n Inge 080 .68 80 85 .35 5 5 5 58 Fauswchi idend, foilte Per stud Ersatzfeder 1. 4.. oder gegen ages. ahlwaren, , feijen, ermann. ngen cn, geben md bitten, gelei on 84. chluss urg bei Bufammen Buzbach Gießener Zeitung Gießener Neueste Nachrichten Bezugspreis 40 pfg. monatlich dvierteljährlich 1,20 m. frei Haus; durch die Post 1,50 Mk. Erscheint 3 Mal wöchentlich: und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Telephon: Gießen Nr. 362. Nr. 28. Bekanntmachung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen des Großherzoglichen Polizeiamtes Gießen und vieler anderer Behörden in Oberhessen. Expedition: Seltersweg 83. Gießen, den 8. Februar 1910 Gießener Tageblatt Anzeigenpreis: die 44 mm breite Petitzeile 15 Pfg., Reklame 50 Pfg. Außerhalb Oberhessen Amtliche Bekanntmachungen. Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung während der Fastnachtszeit betreffend. Nachdem in letzten Jahren wiederholt Ausschreitungen an den Fastnachtstagen vorgekommen sind, haben wir uns gleichwie im vorigen Jahre veranlaßt gesehen, den Polizeiaufsichtsdienst in den verkehrsreichsten Straßen der Stadt an den a st n achtstagen zu verstärken. Alle Verkleidungen, sowie das Anheften und Verteilen von bildlichen Darstellungen, Liedern, Zetteln und dergl., welche gegen die guten Sitten verstoßen, sind verboten. Ebenso ist das unbefugte Tragen von Militär- und Beamtenuniformen untersagt. Aus feuerpolizeilichen Gründen muß das Tragen von Laternen, die mit Spiritus, Petroleum oder ähnlichen leicht entzündbaren Flüssigkeiten gespeißt werden, bei Masken= bällen, Aufzügen oder ähnlichen Gelegenheiten verboten werden. In öffentlichen Versammlungen, wie insbesondere Ballsälen und Wirtschaften, ist in Anbetracht der Feuersgefahr das Werfen mit Papierschlangen, Papierschnitzeln oder sonstigen feuergefährlichen Gegenständen unzulässig. Außer dem müssen sämtliche Ein- und Ausgänge, sowie die Korridore im Innern der Räume freigehalten werden und dür fen nicht durch Tische, Stühle und Bänke oder dergleichen verstellt sein. Auf öffentlichen Straßen, Wegen und Pläßen sowie aus den Häusern darf nicht mit Orangen, Aepfeln oder sonstigen harten Gegenständen geworfen werden. Beim Werfen mit Papierschlangen ist darauf zu achten, daß die Leit ungsdrähte der elektr. Straßenbahn nicht da= mit behängt werden. Aus gesundheitspolizeilichen Gründen ist das Aufheben und Ansammeln von Konfetti oder Papierschlangen von der Straße, desgleichen das Werfen mit aufgehobenem Kon fetti oder Papierschlangen nicht zugelassen. Ebenso ist der Verkauf und Gebrauch von Pfaufedern und Federivedeln zu beanstanden. Sollten in letterer Richtung Beläftigungen des Publikums hervortreten, so ist die Beschlagnahme der Gegenstände zu gewärtigen. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden auf Grund der bestehenden gesetzlichen und verordnungsmäßigen Bestimmungen geahndet werden. Indem wir dies zur Kenntnis des Publikums bringen, richten wir an die Einwohnerschaft die Bitte, unsere Polizeiorgane in der Durchführung der getroffenen Maßnahmen nach Möglichkeit unterstüßen zu wollen. Gießen, den 5. Februar 1910. Großh. Polizeiamt Gießen. Reinhart. Bekanntmachung. Freitag, den 11. Februar 1910, nachmittags 2-4 Uhr, wird im Impflokal( Schulgebäude Neustadt 61) ein öffentlicher Impftermin abgehalten, in welchem diejenigen Angehörigen von Impfpflichtigen, welche Aufforderungen erhalten haben, ihre Kinder fostenlos der Impfung unterziehen lassen können. Freitag, den 18. Februar, von 3-4 Uhr, sind die am 11. Februar Geimpften zu der gesetzlichen Nachschau wieder vorzustellen. In beiden Terminen können ferner Kinder, welche wegen Krankheit bis zum Sommer von der Impfung zurückgestellt werden wollen, dem Impfarzte zur Untersuchung vorgezeigt oder diesbezügliche ärztliche Atteste abgegeben werden. Die am Großh. Kreisgesundheitsamte abgegebenen Impfscheine müssen dort wieder abgeholt werden. Gießen, den 5. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Die Gemälde- Ausstellung in Gießen. Die Kunstausstellungen der letzten Jahre zeigen eine stetige Fortentwickelung der Ideale der modernen Malerei und eine immer weitere Eroberung des kunstliebenden PubDeckelborn, litums für die jungen, frischen Bestrebungen der Modernen. hholderkopf Denn wenn man die Werke der klassischen Zeit inbezug = 2,79 fm, auf ihre Wahrheit mit etwas weniger anerzogenem Respeft und etwas mehr Kritik betrachtet, so erkennt man bald, wie viel Konvention und wie wenig der Natur Abrbstangen gelauschtes man da antrifft. Letzteres fast nur bei den aller6-7 m ersten Meistern und selbst bei dieſen noch lange nicht immer. rm: 314 Diese Werke sind fast alle in dem Atelier gemacht und da 4,2 Elche, e, 7 Madel dem Modell nachgebildet. Ganz anders die Modernen. Hier merkt man nichts von jener leeren Form, von jenem Gemachten, hier sind es die frischen Farben der Natur, mmreifer, welche uns auf den Bildern entgegentreten. Arnsburg Diese Motive sind es im großen und ganzen, die dem Besucher der Ausstellung des Gießener Kunstvereins sofort in die Augen fallen. Da sind es Namen wie Eberle, Douzette, Mohr und vor allem Thiele, auf die unser Blick zuerst fällt. Und wen würde der Name Eberle nicht sofort rung meine an die koloristische Realität Pilotys, des Hauptes der Mün schnell wir chener neueren Schule erinnern? Wer würde nicht bei den -Tropfen Werken Eberles an die wunderbaren Genrebilder des Mün chener Meisters denken? Aber es ist wohl nur das Ge biet der Genremalerei, auf dem Eberle an Piloty anlehnt, er Verfand llee 120 Bekanntmachung. Betrifft: Das gleichzeitige Dienen zweier Brüder im Militärdienst. Der§ 20 des Reichsmilitärgesetzes schreibt vor: „ Können zwei arbeitsfähige Ernährer hilflosser Familien, erwerbsunfähiger Eltern, Großeltern oder Ge= schwister nicht gleichzeitig entbehrt werden, so ist einer von ihnen zurückzustellen, bis der andere entlassen wird. Spätestens nach Ablauf des zweiten Militärpflichtjahres soll der einstweilen zurückgestellte eingestellt und gleichzeitig der zuerst Eingestellte entlassen werden. Diese Bestimmung findet entsprechende Anwendung, wenn ein zur Arbeit und Aufsicht unfähiger Grundbesizer, Pächter oder Gewerbetreibender zwei Söhne nicht gleichzeitig entbehren kann." Damit die Ersaßbehörde in der Lage ist, die Bestimmung bei der Musterung zu berücksichtigen, fordern wir die Beteiligten auf, bei dem Standesamt im Rathaus schon jetzt entsprechenden Antrag zu stellen. Gießen, den 7. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten und Feldbesitzer die ihren Grundbesit an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen einfriedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,25 Meter Höhe wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kennt und 0,50 Meter Breite zurückzuschneiden haben, nis gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Artifels 43 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1-10 Mark bestraft werden. Gießen, den 2. Februar 1910. Bürgermeisterei. Keller. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald ( Forſtwartei Gießen 2, Forstwärt Arft.) Montag, den 14. Februar 1910, vorm. 9½ Uhr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen in den Abteilungen Forst garten, Grube und Aue versteigert: 4 Rmtr. Eichennutztnüppel( 4 m lang) 322,5 " Buchenscheit, 18 " இக 81,7 Hainbuchenscheit, Eichenscheit, Kiefernfcheit, Buchenknüppel, Eichen Kiefern 11 " Buchenstock, Eichen" Fichten" 27,8 3 930 " 1 100 20 11 4530 Wellen Buchenreisig, Eichen Linden " 1 Fichten" " 1 " 1 Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße am Forsthaus Hochwart. Gießen, den 7. Februar 1910. Bürgermeisterei. J. V.: Keller. denn die später in seinem Wirken zutage getretene Vorliebe für Tiermalerei hat den Künstler im Laufe der Zeit ganz selbständige Bahnen einschlagen lassen, ja diese Vorliebe hat dem Maler einen ganz besonderen Ruf als Tiermaler eingetragen. Und in der letzteren Kunst dürfte wohl hauptsächlich die Bedeutung Eberles liegen, denn hier hat sich der Maler zu einer ganz eigenen Auffassung emporgerungen, hier zeigt sich das Talent des Künstlers, hier strebt er nach der Natur, welche in ihren frischen Farben vor uns lebendig wird. Gleich Eberle liebt auch Douzette die Natur, aber es ist hier mehr der landschaftliche Reiz, es ist hier namentlich die wunderbare Schönheit der Mondnacht, welche diesen Künstler in ihren Zauberbann gezogen hat. In den Schöpfungen Douzettes macht sich eine gewisse Anlehnung an Ruisdael bemerkbar, die aber nur besagen kann, daß der Künstler das Wollen und Wirken des Holländers verstanden, und daß er sich die Vorzüge des niederländischen Meisters vollkommen zu eigen gemacht hat. Und es sind auch wiederum die charakteristischen Merkmale des Landschaftsmalers Hildebrandt, die aus seinen Werken leuchten. In unübertrefflicher Weise weiß Douzette in seinen Landschaftsbildern gleich dem Berliner Meister den Abglanz des Tages oder Mondlichtes auf die schimmernde Oberfläche der Flüsse und Seen zu bannen. Ausgezeichnet versteht er es, diesen Widerschein mit den kristallenen Fluten glücklich zu verschmelzen. Und noch ein bedeutendes Genie- Mohr, einer der beliebtesten Maler Frankfurts a. M., ebenfalls 20 60 " " Extra- Beilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Druck und Verlag: Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). 21. Jahrg. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. ( Forstwartei Gießen 2, Forstwartei Arft.) Donnerstag, den 10. Februar 1910, vormittags 9½ Uhr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen in den Abteilungen Erlenbrunnen u. Eh a r- lottenwald versteigert: 30 Fichtenderbjiangen mit 2,12 Festm., 2 Rm. Eichennutzscheit, 10 Hainbuchennutzknüppel( 2 m lang), 205,5 76 Rm " " Buchenscheit, 19 " 1 Hainbuchenscheit, Eichenscheit, 49 " Erlenscheit, 88 43 11 " 55,26 " Buchenstock, 22 " Eichenstock, 27 Erlenstock, Fichtenstock, 10 Buchenfnüppel, Eichenknüppel, Erlenknüppel, 3050 Wellen Buchenreisig, 350 550 " 1 20 " Eichenreisig, " Erlenreisig, Fichtenreisig. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 8. Schneiſe. Gießen, den 3. Februar 1910. Bürgermeisterei. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Georg Dietz dahier, Schloßgasse 15, hat die Konzession als Dienstmann mit der Nr. 16 erhalten. Gießen, den 7. Februar 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Reinhart. Bekanntmachung. Durch Beschluß des Kreisausschusses vom 24. Juli 1909 wurde der Frau Sophie Dülfer dahier die Erlaubnis zur Ausübung des Gewerbes als Gesinde- Vermieterin erteilt. Deren Gebührentaris bringen wir nachstehend zur öffentlichen Kenntnis: a) Für Vermittelung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen 5 Mt.; nach auswärts 7 Mt.; b) Für Vermittelung einer Köchin mit über 40 Mark Lohn nach Gießen 8 Mt.; nach auswärts 10 Mt.; c) Für Vermittelung eines Servierfräuleins 10 Mt., wovon die Stellungsuchenden 1 Mart zu bezahlen haben. Gießen, den 5. Februar 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Reinhart. Bekanntmachung. Vom früheren Marr'schen Zimmerplatz kann Holz= erde abgegeben werden. Angebote mit Preisangabe pro Kubikmeter sind umgehend an unser Tiefbauamt zu richten. Gießen, den 28. Januar 1910. Bürgermeisterei. Mecum. Bekanntmachung. Die Stadt Gießen hat alte Pflastersteine zum Preise von 10 Mt. für den cbm. abzugeben. Liebhaber werden gebeten, sich an das Tiefbauamt zu wenden. ein Landschaftsmaler, der seine Motive mit Vorliebe in seiner engeren Heimat sucht. Auch Mohr strebt darnach, die sonnigen Farben der Natur in seine Landschaften zu legen. Wird doch in seinen Bildern vor unseren Augen das Grün des deutschen Waldes lebendig, begegnen wir doch da dem Silberband der Lahn und den farbenfrohen Auen der Rheingegenden. Alle diese Vorzüge haben Mohr einen Ruf erworben, der weit über Hessen und Hessen- Nassau hinausgeht. Und es ist auch wieder die naturgetreue Farbe der mittelalterlichen Burgen und Klöster, in denen auch ein zweiter Reiz liegt. Doch nun noch zu einem großen Geist unter den ausstellenden Künstlern- Thiele. Ein Genie, das darnach strebt, in den Gemälden die volle Natürlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Sein„ Bergwald im Winter" zeigt so richtig diese lebendige Wiedergabe, der winterlichen Natur, dieses blendende Weiß des Schnees, zu dem einen so voll endeten Gegensatz das Dunkel der Tannen im Vordergrund bildet, welches dabei doch nichts von seinem Eindruck einbüßt. Und dann das auf der Bergkette des Hintergrundes liegende Alpenglühen, das der Maler so glücklich mit dem auf der Höhe befindlichen Firn zu vereinigen wußte, das alles sind Reize, welche das Werk zu einem der anziehend| sten der Ausstellung machen und die nicht verfehlen werden, in weiteren Kreisen ein größeres Interesse für dieses Gemälde zu erwecken. ( Forts. folgt.) Bas Neueste vom Tag. Der Bundesrat hat dem Entwurf eines Stellenvermittlungsgeseßes zugestimmt. Berlin, 7. Febr. Die Abgg. Bassermann und Dr. Hieber haben eine Resolution zur zweiten Beratung des Etats des Reichsamts des Innern im Reichstage eingebracht, wonach die verbündeten Regierungen die Gründung und Unterhaltung einer Reichsanstalt für Luftschiffahrt und Flugtechnik in Friedrichshafen möglichst bald in die Wege leiten möchte. Berlin, 7. Febr. Der o. Professor der Gynä fologie und Geburtshilfe an der hiesigen Universität Dr. Robert Olshausen tritt mit Schluß des Sommersemesters von seinem Lehramt zurück. Velbert( Rheinland), 6. Febr. Ein wichtiger Beschluß ist von dem hiesigen Stadtrat gefäßt worden. Er geht dahin, daß es den Stadtverordne ten und Mitgliedern städtischer Kommissionen verboten sei, für die Stadt eine Arbeit oder Lieferung auszuführen, welcher Art sie auch sei. Allenialben lie man Luftschlangen los, wagrond gegen die Mittagsstunde verschiedene studentische Gruppen mastiert durch die Stadt zogen. Hierbei verdient Anerkennung, daß alle Veranstaltungen nicht ausarteten und wir möchten wünschen, daß auch an dem heutigen Abend die Polizeiverordnungen in gleicher Weise beachtet werden. *)(* Eisvereinshaus Entwürfe. Betanntlich waren für den Bau des Vereinshauses des Eisvereins drei Entwürfe eingegangen, die mit Preisen bedacht wurden. In den letzten Tagen hat sich der Verein nun noch für einen 4. Plan, eine Arbeit des hiesigen Architetten Seuling, entschieden, der mit den anderen Bewerbern nun in die engere Wahl kommt. *)(* Besißwechsel. Ein auswärtiges Konsortium hat im Verein mit hiesigen Kapitalisten die alten Gebäude zwischen Schloßgasse und Marktlaubenstraße ange= tauft. Die sämtlichen Gebäude werden niedergelegt und es soll nun endlich an diesem freien Plate dann der schon lang ersehnte Sa alba u errichtet werden. Ein auswärtiger Restaurateur will für das darinnen vorgesehene Restaurant 10 000 Mart Pacht zahlen. *)(* Der älteste attive Bureaubeamte soll Nürnberg, 6. Febr. Eine zahlreich besuchte der an der Kanzlei unserer Universität seit dem Jahre Versammlung des Landesausschusses der freisinnigen Partei Bayerns ſtimmte dem Zusammenschluß der links- 1847 tätige nunmehr 82jährige Sekretär Fr. Schäffer sein, der seine Laufbahn als Schreiber begann, und nach liberalen Gruppen zu. 60 Jahren bei Gelegenheit des Universitätsjubiläums zum Geheimen Kanzleirat ernannt wurde. Er verrichtet seinen Bureaudienst, am Pulte stehend, nach wie vor mit der größten Regelmäßigkeit, hat seit undentlichen Zeiten keine längeren Ferien gemacht und denkt nicht an Rücktritt. Breslau, 6. Febr. Bei der Oberschlesischen Eisenindustrie Aktiengesellschaft beschloß die Arbeiterschaft der Drahtzieherei, Mitte Februar die Arbeit ein zu stellen, sofern nicht die Ende 1909 versprochene Erhöhung der Akkordlöhne eintrete. Solingen, 6. Febr. Fünf sozialdemokratische Versammlungen protestierten heute gegen die Wahlrechtsvorlage als eine Verhöhnung des preußischen Volles. Königsberg i. Pr., 7. Febr. Der GeneralLandtag der Ostpreuß. Landschaft nahm die Vorlage betr. Errichtung einer eigenen Lebensversicherungsanstalt zwecks Entschuldung und wirtschaftlicher Erstarfung der ländlichen Bevölkerung an. Kristiania, 7. Fehr, son ist seit 10 Uhr vorm verfallen, die Lebenszeichen den. Björnstjerne Björn in dumpfe Agonie fast völlig entschwun Paris, 7. Febr. Der Ministerrat beschloß, von der Kammer einen Kredit von 20 Millionen zur Unterſtützung der durch das Hochwasser Geschädigten zu verlangen. Paris, 7. Febr. Die heute im Ministerrat angenommene Marine Vorlage sieht für die Schlachtflotte 28 Panzerschiffe, zehn Aufklärungsschiffe und 52 Hochseetorpedoboote vor, während für die Küstenverteidigung 94 Unterwasserboote und für auslän dische Stationen zehn Schiffe bestimmt sind. New Yorf, 7. Febr. Präsident Taft hat heute eine Proklamation erlassen, die Deutschland den Minimaltarif zugesteht. Sie umfaßt nicht die deutschen Schußgebiete, da das Staatsdepartement nicht genügend Zeit gehabt hat, um zu prüfen, ob die amerikanischen Einfuhrprodukte von den Schutzgebieten unterschiedlich gehandhabt werden. Lokales. Gießen, den 8. Februar 1910. ** Der Großherzog hat am 5. Februar den außerordentlichen Professor Oberlehrer Dr. August Messer in Gießen mit Wirkung vom 2. Mai an zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landesuniversität ernannt. ** Das Ministerium des Innern hat den Bureauvorsteher bei dem Kreisamt Schotten Johannes Ha ch beauftragt, vom 1. März d. Js. an bis auf weiteres die Stelle eines Bureauvorstehers bei dem Kreisamt Alsfeld zu versehen. Aus dem Parteile ben. Der freisinnige Verein hatte vorgestern nach Steins Saalbau eine Versammlung einberufen, welche von Justizrat Me 3 eröffnet wurde. Als erster Redner sprach Prof. Na de Marburg über„ Liberalismus und Staatsbürgertum". Sein Vortrag erntete den ungeteilten Beifall der sehr zahlreich erschienenen Zuhörer. Der zweite Vortrag wurde von dem Landtagsabgeordneten Reh über„ Die hessische Wahlrechtsvorlage" gehalten. Auch den Ausführungen dieses Redners stimmte die Versammlung wiederholt laut zu. ** Landtagswahl. An Stelle des nat.- lib. Abgeordneten Pitthan- Wöllstein, der sein Mandat niederlegte, wurde am 5. Februar im 3. rheinhessischen Wahlkreise( Wöllstein- Alzey) der freisinnige Bürgermeister& i= ba ch- Pfaffen- Schwabenheim gewählt. *)(* Karneval. In unserer Stadt entwickelte sich am heutigen Tage ein fröhliches karnevalistisches Treiben. 27) Der Fall Welshofen. Kriminalroman von M. Kossak. ( Nachdruck verboten.) Als die junge Frau am Nachmittag dieses Tages in die Wilson- Scool ging, erfundigte sie sich im Bureau bei der Gattin des Inspefiors, ob Signor Lanzani während der letzten Tage vor seinem Verschwinden einmal in der Schule gefehlt habe. Die Französin sah sie erstaunt an.„ Warum fragen Sie, gnädige Frau?" meinte sie. ,, Ach, ich dachte nur so, weil er doch wie von der Erde weggejegt ist, man könnte vielleicht einen Anhaltspunkt dafür finden." d Jene schüttelte verständnislos den Kopf. Es schien ihr nicht ersichtlich, inwiefern ein etwaiges Ausbleiben Lanzanis aus der Schule Aufschluß über sein rätselhaftes Verschwinden geben könnte. Da sie aber der bekannten Malerin gern gefällig sein wollte, so erwiderte sie:„ Signor Lanzani ist ausnahmslos pünktlich zu den Stunden erschie nen, hat auch während seines Hierseins niemals Urlaub genommen." „ Ist das ganz sicher?" forschte Paula. „ Aber gewiß, gnädige Frau, die Belege dafür befinden sich in meinen Büchern, in denen jedes Fehlen eines Lehrers verzeichnet steht." Paula erfundigte sich nun noch genau nach Lanzanis Stundenplan der mit dem übereinstimmte, welchen er ihr gezeigt hatte. So, nun hatte sie den Beweis, daß Lanzani- Olfers un möglich das Morphium in der Apotheke gekauft haben konnte. Sie hatte den besten Alibibeweis für ihn in Händen, den man sich nur wünschen konnte. In der darauf folgenden Unterrichtsstunde machte Signor Bondini, ihr neuer Lehrer die Beobachtung, daß Frau Hardegg diesmal eine ungewöhnlich zerstreute Schülerin war. Auf alle seine Fragen gab sie verkehrte Antworten und ließ sich Fehler zu Schulden kommen, die man nach ihren Kennt*)(* Stadttheater. Da am letzten Sonntag Presbers und Kadelburgs neuer Schwant„ Der dunkle Punkt" so außerordentlich gefallen hat, so sei auch an dieser Stelle auf die heutige Wiederholung hingewiesen. Für Sudermanns Schauspiel Strandtinder", dessen Erstaufführung sich etwas verzögert hat, da die Anfertigung der eigenartigen Dekorationen längere Zeit in Anspruch nahm, sind die Proben jetzt im Gange. Schon jetzt sei auf ein Gastspiel aufmerksam gemacht, das ein theatralisches Ereignis für Gießen werden dürfte: Frau Frene Triesch gastiert hier am 12. März in Briense's" Roter Robe". tt Stadttheater. Es sei auch an dieser Stelle an die morgen nachmittag 3½ Uhr stattfindende Kindervorstellung erinnert, die die ießte der Spielzeit iſt bei und das hübsch ausgestattete Märchen„ Aschenbrödel" Volkspreisen bringt. *)(* Kolosseum. Der rühmlichst bekannte Humorist Reutter, welcher erst am 5.- 7. März ein Gastſpiel hier geben wollte, ist bereits gestern Abend hier eingetroffen und wird heute Abend im Kolosseum auftreten. Man wird von ihm wieder die neuesten Schlager hären; in seinem Humor ist er ja unverwüstlich. Ein volles Haus ist sicher, man tut gut, Eintrittskarten im Voraus zu lösen. *)(* Ein Elfer Klub hat sich hier gebildet, der Statuten aufgestellt hat, daß daß allemal nur 11 neue Mitglieder aufgenommen werden können. Die Mitglieder tragen als sichtbares Zeichen die Zahl 11 an der Uhrkette; sie müssen in 11 verschiedenen Straßen der Stadt wohnen und hatten ihre Sizungen am 11 Tage jeden Monats in dem Restaurant ab, das bei der Auslosung die Zahl 11 erhält. Der Wirt, bei oem die Tagung stattfindet, erfährt nichts, daß er den Elfer- Klub zur Sihung hat. Der Klub wird im Geheimen die Stadtverordnetenwah= len vorbereiten und seine Mitglieder, die alle gute Redner sein müssen, auf die verschiedenen maßgebenden Vereine verteilen. aus= *)(* Pferderennen. Am 6. April findet auf der Rennbahn an der Hardt anläßlich des Jubiläums pferdemarites ein Rennen statt, das folgende Programmpuntte aufweist: 1. Preisreiten, 2. Springtonurrenz, 3. Jag dreiten mit Auslauf über geflaggtes Gelände. Für jedes Rennen werden je 3 Ehrenpreise nebst verschiedenen Erinnerungspreisen gestiftet. Der jedesmalige Einsatz beträgt 2 Mart. Die obengenannten Veranstaltungen sind für Offiziere und die Mitglieder des Gießener und Wetterauer Reitervereins nebst ihren Damen bestimmt. Daran schließen sich land w. Rennen und zwar 1. Trabreiten auf eine Strecke von 1600 Mtr. 2. Galopp reiten auf eine Entfernung von 1000 bis 1200 Mtr. Für jedes dieser Rennen, welche ohne Einsatz stattfinden, sind als Ehrenpreise 30, 40 und 60 Mt. und verschiedene Erinnerungsgaben vorgesehen. *)(* Fußball. Auf dem Trieb trafen sich vorgestern Gießen 1900 3 und Gießen V. f. B. 3 zum fälligen Verbandsspiel. Wegen schlechter Beschaffenheit des PlaBes kam es nur zu einem Gesellschaftsspiel, das 3: 3 endete. Das geplante Spiel Gelnhausen gegen den Gießener Ballspielklub kam aus demselben Grunde nicht zum Austrag. *)(* Urkundenfälschung. Der Sohn eines hiesigen Institutsdieners versuchte am Samstag seinen Lohnbetrag von 7 Mt., den eine der hiesigen Banten auszuzahlen pflegte, dadurch zu erhöhen, daß er diese 7 Mt. in nissen in der italienischen Sprache wahrhaftig nicht von ihr erwartet haben würde. Gleich nachdem Paula Hardegg die Wilson- Scool verlassen hatte, begab sie sich nach dem Bureau des Untersuch ungsrichters, ließ sich bei ihm melden und teilte ihm mit, daß Felix Olfers das Morphiumpulver in der Barenapothete nicht getauft haben könnte, da er sich am 25. Ottober zu der betreffenden Stunde an einem anderen Ort befunden habe, wofür sie den Beweis erbringen könne. Heilmann hörte ihr mit überlegenem Lächeln zu und fragte dann:„ Wo soll er sich denn zu jener Stunde befunden haben?"" " In der Wilson- Scool, wo er unter dem Namen Lanzani als Lehrer für die italienische Sprache engagiert war." Heilmann starrte die Dame an, als ob er sie nicht für zurechnungsfähig hielt.„ In der Wilson- Scool? Das iſt allerdings eine überraschende Mitteilung, gnädige Frau eine so phantastische, daß gnädige Frau verzeihen, wenn ich derselben nicht das von Ihnen vermutlich erwartete Gewicht beilege. Verzeihung, wenn ich bemerke, daß uns fortwähr end aus den Kreisen des Publikums die seltsamsten Ent= hüllungen" dies Wort wurde mit unbeschreiblichem Hohn gesprochen zugetragen werden. Wollten wir sie sämtlich in Rechnung ziehen, so würden wir den Lauf der Prozesse in unerhörter Weise verschleppen und dem Staat eine Unmasse unnötiger Kosten verursachen. Gnädige Frau werden mich also entschuldigen." „ Mächten Sie die Güte haben, mir eine Photographie des angeklagten Offers zu zeigen?" unterbrach die junge Frau den Richter. Dieser zog, ohne ein Wort zu sprechen, eine Schublade auf und entnahm ihr ein Bild, das er mit seinem immer überlegenen Lächeln Paula hinreichte. " Jawohl, das ist Lanzani", sagte Paula, nachdem sie einen Blick auf das Bild geworfen, mit Bestimmtheit.„ Es fann gar kein Zweifel darüber bestehen und ich bin bereit, meine Aussagen zu beschwören. Wenn Sie diese Photo graphie den Angestellten der Wilson- Scool zeigen, sowie den zahlreichen Schülern Lanzanis, so werden sie dieselbe sämtlich wieder erkennen." 700 Mark verwanteite. Dieser Bern wäre ihm cuch geglück, wenn er nicht den Fehler begangen hätte, bei der wörtlichen Wiedergabe des Betrages die Tausend mit D. zu schreiben. Dies fiel dem Bankpersonal auf, das nun die Verhaftung des Urkundenfälschers veranlaßte. *)(* Bran d. Ein Bauer aus der Umgegend war vergangene Woche mit einem mit Heu beladenen Wagen nach Gießen gekommen. In einer Wirtschaft hatte er unterkunft gefunden, aber den Wagen auf der Straße stehen gelassen. In der Nacht schlugen nun plötzlich die Flammen aus dem Heu empor, welche an den dürren Gräsern reiche Nahrung fanden und schließlich den Wagen vernichteten. Es liegt wahrscheinlich Brandstiftung vor. gen font.com wie im vergang die Klafter glei peeniger als 19 Suchentnippelh werden der mi Fällungen ang wärtsbewegung * Main haben befchloffer faltniffen eine bro Biter nicht Produzenten, if fallen zu laffen. frieg" ausbreche So viel als mög * Darm Suguft Buß a pagnie des Inf pagnie des Inf tag 2 Tage sp und mancherlei fidh wieder ein * Darm Gläffing teilte mit, daß er es Gotadtverordnete Belebung des din Bürger *)(* Unfall. Vergangene Woche ereignete sich auf der Rodelbahn an dem Leihgesterner Weg ein Unfall, bei dem durch das Umschlagen des Schlittens ein Sportslusti ger einen Oberschenkelbruch erlitt. Der Verunglückte wurde nach der chirurgischen Klinik geschafft. * Gießen, 1. Febr. Der hiesige Sanitätsverein hielt gestern Abend im Restaurant„ Stadt Kassel" seine diesjährige Generalversammlung ab, welche zeigte, daß der Verein bestrebt ist, seinen Mitgliedern in Rat und Tat beizustehen, ist es doch seine vornehmste Aufgabe in allen Krankheitsfällen unentgeltliche ärztliche Behandlung zu gewähren. Di! ser Umstand erklärt auch die große Mitgliederzahl, welche der Verein hier bereits zählt, ein Beweis dafür, daß man auch in den weitesten Kreisen diese Bestrebungen zu würdigen weiß. Die Generalversammlung wurde um 9 Uhr durch den seitherigen 1. Vorsitzenden Herrn Bräutigam eröffnet, der zuerst des verstorbenen Kassierers Bock in an= erkennenden Worten gedachte, dessen Andenken die Ver= sammlung durch Erheben von den Pläßen ehrte. Nach dem darauf erstatteten Geschäftsbericht betrug die Mitgliederzahl im Jahre 1908 563 Mitglieder und 50 Söhne und Töchter, während sie an dem 31. Dezember 1909 auf 582 Mitglieder und 52 Söhne und Töchter angewachsen war. Der von dem stellvertretenden Rechner Stimmer vorgetragene Kassenbericht für das Rechnungsjahr 1909 ergab eine Einnahme von 7434,20 Mt., eine Aus31. gabe von 7046,25 Mr., jo daß der Kassenbestand am Dezember 1909 die Höhe von 387,95 Mr. erreichte. Da sich nun aber das Vermögen auf der Sparkasse einschließlich Zinsen auf 1272,48 Mr. beläuft, so besteht unter Hinzu rechnung des Kassenbestandes von 387,95 Mt. am 1. Jan. 1910 ein Gesamtvermögen von 1660,43 Mt. Die nun folgende Vorstandswahl brachte die nun schon zum 26. Mal stattfindende Wiederwahl des Herrn Bräutigam zum ersten Vorsitzenden, während der bisherige zweite Vorsißende Herr Stimmer, der gegenwärtig für den verstorbenen Kassierer Bock die Geschäfte des Rechners führt, zum Rechner ge= wählt wurde. Die dadurch notwendig gewordene Wahl eines 2. Vorsitzenden fiel auf Herrn Bonarius. Nach der Wiederwahl der Herren Loos und Baum als Beisitzer wurde für den bisherigen 3. Beisißer Herrn Bonarius Herr Werner gewählt. Als Rechnungsprüfer wurden die Herren Sturm, Lüter und Schädlich und als Ersaßmänner die Herren Schütz und Hergenröther bestimmt. Dem Vereinsrechner wurde noch Entlastung erteilt und dann die Versamm lung durch den Vorsitzenden gegen 11½ Uhr geschlossen. * Gießen, 2. Febr. Vor kurzem faßden hier auf Veranlassung des Kreisamtes Verhandlungen zwischen der politischen und evangelischen Kirchengemeinde statt, welche hinsichtlich des Eigentumsrechtes am alten Stadtturm und der alten Friedhofska pelle einen Vergleich bezweckten. Derselbe ist glücklicherweise bis auf einige Differenzen zustande gekommen. Hus Hessen und Nachbargebiet. *)(* Wieseck und Klein Linden hat sich in einer gemeinsamen Sibung nun doch entschlossen, den weiteren Ausbau der Gießener Straßenbahn zu übernehmen, damit ihre Einwohner recht bald dieselbe benutzen können. Allem Vernehmen nach werden die Ver= handlungen dieser beiden Gemeinden heute Nachmittag auf der Bürgermeisterei auch mit der hiesigen Stadt zu einem beiderseits befriedigenden Resultat führen. Für Wieseck und Klein- Linden soll auch der 5- Pfennig- Tarif eingeführt werden, damit recht viele Arbeiter zu fahren sich geneigt zeigen. * Friedberg. Mit dem Bahnhofsumbau bezw. Neubau scheint es jetzt endlich ernst zu werden, da das Gelände vollständig angekauft worden ist. Der Graf von Assenheim erhielt als zweite Rate 184 000 Mart. Im ganzen Lostet jetzt das Gelände 310 000 Mt. Der neue Bahnhof kommt etwa 600 Meter weiter südwärts gegenüber der Zuckerfabrik. Vom Vogelsberg und Taunus. Auf den diesjährigen bis jetzt abgehaltenen Holzversteiger= Heilmann war nun doch bedenklich geworden. Er versuchte immer noch, sich einzureden, daß das, was er hörte, das leere Geschwätz einer phantastischen, überspannten Frau sei, aber Paula machte so gar keinen überspannten Eindruck, sondern sprach ganz ruhig und sachlich. Ein Bild täuscht oft, meinte er zögernd, vielleicht ist auch eine leichte Aehnlichkeit vorhanden. „ Das wird sich ja herausstellen", fiel sie ein.„ Denn selbstverständlich müssen Sie jetzt doch zuerst die Photographie verschiedenen Menschen vorlegen, die Lanzani kennen. Hinterher werden dieselben mit Lanzani konfrontiert und so wird die Sache in einfacher Weise zum Austrag gebracht." Der Untersuchungsrichter war wütend auf die Frau, die so kurzerhand seine Pläne und Hoffnungen durchkreuzte. So stolz war er darauf gewesen, einen, wie er sich einzu bilden bemühte, untrüglichen Beweis für Olfers Schuld beigebracht zu haben und nun kam diese Frau und behaup tete, daß er sich geirrt und daß Clfers unmöglich das Gift gekauft haben konnte, ja mehr als das, sie verschaffte dem Menschen, der sie doch gar nichts anging, ein Alibi!„ Was hat sie sich in diese Geschichte einzumischen?" dachte er erbost. Heilmann war im Grunde tein böser Mensch, er tat mit Absicht teiner Fliege etwas zu leide, aber er war einerseits dumm und andererseits maßlos eitel und streberhaft und wenn er glaubte, etwas für sein Vorwärtskommen tun zu können, so vergaß er jede andere Erwägung. In seinen Augen war Olfers schuldig, weil er wünschte, daß er's wäre und er bildete sich gar noch groß etwas darauf ein, zur Ueberführung eines so gefährlichen Verbrechers etwas beigetragen zu haben. " Die Photographie wird doch heute noch in der Wilson- Scool herumgezeigt werden?" fragte Paula drängend. „ Gewiß, meine Gnädigste, gewiß," stammelte er,„ und wenn Sie wirklich keiner Täuschung sich hingeben, was ich freilich nicht glaube und was-" Die junge Frau ließ ihn nicht ausreden.„ Sehr schön Herr Doktor", sagte sie furz, so fann ich mich ja empfehlen. Ich weiß, die Sache liegt nicht in den besten Händen." Sie neigte mit stolzer Anmut das Haupt und verließ das Bu ( Fortsetzung folgt.) reau. geben. In die Darlegung der en, Beziehunge meindebehörden der gesamten * Lim Ingenieur& 1.881 bis 189 Bimburg- Weilb den. 21 Auf Pri Blizenrod, w Ben Beleidigu gellagte wurd agt zu haben eier mit nach Spitzbube den Medizin. und Chem egründet 188 Klein- und Gr Fürsor ( Me Sprech Minentgeltlich Ausgabe br und ihre Kalk Telefo la. Ou + werden in gebeten. Jd tung des bon meinen und für da babe, befrei Geheimmit Waldtal, P Wei Dr. Schäffer& Co., Berlin 44, Friedrichstr. 243.\ ei der D. n die wat Bagen Un tehen men reiche eten. auf bei lufti ourde 13. affel" welche in Auj iche UmVer auch digen durch etanBerdem Mit Söhne auf chsen mer jahr lus= 31. a fich eBlich nzu Jan. fol Mal rsten Herr ſierer ge=> Wahl der urde Wererren Her Brech mm 1. er auf En der welche Stadt Verinige sich in weizu De be Ver= ng auf einem ugen tonnen jär Brennholz nicht annähernd die Preise pie im vergangenen Jahr erzielt werden. So wurde für die Selafter gleich 4 Raummeter Buchenscheitholz etwa 8 M. peniger als 1909 gelöst. Ebenso im Preise gefallen ist das Buchentnüppelholz. Als Grund der niedrigen Holzpreise werden der milde Winter, besonders aber die größeren Fällungen angegeben. Man rechnet mit einer weiteren Abwartsbewegung der Preise. Die bieſigen * Mainz, 4. Februar. Die hiesigen Milchhändler haben beschlossen, daß bei den jebigen wirtschaftlichen Verhältnissen eine Erhöhung des Milchpreises von 2 Pfennig pro Liter nicht am Plaze sei. Sie ersuchen deshalb die Produzenten, ihre Forderung auf Erhöhung des Preises fallen zu lassen. Sollte dies nicht geschehen und ein, Milchtrieg" ausbrechen, so werden die Konsumenten aufgefordert, so viel als möglich den Milchverbrauch einzuschränten. und werzei bau 1, da Graf .Im neue gegen uf den ger= ver hörte, Frau idrud, täuscht Aehn Denn ogra* Darmstadt, 5. Febr. Der Einjährig Freiwillige Auguft Buß aus Leihgestern von der ersten Kompagnie des Inf.- Regts. Nr. 115 ist seit gestern Nachmitpagnie des Inf.- Regts. Nr. 115 war seit gestern Nachmit tag 2 Tage spurlos verschwunden. Er soll sehr flott gelebt und mancherlei Verpflichtungen haben. Inzwischen hat er sich wieder eingefunden. * Darmstadt, 5. Februar. Oberbürgermeister Dr. Glässing teilte in der letzten Stadtverordnetenversammlung mit, daß er es für nötig halte, zur Information der Herren Stadtverordneten, zur Auftlärung der Oeffentlichkeit und zur Belebung des Interesses für tommunale Angelegenheiten ein Bürgerbuch der Stadt Darm sta d't herauszugeben. In diesem Buch soll in übersichtlicher Weise eine Darlegung der Grundlagen der Gemeinde( Verfassung, Grenzen, Beziehungen zum Staat und zu der Provinz), der Gemeindebehörden, der Rechtsverhältnisse der Angestellten und der gesamten einzelnen Verwaltungszweige gegeben werden. * Limburg. In der Klinik zu Gießen verschied Ingenieur Gustav Münch. Derselbe hatte vom Jahre 1881 bis 1893 den vierten nassauischen Wahlkreis( DiezLimburg- Weilburg) vertreten. Aus dem Gerichtssaal. Gießen, 5. Februar 1910. aus Auf Privatklage des Kutschers Konrad Hamel Blitzenrod, wurde die Frau Elisabethe Reining dorten wegen Beleidigung zu 20 Mart Geldstrafe verurteilt. Die Angeklagte wurde für schuldig befunden, dem Kläger nachge= jagt zu haben, er habe seinem Dienstherrn gehörige Enteneier mit nach Hause genommen; auch habe der nämliche Spitzbube den Teich abgelassen und die Fische gestohlen; Medizin. und techn. Drogen, Chemikalien, Materialwaren, Chemische Spezialitäten eigener Fabrikation nnen. und Cacht." Frau, euzte. einzu ld beihaup Gift dem Was er er er tat Otto Sinaf, Gießen, Gegründet 1883. Seltersweg 39. Fernspr. Nr. 45. Klein- und Großhandel. Auskunft über chem. technische Fragen. ferner selte der Kläger feinem Herr gehöriges Stroh an Zahlungsstatt gegeben haben. Die Angeflagte bestritt, daß die Aeußerungen inbezug auf den Kläger gefallen sind und focht das Urteil zum Zweck der Freisprechung an. Sie behauptet, sie habe ein Interesse gehabt, die Sache zur Sprache zu bringen, da sie sonst in Verdacht geraten wäre, die Eier aus dem Part gestohlen zu haben, weil sie wöchent lich zweimal den Park aufzuräumen hat. Bezüglich der Eier behauptet sie, eine Ente habe einige Tage gefehlt; sie habe nach ihr gesucht, und habe sie auf 17 Eiern sipend brütend vorgefunden und als sie später gekommen sei, habe die Ente sich im Teich befunden und die Eier seien verschwunden gewesen. Die Straftammer entschied, daß der § 193 teine Anwendung finde, da die Angeflagte, wenn sie berechtigte Interessen hätte wahrnehmen wollen, einen anderen Weg als den von ihr gewählten hätte einschlagen müssen; jedenfalls tonnte sie in dem Weitererzählen teine Das Urteil mußte berechtigten Interessen wahrnehmen. deshalb bestätigt werden. Die Ehefrau des Taglöhners Heinrich Schultheiß hat sich mit der Frau des Schreiners Kreiger gezantt, was zu gegenseitigen lagen führte. Das Schöffengericht verurteilte beide zu 30 Mt. Geldstrafe. Beide legten Berufung ein, erschienen aber im Termin nicht, weshalb die Einstellung des Verfahrens erfolgen mußte. Fürsorgestelle f. Lungenkranke ( Medizinische Klinit, Klinifstraße) Sprechstunde: Jeden Mittwoch Abend 6-7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. Dermischtes. *)(* Coor, der Nordpolentdecker, hat nach den vie len Zeitungsnachrichten in Heidelberg sich einige Tage aufgehalten. Es wird uns heute vormittag berichtet, daß er von dort abgereist ist, um sich zur Behandlung in die Psychiatrische Klinit nach Gießen zu begeben. Seine Anfunft wird nicht bekannt gegeben, wohl vermutet man aber, daß er mit dem Abendschnellzug( 6 Uhr) in Gießen an tommt. Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke einer berbaft en tun feinen er's Darauf 13 et Wil gend. und ich ſchön ehlen. Sie Bu und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. Volt. Kalk- u. Marmor- Werke u. Dampfziegelei Telefon 84. Aug. Gabriel jr. Giessen, Telefon 84. 4 la. Qualitäten Massenfabrikationen- Bahnanschluss · + Asthmaleidende-- -- Der Mörder Koczinsti noch nicht verhaftet! Alle Meldungen von der Verhaftung des acht- fachen Mörders der Familie Wasielewsti in Boguslawice sind unrichtig. Auch die sehr bestimmt gehaltene Mitteilung der Gendarmerie- Station in Siviatniki gorne ( Galizien), daß der russische Deserteur Michael Malet mit dem gesuchten Raubmörder identisch sei, hat sich als irr tümlich erwiesen. Der Untersuchungsrichter in Pleschen bittet daher die Nachforschungen nach Michael Koczinski fortsetzen zu wollen, wobei bemerkt sei, daß K. außer den beeines reits angegebenen Tätowierungen auch die Figur Schmetterlings auf dem rechten Unterarm tragen soll. Mopfschmerzen- Rückenschmerzen sind Zeichen von Verdauungsstörung und unregelmäßiger Stuhlbeförderung, und ist bei solchem Zustande Dr. Wegner's Thee das einfachste und sicherste Mittel. Von Tausenden erprobt. 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Chor a capella 116 6. Lieder am Klavier: a) Breit über mein Haupt dein schwarzes Haar b) Morgen c) Heimliche Aufforderung 1 Bfd. 88 Pf. 7. Chöre a capella: a) Ach, wie ist's möglich dann b) Die Sonne scheint nicht mehr c) Wiegenlied( mit Sopran- Solo) 8. Solostücke für Violine: a) Canzonetta b) Zigeunerweisen Reformhaus Giessen abe Kreuzplak Blumen- und Pflanzen- Ausstellung Karl Becker Nachf. Inh.: Carl Dietz nur Seltersweg 44 Telef. 13 Versand nach auswärts unter Garantie tadelloser Ankunft. Tüchtige Hauer und Schlepper Fr. Hegar R. Strauss Volkslieder Fr. Schubert PA. d'Ambrosio P. de Sarasate L Geller 9. Chöre a capella: a) Steht ein Haselstrauch an unserem Wiesenhang. b) Der Frühling naht mit Brausen F. Mendelssohn- Bartholdy. Eintrittskarten zu M. 2.-( Sperrsitz M. 2.50), Studentenkarten M. 1., Schülerkarten M. 0.50 sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier( Rudolph's Nachfolger), sowie abends an der Kasse. für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter zu haben. 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