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Neue Zeil chmittags 4 bet Spiffenb auf Abbruch den bei der! äude fann bor Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83.-Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 107. Bekanntmachung. Enthält alle amil. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 11. August 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pig.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Das Schulgeld der Realschule der Höheren und Erweiterten Mädchenschule und der Gymnasialvorschule für das 2. Vierteljahr 1910 fann innerhalb der nächsten 10 Tagen noch ohne Mahnkosten bezahlt werden. Gießen, den 8. August 1910. Stadttasse Gießen. Mäjer. Bekanntmachung. Die Stadtverordneten- Versammlung hat durch Beschluß vom 14. Juli 1910 jür die Sandgasse zwischen Neustadt und Kirchstraße einen Baufluchtlinienplan aufgestellt. Derselbe liegt bis zum 25. d. Mts. bei unserem Tiefbauamt zur Einsicht offen. Einwendungen dagegen sind binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. Gießen, den 8. August 1910. Bürgermeisterei Gießen. Bekanntmachung. Die Stadtverordnetenversammlung hat durch Beschluß vom 21. Juli d. Is. für das Gebiet nordöstlich der Ostanlage zwischen dem Weg nach dem Philosophenwald und Wiesenstraße einen Bebauungsplan aufgestellt und soll dazu der folgende Nachtrag zum Ortsbaustatut für die Stadt Gießen erlassen werden. Bebauungsplan und Nachtrag zur Ortsbausatzung liegen bis zum 25. d. Mts. bei unserem Tiefbauamt zur Einficht offen. Einwendungen dagegen sind binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. Gießen, den 8. August 1910. Bürgermeisterei Gießen. Ortsbausatzung. Auf Grund der Bestimmungen in Artikel 2, 10, 13, 20, 29, 37, 44 und 59 des Gesetzes vom 30. April 1881, die allgemeine Bauordnung betr. und in§ 3-5, 7, 9, 66 und 78 der Verordnung vom 1. Februar 1882 die Ausführung der allgemeinen Bauordnung betr., wird auf Beschluß der Stadtverordneten Versammlung, nach Anhörung des Oberbürgermeisters und Begutachtung durch den Kreisausschuß mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom.... zu Nr. M. d. J. zu dem Bebauungsplan für das Gebiet nordöstlich der Ostanlage zwischen Weg nach dem Philosophenwald und Wiesenstraße solgender Nachtrag zu dem Ortsbaustatut für die Stadt Gießen erlassen, der sofort in Kraft tritt. § 1. Gewerbebetriebe, die durch schädliche Dünste, starken Rauch oder ungewähnliches Geräusch Nachteile, Gefahren oder Belästigungen für die Umgebung herbeiführen, sind verboten. Art. 29 allgemeine Bauordnung und§ 5 der Ausführungsverordnung zur allgemeinen Bauordnung. § 2. Für das an den Straßen AB, BC und AD belegene Gebiet wird offene Bauweise vorgeschrieben und bestimmt: a) Jeder Bauplatz muß eine Größe von mindestens 600 Quadratmetern haben. Art. 13 allgemeine Bau= ordnung. Die Strafprozeß- Ordnung. Wie die ständige Kommission zur Beratung einer neuen Reichsversicherungsordnung, so ist jetzt die ebenfalls stän dige Kommission, die mit der Durchsicht unserer Strafgerichtsverfassung und unseres Strafverfahrens betraut ist, für zwei Monate in die Ferien gegangen. Anders als die erste Kommission hat die Strafprozeßfommission bereits den größten und wichtigsten Teil ihrer Aufgabe erledigt, wenig ftens was das Verfahren betrifft. Die Strafgerichtsverfassung, als die unangenehmste Arbeit, hat man für den Schluß zurückgestellt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich erst bei dieser Gelegenheit die größten Schwierig= feiten ergeben werden, da sie eine Stellungnahme zu den heiklen Fragen der Laienbeteiligung an der Rechtsprechung, der Schwurgerichtsverfassung und der Berufung gegen die Urteile der Straffammern erheischt. Bisher sind nur zwei Fragen von derselben grundsäßlichen Wichtigkeit zu ent= scheiden gewesen, einmal, ob, in welchem Umfange, mit welchen Garantien das heute herrschende„ Legalitätsprinzip", das die unbedingte Strafverfolgung aller strafbaren Handlungen zur Pflicht macht, durch das„ Opportunitätsprinzip", das ein freies Ermessen gestattet, ersetzt werden kann, und zweitens: ob die Voruntersuchung, wie sie eine wesentliche Einrichtung unseres heutigen Strafverfahrens bildet, beizubehalten und nicht vielmehr ein reines Anklageverfahren mit den beiden Parteien des Antlägers und Angeklagten, das sich vor dem sich passiv verhaltenden Richter aufbaut, bei uns einzuführen ist. und b) Die Gebäude dürfen mit dem Dachgesima nicht mehr als 10 Meter über dem Bürgersteig sich erheben; oberhalb dieser Höhe dürfen die Dächer eine Neigung von 45 Grad gegen die Wagrechte nicht übersteigen.- Art. 59 A. B.-O. und§ 78 Ausführungsverordnung zur allgemeinen Bauordnung. c) Die Grundstücke dürfen nur zur Hälfte ihrer Gesamtfläche bebaut werden. Außer den Vorderhäusern sind nur zu diesen gehörige, nicht gewerbsmäßig zu benutzende Stallungen, Remisen und Kutscherwohnungen gestattet. Die Errichtung anderer Neben- oder Hintergebäude ist verboten. Art. 37, 59 allgemeine Bauordnung und§ 78 Ausführungsverordnung zur allgemeinen Bauordnung. d) Die Gebäude müssen von den Nachbargrenzen und von anderen Gebäuden auf demselben Grundstück mindestens 6 Meter entfernt sein. Jedoch sind an der Straße BC Doppelhäuser mit gemeinschaftlicher Brandmauer oder Scheidemauer erlaubt. Art. 37, 59 allgemeine Bauordnung und 78 Ausführungsverordnung zur allgemeinen Bauord nung. § 3. Die Nordostseite der Straße AB ist von der Bebauung ausgeschlossen. Art. 13 der allgemeinen Bauordnung. § 4. Abweichend von den Vorschriften in§§ 7 und 8 des Ortsbaustatuts wird bestimmt, daß an den bei A nach Nordwesten und bei B nach Südosten abzweigenden Straßen nur die Eckgrundstücke bebaut werden dürfen. Die Bebauung dieser Eckgrundstücke ist nur auf eine Tiefe von 20 Meter, von den Baufluchtlinien der Straßen AD und BC aus gemessen, gestattet. Die Eckgrundstücke dürfen einen Ausgang nach den abzweigenden Straßen vorerst nicht erhalten. Art. 20 der allgemeinen Bauordnung. § 5. Abweichend von der Bestimmung in§ 18 des Ortsbaustatuts vom 6. Juli 1888 fann mit besonderer Genehmigung der Stadtverordneten Versammlung die Ausführung der Umfassungswände oberhalb des Erdgeschosses in Holzfachwert gestattet werden, wenn die Gefache mindestens 12 Zentimeter start mit Ziegel- oder Schwemmsteinen ausge mauert werden. Die Schwemmsteinmauerung muß verputzt oder anderweitig verkleidet werden. Art 44 allgemeine Bauordnung und§ 66 der Ausführungsverordnung allgemeinen Bauordnung. Gießen, den 1910. Bürgermeisterei Gießen Befanntmachung. zur Die Friedhöfe sind vom 16. August bis 15. Ottober von morgens 6 bis abends 8 Uhr geöffnet. Gießen, den 10. August 1910. Bürgermeisterei. Mecum. Bekanntmachung. Die Stadtverordneten Versammlung hat durch Beschluß vom 14. Juli d. Is. für die Große Mühlgasse einen Baufluchtlinienplan aufgestellt. Der Baufluchtlinienplan liegt bis zum 25. d. Mts. bei unserem Tiefbauamt zur Einsicht offen. Einwendungen dagegen sind binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. Gießen, den 8. August 1910. Bürgermeisterei Gießen. ten und seines Verteidigers begnügt. So blieb also, wie in einem Artikel der„ Köln. 3tg." ausgeführt wird, für die Freunde einer Erneuerung an Haupt und Gliedern nur noch die Hoffnung auf die Kommission. Aber deren Beratun gen und Beschlüsse dürften für jene noch in höherem Maße eine Enttäuschung gebildet haben. Denn die Kommission hat sich ihre Aufgabe nicht in einer Neugestaltung, sondern nur in einer geschäftsmäßigen Durchberatung der Re gierungsvorlage von§ 1 bis§ 500 gesteckt; lettere bildet die Richtlinie, von der nicht erheblich abgewichen wird. Ebenso ist über die Kardinalfrage, ob die Voruntersuchung beizubehalten sei, keine Besprechung bekannt geworden. Man hat sie, als man an den betreffenden Paragraphen fam, gemäß dem Vorschlag der Vorlage beibehalten. Die Regierung aber darf sich diese Arbeitsmethode der Kommissio nen füglich als Erfolg anrechnen. an Von den Verbesserungen die der Regierung wie der Kommission bis jetzt u. a. zu danken sind, sei zu nächst die Aufnahme eines Zeugnisverweigerungsrechts für Abgeordnete und Redakteure in gewissen, leichteren Straj fällen erwähnt. Der Gewährung eines solchen Rechts Abgeordnete widersprachen die Regierung und die Rechte. Gleichwohl wurde es eingeführt mit Garantien dafür, daß nur Vergehungen politischen Charaters den Schuß dieser Bestimmung genießen. Ohne näher auf die Einzelheiten der Kommissionsbeschlüsse eingehen zu wollen, sei an dieſer Stelle nur noch vermerkt, daß weiter beschlossen wurde, Be schlagnahmen und Durchsuchungen in den Diensträumen einer gefeßgebenden Versammlung nur mit Genehmigung des Vor sitzenden der Versammlung zuzulassen. Daß die Kommission an der Voruntersuchung und der Vorbereitung der Haupt verhandlung überhaupt die Vorlage so ziemlich unverändert übernommen hat, ist schon gesagt worden. Auch, daß ſte die Stellung des Angeklagten und seines Verteidigers in einigen Puntten gestärkt hat. Dafür hat sie aber den sehr | bemerkenswerten Ansatz der Vorlage, das englische Kreuzten Frage, ob die Voruntersuchung beizubehalten sei, hat| verhör bei uns auf seine praktische Brauchbarkeit zu prüfen, fie jede grundlegende Aenderung von der Hand gewiesen wieder beseitigt. An der verbesserten Gestaltung der Beund sich mit einer Erweiterung der Rechte des Angeklag- stimmungen über die Untersuchungshaft gebührt das VerDie Regierungsvorlage ist schon lange bekannt. Sonderliche Begeisterung hat sie nirgendwo hervorgerufen. Nach ihrer ganzen Grundlage kommte sie das auch nicht, denn sie hat sich der Meinung angeschlossen, daß unser Strafverfahren im allgemeinen ein gutes und zweckmäßiges Geſetz ſei daher nur ihre Aufgabe sein könne, im einzelnen zu bessern, zu streichen und zu ergänzen. In der wichtig 21. Jahrg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 30. Juli bis 6. August 1910 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 Karren und 1 Damenschirm; verloren: 1 Zehnmarkstück, 1 grünledernes Portemonnaie mit 20 Mart Inhalt, 1 schwarzlederne Tasche, Inhalt: Portemonnaie mit zirka 8 Mit., 1 Brille, 1 Paar Handschuhe und 1 Taschentuch Inhalt, i Portemonnaie mit 7 Mt. Inhalt und 1 goldene Brosche mit 3 Opalperlen Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Die Abholung der gesundenen Gegenstände kann jedem Wochentag von 11-12 Uhr vormittags und 4-5 Uhr nachmittags bei unterzeichneter Behörde Zimmer Nr. 1 erfolgen. Gießen, den 6. August 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. an Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird der Große Steinweg und der Eichweg von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerts- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 8. August 1910. Großh. Polizeiamt Gießen. Gebhardt. Sekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflastererarbeiten wird die Senfenbergstraße von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerts- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 8. August 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung Die Lieferung von 20 na benanzügen( Größen 7-12) für die Ebel stiftung ist zu vergeben. Angebote mit Angabe der Preise für die einzelnen Größen sind unter Beischluß von Muster bis spätestens 20. d. Mts. beim Armenamt, Afterweg 9, einzureichen, wo auch Stoffproben eingesehen werden können. Gießen, den 11. August 1910. Die Armendeputation der Stadt Gießen. Mecum. Arbeitsvergebung. Die Lieferung und Herstellung der Bli- ableiter Anlage für die Schlachthoferweiterung soll Montag, den 15. August d. J., vormittag 3 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termine an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 5 Wochen. Gießen, den 8. August 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. dienst ganz der Regierung, nicht der Kommission. Ein Verdienst der Kommission dagegen besteht darin, die Wiederaufnahme eines rechtskräftig geschlossenen Verfahrens auch dann auf eine falsche Zeugenaussage stüßen zu dürfen, wenn diese Aussage nicht beeidigt war. Das Verfahren gegen Jugendliche endlich ist von der Kommission in der Form angenommen worden, wie es längst von allen Seiten als dringend bezeichnet worden war. Für jugendliche soll das Opportunitätsprinzip im weitesten Umfange eingeführt werden. Die Zwedmäßigkeit dieser Befreiung der Staatsanwaltschaft von den Fesseln des Verfolgungszwanges wird wohl kaum noch von jemand bestritten. Daß die Kommission die Entscheidung, auch soweit sie an sich in den Händen der Amtsanwaltschaft liegen würde, dem Ersten Staatsanwalt zugewiesen hat, ist ebenfalls beachtenswert. Ein der Erwähnung wertes Verdienst der Kommission liegt schließlich in der Annahme einer Resolution, in das zufünftige Strafgesetzbuch die bedingte Verurteilung aufzunehmen. Deutscher Hausbesikertag. und Braunschweig, 8. August. In Gegenwart von Vertretern der Braunschweigischen Regierung, der Stadt Braunschweig, der Handwerksder Handelskammer trat heute vormittag die 32. Hauptver ſammlung des Zentralverbandes der städtischen Haus- und Grundbesißer Vereine" Deutschlands zusammen. Der erste Punkt der Tagesordnung betraf die Reichswertzuwachs steuer. Berichterstatter war Rechtsanwalt Kohlmann( Dresden), der darauf hinwies, daß die Reichswertzuwachssteuer bereits auf der Tagung in Dresden theoretisch behandelt worden sei. Praktische Erfahrungen gab es damals noch nicht, nur wissenschaftliche, namentlich Professor Wagner wurde ihre Einführungsmöglichkeit erörtert. Es hat sich nun gezeigt, daß sich zwar theoretisch verdienter und unverdienter Wertzuwachs auseinander halten läßt, aber nicht in der Praxis. Die eigentlichen Spetulanten werden immer wieder durch die Maschen des Gejeznetes schlüpfen. Der zweite Referent Rechtsanwalt Ber von ( Berlin) ergänzte diese Ausführungen, indem er auf Einzelheiten des Gesebes einging. Die Redner legten eine Resolution im Sinne ihrer Ausführungen vor. Bei der Besprechung verwarf ein Teil der Redner die Steuer vollständig, ein anderer Teil nahm eine abwartende Haltung ein. Im allgemeinen überwog die Anschauung, daß die Hausbesitzer zunächst einmal mit ihrem Protest Ernst machen müßten. Dazu sei vor allem nötig, daß die Protestversammlung in Berlin gut organisiert werde. Zu der Resolution der Referenten wurde noch ein Zusatzantrag angenommen, den Rechtsanwalt Bauer( Hamburg) begründet und der lautet: Der Verbandstag hält an seiner grundsäßlichen Gegnerschaft hinsichtlich der geplanten Einführung eines Reichswertzuwachssteuergeseßes fest und begrüßt den Entschluß des Vorstandes betreffend die Einberufung einer Protestversammlung gegenüber dieser Vorlage mit Freuden. Es wurde beschlossen, diese Protestver= sammlung für den Monat November einzuberufen. Auf Antrag Humar( München) wurde beschlossen, eine Kopfsteuer von 5 Pfg. pro Mitglied zur Deckung der Untosten dieser Versammlung zu erheben. Hierauf beschäftigte sich die Versammlung mit dem ge planten Start ſt rom wege geieb, über das Stadt rat Zabel( Guben) referierte. Der Redner gab einen Ueberblick über die einschlägigen Verhältnisse und wies auf die Bedeutung des geplanten Gesetzes namentlich für ländliche Bezirke hin. Die übrigen Angelegenheiten des heutigen Tages betrafen das Reichs hypothetenbank- Ge set vom 30. Juli 1899 und seine Reformbedürftigkeit, sowie die Haftung des Vorbesizers für Hyp c= theten. * Braunschweig, 9. August. In der heutigen Sitzung des Verbandstages des Zentralverbandes der städt. Haus- und Grundbesitzervereine Deutschlands beschäftigte man sich zunächst mit dem bereits mitgeteilten Jahresbericht, den der stellvertretende Ver= bandsbirektor Justizrat Dr. Baumert- Spandau erstattete. Dann nahm der Verbandstag den Kassenbericht des Schatzmeisters Stadtverordneten Jden Berlin entgegen. Die Einnahme betrud 26 613 Mt., die Ausgabe 21 178 Mt. Lokales. Gießen, 11. August 1910. * Parlamentarisches. Der zweiten Kammer der Stände ging solgende Drucksache zu: Regierungsvorlage, betreffend die Nachweisungen über die Staatsein nahmen und Ausgaben 2c. im Etatsjahr 1906. * Militärische 3. Dr. Eichel, Oberstabs- u. Regts.- Arzt des Leibgarde- Inf.- Rgts.( 1. Großh. Hess) Nr. 115, wurde zum Gen.- Oberarzt, vorläufig ohne Patent, befördert und zum Div.- Arzt der 37. Div. ernannt. * Städtische s. Das Gebäudeviertel an der Rodheimerstraße erhält augenblicklich eine neue Abflußleitung für die Regen- und Schmutzwasser. Die Mündung des etwa 60 Zentimeter im Durchmesser betragenden Kanalrohres befindet sich ungefähr 50 Mtr. oberhalb der Lahnbrücke. * Die Pflasterung des Fahrdammes der Sendenbergstraße ist nach der soeben erfolgten Fertigstellung des in gelben Tonziegeln bestehenden Belages des nörd lichen Bürgersteiges nunmehr ebenfalls in Angriff genommen worden. ::: Auf Staatst often reisten am Samstag 10 hessische Handwerksmeister, welche sich durch ihre Leistungen ausgezeichnet haben und dafür geeignet befunden wurden, nach der Weltausstellung in Brüssel. Durch das Ministe rium wurden jedem Mann 100 Mart ausbezahlt. * Eine berechtigte Mahnung. Die Großh. Handelstammer Darmstadt warnt die Vertreter von Handel und Industrie, über Produktionsverhältnisse an dritte Personen nähere Aufschlüsse zu geben, ehe sie sich über die betreffenden anfragenden Persönlichkeiten mit der Handelskam10) Gerichtet. Familienroman von Franz Wichmann. Ler Forster schüttelte den Kopf. „ Ich denke, die Worte, die ein Vater an seinen Sohn richtet, sollten von größerem Vorteil sein!" „ Aber es geht wirklich nicht, ich muß um sieben Uhr dort jein!" Die Försterin, die ihren Mann scharf beobachtet hatte, fragte in einem unmerklich lauernden Tone: „ Du willst wirklich ausgehen, Lorenz?" „ Ich muß etwas trinken in anderer Umgebung," entgegnete er.„ Der Staub und Dunst dieser verteufelten Stadt lageri sich einem hier in der Wohnung auf die Kehle und erstickt einen fast!" „ Wenn nur das Bier nicht so teuer wäre!" seufzte die Försterin. „ Fürchtest du, daß ich zuviel ausgebe, weil es nicht für den Otto ist?" gab der Mann ihr zurück.„ Meinen Mantel, Klara! Blut und Hagel, kannst du nicht hören, wenn dein Vater-" ,, Aber, Klara," tadelte nun auch die Mutter, wo bist du benn wieder mit deinen fünf Sinnen?" Das Mädchen schraf erst jetzt von der Zeitung empor, in bie sie sich ganz vertieft hatte. Wie was hast du gesagt? Ich las-" „ Der Papa will seinen Mantel!" sagte Otto streng. „ Ich glaube, das Mädel ist auch schon vernarrt in die Zeitung!" tobte der Förster.„ Kolonialpolitik, achtstündiger Arbeitstag, Frauenemanzipation und wie das ewige Geplärr alles lautet, die interessante Unterhaltung der Städte, mit dem man sein Publikum gängelt!" Klara hatte das Blatt auf den Tisch fallen lassen und wollte gehen. Aber die Försterin hielt sie zurück. mer ins Benehmen gesetzt haben, da die Kammer aus zu verlässiger Quelle Kenntnis davon erlangt hat, daß Versuche auswärtiger Staaten im Gange sind, in die Produt tionsverhältnisse verschiedener Industrien Deutschlands einzudringen. ,, Was hattest du denn gar so Spannendes?" forschte ste. „ Beig' doch mal!" Sie nahm die Zeitung auf und begann darin zu suchen.„ Den Roman:, Der Kampf um den Mann? Ja, ja, ich habe den Anfang auch gelesen, der ist herrlich, packend, echt modern, wie Otto sagt." „ Nein, Mutter, ich sah nur in die Annoncen," erwiderte leicht errötend das Mädchen. * Dienst hunde bei der Gendarmerie einzuführen hatte das preußische Ministerium des Innern vor ungefähr Jahresfrist beschlossen. Laut Ministerialerlaß wurden bei der Kgl. Polizeidirektion Saarbrücken achtwöchige Dressurlehrkurse eingerichtet, an denen auch verschiedentlich hessische Polizeibeamte, so aus Darmstadt, Gießen und Worms teilnahmen. ,, Heiratsgesuche und anderes," lächelte Otto spöttisch ,,, steht freilich manches Interessante darin!" ,, Aber ich wüßte doch nicht," meinte die Försterin ,,, was ein gebildetes junges Mädchen- (:) Eine für das Verhältnis von Lehrherrn und Lehrlingen wichtige Entscheidung fällte die Handelsund Gewerbekammer Zittau in Beantwortung der Frage, ob der Lehrherr gegen einen Lehrling, welcher sich einer sozialdemokratischen Organisation angeschlossen hat, vorgehen könne. Die Kammer entschied: Sollte der Lehrling trotz Verbotes des Lehrherrn weiterhin der Organisation angehören, so ist letterer berechtigt, ihn vor Beendigung der vereinbarten Lehrzeit zu entlassen. Klara, der jede Unwahrheit verhaßt war, raffte sich zu einer offenen Antwort auf: * Die Herberge zur Heimat vermittelte im Monat Juli 44 Stellen. Von denselben entfielen auf das Handwerk 28 und auf die ungelernten Arbeiter 16. * Kohlenproduktion in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Großherzogtum Hessen weist für den Monat Juli 1910 folgende Bahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefördert 38 169 T., verlauft 56 T. Der größte Teil der Rohtohle wurde weiter rerarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. * Post na chrichten. Bestanden hat die Postsekre assistentenprüfung haben die Postgehilfen SlegelmilchBad Nauheim und Steinacker- Bußbach abgelegt. Etatmäßig angestellt wurde der Postsekretär Mohr= Lauter tärprüfung der Poſtaſſiſtent& el har- Gießen; die Poſtbach. !! Eine Neuerung für die Gepäcka uf be wahrung auf den Bahnhöfen. Vom Eisenbahn- Ministerium wird am 1. Oktober eine Verfügung herausgegeben werden, nach der auf sämtlichen Bahnhöfen mit Gepäckabfertigung für die Aufbewahrung von Handgepäck Legitimationen verlangt werden. Dadurch soll verhütet werden, daß Pakete, die auf verbrecherische Weise erworben und zur Aufbewahrung abgegeben worden sind, von Unberufenen in Empfang genommen werden. Hus Hessen und Nachbargebiet. * Kirch Gön 3. Die Hamster- und Mäuseplage ist dieses Jahr äußerst groß, die Tiere treten so zahlreich auf, wie man es seit 10 Jahren nicht mehr erlebt hat. Die Frühkartoffeln findet man oft zur Hälfte gefressen, und auf den Getreideäckern sind ganze Strecken zu sehen, wo die Aehren abgebissen sind. Die Gemeinde zahlt deshalb für einen ausgewachsenen Hamster 40 Pfg., für ein junges Tier 20 Pfg. Janggeld. * Aus Oberhessen. Bezüglich der Herbstübungen, die in der Hungen Licher Gegend beginnen und sich bis Fulda ziehen sollten, dürften infolge der verspäteten Ernte im Vogelsberg andere Bestimmungen zu erwarten sein. Wahrscheinlich werden sich die gesamten Herbstübun gen in Oberhessen mehr nach der Wetterau ziehen. Damit würde der bezügliche Antrag des Landtagsabgeordneten Korell von Erfolg begleitet sein. Mit Rücksicht auf das in diesem Jahre erschwerte Einbringen der Ernte ist das Gefechtsschießen des Gießener Regiments im Gelände Lü Bellinden Groß- Rechtenbach abgesagt worden, obwohl die Scheibenstände dafür schon hergerichtet waren. * Daubringen. An der Südseite des Lollarer Kopfes betreibt die Firma Dauster u. Co. in Gießen seit vier Jahren auf Fürstlich Braunfelser Gebiet einen Steinbruch, welcher mit dem dabei liegenden zirka 8 Morgen großen Abraumfeld die früher idyllische Landschaft ziemlich entstellt. Um den Betrieb fortsetzen zu können, muß die „ Ich las nur die Anzeige von dem heutigen Vortrag des Herrn Hellborn." „ Was, der Mensch will hier einen Vortrag halten?" rief Der Förster. „ Ja. Ueber natürliches Leben, steht in der Zeitung." „ Er sollte nur selber natürlich leben," höhnte die Försterin. „ Das wäre gescheiter, als in der lächerlichen, unanständigen Kleidung herumzulaufen." Klara wollte etwas entgegnen, beherrschte sich aber und entfernte sich rasch in das Nebenzimmer, um den Vater nicht länger auf den Mantel warten zu lassen. Auch der Förster war an den Tisch getreten und nahm seiner Frau das Zeitungsblatt aus der Hand. „ Gib das Zeug her!" sagte er.„ Wo steht es?" Frau Adelheid wies mit dem Finger auf die betreffende Stelle: „ Da, ein großes Inserat, eine riesige Reklame, und ein Eintrittsgeld erhebt der Narr sogar!" Die Stirn in finstere Falten gelegt, las der Förster das Inserat. „ Ein Entree zur Erziehung seines Kindes! Lächerlich!" knurrte er. Er dämpfte seine Stimme ein wenig, daß Otto ihn nicht verstehen sollte:„ Adelheid, gib acht auf das Mädel, hörst du? Die Klara gefällt mir seit einiger Zeit nicht mehr!" Die Försterin widersprach ihm nicht, wie immer, wenn es die Tochter betraf. „ Ich glaube es selbst, die Torheiten dieses Narrenapostels stecken ihr im Kopf! Seit wir hier sind, ist sie wie närrisch, hat Heimweh nach dem Lande und schwärmt immer von Arbeit, Natur und anderen Dummheiten!" Sie wurde durch ein Klopfen an der Tür unterbrochen. Der Alte blickte ärgerlich auf. ,, Verdammt, den ganzen Tag das Laufen und Rennen, ab und zu, wie in einem Taubenschlag, keinen Augenblick kann man allein sein!" Der Draußenstehende, der wohl nicht ahnte, wie unerwünscht sein Besuch war, klopfte nur um so stärker von neuem. ,, Herein!" rief Otto. Unternehmerin weiteres mit Wald bestandenes Gelände der Braunfelser Herrschaft ausbeuten, was die Verwaltung herzugeben aber entschieden abgelehnt haben soll. Man hat sich nun an die Gemeinde Lollar gewendet, und dieser eine glänzende Offerte gemacht, wenn sie einen Teil ihres Be sizes an dem Kippel zur weiteren Ausbeutung des Steinbruches hergibt. Wie man hört, werden die Gemeinderäte von Lollar den Antrag der Firma Dauster ul Co. ab= lehnen, weil sie der Ansicht sind, daß der charakteristische Hügel mit seinem prachtvollen Baumbestand, der mit dem Hangelstein gemeinsam der Gegend weithin ihr Gepräge gibt. „ Bist du der Herr hier im Hause?" fuhr der Förster ihn an.„ Warte, bis ich-" Bardon, ich glaubte, du habeſt es nicht gehört, ich-" Der Vater ließ ihn nicht ausreden: „ Wenn du im Hause zu befehlen hast, so will ich gehen! Klara!" ( Gerichtet 21 Nr. 8.) Er nahm seinen Hut vom Nagel und wandte sich der Tür zu. 5. Kapitel. Im Augenblick, da Lorenz Meiner geben wollte, trat Klara Balliatademie zu v Egen vom 25. Se ollbatademie zu b nd einen zusamm dagogit halten. Fragen der Pra Gießen zur Befichtig iniversitätsbibliothet Marbur Frauentlinit, Profef Universität Stiel erf * Kassel. beralen Partei f fatt. Die Vorber Der erste Verhandlu usprache über di and eines Referate einer gründlichen A September eine el voraus. * Aus dem Lumdata 1. Neue Schulhäuser erhalten in diesem Jahre die beiden großen Orte Allendorf und Londorf. Dasjenige zu Londors ist einstöckig und enthält nur einen Schulsaal. Der Neubau in Allendorf umfaßt Lehrerwohnung und Schulsaal für die 1. Klasse. * Schotten. Lange Jahre war der Besuch des Schottener Sommerma ftes durch Handelsleute nicht so start wie dieses Jahr. Der Auftrieb an Pferden und Fohlen am Markt betrug 150 Stück der Auftrieb an Rindvieh betrug 1054 Std( etwas mehr als voriges Jahr, schwere Gangochsen wurden gut gehandelt, in mittleren Gangochsen ebenfalls rege Nachfrage, in Bullen geringer Auftri- b, Kühe mehr am Markt und begehrt, Jungbieh in großer Zahl wurde glatt abgenommen. Früher war Dienstags noch hauptsächlich Rindviehmarkt, jetzt werden nur noch Schweine angetrieben, * Frantfuc g- Fu forge un en, am 18. Oft Caualingsfü forg 18. Oftober 1904 Die Frankfurter Büglich des Bomb in der Bockenheim Reid und zwar diesmal 1254( Vorjahr 1047) Stück. Schwere haft in Gießen gewicht angeboten und genommen, besonders von Händ- folgen des ar ib lern aus Mainz und Frankfurt. * Lauterbach. Im hohen Alter von 81 Jahren starb hier nach 50jähriger Dienstzeit einer der ältesten Lehrer Hessens, Ludwig Salzmann. Er trat nach seinem Abgang vom Lehrerseminar Friedberg 1852 in den Schuldienst. * Grünberg. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde nach eingehender Debatte der Anschluß unserer Stadt an das von der Provinz zu errichtende Elektrizitätswerk Lißberg mit 7 gegen 3 Stimmen beschlossen. * Hungen. Der Schweinemarkt war mit 610 Stüd befahren. Bei flottem Handel waren die Preise etwas niedriger als beim letzten Markt, sodaß für 7-8 Wochen alte Ferkel per Paar 40-45 Mt. bezahlt wurden. Andere Stärfen waren im Preise entsprechend. geheilt. * Offenba ibung wurden in weitgehenden Volls ejungen 1000 Mt. gegebene Beispiel a * Mainz. Die Stadtperordnet 10 000 Mt. zur V beitslose unterstützt. ung bei städtischen beiten der Stadt, md. * Mainz. Militärposten von gleich das Gouvern er Posten in der famen wieder dera * Hungen. Auf die vom Kuratorium der hiesigen höheren Bürgerschule an die Regierung gerichtete Eingabe um Weiterbelassung eines Staatszuschusses ist eine abschlä gige Antwort eingegangen. Die Schule wird aber erfreuel durch zwei Mä licherweise doch erhalten bleiben, denn der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, daß das Schulgeld mäBig erhöht und der dann noch fehlende, nicht sehr bedeutende Betrag vollends von der Gemeinde getragen werden soll. * Friedberg. Dem Bürgermeister ist, wie in der letzten Stadtverordnetensizung bekannt gegeben wurde, of fiziell mitgeteilt worden, daß der Großherzog mit Familie, der Zar nebst Gemahlin für kurze Zeit voraussichtlich auch der deutsche Kaiser Gäste unserer Stadt sein werden. Das Fürstenzimmer am Bahnhofe sowie die umgebenden Anlagen werden instand gesetzt. Ebenso wird die Beleuchtungsver anlage im Schlosse und seiner Umgebung bedeutend größert. Die Bewohner der Burg sind aufgefordert worSen, sich Passierscheine zu erwirken. S uf des Soldaten t Schuß auf die Aus ung wurde abgeju iges gefunden. G * Mainz. Frankfurt über Me ungen vor von fo ant im Garde- Kü fest in Aussicht g riffen und Lindpai Fliegern wegen t en hm Stad germeister der gr Reibe für die Stä und * Darmst * Bod Nauheim. Die Stadtverordneten beimritts in das schlossen, den Bad- Nauheimer Veteranen zu der Veteranenfahrt nach Darmstadt am 14. August eine Beihilfe von 10 Mark zu bewilligen. * Weßlar. Die guten Erfahrungen, die der RheinMainische Verband für Volksbildung mit seinen beiden mit dem Mantel über die Schwelle des Nebenzimmers. „ Du willst doch nicht so fort, Vater? Komm, ich helfe dir!" Während sie bemüht war, ihm den Mantel anzulegen, öffnete sich die Tür und Herr von Hohlen tänzelte mit eleganter Verbeugung ins Zimmer. „ Ei, Verzeihung, ich störe doch nicht?" ,, D, im Gegenteil," rief die Försterin, herzlich willkommen!" Sie trat zu ihrem Mann und flüsterte ihm ins Ohr: „ So lauf' doch nicht so davon! Was soll der Herr von Hohlen denn davon denken?" ,, Was er mag!" lautete die kurze Antwort des Försters. Otto war auf den Freund zugeeilt: ,, Guten Tag, Robert, habe dich schon erwartet! Du kommst doch mit?" A * Binger ungen an der Na allenthalben ei Biterung so blei warten sein. * Bingen liche Geldspielauto der Polizei entfer * Das Korp Ehren seiner a nahme an der heinfahrt anschli mers findet einer Sabr statt. * Auz R in lebhafter Bet Für den Zentner pritojen 30-38 Forte 20-25 M HS 17 M., Frü bezahlt. Die Ber d. Die Ernte i Er stellte sich so, daß der Vater ihm nicht ins Gesicht sehen ridgegangen fin tonnte, und machte dem Gefährten ein Zeichen; erst als Robert in bejahendem Einverständnis leise den Kopf geneigt hatte, fuhr er fort ,, Wirst auch eine Einladung zu Lerchenfelds bekommen haben?" as Angebot in werdent 0,70-1,4 * Darmit ier befanntlich it hrliches Progra Barade auf dem Die Försterin suchte noch immer ihren Mann zurück Die Parade wird zuhalten: ,, So warte doch einen Augenblick, ich weiß ja gar nicht, wann du wiederkommst! Es ist wegen des Abendessens! Soll ich-" Der Förster schnitt ihre weitere Rede kurz ab: ,, Brauchst auf mich nicht zu warten! Ich habe keinen Appetit, und wenn, so kann ich im Wirtshaus essen!" ,, Aber so bleib' doch wenigstens, bis-" ,, Keine Minute! Besser unter fremden Menschen fein, als unter den Seinen, die einem fremd werden. Ich kann das Ges sicht nicht sehen von diesem " ,, Still doch!" machte die Försterin. Lorenz Reiner wandte sich um und ging. ,, Adieu!" Sogleich nahmen Otto und Robert ihr zuvor begonnenes Gespräch in lauterem Tone wieder auf. er Hafsia", Gen pito geleitet von hauptmann der Balade beginnt urch den Großhe gobeiten statt. Sltions- Rolonner marich erfolgt in erichiedenen Lot % Darmst ionsunterrichts i eslehrerverband en veranstaltet. geantwortet. Di be Religionsunte Serminderung des chaffung der gionsunterricht. er Religionsunt „ Zu Lerchenfelds, sagst du?" fragte der lettere. Freilich, merricht erteilt habe dort eo ipso Zutritt, gehe aber heute doch nicht hin!" ,, Und ich glaubte, du kämest, mich abzuholen!" erwiderte Otto; dann neigte er sich plötzlich dicht zum Ohre des Freundes und flüsterte rasch:„ Weißt du, es ist nur der Alten wegen, ich nuß ihnen immer was vorschwindeln von hohen Einladungen und dergleichen, sonst ließe sich's der Vater gar einfallen, mich im Hause festzuhalten!" ,, Verstehe," entgegnete Robert halblaut, habe mir's gleich gedacht!" Er lächelte in sich hinein. Und sie sind so dumm und glauben es auch?" ( Fortseßung folgt.) bihentlich 2 be Dr 5 dieser Di Ap Sonnenstr. 6. Gelände der erwaltung ber Man hat sichollsafaöemie zu veranstalten. Prof. Dr. Natrop- Marburg Belsakademie zu veranstalten. Prof. Dr. Nateop- Marburg Eagen vom 25. September bis zum 5. Oftober eine dritte diefer eine eil ihres Be g des SteinGemeinderäte al Co. ab= haratteristische Der mit dem ihr Gepräge Schulhauser er bird einen zusammenhängenden Lehrgang in der Sozialpädagogit halten. Die Nachmittagsvorträge werden sich mit en Fragen der Praris befassen. Ein Nachmittag führt nach Sießen zur Besichtigung der städtischen Lesehalle und der Iniversitätsbibliothek. * Marburg. Der Direttor unserer Universitäts Frauenflinit, Professor Dr. Stöckel, hat einen Ruf an die Universität Stiel erhalten. Orte Allendorf iberalen Partei findet am 1. und 2. Oftober in Kassel ödig und ent tatt. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange. llendorf um Der erste Verhandlungstag am 1. Oftober dürfte durch eine * Kassel. Der Allgem. Vertretertag der nationalKlasse. lussprache über die allgemeine politische Lage, an der Besuch des and eines Referates des Abg. Bassermann, Gelegenheit zu Leleute nicht 0. September eine Sigung des Zentralvorstandes in Kajiner gründlichen Aussprache bieten. Der Tagung geht am an Pferden el voraus. der Auftrieb * Frankfurt a. M. Die Organisation für Säuge als voriges ing 3- Fünf- rge und der Six ppenverein hat sich entschlos gehandelt, in en, am 18. Oftober einen Propaganda Tag für die werdenden Unterrichtsstunden sollen dem Unterricht im verurteilte den Angeklagten zu 14 Tagen strengen ArDeutschen zugute tommen. Diese Herabsetzung ist ohne Gerest Der Angehörige der Landwehr D. hatte einen setzesänderung möglich, da die Stundenzahl durch Verordnung festgelegt worden ist. Die Beschlüsse der Ortsgruppen Gestellungsbefehl zum Aushebungsgeschäft in Lich unbedürfen der Zustimmung der nächstjährigen Vertreter Ver beachtet gelassen. Einer darauf an ihn ergangenen Aufsammlung, die zweifellos erfolgen wird. Auch die evange forderung, den Militärpaß dem Hauptmeldeamt einzu. lische Landeskirche beschäftigt sich jetzt mit derselben Frage.senden, hatte D. ebenfalls nicht Folge geleistet. Bei Wiesbaden. Wider das in dem Welkerschen Gotteslästerungsprozeß ergangene Urteil ist innerhalb gesetzlichen Frist nun doch von beiden Prozeßparteien die Revision angemeldet worden. * der * Westerwald. Die aus hiesiger Gegend im Siegerland arbeitenden Bergleute flagen, daß die Verbesserung des Verdienstes auch jetzt noch viel zu wünschen übrig lasse. Während früher Monatslöhne von 150-180 Mark feine Seltenheit gewesen seien, müsse man jetzt mit 60 bis 80 Mart zufrieden sein. Viele Bergleute ziehen es deshalb auch vor, in der Heimat sich nach Arbeit umzusehen, wenn dieselbe auch weniger lohnend ist. Aus aller Welt. * Berlin. Für eine Aenderung der Reichsversicher ungsordnung, soweit sie von den Aerzten und Krankentasrage, in Bul Bäuglingsfü forge zu veranstalten, ähnlich we es am ſen handelt, treten die medizinischen Fakultäten der mei arft und be. 18. Oftober 1904 durch des Kinderhilfstag geschah. tt abgenom. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat die Aften bc angetrieben, der später angeordneten Vernehmung auf dem Bezirksfommando machte sich der Angeklagte einem Sergeanten, Feldwebel und Bezirksadjudanten gegenüber durch ungebührliche Bemerfungen außerdem der Achtungsverletzung schuldig. Das Gericht verurteilie den Angeflagten zu 12 Tagen mittleren Arrest. * Strafkammer. er Gießen, 9. August 1910. Das Schöffengericht Grünberg hatte den Handelsmann Jonas Roth von Nieder- Ohmen wegen Nötigung und Beleidigung zu einer Gefängnisstrafe von 5 Tagen verurteilt, weil er einem Bahnwärter gedroht hat, falls ihm seinen„ Moriß", der unbefugt über die Eisenbahn gegangen war, anzeige, werde er sich an die Eisenbahndirek tion wenden und ihr mitteilen, daß er ein ausgehecter Sozialdemokrat" sei. Das Schöffengericht nahm an, daß | Roth den Bahnwärter durch die Drohung von einer Amts handlung habe abhalten wollen, zu der er amtlich verpflichtet war. Gleichzeitig wurde auch Beleidigung angenommen, da die Bezeichnung Sozialdemokrat" für einen Beamten beleidigend ist, der durch seinen Diensteid n der Bockenheimer Landstraße an die Staatsanwalt. ad. Schwere chaft in Gießen abgetreten. Der Bankvorstand der ig. Schlacht: Friedberger Reichsbanknebenst de Meyer ist von den Aerzte des jeweiligen Bezirkes zur Strantentassen- Praris, so Einhaltung der Staatseinrichtungen verpflichtet ist. Roth ers von Händ. Folgen des ar ihm verübten Verbrechens noch nicht geheilt. on 81 Jahren r ältesten Leb* Offenbach. In der letzten Stadtverordneten- ch seinem Ab hung wurden in Anerkennung der Notwendigkeit einer den Schul veitgehenden Volksbildung der Gesellschaft für Volks- Vorejungen 1000 Mt. bewilligt. Hoffentlich findet das hier gegebene Beispiel auch anderswo Nachahmung. einderatsfibung unjerer Stadt * Mainz. zur Unterstützung von Arbeitslosen hatte Elektrizitätswert pie Stadtverordneten Versa amlung auch in diesem Jahre 10 000 Mt. zur Verfügung gestellt. Es wurden 336 Armit 610 Stüd eitslose unterstützt. Etwa 300 Arbeiter fanden Beschäftigise etwas nieb- ang bei städtischen Bauten und 700 bei den Notstandsar 8 Wochen alte ind. eiten der Stadt, für die 37 000 Mt. aufgewendet worden Andere Stär * Mainz. In jüngster Zeit wurden wiederholt Militärposten von Zivilpersonen mit Steinen beworfen, ob um der hiesigen gleich das Gouvernement von Zeit zu Zeit die Instruktion richtete Eingabe ser Posten in den Vororten bekannt machen läßt. Jetzt it eine abschlä amen wieder derartige Belästigungen von Posten in Kacd aber erfreu- tel durch zwei Männer vor. Als die beiden auf den Halt= Bemeinderat hat uf des Soldaten nicht stehen blieben, gab der lettere einen Schulgeld mä- Schuß auf die Ausreißer ab, traf jedoch nicht. Die Umgeb cht sehr beden- ang wurde abgesucht. Hierbei wurde aber nichts Verdäch etragen werden iges gefunden. Gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet. * Mainz. Zum bevorstehenden Ueberlandslug von ift, wie in der Frankfurt über Mainz nach Mannheim liegen feste Anmeldben wurde, of angen vor von folgenden Piloten: v. Kitemer, Oberleut= a mit Familie, ant im Garde- Kürassier- Regiment, Jeannin und v. Mumm. raussichtlich auch Fest in Aussicht gestellt haben ihre Meldungen: von Go n werden. Das riffen und Lindpaintner. Die Strecke nach Mainz ist den gebenden Anla- Fliegern wegen technischer Schwierigkeiten freigestellt worie Beleuchtungs ben. Im Stadthause fand eine Zusammenfunst der Bürbedeutend vergermeister der größeren hessischen Städte statt, wobei eine fgefordert wor Reihe für die Städte wichtiger Fragen zur Beratung famen. * Darmstadt. Den 70jährigen Gedenktag seines erordneten be Eintritts in das Heer beging am Dienstag der General= der Veteranen euinant 3D. Auguſt Graf zu Solms- Wildenfels. Beihilfe von 10 * Bingen. Die Weinberge stehen in den Gemartungen an der Nahe fast durchgängig gut und der Behang die der Rhein ist allenthalben ein zufriedenstellender und wird, falls die t seinen beiden Wit.erung so bleibt, noch ein ziemlich guter Herbst zu erwarten sein. zimmers. T * Bingen. In der Automatenhalle wurden sämtm, ich helfe dir!"( iche Geldspielautomaten von einem Schlosser in Gegenwart der Polizei entfernt. antel anzulegen, Das Korps Hassia" hielt gestern in Bingen lte mit eleganter zu Ehren seiner alten Herren einen Kommers ab. Die Teilnahme an der Veranstaltung, an die sich heute noch eine Rheinfahrt anschließt, war eine erfreulich große. Der Komich willkommen!" mers findet einem alten Brauch gemäß in jedem fünsten Jahr statt. m ins Ohr: Il der Herr von des Försters. rtet! Du kommst ins Gesicht sehen * Auz Rheinhessen. Nach wie vor herrscht ein lebhafter Betrieb auf dem rheinhessischen Obstmarkte. Für den Zentner Reineflauden wurden zuletzt 12-14 Mr., Aprikosen 30-38 Mt., Pfirsiche 1. Sorte 28-35 Mt., 2. Sorte 20-25 MA, Mirabellen 22-25 Mt., Frühbirnen 12 bis 17 Mt., Frühäpfel 10-16 Mr., Pflaumen 6-9 Mr. bezahlt. Die Verkäufe in Buschbohnen waren sehr bedeut end. Die Ernte ist sehr groß, so daß auch die Preise etwas zurückgegangen sind. Sie fosten im Zentner 6-8 Mt. Auch werden 0,70-1,40 Mt. bezahlt. ; erft als Robert das Angebot in Gurken ist bedeutend. Für die 100 Stück of geneigt hatte, * Darmstadt. Zu dem am 13. und 14. August hier bekanntlich stattfindenden Veteranen- Appell ist ein ausBarade auf dem Ererzierplatz vor dem Rheintore enthält. sten deutschen Universitäten sowie zahlreiche hervorragende Vertreter der medizinischen Wissenschaft in einer Dentschrift an den Bundesrat ein. Sie verlangen im Unterschied zu den einschlägigen Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung die freie Aerztewahl im Sinne einer grundsäß= lichen Zulassung aller im deutschen Reiche approbierten weit sie sich den durch Vertrags- Kommissionen festzusetzen den Bedingungen unterwerfen, die gesetzliche Einführung solcher Vertrags- Kommissionen, paritätische Einigungskom missionen und die Bindung der Zulassung zur Krankenversicherung an ein jährliches Gesamt Einkommen von 2000 Mart. Der Zwang zur ärztlichen Hilfeleistung soll besei tigt werden. * Berlin. Der Gedanke, die Wehrsteuer der Veteranen- Fürsorge dienstbar zu machen, wurde im Reichsschabamte noch einmal erwogen und vorgeschlagen, die Steuer in Form prozentualer Zuschläge zur Einkommen steuer von den Nichtdienenden zu erheben, weil dann feine besonderen Erhebungskosten entstehen würden. Der niedrigste Satz der Wehrsteuer, die bis zum 40. Jahre erhoben werden soll, sollte 10 Pfennig, der höchste 20 Mt. und darüber ausmachen. * Hamburg. Die Zahl der hiesigen Ausständigen ist noch durch den Hinzutritt der Maurer verstärkt worden. Die Schiffsreiniger und Maler im Hamburger Hafen sowie die Dockarbeiter der Hamburg- Amerika- Linie stellen eben= falls die Arbeit wegen verweigerter Lohnerhöhung ein. Die Verhandlungen darüber währen schon seit Frühling. Das Reichsamt des Innern hat in den Streitigkeiten zwischen den Werftbesitzern und den Werftarbeitern seine Vermittlung angeboten. * Siegen. Der Kreis Siegen ist von jeher stark von der Zigeunerplage heimgesucht worden. Nun hat man ein Mittel gefunden, welches seit seiner Anwendung die Zigeunerplage schon stark vermindert hat; man läßt näm lich die Zigeunerfinder in die Fürsorgeerziehungsanstalten stecken, wozu das Fürsorgegesez den Behörden das Recht gibt. Das Verfahren hat auf die Zigeuner einen derartigen gen Eindruck gemacht, daß sie die Gegend sichtlich meiden. Zur Nachahmung zu empfehlen! * Brüssel. Der internationale Bergarbeiterfongreß wurde hier durch das britische Parlamentsmitglied Edwards eröffnet. Vertreten sind Deutschland, Großbritannien, Belgien und Frankreich. In den Begrüßungsansprachen traten die Redner sämtlich für die Weltfriedenidee ein. Namens der Deutschen sprach der ehemalige Kaiser- Deputierte Schröder. * In Nicaragua haben die Aufständischen einen neuen Erfolg errungen und San Ubaldo am Nicaragua- See eingenommen. Es wurden zwei Sturmangriffe unternommen, der eine auf San Josee, der andere auf San Ubaldo selber. Eine große Menge Vorräte, Gewehre und Munition fiel in die Hände der Angreifer, deren Verluste gering waren. in )( Lavallade geschlagen. Fr. Huybrechts gewann am Sonntag den Großen Preis von Frankfurt einem 100 stilometer- Rennen. L. Vanderstuyft, A. Stell= brink, Ludwig und Lavallade wurden geschlagen; letterer, der in Frankreich große Erfolge erzielte, unterlag bei ſeinem ersten Start in Deutschland dem Brennaborfährer und endete als letter. )( Den Großen Industrie preis von Essen gewann T. Hall am 7. d. Mts. in einem 50 KilometerRennen. Zweiter wurde W. Ebert und J. Böschlin er= oberte den kleinen Industriepreis. Alle drei fahren Brennabor. Aus dem Gerichtssaal. Das Standgericht des Kaiser- Regimeuts beschäf nfeldbz bekommen führliches Programm erſchienen, das auch einen Plan der tigte fich in feiner letzten Sizung mit einem Vergehen des Musketiers Sch. und des Landwehrmannes D. gegen die militärische Disziplin. Der Musketier Sch. Mann zurüd Die Parade wird kommandiert von dem ersten Präsident hatte einen Befehl seines Korporalschaftsführers brum: mend und zögernd ausgeführt und auf eine ihm d halb von dem genannten Vorgesigten erteilte Rüge sich eine unongemessene& wid runa erlaubt. Das Gericht eiß ja gar nicht, des Abendeffens! Barade beginnt um ab: Ich habe keinen marsch erfolgt in geschlossenen Zügen durch die Stadt. In effen!" Menschen fein, als tatt. der„ Hassia", Generalleutnant z. D. Hof. Die Aufstellung wird geleitet von dem Vorsitzenden des Ordnungsausschusses, Hauptmann der Landwehr Schröder. Die Ausstellung der 10 Uhr. Nach Abgehen der Front durch den Großherzog findet der Vorbeimarsch vor den Kgl. Hoheiten statt. Die Kompagnien formieren dazu Gruppen Seftions- Kolonnen); jede Gruppe zu vier Rotten. Der Ab terschiedenen Lokalen findet ein gemeinsames Mittagessen * Darmstadt. Ueber die Neugestaltung des Relibeslehrerverband eine Umfrage bei den einzelnen Ortsgruppen veranstaltet. Von 106 Ortsgruppen haben 53 bis jetzt geantwortet. Diese Zuschriften fordern die Beibeha tung bes Religionsunterrichts als ein besonderes Unterrichtsfach, Verminderung des Lehrstoffes und der Unterrichtsstunden, Abschaffung der Religionsprüfungen und Zensuren im Religionsunterricht. Auf den beiden unteren Jahrgängen soll der Religionsunterricht im Anschluß an den Anschauungswöchentlich 2 bezw. hächstens 3 Stunden, statt bisher oder 5 dieser Disziplin gewidmet werden sollen. Die freiIch kann das Geonsunterrichts in der Volksschule hat der hessische Lanzuvor begonnenes lektere Freilich, Unterricht erteilt werden, während auf den anderen Stufen och nicht hin!" abolen!" erwiderte Dhre des Freundes der Alten wegen, von hohen Ein er Bater gar ein babe mir's gleich fie find so dumm .) Apollinaris Sonnenstr. 6. NIEDERLAGE BEI: Jean Weisel Giessen 4 Telefon 235. | verfolgte Berufung, indem er bestritt, daß er die Aeußerung getan hat. Die Verhandlung ergab, daß die Angaben des Bahnwärters richtig sind, weshalb die Berufung des Angeflagten zurückgewiesen wurde. Dem Erdarbeiter Konrad Georg Schlosser aus Gon= tershausen ist die Verführung eines noch nicht 16jährigen Mädchens, das bereits niedergekommen ist, zur Last gelegt. Der Umstand, daß der Vater des Mädchens Witwer ist und die Beaufsichtigung des Mädchens mangelhaft war, dürfte dazu geführt haben, daß dem Angeklagten die Sache leicht gemacht worden st. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Der Angeklagte hat sich nicht gescheut, Beleidigungsklage gegen das Mädchen zu erheben, als es ihn als Vater ihres Kindes bezeichnet hat. Es erfolgte deshalb auch Anklage wegen falscher Anschuldigung. Der Angeklagte wurde zu 1 Jahr und 3 Monaten Gefäng= nis verurteilt und in Haft genommen. Dem Mädchen wurde die Befugnis zugesprochen, das Urteil zu veröffentlichen durch Anschlag an die Ortstafel. Literarisches. Die Schaubühne", Wochenschrift für die gesamten Interessen des Theaters, herausgegeben von Siegfried Jacobsohn, enthält in der 32. und 33. Nummer ihres 6. Jahrganges u. a.: Der Schauspieler Wedekind. Von E. Mühsam. Frizz Krastel. Von Arthur Kahane. Die Zivilliste. Von Georg Caspari. Das münchner Theaterjahr. Von Lion Feuchtwanger. Mannheimer Theater schluß.( Die Kronprätendenten). Von Hermann Sinsheimer. Annahmen. Uraufführungen. Neue Bücher. Zeitschriftenschau. Todesfälle. Nachrichten. Kleider machen Leute, sagt ein bekanntes Sprichwort. Doch kommt es sicher dabei weniger auf den Wert der Stoffe als aul die elegante Arbeit und den Chic an. Wie man sich auch mit geringen Mitteln nach der neuesten Mode fleiden kann, das lehrt uns das weltbekannte, illustrierte Modenjournal„ Große Modenwelt" mit bunter Fächervignette, Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 57. 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" , 1,00 1,10 " Im Gaswerk findet nur Verkauf von über 5 Str. statt, die meisten hiesigen Kohlenhändler berabfolgen Gasfots auch in Mengen unter 5 3tr. Für Anfuhr an das Haus werden 10 Pfg. für den Zentner berechnet. Für Abnehmer außerhalb der Gemarfung Gießen ermäßigen sich die Preise außerdem um den Betrag der Oftroirückvergütung von 4 Pfg. für den Ztr. Der billige Preis wird nur für den Koks gewährt, der bis 1. September 1910 abgenommen wird. Vom 1. September ab treten die Winterpreise in Kraft. Gießen, den 6. Angust 1910. Städtisches Gas.: und Wasserwerk Gießen. Steding. Ein gutes Getränk ist herzustellen durch einen neuen Artikel: Geröstetes Rorn ,, Marke Kornblume", welcher seit einiger Zeit von der Kaffee: Großbandlung Wilhelm Christ& Co., Mainz und Ko onialwarenhandlungen zum Verkauf gebracht wird. Seltersweg 79 a Neuenweg 4 Diefes Fabrikat dürfte das vollkommenſte neueste Produkt sein, welches als Kaffee- Ersaz oder Kaffeezusazmittel im Handel vortommt. 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