ge dass sich von euser, DQQQQ hs 1 00000 kranke traße) 7 Uhr. nten und An Heilstätter on Anfteding Volt K der, eigenes e grösste ErBruch zurück. mmistrümpfe d in Giessen, otel ,, Kobel" sangstrasse Al eiden ire über enfleiden Montag, Uhr. On und Familie tszusta d x. ge und distret auf zur Verfügung iro Neue Zeil 53. A- G. d motore Store mobilen Randsägen hrung. teßen. Gloffer, 10 enmädden, fmann, ein ärtner, ein 1 Gärtner, aufdlofer, Greiber, 1 Aüfer, lerer und Krankenburschen, fmädchen, Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - - vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mk., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Nr. 53. - Telephon: Nr. 362. Betanntmachung - Betr.: Das Spielen in außerhessischen Lotterien. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 7. April 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Ausschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Playzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Die Bestimmungen des nachstehenden Gesetzes vom 14. Februar 1906 bringen wir mit dem Anfügen erneut zur Kenntnis, daß von großen Klassenlotterien nur die Königl. Preußische Klassenlotterie im Großherzogtum Hessen zuge lassen ist. Im übrigen ist, abgesehen von unbedeutenderen Ausspielungen zurzeit nur der Losevertrieb von folgenden außerhessischen Lotterien im Großherzogtum erlaubt. 1. Lotterie des Vereins für Wiederherstellung der St. Lorenzkirche in Nürnberg;*) 2. Lotterie des Innungsausschusses der vereintgten Inungen in Met;*) 3. Lotterie des Stuttgarter Liederkranzes.*) Alle übrigen Lotterien, insbesondere die Hamburger Stadtlotterie, die Kgl. Sächs. Landeslotterie, die Ungarische Klassenlotterie und die Dänische Koloniallotterie sind im Großherzogtum Hessen nicht zugelassen, so daß sowohl der Vertrieb der betreffenden Lose als auch das Spielen in den letztgenannten Lotterien verboten und strafbar ist. *) Anm. Zum Vertrieb in Hessen dürfen nur mit dem hessischen Zulassungsstempel versehene Lose gelangen. Während der Zeit des Vertriebes der Lose zur ersten Klasse einer Königl. Preuß. Klassenlotterie ist Ankündigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose in Hessen nicht gestattet. Gießen, den 31. März 1910. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Reinhardt. Gesetz, das Spiel in außerhessischen Lotterien betreffen d. Vom 14. Februar 1906. ERNST LUDWIG von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein 2c. Wir haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stände berordnet und verordnen hierdurch, wie folgt: Artikel 1. Wer in außerhessischen Lotterien, die nicht mit staatlicher Genehmigung im Großherzogtum zugelassen find, spielt, wird mit Geldstrafe bis zu 600 Mart bestraft; eine nicht beizutreibende Geldstrafe ist in Haft umzuwandeln. Artikel 2. Wer sich dem Verkauf oder der sonstigen Veräußerung eines Loses, eines Losabschnittes oder eines Anteils an einem Lose oder Losabschnitte der im Artikel 1 bezeichneten Lotterien unterzieht, insbesondere auch, wer ein Los, einen Losabschnitt oder einen Losanteil dieser Art zum Erwerb anbietet oder zur Veräußerung bereit hält, wird mit Geldstrafe bis zu 1000 Mart bestraft. Die gleiche Strafe trifft denjenigen, welcher bei einem solchen Geschäft oder einer solchen Handlung als Mittelsperson mitwirkt. Ist die Zuwiderhandlung durch eine Person begangen, die Losehandel gewerbsmäßig betreibt, oder bei ihm ge=| werbsmäßige Hilfe leistet, oder ist sie durch öffentliches Auslegen, Ausstellen oder Aushängen oder durch Versenden eines Loses, eines Losabschnitts, eines Bezugsscheins, eines 9) Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) ,, Sag' mal, Alter," begann er deshalb in veränderdem Ton, mir ist heute etwas zu Ohren gekommen, was mich sehr aufgeregt hat. Maja soll da außen oder sonst auf ihrem Wege öfters mit einem Herrn zusammentreffen und sich mit ihm unterhalten. Du mußt das doch bemerkt haben! Was ist denn eigentlich an der Geschichte? Sag mal, was du weißt!" ( Jezt wurde es plötzlich hell in Frißens Kopfe. Also darauf ging es hinaus! Aber wenn man glaubte, er werde etwas verraten, so täuschte man sich gründlich. Wohl hatte er gelegentlich Blicke hin- und herfliegen sehen, die ihm zu denken gaben, er verstand sich gar gut auf dergleichen, man war ja auch einmal jung gewesen. her etwas verraten? Nein, das tat der alte Friß nicht. Er machte sein pfiffigstes Gesicht und erwiderte: Ich weiß gar nicht, was Sie meinen, gnädiger Herr. Ich habe noch niemals etwas bemerkt." ,, Ach was, gnädiger Herr,- ich bin tein gnä diger Herr! Wie oft habe ich dir das schon gesagt! Das ist auch wieder eine von den neumodischen Schnacken, die du in Neunlinden aufgefangen hast; aber iebt rede, ich sehe es deinem Gesicht an, daß du doch etwas weißt. Schau, erfahren werde ich auf jeden Fall, was ich wissen will: also ist es besser, du sagst es gleich." Ich weiß von nichts", behauptete Friß mit Würde. Du bist ein alter Esel, ein Spizbube obendrein. Warte, ich will dir helfen!" erboste sich Reinau und schien nicht übel Lust zu haben, den Alten am Ohr zu vaden, als ein sich rasch nähernder Schritt ihn aufblicken ließ Frau v. Schmettwiß, die im Garten gewesen und die laute Unterhaltung zum Teil mitangehört hatte, ohne jedoch zu wissen, um was es sich handelte, fragte interessiert: Was wollen Sie denn wissen?" Wo meine Tochter ist", fuhr Reinau die Dame grob an und was sie überhaupt da draußen treibt! Der Geschichte werde ich bald ein Ende machen!" Welcher Geschichte?" äußerte Frau v. Schmettwizz geAnteilscheins, eines Angebots, einer Anzeige oder eines Lot-| terieplans in eine in Hessen erscheinende Zeitung erfolgt, so tritt Geldstrafe von 100 bis 1500 mt. ein. Jede einzelne Verkaufs- oder Vertriebshandlung, namentlich jedes einzelne Anbieten, Bereithalten, Auslegen, Ausstellen, Aushängen, Versenden eines Loses, eines Losabschnittes, eines Bezugsscheines, eines Anteilscheines, eines Angebots, einer Anzeige oder eines Lotterieplans wird als besonders selbständiges Vergehen bestraft, auch wenn die einzelnen Handlungen zusammenhängen und auf einen einheitlichen Vorsatz des Täters oder Teilnehmers zurückzuführen sind. Artikel 3. Wer, nachdem er wegen eines der im Artifel 2 bezeichneten Vergehen rechtsträftig verurteilt worden ist, abermals eine dieser Handlungen begeht, wird in den Fällen des Artikels 2 Abs. 1 mit Geldstrafe von 100 bis zu 1500 Mart, in den Fällen des Artikels 2 Abs. 2 mit Geldstrafe von 200 bis 2000 Mart bestraft. Artikel 4. Jeder fernere Rückfall nach vorausgegangener rechtskräftiger Verurteilung im ersten Rückfalle zieht Geldstrafe von 300 bis zu 3000 Mart nach sich. Artikel 5. Die Bestimmungen des Artikel 3, 4 finden Anwendung, auch wenn die früheren Geldstrafen noch nicht oder nur teilweise gezahlt oder ganz oder teilweise erlassen sind; sie bleiben jedoch ausgeschlossen, wenn seit der Zahlung oder dem Erlasse der letzteren Geldstrafe oder der Verbüßung der an ihre Stelle getretenen Freiheitsstrafe bis zur Begehung der neuen Zuwiderhandlung drei Jahre verflossen sind. Artikel 6. Wer Gewinnergebnisse der im Artikel 1 bezeichneten Lotterien in einer in Hessen erscheinenden Zeitung veröffentlicht, oder durch öffentliches Auslegen, Aus= stellen oder Aushängen bekannt gibt, wird mit Geldstrafe bis zu 50 Mart bestraft. Gehört der Täter oder Teilnehmer zu den im Artikel 2 Abs. 2 bezeichneten Personen, so tritt Geldstrafe von 100 bis zu 600 Marf ein. Artikel 7. Den außerhessischen Lotterien sind alle außerhalb Hessens öffentlich veranstalteten Ausspielungen beweglicher oder unbeweglicher Gegenstände gleich zu achten. Der Artikel 1 findet jedoch keine Anwendung, wenn der Preis des einzelnen Loses 3 Mart, einschließlich des Reichsstempels, nicht übersteigt. Artikel 8. Die in den einleitenden Bestimmungen und im ersten Teile des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich enthaltenen Vorschriften finden auf die in dem gegenwärtigen Gesetze mit Strafe bedrohten Handlungen Anwendung, soweit nicht durch dieses Gesetz abweichende Bestimm= ungen getroffen sind. Artikel 9. Auf Anteilscheine von Anleihen, deren Verzinsung und Tilgung mit einer Verlosung und mit Prämien verbunden ist, finden die Bestimmungen dieses Gesetzes feine Anwendung. Artikel 10. Das vorstehende Gesetz tritt gleichzeitig mit dem Staatsvertrage zwischen den Hessisch- Thüringischen Staaten und Preußen vom 17. Juni 1905 in Kraft. Gleichzeitig treten außer Kraft: 1. Die Artikel 234, 235 des Polizeistrafgesetzes vom 30. Oftober 1855, soweit sie den Vertrieb von Losen 2c. außerhessischer Lotterien und Ausspielungen betreffen; reizt. Glauben Sie vielleicht, daß hier ein Ablagerungsplaß für Ihre Grobheiten ist? Da irren Sie doch sehr!" Was ich glaube, das geht Sie gar nichts an!" schrie Reinau, immer zorniger werdend, stecken Sie vielleicht unter einer Dede mit jenem sauberen Patron, der meine Tochter tapern will, um mit ihrem Gelde seine Schulden zu bezahlen, dann sagen Sie ihm, er kriegt sie nicht! Das wäre noch schöner- Maja ist ein Kind, ein richtiges Kind!" Frau b. Schmettwig wußte gar nicht, was sie sagen sollte. Sie kannte Reinau wohl und hatte stets einen unbegrenzten Respekt vor seinen Millionen gehabt. Doch jetzt äußerte sie sehr respektwidrig: So ein Grobian! Seßen Sie Ihre Tochter doch in einen Glasschrank, dann brauchen Sie derselben nicht nachzulaufen! Wenn ein Mädchen nicht selbst weiß, was es zu tun hat- um so schlimmer! Es vor Dummheiten behüten ist schwer!" Damit wandte sie ihm den Rücken zu. Reinau hatte ebenfalls eine bissige Bemerkung auf der Zunge, und es war daher gut, daß in diesem Augenblick Sylvia und Maja unter den Bäumen sichtbar wurden. Maja führte Lilly an der Hand. Die Kleine, welche es doch noch möglich gemacht hatte, zu der geliebten Tante Maja" zu fommen, schaute mit glücklichem Lächeln zu dem jungen Mädchen auf. Reinau blickte finster auf die Gruppe. Blizschnell fuhr es ihm durch den Kopf, daß Stolze auch von einem Töchterchen gesprochen hatte. Wenn dieses kleine Mädchen das Kind jenes Mannes wäre? Als Maja ihren Vater erkannte, lief sie, Villy mit sich fortziehend, eilig auf denselben zu. Vater du hier?" rief fte überrascht, was führt denn dich nach Neunlinden?" Das wirst du noch zeitig genug erfahren", brummte Reinau ,,, doch vor allem sage mir, wem gehört dieses Kind?"" Maja war so betroffen von dem strengen Ton, daß fie gar nicht gleich eine Antwort finden konnte. Deshalb wandte sich Reinau barsch und ungeduldig an die Kleine: Wem gehörst du? Wie heißt du?" Lilly schaute erschrocken drein. 21. Jahrg. 2. das Gesetz, die Einführung einer staatlichen Klassenlotterie betreffend, vom 12. August 1899. Urkundlich unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels. Darmstadt, den 14. Februar 1906. ( L. S.) ERNST LUDWIG. Ewald. Gnauth. Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf die zur Zeit bestehende Gefahr der Entstehung von Waldbränden machen wir darauf aufmerksam, daß es verboten ist, mit unverwahrtem Feuer oder Licht einen Wald zu betreten, oder sich diesem zu nähern, oder in der Nähe eines Waldes Feuer anzuzünden. Gießen, den 4. April 1910. Großherzogliche Bürgermeisterei. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen über ausgeführte Arbeiten und Lieferungen für die Unterhaltung städt. Gebäude in der Zeit vom 1. April 1909 bis 31. März 1910 sind bis zum 1. Mai d. J. in doppelter Ausfer= tigung bei uns einzureichen. Gießen, den 2. April 1910. Städt. Hochbauamt. Gerbel. Lieferung von Pflastersteinen. Die Lieferung von 200 cbm. Pflastersteinen 2. Sorte soll Montag, den 11. d3. Mts., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 2. April 1910. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Bekanntmachung Alle noch rückständigen Rechnungen über Arbeiten und Lieferungen, die im Rechnungsjahr 1909 für das Tiefbauamt erfolgten, sind bei Meidung der Nichtberücksichtigung bis spätestens 1. Mai d3. Js. in doppelter Ausfertigung und Altenformat unter Beifügung der Bestellscheine an uns einzureichen. Gießen, den 31. März 1910. Städt. Tiefbauamt. Braubach. ,, Tante Maja", wandte sie sich kläglich an diese ,,, wer ist der böse Mann?" Ich bin kein böser Mann!" fuhr der Erzürnte Linh noch heftiger an. Diese verzog weinerlich das Mündchen und schmtegte sich wie ein verschüchtertes Vögelchen in die Falten von Majas Kleid. ,, Still, mein Liebling", tröstete das junge Mädchen, ber Mann tut dir nichts. Es ist ja mein Papa! Und er wirb dich lieb haben, wenn er dich erst kennt." Das reizende Kindergesichtchen guckte schelmisch lächelnd zwischen den Kleiderfalten hervor, sodaß Reinau sich unwillkürlich halb entwaffnet fühlte. ,, Dein Papa, Tante Maja? O, ist der aber alt! Mein Papa ist nicht so alt, und nicht so bös! Der gefällt mir viel besser! Vor deinem Papa fürchte ich mich, er foll wider fortgehen!" Sie duckte sich wie spielend wieder zwischen die Falten. Maja mußte laut auflachen über die drollige Kleine, aber Reinau, den heute alles ärgerte, rief heftig: Dafür habe ich aber keine Schulden, wie dein Papa, du Naseweis!" Maja war bei den grimmigen Worten ihres Vaters heftig zusammen gezuckt. Sie sah erschrocken auf Lilly. Doch diese hatte offenbar keine Ahnung, was das böse Wort bedeutete und schien nicht abgeneigt, das Spiel, bas ihr Vergnügen machte, fortzusehen. Doch Maja schob sie jebt mit sanfter Gewalt an sich und bat mit einem ihr sonst ganz fremden Ernst die Freundin: Nicht wahr, Sylvia, du bringst Lilly nach Hause?" Als die Freundin nur zustimmend mit dem Kopfe nicte, fügte sie hinzu: Aber gib acht, daß dem Neinen Wildfang nichts passiert!" Wie rührend!" spottete Reinau. Maja sah den Vater prüfend an. Du bist wohl soeben erst gefommen?" fragte sie, auf den Wagen deutend ,,, was suchst du eigent lich hier?" Ich werde dir alles erklären, ießt tomm! Du fährst mit mir, Friß mag die Ponys allein nach Hause bringen." ( Fortseßung folgt.) Pastor Bodelschwingh+ Jm 80. Lebensjahre starb in Bielefeld der weit über die Grenzen seines Wirkungskreises hinaus rühmlichst bekannte Pastor Friedrich v. Bodel steh wing h. Mit Pastor Bodelschwingh ist ein barmherziger Menschenfreund und erfolgreicher Sozialpolitiker aus dem Leben geschieden, dessen Gedächtnis in seinen Werken segensvoll fortlebt. Ihn trieb das Herz und seine Liebe zu den Armen und Kranfen, schuf ihm die Mittel, so segensreiche Institute zu gründen, wie er sie uns in der Heilanstalt für Epileptiker zu Bethel, in der großangelegten Arbeiter- Kolonie Wilhelmsdorf mit ihren zahlreichen Filialen, in den Besserungsanstalten für Obdachlose zu Hoffnungstal, Gnadental 2c. bei Berlin hinterlassen hat. Friedrich v. Bodelschwingh, der ein Alter von 79 Jahren erreichte, war der Sohn des be= tannten Ministers. Er studierte zunächst Philosophie, ging dann aus Gesundheitsrücksichten zur Landwirtschaft über, nahm aber das Studium wieder auf und wurde Geistlicher. Er wirkte zunächst in Paris, nahm als Militär- Pfarrer an den Feldzügen von 1866 und 1870-71 teil und fam 1872 nach Bielefeld. Der Kaiser hat an den Sohn des verstorbenen Pastors v. Bodelschwingh ein Beileidstelegramm in sehr war men Worten gerichtet und hatte mit seiner Vertretung bei der Beisehung den Oberpräsidenten Staatsminister Frhrn. b. d. Recke beauftragt. Lokales. Gießen, 7. April 1910. -e= Ein Besuch des Kaisers in Gießen. Das 116. Infanterie- Regiment, dessen Chef der Kaiser ist, rechnet auf einen Besuch des Kaisers etwa in der Zeit vom 14. bis 18., April. Man glaubt, der Kaiser werde von Homburg aus nach Gießen kommen und sein Regiment besichtigen. wegen einer Reihe von Straftaten, die er bei Ausübung seiner Heilfünstlertätigkeit begangen haben soll, auf Antrag der Staatsanwaltschaft verhaftet und in das Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert worden. * Schotten. Die höheren Bürgerschulen zu NeuIsenburg und Schotten sind als militärberechtigt im Sinne des§ 90, 2c. der Wehrordnung anerkannt worden, und zwar mit rückwirkender Geltung für den Ostertermin 1910. Sie gehören demnach fortan zu denjenigen Schulen, an denen auf Grund der Abschlußprüfung nach der Prüfungsordnung vom 15. Dezember 1899 und den Bestimmungen vom 30. Januar 1900 das Befähigungs= zeugnis zum einjährig- freiwilligen Militärdienst erworten werden kann. ** Der Stationsverwalter Heinrich Herbst zu Nieder- Gemünden hat am 29. November 1909 einen Menschen vom Tode des Ueberfahrenwerdens gerettet. Als Anerkenn ung hierfür ist ihm vom Großherzog die Rettungsmedaille verliegen worden. * Langen. Die hiesigen Landwirte beabsichtigen, einen abermaligen Milchpreis aufschlag und zwar jetzt von 20 auf 22 Pfennig pro Liter. Die konsumierenden Bevölkerungsschichten, namentlich die Arbeiterfrauen, sind entschlossen, gegen diese nochmalige Milchverteuerung wirijame Abwehrmittel zu ergreifen. * Bad Nauheim. Etwa 600 bis 700 Lehrer aus allen Teilen des Hessenlandes hatten sich am 30. März zu der Hauptvertreterversammlung des Landes- Lehrervereins in Bad Nauheim eingefunden. Aus dem Jahresbericht des Vereins sei entnommen, daß die Mitgliederzahl auf 3430 gestiegen ist. Die Rechnungsablage für 1909 zeigt kein erfreuliches Bild, so daß eine Beitragserhöhung bald kommen dürste, zumal mit dem 11. Juli 1911 der Deutsche Lehrerverein die Haftpflicht übernimmt. Die Ausgaben in 1909 betrugen 14 742 Mt., die Einnahmen 14 765 Mart, Ueberschuß 23 Mart. Der Unterstüßungsverein zeigt ein Vermögen von 18 076 Mart. An ertrantte Schulverwalter wurden 3005 Mart bezahlt. Dem Rechner Hock3wingenberg wurde Entlastung erteilt. Der Feuer- Ver= sicherungsverband hat dem Hauptverein 100 Mart bewilligt. lage sprach. Der freifonservative Abgeordnete v. Dirksen äußerte sich als„ gut unterrichtet", die Krone hege den lebhaften Wunsch, daß die mittleren Parteien bei Schaffung des Gesetzes nicht ausgeschaltet werden. Dem Vorsitzenden des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie ist das Geset zu demokratisch, er empfiehlt ein Zusammengehen mit Freikonservativen und Nationalliberalen. Der Arbeiter Werner von der christlich- sozialen Partei plädiert für das proportionale Wahlrecht. Bemerkenswert ist, daß im letzten Jahr 41 Mitglieder ausgetreten sind.- Am 1. Mai findet hier ein Hessen- nassauischer Parteitag statt, auf dem sprechen werden Abg. Stroßer über die politische Lage, Landwirt Haßmann über Finanzreform und Landwirtschaft und Pfarrer Werner- Frankfurt über christlich- deutschen Konservativismus. Die Hauptversammlung des Feuerversicherungsverbandes hessischer Lehrer fand an demselben Tage in der Restauration Burg unter dem Vorsitz des Hauptlehrers n'a u ß= Gießen statt. Sowohl Rechenschaftsbericht als auch Jahresrechnung für 1909 zeigen ein erfreuliches Bild des Aufblühens. Es stieg die Mitgliederzahl auf fast 1800, die Versicherungssumme auf 9,7 Millionen Mark, der Reingewinn auf 5255 Mart, der Reservefonds auf 36 000 Mart. dem Der Ludwig- und Alicestiftung wurden 500 Mart, 2. Landeslehrerverein 100 Mart überwiesen, die Sabungen wurden, dem Ansinnen des Reichsaufsichtsamts entsprechend, geändert. -h- Rindviehmarkt. Der Rindviehmarkt am Dienstag brachte einen Auftrieb von 1400 Stück Rindvich, wovon auf Großvieh 1100 Stück, auf Jungvieh 150 Stück und auf Kälber 250 Stück entfielen. Einer größeren Nachfrage erfreute sich das Jungvieh, welches infolgedessen ganz namhafte Preise erzielte. Demgegenüber war die Nach- frage nach Kälbern recht schwach zu nennen, was zur Folge hatte, daß die Preise eine gewisse Ermäßigung erfuhren. Die für sämtliche 3 Arten von Tieren erzielten Preise wa= ren folgende: 1. Kühe 480-540 Mt.( 1. Qual.), 390 bis 450 M.( 2. Qual.) und 340-370 Mt.( 3. Qual.). Jungvieh 130-160 Mt., während der Zentner Schlachtgewicht bei den Kälbern 75 Mt. in der 1. Qualität und 63 bis 70 Mt. in der 2. Qualität erzielte. ** Volksbad. Im März wurden 8554 Bäder verabreicht gegen 8839 im Februar 1910 und 8450 im März 1909 oder im Durchschnitt täglich 276 Bäder gegen 316 tm Februar 1910 und 273 im März 1909. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 3361 Männer, darunter 832 zu 10 Pfg., 689 Frauen, darunter 146 zu 10 Pfg.; Wannenbäder 1. Klasse 246 Männer, 70 Frauen, 2. Klasse 763 Männer, 541 Frauen; Brausebäder 1. Klasse 905 Männer, 242 Frauen, 2. Klasse 1283 Männer, 284 Frauen; Dampf- und Heißluftbäder sowie Massage zusammen 139 Männer und 31 Frauen. ** Parlamentarisches. Erfreulicherweise soll sich der Gesundheitszustand des Präsidenten der zweiten Kammer Geheimerat Ha a 3 derart gebessert haben, daß er die laufenden Geschäfte voraussichtlich schon demnächst wieder übernehmen kann. Der * Parlamentarische s. Der Wahlrechtsaus= schuß der Ersten Kammer tritt morgen Freitag, den 8. April, vormittags, zur Beratung über die von der Zweiten Kammer verabschiedete Wahlrechtsvorlage zusammen. Finanzausschuß der zweiten Kammer wird Mitte April seine Sigungen wieder aufnehmen und die noch rückständigen Vorlagen für die Plenarberatung fertig stellen. und ** Finanzminister Braun hat sich für mehrere Tage zur Teilnahme an Besprechungen im Reichsschaamt im Bundesrat nach Berlin begeben. * Aus dem Militärwochenblatt. Generalleutnant v. Oppeln- Bronikowski( früher Major und Ba= taillonskommandeur im Leibgarde- Infanterie- Regiment Nr. 115), Kommandeur der 26.( 1. Kgl. Württemb.) Division, unter Verleihung des Charakters als General der Infan= terie, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der geseßlichen Pension zur Disposition gestellt. )( Bruno Demke sett seinen Siegeslauf fort. Auch am letzten Sonntag ging der bekannte Brennabor= fahrer in Treptow sowohl im 50, wie im 10 KilometerRennen als Erster durchs Ziel. )( Berlin- Lübbenau- Berlin hieß eine Radfernfahrt, die am letzten Sonntag mit dem Siege der beiden Brennaborfahrer Fr. Hauptmann als Ersten und R. Heinrich als zweiten endete. Jubiläums- Pferdemackt Gießen. Die allgemeinen Erwartungen inbezug auf den diesjährigen Pferdemarkt mögen schon recht hoch gewesen sein, sie sind aber ganz gewiß durch die gestrigen Veranstaltun= gen übertroffen worden, welche die Feier des 10jährigen Bestehens der Gießener Pferdemärkte in einer ungemein glänzenden Weise zum Ausdruck brachten. Der Andrang zu den Vormittagsprämiierungen und zu dem Reiterfest am Nachmittag auf dem Sportplay an der Hardt war ein ungeheuer großer. Schon am frühen Morgen belebten große Menschenmassen die nach dem Viehmarktplatz führenden Straßen und gegen 2 Uhr war wirklich kaum noch ein Durchkommen möglich. Namentlich der doch sehr umfang reiche Sportplatz an der Hardt erwies sich als viel zu klein, um die Blicke aller derer zu befriedigen, welche das Interesse an der Pferdezucht aus ganz Oberhessen und den benachbarten Bezirken hier zusammengeführt hatte. Daß die Jubiläumsfeier in so mancher Hinsicht einem wahren Volkssest glich, war nur der selbstlosen Arbeit des Pferdemarkt und Sportausschusses zu verdanken und wir möch ten daher an dieser Stelle der so umsichtigen Leitung der Veranstaltungen den Dank für das Dargebotene aussprechen, welchen nicht zum mindestens auch die Stadtverwaltung in Anspruch nehmen darf, auf deren Fürsorge es in erster Linie zurückzuführen war, daß sämtliche Festlichkeiten ohne jede Störung verliefen. * Betzdorf, 3. April. Ein Eisenbahnun= glück ist heute nachmittag passiert. Vom Personenzug 1407 entgleisten gegen 2½ Uhr auf Bahnhof Weh bach Strecke Kirchen a. Sieg- Freudenberg- vier Personenwagen, wodurch 3 Personen verletzt wurden, davon 1 Person schwer. Einem Frankfurter Reisenden, Alexander Sorg wurden beide Beine gebrochen. Der Eisenbahnunfall ist auf die Unachtsamkeit eines Weichenwärters zurückzuführen, der die Einfahrtsweiche noch während der Durchfahrt des Zuges umlegte. Der zweite Wagen 2. und 3. Klasse hinter der Lokomotive wurde dadurch zum Entgleisen gebracht u. gegen zwei Lokomotiven auf einem Nebengeleise geschleu= dert. Der einzige Insasse, der Vertreter der Naros- Union in Frantjurt, Herr Allerander Sorg, wurde unmittelbar gegen die Räder einer der Lokomotiven geschleudert und erlitt außer zahlreichen Kontusionen einen komplizierten Bruch des rechten Unterschenkels und des linken Schenkelhalses. * Herborn, 4. April. Auf dem heute abgehaltenen 4. diesjährigen Markt waren aufgetrieben 152 Stück Rindvieh und 599 Schweine. Es wurden bezahlt für Fettvieh und zwar Ochsen 1. Qual. 78-82 Mt., 2. Qualität 75-77 Mr., Kühe und Rinder 1. Qual. 74-76 Mt., 2. Qual. 70-72 Mit. per 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemartte kosteten Ferkel 50-70 Wit., Läufer 75-90 Mark und Einlegschweine 100-150 mt. das Paar. * Fortbildungskursus für Kriminal beamte. Der von der hess. Schußmannsschule veranstaltete Fortbildungskursus für Kriminalbeamte des Großherzogtums Hessen hat vorgestern in der Technischen Hochschule begonnen. Der Kursus, an dem etwa 80 Polizeibeamte fast aller hessischen Städte, darunter auch 15 Angehörige des Gendarmeriekorps, teilnehmen, bezweckt in erster Linie, die Beamten über Spezialfragen ihres Tätigkeitsgebietes eingehend zu unterrichten. Der Gr. Oberstaatsanwalt von Hessert spricht an der Hand von praktischen Einzelfällen über die Technik der kriminalistischen Untersuchung", der Psychiater Professor Dr. Dannemann in Gießen über die Ursachen des Verbrechens" und der als Sachverständiger weitbekannte Gerichtschemiker Dr. Popp aus Frankfurt a. M. über„ Daktyloskopie, Verbrecher puren" und andere Fragen aus seinem Spezialgebiet. ** Säuglings- und Mutter fürsorge. Dem Patronat der Gr. Zentrale für Säuglings- und Mutterfürsorge in Hessen, das der Großherzog und die Großherzogin ins Leben gerufen haben, gehört schon eine größere Anzahl von Freunden der Bewegung für Säuglingsund Mutterfürsorge aus allen Teilen Hessens als Patrone und Patronessen an. Es sind dem Patronat auch beige= treten: die Kaiserin von Rußland, die Kronprinzessin des Deutschen Reiches, die Prinzessin Heinrich von Preußen, die Fürstin Leiningen, die Prinzessin Leopold von Isenburg, Staatsminister Ewald u. a. * Pfungstad t. Wegen Brandstiftung wurde der Taglöhner Fr. Polster in Pfungstadt verhaftet. Er ist beschuldigt, das Wohnhaus seines Bruders aus Rache in Brand gesteckt zu haben. !! Die diesjährigen Körtermine für das hessische Pferde stammbuch finden in der Provinz Oberhessen u. a. an folgenden Orten statt: Donnerstag, 21. April, in Bußbach in Verbindung mit der Bezirks- Pferdeschau. Freitag, den 22. April in Stockheim, Kreis Büdingen. Die bereits früher angeförten Stuten sind der Körkommission unter Vorzeigung der Aufnahmebescheinigung in das Pferdestammbuch und der Deckscheine wieder vorzuführen. * Frankfurt a. M. Auf eine seltene Art und Weise wurde hier ein Junge in der Domstraße zum Brandstifter. Der Junge hatte nämlich nichts besseres zu tun als die Sonnenstrahlen in seiner Lupe einzufangen u. sie mit Ausdauer auf eine bestimmte Stelle im Erker des Manufakturwarengeschäftes von Ernst Schwelm, Domstraße 12, zu richten. Dadurch geriet ein ausgelegter Anzug in Brand und es entstand ein Schaufensterbrand, der glücklicherweise von der Feuerwehr gelöscht werden konnte, ehe ein größerer Ladenbrand daraus wurde. Zu dem Jubilämspferdemarkt waren mehr als 400 Pferde und über 40 Fohlen aufgetrieben, währ end der Schweinemarkt einen Auftrieb von 550 Tieren brachte. Wie gar nicht anders erwartet werden konnte, waren durchweg nur erstklassige Tiere vorhanden, welche naturgemäß die Nachfrage sehr stark anregten. Infolgedessen fanden sehr viele Pferde sehr bald ihren Käufer und es wurden nicht selten für ganz besonders schwere Rassen Preise von über 1500 Mt. erzielt. Das größte Interesse der Besucher erweckten selbstverständlich die zahlreichen auf einem eigens dazu abgesteckten Raum vorgenommenen Prämiierungen. Dieselben gliederten sich in 8 größere Abteilungen, die bis auf die ersten zwei wiederum in zwei Unterabteilungen zerfielen. * Frankfurt a. M., 5. April. Die Vereinigung alter Burschenschafter in Frankfurt a. M. und Umgebung wird am 16. April einen Kommers der Burschenschaf= ter der Main- und Rheinlande im großen Saal des 300logischen Gartens veranstalten. Nicht nur die Alte- HerrenVereinigungen der Nachbarstädte, sondern auch die aktiven Burschenschaften von Gießen, Marburg, Würzburg, Heidelberg, Freiburg und Tübingen haben ihr Erscheinen zugesagt. = h= Bericht des Landesgewerbe- Verein. Der Stand der versicherten Kapitalien erreichte nach dem Jahresbericht die Höhe von 640 000 Mt. Ein ganz besonders günstiges Bild zeigt der Vermögensstand, welcher im abgelaufenen Geschäftsjahre sich um mehr als Mark 10 000 vermehrte und mit 104 000 Mt. für eine solche Kasse recht ansehnlich genannt werden muß. Der Abschluß der Bilanz mit 102 000 Mt. Attiva gegenüber einer Summe von 99 000 Mt. Passivageldern tann ebenfalls nur als ein recht guter betrachtet werden. Aus Hessen und Nachbargebiet. * Aus Oberhessen, 6. April. Der sogenannte Wunderdoktor Ditomeit in Hartenrod bei Gladenbach iſt * Frankfurt a. M. Wie die Bäcker- Innung meldet, haben alle Betriebe ihre Tätigkeit in vollem Umfange wieder aufgenommen. Sämtliche durch die Streifenden freigewordenen Stellen sind wieder besetzt. Die Forderung des 36stündigen Ruhetages wird von der Innung als undurchführbar bezeichnet, während diese nicht abgeneigt ist, die geseßliche Sonntagsruhe zu befürworten. 1 Abteilung„ Reitpferde unter dem Reiter gezeigt." 1. Preis( 30 Mt.) Ph. R- o c- Hartenrod. 2. Preis( 20 Mt.) 2. Abteilung: eine zu = Konrad Schlep Göns und H. G Fohlen, Arb Steeg- Ringelsh Schmidt- Gro Vetter- Grund Hörgen. 4. Prei Eberstadt und Jo 8. Abteilung oder nachwe 1. Preis( 100 2. Preis( 60 M Preis( 50 M.) Mart) Start Heil Wei L- Langgons. 2.- Hestem. 7. Pre 8. Preis( 15 Ma Preis( 10 Mt.) Bugtituten lich gedeckt, Mart) Heinrich Mart) Konrad H Mart Chrift. H ( 40 Mt.) Otto Ph. Studt 2 prämiieren. 1. Preis( 100 Mt.) Salomon Michel Gießen für hellbraunen Wallach und Stute. 2. Preis ( 80 Mt.) Simon Nieder- Weisel. 3. Preis( 60 Mark) Frensdorf Gießen. 4. Preis( 40 Mt.) J. Kaufa. M., 5. Preis( 30 Mt.) Salomon mann- Frankfurt Miche 1- Gießen für dunkelbraune Wallache. 3. Abteilung: a) Schwere Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren. 1. Preis( 100 Mt.) Salomon Mich e l- Gießen. 2. Preis( 80 Mt.) Frensdor fGießen. 3. Preis( 60 Mt.) Ed. KaufmannGießen. 4. Preis( 40 Mt.) Salomon Michel- Gießen. 5. Pr.( 30 Mr.) Simon- Nieder- Weisel.- b) Leichte Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren. 1. Preis( 80 Mt.) Salomon Mich e 1- Gießen. 2. Preis ( 60 Mt.) Isenberg Wtw.- Gießen. 3. Preis( 40 Mt.) Aug. Frensdorf- Gießen für Fuchsstuten. 4. Preis ( 30 Mt.) Ed. Kaufmann- Niederweisel. 5. Preis ( 20 Mr.) Aug. Frensdorf für Rotschimmel- Stuten. * Darmstadt. Das Gr. Artillerie- Korps( Feld- artillerie- Regiment Nr. 25) feierte am Sonntag den Tag seines 120jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß fand im Offiziertasino ein Altes- Herrenfest statt, bestehend in Liebesmahl, Theater- und Konzertaufführungen. Ihre Kgl. Ho= heiten der Großherzog und Prinz Heinrich von Preußen wohnten dem Feste bei. Außer dem aktiven Offizierstorps waren die alten Herren des Regiments äußerst zahlreich erschienen. Pring Heinrich steht a la suite des Regiments. * Darmstadt. Oberlandesgerichtsrat Karl The o- bald, der seit dem 5. November 1908 Mitglied des Ersten Zivilsenats am Oberlandesgericht Darmstadt ist, wurde zum Präsidenten des Landgerichts der Provinz Starten- burg in Darmstadt ernannt. 4. Abteilung: a) Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren. 1. Preis( 50 Mt.) Si mo n- Nieder- Weisel für braune Stute. 2. Preis( 40 Mt.) S. Michel- Gießen. 3. Preis( 30 Mt.) Aug. Fren 3- dor f- Gießen für dunkelbraune Stute. 4. Preis( 20 Mt.) Aug. Frensdorf- Gießen für Fuchsstute. 5. Preis( 15 Mart) Simon- Nieder- Weisel für Fuchs- Wallach.- b) Leichte Arbeitsschläge, einzeln zu prä= miieren. 1. Preis( 50 Mt.) Meyer he ching- Kirchhain für Schimmel- Stute. 2. Preis( 40 mt.) Meyer He= ching Kirchhain für braune Stute. 3. Preis( 30 Mt.) Aug. Frensdor f- Gießen für Fuchsstuje. 4. Preis( 25 Mart) D. Isenberg Wtw.- Gießen für gelbbraune Stute. 5. Preis( 20 mt.) Olbrich- Gießen. 6. Preis( 15 Mt.) Aug. Frensdorf- Gießen für Rapp- Stute. 7. Preis ( 10 Mr.) Levy Kaufmann Nieder- Weisel. * Offenbach. Bei der letzten Gewerbegerichtswahl wurden von den Arbeitgebern 804 gültige Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf die Liste der freien Gewerbetreibenden( sozialdemokratische Liste) 83, auf die vereinigten Gewerbetreibenden und Industriellen( bürgerliche Liste) 721 Stimmen. Letztere erhalten 18, erstere 2 Beisizer. Von den Arbeitnehmern wurden über 3000 Stimmen mehr abgegeben als im Jahre 1907. Von den 7236 gültigen Stimmen entfielen auf die Liste der vereinigten chrift lichen Gewerkschaften 852, auf die des Gewerkschaftskartells der freien Gewerkschaften 6384 Stimmen. Erstere erhalten 2, lettere 18 Beisiber. * Wiesbaden, 6. April. Die Konservative Vereinigung hielt ihre 30. Generalversammlung ab, in der Landtagsabgeordneter v. Heimburg über die Wahlrechtsvor= = Klippel- Nieder Heinz- NiederSchimpf- Nieder Saffer 3.- Nied Bill 1.- Niederheim. Mit der Verte ungen bestimmten nahm um 2 Uhr lers Hardt die ei Einen der Glanz welche gleich den len und mit der 5. Abteilung: a) Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren. 1. Preis( 50 Mt.) Otto Schmidt= Laubach. 2. Preis( 40 mt.) Christoph Häuser 4. Wtw.= Nieder- Weisel. 3. Preis( 30 Mt.) Ph. Studt 2.- Niederder- Weisel. 4. Preis( 25 Mt.) Konrad Schimp f- NiederWeisel. 5. Preis( 20 Mr.) Aug. Heinz- Nieder- Weisel. 6. Preis( 15 Mt.) Konrad Bill 9.- Nieder- Weisel. 7. Pr. je 10 Mt. Jakob Häuser 8.- Nieder- Weisel und Georg b) Arbeitsschläge, Bill 2.- Nieder- Weisel. paarweise zu prämiieren. 1. Preis( 60 Mt.) Karl Vetter- Grund- Schwalheim. 2. Preis( 50 Mart) Wilhelm Klo b 6.- Holzheim. 3. Preis( 30 Mt.) Konrad Vol p- Nieder- Weisel. 4. Preis( 20 Mt.) Hrch. I ung 4.- Ostheim. 5. Preis( 15 Mt.) Joh. Faber 10.- Leihgestern. P 1. Abteilung: mann Schwend Ehrenpreis Karl L Oberleutnant Ven 2. Abteilung: preis Hr. Brüc Mary. 2. Ehren braunen Wallach Pieper auf d Febens. 6. Abteilung: a) Dreijährige Fohlen, Wagenschläge. 1. Preis( 60 Mt.) Otto WaltherLangd. 2. Preis( 40 Mt.) Karl Völzing- Ruppertenrod. 3. Preis( 30 Mt.) Konrad Becker 7.- Erbenhausen. 4. Preis( 20 Mt.) Konrad Weiß 4.- Dorf- Güll. 5. Preis ( ie 10 mi.) Otto Müller- Henriettenhof und Julius Philippi- Wohnbach.- b) Dreijährige FohIen, Arbeitsschläge. 1. Preis( 60 Mt.) Louis Brückmann Neuhof. 2. Preis( 40 Mt.) K. Vetter Grund- Schwalheim. 3. Preis( 30 Mr.) W. Haf fer 3.- Nieder- Weisel. 4. Preis( 20 Mt.) Friedr. WillHolzheim. 5. Preis( 10 Mt.) Heinrich Deut 2.- Griedel. 7. Abteilung: a) 3 weijährige Fohlen, Wa= genschläge. 1. Preis( 50 Mt.) Heinrich Becker 6.Muschenheim. 2. Preis( 30 Mt.) Ph. Kleberger 2.Melbach. 3. Preis( je 20 mt.) Louis Cdr i st- Griedel u.. 4. Preis( je 10 Mart) Joh. Fabe T 10.- Leihgestern. Wilhelm Göbel- Pohl- Göns, Fr. Fenchel- Griedel, 3. Abteilung: wagen im Prit Ehrenpreis Peter mann- Groß- Karben Ben. 4. Abteilung und landwi preis Wilhelm& Meggermeister G Weisel, Mine Georg Bichler 5. Abteilung reiten. 1. Pre marites Darmita dunkelbraunem schmidt- Leihge ( 30 Mt.) Karl 6. Abteilung ausgeflaggtes Ge bens auf braun Der Eine Gartenpla Frühling lebender Kraft nicht wie ein Recken und stre nenschein angesi draußen die Me flöten? Tönt ni waltiger Alford, ermunternd zuru Treiben und Sch uns auch. Das auf welchem ich nehme, denn sie bibel im Kopfe Das Hand usw. ist bereit ausgebeffert, g Witterung ist tann jeden Au im vorigen Ja zwar luftig aus fegtes Laub au eine zerbrochene uns so ein Bru abgelaufenen Ledermaul ma dinendojen bet anderen Plaz die Bescherung ganz umgelegt Du hätte " Jawohl, ner", den du follen nach den Schnee waten freien. Wenn „ Na, Alte Lage. Gleich Wenn der neu ein Pfählchen der auf!" Selbstverf daran denten, nochmal. Dort untergeworfen, ift auch ein Na ja, Gartenreinema Sie blei Und, ni läßt du ihn daß er dab Trupps hübjd 34 Beje Män- ne zwei Tagen, als ich ihn ge aber ein Schn Der Mann sch herzig:„ Ein nachher alten Big Sie tommt er wie zu machen hat v. Dirtjen ge den leb Schaffung Borfizenden ist das Ge engehen mit I Arbeiter ert für das t, daß im Am 1. Mai t, auf dem ische Lage, ndwirtschaft utschen Sto Slauf fort. Brennabor Kilometer hieß eine Siege der Als Ersten ken. den die wesen sein, Beranstaltun 10jährigen I ungemein Andrang zu iterfest am war ein un lebten große B führenden m noch ein hr umfang viel zu klein, e das In 7 und den atte. Da em wahren des Pferde wir möch Leitung der ne ausspreadtverwalt rge es in Festlichkei waren mehr eben, wäh 550 Tieren den fonnte, den, welche folgedessen r und es ere Rassen Interesse d eichen au menen Prä Bere Abteil n zwei Unm Reiter Bartenrod. velfe zu mon Mi ute. 2. Preis ( 60 Mart) J. Kauf t.) Salomon 3schläge, 3( 100 M.) -) Frensi wfmann el- Gießen. Leicht: miieren . 2. Preis is( 40 Mt.) .. 4. Preis 5. Pre mel- Stut 3schläge, ( 50 Mr.) Si eis( 40 Mt.) g. Frenz eis( 20 Mt.) 5. Preis( 15 allach.- 6) zu präching- KirchMeyer Heis( 30 M.) 4. Preis( 25 bbraune Stute reis( 15 9 te. 7. P einzeln zu Schmidtet 4. Wtt.= t 2.- Niedermp f- NiederRieder- Weisel. Beifel. 7. Pr. und Georg sschläge, is( 60) ( 50 Mart) Mt.) Konrad Hrch. Jung r 10.- Leihge ohlen, Wa Walther ng- Rupperten 7.- Erbenhausen. und Julius Güll. 5. Preis rige Fob Wit.) Louis 1.) R. Bet Saftiebr. Will12.- Griedel. blen, Wa= Beder 6.erger 2- i ft- Griedel u. je 10 Mart) el- Griebel, Konrad Schlepp 10.- Pohl Göns, W. Romp f- Lang b) 3weijähr. Göns und H. Gorr- Münzenberg. Fohlen, Arbeitsschläge. 1. Preis( 50 Mt.) K. Stee g- Ringelshausen bei Nidda. 2. Preis( 30 Mt.) A. Schmidt- Großen Bused. 3. Preis( ie 20 Mt.) Starl Better- Grund- Schwalheim und Moris Müller- OberHörgen. 4. Preis( je 10 Mt.) Heinrich Görlach 8.Eberstadt und Joh. Mohr- Gambach. 3. 8. Abteilung: a) 3uchtstuten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt, Wagenschläge. 1. Preis( 100 Mt.) Hermann Coburger- Reichelsheim. 2. Preis( 60 Mt.) Wilhelm Wagner- Kirchgöns. Preis( 50 Mt.) Otto Walther- Langd. 4. Preis( 40 Mart) Karl Heil- Bußbach. 5. Preis( 30 Mt.) Wilhelm Weil- Langgons. 6. Preis( 25 Mr.) Daniel Schäfer 2.- Hestem. 7. Preis( 20 Mt.) Wilh. Faber- Kirch- Göns. 8. Preis( 15 Mark) Julius Philippi- Wohnbach. 9. Breis( 10 Mt.) Heinrich Beer 6.- Muschenheim. b) 3uchtstuten mit Fohlen oder nachweis= 1. Preis( 100 lich gedeckt, Arbeitsschläge. 2. Preis( 60 Mart) Heinrich Schmidt= Münch- Leusel. Mart) Konrad Häuser 10.- Nieder- Weisel. 3. Preis( 50 4. Preis Mart Christ. Häuser 4.- Wtw.- Nieder- Weisel. ( 40 Mt.) Otto Schmidt Laubach. 5. Preis( 30 Mt.) Ph. Studt 2.- Nieder- Weisei. 6. Preis( 25 Mt.) Joh. Klippel- Nieder- Weisel. 7. Preis( 20 Mt.) August Heinz Nieder- Weisel. 8. Preis( 15 Mart) Konrad Schimpf- Nieder- Weisel. 9. Preis( je 10 Mt.) Wenzel Saffer 3.- Nieder- Weisel, Hch. Görl a ch- Eberstadt, G. Bill 1.- Nieder- Weisel und Karl Vetter- Grund- Schwalbeim. = Mit der Verteilung der für die Pferdemarkt- Prämiierungen bestimmten Preise an die eben genannten Sieger nahm um 2 Uhr nachmittags auf dem Sportplatz auf Bichlers Hardt die eigentliche Jubiläums- Feier ihren Anfang. Einen der Glanzpunkte derselben bildeten die Konturrenzen, welche gleich den Prämiierungen in 7 Abteilungen zerfie len und mit der Preisverteilung schlossen. 2. 1. Abteilung: Preisreiten. 1. Ehrenpreis Hauptmann Schwendy Gießen auf Fuchsstute Elettra. Ehrenpreis Karl Lot auf Wallach Hettor. 3. Ehrenpreis Oberleutnant Penz auf braunem Wallach Aliegro. 2. Abteilung: Spring- Konkurrenz. 1 Ehrenpreis Hr. Brüdmann- Burghof auf der braunen Stute Mary. 2. Ehrenpreis Oberleutnant v. Penz auf dem braunen Wallach Allegro. 3. Ehrenpreis Oberleutnant Pieper auf der Rapp- Stute Rabbi des Oberleutnants Jebens. 3. Abteilung: Vorfahren von Herrschaftswagen im Privatbesitz. 1. Ghrenpreis Karl Huhn. 2. Ehrenpreis Peter Wagner. 3. Ehrenpreis Karl Brückmann Groß- Karben. 4. Ehrenpreis Junter Nachf.- GieBen. 4. Abteilung: Vorfahren von Geschäfts und landwirtschaftlichen Wagen. 1. Ehrenpreis Wilhelm Hantel, Gemüsehandlung. 2. Ehrenpreis Meßgermeister Ernst Ludwig Sa c. 3. Ghrenpreis Jean Weisel, Mineralwasserhandlung, Gießen. 4. Ehrenpreis Georg Bich I e r- Gießen. 5. Abteilung: Landwirtschaftliches Trab reiten. 1. Preis( 60 Mt.) und Ehrenpreis des Pferde marites Darmstadt Heinrich Brückman n- Neuhof auf buntelbraunem Wallach. 2. Preis( 40 Mt.) Gg. Waldschmidt- Leihgestern auf dunkelbrauner Stute. 3. Preis ( 30 Mt.) Karl Lanz auf Schimmel- Wallach. 6. Abteilung: Jagdreiten mit Auslauf über ausgeflaggtes Gelände. 1. Ehrenpreis Oberleutnant e- bens auf brauner Stute. 2. Ehrenpreis Leutnant Pie= Der Frühung im Garten. Eine Gartenplauderei von Franz Dehling Burgstädt. Frühling im Garten! Welche Fülle erfrischender, belebender Kraft entströmt diesen drei Worten! Klingen sie nicht wie ein Weckruf nach langer, banger Winterzeit? Recen und streden wir nicht die Glieder im warmen Sonnenschein angesichts der erwachenden Natur? Hörst du nicht draußen die Meifen locken, die Finken schlagen, die Amsel flöten? Tönt nicht durch die ganze Natur ein einziger, gewaltiger Afford, der uns alten und jungen Gartenfreunden ermunternd zurust:„ Hinaus in den Garten zu fröhlichem Treiben und Schaffen!" Nun, wohlan! Der Garten braucht uns auch. Das sehen wir schon beim ersten Rundgang, auf welchem ich selbstverständlich meine bessere Häfte mitnehme, denn sie hat scharfe Augen und die halbe Gartenbibel im Kopfe. Das Handwertszeug, wie Spaten, Schaufeln, Hacken usw. ist bereit; denn es hängt schon seit vorigen Herbst ausgebessert, gereinigt und eingefettet im Schuppen. Die Witterung ist günstig, die Erde ist frostlos und trocken. Es lann jeden Augenblick die Arbeit beginnen. Der Garten, im vorigen Jahre so sauber in den Winter gegangen, sieht zwar lustig aus, dürre Aeste vom Birnbaum, zusammengefegtes Laub aus den Nachbargärten, hier hat der Sturm eine zerbrochene Fensterscheibe aufs Beet geweht, da hat uhs so ein Bruder Straubinger drüben aus der Penne seine abgelaufenen Schuhe hereingeworfen, und hier! welches Ledermaul mag wohl unseren Garten mit den leeren Sardinendosen bedacht haben? Als obs für solche Dinge keinen anderen Platz gäbe! Und nun, Frau, steh' mal hier die Bescherung. Da hat der Schneedruck den schönen Tarus ganz umgelegt! Du hättest sollen- " " Jawohl, ich weiß schon. Ich hätte sollen den„ Böttner", den du im Kopfe hast, in den Beinen haben, hätte sollen nach dem ersten großen Schneefall durch den hohen Schnee waten und den armen Tarus von seiner Last befreien. Wenn die Herren vom Rathaus tommen „ Na, Alterchen, brumme nur nicht schon am ersten Tage. Gleich hat sich vor Schreck die Sonne vertrochen. Wenn der neue Gartenmann, der Heßler, da ist, schlägt er ein Pfählchen hinter dem Tarus ein und bindet ihn wieder auf!" „ Selbstverständlich, meine Liebe! Hilf' nur auch mit daran denken, wenn der Mann da ist. Und jetzt sieh' nochmal. Dort hat der Sturm auch den Meisentasten her untergeworfen, und hier den Zaun hereingedrückt. Da, da ist auch ein Baumpfahl los!. H Na ja, Männe, es gibt jedes Frühjohr so ein großes Gartenreinemachen, das ist doch eine alte Geschichte." „ Sie bleibt aber ewig neu!" " Und, nicht wahr, Alterchen, wenn der Heßler da ist, läßt du ihn zuerst den Rasen mit abfehren und sagst ihm, daß er dabei die Schneeglöckchen, Crocus und anderen Trupps hübsch in Ruhe läßt?" 3u Befehl, gnädige Frau!- " Män- ne!! Nun schau mal, wie hübsch Heßler in den zwei Tagen, wo du nicht raustonntest, alles besorgt hat. Der Mann scheint mir gar nicht so unrecht, aber denke nur, als ich ihn gestern nachmittag fragte, ob er ein Glas Bier oder ein Schnäpschen haben wolle, meinte er ganz treu herzig: Ein Glas Bier, bitte, das Schnäpsel trint' ich nachher." So ein Filou! Wie der's versteht, aus einem alten Witz die Nubanwendung zu ziehen! Morgen früh tommt er wieder. Da sollst du ihm sagen, was er noch zu machen hat." " per auf Rapp- Stute. 3. Ehrenpreis Oberleutnant von Penz auf braunem Wallach. 7. Abteilung: Landwirtschaftliches Galoppreiten. 1. Preis( 60 Mt.) Karl Brüd= mann- Burghof auf brauner Stute. 2. Preis( 40 Mark) Julius Frensdorf- Gießen auf Rappstute. 3. Preiz ( 30 Mr.) Karl Christ auf brauner Stute. An diese festlichen Veranstaltungen, welche ganz gewiß bei allen Besuchern noch lange in der Erinnerung fortle= ben wird, schloß sich um 7 Uhr im Hotel„ Großherzog von Hessen" ein großes Festessen, das ein besonders feierliches Gepräge durch die Anwesenheit des Oberbürgermeiſters Mecum und der Vertreter unseres Kaiser- Regiments gewann. Den ersten Trinkspruch brachte Oberstleutnant Schmidt mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm u. Großherzog Ernst Ludwig aus, in das die Anwesenden freudig einstimmten. Als zweiter Redner sprach Brauereibesitzer Bichler, der ganz besonders die selbstlose Arbeit der Pferdemarkts- Prämiierungs- und Sportausschüsse hervor hob und in warmen Worten der Tätigkeit der zu denselben gehörenden Herren Anerkennung zollte. Oberbürger= meister Me cum dankte den Veranstaltern im Namen der Stadt Gießen und feierte in beredten Worten namentlich den Pferdemarktsausschuß. Der übrige Teil des Abends verlief in einer alle Anwesenden auf das beste befriedigenden Weise und wir sind überzeugt, daß die Jubiläums- feier auch bei den Veranstaltern der Festlichkeiten das beste Andenten hinterlassen haben wird. Jahns Prozeß. Herr Dr. W. Meyer- Hamburg hat nach gedruckten Briesen Jahns im 2. Heft des 138. Bandes der„ Preußischen Jahrbücher" eine treffliche Darstellung der Verfolgung Jahns und ihrer empörenden, fast undentbaren Frevel gegeben, deren Träger und Veranlasser der berüchtigte„ Geheimrat ron Kampp", der würdige Genosse eines Schmalz", war, der den Polizeiminister von Wittgenstein ganz in seiner Hand hatte. In der Nacht vom 13. bis 14 Juli 1819 wurde Jahn am Krantenbett seiner sterbenden Tochter verhaftet, am 110. Tage seiner Haft wurde Jahn zum ersten Male richterlich vernommen. Am 15. Februar 1820 erklärte die endlich eingesetzte richterliche Kommission,„ daß den Jahn in feinem Falle eine Strafe treffen könne, die seine Haft während der Untersuchung rechtlich begründet, er daher seines Arrestes zu entlassen sei." Dreimal wurde der Antrag wiederholt, aber erst am 31. Mai, also nach 3½ Monat, entschied der König, daß er entlassen, daß ihm aber Kolberg unter Aufsicht des dortigen Kommandanten als Aufenthalt anzuweisen sei. Nach 4½ Jahren wurde Jahn wegen drei Anklagepunkten freigesprochen, wegen eines vierten aber ohne Anrechnung der ihm zugefügten Freiheitsberaubung zu zwei Jahren Festung und zu den Kosten verurteilt, nach weiteren 14 Monaten erfolgte endlich die Freisprechung! Eine gewisse Beschränkung für sein Wohnen, fern von einer Universität und besonders von Berlin, verblieb aber doch noch! Und was Jahn getan und gewünscht hatte, war das gleiche, was ein Freiherr von Stein, ein Scharnhorst, ein Gneisenau, ein Schleiermacher als Lebensziel erkannten! Rührend ist ost der Inhalt seiner Briefe aus der Haft, prächtig vor allem aber der Freimut in seinen vielfachen Eingaben und Beschwerden an die UnMedizin. und techn. Drogen, Chemikalien, Materialwaren, Chemische Spezialitäten eigener Fabrikation. Otto Schaaf, Gießen, Gegründet 1883. Seltersweg 39. Fernspr. Nr. 45. Klein- und Großhandel. Auskunft über chem. technische Fragen Am anderen Morgen war ich schon früh auf den Beinen und erwartete meinen Heßler. Der Mann war früher mit einem Landschaftsgärtner Gärten vorrichten und Zaunschneiden gegangen, man konnte also schon etwas Verständnis bei ihm voraussetzen. Und pünktlich war er da. Bisher gewöhnt, das meiste selbst zu tun, und daher etwas mißtrauisch gegen jede neue Arbeitskraft, glaubte ich, dem Manne erst ein bißchen auf den Zahn fühlen zu müssen, und deshalb richtete ich die Frage an ihn:„ Nun, Heßler, was glauben Sie, was es hier noch zu tun gibt?" " Sagen Sie mir lieber selbst", meinte er, was ich schaffen soll, damit ich keinen Schaden anrichte," denn in einem Garten steckt jetzt mancherlei noch drinne." „ Recht so!" erwiderte ich, und wir begannen unseren Rundgang. „ Da haben wir hier den wilden Winkel. Machen Sie vorerst die junge, eingegangene Konifere heraus. Die abgestorbenen Farnwedel lassen Sie nur ganz ruhig liegen. Das überwuchert hier alles, man sieht später keine Handbreit Boden mehr. Der Winkel hält sich etwas feucht. D'rum sehen Sie auch noch Dotterblumen, Trollblumen, Spiräen und dergl. mehr angepflanzt." " Die Deußiengruppe hier ist noch zu schneiden( das alte Holz heraus, und dann die Spizen etwas stußen), und der Boden darunter leicht umzugraben. Sehen Sie sich aber vor! Vorne am Rand, von hier bis da, liegt eine zwiebeleinfassung( Scilla campanulata). Das dürre Laub graben sie überall mit unter." " Jawohl, Herr! Da mache ich immer zwischen den Sträuchern ein Loch, ziehe das Laub hinein und decke es beim eitergraben mit Erde zu". „ So ist's ganz richtig, Heßler. Mit dem unteren Teil der Rabatte verjahren Sie genau so." den?" „ Soll ich die Weigelie an der Ecke da unten mit schnei " Nein, das tun wir erst nach der Blüte." " Und wie ist's denn hier in der anderen Ecke mit dem wilden Jasmin?" „ Dem schneiden Sie bloß die vorjährigen jungen Ruten aus. So lange dieser Strauch blüht, tut man das jedes Jahr, weil man ihm sonst mit dem alten Holz die Blüten wegschneidet. Erst wenn er nicht mehr blühen will, läßt man die jungen Ruten stehen, lichtet aus und schneidet das alte Holz zurück." „ Das ist mir neu. Darum hat draußen beim. Rechtsanwalt Zimmer, wo ich auch vorrichte, der wilde Jasmin nie geblüht." a haben " Nun sehen Sie mal; da haben Sie ja gleich was geDen wilden Wein an dem Bogen über der Garlernt. tenpforte habe ich, wie Sie sehen, schon vorigen Herbst ausgeschnitten und angeheftet. Darüber legen Sie noch locker die langen Loden der Crimson Rambler, die hier bereits an der Säule aufgebunden ist. Die paar Gemüsebeete da drüben lassen wir vorläufig noch liegen; sie sind schon vorigen Herbst gestürzt und gedüngt worden. Das Vorrichten machen wir erst furz vor dem Bepflanzen. Daß wir nur nicht verabsäumen, die Rasentanten abzustechen! Es ist doch am Ende wohl besser, Heßler, ich gebe Ihnen einen fleinen Merkzettel, damit nichts vergessen wird." „ Ich vergesse nichts." " Män- ne!! darf ich dich mal stören?" " Na, und ob, fomm' nur her! Was hast du denn?" " Horch mal, Alterchen, was Böttner hier über„ Nestraupen" schreibt, also: dem, der im Winter die laublosen Bäume besichtigt ein zeitweiser Rundgang ist auch im Winter nötig- tersuchungsbehörden. Seinem Leben, seiner freien Bewegung, seinem Schaffen haben seine Verfolger ein Ende gemacht, sein Werk lebt aber fort, und in seinem Geiste wollen wir es immer weiter seinem erhabenen Ziele, der Gesundung des deutschen Volkes an Leib und Seele, zuführen helfen! Dr. F. Goetz. Deutsche Volksgenossen! Das Polentum aller Länder rüstet sich, den Tag festlich zu begehen, an dem vor einem halben Jahrtausend auf dem Schlachtfelde von Grunewald bei dem Orte Tannenberg die Macht des deutschen Ordens, der eine Vertretung des ganzen Deutschtums darstellte, unter dessen Leitern sich so viele Süddeutsche, Schwaben und Franken befanden, dem polnischen Gegner erlag. In der Vorfeier, die man im der vorigen Jahre bereits in Kratau, dem Mittelpunkte polnischen Nationalbewegung, begonnen hat, klang die Hoffnung und Zuversicht auf ein zweites Tannenberg durch alle Reden. Wir wissen, worauf das Polentum diese Hoffnung gründet, und wie es den neuen Sieg über das Deutschtum vorbereitet. Es ist eine soziale und wirtschaftliche Entwic lung, die seine nationalen Hoffnungen immer von neuem belebt; durch den Aufbau eines eigenen Wirtschaftskörpers soll der Weg zur politischen Selbständigkeit geebnet werden. Wenn das Polentum heute auf ansehnliche Erfolge in dieser Richtung zurückblicken tann, so verdantt es sie nicht zuletzt dem nationalen Opfersinn, der sich immer wieder bewährt hat, wenn ein nationales Werk gefährdet, oder ein nationales Ziel erreichbar erschien. Eben jetzt wieder gibt es einen glänzenden Beleg dieser Opferfreudigkeit, indem es für die sogenannte Grunwaldspende zur Erinnerung ihres Sieges von Tannenberg bisher nicht weniger als 1 200 000 Kronen aufgebracht hat, eine Summe, die, gemessen an der Zahl und dem Wohlstande des Voltes, als außerordentlich groß bezeichnet werden muß. Deutsche Volksgenossen! Lasset Euch diesen Opfermut ein Vorbild sein! Der Deutsche Ostmartenverein sieht sich in seinen Bemühungen, dem Vordringen des Polentums Einhalt zu tun, das Deutschtum zu sammeln und wirt= schaftlich zu stärken, täglich gehemmt durch den Mangel an Mitteln. Daher wenden wir uns am heutigen Tage, der dem Gedächtnisse des großen Kanzlers Otto von Bismarc gilt, des eigentlichen Gründers des Ostmarkenvereins, mit der herzlichen und dringenden Bitte an Euch, für unseren Ostmartenschatz, dessen Mittel ausschließlich dem ostmärkischen Deutschtum zugute kommen, Eure Hände zu öffnen und ihm auch in den Kreisen Eurer Freunde und Bekannten opferfreudige Spender zu erwerben. Sorget durch eine deutsche Tannenbergspende, daß nicht auch der Gedenktag jener verhängnisvollen Schlacht noch unserem polnischen Gegner zu einem Triumphe über seinen deutschen Feind verhelfe. Spenden, über die in der„ Ostmart" öffentlich quittiert werden wird, werden erbeten an die Direktion der Disconto Gesellschaft zu Berlin W. 8, Un ter den Linden 35 oder an das Posts checkkonto des Vereins, Berlin NW. 7, Conto Nr. 4696, unter der Bezeichnung:„ Spende für den Ostmarkenschap". Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Backe mit Reeses Backwunder fallen an einzelnen Zweigen hängengebliebene Blätter auf. Beim genauen Nachsehen läßt sich erkennen, daß sie mit feinsten Fäden zu einem Knäuel zusammengeballt und an den Zweigen festgetittet sind. In diesem Knäuel aber stecken unzählige, winzige Räupchen des Goldafterschmetterlings, die hier überwintern; der Frost tut ihnen nichts, und im Frühjahr fressen sie sich an den Blättern der Bäume groß, wobei ganze Zweige tahl werden. Soweit darf es nicht tommen 2c. " Nun schau mal hinauf Männe, in die Krone des Danziger Kantapfels. Da sitzen welche!" " Ja, wirklich, Mutterchen, dem Ungeziefer wollen wir doch gleich ein Feuerchen unter das Bett machen.- So, an diese Wäschestüße habe ich provisorisch-" „ An meine Wäschestüße!?" " Jawohl! habe ich provisorisch mit Draht einen spiritusgetränkten Schwamm gebunden, den brennen wir an und halten ihn unter die Nester. So- 0-0-0-0. Wie das schmort!" „ Aha, Heßler, Sie möchten wohl gern wissen, was das für ein Buch ist? Wir nennen es unsere Gartenbibel: " Böttners Gartenbuch für Anfänger", erschienen bei Trowißsch u. Sohn in Frankfurt a. d. Oder. In dem Buche hat man alles schön beisammen, was man als Gartenbesizer und Gartenfreund wissen muß. Und dann die vielen Abbildungen Aber, Sie werden frühstücken wollen, Heßler, da möchte ich Ihnen nur schnell noch das nötige für's Rosenrundell sagen. Nehmen Sie vor allem das Decktreisig vorsichtig ab, damit teine jungen Triebe von den schon treibenden Rosen abgerissen werden. Und wenn Sie die Rosen aufschneiden und aufbinden, werden Sie einige in die Erde gelegte Otulanten finden, die brechen Sie mir beim Herausnehmen ja nicht ab! Die Rosenpfähle liegen in der Laube oben. Heften Sie die Rosen nur getrost mit diesem Bindfaden an; ich habe keine Weidenruten. Dann graben Sie das Rundell um, bringen dabei den Lehm der alten ausgebrannten Hauswand mit unter und jauchen zuletzt tüchtig. Die Kleinigkeiten, die es noch zu besorgen gibt, tue ich selbst, und nun fangen Sie in Gottes Namen an. In vier Wochen, wenn der Sand für die Wege bereit liegt, sehen wir uns doch wieder?" " Frauchen! Heßler ist fertig und gegangen. Hat alles recht schön gemacht und nichts vergessen. Nun fange ich erst an, wieder ruhig zu werden. Es ist doch ein kleiner Schmuckkasten, unser Gärtchen! Uebrigens will ja dein Bruder, der Professor- Schwager, um Östern herum zu Besuch kommen und, du weißt, sein erster Gang richtet sich immer nach dem Garten, vollends jetzt, da er mit seiner Wohnung ein Gärtchen ermietet hat, wonach er längst schon trachtete." " Alterchen, da fällt mir eben ein, daß in vierzehn Tagen sein Geburtstag ist. Wenn wir ihm tönnten für sein Gärtchen eine Freude machen; vielleicht einige schöne Stauden oder Rosen?" neuen Hinschicken? Nein, Schab, die fann er sich nach seinem Geschmack dort besser selbst taufen. Da weiß ich was viel, viel Wertvolleres, das ihm riesige Freude machen wird!" „ Und das wäre, Schat!?" „ Böttners Gartenbuch für Anfänger." enbuch Eine Gartenbibel!" Nun, Mutterchen, fomm' mit hinaus auf die Bant, Die Sonne meint's gut und das Gärtchen schaut blant. Man wird wieder jung in der wohligen Luft, Schon spürt man den lieblichen Blütenduft Sieh'! Sieh! Da kommen die Entel ja! Willkommen! Der lebende Frühling ist da! Kreuzstern Alle neun! 1. Unschädlichkeit 2. Wohlgeschmack 3. Billigkeit 4. Bekömmlichkeit 5. Bequemlichkeit 6. Haltbarkeit 7. Ausgiebigkeit 8. Reinheit 9. Bewährtheit. Alle diese Vorzüge vereinigt in sich Kathreiners Malzkaffee! Keine Nachahmung und erst recht kein ,, lose ausgewogener" Malzkaffee kommt ihm deshalb auch nur annähernd gleich. --Bruchleidende-- Freibant. Heute und morgen Gefalzenes Stier fleisch 45 Pfg. Mein Bruchband ,, Ideal" ohne Feder, eigenes System, auch bei Nacht tragbar, bietet die grösste Erleichterung und hält unter Garantie jeden Bruch zurück. Leib- und Vorfallbinden, Geradehalter, Gummistrümpfe 000000000000024 usw. Bin wieder selbst mit Mustern anwesend in Giessen, Braubach& Fischer Samstag, den 9. April, von 9-12 Uhr im Hotel ,, Kobel". Bandag.- Spezialist Eugen Frei, Stuttgart, Vogelsangstrasse 41. Sarglager der Bestattungsgenossenschaft der freten Schreinervereinigung Gießen Fritz Rosenbaum Löwengasse 20. He Telephon 692. Färberei Grösster Betrieb dieser Branche im 00000000. 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Veräußerung Anteils an ei 1 bezeichneten ein Los, ein Art zum Erh hält, wird m gleiche Straf Geschäft oder wirft. Ist die die Losehand werbsmäßige legen, Ausste eines Loses, Anteilscheins, terieplans in so tritt Geld Jede ci mentlich jed Ausstellen, abschnittes, Angebots, e besonders s einzelnen H heitlichen V führen sind. Artikel titel 2 bezeic ift, abermals Fällen des 3u 1500 Geldstrafe v Artikel 4 Geldstrafe vo ner rechtsfrä Sikung Da fich anfchlag fil die Beratu ringe Ansp nichtsdestow Gelegenheit der Wichtig mur 2 leere verordneten Puntt Buntte glied teits gemeld ihren Mauer beranlaßt, d Diesmal wie Den früheren Buntt 2 bahn. G