9. en Valltändig gefahrlos. Enthält nur fte Wachle Terpentinal ähro elt! sst b. Gebr. v. vefel- Seife. Radebeuli denpferd. e gegen alle und Dautsfer, Finnend. Gesichts zc. -P. Möbs. boren! Alakt, Ihnen auszusprechen ellfraft Jbrer e nicht allein nten ble naffe 905. randis. d mit Erfolg en und Haut In Defen en Apotheken n Original und Firma la- Dresden. an jurid. 1910 rtpapieren. andbuch italisten! Sandt vom Calmann, rg 1853),- eßen. 6. Juni 1893 beiten nach 7. Ifd. m RohrErdaushub. paushub ca. gen. te, ca. 50 uch getrennt en und Verureau Licherots formulare gegen Gr Die Angehlägen nach cift bersehen Eröffnungsit Uhr Nr. 11. Erscheint täglich außer Sonntags. Bezugspreis: vierteljährlich durch die Träger fret Ins paus 1.35 Mt., durch die Post bezogen 1.50 Mr. Expcbition: Gichen, Geltersweg 83 Freitag, den 14. Januar 1910 Gießener 90 20. Jahrgang Inferate: die 44 mm breite Petitzelle 20 fenats, Reklame:" Beilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet " " 17 50 " Telephon- Anschluß: Sichen, Nr. 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaft) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen Lokales und Provinzielles. Zur Finanzlage Hessens. ** Der Finanzausschuß der Zweiten Kam= mer trat am Dienstag in die eigentliche Etatsberatung ein. Abg. Be st hat wegen der schlechten Finanzlage einen Antrag eingebracht, wonach alle Beamtenstellen für die nächsten Jahre nur auf den Inhaber zu bewilligen sind. Abg. Dr. Weber betonte, daß in diesem Jahre nur eine mäßige Steuererhöhung bewilligt und deshalb auch bei den einzelnen Etatspositionen die größte Sparsamkeit angewendet werden sollte. Es empfehle sich daher auch, alle va= fanten oder nicht etatsmäßigen Stellen von Beamten vorläufig nicht wieder zu beseßen. Abg. Dr. Gutfleisch äußerte seine Ansicht dahin, daß es nicht angängig sei, das vorhandene Defizit durch Anleihen zu decken. Abg. Mot than betont, daß man an den Finanzreformvorschlägen des Ausschusses sesthalten müsse. Abg. Ulrich will unter allen Umständen die Erhöhung der Vermögenssteuer von 75 Pfg. auf 1.10 Mt. für 1000 Mart festgehalten wissen. Für die Saline, Badeanstalt und das Tiefbauamt Bad Nauheim und die Badeanstalt Bad Salzhausen nahm der Ausschuß einen Antrag Molthan an, den von Bad Nauheim an den Staat zu entrichtenden Betrag von 100 000 Mt. auf 150 000 Mt. zu erhöhen. Der Finanz ausschuß sette am folgenden Tage vormittag und nachmittag seine Etatsberatungen gemeinsam mit der Regierung fort, für welche die Herren Staatsminister Dr. Ewald, Finanzminister Dr. Gnauth, Minister des Innern Dr. Braun und Ministerialrat Süffert erschienen waren. Es wurden neben der Besprechung allgemeiner Fi nanzfragen namentlich die Kapitel 23-29( Ministerium des Innern) und Kapital 76-87 durchberaten, über die Abg. Dr. Osann das Referat zu erstatten hatte. Der Kammer gingen als Drucksachen zu: Vorstellung des Hessischen Landes- Lehrervereins, betreffend die Gehalte der Volts schullehrer, und Vorstellung des Verbandes der hessischen Unterbeamten, betreffend Teuerungszulage. Ferner Anträge des Abgeordneten Best zum Staatsbudget für 1910. Abgesehen von zahlreichen Abstrichen bei den einzelnen Kapiteln wird beantragt: 1. Sämtliche Beamtenstellen nur auf den derzeitigen Inhaber zu bewilligen. 2. Tagegelder u. Reisekosten sind nur in der Höhe der tatsächlich entstandenen Auslage zu vergüten. ** Dem Vorschlage des Finanz- Ausschusses der zweiten Kammer der Stände entsprechend, wird am nächsten Dienstag eine gemeinsame Beratung der Ausschüsse beider Ständekammern stattfinden, in der über die Vorschläge des Finanzausschusses wegen der Neuregelung des hessischen Finanzwesens Besprechungen stattfinden. Der Finanzausschuß hielt gestern eine gemeinsame Beratung mit der Regierung ab. ** * Gießen. Eine allgemeine Bürger- Ver= sammlung findet nächste Woche auf Einladung des Burgervereins im Hotel Einhorn statt. Auf der Tagesordmung stehen die in letzter Zeit vielfach erörterten Fragen: Unsere Schulferien, Städtische Verkehrsinteressen, Verkehrstage, Wünsche, bezüglich der elektrischen Straßenbahn. Eine Erinnerungsfeier an die Wiederaufrichtung des deutschen Reichs findet am 18. Januar in Steins Gar ten auf Anregung des Altdeutschen Vereins statt. * Gießen. Die Burk'sche Villa an der Ostanlage, die vor einigen Jahren für 126 000 Mart verkauft und dann von der Witwe Burt für 110 000 Mt. wieder übernommen wurde, ist von der Burtschen Konkursmasse für 85 000 Mt. an Professor Dr. Leutert verkauft worden. Das Anwesen ist mit 80 000 Mt. belastet. *)(* Gießen, 14. Jan. Gestern um 2 Uhr erfolgte der 3 usammenstoß eines Straßenbahnwagens mit einem Fuhrwerk, das soeben einen Hofraum verlassen hatte und dessen Kutscher an dem Kopf verletzt wurde. *)(* Gießen, 14. Jan. Der Kaufmänni- sche und der Ortsgewerbe- Verein hatten gestern Abend ihre Mitglieder zu einem Experimen tal Vortrag eingeladen, den Prof. Schmidt über das Thema„ Die Elektronen" hielt.. Der Vortrag, der den Zuhörrern das Wesen der Elektrizität erläuterte und die Bedeutung des Begriffes„ Elektronen" an den Kathoden- und Anodenstrahlen erklärte, erntete lebhaften Beifall. !! 3 usammenschluß der Hansa- Bund Gruppen. Die Frankfurter Ortsgruppe des Hansabun des hat die benachbarten Ortsgruppen in Offenbach, Hanau, Wiesbaden, Biebrich, Dillenburg, Höchst, Limburg, Weylar, Darmstadt, Mainz, Oppenheim, Schlipp, Gießen, Worms, Bensheim, Bingen auf Ende des Monats zu einer gemeinsamen Sibung nach Frankfurt berufen, welche sich mit einem näheren Zusammenschluß der Ortsgruppen und der Anstellung eines Geschäftsführers befassen soll. !! Berichtigung. In der gestrigen Theater. Rezension„ Der selige Toupinel" muß es statt„ lat Typen" in der ersten Zeile„ on s'amuse" und in Spalte 2, Zeile 5,1888" statt 1883" heißen. * * Lich. Im fürstlichen Park sind in der Nähe des Schlosses auf der der Bahnhofstraße zugekehrten Seite in letzterer Zeit größere Erdarbeiten vorge= nommen worden. Es handelt sich dabei um Freilegung der noch erhaltenen Grundmauern eines alten, in früheren Zeiten jedenfalls zur Verteidigungsanlage des Schlosses gehörenden Turmes. In welcher Weise die begonnenen Arbeiten fortgesetzt werden sollen, ist noch nicht bestimmt. An der Abtragung des alten Festungswalles, der unsere Stadt noch teilweise umringt, wird im Gegensatz dazu rüstig weiter gearbeitet. Ein Stück„ Alt- Lich" weicht damit der neuen Zeit. * Schotten, 11. Jan. Gegenüber Meldungen von Abnahme des Schnappsgenusses von Arbeitern in staatlichen Waldungen müssen wir leider, so schreibt die " Fuld. 3tg.", auch von einer Nichtabnahme, vielleicht eher einer Zunahme bei Waldarbeitern in Gemeindewaidungen berichten. Es sollen zirka 35-40 Proz. des Arbeitsverdienstes für Schnaps in der letzten Zeit drausgegangen sein.( Vielleicht äußert sich ein Vogelsberger dazu. D. J.) * Burkhard 3. Eine Masern- Epidemie herrscht hier und in dem Nachbarorte& a ul sto s. Seit ewwa 20 Jahren ist es wieder die erste Epidemie dieser Art. * Butzbach. Das Hotel Hessischer Hof da hier, das zwangsweise zur Versteigerung fam, wurde von dem ehemaligen Besizer, Herrn Fr. K i'm m, zum Preise von 103 000 Mart getauft. * Bad Nauheim, 12. Jan. Der Besizer des Hotels Kaiserhof" haberland, ist nach kurzer Krankheit plößlich gestorben. * Friedberg. Das Großherzogliche Finanza mt Friedberg hat eine Richtigstellung des auch in un serer Zeitung erschienenen Artikels über die Steuerangelegenheit der Tochter eines Friedberger Arbeiters versaßt, in welcher in Abrede gestellt wird, daß das Finanzamt oder de Großherzogliche Bezirkskasse Friedberg, der allein die Beitreibung der Steuer obliegt, Pfändung der Erben der Steuerpflichtigen veranlaßt habe und in welcher ferner gesagt wird, daß es unwahr sei, daß der Steuerbehörde die Krankheit und Erwerbsunfähigkeit der betr. Steuerpflichti gen betannt gewesen und daß es ferner im Gegenteil wahr jei, daß im Dezember 1909 von einem Vertreter der Erben der Steuerpflichtigen Berujung gegen die Veranlagung sür 1909 bei der Steuerbehörde erhoben wurde, und daß die Berufungsfrist, weil die gesetzliche Frist versäumt war, sofort unter der mündlichen Mitteilung der Befreiung von der Steuer für 1908 von der Steuerbehörde sofort erstreckt worden sei und daß es ferner wahr sei, daß die fragliche Steuer für 1908 von der Bezirtstasse Friedberg ursprünglich als uneinbringlich verrechnet wurde. * Friedberg. In Assenheim wurde der Ein= wohner Preiß von seiner Ehefrau dabei ertappt, als er sich mit seiner 12jährigen Tochter nach§ 173, 3 verging. Preiß ging darauf flüchtig und stürzte sich in die hochgehende Nidda, aus der er als Leiche geländet wurde. ** Darmstadt, 9. Jan. Nach der Uebersicht der Abrechnung der Landwirtschaftskammer für 1908 betragen die Gesamteinnahmen 647 250 Mt.; die Ausgaben 522 307 Mt. Die Einnahmen werden gebildet aus dem Staatszuschuß von 146 690 Mt., wovon 3000 Mt. Gebühren, von 280 000 Mt. Umlagen und einem Kassenvorrat von 33 000 M.. Für 1910 schließt der Hauptvoran schlag in Ein- und Ausgaben mit 571 112 Mt. ab. Der Staatszuschuß ist in gleicher Höhe, wie im Vor= jahre vorgesehen. Währenddem die Umlagen um 10 000 auf 290 000 Mt. gestiegen sind. Für Ausgaben zu wissenschaftlichen und Lehrzwecken sind 53 160 Mt. vorgesehen. Für Förderung der Tierzucht 160 181 Mt., Förderung des Obst- und Weinbaues 2c. 33 072 Mt., Förderung der Landes und Bodenfultur 32 864 M.., Ausstellungswesen Mt. 15 000, Verwaltungskosten 110 357 Mt., Tagegelder und Reisekosten 20 000 Mt., Pensionsfonds 25 000 Mt. 2c. 2c. Unter den Ausgaben figurieren zum erstenmal 20 000 Mt. zur Bestreitung des Pensionsfonds. * Darmstadt, 11. Jan. Beim Appell des LeibDragoner- Regiments wurde festgestellt, daß der berittene Großh. hessische Gendarmeriewachtmeister Lepper zu Buzzbach der älteste anwesende Veteran dieses Regiments war. Im Jahre 1848 trat Wachtmeister Lepper in das Garde- Chevauleger- Regiment zu Buzzbach ein. Bei der Gründung des Gr. Hess. Reiter- Regiments zu Darmstadt trat der Genannte in dieses über und gehörte zu den ersten Unteroffizieren des neuen Regiments. Der jett 83 Jahre alte Veteran machte als Chauveleger den Feldzug 1848-49 mit, bei dem Feldzug 1866 war er als Feldgendarm beteiligt. Der nach 43jähriger Militärdienstzeit im Jahre 1891 in den Ruhestand getretene alte Herr, sowohl wie seine drei Söhne haben als Unteroffiziere bei der 3. Eskadron dieses Regiments gestanden und wohnten auch alle der Parade bei. * Darmstadt, 11. Jan. Wegen Veruntreuung von 1000 Mark Verbandsgeldern wurde der Kassierer der Zahl stelle Darmstadt des Deutschen Zimmererverbandes, Jere mias Wolf aus Darmstadt, zu einem Jahr Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Wolf wurde sofort verhaftet. * Darmstadt. Am Dienstag versuchte der 47 Jahre alte Straßentehrer Emil Laurer in seiner Wohnung si ch und seine beiden Kinder, Mädchen im Alter von 3 und 4 Jahren mit Lysol zu vergiften. Die beiden Mädchen befinden sich bereits außer Lebensgefahr, da sie durch von einer herbeigeeilten Nachbarin dargereichte Brechmittel das Lysol bald darauf von sich gegeben hatten. Lauer bekam den Magen ausgepumpt und ist gegenwärtig auch gerettet. * Offenbach, 11. Januar. Das Preisgericht für Entwürfe für das neue Stadtbad dahier hat gestern einstimmig die drei Entwürfe bestimmt, die mit den ausgeschriebenen Preisen bedacht werden. Den ersten Preis von 1200 Mt. erhielt der Entwurf Fritz vom Rhein", Verfasser Architekt Friz Bossert von Offenbach; der zweite Preis von 800 Mt. fiel auf den Entwurf" Wasserratte", von Architekt Gustav Hamann in Gießen und der dritte Preis von 400 M.. ward dem Entwurf„ Schlicht", ebenfalls von Architekt Frizz Bossert, hier, zuteil. Außer diesen drei mit Preisen bedachten Entwürfen schlug das Preisgericht den Ankauf des Entwurfes„ Nasses Element", der Architekten Gustav Hamann und Konrad Schuhmacher zu Gießen vor. * Rüsselsheim, 12. Jan. Heute morgen explodierte n der Opelschen Fabrik an einem Dampf= tessel das Ventil. Durch den ausströmenden Dampf erlitten 2 Monteure aus Bischofsheim und ein Heizer aus Gustavsburg schwere Brandwunden. * Mainz, 11. Jan. Gegen das Rollschuh laufen in den Straßen und auf den Trottoirs, das mit seinen Auswüchsen jetzt schon zu Unsug und zur Belästigung der Passanten ausgeartet ist, wendet sich heute eine Bekanntmachung der Mainzer Bürgermeisterei. Vorerst werden die Eltern ersucht, auf ihre Kinder einzuwirken. Die Schußleute sind auch angewiesen, gegebenenfalls einzuschreiten. * Finthen. Die Freiherr von Waldthausensche Verwaltung beabsichtigt den Anlauf des mehrere hundert Morgen großen, in der Gemartung Finthen gelegenen Lavenhoses". Das Gelände soll zur Errichtung eines Renngestütes verwendet werden. * Marburg. Für die Universität Marburg wird eine außerordentliche Professur für physikalische Chemie gefordert, für den Neubau des hess. Landesmuseums in Kassel 302 000 Mt., als erste Rate( Gesamtkosten 820 000 Wit.) zur Bekämpfung der Granulose 300 000 Mt., zur Bekämpfung des Typhus im Regierungsbezirt Trier 200 000 Wart. * Marburg, 10. Januar. Das Projekt der Errichtung einer elettrischen Ueberlandzentra le findet, wie in allen Versammlungen in den größeren Ortschaften festgestellt wurde, bei den Landwirten großen Antlang. Jetzt hat nun im Restaurant Waldschlößchen eine Versammlung größerer Gutsbesißer eine Genossenschaft gegründet, welche die Errichtung einer Ueberlandzentrale auf eigenes Risiko übernehmen will. Fulda. Eine elektrische Ueberland3entrale ist jetzt auch für den Kreis Fulda geplant, zu welchem Zweck sich eine Elektrizitäts- Gesellschaft an die Kreisverwaltung mit dem Ersuchen wenden will, die Konzession für eine in Neuhof zu errichtende Úeberland- Zentrale zu genehmigen. * * Hanau, 11. Jan. Im Alter von 92 Jahren ist hier der frühere Landrat des Kreises Biedenkopf, Geheimer Regierungsrat Ludwig Seyberth, gestorben. Als Landrat des Kreises Biedenkopf wirfte er zwanzig Jahre bis zu seiner Pensionierung. Aus dem Gerisiaal. Straffam Gießen, 11. Januar 1910. In Lauterbach hat der Taglöhner Karl Klein aus Eifa auf der Straße ruhestörenden Lärm verübt, weshalb ihm, da dies bei ihm häufig vorkommt, ein Strasbefehl über 6 Wochen Haft zuging, dessen Einspruch vom Schossengericht zurückgewiesen wurde. Er focht das Urteil an, in dem er geltend machte, er sei entmündigt und könne dieserhalb nicht bestraft werden; übrigens wisse er von der Sache nichts. In einer weiteren Sache hat er dem Polizeidiener den Vorwurf des Meineides gemacht, wofür ihni das Schöffengericht 4 Monate Gefängnis zudiktierte und dem Beleidigten die Publikationsbefugnis zusprach. Auch hiergegen verfolgte er aus dem nämlichen Gründe Berufung. Da er nach dem Gutachten des Sachverständigen verantwortlich ist, wurde die Berujung in beiden Sachen verworfen. Im letzten Sommer ist der Fabritarbeiter Friedrich Schrumpf aus Alt- Breidungen zu Ruppertsburg in eine Wirtschaft eingestiegen und hat sich den Tag über im Hause aufgehalten. Vom Dach aus gelangte er in den oberen Stock wo er eine Uhr mit Kette stahl. Trotzdem die Wirtsfrau im unteren Stock war, stahl er dorten 700 Mart, womit er nach Frankfurt ging, um das Geld in schlechter Gesellschaft zu verjubeln. Später fam er nach Ostheim bei Buzzbach, wo er sich ebenfalls in eine Wirtschaft einschlich; doch fiel ihm wenig in die Hände, da er verscheucht wurde; hier ist er der Wirtsfrau mit einem Dolch entgegengetreten, er fonnte troß aufgestellter Posten entweichen. Zu Stockhausen bei Grünberg übernachtete er ebenfalls auf dem Heuboden einer Wirtschaft, wo er eingestiegen war. Er schlich sich dann in das Haus, wo ihn die Tochter des Wirtes unter einem Bett vorfand. Als diese Hilfe herbeiholen wollte, bedrohte er sie ebenfalls und floh dann, um sich nachts noch einmal einzuschleichen. Hier brach er einen Tisch auf und stahl mehrere Portemonnaie mit etwa 25-30 Mt. Inhalt. Von da ging er nach Gonterskirchen, wo ihm unter glei chen Umständen in einer Wirtschaft etwa 250 Mark in die Hände fielen. Beim Verprassen des Geldes war ihm der Kellner Heinrich Franz Braun aus Dieburg behilflich, weshalb dieser wegen Hehlerei und Begünstigung unter Anflage tam. Dem Angeklagten Schrumpf wurden für die einzelnen Einbrüche Strafen von 5 Jahren bis zu 3 Jahren Zuchthaus angesetzt und die auf 15 Jahre lautenden Strafen auf 10 Jahre Zuchthaus ermäßigt. Ein Viertel- jahr Untersuchungshaft wird ihm angerechnet. Ferner wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre abgesprochen und auf zulässigkeit der Polizeiaufsicht erkannt. Dem Braun konnte die Hehlerei nicht nachgewiesen werden, dagegen wurde er wegen Begünstigung zu 2 Jahren Zuchthaus und zu den nämlichen Nebenstrafen wie Schrumpf berurteilt. Redattion, Druck und Verlag von Albin Klein. Gießen. ASTHMA Engbrüstigkelt- Beklemmung Sofortige Linderung mit permanentem Erfolg durch Dr. Elswirth's Astmol- Asthma- Pulver von viel. Aerztenu.Geheilten begutachtet. Gratis- Proben werden durch die Engel- Apotheke, Frankfurt a. M., Gr. Friedbergerstrasse, versendet. Preis der grossen Blechdosen Mk. 2.50. In Apotheken erhältlich. Die Vorbildung unserer Reichsboten. hervor, daß unsere Schutzgebiete im abgelaufenen Jahre erfreuliche Fortschritte gemacht haben. Auch das Schul- und Missionswesen befindet sich im Fortschritte. Die Gesundheitsverhältnisse sind befriedigend. Die weiße Bevölkerung in den Schutzgebieten stellt sich inklusive der Schußtruppen auf 18 169 Personen. Die Kakaokultur hatte allein einen Ausfuhrwert von 144 000 M. Die Baumwollproduktion ist um 38,2 Prozent gestiegen. Die Arbeiterversorgung war genügend. Der Gesamthandel ist um 8,4 Mill. M gegen 1907 gestiegen. Wichtige Etsenbahnstrecken wurden vollendet. Die Einnahmen dürften 1910 eine Steigerung um 50 Prozent aufweisen. Im allgemeinen spricht die Denkschrift von etner erfreulichen Entwickelung unserer Kolonien auf allen Gebieten. Der Zar und die Beschlagnahme russischer Depots. Nach einer Petersburger Meldung sollte sich der Bar in mißbilligender Form über die Beschlagnahme der russischen Staatsdepots in Berlin geäußert haben. Mit Rüsicht auf die Zurückhaltung, die der Zar derartigen Angelegenheiten gegenüber zu beobachten pflegt, kann man von vornherein die Nachricht als vollkommen unglaubwürdig bezeichnen. Der Dank der Königin Elena. Die Königin von JtaIten hat an die Katserin das nachstehende Telegramm gerichtet: Die Beendigung der Arbeit des deutschen Hilfsfomitees für die in Sizilien und Kalabrien durch das Erdbeben Geschädigten gibt mir Gelegenheit, Ew. Majestät die Bezeugung meiner lebhaften Dankbarkeit für die Förderung zu wiederholen, die Ew. Majestät dem zugunsten der Opfer des Erdbebens mit so brüderlicher Fürsorge durchgeführten Liebeswerke gewährt hat. Ich bitte Ew. Majestät, den Ausdruck dieser Gesinnungen, die der König teilt, genehmigen zu wollen." Unsere Volksvertreter, die den mannigfachsten Berufen angehören, haben auch einen sehr verschiedenen Bildungsgang hinter sich. Die Welt der Wissenschaft, die sich so gern der Politik fernhält, ist in ihm fast gar nicht vertreten. Auch andere hervorragende Bevölkerungsgruppen haben nur wenige Mitglieder in das Reichshaus entsandt. Bemerkenswert ist dagegen das starke Hervortreten des akademischen Elements im Reichshause. Ob nun alle die Herren, die angeben, da und dort als akademischer Bürger gelebt zu haben, wirklich sehr eifrig die Bänke der Hochschullehrfäle gdrückt haben, mag dahingestellt sein. Jedenfalls rechnet sich die Mehrheit unserer Volksvertreter nämlich 212- zu den akademisch gebildeten Kreisen. Die meisten Akademiker hat das Zentrum mit 63 Abgeordneten, die studiert haben; ein gro= Ber Prozentsatz davon in den theologischen Fakultäten. Unter den Konservativen sind 35 Akademiker, unter den Freisinnigen 34, den Nationalliberalen 33, in der Reichspartet 14, unter den Polen ebenfalls 14, in der Wirtschaftlichen Vereinigung 8, bei den Sozialdemokraten 6 und den fleinen Gruppen( Elsässer, Lothringer, Welfen, Dänen, Wilde) 12. Verhältnismäßig sehr hoch ist die Zahl der Studierten bei den Freisinnigen, sehr niedrig bei den Sozialdemokraten. Einige Abgeordnete, drei von den Konservativen und einer von der Reichspartei, haben ihre Ausbildung ausschließlich im Kadettenkorps erhalten. Etwa achtzig bis neunzig Abgeordnete haben Gymnasien, Realgymnasien oder Oberrealschulen besucht, ohne eine Abschlußprüfung zu machen oder in das akademische Leben zu treten. Bei manchen der Herren mag die Gastrolle auf der höheren Schule nur sehr kurz gewesen sein. Doch davon spricht man nicht. Jedenfalls ergibt sich als Gesamtresultat, daß rund 800 unserer Volksvertreter mindestens die unteren Klassen Sexta, Quinta und Quarta mit ihrem Besuche beehrt ha ben. Nur wenige sind offenherzig genug, zu erklären, daß fie von der Quarta oder Tertia aus in das öffentliche Leben traten. Von der Gruppe der auf höheren Schulen vorgebildeten Nichtakademiker gehören die meisten zu den Nationalliberalen, nämlich 17. Dann folgen 15 Konservative, 13 Herren vom Zentrum, 11 Freisinnige, 9 Mitglieder der Reichspartei, 5 Polen und 4 Sozialdemokraten. schließen sich noch einige Vertreter der kleineren Gruppen. Etwa 10 Abgeordnete sind in Seminaren ausgebildet worden. Ungefähr 80 haben nur eine Volksschule besucht. Die metsten von diesen, 34 an der Zahl, gehören zur sozialdemo= fratischen Fraktion. Dann folgen das Zentrum mit 22, die Wirtschafliche Vereinigung mit 10 Mitgliedern, 5 Freifinnige, 4 Antisemiten und 2 Nationalliberale. Zwei Parteten find so vornehm, überhaupt keine Mitglieder mit Volksschulbildung in ihren Reihen zu haben: die Reichspartei und die Polen. Die meisten Männer aus dem Volke entsendet also immerhin noch die äußerste Linke. Auffallend ist es, daß in der sozialdemokratischen Fraktion das journalistische Element fast das Uebergewicht hat. 16 sozialdemokratische Abgeordnete bezeichnen sich nämlich als Schriftsteller und Redakteure. Stark ist der landwirtschaft= liche Einschlag. Von den Konservativen bekennen sich 43, vom Zentrum 28, von den Nationalliberalen 13, von der Reichspartei 11 Abgeordnete zum landwirtschaftlichen Berufe. Sehr vermehrt hat sich gegen früher die Zahl der Vertreter der freien Berufe, und der Privatbeamten. Das juristische Element vertreten etwa 40 richterliche Personen und Rechtsanwälte, die Theologie 23 katholische und sechs evangelische Geistliche. Die Medizin hat nur ein knappes halbes Dußend Anhänger im Reichstage. Aus allen Schichten der Bevölkerung und mit der verschiedensten Art von Bildung sind, wie man sieht, dte Abgeordneten zum Reichstage gekommen. Rundschau vom Cage. Politisches. Daran Prinz Thai- Hsun am Kaiserhose. Im Auftrage des Kaisers überreichte der Vizeadmiral Coerper, der bei dem chinesischen Prinzen Tsai- Hsun während dessen Aufenthalt in Deutschland den Ehrendienst versteht, dem Prinzen ein Delbildnis des Katsers. Es gibt den Monarchen in der Garde du Corps- Uniform mit dem Adlerhelm wieder und trägt den eigenhändigen Namenszug des Monarchen. Auf dem kostbaren Goldrahmen ist die Kaiserkrone angebracht. Wie die Voss. 3tg." weiter erfährt, hat auch die Prinzessin Heinrich von Preußen dem chinesischen Prinzen ein Geschenk in Gestalt eines silbernen Leuchtturmes überreichen lassen. Im Laufe des gestrigen Nachmittags ist der Prinz Tsai- Hsun auch von der Kaiserin empfangen worden. Im preußischen Herrenhause ergriff gestern nach einigen geschäftlichen Mitteilungen Minister von Moltke das Wort, um den Entwurf eines Gesetzes betr. die Vermeidung von Doppelbesteuerung bei Heranziehung zu direkten kommunalen Steuern in verschiedenen Bundesstaaten kurz zu begründen. Der Gesebentwurf wurde hierauf der Finanzkommission überwiesen. Schließlich wurde noch ein Gesetzentwurf betr. das Staatsschuldbuch an die Finanzkommisfion überwiesen. Hiermit war die Tagesordnung erledigt und das Haus vertagte sich auf unbestimmte Zeit. Konflikt deutscher Instrukteure mit türkischen Offizie ren. Ein Pariser Blatt berichtet von angeblichen Zwistigkeiten deutscher Instruktionsoffiziere mit türkischen Offizieren. Major Rejeb Bey habe dem General Imhof erklärt, der Unterricht sei für sie und die Kameraden zu kompliziert. Mahmud Schewket Pascha hielt darauf den Artillerieoffisteren eine scharfe Standrede, doch ohne Erfolg. Sie erwiderten bei der folgenden Instruktionsstunde seinen Gruß nicht und verweigerten die Antwort, so daß er sich zurückziehen mußte. Ein anderer Zwischenfall habe sich in der Tachefichtakaserne ereignet, wo ein deutscher Offizier einen türkischen Zögling insultierte und dieser entsprechend erwiderte. Er und 6 andere Offiziere verweigerten die von Mahmud Schewfet geforderte Abbitte und wurden vom Komitee für Einheit und Fortschritt unterstützt. Die Lage der deutschen Instrukteure gestaltet sich daher sehr heifel. Man wird die Richtigkeit der Meldung einstweilen noch bezweifeln dürfen. Die amtliche Denkschrift über die Entwicklung unserer Schutzgebiete. Aus der recht umfangreichen Denkschrift geht 10) Der Fall Welshofen. Kriminalroman von M. Kossat. Drohender Zollkonflikt zwischen Deutschland und Amerika. Washingtoner Meldungen zufolge sind die Zollverhandlungen mit Deutschland tus Stocken geraten, weil Deutschland sich nicht geneigt gezeigt hat, das Verbot der Einfuhr von Schlachtvieh zu lindern. Ein Zollfrieg wird in den Bereich der Möglichkeit gezogen. Nachdruck verboten.) ,, Hattasch Hattasch ist mein Name," fiel der Kolporteur ein. Bin ein ehrlicher Böhme von Geburt, wenn auch schon lange hier in Wien. Und was ich von dem Herrn Bräutigam weiß, fragt das Fräulein? Aber gar nichts bloß in den Kaiserhallen" hab' ich den Herrn Olfers gesehen, wo er den Leuten immer so spaßige Sachen erzählt, daß unsereiner sich totlachen könnte. Nu und da ist's doch natürlich, daß man fragt, wer der hübsche junge Herr, der aussieht, wie ein Italiener, troß seines deutschen Namens? Da ist mir denn erzählt worden, daß er mit dem Fräulein Frida Sasse, die so schön auf der Geige spielt und dazu singt, verlobt ist. Einige Leute sagten ja freilich: Aber nein doch, der ist mit der Italienerin, der Anita Brusio verlobt, aber andere meinten, das wäre vorbei, früher hätte er was mit der Anita Brusio gehabt, aber jeßt wäre das Fräulein Sasse seine Braut." Frida fühlte, wie ihr das Blut zu Gesicht stieg. ,, Warum erzählen Sie mir das alles?" fragte sie aufgeregt. Das ist doch-" Kleine Dachrichten! Eine lustige Gratulation. Der Kronprinz hat in diesem Jahre seinem kaiserlichen Vater eine besondere Neujahrstarte gewidmet. Maler Franz Jüttner, politischer Karikaturist der Lustigen Blätter, erhielt den Auftrag, diese Karte zu zeichnen. Er hat die Neujahrsgratulation der fronprinzlichen Familie vom Kronprinzen herab bis zu seinem jüngsten Söhnchen lustig dargestellt. Dem Kaiser machte die Karte viel Spaß. Der Kronprinz hat dem Künstler seine in der Familie hergestellte Photographie übersandt. Aber Fräulein, warum soll ich's nicht erzählen?" unterbrach fie der Mann. Darüber können Sie sich doch gar nicht ärgern, daß Ihr Herr Bräutigam vor Ihnen chon eine Braut gehabt hat. Welche junge Dame ist denn Die erste Liebe von ihrem Schab? Keine teine. Und nun gar so' n hübscher Mensch, wie der Herr Olfers, ber hat doch gewiß schon viele Lieben vor Ihnen gehabt. Wenn Sie nur seine lebte Liebe sind das ist die Hauptfache. Hab' ich nicht recht?" Und Hattasch lachte unbändig, wie über einen guten Wiß. Ein starrer Lenkballon für die französische Armee. Das französische Kriegsministerium hat sich entschlossen, den ihm angebotenen Ballon starten Systems anzunehmen. Als Material für das Gerüst ist Holz verwendet worden. Das ganze Luftschiff ist mit luftdichter Gummileinwand überzogen und enthält im Innern 12 durch Schotten getrennte Gasbehälter. Wir haben nicht längere Zeit, wir müssen zur Probe," sagte Frida, sich gewaltsam zusammennehmend. Halten Sie uns nicht auf, Herr Hattasch." bearbeitete ihn mit den Fäusten. Nur mit Mühe konnte die erregte Person von dem Letchnam entfernt werden. Gefühnte Bluttat. Der russische Arbeiter Sigismund Turba, der am 8. März 1909 den Gutsinspektor des Gutes Damrath, Spißings, erschoß, ist in Königsberg i. Pr. durch den Scharfrichter Schwieß aus Breslau enthauptet worden. Beim Fußballspielen getttet. In Hohenlimburg( Westfalen) wurde beim Fußballiptelen der 10jährige Schüler Frib Schüngel vom Ball mit voller Wucht gegen den Unterleib getroffen. Der Knabe brach bewußtlos zusammen und starb alsbald an den erlittenen inneren Verlegungen. Mord anf offener Straße. Der 23jährige Arbeiter Heer in Witten a. d. Ruhr ermordete aus Rache auf offener Straße den Steinbrucharbeiter Mihm. Der Täter flüchtete, er wurde jedoch verhaftet. Eine schwere Gasexplosion ereignete sich gestern morgen in der 2. Etage eines Hauses in der Bredderstraße in Barmen. In einer nicht mehr im Gebrauch befindlichen Gasleitung des Hauses entstand plöblich aus unbekannter Ursache eine Explosion, die große Verheerungen anrichtete. Die Decken wurden heruntergeschleudert, Fenster zertrümmert, Türen ausgehoben usw. Die Bewohner des Hauses blieben unverleßt. Dagegen fand man in der dritten Etage einen 60jährigen Bandwirker namens Berkhaus tot vor. Seine Tochter lag besinnungslos am Boden, konnte aber wieder ins Leben zurückgerufen werden. Attentat gegen einen österreichischen Abgeordneten. Im Haufe des Abgeordneten des Landesausschusses und des Landtages, Steiner, in Wien, explodierte gestern früh eine. von unbekannten Tätern gelegte Bombe, ohne jedoch grv= ßen Schaden anzurichten. Da dem Abgeordneten Steiner die hiesigen Frrenanstalten unterstehen, dürfte es sich wohl um den Racheakt eines Jrrsinnigen handeln. Bisher ist es der Polizei nicht gelungen, den Täter zu ermitteln. Tore Sine qualvolle Zeit durchlebten zwei Perſonen in Ver,, Na, na, mit der Probe wird's nicht so eilig sein," entgegnete der Mann. Bleiben Sie noch ein bißchen, Fräulein, und erzählen Sie mir etwas von Ihrem Herrn Bräutigam. Ich meine, er muß allerhand über die Mordlin, die den Fahrstuhl in einem Hause der Köpenickerstraße benutzten. Zwischen dem dritten und vierten Stockwerk blieb der Aufzug ohne erkennbare Veranlassung plößlich stehen. Erst der herbeigerufenen Feuerwehr und Monteuren gelang es, den Fahrstuhl wieder in Bewegung zu setzen und die beiden Gefangenen zu befreien. Neuer Skandal in der Nenyorker Geldaristokratie. Die 27jährige Tochter einer alten Neuyorker Familie soll mit einem 21jährigen Chauffeur durchgegangen sein. Die junge Dame hatte den Ankauf des Automobils sehr energisch betrieben, das von ihrem Vater nie benutzt wurde und ihr nur Gelegenheit zu Liebeleien mit dem Chauffeur schaffen sollte. Dieser war früher Verkäufer in einem Modewarengeschäft und war der Dame schon damals bekannt. Die entlaufene Millionärin wiedergefunden. Die 17jährige Millionärin de Janon aus Philadelphia, die kürz lich mit einem verheirateten 50jährigen Hotelangestellten durchging, wurde vollständig mittellos in Chikago mit ihrem Geliebten entdeckt. Das Mädchen, eine bekannte amerikanische Schönheit, hatte sich, wie berichtet, in dem einsamen Hotel in Philadelphia in den 50jährigen Kellner Cohen verliebt. Störung bei der Beerdigung eines Selbstmörders. Eine peinliche Szene spielte sich in Oranienburg bei der Beerdtgung eines Selbstmörders ab. Auf Wunsch der Mutter des Toten wurde die Leiche vor dem Begräbnis thr noch einmal gezeigt. Zum Entsetzen der Anwesenden warf sich die Frau wie eine Wütende unter, Schimpfreden auf den Toten und geschichte wissen- da er doch früher mit der Anita Brusio so gut Freund war der Anita Brusio, die den Grafen Welshofen heiraten sollte. Leider ist nun aus der Heirat nichts geworden, da der Graf tot ist, aber wenn er nicht ermordet wäre, so würde er die Anita Brusio geheiratet haben. Da muß doch Ihr Herr Bräutigam ein großes Interesse an des Grafen Tod habent= nicht?" ,, Ich weiß nicht ich ich weiß nicht, was Sie wollen," stieß Frida entseßt heraus. Lassen Sie uns gehen hören Sie?" Wissenschaft, Kunst und Literatur. Die Oper im Hause. Aus Neuyork meldet der B. Lok.anzeiger: Das Metro litan Operahouse in Neuyork beginnt vom nächsten Letttwoch an, seine Opern durch drah.lose Telephonie an Abonnenten zu übermitteln. Die draht= losen Apparate werden seit einer Woche angebracht. Gestern wurde eine Probe unternommen. Die Abonnenten, welche die Oper mit ihren drahtlosen Apparaten mitanhörten, waren mit dem Erfolge vollständig zufrieden. Das riesenhafte Anwachsen. der dramatischen Werke in Frankreich wird in dem Verzeichnis über die von 1899 bis 1909 zur Aufführung gelangten neuen Bühnenwerke scharf hervortreten, das der Bühnenschriftstellerverband demnächst veröffentlichen wird. Nicht weniger als 10 000 neue Werke find während dieser zehn Jahre aufgeführt worden; in dem vorangegangenen Jahrzehnt war die Zahl kaum halb so groß gewesen. ,, Aber nicht so hißig, Fräulein, nicht so aufgeregt! Schwaben wir doch' n bißchen noch über die Geschichte. Meinen Sie nicht, daß Ihr Herr Bräutigam ein Interesse an des Grafen Tod gehabt hat? Ich mein' ia und vielleicht auch, daß er mehr davon weiß, als andere Leute. Immer hab' ich gesagt, der Untersuchungsrichter sollt sich an den Herrn Olfers wenden, dann würde er bald Näheres über den Fall erfahren, denn der Herr Olfers" ,, Meine Freundin hat Ihnen bereits zweimal gesagt, daß Sie gehen sollen," fiel Louison, die bisher als stumme Beobachterin dem Gespräch zugehört hatte, nachdrücklich ein. Ich fordere Ste daher zum dritten Male auf, unsere Wohnung zu verlassen= wissen Sie, was das heißt?" Der Kolporteur lachte hell auf. Ein weiblicher Professor der Mathematik. Fräulein Adelaide Senty, die in der nordamerikanischen Stadt Boone geboren ist, wurde auf den Lehrstuhl für Mathematik an die kalifornische Universität in Berkelen berufen. Vor mehreren Jahren ging sie von ihrer Heimatstadt nach Chicago dem jebigen Wohnort ihrer Eltern. Hier studierte ste Mathematik und folgte später einem Rufe nach Johannesburg in Südafrika, wo sie an der dortigen Universität den Lehrstuhl für Mathematik innehatte. Sollt' ich das nicht wissen? Die Fräulein machen von ihrem Hausrecht Gebrauch. Wenn man einen Menschen dreimal auffordert, die Wohnung zu verlassen und er tut es nicht, so ist das Hausfriedensbruch. Weiß ich alles- weiß ich. Aber ich gehe gleich. Nur fragen möchte ich das Fräulein" dabei zeigte er auf Frida- ,, noch, ob sie diese Schrift hier kennt? Was?" Er hielt ihr die Photographie eines Briefes vor die Augen. Frida taumelte zurück, denn sie erkannte Felix Olfers' Handschrift. Aus dem Reiche der Technik. Teslas Wunderlicht. Der amerikanische Erfinder Nikolaus Tesla, der seit zwanzig Jahren an einem„ drahtlosen elektrischen Licht" arbeitet, hat nunmehr, wie die Neuvorker World zu berichten weiß, das Problem endlich gelöst und seine Erfindung vollendet. Mit meinem großen drahtlosen Lichtgeber", so äußerte sich Tesla, könnte ich die ganzen Vereinigten Staaten erleuchten. Der Strom würde sich in die Luft ergießen und nach allen Richtungen sich verbreiten mit der Wirkung eines starken Nordlichtes. Es wäre ein sanftes Licht, fedoch stark genug, um die Gegenstände zu unterscheiden". Tesla plant, zunächst den Hafen von Neuyork in einem Umkreis von rund 100 englischen Meilen zu er= leuchten.„ Eine einzige große Zentralstation wäre das Billtaste und das Sicherste, um bestes Licht zu erhalten. Meine Lampen bedürfen keiner Erneuerung, denn nichts in ihnen brennt ab. Sie sind einfache Kuaeln aus Glas. die Herme= tisch verschlossen und versiegelt sind und verdünntes Gas enthalten." Hoffentlich läßt sich bald über den praktischen Nuken dieses munderbaren Richtea herichten. Wir kennen diese Handschrift nicht," sagte Louison brüst. Sie vielleicht nicht, Fräulein, aber Ihre Freundin wird sie schon kennen. Die Braut kennt doch die HandAus den Gerichtssälen. Schülerschneeballen vor dem Oberverwaltungsgericht. Das Oberverwaltungsgericht hat eine für Lehrer wichtige Entscheidung getroffen. Vor einiger Zeit bewarfen sich die Schüler einer höheren Lehranstalt auf dem Schulhofe mit Genehmigung des Lehrers mit Schneebällen. Bei dieser Gelegenheit wurde das Auge eines Schülers derart durch einen Schneeball verletzt, daß er fast erblindete. Der Vater des Schülers machte hierfür sowohl den Direktor der Schule schrift von ihrem Verlobten. Denn das ist sie doch wie?" Jaaber" hauchte Frida, aber noch ehe Louison ihr zuzuflüstern vermochte, daß sie nicht antworten sollte. Sehen Sie, das habe ich doch gleich gewußt," meinte Hattasch. Und nun empfehle ich mich gehorsamst den Damen. Einen schönen guten Morgen!" Er zog mit ironischer Höflichkeit seinen Hut und entfernte sich. ,, Was war das?" fragte Frida angstvoll, als der Mann hinaus war. Louison sah sie mitleidig an. Ist Dir das wirklich nicht far, Frida? Der Mann war doch ein Detektiv." Ein Detektiv? Aber was" Die Freundin trat zu ihr und streichelte ihr liebkosend die Wange. Armes Ding!" sagte sie. Armes Ding!" Das blonde Kind verstand immer noch nicht. Sie begriff nur, daß etwas Entseßliches sich ereignet hatte, aber etwas, dessen Tragweite sie nicht zu übersehen vermochte. Ein Bild hilfloser Angst stand sie da und strich sich mit mechanischen Bewegungen über die Schläfen. Louison überlegte, ob sie ihr die Vorgänge erklären sollte. Aber besser sie bereitete sie auf das vor, was kommen mußte. als daß sie es anderen überließ, ihr das Furchtbare mitzuteilen. sprach sie ihr den Hut abnehmend und sie ,, Komm ins Zimmer zurückführend, wo sie sie auf einen Stuhl drückte ich will nur rasch zum Kaufmann gegenüber gehen und telephonieren, daß wir verhindert sind, zu der Probe zu kommen in wenigen Minuten bin ich wieder da und erkläre Dir alles." Darauf eilte sie hinaus, die Freundin in einem Zustand der Betäubung, unfähig zu denken, zurückfassend. ,, Armes Hascherl," sagte sie, einen Wiener Ausdruck gebrauchend als sie zurückkehrte, armes Hascherl. Der Brief, den der Mensch Dir vorhielt, war doch selbstverständlich die Photographie desjenigen, den man in der Nachttischschublade Welshofens gefunden hat. Ich sah ia auch ganz deutlich, daß er in italienischer Sprache ges schrieben war." ( Fortsetzung folgt.) als auch den die Schüler warfen. Das ften des Dire Antrage, das In dem Unfo Schüler befta mehr ausdrü billigt. Da Ronflitt für fahren ein.( den Schülern ferenzbeschluß gegangen we Echneeballwe statten durfte nisspielen en richts ist ei und das ge felhaft feftft Unterlassun schuldig gem Gin tele Stockholm. G dem Telepho woch nach e Starfftromm Egner und nigliche Schl Schloß in Schweden f Hamburg m Großherzogi einzelne Wo zufrieden. System der holm und Paris ausg Stocholmer Tod ein Michael Ba tengründer von 76 Ja englischen dium der A Daniel gewi Traktate ging deutscher und Anfang der Napoleon II feinem Fall hatte er Ge If Hörnern eintraf, hat Beiten gerü folge der Tempel in bem fahlen, über die M christ besiegt Revolve for. 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Das Provinzialschulkollegium erhob aber zugunften des Direktors und des Lehrers den Konflikt mit dem Antrage, das gerichtliche Verfahren einzustellen, well bis ju dem Unfall kein Verbot für das Schneeballwerfen der Schüler bestanden habe. Das Lehrerkollegium habe viel= mehr ausdrücklich das Schneeballwerfen der Schüler gebilligt. Das Oberverwaltungsgericht erachtete auch den Konflikt für begründet und stellte das gerichtliche Verfahren ein. Es führte u. a. aus: Das Schneeballwerfen set den Schülern nicht nur nicht verboten, sondern durch Konferenzbeschluß gestattet worden, deshalb müsse davon ausgegangen werden, daß der Direktor und der Lehrer das Schneeballwerfen der Schüler bei 2 bis 3 Grad Wärme gestatten durften; ein Unglücksfall könne sich sogar bei Tennisspielen ereignen. Nach Ansicht des Oberverwaltungsgerichts ist ein Konflikt dann für begründet zu erklären und das gerichtliche Verfahren einzustellen, wenn unzwetfelhaft feststeht, daß Beamte sich einer Ueberschreitung oder Unterlassung einer ihnen obliegenden Amtshandlung nicht schuldig gemacht haben. Vermischtes. Ein telephonisches Gespräch zwischen Karlsruhe und Stockholm. Ein interessanter, wohlgelungener Versuch mit dem Telephonieren über große Distanzen wurde am Mittwoch nach einem neuerfundenen System mit Hilfe der Starkstrommykrophone von den schwedischen Ingenieuren Egner und Holmström angestellt. Verbunden war das königliche Schloß in Stockholm und das großherzogliche Schloß in Karlsruhe. Der König und die Königin von Schweden sprachen drahtlich via Helsingborg- KopenhagenHamburg mit dem Großherzog, der Großherzogin und der Großherzogin- Witwe von Baden. Man hörte deutlich jedes einzelne Wort. Die Teilnehmer des Gesprächs waren sehr zufrieden. Noch in diesem Monat wird nach dem nenen System der regelmäßige Fernsprechverkehr zwischen Stockholm und Hamburg hergestellt und bald bis Berlin und Paris ausgedehnt werden. Die ersten Abonnenten sind die Stockholmer Handelsbank und eine große Hamburger Bank. Tod eines„ Propheten". In London ist der Prophet" Michael Barter gestorben der einer der eigenartigsten Seftengründer Englands gewesen ist. Barter, der ein Alter von 76 Jahren erreicht hat, war eigentlich Geistlicher der englischen Hochkirche, er hatte sich jedoch gänzlich dem Studium der Apokalypse Johannis und des mystischen Buches Daniel gewidmet, aus denen er zu weissagen pflegte. Seine Trattate gingen in Millionen von Exemplaren in belgischer, deutscher und französischer Sprache in alle Welt. Er hatte Anfang der 60er Jahre vorigen Jahrhunderts prophezeit, daß Napoleon III. stürzen werde, der Antichrist sei, und daß nach seinem Fall das 1000jährige Reich zu erwarten sei. Später hatte er General Boulanger als das große Tier mit den If Hörnern" bezeichnet. Als diese Prophezeiung auch nicht eintraf, hatte er seine Weissagungen in etwas fernere Zeiten gerückt. Im Jahre 1921 wird seinen Schriften zufolge der Mann der Sünden" sein Reich aufrichten, den Tempel in Jerusalem wieder erbauen und die Reiter auf bem fahlen, schwarzen und roten Roß werden Verderben über die Menschheit bringen, bis im Jahre 1931 der Antichrist besiegt sein wird und das Millennium anbricht. Revolverattentat auf einen Wiener Universitätsprofef= sor. Auf den Professor der Ohrenheilkunde Dr. Alexander in Wien gab der Schneidergeselle Soukup gestern nachmittag auf offener Straße zwei Revolverschüsse ab. Die beiden Schüffe gingen fehl. Der Attentäter wurde verhaftet. Das Motiv zu dieser Tat ist Rache wegen eines gegen den Professor verlorenen Prozesses. Soukup hatte fich von Professor Alexander aus kosmetischen Gründen an seiner Sattelnase operieren lassen. Der ärztliche Eingriff fiel nicht nach seinem Geschmack aus, und er führte gegen den Arzt einen Schadenersatzprozeß über 20 000 M, wurde aber in allen drei Instanzen abgewiesen. Den gleichen Ausgang hatte ein Prozeß Soufups gegen einen zweiten Arzt genommen, der ihn gleichfalls an der Nase operiert batte. Ein Schah im Exil. Wie Mohammed Ali, der Ex- Schah von Persien, als Gast des russischen Zaren in Odessa die Tage seiner Verbannung verbringt, schildert ein englischer Korrespondent. Der jähe Schicksalswechsel in seinem Leben hat ihn nicht mißgestimmt oder niedergedrückt. Seine hauptfächlichen Besucher sind General Kaulbars, der Stadtpräfekt, und einige andere hohe russische Würdenträger. Doch spricht der Schah mit ihnen nic über persische Angelegenheiten, sondern seine Hoffnungen und Gedanken vertraut er nur feinen persischen Begleitern an. Wohl mag in ihm der Wunsch bestehen, wieder auf den Thron seiner Väter zurückzukehren, aber vorläufig lebt er vergnügt und zufrieden als Gast des Baren, der mit allen Ehren und allem Komfort aufgenommen wird und dem nur die von ihm erbetene persönliche Audienz bei dem russischen Herrscher verweigert worden ist. Das Palais, das der Schah bewohnt, ist ein geräumiges, zweistöckiges Gebäude, das teils im persischen, teils im europäischen Stil prachtvoll eingerichtet ist. Die Kosten für die innere Ausstattung, für Wagen, Automobile usw. sind aus der Privatschatulle des Zaren bestritten worden. Mohammed Alis Harem besteht aus 13 Frauen, die tief verschleiert in der Deffentlichkeit erscheinen, wenn sie sich unter dem Geleit des Obereunuchen und eines Poltzisten ins Bad begeben. Hier wurden die Perserinnen von russischen Frauen neugierig beobachtet, aber es war eine Enttäuschung, denn man konnte an den jungen, gutmütig und verschlafen aussehenden Haremsdamen keine besonde= ren Schönheiten entdecken. Das Apachentum in der französischen Armcc. In TouIon wurden zwei notorische Apachen und der Sohn eines in Paris kommandierenden Divisionsgenerals als Mörder eines am 3. Januar meuchlings ermordeten Kameraden verhaftet. Der betreffende General ist sofort nach Toulon abgereift, wo er eine Unterredung mit seinem Sohn in der Gefängniszelle hatte. Der Vorfall lenkt von neuem die Aufmerksamkeit auf das in Heer und Marine überhandnehmende Apachentum. Die Täter stehen alle drei bei Matrosendivisionen in Toulon. „ An die verchrliche Damenwelt" ist ein Inserat in der Konstanzer Zeitung gerichtet. Es ist von dem Schauspie= Jer May Kiel aufgegeben und unterzeichnet. Der Mime bittet die Damen, ihn vorläufig mit den zahlreichen zuschriften und Gunstbeweisen zu verschonen, da er sie unmöglich alle berücksichtigen fönne.- Selbst wenn, was wir nicht glauben, die Konstanzer Damen zudringlicher als die In anderen Städten sein sollten- so in aller Oeffentlichfeit wird sich ihrer kein Gentleman erwehren. Ein Gattenmord, der in seinen Einzelheiten noch nicht öllig aufgeklärt ist, wurde am Dienstag in Rostock verübt. Als die Schwiegermuter des 86jährigen Wilhelm Diedrichs bends die Wohnung ihrer Kinder betrat, fand sie ihre Tochter im Bett tot auf. Die Leiche wies einen Schuß in der Schläfe, eine Stichwunde in der Brust und durchschnitlene Schlagadern auf. Der Mann stand vollständig befrunken neben der Leiche. Die Polizei verhaftete Diedrichs; Set der Vernehmung gab er trotz seiner Trunkenheit klar und sachlich an, daß er seine Frau auf ihr eigenes Verlangen zu erschießen beabsichtigt habe; die Stichwunden jedoch hätte fie fich felbst später betgebracht. Die Frau war trübsinnig, und es ist daher möglich, daß diefe Angaben richtig find, besonders, da die Kinder, ein Junge und ein Mädchen, vorher von der Mutter aus der Wohnung entfernt worden find. Die Frau war 88 Jahre alt und sett neun Jahren perbeiratet. Gute Gedächtnisse. Unter den französischen Schriftstellern und Dichtern des 19. Jahrhunderts gab es viele, die ein beneidenswert gutes Gedächtnis hatten. In Mon Dimanche" wird erzählt, daß Alexander Dumas Vater, als er das für die Comedie Francaise bestimmte Manuskript des Dramas Christine" verloren hatte, in einer Nacht die fünf in Versen geschriebenen Akte aus dem Gedächtnis noch einmal niederschrieb. An dem Tage, an dem Victor Hugos ,, Legende de siecles" erschien, speiste Theophile Gautier in Gesellschaft einiger Freunde, die sich lebhaft über das neue Werk unterhielten. Man bedauerte sehr, daß man nicht sofort ein Exemplar des neuen Buches herbeischaffen konnte; da erhob sich Gautier und deklamierte 158 Verse aus dem neuen Werke. Man fragte ihn erstaunt, ob er die Verse schon seit längerer Zeit aus dem Manuskript fenne, worauf er ruhig erwiderte: Nein! Ich habe heute morgen beim Frühstück das Wert des Meisters mir ein bißchen angesehen." Lamartine war gleichfalls mit einem ausgezeichneten Gedächtnis begabt. Eines Tages zitierte er in Gegenwart guter Freunde etwa 800 Verse, die er am Morgen desselben Tages geschrieben hatte. Guy de Maupassant erzählte, daß Flaubert aus Werken, die er vor zehn und noch mehr Jahren gelesen hatte, beliebige StelYen zitieren konnte; ia, er wußte manchmal sogar genau die Seite anzugeben, auf der die betreffende Stelle zu finden war. Gambetta soll die Namen aller Republikaner Frankreichs und Algeriens auswendig gewußt haben. Sicher ist, daß er, ohne daß ihm auch nur ein einziger Frrtum unterlief, genau angeben konnte, wie viel Stimmen in jeder einzelnen Gemeinde Frankreichs für die Republik abgegeben worden waren. Das Königsschloß von Athen, an der Ostseite des Verfassungsplaßes gelegen, ist kein hervorragendes Kunstwerk sondern bietet mit seiner langen, gleichmäßigen Front einen fasernenhaften Anblick. Es ist ein ungeheures Kalfsteingebäude, mit pentelischem Marmor bekleidet, das den auf der Agora, dem Marktplab, wimmelnden Menschen durch ein liebliches Wäldchen von Platanen, Pfefferbäumen und Palmen entzogen wird. Der Baumeister des Schlosses ist der Münchener Baumeister Görner, der die Pläne in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts entwarf. König Ludwig von Bayern hieß sie gut, und so wurde der langgestreckte Bau, der so gar nicht mit den auch in Trümmern noch eleganten Linien der antiken Athener Bauwerke harmonieren will, nach diesen Plänen ausgeführt. Bereits im Jahre 1902 brach im linken Flügel des Palastes ein Feuer aus und legte seine inneren Räume in Asche. Hinter dem Palais liegt der einzige schöne Park Athens, der auf Anregung der Königin Amalie von dem deutschen Hofgärtner Schmidt angelegt wurde. Das Schloß ist in der Regel unbewohnt, da König Georg gewöhnlich auf seinem ländlichen Schlosse Tatoy, einige Meilen von Athen, residiert. Der Wiederaufbau soll unverzüglich in Angriff genommen werden. Hervorgehoben zu werden verdient, daß kurz vor den jüngsten politischen Wirren dem König ein Plan zum volltändigen Umbau des Palastes vorgelegt wurde. Es handelte sich darum, dem etwas nüchternen Bau, bet dessen Herstellung der Marmor keine Verwendung fand, ein vornehmeres Gepräge zu geben. Die Millionäre Berlins. Berlin kann sich schon sehen lassen. Neuvork hat seine obersten Vierhundert, die die Garde der Reichsten bilden, Berlin seine obersten Zwölfhundert, oder genau nach den Angaben der Städtischen Steuerdeputation 1256 Millionäre, die ihr Vermögen mit sechs- und siebenstelligen Zahlen angeben. 3war in der Qualität fann sich Berlin mit den amerikanischen Nabobs nicht messen, zu Rockefellers, Vanderbilts, Morgans haben es die Berliner noch nicht ge= bracht und die goldenen amerikanischen Witwen, wie die Damen Harriman, Gould und Genossinnen, die es nicht unter einigen Hundert Millionen tun, fehlen auch noch. Möglich, daß die Neuyorker Finanzgrößen den schwersten Berliner Millionär noch für einen armseligen Proletarier ansehen, er besitzt nämlich bloß dreiundvierzig Millionen, und die genügen, um ihn zum reichsten Berliner zu machen. Aber vielleicht strengt sich der Mann an und macht noch Karriere und bringt es auf eine achtstellige Zahl. Ziemlich dicht auf den Versen sind ihm die zwei nächst reichsten Berliner, von denen jeder ein vierzigfacher Millionär ist. In der gehörigen Distanz folgen nun ein fünfunddreißigfacher, zwei dreißigfache und ein fünfundzwanzigfacher MilItonär. So geht es von Stufe zu Stufe abwärts, immer ein Millionär, der eine Million weniger hat. Und je geringer die Zahl der Millionen wird, desto größer wird die Zahl der Glücklichen, die sie ihr eigen nennen. Fünffache Millionäre zählt man schon drei, viereinhalbfache vier und dieifache sieben. Dort aber, wo die Proletarier unter den Millionären anfangen, da wird die Gesellschaft noch zahl= reicher. Zwischen zwei und drei Millionen befizen bereits rund 250 Berliner und die Zahl derer, die gerade die Million haben, die absolut notwendig ist, um in der Gesellschaft der obersten Zwölfhundert aufgenommen zu werden und sich der besonderen Wertschäßung der Steuerbehörden zu erfreuen, übersteigt 800. Und diese Gesellschaft wird im nächsten Jahre ordentlichen Zuwachs erhalten. Denn da sind einige, die die verzweifeltsten Anstrengungen machen, in den Ring der Millionäre hineinzukommen. 62 Berlinern fehlen nur noch 20-40 000 M zur Million, eine Kleinigkeit, die sie in Jahresfrist wohl schaffen werden. Der reichste Mann Berlins, der mit den 43 Millionen, zahlt jährlich an Ergänzungssteuer 22 000 M, die 37, die gerade noch die knappe Million befizen, zusammen über 19 000 M. Dazu kommen noch die Einkommen- und anderen Steuern. Aber mit der Einkommensteuer scheint es nicht immer sehr weit her, und wenn man genau zusieht, hat mancher Millionär seine Millionen sehr notwendig, denn er würde ohne sie im Leben vielleicht nicht sehr weit kommen. Da erzählt die Steuerdeputation von zwei Millionären, die ein Einkommen von weniger als 3000 M versteuern. Das höchste Einkommen, das ein Berliner bezieht, beträgt die Kleinigkeit von 3 270 000 M jährlich. Der Mann ist wohl auch der größte Steuerzahler, er entrichtet jährlich an Einkommensteuern 130 600 M. Insgesamt gibt es 19 Berliner, deren Jahreseinkommen eine Million übersteigt. Aber natürlich können diese Personen mit den Aktiengesellschaften nicht konkurrieren. In Berlin besteht eine Gesellschaft, die nicht weniger als 17 Millionen jährliches „ Einkommen" hat und 684 000 M Ginkommensteuer zahlt. Ihr am nächsten kommt eine andere Gesellschaft mit etwa 13 Millionen Einkommen und 515 000 M Einkommensteuer. Da sind selbst die obersten Zwölfhundert nichts dagegen. Ein Kulturbild aus China. Im Ostasiatischen Lloyd" veröffentlicht R. Wilhelm eine Schilderung der chinesischen Gebräuche bei der Geburt von Mädchen, in deren Verlauf er auch auf den vielbes rufenen chinesischen Mädchenmord zu sprechen kommt. Er meint: Gewissenhafte Untersuchungen haben ergeben, daß von Mädchenmord als einer allgemein verbreiteten Voltssitte in China nicht geredet werden kann. Dafür ist der schlagendste Beweis zunächst einmal der Umstand, daß sich die beiden Geschlechter an Zahl ziemlich die Wage halten, ja ein Ueberfluß an Frauen vorhanden ist. Den Anlaß zu den unter den Ausländern verbreiteten Sagen vom Mädchenmord. Die noch immer von Buch zu Buch mandern haben wohl hauptsächlich verschiedene mißverstandene Voltsbräuche gegeben. Es ist nämlich in China nicht üblich, Kinder regelrecht zu beerdigen; denn eine solche Beerdigung ist nicht nur fostspielig, sondern bedingt auch einen nachfolgenden Opferdienst, der nur von den eigenen Nachkommen vollzogen werden kann, also bei Kindern ganz von selbst ausgeschlossen ist. Fallen daher zum Beispiel kleine Kinder etwa einer der auch in China häufigen Kinderkrankheiten zum Opfer, so werden sie nur oberflächlich in die Erde eingescharrt. Das ist auch der Sinn des verrufenen Kinderleichenfarrens in Peting, der durch die Straßen fährt und die kleinen Leichen abholt; gerade er hat eine so große Rolle in den Meinungsverschiedenheiten über den Mädchenmord gespielt. Denselben Zweck haben ferner die sogenannten Kindertürme, die sich an vielen Orten Chinas finden. Es sind kleine Pagoden, in denen Kinderleichen niedergelegt werden, damit auf diese Weise wenigstens die Seelen in einer gewissen Verbindung mit dem Göttlichen stehen. Aber man kann, namentlich in Schantung, auch sehr häufig Leichen von Kindern auf freiem Felde finden, wo sie dann von umherschweifenden Hunden angenagt und schließlich wohl ganz aufgefressen werden. Dieser Brauch der uns besonders unmenschlich anmutet, hat aber ebenfalls eine religiöse Ursache, die gerade das Gegenteil von dem will, was der äußere Anschein zeigt. Der Chinese hat nämlich die Vorstellung, daß sich die Seele nach dem Tod mit der Verwesung langsam von dem Beibe löst und dann durch die Luft den Weg zu ihren weiteren Verleiblichung nimmt. Indem nun die Kinderleichen den Hunden zum Auffressen überlassen werden, will man verhüten, daß die Seele des Kindes Zeit findet, sich in andere Gegenden zu verziehen, und erreichen, daß sie, plößlich körperlos geworden, in die Familie der Eltern zurückkehrt, um sich dort einem neuen Körper anzubilden und möglichst bald wieder als neugeborenes Kind zu erscheinen. Aus diesen Bräuchen darf man also nicht auf eine regelmäßige Gewohnheit des Mädchenmords in China schließen, ebensowenig wie aus dem Umstand, daß die von der Mission und von anderer Seite gegründeten Findelhäuser stets genügend Zöglinge haben. Denn häufig kommt es vor, daß Eltern, die in Not geraten sind und mit Nahrungs sorgen zu kämpfen haben, ihre kleinen Mädchen dem Fin delhaus übergeben oder in dessen Nähe niederlegen, da sie wohl wissen, daß die Kinder dort wohl aufgenommen werden und ihr Leben lang eine gute Versorgung haben, Troßdem ist daran festzuhalten, daß in Zeiten großer allgemeiner Not oder in besonders heruntergekommenen Streifen auch eine wirkliche Tötung von neugeborenen Mädchen vorkommt. Das beweisen schon die Regierungserlasse, die sich im Laufe der chinesischen Geschichte immer wieder gegen dieses Verbrechen gewandt haben, sobald es hier und dort überhand zu nehmen drohte. Drabtnachrichten und neuestes. Keine deutsch- türkischen Mißhelligkeiten. Konstantinopel, 13. Januar. Hier eingetroffene Berli ner Telegramme berichten über einen Artikel des Echo de Paris, der angebliche ernste Konflikte Imhof Paschas mit türkischen Offizieren schildert und die Stellung der deutschen Instrukteure als sehr schwierig darstellt. Nach Anfrage bei dem Artillerieinstrukteur Imhof Pascha und anderen maßgebenden Stellen ist der Echo- Artikel als völlig erfunden zu erklären. Der Großmeister der Artillerie und Präsident der Artillertekommission Nasim Pascha sprach sich bei dieser Gelegenheit in wärmsten Worten über die Persön= lichkeit und die militärischen Eigenschaften Imhofs aus und versicherte, daß die Offiziere und Militärschüler Imhof lieben und verehren. Die Türkei hat von Imhofs Wirken den größten Nuhen. Die Beziehungen Bulgariens zur Türkei. Wien, 13. Januar. Aus zuverlässiger Konstantinope Yer Quelle wird berichtet: Die zweifellos zwischen Bulgarien und der Türkei bestehenden Spannungen und die Anzeichen für eine im Frühjahr zu erwartende verstärkte Bandenbewegung in Mazedonien haben zur Bildung von Gerüchten geführt, wonach man in den leitenden militärischen Kreisen der Türket mit der Möglichkeit eines baldigen Krieges rechne. Tatsächlich besteht in den militärischen Kreisen eine friegerische Stimmung. Troßdem gilt es als sicher, daß die Pforte und insbesondere der neue Großwesir dieser Strömung mit größter Entschiedenheit entgegentreten wird. Sturmschäden. Cuxhaven, 13. Januar. Der Sturm, der immer noch aus Südwest in einer Stärfe von 6 Metern weht, verhindert jeden Schiffsverkehr. Namentlich stockte gestern der ausgedehnte Schiffsverkehr im Cuxhavener Hafen und die Häfen liegen voller Schiffe. Durch die ganz ungewöhnlichen Witterungsverhältnisse erleidet die gesamte Schiffahrt schwere Störungen und Schädigungen. Ranbmord. Hamburg, 13. Januar. In ihrem Geschäftslokal wurde die Pfandleiherin Merkli ermordet aufgefunden. Der Mörder hat sein Opfer anscheinend durch Hammerschläge betäubt und dann ihm mit dem Messer den Hals durchgeschnitten. Aus dem geöffneten Geldschrank entwendete er Geld und Juwelen. Bluttat auf einem westfälischen Gute. Münster( Westfalen), 13. Januar. Auf dem Gute des Grafen Droste feuerte der Gutsverwalter auf den Gutspächter, der ihn wegen eines Liebesverhältnisses zur Rede gestellt hatte, zwei Schüsse ab, die diesen in den Kopf trafen. Dann erschoß er seine Geliebte und flüchtete, nachdem er noch die Frau des Gutspächters mit Totschießen bedroht hatte. Polizeihunde verfolgen seine Spur. Aufgefundene Kindesleiche. Berlin, 13. Januar. Einen grauenhaften Fund machten geſtern Arbeiter auf dem Müllgeländeplatz am Spandauer Schiffahrtskanal. Als sie den Müll durchsuchten, fanden sie Die Kriminalpolizei auch eine halbierte Kindesleiche. wurde von dem Funde benachrichtigt. Es handelt sich um die linke Hälfte eines Kindes im Alter von 2 bis 4 Jahren. Ob es sich um die Beiseiteschaffung einer Leiche oder einen Lustmord handelt, ist noch nicht festgestellt. Russische Unterschleife. Rajan, 13. Januar. Am hiesigen Militärgericht fand heute ein Prozeß, der drei Wochen in Anspruch genommen hat und Mißstände bei der Intendantur zum Gegenstand hatte, seinen Abschluß. Zehn Angeklagte, zwei Oberstleutnants und acht andere Offiziere, wurden zum Ausschluß aus dem Dienst und Einreihung in die korrektions strafabteilung verurteilt. Von den Verurteilten sollen außerdem 170 000 Rubel gerichtlich eingezogen werden. Die Hofrichter- Affäre. Prag, 13. Januar. Auf dem Friedhof in Leitmeriz ist heute der Leichnam der im Jahre 1904 verstorbenen Braut des Oberleutnants Hofrichter erhumiert und photographiert worden. Proben des Erdreichs und der Leichenteile wurden nach Wien gesandt. Abdul Asis. Tanger, 18. Januar. Sämtliche Stämme in der Umgegend von Tazza beabsichtigen nach einer Meldung, sich am 18. Januar zu versammeln, um Abdul Asis zum Sultan und Muley el Kabir zu dessen Stellvertreter auszurufen. Ausschreitungen streifender Arbeiterinnen. Amiens, 13. Januar. 600 Arbeiterinnen einer Weberei in Bertaucourt, die wegen Verspätung mit einer Geldstrafe belegt werden sollten, sind in den Ausstand getreten. Sie zogen lärmend durch die Straßen und warfen an zwei Beamtenhäusern die Fensterscheiben ein. # Nr. Aecht Malzkaffee garantiert rein Pfund Paket 25 Pfg. Jakob Maternus, Giessen ( Ecke Klinik und Frankfurterstraße.) Empfehle als Spezialität sehr billig Frack und Gesellschaftsanzüge auch lethweise. Mein reichhaltiges Lager in Krawatten, Kragen Manschetten, Hosenträgern 2c., sehr preiswert und stets das Neueste am Lager, halte ich bestens empfohlen W. Karubach, Sießen, Bahnhofstr. 27. ( Im Hause der Firma Berdur.) 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Die für die Erbauung eines 2 flassigen Schulhauses mit Lehrerwohnungen in Reiskirchen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen wie: Erd- und Maurerarbeiten, Steinmezarbeiten, Lungund Sandsteine, Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Spenglerarbeiten, Schlosserarbeiten, Weißbinderarbeiten, Tapezierarbeiten und Eisenlieferung sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau HUNDERBERG- ALBRECHT leidstraße 11, II. Stock zur Einsicht der Intereſſenten Hoilieferant Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilheim II. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Gegr. 1846. Anerkannt bester Bitterlikör! 24 Preis- Medaillen! Man verlange Underberg- Boonekamp. ausdrücklich: Ordentliche Hauptversammlung Fort mit den teuren Zündhölzchen! Montag, den 24. Januar 1910 abends 8 Uhr bei Wirth Arnold( 3um chiplapak") Tagesordnung: 1. Berichterstattung. 2. Rechnungsablage. 3. Ersazwahl des Vorstandes. 4. Wahl des Rechnungs- Prüfungs- Ausschusses. 5. Verschiedenes. Gießen, den 8. Januar 1910. Der Vorstand. Die Rechnung liegt bei dem Vorsißenden, Herrn A. Dikore, Schanzenstraße 8, vom 15. d8. Mts. 8 Tage zur geft. Einsicht der Mitglieder offen. Frankfurter Intimes Theater kommt. Dir, Wallé. Neu! Unser ,, Elektra"-Feuerzeug ersetzt dieselben vollständig! Der billige Preis gestattet Jedem die Anschaffung. Elettra" Feuerzeug. Allerbestes Feuerzeug der Gegen wart! Unentbehrlich für Raucher! Hochfein vernidelt, in der Westentasche zu tragen, per Stüd mit 1 Fl. Metyl Mk. 1.3 Stück Mk. 2.80 Einfache Handhabung. Sofort Feuer. Dersand gegen Nachs nahme oder Dorhereinsendung des Betrages. Bet Doreinsendung 20 Pfg. Porto mitschiden. Nachn 20 Pfg. extra. Hauptkatalog mit ca. 4000 Gegenstanden über Solinger Stahlwaren, HausMetyl pro Flasche pro Stück 30 Bfg. Für jeden 3wed vers wendbar, 3. 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Gießen, den 13. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Frankfurter Intimes Theater kommt. Dir.: Wallé. der erzen belief fic = it stattfind immer, schließli der Pf von übe 9 Jahre Fohlen Pferde früheren den Ver borzufüh und F eine Re Anme Herrn 4. Apri besonder stehens werden nehmen Beteilig * demie derung schaftli Erricht tät un einent wendet furt u die be dorthin orenbe würde deffen wohl sehen, tende Maße die d und n Die G fige S fich da Ben 31 Ser führun Wein in der Für d Ser M Schau gewor