Theater Steingoetter. Jan. 1910. nnements: Uhr. ng el te vom Frankpielhaus. Julia. en v. William re. de 10% Uhr. falles wird genanöver Jan. 1910. Uhr. Dorftellung Coupinel Aften von Biffon. Ende, 9 Uhr icher nachsehen) rahmer, strasse 6. ner eschule N kulé strasse 36. r Damen u. dliche Ausrectricen u. wie in Anr Costumes. --Versandt. dern desinfiziert Hause." Bearte genügt. Nees, ( Hessen), Be 39. 80 Terschweine of Fortbach. ierungsin§ 25 der geborenen MiAlter bereits h nicht gestellt zurückgestellt en gefeßlichen mafiaften und us- und Wirt Handwertsinlicher Eigenrt, sich be erungsstamm1. Febru Rathaus wenn sie Geburts desamt zu er ( che bereits an ihren Loscht, daß die fich zu gewärbis zu 30 Mt. der Teilnahme aigen Ansprüche verden. Bezüg 1 Militärpflich Brot oder flichtet. Ferner ückstellung 32, pos. 2, Lt. htzeitig auf dem Gesuche können Nr. 9. Erscheint täglich außer Sonntags. Bezugspreis: vierteljährlich durch die Träger frei ins aus 1.35 M., durch die Post bezogen 1.30 M. Gpcbition: Gichen, Geltersweg 82. Mittwoch, den 12 Januar 1910 Gießener 20. Jahraang Juferate: bte 44 mm breite Bettigette 20 Pfennig, Reklame: # 90" Beilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet " " 50 " Telephon- Anschluß: Sicken, Nr. 368. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Lokales und Provinzielles. * Gießen. Die beiden von der StadtverordnetenVersammlung nachträglich bestellten Straßenbahnwagen werden spätestens Mitte März geliefert werden. Für den Sommerfahrplan ist in Aussicht genommen, die Wagen der roten Linie bis an die Ecke der Licher Straße und der Straße zur neuen Kaserne fahren zu lassen. Auch eine Vermehrung der Haltestellen ist beabsichtigt. * Gießen, 10. Jan. Den Universitäten Leipzig, Gießen und Jena hat sich jetzt auch als erste preußische Hochschule Göttingen angeschlossen, die solche Volts= schullehrer, die ihre Prüfungen gut bestanden haben, zum Studium zuzulassen gedenkt. - Gießen.( Evang. Arbeiterverein.) Prof. Koob hielt am letzten Sonntag einen sehr interessanten Vortrag über den gestirnten Himmel, welcher so stark besucht war, daß solche, die nicht sehr zeitig tamen, taum noch einen Platz zum Stehen fanden. Die Ausführungen des Referenten, die allgemeinen Beifall fanden, wurden durch Vorführung von Lichtbildern erläutert. e Gießen, 12. Jan. Die letzte Verkehrsstör ung bei der Straßenbahn war auf einen Desett der zuleitung eines Motors zurückzuführen, welche von dem zu fällig in der Nähe befindlichen Direktor des Elektrizitätswertes selbst beseitigt wurde. -p Gießen, 12. Jan. In der Kapelle des israelitischen Friedhoses hatte sich in der Nacht zum Dienstag ein junger angetrunkener Mann einquartiert, welcher die Fensterscheiben zertrümmerte, um sich Einlaß zu verschaffen. *)(* Gießen, 12. Jan. Wir machen noch einmal darauf aufmerksam, daß der Schluß der gegenwärtigen Ausstellungsperiode des Kunstvereins bereits morgen stattfinden muß. *)(* Gießen, 12. Jan. Die Oberh. Gesell schaft für Natur- und Heilkunde hielt gestern abend 8½ Uhr in dem physikalischen Institut eine Ge= neralversammlung, welche mit der Erstattung des Jahresberichts eingeleitet wurde, der ein beträchtliches Steigen der Mitgliederzahl ergab. Außerdem hat der Verein beschlossen, dem Verein„ Naturschußpart" in corpore beizutreten, welcher bereits die Anlage eines Naturparkes in Mitteldeutschland in Aussicht genommen hat, für dessen Ort der Vogelsberg in Betracht kommen dürfte, während dem Verein bereits in den Alpen ein Gelände zur Erbpacht angeboten worden ist. Daran schloß sich ein Vortrag des Prof. Sommer über„ Schiller als Mediziner", welcher die Zuhörerschaft mit verschiedenen psychologischen und physiologischen Urteilen des Dichters betannt machte und Stellen aus den Räubern" und der Abhandlung des Dichters„ Von den Beziehungen der tierischen Natur des Menschen zu der menschlichen" daführ anführte. Reicher Beifall wurde dem Vortragenden. Der reichliche Ertrag einer Sammelliste für die Errichtung eines Naturschutzparkes bewies, daß auch unter den Mitgliedern ein lebendiges Interesse für die Bestrebungen des Vereins vorhanden ist. Der nächste Vortrag soll am 20. Jan. stattfinden und„ Die Gewinnung der Salpetersäure aus der Lust" behandeln. p Gießen, 11. Jan. Gestern wurde hier eine Hochstaplerin festgenommen, welche sich bei verschiedenen Wirten Zechprellereien zu schulden kommen ließ, außerdem bei mehreren Bürgern Betrügereien beging und sich als Journalistin und Krantenpflegerin aufführte. !! Fortbildungskurse für Turnlehrer. Da die im letzten Frühjahr und Herbst in der Zentral= Turnlehrer- Bildungsanstalt in Berlin abgehaltenen Fortbildungskurse für Turnwarte und Vorturner so lebhaften Anflang fanden und so erfreuliche Erfolge gezeitigt haben, hat sich das Ministerium entschlossen, alljährlich einen solchen Kursus abzuhalten. Der nächste beginnt am 18. April 1910. Die Teilnehmerzahl ist wiederum auf 100 berechnet und die Anmeldung zur Teilnahme geschieht durch die Gaue der„ Deutschen Turnerschaft". Allen Teilnehmern, die preu Stadttheater Gießen. Tragödie in 5 Auszügen von W. Shakespeare. Gastspiel von Frl. Maja Reubte vom Schauspielhaus zu Frankfurt a. M. Ein genußreicher Abend, den zu rezensieren, ich gern zur Feder greife! Ueber den Inhalt der Tragödie, das hohe Lied treuer Liebe, die sich treu ist bis in den Tod, habe ich hier nichts zu sagen; wohl aber über die Leistungen des Regisseurs und der Darsteller! Shakespeare auf unserer modernen Bühne zu spielen, ist ein Problem, an dem schon viele ihr Talent versucht haben. Auch bei dieser Tragödie sind die Bühneneinricht ungen zahlreich, von der Geschmacklosigkeit an, die Goethe leitete, als er 1812 Romeo und Julia" auf seine Bühne brachte. Shakespeare fonnte bei der Eigentümlichkeit( Dreiteilung) der altenglischen Bühne frei schalten mit dem Scenenwechsel; schon 2. Tieck beschäftigte der Gedanke einer Rekonstruktion der Shakespeare- Bühne und seit Immermanns erstem tatsächlichen Versuch damit, im Jahre 1890 in Düsseldorf, ist die wichtige Frage der Aufführungsmethode Shakespearescher Dramen nicht wieder eingeschlafen, bis zur Entstehung der Shakespeare- Bühne im Münchener Hoftheater( 1889) und dem Fiasko des Münchener Künstlertheaters 1908. Bei den für die Möglichkeit der Aufführung Shakespearescher Dramen auf der modernen Illusionsbühne notwen digen Veränderungen, die durch die szenische Technik des großen Briten veranlaßt werden, hat der moderne Bearbeiter jede Aenderung, jede Streichung aufs sorgfältigste zu überlegen, wenn er den Intentionen des Dichters gerecht werden will und sich nicht unrechtmäßig durch eine prattische, aber falsche Rücksicht auf Ersparung der Verwandlung leiten läßt. Bische Staatsangehörige sind, stehen 4 Mark Tagegeld und freie Hin und Rückfahrt zur Verfügung. Der Kursus dau ert 20 Tage. * Frankfurt. Am Mittwoch, 5. Januar, waren auf Einladung der Gartenbau- Gesellschaft die Vertreter verschiedener Vereine von Frankfurt a. M. und Umgebung zu einer Zusammenkunft erschienen, in der die Abhalt= ung einer Obst und Gartenbau- Ausstell= ung im Oktober 1910 beschlossen wurde. Veranlassung zu dieser Ausstellung ist das Jubiläum des Nassauischen Landes- Obst und Gartenbauvereins( Siß Geisenheim a. Rh.), der sein 25jähriges Bestehen durch eine größere Ausstellung zu feiern beschlossen hatte. Zunächst ist ein Komitee eingesetzt, dem außer einem Vorstand je ein Vertreter des des Gemüsebaues, der Topfpflanzen- und Schnittblumen= Kultur, der Binderei, der Dekoration und Obstweinproduktion angehören. Als Ausstellungslokal ist vorläufig die Festhalle in Aussicht genommen. * Darmstadt, 11. Jan. Der am 16. Januar in Offenbach stattfindenden außerordentlichen Landestonferenz der hess. Sozialdemokraten liegt ein Antrag Mühlheim a. M. vor, welcher besagt: „ Wenn Bürgermeistern und Beigeordneten die Bestätigung versagt wird, mit der Motivierung, der Gewählte sei Sozialdemokrat, so hat die betreffende Parteiorganisation nach Zustimmung des Landeskomitees Refurs bis zur höchsten Instanz zu verfolgen. Die Kosten, welche aus diesem Ver waltungsstreitverfahren entstehen, hat die Landestasse zu tragen." * Darmstadt, 10. Jan. Der 30 Jahre alte unverheiratete Lehrer Hottes aus Erzbach im Odenwald ist heute Nacht auf dem Wege zwischen Pfaffenbeerfurt nach Erzbach über die Brücke der Gersprenz gestürzt und er trunken. * Friedberg, 10. Jan. Heute wurde Direttor Ritsert durch den Geh. Oberschulrat Nodnagel in sein Amt eingeführt. Prof. Grein begrüßte ihn im Namen des Lehrerkollegiums. * * Marburg, 9. Jan. Der Referendar des Wiesbadener Landgerichts, Anthes, hat sich in einem hiesigen Restaurant am Samstag Abend erschossen. Er stammt aus einer angesehenen alt- nassauischen Familie. Mainz, 9. Jan. Am Samstag und Sonntag fand im„ Mainzer Hof" der zweite Verbandstag der Südwestdeutschen Milchproduzenten Vereinig ungen statt. Die Regierung war durch die Provinzialdirektion vertreten. Die an den Verband angeschlossenen hatten Delegierte entsandt. Am Samstag fand eine Vorst and s- und eine Ausschußsizung statt, in welcher interne Angelegenheiten erledigt wurden. Es referierte am Sonntag Dr. Hamman n- Darmstadt über das Thema: Stehen die heutigen Milch preise im Verhältnis zu den Produktionstosten? Dann sprach Direktor Hirschel= Frankfurt über„ Milch- und Rahmzoll". Es wurden folgende Resolutionen angenommen:" Die einzelnen Vereinigungen des Verbandes werden an den Milchhandel mit der Forderung herantreten, für den Produzenten einen ASTHMA Engbrüstigkelt- Beklemmung Sofortige Linderung mit permanentem Erfolg durch Dr. Elswirth's Astmol- Asthma- Pulver von viel. Aerztenu.Geheilten begutachtet. Gratis Proben werden durch die Engel Apotheke, Frankfurt a. M., Gr. Friedbergerstrasse, versendet.( Preis der grossen Blech dosen Mk. 2.50. In Apotheken erhältlich. Am meisten verliert natürlich der vierte Akt bei jeder Bearbeitung, meist in Anlehnung an die Goethesche Tradi tion; die Szenen des 4. Attes werden meist auf einen Schauplatz in ganz sinnwidriger Weise zusammengelegt und die wundervollen Auftritte, die auf Julias Schlaftrunkenmonolog folgen, werden, wie es auch bei der heutigen Aufführung geschah, gestrichen. Von anderen Auslassungen abzusehen, ist es lobend anzuerkennen, daß die Regie ohne Rücksicht auf Ersparung einer Verwandlung die Lorenzoszenen des 2. Attes, die unbedingt den intimen und friedlichen Hintergrund eines Klostergartens verlangen, nicht, wie es leider so oft ge= schieht, auf den freien Platz verlegte, wo sich die Händel Mercutios und Romeos mit Tybalt zutragen. - Der Regie, in Händen Curt Gühne 3, der gleichzeitig den Bruder Lorenzo spielte, bot sich gerade in der Komparserie und Inszenierung dieser Tragödie eine um fangreiche Aufgabe, die sie im großen und ganzen mit vielem Geschick und feinem Kunstverständnis zu meistern wußte. Die Gartenszene, Julias Schlafgemach, wo Gott sei Dant in feinfühliger Weise die Geschmacksverirrung vermie den worden, die Szene, in der Romeo und Julia nach der Brautnacht auseinandergehen, durch Anwesenheit eines Bettes zu verdeutlichen! und das Familiengrabgewölbe der Capulets waren von ausgezeichneter Wirkung, während die Szenen im Festsaal in Capulets Haus( 1. Aft) recht matt waren. Doch zur Darstellung selbst; im Mittelpunkt stand natürlich die Julia, Maja Reubles, eine Meisterleistung, die im uneingeschränktesten Maße unsere aufrichtige Bewun derung verdient! Die Darstellerin, eine herrliche Bühnenerscheinung, verfügt außer über ein durch und durch vollendetes Spiel in Haltung, Geste und Gebärde über eine liebreizende, weiche und doch modulationsfähige Sprache, die uns mit dem ersten Ton gewinnt, gewinnen muß. Herrdie Produktionskosten der Milch deckenden Preis zu bezahlen. Sollte sich der Milchhandel ablehnend verhalten, so werden wir unseren Mitgliedern auf das Dringendste empfehlen, die Produktion auf das Aeußerste einzuschränken." Ferner erblicken sie in der z 011freien Einfuhr von Milch und Rahm nicht nur eine Benachteiligung der deutschen Landwirtschaft, sondern auch eine gesundheitliche Schädigung der deutschen Konsumenten. * Mainz, 10. Jan. Die Polizeiverordnung über den Zehn- Uhr- Ladenschluß in den Animierineipen hat die Genehmigung des Ministeriums erhalten. * Büdingen, 11. Jan. Gegen die Vorstandsmitglieder der in Konturs befindlichen bermockstädter Vorschuß- und Kreditkasse ist vom Kontursverwalter Klage erhoben worden. Ihr Vermögen ist unter gerichtlichen Arrest gelegt. Auf Beschluß der General- Versammlung ist auch Klage auf Schadenersatz gegen den Vorsizenden und die Mitglieder des Aufsichtsrates erhoben worden. Der Fehlbetrag beträgt 702 000 Mt. Ein Viertel der Mitglieder ist zahlungsunfähig. Die reguläre buch- mäßige Schuld des Bantiers Rothschild an die Kasse beläuft sich auf Mt. 150 000, dagegen schuldet er ihr an Wechseln über Mt. 600 000. * Schönberg.. Am 19. Januar findet in der romantisch auf steiler Bergeshöhe gelegenen hiesigen Marienkirche die Trauung der Prinzessin Edda v. Erbach- Schönberg mit dem Prinzen von StolbergWernigerode statt. Bereits am Tage zuvor, am 18. Jan., werden die Trauungsfeierlichkeiten durch ein großes Fest eingeleitet. * Hechtsheim, 11. Jan. Heute früh brachen Diebe in die tatholische Kirche ein, erbrachen mehrere Schränke, in denen sie aber feine Wertgegenstände vorfanden. Der Schrank mit den kostbaren Altargefäßen widerstand infolge seines Eisenbeschlages. Die Diebe hatten das Statet überstiegen und ein Fenster erbrochen. * Sprendlingen, 7. Jan. Auflösung der höheren Bürgerschul e. Auf eine vom Ministerium des Innern eingegangene Buschrift hin ist die Auflösung der hiesigen höheren Bürgerschule zum 1. April 1910 definitiv beschlossen. Der Gemeinderat hat in gestriger Sibung ein stimmig den Beschluß gefaßt, die Schule als Privatschule unter Anstellung eines seminarsstisch gebildeten Lehrers, einer den fremdsprachlichen Unterricht erteilenden Lehrerin und Beibehaltung des gegenwärtigen Hilfslehr= personals weiterzuführen. Die anfängliche Jahresausgabe stellt sich dann auf etwa 3250 Mart. Ein dauernder Marimalzuschuß der Gemeinde von 500 Mark jährlich wurde bewilligt. * Melsungen, 4. Jan. Eine Versammlung der Bürgermeister des Kreises Melsungen beschäftigte sich mit der Frage der Versorgung des Kreises mit elektrischer Energie für Licht und Kraftzwecke und etwaige Beteiligung an dem Projekt einer UeberlandZentrale, welches von den Kreisen Kassel, Hann. Münden und Hof- Geismar zur Zeit aufgestellt wird. Der Anschluß von Teilen der Kreise Wolfhagen und Frißlar ist zu erwarten. Redaktion, Druck und Verlag von Albin Klein. Sieken Kufeke -Kindermehl -Krankenkost Tausendfach bewährte Nahrung bei: Brechdurchfall, Diarrhöe, Darmkatarrh, etc. einem lich spielte sie die Balkonszene, die wie ein schönes Gedicht von leisem Ahnen, Hoffen, berauschendem Glück flang; wie steigerte sie ihr reiches, bewegtes, fein differenziertes Spiel in den Szenen des 4. Attes bis zum Schlaftrunkenmonolog! Ich freue mich immer, wenn andere Menschen von Theaterabend wenigstens eine dankbare Erinnerung mitneh men, wenn ich sehe, daß es noch Menschen gibt, die in einer plöblichen Aufwallung für Schauspielkunst noch schwärmen" mögen; ich sage schwärmen, auch wenn ich dabei nicht an „ Backfische mit Mozartzöpfen" dente.- Ich spreche von andern; denn der Kritiker soll ja wohl nur mit dem Kopfe rechnen?!- Ein, wenn auch nicht in jeder Beziehung der Darstel lerin der Julia ebenbürtiger, so doch vortrefflicher Partner war Karl Marx als Romeo von feuriger, schwärmen der Liebe, die ihn durch ihre Schönheit fast so" weibisch" machte, daß er seine Tapferfeit darüber vergessen; vortreff lich war er in seinem Ungestüm, seinem Feuer; gut auch in den weichen Liebesszenen; doch wünschte ich an manchen Stellen nicht diesen schmelzenden Ton pathetischer Fülle. Vollendet ist eine Leistung, wenn sie trotz allem wilden, sprunghaften, ungestümen, das in dem Charakter der Rolle bedingt sein tann, einen abgerundeten, einheitlichen Eindruck hinterläßt. Besondere Erwähnung verdient noch Hermann Va tofs prächtige Vertörperung Capulets, ebenso Rudolf Goll( Mercutio), F. Da ubal( Tybalt) und Ada Pauly( Julias Amme). Das sehr gut besuchte Haus spendete reichen Beifall; besonders nach dem 3., 4. und 5. Afte wurden Fräulein M. Reubte und Karl Marx mehrmals hervorgerusen Die Aufführung bedeutet einen vollen Erfolg und der Besuch der Wiederholung, der sicherlich stattfindet, kann nur empfohlen werden. H. J. O. Auflösung des englischen Parlaments. Bei der Reichsversicherungsordnung würde fle für die Das deutsche Schwarzbrot als englische Wahlparole, König Eduard unterzeichnete gestern nachmittag in dem Ministerrat, der im Buckinghampalast stattfand, die Proflamation, durch die das Parlament formell aufgelöst wird. Das neue Parlament wird am 15. Februar zusammentreten. Die Proklamation wurde gleich nach der Unterzeichnung durch den König der Kronkanzlei übergeben, welche sofort mit der Ausgabe der Parlamentsbefehle begann. Ein neuer charakteristischer Zug bei dieser Ausgabe war der Gebrauch von Motorwagen, welche die Wahlbefehle den um London gelegenen Bezirken übermittelten. Auf diese Weise wurden 88 Wahlbefehle befördert. Rest wurde durch die Bost versandt. Der Selbstverwaltung der Berufsgenossenschaften, die freie Arztwahl und die Wünsche der Aerzte eintreten. Mit der neuen Regierung werde die Partei arbeiten, soweit es im Rahmen ihrer Grundsäße und Traditionen möglich set und möglich gemacht werde. Der Ankauf des„ V 3" durch die Militärverwaltung. Die Verhandlungen wegen des Ankaufs des Luftschiffes „ Parseval 3" durch die Militärverwaltung stehen nunmehr unmittelbar vor dem Abschluß. Der Kaufpreis beträgt rund 370 000 M. Bet der Höhe des Preises muß berücksich tigt werden, daß die Ballonhülle, die durch die ziemlich zahlreichen Probefahrten etwas verbraucht ist, nach dem Anfauf erneuert werden muß. Die Kosten der neuen Hülle schätzt man auf 70 000 M. Das Antwortschreiben an die Bischöfe von Straßburg und Mezz. Das Antwortschreiben der Regierung in der Kompetenzaffäre ist gestern den Bischöfen von Straßburg und Mez zugegangen. Es ist diesmal nicht vom Staatssekretär Zorn v. Bulach, sondern vom Statthalter selbst unterzeichnet. Ueber den Inhalt bewahrt die Regierung strengstes Stillschweigen, doch wird bekannt, daß im ersten Teile des Briefes der Statthalter die zu frühzeitige Veröffentlichung des ersten Schreibens der Regierung bedauert. Die Gewerkschaften wachsen wieder. Ueber den Mitgliederstand der sozialdemokratischen Gewerkschaften liegen in dem gewerkschaftlichen Zentralorgan für das Jahr 1909 vorläufige Angaben vor. Nach den vorhandenen Ziffern von 38 Gewerkschaften, die Ende September 1909 insge= samt 1418 283 Mitglieder zählten, ist der Rückgang auf ge= werkschaftlichem Gebiete im wesentlichen als überwunden zu betrachten. Jene Gewerkschaften zählten 1908 1409 051 Mitglieder. Der Vergleich beider Zahlen ergibt eine Zunahme von 0,65 vont Hundert. Die Wahlkampagne ist nun so gut wie bendet, und alles atmet erleichtert auf. Endlich kann sich England wieder mit sich selbst beschäftigen. Denn in den letzten vier Wochen hat es gar zu viel mit Deutschland zu schaffen gehabt: deutscher deutsche Dreadnoughts, deutsche Baumwolle, Schußzoll, deutsche Löhne, deutsche Lebensweise, das alles hat die Kandidaten beider Parteien für das britische Unterhaus aufs emsigste beschäftigt, und es hat sich dabei herausgestellt, daß man über alle diese Dinge in England viel mehr weiß als in Deutschland selbst. Jedenfalls wurden da Dinge erzählt, von denen man in Deutschland bisher keine Ahnung gehabt. Nun hat zum Schluß auch noch, wie vorher die deutschen Dreadnougths, das deutsche Schwarzbrot seine Verteidiger und Gegner gefunden. Es ist ein heißer Kampf darüber entbrannt, was eigentlich Schwarzbrot sei und ob es besser schmecke als das britische Weißbrot oder nicht. Die Liberalen haben den englischen Arbeitern eine heillose Angst eingejagt mit der Droh ung, daß wenn sie für die schutzöllnerischen Konserva tiben stimmten, es in Zukunft nur noch deutsches Schwarzbrot für sie geben werde. Aber die Lords", wie man sich gewöhnt hat, die konservativen Kandidaten kurzweg zu nennen, haben dem englischen Wähler versichert, daß er sich darüber nur freuen könne. Denn das deutschei Schwarzbrot sei eine Delikatesse, die in London leider bisher nur im Gambrinus" zu haben sei. Darauf hat am Sonnabend Minister Lloyd George in einer fulminanten Rede geantwortet: Ich will Ihnen einen Rat geben: Lassen Sie uns die Lords drei Monate lang mit deutschem Schwarzbrot füttern, und sie werden rufen: Um Gottes willen laßt uns das Budget annehmen!" Am Tage darauf ließen sich mehrere konservative Zeitungen spaltenlange Artikel aus Berlin telegraphieren, in denen endlich die Ehre des guten deutschen Schwarzbrotes doch gerettet wird. Da werden vier Arten von Brot unterschieden: der Knüppel, die Schrippe, das Schwarzbrot und der Pumpernickel, und so appetitlich sind Zubereitung und Aussehen beschrieben, daß dem englischen Leser ordentlich das Wasser im Munde zusammlaufen muß; als das nahrhaftefte und nachhaltigste aller Brote aber wird das Schwarzbrot genannt. Wenn die konservative Partei wirklich siegt, verdankt sie es nicht zum wenigsten dem hier so biel geschmähten und doch so wohlschmeckenden deutschen Schwarzbrot. Rundschau vom Cage. Politisches. Eine Verlobung des dritten Sohnes des Kaiserpaares? Brinz Adalbert, der dritte Sohn des Kaiserpaares, ist von feinem Besuche am Hofe von Stockholm am Sonntag in Potsdam wieder eingetroffen. Wie der„ Voss. 3tg." aus Stockholm gemeldet wird, wird von der dortigen Presse das Zusammentreffen des Prinzen Adalbert mit der Prinzeffin Viktoria Beatrice von Connaught am schwedischen Königshofe als Zeichen einer nahe bevorstehenden Verlobung ausgelegt. Prinzessin Viktoria Beatrice ist am 17. März 1886 geboren als Tochter des Herzogs von Connaught; fie ist eine Nichte des Königs Eduard. Kleine Nachrichten. Nachtwächtern, die ihn festnehmen wollten, schwere Berlegungen bet. Im Irrfinn. Gestern mittag gegen 1 Uhr erschoß der in der Romintenerstraße in Berlin wohnende 58 Jahre alte Bildhauer Karl Jäger in einem Anfalle von Irrsinn setnen 2½fährigen Enkel, verwundete seine 49jährige Frau schwer am Kopfe und erschoß sich dann selbst. Der Gesamtvorstand des Deutschen Sprachvereins hielt in Berlin seine Jahresversammlung ab, die aus allen Gauen des Deutschen Reiches und Deutsch- Desterreichs zahlreich besucht war. Die diesjährige Hauptversammlung des Sprachvereins, mit der die Fünfundzwanzigjahrfeier seines Bestehens verbunden werden soll, findet in Dresden im September statt. Die Mitgliederzahl des Vereins hat gegenwärtig 30 000 überschritten. Mit ihren Kindern den Tod gesucht. In einem Hause in der Schleibingerstraße in München wollte sich eine Kaufmannsfrau mit ihren beiden Kindern im Alter von 3 und 1½ Jahren mit Leuchtgas vergiften. Alle dret wurden ins Reben zurückgerufen. Demonstrationen Arbeitsloser in Leipzig. Vor dem neuen Rathause in Lipzig famen es gestern vormittag zu großen Demonstrationen Arbeitsloser. Der Bürgermeister stellte Schaffung von Arbeitsgelegenheit in Aussicht. Ausschreitungen kamen nicht vor. Die erste Reichstagsfizung nach den Weihnachtsferien findet heute statt. Auf der Tagesordnung stehen: 1) die Interpellation über die mecklenburgische Verfassung; 2) die Interpellation der Polen und des Zentrums über die Maßregelung von Reichsbeamten wegen Ausübung ihres kommunalen Wahlrechts; 3) die erste Beratung der Strafprozeßordnung; 4) erste Beratung der Strafgesegnovelle und 5) erste Beratung eines Gefeßentwurfes über die Haftung des Reiches für seine Beamten. Schenßliche Eifersuchtstat. In dem Dorfe Koise in Ungarn gerieten zwei Bergwerksarbeiter auf dem Tanzboden wegen eines Mädchens in Streit. Der von dem Mädchen zurückgesetzte Liebhaber griff in seiner Wut zu seiner Art und spaltete im Vorübertanzen seinem Rivalen durch einen Hieb den Schädel. General Booth als Verkündiger des Weltunterganges. In einer in London gehaltenen Rede hat General Booth ron der Heilsarmee den Untergang der Welt vorhergesagt. Die Sündhaftigkeit der einzelnen Menschen und der Völfer schreie zum Himmel, und das Ende aller Dinge könne deshalb nicht mehr fern sein. Vorher aber werde noch eine Sündflut von Blut und eine Verheerung durch die Flammen des Krieges eintreten. Der nene preußische Landtag. Seitens des Kultusministeriums wird vom Landtage vor allem die Einführung der Bibliothekgebühren gefordert werden. Die Begründung der Forderung rührt von Geheimrat Professor Dr. Harnack her. Die Abzweigung der Medizinalabteilung vom Unterrichtsministerium und deren Angliederung an das Mintsterium des Innern wird zwar nach wie vor betrieben, ist aber noch nicht so weit vorbereitet, um den Landtag schon in der nächsten Session zu beschäftigen. Wissenschaft, Kunst und Literatur. 400 000 Mart für ein Tuberkulose- Heilmittel. Für die Entdeckung eines Heilmittels gegen Tuberkulose hat die Vale- Unversität in New Haven einen Preis zu vergeben. Ein unbekannter Spender hat ihr zu diesem Zwecke eine Summe von 100 000 Dollars überwiesen. Die nenen englischen Telephonbriefe. Das neue System der sogenannten Telephonbriefe wurde am Sonntag in England zum ersten Male in Anwendung gebracht und funktionierte zur Freude des Publikums sehr gut. Bet dieser neuen Einrichtung telephontert man Briefe, die Samstag mit der Post aus den Provinzen abgehen, am Sonntag Vormittag an die Adressaten. Wie ein Hampton 2 Uhr im den Dam tung des Silfeleistu Dirett nad Dienstag zu erwart Das Graz, Vil Raibl als bes Spital eines Aug fofort mit fpital mit rain, die z terreräum feln mit& der zugle Arztes h boten zur Stod auf Einsturz unter dem Donnersm den die ga der Forts glaubte, ei aber als Katastroph glaubt ma beiten zur Den 2 Tat begin dem er fe Dieser hat der Seite Mark geb zum größt Das erfuh lernt hat Provinzu te er wie den Elter tete nun allein zu gewährte den ganze versteckte reichen for Banken li fleidete fid Eine kostbare Bibel. Aus dem Nachlaß der in München verstorbenen Frau Dr. Metger ist eine auf Bergament geschriebene, mit besonders schön gemalten Initialen und Bildern geschmückte Bibel für 20 000 M an einen Münchener Antiquar verkauft worden. Erdbeben in Kalabrien. Aus Gallina in Kalabrien kommt die Meldung von einem heftigen Erdbeben, das Sonntag morgen gegen fünf Uhr die Landschaft heimsuchte. Die Angst, daß weitere Erdstöße folgen können, ist unter den Bewohnern Kalabriens groß. Auf dem Parteitag der nationalliberalen Partei Würt: tembergs äußerte Reichstagsabgeordneter Hieber, daß die Fusion der linksliberalen Parteien vom nationalen Standpunkt als ein Fortschritt zu begrüßen sei. Die national= liberale Partei werde die Haltung der preußischen Regierung bei den Beamtenmaßregelungen in Saltomis billigen. 8) Der Fall Welshofen. Ein Wiederaufban der Schwanenburg bei Kleve. Auf die Immediateingabe der Bewohner des früheren Herzogtums Kleve an den Kaiser um den Wiederaufbau der alten Schwanenburg, der Residenz der früheren Herzöge und zeitweise auch der Hohenzollern, erhielt der Generaldirektor Manger aus Kleve eine Einladung zum Kaiser, der ihm gelegentlich des Vortrags Bodo Ebhardts über die Hohfönigsburg erklärte, daß er den Wunsch der Bewohner des ehemaligen Herzogtums erfüllen werde. Im Jahre 1020 wurde die Burg zuerst in der Geschichte erwähnt. Manche historisch wertvollen Dokumente sind hier aufbewahrt, so die Todesurkunde der Schillschen Offiziere usw. Krasser Aberglaube, In Lugas in Frankreich verschied vcr einigen Tagen eine 80 Jahre alte Frau und wurde auf dem dortigen Friedhofe begraben. In der Nacht wurde das Grab von unbekannten Tätern geöffnet, die Leiche herausgenommen und schrecklich zerstückelt. Dann durchbohrte man sie mit spitzen Hölzern; dadurch sollte verhindert werden, daß die Verstorbene, die dort als Here verrufen war, zur mitternächtlichen Stunde dem Grabe entsteige, um als Vampyr den Menschen das Blut aus der Brust zu saugen. Millionenstiftung für eine Akademie. Nach Meldungen aus Konstantinopel hat ein türkischer Millionär 2300 000 Franken zur Errichtung einer türkischen Akademie der Wissenschaften gespendet. Die Akademie soll in erster Linie die Aufgabe haben, die Vervollkommnung der türkischen Sprache zu fördern. Ste wird aus 24 türkischen. arabischen und persischen Mitgliedern bestehen und sich nach dem Muster der franzöfifchen fademic fonititutereu. Verunglückte Dachdecker. Gestern nachmittag stürzte in dem Kölner Vorort Ehrenfeld ein Dachdeckergerüst zusammen. Der Dachdeckermeister wurde getötet; der Lehrling starb auf dem Transport nach dem Krankenhause; der Geselle wurde lebensgefährlich verletzt. Verhängnisvolle Spielerei. Der Torpedoheizer Wegewiß in Wilhelmshaven erlitt beim Ringen mit einem Oberheizer einen Bruch des Rückgrats und starb nach wenigen Stunden. Aus den Gerichtssälen. Ein Mordprozeß, wie er in den Annalen der deutschen Justiz zu den Seltenheiten gehört, nimmt am heutigen Dienstag vor dem Lissaer Schwurgericht seinen Anfang. Zur Erörterung kommen die vier Frauenmorde in der Provinz Posen, die in den Gebieten der Landgerichte Lissa und Ostrowo im leßten Sommer verübt waren und die wegen der Aehnlichkeit des Gesamtbildes jeder eins zelnen Tat von vornherein den Gedanken aufkommen ließen, daß ein und dieselbe Person als Täter in Betracht komment müsse. Die Anklage richtet sich gegen den Tischlergesellen Valentin Kosziol, der einen großen Teil seines Lebens hinter Schloß und Riegel zugebracht hat. Er ist jeßt 62 Jahre alt und stammt aus der Nähe von Namslau. Seine erste große Strafe erhielt er 1880 vom Schwurgericht in Dels, das ihn wegen Notzucht, begangen an zwei Minderjährigen, zu sechs Jahren Buchthaus verurteilte. Von besonderer Wirkung ist die Strafe aber nicht gewesen, denn am 19. April 1892 schlug Kosziol auf der Schönau- Jauerz schen Chaussee bei Georgendorf eine alleingehende 42jährige Bauersfrau mit einem Stockhieb nieder, warf sie in den Graben, stopfte ihren Mund mit Erde voll und versuchte, sich an ihr zu vergehen, Heftige Gegenwehr und das Rollen eines nahenden Wagens retteten die Frau. Nur drei Tage später schlug er eine 54jährige Witwe, die im Walde Holz sammelte, mit einem in sein Taschentuch gewickelten Stein nieder und brachte ihr Schnitte am una terleib bei; er ließ sie dann für tot liegen. Die Frau fonnte aber noch am Leben erhalten werden und ermög lichte die Feststellung des Täters. Wegen dieser beiden Verbrechen wurde Kosziol von den Schwurgerichten in Breslau und Hirschberg zu insgesamt 15 Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Polizeiaussicht verurteilt. Die Strafe hat er in den Zuchthäusern von Kawitsch und Striegau verbüßt. Am 15. Oktober 1907 wurde er aus der Strafanstalt Striegau entlassen. Seidem beging er vier neue Frauenmorde. Zur Verhandlung find 200 Beugen geladen. Revolverschießerei im Krankenhaus. Sonnabend versuchte in Hildesheim der Arbeiter Naujak in das katholische Bernhards- Krankenhaus einzudringen, um seine dort untergebrachte Frau zu besuchen. Als ihm von dem Portter des Krankenhauses der Zutritt verweigert wurde, zog er einen Revolver und schoß den Portier durch den Hals. Dann brachte er sich einen Schuß in die Brust bet. Kriminalroman von M. Kossak. ( Nachdruck verboten.) Frida Sasse war die Tochter eines kleinen Buchhalters aus Berlin, der seinem Kinde Unterricht im Geigenspiel und Gesang hatte erteilen lassen, da sachverständige Personen ihn auf die musikalische Begabung des Mädchens aufmerksam gemacht und gemeint hatten, daß sich auf dieselbe wohl ihre Zukunft gründen lasse. Daß Frida dereinst ihre Kunst auf einer Varieeteebühne zum besten geben würde, ahnte dazumal wohl niemand, ihre Eltern dachten vielmehr, daß sie die Tochter zur Musiklehrerin ausbilden lassen wollten. Erst als ihr Vater ziemlich unerwartet an einem Lungenleiden starb, das der schwächliche Mann sich durch das gebückte Sigen in den engen, lustlosen Konforräumen zugezogen, und seine ewig sorgenvolle, gedrückte Gattin, die diesen Schlag nicht zu überwinden vermochte, thm wenige Wochen später nachfolgte, trat an Frida die bare Not des Lebens und damit die Frage, was nun werden solle heran. Die Mittel, ihren Unterricht fortzusetzen, befaß sie nicht und so mußte sie zufrieden sein, als ihr Vormund, ein Kollege ihres verstorbenen Vaters, der unter der Last einer zahlreichen Familie seufzte, ihr eine Stelle als Verkäuferin in einem Warenhause besorgte. Das Gehalt, welches man ihr gab, war gerade groß genug, um nicht zu verhungern, aber oft mußte das arme Ding dessenungeachtet mit leeren Magen abends schlafen gehen. Dazu die angestrengte Arbeit, das ewig Stehen und herumlaufen Ein rabiater Musketier. In Hohensalza( Provinz Posen) beging nachts der Mustetter Schwandtfe argße Ausschreitungen. Er zertrümmerte zahlreiche große Schautfeniterscheiben im Werte von etwa 1500 M und brachte zwei Lebzeiten ihrer verstorbenen Mutter beim Varieetee engagiert gewesen, wo sie dank ihrer eisenstarken großen Zähne ein Heidengeld verdiente. genug, ihr junger Körper litt unter den Mühen ihres Berufes und ihre frühere sorglose Heiterkeit schwand dahin. Da, eines Tages, sah sie zufällig ihre frühere Schulfreundin Luise Müller, die im Warenhause, in dem Frida angestellt war, etwas kaufte. Wie die Luise ausschaute! Wahrhaftig, wie eine Prinzessin war sie in die elegantesten Sachen gekleidet und benahm sich mit der Sicherheit einer großen Dame. Anfangs dachte sie, die Luise wäre auf schlechte Wege geraten, aber sie bat ihr ihr Mißtrauen bald ab, denn die Freundin erzählte ihr, daß ihr Geld ehrlich verdient sei und daß sie ein anständiges Mädchen geblieben war. wie sie es immer gewesen. Sie war schon bei Warum gehst Du nicht auch zum Varieetee?" fragte Louison, wie sie sich jetzt als Künstlerin nannte. Sch würde mich an deiner Stelle gerade als Verkäuferin plagen! Du bist auch ganz hübsch und wenn Du schöne Klei der hast, wirst Du noch viel besser aussehen. Kannst Du nicht irgend etwas, womit Du Dich auf der Bühne sehen lassen könntest?" Meine Zähne sind nur klein und auch in den Händen habe ich wenig Kraft," meinte Frida, die noch nie in einem Varieetee gewesen war und eine sehr unbestimmte Vorstellung von einem solchen Kunsttempel hatte, betrübt, indem ihre großen Kinderaugen bewundernd auf Louisons Ebergebiß ruhten. ,, Na", äußerte diese wohlwollend ,,, man kann auch mit anderm verdienen, als bloß mit den Zähnen. Komm mal mit zu meinem Varieeteeagenten der wird schon was für Dich ausfindig machen. Vermischtes. Ohne Steuerruder über den Ozean. Der Dampfer Prinzeß Frene" des Norddeutschen Lloyd, der kurz nach der Abfahrt von Neusort das Steuerruder verlor, hat den Ozean, lediglich mit Schrauben steuernd, durchquert mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 12 Seemeilen pro Stunde. Ats Frida ihren nächsten freien Nachmittag hatte, wanderte sie unter Louisons Schuß, die ihr für den Besuch eine ihrer eleganten Toiletten geliehen, zu einem Agenten und dieser erfuhr nach einigem Hin- und Herfragen, daß das Mädchen eine geschulte Sopranstimme und erhebliche Fertigkeit im Geigenspielen besaß. Er ließ sich von ihr etwas vorspielen und singen, war ganz entzückt von ihren Leistungen und vermittelte ihr sofort ein Engagement bet einem mittleren Berliner Varieetee. Er wählte ihr selbst die Piecen aus, die sie vortragen sollte und lieh ihr. Geld, um sich für den Anfang zwei Toiletten zu besorgen, die sie nach seiner Anweisung wählen mußte. Da sie dem Publikum gefiel, stieg ihr Gehalt rasch und alle Not hatte ein Ende. essante Persönlichkeit war, gefiel er außerordentlich, namentlich den Damen, die er förmlich faszinierte. Seine Einnahmen übersteigen die Friedas um mehr als das Doppelte. Felix war der Sohn eines deutschen Vaters und einer italienischen Mutter, die aber seit langen Jahren getrennt lebten. Sein Vater, ein ehemaliger Kaufmann, besaß genug, um den Sohn studieren zu lassen, nur starb er leider, bevor Felix sein zweites Semester hinter sich hatte und nach seinem Tode zeigte es sich, daß sein Vermögen nahezu aufgebraucht war. Von einer Fortseßung des medizinischen Studiums konnte keine Rede fernerhin sein und da er nicht Lust hatte, als Lehrling in ein kaufmännisches Geschäft einzutreten, wozu ihm Verwandte seines Vaters rieten, ging er vorerst nach Italien, um dort auf irgend eine Weise seinen Unterhalt zu verdienen. In dem Lande seiner Mutter war er auf den Einfall geraten, seine vielseitigen Talente auf dem Varieetee nußbar zu machen. In Anbetracht seiner Gewandtheit und seines einnehmenden Aeußeren glückte es ihm auch tatsächlich über Erwarten. So zog er denn mehrere Jahre durch die großen Städte Europas, wurde überall gern aufgenommen und verdiente eine Menge Geld. Zum Schluß des Winters machte sie die Bekanntschaft von Felix Offers, der als Improvisator und Humorist auf der nämlichen Bühne auftrat. Er arbeitete nie einen Vortrag aus, sondern erzählte dem Publikum, was ihm gerade einfiel, dazwischen parodierte er irgend jemand, brachte geschickt ein paar Wiße vor oder sprach auch gelegentlich in gebundener Rede, wie es eben tam. Da er viel Geiſt batte und eine auffallend hübsche und interDas war das, was er selbst Frida über seine Vergangenheit erzählte. Frida, ihm blind vertrauend, schwor auf die Wahrheit jedes seiner Worte, ohne viel über dieselben nachzudenken. Als sie aber heute sich alles, was sie vom ihm gehört, zurecht legte, fiel es ihr auf, daß in seinen Berichten eine Lücke war. Ueber das, was er in Italien getrieben, wußte sie so gut wie nichts und doch mußte er bereits zwei Jahre dort gelebt haben, bevor er den Entschluß faßte, zum Varieetee zu gehen. Gr hätte bei seiner Mutter gewohnt, sagte er, als Frida in dieser Richtung Fragen an ihn stellte. Nun war aber seine Mut ter wie das Mädchen wußte ganz mittellos und lebte ausschließlich von seiner Unterstüßung- wie war es daher möglich, daß sie ihn so lange Zeit hätte ernährt haben können? ( Fortsetzung folgt.) nur beffer einem Ca gebracht lichen W reits verf er gerade fich zu de Bielita welche die diesem G Landeskun Besonders usw. Da praktischer der Abfah auf dem v Station ver Steigen in fallender gleitende lenden S Station hat ver führt u Erfolg. Dic man der Haussage faken in Sechsjähri auf der S dit fait n Erdlich n energisch kann, du Badder Bu wari lüchtig f Diät rem ung fängnis laert ali berüchtig million worden Im buch er vor büßung der St batte fto Belle de auf Gr verweige Dant di glücklich baß er f deren G durchgefä man den fitation Schreiber direktor urfachten Anstalt f Von tinnen in Medizing fen. Gle meisten lin tom 6, in F Heidelb Frau in le 2 Me das Der mond m Unseres direktor bei der der, wie In einer Bruders tereffe fil bte dazu Ihr Brud tintreten evangelif der Frau Blidofs ere Ber. rschoß der Jahre alte rfinn fets ge Frau m Hause ne Kaufon 3 und rden ins e in Unanzboden Mädchen iner Art rch einen tur. Für die hat die vergeben. ede cine München ment ge alen und Münchener eve. Auf ↑ Herzogder alten und zeitaldirektor der ihm dte Hohohner des ahre 1020 Manche wahrt, fo eldungen 2300 000 Demie der rster Linie türkischen arabischen dem Muder deut t am heueinen An nmorde in ndgerichte varen und jeder einen ließen, t tomment lergesellen Sens hinter Jahre alt Seine erste t in Dels, Minderjäh Von bea fen, denn u- Jauera 42jährige e in den das versuchte, und cau. Nur Je, die im Dentuch ge te am Un Die Frau ind ermög efer beiden erichten in ren Bucht verurteilt. witsch und rde er aus beging er 200 Beu r Dampfer fura na lor, hat den chquert mit pro Stunde. Dentlich na rte Seine das DopSaters und Jahren gemann, be ur starb er sich hatte Vermögen ng des me in sein und fmännisches nes Vaters auf irgend dem Lande jeine viel machen. In nehmenden warten. So tädte Eurordiente eine seine Veruend, fchwor iel über diealles, was auf, daß in was er in 3 und doch aben, bebor n. Er hätte ba in dieser feine Mut 6 lebte au3ar es daher nährt haben Wie ein drahtloses Telegramm des Kapitäns nach Southhampton mitteilte, traf der Dampfer gestern mittag gegen 2 Uhr im englischen Kanal ein. Troßdem eine Gefahr für den Dampfer absolut nicht vorhanden ist, hat die Verwaltung des Lloyd ihm dennoch einen Tender zur eventuellen Hilfeleistung entgegengesandt. Die Prinzeß Irene" fährt direkt nach der Weser weiter und wird voraussichtlich am Dienstag abend oder Mittwoch vormittag in Bremerhaven zu erwarten sein. Das versunkene Spital von Naibl. Telegramme aus Graz, Villach und Tarvis schildern die Katastrophe von Raibl als ein entseßenerregendes Unglück. Der Einsturz des Spitals und dessen Versinken unter Tag, war das Weck eines Augenblicks. Es bildete sich eine tiefe Grube, die sich sofort mit Wasser anfüllte. Das Spital war nur ein Notspital mit einem Belegraum von zehn Betten im Souterrain, die zur Zeit des Einsturzes leer waren. In den Parterreräumlichkeiten ordinierte gerade der Bergarzt Dr. Vefely mit Hilfe der Wärterin Langsteiner und ihres Mannes, der zugleich Portier und Wärter ist. Die junge Frau des Arztes hielt sich mit dem kleinen Kind und zwei Dienstboten zur Zeit des Einsturzes in der Wohnung im ersten Stod auf, wo alles zum Mittagsmahl bereit war. Der Einsturz wurde durch Verbruch eines Abbaues in dem unter dem Spital gelegenen Bergwerk des Grafen Henckel Donnersmarck verursacht. Sogleich nach dem Einsturz wur= den die ganze dienstfreie Bergmannschaft und die Besazung der Forts an Ort und Stelle befohlen. da man anfangs glaubte, eine Rettungsaktion wäre möglich. Diese hat sich aber als ganz undurchführbar erwiesen. Die Ursache der Katastrophe ist zwar noch nicht zweifellos festgestellt, doch glaubt man, sie auf die Erschütterungen bei Minterarbeiten zurückführen zu können. Den Vater um 30 000 Mark bestohlen. Eine schändliche Tat beging der Sohn eines kleinen Beamten in Berlin, indem er seinen Vater um das gesamte Vermögen bestahl. Dieser hatte es durch Sparsamkeit und durch Erbschaft von der Seite seiner Frau her zu einem Vermögen von 30 000 Mark gebracht. Der Mann bewahrte alles in Papieren, zum größten Teil ausländischen, in seiner Wohnung auf. Das erfuhr sein mißratener Sohn, der nichts Rechtes gelernt hat und sich längere Zeit ohne feste Arbeit in der Provinz umhergetrieben hatte. Vor etwa Jahresfrist tehrte er wieder nach Berlin zurück und wohnte hier, von den Eltern getrennt, in Schlafstelle. Der Bursche kundschaf= tete nun aus, wann seine geistig etwas beschränkte Mutter allein zu Hause war Trotz des Verbotes ihres Mannes gewährte die Frau ihm Zutritt zur Wohnung, wo er fich den ganzen Betrag in Wertpapieren aneignete. 25 000 M versteckte er in der Wohnung, so daß er sie jederzeit er= reichen konnte, 5000 M nahm er gleich mit. Auf verschiedenen Banken ließ er die Paptere in bares Geld umwechseln, kleidete sich fein und spielte nun den Lebemann. Er besuchte nur bessereLokale und verspielte an einem einzigen Tage in einem Cafee nicht weniger als 1100 M. Als er 4000 M durch= gebracht hatte, beschloß er, sich neuen Vorrat aus der elterlichen Wohnung zu holen. Die Kriminalpolizei war bereits verständigt worden und nahm den Burschen fest, als er gerade ein Lokal in der Nähe seiner Eltern verließ, und sich zu dem neuen Raubzuge anschickte. Bielstation. Es kommt sehr oft vor, daß Passagiere, welche die Eisenbahn benüßen, die Bett verschlafen und aus diesem Grunde über die Zielstation hinwegfahren. Auch Landeskundige kommen vielfach in dieselbe Verlegenheit. Besonders gilt dies von kleinen Leuten, Auswanderern usw. Da hat denn ein englischer Eisenbahningenieur einen praktischen Vorschlag gemacht. Jeder Reisende erhält auf ber Abfahrtstation bei Erwerb feines Billetts, einen Bettel, auf dem vom Schalterbeamten in sichtbarer Schrift die Zielstation vermerkt ist. Diesen Zettel übergibt er beim Einteigen in den Bug dem Kondukteur rfp. Heftet ihn an auffallender Stelle im Rupee selbst an die Wand. Der zugbegleitende Schaffner hat sodann die Verpflichtung, den Reisenden darauf aufmerksam zu machen, daß er an der Bielstation angelangt set. Eine englische Eisenbahngesellschaft hat versuchsweise dieses System auf ihren Strecken eingeführt und, wie die Direktion mitteilt, auch mit gutem Erfolg. Die Familienhofse. Ein drolliger Vorfall spielte sich, wie man der Frtf. 3tg. aus Stettin berichtet, in dem Dorfe Haussagen( Kreis Greifswald) ab. Mehrere junge Burschen saßen in einem Gasthaus beim Kartenspiel. Da erschien ein sechsjähriges Mädchen, die Schwester eines der Burschen, auf der Bildfläche, um ihren Bruder zu holen:„ Jehann, dit saft na Hus foamen!" Doch Johann rührte sich nicht. Endlich ward die Kleine ungeduldig, zupfte ihren Bruder energisch am Rock und rief nun mit lauter Stimme:, 30kann, du sast na Hus koamen und de Hosen uttrecken, - Sie brauchte nicht mehr lange Badder will or utgahn!" zu warien, bis Johann heimeilte, seine Hosen dem sehnsüchtig harrenden„ Vadder" zu überlassen. Diätetik des Ausbrechers. Einer Entfettungsfur zu eirem ungewöhnlichen Zweck hat sich der im Brüsseler Gefängnis Saint Gilles internierte König der Gauner" Pellaert alias Chatterton unterzogen, der als Schwindelgenie berüchtigt ist und erst vor kurzem wegen eines Riesenbe huges, durch den er einen braven Bürger um eine Viertermillion preflte, zu fünfzehn Jahren Gefängnis verurteilt worden ist. Der unternehmungslustige Schwindler hat sich Im buchstäblichen Sinne des Wortes dünne gemacht", als er vor zwei Monaten in Erfahrung brachte, daß er zur Verbüßung seiner Strafe vom Gefängnis Saint Gilles nach der Strafanstalt in Louvain überführt werden sollte. Er hatte sich sofort frank gemeldet und war daraufhin in einer Belle der Krankenabteilung untergebracht worden, wo er auf Grund seines Magenleidens die Nahrungsaufnahme verweigerte und eine freiwillige Hungerkur durchmachte. Dank dieser zielbewußten Enthaltsamkeit war es Pelleard glücklich gelungen, in acht Wochen so schlank zu werden, daß er seinen Körper durch das enge Fenster seiner Belle, deren Eisengitter er in geduldiger Nachtarbeit allmählich durchgesägt hatte, hindurchzuzwingen vermochte. So fand man denn dieser Tage eines schönen Morgens bei der Visitation die Belle leer und auf dem Tisch ein höfliches Schreiben, in dem Ehren- Pellart dem Herrn Gefängnisdirektor mit der Bitte um Entschuldigung wegen der verursachten Verdrießlichkeiten sein Bedauern aussprach, die Anstalt heimlich verlassen zu müssen. Von der Berufsarbeit der Frau. Die Zahl der Aerztinnen in Deutschland ist nach dem Ausweise des ReichsMedizinalkalenders für 1910 fortgesetzt im Steigen begrif= fen. Sie hat sich von 55 im Vorjahre auf 69 vermehrt. Die meisten der Aerztinnen sind in Großstädten tätig. Auf BerIin kommen 21 gegen 17 im Vorjahre. In München leben 6, in Frankfurt a. M. 5, in Dresden und Hamburg je 4, in Heidelberg 8, in Danzig, Breslau, Nürnberg und Freiburg fe 2 Aerztinnen. Wieder einen neuen Beruf hat sich die Frau in einer kleinen englischen Stadt erobert. Es ist dies das Dertchen Magherofeldt, und zwar ist dort Ina Richmond mit dem Amte des Gasdirektors betraut worden. Unseres Wissens ist diese Dame die erste weibliche Gasdirektor der Welt. Ursprünglich war Fräulein Richmond bei der Post angestellt; sie zog aber später zu einem Bruder, der, wie zuvor ihr Vater, Direktor des Gaswerkes war. In einem 13jährigen Aufenthalte bei der Familie dieses Bruders gewann sie nach und nach ein immer größeres Intereffe für den Familienberuf, und eignete sich allmählich bte dazu nötigen Kenntnisse so vollkommen an, daß sie, als thr Bruder einen anderen Beruf annahm, in seine Stellung eintreten konnte. Einen weiblichen Geistlichen haben die evangelischen Gemeinden von Siebenbürgen in der Person der Frau Julia Vorgha, der Tochter eines reformierten Bischofs, die in den siebenbürgischen Städten predigt. Hörschüler und Sehschüler. Eine pädagogische Neuhett sucht die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu lenken: es handelt sich um eine Art Zuchtwahl oder Auswahl der Schulklassen auf Grund des psychologischen Typs der Schüler. Vorläufig hätte die Selektion zwischen zwei großen Kategorien zu geschehen: zwischen Schschülern und Hörschülern, d. H. zwischen Schülern, deren stärkste Sinneswahrnehmungen ihren Sitz im Auge oder im Ohre haben. Der italienische Jugendbildner Ugo Pizzoli erklärt im Resto del Carlino, daß seine Praxis ihn zu der leberzeugung gebracht habe, daß die beiden Typen eine ganz verschiedene pädagogische Behandlung verlangen. Der Lehrer fann, wenn er nur ein ganz klein wenig aufmerkt, mit Leichtigkeit die verschiedenen Typen feststellen: die Unterhaltungen der Schulkinder, das sogenannte musikalische Gehör und das mehr oder minder stark entwickelte Zeichentalent können ihm wertvolle Fingerzeige geben.„ Man erzähle", schreibt er, eine Geschichte, die sich in gleicher Weise an das Auge und das Ohr wendet; dann fordere man die Schüler auf, das Erzählte niederzuschreiben; man kann auf diese Weise leicht in Erfahrung bringen, ob die Schüler die dargestellten Bilder mit dem Gesicht oder mit dem Gehör erfaßt haben. Eines Tages forderte ich Schüler der fünften Klasse auf, ein Pferd zu schildern. B., ein Sehschüler, sieht ganz genau das Pferd seines Oheims, wie wenn er es dicht vor Augen hätte. Er beschreibt sofort die Farbe des Tieres, die Form der Mähne, den Schweif und vergißt nicht, zu erwähnen, daß dem Tiere der Schweif vor einigen Tagen gekürzt worden ist. M. dagegen, ein Hörschüler, weist darauf hin, daß das Pferd ausschlägt, wiehert, schnaubt, daß man, um es zu lenfen, mit der Peitsche knallen und Ho! und Hü! rufen muß. Die Klasse der Sehschüler ist weit größer als die Klasse der Hörschüler; aber es gibt auch gemischte Typen, die die Dinge ringsum mit den Augen und mit den Ohren zugleich wahrnehmen. Schüler dieser Art zeichnen sich in der Schule ganz besonders aus, weil sie ihre „ Energien" gleichmäßig verteilen. Der Richter in der Tretmühle. Einem englischen Richter, der sich von der Zwangsarbeit der Zuchthaussträflinge einen klaren Begriff machen wollte, ist jüngst ein unangenehmes Abenteuer passiert. Man weiß, daß in den englischen Strafanstalten noch oft die sogenannte Tretmühle zur Anwendung kommt. Der Gefangene wird in einen großen leeren Zylinder gesetzt und muß sich mit diesem drehen wie das Eichhörnchen im Käfia. Bor kurzem, so erzählt der Berliner Börsen- Courier, geschah es nun, daß der Oberrichter Platt sich von dieser Strafe, zu der er schon so viele Leute verurteilt hatte, eine konkrete Vorstellung machen wollte. Er kletterte in die Tretmühle und ersuchte einen Gefängniswärter, die Maschine in Bewegung zu setzen. Das Rad begann sich zu drehen, und der Richter machte die größten Anstrengungen, die Stufen, die er bet den raschen Umdrehungen zu sehen glaubte, hinanzuklettern, blieb aber zu seinem Leidwesen immer auf demselben Fleck. Nachdem er sich etwa eine minute lang dieser harten und nicht besonders angenehmen Arbeit hingegeben hatte, befahl er dem Beamten, die Maschine zum Stillstand zu beingen. Man kann sich vorstellen, wie erstaunt und entsetzt der Richter war, als er die Antwort erhielt:„ Es ist unmöglich, Sie können nicht sofort wieder hinaussteigen, da ich die Maschine für 20 Minuten, die vom Gesetz vorgesehene fürzeste Torturfrist, eingestellt habe." Der arme Richter mußte infolgedessen noch weitere 19 Minuten das Eichhörnchen spielen. Die Gafthofsbefiker an die Selbstmordkandidaten. Die Gasthofsbesitzer Deutschlands haben sich zu einer Bitte an die Selbstmordkandidaten entschlossen. Sie wünschen, daß diese sich nicht gerade die Gasthöfe zu Schaupläben ihres Endes wählen und den Hotelbesibern ebenso wie den Gästen Unannehmlichkeiten bereiten möchten. Die Bitte ist im Zentralorgan der Gasthofsbefizer Küche und Keller" erschienen und lautet: Es ist geradezu entseblich, daß Versonen, die aus dem Leben scheiden wollen, zu diesem Zwecke ein Hotel aufsuchen und somit nicht allein die Hoteliers, sondern die Hotelgäste aufs höchste stören und beunruhigen. Ein solcher Fall wird jetzt wieder aus Berlin gemeldet Als ob es nicht stille Pläße außerhalb des Hotels genug geben würde! Es gehört eine große Rücksichtslosigkeit dazu, in dieser Weise gegen seine Mitmenschen zu verfahren. .. Wer schon durchaus aus dem Leben scheiden will, sollte Der das doch wenigstens in Ruhe und Frieden tun... Wirt erleidet, abgesehen von der Unruhe und der Belästtgung der anderen Gäste, dadurch stets einen Vermögensschaden, den er in den meisten Fällen nicht ersetzt bekommt. Sehr häufig ist in solchen Fällen ein Nachlaß gar nicht vorhanden, an den der Wirt sich halten könnte. Der Wunsch der Gasthofsbesitzer ist begreiflich. Er erinnert an einen in der Nähe der Großstadt ansässigen Gutsbesitzer, in dessen Wald sich öfter Städter erhängten. Das verursachte dem Besitzer viele Unbequemlichkeiten. Schließlich brachte er an den Rändern des Waldes Tafeln an mit der Bitte, sich einen anderen Platz für das Aufhängen zu suchen. Da= durch sollen die Selbstmordkandidaten stets anderen Sinnes geworden sein, und es soll sich dort niemand mehr aufgeknüpft haben. Das Telephoneden. Bei englischen Wahlversammlungen gibt e Diskussion, wohl aber werden Fragen an die Redner gestellt, und diese Fragen werden oft als wichtiger angesehen, als die Rede selbst. Herr A. W. Black, der liberale Kandidat für Biggleswade, der sich so unwohl fühlte, daß er das Bett hüten mußte, Iteß sich das Telephon bringen, um alle Fragen beantworten zu können. Eine Idee, die der Beachtung angehender Komödienschretber wert ist. Eine Kindertragödie. Draußen in Fünfhaus, an der Peripherie von Wien, dort, wo die Armut und der Hunger und ihre traurigste soziale Folgeerscheinung, das Kinderelend, zu Hause find, hat sich der letzte Akt der Tragödie eines kleinen, dreizehnjährigen Burschen abgespielt, wie er herzzerreißender und beklemmender nicht gedacht werden kann. Das ist ein Fall, der beweist, wie viel noch auf dem Gebiete der Kinderfürforge zu tun ist in diesem Jahrhundert, an dessen Schwelle in Desterreich die tönende Parole Für das Kind" ausgerufen wurde und so viel ehrlichen und begeisterten Anflang fand. In Fünfhaus, in der Märzstraße, wohnte- wir folgen hier einem Bericht der N. Fr. Pr.- der kleine Adolf St Sein Vater ist Deichgräber, die Mutter Wäscherin. Vater und Mutter sind tagsüber vom frühen Morgen bis zum späten Abend außer Hause beschäftigt. Noch eine ältere Schwester ist da. Sie verdient ihr färgliches Brot als Dienstmädchen. Der Knabe war sich selbst überlassen. Ein Dreizehnjähriger, den die Freiheit, des Unbeaufsichtigtseins zu kleinen Streichen verleitete. Er besuchte nicht die Schule wurde ein Schulschwänzer, so daß der Vater von dem Lehrer in die Schule gerufen wurde, um auf das Kind einzuwirfen. Da seßte es Ermahnungen und Schläge und strenge Strafen ab. Aber der Erfolg war nicht durchgreifend. Umsoweniger, als das Kind Mangel litt. In seinen freien Stunden verdingte es sich einer Kohlenhändlerin, die im selben Hause etabliert ist, als Kohlenträger. Mitunter erhielt der Junge bei den Parteien, denen er die Kohle zubrachte, einige Heller Trinkgeld. Leider kam es dazu, daß er diese winzigen Geldbeträge als Trinkgeld im wörtlichsten Sinne des Wortes benüßte. Er kaufte sich Branntwein, und heute erzählen die Parteien, daß sie ihn wiederholt am Abend trunken nach Hause kommen gesehen hätten; in der Küche der elterlichen Wohnung habe er dann seinen Rausch ausgeschlafen. Montag nachmittag hat der kleine Adolf S. elnen Selbstmord begangen. Er hat eine Schnur am Türstock befestigt und sich in aufrechter Stellung erhängt. Das Kind hat mit einer staunenswerten Energie den Kopf selbst in die Schlinge gesteckt und die Schnur dann zugezogen. Wiederbelebungsversuche sind erfolglos geblieben. Man fand bei der Leiche einen Zettel, der für das Motiv des Selbstmordes merkwürdige Umstände angibt. Dieser Zettel hatte folgenden, unorthographisch geschriebenen Inhalt: ,, Liebe Mutter! Mich gefreut das Leben nicht mehr. Ich begehe einen Selbstmord. Weil mich die Kohlenhändlerin einen Dieb erklärt. Gruß an Vater und Mutter. Adolf." Die Kohlenhändlerin stellt in Abrede, daß sie den Knaben beschimpft habe. Sie erzählt aber, daß er vor einiger Zeit, als er ausgeschickt worden war, Kohlen auszutragen, ohne Geld zurückgekommen sei, troßdem ihm die Parteien gezahlt hätten. Die Händlerin will dem Knaben nur Vorwürfe gemacht haben, sie hätte ihn aber, wie sie ausdrücklich hinzufügt, in ihrem Dienst behalten. Nach einem Streit mit seiner Dienstgeberin ging der Knabe in die elterliche Wohnung und beging in der Küche den Selbstmord. Die Küchentür hatte er abgesperrt. Drabtnachrichten und Deaestes. Romreise des Reichskanzlers. Mailand, 11. Januar. Nach Informationen aus best unterrichteten Kretsen ist die wegen des römischen Kabis nettswechsels verschobene Romreise des deutschen Reichsfanzlers nunmehr bestimmt auf die nächsten Osterferien festgesetzt. Chilifalpeter statt Vichsalz. Frankenthal, 11. Januar. In Dannstadt nahm det Stallknecht Gg. Geiger versehentlich zur Fütterung Chilisalpeter statt Viehfalz, sodaß 18 Tiere vergiftet wurden. Ein Teil der Tiere ist eingegangen. Zwei Polizeibeamte von Banditen getötet. Posen, 11. Januar. In Czenstochau wurden zwei aus Bosen stammende Polizeibeamte von Banditen durch zahl reiche Revolverschüsse getötet. Die Mörder nahmen ihren Opfern Uhren und Revolver ab und entkamen. Liebestragödie. Hamburg, 11. Januar. In Osdorf bei Altona er schoß gestern nachmittag der 51jährige Fuhrmann John Ennerstedt seine Schwägerin und dann sich selbst. Beide sollen ein Liebesverhältnis unterhalten haben. Vom Zuge erfaßt nnd tödlich verlegt. Essen, 11. Januar. Gestern nachmittag wurde ein auf dem Bahnsteig stehender Fahrgast von der Maschine cines einfahrenden Zuges gefaßt und lebensgefährlich verIcht. Der Betreffende hatte eine Fahrkarte Essen- Frankfurt und ist ein Fabrikarbeiter Ludwig Herchenhahn aus Oberelsbach. Er kam alsbald ins hiesige Krankenhaus, wo er hoffnungslos darniederliegt. Selbstmord einer Irrfinnigen. Altenbornbach,( Rheinpfalz), 11. Januar. Eine durch den rasch nacheinander erfolgten Tod ihres Mannes und Sohnes trübsinnig gewordene Bäuerin gab ihren Verwandten ihr Geld, verbrannte ihre Habseligkeiten und tötete sich dann durch Beilhiebe auf den Kopf. Zugentgleisung. Beuthen, 11. Januar. Amtliche Meldung. Gestern abend gegen 8 Uhr entgleisten auf dem hiesigen Bahnhof von dem einfahrenden Güterzug 9404 zwölf Wagen. Hiervon wurden sieben Wagen zertrümmert und drei stark und zwei leicht beschädigt. Ein Bugschaffner wurde leicht berleßt. Der Materialschaden ist erheblich. Tödlicher Absturz in den Bergen. Freiburg,( Schweiz), 11. Januar. Bei der Rückkehr von einem Aufstieg auf den Moleson in den Voralpen stürzte der aus Berlin gebürtige Buchdruckergehilfe Robert Franselau ab. Im Hospital zu Riaz ist er seinen Ver legungen erlegen. Unter Erdmaßen begraben. Prag, 11. Januar. Bei Saaz stürzte gestern in einer tief gelegenen Sandgrube infolge Untergrabung die ganze obere Erdschicht ein. Dadurch wurden die in der Sandgrube beschäftigten Arbeiter, deren Zahl bisher noch nicht festgestellt ist, unter den Erdmassen begraben. Bis zum Abend gelang es der Feuerwehr und der Polizei, einen 70jährigen Arbeiter als Leiche auszugraben. Eine ganze Familie verbrannt. Lisburn,( Irland), 11. Januar. Im Hause eines Laternenanzünders brach Feuer aus. Mann, Frau und vier Kinder verbrannten. Pariser Bluttaten. Paris, 11. Januar. Die 22jährige Portiersfrau eines Hauses im Quartier Batignolles, Witwe Caillaud, wurde gestern früh im Hausflur erdrosselt aufgefunden. Der unbekannte Täter hatte der Frau die von ihr einkassieten Mieten im Werte von 3000 Francs geraubt. Eine zweite Mordtat wurde an der 55jährigen Witwe Rinwulle in Neuilly bei Paris verübt. Der Leichnam der Frau, der schwere Verlegungen an Etirn und Brust aufwies, murde vor ihrem Hause aufgefunden. Man stellte fest, daß die Frau abends ihren Sohn nach der Bahn begleitet hatte und allein Heimgekehrt war. Bwet traitenische Apachen, die der Frau gefolgt waren, werden als der Tat verdächtig gesucht. Barschaft und Schmucksachen der Frau fehlen.- Im Stadtviertel Batignolles feuerte gestern vormittag ein funger Mann namens Rocher auf offener Straße auf seine Begleiterin, die 25jährige Buchhalterin Gertrud Hubert, zwei Schüsse ab und verletzte sie schwer am Kopf. Darauf jagte er sich selbst eine Kugel in den Kopf. Aller Wahrscheinlichkeit nach war Eifersucht das Motiv der Tat. Handel und Verkehr. Frankfurt, 10. Januar. Viehmarktvreise vom 10. Ja muar. Breise für 1 Bentner: Rinder: Ochsen: a) vollfleifchine ausgemäftete höchsten Schlachtwertes höchftens 6 Jahre alt ( Lebendgewicht) 43-46 MP.,( Schlachtgewicht) 77-85 m., b) iunge fleischige, nicht ausgemäftet und ältere ausnemäftete ( Lebendgewicht) 38-42 m.,( Schiachtgewicht) 64-77 mf., c) mäßig genährte iunae, aut nenährte ältere( Lebendgewicht) 35 bis 37 Mr.,( Schlachtgewicht) 69-73. Buffen: a) vollfleischiae, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes( Leben gewicht) 39-41 Mart,( Schlachtgewicht) 67-69 Mr., b) vollfleischige jüngere ( Lebendgewicht) 35-38 Mart,( Schlachtgewicht) 60-64 Mark. Färfen und Kühe a) vollfleischige, ausgemäftete Färfen böchften Schlachtwertes( Lebendgewicht) 36-41 m.,( Schlachtgewicht) 68-77 Mr., b) voflfleischige ausgemäftete Kübe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jabren( Lebendgewicht) 34-40 mt.,( Schlachtgewicht) 65-70 m., c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kübe und Färfen( Lebendaewicht) 26 bis 33 Mr.,( Schlachtgewicht) 52-64 m., d) mäßia aenährte Kühe und Färfen( Lebendaewicht) 20-26 mr.,( Schlachtgewicht) 41-49 Mf., e) gering genährte Kübe u. Färfen( Lebendaewicht) 14-19 Mr.,( Schlachtgewicht) 33-39 Mf., a) feinste Maft( Bollm.) Maft) u. beite Saugfälber( Lebendgem.00-00 mt.,( Schlachtgew.) 00-00 Mr., b) mittlere Mast und gute Saugfälber( Lebendgewicht) 45-50 Mt.,( Schlachtgewicht) 83-90 Mr., c) geringe Saugfälber( Lebendgewicht) 52-56 mr.,( Schlachtgewicht) 86 bis 94 Mr. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Maftbammel ( Lebendaewicht) 29-32 m.,( Schlachtgewicht) 72-74 Mr., b) ältere Mastbämmel und gut genährte Schafe( Lebendgewicht) 26-28 m.,( Schlachtgewicht) 65-68 Mr., c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merafchafe)( Lebendgewicht) 17-20 Mr., ( Schlachtgewicht) 42-48 Mr., a) vollfleischige Schweine über 28tr. ( Lebendgewicht) 58-60 Mart,( Schlachtgewicht 74-76 Mart b) vollfleischige Schweine bis au 2 Zentner( Lebendgewicht) 58-60 Mr.,( Schlachtaew.) 74-77 Mr., c) fleischige Schweine ( Lebendaewicht) 58.50-60 mt.,( Schlachtgericht) 74-76 Mr. Nr. Sie er tehlen höhere Milchpreise und erwerben neue Kundschaft, wenn Ste Kuchler's hygienische Milch- Audschank- Apparate benüßen. Ausführung, billigste Preise. - Feinste Katalog und Referenzen gerne gratis durch G. Kuchler, München 47, Marsstraße 39. Friedberger Frühjahrs- Pferdemarkt findet Dienstag, den 8. u. Mittwoch, den 9. Febr. 1910 statt. Dienstag, den 8. Februor findet Prämiierung selbstgezüchteter Fohlen seitens des Landw. Kammer Ausschusses flatt und werden hierzu ansehnliche Beiträge bewilligt. Millwoch, den 9. Februar Vieh- und Krämer- Markt. Zur Be agung unserer Pferdeställe wolle man sich rechtzeitig an das unterzeichnete Komite wenden. Futter und Streu wird zu ermähigten Preisen abgegeben. Am 9. Februar, nachmittags 4 Uhr, Verlosung von 6 schönen Arbeits- Pferden ( auf dem Markte angekauft) sowie von sonstigen Haus. und landw. Gegenständen, im ganzen 200 Gewinne. Das Pferdemarkt- Komité. Neues Stadt- Theater Giessen. Direktion: Hermann Steingoetter. Wegen Krankheitsfalles wird ge= geben statt Flottenmanöver Mittwoch, den 12 Jan. 1910. Abends 7 Uhr. 11. Mittwoch- Abonn.- Vorstellung Der Jelige Coupinel Schwant in 3 Akten von Alexander Bisson. Anfang 7 Uhr. Ende 9 Uhr Suche zum 15. Januar od. 1. Februar ein ordentliches Mädchen bom Lande, im Alter von 16-17 Jahren. Frau Julius Stern, Wieseck, Giepenerstr. 143. Mövl. Zimmer zu vermieten. Walltorstr. 67 II. Wer Geld braucht zu 3½ 4, 5% auf Schuldsch., Wechsel, Hypth., We tpapiere 2c auch Ratenabjahlg. schreibe fof. a. P. Bleier, Berlin D. 34. Rückporto. Bezug fit Ent ** u. a. den nitätsrat merzienrat rückgekehrt. ** ** manza Finanzlag nachmittag statt. ** --Bruchleidende- Mein Bruchband ,, Ideal" ohne Feder, eigenes System, auch bei Nacht tragbar, bietet die grösste Erleichterung und hält unter Garantie jeden Bruch zurück. Leib- und Vorfallbinden, Geradehalter, Gummistrümpfe usw. Bin wieder selbst mit Mustern anwesend in Giessen, Freitag, den 14. Januar von 2-5 Uhr im Hotel„ Kobel“. Bandag. Spezialist Eugen Frei, Stuttgart, Vogelsangstrasse 41. Rheinweine Eigene Gewächse bester und allerbester Weinbergslagen versendet in Fässern von 25 Ltr. u. in Kisten v. 12 Fl. an Paul Christian Saalwächter Weingutsbesitzer, NIEDER- INGELHEIM a. Rh. Epezialität: Ingelheimer Rotweine. Bekanntmachung. Adolf Best, dahier Walltorstraße 67 II., hat die Konzession als Dienstmann mit der Nr. 24 erhalten. Gießen, den 10. Januar 1910. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Pfeffer. Wo Sie beute binsehen, finden Sie das seit Jahren benützte Pilo, ein Zeichen. dass sich dasselbe als die vorzüglichste Schubcrême allgemeiner Beliebtheit erfreut. Arbeitsnachweis der Stadt( Gieße. Asterweg Nr. 9. Telephon 95. Unentgeltliche Arbeitsvermittelung 12. Januar 1910. Es tönnen eingestellt werden: 1. Wagner, 1 Schneider, 2 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Tapezierer und Polsterer, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 Bureaugehilfe, 2 Maurer, 2 Weißbinder, 1 Bäcker, 2 Spengler, 1 Schmied, 3 Tapezierer und Polsterer, zwei Wagner, 5 Bauschlosser, 1 Maschinenschlosser, 1 Gisendreher, 3 Hausburschen, 15 Arbeiter, 5 Lauffrauen, ein Laufmädchen, 1 Haushälter in, 3 Dienstmädchen, 4 Schreiner Lehrlinge: 1 Kaufmann. Die Marktpreise für Bich und Frucht und die Gießener Fleisch- u. Brotpreise am 10. Januar. Höchste Schlachtvtehpretse in Frankfurt a. M. " Fleischpreise in Steken Ochsen Kälber Schweine do. 50 kg Schlachtgewicht 43-46 m 1 kg 76-84 fg. 52-56 f. 58-60" do. 72-76 do. " Weizen 100 kg Roggen 100 kg 23.75 m. 17.25-17.50 m. 80-96 Brotpreise in tel ex Weißbrot 2 kg 62', Schwarzbrot2 kg 54 Rf. Getreidepreise in Mannheim Frankfurter Intimes Theater kommt. Dir. Walié. So viel sparen Sie wenn Sie von jetzt an morgens und nachmittags nur noch Kathreiners Malzkaffee trinken. Unentbehrlich für jede familie! Underberg Boongkop" Mung Bittan HUndo Arent 44x4 Fabrikzeichen Underberg Boonekamp Semper idem, Fabrikation alleiniges Geheimniss der Firma: HUNDERBERG- ALBRECHT Hoflieferant Sainer Majestät des Kaisers und Königs Wilheim II. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Gegr. 1846. Anerkannt bester Bitterlikör! Man verlange 24 Preis- Medaillen! audroklich: Underberg- Boonekamp. Sparsame Frauen, Stricket nurSternwolle Orangestern feinste Sternwollen Blaustern Rotstern Violetstern Grünstern Braunstern hochfeine Sternwollen beste Konsum- Sternwollen Strümpfe und Socken aus Sternwolle sind die billigsten, weil an Haltbarkeit imTragen unübertroffen! Reklame- Plakate auf Wunsch gratis! Morddeutsche Wollkämmerel& Kammgarnspinnerel, Altona- Bahrenfeld. Nicht leuer. Rabenschwarz glänzend Kavalier gefährlich, Erhält das Leder jedes Schuhwerk. weich und gefchmeidig. Holzversteigerung Donnerstag, den 13. an. 1910 vormittags 9½½ lbr werden in den Waldungen der Start Gießen in de Distrikten Lache, Stein: eutsche, Platte und Försters. brunnen versteigert: 280,5 Rmtr. Buchen- Scheitholz Hainbuchen- Rundscheitholz Voll. tändig gefahrlos. 11 Eichen Scheitholz HANSA Puddingpulver ist das Beste! Nährmittel- Fabrik ,, Hansa" Hamburg. Für 50, Hansa"-Düten erhalten Sie eine Dose ff. Kakes gratis. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, den 17. Jan. 1910, vorm. 9 Uhr werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Distrikt Haugelstein versteigert: 104 Fichtenderbstangen m. 10,24 fm 157,1 Rm Buchenscheitholz " Buchen Knüppelholz Buchen- Stockholz " 102 " 15,6 Eichen" 90,5 Buchenknüppelholz " 97,8 If 74 Eichenknüppelholz 11 8 " Eichen" 43,9 " 54,4 Buchen: Stockholz Eichen- Stockholz 41,7 " 17.3 " Eichen2830 Wellen Buchen- Reisig 12.0 Eichen" " 870 Linden= " 20 " Fichten" Enthält nur feinfte Wachle und reines Terpentinöl. Anerkannt bester und bewähr tester Lederputz der Welt! 2760 Wellen Buchen- Resig 1500 Elden- Retfig Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 9. Schneise. Gießen, 5. Jan. 1910. Broßh. Bürgermeisteret. Keller. Stottern. 5 Lispela, schwere Zunge heilt Dir. F. Baum, Darmstadt, Bismarckfraße 48. Empfohlen durch die oberste Schulbehörde, da ich den Kursus der Schulen in Darmstadt leitete. Die Zuſammenkunft ist auf der Straße nach Daubringen am Hangelsteiner Steinbruch. Großh. Bürgermeister et Gießen. liberd feine M welcher a Den Jah zert. Der Bei der mitglieder Hofmann ** eine Ein Mart un Kreise tr Ausgaben Mart, für gabt. ** sten Zeit Großherz Der betr Schult h Münzen falls thr fügung g ringes A Stempel mehr un daß un Gut& fen, fo ( ja gera es ist f dieser G Gebender geistiges entfalten Mainische und Unte bandsthed hinaus, ungen zu lungen fi ficht auf unjeren Pflege u ste und die hierd für unser Gießen, den 10. Januar 1910. Auch tors He teide Ziele. fich zu ichen S in im Strebe Jahre Jahre. auch the zirfen, gerichtet bandes, über 10 einen i in Gieß J. V.: Keller. Alte Bücher auf den Dachböden nachsehen) kauft Max Krahmer, Giessen, Ludwigstrasse 6. Bollständige Kursus in Giessen. Transmission Weftanlage 5 III. Jahres- Knechte und Viehwärter, ausgewählte, ver= mittelt reell u. sehr bill g überallhin Theodor Riebenstahl, Gesindevermieter, Gr. Hamburger ftrage 16 3irfa 80 Ferkel u. Läuferschweine abzugeben. Hof Fortsach. Mist Brake Nr 80. zu verkaufen. Licher ftraße Wellen, 3 Riemenscheiben u. 4 Lager biülg zu berfaufer.. Mål eres in der Expedition d. Bl. Stein's Garten Berg- und Gartenstrasse. Mittagstisch in und ausser Abonnement. Düngemittel. Tüchtige Reisende gegen hohe Provisio a suchen Röber& Co. Düngemittel- Gesells aft m. b. 5. Frankfurt a.., Mittelweg 27. Adressen- 100 r. 8 Mr. Verd. Karl Bornhagen, Hamburg 22. Arbeit im Hause, bet Frankfurter Intimes Theater kommt. Dir.: Wallé. Schip lat nun ein Der Juh bom 5 pinel fo ihm an der Pr rechtmäß beide nicht, di und ein und Verstorbe pinel un wohl ta felungen find unf Curt 1100 Ganz ne und Ed Ausdruck machen Daub Starl