. Manjan mmet m. a ni ober ib Neuburger age 1 mer- Wob 16 u. Elet mieten Wallenfels Haus Füche und Scheune, in ufen. Wiefed t zu be Wirte: Minerva, .System, bt, wenig ionierend, en durch Kiefer eb, Heidelbe neider nehme Stell nach Ausw $ 3. Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pig. monatlich - - ( Neueste Nachrichten) vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 78. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei- Amtes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Samstag, 4. Juni 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. 0 die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. in ber Ep. Heugras- Versteinerung der Stadt Gießen. Samstag, den 11. Juni, Montag, den 13. Juni und Dienstag, den 14. Juni d. Js. soll das Heugras von den städt. Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: mann zum fleur Samstag, den 11. Juni, nachm. 4 Uhr, an Ort und Stelle von der früher Pascoe'schen Wiese am Wetzlarer Weg, der Attienbrauerei und in der Stephans- etwa 30 Morgen Zusammenkunft auf dem ff. Stell. to mur 50 mart urfachschule rt a. M. arzburgstraße l e Narben ngen egen Rüdp. mi r, Dresden.1 OMK ( 500, 300, 200M e und gewinnbring ungen gratis und Fri Berlin 246 SW.4 Wetzlarer Weg an der Eisenbahnbrücke. Montag, den 13. Juni. a) vormittags 9 Uhr: am Elektrizitätswerk von den Wiesen im Neustädterfeld; b) vormittags 10% Uhr: in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe, Kaiser- Allee 4, von den Wiesen im Heegstrauch und im Rußland; c) nachmittags 2 Uhr: im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal, von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck; d) nachmittags 5 Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, den 14. Juni. a) vormittags 9 Uhr: an Ort und Stelle von den Ochsenwiesen, von den Wiesen im Stolzenmorgen, einer Hospitalwiese, am Utersbrunnen und Altentisch; b) nachmittags 3 Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; t Geld c) nachmittags 3½ Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarling Großen- Buseck. feben Bofte Die Zusammenkunft ist am 13. Juni beim Schlachthaus, fofortige Raf am 14. Juni an den Ochsenwiesen. et. zugef. Ran Die städt. Wiesen sind durch die Feldbereinigung zum K. Färber, Nir Teil verlegt und neu eingeteilt worden. Steigliebhaber, Späthst. 67. welche die Wiesen zu besichtigen beabsichtigen, wollen sich bom 7. Juni ab an den städt. Wiesenwärter Beiloff, Wolfisches' straße 15, wenden. m Bingen Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden GemeinElektrotechnik, den werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde beBrückenbau.fannt machen zu lassen. leurkurse. Fabrik Gießen, den 2. Juni 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Rattenvertilgung. In der Zeit vom 6. bis 11. Juni sollen die Ratten in den städtischen Kanälen und Wasserläufen durch Gift veraiser- Wilhelm tilgt werden. Die Besißer von Hausgrundstücken im StadtPassage. gebiet werden aufgefordert, für gleichzeitige Vertilgung der Ratten auf ihren Grundstücken zu sorgen. Haustiere, Geflügel 2c. sind von den gefährdeten Stellen fern zu halten. Gießen, den 1. Juni 1910. gshaus str.129. ergültigen chster bi dungen. frau, dass rême exi Glanz er à erträg ht einge Fraße) -7 Uhr. 54) Bürgermeisterei. J. V.: Keller. Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nadjdruck verboten.) „ Adieu, Papa! Du wolltest dech wegen des Inspettors nach der Fabrik hinaus fahren? Also laß Dich nicht stören und sorge Dich nicht u mich! Am Abend komme ich zurück." Dann ging sie wirklich. Reinau hatte es nicht für möglich gehalten. Er sah ihr nach, indem er vor sich hinbrummte: " Da seh mir einer den Troßkopf an. Was will ich nun machen? Ich glaube immer, dieser Herr v. Brandt steckt dem Mädel ttefer im Herzen, als es scheint." Mit einem schweren Seufzer wandte er sich nach dem Stalle zurück und ließ sich sein Fuhrwerk anspannen. Maja war inzwischen nach dem nächsten Droschfenhalteplatz geeilt. Ohne zu fragen reichte sie einem der dort auf- und abgehenden Kutscher ein Goldstück und sagte:„ Fahren Sie mich so schnell Sie können nach Neunlinden hinaus! Aber ich habe Eile!" Der Mann schien sehr verwundert. Mit offenem Munde starrte er auf die zierliche Dame, die gar nicht nach dem Preis fragte. Das kam selten vor. Maja war schon längst eingestiegen, als der Kutscher noch kniɣend, den but in der Hand, am Wagenschlag stand. Erst ein wiederholter Anruf des jungen Mädchens weckte ihn aus seinem Staunen. Umständlich zog er einen ledernen vom Gebrauch schwarz gewordenen Beutel heraus, betrachtete erst einmal grinsend das funkelnde Goldstück, ehe er es sorgfältig hineinlegte. Der jungen Dame tribbelte es vor Ungeduld in allen Fingerspiben. Endlich kletterte der Rutscher auf seinen hohen Siz und hieb auf die Pferde n. Der Wagen sauste bald auf der wohlbekannten Straße nts gewahrte man verschneite Wälder, hie und da erhob ich ein hungriges Rabenpaar, das frächzend davonflog. Im der Luft war ein Flockengewimmel, daß man fast nichts chr unterscheiden konnte. Die Fahrt dünkte heute dem Mädchen endlos lang. Als die ersten Häuser des Dorfes btbar wurden, hob ein tiefer Seufzer die junge Brust. fen und babin, daß der frische Schnee förmlich aufstob. Rechts und Heilstätter on Unftecun Volt. Bekanntmachung Im städtischen Elektrizitätswerk ist alsbald die Stelle eines Elektrotechnikers zu besetzen. Bewerber mit Erfahr= ungen im Installationswesen, Zählerwesen und Kabelnetz unterhaltung für Hoch- und Niederspannung wollen ihre Meldung unter Angabe der Gehaltsansprüche und Beifügung von Lebenslauf und Zeugnisabschriften alsbald bei der unterzeichneten Behörde einreichen. Kenntnisse im Schwachstromwesen erwünscht. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Bei der am 26. Mai 1910 vorgenommenen planmäßigen Verlosung wurden auf 1. Oktober 1910 folgende Schuldverschreibungen der Stadt Gießen zur Rückzahlung bestimmt: vom 1890 er Anlehen: Lit. A. 9, 68, 131, 149 Lit. B. 4, 25, 69, 140, 266, 275 Lit. C. 44, 50, 75, 93, 216, 245, 299, 398 421 Lit. D. 9, 22, 48 Lit. E. 18, 30, 135 a 2000 Mt. a 1000 Mt. a 500 Mt. a 300 Mt. a 200 Mt. b. vom 1892 er Anlehen: Lit. F. 8, 51, 113 a 2000 Mt. Lit. G. 19, 51 a 1000 Mt. a 500 Mt. a 300 Mr. Lit. H. 28, 43, 52 Lit. J. 6 Lit. K. 28 a 200 Mt. Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einlösung dieser Schuldverschreibun gen und zwar vom 1890 er Anlehen: bei der Stadtkasse Gießen und bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M.; vom 1892 er Anlehen: bei der Stadtkasse Gießen, bei der Mitteldeutschen Kreditbank, Filiale Gießen, und bei den Bankhäusern Ephraim Meyer u. Sohn- Hannover, Mauer u. Plaut- Kassel erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende September 1910 aufhört. Von den in vorhergehenden Jahren ausgelosten Schuldverschreibungen sind noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt worden. vom 1890er Anlehen: Lit. B. 6 über 1000 Mt. Lit. E. 127 über 200 Mr. Gießen, den 28. Mai 1910. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Maja bezeichnete dem Kutscher den nächsten Weg zu dem fleinen Hause am Waldsaum. Der Wagen hielt und sie sprang heraus. nickte dem ehrerbietig grüßenden Manne flüchtig zu und verschwand hinter der Türe. Sie dachte gar nicht daran, wie es werden würde am Abend. Sie war es so gewöhnt, daß ihr Fuhrwert für sie bereit stand, sobald sie es wünschte. Aber der Gedanke von der Heimfahrt wurde in den Hintergrund gedrängt von der Sorge um das Kind. Der Wagen war längst wieder davongefahren und Maja stand noch immer mit hochklopfendem Herzen in dem halbdunklen Hausflur und lauschte. Es regte sich nichts in dem kleinen Hause, das so still und verlassen_dalag inmitten der lautlos niederwallenden Schneemassen. Der jungen Dame wurde ganz bang ums Herz. Sollte der Todesengel bereits das zarte Leben vernichtet haben? Führte er das Kind hinüber in das Reich der Schatten? Würde der kleine Mund nie mehr lächelnd Tante Maja" rufen, wie er es so oft getan? Würden die süßen Augen sich schließen für immer? Maja schauderte bei dem Gedanken. Wahrhaftig, das Kind war ihr ans Herz gewachsen. Sie fühlte erst jetzt, wie lieb sie das kleine, reizende Ding hatte. Wie war es nur möglich gewesen, daß sie es in der letzten Zeit so vernachlässigte. Weil der Vater des Kindes ein hartes Wort gesprochen? Wie töricht und klein kam sie sich jetzt vor. Eben wollte sie der Tür zuschreiten, als diese von innen geöffnet wurde und Arnold v. Brandt heraustrat. Ein freudiger Schimmer flog über sein bleiches, abgehärmtes Gesicht. Er ergriff hastig Majas beide Hände und sagte bewegt:„, ich danke Ihnen, daß Sie gekommen sind. Mir wird ordentlich leichter. Ach, die bangen Tage und Nächte, die ich am Bettchen des Kindes durchlebte, immer zwischen Furcht und Hoffnung. Dazu das Bitten und Flehen der Kleinen:„ Papa, kommt Tante Maja nicht?" Es tat mir so weh, und da habe ich Ihnen geschrieben, trotzdem ich weiß, daß es für Sie ein Opfer ist, wenn Ste fommen." Maja sah ihn verwundert an. - „ Ein Opfer, wieso? Ste wissen doch, wis lieb ich das Kind habe?" 21. Jahrg. Bekanntmachung. Die städt. Fuhrwerkswage in der Frankfurterstraße ist vom Montag, den 6. Juni d. Is., wieder in Betrieb. Von diesem Tage ab ist die Fuhrwerkswage an der Margareten hütte bis auf weiteres wegen Neueichung gesperrt. Gießen, den 4. Juni 1910. Großherzogliche Bürgermeisterei. J. V.: Keller. Bekanntmachung. Droschtenbesizer Peter Wagner dahier hat die Erlaubnis erhalten, eine weitere Droschte mit der Nr. 9 nach Maßgabe der Polizeiverordnung für das Droschken= suhrwesen in der Provinzialhauptstadt Gießen von jetzt an fahren zu lassen. Gießen, den 1. Juni 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. Die unterm 25. April 1910 angeordnete Sperre der Wetsteingasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 2. Juni 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. Betr.: Die Besetzung einer Schußmannstelle bei Großherzoglichem Polizeiamt Gießen. Bei der unterzeichneten Behörde ist demnächst eine Schutzmannstelle zu besetzen. Der Anfangsgehalt beträgt 1475 Mt., steigend alle drei Jahre um 115 Mart bis zum Höchstbetrage von 2050 Mt. Außerdem wird ein jähriiches Kleidergeld von 75 Mark gewährt. Bewerber, welche während ihrer aktiven Dienstzeit beim deutschen Reichsheere oder der Kaiserlichen Marine mindestens drei Jahre als Unteroffizier aktiv gedient haben, wollen sich bis zum 1. Juli 1910 spätestens bei uns melden. Dem Gesuche sind beizufügen: 1. Selbstgeschriebener Lebenslauf, 2. Militärpapiere, Führungszeugnis, 3. Aerztliches Attest darüber, daß Bewerber gesund und in dieser Beziehung in der Lage ist, den Dienst als Schutzmann versehen zu können. Persönliche Vorstellung ist erwünscht und kann an jedem Vormittage zwischen 9 bis 12 Uhr bei dem unterzeichneten Amtsvorstande erfolgen. Gießen, den 1. Juni 1910. Großherzogl. Polizeiamt. Gebhardt. Er senkte die Augen vor ihrem sorschenden Blick. Er hielt noch immer wie selbstvergessen ihre Hände in den seinen und murmelte:„ Sie sind in der letzten Zeit so- anders geworden, so ganz anders. Und man sagt auch, daß Sie sich demnächst verloben würden." Maja fuhr auf. " Sagt man das?" Ach, es ist die Unwahrheit! Ich weiß nichts davon, weiß nicht einmal mit wem." Er lächelte bitter. Mit dem Bruder Ihrer Freundin natürlich. Leon von Schmettwitz macht kein Geheimnis daraus, daß seine Liebe erwidert wird und was ich mit eigenen Augen sah, schten das zu bestätigen." Maja hatte ein heftige Erwiderung auf den Lippen. Doch ein Blick auf das sorgenvolle Gesicht ihres Gegenüber ließ sie das herbe Wort nicht aussprechen. Ruhig entgegnete sie:„ onnten Sie im Ernst glauben, ich würde diesen Menschen lieben? Nein, das ist gegen Ihre Ueberzeugung. So gering denken Sie nicht von mir! Er sah fie an. Dann hob ein tiefer, befreiender Atemzug seine Brust und er bat mit weicher Stimme:„ Verzeihen Sie mir, Fräulein Maja. Sie haben recht, ich glaube nicht daran. Aber nun lassen Sie uns zu dem Kinde gehen." Sie folgte dem voranschreitenden Manne. In dem Wohnzimmer hatte man auf dem Sofa für Lilly_ein bequemes Lager hergerichtet. Die alte Kathrine erhob sich, als Maja eintrat. Das junge Mädchen beugte sich tief über das von blonden Locken umwallte Kinderköpfchen, um es zu küssen. In demselben Augenblick fühlte sie sich am Arm gepackt und zurückgerissen. Um Gotteswillen. Fräulein Maja, was tun Sie?- Das dürfen Sie nicht. Das Kind ist ja diphtheriefrank! Wie leicht könnte sich etwas auf Sie übertragen!" Es war ein Ton der höchsten Angst, in dem Herr v. Brandt diese Worte hervorstieß. In dem Herzen des Mädchens quoll es heiß empor. Dieser Mann sorgte sich also um sie. Und doch weshalb sprach er vor kurzem so bittere Worte, die ihr noch heute in der Seele brannten. O, nur Gewißheit hätte sie haben mögen, Gewißheit über das, was er empfand! Aber wie sollte sie sich dieselbe verschaffen? ( Fortseßung folgt.) Reichstagserfahwahl. Bei der Reichstags- Ersatzwahl im Wahlkreise JauerBolkenhain- Landeshut erhielten: Oberbürgermeister Büchtemann( f. Vp.) 6300, Major a. D. Strosser( Kons.) 3716, Herschel( Zentrum) 3768 und Pröll( Soz.) 6870 Stimmen. Es findet also Stichwahl zwischen Büchtemann und Proll statt. Bei der Hauptwahi im Jahre 1907 erhielten: Lissel ( Reichsp.) 5050, Dr. Hermes( Fr. Vp.) 5728, Stephan ( 3entrum) 4307, Kräßig( Soz.) 5019 Stimmen. Bei der Stichwahl siegte Dr. Hermes mit 9340 gegen 7495 Stimmen, die auf den Reichsparteiler entfielen. Bemerkenswert ist das Anwachsen der Stimmen für den Kandidaten der Fortschrittlichen Volkspartei. Parlamentarisches aus Hessen. Der Sonderausschuß für die Verwaltungsge= sez revision erledigte am Mittwoch nach dem Referat des Abg. Dr. Glässing die Artikel 154-202 des Gesetzentwurfs über die Städteordnung vorbehaltlich einer näheren Aussprache mit der Regierung über mehrere wichtigere Differenzpunkte. Die Artikel behandeln die Vorschriften über die Verwaltung des städt. Vermögens, den städt. Voranschlag und die städtische Rechnung; ferner die Verwaltung und Verwendung des Vermögens von Stiftungen, dann die Beitreibung der Gemeindeeinkünfte, die besonderen Ausschläge, Gebühren und Abgaben. Die Vorschriften über die disziplinarische Bestrafung der städtischen Beamten, den städtischen Voranschlag und die städtische Rechnung haben eine neue Fassung erhalten im Sinne einer Vereinfachung der staatlichen Tätigkeit und der städtischen Verwaltung. Hinsichtlich der städtischen Rechnung wurden die Anträge des Referenten, Abg. Dr. Glässing, angenommen. Hiernach kann angeordnet werden, daß die Stadtrechnung nur die Rubrifen: Summen der Einnahmen und Ausgaben, den Abschluß, den Nachweis über Vermögens- und Schuldenstand enthält und daß fernerhin mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde auch die Rechnungsrevision unbeschadet des Revisionszweckes eine bedeutende Vereinfachung erfährt. Die Autonomie der Selbstverwaltung soll auch im Gebiete der indirekten Abgaben der Ausschläge und Gebühren eine Stärkung erfahren. Der Verwaltungsrevisionsausschuß beriet am Donnerstag über die Einführung der Magistratsfassung und die staatliche Oberaufsicht der städtischen Verwaltung. Inbezug auf die Magistratsverfassung wurden die Vorschriften über die Tätigkeit der Stadtverordneten und das Verhältnis zum Magistrat neugefaßt. Die Regier= ung hat den früher im Ausschuß beschlossenen Anträgen in der jetzigen Vorlage zum größten Teil stattgegeben. Der Ausschuß hat nun eine Reihe von Vorschriften beigefügt, welche die Möglichkeit einer Wiedereinführung des Bürgermeisteramts auch nach Einführung der Magistratsverfassung gewährleisten. Sodann wurden die Vorschriften über die Oberaufsicht über die städtische Verwaltung eingehend behandelt. Dabei haben die Vorschriften der genehmigungspflichtigen Beſchlüsse größere Abänderungen erfahren. Lokales. Gießen, 4. Juni 1910. ** Der Großherzog hat den von dem Frhin. Gustav Löw von Steinfurth auf die evangelische Pfarrstelle zu Steinfurth präsentierten Pfarrverwalter Adolf Weck daselbst für diese Stelle bestätigt. * Silbernes Jubiläum. Die hiesige Burschenschaft„ Arminia" begeht vom 11.- 13. Juni das Fest ihres 25jährigen Bestehens. Für das Fest haben bereits Vorträge angemeldet: Prof. Pfaff- Leipzig, der über „ Die deutsche Burschenschaft vor 25 Jahren und heute" sprechen wird, und Student der Philologie Zorn- Gießen, welcher das Thema„ Das studentische Ehrengericht an der Universität Gießen" behandeln wird. -h Straßenbahn. Die Straßenbahn beförderte in dem Monat Mai 115 241 Personen. Des stärksten Besuches erfreute sich die Bahn am Tage der Hunde- Ausstellung mit einer Beförderung von 6813 Personen, während der zweitbeste Besuchstag, der 2. Pfingstfeiertag, der Stra ßenbahn 5618 Fahrgäste brachte. ** Schwurgericht Oberhessen. Die Sitzungen des Schwurgerichts für das 2. Vierteljahr 1910 beginnen am 6. Juni. Es wird verhandelt am 6. Juni, bormittags 9½ Uhr gegen Peter Göt aus Schlechtenwegen wegen Verbrechen im Amte; am 7. Juni, vormittags 8½ Uhr gegen Peter Müller aus Hähnlein wegen Mordversuch; am 8. Juni, vormittags 8½ Uhr gegen Fr. Matuszewski Ehefrau aus Gießen wegen Meineids- Es ist noch nicht bestimmt, ob das Gericht gegen den früheren Rechtsanwalt klarenaar verhandeln wird, da die Voruntersuchung noch nicht abgeschlossen ist. * Motorboote auf der Lahn. Demnächst werden zwischen Gießen und den nächsten Dörfern auf der Lahn Motorboote verkehren, welche später ihre Fahrten auch bis Wezlar ausdehnen sollen. Die neue Motorbootlinie hat bereits die Genehmigung des Kreisamts und des Wasserbauamts zu Mainz gefunden. h- Gewitter. Gestern gegen 3 Uhr nachmittags entlud sich über Gießen ein Gewitter, das nur wenig Regen, dafür einige kräftige Blitzschläge brachte. * Dunkle Angelegenheit. Der in Gießen wohnhafte Arbeiter Gottwald trennte sich im Oktober vorigen Jahres von seiner Familie, um auswärts Beschäftigung zu suchen. Am 16. Dezember wurde aus den Fluten des Mains in Frankfurt a. M. eine Reiche geborgen, in der die auf eine amtliche Bekanntmachung des Fundes hin herbeigeeilte Frau Gottwald ihren Mann erkannte. Trauring und Militärpaß fehlten eigentümlicherweise. In diesem Frühjahr erfolgte jedoch in Aachen wegen Obdachlosigkeit die Verhaftung eines Mannes, dessen Militärpaß auf den Namen Gottwald- Gießen lautete. Die Gießener Polizeibehörde, welche sofort ein Verbrechen vermutete, ersuchte zwar sofort die Aachener Behörde um die Festnahme des Verdächtigen, konnte jedoch nicht die Festnahme herbeiführen, da der Betreffende inzwischen in Freiheit gesetzt worden war. Nach dem Verbrecher wird gefahndet. * Post na chrichten. Angenommen: als Postgehilfe: Böck= Gießen, als Postagent: Karl GermerKlein- Linden. * Aus Hessen und Nachbargebiet. Leihgestern. Das Gauturnfest des Gaues Wetterau findet morgen und Montag hier statt. Zahlreiche Turnvereine der Wetterau haben ihr Erscheinen zugesagt. * Buzbach. Die Teilstrecke von Ebersgöns nach Oberkleen der Linie Buzzbach- Oberfleen, die bei der Er= öffnung noch nicht ganz fertig war, ist mit dem 1. Juni ebenfalls dem Betrieb übergeben worden. * Bad Nauheim. Die ungefähr 9jährige Tochter der Familie M. in der Usingerstraße wollte Feuer an stecken, wobei die Petroleumkanne explodierte. Das Mädchen erlitt schwere Brandwunden. * Mainz, 3. Juni. Die Hinrichtung des 24jährigen Hausburschen Franz Selzer aus Pfeddersheim, der in Worms Sen Lehrer Kruger ermordet hatte, wurde heute früh, nachdem der Großherzog das Begnadigungsgesuch abgelehnt chatte, 5 Minuten nach ½ 6 Uhr durch den Scharfrichter Brandt aus Chemnitz mit der Guillotine vollzogen. * Marburg. Die hiesige Getreide- und Produkt tensirma M. A. Strauß ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die Passiven werden auf etwa 750 000 Mark geschätzt. e Homberg a. Ohm. In der Nacht auf vergangenen Freitag wurde in der Wirtschaft zum Frankfurter Hof mittelst Eindrücken einer Fensterscheibe ein Einbruch verübt. Der Täter, welcher ungestört blieb, hat mit einem Stemmeisen die Wirtschaftskasse erbrochen und das Wechselgeld, sowie Zigaretten und Kognat an sich denommen. Am Tatort ließ er nur ein trockenes Stück Brot, sowie ein Hemdknöpchen zurück. Nachdem man keine Ahnung hatte und vom Täter jede Spur fehlte, wurde auf Ersuchen bei der Polizeibehörde Gießen Schuhmann Ne uz mit seinem Hund dorthin beordert; der Hund nahm die Spur auf durch den Hausgarten, über den Gartenzaun nach einem Steinbruch, welcher eine halbe Stunde entfernt liegt von dem Tatort und verbellte dort eine Stelle, wo ein Steinschläger aus Grünberg beschäftigt und seit dem Ein- bruch von seine rArbeitsstelle verschwunden war. Der Steinschläger hatte in dieser Wirtschaft verkehrt und wußte, daß der Wirt tagsüber immer viel Geld in der Kasse hatte. Der Täter ließ noch einen Sack mit Kleidungsstücken in einem Haus zurück, welche der Hund seinem Führer apportierte. Die Fahndung und Verhaftung ist bereits angeordnet. Aus aller Welt. * Berlin. Der Prozeß gegen die ehemalige Frau von Schönebeck, der am 6. Juni vor dem Allensteiner Schwurgericht beginnen sollte, wird voraussichtlich eine Vertagung erfahren. * Belgrad. Die serbische Regierung wurde von Petersburg aus amtlich benachrichtigt, daß im August Montenegro zum Königreich proklamiert werden wird. )( Nürnberg München- Nürnberg, eine 370 Kilometer lange Radfernfahrt am Sonntag, den 29. Mai, brachte der Marte Brennabor den fünften Preis. )( Belgien. Der Brennaborfahrer J. Niederau ging am 29. Mai in Lüttich aus einem 25 Kilometer- Rennen hinter Motorschrittmachern als Erster hervor. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 3. Juni 1910. Bei verschlossenen Türen wurde gegen den früheren Schullehrer Adolf Ruppel von Friedberg wegen Vergehens gegen§ 175 verhandelt. Das Urteil, nach welchem er die Handlungen an einem 16jährigen Mezgerlehrling aus Ochstadt vorgenommen hatte, lautete auf 6 Wochen Ge= fängnis, wobei strafmildernd in betracht lam, daß der Junge in den schmußigen Handlungen bewandert ist und es dem Angeklagten leicht war, zu seinem Ziel zu kommen. Der Schornsteinfeger Franz Kinsberger aus Fürfeld arbeitete bei einem Meister zu Groß- Fel da. Gelegentlich seiner Anwesenheit in Lehnheim, stahl er eine Pferdedecke von einem Wagen, die er verkaufte. Urteil 8 Monate Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust. Ein Monat Untersuchungshaft wird aufgerechnet. Dem Schweizer Michael Majewsky waren eine Reihe von Diebstählen, die im vorigen Jahr in der Wetterau verübt wurden, zur Last gelegt. In Dortelweil wurde in den Nächten, vom 4. bis 11. Juli, in Friedberg in der Nacht vom 26. auf den 27. Juli, in Obererlenbach vom 10. auf 11. August Einbrüche und sonstige nächtliche Diebstähle verübt. Die Täter hatten es hauptsächlich auf das Personal auf den Gutshöfen abgesehen. Es wurden in erster Linie Bargeld, Portemonnaies, Uhren, Ringe und Wäsche entwendet; auch ein Fahrrad war um diese Zeit verschwunden. Nach seiner Aburteilung in Frankfurt a. M., lenite sich der Verdacht auf den Angeklagten. Einige Gegenstände, die bei dem Angeklagten gefunden und von den Bestohlenen erkannt wurden, führten zur Anklage. Der Angeflagte leugnete und wollte um die Zeit des Diebstahls die fragliche Gegend nicht betreten haben. Trotzdem die Zeugen befundeten, es handle sich um Sachen, die ihnen gestohlen worden waren, welche bei dem Angeklagten gefunden wurden, mußte doch mangels Feststellung der Schuld Freisprechung erfolgen. Li erarisches. Griebens Reiseführer. Band 29. Der Rhein. 27. Auflage 1910-11. Meu bearbeitet von Albert Drossong. Mit 10 Karten und einem Grundriß. Preis 3 Mt. Verlag von Albert Goldschmidt in Berlin W. 35. Die große Beliebtheit und starke Verbreitung, deren sich der ausgezeichnete Grieben'sche Reiseführer„ Der Rhein" seit vielen Jahren erfreut, haben in furzer Zeit schon wieder eine neue Auflage nötig gemacht, deren Erscheinen gerade jeßt, zum Beginn der Reisezeit, allseitih freudig begrüßt werden wird. Die Vorzüge dieses Führers sind sachliche, flare und übersichtliche Anordnung und Behandlung des Reisestoffes, wobei jeder überflüssige Ballast entfernt und dennoch nichts bemerkenswertes außer Acht gelassen wurde. Von dem Führer erscheint zu gleicher Zeit auch eine kleine Ausgabe, betitelt Kleiner Führer für die Rheinreise"( Griebens Reiseführer, Band 75. Mit 7 Karten. Mt. 1.50), die für kürzere Touren sich aufs trefflichste bewähren dürfte. Außerdem gibt der Verlag 2 Sonderdrucke aus Band 29 heraus, und zwar die beiden Städteführer„ Frankfurt a. M. und der Taunus"( Band 31; Mt.-.60) und„ Köln und Umgebung"( Band 30; Mt.-.50), die jedem, der nur diese Städte aufsuchen will, die besten Dienste leisten werden. Lerikon für Photographie und Re produktionstechnik. Von Professor G. H. Emmerich, Direktor der Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie 2c. in München. 60 Druckbogen. Lerifon- Oktav. Mit 36 Tafeln und 360 Abbildungen im Terte.- Das Werk erscheint in 20 Lieferungen zu 50 Pfg.( Lieferungen 2-5) ( A. Hartlebens Verlag in Wien und Leipzig.) Dieses Lerikon bildet die Fortsetzung der Hartlebens Lerika aus den chemisch- pharmazeutisschen, elektrischen, astronomischen und anderen technischen Gebieten. Es behandelt die in stetigem Wachsen begriffenen Anwendungsgebiete der gesamten Photographie; so außer der künstlerischen und technischen Photographie in allen ihren Abarten, die Tele-, Ballon, Mitro, Röntgen-, Gerichts- Photographie, die Kinemato= graphie, die Photogrammetrie, Astrophotographie; meteorologische, botanische, zoologische Photographie, das Urheberrecht, das Unterrichtswesen, die Geschichte der Photographie, die Biographien vieler Forscher und Fachmänner, schließlich das Lichtpauseverfahren, die Chemiegraphie, der Lichtdrud und die Heliogravüre; an der Bearbeitung des in 45 Referate aufgeteilten Gesamtstoffes sind 25 der bekanntesten Fachmänner beteiligt. Das Emmerich'sche Lexikon wird für das große Heer der Photographierenden ein unentbehrliches Nachschlägewerf sein, das gründlich und zuverlässig über alles Wissenswerte unterrichtet. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geborene. Mai 19. Fuhrknecht Georg Goß ein Sohn, Friedrich. 25. Kutscher Heinrich Kaiser ein Sohn, Karl. 31 " " " 26. Glaser Heinrich Röhm eine Tochter, Karoline Luise. 28. Installateur Gustav Linsel ein Sohn, Erich Karl Simon. 30. Lokomotivhilfsheizer Emil Hofmann eine Tochter, Josephine Marie Therese. 31. Kaufmann Friedrich Krömmelbein ein Sohn. Juni 2. Taglöhner Heinrich Repp eine Tochter, Wilhelmine. Aufgebote. Mai 27. Wilhelm Wießler, Fuhrmann in Gleiberg, mit Wilhelmine Wießner in Gießen. " " " " " 28. Wilhelm Wagner, Steinmez, mit Elise Ubrich, beide in Gießen. 30. Karl Junker, Kaufmann in Gießen, mit Auguste Katharine Möller in Bieber. 30. Fidejustus Walther, Oberlehrer in Breslau, Elisabeth Hopfe in Gießen. Arth So komp! ist das se von unerr mit kein Bürs für die W Milli Alleinige Fab au 31. Philipp Jakob Berghäuser, Fabritarbeiter in Wetlar- Nieder- Girmes, mit Lina Lang in Gießen. 31. Hermann Diehl, Lagermeister in Gießen, mit Anna Derter in Gilsbach. Juni 1. Heinrich Erb, Fuhrmann, mit Anna Baum, beide " " in Gießen. 1. Wilhelm Fendt, Landwirt in Frankfurt a. M.Niederrad, mit Marie Leichardt in Gießen. 1. Heinrich August Schneider, Geschäftsführer in Gießen, mit Maria Dranzburg in Wittlich. Eheschließungen. Juni 1. Karl Albert Emil Leimbach, Amtsrichter in Gieboldehausen, mit Emma Sophie Frizz in Frankfurt a. M. " 1 1. Julius Schild, Schreiner, mit Frieda Gilbert, beide in Gießen. Gestorbene. Mai 28. Christian Heil, Friedhofsarbeiter, 65 Jahre alt. 28. Robert Artur Weber, 1 Monat alt. " " 31. Heinrich Müller, 10 Monate alt. " 31. Josephine Schädel, geb. Peters, 57 Jahre alt. Juni 1. Friedrich Vogel, Student, 20 Jahre alt. " 2. Susanne Marie Kalbfleisch, geb. Braun, 69 Jahre alt. 3. Franz Plant, Rentner, 77 Jahre alt. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 2. Sonntag nach Trinitatis, den 5. Juni. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Hanstein. Zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Matthäusgemeinde." Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Nächstkünftigen Sonntag, den 12. Juni, findet Hauptgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam statt. Anmeldun gen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johanneskirch e. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. He Erfin Das Mö Pet jetzt Kap Kompl Möbel:: Tep Lieferu im Sen SpezialZugleich Christenlehre für die Neulonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags 9% Uhr: Professor D. Schian. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes- Gemeinde. Pfarrer Ausfeld. Wartburg- Verein. Sonntag, den 5. Juni, abends 8 Uhr: Aufnahme neuer Mitglieder. Botholische Gemeinde Samstag, den 4. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beicht. Sonntag, den 5. Juni. 3. Sonntag nach Pfingsten. Fest des heiligen Bonifatius. Vormittags 6½ Uhr: Gelegenheit zur ul. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Christenlehre; darauf Festandacht mit Segen. Methodisten- Gemeinde. Wilhelmstraße 45. Sonntag, den 5. Juni. Vormittag ½ 10 Uhr: Predigt. Vormittags 11-12 Uhr: Sonntagsschule. Abends 8 Uhr: Predigt. Dienstag, den 7. Juni. Abends 8½ Uhr: Singstunde. Donnerstag, den 9. Juni. Abends 9 Uhr: Bibel- und Gebetstunde. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Darmstädter Möbel die eben bei feineren Ausstattungen fast durchgängig gekauft werden erhalten Sie direkt v. d. Fabrik v. Ludwig Strizinger, Möbelfabrik, Darmstadt, Heinrichstr. 67. 150 Zimmer Einsichtungen. 10jähr. Garantie. Fernruf 1441 Katalog gratis. Kein Kaufzwang. Lief C. D 1 und in flet gefamten technijchen Ballon, Finemato meteoro Urheber otographie, folie Bli Lichtdru in 45 petannie n wird f tbehrliches fig übe Gießa edrich. Tl. Karolin Erich Start ine Tochter Sohn. 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Das neueste Lied vom Rhein. Es ist Gesangstunde. Der Lehrer beginnt:" Buerft, meine Kinder, wollen wir die Wacht am Rhein' fingen!" Das geschieht, worauf der Lehrer fortfährt:„ Nun wollen wir noch ein anderes Lied vom Rhein singen. Kennst Du noch ein anderes Lied vom Rhein? Du? Du? Aber es gibt ja doch deren so viele. Weiß denn feiner von Euch noch ein Lied vom Rhein?" Große Pause. Endlich erhebt sich ein Kleiner Knirps:" Ich, Herr Lehrer." ,, Schön, mein Junge, so singe es uns." Und frisch und munter beginnt der Junge: Słommen Sie' rein, fommen Sie' rein, fommen Sie' rein, fommen Sie rein in die gute Stube." Nachdem erst von dem Trommelfell Manch Ton in Es- Dur ist erschienen, Zur Eß- Tour jetzt als Tischgestell Dem Paufer muß die Trommel dienen. Münchener Kindl. ,, Warum bettelst Du denn, Kleine?" ,, Da Vata is krank. A Bier möcht' er." 3. Inzwischen naht ein Fremder Mann, Der glaubt, er hätt' nen Tisch,' nen wahren, Und fängt drum auf dem Kalbfell an Ein ganz solides Schnittverfahren. Unterschied. Mag sonst es ganz egal auch sein, Ob blau, ob braun der Auglein Schein; Weit lieber sind beim Frei'n, ich meine, Mir braune doch als blaue Scheine! Nr. 24. für Abonnenten der Gießener Zeitung" kostenlose Lieferung. Expedition: Seltersweg 83. Verlag: Albin Klein. ( Alle Rechte für sämtliche Bilder und Terte vorbehalten. Nachdrud verboten.) Rücksichten. Dem, der zuviel muß Stücksicht zeigen, Geht leicht sein scharfer Blick verloren; D'rum Parvenüs oft schneller steigen, Als die in edlem Haus geboren. ,, Gute" Belohnung. Wahrheit. Der Geiz versetzt sich insgemein Selbst manchen Nasenstüber; Er pflügt zum Acer noch den Rain Und andre mähen drüber. 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Ragel in Berlin Schöneberg. sie werden Womer Loy Reisender: Hier, liebe Frau, Sie haben mir den schweren Koffer nach der Bahn getragen: Sie sollen eine fürstliche Bezahlung haben. Ach, nun habe ich nicht genug flein schreibe ich Ihnen von meinem nächsten Geld; na, hier sind zwei Groschen und dann.... Aufenthalt eine Ansichtskarte." Erklärlich. Sommerfrischler: ,, Das scheint mal ein armer Teufel zu sein, Jhr Nachbar?" Bauer( verächtlich): ,, Natürlich, der Tropf hat ja nichts erheirat', nichts ererbt, und bei dem hat's auch niemals brannt!" Die Paufe wird geschlagen, doch. Doch Schnitte sind nicht ihr Vergnügen, Drum bums: die Bauke kriegt ein Loch, Und Mann und Bier im Kessel liegen. Fataler Drill. wenn sich beide gegenseitig im Ernste einen guten Morgen wünschen wollten. " Da nun der Oberst Maleguccio, wie jeder Vorgesezte so seine kleinen Spezialitäten pflegt, auf die Maulsalve" einen ganz besonderen Wert legte, so hatten sich sämtliche Unteroffiziere und Gefreite des Ausbildungspersonals tagtäglich so ausdauernd von den Einjährigen das„ Morgen, Herr Oberst" entgegenbrüllen lassen, daß sie schließlich samt und sonders in Gefahr waren, in Größenwahn zu verfallen und sich selber für den Oberst zu halten. Der Zwed war aber doch erreicht und die Einjährigen so tadellos auf diese Nummer des Besichtigungsprogramms gedrillt, daß in dieser Hinsicht ein„ Umschmeißen" von keinem einzigen zu befürchten war. ür die neuen Einjährig Freiwilligen| Eyerzieren vorüber ist, und es wäre also der reine Hohn, des Regiments war heute nicht ein Tag wie alle Lage. Zwar waren die jungen Krieger, die auf Grund ihres Berechtigungsscheins unter den Rekruten die Blüte der Intelligenz darzustellen hatten, einstimmig der Ansicht, daß jeder neue Schritt auf threm militärischen Dornenpfade auch neue Widerwärtigkeiten mit sich bringe. Allein das, was ihnen heute bevorstand, war doch so außerordentlich, daß es selbst dem Tapfersten das Mark in den Knochen zum Gefrieren brachte. Sie sollten nämlich, nachdem sie die erste Zeit ihrer gemeinsamen Ausbildung lebend überstanden und sozusagen die militärischen Kinderschuhe ausgetreten hatten, dem Herrn Oberst vorgestellt werden, und der Herr Oberst war durchaus fein Freund von schlechten Vorstellungen. Wenn ihm etwas nicht paẞte und die Einjährigen paßten ihn nie! so konnte er durch einen einzigen bösen Blick ganze Bataillone vernichten, eine Fertigkeit, die ihm in der Garnison unter dem Spitznamen des Oberst„ Maleguccio" zu einer traurigen Berühmtheit verholfen hatte. Was Wunder, wenn schon seit vielen Wochen_das_gesamte Ausbildungspersonal vom Leutnant bis zum jüngsten Gefreiten herunter seine beste Lebenskraft daran gesetzt hatte, aus dem Rohmaterial neu eingetretener Einjähriger, die weder stehen, noch gehen, noch sich anziehen konnten, feinzivilisierte soldatische Kunstwerke zu bilden, welche selbst nachts im Bette je nach Wunsch einen Parademarsch oder Präsentiergriff auszuführen vermochten. Aber noch ein anderes Kunststück mußten ste lernen, das dem Zivilisten sein Leben lang verschlossen bleibt: nämlich„ Guten Morgen" zu sagen. Ist Für den Zivilisten ist dies das reine Kinderspiel. er aus den Federn gekrochen, hat er sich gewaschen, gekämmt, den Schlafrock angezogen und auf sein Sofa gesetzt, und bringt ihm nun die Wirtschafterin den dampfenden Kaffee herein, wobei sie ihm je nach Temperament und Heiratsaussichten einen zärtlichen oder brummigen„ Guten Morgen" wünscht, so antwortet er ebenso zärtlich oder brummig, Guten Morgen", greift dabei mit der einen Hand nach der Zeitung, mit der anderen nach der Kaffeekanne, und die Sache ist damit erledigt. So einfach ist das eben beim Soldaten nicht. Der Leutnant, der die Ausbildung geleitet hatte, instruierte die in tadellosem Anzuge bereitstehenden Besichtigungsopfer wohl zum zwanzigsten aber nun unwiderruflich letzten Male, indem er mit einer Bürste bald diesem, bald jenem höchsteigenhändiz, damit er nicht etwa noch im letzten Augenblick die Füße aus der mühsam erlangten, vor| geschriebenen Stellung brächte – ein unsichtbares Stäubchen vom Rock entfernte:„ Wenn der Herr Oberst kommt, so werden seine ersten Worte zweifellos eine Begrüßung an Sie enthalten. Wenn ihm der Vorgesetzte Guten Morgen" sagt, so sitzt er nicht auf dem Sofa, sondern steht, die Füße in einem Winkel von 45°, den Mittelfinger an der Hosenbiese und das„ Kinn an der Binde" auf dem Kasernenhofe, hat nicht einen Schlafrock mit Troddeln, sondern einen Waffenrock mit blanken Knöpfen und greist nicht nach der Raffeckanne, sondern nach dem Gewehr. Und wehe dem, der beim Präsentieren nach oder gar vorklappt. Ebenso ist es mit dem Guten Morgen". Wo bliebe die militärische Disziplin, wenn einer nach dem anderen gemütlich vorschlendern, dem Oberst mit freundlichem Lächeln die Hand hinstrecken und Guten Morgen" sagen wollte. Nein, wie eine Gewehrsalve muß das„ Morgen, Herr Oberst" herausfahren, kurz, scharf und abgehackt, daß dem Vorgesetzten selbst vor so viel Schneid angst und bange wird. Denn einzig auf den Schneid kommt es bei der Geschichte an, und nicht etwa auf den guten Morgen. Sowohl für den Vorgesetzten, der sich beständig ärgern muß, als auch für den Untergebenen, der das Pech hat, diesen beständigen Ärger zu verursachen, kann doch der Morgen erst gut sein, wenn das Es ist nicht ausgeschlossen; daß Sie davon nichts verstehen, weil der Herr Oberst um diese Jahreszeit an einem Halskatarrh zu leiden und dann nur sehr leise zu knurren ich meine: zu sprechen pflegt. Umso mehr muß aber natürlich Ihr„ Morgen, Herr Oberst" wie das Donnerwetter herauskommen!" Und mit dem festen Vorsatze, den Oberst durch ein unerhörtes Gebrüll zu entzücken, standen sie und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Und die Dinge kamen wirtlich, kamen in Gestalt des Oberst Maleguccio, sämtlicher Stabsoffiziere, Adjutanten und Hauptleute des Regiments. Denn wenn ein Oberst etwas besichtigt, so ist er niemals so eigennützig, dieses Vergnügen für sich allein genießen zu wollen; er ladet sich immer einen ganzen Haufen Untergebener dazu ein, damit er ihnen erzählen kann, was sie aus der Besichtigung alles lernen können. Lange stand der Oberst vor den Einjährigen und hielt mit seinen berühmten Blicken über jeden einzelnen eine stumme, aber fürchterliche Musterung ab. Unbeweglich standen die Unglücklichen, und wie den Sterbenden oft in ihren letzten Momenten mit wunderbarer Klarheit und Schnelligkeit das ganze verflossene Leben im Heißa vorüberzieht, so tauchten in jenem fritischen Moment vor dem inneren Auge manches Einjährigen plötzlich verlockende Bilder auf: ein gemütlicher Stattisch in der wohldurchheizten Wirtsstube des„ Blauen Affen", ein Mondscheinspaziergang mit einer niedlichen Blondine an einem lauen Sommerabend oder auch ein gutes Eisbein mit Sauerkohl. Da endlich brach der Oberst das entsetzliche Schweigen, und halb zu seiner Suite, halb zu den Einjährigen gewendet, sagte er mit stockheiserer Stimme, die nichts Menschliches mehr an sich hatte, sondern nur mit dem Geräusch gewisser Maschinen in einem Fabriksaale zu vergleichen war, einige unverständliche Worte. Es sollte wohl heißen:„ Das sind also die Leute, die in einem Jahre lernen wollen, was andere in zweien nicht begreifen? Aber schon das eine Jahr ist ihnen zu viel, möchten am liebsten gleich morgen oder übermorgen entlassen werden." Greifbare notüge. Student( in einem Brief an seinen Vater): ,, Lieber Vater, Du mußt verzeihen daß ich den Brief vergaß zu frankieren; aber als ich daran dachte, lag er schon im Briefkasten." N Personalien- Aufnahme. Müüücher. 11 ,, Sie heißen?"- ,, Gießhuber Franzl." ,, Sie sind?" - ,, B'suffa." Der Fachmann. Der kleine Hugo: ,, Heute haben wir in der Schule ausgerechnet, wie lange ein Schnellzug braucht, um von der Erde bis zur Sonne zu fahren... über tausend Jahre!" Vater( Oberkondukteur): ,, Da kommt's nur darauf an, von welcher Station aus!" 00 Mahnung. Hus dem Tagebuch eines Höflings. - Ohne Helfer glaub' es mir, Geht es nicht bei Hofe: Gar kein übles Kletterseil Ist der Zopf der Zofe." Erfahrung. Es ist in der Geographiestunde, furz vor der Prüfungszeit, und der Lehrer nimmt noch einmal das Pensum des Halbjahres durch. Nachdem er mancherlei gefragt, kommt er auch auf die Höhenzüge der Heimat und die damit in Zuſammenhang stehenden Gebirge zu sprechen. Man hat ihm aus der Schülerrunde so ziemlich alle genannt; da fordert er seinen Lieblingsschüler auf, noch eins zu nennen, und als er sieht, daß jenem das nicht einfällt, zeigt der pfiffige Pädagoge vielsagend auf seine Glaze: der Kleine sollte nämlich das Glazer Hochgebirge nennen. Der Schüler grübelt ein Weilchen und playt dann schließlich mit Bezug auf des Lehrers Geste heraus:„ Die Lausitz." Nach dieser kleinen Entgleisung schwenkt der Lehrer sofort ab und forscht nach den märkischen Seen und will schließlich die Meinung der Jungen über die Tiefe der Seen hören. Auf die Frage, welches wohl der tiefste See der Mark sei, hat er manche seltsame Anttort bekommen, bis schließlich der Ultimus der Klasse mit der Behauptung herausrückt, der tiefste See sei der ,, Plöhensee". ,, Warum?" fragt der Lehrer. Ja, mein Vater hat'n janzes Johr jebraucht, eh'r wieder rausfam!" 7x Zum Studium. Dichter( zur Gattin): Ich schreibe jezt ein sogenanntes Schlüsseldrama; dazu mußt Du mir aber öfters den Hausschlüssel überlassen!" 00000000 Heimgeleuchtet. LWALFRID Der Hyper- Hypochonder. Es macht ihm Spaß tagaus, tagein Mit Sorgen sich zu malträtieren; Er fängt nicht nur die Grillen- nein: Er muß sie obendrein dressieren! Hartherzig. Temperenzler( mit den Wellen ringend): Zu Hilfe, ich muß ertrinfen!" Herr: ,, Was wollen Sie denn; Sie sind doch in Ihrem Element!" Räuber: ,, Und das sage ich Ihnen, Herr Kommerzienrat: wenn Sie mir noch einmal mit so schlampiger Bügelfalte in den Weg kommen, dann fönuen Sie ihr Gelumpe selber auftragen!" Frauenrechtlerin:„ Wir werden den Männern den Vogel der Überlegenheit schon austreiben!" Ihnen glaub' ich's; wo Sie sich hinstellen, wagt sich überhaupt kein Vogel' ran." Gedankenstrudel. Ist ein Gedanke tief und wahrhaft sinnig, So sprudelt er gleich einem Bächlein hin; Die Welle aber, die sich lieblich kräuselt, Ist der zum Wort gewordne Sinn: Denn was dem Mund entqnillt in reiner Klarheit, Wenn aus den tiefen dringt der helle Geist, Das ist im Menschenwort kristall'ne Wahrheit, Die als Gedankenstrudel weiter kreiſt. Und laut und schneidig, wie aus einem Munde, erfolgte der Instruktion gemäß die Antwort: ,, Morgen, Herr Oberst!" F - as a เออ อ uqS энэ энэ шэр ste u op! BDI apar P 12 good อนุ ส g น อ ç, ຄູ va ( əqqələväʊ əgər น อ 102 1016 all!? ,, น อ j| vy| 3118 pi linu DO Big aga gun In ang əvəṛa dəbin and avai ag ava Pag Dies und Das Totengräbern kommen wären. Als ich kurz hernach zu Ihrer Eminenz kam, fragten Sie mich, wie mir die vorgeschlagene Arzenei bekommen sei. Ich antwortete: Wenn ich nicht wüßte, was es gewesen sei, und daß Ew. Eminenz mein sonderbarer großer Patron sei, so hätte ich gedacht, Sie hätten mir und meiner Frau vergeben wollen, denn wir sind zu sterben krank darauf geworden. Ihre Eminenz lachten und sagten: Sie müssen ZONLODIN 50 CO Etwas vom Tabakkauen. Das heute bei uns nur in den unteren Ständen übliche Tabakkauen vulgo" priemen"( vom niederländischen Priem", das eigentlich Pfläumchen" bedeutet,) war im 17. Jahrhundert auch in besseren Kreisen durchaus nicht unbekannt. Das bezeugt eine Schrift des vor 300 Jahren, am 1. März 1610 zu Gießen geborenen, heute noch in der Literaturgeschichte als Satiriker wohlbekannten Joh. Balthasar Schupp, der auf der Kanzel und unter der Kanzel oft mit Spott und Humor wider die sittlichen Gebrechen und Sonſtigen Schäden der Zeit freimütig kämpfte, 1648 zu Münster die Friedenspredigt hielt und 1661 als Pastor zu Hamburg starb. Hier, wo er mancherlei Anfechtungen zu bestehen hatte, schrieb er, an Leumund, Ampt und Leben" schmählich angegriffen, 1659 eine abgenötigte Ehrenerklä rung", darin er sich auch gegen den ungerechtfertigten Vorwurf des" Tabaksauffens" verteidigte. Mit dem Ausdruck" Tabaktrinken", wie auch der Tabak selbst ein ,, Getränk" genannt wurde, bezeichnete man damals beide Arten des Gebrauches, das Rauchen und das mit Vorliebe geübte Rauen des Tabaks. Aus dieser Ehrenerklärung erfahren wir, daß Schupp das Tabakkauen von Sr. Eminenz dem Legaten Salvius gegen Flüsse und Gichter" angeraten worden war. Er erzählt:„ Ich dachte, ich wollte dieses Mitlel auch gebrauchen, und als Ihre Eminenz Abschied genommen hatte, schickte ich hin und ließ Tabak holen und überredete meine selige Hausfrau, daß sie auch ein Stück in den Mund nehmen wollte. Allein wir wurden beide so krank davon, als ob wir aus den TU ATTA PE NELKE FEITUR LEISE TEN Abgetrumpft. Berliner: Ja, ja, die Sachsen, die machen alles Weiche hart und alles Harte weich." Sachse:" Und die Berliner alles Kleene groß und alles Große kleen!" ခ es drei oder viermal versuchen, bis sich die Natur daran gewöhnt. Ich wollte es zum andern Mal versuchen, aber es ging mir wie zuvor, und ich habe seit der Zeit einen Ekel vor dem Tabak gehabt, daß ich ihn nicht riechen kann. Gleichwohl muß ich hören, daß ich ein Tabaksäuffer sei."- In einem alten Kräuterbuche von 1656 heißt es: Der Tabak macht niesen und schlaffen, reinigt Gaumen und Haupt, vertreibt die Schmerzen und Müdigkeit, stillet das Zahnweh, behütet den Menschen vor der Pest, verjaget die Läuse, heilet den Grind, Brand, alte Geschwüre, Schaden und Wunden." Trotzdem wüteten nach dem Vorgange des englischen Königs Jakob I. in manchen Gegenden Geistlichkeit und Obrigkeit gegen die„ Tabakstrinker". Es wurden Bücher geschrieben, Predigten gehalten gegen die, die ihren Mund zum ,, Rauchfange des Satans" machten. In Bern wurde sogar 1661 einer Tafel, die die zehn Gebote enthielt, hinter dem Verbote vom Ehebruche das Gebot Du sollst nicht rauchen" beigefügt. Gedankensplitter. Eine Frau, die ihrem will, kriegt er bald über. Manne in allem über sein 1 2 3 4 2 3 5 6 5 7 5 4 6 5 ソン 3 LQ ст D D der Entwicklungsrätsel. Unsere Rätselecke Aus„ Tulpe" soll ,, Nelke" entwickelt werden mit zwei Zwischenstufen. Je des Wort ist aus dem vorhergehenden zu entwickeln durch Umwandlung zweier Buchstaben, deren Stelle nebenstehend durch Ausrufzeichen an gedeutet ist. Anagramm. Von jedem Wort ist durch Umstellung der Buchstaben ein neues Hauptwort zu bilden. Die Anfangsbuchstaben der neuen Wörter müssen im Zusammenhang gelesen den Titelhelden eines Schiller'schen Dramas Versteckrätsel. Es ist ein Sinnspruch zu suchen, dessen einzelne Silben der Reihe nach versteckt sind in nachstehenden Wörtern ohne Rücksicht auf deren Silbenteilung. Eisenbahn, Hafermehl, Ehrsucht, Ohnmacht, Staubtuch, Schundroman, Erblindung. Dort ist das Eine, das Andre ist hier Zu sehn an mir und auch an dir. Das Ganze, durch Industrie bekannt, Ist eine Stadt im westfälischen Land. Magisches Quadrat. alter Gott. Musikstück. Gebirgsstock in 8 Bindemittel.[ Schweiz. Die vier wagerechten Reihen sind gleichlautend mit den vier senkrechten. Nachdruck der Rätsel und Aufgaben verboten. Die Auflösungen erfolgen in der nächst. Nummer. Auflösungen der Rätsel und Aufgaben in voriger Nummer. Bilderrätsel: Rumänische Trachten. Buchstabenrätsel: Wale, Wall, Wali, Wald. Pyramide: Kreuzscharade. 1-2 vielfverfolgtes Tier Wange, Silen, Ulanen, Mahl Streich, Ampel, Saum, Al:: tar, Leim, Helm, Insel.:: 1 2 3-4 Befestigungsmitttel 1-4 Naturereignis 3 4 3--2 Körperteil 2-4 Teil von Schiffen Scherzscharade. RT ROSE 110 D OM I SPE nennen. ST I FEL Verantwortlicher Redakteur: Paul Dschmann, Verlag und Druck des Christlichen Zeitschriftenvereins, Berlin SW. 68, Alte Jakobstr. 129. No. 23. Neur clchalle Beilage zur Gießener Zeitung. Für Abonnenten der Gießener Zeitung kostenfreie Lieferung. Expedition: Seltersweg 83. Verlag Albin Klein. Schwarzwälderin. Nach vem Gemälde von W. Hasemann. 1910. Das Land ibrer Träume. Von Hedda v. Schmid- Rielemann. Con klein auf hatte Dora Krüger ein ausgesprochenes Maltalent besessen, aber ihre Eltern waren zu unbemittelt, um die Tochter aus bilden zu lassen. Dann starben beide rasch nacheinander, und die damals achtzehnjährige Dora kam zu Verwandten ins Haus, die in einer Provinzialhauptstadt lebten. Hier bot sich dem jungen Mädchen Gelegenheit, einige Malstunden zu nehmen. Die Verwandten, Durchschnittsmenschen ohne jede Spur idealen Strebens, fanden es praktisch, daß Dora sich die nötigen Kenntnisse erwarb, um durch Porzellan- und Fächermalerei einigen Verdienst zu haben. Sie konnten nicht begreifen, daß Doras Sinn nach Höherem stand. " Sich nach der Decke strecken, ist das Gescheidteste, was man im Leben tun kann", so lautete der Wahlspruch dieser glücklichen Leute, die nichts Besseres von ihrem Dasein begehrten und es auch nicht zu würdigen verstanden hätten. Das Land der Sonne, Italien, kennen zu lernen, diese Sehnsucht wuchs täglich mehr und mehr in Dora. Italien mit seinen blauen Seen, Olivenhainen und Denkmälern großer Vergangenheit, die Wiege der Kunst, dieses Land zu schauen, sich in seinem Licht zu baden, war der Traum ihrer Nächte, der sehnlichste Gedanke ihrer Tage. Doch der Norden mit seinen Fichtenwäldern, seinen langen, schneedurchwehten Wintern und kurzen Sommern war ihre Heimat, und sie war arm, hatte also fürs Erste keine Aussicht, ins Land ihrer Träume zu gelangen. ,, Ich bin ja noch so jung", tröstete sie sich, so Gott will, liegen viele Lebensjahre vor mir, in denen ich durch meine bescheidene Kunstfertigkeit so viel erwerben kann, um Italien, überhaupt den Süden zu bereisen. Dort wird mir das Verständnis für echte Kunst aufgehen. Darben und knausern will ich, um es zu ermöglichen, dort weiter zu lernen und zu streben, bis ich das mir gesteckte Ziel erreicht habe!" Die Verwandten schalten Dora überspannt, wenn sie von ihren Plänen erzählte; so sprach sie denn selten davon und spann im Stillen pochte die Liebe an Doras Herz und an einem frostigen, klaren Wintermorgen erwachte sie als Braut. ihre Träume weiter fort. Eines Tages jedoch einer alten Kiefer, die vor dem Forsthause in ge= waltiger Höhe aufragte. Dora schalt sich jetzt, daß sie so lange„ faul" gewesen. In diesen letzten Monaten, in denen ihr Pinsel geruht, hätte sie einen hübschen Sparpfennig verdienen können. Sie war sehr glücklich. Ihr Verlobter war Forstmann. Unweit der Stadt, in einem romantisch gelegenen Forsthause würde sie wohnen, so recht im Herzen des Waldes. Dora jubelte darüber. Welch herrliche Studien wollte sie dort nach der Natur machen. Das hatte sie ihrem Arvid gleich gesagt, daß sie vom Malen nimmer lassen würde. „ Ich werde Deiner Neigung dazu niemals entgegen sein, liebes Kind", hatte er erwidert. Auch von ihrer Sehnsucht, das Ausland kennen zu lernen, sprach sie mit ihm. Er begriff ihren Wunsch. Aber", meinte er, ,, als meine Frau wirst Du doch nicht in Italien Malstudien machen wollen, während ich einsam in unsrer Waldklause size". ,, Nein, nein", Arvid", rief Dora eifrig, damit, eine berühmte Malerin werden zu wollen, hatte ich schon abgeschlossen, als ich Dir mein Jawort gab. Meine Liebe zu Dir ist größer als mein Wunsch, berühmt zu werden. Aber trotzdem könnten wir doch einmal hinausreisen, wenn wir uns etwas erspart haben. Du glaubst gar nicht, welch' eine umsichtige Hausfrau ich werden will. Und bei jedem Groschen, den ich bei Seite lege, werde ich mir sagen: Nun kommst Du um so eher ins Land Deiner Träume". Der junge Forstmann hätte mit seiner jungen Frau gern eine Hochzeitsreise in den Süden gemacht, aber es fehlte ihm an Mitteln zu solch' einer Ausgabe. Sein Zurückgelegtes reichte gerade hin, um einen bescheidenen Hausstand zu gründen. „ Wenn ich Oberförster geworden bin, dann will ich Doras Wunsch erfüllen," gelobte er sich. Im Mai machten die beiden Hochzeit; ganz still, ohne Sang und Klang- es war nur eine Feier im engsten Familienkreise. Dora ging das Herz auf, als sie ihren Einzug ins Forsthaus hielt. Die Künstlerin in ihr sah mit anderen Augen wie gewöhnliche Sterbliche. Das gemütliche, geräumige Haus, die prachtvollen Geweihe über den Türen, die größtenteils altmodische, aber gediegene Einrichtung der Zimmer alles entzückte sie. Und gar erst der Wald! Sie konnte sich nicht sattschauen an den schlank aufstrebenden Tannen und Fichten, an den mannigfachen Reflexen, welche die Sonne hervorzauberte, wenn sie durch das Geäst schien. Dora liebte es, stundenlang auf dem weichen, nadel- und moosbedeckten Waldboden zu liegen, die Arme unter dem Kopf verschränkt, die Gedanken in weiter Ferne verloren, im Lande ihrer Träume... Oft geschah es dann, daß der Schlummer sie schließlich übermannte; erschrocken fuhr sie empor, wenn eine kalte Hundeschnauze an ihrer Wange herumschnüffelte. Dachsi, der braune Teckel, war es, der sie geweckt, und wenn Dachsi da war, so pflegte auch sein Herr nicht fern zu sein. Die ersten Monate ihrer Ehe verstrichen Dora mit Windeseile, sie hatte weder Lust noch Zeit zum Malen, sie lebte nur für ihren Mann und tummelte sich fleißig in ihrer Wirtschaft. " Daß so viel praktischer Sinn in der Dora steckt, das hätten wir nicht gedacht", meinten die Verwandten der jungen Frau anerkennend. Zu Beginn des Herbstes mußte Arvid eine Dienstreise antreten. Dora empfand die, wenn auch kurze Trennung schmerzlich; um sich zu zerstreuen, suchte sie ihr Malgerät hervor und bald saß sie, emsig zeichnend und malend im Schatten Das Versäumte wollte sie nun nachholen. Am folgenden Tage begab sie sich zur Stadt und in die Kunsthandlungen, für die sie vor ihrer Heirat tätig gewesen. Sie erbat und erhielt auch gleich Bestellungen auf Fächer und Wandteller, und von nun an malte sie emsig in all' ihren Freistunden. Voller Stolz zeigte sie bald darauf ihrem Manne eine kleine Sparbüchse. " Sieh her, Arvid, hier in diesem Kästchen ruht der Fond zu unsrer Reise nach Italien". Arvid lächelte zerstreut. Er hatte zur Zeit viel Sorgen. Vor einem Jahr hatte er für einen Freund, der einst neben ihm auf der Schulbank gesessen, Bürgschaft geleistet, nun konnte der junge Mensch seiner Verpflichtung nicht nachkommen, der fällige Wechsel wurde Arvid Holm präsentiert und von diesem stillschweigend bezahlt. Arvid wußte, daß sein Freund durch eigene Schuld, durch sträflichen Leichtsinn alles verloren, aus Rücksicht für die alte Mutter des jungen Bankerotteurs, deren Einziges auf der Welt ihr Sohn war, schwieg er und verschaffte sich mit pekuniären Opfern die Summe, die zur Deckung des Wechsels nötig war. Kurze Zeit darauf hörte er, daß sein Freund wegen noch weiterer Schulden, die cr ebenfalls nicht begleichen konnte, nach Amerika entflohen sei. Eines abends, als Arvid und Dora vor dem Kaminfeuer saßen der Oktober war besonders kühl in diesem Jahr, und Dora liebte es, in die knisternden, züngelnden Flammen zu blicken- erzählte der junge Gatte, welche Verluste und welche Sorgen er gehabt. „ Das muß ich nun durch doppelte Sparsamkeit wieder einbringen", schloß er; ich habe, wie gesagt, ein größeres Darlehen aufnehmen müssen, um den Wechsel zu bezahlen." Dora war ganz blaß geworden, dann umfaßte sie ihren Mann und küßte ihn heftig. " Du Armer, Lieber", rief sie, warum hast Du mir so lange Deine Sorgen verheimlicht und sie allein getragen?" " Ich hätte Dir auch jetzt nichts gesagt, aber es ist meine Ansicht, daß eine Frau um die geschäftlichen Angelegenheiten ihres Mannes wissen muß. Sie kann nur dann im wahren Sinne des Wortes sein treuer Lebenskamerad sein, und der Rat einer Frau, die in vielen Dingen, in kleineren, wollen wir sagen, einen schärferen Blick hat, als wir Männer, ist oft viel wert. Ich habe so lange geschwiegen, weil ich zu erregt war, um ruhig über die fatale Sache zu reden. Nun, wo alles bis auf Weiteres geordnet, kann ich darüber sprechen. Du weißt nun, Dora, daß ich eine Schuld abzutragen habe nebst Zinsen, und wirst dich nicht wundern, wenn ich mich in manchen Ausgaben, die ich früher ohne Bedenken gemacht, einschränken werde." " Du hast recht getan, Arvid, daß du, ohne viel Worte, zu machen, deinem Freunde geholfen, obzwar er es nicht verdient; und daß du ihn auch jetzt nicht verdammst, noch schmähst, ist ein Zeichen deines hochherzigen Charakters. Ich bin stolz auf dich und will dir helfen, die Schuld zu bezahlen. Noch nie bin ich Gott für mein kleines Talent so dankbar gewesen, wie jetzt." ( Fortsetzung folgt.) Frühsommer. Nach einem Gemälde von H. Bürgel. Die städt om Montag, iefem Tage Gieße ütte bis au beugradSams uni und weugras bon en und zwa Sam m Ort und Ort et Beblarer We TAUSCHEET IEDER Aus der Mit n Bahlverjam Bauernbund twickelte um Bund en Beifalls Borgern und Origi 55) Killn la m leichten In flog aja erblic Tante Ja, me me ich n ppe mit." „ Stebit ndte sie fi Das jur Glaubt Ich für Er nidt das Kin men, daß e gefomm Wieder dem däm Bheit! Maja w B fie auff Weißt Nun?" Mir tr nicht m tte, fann Eine fle de Mädd die Flock ten und mer auf embolen un Stind, De iit zu ihr en Simm Das lek