Die Danbe in ble ove Heberzeugung Se. Majestät nicht. Ach, warten Sie bis mußte der Herzog seine Rede unterbrechen. eine andere langsamere Gangart übergegangen wurde, fuhr Da die Reiter feßt ihre Pferde zum Galopp antrieben, Später, als in le irren fich. Sie tennen aus, die breitlingigen Schwerter. brachten einen Holzkübel herein und war aber nicht von langer Dauer. Marmorfußboden vor den Gefangenen hin; dann fehen die Ungewißheit über bas zu erwartendab stellten ihn 8wei starke Schicksal Männer zogen fie auf dem x 11 Nr. 203 bation u.Haupterbebition: Gießen, Seltersweg 88. Gernsprechanfching Nr. 362. Donnerstag, den 30. August 1906 Gießener 15. Jahrgang € Gratisbellagen: Oberhefftsche Familienzeitung( und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Giefien und anderer Behörden non habitan Perfifche Märchen. Englische Zeitungen sind es vornehmlich, die neuerdings thr dichterisches Vermögen anstrengen, um Märchen zu erfinnen. Der Schauplatz ist das klassische Land der Märchendichtung, Persien, der Held aber ist Deutschland. Die Erzählungen lesen sich ganz lustig, verraten eine üppige Phantasie und eine erstaunliche Fähigkeit, die gleichgiltigsten Borgänge zu Kulissen für weltbewegende Pläne zu machen. Handelte es sich dabei um ein bloßes Spiel der Einbildung, so tönnte man sich dem ästhetischen Genuß ohne Vorbehalt hingeben, und wahrscheinlich würde man sich dabei ganz gut amüsieren. Ganz so harmlos sind die Dinge aber nicht. Die Märchenerzähler an der Themse rechnen auf ein gläubiges und eindrucksfähiges Publikum, und ihre früheren Erfahrungen geben ihnen darin Recht. Aber gerade um dieser Erfahrungen willen, die in gewissem Sinne auch unsere Erfahrungen waren, weil sie auf unsere Kosten und zu unserem Schaden gemacht wurden, dürfen wir jene Erzählungen nicht unwidersprochen lassen. - Persien ist seit langer Zeit ein Zankapfel für Rußland und England. Anfänglich war es England, das in Persien überwiegenden Einfluß verlangte. Der damaligen Politik entsprechend, die noch heute nicht ganz aufgegeben ist, sezten sich die Engländer zunächst finanziell in Teheran fest. Nachdem die Russen begonnen hatten das war unter Zar Alexander II. eine eigene ostasiatische Politik zu treiben, ihren Länderbesitz und ihre Einfluß- Sphäre in Asien auszudehnen und auf die Grenze Indiens los zu marschieren, zog England sich langsam aus Persien zurück. Es war überhaupt vor den Russen stetig zurückgewichen. Schließlich waren Persien und Afghanistan die beiden Bufferstaaten, die die beiden großen asiatischen Mächte von einander trennten. Stets war Rußland der vordringende Teil gewesen, und nie hatte England ernstlichen Widerstand versucht. Der russischjapanische Krieg und das spätere englisch- japanische Bündnis haben in diesem Verhältnis starken Wandel hervorgerufen. Rußland hat für absehbare Zeit seine Ausdehnungskraft verloren, fann für absehbare Zeit an feinen Angriffstrieg denken. Dadurch ist für England die Möglichkeit geboten, das fast aufgegebene Terrain in Persien neu zu besetzen, und für England ist eine sich bietende, stets auch eine ergriffene Gelegenheit. Und nun zeigt sich das Merkwürdige: Während man in England keine Miene verzog, als Rußland sich in Persien festsetzte und den englischen Einfluß verdrängte, als mit russischem Geld eine persische Bank eingerichtet wurde, als mit russischem Geld persische Bahnen gebaut wurden, als englische Großwürdenträger auf den beabsichtigten Besuch Persiens von der Küste aus verzichten mußten, weil die persischen Beamten aus Furcht vor Rußland den geziemenden Empfang versagten, find jetzt gewisse englische Blätter überempfindlich, weil eine deutsche Schiffahrtsgesellschaft eine Verkehrslinie nach dem Golf von Persien eingerichtet hat! Das nennt man nach dem biblischen Wort: Mücken seihen und Kameele verschlucken. In Persien geht es augenblicklich übel zu, trotz der verheißenen Verfassung. Beinahe wie in Rußland. Der Schah ist frant. Sein Ansehen sinkt von Tag zu Tag, das Volk und die Großen werden schwierig. Die Leibwache des Schah, nach russischer Art ausgebildet und mit russischem Geld erhalten, ist zusammengeschrumpft, seitdem die Subsidien aus Betersburg ausbleiben. In Teheran sind die Europäer nicht ohne Besorgnisse, und die englische Gesandtschaft bildet ihre Zufluchtsstätte.. Der neue Vorrang des englischen Einflusses wird von keiner Seite bestritten, von deutscher Seite ganz gewiß nicht beneidet. Vermutlich wird dieser Einfluß in furzer Frist noch weiter wachsen, und- wer weiß, was in der Zeiten Hintergrunde schlummert! Sollte England Absichten auf Persien haben, so gibt es für Deutschland nur ein Interesse: das der offenen Tür für den deutschen Handel, und dieses Interesse für gefährdet zu halten liegt fein Grund vor. Um so erstaunlicher ist es, daß englische Blätter in der Einrichtung eines monatlichen Schiffsverkehrs nach dem persischen Golf durch eine deutsche Schiffahrtsgesellschaft ein bedenkliches Unternehmen sehen wollen. Der Bau eines deutschen Gesandtschaftshauses in Teheran gilt als ein weiteres Anzeichen finsterer und unein= gestandener, aber erratbarer Absichten. Wem das noch nicht genügt, dem wird gesagt, daß in Teheran eine deutsche Hochschule und ein deutsches Hospital begründet seien. Das ist zwar nicht wahr, aber es ist ein ausreichender Beweis dafür, daß Deutschland Persien anneftieren will. Vielleicht nicht ganz, weil der Bissen zu groß ist, aber teilweise. Man braucht nur an Kiautschou zu denken, das doch bekanntermaßen der Anfang der Besizergreifung Chinas durch Deutschland war. Man muß schon freiwillig blind sein, um nicht zu erkennen, daß die Sicherheit Indiens durch Deutschland auf das äußerste bedroht ist. Das ist zwar Wahnsinn, aber es hat Methode. Es sind feine ernsthaften englischen Blätter, die diese blöden Fabeln auftischen; doch es sind verbreitete Blätter, die hartnäckig bei ihren grotesken Erfindungen bleiben. Wenn da nicht schnell und eindringlich Widerspruch erhoben wird, so findet allmählich auch der offenbare Unfinn Glaube. So weit wenigstens, daß ein allgemeines Gefühl des Mißbehagens und des Mißtrauens Deutschland gegenüber in England entsteht. Das kann uns jedenfalls nicht nüblich sein. Die guten Beziehungen zwischen Deutschland und England sind eben zur Befriedigung beider Völker wiederhergestellt worden. Das gute Werf soll durch die Gewissenlosigkeit phantastischer Märchenerzähler nicht ge= stört und abermals in Frage gestellt werden. Darum treten wir den Geschichtenträgern mit allem Nachdruck entgegen. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Durch eine Ministerial- Verordnung ist die Einfuhr bon Rindern und Schafen in das Herzogtum Koburg und Gotha aus Desterreich- Ungarn freigegeben worden. Die Tiere sollen in den Schlachthäusern von Gotha und Koburg unter besonderen Vorsichtsmaßregeln alsbald abgeschlachtet werden. Die Maßregel ist zweifelios dairch die anhaltende Fleischteuerung veranlaßt morden. * Von 15. his 22. September wird in Mailand der 15. Weltfriedenskongreß tagen. Auf der Tagesordnung stehen folgende Beratungsgegenstände: Bericht des Bureaus über die Ereignisse des Jahres, sowett fie auf Krieg und Frieden Bezug haben. Internationaler Unterricht und pazifische Erziehung. Der Pazifismus und die Arbeiter= bewegung. Fragen des internationalen Rechtes, einschließlich Haager Konferenz und Zivilsanktion der Schiedssprüche. Propagandafragen. Revision des Kongreßreglements. Siz des Weltfriedenskongresses. Aufruf an die Nationen. Bei dem Beschluß über den dauernden Siz des Weltfriedenstongresses soll München vorgeschlagen werden. Oefterreich- Ungarn. ** Wie verlautet, beabsichtigt Kaiser Franz Josef eine bedeutsame Aktion zur Anbahnung einer Verständigung wischen Deutschen und Tschechen in Böhmen zu unternehmen. in diplomatischen Kreisen laufen Gerüchte um, der Kaiser wolle sich im Oktober mit seinem gesamten Hofstaate nach Prag, der Hauptstadt Böhmens, begeben und drei Wochen bort bleiben. Ein so langer Aufenthalt des Kaisers mit jeinem Hofstaate in Prag ist seit seinem Regierungsantritt noch nicht vorgekommen. Die amtliche Bestätigung für den Plan fehlt allerdings noch. Rufsland. = ** Von verschiedenen Seiten wird bestimmt behauptet, bas Attentat auf Stolypin sei nicht ein Werk der Revolutionäre, sondern von den Schwarzen Hundert", den Handlangern ber extremsten Schichten, veranstaltet worden. Die Regierungen von Deutschland, Desterreich- Ungarn, Frankreich, England, den Vereinigten Staaten, Italien, Belgien und Japan haben bem Ministerpräsidenten Stolypin ihre Sympathie aus Anlaß seiner Errettung aus der Gefahr und ihre Entrüstung über den gegen ihn ausgeführten Anschlag ausgedrückt. Stolypin selbst erklärte, er erwarte neue Attentate und schließe deshalb sein politisches und privates Testament ab. Die Polizei verhaftet alle Persönlichkeiten, die nur irgend verdächtig erscheinen. Haussuchungen nach Waffen und geheimen Dokumenten sind an der Tagesordnung. Der Polizei fallen Dokumente in die Hand, aus denen hervorgeht, daß ein allgemeiner Aufstand borbereitet wird. Man glaubt aber den Angaben der Polizei nicht. Balkanftaaten. ** Die Pforte hat an die Großmächte durch ihre diplomatischen Vertreter ein Zirkular über die Unruhen in Macedonien gelangen lassen. Sie übermittelt darin das Aktionsprogramm des bulgarischen Komitees für Macedonien und berweist auf die früher schon mitgeteilten bulgarischen Truppen= konzentrationen an der Grenze. Die Meldung aus Belgrad, daß die türkischen Truppen in den Kämpfen mit den Albanesen im Gebiete von Dernica 2 Geschüze verloren hätten, ist unrichtig. Amerika. ** Trotz der beruhigenden Versicherunger der tubanischen Regierung macht sich wieder eine starke Zunahme des Aufstandes, besonders in der Provinz Pinar del Rio bemerkbar. Das Aufstandsgebiet erstreckt sich schon bis fünfzig Kilometer bor Santiago. Die Regierung hat eine neue Aushebung von Miliztruppen vorgenommen und in den Vereinigten Staaten eine Anzahl Gewehre bestellt. Kleine politifche Nachrichten. Belgrad, 29. August. Der frühere Regent General Belimartovic ist gestorben. Tientsin, 29. August. Auf den hiesigen russischen Konsul Laptew wurde heute ein Attentat verübt. Der Konsul wurde schwer verwundet; der Täter heißt Lewinski. Dof und Gesellschaft. Gestern nachmittag 6 Uhr fand im Neuen Palais in Potsdam die Taufe des Sohnes des deutschen Kronprinzen statt. Die Feier wurde durch den Berliner Domchor mit dem Choral Du Hirte Israel" eröffnet. Prinzessin Victoria Luise, die Tochter des Kaiserpaares, hielt den Täufling, Oberhofprediger D. Dryander vollzog nach einer Taufrede die Taufe nach der vorgeschriebenen Liturgie. Als Taufpaten fungierten: der Kaiser, die Kaiserin, Prinz Eitel Friedrich von Preußen, Prinz Heinrich von Kronbor Prinz Albrecht von Preußen, Regent von Braunschweig, Großherzogin Luise von Baden, Prinzessin Feodora zu Schleswig- Holstein, Kaiser Franz Josef von Desterreich, vers treten durch Erzherzog Josef, Kaiser Nikolaus von Rußland, bertreten durch Großfürst Wladimir, König Eduard von England, vertreten durch Prinz Christian von Dänemark, König Viktor Emanuel von Italien, vertreten durch den Herzog von Genua. Kronprinzessin Alexandrine von Dänemark, Herzogin Karl Theodor in Bayern, Prinzessin Rupprecht von Bayern, König Haakon von Norwegen, Prinzessin Adolf zu Schaumburg- Lippe, Großherzogin- Mutter Anastasia von Mecklenburg- Schwerin, Großfürst Michael Nikolajewitsch von Rußland und Königin Marie der Hellenen. Sämtliche preußischen Staatsminister, auch Herr von Podbielski, waren anwesend. Mit Albert Beckers Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erhöret"( Jesaias 43,1) schloß die feierliche Handlung. Eine Defiliercour folgte. * ** Reichsfanzler Fürst Bülow wird dem dies. Jährigen Kaisermanöver nicht beiwohnen. Deer und flotte. Kapitulationen von Mannschaften für die deutsche Marine, die anderen Marine- oder Truppenteilen oder Behörden: an gehören oder angehört haben oder zu solchen kommandiert sind, dürfen nur mit Zustimmung dieser Marine- oder Truppen. teile oder Behörden abgeschlossen werden, außer wenn seil ber Entlassung oder dem Ablauf des Kommandos ein Jahr berflossen ist. Folgen der Münchener Spieleraffäre. Der Major im großen Generalstabe von Websky ist von dem Kommando ale Militär- Attaché bei der Gesandtschaft in München enthoben worden. Major von Websky war in der Münchener Spieler. affäre als ein der größten Spieler Münchens bezeichnet worden. Die Enthebung von seinem Posten dürfte daher mil bieser Affäre in Verbindung stehen. Solderhöhung im belgischen Heere. Nach einem Erlaß bes Königs von Belgien wird das Jahreseinkommen für Offiziere vom Kapitänkommandant abwärts, sowie der Sold für Unteroffiziere und Soldaten erheblich erhöht. Den Be troffenen wird das nicht gerade unangenehm sein. Marokkaner auf dem Kriegspfade. - -Kriegerische Huseinanderfetzungen im Lande des Scherifts.Eine Reise nach Rabat. Im Hafen von Tanger. Die Berg berber. Raisulis Krieger. Hinter den Andjeras.- Schauer liche Siegestrophäe. Die Streit auf dem großen Soffo. schüßenden Berge. - Tanger, im August. Sultan Mulah Abdul Asis will in furzem seine Residenz Fez verlassen, um sich nach der an der Küste gelegenen und berhältnismäßig start von Europäern bewohnten Stadi Rabat zu begeben. Rabat ist der zweitgrößte Industries platz Maroffos und Sitz eines deutschen Vizekonsuls. Man braucht diesmal also nicht anzunehmen, daß es sich um einen Kriegszug des marokkanischen Herrschers handelt, wie es sonst wohl der Fall ist, wenn der Scherif auf ,, Reisen" geht. Die unbotmäßigen Berberstämme machen ihm genug zu schaffen. Hat doch das diplomatische Korps jetzt wieder an den marokkanischen Minister des Aeußern eine Note gerichtet, worin gegen die Unruhen in Tanger Einspruch erhoben und energische Maßnahmen gegen die Wiederkehr solcher Ereignisse verlangt werden. Der Sultan erklärte in seiner Antwort, er bedauere die Vorfälle und werde dafür Sorge tragen, daß sich solche nicht wiederholen. Es geht bei den Kriegs- und Vergeltungszügen ein bischen anders zu als in Europa: Gelegenheit, die marokkanische Kampfweise zu beobachten, wurde mir erst fürzlich anläßlich des Aufruhrs in Tanger. bon Der Dampfer eines mir befreundeten Kapitäns lag im Hafen von Tanger. Ich stand im Heck und sah auf die friedliche sonnenbeschienene Düne, über die vor ein paar Stunden der neue Pascha von Tanger mit großem Vorantritt rot- und khatiberöckten Infanteristen, weißgefleideten Reitern und fliegenden Fahnen eingezogen war, als mir ein vorbeisegelnder Araber zurief: Krieg auf dem großen Socko ( Marktplatz). Im selben Augenblick ertönte auch Gewehrfeuer, und auf dem Kamm der Düne erschienen wie mit Zauberschlag laufende Gestalten, die stehen blieben, nach hinten schossen und weiterrannten. Das Glas belehrte uns bald: die furzgeschürzten Krieger mit ihren Strickturbanen waren Andjeras ein Bergberberstamm, der Tangers östliche Umgebung unsicher macht, und die, auf die sie schossen, trugen den blauen Turban Raisulis. In weniger als fünf Minuten war der ganze Strand um die Bucht von Tanger mit flüchtenden Andjeras bedeckt, Männern und Weibern, die letzteren ihre Maultiere und Esel eiligst vor sich hertreibend. In langem Galopp sprengten jezt Sultanssoldaten heran, die Flinte auf den Oberschenkel ge= stügt und sie ab und an in die Luft hinein abfeuernd, und aus der Stadt heraus zog sich in langer Linie ein Häuflein Infanterie. Dabei wurde lustig weiter geknallt, ohne daß man recht sah, auf wen und wohin, bis ich plötzlich durch das Glas ein Der Verlobungsring. Eine Bädergeschichte von Siegbert Salter. Weißt du Rolf, nimm mir's nicht übel, aber du bist ein ( Nachdruck verboten.) rechts fort. Und und segelte wie ein gedecktes Lin fleinen Kreuzern an das andere Ende der Tafel. tämpfen. Er mertte: Re wünschten ihn aufen Entfluß Reifen auf die Tischtante stilte, da erhob fich rainösen wie er mun gar feine Linte meno Meilen weit Linienschiff unb Iints und fehlen mit einem feber von wel leeres Pferd und eine am Boden liegende Gestalt entdeckte. Also wurde es doch ernst. Im Augenblick war eine Reiterschar um den Daliegenden versammelt und nach wenigen Sefunden löste sich aus der Menge ein Reiter, der ein dunkles Etwas auf der Mündung seiner langen Flinte trug. Beim Näherkommen erwies es sich als der Kopf des Gefallenen, der als schauerliche Siegestrophäe sofort zur Stadt transportiert wurde. Unterdessen hatte im Laufschritt die Infanterie den Fluß erreicht und blieb dort halten, während die Reiter über diese Grenzlinie hinaus sprengten und die Andjeras weiter verfolgten. In weniger als zwei Stunden war der ganze Krieg zu Ende. An Land konnte ich noch gerade dem Einzug des ruhmreichen" Heeres beiwohnen und erfuhr nun auch den Grund des Kampfes. Raisuli, der vom Sultan zum Kaid beförderte Räuberhauptmann hat seit langem mit einer angesehenen Andjerafamilie den Beni- Schott, Todfeindschaft. Vor etwa 5 Monaten ließ er auf offener Straße in Tanger zwei Andjeras über den Haufen schießen. Seitdem lauerten die Andjeras auf eine Gelegenheit sich zu rächen. Auf diesen Rachedurst ist die Er mordung des Franzosen Charbonniers zurückzuführen. Als nun der neue Pascha einzog, glaubten sie, diesen Regimewechsel benutzen zu fönnen, um einen Handstreich zu versuchen und begannen mit Raisulis Anhängern auf dem großen Soffo in Tanger Streit. Raisulis Vertreter griff aber sofort energisch ein, es wurden gleich ein paar Andjeras über den Haufen geschossen und die anderen entflohen, verfolgt von Raisulis und Sultanstruppen. Der Kampf ist für marokkanische Verhältnisse sehr blutig gewesen. Von den Andjeras find 6 gefallen, von Raisulis Leuten zwei und drei von den Sultanstruppen, darunter ein Offizier. Auf beiden Seiten zählt man eine Reihe Vers wundeter. Der neue Pascha, der ein sehr energischer Herr zu sein scheint, hat später einen Streifzug in das Andjera gebiet nternommen. Einen positiven Erfolg wird er damit nicht erreichen, denn in ihren Bergen sind die wie Kazen ge wandten Andjeras unangreifbar, aber er wird sie moralisc erschrecken und eine Wiederholung solcher Vorkommnisse der hindern. Dr. J. Jung. Nab und fern. † Fener im Leipziger Meßpalast. Gestern mittag brack Im dritten Stockwerk des neuen Meßpalastes Reichshof", dei zur gegenwärtigen Michaelismesse als Lagerraum für Meß: muster benutzt wird, Feuer aus, das mit großer Schnelligkeit um sich griff. Dank der vorzüglichen Eisenkonstruktion des Baues gelang es der Feuerwehr, die weitere Ausdehnurg bes Brandes zu verhindern. Das dritte Stockwerk brannti bollständig aus. † Hoteleinsturz. Ein Teil des Hotels Germania" in Neumünster stürzte gestern aus bisher unbekannter Ursache plöglich ein. Menschenleben sind nicht zu beklagen; dle an wesenden Gäste fonnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen Der Materialschaden ist sehr bedeutend. Das Haus war vor fieben Jahren errichtet worden. † Aus dem Kupecfenster geschossen. Ms der Berliner Schnellzug nach Kopenhagen die Station Hardrup passierte, gab ein deutscher Reisender aus dem Fenster eines Abteil einen Revolverschuß ab. Nach Ankunft des Zuges in Kopen hagen wurde der Deutsche mit einigen anderen, ihn begleiten. ben deutschen Herren von der Polizei angehalten. Die Untersuchung über den Vorfall ist eingeleitet. Ein eigenartiger Unfall. Der Lehrer Baumgart und ein Kollege aus Friesheim hatten die Straße von Kübeland nach Wendefurth in der Dunkelheit verfehlt und suchten sich an einem Wegweiser zu orientieren, indem der eine auf die Schultern des andern stieg. Der Wegweiser brach jedoch um und riß beide Wanderer mit zu Boden. Lehrer Baumgart wurde dabei der Schädel eingeschlagen. Der Reisegefährte traf nach stundenlanger Wanderung in Hasselfelde ein und Holte von dort Hilfe. Noch lebend wurde Baumgart ind Hospital gebracht, starb aber alsbald. † Geld, das ihn nicht erreichte. Dem obdachlosen Land. streicher Löbl war eine Erbschaft von mehr als 200 000 m zugefallen, doch konnte der Aufenthalt des glücklichen Erben bisher nicht ermittelt werden. Wie nunmehr die Polizei in Tetschen festgestellt hat, ist Löbl bereits vor mehreren Jahren auf der Wanderschaft in Ossegg erfroren. Er hinterlief einen Sohn und eine Tochter, deren Aufenthalt nicht bekanni ist. Die Erbschaft soll mun, wie verlautet der Stadt Meissen in Sachsen zufallen. † Zwanzig Löwen eingegangen. Die aus zwanzig Löwen bestehende bekannte Löwengruppe des Tierbändigers Julius Seeth ist ein Opfer verdorbenen Pferdefleisches geworden. Sämtliche Tiere sind eingegangen. Noch vor kurzem bot ein Liebhaber dem Besitzer der Tiere für die Gruppe 200 000 Mart dech zerschlugen sich die Verhandlungen, da Seeth den Verkau ablehnte. † Meuterei im Gefängnis. Der Direktor des Gefängnisses in Ceuta in Spanien wurde von einem Gefangenen, der Anarchist sein soll, durch zehn Messerstiche ermordet. Dem Anscheine nach handelt es sich um ein Komplott anarchistischen Gefangener. † Vergebliche Arbeit. Dem Wiederaufbau des Markus. turmes in Venedig stellen sich neue Schwierigkeiten entgegen Der Sachverständige, der im Auftrage der Stadt die Ziegel steine untersuchte, konstatierte einen starken Gehalt von Schwefelverbindungen und erklärte das Material für un brauchbar. Das bereits ausgeführte Turmstück muß jez wieder abgerissen werden. † Unwetter in Mexiko. Jm Bezirk von Mazatlan haben seit zwanzig Tagen unaufhörlich herniedergehende gewaltige Regenmengen eine Ueberschwemmung verursacht, die groß Verheerungen angerichtet hat. Ein Teil der Stadt liegt be reits in Trümmern, die Wasserwerke sind zerstört, und Hun derte sind obdachlos. Die Verluste der Zuckerpflanzer in der Umgegend belaufen sich bereits auf Millionen. Bunte Tages- Chronik. Allendorf, 29. August. Eine verheerende Feuersbruns äscherte vier große Wohnhäuser und zwölf Nebengebäude ein. Viele Vorräte wurden ein Raub der Flammen. Riga, 29. August. Bei Ust Dwinst stießen der englische Dampfer Kalabria" und der deutsche Dampfer Livland' zusammen. Beide Schiffe find stark beschädigt, Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Lyon, 29. August. Hier brannten gestern die Gebäude einer Uebersiedelungsgesellschaft nieder. Der Schaden wird auf mehr als eine Million Franks geschätzt. Brooklyn, 28. August. Der aus Köln stammende Matrose Martin Winterstein hat hier aus Eifersucht eine Frau Larsen erschossen und eine andere Frau verwundet. Er wurde nach heftiger Gegenwehr verhaftet. Philadelphia, 29. August. Hipple, der Leiter der ,, real estate trust company", die gestern ihre Zahlungen einstellte, hat Selbstmord verübt. Hipple soll 10 Millionen Dollar unterschlagen haben. Santiago, 29. August. Präsident Riesco, welcher aus Valparaiso zurückgekehrt ist, ist der Ansicht, daß der in Valparaiso angerichtete Gesamtschaden sich auf 200 Millionen Frant beläuft. Die Gesamtzahl der Toten schätzt er auf 2300. 1 Hütet das Huge! Von Dr. med. Theodor Zlocisti Berlin. F Eine edle Himmelsgabe ist das Licht des Auges", so fingt Schiller in seinem unsterblichen ,, Wilhelm Tell". Is boch unser Auge ein Organ, das uns die schönsten und reichsten Eindrücke auf Erden übermittelt. Wie arm erscheint uns der, und besäße er selbst alle Reichtümer der Welt, der alle die tausend Schönheiten der Erde nicht genießen kann. Allein unser Auge schafft uns nicht nur den Genuß all der Schönheit ringsum, sondern es ist jener Sinn, der in hervorragendstem Anteil uns unsere geistige Nahrung vermittelt. Mehr denn je, und für die Zukunft sicherlich in noch gesteigertem Maße, wird das gedruckte und geschriebene Wort uns die Bildung der Zeit vermitteln. Es ist natürlich, daß dieses Organ, gerade weil es für bie höchsten und feinsten Leistungen dient, auch aus besonders zarten Teilen aufgebaut ist und somit auch besonders leicht beschädigt werden kann. Selbst eine geringe Verlegung schafft Veränderungen von weittragender Bedeutung. Man hat neuerdings gezeigt, wie nicht nur rein örtliche Erkrankungen des Auges entstehen, sondern daß eine große Reihe Allgemein- Erkrankungen das Auge auch in Mitleidenschaft ziehen. Haben die alten Aerzte aus Mangel an Unterjuchungsmethoden aus dem Ausdruck, dem Glanz der Augen Rückschlüsse auf das Wesen gezogen, so hat die nere Medizin die tiefen Zusammenhänge zwischen den allgemeinen Ertrankungen und denen der Augen aufgedeckt. Besonders sind es die Infektionsfrankheiten des Kindesalters: Masern, Scharlach 2c., die auch das Auge ergreifen. Die früher so gefürchtete Mitbeteiligung der Hornhaut des Auges bei Bocken einstmals die Hauptursache der Erblindung in der Jugend ist durch die Jeunersche Impfung fast ganz verschwunden. Ebenso hat die Anordnung, daß jedes neugeborene Kind durch die Hebamme einen Tropfen Höllensteinlösung in die Augen geträufelt bekommen muß, die entsetzliche, fast immer in Erblindung mündende Augenentzündung der Neugeborenen beseitigt. Die wissenschaftliche Augenheilkunde ist kaum ein halbes Jahrhundert alt; denn erst die geniale und ebenso einfache Methode, den Hintergrund des Auges zu beleuchten, wie sie Helmholtz gelehrt hat, hat uns einen Einblick verschafft in den feineren Bau der inneren Augenorgane. Wir können heute genau feststellen, ob sich am Sehnerven Veränderungen finden, wodurch uns die Ursachen vieler Erblindungen verständlich wurden. Das große Geheimnis von Veränderungen im Gehirn ist durch die Beobachtungen am Sehnerv zum Teil gelichtet worden. Geschwülste innerhalb der Schädeltapsel, die wir sonst nie sehen könnten, werden außer durch andere Methoden auch durch die Veränderungen am Sehnerven erkannt. Ebenso hat auch die Absuchung der Netzhaut, lener zarten Haut, die das Licht und die Bilder aufnimmt und weitergibt, uns gelehrt, Nierenerkrankungen und Zuckertrankheit auch auf diesem Wege zu erkunden. Das war ein bedeutungsvoller Schritt. Während man früher die Schwächung der Sehtraft durch allerlei Augen- Wässerlein zu bessern hoffte, hat uns die Erkenntnis des Zusammenhanges von Allgemein Erkrankungen und Veränderungen am Auge gelehrt, daß eine Attaque auf das Grundleiden gleicher Zeit auch die frankhaften Erscheinungen am Auge lindert. Freilich hatte die Volks- Medizin, die ja eigentlich nichts anderes ist als der Rest verschollener ärztlicher Behandlungsmethoden, vorgearbeitet. Es steckt ein gewisser Sinn in den Volksbräuchen zur Behandlung der Augenkrankheiten und es ist ganz interessant zu beobachten, daß man eigentlich nur das Brimborium herum abschneiden muß, um Heilwirkungen zu erzielen. Man denke z. B. an die Fremdkörper, die einem häufig ins Auge fliegen. Da wurden früher die Lider geöffnet und mit der Zunge wurde das Auge abgeleckt. Das Verständige daran war, daß man nicht mit rauhen Fingern über das Auge streifen darf. Wir würden heute einen solchen Fremdkörper etwa mit zarter Watte heraustupfen. Ein großer Teil der Fremdkörper verbirgt sich unter dem oberen Lide. Man ist oft überrascht, wie ein Kohlenpartifelchen, das man kaum mit bloßem Auge sehen kann, stunden-, ja tagelange Qualen hervorruft. Diese Fremdkörper werden nur selten von der Tränenflüssigfeit fortgespült, weil der Lidrand durch den Reiz sich krampfhaft zusammenzieht und sich fest an den Augapfel anlegt. Die Voltsmedizin wußte das auch und sie verlangte darum, daß man das Oberlid an den Wimpern anfasse, vom Auge abziehe und dreimal ausspucke. Nun ist das Ausspucken, bes sonders wenn es in einen Spucknapf geschieht und nicht auf die Straße, eine sehr vernünftige Prozedur. Dem Fremdförper aber kann das Ausspucken nicht im geringsten imponieren. Wirksam ist nur das Abheben des Lides, das den Tränen nun ermöglicht, den Fremdkörper abzuspülen. Wir pflegen Fremdkörper heute so zu entfernen, daß wir die Leute fest auf den Boden sehen lassen, das Oberlid umfippen und den Fremdkörper leicht entfernen. Auch bei den so häufigen Gerstenkörnern kann man verfolgen, wie ein ursprünglich verständiges Prinzip im Volks brauch verdorben wird. Gerstenförner sind kleine, abgekapselte Vereiterungen der Lidranddrüsen. Feuchte Wärme bringt diesen Eiterherd nun zum Durchbruch. Wir werden heute lauwarme Umschläge machen oder Beutel mit gequollener Grüße auflegen. Das Volk aber denkt an das Prinzip garnicht. Das Drum und Dran ist ihm Hauptsache. Und so legen sie denn gefautes Fieisch auf's Auge. In einzelnen Gegenden wird natürlich genau bestimmt, von welchem Körperteil des Tieres das Fleisch genommen werden soll. In anderen Bezirken, die wieder mehr vegetarische Ideale haben, begnügt man sich mit gekautem Brot. Gewiß, es enthält feuchte Wärme und fann somit heilend wirken, aber es enthält auch die mannigfachen Mundbakterien, die an wunden Stellen verhängnisvolle Erkrankungen herbeiführen können. Worauf aber das Volk besonders aufmerksam gemacht hat, das ist der Gebrauch des Wassers. Während aber der moderne Arzt nur mit ge= tochtem( sterilisiertem) oder desinfiziertem Wasser arbeitet, verlegt die Volksmedizin die Wirkung in... zu einem Tee aufgießt. Leider hat sich in neuerer Zeit im Volte auch das Bleiwasser für Kühlungen eingebürgert; leider, weil es mur in der Hand eines sorgsam beobachtenden Augenarztes zu einem Heilmittel wird. Denn bei der geringsten Verlegung der Hornhaut schlägt sich das me allische Blei in der Wunde nieder und es entstehen große, weiße Narben, die mit Blei gefüllt sind und das Sehorgan schädigen. Aus dem Gerichtsfaal. Drachen. Wir Freimen aus alter fa er fämpften, auch n ie wenig galante Chem ausdrachen" nennen Bavierbradjen, den bunt Febäht, ftolz in luftige Eppelfeldern tummelt Poteten Wangen unfere nadenfteigen fchon feit Segler der Lüfte" felb Medid Bange Gorger kel Bindfadens, denn Afann der Drachen its unferen Jungen Fade wird- größtent Femalt, wenigftens beE Pen langherabhängend § Gegen den früheren Diener der Fürstin Wrede, Glafe, der s. 3. die Anzeige gegen die Fürstin erstattet hat, ist ein neues Strafverfahren eingeleitet worden und zwar wegen Meineides. Glase soll eidlich behauptet haben, in seinem an den Fürsten Wrede gerichteten Brief, der ihm die Anklage wegen Erpressung zugezogen hat, sei ausdrücklich vermerkt ge wesen, daß das von ihm verlangte Geld für die Armen" bestimmt sein solle. Der in der Verhandlung wegen Er. pressung produzierte Brief enthält aber diese Bemerkung nicht. Glase bestreitet jede Schuld und behauptet, mißverstanden worden zu sein. Zur Klärung der Affäre Wrede wird dieses Verfahren allerdings kaum beitragen. Der Landwirt. dfo ausgestattet, f mftwerk dar, dessen fung auf den Altersg uften" hat. Leider attenfeiten und ang Finzuweisen. Das Lei renvideln fich nämli Helephon- und Telegra tirie beftörungen bewirte her geahndet wird, werden. Es find daher Hinausziehen, elterlicher Beziehung anzuhalten! Das Dorf der L Crenze liegt ein Dorf eles zu berichten, aber i peljem Rufe die Ei Darf stehen, feien eini Startersdorfer wird vi Seimat fein ehrlicher M af das Anfinnen des E anennen, antwortete er Sofort werde ich einen jagen Sie übrigens fern? Ein anderes Sd Trenn fie auf den Grä riften wollen, Leitern iter Borahnen auf luft expediert wurden. Ein gk. Bekämpfung der Schweinekrankheiten. Jm preußischen Landwirtschaftsministerium werden Maßregeln zur intensiveren Bekämpfung der Schweineseuchen vorbereitet. Es sind bereits im Entwurfe fertiggestellt und liegen zurzeit sachverständigen Kreisen zur Begutachtung vor: 1. Ein technischer Leitfaden betreffend die Schweinejeuche; 2. eine gemeinfaßliche Belehrung über die Schweinefeuche und 3. eine solche über die Schweinepest; 4. eine Anweisung zur Bekämpfung des Rotlaufs, 5. eine Anweisung zur Bekämpfung der Schweineseuche; 6. eine An weisung zur Bekämpfung der Schweinepest; 7. eine Anweisung zur Zerstörung der Ansteckungsstoffe bei Rotlauf, Schweine feuche und Schweinepest: 8. eine landespolizeiliche Anordnung betreffend den Handel und Verkehr mit Schweinen. == Vermischtes. = Der fleinste Jockey der Welt ist der erst neunjährige Bara, der Sohn eines bekannten französischen Trainers, der in dieser Woche seinen ersten öffentlichen Ritt absolvierte. Der Knirps wiegt nur 25 Kilogramm und besaß Energie genug, ein Vollblutpferd über eine Strecke von 1000 Metern zu dirigieren. = d lieblichen Dorfes da dre Uhr zu zeigen, denn fo feblen schon fünf Mi Der Großhe Dhrlehrer Weißbarth Staatsminister Ewald, Bifiderten des Minifte Der Großherzog Auf der Jagd nach dem Bräutigam. Mrs. Dumbowla aus Chikago hat ihren Bräutigam sich erjagen müssen, denn Mstr. Dumbowfa wollte sich nicht in die Ehefesseln schmiegen und kam deshalb einfach nicht zur Trauung, sondern brannte über das Weltmeer durch nach Triest. Bald fand sich auch Miß Pauline dort ein und stellte ihn zur Rede. Wieder vermochte er durchzubrennen und fuhr nach New York. Pauline war auf dem nächsten Dampfer hinterher. Jetzt hatte sie das Weltumsegeln satt. Sie eruierte den Bräutigam in Meriden, verschaffte sich eine Heiratslizenz und zog die Polizei ins Vertrauen. Der Chef der Polizei versprach, das seinige zu tun und lud den heiratsunlustigen Dumbowka auf die Haupt wache. Ahnungslos fam er auf die Polizei und fand die Braut mit dem geladenen Trauschein in der Hand. Aber mals willigte er ein, Pauline zu ehelichen, aber diese, durch Schaden flug geworden, ließ ihn nicht aus. Der Ortsrichter Mr. Tean wurde herbeigeholt, und Pauline verließ die Wachstetieren Steiner stube als Mrs. Dumbowka. Regiment Nr. 116 die = Lieber arm als frank will der bekannte Millionär James Bringas aus Mexiko sein. Bringas leidet an Aussaß, seine bisherigen vergeblichen Bemühungen, Heilung von der schrecklichen Krankheit zu finden, haben ihn bereits über eine Million Dollars für Aerzte usto. gekostet. Der Millionär hat sich das Leiden vor fünf Jahren in Australien zugezogen. Jetzt reist er zum dritten Male nach Europa, um dort die besten Aerzte zu Rate zu ziehen. Bringas hat eine Familie, bestehend aus Frau, sieben Töchtern und einem Sohn, er muß sich aber wegen der Ansteckungsgefahr von seinen Anaehörigen schon seit fünf Jahren fernhalten. Bjarters Valentin Schri el bangelifden Pfarrem Elbertreter des Detanägung erteilt. Auszeinur Die Wahlen das Großherzogtum 10 September statifinde allen Umständen d enten der Landwirtschaft Belte werden deshalb al en einzelnen Wahlbezir inzubringen, die zum Lemeren und mittleren teilt, Mißftimmung Sumbes der Landwirte bisweilen nur bon tgliedern besucht war Gnadengeschenke bei Ehejubiläen. Eine neue ministerielle Verfügung bestimmt, daß in Zukunft auch beim 60 jährigen Shejubiläum solchen Jubelpaaren, die bereits anläßlich der goldenen Hochzeit mit einem Gnadengeschenk bedacht worden haben, bei fortdauernder Würdigkeit abermals ein Geld zganisatorisch bewähr ind und deren Verhältnisse sich inzwischen nicht gebessert geschenk von 50 Mark aus der Generalstaatskasse gewährt werden kann. =====Weiße Elefanten. Ganz Birma schwimmt in Wonne und Entzücken, Heil ist ihm wiederfahren: zwei weiße Elefanten find geboren worden. Der eine fam in der Heerde eines armen Holzhändlers zur Welt; das durfte nicht sein, en oftrobiert wurden in. Rehr Freur en. Jedenfalls find Fig- Michelstadt, B bach, Nida- Echze oibaten gegen die E Der Kampf dürfte also denn solche Wundertiere dürfen nur Fürsten und Königer imrat a as entb ides im hessischen E Baten des eheimrats Bon der Bibli at wurden im legt 225 Bände entsteher 4030 Bände benutzt. mbe geliehen. Durc der Hofbibliothet anderen Bibliothet gehören, es wurde den Tigern geopfert. Der andere weiße Elefant war schlauer, er begrüßte in der Heerde des Gou verneurs von Lakawn das Licht der Welt. Nun herrschte Freude in Lafawns Hallen. Das weiße Elefantenbaby wurde mit einem weißen Sonnenschirm beschützt, und unter königs licher Brachtentfaltung in die Stadt geführt; sein Geleit bildeten Scharen von Reitern auf Elefanten und Pferden, während eine Musikkapelle spielte und das Volk zu Hunderten zur Seite marschierte. Der Elefanten= Albino ift ein Prachtexemplar seiner Gattung:„ Seine Haut," heißt es in einer Schilderung, hat die Farbe hellen Strohs; sein Haar Eriften und Archibalie ist weiß wie Silbernadeln; sein Gaumen und seine Zunge Emmerjemeft 912 unt find vollkommen rot, und seine Augen gleichen Rubinen von reinstem Wasser. Er ist ein vollkommen weißer Elefant. + Verbesserungen im Fernsprechverkehr. Ueber die Dauer der Benutzung der Fernsprecher sind neue Bestimmungen ers lassen, die eine wesentliche Erleichterung im Fernsprechverkehr vorstellen. Gespräche gegen Einzelgebühr können im Fern, Vororts- und Bezirksverkehr an Werktagen vor 9 Uhr vor mittags und nach 7 Uhr nachmittags, sowie an Sonn- und Feiertagen ununterbrochen bis zur Dauer von dreißig Minuten fortgesetzt werden, auch wenn andere nicht dringende Gespräche noch angemeldet sind. Die gleiche Bestimmung gilt für die Zeit zwischen 9 Uhr früh und 7 Uhr abends( an Werktagen) auch dann, wenn für Gespräche über sechs Minuten hinaus die dreifache Gebühr entrichtet wird. An Sonn- und von 11 bis 1 Uhr keine Anwendung, weil die kleineren Sprechstellen nur in dieser Zeit geöffnet sind und der Sprechverkehr im allgemeinen unterbunden werden wonnte Bibliothet wurden. 171 828 Stid be Elangeldeine erledig Bbliothel um 6848 L Infolge der gro badurch bedingten Betriebsmittel werden aften, auch für die i 30. September nid Die evangeli fichtlich Mitte Otto ung zufammentrete Feiertagen dagegen findet das neue Verfahren in der Zeit higstellung der Neu Babftrage, mit welche die Berhandlungen Berhandlungen dün hung und endgültig Bolte aud er, meil es Augenarzte ften Berle in der Die mit B Wrede, Bl ttet hat, it D war the , in fcinem Drachen. Wir wollen nicht erzählen von den Un, men aus alter sagenhafter Vorzeit, mit denen fühne ter fämpften, auch nicht von ,, unliebenswürdigen" Frauen, wenig galante Ehemänner in schmählicher Uebertreibung Nein, unser Interesse gilt den usdrachen" nennen. Bierdrachen, den bunten Windvögeln, die vom Herbstwind äht, stolz in luftige Höhen entschweben. Unten auf den Epppelfeldern tummelt sich, mit blizenden Augen und geitten Wangen unsere Schuljugend, deren liebster Sport das Cachensteigen schon seit alter Zeit ist. Meistenteils ist dieser Segler der Lüfte" selbst gefertigt, mit mehr oder weniger Chick. Bange Sorgen verursacht die Frage der Schnur, de Bindfadens, denn wenn davon nicht genügend vorhanden lann der Drachen kaum sehr hoch steigen, und dann mts unseren Jungen keinen Spaß. Auf die papierene Vorderein Gesicht größtenteils in Busch- Manier Libe wird - m die Ant gemalt, wenigstens behauptet der Künstler es wäre eines. ich vermert für die Arm ang wegen Bemertung mißberian rede wird de Den langherabhängenden Schwanz ziert eine bunte Quaste, and so ausgestattet, stellt der selbstverfertigte Drachen ein Kunstverk dar, dessen Schöpfer mit gerechtem Stolz und Vertung auf den Altersgenossen niederblickt, der nur einen GeLauften" hat. Leider hat aber das Drachensteigen auch seine Chattenseiten und angebracht ist es, an dieser Stelle darauf Sinzurveisen. Das Leitseil, sowie der Schweif des Ungeheuers benwickeln sich nämlich erfahrungsgemäß nicht selten in Telephon- und Telegraphendrähte und können hier sofort BeJm preußitriebsstörungen bewirken. Da so etwas aber nach dem Geseke Es find bewerben. Es sind daher alle Knaben, die jetzt mit Drachen the intenſive ver geahndet wird, so kann die Sache recht unangenehm Hinausziehen, elterlicherseits zu größter Vorsicht in dieser Beziehung anzuhalten! Sachverständi ischer Leitfa Bliche Belehr die Schwe Das Dorf der Biedermänner. An der österreichischen hotlaufs, 5. Grenze liegt ein Dorf Nagy- Marton, von dem weiß man he; 6. eine ziele zu berichten, aber nur Schlechtes. Um ar zu machen eine Unwel in welchem Rufe die Einwohner von Nagy- Marton- Matterslauf, Schne Dori ſtehen, seien einige Anekdoten wiedergegeben: Ein liche Anordna Mattersdorfer wird viel damit gehänselt, daß in seiner einen. erst neunjab Trainers, Seimat fein ehrlicher Mensch ist. Er protestiert dagegen, und auf das Anfinnen des Spötters, ihm einen einzigen Namen gu nennen, antwortete er sogleich: Einen ehrlichen Menschen? warten Sie Sofort werde ich einen nennen! Warten Sie jagen Sie übrigens, muß es gerade ein Mattersdorfer Fein? Ein anderes Scherzwort sagt, daß die Mattersdorfer, venn fie auf den Gräbern ihrer Eltern ihre Andacht verrichten wollen, Leitern mitnehmen müssen, weil die meisten Ritt abfolvi besaß Ene On 1000 Mehrer Vorahnen auf luftigen Höhen unfreiwillig ins Jenseits expediert wurden. Ein dritter Scherz warnt alle Besucher Des lieblichen Dorfes davor, den Bewohnern Nagy- Martons Die Uhr zu zeigen, denn ,, kaum haben sie auf die Uhr gesehen, So feblen schon fünf Minuten". Mrs. Duntbo En müssen, de Feffeln schmie ern brannte i d fich auch Logales * Der Großherzog empfing am 29. August den Oberlehrer Weißbarth von Laubach; zum Vortrag den Staatsminister Ewald, den Finanzminister Gnauth, den Bräsidenten des Ministeriums des Innern Braun. Bieder bermo t. Pauline t hatte sie gam in Meri die Polizei Der Großherzog hat den Wahlen des evangelischen das ſeinige farrers Valentin Schrimpf zu Buzzbach zum Dekan und auf die ha evangelischen Pfarrers Wilhelm Wahl zu Beienheim zum ei und fand Etellvertreter des Defans des Defanats Friedberg die Beer Hand. aber diese, brätigung erteilt. Der Ortsrid Auszeichnung. Der Großherzog hat den erließ die uste tieren Steiner und Rühl im Kaiser WilhelmRegiment Nr. 116 die Rettungsmedaille verliehen. Opa, um dort at eine Fam Die Wahlen zur Landwirtschaftskammer annte Million eidet an Aust das Großherzogtum Hessen werden voraussichtlich am Heilung von 10. September statifinden. Der Bund der Landwirte will bereits über ter allen Umständen den Grafen Oriola zum PräsiDer Millicenten der Landwirtschaftskammer gewählt sehen. Von dieser ralien zugute werden deshalb alle Anstrengungen gemacht, um in en einzelnen Wahlbezirken Bundesmitglieder in die Kammer einem Sohn, einzubringen, die zum Grafen Oriola stehen. In von seinen eineren und mittleren bäuerlichen Kreisen herrscht, wie man nitteilt, Mißstimmung darüber, daß von Seiten des 28undes der Landwirte in Vertrauensmännerversammlungen, neue minifteri Wie bisweilen nur von 4( wie in Buzbach), höchstens 15 beim 60 jährig Mitgliedern besucht waren, vom Bund der Landwirte Kandiits anläßlig aten oftroyiert wurden, die nicht die Sympathien der Wähler nicht gebeiben.ehr Freunde scheint unter den Bauern der mals ein organisatorisch bewährte Geh. Regierungsrat Haas zu atstaffe geben. Jedenfalls sind in den Wahlkreisen Höchst i. D. bedacht wor immt in n: zwei am in der Se urſte nicht - ig- Michelstadt, Büdingen- Altenstadt, Vilbel, Gedern, azbach, Noda- Echzel und Herbstein- Ulrichstein GegenTandidaten gegen die Bundeskandidaten aufgestellt worden. Kampf dürfte also um den Grafen Oriola und den ten und Köimrat Ha as entbrenner. Die Fraktion des BauernDer andere des im hessischen Landtage steht fast einstimmig auf Heerde des Geiten des eheimrats Ha a s. t. Nun ber fantenbaby und unter hrt; fein Ge ten und Bolf zu Hunde at heißt Albino ift " ben Rubinen * Von der Bibliothek der Landes Univerität wurden im letzten Jahre auf länger als 4 Lage 0225 Bände entstehen. Bis zu 4 Tagen wurden gar 334030 Bände benutzt. Von außerhalb Gießen wurden 1382 de gelichen. Durch Vermittelung der Bibliothek wurden on der Hofbibliothek in Darmstadt 909 Bände bezogen und trohs; fein iften und Archivalien. Die Zahl der Lether betrug im und feine 8mmerſemeſt 912 und im Wintersemester 994. Innerhalb er Bibliothef wurden. was sich aber nicht genau feststellen Dit, 171 828 Stück benutzt. In Summa mußten 27 839 angsscheine erledigt werden. Vermehrt wurde die ibliothef um 6848 Nummern. ißer Elefant Ueber die Da Beftimmungen Fernipredper fönnen im 7 bor 9 br b Jufolge der großen Manövertransporte und Her dadurch bedingten bedeutenden Inanspruchnahme aller . * Volksbildung. Wie auf der letzten Jahresversammlung des Rhein- Mainischen Verbandes für Volts. vorlesungen und verwandte Bestrebungen mitgeteilt wurde, umschließt dieser 100 förperschaftliche Mitglieder mit etwa 600 indirekt angeschlossenen Vereinen und 400 persönliche Mitglieder aus den verschiedensten Ständen und Berufs. arten. Die einzelnen Vereine und Ausschüsse suchten durch gemeinverständliche Vorträge, Volksunterhaltungs Abende, heimatfundliche Führungen, Bibliotheken und auf jede Sonstige zweckdienliche Weise den geistigen Stand weiterer Volkskreise zu fördern. Die Verbandsleitung unterstützt u. a. auch die Vereine und Octe durch Abgabe von Wanderbibliotheken aus den Mitteln der Schillerspende und macht ihren persönlichen Mitgliedern wertvolle literarische Neuerscheinungen leihweise unentgeltlich zugänglich. Im legten halben Jahre sind 30 Dite mit 2000 guten, größtenteils neuen Büchern unterstützt worden. * Das weiße Kreuz im roten Feld. Das Notenkreuz Zeichen ist gefeßlich geschüßt und darf nur mit landespolizenicher Genehmigung geführt werden. Auch die Eine Anzahl Führung ähnlicher Zeichen ist verboten. Offenbacher Drogisten benußte nun ein weißes Kreuz auf rotem Felde als Reflamezeichen für verschiedene Gegenstände. Sie erhielten Strafbefehle, aber das Schöffengericht spcach sie frei. Die Darmstädter Straftammer bestätigte das Urteil. * Beherzigenswerte Worte für solche, die bei jeder Kleinigkeit zum Gericht laufen, sagte jüngst Amtsrichter Dr. Krause zu Ecfurt:„ Ein einfichtsvoller Mensch vergibt sich in seiner Ehre durchaus nichts, wenn er, nachdem er einen Fehler begangen, diesen einsehend zu dem Beleidigten geht und um Verzeihung bittet. Der Gegner soll die Hand zur Versöhnung dann auch bieten und vermeiden, daß die Sache vor Gericht zum Austrag kommt." * *' m Herrn Kreisrat seiner." Ein gelungenes Stückchen, das sich bei der Berdigung des Doerhauptes in einem hessischen Dorfe fürzlich abspielte, wird viel belacht. Am Grabe des verdienstvollen Bürgermeisters, der mehreren Vereinen angehörte, legten die verschiedenen Präsidenten, Gemeinderäte 2c. Kränze nieder. Auch der Kreisrat hatte dem Verstorbenen das letzte Geleit gegeben und einen Kranz mitgebracht, den die Dienstmagt des Bürgermeisters im Leichenzuge trug. Nachdem die verschiedenen Herren ihre Kränze niedergelegt hattten, der Kreisrat aber feine Anstalten hierzu traf, trat das Mädchen kurz entschlossen vor, hielt den Kranz in die Höhe und sprach mit lauter Stimme: ' m Herrn Kreisrat seiner!" ( Buzzb. 8tg.) * Gurkensalat und Wasser vertragen sich nicht. Die ernste Wahrheit dieser Borte mußte dieser Tage die Familie eines Gerichtsbeamten in Sonneberg erfahren, deren 12jährige blühende Tochter infolge Genuß von Gurkensalat und einer größeren Quantität Wasser nach furzem schwerem Krantenlager gestorben ist. Dieser ist schon der zweite traurige Fall, der in diefem Sommer bekannt wird. Man übe doch ja Vorfiht. sp. Sportliges. Der diesjährige Weltmeister Darragon wurde im 50 km- Rennen zu Treptow- Berlin von Adolf Schulze, Zehlendorf, auf Bcennabor geschlagen. Er endete auf den dritten Plaz. Krofdorf, 29. August. Bezüglich der Wahl eines Kirmesortes für nächsten Sonntag fommt man nicht in Verlegenheit, wenn man bedenkt, daß von der äußersten Grenze des Kreises Marburg( Salzböden und Ddenhausen) bis vor den Toren der Stadt Wetzlar( Garbenheim) zum Tanze aufgespielt wird. Ein Heer von Musikern ist aufgeboten und auch die übrigen charakteristischen Merkmale werden nicht fehlen, sodaß die Kirmesgäste voll befriedigt werden dürften. * Groß- Rechtenbach. Bomben Unsinn. Ein merkwürdiger Fund ist in der vorigen Woche in hiesiger Gemarkung in einem an der Straße nach Lüzelinden gelegenen Erbsenacker gemacht worden. Auf fraglichem Grundstück wurden 2 etwa 10 Bentimeter hohe und halb so breite verlötete Blechbüchsen in der Art von Konservenbüchsen entdeckt, die in kurzer Entfernung von einander aufrecht standen. Die eine war et.oas durchgerostet und ihr Inhalt feucht geworden, sodaß die von dem Finder, dem Besizer des ackers, bewerkstelligte Deffrung ohne Zwischenfall verlief. Die Büchse enthielt Kugeln des Gewehrmodells 88, Bleistücke uno eine braune Mass, deren Charakter noch nicht festgestellt ist. Die andere unversehrte Büchse ließ der Finder uneröffnet und lieferte beide Stücke dem hiesigen Bürgermeisteramte ein. Wie der„ Wezl. Anz" hört, ist der Staatsanwaltschaft Mitteilung gemacht worden. " * Lauterbach. Während sich die Mehrzahl der hiesigen Bewohner auf dem Hainigfest befand, brach gegen 6 Uhr in dem Anwesen des Töpfers Bauer Feuer aus. Das Vieh fonnte gerettet werden, nur ein paar Schweine wurden| vom Feuer derart ergriffen, daß sie getötet werden mußten. Auch einige Stallhasen tamen um. **§ Herbstein, 29. Auguft. Das Grundbuch für die Gemartung Vaitshain ist vom 15. September an ais angelegt anzusehen. * Dieburg, 29. Aug. Ein gefährlicher Bursche ist der 15jährig 3oangszögling Sisnowsty aus Mainz. E: war in der Zwangserziehungsanstalt in Klein- Zimmern und zwar in der Schusteret untergebracht. Er wugte sich eine Flasche Spiritus und Stretchhölzer zu verschaffen und zündete die Schreinerwerkstatt daselbst an. Während des ie an Connerie bsmittel werben Fahrpreisermäßigungen für Gesell Brandes gelang es ihm dann, mit einigen Gefährten zu von dreifig ce nicht bringen Beftimmung Uhr abends( ber fedje Minut An Conne abren in der 8 peil die Heiner et find und b 7 werden aften, auch für die in Sonderzügen, in der Zeit vom 5. This 30. September nicht gewährt. Die evangelische Landessynode wird vorfichtlich Mitte Oftober in Darmstadt zu eimer zweitägigen ung zusammentreten. Den Anlaß hierzu bildet die tig ftellung der Neubauten des Oberkonsistoriums in der Balbftraße, mit welchen auch der Bau eines Sigungssaales Er die Verhandlungen der Synode verbunden wurde. In en Berhandlungen dürfte auch der Fall Korell zur Beprung und endgültigen Erledigung gebracht werden. * * Marburg, 29. Auguft. Sel 6 st mord. In Laasphe hat gestern ein Liebespaar, der Anstreicher Geiß aus Biedenkopf und ein Mädchen mit Namen Blucke, Selbstmord durch Erschießen begangen. s. Biedenkopf, 29. Auguft. Umfangreiche Vorbereitungen an Ställen und Hallen mußten für die vom 2. bis 5. Sept. hierselbst stattfindende landwirtschaftliche Ausstellung getroffen werden. Beträgt doch die Zahl der zur Ausstellung angemeldeten Vogelsberger Rinder allein 306, hierzu fommt noch eine Anzahl Fahrochsen, ca. 30 Pferde, eine größere Anzahl Schweine sowie 30 Biegen, die größtenteils dem Sahnenschlag angehören. Besonders interessant verspricht diesmal die aus allen Teilen Deutschlands beschickte Geflügelausstellung( 101 Stämme) zu werden. Ferner werden in größeren Glasbassins sämtliche Fischgattungen unserer Hinterländer Gewässer, Eder und Lahn zur Schau gestellt. Aber auch Sammlungen von Schädeln jagdbarer Säugetiere und Vögel, sowie Sammlungen von Eiern, Schnecken und Muscheln wird der Naturfreund hier vorfinden. Sodann wird für unsere Landleute von besonderer Gelehrung die Saatgutausstellung der Universität Gießen sein. Den Hauptanziehungspunkt des Festes bildet aber der für Dienstag ( 4. Sept.) mittags 1 Uhr geplante Feftzug, welcher in 4 Abteilungen nicht weniger als 62 Gruppen aufweisen wird. Fraulfurt, 29. August. Zum Fall Pintu 8. Das von Peter Pintus eingelegte Gnadengesuch, dahingehend, die gegen ihn erfannte zweijährige Zuchthausstrafe in eine gleichlange Gefängnisstrafe zu verwandeln, ist abschlägig beschieden worden. * * Frankfurt. Infolge des Bieraufschlags haben die sozialdemokratische Partei und die Gewerkschaften die Aufforderung erlassen, jeglichen Biergenuß einzustellen, auch alle Geschäfte zu meiden, in denen Bier verkauft wird. Muß das aber eine Wonne für Guttempler sein! * Gonsenheim. Der Stamm Becker." Die Bewohner von Gonsenheim sind ein Volt, das Becker heißt," so schrieb ein fürzlich in Mainz auf einer Informationsreise anwesender Franzose in sein Tagebuch. Der gute Mann hat sehr recht mit dem, was er meint. Nach dem Adreßbuch sind nämlich gegenwärtig nicht weniger als 202 Haushaltungsvorstände mit dem Namen Becker in unserer Gemeinde ansässig. Rechnet man nun durchschnittlich jede Familie dieses Namens zu sechs Personen, so beherbergt unsere Gemeinde gegenwärtig 1200 Personen mit dem Namen Becker, das sind 20 Prozent der einheimischen Bevölkerung. Aus diesem Grunde ist es auch begreiflich, daß der Franzose zu seiner Entdeckung fam. * Aus Kurhessen, 29. August. Entgegen allen Etwartungen zeigt sich die feit vorgestern eröffnete Hühnerjagd recht ergiebig. Die Ketten sind stark und zahlreich. Literarisches. Tier Pantomimen im Mönchstloster zu Hemis in Tibet werden alljährlich zweimal aufgeführt anläßlich der Wallfahrten, welche die Bevölkerung im Umtreise von mehr als hundert Meilen nach diesem buddhistischen Klofter unternimmt, das in der Nähe von Kaschmir an der großen, Indien mit China verbindenden Karawanenstraße liegt. Eine solche interessante, zweifellos auf jahrtausend alter Ueberlieferung beruhende Tierpantomime zu sehen, ist bet dem bekannten Fanatismus der Buddho priester für den Europäer fast eine Unmöglichkeit; dennoch ist dies einem französischen Reisenden unter der schüßenden Verkleidung als tibetanischer Wallfahrer gelungen, und eine farbenprächtige Darstellung einer solchen religiösen Partomine veröffentlichte das neue, populär- wissentliche Brachtwerk von Hans Kraemer „ Der Mensch und die Erde"( Deutsches Verlagshaus Bong& Co., Berlin W. 57), von dem bis jetzt mehrere Lieferungen( 60 Pfa.) zur Ausgabe gelangt sind. Julius Hart feßt in der 3. Lieferung seine geiftvolle, gründliche Bissenschaftlichkeit mit gemeinverständlicher Darstellungsweise in glücklichster Weise verbindende Abhandlung über„ Tierfultus und Tierfabel" fort, die ein ganz neues Licht auf viele bisher unverständlich gebliebene mystische Vorgänge und Anschauungen bei den Natur- und zum Teil auch bei den KultureBöltern wirft. " den Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, 31. August. Heiter und trocken, Morgens stellenweise Rebel, noch etwas wärmer, mäßige südiche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 6 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, 3 Schlosser, 1 Schmied, 10 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Waschfrau, 1 Putzfrau, 3 Glaser, 1 Anstreicher, Erdarbeiter, 1 Küchenmädchen, 2 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 2 Stutscher." Lehrlinge: 3 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kellner gegen Vergütung. Es suchen Arbeit: 1 Schweizer, 1 Maschinist oder Heizer, 2 Waschund Putzfrauen, 1 Flickerin, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 2 Lauffrauen, 1 Kassier- oder' Bureaudiener, 1 Bureaugehilfe. Verantwortlich für die Politik und den Inseratente l Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. entkommen. Ja Mainz wurde er wieder festgenommen und nach Klein- Zimmern zurückgebracht. Dort verweigerte man dem Verbrecher die Aufnahme, sodaß er nach Mainz ins Nervenschwäche, Schreckhaftigkeit, Erregtheit, G.fängnis kam. Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit werden erfolgreich beMarburg. Ein interessanter Fund wurde in der Um- seitigt durch Dr. Rays Nerbol, eine neue wissenschaftgebung von Neustadt gemacht. Beim Arbeiten in einer liche Erfindung zur Bekämpfung aller Nervenleiden. Lehmgrube wurde ein 1/2 Meter langer Mammutszahn, Es enthält: Kaliforn. Haferertraft 50, Fenchel 20, leicht gekrümmt wie ein Säbel, bloßgelegt. Leider wurde Anis 20, Pomeranzen 20, Baldrianertraft 20,@lyzer n der Zahn in zwei Stücke zerbrochen, deren Bruchstellen ein 30, Bucker 30, Bromkalium, Bromnatrium, Bromschönes Weiß zeigten. ammonium je 10) zu haben in den Apotheken. Buchdruckerei von Albin Klein GIESSEN Seltersweg 83. Bekanntmachung. Die Offenlegung der Wählerlisten für die Wahl zur Landwirtschaftskammer betreffend. (§ 3 der Wahlordnung.) Während der Woche vom 29. August 1906 bis einschließlich 5. September 1906, bormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr liegt die Liste der in der Gemeinde Gießen und in der Gemarkung Schiffenberg zur Vertrauensmännerwahl wahlberechtigten Verbandsangehörigen, die zugleich die Angaben über die Wählbarkeit der Verbandsangehörigen enthält, in dem Bürgermeistereigebäude Zimmer Nr. 15- zu jedermanns Einsicht offen. Innerhalb dieser Frist tönnen Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste schriftlich oder zu Protokoll der Bürgermeisterei erhoben werden. Gießen, den 28. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Nachdem die unter dem Schweinebestand des Heinrich Hahn dahier aufgetretene Rotlausseuche erloschen ist, wird die unterm 6. Angust angeordnete Gehöftsperre aufgehoben. Gießen, den 30. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Nachdem die unter dem Schweinebestand des Moses Keßler dahier aufgetretene Schweineseuche erloschen ist, wird die unterm 23. Juli If. Js. angeordnete Gehöftsperre aufgehoben. Gießen, den 30. August 1906." Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Walltorstraße zwischen Brandgasse und Nordanlage von heute an bis auf weiteres für den Fuhrberkehr gesperrt. Gießen, den 29. August 1906. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Behufs Vornahme von Kabelarbeiten ist das Kabel in der Schulstraße am 29. August, nachmittags von 2 Uhr ab, ausgeschaltet und die Stromlieferung unterbrochen, was wir hiermit den anliegenden Konsumenten zur Kenntnis bringen. Gießen, den 28. August 1906. Städtisches Elektrizitätswerk Gießen. Stolte. Submission. Für die Klinik für psychische und nervöse Krantheiten in Gießen soll für das Rechnungsjahr 1906 die Lieferung von: ca. 7000 Ctr. Hüttenkoaks in der Korngröße 6-10 cm , 800 Nukkohlen " auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen von 3-5 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbureau zur Einsicht offen. Offerten sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Montag, den 10. September 1906, vorm. 12 Uhr auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 12. September 1906. Gießen, den 24. Auguft 1906. Großh. Direktion der Klinit für psychische und nervöse Krankheiten. Dr. Dannemann. น ur tadellosen, schnellsten und billigsten Anfertigung von Werken, Zeitungen, Katalogen, Formularen und Zirkularen, Prospekten, sowie aller anderen geschäftlichen und privaten Drucksachen in moderner Ausführung empfehle ich meine Druckerei. Die kleinsten wie die grössten Aufträge werden mit gleicher Sorgfalt ausgeführt. Für Vermittelung und Zuweisung von grösseren Druckaufträgen wird angemessene Provision gezahlt. Perforier- Anstalt. Elektrischer Betrieb. Man verlange Kostenanschläge. Weltall und ca. 2000 fchwarze und bunte Illuftrationen, fowie zahlreiche Fakfimile- Beilagen. Stereotypie. Extrabeigaben in neuem Syftem der Daritellung. Menschheit Geschichte der Erforschung der Natur und der Verwerfung der Naturkräfte im Dienite der Völker bon Hans Kraemer in Verbindung mit bervorragenden Fachmännern. Reichillustriertes Prachtwerk Komplett in 5 Bänden, Preis pro Bd. 16 Mk. = 19 Kr. 20 H.= 21 Frcs. 35 ctm. Deutsches Verlagshaus Bong& Co., Berlin W. 57. 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September bei Herrn August Schwan, Weinhänd ler in Gießen zu erfolgen. Pferdebesitzer laden wir zur Beteiligung ergebenst ein. Gießen, den 25. August 1906. Die städtische Pferdemarkt- Kommission: Soeben erschien der ,, Vega"-Brenner ( Patente in allen Staaten) Jean Kirch. ,, Vega" ist der beste Petroleum- Glühlicht- Brenner der a) eine Steuervorrichtung zur Verhinderung des Blakens besitzt, b) der ohne Vorwärmung sofort Licht gibt, c) der 2 Gewinde, zugleich für 10 und 14" hat, passt also auf jede gewöhnliche Petroleumlampe d) dessen Docht niemals geschraubt zu werden braucht. e) der bei einer grösseren Lichtstärke wie Gasglühlicht nur für ca. 1 Pfennig Petroleum pro Stunde verbraucht, f) der geruchlos brennt. Preis des VEGA- Brenners komplett mit Glühstrumpf und Cylinder 6.. Mk. Niederlagen in Giessen: Edgar Borrmann, Eisenhandlung, Hermann Mettenheimer, Beleuchtungsartikel. 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