en Kurtheaters 8. auf 5 Vor hr geöffnet. te. „ Staiser zu einem 1.- Di en werden und funf eträgt: ME. M inden die ani. Dec Gießener er, Neuen age! n Uhr ung 20 20 essur sgeführt u. Fips wus 2 Uhr. ca. 280,00 fes mit bergeben auf dem einge mit der g, dem Unter en. b Familie, rb 20. ge= Bfret auf Berfügung Bell 53. n n altlich Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Donnerstags und Samstags. - Erscheint Dienstags, Zwei Extrabeilagen: - „ Humoristische Blätter" und die„ Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Nr. 65. Telephon: Nr. 362. Bekanntmachung. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler andererDruck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Mittwoch, 4. Mai 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pig.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. Amtliche Bekanntmachungen. Aus der Stiftung des Gemeinderats Christoph Friedrich Andreas Löber zu Gießen ist eine lebenslängliche Bfründe im Betrage von 260 Mt. jährlich an eine in GieBen geborene Witwe eines Handwerkers, die fortwährend einen gesitteten Lebenswandel führt und wahrhaft bedürf tig ist, zu vergeben. Bewerbungen werden auf dem Armenamt, Afterweg 9 bis 15. Mai d. Js. entgegengenom= men. Gießen, den 29. April 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Keller. Bum Himmelfahrtstage. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Hammstraße zwischen Unterführung an der Westanlage und der Wieseck von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 2. Mai 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Reinhart. Bekanntmachung. Behufs Vornahme von Kabelarbeiten ist das Kabel zu nachstehenden Zeitpunkten in folgenden Straßen ausgeschalWunder zu erklären sein, daß dies Abschiedswort zu elf schlichten, verlassenen Männern gesprochen, in faum zwei Jahrtausenden schon alle fünf Teile der Welt sich erobert hat? Möge solch greifbarer Segen der Himmelfahrt ge= rade in den Wirren unserer Zeit eine doppelt flare, leuch tende und wärmende Richtlinie sein! Aufruf! Die Kunde von dem Zusammenbruch des Vorschuß- u. Kredit- Vereins Ober- Mockstadt im Februar 1908 ist längst in weite Kreise gedrungen. Im Dezember v. Is. hat sich ein Komitee mit einem Aufruf an die Oeffentlichkeit gewandt, um Mittel zur Hilfe für die zahlreichen gefährdeten Eristenzen zu gewinnen. Der gesammelte Fonds reicht aber bei weitem nicht aus, um der Not zu steuern. Deshalb erscheint ein nochmaliger Aufruf, diesmal an das ganze Land, geboten. Der Himmelfahrtstag wird in weiten Kreisen der Bevölkerung jedesmal mit Freuden begrüßt- als einer von den wenigen Tagen im Jahre, die nach dem Kalender inmitten der Woche und Wochenarbeit fallen und nun als Feiertag eine doppelt willkommene Abwechselung in deren Einerlei bilden. Hierzu lommt, daß er in die schönste Blütenzeit des Jahres fällt, und so ist er denn ein rechter Maffenausflugstag geworden, zu dem schon Wochen voraus eifrige Vorbereitungen getroffen werden. Das ist alles gut und schön, und niemand wird zumal dem ohnedies über Gebühr eingepferchten Städter den Genuß vergällen wollen, in Gottes freier Natur Körper und Geist wieder einmal nach Herzensluft auszufrischen. Wenn die fröhlichen Spa ziergänger nur wirklich auch daran denten wollten, daß diefe föstliche Schönheit, Frische und Reinheit, die sie bran Ben armgibt, ein Wert Gottes ist! Man hört es ausspre chen: Wir tönnen Gott in der Natur genan so gut und bielleicht noch besser verehren, als in der Kirche. Nur schade, daß, wenn man sich ihnen anschließt, so herzlich wenig bon diesem Gottesdienste zu merken ist! Und wenn sie wirtlich fich zu einer oft recht verschwommenen und unklaren Gottesporstellung angeregt fühlen, die gerade bei Naturschwärmern dieser Art meist in den völlig verflachenden Pantheismus zurückfällt( vom Tage der Himmelfahrt, von dem eminent christlichen Charakter dieses Festes, gar von einer Versentung in seine Geheimnisse und Offenbarungen, ift bei dem allen noch lange feine Rede. Vielleicht eher von einer recht häßlichen Feindschaft und Verhöhnung des Feiertags und seines Inhaltes als einer völlig veralteten und unhaltbaren Behauptung der Kirche. Da wird über alle Unmöglichkeiten derselben eifrig und hißig disputiert; und über Unergründlichem wie über herzlich Nebensächlichem vergißt man die Hauptsache: daß Himmelfahrt die dankbare Erinnerung wecken sollte an alles, was der erhabene Stifmeinden, zahlreiche Familien wirtschaftlich zu Grunde geter der chriftlichen Religion bis zum letzten Abschluß seines Erdenwaltens für die ganze Menschheit wie jeden Einzelnen von uns tatsächlich gewirkt hat! Und statt all des gelehrten und ungelehrten Weisheitskrams, mtt dem gegen die Kunde von der Himmelfahrt Christi Sturm zu laufen versucht, sollte man einmal sein großes letztes Teftamentswort an die Jünger überdenken:" Darum geht hin, und lehret alle Völker, und taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnes, und des heiligen Geistes. Und lehret sie halten alles, was ich Euch befohlen habe". Wie mag das 28) Die Freundinnen. man Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) „ Nicht einmal Deinen Namen wußte ich," hörte Maja weiter erzählen, denn daß Deine übermütige Freundin mich mit dem angegebenen Namen geneckt hatte, war ja Har. Aber so viel Mühe ich mir auch gab. Dich nochmals zu sprechen es war umsonst. Nun, ich hätte Deine Spur gefunden und hätte ich es noch mit zehn solchen Pensionsroisteherinnen zu tun gehabt, wie die Eure war. Ich war im voraus überzeugt, daß ein Brief von mir Dich taum erreichen würde, zumal ich ja Deinen Namen nicht fannte. Deshalb begab ich mich selbst zu der Vorsteherin. Die liebenswürdige Dame, von der allein ich zu erfahren hatte, was ich wissen wollte, wies mich furs ab, als ich mein Anliegen vortrug. Freilich, die hat in ihrem Leben nie er= fahren, was Liebe ist, und konnte daher mein ungeduldiges Drängen nicht verstehen. Sie verweigerte mir jede Aus= funft über ihre Zöglinge. Unverrichteter Dinge mußte ich wieder abziehen. Und die Zeit drängte, denn die großen Ferien nahten. Ich fürchtete, daß Du abreisen würdest, ehe ich erfahren fonnte, wohin Du gegangen. In meiner Not wandte ich mich an den Portier. Ein Goldstück machte ihn zu meinem Dienst bereit. Ich beschrieb ihm genau jede Einzelheit, das Kleid, das Du getragen, Augen, Haare, Hurz alles. Ich beschrieb ihm auch das Ausschen Deiner Freundin. Er blinzelte mich schlau und verständnisvoll an und nickte: Hm, ich weiß schon, Sie meinen die Unzertrennlichen." Er konnte mir zwar Deinen Namen sagen, doch nicht, woher Du tamst. Doch tröstete er mich damit, daß er es in einigen Tagen sicher heraus hätte. Und er Hielt Wort. Glücklich war ich am Ziel meiner Wünsche. Nun löste ich meinen bereits unterzeichneten Kontrakt, der mich für diefen Winter schon nach der Residenz verpflichtete, Das heißt, ich bat um Aufschub bis nächstes Jahr. Kein Mensch begriff natürlich meine Handlungsweise, niemand verstand, weshalb ich gerade hier sein wollte, wo ich mich in pekuniäner Hinsicht viel schlechter stehe als am Hoftheater. Man Ham mir indes in der liebenswürdigsten Weise entgegen mnd bewilligte mir ein Jahr Urlaub mit dem Hinweis, daß = Der Vorschuß- und Kredit- Verein war eine Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Durch Geschäfte der bedenklichsten Art, die der frühere Vorstand mit dem BanBier Rothschild von Büdingen gemacht hat, ist der Zusam= menbruch der Kasse in wenigen Monaten herbeigeführt worden. Die Kassenmitglieder sind daran unschuldig. Gleichwohl müssen sie nach dem Gesetze den Fehlbetrag von et wa 702 000 Mt. als Vorschuß nach Kopfteilen aufbringen. Der Kopfteil ist, da von 423 Mitgliedern etwa 118 völlig oder doch teilweise leistungsunfähig sind, auf 2300 Mark berechnet. Diesen Betrag muß der Kontursverwalter von sämtlichen beteiligten Mitgliedern, erforderlichen Falles im Wege der Zwangsvollstreckung beitreiben. Da die Mitglieder aber größtenteils aus tiefverschuldeten Kleinbauern, Dorfhandwerkern, Arbeitern und Taglöhnern bestehen, werden, trotz dantenswerter Unterstüßung durch beteiligte Gerichtet werden. Die Hilfsfonds sollen deshalb dazu dienen, die drohenden Konkurse und Zwangsvollstreckungen dadurch abzuwenden, daß besonders schwer Gefährdeten die Aufbringung des Vorschusses erleichtert und so ihr Zusammenbruch verhütet wird. Eine vom Kreisausschuß Büdingen bestellte Kommission wird die Verhältnisse aufs sorgfältigste prüfen und die Unterstüßungen direkt an die Gläubiger abführen. Die gesammelten Gelder stehen lediglich zur Verfügung dieser Kommission und sind dem Zugriff der Konfursverwaltung entzogen. ich nächste Saison bestimmt einzutreffen hätte. Die Stelle als erster Heldentenor am hiesigen Stadttheater erhielt ich natürlich sofort und mit Freuden, als ich mich darum bewarb. So fam ich hierher. Ich sah Dich wieder und fühlte mich unendlich glücklich. Niemals kam mir der Gedanke, daß ein anderer mir zuvorgekommen sein könnte. Da riß mich die plöbliche Nachricht von Deiner Verlobung aus allen Himmeln! Sie traf mich wie ein Keulenschlag! Tag und Nacht ließ es mir feine Ruhe mehr. Immer grübelte ich darüber nach, was ich beginnen sollte. Es war ein fürchter= licher Zustand! Unfähig, mich aufzuraffen, fühlte ich, daß etwas in mir zerbrochen war. Am liebsten wäre ich meit fortgegangen, und doch- ich konnte nicht. Nicht einmal meine geliebte Mufit fonnte mich trösten meine Erisenz schien vernichtet. Und immer trieb es mich mit unwider= stehlicher Gewalt hierher. Ein selbstquälerischer Trotz hatte sich meiner bemächtigt. Ich wollte Dich sehen und jenen anderen, der mein fostbares Kleinod an sich gerissen hatte. Ich ahnte ja nicht, daß sich alles noch so glücklich gestalten würde. Nun habe ich endlich mein Ziel erreicht!" Er schloß das Mädchen, das aufmerksam und ohne ihn zu unterbrechen, zugehört hatte, fest in die Arme. „ Ach, leider haben wir noch manchen Kampf zu bestehen, ehe wir am Ziele sind," sagte Sylvia beklommen. Du tennit meinen Vater nicht, er wird nicht einwilligen wollen!" Was fümmert mich jetzt noch der Widerstand Deines Vaters!" unterbrach Walter ungestüm die Rede des Mädchens. Du bist mein unwiderruflich für alle Zeit, und ich möchte den sehen, der uns trennen wollte! Keine Macht der Erde vermag das! Deinen Vater fürchte ich nicht. Ich werde zu ihm gehen, und ihm alles sagen! Und zwar noch heute!" ,, Nein,- o nein, das darfst Du nicht!" wehrte Sylvia ängstlich. Nicht dürfen? Weshalb nicht? Ich sage Dir, ich gehe doch zu ihm." Hermann!" Der Name, den Sylvia jezt zum erstenmal aussprach, hatte eine ungeheure Macht. Beinahe demütig neigte der junge Mann das Haupt. Seine vorige Zuversicht schien ge= schwunden und leise begann er:„ Nun gut- ich werde warten, bis Du mich rufft; aber sage mir, Liebling, was 21. Jahrg. tet und die Stromlieferung unterbrochen, was wir hiermit den betreffenden Anliegern zur Kenntnis bringen. Am 4. Mai d. Js., von vormittags 6 bis nachmittags 2 Uhr: Stephanstraße, Henselstraße, Bismarckstraße, von Ludwigstraße an, Goethestraße, von Henselstraße an. Am 6. Mai d. Js., von vormittags 6 bis nachmittags 2 Uhr: Gartenstraße bis Ludwigstraße, Ludwigplatz, Kaiser- Allee bis Moltkestraße. Am 7. Mai d. J., von vormittags 6 Uhr bis nachmittags 2 Uhr: Roonstraße und Großer Steinweg. Gießen, den 3. Mai 1910. Elektrizitätswert u. Straßenbahn der Stadt Gießen. Stolte. Möge durch rasche und reichliche Hilfe der Ruin vieler schuldloser Familien verhütet werden. Hauptsammelstelle ist die Kreiskasse des Kreises Büdingen. Geldspenden nehmen außerdem entgegen: die Kreislassen der übrigen Kreise, die Großherzoglichen Bezirkskassen, die staatlichen Untererheber, sowie die Fürstlich Ysenburg- Büdingische Rentkammer in Büdingen. Auskunft erteilt das Großherzogliche Kreisamt Büdingen und das Sekretariat des Großherzoglichen Staatsministeriums in Darmstadt( Neckarstraße 7). April 1910. Auler, Landtagsabgeordneter, Bensheim. Bähr, Landtagsabgeordneter, Rohrbach. Dr. Bendix, Domtapitular, Mainz. BB e st, Landtagsabgeordneter, Osthofen. Birkenstock, Bürgermeister, Ranstadt. Boeckmann, Kreisrat, Büdingen. Brauer, Landtagsabgeordneter, Ober- Ofleiden. Dr. Braun, Finanzminister, Darmstadt. Braun, Bürgermeister, Staden. Breidenb a ch, Landtagsabgeordneter, Dorheim. von Brentano di Tremezzo, Justizrat u. Landtagsabgeordneter, Offenbach. Büchner, Landtagsabgeordneter, König i. O. Conradi, Wirkt. Geheimerat und Mitglied der Ersten Kammer, Darmstadt. Damm, Landtagsabgeordneter, Friedberg. Diehl, Bürgermeister und Landtagsabgeordneter, Gau Odernheim. Ellenberger, Kirchenrat, Ortenberg. Graf zu Erbach- Fürstenau. Fürst und Graf zu Erbach- Schönberg. Ert, Landtagsabgeordneter, Nidda. Dr. Ewald, Staatsminister und Minister der Justiz, Darmstadt. Finger, Bürgermeister und Landtagsabgeordneter, Pfeddersheim. D. Dr. Flöring, Prälat, Darmstadt. Dr. Fulda, Landtagsabgeordneter, Darmstadt. Gail, Geh. Kommerzienrat und Mitglied der Ersten Kammer, Gießen. Dr. Glässing, Oberbürgermeister und Landtagsabgeordneter, Darmstadt. Dr. Gutfleisch, Geh. Justizrat und Landtagsabgeordneter, Gießen. kann denn Dein Vater gegen mich haben? Glaubst Du, daß er mich abweisen würde?" ,, Ganz gewiß!" „ Aber weshalb?" ,, Vor allem, weil Du- Sänger bist." Er lachte laut und übermütig. Ja, das bin ich und hoffe es noch lange zu bleiben. Ich habe, um das zu erreichen, sehr viel aufgeben müssen und ich tat es ohne Bedenken. Frage mich nicht warum? Einfach weil ich mußte, weil es mich mit aller Gewalt zu diesem Beruf trieb. Ich liebe meine Kunst, und so lange meine Stimme ausreicht, werde ich ihr treu bleiben, oder wolltest Du, daß ich sie aufgebe?" Nein nein! Ich gehe mit Dir, wohin Du willst! Und mein Vater wird sich erweichen lassen, wenn er erst erkannt hat, daß wir zusammen gehören und nicht von einander lassen fönnen. Aber wir müssen Geduld haben. Mein Vater ist frank und bedarf der Schonung. Er ist dazu ein alter, verbitterter Mann, der wenig Glück hatte im Leben. Von aller Welt vergessen, lebt er nun zurückgezogen in diesem abgelegenen Winkel und murrt wider sein hartes Geschick. Hätte er in der Sonne gestanden. vielleicht wäre alles anders gekommen. Aber er mußte immer im Schatten stehen und dadurch wurde er verbittert und verschlossen. Seine lette Hoffnung hatte er auf meine Verbindung mit Hugo von Trostbera gefeßt. Das war in seinen Augen eine standesgemäße Partie. Nun schlug auch dieser Plan fehl. Er zürnt mir noch, daß ich diese Fesseln abstreifte, daß ich es wagte, seinem Willen entgegen zu handeln. Er muß das erst verwinden lernen und deshalb, Geliebter. dürfen wir nichts zu erzwingen suchen. Wir würden alles verderben." ,, Aber wie lange soll denn dieser Zustand dauern?" ,, Das läßt sich jetzt noch nicht bestimmen." Na ia, so werde ich eben warten, weil Du es so willst! Doch das sage ich Dir, noch ehe ich von hier fortgehe, mußt Du meine Frau sein! Denkst Du, ich werde nochmals die Qual der Sehnsucht aushalten? Daraus wird nichts und sollte ich Dich mit Gewalt von hier fortschleppen." Sylvia lächelte. " Ich gehe ja freiwillig mit Dir!" ( Fortsetzuna folgt.) Hauck, Landtagsabgeordneter, Schaafheim. Dr. Heidenreich, Oekonomierat und Landtagsabgeord= neter, Darmstadt. von Hombergk zu Va ch, Minister des Innern, Darmstadt. Horn, Landtagsabgeordneter, Seligenstadt. out, Landtagsabgeordneter, Bußbach. ürst zu Isenburg und Büdingen, Birstein. ung, Lehrer, Ober- Mockstadt. Kalbhenn, Pfarrer, Ober- Mockstadt. Dr. Kittler, Geheimerat und Mitglied der Ersten Kammer, Darmstadt. Dr. Kleinschmidt, Justizrat und Mitglied der Ersten Kammer, Darmstadt. Köhler, Landtagsabgeordneter, Langsdorf. Korell, zweiter Präsident der zweiten Kammer, Angenrod. Kredel, Bürgermeister und Landtagsabgeordneter, Airlenbach. Lang, Landtagsabgeordneter, Michelstadt. Freiherr von Leonhardi, Mitglied der Ersten Kammer, Groß- Karben. Leun, Bürgermeister und Landtagsabgeordneter, GroßenLinden. Dr. Lippold, Wirkl. Geheimerat und Mitglied der Ersten Kammer, Darmstadt. Lub, Landtagsabgeordneter, Elpenrod. Meisti, Landtagsabgeordneter, Ulrichstein. Dr. Merck, Geh. Kommerzienrat und Mitglied der Ersten Kammer, Darmstadt. Mickel, Bürgermeister, Ober- Mockstadt. Molthan, Kommerzienrat und Mainz. Landtagsabgeordneter, No a ck, Geh. Regierungsrat und Landtagsabgeordneter, Darmstadt. Orb, Landtagsabgeordneter, Offenbach. Dr. Osann, Landtagsabgeordneter, Darmstadt. Parcus, Bankdirektor und Mitglied der Ersten Kammer, Darmstadt. Pennrich, Landtagsabgeordneter, Bingen. Ra a b, Landtagsabgeordneter, Pfungstadt. Reh, Justizrat und Landtagsabgeordneter, Alsfeld. Reinhart, Landtagsabgeordneter, Worms. Moritz Riedesel Freiherr zu Eisenbach, Oberstallmeister und Mitglied der Ersten Kammer, Darmstadt. Römheld, Oberamtsrichter, Nidda. Graf von Schlitz gen. von Görk, Erster Präsident der Ersten Kammer, Schlitz. Dr. Schmidt, Geh. Justizrat und Mitglied der Ersten Kammer, Gießen. Dr. Schmitt, Justizrat und Dritter Präsident der Zweiten Kammer, Mainz. Seelinger, Landtagsabgeordneter, Lampertheim. Senßfelder, Bürgermeister und Landtagsabgeordne= ter, Büttelborn. Fürst zu Solms- Hohensolms- Lich, Zweiter Präsident der Ersten Kammer. Graf Wilhelm zu Solms- Laubach. Graf zu Solms- Rödelheim, Assenheim. Stöpler, Bürgermeister und Landtagsabgeordneter, Lauterbach. Graf Kuno zu Stolberg- Roßla, Ortenberg. Fürst zu Stolberg- Wernigerode. Stroh, Geh. Kommerzienrat und Mitglied der Ersten Kammer, Offenbach. Uebel, Landtagsabgeordneter, Dieburg. Ullmann, Bürgermeister' und Landtagsabgeordneter, Nieder- Erlenbach. Valckenberg, Geh. Kommerzienrat und Mitglied der Ersten Kammer, Worms. Dr. Weber, Forstmeister und Landtagsabgeordneter, Konradsdorf. Wolf, Landtagsabgeordneter, Stadecken. Fürst zu Ysenburg und Büdingen, Büdingen. if zu senburg und Büdingen, Meerholz. Fürst zu senburg und Büdingen, Wächtersbach. Reichstagserfahwahl. als Kandidaten nominiert, aber er lehnte aus geschäft= lichen Gründen ab. Herr Dr. Becker hatte schon vorher abgelehnt. Schließlich wurde einstimmig eine 9gliedrige Kommission gewählt und eine Resolution beschlossen des Inhalts, daß ein der nationalliberalen Fraktion beitretender Mann aufgestellt und daß mit den übrigen bürgerlichen Parteien ein zusammengehen versucht werden soll. Der erweiterte Wahlkreisvorstand des Bundes der Landwirte in Friedberg- Büdingen hat einstimmig beschlossen, einer neuen Vertrauensmänner- Versammlung vorzuschlagen, die im Hinblick auf die in Aussicht genommene Kandidatur Dr. Beckers gestellte Forderung, daß Herr Dr. Becker sich verpflichten müsse, dem Bund der Landwirte beizutreten, zurückzuziehen, und der nationalliberalen Partei die Zu stimmung zu dieser Kandidatur zu ermöglichen. Dem Vorstand der nationalliberalen Partei sei von dieser Entschließung Kenntnis gegeben worden. Lokales. Gießen, 4. Mai 1910. ** Der Großherzog hat sich in einer Unterredung, die er einem Mitarbeiter des„ Berl.- Lot.- Anz." gewährt hat, außer über eine Reihe von Kunstfragen, die ihm sehr am Herzen lagen, auch in bemerkenswerter Weise zu den in den letzten Tagen verbreiteten Meldungen über seine Schwester, die Großfürstin- Witwe Sergius von Rußland, und über den so vielbesprochenen Gesundheitszustand seiner anderen Schwester, der Zarin von Rußland, ge= äußert. Ein Fürſt, ſagte er u. a. kann und soll Menschen beglücken, und diese Lehre hätten er, der Großherzog, und seine Geschwister von der Mutter geerbt, der das Beglücken von Menschen das höchste gewesen sei. Und auch seine Schwester, die Großfürstin- Witwe Sergius, habe jetzt diese mütterliche Lehre in edler Weise verwirklicht.„ Es ist irrig, wenn man behauptet, daß sie ein Kloster begründet, den Schleier genommen und der Welt entsagt habe. Die Großfürstin Witwe, die kinderlos ist, Tatkraft besitzt und gleich unserer Mutter menschenbeglückend wirken will, hat aus ihrem Vermögen eine Art Diakonissenheim errichtet, in dem Krantenpflegerinnen ausgebildet werden. Es ist dieses eine für Rußland neue Wohltätigkeits- Institution, die natürlich entsprechend russischen Anschauungen auf religiös- orthodorer Grundlage sich aufbaut. Dieses Diakonissenhaus soll eine Art Mutterheim bilden, von dem aus diese der Linderung von Krankheit und Elend dienende Anstalt ihre Einrichtun gen über ganz Moskau und hoffentlich auch weiter verbreiten wird. Meine Schwester will praktisch mit aufopferndem Beispiele vorangehen; das kann sie nicht, wenn sie als Weltdame in modernen Kostümen sich zeigt, und da rum hat sie, ohne sich hinter Klostermauern zu vergraben und der Welt Ade zu sagen, für ihr segensreiches Wirken das Amt nnd auch das Gewand einer Oberin angenom= men. Sie handelt auch im Sinne ihres Gemahls, der von der Welt falsch beurteilt wird. Großfürst Sergius hat heimlich viel Wohltätigkeit ausgeübt, er war ein aufgeklärter Geist, der aber den allzu jähen Ausbruch liberaler Ideen für einen Fehler hielt; er war der pflichtgetreueste Mann, er wußte, daß er eines Tages einem Attental zum Opfer fallen würde, und darum ließ es sein mannhafter Charatter nicht zu, daß ihn in der letzten Zeit bei seinen Wagenfahrten seine Gemahlin oder jemand aus seiner Umgebung begleitete." Von seiner kaiserlichen Schwester, der Zarin von Rußland, versicherte der Großherzog, alle die Gerüchte, die von einer schweren Erkrankung der Zarin verbreitet würden, seien unwahr. Seine Schwester habe natürlich manche Aufregungen durchzumachen gehabt, sie sei eine mehr in sich gekehrte Natur, und daß bei ihr wie bei anderen nervösen Menschen hin und wieder eine Herzneurose eintrete, sei erklärlich, aber wer dies für eine schwere Erfranfung erkläre, sei völlig im Irrtum. ** Erteilt wurde vom Großherzog dem Kreisamtmann R. Langermann- Gießen der Charakter als Regierungsrat. * Vom Tag e. Einem gemeinen Racheatt fiel eine Scheibe an dem Kirchenplatz zum Opfer, welche ein noch unentdeckter Bösewicht mittels eines Diamanten vollkom men unbrauchbar machte. Die -h Von der Straßenbahn. städtische Straßenbahn beförderte im April 86 502 Personen, so daß sich somit die tägliche Benußungsziffer im Durchschnitt auf 2883 Personen belief. Die am Sonntag nach Friedberg einberufene Ver= sammlung von Vertrauensmännern der national liberalen Partei war aus allen Teilen des Kreises sehr gut besucht. Es wohnten ihr die zwei Reichstagsabgeordneten sann und Fuhrmann bei. Herr Justiz- gen 273 im März 1910 und 283 im April 1909. Der Berat Windecker leitete die Verhandlungen und ehrte zu nächst das Andenten des Grafen Oriola mit warmen Wor-| 3614 Männer, darunter 1074 zu 10 Pfg.; 779 Frauen, daten des Dantes für seine treue Arbeit. Bei der Kandida= tenfrage plaßten die Geister öfter lebhaft aufeinander. Man hätte einen Herrn Schudt von der Görbelheimer Mühle 29) Die Freundinnen. Originalroman von Irene v. Hellmuth. Nachdruck verboten.) Sie fühlte erst jetzt, daß ihr der feuchte Nebel durch die Kleider drang und schauerte leicht fröstelnd zusammen. Walter bemerkte es und fuhr auf:„ Es ist unverantwortlich von mir, daß ich Dich in diesem abscheulichen Weter hierhersehen ließ. Wie leicht kannst Du Dich erfälten. Komm, mache Dir ein wenig Bewegung, dann wird Dir wärmer!" An sich selbst dachte er nicht. „ Wo nur Maja so lange bleibt!" sagte Sylvia. Hermaun zog ihren Arm durch den seinen und wanderte lang= sam mit ihr auf und ab. „ Ach laß sie, ich habe die noch so viel zu erzählen." Maja war beinahe erschrocken zurückgetreten. Zeit und Stunde, alles um sich her vergessend, hatte sie hier gestanden und den Gesprächen da unten gelauscht. Sie wollte sich jetzt vorsichtig, um nicht gehört zu werden, entfernen. Leise schlich sie auf den Zehen die wenigen Stufen wieder hinab, denn wenn Lilly eine Ahnung davon bekam, daß sie hier war, dann kam sie so rasch nicht los. Und sie hatte jetzt feine Zeit mehr. Doch da hörte sie drinnen die Stimme des Herrn von Brandt und unwillkürlich hemmte sie ihren Schritt. Er schien mit der Haushälterin zu verhandeln, denn eben hörte Maja ihn sagen:„ Nein, Kathrine, die Abrechnung hier stimmt nicht! Wir hatten doch schon zweimal junge Hühner auf dem Tisch, wo steht denn etwas davon? Ich finde es nicht!" „ Ach, gnädiger Herr, die paar Hühner die kosten fa nicht viel, ich habe sie bei den Frauen im Dorf billig erstanden und vergessen, sie aufzuschreiben," klang es halb zögernd zurück. 1 Wir sollten aber doch sparsamer leben, Kathrine, Hühner brauchten wir eigentlich nicht zu essen, das ist doch die reine Verschwendung." „ Aber unser Lillychen sieht immer so blaß aus, sie ist im Wachsen und muß fräftige Kost haben, und da dachte Ich „ Ach was- dachte-dachte-" klang es unwirsch. * Gießener Voltsb a d. Im April wurden 9072 Bäder verabreicht gegen 8554 im März 1910 u. 8450 im April 1909 oder im Durchschnitt tädlich 302 Bäder gesuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: runter 178 zu 10 Pfg.; Wannenbäder 1. Klasse: 264 Männer, 80 Frauen, 2. Klasse: 822 Männer, 526 Frauen; Brausebäder 1. Klasse: 994 Männer, 247 Frauen, 2. Kl.: „ Sie verziehen mir das Kind, daß man glaubt, es sei mindestens eine Prinzessin. Lilly kann nicht frühzeitig genug lernen, zu entbehren. Man muß es ihr sagen, daß sie ein armes Mädchen ist. Deshalb soll sie sich an Schwarz= biot gewöhnen, davon bekommt sie rote Backen. Aber noch eins. Kathrine, ich finde ia in dem Haushaltungsbuch auch nichts von dem Hasen, den wir jünast hatten." „ Den Hasen?- Ja.- den schickte der Jagdpächter, gnädiger Herr,- ich glaube- der hat nichts dafür verlangt." „ Der geizige Müller, nichts verlangt? Kathrine, das ist gelogen! 1m Gotteswillen, bin ich denn wirklich schon so weit. daß meine Wirtschafterin ihren fargen Lohn zum Haushalt hergeben muß? Also dahin ist es schon gekommen! Und das alles wegen ihr- o, wie soll ich so ein Leben ertragen!" „ Ach, gnädiger Herr", wagte Kathrine einzuwenden ,,, ich brauche meinen Lohn ja nicht, ich brauche ia wirklich gar fcin Geld!" „ Und da geben Sie es mir? Als Almosen? D. mein Gott, das ist zu viel zu viel!" Es flang wie ein Stöhnen aus totwunder Brust. Mit lautem Poltern wurden drinnen Stühle acrückt, und deut= lich klang der wuchtige Schritt des Aufgeregten bis heraus zu dem erschrockenen Mädchen. Maja stand regungslos auf ihrem Plate. Sie sann und grübelte darüber nach, ob sich nicht ein Mittel finden ließe, um hier helfend einzugreifen. Wie gerne hätte sie von ihrem Ueberfluß etwas abgegeben! Aber sie durfte ja nicht wagen, derlei auch nur anzudeuten. Aus diesen Gedanken riß sie plötzlich Lillys feines Stimmchen: Papa, wenn nur Tante Maja käme, wollen wir ihr entgegen gehen? Ich möchte zu ihr!" „ Ach laß mich endlich mit Deiner Tante Maja zufrieden", tönte es laut wie im höchsten inwillen zurück. " Immer und immer wieder dieser Name!- Ich wollte, ich hätte ihn nie gehört! Mein Gott. wann wird diese Cual aufhören! Ich will Deine Tante nicht mehr sehen hörst Du nie mehr!" - Hast Du denn Tante Maja gar nicht mehr lieb, Papa?" " Nein, nein! Du sollst jetzt aufhören, mich in Ruhe lassen!" schrte der Erregte.„ Liebha, ba, lieb! Was 1225 Männer, 356 Frauen; Dampf- und Heißluftbäder, so wie Massage zusammen 135 Männer und 30 Frauen. * Jugend von heute. Den Anwohnern der Licherstraße bot sich dieser Tage ein recht trauriges Schau spiel. Mehrere ungefähr 10-13 Jahre alte Kinder trieben sich in vollkommen betrunkenem Zustande in den in der Nähe befindlichen Anlagen herum, ohne daß ihre Namen festgestellt werden konnten, weil sie bei der Annäherung al terer Personen sofort die Flucht ergriffen. Zweifellos ist da bedauernswerte Vorkommnis auf mangelhafte Aufsicht in dem Elternhaus zurückzuführen, das dann auch in den spä teren Jahren die Früchte einer derartigen Erziehung erntet * Diebstahl. Aus einem Lager in der Stein straße wurde ein Sack Hafer im Werte von ungefähr 20 Marf entwendet. Aus gessen und Nachbargebiet. * Alten- Bused. Der Spar- und Vorschußver ein Alten- Buseck hielt seine Generalversammlung ab. Nach dem Jahres- und Rechenschaftsbericht zählt der Verein 125 Mitglieder. Die Einlagen betragen 267 750 Mt., der Reingewinn beläuft sich auf 1590 Mt. * Lauterbach. Die Erschließung des östlichen Vo gelsberges soll durch eine schon lange geplante neue Vogelsbergbahn erfolgen, die auch zahlreiche, voll reiche Orte des südlichen Kreises Lauterbach dem Verkehr angliedert. Die Linie soll von Fulda über Kleinlüder, Blankenau, Hosenfeld, Hauswurz, Reichlos, Gunzenau, Metzlos bis Freiensteinau führen. * Schlitz. Hier verschied der älteste Mann von Schlib, Lehrer i. P. Johannes Konrad Stein, im Alter von 89 Jahren. * Weilburg. Die Abschätzung des bei der Katastrophe des Luftschiffes 32" dahier auf Webersberg an Bäumen, Feld und Gebäuden entstandenen Schadens ergab den Betrag von 1400 Mt. Der Besitzer des Etablissements beabsichtigt, zur Erinnerung an den Tag der Katastrophe ( 25. April) einen Gedenkstein auf dem Berge zu errichten. Auch jetzt weilen noch täglich hunderte von Menschen hier, um die Unfallstelle zu besichtigen. * Butzbach, 3. Mai. Zwei geborene Butzbacher, Herr Christoph Diehl und Frau Anastasia geb. Roth. hardt, feiern am 13. Mai in ihrem jetzigen Aufenthaltsort, der Stadt Salt Lake in Nordamerika, das Fest der goldenen Hochzeit. Herr Diehl hat ein Einladußgsschreiben an den hiesigen Bürgermeister und den Gemeinderat gerich tet und betont, daß sie nie die alte Heimat vergessen haben. * Langsdorf, 2. Mai. 140 Mitglieder des Vereins ehemaliger Friedberger Ackerbauschüler fanden sich auf den Wintergetreide- Saatfeldern des Abg. Kö h I e r- Langsdorf im Bettenhäuser Felde ein, um die von ihm ange= wandte vereinfachte, und darum billigere, Anbaumethode nach Demsschensky zu besichtigen. Der Stand der Saaten erregte allgemeines Erstaunen, er übertraf jede Erwartung. Köhlers Versuche haben gezeigt, daß man den Getreidebau zum Hackfruchtbau umwandeln kann unter Benutzung der gebräuchlichen Ackergeräte und tierischen Kräfte, um dadurch höhere Erträge zu ermöglichen, die basieren auf der Un frautvertilgung, der Beseitigung der Verkrustung und durch lettere auf einer vernünftigen Benutzung des Bodenwassers. * Lißber g. Die technischen Pläne für das Elet trizitätswerk sollen dem Vernehmen nach fertig sein. Neuer dings ist auch ein Finanzplan für das Werk erschienen, nach dem 600 000 Mt. von den beteiligten Gemeinden aufzubrin gen wären. Dieser Betrag wird in Anteilscheinen 14 Jahre lang zu 3 Prozent verzinslich ausgegeben. Nach dieser Frist nehmen die Anteilscheine auch am Gewinn teil, fann also eine höhere Verzinsung eintreten. eg * Frankfurt, 2. Mai. Im hiesigen Hauptbahnhof verkehren vom 1. Mai an täglich 660 fahrplanmäßige Züge, also durchschnittlich alle 2 Minuten ein Zug, fommend oder gehend. Das ist die größte Anzahl von Zügen seit Bestehen des Hauptbahnhofs, also seit 22 Jahren. * Frankfurt a. M. Ein 21jähriger Kommis wurde von seinem Prinzipal auf die Frankfurter Bank geschickt, um dort tausend Mark, die ihm bar übergeben wür den, einzuzahlen und gleichzeitig damit auch einen auf dreitausend Mart lautenden Scheck einzulösen. Er führte, wie später durch eine Anfrage bei der Bank festgestellt wurde, diesen Doppelauftrag richtig aus, kehrte aber nicht mehr ins Geschäft zurück. * Frankfurt a. M. Die Geschäftsbedarf- Ausstellung wurde von über 40 000 Besuchern besichtigt. Die Aussteller haben sich über das Resultat der Ausstellung gleichfalls nicht zu beklagen, in großer Zahl wurden Auf träge sowohl durch die Konsumenten Frankfurts und Um gebung, wie von den aus nah und fern erschienenen Ver tretern der Händlerschaft getätigt. * Frantfurt a. M., 2. Mai. Die Maifeier nahm einen ruhigen Verlauf. Sie beschränkte sich, da der Umzug von der Polizei nicht genehmigt war, auf ein Waldfest mit Ansprachen, Vorträgen und Schaustellungen. so ein Kindermund nicht alles zusammenschwätzt!" Ein grimmiges Auflachen folgte diesen Worten, dann das bitterliche Weinen des Kindes. Maia war sehr blaß geworden. Sie zitterte heftig und lehnte sich an das hölzerne Treppengeländer. Plötzlich wurde heftig die Tür aufgerissen und Herr von Brandt stürmte heraus. Sein Gesicht erschien völlig verändert, ein Ausdruck von verhaltener Qual lag darauf. Maja duckte sich unwillkürlich hinter einen Mauervorsprung, um nicht gesehen zu werden doch das war unnötig. Der stattliche Mann bedeckte aufstöhnend die Augen mit der Hand. Eine Weile verharrte er in dieser Stellung, dann stürmte er hinaus ins Freie, Maja wartete, bis die Schritte verhallt waren, dann huschte sie rasch davon. Sie war angenblicklich nicht in der Stimmung, mit dem Kinde zu scherzen. Das Herz tat ihr meh und um den kleinen Mund zuckte es wie von verhaltenen Tränen. Als Sylvia die Freundin in dieser Verfassung traf. rief sie erschrocken:„ Um Goft, - Maja, was ist Dir?" Du bist blaß und zitterst, ist Dir nicht wohl?" „ Was fällt Dir ein?" war die rasche Entgegnung,„ mir fehlt nichts, du träumst. meine Liebe!" Doch Sylvia ließ sich nicht täuschen. Sie fühlte es, daß der Freundin etwas besonderes zugestoßen sein mußte, wenn sie es auch nicht eingestehen wollte. Maja drängte bald zum Aufbruch. Doch da Walter seiner geliebten Sylvia immer noch sehr viel zu sagen hatte, lehnte er das Anerbieten, in dem Wagen Platz zu nehmen, mit der Begründung ab, daß er lieber zu Fuß gehe. So fuhr Maja allein nach Hause. Sie empfand es als Erleichterung, als sie ihren Gedanken ungestört nachhängen durfte. VII. Am folgenden Tage ging es wie eine frohe Botschaft von Mund zu Mund. daß Walter wieder auftrete. Walter singt wieder, wissen Sie es schon?" fragte der Intendant mit vergnüglichem Schmunzeln den Regisseur. " Ich hörte es soeben," gab dieser zurück. Möchte nur wissen, was ihm eigentlich gefehlt hat, denn es wurde mir berichtet, daß er durchaus nicht heiser war." ( Fortsetzung folgt.) * Ulri gend: Wenn nochmals ins er nochmals. ift unter de man schaut, * Ulr frantte Polin Landsleuten, Alinit eingeli der dort unt hier auf dem * Han amtlichen Mitt des Infanterie berlegt. * Hanc nau und Umg Beschlüssen de fchloffen zu h arbeiter von * Mai einem feiner Kunde die ga er den Reft v Crispinus hat mit 200 Mart * Dar Ausstellung d erhielt den Pr Stimmen der Karl Albiter- 6 Jahre eine be hat, tamen f ftit in Betra worden, unte fcher 3 eitu ordentliche M Redakteurs D tigte sich miz den Delegierte Delegierter schiedene Ant fozialen Lag tentage unter fehr anregeni * Wie teitag der Pr Borsiz des folgende Res fonservativen stand der de en und ihr Jahre aus. erhaltenden für unser V * Wi religiösen G der Straffam bertagt, da Gutachten in * Wi der Kaiser, das Gefolge ein und be zahlreiches 9 zen Wege m erfchienen di ballon, und Schloß ver * M Laufe des worbenen ftatt. * 9 heilanstalt berge. * A nationale und Großt Zahl der S Ortsgruppe fet 449,9 Ben 211, 66, Fuld 8 warte au Greenwid ten Bered ergeben, ten gehe fchen& zinischen Reichsre Reichsv lidarität Aerztesch rat Dr. merfiam ge Frank Aftbäder, auen. obnern riges Gam inder trieb en in ihre Nam maherung fellos in we Auffian in den Der St mgefähr ehung biệt. Borschu ng ab. Verein der öftlichen nte ne Treiche, b em Berl Kleinlüde Gunzenan Mann vo im Ar ei der ersberg adens tablissemen Katastrophe u errichten enschen hier Bußbacher 6. Rotb lufenthalle Fest der Bgsfchreiben berat ger rgessen per des S den sich a Le r- Lang ihm ange baumethode per Saater Frwartung Betreideba hung der um badan ber Un τα από δικά odenwaijers, das Elet * Ulrichstein, 2. Mai. Man sagt in hiesiger Gegend:„ Wenn gegen Mai der Schlehdorn blüht, der Winter nochmals ins Land einzieht." Und richtig, heute Nacht kam er nochmals. Es hat fest geschneit. Allez Grün ist unter der Schneedede verschwunden. Ueberall, wohin man schaut, ein winterliches Bild. * Ulrichst ein. Die an den schwarzen Blattern erfrantte Bolin wurde bekanntlich zusammen mit ihren beiden Landsleuten, welche sie hier verpflegten, in die Gießener Alinit eingeliefert. In der Klinit ist nunmehr auch eines der dort untergebrachten Kinder, welches mit der Polin hier auf dem Selgenhof zusammen war, erfrankt. jein. Neuer hienen, nat aufzubri en 14 Jab tach dieje teil, 6 * Hanau. Nach einer dem Magistrat zugegangenen amtlichen Mitteilung wird am 1. Juli das 2. Bataillon bes Infanterie- Regiments Nr. 88 von Mainz nach Hanau berlegt. * Hanau. Die Arbeitgeber im Baugewerbe für Hanau und Umgegend beschlossen einstimmig, die Geschäfte den Beschlüssen des Bundesvorstandes gemäß auch weiter geschlossen zu halten. Insgesamt wurden in Hanau 638 Bauarbeiter von der Aussperrung betroffen. Hauptbah planmäßig Zug, tom von Züg Jahren. er Komm er Bank g rgeben wi einen m Er fübi festgeste e aber nit * Berlin, 3. Mai. Nach einer dem deutschen Arbeitgeberbund für das Baugewerbe zugegangenen Meldung hat sich die Zahl der entlassenen organisierten Bauarbeiter in den letzten Tagen der vergangenen Woche noch um 1000 vermehrt und beträgt also nun 187 000. * Karlsruhe, 3. Mai. Bisher war die völlige Schließung der Baugeschäfte nur in Mannheim durchgeführt, während der badische Landesverband der baugewerblichen Arbeitgeber lediglich die organisierten Arbeiter aussperrte. Nun hat eine in Offenburg abgehaltene Delegierten- Versammlung der Arbeitgeber beschlossen, daß die Aussperrung eine schärfere sein und vom 7. Mai ab sämtliche Neubauten stillgelegt und nur die dringendsten Reparatur- und Notstandsarbeiten ausgeführt werden sollen. * Breslau. Der Arbeitgeberbund hat hier in einer start besuchten Versammlung einstimmig beschlossen, an dem bisherigen Vorgehen in Sachen der Aussperrung festzuhalten, nachdem die Beschlüsse des deutschen Arbeit geberbundes, die seinerzeit in Dresden gefaßt worden sind, von den Gewertschaften anerkannt waren. wurde vom Schöffengericht wegen Körperverlegung zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Die von ihm eingelegte Berufung wurde verworfen. Der Gutsinspektor Schmahlbach in innig erhielt, als er noch in Gießen studierte, die Nachricht, der Pfarrer Walter in seinem Heimatsort Trainfeld habe in der Religionstunde ihn als abschreckendes Beispiel hingestellt, da er an einem Feiertage während des Kirchläutens mit seiner Braut einen Ppaziergang nach dem Wald gemacht habe. Schmahlbach schrieb hierauf an den Pfarrer, daß frivol und gemein" einen Geistlichen entehrten; man beiegt einen gewöhnlichen Menschen mit Schurke und Schuft. Der Pfarrer erhob Anzeige und Schmahlbach wurde wegen Beleidigung zu 20 Mr. Geldstrafe verurteilt. Beide Teile fechten das Urteil an; das Berufungsgericht bestätigte das Urteil mit der Maßgabe, daß dem Beleidigten die Publi fationsbefugnis zuerkannt wurde. Der Installateur Bernhard Steuernagel 1 von Bad= Nauheim hat in einem Prozeß einen Vertrag vorge legt, von dem man annahm, er habe eine Unterschrift erschlichen. Er wurde wegen Urkundenfälschung angeklagt und In Duderstadt hat sich der Dachdecker Emil Mannhöser unter dem Namen August Schmill aburteilen lassen, wodurch falsche Einträge in die Gefangenenregister bewirkt wurden. Außerdem ist er beschuldigt, seinem Meister zu Gießen eine Hose und einen Hammer gestohlen zu haben. Wegen Urfundenfälschung erfolgte Freisprechung und wegen Diebstahls bekam er 4 Monate Gefängnis. * Kopenhagen, 3. Mai. Erpräsident Roosevelt zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. * Mainz. Ein Schuhmacher hatte dieser Tage die ist gestern nachmittag mit seiner Familie hier eingetroffen und vom Kronprinzen, dem amerikanischen Gesandten und einem seiner Kunden ein paar Stiefel abzuliefern. Da der dem Minister des Auswärtigen empfangen worden. Er Runde die ganze Summe nicht bar bezahlen konnte, beglich nahm mit feiner Familie auf Einladung des Königs im er den Rest von zwei Mart mit zwei Pferdelosen. Meister Schloß Wohnung. Crispinus hatte das nicht zu bereuen, denn eins wurde anit 200 Mart Wert gezogen. * Darmstadt. Bei der Bewertung der in der Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes ausgestellten Werke erhielt den Preis für Malerei Otto Hoyer- Weimar mit allen Stimmen der Jury. Von den Bildhauern erhielt den Preis Karl Albifer- Ettlingen. Da der Künstlerbund in diesem Jahre eine besondere Ausstellung für Graphit in Hamburg hat, tamen für Darmstadt hauptsächlich Malerei und Plastit in Betracht. Es waren etwa 1200 Werte eingeliefert worden, unter ihnen vieles Gute und Interessante. edari- An chtigt. Di Ausstellung wurden Au 3 und Um nenen r feier nabm Umzug Idfeft mit 11 ten, dam * Darmstadt, 2. Mai. Der Landesverein Hessischer Zeitungsredakteure hielt hier eine außerordentliche Mitgliederversammlung unter dem Vorsitz des Redakteurs Dr. Waldaestel ab. Die Versammlung beschäf= tigte sich mit dem am 22. d. M. in Hannover stattfinden den Delegiertentag des Bundes Deutscher Redakteure. Als Delegierter wurde Redakteur Fr. Hannemann gewählt. Verschiedene Anträge, die sich besonders mit der Besserung der sozialen Lage der Redakteure befassen und dem Delegiertentage unterbreitet werden sollen, wurden nach längeren, sehr anregenden Debatten angenommen. heftig und n Brand Plötzlic ndert, ein aja ducte um nicht it,-if )( In Zehlendorf eroberte O. Sykora auf Brennabor am 1. Mai im Hauptfahren sowohl wie im Vorgabefahren den ersten Platz und behauptete sich im Stunden- Rennen als Zweiter. * Wiesbaden, 1. Mai. Der konservative Parteitag der Provinz Hessen- Nassau, der heute hier unter dem Vorsitz des Oberleutnants a. D. Wilhelmi tagte, nahm folgende Resolution an:„ Die Provinzialversammlung der fonservativen Partei von Hessen- Nassau spricht dem Vorstand der deutsch- fonservativen Partei ihr vollstes Vertrauen und ihren Dank für die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre aus. Sie hofft, daß es gelingen Dird, die staatserhaltenden Parteien zu einer fruchtbringenden Tätigkeit für unser Vaterland wieder zu einigen." )( Den Prix du printemps( 20 Kilometer) und den grand prix de La Louviere gewann J. Bäschlin am 1. Mai in La Louviere. Böschlin fährt die bekannte Marke Brennabor. * Wiesbaden. Der Strafprozeß gegen den freireligiösen Georg Welter wegen Gotteslästerung, der vor der Straffammer gestern verhandelt werden sollte, wurde vertagt, da Professor Harnack- Berlin das Sachverständigen Gutachten in der Sache noch nicht beendet hat. Ein Minister und Presse. er Der Auf Privatklage der Christine Müller in Schmal= heim wurde ihre Schwester, Frau Margarete Schmidt, wegen Beleidigung zu 5 Mart Geldstrafe verurteilt. Die Angeklagte legte Berufung ein, indem sie behauptete, sie habe die Klägerin bei ihrem Schimpfen nicht gemeint. Das Urteil wurde jedoch bestätigt. In Stuttgart war fürzlich die Jahres- Versammlung des württembergischen Journalisten- und Schriftstellervereins, den der König von Württemberg dadurch ehrte, daß dem Vorsitzenden Redakteur Heller das Ritterkreuz 1. Klasse des Friedrich- Ordens verlieh und durch den Ministerpräsidenten Dr. Weizsäcker der Versammlung seine besten Wünsche und Grüße übermitteln ließ. Ministerpräsident, der zugleich im Namen des württember gischen Staatsministeriums sprach, knüpfte daran einige Bemerkungen über die Bedeutung der Presse und ihr Verhältnis zur Regierung. Wenn man sich, so sagte er, die außerordentlich große Verantwortlichkeit des Journalisten gegenüber dem öffentlichen Wohl vergegenwärtigt, wie könnte es da anders sein, als daß man denen, die sich dieser Verantwortung bewußt bleiben, ge= bührende Anerkennung und Wertschätzung entgegenbringt. Das ist vielleicht selbstverständlich, aber die geehrten Herren werden mir aus ihrer Erfahrung heraus zugestehen, daß es Fälle gibt, wo es notwendig ist, auch das Selbstver= ständliche zu sagen. Wir sind uns auch bewußt, welche außerordentliche Mühe und Anstrengung die Herstellung dieser Zeitungen bedingt, dieser Leistungen, die gerade, wenn sie gut sind, einfach und selbstverständlich erscheinen. Wir wissen, welche Fülle von Kenntnissen und Talent, von Fleiß und Gewissenhaftigkeit erforderlich ist, um in der Presse das zu leisten, was sie leisten will. Ich begrüße es aber ganz besonders, daß uns heute die Gelegenheit gegeben ist, persönlich, und ich möchte sagen, ohne daß ein Blatt Papier Bei zwischen uns ist, mit Ihnen zusammenzukommen. * Wiesbaden, 1. Mai. Um 5.45 Uhr trafen der Kaiser, die Kaiserin, die Prinzessin Viktoria Luise und das Gefolge im Sonderzug, von Straßburg fommend, hier ein und begaben sich nach dem königlichen Schloß. zahlreiches Publifum begrüßte die Majestäten auf dem ganzen Wege mit Hochrufen. Nach ihrer Ankunft im Schloß erschienen die Majestäten und die Prinzessin auf dem Ec ballon und wurden von der tausendföpsigen, vor dem Schloß versammelten Menge stürmisch begrüßt. * Marburg. Am nächsten Sonntag findet die Taufe des vom furhessischen Verein für Luftschiffahrt erworbenen Ballons„ Marburg" und anschließend ein Aufstieg ftatt. * Marburg. Auf dem Transport zur Landes= heilanstalt entsprang ein Sträfling und entkam in die Lahnberge. * Kassel, 2. Mai. Der diesjährige 6. Deutsch= nationale Handlungsgehilfentag für Hessen- Nassau, Waldeck und Großherzogtum Hessen wurde hier abgehalten. Die Zahl der Ortsgruppen stieg von 49 auf 51. Die größeren Ortsgruppen zählten an Mitgliedern: Frankfurt 1270, Rasfel 449, Wiesbaden 507, Darmstadt 259, Hanau 245, Gießen 211, Offenbach 179, Höchst 100, Biebrich 99, Marburg 66, Fulda 68, Limburg 57, Eschwege 62, Homburg 55. Aus aller Welt. * Heidelberg, 2. Mai. Wie der hiesigen Sternwarte aus London gemeldet wird, haben die neuesten in Greenwich auf Grund der leßten Beobachtungen ausgeführten Berechnungen über die Bahn des Halleyschen Kometen ergeben, daß die Erde nicht durch den Schweif des Kometen gehen wird. Geschäftliches. ** Zum ersten Male sind im Rerchspostgebiet die amtlichen Verzeichnisse der Teilnehmer an den Fernsprechneßen zu Insertions 3 we cen freigegeben. Es ist damit den Inserentenkreisen Gelegenheit geboten, ihre Ankündigungen einem nur gut und bestsituiertem Publikum vor Augen zu führen. Die bedeutenden Auflagen und die ständige Benußung der amtlichen Verzeichnisse, besonders auch an den öffentlichen Fernsprechstellen sichern den in diesen Büchern aufgenommenen Anzeigen die größte Beachtung. Das Reichspostamt hat der ältesten Annoncen- Erpedition Haasenstein u. Vogler A.-G., Berlin W. 8, Leipzigerstraße 31 t. 32, die alleinige Anzeigen Annahme für alle Verzeichnisse übertragen. Aufträge nehmen alle Filialen und Agenturen der Haasenstein u. Vogler A.-G.( in Gießen die Firma Albin Klein, Verlagsdruckerei) entgegen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. dem Festmahl, das den Verhandlungen folgte, erklärte der Minister des Innern Dr. v. Pische f: Er könne sagen, daß derjenige, der einen Ministerposten bekleide, tag= täglich ganz besonders Gelegenheit habe, zu erkennen und zu beurteilen, wie wohltätig und nüßlich eine gute und ihren Aufgaben gewachsene Presse wirken könne. Daraus tönne man sehen, daß die Presse im allgemeinen in der Re gierung einen wahren Freund, habe, womit allerdings nicht gesagt sein solle, daß die Männer der Regierung in allweg und unbedingt der Presse für seine Person sehe er von der Kritik in der Presse ab, da ein alter Politifer gegen so etwas allmählich hartschlägig werde mit Freude gegenüberstehen. Schon die Lektüre der Zeitungen sei, wenn sie berufs- oder gewerbsmäßig betrieben werden müsse, eben auch ein Stück Arbeit, und hie und da ein recht unangenehmes, so daß man sich auf die Ferien auch deshalb freue, weil man dann keine Zeitungen zu lesen brauche, aber schon nach einigen Tagen stelle sich das Verlangen nach den alten lieben Bekannten wieder ein und man greise mit Vergnügen danach. So wisse die Regierung die Arbeit des Journalisten, seine Treue und sein Pflichtgefühl, das ihn oft hinter die Interessen der Allge meinheit zurücktreten lasse, sehr wohl zu würdigen und zu schätzen. Ein Journalist, der diesen Ansprüchen genüge, habe seinen Beruf nicht verfehlt, sondern einen Beruf er= griffen, in dem er Höheres zu leisten vermöge als die Träger anderer geistiger Berufe. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Donnerstag, den 5. Mai, Himmelfahrtsfest In der Stadtkirche. Bormittags 9½ Uhr: Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Ausfeld. Gießen, den 3. Mai 1910. Gegen den Fuhrknecht Adolf Krab aus DudenhoIn der alten Friedhofskapelle. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Bath. lisage Gemerade besW Mittwoch, den 4. Mai. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beicht. * Berlin, 3. Mai. Auf Anregung der medizini schen Fakultät der Universität Jena haben fast alle medizinischen Fakultäten Deutschlands eine Eingabe an die Reichsregierung gerichtet, die auf die Gefahren der neuen Reichsversicherungsordnung aufmerksam macht und die So- fen, der wegen Diebstahls angeklagt ist, und zum Termin lidarität der akademischen Lehrer mit den Wünschen der Aerzteschaft, wie sie der Berliner Aerztetag und Sanitätsrat Dr. Mugdan im Reichstag ausgesprochen haben, auf= merksam macht. Die Eingabe enthält 150 Unterschriften. nicht erschien, wurde Vorführungsbefehl erlassen. Im 3uchthaus Marienschloß tamen die Sträflinge Simon und Fleckenstein in Streit, wobei ersterer dem letteren mit einem Messer in den Arm stach. Simon Donnerstag, den 5. Mai. Fest Christi Himmelfahrt. Vormittags 6½ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heilige Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 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