Besitz von iebes einer en- Zubehörs se Anleitung Risiko bei auch an beäheren Verler A.G., auen, ernwolle ternwollen e Sternwollen beste Sternwollen us Sternwolle n, weil an nübertroffen! unsch gratis! ona- Bahrenfeld erei gen. Pfund. franko! iesser strasse. fabrik aiser- Wilhelm Passage. shaus tr.129. ergültigen achster bis g loungen. krank traße) 7.Uhr. afen und 2 In Seilftätte n Anftecur Volt. chäft von Nachf eubau Winn Einzelne Vertikows usw. hne KaufSeltersweg 8 Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Ertrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 105. - - Die Zerfahrenheit des Bürgertums Stimu ( Nachdruck verboten.) Bei der Reichstagsersatzwahl im zweiten württembergischen Reichstagswahlkreis Cannstadt- Ludwigsburg erhielt der gemeinsame Kandidat der Deutschen Partei und der fortschrittlichen Volkspartei Ziegeleibesitzer Oetinger- Endersbach 9528 Stimmen, der Kandidat des Bauernbundes, Redakteur Dr. Wolff 4930 Stimmen, der Kandidat der Sozialdemokratie, Landtagsabgeordneter Keil 18 702 Stim men. Reil ist somit auf den ersten Anhieb gewählt und zwar mit einer Mehrheit von 4244 Stimmen. Von 45 135 Wahlberechtigten haben 33 160 abge stimmt, das sind 73,4 Prozent. Besonders beachtenswert ist das Ergebnis der zum Teil fast rein ländlichen Kreise, wo offenfundig zahlreiche frühere Wähler des Bundes der Landwirte zur Sozialdemokratie übergegangen sind. Dies ergibt sich auch aus den sehr ungünstigen Ergebnissen für den Kandidaten des Bundes der Landwirte, Dr. Wolff, der insbesondere in seinem Landtagswahlkreis Marbach einen gewaltigen Stimmenrückgang zu verzeichnen hat. Der Ausgang dieser Wahl ist an und für sich gewiß nicht erfreulich. Immerhin war man auf den Sieg der Sozialdemokratie einigermaßen vorbereitet. Bedauerlicher aber als das eigentliche Ergebnis ist die Zerfahrenheit und die Unreise des Bürgertums, die sich bei beiden Wahlen gezeigt haben. Bei der kürzlich stattgefundenen Landtagswahl in dem württembergischen Wahlkreis Welzheim schien der Sieg der Sozialdemokratie dagegen ausgeschlossen, da die Nationalliberalen und die Fortschrittler im ersten Wahlgange nahezu 1400 Stimmen aufgebracht hatten, der Sozialdemokrat aber mur 1000. Die nationalliberale Wählerschaft aber zersplitterte sich bei der zweiten Wahl vollkommen. Ein Teil stimmte für den Bauernbündler und ein nicht unerheblicher Teil für den Sozialdemokraten. In einem Dorfe waren im ersten Wahlgange für die Nationalliberalen 330, für alle anderen Parteien nur 50 Stimmen abgegeben worden. 8) Herichtet. Familienroman von Franz Wichmann. „ Was soll das wieder heißen?" Sie trat dicht vor ihn hin, ihre braunen Augen färbten sich dunkel und blizten zornig auf. ,, Deinetwegen, nur deinetwegen, du undankbarer, herzloser Mensch! Wenn es nicht die Mutter gewesen wäre, der zulieb ich den Gang gemacht, um dich hätte ich es nicht getan! D, es ist eine Schande!" „ Liebe Schwester, ich verstehe kein Wort!" sagte Otto kalt. „ Nun denn, wenn du es wissen willst: ich war damit im Leihhause!" ( Gerichtet 17 Nr. 8.) Sie hatte kaum ausgesprochen, als die Försterin hastig durch die Tür hereinfuhr: Still, dummes Ding. Habe ich dir nicht verboten, darüber zu sprechen? Er sollte es nicht wissen! Otto, nicht wahr?" wandte sie sich zu dem Sohn.„ Du zürnst nicht darüber? Es war nur eine augenblickliche Verlegenheit, die mich dazu nötigte; die stets wachsenden Ausgaben, du wirst das begreifen!" Und leise setzte sie, sich zu dem Mädchen hinüberbeugend, hinzu: Was fällt dir ein? Warum bringst du das Kleid zurüc?" Ottos Stimme nahm wieder den gewohnten bitteren Klang an: " Ich bin es längst gewohnt, alle Schuld auf mich ge= schoben zu sehen!" „ Nein, nein, mein Herzensjunge," begütigte die Försterin, „ du darfst nicht böse sein, niemand klagt dich an!" „ Das ist nicht wahr, Mutter!" rief Klara. " Wie?" fragte Otto. „ Es wäre Sünde, zu schweigen," fuhr das Mädchen fort, wenn die Wahrheit eine Anflage erheischt!" „ Willst du deinen Bruder anklagen, Kind?" kam die Försterin dem Sohne zu Hilfe. Diefer lachte höhnisch. „ Wenn du das Kleid wieder auslösen konntest, liebe Schwester, so hast du jedenfalls Geld! Willst du mir nicht- Er hielt ihr wie ein Bittender die Hand entgegen. Klara wandte sich, Tränen des Zornes in den Augen, von ihm ab: „ Ja, spotte nur noch, das sieht dir gleich!" " Nicht doch," bemerkte die Försterin zu Otto,„ Klara jollte das Kleid, das sie doch niemals anzieht, versezen. Warum hast du es nicht getan?" fragte sie noch einmal die Tochter. Man bot mir ein Spottgeld dafür. Ich mochte es dafür nicht hingeben und wollte dich erst fragen!" „ Ach, Unfinn," webrte diefe ab. ich will nichts wissen! der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens Erpedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Samstag, 6. August 1910 Im zweiten Wahlgange fielen von den nationalliberalen Stimmen den bürgerlichen Parteien kaum 50, der Sozialdemotratie aber 200 zu, sodaß der sozialistische Kandidat, der im ersten Wahlgange in diesem Orte nur 40 Stimmen erhalten hatte, im zweiten auf 250 Stimmen kam. Es mag sein, daß bei der zwei Tage später stattgehabten Reichs= tagswahl ein Teil der fortschrittlichen Wähler aus Verdruß über dieses Verhalten nationalliberaler Wähler bei der Landtagswahl sich der Wahl enthalten oder gar für den Sozialisten gestimmt hatten. Das nicht nur vom nationalen, sondern auch von dem Standpunkte vernünftiger Parteitaktik aus verdammenswerte Verhalten nationalliberaler Wähler ist kein vereinzelter Vorgang. Wir erinnern daran, wie in Hessen freisinnige Wäh ler gegen den Nationalliberalen für den Sozialdemokraten und gegen einen Reichsparteiler für den Antisemiten ge= stimmt haben. Wir erinnern daran, wie in einem westpreußischen Wahlkreise vor ettwa 15 Jahren konservative Wähler für einen Polen und gegen einen reichsparteilichen Kandidaten ihre Stimmen abgegeben haben. Wir erinnern daran, wie bei den letzten Reichstagswahlen in einigen Wahlkreisen sozialistische Wähler den konservativen Bewerbern gegen freisinnige Kandidaten zum Siege verholfen haben. Von dem merkwürdigen Verhalten von Zentrums= wählern allen anderen Parteien gegenüber braucht nicht erst geredet zu werden. So haben also Wähler aller Parteien bei verschiedenen Gelegenheiten das trostlose Bild völliger politischer Unreise dargeboten. Um auf die Reichstagsersatzwahl in Cannstadt- Lud= wigsburg zurückzukommen, so ist neben der Unreise auch die Trägheit der bürgerlichen Wählerschaft zu beklagen. Der Wahlkreis, der im Juni 1903 etwa 36 000 Wähler gezählt hatte, hatte im Winter 1907, also 3% Jahre später, 40 000 Wahlberechtigte, er würde, gleichmäßige Bevölker= ungszunahme vorausgesetzt, jest nach abermals 3½ Jahren, mindestens 44 000 Wahlberechtigte zählen. Da nur 33 000 Wähler ihrer bürgerlichen Ehrenpflicht genügt haben, so haben sich mindestens 11 000 der Wahlurne ferngehalten. Wenn du den Kaffee für den Vater bereitet haft, trage das Kleid nochmals fortum jeden Preis; wir brauchen Geld!" Otto ging inzwischen, die Hände in den Hosentaschen, pfeifend im Zimmer umher. ,, Recht so, Mama!" sagte er, stehen bleibend.„ Klara ist, wie es scheint, der Heilsarmee beigetreten und will die ver. derbte Menschheit mit der Bibel. befehren." ,, Besser, als seine Zeit vergeuden mit " Klara konnte nicht zu Ende sprechen; ein erschreckter Aufschrei der Mutter unterbrach sie. „ Der Vater, der Vater! Um Gottes willen, fort mit dem Kleide, er darf es nicht merken!" Sie raffte hastig das Gewand zusammen und warf es in den Schrank. „ Schnell den Kaffee, Klara!" wiederholte fie. Während das Mädchen in die Küche eilte, trat der Förster, die Doppelbüchse über der Schulter, herein und Frau Adelheid ging ihm mit freundlichster Miene entgegen. „ Kommst du endlich heim? Wir warten schon lange!" ,, Schadet euch nichts," erwiderte Lorenz Reiner, die Flinte beiseite stellend,„ babt ja Zeit dazu, seit ihr die Beschäftigung der noblen Welt teilt, zu faulenzen!" „ Schon wieder verstimmt, Loren ,! Hast du kein Glüd gehabt?" „ Glück?" Der Förster sah sein Weib mit finsterem Blid an.„ Glück, wenn einem das Widerwärtige auf Schritt und Tritt begegnet? Hat der Mensch noch die Frechheit, mich zu grüßen, wie einen guten Bekannten, daß alle Leute auf der Straße stehen bleiben und nach mir gaffen!" „ Aber von wem sprichst du denn?" fragte Frau Adelheid. ,, Von wem anders, als von dem sauberen Apostel, der wie ein masfierter Affe in der Stadt herumläuft!" „ Wic, Hellborn?" rief Otto.„ Er ist hier in der Haupttadt?" Der Förster lachte grimmig. „ Wirst ihn schon noch zu sehen bekommen! Wo er sich seigt, erregt er Aussehen!" Frau Adelheid ging ganz in Entrüstung auf: „ Nein, ist das ein unbegreiflicher Narr! Sogar in die Stadt wagt er sich mit seinen Schrullen! Aber was fümmert : s uns!" Der Förster hatte die Büchse zur Hand genommen und sie nit einem Tuche geputzt. Dann hing er sie an ihren gewöhn ichen Platz an der Wand. ,, Hast recht," stimmte er bei,„ er ist es nicht wert! Ja, venn die Menschen wären wie die Tiere! Blut und Hagel, : s hat mir wehe getan!" Die Försterin glaubte, die Anspielung zu verstehen und ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. 21. Jahrg. Die Sozialdemokratie, der alles darauf anfam, im ersten Wahlgange zu siegen, hat sicherlich all ihre Mannschaften an die Urne herangebracht, die 11 000 Faulpelze entfallen also fast durchweg auf die bürgerlichen Parteien. Wenig erbaulich ist das Wahlergebnis auch für den Bund der Landwirte. Der Wahlkreis ist zu einem Drittel ländlich. Der Bund der Landwirte aber hat auf seinen Kandidaten nicht viel mehr als ein Siebentel der ausgegebenen Stimmen und ein Neuntel der Stimmen aller Wahlberechtigten vereinigt. Demnach hat nur etwa ein Drittel der ländlichen Wählerschaft der bündlerischen Fahne Gefolgschaft geleistet. Dies Resultat ist um so fläglicher, als der vom Bunde aufgestellte Kandidat zu den Führern des und Bundes gehört, ein tüchtiger und angesehener Mann ein gewandter Agitator ist, der sicherlich für sich selbst mit mindestens ebenso großer Energie gearbeitet hat, wie er es sonst für andere tut. Und doch dieses Ergebnis! Bei dieser Ersatzwahl hat sich eben wieder, wie schon in zahlreichen früheren Fällen, gezeigt, daß die ländliche Wählerschaft dem Bunde für das Zufallebringen der Erbschaftssteuer keineswegs dankbar ist. In Württemberg dürfte der Bund ähnliche Enttäuschungen bei den allgemeinen Wahlen in noch höherem Maße erleben, denn da Württemberg das Land des Kleinbauerntumes ist, so hat gerade dort ländliche Wählerschaft von der Vereitelung der Erbschaftssteuer nicht den mindesten Vorteil, während sie die Belastung durch andere an die Stelle der Erbschaftssteuer getretene Steuern zu empfinden hat. Lokales. Gießen, 6. August 1910. die ** Verliehen wurde vom Großherzog dem Finanzamtmann Heinrich Schwarz- Schotten und dem Finanzamtmann Hermann May- Hungen der Charakter als Finanzrat. ** Ernannt wurde vom Großherzog der Oberlehrer Dr. Hermann Stockhausen- Bad- Nauheim mit Wirktat, als ob sie sich die Augen wische. „ Ja, ja, Cäsar und Waldmann, die guten, lieben Tiere! Aber nun sind sie ja fort, werden es darum nicht schlechter haben!" meinte sie, schnell wieder beruhigt. Lorenz Reiner trat ihr näher und sah sie seltsam an. Schlechter? Nein, besser, zehnmal besser als unsereins!" Otto mußte lachen. „ Die Hunde? Das ist Geschmackssache! Ich für meine Person möchte kein Hundeleben führen!" ,, So haben sie einen guten Platz?" fragte die Försterin. „ Und du hast viel dafür bekommen, nicht wahr? Ich sagte es ia immer! Gib mir das Geld, ich kann dann gleich die Rechnungen von Krämer und Schneider „ Auch ich muß bitten, Papa," fügte Otto hinzu,„ der Repetitor sollte schon gestern sein Geld erhalten!" Der Förster schwieg eine Weile, dann leuchtete es düster in seinen Augen auf, und rauh wie der Sturm der Berge stieß er die Worte hervor: „ Könnt es euch holen! Draußen im Finsterwalde liegt's eingegraben unterm frischen, feuchten Moos!" Es war gut, daß in diesem Augenblick Klara mit dem Kaffee eintrat, sonst wäre die Försterin in jähem Schrecken gegen die Tür getaumelt. " Im Finsterwalde?" wiederholte sie außer sich. Nicht auf bem Markte? Und die Büchse- Gütiger Himmel, was fommt mir für ein Gedanke!" Auch Klara erblaßte. -- ,, Vater," stieß sie hervor, du wirst doch nicht die armen Hunde ,, Eben darum, weil mich das Vieh erbarmt hat!" antwortete ruhig der Förster. Otto war der erste, der das Wort aussprach: „ Du hast sie erschossen?" Die Försterin rang die Hände: „ Ist es möglich? Das fonntest du tun? Die wertvollen, schönen Hunde!" „ Die lieben, treuen Tiere!" jammerte Klara. Der Alte machte eine ungeduldige Bewegung. „ Was soll das Geplärr? Sie sind gut getroffen und ftehen nimmer auf. Sollten die armen Hunde die Narrheit der Menschen entgelten? Mir konnten sie den Wald, die Luft, bie Freiheit nehmen, aber die Tiere hätten es nicht ertragen!" „ Aber, Papa," sagte Otto vorwurfsvoll,„ bedenke doch das Beld, das du jetzt nuglos unter die Erde gebracht haft!" " Ja", fiel die Mutter ein, der Otto hätte einen Monat bavon leben können! Und du mußtest sie erschießen! Woher sollen wir jest Geld nebmen?" ( Fortjehung folgt.) ung vom 1. Oktobee an zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Vilbel. * Universuät. er französische und englische Unterrichtskursus für Arbeiter und Unterbeamte wird auch während der Universitätsferien abgehalten werden und an jedem Tonnerstag stattfinden. * Städtisches. Für den Stadtteil SchwarzlachGartenfeld ist schon lange seitens der Stadtverwaltung ein Bebauungsplan festgesezt. Demselben hat jetzt das Ministerium des Innern zugestimmt. * Das Großherwird das Zarenpaar mit großem Gefolge, sowie das großherzogliche Paar vom 25. August ab in dem nur eine halbe Stunde von Bad- Nauheim gelegenen Großherzoglichen Schlosse in Friedberg Wohnung nehmen. zogliche Paar wird damit gleichzeitig den Besuch, der in Oberhessen stattfindenden Manöver verbinden. In Bad- Nauheim sind für die Badezeit der Zarin schon geeignete Beſtimmungen getroffen, doch wurde mit Rücksicht auf die notwendigen Sicherheitsmaßregeln, die für Bad- Nauheim verfehrsstörend wirken würden, davon abgesehen, auch dort Wohnung zu nehmen. Vorerst ist der Aufenthalt auf sechs Wochen berechnet, doch wird es darauf ankommen, wie die Zarin die Bäder verträgt, hiernach wird sich auch die Anfunft und der Aufenthalt in Darmstadt und Wolfsgarten richten. Auf der Fahrt nach Darmstadt wird der 3ar eine Begegnung mit Kaiser Wilhelm 2. haben. Friedberg. Unter den Besuchern der Gewerbeakademie befindet sich gegenwärtig ein Gesuch an das Kuratorium im Umlauf, in welchem um Besetzung der DiStraßenbahn. Die letzte Sigung des Ge meinderates von Wieseck befaßte sich u. a. mit der Fortführung der elektrischen Bahn nach Wieseck. Als Beitrag zu den Kosten dieses Projektes wurden 20 000 Mark bewilligt. Wir glauben aber nicht, daß die Stadt Gießen gegen diese geringe Summe die Straßen bahn bis nach Wieseck hinein, also mindestens um 1 Kilometer verlängern wird, da sich in diesem Fall die Ausgaben auf mehr als 100 000 Mt. belaufen dürften. rektorstelle und um Abstellung verschiedener Mißstände geh Bahnhofsumbau. Nachdem dieser Tage der Abbruch des alten nördlichen Flügels des EisenbahnEmpfangsgebäudes beendet worden war, ist nunmehr die Aufführung der Grundmauern des neuen Anbaues in Angriff genommen worden. Man hofft die Arbeiten noch im Herbst beenden zu können. * Ausflug. Der Gießener Gastwirteberein unternahm am Mittwoch eine Fahrt nach Vuzbach, welche in ihrem glatten Verlauf ihre Teilnehmer sehr be friedigte. * Erfolg der Gießener Schüßen. Auf dem letzten Weglarer Fremden Preisschießen errang der Gießener Verein ehemaliger Jäger und Schügen folgende Preise: Feldmeisterscheibe, 300 Meter: 1. Preis A. Dickoré: Gießen 52 Ringe, 2. Schmitt- Gießen 49 R, Stand meisterscheibe, 175 Meter. 1. Preis Schmitt. Gießen 54 R. Die Ehrenscheibe wurde von Appel- Gießen erschossen. * Bei dem am 2. und 3. August stattgefundenen Viehmarkte waren aufgetrieben: 1357 Stück Rindvieh und 377 Schweine. Der nächste Markt findet am 16. und 17. Aug. statt, am letzteren Tage auch Krämermarkt. Aus Hessen und Nachbargebiet. betenwird. * Friedberg. Bei der Renovierung des hiesigen Rathauses, welche infolge des vor kurzer Zeit verübten alten Bombenattentats nötig wurde, stieß man auf einen Gewölbekeller. Man fand in seinem Innern Altertäimer, teils mittelalterlichen, teils römischen Ursprungs. * Bad Nauheim. Ein Schmerzenskind unserer Stadt und eine beständige Reibungsfläche mit Friedberg ist die schon zwei Jahrzehnte lang bestehende Klärbeckenanlage, welche unserer Stadt schon hunderttausende von Mark gekostet hat. Nach langen Verhandlungen hat jetzt das Ministerium bestimmt, daß die Abwässer der Anlage nicht mehr in die Usa geleitet werden dürfen und hat beiden Städten aufgegeben eine gemeinsame Kläranlage in die Wetter zu führen. * Bad Nauheim. Zugleich mit dem allgemeinen deutschen Genossenschaftstag wird in unserer Stadt der Verband der Baugenossenschaften von Hessen- Nassau und Süddeutschland, dessen Vorsitzender der Landesrat und Mitglied des Hauses der Abgeordneten, Herr Dr. Schroeder Kassel ist, seinen Verbandstag abhalten. * Mainz. Zur Einführung völliger Sonntagsruhe haben sich mehrere hundert Ladenbesitzer aller Branchen mit einer Eingabe an die Bürgermeisterei gewandt. * Mainz. Auf dem Stadthaus fand unter Anwe ſenheit des Oberbürgermeisters Dr. Göttelmann, des Beilischen Sprache statt. Die Prüfung wurde durch den DiPrüfung von 40 Schuyleuten in der französischen und engrektor der Berlitz- Schule Herrn Ed. Lamal und zwei Lehrern vorgenommen. geordneten Berndt und verschiedener Stadtverordneten die * Bad Nauheim. Der Generaldirektor Jeschke des Hotels Adlon in Berlin schickte an verschiedene hiesige Aerzte ein Schreiben, worin er bestimmt mit teilte, daß er auf staatlichem Gelände an den neuen Trintfuranlagen ein Hotel erbauen werde. " * Scufabitch auf dem„ ,, Großen Cant" stattfindende Truppenschau ist nunmehr auf Dienstag, den 16. August festgesetzt. Der Kaiser, der Großherzog von Hessen und Prinz und Prinzessin Friedrich Karl werden ihr beiwohnen. Da am gleichen Tage der Ueberlandflug Frankfurt- Wiesbaden- Mainz- Mannheim seinen Anfang nimmt, so wird man hier zugleich ein interessantes aviatisches Schaufpiel genießen fönnen, da auf dem Großen Sand" Zwischenlandungen vorgesehen sind. * Schotten. Unsere Stadt ist jetzt auch in die Reihe der Städte getreten, die über eine öffentliche Badeanstalt verfügen. Das Vad ist nach den Plänen des Kreis-* Biedenkopf. Der Plan, dem Landgrafen bauinspektors Wizler errichtet worden. und wurde unter Philipp dem Großmütigen bei der sogenannten LandBeteiligung der Vertreter des Kreisamtes, der Stadt und grafenbruch, bei Simmersbach, wo er nach seiner Rückdes Badeklubs eingeweiht. fehr aus der Gefangenschaft in Löwen am 10. September 1452 zuerst wieder hessischen Boden betrat, ein Denkmal zu setzen, wird jetzt verwirklicht. Der Hinterländer Geschichtsverein übertrug die Ausführung des Denksteins dem Bildhauer Sauter aus Kassel. Man hofft, bereits am 11. September d. J. die Einweihung vollziehen zu können. Nieder- Ohmen. Das Tuberkulose- Wander museum, das 5 Tage hier ausgestellt war, ist jetzt ge= schlossen worden; etwa 600 Besucher wurden gezählt. In den letzten Tagen wurde das Museum von den Schulen zu Elpenrod, Bernsfeld, Lehnheim, Flensungen, Ober- Ohmen, Ruppertenrod und Wettsaasen besichtigt. Mücke. Zwei Gruppenwasserwerke werden für mehrere Nachbarorte gebaut. Das eine ist für die Orte Groß- Eichen und Sellnrod bestimmt; die Quellen werden in der Gemartung Wohnfeld geschürft. * Vom Vogelsberg.. Obwohl nun schon seit Wochen in Stadt und Land Ferien sind, so sieht man doch verhältnismäßig wenig Fremde das Gebirg durchstreifen u. überall hört man Klagen über den geringen Fremdenverkehr. Es hat dies gewiß seinen Grund in erster Linie in der unbeständigen, fühlen und nassen Witterung des Monats Juli. * Ruppertsburg, 4. Aug. Bei der hiesigen Bürgermeisterwahl wurde Bürgermeister Lehr zum vierten Male wiedergewählt. Ihm wurde vom Krieger- und Gesangverein, den meisten Bürgern, wozu sich auch noch die Jugend anschloß, ein Fackelzug gebracht. * Friedberg. Das Zaren pa ar trifft am 24. August in Hessen ein. Die Zarin, deren Gesundheitszustand sehr gelitten hat, soll auf Wunsch ihrer ärztlichen Berater eine sechswöchige Kur in Bad- Nauheim genießen. Daher Oberhessische" Ausstellungsreise. ( Ein Oberhesse über die Darmstädter Kunstausstellung.) Gelt aich huhn lang off mei„ Geschreibsel" waorte laosse? No alleweil sollt Ihr se, Herr Zeiringsmann, aower huh, dai kla'n Verzehling von iser Faohrt off die Landesausstellung nooch Daormstaodt vör zwaa Jaohr.- Mei Fraa hott eh bessi dro geholfe! Aich huhn mich noch so spet d'rzau ennschlosse, weil ' mr voh dere dößjehrig ,, Maolerausstellink" gaor so wingk hörrt! sei'n, werrd Ihr gleich sehe. Maich d'rhehm minraod"*) d'r Wahnerphilipps enn Löpps. Enn d'r Hauptsach ſein aich Mäuerer d. h. Mäueresmeester! awer neweher betreiwe aich aach noch e bissi Schreinerei enn mei Fraa, die Anna- Kaothrine, stieht ihsem Krumlädche vör.- Nu werrd ihr jas all voh dere Ausstelling emm vörvörige Sommer enn Daormstadt do ean dem seine Viertel wesse. " 1 e bebingungslose verbberbots berla rium gebeten, aud Begutachtung zugehe r Handelstammer f Arbeitsgeber zum A in fozial politischen daher einfach ein Ber uentiprechen. * Berlin. B mglers mit dem Rei jeben von den Koste Borlage bedingt find, fenden Seffion zu fors Leipzig. D Bartet hat befchloff Sanghammer aus d weile führt dieser hfifchen National Stuttgart. werbefammertag wi 5., 6. und 7. Septen lungen erftreden fich ficherungsordnung, d die Lehrftellenbermi die Gefellenprüfung eit in Motorwerffte egung von Mindef * Hamburg. von Blohm und Voß niedergelegt. Auf der ebenfalls eingestellt. * Stocholn greß nahm eine Reso gesprochen wird, daß Commenden Jahr bei offiziellen Kommission Rommission in dieser Konferenz zusammentr Brussel. bei Brüffel erreichte Apparat eine Höhe tham am 8. Jult 19 bon 1384 Metern if * Mainz. Die am 1. Jult eröffnete, von der Stadt aus den Ueberschüssen der städtischen Sparkasse unterstützte Blindenanstalt in der ehemaligen Entbindungsanstalt, zerfällt in zwet Abteilungen. In einer Unterrichts- und Beschäftigungsanstalt wird Lesen, Schreiben, Rechnen auf eigens hierzu gefertigten Tafeln und Schreibmaschinen den Schülern beigebracht. In der anderen Abteisung werden Bürsten gebunden und Körbe geflochten. Der ganze hier erzielte Gewinn tommt den Arbeitern zugute. ** Münchholzhausen. Der hiesige Turnverein feiert am 14. und 15. August sein erstes Schanturnfest, verbunden mit Kirchweihe. Der Verein, der jetzt ein Jahr besteht und dem Gau Hessen angehört, hatte eine Anfangsmitgliederzahl von nur 25, ist aber im Laufe dieses Jahres auf 70 herangewachsen. Es ist dies ein Beweis, daß unsere Jugend die Bestrebungen der Turnvereine zu würdigen versteht. Aach mir d'rhehm, d. h. enn d'm Grümiger Gewerweverein- do gehörn m'r hie enn aich sei'n emm Vörstahnd, huhn d'evoh gehört; ehi stann jao aach iwerall enn d'e Zeiringe. * Windhausen. Bei der Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Steuernagel zum fünften Male einstimmig wiedergewählt. * Meblos. Spurlos verschwunden ist von hier der 15 Jahre alte Karl Baier, der in einer Schlosserei zu Herbstein in der Lehre stand. Weil mir häi owe nitt hinner d'r Kultur sereckbleibe wollte. so waord beschlosse, daoß aich mett noch eh paor annern Meestern nooch Daormstaodt saohrn sellt, im ihs emol do dehn Krum" aohsegucke. Mei Anne- Kaothrine wollt erscht naut devo wehsse. Die Kaortoffin wehn aussemache, enn aach enn d'm Nochber seim Käuhstall wärre eh paor Gefacher zusemauern, saht seh. Doch aich saht: aich sein ehmm Vörstahnd vohm Gewerweverein, aich muß d'r mett! * Darmstadt. Der diesjährige Fortbildungs- Kursus für Organisten und Kantoren des Großherzogtums Hes= sen wird hier unter Herrn Professor Arnold Mendelssohns Leitung in den Tagen vom 19. September bis 8. Oktober in Darmstadt abgehalten werden. * Frankfuet a. M. Der letzte Frankfurter Arbeitspferdemarkt war vom besten Wetter begünstigt und wurde start von Kauflustigen besucht. Die Gesamtzufuhr an Pferden belief sich auf etwa 1500 Stück. Der nächste Hauptmarkt, mit dem, wie bisher, eine Verlosung verbun den ist, findet vom 25. bis 28. September statt. Etz waord geprotzt! Wäi aich d'r aower saht: AnnaKaothrine, wäi wersch dann, wann m'r sesohme hinsaohrn deehre, *) Ort bei Grünberg. ** Darmstadt. Der Darmstädter Hausbesitzerverein beschloß die Gründung eines Verbandes der hessischen Hausbesitzervereine mit dem Sit in Darmstadt. die * Darmsta d t. Das hess. Ministerium hat, um eine Grundlage für gesetzgeberische Maßregeln gegen die mißbräuchliche Verwendung von Waffen zu erhalten, Strasbehörden angewiesen, bis auf weiteres Uebersichten über die änhängig gewordenen Strafsachen, in denen Waffen eine Rolle spielen, zu führen. do hott se geschmonzilt ehnn fott„ Ei no jao, Löpps" gesaht. De' Sommerhaout ehnn d's nau Klaad worrn bei d'r Hahnd. Jier Grußherzogin, d'r Landsmännin, ihrn Geburtstag huh m'r ih's' erausgesucht föhr die Faohrt nooch d'r Residenz. Die Faohrt verläif gaout. Mai Fraa hatt so e Worscht enn ehn Räb Bruhd mettgenommen, daos hott innerwechs geschmaocht. * Darmstadt. Gin deserve- Infanterie- Regiment wird auch in diesem Jahre aus dem Truppenübungsplatz bet Darmstadt aufgestellt. Zu dem Zwecke werden die erforderlichen Mannschaften am 5 Oktober auf 14 Tage einberufen; die Reserve Unteroffiztere üben vorher schon 14 Tage in Mainz, um als Gruppen und Zugführer ausgebildet zu werden; sie werden als eine besondere llebungskompagnie formiert und dem Führer des Reserveregiments unterstellt. Nu gehnks so immer Auere 11 ehnn die Ausstelling. Ehrscht saohe m'r den gruße Torm vohm Olberich mett den 5 Fenger ehen rehchter Hahnd dai goldigene Kirch!- Aoh d'r Musikk ehn oh viele, viele Stheul gengs verbei, escht ehnn d'n vörreschte Bau zaou dhem Gemohlte. Do sollte m'r all metenanner ihs Regescherm aobgewe. Das wollt aich nett. Es hott eh lang Rabastererei mett dene Weibsleut gegewe, bes dann der Herr Kommissär kohm enn saht, mir kreje se sperrer wirrer. * " Offenbach. Gegen die Geldspielautomaten wird das von der Staatsanwaltschaft eingeleitete Verfahren durchgeführt, um eine gerichtliche Endscheidung auch für den hiesigen Landgerichtsbezirk herbeizuführen. Es liegen in dieser Angelegenheit bereits verschiedene leinander widerfprechende Gerichtsentscheidungen bor. So sind die Automaten System Firstern" und" Komet" für sogenannte Geschicklichkeits Apparate, nicht als Glückspielautomaten bezeichnet worden, weshalb die Polizei diese Automaten in den Wirtschaften, in denen sie anf gestellt sind, duldet, obgleich man mit ihnen sein Geld ebenso verlieren kann, wie mit den als Glückspiel- Automaten geltenden. In den Ausstellungen duldet die Polizei auch diese Geschicklichkeitsautomaten nicht mehr. Mai'er Anne- Kaothrine haots gaout gefahln. Wai se däi Belder voh dene oberhessische Borsch enn Madiger gesehe hott, saht säi saocht zau m'r: Löpps, witt de maich denn nitt emol mohle losse?„ Mensch, mach m'r kah' Bosse" sahr aich- do waor se wirrer stell. Viele Belder konnte mir awwer gaor nitt verstiehn...! Off den huhe Torm sein w'r aach enoff, ehs waor eh schieh Steckilche Aerweit- nower m'r saohe aach de Woog, die viele Häuser, de Wahld- enn ganze henne aach die Berje vom Urewahld. Vom Torm kohme m'r dann ehns Haus för ohgewahndte Konst. Doh dren waor alles so fein, dazz m'r allmetenanner ihs erscht nitt getraute emol ordlich off sedrähre. Wäi mir ihs die Enrichting sperrerenaus e bessi gnah betraochte dere, huhn so e paor greune Kerl immer naoch ihs geguckt; daos hott„ die Oberhesse" aower naut scheniert. Ueberall waor Musik. Die Baodestowe kohme mir zau klahn vör mir dehem huhn oh de Bach mieh Platz. Aach enn dene drei annern gruße Bäu, rächter Hahnd, waorsch so baorwaorisch hübsch Ganz besonners huhn mir ihs Aus aller Welt. * Berlin. Der soziale Ausschuß von Vereinen technischer Privatang stellter, der über 100 000 Mitglieder umfaßt, hat an den preußischen Handelsminister eine Gingabe gerichtet, in der er die Vorschläge zur Neuregelung der Konkurrenzklausel eingehend fritisiert und das oberhessisch Haus ohgeguckt. No alle Respekt daför! So waos grußaortiges breng aich nuh graod noch nitt sewege no, aower mei'n Bauerei ehs aach viel billiger jao, jao aich huhn gefreckt! Henneeraob dai flehne Häuser för die Bauern enn Aerwiller, dai schlah'n aijer enn mei'n Richting. Aich huhn m'r manches aobgeguckt; waos werrn se dehem Aage mache, wann aich mett dehne ehrn naumodische Enrichtinge komme. Wäje dene Preise muß aich awer die Sach' erscht eimohl prowirn! - Mir sei'n dann wirrer vaorn hie zau d'r Musik; GlockeveraohnRom. Im getroffen worden be ligen Nuntius aus nischen Gesandten b titan ziemlich uner hervorgerufen. * Buenos Ai befbloß die Ginset reitung eines Def nisher Staaten. borgelegte Entwurf i den bier Staaten: Brasilien und Arge amerikanische Groß blumme- Aowend hatte se- die vörnebnige deut ſtahlt,( ehs sollt schuhn freuer sei'n, aower ehs deht immer rahn!) Off dehne viele Desch läje rure enn weiße Deschtücher; aich saht: gieh her Anne- Kaothrine, m'r sebze ihs haute mol oh die„, weiße;" n'r jebe aower, aower, daos hott mich eh schieh Steckliche Geld gekost! Eh Grümmiger Landsmann, dehn aich ohgetroffe huh, hott sperrer maich ehnn mei'n Fraa enn eh sei Logierhaus beglät zaum übernachte; he saht, er hätt doh Beziehinge. Mai AnneKaothrine ennn ich worrn aach räächt gaut offgehowwwe( die annern vohm Gewerbeverein sein'n deselwe Aowend schuhn hehmgefaohrn!) Madrid. ungen Andalusiens, fandtem dem Minist ihn zu der antillerit Den Rhe am legten Sonntag mard, Günther und Seres, der hier ein Ailometer- Rennen u folgungsrennen. Ze ibre Rennen auf Br Unna- Pa Sonntag abgehaltene Sabre wieder auf d ) Schneli Aach mir zwaa seih'n wirrer glecklich enn Gewinraod ohkomme. Aich, huhn viel gelernt enn Daormstaodt enn mai Fraa schwätzt haut noch voh d'r Maolerei, voh dehne seine Kläder- enn aach vohm liebenswürdige Landsmann. Die Geschicht, wai ſich isem Grußherzog sein Baub, de Schorsch", vohm Gäsbock nitt hat faohrn losse, huhn aich nitt gesehe, aower se ehs ihs spehrer verzehlt waorn.- Spaß bei Seite! Alles enn allem haott die Ausstelling för Daormstaodt enn för's ganze Hesseland aach bei ihs enn Oberhesse viel gebatt, drim alle Reschbekt deför!- Wai's mett d'e Maoler" allan werd, weeẞ m'r noch nitt.... Löpps Wahnerphilipp. - fie die Strecke vo Sonntag, den 31. Der erste Preisträge jenfahrten in her Sumnabor. Aus Die Frau des bei Bad- Nauheim, h dr Feldjalat gesto Mart beam. Th Kaffe Täglich pe Be Hochfeine Mi Vorsand nach E Pf Jakob Ma Ecke Klinik ntagsrube mchen mit die bedingungslose abschaffung eines gesetzlichen Wett bewerbberbots verlangt. Daneben hat er das Minifterium gebeten, auch ihm die Grundsäge zur offiziellen Feindschaft steht, wollte sich dieses nicht gefallen lassen n. behauptete, das Sammeln von Untraut und sonstigen Bodenerzeugnissen, die für den Besitzer feinen Wert haben, er Ante Begutachtung zugehen zu lassen, denn in dem Gutachten bleiben straflos. Er erhob Einspruch, doch das Feldgericht des Bei der Handelskammer fomme lediglich der Standpunkt der eten die Arbeitsgeber zum Ausdruck. Zur Aufrechterhaltung der und eng in sozial politischen Dingen unerläßlichen Parität sei es den Di daher einfach ein Gebot der Gerechtigkeit, diesen Wünschen wei Leh zu entsprechen. Dienstag, * Berlin. Bei den letzten Beratungen des ReichsIn Cant" anzlers mit dem Reichsschatzsekretär wurde beschlossen, abjesehen von den Kosten, die durch die neue QuinquenatsBorlage bedingt sind, feine neuen Reichssteuern in der lauenden Session zu fordern. oßherzog rich Starl wies diesen zurück, da das Betreten ausgestellter Felder verboten ist. Er behauptete nach wie vor, es werde jedesmal durch die Ortsschelle bekannt gemacht, von welchem sabeth Marie. Aug. 2. Rechtsanwalt Ludwig Peters eine Tochter, Maria Wilhelmine. " " 2. Lokomotivheizer Peter Schaub eine Tochter, Friederike Emilie Elisabeth. 4. Taglöhner Friedrich Schnierle ein Sohn, Friedrich. Aufgebote. In Aug. 1. Ernst Otto Keller, Oberpfleger in Kropp, mit Luise Selma Huhl in Hedemünden. Zeitpunkt an das Betreten der Aecker untersagt ist. diesem Jahr ist es nicht geschehen, weshalb die Frau berechtigt gewesen sei, den Salat zu sammeln. Nach Belehrung durch die Straffammer, daß Bestrafung erfolgen muß, weil eine Uebertretung der Feldpolizei vorliegt, zog seine Berufung zurück. er Die Dienstmagd Katharine Semmler zu Altenhain, hatte den Landwirt Otto Reiß von Stockhausen in einem Lage der Leipzig. Der Ausschuß der nationalliberalen annheim Bartet hat beschlossen, den Chemnitzer Abgeordneten Brief an dessen Vater als den Vater ihres unehelichen Kingleich ein Langhammer aus der Partei auszuschließen. Möglichernnen, da weise führt dieser Entschluß zu einer Spaltung der orgesehen ädischen Nationalliberalen überhaupt. Stuttgart. Der Deutsche Handwerker- und Gebon der werbekammertag wird seine 11. Vollversammlung am Spartasse 5., 6. und 7. Septemoer hier abhalten. Die VerhandEntbin. lungen erstrecken sich hauptsächlich auf die Reichsver: In einer idherungsordnung, die Fürsorge für gewerbliche Jugend, Lesen, bie Lehrstellenvermittelung und den Arbeitsnachweis, en Tafeln bie Gesellenprüfung von Fabriklehrlingen, die Arbeitsacht. In zeit in Motorwerkstätten des Handwerks und die Fest. nden und ehung von Mindestpreisen durch die Zwangsinnungen. Gewinn ungs- Kur tums Hef ndelssohns * Hamburg. Auf der Vulkanwerft und der Werft on Blohm und Voß haben sämtliche Arbeiter die Arbei, iedergelegt. Auf der Reiherstiegwerft wurde der Betrieb benfalls eingestellt. * Stockholm. Der Internationale Friedenskon8. Oktober greß nahm eine Resolution an, in welcher der Wunsch ausgesprochen wird, daß die europäischen Friedensvereine im besitzerver ommenden Jahr bei ihren Regierungen die Einsetzung einer = hessischen offiziellen Kommission beantragen, sodaß die internationale Rommission in dieser Frage noch vor der dritten Haager Ronferenz zusammentreten tann. hat, um gegen die Brussel. Bei den Flugvorführungen in Stock.l alten, die bei Brüssel erreichte Olieslagers mit seinem Bleriots lebersichten Apparat eine Höhe von 1524 Metern. Der von LaDenen Waf- tham am 8. Juli 1910 in Reims geschaffene Weltrekord Don 1384 Metern ist somit geschlagen. * Rom. Im Vatikan ist noch keinerlei Gutschluß Regiment bungsplatz getroffen worden bezüglich der Rückberufung des päpstwerden die ichen Nuntius aus Madrid. Die Abberufung des spaf14 Tage nischen Gesandten beim Vatikan, Ojeda, tam dem Vatifan ziemlich unerwartet und hat große Bestürzung rher schon Zugführer hervorgerufen. des bezeichnet. Reitz erhob Privatflage wegen Verläumdung und wies nach, daß die Angaben der Semmler unwahr sind. Das Schöffengericht erkannte wegen Beleidigung auf eine Woche Gefängnis. Sie focht das Urteil an und brachte das Kind mit, um nachzuweisen, daß es dem Kläger ähnlich sei. Sie hatte damit aber fein Glück, da sie früher den Bruder des Klägers als den Vater bezeichnet hatte und sich sonst auch in Widersprüche verwickelte. Ihre Berufung wurde verworfen. Ein Gießener Rechtsanwalt hatte einen Kaufmann am Schöffengericht verteidigt, der verklagt war, weil er der Frau des Wächters Rehmo in Trohe den Vorwurfs des soll. Diebstahls gemacht hatte. Der Kaufmann hatte in Erfahrung gebracht, daß Frau Rehmo mit einem früher hier wohnhaften Arzt unsittlichen Verkehr gehabt haben Dieses teilte er dem Anwalt mit und dieser brachte es in seiner Rede vor. Auch während der Beratung machte der letztere eine diesbezügliche Bemerkung dem Gegenanwalt ge= genüber, weshalb er von Frau Rehmo wegen Beleidigung verklagt wurde. Das Schöffengericht nahm berechtigte Interessen an und sprach den Angeklagten frei. Das von der Straffammer bestätigte Urteil wurde in der Revisionsinstanz teilweise aufgehoben und zurückverwiesen. Da mun neue Beweise erhoben werden sollten, wurde die Sache vertagt. Standesamt- Wachrichten der Stadt Gießen. ne Marie Else. Geborene. Juli 23. Schlosser Heinrich Jakob Michel eine Tochter, Jre„ 24. Kreisstraßenmeister Georg Mohr eine Tochter, Gerbesondere* Buenos Aires Der panamerikanische Kongreß er des Res beschloß die Einsetzung einer Kommission zur Vorbereitung eines Defensivbündnisses sämtlicher amerika ten wird nischer Staaten. Der von den Delegierten Brasiliens Verfahren borgelegte Entwurf überträgt die Leitung des Bündnisses den bier Staaten: Nordamerikanische Republik, Merifo, o Brasilien und Argentinien, die damit als gleichberechtigte amerikanische Großmächte anerkannt werden sollen. auch für . Es lie e leinander So find * Madrid. Die Regierungsfreundlichen VereinigComet" für ungen Andalusiens, welche 80 000 Mitglieder zählen, übersie als Glück sandtem dem Ministerpräsidenten eine Adresse, worin die Polizei hn zu der antiklerikalen Politik beglückwünschten. )( Den Rhemania pre i& eroberte G. Zeisler en fie anf 1 sein Geld am letzten Sonntag in Köln, A. Theile gewann vor Guigspiel Auto. nard, Günther und dem bisher als unbesiegbar geltenden duldet die Seres, der hier eine regelrechte Niederlage erlitt, ein 20 nicht mehr. Rilometer- Rennen und J. Niederau wurde Erster im Versolgungsrennen. Zeisler, Theile und Niederau bestreiten| hre Rennen auf Brennabor.. Vereinen Mitglieder inifter eine = )( Unna Paderborn Unna, die am letzten Sonntag abgehaltene Radfernfahrt wurde auch in diesem Jabre wieder auf der Marke Brennabor gewonnen. 1 Gcnelsen- 2entförben a Schneisen e zur Neu- bieß die Strecke von 50 Kilometer, über welche eine tifiert und Sonntag, den 31. Juli, abgehaltene Radſernfahrt führte. espekt daför! nitt fewege jao, jav aid r die Bauern g. Aich huhm Aage madhe, ge komme eimohl proRufit; Glode- veraohnimmer rahn!) her; aich jaht: h die„ weiße;" je Geld gefoft! coffe huh, hott erhaus beglät Mai Annehowwwe( die > schuhn hehun nn Gewinraod staodt enn mai ehne feine Klä ann. Die Ge Schorsch", vohm aower fe ehs lles enn allem anze Heffeland alle Reichbett weeß m'r noch nerphilipp. am Der erste Preisträger erstritt seinen Sieg auf der für Stra senfahrten in hervorragendem Maße geeigneten Marke Brennabor. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 5. August 1910. Die Frau des Maurers Peter Wolf 2. zu Rödgen bei Bad- Nauheim, hatte im letzten Frühjahr auf einem Kornader Feldsalat gestochen, weshalb sie einen Strafbefehl über 1 Mart beam. Ihr Mann, der mit dem Feldschützen in Kaffee- Rösterei. Täglich frische Röstungen. :: Gebrannte Kaffee's:: per Pfund von 90 Pfg. an. Besonders emfehle ich meine Hochfeine Mischungen zu 1,30 u. 1,40 per Pfund. Grosses Lager in Roh- Kaffee. Vorsand nach auswärts von 9 Pfund an franko! Echt Malzkaffee Pfund- Packet 25 Pfennige. " " " " 11 " " " " " trud. 24. Fuhrmann Heinrich Erb eine Tochter, Therese Maria Katharina. 24. Lokomotivheizer Friedrich Christian Eduard Stille ein Sohn, Rudolf. 25. Weißbinder Wilhelm Willa ein Sohn, Wilhelm. 26. Fuhrknecht Franz Jung ein Sohn, Heinrich. 27. Elettromonteur Ernst Oswald Münnich eine Tochter, Ernestine Wilhelmine Emma. 29. Schlosser Johannes Vogel eine Tochter, Maria Elisabethe Karoline Georgine. 29. Fuhrmann Johann Leonhard Eisinger eine Tochter, Margarete Gertraud. 30. Metzger Peter Sommer ein Sohn, Heinrich Peter Wilhelm. 30. Buchdrucker Hermann Degenhardt eine Tochter, Helene. 31. Hilfsweichensteller Otto Feuerstein eine Tochter, Emma. 31. Schneidermeister Heinrich Euler eine Tochter, Eli" 4 3. Friedrich Schmalz, Gerichtsschreiber- Aspirant, mit Elisabeth Dorothea Katharina Gibb, beide in Gießen. 3. Anton Küchler, Kaufmann, mit Anna Hagen, beide in Gießen. 4. Karl Wetter, Former, mit Anna Koch, beide in Biedenhopf. Eheschließungen. Juli 30. Johann Grünewald, Küfer, mit Marie Schaub, beide in Gießen. " „ 30. Martin Lauser, Schreiner, mit Emma Schmidt, beide in Gießen. Gestorbene. Juli 30. Walter Ludwig Loos, 2 Monate alt. 31. Auguste Follenius, geb. v. Ende, 78 Jahre alt. Aug. 4. Geh. Justizrat Hermanh Philipp Hellwig, Gr. Landgerichtsrat i. P., 61 Jahre alt. Oeffentlicher Sprechsaal. der Rückschritt! so könnte man den Beschluß letzten Stadtverordneten- Versammlung nennen, durch den eine Haltestelle mit Weiche in der Walltorstraße Ecke Braugasse geschaffen werden soll. Die Annahme dieses von Interessenten eingebrachten Gesuches hat sofort nach Bekanntwerden in weitesten Kreisen höchstes Befremden hervorgerufen und man fragt sich: ist es erforderlich, daß man wegen solchen Interessentenwünschen aus dem Stadtsäckel 20 000 Mart opfern soll. Man fragt sich aber auch weiter: mit welchem Recht soll das Zentrum der Stadt so benachteiligt werden. Wie viele Fahrgäste der elektrischen Straßenbahn fahren nur bis Lindenplatz oder Ecke Asterweg, um nach dem Botanischen Garten, auf den Woche n- markt, nach den beiden Schulen in der Nordanlage, nach dem Kreisamt und der Bezirkskasse 1, abgesehen von den dort zahlreich vorhandenen Wohnungen und Geschäften, zu gelangen? Wer nach der Zeughaustaserne will, hat von der Haltestelle Asterweg- Brandgasse nur wenige Schritte weiter als von der Braugasse aus und wer zum Gericht will, soll nur ruhig bis Ecke Marburgerstraße und Nordanlage fahren, denn von dort aus ist's auch näher zum Gerichtsgebäude. Wegen einem Institut, dem Garnison- Lazarett, das allein nur einen Vorteil nicht hätte, aber zur großen Frequenz der Straßenbahn beitragen kann, eine solch Aussehen erregende Umänderung des Straßenbahnbetriebes durchzusetzen, muß von der Bürgerschaft mit Recht zurückgewiesen werden. Lasse man die Wagen an der Ecke der Braugasse nach Bedarf halten, so viel Zeit wird schon noch herauskommen und den Interessenten ist hinreichend Rechnung getragen. Aber eine Weiche dort, wo die Straße sowieso nicht allzubreit ist, einzubauen, sinde ich für unverständlich. Wer zum Kreisamt, zur Bezirkskasse, zum Botanischen Garten 2c. will und dann an der Ecke Braugasse aussteigt, müßte ja rü cf- wärts schreiten und wer ist heutzutage für Rückschritt? Ein Fahrgast. Verantwortlich: Albin Stein, Gießen. An die verehrlichen Salem Aleikum- Raucher! Infolge der den Bedarf in brauchbaren Tabaken nicht deckenden türkischen Robtabakernten der letzten Jahrgänge ſehen wir uns vor die Frage geftellt, entweder die Qualität zu verfchlechtern, oder den Detailpreis der Salem Aleikum-Cigarette Nr. 3 um einen halben Pfennig zu erhöhen. Da der große Konfum nur auf der guten Qualität diefer jeder bestechenden Ausstattung entbehrenden Cigarette beruht, konnten wir uns in Anbetracht des wachfenden Verſtändniffes, welches das p. t. Publikum Qualitätscigaretten entgegenbringt, nur für das letztere entscheiden und wir glauben, damit im Interesse aller Qualitätsraucher zu handeln. 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Sihung der Stadtverordneten Gießens. verwaltung war vor einiger Zeit ein Gesuch der izraeliti Gießen, 4. Auguſt. Die heutige Sibung stand start unter dem Zeichen der lommenden Ferien und nicht zum mindesten auch unter dem Einfluß der Reisezeit, die Bänke des Versammlungssaales waren zum großen Teil leer. Nur 11 Punkte standen zur Beratung, so daß die öffentlichen Verhandlungen schon nach Ablauf von 1½ Stunden ihr Ende erreichten. Punkt 1 der Tagesordnung waren Mitteilungen. Der Radfahrerverein begeht das Fest seines 25jährigen Besteh ens mit einem Kommers am nächsten Samstag und einem am Sonntag in Steins Garten stattfindenden Sommerfest und hat dazu die Stadtvertretung eingeladen. Die hie figen Hassia Vereine hatten die Stadt zur Unternehmung ihrer Veteranenfahrt nach Darmstadt um eine Beihilfe ersucht, welche auf Befürworten der Finanzfommission 6 Mr. für jeden Teilnehmer mit der Maßgabe betragen soll, daß den den Verbänden nicht angehörenden ebenfalls Unterstüßung J schen Religionsgesellschaft um Ausdehnung des Benußungsrechtes an ihren auf dem neuen Friedhof gelegenen Grä bern von 30 auf 90 Jahren eingelaufen. Rabbiner Hirschfeld bat darauf die Stadt, seiner Gemeinde die betreffenden Ruhestätten überhaupt als Eigentum gegen eine entsprech= ende Entschädigung zu überlassen. Da die Stadtverwaltung den beiden Gesuchen aus Billigkeitsgründen nicht statt geben fonnte, so sah sich die Religionsgesellschaft veranlaßt, von die Schaffung eines eigenen Begräbnisplatzes rechts dem neuen Friedhof in die Wege zu leiten. Die dazu notwendigen Kosten, so führte O.-B. Mecum aus, werden, falls das Ministerium gegen die Anlage des Plazes nichts einzuwenden hat, von den Interessenten getragen, welche die Stadt nach wie vor zu den Kosten ihres neuen Friedhofes heranziehen kann. Der Religionsgesellschaft steht da= für die Befugnis zu, die Leichenhalle und die Kapelle für ihre Zwecke im Bedarfsfall zu benußen. Vor kurzem rich tete nun die genannte jüdische Gemeinde an die Stadt- Verwaltung die Bitte, zweds Verbindung der beiden Begräb nisstätten der Ostseite des Kommunalfriedhofes eine Ausbeklagenswert, daß mit dieser teilweisen Absonderung der eine Israeliten in die Einheitlichkeit unseres Friedhofes Bresche gelegt wird, welche möglicherweise Mißhelligkeiten heraufbeschwören kann. Ich möchte beantragen, daß heute noch nicht darüber verhandelt wird. Stadtv. Vier mer: Es soll zuvor festgestellt werden, ob die jüdische Religionsgesellschaft nach dem geltenden Recht als Sette zu gelten habe oder nicht. Sollte das leßtere nicht zutreffen, so bitte ich, von irgendwelchen Maßnahmen zugunsten der Religionsgesellschaft abzusehen. Ich beantrage die Verweisung der Angelegenheit an die juristische Kommission, da die Rechtslage in diesem Falle eine recht verwickelte sein dürfte. ehemaligen Strieger chemilla belige muterfügung gesagt angen. Dei. Se org i: Ich finde es sehr Puntt 2 betraf das Baugesuch Flick für die Bismardstraße. Bäckermeister Flid gedenkt an der Ecke Bismarckstraße Löberstraße einen Neubau zu errichten und war um Befreiung von dem auf die Größe der Hofräume bezüglichen Paragraphen der Ortsbausatzung eingekommen, da er den ihm zur Verfügung stehenden Raum besser auszumüßen wünscht. Der Bauausschuß hatte das Gesuch grundsäßlich nicht befürwortet, weshalb die Stadtverordne ten dasselbe ablehnten. Der 3. Puntt, welcher sich mit dem Baugesuch Hof mann bei der Veterinärklinit befaßte, fiel aus. di 4. Puntt: Der Eigentümer des Grundstückes Kaplaneigasse 7 beabsichtigt an dem nach der Schloßgasse zu liegenden hinteren Teil seines Besißtumes ein Hoftor anzu bringen, gegen dessen Errichtung die Stadtverordneten auf Befürworten des Ausschusses nichts einzuwenden hatten. Der 5. Puntt, betreffend die Ortsbausa bung für die Lonystraße, fiel aus. 6. Puntt: Eigentum am Stadtkirchturm und der Friedhofstapelle. Die Gießener Zeitung" fonnte bereits vor einigen Tagen melden, daß das Oberkonsistorium einem zwischen der Stadt und der Kirchen gemeinde zustande gekommenen Vergleich zugestimmt habe, nach welchem der Stadtkirchturm in den Besitz der Kirchen-| gemeinde übergeht, während die alte Friedhofstapelle als das Eigentum der Stadt anerkannt wird. Zu diesem Abfommen gab O.-B. Mecum folgende nähere Aufschlüsse: Gegen die Befreiung von der Unterhaltung des Stadtfirche wtur e B verpflichtet sich die Stadt Gießen zu der Zahlung einer Summe von 8000 Mt. Demgegenüber fallen der Kirchengemeinde die aus der Anschaffung einer neuen Uhr entstehenden Kosten zur Last. Ferner bleibt das Recht auf Benußung der Glocken der Stadt vorbehalten. Schließlich dürfen bei etwaigen baulichen Veränderungen des Turmes die Eigentumsgrenzen seitens der Kirchengemeinde nicht überschritten werden. Bezüglich der alten Friedhofstapelle steht der evangelischen Kirchengemeinde das Recht zur Abhaltung von Gottesdiensten zu. Die Stadt ift nicht befugt, an der Kapelle solche baulichen Veränderungen vorzunehmen, welche das Abhalten von firchlichen Feiern beeinträchtigen könnten. 86Die juristische Kommisfion hatte die Annahme des Vergleiches empfohlen, welchem die Versammlung auf nochmaliges Befürworten des Oberbürgermeisters zu st i mm te. chenmartie foft per Pfb. 80ges. p. Pfb. Bfb. Der Bid 600 Rilo 7.00-8 Str. 6.00-8 Std 0.20-0 fund id 00.00-00 00.00-00 0.50-0 1 Uhr nahmitt Beginn der Mr Der Marktjeit ittags 4 ei Shiffenb Abbruch bei der V de fann bock en. als Special den Giesse treter ken Fühlo Nr. 100 süss agendfrisches pies erzeugt: er, garter, Id ilienmilchCo., Radeb ferner macht Cream Dad aut in einer eich. Tube 5 Carl Geibe Apotheker - 7. Puntt: Die vorletzte Sigung der Stadtverordneten hatte sich bekanntlich mit einer Eingabe befaßt, in welcher Interessenten um die Errichtung einer Haltestelle der Straßenbahn an der Braugasse ersucht hatten. Die Angelegenheit wurde damals zur näheren Beratung der Glettrizitätswerksdeputation überwiesen. Der genannte Aus schuß befürwortete nun das Gesuch mit der Maßgabe, daß die Haltestelle am Lindenplatz aufgehoben und die Station Afterweg mit dem neuen Haltepunkt zusammengelegt wird. Gegen diesen Plan sprach sich Direktor Stolte in seinem von der Stadt eingeforderten Gutachten aus, da die in dem dortigen Stadtteil vorhandenen Haltepunkte dem Bedürfnis vollkommen entsprochen hätten. Es seien auch ferner die mit der neuen Haltestelle notwendig werdenden Kosten zu hoch, welche etwa 22 000 Mt. betragen würden, da neben Gleisverlegungen noch die Anschaffung eines neuen Wagens und damit die Anstellung eines weiteren Wagenführers er folgen müßte. Stadtv. Löber: Ich halte diese Aushoch, leicht die ganze Angelegenheit auf eine andere Weise lösen läßt, welche der Stadt nicht so hohe Kosten verursacht. Stadtv. Wallenfels. Die Haltestelle dünkt mir solch hoher Ausgaben nicht wert, da sie nur einer beschränkten Zahl von Fahrgästen zugute kommen wird. Stadtver ordneter Jann: Die Zusammenlegung der Haltestellen möchte ich nicht befürworten, da die inbetracht kommenden Stationen ihre Entstehung doch dem Bedürfnis verdanken, sodaß die Bevorzugung des einen Teiles den anderen benachteiligen würde. Stadtv. Ha bertorn: Ich stimme dem Beschluß des Ausschusses zu, da ich der Ansicht bin, daß die Haltestelle an der Braugaſſe notwendiger als die jenige an dem Lindenplatz und dem Asterweg ist, da die Besucher der Zeughaustaserne, des Militärlazaretts und des Landgerichtes alsdann die Straßenbahn noch weit mehr als bisher in Anspruch nehmen würden. Beig. Ge orgi: Wir haben die Angelegenheit in dem Ausschuß sehr eingehend beraten und sind zu der Ueberzeugung gekommen, daß für die Haltestelle ein Bedürfnis vorliegt, welchem die Stadt auch Rechnung trägen muß. Stadtv. Tro ß: Der Wagen wird bei Errichtung der Haltestelle Braugasse der Station Brandgasse nicht mehr so oft zu halten brau chen, da die Besucher der Kaserne 2c. dort nicht mehr aussteigen werden. Es wäre deshalb nicht notwendig, den Haltepunkt Afterweg- Brandgasse aufzuheben. Stadtv. Pe tri trat den Ausführungen des Vorredners bei. an O. B. Mecum: Ich vermag ein Bedürfnis für die Halte ftelle Braugasse nicht anzuerkennen. Diejenigen Leute, wel che das Kreisamt aufsuchen, benußen lieber die Haltestelle am Afterweg, welche weniger weit als die Station Braugasse von ihrem Ziel entfernt ist. Stadtv. Heichelheim: Wenn die Angelegenheit so leichthin Annahme findet, dann werden auch von anderer Seite Ansprüche erhoben werden, welche die Stadt in große Ausgaben stürzen würden. Ich möchte daher eine Aufschiebung der Beschlußfassung befürworten.- Der Antrag des Ausschusses wurde hierauf angenommen. 8. Punkt: Die Uebersicht über die Einnahmen u. Ausgaben des Realgymnasiums und der Oberrealschule im Jahre 1909 lag der Versammlung zur Einsichtnahme vor. Danach beträgt die Einnahme gegenüber dem Voranschlag von 59 307 Mt. nur 57 600 M. Der 9. Punkt der Tagesordnung befaßte sich mit der Anlage eines jüdischen Friedhofes. Bei der StadtStadtv. He ichelheim: Soviel mir bekannt ist, wird die Religionsgesellschaft vom Staat nicht für eine Sette ge= halten. Die Versammlung entschied in dem Sinne des Stadtv. Biermer. 10. Puntt: Volksbad für Frauen. Das städtische Freibad an der Lahn soll mit dem nächsten Sommer auch den Frauen zugänglich gemacht werden und zu diesem Zweck für beide Geschlechter getrennte Badezeiten erhalten. Die damit notwendig gewordene Ausgabe für das Auf ſichtspersonal beträgt 510 Mt. Die Stadtverordneten bewilligten dieselbe. Der letzte Punkt der Tagesordnung betraf das Gesuch des Ernst Heinrich Beutner um Erlaubnis zum Schantwirtschaftsbetrieb in dem Hause Plockstraße 13, in dem ehe maligen Cafe Stalitky. Die Versammlung genehmigte das Gesuch. Am Schluß der öffentlichen Sißung sprach O.-B. Me= cum seine Befriedigung darüber aus, daß die leidige zwischen Stadt und Kirchengemeinde vor kurzem noch schwebende Streitsache mit dem heutigen Tage beigelegt worden ſei. = h= Das Theaterjahr 1909-1910 von Hermann Franz Oktavio. ( Schluß) Daneben war natürlich das Untee haltungsſtüc reichlich vertreten; im Schwant und Lustspiel gaben die Franzosen den Deutschen nichts nach. A. Bissons „ Seliger Toupinel" und" Die fremde Frau" erschienen neben dem neueren„ Die Liebe wacht" von Caillapet u. Flers; von deutschen Autoren gab man diese Leutnants"," Flottenmanöver"," Im Klubsesselc, Stücke, die eben feine fünst lerischen Ansprüche erheben, sondern lediglich der Unterhaltung dienen, mit allen Mitteln lachen machen wollen. Dahin gehören natürlich auch die älteren Stücke wie„ Der Hochtourist"," Veilchenfresser"," Klein Dorrit" und der Schlager der Saison„ Der dunkle Puntt" von Kadelburg und Presber, den man nur in einem Anfall von geistiger Umnachtung mit Björnsons„ Wenn der junge Wein blüht" vergleichen oder darüber stellen fann. Von Werken, die nur beluftigen wollen und vermöge des glücklich gewählten Stoffes ihren Zweck auf ihre Art erreichen, tauchten Niemann 3 Wie die Alten sungen" und Meyer Förster 3 Alt- Heidelberg" auf; hierher gehört auch Schönthans historisches Lustspiel in Ver fen Renaissance". M Auch für Kinder vorstellum gen hatte man gesorgt( Barfüßchen" und" Aschenbrödel"). Sonst fand die Spielzeit eine angenehme Belebung durch die Aufführung von Weber 3" Preziosa" unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Inf.- Regiments Nr. 116 die auch während dem Sommer das Orchester stellte und von 2. Falls „ fidelem Bauer", der die ganze Saison hindurch das sehr beifällig aufgenommene Zugftück bildete. Ueberfliegt man noch einmal das Repertoire, so fann man ohne Uebertreibung gestehen, daß die Direktion eifrig bestrebt gewesen ist, den Anforderungen der Kunst, des Publikums und der Kasse gerecht zu werden. Als eine Anerkennung seiner hiesigen Tätigkeit darf es Direktor 5. Steingoetter betrachten, daß ihm die Stadt Gießen auf weitere 5 Jahre die Leitung des Theaters übertragen hat. Zugleich hat uns die Saison gelehrt, daß das Publifum wertvolle, fünstlerisch- literarilch bedeutsame Lustspiele, wenn man sie bietet, der faden, leeren Fabrikware vorzieht; der Einzelne mag immerhin untritisch veranlagt sein, das Publikum als ganzes ist ein gescheites Tierchen". Nur einen unserer Modernen, der uns eine zeitlang viel zu ſagen hatte, haben wir vielleicht ungern vermißt: Hauptmann. Weiterer Vorschläge enthalte ich mich; denn mit dem neuen Theaterjahr fommen neue Wünsche, neue Hoffnungen. Sehr zu empfehlen wäre es übrigens, wenn die The| aterdirektion schon im Interesse einer späteren Geschichte des Theaters alljährlich eine Uebersicht der aufgeführten Stücke mit Angabe der Aufführungszahl veröffentlichen ließe. Ueber das darstellende Personal, das ich eingehend bei den Einzelrezensionen gewürdigt habe, nur furz folgendes: Herman Balof, zugleich Schauspiel- Regisseur, ist ein ausgezeichneter Charakterspieler und Heldenvater<- um diese Bezeichnung zu gebrauchen. Neben ihn reiht sich Curt Gühne, der z. B. als„ Konsul Bernit"," Herzog Denovalin"," Vierfürst Herodes" und Freiherr von Schmettau" ( Moral) prächtige Gestalten schuf. Karl Marx als jugendlicher Liebhaber und Darsteller gerade klassischer Rollen( Don Carlos"," Romeo"), ift gewiß ein guter Spre cher; doch fehlten manchmal die zarten Uebergänge in seinem Spiel. Ferry Daubals Art, Rollen zu erfassen, einheitlich geschickt durchzuführen, erkenne ich ebenso an, wie ich Edgar Paulys Verwandlungskunst bewundere. Karl Bolt, dessen Pathos und pastorale Würde ich zeitweise sehr störend empfand, entpuppte sich im„ Konzert" als den und sehr vorteilhafter Dr. Jura. Den flotten Liebhaber spielte Rudolf Go II( Lustspiel), mit Recht ein hier beliebter Vertreter dieses Faches. Im Lustspiel glänzte ferner un ser Komiker und Regisseur Hermann Norden, der mit seinen Späßen, Mäßchen und Witzen das Publikum recht oft zum Lachen brachte. Erwähnung verdient hier auch Ad a Pauly als komische Alte eine derb drastische, zugleich flug diskrete Darstellerin, Lore Scholz. Ich kann mich nicht bei all ihren Rollen aufhalten; auszeichnen will ich nur ihre ganz prächtige, fünft lerisch vollkommene Verkörperung der Marie Heint( in Bahrs Konzert"). Neben Erna Güldener wußte sich besonders Fränzi ko ch die Sympathie des Publifums zu sichern. Eine besonders tüchtige Kraft offenbarte sich in Gusti Ne y, deren Hosenrolle Vittorino"(" Renaissance") sich ihre Glanzleistung nennen darf. Man gebe ihr, im Vertrauen auch ihr Talent, große Aufgaben; sie wird sie schon zu meistern wissen. Sehr anzuerkennen ist auch das Auftreten auswärtiger Gäste; Gertrude Baumeister- Felsegg war als Gast für die Saison gewonnen; Heinrich Baume i ſter( Darmstadt, Goftheater) fand sehr beifällige Aufnahme als" Tantris, der Narr". Adele Sandrock, Irene Triesch, K. W. Büller sahen wir, verschiedene Kräfte des Frankfurter Schauspielhauses gaben uns eine ausgezeichnete Darstellung von O. Wildes:" Frau Warrens Gewerbe", die Französische Gesellschaft Roubaud- Paris brachte Molieres " Geizigen" zur Aufführung. Auch eine junge, viel versprechende Schauspielerin, S. Vane aus München zeigte sich nicht ungünstig als„ Salome" und„ Melida"( Strandfinder"). Den fünstlerisch reinsten, tiefsten Eindruck ließ in mir M. Reuble( vom Schauspielhaus Frankfurt) als„ Julia" ( Romeo und Julia") zurück; gerade die Aufführung dieses Stückes nenne ich eine der fünstlerisch wertvollsten der ganzen Spielzeit, der sich„ Das Konzert"," Wenn der junge Wein blüht" und" Moral" ebenbürtig zur Seite stellen dür fen. Der Genauigkeit wegen führe ich hier die drei Gastspiele der Darmstädter Hofoper" Freischüß"," Tiefland" und " Mignon" an, für die wir dem Theaterverein den größten Dant schulden. Die jedesmal ausverkauften Häuser haben genügend bewiesen, welcher Beliebtheit sich diese Aufführ ungen erfreuten und hoffentlich noch lange erfreuen werden! Der größte Ruhm eines Theaters besteht darin, daß man es aufsucht, nicht eines einzelnen Mimen wegen, sondern angelockt durch die künstlerische Gesamtleistung; mögen sich Theater, Publikum und Kritik immer mehr darüber einig werden, daß wir einen Tempel der Kunst und feinen„ besseren Zirtus" erstreben sollen und wollen! Literarisches. ( Juli 1910.) Heidelberg und Umgegend. Griebens Reiseführer, Band 38, 5. Auflage 1910-11 mit 2 Plänen.( 60 Pf.) Verlag von Albert Goldschmidt in Berlin W. Allen Reisenden, die das paradiesisch gelegene Alt- Hetdelberg und seine Umgebung fennen lernen wollen, ist in ficht ausreichenden und durchaus zuverlässigen Angaben beftens zu empfehlen. An den Abschnitt über die Geschichte der alten Kurpfalz und ihrer Hauptstadt Heidel. Beschreibung der einzelnen Sehenswürdigkeiten. Einberg schließt sich ein Spaziergang durch die Stadt mit gehend behandelt find natürlich vor allem das schöne alte Schloß und seine einzelnen Bauten, sowie die ehrwürdige Universität. Die dem Führer beigegebenen Pläne der Stadt und des Schlosses sind verbessert und ergänzt. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 11. Sonntag nach Trinitatis, den 7. Auguft. Gottesdienst In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Johannestirche. Bormittags 9% Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirch e. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittage 9 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderfirche für die Lutasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Nächstfünftigen Sonntag, den 14. August, wird die Kollefte für die firchliche Versorgung der im Ausland und in den überseeischen Ländern zerstreuten deutschen evangelischen Christen erhoben werden. An demselben Sonntag findet in der Johanneskirche Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen werden für beide Gemeinden bei Pfarrer Ausfeld, Südanlage 8, erbeten. Die Amtsgeschäfte der Lutasgemeinde übernimmt vom 8. August bis 5. September Pfarrassistent Hanstein., Wezzsteinstraße 38( Sprechstunde: vormittags zwischen 11 und 12 Uhr). Catholifde Batholische Gemeinde Samstag, den 6. August. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen= heit zur heiligen Beicht. Sonntag, den 7. August. 12. Sonntag nach Pfingsten. Rormittags 6½ Uhr: Gelegenben zur bi. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Meffe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags um Uhr: Andacht. ags Darmstädter Möbel liefert Ihnen vollständig frei ins Haus unter 10jähriger Garantie das Darmstädter Möbeleinrichtungshaus Ludwig Strizinger, Darmstadt, Heinrichstraße 67. Freie Zusendung meines Kataloge s. 40 Pfg. 80 1.20 Mk. 35 Hämatogen, ältbekanntes Stärkungsmittel 1 Fl. 2.00, Mk. 3 Fl. 5.25 " 1 " 25 " 5 25 1.75 Mk. Ia Cacao holländ. 1 Pfd. 1.60-3.1/2 kg Dose 90 Pfg., 14 kg. Dose 50 Pfg. " Ia Citronensaft 1 ltr. 2.50, 1/2 ltr. 150 " Ia Borax 1 Pfd.. Ia Quillaiarinde zu Wasch- u. Reinigungs40 Wo kaufen Sie am vorteilhaftesten? Ia Benzin 3/4 ltr. Fl. excl. Ia Terpentin 34 ltr. Fl. excl. Ia Salmiakgeist, konzentr. 3/4 ltr. Fl. excl. Ia Stahlspähne normales 1/2 Pfd. Pak. 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Beim Heiratsvermittler. ,, Das Fräulein, das Sie mir da empfehlen, scheint mir aber reichlich bei Jahren zu sein!" ,, Glauben Sie das nicht, verehrter Herr, die hat immer noch ihre drei vier Verlobungen pro Jahr." Der gefürchtete Kuss. ,, Gch zur Tante Jettchen, Fritz, und gratuliere ihr; sie hat heut Geburtstag." ,, Ach nein Papa das sticht immer so!" befter und ergolagen ine. ter Ma. Rh. 12 Fl. an nbon 25 gt. gen an Mk. Seitere Blätter Nr. 33. für Gießen. Für Abonnenten der Gießener Zeitung" kostenlose Lieferung. Expedition: Seltersweg 83. Verlag: Albin Klein. 1910. Sic: Boshafte Frage. " Uuverschämt, wie mich dieser Schlachthausinspektor fixiert!" Er: Was willst Du von einem Fleischbeschauer mehr berlangen?!" ,, Was mein Mann doch für ein Tierfreund ist! Das " halbe Mittagessen gibt er dem Hunde." ,, Auch wenn Deine Köchin gefocht hat?" 00000000 Verlorene Mühe. Backfisch:„ Da hat man nun stundenlang vor dem Trumeau die entzückendsten Posen studiert, und nun ist kein Mensch da, vor dem es sich lohnen könnte hinzufallen!" Berantwortlicher Redakteur: Dr. Karl Schaumburg, Berlin. Arminius, der große Held, Schlug einst die Römer aus dem Feld; Doch vor der schönen Frau Thusneld War's mit dem Mut nur schwach bestellt. Wenn er vom Met nach Mitternacht Zum Lager fuhr mit schwerer Fracht, Dann nahm er vor des Weibes Macht Gar wohl bedacht" sich fein in acht. Thusneldchen legte sich wie schlecht! Ein Auerochsenhorn zurecht Zu schauerlichem Nachtgefecht. ( Heut nimmt man einen Stiebelknecht.) Verschoben. Der Schorsch und der Hist sind während eines furchtbaren Gewitters in Streit geraten. Nachdem sie sich gegenseitig einige nicht gerade schmeichelhafte Ausdrücke an den Kopf geworfen haben, meint der Hist gutmütig:" Du, Schorsch, schimpfen wir lieber nachher weiter, man versteht ja bei dem Gedonner sein eigenes Wort nicht." Druck und Verlag von Georg E. Nagel in Berlin- Schöneberg. ( Alle Rechte für sämtliche Bilder und Tegte vorbehalten. Abdrud berboten.) Alliance. Die Dummheit sah man jederzeit Sich mit dem Dünkel eng verbünden; Da, wo der schönste„ Kohl" gedeiht, Wirst Du die fett'sten Raupen" finden. 17 Hohe Nachbarschaft. Ede und Lude liegen im Chausseegraben, als die Insassen eines verunglückten, gräflichen Automobils neben ihnen landen. Ede:„ Die neuen Verkehrsmittel befördern den sozialen Ausgleich rapide". Lude:„ Du drückst Dir wieder so gelehrt aus; was heißt denn das?" Ede:„ Na, ich meine bloß: die höchsten Herrschaften teilen unser Lager." Die rettenden Regentropfen. Ein alter Hagestolz nahm jedesmal, wenn die ersten Regentropfen fielen, grüßend den Hut ab. Nach dem Grunde befragt, erzählte er:„ Vor zwanzig Jahren traf ich in einem Kurorte mit einer befreundeten Familie zusammen. Eines Tages machte ich mit der Tochter Emilie einen Spaziergang. Es war ein wundervoller Tag, süße Weisen der Kurtapelle schallten lockend zu uns herüber, ich war wie berauscht und gerade im Begriff, Emilien zu Füßen zu fallen, da donnerte es plötzlich, schwere Tropfen fielen... - Stammbuchvers für einen liebebedürftigen Jüngling. Glaub' nicht, durch Wechseln werd' es Dir gelingen, Ein immer bess'res Weibchen zu erringen; Mach' heute der und morgen der die Cour Der Faden bleibt, die Nummer wechselt nur. Unter Bettlern. „ Mit der Höflichkeit kommt man wohl noch immer am weitesten." ,, Nicht immer. Neulich spielte ich den Taubstummen und bekam von einem Herrn fünfzig Pfennige. Ich sage: Danke, Herr! Da läßt er mich festnehmen!" ** Schon orientiert.* H.Fierge Richter:" Führen Sie den Angeklagten ab; aber sehen Sie sich vor, daß er Ihnen „ Mein Hut!" schrie Emilie nichts maust!" auf. Wir flüchteten. Ich war gerettet!" Taschendieb:„ Beruhigen Sie sich, Herr- Präsident,' n Taschentuch hat er nicht, und Tabak faue ich nicht." ADI.EN Bezu vorauszahlbay 1.50 Mt. fre Donnerstags „ Sumoriftijd liegen wächer Seltersweg 8 nicht verlan Kompliment. Nr. 10 Das Schulg terten Mädcheni noch ohne Mah Gießen, 2. Vierteljahr Die Stadtt und Kirchstraße zur Einsicht off selbe liegt bis der gleichen Fr Gießen, vorzubringen. Bü Nur Geduld. Huch ein Schusterjunge( bei Tisch):„ Meister, mein Teller Brühe Junger Ehemann( mittags):„ Mit Deiner Kochkunst macht es sich, liebes Weibchen, jetzt schmeckt man's schon kommt mir vor wie so'n Monokle; der Porzellanrand ist beinahe gar nicht mehr heraus, wenn Du in der Küche die Fassung, und die Brühe ist das Glas. Passen Sie auf, geholfen hast!" ich find' auch noch das dazugehörige Auge!" il Durchlaucht kommt.= JC' 9 Der wackere Bürgermeister spricht: ,, Nun, Fähnriche, vergeßt mir nicht, Wenn Durchlaucht kommt, daran zu denken, Die Fahnen nach dreimal'gem Schwenken Submissest vor dem Herrn zu neigen Und Loyalität zu zeigen, G'rad wenn ich meinen Bückling mache Na, hoffentlich gelingt die Sache." - Kunst. Es nähre ihren Mann die Kunst; So hört man oftmals sagen; Das ist indes nur blauer Dunst, Und hungrig knurrt der Magen. Was man sich auch für Mühe gibt Nur um der Musen eine- Es dauert lang', bis man verliebt Jn sich gemacht die Kleine. Dann führt man heim das schöne Kind Und hat die Not auf Lager; Begreiflich: wo neun Schwestern sind, Jst meist die Mitgift mager. Gießen Bü Auf Grun 20, 29, 37, die allgemeine 66 und 78 der führung der schluß der Sta des Oberbürge ausschuß mit des Innern v bauungsplan schen Weg nac gender Nachtr Ben erlassen, Der diplo Glossen. Aufs Auto schimpft um so lauter man, Je weniger man sich eins leisten kann. ., Geschnitten werden" läßt sich noch ertragen, Doch nur geduldet sein" ist Grund zum Klagen. 240 Tronisch. Herr( der einen Temperenzler bei einem Glase mit verdächtig aussehender Flüssigkeit findet):„ Na, Herr Mucker, womit verdünnen Sie denn Ihr Trinkwasser?" Durchschaut. Leihbibliothekar( zu einem Backfisch, der ewig im Katalog sucht):" Nun, haben Sie nocht nicht etwas unpassendes gefunden?" O weh! Schwiegermutter:" Der Junge gleicht mir doch!" Vater( des neugeborenen Sprößlings): Freilich, Haare und Zähne hat er schon genau wie Du!" Aus Kindermund. Jost, das zweijährige Nesthäkchen der Familie, wird bei Tisch aufgefordert, zu beten:„ Lieb' Jesulein, komm, iß mit mir!" Schon hat der kleine Kerl begonnen, als er plötzlich erklärt: Josi betet nicht!" Auf die erstaunte Frage der Mutter erwidert er mit spitzbübischer Miene:„ Süße Speise will Josi allein essen!" हे Das Wer heimen Urfun den intereffier Staatsmänner Die Entstehun waren. 7 ~* Galante Kritik, in Der Urip zurückgeführt genaue Kenn gängen in de gleidhjam eine und österr Deffentlichkeit Bert ericheint bunden Mt. 8 Am 9. Frankreich A Minister des jeweils am beauftragt. dann an das hat nach drei richt an den Die Diplo mertiamer, b als man für jalt unterrichte beobachtet. M Abfid und wechsel der Sta ten. Sie hat ,, Sie haben meine Novelle gelesen. Herr Doktor? Dann ,, Gnädige Frau, ich möchte Ihr Werk mit Ihrer Erscheinung vergleichen: Sie geben bei meisterhafter Beschränkung des Stoffes ein Stück Ihres Selbst in wunderbarer Form." bitte ich um Ihr ungeschminktes Urteil." 狂 Deutlich. Reisender( zum Chef):„ Pet& Co. haben meine Offerte abgelehnt. Als ich dem Senior unsere Preise nannte, riß er Augen, Dhren und die Tür auf." Druckfehler. Der humorvolle alte Herr war ein vorzüglicher Erzähler; mit seinen pikant angehauchten Witwen trug er viel zur Erheiterung der Gesellschaft bei. 3 Vexierbild. 2 Milch. B Tagtrek FRISCHE MILCH. ว Die Konsequenzen sind entsetzlich; Die Huldigung so schön gedacht, Wird ganz aus der façon gebracht. Da riecht es auch schon nach Benzine: Es naht die hohe Kraftmaschine, Todsicher vom Chauffeur gelenkt. Zum Gruße man die Fahnen senft; Doch ach, zu knapp war die Distanz! Es trifft das Auto mit Rasanz Die vorgeneigten Fahnen plötzlich. Günstige Gelegenheit. Ein Hausierer, der mit Kleider- Ausklopfern handelt, tritt in eine Wohnung ein, als die teure Gattin gerade ihren Herrn und Gebieter ihre starke Hand fühlen läßt. Machen Sie, daß Sie fortkommen, ich brauche nichts!" herrscht sie den Hausierer an. ,, Wollen Sie nicht wenigstens mal einen kleinen Versuch machen, gnädige Frau?" fragt der Hausierer mit malizösem Lächeln. Ein Kulturwesen. Hausfrau: Ich kann Ihnen nichts geben, ich habe kein kleines Geld im Hause." Bettler: Vielleicht' ne Briefmarke?" a Wo ist die Kuhmagd? Einzige Möglichkeit. مهور ,, Triffst Du Dich noch manchmal mit dem Chauffeur?" „ Um Himmelswillen, wo mein Bräutigam so eifersüchtig tst! Nein, nein höchstens dann, wenn er einen tüchtigen Schnupfen hat." „ Als Junggeselle habe ich dieses Nationalgetränk der Säuglinge mit Verachtung gestraft, jetzt muß ich meiner Alten die blasse Tunke alle Tage in meinem Stammfrug einholen!" Unbegreiflich. - Vater( nachdem er seinem Söhnchen den Stock zu kosten gegeben): Nun sage mir, warum ich Dich bestraft habe!" Junge( heulend):„ Na, so was! Erst schlägt er mich halb tot, und nun weiß er selber nicht, warum?!"