waffe befter unb Weinbergslagen Faffern von 25 Riften v. 12 Fl. an wächter LHEIM a. Rh. otweine. ngel Geschäft Telephon 82 inrichtungen. einfache lack belu.Matratz ren alter Polste streng reeller fac Polstermöbe Neu amtlich geschütz und Back maschine täglich zu sehen vertreter für Hesse essen- Nassau: rich Heyl, chinenfabrik rankfurterstr. 128/1 enkran inifftraße) end 5-7 Uhr. gentranten und tranten. hme in Heilffä nfe ung von Anfted Volt. e" tige Berfon und F Befundheitsjuftar d Tenhaft und distre ferenzen zur Verfi -Büro Neue Zeil Gießen, Selters Blätte mor und Kun nur M. 3.dlungen und Gratis- Probeeatinerftr. 47 München en der Redakti intereflante A eggendorfer- Bla ermann frei! 255 Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mr., durch die Post 1,50 Mr. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Donnerstags und Samstags.- Zwei Extrabeilagen: Bürgermeisterei - „ Humoristische Blätter" und die Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 108. Bekanntmachung. = des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Samstag, 13. August 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Playzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Die Friedhöfe sind vom 16. August bis 15. Ottober von morgens 6 bis abends 8 Uhr geöffnet. Gießen, den 10. August 1910. Bürgermeisterei. Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflastererarbeiten wird die Sentenbergstraße von heute an bis auf weiteres für jeglichen Subverts- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 8. August 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird der Große Steinweg und der Eichweg von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerts- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 8. August 1910. Großh. Polizeiamt Gießen. Gebhardt. Soziale Fürsorge für schwächliche Volksschüler. Arbeitsvergebung. Die Zimmer- bezw. Schreinerarbeit zur Herstellung einer Fahrradhalle, sowie die Weißbin= derarbeit zur Unterhaltung der höheren Mädchenschule soll Donnerstag, den 18. August d. Is., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 12. August 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. Arbeitsvergebung. Die Lieferung und Herstellung der Blitzableiter Anlage für die Schlachthofer weiterung soll Einrichtungen ist eine sorgfältige Ueberwachung und womöglich Nachpflege notwendig, damit die Erfolge auch von Dauer bleiben. 21. Jahrg. Montag, den 15. August d. J., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termine an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 5 Wochen. Gießen, den 8. August 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. Bekanntmachung Die Lieferung von 20 na benanzügen( Größen 7-12) für die Ebelstiftung ist zu vergeben. Angebote mit Angabe der Preise für die einzelnen Größen sind unter Beischluß von Muster bis spätestens 20. d. Mts. beim Armenamt, Afterweg 9, einzureichen, wo auch Stoffproben eingesehen werden können. Gießen, den 11. August 1910. Die Armendeputation der Stadt Gießen. Mecum. König von Siam verliehenen Orden vom Weißen Elefanten 4. Klasse annehmen und tragen zu dürfen. Auf dem 11. Kongreß für Volts- und Jugendspiele in Eine neue Bestimmung zum Tabaksteuergesetz. Geh. Hofrat Dr. Heinrich Schenck für die Zeit vom 1. Barmen behandelte Sanitätsrat Professor Dr. Schmidt aus Bonn die Frage der„ Sozialen Fürsorge für die Schwäch linge an unseren Volksschulen". Die Aufgaben auf diesem Gebiete sind u. a. von einzelnen Kommunen zu lösen ver= fucht worden. Die Ausführungen des Referenten gipfeln in folgenden Säßen: Damit unsere Kinder wohlentwickelt und schulreif im 6. Lebensjahre zur Schule kommen, sind alle Einrichtungen, welche der Säuglingsfürsorge dienen, ebenso wichtig wie die Anlage von zahlreichen Kinderspielpläßen, sowie die Einrichtung gesundheitlich vorwurfsfrei geleiteter Kindergärten. Wünschenswert ist insbesondere, daß in der Frauenschule, sowie vor allem in der hoffent= lich bald als Pflichtschule eingerichteten Mädchen- Fortbildungsschule eine gründliche Unterweisung der fünftigen Mutter in der Säuglings- und Kinderpflege erfolgt. Die Kinder, die zwar das Schulalter erreicht haben, aber als noch nicht schulreif zurückgestellt werden, sind in besonderen Schulfindergärten zu vereinen, wo ihnen Beschäftigung u. Spiel möglichst im Freien, sowie Ausbesserung der Ernährung zu teil wird. Diese Zeit ist auch zu benutzen, um die stark in " Das Kaiserliche Reichsschazamt hat der Redaktion der „ Süddeutschen Tabatzeitung" folgende Mitteilung übersandt: „ Die Ausstellung der konsularischen Beglaubigungsvermerke auf Tabatrechnungen wird vom 1. September 1910 ab gebührenfrei erfolgen. Die Gebührenfreiheit erstreckt sich also auf solche Rechnungen, die am und nach dem 1. September ausgestellt werden." Als eine Folge des neuen Tabaksteuergesetzes muß nämlich jede Fattura über einen zwischen dem Ausland und Deutschland zustandegekommenen Tabaktauf der Kontrolle wegen konsularisch beglaubigt werden, was bisher mitunter recht erhebliche Kosten verursachte. Mit oben wiedergegebener Bekanntmachung hat nun das Reichsschaamt einer von der„ Südd. Tabakzeitung", dem Zentralorgan der deutschen Tabalindustrie, ausgegangenen Anregung entsprochen und mit der gebührenfreien Beglaubigung eine nicht zu unterschätzende Erleichterung für die deutsche TabaEndustrie geschaffen. ** Ernannt wurde vom Großherzog der ordentliche Professor an der Technischen Hochschule zu Darmstadt September 1910 bis 31. August 1911 zum Rektor dieser Schule. ** Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Philipp Hofmann- Heuchelheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lang- Göns. * Städtisches. Ein 16 000 Quadratmeter gro= ßes, dem Defonom Lampus gehöriges Grundstück ging ge= gen einen Kaufpreis von 142 000 Mt. in das Eigentum der Stadt Gießen über. D * Kriegsveteranen Appell 1910. Wie das aktive Heer die Kriegsveteranen ehrt, zeigt die große Zahl der freiwillig gemeldeten Angehörigen der hessischen Regimenter, welche als Abordnungen erscheinen. Vom Kaiser- Regiment in Gießen tommen allein 10 Offiziere, 16 Unteroffiziere und 39 Mann, und so entsprechend auch von den anderen Regimentern. * Schießübungen. Seit etwa 4 Wochen veran staltet der hiesige Kriegerverein, dem gleich wie in anderen hessischen Städten auch von der Gießener Militärverwaltung der Entwickelung zurückgebliebenen, blurtarmen, strofulösen Der Lohnkampf auf den deutschen Werften alte Infanteriegewehre zu diesem Zweck überlassen worden In Hamburg wurde mit der Auszahlung von Unterstützungen an die organisierten Werstarbeiter begonnen. Es erhalten jugendliche 7 Mr. und ledige Arbeiter 12 Mt., schuß von 1 Mt. pro Kind, jedoch nicht mehr als 5 Mt. pro Woche. Die Gesamtzahl der Streifenden wird nahe 10 000 betragen. Bei der Hamburg- Amerika- Linie find jetzt auch die Klempner in den Streit getreten. - Der„ Vulkan" in Stettin sperrte 3000, die Werft Nüste u. Co. 500 Arbeiter aus; darauf trat auf dieser Werft der Rest der Arbeiter in den Streit Die Metallgießer und Dreher des Vulkan werden sich am Streit beteiligen. Bei den Oderwerfen besteht Streif bis auf die Schiffbauer. Die Neptunwerft in Rostock sperrte 800 Arbeiter aus. Auf der Werft des Bremer Vulfan in Vegesack wurden etwa 900 Arbeiter, in der Norddeutschen Maschinen- und Armaturenfabrik- Bremen etwa 700, auf der Werft von Tecklenborg- Geestemünde etwa 800, auf der Werft Seebeck= Bremerhaven etwa 280 Mann ausgesperrt. Jett ruht oder rachitischen Kinder in entsprechenden Heilstätten unterzubringen. Die außerordentliche Verbreitung der Rachitis unter den Volksschülern erheischt besondere Maßnahmen ge= gen die Entstehung dieser Erkrankung, sowie zur Bekämpf-| verheiratete 14 Mt. pro Woche, lettere außerdem einen zu ung ihrer unheilvollen, vielgestaltigen Folgen. Um die Schwäche der Rumpfmuskulatur, die bei der Hälfte unserer Schulrekruten vorhanden ist, sowie die Zunahme von Verbiegungen des Rückgrats zu bekämpfen, sind notwendig: Allgemeinkräftigung unserer Volksschüler durch Spiele im Freienneben geeigneter Ernährung, ausreichende Pflege der Rumpf und Haltungsübungen im Schulturnen, sowie besonders orthopädische Turnstunden für die leichteren Formen von Wirbelsäulenverkrümmung. Alle Stoliosen zweiten oder dritten Grades gehören in die Behandlung der Aerzte. Die Haltungsübungen, wie die Uebungen orthopädischen Charakters haben zugleich auf eine bessere Gestaltung, sowie die volle Entfaltung des etwa verbildeten Brustkorbs hinzuwiefen. Besondere Fürsorge ist notwendig für die mangelhaft ernährten, hungernden Schulkinder. Nur wo besondere Gründe, wie völlige Verwahrlosung, Krankheit der Mutter, Abwesenheit der Eltern zur Arbeit über die Mittagszeit hinaus, übermäßig weiter Schulweg und dergleichen es notwendig machen, muß für diese Kinder regelmäßige Schulspeisung ins Auge gefaßt werden. Wo aber durch geeignete Unterstüßung der Eltern dem Kinde die nötige Aufbesserung seiner Ernährung am häuslichen Tisch gewährt werden kann, da ist dies vorzuziehen. Unerseßlich zur För derung einer gesunden Entwickelung aller Organe ist bei ausreichender Ernährung regelmäßige und ausgibige Be wegung in freier Luft. Schwach entwickelte Kinder mit besonderen Krankheitsanlagen müssen in eigenen Anstalten der Genesung entgegengeführt werden. Handelt es sich um allgemeine Körperschwäche und Blutarmut, so ist von höch stem Wert die Unterbringung der Kinder in Ferienkolonien oder auch in Familienpflege auf dem Lande. Einer größeren Zahl von Kindern können die Ferienkolonien, Walderholungsstätten oder Tages- Sanatorien und vor allem die Waldschulen zugute kommen. Bei allen den genannten die - die Arbeit auch auf der Werft der Aktiengesellschaft„ Weser" in Bremen- Gröpelingen. Die Koch'sche Schifswerft in Lübeck und die Maschinenbau- Gesellschaft haben 900 Arbeiter ausgesperrt. Die nicht ausgesperrten Werftarbeiter beschlossen den sofortigen Streit. Lokales. Gießen, 13. August 1910. ** Der Großherzog traf am Mittwoch von Romrod, wo er zur Jagd geweilt hatte, im Residenzschloß ein und begab sich hierauf mit der Großherzogin im Auto nach Schloß Heiligenberg. Dort trafen auch der Erbgroßherzog und Prinz Ludwig ein. Abends erfolgte die Rückkehr nach Jagdschloß Wolfsgarten. ** Der Großherzog hat dem Direktor des hygienischen Instituts der Landes- Universität Gießen Prof. Dr. Neumann die Erlaubnis erteilt, den ihm von dem = waren. Das Schießen findet gegenwärtig auf den Schießständen des Schützenvereins statt, da sich die von dem Verein zuerst gewählten Militärschießstände als ungeeignet erwiesen haben. Im September wird ein Preisschießen abgehalten werden. * Ein Veteranen Sonderzug, nur aus Wagen 3. Klasse bestehend, verläßt morgen früh 6.41 Uhr den Bahnhof Gießen. Die Anfunft in Darmstadt erfolgt um 9.10 Uhr vormittags. Am Abend des morgigen Tages wird von Darmstadt für die Teilnehmer an dem Appell um 8.26 ein Zug abgelassen, welcher Gießen um 10.56 Uhr erreicht und nach Mücke durch einen Personenzug sofort Anschluß findet. Die genannten Züge haben auf sämtlichen oberhessischen Stationen Aufenthalt. !!! 222 Eiserne Kreuze für ein Regiment. In der Zeit der Erinnerung an die Kämpf des Jahres 1870 dürfte es von Interesse sein, daß ein Regiment der deutschen Armee im französischen Kriege mit nicht weniger als 222 Eisernen Kreuzen( 3 Eiserne Kreuze erster und 219 zweiter Klasse) bedacht wurde. Es ist dies das Infanterie- Regiment Nr. 69( 7. Rheinisches), das gegenwärtig in Trier steht und dem 8. Armeekorps angehört. Das Regiment zeichnete sich besonders bei Gravelotte, Amiens( November) und an der Hallue( Dezember) aus. ** Gegen die Lustbarkeitssteuer. Der Gastwirte verein Gießen hat ebenfalls, so wird uns geschrieben, in einer gestern stattgefundenen außerordentlichen Hauptversammlung Stellung gegen die neue Erhöhung der Luftbarkeitssteuer genommen. Nachdem von allen Rednern diese neueste Belastung des Wirtegewerbes scharf fritisiert und als äußerst drückend für die einzelnen Betriebe und ungerecht bezeichnet wurde, nahm die gut besetzte Versammlung einstimmig folgende Entschließung an: Der Verein der Gastwirte von Gießen und Umgegend E. V. als der berufene Vertreter des gesamten Gast wirtegewerbes im Kreise Gießen, erblickt in der Gr. Ministerium erlassenen Verfügung über die Erhöhung des Lustbarkeitsstempels eine ungerechte und einseitige bom Sonderbelastung des Gastwirtegewerbes. Durch die Erhöhung des Stempels vom Mindestsaße von 50 Pfg. auf mindestens 4.50 Mt. ist es den Wirten unmöglich, ihre mit bedeutenden Kosten angelegten Lokalitäten durch Veranstaltung von musikalischen Darbietungen auch nur annähernd erfolgreich zu verwerten, und bedeutet diese Verordnung eine schwere Schädigung die schon mit einer Reihe von Sonder- und Doppelsteuern belasteten Gast wirtegewerbes und kann schwere Eristenzschädigungen nach sich ziehen, um so mehr als schon durch die letzte Reichsfinanzreform und sonstigen Belastungen das Gartegewerbe sich in äußerst gedrückten fast trostlosen Verhält nissen befindet. Im Sinne ausgleichender Gerechtigkeit hoffen die Wirte zuversichtlich, daß Gr. Ministerium auf den einmütigen Protest des gesamten Gastwirtegewerbes Hessens hin, diese Verdes ordnung berücksichtigt und beauftragen den Vorstand Rhein- Main Gastwirteverbandes in Darmstadt sogleich die erforderlichen Schritte einzuleiten und diesbezüglich bei Gr. Ministerium vorstellig zu werden. * Der Meter Hessenverein wird zu Ehren der hessischen Kriegsteilnehmer im Hofbräu zu Metz am 15., 16., 17. und 18. August kleinere Feiern veranstalten, worauf namentlich die Gießener Besucher der Schlachtfelder aufmerksam gemacht sein. * Die Festnahme eines Erpressers ge= lang dieser Tage der Gießener Polizei. Ein hiesiger wohlhabender Bürger war von unbekannter Seite brieflich aufgefordert worden, im Fernewald 200 000 Mt.(!) niederzulegen; im Falle der Nichtbeachtung des Schreibens war dem Adressaten ein Bombenattentat angedroht worden. Nachdem noch ein zweiter Brief mit dem gleichen Inhalt eingetroffen war, ließ die inzwischen benachrichtigte Polizei den Fernewald beobachten, in welchem bald darauf der Absender, ein Schreinergeselle namens Hec aus Gießen, verhaftet werden konnte. !! Manöver- Postsendungen. Aus Anlaß der bevorstehenden militärchen Herbstübungen machen wir auf die Wichtigkeit der Anwendung richtiger und deutlicher Aufschriften bei den Manöverpostsendungen aufmerksam. Zur genauen Aulschrift gehören: Familienname( möglichst auch Vorname, unter Umständen Ordnungsnummer), sowie Dienstgrad und Truppenteil( Regiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Abteilung, Batterie, Kolonne 2c.) und der ständige Garnisonsort, eintretendenfalls mit dem Zusatz „ oder nachsenden". Die Angabe eines Marschquartiers als Bestimmungsort empfiehlt sich in der Regel nicht. Aus Hessen und Nachbargebiet. fand ift den Un * Lauterbach. Hier tagte die Kreislehrerkonfe-| der 24er Dragoner schließt sich die Gefechtsübung unmittelrenz unter dem Vorsitze des Kreisrats v. Bechtold. nahmen über 100 Lehrer teil. Vorträge hielten Kreisarzt Dr. Heinrici über die Schußpockenimpfung und Hauptlehrer Dr. Köhler über Jugendschriften und Bekämpfung d. SchundEs bar an. Nach der Gefechtsübung versammeln sich die Ge- weilen tein Anla nerale und Regimentskommandeure, sowie sämtliche bei der terfuchung mit R literatur durch die Schule; Lehrer Rinner erstattete Bericht Kaisers. Während der Kritik, erfolgt die Bereitstellung der Die Aerzte halten Gefechtsübung beteiligten berittenen Offiziere zur Kritik des Anschlagen an be über die Kreislehrerbücherei. Schulrat Andres gab aus der Statistik der Volksschulen des Kreises bekannt, daß in den 63 Schulorten 110 Lehrkräfte wirken. Die Schülerzahl beträgt rund 5300, davon sind 340 katholisch und 45 israe litisch. Die Zahl der Fortbildungsschüler ist 750. * Lindenstruth. Gr. Ministerium hat den 1. August 1910 als den Tag bestimmt, an dem mit dem Anlegungsverfahren des hiesigen Grundbuchs und des Berggrundbuches zu beginnen ist. * Kesselbach. Hier wurde vom Kriegerverein ein Kriegerdenkmal für die Veteranen von 1866 und 187071 eingeweiht. Lehrer Schmidt hielt die Begrüßungsrede, Pfarrer Rabenau- Kondorf die Weiherede, Bezirksvorsteher Ranst- Grünberg brachte das Kaiserhoch aus. * Homberg a. d. O. die älteste Einwohnerin von Reis, im Kreise ihrer Kinder, Ihren 90. Geburtstag feierte Deckenbach, die Witwe K. Enkel und Urenkell * Bad Nauheim. Der Sultan von Sansibar, der einige Wochen von Bad Nauheim abwesend war, ist wieder mit Gefolge zum weiteren Kurgebrauch eingetroffen und im Kaiserhof abgestiegen. Die hiesigen Hotels- und Pensionsbesizer haben sich bis jetzt den Anordnungen der Badedirektion gefügt und fein Ludwigswasser mehr geholt. Jede Familie darf täglich acht Flaschen Wasser an der Ludwigsquelle füllen. * Friedberg. Der Zar tommt für die bedeu tenden Kosten der Herrichtung des Friedberger Schlosses selbst auf. Mithin würde das hessische Budget dadurch keine Belastung erfahren. * Wöllstein. Hier feierte Lehrer Vogel sein 50jähriges Lehrerjubiläum. * Ech ze l l. Die oberhessische Provinzialausstellung für Geflügel, Vögel und Kaninchen findet am 29. und 30. Oktober hier unter Mitwirkung der Landwirtschaftsammer statt. * Kassel. Der diesjährige Aufenthalt der Kaiserlichen Familie wird bis zum 19. August dauern. Die Abreise von Wilhelmshöhe erfolgt voraussichtlich in der Nacht zum 20. August. * Frankfurt. Der Aviatiker Erich Lochner führte einen prächtigen Ueberlandflug mit seiner neuen Eulerflugmaschine aus. Er startete auf dem Griesheimer Ererzierplay und flog über Schwanheim, Kelsterbach, Raunheim nach Rüsselsheim, zog mehrere elegante Schleifen über der Opelschen Fabrik, machte noch einen furzen Flug, sandeinwärts und kehrte dann auf dem gleichen Wege nach Frankfurt zurück. Die Landung erfolgte gla, t vor seinem Schuppen auf dem Griesheimer Ererzierplatz. Die GesamtflugDie Gesamtflug gelteile an den richten lönnen. am Truppen zum Parademarsch. Jedenfalls wird vor dem Parademarsch der Kaiser die Truppen abreiten. * Mainz. Das Großherzogspaar trifft schon Montag nachmittag im Mainzer Schlosse ein. Erbgroßherzog Georg und Prinz Ludwig kommen nicht nach Mainz. * Mainz. Die Staatsanwaltschaft Mainz hat die von ihr angeordnete vorläufige Konfistation der Geldautomaten auf ihren ganzen Amtsbezirk, die Provinz Rheinhessen, ausgedehnt. Die Unternehmer ziehen es aus diesem Grunde vor, die Automaten vor der polizeilichen Beschlagnahme in Sicherheit zu bringen. * Wiesbaden. Großfürst Peter Nikolajewitsch hielt sich hier zwei Monate infognito mit Familie zur Kur auf. * Worm 3. Nach einer Verfügung dürfen von nun ab in den Landorten des Kreises Worms nach acht Uhr vormittags feine Wecken mehr ausgetragen werden. Das Austragen derselhen muß bis spätestens 8 Uhr beendet sein. Aus aller Welt. * Berlin. Ueber den Beitritt Hollands und De sterreichs zur Durchführung der Schiffahrtsabgaben auf deutschen Flüssen liegt nunmehr ein im Reichsamt des Innern ausgearbeiteter besonderer Staatsvertrag vor, der für Holland und Desterretch bedeutende Vorteile bringt und nach Annahme der leitenden Reichsstellen den Beitritt der beiden Staaten zum Schiffahrtsabgabengesetz sicher stellt. Eine endgültige Vereinbarung auf Grund bes Vertragsentwurses ist erst nach Annahme des Gesetzes im Reichstag möglich. * Brüssel. Der Besuch des Kaiserpaares auf der Brüsseler Weltausstellung ist für die Zeit vom 17. bis 20. Oftober in Aussicht genommen. Die Fef auf dem Auf dem Kr Goes- Leipzig, ber der Turnersch Deutschen Turner Trot feines Grei Begeisterung aufg Ich brau herzliche Freud mich die Pflich deutschen Turne weg der Gebar im 9. Areis h gemacht,( Heiter Einem Alten w wenn er drauß terwegs zu ble in die Hände, nach Kreuznach; begleiter, dahin Turnzeitung",& ben hat( Heiter habe ihn mit Pilsener Bier nach Kreuznach Kreuznach fähr auf die Eberbu bor 400 Jahre ftesfreiheit gefä Du Dir den r nach aus warn bin ich nun h Liebe und He nicht wünschen so ziemlich am )( In Plauen eroberte A. Schulze den Großen Preis der Plauener Industrie in einem 100 Kilometerrennen und P. Damm siegte im 40 Kilometerrennen um den Kleinen Industriepreis. Beide benutzen die Marke Brennabor. )( Straßenfahrten. Am Sonntag, den 7. d. Mts., wurde das 50 Kilometer- Straßenrennen Bochum von A. Kno, das 30 Kilometer- Straßenrennen Biesdorf- Tasdorf Biesdorf von H. Hamann und die 230 Kilometerfernfahrt Neustrelit- Waren- Wittstock von F. Hauptmann auf Brennabor gewonnen. Auch beim 85 Kilometer- Rennen des Gau 4 Düsseldorf- Emmerich siegte ein Brennaborfahrer. zeit betrug 1.30 Stunden. Es iſt vies der langſte bis jest Ein Anschlag auf den Bürgermeister von Yewyork in Deutschland erzielte Ueberlandflug. * Darmstadt. Die Fleischpreise sind nach einer Veröffentlichung der Kommission der hiksigen Mezgermei statt 86 mun 90 Pfg., das Rindfleisch 84 Pig. Und dabei wurde seit 1. Oktober das Oktroi in unserer Stadt aufgehoben. * Bei den drei hessischen Präparandenan sta l- ster gestiegen; danach kostet das Pfund Ochsenfleisch jetzt ten in Wöllstein, Lindenfels und Lich ist die Schüler= zahl gegen das Vorjahr von 270 auf 244 zurückgegangen. In den drei Lehrerseminarien in Alzey, Bensheim u. Friedberg ist ein Rückgang von 480 auf 467 Schüler festzustellen. Trotzdem wird in der letzten Zeit kein Lehrermangel, wie er seit Jahren in Hessen bestanden hat, zu erwarten sein. * Aus Oberhessen. Das Nassauische Feldartillerie- Regiment„ Oranien" hält am 27. August im Gelände zwischen Vorheim, Södel, Wölfersheim, Münzenberg, Rodenberg, Steinfurth und Schwalheim Scharfschießen ab. 11) Gerichtet. Familienroman von Franz Wichmann. „ Alles, der Papa und die Mama. Heute abend gehe ich in Elitekonzert bei Bauli; Rehberg und Hochstein kommen auch." „ Aha, der Baron und der Graf!" machte Robert ver ständnisvoll. " Ja, wie ich der Alten aufgebunden habe. Du wirst dich doch auch einfinden?" Während sie, an das Fenster getreten, im Flüsterton weiter sprachen, redete die Försterin ebenfalls leise, doch heftig aut ihre Tochter ein: ,, Was stehst du wieder da wie eine Wachspuppe? Siehfi ja aus, als ob du kein Wort reden könntest! Ist das ein feines Benehmen?" „ Ich denke, es ist schicklich, zu schweigen, wenn man nicht gefragt wird, Mutter," erwiderte Klara. Höre doch endlich auf mit dem ewigen Widerspruch! Be greifst du denn gar nicht, wie du Otto schadest? Herr von Hohlen kann ihm noch sehr nützlich sein. Er sieht dich gern, ich habe es wohl bemerkt; du könntest dein Glück machen, wenn du nicht so ein einfältiges Ding wärest. Hast du denn gar keinen Verstand? Eine adelige Partie, einen-" Klara verlor bei dem Geschwätz der Försterin ihre ge wohnte Ruhe. „ Mutter, du beleidigst mich! Du weißt sehr gut, daß ich mich nicht verhandeln lasse!" Vor Erregung bebend, nahm sie rasch das Kaffeegeschirr auf und entfernte sich aus dem Zimmer. Die Försterin folgte ihr in die geöffnete Tür. „ Schäme dich! Dieser Ausdruck!" rief sie ihr leise nach. „ Es ist meine Pflicht als Mutter-" Sie brach ab, da Herr von Hohlen eben den Zwicker auf, setzte und spöttisch lächelnd herübersah. ,, Ah, eine kleine Szene, wie es scheint, zwischen Mutter und Tochter!" sagte er zu Otto. Er machte eine kurze Pause und schien nachzudenken, dann fuhr er fort:„ Weißt du, daß dein Schwesterlein eigentlich ein reizendes Ding ist mit ihrem Trotz und Eigensinn? Sie hat etwas, das einen toll machen könnte!" Otto zuckte mitleidig die Achseln. „ Wenn sie nur ein wenig vernünftiger wäre!" Da er sah, daß die Mutter auf sie zufam, setzte er mit lauterer Stimme hinzu: Apropos, gehst du wirklich nicht mit?" Die Försterin hatte die Bemerkung gehört. „ Sie werden Otto nicht begleiten, Herr von Hohlen?" fragte sic. * Mainz. Der Kaiser trifft am Dienstag mit Son derzug um 8 Uhr vormittags am Großen Sand ein und wird dort zu Pferde steigen. Zum Empfang des Monarchen wird das Großherzogspaar und andere Fürstlichkeiten anwesend sein. Zum Ordonnanzoffizier ist Oberleutnant von Penz( Ernst) vom Inf. Rgt. Nr. 116 befohlen worden. Das Dragonerregiment Nr. 24 hat um 8 Uhr in Regimentsfolonne mit dem Trompeterkorps auf dem rechten Flügel zum Ererzieren bereit zu stehen. An das Ererzieren „ Muß wirklich bedauern, gnädige Frau, bin heute verhindert, habe eine Einladung zum Klub der Wahrheitsfreunde erhalten, da kann ich nicht fortbleiben, ohne die Gesellschaft zu beleidigen. Ich kam nur, um Otto zu sagen, daß er mich nach zehn Uhr im Reſtaurant Gillnitzer treffen kann. Ich komme bestimmt dorthin." ,, Ach, wie schade," beteuerte die Försterin, das tut uns Herzlich leid!" „ Nun mußt du mich mit Klara begleiten," wandte Otto sich an seine Mutter. „ Zu Lerchenfelds? Aber wo denkst du hin? Ich bin doch nicht eingeladen!" „ Ach was," erwiderte Otto, ich gehe ja gar nicht dorthin. Das war nur des Vaters wegen. Ihr müßt doch auch ein Der Bürgermeister von New- York Gaynor wurde, als er auf dem Lloyddampfer„ Kaiser Wilhelm der Große" nach Europa abreisen wollte, durch einen Revolverschuß verwundet. Der Täter wurde verhaftet. In dem Augenblicke, wo das Attentat erfolgte, stand Bürgermeister Gaynor auf dem Oberdeck des Dampfers in Unterhaltung mit mehreren Freunden. Die Kugel drang in die linke Kopfseite ein. Der Täter heißt Jule Gallaghar und war Wächter des städtischen Hafenamts. Er gab als Grund an, der Bürgermeister habe ihn um sein Brot gebracht. Ein Lloydbeamter schlug den Angreifer nach der Tat nieder. Gaynor, der beabsichtigt hatte, auf einen Monat zur Erholung nach Nordeuropa zu reisen, war wegen seiner durchgreifenden Resormen wiederholt Drohungen ausgesetzt. Bürgermeister Gaynor ist in das Krankenhaus gebracht worden. Sein Zu „ Ich hoffe es! D, es war schon immer mein Wunsch, seil wir in der Stadt sind! Und die Leute sind hier so liebenswürdig, so zuvorkommend, sie gewähren jeden Kredit, wenn fie wissen, daß man die Frau eines Staatsbeamten ist!" ,, Wie wäre es auch anders möglich?" fiel von Hohlen ein „ Jedes Geschäft muß es sich ja zur Ehre anrechnen-" Wenn nur auch Klara Vernunft annähme," meinte di Försterin,„ Frau Larose würde sofort-" Otto ließ sie nicht ausreden. „ Es ist wirklich eine Schande, in was für Kleidern die Schwester herumgeht!" „ Ja, ja, sie könnte Aufsehen machen," fiel Robert ein ,,, ihr Wuchs, ihre Figur, eine vollendete Aristokratin!" Bergnügen haben, und ich sagte dir ja vorhin schon, daß ich die Försterin. ins Elitekonzert gehe. Ich weiß ja, du schwärmst für das Baulische Etablissement. Bavon Rehberg und Graf Hochstein sind sicher auch dort." Das Gesicht der Försterin erhellte sich. " Ins Konzert?" wiederholte sie.„ Das ist ja herrlich! Ja, ia, Pauli, das ist mein Geschmack! Die feine Welt, die Eleganz, die neuesten Moden, alles sieht man dort!" „ Der Vater wird wie gewöhnlich vor elf Uhr nicht heimkommen," fuhr Otto fort,„ da kannst du dir Zeit lassen, alles zu genießen!" Frau Adelheid wandte sich noch einmal an Robert: „ Wenn Sie uns doch auch begleiten könnten! Ich werde heute etwas ganz Besonderes haben; es trifft sich herrlich, daß es gerade fertig geworden ist. Ach, das müssen Sie sehen!" Sie eilte stolz lächelnd an den Schrank. Otto stieß den Freund heimlich an. ,, Mama hat ein neues Kleid, von Frau Larose gefertigt, das allermodernste, das wird dir gefallen!" Während Robert ihm verständnisvoll zulächelte, führte er ihn an den Schrank. „ Von Frau Larose?" rief Herr von Hohlen.„ Allen Respett! Die erste Damenschneiderin der Hauptstadt wird es sich zur Ehre anrechnen „ Ach, ia, es ist teuer genug gewesen," unterbrach die Försterin ihn, indem sie die Tür des Kastens öffnete.„ Aber, was will man machen? Man muß sich doch unter anständigen Leuten sehen lassen können! Schauen Sie nur!" Sie nahm ein prächtiges, grünseidenes Kleid hervor und zeigte es mit befriedigter Miene den beiden jungen Leuten. „ In der Tat, äußerst geschmackvoll," bewunderte Robert, ,, moosgrüne Seide, das Allerfeinste; es wird Sie klei den gnädige Frau!" ,, Ach, Gott, bei dem Mädel ist alles umsonst!" jammerte pid ,, Still, sie kommt!" mahnte Otto.„ Aber heute muß sie mitgehen, ich habe es den Freunden versprochen!" „ Klara, höre!" wandte Frau Adelheid sich an die Eintretende.„ Wir gehen ins Konzert, nur bis der Vater kommt. du mußt dein blaues Sonntagskleid anziehen!" „ Ich werde zu Hause bleiben, Mutter!" erklärte das Mädchen sofort. - „ Was fällt dir ein?" rief die Mutter. Du hast aber auch nicht den geringsten Sinn für Musik, für Kunst!" Das Mädchen ließ sich nicht irre machen. „ Ich spiele lieber ein wenig für mich allein auf der Zither, und überdies weiß ich, daß der Vater es nicht gern steht!" „ Er soll's auch nicht wissen!" bemerkte Otto. ,, Er ist jetzt so nervös geworden," bemerkte die Försterin, ,, die geringste Kleinigkeit bringt ihn auf; da ist es besser, man vermeidet jeden Anstoß und sagt ihm nichts!" Klara machte sich am Nähtisch zu tun. „ Wenn ihr gehen wollt_" ,, Tu' mir wenigstens auch einmal einen Gefallen, Schwester!" bat Otto. ( Gerichtet 23 Nr. 8.) „ Dir? Deinen Freunden, den faden Gecken, willst du wohl sagen, die darauf warten, denen du es versprochen hast? Ich bin dir einmal gefolgt, jest nie mehr!" Der Student ſpielte den Gekränkten. " Du bist wirklich findisch!" tadelte er. In jedem Vergnügen, in jeder heiteren Unterhaltung siehst du eine Sünde! Ürger konnte es der Pastor in Grünwald auch nicht machen!" „ Laß sie, wenn sie nicht will!" mischte die Mutter sich ein. „ Man hat doch nichts als Ärger davon! Mag fie das Haus hüten, bis wir zurückkommen! Ich will mich gleich fertig machen! Sie entschuldigen schon, Herr von Hohlen!" ( Fortsetzung folgt.) d ft mir denn dem 9. Kreis die er im Die hat, im Name Die Anfänge aus. Damals der Kreis zu nerschaft entsta Schwere Zeit d fämpft von all gewesen und n haben das He was wir leist gefagt, die der den. Da saß geben, daß es nicht. Jahn zum breiten S Zum Meere fi ter Strom rol terland. Wir len Seiten G heißt es festzu schen Turnfach blice. Das ist für turnerische mitzumachen in nichts mehr lo dere sorgen. Motore MOTOREN FAB Solide Kons G Billig gibt blendend die Rasenb Arbell und Gel Henkel Quch der seit Henkel's übung unmittel eln sich die Ge stand ist den Umständen nach weilen kein Anlaß zu ernster befriedigend, so daß einstBesorgnis vorliegt. Die Unsämtliche bei der tersuchung mit Röntgenstrahlen ergab, daß die Kugel beim zur Stritif de Anschlagen an den Unterkiefer in zwei Teile zersplitterte. Bereitstellung der Die Aerzte halten eine Operation für unnötig, da die Ku wird vor dem gelteile an den Stellen, wo sie sißen, feinen Schaden aniten. rifft schon am in. Erbgroßher cht nach Mainz. Mainz hat die der Geldauto Brovinz Rhein richten fönnen. Die Feftrede des Turnvater Goek auf dem Kreisturnfest in Kreuznach. Auf dem Kreuznacher Turnfeste war der greise Dr. n es aus die Goe Leipzig, der einzige Ueberlebende der alten Grünpolizeilichen Be Nikolajewitsch der der Turnerschaft und langjähriger geistiger Führer der Deutschen Turnerschaft, Gegenstand besonderer Ovationen. Familie zur Kur Trotz seines Greisenalters hielt er eine jugendfrische, dürfen von nun nach acht Uhr tragen werden. 68 Uhr beendet lands und De bgaben auf deut amt des Innern or, der für Hol ringt und nach eitritt der beiden tellt. Eine end rtragsentwurfes ichstag möglich. erpaares auf der oom 17. bis 20. lze den Großen 00 Kilometerren errennen um den e Marke Bren ntag, den 7. d. men Bochum von Biesdorf- Taz 0 Kilometerfern auptmann auf neter- Rennen des nnaborfahrer. hnor wurde, helm der Große n Revolverschuß In dem Augen ürgermeister Gay Unterhaltung mit die linke Kopf und war Wäch Grund an, der acht. Ein Lloyd nieder. Gaynor, ur Erholung nach durchgreifenden Begeisterung aufgenommene Rede und sagte: mit ber" 6. Heinrich Beck, Glaser, mit Katharina Will, beide in Gießen. " 6. Viktor Geißner, Rechtsanwalt in Darmstadt, mit Luise Bieker in Gießen. " 6. Heinrich Drolsbach, Buchdrucker. mit Margareta Backhaus, beide in Gießen. " 6. Jakob Baum, Mechaniker in Frankfurt a. M., mit Marie Biedenkopf in Gießen. be" 6. Johannes Sann, Taglöhner, mit Susanne Stumpf, beide in Gießen. , 10. Georg Jung, Großh. Verwalter der chirurgischen Klinit, mit Lina Mäser, beide in Gießen. Gestorbene. alt. " 9. Viktor Hugo Renz, 7 Monate alt. " 10. Adolf Johann Elm, 2 Monate alt. " 11. Rendant Edmund Wetter, Buchhalter und Rechner, 60 Jahre alt. Gefahren entgegen, die unsere Sache bedrohen. Von tonfessioneller Seite fommt man uns feindlich entgegen und auch von politischer Seite sind uns Schwierigkeiten ge macht worden. Unserer Jugend hat man allerlei sprochen, um sie in politische Turnvereine zu drängen. Wir haben davor gewarnt, die Turnsache in den Dienst| der Partei zu stellen. Schrieb doch fürzlich eine Zeitung: Der deutsche Arbeiter habe in der deutschen Turnerschaft nichts zu suchen. Demgegenüber müssen wir immer tonen, daß unsere Sache eine Sache der Menschheit, und besonders eine deutsche Sache ist. Wer aber kein Herz für sein Vaterland hat, der ist kein echter deutscher Mann, mag er sich nennen wie er will. Aber auch einer anderen Gefahr gegenüber müs- Aug. 8. Anna Margarete Retter, geb. Hoffmann, 83 Jahr sen wir wachsam sein. Der Sport nimmt einen immer größeren Umfang. Wir müssen uns vor Augen halten, daß solche Liebhabereien nicht dazu dienen, deutsche Männer und eine gesunde Jugend zu erziehen. Man braucht nur hinzugehen, wenn sie Vorstellung geben, wie die Masse hinläuft und an Nichtigkeiten hängt. Wir wollen aber das Herz der Turner und nicht, daß sie in Kleinigkeiten aufgehen, daß sie kein Interesse für allez Große und Gute, für Kunst und Wissenschaft und das öffentliche Leben haben. Wir wollen überall dabei sein, wo es Großes und Gutes, Schönes und Sittliches zu erhalten und zu pflegen gibt. Also liebe Turngenossen, ich fann Euch nur ans Herz legen, bleibt deutsch und bleibt tre u. Nicht bloß im Rausche der Begeisterung für unsere Sache, sondern im ganzen Leben, dann erobern wir die ganze Welt, dann erziehen und erhalten wir gesunde und wackere Männer für Beruf, Leben und Familie. Nochmals Dank den Turnern des Kreises ein dreifaches Gut Heil!" " Ich brauche nicht erst zu sagen, daß es mir eine herzliche Freude ist, hier anwesend sein zu können. Als mich die Pflicht nach Straßburg zur Ausschußsitzung der deutschen Turnerschaft rief, da kam mir auf dem Heimweg der Gedante, nach Kreuznach zu gehen. Die Kerla im 9. Kreis haben mir zwar manchmal den Kopf heiß gemacht,( Heiterkeit) aber es ist doch eine alte treue Schar. Einem Alten wie mir, der sich immer nach Muttern sehnt, wenn er draußen ist, fällt es nun aber doch schwer, unterwegs zu bleiben. Da tam mir zufällig eine Zeitung in die Hände, in der drinstand: Der alte Göz kommt nach Kreuznach; Was sollte ich da machen? Mein Reisebegleiter, dahinten sitzt er, der Verleger der„ Deutschen Turnzeitung", den mir meine Frau zur Aufsicht mitgegeben hat( Heiterkeit) war gar nicht einverstanden, aber ich habe ihn mit manchem guten Tropfen Wein und auch Pilsener Bier dahin gebracht, daß er erlaubte, daß ich nach Kreuznach gehe. Ich sagte mir nun, ehe du Kreuznach fährst, mußt du einmal nach Münster a. St. auf die Eberburg, da wo die Männer gesessen haben, die vor 400 Jahren zuerst für Deutschtum und deutsche Geistesfreiheit gekämpft haben.( Bravo, Beifall). Da mußt Juli 26. Händler Wilhelm Scheer ein Sohn, Friedrich Wilnach Du Dir den nötigen Schwung verschaffen, um in Kreuznach aus warmem Herzen sprechen zu können. Und jetzt bin ich nun hier, und wurde aufgenommen mit solcher Liebe und Herzlichkeit, wie es sich ein Mensch schöner nicht wünschen kann, besonders ein Mensch wie ich, der so ziemlich am Ende seines Daseins angelangt ist. Es von Dewyork ist mir denn auch eine heilige Aufgabe am heutigen Abend dem 9. Kreis den Dank für die langjährige treue Arbeit, die er im Dienste unserer Deutschen Turnerschaft geleistet hat, im Namen der Deutschen Turnerschaft auszusprechen. Die Anfänge dieses Kreises reichen über 50 Jahre hinaus. Damals hat man das Samentorn gelegt, aus dem der Kreis zu einem mächtigen Glied der deutschen Turnerschaft entstanden ist. Die deutsche Turnerei hatte eine schwere Zeit durchzumachen. Unterdrückt, verfolgt und befämpft von allen Seiten, ist sie doch nicht tot zu machen gewesen und nach 50 Jahren können wir jetzt sagen: Wir haben das Heft in der Hand! Wir haben auch bewiesen, was wir leisten können. Ich habe es neulich in Koburg gesagt, die deutsche Turnerschaft ist sogar hoffähig gewor den. Da saß der Herzog dabei und er mußte mir zugeben, daß es so sei. Aber am Ziele sind wir noch lange nicht. Jahn hat schon gesagt, daß das deutsche Turnen zum breiten Strom, zum umfassenden Meere werden muß. Zum Meere sind wir noch nicht geworden, aber als breiter Strom rollen unsere Wogen durch das deutsche Vaterland. Wir wollen jedoch nicht verkennen, daß von allen Seiten Gefahren und Kämpfe uns noch drohen. Da heißt es festzustehen, fortzuarbeiten, vor allem der deutschen Turnsache treu zu bleiben bis zum letzten Augenblicke. Das ist keine Kunst, wenn man in der Jugend ist, für turnerische Bestrebungen Begeisterung zu hegen und mitzumachen in hoher Lust! Aber wenn Ihr einst selbst nichts mehr leisten könnt, so helft mit für an= dere sorgen. Das ist die Hauptsache. Wir gehen großen 3t. Bürgermeister worden. Sein Zu mein Wunsch, feil d hier so liebens Kredit, wenn fie ten ift!" el von Hohlen ein rechnen hme," meinte di für Kleidern di Robert ein,„ ibr tin! nfonft!" jammert er heute muß fie hen!" sich an die Ein der Vater kommt chen!" r!" erklärte das Du haft aber auch in auf der Zither, ot gern fiebt!" Otto. rfte die Förfterin, ift es beffer, man allen, Schwester!" erichtet 23 Nr. 8.) en, willst du wohl rochen haft? Ich In jedem Ver t du eine Günde! ich nicht machen!" e Mutter fich ein. lag fie das Haus mich gleich fertig Dohlen!" Motorenfabrik Darmstadt A- G. 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Juda Rosenthal, Kaufmann in Gießen, mit Margarete Neufeld in Nordhausen. " " " " " 6. Adolf Jung, afad. geb. Lehrer in Frankenthal, mit Irmgard Weitbrecht in Wimpfen a. Berg. 8. Adolf Hörhammer, Wertmeister in Mehlem, mit Rosa Burrichter in Gießen. 8. Karl Schäfer, Bahnarbeiter, mit Martha Akına Stückrath, beide in Gießen. 8. Dr. Otto Friedrich Emil Johannes Ohly, praft. Arzt, Stabsarzt a. D. in Gießen, mit Maria Elisabeth Nickol in Daaden. 8. Wilhelm Horst, Landwirt, mit Ottilie Maria Geiß, beide in Leusel. " 9. Isaat Rubin, Schauspieler in München, mit Augusta Josefa Nebehosteny in Brünn. 11. Friedrich Wilhelm Gaul, Rohrformer in Weylar, mit Luise Röth in Heckholzhausen. Eheschließungen. Aug. 6. Karl Gerstenberg, Tapezier, mit Emma Schmidt, beide in Gießen. Bekanntmachung. Am Montag, den 22. August 1910, vorm 10 Uhr findet in der Neuen Infanterie- faserne die öffentliche Versteigerung, ausgesondeter 370 wollen.r Decken statt, wozu Kaufluftige eingeladen werden. 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Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Andacht. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beicht. Montag, den 15. August. Fest Mariae Himmelfahrt. Vormittags 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heilige Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachmittags 2 Uhr: Festandacht mit Segen. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Falar Ikzeichen Darmstädter Möbel liefert Ihnen vollständig frei ins Haus unter 10jähriger Garantie das Darmstädter Möbeleinrichtungshaus Ludwig Strikinger, Darmstadt, Heinrichstraße 67. Freie Zusendung meines Kataloges. 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Juni 1893 folgende beim Neubau der Trinkkuranlage vorkommenden Arbeiten öffentlich ausgeschrieben: 1. Erd- und Maurerarbeiten, Los III: Kurbrunnen und Westflügel, 3235 cbm Ecdbewegung, 1005 cbm Bruchsteinmauerwerf, 1056 cbm Backsteinmauerwerk, 400 qm Backsteingewölbe, 381 qm Fachwände, 475 qm Zwischendecken, 407 qm 3ementberputz usw. 2. Steinhauerarbeiten, Los III: 293 cbm Muschelfalkstein. Los V: Betonarbeiten. 3. Betonarbeiten, Los II: 812 qm Betonboden, etwa 271 cbm Beton verschiedener Art, 884 qm Unterlagsbeton, 550 qm Betondecken usw. 4. Zementrabizarbeiten: 976 qm Gewölbe, 71 m Hauptgesimse usw. 5. Zimmerarbeiten, Los III: 137,2 cbm Tannenholz, 10,2 cbm Eichenholz zu liefern und zu verzimmern, ferner Gesimse, Dachschalungen usw. 6. Eisenlieferung, Los Il: 11200 kg T Träger zu liefern. 7. Grobschlosserarbeiten, Los III: 1900 kg Eisenzeug. Versandgeschäfte. Wiederverkäufer erhalten Collectionen bon Kleiderstoffen Baumwollwaren Weisswaren mit billigsten Engrospreisen. 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VII. VIII. IX. F. G. D E. XI. XII. XIII. XIV. XV. 0. P. R. ches in fei T. A. Wie i 59 qm pm qm qm qm qm 2000 2000 1600 1600 1460 1460 500 500 1330 1330 1370 1370 7000 7000 2700 2700 2500 2500 1960 1960 1960 1960 1500 2700 pm qm qm qm qm qm 670 670 670 670 1575 3115 430 43) 430 430 qm 165 qm 265 2150 1850 480 500 2308 2060 qm ift es min 1000 anderen de das deutsch دو Außer den obenangefüh ten Hauptmaffen enthalten die Lose jeweils noch die Arbeiten wi Streichen der Rohrleitungen, Ziehen von Linien und Friese u. a, m Es fann euf ein oder mehrere Lose angeboten werden. Zeichnungen und V.rdingungsunter logen können auf unserem Baubüro, Licherstraße Nr. 106 eingesehen werden, wofelbft auch die Ange botsformulare( ohne Zeichnungen) soweit der Vorrat reicht, gegen Erftattung der Selbstfoften abgegebe werden. 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Seinem Einslesse war es hauptsächlich zuzuschreiben, daß die beiden Kinder es toll genug trieben: Hedwigs Mutter sah sich ihrem Töchterchen gegenüber zu dem Ausspruche veranlaßt: " Was Du nicht allein an Torheiten weißt, das lernst Du von Otto." Diese Spielgefährtin des großen Mannes ift es nun, die in ungemein liebenswürdiger Form ihre Erinnerungen vor uns ausbreitet Erinnerungen aus einem in der Hauptsache ruhig verlaufenen Leben, das aber doch nicht ohne Berührung mit großen Ereignissen der Geschichte geblieben ist. Besonders interessant ist gerade gegenwärtig, wo die Erinnerungen an das Jahr 1870 wieder lebendig find, der Abschnitt des Buches, der die Tätigkeit Hedwigs von Bismard in den Kriegsbaracken schildert. Wir geben mit Genehmigung des Verlages diesen Abschnitt des Buches in seinen Hauptteilen im folgenden wieder. * * * Wie ich Bismarck in den Kinderjahren nähe stand, sc ift es mir im späteren Leben vergönnt gewesen, einem anderen der großen Männer aus der Zeit der Kämpfe um das deutsche Reich in wirklicher Freundschaft verbunden zu sein. Als Kind habe ich mit Bismard gespielt, als junges Mädchen in blonden Locken mit Moltke getanzt, und alz das Haar hätte grau sein können, von Alter und von mancher Sorge gebleicht, hat mich innige Freundschaft mit dem Grafen Roon und seiner unvergeßlichen Gattin verbunden, so daß ich im engsten Familienkreise oft mit ihnen vereint war. Diese Freundschaft hatte ihren Ursprung in den Kriegsjahren 1870-71, wo ich, unter Oberleitung der Gräfin Roon, im Lazarett arbeiten durfte. Die zur Aufnahme von Verwundeten bestimmten Baraden waren auf dem Tempelhofer Felde errichtet, rechts von dem Denkmal, da, wo heute der Viktoriapark nicht ahnen läßt, wieviel Schmerzen dort gelitten, wieviel Seufzer ausgestoßen, wieviel Tränen dort geflossen sind. Das Kriegsministerium, der Hilfsverein und die Stadt Berlin hatten sich zur Herstellung und Verwaltung dieses Lazaretts vereinigt. Es bestand aus 25 Baracken und den dazu gehörigen Gebäuden; in dem einen befanden sich die Räume für die Verwaltung, sowie eine fleine Kapelle, in der zwei evangelische Prediger und ein katholischer Priester abwechselnd Gottesdienst hielten. In einem anderen waren die großen Küchenräume, die Schlafzimmer für das Personal, Vorratsräume, sowie ein Efzimmer für die in den Baracken wohnenden jungen Aerzte. In einem kleinen Gebäude lag der Operationssaal und die Apotheke. Für jede Baracke war ein Arzt, 2-3 Heilgehilfen und eine graue Schwester bestellt. Ueber dem Ganzen standen ein höherer Offizier, mehrere Chefärzte und die oben erwähnten Geistlichen. Jeden Morgen fam Prof. Esmarch mit anderen Aerzten zur Operation heraus. Hier entwickelte sich nun eine Liebestätigkeit, die sich durch Monate erstreckte, Regen und Sturm über sich ergehen ließ und fast im Schnee des besonders ftrengen Winters vergraben, bei 18 Grad Kälte, wo Gas und Wasser einfroren, geduldig ihr Werk weitertrieb. - Kurz bevor die ersten Verwundeten eintreffen sollten, erschienen in den Baracken an einem falten, regnerischen Augustmorgen, pon der Gräfin Roon zusammengerfen, einige 40 Damen, um alles einzurichten. Wenige kannten einander, keine wußte, was sie sollte, wenige, was fie wollten jede aber faßte willig zu. Manche Hand, die bisher wohl feinen Besen und ein Staubtuch, geschweige den Schrubber und Scheuerlappen be rührt hatte, griff mutig danach. Staubwollen erhoben sich, Wasserströme flossen, aber geschafft wurde wenig, es war und blieb ein Chaos. - Mir war die Leitung der ganzen Oekonomie übergeben. Herr von Roon hatte mich, wie schon erwähnt, in Schönrade kennen gelernt und, von der wohl richtigen Anficht ausgehend, daß nur jemand, der den größten Teil seines Lebens auf dem Lande einen großen Betrieb geleitet hatte, imftande sei, den Anforderungen, die das Lazarett stellen müsse, zu genügen, hatte er mich seiner Frau, ich damals noch nicht kannte, für diesen Posten vorgeschla= gen. die Schrecklich war es, wenn plößlich, kurz vor der Mahl= zeit, Passanten famen, für welche immer eine Barade freigelassen wurde. So erschienen eines Tages fast unangemel det 80 Mann zu Mittag. Wo sich, da es doch den täg lichen 4-500 Koftgängern nicht abgezogen werden konnte, schließlich etwas fand, ist mir heute nicht recht klar, aber, weiß Gott, es war da, und alle wurden befriedigt. Gewiß fam an solchem Tage unerwartet, wie es oft geschah, eine Sendung von einer der vielen großen Garküchen in Berlin und machte aller Not ein Ende. Einmal war gerade das Mittagessen ausgeteilt, alles nach meiner Ansicht befriedigt, und ich dankte Gott, der mir Expedition: Gießen, Seltersweg 83. gnädig beigeftanden hatte. Da erschien plößlich die mir sehr liebe Gräfin Hardenberg, deren schwarzes Kleid von oben bis unten mit den sauren Kartoffeln begossen war, die ihren Leuten hatten zur Speise dienen sollen. Der Wärter hatte aus dem Blecheimer den größten Teil auf so unrechter Stelle niedergelegt. Natürlich wünschte sie dringend Ersatz, woher nehmen? Aber auch hier wurde schließlich noch Rat geschafft. In den Wochen vor Weihnachten wurde in den Baracen überall die Sehnsucht nach Gänsebraten wach. In unseren Küchenräumen so viele Gänse zu braten, war ganz unmöglich. Ein Kriegsrat, den Gräfin Roon und ich ab= hielten, hatte folgendes Ergebnis. Ich ging zu dem Koch Huster in der Mohrenstraße, der Besitzer des„ Englischen Hauses" war und uns oft mit vorzüglichen Liebesgaben erfreut hatte. Ihm trug ich den Fall vor. Er kam unseren Wünschen in liebenswürdigster Weise entgegen und erklärte, daß er für 90 Taler die aus nahe 300 Personen zählende Barackengesellschaft mit Gänsebraten speisen werde. Ich solle nur Kartoffeln tochen lassen. Nicht ohne einiges Bangen saß ich am Sonntag vo meinem Kartoffeltessel. Würde Herr Huster auch Wort halten? Aber siehe, zur festgesetzten Zeit erschien sein Wagen; eine große Kupferpfanne nach der anderen wurde ausgeladen; die Gänse waren darin portionsweise verteilt. Außerdem hatte der edle Huster noch eine Menge des schönsten Rotkohls mitgeschickt. So war ein Festessen bereitet, das damit endete, daß aus jeder Barace einer abgesandt wurde, um im Chor vor der Küche mein Wohl in schallendem Ruf auszubringen. Von den Resten bekamen die Herren Aerzte am folgenden Tage ein prächtiges Frühstück, so reichlich war alles bemessen. Außerdem ließ mir Huster sagen, daß für den nächsten Tag das Gänseklein eine gute Mahlzeit verspräche. Wiederum sollte ich nur Kartoffeln liefern. Eine träftige, dicke Reissuppe, mit dem Gänseklein darin, gab am Montag die zweite Feftmahlzeit. Die Kaiserin- Königin Augusta widmete den Baracken ihre besondere Teilnahme. Jeden Dienstag und Freitag fuhr sie bei uns vor. Bei gutem Wetter stieg sie aus, fam aber, um keine Baracke zu bevorzugen, in die Küche. Sie litt nicht, daß ich ihr einen Lehnstuhl, der an meinem Schreibtisch ziemlich unbenußt stand, in die Küche holte. Auf der Holzbank nahm sie Platz und wies selbst einen Teppich, den ich ihr unter die Füße legen wollte, um sie vor dem falten Steinpflaster zu schüßen, mit den Worten zurück: Wo Sie den ganzen Tag stehen, kann ich wohl furze Zeit ohne Teppich ſizen." " Einmal durfte ich der Königin Kaffee kochen, und Johanne's stolzester Momsent war, als sie ihr ein anderes Mal einen Eierfuchen backen konnte. Die Königin verlangte stets genaue Auskunft über die besonders schwer Verwundeten. Die Dame der betreffenden Baracke wurde dann gerufen und mußte die Herrscherin zu den Leidenden führen, denen sie in leutseligfter Weise Trost zusprach. War schlechtes Wetter, dann mußte ich zu der Königin in den Wagen steigen und Bericht erstatten. Als ich zum ersten Male dahin gerufen wurde und vortrat, fragte der | Lakai, dem ich im schwarzen Kleide mit großer, blauge- streifter Schürze wohl nicht sehr hoffähig erscheinen mochte, etwas von oben herab:„ Wer sind Sie denn?" Als ich ihm dann mit einiger Grandezza meinen Namen nannte, öffnete er mit höflichster Bereitwilligkeit die geheiligte Pforte. Aber nicht immer war das Erscheinen vor der Herrscherin so einfach. Eines Sonntags in der Frühe wurde ich durch eine Depesche des draußen stationierten Arztes geweckt; es hieß:„ Bitte gleich nach den Baraden heraus lommen, Majestät will einen bald eintreffenden Sanitätszug empfangen, eine Dame des Vorstandes muß dabei sein!" Also anziehen und fort. Ueberall hoher Schnee, denn um ihn fortzubringen, fehlten Menschen und Pferde. Droschfen gab es wenige, in dieser Herrgottsfrühe sicher feine; so wanderte ich dann nach dem Tempelhofer Felde hinaus, bis hinter den Kreuzberg, dessen schönes Monument damals noch auf ödem Sande stand. Eine andere, aus Vorsicht ebenfalls herbeigerufene Dame tam gleich nach mir. Der Sanitätszug war da, die Kranken durften aber nicht herausgehoben werden, sollten der Königin harren. Wir standen mit den Aerzten am Zuge; der Wind pfiff schneidend, und es war mehr Selbstsucht als Patriotismus, die uns die Kaiserin herbeisehnen ließ. Kurz vor 8 Uhr, eg war eben hell geworden, erschien sie, bei ihrem Alter und ihrer Gebrechlichkeit wirklich eine rührende Leistung. Die hohen Besuche des Lazaretts gaben zuweilen zu scherzhaft wirkenden Aeußerungen der über die wirtschaftlichen Verhältnisse wenig orientierten fürstlichen Damen Anlaß. So war die Kaiserin einmal sehr erstaunt, in eine Wanne eine Menge Rindfleisch eingelegt zu sehen. Sie fragte sehr verwundert, was ich damit wolle. Und auf einer Erwiderung, daß es zu Schmorfleisch dienen solle, sagte sie topfschüttelnd:„ Das habe ich noch nie gehört." Eine Prinzessin fragte mich beim Anblick von etwa 400 Flaschen Bier:„ Ist das Fleischertratt?" Und meinte auf die Meldung, daß zu Mittag Mohrrüben gekocht würden: „ Wachsen denn die hier?" Sehr interessant war mir eine lange Unterhaltung mit dem Großherzog von Weimar, dem Bruder der Kaiserin. Er war das ganze Lazarett durchgegangen, hatte sich eingehend von dem vielen Leid, das dort vereint war, überzeugt, und sprach nun davon, daß daseigentliche Elend des Krieges, wie er es hier erkannt hätte, denen, die ihn in höheren Stellungen mitmachten, garnicht so zum Bewußtsein täme. Samstag, den 13. August 1910. Ein alter Russe kam einmal, ließ sich viel erzählen von unserer Arbeit und legte eine Summe Geldes auf meinen Schreibtisch für die Kasse des Lazaretts. Dies geschah öfters, er aber drückte mir dann noch ein Goldstück in die Hand, mit den Worten:„ Für Ihre Mühe". Der alte Mann war so herzlich und gut, daß ich ihm freundlich dankend sagte:„ Wir wollen das zu dem anderen legen, denn ich habe genug an dem Bewußtsein mit arbeiten zu können für das Vaterland." Und so schieden wir mit einem warmen Händedrud. Ein anderes Mal tam mit großer Vehemenz eine ziem lich starke, ältliche Dame hereingeplatzt. Trotz des schwarzen, seidenen Kleides und der schweren goldenen Kette deutete das Ganze mehr auf Schlächterladen, als auf Salon. Sie glaubte in mir die Fürstin Bismarck zu sehen, füßte mir die Hand und ließ sich von der Anrede„ Durchlaucht!" nicht abbringen, dabei überschüttete sie mich mit Versicherungen ihrer höchsten Verehrung, von unendlichen Verbeugungen begleitet. Als wir endlich über dies Stadium hinweg waren, entpuppte sie sich als die damals vielgenannte Mutter Simon; so hieß die treffliche Frau bei den Soldaten und in den Lazaretten, wo sie oft erschien und von ihrer Wohlhabenheit reichlich mitteilte. Nachdem sie sich von ihnen Ehrenbezeugungen, ich mich von meinem Erstaunen erholt hatte, unterhielten wir uns ganz gemütlich. Ihre Erzählungen vom Kriegsschauplate, von ihren Soldatenkin dern, waren mit viel unfreiwilligem Humor gewürzt. Der Glanzpunkt aller Besuche aber war der des Kaisers, wenige Tage nach seiner Heimkehr aus Frankreich. Aus der Unter den Linden belegenen Wohnung des Dr. Tobolt, Leiter der 1. Baracke, sah ich den Kaiser einziehen. Richtiger muß man sagen: still in seine Hauptstadt herein fahren. Durch wogende Menschenmengen hindurch fuhr die Kaiserin zum Bahnhof, um den Gemahl zu empfangen, und bald darauf sah man den altbekannten, einfachen Halbwa gen vom Brandenburger Tor wieder daherkommen. Beide Majestäten saßen darin: der Kaiser in dem historischen grauen Mantel mit dem Helm auf dem Haupte, die Kaiserin in schwarz und weiß gestreiftem Umhang, in dem wir sie so oft in den Baracken gesehen hatten. Kein Gepränge von Fahnen, keine Ehrenpforten, kein Aufzug von Gewerkschaften. Und doch gab es wohl faum eine Erscheinung, die so alle Gemüter bewegte, so tief, daß kaum ein Jubelruf ausbrach und nur gefaltete Hände und Augen voll Tränen den heimkehrenden Herrscher grüß= ten. Des Kaisers Erscheinen in den Baracken sollte wohl lediglich den Verwundeten gelten. In seiner großen Freundlichkeit gab er den Drängen der Gräfin Roon nach, die ihn, um mir eine Freude zu machen, bewog, auch dem Kü= chenterrain einen Besuch abzustatten. An der Türe wurde ich dem Kaiser vorgestellt. Meine Nichte Käthe Wedemeyer, die ich, wissend, was der Tag bringen würde, mit hinausgenommen hatte, blieb in bescheidener Entfernung stehen. Ihr judendfrisches Aussehen und ihr Traueranzug lentten den Blick des Kaisers auf sie: " Wer sind Sie denn?" fragte er, und sprach, als er den Namen und die Ursache derTrauer erfahren hatte, sehr herzlich seine Teilnahme aus. Beim Fortgehen trat der Kaiser noch einmal an Käthe heran und sprach:„ Sagen Sie Ihren Eltern, daß es mir ewig leid tut, daß auch sie solch Opfer bringen mußten." Die gute Gräfin ließ nicht nach, der Kaiser mußte in den großen Kaffeetessel sehen und die Massen von Zwieback und Semmeln anstaunen er sagte dann freundlich zu mir: „ Verwöhnen Sie meine Soldaten nicht." Leicht war es wirklich nicht, für 400-500 Menschen zu lochen und alle Mahlzeiten pünktlich und gut fertig zu haben. Es wurden wohl Retonvaleszenten zum Kartoffelschälen tommandiert, auch Franzosen. Mit Luft aber war feiner dabei. Diese erweckte ihnen erst ein Glas Wein, das ich jedem gab. Der Deutsche sagte:„ Idk dant' och". Der Franzose hob das Glas und sagte:„ a la sante de madame." Literarisches. Was soll unsere Tochter werden und wie fann sie sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen? Ein Wegweiser für Eltern, die ihre Töchter unterbringen, für einen geeigneten Beruf richtig vorbereiten wollen. Herausgegeben von Schulrat Dr. Wilhelm Letau und Ruth Letau. Preis 80 Pfg., gebunden Mt. 1.20. Verlagsan ftalt Emil Abigt, Wiesbaden 35. 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Dort stehet mein Hüttchen, und dies ist mein Land, Hier gerb' ich die Felle mit eigener Hand; Und wenn sie auch stinken, was fragt Ihr danach? 3hr solltet's gewohnt sein als Meister vom fach!" Schon dräuen die Brauen des Herrschers Gefahr; Doch kühnlich ruft jener: Und doch ist es wahr! Habt Ihr nicht gegerbt Euren Feinden das Fell?"- Da lachte Rudolfus:„ Hast recht, mein Gesell!" ( Alle Rechte für sämtliche Bilder und Tegte vorbehalten. Abdrud verboten. naiv. Madame:„ Sie sollen mich nächsten Sommer begleiten, wenn ich nach Marienbad fahre, Marie!" Dienstmädchen( bescheiden):" Ich mit meinen achtundzwanzig Pfund? Ach, gnädige Frau, da muß ich aber noch ordentlich essen!" Schwacher Einwurf. Herr: Was! Sie sind noch ein so junger Mensch und schämen sich nicht zu betteln?" Bettler: Mein Gott, ist das Betteln nicht schon an sich traurig? Soll ich nun etwa noch blind sein oder' nen Buckel haben oder gar Krüppel sein?" ~~~ Die lieben freundinnen!*** и LWALFRID Finden Sie nicht auch, daß die Baronin entzückend aussieht in ihrem Auto- Kostüm?" Der Spatz. Ein Spatz sah in einem Kirschbaum einen alten Rock als Vogelscheuche Hängen. In meinem Reiche gilt der Mann und nicht des Mannes Kleid!" zitierte der Sperling und ließ sich die faftigen Früchte gut schmecken. Begründung. Rechtsbeistand:„ Wollen Sie nicht lieber ein Geständnis ablegen?" ja taum etwas von ihr!" Dieb: Nein, wissen Sie, so bequem möchte ich's Ihnen denn doch nicht machen!" Berantwortlicher Redakteur: Dr. Karl Schaumburg, Berlin. Drud und Verlag von Georg E. Nagel in Berlin- Schöneberg. - Freilich, man sieht Be vorauszahlb 1,50 Mt. f Donnerstags „ Humoristi liegen wöch Seltersweg nicht verl 2 Nr. 10 Grummetg Samsto 23. Auguft Wiesen meiftbie a) nachmit her Pascoe'sch Stephansmart. a) vormitt sen im Neustäd b) vormitt Wieseckböschung c) vormitt chior Schäfer A Heegstrauch un d) vormitt hof am Nahru e) nachmi sen am Fürst wiesen in der j) nachmit sen in der Sc a) bormit fenwiejen, ein zenmorgen, U b) nachmi Deutlich. A.: Darf ich Ihnen nicht auch eine Zigarre anbieten?" B.: Nein, ich danke sehr." A.:„ Rauchen Sie denn B.: Nein, aber nicht oder haben Sie schon geraucht?" gerochen!" Araum: Liebesqualen in allen Skalen. ( Eine Ballade in thermo- metrischen Reimen.) Sie hieß Thusnelda und er Adolar, Sie zählte dreißig, er erst zwanzig Jahr'; Glasbläser war er, sie verzapfte Bier, Sein Liebesthermometer stand nach Reaumur (+ 40%). Doch schon nach wenig Wochen, welche Schmach! Ließ seine Glut um zirfa 8 Grad nach. „ Mein Adolar," so seufzt Thusnelda leis, ,, sag' es mir, liebst Du mich noch so heiß?" „ Noch immer sind es 40 Grad, so wahr Ich ewig bleiben werd' Dein Adolar!" Und heuchelnd gibt Thusnelden er' nen Kuß, Zeigt ihr den Wärmemesser, doch nach Celsius (+ 40° C. 32° R.). Doch als die Liebe ein'ge Monat älter, Da wurde sie schon ganz bedeutend kälter; Mißtrauisch wurd' Thusnelda, unterdess' Der falsche Adolar, der merkte es. Als sie nun eines Tages sagte:„ Höre, Liebst Du mich noch wie früher, nun so schwöre!" Da schwur er ohne weit'res einen Eid, ,, Er liebt sie noch so heiß" nach Fahrenheit (+ 40° F.+3,550 R.) Doch alle Schwüre schafften nicht bei Seit' Den Zweifel und das große Herzelcid; X* R x C«( ZX+ 32)° F. Denn eines Tages wurde es ihr klar, x* FF( 2–32)* C- HX – 12 Wer Fahrenheit und wer der Celsius war. Ein Stammgast, dem ihr Leid sie einst gestand, Der schrieb mit Kreid' die Gleichung an die Wand, Den Unterschied erklärt er deutlich hier Von Celsius, Fahrenheit und Reaumur. Sie rauft ihr Haar und klagt ihr bitt'res Leid: So läßt Du mich für ewig fahren heut? Was nüßt mir solche Lieb' auf dieser Welt, Die sechsunddreißig Komma fünf Grad fällt?" Am Apparat für fohlensaures Gas Weint sie noch schnell sechs Taschentücher naß, Entsagungsvoll dreht sie den Hahn herum Und bringt sich kohlensäuresaugend um. Als Adolar das Schreckliche gehört, Ist Angst und Rene bei ihm eingekehrt. Jezt, ruft er, ist mein Leben nur noch Gras, Jetzt kann ich Trübsal blasen, nid, t mehr Glas. Wohl keine Reue weckt und auch kein Schmerz Ein kohlensäure- imprägniertes Herz; Drum kommt verzweifelnd Adolar zum Schluß, Daß er nicht leben darf nein sterben muß. Den Geist von Gram zerstört und irr den Blick, Nimmt er die Thermometer Stück für Stück, Speist sie mit Wohlbehagen einzeln auf, Quecksilberschwer schließt er den Lebenslauf. Zwei Menschenleben gingen so zu Grund', Weil eins vom Thermometer nichts verstund, Unkenntnis ist und bleibt für alle Zeit Dem Menschen nur von großer Schädlichkeit. Mädchen traue nie dem äußern Schein, Es soll die Liebe stets unmeßbar sein, Ob falt sie oder warm, ob Ernst, ob Scherz, Das wahre Thermometer sei dein Herz! Glosse. Verlange nicht, daß der holde Schein Dich nimmer im Leben betrüge! Die Wahrheit hoch in Ehren; allein Was wäre die Welt ohne Lüge! Jägerlatein. Meine Herren, ich werde Ihnen ein mertwürdiges Abenteuer mit Wölfen, welches ich in den Karpathen erlebte, erzählen. An einem Wintertage fuhr ich in Geschellschaft zweier mir unbekannter Herren in einem offenen Postschlitten von N. N. nach N. N. na, die Namen der Orte tun nichts zur Sache. Wir mochten eine Strecke von beiläufig zwei Stunden zurückgelegt haben und fuhren gerade im langsamen Trabe durch einen niedrigen Wald, als plötzlich die Pferde scheuten und dann in rasendem Galopp mit uns dahineilten. Bald gewahrten wir auch die Ursache des Scheuwerdens unseres Gespannes, denn rechts und links vom Schlitten tauchten, aus dem Walde kommend, ein Rudel Wölfe auf, welche uns laut bellend verfolgten. Rasch zog ich meinen Revolver, um mich nötigenfalls gegen die Bestien zu verteidigen. So verging eine bange halbe Stunde, als mit einem Male die Kräfte unserer Pferde nachzulassen begannen. Die Wölfe hatten dann auch bald unseren Schlitten eingeholt und umzingelt. Ich gab auf eines der Tiere Feuer, ebenso meine Reisegefährten, und drei Wölfe wälzten sich in Schnee. Eben wolte ich wieder auf einen derselben meinen Revolver abschießen, als der größte von den Wölfen, wahrscheinlich der Anführer derselben, in unseren Schlitten sprang. Meine Herren, Sie werden mir gewiß nicht in Abrede stellen, wenn ich sage, es war dies ein höchst kritischer Moment. Im ersten Schrecken waren wir gar nicht imstande uns zu verteidigen, und es wäre dem Wolfe ein Lechtes gewesen, mit uns fertig zu weuden. Doch merkwürdigerweise, er tat nichts dergleichen, er zeigte nicht eine böse Absicht. Und jetzt meine Herren, das höchst Originelle von der Geschichte, er gab erst Ginen, dann dem Anderen meiner Reisegefährten seine rechte Pfote. Hierauf umarte der Wolf abwechselnd die Beiden, worauf er sich nach einem Pfotenhändedrucke wieder aus dem Schlitten entfernte. Nun blieben die Wölfe zurück und sahen uns nach, bis wir infolge einer Straßenbiegung ihren Blicken entschwanden. Es drängte mich natürlich, von meinen Begleitern über das rätselhafte Gebaren des Tieres Aufklärung zu erhalten, da erfuhr ich nun, daß die Bestie ihnen und mir deshalb nichts getan, weil diese sie für Verwandte hielt. Meine Reisegefährten waren nämlich Brüder und hießen: „ Wolf." Ę Sicheres Anzeichen. Gerichtsvollzieher( zum Fenster hinaufrufend, aus welchem eine Frau blickt):„ Ist der Herr Studiosus zu Hause?" Frau:„ Jawohl!" Gerichtsvollzieher:„ Dann werde ich ein anderes Mal wiederkommen; denn wenn er zuhause ist, hat er kein Geld, sonst säße er im Wirtshause." 樂 Tm Zweifel. Kadett( nach dem Rasieren sich im Spiegel besehend):„ Haben sie den Schnurrbart stehen lassen, wie ich Ihnen gesagt hatte?" aufgefasst. Falsch ,, Vata! Vata! Hast scho g'hört, des Bärbele isch a Hoffängerin g'worde!" " Jessas! Jessas! I han mir's scho denkt, daß' s a schlecht's End mit dem Bärbele nehma tut!" Betrachtungen im Strassengraben. Lude:„ Siehst Du, Ede, so ändert sich's: Früher, da hatt' ich mal' ne wahre Arbeitswut, un' jezt hab' ich bloß noch' ne Wut aufs Arbeiten." Vor Gericht. Richter( zum Gauner):„ Vierundzwanzigmal sind Sie vorbestraft!" Ja, Gauner( schmunzelnd): Herr Richter, heute friegen wir a Jubiläum!" 2 Parallele. ,, Haben Sie mal einer Hinrichtung beigewohnt?" „ Nein aber schon drei Hochzeiten mitgemacht." Impertinenz. Tourist( zum Wirt):„ Hier, wo es so viele Forellen gibt, haben Sie keine auf der Speisekarte?" Wirt:„ Ja, da ist nichts zu machen scharf aufgepaẞt!" Beim Schopf gefaßt. Fräulein:„ Ich möchte einen Liebesbriefsteller!" Kommis:„ Sehr gern, mein Fräulein, sollten Sie noch keinen Geliebten haben, möchte ich mich Ihnen bestens empfohlen haben!" Käufer( zum Schneider):„ Hören Sie' mal, das karrierte Futter im Überzieher gefällt mir ganz und gar nicht; das langgestreifte fann mir auch nicht zusagen. Haben Sie lein anderes?" Schneider( entrüstet):„ Na, vielleicht gewinnen Sie dem Vogelfutter Geschmack ab!" 0000 Immer Geschäftsmann. „ Aber das sage ich Ihnen: die 75 000 Mark fann ich nicht gleich mitgeben." ,, D, ich nehme Ihre Tochter auch auf Ratenzahlungen." Geflügelte Automobile. - es wird zu Berechtigter Wunsch. Ihre Tochter hat Glück; immer ist sie von Herren umringt." " Ich wollte lieber, ein einziger ihrer Finger wäre umringt!" 0000 Mahnung. Willst Du ein echter Radler sein, So fahr', trint', sing', lieb', lach'; Doch niemals zu sehr, Brüderlein, Daß Dich's nicht reut hernach! Unter Freunden. " Tappel's Erich heiratet eine Schauspielerin vom Stadttheater?" " Ja, die Naive."- ,, Gine andre hätt' ihn auch nicht genommen!" Rache ist süss. Hausherr( der sich mit den Nachbarn gezankt hat, wütend): „ Na, wartet nur, wenn meine Nichte diesen Herbst zum Besuch kommt!... Die spielt Klavier!" Kaffeeklatsch. O, wie lieblich ist's im Kreis Trauter Kaffeeschwestern, Wenn beim Tränkchen süß und heiß Blüht das liebe Lästern Und des Züngleins Bajonett Hurtig spießt von 2 bis 3 All' die lieben Nächsten, All' die lieben Nächsten! Ja, es gibt in unserm Nest Viel des Jnt'ressanten; Was ein Mücklein nur gewest, Wird zum Elefanten; Und wir finden wunderbar Auch das letzte gute Haar An dem lieben Nächsten, An dem lieben Nächsten. Unter unserm Lupenglas Werden klein die Riesen, Wachsen hören wir das Gras Und die Flöhe niesen. Welt, wie bist du schlecht Gott sei Dank, wir sind nicht so Wie die lieben Nächsten, Wie die lieben Nächsten! t oh, oh! Seufzer. Spitzbube( zum andern):„ D, diese Weiber sind doch elende Schlangen! Stehle ich da für meine Geliebte eine und während der vier Monate ist sie mir untreu geworden!" Müller: Ja, wenn Ihr mit Euren Schnauferln Luft- goldene Uhr, werd' nachträglich erwischt, friege vier Monate, schiffahrt treiben wollt- ich hab' nichts dagegen!" Groß Kriegspe - 3 Seit lan Residenz so b Sonntag über fifchen Kriegs firahlte im Umschrieben. wohin fich Ibrach die He ger den 6000 um die ruhm Ererzierplaz zog sich bei Ehren gescheh wurde am S Saalbaues ei dem über 100 musiter Kugle Chöre zum Kreuzer, Re rige Schwert Beifall verrat ten Striegerve den eriten behörden, oh hätte bewälti Zeugen der 1. 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