St.Louis 1904 aatsmedaille erg 1906. zin Flüssiger putz 197 Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen, vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mf., durch die Post 1,50 Mf. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: der Großherzoglichen „ Humoristische Blätter“ und die„ Neue Lesehalle", Bürgermeisterei liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. phis abrikanten: Akt Ges Leipzig 15,30,50 PF.u.1M Nr. 80. erhältlich. lage II mer- Wohnung rmleton. # 13miso di anmad Jy sal d des Großherzoglichen Polizei Amtes = sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 9. Juni 1910. ( Gießener Tageblatt) 3 8 Anzeigenpreis 15 pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. su. Elektrif beugras- Versteigerung der Stadt Gießen. Samstag, Wallenfels. Hond tag, den 11. Juni, Montag, den 13. Juni und Dienstag, den 14. Juni d. Is. soll das hengras von den städt. Wiesen meistbietend versteigert werBüche und Ruh den und zwar: Schenne, in der it zu vermieten aufen. Samstag, den 11. Juni, nachm. 4 Uhr, an Ort und Stelle von der früher Pascoe'schen Wiese am do wiesen, von den Wiesen im Stolzenmorgen, einer Hoſpitalwiese, am Utersbrunnen und Altentisch; b) nachmittags 3 Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemartung Rödgen; sou c) nachmittags 3½ Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemartung Großen- Buseck. Die Zusammenkunft ist am 13. Juni beim Schlachthaus, am 14. Juni an den Ochsenwiesen. Beglarer Beg, der Attienbrauerei und in der Stephansi Die städt. Wiesen find durch die Geldereinigung zur etwa 30 Morgen Zusammenkunft auf dem Weblarer Weg an der Eisenbahnbrücke. B, Wiefed rat. Zimmermann, b) it einigen Lau en, ift Gelegen Montag, den 13. Juni. a) vormittags 9 Uhr: am Elektrizitätswerk von den Wiesen im Neustädterfeld; ein feit langen) bes, rentables mit Cagement, Giajeret einzu: b) bez mus in der nbert fein. Off. vormittags 10% Uhr: in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe, Kaiser- Allee 4, von den Wiesen im Heegstrauch und im Rußland; nachmittags 2 Uhr: im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal, von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck; nachmittags 5 Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, den 14. Juni. die Expedition a) vormittags 9 Uhr: an Ort und Stelle von den Ochsen ung. OFFEN And Putzen NUR MIT MANNIA EIFE OFFENR pfelwein Jen u. Grbinden mall Telephon 83. Rabatt. sich, daß ahrräder daher im Gebrauch Billigsten sind! Sie Preisliste haltioste d. Branche er Radfahrer- BeSportartikel, Päh inen, Uhren etc. los von den rad- Werken Fok Einbeck Thaus Deutschlands Erfinder! vinabringende r welche evtl. jahlt werden. F. 4299 annheim. anwalt eipzig erfauft tov. 1908 ge en furzhaar pr. Stam Bebis, gute fellt Hühn 1. apportiert, ppelte Wer lufgabe 20 BI. Fingen otechnik, ckenbau. 30. Der Rücktritt des Staatssekretärs des Reichskolonialamts Dernburg. Staatssekretär Dernburg hat sein Abschiedsgesuch eingereicht und wird schon in der nächsten Zeit aus dem Ko lonialamte scheiden, ohne eine andere amtliche Stellung ein zunehmen. Die Nachricht von dem Entlassungsgesuch des Staatssekretärs Dernburg, das bereits anfangs Mai eingereicht wurde, hat, wenn auch in engerem Kreise unter dem Siegel der Verschwiegenheit schon darüber gesprochen wurde, die Deffentlichkeit außerordentlich überrascht. Nach den schweren Sämpfen im Deutschen Reichstag und nachdem er, wie man ruhig jagen fann, in sichtlichem Widerspruch mit dem Willen der Mehrheit den Vertrag mit der Kolonialgesellschaft unterzeichnet hatte, glaubte man, daß er auch fernerhin die unvermeidlichen Kämpfe aufnehmen wolle. Allein es scheint, daß er schon während der Verhandlungen über die Diamantenfrage, nervös start angegriffen, sich nach Ruhe ge jehnt hat. Dernburg war im landläufigen Sinne ein volkstüm licher Mann und ist es heute noch, obwohl in den Kreisen, die ein bestimmtes Programm für die Kolonien haben, seine Tätigkeit nicht für absolut nußbringend erachtet wird. Allein bei seinem Ausscheiden hat die frische und entschlos= fene Tat, wie sich der ganze Mann für seine Ziele einsepte, Anspruch auf Achtung, und es muß ihm auch zuge billigt werden, daß er in seiner ganzen Amtswirksamkeit getragen war von der Ueberzeugung, daß seine Maßnahmen richtig und dem Wohle seines Verwaltungsgebietes erforderlich seien. Dernburg hat ganz zweifellos, weil er den Wind der Volkstümlichkeit in seinen Segeln hatte und weil die Kenntnis der Kolonialverhältnisse sich erst ent wickelte, im Anfang seiner Dienstzeit die absolute Selbst= gewißheit gewonnen, in der er sich später durch den fraft bollen Widerstand entgegenstehender Ueberzeugungen gehemmt fühlte. Sein Rücktritt im jeßigen Augenblicke bringt zu 57) Die Freundinnen. biur Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) のら Die Dämmerung fenkte sich leise hernieder, als Arnold v. Brandt endlich auffeufzend seinen Bericht schloß. Er batte leise gesprochen, um die kleine Lilln nicht zu stören, bie sanft und ruhig eingeschlummert war. Die alte Kathrine hantierte nebenan in der Küche. Sonst hörte man nichts. In Majas Augen schimmerten Tränen, als sie erfuhr, mie hart der Mann gekämpft hatte, um die Leidenschaft aus feinem Herzen zu bannen. Längst ruhte ihr Kopf an seiner Brust und unter Tränen lächelnd fah zu ihm auf. Er streichelte zärtlich über ihr Haar. Ich fürchte immer. der süße Traum muß in nichts zerrinnen", sagte er. Ich kann es nicht glauben, daß ein so großes, unfakbares Glück bei mir einkehren sollte." Törichter Mann ,,, lächelte Maja, ich habe Dich ia so leb! Ich wage mich aber kaum meiner Liebe zu freuen, so lange Billy so frank ist." Hand in Hand traten sie an das Lager des Kindes, das eben erwacht war und Maja glückselig zulächelte. Wie geht es Dir, Liebling?" fragte sie. Hast Du noch Schmerzen?" Ich habe so schön geschlafen ,, sagte Lilly, als wäre das Beweis genug, daß es ihr besser ginge. " Denke Dir, mein Kind," begann Arnold in bewegtem Zone, die liebe Tante Maja will nun Deine Mama werden! Dann geht sie gar nicht mehr fort! Das freut Dich boch, nicht wahr?" Das felige Entzücken, das bei diesen Worten über das Blaffe Gefichtchen der Kleinen ging, meinte Arnold sein ganzes Leben lang nicht vergessen zu können. Er schlang Ben Arm um die zarte Mädchengestalt. Eng aneinander geschmiegt, standen sie eine Weile. Lilly betrachtete stumm ble Szene; doch das Lächeln schwebte noch immer um den einen Mund. Aber als Maja erschroden erklärte:„ Um Botteswillen, Arnold, ich vergeffe fa ganz meinen Vater, verlegt eingeteilt worden. Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen beabsichtigen, wollen sich vom 7. Juni ab an den städt. Wiesenwärter Beiloff, Wolf straße 15, wenden. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde be= fannt machen zu lassen. Gießen, d den 2. Juni 1910. In Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Bekanntmachung. 1158 Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird der Leihgesternerweg von der Ebelstraße bis zur Aktienbrauerei von er gleich eine Entspannung der Lage und flare Verhältnisse. Wer sein Nachfolger werden wird, läßt sich unschwer raten, und man wird, wenn diese Vermutungen, die sich auf den Unterstaatssekretär von Lindequist beziehen, zutreffen, die Ueberzeugung haben, daß die Wahl eine gute ift. Der Friede im Baugewerbe. Gus Die Bauarbeiter haben in Berlin auf ihrem Verbandstage die Einigungsvorschläge der drei Schiedsrichter als wefentliches Entgegenkommen gegenüber den Forderungen der Arbeiter angenommen, und zwar stimmten bei den Bau hilfsarbeitern 101 dafür und einer dagegen, bei den Maurern 247 dafür und 7 dagegen, bei den Zimmerleuten 106 dafür und 103 gegen die Einigungsvorschläge. Als das Resultat verkündet wurde, wurde es mit Beifall aufgenommen. Der deutsche Arbeitgeberbund für das Baugewerbe hatte seine Mitglieder zu einer abschließenden Versammlung nach Leipzig eingeladen. Es nahmen ungefähr 1000 Mitglieder an der Versammlung teil. Nach längerer Diskussion wurde schließlich eine Resolution angenommen, in der sich die Versammlung mit den von den Unparteiischen gemachten Vorschlägen einverstanden erklärt und dieselben annimmt, unter der ausdrücklichen Vorausseßung, daß sie auch von Arbeitnehmern bedingungslos angenommen werden. Es ist somit zu erwarten, daß die seit dem 15. April andauernde Aussperrung der Bauarbeiter innerhalb der nächsten Woche wieder aufgehoben wird. onix den 791 Dieses Ergebnis wird überall mit großer Befriedigung aufgenommen werden, nicht nur deshalb, weil nun ein gro= ßer wirtschaftlicher Kampf mit seinen schweren Schädigun= gen weiter Streise beendigt wird, sondern auch, weil es nun nicht schlechthin Sieger und Besiegte gibt und somit die fressende Verbitterung vermieden wird, die neue Kämpfe vorbereitet. Arbeitgeber und Arbeiter beide Parteien haben etwas erreicht. Einer der wichtigsten Punkte war die ich muß nun heim." da verzogen sich die Lippen zum Weinen. Maja tröstete das Kind. Morgen komme ich wieder, Lilly, und nun weine nicht mehr! Du mußt nun bald gesund werden!" " Dein Fuhrwerk ist wohl drüben im Herrenhause untergebracht?" fragte Arnold. Maja wurde ganz blaß. Jezt erst fiel ihr ein, daß sie kein Fuhrwert hatte. „ Mein Gott, Arnold, was beginne ich nur?" rief sie angstvoll. Mit fliegendem Atem erzählte sie, was sich mit dem Vater zugetragen hatte. Arnolds Stirn verfinsterte sich. Was wird Dein Vater zu Deiner Wahl sagen?" bemerkte er niedergeschlagen. Das laß nur meine Sorge sein", lächelte Maja zuversichtlich. Mein Vater hat mich viel zu lieb, um sich meinem Glück in der Weg zu stellen. Er soll Dich vor allem erst einmal fennen lernen. Dann wird er schon begreifen, daß ich Dich lieben mußte. Ueberhaupt hat mein Vater bet feinem großen Betrieb Arbeit genug für Dich. Er wird noch froh sein, daß meine Wahl auf Dich fiel; denn ich stelle mir vor, Du wirst ihm später manche Laſt abnehmen können. Die Arbeit wird nach und nach zu viel für ihn. Arnolds Augen leuchteten im frohen Glück. afsi, Dein Plan entzückt mich, Maja! Ich sollte wieder eine geordnete Tätigkeit finden. sollte wieder meine Kräfte ausnuten dürfen, ach, wie mich das freut! Dein Vater soll es nie bereuen, wenn er mir einen neuen Wirkungsfreis öffnet!" „ Ja, aber wohin verlieren wir uns, Arnold, ich muß doch heim, sonst wird der Vater ernstlich böse!" Sie traten zusammen vor das Haus. Der Schnee fiel noch immer in dichten Maffen. Alles ringsum schimmerte weiß so daß es eigentlich gar nicht dunkel war. Bleibe noch ein wenig hier", schlug Arnold vor.„ Ich laufe in das Dorf hinunter, ich hoffe dort ein Fuhrwerk aufzutreiben. ,, Nein, nein, das dauert zu lange, bist Du wieder zurück bist. Ich kann nicht so lange warten! Am besten ist es, ich geh gleich mit." 100fl DI 21. Jahrg. heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerks- und Radfahrvert.hr gesperrt. Gießen, den 6. Juni 1910. Großherzogl. Polizeiamt 75101 Gebhardt. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird die SüdAnlage von Bismarck bis Goethestraße von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 6. Juni 1910. Großherzogliches Polizeiami. Gebhardt. Befanntmachung. Die Verteilung der Zinsen aus der Todtenwart'schen Stiftung findet Freitag, den 10.. Juni d. J., morgens um 5 Uhr in der Stadtkirche statt. Gießen, den 6. Juni 1910. Großherzogliche Bürgermeisterei. J. V.: Keller. Form des Vertragsschlusses. Die Unparteiischen, Dr. Beut ler, Dr. Prenner und Dr. Wiedfeldt, haben zu diesem Bunfte erklärt, daß ein mittlerer Weg zurzeit das Geeignetste sei. Die Entwicklung des Tarifvertrags im Deutschen Reiche gehe, beeinflußt von der Entwickelung im deutschen Wirtschaftsleben in der Richtung fortschreitender Zentralisierung. Die 1908 zwischen den Zentralorganisationen geschlossene Vereinbarung enthält neben dem Vertragsmuster für die örtlichen Verträge bereits eine Verpflichtung der Zentralorganisationen zum Schuße der Verträge. Diese beiden Teile müßten nun getrennt umgebaut werden. Demgemäß follen: 1. ein Hauptvertrag zwischen den Zentralorganisationen geschlossen werden, der die wesentlichen Streitpunkte im gegenwärtigen Kampfe entscheidet, die Garantieverpflichtung flarstellt und ein Zentralschiedsgericht einseßt; 2. Ortsverträge auf Grund eines durch den Hauptvertrag festgesetzten Vertragsmusters zwischen den örtlichen Organisationen geschlossen werden, die der Genehmigung durch die Zentralorganisationen bedürfen. Dies ist also das erste wichtige Ergebnis, daß ein Man Hauptvertrag und Ortsverträge geschlossen werden. darf sich freuen, daß dieser Kampf nun vorbei ist, und möchte man doch auch aus diesem Falle die Lehre ziehen, daß sich jeder derartige Streit bei einigem guten Willen friedlich beilegen läßt und man es daher am besten gleich tut, anstatt sich erst wochenlang gegenseitig Schaden zuzufügen! Die Versicherung der Privatangestellten. Die Grundzüge des Gefeßentwurfs zur Pensions- und Hinterbliebenen- Versicherung der Privatangestellten, soweit sie auf Grund der stattgehabten Verhandlungen bisher feststehen, sind ungefähr folgende: Alle Betriebsbeamten, Wertmeister und Techniker, Handlungsgehilfen und Lehrlinge „ Aber Tu wirit Dich erfälten mein Rieb! Der Schnee liegt schon sehr hoch!" ,, Ach, bin ich denn ein so zimperliches Ding, das man vor jedem bischen Schnee behüten muß? Komm nur, Arnold!" Sie hing fich fest an seinen Arm und schritt wader aus. Der frische Schnee drang freilich empfindlich durch die feinen Stiefelchen, die für solches Wetter nicht gemacht waren. Dennoch erreichten sie in verhältnismäßig furzer Zeit das Dorf. Der Fuhrwerksbesizer aber erklärte achselzuckend, daß der Baron v. Albersdorf mit Frau und Tochter nach der Stadt gefahren set. Ein anderer Wagen war aber nicht aufzutreiben im ganzen Dorf. Das war nun allerdings eine trostlose Aus ficht. Zu Fuß nach Hause gehen konnte Maja feinesfalls. Und heim mußte sie doch. Wie würde sich der Vater ängstigen. Sie durfte ihn nicht noch mehr erzurnen. Ratlos standen sie auf der beschneiten Landstraße. ,, Mein armes, liebes Mädchen", sagte Arnold, in welche unangenehme Situation bist Du durch mich geraten." „ Eigentlich ist mein Vater schuld. Weshalb sperrte er mir meine Vonns ein? Er fennt mich doch und weiß, daß ich das, was ich mir vornehme, auch ausführe. Aber fo fommen wir nicht weiter. Ich muß versuchen, zu Fuß nach Hause zu wandern." „ Um Gotteswillen", rief Arnold erschrocken.„ jetzt- bei diesem Schneetreiben? Nein, nein, Maja, das dulde ich auf keinen Fall." Na also, dann bin ich auf Deine Vorschläge neugierig." In diesem Augenblick ließ sich aus der Ferne Schellen geflingel vernehmen. Angeftrengt lauschten die beiden. Ich wette, das ist unser alter Frit", lachte Maja aufatmend. Näher und näher kam das Gefährt. Frib, bist Tu es?" rief das Mädchen in die Dunkel heit hinein. Jawohl, Fräulein, ich bin mit dem Schlitten da," schallte es zurück. „ Gott sei Dank!" Fortfehung folgt.) einschließlich derjenigen in allen sonstigen Anstalten, deren dienstliche Beschäftigung ihren Hauptberuf bildet, ferner Lehrer und Erzieher, sowie die Personen der Schiffsbesatzung deutscher Seefahrtszeuge, soweit sie das 16. Lebensjahr vollendet und das 60. beim Eintritt in die Versicherung noch nicht überschritten haben, unterliegen der Versicherungspflicht. Dabei bleibt die Pflichtversicherung nach dem Invalidenversicherungsgesetz bestehen. Als Höchstgrenze des Einkommens, nach dem die Beiträge und Leistungen bemessen werden, dürften 5000 Mt. gelten. Es soll jedoch die Versicherungspflicht nicht an eine obere Gehaltsgrenze gebunden werden. Eine freiwillige Selbstversicherung ausgeschlossen. Zur Durchführung der Privatangestelltenversicherung dürfte eine Reichsanstalt erforderlich werden, mit einer ähnlichen Organiſation wie bei den Versicherungsträ gern der Invalidenversicherung. ist Zur Beibringung der Mittel werden Arbeitgeber u. Angestellte gleich hohe Beträge von 8 Prozent des Gehalts zu entrichten haben. Die Wartezeit wird für männliche und weibliche Angestellte verschieden sein. Für die ersteren soll nach einer Wartezeit von fünf Jahren Hinterbliebenenfür= sorge im Falle des Todes des Versicherten eintreten. Nach zehnjähriger Wartezeit wird bei vorliegender Erwerbsunfähigkeit eine Invalidenpension und bei Erreichung des 65. Lebensjahres Für Mart, zusammen 16 967,32 Mt. Die Ausgabe für außer ordentliche Krankenpflege betrug für Geistesgestörte 27 004,56 Mart, für Blödsinnige 5674,28 Mart, für Taubstumme und Blinde 421,45 Mt., für Sieche 240 Mt., im ganzen Mark 33 340,29, zu deren teilweiser Deckung eine Einnahme von 3964,39 Mt. zur Verfügung stand. ** Das Ober- Ersaßgeschäft für 1910 wird im Kreise Gießen Freitag, den 1. Juli, im Gasthaus Zum Hirsch" zu Grünberg, vormittags 9.15 Uhr, Samstag, 2. Juli, in der Turnhalle zu Lich, Gießener Straße, vormittags 9 Uhr, Montag, 4. Juli daselbst, vormittags 9 Uhr, Dienstag, 5. Juli bis Samstag, den 9. Juli, in der Turnhalle des Turnvereins Gießen, vormittags 8 Uhr statt= finden. #badttheater Gießen. Am kommenden Dienstag beginnt die Nauheimer Operette ihre Gastspiele und zwar mit der beliebten Operette Frühlingsluft". Die Vorstellung ist zugleich die vierte Abonnementsvorstellung im Operettenabsnnement. * Gießen. Der diesjährige Beamten Aus= slug an den Rhein ist auf den 9. und 10. Juli festgelegt; die Reise geht nach Koblenz, Köln, Siebengebirge, Drachenfels 2c. Es nehmen aus dem Kreise Gießen zahlreiche Bürgermeister, Rechner, Lehrer und Pfarrer daran Angestellte ist nach Sjähriger Wartezeit im Falle berichteil. Herberge zur Heimat. Im Monat Mai werbsunfähigkeit eine feste Invalidenpension, im Falle des Todes entweder Waisenpension oder Rückzahlung der eingezahlten Beiträge ohne Zinsen in Aussicht genommen. Nach Le= zehnjähriger Wartezeit wird bei Vollendung des 65. bensjahres ebenfalls eine Alterspension gewährt. Handwerkskammer Darmstadt. übernachteten 1401 Wanderburschen in der Herberge zur Heimat, während die Zahl der Besucher in dem Vormonat nur 1326 betrug. Der Arbeitsnachweis vermittelte im ganzen 45 Stellen. * Nach 32 Jahren eingetroffen ist bei einer GieBener Firma eine Postkarte, welche Groß- Gerau am 15. am 15. April 1878 verließ. * Wettrudern. Bei der am 17. Juli stattfindenden Regatta werden im ganzen 14 Ruderwettkämpfe abgehalten. Für die Regatta drei Preise neu vorgesehen: 1. ein Kirch- Gedächtnis- Vierer, 2. ein Herausforderungspreis für Zweier ohne Steuermann und 3. ein Herausforderungspreis der Universität Gießen. Außerdem stehen die vierzehn früheren Preise zur Verfügung, unter denen sich ein Preis des Großherzogs befindet. ger- Offenbach und A. Friß- Weßlar je einen 2. Preis. Ne bentlassen: C. Deist einen 1. Preis; D. Zembsch- Marbur einen 2. Preis. für Forterriers, glatthaarig, offene Klas sen: Konsul Dr. L. Simon, Mannheim zwei 1. u. E.- Pr Bürgermeister a. D. Sittig- Königstein zwei 2. Preise. Ott, P. Hoefeld- Bosnien und P. Höf- Obeetshausen je einen 3 Preis. A. W. Hilgardt- Gießen Reservepreis. Nebentlassen Otto P. Hoefeld; F. Giesel- Fulda ie einen 1. und E.- Pr Otto P. Hoefeld, Dr. L. Simon und Bürgermeister Sit tig je einen 1. Preis. A. W. Hilgardt, Fr. Kunz- Kessel stadt, Otto P. Hoefeld je einen 2. Preis. Fr. Kunz zwei 3. Preise. A. W. Hilgardt, W. Viebahn- Friedberg je H. 2. E. und Reservepreise. E- Pr.; mund, mund, ziehungs Rohde, auch& Wachtme Proefcher für F. Diefe E- Pr.; Preis; dow uni für einen 1. A. Schne Lenfteinaud E- Gufternha für ßen eine und J. Tierarzt 1. Pr. 1 einen 2. für Forterriers, drahthaarig, offene Klas sen: Bürgermeister a. D. Sittig- Königstein und P. H. Wit helm- Offenbach je einen 1. und E.-P. J. Becker- Wiesbaden einen 2. und E.- P.; L. Fries- Würzburg einen 2. Preis; G. von Rolf- Kassel einen 3. Pr. und F. Burger- Dausenau Reservepreis. Nebentlassen: W. Kausel- Kesselstadt einen 1. und Ehrenpreis.; J. Becker, P. H. Wilhelm, L. Fries und Bürgermeister Sittig je einen 1. Preis; F. Burger- Dausenbach und Schon- Bonn je einen 2. Preis. für Bullterriers, offene Klasse: Bürgermeister a. D. Sittig einen 1. Preis. für Dachsbracken: Fürst Wolfgang zu VsenburgBüdingen, Durchlaucht, Büdingen einen 1. Preis. für St. Bernhardshunde, langhaarig, offene Klassen: Volfheimer und Klee- Hanau einen 1. Preis. Carl Diez- Gießen und Adam Thomas- Ossenheim je einen 2. Preis; Wiesenbaumeister Voß- Wiesbaden einen 3. Preis. je einen 1. Preis; J. Freimüller- Burg und Voß- Wiesba den je einen 2. Preis; für St. Bernhardshunde, stock haarig, of fene Klassen: Emmy Dittert- Wehlar und P. von Itter- Düfseldorf je einen 1. Preis; letzterer auch E.-Pr. Nebenklas sen: Dr. Baumann- Roßdorf einen 1. Preis; Emmy Ditteri und Jean Faber- Großen- Linden je einen 2. Preis; P. von Itter und Friß Reuß- Friedberg je einen 3. Preis; Die Handwerkskammer zu Darmstadt versendet soeben ihren Jahresbericht pro 1909, dem wir folgendes entnehmen: Mit dem abgelaufenen Jahr ist das 1. Jahrzehnt der Tätigkeit der Kammer verflossen. Aus kleinen Anfängen heraus hat sie sich von Jahr zu Jahr auf immer weitere Gebiete erstreckt und auch jetzt noch steht sie keineswegs an der Grenze ihres Aufgabenkreises. Auch das verflossene Geschäftsjahr 1909 gab wie die früheren reichen Anlaß zur Betätigung. Der Bericht bringt sodann Mitteilun Allgemeine Ausstellung von Hunden aller Rassen Frau W. Rosenberg Obertassel und N. Groß- Weßlar je einen gen über die Zusammenstellung der Kammer, ihres Vorstandes und ihrer Ausschüsse. In dem Abschnitt„ Geschäftsbe= verkehr" sind zunächst 162 Angelegenheiten besonders merkenswerter Art aufgeführt, ungerechnet einer weiteren sehr großen Anzahl von Sachen, deren Aufzählung allgemeines Interesse nicht hat. Ueberaus zahlreich waren auch die durch die Auskunftsstelle erteilten mündlichen Auskünfte. Die stetig wachsende Inanspruchnahme der Kammer zu Ausfünften aller Art darf mit als Beweis dienen, daß die Kammer je länger desto mehr ein unentbehrlicher Faktor besonders für die Handwerker selbst wird, woselbst sie sich in den verschiedensten Angelegenheiten Rat, Hilfe und Auskunft verschaffen können. Eine Anzahl von Fragen allgemeiner Natur sind in eigens zu diesem Zweck anberaumten Sibungen der Interessenten zur Erledigung gekommen. Im Berichtsjahr wurden neu errichtet 8 freie und 1 Zwangsinnung, am Schlusse des Berichtsjahres bestanden 61 freie u. 16 Zwangsinnungen, zusammen 77 Innungen, weiter 126 Ortsgewerbevereine und 39 sonstige gewerblche Vereinigungen. Das Lehrlingswesen nimmt bekanntlich einen sehr erheblichen Teil der Kammertätigkeit in Anspruch. Dieser Arbeitsaufwand hat sich durch die Einführung des kleinen Befähigungsnachweise nicht unwesentlich vergrößert, da 10 tim dessen Durchführung voraussichtlich wohl noch einige Jahre hindurch der fortwährenden Kontrolle der Kammer bedarf. Das Fehlen der Lehrverträge wird immer seltener, das AnSound Abmelden der Lehrlinge läßt jedoch noch zu wünschen 9 übrig, bezüglich des Vorhandenseins der Arbeitsbücher ist eine fleine Besserung zu verzeichnen, seitdem die Kammer an jedes Lehrvertragsformular einen roten Zettel anheftet, auf dem in kurzen Worten die gesetzliche Vorschrift des Arbeitsbuchs angeführt ist. 1909 haben insgesamt 2246 Teilnehmer gegen 1918 im Vorjahre die Gesellenprüfung bestanden, die Teilnehmerziffer ist also wesentlich gestiegen, seit Einrichtung dieser Prüfungen haben sich denselben 14 161 Teilnehmer mit Erfolg unterzogen. Zur Abnahme der Gesellenprüfungen sind 170 Gesellenprüfungsausschüsse errich= tet. Die Durchführung des fleinen Befähigungsnachweises vollzieht sich befriedigend, insbesondere sind bisher Strafanträge aus Anlaß desselben nicht erforderlich geworden. Eine sehr starke Zunahme haben die Meisterprüfungen aus Anlaß des kleinen Befähigungsnachweises im Berichtsjahr erfahren. Im Jahre 1909 haben sich der Meisterprüfung in Hessen insgesamt 404 Teilnehmer unterzogen, wovon 338 die Prüfung mit Erfolg bestanden, während der Rest von 66 nicht bestanden oder während der Prüfung zurückgetreà verflossenen Winter 1909-10 für Starten iſt. Zu der einhessen ausgeschriebenen außerterminlichen kenburg und Prüfung haben sich wiederum 175 Prüflinge gemeldet, da= von allein 153 in Startenburg. Diese Prüfungen waren am Schluß des Berichtsjahres noch in vollem Gange. Zu Weihnachten 1909 wurden wiederum 55 künstlerisch ausgeführte Ehrenurfunden an solche Handwerker verliehen, welche mindestens 25 Jahre handwerksmäßig in ein und demsel= ben Betriebe tätig waren. Betreffs der hessischen Handwerkerzentralgenossenschaft A.-G. Darmstadt, die bekanntlich eine Gründung der Handwerkskammer zu Darmstadt ist, wird trotz der ungünstigen allgemeinen Geschdftslage von einem stetig fortschreitenden Aufschwung des Instituts berichtet. Die Entwickelung desselben in dem abgelaufenen 6. Geschäftsjahr hat zu einem in jeder Hinsicht befriedigenden Resultat geführt. Obwohl die ungünstige Lage im Bauund Möbelgeschäft durchaus noch nicht behoben war, konnte der höchste Umsaß, welcher seit Ereichtung des Institutes überhaupt erreicht worden ist, erzielt werden. Das neue Geschäftsjahr 1910 verspricht eine günstige Entwickelung. Die bis zum 28. Februar 1910 eingelaufenen Aufträge betragen bereits fast das dreifache gegenüber dem Vorjahre. Die Anstellung zweier nebenamtlich betätigten Beauftragten aus dem Handwerterstande bewährt sich nach wie vor. Die beiden schon von Anfang an mit diesen Funktionen betrauten Herren sind auch jetzt noch tätig. Eine sehr erhebliche Mehrarbeit ergab sich für die Beauftragten aus dem kleinen Befähigungsnachweis über dessen Vorschriften noch vielfach Unkenntnis herrscht. Lokales. Gießen, 9. Juni 1910. ** Der Großherzog empfing ul a. den Vor= steher der Wetterdienststelle in Gießen, Peppler, den Dr. Curschmann, dirigierender Arzt der inneren Abteilung des Städtischen Krankenhauses in Mainz, den Gewerberat FalkMainz und den Pfarrer Sauer von Geiß- Nidda. ** Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Weber aus Storndorf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reuters. am 29. Mai 1910 a. d. Liebigshöhe Gießen veranstaltet vom Verein Hundesport für Gießen u. Umgeg. Prämiierungsliste. * Aus dem Kreise Gießen. Im Jahre 1908 waren die Ausgaben des Kreises Gießen für soziale Zwecke folgende: Für Zwangserziehung 16 556,11 Mt., für Wanderarbeitsstätten an die Verpflegungsstationen Gießen Mark 10 596,32, Grünberg 2516,50 Mt. und Hungen 2854,50 ( alai poli Die großen Preise wurden, wie folgt zuerkannt: burg für Barzois. für Deutsche Doggen, gestromt, offene Klassen: 1. und E.- Pr.; K. Dedio- Geiselbach und F. Maier- Wies baden je einen 2. Pr.; B. Bock- Frankfurt a. M. einen 3. Preis; E. Kaufmann- Gießen und Bächter Esau- Großen- Bu sect je einen H. 2. E.; für Klaffen: einen 1. te- Waidm Referenda eiden ein Mainz, 2 Hammerm bentlassen einen 1. W. Lüd V. Arno W. Lüd Dr. med Doerr Ra wald- Frie Ben je S für offene A Waidman 2. Pr.; Klaffen: Preis: S Ben, Ref N. Koch, 5. Heinz für furt a. einen 2. Nebentla Staatspreis Nr. 1 an Herrn Jean Fußhoeller in Sieg- Aug. Schwan und Ernst Niemann- Gießen und C. C. Sou für Deutsche Doggen, gel b, offene Klassen: chay in Künzell je einen 1. und E.- Pr.; R. Groß- Weßlar und E. C. Souchay je einen 2. Pr.; E. Dillenberger- Wies baden einen 3. Pr.; K. Dedio- Geiselbach Reservepreis; Staatspreis Nr. 2 an Herrn C. C. Souchay in Künzell für Deutsche Doggen. Stadtpreis Nr. 1 an Herrn 2. F. Diefenbach in Frankfurt a. M. für Airedale- Terriers. Stadtpreis Nr. 2 an Herrn Wilhelm Reich in Kassel für Möpse. 100 Mt. in bar an Herrn H. Hammel in Staden für Vorstehhunde. 50 Mt. in bar an Herrn Förster Weber in Riedelbach für Dachshunde. 50 Mt. in bar an Frau W. Rosenberg in DüsseldorfOberkassel für deutsche Doggen. 50 Mt. in bar an Herrn Referendar Ludwig in Trier für Borer. M 25 Mt. in bar an Herrn A. Schirmer in Frankfurt a. für Pinscher. Ferner erhielten: für Vorsteh hunde, offene Klassen: F. Wolf= Kirchheimbolanden; Schneider- Heiligenborn; Pächter StegtRingelshausen; A. Haaf Mannheim; H. Hammel- Staden und J. Rehn 3.- Gimbsheim je einen 1. und Ehrenpreis; J. Förster Bohlender- Warburg; Fr. Brückmann- Birklar; Dieterich- Merstadt; Forstmeister Mettenheimer- Romrod; J. Philippi- Wohnbach und Burgermeister Schmidt- Boben hausen je einen 2. Preis; Forstaufseher Bornemann- Allendorf; Oberstabsarzt Plagge- Gießen und Stadtförster Schneider- Dillenburg je einen 3. Preis. and adopt G. Lind- Friedberg und Förster Fehler- Laufenfelden je einen 4. Preis; Gg. Gerhard- Steinbach; C. Juckel- Braunfels und Chr. Caspari- Laubuseschbach je einen 5. Preis bezw. H. L. E. Nebenklassen: I. Philippi- Wohnbach; H. Hammel- Staden und J. Rehn 3.- Gimbshein je einen 1 und Ehrenpreis. J. A. Ruth- Fronhausen; Stegt- Ringelshausen; Rechtsanwalt Kaufmann- Gießen; J. Dietrich- Merstadt; Förster Fehler- Laufenselden; F. Brückmann- Birtlar; radi- Viermünden und Hammel- Staden je einen 1. Preis. Con Förster Bohlender; G. Lind; R. A. Kaufmann; Fr. Brückmann; C. Juckel; H. Kreuder- Friedberg; Forstmeister Mettenheimer; Justizrat Maur- Koblenz und J. Philippi je einen 2. Preis. W. Deißmann- Löhnberg einen 3. Preis. G. Gerhard und Chr. Caspari je einen H. 2. E bezw. Reservepreis; für Pointer: Herr von Carstaujen- Godesberg zwei 1. und Ehrenpreis; für Weimaraner: Herr H. Brill- Frankfurt a. M.Rödelheim zwei 1. Preise; für Irish Setters: Herr E. Kraßenberg- Kassel 1. und Ehrenpreis; Herr G. N. Bergson- Hamburg 2. Pr. und Förster Bohländer- Rimbach 3. Preis in den offenen Klassen, und Bergson 1. Preis in den Nebenklassen; für Gordon Setters: Herr H. Steinkamp- Koblenz zwei 2. Preise; für Barsois: offene Klassen: Herr J. FußhoellerSiegburg zwei 1. und zwei Ehrenpreise; Herr J. Fußhoel5. ler zwei 2. Preise; Herr F. Drullmann- Weblar und Jenzen- Gießen je einen 3. Preis; Herr J. Stumpf- Frantfurt a. M. und W. Soellner- Kassel einen 4. und 5. Preis; Nebenklassen: Herren Fußhoeller, Jenzen und Drullmann je einen 1. Preis; Herren Soellner und Jenßen je einen 2. Preis; für Greyhounds und Whippets: Herr Dr. Genschow- Höchst 1. und Ehrenpreis und 2. Preis; für furzhaarige Dachshunde: offene Klassen: K. Asbeck- Hamm i. W. zwei 1. und zwei Ehrenpreise; Förster Weber- Riedelbach und Th. Frank- Weßlar je einen 1. Preis; Förster Weber, P. Propfe- Großalmerode, I. Maleton- Dalsheim, K. Asbeck und A. Schaffner. Frankfurt a. M. je einen 2. Preis; Förster Bohländer- Rimbach einen 3. Preis; J. Raab- Offenbach; P. Propfe- Großalmerode und K. Asbeck H. 2. E bezw. 2. E. und Reservepreis. Nebenklassen: Förster Weber, K. Asbeck, P. Propfe je drei bezw. vier 1. Preise und Ehrenpreis; J. Maleton und A. Schaffner je einen 1. Preis; P. Propfe, K. Asbeck, Fr. Babel- Londorf und K. Struck Wiesbaden je einen 2. Preis; P. Propfe, Frau Zahnarzt Mez- Gießen, BretthauerKrosdorf und K. Struck je einen 3. Preis; W. Frickel= Wiesbaden und L. Rohrbach- Alsfeld je einen H. L. E. I für Rauhoarige Dachshund e, offene Klasse: Ferd. Schmidt- Gießen zwei H. L. E. Nebentlassen: Ferd. Schmidt 1. Preis. Zahlmeister Hahn und Ferd. Schmidt je einen 2. Pr.; dieselben je einen 3. Preis. Ferd. Schmidt, Georg Kahlfuß, Haiger und Zahimstr. Hahn je H. L. E. für Langhaarige Dachshunde, offene Klassen: E. Deist- Bebra einen 1. und Ehrenpreis. H. Schildfür Deutsche Doggen, gefledt und an dersfarbig, offene Klassen: Jos Leist- Boppard und G. Ruppel- Bürgel je einen 1. und E.- Pr.; für Deutsche Doggen, alle Farben, Ne bentlassen: Schwan und Niemann, R. Groß, 2. HanauGießen, K. Dedio, H. Kraemer, C. C. Suchay Fr. P. Diekmann Kiliansstaedten, E. Dillenberger, G. Ruppel ie mehrere 1. Preise; H. Kraemer, R. Waldschmidt- Weylar, E. Dillenberger, A. Dedio, R. Groß, F. Maier, Schwan und Niemann, E. Hentel- Gießen je einen 2. Preis; L. Jochem- Gießen, M. Creußburg- Gießen, C. Hentel, Schwan u. Niemann und J. Hoechst- Londorf je einen 3. Preis; Kaufmann, B. Bock, Aug. Plitt Biedenkopf, A. Pascoe Dutenhofen, Schwan und Niemann, A. Ruppert- Gusternhain je H. 2. E. bezw. Reservepreis; für Neufundländer, offene Klasse: 2. LeicherKristel einen 1. und E.- Pr.; Ostar Gutmann Gießen einen 2. Preis; L. Bill- Naunheim einen 3. Preis, Nebentlassen: 2. Leicher, Oskar Gutmann und L. Dieß- Mainz je einen 1. Pr.; 2. Dieß und L. Bill je einen 2. Preis; L. Bill einen 3. Preis; für Deutsche Schäferhunde, offene Klaffen: D. Schurr- Frankfurt a. M., W. Möbs- Echzelf je einen 1. und E.- Pr.; F. Decker- Wiesbaden, C. B. Ganz- Mainz je einen 2. und E.- Pr.; Helene Hölzinger- Büdingen, R. Groß Wetzlar je einen 3. und E.- Pr.; L. Blanden- Hedemünden, G. Schellhaas- Gr.- Bieberau je einen 4. Preis; J. Chr. Jung- Hainstadt, C. B. Ganz je einen 5. Preis. Neben klassen: F. Decker, C. Roesinger- Gießen, A. Gonder- Röth ges, D. Schurr, W. Moebs, Hch. Walter- Frankfurt a. M., R. Winter- Hann. Münden, G. Schellhaas- Gr.- Bieberau, D. Kanold- Darmstadt, C. B. Ganz und A. R. Müller- Darmstadt je einen 1. Preis; Helene Hölzinger, J. Ott- Gießen, F. Decker, W. Bannspach- Frankfurt a. M., R. Groß, G. Lange- Hann. Münden, A. Schwarz- Hoernsheim, H. Walter, Oberleutnant von Nersee- Mainz je einen 2. Preis; L. Blan den, J. Reinhard- Weßlar, W. Schwalb- Gießen, J. Stoeckl Reichertshofen, G. Schellhaas, Rechtsanwalt Paul Homber ger- Gießen, H. Gerlach- Wezlar, W. Möbs je einen 3. Pr.; Wilhelm Bannspach, W. Schwalb, A. Schwarz je einen Preis; J. Chr. Jung, P. Theiß- Nauborn, G. Klaas- Frant furt a. M., Jul. Homburg- Wehrda, F. Schauerte- Erndte brück, G. Lange, 2. Genzel jr.- Nauheim und H. Gerlach je einen 5. bezw. Reservepreis; für Schottische Schäferhunde( Collies), offene Klassen: Joh. Hoebel- Mörstadt einen 1. und E.- Pr.; H. Rausch- Weßlar einen 2. Preis; Louis Scharfe- Weblar einen 3. Preis; Jos. Jungbaur jr.- Wiesbaden Refervepr. Nebentlassen: J. Hoebel, A. Schumann- Breitscheid und Rausch je einen 1. Preis; L. Scharfe, Fritz Schmalz- Gießen je einen 2. Preis, letterer mit E.- Pr.; J. Jungbaur einen 3. Preis; Friedber für Schecter Nebenkla für Alajjen: für offene S Bergen a. M. 1 V. Löb 3. und 5. Ana bentlaffer a. M., GeFor Weblar H. Sch pert Gu für August Ben ein gern, Preis, Jos. A für Klaffen: Raffel e für pert- hei der- Stai für bel Cla für einen einen für Raffel e 1. Prei für braun, und z E.Pr. bentla C. Rei für big: of DaabGonter It. Mainz filtr Frankfur Frantfur Aron- F Frantfu für Frankfu Ea D. für Dobermannpinscher, schwarz rot, of fene Klassen: W. Klippel- Griesheim, Carl Volt- Gießen i einen 1. und E.- Pr.; Carl Feldmann- Crumstadt, L. Wesselmann- Düsseldorf je einen 2. Preis; Ostar Poeller- Bo chum, A. Jung- Hoernsheim je einen 3. Preis; Ed. Scholl Siegen, J. Messerschmidt- Oberursel einen 4. Preis; Kanz leirat Schiffnie- Gießen, J. Schäfer 3.- Gießen, G. Kruger Frankfurt a. M., J. Müller- Oberursel, Martin Röder Darmstadt je einen 5. oder Reservepreis bezw. H. L. E. für Dobermannpinscher, andersfarbig offene Klassen: Franz Becker- Neuwied, J. Engel- Hörnsheim je einen 1. und E.- Pr.; H. Hiddemann- Dortmund, L. Rein hard- Weylar je einen 2. Preis, lepterer auch E.- Pr.; Schneider Hoernsheim einen 3. und E- Pr.; H. Jünger Kesselstadt einen 4. Preis. Nebentlassen: Franz Becker, C. Feldmann, Kanzleirat Schiffnie, H. Hiddemann, J. Engel, Carl Volt, L. Wesselmann je einen 1. und Ehrenpreis; H. Hiddemann, Ed. Scholl, W. Klippel, G. Reinhard, O. Schneider, F. Engel- Hoernsheim, 2. Bausch- Weilburg, A. Jung, J. Messerschmidt je einen 2. Preis; Oskar Poeller, Joh. Schäfer 3., H. Schnabel- Gießen, Ed. Scholl, D. Rin fer- Lüßellinden, W. Klippel, F. Engel, Wachtmeister Mül ler Darmstadt je einen 3. Preis, letterer mit E.- Pr.: G. Kruger, Kanzleirat Schiffnie, O. Poeller, H. Jünger- Kessel stadt, W. Moennig- Altenschlirf, Ph. Mang- Kirchheimbolan den je einen 4. bezw. Reservepreis; H. Röhrig- Kirchgön G. Lenz 7.- Lüßellinden, J. Müller, G. Kruger, M. Ri der, Ph. Mang je einen 5. bezw. H. 2. E.; Adam für Airedale Terrierß, rauhhaarig offene Klassen: L. F. Diefenbach Frankfurt a. M., Goebel- New- Ysenburg ie einen 1. und E.- Pr.; Fr. Syring Frankfurt, K. Roloff- Raurel je einen 2. Preis, letterer aud Age of T meldet. nu gerahmat Buchhan Kreuzpla Breis. S bid- Marb offene St 1. u.E. Breife. en je einen Rebentiale 1. und ermeiter& Stum- Refiel Stung iedberg i offene 6 9.6.8 ter- Wiesb en 2. rger- Dauj Stadt einen L. Fries Burger- Dau Bürgermei zu Dienb Preis. gbaari einen 1. Bre eim je ei inen 3. Pr Slee- Sa Boß- Wies haarig von JtterSr. Neben Emmy Di Preis; P. Preis, offene Alaf Beblar je ein Maier- Wi .M. einen au- Großen ffene Klaffe nd E. C. En Groß- We lenberger- Bi Reservepreis; t und an Boppard arben, Ne 32. Hanauhab- Fr. P. Kuppel je hmidt- Wehlar, aier, Schwans Preis; 2. Joel, Schwan u. 3. Preis; A. Pascouppert Guften 2. Leider Gießen eine Mebentlaffer Mainz je eines Preis; S. Bill offene Klaffen: el je einen 1. Ganz- Mainz je ngen, R. Grof en- Hedemünden, eis; J. Chr. Breis. Neben Gonder- Röth anffurt a. M -Bieberan Müller- Dam J. Ott- Gießen R. Groß, eim, H. Wal Preis; 2. eßen, J. St t Paul Homb je einen 3. varz je eine G. Klaas- F Schauerte- G und H. Geria e( Collies 1. und E- Pr Scharfe Webla reitfdeid und S Samalz- Gießen baben Refervepr Jungbaur je arzrot, of Stadt, L. We ar Poeller- B Boll- Gießen is; Ed. Scholl Ben, G. Kruge Martin Rob 4. Preis; fans bezw. H. 2. E ber& farbi Engel- Hörnshei Dortmund, 2. Rei auch E- Pr.; br.; H. Jünger Franz Beder, mann, J. Eng und Ehrenpreis G. Reinhard, wich- Weilburg, 3; Ostar Poelle Scholl, Bachtmeister Mi mit Er: 6 H. Jünger- Steffe ng- Birdbeimbolo Kruger, M. Höhrig Kirchgör E.; auhhaarig a. M. Ab Pr.; Fr. Syri Breis, lepterer a E.- Pr.; Rechtsanwalt Rohde- Darmstadt, J. Glock Ginnheim be= mund, E. Braeckow- Schöneberg, J. Glock je einen 4. bemund, E. Braedtow- Schgneberg, J. Glock je einen 4. Rechtsanwalt Nebenklassen: ziehungsweise Reservepreis. Rohde, A. Goebel, J. Glock je einen 1. Pr., der erstere auch E.- Pr.; J. Glock drei 2. Preise; E. Schon- Bonn, Wachtmeister Glaub- Grebenau, C. Steinberger- Gießen, E. Proescher- Gießen je H. 2. E.; 2. für Rauhhaarige Terriers im Derby: F. Diefenbach und E. Roloff je einen 1. Pr., letzterer auch E.- Pr.; Chr. Schmidt- Buttstaedt und J. Glock je einen 2. Preis; C. Roloff und J. Glock je einen 3. Preis; E. Braedow und C. Schon je H. L. E. bezw. L. E.; od ut für Rottweiler, offene Klassen: S. Bayer- Mainz einen 1. und E.- Pr.; R. Heupel- Hirzenhain einen 2. Pr.; K. Schnell- Kesselbach einen 3. Pr. Nebentlassen: J. Wallenstein- Altenbuseck, R. Heupel je einen 1. Pr. und ersterer auch E.- Pr.; H. Schmidt 6. einen 2. Preis; A. RuppertGusternhain H. L. E. für Bulldoggen, offene Klassen: 2. Hammel- Gießen einen 1. und E.- Pr.; Miß Arabel Clare einen 2. Pr. und J. Zeitlinger- St. Ingbert einen 3. Pr.; Dr. Frey und Tierarzt Roeßler H. L. E. Nebentlassen: 2. Hammel einen 1. Pr. und E.- Pr.; Miß Clare drei 1. Preise; Miß Clare einen 2. und E.- Pr.; für Borer, gelb und gelb mit wei ß, offene Klassen: Referendar Ludwig- Trier, G. Hermes- Weblar je einen 1. und E.- Pr.; V. Arnold 5.- Pfungstadt, W. Lüdtte- Waidmannslust je einen 2. Preis; A. Interthal- Wezlar, Referendar Ludwig je einen 3. Preis; A. Mehmet- Großeneichen einen 4. Preis; D. Hinze- Lüttich, Frau E. PirschI. Mainz, W. Reinhold- Weisenau, A. Petri- Weßlar und Hammermann- Geßen je H. L. E. bezw. Reservepreis. Nebentlassen: W. Lüdtte, H. Krämer- Gießen, Ref. Ludwig je einen 1. und E.- Pr.; H. Krämer, A. Mehmet, Frau Pirsch, W. Lüdtke je einen 1. Preis; Dr. med. Linkenbeld- Kassel, V. Arnold 5., J. Hammermann, Frau Pirsch, A. Petri, W. Lüdtke je einen 2. Preis; Leutnant Wehner- Gießen, Dr. med. Linfenheld, Frau Pirsch, K. Bopp- Fauerbach, W. Doerr Kassel, W. Reinhold je einen 3. Preis; Fr. Bindewald- Friedberg, D. Hinze, W. Doerr und H. Huder- Gießen je H. 2. E. bezw. Reservepreis; für Borer, gestromt und anders farbig, offene Klassen: P. Elgner- Niederschönhausen, W. Lüdtke- Waidmannslust je einen 1. und E.- Pr.; Ref. Ludwig einen 2. Pr.; Carl Goennewig- Siegen einen 3. Preis. Nebentlassen: P. Elgner, K. Goennewig, W. Lüdtke je einen 1. Preis; K. Goennewig, N. Koch- Trier, W. Kilbinger- Gießen, Ref. Ludwig je einen 2. Preis; J. Leist- Boppard, N. Koch, J. Schleiermacher- Wildungen je einen 3. Preis; H. Heinz- Gießen H. 2. E.; für Wolfspitze, offene Klassen: K. Schecker- Frantfurt a. M. einen 1. Preis; A. Depping- Frankfurt a. M. einen 2. Preis und A. Kustrebe- Offenbach einen 3. Preis; Nebentlassen: A. Kustrebe einen 1. Preis und H. Luft Friedberg einen 3. Preis; für ander sfarbige Spibe, offene Klasse: K. Schecker einen 1. und Meidt- Höckersdorf einen 2. Preis. Nebentlassen: Meidt einen 1. Preis; für schwarze Pinscher, rauhhaarig, offene Klassen: A. Brauner- Krefeld einen 1. Preis und E.- Pr.; für Pinscher( Pfeffer und Salz) rauhhaarig, offene Klassen: Aug. Schwan- Gießen und Max RoemischBergen fe einen 1. und E.- Pr.; A. Schirmer- Frankfurt a. M. und Georg Forbach- Gießen je einen 2. und E.- Pr.; V. Löhmer- Würzburg und Aug. Schwan- Gießen je einen 3. und E.- Pr.; 2. Reuß- Gießen, G. Köhlinger, Haiger u. H. Knapp- Frankfurt je H. 2. E. bezw. Reservepreis; Nebentlassen: Aug. Schwan, H. Knapp, D. Bulling Frankfurt a. M., V. Löhmer, Mar Roemisch, Ch. Luther- Frankfurt, GeForbach je einen 1. Preis; Aug. Schwan, H. SchreyerWeylar, Bulling und Chr. Luther je einen 2. Preis; H. Schreyer einen 3. Preis; W. Musch- Friedberg, A. Ruppert Gusternhain, Fr. Marr- Neumühle je H. L. E.; für glattbaarige Bin ich er offene Selfen August Noll- Gießen einen 1. und E.- Pr.; Ernst Petri- Gießen einen 2. Preis; Nebenklassen: Conrad Diehl- Oberhörgern, Fr. Marr- Neumühle, Gg. Euler- Gießen je einen 1. Preis, letterer auch Ehrenpreis; Conrad Diehl einen 2. Pr.; Jos. Altensen einen und braune, offene für Pudel, ſchwar Klassen: R. A. von Hoff- Bingen einen 1. Pr.; W. BockKassel einen 2. Pr.; W. Boc- Kassel einen 3. Pr.; für weiße Wollpudel, offene Klassen: P. Hilpert- Heidelberg 1. Pr., H. Boß- Rödelheim 2. Pr., H. Beder- Kassel 3. Preis; Nebentlassen: H. Becker einen 1. Pr.; bel Clare- Baden- Baden einen 2. pe: wwisholm peich Ka von 927 zahlenden Personen besucht, und die Frequenz der elektrischen Straßenbahn war infolge davon- abgesehen vom Eröffnungstage gelegentlich dieser Hundeausstellung die weitaus größte seit ihrem Bestehen, was an Stelle besonders hervorgehoben werden soll. Die Ausstellungs- Leitung. Hus Hessen und Nachbargebiet. dieser ist * Lich, 5. Juni. Der Kreiszuchtverein für Simmentaler Vich im Kreise Gießen hielt gestern hier seine Jahresversammlung unter starter Beteiligung ab. Regierungsrat Welder erstattete den Rechenschaftsbericht; danach der Verein in 38 Gemeinden vertreten und besitzt 600 Herdbuchtiere. Die Beteiligung des Vereins an der Wander= ausstellung zu Kassel im Jahre 1911 wurde beschlossen. Die von der Landwirtschaftskammer geplante Beschränkung der Mit Herdbuchförungen fand keine Unterstüßung. 74 neue glieder wurden in den Verein aufgenommen. * Lich, 5. Juni. Mit der Regierungsvorlage betreff= end die Landgemeindeordnung beschäftigte sich gestern in Steins Saalbau eine stark besuchte Versammlung der Bürgermeister des Kreises Gießen unter dem Vorsitze des Landtagsabgeordneten Bürgermeister Leun- GroßenLinden. Die Versammlung erklärte sich im großen und ganzen mit der Regierungsvorlage einverstanden, doch wurden zu einzelnen Paragraphen Aenderungen beantragt. * Dorheim. Ihre goldene Hochzeit feierten in erstaunlicher Körperrüstigkeit und Geistesfrische die Eheleute Wilhelm Hofmann 2. zu Dorheim und Philipp Benner 2. zu Alten- Buseck. In beiden Gemeinden nahm dte Bevölkerung freudigen Anteil an dem Fest. * Osthofen. Durch die Ernennung des Gerichts= assessors May zum Amtsrichter hierselbst, hat die hessische Regierung zum erstenmale seit Bestehen des Großherzogzum tums einen Angehörigen der israelitischen Religion Richteramte zugelassen. * Me zz. Bei der Truppenübung auf dem Uebungsplay Elsenborn stürzte der Generalmajor Rummelsbacher von der 67. Infanteriebrigade in Metz vom Pferde und er litt schwere innere Verlegungen. Der General ist inzwischen gestorben. * Bremerhaven. Der für die Zeppelinsche Polarerpedition gecharterte Lloyddampfer Mainz" geht am 25. Juni von hier nach Kiel ab, wo Prinz Heinrich von Preußen und Graf Zeppelin an Bord gehen. Die Abfahr, nach Spitzbergen erfolgt am 27. Juni. )( Tandem rennen. In Magdeburg wurden am Sonntag die Brennabor- Tandempaare Techmer- Tadewald u. Tetzlaff- Kiene Erste bezw. Dritte; das Tandemfahren in Leipzig wurde von Kendelbacher- X. gleichfalls auf Brennabor gewonnen. )( Den Preis der Ill sowohl wie den Preis der Aar gewann der Zehlendorfer A. Schulze am 5. Juni in Straßburg i. Els. Schulze fährt Brennabor. Auf dieser Marke belegten E. Rohmer und P. Müller im Hauptfahren und Ausscheidungsfahren den ersten bezw. zweiten Play. Rohmer gewann auch das Verfolgungsfahren und im Motorrennen siegte gleichfalls ein Brennaborfahrer. die to * Mainz. Die Stadt sucht bei der Regierung die Genehmigung nach, eine Anleihe von 16 Millionen Mart aufzunehmen, die jedoch erst nach und nach begeben werden sollen. Die Beträge sollen Verwendung finden für Wasserversorgung, Verwaltungsgebäude, Gasanstalten, Krantenhaus, Elektrizitätswerk 2c. * Mainz, 7. Juni. Gestern trafen die Mitglieder des Zentralverbandes der deutschen Veteranen- und Kriegerverbände von Nordamerika auf ihrer Deutschland- reise hier ein. Am Nachmittag wurde der Dom besichtigt dann und eine Feier am Gutenbergdenkmal veranstaltet, folgte ein Besuch der Kupferberg- Seftfellereien. Abends fand in der Stadthalle ein Festfommers statt, bei dem die Behörden und das Offizierstorps start vertreten waren. Major a. D. Strecker, der Ehrenvorsitzende des Mainzer Kriegervereins, hieß mit herzlichen Worten die amerikanischen An Stelle des verhinderten GouverGäste willkommen. neurs sprach sodann Generalmajor von Süßkind auf den Präsidenten Taft und im Namen der Regierung Provin zialdirektor Dr. Breider t, dessen Worte in ein Hoch auf den Großherzog austlangen. Für den dienſtlich ver hinderten Oberbürgermeister hielt Beigeordneter Berndt eine inhaltvolle längere Ansprache; sein Hoch galt den Gästen, in deren Namen der Vereinsvorsitzende Richard Müller herzlich dankte. Heute wurde eine Huldigungsfahrt nach dem Niederwald- Denkmal unternommen; morgen geht die Reise nach Frankfurt und von da nach München. Einer der amerikanischen Krieger verlor hier seine Brieftasche, die außer sonstigen Papieren einen Kreditbrief über 10 000 m. sowie 17 Hundertmarkscheine enthielt; er hat auf die Wiedererlangung eine Belohnung von 500 Mt. ausgesetzt. * Darmstadt, 6. Juni. Die hessische Regierung hat dem Landtag den am 20. Mai in Heidelberg zwischen dem Großherzogtum Hessen und dem Großherzogtum Baden abgeschlossenen Staatsvertrag über die Verleg= ung der Landesgrenze zwischen der hessischen Gemarkung Helmhof und der badischen Gemarkung Neckarbi schofsheim zur landständischen Genehmigung unterbreitet. Die vorgeschlagene Regulierung ermöglicht eine zweckmäßigere Feldbereinigung in den beiden Gemarkungen. an= * Oppenheim. Bei den teiis angegriffenen, teils nicht mehr vorhandenen Depots des Notars Hubert ist nach Feststellung des amtlich bestellten Revisors mit einem Fehlbetrag von 100 000 Mt. bis 135 000 Mt. zu rechnen. Noch vorhandene( etwa 88 000 Mt.) einzelne Depots und dere Gelder sind nach dem Ableben von dem Amtsgericht Oppenheim in Verwahrung genommen worden. Die übrigen Forderungen an den Nachlaß betragen etwa 134 000 Mart, wovon 75 000 Mt. hypothetarisch gesichert sind. An von 100 000 Mark. für Zwerg- Bulldogs, offene Klaſſen: Miß Ara Aktivmasse ist vorhanden Immobilienbesitz im Werte für Möpse, offene Klassen: Wilhelm Reich- Kassel einen 1. Preis; einen 1. und E.- Pr.; Nebenklassen: Wilhelm Reich- Kassel für King Charles, offene Klassen: J. SpringerRassel einen 1. und E.- Pr.; Nebenklassen: J. Springer einen 1. Preis; für glatthaar. 3wergpinscher, schwarzbraun, offene Klassen: L. Jordan- Frankfurt a. M. zwei 1. und zwei E.- Pr.; Heinrich Genau- Frankfurt einen 2. und E. Pr.; C. Reimling- Frankfurt a. M. einen 3. Pr.; Nebentlassen: 2. Jordan, G. Ruder- Nauheim je einen 1. Pr.; 5. Reimling, H. Genau je einen 2. Pr.; für glatthaar. 3 wergpinscher, andersfarbig: offene Klassen: Carl Schmidt- Gießen und Friedrich Daab- Frankfurt je einen 1. und E.- Pr.; Nebenklassen: V. Gonter- Gießen, Fr. Daab je einen 1. Pr.; F. Kappler= Mainz einen 2. Preis; für Affenpinscher, offene Klassen: F. SpenglerFrankfurt a. M. einen 1. und E.- Pr.; Conrad LeurerFrankfurt einen 1. Pr.; F. Spengler einen 2. Pr. und A. Aron Friedberg einen 3. Preis; Nebenklassen: Gg. RiehlFrankfurt zwei 1. Preise; A. Aron- Friedberg einen 1. Pr.; für 3 wergschnauzer, offene Stellen: Gg. Riehl Frankfurt a. M. zwei 1. und zwei Ehrenpreise. Es waren im ganzen 364 Hunde in 676 Klassen gemeldet. Die Ausstellung wurde außer von den Ausstellern Verkauf zu bedeutend herabgesetzten Preisen nur noch einige Tage Grosse Auswahl in schönen Bildern, Gravüren, Kupferstichen und Landschaften:: Aus aller Welt. * Stuttgart. Das Befinden des Königs von Württemberg läßt seit einigen Tagen zu wünschen übrig, sodaß er die Repräsentationspflichten nicht erfüllen kann. Der König soll, wie es heißt, an einem Darmleiden frankt sein. erMeißen. Die Porzellan- Manufaktur beging heute in Anwesenheit des Königs von Sachsen die Feier ihres 300jährigen Bestehens. * München- Gladbach. In Rheindahlen erschoß auf der Straße der Landwirt Schild seinen Nachbar Lenßen, worauf der Sohn des Erschossenen eine Sense herbeiholte und Schild den Kopf abschlug. * Hofgeis mar. Ein eigenartiger Fall von Milzbrandübertragung und Milzbrandvergiftung hat sich dieser Tage in Carlsdorf zugetragen. Auf der Stelle, wo eine früher an Milzbrand gefallene Kuh verscharrt worden war, hatte eine Schafherde gehütet und das dort wuchernde Gras und Pflanzen gefressen. Man vermutet, daß hierdurch eine nachträgliche Milzbrandübertragung eingetreten sein könnte. Jedenfalls sind einige 30 Stück Schase an Milzbrand frepiert. Die Kadaver wurden auf Anordnung des Kreistierarztes verbrannt. ક Der technische 9th hoff Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht. Gießen, 7. Juni 1910. Der vom Kriegsgericht wegen Totschlags zu 12% Jahren Zuchthaus verurteilte Taglöhner Peter Müller 2. von Hähnlein, der genannte Strafe im Zuchthause zu Marienschloß verbüßt, hatte sich wegen Mordversuchs zu verant worten. Er ist ein unverträglicher Mensch bezüglich dessen vielfach Klagen bei der Direktion vorgebracht werden mußten. Als am 23. Februar der Aufseher Zubrod wieder eine solche Meldung wegen eines Verstoßes gegen die Anstalts ordnung gemacht hatte und der Angeklagte von dem Diret tor darüber zur Rede gestellt wurde, bemerkte er gleich, er habe dem Aufseher Zubrod diese Unannehmlichseit zu verdanken, dieser schitaniere ihn stets. 3u Mitgefangenen machte der Angeklagte Bemerlangen, daß er dem Aufseher bei der nächsten Gelegenheit eine gäbe, daß er alle viere streckt und fortgetragen werden muß. Er bemerkte ferner, er streichle den Aufseher nicht nur ein bischen, sondern er Alz gäbe ihm eine, daß er keine zweite mehr verlangt. ein Mitgefangener lachte, als der Angeklagte sagte:„ Der „ Do Hannes muß heute noch kommen", sagte er weiter: brauchst nicht zu lachen, wenn er tommt, gebe ich ihm eine, daß sie ihn hinaustragen. Was ich vorhabe, führe ich auch aus, dann lachſh du nicht mehr." Als furz darauf der Aufseher an dem Angeklagten, beim Kistennageln beschäf tigt war, vorüberging, schlug er ihm den Hammer auf den Kopf und sagte dabei:„ Da hast du das Wert!" Der Aufseher, welcher infolge der auf dem Kopf befindlichen Müße Berlegung daß der mine its abbinate erhebliche Verletzung davontrug, wie sie der Angeklagte bezwecken wollte, hatte doch längere Zeit an der Verlegung gelegen und das Schlimmste war zu befürchten, doch die Heilung und Genesung ging so günstig von statten, daß er jetzt wieder hergestellt ist. Die Geschworenen verneinten die Frage auf Mordversuch, bejahten dagegen diejenige auf Totschlagsversuchs, worauf das Gericht eine Zuchthausstrafe von 6 Jahren aussprach und dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre aberkannte. Gießen, 8. Juni 1910. Unter der Anklage des Meineids hatte sich die Ehefrau des Schuhmachers Franz Matuszewsti in Gießen geb. Drasgo aus Stare zu verantworten. Folgender Latbestand liegt der Anklage zugrunde. Der Ehemann war von Gießen, wo die Angeklagte wohnte, längere Zeit abwesend. Während dieser Zeit ließ sich die Angeklagte mit einem Kanalarbeiter ein. Dieser rühmte sich des Verkehrs mit der Angeklagten, was zur Folge hatte, daß sie unter Sittentontrolle gestellt werden sollte. Der Kanalarbeiter gab auf der Polizei erst den Verkehr zu, bezw. er erhob Anzeige, als er mit der Angeklagten uneinig wurde. Als sie sich wieder geeinigt hatten, ging er auf die Polizei und bezeichnete seine Angaben als unwahr, was zur Folge hatte, daß er wegen falscher Anschuldigungen vor die Straffammer fam. In diesem Termin b! stritt die Angeklagte den Verkehr unter Eid, trotzdem sie sich später rühmte, durch ihre Aussage die Freisprechung des Arbeiters herbeigeführt zu haben. Nunmehr erfoldte gegen sie Meinetdsantlage. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt und endigte mit Verurteilung der geständigen Angeklagten zu 1 Jahr und 6 Monaten Zuchthaus. Literarisches. Grieben Reiseführer. 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