de ustellen Kornblume", blung Wilhelm nhandlungen zum e neueste Brobuft tel im Handel vor: te Rojtart, nachdem reinigt und geschält wird im Gegen n, boller Spreu ift. Getränk für Arme iches Getränk für enleidenden, soweit ling werden. kranke traße) 5-7 Uhr. anten und An n, Gießener Zeitung - - ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mk., durch die Post 1,50 M. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", fiegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 120. - - Die Sozialdemokratie und die Politik des Erreichbaren. ( Nachdruck verboten.) Die sozialdemokratischen Revisionisten wissen wohl, daß auf dem bevorstehenden Parteitag in Magdeburg die Mehrheit gegen sie entscheiden wird. Um ungestörter als dort in Heilstätten. zu Worte zu kommen, geben sie in einer Reihe von Auf0190 19 bon Ansteckung. Volt. rtreter. e Malzfabrit sucht eten. iellen hohem Lohn. Müller, 8fabrit. ng! te !! Spottbillig. Ilig. raphischer n. rie hon 555. fe befter und Beinbergslagen Fäffern bon 25 en b. 12 Fl. an Sichter HEIM a. Rh. weine. Gerungs- Grfell en genten llen Bewerbungen Je einreiden unter Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). säßen in den in ihren Händen befindlichen„ Sozialistischen Monatsheften" ihre Auffassungen über die Möglichkeit einer fruchtbaren Politit der Sozialdemokraten zum Besten. Nach ihrer Meinung ist eine solche Politis nur möglich, wenn die Sozialdemokratie Anschluß an die liberalen Parteien sucht und findet. Bleibe sie allein, so werde sie trotz der von ihrer Anhängerschaft in die Wagschale geworfenen ungeheueren Stimmenzahl politisch ohnmächtig bleiben. zu Die Revisionisten empfehlen den Anschluß an den Liberalismus nicht nur bei politischen Wahlen, sondern auch in praktischen politischen Fragen. So sagt der bekannte frühere Privatdozent Dr. Leo Arons:„ Fürs erste scheint mir zur Förderung der Wahlrechtsbewegung in Preußen neben der unausgesetzten Aufklär= ungsarbeit über die tatsächlichen Verhältnisse in Preußen, die in ihrem Zusammenhang den Genossen noch viel wenig bekannt sind, das Wichtigste, immer wieder festzu stellen, daß die Sozialdemokratie allein gegenwärtig hricht in der Lage ist, die reaktionären Widerstände zu überwinden, und daß sie sich deshalb bereit erklären muß, sich mit den liberalen Parteien zu verbünden, um in Teilerfolgen Preußen zunächst einmal zu einem modernen Kulturstaat umzugestalten." Die Bezugnahme des Dr. Arons auf die Wahlrechtsfrage ist von ganz besonderem Interesse. Gerade in dieser Frage hat sich der herrschende radikale Flügel des Sozialismus stets vollständig intransigent gezeigt. Selbst die Linksliberalen, die doch gewiß in der Frage der preußischen Wahlreform einen sehr entschiedenen Standpunkt vertreten, find immer wieder als„ Voltsverräter" gebrandmarkt worben, weil sie weder in ihren Forderungen soweit gingen wie die Sozialdemokratie, noch die demagogische Art des Wahlkampfes, wie ihn die Sozialisten betrieben, mitmachen wollten. Herr Dr. Arons aber würde sich zunächst mit „ Teilerfolgen" begnügen d. h. wenn sich beispielsweise eine Mehrheit für das direkte und geheime Wahlrecht in Verbindung mit einer angemessenen Abänderung der Wahlkreise sände, so würde er dieser Mehrheit beitreten und nicht die Verbesserung deshalb ablehnen, weil sie nicht die Ueber= tragung des Reichstagswahlrechts darbiete. a= Wollte die Sozialdemokrate diesen Standpunkt nehmen, so wäre allerdings eine gemeinsame Arbeit aller liberalen Parteien, auch des gemäßigten Liberalismus, mit ihr in manchen bedeutsamen Fragen wohl durchführbar. Es ist unzweifelhaft, daß, wenn über das praktisch Erreichbare in der Frage der Wahlreform innerhalb der Linken des Preußischen Abgeordnetenhauses volle Einmütigkeit bestünde, die Durchführung einer solchen Reform viel eher möglich wäre, als jetzt, wo das Ministerium, wenn es eine Vor= lage in diesem Sinne einbrächte, nicht einmal die Linke geschlossen hinter sich hätte. Diese Spaltung der Linken in dieser wichtigen Frage bietet außerdem den Konservativen eine wertvolle Stüße bei ihrem offenen und dem Zentrum bei seinem geheimen Kampfe gegen die Wahlreform. der Leider besteht ein unüberbrückbarer Gegensatz zwischen der praktisch politischen Auffassung des Dr. Aron und Demagogie der offiziellen sozialistischen Partei. Daß die offizielle Partei für die Politik des Erreichbaren schlechterdings keinen Sinn hat, beweist gerade jetzt das Zentralorgan der Partei, der„ Vorwärts". In dem ersten einer Reihe von Artikeln über den Entwickelungsgang des Liberalismus behandelt das sozialistische Zentralorgan auch die kurze Zeit des Bülow'schen Blocks. Es wirst dabei den Linksliberaien bor, daß sie, um die Gunst der maßgebenden Junterpartei und der Bureaukratie zu gewinnen, an Preisgebung parlamentarischer Rechte das Zentrum übertrumpft hätten und zu einer Schutztruppe des bureaukratisch- junterlich- militaristischen Systems geworden wären. Die Vorgänge seit dem Zusammenbruche des Blocks haben also den„ Vorwärts" noch nicht darüber belehren können, daß die Möglichkeit für den Liberalismus, an der Regierung teilzunehmen, der ficherste Schutz gegen die Reaktion ist. Oder will der„ Vorwärts" behaupten, daß jetzt, wo der Liberalismus wieder in die Opposition gedrängt worden ist, liberaler regiert wird, als zur Zeit des Blocks? Wenn das in jener Zeit entstandene Vereinsgesetz einer Partei zugute kommt, so ist es doch wohl die Sozialdemokratie und man müßte es desSamstag, 10. September 1910 halb eine unverschämtheit und eine Undankbarkeit der Sozialdemokratie nennen, wenn sie dem Liberalismus aus seiner Teilnahme am Block Vorwürfe macht, wenn nicht eben die große Mehrheit der Sozialdemokratie schlechthin fein Vom Verständnis für die Politik des Erreichbaren hätte. Standpunte des„ Alles oder Nichts" freilich ist sowohl das Reichsvereinsgesetz wie die ganze Blockaera überhaupt verwerflich. Mit dem Grundsaße„ Alles oder Nichts" wird man wohl durch wuchtige Phrasen zu betörende Massen gewinnen, aber niemals praktische Politik treiben können. Zum Zarenbesuch in Friedberg. Der Kaiser von Rußland, das Großherzogspaar, sämt liche Prinzen und Prinzessinnen machten Montag nachmittag einen Ausflug in Automobilen nach der alten Burg- ruine Münzenberg. Die Herrschaften kehrten, nachdem sie in einem Gartenrestaurant eine kleine Erfrischung zu sich genommen hatten, nach Friedberg zurück. Das Automobil des Zaren steuerte der Großherzog selbst. Die Kaiserin verbrachte die Zeit in Friedberg. Auch der Thronfolger hatte an dem Ausfluge nicht teilgenommen. Am Abend machte der Herzog Paul von Mecklenburg, welcher in Bad- Nau= heim zu Besuch ist, dem Kaiserpaar seine Aufwartung. Der Zar mit Begleitung unternahm Dienstag nachmit tag eine Autofahrt nach Staufenberg im Lahntale, die Zarin mit der Prinzessin Vittoria von Battenberg eine solche nach Homburg v. d. H. Die Zarin wird ihre Nauheimer Kur in den nächsten Tagen beginnen. Man hat von einer Fabrit eine elektrische Leitung ins Schloß gelegt, durch welche Strom geschafft werden soll für elektrische Bäder der Zarin. Der Leibarzt der Zarin Dr. Grote hat am Samstag nachmittag die 3arin zum ersten Male untersucht und sich jetzt definitiv dahin entschlossen, daß ihre Kur in Bad Nauheim sofort beginnen solle. Als äußerster Termin ist Mittwoch in Aussicht genommen. Der Zar machte Mittwoch vormittag mit dem Leibarzt Dr. Botkin, dem Flügeladjutanten Kapt. Drentelen und seiner ältesten Tochter Olga eine Spazierfahrt, trant dann am Karlsbrunnen Wasser und kehrte zu Fuß nach Schloß Friedberg zurück. Am Nachmittag fuhren der Zar sowie der Großherzog mit Gefolge in Automobilen nach Homburg. Die Rückfahrt erfolgte gegen 6 Uhr. Die Großherzoglichen Herrschaften machten am Donnerstag nachmittags mit ihren Gästen und dem Gefolge einen Automobilausflug nach dem Feldberg und kehrten nach 8 Uhr auf die Burg zurück. Gestern früh fuhr der Kaiser von Rußland zur Trinkfur nach Bad Nauheim. Hierauf begab er sich mit dem Großherzog, der Prinzessin Vittoria von Schleswig- Holstein und der Prinzessin Andreas von Griechenland zum Tennisspiel in Bad- Nauheim. Lokales. Gießeu, 10. September 1910. * Anläßlich des Geburtstages der Großherzo= gin fällt in den hiesigen Schulen der Unterricht am 17. September aus. ** Befördert wurde der Privatdozent in der Maschineningenieur- Abteilung der Technischen Hochschule zu Charlottenburg, Wilhelm Wagenbach, zum etatsmäßigen Professor der Technischen Hochschule zu Breslau. Wagenbach ist ein Sohn des Kirchendieners Wagenbach zu Gießen. ** Provinzial- Ausschuß. Samstag, den 17. September 1910, vormittags 9 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial- Ausschusses mit folgender Tages- Ordnung statt: 1. Aufnahme des taubstummen Heinrich Lenhardt von Petterweil in die Taubstummenanstalt. 2. Gesuch des August Bindewald zu Schwalheim um Er= laubnis zum Betriebe einer Schantwirtschaft. 3. Besetzung der Gemeinde- Einnehmerstelle für die Gemeinde Lollar. 4. Die Kreisstraße Friedberg- Staden Km. 8,4-8,8 in Nieder- Florstadt. 5. Beschwerde des Heinrich Haas 3. in Bruchenbrücken gegen einen Gemeinderatsbeschluß, Brunnenanlage betreffend. = ** 3u Geschworenen für die nächsten Schwurgerichtssitungen wurden ausgelost: Justus Formhals, Fabrifant in Großen- Linden; Jat. Bauer, Landwirt in Schwalheim; Phil. Spahn, Landwirt in Selters; Johann Georg Windisch, Hofbäcker in Friedberg; Gust. Hamann, Architekt in Gießen; Friedrich Birnbaum, Gräft. Kammerdirektor in Laubach; Vittor Alh. Holl, Privatier in Rodheim v. d. H.; Eduard Kretschmann, Rentner in Lich; Hch. Schmalbach, Landwirt in Hartmannshain; Wilh. Schmidt 8., Rechner in Großen- Buseck; Wilh. Rabenau 1., Kaufmann in Alten- Buseck; Heinr. Met 7., Kaufmann in Ober- Ofleiden: Hermann Bausch 1., Rentner in Nieder- Wöllstadt; Jos. Weihl, Kaufmann in Homburg a. ds Ohm; Wilhelm Müller 2., Landwirt in Kirchgöns; Engelbert Schneider, Bürgermeister in Herbstein; Gg. Allmendinger, Fabrikant in Grünberg; Karl Schmidt 2., Fabrikant in Grünberg; Johs. Karl Fölzing, Landwirt in Billertshausen; Christian Hofmann 2., Rentner in Dorheim; Wilh. Aug. Schaub, Beigeordneter in Büdesheim; Fat. Aug. Wiegand, Land- und Gastwirt in Bönstadi; Karl Diehl, Landwirt in Münch- Leusel; Wilh. Kib, Rentner in Gießen; Ludw. Bernhardt, Landwirt in Elpenrod; Friedr. Fenchel 2., Landwirt in Griedel; Hch. Wilh. Ortwein, Landwirt in Angersbach; Wilh. Struth 2., Fabrikant in Lauterbach; Leonhard Hoos, Fabrikant in Lauterbach; Hch. Walter 3., Landwirt in Maar. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pig.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. 21. Jahrg. * Postalische 3. Durch die am 1. Oktober erfolgenden Umzüge werden gewöhnlich auch zahlreiche Verlegungen von Fernsprech anschlüssen erforderlich. Es liegt im Interesse der Inhaber solcher Anschlüsse, die Verlegungen möglichst bald beim Telegraphenamte zu beantragen. Eine verspätete Anmeldung fann leicht zur Folge haben, daß die Arbeiten nicht zum gewünschten Zeitpunkte ausgeführt werden. * Städtische 3. Die Kasse des städt. Gas- und Wasserwerkes wird nunmehr mit der Stadtkasse verschmolzen und dementsprechend die Stelle des vor kurzem verstorbenen Kassierers Wetter aus dem städt. Anschlag gestrichen. * Die Bautätigkeit in Gießen war ungeachtet des Streits in dem Baugewerbe auch in diesem Jahr recht lebhaft. Im ganzen wurden 36 Häuser aufgeführt. * Das Rhein- Mainische Verbands the ater wird seine diesjährige Winterspielzeit mit einer Vorstellung von„ Was Ihr wollt" am 28. September in W e B- I ar beginnen. Die Vorstellung dient als Beispielveran staltung bei der Volksakademie des Rhein- Mainischen Verbandes, einem Kursus für Voltsbildungsarbeit für die ständigen Mitarbeiter des genannten Verbandes und andere Interessenten. * Getreide märkte in Gießen zu veranstalten, planen seit längerer Zeit verschiedene hiesige Getreidegroßfaufleute. Sollte das Unternehmen zustande kommen, was bei dem Umfang des Gießener Getreidehandels kaum bezweifelt werden kann, so steht zu erwarten, daß die Märkte in ganz Oberhessen und dem Nachbargebiet den lebhaftesten Anklang finden werden. * Das Gießener Stadttheater wird seine Pforten am 4. Oktober öffnen. Die bewährte Leitung des Direktor Steingoetter dürfte auch diesmal wieder in Verbindung mit den vorzüglichen Leistungen des Ensembles für in jeder Beziehung mustergültige Aufführungen for= gen. Möge es daher an dem guten Besuch der Vorstellun gen nicht fehlen! * Die Grummeternte hat in der Umgegend von Gießen begonnen. Leider läßt die Beschaffenheit des Heues zu wünschen übrig, da die Wiesen unter der ungünstigen Witterung sehr gelitten haben. Auf die Kartoffeln hat die Feuchtigkeit der letzten Wochen ebenfalls start eingewirkt, so daß viele dieser Feldfrüchte angefault sind. Aus Hessen und Nachbargebiet. * Grünberg. Der Vogelsberger Geflügel- ul Vogelzuchtverein in Grünberg beabsichtigt mit der am 12. und 13. Oktober I. Js. in Grünberg stattfindenden Geflügelausstellung eine Verlosung von Rassegeflügel und der Geflügelzucht dienenden Gegenständen zu verbinden. Das Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 1500 Lose zu 0,50 Mt. das Stück ausgegeben werden dürfen. ** Ober- Mock stad t. Die Sammlung für die hilfsbedürftigen Mitglieder des ehemaligen Vorschuß- und Kreditvereins Ober- Mockstadt ist geschlossen worden. Die Sammelstellen werden daher gebeten, die eingegangenen Geldspenden, soweit dies noch nicht geschehen ist, alsbald und tunlichst bis zum 15. Sep, ember d. Js. an die Hauptsammelstelle, die Kreiskasse des Kreises Büdingen, abzuführen. Ueber den Eingang und die Anlegung der Gelder wird demnächst ein Ausweis veröffentlicht werden. * Hungen. Der Bau der elektrischen Bahnstation zum Verkehr mit Triebwagen auf der Strecke Hungen- Laubach- Mücke wird noch nicht am 1. Oktober vollendet sein. Vielmehr dürfte sich die Eröffnung des Betriebs bis 1. Januar hinziehen. * Nidda. Als erstmalige gemeinsame Veranstaltung der Landwithchaftskammer mit der Stadt fand hier ein Fasel und Prämiierungsmarkt statt. An Prämien wurden nahezu 400 Mart ausgegeben. * Friedberg. Unser durch das Bombenattentat start mitgenommenes Rathaus ist jetzt im Innern soweit hergerichtet, daß bis auf die Stadtkasse und Bürgermeisterei alle Aemter wieder in ihm untergebracht sind. * Friedberg. Die„ Hess. Jugendhelfer- Vereinigung" hatte zu Friedberg ihre erste Ausschußsizung. E2 wurde einstimmig beschlossen, im Laufe des Winterhalb= jahres in allen drei hessischen Provinzen Vorstoß- Versamnilungen" abzuhalten, in denen durch Vorträge das Interesse weiterer Kreise für die Jugendarbeit geweckt und auf die Notwendigkeit der Arbeit hingewiesen werden soll. * Friedberg. In regem Wetteifer arbeitet seit einigen Jahren die Stadtverwaltung mit dem Geschichtsund Altertumsverein zu Friedberg daran, die Denkmäler der. ehemaligen Reichsstadt zu erhalten und nußbar zu machen. Das 1902 gegründete, von Professor Paul Helmfe verwaltete Wetterauer Museum enthält in 5 Räumen eine statt= liche Reihe wertvoller und fostbarer Stücke aus den ver- schiedensten Zeiten. Nunmehr sind nach dreijähuger opferfreudiger Tätigkeit des Oberlehrers F. Dreher auch die Archivbestände der Stadt geordnet und zugänglich gemacht. * Bad Nauheim. Der Bau des Empfangsgebäudes unseres Bahnhofes schreitet rüstig voran. In ihm wird auch eine Nebenstelle des Postamtes eingerichtet. VerBad Nauheim, 6. Sep. Der allgemeine band deutscher Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften begann heute vormittag im Konzertsaale des Kurhauses seinen 51. allgemeinen Genossenschaftstag unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung. Es waren etwa 1000 Vertreter aus allen Teilen des Reiches und Desterreich- Ungarns zugegen. Die Galerie war zum Teil mit Damen besetzt. Justizrat Dr. Alberti- Wiesbaden eröffnete die Tagung mit einer Begrüßung der Gäste und dankte namentlich den zahlreichen Vertretern der Behörden für ihr Erscheinen. U. a. waren als Vertreter der hessischen Regierung Geheimrat Best, Provinzialdirektor Dr. Usinger, Kreisrat Schliephale und Landesökonomierat Müller erschienen. Der Vorsitzende betonte in seiner Begrüßungsrede, daß der Genos= senschaftstag schon jetzt zum dritten Male im Westen Deutschlands seine Tagung abhalte und daß die Verhandlungen stets eine zunehmende Beteiligung aufzuweisen hätten. Er gedachte dann des Seniors des deutschen Genossenschaftswesens, Geh. Rat Proebst- München, dessen 80. Geburtstag die Genossenschaft in freudigster Weise feiern konnten und dem als äußere Anerkennung von der Universität München der Ehrendoktortitel verliehen worden sei. Geh. Rat Best begrüßte als Vertreter der Regierung und zugleich im NaVer= men sämtlicher anderer behördlichen Vertreter die sammlung und betonte, daß in Hessen die nach Delißsch Schulze gegründeten Genossenschaften die erste Stelle einnehmen, wie er mit Freuden fonstatieren könne. Die Stürme des Erwerbslebens hätten sich immer komplizierter gestaltet und deshalb müßte die Gründung der Genossenschaften besonders begrüßt werden. Darauf wurde in die Tagesorde nung eingetreten. Zunächst erstattete der Anwalt Prof. Dr. Crüger den Jahresbericht. Nach demselben bestehen 23 309 Genossenschaften in Deutschland, dem Allgemeinen Verbande gehören an 1363 Genossenschaften, diese leisteten einen Umsaß von 12% Milliarden. Die gesamten Genossen schaften setzten um 20 Milliarden; der Löwenanteil fällt also dem Allgemeinen Verbande zu. Das eigene Vermögen der Genossenschaften ist auf 573 Millionen Mart zu schäßen, davon entfallen auf den Allgemeinen Verband 314 Millionen Mart. Direttor Oppermann erstattete Be' richt über die Jahresrechnung: Einnahmen 77 493 Mt., Ausgaben 77 485 Mart, Vermögensstand 125 473 Mart. Der Verband der Baugenossenschaften von Niedersachsen wurde als Unterverband des Allgemeinen Verbandes anerkannt. Stettin wurde als Ort des nächsten Verbandstages einstimmig gewählt. Bad Nauheim, 7. September. Heute Vormittag wurde die Beratung der gemeinsamen Angelegenheiten aller Genossenschaften fortgesetzt. Bezüglich des Scheck- und Quittungsstempels erkannte der Genossenschaftstag die Bestrebungen der Reichsregierung an, die Kreditgenossenschaften vor den nachteiligen Wirkungen des Quittungsstempels nach Mög lichkeit zu schüßen und spricht die Erwartung aus, daß Scheck und Quittungsstempel keine Erneuerung erfahren werden. In der hierbei stattgefundenen Diskussion führte Genossenschaftsanwalt Professor Dr. Crüger aus, die Regierung suchte mit einer Statistit zu beweisen, daß der Scheckverkehr durch den Scheckstempel nicht beeinträchtigt worden sei. Diese Feststellung bedürfe doch nur einer Nach- prüfung. Nach einer Statistik der Auskunftsstelle des Han sabundes haben die Einnahmen aus dem Scheckstempel in den letzten drei Monaten noch nicht die Hälfte der veranschlagten Summe ergeben. Direttor Malz- Frankfurt von der Dresdener Bank führte an Hand einer Statistik über den Giroverkehr an der Bankstelle inFrankfurt den Nachweis, daß seit der Einführung des Scheckstempels ein rapider Rückgang der Schecks stattgefunden habe, der bis zu 33 Proz. betrage. Bad Nauheim, 8. Sept. In der heutigen lezten Hauptversammlung erstattete zunächst der Verbandsanwalt Professor Dr. Crüger ein eingehendes Referat über die langfristigen Kredite. Er führte aus, es sei eine Verminderung der Hypothefentreditgewährung anzustreben und es müsse der Grundsatz gelten, daß den Kreditgenossenschaften die Pflege des furzsichtigen Personalkredits obliegt. Die in diesen Ausführungen sich bewegenden Leitsäße des Verbandsanwalts werden mit einigen unwesentlichen Abänderungen angenommen. Der Verbandsanwalt berichtete sodann über die Pflege des Güterhandels 2c. und empfahl die Annahme folgender Leitsäße:" In den fortgesetten Bestreb ungen, die Kreditgenossenschaften für die Frage des Güterhandels und der Anteilnahme an der inneren Kolonisation zu gewinnen, erblickt der Genossenschaftstag eine ernste Gefahr für die Kreditgenossenschaften." Der Antrag wurde ge= gen wenige Stimmen angenommen. Ebenso wurde der aus Anlaß des Zusammenbruches der Niederdeutschen Bank von Direttor Peter- Karlsruhe begründete Antrag des Verbandes der unterbadischen Kreditgenossenschaften:„ Der Genossen= schaftstag empfiehlt wiederholt den Genossen, ihre Jahresbilanzen so aufzustellen und zu veröffentlichen, daß sie ein flares Bild über die Liquidität geben. Für größere Kreditgenossenschaften erscheint es zweckmäßig, entsprechend dem Vorgehen der Großbanken Zwischenbilanzen zu veröffent= lichen", einstimmig angenommen. Die Tagesordnung war hiermit erschöpft und der Kongreß wurde mit den üblichen Dantesworten geschlossen. * Groß- Karben. Am 1. und 2. Oktober findet hier eine Bezirks- Ackerbau- und Obstbau Ausstellung des Landwirtschaftskammerausschusses für Oberhessen statt. Es ist ein Saatgutmarkt der hessischen Saatbaustellen, eine Ortsschau der Simmentaler und Saanenziegen und eine öffent liche Versammlung damit verbunden. * Bürstadt. Das Kreisamt wünscht der Gemeinde Bürstadt einen Berufsbürgermeister zu geben und wird von einem Teil der Gemeinderäte unterſtüßt, während die übrigen dagegen sind, da sie in dem Vorgehen des Kreisamts einen Eingriff in das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinde erblicken. Landtagsabgeordneter Uebel hat deshalb eine Interpellation an die Regierung gerichtet, um zu erfahren, ob dem Kreisamt das Recht zusteht, so zu verfahren, wie es geschehen ist. Gegenwärtig wird hier die * Stangenrod. Kirche renoviert. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die alten Gewölbe und Rippenansäße werden stilgerecht erneuert, die Gemälde an Brüstungen und Emporen werden neu hergestellt. an * Aus dem Kreise Schotten. Einiges Befremden erregt in Lehrer- und Organistenfreisen ein Rundschreiben der Kreisschulkommission die Schulvorstände, wonach diese ihre Ansicht darüber abgeben sollen, ob eine Aufhebung des§ 50 des Schulgesetes Trennung des Lehramts vom Organistendienst wünschenswert ist. * Schlitz. Eine Versammlung der Bürgermeister des Schlißerlandes fand hier unter dem Vorsitze des Kreisrats von Bechthold statt. Sie beschäftigte sich mit der Beteiligung des Schlißerlandes an der landwirtschaftlichen Kreisschau des Kreises Lauterbach. Nach den Angaben der Bürgermeister werden die Landwirte des Schlißerlandes sehr zahlreich ausstellen. Es wurde auch beschlossen, sich an dem Festzug zu beteiligen und Wagen und Gruppen in der schmucken Schlißerländer Tracht auszurüsten. * Lauterbach. Die Metzger haben die Konjunktur ausgenußt und mit der Einquartierung die Preise erhöht; Rind-, Kuh- und Schweinefleisch loftet 95 Pfennig pro Pfund. Wurst eine Mart. Besonders unberechtigt ist der hohe Preis des Schweinefleisches, da die Meßger selbst nur 65 bis 67 Pfg. für das Pfund Schlachtgewicht zahlen. * Darmstadt. Die Ausführung des Backes- Dentmals des hessischen Landeslehrervereins wurde dem Bildhauer W. Go e te übertragen. Die Porträtplakette wird von Bildhauer Scholl gefertigt, der auch die Totenmaske von Rektor Backes abgenommen hatte. * Darmstadt. Nach den bis jetzt vorgenommenen amtlichen Erhebungen beziffern sich die im Ried( Starkenburg) angerichteten Hochwasserschäden auf rund 2 300 000 Mart. ** Darmstadt. Eine Pferdeauftion importierter belgischer und oldenburgischer Zuchttiere fand auf dem hiegen Pferdemarktplaße auf Veranlassung der Landwirtschaftsfammer statt. Zur Verbesserung der einheimischen Zucht läßt bekanntlich die Landwirtschaftskammer durch etne Kommission auf Bestellung von Reflettanten geeignete Zuchttiere ankaufen und trägt hierfür die Kosten des Transportes, der Kommission und der Versteigerung; außerdem erhalten die Steigerer noch bis zu 20 Prozent Zuschüsse zu den Antaufstosten. Sämtliche Tiere, darunter solche im Werte von über 2000 Mart, fanden Liebhaber. ** Rodheim a. d. B., 10. Sept. Gestern wurde das alte Schulgebäude auf Abbruch meistbietend versteigert. Maurermeister Steinmüller hat mit seinem Gebot auf 200 Mark( gewiß sehr billig. D. Red) den Zuschlag bekommen. Dtreft hinter der alten Schule er hebt sich der stattliche Neubau, welcher nach Schluß der Herbstferten seiner Bestimmung übergeben wird. * Mainz. In einer Versammlung von Milchhänd lern wurde die Erhöhung des Milchpreises von 22 auf 24 Pfg. für das Liter abgelehnt. Auch der südwestdeutsche Milchhändlerverband hat sich gegen eine Verteuerung des Milchpreises ausgesprochen. * Aus Rheinhessen. Im Selztale und überhaupt in der westlichen Ecke der Provinz ist die Lese der Frühburgundertrauben im Gange. Sie wird schnell genug beendet sein, denn von allen Seiten kommen Klagen über einen sehr geringen Ertrag. In Freiweinheim stellt sich das Viertel( 18 Pfund) Frühtrauben aul 4,14 Mart, in Ober- Ingelheim wurden für den Zentner Frühburgunder trauben 22 Mart bezahlt, doch sind die Forderungen bereits im Steigen begriffen. In Büdesheim stellte sich der Zentner Frühburgundertrauben auf 24-25 Mt., in Spons= heim und Dietersheim auf 24 Mt. Auf alle Fälle sind diese Preise erheblich höher als die der vergangenen Jahre, abgesehen von 1909, in welchem Jahre sie fast gerade so hoch waren. * Frankfurt a. M. Der russische Minister des Aeußeren, Iswolski, hatte im Carlton Hotel eine zweistündige Konferenz mit dem serbischen Minister des Aeußeren, Dr. Milowanowitsch. Nach der Besprechung reiste der ſerbische Minister nach Wien ab. Der russische Botschafter in London, Graf Benckendorff, trifft heute hier ein. * Frankfurt a. M. Für den Ausbau des hiesigen Osthafens sind bis jetzt 7 Millionen Mart ausgegeben worden; der weitere Ausbau, erster Bauabschnitt, wird sich auf 12 Millionen Mark stellen; im ganzen wird das Osthafenprojekt 39½ Millionen Mark kosten. * Frankfurt a. M. Bei jeder geringfügigen Sache nimmt man jetzt den Polizeihund zu Hilfe. Dem Feldhüter in Niederhosheim wurden etwa 50 Pfund Aepfel geschüttelt. Sofort wurde der„ allwissende" Polizeihund, dies= mal aus Frankfurt, verschrieben. Der Hund fam, lief einigemal um den Baum herum, nahm die Spur auf und verfolgte sie bis an ein- Mauseloch. Das Späßchen verursachte dem Besteller eine Ausgabe von 24,50 Mt. für Hund und Begleitung; Wertobjekt der Aepsel etwa 3-4 M. * Marburg. Wie Retchstagsabgeordneter Böhme erklärt, wird er in seinem hiesigen Wahlkreis wieder fandidieren. Böhme will mit seinem Bauernbunde also gegen seine bisherigen Anhänger, auch von der deutsch- sozialen Reformpartei, vorgehen, die ja bereits als Kandidaten Rupp aufgestellt haben. * Marburg. Der am Sonntag hier aufgestiegene Freiballon ging in der Gegend von Beraun in Böhmen nieder. In der Gondel des Ballons befanden sich Professor Dr. Brauer- Marburg, Regierungsrat Kicke- Kassel und Dozent Dr. Wegener- Marburg. Die höchste vom Ballon er= reichte Höhe betrug 4200 Meter, die zurückgelegte Strecke 400 Kilometer. * Hanau. Die Stadtverordneten Versammlung unserer Stadt wählte eine fünfgliedrige Kommission, die den Auftrag erhielt, in Gemeinschaft mit dem Magistrat eine an die Regierung zu richtende Eingabe mit dem Ersuchen um Minderung der Fleischteuerung auszuarbeiten. Aus aller Welt. * Berlin. Demnächst werden im Eisenbahn- Ministerium Beratungen üaer die Signaleinrichtungen der preuBisch- hessischen Staatsbahn stattfinden. * Berlin. Die Berliner Stadtverordneten nahmen einen Antrag an, wonach in einer gemischten Deputation schleunigst über Maßnahmen gegen die Fleischteuerung beraten und die Reichsregierung ersucht werden soll, alle zur Milderung der Fleischteuerung sofort durchführbaren Mitte! unverzüglich zu ergreisen. * Stralsund. Die Generalversammlung des Gustav Adolf- Vereins wird dieses Jahr in der Zeit vom 20. bis 22. September in Stralsund abgehalten, in der Stadt, die Gustav Adolfs Hilfe zuerst in deutschen Landen erfah= ren hat. )( Dreimal geschlagen wurde der Lokalmatador Humann am 4. d. Mts. wiederum von dem Brennaborfahrer Huybrechts. Letzterer gewann auf der Hardau beide Läufe des 60 Kilometer- Rennens um den silbernen Kranz von Zürich und das 10 Kilometer- Rennen um den Preis vom Hardt. Huybrechts verbesserte sämtliche Bahnrefords. Aus dem Hauptfahren ging E. Rohmer, der gleichfalls Brennabor fährt, als Erster hervor. )( Jean Böschlin kann jeden Sonntag neue Siege auf Brennabor melden. Er gewann am 4. d. Mts. in Bocholt in einem 50 Kilometerrennen den Großen Bocholter Industriepreis und in einem 25 Kilometerrennen das Gol dene Rad von Bocholt. Im Amerikanischen 50 KilometerRennen wurde A. Stensitzky auf Brennabor Zweiter. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 9. September 1910. Das Urteil in der vor 8 Tagen verhandelten Sache gegen den Kaufmann Markus Schleimer von Grünberg wegen unlauteren Wettbewerbs, lautete auf 500 Mart Geldstrafe bezw. 50 Tage Gefängnis. Es wurde für festgestellt erachtet, daß der Angeklagte in den Annoncen tatsächlich unwahre Angaben gemacht hat, um das Publikum zu täuschen, wie dies aus den Angaben des Sachverständigen, der die Rechnungen und Bücher geprüft hat, mit Sicherheit hervorgeht. Der Taglöhner Ludwig Roß aus Butzbach bekam vom Schöffentgericht wegen Vernachlässigung seiner Familie vier Wochen Gefängnis, auch sollte er in das Arbeitshaus. Er focht das Urteil an und wollte glauben machen, er sei leidend und fänne nicht arbeiten, trotzdem habe er gearbeitet. Es stand fest, daß er dem Trunte ergeben ist und der Arbeit aus dem Wege geht, so daß seine Familie durch die Stadt unterstützt werden muß. Das Urteil wurde bestätigt. In Wölfersheim gab es in letzter Zeit häufig Schlä gereien. Eine solche verübte der Taglöhner Heinrich Rieß 3. als man auf dem Heimweg von einer Wirtschaft war. Er brachte seinem Gegner, der ihn allerdings auch mit einem Schlagring geschlagen hatte, mit einem Messer nicht weni ger als 8 Verletzungen am ganzen Körper bei, von denen zwei hinter den Schulterblättern sehr erheblich waren und großen Blutverlust verursachten. Der Angeklagte wurde zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Kassierer eines Gießener Geschäfts Georg Nitsche aus Kassel hat seinem Prinzipal annähernd 300 Mt. un terschlagen und die eingegangenen Beträge versäumt zu bu chen. Der bereits vorbestrafte Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten verurteilt. Ein rohes Verhalten legte der Schuhmacher J. Wilh. Scharmann von Kestrich seiner Frau gegenüber an den Tag. Er warf ihr einen Topf mit Milch an den Kopf, daß sie eine schwere Verlegung, die bis auf den Knochen ging, davontrug. Das Schöffengericht erkannte gegen den als Truntenbold bekannten Angeklagten auf 5 Tage Gefängnis. Infolge Berufung wurde die Strafe in eine Geldstrafe von 40 Mark umgewandelt. Für Am Mon Uhr findet Epredflunde f robikales S Proftifche richten find 3 8 Anftalten o ginaljeugniffe Sülfe meine in furzer Be Bei Kinde Berfäume es in zu befuchen. briefe von Per felbft gebeflt b Früher war i den erfolglofen Ku fahren wird f wandt Für entrichten. Internatio Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen Weber Ignatz Betz aus Schimborn, der zuletzt in Grünberg wohnhaft war, wegen Blutschande an seiner Stieftochter, verhandelt. Das Urteil lautete auf 3 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Es werden ihm 2 Monate Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht. Geschäftliches. ( Das Emaille- Verkaufsgeschäft C. Dorp aus Elberfeld ist wieder hier angekommen. Die Riesen- Massen- Vertäufe finden wie früher im Hofe der Restauration„ Solmser Hof", Bahnhofstraße 31, statt. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geboren e. Aug. 29. Eisenbahnassistenten Jakob Petry eine Tochter, Maria Else. 31. Kaufmann Johann Heinrich Driesch eine Tochter, Elfriede Ottilie Else. Sept. 1. Eisenbahnschaffner Johannes Honig eine Tochter, Fabrikzelcher " " 31. Eisendreher Karl Martin Schäfer eine Tochter, Marie. Norddeuteoh Marie Elisabethe. " 1. Dachdecker Wilhelm Hedderich ein Sohn, Wilhelm. 1 " 3. Handelsmann Alexander Baum eine Tochter, Sophie. 5. Hilfsbremser Wilhelm Müller eine Tochter, Anna Margarete Wilhelmine. P. J. Tryn Wieder Höchfte " 2. Anlagearbeiter August Gramlich ein Sohn. Aufgebote. Sept. 2. Heinrich Hillgärtner, Taglöhner, mit Katharine Bepler, beide in Klein- Linden. " 2. Reinhold Welcker, Apotheker in Allendorf a. d. Ld. mit Helene Sievers in Gießen. 3weigge " " 3. Louis Wassmann, Ingenieur in Düsseldorf, Elisabeth Pfeiffer in Gießen. 3. Rudolf Petry, Gr. Finanzassessor in Darmstadt, mit Friederike Kühn in Gießen. mit n 5. Karl Keizer, Gerichtsschreiber- Aspirant, mit Emma Schreiner, beide in Gießen. Dar " " 5. Wilhelm Aßbach, Gr. Geometer 1. Kl., mit Anna Mulch, beide in Gießen. 5. Heinrich Kammer, Registrator in Darmstadt, mit Henriette Nagel in Gießen. Filiale Frankfur " 6. Wilhelm Johanning, Kaufmann in Bielefeld, mit Anna Gilbert in Gießen. " " 6. Karl Heinrich Reh, Tapezierer in Gießen, Elisabethe Gregorius in Büdesheim. 6. Franz Hermann Steingoetter, Theaterdirektor, mit Pauline Balz, beide in Ems. Fal mit Dar " 7. Heinrich Decher, Bahnbediensteter in Burg, Louise Krauskopf in Gießen. mit Ständ Wohnun " 7. Hermann Weiß, Schneider, mit Minna Unverzagt, beide in Gießen. Mar " 8. Heinrich Nagel, Fabrikant in Gießen, mit Marie Jung in Klein- Linden. " 8. Karl Becker, Schmied in Gießen, mit Maria Euler in Heblos. Telegra " 9. Friß Großmann, Vizefeldwebel in Biebrich, mit Marie Heller in Gießen. Bahnho Von Dien Eheschließungen. Telegraphenleitungs- Aufseher, täglich bis aug Mehrere " " 7. Wilhelmine Lehrmund, 4 Monate alt. 6. Balthasar Rockel, Bahnwärter i. P., 63 Jahr alt. Sämtlic Auswah " preiswer feffel, 2 Fleischh Mein Rie Jn Gießer NB. Mein Sept. 3. Heinrich Wagner, " mit Elisabetha Gebauer, beide in Gießen. 3. Adolf Hörhammer, Werkmeister in Mehlem, mit Rosa Burrichter in Gießen. Gestorbene. Sept. 2. Eva Kremer, geb. Weishahn, 97 Jahre alt. 3. Walter Strohwig, 1 Monat alt. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 16. Sonntag nach Trinitatis, den 11. Sept. Gottesdienst In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Hanstein. Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vermittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer, Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Lutasgemeinde. Vormittags Abends 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Johannessa a 1: Versammlung u. Bibelbesprechung. Nächstkünftigen Sonntag, den 18. September, findet in der Johanneskirche Beichte und hl. Abendmahl für die Lu fas- und Johannesgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Both filde Gemeinde Samstag, den 10. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen heit zur heiligen Beicht. Sonntag, den 11. September. 17. Sonntag nach Pfingsten. Fest Mariae Geburt. Vormittags 6½ Uhr: Gelegenheit zur bl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Rommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Andacht mit Segen. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. COOL eil wurde bestätig Beit häufig Schl er Heinrich Niep 3 Wirtschaft war. G & auch mit einen Messer nicht wen Der bei, von den heblich waren um ngeflagte wurde afts Georg Nitsch ernd 300 Mt. Un ge versäumt zu bu te wurde zu eine t. thmacher J. Wilt nüber an den Lag den Kopi, daß en Knochen ging te gegen den al 5 Lage Gefängnis ine Geldstrafe von wurde gegen den zulept in Grünber feiner Stieftochter hre Zuchthaus un Monate Unterfud Für Stotternde! Verlässlicher Mann gesucht gleich welch. Berufs, ob in Dorf od. Am Montag, den 12. d. Mt8., von 11-1 und von 2-7 Stadt als Bezirksalleinvert. uns. Uhr findet in Glessen, Hotel Kobel Eprechstunde statt, woselbst Auskunft erteilt wird über mein neues radikales Heilverfahren. 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