Die deutſch- oftafrikanische Zentralbabn. 123 Faßt man den aus den hahn Bau gebie Entwickelung und die aus dem Betriebe für der ostafrikanischen des Schutz= verschiedenen Außen kten zu= Vortrages kann demnach für Die Bewertung durch den Preisrichter in Frage kommen. Wenn es nun auch dieser Seite hinüber jeden Zweifel aften zu Hause ihre Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - - vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mk., durch die Post 1,50 ML. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 55. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Am Montag, den 18. d. Mts., nachmittags 2½ Uhr werden im Städt. Hospital, Seltersweg 11, die im Jahre 1909 gefundenen Gegenstände, sowie eine Anzahl Kleid= ungsstücke, Möbel 2c., versteigert. Im Bedarfsfalle wird die Versteigerung am Montag, den 25. d. Mts. fortgesetzt. Gießen, den 11. April 1910. Die Armendeputation der Stadt Gießen. Keller. Bekanntmachung. Der in der gestrigen Situng der Stadtverordnetenversammlung jestgeseßte or anschlag der Stadt& ie= ßen für das Rechnungsjahr 1910( vom 1. April 1910 bis Ende März 1911), sowie die Voranschläge dez Stadterweiterungsfonds, des Elektrizi tätswerte 3, der städt. Straßenbahn, sowie des Gas- und Wasserwerkes für dieselbe Zeit liegen nach Vorschrift des Artikels 83 der Städte- Ordnung vom 9. März bis 17. April 1910 auf der Bürgermeisterei Ez Zimmer 15 zur Einsicht der Beteiligten offen. wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Einwendungen gegen denselben binnen gleicher Frist bei uns vorzubringen sind. - Gießen, den 8. April 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Vergebung von Chausfierungsarbeiten. Die Chaussierarbeiten für die Herstellung der Feldwege hinter dem neuen Friedhof in der Lichtenau sollen Mittwoch, den 13. d. M., vorm. 10% Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spä= testens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 5. April 1910. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdingung. Die Lieferung von Zementbandsteinen für die Neubefestigung der Licherstraße soll Mittwoch, den 13. d. M., vorm. 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 5. April 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Vergebung von Schloßßerarbeiten. Die Schlosserarbeiten für die Herstellung einer Einfriedigung längs der Wieseckböschung in der Alicestraße zwischen Bahnhof- und Frankfurterstraße sollen Mittwoch, den 13. d. M., vorm. 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen lie gen während der Dienststunden auf unserem Bureau zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 5. April 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Der Kampf im Baugewerbe. Der Vorstand des Deutschen Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe übermittelt uns eine längere Darstellung, der wir angesichts der Bedeutung, die die Bewegung für das gesamte wirtschaftliche Leben hat, folgende Angaben entnehmen: Die im letzten halben Jahre zwischen einer Kommission des Deutschen Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe und Vertretern der Zentralverbände der Bauarbeiter geführten Verhandlungen zur Erzielung eines Tarifvertragsmusters, das als Grundlage zu neuen nach dem 31. März d. Is. in Geltung tretenden Tarifverträgen dienen sollte, haben leider zu einer Einigung nicht geführt. In den im Novem ber v. Js. stattgefundenen Verhandlungen wurden die Vertragsmuster Entwürfe beider Parteien ausgetauscht und besprochen, die beide erhebliche Abweichungen gegen das bisherige Vertragsmuster enthielten. Die Arbeitnehmer- Ent= würse waren wesentlich beeinflußt durch die einschränkenden Beschlüsse des Maurer- Verbandstages in Hannover im September 1908. Der Entwurf der Arbeitgeber ift ebenfalls durch diese vorgreifenden Beschlüsse, die für sie eine Verschlechterung des bisherigen Vertrages bedeuten, beeinflußt worden. Ebensowenig wie die zentralen Besprechungen im November führten die sich daran anschließenden bezirklichen und örtlichen Verhandlungen über die Größe der Vertragsder Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Dienstag, 12. April 1910 gebiete, über Lohnhöhe 2c. infolge der Haltung der Arbeitnehmer zu einem Ergebnis. Die zentralen Verhandlungen wurden am 9. und 10. März 1910 fortgesetzt. Die Arbeitgeber tamen in der Absicht, auf friedlichem Wege zu einer Einigung zu gelangen und bewiesen das dadurch, daß sie einen erheblichen Teil ihrer Forderungen fallen ließen, während die Arbeitnehmer nur hiervon Kenntnis nahmen, selbst aber so gut wie feine Zugeständnisse machten. Der Deutsche Arbeitgeberbund für das Baugewerbe hat sich in 2 Hauptversammlungen in Straßburg und Dresden eingehend mit den Differenzpunkten beschäftigt. Er hat die von seiner Kommission gefaßten Beschlüsse, auch die gemachten Zugeständnisse genehmigt; in Dresden ist sogar einer der Hauptstreitpunkte, der Arbeitsnachweis, aus dem Vertrag selbst entfernt worden. Die Arbeitgeber haben nur daran festgehalten, daß die zur Sicherung eines ruhigen Arbeitsverhältnisses allerwichtigsten Bestimmungen in dem Vertragsmuster bleiben bezw. neu in dieses eingesetzt werden. Den Zentralverbänden ist von diesen endgültigen Bestimmungen Kenntnis gegeben worden. Die Verbandstage der Arbeitnehmer haben nunmehr am 4. und 5. April ds. Js. die Dresdner Vorschläge des Arbeitgeberbundes abgelehnt. Die vom Reichsamt des Innern am 8. April d. Js. eingeleiteten Einigungsverhandlungen sind ergebnislos verlaufen, weil die Vertreter der Arbeiterorganisationen auch hier feinerlei Entgegenkommen zeigten. Da hiernach keinerlei Aussichten auf friedliche Vereinbarung des Arbeitsverhältnisses vorhanden sind, bleibt dem Vorstand des Deutschen Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe in Befolg des ihm von der Dresdner Haupt- Verfammlung gewordenen Auftrages zur Erreichung eines brauchbaren Vertrages nichts übrig, als zu dem Mittel zu greifen, das die Arbeiter zur Durchsetzung ihrer Forder= ungen in zahllosen Fällen selbst angewendet haben: 3 ur Stillegung der Betriebe. Zum Besuch des Kaisers in Gießen. Von dem Kommando des Kaiser- Regiments ging uns gestern folgende Meldung zu: Seine Majestät der Kaiser werden, wie nunmehr feststeht, am Freitag, den 15. April, gegen 11 Uhr vorm., zur Besichtigung seines Leib- Regimentes mittels Auto= mobils auf dem Ererzierplas eintreffen. Nach der Befichtigung des Regiments wird Se. Majestät an der Spitze der Fahnen- Kompagnie durch die Kaiser- Allee, Gartenstraße, Oftanlage, Landgrafenstraße, nach der Zeughaustaserne reiten, woselbst er um 1 Uhr im Kasino bei den Offizieren des Regiments ein Frühstück einnehmen wird. Die Abfahrtszeit Sr. Majestät ist noch nicht bestimmt. Als der Kaiser unsere Stadt vor 3 Jahren mit seinem Besuch beehrte, bereitete ihm die Gießener Bürgerschaft einen Empfang, der an Herzlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ und welcher so recht zeigte, eine wie dankbare Anerkennung die tatkräftige Regierung des hohen Gastes in Gießen ge= funden hatte. Auch bei seinem diesmaligen Besuch wird der Kaiser auf eine begeisterte Aufnahme rechnen können, denn der Verlauf der letzten 3 Jahre hat nur dazu beigetragen, seine Beliebtheit bei allen Deutschen zu vergrößern. Gerade die jüngste Zeit hat dem Kaiser Gelegenheit gegeben, die Ziele seiner Friedenspolitik aller Welt darzulegen. Dies bewiesen namentlich seine Nordlandsreisen, die ihn mit den Herrschern von Schweden, Norwegen, Dänemark und Rußland zusammenführten und in erster Linie der Pflege freundschaftlicher Beziehungen galten. Nicht minder war das Augenmerk des Kaisers auf den Dreibund gerichtet, der die innere Festigung im wesentlichen seinen Bemühungen verdankt. Auch das Verhältnis des Deutschen Reiches zu Frant reich hat sich in dem letzten Jahr durch sein wirken erheblich freundlicher gestaltet und ganz besonders hat die jüngst in Berlin stattgefundene französische Ausstellung durch die feierliche Eröffnung seitens des Oberhauptes des Deutschen Reiches dazu beigetragen, die zwischen Deutschland und Frankreich infolge des letzten Krieges bestehenden Mißverständnisse zu beseitigen und freundlichere Beziehungen anzubahnen. Die vor 2 Jahren noch zwischen Deutschland und Groß- Britannien herrschende Spannung hat ihre nun mehrige friedliche Beilegung nicht zum wenigstens der Friedensliebe des deutschen Kaisers zu verdanken, dessen Besuch an dem englischen Hofe die Klärung der Beziehungen zwischen beiden Staaten herbeiführte. In der inneren Politik Deutschlands hat überall angenehm die zurückhaltung berührt, welche der Kaiser gegen über dem heftigen Kampf der Parteien um die Reichsfinanz- Reform beobachtete. Unbekümmert um rechts u. Tints wußte der Monarch die Wohlfahrt des Reiches im Auge zu behalten, ohne die Gefühle irgend eines Standes zu verlezen. Die im Vorjahre in Süddeutschland stattgefundenen Kaiser Manöver bewiesen ferner flar und deutlich, daß Kaiser Wilhelm das Bestreben erfüllt, das deutsche Heer auf der Höhe seines Könnens zu erhalten, um es zu befähigen, jederzeit einen Angriff zurückweisen zu können. Weiter ist es der Erlaß einer neuen Uebungs- Ordnung, welche von der ersprießlichen Tätigkeit des deutschen Kaisers auf dem Gebiete des Heerwesens ein beredtes Zeugnis ablegt. Wenn das deutsche Reich heute in aller Ruhe der Gestaltung der Zukunft entgegenjehen tann, so hat es dies der Tatkraft und Umsicht des deutschen Kaisers mit zu verdanken. Auch wir Gießener haben darum Anlaß, uns über die weise Fürsorge des deutschen Kaisers für das deutsche Voll zu freuen und namentlich das Kaiser- Regiment fann mit berechtigtem Stolz auf das Wert seines hohen Chef zurückblicken. Im Gefühl dieser Wertschäßung heißen wir den hohen Besuch willkommen, denn Gießen wird es sich zur ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. 21. Jahrg. Ehre anrechnen können, schon öfter den deutschen Kaiser empfangen zu haben. Der zu erwartende große Andrang nötigte im Interesse der allgemeinen Sicherheit zu verschiedenen Absperrungen, die wir hiermit zur Kenntnis geben: Der Trieb wird von 9,30 Uhr vormittags ab gesperrt. Begrenzt wird die Absperrung im Süden durch die Straße nach Reiskirchen bezw. Rödgerstraße, nach Osten durch den Rand des Ererzierplates, nach Norden durch den Rand der Waldkulisse südlich Wieseck und nach Westen durch die KirschAllee. Nach Einvernehmen mit der Großb. Bürgermeisterei ist die Anfahrt von Wagen auf der Kaiser- Allee in der Richtung nach Reiskirchen nur bis 10,30 Uhr vormittags gestattet. Der abgesperrte Teil darf weder von Wagen befahren, noch von Reitern und Fußgängern betreten werden. Ganz besonders muß das Durchbrechen der Postenkette, wenn der Kaiser an der Spize der Fahnenkompagnie den Trieb verläßt, unter allen Umständen vermieden werden. Um überhaupt Unfällen zu begegnen, um ferner den mit der Absperrung beauftragten Offizieren und Mannschaf= ten des Regiments ihre Aufgabe zu erleichtern und um unliebsame Zwischenfälle zu verhindern, die den glatten Verlauf des für die Stadt und das Regiment festlichen Tages nur beeinträchtigen können, bitten wir unsere Leser, die obigen Maßregein zu befolgen. Partamentarisches aus Hessen. * Der Wahlrechts ausschuß der Ersten Kammer tagte am 8. April vor und nachmittags unter Vorsitz des Fürsten zu Leiningen, am Nachmittag bei Anwesenheit des Staatsministers Dr. Ewald, des Geheimen Staatsrats Krug von Nidda, sowie des Ministerialrats Lorbacher. Bereits im Februar und März fanden verschiedene Sibungen des Wahlrechtsausschusses statt. In den Sigungen wurden vorbereitende Beschlüsse zu dem Wahlgefeß gefaßt, insbesondere machte sich der Ausschuß dahin schlüssig, der von der Zweiten Kammer beschlossenen Er= höhung der Zahl ihrer Mitglieder auf 58 z u= zustimmen. Es wurde beschlossen, hiervon dem Zweiten Ausschuß der zweiten Kammer Kenntnis zu geben und zugleich mitzuteilen, daß die Absicht des Plenums und des Ausschusses bestehe, die in der Regierungsvorlage, vorgeleg= ten drei Geseßentwürfe über die Abänderung der Verfass= ungsurkunde, die Landstände und die Wahitreiseinteilung demnächst gemeinsam der Verhandlung und Beschlußfassung zu unterziehen. Erst nach der Beschlußfassung der Zweiten Kammer über die Wahlkreiseinteilung fönne man definitiv zu der Gesetzesvorlage und den von der zweiten Kammer Ausschuß beabsichtigt deshalb, mit seinem Bericht erst dann hierzu beschlossenen Abänderungen Stellung nehmen. Der an das Plenum heranzutreten, wenn auch der dritte Gesebentwurf über die Wahlkreiseinteilung von der Zweiten Kammer erledigt sein wird. Die zweite Kammer der Landstände hat am 23. März an Stelle des zum 1. April d. J. zurüdgetretenen Abge= ordneten Reinhart den Abgeordneten Dr. Heidenreich für den Rest der bis zum 31. März 1915 laufenden Wahlperiode zum landständischen Mitglied der Staatsschuldenverwaltung gewählt. Hessisce Statistik. Sterblichkeitsverhältnisse. Im Großherzogtum Hessen starben im Jahre 1909 zusammen 19 168 Personen( im Vorjahre 19 522), und zwar im Alter von unter 1 Jahr 4716( 4684), von 1 bis unter 15 Jahren 2258( 2239), von 15 bis unter 30 Jahren 1292( 1405), von 30 bis unter 60 Jahren 4105( 4198), von 60 bis unter 70 Jahren 2886( 2920) und von 70 und mehr Jahren 3911( 4076) Personen. Als Todesursache der Gestorbenen wurde festgestellt: Angeborene Lebensschwäche und Bildungsfehler 842( im Vorjahre 909), Altersschwäche 1933 ( 1977), Kindbettfieber 49( 36), andere Folgen der Geburt ( Fehlgeburt) oder des indbetts 54( 72), Scharlach 124 ( 99), Masern und Röteln 242( 127), Diphtherie u. Krupp 176( 175), Reuchhusten 198( 251), Typhus 30( 38), über= tragbare Tierfrankheiten( 2), Roje 45( 61), andere Wundinfektionstrantheiten 81( 95), Tuberkulose der Lungen 1911( 2191), Tuberkulose anderer Organe 604( 605), afute allgemeine Miliartuberkulose 73( 60), Lungenentzündung 1607( 1442), Influenza 185( 288), andere übertragbare Krankheiten( Poden, Fledfieber, Ruhr, Genic- starre, vener. Krankheiten 2c) 45( 31), Krankheiten der Atmungsorgane 1109( 1300), Krankheiten der Kreislaufsorgane( Herz 2c.) 1721( 1653), Gehirnschlag 909( 924), andere Krankheiten des Nervensystems 1194( 1204), Magenund Darmtatarrh, Brechdurchfall 1715( 1521), andere Krantheiten der Verdauungsorgane 468( 503), Blinddarment zündung 98( 83), Krankheiten der Harn- und Geschlechtsorgane 439( 425), treba 1159( 1142), andere Neubildungen 130( 139), Selbstmord 297( 294), Mord, Totschlag, tödliche Körperverlegung 29( 17), Berunglückung oder andere gewaltsame Einwirkung 368( 385), andere benannte Todesursachen 576( 619) und Todesursache nicht angegeben 757( 860). In 17 872 von insgesamt 19 168 Fällen war die Todesursache ärztlich bestätigt. Für unsere Leser dürfte es ferner ganz besonders interessant sein, zu erfahren, wie fich eine Gesamtheit bis zum Absterben ihres lezten Mitgliedes allmählich vermin dert. So waren in Hessen von je 100 000 lebendgeborenen Knaben und Mädchen die ersteren auf 81 618 und die let teren auf 84 586 nach Ablauf des 1. Lebensjahres zusam mengeschmolzen. Die entsprechenden Ziffern betrugen nach| dem 2. Lebensjahr 77 812 und 80 690, nach dem 3. Jahr 76 262 und 79 099, nach dem 4. Jahr 75 264 und 78 129, nach dem 5. Jahr 74 568 und 77 395. Von dem leßtgenannten Jahr ab verminderten sich diese Ueberlebenden bis zu dem 20. Lebensjahr verhältnismäßig wenig, in wel chem noch 70 447( männliches Geschlecht) und 72 750( weibliches Geschlecht) unter den Lebenden weilten. Das nächste Jahrzehnt ließ diese Zahlen nach Ablauf des 30. Lebensjahres auf 66 220 und 68 145 sinten, während die entspre chenden Ziffern bei dem 40. Lebensjahr 61 140 und 62 527 betrugen. Das 50. Jahr erreichten von den obigen 100 000 Geborenen nur 53 257 Männer und 56 321 Frauen, welche nach dem 60. Lebensjahr auf 41 743 bezw. 46 269, nach dem 70. Lebensjahr auf 25 423 bezt. 28 543, nach dem 80. Lebensjahr auf 8071 bezw. 8849 zusammenschmolzen, bis nach 90 Jahren nur noch 548 bezw. 628 Personen und nach 100 Jahren noch 2 Männer und 4 Frauen unter den Lebenden weilten. Die obigen Ziffern zeigen also im Vergleich zur Frau eine höhere Sterblichkeit des Mannes, welche sich in dem hohen Alter gegenüber dem weiblichen Geschlecht noch ungünstiger gestaltet, um nach Ablauf des 100. Lebensjahres genau doppelt so groß als die Sterblichkeit der Frau zu werden. Heilanstalten. Im Jahre 1909 waren im Großherzogtum 36 öffentliche Krantenhäuser mit 4098 Betten vorhanden, während die Zahl der privaten Heilanstalten 29 betrug, welche insgesamt 1257 Wetten enthielten. Dazu traten die 3 Gießener Kliniken und zwar die chirurgische Klinik mit 200, die medizinische Klinit mit 185 und die Frauen- Klinik mit 60 Betten, die also im ganzen 445 Betten besaßen. Ferner waren vorhanden eine öffentliche Augenheilanstalt mit 18 Betten, 4 private denselben zweck dienende Anstalten mit 96 Betten und die Augenklinik zu Gießen mit 120 Betten. Die Anstalten für Geistestrante verteilten sich folgendermaßen: 4 öffentliche Anstalten mit 2476 Betten, 4 private Pflegehäuser mit 225 Betten und die psychiatrische Klinik zu Gießen mit 100 Betten. Das Großherzogtum besaß bei Ablauf des Jahres 1909 außerdent 5 Entbindungsanstalten und zwar 2 öffentliche Anstalten mit 52 Betten, 2 private Hospitale mit 40 Betten und die gleichzeitig auch etwaige Entbindungen berücksichtigende Frauenklinik in Gießen mit 60 Betten. Fleischverbrauch. Der im letzten Jahre be sonders deutlich zu Tage getretene Niedergang unseres Erwerbslebens findet seinen deutlichen Ausdruck auch in der neuesten Statistik über die im Jahre 1909 vorgenommenen Schlachtungen. Nicht nur der Gesamtkonsum des Fleisches ist gegen das Jahr 1908 erheblich zurückgegangen, sondern auch die weit stärker verbrauchten billigeren Fleischsorten sprechen deutlich für die ungünstige Geschäftslage des leßten Jahres. Während z. B. die Gesamtzahl der geschlachteten Tiere von 574 612 im Jahre 1908 auf 571 225 in 1909 zurückging, stieg die Zahl der geschlachteten Kühe in dieser Zeit von 37 628 auf 42 851 Tiere. Dagegen wurden im Jahre 1909 rund 22 000 Schweine weniger geschlach tet als in 1908. Unter den im letzten Jahre geschlachteten Tieren befanden sich 1691 Pferde, 18 640 chien, 1650 Bullen, 42 831 Kühe, 43 078 Rinder, 87 674 Kälber, 328 029 Schweine, 17 037 Schafe und 30 695 Ziegen. Als Kuriosum verzeichnet die Statistik weiterhin einen im Kreise Of fenbach für Nahrungszwecke geschlachteten Hund. Zu der Ernennung von Oberlehrern. stetig zunehmende Abwanderung tüchtiger junger Lehrkräfte in andere Bundesstaaten stattfindet, die je langer je mehr auf den Schulbetrieb nachteilig einwirken muß. Zu dieser Abwanderung würde man, nicht zum Vorteil des Dienstes, verstärkten Antrieb geben, wenn man Oberlehrerstellen, für welche die Mittel bewilligt sind und bereit liegen, dauernd unbesetzt lassen wollte. Angesichts der schwebenden Frage, so schreibt die„ D. 3tg." unter Bezugnahme auf die kürzlich erfolgte Ernennung von Lehramtsassessoren zu Oberlehrern, ob und wie etwa in der Staatsverwaltung fünftighin mit einer ver= minderten Anzahl von Beamten auszufommen wäre, hat die Regierung Anfangs Bedenten getragen, die fraglichen Stellen schon jetzt zu besetzen, doch mußten diese Beden fen hinter folgenden Erwägungen zurücktreten: Bis zum Augenblick sind 469 mit akademisch gebildeten Lehrern zu besetzende Stellen an den staatlichen höheren Lehranstalten als dauernd notwendig anerkannt. Von diesen 469 Stellen sind auch nach den jetzt vollzogenen Ernennungen nur 409 mit Oberlehrern besetzt, während 60 auch weiterhin von Lehramtsassessoren provisorisch verwaltet werden müssen. Sollte man daher wirklich demnächst zur Ansicht gelangen, daß die Gesamtzahl der akademisch gebildeten Lehrer ohne Schaden slir den Dienst vermindert werden könne, so böte das Vorhandensein dieser verhältnismäßig sehr großen Zahl nur provisorisch besetzter Stellen ausreichende Freiheit in der Entschließung. Zieht man vollends die akademisch gebildeten Lehrer an den höheren Bürgerschulen mit in Rechmung( wo die Zahl der provisorischen Stellen reichlich ein Drittel der Gesamtheit beträgt), so springt in die Augen, daß die Möglichkeit etwa als erforderlich erkannter Ver= minderung in weitem Umfange gedeckt bleibt. Uebrigens müßte bei den Entschließungen der Regierung auch in Betracht gezogen werden, daß seit den letzten Jahren eine 12) Die Freundinnen. Originalroman von Frene b. Sellmut H. ( Nachdruck verboten.) ,, Mit Vergnügen, gnädige Frau", rief er der hinauseilenden zu, reichte Sylvias Vater flüchtig die Hand und trat dann mit aufleuchtendem Blick zu seiner Braut. Er war ein sehr stattlicher Herr. Wenn auch die Haare an den Schläfen schon einen leisen, grauen Schimmer zeigten, so tat das der ganzen Erscheinung feinen Abbruch. Er versuchte Sylvia an sich zu ziehen, doch sie wich ihm aus und reichte ihm nur die Hand, die er mit festem Drud umspannte. ,, Soll ich feinen Kuß bekommen, Sylvia?" fragte er ein wenig enttäuscht, und blickte ihr forschend in die Augen. Du siehst doch, wir sind nicht allein-" ,, Aber Papa ist ja bloß da; der achtet doch nicht auf uns, das weißt du. Und außerdem: ,, habe ich nicht das Recht, meine Braut zu küssen?" Fast heftig zog er sie in seine Arme. Mit sichtlichem Widerstreben ließ die junge Braut die Liebkosungen über fich ergehen. Lokales. Gießen, 12. April 1910. * Provinzialausschuß. Kommenden Samstag sindet eine Sigung mit folgender Tages- Ordnung statt. 1. Bürgermeisterwahl zu Bußbach. 2. Enteignung von Gelände in Gemartung Schwaiheim zur Erweiterung des Bahnhofs Bad Nauheim; hier: Festseßung der Entschädigungen für die aus Flur 7 und Flur 1 in Anspruch genommenen Nummern mit Ausnahme der Nr. 251 1-10, 251 5-10, 250 3-10, 250 7-10 und 255 in Flur 7 und der Nr. 260-264 einschließlich der Flur 7. 3. Enteignung von Gelände in Gemarkung Bad Nauheim zur Erweiterung des Bahnhofs Bad Nauheim; hier: Festsetzung der Entschädig= ung. -st Hess. Gauverband gegen den Alte= holismus. Seine zweite Tagung hält dieser Verband am 17. April d. I. in Offenbach ab. Langsam aber stetig gewinnt auch in Hessen, so schreibt man uns, die für unler Volk so bedeutsame Nüchternheitsbewegung Boden. Und wer mit offenen Augen durch die Welt geht und sieht, wel che entsetzliche Folgen der Altoholismus zeitigt, welche tiefe fortgesetzt volkswirtschaftlich schädigt und ihm den Kampf Wunden er unserem Volle schlägt und wie er unser Volk im Wettbewerb der Völker erschwert, der wird es begrüßen, daß der zweite Abstinententag gerade in Offenbach, der Industriestadt, tagt. Am Abend wird im großen Saal der Turnhalle ein Voltsabend stattfinden, in dem unter anderem Dr. Strecker- Berlin reden wird über das bedeutsame Thema:„ Alkohol, Arbeitgeber und Arbeitnehmer." Ich denke," lachte Hugo, ich habe doch eine Belohnung verdient dafür, daß ich in dem abscheulichen Wetter eine Stunde weit geritten bin, nur um dich zu sehen, Ich hielt es nicht mehr aus daheim, ich hatte Sehnsucht nach dir! Ich dachte es mir so schön, wenn du erst gans und für immer bei mir bist; ba ließ es mir keine Ruhr ich mußte zu dir. Wein beftes Pferd ließ ich mir satteln, ich trieb es zur höchsten Eile an, ich flog förmlich hierher, and bubu macht ein Gesicht, als ob dir mein Besuch unangenehm wäre. Sog Sylvia du gabst mir doch bein Wort aus freiem Entschluß, nicht wahr? Niemand brängte dich blazu? Wie? Denn das, bet Gott, das wollte ich nicht! I will keine Frau haben, die mich mur nimmt, wett ich eine sogenannte gute Partie bin!" !! Der Quittungsstempel bei den Ge= nossenschaften. Eine für die Genossenschaften sehr wichtige Entscheidung hat der Reichskanzler( Reichsschatz= amt) bezüglich der Verwendung des Quitsungsstempels im Geschäftsverkehr dieser Institute getroffen. Danach ist bei den Spar- und Darlehenstassenvereinen der Quittungsstempel nicht zu verwenden, wenn es sich um Guthaben handelt, über die nicht anders als im Wege der Barabhebung verfügt werden kann, und wenn außerdem die Zahlungen aus dem Guthaben ausschließlich gegen Vorlegung des Sparbuchs behuss Eintragung der Abhebung durch die Genossenschaft erfolgen dürfen. -ph Strafe muß sein! Am Ende voriger Woche sah sich die Gewerbebant genötigt, zwei ihrer jüngeren Angestellten auf Knall und Fall zu entlassen. Als Ursache werden verschiedene Vorkommnisse angegeben. Mit beigetragen hat jedenfalls folgender Vorfall: Die beiden jungen Leute fingen in angetrunkenem Zustande am Abend vorher in einer Wirtschaft in der Ostanlage mit mehreren älteren Bürgersleuten Reibereien an und hielten den Betreffenden schließlich im Laufe des Wortwechsels ihre petuniären Verbindlichkeiten gegenüber der Bant vor. Nicht von den auf diese Weise Bloßgestellten, sondern von anderen Gästen des Lokales wurde dem Vorstand der Gewerbebant Anzeige von diesem Vertrauensbruch der Agestellten gemacht, die dann am nächsten Tage zur sofortigen Entlassung führte. Im Interesse der Wahrung der Geschäftsgeheimnisse einer so vielseitig in Anspruch genommenen gemeinnüßigen Anstalt ist diese Maßregelung nur anzuerkennen und vollkommen ge= rechtfertigt. Sylvia schlug bei diefer direkten Frage die Augen zu Boben und war gaße daran, than alles zu gestehen. Und boch fand sie die rechten Worte nicht. Sollte sie ihm * Von der Schule. In die Sexta des Gymna= siums wurden 26, in die unterste Vorschulklasse 32 Schüler neu aufgenommen. == Unfall. In der Kaiser- Allee überfuhr das Rad eines hiesigen Bürgers einen Knaben, dessen Körper herbei verschiedene Verlegungen davontrug. Den Radfahrer trifft keine Schuld, wohl aber dürfte der Unfall auf die Fahrlässigkeit des Knaben zurückzuführen sein. Derselbe hatte sich nämlich an einen nach der entgegengesetzten Richtung fahrenden Wagen angehängt und war nach dem Abspringen in das Fahrrad geraten. = h Unfall. Ein zweiter Unfall ereignete sich auf der Ostanlage. Ein aus der Umgegend nach Gießen ge= kommener Kutscher wollte auf sein in der Fahrt begriffenes Gefährt aufsteigen, glitt jedoch aus und geriet unter die Räder, wobei der Bedauernswerte einen Beinbruch erlitt. Aus Hessen und Nachbargebiet. * Mücke, 10. April. Ein ungewöhnlich großer Verkehr herrscht zur Zeit auf unserem Bahnhofe durch die Menge der hier ankommenden Baumaterialien, die alle sagen, daß sie nur auf 3ureden der Tante seine Braut geworden, daß ihre Armut sie drückte, daß sie geglaubt hatte, Reichtum allein sei Glück? Daß sie sich unbeschreiblich fortsehne aus diesem Hause, fort von der Tante, in deren Nähe sie stets ein Frösteln empfand? Nein, nein, das konnte, das durfte sie nicht, es fehlte ihr der Mut dazu. ,, Sylvia", mahnte Hugo dringender, ,, hast du keine Antwort für mich?" Das flang so weich, so schmerzlich, daß das junge Mädchen etwas wie Mitleid empfand. Du mußt mir Zeit lassen," ,, es ist mir noch alles so ungewohnt stammelte sie leise, ,, Ungewohnt?" fragte er verwundert, und bist both schon seit sechs Wochen meine Braut? Wie soll ich das verstehen? An das, was man liebt, braucht man sich gar nicht erst zu gewöhnen. Du bist mir so vertraut, als wären seit unserer ersten Begegnung schon Jahre vergangen. Aber das Verstehen, die Liebe wird auch bei dir noch kommen, nur das Eine will ich wissen: Hast du vor mir schon einen anderen geliebt, liebst ihn vielleicht noch? Habe ich einen Nebenbuhler zu fürchten?" mittelst Fuhrverkehr an ihren Bestimmungsort, die Därfer der Umgegend, gefahren werden. materialien verrät den eifrigen Betrieb des Bauwesens in Diese Masse von Bau den Gemeinden. Die Bautätigkeit ist aber ein Gradmesser für den Wohlstand einer Gegend, den man ohne Ueber= treibung wohl als blühend bezeichnen muß. Die lange No lonne der mit Baumaterialien beladenen Wagen, die die Ohmstraße aufwärts ziehen, rufen auch die geplante Ohmtalbahn in die Erinnerung. Sylvia errötete. Hugo bemerkte es, und eine tiefe Falte grub sich in seine Stirn. Doch als das Mädchen die Augen voll zu ihm aufschlug, spielte schon wieder ein Lächeln um seinen Mund. * Grüningen. In der Generalversammlung der Märterschaft Grüningen- Dorf- Güll am Samstag, zu welcher sich gegen 100 Mitglieder eingefunden hatten, wurde zum 1. Märfermeister Heinrich Gottfried Marsteller zu Grü ningen und als dessen Stellvertreter Bürgermeister Kuht von Dorf- Güll gewählt. Als weitere 5 Vorstandsmitglie der wurden gewählt: Karl Leidig 1., Wilhelm Konrad Bingel, Jakob Christian Engel von Grüningen, Heinrich Sames 9., und Heinrich Schmidt von Dorf- Güll. ,, Nein, Hugo", versicherte die junge Braut eifrig. ,,, dann ist alles gut! Das war es, was ich fürth tete. Ich glaubte immer, daß dein Herz nicht mehr fret war. Aber jeẞt bin ich beruhigt, denn lügen nein- das kannst du nicht!" * Büdingen, 10. April. Dem 35jährigen Steinbrucharbeiter Albert Seiler aus Langenbach wurde in dem Steinbruch der Gebrüder Bauer von einem sich lösenden Stein die Schädeldecke durchschlagen. Im Krankenhaus in Marienberg starb er kurz danach. * Lauterbach. Da neue Scharlachfälle gemeldet wurden, ist die Wiederaufnahme des Schulunterrichts bis auf weiteres verschoben worden. Auch in den Dörfern Maar und Angerbach hält die Krankheit noch an. Saale des Semina Standidaten treten mar ein. * Grebe Galmünster and fteinau geplant. zur Vogelsbergbe die Strede Laute * Worm Stadtverordnetenv 1910 fchließt die gabe mit 3 703 58 3 088 126 insgefa * Webla nach seiner lebte 3369 Mitglieder. firchen find neuerd rechnung ergab 19 Ausgaben. Das Es wurden an währt für 72 Ro Mart, zusammen feft hatten sich 5 Nauborn übertrag * Mainz dienstübung fand lebten Nacht in wurde von Teilen ausgeführt. Durd Nr. 63 wurden di Großen Sande, ro Die Uebung erreic * Darmst Darmstädter Bant die Verteilung ein Der Angliederun Industrie an die * Darm ausstellung des Jm Marktflügel * Schlib, 10. April. Falsche Zweimartstücke mit dem Bildnis Ludwig 2. von Bayern und der Jahreszahl 1876 sind im Umlauf. * Laubach. Mit einer kleinen Feierlichkeit wurde das Alumnat eröffnet. Von dem Gymnasium aus wurden der Anstalt 11 3öglinge überwiesen, weitere Anmeldungen stehen noch in Aussicht. Im ganzen wurden 30 Schüler in das Gymnasium neu aufgenommen, somit hat die Schü lerzahl wieder bedeutend zugenommen. * Schotten, 11. April. Unsere Molkereigenossenschaft hat als eine der größten Oberhessens 480 Mitglieder; es wurden in 1909 etwa 2 Millionen Liter Milch verar beitet, der Geschäftsumsah belief sich auf eine halbe Million Mart. * Schotten. Mehrere Versammlungen finden mor gen hier statt. Vormittags ist die Pfarrkonferenz des Defanats Schotten und gleichzeitig tagt eine Lehrerkonferenz für den Kreis Schotten. Nachmittags halb 3 Uhr beginnt die Hauptversammlung des hessischen Tierschutzvereins in der Krone. * Mainz, 11. April. Der Kaiser passierte heute früh um 8 Uhr unsere Stadt. Gleichzeitig traf der Großherzog ein. Es handelte sich um die Besichtigung der neuen ober- und unterirdischen Förderbahn von Kriegsmaterial von einer Station zur anderen. Der Kaiser und der Großherzog fuhren die ganze Strede in ihren Kraft wagen ab. * Butzbach. Ein Riesenwalfisch traf auf dem Viehmarktplatz hier ein. Derselbe hat hier allgemeine Bewunderung erregt. Bei diesem nordischen Wal hat man es mit einem Fischsäugetier von ganz enormer Größe zu tun. * Bad Nauheim, 11. April. Heute mittag stattete der Großherzog und die Großherzogin unserem Bade einen längeren Besuch ab. Empfangen wurden sie von dem Großh. Kurdirektor Frhrn. v. Star d. Sofort nach dem Eintreffen unternahmen die hohen Herr schaften einen ausgedehnten Rundgang durch unsere gesamten Badeanladen. Längere Zeit verweilte der Großherzog bei der Besichtigung des Plaßes, der für die neue Trink furanlage bestimmt ist. Bei allen berührten Punkten ließ sich der Großherzog von den einzelnen Beamten eingehen den Vortrag halten. Nach dem Frühstück erfolgte die Abfahrt der hohen Herrschaften nach Lich zum Besuch der fürstlichen Verwandten. Troß dieser zuversichtlichen Worte blickte er forschend in das schöne Gesicht Sylvias. Er streichelte liebtosend ihr weiches, glänzendes, rötlich schimmerndes Haar. Und lebhaft erzählend, fuhr er dann fort: Die Einrichtung meines Hauses ist nahezu vollendet. Deine Zimmer find schon ganz fertig. Ich will nichts verraten, aber du wirst überrascht sein, wenn du es siehst. Nichts habe ich ge spart, überall das Schönste und Beste ausgewählt. Denn bas Schönste nur ist mir gut genug für dich. In ein paar Tagen, wenn alles fertig ist, dann kommst bu, * Kirch- Gön 3, 11. April. Gestern fand hier eine Generalversammlung des Provinzialverbandes oberhessischer Kaninchen- und Geflügelzuchtvereine statt. Dabei wurde be schlossen, eine Provinzialausstellung im September in Echzell abzuhalten. * Aus der Wetterau, 11. April. Vorgestern Abend fand eine Wetterauer Bismarcfeier in der" Post" zu Reichelsheim statt. Aus vielen Orten der mittleren Wetterau waren Bewohner herbeigeeilt. Der Musikverein und der Gesangverein wirkten bei der Feier mit. * Friedberg, 11. April. Die Handelskammer beschäftigte sich vorgestern in einer Sigung mit der Herrichtung eines dritten und vierten Gleises auf der Bahnstrecke Frankfurt- Gießen und beschloß, einen diesbezüglichen Antrag an die Eisenbahndirektion Frankfurt abzusenden. Auch der Antrag auf Erbauung einer Bahnlinie von Fried berg nach Ranstadt an der oberhessischen Strecke Gießen- Gelnhausen wurde aufs neue gestellt. * Friedberg, 10. April. Am Montag, den 18. April, findet die Eröffnung des Prediger- Seminars im Festnicht wahr, Sylvia? Dann siehst du dir alles an, was ich für meine zukünftige Gattin zusammengetragen habe. Was die Liebe nur immer zu ersinnen vermag, schaffte ich herbei. Und dann, dann sagst du mir auch, wann die Hochzeit sein soll, nicht? Ich habe versprochen, die Bestimmung darüber dir allein zu überlassen und das werbe ich halten, aber allzu lange darfst du mich nicht warten lassen. Was soll uns auch die Verzögerung, wenn wir doch einmal zusammengehören für das ganze Leben?" Gesicht breitete. Er zog seine Braut aufs neue an sich, und dabei entging ihm die tiefe Blässe die sich über das schmale, funge Gesicht breitete. Ein leises Beben ging dur, die schlanke Gestalt. Von braußen vernahm man das Heranrollen eines Wagens. Sylvia richtete sich lauschend auf; dann warf sie einen raschen Blid durch das Fenster, und wie ein Aufatmen tönte der freudige Ruf von ihren Lippen: Ach- Maja! Wie schön, daß sie kommt, troß des schlechten Wetters." Damit war sie auch schon zur Türe hinaus, ohne sich mit einem Wort bei ihrem Verlobten zu entschuldigen. In unbehaglichster Stimmung blieb dieser zurück. Daß diefe Maja auch gerade jeßt wieder kommen muß!" murmelte er ärgerlich, und laut sich an Sylvias Vater wendend, äußerte er unmutig: Weißt du, Papa, daß ich nachgerabe anfange, eifersüchtig zu werden auf diese geliebte Freundin! Sie wird mir in jeder Weise borgezogen, fie wird mit Viebkosungen überhäuft, während ich um die einste Gunst betteln muß!" Laß sie", wehrte der Angeredete lächelnd.;, Die zwet Mädchen waren von jeher unzertrennlich. Man könnte faft fagen, fie fennen sich schon seit sie auf der Welt sind. Diese Freundschaft ist älteren Datums als die deine. Selbst als ich Sylvia einer Benfion übergab, wollten sie sich nicht trennen und Maja folgte schleunigst nach." Wortfeßung folgt.) lungen des Muje herzog der Aust geftellt, und dort Material übersich Daß in der Un die Wahl schwer höchsten Auszeic mit Schild, fiele zu SchaumburgWorms und Kor um das Zustan ftaltung die größ * Ingel tagswahl für die Lifte der dat Dr. Wolf- G Zentrum( Kan heim) nur 324 bach 12 Wahlma wahl aber nicht 33 Stimmen, w wird. Demnach wejene Wahltre finn zugefallen. mit einer Stim diesmaligen Wal Bet Rieren als Nahrungsmit längerer Zeit erf gefocht wird, die Koft. Baugenosser 2. Eingetr. G Bilan Afti 1. An Kapital. Immobil 3. Mobilien 11 4. Kassa " 1 1. Mitgliederf Bug Abg Star 2. Das Mitgliede Abga 3. Die Haftfumme " Abga Gießen, Baugenossensch Gingetr. Gen Doe ort, die Da Najje von Ba Bauwejens ein Gradme n ohne Ueber Die lange& Bagen, Sie e geplante O berjammlung amstag, zu we hatten, tou tarfteller zu G germeister St Borstandsmitg Wilhelm Stom ingen, Heim Güll. ährigen St wurde in de m fich lösent Strantenhaus achfalle gemeld bulunterrichts b in den Dörfer och an. artitüde mit dem Jahreszahl 1876 eierlichteit tourb m aus wurde e Anmeldung Den 30 Schi that die St Moltereigenoffe 480 Mitgliede ter Milch vera ne halbe Milli gen finden me nferenz des D Lehrerfonferen 3 Uhr beginnt Schutzvereins in passierte heute traf der Groj efichtigung de bon Strieg er Staiser un nihren Ar ich traf hier allgeme n Wal hat ma rmer Größe 3 ute mittag fta ßherzogi Empfangen m . v. Sta ie hohen he unsere geja der Großherzo die neue Trin n Puntten liej amten eingehen rfolgte die Ab Besuch der fürst fand hier ein es oberhessische Dabei wurde September in Go pril. Vorgeft in der P er mittleren Musikverein 1. Handelskamme mit der Her auf der Bahn diesbezüglichen rt abzusenden linie von Fried Strede Gif ontag, den 18. Seminars im feft es an, was i gen habe. Was haffte ich heruch, wann die chen, die Be und das wer nich nicht war Sögerung, wen ganze Leben? und dabei fchmale, fun e Gestalt. Bon eines Wagens. varf sie einen ein Aufatmen Ach- Maja! des schlec naus, ohne fid entschuldigen. dieser zurüd. tommen muß!" Sylvias Vate Papa, daß id n auf diese ge er Weise borge uft, während i Man tömute lnb. Die zivel f der Welt sind bie deine. Selbf Iten fie fich nicht jaale des Seminargebäudes statt. Außer den 5 bleibenden Standidaten treten 10 Herren( davon 1 aus Sachsen- Weimar) ein. * Grebenhain. Eine neue Bahnstrecke ist von Salmünster an der Strecke Frankfurt- Bebra nach Freien- steinau geplant. Von hier gedentt man sie dann weiter big zur Vogelsbergbahn nach Strainfeld zu führen, wo sie in die Strecke Lauterbach- Gedern einmünden soll. * Worm 3. Der in der letzten Sizung von der Stadtverordnetenversammlung genehmigte Voranschlag pro 1910 schließt die Betriebsrechnung in Einnahme und Ausgabe mit 3 703 583 Mt. die Vermögensrechnung mit Mark 3 088 126 insgesamt mit 6 791 709 Mt. * Wezlar. Der Kreisfriegerverband Wetlar zählt nach seiner leßten Generalversammlung in 65 Vereinen 3369 Mitglieder. In Volpertshausen, Weidenhausen, Vollnfirchen sind neuerdings Vereine entstanden. Die Verbandsrechnung ergab 1910,31 Mt. in Einnahmen, 1848,68 in Ausgaben. Das Kapitalvermögen beträgt 1932,42 Mart. Es wurden an Unterstützungen im abgelaufenen Jahre ge währt für 72 Kameraden 954 Mt. und 47 Witwen 442 Mart, zusammen also 1396 Mr. Für das Kreisverbands= fest hatten sich 5 Vereine gemeldet, es wurde dem Verein Nauborn übertragen und soll am 10. Juli gefeiert werden. * Mainz, 8. April. Eine militärische Nachtfeld= dienstübung fand bei Beleuchtung mit Scheinwerfern in der letzten Nacht in der Nähe der Stadt statt. Die Uebung wurde von Teilen des Pionierbataillons Nr. 21 zu Kastel ausgeführt. Durch Gespanne des Feldartillerie- Regiments Nr. 63 wurden die Leuchtkörper und die Maschine nach dem Großen Sande, resp. nach dem Fort Hardenberg verbracht. Die Uebung erreichte gegen 12 Uhr nachts ihr Ende. * Darmstadt. In der Generalversammlung der Darmstädter Bank wurde der Geschäftsbericht genehmigt und die Verteilung einer Dividende von 6½ Prozent beschlossen. Der Angliederung der bayerischen Bank für Handel und Industrie an die Bank wurde zugestimmt. * Darmstadt. Am Samstag wurde die Jagdausstellung des Hess. Jagdklubs dem Publikum erschlossen. Im Marktflügel des Residenzschlosses, wo früher die Sammlungen des Museums untergebracht waren, hat der Großherzog der Ausstellungsleitung 5 Räume zur Verfügung gestellt, und dort ist in den letzten Tagen das umfangreiche Material übersichtlich und geschmackvoll gruppiert worden. Daß in der Unmenge der Objekte auch den Preisrichtern die Wahl schwer gefallen ist, darf man wohl glauben. Die höchsten Auszeichnungen, der Ehrenpreis, Goldene Medaille mit Schild, fielen zu: Dem Großherzog, dem Prinzen Otto zu Schaumburg- Lippe, Freiherrn von Heyl zu Herrnsheim Worms und Kommerzienrat Hickler- Darmstadt, der sich auch um das Zustandekommen und Ausarbeitung der Veran= staltung die größten Verdienste erworben hat. D * Ingelheim. Bei den Urwahlen zur Land= tagswahl für den Wahlkreis Mombach- Ingelheim erhielt die Liste der Freisinnigen und Sozialdemokraten( Kandidat Dr. Wolf- Gonsenheim) 427 Stimmen, während für das Zentrum( Kandidat Landtagsabgeordneter Frenay Bens heim) nur 324 Stimmen abgegeben wurden. Da Mom bach 12 Wahlmänner stellt, in den übrigen Orten eine Neuwahl aber nicht stattfindet, so vereinigen sich jetzt auf Wolf 33 Stimmen, während Frenay nur 22 Stimmen erhalten wird. Demnach ist der bisher im Besitze des Zentrums gewesene Wahlkreis Mombach- Ingelheim nunmehr dem Freisinn zugefallen. 1907 siegte bekanntlich die Zentrumsliste mit einer Stimme( 416 gegen 415) Mehrheit. Bei der Diesmaligen Wahl stimmten die Nationalliberalen, die früBet Nierenkranken und Haraleldenden kann„ Rufele“ als Nahrungsmittel,( in Wasser gefocht), die Milchdiät nicht nur längerer Zeit ersetzen, sondern es macht auch, wenn es in Milch gekocht wird, die Milchdiät zu einer erträglichen und angenehmen Koft. her mit dem Zentrum gingen, für den freisinnigen Kandidaten. * Wetzlar. Herr Steuerinspektor Baumann, der Vorsteher des Katasteramts 1 hierselbst, ist in den Ruhe- stand getreten. Auf seine Stelle ist Herr Steuerinspektor Loebei, bisher in Danzig, versetzt worden. * Frankfurt a. M., 10. April. Die Aktien- Gesellschaft für Bahnbau und Betrieb hat den für die elektrische Bahn durch den Rheingau in Betracht kommenden Gemeinden einen Vertrags- Entwurf vorgelegt, der den Blättermeldungen zufolge überall Zustimmung finden dürfte. Zunächst soll die Strecke von Schierstein nach Eltville ausgebaut werden, sodaß die Städte Mainz und Wiesbaden eine Bahn nach Schierstein erhalten, die dann nach Rüdesheim fortgesetzt werden soll. Aus dem Gerichtssaal. * Kriegsgericht. Das Kriegsgericht der hess. Division beschäftigte sich in seiner letzten Sizung mit dem Duellvergehen des praktischen Arztes und Reserveofflziers Dr. Kipper. Bekanntlich hatte in dem Walde bei stleinLinden ein Zweikampf zwischen dem Zahnarzt Met und Dr. Kipper stattgefunden, der am 5. April das Schöffengericht beschäftigte. Das Urteil desselben lautete gegen Metz auf Freisprechung, während die Reserveoffiziersstellung Dr. Kipper dem Kriegsgericht unterstellte. Der Spruch desselben erkannte nun auf 3 Monate Gefängnis. * Strafkammer. Gießen, 8. April 1910. Der früher bei einer Stockacher Firma als Provisions= reisender tätige Benjamin Pfefferle aus Wieden, hat in Frankfurt a. M. einen Wechsel über 105 Mt. gefälscht und auf Grund desselben sich von einem ihm von früherher betannten Schweizer in Groß- Karben 20 Mt. geben iassen; ein Darlehen von 20 Mt. sollte abgehen und der Rest sollte ihm nachgeschickt werden. Nachdem der Angeklagte wegen einer Bechprellerei in Burggräfenrode verhaftet worden war, wurde die Fälschung bekannt. Er wurde wegen Ur=- fundenfälschung und Betrugs zu einer Gesamtstrafe von 1 Jahr 6 Monaten Zuchthaus und 50 Mr. Geldstrafe verurteilt, sowie zu fünf Jahren Ehrverlust. Auf die Strafe ist ein Monat Untersuchungshaft anzurechnen und die Eventualstrafe für die Geldstrafe wurde für verbüßt erklärt. Einen Mietgeldschwindel verübte der Schneider Karl Maurer aus Schweinshausen bei dem Bürgermeister zu Ziegenberg. Er gab sich als landwirtschaftlicher Arbeiter aus und vermietete sich, um nach Empfang des Mietgeldes zu verschwinden. Er wurde wegen Betrugs zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Rechtsanwalt Homberger hat am Gießener Schöffengericht die Verteidigung eines von der Ehefrau des Wächters Rehme in Trohe Verklagten zu führen. Er griff dabei die Privättlägerin an, indem er ihr den Vorwurf der Unsittlichkeit machte. Diese erhob Klage, aber Homberger wurde freigesprochen, da ec in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt hat. Die Berufung der Klägerin wurde zurückgewiesen. Zum Schlusse tam in der Privatklagesache des Fabritanten Josef Thüring in Büdingen gegen den Reisenden Hermann Bruch von Luisenthal ein Vergleich zustande, indem die Aeußerung unter dem Ausdruck des Bedauerns zurückgenommen wurde, und die Verpflichtung eingegangen, 10 Mt. an das Hospital zu zahlen. Bruch hatte dem Thüring den Vorwürf unverschämten, gemeinen Handelns gemacht. Aus aller Welt. * In Frankfurt a. M., Düsseldorf, München, BraunIchweig und anderen Städten des Reiches haben Tausende von Bauarbeitern zum 15. April ihre Kündigung erhalten. Wiesbaden, 11. April. Auf einer großen * Gesetzliche Wiese gegenüber der Leichtweishöhle sand gestern Mittag eine von 3000 Personen besuchte sozialdemokratische Ver ſammlung unter freiem Himmel statt. Die Polizei hielt sich zurück und es sind keinerlei Zwischenfälle vorgekommen. * Roosevelt trifft am Freitag in Wien ein und vom Kaiser Franz empfangen. Sonntag findet die Weiterreise statt. Baugenossenschaft des evangel. Arbeitervereins Gefetime Weiſterprüfungen für Handwerter. zu Giessen Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Bilanz für das Jahr 1909. Aktiva. Mt.! Passiva. Mr. 1. An Kapital. Konto 1012 85 1. Per Zinsen Konto 15.74 2.„ Immobil.„, 4 430626.61 Geschäftsanteil3. Mobilien" " 4., Kassa 13569 59 Die diesjährigen Prüfungen zur Erlangung des Meistertitels(§ 133 der Gewerbeordnung) werden in der Zeit vom 2. Mai bis Ende Jult d. J. abgehalten. Gefuche um Zulassung zur Metsterprüfung sind mit den erforderlichen Unterlagen bergl. Anmeldeformular - rechtzeitig en die unterzeichnete Prüfungskommission zu richten. Vorher ist jedoch die Prüfungsgebühr von 35 Mark an die Handwerkskammer in Darmstadt einzuzahlen. Die erhaltene Quittung ist dem Gefuche beiStonto 367618.10 zulegen. 2. If " 50.1499.39 3. " 1 " Conto Anleihen. 4. M 5. M Spareinlagen Konto 766.31 Reservefonds. Konto 3090.6. Spezial- Reserve7. 8. " 9. Н 10. 433188.85 1. Mitgliederftand Ende 1908 Zugang in 1909 Abgang in 1909 Stand Ende 1909 fonds- Konto 41962.65 Straßentoftenbeitrag Konto 1225 77 Trottoirs, 1900.Kanalisations, Konto 1700.Gew. Saldo 1340.69 Gießen, am 5. April 1910. Die Meisterprüfungskommission für die Provinz Oberhessen. Traber, Vorsitzender. Geschäftsempfehlung. Einem verehrl. Publikum, speziell meiner werten 433188.85 Nachbarschaft, zur gefl. Kenntnis, daß ich die Wirtschaft 111 in den neu renovierten Lokalitäten des Hauses 4 115 4 Bleichstr.31,, Zum Stephanseck' 111 übernommen habe. 2. Das Mitglieder- Guthaben betrug Ende 1908 13647.83 M. " " п Abgang in 1909 16 Indem ich mich bemühen werde, meine werten Gäste beträgt, 1909 13569.59 durch Führung von nur guten Speisen und Getränken, 78.24 M. fowie durch aufmerksame Bedienung in jeder Weise zuH 3. Die Haftsummed. Genossen betrug Ende 1908 27900.- M. frieden zu stellen bitte ich um geneigten Zuspruch " " " 1 beträgt 1909 27600.19 Abgang in 1909 300.-M. Gießen, am 9. April 1910. Hochachtungsvoll Georg Ehrhardt. wird * Kreuznach, 9. April. Einen Mörder sucht die Staatsanwaltschaft. Am 6. März war in der Nahe eine Leiche mit Verlegungen gefunden worden. Es war die des Arbeiters Mattes aus Mittelreidach. Es lag zweifellos Mord vor. Eine Verhaftung fonnte nicht aufrecht er halten werden. Für Ergreifung des Täters hat nun die Staatsanwaltschaft eine Belohnung ausgesetzt. * E m 3. Der Wiederaufbau des Kurtheaters wird binnen kurzem bewerkstelligt sein. * Mannheim. Das Bezirksamt hat das Rollschuhlaufen auf den Gehwegen verboten. )( Den großen Frühjahrspreis von Köln gewann Frizz Theile am letzten Sonntag auf Brennabor bor Stellbrink, Vanderstuyft u. a., während das Tandempaar Techmer- Wegner auf derselben Marke im Tandem- Hauptfahren siegte. ( Der Belgier Huybrechts startete am 10. dieses Monats in Dortmund und gewann auf seinem flin ten Brennaborrade sowohl den großen Frühlingspreis, wie den Hansapreis. Kurz vor dem 25jährigen Bestehen der Orientalischen Tabat- und Zigarettenfabrit Yenidze, Inhaber Hugo Zietz ( Dresden), wurde der Firma die hohe Auszeichnung des Besuches Sr. Majestät des Lönigs von Sachsen zuteil. Der Rundgang führte zunächst in das gewaltige Maschinen- und Kesselhaus, die Seele der großen Fabrit. Dann wurden die im Kellergeschoß gelegenen Abteilungen für Tabatbereitung besucht. Nachdem die Kontorräume durchschritten waren, wo gegen 70 faufmännische Beamte tätig sind, fuhren die Herren in dem 20 Personen fassenden Fahrstuhl nach dem obersten Stockwert der Fabrit, in den Kuppelraum, wo das Aechiv untergebracht ist. Im fünften Geschoß liegt der Speisesaal, welcher über 600 Personen aufnimmt; da der Arbeiterstamm aber 1200 zählt, wird der Speisesaal wechselseitig benußt. Die große Küche mit ihren mächtigen Dampffochanlagen, den großen Dampfwärme- schränken für mitgebrachte Speisen erregte besondere Be- achtung. Besondere Beachtung fanden auch die zahlreichen, hygienisch vorzüglich ausgestatteten Bade- und Duschräume, sowie die übrigen Zuräume. Es folgten dann noch der Packsaal mit dem Banderolierraum, das Zigarettenlager und die Säle für die Handarbeit. Die einheitliche Kleidung sämtlicher Zigarettenarbeiterinnen, alle in großen weiß und schwarz gemusterten Schürzen, machte einen besonders schmucken Eindruck. Dann war der Rundgang beendet, der allerdings mehr Zeit in Anspruch genommen hatte, als ursprünglich festgesetzt war. Herr Fabrikbesizer Hugo Zieb Sankte zum Schluß Sr. Majestät für die hohe Auszeich= nung des Besuches. Zur Erinnerung an diesen hohen Besuch errichtete er eine Stiftung mit einem Kapital von Mt. 50 000 zugunsten hilfsbedürftiger Beamten und Arbeiter der Firma Yenidze. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Medizin. und techn. Drogen, Chemikalien, Materialwaren, Chemische Spezialitäten eigener Fabrikation. Otto Schaaf, Gießen, Gegründet 1883. Seltersweg 39. Fernspr. Nr. 45. Klein- und Großhandel. Auskunft über chem. technische Fragen. Reese's Vanillinzuckerios ersetzt 2-3 Schoten Vanille Rheinweine Eigene Gewächse bester und allerbester Weinbergslagen bersendet in Fässern von 25 Ltr. u. in Kisten v. 12 Fl. an Paul Christian Saalwächter Weingutsbesitzer, NIEDER- INGELHEIM a. Rh. Spezialität: Ingelheimer Rotweine. Deutsches Detectiv-Institut Frankfurt a. M. 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