egelei lefon 84. schluss Eiger Mann ftl. Arbetten Beinbaugegend Chr. Saal itsbefizer Nieber izen, Neneinrichtung on Geschäfts: Jern. Th Heidlinger, hmauergaffe 3, 1178. geschnittenes holz Feueranmachen 1.15 pro Zentu. .Lollar dicker Hals, Drüsenanschwellungen lich, Preis 4 Mk. Den Sie noch heute Kronen- Apotheke, Els. kranke THIS Straße) -7 Uhr. canten und An en. in Heilstätten. von Anftedung. Volt. Feuer! ! nen die schon edensten Namen d doch viel zu nicht verglichen Gegenseitigkeit 1030 M. M 364 573 W 270 п angenehmern .gewähren u. a. Beltpolice. den Bertreter ftraße 7. Laubach. egen, Geltersweg 88 Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mt., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Donnerstags und Samstags. - Erscheint Dienstags, Zwei Extrabeilagen: „ Humoristische Blätter" und die Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362. Nr. 117. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Sielbauarbeiten wird die Krofdorferstraße zwischen Rodheimerstraße und Gleibergerweg von heute an bis auf weiteres für jeglichen FuhrRadfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 31. August 1910. Großh. Polizeiamt Gießen. Gebhardt. Bekanntmachung Die unterm 28. Juli 1910 angeordnete Sperre Ratharinengasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 31. August 1910. Großh. Polizeiamt Gießen. Gebhardt. Bekanntmachung. und der Wir sehen uns veranlaßt, das Publikum darauf hin zuweisen, daß bei Unfällen stets die nächste durch entsprech endes Schild gekennzeichnete Verbandsstelle der Freiwilligen Sanitätstolonne vom Roten Kreuz um Hilfeleistung anzurufen ist. Sollte ein Transport von Kranken nach den Kliniken durch die Sanitätstolonne gewünscht werden, so ist eben= falls möglichst frühzeitig die nächst gelegene Verbandsstelle zu benachrichtigen. Gießen, den 31. August 1910. Großherzogliches Polizeiamt. Gebhardt. Herbst- Pferdemarkt zu Gießen. Am Mittwoch, den 28. September 1910, vormittags, findet auf den städtischen Marttanlagen an der Rodheimerstraße Pferdemartt statt. Stallungen sind in der Nähe des Marktes ausreichend vorhanden; nähere Aus-funft erteilt Herr Hoflohntutscher Huhn Gießen. Für die Prämiierung des besten Pferdematerials stehen über 2000 Mt. zur Verfügung, darunter 250 Mark aus Mitteln des hessischen Landespferdezuchtvereins. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Weinhändler Aug. S ch w an zu Gießen erhältlich. Die Preisverteilung erfolgt nach Beendigung der Prämiierung. Von 10 Uhr ab Konzert und Restauration auf dem Marktplatz. Am 29. September, nachmittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen u. Gerätschaften, Fahrrädern, Nähmaschinen, Haushaltungsund Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose a 1 Mark ist dem Herrn Richard Buchacker- Gießen übertragen. Die städt. Pferdemarktkommission. Gg. Bichler. Hessen beim Sparen. an= Wenn Hessen in den letzten Jahren auf dem Gebiete des Volksschulwesens Neuerungen durchführte, die in deren Staaten Beachtung fanden, so verdankte es dies wohl in erster Linie dem seitherigen Leiter der Schulabteilung im Ministerium, Geheimrat Dr. Eisenhuth. Seit Jahren litt er an einer schweren Krankheit, aber so wirksam sorgte er für das Wohl des ihm anvertrauten hessischen Schulwesens, daß der einstimmige Wunsch der Lehrerschaft war, er möge im Amte bleiben, solange es ihm nur möglich sei. Geheimrat E. fühlte mit den ihm unterstellten Lehrern, und als 1900 der Höchstgehalt derselben von 2000 auf 2800 Mt. erhöht wurde, sagte er:„ Das ist der schönste Abend meines Lebens". Leider hat die hessische Lehrer= schaft diesen ihrer Förderer im Juli d. Js. plötzlich verloren, und man war seitdem gespannt, wer zu seinem Nachfolger ernannt werden würde. Früher stand an der Spite der Schulabteilung ein Jurist, dem es eigentlich nie gelang, trotz einer langjährigen Wirksamkeit, mit der Lehrerschaft in Fühlung zu fommen. Daß man gerade in Hessen wieder einmal an dieser Stelle einen Juristen sehen würde, hätte man daher kaum für möglich gehalten; aber es ist geschehen, die Regierung hat mit dem Prinzip der Fach= aufsicht an der obersten Stelle gebrochen. In der politischen Presse wurde vor diesem Schritt wiederholt gewarnt, aber es war vergebens. Seit Monaten wollte der Ruf nach „ Sparen im Staatshaushalt" nicht mehr verschwinden, und im Landtag sprach man vor allem gegen die Abteilung für Eisenbahnwesen im Ministerium. Hier mußte ein Opfer gebracht werden. Die Regierung gab den obersten Posten auf und übertrug dem seitherigen Leiter des Eisenbahn wesens die Führung des gesamten hessischen Schulwe sens. Dieser Finanz-, Justiz- und Eisenbahnbeamte, Ge heimrat Süffeet, war früher Kreisrat in Alzey und erwarb sich um das Zustandekommen der„ hessischen Finanzreform" besondere Berdienste. Aber wird er darum den Anforderungen für sein neues Amt gewachsen sein? Selbst bei der größten Befähigung und dem redlichsten Wollen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei- Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. sowie vieler anderer Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein). Samstag, 3. September 1910 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Ausschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362. 21. Jahrg. fehlt ihm ja doch für dies Amt die erforderliche spezifische| bei Maar. Die Infanterie- Regimenter Nr. 87 und 88, Vorbildung und vor allem die Erfahrung. Wenn die hessische Regierung als obersten Leiter des Schulwesens einen Fachmann nicht für nötig hielt, hätte sie einen Schritt weiter gehen und diesen Posten im Schulministerium ebenfalls streichen sollen. Seit langen Jahren genügte für die Fachleute in der Schulabteilung als Vorgesetzter der Minister des Innern vollständig. Die Vertretung des Schulwesens in den Ständekammern war vortrefflich. Jetzt durchbricht man das System der Fachleitung ohne zwingende Gründe. Zum Fürstenbesuch in Friedberg. Die Zarenfamilie fühlt sich in dem stillen und freundlichen Friedberg augenscheinlich überaus wohl. Die Kaiserin, die keineswegs so schwer leidend ist, wie es oft behauptet wurde, besuchte bald nach ihrer Ankunft die ihr aus der Jugendzeit lieb gewordenen Räume und Pläße und besichtigte als sorgliche Mutter die ihren Kindern zugewiesenen Zimmer des Schlosses. Kaiser Nikolaus 2. unternahm am Donnerstag mit nur zwei Herren seines Gefolges eine Fußtour nach dem nahen Nauheim und besichtigte dort die Sprudel, Badehäuser und den Part. Als er auf der Parkstraße erkannt und vom Publikum zu lebhaft be grüßt wurde, betrat er, um dem Gedränge zu entgehen, das Tennis- Cafee und verweilte dort eine Viertelstunde lang. Die Rückkehr nach Friedberg erfolgte dann im Automobil. Die Zarin leidet infolge ihrer angegriffenen Nerven an starler Schlaflosigkeit. Sie soll sich zunächst von den Stra= pazen der Reise erholen; dann erst werden die zu Rate gezogenen ärztlichen Autoritäten die Entscheidung darüber tref= in fen, ob die Kaiserin eine Kur in Bad- Nauheim oder einem anderen Bade, vielleicht Kissingen, gebraucht. Der Aufenthalt der Fürstlichkeiten auf Schloß Friedberg dauert wahrscheinlich bis zum 4. Oktober. Dann wird das Hof= lager nach Wolfsgarten verlegt werden. In Wolssgarten oder in Wiesbaden wird Kaiser Wilhelm in der zweiten Woche des Oktober mit dem Zaren zusammentref= fen. Is wolsti, der am Mittwoch von Egern am Tegernsee in München angekommen ist, trifft heute in Fried= berg ein. Am Donnerstag trafen die älteste Schwester des Großherzogs, Prinzessin Vittoria von Battenberg, nebst ihrem Gemahl, dem Prinzen Ludwig von Battenberg, im Friedberger Schlosse ein und nahmen im Schlosse Wohnung. Lokales. Gießen, 3. September 1910. ** Ernannt wurden vom Großherzog der Kammerjunker und Amtsrichter Dr. Willy v. Becker- Homberg a. d. O., sowie der Kurdirektor Major a. D. Wilhelm Freiherr v. Stard- Bad- Nauheim zu Kammerherren. * Eine nichtöffentliche Stadtverodnetensizung fand am Mittwoch statt. Zur Verhandlung stand als einziger Punkt nur der Klinits- Vertrag. Das Ergebnis der Beratung wird geheim gehalten. ** Anläßlich des Sedantages trugen die öffentlichen Gebäude gestern Flaggenschmuck. * Die Beerdigung des Generalleutnants z. D. Hof fand am Donnerstag um 5% Uhr nachmittags auf dem alten Friedhof statt. An der Feier nahmen das Präsidium der Hassia", die Krieger- und Militärvereine von Gießen) und Umgegend, Abgeordnete des Kaiser- Regiments und der Kriegerverbände von Preußen, Sachsen, Württemberg und Baden teil. Vertreter des Großherzogs war General v. Hahn. In seiner in der Kapelle gehaltenen Trauerrede entwarf Pfarrer Schwabe von dem Wirken des Verstorbenen, das in erster Linie dem Vaterland galt, ein anschauliches Bild. Hierauf wurde der Sarg in feierlichem Zuge nach dem Grabe gebracht. Der Leiche vorauf schritt die Kapelle des Kaiser- Regiments, welcher sich die Fahnenträger, die Schießabteilung der Vereine, Ordens- u. Kranzträger und der Geistliche anschlossen. Der Sarg selbst ruhte auf den Schultern von 12 Unteroffizieren des Kaiser- Regiments. Es folgten die Leidtragenden, das Präsidium der " Hassia", die Abgeordneten der fremden Kriegerverbände u. die erschienen Vereine. Nach Pfarrer Schwabe, welcher die Leiche einsegnete, widmete der Vizepräsident der„ Hassia", Major Beck, dem Verstorbenen einige aufrichtig empfundene Abschiedsworte. In dem gleichen Sinne sprach Medizinalrat Dr. Vog t- Butzbach. Seitens der Vertreter der Kriegerverbände und der Hassia- Bezirke wurden hierauf Kränze niedergelegt. Am Abend versammelte sich das Präsidium der" Hassia" in dem Vittoria- Hotel, wo Major Beck noch einmal der Verdienste des Verstorbenen gedachte und auf den Verlust hinwies, den die„ Hassia" mit dem Tode ihres Präsidenten erlitten. * Vom Manöver. In vielen Teilen des nördlichen Oberhessen und des Fuldalandes bewegen sich jetzt die Truppenabteilungen des 18. Armeekorps. Die hessischen Dragoner Nr. 23 rückten aus der Wetterau gegen das Lahnund Wiesecktal vor und hielten im Verein mit den in der Garnison zurückgebliebenen 116ern bei Klein Linden, Gießen, Heuchelheim Aufklärungsübungen ab. Bei den bekanntlich in Fulda weilenden 115er und 116er begann das Brigadeererzieren. Auch die 117er und 118er haben bei Alsfeld und Romrod ihr Regimentsegerzieren beendet. Die 23er Dragoner stoßen jetzt zur 50. Brigade, die 24er Dragoner marschieren über Herbstein zur 49. Brigade. Die Artillerie- Regimenter Nr. 25 und 61 sind bei Lauterbach, be ziehungsweise Großenlüder einquartiert, um dort ihr Scharfschießen abzuhalten, worauf sie sich nach Fulda und Gersfeld weiterziehen. Das Scharfschießen war am 2. Septbr. welche bei Lich, Birklar, Langsdorf üben, hatten am Donnerstag einen Ruhetag. Vom 2. bis 7. September findet ihr Brigadeererzieren im gleichen Gelände statt. Die 61er Artillerie übte vorgestern bei Ober- Ohmen, die 27er bei Großen Buseck. Am 7. September beginnen die Brigade= manöver, am 13. September die Divisionsmanöver. Die hessische Division manövriert bei Fulda, die 21. Division bei Grünberg und Mücke. Die Korpsmanöver vereinigen beide Divisionen im nördlichen Vogelsberg zwischen Alsfeld und Grünberg, sie schließen am 22. September. * Preußische Klassen Lotterie. Die Erneuerung der Lose zur 4. Klasse muß unter Vorlegung der Vorklassenlose bis zum nächsten Montag, abends, geschehen sein, worauf wir die Spieler aufmerksam machen. ** Gießener Volts bad. Im August wurden 10 031Bäder verabreicht gegen 12 754 im Juli 1910 und 9866 im August 1909 oder im Durchschnitt täglich 324 Bäder gegen 411 im Juli 1910 und 318 im August 1909. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 3536 Männer, darunter 945 zu 10 Pfg., und 1424 Frauen, darunter 426 zu 10 Pfg.; Wannenbäder 1. Klasse: 291 Männer, 161 Frauen, 2. Klasse: 876 Männer, 544 Frauen; Brausebäder 1. Klasse: 987 Männer, 320 Frauen, 2. Klasse: 1328 Männer, 447 Frauen; Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 105 Männer und 12 Frauen. Die Personenwage wurde von 280 Personen benußt, das Bad von 6 Personen besichtigt. * Vor dem Ertrinken gerettet wurde das 4jährige Kind eines am Marktplatz wohnenden Kaufmanns. Dasselbe sbielte Mittwoch abend auf dem Rande der Brunnenswale des Kriegerdenkmals und stürzte infolge Fehltritts in das Becken. Glücklicherweise wurde der Vorfall bemerkt und das Kind, von dem nur noch eine Hand sichtbar war, gerettet. Da das gleiche Unglück vor einiger Zeit auch einem fleinen Mädchen begegnete, ist es unbedingt notwen dig, daß den Kindern das Spielen auf dem fraglichen Brunnenrand und auch wegen des Straßenbahnverkehrs auf dem Marktplatz überhaupt polizeilich untersagt wird." das -ii- Die Feuerlöschprobe am Montag mit„ Handy" hat gezeigt, daß der Handy", entgegen der Ankündigung " Neu!" eine der schon immer angepriesenen Feuerlöschfackeln ist, welche" Bliz- Fackel"," Theo- Fackel", Feuerlöscher „ Rapid" genannt werden und als" Firicide" aus Amerika herüberkamen. Am 6. November 1903 schrieb schon " Archiv für Feuerschuß-, Rettungs- und Feuerlöschwesen" in Leipzig: Jeßt reisen die„ Streubüchsen"-Vertreter in alle Städte Deutschlands, um Persönlichkeiten zu finden, welche einen Posten von 2 bis 5000 Stück gegen bar fest übernehmen, um dann zusehen zu können, wie sie die Ware wieder anbringen. Und eben weil dieser Fang von Generalvertretern soeben jetzt in allen Städten Deutschlands versucht wird, soll die Presse ihrerseits mitwirken, daß das Publikum vor solchem offenkundig auf den Geldbeutel hinzielenden Geschäftsgebahren bewahrt bleibe." Der in neuerer Zeit sehr viel eingeführte Feuerlöschapparat„ Mi= nimar" ist dagegen diesen Streubüchsen" weit über; der= selbe hat sich auf der Brüsseler Weltausstellung glänzend bewährt. * Die Straßenbahn beförderte im Monat Auguſt 101 162 Personen. Der stärkste Besuchstag war der 21. August, an welchem das Kirchweihfest in Wie sec stattfand. Die grüne Linie benutzten an dem genannten Da= tum 3069 Personen, während die rote Linie eine Besuchsziffer von 3141 Personen aufwies. * Schlachthof. Die Kesselanlage des Erweiter ungsbaues, welche südlich des großen Turmes liegt, ist fertiggestellt. Desgleichen sind die Arbeiten an dem Turm nahezu beendet, welchen nach oben eine mit Fachwerkziegeln gedeckte Haubenpyramide abschließt. An derselben werden Semnächst 4 Uhren angebracht. ** Die Regenwasserleitung des Stadttei les an der Rodheimerstraße wird binnen fürzem dem Betrieb übergeben. Die Abwässer des Schlachthoferweiterungsbaues werden in den Lohmühlbach genannten Arm der Lahn geführt, der zu diesem Zweck reguliert und verbreitert worden ist. Hus Hessen und Nachbargebiet. * Aus Hessen. Die Berufsverbände der hessischen Gemeindebeamten haben sich neuerdings zu einem großen Verbande zusammengeschlossen. Zum Vorsitzenden wurde Gemeindeeinnehmer Uebel- Dieburg, zum Stellvertreter Bürgermeistereisekretär Aal- Neu- Isenburg gewählt. * Aus dem Strets Gießen. Die Aepfelbäume an den Kreisstraßen versprechen in diesem Herbst einen guten Ertrag. Eine ungünstigere Ernte ist dagegen von den Birn- und namentlich Pflaumenbäumen zu erwarten. Eine Ausnahme hiervon bildet die Umgegend von Grünberg, wo alle Obstarten uut geraten sind. * Friedber. Bezirks- Geflügelausstellung für den Bezirk Friedberg, vetuftaltet vom Wetterauer Geflügelzuchtberein und dem LandwirtschaftskammerAusschuß für Oberhessen, soll vom 12. bis 14. November d. J. zu Friedberg stattfinden. * Friedberg. Der Auftrieb des Schweinemarktes war außerordentlich stark. Die Preise für 7 Wochen alte Ferkel bewegten sich zwischen 30 und 35 Mt. Die Kaufluft war rege. * Friedberg. Im Prediger- Seminar zu Friedberg fand am Donnerstag die Defanats- Synode statt; Pfarrer Wahl- Beienheim leitete als Stellvertreter des erkrankten Defans, Kirchenrats Schrimpf, die Verhand. lungen. * Friedberg. Zur Einquartierung in hiesiger Stadt traf die 4. Eskadron des Leib- Dragoner- Regiments Nr. 24, deren Chef der russische Bar ist, hier ein. Unter den Offizieren befindet sich auch ein in Deutschland zur Ausbildung weilender Argentinier. * Büdingen. Die zur Linderung des durch den Zusammenbruch des Vorschuß- und Kreditvereins Obermock stadt bei vielen Mitgliedern dieses Vereins hervorgerufenen Notstandes gesammelten Hilffonds sollen nunmehr in Anspruch genommen werden. Kreisrat Böckmann forderte in einer Bekanntmachung diejenigen Mitglieder aus unter Darlegung ihrer Schuld- und Vermögensverhältnisse ihre Ansprüche einzureichen, die zur Zahlung des vollen Vorschußbetrages von 2300 Mart herangezogen worden sind. Es sollen dann die Mitglieder, deren Anträge als begründet anerkannt werden, zunächst nur zuschüsse zu den jährlichen Zins- und Tilgungsleistungen, die Kapitalbeträge aber erst nach Ausgang des Konkursverfahrens erhalten. * Darmstadt. In der Stadtverordnetensißung kam auch die für Darmstadt akute Frage der Fleischver sorgung zur Sprache, zu der Beigeordneter Müller an Hand eines längeren Erposees einige Aufklärungen gab. Da die Preissteigerung in mehr oder minder gleichem Maße in ganz Deutschland eingetreten sei, tönne eine grundlegende Abhilfe auch nur von der Reichsregierung kommen. Die Bürgermeisterei habe sich mit einer Anfrage das hess. Ministerium gewandt, welche Maßnahmen es zu ergreifen gedense. Nach den Erfahrungen, die in anderen Staaten gemacht worden seien, werde es sich nicht empfeh= len, städtischerseits Anstalten zur Fleischversorgung zu tref= fen wie etwa die Einrichtung einer Gemeindeschlächterei. Stadtverordneter Säng empfahl, der in Mainz gegebenen Anregung stattzugeben und die ganze Frage einem zu berufenden hessischen Städtetag zu unterbreiten. an Daimsta ot Der bekannte Aviatifer Guler, dec, wie seinerzeit berichtet, eine neue Flugmaschine fonstruiert hat, die besonders für militärtsche Zwecke bestimmt ist und in der ein zweiter Siz hinter dem Führersitz angebracht ist, hat mit seiner neuen Maschine mehrere wohlgelungene Flüge unternommen. * Mainz. In der Kreiskonferenz der Sozialdemo= fraten wurde als Kandidat für die nächste Reich 3= tagswahl des Kreises Mainz- Oppenheim einstimmig Dr. David ernannt. * Mainz. Das Inf.- Regiment Nr. 87 gedenkt auf dem Schlachtfelde von Wörth zur Erinnerung an seine dort gefallenen Offiziere und Mannschaften ein Denkmal zu errichten. Sammelstelle für„ Beiträge zum Wörthdenkmal Regiments 87" ist die Volksbank in Mainz, Neubrunnenplat. * Mainz. Der hessische Städtetag wird sich demnächt auch mit der Frage der Fleischteuerung befassen. Die Bürgermeisteret hat dieserhalb bereits ein eingehendes Exposee ausgearbeitet, daß dem Städtetag zur Beratung und Beschlußfassung unterbreitet werden wird. * Worms. Hier wird heute eine Ausstellung von Amateur photographien eröffnet. Die Dauer ist auf zehn bis zwölf Tage festgesetzt. GANG * Gau- Odernheim. Der Verband der Krankenkassen und der Gemeinden als Träger der Kranken- Versicherung im Großherzogtum Hessen hält am 18. September hier seine fünfte ordentliche Mitgliederversammlung ab. * Nieder- Olm. Vom Großherzog be= gnadigt wurde der wegen Fahnenflucht zu 6 Monaten Gefängnis verurteilte amerikanische Staatsbürger Kaufmann und Kunsthändler W. Schultheis aus Nieder- Olm. Er war vor zirka 24 Jahren ausgewandert und jetzt mit seiner Familie zu Besuch nach der Heimat gekommen in der Meinung, daß er straffrei bleibe. Am Grabe seiner Mutter war er verhaftet worden. 17) Gerichtet. In nid E VED Familienroman von Franz Wichmann. ,, Gewiß ist's ein Irrtum," verteidigte die Försterin den Ans geschuldigten, und dann alle seine anderen Frennde, Baron Rehberg, Graf Hochstein" „ Um die wird es nicht besser stehen!" unterbrach der Förster sie:„ Ich habe sie dem Herrn Oberforstmeister auch genannt „ Nun, was hat er dazu gesagt?" Den Kopf hat er geschüttelt und gemeint: Adelsfamilien Dieses Namens fenne er gar nicht. Ich aber sei ein leicht gläubiger alter Narr, der in blinder Gutmütigkeit seinen Sohn für den besten Menschen halte!" „ Ist er das denn nicht auch, unser herziger Otto?" brach Frau Adelheid aus.„ Ach, wenn wir ihn nur öfter sehen könnten in seiner Uniform! Die Menschen beneiden uns nur um unser Glück! Du hast ihm doch gehörig erwidert auf das alles?" " Ich hab's ihm ordentlich gegeben, weil denn doch alles verloren war. Herz, Ihr macht mich zum Lumpen, hab' ich gesagt, denn ich war außer mir. Ich bin noch nicht sechzig Jahre alt, Goit hat mich gesund bleiben lassen und mir Kraft zur Arbeit gegeben, und ich habe geglaubt, bis zum siebzigsten Jahre dem Staate dienen zu können! Was soll ich jetzt noch auf der Wet, wenn ich jetzt nicht mehr soll arbeiten können und nichts mehr sein soll als eine Null! Erst babt ihr mir den Wald genommen und jetzt vernichtet Ihr mir die letzte Bes dingung zum Leben! Herr, das ist mein Todesurteil, habe ich gesagt, und Ihr habt's gefällt!" „ Und was hat er darauf erwider?" ,,, da hat es ihn auch gepackt," fuhr der Alte fort ,,, denn er ist ganz weich geworden und hat gemeint, es tue ihm leid, und wenn es ginge, wolle man mir später eine andere Stelle, vielleicht auf einem Bureau, verschaffen, aber jetzt könne er nicht anders, weil ich weil ich den Stand entebre!" Er griff plötzlich nach seinem Glase und begann hastig das Bier hinunterzustürzen. Die Försterin faßte seinen Arm: „ Du darfst nicht so schnell trinken, in den Zorn binein, Lorenz, das schadet dir!" ,, Laß mich," knurrte er, um so schneller vergißt man, und I das ist das beste. Weißt du noch, wie ich unsern Forstwart, den Dieter, davongejagt habe des vielen Trinkens wegen? Der hat auch gesagt, er tue es, um sein verstorbenes Mädel zu vergessen. Dazumal bab' ich's für ein dummes Geschwät * Inheiden. Bei der hier stattgehabten Gemeinderatswahl machten von 93 Stimmberechtigten 83 von ihrem Wahlrechte Gebrauch. Es wurden die seitherigen Gemeinderatsmitglieder Friedrich Kuhl mit 75 Stimmen, Ludwig Friedrich Reiß mit 62 Stimmen und Friedrich Raab mit 51 Stimmen wiedergewählt. * Groß- Gerau. Seit November finden im nordwestlichen Teile des Kreises Groß- Gerau im Auftrage der Stadt Mainz Bohrungen nach Quellwasser statt, um die Ergiebigkeit dieses Gebietes für ein großes Wasserwert der Stadt Mainz und eine Anzahl Orte im Kreise Groß- Gerau festzustellen. * Vom Odenwald. Die Forellenfischerei fällt in diesem Jahre sehr reich aus. Das Pfund Forellen wird mit 2-2,50 Mark bezahlt. ** Frankfurt a. M. Anläßlich der 40jährigen Gedenkfeier des deutsch- französischen Krieges hat der Vorsitzende des Kreisfriegerverbandes, Kammerherr v. Bothmer, an den Magistrat eine Eingabe um Bewilligung eines Ehrensoldes an die bedürftigen Veteranen mit einem Eintommen unter 1800 Mt. gerichtet. * Frankfurt a M. Der Fehlbetrag der Inter nationalen Ausstellung für Sport und Spiel dürfte die Heranziehung von 80 Proz. der Garantiesumme not 90 wendig machen. 1903. * Frankfurt a. M. Die Großherzogin von Oldenburg hat das Sanatorium Hohemark verlassen, übernachtete in ihrem Salonwagen im Hauptbahnhof und fuhr am Donnerstag über Aschaffenburg nach Schwarzenbach, wo sie zur weiteren Erholung Aufent halt nohm * Vom Westerwald. Hier sind falsche Einmarkstücke in den Verkehr gebracht und auf einem größeren Postamte verschiedentlich angehalten worden. * Vom Westerwald. Die Flachseinte dahier liefert in diesem Jahre kein besonders gutes Gespinst, da die naßkalte Frühjahrswitterung da Wachstum un günstig beeinflußte, aber das Hervorwachsen des Unfcautes förderte. * Herborn. Gelegentlich der Sedanfeier gab Bürgermeister Birkendahl in seiner Feftrede befannt, daß die städtischen Körperschaften beschlossen hätten, alle Veteranen mit einem Einkommen unter 1200 Mt. dauernd von der Gemeindesteuer zu befreien. * Marburg. Der außerordentliche Professor in der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg Dr. Gürber wurde zum ordentlichen Professor ernannt, ferner der außerordentliche Professor der Med zin Dr. Osmann zum ordentlichen Honorarprofessor befördert. * Von der Nahe. Infolge des Zerstörungswertes des Sauerwurmes verringern sich die Herbstaussichten im Weinbau immer mehr. 10/10 Aus aller Welt. * Berlin. Zum Gouverneur des Schutzgebietes Deutsch- Südwestafrika ist der bisherige Gouverneur von Kamerun, Dr. Seiß, ernannt worden, zum Gouverneur von Kamerun der bisherige vortragende Rat im Retchsfolonialamt, Dr. Gleim. * Berlin. Das kaiserliche Gesundheitsamt veranstaltet z. 3t. Nachprüfungen der wissenschaftlichen Grundlagen, auf denen die Kontrolle der Nahrungsmittel beruht. Diese Kontrolle erweist sich noch immer nicht als ausreichend. Auf dem Lande und in den fleineren Städten gehts; je größer aber die Stadt, um gehalten, aber heute seh' ich's ein, daß er recht gehabt hat. und tue dasselbe. In der verfluchten Stadt hier hab' ich'a gelernt!" Er vergrub den Kopf in den Händen und auf die Worte seiner Frau nicht mehr achtend, versant er in ein dumpis Brüten. ( Gerichtet 37 Nr. 8.) In der gegenüberliegenden Laube hatte Klara aufs neve das Gespräch auf Hellborns Vergangenheit gebrecht. „ Und wie kam es, daß gerade Paris diese Wandlung in Ihnen hervorbrachte?" fragte ste. on Weil ich eben in Paris zum erstenmal den Begriff ver Großstadt in seiner ganzen furchtbaren Bedeutung erfaßte," ec widerte er. Mir erschienen fortan diese Ameisenhausen von Menschen, die man Großstädte nennt, wie Bestbeulen des Landes, hie immer weiter um sich fressen und die gesunde Volkskraft vergiften. Auf dem Lande fehlen die Arbeiter, in den Städten hungern sie und schreien nach Arbeit. Da liegt der Kernpunkt der ganzen sozialen Frage. Dieselbe findet erst dann ihre Lösung, wenn wir wieder Bauern werden. Es gibt Arbeit genug in der Welt, niemand braucht zu darben. Gebt nur jedem sein Stück Land und laßt ihn schaffen, es nährt ihn schon. Aber das wollen sie nicht, weil sie dem Vergnügen nachlaufen und, um das haben zu können, nur um des Goldes willen arbeiten. In den großen Städten ist das Vergnügen zum Zweck des Daseins geworden; nur um den Lohn schnöder Lust wird die Last der Arbeit getragen!" " Ja," ſtimmte Klara bei, aber jede Arbeit sollte nicht Last, sondern Lust und wahre Freude sein!" ,, Damit sie das sei," fuhr Hellborn fort, muß die Arbeit wieder Lebenszweck werden und die Ruhe, die Erholung das einzig wahre Vergnügen!" Das leuchtete auch Frau Baumert ein. „ Ach, dann würde es ja wieder wie in der guten aken Beit!" rief sie. Hellborn nickte zustimmend. „ In gewisser Beziehung ja, ein Umkehren zum alten Leben in neuer, freier Focm, denn völlig zurückgehen kann und soll der Mensch nicht. Alles es Moderne ist dagegen die zeitweilige Wiedererneuerung des Alten, und das eben ist es, was unsere Beit nötig hat!", Die Tante betrachtete ihn mit unverhohlenem Staunen. Sie wissen, das alles so flug und gelehrt zu sagen, daß man es glauben muß!" „ D, wäre ich ein Mann geworden," brach Klara aus,„ ich fennte fein sehnlicheres Verlangen, als so sein zu können wie Sie, Herr Hellborn!" „ Und warum sollten Sie das nicht können?" fragte er mit seiner tiefen. ernten Stimme.„ Wenn das schwächere Weib so ärger die Nahrungsmittel Verfälschung. Es ist daher dringend notwendig, daß die Kontrolle hier noch gründ licher wird. * Hörter. Bei der Reichstagsersatzwahl für den Wahlkreis Warburg- Hörter wurden von 19 245 Wahlberech tigten 12 023 Stimmen abgegeben. Davon erhielten Uni versitätsprofessor Dr. Martin Spahn- Straßburg( 3.) 11 301, Schäfer- Meyer( Soz.) 579, Pfarrer Dr. Hille( 3tr.) 101 Stimmen. 3ersplittert waren 42 Stimmen. Prof. Spahn ist somit gewählt. * Oberlahnstein. Hier wurde ein Mädchenhändler verhaftet, als er mit mehreren jungen Mädchen, die sich als seine Nichten ausgaben, nach Argentinien abreisen wollte. Sie sollten angeblich in der Ausstellung von Bu enos- Aires Stellung nehmen. Die 26. Jahresversamm* Ludwigshafen. lung des Allgemeinen evang.- prot. Missionsvereins, der hervorragende Theologen unter seinen Mitarbeitern zählt, findet vom 5.- 7. September in Ludwigshafen statt. Robl- Memorial. In dem am Sonntag in Magdeburg unter dieser Bezeichnung ausgefahrenen 30 Kilo meter- Rennen belegten die Brennaborfahrer F. Ryser und B. Demte den ersten bezw. zweiten Platz. )( Der große Sommerpreis wurde am Sonntag, den 28. August, in einem 50 Kilometer- Rennen Gladbeck von Jean Böschlin auf Brennabor gewonnen. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. in Gießen, 2. September. Wegen unlauteren Wettbewerbs stand der Kaufmann Markus Schleimer aus Friedberg unter Anklage. Um das Publikum anzulocken, veranstaltete er Ausnahmetage, 95 Pfennigwochen, 8 Schürzentage 2c., ließen Die und zeigte dieses in verschiedenen Zeitungen der Umgegend an. Verschiedene Mitglieder des Detaillistenvereins sich Sachen holen und sie kamen zu der Ueberzeugung, daß die Waren inbezug auf Beschaffenheit und Preisbemessung nicht der Anpreisung entsprachen, weshalb sie Strafantrag stellten. Die Waren stellten eine Qualität dar, wie sie in anderen Geschäften meistens nicht geführt werden und so mit nicht als gute Ware bezeichnet werden durften. Sachverständigen waren bei der Verhandlung verschiedener Ansicht. Während der Vorsißende des Detaillistenvereins Gießen behauptete, einen Bettfolter zu 95 Pfennig, wie sie der Angeklagte angeboten hat, dürfe nicht als schwere, gute Ware bezeichnet werden, glaubten mehrere andere, die Preise würden der Ware entsprechend sein. Auch seien Schürzen dabei, die unter Herstellungspreis abgegeben wor den sind, wie sie der Angeklagte angepriesen hat. Festge stelltermaßen Angeklagte schon beim Einkauf zwei Drittel Ausschuß gekauft und die Sachen doch als gut an geboten. Nach den Ausführungen des Staatsanwalts ist das Publikum irre geführt worden, da es glaubte, für ge ringes Geld gute Ware zu bekommen, dagegen sei alles minderwertige Qualität. Er beantragte zweimal 300 und einmal 500 Mark Geldstrafe, während der Verteidiger auf Freisprechung plädierte. Da die Zeit schon sehr vorgeschrit ten war, würde das Urteil auf 8 Tage ausgesetzt.. rich Paul mit Gästen Streit angefangen, weshalb ihn der Wirt aus dem Lofal entfernte, und ihm den ferneren Eintritt verbot. Trotzdem kam er zweimal wieder und drohte dem Wirt, ihn mit dem Revolver zuerschießen; auch einen Arbeitskollegen bedrohte er in gleicher Weise. Das Schöffen gericht verurteilte den rauslustigen Angeklagten zu 4 Mona ten und 28 Tagen Gefängnis. Er focht das Urteil an, indem er die Zeugenaussagen teilweise bestritt. Es half ihm aber nichts; das Urteil wurde bestätigt. An einem Schneiderlehrling zu Grebenhain hat sich der Schneidergeselle Heinrich Orth aus& hringshausen Ge in unsittlicher Weise vergangen. Er befam 6 Monate fängnis, abzüglich 3 Wochen Untersuchungshaft. In einer Wirtschaft zu Schlitz hat der Arbeiter Heinden Bund mit dem stärkeren Manne schließt, werden beide zu einer ungeahnten neuen Kraft. Und vereinte Kräfte haben immer noch mehr Gutes in der Welt geschaffen als einzelne, verlorene!" 179 Frau Baumert hatte auf das Zwiegespräch faum noch acht gegeben; sie kämpfte offenbar mit einem Entschluß. „ Philosophiert ihr nur immer weiter," meinte sie, als beide eben schwiegen,„ ich will inzwischen zu den anderen hinüber gehen; vielleicht wäre es ja doch möglich Wo „ Den Vater umzustimmen, meinst du?" fragte Klara. denkst du hin? Jetzt, nachdem er mich hier mit Herrn Hellborn gesehen hat?" " ,, D, ich fürchte ihn nicht!" erklärte die Tante. Er tann mir nichts tun. Er kann es mir doch nicht wehren, Adelheid zu begrüßen und zu Ottos Geburtstag zu gratulieren!" „ Aber er wird glauben, ich habe dich abgeschickt!“ wandte das Mädchen ein. „ Sei unbesorgt!" wehrte die Tante. Er kennt mich und weiß, daß ich meinen eigenen Willen habe!" 9. Kapitel. Während Frau Baumert nach der jenseitigen Laube hin überschritt, sah sie zu ihrem Unmut, daß ein anderer ihr zuvor kam und, ehe sie die Laube noch erreichte, in den Eingang der selben trat. Es war ein Feldgendarm in dienstmäßiger Ausrüstung, auf dessen spizzer Pickelhaube sich blitzend die Sonne brach. Das war ärgerlich, aber zur Umkehr war es zu spät, die drinnen Sitzenden mußten sie schon bemerkt haben. So betrat sie dicht hinter dem Gendarm resolut gleichfalls die Laube. Der zuerst Eingetretene war grüßend am Eingang der Laube stehen geblieben. 17 „ Sie entschuldigen, daß ich mich hierher setze," richtete er an die Reiners das Wort, es ist im ganzen Garten sonst kein schattiger Platz mehr zu finden." musipalaid Die Försterin, der jede Uniform imponierte, rückte sogleich beiseite. D, gewiß, mit Vergnügen!" komplimentierte sie. Grüß Gott, Adelheid! Grüß Gott, Herr Förster!" ließ in diesem Augenblick, während der Gendarm sich setzte, Frau Baumert sich vernehmen. machte nur Der Förster erwiderte ihren Gruß nicht; er eine Bewegung mit der Hand, die wie eine Ablehnung aussah Kommt Ihr von denen da?" tam es ruckweise aus seinem Munde. ( Gerichtet 38 Nr. 8.) 790 Frau Adelheid stieß ihn an und meinte halblaut: „ Still doch, wer wird denn vor einem Fremden Lorenz Reiner beachtete ihre Mahnuna nicht. ( Fortseßung folgt.) Der Brief geftändig, eine fich deren wer einen Aupon, laube im lette feinem Treiber ung bei ihm unterdrückter deren Austrag tig, ftellte fid was ihm hät a aber nicht gef Das Gericht abzüglich 2 M bürgerlichen G Kiral Am 15. Kollette zum Vormittags 8 Zugleich Martusger Vormittags 9 Vormittags 8 Bugleich Johannes Vermittags 9 Nachmittags u heit zur Bormittags 6 V nicht organisi K Maigasse 4 Lag Große Aus Tanne Beweisen! Zahlen! La gelös W dass die persis rate in Gi A ist das Se von uner kein Bür für die W Mi Alleinige F a He ng. Es ist dabe hier noch gründ jabwahl für de 9 245 Wahlbered on erhielten Uni burg( 3.) 11 301 hille( 3tr.) 10 en. Prof. Spah de ein Mädchen ngen Mädchen, di gentinien abreije Sitellung von Bu Jahresversamm ionsvereins, de itarbeitern zähl Shajen statt. am Sonntag in efahrenen 30 Stilo Ter F. Ryser un 3. wurde am Sonn meter- Rennen bor gewonnen. jaal. 2. September. der Kaujmam nter Antlage. Un igwochen, Jeit der Umgegens tenvereins ließen Ueberzeugung, daj nd Preisbemessung lb fie Strafantra tät dar, wie sie i werden und j Den durften. Die dlung verschieden Detailliftenverein u 95 Pfennig, wie nicht als schwere, mehrere andere, die sein. Auch seien is abgegeben wor iesen hat. Festge eim Einkauf zwi doch als gut a Staatsanwaltst es glaubte, für ge dagegen sei alle zweimal 300 un er Verteidiger a on sehr vorgeschri ausgeseßt... der Arbeiter Hei , weshalb ihn de den ferneren Ein wieder und droh schießen; auch eine eife. Das Schöffer agten zu 4 Mone Das Urteil an, in ftritt. Es half in benhain hat sich de ringshause m 6 Monate G ng3baft. Bt, werden beide z reinte Kräfte habe chaffen als einzeln präch kaum noch ach Entschluß. meinte fie, als beid Den anderen hinüber fragte Klara. r mit Herrn Hellbor Die Tante. Er lan cht wehren, Adelh gratulieren!" abgeschickt!" want „ Er kennt mich unb e!" enfeitigen Laube bi ein anderer ihr zu in den Eingang d mäßiger Ausriiffur die Sonne brach rwar es zu spät, rft haben. So bet ichfalls die Laube. nd am Eingang cher fete," richtet zen Garten fonft Donierte, rückte fogl mentierte fie Herr Förfter!" lief arm fich feste,& nicht; er ne Ablehnung aus der machte srudweise aus fein ( Gerichtet 38 M inte halblaut: m Fremden ung nicht lgt.) Der Briefträger Georg Rodel in Gießen ist geständig, eine Reihe von Postsendungen unterschlagen und sich deren wertvollen Inhalts angeeignet zu haben. Durch einen Kupom, den er in Lauterbach während seines Ur= laubs im letzten Sommer bei einer Bank einlöste, kam man seinem Treiben auf die Spur. Es wurde eine Haussuch= ung bei ihm vorgenommen, wobei man eine große Anzahl unterdrückter Postsendungen vorsand; darunter auch wertlose, deren Austragen er versäumt hatte. Er ging damals flüch tig, stellte sich aber später freiwillig und gestand alles zu, was ihm hätte nachgewiesen werden fännen. Dadurch sei aber nicht gesagt, daß er nicht noch mehr veruntreut hat. Das Gericht erfannte auf 1 Jahr 3 Monate Gefängnis, abzüglich 2 Monate Untersuchungshaft und sprach ihm die Jahre ab. bürgerlichen Ehrenrechte auf Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 15. Sonntag nach Trinitatis, den 4. Septbr. Kollekte zum Besten der Kaiser Wilhelmstiftung für deutsche Invaliden. Gottesdienst In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Martusgemeinde. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer D. Schlosser. In der Johannestirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Zugleich Christenlehre für die Neulonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vermittags 9½ Uhr: Pfarrassistent Hanstein. Katholische Gemeinde Samstag, den 3. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen= heit zur heiligen Beicht. Sonntag, den 4. September. 16. Sonntag nach Pfingsten. Schuhengel fest. Vormittags 6½ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Von der Reise zurück Dr. Mueller Schreiner- Gesellen nicht organisierte, erhalten dauernde Arbeit bei hohem Lohn. 2291 Emil H. Müller, Holzbearbeitungsfabrik. Karl Tränkner Maigasse 4 Schreinermeister empfiehlt sein reichhaltiges Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Andacht mit Segen. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geboren e. Aug. 26. Sergeanten Heinrich Schäfer eine Tochter. 27. Fabritarbeiter Peter Wagner ein Sohn, Hermann Wilhelm. " " " " " " " , 27. Friedrich Schmalz, Gerichtsschreiber- Aspirant, mit Elisabethe Dorothea Katharine Gibb, beide in Gießen. 27. Heinrich Lenz, Profurist in Oelde, mit Elise Jung in Gießen. 27. Karl Schäfer, Bahnarbeiter, mit Anna Stückrath, beide in Gießen. 31. Gustav Sepp, Krankenpfleger, mit Berta Wolber, dabeide in Gießen. Sep. 1. Anton Küchler, Kaufmann, mit Anna Hagen, beide in Gießen. Gestorbene. 27. Steinmetz- Meister Louis Schmidt eine Tochter, 27. Emma Stlara Selene Henriette. 28. Hausburschen Karl Bornträger eine Tochter, Elisa bethe. 29. Zimmermann Andreas Döring eine Tochter, Ottilie. 31. Elektromonteur Franz Ellermeier eine Tochter, Karoline Elisabeth. Sept. 1. Schneider Kari Horeysed ein Sohn, Kurt Friedrich Wilhelm. Aufgebote. Aug. 26. Ludwig Hofmann 6., Metzger in Gießen, mit Maria Moos in Lollar. " " " 26. Wilhelm Ludwig Hanstein, Pfarrassistent in GieBen, mit Helene Bangert in Buzbach. 27. Hugo Ernst Kaldeweier, Ingenieur in Gießen, mit Maria Elsa Troll in Aue. 29. Wilhelm Feuerbach, Maler in Gießen, mit Lina Möhn in Dauborn- Eufingen. Aug. 27. Anton Zirbus, Former, 42 Jahre alt. " 30. Johanna Schäfer, 85 Jahre alt. 31. 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Musiker: Abkühlung. . Tondichter, Komponist, Musiker flingt alles schon abgebraucht!" Dichter: ,, Nennen Sie sich Akkordarbeiter!" - δας Ein Penibler. Nr. 37. fülr Gießen. für Abonnenten der Gießener Zeitung" fostenlose Lieferung. Expedition: Seltersweg 83. Verlag: Albin Klein. - ( Alle Rechte für sämtliche Bilder und Terte vorbehalten. Abbrud verboten.) Leuchtend schimmert der Abendschein, Goldig erglänzt jeder Baum, Drossel singt nur noch ganz allein Drunten am Waldessaum, Leicht verhallet ihr Abendlied, Das aufwärts zieht. Heimkehr. Nebel wallen, der Abend naht, Flimmernd zuckt vor schon ein Stern, Rehe zieh'n leise auf ihrem Pfad, Käuzchen ruft in der Fern', Blätter bewegt der Abendwind Sanft und lind, Schneidige Replik. IIII Leise flüstern sie allzumal: 1910. ,, Schütze uns, herr, in der Nacht!" Glockenton klinget dazu vom Tal, Tagewerk ist nun vollbracht, Leuchtend der Vollmond mir jetzt winkt zu: ,, Geh auch zur Ruh'." Höflich. Gefängnisinspektor( zu einem Sträfling, der ausgebrochen war, aber noch an demselben Tag wieder eingefangen wurde): ,, Na, hatten Sie sich gestern Nachmittag auch ein bißchen freigemacht?" X Gute Auskunft. Gast: Herr Wirt, wir wollen jetzt aufbrechen: Wie weit haben wir auf den Bahnhof?" Wirt: ,, Man rechnet 40 Minuten; wenn die Herrschaften aber ein bisserl laufen, gehen Sie's bequem in 30 Minuten!" Schrecklicher Craum. Aber Du hast heute Nacht unruhig geschlafen!" nur Kein Wunder! Mir hat geträumt, daß ich alle Berge bon Tirol eingepackt und nach Hause geschickt habe den Drtler nicht! Für den waren alle Risten zu klein!" Das genügt. Verteidiger: Meine Herren Geschworenen, der Angeflagte ist durchaus nicht immer im Zustande geistiger Burechnungsfähigkeit gewesen. So kann ich Ihnen durch glaubwürdige Zeugen beweisen, daß er am Tage vor der Tat seiner abreisenden Schwiegermutter zugerufen hat:, Auf Wiedersehen'!" 32 ⚫ Soldatenliedel.. a a Bei Tisch. Gatte: Ich kann Dir nur wiederholen, daß das ganze Essen total versalzen ist!" Gattin: ,, Na, dann schweig doch endlich, und gib nicht auch noch Deinen Senf dazu!" Keine Gefahr en, Seltersweg& UIL jevermann, vem an der venerung dieser zustande ge rsial pigsjaro?) jährlich) der Kundschaft zuzustellen. Es können die Inn Sein Stolz. ,, Da schenke ich Ihnen eine schöne Weste." Bettler: ,, Heern Se, das tut mir aber leid, ich trage nämlich nur ganz modernes hochgeschlossenes Fasson.' Berantwortlicher Redakteur: Dr. Karl Schaumburg, Berlin. Drud und Verlag von Georg E. Nagel in Berlin- Schöneberg. Richter: Wie oft sind Sie vorbestraft." Strolch: Ich will nicht renommieren, aber an die dreißig Mal wird's wohl gut sein!" ld... Wemer loy Junge Dame: Sie mögen sagen, was Sie wollen, die Männer taugen alle nichts." Herr: Gnädigste haben vollständig recht: Ausnahmen bestätigen die Regel. moderne Krankheit ,, Na, so wenig mobil?" - ,, Wie kann man ohne Auto mobil fein?" Trava, trara! Ruft es die Seelen, Die noch in der Raserne feh Ien, Trava, trara, trava. Trara, trara! Bei diesen Tönen Muß der Soldat von seiner Schönen, Trara, trara, trara. Trara, trarra! Von der Raserne Tont's durch die Nacht hin in die Ferne, Trava, trara, trara. Trara, trara! Aus ab und Ferne Ruft's die Verliebten zur Ra ferne, Trara, trara, trara. Trara, trara! Dann denkt die Menge Wenn's erst zum legten Mal uns klänge, Trara, trava, trara. 1130 844 uujuyigitu nouwenoigen vedingungen nachzukommen! Aber höchste 3 eit ist es dazu! Bezug Nr. 118 Liefer Die Lieferun für die Schlachtho Samsta öffentlich vergeben Zeichnungen, gen bei uns zur daselbst erhältlich, einzureichen.- Gießen, d G Probatum est! ,, Hör mal, Männchen, der Rentter Schmidt fängt jetzt die Mode an, bei uns seinen Kaffee zu trinken- ich weiß wirklich nicht, was wir mit dem langweiligen Menschen anfangen sollen?"-" Anpumpen." Beim Schopf gefaßt. hübsches Buch?" A.: Was haben Sie denn hier für ein B.: Da trage ich alle meine Verbindlichkeiten ein Wenn Sie mir fünfzig Mart pumpen tommen Sie auch hinein!" - Ⓡ Ein Rabenvieh, von dem ich wette, Daß seine Schlauheit erster Güte, Sieht sitzend auf dem Fensterbrette Jm Zimmer eine Fliegendüte. 2. Der schlaue Rabenvater. Stä Bergebu Die Herstellu schuppen und Er Samstag öffentlich vergeben Arbeitsbeschrei Einsicht offen. A lich, find bis zun Gießen, Deutlicher Wink. Herr:„ Ist das hier wohl Ihr Lieblingsplätzchen, Fräulein Frma?" Fräulein: Ja, hier size ich immer so gern Passender Hut. allein." A.: In Frack und Zylinder! Woher kommst Du denn?" B.: Habe meine Schwiegermutter besucht!" A.:„ Aha, deshalb hast Du die Angströhre aufgesett!" 3. Dort macht er's bei der fliegendüte Bequem sich auf' nem Ast,' nem langen, Und dachte bei sich: Gott behüte, Warum soll selbst ich fliegen fangen. 4. Ber für den ser aus den ft wolle dies alabal - anzeigen. Der Preis be der Anmeldung bor das Haus. geben. Bur Beka Die Seff. tadt hat an di merbezirks ein se fämpfung des B des Schreibens he fordern und Kre werbetreibenden als ein drückende und beklagt. Tr fitte von den Han doch ohne besonde dieser Lauheit ha film, auch in 30 ichauung eingebür werker den Kredi Folge hierbon fin tinzuziehen sind. geben, wird es i möglich gemacht, die Folge davon nigt mehr die g und daß dadurc Ce bandwerker die G Droschkengaufschreck. ,, Na, wenn die man bloß nicht bei mir einsteigen!" Renommage. Geschäftsreisender: ,, Sie werden von der Größe und dem Alter meines Hauses ungefähr eine Ahnung bekommen, wenn ich Ihnen sage, daß unser jüngster Lehrling fünfundachtzig Jahre alt ist!" Hebamme:„ Herr Rat, es sin Drillinge angekommen." ,, Na, halb so viel wäre auch genug gewesen." Die alte Geschichte. War einst ein Knab' und ein Mägdelein, Die waren vou Herzen sich gut. Es wurde von Tage zu Tage, Stets heißer der Liebe Glut. Sie konnten einander nicht freien Sie hatten ja beide kein Geld, Was meint ihr, daß aus den beiden Geworden noch ist auf der Welt? Der Knabe, der nahm sich das Leben, Es war ja nun einmal ein Narr; Das Mägdlein nahm einen andern, Weil sie die Gescheitere war. Kasernenhofblüte. Unteroffizier: Sie, Meier, Sie bleiben immer einen Schritt zurück!... Sie sind ja das reinste Poststriptum der Kompagnie!" Alleiniger Fabrikant: Fritz Schulz jun, Akt- Ges.Leipzig chwert wird. De gih genug zugeru gen und brecht mi Kunden erst am übersenden! Am fott nach Fertigste und für Barzahlun Rabatt oder Stom In Gedanken. Die Kunden einen u regulieren. Die durch da len zweifellos au lertandes im allo Eistenz des einze ie haben vor alle les Gefchäftsfapita hen Gewerbeerzeu elbstverständlich, S inmal im Jahre enige, der fein dem Handwe egen vermag. er Industrie be laf diese immer huch in der Lag mehrfachen Kapita handwerker, der niglich nur einm er Handwerker h bejen entstehen, et en Gewohnheit a Dadurch zu verlier rindet oder über Borgehen aller S ich deshalb an m jedermann, de Doppelsinnig. Fremder( in einem Wirtshaus zweiten Ranges, nachdem er der Kellnerin ein Trinkgeld gegeben):" So der Hausknecht bekommt nichts, weil er mich verschlafen ließ und ich gezwungen war, noch einen Tag hier auszuhalten!" Wirt:„ Bitte, ist auch nicht nötig! Der Hausknecht ist schon von mir bezahlt!" Wie man's nimmt. A.:,,Denke Dir, der Professor Schlaumeyer hat neulich einen guten Fund gemacht. er entdeckte ein noch ungedrucktes Manuskript Schillers!" B.:,,Da finde ich nichts weiter! Meine sämtlichen Manuskripte sind auch alle ungedruckt!" Arbeitsteufel. Vexier- Bild. Der Rabe denkt: Das ist' ne Sache, " 1 Mit der, hab' ich sie erst zu Hause, Das Leben ich bequem mir mache." Er stiehlt und fliegt in seine Klause. Vielseitig. Die Baronesse scheint eine ungewöhnlich vielseitig gebildete Dame zu sein!" ,, Glaub's schon- hat auch alle vier Fakultäten absolviert!" ,, Wie, was! Wie ist denn das möglich?" ,, Ganz einfach! Mit vierzehn Jahren schwärmte sie für ihren Lehrer, mit sechzehn für ihren Pfarrer, mit zwanzig für ihren Arzt und mit dreißig für ihren Rechtsanwalt!" Selbstverteidigung. Richter: Sie haben sich wegen Körperverletzung zu verantworten, weil Sie den Kläger derart auf die Nase schlugen, daß sie stark blutete!" Angeklagter: Aber, Herr Richter, ich bitt', Nasenbluten ist doch eigentlich gesund!" Geselle: Als sich gefangen viele Fliegen, Da rief er seine Jungen sich Sich eingestehend mit Vergnügen: Die Faulheit macht erfinderisch. Übertrieben. - Mr Was, Ihre Tochter soll ich heiraten? Die ist ja ganz schief!" Buchbindermeister:" Ah was, schief! Verzogen hat sie sich a' bißl!" Ist das die ganze Arbeit für heute?" - ,, Donnerwetter, da heißt es sich Zeit lassen!" Ein Optimist. „ Jawoll!" Rommis:„ Mein Chef scheint meine Unentbehrlichkeit im Geschäft nach und nach einzusehen; früher hat er mir täglich zweimal den Dienst gekündigt, jekt tut er es bloß wöchentlich dreimal!" 温 腻 Wo sind die versunkenen Torpedo- Boote? Barbaren der neuzeit. Lieschen: Mama, was versteht man eigentlich unter einem Barbaren?" Auto- Enthusiastin: Jemand, der noch niemals Auto gefahren ist!" d. Frau Hüttenberger, Gießen, Seltersweg 67.