8 1 Mk. zig. kranke raße) -7 Uhr. nfen und An Heilstätten. on Anftedung. Volt. alkasche -bor ofthaufenrk abzugeben. r. X sen. Fahrrad teressent, der uns Wir liefern die arke Sturmvogel. Reifen, Glocken, Pedale, Ketten, issel, Schlosser, le, die zu einem schine gebraucht nd billig beziehen gesucht. er BerlinHalensee 226. Gießen. Den: und Tapezierer, 1 Fahrbursche, mädchen, zwei Maschinisten, er, 1 Kellner, Anstreicher, ein 2, 3 Taglöhner, Saufmädchen, 1 Handlungs acht und die Oktob. 1910 Fletchpreife in Stehen g 84-92 fg. 86-88 0.80-96 preise in Sieg- a gbrot 2 kg 62 Pf. argbrot 2kg 54ẞf. chenmartie fofleten ber Bfb. 80-96 Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) o vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus.- Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 131. ES - # 56 nindzsil monitisuradimo vamia 900 96 1 Bekanntmachung. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei = des Großherzoglichen Polizei Amfes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. 73 Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Donnerstag, 6. Oftober 1910 Amtliche Bekanntmachungen. Die nachstehenden Bestimmungen, die am 1. Oftober 1. Jahres in Kraft treten, bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 30. September 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Die gemäß§ 15 Abs. 3 der Branntweinsteuer- Befreiungsordnung von mir erlassenen Bestimmungen über Art und Anbringung des Verschlusses an Behältnissen des zum Kleinhandel bestimmten vollständig vergällten Branntweins werden nachstehend bekannt gegeben. Berlin, den 18. März 1910. Der Reichsfanzler. ch z fan J. V.: Wermuth. 11 Bestimmungen über Art und Anbringung des Verschlusses an Behältnissen des zum Kleinhandel bestimmten, vollständig vergällten Branntweins. 1. Vollständig vergällter Branntwein dars im Klein= handel nur in Behältnissen von 50, 20, 10, 5 und einem Liter Raumgehalt feilgehalten werden, dte verschlossen und mit einer Angabe des Alkoholgehaltes versehen sind.(§ 109 des Branntweinsteuergesetzes.) 2. Die zum Kleinhandel mit vollständig vergällten Branntwein bestimmten Behältnisse müssen so beschaffen sein, daß nach Anlegung der vorgeschriebenen Sicherung( 3iff. 3) Branntwein nur durch eine Spuren der Gewalt hinterlass= ende Beschädigung entnommen werden kann. Diesen Anforderungen genügen am besten Behältnisse aus Metall, Glas, Ton oder ähnlichen Stoffen. Behältnisse mit einem Raumgehalte von 20, 10, 5 oder einem Liter dürfen nur ene Deffnung, solche mit einem Raumgehalte von 50 Liter dürfen höchstens zwei Deffnungen haben. Die Deffnun gen müssen dicht verschließbar und so eingerichtet sein, daß gegen unbefugtes Einwirken auf den Inhalt eine besondere Sicherung angelegt werden kann. 3. Als Sicherung sind zulässig Draht, Schnüre, Bänder 2c. aus Metall, Gespinsten, Pappe oder anderen haltbaren Stoffen, deren Enden durch einen Metallverschluß zusammengehalten werden, an Behältnissen aus Holz auch Bleche, Scheiben oder dergleichen, die aber nicht aufzunageln, sondern aufzupressen sind. Beim Anbringen müssen diese Metall- Verschl? sse, Bleche u. s. w. eine Prägung des vom Hauptamt bestimmten Kennzeichens( 3iffer 4) erhalten. Die Anbringung vorher geprägter Verschlußstücke ist nicht ftatthaft. Ein Lösen der Sicherung und in Sonderheit ein Abnehmen des Metallverschlusses darf ohne Hinterlassung von Spuren der Gewalt nicht möglich sein. 4. Das Kennzeichen besteht in einem großen lateinischen Buchstaben, der die Direktivbehörde, einem kleinen la teinischen Buchstaben, der das Hauptamt bezeichnet, und einer Nummer in arabischen Ziffern. 5. Jedes Behältnis muß eine nicht abwischbare, licht und wasserbeständige Bezeichnung des Raumgehaltes sowie eine Angabe derjenigen Stärke nach Gewichtsprozenten aufweisen, welche das Alkoholometer in dem vollständig ver gällten Branntwein bei 15 Grad Wärme nach Celsius anzeigt; daneben darf auch noch die Altoholstärfe in Raumprozenten angegeben werden. Die Bezeichnung des Raumgehalts sowie die Angabe der Stärke fann auch auf Etiketfen erfolgen, die mit Klebstoff auf den Behältnissen befestigt werden. Einer amtlichen Eichung der Behältnisse bedarf es nicht. Abweichungen von der Raumgehaltsangabe sind zulässig: ibs zu einem Liter für Behältnisse von 50 Liter Raumgehalt, 20 10 " "! " " 1 " 1 5 " 1 " 11 einem " 17 0,50 " " " " " 0,4) " If " 1 0,25 " " Jef. p. Pfd. 96 " " 1 0,07 " " Bfb. 86-88 Der Pfd 60-84 Abweichende Angaben hinsichtlich der Stärke des voll= ständig vergällten Branntweins sind zulässig bei Behält= Hundertteilen. Die wirkaus anderen Stoffen bis zu hundertteilen, bei Behältnissen Rilo 7.00-8.00 isen aus Holz bis 6.00-8 00 Std. 0.10-9.20 liche Stärke darf niemals hinter der in§ 15 Abs. 4 der tr. t. 03.06-0012 00.10-00.20 0.50-0.00 0.000 Branntweinsteuer- Befreiungsordnung vorgeschriebenen Mindeftgrenze zurückbleiben. 3919 6. Wer Behältnisse der angegebenen Art mit vollstän 20 dig vergälltem Branntwein für den Kleinhandel befüllt, ist berpflichtet, die Behältnisse im Anschluß an die Befüllung zu verschließen und mit einer Bezeichnung des Raumge halts und Angabe der Stärke des Branntweins( Ziffer 5) zu versehen. 1 Pfd 10-15 unter Anbringung der vorgeschriebenen Sicherungen( 3iff. 3) ver). Leipzig alten. e. 7.9 Wer Behältnisse nach Ziffer 6 befüllen und verschlie ßen will, hat dies vorher dem Hauptamt und der Ortspolizeibehörde schriftlich anzumelden und dabei den Raum anzugeben, in dem die Behältniſſe befüllt und die Sicher ungen angebracht werden sollen. 8. Das Hauptamt trägt die Anmeldung in ein Verzeichnis ein, erteilt über sie eine Bescheinigung und bestimmt das Kennzeichen( 3iffer 4), das an den Verschlüssen( 3iffer 3) anzubringen ist. 9. Das Befüllen der Behältnisse darf nicht in dem Kaume vorgenommen werden, in dem der Branntwein feilgehalten wird. 10. Die Si Sicherungen sind anzubringen, bevor die Behältnisse in den zum Feilhalten bestimmten Raum geschafft werden. Wer ausweislich des Kennzeichens die Sicherung angebracht hat, haftet für die Richtigkeit des Inhalts der Behältnisse. STICA 11. Sicherungen, die von Beamten aus Anlaß der Nachprüfung abgenommen werden, sind durch amtliche Verschlüsse zu erseßen, wenn derjenige, bei dem nachgeprüft wird, feine Einrichtungen besißt, um neue Sicherungen an zulegen.and dun 12. Die Steueraussicht regelt der§ 28 der Brannt= weinsteuer- Befreiungsordnung. 13. Buwiderhandlungen werden nach den Vorschriften im siebenden Abschnitt des Branntweinsteuergesetzes bestraft. 14. Werden die Fehlergrenzen( 3iffer 5) absichtlich ausgenutzt, um den Abnehmer des vollständig vergällten Branntweins zu täuschen, so kann die Direktivbehörde dem Schuldigen die Befugnis entziehen, Behältnisse mit vollständig vergällten Branntwein mit der vorgeschriebenen Sicherung zu versehen. 15. Die vorstehenden Bestimmungen treten am 1. Ottober 1910 mit der Maßgabe in Geltung, daß die zum Feilhalten vollständig vergällten Branntweinz vor dem 1. Oftober 1909 im Gebrauche gewesenen Behältnisse bis zum 30. September 1912 auch dann weiter benutzt werden dür fen, wenn sie der Bestimmung über den Raumgehalt( 3iffer 1) nicht entsprechen, vorausgesetzt, daß sie durch Anbringung der in Ziffer 3 vorgesehenen Sicherungen verschlossen werden können(§ 150 des Branntweinsteuer- Gesetzes,§ 15 Abs. 3 der Branntweinsteuer- Befreiungsord= nung). edritut Bekanntmachung. Betr.: Vollzug des Stellenvermittlergeseßes vom 2. Juni 1910. Wir bringen nachstehend zur Kenntnis der Beteiligten: 1. Auszug aus dem Stellen vermittlerge= set vom 2. Juni 1910, im 2. den gemäß§ 5 des Reichsgesetzes und 2. der Hess. Vollzugsbekanntmachung festgesetzten Gebühren tarif für gewerbsmäßige Stellenvermittler Kreise Gießen. Reichsgesetz und Gebührentaris sind heute in Kraft getreten. Gießen, den 1. Oftober 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Auszug aus dem Stellenvermittlergesch vom 2. Juni 1910. 1. C Für die den Stellenvermittlern zukommenden Gebühren werden von der Landeszentralbehärde oder den von ihr bezeichneten Behörden nach Anhören des Trägers des öf= fentlichen Arbeitsnachweises, von Vertretern der Stellenvermittler, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer Taren festgesetzt. Eine Gebühr darf nur erhoben werden, wenn der Vertrag infolge der Tätigkeit des Vermittlers zustande kommt. Haben beide Teile diese Tätigkeit in Anspruch genommen, so ist die Gebühr von dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer je zur Hälfte zu zahlen; eine entgegenstehende Vereinbarung zu Ungunsten des Arbeitnehmers ist nichtig. Neben den Gebühren dürfen Vergütungen anderer Art nicht erhoben werden. Die Erstattung barer Auslagen darf nur insoweit gefordert werden, als sie auf Verlangen und nach Vereinbarung mit dem Auftraggeber verwendet und als notwendig hinreichend nachgewiesen sind. Die Stellenvermittler sind verpflichtet, dem Stellensuchenden vor Abschluß des Vermittlungsgeschäfts die für ihn zur Anwendung kommende Tare mitzuteilen. Die Tare ist in den Geschäftsräumen an einer in die Augen fallenden Stelle anzuschlagen. Die Vorschriften des Abs. 2 gelten nicht für die Herausgabe von Stellen- und Vakanzenlisten. 2. Die Stellenvermittler dürfen Dienstbücher( Gesindebücher), Arbeitsbücher, Zeugnisse, Ausweispapiere und sonstige Gegenstände, die aus Anlaß der Steilenvermittlung in ihren Besitz gelangt sind, gegen den Willen des Eigentümers nicht zurückbehalten, insbesondere an solchen Gegenständen ein Zurückbehaltungs- oder Pfandrecht nicht ausüben. 3. Mit Geldstrafe bis zu 600 Mark oder mit Haft wird 1. Hausbedienstete( Diener, Kutscher, Wirtschafterinnen, Stüßen, Kindergärtnerinnen, Kochpersonal im Haushalte, bestraft ein Stellenvermittler, der 1. den Gewerbebetrieb ohne die vorgeschriebene Erlaubnis unternimmt oder fortsetzt, 2. seine Tätigkeit zu Anpreisungen für eigene oder fremde Gewerbebetriebe benutzt, oder den Stellensuchenden verpflichtet oder anhält, aus seinem oder einem von ihm bezeichneten Gewerbebetrieb oder Handelsgeschäfte Waren zu entnehmen, 3. die amtlich festgesette Tare überschreitet, oder sich außer den tarmäßigen Gebühren Vergütungen anderer Art von dem Arbeitnehmer oder dem Arbeitgeber gewähren oder versprechen läßt( 1. Abs. 1 bis 3), 4. es unternimmt, einen Arbeitnehmer zum Bruche eines ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. tl Ingutral die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. 3. Telephon: Nr. 362. 21. Jahrg. 3915 mdon 1st eingegangenen Arbeitsvertrages zu verleiten. War der Täter wegen der im Abs. 1 bezeichneten Zuwiderhandlungen rechtskräftig verurteilt worden und begeht er innerhalb 5 Jahren wiederum eine solche Zuwiderhand lung, so wird er mit Geldstrafe von 100 bis 600 Mart oder mit Haft bestraft. 4. Mit Geldstrafe bis zu 150 Mt. oder mit Haft wird bestraft ein Stellenvermittler, der den Vorschriften unter 1. Abs. 4 und 2. zuwiderhandelt. Gebührentarif für gewerbsmäßige Stellenvermittler im Kreise Gießen, gültig ab 1. Oftober 1910. TH Die Gebührentaren betragen, wenn vermittelt werden: Dienst, Stuben und Hausmädchen), sowie sonstiges männ liches oder weibliches Dienst- oder Hauspersonal a) nach dem Wohnsitz des Stellenvermittlers 3 Mark, b) nach auswärts 4 Mart, 2. Männliches oder weibliches Aushilfspersonal für bestimmte Arbeiten oder Gelegenheiten( 3. B. Servier-, Pub, Koch, Waschfrauen, Näherinnen): 40 Pfg. 3. Gast und Schantwirtschaftspersonal( Kellner, Köche, Zäpfer, Bufettdamen, Köchinnen, Hausdiener, Pförtner, Kellnerinnen), sowie alles sonstige männliche oder weibliche Personal: aid asd e a) nach dem Wohnsitz des Stellenvermittlers 2 Mart, b) nach auswärts 3 Mart. 4. Aushilfsstellen für bestimmte Arbeiten oder Gelegenheiten der unter Nr. 3 genannten Art: 40 Pfg. 5. Gewerbliche Gehilfen: 2 Mart. Haben beide Teile die Tätigkeit des Stellenvermittlers in Anspruch genommen, so ist die Gebühr je zur Hälfte von dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer zu zahlen; eine entgegenstehende Vereinbarung zu Ungunsten des Arbeitnehmers ist nichtig. Eine Gebühr darf nur erhoben werden, wenn der Vertrag infolge der Tätigkeit des Vermittlers zustande kommt. Bekanntmachung. von Zu vergeben sind aus der Elisabeth SchmidtStiftung 4 Gaben von je 17.- Mr. an bedürftige un bescholtene unverheiratete Dienstmädchen im Alter über 50 Jahren, und 9 desgleichen an arme Witwen. Meldungen bis 31. Oftober 1910 beim Armenamt, Afterweg 9. Gießen, den 3. Oktober 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Keller. Bekanntmachung. Die Besizer von Obstbäumen der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, zur Bekämpfung der Obstbaumschädlinge sämtliche Obstbäuße bis Mitte November gehörig abtraben und mit Kallmilch( gelöschtem Kalk, der mit viel Wasser verrührt ist) bestreichen zu lassen. Gießen, den 4. Oktober 1910. Bürgermeisterei. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Betrifft: Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit. Die Besißer von Tauben werden unter Hinweis auf Artikel 39, 3iffer 2 des Feldstrafgesetzes vom 13. Juli 1904 aufgefordert, ihre Tauben wegen der Saatzeit bis 15. Oftober 1910 einzuhalten. Diese Betanntmachung findet auf die Militärbrieftauben teine Anwendung. Gießen, den 1. Oktober 1910. Großherzogliche Bürgermeisterei. J. V.: Seller. Bekanntmachung. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 29. September 1910. Bürgermeisterei. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Betrifft: Landespolizeiliche Prüfung des Entwurfs der Aenderung der Anlage einer Feldbahn mit Lokomotivbetrieb zwischen der Gail'schen Dampfziegelei und der Tonwarenfabrik zu Gießen. Der Plan zur Aenderung der Feldbahn mit Lotomotivbetrieb zwischen der Gail'schen Dampfziegelei und der Tonwarenfabrit zu Gießen liegt vom 29. September big zum 6. Oftober 1910 zur Einsicht auf der Bürgermeisterei Gießen offen, woselbst Einwendungen gegen das Projekt, welche sich auf Ansprüche wegen Verlegung und Aenderung öffentlicher Wege, An- und Zufahrten auf Grundstücken, Einfriedigungen, Wasser- und Vorflutverhältnisse 2c. sowie die Herstellung von Schußvorrichtungen zur Sicherung gegen die aus dem Bahnbetrieb entstehenden Gefahren und Nach= teile beziehen, bei Meidung des Ausschlusses binnen dieser Frist vorzubringen sind. Großh. Kreisamt Gießen. Gießen, den 24. September 1910. J. V.: gez. Dr. Merck. Bevolution in Portugal. Seit dem blutigen Königsmord vom 1. Februar 1908 war es in Portugal nicht ruhig geworden. Dumps lastete das drohende Gewitter der Revolution über dem unglücklichen Lande und der junge König Manuel war nicht Manns genug, das drohende Unheil von seinem Lande abzuwehren. Nur spärlich gelangten in letzter Zeit Nachrichten aus Portugal in die übrige Kulturwelt. Eine strenge Zensur waltete ihres Amtes. Aber was auf Umwegen über Madrid schließlich doch an Meldungen über portugiesische Zustände durchsickerte, das ließ die Verhältnisse in dem aufZu ruhrdurchwühlten Lande schwierig genug erscheinen. allerletzt hat man es noch einmal mit Auflösung des Parlaments und mit Neuwahlen versucht. Dies ist dann wohl, so weit sich das jetzt schon beurteilen läßt, der Anfang vom Ende gewesen. Nach den Wahlen schien zwar einige Ruhe in Portugal eingetreten zu sein, aber die Ruhe war nur scheinbar. Alle Anzeichen sprachen dafür, daß Portugal einer schweren Zeit entgegenging. Zwar war es gelungen, eine republikanische Mehrheit im Parlamente zu verhindern. Aber damit war nichts gewonnen. Die republikanische Partei nahm von Tag zu Tag an Macht und Ansehen zu und machte tein Hehl daraus, daß ihr nächstes und wichtigstes Ziel die Vertreibung der Dynastie, die Abschaffung des Königstums sei. Nun ist der Schlußakt des Dramas in Szene gegangen: die Republikaner haben sich mit Unterstützung des Heeres und der Marine erhoben und das Königtum stürzt. Es war kein Putsch, sondern eine wohlvorbereitete Revolution, die dem Hause Koburg- Braganza- wahrscheinlich für immer ein Ende in Portugal bereitete und das Land gefährlichen inneren Kämpfen und Neuerungen entgegenführte. Da die Aufrührer fast alle Telegraphenleit= ungen nach dem Auslande, namentlich die Seekabel, sofort unterbrachen, konnten bis jetzt nur dürftige Nachrichten in die Außenwelt gelangen, welche wir hiermit folgen lassen: ge= Lissabon, 4. Oktober. Heute Nacht( also vom Montag zum Dienstag) brach hier eine Militär- Revolution aus. Ein Teil des Heeres mit der Artillerie und die ganze Marine sind auf republikanischer Seite. Die Marinekaserne, die Kreuzer„ Adamastor“ und„ Rafael" sowie die linksufrigen Forts Almada hißten die republikanische Flagge. Der Palast soll umzingelt sein. Augenblicklich ist dort heftiges Feuergefecht. Nähere Nachrichten sind noch nicht erhältlich, da die Stadt aller Verbindungen entblößt ist. Um zwei Uhr begann die Beschießung des Palastes durch Kriegsschiffe. Zahlreiche Kugeln treffen. Madrid, 5. Oktober. Hier ging von einem deutschen Schiff aus Santander die Meldung ein, wonach in Lissa= bondie Revolution ausgebrochen ist. Kriegsschiffe bombardieren den Königspalast. Von anderer Seite wird gemeldet, der König sei gefangen genommen worden. Lissabon, 5. Oftober. Gestern nachmittag 2 Uhr begann die Beschießung des königlichen Palastes durch die Kriegsschiffe. Auf den Kriegsschiffen, den Forts und dem Arsenal wurde die republikanische Flagge gehißt. Am Palast und beim Arsenal entspann sich ein heftiger Kampf. Die Forts antworteten mit Granaten. Um 2 Uhr 20 Min. sant die Kgl. Flagge. Weiter wird gemeldet: Man wirft dem König Mangel an Energie in politischen Angelegen= heiten vor, und als gewisse Nachrichten über sein Privatleben bekannt wurden, ist ihm schnell die Achtung verloren gegangen, die ihm die Katholiken bisher entgegengebracht hatten. BeCap Blanco, 5. Oktober. Es ist festgestellt, daß zwischen dem republikanischen Deputierten von Lissabon und der Marine eine intime Verbindung bestand, welche von dem liberalen Abgeordneten und ehemaligen Admiral Carlos Lobris unterhalten wurde. In der Marine, die durch einen ergangenen Befehl, sich von der Heimatstadt zu entfernen, sehr erbittert war, hatte die republikanische wegung große Fortschritte gemacht und auch in der Armee herrschte große Auflehnung gegen die Regierung. Die zahlreichen Drohbriefe, welche die Mitglieder des Königshau ses und die Königin Amelie in letzter Zeit erhielten, sind ein weiterer Beweis für die in allen Kreisen herrschende Gärung. Der Herzog von Oporto soll geflüchtet sein. gen pflegen, bedauern, aber die Gerechtigkeit zwingt uns, zu sagen, daß er an seinem unrühmlichen Ende nicht schuldlos ist. Das traurige Los, daß im Winter 1908 seinen Vater und seinen älteren Bruder getroffen hat, hätte für ihn eine ernsteste Mahnung sein müssen, die Pflichten des Regenten mit voller Hingebung zu erfüllen und seinen Untertanen in jeder Hinsicht ein leuchtendes Vorbild zu sein, um so die höchst bedenlich ins Wanken geratene Zuneigung der Nation zum Herrscherhause wieder zu befestigen. Statt dessen betrieb der junge König seine Liebschaft mit einer französischen Halbweltlerin mit einer Offenheit, die sich vielleicht ein reicher, höchstens seinem Vater verantwortlicher Bankierssohn gestatten darf, nicht aber ein König, dessen Handlungen scharf beobachtet und streng kritisiert werden. War sein Verhalten schon vom Standpunkte der Moral und der Staat lugheit verwerflich, so nicht minder vom materiellen Gesichtspunkte aus. Es ist vor einiger Zeit durch die Zeitungen die Nachricht gegangen, König Manuel habe seiner Liebsten ein Schmuckstück im Werte von einer halben Million Francs geschenkt. Der Schreiber dieser Zeilen hat Portugal bereist und sein Herz hat sich oft beim Anblick der in diesem Lande herrschenden Armut zusammen gekrampft. In der Hauptstadt Lissabon gibt es Tausende, die für ihre Ernährung täglich nicht mehr als 80-100 Reis( 20 bis nun * Verliehen wurde von dem Könige von Preußen dem Stadtverordneten Petri- Gießen in Anerkennung seiner 25jährigen Tätigkeit als Vorstandsmitglied der hessisch- nassauischen Bauberufsgenossenschaft der Rote Adlerorden 4. Klasse. * Parlamentarisches. Der zweiten Kammer der Stände gingen folgende Drucksachen zu: Vorstellung des Gütervorstehers Karl Stumpf in Worms, betreffend: Besoldungsdienstalter. Vorstellung des Heinrich Rodenhäuser in Darmstadt, betreffend: Ablehnung seines Bau- und Wirtschaftskonzessionsgesuches. Vorstellung des Ortsvorstandes zu Lampertheim, betreffend: die Geseßentwürfe über die Städteordnung und Landgemeindenordnung. * Provinzial- Ausschuß. Samstag, den 8. Oktober 1910, vormittags 9 Uhr, findet eine Sibung des Provinzial- Ausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Aufbringung der Kosten des Geländeerwerbs für die Nebenbahn Friedberg- Friedrichs- dorf; 2. Teilung der gemeinschaftlichen Gemarkung Oberund Nieder- Rosbach. Die auf den 1. Oktober anberaumte Situng fiel wegen Beschlußunfähigkeit aus. - = * Städtisches. Die in der letzten Stadtverordnetensitzung gebildete Krankenhaus- Kommission, welche sich sich in bor, mit der Frage einer anderweitigen Unterbringung der tranten Armen befassen sollte, wird der Stadtverordneten- Ver| sammlung als geeigneten Raum für den genannten Zwed die alte chirurgische Klinik in der Liebigstraße empfehlen. Man hofft, das Innere des Gebäudes bis zum 1. Aprii 1911 herrichten zu können. 30 Pfennige) ausgeben können. Man ſtelle wie erbitternd auf diese arme Bevölkerung die Verschwendungssucht des Königs wirken mußte. Aber nicht nur die zivile Bevölkerung lebt in ärmlichen, gedrückten Verhält= nissen, sondern auch das Militär und so konnte die Tatsache nicht überraschen, daß die Marine und ein Teil des Landesheeres mit den Republikanern gemeinsame Sache gemacht haben. Beiläufig befinden sich unter dem portugiesischen Militär viele Mischlinge von Europäern mit Asiaten oder Afrikanern aus den portugiesischen Kolonien und daß diese Leute kein ausgeprägtes nationales und dynastisches Empfinden haben, liegt auf der Hand. Lissabon, 5. Oktober. Es steht ziemlich sicher fest, daß der Ministerpräsident Souza ein Doppelspiel getrieben hat. Er soll in letzter Zeit mit dem früheren Disbator Franco in geheimer Verbindung gegen die Dynastie gestanden haben. Es ist ein merkwürdiges Spiel des Zufalls, daß der König, wenn er nicht überhaupt in letter Stunde noch fliehen konnte, den Revolutionären direkt in die Arme gelaufen ist; denn er befand sich auf einer Reise nach Nordportugal, als er wegen der Ankunft des Präsidenten von Brasilien, Marschall Hermes da Fonseca, in beschleunigter Fahrt zum Empfang nach Lissabon zurückkehrte. Dort ereignete sich dann der traurige Zwischenfall der Ermordung des Irrenarztes Bombarda durch einen königlichen Offizier, welcher den äußeren Anlaß zu dem Ausbruch des Aufruhrs gab. Bombarda wurde als einer der Führer der Republifaner angesehen. Es war beabsichtigt, sein Leichenbegängnis zu einer großen Kundgebung der Republikaner zu gestalten. Offenbar hatte man die Gelegenheit für günstig gehalten, die durch die Ermordung ihres Führers schon aufgestachelten Leidenschaften der Revolutionäre weiter aufzupeitschen, und schließlich das Zeichen zum Losschlagen ge= geben. 730 der Man schreibt uns aus Berlin vom Mittwoch: So verworren die Nachrichten über den Verlauf portugiesischen Revolution auch bisher noch lauten mögen, beispielsweise was so sehr sie auch einander widersprechen das persönliche Schicksal des Königs Manuel anbelangt daß so scheint doch das Eine aus allem hervorzugehen: nämlich die Revolution einen raschen und infolgedessen auch verhältnismäßig unblutigen Sieg errungen hat. Hat König Manuel Aussicht, seinen Thron wieder zu erlangen? Er hofft vielleicht auf England, mit dem Portugal ja politisch und wirtschaftlich so eng verknüpft ist, daß man es fast eine englische Provinz nennen kann. Wir glauben aber kaum, daß England einen Versuch nach dieser Richtung unternehmen wird. Einmal kann die demokratische Regierung Englands nicht gut einem fremden Volke einen Monarchen aufdrängen, von dem dieses Volk nichts mehr wissen willl Zweitens ist sehr viel englisches Geld in Portugal untergebracht und le iänger der Bürgerkrieg dauert, desto mehr wirtschaftliche Werte werden vernichtet und desto gefährdeter wird die englische Kapitalsanlage. Eine Unterſtützung der portugiesischen Monarchisten durch England aber würde naturgemäß eine Verlängerung der Wirren bedeuten. Schließlich wäre es auch für den König Manuel kaum ein Segen, wenn er durch englische Bajonette auf dem Throne gehalten würde. Wir glauben nicht, daß in diesem Falle irgend eine Lebensversicherungsgesellschaft so waghalsig sein würde, eine Versicherung für ihn zu übernehmen. Man mag dem jugendlichen König, der in einem Alter den Thron verliert, in dem ihn andere durch ihre Geburt zur Herrschaft Bestimmte noch nicht einmal zu besteiEine eigentümliche Fügung ist es, daß just im Augenblicke des Sturzes Manuels der neue brasilianische Präsi dent spin Gast war. Der Name Fonseca scheint für das Haus Braganza verhängnisvoll zu sein. Der Oheim des da neuen brasilianischen Präsidenten, Marschall deodoro Fonseca, stürzte im Herbst 1889 den brasilianischen Kaiser Dom Pedro 2. aus dem Hause Braganza, sein Neffe, Marschall Hermes da Fonseca ist, wenn auch unbeteiligter Zeuge des Sturzes des Königs aus der anderen Linie des Hauses Braganza. Es gibt in der Geschichte eigentümliche Zufälligfeiten. Zum Barenbesuch in Friedberg. am zum zweiten Male innerhalb 14 Tagen weilte Montag der Zar in Weilburg. Kurz vor ½ 4 Uhr nachm. traf er in Begleitung der vier russischen Prinzessinnen, des Großherzogs und der Großherzogin von Hessen, der Prinzessin Heinrich von Preußen dort ein. Die Herrschaften kamen aus der Richtung Usingen- Grävenwiesbach und fuhren direkt zum Schloß. Nachdem die Herrschaften das Schloßinnere besichtigt hatten, unternahmen sie noch einen Rund= die gang durch den Schloßgarten, in welchem besonders Denkmäler des letzten Herzogs Adolf von Nassau und des Schöpfers der Anlagen, Grafen Johann Ernst, ihre Aufmerksamkeit erregten. Die fürstlichen Tamen waren mit photographischen Apparaten versehen und machten fleißig Aufnahmen. Nach etwa 4 stündigem Aufenthalt erfolgte kurz nach 4 Uhr die Rückreise, die über Grävenwiesbach Usingen nach Friedberg führte. Eine auf dem Schloßplatz sich angesammelte große Menschenmenge bereitete den Fürst lichkeiten bei der Abfahrt freundliche Ovationen. und Dienstag, vormittags, ging es über Bad- Nauheim- Usingen nach Limburg, wo im„ Preußischen Hof" das Diner eingenommen wurde. rde. Die zarin nahm das 11. Bad; nachdem die hohe Frau einige Tage ausgesetzt hatte, wird sie jetzt wieder regelmäßig jeden zweiten Tag baden. Der bisherige Minister des Aeußeren Is wolski wurde von dem Zaren zum Botschafter Rußlands in Paris anstelle des verstorbenen Nelidoff ernannt. 960 Lokales. Gießeu, 6. Oktober 1910. * Empfangen wurde vom Großherzog gestern u. a. der Generalmajor von Francois, der Hauptmann Buht, Komp.- Chef im Inf.- Reg. Kaiser Wilhelm Nr. 116, der Prof. Biermann, Rektor der Landes- Universität Gießen u. der Stiftspfarrer Freytag von Lich. ** Ernannt wurde vom Großherzog der Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramts Grünberg Eduard Neun höffer zum Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramts Groß- Gerau. tt Stadttheater. Da erfahrungsgemäß nach Beginn der Spielzeit noch zahlreiche Abonnements nachbestellt werden, so sei darauf hingewiesen, daß die neu hinzukommenden Abonnenten feinerlei Ausfall erleiden, da für die etwa versäumten ersten Vorstellungen unentgeltlich Gutscheine gegeben werden. Auf verschiedene Anfragen sei mitgeteilt, daß der„ Kaufmann von Venedig", dessen farbenprächtige Neueinstudierung am Dienstag so starken Beifall gefunden hat, an allen Abonnementsabenden gegeben werden wird. - : 3igaretten steuer. Im Interesse unserer zahlreichen, mit der Zigarettensteuer unterliegenden Waren Handel treibenden Leser machen wir an dieser Stelle auf die einschneidende Bestimmung in§ 15 des Zigarettensteu ergesetzes besonders eufmerksam, wonach derjenige, der sich gewerbsmäßig mit dem Verkauf von Zigaretten, Zigaret tentabat, Zigarettenhülsen und-Blättchen befassen will, dies vorher der Steuerbehörde anzuzeigen hat. Die Anmeldung hat im Bezirk eines Steueramts bei diesem, im übrigen aber unmittelbar bei dem zuständigen Hauptsteueramt zu erfolgen. Die Beachtung dürfte umsomehr erforderlich sein, als Zuwiderhandlungen gegen die betreffenden gesetzlichen Vorschriften mit besonders hohen Strafen, bis zu 300 Mt. geahndet werden. - ** Vortrag. Heute, abends 8¾ Uhr, findet in Steins Garten der erste Vortrag der hiesigen, Freidenker Vereinigung statt. Durch das zeitgemäße Thema„ Bom Ur vogel zum Aeroplan", mit Lichtbildern ausgestattet, dssrste sich der Vortrag sehr interessantsgestalten. Näheres siehe Inserat in heutiger Nummer. * Der Bahnhof Erweiterungsbau ist in den letzten Wochen wiederum erheblich fortgeschritten. Vor kurzem wurde mit der Aufsetzung des Daches begonnen, das sich in seiner Bauart an die Eindeckung des alten Gebäudes anlehnt. Der zwei Geschosse aufweisende äußere Teil des Neubaues steht mit der alten Bahnhofshalle durch ebener einen Zwischenbau in Verbindung, welcher nur zu Erde Räumlichkeiten enthält. eine Kreisstraße, nac Unter- Wegfurth hof der projekti münden. Für d gemeinschaftlicher Rimbach erhält der auch für der gesehen ist. * Odsta Johann Georg Kipp und Hein * Weni unter dem Prote zogin stehenden terschutz ist in und Mütter er" * Groß ftellung, verbun zwischen Groß Hauptabteilunge schau wurden S miiert. An Pre elva 1200 Mar war sehr start. -p= Paketeinsammlung durch die Post. Es ist noch nicht genügend bekannt, daß die Poſt abzusendende Pakete auf Bestellung aus den Wohnungen abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben, Karte oder einen Zettel mit den Worten: Paket abzuholen bei( Name und Wohnung) unfrantiert in den nächsten Briefkasten zu werfen oder einem Briefträger mitzugeben, und die Sendung wird bei der nächsten Baketbestell- fahrt gegen eine Gebühr von 10 Pfg. vom Hause des Absenders abgeholt. Das Verfahren ist einfach und bequem und besonders solchen Personen zu empfehlen, denen ein Dienstbote nicht zur Verfügung steht. am * Ueberfahren und schwer verletzt wurde Dienstag, nachmittags, ein 3jähriger Knabe von einem Wa gen. Der Kutscher hatte die Pferde ungeachtet der geringen Breite der Straße rasch laufen lassen und damit dem Kind die Möglichkeit genommen, dem Fuhrwerk zu gehen. Aus Hessen und Nachbargebiet. ent * Großen Linden. Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Leun wurde nach 27jähriger erfolgreicher Amtstätigkeit einstimmig auf weitere 9 Jahre wiedergewählt. Sämtliche Vereine brachten dem Gewählten einen Fackelzug dar, und eine Feier in der Turnhalle vereinigte die ganze Gemeinde. Die Gesangvereine und der Turnverein verschönerten die Feier. * Daubringen. Bei der hiesigen Gemeinderatswahl wurden die Kandidaten der fortschrittlichen Volkspartei Bahnarbeiter Wilhelm Hilberg, Schlosser Johann Klingelhöfer 2 und Schuhmachermeister Georg Braun 1 gewählt. * Bens „ Continental- Eif lin betreffend di heim und Lind Angaben des V nach dem gemif * Ober- Mörlen. Gegen die Gemeinderatswah len vom 26. September, bei welchen die Sozialdemokraten unterlagen, ist Rekurs bei Großh. Kreisamt Friedberg auf Ungültigkeitserklärung derselben erhoben worden. ung * Schlitz( Oberhessen). Die landespolizeiliche Prüf des Entwurfs der Nebenbahn Schlitz- Nieder- Joſsa fand dieser Tage statt. Die Bahnlinie soll von dem zu erwei ternden Bahnhof in Schlitz, immer in nächster Nähe der werden. * Hana fammer wegen berges durch ei Vorsitzende des eben ein Proje fteinaw über.. werde. Wieder wie ter zu der am der diesjähriger Stüd erwählt. Theaterpublikum Stätte der Kun ihre Bedeutung ohne Einfluß se Der dieses wuchtige ungen Shakesp Sprache in fich großartige Aufm wenn es in al ausgestattet un in den Händer fannten und 6 spielte den Ka des, mit ruhig Temperament in erwünscht gewe der des Kaufm perte, anzuwen den Juden Sh wertem Talent Worte verlieh Hauptverdienst tommt. Allerlie dargestellt von mann Norde zeigte. Fränzi liebenswürdig zwei ersten Fre Steingoet gegeben wurde berg), jedem ihren dritten to die Verlobungs terin Nerissa( S fammenspiel. G diese Theatersai Nga Nietf angemessen gab geben. Karl M spielte gut. Die Diretti dereröffnung de wenn man die von dem fem Dant entg teten Sie einzel * Berl absichtigt einen berlandflug zu Bestbewährte gesunde Sund magendarmkrank mige von Preu in Anertenn dsmitglied der er Rote Adlerveiten Stammer Vorstellung 3, betreffend: ich Rodenhäu es Bau und des Ortsvor Bentwürfe über ng. mstag, den 8. Sibung des mit folgen Kosten des erg Friedrichs martung Oberber anberaumte Stadtverordon, welche sich gung der Iran erordneten- Verenannten Zwed aße empfehlen. zum 1. Aprii sgemäß nach ements nachbe die neu hinerleiden, da für entgeltlich Gut ne Anfragen sei g", dessen far so starten Beibenden gegeben teresse unserer Legenden Waren Fieser Stelle auf Zigarettensteu rjenige, der sich retten, Zigaret faffen will, dies Die Anmeldung m, im übrigen ptsteueramt zu erforderlich sein, den gesetzlichen bis zu 300 Mt. Uhr, findet in gen, Freidenker hema„ Bom Ur sgestattet, difrfte Näheres siebe ngsbau ist fortgeschritten. = Daches begon deckung des alten fweisende äußere hnhofshalle durch nur zu ebener rch die Post Daß die Poft ab 1 Wohnungen ab Schreiben, eine Balet abzuholen rt in den näch iefträger mitzuge ften Baletbestell m Hause des Ab fach und bequem ehlen, denen ein rlebt wurde am be von einem Wa eachtet der gerin Kreisstraße, nach Huzdorf, Quech, Rimbach, Ober- und| lin geplant ist und vom deutschen Luftschiffer- Veraand orUnter- Wegfurth führen und in Nieder- Jossa in den Bahnhof der projektierten Nebenbahn Alsfeld- Nieder- Aula einmünden. Für die Orte Ober- und Unter- Wegfurth ist ein gemeinschaftlicher Bahnhof in Ober- Wegfurth vorgesehen, Rimbach erhält eine Haltestelle und Qued einen Bahnhof, der auch für den Verkehr der Gemeinde Unter- Schwarz borgesehen ist. * Ockstadt. Bei der Gemeinderatswahl wurden Johann Georg Müller, Joh. Schaupp, Johannes Eduard Kipp und Heinrich Klein 1. gewählt. * Wening 3( Kr. Büdingen). Zur Förderung der unter dem Protektorate des Großherzogs und der Großherzogin stehenden Bestrebungen für Säuglingspflege und Mutterschutz ist in Wenings eine Beratungsstelle für Säuglinge und Mütter er" chtet worden. * Groß Karben. Eine Ackerbau- und Obstausstellung, verbunden mit Tierschau, sand auf der Gehspiße In den beiden zwischen Groß und Klein- Starben statt. Hauptabteilungen wurde vorzügliches geleistet. Bei der Tierschau wurden Simmentaler Rindvieh und Saanenziegen prä' miiert. An Preisen wurden auf der Ausstellung insgesamt etwa 1200 Mart verausgabt. Der Besuch der Ausstellung war sehr stark. * Bensheim. Der Kreistag hat dem Projekt der „ Continental- Eisenbahnbau und Betriebsgesellschaft" in Berlin betreffend die Erbauung einer Eisenbahn zwischen Bensden heim und Lindenfels im Prinzip zugestimmt. Nach Angaben des Vorsitzenden Kreisrat Eckstein, soll die Bahn nach dem gemischten Adhäsions- und Zahnradsystem gebaut werden. * Hanau. Auf eine Anfrage der hiesigen Handelsfammer wegen der wirtschaftlichen Förderung des Vogelsberges durch eine geeignete Eisenbahnverbindung teilte der Vorsitzende des Kreisausschusses Schlüchtern mit, daß soeben ein Projekt zum Bau einer Kleinbahn von Freien= steinau über Ulmbach nach Saalmünster ausgearbeitet werde. Stadttheater Gießen. ganisiert wird. Tataz waren * Köln. Hier kam es im Vorort Deutz zu sehr schweren Streitunruhen, die an die Vorgänge in Moabit erinnern. Die Arbeiter des Unternehmers waren in den Ausstand getreten. An ihrer Stelle Arbeitswillige von auswärts zum ersten Male an die Arbeit gegangen. Als sie unter polizeilicher Bewachung nach dem Bahnhof geführt wurden, um die Heimfahrt anzutreten, stürzte sich eine Menge von 200 Personen auf sie und die begleitende Schuhmannschaft. Die lettere, nur 5 Mann start, war den Tumultanten gegenüber machtlos und mußte versich zurückziehen. Ein Polizeibeamter wurde schwer letzt und liegt mit 3 Zivilisten im Krankenhause darnieder. Man befürchtet weitere Ausschreitungen. * Königsberg. Der Reichstagsabg. Arendt, der fonservative Vertreter des Wahlkreises Königsberg 2, 20biau- Eylau, ist in Spannägeln bei Poelfen gestorben. ein * Peking. In China soll im Jahre 1915 Reichsparlament zusammentreten. Um die Vorarbeiten für seine Einberufung zu erledigen, hat die Regierung ein Vorparlament einberufen, daß vor kurzem durch den Regenten von China eröffnet wurde. )( Forst i. 2. Der Große Herbstpreis, ein 50 Kilometer- Rennen hinter Motorschrittmachern, an welchem sich Bruni, Ebert, Rießner und Waterreus beteiligten, sah den letzteren auf seinem flinken Brennaborrade als Sieger. ver)( Brennabor im Ausband. Der bekannte Flieger Oskar Peter beteiligte sich während der letzten Zeit erfolgreich an russischen Rennen. Auch am letzten Sonntag war es ihm möglich, wiederum zwei Siege zu zeichnen, indem er in Warschau das Große Internationale Hauptfahren und das Zweistundenrennen auf dem deutschen Rade Brennabor gewann. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießet, 4. Oftober 1910. Das Schäffengericht Lich hatte den Taglöhner Theodor Kamka aus Proschowitz wegen unerlaubter Rückkehr zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Er ist vom Kreisamt HeppenWieder wie im vorigen Jahre hat Direktor Steingoetter zu der am vorgestrigen Dienstag erfolgten Eröffnung der diesjährigen Spielzeit ein Shakespeare's chesheim ausgewiesen worden, kam aber doch wieder in das Stück erwählt. Er hat damit ohne Zweifel dem hiesigen Theaterpublikum gezeigt, daß die Theaterbühne eine volle Stätte der Kunst sein muß von Anfang an und daß diese ihre Bedeutung und Wirkung auf das breite Leben nicht ohne Einfluß sein darf. Der Kaufmann von Venedig, dieses wuchtige Stück in 5 Aften, eines der letzten Schöpfungen Shakespeares, bürgt Wahrheit und eine fesselnde Sprache in sich, zumal wie es am Dienstag durch die großartige Aufmachung des Direktor Steingoetter geschah in allen seinen Teilen packend und hochinteressant wenn es in ausgestattet und inszeniert wird. Die Hauptrollen lagen in den Händen der uns aus dem letzten Winter wohlbetannten und beliebten Künstern. Oberregisseur Bakos spielte den Kaufmann Antonio, der Namensträger des Stüdes, mit ruhiger Berechnung; vielleicht wäre etwas mehr Temperament im vorletzten Alte beim Spruch des Gerichts erwünscht gewesen. Dasselbe ist auch für Rudolf Go II, der des Kaufmanns besten Freund, den Brassanio, verförperte, anzuwenden. Die Hauptfigur des ganzen Stückes, den Juden Shylock, wußte Curt Gühne mit bewundernswertem Talent zu geben; allen Stellungen und jedem seiner Worte verlieh er die erforderliche Kraft, so daß ihm das Hauptverdienst der ausgezeichnet schönen Aufführung zu tommt. Allerliebst war des Juden Diener Lanzelot Gobbo, dargestellt von Charlotte Hill, dessen alter Vater( Hermann Norden) in der kurzen Rolle recht altväterlich sich zeigte. Fränzi Koch spielte die reiche Erbin Porzia fein, liebenswürdig und wußte mit lobenswertem Geschickt ihre zwei ersten Freier den Prinzen von Marocco( Direktor H. Steingoetter), der siegesbewußt dommt und so auch gegeben wurde, den Prinzen och Arragon( C. Goldberg), jedem nach seiner Art wieder abzufertigen ihren dritten willkommenen Bassanio mit lieblichem Lächeln die Verlobungsszene zu geben. Sie wie auch ihre Begleiterin Nerissa( Hilda Enge) hatten ein famoses Zuund - und damit dem sammenspiel. Es besteht wohl die angenehme Aussicht für Fuhrwert zu ent argebiet. neifter und Land jähriger erfolgrei 29 Jahre wieder m Gewählten einer urnhalle vereinigt und der Turnver gen Gemeinderats rittlichen Volkspar offer Johann Alin eorg Braun 1 ge Gemeinderatswah Sozialdemokrate Samt Friedberg a worden. 90 despolizeiliche Prüf -Nieder Soffa fam on dem zu erwe nächster Nähe de diese Theatersaison, daß diese beiden Damen im Verein mit Olga Nietschmann, die des Juden Tochter Jessica angemessen gab, uns noch manche voll ausgefüllte Rollen geben. Karl Marr, als Liebhaber dieser jungen Jüdin, spielte gut. Die Direktion hat mit dieser ersten Vorstellung bei Wiedereröffnung der diesjährigen Spielzeit eine Visitenkarte wenn man es einmal so bezeichnen soll- abgegeben, die von dem Publikum, dem vollbesetzten Hause mit gro bem Dank entgegengenommen wurde. Reichen Beifall ern teten die einzelnen Spieler. Welt. Top Aus aller 100 = 11= * Berlin. Das preu? ische Kriegsministerium be absichtigt einen 100 000 Mart Preis für einen deutschen Ueberlandflug zu stiften, welcher auf der Strecke Aachen- BerBestbewährte gesunde stelund magendarmkranke -Kindermehl Kuteke -Krankenkost Nahrung für: dlan sowie schwächliche, in der Entwicklung zurückgebliebene Kinder. Großherzogtum und bettelte anscheinend. Zu Nieder- Bessingen wurde er von einem Gendarmen betroffen und ver= haftet. Er focht das Urteil an, da er nach Kassel wollte und keinen anderen Weg habe nehmen können als durch das Großherzogtum Hessen; übrigens will er sich gar nicht bewußt gewesen sein, daß er sich in Hessen befinde. Auf seine Angaben wurde kein Gewicht gelegt und seine Be rufung verworfen mit der Maßgabe, daß ihm eine Woche Untersuchungshaft anzurechnen ſei. Ein Standesbeamter hat die Trauung einer geschiedenen Ehefrau vorgenommen, ohne daß ihm das Zeugnis vorlag, wonach bezüglich der Kinder der Braut das Er= forderliche in Beziehung auf die Vormundschaft gewahrt sei. Es handelt sich um ein Versehen, so daß die Minimalstrafe von 3 Mart angezeigt erschien. Gegen den Taglöhner Peter Josef Eger aus Grünberg, der wegen Diebstahls angeklagt ist, wurde wegen unent schuldigten Ausbleibens Vorführungsbefehl und gegen den Knecht Johann Blößer aus Gießen, der ebenfalls wegen Diebstahls unter Anklage steht und unentschuldigt ausgeblie ben ist, Haftbefehl erlassen. Die Berufung der Emilie Rehme in Trohe, die einen Gießener Rechtsanwalt wegen Beleidigung verklagt hatte, wurde zurückgewiesen. Der Angeklagte hat der Klägerin in ge= einer Verteidigungsrede den Vorwurf des Ehebruchs macht. Wegen diesem wurde er aus§ 193 freigesprochen. Er soll aber die Aeußerung während der Beratung des Gerichts wiederholt haben, was aber nicht als erwiesen angenommen wurde, weshalb in dieser Beziehung ebenfalls Freisprechung erfolgte. Die Berufung des Schuhmachermeister Wilhelm Scharmann aus Restrich, der wegen Bedrohung und Beleidigung eines Feldschüßen zu 14 Tagen Gefängnis und 20 Mart da Geldstrafe verurteilt war, wurde zurückgewiesen, nicht erschien. Literarisches. Ratgeber. Es heißt Galinsogea, stammt aus Peru und vermag in einem einzigen Jahre drei Generationen von Nachfemmen zu erzeugen. Seine Vermehrungsfähigkeit ist infolgedessen ungeheuer. Wer sich für das Wachsen dieses Unkrautes oder seine Bekämpfung interessiert, sollte sich die neueste Nummer des praktischen Ratgebers im ObstGartenbau in Frankfurt a. O. senden lassen, die Ausführliches darüber enthält. Zusendung erfolgt kostenfrei. - und Die„ Schaubühne" erscheint wöchentlich im Umfang von 32 Seiten und kostet: 40 Pfg. die Nummer, 3.50 Mark vierteljährlich, 12 Mr. jährlich. Probenummern gratis durch alle Buchhandlungen, Postanstalten sowie durch den Verlag Erich Reiß, Berlin W. 62, Wichmannstraße 8a. - Wie verhütet man die Uebertrag ung der Lungentuberkulose? Unter diesem Titel ist in der Verlagsanstalt Emil Abigt, Wiesbaden 35 eine Aufklärungsschrift des Kurarztes Dr. med. O. Amrein aus dem weltbekannten Lungenfurort Arosa erschienen. Pr. Mt. 1.-, geb. M. 1.40.( Porto 10 Pfg.) Wie der Verfasser schreibt, sterben allein in Preußen alljährlich zirka 100 000 Menschen an der Lungentuberkulose, Millionen in der ganzen Welt. Ein bekannter Züricher Universitätsprofessor weist sogar an Hand eingehender Untersuchungen nach, daß heute bereits die Mehrzahl der Menschen eine von Tuberkulose angegriffene Lunge aufweist, also angesteckt ist. In vielen Fällen hilft sich die Natur selbst, in der Mehrzahl aber fordert diese Seuche frühzeitig ihr Opfer. Die Hunderttausende von Kranken und ihre Aerzte, vor allem aber jeder noch Gesunde sollten diese Schrift lesen, um für sich die Uebertragung der Lungentuberkulose verhüten zu helfen. 570. zig. - Mar Hesses Voltsbücherei. Nr. 556 bis Heſſez Boltzbüch Preis jeder Nr. 20 Pig. Mar Hesses Verlag, LeipAuch die neueste Reihe von Max Hesses Volksbücherei bietet eine reiche Auswahl des Besten, das für das Volf gerade gut genug ist. Bertha Kehrens Erzählung„ Der Wahrheit die Ehre" ist eine gewöhnliche Liebesgeschichte, aber ungewöhnlich gut geschaut und erzählt.( Nr. 556 bis 557.) Bret Harte, der vielgelesene, erfreut mit seinem falifornischen Goldgräberhumor, der bei derbster Realistik doch Meisterstücke zarten Empfindens zu schaffen vermag, in Nr. 558 und 559. Harmloser Witz und viel Behagen stecken in Ludwig Staves Humoresken. Im stärksten Gegensate dazu bietet Helene Böhlau in ihrem Roman„ Herzenswahn"( Nr. 561-562.) in psychologischer Feinheit und fast bedrückender Kunst das Glücksuchen, Leiden und Sehnen eines leiden= schaftlichen Mädchenherzens. Karl Bienensteins 3 Humoresfen( Nr. 563) gewähren eine wohltuende Abwechsamg. Ernste Heimatkunst trotz aller Lustigkeit, echte Dorfgeschichten, die eigenes genug bieten. Nr. 564-565 enthalten ebenfalls Heimatskunst. Felix von Stenglin schildert in schnell vorübergleitenden und doch lebenswahren Bildern die letzte Ernte des im vergeblichen Ringen mit der neuen Zeit zugrunde oder doch von Grund und Boden gehenden Uradels, des alten erbangesessenen Landadels. Geschichten aus der bösen alten Zeit, die selbst an die gute alte Zeit gemahnen, wo die Ansprüche an die Unterhaltung noch et was bescheidener waren, sind die historischen Erzählungen von Gustav Nieris( Nr. 566-567), die ein Wiederausgraben für die Jugend und weite Voltstreise wohl rechtfertigen. Den würdigen Schluß der Reihe bilden Geschichten eines ebenfalls und mit vollstem Recht wieder auferstan denen Lieblings der Jugend und des fleinen Mannes: Friedrich Gerstäckers.( Nr. 568-569.) Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Nur ein er halber PfenUeber ein wanderndes Unkraut, das neuerdings an einigen Orten große Verbreitung angenom men hat, berichtet in seiner neuesten Nummer der praktische Frohe Botschaft für Asthmatiker. Es wird von Tausenden bestätigt, daß Dr. Elswirth's Astmol- Asthmapulver das zuverläßigste Mittel ist, diesem lästigen Uebel abzuhellen und vielfach gänzlich zu beseitigen. Ernst Ney in Lauenburg, Elbestraße 102, empfiehlt jedem Asthmaleidendem Astmol- Asthmapulver in folgenden Worten: " Hierdurch spreche ich meinen verbindlichsten Dank für die Güte des Astmol- Asthmapulvers aus. 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