiverordnung vom 12. Aug. 1887 betr. die Benußung des Ererzierplazes durch Zivilpersonen bestraft werden. Gießen, den 12. April 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Reinhart. Bekanntmachung. Betr.: Die Ausführung der polizeilichtechwischen Maß und Gewichts- Revision in Gießen. F Nachdem durch Verfügung Großh. Ministeriums des Innern vom 23. November 1908 zu Nr. M. d. J. 3. 12 678 genehmigten Plan hat in diesem Jahre in der Stadt Gießen eine wiederholte polizeilich technische Maß und Gewichtsrevision stattzufinden. Wir bringen deshalb zur öffentlichen Kenntnis der Interessenten, daß diese Revision in solgender Reihenfolge stattfinden wird: Vom 15.- 31. April 1910 bei den Interessenten die Kreuzplaß, Seltersweg, Maigasse, Plockstraße, Teufelslust gärtchen, Johannesstraße und Diezstraße wohnen. Vom 1.- 15. Mai 1910: Marktplatz, Mäusburg, Kirchenplay, Lindenplatz, Schulstraße, Schloßgasse, Kaplanei= gasse, Wagengasse, Wettergasse, Kirchstraße, Burggraben, Auf der Bach, Dreihäusergasse. Vom 16.- 31. Mai 1910: Marktstraße, Rittergasse, Neustadt, Löbershof, Mühlgasse, Kornblumengasse, Westanlage, Nordanlage, Oswaldsgarten, Hammstraße, Lahnstraße, Rodheimerstraße, Krofdorferstraße, Schüßenstraße, Hardt. Vom 1.- 15. Juni 1910: Bahnhofstraße, Tiefenweg, Kaplansgasse, Katharinengasse, Löwengasse, Wolkengasse, Schanzeustraße, Frankfurterstraße, Alicestraße, Wilhelm= straße, Liebigstraße, Leihgesternerweg, Riegelpfad, An den Bahnhöfen, Ebelstraße, Friedrichstraße, Hofmannstraße, Crednerstraße, Hillebrandstraße, Klinikstraße, Weßlarerweg, Grabenstraße, Hinter der Westanlage. Vom 16.- 30. Juni 1910: Neuenweg, Neuenbäue, Sonnenstraße, Erlengasse, Weidengasse, Gartenstraße, Stephanstraße, Hessenstraße, Schiffenbergerweg, Ludwigsplay, Ludwigstraße, Südanlage, Bismarckstraße, Goethestraße, Bleichstraße, Bergstraße, Löberstraße, Licherstraße, KaiserAllee, Wolfstraße, Moltkestraße, Eichgärten, Großer Steinweg, Roonstraße, Gutenbergstraße. Vom 1.- 15. Juli 1910: Walltorstraße, Websteingasse, Wetsteinstraße, Lindengasse, Brandgasse, Brandplay, Kanzleiberg, Hundsgasse, 3ozelsgasse, Afterweg, Schillerstraße, Braugasse, Steinstraße, Weserstraße, Dammstraße, Eder= straße, Schottstraße, Marburgerstraße, Wieseckerweg sowie Oftanlage und alle anderen noch nicht aufgeführten Straßen. Gießen, den 10. April 1910. Großh. Polizeiamt Gießen. Reinhart. Baulichkeiten in der Stadt durch ein festliches Aeußere die neuen Kasernen hervorragen. Nach den getroffenen Vorbe reitungen zu schließen, hat sich vollauf der von uns fürzlich ausgesprochene Wunsch erfüllt, daß der Kaiser in unserer Stadt wieder eine glänzende Aufnahme finden möchte, und wir deshalb gewiß sein können, bei dem Monarchen die beste Erinnerung an seinen dritten Aufenthalt hierselbst zu hinterlassen. * Die Besichtigung der 116er morgen Freitag durch den Kaiser, dem Chef des Regiments, erstreckt sich mehr auf Felddienst. Für das vorgesehene Gefecht ist der ganze Ererzierplatz bestimmt und darum wird, entgegen den früheren Anordnungen, das Publikum dieses Mal auf dem Trieb weniger Gelegenheit haben, den Kaiser zu sehen. * * Die Fahrt des Kaisers von Homburg nach Gießen erfolgt, nachdem Buzbach passiert, über Ebersgöns Weylar und berührt nur Klein- Linden. In Langgöns sind wegen den Wasserleitungsarbeiten die Straßen aufgegraben, weshalb dieser Ort wie auch Kirchgöns und GroßenLinden dieses Mal dem Kaiser innerhalb ihrer Mauern nicht zujubeln können. Vor der Entscheidung. In den nächsten Tagen wird sich der deutsche Reichstag mit der Gültigkeit der Wahl des Reichstagsabgeordne ten Wehl im 14. Hannoverschen Wahlkreise zu befassen ha= Die Maurer- und Pflasterarbeiten für die Neubefestigung der Straße Ostanlage von der Wiesenstraße bis zum Walltor sollen Mittwoch, den 20. April d3. Is., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen lie gen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 13. April 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Vergebung von Pflasterarbeiten. Die Pflasterarbeiten für die Neubefestigung der Liebigstraße zwischen Frankfurterstraße und Oberhessischen Eisenbahn sollen Mittwoch, den 20. April d. Is., vormittags 11½ Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen lie gen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 13. April 1910. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Lieferung von Fußbodenöl. Die Lieferung von zirka 1870 Kilogramm Fußbodenöl für die städtischen Gebäude soll Samstag, den 23. April ds. Js., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Bedingungen liegen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 6 Wochen. Gießen, 12. April 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. Bekanntmachung. Am Montag, den 18. d. Mts., nachmittags 2½ Uhr werden im Städt. Hospital, Seltersweg 11, die im Jahre 1909 gefundenen Gegenstände, sowie eine Anzahl Kleid= ungsstücke, Möbel 2c., versteigert. Im Bedarfsfalle wird die Versteigerung am Montag, den 25. d. Mts. fortgesetzt.. Gießen, den 11. April 1910. Die Armendeputation der Stadt Gießen. Keller. ben, die von der Wahlprüfungstommission für ungültig erflärt worden ist, mit der Begründung, daß die Kriegervereine, deren Vorstände durch ihre Aufforderung, feinen Welfen oder Sozialdemokraten zu wählen, zu der Wahl des Abgeordneten Wehl beigetragen haben, amtliche oder halbamtliche Vereine seien. Für niemand, der die Kriegervereine fennt, tann ein Zweifel darüber bestehen, daß die Kriegervereine, wie das auch von den Kriegervereinen des 14. hannoverschen Wahlfreises in ihrer Verwahrung betont worden ist, freie Vereine sind, deren Mitglieder sich freiwillig zusammenge schlossen haben und sich selbst regieren, nicht aber amtliche oder halbamtliche Veranstaltungen. Auch aus dem Umstande, daß die Organisationen der Kriegervereine den staatlichen Verwaltungseinheiten nachgebildet sind, läßt sich nicht auf einen amtlichen oder halbamtlichen Charakter der Kriegervereine schließen, denn dasselbe trifft auch bei den sozialdemokratischen Organisationen zu, die trotzdem noch niemand eine amtliche oder halbamtliche Einrichtung genannt hat. Allerdings dürfen die Striegervereine auf Grund einer Kabinettsorder vom 22. Februar 1842 Fahnen nur mit ministerieller Genehmigung führen, und ebenso kann das Recht auf Führung der Fahnen den Kriegervereinen durch eine ministerielle Verfügung wieder genommen werden. Damit sind jedoch die Kriegervereine noch lange nicht einem behördlichen 3wange unterworfen; denn das Recht zur Führung der Fahnen wird den Kriegervereinen nur dann entzogen, wenn sie die von ihnen selbst gegebenen Sabungen verleben. Auch andere Organisationen genießen derartige Vergünstigungen, ohne daß man daraus auf eine amtliche oder halbamtliche Eigenschaft geschlossen hätte. Ebensowenig darf man die Kriegervereine als politische Wird diese Stellung eine zustimmende oder ablehnende sein? Qui mange du Pape, en meurt. Wer sich mit dem Zentrum zu Tische setzt, kommt schwer von der Umarmung dieses liebenswürdigen Tischgenossens los. Das haben die Konservativen erfahren, von denen mancher bei der Wahlreform sicherlich lieber mit den Mittelparteien zusammenge gangen wäre, als mit dem Zentrum. Aber der neue BunPartner ihm die Treue nicht brach. Vereine bezeichnen, und zwar schon deshalb nicht, weil ihnen auf Grund ihrer selbstgegebenen Sazungen jede politische Betätigung innerhalb der Kriegervereine aufs strengste untersagt ist. Wohl aber schreiben ihnen ihre Sagungen die Pflege der Treue und Liebe zu Kaiser und Reich, der na tionalen Gesinnung und der Vaterlandsliebe vor und be stimmen auch, daß diejenigen Mitglieder, die gegen diese Verpflichtung verstoßen, aus den Kriegervereinen ausgedesgenosse wachte eifersüchtig darüber, daß der konservative schlossen werden müssen. Treue und Liebe zu Kaiser und Reich, nationale Gesinnung und Vaterlandsliebe sind indes feine politischen Forderungen, sondern sind vielmehr die Voraussetzung und die Grundlage jeder ersprießlichen Politik. Niemand wird den Kriegervereinen nachweisen können, daß sie eine der Parteien, die sich auf dieser selbstverständlichen Grundlage jeder nußbringenden politischen Betätigung bewegen, irgendwie bevorzugt haben. Vielmehr hört hier, und zwar nicht nur sabungsmäßig, sondern auch streng in der Praxis durchgeführt, jedes Nachforschen nach der politischen Parteiangehörigkeit der einzelnen Mitglieder auf. Jeder Anhänger irgendeiner bürgerlichen nationalen Partei ist unterschiedslos den Kriegervereinen ein wertes und liebes Mitglied. Durch diesen Grundsatz der inneren zujammengehörigkeit aller sich in der Vaterlandsliebe und in der Treue zu Kaiser und Reich einigen Staatsbürger haben die Kriegervereine viel zur Gesundung unseres politischen Lebens beigetragen und einer Entfremdung der zur gemein samen Zusammenarbeit berufenen staatserhaltenden Parteien vorgebeugt, von der nur die Sozialdemokratie und andere zerstörende Kräfte unseres politischen Lebens Vorteil haben. Gegen diese zerstörenden Mächte in dem politischen Leben der Gegenwart, gegen die revolutionäre Sozialdemo tratie, die grundsäßlich republikanisch und umstürzlerisch ist und daher keine Liebe zu Kaiser und Reich empfinden kann, ferner gegen Polen, die daraufhin arbeiten, Teile des Deutschen Reiches loszulösen und einem neu zu gründen den polnischen Reiche anzugliedern, und schließlich gegen die Welfen, deren Absichten auf die Wiederherstellung des Königreichs Hannover und damit gegen die Unantastbarkeit eines deutschen Bundesstaates gerichtet sind, haben sich die Kriegervereine allerdings stets mit unverkennbarer Entschie denheit gewandt. Dies geschah aber nicht aus irgendwet chen politischen Erwägungen heraus, sondern nur in der Verfolgung ihrer Vereinssatzungen, die ihnen die Pflege der Treue und Liebe zu Kaiser und Reich und der natio nalen Gesinnung und Vaterlandsliebe vorschreiben. Möge man daher im Plenum des Reichstages den voreiligen Entschluß der Wahlprüfungskommission, die sich über dessen Tragweite sicher nicht klar gewesen ist, sorgfältig nachprüfen. Man würde königstreue und vaterländische Gesinnung geradezu herab= würdigen, wollte man den freien Zusammenschluß freier Männer zu ihrer Pflege als eine amtliche oder halbamtliche Veranstaltung bezeichnen. Die Kriegervereine haben nichts anderes getan, als daß sie den Grundsatz, zu dem sich alle bürgerlichen politischen Parteien aus eigenem Antriebe bekennen und auf dem sich das politische Bekenntnis aller fönigstreu und national gesinnten Männer errichtet, zu dem ihrigen gemacht und sich zu seiner ausdrücklichen Pflege verpflichtet haben, um ihn als unverrückbares Gemeingut hinzustellen und dadurch nach den großen Worten des Fürsten Bismarck den nationalen Gedanken leuchten zu lassen vor Europa. Will man den alten deutschen Kriegern dieses Recht, für Vaterland und Königtum einzutreten, verkümmern und Wahlen, bei denen sich Kriegervereine in diesem Sinne betätigt haben, für ungültig erklären, so entrechtet man die alten deutschen Krieger, von denen viele für König und Vaterland geblutet haben und die alle bereit sind, in einem etwaigen Kriege wieder mit ihrem Blut für diese großen nationalen Güter einzutreten, politisch, nimmt ihnen das Wahlrecht, macht sie zu Staatsbürgern zweiter Klasse und leistet den vaterlandsfeindlichen und staatszerstörenden Bestrebungen Vorschub. Die Betätigung von Königstreue und Vater= landsliebe unter ein Ausnahmegesetz zu stellen, wäre der bedenklichste Schritt, den man tun könnte. Wird auch Herr von Bethmann Hollweg der klerifalen Verstrickung erliegen? Für das Zentrum steht viel auf dem Spiele, denn wenn die Wahlvorlage in der von ihm be liebten Form Gesetz wird, so wird die Zentrumspartei of fenfundig in Preußen die Stellung einnehmen, die es im Reiche lange Jahre, nur unterbrochen durch die kurze Spanne vom Winter 1907 bis zum Frühjahr 1909 innegehabt hat: daß kein Gesetz zur Verabschiedung gelangt, dem nicht das Zentrum seinen Stempel aufgedrückt hat. Man kann sich daher darauf verlassen, daß die Zentrumspartei alle ihr zur Verfügung stehenden Einflüsse und deren Zahl ist groß aufgewandt hat, um die Regierung in dieser Frage gefügig zu machen. Und das eine ist ja jedenfalls sicher: mit dem Zentrum läßt sich bequemer regieren, als ohne oder gegen diese Partei. Auch wird es nicht an einflußreichen Männern auch außerhalb der Zentrumspartei gefehlt haben, die der Regierung die Ueberzeugung beizubrin= gen suchten, daß, wenn erst das Gesetz verabschiedet sein würde, die Beschwichtigung der Erregung sicher wäre. Lehne hingegen die Regierung die Fassung der Abgeordnetenhausmehrheit ab und komme nicht zustande, so werde der Lärm von neuem losgehen und die Regierung erscheine in der traurigen Rolle des Besiegten. Nun, selbst wenn dem so wäre, so möge Herr von Bethmann Hollweg an das schöne Wort denken:„ Victrix can sa diis placuit, sed victa Catoni." Es sind vielleicht nicht die schlechsten Männer im Vaterlande, die eine solche „ Niederlage" der Regierung ihr höher anrechnen würden, als die Unterwerfung unter den Willen des Zentrums. Tatsächlich wäre in diesem Falle auch gar nicht die Regier ung besiegt, sondern die Abgeordnetenhausmehrheit, in erster Reihe das Zentrum. Auch würde das Bürgertum viel weniger verstimmt sein, wenn nichts zustande kommt, als wenn der Wille der Abgeordnetenhausmehrheit Gesetz wird. Es ist deshalb ein Irrtum, anzunehmen, daß nach der Votierung eines solchen Gesetzes Ruhe eintreten würde und es wäre ein Beweis des staatsmännischen Weitblicks des Reichstanzlers, wenn er sich diesen Irrtum nicht suggerie ren ließe. Noch sind drei Möglichkeiten vorhanden. Die günstigste wäre, wenn das Herrenhaus sich liberaler erwiese als die Zweite Kammer und unter Verständigung mit der Regier ung dem Gesetze eine Fassung gäbe, in der es alsdann von einer konservativ- liberalen Mehrheit im Abgeordnetenhause angenommen werden würde. Unser Optimismus geht nicht so weit, an die Erfüllung dieser Möglichkeit zu glauben. Die zweite Möglichkeit ist, daß Herr von Bethmann Hollweg am Freitag erklärt, sich dem Willen des Abgeordnetenhauses zu beugen. Dann dürfte auch das Herrenhaus faum wesentliche Äenderungen vornehmen und dann dürste das Gesetz bald zur Verabschiedung gelangen. Wir brauchen nicht erst zu sagen, daß wir die Verwirklichung dieser Möglichkeit auf das lebhafteste bedauern würden. Die dritte Möglichkeit ist, daß Herr von Bethmann Hollweg am Freitag der Fassung des Abgeordnetenhauses ein rundes Nein entgegenseßt und daß dann am Widerstande des Herrenhauses oder des Abgeordnetenhauses oder beider Faktoren gegen den Willen der Regierung die Vorlage scheitert, also gar nichts zustande kommt. Kann die erste Möglichkeit sich nicht erfüllen- und wie gesagt, glauben wir selbst kaum daran, so wäre uns die Verwirklichung dieser dritten Möglichkeit noch die erwünschteste Lösung. Ob wir sie erhoffen dürfen? Schutz der nationalen Arbeit. Herr von Bethmann- Hollweg am Scheidewege. Ministers:" Die deutsche Industrie soll sich auf den In ( Nachdruck verboten.) Man schreibt uns aus Berlin vom Mittwoch: Solange das Abgeordnetenhaus über die Wahlrechts= vorlage beriet, hat Herr von Bethmann Hollweg als Preußischer Ministerpräsident über die Stellungnahme der Regierung zu der von der Kommission der Vorlage gegebenen Fassung nur zwei Erklärungen abgegeben, von denen die erste einen völlig neutralen Charakter trug, während die zweite die Wahrscheinlichkeit der Zustimmung andeutete, allerdings auch noch immer die Möglichkeit einer Ablehn ung offenließ. Am Freitag, bei der Besprechung der Vorlage im Herrenhause dürfte der Ministerpräsident sich ver= anlaßt sehen, zu dem Votum der Mehrheit des Abgeordnetenhauses bestimmt Stellung zu nehmen. 13) Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) Inzwischen hatte draußen eine lebhafte Begrüßung stattgefunden. Das Lachen und Plaudern drang bis herein in das stille Zimmer. Maja schien in sehr übermütiger Stimmung zu sein und das mußte ansteckend auf die Freundin wirken. Lachen und Scherze flogen hin und her. Arm in Arm traten die beiden Mädchen endlich ins Bimmer und Hugo wunderte sich im Stillen über das veränderte Aussehen seiner Braut. Wie reizend ihr das heitere Lachen stand! Er vermochte kaum den Blick abzuwenden von dem lieblichen Mädchenpaar; denn auch Maja bot mit ihren Grübchenwangen und den strahlenden Augen einen herzerfreuenden Anblick. ,, D," rief sie überrascht, Du hast mir ja gar nichts von der Anwesenheit deines Bräutigams gesagt! Ich ha= be Sie nun wohl in einer recht interessanten Unterhaltung gestört?" wandte sie sich mit schelmischem Lachen an Hugo, ihm die Hand reichend. Sie müssen schon entschuldigen, Herr von Trostberg, daß ich so plötzlich hier herein geschneit bin! Wenn ich hätte ahnen können- Ach bitte, mein gnädiges Fräulein," unterbrach Hugo die Rede Majas ,,, eigentlich müßte ich Ihnen dankbar sein; denn Sie haben in unglaublich kurzer Zeit fertig gebracht, was mir troß aller Mühe nicht gelingen wollte, nämlich Sylvia heiter zu stimmen. Sie ist ja jeßt völlig berwandelt!" Es klang doch eine leise Bitterkeit aus seinen Worten, und Sylvia schien den Vorwurf auch zu fühlen; denn sie verteidigte sich lachend: Maja weiß auch immer so drollige Sachen zu erzählen, das reißt mich stets mit fort." " Sound darf man die lustige Geschichte nicht auch erfahren? Ich könnte ein wenig Aufheiterung ganz gut gebrauchen." tig und vielfach überlegen sind. Weiß das Publifum nicht, daß die Erzeuger dieser Fabrikate alle Intellegenz und allen Fleiß aufwenden müssen, um ihre Fabriten zu beschäftigen, um in der Lage sein zu können, ihre Beamten und Arbei ter anständig zu entlohnen und um die immer größer werdenden Steueriasten und sozialen Einrichtungen ertragen zu können? Es ist Zeit, daß die Notwendigkeit Anerkenn ung findet, die deutsche Industrie im Inlande zu unterstüßen, nachdem die Exportverhältnisse sich immer schwieriger gestalten. Wenn das deutsche Volt nur prüfen wollte, es würde bald erfahren, daß für den richtigen Preis auch die richtige Qualität geliefert wird und daß es teine Schande ist, in den Kaufläden deutsche Fabritate, deutsche Marken zu verlangen. Die deutsche Industrie fürchtet keine französische, feine englische, feine amerikanische Ausstellung; aber sie muß Gelegenheit haben, ihre Erzeugnisse neben die der fremden Staaten zu stellen, damit das Publikum und die Sachverständigen den Unterschied der Fabrikate erkennen sollen. Das ist recht und billig und kaufmännisch." Dem Hansa bund wird aus Mitgliederkreisen ge= schrieben:„ Anschließend an die Aeußerung eines preußischen landmarkt werfen", ist es an der Zeit, dem deutschen kauf fähigen Publikum vor Augen zu führen, wie ungeheuer schädigend die Vorliebe des Deutschen für alles Ausländische auf unsere Industrie wirkt. Wir haben eine Reihe von Industriezweigen, welche unter dieser beschämenden Tatsache leiden, vorwiegend ist es aber die Bekleidungsindustrie. Der Anzug soll aus englischem Stoff sein der Schuh womöglich amerikanisch, der Handschuh englisch, der Hut italienisch, englisch oder österreichisch, der Damenhut, das Korsett aus Paris 2c. Gibt es kein Mittel, den deutschen Michel zur Erkenntnis zu bringen, daß es geradezu Pflicht ist, die nationale Arbeit zu unterstüßen? Wir haben deutsche Tuche, deutsche Handschuhe, deutsche Hüte, deutsche Schuhe, welche den ausländischen Marken ebenbür Maja wechselte einen raschen Blick mit der Freundin, dann lachte sie übermütig: Ich weiß zwar nicht, ob es Sie interessiert, aber erzählen will ich es gerne, tenn es ist wirklich komisch: Als wir nämlich voriges Jahr mit unserer Pensionsvorsteherin den gewöhnlichen SommerausDie Reichswertzuwachssteuer. In der vergangenen Woche fand in Berlin eine zusammenkunft der bundesstaatlichen Finanzminister statt, welche sich mit dem Rechnungswesen befaßte. Vormähmlich wurde um die Grundsäße beraten, die bei der Bemessung der Matrikularbeiträge für das laufende Finanzjahr zu be obachten seien. Diese Zusammenkunft hat denn auch die Befürchtungen bestätigt, welche überall angesichts der Verhandlungen aufstiegen. Der Bundesrat hat nämlich am Montag dem Geseßentwurf zu einer Wertzuwachssteuer die Zustimmung erteilt, der nun mit möglichster Beschleunigung dem Reichstage zugehen soll, da die Regierung wünscht, daß der Entwurf spätestens mit 1. Juli Gesetz werde. Nidda zum Sch ** Uebe rer Georg Hein an der Gemeins amtsaspiranten ftelle an der Ge * Prof wird in weite Samstag anget dem früheren universität, D. Halle a. b. diesem Frrtum * Vera fteuern für März d. J. i jahr 1910 insg Pfg. veranlagt auf die Vermäg auf die Eintom ämtern des Lan Vermögenssteuer Mainz 1 455 7 Mart; die Einf Finanzämtern 1 1996 653 Gießen 917 Mart 15 Pfg. * Grip Ten bekanntlich Der Entwurf sieht nur eine Besteuerung des Wertzuwachses von Immobilien vor. Die neue Steuer werde nach der Schäßung des Entwurfs einen Reinertrag von 30 Millionen abwerfen. Die Wertzuwachssteuer soll beim Verkauf der Grundstücke von den Kommunen erhoben werden, die 6 Prozent der Steuer an das Reich abführen. Für gewisse Fälle ist Steuerfreiheit vorgesehen, so z. B. wenn Immobiliarbesitz auf Deszendenten behufs Fortführ ung des Gewerbes übergeht. Die Steuersäße sind nach der Besitzeit abgestuft. Was die Grundzüge des Regierungsentwurfes anbelangt, so werden die gleichen Ziele verfolgt wie bei den jetzt in Geltung befindlichen kommunalen Zuwachssteuerge seßen. Versteuert soll der unverdiente Gewinn werden, der Gewinn also, der nicht aus der Arbeit eines einzelnen, sondern aus Einrichtungen der Kommunen und des Staates erzielt wird. Aus diesem Grunde sollen auch beide Fal toren am Gewinn teilnehmen. Ein gewisser Prozentsatz der Wertsteigerung soll indes von der Besteuerung freibleiben. Während im allgemeinen das Recht der Steuererhebung den Kommunen vorbehalten bleibt, sind für das platte Land Sonderbestimmungen vorgesehen und hier als Erhebungsstellen die Kreise gedacht, die schon heute nach dem Kommunalabgabengesetz berechtigt sind, die Wertzuwachsteuer als Kreiškommunalabgabe einzuführen. Parlamentarisches aus Hessen. ** Zum Gesezentwurf über die Gemeindeumlagen haben die hessischen Hausbesißervereine an die Zweite Kammer eine Eingabe gerichtet, in deren Einleitung über die hohe Belastung der Hausbesizer mit Steuern geklagt wird. Dann heißt es weiter: Und trop dem soll bei der nunmehrigen Resorm immer noch keine Rfchicht auf die Verschuldung genommen werden! Wo findet man denn heute noch Häuser ohne Hypothekenschulden? In den Städten kaum noch. Wir geben zu, daß die Grundsteuer ihres Effettes zum großen Teil verlustig ginge, wenn man den hier und da gewünschten vollen Schuldenabzug, der manchmal bis zu 80 und mehr Prozent des Wertes ginge, gestatten würde. Wir glauben je doch, daß es wohl möglich und durchführbar ist, bei der Grundsteuerveranlagung die Hälfte der Schulden, jedoch höchstens bis zu 35 Prozent des veranlagten Objektwertes abzugsfähig zu erklären. Die Eingabe stimmt ferner dent Antrag der Handwerkskammer zu, die Steuer für Warenhäuser und Filialgeschäfte nicht fakultativ, sondern obligatorisch zu machen. flug machten, da neckten uns die andern immerfort mit einem gewissen Herrn, der zu bestimmten Stunden täglich an der Schule vorüberging. Da wir, Sylvia und ich, unsere Pläße am Fenster hatten, so konnte es uns natürlich nicht entgehen, und die anderen behaupteten mit aller Bestimmtheit, daß er seine schmachtenden Blicke gerade immer nach unserem Fenster richtet. Das konnt also nur einer von uns gelten, nur wußte man nicht, welcher. Die übermütige Mädchenschar hörte nicht auf, von dem Herrn, dessen Namen keine kannte, zu erzählen. Sie wußten bereits, daß er himmelblaue" Augen und blonde Locken besaß Auf dem besagten Ausflug trieben es unsere Mitschülerinnen am buntesten. Als uns endlich die Sache zu apg wurde, da sonderten wir uns von den übrigen und blieben weit hinter diesen zurück. Plöblich trat ein funger Mann aus dem Wade hervor unser Unbekannter. Er hielt sich zuerst in angemessener Entfernung, dann aber schritt er höflich grüßend auf uns zu und fragte nach dem Wege. Wir waren jedoch selbst nicht bekannt in der Gegend und konnten keine Auskunft geben; allein der Fremde blieb dicht an unserer Seite. Wir zitterten heimlich, daß eine unserer Mitschülerinnen das fleine, an sich harmlose Abenteuer entdecken könnte. Wir hätten ja teine ruhige Stunde mehr gehabt. Wir verlangsamten also unsere Schritte, um die andern recht weit vorauszulassen. Nach und nach vergaßen wir unsere Besorgnis, denn der Unbekannte wußte so viel zu erzählen, daß wir aus dem Lachen nicht mehr herauskamen und die Zeit wie im Flug verstrich. Doch dabei achtete niemand auf den Weg, und zu unserem Schrecken mußten wir bald entdecken, daß wir uns gründlich verlaufen hat. Dem jungen Manne bereitete das anscheinend großen Spaß, er wußte uns zu trösten und versicherte, er werde und unversehrt nach Hause bringen. Daß es wegen der Verspätung tüchtige Schelte geben würde, wußten wir im Voraus, d enn unsere Vorsteherin verstand keinen Spaß Na, furz and gut, wir kamen glücklich in der Pension an. Als die Stadt vor uns auftauchte, da fragte der Fremde: ,, Ich möchte nun doch gar zu gern wissen, mit wem ich die Ehre hatte und wem ich die angenehm verlebten Stunden verdanke, die ich nie vergessen werde!" Dabei schaute er immer na Sylvia an, mich würs Lokales. Gießen, 14. April 1910. ** Der Großherzog hat dem Postsekretär G. Wenzel in Alsfeld das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Ernannt wurde am 6. April Otto Beder in digte er kaum eines Blickes mehr. Das war mir zu viel. Er hätte sich doch eigentlich zuerst vorstellen sollen. Ich gab Sylvia heimlich einen Wint, zu schweigen, knigte und gab vor Lachen halb erstickt, Auskunft: Ich heiße Liese Hasenfrab und hier meine Freundin, Fräulein Annemarie Bierbalg!" Er berneigte sich, als hätte er das Ernsta hafteste vernommen. ,, Mein Name ist Zipfel- Martin Bipfel", versicherte er, ohne eine Miene zu verziehen. Win wußten ja, er sprach ebenfalls die unwahrheit, aber was tats? Er blieb von da an der Herr Bipfel." Maja machte hell auflachend eine fleine Pause, und Hugo, der sehr ernst zugehört hatte, fragte: ,, Und haben Sie den Herrn noch öfters gesehen?" Allerdings," gab Maja zu, aber immer nur vom Fenster aus, denn wir waren ja bewacht wie die Ges fangenen." Aber damit ist Ihre Geschichte doch nicht zu Ende? forschte Hugo sichtlich erregt. ,, Nein, und das ist es eigentlich, weshalb wir โ lachen mußten," erzählte Maja weiter. Als ich heute mit meinen Ponys die Straße dahinfuhr, denken Sie, wen ich da treffe? Unsern Herrn Zipfel. Er hat mich auch soguten fort wieder erkannt und rief mir lustig zu: ,, Ah Tag, Fräulein Hafenfrab, wie gehts Ihrer Freundin, dem Fräulein Bierbalg? Sehr gut, Herr Zipfel," gab ich lachend zurück ,,, ich fahre eben zu ihr. ,, Bitte, bestellen Sie meine untertänigsten Grüße!" rief er wieder. Al mein alter guter Friß hörte, welchen Namen Herr Bipfel mir beilegte, glaubte er natürlich an eine Beleidigung, sprang so schnell er konnte vom Wagen herab und pflanzte sich dicht vor dem erstaunten Herrn auf. Wie sagten Sie, daß das Fräulein heißt?" schrie er ihn erbost an. Na; wie anders als Fräulein Hasenfraß!" gab jener mit einer Grimasse zurück. Ich bitte mir mehr Respekt aus!" schrie Friß wütend. Ich dulde es nicht, daß man mein Frau lein beleidigt! Das ist Fräulein Heinau, die Tochter des berühmten Fabrikanten Heinau, daß Sie es nur wissen! Merken Sie sich das! Und die Freundin ist Fräulein vor Schmettwiß auf Neunlinden!" Sprachs und fletterte be friedigt wieder auf seinen Sib. Das hätten Sie sehen sollen. Erzähle läßt sich das gar nicht so. Es war ( Forts. folgt.) zu komisch." fängnis für jug Provinzial- Arref lenftrafanstalt Mainz aufhebt. 1 Verwalter, 1 während der G Die Aufhebung falls eine wese zumal die geri stalten unterge tönnten bei d ung finden. -ph Nad brachte Notiz t ftellten der Gen daß der Hauptg Bigkeiten" bei suchen ist. Ueb denböcken für auszuwandern allgemein Reifen begeben Wir geben die lichkeit wieder. - Rude gesellschaft hat rujsmäßigen e angestellt. E schaft gewesen lehrer auszue Poften auserf des Dresdner wird sich der rer Frage befa Vom Angelrecht in d * Woc Dienstag stellt Schweinefleisch Kalbfleisch au Ferner erzielt Sie Enten für 1,30 Mt. und - Unfo Abipringen ve hat diefer T Fahrgast so gen blieb. S einem derart den. Möge anlassen, die Verbote noch * Ver Ben auf Ver die Festnahme zucht schuldig Aus * AII Bundesausst flügelzüchterb geftifteten P * Bu der Landwir ung gestellte schule zum 1 Schulangelege ten Schülerin reits zu dief die Versebur gen. * 54 jahrelang 3 reits einige Veral ist eine rech Lange mit ein ein Lied fin ebenso wenig Hausmitteln. man wohl sen fönnen, gewordenen den Anfang ernitere Mitte Lagers auff treiben. Als ein chronisch gezuständen Asthma, tatarrh naturreine wachsenden Utu- Balsam. und dabei d Aerzten wab selbe bisher faft unbefann nismäßig gro Publitum mi Legenz und all Bu beschäftige ten und A her größer t gen ertragen igleit Anertem nde zu unter immer ichroien prüfen wollte gen Preis a daß es tein britate, deuti rie fürchtet tem che Ausstellung Beugnifie nebe das Publikum taufman Der Fabrilate er uer, erlin eine 3 minifter fla e. Vormähm Der Bemessu inanzjahr zub denn auch d Tesichts der Ber at nami am uwachsfeuer die Beschleunigu ung wünscht, werde. ag des Wert neue Ste inen Reinert wachssteuer mmunen erho Reich abführ fehen, so 3. bebufs Forti jake sind n twurfes anbe twie bei ba Buwachstenerge inn werden, der einzelnen, fon nd des Staate auch beide Fe Prozentsa d ung freibleibe Steuererhebu bas platte La als Erhebung nach dem L Bertzuwach ellen. e Gemeind Berbereine Fichtet, in deren pausbesitzer mi eiter: Und tro mmer noch lein werden! S Hypothekensch geben zu, d Teil verlu ünschten voll und mehr Bir glauben rbar ist, bei Schulden, jede ten Objettwer mmt ferner da euer für War sondern oblig 14. April 1910 Postsekretär Klasse des Va Tliehen. 1 Otto Bali s war mit Dorftellen jol chweigen, Ini ft: 3d beiß Fräulein Anne er das Ernst pfel- Marti verziehen. Wi rheit, aber wal eine Pause, an ters gefehen e: mmer nur b it wie die Ge icht zu Ende? Shalb wir f 3 ich heute mi en Sie, wen i mich auch Ah- gute Freundin, de Zipfel," gab Bitte, beftell nen Herr Bi er wieder. ine Beleidigu rab und pflan Wie fagten S erboft an jener mit ein Spelt aus!" id man mein Fra die Tochter d e nur wiffer ift Fräulein bo amb fletterte be itten Sie fehen Fort. folgt.) Nidda zum Schreibgehilfen bei dem Amtsgericht Nidda. ** Uebertragen wurde am 8. April dem Lehrer Georg Heinrich Seibert zu Eichenrod eine Lehrerſtelle an der Gemeindeschule zu Hain Gründau und dem Schuiamtsaspiranten Heinrich Dern aus Rockenberg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder- Ohmen. * Professor Drews. Wie man uns mitteilt, wird in weiteren Streisen der in Darmstadt für nächsten Samstag angefündigte Redner Professor Arthur Drews mit dem früheren Professor der Theologie an unserer Landes universität, D. Paul Drews, jetzt an der Universität in Halle a. d. S., verwechselt. Wir werden ersucht, diesem Irrtum entgegenzutreten. * Veranlagung der direkten Staatssteuern für 1910. Nach dem Finanzgesetz vom 24. März d. Js. ist an direkten Staatssteuern für das Etatsjahr 1910 insgesamt der Betrag von 17 552 615 Mt. 30 Pig. veranlagt worden, der sich mit 4 368 816 Mt. 30 Pfg. auf die Vermögenssteuer und mit 13 183 798 Mr. 95 Pfg. auf die Einkommensteuer verteilt. Von den 37 Finanzämtern des Landes haben die höchsten Veranlagungen zur Vermögenssteuer: Darmstadt 1 mit 553 968 Mt. 75 Pig., Mainz 1 455 742 Mt. 55 Pfg. und Offenbach 1 283 100 Mart; die Einkommensteuerveranlagung beträgt u. a. in den Finanzämtern Darmstadt 1 1 932 031 Mt. 63 Pfg., Mainz 1 1996 653 Mt., Offenbach 1 1501 300 Mt. 85 Pfg., Gießen 917 081 m. 70 Pfg. und Worms 1 937 573 Mart 15 Pfg. * Ersparnisse im Gefängniswesen sollen bekanntlich dadurch erzielt werden, daß man das Gefängnis für jugendliche männliche Gefangene, das mit dem Provinzial Arresthaus Darmstadt vereinigt ist, in die Zellenstrafanstalt Butzbach verlegt und die Weiberstrafanstalt Mainz aufhebt. An der leßteren Anstalt wirken nämlich 1 Verwalter, 1 Defonom, 3 Aufseher und 6 Aufseherinnen, während der Gefangenenstand zwischen 30 und 40 schwankt. Die Aufhebung der Weiberstrafanstalt Mainz würde jedenfalls eine wesentliche Ersparnis für den Staat bedeuten, zumal die geringe Zahl von Gefangenen in anderen An-| stalten untergebracht werden könnte. Auch die Beamten könnten bei der Besetzung von anderen Stellen Verwendung finden. -ph- Nachtrag. Unsere in der letzten Nummer gebrachte Notiz von der plöblichen Entlassung zweier Angestellten der Gewerbebant tönnen wir heute dahin ergänzen, daß der Hauptgrund zu der Maßregelung in„ UnregelmäBigfeiten" bei Erledigung von Kassenangelegenheiten zu suchen ist. Uebrigens hat es der eine von den beiden Sündenböcken für gut befunden, gleich nach der Katastrophe " auszuwandern". Der andere soll, wie in der Stadt allgemein behauptet wird, sich ebenfalls„ auf Reisen begeben" haben und zwar mit Damenbegleitung. Wir geben diese Behauptung aber hier ohne jede Verbindlichkeit wieder. h= Rudergesellschaft. Die Gießener Rudergesellschaft hat zur Ausbildung ihrer Mannschaften den berufsmäßigen englischen Ruderlehrer J. Arlett aus Henley angestellt. Es war vorher der Wunsch der Rudergesell= schaft gewesen, für diese Stellung einen deutschen Ruder= lehrer auszuersehen, leider hat der schon fast für diesen Posten ausersehene Ruderlehrer Götz ein späteres Angebot des Dresdner Rudervereins angenommen. Wie wir hören, wird sich der nächste deutsche Rudertag mit der Ruderleh= rer Frage befassen. Vom Angeln. Der hiesige Angel- Klub hat das Angelrecht in dem Launsbacher Wasser der Lahn erworben. * Wochenmarkt. Auf dem Wochenmark am Dienstag stellte sich je ein Pfund Butter auf 1.20 Mart, Schweinefleisch auf 85-90 Pfg., Rindfleisch auf 70 Pfg., Kalbfleisch auf 80 Pfg. und Hammelfleisch auf 70-80 Pfg. Ferner erzielten die Gänse für das Pfund 60-70 Pfg., die Enten für das Stück 2 Mt., die Hühner für das Stück 1,30 Mr. und die Tauben für das Paar 0.80-1.00 Mt. -h Unfall. Das schon so oft gefährlich gewordene Abspringen von einem in der Fahrt befindlichen Wagen hat dieser Tage bei der Straßenbahn einen auswärtigen Fahrgast so zu Falle gebracht, daß derselbe bewußtlos liegen blieb. Nicht genug fann daher die Oeffentlichkeit vor einem derartigen Verlassen der Straßenbahn gewarnt werden. Möge dieser Unfall die Straßenbahn- Verwaltung veranlassen, die auf derartige Vorkommnisse bezugnehmenden Verbote noch mehr zu verschärfen. * Verhaftung. Am Dienstag erfolgte in Gre ßen auf Veranlassung der Frankfurter Sicherheitsbehörde die Festnahme eines Schuhmachers, welcher sich der Notzucht schuldig gemacht hatte. Aus Hessen und Nachbargebiet. * Allendorf( Lahn). Hier findet die 5. große Bundesausstellung des mitteldeutschen Kaninchen- und Geflügelzüchterverbandes vom 23.- 25. April statt. Unter den gestifteten Preisen und Ehrenpreisen befinden sich auch solche der Landwirtschaftskammer. * Bußbach. Der von der hiesigen Stadtverwaltung gestellte Antrag auf Aufhebung der höheren Mädchenschule zum 1. April 1911 gab der Ministerialabteilung für Schulangelegenheiten Anlaß, angesichts der start verminderten Schülerinnenzahl die Aufhebung einer Lehrerſtelle bereits zu diesem Ostertermine zu verfügen. Deshalb erfolgte die Versetzung der bisherigen Lehrerin Göckel nach Büdingen. * Hungen, 12. April. Ein fetter Prozeß, der schon jahrelang zwischen zwei Einwohnern geführt wird und bereits einige Tausend Mart gekostet hat, fand soeben sein Veralteten Husten auszurotten ist eine recht schwierige Sache. Jeder, der schon einmal Lange mit einem bösen Katarrh gekämpft hat, kann davon ein Lied singen. Mit Huftenbonbons und Pastillen ist da ebenso wenig etwas auszurichten, wie mit allerlei kleinen Hausmitteln. Einen gewöhnlichen Erkältungshusten mag man wohl mit derartigen harmlosen Mittelchen beeinflus sen können, aber die Beseitigung eines bereits chronisch gewordenen Hustens, der bei dazu Disponiertem gar oft den Anfang der Kungenschwindsucht bedeutet, erfordert weit ernstere Mittel, die den Feind sozusagen im Innern seines Lagers aufsuchen und ihn dann von innen heraus" vertreiben. Als eines der besten Mittel zur Beseitigung derartig chronisch gewordener Katarrhe mit ihren Fol gezuständen( alter Husten, Verschleimung, Asthma, Bronchialtatarrh, Lungenspibenratarrh 2c.) galt im ganzen Orient schon seit jeher der naturreine Harzsaft eines an den Küsten des Roten Meeres wachsenden Balsambaumes, der sogenannte Arabische oder Utu- Balsam. Troßdem diesem so ausgezeichnet wirkenden und dabei doch absolut unschädlichen Mittel von den älteren Aerzten wahre Wunderdinge nachgerühmt werden, ist dasselbe bisher nur wenig nach Europa gekommen und hier fast unbekannt geblieben. Schuld daran trug seine verhält nismäßig große Seltenheit und der dadurch hervorgerufene, Ende. Es handelte sich um die Ein- und Ausfahrt zu den betreffenden Hofreiten, die bisher auf einem Wege ausgeführt wurden. Nachdem im Laufe der Jahre 16 Termine stattgefunden hatten, wurde jetzt nach nochmaliger gericht- licher Inaugenscheinnahme der Sachlage ein Vergleich herbeigeführt, durch den beide Teile ihre früheren Ein- und Ausfahrtsrechte wieder erhalten. * Langsdorf, 11. April. Beim Hinausschieben eines mit Heu beladenen Wagens aus der Köhler'schen Hofreite in Langsdorf auf die nebenan befindliche Fuhr= wertswage zog sich der Abg. Köhler- Langsdorf eine Zer reißung von Muskelfasern an der rechten Wade zu, so daß er auf einige Wochen hinaus des Gehens unfähig sein wird. Es wird ihm infolge dieses Umstandes nicht möglich sein, vor Pfingsten an den Verhandlungen des Reichstages und Landtages teilzunehmen. * Ulrichstein. Hier nächtigten fürzlich zwei von Hersfeld kommende Handwerksburschen in der Bauhütte des Steinklopfmaschinenbesitzers Heinrich Müller 11 aus Ru dingshain. Nachdem sie die Vorhängeschlösser an zwei in der Hütte befindlichen Kisten gesprengt hatten, durchsuchten sie die Hütte nach Brauchbarem, fanden jedoch nur 1,20 Mart an Bargeld. Der Gendarm Kessel aus Ulrichstein verhaftete beide und führte sie dem Amtsgericht Nidda vor. * Mainz. Hier fand im Stadthaus der 25. hess. a. GeheiHandelskammertag statt, welchem u. mer Oberregierungsrat Wagner und Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Breidert beiwohnten. Syndikus Meesmann referierte über die Reichsversicherungsordnung, die er als unzweckmäßig scharf kritisierte. Nach eingehender De batte wurde den Ausführungen des Referenten zugestimmt| und ein entsprechender Antrag Stroh angenommen Synditus Stahl- Friedberg sprach über die Fernsprechgebühren. Leider habe sich die Regierung dem Vorschlag des Deut schen Handelstages nicht angeschlossen. Nachdem noch über eine Auskunftsstelle für den Außenhandel debattiert war, wurde zum Vorort der hessischen Handelskammern wieder einstimmig Mainz gewählt. * Darmstadt, 12. April. Der 36 Jahre alte Di rektor des Heppenheimer Tonwertes, Joseph Seitenlinder, hat sich der hiesigen Staatsanwaltschaft gestellt und be= schuldigte sich selbst, Unterschlagungen von Hypotheken und Wechselfälschungen in Höhe von 25 000 Mt. begangen zu haben. Die Summe dürfte jedoch bedeutend höher sein. Geschädigt sind in der Hauptsache Darmstädter und Mann heimer Banken. * Frankfurt a. M. Die Tagung der Privatbe amten in Hessen und Hessen- Nassau wurde hier im laufmännischen Vereinshause durch eine öffentliche Versamm lung unter dem Vorsitz von Karl Ludwig Schäfer- Frant furt a. M. eröffnet. Der Referent Karl Fischer- Offenbach a. M. erstattete Bericht über die neuerlichen Verhandlun= gen im Reichsamt des Innern, welche darin gipfelten, daß nunmehr im Herbst dem Reichstag eine Gesezesvorlage zugehen soll, die eine Sonderversicherung der Privatbeamten vorsicht. Hierauf fand eine Resolution, welche das baldige Erscheinen der Gesetzesvorlage mit Genugtuung begrüßt, einstimmige Annahme. * Wetzlar, 12. April. Die hiesige Polizei ist ge= genwärtig damit beschäftigt, die Täter eines Ueberfalles zu ermitteln, der auf dem Wege zwischen Westernohe und Rennerod auf einen Bahnbeamten aus Westfalen verübt worden ist. Der Bahnbeamte wollte seinen im Sterben liegenden Vater besuchen. Auf dem Wege dahin wurde er im Walde von hinten ins Genick geschlagen und schwer verletzt. Infolgedessen begaben sich Polizeikommissar Blady und Polizeisergeant Jakob mit Polizeihunden nach Rennerod. * Marburg, 12. April. Der Kurhessische Verein für Luftschiffahrt wird Ende dieses Monats mit seinen Ballonfahrten beginnen. Der Preis für die Fahrt beträgt bei drei Passagieren für jeden 100 Mark. Aus aller Welt. * Mannheim, 11. April. Die organisierte Arbeiterschaft hat gestern den Bierboycott beschlossen, weil der Bierausschlag weit über die Steuererhöhung hinausgehe. * Mülheim a. Rh. Der frühere Finanzminister Dr. Gnauth ist vom Aufsichtsrat der Felten u. Guilleaume- Lahmeyer- Werte A.-G. zum Generaldirektor wird seine Tätigkeit am 15. Mai beginnen und seinen der Gesellschaft ernannt worden. Der neue Generaldirektor Wohnsiz in Mülheim a. Rh. nehmen, wo zukünftig die Verwaltung des gesamten Unternehmens vereinigt sein wird. Mit der Verpflichtung Dr. Gnauths dürften die Lahmeyer Werke einen guten Griff getan haben. Dr. Gnauth bringt für den Posten nicht nur ein entschiedenes Talent als Verwaltungsbeamter mit, sondern auch ein reiches Wissen in technischen Fragen, da er ja aus der Technik hervorgegan Medizin. und techn. Drogen, Chemikalien, Materialwaren, Chemische Spezialitäten eigener Fabrikation. Otto Schaaf, Gießen, Gegründet 1883. Seltersweg 39. Fernspr. Nr. 45. Klein und Großhandel. Auskunft über chem. technische Fragen. Die Tuch- und Modewaren- Fabrik Otto Schwe tasch in Görlitz hat der Stadtauflage heutiger Num mer einen Prospekt über Bezug der neuesten Herrenstoffe beilegen lassen, der der allgemeinen Beachtung zu empfehlen ist. enorm hohe Preis. Die Schwierigkeiten, die lange Zeit hindurch der Gewinnung des Utu- Balsams in größerem Maßstabe im Wege standen, gelten indessen jetzt als beseitigt und heute kann die so eminent wichtige Droge schon zu einem Preise in den Handel gebracht werden, der ihre Anwendung auch Minderbemittelten ermöglicht. Zahlreiche Patienten, die Gelegenheit hatten, das hervorragende Mittel zu gebrauchen, sind des Lobes voll über seine, in vie len Fällen geradezu verblüffende Wirkung. Am auffälligsten zeigt sich dieselbe in denjenigen Fällen, neben dem quälenden Husten mehr oder weniger starter Auswurf vorhanden ist. Schon nach kurzer Zeit, während welcher der Útu- Balsam in diesen Fällen regelmäßig eingenommen wird, verflüssigt sich der Auswurf, um mit der Zeit ganz zu verschwinden. Gleichzeitig hört dann auch der Hustenreiz und damit der Husten selbst auf und das Allge= meinbefinden bessert sich infolge der günstigen Einwirkung des Balsams auf die Verdauung von Tag zu Tag. wo Wer auch noch so viel andere Mittel ohne Erfolg bisher bereits benutzt hat, der möge trotzdem in seinem eige nen Interesse wenigstens noch einmal einen Versuch mit dem Utu- Balsam machen und lasse sich zu diesem Zwecke eine durchaus kostenfreie und zu nichts verpflichtende Probe kommen. Wir fügen dieser Probe, die wir franko versenden, ebenfalls unentgeltlich, eine aus der Feder des praktischen Arztes Dr. Laszky stammende, hochinteressant geschriebene Bro schüre über den Ütu- Balsam fostenlos bei. In vielen, selbst verzweifelten Fällen kann diese Probe nebst der belehrengen ist. Er selbst wird als Vorstand eines umfangreichen technischen Betriebes sein Ministerportefeuille sicher nicht bedauern, weder in finanzieller Hinsicht, noch was die un bequemen Kritiken anlangt, die ein Minister nun einmal über sich ergehen lassen muß. von * Mülheim a. Rh., 11. April. Der bei dem Mülheimer Bahnunglück gleichfalls schwer verletzte Zugführer des Militärzuges, der gegenwärtig noch im Krankenhause liegt, erklärte, daß er, alsbald nachdem er zu sich gefommen sei, alle Kräfte zusammengenommen habe und der Stätte der Katastrophe einem Schnellzuge entgegenge laufen sei, der, von Opladen kommend, bereits von Mülheim aus sichtbar war. Es sei ihm gelungen, diesen Zug furz vor der Unfallstätte zum Halten zu bringen. Da die Gleise voll von Soldaten standen, die soeben den verunglückten Zug verlassen hatten, so wäre ein weiteres namenloses Unglück herbeigeführt worden, wenn nicht der Zugführer trotz seiner schweren Verletzungen dem Zuge entgegengeeilt wäre. Alsbald nach der erreichten Warnung des Zuges brach der Beamte ohnmächtig zusammen und wurde ins Krankenhaus gebracht. )( In Dresden siegte D. Peter am letzten Sonntag im Handikap auf Brennabor und die Brennabor- Tandempaare Peter Pawke, Kendelbacher Ganzevoort belegten im Tandemrennen die beiden ersten Plätze. )( Berliner Rennen. In Treptow gewann H. Przyrembel das 50 und 25 Kilometerrennen am Sonntag und in Zehlendorf sichert sich E. Waßmuß an demselben Tage sowohl den Eröffnungspreis, wie den Frühjahrspreis. Beide bestreiten ihre sämtlichen Rennen auf Brennabor. Ans dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 12. April 1910. Am Gießener Güterbahnhof hing der Taglöhner Karl Burkhardt 2. von Gießen von einem Wagen eine Laterne ab und versuchte sie zu verkaufen. Der vielfach be strafte Angeklagte wurde wegen Diebstahls zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. In einer Wirtschaft am Seltersweg zu Gießen wollte der Fensterputer Philipp Bruchmann von Ermentraud am ersten Weihnachtsfeiertag das Orchestrion spielen lassen. Da dies an jenem Tag nicht zulässig war, fing er mit dem Wirt und den Gästen Streit an, er warf Tisch und Stühle um, zerschlug Gläser, schlug eine Scheibe im Werte von 20 Mr. ein und zertrümmerte ein Gewehr im Werte von 40 Mt.; auch verließ er trotz mehrmaliger Aufforderung das Lokal nicht und schoß mehrfach auf die Straße mit einem Revolver und bedrohte Wirt und Gäste. Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung zu 4 Wochen Gefängnis. Der Angeklagte legte Berufung ein, indem er sich auf sinnlose Trunkenheit berief. Da dies nicht der Fall war, ersolgte Bestätigung des Urteils. Literarisches. 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Wohl aber schreiben ihnen ihre Sabungen die Pflege der Treue und Liebe zu Kaiser und Reich, der na tionalen Gesinnung und der Vaterlandsliebe vor und be stimmen auch, daß diejenigen Mitglieder, die gegen diese Verpflichtung verstoßen, aus den Kriegervereinen ausge= schlossen werden müssen. Treue und Liebe zu Kaiser und Reich, nationale Gesinnung und Vaterlandsliebe sind indes teine politischen Forderungen, sondern sind vielmehr die Voraussetzung und die Grundlage jeder ersprießlichen Politif. Niemand wird den Kriegervereinen nachweisen können, daß sie eine der Parteien, die sich auf dieser selbstverständlichen Grundlage jeder nußbringenden politischen Betätigung bewegen, irgendwie bevorzugt haben. Vielmehr hört hier, und zwar nicht nur sabungsmäßig, sondern auch streng in der Praxis durchgeführt, jedes Nachforschen nach der politischen Parteiangehörigkeit der einzelnen Mitglieder auf. Jeder Anhänger irgendeiner bürgerlichen nationalen Partei ist unterschiedslos den Kriegervereinen ein wertes und liebes Mitglied. Durch diesen Grundsatz der inneren Zusam mengehörigkeit aller sich in der Vaterlandsliebe und in der Treue zu Kaiser und Reich einigen Staatsbürger haben die Kriegervereine viel zur Gesundung unseres politischen Lebens beigetragen und einer Entfremdung der zur gemein samen Zusammenarbeit berufenen staatserhaltenden Parteien vorgebeugt, von der nur die Sozialdemokratie und andere zerstörende Kräfte unseres politischen Lebens Vorteil haben. Gegen diese zerstörenden Mächte in dem politischen Leben der Gegenwart, gegen die revolutionäre Sozialdemo kratie, die grundsätzlich republikanisch und umstürzlerisch ist und daher keine Liebe zu Kaiser und Reich empfinden kann, ferner gegen Polen, die daraufhin arbeiten, Teile des Deutschen Reiches loszulösen und einem neu zu gründenden polnischen Reiche anzugliedern, und schließlich gegen die Welfen, deren Absichten auf die Wiederherstellung des Königreichs Hannover und damit gegen die Unantastbarkeit eines deutschen Bundesstaates gerichtet sind, haben sich die Kriegervereine allerdings stets mit unverkennbarer Entschie= denheit gewandt. Dies geschah aber nicht aus irgendwelchen politischen Erwägungen heraus, sondern nur in der Verfolgung ihrer Vereinssatzungen, die ihnen die Pflege der Treue und Liebe zu Kaiser und Reich und der natio nalen Gesinnung und Vaterlandsliebe vorschreiben. Wird diese Stellung eine zustimmende oder ablehnende sein? Qui mange du Pape, en meurt. Wer sich mit dem Zentrum zu Tische setzt, kommt schwer von der Umarmung dieses liebenswürdigen Tischgenossens los. Das haben die Konservativen erfahren, von denen mancher bei der Wahlreform sicherlich lieber mit den Mittelparteien zusammenge gangen wäre, als mit dem Zentrum. Aber der neue Bun desgenosse wachte eifersüchtig darüber, daß der konservative Partner ihm die Treue nicht brach. Möge man daher im Plenum des Reichstages den voreiligen Entschluß der Wahlprüfungskommission, die sich über dessen Tragweite sicher nicht flar gewesen ist, sorgfältig nachprüfen. Man würde königstreue und vaterländische Gesinnung geradezu herab= würdigen, wollte man den freien Zusammenschluß freier Männer zu ihrer Pflege als eine amtliche oder halbamtliche Veranstaltung bezeichnen. Die Kriegervereine haben nichts anderes getan, als daß sie den Grundsatz, zu dem sich alle bürgerlichen politischen Parteien aus eigenem Antriebe bekennen und auf dem sich das politische Bekenntnis aller tönigstreu und national gesinnten Männer errichtet, zu dem ihrigen gemacht und sich zu seiner ausdrücklichen Pflege verpflichtet haben, um ihn als unverrückbares Gemeingut hinzustellen und dadurch nach den großen Worten des Fürsten Bismarck den nationalen Gedanken leuchten zu lassen vor Europa. Wird auch Herr von Bethmann Hollweg der klerikalen Verstrickung erliegen? Für das Zentrum steht viel auf dem Spiele, denn wenn die Wahlvorlage in der von ihm beliebten Form Gesetz wird, so wird die Zentrumspartei offenfundig in Preußen die Stellung einnehmen, die es im Reiche lange Jahre, nur unterbrochen durch die kurze Spanne vom Winter 1907 bis zum Frühjahr 1909 innegehabt hat: daß kein Gesetz zur Verabschiedung gelangt, dem nicht das Zentrum seinen Stempel aufgedrückt hat. Man kann sich daher darauf verlassen, daß die Zentrumspartei alle ihr zur Verfügung stehenden Einflüsse und deren Zahl ist groß aufgewandt hat, um die Regierung in dieser Frage gefügig zu machen. Und das eine ist ja jedenfalls sicher: mit dem Zentrum läßt sich bequemer regieren, als ohne oder gegen diese Partei. Auch wird es nicht an einflußreichen Männern auch außerhalb der Zentrumspartei gefehlt haben, die der Regierung die Ueberzeugung beizubrin gen suchten, daß, wenn erst das Gesetz verabschiedet sein würde, die Beschwichtigung der Erregung sicher wäre. Lehne hingegen die Regierung die Fassung der Abgeordnetenhausmehrheit ab und komme nicht zustande, so werde der Lärm von neuem losgehen und die Regierung erscheine in der traurigen Rolle des Besiegten. Will man den alten deutschen Kriegern dieses Recht, für Vaterland und Königtum einzutreten, verkümmern und Wahlen, bei denen sich Kriegervereine in diesem Sinne betätigt haben, für ungültig erklären, so entrechtet man die alten deutschen Krieger, von denen viele für König und Vaterland geblutet haben und die alle bereit sind, in einem etwaigen Kriege wieder mit ihrem Blut für diese großen nationalen Güter einzutreten, politisch, nimmt ihnen das Wahlrecht, macht sie zu Staatsbürgern zweiter Klasse und leistet den vaterlandsfeindlichen und staatszerstörenden Bestrebungen Vorschub. Die Betätigung von Königstreue und Vater= landsliebe unter ein Ausnahmegesetz zu stellen, wäre der bedenklichste Schritt, den man tun könnte. Nun, selbst wenn dem so wäre, so möge Herr von Bethmann Hollweg an das schöne Wort denken:„ Victrix can sa diis placuit, sed victa Catoni." Es sind vielleicht nicht die schlechsten Männer im Vaterlande, die eine solche „ Niederlage" der Regierung ihr höher anrechnen würden, als die Unterwerfung unter den Willen des Zentrums. Tatsächlich wäre in diesem Falle auch gar nicht die Regierung besiegt, sondern die Abgeordnetenhausmehrheit, in erster Reihe das Zentrum. Auch würde das Bürgertum viel weniger verstimmt sein, wenn nichts zustande kommt, als wenn der Wille der Abgeordnetenhausmehrheit Gesetz wird. Es ist deshalb ein Irrtum, anzunehmen, daß nach der Votierung eines solchen Gesetzes Ruhe eintreten würde und es wäre ein Beweis des staatsmännischen Weitblicks des Reichskanzlers, wenn er sich diesen Irrtum nicht suggerie ren ließe. tig und vielfach überlegen sind. Weiß das Publikum nicht, daß die Erzeuger dieser Fabritate alle Intellegenz und allen Fleiß aufwenden müssen, um ihre Fabriten zu beschäftigen, um in der Lage sein zu können, ihre Beamten und Arbeiter anständig zu entlohnen und um die immer größer werdenden Steueriasten und sozialen Einrichtungen ertragen zu können? ung findet, die deutsche Industrie im Inlande zu unter= Es ist Zeit, daß die Notwendigkeit Anerkenn stüßen, nachdem die Exportverhältnisse sich immer schwieriger gestalten. Wenn das deutsche Volf nur prüfen wollte, es würde bald erfahren, daß für den richtigen Preis auch die richtige Qualität geliefert wird und daß es teine Schande ist, in den Kaufläden deutsche Fabrikate, deutsche Marken zu verlangen. Die deutsche Industrie fürchtet keine französische, feine englische, keine amerikanische Ausstellung; aber sie muß Gelegenheit haben, ihre Erzeugnisse neben die der fremden Staaten zu stellen, damit das Publikum und die Sachverständigen den Unterschied der Fabrikate erkennen sollen. Das ist recht und billig und kaufmännisch." Noch sind drei Möglichkeiten vorhanden. Die günstigste wäre, wenn das Herrenhaus sich liberaler erwiese als die Zweite Kammer und unter Verständigung mit der Regierung dem Gesetze eine Fassung gäbe, in der es alsdann von einer konservativ- liberalen Mehrheit im Abgeordnetenhause angenommen werden würde. Unser Optimismus geht nicht so weit, an die Erfüllung dieser Möglichkeit zu glauben. Die zweite Möglichkeit ist, daß Herr von Bethmann Hollweg am Freitag erklärt, sich dem Willen des Abgeordne tenhauses zu beugen. Dann dürfte auch das Herrenhaus taum wesentliche Aenderungen vornehmen und dann dürste das Gesetz bald zur Verabschiedung gelangen. Wir brauchen nicht erst zu sagen, daß wir die Verwirklichung dieser Möglichkeit auf das lebhafteste bedauern würden. Die dritte Möglichkeit ist, daß Herr von Bethmann Hollweg am Freitag der Fassung des Abgeordnetenhauses ein rundes Nein entgegenseßt und daß dann am Widerstande des Herrenhauses oder des Abgeordnetenhauses oder beider Faktoren gegen den Willen der Regierung die Vorlage scheitert, also gar nichts zustande kommt. Kann die erste Möglichkeit sich nicht erfüllen- und wie gesagt, glauben wir selbst kaum daran, so wäre uns die Verwirklichung dieser dritten Möglichkeit noch die erwünschteste Lösung. Ob wir sie erhoffen dürfen? Schutz der nationalen Arbeit. Herr von Bethmann- Hollweg am Scheidewege. Ministers:" Die deutsche Industrie soll sich auf den In ( Nachdruck verboten.) Man schreibt uns aus Berlin vom Mittwoch: Solange das Abgeordnetenhaus über die Wahlrechts vorlage beriet, hat Herr von Bethmann Hollweg als Preußischer Ministerpräsident über die Stellungnahme der Regierung zu der von der Kommission der Vorlage gegebenen Fassung nur zwei Erklärungen abgegeben, von denen die erste einen völlig neutralen Charakter trug, während die zweite die Wahrscheinlichkeit der Zustimmung andeutete, allerdings auch noch immer die Möglichkeit einer Ablehnung offenließ. Am Freitag, bei der Besprechung der Vorlage im Herrenhause dürfte der Ministerpräsident sich veranlaßt sehen, zu dem Votum der Mehrheit des Abgeordnetenhauses bestimmt Stellung zu nehmen. 13) Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) Inzwischen hatte draußen eine lebhafte Begrüßung stattgefunden. Das Lachen und Plaudern drang bis herein in das stille Zimmer. Maja schien in sehr übermütiger Stimmung zu sein und das mußte ansteckend auf die Freundin wirken. Lachen und Scherze flogen hin und her. Arm in Arm traten die beiden Mädchen endlich ins Zimmer und Hugo wunderte sich im Stillen über das veränderte Aussehen seiner Braut. Wie reizend ihr das heitere Lachen stand! Er vermochte kaum den Blick abzuwenden von dem lieblichen Mädchenpaar; denn auch Maja bot mit ihren Grübchenwangen und den strahlenden Augen einen herzerfreuenden Anblick. ,, D," rief sie überrascht, Du hast mir ja gar nichts von der Anwesenheit deines Bräutigams gesagt! Ich habe Sie nun wohl in einer recht interessanten Unterhaltung gestört?" wandte sie sich mit schelmischem Lachen an Hugo, ihm die Hand reichend. Sie müssen schon entschuldigen, Herr von Trostberg, daß ich so plößlich hier herein ge= schneit bin! Wenn ich hätte ahnen können-- ,, Ach bitte, mein gnädiges Fräulein," unterbrach Hugo die Rede Majas, eigentlich müßte ich Ihnen dankbar sein; denn Sie haben in unglaublich kurzer Zeit fertig gebracht, was mir troß aller Mühe nicht gelingen wollte, nämlich Sylvia heiter zu stimmen. Sie ist ja jetzt völlig verwandelt!" Nidda zum Schre ** Ueber Ter Georg Heinri an der Gemeinde amisafpiranten H fielle an der Gen * Profe wird in weiter Samstag angeli dem früheren P universität, D. Halle a. d. 6. Diesem Frrium e * Veran fteuern für März d. Js. ift jahr 1910 insge Pig. veranlagt w auf die Vermäger auf die Einkomm amtern des Land Bermögenssteuer: Mainz 1 455 74 Mart; die Einlo Finanzämtern D 1 1996 653 Gießen 9170 Mart 15 Pig. * Erspa len bekanntlich d Die Reichswertzuwachssteuer. In der vergangenen Woche fand in Berlin eine zu= sammenkunft der bundesstaatlichen Finanzminister statt, welche sich mit dem Rechnungswesen befaßte. Vormähmlich wurde um die Grundsäße beraten, die bei der Bemessung der Matrikularbeiträge für das laufende Finanzjahr zu be obachten seien. Diese Zusammenkunft hat denn auch die Befürchtungen bestätigt, welche überall angesichts der Verhandlungen aufstiegen. Der Bundesrat hat nämlich am Montag dem Gesetzentwurf zu einer Wertzuwachssteuer die Zustimmung erteilt, der nun mit möglichster Beschleunigung dem Reichstage zugehen soll, da die Regierung wünscht, daß der Entwurf spätestens mit 1. Juli Gesetz werde. Der Entwurf sieht nur eine Besteuerung des Wertzuwachses von Immobilien vor. Die neue Steuer werde nach der Schäßung des Entwurfs einen Reinertrag von 30 Millionen abwerfen. Die Wertzuwachssteuer soll beim Verkauf der Grundstücke von den Kommunen erhoben werden, die 6 Prozent der Steuer an das Reich abführen. Für gewisse Fälle ist Steuerfreiheit vorgesehen, so z. B. wenn Immobiliarbesitz auf Deszendenten behufs Fortführ ung des Gewerbes übergeht. Die Steuersätze sind nach der Besitzeit abgestuft. Dem Hansabund wird aus Mitgliederkreisen ge= schrieben:„ Anschließend an die Aeußerung eines preußischen landmarkt werfen", ist es an der Zeit, dem deutschen kauf fähigen Publikum vor Augen zu führen, wie ungeheuer schädigend die Vorliebe des Deutschen für alles Ausländische auf unsere Industrie wirkt. Wir haben eine Reihe von Industriezweigen, welche unter dieser beschämenden Tatsache leiden, vorwiegend ist es aber die Bekleidungsindustrie. Der Anzug soll aus englischem Stoff sein der Schuh womöglich amerikanisch, der Handschuh englisch, der Hut italienisch, englisch oder österreichisch, der Damenhut, das Korsett aus Paris 2c. Gibt es fein Mittel, den deutschen Michel zur Erkenntnis zu bringen, daß es geradezu Pflicht ist, die nationale Arbeit zu unterstützen? Wir haben deutsche Tuche, deutsche Handschuhe, deutsche Hüte, deutsche Schuhe, welche den ausländischen Marken ebenbürEs klang doch eine leise Bitterkeit aus seinen Worten, und Sylvia schien den Vorwurf auch zu fühlen; denn sie verteidigte sich lachend: Maja weiß auch immer so drollige Sachen zu erzählen, das reißt mich stets mit fort." So- und darf man die lustige Geschichte nicht auch erfahren? Ich könnte ein wenig Aufbeiterung ganz gut gebrauchen." Maja wechselte einen raschen Blick mit der Freundin, dann lachte sie übermütig: Ich weiß zwar nicht, ob es Sie interessiert, aber erzählen will ich es gerne, tenn es ist wirklich komisch: Als wir nämlich voriges Jahr mit unserer Pensionsvorsteherin den gewöhnlichen Sommerausfängnis für juger Provinzial- Arrefth Lenftrafanstalt Bu Mainz aufhebt. 1 Verwalter, 1 S während der Gefo Die Aufhebung falls eine wesen zumal die gerin stalten untergeb tönnten bei der ung finden. -ph Nacht brachte Notiz vor ftellten der Gewer daß der Hauptgri Bigleiten" bei G suchen ist. Uebri benböcken für auszuwandern". allgemein Reifen begeben" Wir geben diese lichkeit wieder. Was die Grundzüge des Regierungsentwurses anbelangt, so werden die gleichen Ziele verfolgt wie bei den jetzt in Geltung befindlichen kommunalen Zuwachssteuergeseßen. Versteuert soll der unverdiente Gewinn werden, der Gewinn also, der nicht aus der Arbeit eines einzelnen, sondern aus Einrichtungen der Kommunen und des Staates erzielt wird. Aus diesem Grunde sollen auch beide Fattoren am Gewinn teilnehmen. Ein gewisser Prozentsatz der Wertsteigerung soll indes von der Besteuerung freibleiben. Während im allgemeinen das Recht der Steuererhebung den Kommunen vorbehalten bleibt, sind für das platte Land Sonderbestimmungen vorgesehen und hier als Erhebungsstellen die Kreise gedacht, die schon heute nach dem Kommunalabgabengeset berechtigt sind, die Wertzuwachssteuer als Kreiškommunalabgabe einzuführen. Parlamentarisches aus Hessen. Wo ** Zum Gesebentwurf über die Gemeindeumlagen haben die hessischen Hausbesißervereine an die zweite Kammer eine Eingabe gerichtet, in deren Einleitung über die hohe Belastung der Hausbesizer mit Steuern geklagt wird. Dann heißt es weiter:„ Und trotzdem soll bei der nunmehrigen Reform immer noch keine Rfchicht auf die Verschuldung genommen werden! findet man denn heute noch Häuser ohne Hypothekenschulden? In den Städten kaum noch. Wir geben zu, daß die Grundsteuer ihres Effettes zum großen Teil verlustig ginge, wenn man den hier und da gewünschten vollen Schuldenabzug, der manchmal bis zu 80 und mehr Prozent des Wertes ginge, gestatten würde. Wir glauben jedoch, daß es wohl möglich und durchführbar ist, bei der Grundsteuerveranlagung die Hälfte der Schulden, jedoch höchstens bis zu 35 Prozent des veranlagten Objektwertes abzugsfähig zu erklären. Die Eingabe stimmt ferner dem Antrag der Handwerkskammer zu, die Steuer für Warenhäuser und Filialgeschäfte nicht fakultativ, sondern obligatorisch zu machen. flug machten, da neckten uns die andern immerfort mit einem gewissen Herrn, der zu bestimmten Stunden täglich an der Schule vorüberging. Da wir, Sylvia und ich, unsere Pläße am Fenster hatten, so konnte es uns natürlich nicht entgehen, und die anderen behaupteten mit aller Bestimmtheit, daß er seine schmachtenden Blicke gerade immer nach unserem Fenster richtet. Das tonn also nur einer von uns gelten, nur wußte man nicht, welcher. Die übermütige Mädchenschar hörte nicht auf, von dem Herrn, dessen Namen keine kannte, zu erzählen. Sie wußten bereits, daß er ,, himmelblaue" Augen und blonde Locken besaß. Auf dem besagten Ausflug trieben es unsere Mitschülerinnen am buntesten. Als uns endlich die Sache zu apg wurde, da sonderten wir uns von den übrigen und blieben weit hinter diesen zurück. Plößlich trat ein funger Mann aus dem Wade hervor unser Unbekannter. Er hielt sich zuerst in angemessener Entfernung, dann aber schritt er höflich grüßend auf uns zu und fragte nach dem Wege. Wir waren jedoch selbst nicht bekannt in der Gegend und konnten teine Auskunft geben; allein der Fremde blieb dicht an unserer Seite. Wir zitterten heimlich, daß eine unserer Mitschülerinnen das kleine, an sich harmlose Abenteuer entdecken könnte. Wir hätten ja keine ruhige Stunde mehr gehabt. Wir verlangsamten also unsere Schritte, um die andern recht weit vorauszulassen. Nach und nach vergaßen wir unsere Besorgnis, denn der Unbekannte wußte so viel zu erzählen, daß wir aus dem Lachen nicht mehr herauskamen und die Zeit wie im Flug verstrich. Doch dabei achtete niemand auf den Weg, und zu unserem Schrecken mußten wir bald entdecken, daß wir uns gründlich verlaufen hatten. Dem jungen Manne bereitete das anscheinend großen Spaß, er wußte uns zu trösten und versicherte, er werde uns unversehrt nach Hause bringen. Daß es wegen der Verspätung tüchtige Schelte geben würde, wußten wir im Voraus, d enn unsere Vorsteherin verstand keinen Spaß. Na, furz and gut, wir kamen glücklich in der Pension an. Als die Stadt vor uns auftauchte, da fragte der Fremde: ,, Ich möchte nun doch gar zu gern wissen, mit wem ich die Ehre hatte und wem ich die angenehm verlebten Stunden verdanke, die ich nie vergessen werde!" Dabei schaute er immer na Sylvia an, mich würe Lokales. Gießen, 14. April 1910. ** Der Großherzog hat dem Postsekretär G. Wenzel in Alsfeld das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Ernannt wurde am 6. April Otto Becker in digte er kaum eines Blickes mehr. Das war mir zu viel. Er hätte sich doch eigentlich zuerst vorstellen sollen. Ich gab Sylvia heimlich einen Wink, zu schweigen, Inigte und gab vor Lachen halb erstickt, Auskunft:„ Ich heiße Liese Hasenfraß und hier meine Freundin, Fräulein Annemarie Bierbalg!" Er berneigte sich, als hätte er das Ernsta hafteste vernommen. ,, Mein Name ist 3ipfel- Martin Sipfel", versicherte er, ohne eine Miene zu verziehen. Wir wußten ja, er sprach ebenfalls die unwahrheit, aber was tats? Er blieb von da an der Herr Zipfel." Maja machte hell auflachend eine kleine Pause, und Hugo, der sehr ernst zugehört hatte, fragte: ,, Und haben Sie den Herrn noch öfters gesehen?" Allerdings," gab Maja zu, aber immer nur von Fenster aus, denn wir waren ja bewacht wie die Ges fangenen." Aber damit ist Ihre Geschichte doch nicht zu Ende forschte Hugo sichtlich erregt. ,, Nein, und das ist es eigentlich, weshalb wir so lachen mußten," erzählte Maja weiter. Als ich heute mit meinen Ponys die Straße dahinfuhr, denken Sie, wen ich da treffe? Unsern Herrn Zipfel. Er hat mich auch sofort wieder erkannt und rief mir lustig zu: ,, Ah guten Tag, Fräulein Hafenfraß, wie gehts Ihrer Freundin, dem Fräulein Bierbalg? Sehr gut, Herr Zipfel," gab ich lachend zurück ,,, ich fahre eben zu ihr." ,, Bitte, bestellen Sie meine untertänigsten Grüße!" rief er wieder. Als mein alter guter Friß hörte, welchen Namen Herr Zipfel mir beilegte, glaubte er natürlich an eine Beleidigung, sprang so schnell er konnte vom Wagen herab und pflanzte sich dicht vor dem erstaunten Herrn auf. Wie sagten Sie, daß das Fräulein heißt?" schrie er ihn erbost an.„ Na, wie anders als Fräulein Hasenfrak!" gab jener mit einer Grimasse zurück. Ich bitte mir mehr Respekt aus!" schrie Friß wütend. Ich dulde es nicht, daß man mein Fräu lein beleidigt! Das ist Fräulein Reinan, die Tochter des berühmten Fabrikanten Reinau, daß Sie es nur wissen! Merken Sie sich das! Und die Freundin ist Fräulein von Schmettwiß auf Neuntinden!" Sprachs und fletterte be friedigt wieder auf seinen Sib. Das hätten Sie sehen sollen. Erzähle läßt sich das gar nicht so. Es war zu komisch." Forts. folgt.) h= Ruder gesellschaft hat 3 rufsmäßigen eng angestellt. E fchaft gewesen, lehrer auszuerfe Posten ausersehe des Dresdner R wird sich der no rer Frage befasser * Vom A Angelrecht in der * Woche Dienstag stellte Schweinefleisch Kalbfleisch auf Ferner erzielten Die Enten für d 1,30 Mr. und d Unfal Abspringen von hat dieser Tag Fahrgast jo zu gen blieb. Ni einem derartige den. Möge di anlassen, die a Verbote noch n * Verh Ben auf Veran die Festnahme zucht schuldig ge Aus * Alle Bundesausstell flügelzüchtervert geftifteten Prei der Landwirtsc * Bubb ung gestellte A schule zum 1. Schulangelegenh ten Schülerinn reits zu diesem die Versehung gen. * Hung jahrelang zwis reits einige T Deralt ift eine recht lange mit einem ein Lied finger ebenso wenig e Hausmitteln. man wohl mit fen fönnen, ab gewordenen Hu den Anfang der ernitere Mittel, Lagers auffud treiben. Als eines chronisch g gezuständen Asthma, B tatarrh 2c.) naturreine Har wachsenden Ba Utu- Balsam. und dabei doch Aerzten wahre felbe bisher nu faft unbefannt g nismäßig große Publitum ni ellegenz und all zu beschäftige mten und Arbe mer größer ton mgen ertragen Digleit Anertem Lande zu unter immer ichi ut prüfen woll tigen Preis au nd daß es leine Fabritate, deut trie fürchtet tei fche Ausstellung rzeugniffe nebe it das Publit der Fabritate a Staufmännija euer. Berlin eine 3 ftat naminister Bie. Bormähm ei der Bemessur Finanzjahr zu b denn auch di ngesichts der Ver hat nämlich am izuwache| rue vi er Beschleunigung rung wünjat, ba werde. ng des Wert ie neue Ste einen Reinert wachssteuer fa ommunen erhobe Reich abführe esehen, so 3. behufs Fortfü rjake sind n entwurfes ambe gt wie bei den Zuwachsteuerge winn werden, ber es einzelnen, jon und des Staates auch beide Fa r Prozentsatz de ung freibleiben Steuererhebun das platte La als Erhebungs nach dem Kom Bertzuwachsteuer jeffen. ie Gemeinde Berbereine ichtet, in deren Hausbesizer mit eiter: Und fro mmer noch feine werden! We Hypothekenschul geben zu, daj Teil verluftig wünschten vollen und mehr Pro Wir glauben je rbar ist, bei der Schulden, jedoch gten Objektwertes immt ferner dem teuer für Waren sondern obliga 4. April 1910. Postfekretär Klaffe des Ver rliehen. al Otto Beder in Swar mir zu orstellen jollen chweigen, Inigte ft: Ich heiße Fräulein Anne e er das Ernst ipfel- Martin verziehen. Wir rheit, aber was eine Pause, un ters gefehen te: immer nur be ht wie die Ges icht zu Ende halb wir so 3 ich heute mit n Sie, wen id I mich auch so guten : ,, Ah Freundin, dem Bipfel," gab id Bitte, bestellen er wieder. A nen Herr Sipfel ine Beleidigung crab und pflanzte Wie sagten Sie 6 jener mit eine erboft an efpett aus!" frie man mein Frau , die Tochter del e es nur toiffer ift Fräulein v und fletterte! hätten Sie jeb dt fo. Es h Fort. folgt) Ridda zum Schreibgehilfen bei dem Amtsgericht Nidda. ** Uebertragen wurde am 8. April dem LehTer Georg Heinrich Seibert zu Eichenrod eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hain- Gründau und dem Schuiamtsaspiranten Heinrich Dern aus Rodenberg eine Lehrerfelle an der Gemeindeschule zu Nieder- Ohmen. * Professor Drews. Wie man uns mitteilt, wird in weiteren Streisen der in Darmstadt für nächsten Samstag angefündigte Redner Professor Arthur Drews mit dem früheren Professor der Theologie an unserer Landes universität, D. Paul. Drews, jetzt an der Universität in Halle a. d. S., verwechselt. Wir werden ersucht, diesem Irrtum entgegenzutreten. * Veranlagung der direkten Staatsteuern für 1910. Nach dem Finanzgesetz vom 24. März d. Js. ist an direkten Staatssteuern für das Etatsjahr 1910 insgesamt der Betrag von 17 552 615 m. 30 Big. veranlagt worden, der sich mit 4 368 816 Mt. 30 Pfg. auf die Vermögenssteuer und mit 13 183 798 Mr. 95 Pig. auf die Einkommensteuer verteilt. Von den 37 Finanz= ämtern des Landes haben die höchsten Veranlagungen zur Vermögenssteuer: Darmstadt 1 mit 553 968 Mt. 75 Pfg., Mainz 1 455 742 Mt. 55 Pfg. und Offenbach 1 283 100 Mart; die Eintbommensteuerveranlagung beträgt u. a. in den Finanzämtern Darmstadt 1 1 932 031 Mt. 63 Pfg., Mainz 1 1 996 653 wt., Offenbach 1 1 501 300 mt. 85 Pfg., Gießen 917 081 m. 70 Pfg. und Worms 1 937 573 Mart 15 Pfg. * Ersparnisse im Gefängniswesen sollen bekanntlich dadurch erzielt werden, daß man das Gefängnis für jugendliche männliche Gefangene, das mit dem Provinzial- Arresthaus Darmstadt vereinigt ist, in die Zellenstrafanstalt Butzbach verlegt und die Weiberstrafanstalt Mainz aufhebt. An der leßteren Anstalt wirken nämlich 1 Verwalter, Defonom, 3 Aufseher und 6 Aufseherinnen, während der Gefangenenstand zwischen 30 und 40 schwankt. Die Aufhebung der Weiberstrafanstalt Mainz würde jedenfalls eine wesentliche Ersparnis für den Staat bedeuten, jumal die geringe Zahl von Gefangenen in anderen An#alten untergebracht werden könnte. Auch die Beamten lönnten bei der Besetzung von anderen Stellen Verwendung finden. -ph- Nachtrag. Unsere in der letzten Nummer gebrachte Notiz von der plötzlichen Entlassung zweier Angestellten der Gewerbebant fönnen wir heute dahin ergänzen, daß der Hauptgrund zu der Maßregelung in„ Unregelmätigkeiten" bei Erledigung von Kassenangelegenheiten zu fuchen ist. Uebrigens hat es der eine von den beiden Sündenböcken für gut befunden, gleich nach der Katastrophe , auszuwandern". Der andere soll, wie in der Stadt allgemein behauptet wird, sich ebenfalls„ auf Meisen begeben" haben und zwar mit Damenbegleitung. Wir geben diese Behauptung aber hier ohne jede Verbind lichkeit wieder. -h= Rudergesellschaft. Die Gießener Rudergesellschaft hat zur Ausbildung ihrer Mannschaften den berufsmäßigen englischen Ruderlehrer J. Arlett aus Henley angestellt. Es war vorher der Wunsch der Rudergesell schaft gewesen, für diese Stellung einen deutschen Ruder= Lehrer auszuersehen, leider hat der schon fast für diesen Bosten ausersehene Ruderlehrer Götz ein späteres Angebot des Dresdner Rudervereins angenommen. Wie wir hören, wird sich der nächste deutsche Rudertag mit der Ruderlehter Frage befassen. * Vom Angeln. Der hiesige Angel- Klub hat das Angelrecht in dem Launsbacher Wasser der Lahn erworben. * Wochenmarkt. Auf dem Wochenmark am Dienstag stellte sich je ein Pfund Butter auf 1.20 Mart, Schweinefleisch auf 85-90 Pfg., Rindfleisch auf 70 Pfg., Malbfleisch auf 80 Pfg. und Hammelfleisch auf 70-80 Pfg. Ferner erzielten die Gänse für das Pfund 60-70 Pfg., die Enten für das Stück 2 Mr., die Hühner für das Stück 1,30 Mr. und die Tauben für das Paar 0.80-1.00 Mr. -h Unfall. Das schon so oft gefährlich gewordene Abspringen von einem in der Fahrt befindlichen Wagen wat dieser Tage bei der Straßenbahn einen auswärtigen Fahrgast so zu Falle gebracht, daß derselbe bewußtlos liemen blieb. Nicht genug fann daher die Oeffentlichkeit vor einem derartigen Verlassen der Straßenbahn gewarnt werden. Möge dieser Unfall die Straßenbahn- Verwaltung veranlassen, die auf derartige Vorkommnisse bezugnehmenden Verbote noch mehr zu verschärfen. * Verhaftung. Am Dienstag erfolgte in GreBen auf Veranlassung der Frontfurter Sicherheitsbehörde die Festnahme eines Schuhmachers, welcher sich der Notzucht schuldig gemacht hatte. Aus Hessen und Nachbargebiet. * Allendorf( Lahn). Hier findet die 5. große Bundesausstellung des mitteldeutschen Kaninchen- und Geflügelzüchterverbandes vom 23.- 25. April statt. Unter den gestifteten Preisen und Ehrenpreisen befinden sich auch solche der Landwirtschaftskammer. * Butzbach. Der von der hiesigen Stadtverwaltimg gestellte Antrag auf Aufhebung der höheren Mädchenschule zum 1. April 1911 gab der Ministerialabteilung für Schulangelegenheiten Anlaß, angesichts der stark verminderten Schülerinnenzahl die Aufhebung einer Lehrerſtelle bereits zu diesem Ostertermine zu verfügen. Deshalb erfolgte die Versetzung der bisherigen Lehrerin Göckel nach Büdingen. * Hungen, 12. April. Ein fetter Prozeß, der schon jahrelang zwischen zwei Einwohnern geführt wird und bereits einige Tausend Mart gekostet hat, fand soeben sein Veralteten Husten auszurotten ist eine recht schwierige Sache. Jeder, der schon einmal lange mit einem bösen Katarrh gefämpft hat, kann davon ein Lied singen. Mit Hustenbonbons und Pastillen ist da ebenso wenig etwas auszurichten, wie mit allerlei kleinen Hausmitteln. Einen gewöhnlichen Erkältungshusten mag man wohl mit derartigen harmlosen Mittelchen beeinflus sen können, aber die Beseitigung eines bereits chronisch gewordenen Hustens, der bei dazu Disponiertem gar oft den Anfang der Kungenschwindsucht bedeutet, erfordert weit arnstere Mittel, die den Feind sozusagen im Innern seines Bagers aussuchen und ihn dann von innen heraus" ver#reiben. Als eines der besten Mittel zur Beseitigung derartig ahronisch gewordener Katarrhe mit ihren Folgezuständen( alter Husten, Verschleimung, Asthma, Bronchialtatarrh, LungenspißenMatarrh 2c.) galt im ganzen Orient schon seit jeher der maturreine Harzsaft eines an den Küsten des Roten Meeres wachsenden Balsambaumes, der sogenannte Arabische oder Mtu- Balsam. Troßdem diesem so ausgezeichnet wirkenden und dabei doch absolut unschädlichen Mittel von den älteren Aerzten wahre Wunderdinge nachgerühmt werden, ist das selbe bisher nur wenig nach Europa gekommen und hier ast unbekannt geblieben. Schuld daran trug seine verhältmismäßig große Seltenheit und der dadurch hervorgerufene, Ende. Es handelte sich um die Ein- und Ausfahrt zu den betreffenden Hofreiten, die bisher auf einem Wege ausgeführt wurden. Nachdem im Laufe der Jahre 16 Termine stattgefunden hatten, wurde jest nach nochmaliger gericht- licher Inaugenscheinnahme der Sachlage ein Vergleich herbeigeführt, durch den beide Teile ihre früheren Ein- und Ausfahrtsrechte wieder erhalten. * Langsdorf, 11. April. Beim Hinausschieben eines mit Heu beladenen Wagens aus der Köhler'schen Hofreite in Langsdorf auf die nebenan befindliche Fuhr= wertswage zog sich der Abg. Köhler- Langsdorf eine Zerreißung von Muskelfasern an der rechten Wade zu, so daß er auf einige Wochen hinaus des Gehens unfähig sein wird. Es wird ihm infolge dieses Umstandes nicht möglich sein, vor Pfingsten an den Verhandlungen des Reichstages und Landtages teilzunehmen. * Ulrichstein. Hier nächtigten fürzlich zwei von Hersfeld tommende Handwerksburschen in der Bauhütte des Steinklopfmaschinenbesitzers Heinrich Müller 11 aus Ru dingshain. Nachdem sie die Vorhängeschlösser an zwei in der Hütte befindlichen Kisten gesprengt hatten, durchsuchten sie die Hütte nach Brauchbarem, fanden jedoch nur 1,20 Mart an Bargeld. Der Gendarm Kessel aus Ulrichstein verhaftete beide und führte sie dem Amtsgericht Nidda vor. * Mainz. Hier fand im Stadthaus der 25. hess. Handelskammertag statt, welchem u. a. Gehei-| mer Oberregierungsrat Wagner und Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Breidert beiwohnten. Synditus Mees mann referierte über die Reichsversicherungsordnung, die er als unzweckmäßig scharf kritisierte. Nach eingehender De batte wurde den Ausführungen des Referenten zugestimmt und ein entsprechender Antrag Stroh angenommen Synditus Stahl- Friedberg sprach über die Fernsprechgebühren. Leider habe sich die Regierung dem Vorschlag des Deutschen Handelstages nicht angeschlossen. Nachdem noch über eine Auskunftsstelle für den Außenhandel debattiert war, wurde zum Vorort der hessischen Handelskammern wieder einstimmig Mainz gewählt. * Darmstadt, 12. April. Der 36 Jahre alte Di rektor des Heppenheimer Toniverkes, Joseph Seitenlinder, hat sich der hiesigen Staatsanwaltschaft gestellt und be= schuldigte sich selbst, Unterschlagungen von Hypotheken und Wechselfälschungen in Höhe von 25 000 Mt. begangen zu haben. Die Summe dürfte jedoch bedeutend höher sein. Geschädigt sind in der Hauptsache Darmstädter und Mannheimer Banken. * Frankfurt a. M. Die Tagung der Privatbe amten in Hessen und Hessen- Nassau wurde hier im laufmännischen Vereinshause durch eine öffentliche Versamm lung unter dem Vorsitz von Karl Ludwig Schäfer- Frank furt a. M. eröffnet. Der Referent Karl Fischer- Offenbach a. M. erstattete Bericht über die neuerlichen Verhandlun gen im Reichsamt des Innern, welche darin gipfelten, daß nunmehr im Herbst dem Reichstag eine Gefeßesvorlage zu gehen soll, die eine Sonderversicherung der Privatbeamten vorsicht. Hierauf fand eine Resolution, welche das baldige einstimmige Annahme. Erscheinen der Gesetzesvorlage mit Genugtuung begrüßt, * Weylar, 12. April. Die hiesige Polizei ist gegenwärtig damit beschäftigt, die Täter eines Ueberfalles zu ermitteln, der auf dem Wege zwischen Westernohe und Rennerod auf einen Bahnbeamten aus Westfalen verübt worden ist. Der Bahnbeamte wollte seinen im Sterben liegenden Vater besuchen. Auf dem Wege dahin wurde er im Walde von hinten ins Genick geschlagen und schwer verletzt. Infolgedessen begaben sich Polizeikommissar Blady und Polizeisergeant Jakob mit Polizeihunden nach Rennerod. * Marburg, 12. April. Der Kurhessische Verein für Luftschiffahrt wird Ende dieses Monals mit seinen Ballonfahrten beginnen. Der Preis für die Fahrt beträgt bei drei Passagieren für jeden 100 Mart. Aus aller Welt. * Mannheim, 11. April. Die organisierte Arbeiterschaft hat gestern den Bierboykott beschlossen, weil der Bierausschlag weit über die Steuererhöhung hinausgehe. * Mülheim a. Rh. Der frühere Finanzminister Dr. Gnauth ist vom Aufsichtsrat der Felten u. Guilleaume- Lahmeyer- Werke A.-G. zum Generaldirektor der Gesellschaft ernannt worden. Der neue Generaldirektor wird seine Tätigkeit am 15. Mai beginnen und seinen Wohnsitz in Mülheim a. Rh. nehmen, wo zukünftig die Verwaltung des gesamten Unternehmens vereinigt sein wird. Mit der Verpflichtung Dr. Gnauths dürften die Lahmeyer Werke einen guten Griff getan haben. Dr. Gnauth bringt für den Posten nicht nur ein entschiedenes Talent als Verwaltungsbeamter mit, sondern auch ein reiches Wissen in technischen Fragen, da er ja aus der Technik hervorgegan= Medizin. und techn. Drogen, Chemikalien, Materialwaren, Chemische Spezialitäten eigener Fabrikation. Otto Schaaf, Gießen, Gegründet 1883. Seltersweg 39. Fernspr. Nr. 45. Klein- und Großhandel. Auskunft über chem. technische Fragen. Die Tuch- und Modewaren- Fabrik Otto Schwe tasch in Görlik hat der Stadtauflage heutiger Nummer einen Prospekt über Bezug der neuesten Herrenstoffe beilegen lassen, der der allgemeinen Beachtung zu empfeh= len ist. gen ist. Er selbst wird als Vorstand eines umfangreichen technischen Betriebes sein Ministerportefeuille sicher nicht bedauern, weder in finanzieller Hinsicht, noch was die un bequemen Kritiken anlangt, die ein Minister nun einmal über sich ergehen lassen muß. * Mülheim a. Rh., 11. April. Der bei dem Mülheimer Bahnunglück gleichfalls schwer verletzte Zugführer des Militärzuges, der gegenwärtig noch im Krankenhause liegt, erklärte, daß er, alsbald nachdem er zu sich getomvon men sei, alle Kräfte zusammengenommen habe und der Stätte der Katastrophe einem Schnellzuge entgegenge laufen sei, der, von Opladen kommend, bereits von Mülheim aus sichtbar war. Es sei ihm gelungen, diesen Zug furz vor der Unfallstätte zum Halten zu bringen. Da die Gleise voll von Soldaten standen, die soeben den verunglückten Zug verlassen hatten, so wäre ein weiteres namenloses Unglück herbeigeführt worden, wenn nicht der Zugführer trotz seiner schweren Verletzungen dem Zuge entgegengeeilt wäre. Alsbald nach der erreichten Warnung des Zuges brach der Beamte ohnmächtig zusammen und wurde ins Krankenhaus gebracht. )( In Dresden siegte O. Peter am letzten Sonntag im Handikap auf Brennabor und die Brennabor- Tandempaare Peter Pawke, Kendelbacher Ganzevoort belegten im Tandemrennen die beiden ersten Plätze. )( Berliner Rennen. In Treptow gewann H. Przyrembel das 50 und 25 Kilometerrennen am Sonntag und in Zehlendorf sichert sich E. Waßmuß an demselben Tage sowohl den Eröffnungspreis, wie den Frühjahrspreis. Beide bestreiten ihre sämtlichen Rennen auf Brennabor. Ans dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 12. April 1910. Am Gießener Güterbahnhof hing der Taglöhner Karl Burkhardt 2. von Gießen von einem Wagen eine Laterne ab und versuchte sie zu verkaufen. Der vielfach bestrafte Angeklagte wurde wegen Diebstahls zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. In einer Wirtschaft am Seltersweg zu Gießen wollte der Fensterputzer Philipp Bruchmann von Ermentraud am ersten Weihnachtsfeiertag das Orchestrion spielen lassen. Da dies an jenem Tag nicht zulässig war, fing er mit dem Wirt und den Gästen Streit an, er warf Tisch und Stühle um, zerschlug Gläser, schlug eine Scheibe im Werte von 20 Mt. ein und zertrümmerte ein Gewehr im Werte von 40 Mt.; auch verließ er trotz mehrmaliger Aufforder= ung das Lokal nicht und schoß mehrfach auf die Straße mit einem Revolver und bedrohte Wirt und Gäste. Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung zu 4 Wochen Gefängnis. Der Angeklagte legte Berufung ein, indem er sich auf sinnlose Trunkenheit berief. Da dies nicht der Fall war, er= solgte Bestätigung des Urteils. Literarisches. Glücklicherweise ist für Abwechselung gesorgt, wie uns ein Blick in die neueste prachtvolle Nummer des tonangebenden Weltmodenblattes Große Modenwelt" mit bunter Fächervignette, Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 57, zeigt, die einen Ueberblick über das ganze Gebiet der gegenwärtig herrschenden Mode gewährt und zugleich die äußerst billige Selbstanfertigung jedes Kostüms selbst der Unerfahrensten auf einfache Weise lehrt. Abonnements auf Große Modenwelt" mit bunter Fächervignette ( man achte genau auf den Titel!) zu 1 Mart vierteljährlich nehmen sämtliche Buchhandlungen und Postanstalten entgegen. Gratis- Probenummern durch erstere und den Verlag. 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Gleichzeitig hört dann auch der Huſtenreiz und damit der Huſten ſelbſt auf und das Allge meinbefinden bessert sich infolge der günstigen Einwirtung des Balsams auf die Verdauung von Tag zu Tag. Man schreibe entweder eine Postkarte oder schneide den angehängten Bestellzettel aus, den man in einen offenen, mit 3 Pfg. frantierten Briefumschlag steckt. Den Herren Arzten stellen wir zu Versuchszwecken ein größeres Quantum des Balsams tostenfrei zur Verfügung. Morgenländische Drogen- Import- Gesellschaft Jaffa( Palästina) und Berlin W. 15. ( Korrespondenzen aus Deutschland erbitten wir ledtglich an die Berliner Adresse.) Wer auch noch so viel andere Mittel ohne Erfolg bisher bereits benutzt hat, der möge trotzdem in seinem eigenen Interesse wenigstens noch einmal einen Versuch mit dem Utu- Balsam machen und lasse sich zu diesem Zwecke eine durchaus kostenfreie nuo zu nichts verpflichtende Probe kommen. Wir fügen dieser Probe, die wir franto versenden, ebenfalls unentgeltlich, eine aus der Feder des praktischen Arztes Dr. Laszky stammende, hochinteressant geschriebene Bro schüre über den Utu- Balsam fostenlos bei. In vielen, selbst verzweifelten Fällen kann diese Probe nebst der belehrenSenden Sie mir eine Probe Utn- Balsam nebst der Broschüre des Dr. med. Laszky kostenlos u.portofrei zu. Name: Beruf oder Stand: Ort: Nähere Adresse 2 1b THAK furchtbar schlecht. su Pfingsten habe einen Anzug machen Jassen Es hat mir leid getan, dass ich mir der 60 M kostet, ich hätte denselben Anzug bei Ihnen für 30.6- gekriegt, ebenfalls ist der Sitz liches Zeug, bei Ihnen bestellen. Ca. 7 Familien haben Ihre Muster bei mir gesehen Adresse aufgeschrieben. Nielsen, bei Wilh. Bauck. Borne, Hannover Werde hoffentlich, samtand Ihre Ich bin mit den gekauften Sommerstoffen ganz hervorragend durch sie bedient worden usw. Dresden, Striesenerstr. 45. G. A. Honig. Bin mit dem vorigen Stoff, den ich bei Ihnen und hoffe auch dieses Mal wieder gut bedient zu werden. Hugo Müller. Ich will hoffen, dass ich mit dieser Bendure benso befriedigt hin Weimar. GE gren gleichen Post ab usw. auch Ihre Sendung ist zu meiner vollsten Zufriedenheit ausgefallen. Ihre Muster hatte ich bei einiBekannten zirkulieren lassen, welche Bestellungen machen wollen, gehen aber mit der Niederwalluf. Franz Weber, Werkmeister. Da ich mit Ihrer Stofflieferung vom sehr zufrieden bin, ersuche ich Sie, mir Proben grünem Tuch zu Litewken für Steuerbeamte von arsenden Usw Herbst Ihre Familie steht Ihnen näher als fremde Leute. Was Sie bei Einkäufen zuviel bezahlen müssen, entgeht Ihnen und Ihrer Familie! Ich beweise Ihnen, dass Threr Kleidung hne sich irgendwie einzuschränken, mit Leichtigkeit soviel einsparen können, um jedes Jahr Berigen w Es hat mir leid getan, dass ich mir su Pfingsten habe einen Anzug machen lassen, der 60 M kostet, ich hätte denselben Anzug bei Ihnen für 30 M. gekriegt, ebenfalls ist der Sitz furchtbar schlecht. Werde hoffentlich sämtliches Zeug, bei Ihnen bestellen. Ca. 7 Familien haben Ihre Muster bei mir gesehen und Ihre Adresse aufgeschrieben. Nielsen, bei Wilh. Bauck. Borne, Hannover. ..... Erwähnen möchte ich noch, dass ich mit den von Ihnen seit Jahren bezogenen Waren sehr zufrieden bin und tatsächlich jetzt an jedem Anzuge 10 M verdiene. Habe Ihnen kürzlich auch wieder einen neuen Kunden( M. Noa) aus Erfurt zugewiesen. Fr. Boese. Erfurt, Schlüterstr. 8. Dank für die schnelle Lieferung des Stoffes aus. spreche Ihnen gleichzeitig meinen besten Mein Schneider äusserst sich sehr beifällig über den Stoff, was mich natürlich bei dem billigen Preise desselben sehr freut, da ich doch auf diese Weise einen hübschen Anzug habe, der mich bedeutend weniger Geld kostet, als meine übrigen. Indem ich Ihnen die Versicherung gebe, Ihre Firma bei Gelegenheit bestens zu empfehlen usw. Berlin. Oskar Stiffel. Gern bestätige ich Ihnen, dass ich mit den- nun schon seit Jahren von Ihnen bezogenen Stoffen in jeder Beziehung zufrieden gewesen bin. Das in Ihrer Offerte gemachte Versprechen haben Sie nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Die prompte Bedienung, die Güte und Haltbarkeit Ihrer Ware, verursachen, dass Sie in mir einen stetigen Abnehmer haben werden, zumal ich nun jeden Anzug 20-25 M billiger erhalte, als das früher der Fall gewesen ist. Ich werde jede Gelegenheit ergreifen, Ihre Firma meinen Bekannten zu empfehlen. Sontra. K. Müller. Lehrer. ...... dass ich mit den von Ihnen gelieferten Anzugstoffen in jeder Weise zufrieden bin. Der Anzug stellte sich um ca. 30 M. billiger, als wenn ich denselben aus einem Herrengarderoben- Geschäft einer Grossstadt bezogen hätte. Brake i. O. V. Petersen. bestätige ich hierdurch gern, dass ich mit den Stoffen, welche ich schon seit 2 Jahren von Ihnen beziehe, ausserordentlich zufrieden bin. Auch mit den Anzügen, welche mein Mann bei Ihnen arbeiten liess, ist er sehr zufrieden, sowohl mit tadellosem Sitz, als auch mit dem Preise, indem sich jeder Anzug ungefähr 12 bis 15 M. billiger stellt, als wo anders. Wildpark- Potsdam. Frau Regierungs- Bausekretär Weidner. Die mir gütigst zugesandten Muster haben auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht und kann ich Ihre Ware nur jedermann empfehlen. Meinen Bedarf habe ich immer von auswärts bezogen und konstatiere, dass Ihre Stoffe von keiner Konkurrenz, was Preis und Qualität betrifft, übertroffen werden kann. Bedaure, Ihre werte Firma nicht schon länger gekannt zu haben. Greiz. Max Risch, Schaumeister. ..... Was mich anbetrifft, war nach Empfang der Muster mein Entschluss sofort gefasst. Dem Musterstoff nach erkenne ich voll und ganz an, dass der Preis ein günstiger ist. Den Vergleich habe ich festgestellt mit meinem letzten Anzuge, welchen ich mir durch einen Schneider von hier anfertigen liess. Bei demselben bezahlte ich für den Meter 13 M6, während derselbe Stoff in Ihrer Musterkollektion mit 9.50 M berechnet ist usw. Cassel. Fr. Krankenhagen, Kaufmann. ..... War mit der Lieferung im Frühjahr sehr zufrieden und habe 15.16 an einem Anzug gespart. Werde Sie in Bekanntenkreisen empfehlen. Homburg- Hochheide, Flurstr. 35. Th. Reintjes. Habe mit Freude Ihre reichhaltigen Muster empfangen und spreche Ihnen dafür meinen besten Dank aus. Leider ist es mir aber unmöglich, bei Ihnen diesmal etwas zu bestellen; denn ein Reisender liess mir vor einigen Tagen keine Ruhe, bis ich bei ihm einen Anzug bestellte. Jetzt ärgert mich dies aber sehr; denn Sie haben bei Ihrer Musterauswahl herrliche Stoffe, die ausserdem noch sehr billig sind, und ich muss Ihnen wahrhaftig recht geben, wenn Sie schreiben, dass man bei Ihnen viel, ja sogar sehr viel sparen Notiz genommen und so werde ich in Zukunft kann. Von Ihren Mustern habe ich mir einige zu nicht versäumen, bei Ihnen meine Bestellungen zu machen, auch werde ich es nicht versäumen, Ihre werte Adresse zu verbreiten usw. Hettenleidelheim. M. V. Herrmann. Beweis für die Reellität meiner Lieferungen überhaupt. Ich bin mit der Qualität und Preislage sehr zufrieden und werde Ihnen ein treuer Kunde bleiben. Ich werde Sie meinem Bekanntenkreise stets warm empfehlen usw. Charlottenburg. Ich bin mit den gekauften Sommerstoffen ganz hervorragend durch sie bedient worden usw. Dresden, Striesenerstr. 45. G. A. Honig. Bin mit dem vorigen Stoff, den ich bei Ihnen kaufte, sehr zufrieden und hoffe auch dieses Mal wieder gut bedient zu werden. Weimar. Hugo Müller. Ich will hoffen, dass ich mit dieser Sendung ebenso befriedigt bin, wie mit den vor ca. drei Jahren bezogenen Stoffen. Roloven, Hannover. Ihre Sendung ist zu meiner vollsten Zufriedenheit ausgefallen. Ihre Muster hatte ich bei einigen Bekannten zirkulieren lassen, welche auch Bestellungen machen wollen, gehen aber mit der gleichen Post ab usw. Niederwalluf. Franz Weber, Werkmeister. Da ich mit Ihrer Stofflieferung vom Herbst sehr zufrieden bin, ersuche ich Sie, mir Proben von grünem Tuch zu Litewken für Steuerbeamte zur Ansicht zu übersenden usw. C. Bangemann. Kamitz, Kr. Neisse. Niestroj. Zollaufseher. Auf Ihre Zuschrift teile ich Ihnen mit, dass Mit dem mir gesandten Coupon bin ich sehr ich schon seit vier Jahren meinen Bedarf an zufrieden, wollen Sie die Muster postwendend an Anzugs resp. Ueberzieherstoffen für mich und meinen Schwager, Herrn W. Pesch, Bäckermeister, meine Söhne ausschliesslich bei Ihnen decke. Ich Neuss a. Rh., Kanalstrasse, senden usw. Neuss. habe keinen Grund, bei einer anderen Firma zu W. Busek. .... Ihre an mich gesandte Ware ist zu meiner kaufen, da ich mit Ihrer Ware stets zufriedengestellt worden bin. Ich hätte auch wiederum vollsten Zufriedenheit ausgefallen, so dass ich ohne Ihre Zuschrift bei Ihnen bestellt, schicken eine weitere Bestellung zu machen gedenke. Sie mir umgehend usw. Freienwalde August Wilde. Da ich mit Ihrer letzten Sendung sehr zufrieden bin, so möchte ich Sie bitten usw. Bensheim. Stettin, Pölitzerstr. 76. P. Foth. Mit dem von Ihnen letzthin bezogenen Stoff bin ich sehr zufrieden und kann Sie jederzeit mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Potsdam, Alte Luisenstr. 44. W. Fürstenau. Techniker. Ich hatte im Frühjahr 1907 Stoff zu einem Anzug und Stoff zu einer Weste erhalten und war sehr zufrieden damit usw. Burghessler b. Bad Kösen. Peter Dusold. Wenn der Stoff diesmal wieder so gut ausfällt, können Sie dauernd auf mich rechnen. Stettin, Kronprinzenstr. 27. Richard Callies. Gelangte soeben in den Besitz des bestellten Lodenstoffes und bin mit demselben sehr zufrieden. Ich bestelle Ihnen daher hiermit weiterhin zur baldigen Lieferung unter Nachnahme usw. Druffel b. Neuenkirchen. Joh. Haimann. Sendung erhalten. Sie ist zu meiner vollsten Zufriedenheit ausgefallen. Heiligenberg, Baden. Fr. Franck jun. Ich bestätige den Empfang Ihrer gefl. Drucksache und kann Ihnen nur mitteilen, dass ich mit Ihrer Lieferung durchaus zufrieden war und, sobald ich Bedarf habe, was wohl vor nächstem Frühjahr nicht der Fall sein dürfte, ich selbstverständlich nur bei Ihnen bestelle. Charlottenburg, Schlüterstr. 25. Fritz Frank. Kann Ihnen mitteilen, dass ich den Stoff erhalten habe und mit demselben vollständig zufrieden bin. Werde Sie in Bekanntenkreisen bestens empfehlen. Hamburg. Friedrich Grasmai. Soeben habe ich den bei Ihnen bestellten Stoff zum Winterüberzieher empfangen und bin mit der Sendung sehr zufrieden. Bei späterem Bedarf werde ich mich wieder an Sie wenden. Königsberg. II. Reiner. Teile Ihnen ergebenst mit, dass ich meinen Winterbedarf schon bei Ihnen bestellt und auch usw. erhalten habe, auch sehr zufrieden damit bin, Zum Frühjahr werde ich weitere Bestellungen machen. Sonnewalde, Niederlausitz. W. Woltemade. Mit gleicher Post sende ich Ihnen die Muster zurück und muss zugeben, dass ich selten so schöne Muster gesehen habe usw. Unterrath. Jakob Kassen. Unterzeichneter bittet hiermit um Zusendung Ihrer neuen Muster in Winteranzugstoffen, da ich mit letzter Sendung sehr zufrieden gewesen bin. Lichtenberg b. Berlin, Berlin. Franz Hembd. Deinar. Aug. Friessinger, Bäcker. Bitte senden Sie mir Ihre neue Musterkollektion. Ich hoffe, bei Ihnen wieder bestellen zu können, da ich mit Ihrer Ware sehr zufrieden Neustadt. Philipp Luthardt. Stoffe, welche ich 1908 mir schicken liess nach Wörde, fielen zu meiner Zufriedenheit aus. war usw. Münster, Pferdegasse 16. J. Buczkowski. Da ich voriges Jahr einen Anzug von Ihnen gehabt habe und mit diesem sehr zufrieden war, so möchte ich Sie höflichst bitten usw. Münchweiler. Franz Kuntz. Zum Schlusse muss ich Ihnen noch mitteilen, dass ich mit den Anzugstoffen, welche ich dieses Frühjahr von Ihnen bezogen habe, sehr zufrieden bin. Kaarst, Kr. Neusse. Hermann Kreutzer. Teile mit, dass ich zufrieden bin mit der Zusendung des Stoffes meines bestellten Anzuges etc. usw. Bremen. Pasikowski& Nolte, Baugeschäft. Den Anzugstoff habe ich heute gegen Nachnahme erhalten und bin mit demselben zufrieden usw. Godesberg, Annabergerstr. 84. W. Henseler. Ich bestelle auf wiederholtes Verlangen Ihrer Musterkollektion, weil ich schon mehrere Stoffarten von Ihnen bezogen habe, die zu meiner Znfriedenheit jedesmal gut ausgefallen sind, wieder zu meinem Bedarf den schwarzen Anzugstoff Nr. 6688 usw. Witten, Annenstr. 22. W. Meyer, Bahnwärter. Ich habe die Stoffe erhalten, ich bin sehr zufrieden damit. Sobald ich wieder etwas gebrauche, werde ich mich an Sie wenden. Heiligenhaus b. Düsseldorf. Th. Weiland. Gestern empfing ich den bestellten Stoff und teile Ihnen höflichst mit, dass ich mit der Lieferung sehr zufrieden bin. Der Stoff fällt im Stück noch viel schöner aus, als die Probe war. Bei fernerem Bedarf werde ich mich Ihrer gern erinnern usw. Wüstegiersdorf. Willy Vuchten. Bin mit Ihrer Sendung sehr zufrieden, die Stoffe wurden auch von meinem Schneider sehr gelobt. Ich werde Sie in meinem Freundschaftskreise sehr empfehlen, auch werde ich meinen späteren Bedarf von Ihnen beziehen. Blankenhagen, Gelbensande, Mecklenburg. Brüdigam. Teile Ihnen mit, dass wir die Stoffe zu den beiden Anzügen erhalten haben. Derselbe ist genau wie das Muster, bloss viel schöner im Stück, was uns sehr freut. Wir sind sehr zufrieden damit und werden nicht verfehlen, Ihre werte Firma in Bekannten- und Freundeskreisen zu empfehlen. Für die prompte und sehr gute Sendung unseren besten Dank. Frau A. Keller. ist im Stück noch bedeutend besser ausgefallen, als im Muster und hat sich auch bei Prüfung von fachkundigen Autoritäten als gut erwiesen. Lauderbach. Johann Keil. .... Da ich mit dem mir zuletzt gelieferten auf Sie zurück. Winsen- Aller. Kronprinzenstr. 12. Für meinen vorigen Auftrag kann ich Ihnen meinen grössten Dank aussprechen. Falls ich wieder was gebrauche, habe ich verschiedenes vornotiert. ... bitte ich Sie, mir doch umgehend bemusterte Offerte von Herbst- und Winterstoffen zu machen, da ich wieder einen Anzug benötige. Bin nämlich mit Ihren Stoffen höchst zufrieden. Zoppot, Bismarckstr. 29. Wilhelm Mayer. Teile Ihnen höflichst mit, dass ich mit meinem von Ihnen gelieferten Anzugstoffe sehr zufrieden bin. Ich habe Sie in meinem Bekanntenkreise Freunde je einen Anzug beiliegend bestellen usw. sehr empfohlen, weshalb ausser mir noch drei Anzugsstoff sehr zufrieden war, komme ich gern Niederbrechenb. Frankfurt a. M. Heinrich Steul. Im Besitze Ihres Schreibens nebst Geschäftsempfehlung kann ich Ihnen mitteilen, dass Ihre erste von mir bestellte Sendung befriedigend ausgefallen ist. Ich nehme für sicher an, meinen weiteren Bedarf von Ihnen zu beziehen. Weisskirchen, Taunus. J. Kleebach, Schreiner. .. Mit den seither gelieferten war ich sehr zufrieden und hoffe, dass ich es mit den neu bestellten ebenfalls sein werde. Frankfurt a. M. Melchior Föller. Hiermit setze ich Sie in Kenntnis, dass der Stoff gut angekommen ist und zu meiner Zufriedenheit ausgefallen ist. München. A. Voraus. Waisenau b. Mainz. Hans Dittmann. Teile Ihnen hierdurch mit, dass ich mit dem Anzug sehr zufrieden bin und werde ich bei Bedarf mich stets bei Ihnen melden meinen Bekannten empfehlen. Wabbang- Putbus. - auch bei Rinck, Gutspächter. Der von Ihnen zu einem Anzug gelieferte Stoff fiel zu meiner grossen Befriedigung aus, und werde meinen späteren Bedarf stets aus Ihrem reellen Geschäft beziehen. Zweibrücken. Fuchs, Feldwebel. Schneidermeister, welche tadellose Arbeit liefern und die von mir gekauften Stoffe den Kunden gut und billig anfertigen, können sich noch bei mir melden.-- Für viele Kollegen ist dies bereits ein einträgliches, angenehmes Geschäft, mit guter Kundschaft, die von selbst kommt. Alfred Folchert. Auf Ihr Geehrtes vom.. teile ich Ihnen mit, dass ich mit dem gelieferten Stoffe vollständig zufrieden bin und in ganz kurzer Zeit wieder bei Ihnen meinen Winterbedarf bestellen werde, jedoch auch bei Ihnen anfertigen lasse. Des Beehre mich, Ihnen mitzuteilen, dass ich Ihre weiteren werde ich Sie bei meinen Bekannten Sendung vom 10. ds. zu vollster Zufriedenheit bestens empfehlen. erhielt. Bremen. Bruno Schupp, Obermonteur. Vilsbiburg. Carl Schöx. Viele ähnliche Zuschriften sind in meinem Besitze und fortwährend gehen neue ein. Hier konnte wegen Raummangels nur ein ganz geringer Bruchteil derselben abgedruckt werden, sie dürften aber beweisen, dass alles, was in meiner Offerte über den billigen Preis, die Dauerhaftigkeit und Schönheit meiner Stoffe gesagt ist, Wort für Wort auf Wahrheit beruht. Ihre Familie steht Ihnen näher als fremde Leute. Was Sie bei Einkäufen zuviel bezahlen müssen, entgeht Ihnen und Ihrer Familie! Ich beweise Ihnen, dass Sie an Ihrer Kleidung, ohne sich irgendwie einzuschränken, mit Leichtigkeit soviel einsparen können, um jedes Jahr eine vergnügte Erholungsreise mit Ihrer Familie oder Fein elegantes Kleid für Ihre Frau oder Feine Lebensversicherung von mehreren tausend Mark davon bezahlen zu können. Ich beweise es Ihnen mit unwiderlegbaren Ziffern und Tatsachen! Ein Massanzug mittlerer Grösse, zu welchem der Schneider den Stoff gibt, kostet etwa 40.- bis 100.- Mark. Der Stoff zu demselben Anzuge kostet bei mir Dazu Arbeitslohn für einen guten Schneider und Zutaten durchschnittlich Der ganze Anzug kostet mithin Gespart mithin 20.50 bis 39. Mark. 4.50 bis 33.- M. 15. bis 28.9. . 19.50 bis 61.- M. Wohlgemerkt: Das ersparen Sie an einem einzigen Anzuge! Brauchen Sie jährlich zwei, so verdoppelt sich die Summe, kaufen Sie auch Kinderanzüge, so erhöht sie sich noch erheblich. Man wird Ihnen vielleicht einreden wollen, diese Rechnung stimme nicht. Ich behaupte nichts, was ich nicht beweisen kann! aus. Hier der Beweis: 1. Sie suchen sich aus meiner mehr als 270 Dessins umfassenden Musterkollektion, die ich Ihnen ohne einen Pfennig Kosten für Sie und ohne dass Sie sich zu einer Bestellung verpflichten, portofrei übersende, einen Stoff Sie haben die Muster im Hause und können sie so sorgfältig prüfen und soviele andere mitprüfen lassen, wie Sie wollen. Sie können sich von einem Schneider Stoffproben holen lassen und sie in Preis und Qualität mit meinen genau vergleichen. Je genauer Sie vergleichen, desto sicherer werden Sie bei mir bestellen. Ueber die Qualität und Haltbarkeit meiner Stoffe siehe auch die Zuschriften von Kunden in nebenstehender Spalte A. Solche Briefe kann ich in grossen Mengen vorlegen. 2. Ich weise an vielen Orten Schneidermeister nach, die für den in meiner Rechnung angegebenen Macherlohn die Anfertigung übernehmen, auf Wunsch übernehme ich sie auch selbst unter Garantie tadellosen Sitzes und gebe Anleitung zum Massnehmen. Ueber den Sitz der von mir gelieferten fertigen Massanzüge siehe die Anerkennungen in Spalte B. 3. Dass die von mir behaupteten Ersparnisse wirklich erzielt werden und dass ich überhaupt meine Kunden streng reell bediene, beweisen die in Spalte C und D abgedruckten Zuschriften. Selbst wenn Sie schon bestellt und die Stoffe empfangen haben und etwa meinen sollten, Sie hätten sie vielleicht doch am Platze ebenso gut und ebenso billig bekommen, sind Sie nicht an den Kauf gebunden, denn ich tausche Ihnen dann entweder die Stoffe nach Wunsch um oder zahle ohne Widerrede das Geld zurück. Gegen die Reellität meines Angebots und gegen die Richtigkeit meiner Angaben lässt sich folglich absolut nichts einwenden, sie bestehen die schärfste Prüfung. Die Erklärung dafür, warum ich so gut und billig liefern kann, finden Sie umstehend. Leuchtet sie Ihnen ein, so trennen Sie bitte die untenstehende Postkarte ab und verlangen Sie die kostenfreie Zusendung meiner reichhaltigen Musterkollektion. Sie sind deshalb durchaus noch nicht verpflichtet, etwas zu kaufen, aber Sie werden kaufen, denn Sie werden sich vollends überzeugen, dass ich Ihnen tatsächlich Vorteile biete, die Ihnen bisher entgangen sind. Sie sollen bestimmt mit meiner Bedienung ebenso zufrieden sein, wie meine vielen Tausende alter Kunden, das verspreche ich Ihnen. Lesen Sie nebenstehende Seiten besonders genau, damit Sie nicht nur sehen, was ich über meine Ware sage, sondern auch was Tausende von Kunden sagen. Sie werden sich dann überzeugen, dass ich nicht mehr verspreche, als ich halte. Me ein täglicher Versand nach allen Gegenden geht jetzt in die Tausende und ich verdanke mindestens die Hälfte meines Umsatzes der Weiterempfehlung durch zufriedene Kunden. Sie tun sich selbst den grössten Gefallen, wenn Sie einen Versuch machen, und Sie tun mir einen, wenn Sie das Ergebnis dieses Versuches Ihren Bekannten mitteilen..... Otto Schwetasch Tuch- u. Modewaren- Fabrik Görlitz. Drucksache. Herrn Otto Schwetasch Tuch- und Modewaren- Fabrik 3 GÖRLITZ. Stertgen Heuglein herab. Weil ich es mir nicht so furchtbar schwer gedacht I ( Fortlegung folgt.) Nachdruck verboten! G. Franz'sche Hof- Buchdr., München. Bezugs vorauszahlbar, t Donnerstags u 1,50 Mt. frei „ Humoristische liegen wödjent Seltersweg 83 nicht verlang Nr. 57. Die MaurerMittwo ung der Straße Walltor follen Bergebung v öffentlich vergeben gen während der Angebote auf Vor ftens bis zum bo Zuschlagsfrist entsprechender Auf Gießen, G 4 Der Ungeheuer gr der mäheren und geftrömt waren, entgegenzubringen ches Herz schnell dazu wohl auch den nun schon zu um welchen uns Pünktlich um ber wartenden M 4 Kaiserlichen Ar in der bereits mi furterstraße, Sü nach den neuen der sich in dem Bleffen, Generall Lynder, General adjutant Graf b Reischach und de Fabrik in Görlitz. 1 Otto Schwelarch Tush Versand Versand& Lagerhäuser. 3.3vergenGeorg and Пенел & Warum kann ich so billig liefern, dass Sie an Ihrer Kleidung bis zu 50% Ersparnis machen können? D as will ich Ihnen kurz erklären. Es ist ja ohne weiteres selbstverständlich, dass eine Tuchfabrik das Tuch bill. ger liefern kann als ein Schneider. Ich fabriziere den grösseren Teil meiner Ware selbst und verkaufe sie gegen Kasse direkt an die Verbraucher, statt durch dritte oder vierte Hand. Da ich keine ungesunden Kreditgeschäfte mache, so habe ich keine Verluste durch faule Kunden und kann auch schon dadurch billiger liefern. Was ich kaufe, bezahle ich bar und brauche deshalb nicht das zu nehmen, was der Verkäufer gern los sein will, sondern kann mir das aussuchen, was für meine Fabrikation und meinen Versand das Beste und Preiswerteste ist. Das ergibt eine weitere Verbilligung. Da ich selbst gelernter Fachmann bin, so verstehe ich mich auf den Einkauf und auf die Fabrikation und vermeide manche Verluste, die andere dabei haben. Auch das trägt zur Verbilligung bei. Ich fabriziere rationell, habe eigene grosse Fabrik mit Weberei, Spinnerei, Zwirnerei und Färberei mit Appretur, arbeite mit den neuesten und vorteilhaftesten Maschinen und Apparaten und produziere deshalb billiger als nach veralteten Verfahren. Alle diese Vorteile kommen meiner Kundschaft zugute. Sie kommen allerdings auch mir zugute, denn dadurch, dass ich so überraschend gut und billig liefern kann, vermehrt sich mein Umsatz infolge Weiterempfehlung von Jahr zu Jahr. Ich begann mit 300 Kunden und habe jetzt 104 000, ich hatte anfangs einen Umsatz von 6500 M. und jetzt von 1 000 000 M. Das sind Zahlen, die viel deutlicher reden als Worte, denn der beste Beweis für gute Bedienung ist und bleibt doch immer wieder die Zufriedenheit der Kundschaft. Und weil ich weiss, dass davon mein ganzes Geschäft abhängt, halte ich an dem Prinzipe der absolut billigsten Bedienung bei streng reeller Ware unbedingt fest, jedes Abweichen von diesen Grundsätzen, die mein Geschäft gross gemacht haben, würde ich für einen schweren Fehler halten. Ich halte daran fest, nur anerkannt gutes Material zu verarbeiten, benutze zu manchen Qualitäten nachweislich besseres, als sonst allgemein üblich ist und bin jederzeit bereit, den Beweis auch dafür zu erbringen. Leuchtet Ihnen das alles ein? Ich denke doch, die Vorteile für Sie liegen klar auf der Hand, also benutzen Sie diese Vorteile! Verlangen Sie sofort durch beigefügte Postkarte meine wirklich prachtvollen und gediegenen Muster! Das kostet Sie keinen Pfennig ausser dem Porto für die Postkarte, Sie sparen aber jährlich eine Menge sauer verdientes Geld! Sie brauchen nichts zu bestellen, wenn Sie nach Prüfung der Muster glauben, dass ich zuviel versprochen hätte. Prüfen Sie alles recht genau und bestellen Sie da, wo Sie die beste und preiswerteste Ware finden. Wenn Sie das tun, so werden Sie sicher mein Kunde und bleiben es für immer, das weiss ich aus langjähriger Erfahrung. Ich fabriziere und liefere: neueste Modefarben, pracht- Cheviots Zwirne besonders preiswert, dauerhafteste Qua Buckskins Kammgarne volle feine Dessins, englische 2.50, 3.-, 5.95 p. Der grösste Erfolg ist Qualität 80, enorm gekaufter Anzugstoff, dunkle solide Dessins, sofort ansprechend, nur M. 5.20 p. Meter. Meine Musterkollektion umfasst über 270 hochelegante Dessins. Tausende von Anerkennungsschreiben bürgen für die Güte meiner Stoffe. Nichtgefallende STOFFE werden umgetauscht oder das Geld ohne Einwendung wieder zurückgesandt. Ware weit übertreffend und bedeutend billiger, nur M. 3.20, 4.50, 5.75, 6.20, auch mit seidenen passenden Westen. Sie zahlen hierfür nur einen minimalen Betrag, keine Fantasiepreise, wie vielfach bei diesem Artikel üblich. Bestellkarte. Was sind 3 Pfg. Ausgabe an Porto für diese Karte gegen 20-40 M. Ersparnis an einem einzigen Anzug! Senden Sie mir sofort franko, ohne Kaufverpflichtung, eine Musterkollektion der neuesten Herrenstoffe. Um recht deutliche Schrift wird gebeten. Name: Wohnort: Strasse: Poststation: ACDCOCACOCRCRCRCRCO Paletotstoffe. Hierin bringe ich reichhaltige Auswahl eleganter Dessins in engl. und solidem Geschmack M. 4.75, 5.90, 8.50. Anzugstoffe. Wer etwas Extrafeines in Qualität kaufen will, dem empfehle Kammgarn- Genre 1200 prachtvolle feingarnige Dessins, ganz neu, per Meter nur M. 7.50. Neu! Qualität 1910. Weiche, mollige, dabei unverwüstliche hochfeine Cheviotstoffe, von extra feiner Wolle, kosten nur die Hälfte wie gleichartige englische Ware. Lassen Sie sich Muster senden, Sie kaufen dann bestimmt diese Ware. Prima Salon- Kammgarne.. von M. 7.80 an Echte schwarze und blaue Kammgarne Speziell feste Hosenstoffe Karierte Lodenstoffe Prachtvolle Woll- Cheviots Gezwirnte gute Anzugstoffe 130 om breite Damenstoffe 4.80 - 4.50 - 2.20 1.90 - 1.50 1.20 Jetzt lasse ich meine Kunden reden! A Sie empfehlen meine Ware besser, als ich es vermag. Den Ueberzieher erhalten und kann Ihnen danBeweis für die Dauerhaftigkeit kend mitteilen, dass ich sehr zufrieden bin. Werde gemachten Anzug erhalten habe und aussermeiner Stoffe. Den Anzug, dessen Stoff Sie mir vor drei Jahren geliefert haben, trage ich heute noch. Ich bin damit sehr zufrieden. Eichstätt. Winkelmann, K. Obersekretär. Bezog voriges Jahr Stoff zum Anzug von Ihnen nach Guben. Selbiger gefällt mir sehr gut, trägt sich tadellos und ist trotz der Billigkeit sehr haltbar. Senden Sie mir bitte daher usw. Dresden. Georg Goletz. Ich habe vor 16( sechzehn!) Jahren als Geselle von Grasleben in Braunschweig, von der Firma Otto Schwetasch in Görlitz Stoff zu 2 Anzügen, 1 Hose, 1 Winter- und Sommerüberzieher bezogen, und trage die Sachen heute noch. Wenn ich mit dem jetzigen so zufriedengestellt werde, soll es mich freuen. Fraustadt. Johann Weigt. Ich bestätige Ihnen gern, dass Ihre Stoffe, die ich zu Anzügen von Ihnen bezogen hatte, immer zu meiner Zufriedenheit ausfielen, da Ihre Stoffe dauerhaft sind und der Preis nicht zu hoch ist usw. Zaudritz. Heinrich Gruttner, Ackerbürger. Habe schon mehrere Sendungen von Ihnen erhalten, bin damit zufrieden und kann nicht umhin, Ihnen nachträglich meine volle Anerkennung auszudrücken. Ich werde Ihre Stoffe in Bekanntenkreisen empfehlen und wenn ich wieder etwas brauche, werde ich mich wieder an Sie wenden. Schlaifhausen. Häfner. Die mir im vorigen Jahre, ungefähr im Monat November zugesandten Stoffe sind zu meiner grössten Zufriedenheit ausgefallen. Trotz des vielen Tragens haben diese Winterstoffe weder an Farbe noch an Wert etwas abgenommen, so dass ich Ihre Ware mit vollster Gewissheit jedermann warm empfehlen kann. Cosel. Karl Negatsch, Brückengeldeinnehmer. Da sich der im vorigen Jahre von Ihnen bezogene Anzug sehr gut trägt und noch wie neu aussieht usw. Grünbach i. V. Albin Emil Schicker. kann ich doch nicht umhin, Ihnen nachträglich meine volle Anerkennung auszudrücken. Die Tragezeit von 3 Jahr ist dem Stoffe kaum anzumerken. Höhere Handelsschule Kirchheim- Teck. Karl Beerhalter. Hausmeister. Ihnen die ergebene Mitteilung, dass ich im Jahre 1905 schon einmal in Berlin einen Sonntags anzugstoff von Ihnen bekommen habe, welchen ich jetzt noch besitze und welcher sich sehr gut trägt. Ich will deshalb mit der Bestellung noch bis Frühjahr warten, weil der jetzige noch den Winter über vorhält usw. Neuenhain. Carl Reus II, Chauffeur. ... Im Februar v. J. bestellte ich zwei Anzugstoffe. Dieselben sind zu meiner grössten Zufriedenheit ausgefallen. Dieselben zeichnen sich durch gute Qualität und vorzügliches Tragen aus. Ich kann Ihr Fabrikat jedem nur bestens empfehlen usw. Mariaburghausen. J. Hörling, Schäfermeister. ... da ich von meinem Bekannten gehört habe, dass Ihre Stoffe sehr gut und haltbar sind usw. Brieg, Bahnhofstr. 34. Karl Hein, Friseur. Ersuche, mir umgehend eine Musterkollektion zu senden, da ich von meinen Kollegen erfahren habe, dass Sie eine gute Ware führen. Blankenburg bei meinen weiteren Bedürfnissen in diesen Artikeln mich stets an Sie wenden. Die Lieferung findet allgemeinen Beifall und sagen Sie in Ihrer Reklame nur die Wahrheit. Schwetzka u, Posen. Reinhold Kirste. Teile Ihnen mit, dass ich den Anzug erhalten habe und derselbe ganz ausserordentlich zu meiner Zufriedenheit ausgefallen ist. Ich bitte Sie, meine Massangaben aufzubewahren, damit Sie einen Anhalt haben, wenn eine von mir später vorgenommene Massnahme nicht ganz korBestellungen wie Empfehlungen rechnen. rekt ausfallen sollte und können Sie auf weitere Hamburg, Rutschbahn 16. A. Bernstein. Teile Ihnen mit, dass der Anzug zu meiner grössten Zufriedenheit ausgefallen ist. Senden Sie mir bitte wieder die Proben, da ich Sie wieder mit einem Auitrage beehren will. Kobelnica, Posen. E. A. Neumann. Sie haben meinen Anzug zu meiner vollsten Zufriedenheit gemacht, auch Herr Baumgartner lobt Sie sehr. Ich werde Sie allen meinen Bekannten empfehlen. Bitte senden Sie mir usw. Regensburg, Bahnhof. Johann Wolf. Ihre Sendung, Paletot und Hose, empfangen. sitzt ausgezeichnet, besten Dank für die gute Ausführung. Werde nächstens noch Bestellung machen usw. Blankenese. J. Bossow. Zur gefälligen Nachricht, dass ich den Anzug erhalten habe, er passt vorzüglich, ich bin sehr zufrieden und werde Sie in meinem Bekanntenkreise empfehlen. Gr. Reken, Westf. Franz Schwarz, W. Mensing Da ich mit dem von Ihnen gelieferten Anzug überzieher machen lassen. Bitte darum usw. sehr zufrieden bin, möchte ich mir einen WinterWilhelmshaven, Arngaststr. 14. W. Raab Da ich auch fernerhin bei Ihnen arbeiten zu lassen gedenke, nachdem ich mit dem Anzuge sehr zufrieden bin. Weilheim. W. Schöller. Teile Ihnen ergebenst mit, dass die Sendung heute eingetroffen ist, und dass sämtliche Besteller mit der Ware ausserordentlich zufrieden sind. Berlin. Hermann Duldig. Bin mit dem von Ihnen gekauften Winterpaletot besonders zufrieden. Babin, Post Schroda. W. Szneider. AnIn betreff Ihrer Anzuglieferung bin ich sehr damit zufrieden und sage meine vollste erkennung für Ihre Aufmerksamkeit. Kiel, Metzstr. 36 a. H. Grundmann. Herr de Freitas und ich sind mit den Ueberziehern ausserordentlich zufrieden und passen dieselben ausgezeichnet, so dass ich nicht unterlassen kann, Ihnen für prompte und sorgfältige Lieferung bestens zu danken usw. Lissabon( Portugal). Th. El Quistorp. Mit dem gelieferten Anzug bin ich sehr zufrieden. Meissen. R. Hammerschmidt. Bestätige hiermit den Empfang des Paletots und bin, was Sitz, Stoff und Arbeit anbelangt äusserst zufrieden. Werde Ihnen durch Emp fehlungen in meinem Bekanntenkreise zu danken wissen. Remscheid- Ohligs, Grünst. 24. Derksen. Soeben gelangte ich in den Besitz Ihres Postpakets und habe nach Anprobe des Anzugs ge funden, dass derselbe allen meinen Wünsche entspricht und nehme ich an, dass Sie auch die i. d. Uckermark. Willi Kraus. Stallschweizer. Masse für etwaige Nachbestellungen vorgemerkt Die mir von Ihrer Firma seit einigen haben. Wenn Sie immer so arbeiten, bin ich sehr Jahren gelieferten Kleiderstoffe befriedigen mich zufrieden. Goch, Bahnhofstr. 43. stets in jeder Beziehung, nicht nur bezüglich Jos. Wassenberg. ihrer Qualität und Preismässigkeit, sondern auch Ueber den mir zugesandten neuen Anzug muss hinsichtlich ihrer Haltbarkeit und Echtheit der ich Ihnen meine Freude und grösste ZufriedenFarbe. Die Bedienung war stets prompt. heit aussprechen. So etwas Tadelloses habe ich Ziegenhals. Th. Frobel. nicht erwartet. Der Anzug sitzt genau wie der Hierdurch bestätige ich Ihnen den Empfang alte. Ich werde Ihre werte Firma bestens empIhres Geehrten vom 1. d. M. und teile Ihnen mit, fehlen; Sie werden noch von mir hören usw. Donaueschingen. dass ich mit den Stoffen, die ich von Ihnen bezogen habe, in jeder Weise zufrieden bin und dürfen Sie mich zu Ihren Kunden zählen, denn den Anzug( blauer Cheviot) trage ich seit Mai 1908 tagtäglich, ausser Sonntags. Da ich alle Tage auf Reisen bin, wird er tüchtig strapaziert. Ich kann Sie nur jedermann empfehlen. Wolfenbüttel, Kaiserpl. 1, B W. Schlüter. Beweis für den guten Sitz der von mir gelieferten fertigen Anzüge. Heute empfingen wir Ihre Sendung, einen Knabenanzug und Mantel sowie Blusenstoffe. Wir können es nicht unterlassen, Ihnen hiermit unsere höchste Zufriedenheit auszudrücken. Die Sachen sitzen grossartig und werden wir wohl bei reeller Belassung für immer Ihr Kunde bleiben. Schönlan ke, Bromberg. Otto Wenzel. Alfred Dietrich. Der bestellte Anzug ist heute hier eingetroffen und zu meiner Zufriedenheit ausgefallen. Er sitzt vorzüglich, weshalb ich Ihnen meine vollste Anrkennung ausspreche. Ich möchte Sie bitten, mein Mass zu späterem Bedarf aufzubewahren. Metzels. Otto Sauer. Teile Ihnen ergebenst mit, dass ich den Anzug heute erhalten habe und passt derselbe sehr gut. Naumburg. Ich teile Ihnen mit, dass ich den von Ihnen ordentlich zufrieden bin. Ich habe niemals gedacht, dass Sie so etwas machen können und freue mich über den guten Sitz. Essena. d. R. Martin Kosicki. Sofort nach Empfang der beiden Anzüge teile ich Ihnen mit, dass ich mit denselben in jeder Beziehung zufrieden bin. Es haben die Meinigen und ich selbst eine rechte Freude daran. Ihnen samt Ihrem Personal besten Dank. Werde Sie auch bei Gelegenheit bestens empfehlen. Zum Beweis meiner besten Zufriedenheit lege ich 16. in Briefmarken bei, als Geschenk, zu ihrer freien Verfügung usw. Stuttgart, Katharinenstr. F. Kantler, Gemeinschaftspfleger. Nach Empfang des bei Ihnen bestellten Anzugs fühle ich mich veranlasst, Ihnen meinen Dank auszusprechen. Die Ausführung ist tadellos und ch ärgere mich jetzt, dass ich nicht einen besseren Stoff wählte. Der Grund dazu war ja, lass ich, wie soviele andere, es nicht für möglich hielt, nach angegebenem Mass einen so tadellos passenden Anzug zu liefern. Jetzt werde ich aber meine Garderobe von Ihrer werten Firma beziehen und selbige, wo ich kann, bestens empfehlen...., da meine Kollegen, als sie den Anzug sahen und den billigen Preis hörten, wirklich ganz verblüfft waren usw. Plauen, Gluckstr. 21. Albin Müller. Habe meinen Anzug sowie den Zwirnstoff erhalten. Sage Ihnen hiermit meinen besten Dank auch ohne Anprobe. Meine Freunde und Befür die gute Ausführung und den tadellosen Sitz, kannten sind gleichfalls von der Güte, dem guten Sitz und dem billigen Preise überrascht und werden Ihnen, sobald sie Sachen brauchen, auch Bestellungen machen. Pankow, Görschstr. 13. R. Achterberg. kann nicht umhin, Ihnen für die saubere Ausführung und prompte Bedienung meine vollste Anerkennung auszusprechen. Sie werden mich zu Ihren steten Kunden rechnen können und werde ich es nicht versäumen, Ihre werte Firma auf das angelegentlichste zu empfehlen. Hardtb. Marienburg. A L. Steup. Beweis für die Ersparnis, die man durch meine Stoffe erzielt. Sandte Ihnen Musterpaket franko zurück und gestehe Ihnen offen, dass der gesandte Stoff über alle Erwartungen ausgefallen ist. Besonders wundert sich der Schneider hier über den billigen Preis bzg. auf Qualität des Stoffes, da er 5.50 Mb per Meter geraten hat, wo der Stoff doch nur 3.80 M per Meter kostet. Ich werde Sie weiterempfehlen und bei Bedarf von Ihnen bestellen, da ich lange genug zu teuer bezahlte usw. Münstereifel. Heinrich Küsters. Teile Ihnen hierdurch mit, dass ich mit den bisher von Ihnen bezogenen Anzugstoffen sehr zufrieden bin. Die Haltbarkeit und gutes Tragen ler Stoffe sowie die geschmackvollen Muster habe ich aufs beste bestätigt gefunden. Was den Preis der Stoffe anbelangt, so kann ich nur sagen, dass ich an jedem Anzug mindestens 10-15 M gespart habe, was mir beim Stoffbezug vom Schneider nicht zuteil geworden ist. Deshalb kann ich Ihre Stoffe jedem Freunde und Bekannten aufs wärmste empfehlen. Zur kommenden Frühjahrs- Saison werde ich wieder von Ihrer neuen Kollektion Gebrauch machen und zukünftig meinen Bedarf an Stoffen nur noch bei Ihrer werten Firma decken. Zwenkau. Otto Schirmer. Ich habe die Stoffe erhalten, wobei ich den wärmsten Dank Ihnen ausspreche. Die Stoffe, Bekannten empfehlen. welche gut und billig sind, werde ich meinen Holsterhausen b. Dortmund. Peter Schluderbacher. .. Kann Ihre werte Firma aufs wärmste empfehlen, da die Muster Ihrer Fabrikate betreffs Güte und Preis vor vielen anderen den Vorzug haben. Braunschweig, Hildesheimerstr. 18. F. A. Meyer. Hiermit spreche ich meinen besten Dank aus, dass die Stoffsendung zu meiner Zufriedenheit ausgefallen ist und ich werde Sie meinen Freunden stets empfehlen. Der Stoff war gut, der Preis gering zu meiner Zufriedenheit. Königswinter. Joh. Jakuszeit. Da ich schon seit langen Jahren meinen Bedarf an Herrenkleiderstoffen von Ihrer werten Firma W. Günschel. beziehe, fühle ich mich veranlasst, Ihnen hierMit dem neu angefertigten Anzuge bin ich sehr durch mitzuteilen, dass ich mit den bisher von zufrieden und werde Ihre Firma meinen Kollegen Ihnen bezogenen Stoffen sehr zufrieden bin, dieE. Richter, Postassistent. selben sind stets nach meinem Wunsche ausgeempfehlen. fallen und bezüglich der Preislage bedeutend Cöln, Ewaldistr. 16. billiger, wie ich es anderswo gewohnt war. Werde Der mir gesandte Anzug passt vortrefflich. daher stets meinen Bedarf an Herrenkleiderstoffen Vielleicht bewahren Sie das eingesandte Mass von Ihnen beziehen, und Ihre Firma in Freundesauf, da ich wahrscheinlich im Herbst einen kreisen warm empfehlen. zweiten Anzug bestellen werde usw. Zollenspieker. Johannesruh, Kr. Gnesen. E. Eckers. b.Hamburg. Hermann Heveu, Musikdirektor. Bitto wenden! Sie wollen bitte mein Mass aufbewahren. Bege folgten welche sich bei die Uniform se Kasernen noch fich in Begleitu geben, den ber ten. Am Schüt des Provinziald führte: „ Der Besi Oberhessen leb daher nicht un Proving Ober flat bon hier cines freudige Hieran schl „ Eure M Dr. Strahl fität in Gießer cum begrüßte Stadt Gießen Der Besuch& Gießen, sonde ziehungen zw 4) Origina