Ar. 306. ation n. Sarp terpebition: Gießen, Seftersweg 88. Vernsprechanschluh Rr. 362. Montag, den 31. Dezember 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Nenelle Nachrichten ( Sichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Krete Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Reichstagswahlen. Wahlaufruf der Hirsch Dunckerschen GewerkVereine. In seiner jüngsten Sizung hat der Zentralrat der Deutschen Gewerkvereine nach lebhafter Diskussion über die Bedeutung der nächsten Reichstagswahlen für die deutschen Arbeiter und ihre Berufsvereine folgende Resolution einmütig angenommen:„ Der Zentralrat der Deutschen Geverfvereine( HD.) fordert alle wahl. berechtigten Verbandsgenossen dringend auf, am 25. Jan., bezm. auch am etwaigen Stichwahltage, ihr Wahlrecht zum Reichstage auszuüben. In Wahrung der Neutralttät unferer Gewertvereine lassen wir unseren Verbands: genossen selbstverständlich völlig freie Hans in der Wahl, crwarten jedoch, daß kein Gewer fbereinler einen Feind unserer Organisation wählt, auch keinen Lebensmittelberteuerer oder Gegner des bestehenden Reichstags wahlrechts. Alle deutschen Gewerkvereinler müssen sich bielmehr ernstlich bemühen, daß Reichstagsabgeordnete gewählt werden, die Freunde unserer Bestrebungen und cines freien Koalitionsrechts sind und Gewähr dafür bieten, daß ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, mit der Sache der Arbeiter auch die des Volkes und Vaterlandes fraftboll vorwärts zu bringen." Ein Wahlaufruf der„ Hilfe". Pfarrer a. D. Naumann hat in der Hilfe" einen Wahlaufruf veröffentlicht, worin es heißt: Ueberal, Do ein liberaler Mann aufgefiellt wird, stehen unsere Freunde ohne weiteres hinter ihm. Für konservative, Elerifale und antisemitische Kandidaten find wir in feinem Falle zu haben. Unsere Arbeit und unsere Geldmittel stehen uur der freiheitlichen Entwicklung zur Verfügung. Das ist die beste Art in der gegenwärtigen berworrenen Lage, dem Vaterland und seiner Macht zu dienen. Wir wollen fein Deutschland der Junker und Briefter, sondern ein Deutschland das in den Bahnen seiner großen Geister, Kant, Fichte, Schiller fich entwickelt, und das die freiheitlichen Bewegungeu Der Zeit der Reichsgründung von neuem in sich auferstehen sieht." Hessen und Hessen- Nassau. Der Nationalliberale- Verein Gießen hält Mittwoch, den 2. Januar, abends 82 Uhr, im Kaiserhof eine General- Versammlung in Sachen der Reichstagswahl ab. Friedberg Büdingen. Hier spricht man von einer Kandidatur Dr. Strecker, der die Naumannsche Richtung bertritt. Dr. Strecker ist durch die Volksbildungsbestrebungen in der Wetterau bekannt geworden. Jm Wahlkreis Friedberg- Büdingen werden die Bündler mit einer Kandidatur Bähr hervortreten.(?) Oberlahnkreis. Von der sozialdemokratischen Paetei wurde in Weilburg Habicht Frankfurt aufgestellt. Worms Heppenheim. Die Zentrumspartei hat Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Dr. FrenayMainz die Kandidatur angeboten. In zweiter Linie soll Stadtrechner Uebel Dieburg in Betracht kommen. Als Kandidat der Liberalen wird Rechtsanwalt Justizrat Dr. Gutfleisch- Gießen genannt. Süddeutschland. Im Wahlkreise Kreuznach- Simmern wird jetzt doch von seiten der Nationalliberalen an Prof. Paasche, dem seitherigen Vertreter festgehalten. Der Bund der Landwirte stellte General von Kloeden- Wiesbaden und die Sozialdemokraten Bebel auf. Karlsruhe. Der liberal freifinnig demokratischer Block für Baden ist gestern für ganz Baden perfeft geworden. Norddeutschland. Im 4. Berliner Wahlkreis hat der Abg. Justizrat Albert Träger die ihm vom Vorstand des freisinnigen Wahlvereins angebotene Kandidatur angenommen. Für den Wahlkreis Teltow Beeskow- StarkowCharlottenburg wurde Stadtschulrat Dr. NeuffertCharlottenburg als freifinniger Reichstagskandidat aufgestellt. Aller Anfang ist leicht. - - Zum 1. Januar 1907. Ein fröhliches neues Jahr! Ein fröhliches Jahr, gesegnet durch Arbeit und Arbeitsertrag auf jedem Feld! Das ist der Neujahrsglückwunsch, den wir unsern Lesern bieten. Jeder Abschied hat etwas Wehmütiges, jeder Willkomm etwas Hoffnungsfrohes und Befreiendes. Darum wollen wir uns mit dem beginnenden Jahr mehr als mit dem abgeschlossenen beschäftigen. Nicht als ob das abgeschlossene gar so übel gewesen wäre. Es hat seine Tücken gehabt und seine Gefahren; aber die Tücken sind überwunden, die Gefahren rechtzeitig beseitigt worden, und an guten Tagen hat es ihm nicht gefehlt. Aller Anfang ist schwer, sagt ein Sprichwort. Sprichwörter haben immer recht. Manchmal hat gleichzeitig auch die vollständige Umkehrung recht. Hier trifft das zu. Aller Anfang ist leicht ist genau so wahr, wie das Gegenteil. Aller Anfang ist schwer für den Schwerfälligen, für den, der ohne Selbstvertrauen, ohne Mut, ohne Lust an das Neue herantritt. Dem Gewohnheitsmenschen nicht zu verwechseln ist mit dem, der pietätvoll an dem Ueberlieferten hängt jede Aenderung schon eine Quelle der Angst, zum mindesten des Mißbehagens. Auch der mag Ursache haben, jede Umgestaltung zu scheuen, der in allen Dingen alle seine Wünsche schon befriedigt sieht. Darum darf der Dichter sagen:„ ein jeder Wechsel schreckt den Glücklichen." Beneidenswert aber ist dieser Glückliche nicht. Er ist mit Gaben reich bedacht, doch die höchste Gabe fehlt ihm: die Kraft, die das Glück aus sich selbst schafft. Denn nicht das geschenkte, nur das selbstgewonnene Glück, das unter Umständen auch ertrozt sein will, ist das wahre, beglückende, das innerlich befriedigende Glück. Wer erschrecken kann, dem fehlt schon die Voreussehung des vollen Glückes, das ohne Zuversicht in feine Dauer und ohne den mutigen Willen, sein Ende ohne chachichtet nicht besteen fann er aber von fich frei weiß, wer dem Geschid in allem ſeinem Wandel fest ins Auge blickt, der sieht in dem Wechsel nur die Möglichkeit erhöhten Behagens, der begrüßt das Neue als die Grundlage neuer Freude, der geht mit frohem Empfinden sogar dem neuen Kampfe entgegen, weil der Kampf die Vorbedingung und in des Mutigen Augen nichts anderes als der Vorläufer neuen Sieges ist. Aller Anfang ist leicht, sagen wir deshalb; leicht für den, der nicht schwerfällig und schwerblütig und schwermütig ist. Es ist schon eine Lust, nur aus dem gewohnten Trab einmal herauszukommen, sich anders zu regen, anderes zu versuchen, anderes zu sehen. Nicht aus Freude am Wechsel selbst, nicht aus Verdrossenheit gegenüber dem Hergebrachten und Befannten, sondern aus innerem Kraftgefühl, das sich nicht scheut, auch einmal einen wenig aussichtsreichen Versuch zu wagen einzig, weil die vorhandene Kraft sich sehnt und danach verlangt, sich zu erproben, ja, wie man zu sagen pflegt, fich auszutoben. Das Austoben gilt freilich für ein Vorrecht der Jugend. Es schadet aber nichts, wenn man Jugendlichkeit auch bis in höhere Jahre sich wahrt, wenn man nicht vor der Zeit sich selbst alt macht. Die Würde ist ein Trost des späteren Alters diesen Trost soll man nicht als Vorschuß nehmen. Aller Anfang ist leicht, sagen wir; leicht für den, dem nicht Sorgen das Herz geschwächt haben, der sich den Sinn für das Neue aufnahmefähig gewahrt hat nicht um immer nach dem Neuen zu greifen, sondern um das Alte recht schägen zu fönnen, um in freiem Urteil die Wahl zu haben zwischen dem Guten und dem Besseren. Diese Stimmung, die das Alte liebt, weil es sich bewährt hat, und das Neue mit vorurteilslosem Auge beachtet, weil es fich bewähren kann diese Stimmung ist die rechte zur Begrüßung des neuen Jahres. Wir können nicht wissen, was das neue Jahr uns bringen wird. Wir sind aber zu den besten Hoffnungen berechtigt. Nachdem wir eben gesehen haben, wie vielfache Uebel geringer waren als sie schienen, und wie schnell sie vor dem festen Willen ihrer Bekämpfung zurückwichen, müßten wir zuvor an unserer eigenen Kraft verzagen, wollten wir mit geringerem Mut und mit gemindertem Vertrauen in die Zukunft blicken. Wir leben in einem mächtigen Reich, das seit mehr als einem Menschenalter seine Kraft zur Erhaltung des Friedens verwendet hat. Die Segnungen dieses Friedens haben wir am ftetigen Wachstum unseres Nationalwohlstands erfahren. Der Widerstreit der Interessen ist uns nicht erspart geblieben, doch immer hat sich ein Mittelweg gefunden, der die notwendigen Opfer gleichmäßig verteilte, sodaß fie für keinen Bevölkerungsausschnitt zu schwer wurden. Die Lehren und Erfahrungen der Vergangenheit fönnen für uns nicht verloren sein. Vorficht ohne Aengstlichkeit, Selbstvertrauen ohne Uebermut das kommt uns zu. Nicht leichtsinnig, aber freien Sinnes, nicht leichtherzig, aber beherzt wollen wir der Zukunft entgegengehen und dem, was sie bringen mag. Dann wird uns nicht nur der Anfang leicht sein, der doch das Schwerste ist, sondern die ganze Bahn, die vor uns liegt. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Am 5. Januar wird im preußischen Handelsministerium eine Beratung über Einführung des Zweischachtsystems im Kalibergbau stattfinden, an der Vertreter der preußischen Bergbaubehörden und der Kali- Industrie teilnehmen werden. Die vom Ministerium in sozialpolitischem Interesse zum Schut der Belegschaft für erforderlich erachtete Einführung des Zweischichtsystems stößt in der Kali- Industrie wegen der dadurch verursachten finanziellen Belastung auf Widerstand. Auf den fiskalischen Kaliwerken ist mit einer Ausnahme, bei der es sich um ein Lager von geringer Ausdehnung handelt, das Zweischichtsystem durchgeführt. Man hofft auf eine Verständigung mit den Vertretern der Industrie. * Durch die Blätter geht die Nachricht, daß Graf Ballestrem, der bisherige Reichstagspräsident, in Schlesien und zwar im Dorfe Studa eine Niederlassung der Jesuiten begründen wolle. In dieser Form fann die Mitteilung nicht richtig sein. Der nicht aufgehobene Paragraph 1 des Jesuitengesetzes sagt:" Die Errichtung von Niederlassungen der Jesuiten ist untersagt." Möglicherweise handelt es sich um eine Unterkunft für vorübergehend anwesende Angehörige des Ordens. Amerika. 13. BUTT& TTE 11 jt It le r t. ſt 137 m За g ** Da der Präsidentenwechsel in Brasilien bevorsteh und man Ruhe im Lande haben will, hat der Kongreß fiber die kürzlichen revolutionären Bewegungen in Matto Groff Gerade diese Amnesti und Sergipe Amnestie bewilligt. wurde aber die Ursache zu einer unerhörten Bluttat. Di Verwandten des bei den Sergipaner Wirren ermordeter Dr. Fausto Cardow töteten auf offener Straße den Senator und Bischof Campos, der sich hauptsächlich um die Amnestic bemühte, wodurch die Mörder des Doktors straflos aus gingen. Kleine politifche Nachrichten. Berlin, 29. Dezember. Der Kaiser hat dem russischen Minister der auswärtigen Angelegenheiten von Jswolst das Großkreuz des Roten Adlerordens verliehen, Stettin, 30. Dezember. Gegenwärtig schweben Verhand lungen, das alte Schloß in Stettin für die faiserliche Hos haltung, vermutlich zum Gebrauch für einen jüngeren faiser ( ichen Prinzen, auszubauen. Posen, 29. Dezember. Durch fönigliche Kabinettsordr wurde die hiesige Stadtverordnetenversammlung aufgelöf wegen der durch die Eingemeindung der Vororte notwendi gewordenen Neuwahlen. Hamburg, 29. Dezember. Die erste anarchistische Kan didatur für den Deutschen Reichstag soll von den sog. Anarcho sozialisten im 1. Hamburger Neichstagswahlkreis aufzustellen beschlossen worden sein. Gotha, 30. Dezember. Erbprinz Hohenlohe- Langenburg ist hier definitiv als Kandidat aller bürgerlichen Parteier proklamiert worden. Sein Gegenfandidat ist der Sozial demokrat Bock. Fulda, 30. Dezember. Domkapitular Joseph Schmitt Fulda ist zum Bischof von Fulda gewählt worden. Athen, 29. Dezember. Eine bulgarische Bande drang in das Dorf Clepsusna und tötete sieben griechische Einwohner Auch in dem Dorfe Egridere wurden von einer bulgarischen Vande Gewalttaten gegen griechische Einwohner verübt. Newyork, 29. Dezember. Morgans Partner Perfind und der frühere Schatzsekretär Fairchild sind der Fälschung angeklagt wegen Versicherungsmachenschaften um die Bedin gungen des preußischen Gesetzes in bezug auf Ver ficherungsaktien zu umgehen. Trübe Vorze es ciert 26. Dezember. Mit Besorgnis sieht man allgemein dem kommender Jahr entgegen. Selbst die bevorstehenden Dumawahlen ver mögen nicht, der gesunkenen Hoffnung neue Kräfte zu geben Kein Denkende Der Pessimismus behält die Oberhand. täuscht sich über die Tatsache des vollständigen Versagens dei bisherigen Systems hinweg. Die neuerlichen politischen Un taten sprechen eine zu deutliche Sprache. Von dieser Re gierung erwartet man feine Klärung der Lage mehr, vergeblid ist das Suchen nach der starken, aber gerechten Hand, die da Reich aus dem Wirrsal hinausführen fönnte, in der es sein besten Kräfte allmählich verzehrt. So macht sich denn ein Biedergeschlagenheit bemerkbar und ein müdes Verzichten au bie Versuche, das Problem zu lösen. Kaum daß die Ab berufung des bekannten General Kaulbars vom Oberkommandi des Odessaer Militärbezirks viel beachtet wurde. Er soll sid zu sehr mit dem sog. Verbande des russischen Volkes ein gelassen und nicht verstanden habe, den Streit der Hafenarbeiter ju verhindern. Die Arbeitseinstellungen reißen nicht ab. Aus Lodi lam die Hiobspost, daß sämtliche dem Fabrikantenverband an gehörige Fabriken geschlossen würden, weil sich die Arbeiter ines bestimmten Fabrikanten mit diesem nicht einigen fonnten was da 50 000 Arbeiter sind beschäftigungs- nnd brotlos bei dem unruhigen Charakter gerade der Lodzer Bevölkerung jagen will, braucht nicht weiter ausgeführt zu werden. Hande and Wandel liegen übrigens allenthalben darnieder. Heut erst erklärte das hiesige Handelsgericht die Vorortbahr Die Passiva St. Petersburg- Sestrorezt für insolvent. betragen über 6 Millionen Rubel, darunter find 4429 00 HEFACESARE n. Ameritaner warf mir einen Die gange Gesellschaft tam mir einen Ganzen und der nicht eine Macht in einen Bett.nodeftiage und flier ber „ Sie verstehen wohl, ternden Blick zu. als die Gläser wieder auf dem Tische standen; ich war es meine," fuhr ich fort Leiden Los au erden?" Sterling ausgeben, um e geben. wenn Sie mir helfen könnten," antwortete ich. Ich würde Ihnen auf der Stelle 100 Pfund Nach ungefähr drei Wochen kam der Ingenieur zu mir Rubel Obligationen, die zum Teil der russischen Staatsbanl gehören. Die realisierbarea Attiva beziffern sich auf nur 131 000 Rubel. Neben den Erzessen aus politischen Motiven zeigt sich die zunehmende Verwilderung be sonders in dem überall eniporschießenden Räuberunwesen. In Odessa wurde am hellen Mittag ein Zeitungskontor von acht Banditen überfallen und ausgeraubt. Fünf bis an die Zehen bewaffnete Individuen knebelten in einem nach Rostow gehenden Postzuge einen StationskassenEinnehmer und entfamen ungehindert mit einer Beute von über 20 000 Rubeln. Die Polizei? Sie fahndet auf politische Verbrecher oder ist selber nicht taftfest. Das traditionelle Bestechungswesen hat sich während der Unruhen noch weiter ausgewachsen, obwohl man dies faum für möglich gehalten hätte. Das stärkste in dieser Beziehung wird zurzeit wohl in Warschau geleistet. Dort arbeitet, wie zuverlässige Berichte behaupten, die politische Polizei mit einer Gesellschaft von Denunzianten zusammen. Diese zeigen Söhne und Töchter wohlhabender Eltern wegen erdichteter Vergehen an. Die Beschuldigten werden verhaftet und nur gegen Zahlung großer Summen den geängstigten Eltern wieder ausgeliefert. Auf diese Weise wurden viele Tausende erpreßt. Eine Anzahl Bürger richtete eine Beschwerde nach hier an das Ministerium. Es kam der Befehl, der Sache auf den Grund zu gehen. Die Anführer der Denunzianten wurden verhaftet, und man will wissen, daß ihren Protektoren bei der Polizei nicht gut zu mute sein soll, obwohl gegen die bloßgestellten Beamten nichts unternommen worden ist. Ja, es wird offen die Ansicht ausgesprochen, der Unfug solle gänzlich vertuscht werden. Deprimierend haben ferner die neuerlichen Veröffentlichungen des Professors Dserow über die mangelhafte und betrügerische Kontrolle bei den Lieferungen für den Fiskus gewirkt. Er bringt unzählige Beispiele von direkten Unterschlagungen, gesezwidrigen Begünstigungen und Vernachlässigungen ein, durch die Betrüger und Abenteurer die russischen Finanzen und das Vertrauen zum staatlichen Regiment ruinieren. Verwirrung, Rüdgang, Desorganisation auf allen Gebieten, das ist die Signatur der Gegenwart. Wird die Zu kunst Besseres bringen? Die Vorzeichen sind trübe, sehr trübe. Soziales Leben. XTenerungszulage für staatliche Arbeiter. Das Fürsten tum Schwarzburg- Sondershausen bewilligte allen in Staats: betrieben beschäftigten Arbeitern einmalige, außerordentliche Teuerungszuschüsse. X 50 000 Mark für invalide Arbeiter, Witwen und Waisen. Die Danziger Waggonfabrik hat zur Unterstützung ihrer invalide gewordenen Arbeiter sowie von deren Witwen und Waisen eine Stiftung errichtet und dieser zunächst ein Rapital von 50 000 Mart überwiesen. × Der Konflikt zwischen Reedern und Offizieren der Handelsmarine in Hamburg. Der Verein deutscher Kapitäne und Offiziere der Handelsmarine in Hamburg teilt mit, daß bisher wegen Verweigerung der von den Reedereien verlangten Unterschrift des Reverses zum Austritt aus dem Verein 71 Kapitäne und Offiziere gemaßregelt wurden. Eine Bersammlung der Offiziere beschloß, die Zurückga'e der abgeforderten Revers- Unterschriften, die mit der Ehre der Kapitäne und Offiziere nicht vereinbar seien, zu erbitten. Die Offiziere der Levante- Linie haben einstimmig beschlossen, die Unterzeichnung des Reverses abzulehnen und die Wieder einstellung der gemaßregelten Offiziere zu verlangen. Das Eisenbahnunglück in Schottland. Die furchtbare Katastrophe, die sich in Schottland, be Dundee ereignet hat, hat 16 Tote und 37 Verwundete ali Opfer gefordert. Die Zahl der Betroffenen ist darum so groß weil die Züge infolge des Festtagsverkehrs stärker als sons besetzt waren; namentlich die letzten Wagen des Personen: zuges waren überfüllt. Von den Verwundeten dürften nod mehrere die Fahrt mit dem Leben bezahlen, da der scharfe Frost die Verlegungen noch schwerer machte. Aerzte waren, da das Unglück an einer ziemlich öden Stelle passierte, auch nicht zur Stelle, erst nach einiger Zeit lamen Aerzte und zwei Krankenpflegerinnen aus Arbroath. Die Pflegerinnen arbeiteten heldenmütig und retteten viek Verlegte. Gegen Abend schaffte man die Verletzten ins Hospital zu Arbroath. Ein Extrazug brachte einen Teil der Verwundeten nach Dundee. Einzelheiten. und der Winter tritt dort mit besonderer Heftigkeit auf; in diesem schneereichen Jahre ist die Gefahr für Eisenbahnzüge noch größer als sonst. Wie sollen Eisenbahnkatastrophen verhütet werden? Diese Frage wird angesichts des Unglücks vor Arbroath wieder dringend werden, da auch diese Katastrophe durch mangelhafte Signalgebung hervorgerufen worden ist. Die Einfahrtssignale waren durch den Schneefall gestört worden und funktionierten nicht, weshalb der erste Zug auf der Strecke hielt, da für ihn fein Freifahrtsignal gegeben war. Der auf demselben Gleise nachfolgende Schnellzug konnte diesen Umstand des dichten Schneefalles wegen nicht be: merfen. Es fehlt also unbedingt an einer Einrichtung, die den nachkommenden Zügen die Strecke sperrt, wenn ein Vor: zug aus irgend einem Grunde auf der Strecke halten muß. Ein solches Signalsystem ist auf der Berliner Untergrundbahn eingeführt, wo sich die Züge auf elektrischem Wege nach rüdwärts blockieren. Katastrophen, wie die bei Elliott werden nur vermieden werden können, wenn diese Art der Siguali fierung auf allen Bahnen eingeführt ist oder wenn die Züge burch transportable, vielleicht drahtlose Telephone sich nach por- und rückwärts verständigen können. Nab und fern. † Aus der Haft entlassen. Der Schlosser Riemer in Essen a. R., welcher unter dem dringenden Verdachte der Gr. mordung der Engl" nderin Miß Lake verhaftet worden war, ist nach dreimonatiger Untersuchungshaft auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gefeßt worden, da nicht erwiesen ist, daß er die Bluttat verübt hat oder daran irgendwie beteiligt gewesen ist. † Von einem Kesseldeckel erschlagen wurde in der Fabri von Pintsch in Fürstenwalde der Arbeiter Pohle. Zwei Arbeiter waren damit beschäftigt, mittels elektrischen Krahnes einen mehrere Zentner schweren eisernen Deckel eines Regene rators hochzuheben. Dabei riß eine eiserne Kette, der schwere, in der Luft schwebende Deckel stürzte herab und traf der gerade darunter weggehenden Pohle auf den Kopf, ihm die Schädeldecke zertrümmernd. Der Arme war sofort tot. Wie jetzt bekannt wird, ist der Zusammenstoß durch den Schneefall verursacht worden. Der Schnee blieb in den Eisen: bahnsignalen stecken, sodaß die Scheiben nicht funktionierten. Dichter Nebel und der fallende Schnee bewirkten, daß das Nichtfunktionieren der Signale den Beamten verborgen blieb. Der anfahrende Personenzug blieb daher auf der Strecke stehen, um zu warten, bis das Signal die Bahn frei zeigte. Das Signal aber bewegte sich nicht. Inzwischen fuhr der Schnellzug von rückwärts in den Personenzug hinein. Der Schnellzug hatte eine Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde und zerschmetterte die rückwärtigen Waggons des Personenzuges. Diese waren mit Passagieren überfüllt. Viele Verlegungen sind tödlich; dem Parlamentsmitglied Black sind beide Beine gebrochen. Die Lokomotive des Schnellzuges überschlug sich und blieb völlig zerschmettert liegen. Der Lokomotivführer entkam wie durch ein Wunder. Er wurde in die Luft ge= schleudert und fiel dann auf tiefen weichen Schnee, sodaß er mit einer leichten Erschütterung davonkam. Er vermochte fich noch an der Hilfeleistung zu beteiligen. Dagegen wurde der Heizer der Maschine getötet. Das Jammern der Verletzten mar herzzerreißend. Einzelne verstümmelte Passagiere und menschliche Glieder wurden auf den Fahrsteig des Bahnhofs geschleudert. Lange erleuchteten nur hier und da wenige Laternen der Bahnbeamten den Schauplatz. Die Verwundeten litten stark unter der Kälte, denn der eiskalte Sturm vermehrte ihre Schmerzen. Nach mühevoller Arbeit wurden die Verwundeten in Sicherheit gebracht. Der Schauplatz des Unglücks + Eine verhängnisvolle Berwechslung. In einem Geschäft in Oberbrügge verlangte ein Kunde ein Glas Branntwein Da der Inhaber sehr beschäftigt war, bat er den Kunden sich selbst einzuschenken. Dieser vergriff sich in der Flasche und nahm statt der Branntweinflasche eine mit Salmial gefüllte Flasche, aus der er sich das Glas füllte und es leerte. Schon nach 15 Minuten starb der im Alter von etwc 60 Jahren stehende Mann. † Schreckenstaten der Mafia. Sechs Italiener wurden in einer Miets kaserne in New- Orleans nachts schlafend über: fallen, ermordet, in Stücke zerschnitten, mit Petroleum be: gossen und angezündet. Glücklicherweise gelang es, das Feuer zu löschen, worauf die schauerliche Entdeckung folgte. Offenbar ist die Mafia die Urheberin der Schandtat. Die Polizei glaubt, daß die Tat durch eine größere Bande ausgeführt war die kleine Station Elliott in der schottischen Grafschaft Forfar, in der Nähe von Arbroath. Gerade in dieser Gegend haben sich bereits öfter Eisenbahnunfälle ereignet, da die Sicherheitsvorrichtungen auf den dortigen Bahnen den Gefahren in jenem Terrain durchaus nicht entsprechen. Südlich von Arbroath liegt auch die Taybrücke, die am 20. Dezember 1879 bei furchtbarem Sturm unter einem Eisenbahnzuge zusammenstürzte, wobei 200 Personen den Tod fanden. Die Katastrophe war die furchtbarste seit Bestehen der Eisenbahnen überhaupt. Die Brücke, die 3286 Meter weit über den Firth of Tay führt und 85 Bogen hat, ist 1887 neugebaut worden. Die ganze Gegend von Abroath aus nach Norden ist gebirgia murde. Bunte Tages- Chronik. Chemnitz, 29. Dezember. Auf dem Friedensschacht"& Delsnitz stürzten die zwei Förderleute Borrmann und Meie mit dem Bremsgestell 28 Meter tief in den Bremsschach hinab. Beide waren sofort tot. Hillesheim( Eifel), 29. Dezember. Gestern ist hier zun ersten Mal seit 1888 wieder ein Wolf gesehen worden. London, 29. Dezember. Alle Personen, die sich an Bor des gescheiterten japanischen Paketdampfers Awamaru be fanden, haben glücklich an Land gebracht werden können. Chambery( Dep. Savoyen), 29. Dezember. Das gesamb Personal des Hospizes vom kleinen St. Bernhard sowie ein Postbote wurden wegen Schmuggels entlassen. Die gericht liche Untersuchung ist eingeleitet. * Ernennung. Finanzaspirant Frank, zur Zet bei der Hess. Landeshypothekenbank zu Darmstadt b schäftigt, ist zum Verwalter des Fürstlichen Rentam Braunfels mit dem Titel„ Rentmeister" ernannt worden Mit Frank wird der zweite Hessische Finanzaspirant die Fürstlich Braunfelssche Verwaltung übertreten, auch der seit 1894 dieser Verwaltung angehörende Kammersekretär Jodel die Prüfung für die mittlerer Stellen im Finanzfach in Hessen bestanden hat. Barcelona, 29. Dezember. Bei Manresa wurde ein Haut durch einen Felssturz zertrümmert; hierbei wurden drei Personen getötet und drei lebensgefährlich verlegt. Hus dem Gerichtsfaal. * In der Zeit vom 13. Februar bis 25. Mär findet unter Leitung des Professors Hölscher eir staatlicher Zeichenfurjus für hessische Volfe schullehrer statt. Aus jedem hessischen Kreise beteiliger sich zwei Lehrer. bei hejem aber beer technijche ftellung war ein bei gleichfalls Gelang wedhielten bundle eine Berlo an die We Mm zweite der Al. Pr glieder des K und benahm Lofal berbieten Folizei erichien Das Abb dießen i iten berboter termacht befo dere wird au een aus den perts forpern imachung des Die Errich gemerfiqule Musführung g ganzen auf 294 Den Robbau betrag Staatsbocanidhlag ** Weihnachtsfeier im Offizierforpa Erst heute erfahren wir, daß unser Offizierforps it diesem Jahre eine ganz besonders feftliche Weihnachts feter in den Räumen des Kasinos in Anwesenheit zahlreicher Gäste und Freunde aus der Stadt und um gegend begangen hat. Wie alljährlich wurde auch dieses Mal der Abend mit einer Verlosung eingeleitet, an welche fich mehrere sehr gelungene Aufführungen anschlossen, in denen sich die Hauptleute Stoettschau und Schroeder sowie die Leutnants Jebens, Tamm, Heßler, Koch und Fehr. der Goltz sowie noch andre als mimische und gesangliche Talente von erfreulicher Frische erwiesen. Eine besondere Bedeutung erhielt die Feier noch dadurch, daß Herr Oberst von Lindenau dem Offizierkorps in feierlicher Weise das Bild des verstorbenen Prinzen Alexander von Hessen, welcher 46 Jahre lang zweiter Inhaber unseres Regiments war, übergab. Oberst von Lindenau schilderte in längerer Rede das tatenteiche, wechselbolle Leben des Prinzen, dessen Soldatenlaufbahn in russischen Diensten im Rautasus begann. Dort nahm er tätigen Anteil an den Kämpfen gegen Schampl. Als diese beendet, trat er in die österreichischen Reihen. Der Tag von Montebello sieht ihn als tapferen Brigade- General, der von Solferino als tatt äftigen Divisionskommandeur. Von reichem Ruhme umft ahlt fehrt er in die Heimat zurück, wo ihndas einmütige Vertrauen der Süddeutschen an die Spize des 8. Bundeskorps stellt. Zwar unterliegt er bei Laufach, Fronhofen, Aschaffen burg und Tauberbischofsheim dem Genie eines Auguft bon Goeben, aber in aufopfernder Hingabe hat er auch 1866 des schwierigen Führeramts gewaltet. Das Porträt ist nach den in Darmstadt befindlichen Bildnissen der Familie Battenberg von Frau Onden in Gießen vor treiflich in Del ausgeführt worden. Es stellt den Prinzen als Regimentschef in seinen besten Lebensjahren dar, wie alle, die den Prinzen noch im Leben gekannt haben, einstimmig versichern, sehr lebensgetreu. Das Bild ist auch technisch meisterhaft ausgeführt und erweckte in seiner Vollendung als ein lang gehegter Wunsch des Offizierkorps am Festabend stürmischen Jubel, der aud in einer besonderen Obation für die vortreffliche Malerin seinen Ausdruck fand. § Die Schulden der Prinzessin Luise von Coburg bildeten ben Gegenstand einer Gerichtsverhandlung vor dem Wiener Gericht, in der Prinzessin Luise verurteilt wurde, zunächst 55 000 Franks an den Gutsbefizer Grafen Festetitsch zu zahlen. Jestetitsch borgte der Prinzessin im Oktober 1905 100 000 Frant gegen vier Bons zu 25 000. Als die Prinzessin im Januar 1906 nicht zahlte, verllagte Festetitsch die säumige Schuldnerin. Die Prinzessin erwiderte mit der Einwendung wegen Wuchers. Die Prinzessin gibt zu, von Festetitsch 55 000 Frants erhalten zu haben, und glaubte, sie müsse dafür die vier Bons geben, 35 000 Frants behauptet Festetitsch dem Mattachich gegeben zu haben, den Rest behielt er für Verzugszinsen zurück. Betreffs der 35 000 Frants dauert der Prozeß fort. Kunst und Wiffenfchaft. J. Auf der Suche nach dem Nordpol. Der befannie Nordpolforscher Peary wird sich im nächsten Sommer auf eine neue Expedition zur Erforschung des Pols begeben. Er wird dann versuchen, mit seinem Schiff dem 83. Breitengrade so nahe wie möglich zu kommen. Seine Schlittenfahrt zum Pol wird in etwas mehr nordwestlicher Richtung geben als bei seiner früheren Reise. Er glaubt nach den Meeres: strömungen annehmen zu dürfen, daß im Nordwesten zwischen Grant- Land und dem Pol sich eine Insel befindet, und er möchte den Versuch machen, diese zu erreichen, da er auf dem festen Landeis schneller voranzukommen hofft als auf dem bielfach zerklüfteten Meereis. Coxales. Lollar. Be bad wurde berba del Landwirts M Rasenelaboge und Donners Se Rafauische Kle Hade aus dem S Dillenburg Den bier hat in 8 Babenburg die g mordeteu Näher nommen. Die O i nicht endede M wunden am Halfe Arm, einen Stuge Dunde in die Bru Weilburg. hbaumeister Gr Beilburg ift in unterzogen hatte, Wigenhausen a biefiger Rolo ber Nationalität n ichten außer de 117 Lehrkräfte. Bad Wildun Badearztes Dr. F Weben. Es hande ranfenschwefter estes blgeben ba inden, die fich Dr. Reinh. Rört 218 des Neid figer Tötung raut machen wo taffel aus dem S, Am vergangenen Samstag hielt im Hotel„ Ein horn" die Gießener Freiwillige Feuerwehr ihre Weihnachtsfeier, verbunden mit leberreichung von Diplomen und Dienstauszeichnuugen für 20, 15- und 10jährige Dienstzeit ab. Herr Brandinspektor Wiegandt begrüßte im Namen der Freiwilligen Feuerwehr die erschienenen Ehrenmitglieder, Gäste und Vertreter von Stadt und Regierung, und knüpfte den Wunsch daran, daß auch Herr Regierungsrat Langermann der hiesigen arterquäle Wehr so entgegen fomme, wie es sein Vorgänger, Herr Regierungsrat Wagner getan. Nachdem die ver schiedenen Vertreter ihren Dank für die Einladung aus. gesprochen hatten, begann die Uebecreichung der Diplome und Dienstauszeichnungen. * Der Großherzog empfing am 29. Dezember den Stadtverordneten 26 allenfels von Gießen. Im Namen der Be Den nachsteh ericus Zeitschri perten Maharuf entern zur ang Figen, daß die genigen, welche lede ohne geb oder 2. wenden, bere Tab, mit allere besondere die bem Falle bebu Bulbigen Anzeige Gießen, de Stadt überreichte Herr Branddirektor Traber den Mitgliedern Greb, Friedrich Schneider, Sch. wieler, Philipp Wild und Franz Zimmermann die von der Stadt ge stifteten Diplome füc 15jährige Dienstzeit. Im Namen des Verbandes Hess. Feuerwehren verteilte dann Heren, Brandinspeftoc Wigandt die mehreren Mitgliedern ver liebenen Auszeichnungen( Schnüre) für 20- und 10jährige Dienstzeit. Es erhielten Auszeichnungen für 20 und 10jährige Dienstzeit die Mitgliede Faber, walter und Schwan, für 10jährige Dienstzeit die Mitglieder Frizz Appel, Peter Berg, H Herbert, A Lehr, W. Nees, W. Sommerlad und T. Urbach. Dann be gann die eigentliche Weihnachtsfeier, bestehend in Verlosung und Mufit- Vorträgen. Zum Schluß hielt ein Tänzchen die Mitglieder und Gäste noch lange bei sammen. * Ernannt wurden vom Großherzog der Oberlehrer an der Realschule zu Alsfeld Ludwig Ploch zum Oberlehrer am Seminar für Volsschullehrerinnen zu Darmstadt und der Oberlehrer an der Realschule zu Gernsheim Philipp Rupp zum Oberlehrer an der Realschule zu Alsfeld; verliehen wurde dem Polizeifommissär Ludwig Bräunig zu Offenbach der Charakter als Polizeirat. *** Zu einer schönen Familienfeier gestaltete fich das gestern Abend im Neuen Saalbau" gehaltene Weihnachtsfest des evangelischen Arbeiters bereins. Trotzdem die Zeit schon ein wenig bor gerückt, hatte es doch einen ganz guten Besuch gefunden. Da es dem Vorfigenden, Pfarrer Euler, infolge Un wohlseins leider nicht vergönnt war, an der Feter teil zunehmen, so hielt Herr Nitsert die Ansprache. Die Musit spielte und der Gemischte Choc und der Damen chor sangen die schlichten stimmungsvollen Weihnachts lieber, die uns von Ingend auf so bekannt und traut find. Sie taten auch dieses Mal wieder ihre Wirkung, denn der Beifall des Saales war allgemein. Tiefen Eindrud machte eine von Herrn Schuft vorgetragene Deflamation, die in fnapper Novellenform die An nahme eines armen verwaisten Mädchens seitens einer reichen Dame, deren Kind am Weihnachtsabend auf der Totenbahre liegt, darstellt. Mit Beifall reich bedacht wurde auch das zweiteilige Theaterstück Tannenbaum", das eine tiefe Poesie birgt, in dem Aufbau aber leider zu wünschen übrig läßt. Man geht ja gewöhnlich an den Stücken der Liebhaberbühne fcitiflos vorüber, weil sie durchweg nichtssagend find, " Unterm Gro Winterliche ( Aus ber Wenn im bgelaufen io muß man rete oder Stutid abre erstarrten ten Menschen Waffen, aber ni or Frost und hen. Solde La Qual, onder ide Unterlaffu Wenn es im nicht geringe en stumpf u dauf dem eisig große Angit be tet und bebt. S den Budungen Al find die Pfer lach dafür, daß big simärft härfung zu er Curiallilah Ob es metheuf hege feinen glühenderen Munich als den die Michläge diefes erbärmlichen Schleichers Jou in you etwas unbequemer Schwiegersohn weroen FALHHAT 5625 n Frant, ju Darmitat beit heem aber sei es gesagt, daß der Stoff eine * Frankenberg. Das Gewissen. Dieser Tage en Rent beit technische Behandlung verdient hätte. Die Dar- erhielt eine Frau in Frankenau einen anonymen Brief heutigen Tag vervollständigten Plänen versehen. Mit besonernannt hafte lig war eine recht flotte. Der Rest des Abends mit 8 Mt. Inhalt, welcher Betrag ihr vor 20 Jahren, nanzapin gleichfalls in angenehmster Weise; Musik und übertreten wechselten mit einander ab und zum Schlusse gekommen war. Der Einsender bemerkt, daß er sein frage, Arbeitszeit, Aristokratie und Armenwesen; die neuesten ng angebo Die mit den an die Weihnachtsfeier. brente eine Verlosung manchem noch ein hübsches Anden hat. Solider Um zweiten Weihnachtstag fehrte, so schreibt bis 25 mm der„ Al. Presse", gegen 11 Uhr nachts eine Anzahl Milieder des Korps Hassia im Wiener Café Staltzky ind benahm sich so, daß der Wirt den Akademikern Da gofal verbieten mußte. Es entstand eine Schlägerei, Die Bolizei erschien und entfernte die Ruheftörer. heistiche reife beta eina Das Abbrennen von Feuerwerk, sowie als sie in einem Orte unseres Kreises diente, abhanden Gewissen mit Abtragung dieser Schuld erleichtern wolle. Fulda, 30. Dezbr. Neuer Bischof. Bei der gestern Vormittag um 8 Uhr im Fuldaer Dom bom Donitapitel vorgenommenen Wahl eines Bischofs wurde an Stelle des im Juli verstorbenen Bischofs Adalbert Endert Herr Regens Dr. Joseph Damian Schmitt zum Bischof der Diözese Fulda gewählt. Die Wahl überraschte insofern, als man in eingeweihten Kreisen geglaubt hatte, der Generalbifar und seitherige Bistumsfizierton adhießen ist auf den Straßen und innerhalb der berweser Dr. Arenhold würde als Oberhirte erkürt Offizierton Schnaiter berboten, worauf mit Rücksicht auf die werden. Dr. philos. et theol. Schmitt ist am 22. April che Weihn befternacht besonders aufmerksam gemacht sei. Ins. 1858 zu Marbach, Kreis Fulda, geboren. 1889 wurde befundere wird auch vor dem Werfen von Feuerwerkswefenheit tadt unden aus den Fenstern gewarnt. Die Händler von urde audewerfsförpern seien auf die heutige amtliche Be eingeleite, ta tutmachung des Großh. Polizeiamts hingewiesen. fführungen Die Errichtung einer neuen Landesbauer Professor am Bischöflichen Predigerseminar, Dompräbendat am 3. Juni 1890, Subregens des Priesterseminars am 1. August 1894 und endlich Seminarregens. Zum Domkapitular wurde er am 7. März 1899 ernannt, zum Auftos der Domkirche am 13. März 1899. * Offenbach. Der am 20. Dezember zum Beigeallgemeinen Geftaunen die auf ihn gefallene Wahl nachträglich abgelehnt. Soettidhauge werkschule wird im nächsten Jahr in Darmstadt Lamm, zu Ausführung gebracht werden. Die Baukosten sind ordneten aewählte Rentner Friedrich Krumm hat zum re als minimu ganzen auf 294 000 m. berechnet; die Kosten für Frische en de Rothbau betragen 190 000 M., die jetzt im neuen er noch dat its woranschlag als erste Nate angefordert werden. em Offiziert cbenen Das ratenie Yollar. Verhaftet. Der Einwohner Rohrre lang bomb wurde verhaftet; er ist verdächtig, die Hofraite b. Oberdeandwirts Moos angezündet zu haben. Lasenelnbogen. Zug im Schnee. Am Mitt. ldatenlaub und Donnerstag herrschte hier starter Schneefall, n. Dort i Rafauische Kleinbahn mußte bei Holzhausen a. d. egen Sojide anus dem Schnee geschaufelt werden. hischen Me Dillenburg. Mord. Medizinalrat Dr. Schaus als tabou hier hat in Gemeinschaft mit Dr. Schuchhardt aus statt den burg die gerichtliche Obduktion der Leiche der uhme um ermordetteu Näherin Luise Becher in Wissen vorge ütige Bencmmen. Die Obduktion ergab, daß der noch immer ndeßkochendeckte Mörder seinem Opfer außer Schnitt. inden am Halse einen Schrotschuß in den rechten e eines Arm, einen Kugelschuß ins Gehirn und eine Stichbe hat unde in die Brust beigebracht hat. . Das Bo fen, Weilburg. Der in ganz Nassau bekannte Orgel Bildnissen boumetster Gustav Raßmann in Mettau bei in Gießen tilburg ist in Wiesbaden, wo er sich einer Operation ellt den Bun ezogen hatte, im Alter von 73 Jahren gestorben. ensjahren Wigenhausen. Gegenwärtig beträgt die Frequenz gekannt han hiefigger Kolonialschule 77 Schüler, davon find Das Bibers Nationalität nach 8 aus dem Auslande. Es unter nd erwede icichsten außer dem Direktor Professor Fabarius noch er Wung 7 Lehrkräfte. Jubel, dec Bad Wildungen. Die Verhaftung des Wildunger effliche Badearates Dr. Reinhard 2. erregt peinliches Aufjehen 8 handelt sich um d n plöglichen Tod der Krantenschwester Fräulein Käte Meyer aus Preußischim Hotel Minden, die sich in die Behandlung des erwähnten uerwehri Arts bgeben hatte und dann plötzlich verschied. Gegen erreichung Dr. Reinh. Rörig 2. schwebt ein Strafverfahren aus ic 20, 15 2:18 des Reichsstrafgesetzbuches sowie wegen fahrtor Biega affiger Tötung Als er eine Weihnachtsreise zu seiner Feuerweh Braut machen wollte, wurde er auf dem Bahnhof in Bertreteral aus dem Stoupee becaus verhaftet. Wunsch dam nn der hipBeaterquäleret. in Vorgang chdem die to Einladung Betanntmachung. Den nachstehenden, seinerzeit in der Allgemeinen erreichung Tieniu Zeitschrift" veröffentlichten, sehr beherzigensIm Namen veten Mahuruf empfehlen wir den Pferdebefizern und aber den etern zur angelegentlichsten Beachtung mit dem Anwieler, fügen, daß die Schußmannschaft angewiesen ist, gegen der Statt diejenigen, welche 1. bei falter Witterung ihre it. Im fende ohne gehörige Bedeckung im Fre en stehen eilte dann afija, oder 2. bei Bisterglätte Pferde zum Ziehen Nitgliederbereden, deren Hufeisen nicht gehörig geſchärft für ini, mit aller Strenge vorzugehen, im legteren Falle insbondere die Pferde ausspannen zu lassen, und in zeichnungen gliese leben alle behufs Herbeiführung dec Bestrafung der Dientzeit Herbert,& h. Dann bestehend Schluß nod lange b Egeftaltete bau" gebal Arbeite Schandig en Anzeige zu erheben. ich Steßen, den 12. Dezember 1906. Großh. Polizeiamt Sichen. Herberg. Winterliche Quälereien der Pferde. ( Aus der Allgemeinen Tierschus- Zeitschrift".) Wenn im Winter die Pferde bei schwerem Zuge gelaufen haben und dabei in Schweiß geraten Sefuch gefundenente oder Kutscher in das Wirtshaus sich begeben, in wenig wind, io muß man vielfach beobachten, daß gewissenloſe er, infolge der Fele Uniprade und der Dam en Weignad annt und t bumbre erstarrten lieder zu erwärmen und ihren innen Menschen durch heiße Getränke Erwärmung zu berffen, aber nicht daran denken, die armen Tiere, die Frost und Kälte zittern, mit wollenen Decken zu beri ben. Solche Menschen bereiten den Tieren nicht allen Qual, sondern sie schaden auch durch diese verwerlige Unterlassung die Gesundheit der Pferde. r ihre Wiching gemein. Si ft borgetrage Wenn es im Winter Glatteis gibt, da treten sehr oft trigt geringe Quälereien der Bfecde ein. Wenn das nform die en stumpf und nicht geschärft ist, so kann das fettens en af dem eisigen Boden nicht Fuß fassen. Es gerät all reich bebattent und bebt. Man me kt die Angst an dem konbuladteabend chid Inter Birgt, in de Bt. Man g Biebhaberbi 18/ agenb fi in große Angst vor dem vermeintlichen Sturze. fibifin Zuckungen der Muskeln. Von dieser Angst und Qucall find die Pferde leicht zu befreien. Man sorgt eben einflug dafür, daß die Hufeisen im Winter regelmäßig geschärft und bei Glatteis ist jeden Tag die Schifuung zu erneuern. Langenhahn( Westerwald). Die Gewerkschaft Bultan bat dieser Tage in dem hiesigen Lignitkohlenfelde Baul" ein Kohlenflöz bon 4,40 Meter Mächtigkeit erbohrt. Literarisches. Meyers Kleines Konversations- Lexikon. Siebente, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 130 000 Artikel und Nachweise auf über 6000 Seiten Tert mit etwa 520 Jllustrationstafeln( darunter 56 Farbendrucktafeln und 110 Karten und Pläne) und etwa 100 Textbeilagen. 6 Bände in Halbleder gebunden zu je 12 Mark.( Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien.) Aus Meyers Kleinem Konversations- Lexikon in drei Bänden soll ein respektabler Sechs bänder werden, ein Werk, das nicht etwa ein Auszug aus dem„ Großen Meyer", sondern ein von Grund aus neugeschaffenes," mit einer Fülle neuer Karten und Bildertafeln ansgestattetes Lexikon ist, dem mehr als 150 namhafte Mitarbeiter ihre Kräfte widmen. Der soeben erschienene, vornehm gebundene erste Band zeigt, daß dieses Werk mehr als zwei- oder dreibändige Konversations erika geeignet ist, auf alle Fragen des täglichen Lebens, der Kunst und Wissenschaft, der Industrie und Technik eine zuverlässige, jedem verständliche Antwort zu geben. In den knapp und doch erschöpfend abgefaßten, mit gut ausgewählten Literaturangaben versehenen Artikeln besitzt namentlich auch der politisch interessierte Leser eine wahre Fundgrube streng objektiver Belehrung. An erster Stelle verdienen hier die historischen und geographischen Artikel Erwähnung. Der Umstand, daß vier Erdteile mit dem Buchstaben 2 beginnen, ist daran schuld, daß sich in diesem Bande die vortrefflich zusammengefaßten und gut stilisierten Artikel, Afrika"," Amerika",„ Asien" und„ Auſtralien" mit den zugehörigen Karten, den neugeschaffenen Wirtschaftskärtchen und den glänzend ausgeführten Bildertafeln vereint finden. Die neuen Tafeln, auf denen die afrikanischen, amerikanischen, asiatischen, australischen und melanesischen Völker in ihren charakteristischen Vertretern dargestellt sind, beweisen wieder, mit welcher Sorgfalt und mit welchem Geschmack der illustrative Teil des Werkes zusammengestellt und ausgeführt worden ist. Neben den vier Grdteilen finden wir noch eine große Zahl geographischer Artikel, die sämtlich durch einen trefflichen historischen Ueberblick über das betreffende Land vervollständigt sind: so unter anderen Aegypten" mit der neuen Karte Nordostafrika, Arabien"," Argentinien"," Brasilien" mit der neuen Karte Ostbrasilien, und Belgien", oder„ Anhalt"," Brandenburg"," Braunschweig"," Bayern" und" Bremen". Alle Großstädte Deutschlands und des Auslands( Amsterdam, Berlin, Budapest, Breslau) sind mit vortrefflichen, bis auf den derem Geschick sind politische und soziale Probleme behandelt, wie Agrarfrisis, Agrarfrage, Anarchismus und Antisemiten, ArbeiterForschungen und Ereignisse sind dabei überall berücksichtigt. Jeder, der zu diesem wahrhaft modernen Werke greift, wird volle Befriedigung finden. Der verhältnismäßig geringe Preis wird mit dazu beitragen, daß dieses Werk einen Siegeszug durch alle Länder der deutschen Zunge antreten wird. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sylvester, den 31. Dezember. In der Stadtkirche. Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Abends 8 Uhr: Pfarrer Kraus. Neujahr, den 1. Januar. Kollekte für die Armen. In der Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Siehe Johanneskirche. In der Johanneskirche. Vormittags 9½½ hr: Pfarrer Euler. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrassistent Steiner. Nächsten Sonntag, den 6. Januar, Epiphanias, wird das Landes- Missionsfest begangen werden. Dabei wird die alljährliche Kollekte für die Heidenmission gesammelt werden. Katholische Gemeinde. Montag, den 31. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Nachmittags um 5% Uhr: Predigt, darauf SylvesterAndacht. Dienstag, den 1. Januar. Neujahrs Fest der Beschneidung des Herrn. Vormittags von 61/2 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austellung der heil. Kommunion. Vormittags um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Militärgottesdienst mit Predigt. 91½ Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 52 Uhr: Andacht mit Segen. Batholischer Gottesdienst in Grünberg ist am Neujahrstage um 9% hl. Messe mit Predigt. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 1. Januar. Meist trüb, Schneefälle, zunehmende Erwärmung, zunächst noch Frost, auffetschende nebelige Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Ibin Klein; für den übrigen Jabalt: Georg Sorn, befde an Gießen 1907 Verlobungs- n Zwei Säulen tragen unser Glück: Gesuna eit und Wohlstand! Wer diese beiden Güter im Grossen will, der muss im Kleinen beginnen, bei den einfachen alltäglichen Dingen, die so unwichtig erscheinen und von denen doch unser Wohl und Wehe abhängt. Hierher gehört z. B. ein durchaus einwandfreies Hausgetränk, wie wir es in Kathreiners Malzkaffee haben. Der ausgezeichnete Gesundheits- und Genusswert des echten Kathreiner wird von der Wissenschaft einmütig anerkannt. Seine Billigkeit und Ausgiebigkeit ermöglichen ferner eine tägliche Ersparnis, die bei den heutigen teuren Zeiten doppelt beachtenswert ist. Wer Kathreiners Malzkaffee noch nicht kennt, der beginne darum das neue Jahr mit einem Versuch, welcher Gesundheit und Wohlstand in hohem Masse fördern und zu dauerndem Segen gereichen wird. GratulationsKarten in moderner Ausführung zu billigsten Preisen empfiehlt. die Buchdruckerei von Albin Klein iessen, Selters weg 83. Buch über Ehe die v. Dr. Retau m. 89 Abb. statt 2.50 Mk. nur Mk. 1.-. Preil, über int. Buch. gratis. B.Oschmann, Konstanz Nr.421. Weltbelaunt! Allen voran in Musikwerken, elektr. Gewichtsaufzug n. elektr. Pianos AutomatenSeipp nur 32 Moselstraße 32 Frankfurt. 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Insb Abbrennen von Feuerwerkskörpern sowie das Schießzen 1. Wer Feuerwerkskörper Frösche, Crafers, warnen wir nachdrücklichst vor dem im verflossenen Jahr lagern und vertreiben will, hat teten Werfen von Feuerwerkskörpern c. aus den Fenstern Sawärmer usw. dazu die Genehmigung der Polizeibehörde einzuholen. Straße und sogar auf die Passanten. Gleichzeitig machen wir die Händler mit explosiven Das Gesuch muß schriftlich eingereicht werden und die Feuerwerkskörpern 2c. darauf aufmerkſam, daß das Abg Namen und Sorten der betreffenden Feuerwerkskörper cher Stoffe an Personen, von denen ein Mißbrauch zu be Eintrittstarten find zu 50 Pfg. abends an der Kasse sowie die Angabe der größten Gewichtsmenge, bis zu ist, insbesondere an alle Personen unter 16 Jahren, ven zu haben. welcher die gleichzeitige Lagerung bezw. Verwendung der( Verordnung für das Großherzogtum Heſſen, betreffend i Feuerwerkskörper beabsichtigt wird, ebenso die Bezeichnung fehr mit Sprengstoffen, vom 21. September 1905,§ 26), Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschrift nach§ 367 des des Orts der Lagerung enthalten. ſtrafgesetzbuchs mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit ( mit zahlreichen Lichtbildern) Kaufmännischer- Verein und Ortsgewerbe- Verein. Nationalliberaler Verein. Mittwoch, 2. Januar, abends 8½ Uhr findet im Restaurant Kaiserhof"( 1. Stock) eine " Generalversammlung statt, wozu wir unsere Mitglieder freundlichst einladen. Tagesordnung: Reichstagswahl. Der Vorstand. Kaffee!! eigener Röstung " " 0.85 " " " gebrannt per Pfund Mr. 1.- bis Mr. 1.80 roh 1.60 bei 5 Pfund: 5 Pfennig per Pfund billiger. Adolf Lehnhard Nachf., Gießen Telephon Nr. 337. Wir suchen für jeden Be= zirk einen tüchtigen Vertreter für einen konkurrenzlosen Haushaltungsartikel. Ev. 20 Mt. Monatsgehalt u. Spesenzuschuß. Muster u. Näheres gegen Einsendung von 0,75 Mr. Zeitungs- u. Automobil- Reklame wird bon uns übernommen. Strohschnitter& Co., G. m. b. H., Bonn a. Rhein. MAG Friseur- Lehrling gesucht. Ferd. 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Die Abgabe von Feuerwerkskörpern an Bersstraft werden. sonen, von denen ein Mißbrauch derselben zu bes Wir werden eine strenge Ueberwachung des Berfu fürchten ist, insbesondere au Personen nater 16 Feuerwerkskörpern eintreten lassen und für die Regel jele fauf auch an Personen über 16 Jahre zur Anzeige bringen, Jahren ist verboten. Verkäufer nach den Umständen annehmen muß, daß ledigl Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen fug mit den Sachen getrieben werden soll. werden nach§ 367 Ziffer 5 des Reichsstrafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 150 Mt. oder mit Haft bestraft, soweit nicht höhere Strafen Gefängnis von Dret Monaten bis zu zwei Jahren nach§ 9 des Reichsgesetzes vom 9. Juni 1884 verwirkt sind. 2. An bewohnten oder von Menschen besuchten Orten ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten. Zuwiderhandlungen werden nach§ 367 Biffer 8 des Reichsstrafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 150 Mt. oder mit Haft bis zu 6 Wochen bestraft Wenn Eltern, Vormünder oder andere Personen deren Obhut Kinder unter 12 Jahren oder sonstige unzurechnungsfähige Personen anvertraut sind, es an der erforderlichen Aufsicht haben fehlen lassen und diese Personen während der Zeit, wo sie ohne solche Aufsicht waren, eine derartige Hebertretung begangen haben, so werden nach Artikel 44 des Hess. Polizeiftrafgesetzes die zur Beaufsichtigung verpflichteten Bersonen beim ersten Falle polizeilich verwarnt, im Wiederholungs. falle bis zu einem Dritteil der auf die llebertretung selbst gesezten Strafe belegt. Gießen, den 10. Dezember 1906. Großh. Bolizeiant Gießen. Herberg. Holzversteigerung Wallnüsse Haselnüsse Tafelmandeln werden in den Waldungen der Tafelrosinen Tafelfeigen Korbfeigen A. Ch. Otto, Maronen Trauben im Gießener Stadtwald. Donnerstag, den 3. 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Gemäß§ 3 Abs. 2 und unter Bezugnahme auf die stehend abgedruckten weiteren Bestimmungen des rub Reichsgesetzes bringen wir hiermit die Namen der Mitglieder Brieftauben- lubs Gießen, welch letzterer dem B Tauben der Militärverwaltung zur Verfügung gestellt b deutscher Brieftaubenliebhaber- Vereine angehört und somi öffentlichen Kenntnisnahme: 1. Joh. Altensehn, Bruchstraße 12, 2. Karl Bohling, Kaplansgasse 14, 3. H. C. Fießer jun., Grünbergerstraße 7, 4. G. Hambach, Ederstraße 2, 5. H. Henkel, Walltorstraße 27, 6. A. Möhl, Bahnhofstraße 5, 7. K. Plant, Bleichstraße 29, 8. K. Reuling, Steinstraße 72, 9. Joh. Reusch, Wieseckerweg 3, 10. Fr. Rosenbaum, Löwengasse 10, 11. W. Scharmann, Landgraf Philipps- Play 10, 12. Ferd. Schmidt, Wetzsteingasse 3, 13. K. Wefferlin, Liebigstraße 61, 14. Fr. Wiegand, Neuenweg 31. Gießen, den 27. Dezember 1906. Großh. Polizeiamt Giej Herberg. Auszug aus dem Gesetz betr. den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverte 28. Mai 1894. § 1. Die Vorschriften der Landesgesetze, nach weld Recht, Tauben zu halten, beschränkt ist, und nach wel Freien betroffene Tauben der freien Zueignung oder der t unterliegen, finden auf Militär- Brieftauben feine Anwendung Dasselbe gilt von landesgesetzlichen Vorschriften, nach Tauben, die in ein fremdes Taubenhaus übergehen, dem tümer des letzteren gehören. § 2. Insoweit auf Grund landesgesetzlicher Bestim Sperrzeiten für den Taubenflug bestehen, finden dieselben Reiseflüge der Militär- Brieftauben feine Anwendung. Die zeiten dürfen für Militär- Brieftauben nur einen zusammen den Zeitraum von höchstens je 10 Tagen im Frühjahr und umfassen. Sind längere als zehntägige Sperrzeiten eingef gelten für Militär- Brieftauben immer nur die ersten zehn § 3. Als Militär- Brieftauben im Sinne dieses gelten Brieftauben, welche der Militär-( Marine) Berwalt hören und von derselben gemäß den von ihr erlassenen Bor zur Verfügung gestellt und welche mit dem vorgeschriebenen pel versehen sind. Privatpersonen gehörige Militär- Bre genießen den Schutz dieses Gesetzes erst dann, wenn i licher Weise bekannt gemacht worden ist, daß der Züche Tauben der Militärverwaltung zur Verfügung gestellt ha Betr.: Neinigung der Fußzeige von Schne Ei4. Bekanntmachung. Die Eigentümer von an die Straße greg Grundstücken machen wir wiederholt auf die the liegende Pflicht der Reinigung der Fußsteig Schnee und Eis und des Bestreuens der bei Eisglätte aufmerksam. Der frischgefallene Schnee ist alsbald nach ung des Schneefalls und, wenn derselbe währe Nacht stattgefunden hat, längstens bis 7% lib: mit Schaufeln und Kehrbesen von dem Fußsteig a fernen und zwar ist auf diese Weise der Fuß einer ganzen Breite bis zur Fahrbahn schne machen. Bei fortdauerndem Schneefall ist diese Re so oft als nötig wiederholen. Der festgetretene und festgefrorene Schnee Fußsteigen ist, solange der Frost andauert, mis auf die Breite von 1 Meter mit Sand zu bestreun nach dem Auftauen unter sorgfältiger Vermeidu Beschädigungen des Fußsteigs gründlich zu beseit Die Verwendung von Abfällen 2c. zum der Fußsteige ist unzulässig. Die Schutzmannschaft ist angewiesen, den genau zu kontrollieren und geeignetenfalls Strat zu erheben. Gießen, den 26. Dezember 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Geschäftshausaiſend für je hypothekenfrei m. Anbau u. Gr offene Geschäft beller Lage gut frequentierten Badeortes Mitteldeutschla sehr preiswert zu verkaufen. Offerten von Selbstreflektanten u. Nr. 11 438 an d. Expedi dieses Blattes erbeten. AUS DEM REICHE DES WISSENS Als mit vieler Mühe endlich die Schlüssel dazu gefunden waren, brach die ganze Gesellschaft mit Fadeln ausgerüstet bahin auf; man öffnete die Tür und sah nun befehen zu wollen. Napoleons I. verfiel man barauf, auch diesen Teil bes Balastes einem Marau 299 sche Familie Montag, ben 31. Dezember