UPPEN Teller wan ektr. Bet me Wie en en. blüte re en. Pfund. arko! essen frasse. ald. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mf., durch die Post 1,50 Mf. frei ins Haus. - - - Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Ertrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Leschalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 68. Bekanntmachung. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amtes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 12. Mai 1910 Amtliche Bekanntmachungen. Die Friedhöfe sind vom 16. Mai bis 15. August von morgens 6 bis abends 9 Uhr geöffnet. Gießen, den 11. Mai 1910. Bürgermeisterei. J. V.: Keller. Kleinschlaglieferung. Betr.: Kleinschlaglieferung zur Straßenunterhaltung im Kreise Gießen. Die Lieferung des zur Unterhaltung der Kreisstraßen im Kreise Gießen erforderlich werdenden Basalttleinschlags ist auf weitere drei Jahre zu vergeben. Schriftliche Angebote sind vom 15. Mai bis 1. Juni 1. Js. und zwar je= weils bei dem betreffenden Kreisstraßenmeister einzureichen, woselbst jede weitere Auskunft erteilt wird. Gießen, den 9. Mai 1910. Der Großherzogliche Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. J. V.: Knö l l. Der Entwurf der neuen Reichsversicherungsordnung erregt in den weitesten Kreisen größte Miß stimmung. Es liegen uns heute von zwei großen Wirtschaftsverbänden Aeußerungen darüber vor. Der Geschäftsführende Ausschuß des Deutschen Handwerts- und Gewerbefammertages beschloß auf seiner letzten be Waffel Sigung zu dem Entwurf einer Reichsversicherungsordnung affee, Te folgende Resolution: Der Deutsche Handels- und Gewerbekammertag ist auf frischeEi das äußerste befremdet darüber, daß der dem Reichstag vorgelegte Entwurf einer Reichsversicherungsordmang troß der einmütigen Ablehnung, die der frühere Entwurf in den Kreisen der selbständigen Erwerbsstände gefunden hat, in seinen Hauptpunkten diesem ersten Enthurfe entspricht. Er wiederholt indessen seine den verbün beten Regierungen übermittelten Abänderungsvorschläge in der bestimmten Erwartung, daß der Reichstag diesen wohl begründeten Bedenken eine den berufenen Interessenbertretungen des Handwerks entsprechende Würdigung zuteil werden läßt. ume ng. Tel. 25 he lllig opiche zer aris 0 der etc. 1: Mainz + gegen G einfaches en bon m ig, Abmag achtwöder affen worde er- Straße& on 84. Plass Unbedingte Voraussetzung für die Zustimmung zu dem neuen Geseßentwurse ist die Berücksichtigung folgender Forderungen: 1. Der Vorsitzende der Krankenkassen- Organisationen muß in jedem Falle dem Stande der selbständigen Gewerbetreibenden entnommen werden. 2. Die Halbierung der Stimmen ist bei allen Abstimm ungen unbedingt zu gewährleisten. Nur wenn diese Forderungen voll erfüllt werden, vermag der Deutsche Handwerks- und Gewerbefammertag der Halbierung der Beiträge für die Krankenversicherung tveiterhin dem Gesetz überhaupt zuzustimmen. und Er erwartet indessen mit Bestimmtheit noch die Berückfichtigung derjenigen Abänderungsvorschläge, die bereits der 10. Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag zu Kö 35) Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. Nachdruck verboten.) Herrgott, wie konnte mein Vater so unvorsichtig sein, das ganze Kapital einer einzigen Gesellschaft anzuvertrauen! Er war es ſeinen Kindern schuldig, ihr Erbteil zu sichern und nicht leichtsinnig alles aufs Spiel zu setzen. Das ist unverantwortlich und ich werde Rechenschaft von ihm fordern! Ich habe noch nichts, gar nichts von ihm bekommen, habe mich zwölf Jahre lang durch die Welt geschlagen, ohne einen Pfennig von ihm zu verlangen! Hunger habe ich gelitten und barfuß bin ich gelaufen, als meine Schuhe zerrissen waren! Und ich glaubte, mein Erbteil werde gut verwaltet. Nun ich es holen will, muß ich erfahren, daß ich ein Bettler bin; nun stehe ich wieder da mit leeren Händen und meine schönen Pläne sind alle vernichtet! Wie soll ich mir da eine Zukunft gründen? Ohne Geld! Wer kein Geld hat, ist ein Lump, und wäre er der ehrlichste Kerl! Und ich fam ich mich, um Verzeihung bitten, nun hat der Alte mir mit einem Herzen voll guter Vorsäte! Demütigen wollte abzubitten, was er mir angetan! O, er soll mich kennen Jernen!" Ich bitte Sie, Zeon, beruhigen Sie sich. Ihr Vater litt selbst schwer unter dem Unglück. Sie müssen doch wahrhaft einsehen, daß er unschuldig daran ist. Kein Mensch ahnte etwas von dem Zusammenbruch der Bank. Das hohe Ansehen, das unbedingte Vertrauen, das der Leiter der Bank genoß, machten es eben möglich, daß das Unglück so groß wurde. Die höchsten Summen wurden ohne Bedenken hingegeben und verschwanden auf Nimmerwiedersehen in dem unersättlichen Rachen. der alles verschlang! Anfangs hoffte der Direktor vielleicht alles wieder gewinnen zu fönnen, er spekulierte und wagte immer mehr, bis zuletzt nichts mehr zu retten war. Jetzt ist man wohl flüger geworden und feder fragte fich, wie man to blind und vertrauensvoll hat fein können, aber es ist nun eben zu spät. Doch mit Ihrem armen Vater dürfen Sie nicht rechten! Es wäre Sünde, wollten Sie dem alten Mann deswegen nur ein hartes Wort sagen!" Leon hatte den Kopf in beide Hände gestützt. Er rührte Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Straßenarbeiten wird die Steinstraße zwischen Schiller- und Dammstraße von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radsahrverkehr gesperrt. Gießen, den 6. Mai 1910. Großherzogl. Polizeia mt. Reinhart. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird die Ostanlage von der Wiesenstraße bis zum Walltor, von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radfahrverfehr gesperrt. Gießen, den 11. Mai 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Reinhart. nigsberg für notwendig erachtet hat, soweit diese Vorschläge auf den neuen Entwurf noch zutreffen. 1. 3 u Buch 1: Gemeinsame Vorschrif= tent. Die Schaffung der Versicherungs- und Oberversicher ungsämter ist als ein erheblicher Eingriff in die Selbstver waltung zu betrachten. Sie wird statt der erhofften Vereinfachung und Verbilligung des seitherigen Verfahrens dasselbe nur erschweren, verlangsamen und erheblich verteuern. Die Errichtung einer derartigen neuen Behördenorga nisation ist daher als unzulässig zu bezeichnen. Dagegen sollen die unteren Verwaltungsbehörden besser als bisher mit Beamten ausgestattet werden, die sich mit dem Versicherungswesen prattisch vertraut gemacht haben. Auch wäre den Schiedsgerichten, deren Vorsitz einem Versicherungspraktiker anzuvertrauen wäre, eine selbständige Stellung einzuräumen. 2. Zu Buch 2: Krankenversicherung. a) Es ist anzuerkennen, daß durch die Erweiterung des Kreises der Krankenversicherung in der Form, daß die In validen- und Kranken- Versicherten dieselben Personenkreise bilden, ein bisher sehr mißlich empfundener Zustand beseitigt wird. b) Das in dem Entwurfe vorgeschlagene Verfahren bei der Versicherung der Hausgewerbetreibenden ist als annehmbar zu bezeichnen. c) Die Einrichtung von Innungsfrankenkassen ist in jeder Weise zu erleichtern und zu fördern. Deshalb sind in den§ 263 3iff. 2 und( gemäß§ 268) im§ 267 3iff. 3 die Worte mindestens" zu streichen. Ebenso soll den Innungsausschüssen und mehreren Innungen gemeinsam die Errichtung von Innungskrankenkassen gestattet werden. d) Den einer Innung freiwillig beigetretenen Personen ist zu gestatten, ihr Personal bei der Innungskasse zu versichern. c) Vor der Errichtung einer Innungsfrankenkasse ist fich auch nicht, als inau wieder anhub:„ Sie sind ja noch jung und dürfen nicht so schnell verzagen. Nach meiner Berechnung zählen Sie etwa achtundzwanzig Jahre. Da kann man schon nochmal von vorn anfangen. Vielleicht gelingt es Ihnen in der Heimat besser als in der Fremde. Was ich für Sie tun fann, soll gewiß gern geschehen. Ich tue es schon aus alter Freundschaft. Wenn Sie guten Rat brauchen, fommen Sie zu mir! Ich bin ein erfahrener Mann und kann Ihnen vielleicht helfen. Für tüchtige, fleißige und strebsame Menschen gibt es immer Beschäftigung. Also Kopf hoch und mit festem Blick in die Zukunft geschaut. Wer wird fich denn vom Schicksal so niederwerfen lassen!" Eine Weile blieb es still im Zimmer nach den letzten Worten. Endlich richtete Leon sich auf und, den glühenden Blick auf Maja hestend, sagte er leidenschaftlich Gewiß fönnen Sie mir helfen, das ist meine letzte Hoffnung! Aber jetzt muß ich fort. Mir ist, als sollte ich ersticken, Leben Sie wohl!" Er reichte Reinau die Hand und dann preßte er die zarten Finger Majas so heftig, daß es sie schmerzte. Darauf eilte er hinaus. Maja atmete erleichtert auf. als sich die Türe hinter ihm geschlossen hatte. Sie war froh, daß er nicht darauf bestand, mit ihr nach Neuulinden zu fahren. Wenn er zu Fuß ging, konnte sie viel früher dort sein, dann blieb ihr wenigstens Zeit, Sylvia und deren Vater vorzubereiten. Denn wenn Leon so unvermutet vor den leidenden Mann hintrat, so konnte das wieder einen der gefürchteten, schlimmen Anfälle zur Folge haben, und die arme Sylvia war dann für Wochen hinaus an das Zimmer gefesselt. Das durfte nicht geschehen. VIII. Der Winter war gekommen mit Schnee und Eis. Auf dem Lande fühlte man sich jetzt doppelt einsam. Kein Wunder, daß die Bewohner des alten Herrenhauses verdrossen und mürrisch herumgingen. Seit Leon hier weilte, schien es beinahe, als sei die Stimmung noch trüber geworden. Still und einförmig flossen die Tage dahin, ohne Abwechslung oder Zerstreuung. Leon saß mehr bei der Tante als oben bet dem Vater, dessen Anblick er faum ertragen konnte. So alt und verfallen hatte er sich den einst so kräftigen Mann ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Naum, auswärts 20 Pig.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. 21. Jahrg. Bekanntmachung. In den Wagen der Städt. Straßenbahn wurden in der Zeit vom 14. Februar bis 9. Mai 1910 2 Spazier- ſtöcke, 2 Damenschirme, 1 Portemonnaie, 1 Rolle Tapete u. 1 Rolle Papier gefunden. Die Gegenstände können auf dem Bureau der unterzeichneten Verwaltung, Westanlage 51, abgeholt werden. Gießen, den 9. Mai 1910. Elektrizitätswert u. Straßenbahn der Stadt Gießen. Stolte. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird die verlängerte Große Mühlgasse von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 11. Mai 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Reinhart. auch die Handwerkskammer gutachtlich zu hören.(§ 264 des Entwurfs.) f) Die Errichtung von Betriebskrankenkassen erst bei einer Arbeiterzahl von mindestens 500 zu gestatten, erscheint in Erwägung, daß die Mehrzahl dieser Kassen zwar unter 500 Versicherte besitzt, trotzdem anerkannt gut arbeitet, als viel zu weit gegangen. g) Den organisierten Aerzten gegenüber sind ausreichende Kautelen zu schaffen; die freie Apothekenwahl ist abzulehnen. 3. Zu Buch 3: Unfallversicherung. a) Falls die lokalen Versicherungsämter eingeführt werden sollten, gegen deren Errichtung nochmals entschieden protestiert wird, so wird jede Mitwirkung derselben an dem Rentenfestseßungsverfahren als ungeeignet abgelehnt. b) Daß der Entwurf eine wesentliche Besserung der gegenwärtig geltenden Bestimmungen des§ 34 Gew.- Unf.-Vers.- Ges. darstellt, ist anzuerkennen, wenn auch die§§ 741-747 des Entwurfs der wiederholt geäußerten Ansicht des Deutschen Handwerks- und Gewerbefammertages, die Höhe des Reservefonds nach dem alten Gesetze( das 1½= fache der Entschädigungslast) wieder herzustellen, nicht nachgekommen sind. c) Gegen die Erweiterungen der Versicherungsleistun gen werden trotz der Mehrbelastung Einwendungen nicht erhoben. d) Die Versicherungspflicht der im§ 569 bezeichneten Betriebsunternehmer ist geseßlich festzustellen. e) Zuzustimmen ist der Uebertragung der Erstattungspflicht an die Berufsgenossenschaft nach§ 596 des Entwurfs. f) Fraglich ist die zweckmäßigkeit der Bestimmungen über die sogenannten„ fleinen Renten"; die Bestimmung, Unfallrenten unter 15 Prozent überhaupt nicht mehr zuzulassen, erscheint geeigneter Mißbräuche zu verhüten. g) Gegen die Abfindung von Ausländern, welche im Deutschen Reiche keinen Wohnsitz haben, mit einem entdoch nicht vorgestellt. Was war in den zwölf Jahren seit Leons Abwesenheit aus ihm geworden? Wie ein Greis von siebzig Jahren sah er aus. Die Heimkehr des Sohnes rüttelte ihn zwar etwas aus dem trüben Hinbrüten auf, aber das dauerte nicht lange. Am ersten und zweiten Tage hatte er sich lebhaft interessiert für das, was Leon draußen erlebt, was er gearbeitet und gelernt in der langen Zeit. Immer kehrte die Frage wieder: " Hast Du auch nichts getan, was auf die Ehre unseres Namens irgend einen Schatten werfen könnte? Hast Du Dich ein gehalten von dem Schmutz, dem Laster?" Und dabei sah er den Sohn so durchdringend an, als wollte er dessen geheimste Gedanken erraten. Leon konnte dem forschenden Blick nicht standhalten. Dennoch glaubte der Vater seiner eifrigen Versicherung: „ Aber gewiß, Papa, wie fannst Du glauben, daß ich die Grundsäße, die Du mich von Jugend auf gelehrt hast, je= mals außer acht ließ?" Der Alte atmete dann sichtlich erleichtert auf. Aber er machte sich Sorgen um den Heimgekehrten, denn oft fragte er: Was willst Du denn eigentlich jetzt beginnen?" Leon zuckte sorglos die Achseln. „ Das wird sich finden, Papa, warien wir es ab. Vorerst möchte ich mich ein wenig ausruhen." Nach einigen Tagen verstummten die ängstlichen Fragen des Vaters wieder. Auch Sylvia hatte schon so manches von dem Bruder zu erfahren gesucht. Ob er in Berlin gewesen wäre, wollte sie wissen und noch so verschiedenes. Sie wurde natürlich fürzer abgefertigt als der Vater. Was ging sie denn seine Vergangenheit an? Er liebte derartige Verhöre" nicht. Daß Sylvia mit einer wahren Herzensangst in seinen Zügen forschte, bemerkte er nicht ohne Groll. Was siehst Du mich denn immer so an?" fragte er dann barsch. und als sie einmal wissen wollte, wie er zu der Narbe auf seiner Stirn gekommen sei, lachte er gezwungen auf und rief:„ Ich werde mich gestoßen haben! Wie soll ich das heute noch wissen? Das fann Dir doch ganz gleichgiltig fein!" ( Fortsetzung folat.) L sprechenden Kapitale, ist Einspruch zu erheben, da das Ausland deutschen Arbeitern entsprechende Gegenleistungen nicht gewährt. Renten sind an Ausländer, welche im Auslande wohnen, nur zu zahlen, wenn durch Staatsverträge gleichwertige Vorteile den deutschen Arbeitern verbürgt sind. 4. 3 u Buch 4: Invaliden- und hinter bliebenen Wersicherung. a) Die freiwillige Zusatzversicherung bei der Invalidenversicherung ist als zufriedenstellende Lösung des Wunsches der selbständigen Handwerker nach Erlangung einer höheren Rente zu bezeichnen. Sie kann aber nur ihren Zweck erfüllen, wenn 1. viittelst der projektierten Zusatzversicherung nicht nur für den Versicherten, sondern auch für alle seine Angehörigen gesorgt ist, 2. in feinem Fall eine Gegenleistung für gezahlte Beiträge ausbleibt, 3. die Zusabrente anstatt erst bei Eintritt der Invalidi tät, schon von einem bestimmten Lebensalter ab gewährt wird. b) Die Bestimmungen des Entwurfs über das Wiederaufleben der Rechte bei der freiwilligen Weiterversicherung nach Aufgabe einer Versicherung sind zu schroff; die Instück statt. Nach der Frühstückstafel hielten der Kaiser und traffbelassung der dießbezüglichen bisherigen Vorschriften ist wünschenswert. c) Der Ablehnung der Herabsetzung der Altersgrenze wird im Interesse der sonst eintretenden Mehrbelastung in der Erwartung zugestimmt, daß die Reichsregierung diesem Sparsamkeitsprinzip in allen Zweigen der sozialen Versicherung nachkommen wird. d) Gegen die Einführung der Hinterbliebenen- Versich erung wird Einspruch erhoben, falls die Arbeitgeber die Beiträge hierfür zur Hälfte mit tragen sollen. Der Deutsche Handwerts- und Gewerbekammertag behält sich vor, noch weitere Einwendungen gegen einzelne Sonderbestimmungen zu erheben. * zu Der Verband zur Wahrung der Interessen der deutschen Betriebskrankenkassen hatte in dem„ Kaiserhof" Berlin am Sonntag eine Betriebskrankenkassen- Versammlung veranstaltet, um die Stellung der Betriebskrankenkassen zu dem Entwurf der Reichsversicherungsordnung zu bestim men. Die Versammlung, welche von Betriebskrankenkassen aus allen Teilen des Reiches und der verschiedenen Industrien sehr gut besucht war, leitete Justizrat Wandel, Essen, Direktor bei der Firma Krupp. Nach den einleitenden Berichten umfaßt der Betriebstrantentassenverband zur Zeit nach noch nicht 2½ jähriger Tätigkeit über 2500 Kassen mit mehr als 1,9 Millionen Versicherten. Die Versammlung faßte die Stellungnahme zu dem Entwurf der Reichsversicherungsordnung in einer Er= klärung zusammen, die u. a. lautet: Die Verbandsversammlung erklärt im Anschluß an die von dem Ausschusse am 13. April aufgestellten„ Entschließungen" über den Entwurf der Reichsversicherungsordnung: Der erheblichen Ausdehnung der Krankenversicherungspflicht wird grundsätzlich zugestimmt. Bedenken bestehen jedoch gegen die vorgesehene Versicherung der Hausgewerbetreibenden. Auch der Ausdehnung der Leistungen wird zuge= stimmt. Die Zahntechniker müssen aber zu der allgemeinen Zahnbehandlung zugelassen werden. Die Betriebskranken fassen, die bestbewährte und leistungsfähigste Kassenart, müssen grundsäßlich als gleichberechtigte Organisationsform neben den Orts- und Landfrankenkassen bestehen bleiben. Sie dürfen keinesfalls von dem Bestande und der Leist= ungsfähigkeit der Orts- und Landkrankenkassen abhängig sein. Als Voraussetzung für das Fortbestehen und die Errichtung von Betriebstrantenfassen darf, wie bisher, nur eine Mindestzahl von 50 Versicherten festgesetzt werden. Die Errichtung einer neuen gemeinsamen Behördenorganisation für die Reichsversicherung, namentlich von Versicherungsämtern ist sachlich nicht gerechtfertigt und verumständlicht u. verteuert die Reichsversicherung ganz erheblich. Den Krantentassen muß das Recht bleiben, nur bestimmte Apotheken zur Lieferung zuzulassen. Bei anderer Rechtslage sind günstige Lieferungsbedingungen überhaupt nicht mehr zu erzielen. Ferner müssen die freigegebenen Mittel auch aus anderen Quellen bezogen und selbst abgegeben werden kön nen. Die Regelung der Arztfrage wird auf das Entschie= denste zurückgewiesen; sie läuft tatsächlich auf die zwangsweise Einführung der freien Arztwahl hinaus und gibt die Krankenkassen den Aerzteorganisationen preis. Die Arzt= frage ist für die Krankenkassen eine Lebensfrage. Erfolgt nicht eine Regelung dieser Frage mindestens im Sinne der Bestimmungen des ersten Entwurfs, so ist die ganze Neuordnung der Krankenversicherung für die Krankenkassen unannehmbar. Roosevelt in Berlin. Theodore Roosevelt ist am Dienstag gegen 9 Uhr in Berlin angekommen. Beim Empfang waren Staatssetre36) Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. Nachdruck verboten.) Es war aber etwas in dem Wesen des Bruders, das ihr nicht gefiel. Er konnte mitunter so roh auflachen und führte Redensarten, die beinahe abstoßend wirkten. Wenn er von dem Vater sprach, so geschah dies meist in sehr respektwidriger Weise. Nur wenn Maja dabei war, nahm er sich zusammen. Dann versuchte er, einen anderen Ton anzuschlagen. Eben saß er am Fenster des Parterrezimmers. Seine Tante, Frau v. Schmettwit ihm gegenüber mit einer Handarbeit beschäftigt. „ Wie Ihr das so aushaltet, begreife ich night," äußerte er unmutig. Das ist doch kein Leben, was Ihr hier führt, man sieht oft tagelang keinen Menschen, ich komme mir wie ein Gefangener vor!" O, wir sind es so gewöhnt, da geht es ganz gut," äußerte die Dame ruhig. " Ich werde es aber nie gewöhnt!" fuhr Leo ungestüm auf. „ Geduld Geduld, mein Sohn," beschwichtigte sie, die merkwürdigerweise sehr gut mit ihm auskam.„ Denke an unsern Plan; ich meine, der wäre es wert, daß man einige Zeit auf dem Lande aushält." Leon seufzte. Ich bin noch um keinen Schritt vorwärts gekommen. Tante!" " Vor einigen Tagen sagtest Du anders!" lächelte Frau von Schmettwit. „ Ja, ja, das alaubte ich auch, es ginge ganz gut. Die kleine Maja ließ sich herab, mit mir spazieren zu gehen. Als wir drüben am Waldrand, wo das kleine, einsame Häuschen steht, neben einander herschritten, da war sie so liebenswürdig und nett zu mir, da lachte und plauderte sie in einem fort. Dabei blickte sie mich mit den Schelmenaugen so neckisch an, daß mir ganz beiß dabei wurde. Ich hätte si am liebsten gleich auf der Stelle gefüßt. Aber man muß bei ihr sehr vorsichtig sein, sie ist ein gar scheuer Vogel. Ihre Liebenswürdigkeit dauerte ja allerdings nicht lange, aber mich entzückte sie doch; denn' ch glaubte mich auf dem besten Lokalis Gießen, 12. Mai 190 ** Die Großherzogin empfing gestern Geh. Kommerzienrat Gail- Gießen. * Vortrag. In der letzten öffentlichen Versam lung des Vereins der Hausbesißer hielt Stadtv. Pavl Frankfurt a. D. einen großzügigen Vortrag über Reichszuwachs steuer", welcher den zahlreich" schienenen wertvolle Ausschlüsse über das Wesen der planten neuen Reichssteuer gab und ungeteilten Beifall en tete. An der sich dann anschließenden Aussprache beteif ten sich der 2. Vorfizende des Vereins der Hausbest Rechtsanwalt Ra a b, sowie Stadtv. Löber und B furist Balzer, welche sich in ihren Ausführungen gege die verschiedenen Mängel der Steuer wandten. * Von der Universität. Die Besucher de Geographischen Instituts besichtigten die Erdbebenwarte Jugenheim a. d. B., deren Einrichtungen der Leiter de Warte, Dr. Zeißig, eingehend erläuterte. in Frankfurt n auc Meldeamt genannt. Das Kor in seinem inf russischen Mu Juon eingerä mufit- Werte g der von Schu zwischen den die ja so vie 3weifellos ha vor kurzem in Geburtstag Hu in erfter Lini berbantt. Auß von Pfitner Trautmann, auszeichnet. in Gießen be ner für Vi opernfänger G teil gewonner bierpart über Der inftru wähnte Trio Violine und äußerst vortre führenden den die Sonate in tär Frhr. v. Schön, das Personal der amerikanischen Botschaft und zahlreiche Mitglieder der amerikanischen Kolonie mit ihren Damen anwesend. Roosevelt dankte den zahl- reichen Anwesenden für den Empfang und schritt dann den geschmückten Bahnsteig zum Bahnhofsvorraume herst dem Bahnhose waren etwa 2000-3000 Menschen anwesend, die Roosevelt, als sie seiner ansichtig wurden, lebhafte Ova tionen darbrachten. Roosevelt und seine Begleitung be stiegen sodann die für sie bereitstehenden Automobile und Equipagen und begaben sich nach ihren Quartieren. Um 11½ Uhr begab sich Roosevelt nebst Gattin und Kindern auf Einladung des Kaisers mittels Sonderzuges nach der Station Wildpark und von dort nach dem Neuen Palais. Mit dem Sonderzuge trafen auch der Reichstanzler und andere zum Frühstück eingeladene Gäste ein. Der Kaiser erwartete die Gäste in dem Vestibül vor dem Muschelsaale und trat bei der Ankunft der Wagen auf die Freitreppe heraus. Er begrüßte Roosevelt und seine Gattin auf das herzlichste und geleitete sie durch den Muschelsaal nach dem Trossenzimmer, wo sie von der Kaiserin, sowie den Prinzen und Prinzessinnen des Königshauses empfangen wurden. Auf der Jaspisgalerie fand das Frühdie Kaiserin im Muschelsaale Cercle, hierbei hatte der Kaiser eine lange Unterredung mit Roosevelt allein. Um 3 ühr fuhren die meisten Gäste im Sonderzug nach Berlin zurück. Roosevelt mit Familie verblieb noch im Neuen Palais. Nach 4 Uhr machte der Kaiser mit den Gästen eine | Fahrt durch die königlichen Gärten nach dem Schlosse Sanssouci. Nach der Besichtigung des Schlosses Sanssouci kehrte der Kaiser nach dem Neuen Palais zurück. während Roosevelt mit Familie in kaiserlichen Automobilen nach Berlin fuhren. Roosevelt wurde, als er aus Potsdam in die amerikanische Botschaft zurückgekehrt war, von Geheimrat Professor Fränkel untersucht. Dieser stellte fest, daß Roosevelt unter einer Erfranfungsform leidet, die als Folge von Bronchitis bei Personen auftritt, die länaere Zeit in den tropiſchen Gegenden geweilt haben. Die tt Stadttheater. Es scheint noch nicht a Erfrankung Roosevelts ist keineswegs beunruhigend oder genügend bekannt zu sein, welche Vorteile in jeder Beziehung " ährlich. Am Mittwoch, furz vor 8 Uhr, begab sich Roosevelt mit seinem Sohne Kermit im Automobil nach Döberitz, wo er am Mühlenberg mit dem Kaiser zusam mentraf. Der Kaiser, der die Uniform des 1. Garde- Regiments trug, war begleitet von dem Prinzen Adalbert u. von dem Generaladjutanten v. Löwenfeld. Alsbald nach 9 Uhr begann eine Gefechtsübung mit der Idee, daß von Spandau her ein feindliches Korps heranrückt. Die beiden gegeneinander fechtenden Abteilungen wurden kommandiert von dem General v. Eden und General von Treskow. Die Gefechtsübung dauerte mehrere Stunden. Staatsminister v. Hofmann †. Am Montag starb in Berlin im Alter von 82 Jahren der am 4. November 1827 in Darmstadt geborene Staatsminister a. D. Karl v. Hofmann, der in einem ganz hervorragendem Maße an der Ausarbeitung der Verfass ung des Norddeutschen Bundes beteiligt war und der bei den Verhandlungen zur Reichsgründung in Versailles die hessische Regierung vertrat und nach der Er richtung des Deutschen Reichs mehrere Jahre hessischer Gesandter am preußischen Hofe gewesen ist. Im Jahre 1872 übernahm er die Leitung des hessischen Staatsministeriums, fehrte aber im Jahre 1876, zum Präsidenten des Reichsfanzleramts und preußischen Minister ohne Portefeuille ernannt, nach Berlin zurück. Im Jahre 1879 übernahm er nach dem Sturze von Camphausen das preußische Ministerium für Handel und Gewerbe, das er allerdings nur 1 Jahr ausübte. Dann wurde er zum Staatssekretär von Elsaß- Lothringen ernannt, wo er im Jahre 1887 nach dem Tode des Statthalters sogar eine Zeitlang die Statthalter geschäfte übernahm. Im gleichen Jahre aber nahm er den Abschied, da nur Protestler in den Reichstag gewählt wurden. Er siedelte dann nach Berlin über, wo er seine rei chen Erfahrungen und seine unermüdliche Arbeitskraft vorzugsweise in den Dienst der Kolonialinteressen stellte. Yom Hansabund. ** Die Gesellenprüfungen für Gi ßen sind gestern, nachdem vorher schon ein jeder Prüflin seine praktische Aufgabe unter Aufsicht zu lösen gehab hatte, auch in ihren theoretischen Teilen zu Ende gegan gen. 108 Prüflinge sind es dieses Mal, darunter re strebsame junge Handwerker, aber auch einige, die in ihre pralischen Können und ihrer Allgemeinbildung noch s zu wünschen übrig lassen. Der Prüfungsausschuß hat rum das Zeugnis„ Bestanden" nicht allen geben fönnen der Erkenntnis und Ueberzeugung, daß von dem Hand werksgesellen das erforderliche Maß von allgemeinem W sen und Fachkenntnissen nach Beendigung seiner Lebrze verlangt werden fann, so wie es von seiten der Regierun in der Handwerfergeseßnovelle verfügt ist. Die Ueber reichung der Gesellenbriefe erfolgt am 22. Mai, vormittag 11 Uhr, im Gewerbeschulhause, Kirchstraße 16. Teilabormements und Gutscheine eingeführt sind, ist ein das Abonnement auf die Operettenvorstellungen bietet; d ziemlich weiter Spielraum zur Benuhung gegeben. Aud sei bemerkt, daß Abonnements bis zum Abend des erster Spieltages ausgegeben werden, und daß die Studierende an der Abendkasse Ermäßigung genießen. * Lebensrettung. Ein mit mehreren andere Kindern zusammen auf dem Jurplatz an der Lahn spielen der Knabe stürzte plößlich in den Fluß. Sein Hilfegeschre rief zwei junge Männer herbei, von denen der eine in di an dieser Stelle glücklicherweise wenig tiefe Lahn sprang und den Knaben an das Ufer brachte. -h Vom Wetter. Der gestrige Tag, welcher in seinem ganzen Verlauf infolge der Kühle wenig an den Wonnemonat erinnerte, überraschte unsere Stadt am Abend mit einem regelrechten Gewitter. In Verbindung damit erhob sich ein orfanartiger Sturm, der in den Straßen mannigfachen Schaden stiftete. An mehreren Stellen wur den Schornsteine umgeworfen und die dem Sturme beson ders zugänglichen Bäume der Anlagen beschädigt. Der heu tige Morgen ließ jedoch in keiner Beziehung zu wünschen übrig, denn die Maiensonne lachte von einem woltenlosen Himmel, der hoffentlich auch während des Pfingstfestes an halten möge. * Wochenmarkt. Auf dem Wochenmarkt am Diens tag wurden folgende Preise erzielt: 1 Pfd. Butter 1,20 bis 1,30 Mt.. 1 Pfd. Ochsenfleisch 0,80-0,85 Mr., 1 Vfd. Kubfleisch 0,60 Mt., 1 Pfd. Schweinefleisch 0,80-0,98 M 1 Dz. Kartoffeln 6,00 Mt., Hühnereier 1 Stück 0,07 Mt. und Hühner 1 Stück 1,10-1,50 m. = P Paketeinsammlung durch die Post Es ist noch nicht genügend bekannt, daß die Poſt abzusen dende Pakete auf Bestellung aus den Wohnungen abholen fäßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte oder einen Zettel mit den Worten:„ Patet abzuholen bei ( Name und Wohnung)" unfrantiert in den nächsten | Briefkasten zu werfen oder einem Briefträger mitzugeben und die Sendung wird bei der nächsten Paketbestellfabri gegen eine Gebühr von 10 Pfg. vom Hause des Absender abgeholt. Das Verfahren ist einfach und bequem und be sonders solchen Personen zu empfehlen, denen fein Dienst bote zur Verfügung steht. -P= Ferns þyechverkehr mit Frankfurt ( Main). Am 8. Mai ist in Frankfurt ein zweites Fern Der Vorsitzende des Hansabun de s, Oberbürger ſprechamt eröffnet worden, an das 3700 der jetzigen Teil meister a. D. Knobloch- Berlin, gab in der General- Vernehmer unter Aenderung ihrer Nummer angeschlossen sind sammlung des Verbandes Thüringischer Industrieller, die in Weimar stattfand, die Erklärung ab, daß es gelungen sei, für sämtliche aussichtsreiche Reichstags= wahlkreise Kandidaten aus den Kreisen von Handel, Industrie und Gewerbe zu finden. Der Hansabund werde vor allen Dingen bemüht sein, agrarische Kandidaturen zu Fall zu bringen. Wege, ihre Gunst zu erringen. Aber als ich einige Tage später Besuch machte, da zeigte sie sich so fühl und unnahbar, so wortfarg and verschlossen, daß mir der Mut völlig sank." Nur nicht so schnell verzagen," tröstete die Tante.„ Es wird schon kommen mit der Zeit. Die Hauptsache ist, daß Maja ihr Herz noch an keinen andern verschenkt hat. Da hat Du doch leichtes Spiel. Sie ist ja noch ein halbes Kind und wenn Du die Sache nur geschickt anpackst, dann muß es gelingen, die Kleine zu erobern. Wenn Du den Goldfisch aber erst gefangen hast, dann bist Du aller Sorgen ledig, dann bist Du geborgen und die Deinen mit Dir! Dann erlebt Dein alter Vater auch noch gute Tage und das ist ihm zu gönnen." Leon lachte aut auf. „ Du bist schlau, Tante! Du möchtest den Alten gern los sein, was? Na, ich verdenke es Dir nicht im mindesten. Ja, wenn wir nur schon so weit wären. Aber ich meine, dazu müßte ich vor allen Dingen anders aussehen. In dem abgetragenen Anzug fann ich fa dem verwöhnten Mädchen nicht gefallen, meinst Du nicht auch? Sie sicht mich manchmal so geringschäßig an. Und der Alte will gar nichts herausrücken. Wie wärs, wenn Du mir die Mittel vorstrecktest, damit ich mich vorteilhafter kleiden kann? Ich denke, Du riskierst nichts dabei, Tante. Ich werde Dir alles mit Zinsen zurückzahlen, wenn ich dazu in der Lage bin!" „ Hm," machte sie gedehnt.„ Na, wir wollen sehen, was sich tun läßt. Die Geldmittel sind zwar bei mir auch etwas knapp, aber eigentlich hast Dit recht. Du siehst nicht elegant aus. Und wenn man sich um die Erbin einer Million be= werben will, dann muß schon etwas dabei riskiert werden. Aber wenn unser Plan gelingt, und Du einmal Millionär bist, dann vergiß auch Deine arme Tante nicht, hörst Du?" Gewiß nicht, liebe Tante, verlaß Dich darauf," beteuerte er schmunzelnd. Wie ich schon sagte, das aufgewendete Ka= pital soll reichliche Binje tragen. Du bist die erste, die etwas bekommt. Du bist auch die einzige im ganzen Hause, mit der man ein vernünftiges Wort reden kann. Du verstehst mich wenigstens, deshalb unterhalte ich mich auch am liebsten mit Dir! War das nicht eine seltsame Uebereinstimmung der Gedanken, als Du mir rietest, ich sollte mich Um bei Ferngesprächen nach Frankfurt unrichtige Verbind ungen und die dadurch entstehenden Weiterungen zu ber meiden, empfiehlt es sich dringend. bei der Anmeldung der Ferngespräche das Amt und die Anschlußnummer des ver langten Teilnehmers anzugeben. Das neue Teilnehmerver zeichnis für den Frankfurter Bezirk ist erschienen und kann durch Vermittelung des hiesigen Telegraphenamts bezogen werden. Solange die auswärtigen Teilnehmer die neuen Nummern und das Vermittelungsamt ihrer Geschäftsfreunde um die kleine Maja bewerben? Ich hatte das Mädchen doch schon vom ersten Tage an ins Auge gefaßt!" Diese Lobeserhebungen schmeichelten offenbar der alten eitlen Dame sehr. „ Ja, – und was ich noch sagen wollte," begann sie nad einer kleit en Weile, wenn wir Sylvia für unseren Plan gewinnen könnten, so wäre das sehr gut. Maja gibt viel auf ihr Urteil und wenn Deine Schwester so nebenbei eine Bemerkung einfließen ließe, wie:„ Mein Bruder ist ein braver Mensch, ein vortrefflicher Charakter, er hat nur Be gehabt und dergleichen mehr, oder wenn sie ihr eine n deutung machte, daß Du verliebt bist, dann würde die Sache sehr gefördert. Lieber Gott, wie viele Menschen machen ihr Glück durch eine reiche Heirat! Warum solltest Du es nicht fönnen? Du bist doch ein stattlicher Kerl, und wenn Du erf in einem neuen Anzug steckst, fann es nicht fehlen. Dein zufünftiger Schwiegervater wird dann schon sorgen, daß Du einen Posten bekommst, wo Du Dich nicht zu sehr an zustrengen brauchst. In seiner großen Fabrik findet sid gewiß etwas dergleichen!" O Tante. Du bist so klug und gut, wie ich noch keim Frou getroffen," rief Leon begeistert und führte galant die mageren Finger an seine Lippen. Die Dame wurde dadurch immer mitteilsamer. „ Du bist viel flüger als Deine Schwester," versicherte sie, „ Sylvia hat ihr Glück mit Füßen von sich gestoßen. Einer Freier, wie Hugo von Trostberg abzuweisen, ist schon heller Wahnsinn. Aber ich weiß schon, was dahinter steckt- Sie brach rasch ab, denn in diesem Augenblick frat Syl via ins Zimmer und die Tante bemächtigte sich ihrer sogleich um sie für ihren Plan zu gewinnen.„ Dein Bruder hat mit Dir zu sprechen." begann sie ohne weitere Umschweife und nickte dem Neffen ermutigend zu. Sylvia sah fragend ron einem zum andern und Leon begann: „ Es dürfte Dir kein Geheimnis geblieben sein, daß ic in Deine Freundin rettungslos verliebt bin. Es läßt mit feine Nuhe mehr, Tag und Nacht denke ich nur an sie. Und da meinte die Tante, Du könntest etwas bei der Sache tun, wenn Du mich gelegentlich ein wenig herausstreichen wolltest, oder so nebenbei bemerken, wie es um mich steht. Willst Du, Sylvia?" ( Fortsetzung folgt.) Pfigner infolg doch mußte au gar und Tra Schattenfeiten den juchten. leicht dahin die ausführe feiner off rech aus diefem Stoffes Anert auch in ausgi Den vota zen der Men ftimme Ste besseren Erfo chen der Kü wußte. Von die„ Naturfre der Sänger e den Prof. T Klavier zu f Stephani fer jich bekanntl auszeichnen Gelegenheit fähigkeit sei teinen beson lich dort die erfchien, so e Schmiedes", brachte name Dera ift eine re lange mit e ein Lied fin ebenso wenig Hausmitteln man wohl sen fönnen gewordenen den Anfan ernstere M Lagers au treiben. Als ei chronisc gezuständen A ft h m a, tatarrh naturreine S wachsenden Utu- Balsam und dabei Aerzten w felbe bishe fast unbeta nismäßig Prä Die bon Die in Emp Stef Dir ans G B D e He Mai geftern chen Berin adto. über Bahlreid Bejen Der en Beifall prache be Spouse er un brungen 11. Befuder bebe Ser für jeber Lösen Ende Darunter e, die in ung noch Sichuß hat eben fon Sem gemeinem einer Le der Regi tai, born 16. Die och nich jeder Bezi ngen bi find, is gegeben. end des e Studieren breren ander Labn Spiel ein Hiljeges der eine Lahn 5, Weldin wenig an tadt am Abe bindung de Sen Sta Stellen w Sturme ki idigt. 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Paul Juon eingeräumt, deren Ruf sich namentlich auf Kammermusil- Werke gründet, während der volale Teil durch Lie der von Schubert und Wolf einen interessanten Vergleich zwischen den beiden Meistern des deutschen Liedes gestattete, die ja so viele Berührungspunkte mit einander ausweisen. Zweifellos hätte auch nichts besser als das Lied an vor furzem in der gesamten gebildeten Welt gefeierten 50. Geburtstag Hugo Wolfs erinnern tönnen, der seinen Ruhm in erster Linie seiner herrlichen Vertonung von Liedern verdankt. Außerdem brachte das Konzert neben einem Trio von Pfitzner die stimmungsvolle„ Naturfreiheit" von Prof. Trautmann, die sich durch eine äußerst tiefe Empfindung auszeichnet. Als Ausführende hatte der Verein neben den in Gießen bereits auf das beste bekannten Herren Re b= ner für Violine und He gar für Violoncell, den Hofopernfänger Stephani aus Darmstadt für den Liederteil gewonnen, während Prof. Trautmann den Klabierpart übernommen hatte. i ber Gage msftreicher mich steht g folgt Der instrumentale Teil brachte zuerst das bereits er wähnte Trio von Rachmaninow in D- moll für Klavier, Violine und Violoncell, welches in allen seinen Teilen äußerst vortrefflich vorgetragen wurde und den drei Ausführenden den gleichen Beifall errang. Minder gut sprach die Sonate in Fis- moll für Violoncell und Klavier von Pfigner infolge ihrer oft nicht einwandfreien Säße an, boch mußte auch hier das redliche Bemühen der Herren Hegar und Trautmann Anerkennung verdienen, welche der Schattenseiten des Werkes soviel wie möglich Herr zu wer ben suchten. Den Schluß dieses Konzertteiles bildete ein leicht dahin hüpfendes Trio in A- moll von Juon, das an die ausführenden Künstler nicht geringe Ansprüche infolge seiner oft recht schwierigen Säße stellte. Um so mehr mußte aus diesem Grunde die einwandsfreie Bewältigung des Stoffes Anerkennung verdienen, welche die Zuhörer denn auch in ausgiebigem Maße den Spielern zollten. Den vokalen Teil des Programms eröffneten„ Die Grenzen der Menschheit", ein Lied, dessen Wiedergabe der Baßstimme Stephanis nicht recht gelingen wollte. Einen besseren Erfolg erzielten die beiden nächsten Gesänge, welchen der Künstler eine schöne dramatische Färbung zu geben wußte. Von den Liedern in dem zweiten Teil verdient Die Naturfreiheit" besondere Anerkennung, denn hier wußte der Sänger echte Empfindung in seinen Gesang zu legen, den Prof. Trautmann mit äußerst feinem Gefühl auf dem Klavier zu begleiten wußte. Ungeteilten Beifall errang Stephani ferner mit seinen Liedern von H. Wolf, welche sich bekanntlich besonders durch ein dramatisches Gepräge auszeichnen und die deshalb dem Künstler in hohen Grade Gelegenheit zur Entfaltung der dramatischen Ausdrucks= fähigkeit seiner Stimme boten. Hatte der erste Gesang leinen besonders günstigen Eindruck hinterlassen, als näm lich dort die Stimme des Vortragenden etwas verschleiert erschien, so errang das letzte der Lieder, das„ Lied eines Schmiedes", einen um so größeren Beifall. Dasselbe brachte namentlich die stimmlichen Fertigkeiten des Künst Veralteten Husten auszurotten ist eine recht schwierige Sache. Jeder, der schon einmal lange mit einem bösen Katarrh gekämpft hat, kann davon ein Lied singen. Mit Hustenbonbons und Pastillen ist da ebenso wenig etwas auszurichten, wie mit allerlei kleinen Hausmitteln. Einen gewöhnlichen Erkältungshusten mag man wohl mit derartigen harmlosen Mittelchen beeinflus sen können, aber die Beseitigung eines bereits chronisch gewordenen Hustens, der bei dazu Disponiertem gar oft den Anfang der Lungenschwindsucht bedeutet, erfordert weit ernstere Mittel, die den Feind sozusagen im Innern seines Lagers aussuchen und ihn dann von innen heraus" vertreiben. lers zum Ausdruck, dessen Gesang in seiner lebendigen Vortragsweise hier auch den strengsten Beurteiler zufrieden stellen konnte und bei der Zuhörerschaft wahre Beifalls= stürme entfesselte. Der Künstler mußte sich zu einer Zugabe verstehen, welche den Zuhörern in dem„ Wanderer" Schubert wurde und ebenfalls den besten Eindruck hinterließ. von Zweifellos hat der letzte Konzert- Abend zu den bereits errungenen Erfolgen des Vereins einen neuen Triumph hinzugefügt und so das Konzertjahr 1909-1910 in schön ster Weise abgeschlossen. Die Zuhörer waren auch diesmal wieder recht zahlreich erschienen, ein Beweis für die Beliebtheit, welche sich der Konzert- Verein bei dem Gießener Publikum im Laufe seiner 150jährigen Tätigkeit zu erringen und auch in dem letzten Vereinsjahr in demselben Grade zu erhalten wußte. Möge der nächste Winter dem Verein zu gleich schönen Erfolgen verhelfen! Als eines der besten Mittel zur Beseitigung derartig chronisch gewordener Katarrhe mit ihren Folgezuständen( alter Husten, Verschleimung, Asthma, Bronchialtatarrh, Lungenspize n= tatarrh 2c.) galt im ganzen Orient schon seit jeher der naturreine Harzsaft eines an den Küsten des Roten Meeres wachsenden Balsambaumes, der sogenannte Arabische oder Utu- Balsam. Trotzdem diesem so ausgezeichnet wirkenden und dabei doch absolut unschädlichen Mittel von den älteren Aerzten wahre Wunderdinge nachgerühmt werden, ist dasselbe bisher nur wenig nach Europa gekommen und hier fast unbekannt geblieben. Schuld daran trug seine verhält nismäßig große Seltenheit und der dadurch hervorgerufene,| Prämiierung von Dienstboten. Die den Dienstboten bewilligten Prämien fönnen von Dienstag, den 10. 1. Mts. ab bei unserer Kasse in Empfang genommen werden. ( Sießen, am 9. Vai 19: 0 Direktion der Bezirkssparkasse Gießen. Doering. Wie die Sonne auf dem Rasen, so bleicht die Wäsche im Kessel bei Gebrauch vOD Persil. Absolut Gibt blendend weisse Wäsche, ohne Reiben und Bürsten, ohne jede Mühe und Arbeit! unschädlich, schont das Gewebe und bewirkt enorme Ersparnis an Zeit, Arbeit und Geld Ueberall erhältlich. ALLEINIGE FABRIKANTEN: Henkel& Co., Düsseldorf. Aus Hessen und Nachbargebiet. * Alten- Buseck. Ueber das Vermögen des Bädermeisters Ludwig Braun wurde am 9. Mai seitens des Großh. Amtsgerichts zu Gießen das Konkursverfahren eröffnet. Kontursverwalter ist der Kaufmann Althoff- Gießen, Kontursforderungen sind bis zum 1. Juni dem Gießener Amtsgericht anzumelden. *)(* Buzba ch, 10. Mai. Landtagsabgeordneter Io u B, dessen Wahl als Bürgermeister von unserer Stadt vom Kreisamt nicht bestätigt wurde, hatte beim Kreisausschuß zu Friedberg Refurs dagegen erhoben, der aber zurüdgewiesen wurde. Jouzz hatte sich darauf an den Provinzialausschuß gewandt, doch auch dieser hat in seiner heute stattgefundenen Sitzung der Wahl des Abgeordneten Jouzz zum Bürgermeister von Butzbach die Zustimmung versagt. * Grünberg. Nach sehr langen Verhandlungen hat der Gemeinderat beschlossen, für die Bürgerschule einen zeitgemäßen Neubau aufzuführen, für den, ohne die Grunderwerbskosten, 75 000 Mr. erforderlich sind. Die Pläne u. Entwürfe zu dem Schulhause hat der Baurat Diehm- Gießen gefertigt. Die Regierung hat, um der Gemeinde die finan zielle Durchführung des Projekts zu ermöglichen, gestattet, daß die Waldungen der Stadt auf vier Jahre jährlich um 10 000 Mt. mehr gelichtet werden dürfen als seither. * Friedberg. Der Verband der Detaillistenvereine im Großherzogtum Hessen hält am Sonntag, den 22. Mai, im„ Hotel Trapp" hier seinen 2. Verbandstag ab. Auf der Tagesordnung stehen neben geschäftlichen Dingen auch Vorträge über das kaufmännische Fortbildungsschul wesen und über das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. * Frankfurt a. M. Dem Vernehmen nach be= absichtigen die Lehrerinnen Hessens am 28. Mai zusammenzukommen, um nach dem Vorbild der anderen deutschen Reeses Puddingpulver unübertroffen enorm hohe Preis. Die Schwierigkeiten, die lange Zeit hindurch der Gewinnung des Utu- Balsams in größerem Maßstabe im Wege standen, gelten indessen jetzt als beseitigt und heute kann die so eminent wichtige Droge schon zu einem Preise in den Handel gebracht werden, der ihre Anwendung auch Minderbemittelten ermöglicht. Zahlreiche Patienten, die Gelegenheit hatten, das hervorragende Mittel zu gebrauchen, sind des Lobes voll über seine, in vielen Fällen geradezu verblüffende Wirkung. Am auffälligsten zeigt sich dieselbe in denjenigen Fällen, wo neben dem quälenden Husten mehr oder weniger starter Auswurf vorhanden ist. Schon nach kurzer Zeit, während welcher der Utu- Balsam in diesen Fällen regelmäßig eingenommen wird, verflüssigt sich der Auswurf, um mit der Zeit ganz zu verschwinden. Gleichzeitig hört dann auch der Hustenreiz und damit der Husten selbst auf und das Allgemeinbefinden bessert sich infolge der günstigen Einwirkung des Balsams auf die Verdauung von Tag zu Tag. Wer auch noch so viel andere Mittel ohne Erfolg bisher bereits benutzt hat, der möge trotzdem in seinem eigenen Interesse wenigstens noch einmal einen Versuch mit dem Utu Balsam machen und lasse sich zu diesem Zwecke eine durchaus kostenfreie und zu nichts verpflichtende Probekommen. Wir fügen dieser Probe, die wir franto versenden, ebenfalls unentgeltlich, eine aus der Feder des prattischen Arzschüre über den Ütu- Balsam tostenlos bei. In vielen, selbst tes Dr. Laszky stammende, hochinteressant geschriebene Bro verzweifelten Fällen kann diese Probe nebst der belehrenSchöne 4- Zimmerwohnung im obersten Stock mein 8 Hauses Leute zu vermieten. per 1. Mai oder später an ruhige W. Kilbinger, Löwendrogerie, Selter sweg 79 a. Steinstraße 17. Sc. Mansard. Wohnung, 3-4 3immer m. allem Zubehör. per 1. Juni oder später au berm. Albert Neubürger. Süd Anlage II geräumige 8- Zimmer Wohnung, Veranda, Bad, Gas u. Elektrisch, per 1 Juli zu vermieten. Rich. Wallenfc18. Freibant. Heute: Kabfleisch 46 fg. Pflastersteine prima Qualität stets zu haben bei Kour. Lannspach, Pflastermeister, Ettingshausen. Jüngeres Vorzuglichste Lederputz Crème Kavalier Das Beste vom Besten 20 allein steht auf der .HÖHE. der Zeit. Verlangen Sie defshalb stels KAVALIER. das beste aller Lederputzmittel Dienstmädchen aufen findet gute Stellung. Frau Otto Liebigstraße 63. Rheinisches' Technikum Bingen Maschinenbau, Elektrotechnik, Automobilbau, Brückenbau. 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Gegen den Technifer Dionys Gemündt von Main, der zu Bußbach ein Installationsgeschäft betrieben hatte, das er infolge Konkurses aufgeben mußte, war Anflage wegen Konkursvergehens erhoben worden. Etwa ein Vierteljahr vor dem Ausbruch des Konkurses hat er mit dem Rechner Vorbach einen Vertrag abgeschlossen, nach welchem er ihm eine Reihe von Gegenständen seines Warenlagers als Eigen tum für geliehenes Geld übertrug. Es wurde angenom men, daß dieser Vertrag abgeschlossen worden ist, um die anderen Gläubiger zu benachteiligen. Das Gericht chielt auf Grund der Beweisaufnahme es nicht für nötig, für festgestellt anzunehmen, in welcher Absicht der Vertrag errichtet worden ist, da nicht festgestellt werden konnte, daß der Angeklagte zu der damaligen Zeit gewußt hat, daß der Ronkurs über ihn hereinbrechen werde, welche Voraussicht hätte bestehen müssen, wenn Bestrafung eintreten sollte. Es mußte somit Freispruch ergehen. In Lollar hat sich der Arbeiter Karl Kraustopf aus Gießen an einem 4jährigen Mädchen in unsittlicher Weise vergangen. Der bereits wegen eines solchen Falles bestrafte Angeklagte wurde zu 1½ Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Bei dem Fuhrfnecht Adolf Kratz aus Dudenhofen wurden in seiner Wohnung zu Gießen zwei Wasserwagen ge= funden, die zuvor aus einer Arbeiterbude gestohlen worden waren. Er bestritt, mit dem Diebstahl in Verbindung zu stehen und will nicht wissen, wie die Wagen in seine Wohnung gekommen sind. Wenn auch nicht festgestellt werden konnte, daß er die Sachen gestohlen hat, so wurde doch Unterschlagung angenommen und der Angeklagte zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Darmstädter Möbel die eben bei feineren Ausitet ingen fast durchgängig gekauft werden erhalten Sie direkt v. d. Fabrik v. Ludwig Strißluger, Wöbelfabrik, Darmstadt, Heinrichstr. 67. 150 3imer: Einsichtungen( jähr. Garantie. Fernruf 1441 Katalog pratis. 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