Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Ertrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83.-Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 133. - Bekanntmachung. 1 Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Dienstag, 11. Oktober 1910 Amtliche Bekanntmachungen. Das bereits am 1. Oktober d. J. fällige Heugrasgeld von den städtischen Wiesen 2c vom Rechnungsjahre 1910 fann innerhalb 8 Tagen noch ohne Mahnkosten bezahlt werden. Gießen, den 7. Oftober 1910. Stadtkasse Gießen. Mäser. Bekanntmachung. Die unterm 21. September 1910 angeordnete Sperre der Sandgasse von der Neustadt bis an das Gail'sche Spribenhaus wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 3. Oktober 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. des Die unterm 8. August 1910 angeordnete Sperre Großen Steinweges und des Eichwegs wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 3. Oktober 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Bevolution in Portugal. Die erste genauere Schilderung des Ausbruches der Sie beschreibt die Revolution liegt nunmehr vor. Vorgänge in Lissabon folgendermaßen: Die Revolution war selbst dem Ausschuß der republikanischen Partei überrasch end gekommen. Die große Masse der Bevölkerung war apathisch und nahm nur geringen Anteil an den Kämpfen, die hauptsächlich zwischen den treu gebliebenen und den auf= rührerischen Truppen stattgefunden haben. Die treu gebliebenen Truppen, besonders die Munizipalgarden, hatten sich 30 Sunden lang mit bemerkenswerter Bravour geschlagen, obschon sie in der Minderzahl gewesen sind und ihnen die Zuversicht durch den Mangel an Enthusiasmus seitens der Offiziere genommen wurde. Viele von den Offizieren hatten im geheimen mit den Republikanern sympathisiert, bis sich die große Masse der Truppen den Republikanern anschloß. Die Regierung war durch den Ausbruch vollstän big überrascht worden. Der Aufstand am Montag war zuerst unterdrückt worden. Die Aufrührer begaben sich dann in die Artilleriefasernen. Die Artilleristen hatten infolgedessen gemeutert, ihre Offiziere gefangen gefeßt, an die Bevölkerung Gewehre verteilt und sich mit vier Feldgeschüßen in einer beherrschenden Stellung nach einem von den Revolutionären im voraus entworfenen Plan festgesetzt. Auch die anderen Truppen seien sodann zu den Meuterern übergegangen, bevor die Regierung imstande war, die Aufstellung der Munizipalgarden zu vollenden. Der Kommandant von Lissabon und viele Offiziere befanden sich zurzeit des Ausbruches der Revolution außerhalb Lissabons in Cascaß und der König gab dem fünftigen brasilianischen Präfidenten, Marschall da Fonseca, ein Bankett. Das vermehrte die Verwirrung und die Unsicherheit in den royalistischen Truppenteilen. Inzwischen waren die Offiziere der Flotte an Land gekommen, hatten sich mit Droschkenpferden beritten gemacht, waren durch die Royalisten gesprengt und hatten die Führung der aufständischen Truppen übernommen, die bis dahin von Rebellen befehligt waren. Das Feuergefecht dauerte die ganze Nacht vom Montag bis Dienstag hindurch. Mit Tagesanbruch rückte das Grös der Aufrührer auf Necessidades( das Königliche Schloß), wurde aber dort von dem Feuer der Maschinengewehre und einer Inunter fanteriebrigade empfangen und floh in Unordnung Zurücklassung vieler Gefangener. Mit Sonnenaufgang hiß ten Seeleute auf der Marinekaserne die republikanische Flaggegen ge. Verschiedene Abteilungen rückten zum Kampfe die Besaßung des Palastes aus. Gleichzeitig hißten drei Kriegsschiffe die republikanische Flagge und feuerten Salut. An Bord des Artillerieſchulschiffes„ Dom Fernando" entspann sich ein heftiger Kampf, der damit endete, daß die Flagge des Aufrührers zeitweilig wieder niedergeholt wurDie in Händen der Aufrührer befindlichen Kreuzer „ Sao Rafael" und„ Adamastor" legten sich mit den Breitseiten vor das Flaggschiff„ Dom Carlos", das noch die lönigliche Flagge führte, aber feinen Schuß auf die beque men Zielscheiben abgab. Die Kreuzer fuhren dann nach Alcantara und eröffneten das Feuer gegen den Palast. Der zweite Schuß riß die fönigliche Standarte herunter, de. an= bere verfehlten das Ziel. Die Kreuzer bombardierten dann die Gebäude des Kriegs- und Marineministeriums, wobei mehrere Beamte an den Schreibtischen, einige Munizipalgardisten und viele Zuschauer getötet wurden. Inzwischen brachten die fönigtreuen Truppen Feldgeschütze auf den Dom Pedroplak. Zwei Schüsse schlugen unter den Be= dienungsmannschaften des Kreuzers„ Sao Rafael" ein, der sich darauf sofort zurückzog. Jeßt bombardierte das stärkere Schwesterschiff die Zitadelle Sao Jorge, und obgleich das Bombardement nur eine geringe Wirkung hatte, holte die starke Besatzung der Zitadelle die lönigliche Flagge nieder und hißte die republikanische. Inzwischen hatte auf den Straßen der Stadt ein heftiger Artilleriekampf zwischen den fönigstreuen und den revolutionären Truppen stattgefun den, wobei ein Hotel in der Avenida Liberdade ernstlich beschädigt wurde. Die königstreuen Truppen waren im ganzen erfolgreich und benutzten die Dunkelheit, um ihre Stellung noch zu verstärken. Der Artilleriekampf dauerte bis zum Morgen des Mittwoch. Mit der Wegnahme des Bekanntmachung. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pig.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. 21. Jahrg. Ausführung( Eigentumsübergang) den 15. Oktober 1910 und überweise hiermit mit Wirkung von diesem Tage den Die unterm 30. September 1910 angeordnete Sperre Beteiligten die neuen Grundstücke. der Krosdorferstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 6. Oftober 1910. Die Ueberweisung eriolgt unter folgenden BedingunGroßh. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. Die unterm 20. Juli 1. Js. angeordnete Sperre Hammstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 6. Oktober 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. der Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Oppenrod. Mit Entschließung vom 4. Oftober 1910 hat Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, den Zuteilungsplan von Oppenrod und der aus den Nachbargemarfungen zugezogenen Teile auf Grund von Artikel 36 des Feldbereinigungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Juli 1906 für vollziehbar erklärt. Ich bestimme nunmehr als Zeitpunkt der ver= Flaggschiffes„ Dom Carlos" war der Sieg der Republik auf der See entschieden. Die Mannschaft hatte die ganze Nacht hindurch verzweifelt gefämpft, bis die letzte Granate Am Mittwoch hißten mit Tagesanbruch auch schossen war. die übrig gebliebenen Forts die weiße Flagge und ent= mutigten dadurch die königstreuen Truppen. Zuerst ergaben sich die Festungsabteilungen und dann die übrigen Bataillone, mit Ausnahme der Munizipalgarden, die in Massen fielen, weil sie sich nicht ergeben wollten. Der Rest der Garde leistete verzweifelten Widerstand auf dem Camdes= plaße, wo die Garde 50 Minuten lang dem Feuer der Ma' schinengewehre standhielt. Aber die Stellung wurde unhaltbar und schließlich mußte sie sich doch ergeben. Eme halbe Stunde später wurde die Republik ausgerufen. Der Herzog von Oporto, der sich inseiner Villa befand, hatte zu Beginn der Revolution ein Telegramm nach England gesandt, in dem er um die Entsendung von Kriegsschiffen bat. Da das Kabel aber durchschnitten war, so mußte die Depesche von einem Schiff aus mittelst Funkentelegraphie befördert werden. * Von den Mächten wird kein Einspruch gegen die Erhebung Portugals zur Republik zu erwarten sein; es wird den Staatskanzleien eben nichts anderes übrig bleiben, die vollzogene Tatsache anzuerkennen. Vorläufig wird man jedoch mit einer Antwort auf die amtliche Notifikation von der Proklamierung sich nicht sonderlich beeilen, sondern die weitere Entwickelung der Dinge abwarten. Einige Mächte haben sich darauf beschränkt, für ihre Staatsangehörigen in Portugal Maßregeln dergestalt zu treffen, daß man ein Kriegsschiff nach Lissabon entsandt hat, um im Falle der Not die Staatsangehörigen zu schüßen. Bisher hat sich dies aber nicht als notwendig erwiesen, und weitere Maßnah men dürften auch nicht erfolgen. Von deutscher Seite ist in dieser Hinsicht bisher noch nichts geschehen, nicht etwa, weil man im Auswärtigen Amt wieder einmal etwas versäumt hat, sondern weil man es nach dem bisherigen Gang der Dinge für überflüssig erachtet, einzugreifen, zumal wir feinerlei politische Interessen in Portugal zu vertreten haben. Am meisten in Frage kommt natürlich England, bei seinen engen Beziehungen zu Portugal, aber auch von dieser Seite dürfte wohl faum etwas geschehen, da man von der neuen Regierung ausdrücklich Garantien erhalten hat, daß man in vollem Umfang die von dem früheren Regime eingegangenen Verpflichtungen als bindend auch für sich betrachten wolle. Von englischer Seite wird auf das entschiedenste in Abrede gestellt, daß man den Gang der Din ge vorausgewußt und irgendwie Beziehungen zu den Verschwörern unterhalten habe. An und für sich mag das ja richtig sein, die Regierung wird sich offiziell mit solchen Dingen nicht befaßt haben, aber vieles spricht unbedingt dafür, daß man an der Themse sehr wohl gewußt hat, wie die Dinge stehen, und sich darauf beizeiten eingerichtet hat. Ruhe und Ordnung sind in Lissabon jest wieder völlig hergestellt und gesichert. Sämtliche Geschäfte sind ge= öffnet und auch die elektrischen Bahnen verkehren wieder, so daß von der Revolution nichts mehr zu bemerken wäre, wenn man nicht den Jubel der Bevölkerung hörte und die zahllosen grün- roten Fahnen der Republik sähe. Der Polizeidienst wird noch durch die Truppen in geradezu vorbildlicher Weise erledigt. Die Geschäftsleute haben das Vertrauen, daß das neue Regime Ersprießliches leisten wird, da augenscheinlich mit weiser Mäßigung vorgegangen wird. eine Kommission ins Die provisorische Regierung beschloß, Ausland zu senden, um den anderen Mächten die Einsetzung der Republik anzuzeigen; sie besteht aus Joao Chagas, Jose Relvas und Maghelan Lima und wird ehestens abreisen. Das Programm der Regierung enthält u. a. folgende Punkte: Trennung von Staat und Kirche, Verteidigung zu Wasser und zu Lande, Justizreform, Dezentralisierung der Verwaltung, Reform der Kolonialverwaltung, Schulzwang, Auflösung der Kongregationen. Entgegen allen Gerüchten besteht keine Gefahr einer Einmischung des Auslandes oder einer Gegenrevolution, da bis auf unbedeutende Reste die Truppen zur Republik übergegangen sind. Trotzdem wurde der Belagerungszustand erst am Sonntag aufgehoben. Nachts werden alle wichtigen Straßen noch gesperrt. gen: 1. Meliorationsarbeiten fönnen auf den neuen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden; eine 2. die beteiligten Grundeigentümer müssen sich Veränderung der Zuteilung gefallen lassen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen, Gräben u. dergl. innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden. Ein hierzu bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bezw. zugeschrieben. Friedberg, den 5. Oktober 1910. Der Großh. Feldbereinigungskommissär: Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Oekonomen Wilhelm Kiz dahier Marburgerstraße 77, ist die Rotlausseuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 8. Oktober 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. * Lissabon, 10. Oftober. Kein Teil der Hauptstadt, außer der Avenida de Liberdode und dem Plaße Dom Pedro, hat durch die Kämpfe gelitten; an diesen beiden Punkten wurden die Gebäude von Geschossen getroffen. Die Beschädigungen der durch die Revolution verursachten materiellen Schäden sind also nicht so groß, wie man sie sich im Auslande vorgestellt hat. Der Kampf war über- haupt auf wenige Stellen beschränkt. * Lissabon, 10. Oft. Die Stimmung gegen die Kongregation ist sehr gereizt. Aus einem Fenster des hiesigen Jesuitenklosters wurde auf vorübergehende Polytechnifer und Seeleute eine Bombe geworfen. Zwei Matrosen wurden getötet, einer verwundet. Herzueilende Soldaten wurden mit Schüssen empfangen. Ein sofort von ihnen auf das Kloster eröffnetes Feuer dauerte mehrere Stunden. Zahlreiche Soldaten wurden verletzt; mehrere Jesuiten wurden schwer verwundet, einer getötet. Der Marquis de Pembal wurde verhaftet unter der Anklage, Ordensgeistliche und Waffen in seiner Wohnung versteckt gehalten zu haben. In das Frauenkloster Trenas verschaffte sich das Volk Eingang; 150 Schwestern versuchten Widerstand zu leisten. Im Tumult wurden 12 Nommen leicht verwundet; sie wurden in das Militärkrankenhaus gebracht, die übrigen Nonnen in Wagen weggeführt, man weiß nicht wohin. Das Kloster wurde von Militär besetzt. * Lissabon, 10. Oft. Die Ausweisung der Mönche hat allerorts begonnen. Die in den flösterlichen Erziehungsanstalten untergebrachten Kinder wurden ihren Eltern zurückgegeben. Unter den Ausgewiesenen befindet sich Kardinal Metto, ein Franziskaner. Der Erzbischof von Beja hat bereits das Land verlassen. Nur wenige Kirchen in Lissabon waren gestern geöffnet. * Lissabon, 10. Oft. Es sind noch mehrere Nachrichten über Angriffe auf die Ordensniederlassungen eingelaufen. Da man fürchtet, daß sich die Angriffe verallgemeinern werden, sind Sicherheitsmaßregeln angeordnet wor= den. * Lissabon, 10. Oft. Entgegen gewissen Gerüch ten erklärte Ministerpräsident Braga, daß der Kriegs- und der Marineminister sich in voller Uebereinstimmung mit allen militärischen Streitkräften befinden. Die Zahl der bürgerlichen und der militärischen Anhänger der Republif nehme ständig zu. Meldungen aus Coimbra, Vianna und Evora, wie auch aus anderen Hauptstädten besagen, daß daselbst die Republik ausgerufen worden sei. Bisher hat sich keine Bewegung zugunsten der früheren Regierung bemerkbar gemacht. Alle Maßregeln werden ergriffen, um Ausschreitungen der Bevölkerung und des Heeres zu verhindern. Oporto, 10. Oft. Die Proklamierung der Republik erfolgte hier, nachdem die Nummer des" Diario de Governo", welche die Meldung der provisorischen Regierung Die Ruhe ist vollkommen ge= enthielt, eingetroffen war. sichert. Der ehemalige Kriegsminister, General Pimentel Pinto, der Order erhalten hatte, sich beim Hauptquartier in Lissabon zu melden, wurde verhaftet. * Gibraltar, 10. Oft. Hier flaggten die im Hafen liegenden englischen Kriegsschiffe sowie der amerikanizu sche Kreuzer„ Des Maines" und schossen Königssalut Ehren der königlichen Familie von Portugal. Der Gouverneur begab sich mit Gefolge an Bord der Jacht„ Amelia", um den König Manuel zu begrüßen. König Manuel und Amelia begaben sich später an Land und wohnten dem Got tesdienste in der Kirche bei. Das Publikum begrüßte die Herrschaften ehrerbietig. * London, 10. Oft. Es verlautet, daß hier ein Telegramm des Königs Manuel aus Gibraltar in London eingetroffen ist. Der König erklärt darin, daß die KöniginMutter, der Herzog von Oporto und er selbst wohlbehalten sind. und bei guter Gesundheit in Gibraltar eingetroffen Der König erwähnt die Revolution in dem Telegramm nicht und gibt keinerlei Andeutung seiner Zukunftspläne. In gutinformierten Kreisen glaubt man, daß er wahrscheinlich in Gibraltar bleiben wird, bis Nachrichten über die Lage in den portugiesischen Provinzen eintreffen und daß er, falls die Revolution sich über das ganze Land ausbreitet, nach England fommen wird. Im Jahre 2000. natten M un fag mal, lieber Freund, Das läßt sich leicht ausrechnen; es war bei der Taufe 1977 nir in Ein Zukunftsbild von Hugo Maro. mie biele Jahre sind eigentlich feit unf rer ießten Begegnung verflossen?" anwalt geworden. dieses Gebiet der Frau zugänglich gemacht worden, StaatsHat außergewöhnlich Die ingt 98 Das Rackerchen hat Jura studiert und ist, nachdem auch schnelle Karriere Brant: 12icht am Platze. nicht so in Unkosten stürzen!" Bräutigam: bitte, bitte " Jeden Tag schöner als das andere Gut gesagt und eins immer nein, Edgar, Du solltest Dich ein Bufett, ganz auf Deiner Seite!" Cinc Zirkusnorstellu Guter Rat. Snüpf des Begehrens Gurt Lehr Weisheit Dich das Eine schon: Bist Du nicht dumm genug für's Glück, Und übe sie im nomenland Resignationüd Sicherer Beweis. * Gibraltar, 10. Oftober. Die Jacht„ Amelia" ist, nachdem König Manuel und die übrigen Mitglieder der töniglichen Familie sich ausgeschifft hatten, nach Lissabon abgegangen, da sie Staatseigentum ist. Zur Verabschiedung waren Offiziere und Mannschaften angetreten. Man erwartet die Ankunft des italienischen Kriegsschiffes, welches die Königin- Witwe Maria und den Herzog von Oporto wahrscheinlich nach Italien bringen wird. * London, 10. Oft. Wie die Blätter melden, werden Vorbereitungen getroffen, um das Schloß Woodnorto ( Grafschaft Worcester), die Residenz des Herzogs von Orleans, für die Aufnahme des Königs Manuel und die Königin Amelia herzurichten. * Paris, 10. Ott. Aus Madrid wird gerüchtweise gemeldet, daß die Königin Amalie die Absicht habe, in Lillamanrigue bei Sevilla sich niederzulassen, wo ihre Mutter, die Gräfin von Paris, den größten Teil des Jahres weilt. Zum Barenbesuch in Friedberg. ver= nahme des Etellennachweises durch die Landarbeiter, welche von den obigen 56 Stellen allein 36 besetzten * Gekauft wurde von Weißbindermeister Schmidt und Schreinermeister Hoin ein im Besitz der Stadt Gießen befindliches Grundstück an der Stephanstraße. Der Preis stellte sich für den Quadratmeter auf 20 Mark. * Gigentumswechsel. Das Haus Kreuzplatz 9 ging für 56000 Mark in den Besitz des Drogisten von Scheidt über. tt Stadttheater. Die Novität des heutigen Abends, das dreiaftige Lustspiel„ Der große Name" von Leon und Feld ist im bergangenen Sommer in Frankfurt zum ersten Male aufgeführt worden und steht seitdem dort auf dem Spielplan. Die Frankfurter Zeitungen fonstatierten damals einmütig die geradezu begeisterte Aufnahme, die das Werk bei dem Publikum fand und in der Tat erweist das Stück sich überall als eines der mit seiner Mischung mit heitern und ernsten Szenen, mit seinem teilweise aparten Milieu burg gemacht, wo der Tee genommen wurde. Die Rücken spielt in der sich als eine der wirkſamſteu es spielt in Musikerfreisen und der letzte Aft führt direkt Erscheinungen der letzten Jahre. In Hauptrollen sind beschäftigt die Herren God, Batof, Mary und Gühne und die Damen Engel, Koch, Frl. Scholz und Frau Bühne. Am Freitag waren zur Mittagstafel geladen: Fürst Urussow, russischer Botschafter in Wien, und der Kaiserl. Russische Ministerresident Baron von Knorring, Erzellenz. Nach Tisch wurde eine Ausfahrt nach dem Kloster Arns- fahrt erfolgte über Lich, Garbenteich, Lang- Göns. Am Sonntag traf der Zar gegen 10% Uhr im Kraftwagen in Homburg v. d. H. ein, um dem Gottesdienst in der russischen Kirche beizuwohnen. Am Portal der Kirche wurde der Monarch, der sich in Begleitung seiner beiden Töchter befand, von der Kronprinzessin von Griechenland und deren ältesten Sohn empfangen. Nach Beendigung des Gottesdienstes begab sich der Zar mit der Kronprinzessin und anderen Fürstlichkeiten nach Schloß Friedrichshof, wo er gegen 12 Uhr eintraf. In einiger Entfernung folgte das Polizeiauto mit je einem russischen, französischen und Frantfurter Kriminalpolizeibeamten. Am Schloßportal erfolgte die Begrüßung der fürstlichen Gäste. Bald nach der Anfunft machten diese in Begleitung des Prinzenpaares Friedrich Karl von Hessen einen Spaziergang auf der durch den Wald, einem Ausläufer des Alttönigs, emporführenden Kaiserin Friedrich- Chaussee. Um 1 Uhr fand Frühstücksta fel auf Schloß Friedrichshof statt, an welcher nur die fürstlichen Familienmitglieder teilnahmen. Nach aufgehobener Tafel verabschiedeten sich die fürstlichen Besucher in herzlicher Weise und um halb 3 Uhr erfolgte die Rückfahrt nach Schloß Friedberg. Die Stadt Cronberg hatte einen präch= tigen Strauß Chrysanthemen für die Zarin überreichen lassen. Das Besinden der Großherzogin ist in fortschreitender Besserung begriffen. Zar und Großherzog dürften wohl noch im Laufe dieses Monats nach Mainz kommen, um das neue Heim des naturgeschichtlichen Museums in der Reichklarakirche einzuweihen. in - Die Hessische Städte- u. Gemeindeordnung. und Lumpenfortierereien inbezug auf die Eß- und Umtleider na= „ Zieht hinaus, ihr Wogen, zum Rheinesstrand, Zieht hinaus, ins schöne, ins deutsche Land!" so mächtig, daß man den Eindruck noch lange behalten wird. Nicht minder kraftvoll kam das letzte Lied„ Am Rhein ist Leben“ vom hiesigen Komponisten Lehrer Geller, zum Vortrag, das, da es sehr gefallen hatte, zweimal gesunwechslungsreich und interessant zusammengestellt, gen werden mußte. Das ganze Programm war so ab= daß auch die anderen Stimmen sehr gut zur Geltung tamen. Das Vereinsmitglied A. Winkelhate hat mit seinem Spiellied: " Lieschen, was fällt dir ein" eine allerliebste Komposition geschaffen, die es wahrlich verdient, weit in den Landen gesungen zu werden. Ich möchte behaupten, daß es bald ein allgemeines Volkslied ſein wird. Lobenswert ist es, daß neben einigen schweren Chören, wie z. B.„ Der fahrtere volkstümliche Lieder zum Vortrag tamen. Immer und ende Scolar" von Hegar,„ Isis" von Mozart, auch leich immer wieder erfreuen gerade solche das tunstliebende Publifum, wenn sie wie hier frisch und eindrucksvoll gesungen werden. Innsbruck, ich muß dich lassen" von Jüngst und „ Schlaf Kindlein" von Silcher verfehlten darum ihre Wirtung nicht. Neben den Männerchören hat das Vereins- Quartett mit seinen Sologesängen rauschenden Beifall geerntet. Alte wohlbekannte herrliche Lieder waren es, die die Herren Beckedorf, Winkelhake, Mester und Schrader harburtstag in diesem Jahre weit und breit gefeiert wurde, monisch sein erklingen ließen.„ Die Kapelle" von Kreuzer, " In einem fühlen Grunde" von Silcher, dessen 100. Ge„ Ich hört ein Vöglein pfeifen", das" Polnische Mailied" ( wieder gut von Winkelhake komponiert)," Die schöne Schäferin" vom Wiesbadener Musikdirektor Spangenberg und " Mein Schäßelein", sehr nett von Attenhofer gesetzt, all diesen Liedern zuzuhören, wird man nicht müde. Das feine reine Tenorsolo des Herrn Beckedorf: -p Gewerbliche Revisionen 1910. In den Monaten Juli, August und September wurden in GieBen revidiert: 6 Petroleumlager, auf Grund der polizeilich gestellten Bedingungen und der Verordnung vom 30. Mai 1904. Die Backsteinbrennereien, bezüglich Beschäftig= ungszeit der jugendlichen Arbeiter auf Grund der Verordnung vom 21. Februar 1910, in einem Falle wurde wegen zu früher Beschäftigung Anzeige erhoben. Biographen und Kinemathographen. 81 Verkaufsstellen, in denen Margarine, Margarinekäse oder Kunstspeisefett gewerbs mäßig vernuft wird, auf Grund des Gesezes vom 15. Juni 1897. Obst- und Backwarenverkauf auf Privatpläßen Sonntagsnachmittags nach Ladenschluß. Verschiedene Benzinund Benzollager auf Grund der gestellten Bedingungen. Die Dampfmolkerei inbezug auf Beschäftigung von Arbeiterinnen nach der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 4. Juni 1910. Die Borstenzurichtereien inbezug auf ausländische Ware auf Grund der Bekanntmachung vom 22. Oktober 1902. Die Trödler auf Grund der Verordnung vom 2. August 1899. Die Siggelegenheit für Bedienstete in den offenen Verkaufsstellen auf Grund der Bethnntmachung vom 28. November 1900. In einem Falle war nicht für genügende Sibgelegenheit gesorgt, wurde jedoch inzwischen erledigt. Die Mineralwasserfabriken inbezug auf Einrichtung und Beschaffenheit der Gerätschaften auf Grund des Nahrungsmittelgesetes vom 14. Mai 1879. Fellhandlungen deräume der Arbeiter nach§ 120 b und d der Gewerbeordnung. Dampftesselanlage der Hassia- Pneumatikwerke auf Grund der gestellten Bedingungen. Die Petroleumtankanlage und Tankwagen der Amerikanischen Petroleums- Gesellschaft und die sonstigen hier aufgestellten Petroleum Tankwagen inbezug auf die polizeilich gestellten Bedingungen. Die Zigarrenfabriken inbezug auf den Aushang über die Beschäftigung der jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen vom 1. Januar 1910; außerdem bezüglich Arbeitseinstellungen auf Grund der Abänderung des Tabatsteuergesetzes. Die Fruchteishändler inbezug auf Reinlichkeit der Geräte und des Materials. Die Gast- und Schantwirtschaften bezüglich Beschäftigung des fremden Personals, Einhaltung und Eintrag der Ruhezeiten in das zu führende Buch auf Grund der Verordnung vom 25. Jan. 1902. Die hiesigen und auswärtigen Brothändler und Bäcker auf Gewicht des Brotes und auf Namenszeichen nach der Polizeiverordnung vom 27. Juni 1907. Gegen einen hiesigen Bäcker wurde Anzeige erhoben, weil auf sämtlichem Brot das Namenszeichen fehlte. 61 Fabrikanten und Handlungen, welche Essigessenz führen und in den Verkehr bringen, auf Grund der Verordnung, betr. den Verkehr mit Essig= säure( auch Essigessenz) vom 14. Juli 1908. Die hier in Betrieb befindlichen Dampfdreschmaschinen. Die Steinbrüche inbezug auf Lagerung von Sprengstoffen nach den Be- tanntmachungen vom 30. August 1884 und 5. Aug. 1904 sowie der Verordnung den Verkehr mit Sprengstoffen betr. vom 21. Dezember 1893. 69 Milchhändler auf spezifisches Gewicht der Milch, Reinlichkeit der Gefäße und Wagen. Bei einem Händler wurde die Milch bezüglich des Gewichtes beanstandet. Eine Probe wurde demi chemischen Untersuchungsamt übergeben, welches Wasserzusatz feststellte. Anzeige gegen den Beschuldigten wurde erhoben wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgeseß. Nahrungsmittelkontrolle u. s. w. Es wurden 40 Nahrungsmittel- und Genußmittelproben sowie Verbrauchsgegenständen( Emaillefochtöpse) erhoben und dem chemischen Untersuchungsamt übergeben. Bei den Nahrungsmitteln wurden keine Anstände vorgefunden. Die Emailletöpse wurden beanstandet. Anzeige wegen Vergehen gegen das Nahrungsmittelgesetz wurde erhoben. Die Zweite Kammer wird sich bei ihrem demnächstigen Zusammentritt bekanntlich mit der Reform der Landgemeindeordnung zu beschäftigen haben. Dieser Teil Verwaltungsgeseße, deren Nichtzustandekommen bereits auf der letzten Tagung des Landtages bedauert wurde, konnte in einem Sonderausschuß soweit verabschiedet werden, daß die nunmehrige endgiltige Verabschiedung im Plenum der Zweiten Kammer bevorsteht. Die neuen Bestimmungen su chen den veränderten Verhältnissen und Bedürfnissen, mentlich der Landgemeinden, nach Möglichkeit gerecht zu werden; immerhin haben die Beschlüsse des Gesetzgebungsausschusses allgemeine Zustimmung nicht gefunden. In einer Eingabe des Lampertsheimer Ortsvorstandes wird eine Abänderung dahin verlangt, daß die obligatorische Einführung der Stätteordnung statt bei einer Seelenzahl von 10 000 erst bei 15 000 eintritt. Ein weiterer Wunsch geht dahin, daß die Bürgermeister in den Landgemeinden mit über 3000 Einwohner für die Folge nicht mehr von der Gesamtbevölkerung, sondern von dem Ortsvorstand gewählt werden. Seit Jahrzehnten geben die Bürgermeisterwahlen zu den größten Mißständen Veranlassung. Vielfach suchen die Bewerber, wenn auch durch Mittelspersonen, durch Gewährung von Freibier und Gastereien die Wähler zu gewinnen. Namentlich in den letzten Jahren mehrten sich daher die Beschwerden über die unglaublichsten Ausschreitungen, welche die Bürgermeisterwahlen im Gefolge haben. Nach Tausenden belaufen sich oft die Wahlkosten, welche einzelne Bewerber aus ihrer Tasche zu tragen haben und mancher Landbürgermeister hat seine Wahl recht teuer zu bezahlen, während auf der anderen Seite das Ehrenamt des Bürgermeisters recht geringe Einfünfte liefert. Daß diese Zustände die wirtschaftlichen Interessen der Gemeinden im Hohen Maße schädigen, liegt auf der Hand und schon öfters wurde deshalb der Wunsch laut, die Wahl der Landbürgermeister wie in den Städten in die Hände der Gemeindevertreter zu legen, auch aus dem weiteren Grunde, um den Erwählten unabhängiger von den herrschenden Ortsparteien zu machen. Die Erfüllung dieses Wunsches entzieht allerdings auf der anderen Seite der Bürgerschaft ein von Alters her bestehendes Wahlrecht und stößt diesem Grunde auf Widerspruch. Lokales. aus Gießeu, 11. Oktober 1910. ** Uebertragen wurden dem Assistenzveterinärarzt Karl Blume- Homberg a. D. die Dienstgeschäfte des Kreisveterinäramts Grünberg und dem praktischen Veterinärarzt Dr. Karl Seiß- Groß- Felda die Assistenzveterinärarztstelle in Homberg a. D. ** In den Ruhestand versetzt wurden der Lehrer an der Gemeindeschule zu Garbenteich, Heinrich Völsing und der Lehrer an der Gemeindeschule zu Schwarz, Kreis Alsfeld, Heinrich Walther. * Parlamentarisches. Der ersten Kammer der Stände ging folgende Drucksache zu: Vorstellung des Vororts des Hessischen Handelskammertages, den Entwurf eines Gesetzes über die Gemeindeumlagen betreffend. * Provinzialausschuß. Samstag, den 15. Oftober 1910, vormittags 9 Uhr beginnend, findet eine Situng des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tages- Ordnung statt: 1. Teilung der gemeinschaftlichen Gemarkung Ober- und Nieder- Rosbach. 2. Klage der Gewerkschaft„ Luse und Ilsdorf" gegen den Landwirt Karl Reiß zu Stockhausen wegen Enteignung von Gelände gemäß Artikel 131 des Berggesetzes. * Das Konzert die " Komm mit, tomm bald, Komm mit mir in den Wald, Da schwebst du über Raum und Zeit In einem Traum von Seligkeit!" Anschluß an Schule auch leber dem gr jahr 1910 mi * Frie Justizrat Land und Polizeifom ein. Als Zeu Sachen Wer Frankfurt a. D Friedberg, die gen Reichsbant, buch, welche gl Treppe zufamme fie möchte Hilfe Stelle wurden Stand des Fab hielt. Dann m Hofe der Reich ner auf seiner * Darm ftiz- und höher zehn Kandidate aus Starkenburg * Fran schäftsführenden teldeutsche des waren u. Dr. Breite Geh. Rat F Ufinger- Gi Vorsitzende feftit M. den Mitglie erhöht habe. Au Tagesordnung fo Ausbaues der bindung mit de im Verbandsgel Provinzialdiretti Vertreter der K in der Provinz die endgültige schluß nahe. J tritt der Verbar in dem Lied„ Elfenlocken im Walde" von W. Bünte darf nicht unerwähnt bleiben, der Sänger hat eine Gleichmäßigkeit, die allgemeine Bewunderung fand. Herr Taegener erfreute durch einige meisterhaft gespielte Vorträge am Flügel; die peinlichste Stille, die herrliche Akustik und solch eine Musik, wer wird da nicht den stürmenden und drängenden Alltagsgedanken entrückt. Darum Dank dem Hannoverschen Lehrergesangverein, dem wir eine fröhliche, ehrenvolle Rheinfahrt und glückliche Heimkehr wünschen. Zur * Taunus- Klub. Am Sonntag, 16. Oktober, nachm. 1½ Uhr, findet in Oberursel im Gasthaus Rose"( Vorstadt Nr. 27) die 28. ordentliche General- Bersammlung des„ Gesamt- Taunus- Klubs" statt. bis ** Einen Ausflug nach Steßen unternahm am Sonntag der Verkehrs- und Wanderverein zu Butzbach. Dant dem günstigen Wetter waren alle Teilnehmer von der Fahrt, bei welcher neben den Sehenswürdigkeiten von Gießen auch das Kloster Schiffenberg besucht wurde, auf das beste befriedigt. * Eine Anzahl von jungen Brieftauben ließ kürzlich der Gießener Brieftauben Club in dem über 100 Kilometer entfernten Northeim aufsteigen. Die Tierchen erreichten Gießen nach einem nahezu 31 ftündigen Fluge. Den ersten der ausgefeßten Preise erhtelt eine Taube von Karl Schomber Gießen. * Warnung. In Gießen treibt sich gegenwärtig ein Mann umber, welcher sich im Besitz von falschen Geldstücken befindet, worauf unsere Leser aufmerksam gemacht ſeten. o des Hannover'schen Lehrer- Gesangvereins am letzten Sonntag in der neuen Universitäts- Aula war in den weitesten Kreisen unserer Stadt und der Provinz von allen, die guten Gesang pflegen und lieben, mit großer Spannung erwartet worden. Sänger aus dem Norden, aus dem Lande, wo man das sp mit scharfem Atzent ausdrucksvoll zu sprechen gewohnt ist, hier in Gießen zu hören, war bisher eine Seltenheit. Man hat hier mehr Fühlung mit den süddeutschen Sängern; in größeren Konzerten sind die Frankfurter uns schon bekannt, bei größeren Sänger- Bundesfesten oder bei Gesangwettstreiten treten zumeist solche aus dem Rheinland, aus Hessen- Nassau, Rheinhessen, Bayern und Baden in Konkurrenz. Dankbar ist man darum, daß der Hannover'sche Lehrergesangverein auf seiner Fahri nach Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden, Rüdesheim- Bingen und Koblenz hier seinen ersten Aufenthalt genommen und ein Konzert veranstaltete, das von Anfang zu Ende den größten Beifall gefunden hat. Mächtig schollen die Akkorde dieses über 100 Mann starken Chores, sicher und rein kamen die einzelnen Lieder aus den Kehlen der Sänger, welche der Dirigent E. Taegener so meisterhaft führte. Der Gr. Musikdirektor Schmidt- Friedberg, ein sanges, sagte auf dem letzten Bundesfest des Lahntalsän alter ergrauter Praktiker auf dem Gebiete des Männergegerbundes, daß ein Männergesangverein in erster Linie gute Bässe haben muß, dann kann er auf diese etwas gutes aufbauen und an größere Werke vertrauensvoll sich heranmachen. Diese Worte treffen auf den Hannoverschen LehrerGesangverein voll und ganz zu. Ein starker, feingestimmschen Chor„ Kaiser Karl in der Johannisnacht" entfalteten schön beieinander gefunden wird; in dem schweren Hegarsich dieselben bei der Stelle: er= * Die Herberge zur Heimat vermittelte in dem September 79 Stellen, von denen 56 auf die unter 1. und 2. Baß gehört ihm an, wie er sehr selten so gelernten Arbeiter entfielen. Ganz besonders start war infolge der Kartoffel- und Rübenernte die Inanspruch D Aus Hessen und Nachbargebiet. c- Rodheim a. d. Bieber, 10. Oktober( Schulweihe). Scharenweise strömten die Bewohner von Rodheim nnd Umgegend am heutigen Nachmittag herbet, um der Weihe der neuen Schule beizuwohnen. Das heutige Schulfest wird als ein Markstein in der Geschichte unseres Dorfes bezeichnet werden müssen, denn endlich steht das große Werk aufs beste bollendet da, das unter der umsichtigen Leitung unseres Kreisbaumeisters Achenbach nach nahezu zweijähriger Bauzeit von geschickten Handwerksmeistern geschaffen wurde. " v d Lehrstellenvermit fürsorgevereinigu tel- und Kleinst von den öffen fönne. In der der Verband ei versucht werden, zuziehen. Des Bereitstellung Jahresbericht Arbeitsnachweise Korporationen. schloß die Sigu * Welc bildung hatte, bis 5. Oktober ten und religiö der brennenden von deren Lösu seres Volfsleber Arbeiter, 19 Le Als Vertreter der Staatsbehörden waren Regierungspräsident Dr. von Meister Wiesbaden und Landrat Dr. Daniels Biedenkopf erschienen. Kreisschulinspektor Dömel hatte auch sämtliche Lehrer des Bezirks eingeladen, wie auch viele Geistliche erschienen waren. Unter Posaunenschall: Die Himmel rühmen" und dem Gemeindegesang:" Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" wurde die erhebende Feter eingeleitet. Lehrer Heyman erwähnte neu zunächst die Geschichte des alten Schulhauses, das in der dritten Septemberwoche von der Bildfläche verschwunden und ehemals dem adeligen Geschlecht von Mühlheim gehört habe. Steuerempfänger Bernbeck hat dasselbe 1848 der Gemeinde verkauft; es hat somit 62 Jahre als Schulhaus gedient. Er forderte zum Schlusse die Schuljugend auf, ihren Dank in Dienst und Liebe zu beweisen. Nach dem Gefang zweier Stophen von Ach bleib mit deiner Gnade" hielt Pfarrer Dömel die eigentliche Wetherede. Ausgehend von der ältesten Geschichte Rodheims, wo hier nur ein Lehrer gewirkt, set der Oct seit einem Jahrhundert mächtig emporgeftiegen, daß er jetzt zu ersten des Kreises zu rechnen set. Ec pries es als einen glücklichen Gedanken unserer Gemeindevertretung, daß man den neuen Schulbau an der Stätte der alten Schule errichtet habe und forderte Lehrer und Schüler zur ernsten Arbeit, zur Gottesfurcht, Vaterlandsliebe und Pflichttreue auf. Nach dem erhebenden Schülergefang: Ich und mein Haus, wir sind bereit" erfolgte die Schlüsselübergabe; von der Hand des Kreisbaumeisters ging derselbe an den Bürgermeister, Landrat, Regierungsmungen an den ersten Lehrer über. Nach dem dieser präsidenten, Kreisschulinspektor mit entsprechenden Widdie Pforten geöffnet, strömte Jung und Alt in die neuen großen Räume ein. Die Schüler nahmen zum erstenmal auf den von der Frankentaler Schulbauffabrik A. Lickroth gelieferten Bänken Platz und empfing jedes Kind eine Brezel. Der große stattliche Bau überragt alle Gebäude des Dorfes und ist für 4 Klassen mit entsprechenden Lehrerwohnungen eingerichtet. Im 3 Schriftsteller, Berufe, und 11 Beteiligung, die legentlichem hef Meinungen ver Begriff, unter d nicht eine einze nehmer zu eine Arbeit boten di Gelegenheit, sich teile frei, als fühlen. Alle m besonderen Dan fessor Natorp lozzis Gedanken ten, an das si Jeder, der die reiche Anregung Boltserziehung, * Main hielt hier Diret Tätigkeit" des fand. Wen Luftf Heute nach Wert Björnstjern Gothaer Leb Beftand an eig Panfvermögen Bisher ausgezo " gewähr Alle Ueberse Die besonders Unverfall Prospette der Bant: Gebr. G. Bol Tak- U. Telefon 84. la. Qualitate nesstrand, Land!" lange behalten Lied Am Rhein Anschluß an unsere Wasserleitung fehlen in der neuen Schule auch Damp heizung und Badeeinrichtung nicht. Ueber dem großen Eingangsportal steht das Erbauungs: Geller, zum jahr 1910 mit der Widmung: weimal gefun war jo ab Das ellt, daß auch lamen. mem Spiellied: ite Stompofition n den Landen daß es bald enswert ist es, B. Der jahr ozart, auch leich n. Immer und ftliebende Bub ,, Den Alten zur Ehre, Den Jungen zur Lebre." * Friedberg. Eine Untersuchungstommission in Sachen Werner Wingeß, bestehend aus dem Geh. Justizrat Landgerichtsrat Wehner, Oberstaatsanwalt Lang und Polizeikommissar Weiß, traf gestern aus Gießen hier ein. Als Zeugen waren geladen Bankdirektor Mayer aus Frankfurt a. M., der frühere Direktor der Reichsbant in Friedberg, die Frau des Reichsbanklassenboten der hiesi gen Reichsbant, Frau Lange, sowie die Büglerin E. Hainbuch, welche gleich nach der Tat mit Wingeß auf der Treppe zusammentras, und welcher der Verbrecher zuries, avoll gejungen sie möchte Hilfe holen, es sei etwas passiert. An Ort und on Jüngst und rum ihre Wirt das Bereins= Den Beifall ge waren es, die Schrader har Deffen 100. Ge Stelle wurden genaue Messungen vorgenommen, so von dem Stand des Fahrrades, das die beiden übrigen Bomben enthielt. Dann wurde auch die Höhe der Mauer vor dem Hofe der Reichsbant nach der Hospitalstraße zu, die Werner auf seiner Flucht übersprang, gemessen. von Kreuzer, ftiz- und höheren Verwaltungsdienst unterzogen sich achtgefeiert wurde, nische Mailied Die schöne Schä ngenberg und er gefett, all nüde. Das feine Zeit B. Bünte darf ne Gleichmäßig Herr Laegener Sorträge am Flü ustit und solch den und dräng nt dem Hannofröhliche, ehreninschen. 16. Oftober, Gasthaus Zur General Ber en unternahm in zu Buzbach Ceilnehmer bon nswürdigkeiten besucht wurde, eftauben ließ in dem über fsteigen. Die thezu 3½ ftünPreise erhielt en. gegenwärtig von falschen er aufmerksam gebiet. tober( SchulBewohner bon hmittag herbei, wohnen. Das zin in der Ge müssen, denn e bollendet da, eres Areisbau * Darmstadt. Der Staatsprüfung für den Ju zehn Kandidaten, von denen 8 aus Rheinhessen und je 5 aus Startenburg und Oberhessen stammten. * Frankfurt a. M. In der Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses( Unterfommission) des Mitteldeutschen Arbeits nachweisverban des waren u. a. anwesend: Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Breiter t- Mainz, Vorsitzender, Provinzialdirektor Geh. Rat Fe y- Darmstadt und Provinzialdirektor Dr. Usinger Gießen. Mit besonderer Genugtuung konnte der Vorsitzende feststellen, daß die Handelskammer Frankfurt a. M. den Mitgliedsbeitrag für Verbandszwecke auf 300 Mt. erhöht habe. Aus den Gegenständen der sehr reichhaltigen Tagesordnung seien besonders hervorgehoben: die Frage des Ausbaues der Organisation des Arbeitsnachweises in Verbindung mit den Verpflegungsstationen. Dieser Frage wird im Verbandsgebiet die allergrößte Beachtung geschenkt. Die Provinzialdirektionen Gießen und Mainz beabsichtigen Vertreter der Kreise und Städte in der Frage zu hören; in der Provinz Startenburg sind die Verhandlungen über Abdie endgültige Regelung des Arbeitsnachweises dem schluß nahe. In der Frage der Lehrstellenvermittlung vertritt der Verband den Standpunkt, daß in Großstädten die Lehrstellenvermittlung zweckmäßig von besonderen Jugendfürsorgevereinigungen geleitet wird, daß dagegen in Mittel- und Kleinstädten die Lehrstellenvermittlung mit Nußen von den öffentlichen Arbeitsnachweisen gepflegt werden könne. In der Frage des Stellenvermittlergeseßes nimmt der Verband eine abwartende Haltung ein; vorläufig soll versucht werden, die Stellenvermittler zur Statistik heranzuziehen. Des weiteren wurde Beschluß gefaßt über die Bereitstellung von Mitteln für Arbeitsnachweise, für den Jahresbericht des Verbandes, Organisation der kleineren Arbeitsnachweise, den Verkehr mit anderen Verbänden und Korporationen. Eine Reihe geschäftlicher Mitteilungen be= schloß die Situng. hriger Bauzeit ffen wurde. en Regierungsund Landrat eisichulinspektor 8 Bezirks einchienen waren. men" und dem den mächtigen Feier eingeleitet. die Geschichte en September und ehemals gehört habe. 1848 der Ge als Schulhaus Shuljugend auf Seweifen Nad bleib mit deiner liche Weiherede. Nodheims, wo * We& I a r. Der Rhein- Mainische Verband f. Voltsbildung hatte, wie gemeldet, für die Zeit vom 25. Sept. bis 5. Oktober Angehörige der verschiedensten Berufsschichten und religiösen und politischen Gruppen zur Beratung der brennenden Fragen der Voltserziehung, Voltsbildung, von deren Lösung zu einem guten Teil die Gesundung unseres Volfslebens abhängt, nach Weblar eingeladen. 19 Arbeiter, 19 Lehrer und andere Schulmänner, 4 Pfarrer, 3 Schriftsteller, 2 Studenten, 6 Angehörige anderer freier Berufe, und 11 Frauen waren seinem Rufe gefolgt eine Beteiligung, die die Erwartung weit übertraf. Troß gelegentlichem heftigem Aufeinanderplaten der verschiedenen Meinungen verband die aufrichtige Liebe zum Volkein Begriff, unter dem immer die Nation in ihrer Gesamtheit, nicht eine einzelne Klasse verstanden wurde nehmer zu einer freundschaftlichen Gemeinschaft. Neben der Arbeit boten die gemeinsamen Mahlzeiten, Ausflüge usw. Gelegenheit, sich einmal von der Fessel der Standesvorurteile frei, als Mensch unter gleichstrebenden Menschen fühlen. Alle waren zugleich Empfangende und Gebende; besonderen Dant erntete der bekannte Sozialpädagoge Professor Natorp aus Marburg, dessen Vorträge über Pesta= lozzis Gedanken zur Voltserziehung das Gerippe darstell= ten, an das sich die übrigen Verhandlungen angliederten. Jeder, der die Weßlarer Tage miterlebt hat, hat wohl reiche Anregung mitgenommen für das große Wert der Boltserziehung, das allen am Herzen lag. alle Teilzu * Mainz. Im überfüllten Saal im„ Heilig Geist" hielt hier Direktor Knobloch einen Vortrag über„ Ziele und Tätigkeit" des Hansabundes", welcher lebhafte Zustimmung fand. Stadttheater Gießen. Sonntag, den 9. Oktober. Wenn der junge Wein blüht." Lustspiel von Björnstjerne Björnson. Heute nachmittag brachte das Stadttheater das letzte Werf Björnstjerne Björnsons„ Wenn der junge Wein blüht" Det feit einem daß er jetzt zu les es als einen ertretung, daß ätte der alten er und Schüler Vaterlandsliebe Jenden Schüler bereit" erfolgte Preisbaumeifters cat, Regierungsprechenden Wid Nach dem dieser und Alt in die er nahmen zum alec Schulbaul kund empfing tliche Bau über it für 4 laffen ingerichtet. Sm Gothaer Lebensversicherungsbank auf Gegenseitigkeit. Anfang August 1910: Bestand an eigentl. Lebensversicherungen.. 1030 W... Mr. Bankvermögen. Bisher ausgezahlte Versicherungssummen " gewährte Dividenden 364 11 573 " 1 M 270 " " Alle Ueberschüsse kommen den Versicherungsnehmern zugute. 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Ein zweiter Fehler des Stückes liegt in der aus dem Gefühl der Einsamfeit entstandenen Entfernung Arvits, dessen Empfang seitens der Familie bei seiner reumütigen Wiederkehr sentimental und fomisch, also so unaufrichtig wie möglich wirkt. Der größte Vorzug des Werkes ist wohl die ihm innewohnende Schlagkraft, welche uns Björnstjerne als Meister in den Bühnenkenntnissen zeigt und die auch in dem verflossenen Winter dem Stück zu zahlreichen Erfolgen verhalf. Wenn nun die heutige Wiederholung nur vor wenigen zu schauern über die Bühne ging, so erklärt sich dies wohl daraus, daß seitens der Direktion bezüglich der oftmaligen Wiederkehr des Werkes bereits zu viel des Guten getan wurde, da schließlich auch die bühnenwirksamsten Stücke im Laufe der Zeit ihre Schlagkraft einbüßen. Die Regie hatte an dem Wert leider große Striche vorgenommen, aber im allgemeinen für eine gute Inszenierung gesorgt. Die Rollen der Alberta und Helena Arvit hatten in Fränzi Koch und Charlotte Hill gute Vertreter gefunden. Nicht minder hervorragend war das Spiel Curt Gühnes als Probst Hall. In Hilde Engel( Alvide Hall hat das Theater eine nicht zu unterschäßende Kraft gewonnen, welche auch größeren Anforderungen gewachsen sein dürfte. Olga Nietzschmann eignete sich wohl weniger als älteste Tochter Arvits. Hermann Bat of, welcher den Wilhelm Arvit gab, wußte den Ton des jovialen Alten glücklich zu treffen und auch Elly Gühne( Frau Arvik) war mit Erfolg bemüht, ihrer Rolle gerecht werden. Im Verein mit den guten Leistungen der übrigen Mitwirkenden gestaltete sich die Aufführung nach jeder Seite hin befriedigend, und auch die Zuschauer spendeten nach jedem Aufzug Beifall. Der Verschwender. Zaubermärchen in 10 Bildern von F. Raimund. Musit von Konrad Kreuter. Gühne und Hermann Norden gute Vertreter gefunden. Rudolf Goll als Julius v. Flottwell löste gleich- falls mit vielem Geschick seine Aufgabe, während Lore Scholz ihre Rolle als altes Weib insofern etwas verfehlte, als ihre Stimme hier wohl zu jugendlich frisch Klang, anstatt schrill zu sein. Von den übrigen Darstellern verdie nen noch Otto Schwarz( Chevalier Dumont) und die Kinder Valentins ehrenvolle Erwähnung, welch lettere mehrmals auf offener Bühne seitens des gut besetzten Hauses Beifall ernteten. Lissy Hegermanns auf dem Fest bei von Flottwell gesungenen Canzone und Arie aus" Figaros Hochzeit" wurde mit viel Empfindung vorgetragen. | Die bei derselben Gelegenheit von den Gästen getanzte Mazurfa- Quadrille war gleichfalls gut einstudiert. Die musitalische Leitung, welche in den Händen des Dirigenten Frib Hollfeld lag, tat ihr Möglichstes, dem Wert zu einer vollendeten Wirkung zu verhelfen. Aus aller Welt. * Berlin. Die Reichswertzuwachssteuer ist zurzeit wieder Gegenstand von Besprechungen im Reichsschabamt. Kürzlich wurden Vertreter der Landwirtschaft über die in ihren Kreisen aufgetretenen Zweifel und Wünsche inbezug auf die Steuer gehört. Demnächst soll auch das Gutachten anderer Kreise eingeholt werden. Die Auswahl dieser Sachverständigen ist unter tunlichster Berücksichtigung der verschiedenen Teile des Reichs getroffen worden. ( Ende gut, alles gut. Fritz Theile gewann am Sonntag beim Kehraus in Steglitz auch das letzte Dauerrennen über 100 Kilometer. Er nahm vom Start ab die Führung und verbesserte von 20 Kilometer ab sämtliche Bahnrekords. Interessant ist, daß Theile vor 5 Jahren bei Eröffnung der jetzt zum Abbruch geweihten Bahn auch daz erste dort abgehaltene Fliegerrennen gewann. Zweiter in dem obenerwähnten Rennen zu um den großen Herbstpreis wurde Fr. Huybrechts vor Schipte, Guignard u. a. Huybrecht fährt wie der Europameister Theile Brennabor. ( Berlin- Dresden- Berlin, eine 400 Kilometer lange Radfernfahrt, und die 50 Kilometer lange Straßenfahrt Berlin- Heidekrug- Berlin wurden am letzten Sonntag auf der Marke Brennabor gewonnen. Am Abend ging heute unter Mitwirkung der Kapelle des Kaiser- Regiments Ferdinand Raimunds, des Meisters des Volksstückes," Verschwender" über die Bühne, zu dem der Romantiker Kreuzer, dessen Name in dem Nachtlager von Granada" fortlebt, eine stimmungsvolle Musik geschrieben hat. Der Inhalt des Werkes ist kurz folgender: Der reiche Edelmann v. Flottwell liebt ein einfaches Landmädchen, hinter der sich die Fee Cheristane verbirgt, welche diese Zuneigung erwidert, aber auf ein Gebot der Feenkönigin hin wieder in ihr Zauberreich zurückkehren muß. Sie er weist sich jedoch dem Geliebten, dessen Eltern sie reich gemacht und dessen Verschwendungssucht sie kennt, dankbar, indem sie ihm in ihrem dienstbaren Geist Azur einen Schußgeist zurseite stellt, der in der Gestalt eines bettelnden Greiles zahlreiche milde Gaben von dem Edelmann erhält. Die Jahre verfließen. Ein Zufall führt dem Adligen die Toch ter des Präsidenten von Klugheim in das Haus, deren Schönheit in ihm eine innige Liebe erwachen läßt, welche auch Gegenliebe findet. Der Präsident hat jedoch die Hand seiner Tochter schon dem Baron Flitterstein versprochen, dessen Eifersucht bei einer Festlichkeit in dem Schlosse Flottwells einen Zweikampf mit dem Hausherrn heraufbeschwört. Da dieser mit der Verwundung des Barons endet, ist Flottwell genötigt, in das Ausland und zwar nach England zu fliehen, wohin ihn die Tochter des Präsidenten begleitet. Dort ist dem Edelmann das Glück jedoch nicht hold. Er verliert durch gewagte Spekulationen den größten Teil seines Vermögens und schließlich auf einer Reise nach dem Süden auch Weib und Kind, um nach 20 Jahren als 50jähriger Mann bettelarm in seine Heimat zurückzukehren. Hier erscheint ihm auf steiler Höhe der Geist Azur wieder, um Flottwell mit den eigenen milden Gaben zu beschenken, die im Laufe der Zeit eine stattliche Summe geworden waren. Diesen Stoff beleben zahlreiche Einzelgesänge und Duette, während ein sonniger Volkshumor über allen Auftritten schwebt, damit dem Werk den Charakter des echten Volksstückes gebend, in welchem Raimund bekanntlich seine Meisterwerke geschaffen hat. Der Verschwender" stellt infolge des raschen Wechsels des Schauplatzes der Handlung an die Regie feine geringen Ansprüche, doch wußte Hermann Batofs umsichtige Leitung allen Anforderungen gerecht zu werden. Dafür, daß der Empfangssaal gleichzeitig als Tanzsaal in dem Schlosse eines Millionärs dienen muß, das doch eine Flucht von Zimmern enthält, ist wohl weniger die Regie als der Dichter verantwortlich zu machen. Es würde sich jedoch empfohlen haben, das Zimmer für diesen doppelten Zweck entsprechend auszustatten und zum Beispiel Teppiche auf den Boden 2c. zu legen, welche von den Dienern vor Beginn des Tanzes nur hätten entfernt zu werden brauchen. Von den Spielern befriedigten in erster Linie Charlotte Hill( Kammermädchen Rosa), Fränzi Koch( Fee Cheristane) und Rolf Gunolt( Geist Azur) durch ihre prächtigen Leistungen. Auch die Rollen des Kammerdieners Wolf und des Bedienten Valentin hatten in Curt S. Grüttner- Nähmaschinen nähen, sticken, stopfen alles. Langschiffchen, Schwingschiffchen, Ringschiffchen, Rundschiffchen und Central- Bobbin für jeden Haushalt und Schneiderei. Tadellose Konstruktion, feine Holzarbeit, moderne Ausstattung. Billige Preise, gute Qualität. 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Verhütung des immer eine mehr oder minder allgemeine Gesundheitsstörung anzeigenden Uebels genügt deshalb in der Regel durchaus nicht die Anwendung bloßer äußerer Mittel, es treten vielmehr wie uns das Büchlein lehrt, eine größere Anzahl verschiedener Fattoren in die Grscheinung, welche tennen zu lernen, jedermann bestrebt sein muß, der mit diesem folgenschweren Leiden zu kämpfen hat, um es in zweckentsprechender Weise beseitigen zu können. Expedition dieser Zeitung. I Wissen Sie eine feine Cigarette zu schätzen? Dann verlangen Sie die Marke ,, Salem Aleikum". Durch die Tatsache, dass sich Fabrikant und Händler bei dieser Cigarette mit einem äusserst bescheidenen Nutzen begnügen, wird dem Raucher ein edeles und bekömmliches Fabrikat zu einem sehr mässigen Preise geboten. Fabrik- Ansicht bed Ein neues Zu haben in den durch Plakate kenntlich gemachten Geschäften. Preise: Nr. 32 456 8 10 Pr. 3456 8 10 Pf d.St. Orient. Tabak- u. Cigarettenfabrik YENIDZE, Inh. Hugo Zietz, Dresden. 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