AGG 9. RIEBELE N aph nofstr. 54. graphie. moristisch. chlager. hr interessan Z egen in Los über Arbei enflinit in 1910 find A ichen. 6- Augenklini 00000 chs 717 5 00000 che ch billig Teppiche 1 olger, Perfon und Famil Sheitszufta b unb bistret n zur Verfüg Büro Neue Bell 53 ftraße) 5-7 Uhr. canten und en. in Heilf Volt bon Anfted stitut Zell 53, 1. mittlunge t. an, je m ffenhafte des Infi nalbeamter. 1391./699. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 54. - Erstes Blatt. Bekanntmachung Betr.: Das Spielen in außerhessischen Lotterien. der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes = sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Samstag, 9. April 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Die Bestimmungen des nachstehenden Gesetzes vom 14. Februar 1906 bringen wir mit dem Anfügen erneut zur Kenntnis, daß von großen Klassenlotterien nur die Königl. Preußische Klassenlotterie im Großherzogtum Hessen zugelaffen ist. Im übrigen ist, abgesehen von unbedeutenderen Ausspielungen zurzeit nur der Losevertrieb von folgenden außerhessischen Lotterien im Großherzogtum erlaubt. 1. Lotterie des Vereins für Wiederherstellung der St. Lorenzkirche in Nürnberg;*) 2. Lotterie des Innungsausschusses der vereintgten Inungen in Metz;*) 3. Lotterie des Stuttgarter Liederkranzes.*) Alle übrigen Lotterien, insbesondere die Hamburger Stadtlotterie, die Kgl. Sächs. Landeslotterie, die Ungarische Klaffenlotterie und die Dänische Koloniallotterie sind im Großherzogtum Hessen nicht zugelassen, so daß sowohl der Vertrieb der betreffenden Lose als auch das Spielen in den letztgenannten Lotterien verboten und strafbar ist. *) Anm. Zum Vertrieb in Hessen dürfen nur mit dem hessischen Zulassungsstempel versehene Lose gelangen. Während der Zeit des Vertriebes der Lose zur ersten Klasse einer Königl. Preuß. Klassenlotterie ist Ankündigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose in Hessen nicht gestattet. Gießen, den 31. März 1910. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Reinhardt. Gesetz, das Spiel in außerhessischen Lotterien betreffen d. Vom 14. Februar 1906. ERNST LUDWIG von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein 2c. Wir haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen hierdurch, wie folgt: Artikel 1. Wer in außerhessischen Lotterien, die nicht mit staatlicher Genehmigung im Großherzogtum zugelassen find, spielt, wird mit Geldstrafe bis zu 600 Mark bestraft; eine nicht beizutreibende Geldstrafe ist in Haft umzuwandeln. Artikel 2. Wer sich dem Verkauf oder der sonstigen Veräußerung eines Loses, eines Losabschnittes oder eines Anteils an einem Lose oder Losabschnitte der im Artikel: 1 bezeichneten Lotterien unterzieht, insbesondere auch, wer ein Los, einen Losabschnitt oder einen Losanteil dieser Art zum Erwerb anbietet oder zur Veräußerung bereit hält, wird mit Geldstrafe bis zu 1000 Mart bestraft. Die gleiche Strafe trifft denjenigen, welcher bei einem solchen Geschäft oder einer solchen Handlung als Mittelsperson mitwirft. Ist die Zuwiderhandlung durch eine Person begangen, die Losehandel gewerbsmäßig betreibt, oder bei ihm ge= werbsmäßige Hilfe leistet, oder ist sie durch öffentliches Auslegen, Ausstellen oder Aushängen oder durch Versenden eines Loses, eines Losabschnitts, eines Bezugsscheins, eines Anteilscheins, eines Angebots, einer Anzeige oder eines Lotterieplans in eine in Hessen erscheinende Zeitung erfolgt, so tritt Geldstrafe von 100 bis 1500 Mt. ein. Jede einzelne Verkaufs- oder Vertriebshandlung, namentlich jedes einzelne Anbieten, Bereithalten, Auslegen, Ausstellen, Aushängen, Versenden eines Loses, eines Losabschnittes, eines Bezugsscheines, eines Anteilscheines, eines Angebots, einer Anzeige oder eines Lotterieplans wird als besonders selbständiges Vergehen bestraft, auch wenn die einzelnen Handlungen zusammenhängen und auf einen einheitlichen Vorsatz des Täters oder Teilnehmers zurückzu führen sind. Artikel 3. Wer, nachdem er wegen eines der im Artikel 2 bezeichneten Vergehen rechtskräftig verurteilt worden ist, abermals eine dieser Handlungen begeht, wird in den Fällen des Artikels 2 Abs. 1 mit Geldstrafe von 100 bis zu 1500 Mart, in den Fällen des Artikels 2 Abs. 2 mit Geldstrafe von 200 bis 2000 Mart bestraft. Artikel 4. Jeder fernere Rückfall nach vorausgegange ner rechtskräftiger Verurteilung im ersten Rückfalle zieht Geldstraße von 300 bis zu 3000 Mart nach sich. Artikel 5. Die Bestimmungen des Artikel 3, 4 finden Anwendung, auch wenn die früheren Geldstrafen noch nicht oder nur teilweise gezahlt oder ganz oder teilweise erlassen sind; sie bleiben jedoch ausgeschlossen, wenn seit der Zahl ung oder dem Erlasse der letteren Geldstrafe oder der Verbüßung der an ihre Stelle getretenen Freiheitsstrafe bis zur Begehung der neuen Zuwiderhandlung drei Jahre verflossen sind. Artikel 6. Wer Gewinnergebnisse der im Artikel 1 bezeichneten Lotterien in einer in Hessen erscheinenden Zeitung veröffentlicht, oder durch öffentliches Auslegen, Ausstellen oder Aushängen bekannt gibt, wird mit Geldstrafe bis zu 50 Mart bestraft. Gehört der Täter oder Teilnehmer zu den im Artitel 2 Abs. 2 bezeichneten Personen, so tritt Geldstrafe von 100 bis zu 600 Mart ein. Artikel 7. Den außerhessischen Lotterien sind alle außerhalb Hessens öffentlich veranstalteten Ausspielungen beweglicher oder unbeweglicher Gegenstände gleich zu achten. Der Artikel 1 findet jedoch keine Anwendung, wenn der Preis des einzelnen Loses 3 Mart, einschließlich des Reichsstempels, nicht übersteigt. Artikel 8. Die in den einleitenden Bestimmungen und im ersten Teile des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich enthaltenen Vorschriften finden auf die in dem gegenwär tigen Gesetze mit Strafe bedrohten Handlungen Anwendung, soweit nicht durch dieses Gesetz abweichende Bestimmungen getroffen sind. Artikel 9. Auf Anteilscheine von Anleihen, deren Verzinsung und Tilgung mit einer Verlosung und mit Prämien verbunden ist, finden die Bestimmungen dieses Gesetzes keine Anwendung. Artikel 10. Das vorstehende Gesetz tritt gleichzeitig mit dem Staatsvertrage zwischen den Hessisch- Thüringischen Staaten und Preußen vom 17. Juni 1905 in Kraft. Gleichzeitig treten außer Kraft: 1. Die Artikel 234, 235 des Polizeistrafgesetzes vom 30. Oftober 1855, soweit sie den Vertrieb von Losen 2c. außerhessischer Lotterien und Ausspielungen betreffen; 2. das Gesetz, die Einführung einer staatlichen Klassenlotterie betreffend, vom 12. August 1899. Urkundlich unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels. Darmstadt, den 14. Februar 1906. ( 2. S.) ERNST LUDWIG. Ewald. Gnauth. Bekanntmachung. Der in der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung festgeseßte Voranschlag der Stadt Gie ßen für das Rechnungsjahr 1910( vom 1. April 1910 bis dez Ende März 1911), sowie die Voranschläge Stadterweiterungsfonds, des Elektrizi= tätswertes, der städt. Straßenbahn, sowie des Gas- und Wasserwerkes für dieselbe Zeit liegen nach Vorschrift des Artikels 83 der Städte- Ordnung vom 9. März bis 17. April 1910 auf der Bürgermeisterei Zimmer 15 zur Einsicht der Beteiligten offen. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Einwendungen gegen denselben binnen gleicher Frist bei uns vorzubringen sind. Gießen, den 8. April 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bergebung von Bauarbeiten. Die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung der Hochbauten für die Pump station zum Wasser werk Inheid en wie: 1. Erd- und Maurerarbeiten, 2. Steinmezarbeiten, 3. Zimmerarbeiten, 4. Dachdeckerarbeiten( Schieferdach), 5. Spenglerarbeiten, 6. Glaserarbeiten, 7. Schreinerarbeiten, Sihung der Stadtverordneten Gießeus. dar und verbindet mit diesem Vorzuge auch eine merfahrplan der Straßenbahn eine erhebliche Verbesserung Gießen, 7. April 1910. Da sich die Tagesordnung u. a. diesmal mit dem Voranschlag für das Rechnungsjahr 1910 befaßte, zogen sich die Beratungen bis nach 8 Uhr hin; sie stellten nicht geringe Ansprüche an die einzelnen Stadtverordneten, welche nichtsdestoweniger kein Mittel unversucht ließen, das ihnen Gelegenheit gab, etwaige Mängel zu rügen. In Anbetracht der Wichtigkeit wiesen die Bänke der Stadtverordneten auch nur 2 leere Pläße auf; es fehlten entschuldigt nur die Stadtverordneten Winn und Ebel. Punkt 1 der Tagesordnung, die sich im ganzen in 8 Puntte gliederte, waren Mitteilungen. Da, wie bereits gemeldet, die Stadt Gießen demnächst den Kaiser in ihren Mauern begrüßen wird, sah sich D.-B. Mecum veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß der hohe Besuch auch diesmal wieder auf eine Aufnahme rechnen kann, welche sich den früheren Empfängen würdig an die Seite stellen wird. Puntt 2: Sommerfahrplan der Straßen bahn. Gegenüber dem Winterfahrplan stellt der Som größere Uebersichtlichkeit. So findet die rote Linie namentlich an die am Morgen abfahrenden Arbeiterzüge um 6.23 und 6.38 guten Anschluß, während auch die grüne Linie sich durch ihre Anschlüsse um 5.53, 6.08, 6.23 und 6.38 an die Morgenzüge ganz besonders unter der Wiesecker Arbeiterschaft viele Freunde erwerben dürfte.- Stadtv. Gabriel: Meiner Ansicht würde sich ein 7½ Minuten- Verkehr in der Zeit von 7-8 Uhr vormittags ganz gut bewähren, da er der regen Inanspruchnahme des fahrenden Publikums sicher sein dürfte. Auch die Anbringung der Haltestellenschilder läßt in mancher Hinsicht zu wünschen übrig. Verschiedene Schilder gestatten nämlich infolge ihrer großen Höhe schwer ein Erkennen und auch hier tut dringend Abhilfe O.-B. Mecum versprach, nach dieser Richtung hin zu wirken, konnte aber nicht den gewünschten 7% Mi ❘nutenverkehr für zweckmäßig halten, da die Straßenbahn doch an alle Züge Anschluß fände. Stadtv. Hau= bach: Mich seht es eigentlich in Erstaunen, daß das Hal| testellenschild auf dem Lindenplatz nicht auf dem Lichtmast not. - nur 8. Weißbinderarbeiten, 21. Jahrg. 9. Schlosserarbeiten, 10. Eisenlieferung, sollen im Wege schriftlichen Angebots in unserem Bureau, Bleichstraße 11, am Mittwoch, den 13. April 1. J., vormittags 10 Uhr, vergeben werden. Die Angebotsunterlagen können während der Dienststunden eingesehen werden. Die Eröffnung der Angebote, die bis spätestens zum genannten Termine bei uns einzu- reichen sind, findet in Gegenwart der erschienenen Bieter statt. Die Zuschlagsfrist beträgt 3 Wochen. Unter sämtlichen Anbietern bleibt freie Wahl vorbehalten. Gießen, den 23. März 1910. Neubauverwaltung der Provinz Oberhessen. Müller. Verdingung. Die Lieferung des für Kabellegungen im Betriebsjahre 1910 benötigten a hntieses wird hiermit erneut ausgeschrieben. Die Bedingungen sind in dem Amtszimmer der unterzeichneten Verwaltung während der Dienststunden einzusehen. Angebote unter Benutzung der daselbst erhältlichen Vordrucke sind bis zum Montag, den 11. d. Mis., mit ent sprechender Aufschrift versehen, an genannter Stelle einzureichen. Gießen, den 8. April 1910. Elektrizitätswerk und Straßenbahn der Stadt Gießen. Stolte. Vergebung von Chaussierungsarbeiten. Die Chaussierarbeiten für die Herstellung der Feldwege hinter dem neuen Friedhof in der Lichtenau sollen Mittwoch, den 13. d. M., vorm. 10% Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spä testens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 5. April 1910. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Berdingung. Die Lieferung von Zementbandsteinen für die Neubefestigung der Licherstraße soll Mittwoch, den 13. d. M., vorm. 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. | Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 5. April 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Bergebung von Saiosferarbeiten. Die Schlosserarbeiten für die Herstellung einer Einfriedigung längs der Wieseckböschung in der Alicestraße zwischen Bahnhof- und Frankfurterstraße sollen öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen lieMittwoch, den 13. d. M., vorm. 10 Uhr, gen während der Dienststunden auf unserem Bureau zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhaltlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt berschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 5. April 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Aufnahme gefunden hat, wo es ganz sicher die Augen der Fahrgäste weit eher als an seinem jeßigen Plaß auf sich lenten tönnte. Stadtv. Dr. Biermer: Die schlechte Berzinsung der grünen Linie veranlaßt mich zu dem Vorschlage, die Frühzüge nach dem Friedhof überhaupt aufzuheben, da die Wagen der grünen Linie in den Morgen- stunden so gut wie gar keine Besetzung aufweisen. In dem Wunsche der Allgemeinheit liegt ferner eine Durchführung der Wagen bis zum Schüßenhaus, da das Halten der Bahn an der Moltkestraße für die Bewohner dieser Stadtgegend eine große Belästigung bedeutet. O.-B. Mecum: Die Stadt ist nicht in der Lage, alle Wagen bis zu dem Schübenhaus hinauf fahren zu lassen, da eine derartige Einrichtung auch einen neuen Wagen notwendig machen würde. Stadtv. Grünewald schloß sich der Ansicht des Stadtv. Biermer an. Beig. Georgi: Bezüglich der Neuanschaffung von Wagen geht meine Ansicht dahin, daß es doch am besten ist, wenn anstatt der geplanten Anschaffung von 2 neuen Wagen nur ein einziger in Auftrag gegeben würde. O.-B. Mecum: Zu der Durchführung der Wagen bis zum Schüßenhaus ist unbedingt allein schon ein neuer Wagen notwendig, während die durch die Neuanschaffung eines Wagens größer gewordene Zahl der im Betrieb befindlichen Wagen auch noch mehr Reservewagen erheischt. Aus diesem Grunde möchte ich beantragen, es dem Ermessen des Ausschusses zu überlassen, bei Bedürfnis einen zweiten Wagen anzuschaffen, aber vorläufig nur einen zu bewilligen. Die Versammlung stimmte dem Vorschlage des D.-B. Mecum zu. Punkt 3: Niederschlagung uneinbring licher Ausstände aus 1908. Gegenüber dem Jahre 1907 mit einem uneinbringlichen Ausstand von 12 800 Mt. betrugen 1908 diese nicht mehr zu erlangenden Gelder nur 11 800 Mt. Sie setzten sich aber wieder wie in den früheren Jahren hauptsächlich aus den uneinbringlichen Steuern zusammen, weiche der Stadt durch Verzug 2c. verloren gingen. dez 4. Punkt war: Vorlage der Rechnung und Verwaltungsbericht für 1908. Die Rechnung und der Verwaltungsbericht für 1908 liegt nun im Druck vor und bedarf nur noch der Prüfung durch die Finanz- Kommission. Auf Antrag des Oberbür germeisters beschloß die Versammlung, den Bericht dem genannten Ausschuß zu überweisen. Wir möchten folgendes aus diesem Verwaltungsbericht hervorheben: 1. Betriebsrechnung: Einnahmen 2 900 959,77 Mart, Ausgaben 2 648 889,54 Mr. Mithin Rest 252 070,23 Mr. Derselbe besteht: a) in barem Vorrat 229 483,56 Mt., b) in Vorlagen 815,85 Mt., c) in Ausständen 27 770,82 Mr. 2. Vermögensrechnung: Einnahmen 2 303 776,91 Mt., Ausgaben 1 337 998,35 Mit. Mithin verbleibt ein Rest von 965 778,56 Mt. Derselbe besteht a) in barem Vorrat Mt. 953 518,59 Mt., b) in Ausständen 12 259,97 Mt. Der sowohl bei der Betriebsrechnung wie bei der Vermögensrech= nung sich ergebende Barvorrät ist teils für Ausgaben des folgenden Rechnungsjahres verwendet worden, teils bei der Mitteldeutschen Kreditbank Filiale Gießen verzinslich angelegt. 3. Gemeindesteuern: Es waren in dem genannten Rech-| nungsjahr veranlagt: zur Grundsteuer 3104 Personen, zur Gewerbesteuer 1648 Personen, zur Kapitalrentensteuer 1682 und zur Einkommensteuer 8302 Personen. Für das Rechnungsjahr 1908 wurden 120 Prozent zu schlag zur Einkommensteuer und 240 Prozent Zuschlag zu den Realsteuern erhoben.- Die Einnahme an Verbrauchssteuern betrug: a) Schlachtvieh b) Fleisch, Fleischwaren und Wildbret c) Brennstoffe d) Mühlenfabrikate und Hafer e) Getränke Im ganzen also 41 869,33 Mr. 4 245,00 Mt. 43 845,28 Mt. 5 166,32 Mr. 31 165,78 Mr. 126 291,71 Mt. Die Rückvergütungen erreichten die Höhe von 13 496,15 Mart, während die Verwaltung eine Ausgabe von Mark 9228,81 verursachte. Mithin verblieb ein Reinertrag von 103 566,75 Mi. Der Stadt brachte die Besitz we ch= selabgabe eine Einnahme von 34 567,43 Mit., welcher eine Ausgabe an Hebgebühren von 1037,02 Mt. gegenüberstand. Die Einnahme aus dieser Steuer belief sich auf Mt. 8810, während sie im Jahre 1907 mur 8360 Mt. betrug. Dieser obigen Summe von 8810 Mt. stand eine Ausgabe von 1091,17 Mt. gegenüber. 4. Gewerbe- und Kaufmannsgericht: a) Gewerbegericht. Im Jahre 1908 waren 206 Klagen anhängig, wozu als unerledigt aus 1907 10 Klagen tamen. b) Kaufmannsgericht. Im Jahre 1908 lagen 18 Klagen vor, wozu sich eine im Jahre 1907 unerledigt gebliebene Klage gesellte. 5. Wohnungsnachweis: Der städt. Wohnungsnachweis vermittelte in dem Berichtsjahr 31 unmöblierte und 7 möb= lierte Wohnungen, während die Gesamtzahl der vermittelten Wohnungen in 1907 sich nur auf 13 belief. 6. Marttwesen: Es fand an 22 Tagen Viehmarkt, an 23 Tagen Schweinemarft, an 3 Tagen Pferdemarkt und an 19 Tagen Krämermarkt statt. Bei den Viehmärkten waren im ganzen 29 372 Stück Rindvich, 10 489 Schweine, 820 Pferde und 41 Fohlen aufgetrieben. An Standgeld brachten die Viehmärkte im ganzen 3588,75 Mt. ein, während die Krämermärkte einen Erlös von 216,75 Mt. ergaben. ein Rest von 54 817,28 Mt. verblieb. Schlachthos und Fleischbeschau: Die Einnahmen betrugen im ganzen Mt. 57 428,59, denen Ausgaben in Höhe von 56 302,54 Mark gegenüberstanden. Geschlachtet wurden 24 882 Tiere. Land- und Forstwirtschaft: Der städt. Grundbesitz( ohne Gebäude und Hausgärten) umfaßte am Schluß des Berichtsjahres 103,06 Heftar Acker- und Gartengelände, 122,38 Hettar Wiesen und 1324,2 Heftar Wald. Hiervon ergab das Acker- und Gartengelände 17 637,43 Mt., die Wiesen Mt. 15 800 Mt. und die Waldungen 70 000 Mt. 9. Stadtgebiet und Bevölkerungsverhältnisse: Der Flä cheninhalt der Gemartung Gießen betrug am Schlusse des Berichtsjahres 3421 Hettar 78 Ar und 90 Quadratmeter. Davon entfielen u. a. auf die Hofreiten über 176 hektar, auf Ackerfeld und Grabgärten über 1242 hektar, auf Wiesen und Grasgärten über 456 Hektar, auf Waldungen über 1239 Hektar, auf Wüstungen 1 Heftar 13 Ar und 74 Quadratmeter, auf Straßen und Anlagen über 141 hektar. Im Kalenderjahr 1908 wurden in Gießen 594 Knaben und 538 Mädchen geboren. Die Zahl der Sterbe= fälle betrug bei dem männlichen Geschlecht 353 und bei dem weiblichen Geschlecht 291 einschließlich der Totgeborenen. Ehen wurden 184 geschlossen. Der 5. Punkt der Tagesordnung befaßte sich mit dem Voranschlag für 1910. Derselbe gliedert sich ebenfalls in eine Betriebs- und Vermögensrechnung. An Einnahmen sieht die Betriebsrech nung 3 149 938,76 Mt. vor, während sie an Ausgaben mit einer ebenso hohen Summe rechnet. Bei der Vermögens= rechnung betragen Einnahmen und Ausgaben je Mark 1 754 986,47. Mithin schließt der Voranschlag mit Mt. 4 904 925,23 in Einnahmen und Ausgaben ab, er ist ge= genüber der vorjährigen Bilanz in Höhe von 6 352 975,32 Mart also wesentlich niedriger. Im einzelnen umfaßt die Betriebsrechnung 64 Titel, von denen die ersten 3 debattelos Genehmigung fanden. Bei Titel 4( Waldungen) entspann sich eine größere Aussprache über die von den städt. Forstwarten erbetene Zu lage, welche die Stadtverwaltung in Höhe von 150 Mart festzusetzen beantragte. Stadtv. Wimmenauer: Ich möchte die Stadtverordneten doch bitten, in Anbetracht der gegenwärtigen allgemeinen Teuerung, eine Zulage von 300 Mt. zu bewilligen, welche doch wenigstens die Beamten für ihre größeren Ausgaben angemessen entschädigen würde. Stadtv. Huhn: Der von Herrn Stadtv. Wimmenauer gestellte Antrag ist meiner Unterstüßung sicher, weil das Gehalt der Forstwärte mit 1600 Mart den Ansprüchen der Stellung nicht entspricht. Stadtv. Krumm: Die Gewährung einer so hohen Zulage wird meines Erachtens nach auf die anderen Beamten feinen günstigen Eindruck machen und schon dieser Grund läßt eine Zulage von nur 150 Mt. geboten erscheinen. Stadtv. Wallenfels: Die hohen Nebenbezüge der Forstwarte können eine Zulage von 300 Mt. erübrigen und höchstens eine solche von 150 Mark rechtfertigen. O.-B. Me cum: Ich konnte deshalb nicht eine höhere Zulage beantragen, weil eine der artige Besserstellung einer Beamtenklasse die anderen städt. Angestellten veranlassen, würde, an die Stadt mit dem gleichen Gesuch um Gehaltszulage heranzutreten. Der Antrag der Stadtverwaltung wurde hierauf mit großer Mehrheit angenommen und dementsprechend 150 Mt. Zulage mit der Maßgabe bewilligt, daß sich die nächste Gehaltserhöhung der anderen Beamten nicht auf die Forstwarte erstrecken soll. Damit erhält der Titel 4( Waldungen) folgende Fassung: 103 102,95 Mt. Einnahmen, 42 832 Mt. Ausgaben. Titel 5-14 fanden einstimmige Annahme: Titel 5( Elektrizitätswerk) liefert feinen Ueberschuß. 5a( Gaswerk): 87 860 Mt. Einnahmen. 6.( Wasserwerk) liefert teinen Ueberschuß. 7. ( Schlachthof und Fleischbeschau) 100 382 Mt. Einnahmen, 102 282 Mt. Ausgaben. 8.( Jagden): 4538 Mt. Einnah= men, 425 Mt. Ausgaben. 9.( Märfte): 8700 Mt. Einnah= men, 3658 Mt. Ausgaben. 10.( Eichanstalten): 200 Gin= nahmen, 245 Mt. Ausgaben. 11.( Waganstalten): 5500 M. Einnahmen, 2030 Mt. Ausgaben. 12.( Kirchen): 64 000 Mart Einnahmen, 64 070 Mt. Ausgaben. 13.( Friedhöfe): 30 129 Mt. Einnahmen, 38 200 Mt. Ausgaben. 14.( Vo.ksschule und Fortbildungsschule): 1677,02 Mt. Ennahmen, 224 507,96 Mt. Ausgaben. Zu einer regeren Aussprache gab Titel 15: Höhere und Erweiterte Mädchenschule Anlaß. Stadtv. Krumm: Es erfüllt mich mit aufrichtigen Bedauern, daß der Lehrplan der Höheren Mädchenschule den Unterricht in Mathematik auf Kosten des Turnens ermeiner Wichtigkeit ist. Ebenso beklagenswert ist auch die durch die Neuerungen geringer gewordene Stundenzahl des Handarbeitsunterrichts, der doch gerade der Bedeutung der Stadtv. Frau in dem Hause Rechnung trägt. Bier mer: Der neue Lehrplan stellt an die Mädchenschule viel zu hohe Ansprüche, während der Unterricht der Gymnasien immer weniger Schwierigkeiten bietet. Derselben Ansicht lieh Beig. Georgi Ausdruck, welcher dazu riet, den Diret tor der Höheren Mädchenschule zu ersuchen, bei dem Ministerium bezüglich einer anderweitigen Gestaltung des Lehr7. Gebäudeversicherung, Brandschäden, Feuerlöschwesen: Anträge auf Versicherung von Gebäuden in der Landes= versicherungsanstalt wurden 209 gestellt. Brandschäden wurden 15 gemeldet, unter denen sich 13 Zimmerbrände be fanden. Die Zahl der versicherten Gebäude bezw. Hofrei- weitert hat, daß doch gerade für den Körper von unge= ten betrug 2344. 8. Städt. Unternehmungen. E lettrizitätswert: Die gesamten Einnahmen beliefen sich auf 353 132,60 Mt., während die Ausgaben die Höhe von 352 781,69 Mt. erreichten, so daß mithin ein Rest von 350,91 Mt. verblieb. Gaswert: Die Einnahme betrug 826 025,80 Mart, während sich die Ausgabe auf 644 374,76 Mt. belief, so daß ein Rest von 181 651,04 Mt. verblieb. Wasser= werk: Die Einnahme erreichte die Höhe von 390 563,50 Mt., während die Ausgabe 335 746,22 Mt. betrug, so daß 10) Die Freundinnen. Originalroman von Frene v. Hellmuth. Nachdruck verboten.) Kommst du morgen?" fragte Sylvia. Lilly schmiegte sich bittend an Maja. Gelt, du kommst morgen wieder, liebe Tante? Darf ich dann wieder in deinem schönen Wagen fahren? Ja? Kommst du auch ganz gewiß?" Ja, mein Liebling. Aber nun gehst du auch nach Hause!" Maja wandte sich noch oft zurück, um dem lieblichen Kinde zuzuwinken. Dieses warf den Abfahrenden ununterbrochen Kußhändchen nach. Maja sah den Vater betroffen und fragend an, sie wartete noch immer auf eine Erklärung wegen seines plöblichen Ueberfalles. ,, Das scheint ja ein recht zärtliches Verhältnis zu sein zwischen dir und der kleinen Range", begann Reinau endlich in spöttischem Ton, nachdem er umständlich neben seiner Tochter Plazz genommen und sich mehrmals geräuspert hatte." ,, Weshalb erzähltest du mir nie etwas von dieser innigen Freundschaft?" Maja sentte unter dem forschenden Blick errötend die Augen. Sie fonnte sich eigentlich selbst nicht Rechenschaft darüber geben, warum sie dem Vater diese häufigen Begegnungen verschwiegen hatte. Ich dachte nicht," begann sie ein wenig unsicher ,,, daß du dich dafür interessieren würdest" Sie ſtockte. Deni Vater war die Befangenheit des Mädchens nicht entgangen. Er segte sich ferzengerade auf und zog mit einem plöblichen Ruck die Zügel so straff an, daß die Pferde in rasendem Galopp den Berg hinabsausten und die Insassen des Wagens in Gefahr gerieten, herausgeschleudert zu werden. Herr v. Brandt, der gerade im Begriffe war, nach Hause zugehen, stand mit schreckensbleichem Gesicht mitten auf der Straße und machte Miene, sich den Tieren entgegenzuwerfen. Doch Maja rief ihm schon von iveitem zu: Ohne Sorge, Herr v. Brandt, die Pferde gehen nicht durch! Ich bitte Sie, treten Sie rasch auf bie Seite!" Sie wintte ihm lächelnd einen Abschiedsgruß zu. Er aber stand und schaute dem davonrollenden Wagen nach, so lange er denselben sehen konnte. Aber den Blick voll banger Sorge hatte Maja aufgefangen und es war ihr eigentümlich warm dabei geworden. Was denkt sich denn eigentlich diefer Mensch? brumm te Reinau verdrießlich. Ich werde wohl die Pferde noch im 3aum halten können? Der wird doch nicht glauben, daß ich seine Hilfe dazu nötig babe? Was gaffte er dich denn so an? Wer war denn das?" Maja erwiderte arglos: Der Herr dort? Das war der Vater des kleinen Mädchens, das ich vorhin an der Hand führte- Diese Worte übten eine ungeahnte Wirkung aus, Maja konnte heute aus dem Vater nicht flug werden. Also der", rief Reinau heftig ,,, na ia, ich hätte es mir denken tönnen!" Er wandte sich noch einmal zurück. Aber von dem Gegenstand seines Zornes war nichts mehr zu sehen. ,, Deshalb diese Angst um dein teures" Leben, die ihm so deutlich auf dem Gesicht geschrieben stand. Freilich, er hofft doch stark, mit deinem Gelde seine Schulden bezahlen zu können! Aber er täuscht sich, der Herr Offizier! Ich halte die Augen schon offen!" ,, Um Gotteswillen, Vater, was sprichst du da für ungereimtes Zeug? Ich begreife gar nicht, wie du auf so etwas kommst!" rief Maja ehrlich erschrocken. ,, Ungereimtes Beug? Na, ich dante! Ich habe mich mit eigenen Augen überzeugt, wie weit die Sache schon getiehen ist! Es war die höchste Zeit, daß ich dahinter kam. Dummtöpfe wie dieser Stolze sind manchmal auch zu etwas gut. Wäre er nicht, ich lebte ganz ahnungslos dahin! Denn diesem sauberen Patron mein gutes Geld opferen - das werde ich wahrlich nicht tun!" Majas Augen funketten von zornigen Tränen. ,, Wer hat dir denn das alles gesagt, Vater? Hinter was bist du denn eigentlich gekommen?" ,, Hinter deine Liebschaft mit diesem Herrn." Liebschaft?" Das junge Mädchen stieß das Wort fast atemlos heraus. ,, Dergleichen ist wohl weder ihm noch mir jemals in den Sinn gekommen. Wir unterhielten und meistens bon planes vorstellig zu werden. nach dieser Richtung hin wirken zu wollen, um die Ueber! O.-B. Mecum sagte zu, bürdung der Besucherinnen der Mädchenschule nach Mög lichkeit zu beseitigen. Titel 15-22 fanden alsdann einstimmige Annahme: 15.( Höhere Mädchenschule): 52 694 nasium und Oberrealschule): 230 Mt. Einnahmen, 62 499 Mt. Einnahmen, 100 244 Mt. Ausgaben. 16.( Realgym Mi. Ausgaben. 17.( Vorschule des Gymnasiums): 9000 Mt. Einnahmen, 12 090 Mt. Ausgaben. 18.( Gewerbe ( Aliceschule): 100 Mt. Einnahmen, 1570 Mt. Ausgaben. schule und Ortsgewerbeverein): 6000 Mt. Ausgaben. 10. 20.( Deffentliche Feierlichkeiten): 2500 Mt. Ausgaben. 21. ( Denkmäler): 840 M. Ausgaben. 22.( Gemeinnüßige Zwecke) 10 532 Mt. Ausgaben. Titel 23( Straßenunterhaltung) veranlaßte den Stadtv. Krumm zu längeren Ausführungen, welche die Behand lung der städt. Arbeiter seitens des Stadtbaumeisters rügten. Stadtbaumeister Bra u ba ch, der selbst zu den Verhandlungen erschienen war, wies in seiner Beantwortung darauf hin, daß die ihm von den einzelnen Arbeitern vor= getragenen Wünsche jederzeit hätten auf Berücksichtigung rech nen können und daß ihn beispielsweise der Winter von der Entlassung nicht befriedigender Arbeiter abgehalten hätte, Stadtv. Krumm: Die Ausführungen des Stadtbaumeisters Braubach können mich nicht ganz überzeugen, denn möglichst schonende Behandlung der Arbeiter bei Krankhei gerade die Notlage der unteren Erwerbsstände gebietet eine ten und eine möglichste Beschränkung der Entlassungen. Stadtv. Wallenfels: Die Unparteilichkeit darf nicht in einseitiger Weise urteilen und gerade aus diesem Grunde veranlaßt mich dieser Fall, den angegriffenen Herrn Stadtbaumeister in Schuß zu nehmen. Titel 23 und 24 wurden genehmigt: 23.( Straßenunterhaltung): 6350 Mt. Einnahmen, 83 515 Mt. Ausgaben. 24.( Straßenreinigung): 75 700 Mt. Ausgaben. Titel 25( Straßenbeleuchtung) legte den Stadtv. Troß und Grünewald nahe, auf die unzureichende Beleuchtung der Neustadt hinzuweisen und um die Anbringung elektrischer Lampen auf dieser Straße zu bitten. D.-B. Mecum: Die gegenwärtige Inanspruch nahme des Elektrizitätstvertes gestattet bis auf weiteres noch nicht eine Ausdehnung der elektrischen Beleuchtung. Doch wird es mein Bestreben sein, möglichst bald dem Wunsche der Bewohner des dortigen Stadtteiles entgegenzukommen.- Titel 25 bis 28 fanden alsdann Annahme: ( Straßenbeleuchtung): 48 000 Mt. Ausgaben. ( Deffentliche Anlagen): 150 Mt. Einnahmen, 19 560 Mt. Ausgaben. 27.( Brunnen): 3050 Mt. Ausgaben. 28. ( Bäche): 220 Mt. Einnahmen, 5790 Mt. Ausgaben. 25. 26. Titel 29( Kanäle) veranlaßte den Stadtv. Grüne wal v, über den Geruch des Kanales an der Südanlage Klage zu führen. Stadtbaumeister Braubach: Der Geruch ist auf den Schlamm zurückzuführen, welcher den Landwirten nur in getrocknetem Zustand willkommen ist. Alle Mittel, den dem Schlamm während des Trocknens ent strömenden Geruch zu beseitigen, haben sich bis jetzt noch nicht bewährt. Andererseits würde die Wegschaffung des Schlammes durch die städtischen Arbeiter andere Arbeiten unmöglich machen. Titel 29-64 wurden genehmigt; darun ter sind u. a. noch enthalten Kanäle 237 056 t. Ginnahmen, 238 056 Mt. Ausgabe, Feuerlöschanstalten mit 15 180 Mt. Einnahme und 4940 Mt. Ausgabe, Versicherung der städt. Arbeiter mit 10 300 mt. Einnahme 17 600 Mt. Ausgabe, Polizei 11 340 Mt. Einnahme und 82 925 Mt. Ausgabe, Allgemeine Verwaltung 24 630 Mt. Einnahme und 187 073 Mt. Ausgabe, Schuldentilgung Mt. 359 249 Einnahme und 362 995 Mt. Ausgabe, Oktroi Mt. 118 400 Einnahme und 35 190 Mn Ausgabe, Kapitalzin sen 421 519 Mit. Einnahme und 680 940 Mt. Ausgabe, Besizwechselabgabe 30 000 Mt. Einnahme und 800 Mari Ausgabe und Gemeindesteuern 1 063 275 Mt. Einnahmen und 108 760 Mt. Ausgaben. und Die 11 Titel der Vermögensrechnung gaben nicht zu irgend welchen Bemängelungen Anlaß. Die Gesamt- Einnahmen und-Ausgaben sind mit 4 904 925,23 Mt. vorge sehen. 6. Punkt der T.- D.: Hundeausstellung. Der Verein für Hundesport veranstaltet bekanntlich am 29. Mai auf der Elisenhöhe eine Hundeausstellung und hatte zu diesem Zweck bei der Stadt um einen Ehrenpreis nachgesucht. Die Stadtverwaltung beschloß zu diesem Zweck 30 Wit. zu stiften, womit sich die Versammlung einverstanden erklärte. Punkt 7 befaßte sich mit dem Baugesuch des Jakob Löb für die Steinstraße. Jakob Löb beabsichtigt, auf seinem Grundstück an der Steinstraße die Erbaining eines Stalles, der mit der Rückseite an das Eulersche Grundstück stößt. Zur Errichtung dieses Baues ist jedoch der Besitz der das Grundstück an dieser Seite einschließenden Mauer notwen dig, welche zur Hälfte Eigentum der Stadt ist. Auf Be fürworten des Ausschusses genehmigte die Versammlung den aus dem obigen Grund von Jakob Löb nachgesuchten Verkauf des der Stadt gehörenden Mauerteiles mit der Maßgabe, daß der Verkaufspreis 27,50 M. beträgt. sehr ernsthaften Dingen, wenn wir zufällig zusammentrafen. Und Schulden hat der Herr v. Brandt ebenfalls nicht. Da irrst du dich sehr. Er würde lieber Hunger leiden als Schulden machen, das hat er mir selbst gesagt. Ich gebe dir die Versicherung, daß du keine Veranlassung hast, dir deshalb irgendwie Sorgen zu machen." Gerade deine lebhafte Verteidigung beweist mir, daß du ein besonderes Interesse an diesem Manne hast," be harrte der Vater. Maja saß eine Weile ganz still im Wagen. Ihr war, als würde von ihrem Inneren ein Schleier hinweggezogen und was sich ihr da enthülle, ertschreckte sie fast. Weshalb tat es ihr so wehe, wenn man von dem Manne, der ihr doch eigentlich ein Fremder war, Uebles redete? Was ging es sie an, wenn die Leute sagten, er hätte Schulden?- Sie wußte teine Antwort auf diese Fragen. Aber erfahren wollte sie, wer ihren Vater derartig aufgeftachelt hatte. Wer sprach dir denn von diesen Dingen?" begann sie deshalb nach einer Weile. Stolze war doch heute mit seinem Sohne bei mir, und da erfuhr ich von der Sache." Ach so," machte Maja geringschäßig und zuckte die Achseln. Die Herren haben, wie es scheint, über Herrn v. Brandt Erkundigungen eingezogen, aber was man ihnen da gesagt hat, stimmt doch nicht so ganz. Nur kann ich nicht begreifen, daß du den Verleumdungen dieser Men schen so unbedingt glaubtest und daß du es duldetest, daß man mich derartig verklatschte. Bosheiten sind es, die die Nachsucht diftierte. Ich an deiner Stelle hätte die beiden einfach hinauswerfen lassen! Daß iene Herren nur auf mein Geld spekulieren, ist mir klar und müßte aud dir klar sein. Diese Herren hast du nicht durchschaut, aber was sie dir von Herrn von Brandt übles erzählten, das hast du sofort für bare Münze genommen. Du hast dich ganz umſtonft aufgeregt, lieber Bater, und du weißt doch. wie schädlich dir das immer ist. Wenn ich einmal eine Liebschaft" habe",- sie le e einen spöttischen Nach druck auf das Wort so sollst du der erste sein, der es erfährt. Habe ich dir nicht sofort von den Bewerbs ungen Albert Stolzes erzählt?"( Fortseßung folgt.) Der 8. Puntt Steinhauer betriebe Weblarer Berfammlung fan persönliche Beden * Provir ung vom 4. Sept die Einweisung be Unternehmerin in hofs Bad- Nauheim heim gelegenen G der gegen dieses bes Innern abgen birettion den Nach fallommission begi hatte, konnte die Feftfebung der E gewiesen werden. * Orden Preußen hat dem heim a. M. den terliehen. Kon Ben wurde das Orden Stern von * Von der ten Aufnahme der fige Anabenschule fen verteilen. 3 F anlage und 1 Kla tergebracht.- In chen Aufnahme. * Von d werden die Eilzü berfehren, nur no bem Gebot der Ne Bei dem reifenden ficher großen Seifo * Elettr bereits rühmlichst pflege und Bäder 8, wird sich ganz trischen Bäder un erwerben, da gera elettrijche Licht üb zielt hat. Nähere it Die St Hess Lande bandes Deutscher diesjährige Deleg April, vormittag staurant Weigold unter der Einwi Mitgliederzugang fich die Neuzugär sondern sind um Mitgliederstand be Mit Rücksicht auf Aufsichtsamt eine reservefonds best den, deren Gene rüber die fomme bat. Die Sterbe durch eine billige videndenbezug uni net, nn als di Die Mitglieder Die Verwaltung Erteilung von gerne bereit. * Vieh und 20. April ! An- und zu der Lehrlin Lehrling, m handwerksmäßige riate der Handw lösung des Lehr wieder abzum tens 4 Wod tritt auf bor riate einzureiche bei ihrer den. Die Inni und 1. Juli je Mitgliedern ein vorgeschriebenem zureichen. Für fter bleiben dies mer gegenüber meldungen find ten der Kamme Vorschriften we Geldstrafe bis Kleid Sei Wol Wa versende Bestel Ste cum fagie um die Ueba ule nach Mo alsdann ei Der 8. Punkt der T.-O. betraf das Gesuch des Ioh. Steinhauer jr. um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetriebe Weblarerweg 77, daß nicht die Zustimmung der Versammlung fand, da gegen den Gesuchsteller verschiedene persönliche Bedenten vorlagen. = h= chule): 52 69 16.( Realgom innahmen, 62 49 majiums): 900 18.( Gewerbe Ausgaben. 10 Mt. Ausgaben Ausgaben. 2 innüßige Zwede Bte den Stad he die Behan aumeisters rig bst zu den B Beantwortung Arbeitern dfichtigung te Winter bon bgehalten hät des Stadtba überzeugen, den nde gebietet ein bei Krankhei entlajjungen. teit dari ni diesem Grund en Herrn Sta 23 und 24 w 6350 Mt. E aßenreinigung eleuchtung) leg nahe, auf d inzuweisen un f dieser Straj ige Inanspru auf weiter en Beleuchtung lichst bald dem teiles entgegen Dann Annahme: Ausgaben. 26. en, 19 560. Ausgaben. 28. Ausgaben. Stv. Grüne der Südanlag ubach: 1, welcher den willkommini Trocknens en bis jezi n egfchaffung de andere Arbeiter nehmigt; darur 56 Mt. Ein hanstalten m gabe, Vere Sinnahme Einnahme und ng 24 630 dentilgung gabe, Oftroi M abe, Kapitalzin Mt. Ausgabe, und 800 Mar t. Einnahme gaben nich ju Gesamt- Einnah 23 Mt. vorge ellung. Da ich am 29. nd hatte zu d reis nachgejud wed 30 Wit. standen erkläri des Jalob Lo auf seinen eines Stalles undstück stößt Besitz der d Mauer noth t ist. Auf& Serfammlung achgesuchten V S mit der Ma rägt. g zusammen ndt ebenfalls ieber Hunger felbst gesagt Veranlassung hen." weist mit, daß anne halbe gen. Ihr hat, hinweggezogen de faft Wes dem Manne ebles redete? en, er hätte en. Aber er erartig auf Jen?" begann ohne bei mit, und zuckte die t, über Herrn vas man ihnen Nur fann i n diefer Men es duldete Lokales. Gießen, 9. April 1910. * Provinzial- Ausschuß. Durch Entscheidung vom 4. September 1909 hatte der Provinzial- Ausschuß die Einweisung der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. als Unternehmerin in den Besitz der zur Erweiterung des Bahnhofs Bad- Nauheim benötigten, in der Gemartung SchwalNachdem heim gelegenen Grundstücke für zulässig erklärt. ber gegen dieses Urteil verfolgte Returs vom Ministerium des Innern abgewiesen worden war, und die Eisenbahnbirektion den Nachweis der Hinterlegung der von der Lofaltommission begutachteten Entschädigungssumme erbracht hatte, fonnte die Eisenbahndirektion vorbehaltlich endgültiger Festsetzung der Entschädigung nunmehr in den Besitz eingewiesen werden. * Ordens auszeichnung. Der König von Breußen hat dem Fabrikanten Fritz Opel zu Rüssels- heim a. M. den Königlichen Kronenorden 4. Klasse terliehen. Kommerzienrat Heyligen städt in Gießen wurde das Offiziersfreuz zu dem rumänischen Orden„ Stern von Rumänien" verliehen. * Von der Schule. Bei der am Montag erfolg ten Aufnahme der kleinen A- B- C- Schüßen traten in die hie Age Knabenschule 211 Knaben ein, welche sich auf 4 Klasfen verteilen. 3 Klassen sind im Schulhause an der Nordanlage und 1 Klasse im Schulhause an der Westanlage un tergebracht. In der Stadtmädchenschule fanden 160 Mädchen Aufnahme. * Von der Eisenbahn. Mit dem 10. April werden die Eilzüge, welche auf der Strecke Gießen- Fulda berlehren, nur noch vierachsige Wagen enthalten und damit dem Gebot der Neuzeit nach jeder Richtung hin entsprechen. Bei dem reisenden Publikum dürfte diese Neuerung ganz ficher großen Beifall finden. jeiten find e Stelle hätte bi ne Herren n b müßte a rchichaut, a erzählten, ba Du haft bid u weißt bod einmal eine ilchen Nach fte sein, der Den Bewerb ng folgt.) Aus Hessen und Nachbargebiet. * Nieder- Mörlen, 5. April. Der älteste Einwohner unseres Dorfes, der ehemalige Postillon Georg Mathes, ist im 80. Lebensjahre nach längerem Leiden gestorben. Der Dahingeschiedene hat lange Jahre bis zur Eröffnung der Friedberg Homburger Bahn bezw. HomburgUsinger Bahn die Personenpostwagen von Nauheim gefahren und ist den älteren Bewohnern des Usatals und der Friedberg- Homburger Gegend eine bekannte Persönlichteit. aus * Friedberg, 7. April. Eine würdige Abschiedsfeier zu Ehren des bisherigen Kreisrates des Kreises Friedberg, Herrn Provinzialdirektor Fey, fand im Saale des Hotels Trapp statt. Sie war aus Stadt und Land recht zahlreich besucht, es mochten gegen 150 Personen anwesend gewesen seien. Eine Anzahl Redner würdigten die Verdienste, die sich der scheidende Kreisrat um den Kreis Friedberg erworben hat. Herr Provinzialdirektor Fe y dankte allen denen, mit welchen er während seiner Tätigkeit in Friedberg zusammen gearbeitet. Namentlich dankte er den Rednern und warf einen Rückblick auf seine Tätigkeit in Friedberg. * Friedberg. Am Sonntag, den 17. April, vormittags 9½ Uhr, findet in Hungen im Gasthaus zur Traube" die erste Hauptversammlung der Vereinigung Oberhessischer Baumwärter statt. -rj- Wie man uns mitteilt, vermittelt die Zentrale für Landaufenthalt, Frankfurt a. M., Taunusstraße 24, auch dieses Jahr wieder Land- Erholungs- und Ferienaufenthalt für Erwachsene und Kinder. Wer Sommergäste aufnehmen oder Pension geben will, möge sich baldigst bei der genannten Geschäftsstelle anmelden. * Ober Ingelheim. Bei der diesjährigen Aufnahme von Schülern in die hiesige Voltsschule kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen der Eltern der Neuaufzunehmenden und der Schulkommission. Statt die Kinder auf Tafeln schreiben zu lassen, sollten sie sofort in Hefte schreiben. Da dieses eine erhebliche Geldausgabe bedeuten würde, haben sich die Eltern energisch dagegen gewehrt. Der Schluß war, daß bei einer Abstimmung alles für die Tafel stimmte und die Kinder in Zukunft wieder mit Tafel und Griffel schreiben lernen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Misericordia- Domini, den 10. April. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrassistent Hanstein. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrassistent Hanstein. Montag, den 11. April, abends 8 Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. Alle neu konfirmierten Knaben werden auf Sonntag, den 10. April, abends 8 Uhr, in den Wartburgver ein, Kirchstraße 9, freundlichst eingeladen. In der Johanneskirche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes- Ge meinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 8 Uhr im Johannessa al: Versammlung u. Bibelbesprechung. Die Heftchen mit unseren Gottesdienstordnungen sind auf der Geschäftsstube, Kirchstraße 1, bei den Kirchendie' nern und bei allen Verkäufern von Gesangbüchern für 5 Pfennig zu haben. Die Gemeindemitglieder werden gebeten, sich solche anschaffen zu wollen. Batholische Gemeinde Samstag, den 9. April. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beicht. Sonntag, den 10. April. 2. Sonntag nach Östern. Vormittags 6% Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Methodisten- Gemeinde. Wilhelmstraße 45. * Elettrische Lichtbäder. Die in Gießen Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Vormittag ½ 10 Uhr: Predigt. bereits rühmlichst bekannte Anstalt für Massage, Krantenpflege und Bäder von L. Kray, Landgraf- Philipp- Plat 8, wird sich ganz sicherlich durch ihre neu eingeführten elek trischen Bäder unter der Gießener Bevölkerung viele Freunde erwerben, da gerade die Bestrahlung des Körpers durch das elektrische Licht überall ganz unvergleichliche Heilerfolge erzielt hat. Näheres siehe im Anzeigenteil. -st Die Sterbetasse für Mitglieder des bess. Landesgewerbevereins und des Verbandes Deutscher Gewerbevereine zu Darmstadt hält ihre diesjährige Delegiertenversammlung am Sonntag, den 24. April, vormittags 9½ Uhr zu Auerbach a. d. B., Restaurant Weigold, ab. Das Jahr 1909 stand immer noch unter der Einwirkung der schlechten Geschäftslage, die den Mitgliederzugang naturgemäß beeinflußt. Immerhin haben sich die Neuzugänge gegen das Vorjahr nicht vermindert, sondern sind um ein geringes in die Höhe gegangen. Der Mitgliederstand betrug am Schlusse des Jahres 1909 1154. Mit Rücksicht auf die günstige Geschäftslage ist betm ReichsAufsichtsamt eine Verminderung des neben dem Prämienreservefonds bestehenden Sicherheitsfonds beantragt worben, deren Genehmigung in Aussicht gestellt ist und worüber die kommende Delegiertenversammlung zu beschließen hat. Die Sterbekasse des Landesgewerbevereins, die sich burch eine billige Verwaltung, billigen Prämiensaß mit Dividendenbezug und günstige Zahlungsbedingungen auszeich net, nn als die günstigste Versicherungsgelegenheit für die Mitglieder Deutscher Gewerbevereine angesehen werden. Die Verwaltung der Kasse zu Darmstadt ist jederzeit zur Erteilung von Auskünften und Annahme von Anmeldungen gerne bereit. * Viehmarkt. Der nächste Markt findet am 19. und 20. April statt, am letzten Tage auch Krämermarkt. ! An- und Abmeldungen der Lehrlinge zu der Lehrlingsrolle der Handwerkskammer. Jeder Lehrling, welcher innerhalb des Großherzogtums eine handwerksmäßige Ausbildung erhält, ist bei dem Sekretariate der Handwerkskammer anzumelden und bei AufLösung des Lehrverhältnisses unter Angabe des Grundes wieder abzumelden. Die Anzeigen sind späte= stens 4 Wochen nach dem Ein- bezw. Aus= tritt auf vorgeschriebenem Formular bei dem Sekretariate einzureichen. Innungsmitglieder haben ihre Lehrlinge bei ihrer Innung statt bei der Kammer anzumel den. Die Innungen haben die Verpflichtung, am 1. Jan. und 1. Juli jeden Jahres ein Verzeichnis der bei ihren Mitgliedern ein- und ausgetretenen Lehrlinge ebenfalls auf vorgeschriebenem Formular bei der Handwerkskammer einzureichen. Für die keiner Innung angehörenden Lehrmeister bleiben diese für Erfüllung der Anmeldung der Kammer gegenüber verantwortlich. Formulare zu diesen Anmeldungen sind von dem Sekretariate oder den Beauftrag= ten der Kammer erhältlich. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden gemäß§ 103a Abs. 2 R.-G.-O. mit Geldstrafe bis zu 30 Mart bestraft. Muster Kleiderstoffe, Blusenstoffe, Seidenstoffe, Foulard, Wollmousseline, Zephyr, Waschstoffe, Kleiderleinen etc. etc. versenden auf Wunsch nach auswärts umgehend. Bestellungen über Mk 15.- franko per Nachnahme! Steigerwald& Kaiser Frankfurt a. M. Geborene. März 24. Architekt Karl Philipp Müller eine Tochter, Luise Charlotte. 29. Installationsmeister Karl Kolb ein Sohn. " " 29. Schausteller Hermann Walldorf ein Sohn, Wilhelm. " " " 30. Eisenbahnschaffner Johannes Becker eine Tochter, Sophie. 31. Schreiner Ludwig Damm eine Tochter, Marie Elise Christiane. 31. Apothefer Erwin Faustmann ein Sohn, Theodor Michael. April 2. Schausteller Karl Emil Holland eine Tochter. " " " n 2. Wirt Hermann Moos eine Tochter, Marie Katharine. 3. Bibliothekar Dr. Georg Koch eine Tochter. 3. Schriftseter Peter Schäfer ein Sohn, Georg Heinrich Richard. 7. Taglöhner Heinrich Viehl eine Tochter, Anna. Aufgebote. April 4. Ernst Klob, Handlungsgehilfe in Gießen, mit Frieda Henriette Karoline Rompf in Niederscheld. " " 4. Friedrich Dörr, Schreinermeister in Azzbach, mit Maria Wagner in Gießen. 4. Dr. Andreas Machens, Tierarzt in Schöningen, mit Marie Bieter in Gießen. 5. Georg Schuchard, Kaufmann in Gießen, mit Anna Luise Maria Viezee in Rotterdam. И п 6. Theodor Dörr, Bergmann, mit Elisabetha Theiß, beide in Weitershain. " 7. Gustav Holzigel, Schußmann, mit Marie Ruhl, beide in Gießen. " 7. Wilhelm Sparr, Eisendreher, mit Maria Wehn, beide in Gießen. " " 7. Emil Spaar, Mechaniker in Gießen, mit Margarete Stahn in Dessau. 7. Ferdinand Noll, Architekt, mit Hedwig Grüneberg, beide in Gießen. Eheschließungen. April 2. Heinrich Schmalbach, Gutsinspektor, mit Emilie Lippold, beide in Gießen. 11 " 2. Wilhelm Schlierbach, Kaufmann in Offenbach a. M., mit Martha Germann in Gießen. 6. Martin Strauß, Kaufmann, mit Toni Rothschild, beide in Gießen. Gestorben. April 1. Heinrich Jöckel, 1 Jahr alt. u 1. Dr. Julius Caesar, Apothekenbesizer, alt. 58 Jahre " 1. Anna Karoline Oppermann, 9 Monate alt. " " 4. Marie Groß, geb. Henkelmann, 32 Jahre alt. 2. Elisabeth Roth, geb. Langsdorff, 61 Jahre alt. " 5. Lina Wenzel, 1 Jahr alt. " 5. Wilhelmine Zehner, 1 Jahr alt. Neubau der Irrenanstalt bei| Gießen. Auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 wird die Lieferung von zusammen rund 8200 Quadratmeter Linoleum öffentlich ausgeschrieben. Es kann auf die ganze Lieferung ( 6 Lose) oder auf ein oder mehrere Lose angeboten werden. Die Pläne und Angebotsunterlagen sind auf unserem Bureau, Licherstraße 106, einzusehen und letztere werden gegen Erstattung des Selbstkostenpreises, soweit der Vorrat reicht, abgegeben. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, porto- und bestellgeldfrei bis zum Nachmittags 2-3 Uhr: Sonntagsschule. Abends 8 Uhr: Predigt. Donnerstag, den 7. April. Abends 9 Uhr: Bibel- und Gebetstunde. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. 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Gießener Zeifung Expedition: Gießen, Seltersweg 83. deutschen Voltes hatten in einigen Kreisen die Meinung Volks- Gesundheit und Wolks- Wohlfahrt. entstehen lassen, daß auch die Gesundheit des deutschen VolMan ist in vielen Kreisen geneigt, den Wohlstand eines Boltes nach der Fruchtbarkeit des Bodens und dem Klima des betreffenden Landes, nach dem Fleiße und der Sparsamteit seiner Bewohner, nach der Blüte von Handel und Industrie und nach der Ruhe und Ordnung, die in dem Lande herrscht, zu beurteilen. Gewiß sind die genannten Eigenschaften eines Landes und seines Voltes wichtige Faktoren für den Volkswohlstand und sie können nie und nimmer für das Gedeihen des wirtschaftlichen Lebens entbehrt werden. Neben diesen genannten wichtigen Stüßen des Volkswohlstandes darf man aber auch einen anderen großen Faktor im Menschen und Völkerleben nicht vergessen, das ist die Volksgesundheit, die möglichst in allen Voltstreisen vorherrschend sein muß, wenn sich ein echter Wohlstand voll und ganz entwickeln soll, denn Krankheiten und Siechtum fönnen nicht nur den Wohlstand vieler einzelnen Familien vernichten, sondern sie tönnen auch den Wohlstand eines ganzen Voltes untergraben. Zur Voltsgesundheit gehört nicht nur, daß die Krankheiten zu den seltenen Heimsuchungen eines Voltes und seiner Familien zählen, sondern daß auch die überwiegende Mehrheit der Volksgenossen in Gesundheit und Kraft ihre Berufsarbeit erfüllen kann und vor allen Dingen auch zur Erzeugung und Heranbildung eines neuen jungen Geschlechtes fähig ist. Die nicht mehr ganz auf der alten Höhe stehende Wolfsvermehrung in Deutschland, sowie einige voreilige Schlüsse in Bezug auf die Gesundheit und mittlere Lebensdauer des 11) 938 Grosse Partien Grosse Partien o Perser Teppiche empfehle ganz aussergewöhnlich billig in meiner Spezial- Abteilung für Teppiche Zeil 18 Entresol W. Fuhrländer Nachfolger, Frankfurt a. M. Das Urteil ist gefällt! und lautet dahin, daß nur die Firma Carl Gentner in Göppingen berechtigt ist, das wegen seiner reizenden Geschenkbeilagen so beliebte Veilchenselfenpulver ,, Goldperle" herzustellen. Nur echt mit dem Namen» Goldperle und Schutzmarke Kaminfeger. Alleiniger Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen. Ambulatorium für Beinleiden Behandlung nur durch den Arzt selbst. Broschüre über Frampfadern, Beingeschwüre, Beinflechten. Gelenkleiden gratis. Spezialarit Dr. med. Franke. Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 3-6 Uhr. Frankfurt a, M. Kaiserstrasse 68( Moselstr.) Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. Nachdruck verboten.) Ms der Vater, schon halb überzeugt, ihr lebhaft zunidte, fuhr sie lachend fort:;, Na, siehst du! Und wenn ich wieder dergleichen merke," dann melde ich es dir Sofort!" Es gelang ihrem lebhaften Geplauder wirklich, den Vater zu beruhigen. ,, Und von einem einem Verhältnis zwischen dir und diesem Herrn ist also keine Rede?" fragte er noch ein wenig mißtrauisch. Neinnein, Papa. Gewiß nicht! Du darfst ganz ruhig sein!" Vollständig versöhnt langten sie zu Hause an. IV. Es war ein früber, regnerischer Tag. Sylvia saß mißmutig am Fenster und sah hinaus in das Nebelgeriesel. Den Wald, der jenseits der Straße begann, vermochte man kaum mehr zu unterscheiden. Er schien von einem dichten maffenden Schleier eingehüllt. Die Schwalben sammelten sich schon zum Zuge in das ferne Land. Eifrig, geschäftig flogen sie hin und her, als gäbe es vor der Abreise noch manches zu besorgen. Sylbia verharrte regungslos auf ihrem Plaße. Der Vater saß stumm im Lehnstuhl am Ofen. Sein Haar war schon völlig ergraut, die Wangen zeigten eine fahle Blässe, bfe Augen lagen tief in den Höhlen. Völlig teilnahmslos blidte er vor sich hin. Auch das Mädchen am Fenster wandte kaum den Kopf, als Frau von Schmettwiß ins Bimmer trat. Na, natürlich, das konnte ich mir denken, daß du wieder da sizest und die Hände in den Schoß legſt!" rief sie, noch unter der Türe stehend. Ich dachte, wenn man Braut ist und bald heiraten will, hätte man alle Bände voll zu tun!" Ein forschender Seifenblick streifte die Nichte. Wer sagt dir denn, daß ich bald heiraten will?" fragte das Mädchen ruhig. tes in einem Rückgange begriffen sei. Diese Meinung ist aber glücklicherweise ein Frrtum, denn die neu berechneten Sterbetafeln in Deutschland zeigen, daß die mittlere Lebensdauer des männlichen Geschlechts in Deutschland sich gegen die Zeit vor etwa vierzig Jahren um etwa 4 Proz. gehoben hat, ebenso ist auch die mittlere Lebensdauer des weiblichen Geschlechtes in diesem Zeitraume gar um etwa fünf Prozent gestiegen. Die wahrscheinliche Lebensdauer für das männliche und weibliche Geschlecht zeigt ferner für die Gegenwart und nächste Zukunft sogar noch günstigere Zahlen, sie ist fast um 10 Prozent gegen die früheren Beiten gestiegen. Erfreulich ist bei dieser Erscheinung nicht nur die Tatsache der Fortdauer und Steigerung der Volksgesundheit und Voltstraft in Deutschland, sondern man fann auch anerkennen, daß die größere soziale Fürsorge, der Arbeiterschuß, die sozialen Versicherungen und die gut orga= nisierte Selbsthülfe recht gute Früchte für die Hebung der Vollsgesundheit getragen haben. Die ganze Gesundheitspflege ist unter der Mitwirkung der Regierungen und Stadtverwaltungen heutzutage ja auch eine viel umfassendere geworden, als in früheren Zeiten, und man weiß heutzutage die gefährlichen Krankheiten, wie Pest, Cholera, gelbes Fieber und Typhus viel eher im Reime zu ersticken oder auf einen kleinen Herd zu beschränken, als in früheren Zeiten. Anerkannt muß auch werden, daß der Kampf gegen den übermäßigen Alkoholgenuß für die Gesundheit des Volkes sicher auch von großem Vorteile gewesen ist, denn man hat doch in sehr vielen Berufskreisen eingesehen, daß ' Rheinisches der Samstag, den 9. April 1910. es besser ist, zur Stärkung des Körpers und Geistes Kaffee und Tee zu trinken statt Schnaps und Bier. Die Bestreb= ungen zur Stärkung der Volksgesundheit in ihrer Gesamt heit haben denn auch dazu geführt, daß die Sterblichkeit, welche in Deutschland vor 40 Jahren auf 1000 Einwohner etwa 31 Todesfälle im Jahre betrug, jetzt auf 19 Todesfälle im Jahre herabgesunken ist. 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Jacoby Frankfurt a. M., Zeil. II, I. Telephon 12673. ,, Nun, ich meine, so sehr lange wird es nicht mehr dauern. Dein Verlobter läßt doch bereits alles herrichten, das ganze Haus wird renoviert und zum Empfang der jungen Herrin festlich geschmückt. Du hast nur zu bestimmen, wann du dort einziehen willst. Hugo wartet bereits mit Ungeduld auf deine Entschließung. Wie eine Fürstin wirst du drüben empfangen werden. Die Leute fönnen gar nicht genug des Rühmens finden, wie schön und nobel alles gemacht wird. Du brauchst nur deine Wäsche mitzubringen, sonst nichts. Mir scheint, du weißt gar nicht, welch großes Glück dir da in den Schoß fällt. Ein anderes Mädchen würde das dankbar anerkennen, würde ihrem Verlobten aus lauter Freude um den Hals fallen. Aber du, nicht einmal hingehen willst du, um dir die Herrlichkeiten zu betrachten." Sylvia zudte ungeduldig die Achseln. Liebe Tante, das schickt sich doch nicht," lachte sie spöttisch auf. Wenn du in meiner Begleitung hingehst, dann kann niemand etwas dagegen einwenden." ,, Das hat doch nicht solche Eile, Tante." Aber Hugo würde sich freuen, ich weiß es. Er hat sich bei mir bitter über dich beklagt." Sylvia runzelte bie Stirn. Wirklich? Ah, das werde ich mir verbitten!" ,, Na, na, nur nicht so heftig," lenkte Frau v. Schmettwiß ein. Er sagte ja nichts Schlimmes, nur daß du so fühl und zurückhaltend wärst, gar nicht wie eine Itebende Braut, und daß er sich jede kleine Gunst erst förm lich erzwingen müßte. Und das kann ich aus eigener Ueberzeugung bestätigen. Ich mußte ihm recht geben! Mädchen, befinne dich! Wenn du fortfährst, deinen Bräutigam so zu behandeln, dann löst er vielleicht die Verlobung wieder auf!" Sylvia lachte bitter. Sei ohne Sorge, Tante, das wird nicht geschehen. Und wenn er es täte, ich hielte es für kein Unglüd. Es wäre vielleicht das beste für uns beide." Die Dame schlug entsegt die Hände über dem Kopf zusammen Na, da hört sich aber alles auf! Ein sehr großes Unglück wäre es sogar! Du weißt nicht, was du sprichst! - Man verlange illustrierte Preisliste. allo Maler, Glafer und Schreiner erhalten bei größeren Bezügen hohen Nabatt. J. Sonn, Giessen, Nordanlage 3. Neu! Neu! 4mal patentamtlich geschützt. Schrot- und BackMehlmaschine von J, Rilling& Söhne, Dusslingen ( Württbg.). Im Betrieb täglich zu sehen beim Generalvertreter für Hessen und Hessen- Nassau: Friedrich Heyl, Maschinenfabrik Darmstadt, Frankfurterstr. 128/130 Haut-, Geschlechtsleiden Pollutionen- Nervenschwäche behandelt mit Lichtheilverfahren und Elektrotherapie Kronprinzen A. Korpis, Frankfurt a. M, Strasse 19, 11 Sprechst. von 8-12, 3-8, Sonnt. 9-1 Uhr. Was willst du denn eigentlich? Ein Prinz wird faum tommen, um dich auf sein Schloß zu führen! Als ob man eine solche Partie wie Hugo von Trostberg auf Weinfelden alle Tage betäme. Der Mensch sig völlig schuldenfrei auf seinem großen Gute, hat weder Eltern noch Geschwister, ist ganz unabhängig, dazu im Besiße eines großen Vermögens, und du du hieltest es für fein Unglück, ihn nicht zu bekommen? Da mache mir einer einen Vers dazu! das verstehe ich nicht! Nun, Schwager," wandte sie fich an Sylvias Vater, der sich mit teiner Silbe an der Unterhaltung beteiligte, so rede doch auch ein Wort, was meinst du denn zu solchem Unsinn?" Beunruhige doch den Vater nicht, Tante," siel Sylvia rasch ein, noch ist es ja nicht so weit. Ich werde Herrn Hugo v. Trostberg auf Weinfelden heiraten, aber drängen lasse ich mich nicht! Man soll mir Beit laffen." Die resolute Dame hatte eine scharfe Bemerkung auf der Bunge, als sie sah, wie Sylvia leicht zusammenzudte. Was hast du denn? fragte sie ne ster tretend. neugierig an das FenDrunten im Hof schwang sich eben Sylvias Bräutigam aus dem Sattel, übergab mit einem furzen Befehl das Pferd einem herbeieilenden Diener und trat rasch ins Haus. Frau v. Schmettwig wollte sich eben topfschüttelnd entfernen, doch Sylvia bat hastig: Bleibe doch hier Tante, du störst uns gewiß nicht!" Ich habe teine Beit und dann glaubte ich doch schon zu bemerken, daß meine Gegenwart deinem Bräutigam nicht als unbedingt nötig erscheint. Nicht wahr, Hugo?" rief sie lachend dem eben eintretenden, stattlichen Herrn zu, Sie bestehen nicht darauf, daß ich hier bleibe?" Er führte galant die Hand der Dame an die Lippen. Ich fürchte, Sie würden sich langweilen, gnädige Frau, denn ich habe mit Sylvia allerlei zu besprechen, was für Sie doch kaum Interesse haben dürfte." Ja, ja, das kennt man schon", lachte Frau v. Schmettwih laut, aber wenn die interessante Unterhaltung be endet ist und Sie wollen bei mir eine Tasse Lee trinken; solls mir eine Ehre sein!" ( Bartletung folgt.) Dampf- Färberei Kalk- u. Marmor- Werke u. Dampfziegelei Chemische Wäscherei as Telefon 84. Aug. Gabriel jr. Giessen, Telefon 84. la. Qualitäten Massenfabrikationen• Bahnanschluss 4 Dünn säen, aber stark düngen! Auch für die Frühjahrsbestellung mache sich jeder Landwirt diesen von Wissenschaft und Praxis als richtig anerkannten Ratschlag zur Regel. Aa Dekatur- u. BettfedernReinigungsanstalt A - Gegr. 1857 bon J. C. Wallenfels, Giessen Kirchenplatz 21. Laden: Nene Bäne 17. Im Starke Chomasmehldüngung Shampoonieren verdient bei den diesjährigen billigen Chomasmehlpreisen ganz besondere Berücksichtigung. Garantiert reines und vollwertiges Thomasmehl liefert nachbenannte Firma nur in plombierten Säcken mit Schutzmarke und mit Gehaltsangabe versehen. Stern Thomasphosphatfabriken G. m. b. H. Berlin W. 35. 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So c. etc. abrik Tel. 2038. brik: 53 53) überligere leichdurch Ziehungs- Liste der Verlosung gelegentlich des Gießener Frühjahrs- Pferdemarktes am 7. April 1910. Los- Gerv.Nr. Nr. Gegenstand. 58 355 Tischdecke 145 569 Schirmständer 169 702 Wirtschaftswage 188 118 Aluminiumtopf 251 701 Wirtschaftswage 312 274, Dizd. Messeru.Gabeln 466 559 Spazierstod 576 356 Tischdecke [ schirr 582 51 Tragjattel mit Hinterge 600 150 Teedede m. 6 Servietten 637 534 Boitfarten- Album 641 46 Silb. Remontoir- Uhr 672 135 Eismaschine 729 198 Bettdece 733 213 Räbetui 746 528 Tranchierbested 759 340 Schlachtgeschirr 773 122 1 Baar Damenstiefel 796 535 Bortemonnaie 840 665 1 Baar Reliefs 866 295 Tischlampe 869 789 Bügeleisen mit Rost 918 335 Fabrhalfter( schwarz) 926 77 2 Bilder( Großherzog paar) lichube 965 500 1 Baar Glacé- Hand998 555 1 Baar Stopfkissen 1036 40 Aquarell- Ansicht von Gießen 1062 690 Striegel u. Startätsche 1175 620 Butzgarnitur 1192 400 Toiletteeimer 1214 43 Egge 1238 253 Spiegel 1305 683 Rosenschere 1411 270 Weckeruhr 1457 159 Tortenplatte 1461 163 Tortenplatte 1484 95 2- teil. Acergeschirr 1599 87 Sportwagen 1735 550 Dtd. Servietten 1802 572 Spazierstock 1866 293 Tischlampe 1930 282 Bild( Großherzogin) 1937 468 9- teil. Staffeeservice 1948 632 Regenschirm 1956 36 Regulator 2006 155 Bandkaffeemühle 2019 563% Dtd. Servietten ierunSeit Künstlern. rkaufsspes. Mietpreise. 2166 111 Fruchtpresse 2218 360 Regenschirm am Lager loge gratis. fabrik Ser- Wilhelm Passage. shaus Fr.129. rgültigen 7 chster bis Bungen bester und nbergslagen ern bon 25 b. 12 FL. an hter Ma. Rh. ne. de. 2090 588 Garnitur Gartengeräte 2126 742 Schreibzeug 2162 276 Tranchierbested 2222 237 Auflaufform 2347 558 1 aar Stopfkissen 2349 398 Garnitur Süchenmeier 2373 132 Vetroleumfocher 2398 136 liegenschrank 2427 368 ausleiter 2453 679 Thermometer 2480 541 Baschkorb 2503 383 Shotographie- Album 2508 554 1 Baar Kopfkissen 2567 721 Guiller 2600 664 2 Figuren( Pariser 2608 477 Bojtkorb Stópje) 2609 502 1aar Glacébandschuhe 2624 590 1 Dzd. Taschentücher 2642 195 1 Dd. Handtücher 2694 485 Garnitur Küchengeräte 2762 91 1 Baar Damenstiefel 2812 378 Stoblenkasten 2948 151 Teedede m. 6 Servietten 2979 668 Portemonnaie 3016 238 Aluminiumtopi 3042 53 Regulator 3111 565 Waschschüssel 3122 476 9 teil. Kaffeeservice 3169 430 Bettfolter 3240 178 1 Baar Damenstiefel 3248 339 Schlachtgeschirr 3331 308 Marttforb 3339 188 1 Dd. Servietten 3377 185 1 Baar Halsriemen 3394 79 1 Dd. Obstmesser mit Ständer 3400 763 Portemonnaie 3441 788 Bügeleisen mit Rost 3501 600 Bettfolier 3570 589 1 Dtd. Taschentücher 3599 756 Stochbuch 3616 67 1 Baar Herrenstiefel 3722 635 5 teil. Waschgarnitur 3723 781 Garnitur Pferdeputzgeschirre 3805 345 5 teil. Waschgarnitur 3841 224 Brieftasche 3875 250 Spazierstock 4024 700 Garnitur Gabeln 4040 478 Postkorb 4047 634 5 teil. Waschgarnitur 4071 564% Dtd. Servietten 4092 307 Stüchenwage 4100 575 Bortemonnaic 4154 139 Messingkochkessel 4157 731 Bhotographie- Album 4160 568 Schirmständer 4183 795 Garnitur Küchengeräte 4201 289 Rudiad 4217 571 Spazierstock 4282 363 1 Dd. Messerbänke 4363 629 Regenschirm 4391 329 5teil. Waschgarnttur 4447 505 1 Paar Glacéhandschuhe 4574 404 Wand- Kaffeemühle 4629 651 Sammgarnitur 4636 774 1 Baar Hosenträger 4649 350 Photographie- Album 4663 551 Dyd. Handtücher 4665 573 Taschenmesser 4717 186 1 Dd. Servietten 4724 254 Bierglas 4726 11 Braunes Hengitioblen obne Abzeichen 4728 61 Eiserner Schiebkarren 4741 215 Taschentuchfasten 4748 6 7inbrig. Fuchswallach mit Stern 4764 493 1 Baar Fahrhandschuhe 4790 533 Postkarten- Album 4826 22 Feder- Kultivator 4827 388 Bauerntisch 4859 2 Jagdwagen m. Garn. u.Laternen nebst5jähr. brauner Stute m. verLos Ger.Nr. Nr. Gegenstand. Los- Gew.Nr. Nr. Gegenstand. 4880 240 Dd. Messeru. Gabeln 10154 281 Bild( Großherzog) 4901 596 Bettfolter 4916 603 Brotkapsel 4960 117 Reibmaschine 5049 246 Rauchständer 5042 483 Fleischbadmaschine 5055 323 Sakesdose 5099 352 Bogenpeitsche 5108 429 Bettfolter 5118 675 Pferdedede 5152 92 1 Baar Damenstiefel 5210 537 Portemonnaie 5212 712 Zigarrenetui 5265 713 Bigarrenetui 5340 21 Regulator 5406 125 1 Baar Herrenstiefel 5416 62 Butterfaß 5469 197 Bettdecke 5482 718 Traubenspüler 5505 134 Petroleumkocher 5686 364 6 Messerbänke 5687 412 Damen- Uhrkette 5851 748 Bortemonnaie 5935 39 Waschmaschine 5941 81 Silbernes Kabarett 6025 44 3aumzeug 6029 732 Boitfarten Album 6110 361 Regenschirm 6130 663 2Figuren, Pariser Köpfe 6131 66 1 Baar Herrenstiefel 6192 54 Silb.Visitenkartenschale 6212 643 Kleiderbürste 6224 55 Sofa 6273 688 Striechel u. Kardätsche 6281 105 Reiseforb 6284 498 1 Paar Glacéhandschuhe 6326 322 Hausapotheke 6334 470 9- teil. Staffeeservice 6342 423 Garnitur Setten 6381 758 6 Stompottschalen 6453 437 Garnitur Gabeln 6539 509 Löffelblech u. 3 Löffel 6601 658 2 Amoretten 6685 460 Blasharmonika 6693 782 Garnit. Pferdeputzgesch. 6710 797 Handtasche 6738 516 Poikarten- Albumt 6923 299 Genrebild( eingerahmt) 6954 790 Salz- und Meblfat 6991 102 7- teil. Bierservice 7026 633 tenenschirm 7060 84 7- teil. Bierservice 7122 174 1 Baar Damenstiefel 7163 191 Familienrahmen 7168 696 Garnitur Gabeln 7277 540 Portemonnaie 7437 114 Bild( eingerahmt) 7447 624 Solsstoffeimer 7516 119 Aluminiumtopf 7557 375 Sausleiter 7584 402 Wand- Kaffeemühle 7595 765 5- teil. Waschgarnitur 7602 73 Fliegenschrank 7701 660 Figur, München. Kindl" 7705 625 Holzstoffeimer 7727 264 Silberner Brotforb 7870 489 Garnitur Küchengeräte 7875 252 Spiegel 7890 52 Regulator 7902 737 Schreibzeug 7913 207 Brieftasche 8026 546% Dyd. Handtücher 8027 647 Samm und Bürste 8044 249 Spazierſtoc 8266 799 aichgarnitur 8385 562 12 Dtd. Servietten 8408 242 Tintenfa 8421 394 1 Baar Deckengurten 8422 75 Bild, Werbung" 8424 376 Hausleiter 8480 508 1 Baar Glacéhandschuhe 8573 18 Regulator 8588 385 Photographiealbum 8599 613 oblenkasten 8680 622 Solastoffeimer 8705 263 Butterdose 8726 435 Pferdedecke 8793 173 1 Baar Damenstiefel 8808 167 Tischlampe 8816 4 6 jähr. Rapvitute obne 8823 212 Briefkasten[ Abz. 8832 278 Boftfarten- Album 8834 397 Garnitur Küchenmesser 8915 548 Dtd. Handtücher 8923 160 Nipptisch 8958 176 1 Baar Damenstiefel 9033 268 Uhrfette 9040 561 Dyd. Servietten 9054 791 Salz- und Mehlfaß 9064 736 Schreibzeug 9094 292 Tischlampe 9109 597 Bettfolter 9114 645 Samm und Bürste 9158 13 Goldene Uhr 9261 256 Silberner Löffel 9262 358 Tischdecke 9265 177 1 Baar Damenstiefel 9273 245 Bierfrug [ fnöpfe 9280 284 1 Paar Manschetten9295 482 Fleischhackmaschine 9296 442 Stuhl 9303 777 Reisetasche 9307 617 Toiletteeimer 9344 595 Bettfolter 9371 676 Tischdecke 9390 138 Garnitur Gabeln 9404 524 Photographie- Album 9509 57 Reisebandkoffer 9539 674 ferdedecke 9542 138 Messingkochkessel 9610 780 Reisetasche und 1 Paar Hosenträger 9637 354 Figur, Pariser Köpfe 9645 8 8jähr. Fuchsitute ohne 9672 714 Postforb [ Abz. 9688 704 Wilch- u. Staffeekanne 9706 367 Sausleiter 9737 654 2 Haushaltungssägen 9774 5 4jähr. Ravvitute mit 2 weißen interfeffeln 9777 56 Bild( Jagdstück) 9789 128 1 Baar Herrenstiefel 9837 372 Hausleiter 9841 770 Zürvorlage 9915 239 Messerputzmaschine nickeltem Brustplatt- 9923 520 Postkarten- Album geschirr 4860 767 Türvorlage 4871 166 Tischlampe 4878 434 Pferdedecke 9950 390 Touristentasche 9979 337 Stallhalfter 10052 764 Briefwage 10123 757 Sochbuch Los- Gew.Nr. Nr. 10170 685 6 Baar Messeru. Gabeln 10228 359 Tischdecke 10381 179 1 Baar Damenstiefel 10347 71 Tragjattel 10411 413 Garnitur Ketten 10464 15 Vertiko 10543 101 Nipptisch 10604 137 Messingkochkessel 10693 576 Bettdecke 10700 347 5teil. Waschgarnitur 10712 754 Stochbuch 10714 32 Kultivator 10719 694 Garnitur Gabeln 10.26 334 Fahrhalfter m. Meffing10751 251 Spiegel [ beschlag 10762 532 1 Baar Glacéhandschuhe 10896 203 Bettdecke 10918 703 Wirtschaftswage 10939 28 Globe- Separator 10971 244 Bierglas [ Orion" 10987 408 Beitfche 10989 190 Schreibmappe 10995 290 Rucksac 11007 343 5teil. Waschgarnitur 11024 672 Peitsche 11029 729 230otographie- Album 11089 142 tegendecke 11099 42 flug 11102 259 Silberner Löffel 11108 456 1hrfette 11116 403 Wand- Kaffeemühle 11261 738 Schreibzeug 11283 759 Schließtorb 11379 730 Photographie- Album 11385 459 Harmonita 11402 29 Vertiko 11446 228 Suttoffer 11494 280 Portemonnaie 11498 787 Bügeleisen mit Rost 11536 457 Harmonika 11590 234 Coupéfoffer 11663 201 Bettdecke 11706 47 SilberneRemontoir- Uhr 11719 599 Bettfolter 11754 607 Garnitur Küchenmesser 11765 507 1aar Glacéhandschuhe 11794 162 Reiseforb 11831 379 1 Baar Stallaternen 11892 577 Garnitur Gartengeräte 11898 699 Garnitur Gabeln 11911 204 botographie- Album 11945 521 Boittarten- Album 12079 707 Sturmlaterne 12112 661 Löwenfigur 12138 202 Bettdece 12264 357 tschdecke 12308 116 Amorbüste 12311 544 2 Dtd. Handtücher 12336 653 2 Saushaltungssägen 12403 446 Attenmappe 12421 31 Bflug Servus" 12439 621 Solastoffeimer 12452 466 Aluminiumtopf 12459 93 Einfpänner- Kuhgeschirr 12510 734 Schreibzeug 12547 153 Wandtaffeemühle 12550 348 5teil. Waschgarnitur 12581 180 1 Bapier- u. 1 Sandforb 12597 475 9teil. Staffeeservice 12605 152 eedede m. 6 Servietten 12617 684 osenschere 12643 467 1 D3d. Teelöffel m. Etui 12657 302 Garnitur Süchenmesser 12737 346 5 teil. Waschgarnitur 12762 396 1 Baar Dedengurten 12768 510 Holzstoff- Eimer 12827 744 Brieftasche 12854 570 Spazieritod 12857 241 Tintenfat 12893 127 1 Baar Herrenstiefel 13005 145 Bild( Jagdstück) 13027 455 Haussegen 13063 386 1 Baar Waschleinen 13107 587 Garnitur Gartengeräte 13117 463 Pferdedecke 13252 786 Garn. Pferdeputzge13267 25 Chaiselongue schirre 13301 495 1 Baar Fahrhandschuhe 13314 10 braunes Stutfohlen ohne Abzeichen 13333 716 1 Baar Kopfkissen 13340 623 Holzstoffeimer 13341 433 Pferdedecke 13369 235 Saschgarn. m. Gestell 13553 641 Seleiderbürste 13614 506 1Baar Glacéhandschuhe 13675 16 abrrad 13791 794 Garn. Küchengeräte 13837 311 Bürstengarnitur 13855 751 Garnitur Sensen 13862 37 Kabarett 13921 432 Pferdedecke 13931 17 Wiesenbobel 13962 671 Peitsche 13963 612 Emaille- Eimer 14019 233 Bferdedecke 14030 657 1 Dtd. Gläsertücher 14046 64 Reitzaum mit Standare 14081 269 Weckeruhr 14088 349 3igarren- Etui 14112 496 1 Paar Fahrhandschuhe 14172 768 Türvorlage 14211 655 2 Haushaltungssägen 14369 416 Garnitur Ketten 14438 755 Stochbuch 14463 566 Waschschüssel 14533 410 Peitsche 14544 636 5teil. Waschgarnitur 14547 514 Postkarten- Album 14562 469 9teil. Staffeeservice 14600 353 Spiegel 14621 175 1 Baar Damenstiefel 14630 503 1 Vaar Glacéhandschuhe 14631 792 Salz- und Mehlfaß 14648 637 Toilettespiegel 14693 726 Shotographie- Album 14765 673 fjerdedecke 14805 686 6 Paar Meffer u. Gabeln 14814 440 Garnitur Gabeln 14826 715 Blumenständer 14862 370 ausleiter 14926 74 Sududsuhr 15023 208 Brieftasche 15036 33 Goldplattierte Taschenuhr 15099 775 1 Baar Hosenträger 15102 14 Fahrrad 15121 567 3 Eimer 15201 542 Waschkorb Gegenstand. Los- Ger.Nr. Nr. Gegenstand. 15283 3 Lauterbacher Wagen 20577 395 1 Baar Dedengurten mit Kutschierbock und 20591 407 Garnitur Gartengeräte Bremse nebst brauner 20607 48 Büchergestell Stute mit Stern und 20615 144 Regendece komplettem Kummet: 20647 265 Wederubr geschirr 20657 581 Garnitur Gartengeräte 20686 452 Taichenmesser 20891 420 Garnitur Ketten 20926 30 Wiesen- Egge 20934 221 Photographie- Album 20951 740 Schreibzeug 20967 464 Garnitur Süchengeräte 20993 205 Bandschuhkasten 21048 26 Komplett. Reitfattel, 4 Teile 15294 306 Staffeemaschine 15323 529 1 Paar Glacéhandschuhe 15339 82 5teil. Staffeeservice 15348 387 Blumentisch 15361 682 Geflügelschere 15374 640 Toilettespiegel 15408 108 Betroleum- Tischlampe 15412 766 Türvorlage 15426 462 Pferdedede 15519 332 Klappsessel 15548 63 Häufelpflug 15563 321 Hausapotheke 15573 365 Snusleiter 15638 320 Salatschüssel 15650 258 Silberner Löffel 15697 669 Peitsche 15732 666 9teil. Staffeeservice 15734 218 Tintenfaß 15847 443 Stuhl 15860 519 Boftfarten- Album 15871 611 Emaille- Eimer 15959 458 Harmonika 15966 232 Stetiehandtasche 1.991 6.3 Bügeleisen 16054 141 Regendecke 16099 318 Salatschüssel 16181 428 Stuhl 16306 584 Garnitur Gartengeräte 16308 83 hotographisch. Apparat 16311 260 Silberner Löffel 16324 409 Beitiche 16366 187 1 Dvd. Servietten 16406 598 Bettfolter 16408 445 Brieftasche 16418 592 1 Dzd. Taschentücher 16426 328 Fruchtschale 16536 491 Taschenmesser 16630 656 2 Haushaltungssägen 16690 183 Fahrhalfter 16698 606 Garnitur Küchenmesser 16744 515 Postkarten- Album 16787 143 Regendecke 16824 481 1 Baar Gießtannen 16948 761 ferdedecke 16980 294 Tischlampe 17085 708 9teil. Staffeeservice 17112 545% Dyd. Handtücher 17132 146 Bild( Jagdstück) 17134 646 Samm und Bürste 17176 76 Bild( Das Lied) 17222 392 1 Dtd. Geschirrtücher 17252 374 Sausleiter 17270 474 9teil. Staffeeservice 17281 539 Portemonnaie 17367 579 Garnitur Gartengeräte 17410 272 Dtd. Messeru. Gabeln 17422 89 1 Baar Herrenstiefel 17457 642 Kleiderbürste 17517 444 Stuhl 17541 578 Garnitur Gartengeräte 17580 733 Schreibzeug 17661 192 Familienrahmen 17732 608 Emaille- Eimer 17756 393 1 Paar Dedengurten 17770 610 Gmaille- Eimer 17813 411 Damen- Uhrfette 17844 219 Kabarett 17852 327 Rauchservice 17929 678 Thermometer 18062 582 Garnitur Gartengeräte 18087 170 Photographie- Album 18106 70 1 Baar Herrenstiefel 18111 425 Garnitur Gartengeräte 18123 681 Geflügelschere 18188 591 1 Dizd. Taichentücher 18231 722 Sahnenservice 18242 639 Toilettespiegel 18248 209 Brieftasche 18275 157 Gewürzbüchse mit Etui 18320 200 Beitdecke 18369 298 Genrebild( eingerahmt) 18400 126 1 Baar Herrenjtiefel 18472 773 Servierbrett 18505 88 Silberner Tafelaufsatz 18515 267 116rfette 18652 169 Bild( Steinzeichnung) 18680 448 3igarrenetui 18702 384 Photograpie- Albumt 18827 401 Toiletteeimer 18833 287 Rauchtisch 18928 286 Sohleneimer 18974 9 4jábr. braun. Wallach 18975 255 Silberner Löffel 19025 129 1 Baar Herrenstiefel 19071 424 Garnitur Ketten 19088 100 förservice m. Tablett 19255 97 Wederuhr 19288 627 Stegenschirm 19305 7 4jähr. braun. Wallach mit Stern 19315 326 Rauchservice 19369 303 Garnitur Süchenmesser 19371 49 1 saar Reitstiefel 19403 59 Herrenuhr 19483 366 Hausleiter 19522 184 1 Baar Rüdriemen 19527 69 1 Baar Herrenstiefel 195.0 109 Universal- Ratgeber 19605 727 Photographie- Album 19653 106 Reiseforb 19659 538 Portemonnaie 19705 121 1 Baar Damenstiefel 19729 324 Weinfühler 19735 472 9teil. Staffeeservice 19738 156 2 DBd. Obstmesser 19819 580 Garnitur Gartengeräte 19868 626 Solzstoffwanne 19878 497 1ẞaar Glacéhandschuhe 19932 98 Silberne Zuderschale 19937 769 Türvorlage 19958 86 Kinderwagen 19969 158 Gewürzbüchse mii Etui 19986 78 Quillier 19998 171 Bild( Schiffenberg) 20048 371 Sausleiter 20061 614 Stohlenkasten 20240 124 1 Baar Damenstiefel 20396 441 Stupferne Wärmflasche 20409 23 Feder- Kultivator 20455 314 Toilettekasten u. Besen 20487 406 Garnitur Gartengeräte 20499 50 1 Baar Reitstiefel 20564 447 Bigarrenetui 20572 131 Blumentisch 21118 552 1, Dizd. Handtücher 21124 301 Vogelkäfig 21192 619 Buzgarnitur 21201 525 Tranchierbested 21328 662 Figur 21345 382 Shotographie- Album 21357 798 Bandtasche 21461 149 Bild( eingerahmt) 21492 225 Reisebandkoffer 21503 574 Taschenmesser 21533 746 Brieftasche 21648 288 Handtuchständer 21652 417 Garnitur Ketten 21662 199 Bettdecke 21674 103 Steil. Likörservice 21776 172 Bild( Gleiberg) 21785 692 Bügeleisen 21800 266 Uhrfette 21854 451 Taschenmesser 21835 513 Toilettespiegel 21888 223 Brieftasche 21941 107 Schuhreiniger 22023 724% Did. Handtücher 22122 677 Heißzeug 22205 275% Ded. Messeru. Gabeln 22228 783 Garnitur Pferdeputzgeschirre 22273 776 1 Baar Hosenträger 22434 631 Regenschirm 22439 604 Garnitur Ketten 22472 130 Büchergestell 22553 473 9teil. Staffeeservice 22590 236 Waschgarnitur m.Gestell 22.96 273 D3d. Messeru. Gabeln 22602 351 Photographie- Album 22059 487 Handtasche 22759 304 Staffeemaschine 22798 336 Fabrhalfter( schwarz) 22799 182 Subgeschirr 22819 399 Garnitur Küchenmesser 22845 68 1 Baar Herrenstiefel 22847 480 Bürstengarnitur 22868 148 Bild( eingerahmt) 22920 705 Milch- u. Staffeekanne 22938 154 Wandtaffeemühle 22963 494 1 Baar Fahrhandschuhe 22976 601 Bettfolter 22987 421 Garnitur Stetten 23012 667 9 teil Staffeeservice 23024 140 Messingtochtessel 23031 60 Bither 23111 695 Garnitur Gabeln 23249 659 2 Amoretten 23267 527 Tranchierbested 23294 490 Taschenmesser 23318 316 Toilettespiegel 23335 709 Tischdecke 23373 436 Pferdedecke 23412 99 Cier- Tablett 23435 771 Salatschüssel 23470 745 Brieftasche 23475 488 Stuhl 23550 750 Garnitur Sensen 23578 296 Tischlampe 23600 165 1 Paar Gamaschen 23618 418 Garnitur Ketten 23626 741 Schreibzeug 23629 615 Toiletteeimer 23651 279 Softfarten- Album 23661 710 Tischdece 23807 317 tauchtisch 23810 217 Briefwage 23811 511 Toilettespiegel 23.51 414 Garnitur Sterten 24112 649 Sammgarnitur 24146 333 Fahrhalfter m. Messing24161 210 Bigarrenetui( beschlag 24190 523 Boitkarten- Album 24213 512 Toilettespiegel 24218 72 Butterfaß 24221 419 Garnitur Ketten 24227 20 Näbmaschine( Pfaff) 24239 588 Garn. Gartengeräte 24274 19 Goldblattierte Taschenuhr 24300 113 Bild( eingerahmt) 24362 35 Garderobeständer 24401 27 Kompl. Reitfattel 24457 80 Silb. Kaffeeservice mit Tablett 24479 796 Garnitur Stüchengeräte 24521 717 Statesdoje 24520 749 Garnitur Sensen 24530 330 Musitmappe 24555 760 ferdedecke 24659 230 Steifehandtasche 24663 648 Stamm und Bürste 24700 65 Bither 24733 426 Stuhl 24782 222 3hotographie- Album 24993 522 3oftfarten- Album 25021 319 Salatschüssel 25035 147 Figur( Musfelmann) 25049 112 Figur( Madonna) 25115 630 Regenschirm 25117 793 Salz- und Mehlfaß 25177 531 1Baar Glacéhandschuhe 25122 553%, Dizd. Handtücher 25183 530 1 Baar Glacéhandschuhe 25223 484 Stüchenwage 25232 697 Garnitur Gabeln 25397 427 Stuhl 25506 297 Toilettespiegel 25644 471 9- teil. Staffeeservice 25704 196 Bettdecke 25730 616 Toiletteeimer 25758 431 Bettfolter 25838 325 Tablett 25863 536 Bortemonnaie 25884 644 Stamm und Bürste 25896 315 utbürste und Spiegel 26005 547/ Ded. Handtücher 26029 526 Tranchierbested 26147 628 Regenschirm Los- Gew.Nr. Nr. Gegenstand. 26153 193 Schreibmappe 26240 725 Kochbuch 26294 262 Zigaretten- Etui 26300 602 Brotkapsel 26390 58 Derrenuhr 26391 248 Spazierstod 26400 499 1aar Glacéhandschuhe 26404 38 Silberne ruffische Kaffeemaschine 26462 723 Dizd. Handtücher 26477 283 Schreibmappe 26563 752 Garnitur Senfen 26587 728 Photographie- Album 26601 227 Reisekoffer 26639 670 Peitsche 26647 226 Reisefoffer 26657 543 Uhrkette 26666 492 Sandtasche 26732 189 Schreibmappe 26785 12 Dunkelbraun. Stut foblen mit Stern und weißen Feffeln 26786 133 Petroleumkocher 26806 557 1 Paar Kopfkissen 26828 550% Dizd. Handtücher 26854 310 Holzgarnitur 26921 261 Bigaretten- Etui 26931 593 1 Dizd. Taschentücher 26995 680 Geflügelschere 27056 689 Striegel und Kartätsche 27079 362 6 Messerbänke 27114 300 Voftfarten- Album 27135 291 Rucksac 27137 778 Reisetasche 27153 231 Reisehandtasche 27161 120 2 filberne Etuis 27204 373 Hausleiter 27206 96 Strohsessel 27248 800 Waschgarnitur 27252 115 Bild( Beethoven) 27314 415 Garnitur Stetten 27331 439 Garnitur Gabeln 27343 618 Toiletteeimer 27344 243 Bierglas 27358 344 5 teil. Waschgarnitur 27364 313 2 Türvorlagen 27409 779 Reisetasche und 1 Baar 27460 161 Reifeforb[ Hosenträger 27467 309 Marktkorb 27527 277 Boftfarten- Album 27533 585 Garnitur Gartengeräte 27545 41 Bflug ( knöpfe 27578 220 Photographie Album 27648 164 1 Baar Gamaschen 27676 739 Schreibzeug 27700 380 1 Baar Manschetten27707 257 Silberner Löffel 27756 479 Softforb 27779 168 Zischlampe 27783 229 Suttoffer 27868 369 ausleiter 27879 206 Brieftasche 27881 90 1 Baar Damenstiefel 27886 377 Stohlentasten 27973 687 6 Paar Messer u. Gabeln 27977 216 Taschentuchkasten 27980 711 Tischdecke 28002 753 Gebadforb 28023 518 Postkarten- Album 28034 449 Garnitur Türvorlagen 28065 583 Garnitur Gartengeräte 28089 194 Schreibmappe 28158 691 Bügeleisen 28194 104 Reisefurb 28282 698 Garnitur Gabeln 28289 338 Stallhalfter 28296 214 Spielfasten 28349 341 Futterbeutel 28352 461 ferdedecke 28356 342 Remleinenes Tischtuch 28413 312 2 Haarbürsten 28467 285 Stahleneimer 28488 271 Wederuhr 28530 735 Schreibzeug 28532 453 Haussegen 28598 504 13aar Glacéhandschuhe 28634 211 3igarrenetui 28780 747 Bortemonnaie 26733 638 Zoilettespiegel 28805 605 Garnitur Süchenmesser 28807 784 Garnitur Pferdepukgeschirre 28825 454 Baussegen 28835 281 Bhotographie Album 28907 556 1 Paar Kopififfen 28917 24 Regulator 28957 706 2tilch- u. Kaffeekanne 28964 719 2öffeltorb 28974 331 Selappiessel 28986 743 Brieftasche 29054 549% Dhd. Handtücher 29101 486 Garnitur Stüchengeräte 29111 785 Garnitur Pferdeputzgeschirre 29162 517 Bostkarten- Album 29164 110 2 Saiferbilder 29256 1 Biftoriawagen, vierfaig, mit Laterne, nebit 4jähr. Rapp: itute mit filberplat tiertem Geschirr, mit Auffetzügel 29428 720 Tortenplatte 29431 405 Garn. Gartengeräte 29434 85 Kinderwagen 29560 391 Slappsessel 29566 181 aschkorb 29611 94 Einjvänner- Stuhgeschirr 29590 609 Emaille- Eimer 29626 762 Bild, Schwälmer" 29651 389 Bauerntisch 29665 650 Stammgarnitur 29698 123 1 Baar Damenstiefel 29722 594 1 Dud. Taschentücher 29749 45 Silb. Remontoir- ühr 29760 34 Garderobeständer 29806 772 Servierbrett 29815 247 Spazierstock 29824 652 Stammgarnitur 29837 305 Staffeemaschine 29320 501 1 Paar Giacéhandschuhe 29951 422 Garnitur Ketten 29966 450 Portemonnaie 29982 465 Garnitur Küchengeräte Sollte sich in vorstehender Ziehungsliste wider Erwarten ein Druckfehler finden, so behält sich die Pferdemarkt- Kommission die Richtigstellung desselben auf Grund des offiziellen, bei den Akten des Polizeiamts befindlichen Verlosungsprotokolls vor. Die Gewinne, versehen mit einer Plombe der Pferdemarkt- Kommission, können gegen Rückgabe der betreffenden Rose in der Stadtknabenschule mittags von 11 bis 2 Uhr( auch Sonntags) in Empfang genommen werden. Die lebenden Gewinne werden 8 Tage, die übrigen Gewinne 4 Wochen nach beendeter Ziehung auf Kosten und Gefahr der Gewinner aufbewahrt. Pferde und Fohlen nebst zugehörigen Wagen und Geschirren werden nach 8 Tagen verwertet. Der Erlös nach Abzug der Kosten wird weitere 3 Wochen zur Verfügung der Gewinner gehalten. Vier Wochen nach der Ziehung sind die nicht abgeholten Gewinne verfallen. Die Uebersendung von Gewinngegenständen an auswärtige Gewinner findet nur auf deren Rechnung und Gefahr, sowie gegen Nachnahme der Verpackungskosten statt. Man wolle sich dieserhalb an Herrn Richard Buhaker dahier wenden. Die Ziehungsliste ist für 10 Pfg. vom Vorgenannten zu beziehen. - Die städtische Pferdemarkt- Kommission. G. Bichler. Brühliche Universitäts- Buch- und Steinbruderei Lange Gießen. A.: Ein Schlauberger. " Ich begreife garnicht, weshalb Du Dich um die Freundschaft dieses blöden Barons so bewirbft." Aber lieber Freund, je blöder er ist, desto geistB.: reicher erscheine doch ich). Übertrumpft. Meine Frau hat mit 22 Jahren den letzten Zahn bekommen." die „ Das ist noch giges Gebiß... einige bekam in dema Alter sogar ein Gitel Humoristische Blätter Humoristische Blätter Ein Schlauberger. A.: Ich begreife garnicht, weshalb Du Dich um die Freundschaft dieses blöden Barons so bewirbst." B.: Aber lieber Freund, je blöder er ist, desto geistreicher erscheine doch ich." Späne. Wenn jemand seine Meinung immer für sich behält, so wird ihm niemand bestreiten, daß er Recht hat. 0000 Schulden haben ist noch nicht das Schlimmste, sondern nichts mehr friegen! 0000 Übertrumpft. Meine Frau hat mit 22 Jahren den letzten Zahn bekommen." ,, Das ist noch gar nichts; die meinige bekam in dem Alter sogar ein vollständiges Gebiß." Vorspiegelung falscher Catsachen. Eltel. Amtmann( einen eingebrachten Strolch mit dem Signalement eines Steckbriefs vergleichend):„ Augen: blau." Mund: klein."„ Gesichtsfarbe: blühend. Alles stimmt! Strolch: Nicht wahr, ich bin' n netter Kerl, Herr Amtmann?" RRother Wer's Glück hat, führt die Braut heim wieder zu ihren Eltern. 0000 Das Alter der heiratsfähigen Damen erkennt man auch daran, ob sie die Glaze des Bewerbers noch geniert! 0000 Wenn einer die Dummheit gemacht hat, eine schöne Frau zu heiraten, findet sich häufig ein noch Dümmerer, der mit ihr durchbrennt. Benn Deiner braunen Sterne Ein Strahl mein Auge trifft sie sang' ich ein so gerne Das tötlich füße Gift. Wie der Studiosus Bummel seinen reichen Onkel empfängt. And doch! Sohl stirbt in tausend Schmerzen Pahin mein armer Sinn And doch! Könnt' ich dich herzen, Du schöne Mörderin! Georg Bötticher. Boshaft. Förster:„ Mein Söhnchen Heinrich hat noch nie gelogen." Bekannter: ,, So ein entartetes Kind!" " Unverwandt. A.:,,Glaubst Du jetzt immer noch nicht, daß dies Fräulein meine Schwester ist?" B.:„ Nein!" A.:,,Und warum denn nicht?" B.:,,Weil Du es so underwandt ansiehst!" Ein Kenner. Comptoir. ( Alle Rechte für sämtliche Bilder und Texte vorbehalten. Abdruck verboten.) 27 ~ Sonderbare Begründung. Eine verständnisvolle Seele. 2. Walfrid Erster Einbrecher:„ Was, jetzt vormittags willst Du hier im Comptoir Dein Glück versuchen?" Zweiter Einbrecher: Jawoll! Nur wollen wir' ne halbe Stunde warten, die Buchhalter sind eben gekommen und schlafen noch nicht fest genug!" Maler( der seiner Aufwärterin das Feld räumt):" Sind Sie vorsichtig, Frau Klobig, das Porträt auf der Staffelei ist noch ganz frisch." ,, D. haben Se nur keine Bange, ich mach' mich schon nicht dreckig." Verantwortlicher Redakteur: Dr. Karl Schaumburg, Berlin. Druck und Verlag von Georg E. Nagel in Berlin- Schöneberg. ,, Da wir doch wahrscheinlich nie werden heiraten können, so wollen wir wenigstens die Zeit unserer Verlobung gut ausnuten." 15 So un s 8 Letzte Rettung. Aite Jungfer: Hier sind zwanzig Pfennige, fragen Sie, ob ein postlagernder Brief da ist." Dienstmann: Unter welcher Chiffre?" Alte Jungfer:„ Ach das ist ja ganz gleich." Schwieriges Incasso. ,, Was muß nur dem Schneider Zwirn passiert sein, er hat ja eine ganz geschwollene Backe." Heut' ist doch der Erste, da hat er seine monatliche Abschlagszahlungen einkassiert." Katzenjammer. 6 antier Maier war ein mißtrauischer Mensch. Es wäre ihm sonst gewiß nicht eingefallen, seinen treuen Rassierer Kreuzerlein so unwürdigerweise zu beargwöhnen, wie er dies seit einiger Zeit wirklich tat; denn Kreuzerlein war die Ehrlichkeit selber, und der Gedanke an eine Defraudation, oder dergleichen gefährliche Späßchen lag ihm so ferne, wie einem Ochsen das Fleischfressen. Hätte er auch nur geahnt, daß ihn sein Chef einer Unredlichkeit für fähig hielte, er hätte keine Nacht mehr ruhig geschlafen. Hastig riß der Banfier die Türe auf, und mit zwei Säßen stand er an der Seite des„ Defraudanten", der ob des unerwarteten Überfalles zusammenfnickte wie ein Cylinderhut, auf den ein Zentnerstein fällt.„ Halt!" wollte der Bankier dem Kassierer zurufen, besann sich indessen, von einem plötzlichen Mitleid mit dem offenbar ganz Zerknirschten angewandelt, eines milderen Tones und sagte verweisend:„ Herr Kreuzerlein, ich habe Sie bisger für einen soliden, anständigen Menschen gehalten. Ihr heutiges Benehmen gibt mir jedoch die Gewißheit, daß ich mich getäuscht habe. Ich will Sie indessen den Fehltritt nicht so strenge büßen lassen, wie ich es von rechtswegen sollte. Sammeln Sie sich zunächst und gehen Sie nach Hause, das weitere wird sich finden!" Das letztere schien allerdings in der vergangenen Nacht der Fall gewesen zu sein. Man sah's dem Kassierer an dem auffallend blassen Gesicht, an den müden unruhig flackernden Augen an. Zudem legte Kreuzerlein heute eine ungewohnte Zerstreutheit und ein seltsam aufgeregtes Wesen an den Tag. Wenn er Schritte oder Stuhlrücken hörte, zuckte er jedesmal erschreckt zusammen, wie ein ertappter Dieb. Das steigerte den Argwohn des mißtrauischen Chefs zur verderbendrohenden Gewißheit. Der Mann muß etwas auf dem Gewissen haben," dachte Bankier Maier und beschloß, ihn durch das Schlüsselloch der Türe zum Privat- heits tomptoir augenscheinlich zu überwachen. Über das Pult gebeugt, sah heute Kreuzerlein oft ins Leere. Jezt stand er auf und ging mit hastigen Schritten einige Male im Kassenbureau auf und ab, dabei tief auf seufzend, als ringe er mit einem schweren Entschluß. Plößlich blieb er vor dem Pult stehen, klappte das Kassabuch zusammen, ging zum Geldschrank, sperrte auf und verharrte davor eine ganze Weile, indem er beide Hände gegen die Schläfen drückte, wieder aufstöhnte und sich mit ängstlichem Blick umsah. Dem Banfier wurde es schwül auf seinem Beobachtungsposten hinter der Türe. Es war ihm klar, jetzt war der große Moment gekommen, der Moment, der einen unbescholtenen Mann zum Verbrecher machen sollte. Das durfte nicht geschehen. " Ja, Sie haben Recht", erwiderte Kreuzerlein, es ist das Beste, ich gehe nach Hause. Ich dachte nicht, daß es so schlimm gehen könnte, aber ich bin's eben nicht gewöhnt." " Was!?" schrie ihn der Bankier an, nicht gewöhnt? Herr, Sie werden doch nicht die Absicht haben, ein Gewohndieb zu werden, wollte er sagen, doch der Kassierer fiel ihm ins Wort: ,, Nein, nein, ich habe nicht im Sinne, ein Gewohnheits- trinker zu werden. Aber wissen Sie, wie's eben manchmal geht, Geburtstag, gute Freunde, der schwere Weinman trinft etwas über den Durst, und dann iſt am anderen Tag der Kazenjammer fertig. Ich fühle mich ganz zerschlagen heute. Mit Ihrer gütigen Erlaubnis gehe ich also jetzt nach Hause und schlafe mich tüchtig aus. Adieu!" Der Banklehrling aber will an diesem Tage geſehen haben, daß der gestrenge Chef am offenen Kassaschrank gestanden hat und eine ganze Weile nicht gewußt habe, was er zuerst schließen solle, den weit aufgerissenen Mund oder den Schrank. ,, Stimmt!" Von Julie Landskron. rau Tratschmeier steigt in die Elektrische und entdeckt ihr gegenüber eine alte Bekannte, Frau R...., welche erfreut ausruft:„ Ah, das ist eine angenehme überraschung Sie zu treffen!"" Ganz meinerseits!" erwidert Frau Tratschmeier verbindlich. Denken Sie nur, wohin ich fahre?". ,, Na wohin denn?"" Auf die Polizei!"... Bitte etwas lauter!" ruft die R...., welche glaubt nicht recht verstanden zu haben. Auf die Polizei... gleich da im 1. Bezirk, ich habe nämlich gestern mein Brieftascherl verloren," schreit Frau Tratschmeier, und in dem Lärm des dahinsausenden Waggons von ihrer Freundin besser gehört zu werden, ohne die ärgerlichen Mienen der Fahrgäste zu beachten; besonders ein Herr mit grünem Schlips wippt nervös und ungeduldig mit dem Fuß. Also ein schönes Brieftascherl aus rotem Juchten- Leder, innen mit gelber Seide gefüttert," erzählt mit großer Zungenfertigkeit Frau Tratschmeier, deshalb lief ich gestern gleich auf die Polizei es zu melden, und nun eile ich nur schnell vorher in die Markthalle einzukaufen und dann gleich auf das Polizeiamt nachzufragen... Na so ein schönes fleines Brieftascherl! Und ein 20 Kronenschein drinnen, dann noch 5 Kronen in Silber- und eine Menge Kleingeld. Aber um was es mir am meisten leid tut, ist um einen Schein aus der Puzerei von Sickenberg, über ein graues Seidenkleid, Sie wissen, ich lasse immer dort putzen.. na, daß ich Ihnen sage! Also noch ein Lottozettel war auch in dem Tascherl mit prachtvollen Nummern denken Sie nur! 7, 5, 22 na die kommen sicher!... und..." Doch nun schienen die A · 01 Damen endlich die Entrüstung der Fahrgäste zu bemerken. Der Herr mit dem grünen Schlips schien es nicht mehr auszuhalten, er geht trotz des schlechten Wetters lieber auf die Plattform hinaus. Frau Tratschmeier hielt einen Augenblick inne, dann rief sie erschrocken: Ich bin schon an der Markthalle vorbei, leben Sie wohl Frau R..., leben Sie wohl! Ich muß schnell aussteigen!" Und draußen war sie zur Freude der Fahrgäste.- Nachdem sie in Eile ihre Einkäufe besorgt hatte, stand Frau Tratschmeier bald auf dem Polizeiamt vor dem Beamten und fing ihre Erzählung vom Neuen an:„ Ein so ein schönes Brieftascherl! Aus rotem Juchten- Leder, innen mit gelber Seide gefüttert." Stimmt!" sagte der Beamte... ,, Und ein 20 Kronenschein drinnen und 5 Kronen in Silber." Stimmt!" Und eine Menge Kleingeld." Der Beamte nicht zustimmend. ,, Dann ein Schein aus der Puterei von Sickenberg über FINIS ein graues Seidenkleid, dann noch ein Lottozettel über 3 sehr schöne Nummern, 7, 5, 22." " Stimmt auffallend!" meint der Beamte lächelnd.„ Also es ist gefunden mein Brieftascherl?" ruft Frau Tratschmeier freudig. Ja es wurde gefunden" bestätigt man ihr. ,, Also kann ich es haben?"" Nein!" Nun denn nicht gleich, aber wann kann ich es haben?" Gar nicht!" sagt der Beamte wieder." Ja weshalb denn nicht!" ruft Frau Tratschmeier ärgerlich, es ist mein Eigentum, Sie fönnen es mir geben." „ Kann ich nicht!" erwiderte ruhig der Beamte, denn es wurde soeben von emem Herrn mit grünem Schlips- abgeholt." ayana Fatales Intermezzo. 1. Sein Ideal. ,, Warum möchtest Du einmal gerade Nordpolfahrer werden, Frißchen?" " Ich hab' gelesen, Onkel, daß sich die ein ganzes Jahr nicht gewaschen haben." Unfreiwillige Komik. Zeitungs- Annonce. Ich ersuche, mein Institut nicht mit ähnlichen Schwindel Unternehmungen zu vergleichen. Alb. Ohm, Fabrikant, Druckfehler. Eine Schmierengesellschaft gibt ihre letzten Vorstellungen, da ihr Kredit zu Ende geht. Leider prangt heute auf dem Theaterzettel: Die letzten Tage von Pumpeji." 6 Amor der Schüh. Bis auf das Gramm sozial gewogen Wird sie von ihm und er von ihr; Gott Amor handhabt seinen Bogen Höchst selten ohne ,, Stand- Visier". Zarte Anspielung. Hausknecht( der einen Zechpreller an die Luft setzt):„ Schwere brett, jetzt fliegt der Kerl gerade dem Radfahrer in die Flanke. Na, nun fugeln beide umeinander." Leicht abgeholfen! Kellnerin:„ Ja, haben wir denn keinen Deidesheimer?.. Fortwährend ist unter den Gästen gerade nach dem die NachWeinwirt:„ D, übermorgen ist er schon zu frage?!" telegraphisch!" haben,.. ich bestelle die Etiketten Den Arbeitenden. Es mag ein lieber Trost Euch sein In Mühsal und in Plage: Nach rechtem Werktag nur allein Gibt's rechte feiertage!. J. Fried. Ob's geht. Doktor( zum Patienten beim Gehen): Also die Eisbeutel lege ich Ihnen warm an's Herz!" Jagdbeute. Frau( zu ihrem Manne, der per Aut zur Jagd gefahren, eben nach Hause kommt:" Na, was bringſt Du mit?" " Zwei Hunde, eine Kaße und ein Ferkel! Alles selbst überautelt!" Anzeige. Ein eben aus Indien zurückgefehrter Naturforscher wünscht einen jungen Tiger zu verkaufen. Das Tier ist schön gefleckt und sehr gehorsam; frißt alles und - ་ ་་་ ང་-- ་་་ ང---Onkel( zu Besuch bei seinem Neffen, einem Studenten): Was, eine Couponscheere hast Du auch?" Reffe: Ja, aber nur zum Abschneiden der Postanweisungsabschnitte!" 2. ,, Gott sei Dank, der Radfahrer schwingt sich wieder auf sein Rad. hat namentlich Kinder sehr gern. ist ja der Kerl, den ich' rausgeworfen, und der Unschuldige bleibt liegen!" Unbestritten. A.: Ihre neuen Stiefel knarren ja fürchterlich, gerade als wenn sie noch nicht bezahlt wären." B.:„ Das ist ja alles Unsinn. Da müßten mein Rock, meine Weste, meine Hose und mein Hut auch knarren. Ein Versehen. - Ha, das Buchhalter( zum Schreiber):„ Sie haben wohl meine Wurst aufgegessen, die hier auf dem Pult lag?" ,, Das wär' möglich; ich habe eben einen Tintenkler abgeleckt, und da ist sie mir vielleicht mit in den Mund geraten!" X ,, lagvg usp[ vaaß Inu ngv$ s อ? ubb ula อายุ P e v p น อ Q ว ลด хоол б puuu!! SS 1, Gguu lunav” heap 8 abungos v anu gru gv" De a boo Be a 16 Die Lächerlichkeit des Mißbrauchs von Fremdwörtern. Wie oft schon ist das Geschmacklose im unbegründeten Gebrauch von Fremdwörtern gebrandmarkt worden! Die verschiedenartigsten Vorschläge zur Bekämpfung dieses Auswuchses haben jedoch zu keinem Ziel geführt, vielleicht auch, weil sich unter diesen Vorschlägen manche befanden, die ebenso lächerlich waren. So hat man allen Ernstes eine Steuer vorgeschlagen, mit der alle belegt werden sollen, die unnötige Fremdwörter brauchen. Ein guter Vorschlag ist aber der, den früher ein ungenannt gebliebener einer Deutscher in kleinen Schrift:„ Berlin, eine französische Stadt" gemacht hat. Der Deutsche, so rät der Verfasser, nehme eine deutsche Zeitung, zähle in 10 oder 20 Reihen die französischen Eindringlinge; dann versuche er, einen gleich langen Abschnitt aus einer französischen Zeitung zu entstellen durch ebenso viele deutsche Ausdrücke! Er wird dann aus vollem Halse über das haarsträubende Französisch lachen. Hier ein Beispiel:„ Der Portier führte uns vom Parterre nach der Belrei. M.Reege lächlere 8 7 6 5 Ст 4 3 2 1 Schachaufgabe 274. Von G: Dobbs. manchmal eine Dies und Das W0311 hlächter gut ist hlächteren Kuh! Unsere Rätselecke Schwarz. a b cde fgh 8 7 6 5 4 3 a Do bcdefg Weiß. DO Weiß setzt in zwei Zügen matt. h Silbenrätsel. a as bahn ca di e e ei gu ka li li li me ni ra rat rek sen te tor. Aus vorstehenden 21 Silben sind 5 Wörter von folgender Bedeutung zu bilden: 1. amerikanischer Freistaat; 2. biblischer Prophet; 3. Geistesarbeiter; 4. prächtige Blume; 5. Beamtentitel. Sind die richtigen Wörter gefunden, so bezeichnen sowohl die Anfangsbuchstaben wie auch die Endbuchstaben eine Blume. Arithmetische Aufgabe. In die Felder der Figur sind 15 aufeinanderfolgende Zahlen derart einzutragen, daß die Summe jeder aus drei Feldern bestehenden Reihe( senkrecht wie quer) stets 45 ist. Die Zahlen in der Etage. Ein Lakai öffnete uns die Tür zu einem luguriös dekorierten Salon. Hier empfing uns die Dame des Hauses in eleganter Toilette, und bald wurde die Konversation animiert, denn die Dame rivalisierte an Esprit mit den brillanten Bonmots meines Freundes." Nun dasselbe auf französisch! Le pförtner nous conduisit de au l'erdgeschoss schönstock. Un bedienter nous ouvrit la porte d'un saal uppignement schmucké. La frau de la maison nous y reçut dans un anzug zierlich, et bientôt Punterhaltung devint très lebhaft, la frau wetteiferant en geist avec les witzes glänzendes de mon ami. Heitere Ecke. Widerspruch. Junge Hausfrau: ,, Ach, beim Kochen habe ich meine liebe Not mit meinem Manne!"- ,, Ist er denn so ver= wöhnt?" „ Das nicht; aber er ist der eingefleischteste Vegetarier, den man sich überhaupt denken kann!" mittelsten wagerechten Reihe müssen von links nach rechts unmittelbar aufeinander folgen. Scharade. Das Erste steckte voll Süßigkeit, Da ward es dem Zweiten entnommen. Das Zweite schätzt ich zu jener Zeit, Da ich noch die Berge erklommen.. Das Ganze wird besonders verehrt, Wenn sichs im festlichem Glanz verzehrt. Nachdruck der Rätsel und Aufgaben verboten. Die Auflösungen erfolgen in der nächst. Nummer. Auflösungen der Rätsel und Aufgaben in voriger Nummer: Bilderrätsel: Friede ernährt. Scharade: Mittelalter. Silbenrätsel: Aequator, Asien, Cremona, Ladoga, Tugela, Anio, Ratibor. Quasimodogeniti. Verantwortlicher Redakteur: Paul Dschmann, Verlag und Druck des Christlichen Zeitschriftenvereins, Berlin SW. 68, Alte Jakobstr. 129. No. 15. arbeiten, Neurechalle Beilage zur Gießener Zeitung. Für Abonnenten der Gießener Zeitung kostenfreie Lieferung. Expedition: Seltersweg 83. Verlag Albin Klein. Geheime Dokumente. Novelle von Walter Kabel- Zoppot. ( 1. Fortsetzung.) ercy wollte am Nachmittag zu Warringtons hinausfahren und dafür lieber nach seiner Heimkehr in seiner Wohnung die Nacht durch= ohne sich schlafen zu legen, trotzdem es aufs strengste verboten war, irgendwelche Papiere, und sei es nur für Stunden, aus den Räumen des Ministeriums zu entfernen. Und diese letztere Vorschrift zu übertreten, wurde ihm am schwersten. Aber die Sehnsucht, Felicia Warrington wiederzusehen, und Der Wunsch, endlich Gewißheit über die Aussichten dieser bisher so still verborgenen Liebe zu erhalten, waren stärker als alle Bedenken. Nochmals durchblätterte er jetzt die Aufzeichnungen und. Skizzen und berechnete sich genau die im ungünstigsten alle notwendige Arbeitszeit, brachte auch sein etwas unruhig gewordenes Gewissen durch den Gedanken zum Schweigen, daß 1910. brauchte Maßregel wäre nur aufgefallen... Und außerdem wußte er auch nicht, welchen Grund er hierfür seinem alten Bedienten angeben sollte, wo Treue Kameraden. Nach einer photographischen Aufnahme. einmal niemand ahnen konnte, welch' gefährliche und wertvolle Urkunden bald in seinem Schreibtisch daheim verschlossen sein würden, und daß ferner sein großer, auf den Mann dressierter russi scher Windhund Rostan gegen zufällige Einbrecher der beste Schutz war. Gewiß er hätte ja seinen Diener bis zu seiner Rückkehr in seinem Zimmer wachen lassen können. Aber diese bisher nie gedoch nur die Wahrheit die Notwendigkeit einer verschärften Bewachung seiner Räume erklären konnte. Eine halbe Stunde später die Uhr von dem nächsten Kirchturm schlug gerade dreiverließ Percy Gifford den palastartigen Bau und jagte in einem Tarameterautomobil seiner Wohnung zu. In der Innentasche seines Rockes aber frug er unter dem fest zugeknöpften Paletot die geheimen Papiere über die Angriffslinien auf die deutschen Kriegshäfen mit sich. Der dem Hauptmann Gifford zugeteilte Bürodiener, ein Irländer namens James Morris, vertauschte nach dem Fortgange seines Herrn in fieberhafter Eile seine Dienstkleidung mit einem unscheinbaren Zivilanzug. Und wenige Minuten nachher befand er sich bereits auf dem Wege zu Lord Edward Cowper, der vor einiger Zeit ein vornehmes Junggesellenheim in einer der Nebenstraßen in der Nähe des Kriegsministeriums bezogen hatte. Edward Cowper, der letzte Sproß eines altadligen Geschlechts, gehörte zu jenen etwas fragwürdigen Eristenzen, wie sie nur das Londoner Klubleben mit seinen Spielzirkeln, in denen oft 23 pa so' savilu u бnaq sava йәтии ****°° C qun' ava uavjav f" - sve un a" нәр физизало из 9 7 G fabelhafte Summen umgesetzt werden, hervor zubringen und über Wasser zu halten vermag. Der junge Lord hatte es nach dem Tode seiner Eltern fertig bekommen, in kürzester Zeit mit dem ererbten Vermögen völlig reinen Tisch zu machen. Eine Nacht in den Sälen von Monte Carlo kostete ihm noch das letzte der Familiengüter. Dann stand er dem Nichts gegenüber, ohne irgend welche Kenntnisse, die es ihm ermöglicht hätten, auf an ständige Weise sich weiter durchzuschlagen. So wurde er das Naheliegendste für jeden ver wöhnten Lebemann gewerbsmäßiger Spieler und verschaffte sich hierdurch die Mittel zur Fortsetzung des luxuriösen Lebenswandels, den er kaum merklich einschränkte. Und, da er mit Vorsicht und Glück operierte, führte er anfangs ein ganz bequemes Dasein, das notwendigerweise jedoch dem bisher nur leichtsinnigen jungen Edelmann die letzten moralischen Grundsätze rauben mußte. Es kamen aber bald auch schlechtere Zeiten für ihn, und mit der immer leerer werdenden Kasse begannen die vielfachen Versuche, auf andere Art Geld zu verdienen, ohne gerade die wohlgepflegten Hände allzusehr zu rühren. Nach außen hin blieb er auch der stets vergnügte, wegen seiner gesellschaftlichen Talente noch immer geschätzte lustige, schöne Edward", wie seine Klubfreunde ihn schon vor Jahren getauft hatten, wenn auch sein unstäter, lauernder Blick und eine von Tag zu Tag sich steigernde Nervosität für einen schärferen Beobachter die immer tiefer werdenden Abgründe in seinem Charakter deutlich verrieten.- James Morris hatte nun schon mehrere Male vergeblich an der Flurtür zu Lord Cowpers Wohnung geläutet. Endlich hörte er einen leisen Schritt und sah auch hinter dem in die Tür ein gelassenen Fensterchen ein spähendes Auge erscheinen. Dann stand der Lord in elegantem, hellem Gehrockanzug, eine Rosenknospe im Knopf loch, vor ihm. Was gibts, Morris...? Und diese Unvorsichtigkeit wie können Sie nur!" sagte Cowper hastig mit gedämpfter Stimme, ohne den Besucher einzulassen. Ich habe auch wenig Zeit, muß sofort zu den Warringtons zum Gartenfest". Der Irländer flüsterte ihm jedoch schnell einige Worte zu, die ihre Wirkung nicht verfehlten. Dann saßen sie sich in Lord Edwards Wohnzimmer gegenüber. „ Ich weiß, es war von mir leichtsinnig, Euer Gnaden hier so am hellen Tage aufzusuchen", be= gann Morris entschuldigend. Aber die Sache hat Eile. Ich konnte damit nicht warten, bis wir ein Zusammentreffen an dem gewöhnlichen Orte draußen in der Vorstadt verabredet hatten. Ich bin natürlich sehr aufmerksam gewesen niemand hat mich gesehen, als ich das Haus betrat..." " Schon gut. Beeilen Sie sich nur! Um 1/25 geht mein Zug vom Waterloo- Bahnhof". Und Lord Edward legte dabei seine schwere, goldene Uhr vor sich auf den Tisch. " Wir werden bald einig sein, Euer Gnaden", meinte der Irländer, ohne sich aus seiner Ruhe bringen zu lassen." Hauptmann Gifford hat heute verschiedene Dokumente und Pläne mit sich genommen, die er vormittags von Oberst Gifford ausgehändigt erhielt. Ich habe, als ich ihm neue Tinte in das Schreibzeug füllte, genau hingesehen. Es waren Zeichnungen von Festungen mit darangeklebten langen Beschreibungen. Als er vor einer Viertelstunde etwa das Ministerium verließ, hatte er sich das Paket mit den Papieren unter den Rock geknöpft. Es zeichnete sich ganz deutlich ab. Ich paẞte auch gut auf, wie er mit seinem Arbeitsmaterial nach dem Archiv- Raum ging, um die Dokumente wie immer einzuschließen. Da fehlte eine ganze Menge von dem, was ich noch kurz vorher auf der Schreibtischplatte erblickt hatte. Für mich besteht kein Zweifel: augenblicklich befinden sich in Hauptmann Giffords Wohnung Urkunden, die in unseren Händen... zu Geld werden könnten. Euer Gnaden verstehen mich, nicht wahr...?“ Lord Cowper nickte zerstreut.„ Erzählen Sie mir nochmals ganz genau, was Sie heute alles beobachtet haben, ganz genau!" sagte er dann nachdenklich. Er witterte eine Beute, und Lady Warringtons Fest und Felicitas schöne Augen waren schnell vergessen. Morris berichtete alles, was er wußte, und knüpfte auch gleich seine Mutmaßungen an die einzelnen Vorfälle, sprach von dem dunkellilafarbenen Brief, von Hauptmann Giffords anfänglichem Arbeitseifer und plötzlichem Aufbruch. Und seine Kombinationen, die er Lord Cowper mit der ganzen Umständlichkeit und der ebenso großen Gerissenheit des Irländers entwickelte, fanden des verkommenen Spielers vollsten Beifall. ,, Stimmt," sagte dieser jetzt lebhaft,„ stimmt alles, was Sie sich da zurecht gelegt haben! Die Papiere hat er mitgenommen, um daheim seine Aufgabe zu Ende zu bringen, mit der er heute des Festes bei seiner Tante wegen nicht mehr fertig wird. Und daß die Dokumente für uns wertvoll sind, ist gleichfalls fraglos. Ich kenne einen Abnehmer, der mir für jedes Stückchen Papier aus dem Geheim- Archiv des englischen Kriegsministeriums mit Freuden große Summen bezahlt. Ja, Sie haben recht, Morris, wir müssen versuchen, die Urkunden in unsere Finger zu bekommen. Die Frage ist nur, wie mans anfangen soll...!" Der Irländer wiegte den Kopf bedenklich hin und her.„ Ja, das, wie', Euer Gnaden,- das wird uns schwer fallen...! Mit Gewalt ist da nichts zu machen. Der Hauptmann hat einen alten Diener, der die Wohnung kaum verläßt, und nachts wacht der große Windhund mit seinem ge= fährlichen Gebiß über seinen Herrn! Nur List kann zum Ziele führen... Ja- Euer Gnaden, nur... List..." Und dabei blinzelte Morris sein Gegenüber bedeutungsvoll an. ,, Halten Sie mich nicht länger wie nötig auf...!“ meinte Cowper ungeduldig, da er in des Irländers Mienen richtig gelesen hatte." Heraus mit der Sprache Sie haben bereits eine Idee..." " Ja, Euer Gnaden, die hab ich wirklich. Und sie ist nicht schlecht, scheint mir. Jedenfalls können wir es auf diese Weise mal versuchen. Eine Gefahr ist kaum dabei.. Lord Edward lauschte gespannt, was Morris ihm nun vortrug, erwog noch selbst alle Möglichkeiten, alle Schwierigkeiten, und mußte sich doch schließlich sagen, daß der Plan- und zwar einzig und allein dieser Plan, Erfolg versprach. Der Besuch des Bureaudieners aus dem Kriegsministerium hatte bei Lord Cowper genau zehn Minuten gedauert. Als sie dann auseinandergingen, sagte der letztere nochmals:"... Also, wir sind einig, Morris! Sie erhalten ein Drittel der Summe, die ich bei der Sache herausschlagen kann. Und nun- mag uns das Glück hold ſein...!" Percy Gifford erreichte den letzten Zug nach London noch mit knapper Not. Er war der einzige der Gäſte, der die Einladung der Familie Warrington, die Nacht in einem der zahlreichen Fremdenzimmer ihres Landsitzes zuzubringen, ausgeschlagen hatte, wobei er jedoch seiner Tante, Lady Helene, gegenüber einige aufklärende Andeutungen über eine noch zu erledigende Arbeit machte. ( Fortsetzung folgt.) Vorfrühling. Belb blüht schon der Cornelbaum, Gleißt wie Gold im Winde. Leise streift den Wintertraum Vom Geäst die Linde. Und die Birke schlank und rank Dehnt die weißen Glieder; Ach, der Amsel Liebessang Sprengt ihr faßt das Mieder! In den Hecken braun und grau Jubiliern die Finken, Aus dem lichten Wolkenblau Lerchenlieder sinken. Herz in dieser schönen Zeit Wünscht sich ein paar Schwingen, In die junge Herrlichkeit Jauchzend einzudringen. Wenn dich auch kein Flügel zieht Sonnenwärts hienieden: Herz, mein Herz, dir ward ein Lied Freudevoll beschieden! Die praktische Hausfrau. Joh. M. Lankau. อะ อะ อะ อ Von der Mode. ( ls neueste Form, die uns aus jedem Schaufenster der großen Modehäuser entgegentritt, ist die sogenannte Russenjacke Darunter und Russenbluse zu nennen. versteht man eine Bluse, die, mit Taillenschluß durch einen Gürtel zusammengefaßt, durch einen bald langen, bald kurzen Schoß ergänzt wird. Es ist ersichtlich, daß diese Mode nur für Damen mit sehr schlanken Hüften vorteilhaft ist, was natürlich nicht hindern wird, daß trotzdem sehr viele starkhüftige Damen sie tragen werden, denn bedauerlicherweise pflegen sich sehr viele mehr nach dem zu richten, was gerade die Mode vorschreibt, als nach dem, was ihnen persönlich kleidsam ist. Nur wenn die Russenbluse sehr lang, bis weit über die Hüften gehend, gearbeitet ist, eignet sie sich auch für stärkere Figuren, während die ganz kurze überaus kleidsam für ganz junge Mädchen ist. Unter den Jackenformen herrscht für Frühjahr und Sommer neben der Russenjacke die halbanschließende, schlichte Jacke mit angeschnittenem Schoße vor; sie ist meist mit breiten Rückenteilen, oft mit hinterer Mittelnaht gearbeitet und mit Vorliebe von mittlerer Länge; doch werden auch dreiviertellange und ganz lange Jacken getragen. Wenig geändert haben sich die Aermel, die für die Jacken als schlichte, nicht allzu enge Keulenärmel, meist mit aufgesteppten Manschetten, ge= arbeitet werden, für Blusen und Taillen ebenfalls anliegende, durch eine oder mehrere Puffen unterbrochene Form haben. Wider Erwarten sollen auch halblange und dreiviertellange Aermel im Sommer wieder getragen werden. Eine große Verbreitung sagt man dem Mantel voraus. Die großen franzö= sischen Konfektionsfirmen haben neuerdings gerade dem Mantel, dem fast Vergessenen, große Aufmerksamkeit geschenkt. Die meist sehr langen Mäntel sind mit breitem Revers und auch breitem, rückwärts oft eckigem Kragen gearbeitet und haben lose und halblose Formen. Auffällig ist die Vorliebe für Kapuchons, die bei leichten Stoffen faltig gehalten und oft garniert sind. Die Röcke werden noch immer mit Vorliebe bis zum Knie eng, dann in weiche Falten ausfallend gearbeitet. Der schon in diesem Winter so viel getragene Plisseefaltenrock mit Hüftpasse ist noch streng modern, auch der Miederrock behauptet noch das Feld, wenn auch fast öfter noch der Taillenschlußrock gearbeitet wird. Neue, moderne Frühjahrsjacke in Russenblusenform. Andere Röcke zeigen Miederteil, Hüftpasse und Vorderbahn in einem Stück geschnitten ( mit entsprechenden Abnähern), teils durch Besatz begrenzt oder durchgehends mit Soutache bestickt oder bekurbelt. Röcke sind fuß-, ja meist knöchelfrei. Alle Die Tunika wird für Kostümröcke wenig getragen, ist hingegen in leicht geraffter oder drapierter Form für Kleider fast vorherrschend. Noch oft werden Rock und Taille in eins gearbeitet, und auch die langtaillige Küraßform des vergangenen Winters be hauptet noch einen bescheidenen Platz, aber W.BLECKE.06 im allgemeinen tritt doch das aus Rock und Taille bestehende Kleid die Herrschaft an. Jedenfalls kann man sagen, daß bei der jetzigen Mode jede Dame etwas für sich besonders Passendes herausfinden kann. Die hauptsächlichste Modefarbe ist entschieden Schwarz- Weiß, und die Modehäuser bringen einen derartigen Reichtum von schwarz- weiß gestreiften und karierten Stoffen, auch von Kostümen in diesen Farben, und ganz besonders von Kinderkleidern, daß die Befürchtung nahe liegt, man werde bald dahin kommen, sie sich über" zu sehn. Sonst bringt die Mode in dieser Saison sehr lebhafte Farben, wie Kirschrot; Grün- changeant, Kaiserblau, man findet jedoch auch eine große Aus wahl weniger auffallender Farben. Ein schönes mattes Lila, ein feines dunkles Blau, Grün oder Braun sind immer geschmackvoll und auch modern. Für die elegante Damenwelt, die nicht ängstlich zu rechnen braucht, gibt es für diesen Frühling und Sommer nur einen Stoff: Seide. Viel Seiden für Straßenkleider! Nicht nur die allbeliebten Schantungseiden, sondern auch die weichen, fließenden Liberty- und Foulard- Seiden wird man nicht nur für Promenadenkleider, sondern auch für Jackenkostüme sehr viel verarbeitet finden. Zwischen Wolle und Seide stehen die halbseidenen Stoffe, die in erstaunlich großer Auswahl vorhanden sind. Neu ist ein glänzender Seiden- Zibeline, der rechts seidenglänzend und langhaarig ist, links aber etwa wie wollener Kaschmir aussteht. Dieses Material wird sowohl für Kleider wie für Jacken und Mäntel verwendet. Der Hauptschlager des Sommers aber Es gibt ihn scheint Crepon zu werden. in Seide, in Halbseide, Wolle und Baumwolle. Sehr modern sind auch Popeline und popeline- ähnliche Stoffe, Wollbatiste, Kaschmir und auch Cheviot. Wenn auch ungemusterte Stoffe bei weitem vorherrschen, so treten doch auch Streifen auf, die z. B. in Popeline- Geweben, Voilee und auch in der duftig zarten Marquise von vorzüg licher Wirkung sind. Bei einem sehr hübschen Popelinestoff ist die Farbenstellung des Streifens so gewählt, daß die an sich flache Musterung ganz erhaben wirkte. Für Reisekostüme und Sportgarderobe gibt es einen starkfädigen Cheviot mit kleinen Noppen, englische Stoffe mit farbigen Fadenkaros unt gleichfarbigen Noppen, sowie Rammgarngewebe, gestreift und matt kariert. Die diesjährigen Sommerhüte haben sehr verschiedenartige Form und Garnierung. Sie sind zum größten Teile sehr reich mit Blumen garniert, aber auch Spitzen und Federn werden viel getragen. Die große Toque- oder Topfform, die man im Winter schon so viel sah, wird auch im Sommer besonders viel getragen werden, nur wird sie jetzt mehr ins Gesicht gesetzt. Daneben behauptet der breitkrämpige, flache Schäferhut das Feld, der nicht nur sehr kleidsam ist, sondern das Gesicht auch wirklich vor den Sonnenstrahlen schützt. Hochmodern ist auch die Dreispitzform, die im Winter bereits getragen wurde, aber auch zum Sommer in kleiner sowie in großer E. D. Form viel gesehen werden wird. L 63 Se = aq риялә и рои ф Бошла -лоал gun นว กัน qn? “ แวลู เว ต Sva +3 ,, Kommen Sie und halten Sie das Ruder!" kommanSierte Halten Sie ordentlich fest!" Mast und Taue. ihm aufgetragen war, und Ole kappte ,, So," sagte er, während er m nahm, das wird die letzte Reise der auch wohl unsere letzte werden." Ruder Platz " Was das Boot betrifft," äußerte der Kaufmann, so sollen Sie sich, wenn wir lebend an Land kommen, nicht zu beklagen haben. Aber das tun wir nicht das tun und Luise!" wir nicht. Ach, Gott! Ach, Gott! Meine arme Frau " Ja," sagte Ole, und meine arme Mutter und Luise!" Da fuhr Groth zusammen. Plötzlich wurde es ihm klar, wie es mit Ole Kliim und seiner Tochter stand. " Ole," sagte er, liebt ihr euch?" Der Schiffer antwortete nicht, und Groth konnte sein Gesicht nicht mehr sehen. Dazu war es schon zu dunkel. Der Wind hatte sich gelegt, das Meer stand aber noch in voller Bewegung und das Boot schoß mit den schäumenden Wogen dahin. " Dies hier wird ein Ende mit Schrecken nehmen," sagte der Kaufmann, wir kommen sicher nicht lebend davon." Ole beugte sich über den Bootsrand und horchte. " Was ist das?" fragte der andere. Wenn mich nicht alles täuscht, so haben wir die „ Seehundsruh" unmittelbar vor uns. Vielleicht glückt es uns, dort aufzulaufen und uns nach der Sandbank hinaufzuretten." Ole Kliim steuerte der Brandung zu. Plötzlich gab es einen fürchterlichen Stoß und eine See stürzte über sie dahin und durchweichte die beiden Männer. Unter ihnen stieß und scharrte der Kiel des plötzlich fest. Boots über Sand und Steine dahin. Dann saß es Es war wirklich die Sandbank. Ole Kliim kannte sie ganz genau. Er war hier oft auf Jagd nach Wildgänsen und Seehunden gewesen. " Jetzt müssen Sie mir Schritt für Schritt folgen," sagte er, wir haben noch ein kleines Stück zu waten!" Sie knöpften beide ihre Röcke fest zu, sprangen aus dem Boot und wateten zur Sandbank hinauf. " Gott im Himmel sei gelobt!" sagte der Kaufmann, als er festen Boden unter sich fühlte. " Ja, so weit wären wir jetzt," sagte Ole," hier müssen wir die Nacht bleiben. Wir wollen nur hoffen, daß morgen ein Schiff kommt und uns aufnimmt." Ich bin bis auf die Haut durchnäßt," sagte der sind!" Kaufmann, aber- Gott sei Dank, daß wir gerettet Ole bückte sich und ging einige Male um die Bank herum.„ Soweit ich beurteilen kann," sagte er, so sind wir noch nicht ganz außer Gefahr. Das Wasser steigt, und bei Hochwasser pflegt die ganze Bank überschwemmt zu werden. Wir werden also mehrere Stunden im Wasser herumwaten müssen. Und dazu kommt noch, daß man bei der Finsternis nichts sehen kann.' Wohl eine halbe Stunde mochten die beiden Schiff brüchigen so auf der Sandbank umhergewandert sein. Der Wind hatte sich gelegt, das Wasser stieg aber unaufhörlich. Das Boot, das im Sande festsaß, wippte und rollte und war beinahe voll Wasser. Der Kaufmann zitterte vor Kälte. " Hören Sie", sagte Ole Kliim,„ dies hier halten Sie nicht mehr lange aus! Mein altes Boot wird aber nie wieder ein brauchbares Fahrzeug werden. Dagegen kann es uns, ehe es ganz aus dieser Welt scheidet, in anderer Weise einen guten Dienst tun." " Ja, ich glaube auch, daß ich hier vor Kälte zugrunde gehe," sagte Groth zähneklappernd. Nun, dann muß etwas geschehen," erklärte Ole be= stimmt. Damit watete er zu seinem Boot hinüber und schaffte alles, was sich darin an losem Holz, Tauwerk und brennbaren Stoffen befand, in den aus dem Wasser emvorragenden Bordersteven, um das ganze in Brand zu stecken. Im Laufe weniger Minuten war das alte Fischerfahrzeug ein einziges, großes, weithin leuchtendes Flammenzeichen. Kurz darauf stand Ole wieder an des andern Seite. ,, Aber, um Himmels willen, was bezwecken Sie nur damit?" fragte Groth voller Erstaunen über das gewaltige Suer, das die finstere Nacht erhellte. „ Ich beabsichtige mats weiter, als Hülfe herbeizurufen. Meine Mutter schläft diese Nacht sicher nicht, und vielleicht wird es einer andern ebenso ergehen. Jedenfalls wird der eine oder andere auf der Insel das Feuer sehen, und man wird uns Hülfe bringen.'" Am äußersten Ende des Dorfes, nach dem Meer hinaus, lag Ole Kliims Haus. Alle wußten, daß Ole in der Hafenstadt war, keiner sorgte sich aber seinerhalb. Nur seine alte Mutter war unruhig. Sie war den lieben langen Tag jeden Augenblick oben auf der Höhe gewesen und hatte auf das Meer hinausgeschaut. Und als es Nacht wurde, hatte sich ihre Angst derartig gesteigert, daß sie es im Hause nicht aushalten konnte. Immer wieder und wieder trieb es sie hinaus. Somit war sie die erste gewesen, die das seltsame Feuer draußen auf dem Meere gesehen hatte. Schnell hatte sie einige Nachbarn geweckt, und diese hatten ein Boot bemannt, das mit kräftigen Ruderschlägen dem Feuerschein zusteuerte. Nach und nach war das ganze Fischerdorf lebendig geworden. Der eine hatte den andern geweckt, und alle waren sie nach der Mole hinausgewandert, um sich das unerklärliche Feuer anzusehen und die Rückkehr des ausgegangenen Bootes abzuwarten. Was mochte es bringen? Inzwischen war wohl eine gute Stunde vergangen. Da erschollen draußen Ruderschläge, und kurz darauf tauchten die Umrisse des heimkehrenden Bootes auf. Als es an dem mit Menschen dicht besetzten Molenkopf vorbeiglitt, rief die kräftige Stimme des Hafenmeisters, der sah, daß sich in dem Fahrzeug außer den vier Ruderern noch zwei Personen befanden: Wen bringt ihr?" Sofort folgte auch die Antwort aus dem Boot: " Die Kliim und Kaufmann Groth!" Ole Kliim und Kaufmann Groth! Diese Namen gingen wie ein Lauffeuer von Mund zu Mund, und alles stürzte der Landungsstelle zu, wo schon zur Begrüßung zwei Frauen standen, denen die übrigen mit einer gewissen Ehrerbietung Platz machten. Es waren Oles Mutter und Luise Groth. Kaum hatte das Boot angelegt, als auch die beiden Geretteten heraussprangen und die erste herzliche, aber kurze Begrüßung stattfand. Denn sie froren beide in ihren nassen Kleidern zu sehr, um sich auf der Brücke länger als nötig aufzuhalten. Ole trennte sich von dem Kaufmann und seiner Geliebten mit dem Versprechen, daß er am nächsten Morgen zum Frühstück kommen wolle. Dies geschah auch. Und schon am selben Abend wußte das ganze Fischerdorf nicht nur, daß Vater Groth seinen Segen zu dem Bunde der Liebenden gegeben hatte, sondern daß Ole Kliim demnächst als Teilhaber in die alte Firma Peter Groth u. Sohn eintreten würde. D Goldene Worte. es Menschen größter Stolz muß der sein, irgendwo unentbehrlich zu werden. Guzkow. Das Leben gleicht einem Buche: Toren durchblättern es flüchtig, der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiß, daß er es nur einmal lesen kann. Jean Paul. Das ist die wahre Natur des Heims: es ist ein Ort des Friedens; die Zuflucht nicht nur vor aller Verletzung, sondern vor allem Schrecken, allem Zweifel, aller Spaltung. Ruskin. Ein paar sonnige Tage oder Wochen leuchten in der Erinnerung fort und werfen ihren Glanz auch auf den überstandenen Regen und Nebel. Friedrich von Bodenstedt. Auf Treue ruht des ganzen Lebens Bau. Raupach Єine glückliche Fahrt. Von Julius Rönne.( frei nach dem Dänischen.) s war an einem Frühlingstag mit frischer Luft und starker Brise. Drinnen am äußersten Bollwerk der kleinen Hafenstadt lag zwischen größeren und kleineren Fahrzeugen ein altes Halbdeckboot. Es stampfte und zerrte an seinen Tauen, die es festhielten, wiegte sich und stieß gegen das Bollwerk, daß es stöhnte und ächzte, während die Masttaue sich unter dem Druck des Stürmes bogen. Das Deck und die Schiffsseiten waren blank geputzt und gescheuert, hier und da verriet aber eine hängengebliebene Fischschuppe, welchem Zweck das Fahrzeug diente. Drinnen in der Kajüte unter dem Halbdeck war der Besitzer des Boots, Ole Kliim, damit beschäftigt, einige lose Gegenstände zu befestigen, die sonst bei dem ständigen Rollen des Boots hin- und hergeschleudert würden. Ole Kliim war klein und hager. Er hatte meerblaue Augen und dunkelblondes Haar. Sein nur aus einigen dünnen, ungleich langen Strähnen bestehender Bart war rötlich- braun. Seine Kleidung hatte, mit Ausnahme der hohen Schaftstiefeln, nichts ausgesprochen Seemännisches. Ole Kliim gehörte nicht zu denen, die viel sprechen. Auf dem Meer war er ein Wagehals sondergleichen. Das Wetter mochte sein, wie es wollte, immer ging er mit seinem Boot hinaus, und nie versäumte er den Tag, den er einmal zur Ausfahrt bestimmt hatte. Die Leute schüttelten oft den Kopf. Bisher war zwar alles gut gegangen. Eines Tages würde es aber anders kommen. Zu Hause auf der kleinen Insel, wenige Meilen von der Küste, fand seine Mutter keine Ruhe, wenn Ole im Sturm draußen auf hoher See war, und dasselbe war mit einer anderen auf der Insel der Fall, mit der Tochter des Kaufmanns Groth, der schönen Luise. Jetzt lag Ole Kliim also mit seinem Boot im Hafen. Er hatte seine Ladung verkauft, das Geld dafür bekommen und sein Fahrzeug von neuem mit einer ganzen Menge verschiedener Gegenstände beladen, die er nach Hause mitbringen sollte. Denn Ole Kliim war nicht nur Schiffer, sondern auch der Kommissionär und Vertrauensmann der Inselbewohner, die ihm oft die eigenartigsten Besorgungen übertrugen. Die eigent lichen Handelswaren wurden dagegen meistens mit einem Küstendampfer befördert, der wöchentlich mehrmals die Insel anlief. Der Sturm heulte und zerrte im Tauwerk. Ole Kliim richtete sich auf und blickte zum Molenkopf hinaus, wo der aus dem Meer kommende Sturm die eine weißschäumende Woge nach der andern an Land wälzte. Nein, heute war es draußen doch zu toll! In diesem Augenblick näherte sich ihm, eben aus der Stadt kommend, ein mit Mühe gegen den Wind ankämpfender Mann, der seinen Hut krampfhaft mit der einen Hand festhielt. Nach einer kurzen Begrüßung sagte er: Ich hörte, daß Sie hier sind. Gehen Sie heute noch aus?" " Vielleicht gegen Abend, wenn der Wind sich legt." Rönnen Sie nicht gleich fahren? Ich fürchte mich nicht vor dem Wetter." EHB " Ich bin früher oft bei solchem Sturm draußen gewesen. Indessen tue ich es nicht mehr, wenn es nicht durchaus notwendig ist." " Ich muß aber noch heute zurück. Ich kam gestern mit dem Dampfer und wollte morgen mit ihm nach Hause fahren. Aber nach den Abschlüssen, die ich hier gemacht habe, ist es für mich von der allergrößten Bedeutung, daß ich noch heute wieder nach Hause zurückkehre. Selbstredend zahle ich Ihnen eine Vergütung. Der Schiffer antwortete nicht, dachte sich aber das seine. Der Mann, der dort oben stand und ihn um einen Dienst bat, war Luisens Vater, der Kaufmann Groth. Die Leute sprachen davon, daß Ole und die Tochter des Kaufmanns sich einig seien, aber keiner konnte etwas Bestimmtes sagen. Ole wußte, daß Vater Groth gegen die Partie war, und deshalb hatte er nie mit ihm darüber gesprochen. " Aun," fragte der Kaufmann, segeln wir?" Ole blickte auf." Ja, in einer Viertelstunde." Der Kaufmann Groth holte schnell seine sieben Sachen, und gerade eine Viertelstunde später setzte Ole Kliim Segel und stach, zum größten Erstaunen der Leute am Hafen, in See. Es schien fast, als habe der Sturm nachgelassen. Kaum waren sie aber aus dem Schutz der nahen Landspitze heraus, als Ole Kliim sich sagte, daß er einen harten Kampf vor sich habe. Jedenfalls war hier die äußerste Vorsicht geboten. Deshalb machte er, während er hinten am Ruder saß, das Segel auch nicht fest, sondern behielt die Schote in der Hand, um sie, wenn der Druck des Windes zu stark wurde, jeden Augenblick loslassen zu können. In der Mitte des Boots, am Mast, saß der Kaufmann und hielt sich fest. Es war auch notwendig. Denn das kleine Fahrzeug wurde gewaltsam hin- und hergeschleudert und verschwand oft ganz zwischen den Wogen. Die kleine Insel, das Ziel ihrer Fahrt, lag einige Meilen südlich von der kleinen Hafenstadt, und da der Wind südlich war, konnte Dle Kliim nur mit Mühe vorwärts kreuzen. Die Wogen schlugen immer und immer wieder über das Boot weg, und wenn sie zu viel Wasser zurückließen, mußte der Kaufmann es mit der Kelle herausschöpfen. Vom Großsegel hatte Ole Kliim nur ein ganz kleines Stück stehen lassen. Der Sturm pfiff und rüttelte an Mast und Tauwerk, und es krachte im Boot. Aber noch hielt es. Reiner sprach ein Wort. Nur hin und wieder gab der Schiffer seinem Passagier einen kurzen Auftrag. So mochten sie schon mehrere Stunden draußen gewesen sein. Inzwischen fing es an, dunkel zu werden, und der Sturm schien etwas nachzulassen. Unter gewöhnlichen Umständen hätten zwei bis drei Stunden für die ganze Fahrt genügt, ja, Ole hatte den Weg schon in kürzerer Zeit zurückgelegt. Heute waren sie aber erst bis zur Hälfte gekommen und befanden sich jetzt in der Nähe einer kleinen Sandbank, die sich zwischen dem Hafenplatz und der Insel aus dem Meer erhebt, und die die Seeleute„ Seehundsruhe" nennen. Da brach der Mast unter der Wucht eines plötzlichen, starken Windstoßes und fiel mit Segel und Tauwerk über Bord, und das Boot drehte sich im selben Augenblick nach dem Wind. ( Fortsetzung auf Seite 6.) D Ausführung des Einschnittes an einem Tunnel der deutsch- ostafrikanischen Zentralbahn. D 4+ Bezug vorauszahlbar, 1,50 M. frei Donnerstags „ Humoristisch liegen möcher Seltersweg& nicht verlan Nr. 55. Amtlich Am Mont werden im Sta 1909 gefundene Verfteigerung am ungsfüde, Möbe Die Arm Gießen, Der in der jammlung jejige ßen für das Ende März 191 tätswertes Stadterwe des Gas- un liegen nach Bo -Zimmer 15 vom 9. März bracht, daß Ein Gießen, wird dies mit Frist bei uns Groß Vergebun Die Chaus Mittwoch hinter dem ne öffentlich vergeb gen während de Angebote a teftens bis zu Zuschlags Gieße mit entspreche Die Liefe Mittw öffentlich verge gen während festigung der Angebote auf ftens bis zur entsprechender Zuschlag Gieß Die deutsch- oftafrikanische Zentralbahn. Von den neuen Eisenbahnanlagen in Deutſch- Oſtafrika, die gegenwärtig im Bau begriffen sind, nimmt die sogenannte Zentralbahn, welche die Hauptstadt Dar- es- Salam unserer dortigen Kolonie und ihren Hafen mit dem Seengebiet im Innern verbindet und zu einer Hauptver kehrsader zwischen dem Herzen des Schutzgebietes und der Meeresküste werden soll, das größte Interesse in An spruch. Diese Bahn wird, ihrer Länge nach mit 700 Kilometern ( gleich der Entfernung Kiel- München) in. der Luftlinie gemessen und nach ihrem Anlagekapital einschließlich der Bauzinsen( 80,9 Millionen Mark), die größte deutsche Kolonialbahn werden, dem Wesen nach nicht mehr eine Stichbahn, sondern eine Ueberlandbahn von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Sie verbindet den besten Hafen der Kolonie mit ihrer wichtigsten Binnenstadt Tabora und durchdringt das ganze mittlere Gebiet von Osten nach Westen. Durch die Erschließung des reichen und entwickelungsfähigen Bezirkes von Unjamwest wird die Möglichkeit gewonnen, den starken Bedarf des Küstengebietes an Reis und Körnerfrüchten aus den eigenen Beständen des Landes zu decken und dadurch Hungersnöten vorzubeugen. Durch die Freimachung zahlreicher Arbeiter, die bisher für den Karawanenbetrieb verwendet werden mußten, wird dem gesteigerten Bedarfe der Plantagen an Arbeitskräften wirksam abgeholfen. Durch den Bahnbau werden ferner die Pflanzungen und Anlagen der Eingeborenen längs der Bahn ertragsfähig gemacht und dadurch die Ein- und Ausfuhr des Schutzgebietes gesteigert. Durch die Bahntransporte wird insbesondere der Anbau und die Verwertung der Baumwolle wesentlich erleichtert, und die Viehzucht, der Viehhandel im Inlande und die Viehausfuhr erheblich gefördert. Auch in politischer Beziehung hat die Zentralbahn eine Bedeutung, weil sie bei Konflikten mit den kolonialen Nachbarn ein wirksames Mittel zur Erhaltung des Schutzgebietes ist, die Verwaltung der Kolonie erleichtert und mit der Zeit eine Verminderung der Schutztruppe ermöglicht. Die Bahnlinie folgt im wesentlichen dem Zuge der großen Karawanenstraße Morogoro- Kilossa- MpapuaKilimatinde- Tabora. Die Geleisspitze der Bahn war Mitte November 1909 einige sechzig Kilometer über Kilossa hinaus vorgerückt, durchschnittlich betrug die Leistung einer Woche 8,4 Kilometer. Die Baufirma hofft, daß der Fortschritt im Geleisstrecken bis zum Beginn der Regenzeit monatlich mindestens 20 Kilometer betragen wird. Die schon früher vollendete Strecke Morogoro- Kilossa ist im Juni 1909 provisorisch in Betrieb gesetzt worden. Täglich verkehrt zunächst in jeder Richtung ein Personenzug, der Personen in 2. Klasse( Weiße) und 4. Klasse ( Farbige) sowie Gepäckfracht und Frachtgut befördert. Die Fahrt dauert von Morogoro nach Kilossa( 81 kilom.) fünf Stunden und zurück, zu Tal, 3 Stunden 50 Min., hält also eine sehr gemächliche Geschwindigkeit inne. Die Gesamtlänge der ostafrikanischen Zentralbahn wird Bei 700 Kilometer nach ihrer Fertigstellung betragen. Morogoro auf 500 Meter Höhe beginnend, erreicht sie in der Landschaft Dudoma auf 1190 Meter Meereshöhe den Ostrand des großen ostafrikanischen Grabens und fällt bis zu seiner Sohle auf 840 Meter herab. Die von dem neuen Schienenwege durchschnittenen Landschaften sind zum großen Teil gut bevölkert. 90 Kilometer hinter Morogoro erreicht die Bahn Kilossa, eine Kornkammer und ein aussichtsvolles Baumwolleland in der fruchtbaren Landschaft Usagara. Tabora, eine Stadt von 40 000 Einwohnern, ist Durchgangsstation für den wichtigen, nach Muansa gerichteten Ausfuhrhandel und hat durch den Verkehr mit dem Kongostaate lebhaften Aufschwung genommen. Da der Bahn als einer Ueberlandbahn, mit deren Verlängerung zum Tanganykasee nach Udjidje am Viktoriasee gerechnet werden muß, voraussichtlich große und schwere Frachten zufallen werden, so ist bei dem Oberbau auf die Einführung eines Raddruckes von 5 statt, wie bisher, 3-4 Tonnen Rücksicht genommen. Hierdurch läßt sich die Leistungsfähigkeit der Bahn und die Wirtschaftlichkeit des Betriebes wesentlich steigern. Mit Rücksicht auf die Schwierigkeit einer sorgfältigen Bahnunterhaltung im Schutzgebiete, wo gut ausgebildete Arbeitskräfte nur schwer zu haben sind, ist eine solche Herstellung des Oberbaues gewählt, die eine möglichst sichere Lage des Geleises auf die Dauer gewährleistet und dabei die weitestgehende Einschränkung der Unterhaltungsarbeiten zuläßt. Faßt man den aus dem Bau und aus dem Betriebe der ostafrikanischen Zentralbahn sich ergebenden Nutzen sür die Entwickelung und die Kolonisation des Schutz gebietes unter den verschiedensten Gesichtspunkten zusammen, so wird die Hauptbedeutung derselben auf wirtschaftlichem Gebiete zu suchen sein, und zwar ist es namentlich ein Zweig desselben, der durch dieforlys mittel verstärkte Anregung 21 Gals und Gewinnung der reichen natürlichen Schätze des Landes erfahren wird. Es ist dies die Plantagenkultur. Der erleichterte Warentransport wird dazu beitragen, die Produktion und den Absatz der Plantagen- Erzeugnisse zu heben, indem durch denselben die eingeborene Bevölkerung in viel höherem Maß als bisher zur Mitarbeit an dem dem Boden abzugewinnenden natürlichen Reichtum des Landes veranlaßt werden wird. v. Str. Vortrages kann demnach für die Bewertung durch den Preisrichter in Frage kommen. Wenn es nun auch dieser Seite hin über jeden Zweifel arften zu Hause ihre lerisch geleitete Vereine my heißt in diesem Falle: mit der Volkslieder stilaer der Anwendung der Vortragsmittel, Qorrid singen, die die Natur des Volksgesanges erheischt, so liegt doch sofort eine Gefahr nahe, wenn ein Preissingen vor der Tür steht, daß nämlich einer vollendeten Leistung wegen eine Menge Nuancen in das Volkslied hineingetragen Man weiß, daß werden, die ihm seine Eigenart rauben. es dann gilt, einen bis aufs kleinste ausgearbeiteten, tadellosen Gesang zu bieten, und man muß des Preises wegen auf die Schlichtheit der Volksgesänge verzichten. Daß wirklich auch nur ein einziger der Vereine, die in Frankfurt miteinander gekämpft haben, dort D Brückenbaustelle an der neuen deutsch- ostafrikanischen Zentralbahn. Volkslied und Wettgesang. te großen deutschen Männergesangvereine ſollten im edlen Wettkampf um den Preis des deutschen Kaisers ihre Kräfte messen, und das volkstümliche Lied sollte den Gewinn davon haben. So war's wenigstens die Absicht. Ob in der Tat einer der in Frankfurt beteiligten Vereine, künstlerisch genommen, für sich einen Nutzen davongetragen hat, der dem außergewöhnlichen Aufwande an Fleiß, Zeit und Geld einigermaßen entspricht, mag außer Betracht bleiben, fest steht aber, daß dem volkstümlichen Gesang dabei trotz aller guten Absichten mit den Wettstreiten weder bisher in irgendeiner Weise gedient worden ist, noch Sie haben innerlich überhaupt gedient werden kann. nun einmal gar nichts miteinander gemein, der schlichte, ohne alle Absicht auf Wirkung entstandene Volksgesang und der Wettkampf mit seiner Aufbietung aller Kräfte und mit seinem Herausstellen der eigenen Vorzüge. Beim Wettsingen muß notwendig alles auf die Wirkung hin angelegt werden, muß die Aufmerksamkeit in erster Linie auf das Virtuose, auf die Ueberwindung der musikalischen und rein gesangtechnischen Schwierigkeiten gerichtet sein. Dem Volksliede aber ist das alles fremd. Es kennt ja solche Hindernisse gar nicht, und ganz von selbst versteht sich, daß Sänger, wie etwa der Cölner Männergesangverein, die Berliner Lehrersänger oder irgendeine andere der großen Vereinigungen, die sich mit um die Kaiserkette bewarben, in jeder Hinsicht und ohne Tadel den schlichten Volksweisen gerecht zu werden vermögen. Einzig die Art des Fühlung mit dem Volksgesange gewonnen habe, ist im Ernste schwerlich anzunehmen. Weil sich sehr viele aus guten Gründen hüteten, das schüchterne Volkslied in die Reihe anspruchsvoller Chorkompositionen zu drängen, verzichten sie deswegen zu Hause noch lange nicht auf die Auch wäre es eine arge Pflege dieses Kunstzweiges. Täuschung, wenn man annehmen wollte, daß die großen, künstlerisch geleiteten Chorvereinigungen der Großstädte jemals in der alleinigen oder auch nur hauptsächlichen Beschäftigung mit dem Volksgesange Befriedigung zu finden vermöchten. Für die Entwicklung der Kunst würde das sogar bedouerlich sein und ganz denselben Rückschritt bedeuten, wie wenn es etwa einem unserer leistungsfähigen Orchester plötzlich einfallen würde, seine Aufgabe vorwiegend in der Wiedergabe von Volkstänzen zu erblicken. Nein, gerade die kleinen Vereine müssen zu der Emkenntnis gebracht werden, daß es unkünstlerisch und nutzlos zugleich ist, die Kräfte an Aufgaben zu verschwenden, deren Lösung ihnen verschlossen ist; sie sollten mit allem Nachdruck darauf hingewiesen werden, welche Fülle von Werten im Volksgesange verborgen liegen. Das kann aber nicht in Frankfurt geschehen, denn gerade die kleinen Vereine werden ja dort nicht zugelassen. Die Tagespresse und die öffentliche Kritik finden da ein Arbeitsfeld, das zu bebauen um so rühmlicher ist, als die Erkenntnisfrüchte bekanntlich nirgend so spärlich reifen, wie in kleinen Vereinen, denen mit wohlmeinender Absicht die Grenzen ihres künstlerischen Könnens gezeigt und abgesteckt werden. DBK Arthur Liebscher, Dresden. Ver Die Schl Digung länga XXIX Mitth öffentlich be gen währen Einsicht offe lich, sind st ichen Bahnh schlossen und einzureichen. Zuschlag Gieße Der Der Vori Baugewerbe wir angesichts 5 gefamte wirtsc Die im le nehmen: des Deutschen Vertretern der Verhandlungen das als Grun in Geltung tr leider zu einer ber v. s. sta tragsmuster- Ent sprochen, die herige Vertrags würje waren h Beschlüsse des tember 1908. durch diese vor Schlechterung de worden. Eben November führ und örtlichen