Beſchichte. wirklich nicht, anfangen sollen?" Anpumpen." Probatum est! die Mode an, bei uns feinen Kaffee zu trinken Sör mal, Männchen, der Rentier Schmidt fängt jetzt was wir mit dem langweiligen Menschen - ich weiß .: hinein!" B. Da trage ich alle meine Verbindlichkeiten ein... hübsches Buch?" Wenn Sie mir fünfzig Mart pumpen Beim Schopf gefaßt. Was haben Sie denn hier für ein kommen Sie auch In Gedanken. fo Hinge angefonuma, balb wäre auch genug gewesen." Hebamme: Herr Rat, es fins Го Ges.Leipzig Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Donnerstags und Samstags. - Erscheint Dienstags, Zwei Extrabeilagen: - „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 118. Lieferung von Glasbausteinen. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amtes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Dienstag, 6. September 1910 Amtliche Bekanntmachnugen. Die Lieferung von 70 Quadratmetern Glasbausteinen für die Schlachthoserweiterung soll Samstag, den 17. September d. J., vormittag 3 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 3. September 1910. માર Städt. Hochbauamt. Gerbel. Bergebung von Weißbinderarbeit. Die Herstellung des äußeren Verpuzes am Wagen- schuppen und Erweiterungsbau des Elektrizitätswertes soll Samstag, den 10. September ds. Js., dum vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Gießen, den 5. September 1910. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Bekanntmachung. Wer für den kommenden Winter Fichtendedkrei ser aus den städtischen Waldungen zu beziehen wünscht, wolle dies alsbald auf der Bürgermeisterei Zimmer 15 anzeigen. Der Preis beträgt 20 Pfg. für die Welle und ist bei der Anmeldung zu entrichten. Die Lieferung erfolgt frei vor das Haus. Weniger als 5 Wellen werden nicht abge= geben. Bur Bekämfung des Borgunwesens. Die Heff. Handwertstammer zu Darmstadt hat an die gewerblichen Korporationen ihres Kammerbezirts ein sehr zeitgemäßes Rundschreiben betr. BeDie Meldelisten werden am 5. Oftober geschlossen. Später eingehende Meldungen können nicht berücksichtigt werden. 100 Gießen, den 2. September 1910. Bürgermeisterei. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbesitzer an den ihren Grundbesitz an öffentlichen Fuhr- oder Fußwegen einfriedigenden Heck en im Laufe des Monats September die neuen Sprößlinge wiederholt zu beschneiden oder zurückzubinden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Artikel 43 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1-10 Mark bestraft werden. Gießen, den 2. September 1910. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Sielbauarbeiten wird die Krofdorferstraße zwischen Rodheimerstraße und Gleibergerweg von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 31. August 1910. Großh. Polizeiamt Gießen. Gebhardt. Befanntmachung Die unterm 28. Juli 1910 angeordnete Sperre der Katharinengasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 31. August 1910. Großh. Polizeiamt Gießen. Gebhardt. legen ist, und fordert zu gemeinsamem energischen Wirken zwecks Abkürzung und sachgemäßer Regelung der Kredit= fristen sowie zur Regelung der Barzahlung die Innungen und Handwerks- und gewerblichen Vereine hiermit auf. Die Möglichkeit der Durchführung eines prompten Zahlungsund wo ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pig.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. 21. Jahrg. Bekanntmachung. Wir sehen uns veranlaßt, das Publikum darauf hinzuweisen, daß bei Unfällen stets die nächste durch entsprech endes Schild gekennzeichnete Verbandsstelle der Freiwilligen Sanitätstolonne vom Roten Kreuz um Hilfeleistung anzurufen ist. Sollte ein Transport von Kranken nach den Kliniken durch die Sanitätstolonne gewünscht werden, so ist eben- falls möglichst frühzeitig die nächst gelegene Verbandsstelle zu benachrichtigen. Gießen, den 31. August 1910. Großherzogliches Polizeiam t. Gebhardt. Herbst- Pferdemarkt zu Gießen. Am Mittwoch, den 28. September 1910, vormittags, findet auf den städtischen Marktanlagen an der Rodheimerstraße Pferdemarkt statt. Stallungen sind in der Nähe des Marktes ausreichend vorhanden; nähere Ausfunft erteilt Herr Hoflohnkutscher Huhn Gießen. Für die Prämiierung des besten Pferdematerials stehen über 2000 Mt. zur Verfügung, darunter 250 Mark aus Mitteln des hessischen Landespferdezuchtvereins. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Weinhändler Aug. Schwan zu Gießen erhältlich. Die Preisverteilung erfolgt nach Beendigung der Prämiierung. Von 10 Uhr ab Konzert und Restauration auf dem Marktplatz. Am 29. September, nachmittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen u. Gerätschaften, Fahrrädern, Nähmaschinen, Haushaltungs= und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose a 1 Mark ist dem Herrn Richard Buchacker- Gießen übertragen. = Die städt. Pferdemarkttommission. Gg. Bichler. ungen und gewerblichen Vereine einen großen Einfluß auf ihre Mitglieder ausüben, wenn sie Beschlüsse auf diesem Ge biete fassen und diese durch gemeinsames Vorgehen zur Durchführung zu bringen suchen. fämpfung des Borgunweſenz gerichtet. Aus dem Inhalte jet bereits in fleingewerblichen streiſen ſaſt allgemein Bar Zu den Stadtverordnetenwahlen in Gießen. zahlung oder verhältnismäßig furze Kreditfristen üblich sind. Es wird daher auch hier in Deutschland an der Möglichfeit der Beschränkung dieser Mißstände bei ernſtem Willen der Interessenten nicht gezweifelt werden können. Hierzu ist aber dringend geboten, daß von allen Handwerksorganisationen, seien es nun Innungen, gewerbliche Vereine oder sonst gewerbliche Organisationen, ungesäumt energische und zusammenhängende Maßnahmen zur Bekämpfung des Borgunwesens ergriffen und durchgeführt werden. Als Waffen in diesem Kampfe gegen das Borgunwesen sind folgende Mittel empfohlen: Die Rechnungsstellung der Handwerker hat tunlichst sofort unter genauer Angabe der Zahlungsbedingungen, oder sofern dies nicht angängig erscheint, am Ende eines jeden Monats, spätestens aber am Ende dreier Monate zu ge schehen. des Schreibens heben wir die wesentlichsten Punkte hervor. Das in Deutschland übliche ungebührlich lange Kreditfordern und Kreditgeben wird in den Kreisen der Ge= werbetreibenden und Handwerker bereits seit längerer Zeit als ein drückender Mißstand auf das lebhafteste empfunden und beklagt. Trotzdem wird der Kampf gegen diese Unfitte von den Handwerkern selbst immer noch gemieden oder doch ohne besonderen Eifer und Nachdruck geführt. Infolge dieser Lauheit hat sich bedauerlicherweise im laufenden Publifum, auch in zahlungskräftigen Kreisen, die falsche An schauung eingebürgert, als tönne man gerade beim Hand= werker den Kredit am längsten in Anspruch nehmen. Die Folge hiervon sind Außenstände, die nur langsam u. schwer einzuziehen sind. Wenn aber die Außenstände schlecht eingehen, wird es in den meisten Fällen dem Handwerker unmöglich gemacht, seine Lieferanten pünktlich zu bezahlen; die Folge davon ist, daß dem Handwerker die Lieferanten nicht mehr die günstigen Einkaufsbedingungen einräumen, und daß dadurch manchem fleinen, sonst aber tüchtigen handwerker die Existenz vernichtet, oder doch erheblich erschwert wird. Den Handwerkern kann daher garnicht energisch genug zugerufen werden: Schreibt rechtzeitig Rechnun- tus gen und brecht mit dem alten, verrotteten Gebrauch, dem kunden erst am Jahresschluß oder halbjährlich Rechnung zu übersenden! Am empfehlenswertesten ist es jedenfalls, sofort nach Fertigstellung der Arbeit die Rechnung zuzusenden und für Barzahlung innergalb 4 Wochen einen angemessenen Rabatt oder Stonto zu gewähren, um auf diese Weise auf die Kunden einen Anreiz auszuüben, die Rechnung bald 3u regulieren. Die durch das Borgunwesen bedingten Mißstände wirlen zweifellos auf die Konkurrenzfähigkeit des HandwerTerstandes im allgemeinen und sie gefährden vielfach die Eristenz des einzelnen Gewerbetreibenden im besonderen, fie haben vor allen Dingen wegen des langsamen Umsaßes des Geschäftsfapitals eine Verteuerung der handwerkerlichen Gewerbeerzeugnisse unausbleiblich im Gefolge. Es ist selbstverständlich, daß jemand, der sein Betriebskapital nur einmal im Jahre umseßt, viel teurer produziert als derjenige, der sein Betriebskapital vier und fünfmal umzu= feßen vermag. Die große wirtschaftliche Ueberlegenheit des mit dem Handwerk in Konkurrenz tretenden Handels und der Industrie beruht in der Hauptsache doch auch darauf, daß diese immer mehr zur Barzahlung übergehen und da durch in der Lage sind, bei gleichen Leistungen durch ihren mehrfachen Kapitalumsat billiger zu produzieren, als der handwerker, der wegen der Borgwirtschaft sein Kapital wo möglich nur einmal im Jahre umseßt. Ein großer Teil der Handwerker hat diese Schäden, die durch das Borgunwesen entstehen, erkannt, fürchtet sich aber, von der bisherigen Gewohnheit abzugehen, weil er glaubt, die Kundschaft dadurch zu verlieren. Diese Befürchtung ist jedoch unbe gründet oder übertrieben, zumal bei einem gemeinsamen Vorgehen aller Handwerker. Die Handwerkskammer wendet fich deshalb an den Handwerker- und Gewerbestand sowie an jedermann, dem an der Besserung dieser Zustände ged Zu dem Zwecke empfiehlt sich: a) Für die einzelnen Gewerbezweige einheitliche Zahlungsbedingungen auf einheitlichen Rechnungsformularen einzuführen. Bei Ablieferung oder Fertigstellung jeder größeren Bestellung bezw. Arbeit ist dem Auftraggeber sogleich mit der Ware eine Begleitrechnung zuzustellen. b) Diese Begleitrechnungen sind mit einem gedruckten Vermerk zu versehen, daß Reklamationen nur bin nen 14 Tagen( 4 Wochen) nach Zustellung der Rechnung geltend gemacht werden können. c) Im Falle sofortiger oder innerhalb von 4 Wochen nach Zustellung der Rechnung erfolgter Zahlung ist ein Skonto von 2 Prozent( 4 Prozent) zu gewäh ren, um auf diese Weise einen Anreiz zur Barzahlung zu bieten. d) Für alle nicht innerhalb 3 Monaten nach Zustellung der ersten Vierteljahrsrechnung berichtigten Beträge sind auf Mahnung Verzugszinsen in Höhe von 4 Prozent in Rechnung zu stellen, die dem Betrage der Rechnung zuzufügen sind. e) Auf den Rechnungsformularen sind die obigen Zahl ungsbedingungen ausdrücklich zum Ausdruck zu bringen. f) Da, wo in Gegenrechnung gearbeitet wird, ist möglichst am Schlusse jeden Vierteljahres Abrechnung zu halten. Durch regelmäßige öffentliche Bekanntgabe solcher Vorschläge, durch Aufforderungen an das Publikum, die ausgeschriebenen Rechnungen auch zu bezahlen, durch Ueber- tragung der Forderungen an Kreditinstitute( Kreditgenossenschaften) zur Einziehung, durch Errichtung und Beitritt zu Kreditanstalten und zu Kreditschutzvereinen, ist die Wirksam keit der ergriffenen Maßregeln zu sichern. Die Innungen und gewerblichen Vereine sollen ihre Aufgabe darin sehen, ihre Mitglieder zur pünktlichen Ausstellung der Rechnungen zu erziehen. Soweit die Rechnun gen nicht bei Lieferung oder Leistung der Arbeiten übergeben werden, sind dieselben mindestens monatlich( vierteljährlich) der Kundschaft zuzustellen. Es können die Inn Bei den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen, die gegen Ende Oktober stattfinden werden, sind insgesamt 10 Pläße im Gießener Stadtparlament neu zu besetzen. Von den jeßigen Stadtverordneten scheiden zu diesem Zeitpunkt aus: aus der Stadtverordneten- Versammlung Juwelier Brück, Fabrikant Eichenauer, Kommerzienrat& m= melius, Spenglermeister K. A. Faber, Justizrat Grünewald, Rentner Helfrich, Weinhändler Fr. Helm, Architekt Huhn, Reallehrer I ann und Schreinermeister O'r big. es In unserer heutigen, politisch äußerst regen Zeit erübrigt es sich wohl, eigens auf die Verpflichtung eines jeden Bürgers hinzuweisen, an der Wah I teilzunehmen. Es ist deshalb unbedingt erforder= lich, zur rechten Zeit alle zur Wählbarkeit notwendigen Bedingungen zu erfüllen. Alle in der Gemeinde wohnenden Ortsbürger und alle männlichen Einwohner, die die deutsche Reichsangehörigkeit besiben und seit zwei Jahren ihren Unterstüßungswohnsiz erworben haben, also mindestens 4 Jahre hier wohnen, sind ohne weiteres stimmfähig, vorausgesetzt, daß sie zur Zeit der Wahl 25 Jahre alt und seit 1. April des dem Rechnungsjahr, in dem die Wahl statt- findet, vorhergehenden Jahres Gemeindesteuer zahlen. Die Einwohner, die weder Ortsbürger sind, noch den Unter= stüßungswohnsiz hier haben, müssen, um bei den bevor= stehenden Wahlen stimmfähig zu sein, das Ortsbürgerrecht erwerben. Wer die hessische Staatsangehörigkeit, sei durch Abstammung, sei es durch Aufnahme, schon besitzt, hat nur ein Gesuch an die hiesige Bürgermeisterei zu rich ten und seine Aufnahme als Ortsbürger zu beantragen. Die Bürgermeisterei stellt dann fest, ob der Gesuchsteller großjährig ist und keine Gründe vorliegen, die zu der Annahme berechtigen, daß er sich und seine Familie nicht ernähren fann. Die Ausnahme erfolgt alsdann unentgeltlich in nichtöffentlicher Sigung der Stadtverordneten. Formulare zur Anmeldung sind auf der Bürgermeisterei erhältlich. Wer je doch noch nicht die hessische Staatsangehörigkeit besißt, muß vorher diese durch ein Gesuch an die Bürgermeisterei um Aufnahme in den hessischen Staatsverband für sich und seine Familie zu erlangen suchen. Außer dem Antrag, zu dem Formulare ebenfalls auf der Bürgermeisterei zu erhalten sind, sind Geburtsurkunde oder Familienstammbuch des Antragstellers, Geburtsurkunden der Kinder, Heiratsurkunde, Staatsangehörigkeitsausweis und eine Aufenthaltsbeshei= nigung beizubringen. Nachdem die Bürgermeisterei die nötigen Feststellungen gemacht hat, ob der Gesuchsteller nicht polizeilichen Aufenthaltsbeschränkungen unterliegt und ob er in den letzten 12 Monaten wegen wiederholten Bettelns oder wegen wiederholter Landstreicherei bestraft worden ist, gibt die Bürgermeisterei das Gesuch an das Kreisamt weiter, durch das die Aufnahme erfolgt. Die zu erfüllenden Formalitäten sind demnach so einfach und leicht zu erfüllen, daß wohl feiner zu versäumen braucht, den zur Stimmfähigkeit notwendigen Bedingungen nachzukommen! Aber höchste 3eit ist es dazu! Lokales. Gießen, 6. September 1910. ** Ernannt wurde der Regierungsbauführer A. Schaumberg- Homberg a. d. O. zum Regierungsbaumeister. * Vom Regiment. Uebermorgen stößt eine Reservekompagnie zu dem in Fulda weilenden Kaiser- Regiment. Das letztere hatte sich am Freitag mit den 115ern und 168ern zwischen Fulda, Maberzell und Sickels zu einer größeren Uebung vereinigt, welche von dem kommandierenden General v. Eichhorn und dem Befehlshaber der hessischen Division von Stranz geleitet wurde. * Städtisches. Als Gebäude für eine zahnärztliche Klinik wurde dem Verein hessischer Zahnärzte seitens der Stadt das Baracken- Auditorium der alten Klinik überlassen. Zur Unterhaltung des Institutes steuert die Geder meinde Gießen gegen die unentgeltliche Behandlung Volksschüler jährlich eine Summe von 1000 Mark bei. * Städtisches. Mit etwa 30 Gemeinden Umgebung von Gießen wurden in der letzten Zeit seitens der Stadt Verhandlungen wegen Lieferung elektrischen Stromes angefnüpft. Hoffentlich sind die Bemühungen der Stadtverwaltung von Erfolg gefrönt. der *)(* Am Sonntag unternahm die hiesige Sanitätstolonne vom Roten Kreuz einen sehr interessan= ten Uebungsmarsch. Sie rückte um 7½ Uhr vom Depot trop sehr bedenklicher Witterungsaussichten ohne Tragen ab. Auf dem Schiffenberg angekommen, gab der alteſte Führer unvermutet bekannt, daß hier eine ülebung stattfinden soll, folgende zugrunde„ Unterwegs sei der auf dem Uebungsmarsch begriffenen Kolonne bekannt geworden, daß auf dem Schiffenberg ein Gebäude eingestürzt sei und mehrere worden wären." Sogleich Bersonen dabei schwer verletzt sich die Kolonne daran, alle möglichen Gegenstände zum Herstellen von zum Transport Verwundeter erforderlichen Behelfseinrichtungen zusam= men zu suchen. Es wurden mehrere Tragen unter Benut ung von Stangen, Bänken, Brettern, Reisern, Stroh 2c. hergestellt. Stangen, Seile und Bretter eines im Hofe steh enden Weißbindergerüstes wurden dazu, sowie auch zur Herrichtung eines gerade dastehenden Leiterwagens zur Auf= nahme der Tragbahren abgerüstet und verwendet. Nach kaum einer halben S, unde konnten 6 markierte Verleßte notdürf tig geschient und verbunden auf den Wagen zur Beförder ung nach den Kliniken in Gießen verladen werden. Nach der erfolgten Abrüstung und der Verbringung der Gegen stände an ihren Ort und einer furzen Rast ging es weiter über die Hochwart durch Annerod auf die„ Anneröder Platte" wo funstgerecht für sämtliche Teilnehmer abgefocht wurde. Zu dieser Mahlzeitsbereitung rührten sich die Hände aller Kolonnenmitglieder sehr geschäftig, sodaß nach kurzer Zeit die Erbssuppe mit Büchsenfleisch aus den mitgebrachten Eßgeräten verzehrt werden fonnte. Die Kolonne hat ge zeigt, daß sie unbeachtet des anhaltenden Regenwetters in militärischer Disziplin eine einmal befohlene Uebung troß aller ungünstigen Witterungsverhältnisse auch auszuführen versteht. Wenn eine so aufopfernde Tätigkeit bei Uebungen entfaltet wird, dann wird die Kolonne auch wohl im Ernst falle auf ihrem Posten sein. Unsere Sanitätskolonne zeigt sich vollkommen des Vertrauens würdig, das die Einwohnerschaft ihr in so großem Maße entgegenbringt. * Keine neuen Fahrpläne. Die meisten Eisenbahndirektionen lassen zum Fahrplanwechsel, 1. Ottober, keine neuen Fahrpläne drucken. Die geringen Aenderungen gegen den Sommerverkehr werden durch Deckblätter berichtigt. Auch die Frankfurter Eisenbahndirektion gibt befannt, daß neue Fahrpläne zum ersten Oktober nicht ge= druckt werden. ** Die unentgeltlichkeit des Volksschulunterrichts ist nun beinah in ganz Hessen zur Einführung gelangt. Während in der Provinz Starkenburg noch in acht Volfsschulen, in Oberhessen noch in 5 Schulen Schulgeld erhoben wird, ist der Volksschulunterricht in der Provinz Rheinhessen in allen Gemeinden von jeder Abgabe befreit. 18) malan Gerichtet. Familienroman von Franz Wichmann. „ Sagt's nur gleich," subr er, zu zu der Schwägerin gewandt, fort, daß sie Euch hergeschickt haben! Und dann nehmt ebenfalls gleich meine Antwort: Es ist umsonst, ich habe keine Tochter mehr!" „ Ich bin vollständig aus mir selber gekommen," beteuerte Frau Baumert, um euch zu Ottos Geburtstag zu gratulieren!" " Dante, dante!" rief die Försterin. Ach, der arme Junge, wenn er nur auch einmal einen guten Tag haben und unter uns meilen fönnte! Aber darauf nehmen sie beim Militär feine Rücksicht!" den Soldaten?" mischte der Sie haben einen Sohn bei de Gendarm sich in die Unterhaltung. „ Ja, er dient als Einjähriger," erwiderte der Förster ziemlich mürrisch, aber nicht hier!" „ Und seit er fort ist, hat er uns erst einmal besuchen tönnen," setzte Frau Adelheid seufzend hinzu. Freilich, der Dienst ist schwer," meinte der Gendarm,„ aber er wird auch den Vorgesetzten oft schwer genug gemacht durch ben sträflichen Leichtsinn der jungen Leute." Diese Bemerkung schien dem Förster zu gefallen. bir„ Ja, ja," äußerte er beistimmend, die Jungen träumen immer von einer neuen Welt und wollen sich in die alte nicht hineinfinden!" „ Sie waren gewiß auch beim Militär?" wandte die Försterin sich neugierig an den Gendarm. Da müssen Sie ja wissen, wie es dabei zugeht!" „ Ich habe allerdings zwölf volle Jahre gedient!" antwortete der Gefragte. ,,, das ist aber lange!" meinte Frau Adelheid. ** Einstellung der Retruten. Der spä teste Entlassungstermin der in diesem Jahre zur Reserve übertretenden Mannschaften ist der 30. September. Die Einstellung der Retruten findet statt: Am 2. Oftober bei der Kavallerie, Feldartillerie und Maschinengewehrabteilungen, vom 11. bis 14. Oktober erfolgt die Einstellung bei den übrigen Waffen. „ Das wohl," gab der Gendarm zu, wenn man aber ein Biel vor Augen hat Sie wollten zum Gendarmerieforps übertreten?" fragte der Förster. Wie Sie sehen, habe ich das auch getan," bestätigte der Gendarm. ** Die diesjährige Mäuse plage ſollte unseren Landwi ten bezw. Gemeinden Veranlassung geben, die Bekämpfung der Mäuse in einheitlicher Wetse gemeinsam durchzuführen. Die Landwirtschaftskammer hat für das gesamte Großherzogtum eine Organisation in ihrem Pflanzenschutzdienst getroffen, die zum Zweck hat, die Landwirte auch über die Art der Bekämpfung der tierischen Schädlinge aufzuklären und, wenn nötig, zu unterstützen Es wenden sich daher die einzelnen Ge meinden zweckmäßiger Weise gegen die Durchführung gemeinsamer Bekämpfungsmaßre, eln gegen die Mäuse plage an die Landwirtschaftskammer Darmstadt oder an beren Sammelstellen für Pflanzenschuß an den landw Winterschulen. Von dort wird jede nähere Auskunft erteilt. „ Und nun geht es Ihnen gewiß gut, erkundigte die Försterin sich, und Sie können sich an Feiertagen wie heute auch einmal ein Vergnügen gönnen?" ,, Wenn ich nicht wie heute im Dienst bin, gewiß!" stimmte der Gendarm bei. Der Förster sah ihn etwas verwundert an. „ Sie sind im Dienst hier in der Wirtschaft?" „ Ja, und zwar in einem sehr unangenehmen Dienst. Denn * Sachverständige in Handwerkerfragen. Zur Erstattung von Gutachten, insbesondere über Güte und Preis der in ihr Fach einschlägigen Arbeiten, sowie zur Schlichtung gewerblicher Streitigkeitin, hat die Handwerkskammer zu Frankfurt a. M. öffentliche gewerbliche Sachverständige bestellt und zwar zunächst versuchsweise für Wiesbaden und Frankfurt a. M. innerhalb der in Innungen oroanisterten Handwerke und des Bauhandwerks. Es sind in der Regel für jedes Handwerk fünf Sachverständige bestellt worden, die nicht allein als Einzelsachbernändige e auf gerichtliches oder privates Ersuchen, sondern auch als Schiedsgericht in gerichtlichen Streitigkeiten anrufen werden fönnen. * Bedingter Strafaufschub. Das Ministerium der Justiz hat mit Bezug auf die Handhabung des bedingten Strafaufschubes ein Rundschreiben an die Juſtizbehörden erlassen, das folgende bemerkenswerte Anweisun gen enthält:„... Ergeben die Erfundigungen, daß der Verurteilte sich gut geführt hat und stellen sich sonst keine Bedie denken heraus, so hat die Strafvollstreckungsbehörde Strafe ohne weiteres als mit dem Ablauf der Gewährungsfrist erlassen zu bezeichnen. Unter welchen Voraussetzungen die Führung als gut anzunehmen ist, läßt sich nicht angeben. Doch ist einerseits die Tatsache, daß der Verurteilte eine weitere Bestrafung nicht erlitten hat, nicht genügend, sondern ein zufriedenstellendes Gesamtverhalten erforderlich, Annahme guter Führung nicht notwendig ausschließt, während andererseits eine erfolgte weitere Bestrafung die z. B. wenn die Bestrafung wegen einer geringfügigen Uevertretung oder selbst wegen eines Vergehens erfolgt ist, das unter Umständen verübt war, welche die moralische Verschuldung des Täters in besonderem milden Lichte erscheinen lassen. Ergeben die Erfundigungen, daß der Verurteilte sich während der Gewährungsfrist nicht gut geführt hat, so ist die erfannte Strafe zu vollstrecken." wie * Volkszählung. Der„ Reichsanzeiger" schreibt: Auf Grund des Beschlusses vom 10. Februar 1910 findet am 1. Dezember wiederum eine allgemeine Volt 3- zählung im Deutschen Reiche statt, welche ähnlich wie in früheren Jahren ausgeführt werden wird. ** A b g. Köhler Langsdorf wurde wegen seines Artikels gegen die 10 Gebote des Hess. Automobil= klubs am Freitag von dem Amtsrichter Barb in Lich verleute und Bauer, lärte, die Aufforderung an die Fuhrsich gegen die Automobilfahrer mit Revolvern zu bewaffnen, sei lediglich als Persiflage zu betrachten. liche Angehöri Herren des Bad- Nauheime nicht bekannt gesezt sind. Nauheimer P gen" zu unter fuch in BadLöffler und Hochzeit. Der ** In dem Liebig- Laboratorium ist man gegenwärtig eifrig an der Arbeit, um das Gebäude wür dig instand zu seßen. Die Umstände lassen darauf schlie Ben, daß die Stadt Gießen ihr Eigentumsrecht an der ehe maligen Wirkungsstätte Liebigs an den Verein der Chemi fer abgetreten hat, welchem ein Großgewerbetreibender zu Erwerbung des Gebäudes 60 000 Mt. zur Verfügung stellte nern eine seinem vermutlichen Zweck als Muſeum entsprech Das Haus erhält neben einem neuen Verpuz auch im In ende Einrichtung. * Das Schwurgericht der Provinz Oberhessen Die Verhand wird am 26. September zusammentreten. lungen leitet Landgerichtsrat Neuenhagen. * Die Gießener Rudergesellschaft hält am 18. September ihr Abrudern ab, das 4 Wettfahrten Wasserspiele und Wettschwimmen bringt. Der * Aus der Haft entlassen wurde wegen Geisteskrankheit der Schreinergeselle Heck Gießen. selbe war bekanntlich auf Grund eines Erpressungsversuch festgenommen worden. Hus Hessen und Nachbargebiet. * Garbenteich. i Ein neues Industriewerk hier im Entstehen begriffen. Im Walde nach Dorf- Gill 3 hat eine Attiengesellschaft einen wertvollen Bodenschatz ge funden, der angeblich Phosphor und Kreide enthält, zu Düngemitteln u. dgl. sich eignen soll. und * Ober- Mörlen. Der Gemeinderat hat beschlos sen, zwei Einfamilienhäuser für Lehrer zu erbauen un schreibt zu diesem Zweck zur Erlangung von modernen Ent würfen einen öffentlichen Wettbewerb aus. Die Ham sterjagd in unserer Gemartung, welche die Landwirte bei der diesjährigen Erntearbeit emsig betreiben, hat ein un geahntes Resultat ergeben. Nicht weniger als rund 1000 Hamster sind seit Mitte August bis jeẞt an einem Samme plaz abgeliefert worden. alt. * Lich fere Einwohne cinquartierten fich Jung und und Soldaten Regimentsfape große Anzieh fänge der So * Obe Bantfrach Ge barunter befir glieder der A leute. Seitens gen, 420 Vere Summen find am meisten h * Web 1866 und 187 heute noch be sprechenden A der Verwaltur * Web schen Eisenwe dürftigen Kind in Bad Orb. inbetracht fam der Kur teil. * Lau tillerie- Regime Kompagnien fches Nr. 3 i ges ein Sch von dem Bri Der Uebung Eichhorn, der Strang, sowi mifer. * ber Mörlen. Die Untersuchung gegen den ameridinischen Chauffeur 3 ett el, welcher im Juli d. I. mit seinem Automobil den Müllersohn Kremer auf der Frankfurterstraße totfuhr, iſt mangels genügender Schuldbe weise eingestellt worden. * Schotten. Eine wahre Begebenheit wird von hier gemeldet. In dem Städtchen wollte ein nach Ober Hessen versetter Pfarrvikar dem Herrn Dekan seinen pflicht schuldigen Besuch machen. tannt an dem Plate, fundigte sich der Vikar bei er Einwohner nach der Wohn ung des Defans. Der biedere Vogelsberger erklärte sid sofort bereit, den Frager zu begleiten, da er ja denselben Weg gehe. Vor einem Hause, in dem zu ebener Erde fid ein Laden mit Kurzwaren, Kleidern 2c. befand, machte de Begleiter Halt, auf einen an der Türe stehenden Mann zei gend, der einem Dekan wenig Aehnlichkei hatte. Erstaunt jrug er den freundlichen Führer per joll der Herr Detan wohnen?" worauf der Mann auf da über der Tür hängende Schild:" D. Kahn" deutete und der verblüfften Vitar allein stehen ließ. * Bad Nauheim. In der abgelaufenen Woch sind 1062 Kurgäste angekommen und beträgt die Gesamtfrequenz bis zum 1. September 29 868 Personen, wovon an genanntem Tage noch 5875 anwesend waren. * Friedberg. Der Zar, die zarin, der Großfürst- Thronfolger und sämtliche Automobilen Gefolge fuhren am Sonntag in zessinnen mit nach Bad- Nauheim und wohnten daselbst in der russischen Kirche dem Gottesdienste bei, dem außerdem nur die Mit glieder der russischen Kolonie beiwohnen durften. Bischof Wladimir von Kronstadt und zwei Geistliche zelebrierten. Nach Beendigung des Gottesdienstes fuhren die Herrschaf ten wieder nach Schloß Friedberg zurück. Der Großherzog, die Großherzogin, die Fürstin von Battenberg und Gefolge besuchten vormittags zu Fuße die Stadtkirche und nahmen die Mitwirkung der Chorschüler und de Männerchores ehemaliger Chorschüler verschönt wurde. Be sondere Einlaßkarten zum Kurhaus 2c. wurden für sämt under Gottesdienste teil, den Pfarrer Kleeberger abhiel, an ich sehe allmählich ein, daß es mußlos ist; der, den ich suche, erwischt, meinte Frau Baumert. wird sich nach einer andern Seite gewandt haben!" " Ja „ Sie suchen hier jemand?" wollte die Försterin wissen. einen Deserteur!" belehrte sie der Gendarm. ,, Einen Deserteur?" wiederholten beide Frauen.„ Aber das muß ja sehr interessant sein!" o IG TOD Es ist wohl mehr traurig als intereffant," entgegnete der Vertreter des Gesetzes achselzuckend.„ Der junge Mensch hat sich sein ganzes Leben ruiniert. Drei Jahre Festung sind ihm gewiß, falls ihn nicht noch andere Strafen treffen." ,, Ach, da ließe ich den armen Menschen doch lieber laufen," meinte die Försterin naiv. Unde " Sie sollen ihn wieder zurückbringen?" Frau Baumert rückte unwillkürlich ein wenig zur Seite, während sie das fragte. " Allerdings, wenn ich ihn nur erst hätte!" entgegnete der Gendarm. Die Spur führte hierher in die Hauptstadt, aber, bier ging fie verloren und man wird nach einer anderen Richtung sie weiter suchen müssen. chen müssen. Jedenfalls kehre ich heute abend noch nach Maienfeld zurück.") Der Förster horchte auf. " In Maienfeld sind Sie ſtationiert?" fragte er.„ Da müssen Sie ja auch das zweite Regiment kennen, bei dem unser Sohn dient!" Ich stand einst selber dabei!" „ Nein, wie es nur möglich ist, zu desertieren!" rief die Försterin.„ Da verliert man ja die schöne Uniform!" " In der guten alten Zeit wäre es auch gewiß niemand eingefallen." " Der Gendarm blickte Frau Baumert kopfnickend an. Da haben Sie recht," stimmte er ihr bei,„ es ist die neue d ist. Allerlei Zeit, welche wenigstens in diesem Falle schuld neue Ideen haben die Köpfe der städtischen Jugend verrückt gemacht; sie betrachten das Militär als eine Sklaverei und schwärmen dafür von Freiheit und anderen Dingen!" Es trat eine Pause ein. Dann fragte Lorenz Reiner plötzlich: „ Ist der Deserteur, den Sie suchen, auch vom zweiten Regiment?" aidspor te der G Ja," beſtätigte Gendarm, er ist aus Maienfeld ges flohen vor einer drohenden Untersuchung. Bei einer Nachforschung in voriger Woche wurden in der Kaserne aufreizende Schriften entdeckt, und als Verbreiter derselben ward ein Einjähriger ausfindig gemacht." „ Der jetzige Deserteur?" fragte die Försterin. „ Eben der. Er zog es vor, ehe man ihn vor Gericht stellte, die Flucht zu ergreifen." us „ Da wird es ihm freilich schlimm ergehen, wenn man ihn Während die Unterhaltung sich so noch weiter um die Vor gänge in Maienfeld drehte, betraten neue Gäste den Garten. Zwei Herren, in Gesellschaft von zwei elegant, doch auffallend gefleideten jungen Mädchen kamen lachend und scherzend die steinernen Stufen des Restaurants herab. Die Herren, von denen der eine ein hochgewachsener junger Mann mit tief schwarzem Bart und einer großen Brille über der schmalen, scharfgeschnittenen Nase helle Sommerkleider irug, während der andere sich mit affettierten Gesten in einem modernen, doch etwas abgetragenen Promenadenkostüm bewegte, schritten, nach einem geeigneten Platz ausspähend, ihren Begleiterinnen voran Langsam und suchend gingen sie von einem Weg in den andem und erreichten endlich den zuvor von Klara und ihrer Tante verlassenen runden Tisch! Der Elegant blieb stehen und hielt die Mädchen, die mit dreisten Manieren ihre Blicke durch den Garten schweifen ließen und sich bald hier, bald dort eine spöttische Bemerkung über einen Bekannten zuflüsterten, zurüc „ Das nenn ich Glück," meinte er, der einzige größere freie Platz, und gerade für vier Personen. Okkupieren wir ihn!" 3wei schwere und zwei leichte Personen, meinst du!" lachte der andere. 3719 Was die Dämchen betrifft, allerdings das lettere!" Der Schwarzbärtige, der mit unnatürlich hoher Stimme und ziemlich leise sprach, trat näher an seinen Begleiter heran: „ Nur immer frech, mitten hinein ins Getümmel! Da drinnen im Hause sizen Soldaten; die sehen mir den Kameraden sicher nicht an! Hahaha!" 2 In der Vermummung kann dich kein Teufel erkennen, bist ein geborener Komödiant!" erwiderte der Stußer und laute fügte er hinzu: Also setzen wir uns!" sin" Der Schwarzbärtige rückte seine Brille zurecht und nahm neben der blonden Schönen Platz. Nicht einmal unsere Primadonna hat mich erkannt, gelt, Schat?" lachte er. Nein, wahrhaftig," versicherte das Mädchen, ihn von neuem betrachtend ,,, du bist zum Fürchten!!! In deinem Vollbart siehst du aus wie einer von den alten Deutschen, die immer so viel tranten!" ,, Das tun sie auch noch!" rief der andere, und die jungen verstehen es noch besser als die alten!" Er winkte dem eben vorübereilenden Kellner. He, Ganymed, fahren Sie mal ein Batterie Seft auf!" ,, Ganz wie mein Leutnant felig immer sagte!" Ist denn Ihr Leutnant gestorben, Herr" Still," fiel der junge Stußer der Fragerin ms Wort, feine Namen bier nennen!" " ( Fortsetzung folgt.) * Dar vinz Startenb Georg Hauc gültig erfl * Off Wahrung sta der Frage d wurde beschlo eren Wahlen, einem gemein zu bereinen. handlungen lichen Partei * Fr vorlesungen bewilligt wo der Weltauss Arbeiter get nahme an d fonders eifr ges Interess * Ma Aussicht. N dem Frühja fatlos verlau aussichtlich f Milchpreise e * Ma ften des Re dem Binger abgegeben. fort einen ternahm ein verlief. Kreises ihrer tlärt. * Ka Boltsverjam Referat des und die St Reichsregier Schlachtvieh, Grenzen für freien Seuch * Be ger Kaise men, sonder nigsberg nu Interpretatio bor das pre deutungen, d tag entstehen sich der Kan der bekannte Allgemeinen * Ber jüngst ein G die formelle tel zur Berb tern, die in gering bejel find wieder ungsproblem und gering floffenen 15 ligt und fa erwarb im 3 e Domänen, 12 einer Gesam 26 827 616 2 lungstommiff 350 Millione Fläche entstan Settar find lung beich Ginfommen totium ist no das Gebäude to affen darauf schi msrecht an der eb Berein der Chen werbetreibender Verfügung stell erpub auch im Museum entspre T. Provinz Oberbeff n. Die Berham fellschaft bo Das 4 Wettfabrie en wurde weg d Gießen. De Erpressungsverjud argebiet Industriewert e nach Dorf- Gill llen Bodenschat eide enthält, u nderat hat befchl zu erbauen u bon modernen G 13.10 Die Han lche die Landwi etreiben, hat ein Jer als rund 10 an einem Samm suchung gegen Icher im Juli d. Kremer auf genügender Schuld ebenheit wird b te ein nach Obe Defan feinen pflic n dem Plate, hner nach der Woh berger erklärte da er ja denselb u ebener Erde befand, machte stehenden Mann wenig Aehnlicht Führer:„ Hier Der Mann auf d hn" deutete und d abgelaufenen Wo eträgt die Gesam 3 Personen, wob d waren. Zarin, der Gro Prinzessinnen drei Automobile bst in der russisc Berdem nur die M en durften. Bisch eistliche zelebrierte uhren die Herrsch f. Der Großherzo Henberg und Gefol dtkirche und nahm Kleeberger abbie Chorschüler und d erschönt wurde. wurden für säm ch weiter um die Vo me Gäste den Gart gant, doch auffalle nd und scherzend b. Die Herren, va iger Mann mit ti über der fchmal fleider irug, währe einem modernen, d ewegte, fchritten, n Begleiterinnen vor m Weg in den and lara und ihrer Ta blieb stehen und hi ihre Blicke durch d hier, bald dort en zuflüsterten, zumi er einzige größere fr ffupieren wir ihn!" Sersonen, meinst d gs das letztere!" türlich hoher Stim feinen Begleiter ber ins Getümmel! en mir den Kamerad En Teufel erkennen er Stuber und laut lle zurecht und nah at mich erkannt, gel tädchen, ihn von neue deinem Vollbart fi hen, die immer for endere, und die jun Gr wintte dem , fahren Sie mal ner fagte!" Herr-" Fragerin m3 Wor lgt.) und liche Angehörige der Zarenfamilie, sowie für Damen Herren des Gefolges angefertigt, damit sie beim Beſuch Bad Nauheims durch die Kontrolleure, denen sie persönlich nicht bekannt sind, nicht irgendwelchen Behinderungen ausgesetzt sind. Durch große Bettelanschläge wird das BadNauheimer Publikum aufgefordert, die großen Belästigungen" zu unterlassen, denen der Zar bei seinem ersten Besuch in Bad Nauheim ausgesetzt war.) * Ilbeshausen( Nr. Lauterbach). Bürgermeister Löffler und seine Ehefrau feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar ist 72 und die Jubilarin 75 Jahre alt. * Lich. Auf eine sehr schöne Sedanfeier blickt un sere Einwohnerschaft zurück, die in erster Linie den hier einquartierten 87ern zu danken ist. Um 4 Uhr versammelte sich Jung und Alt auf dem Hardtberg, auch die Offiziere und Soldaten der 87er fanden sich ein mit einem Teil der Regimentskapelle. Major Heinrichsen hielt die Festrede. Eine große Anziehung übten die Spiele und Vorträge und Gefänge der Soldaten auf die Zuschauer aus. * Ober- Mock stad t. Die Sammlung für die beim Banttrach Geschädigten hat insgesamt 34 000 W. ergeben, darunter befinden sich noch besondere Sammlungen für Mitglieder der Kriegertameradschaft Hassia und für Feuerwehrleute. Seitens der Hassia- Vereine sind 5400 Mt. eingegan Die gen, 420 Vereine haben zu der Summe beigesteuert. Summen sind in allen Teilen Hessens gesammelt worden, am meisten hat der Kreis Dieburg getan. * Weblar. 14 Veteranen aus den Feldzügen 1864, 1866 und 1870-71 sind bei den Buderus'schen Eisenwerken heute noch beschäftigt, denen am Sedantage mit einem entsprechenden Anschreiben eine Ehrengabe von je 50 Mart von der Verwaltung überwiesen worden ist. * Wetlar. Wie bekannt, gewähren die Buderusschen Eisenwerke vollständig auf ihre Kosten erholungsbe= dürftigen Kindern ihrer Arbeiter eine vierwöchige Badekur in Bad Orb. Während im vergangenen Jahre 107 Kinder inbetracht famen, nehmen in diesem Jahre 130 Kinder an der Kur teil. * Lauterbach. Am Freitag hielten die Feldartillerie- Regimenter Nr. 25 und 61, in Gemeinschaft mit 2 Kompagnien des Fuß- Artillerie- Regiments, Brandenburgisches Nr. 3 in den Gemarkungen Lauterbach, Maar, Wernmalige Ehrengabe von je 15 Mt. zu gewähren. Hierfür ist ein Betrag von 30 000 Mt. aufzubringen. Nach dem 3. Dezember wird die Stadtverwaltung eine weitere Vorlage betreffend die dauernde Unterstützung der Veteranen machen. * Dortmund. Der zweite Direktor der Niederdeutschen Bank, Josef Schmitt, wurde wegen Untreue und Vergehens gegen das Depotgesetz verhaftet. * Neustadt a. d. H. Am Sonntag tagte hier die diesjährige Hauptversammlung des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine. Mit ihr war im Saalbau eine Ausstellung von Einrichtungen, Gebrauchsgegenständen und Propagandamitteln verbunden, die dem Touristen- und Fremdenverkehr dienen. )( Den 100 Kilometer Weltrekord verbesserte Fritz Theile am Sonntag auf der Leipziger Rennbahn in der Zeit von 1 Stunde 10 Minuten und 34 Sef. Theile gewann auf seinem flinten Brennaborrade die 100 Kilometer- Meisterschaft von Europa und schlug u.a. Walthour, Guignard und Salzmann. )( Beim 100 Kilometer- Rennen in Steglib gewann P. Dickentmann am Sonntag den 20 und 30 Kilometer- Lauf. R. Scheuermann wurde im 50 KilometerLauf und im Gesamtklassement Erster; im 20 und 30 Kilometerrennen behauptete er den zweiten Play. Das Prämienfahren gewann Techmer, der mit seinem Partner Großmann auch beim Tandemfahren zuerst durchs Ziel ging. Auch die genannten Steglißer Sieger benußen die erfolg= reiche Marke Brennabor. von ** Königstein i. T. Die Königin Mutter Holland ist hier zu mehrtägigem Besuche der GroßherzoginMutter von Luxemburg eingetroffen. * Kamberg. Die städt. Behärden haben beschlossen, jedem Kriegs- Veteranen, dessen Jahreseinkommen ge= ringer als 1800 Mt. ist, einen Ehrensold von je 30 Mart zu gewähren. Der polnische Posen. Der polnische Reichstagsabgeordnete, Dr. von Starzynski, ist in Posen gestorben. * Kopenhagen. Der internationale Transportaber dürfe er vor Vollendung des 24. Lebensjahres nicht führen. !! Eine bedeutsame Entscheidung für die Auslegung des Kinderschutzgese bez hat das prew Bische Sammergericht gefällt. Der Filialleiter eines Kolonialwarengeschäftes hatte entgegen den Vorschriften des Kinderschutzgesetzes einen Knaben, der 1896 geboren war, täglich über 3 Stunden zu Botengängen benutzt. Sch. betonte, er sei nur Angestellter, nicht Inhaber des Geschäfts; er fönne mithin nicht verantwortlich gemacht werden. Abweichend vom Schöffengericht erkannte aber die Straffammer ge gen Sch. auf eine Geldstrafe. Diese Entscheidung focht Sch. durch Revision beim Kammergericht an. Das Kammerge richt wies jedoch die Revision als unbegründet zurück und führte u. a. aus: In erster Reihe sei der Geschäftsinhaber für Zuwiderhandlungen gegen das Kinderschutzgesetz berantwortlich zu machen, habe aber ein Kaufmann verschie dene Filtalen, so können auch Filialleiter zur Verantwort ung gezogen werden. Geschäftliches. Andauernde Regenfälle haben in vie len Gegenden nicht nur die Ernte beeinträchtigt, sondern auch die Arbeiten für die Herbstsaat verzögert. Infolgedessen ist torauszusehen, daß sich der Düngerversand wieder auf sehr furze Zeit zusammendrängen wird; es empfiehlt sich da her, Düngerbestellungen möglichst frühzeitig aufzugeben. Besonders gilt dies für Thomasmehl, für das schon jetzt sehr lebhafte Nachfrage besteht. Sollte es übrigens zutreffen, daß Superphosphat, wie hier und da verlautet, für dieses Jahr bereits ausverkauft ist, so wird die Landwirtschaft noch mehr als bisher Thomasmehl bestellen. mitinder mit Darmtranfheiten furt feine Milch vertragen. Kufete", in Wasser gekocht, bildet hier sehr oft die einzige Nahrung, welche nicht erbrochen, sondern gut vertragen wird. ges ein Scharfschießen ab. Die Truppen wurden arbeiter- Kongreß_hat_beschlossen, den internatio. flingt die Kunde von den Bemühungen, Maschinen zustande von dem Brigadefommandeur Oberst Noeldechen geführt. Der Uebung wohnten bei der kommandierende General v. Eichhorn, der Divisionskommandeur Generalleutnant Strank, sowie verschiedene Generalstäbler und Kriegsatade mifer. von * Darmstadt. Der Provinzial- Ausschuß der Provinz Starkenburg hat die Wahl des Landtagsabgeordneten Georg Hauck zum Bürgermeister von Schadheim für ungültig erklärt. zur * Offenbach. Der Vorstand des„ Vereins Wahrung städtischer Interessen" beschäftigte sich fürzlich mit der Frage der bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen. Es wurde beschlossen, gemäß den Statuten, wie auch bei früh eren Wahlen, zu versuchen, die bürgerlichen Parteien zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen die Sozialdemolatie zu vereinen. Der Vorstand wird zu diesem Zwecke Verhandlungen mit den Organisationen der einzelnen bürgerlichen Parteien einleiten. * Frankfurt a. M. Dem Ausschuß für Voltsvorlesungen sind vom Institut für Gemeinwohl 600 Mart bewilligt worden, um 6 Frankfurter Arbeiter zum Besuch der Weltausstellung nach Brüssel zu senden. Es wurden Arbeiter gewählt, die in den letzten Jahren durch ihre Teilnahme an der Verwaltung des Ausschusses oder durch be sonders eifrigen Besuch von dessen Veranstaltungen ein reges Interesse für Voltsbildung betätigt haben. in * Mainz. Es ist wieder ein Milch frieg Aussicht. Nachdem die Agitation der Milchproduzenten in dem Frühjahre d. Js. um Erhöhung der Milchpreise resu!- tatlos verlaufen ist, soll nunmehr eine neue Agitation, vorder aussichtlich schon im nächsten Monat, zur Erhöhung Milchpreise eingeleitet werden. * Mainz. Kürzlich wurden wieder auf einen Posten des Regiments Nr. 88 am Pulverhaus 15 zwischen dem Binger- und Gonsenheimer- Tor drei scharfe Schüsse abgegeben. Der Soldat sah 3 Kerle fortlaufen und gab sofort einen Schuß ab, traf aber niemanden. Die Wäche unternahm einen Streifzug, der jedoch ebenfalls ergebnislos verlief. * Lißberg. Bis jetzt haben 28 Gemeinden des Kreises ihren Beitritt zu dem Elektrizitätswerk Lißberg ertlärt. nalen Seemanns- Streit ins Werf zu setzen, wenn die Rheder nicht in Unterhandlungen wegen Lohnerhöhung treten wollen. Der Streik soll in 2 bis 3 Monaten beginnen. = * London Der Arbeiter Vertreter Wilson, Führer der englischen Matrosen und Heizer, erklärte, die englischen Arbeiter seien vollständig für den Streik vorbereitet. Sobald die Parole zum Beginn des Streiks ausgegeben werde, würden 40 000 Mann innerhalb 14 Tagen streifen. Die Beamten der Haupt- Schiff fahrtslinien erboten sich, Deputationen der Leute zu empfangen, um die Lage zu besprechen. empfangenis. 19tad einer fast monatlichen Unter* suchung find 12 Beamte des Partser städtischen SteuerBüros der Bestechung überführt worden. Die Summe, um welche die Stadt Paris geschädigt ist, wird auf etwa fünf Millionen Francs geschäßt. * New- Yorn Roosevelt sett den Kampf gegen die Milliardäre in scharfer Weise fort. Kürzlich erklärte er in einer Rede:" Die völlige Abwesenheit von irgend welchen Einschränkungen seitens des Staates gestattet es einer unehrenhaften Klique von fabelhaft reichen Menschen, sich immer reicher zu machen mit dem Geld der armen Steuerzahler. Unsere erste Pflicht muß sein, die sozialen Lebensbedingungen völlig zu ändern, welche es diesen Menschen gestatten, sich der Macht und des Einflusses zu bemächtigen auf Kosten vieler Millionen Entrechteter. Wir dürfen nicht gestatten, daß ein riesiges Vermögen wächst, wenn es nicht dabei zugleich der großen Allgemeinheit dient." * Santiago de Chile. Die Präsidentschaftswahl in Chile, die durch den plöblichen Tod Pedro Moutts notwendig geworden ist, wurde auf den 15. Oftober anberaumt. Aus dem Gerichtssaal. * Kassel. Eine von etwa 5000 Personen besuchte Voltsversammlung im Stadtparksaal beschloß nach einem Referat des Stadtverordneten Scheidemann den Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung zu ersuchen, bei der Reichsregierung um sofortige Aufhebung der Zölle auftig entschieden. Aus den für alle Hundebesitzer, die es an Schlachtvich, Fleisch und Getreide, sowie um Deffnung der Grenzen für Schlachtvieh unter Beobachtung eines schifanenfreien Seuchenschutzes zu petitionieren. Aus aller Welt. * Berlin. Der Reichskanzler wird zur Königsber= ger Kaiserrede im Reichstag teine Stellung nehmen, sondern sich im Falle von Partei- Interpellationen auf die formelle Erklärung beschränken, daß der Kaiser in Kö nigsberg nur als König von Preußen gesprochen, also eine Interpretation der königlichen Ausführungen staatsrechtlich vor das preußische Abgeordnetenhaus gehört. Nur um Miß deutungen, die durch diese Haltung des Kanzlers im Reichstag entstehen fännten, den Boden vorweg zu entziehen, hat sich der Kanzler in Uebereinstimmung mit der Krone der bekannten amtlichen Erklärung in der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" entschlossen. zu * Berlin. In der preußischen Gesetzsammlung ist jüngst ein Gesetz über die Bewilligung weiterer Staatsmittel zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse von Arbeitern, die in staatlichen Betrieben beschäftigt sind, und von gering besaldeten Beamten veröffentlicht worden. Damit find wieder 12 Millionen Mark für die Lösung des Wohnungsproblems unter den preußischen staatlichen Arbeitern und gering befoldeten Beamten bereitgestellt. In den verflossenen 15 Jahren sind dafür 132 Millionen Mark bewilligt und fast auch verbraucht worden. Berlin. Die preußische Ansiedlungskommission erwarb im Jahre 1909 17 Rittergüter, darunter 2 StaatsDomänen, 12 sonstige Güter und 50 Bauernwirtschaften mit einer Gesamtfläche von 21 085 hektar zu einem Preise von 26 827 616 Mart. Im ganzen sind bisher von der Ansiedlungstommission gegen 370 562 Heftar zum Preise von rund 350 Millionen Mart angekauft worden. 70 v. H. dieser Fläche entstammen deutscher Hand, 30 v. H. oder 111 329 Hektar sind von polnischen Besizern erworben. * öln. Die Möner Stadtverordneten verfammlung beschloß, den Kriegsveteranen, die fein höheres Einkommen als 1200 Mt. jährlich haben, eine ein !! Eine Warnung für Hundebesite r. Ein Radfahrer, der einen ihn in voller Fahrt mit wütendem Gebell umspringenden bissigen Hund durch einen Revolverschuß tötete, begeht teine Sachbeschädigung. So hat die erste Straffammer des Landgerichts Schweidnitz rechtskräf= der nötigen Aufmerksamkeit fehlen lassen, beachtenswerten Gründen sei hervorgehoben: Durch das Verhalten des Hundes habe für den Radfahrer die dringende Gefahr bestan den, daß er mit dem Rade zu Fall gebracht und dadurch an Körper und Rad ernstlich beschädigt werden würde. Ein in die Luft gefeuerter Schuß hätte das Tier aber nicht verscheucht, da sich Hunde nur dann zurückziehen, wenn die Waffe auf sie gerichtet sei. 1! Wann verjährt der Anspruch ankon ventional strafe? Diese Rechtsfrage unterlag der Entscheidung des Berliner Kaufmannsgerichtes. Der in der betreffenden Streitsache auf Zahlung einer Konventional- strafe verklagte Handlungsgehilfe wandte Verjährung ein, da der Anspruch der flagenden Firma bereits über zwei Jahre alt sei. Das Kaufmannsgericht entschied jedoch, daß die Forderung der Firma noch nicht verjährt sei. Der Anspruch auf Zahlung einer Konventionalstrafe, die durch Verlegung der Konkurrenzklausel verwirkt worden ist, unterTiege nicht der furzen, zweijährigen Verjährung. Es trete somit die allgemeine, die 30jährige, Verjährungsfrist in Kraft. !! nnungsmeister" oder„ Fleischermeister". Das preußische Kammergericht hat eine Entscheidung gefällt, die für Handwerker von besonderem In teresse ist. M., der vor der Fleischerinnung seine Meisterprüfung bestanden hatte, betrieb ein selbständiges Geschäft, und nannte sich, obwohl er erst 22 Jahre alt war, Fleischermeister. Nach erfolgloser Verwarnung durch die Handwerkskammer wurde Anklage wegen Zuwiderhandlung gegen § 133 der Gewerbeordnung erhoben und M. von der Straffammer zu einer Geldstrafe verurteilt, da er sich wohl Inungsmeister, nicht aber Fleischermeister nennen dürfe. Diese Entscheidung focht M. durch Revision beim Kammergericht an, das indessen auf Abweisung der Revision erkannte, wobei u. a. ausgeführt wurde: Nach der Novelle zur Gewerbeordnung von 1897, die am 1. Oktober 1901 in Straft getreten ist, dürfen nur solche Handwerker den Meistertitel in Verbindung mit der Bezeichnung des Handwerks führen, die das Recht erlangt haben, in ihrem Gewerbe Lehrlinge anzuleiten und die Meisterprüfung abgelegt haben. Aber nur Handwerker, die das 24. Lebensjahr zurückgelegt haben. dürften Lehrlinge anleiten. M. tönne sich daher„ Meister" oder„ Innungsmeister" nennen, den Titel„ Fleischermeister" zu Die Konstruktion der Sprechmaschine ist die Erfüllung eines alten Herzenswunsches der Mensch- heit. Die Schriftsteller des Altertums erzählen bereits von singenden und sprechenden Figuren aus Gold, die an den Decken der Tempel angebracht waren und aus alten Zeiten zu bringen, welche den Gesang und die Sprache des Menschen nachzuahmen imstande waren. Unserer Zeit war es vorbehalten, auch dieses Streben zum Ziel zu bringen. Nach der Erfindung des Phonographen waren viele Geister rege, auf dem gezeigten Wege zur Vervollkommnung zu gelangen. Aus diesem Streben heraus gelang die Konstrut tion der Sprechmaschinen, unter denen die„ Mill- Opera" unstreitig den ersten Rang einnimmt, da diese den seelischen Gehalt des Gesanges und mündlichen Vortrages wie alle Feinheiten des Orchesters so natürlich wiedergibt, daß wir uns der Illusion hingeben möchten, als ständen sene Künst ler leibhaftig vor uns oder als lauschten wie in Wirklichfeit den Klängen eines Orchesters oder der bekannten Regimentskapelle. Die„ Mill- Opera" ist eine Musizier- und Sprechmaschine mit auswechselbaren Schallplatten aus hartem widerstandsfähigem Material. Es wird allgemein interessieren, daß diese Sprechmaschinen in leistungsfähiger und solider Ausführung schon von zirka 35 Mart an haben sind. Die Firma Otto Jakob sen., Berlin, Friedenstraße 9, hat den Alleinvertrieb für Deutschland in Händen und gibt die Maschinen an solide Personen jeden Standes auf Wunsch auch gegen bequeme Ratenzahlungen ab ohne die Preise zu erhöhen. Man versäume nicht, sich die kleine illustrierte Broschüre über Opera- Maschinen gratis senden zu lassen. Zu den praktischen Erfindungen der letzten Zeit kommt nun wie ein Geschent des Himmels eine neue hinzu, die berufen zu sein scheint, eine völlige Umwälzung auf dem Gebiete der Klavierspieltechnik hervorzurufen. Sie bezweckt nämlich nicht mehr und nicht weniger, als jedem völlig Ungeübten und der Notenkenntnis nicht Mächtigen, die Mittel an die Hand zu geben, innerhalb kurzer Zeit, meist schon nach einer halben Stunde, mit beiden Händen und vollen Attorden leicht und fehlerfrei vom Blatte spielen zu können. Das neue System, die „ Tastenschrift", wie es sich nennt, arbeitet ohne alle Hilfsmittel. Die Tasten schrift" zerlegt nämlich die 5 Notenlinien in zwei Abschnitte; sie macht zwischen der dritten und vierten einen größeren Zwischenraum, in dem zwei Noten übereinander stehen können. Die Notenlinien bezeichnen nun die schwarzen, die Zwischenräume die weißen Tasten des Klaviers. Durch diese weise Einteilung ist von vornherein die Lage und der Tonwert jeder einzelnen Note einheitlich bestimmt. Die schwierigen und sinnverwirrenden Vorzeichen: die Erhöhungs-, Erniedrigungs- u. Auflösungszeichen, die bisher das Erlernen des Klavierspiels für jeden, der nicht besondere Begabung dafür hatte, zu einer unerhörten Qual machten, sind damit ein für allemal aus der Welt geschafft. Das Problem ist gelöst. Das Klavier, das bisher meist als totes Ausstattungsstück das Zimmer schmückte, wird wieder zu Ehren kommen und der Liebling des deutschen Hauses werden. Literarisches. Em por durch dich selbst! Ratschläge für jeden, der im Leben vorwärts tommen und etwas erreichen will. Von M. Unterbeck. Chemnitz, H. Thümmlers Verlag. Preis Mt. 1.20. Das Buch enthält eine Menge anregender und wertvoller Winke, sodaß jeder Leser das Büchlein immer wieder zur Hand nehmen wird. Verantwortlich: Albin Alein, Gießen. NO 3½ = 3½ Pig. SALEM ALEIK Echte Salem Gen geich War anz mit Mondstück Orientalische Ger Fa bak: Cigaretton Fabrik Yebidze Inhaber HajoZidz DRESDEN Aleikum Cigaretten. Zur Verbilligung der Verpackung wird diese Cigarette, außer in Cartons à 100, auch in solchen à 500 Stück Inhalt geliefert. pilom Färberei Gebr. Röver, Frankfurt a. M.- Giessen Giessen, Marktplatz 18. Von der Reise zurück Telegramm! Dr. Th. Reinewald Ohren-, Nasen-, und Halzarzt Liebigstrasse 32. Telegramm! Lohnende Reise nach Gießen Bahnhofstr. 31 Solmser Hof Bahnhofstr. 31 Von Dienstag, den 6. Sept. bis Montag, den 19 Sept. täglich bis abends 8 Uhr Niesen- Massen- Verkäufe von Emaille- Waren aus dem größten Emaillewerk Deutschlands. Mehrere Waggonladungen sollen zu nie gekannten billigen Preisen verkauft werden. u. Färberei Hugo Luckner( Inh. Gebr. Röver), Leipzig chem. Waschanstalten. Ca. 1000 Angestellte. Eine wahre Goldgrube Tastenschrift ist und bleibt der Verkauf von Fahrrädern, Nähmaschinen und Zubehörteilen der ganz hervorragenden Marke Sturmvogel Leichte Tourenräder schnelle Rennräder, schicke Damenräder, vorzügliche Jugendräder. Alle Räder mit neuem, leichtem, verblüffend einfachen Doppelglockenlager. Nähmaschinen in allen Systemen und Ausführungen, Katalog steht gern zur Verfügung. Vertreter zu sehr günstigen Bedingungen gesucht. Berlin- Halensee 226. " ermöglicht Kindern und Erwachsenen ohne Notenkenntnis sofort vom Blatt Klavier zu spielen, Prospekt und gratis. Musik- Verlag Probestück Euphonie", Pankow 683 bei Berlin. Auss. mehr. Opernmelodien enth. uns. Ausg. ,, Fidel Bau, Dollarprinzessin" etc. 910 Karl Tränkner Deutsche Fahrradw. Sturmvogel Gebr. Grüttner Maigasse 4 Rechtsschuhstelle 2 Mädchen erteilt unentgeltlich such. Stellung am liebsten in gut bürgerl. Haushalt od. GeschäftsRat und Auskunft baus an Fran n und Mädchen. d. Frau Hüttenberger, Gießen, Sprechstunden Mittwochs Sämtliche Haus: u. Küchen- Geschirre in größter Auswahl spottbillig! Emoillierte Waschless. besonders von 5-7 Uhr, preiswert. Zinkeimer, Zinkwannen, ZinkwaschKessel, Löffelbleche, Küchenwagen, Kartoffelreib. maschinen, Fleischhackmaschinen zu bekannt billigen Preisen. Mein Riefenlager fann ohne Kaufzwang besichttgt werden. Fr. Carl Dorp aus Elberfeld. In Gießen werden auf Wunsch sämtliche Sachen mit eigenem Fuh werk franko Hons geliefert. NB. Mein Verkauf ist derfelbe, welcher vor ca. 2 Jahren auf demselben Plate stattgefunden hat. Schreiner- Gesellen nicht organisierte, erhalten dauernde Arbeit bet hohem Lohn. Emil S. Müller, Holzbearbeitungsfabrik. liceftraße 31 III. Stehende und liegende Seltersweg 67. Motoren Junger Mann für alle Brennstoffe Billigste Preise. Geringe Tourenzahl. Sehr günstige Zahlungsbedingungen. Weitgehendste Garantie. Ingenieurbesuch kostenlos! A. Collin, Frankfurt a. M. Schillerstr. 28. Vertreter überall gesucht. sucht zum 15. September ein möbl. Zimmer in besserem Hause mit voller, guter Station. Briefe mit Preisangaben sind zu richten an K. Lenz, Bingen, Martinstr. 3. Bäckerei mit Haus oder dazu passendes Grundstück gesucht. Blaz einerlei. Angebote nur von Bei Nichterfolg Geld zurück! Beſizer u.„ Bäckerei" poft Fulda Geld- Kredit! Viele Tausende Schöne volle Büste verdanken ihr ausgezeichnetes Wissen, ihre sichere, einträgliche Lebensstellung einzig dem Studium der weltbekannten Selbst- Unterrichts- Werke Methode Rustin 1. Der wissenschaftlich gebildete Mann. 2. Der gebildete Kaufmann. 3. Der Bankbeamte 4. Das Gymnasium. 5. Das Realgymnasium. 6. Die Oberrealschule. 7. Das Abiturienten- Examen. 8. Die höhere Mädchenschule. 9. Die Handelsschule. 10. Die Mittelschullehrerprüfung 11. Einjansig- Freiwilligen- Prüfung. 12. Der Präparand. 13 Der Militäranwärter 14. Die Studienanstalt. 15. Das Lehrerinnen- Seminar. 16. Das Lyzeum oder Höhere Glänzende Lehrerinnen- Seminar. 17. Das Konservatorium Erfolge. Crosse Sammlung von Dank- und Anerkennungsschreiben kostenlos. Ansichtssendungen bereitwilligst. Kleine Teilzahlungen. Bonness& Hachfeld, Verlagsbuchhandl., Potsdam. So, - Lohnender Verdienst. Tages- Verdienst 4 Mk. und mehr. Strickmaschinen in neuester vervollkommneter Konstruktion in anerkannt vorzüglicher Ausführung werden unter Zusicherung dauernder Beschäftigung auf ganz und Teilzahlung abgegeben. Wir verkaufen die Arbeit. Anlernen kostenlos. Ausk. erteilt die durch Dr. Drackes BüstenElixir. Probefl. nur 1 Mk. Zum Erfolg erforderl.: Originalfl. 5 Mk, Voreinsendung Franko- Lieferung. Nachn Porto extra. Versand du, ch P. Tonn, Breslau V., Gräbschenerstrasse 96, I. Jede Höhe! Jede Frist! Kein Vorschuß! Keine Adressen'iste! Selbstgeber. Karl Max Rudolph, Caffel. Gallensteine werden durch ein ganz einfaches schmerzlos aufgelöst und völlig Mittel allmählich, aber sicher und beseitigt. Kein Geheimmittel, keine Arznei. Von berühmten Aerzten angewendet und empfohlen. dicker Hals, Sicherer Erfolg auch in schwersten Drüsenan- Fällen. Hunderte von Dankschwellungen schreiben. Näheres durch Frau Wirkung erstaunlich, Preis 4 Mk. von Barby, Weimar, Villa Rapha. franko. Schreiben Sie noch heute eine Karte an Kronen- Apotheke, Schnierlach 500 Kropf Els. Restaurant, Café Leib," Telefon 645. Vollständig renovierte Lokalitäten. Allbekanntes, beliebtes Familienlokal. Gute, preiswerte Speisen u. Getränke Täglich hum. Tamburitza- Konzerte. Rheinische Strickmaschinen- Industrie, Coblenz a. Rh. Für Vereine usw. hübsches KneipFürsorgesteile f. Lungenkranke ( Medizinische Klinit, Klinikstraße) Sprechstunde: Jeden Mittwoch Abend 5-7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. kettfussboden. Neuer Inhaber: Th. Rösch. -Beteiligung ober Tetlhaber erlangt man ficher a. bistret b. zweckmäßiges Annoncieren! Kostenlose Beratung und vorteil hafte Besorgung der betr. Inserate burch, d. älteste Annoncen- Expedition Baasenstein& Bogfer A.- 6. Frankfurt a. 3. Rebjagd Schreinermeister empfiehlt sein reichhaltiges Ecke Seltersweg Lager in fertigen Särgen zu billigen Preisen. Große Auswahl in eichen polierten und geschnitten Särgen, Metall- und Verbrennungs- Särgen. Tannen- Särge in jeder Farbe und Preislage. Ein gutes Getränk ist herzustellen durch einen neuen Artikel: Geröitetes Rorn ,, Marke Kornblume", welcher seit einiger Zeit von der Kaffee: Großhandlung Wilhelm Christ& Co., Mainz und Ro ontalwarenhandlungen zum Verkauf gebracht wird. Dieses Fabrikat dürfte das vollkommenste neueste Produkt fein, welches als Kaffee- Ersatz oder Kaffeezusatzmittel im Handel vor= tommt. Die Herstellung geschieht durch vollfom nenste Röstart, nachdem vor der Röstung das Rohprodukt voltommen gereinigt und geschält tit, sodaß ein reines spreuf etes Produkt ges paffen wird im Gegen faz za gero etem valz, welches fochfertig gemahlen, voller Spreu tit. Kornblume ist vorzüglich im Geschmad, ein Getränk für Arme wie Reiche, besonders aber ein billiges faffeeähnliches Getränk für Minderbemittelte. Kranken aller Art, besonders Herz und Magenleidenden, soweit Nervösen dürfte Kornblume ein willkommener Liebling werden. Eigene Gewächse bester und allerbester Weinbergslagen versendet in Fässern von 25 Ltr. u. in Kisten v. 12 Fl. an Paul Christian Saalwächter Weingutsbesitzer, NIEDER- INGELHEIM a. Rh. Spezialität: Ingelheimer Rotweine. Rheinweine Die Marktpreise für Bich und Frucht und die Gießener Fleisch- u. Brotpreise am 5. Sept. 1910 Höchste Schlachtviehpreise Fleischpreise in Gießer 1 kg 84-92 fg. Ochsen Kälber Schweine do. in Frankfurt a. M. 50 kg Schlachtgewicht 90-95 M. 1/8 w 96-104 Pf. 63-70" bo. 86-88 Getreibepreise in Mannheim Weizen 100 kg zimmer, sowie Gr. Saal der Neu- 54 H. Feld, 80 H. Wald, von zeit entsprechend mit neuem Par- Gießen in 30 Min. erreichbar, Roggen 100 kg Bahnstation; 4 Jahre laufend, Abschuß 9 Std. Rehwild, 15 Hafen, etwas Flugwild; Pacht Mr. 300, umständehalber sofort abzutreten. Off u 19475 an die Erpedition d. Bl. Bheumatis und Gicht- Leidenden teile ich aus Dankbarfeit um= sonst mit, was meiner lieben Muiter nach jahrelangen qual= vollen Gichtleiden geholfen hat. Frin. Marie Grünaner München, Pilgersheimerstraße 2/ II 21.25-21.75 M. do. 80-96 Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 62 Pf. 15.75-16.00. Schwarzbrot 2kg 54ẞf. Marktberichte Gießen, den 6 Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkte tosteten Butter per Pfd. Hühnereier per Stüd Käse per Stüd Käsematte 2 Stüd Tauben der Paar Hühner per Stüd u allerbefter Geschäftslage Wetzlars sind mehrere Läden, feiner im ersten Stock ein 100 qm großer Raum, leßterer Hahnen per Stück etwa für ein Cafe geeiguet, zu verarteten. Offerten unter 19468 an die Expedition erbeten. Enten per Stüd 1.20-1.30 Schweinefleisch per Pfd. 80-96 60-84 8-9 Schweinefleisch gef. p. Pfd. 96 6-8 5-6 0.80-1.00 1.00-1.60 0.80-1.80 Kalbfleisch per Bfd. Hammelfletsch per Pfd. 86-88 7.00-800 6.00-8.00 0.20-0.30 0.00 00.08-00 15 00.10-00.15 0.50-0.00 2.50-300 20 Gänse per Pfd. Ochsenfleisch per Pfd. Rindfleisch per Pfd. Bohnen per Pfd. 00 Aepfel per Bfd. 84-92 80-84 Nüsse 100 Stüd # 130 131 G Bezu vorauszahlbar 1,50 Mt. fre Donnerstags Humoristisch liegen wöchen Seltersweg 8 nicht verlan Nr. 11 Amtlich 30 Die Abst i hiefigen Maler u Errichtung Maler, Lad werf im Bez end 2 Wochen germeisterei waiger Einsprüch lauf dieser Frift fichtigt. Der von G Die Heber Vierteljahr 1910 bess- Nassau nossenschaft während zweier unferem Amtszim aus. Binnen ein Zahlungspflichtige Genossenschaftsvo einen solchen Ein Gießen, Großh. Wegen Vor furterstraße, zwi Beterinäranstalt, Lichen Fuhrwerts Gießen, d Großh Unter Hint ung vom 1. A ftüden im Anscht welchen wir nac Diejenigen Hausb Lanalisation berei Saß vom 15. bi Spülung fämtlich Gießen, Groß Der Eigentü und die richtige gen und ist alle Sielwaffers herb Borschlüsse find Rüdftau zugängl önnen. Die zur He erforderliche We Dienst öffentlich vergeber Die Unterlag gebote auf Bord genannten Termi Zuschlagsfrist Gießen, XI. De Neu! Volt. Neu! 4mal patentamtlich geschützt. Schrot- und BackMehlmaschine [ Im Betrieb täglich zu sehen beim Generalvertreter für Hessen und Hessen- Nassau: Friedrich Heyl, Maschinenfabrik Darmstadt, Frankfurterstr. 128/130 Kalk- u. Marmor- Werke u. Dampfziegelei Telefon 84. Aug. Gabriel jr. Giessen, Telefon 84. la. Qualitäten Massenfabrikationen Bahnanschluss 4 -- Lungenleidenden-- + teile ich aus Dankbarkeit durchaus unentgeltlich( lediglich gegen Einsendung des Portos) mit, wie ich durch ein ebenso einfaches wie billiges und dabei doch so überaus erfolgreiches Verfahren von mei nem langwierigen Leiden( Husten, Auswurf, Nachtschweiß, Abmagerung usw.) befreit wurde, nachdem ich vorher nach einer achtwöchent lichen Kur aus einer Lungenheilstätte als ung eheilt entlassen worden war. Auna Walter, Roda( Sachsen- Altenburg), Geraer- Straße 50. Kartoffeln p. 100 Kilo Zwiebeln per Ctr. Welstraut per Std. 0.80-220 Kirschen, per Pfund Birnen per Pfd. 0.10-0.12 ich per Liter ' i Gurten 100 Std. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während breter Stunden der Marftzeit im Umberzteben felloeboten werden. Schuhe putzt man Globi Bestes Macht GLOBIN uh- Putzmilit Schuh- P LEIPZIG Grand PrixSt Louis 1904- Gold- Med Paris Leder we Schönsten Hochglan mit Globin in Dosen a. 20 Pf. überall erhältlich. * Stuttg Gewerbetammertag Sibung am Mont lebigt. Als näch immt. In der Meisterprüf Ausschuß vorgele bruch und so w en Resolution 3 ng im allgeme che Durchführu ud gebrachten interesse des 23 gen die tunlid rungswesens f en Vorschläge d belt werden. Sch fürsorge fü burden folgende Echäden, welche S Demottatische Gr