b. 2 Gießener Zeitung en. 8 Uhr. n.- Vorstellung sance" Gießener Neueste Nachrichten Bezugspreis 40 Pfg. monatlich vierteljährlich 1,20 Mt. frei Haus; durch die Post 1,50 Mt. Erscheint 3 Mal wöchentlich: und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags. Telephon: Gießen Nr. 362. Nr. 27. Zweites slutt. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen des Großherzoglichen Polizeiamtes Gießen und vieler anderer Behörden in Oberhessen. Expedition: Seltersweg 83. Gießen, den 5. Februar 1910 ten. Außerdem hat die Universität 6 Herren anläßlich des 50jährigen Doktorjubiläums das Diplom erneuert. *)(* Vom Kaiser- Regiment. Am Dienstag traf hier der Brigadekommandeur Generalmajor Francois Sparsamkeit in den stadtischen Verwaltungen. ein, um eine Refrutenbesichtigung vorzunehmen. Der Stuttgarter Oberbürgermeister ließ sich vor kurzem in Ergänzung des Verwaltungsberichts auch über die Sparsamkeit in den städtischen Verwaltungen aus. In weiten Kreisen, so meint Oberbürgermeister Ga u ß, grefe neuerdings die Meinung Platz, die Städte hätten sich in einen Wettbewerb eingelassen, aus dem Vollen zu schöpfen und es mehrten sich in der Presse die Aufforderungen an die Steingoette Regierungen, die Genehmigung zu neuen Kommunal- Anleihen zu verweigern. Statt dessen wäre es aber mehr am Plate, die Mahnungen an die Regierungen zu richten, sie Febr. 191 möchten nicht ihrerseits die Gemeinden zu großen und absolut nicht notwendigen Aufgaben zwingen und die weitere Mahnung, die Gemeindevertreter und ihre Wähler sollten nicht im gleichen Atemzug Sparsamkeit und die Ausführung aller mäglichen to stspieligen neuen Projette fordern. Die Entwickelung gehe dahin, daß Sie Sparsamkeit im öffentlichen Leben eine immer schwieSnthan und rigere Kunst werde, die immer größere Unabhängigkeit und Ellfeld. Charakterfestigkeit verlange. nde geg. 10 U Daß der erste Teil der Ausführungen inbezug auf das Verhältnis der Städte zur Regierung bemerkenswerte An Febr. 1910 gaben enthält, kann nicht bestritten werden. Aber wir möch 31 Uhr ten bezweifeln, ob es denn wirklich so schwierig sei, auch gegenwärtig noch Ersparnisse in der städtischen Verwaltung Volkspreise zu erzielen; denn daß die Sparsamkeit noch nicht ausge estellung schlossen ist, daß beweist u. a. die kürzlich von der GieBener Stadtverwaltung eingeführte HaftpflichtsAften von enfungel ſelbſterſicherung. Diese Selbstversicherung iſt auch ein in. Male Mittel für die Städte zur Sparsamteit, das manche Lücke iten von Car in dem Haushaltsanschlag aus üllen fännte und wir wollen nur wünschen, daß die Gießener Stadtverwaltung wie früher das Interesse der Stadt auch in Zukunft wahrnimmt. Ende g. 6 Uhr Hat doch vor 5 Jahren die Rührigkeit der Gießener StadtFebr. 1910 verwaltung sehr wohl den Nußen erkannt, welcher der Stadt aus einer städtischen Straßenbahn erwachsen könnte, Uhr. während gegenwärtig in Berlin die Reue über die Ueberlassung des Straßenbahnbetriebes an eine Privatgesellschaft groß ist, denn man ist dort eifrig daran ,, wenigstens bei Punkt" sen untergrundbahnen, die Verwaltung in die Hand zu bekommen. Dieses Verhältnis in der Reichshauptstadt beweist also jedenfalls zur Genüge, daß die Stadtverwaltungen bei ihren Finanzgeschäften einen Fehler begangen haben, deren Folgen sie nun eben tragen müssen, falls ihnen nicht noch rechtzeitig einfällt, ihre Finanzen durch ähnliche Unternehmungen, wie sie Gießen durchgeführt hat, zu bessern. Aften von burg und esber BEL en u. waren te billig und ut bei Ossmann, sweg 89. n 733. www Lokales. Gießen, 5. Februar 1910. *)(* Promotionen an der Universität. Im Jahre 1909 fanden an der Universität 200 Doktorpromotionen statt. Davon entfallen auf die Theologie 4, auf die Rechtswissenschaft 18, auf die Medizin 35, auf die Tierheilkunde 86 und auf die Philosophie 54 Promotionen, während zu Lizentiaten der Theologie 3 Herren promovier26) Der Fall Welshofen. Kriminalroman von M. Kossak. ( Nachdruck verboten.) Wie oft hatte sie sich gefragt:„ Wo habe ich diese Augen, dies Antlig schon gesehen?"" Und immer vergebens, Senn gerade die Augen des jungen Lehrers in der Wilson Scool hatten sie gehindert, in ihm jenen Artisten aus Neapel wieder zu erkennen, denn die dunklen Sterne, die dazumal so wunderbar, so unheimlich, sast übernatürlich geleuchtet, bedeckte jetzt der Kneifer. Aber wie mochte es zugehen, daß Lanzani die Bühne berlassen, und sich dem Lehrfach gewidmet hatte? Als Rezitator verdiente er doch sicher viel mehr, als bei der Wilson- Scool und zweifellos war auch bei der letzteren seine Tätigkeit viel anstrengender. Wäre er nur nicht plötzlich verschwunden gewesen, sc Zahn- a hätte es ihr wohl gelingen müssen, das Rätsel zu lösen. Frisler und wo war er jest? War er wirklich verunglückt, wie bkümme man allgemein meinte? Etwas in Paula wehrte sich, an Parla feinen Tod zu glauben. Man hätte dann doch eine Spur er Auswahl, bon ihm finden müssen, denn heutzutage gab es keine jungfräulichen Bergschluchten und undurchdringlichen Urwälder, in denen die Leute ihren Tod finden, ohne daß die Polisei es entdeckt. Wenn gegenwärtig ein Mensch verschwand, so steckte ein Verbrechen oder doch zum mindesten eine Schuld dahinter. chy, er Goethestr. bsch Geficht, rofig. n, weiße, fam Eine Schuld! Was für eine Schuld? Sie suchte sich alles zu vergegenwärtigen, was sie während der wenigen Unterrichtsstunden, die sie bei Lanzani gehabt, mit ihm geredet, um irgendwelche Anhaltspunkte für die Lösung des ndend schöner Beheimnisses zu finden. tbie allein egt. nmilch- Seile 0,3 Plötzlich stutte sie, denn es fiel ihr ein, wie seltsam sev Italiener gewesen war, als sie ihm von der Ermordung sen war sie schon damals durch sein Benehmen gewesen, edebeul ber sie hatte es tatsächlich der Nervosität zugeschoben, mit der er selbst es entschuldigte. Jetzt dagegen- wenn Lan J. Möbe, zani am Ende gar bei dem Verbrechen seine Hand mit im Apotheler Spiele gehabt? * Prüfungsstatistik. In den 9 Jahren 1901 bis 1909 unterzogen sich 145 Kandidaten der evange lischen Theologie der Schlußprüfung in Darmstadt, also durchschnittlich jährlich 16, sämtlich mit Erfolg. Der Staatsangehörigkeit nach waren Hessen 130, Nichthessen 15. Im Alter von unter 25 Jahren standen 73 Kandidaten, über 25 Jahre alt waren 72. den !! zur Schulentlassung. Das Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, hat ihm unterstellten Kreisschulkommissionen Weisung erteilt, dahin zu wirken, die in den Volisschulen zur Entlassung kommenden Schüler, welche ein Handwerk erlernen wollen, durch die Lehrer bedeuten zu lassen, daß die Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen nach den neueren gesetzlichen Bestimmungen nicht ohne Weiteres allen Handwerksmeistern deren zusteht und daß sich die fünftigen Lehrlinge bezw. Eltern vor Abschluß eines Lehrverhältnisses erst darüber vergewissern sollen, ob der betr. Lehrherr auch tatsächlich die Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen besitzt. Zugleich soll darauf hingewiesen werden, daß erfreulicherweise vielen Zweigen des Handwerks wieder wesentlich günstigere Aussichten für ein Fortkommen bestehen, umſomehr, als jetzt die Ausbildung der Lehrlinge geseßlich geregelt ist. in ** Konzertverein. Der Konzertverein hat für seinen Orchesterabend den Klabier- Virtuosen Wilhelm Backhaus gewonnen, dessen Ruf einen überaus zahlreichen Besuch des Konzertes erwarten läßt. Wilhelm Backhaus hat erst vor kurzem in Darmstadt mit seinem fünftlerisch vollendeten Spiel vor dem Großherzogspaar einen starten Erfolg erzielt und es steht zu erwarten, daß der hiesige Vortragsabend den Erfolgen des Künstlers einen neuen Triumph zufügen wird.( Näheres im Inserat heutiger Nummer.) *)(* Vom Kriegerverein. Die Mitglieder des Striegervereins Arnold, Köhler, Simon und Schäfer sind von dem Verein anläßlich seines 36jährifür gen Bestehens mit Ehrendiplomen als Anerkennung thre 25jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet worden. *)(* Vom Oberhess. Obstbauverein. Am 12. Februar findet hier unter dem Vorsitz des Grafen Oriola eine Ausschußsibung des Oberhess. Obstbautereins statt, welche als Hauptpunkt der Tagesordnung die „ Ausscheidung des Kreises Büdingen aus dem Oberhessischen Obstbauverein" zur Verhandlung bringen wird. Ferner soll eine Revision der Sabungen des Vereins vorge nommen werden. Eine öffentliche Erklärung, dem Vereine treu zu bleiben, hat jetzt auch die Ortsgruppe Echzell abgegeben. !! Die Frau im Strafrecht. Daß der Verein für Frauenstimmrecht bestrebt ist, seine Mitglieder über die Pflichten und Rechte der Frau gegenüber Staat und Gesellschaft aufzuklären, das zeigte der Umstand, daß der Verein für seine gestrige Versammlung den Univ. Prosessor Dr. Mittermaier zu einem Vortrag über die Frau im Strafrecht, Strafprozeß und Strafvollzug" gewonnen hatte. Der Redner erläuterte nach jeder Richtung hin die Stellung der Frau im Recht und erntete damit reichen Beifall. Wir Seine Hand mit im Spiel gehabt? Großer Gott welch ein toller, phantastischer Gedanke ihr mit einem Male kam! War das möglich? Konnte das sein? Jener Mensch, der als der Ermordung Graf Welshofens verdäch tig sich in Untersuchungshaft befand, war ja auch ein Ita liener, ein Artist und Rezitator, und er, Lanzani, war genau so lange verschwunden, als jener mutmaßliche Mörder im Kerker schmachtete! Wenn der Sprachlehrer Lanzani und der Rezitator Ol fers nun eine Person waren? So ungeheuerlich die Vermutung im ersten Augenblick erschien, so gewann sie beim längeren Nachdenten ständig mehr Wahrscheinlichkeit. Paula hatte alles, was über den Fall Welshofen in den Zeitungen stand, genau gelesen und wußte daher, daß des Grafen Verlobte, die schöne Anita Brusio, in der Sache eine wichtige Rolle spielte, insofern, als man meinte, daß Olfers sie liebte und den Grafen aus Eifersucht umgebracht hatte. Jene Tarantellatänzerin, um deretwillen der Streit zwischen den beiden Artisten in Ne apel ausgebrochen war, hieß ja auch Anita! Kein Zweifel, Lanzani und Olfers waren eine Person! Aber allen Nachforschungen der Polizei war es nicht gelungen, diese seltsame Tatsache zu entdecken. Aufgeregt eilte Paula zu einem Bücherregal, auf dem die Zeitungen der letzten Wochen aufgestapelt lagen und suchte sich die heraus, welche sich mit der Mordsache beschäftigten. Gespannt las sie die Berichte darüber von Anfang bis Ende durch. In einer der leßten Nummern fand sie etwas, daß sie sehr betroffen machte. Da stand nämlich, daß es den Nachforschungen des Untersuchungsrichters, des Doktor Heilmann gelungen war, zu erfunden, daß am 25. Oftober, dem Tage vor der Nacht, in der Graf Welshofen ermordet worden, ein unbekannter junger Mensch sich mit Hilfe eines zweifellos gefälschten Rezeptes in der Bärenapotheke Gift, das heißt, Morphium, verschafft hatte, und daß die Beschreibung, welche der Provisor von ihm gab, genau auf Felix Olfers paßte. Man hatte ihn dann mit dem Provisor fonfrontiert, aber ein absolut sicheres Resultat hatte sich aus der Gegenüberſtellung der beiden nicht ergeben. Der Provisor meinte zwar, daß Clfers recht gut jener Gießener Tageblatt Anzeigenpreis: die 44 mm breite Petitzeile 15 Pfg., Reklame 50 Pfg. Außerhalb Oberhessen 20 60 " !! Extra Beilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Druck und Verlag: Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). 21. Jahrg. werden auf die dem Vortrage zugrunde liegende Frauenfrage noch näher zurückkommen. tt Stadttheater. Der neue Schwank v. Presber u. Kadelburg" Der dunkle Punkt", dessen Premiere hier am Sonntag stattfindet, dürfte gegenwärtig das meistge gebene Stück auf deutschen Bühnen sein. Ueberall erringt das überaus lustige Stück einen außerordentlichen Erfolg und allgemein wird betont, daß seit dem„ weißen Röß'1" fein ähnlich erfolgreiches Stück heiterer Art geschrieben worden sei. * In Amerika verstorbene Hessen. Joh. Cantus, 85 Jahre alt, in Brooklyn, Henriette Rudo.ph geb. Appel, 70 Jahre alt, in Greenpoit, Heinrich Eiffert, 75 Jahre alt, in Sewickley, Ph. Osterling, 70 Jahre alt, in Pittsburg, Wilhelm Dort, 61 Jahre alt, aus GroßenBuſect, in Cleveland, Jakob Hammerschlag, 73 Jahre alt, in New- York. !! Die Einführung von Jahresfahrplänen beabsichtigt die Preußisch Hessische Eisenbahngemeinschaft. Es sollen leine Sommer- und Winterfahrpläne mehr verausgabt werden, sondern nur ein Jahresfahrplan, der sämtliche sowohl im Sommer wie auch im Winter verfehrende Bahnzüge enthalten soll. Dadurch würde die Bahnverwaltung natürlich ganz erhebliche Ersparungen machen. * Postgiroverkehr. Mit dem 1. Febr. wurde zwischen dem Deutschen Reich, Desterreich Ungarn und der Schweiz ein Postgiroverkehr in der Weise eingerichtet, daß jeder Inhaber eines Schecktontos bei dem deutschen Postscheckamt von seinem Konto Beträge auf das Schecktonto bei dem f. f. Postsparkassenamt in Wien oder der königl. ungarischen Postspartasse in Pest oder des schweizerischen Postschecbureaus überweisen lann; ebenso fann auch der Inhabereines Scheckkontos, das bei einer der genannten ausländischen Verwaltungen geführt wird, Ueberweisungen auf das deutsche Postscheckkonto in Austrag geben. !!! Beschränkung der Zeugenladung bei Gericht. Mit Rücksicht auf die auf allen Gebieten der Staatsverwaltung gebotene Sparsamkeit hat das hessische Ministerium der Justiz an die Justizbehörden ein Aus schreiben betr. das Strafverfahren erlassen, in dem es am Schluß heißt:„ Auf allen Gebieten der Staatsverwaltung ist Sparsamkeit geboten. Deshalb dann es nur nüßlich sein, wenn auch die Justizbehörden bei allen ihren Maßnahmen und Verfügungen sich stets die Frage vor Augen halten, ob hierdurch nicht etwa, sei es den Beteiligten, sei es der Staatskasse, Kosten verursacht werden, die ohne Nachteil für die Sache ganz oder teilweise ver mieden werden dönnen. So ist von sachkundiger Seite die Ansicht ausgesprochen worden, daß seitens der Anklagebehörde bei Angabe der zur Hauptverhandlung zu ladenden Zeugen mitunter über das tatsächliche Bedürfnis hinausgegangen und dadurch die Staatstasse mit unnötigen Kosten belastet werde. Obwohl sich hier ein allgemeiner Grundsatz nicht aufstellen läßt, vielmehr die Umstände des Einzel falles entscheidend sein müssen, so möchten wir doch nicht unterlassen, die Aufmerksamkeit der Auflagebehörden auf diesen Punft zu lenten und ihrer Prüfung anheimzustellen, ob nicht hier und da wenigstens bei der Benennung von Zeugen für ein und dasselbe Beweisthema eine größere Zurückhaltung möglich sei." *)(* Eine Sensation im Biograph. „ Die Ueberschwennungen in Paris", von denen täglich spalMorphiumfäufer sein könnte, daß andererseits aber zu viele Herren seitdem in der Apotheke gewesen seien, als daß er mit Bestimmtheit ihn zu erkennen vermöchte. Ungefähr so hätte jener junge Mensch, der am 25. Oktober in der Apotheke gewesen war, wohl ausgesehen, aber wie leicht man sich in solchen Fällen irren könne, wisse ein jeder. Was Olfers anbetraf, so behauptete er mit der glei chen teilnahmslosen, fast stumpfen Ruhe, die er bis jetzt bei allen Verhören zur Schau getragen, daß er nie, weder am 25. Oftober, noch sonst jemals, in der Bärenapotheke gewesen, also auch kein Morphium dort gekauft habe. Wie immer sagte er, daß er an Graf Welshofens Tod unschuldig sei und nichts über den Fall wisse. Allen übrigen Fragen über seine Beziehungen zu Anita Brusio und über das, was er in den Tagen vor der Ermordung des Grafen getrieben, setzte er ein hartnäckiges Stillschweigen entgegen. Eben dies Schweigen war es auch, was ihn so überaus verdächtig machte. Niemand glaubte seinen Unschuldsbeteuerungen, er war eigentlich jetzt schon in der Meinung der Richter und des Publikums verurteilt. Die Ansichten, ob er in der Bärenapotheke sich das Gift verschafft, schwankten zwar, aber im großen und ganzen neigte man sich doch dem Glauben zu, daß er es gewesen, mit dem der Provisor wegen der Herausgabe des Morphiums verhandelt hatte. Paula dachte nach. Wie konnte Olfers- alias Lanzani am 25. Oftober in der Bären- Apothefe gewesen sein, da er doch zu der angegebenen Stunde in der Wilson- Scool unterrichtet hatte? Sie war zwar erst einen Tag später zum ersten Male in der Schule gewesen, aber Lanzani hatte ihr seinen Stundenplan gezeigt, aus dem sie ersah, daß der Besuch in der Apotheke in eine Zeit fiel, in der er Unterricht zu erteilen pflegte. Nun hatte sie aber genugsam erfahren, wie pünktlich es in der Schule zuging und daß es niemals den Lehrern gestattet wurde, eine Unterrichtsstunde ausfallen zu lassen, außer in ganz besonderen, eigentlich nur Krankheitsfällen, in denen sie ein ärztliches Zeugnis zu ihrer Entschuldigung beibringen mußten. Sofern Lanzani am Tage zuvor krant gewesen war, hätte er es ihr aber, da sie einmal über den Gegenstand sprachen, sicherlich erzählt.( Forts. folgt.) tenlange Berichte gemeldet werden, im Biograph zu zeigen, ist der rührigen Leitung desselben unter vielen Mühen und unter bedeutendem Kostenaufwande gelungen, sodaß jeder Besucher Augenzeuge jenes bedeutsamen Ereignisses gewesen sein wird ohne auch nur einen Augenblick den heimatlichen Boden verlassen zu haben. Das weitere Programm weist ferner einen Kunstfilm„ Hauptmann Fracasso" auf, der auf der Mailänder Ausstellung mit der goldenen Medaille prämiiert wurde.„ Das Haus an der Brücke",„ Um Mitter= nacht"," Borermanie"," Die Kämpfe des Bräutigams" 2c., sowie die im Biograph" immer besonders schön vorgeführten Tonbilder vervollständigen das reichhaltige Programm in seiner Vielseitigkeit, sodaß ein Besuch wirklich angenehme Stunden verspricht. *)(* Elektrisches Licht für Krofdorf. Der Gemeinderat von Krofdorf wünscht seinen Bürgern zu einer besseren Beleuchtung zu verhelfen. Da diese Ver= sorgung des Dorses mit elektrischem Licht aber nur zustande kommen fann, wenn sich die Nachbargemeinden an das GieBener Elektrizitätswert anschließen, so geht das Bestreben des rührigen Gemeinderates dahin, die Nachbargemeinden über die Vorteile eines Anschlusses an das Gießener Eleftrizitätswert aufzuklären. Aus diesem Grund findet Mitte Februar in Krofdorf eine öffentliche Versammlung statt, die sich näher mit dieser Angelegenheit befassen wird. Daß sich eine derartige Verbindung rentieren wird, erscheint zweifellos, namentlich im Hinblick auf die geringen Kosten der hier nur in Betracht kommenden Oberleitung des elektrischen Stromes. Aus Hessen und Nachbargebiet. * Aus dem Vogelsberg. In Ober- Seibertenrod gibt es drei Schuhmacher, die sich infolge der allgemeinen Teuerung der Lebensbedingung! n und der Rohmaterialien veranlaßt sahen, einen„ Ring" zu bilden. Sie beschlossen, die Preise der Fabrikate entsprechend zu erhöhen. Die Kunden dagegen beschlossen in einer öffentlichen Versammlung, die Ringschuhmacher zu boykottieren. 25 Bürger haben sich unterschriftlich unter Konventional strafe verpflichtet, innerhalb zweier Jahre keinerlei Arbeit bei den betreffenden Schuhmachern ausführen zu lassen. *!* Schwurgericht der Provinz Star fenburg. Für die am Montag, den 7. März dieses Jahres beginnende Tagung des Schwurgerichts der Provinz Startenburg stehen bis jeßt 8 Fälle in Aussicht. Es sind dies außer dem bereits für die vorige Tagung anberaumten, damals verlegten Totschlagsfall Fladung aus Offenbach noch zwei weitere Fälle wegen Raubs, ein Fall wegen Totschlagsversuchs aus Laudenau und ein Fall des trügerischen Banterotts aus Neu- Isenburg, ein Totschlagsversuch aus Laudenau und ein Fall des Raubs( Pferde knecht Will, der mehrere Frauen angefallen hat) von Darm stadt. * Die Gemeinde Einnehmer des Kreises Darmstadt, die am Sonntag fast vollzählig versammelt waren, haben in ihrer Eigenschaft als Untererheber staatlicher Gefälle beschlossen, dem Landesrechnerverbande eine Rejo lut on zur Annahme vorzuschlagen, in der an die Großh. Regierung, sowie die beiden Kammern der Landstände die dringende Bitte gerichtet wird, der in Vorschlag gebrachten Aufhebung der Untererhebestellen ihre Zustimm ung zu versagen. gi.e.ucijajes. Einen wertvollen Berater für alle ständigen oder gelegentlichen Inserenten hat die bekannte Agnoncen- Expedition Invalidendant, Berlin W., soeben mit ihrem Zeitungs- Katalog pro 1910, verbunden mit einem Kalendarium, herausgegeben. Als sehr wesentliche Neuerung enthält der Katalog die Angaben, an welchen Tagen im Monat bezw. der Woche die einzelnen illustrierten Blätter und Fachzeitschriften erscheinen, was von allen Inserenten dankbar anerkannt werden wird. „ Die Schaubühne", Wochenschrift für die gesamten Interessen des Theaters, herausgegeben von Siegfried Jacobsohn, enthält in der vierten Nummer ihres 6. Jahrganges: Neues von Alten? Von Julius Bab. Abschied v. SchlenEulenberg und Rivoire. Von S. J. ther. Von Stefan Großmann. Schubert. Von Arthur Simson. Von Herbert Gulenberg. Berliner Kahane. Schuß. Von P. Zukunftsmusik. Von Friß Jacobsohn. Altenberg. Karl Kraus. Von Karl Adler. Macbeth. Von Peter Günther. Der Fall Roland. Von S. J. Annahmen. Uraufführungen. Engagements. Nachrichten. Die Presse. Die„ Schaubühne" erscheint wöchentlich im Umfang von 32 Seiten und tostet: 40 Pig. die Nummer, 3,50 Mt. vierteljährlich, 12 Mt. jährlich. Probenummern gratis durch alle Buchhandlungen, Postanstalten, sowie durch den Verlag Erich Reiß, Berlin- Westend, Kaiser damm 26. * - Ueber Nasenpolypen! Viele Kinder fommen in der Schule nicht vorwärts, die Eltern sind ganz ver zweifelt darüber und können sich das gar nicht erklären. Und doch ist häufig die Ursache ganz einfach und ließe sich leicht beseitigen. Wer es mit seinen Kindern gut meint, der sollte nicht verfehlen, den äußerst instruktiven Aufsat über Nasenpotypen zu lesen, der in der Beilage„ Der Kinderarzt" der neuesten Nummer der in ihrer Art einzig dastehenden Monatsschrift, indergarderobe" Verlag John Henry Schwerin," Berlin W. 57, zu finden ist, die Beschäftigung und Unterhaltung der Kleinen sowie Belehrung der Mütter bietet und Selbstanfertigung von Kinderskeidern lehrt. Abonnements auf„ Kindergarde robe" zu nur 60 Pfg. pro Quartal bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. Gratis- Probenummern durch erstere und den Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 57. Man achte genau auf Titel, Preis und Verlag! ** Leopold Graf v. Kalkreuth. Eine Kunstgabe. Mit einem Geleitwort von Alexander Troll. Von der Freien Lehrervereinigung für Kunstpflege- Berlin im Verlag von Jos. Scholz in Mainz herausgegeben. Preis 1 Mk. Der Name Kalkreuth ist in der Geschichte der deutschen Stunst wohlbekannt. Der Vater unseres Künstlers, Stanislaus Graf von Kalkreuth, war seinerzeit als Landschafter sehr geschätzt. Sein Name wird heute noch ehrenvoll ge nannt. Noch bei Lebzeiten des Vaters trat der Sohn mit bedeutenden Arbeiten hervor und nannte sich zum Unter= schiede von ihm und in pietätvoller Erinnerung an das, was er ihm als Künstler verdankt, Kaldreuth der Jüngere. Seine reifsten Bilder bringt diese neue Kunstgabe in tadelloser Wiedergabe, Porträts, die trefflich illustrieren, wie sich ihr Schöpfer in das Wesen seiner Menschen versenkt. Die neue Kunstgabe ist aber auch rein stofflich gewiß in teressant und man stelle sich vor: 14 Kunstblätter für 1 Mt. Verzeichnis der Kunstblätter: Bei der Feldarbeit- Heim des Künstlers- Landschaft mit spielenden Kindern Landschaft mit ruhendem Pfluggespann- Selbstporträt Beim Kaffeetrinken- Vor der PupKnabe mit Blume Frau Zacharias penstube- Gräfin M. Kalkreuth Kinderreigen- Beim Lampenschim Fahrt ins Leben mer- Der Dengler Frühling im Schwarzwald- Elbe beim Grasbrook( Hamburg)- Elbe bei Finkenwärder Schlafende Alte. Der Scharfrichter von W. E. J. Köhler. Preis Mt. 2. Verlag der Hofbuchhandlung Josef Singer in Straßburg i. E. und Leipzig. Das tragische Schicksal der Glockengießerfamilie Gottschalk gebietet Scharfrichter Michaels Sinten zur Bestie ein Halt. Michael, der an das Gute im Menschen nicht glaubt, muß erfahren, daß Gottschalk- sein Todjeind seine beiden Kinder aus den Flammen seines brennenden Hauses rettet, trotzdem Michael in Kürze den Sohn des Glockengießers, der in wilder Auswaltung seine betrogene Liebe durch einen Mord rächte, zum Richtblock führen wird. Als er seine Kinder wohlbehalten wiederfindet, da geht zum ersten Mal ein Ruck durch seine Seele, und eine Stimme wird laut in seinem Herzen wie Selbsterkenntnis und- Selbstanklage. wälzen sich in ihm die verschiedenen Empfindungen, bis endlich sein bisher ruhendes besseres Jch offenen Ausdruck erhält. Er reicht dem edlen Glockengießermeister, seinem früheren Feinde, die versöhnende Hand und ist damit zurückgefehrt zum reinen und lieberragenden Menschentum. Von dem Werke geht ein Zauber aus, den nur ein echter Dichter zu schaffen vermag. 59 - Meyers Großes Konversations- Le= xikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neu bearbeite und vermehrte Auflage. Mehr als 158 000 Artikel und Verweisungen auf 19 622 Seiten Tert mit 17 673 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und auf 1611 Bildertafeln( darunter 188 Farbendrucktafein und 355 selbständige Kartenbeilagen) sowie 176 Tertbeilagen. 20 Bände und 2 Ergänzungsbände in Halbleder gebunden zu je 10 Mark oder in Prachtband zu je 12 Mark. ( Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien.) Als im Herbst 1908 der„ Große Meyer" mit dem 20. Bande seinen Abschluß sand, stellte der rührige Verlag das Erscheinen eines Ergänzungsbandes in Aussicht, der alles das in sich aufnehmen sollte, was seit Beginn der sechsten Auflage an Neuerungen, Veränderungen und Be= richtigungen nachzutragen war. Bedenkt man, daß der Inhalt eines so außerordentlich vielseitigen Nachschlagewertes, das zu seiner Vollendung fast 6 Jahre bedurfte, fortwährender Wandlung unterworfen ist, so wird jedem die Notwendigkeit einer solchen Fortführung ohne weiteres einleuchten. Nun liegt der 21. Band mit dem Umfang von 1029 Seiten in der gieichen würdigen Ausstattung wie das Hauptwert vor. Seinen wesentlichen Inhalt bilden längere oder kürzere Artikel über Staatengeschichte, neue Entdeckungen und Erfindungen, Umgestaltung in Gesetzgebung und Militärwesen, über die Fortschritte der Kolonien, die Ergebnisse neuer Forschungen auf allen Wissenszweigen, wichtige Forschungsreisen, neue Volkszählungen, die Bewegung aus den Gebieten der bildenden Künste. Ferner erhält er einen vollständigen Nekrolog und neue Biographien von zeitgenössischen Pontifern, Gelehrten, Forschungsreisenden, Künstlern, Technikern, behandelt alle gegenwartig im Vordergrunde des Interesses stehenden Fragen und bringt endlich eine planmäßige Ergänzung der statistischen Angaben sowie weiter nüßliche Zusammenstellungen als: Litera= turübersichten, Pseudonyme, neue Opern 2c. Die Vielgestaltigkeit der Materie macht es schwer, den Inhalt des BanWir greifen deshalb des erschöpfend zu charakterisieren. einige Beispiele heraus und nennen aus der modernen Staatengeschichte den fast 19 Spalten langen Artikel„ Deut sches Reich", aus volkswirtschaftlichem und sozialpolitischem Gebiet die Artikel:„ Arbeiterlammer",„ Arbeiterversicherung", „ Erbschaftssteuer“,„ Ge„ Arbeitslohn"," Arbeitsnachweis", nossenschaften",„ Handwerkerorganisation"," Frauenfrage", „ Multimillionar","" Mutterschaftsversicherung",„ Reichssinanz= reform",„ Wohltätigkeusbestrebungen". Unter"„ Koeduktion" und„ Mädchenschulwesen" begegnen wir sehr wertvollen Ausführungen über diese jetzt so aktuellen Unterrichtsfragen, denen wir aus der Heilkunde Abhandlungen gegenüberstellen möchten wie:„ Arteriosklerose“,„ Elektrotherapie",„ Krebs", „ Schlastrankheit"," Wurmkrankheit". Ueber die Fortschritte des modernen Vertehrswesens orientieren vortrefflich die Artitel:„ Ballonschiffe"," Fernsprecher",„ Militärverkehrswesen", „ Rohrposteinrichtung","" Telegraph"," Unterseeische Eisenbahnen". Auf technisch- naturwissenschaftlichem Gebiete geben z. B. die Artikel„ Dampfturbinen",„ Elektronit"," Drahtlose Telegraphie"," Perienbildung"," Photographie"," Radioaktivität"," Städtebau"," Ausnutzung der Wasserkräfte" Zeugnis von dem Bestreben der Redaktion, das Wert auf Höhe mit der Entwickelung dieser Wissenszweige zu erhalten. Eine umfassende Bereicherung hat das Fach des Kunstgewerbes erfahren, wie die zum Teil von Tafeln begleiteten Artikel„ Batikdruck"," Moderne Goldschmiedekunst",„ Raumfunst",„ Voltstunst"," Zeugdrua" beweisen. Auf der gleichen Höhe der Vollendung wie der Tert, bei dem Sachlichkeit der Darstellung und Beherrschung des Stoffes miteinander wetteifern, steht die Illustrierung des Bandes, der über 800 Abbildungen, Karten und Pläne im Text und 89 Tasein( darunter 8 farbige und 12 selbständige Karten) sowie 16 Teribeilagen aufweist. Hier nennen wir die farbenpräch tigen Tafeln„ Schmetterlinge"," Teppiche",„ Kunstglasuren" und„ Zur Geschichte der Uniformen"; ferner die einfarbigen Tafeln„ Brücken", die eine kunstgeschichtliche Ergänzung zu den Konstruktionstafein des Hauptwerkes bilden,„ Rathäu ser"," Stadttore"," Schubhäuſer"," Haustiere der Kolonien", " Kaninchen"," Dampfturbinen"," Neue Geschüße"," Luftschiffjahrt". Von den Karten interessieren besonders die Karten „ Kali Lagerstätten in Deutschland“,„ Verbreitung der Deutschen im Ausland"," Währungskarte der Erde". Wir sehen in dem Ergänzungsband eine vortreffliche Leistung, durch die der„ Große Meyer" bis auf die unmittelbare Gegen wart fortgeführt und vervollständigt wird, und empfehlen jedem Besitzer des Hauptwertes angelegentlich seine An schaffung. Gef@ jaftichis gleicher an Der Diamantin der Nase. Die Bajaderen, die berühmten indischen Tänzerinnen, haben am Nasenslügel einen fleinen Diamanten, der durch sein blißendes Feuer dem leidenschaftlichen Tanze einen eigenartigen pikanten Reiz verleiht. Unsere Tänzerinnen würden freilich einen solchen Schmuck nicht bei sich einführen, da er etwas barbarische Moden erinnert und mit unserem europäischen Anschauungen nicht recht in Einklang steht. Doch ließe sich vielleicht in anderer Richtung noch manches finden, wodurch auch bei unseren Jüngerinnen der Terpsichore der Tanz sich abwechselungsreicher und interessanter gestalten würde. Wie reizvoll, originell und plant wäre es zum Beispiel, wenn unsere Tänzerinnen etwa einen Zigarettentag ihrem Repertoire einfügten, d. H. einen Tanz, bei dem die Tänzerin zu gleich auch im Rauchen einer Zigarette ihre Grazie und Anmut entfallten könnte. Es wäre gewiß ein ästhetisch genußreiches und originelles Schauspiel, wenn man eine Meisterin der Tanzkunst bewundern könnte, wie sie in sinnvol ler und rhythmischer Harmonie mit ihren Tanzbewegungen eine duftende Salem Aleikum raucht, deren zarte Wolfen sie beim Tanze umschweben und den Reiz ihrer Schönheit und Anmut erhöhen. Ein Vorschlag! * die Rheinprovinz, Großherzogtum Hessen und den RegierGie Z Son Le He Das 1. Ouvertüre zu 3. Solostücke f Eine landw. Auskunftsstelle für ungsbezirk Wiesbaden, mit dem Sip in Koblenz, Ho henzollernstraße 100, hat die Deutsche Ammoniat Verkaufsvereinigung errichtet. Mit der Leit ung ist Herr Dr. Spickermann, bisher Landwirtschaftslehrer des Reichsverbandes der deutschen landwirtschaftlichen Ge nossenschaften, betraut worden. Die Aufgabe dieser Austhunftsstelle soll in der Hauptsache darin bestehen, unent= geltlich Rat und Auskunft in allen landwirtschaftlichen Fragen zu erteilen, vornehmlich aber die Landwirte mit dem Wesen der künstlichen Düngemittel und deren zweckmäßige Konzert op Anwendung vertraut zu machen, sowie Gelegenheit zu geben, sich von der Zweckmäßigkeit und Rentabilität der dünst lichen Düngung zu überzeugen. Zu diesem Zweck wird Herr Dr. Spickermann neben Vorträgen namentlich auch die Einleitung und Durchführung von Düngungsversuchen sich zur Aufgabe machen und außerdem allen Interessenten kostenlos Druckschriften über die zweckmäßige Anwendung der fünft lichen Düngemittel mit besonderer Berücksichtigung des schwe felsauren Ammoniats zusenden. Landwirtschaftliche Vereine, welche zum Zwecke von Vorträgen und zur Durchführung von Düngungsversuchen von der hier ins Leben gerufenen Einrichtung Gebrauch machen wollen, werden gebeten, sich unmittelbar mit Herrn Dr. Spickermann in Verbindung zu sezen. Standesamt- Magreu ac winet Siegen. Gaborene: Jan. 24. Hilfswerkführer Hermann May Schlesier ein Sohn, Albert Arthur. " " 24. Bauunternehmer August Scheppelmann eine Tochter, Erika Gertrude. 29. Gastwirt Emil Philipp Adam Sieck ein Sohn. Febr. 2. Schuhmachermeister Ferdinand Eckert ein Sohn, Ferdinand. Aufgebote. Febr. 4. Ludwig Bende, Bäckermeister, mit Emma Schönhals, beide in Gießen. " 4. Heinrich Leinweber, Taglöhner, mit Anna Ruhl, beide in Hungen. Eheschließungen. Jan. 29. Karl Glock, Garde- Unteroffizier in Darmstadt, mit " " " Katharine Melcher in Gießen. 29. Georg Thomas, Fuhrmann, mit Lina Battenberg, beide in Gießen. 29. Julius Arnstein, Agent in Friedberg, mit Adol fine Lomar in Gießen. 29. Heinrich Wahl, Landbriefträger in Nieder- Gemünden, mit Maria Henkel in Gießen. Febr. 2. Christian Kuhn, Kaufmann, mit Kunigunde Bauer, beide in Gießen. Gestorbene. Jan. 28. Wilhelm Mengel, Kgl. Stationsassistent i. P., 57 Jahre alt. 31. Margarete Fischer, geb. Amend, 67 Jahre alt. Febr. 1. Katharine Lohn, geb. Kullmann, 45 Jahre alt. 2. Georg Wilhelm Peppler, Oberpostschaffner, 48 J. alt. " " 4. Christian Schnecko, Eisenbahnschlosser, 60 Jahre alt. Nirchtige Ragitwith The Gießen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 6. Februar, Estomihi. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrassistent Hanstein. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 8 Uhr im Matthäussaal: Versammlung der Jugendvereinigung. Dienstag, den 8. Februar, nachmittags 4 Uhr im Matthäussaal: Frauenmissionsverein. Mittwoch, den 9. Februar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Marcusgemeinde. In der Johanneskirche. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lutasgemeinde. Vormittags 9½ Uhr: Professor D. Eck. Pfarrer Bechtholsheimer. Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Montag, den 7. Februar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Lutassaal. Pfarrer Bechtolsheimer. Mittwoch, den 9. Februar, abends 6 Uhr: 1. Passionsandacht. Pfarrer Bechtolsheimer. Apidae Weatme. Samstag, den 5. Februar. Nachmittags 5 Uhr und Abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 6. Februar. Sonntag Quinquagesimae. Fest Mariae Lichtmeß. Vormittags 6% Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Nachmittags 5% Uhr: Christenlehre; darauf MuttergottesAndacht. Am Mittwoch wird vor der hl. Messe um 7½ Uhr die geweihte Asche ausgeteilt. Mittwoch abend um 6 Uhr ist Fasten- Andacht. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Medizin. und techn. Drogen, Chemikalien, Materialwaren, Chemische Spezialitäten eigener Fabrikation. Otto Sma f, Gießen, Saaf, Gegründet 1883. Seltersweg 39. Fernspr. Nr. 45. Klein und Großhandel. Auskunft über chem. technische Fragen. a. Zwei in Esb. Polona Symphonie N Eintrittskar handlung des He bei Herrn Hausv ( für Mitglieder M LEVELEMBAR D Inst Rev M rungen der Periode" gratis. Diskreter Versand direkt durch Dr. Schäffer& Co., Berlin 44, Friedrichstr. 243. 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